Zencastr
00:00:00
00:00:01
Speed1x
Format
Share
Embed
Report

Recruiting Talk Reddit-Special: Im Personalwesen lebst du gefährlich.

Workwise Recruiting Talk
Workwise Recruiting Talk

123 plays · Jun 5, 2025

Auf Reddit findet sich zu wahrscheinlich jedem Thema, das dir einfällt, ein eigenes Forum – so auch einige rund um HR, Recruiting und das Arbeitsleben. Im Podcast lesen Markus und Lisa von den Erfahrungen, die die User:innen dort teilen. Echte HR-Erfahrungen – dafür ist der Recruiting Talk bekannt. Und damit bricht auch die neue Podcastfolge nicht. Nur dass die Erfahrungsberichte in diesem Fall weder von Gast Markus noch von Host Lisa kommen. Stattdessen haben die beiden verschiedene Subreddits durchsucht und einige interessante oder erschreckende Storys von HR-Professionals mitgebracht – und vielleicht auch einige, die du gut nachfühlen kannst. Höre jetzt rein und verschaffe dir einen etwas anderen Einblick in den Alltag deiner HR-Kolleg:innen: * 00:00–03:13 Der etwas andere Recruiting Talk: bekannte Gesichter, neues Format. * 03:14–06:12 Chaos beim Bewerbermanagement. * 06:13–07:20 Die eine Antwort, die das Bewerbungsgespräch sofort beendet. * 07:21–18:44 Passe ich zur HR-Karriere – und passt die HR-Karriere zu mir? * 18:45–23:02 Eine Horror-Story, die den Namen verdient. * 23:03–25:59 Der alltägliche HR-Horror. * 26:00–32:13 Dieser Moment, wenn das Feedback aus der Mitarbeiterumfrage tatsächlich was bringt. * 32:14–36:44 Hier braucht es mehr als Konfliktmanagement. * 36:45–38:46 HR-Reddit-Storys – Top oder Flop? Die Extra-Dosis Recruiting-Wissen Damit es bei dir besser läuft als bei den Reddit-Nutzer:innen: * Nie mehr Chaos im Postfach: Bewerbermanagementsystem erklärt [https://hire.workwise.io/hr-praxis/organisationsentwicklung/bewerbermanagementsystem] * 41 Fragen für dein nächstes Vorstellungsgespräch [https://hire.workwise.io/hr-praxis/personalauswahl/fragen-an-bewerber] * Karriere im HR: Welche Weiterbildung passt zu dir?  [https://hire.workwise.io/hr-praxis/personalentwicklung/weiterbildung-hr] Besuche die Website von Bytewerk: www.bytewerker.com [https://www.bytewerker.com/] Workwise ist der Recruiting-Partner für kleine und mittlere Unternehmen. Wir unterstützen dich bei der Optimierung und Vermarktung deiner Jobangebote auf 350+ Kanälen.‍ Derzeit hilft Workwise über 2.000 Unternehmen dabei, passende Fachkräfte zu finden. Sei 2.001 und werde zu unserer nächsten Erfolgsgeschichte 🌟 ! Überzeuge dich selbst und erfahre mehr: hire.workwise.io [https://hire.workwise.io/]

Transcript

Speaker: Herzlich willkommen zum Webwise Recruiting Talk.

Speaker: Echtes Recruiting Wissen, echte Erfahrungen, echte Erfolgsrezepte.

Speaker: Aus der Personalabteilung, direkt in dein Ohr.

Speaker: Ja, herzlich willkommen zum Workwise Recruiting Talk.

Speaker: Ich bin Lisa und ich habe heute einen echten Wiederholungstäter mit dabei.

Speaker: Der Markus ist heute hier, unser allererster Podcast-Gast und der Initiator des berühmt-berüchtigten Techie Award Chief People Officer bei Bytewerk.

Speaker: Schön, dass du da bist.

Speaker: Wie geht's dir, Markus?

Speaker: Ja, herzlichen Dank für die Einladung.

Speaker: Es ist ja tatsächlich jetzt schon mein drittes Mal, dass ich bei euch da sein darf und entstanden ist es eigentlich, dass ich dir zur Übernahme des Podcasts gratuliert habe, wenn sie gemeint hat, wir müssen eine Tradition draus machen, dass ich mindestens bei jedem einmal gewesen sein muss.

Speaker: Und here we go!

Speaker: Ja, ich glaube, das haben wir jetzt etabliert.

Speaker: Jeder Host vom Recruiting Talk muss mindestens eine Folge mit Markus aufnehmen.

Speaker: Und ja, ich freue mich, dass du zurück bist.

Speaker: Und ich freue mich auch auf das Format, was wir heute vorhaben.

Speaker: Denn es soll heute kein Recruiting Talk im klassischen Sinne werden.

Speaker: Wir bleiben dabei.

Speaker: Es geht um echte HR-Erfahrungen und echte Praxistipps.

Speaker: Die kommen heute allerdings nicht von Markus und nicht von mir.

Speaker: Wir wollen heute Reddit-Stories lesen.

Speaker: Das heißt, Reddit könnt ihr euch so vorstellen, das ist ein Riesenforum, in dem es wiederum Unterforen gibt zu jedem möglichen Thema, was man sich nur so vorstellen kann.

Speaker: Und da gibt es auch sehr viel zum Thema HR, zum Thema Recruiting, zum Arbeitsleben allgemein, zur Jobsuche.

Speaker: Und genau da sind Markus und ich auf die Suche gegangen nach interessanten Fällen.

Speaker: Ja, vielleicht auch ein bisschen erschreckenden Fällen.

Speaker: Schauen wir mal, was da auf uns zukommt.

Speaker: Ist auf jeden Fall wild, was man so erleben kann im Personalwesen.

Speaker: Und ja, darauf werden wir jetzt reagieren, unsere Einschätzung teilen und bestimmt auch das ein oder andere Mal zusammen lachen.

Speaker: Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was du gefunden hast, Markus.

Speaker: Also ein Wort dazu, diesen ganzen Podcast, glaube ich, sollte man dahingehend betrachten, zu sagen, wir wollen nicht nur diese Best Cases, die es überall so gibt und wie wird es gemacht und was sind so die perfekten Tipps, um das letzte Prozent noch rauszuholen.

Speaker: Wir haben uns eigentlich gedacht, die Lisa und ich, wir machen mal was.

Speaker: Wie soll es denn eigentlich nicht laufen?

Speaker: Was sind die absoluten Horrorvorstellungen in jeder Personalabteilung?

Speaker: Und wir haben uns gezielt auch ein paar Sachen rausgesucht.

Speaker: dass jeder damit rausgeht und dann sagt, okay, so schlimm ist es dann bei uns doch nicht.

Speaker: Und es war erschreckend, was für Ereignisse es irgendwie weltweit gibt und was auf Reddit irgendwo gerepostet wird.

Speaker: Und deswegen sieht es der Lisa und mir nach, wenn wir auf manche Sachen vielleicht ein bisschen sarkastisch reagieren und wenn vielleicht auch, wenn wir nochmal eine Folge machen, auf Themen kommen, wo wir auch Sachen behandeln, was macht oder was kann die Personalabteilung nur besser machen, sondern was kann vielleicht auch der Bewerber auch nochmal besser machen.

Speaker: Und wir wollen uns mal ein bisschen in das neue Format reingrufen und wir sind ganz gespannt auf eure Reaktionen.

Speaker: Genau, wir probieren es einfach mal aus und gucken mal, wo es uns hinführt.

Speaker: Ja, ich würde vorschlagen, ich lege direkt mal los mit der ersten, ja, echten Horror-Story.

Speaker: Sie ist sehr kurz.

Speaker: Es ist eine Antwort auf eine Frage in dem Subreddit Human Resources.

Speaker: Und zwar lautet die Frage HR Storytime.

Speaker: Welche Ereignisse werden dir nie aus dem Kopf gehen, egal ob gut oder schlecht?

Speaker: Und darauf hat ein User oder eine Userin, das weiß ich nicht genau, geantwortet.

Speaker: Als ich meine Karriere im Personalwesen begann, war ich so begeistert, ein mündliches Jobangebot zu unterbreiten, dass ich versehentlich die falsche Kandidatin anrief.

Speaker: Sie nahm das Angebot mündlich an, ich schickte ihr den Vertrag und erst als ich die eigentlich ausgewählte Kandidatin bei mir meldete, bemerkte ich meinen Fehler.

Speaker: Beide hießen Courtney, seitdem verfolgt mich dieser Name.

Speaker: Aber ich war noch nie in der Situation, ein Jobangebot zu unterbreiten.

Speaker: Aber das stelle ich mir wirklich ganz, ganz schrecklich vor.

Speaker: Ich weiß nicht, wie kommt man da wieder raus?

Speaker: Was meinst du, Markus?

Speaker: Also wie bei ganz vielen Dingen im Leben, irren ist menschlich.

Speaker: Das kann passieren, das sollte nicht passieren.

Speaker: Läuft für mich jetzt erst mal unter irgendwie dumm gelaufen.

Speaker: Aber ich glaube, das ist so die Art und Weise, wie man damit umgeht, sehe ich jetzt auch nicht als...

Speaker: Das ist irgendwie ein Ausschlusskriterium, aber das ist eine Erfahrung, die man halt irgendwie macht und ich glaube so mit den Jahren und gerade im HR-Bereich ist so dieses Thema, wer schreibt, der bleibt, ist so das Erfolgsgeheimnis und wenn ich mir auch sofort alles irgendwie aufschreibe, dann kommt es einfach zu diesen Fehlern.

Speaker: Ja, super unangenehm, super ärgerlich auf jeden Fall.

Speaker: Auch für die Kandidatin, die es dann leider doch nicht geworden ist.

Speaker: Mit Sicherheit kein schöner Moment.

Speaker: Ja, es gibt auch leider kein Update zu dem Post.

Speaker: Wir wissen nicht, wie der User oder die Userin es dann letztendlich gelöst hat.

Speaker: Aber ja, das sind, glaube ich, die nervigsten Momente dann.

Speaker: Aber tatsächlich, kurzer Heck, das ist mir mal ein bisschen anders passiert.

Speaker: Ich habe kein Jobangebot gemacht, aber ich habe den falschen Kandidaten abgesagt, weil ich dachte, derjenige wäre es gewesen.

Speaker: Und ich bin überhastet rangegangen und habe dann irrtümlicherweise eine Ablehnung rausgesendet, an der es gar nicht gehen sollte.

Speaker: Ich habe es dann innerhalb von zehn Sekunden gemerkt und habe das korrigiert.

Speaker: Aber, ey Gott, es ist passiert.

Speaker: Und er hat trotzdem angefangen.

Speaker: Es hat schon gepasst.

Speaker: Und ja, so rum wahrscheinlich noch ein bisschen angenehmer, dann die gute Überraschung im Nachhinein noch rausschicken zu können.

Speaker: Ja, also daraus können wir, glaube ich, auf jeden Fall mitnehmen.

Speaker: Alles doppelt und dreifach checken, ob es wirklich der richtige Kandidat oder die richtige Kandidatin ist.

Speaker: Soll ich mal einen übernehmen?

Speaker: Ja, gerne.

Speaker: Also ich habe es auch von dem User schwierig nachzuvollziehen, ob Männlein oder Weiblein oder gegebenenfalls sogar KI.

Speaker: Ist auch relativ kurz.

Speaker: Dies geschah, als wir einen internen Kandidaten für eine Führungsposition interviewten.

Speaker: Einstellungsmanagerin, eine Frau.

Speaker: Welche Mängel sehen Sie hier, die Sie gerne ansprechen würden?

Speaker: Interner Kandidat.

Speaker: Es gibt so viele weibliche Führungskräfte.

Speaker: Wir setzten das Interview fort, aber als er ging, waren wir uns alle einig, dass er die Stelle nicht bekommen würde.

Speaker: Ja, die habe ich tatsächlich auch gelesen.

Speaker: Das ist auch ganz, ganz schrecklich.

Speaker: Ich glaube, wäre ich in der Situation gewesen, ich hätte das Gespräch auch an der Stelle abbrechen können.

Speaker: Also geht gar nicht.

Speaker: Ich glaube, da braucht man nicht viel zu sagen.

Speaker: Unmöglich.

Speaker: Aber auch echt eine dumme Entscheidung.

Speaker: Also ich meine...

Speaker: Wenn man da mit der Hiringmanagerin tatsächlich sitzt, dann ist das doch offensichtlich eine dumme Antwort.

Speaker: Also, das hat nicht gepasst.

Speaker: Man muss eine dumme Antwort laufen lassen, ja.

Speaker: Okay, soll ich weitermachen, ne?

Speaker: Bitte.

Speaker: Ich habe da noch was Längeres, was wirklich spannend nachher wird hinten raus.

Speaker: Okay, okay.

Speaker: Ja, meine nächste Geschichte ist auch ein bisschen länger.

Speaker: Es ist auch tatsächlich wieder eine Frage und auch unter dem Subreddit r slash humanresources.

Speaker: Und zwar wird da gefragt an die HR-Manager, wie habt ihr herausgefunden, dass ihr die richtige Person für den Job seid?

Speaker: Das fand ich interessant, weil du ja auch ein paar Stationen in deinem Lebensweg, Karriereweg drin hast, die jetzt nicht unbedingt auf HR hindeuten.

Speaker: Deswegen vielleicht erst mal die Frage an dich, wie hast du gemerkt, dass HR zu dir passen könnte?

Speaker: Die Entscheidung wurde mir vielleicht irgendwie so ein bisschen abgenommen, weil ich bin ja das beste Beispiel für einen holprigen Lebenslauf und auch wenn ich jetzt unter einem C-Level HR-Titel sitze, bin ich trotzdem ein HR-Einzelkämpfer und ich glaube, jemand anders, der in diese Position kommt, sollte da eigentlich auch einen straighteren Lebenslauf haben.

Speaker: Also ich habe irgendwann mal tatsächlich ja

Speaker: einen handwerklichen Beruf gelernt, konnte ihn aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben, bin dann, wie es dann immer so läuft, über einen Bekannten im Vertrieb gelandet und bin während einer Vertriebstätigkeit, die mich dann mal irgendwann gefragt haben, hier möchtest du mal Vorstellungsgespräche führen, du weißt ja, welche Leute wir suchen, bin ich im AR-Bereich gelandet und hab dann, also das hab ich mir nie ausgesucht, hab gedacht, ja gut, Vorstellungsgespräche kann ich machen und bin dann jetzt bei Baldwerk gelandet, wo ich die

Speaker: Personalbereich verantworte.

Speaker: Aber auch da war ich eigentlich gar nicht dafür geplant.

Speaker: Ich habe mich eigentlich für einen Vertriebsshop bei uns beworben und habe aber mein Interesse daran so gefunden.

Speaker: Und ich glaube, irgendwann gemerkt, dass ich es kann oder dass ich es gut mache, dass ich doch ein bisschen Empathie habe, versuche mich in die Leute reinzudenken

Speaker: Ich neige dazu, vieles möglich zu machen, manchmal auch zu viel möglich zu machen und da irgendwie die Waage zu finden zwischen, was muss ich denn jetzt machen in meiner Rolle als HR-Leiter oder HR-Verantwortlicher und was würde meine private Person machen.

Speaker: Das sind oftmals zwei verschiedene Dinge und ich glaube, sowas zu merken,

Speaker: Weiß ich nicht.

Speaker: Und die meisten Lebensläufe, die man halt in der Zwischenzeit so kriegt, die sind einfach nicht geradlinig.

Speaker: Und ich unterstelle einfach auch mal jedem, der den Berufseinstieg macht, der weiß noch nicht zu 100 Prozent, wo er denn hingeht.

Speaker: Und auch deine und meine Interessen, die ändern sich ja irgendwann mal.

Speaker: Ich glaube, da gibt es keinen Zeitpunkt und man sollte im Leben immer das machen, woran man Spaß hat.

Speaker: Und ich glaube, nicht jeder Job macht immer nur zu 100 Prozent Spaß.

Speaker: Meiner auch nicht.

Speaker: Aber wenn er dann größtenteils Spaß macht und man gerne zur Arbeit geht, dann ist es egal, in welchem Bereich man das macht und ob man das gelernt hat oder nicht.

Speaker: Hauptsache, man ist da mit entsprechender Passion dabei.

Speaker: Ja, ich glaube, was du gesagt hast, also gerade Empathie ist so ein, weiß nicht, ein Skill, eine Charaktereigenschaft, die man gut gebrauchen kann im HR und ansonsten lässt sich ja fast alles lernen.

Speaker: Also ich bin auch großer Fan von Quereinstiegen und glaube, das kann sich da auch gut eignen.

Speaker: Aber ja, lass uns mal schauen, wie es unserem User, unserer Userin hier geht und ob sie oder er richtig ist in dem Bereich.

Speaker: So, ich werde aktuell für eine Position im HR-Management in meiner Organisation ins Gespräch gebracht.

Speaker: Wir sind eine internationale Non-Profit-Organisation.

Speaker: Ich müsste mich zwar wie alle anderen ganz normal bewerben, aber man hat mir gerade mitgeteilt, dass unsere HR-Direktorin überrascht war, dass ich mich nicht fristgerecht beworben habe und sie hat gefragt, ob ich es jetzt trotz abgelaufener Frist noch tun möchte.

Speaker: Hier ist das Problem.

Speaker: Es wäre ein riesiger Schritt in Sachen Verantwortung und ich möchte diese Position nur dann, wenn ich wirklich das Gefühl habe, die beste Person dafür zu sein.

Speaker: Zurzeit bin ich bei uns für die Gehaltsabrechnung zuständig, im Bereich Buchhaltung und Finanzen und arbeite seit anderthalb Jahren hier.

Speaker: Ich arbeite eng mit dem Team zusammen, das ich im Falle einer erfolgreichen Bewerbung leiten würde.

Speaker: Unsere Zusammenarbeit ist wirklich gut.

Speaker: Tatsächlich arbeite ich teilweise enger mit Ihnen als mit meinem eigenen Team.

Speaker: Ich mag meine aktuelle Stelle sehr, daher hatte ich bisher keine Ambitionen auf Veränderung oder Aufstieg, bis ich darauf angesprochen wurde.

Speaker: Ich werde oft bei Themen wie Richtlinien, Compliance und dem Leave-Management konsultiert, also Dinge, die ohnehin schon Berührungspunkte mit meiner Rolle haben.

Speaker: Ich habe bereits Führungserfahrung, aber nicht in diesem Umfang und nicht in dieser Organisation.

Speaker: Ich habe bei Budgetfragen mitgewirkt, aber nie strategisch mitentschieden.

Speaker: Eine formale HR-Ausbildung habe ich nicht, aber in früheren Rollen habe ich zum Beispiel Stellenanalysen durchgeführt und komplette Recruiting-Prozesse begleitet.

Speaker: Ich habe Projekte geleitet, allerdings nie als finale Entscheidungsinstanz.

Speaker: Ich nehme die Verantwortung einer Führungsrolle sehr ernst und ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich das bin, was das Team jetzt braucht.

Speaker: Aber drei Personen in Führungspositionen, einschließlich der HR-Direktorin, haben mir geraten, mich zu bewerben.

Speaker: Ich liebe meinen aktuellen Job und habe Angst, dieses Risiko einzugehen, ausgerechnet für etwas, bei dem ich womöglich scheitere.

Speaker: Ich habe auch große Sorge, meine Work-Life-Balance zu verlieren.

Speaker: Ich arbeite Vollzeit und studiere nebenbei in Teilzeit online.

Speaker: Ich tue mich gerade sehr schwer mit dieser Entscheidung und es ist ja nicht einmal sicher, dass ich die Stelle bekomme, wenn ich mich bewerbe.

Speaker: Das ist der Post.

Speaker: Ja, was würdest du dem User raten?

Speaker: Soll er es machen oder lassen?

Speaker: Ich persönlich bereue lieber etwas, was ich gemacht habe, als dass ich etwas bereue, etwas nicht gemacht gehabt zu haben.

Speaker: Und ja,

Speaker: Ich führe bei uns auch die Mitarbeiter-Jahresgespräche mit jedem und ein großes Thema und das glaube ich trifft auch hier den User, ist so das Thema Selbstbild und Fremdbild und Zweifel, ob man Dinge kann.

Speaker: Das findet man erst mit der Zeit raus und wir haben auch einige Mitarbeitenden, wo ich weiß, das sind die absoluten Überflieger.

Speaker: Sie sehen es aber selber nicht und trauen sich auch oftmals nicht genug.

Speaker: wo man dann eher Mut zu sprechen muss und sagen, komm, du bist das, du wirst draußen so gesehen, du bist der oder diejenige, die dort als Vorbild genannt wird.

Speaker: Und das können die gar nicht verstehen, weil dann dieses, das ist so ein Selbstverständnis, mit dem man das macht.

Speaker: Und das klingt für mich auch ganz klar danach, es ist eine total tolle Mitarbeiterin, die total super selbstreflektiert ist, aber alles richtig machen möchte.

Speaker: Und diese Angst vor Fehlern,

Speaker: Das ist, glaube ich, was in ganz vielen Unternehmen gegeben ist.

Speaker: Aber die Frage ist doch, wie geht das Unternehmen mit Fehlern um?

Speaker: Also wenn so viele Leute, die ihr gut zusprechen, sie da sehen, dann ausprobieren, aber vorher auch ganz klar die Bedenken äußern und sich gegenseitig eine Probezeit einräumen, dann zu sagen, okay, es passt für mich nicht.

Speaker: Das wäre jetzt meine Herangehensweise.

Speaker: Ja, ich finde auch, er oder sie klingt auf jeden Fall sehr reflektiert, nimmt die Sache echt ernst und das spricht für mich schon dafür, dass sie oder er das Ganze wahrscheinlich auch gut machen würde und ich meine,

Speaker: wenn drei Leute das schon sagen, dass sie sie da sehen würden, das spricht ja schon dafür.

Speaker: Aber ich habe noch eine ganz interessante Antwort mitgebracht, die jemand darunter kommentiert hat als Ratschlag.

Speaker: Und zwar als Rückfrage, kannst du mit der Grauzone leben?

Speaker: Vieles im Finanzwesen ist schwarz oder weiß, im Personalwesen dagegen ist vieles grau.

Speaker: Könntest du gut damit umgehen, dich darin zu bewegen und manchmal auch damit nicht gemocht zu werden, einfach weil du zur HR gehörst?

Speaker: Wenn ja, dann mach es.

Speaker: So bin ich vor vielen Jahren selbst ins Personalwesen gekommen.

Speaker: Also fand ich zwei Sachen dran spannend.

Speaker: Einmal so diese Überlegung, so ja, passt HR überhaupt zu dir, wenn du aus dem Finance-Bereich eigentlich kommst und ja, da vielleicht in vielen Dingen die Dinge ja eindeutiger sind als manchmal in...

Speaker: keine Ahnung, dabei eine HR-Strategie aufzustellen oder ähnliches oder zwischen Mitarbeitern zu vermitteln.

Speaker: Und der andere Punkt ist, kannst du damit umgehen, nicht gemocht zu werden?

Speaker: Ich weiß nicht, vielleicht fehlt mir da auch einfach die Erfahrung.

Speaker: Aber ja, ich und ich glaube auch, die meisten meiner Kollegen und Kolleginnen

Speaker: Wir schätzen eigentlich unsere HR-Abteilung sehr und haben ein sehr gutes Verhältnis zu und haben das gar nicht, so dieses Wir gegen die Firma, die Firmenvertreter in der HR-Abteilung.

Speaker: Ich weiß nicht, hast du sowas schon mal erlebt?

Speaker: Wie ist da dein Eindruck?

Speaker: Ja, also jetzt aus der Erfahrung aus den anderen Personalabteilungen, ich war früher mal in einem großen Konzern tätig,

Speaker: Da war es schon immer so, du hast zwei Schnittpunkte theoretisch mit der Personalabteilung gehabt.

Speaker: Einmal, wenn sie dich eingestellt haben und einmal, wenn sie dich ausgestellt haben, so ungefähr.

Speaker: Und heute bei uns ist es dann auch so oder auch in anderen Firmen, wenn die Personalabteilung bei Personalgesprächen dabei gewesen ist,

Speaker: geht es erst mal darum, dass das ein neutraler Posten ist, der tendenziell eher den Mitarbeitenden zugewendet ist und nicht der Unternehmensführung.

Speaker: Das kenne ich halt auch aus einer ganz anderen Richtung.

Speaker: Und im großen Konzern ist es dann meiner Erfahrung nach eher so, dass wenn es heißt, okay, das Gespräch findet mit der Personalabteilung statt, da gingen bei mir damals erst mal alle Alarmglocken an, weil ich gedacht habe, oh je, muss nichts Schlechtes sein, aber kann irgendwie was Schlechtes sein.

Speaker: Und Grauzone hast du im HR-Bereich extrem viel, weil dieses Thema, wem gestehe ich irgendwie was zu und wem gestehe ich das nicht zu und dann gibt es ganz schnell irgendwo eine Neidebatte.

Speaker: Wenn du aber alle über einen Kamm ziehst, ist es auch wieder nicht richtig, weil sie dann sagen, ja, aber da kann man doch mal auf verschiedene Sachen eingehen.

Speaker: Und wie du es machst, ist falsch.

Speaker: Und ich glaube, dass aufgrund dieser Entscheidung, die man dann irgendwo getroffen wird, dieses dieses Unbeliebtsein irgendwo da ist.

Speaker: Also ich versuche.

Speaker: relativ viel natürlich auch mit meinen Kolleginnen zu machen.

Speaker: Jetzt sind wir auch nur 40 Personen, da ist das ein bisschen einfacher als in einem Konzern.

Speaker: Aber natürlich ist es tendenziell so, dass nicht zwischen der Rolle, da sind wir wieder bei dem Thema, der Rolle als Personalleiter unterschieden wird und der Privatperson und auf welcher Ebene treffen wir uns denn jetzt wann.

Speaker: Und das können ganz, ganz wenige unterscheiden.

Speaker: Ja, ich glaube, das ist auf jeden Fall ein Problem.

Speaker: Ja, ein Ding, was unser User hier nochmal bedenken sollte vielleicht vor der Bewerbung.

Speaker: Auch da kein Update, soweit ich das sehen kann.

Speaker: Also wir wissen nicht, wie es da weitergegangen ist, ob er oder sie sich beworben hat und ob es dann geklappt hat mit dem Job.

Speaker: Aber wer weiß, vielleicht hören wir da nochmal was.

Speaker: Aber bis dahin magst du weitermachen mit der nächsten Story.

Speaker: Ja, ich habe da keine Reaktionen drauf, weil ich glaube, da kann sich dann mal jeder der Hörer selber eine Reaktion drauf bilden.

Speaker: Und es ist für mich, ich glaube, das steht unter dem Motto, ich bin unbedarft in eine Situation irgendwo reingegangen und das ist dann hinten raus so ein bisschen eskaliert.

Speaker: Und mal schauen, wie so eure Reaktionen da drauf sind.

Speaker: Also auch vor knapp zwei Jahren im Bereich ja eher gepostet worden.

Speaker: Ich lese mal eins zu eins vor.

Speaker: Ich glaube, meine gruseligste Begegnung war mit einem Mann, den wir wegen sexueller Belästigung suspendiert hatten.

Speaker: Wir hatten große Drehkreuze am Haupteingang des Gebäudes, sodass niemand hereinkommen konnte, der nicht dazu berechtigt war.

Speaker: Nun ja, er kam herein und ging an den Drehkreuzen auf und ab und fragte, ob er die Personalabteilung sehen könnte.

Speaker: weil ich mich zunächst beschützt fühlte.

Speaker: Ich fragte ihn, womit ich ihm helfen könne und er wollte darüber reden, dass er nichts getan habe und seinen Job zurückhaben wollte, dass er niemals jemanden sexuell belästigt habe.

Speaker: Ich informierte ihn ruhig, dass die Untersuchung noch nicht abgeschlossen sei und wir uns bei ihm melden würden, sobald wir ein endgültiges Urteil über die Situation hätten.

Speaker: Dann schaute er auf meine Brust.

Speaker: Ich hatte ein großes Tattoo auf meiner Brust bis zum Hals und sagte,

Speaker: Das ist ein schönes Tattoo auf deinen Brüsten.

Speaker: Ich war verblüfft und bemerkte dann, dass er eine Waffe aus seiner Tasche gezogen hatte.

Speaker: Ich sagte ihm sofort, er solle einen schönen Tag haben, dass wir ihn anrufen würden, drehte mich auf dem Absatz um, ging schneller als jede Powerwalking-Umi, die du jemals gesehen hast, zurück in meinen Wachposten.

Speaker: Ich informierte die Sicherheit und weigerte mich, weiterhin rauszugehen.

Speaker: Die Polizei wurde gerufen und alles Weitere.

Speaker: Später fanden wir heraus, dass er vor über 15 Jahren jemanden ermordet hatte, sondern auch zu diesem Zeitpunkt neben bewaffneten Einbruchs gesucht wurden.

Speaker: Deswegen ist nochmal Ihr kleiner Tipp hinten dran, treffe Dich niemals mit jemandem allein, hab einen Sicherheitsdienst dabei und passt auf Euch auf.

Speaker: Ja, das ist krass.

Speaker: Das ist echt eine Story, die dem Label Horror Story gerecht wird.

Speaker: Also ich glaube, das würde niemand erwarten, der, keine Ahnung, montags zur Arbeit geht und einfach seine Arbeit machen will.

Speaker: Also das ist auf jeden Fall ein Erlebnis, was man niemandem wünscht.

Speaker: Du musst das wahrscheinlich nicht vorbereiten.

Speaker: Ja, also hätte ich auch nicht gedacht, dass man im HR-Bereich teilweise so gefährlich lebt.

Speaker: Wir haben ja beide ein bisschen rumgesucht hier in der Vorbereitung, was es so an Geschichten gibt.

Speaker: Und das ist echt erstaunlich, finde ich, wie viele Geschichten in der Art es tatsächlich gibt.

Speaker: Also hätte ich irgendwie nicht gedacht, finde ich relativ erschreckend.

Speaker: Weil aber auch niemand drüber spricht.

Speaker: Ja, ich glaube, sowas wird totgeschwiegen und auch auf Reddit bist du ja nicht mit Dreinamen, sondern mit Usernamen, sonst würden diese Geschichten, also du weißt weder, auf welchem Kontinent sie entstanden sind, ich habe jetzt im deutschsprachigen gesucht, also wird es irgendwo im deutschsprachigen Raum schon passiert sein, aber du kannst nicht nachvollziehen, wo das Ganze passiert ist.

Speaker: Und auch so Reaktionen, was teilweise wie soll eine Personalabteilung reagieren?

Speaker: Im Nachgang hast du immer ganz viel Zeit, irgendwelche Reaktionen oder Sachen zu diskutieren.

Speaker: Ja, dann hätte man auch so und so reagieren können.

Speaker: In dem Moment denkst du ja nicht drüber nach.

Speaker: Und du handelst einfach und das Verständnis dann zu haben, dass jemand reagiert aufgrund seiner Erfahrung oder wie er damit umgeht.

Speaker: Da kann man jemanden nicht dafür verurteilen.

Speaker: Da denkst du nicht über irgendwelche Gesetzen oder sonst irgendwas.

Speaker: Also krasses Beispiel, ja.

Speaker: Ja, auf jeden Fall.

Speaker: Und ja, ich würde sagen, in dem Moment auf jeden Fall gut reagiert, alles richtig gemacht, Sicherheitsdienst gerufen.

Speaker: Ich glaube, das ist das Beste, was man dann machen kann.

Speaker: Gut, dass die Möglichkeit da war.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Okay, dann, ich schau mal, ich glaube, ich habe was nicht ganz so Drastisches.

Speaker: Ja, auch super, super kurz, auch eine kleine HR-Horror-Story der eher lustigen Art.

Speaker: Und zwar, ich investiere vier Wochen ins Recruiting einer Kandidatin und sie kündigt 48 Stunden nach Arbeitsbeginn.

Speaker: Ach stimmt ja, das ist einfach ein ganz normaler Dienstag.

Speaker: Hätte ich jetzt auch gesagt.

Speaker: Normaler Tag.

Speaker: Ja, passiert sowas wirklich oft?

Speaker: Bei mir noch nie.

Speaker: Also ich bin auch noch nie, dass irgendjemand während der Bewerbungszeit dann den Job nicht angetreten hat.

Speaker: Aber aus so den Kontakten mit anderen kann ich mir das schon immer vorstellen, dass genau so etwas passiert.

Speaker: Und ich frage mich daran auch, was erwarten denn die Bewerbenden dann?

Speaker: Also wenn du nach zwei Tagen wieder rausgehst, am besten willst du noch ein Führungszeugnis, ein Abschlusszeugnis, ein Arbeitszeugnis haben.

Speaker: Also auch da der Umgang miteinander, es liegt nicht nur immer an den Firmen.

Speaker: Natürlich haben wir da ganz großes Verbesserungspotenzial, aber auch die Bewerbenden,

Speaker: Ich sage euch, ich habe der Lisa im Vorfeld eben gerade schon gesagt, gerade gestern Abend bei meiner Recherche, es gibt ganz, ganz viele Sachen, wo auch der Bewerbende sich verbessern kann.

Speaker: Und ich bekomme gestern Abend eine Bewerbung rein, wo im Anschreiben nicht nur das Anschreiben für mich ist, sondern noch für zwölf weitere Firmen mit den entsprechenden Ansprechpartnern, mit Adressen, mit allem drum und dran.

Speaker: Ja.

Speaker: Kann man besser machen.

Speaker: Und wenn ich dann in der Bewerbung lese, ich zeichne mich durch große Sorgfalt aus, dann denke ich mir, ich will es einfach mal bezweifeln, dass da große Sorgfalt beweistet hat.

Speaker: Ja, das stimmt auf jeden Fall.

Speaker: Das ist auch eine ganz besondere Horror-Story.

Speaker: Ich kann es auch einfach echt nicht nachvollziehen, wie Leute, die sich aktiv auf einen Job bewerben und ja offensichtlich

Speaker: irgendeine Art Interesse daran haben, tatsächlich dort anzufangen, dann ja entweder denken, das ist eine gute Idee, alle Anschreiben auf einmal zu schicken oder dann halt zum ersten Arbeitstag nicht zu kommen.

Speaker: Also warum investiert man denn die ganze Mühe in den Bewerbungsprozess und geht dadurch in verschiedene Interviews?

Speaker: Ich meine, hätte man sich ja dann auch sparen können.

Speaker: Und ja, einfach sich gar nicht zu melden, nicht zu erscheinen, ist natürlich auch einfach überhaupt keine Art.

Speaker: Also selbst wenn man dann merkt, ja, ist vielleicht doch nicht das Richtige, habe ich, keine Ahnung, zu vorschnell entschieden oder habe jetzt doch was anderes bekommen.

Speaker: Also zumindest Absagen muss auf jeden Fall drin sein.

Speaker: Also ja, ist auch tatsächlich was, was wir öfter von unseren Kunden und Kundinnen hören, dass

Speaker: Ghosting ein großes Problem ist, egal an welchem Schritt im Bewerbungsprozess und selbst danach, wenn man denkt, die Stelle ist besetzt, jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen, passiert es doch immer wieder.

Speaker: Tja.

Speaker: Okay, ich habe noch eine eher fachlich ausgerichtete Story, die ich mitgebracht habe, weil ich...

Speaker: mich ein bisschen damit identifizieren kann.

Speaker: Ja bitte, ich bin gespannt.

Speaker: Aus dem Subreddit r slash Coworker Stories.

Speaker: Der Titel ist Ehrlichkeit in Mitarbeiterzufriedenheitsumfragen.

Speaker: So, und die Geschichte geht so.

Speaker: Ich habe diese Kollegin, die echt unhöflich ist.

Speaker: Sie schreit andere Mitarbeitende an und flucht uns gegenüber.

Speaker: Als sie einmal mir gegenüber respektlos war, habe ich das dem Management gemeldet und sie haben mit ihr gesprochen.

Speaker: Keine zwei Wochen später hat sie wieder jemanden angeschrien.

Speaker: Jedenfalls hatten wir eine Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage und es gab eine Frage in der Art, wie könnte sich Ihr Standort verbessern?

Speaker: Ich habe dazu geschrieben, dass es schön wäre, sich nicht ständig Sorgen machen zu müssen, von Kolleginnen angeschrien zu werden und dass es vielleicht irgendeine Art von Training geben sollte, wie man mit seinen Kollegen umgeht.

Speaker: Jetzt bereue ich, so ehrlich gewesen zu sein.

Speaker: Anscheinend nimmt das Unternehmen die Umfrage wirklich ernst.

Speaker: Nächsten Monat gibt es ein Meeting, in dem die Antworten und die Pläne zur Verbesserung besprochen werden.

Speaker: Ich sollte noch erwähnen, dass diese Kollegin keine Führungsrolle hat.

Speaker: Sie wird einfach sehr schnell wütend, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es will.

Speaker: Und ich sollte dazu sagen, der Case an sich passiert bei uns nicht.

Speaker: Niemand schreit hier rum oder ist unhöflich, das meine ich gar nicht.

Speaker: Aber wir machen auch E-NPS-Umfragen und da gibt es ja erstmal natürlich die Einstufung, wie würdest du Workwise jemandem weiterempfehlen von 0 bis 10?

Speaker: Und dann eben die Möglichkeit, auch mit solchen offenen Fragen noch zu erklären, wie man zu dieser Antwort gekommen ist und auch Verbesserungen anzuregen.

Speaker: Und ich habe mich schon oft gefragt, welche Themen ich da reinschreiben sollte.

Speaker: Was ist ein Thema, was tatsächlich auf dieser Ebene angesprochen werden sollte?

Speaker: Wann ist es eher ein Thema zwischen mir und einem Kollegen oder einer Kollegin?

Speaker: Wann ist es was, was wir im Team besprechen sollten?

Speaker: Und wann ist es wirklich was, was ich...

Speaker: an unsere HR-Kollegen weitergeben sollte.

Speaker: Also, ja, das finde ich eben auch ab und zu schwierig einzuschätzen.

Speaker: Hier ist es natürlich jetzt schön, dass es eine Art von Reaktion gibt, aber ja, ich weiß auch nicht genau, wie es dieser Userin oder diesem User, wie er oder sie das hätte machen sollen.

Speaker: Also ist es...

Speaker: Was ist da die beste Herangehensweise?

Speaker: So offenbar hat sie es ja schon ihrer Führungsperson gemeldet und es gab ein Gespräch, hat nichts gebracht.

Speaker: So hätte man das nochmal ansprechen sollen, da im Teamkontext mit der Kollegin eins zu eins nochmal reden.

Speaker: Ja, finde ich schwierig.

Speaker: Was meinst du?

Speaker: ist super schwierig und glaube ich, ist auch so, wie es vorgelebt wird oder wie es so ein bisschen die Unternehmenskultur vorgibt.

Speaker: Also auch dort ist mein gewünschtes Vorgehen, wenn jemand zu mir kommt und hat ein Problem mit einer anderen Person, ist meine erste Frage, hast du schon selber mit der entsprechenden Person darüber gesprochen?

Speaker: Und leider ist dann oftmals die Antwort, nee, habe ich noch nicht.

Speaker: dann wäre meine Bitte erstmal, dann tue dies, weil oftmals ist das ja wieder das Selbstbild, Fremdbild und wir bewegen uns ganz groß im Rat der Vermutung.

Speaker: Der eine macht das, der andere macht das.

Speaker: Wenn das dann nicht fruchtet oder sich das jemand nicht traut, dann kann ich gerne mit dazugehen.

Speaker: Aber wenn das jetzt in dem Fall von der Userin schon gewesen ist, dass auch mit der Führung bereits dort ein Termin stattgefunden hat oder vielleicht schon mit HR, dann muss ja natürlich diese Leiter immer weiter nach oben gegangen werden.

Speaker: Wenn jetzt solche Umfragen sind, so Mitarbeiterbefragungen, ich finde es für mich immer so ein bisschen schwierig, wenn dort erst Themen genannt werden, die auch auf einem anderen Weg vielleicht auf mich herangetragen werden könnten, weil oftmals würde ich mir wünschen, dass man da früher auf solche Sachen zugeht.

Speaker: Man muss natürlich dann auch die entsprechenden Mitarbeiter ernst nehmen.

Speaker: Und auch da hat, glaube ich, jede Personalabteilung seine Herausforderung.

Speaker: Wenn bei mir jemand am Schreibtisch steht und ich bin gerade im Doing-Tag,

Speaker: Und vielleicht hat die entsprechende Person sich gerade seit drei Tagen den Mut zusammengenommen, die Personalabteilung darauf anzusprechen.

Speaker: Und ich kann ihm in dem Moment nicht die gewünschte und auch passende Reaktion geben, weil ich halt einfach gerade, ach bitte, jetzt stehen die schon wieder an meinem Schreibtisch.

Speaker: Das ist, glaube ich, auch ganz normal.

Speaker: Dann trifft man da was.

Speaker: Und das ist immer sehr viel damit verbunden, jemandem die nötige Wertschätzung zu geben.

Speaker: Und ich sage auch manchmal, wenn mal was untergeht, komm bitte noch ein zweites Mal auf mich zu.

Speaker: und erinnere mich an manche Vorgehensweisen, weil auch manchmal geht mir was unter durch die Komplexität der ganzen Themen.

Speaker: Ich glaube, da gibt es einfach keinen Königsweg.

Speaker: Was ist in der Firma gewünscht und wie möchte ich gerne Feedback geben?

Speaker: Also wir halten es auch so, dass ich mit den Mitarbeitenden Feedback Schulungen gemacht habe, um dann auch zu wissen, wie gebe ich jemandem Feedback und eigentlich noch viel wichtiger, wie nehme ich denn Feedback von jemandem an und

Speaker: Auch die Art und Weise, wie man Feedback ausdrückt, dass es nur eine subjektive Wahrnehmung der eigenen oder eine subjektive Wahrnehmung ist von jemandem selber und sondern nicht, du machst immer das und das, dass man jemanden nicht mitfrontet.

Speaker: Da gibt es so, so viele kleine Stellschrauben und das ist ein Lernprozess und das müsste eigentlich in den Schulen schon gelehrt werden, sozialer Umgang miteinander.

Speaker: Aber gibt es einfach keine, keine Masterformel dafür.

Speaker: Ja, auch ganz interessant an dem Post fand ich, dass der User so überrascht ist, dass das Feedback tatsächlich dann tatsächlich angekommen ist und auch zu einer Maßnahme geführt hat.

Speaker: Ob das jetzt die richtige ist, sei mal dahingestellt.

Speaker: Aber ja, schön, dass da eine Reaktion gefolgt ist darauf und sich wirklich was verändert dadurch.

Speaker: Andererseits traurig, dass er oder sie damit nicht gerechnet hätte.

Speaker: So soll es ja eigentlich nicht sein.

Speaker: Ja, wollen wir zur nächsten Story übergehen.

Speaker: Hast du noch was im Köcher?

Speaker: Ich habe noch eine.

Speaker: Und die geht ein bisschen, ich kann nicht ganz genau rauslesen, worin es steht.

Speaker: Es geht um eine staubige Werkstatt, was so passiert.

Speaker: Aber ich lese euch einfach mal vor.

Speaker: Ich hatte eine Gruppe von Qualitätsprüfern in der Werkstatt, die sich im Wesentlichen

Speaker: in zwei Fraktionen aufgespaltet hatten.

Speaker: Jede Fraktion hatte einen anderen Anführer.

Speaker: Wie nennen sie B und D?

Speaker: Ich hatte immer wieder kleinere Probleme mit ihnen, bis ich eines Tages einen Anruf erhielt, dass jemand eine Rasierklinge in eine Tastatur gelegt hatte, die von D genutzt wurde.

Speaker: Sie war im Urlaub.

Speaker: Einer der Jungs von Team B reinigte die Tastatur, schnitt sich beim Abwischen die Hand daran, das ist eine sehr staubige Werkstatt,

Speaker: Er sagte, dass D sie dorthin gelegt habe, damit niemand ihren Computer benutzen würde.

Speaker: D wiederum sagte, jemand habe sie dorthin gelegt, um ihr in die Hand zu schneiden.

Speaker: Niemand wusste etwas, Klammer auf.

Speaker: Natürlich wussten alle etwas, Klammer zu.

Speaker: Die Dinge eskalierten, bis ich eines Tages zur Arbeit kam und einer der Angestellten unter Bs Schreibtisch G... hatte Fäkalsprache.

Speaker: Auch hier wusste niemand etwas und nach einer langen Untersuchung konnten wir nichts beweisen.

Speaker: Ich hielt ein Meeting mit allen Qualitätsprüfungen beider Schichten ab und sagte ihm im Wesentlichen, dass ich sie alle aufschreiben würde, wenn ich noch einen einzigen Vorfall von jemandem in diesem Team bekäme.

Speaker: Da keiner von Ihnen etwas über all den Wahnsinn weiß, der hier vor sich geht, Klammer auf, Sie würden alle Kommentare wie ich weiß nichts darüber, aber Sie sollten mit XX darüber sprechen,

Speaker: Ja, das grenzt schon an Körperverletzungen.

Speaker: Und wenn sich die Leute dann irgendwie gegenseitig auch noch decken.

Speaker: Also ich glaube, wenn sowas irgendwie zu Tage kommt, dann ist auch die Personalabteilung irgendwo gefragt.

Speaker: Und ich könnte nicht sagen, wer das macht, aber mindestens mal eine Abmahnung für beide Seiten wäre da mal sehr angebracht.

Speaker: Ja, auf jeden Fall.

Speaker: Also das mit der Rasierklinge und so weiter und so fort geht ohnehin gar nicht.

Speaker: Aber schon allein diese Grüppchenbildung und ich weiß nicht, das gegenseitige Anstacheln und Bekämpfen, das klingt nach einem ganz, ganz schrecklichen Arbeitsumfeld.

Speaker: Also ich glaube, da hätte wahrscheinlich HR oder die Führungskräfte schon viel früher mal irgendwie einschreiten müssen, dass das nicht so...

Speaker: nicht so ausartet.

Speaker: Also, ja, das klingt einfach nur für alle anstrengend und absolut nicht okay.

Speaker: Ja, und ich finde bei sowas immer auch ganz schwierig, weil wenn du natürlich so ein Umfeld bei der Arbeit irgendwo vorfindest, was durch Hass geprägt ist, das nimmt man ja auch wieder mit nach Hause in sein Umfeld und man kommt ja dann nicht entspannt auch zu Hause an und kann dort gar keine Kraft schaffen, um dann wieder ganz normal zur Arbeit zu gehen.

Speaker: Und

Speaker: Ich glaube, das ist auch so was in der HR-Arbeit.

Speaker: Versucht es irgendwie an der Arbeit so zu regeln, dass du mit einem guten Gefühl zur Arbeit gehst und dass du mit einem guten Gefühl von der Arbeit wieder nach Hause gehst, dass du auch positiv in deiner Familie und hey, das ist nun mal das Wichtigste, dann wieder ankommst.

Speaker: Auch wenn irgendwo die Arbeitsfamilie sollte eigentlich wie eine zweite Familie sein.

Speaker: Ich vergleiche es bei uns auch immer mit einer großen WG, in der wir leben.

Speaker: Und zu dem WG-Leben muss jeder so ein bisschen seinen Beitrag leisten.

Speaker: Und wenn das einer halt nicht tut, dann wird es wie im privaten Umfeld, gibt es Reibereien.

Speaker: Aber ich würde jetzt keinen unbedingt Ressierkling in die Tastatur legen.

Speaker: Ja, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die in irgendeiner Form als Team dann produktiv sein können.

Speaker: Also wenn so ein großer Fokus darauf liegt, wie kann ich meine Tastatur...

Speaker: Wie kann ich meinen Kollegen und Kolleginnen irgendwie den Tag vermiesen?

Speaker: Ja, also seltsame Situation, da sollte ganz dringend was passieren, würde ich sagen.

Speaker: Ja.

Speaker: Okay, ich glaube, das war unsere letzte Story für heute.

Speaker: Mehr passt nicht rein in unsere Aufnahmestunde hier.

Speaker: Aber ja, ich fand es super spannend.

Speaker: Vielen Dank, dass du mitgemacht hast, Markus.

Speaker: Und ja, so...

Speaker: wirklich Nervenkitzel-Stories mitgebracht hast.

Speaker: Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, krass zu hören, was teilweise im Personalwesen so abgeht.

Speaker: Ja, ich fand es sehr cool.

Speaker: Sagt uns gerne mal, wie ihr es fandet, wenn ihr jetzt die Folge gehört habt.

Speaker: Wir sind gespannt auf Feedback und ob wir das Format weitermachen sollen, ob euch sowas nochmal interessiert.

Speaker: Ich wäre auf jeden Fall dabei.

Speaker: Wie sieht es bei dir aus?

Speaker: jederzeit allein schon, um dadurch bestätigt zu bekommen, dass es bei mir oder bei anderen Firmen, die ich kenne, gar nicht so schlimm sein kann, wenn ich solche Sachen lese.

Speaker: Ja, muss ich auch sagen.

Speaker: Ich bin grundsätzlich sehr happy mit dem, wie es hier bei uns läuft und wie angenehm ich hier arbeiten kann.

Speaker: Aber gerade der Kontrast lässt mich meinen Job echt nochmal wertschätzen, muss man sagen.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Also ich würde mich freuen, wenn die Folge gut ankommt.

Speaker: Lasst uns wissen, kommentiert es auf den entsprechenden Portalen und dann setze ich mich mit dieser nochmal zusammen und suchen euch noch ein paar Storys raus.

Speaker: Also gerne auch Feedback, mehrfach bezogen.

Speaker: Was sind meine Ideen oder wollt ihr einfach unterhalten werden mit irgendwelchen Horror-Stories?

Speaker: Ja, sagt uns da Bescheid.

Speaker: Vielen Dank, Markus, dass du dabei warst.

Speaker: Und dann sage ich mal ganz optimistisch, bis zum nächsten Mal.

Speaker: Vielen lieben Dank.

Speaker: Bis dann.

Speaker: Das war der WorkRise Recruiting Talk.

Speaker: Wenn dir diese Folge gefallen hat, teile sie gerne mit deinen Kollegen oder Kolleginnen und deinem Netzwerk und lass uns eine Bewertung da.

Speaker: Wenn du keine Folge verpassen möchtest, abonniere jetzt unseren Podcast.

Speaker: Bis zum nächsten Mal.

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Recommended