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Gamer (m/w/d) gesucht! Alex erklärt, warum sich Recruiter:innen mit Gaming beschäftigen sollten.

Workwise Recruiting Talk
Workwise Recruiting Talk

127 plays · Jul 17, 2025

Transcript

Speaker: Herzlich willkommen zum Webwise Recruiting Talk.

Speaker: Alles eine Frage der Einstellung.

Speaker: Echtes Recruiting-Wissen, echte Erfahrungen, echte Erfolgsrezepte.

Speaker: Aus der Personalabteilung, direkt in dein Ohr.

Speaker: Hallo und herzlich willkommen zum Workwise Recruiting Talk.

Speaker: Ich bin Lisa und ich habe heute den Alex von Build a Rocket hier zu Gast.

Speaker: Schön, dass du da bist, Alex.

Speaker: Magst du dich unseren Hörern und Hörerinnen einmal kurz vorstellen und auch ein paar Worte zu Build a Rocket sagen?

Speaker: Was für Raketen baut ihr da?

Speaker: Ja, vielen Dank für die Einladung, Lisa.

Speaker: Ich freue mich schon länger auf den Podcast hier mit dir zusammen, um zum Thema Gaming, Gamer, Recruiting zu sprechen.

Speaker: Ich bin der Alex, ich bin jetzt 43 Jahre alt, komme aus Köln, bin im Prinzip, ja, solange ich denken kann, leidenschaftlicher Gamer.

Speaker: Ich durfte dann relativ früh, mit 18, 19, mein Hobby, meine Leidenschaft zum Beruf machen und konnte mich früh arrangieren oder engagieren hier auch in der Startup-Szene mit Projekten in diesem Bereich.

Speaker: Damals ist die ESL an den Start gegangen in Köln.

Speaker: Das ist ja mittlerweile die weltweit größte Liga-Plattform für Computerspielen, kompetitive Spielen.

Speaker: Und habe dann 2015, 16 zusammen mit meinem Freund Tobias Heim die Build a Rocket gegründet, im Prinzip als ein Einfallstore für Brands, die Gaming immer mehr für sich entdeckt haben, als Plattform, die Zielgruppe immer mehr wahrgenommen haben, die sich aber noch gar nicht auskennen mit der Materie und die einen Partner brauchten auf strategischer, auf Aktivierungsebene,

Speaker: um wirklich Fuß zu fassen in dem Markt.

Speaker: Und das machen wir mit unserer Agentur hier hoffentlich erfolgreich, aus Köln hauptsächlich, aber agieren dabei ganz im Sinne des Gaming global.

Speaker: Das heißt, wir aktivieren Kunden in Amerika, in Korea, was ja auch so ein bisschen als Mutterland ist,

Speaker: Gaming beschrieben wird, ganz viele natürlich auch in Europa und haben noch ganz viel Spaß und ganz viele Kollegen inzwischen auch mit auf die Reise genommen.

Speaker: Genau, und heute stellen wir fest, dass immer mehr Recruiting anfangen, Brands sich sozusagen nicht nur mit der Speerspitze Gaming, E-Sports befassen, sondern auch sagen, was sind das eigentlich für Menschen und kann man die eigentlich auch für uns als Firma, als Mitarbeiter, also nicht nur als Konsumenten gewinnen,

Speaker: Und glaube ich, da wollte ich meine Erfahrungen schon mal so ein bisschen teilen und deshalb sind wir ja heute hier auch zusammengekommen.

Speaker: Ja, sehr, sehr cool.

Speaker: Ich freue mich auf jeden Fall mehr über das Thema Gaming zu lernen.

Speaker: Ich persönlich bin keine versierte Gamerin, aber ich freue mich auf jeden Fall auf deine Insights.

Speaker: Wie ist es denn in Sachen Recruiting bei dir?

Speaker: Du sagst, ihr habt auch ein paar neue Kollegen, Kolleginnen schon mitgenommen bei euch, bei Build a Rocket.

Speaker: Dann warst du ja bestimmt auch im Recruiting aktiv, oder?

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, das ist auf jeden Fall auch immer so ein Thema.

Speaker: Wir müssen uns immer die Frage stellen, was suchen wir eigentlich für einen Typ Mensch?

Speaker: Ist es wirklich dann der Hardcore-Gamer?

Speaker: Weil der findet uns tatsächlich sehr leicht.

Speaker: Einfach weil jemand sich dann genau wie ich vor inzwischen über 25 Jahren die Frage gestellt hat, wie mache ich eigentlich aus meinem Hobby einen Beruf?

Speaker: Dann gibt es leider gar nicht so viele Anlaufstellen in Deutschland.

Speaker: Und deshalb bekommen wir da relativ viel Zulauf.

Speaker: Wir haben dann das andere Problem, wir suchen eigentlich dann auch so einen gesunden Mix aus Menschen, die schon klassische Berufserfahrungen vielleicht gemacht haben in anderen Agenturen, in anderen Berufsumfeldern, um dann das Team perfekt zu ergänzen, damit wir sozusagen das Feld für den Kunden auch ganzheitlich beleuchten können und nicht nur

Speaker: im Prinzip Anfangszeichen aus der Gamer-Brille.

Speaker: Daher, was die Gen Z und auch die, sag ich mal, Menschen mit Gaming-Hintergrund und aus der Gaming-Community kommt, angeht, sind wir tatsächlich gesegnet und können uns da glücklich schätzen.

Speaker: Aber deshalb haben wir sicherlich, glaube ich, auch viel Erfahrung, die wir dann hoffentlich auch heilen können.

Speaker: Ja, sehr, sehr cool.

Speaker: Und ja, da habt ihr wahrscheinlich Glück gehabt, gerade diese Zielgruppe schon so für euer Thema oder auf eurer Seite zu haben, sage ich mal.

Speaker: Ja, lass uns da doch direkt mal anfangen und die Zielgruppe GamerIn ein bisschen genauer anschauen.

Speaker: Ich habe auf jeden Fall herausgefunden, es sind ziemlich viele.

Speaker: Laut Bitkom sind es 53% der Deutschen, die mindestens gelegentlich Computer- oder Videospiele spielen.

Speaker: Aber was sind da denn noch andere Vorteile, warum ich als Recruiterin, als Recruiter mir speziell Gamer und Gamerinnen mal anschauen sollte, wenn ich Stellen zu besetzen habe?

Speaker: Je nachdem, welche Statistik man fragt, könnte man sogar sagen, es sind so in der Zielgruppe von den 16 bis dann Ende 20-Jährigen 90 Prozent, die sich als Gamer identifizieren oder auch Gaming im Prinzip ganz normal in diesen Unterhaltungsmix mit eingebracht haben.

Speaker: Das ist wirklich normalisiert.

Speaker: Und deshalb ist es auch so wichtig, dass man sich mit dieser Lebenswelt, die sich ja wirklich als Normalität darstellt für diese Zielgruppe, total auseinandersetzt und versucht auch eine Sprache zu entwickeln und einen Angang zu entwickeln, der dann auch sich widerspiegelt im Markenbild, das man so als Arbeitgeber versucht aufzubauen.

Speaker: Warum das interessant ist oder warum man sich damit auseinandersetzen sollte,

Speaker: ist zum einen eine gewisse Alternativlosigkeit.

Speaker: Man ist hier ganz klar im Wettbewerb.

Speaker: Wir haben ja einen Fachkräftemangel und wir reden hier über Gen Z ganz viel, die im Prinzip jetzt in den Arbeitsmarkt nachrücken, die sich sehr stark auf dem Thema identifizieren, die teilweise auch ihre Ansprüche, ihre

Speaker: Lebensrealität auch ein Stück weit geprägt ist aus dem Gaming und damit muss man sich also im Prinzip auseinandersetzen und um nochmal ein bisschen auf Skills einzugehen, womit haben wir es eigentlich zu tun?

Speaker: Wir reden natürlich von einer Generation, die 100% digital aufgewachsen ist, die nicht in diesem Hybrid lebt, wie vielleicht noch meine Generation, wo

Speaker: erst ohne Internet und irgendwann mal dann kam das Internet dazu und wir können noch beides so ein bisschen.

Speaker: Es ist hier eine Generation, die 100% digital ist.

Speaker: Im Gaming lebt man ja auch sowohl schnelllebige Plattformen, Technologien, Kommunikation auf diesen Plattformen im Team, Teams koordinieren.

Speaker: Problemlösung, analytisches Denken, da gibt es viele Statistiken zu, dass das schneller ist.

Speaker: Ich mag immer diese Statistik von dem Chirurgen, der nebenbei noch in der Zeit hat, spielt und einfach deutlich ruhiger und schneller ist, weil er einfach diese Kontrolle in Games gelernt hat, die vielleicht bei nicht spielenden Kollegen hier und da fehlen könnte.

Speaker: Das ist jetzt eine Story, die ich gehört habe, ich weiß nicht, ob das repräsentativ ist,

Speaker: Aber so kann man sich, glaube ich, relativ leicht vorstellen, dass jemand, der nativ in dieser digitalen Welt aufwächst und zwar nicht nur, wie gesagt, hobbymäßig als Content-Konsument, sondern wirklich partizipierend in der Community, das heißt, das ganze Sozialleben ist da eingebettet.

Speaker: Problemlösungen, wie gesagt, das analytische Denken, sich mit neuen Updates und Technologien auseinandersetzen, weil Gaming ja nicht dieses eine Brettspiel ist wie Schach, das seit 2000 Jahren im Prinzip nicht angefasst wurde, sondern es ist wirklich ein schnelllebiges

Speaker: mit wöchentlichen Updates versehene Feld, auf das man sich einstellen muss.

Speaker: Die Lernbereitschaft, also diese intrinsische Motivation, ich möchte jeden Tag dazulernen und ich brauche diese Updates auch ein Stück weit, weil mein Gehirn muss angefüttert werden mit neuen Dingen.

Speaker: Das sind alles Eigenschaften.

Speaker: Ich glaube, wenn man die so aufzählen würde und sagen würde, hey, liebe

Speaker: Recruiterin, lieber Recruiter, sind das sozusagen die Skills, nach denen du suchst, da würde keiner Nein sagen, im Gegenteil, ich glaube, das sind genau die Punkte, nach denen wir alle händeringend suchen und die findet man halt prozentual sehr, sehr viel häufiger in diesem Gaming-Umfeld, ja.

Speaker: Ja, wie du auch sagst, Problemlösungsfähigkeit, Kreativität, Digitalaffinität, das klingt jetzt alles erstmal sehr universell anwendbar.

Speaker: Also ich glaube, niemandem würde es schaden, diese Skills mitzubringen, egal in welchem Job man gerade arbeitet.

Speaker: Aber gibt es da auch Berufsbilder, bei denen du sagen würdest, da ganz besonders mal in den Gaming-Kontext einsteigen, da lohnt sich das total?

Speaker: Da ist die Schnittmenge zwischen Kompetenzen, die durchs Gaming bewiesen sind oder trainiert werden und die letzten Endes Anwendung finden besonders hoch oder auch, ich weiß nicht, Schnittmenge zwischen Gaming-Interesse und möchte in diesem Beruf arbeiten, für den ich gerade suche.

Speaker: Ja, ich glaube, das sind einfach die klassischen, vor allem IT-lastigen Berufe, die fallen erstmal ins Auge, weil wir hier über eine native digitale Welt, Lebenswelt der Zielgruppe sprechen und dann einer digitalen Arbeitswelt.

Speaker: Ich sage jetzt mal in der Schreinerei,

Speaker: Auch das wird immer mehr digitalisiert, aber da hat man wahrscheinlich noch viele analoge Handgriffe, die vielleicht noch nicht so 100 Prozent passen.

Speaker: Aber ehrlicherweise, wenn wir uns anschauen, wie sich Berufsbilder auch ändern, wie wir im Prinzip, egal ob man ein Metzger ist oder Handwerk ganz klassisch, auch Zielgruppen, Käufergruppen neu suchen müssen, wie wir uns präsentieren müssen im Netz und in der Kommunikation nach außen,

Speaker: Ich glaube, dass sich diese DNA, diese Kern-DNA, über die wir hier sprechen, durch alle Arbeitsberufe und Gruppen durchziehen wird und wir später nicht unterscheiden, ob das jetzt hier besser passt oder da.

Speaker: Die einfache, naheliegende Antwort ist natürlich, wenn ich im IT-Bereich suche, da haben wir einfach auch einen latenten Fachkräftemangel.

Speaker: sind natürlich auch in einem globalen Wettbewerb mit globalen Companies, aber auch anderen Standorten.

Speaker: Die jungen Menschen sind natürlich auch sehr, sehr flexibel, was Arbeitsorte angeht.

Speaker: Remote Office kannst du in Deutschland leben bleiben und für eine amerikanische Company arbeiten als Beispiel.

Speaker: Also wir sind da in einem viel größeren Wettbewerb als in anderen Sektoren und deshalb

Speaker: Da ist, glaube ich, auch noch viel Nachholbedarf, um wirklich attraktiv wahrgenommen zu werden als Arbeitgeber.

Speaker: Aber nochmal, meine Überzeugung ist, dass, wenn wir jetzt mal 10, 20 Jahre vorspulen, wir gar nicht so sehr uns über einzelne Berufsbilder unterhalten, die da fit sind, sondern es geht eigentlich darum, dass das Grundskills sind, die einfach aufhören.

Speaker: Voraussetzung sind und da gilt es dann die besten herauszufiltern und da glauben wir, dass wir in Gaming so eine Grundausbildung haben, sei es auch neue Technologie, wir reden ja ganz viel über Artificial Intelligence, AI,

Speaker: ist ein Riesenthema, wo ich sage, das sehe ich auch in unserem Gaming-Bereich, wie da experimentiert wird, wie junge Menschen da wirklich schon Vorreiter gewesen sind, bevor sich das jetzt sozusagen über die Enterprise-Lösung in die Arbeitswelt hineingestichen hat, um kreativ Maps zu bauen für Games, um Grafiken zu

Speaker: Fan-Produkte zu bauen und das alles unter Einsatz neueste Technologien.

Speaker: Wie gesagt, das war schon immer so.

Speaker: Heute heißt die Sau, die dadurch durchs Dorf getrieben wird, halt AI und morgen ist es wieder was anderes.

Speaker: Aber das ist quasi...

Speaker: ja, Bestandteil der Kern-DNA im Gaming, aufgrund dieser intrinsischen Motivation, sich spielerisch mit Technologie auseinanderzusetzen und das, was wir halt anbieten können, sozusagen, wenn wir über diese Zykruppe sprechen und warum wir glauben, dass das sehr interessant ist.

Speaker: Okay, wenn ich jetzt als Recruiterin sage, ja, du hast mich überzeugt, das klingt nach genau der richtigen Zielgruppe für meine Jobs, gerade im IT-Bereich zum Beispiel.

Speaker: Welche Plattformen, welche Games, welche Veranstaltungen sollte ich kennen als Recruiterin, um Gamer und Gamerinnen zu erreichen?

Speaker: Was gibt es da alles für Möglichkeiten?

Speaker: Ja, ich glaube, da sprechen wir schon ein großes Problem an.

Speaker: Wir haben eine sehr große Fragmentierung.

Speaker: im Gaming, also es gibt nicht den einen Gamer, der dieses eine Ding im Gaming macht, also ein bisschen dieser Netflix-Approach, da gibt es eine Plattform und da guckt man einfach, sondern Gaming hat viele Farben und Formen, ob das jetzt auf dem Handy ist, Mobile Gaming, ob das jetzt ist irgendwie mit Freunden lokal, ob das jetzt ist irgendwie auf dem PC, auf der Xbox, auf der Playstation, dann noch unterteilt in verschiedene kleine Games, die wiederum einzelne Communities repräsentieren,

Speaker: Und jede Zielgruppe unterscheidet sich.

Speaker: Es gibt Spiele, die eher Frauen und Mädchen ansprechen.

Speaker: Es gibt Spiele, die sehr, sehr Männer- und Jungslastig sind.

Speaker: Also da muss man dann schon sehr genau hingucken, was man eigentlich erreichen möchte, wen man ansprechen möchte und wo man es am besten machen kann.

Speaker: Wir haben früher, oder das machen wir immer noch,

Speaker: viele Veranstaltungen auch gemacht, einfach um in direkten Kontakt zu kommen mit der Zielgruppe.

Speaker: Das sind dann Events wie die Intel Extreme Masters beispielsweise in Köln, dann die Lanxess Arena, einer größten Indoor-Arena Deutschlands, wird dann voll gemacht mit 14.000 zahlenden Gästen, Fans, die dann ihren Fans zuschauen.

Speaker: Und in dem Rahmen haben wir zum Beispiel schon mal

Speaker: Workshops veranstaltet, haben Bewerber eingeladen, die sozusagen schon auf der Liste standen und haben denen so eine Once-of-a-Lifetime-VIP-Experience gegeben, während man sozusagen über ein Wochenende auch ein bisschen gearbeitet hat zusammen, um dann diesen Recruiting-Prozess weiterzuführen.

Speaker: Also das ist so eine ganz klassische Plattform, eine Real-Life-Begegnung auf einer Gaming-Veranstaltung, muss ich sagen, es ist sehr, sehr klassisch.

Speaker: Dann gibt es natürlich auch die Opportunity, das haben wir während der Pandemie ganz oft gemacht, dass wir gesagt haben, wir veranstalten Mitarbeiterturniere.

Speaker: Und was das gemacht hat, ist, dass Mitarbeiter, die ja dann zu der Zeit im Homeoffice eingeschlossen waren, spielerisch miteinander in Kontakt geblieben sind, neben während der Arbeit.

Speaker: Teilweise aber auch dann in Kontakt gekommen sind mit Bewerbern, die vielleicht in der letzten Phase gewesen sind, die wir in dieses System mit reingegeben haben.

Speaker: Und was man sich ja nicht so vorstellen darf, ist, dass da jemand dann mit Scheuklappen auf seinen Monitor guckt und irgendwas spielt.

Speaker: Sondern natürlich sind wir alle, genau wie wir beide jetzt,

Speaker: verbunden miteinander per Voice, das heißt wir sprechen miteinander, wir lernen uns kennen, wir schauen wie jemand vielleicht auch reagiert in Stresssituationen oder in Situationen, wo man vielleicht auch mal was teilen kann oder so, also man lernt jemanden überspielen, das kennt man vielleicht auch von Mensch ärgere dich nicht oder so.

Speaker: schon auch ein bisschen kennt.

Speaker: Und das war sehr interessant, weil dann auch Firmen zum Beispiel Auszubildende getestet haben, also potenzielle Auszubildende, und sich dann dort über diesen Prozess für Auszubildende entschieden haben.

Speaker: Teilweise dann noch die Vorstände, CEOs, die gesagt haben, ja, mein Sohn spielt ja auch, komm, ich gehe mit rein, ich mache mal.

Speaker: Und dann auf einmal...

Speaker: kam es zu der Situation, dass ein Auszubildender oder potenzieller Auszubildender mit dem CEO gespielt hat.

Speaker: Das wäre ja in kaum einer anderen Konstellation überhaupt möglich gewesen, diese Begegnung zu der Zeit.

Speaker: Und insofern gibt es echt viele Möglichkeiten der Connection.

Speaker: Ich würde nicht sagen, dass es die eine Plattform gibt.

Speaker: Natürlich kann man auch Lazy-Marketing machen.

Speaker: Ich will ein bisschen Brand-Awaren schaffen und ich buche mich ganz klassisch auf den bestehenden Media-Plattformen.

Speaker: Da gibt es ein YouTube-Plattform.

Speaker: gibt es einen Twitch.

Speaker: Natürlich wird auch sowas wie Instagram oder so verwendet.

Speaker: Da kann man draufgehen und klassisch Werbung machen und dann baut man irgendwie eine Werbemittel, das halt in der Zugruppe funktioniert, holt sich noch einen Content-Creator dazu.

Speaker: Das sind auch klassische Dinge,

Speaker: die natürlich auch funktionieren oder ihre Berechtigung haben.

Speaker: Aber wenn man ein bisschen raffinierter sein möchte und vielleicht auch ein spezielleres Setting hat, dann kann man da wirklich nochmal in die Analyse und auch passgenauer Module entwickeln.

Speaker: Das ist also nicht alles schon vorgekaut, sondern kann sich wirklich an die Bedürfnisse anpassen.

Speaker: Auf einmal kommt man vielleicht mit einer Idee oder einer Kategorie,

Speaker: am Ende dieses Prozesses raus, die es bisher noch nicht gegeben hatte und hat auch wieder so ein bisschen Innovationen geschaffen in dem Space.

Speaker: Aber vieles haben wir schon ausprobiert, vieles hat auch schon, glaube ich sagen, ganz gut funktioniert.

Speaker: Bei manchen Dingen sagen wir, okay, das würden wir so vielleicht auch nicht mehr machen und deshalb würde ich sagen, gibt es nicht die

Speaker: One-True-Fits-All-Lösung.

Speaker: Aber so ist es ja auch im Recruiting.

Speaker: Wir haben es ja immer mit Menschen zu tun und alle haben so einen eigenen Bedarf und einen eigenen Anspruch, einen eigenen Prozess und da muss man halt immer gucken, wie es am besten funktioniert.

Speaker: Ja, auf jeden Fall.

Speaker: Aber nichtsdestotrotz hast du vielleicht so Ideen, was könnten so Best Practices sein oder auch No-Gos, wenn ich Zielgruppe Gamer, Gamerin ansprechen möchte?

Speaker: Ich denke da ganz besonders an die Gen Z, die adressiert werden soll, also junge Menschen und da ist irgendwie die Sorge dann doch immer irgendwo da vielleicht cringe zu wirken.

Speaker: Also wie, ja, stelle ich sicher, dass ich da auch gut aufgenommen werde.

Speaker: Gibt es da so ein paar Leitlinien, die du uns mitgeben könntest?

Speaker: Ich glaube, das Wichtigste ist wirklich der Intent und der muss authentisch sein.

Speaker: Wenn ich wirklich nur in den Markt reingehe, um meine Pipeline so voll wie möglich zu machen und ich gehe in so ein Reichweiten-Thema rein, dann

Speaker: Sag das, dann mach nicht mehr draus, als es ist.

Speaker: Ich glaube, Gamer haben ein sehr, sehr feines Gespür dafür, ist hier eine Brand, die sich wirklich inhaltlich mit uns auseinandersetzt und in den Dialog möchte und wirklich auch was vielleicht zusammen schaffen möchte.

Speaker: Und dann wird das auch wirklich gutiert und wir haben schon Arenen gesehen,

Speaker: wo die Brand von Sprechchören besungen wird, einfach aus der Liebe und aus dem Respekt vor dieser Identifikation, die man ja gegenseitig irgendwie hat.

Speaker: Das ist also auch total möglich.

Speaker: Aber wie gesagt, wenn man vorhat zu sagen,

Speaker: Das ist cool, super Zielgruppe, nehmen wir gerne mit, aber mehr ist da nicht.

Speaker: Dann lass es auch dabei bleiben und mach nicht mehr Show, als es sein muss.

Speaker: Best Practice für mich ist sicherlich die SAP, die mit uns vor acht, neun Jahren inzwischen die Reise angetreten ist, um zu sagen, wie schaffen wir es eigentlich nachhaltig, Gamer als Zielgruppe für unser Recruiting zu gewinnen.

Speaker: Da sind wir in einen sehr, sehr langen Strategieprozess gegangen.

Speaker: Der erste Fahrplan waren, glaube ich, drei Jahre.

Speaker: Wie gesagt, heute sind wir im neunten Jahr und da ging es wirklich so weit, dass man gesagt hat, nicht nur, wir machen ein Team-Sponsoring, also wir wollen wirklich auf dem prominentesten Team drauf sein.

Speaker: Und auch ein bisschen Brand Awareness und Identifikation schaffen.

Speaker: Das ist ja sehr klassisch auch aus dem Sportmarketing bekannt, was man da so macht.

Speaker: Sondern wir wollen natürlich gleitig auch schauen mit dem, was wir können, in dem Fall SAP, eine Software Company.

Speaker: Was können wir eigentlich für ein Problem lösen?

Speaker: Also sind wir in dem Markt, haben es analysiert, haben festgestellt,

Speaker: Da sind so viele Datenpunkte.

Speaker: Also Gaming ist ja ein nativ digitaler Sport, ein digitales Entertainment.

Speaker: Da sind so viele Datenpunkte vorhanden, aber irgendwie interpretiert niemand diese Daten.

Speaker: Also da könnte man so viel mehr noch draus machen, kontextbasierte Daten.

Speaker: Also ich spiele gerade, spiele ich eigentlich gerade gut, gewinne ich eigentlich gerade und

Speaker: hat jemand in derselben Situation schon mal besser oder schlechter performt als ich und was kann ich daraus lernen?

Speaker: Das zieht ja genau auf diese Analyse und diese intrinsische Motivation, die die Gamer an vielen Stellen haben.

Speaker: Und dann hat SAP wirklich ein Datentool gebaut,

Speaker: und das wirklich der Community zur Verfügung gestellt, um mehr Bescheid zu wissen über ihr eigenes Spiel.

Speaker: Also da ist wirklich jemand hergekommen und hat ihnen ihr Spiel besser gemacht.

Speaker: Und das so nachhaltig, dass die SAP, Deutschlands wertvollstes Unternehmen, als inzwischen native Brand wahrgenommen wird im Gaming-Umfeld.

Speaker: Also ich glaube, hätte man vor zehn Jahren irgendwie den Jugendlichen gefragt, was macht denn die SAP, wer ist das?

Speaker: Keiner hat Bescheid gewusst.

Speaker: Und heute ist die SAP auf einer Gamescom gewesen, der größten Gaming-Messe der Welt, zuschauerstärksten Gaming-Messe der Welt.

Speaker: Und Vater und Sohn kommen gleichzeitig zum Stand.

Speaker: Ich war dabei.

Speaker: Und dann erklärt der Sohnemann dem Vater, was die SAP denn im Gaming macht.

Speaker: Also das ist genau der Best Practice.

Speaker: Mal abgesehen davon, dass SAP natürlich auch hingegangen ist und selber ein Team aufgebaut hat, bestehend aus Gamern, die sie dann auch über diese Projekte recruiting konnten und die dann auf diesen Themen, die ich gerade genannt habe, diese Technologie gearbeitet hat und arbeitet, um es halt bestätig weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Speaker: Also das ist wirklich ein ganzheitlicher Approach.

Speaker: Das geht dann noch bis hin zu globalen Mitarbeiterturnieren, um einfach auf der Retention-Seite noch Dinge zu tun, um noch Teilhabe zu lassen.

Speaker: Das geht hin zu, da finden E-Sports-Events global statt und die SAP ist präsent mit Mitarbeitern, mit Partnern, um wirklich auch zu zeigen, was es mit dieser Energie und dieser Leidenschaft auf sich hat.

Speaker: Und das würde ich immer als Best Practice nennen, definitiv.

Speaker: Ja, eine Strategie, sage ich mal, im Gaming-Kontext, die wir auch immer öfter beobachten, ist die Gamification vom Recruiting-Prozess an sich.

Speaker: Also die Integration von spielerischen Gaming-Elementen innerhalb des Bewerbungsprozesses.

Speaker: Um mal ein Beispiel zu nehmen, was mir in Erinnerung geblieben ist, war von Lidl, glaube ich.

Speaker: Die hatten so ein 2D-Pixel-Spiel, wo man sich als potenzieller Bewerber, Bewerberin durch die Lidl-Filiale bewegt hat und verschiedene Mitarbeitenden ansprechen konnte, um ein bisschen über den Arbeitsalltag zu erfahren.

Speaker: Wie ist da deine Meinung dazu als Gaming-Begeisterter?

Speaker: Sind solche Spiele sinnvoll?

Speaker: Sind die nur eine Spielerei im Endeffekt, die ganz nett sind, aber im Endeffekt nicht notwendig wären?

Speaker: Oder was ist so deine grundsätzliche Meinung dazu?

Speaker: Nein, ich meine, bei Gamification gibt es gar keinen Weg vorbei.

Speaker: Wenn wir uns die Apps anschauen und das gehört auch wieder zu unserer Lebenswelt, wie viele Apps benutzt jeder im Laufe eines Tages, dann sehen wir ja da auch ganz klar Gamification, Technologien und Konzepte, weil sie...

Speaker: Prinzip unserer Programmierung schon ein bisschen entsprechen, wie wir Dinge wahrnehmen, was uns motiviert.

Speaker: Da reden wir auch wieder über Dopaminkicks hier und einfach gewisse Mechanismen, an denen man nicht mehr vorbeikommt.

Speaker: Insofern glaube ich, kann sich auch der Recruiting-Prozess

Speaker: dafür nicht verwehren.

Speaker: Es gibt verschiedene Konzepte.

Speaker: Das kann dann sein von Kurzpraktika, die via Gamification gemacht werden, damit man Interessierten schon mal einen Einblick geben kann, ob das jetzt in der Filiale ist oder in einem Arbeitsablauf.

Speaker: Ganz egal, weil es natürlich auch immer Geld und Zeit kostet, Menschen erst onzuborden, die dann nach zwei Wochen wieder aufzuborden, weil sie sich das vielleicht ganz anders vorgestellt haben im Alltag.

Speaker: Ich glaube, da kann Gamification auch schon helfen, erste Eindrücke zu gewinnen, ob das jetzt durch Roblox ist, virtuelle Welten.

Speaker: You name it.

Speaker: Es gibt verschiedene Konzepte, aber generell der Prozess, egal in welcher Stage man ist, ob das jetzt auch irgendwie so ein Self-Assessment ist, Stärken, Schwächen, ob das überhaupt eine spielerische Pipeline ist, das ist ja teilweise auch immer ein bisschen anonym und ein bisschen schwierig zu warten, auf Feedback oder in so einem Bewerbungsprozess zu stecken, das kann man auch spannend gestalten und Level-Up-Systemen und so.

Speaker: Also ich glaube, Gamification hat nicht nur seine Berechtigung, ich würde sagen, das ist auch ein Stück weit eine Necessity, je nach Zielgruppe und Altersgruppe, weil man es aus dem Alltag an ganz vielen Stellen gewohnt ist und das Gehirn auch entsprechend schon ein Stück weit konditioniert ist auf diese spielerische Art des Prozesses, auf den man sich da einlässt.

Speaker: Ist das auch was, was ihr für Kunden umsetzt dann oder wie kann ich mir das vorstellen?

Speaker: Genau, also am Ende des Tages vor allen Dingen das Konzeptionelle, also der Entwicklungsaufwand.

Speaker: Da würden wir immer und haben wir immer auch Partner im Markt, die uns da in der Umsetzung helfen.

Speaker: Aber gerade wenn es darum geht, was genau ist denn unser Konzept, was ist unser Ansatz,

Speaker: was wollen wir auch messen in dem Prozess.

Speaker: Das ist ja auch ein schöner Vorteil bei Gamification.

Speaker: Natürlich kommen auch überall Daten raus, die man vergleichen kann, die man anwenden kann.

Speaker: Und das sind alles Punkte, bei denen wir auf einer strategischen, konzeptionellen Ebene

Speaker: helfen und dann zusammen auch schauen, okay, wer ist denn ein geeigneter Partner?

Speaker: In der Umsetzung gibt es bereits intern Teams, auf die man aufsetzen kann, die das dann verantworten in der Umsetzung oder sucht man sich noch einen dritten Partner im Markt.

Speaker: Das ist dann immer wieder Fall zu Fall.

Speaker: Würdest du sagen, es ist ein Kriterium für ein gutes Recruiting-Game, sage ich mal, dass es auch, ich sage mal, inhaltlichen Mehrwert bietet für den Recruiting-Prozess?

Speaker: Also beispielsweise mir als Recruiterin schon etwas über die Bewerbenden verrät oder sollte es in erster Linie Spaß machen und anziehen oder ist einfach beides möglich da?

Speaker: Genau, es sollte eigentlich beides möglich sein.

Speaker: Ich glaube, jetzt einfach ein Game zum Selbstzweck, ich glaube, das braucht es nicht.

Speaker: Es gibt, weiß ich nicht, gefühlt kommen jeden Monat tausend neue Spieler auf den Markt, auf verschiedenen Plattformen.

Speaker: Es darf kein Selbstzweck sein, sondern es muss eine spielerische Erfahrung sein.

Speaker: Bei Gamification geht es ja darum, etwas, was vorher vielleicht etwas

Speaker: trist oder vielleicht ein bisschen eintönig gewesen ist, durch Gamification anzureichern, dadurch ein bisschen spannender zu machen, ein bisschen die Motivation auch ein Stück weit zu erhöhen, zu partizipieren, auch direktes Feedback zu bekommen, eine gewisse Vergleichbarkeit auch zu erhalten.

Speaker: Und wie gesagt, auch wiedererkennbare Module zu schaffen, die man halt aus anderen Lebenswelten, aus dem digitalen Raum halt kennt.

Speaker: Insofern, ja, muss man schon aufpassen, dass es nicht cringe wird, um das Wort mal zu verwenden und dass man sich dann denkt, oh, was war das jetzt eigentlich?

Speaker: Das hat mir ja gar nichts gebracht und irgendwie eher vielleicht sogar ins Negative und ins Gegenteil verkehrt dann.

Speaker: Aber sobald das halt inhaltlich aufgeladen ist und

Speaker: Man sieht sich ja selber dann vielleicht auch als Hero, das ist ja auch immer so eine Rolle im Gaming und ich bin der Hero und ich kämpfe mich sozusagen durch, wenn man sich jetzt nicht durch den Bewerbungsprozess durchkämpft, im besten Fall gleitet man durch, aber dass man sozusagen als Hero da auf seiner Quest ist, auf seiner Journey ist,

Speaker: und coole Dinge mitnimmt, erlebt, am Ende des Tages klüger und aufgeladener rausgeht, als man reingegangen ist.

Speaker: Ich glaube, dann hat man so oder so gewonnen, ob man den Job dann am Ende bekommen hat oder nicht.

Speaker: Und das ist auf jeden Fall machbar und erreichbar.

Speaker: Okay.

Speaker: Hast du da ein Beispiel im Kopf für so ein Recruiting-Game, an dem du oder ihr schon mitgearbeitet habt, was das gut in sich vereint, was da als Positivbeispiel heraussticht für dich?

Speaker: Also ich möchte jetzt gar nicht so sehr auf unsere Beispiele eingehen, da wir sehr im strategisch-konzeptionellen Bereich unterwegs sind und viele der Games dann intern oder der Projekte vielleicht intern veröffentlicht worden sind, weil so ein Recruiting-Prozess ja auch mehrere Stufen hat und manche kommen vielleicht auch

Speaker: zum ganz späteren Zeitpunkt zum Einsatz.

Speaker: Aber es gibt durchaus Beispiele, da hat ein Baumarkt, hat eine Welt im Roblox-Universum geschaffen,

Speaker: Und im Prinzip den Bewerber, die Bewerberin durch diesen Hindernisparcours geschickt, um sich auseinanderzusetzen mit der Lagerwirtschaft, die dahinter steht, um zu verstehen, wie im Prinzip diese ganzen Abläufe funktionieren.

Speaker: Man konnte dadurch mehrere Lager heimgehen, man konnte Dinge von A nach B bewegen, so ein bisschen schauen, wie

Speaker: wie die Dinge so zusammenhängen und wie man die Dinge auch in eine Reihenfolge bringen muss, damit dann am Ende Ordnung entsteht.

Speaker: Also das fand ich schon cool.

Speaker: Das war jetzt ja, man darf sich das nicht so vorstellen, dass das jetzt so eine super coole Grafik ist oder wie auch immer.

Speaker: Darum geht es auch überhaupt nicht bei dem Thema.

Speaker: sondern es muss halt mit einem Sinn erfüllt sein.

Speaker: Das ist auch wieder das Stichwort, auf das ich am Anfang zu sprechen gekommen bin.

Speaker: Es muss authentisch sein, es muss eine gewisse Sinnhaftigkeit haben.

Speaker: Und den Sinn hat es vermittelt, nämlich dass ich eine Serie von bekomme, worum geht es eigentlich in dem Job und wie funktioniert das denn?

Speaker: Zumindest mal ein Gefühl für die Komplexität, die dahinter steckt.

Speaker: Und das ist ja auch wieder reizvoll für die Zielgruppe, die Bela bespielen.

Speaker: Okay, gut.

Speaker: Ja, ist jetzt wahrscheinlich auch ein Spektrum von bis, also was da möglich ist an Recruiting Games, die ich mir vornehmen kann.

Speaker: Aber ich könnte mir schon vorstellen, dass so ein gewisser Grundeinsatz an Zeit, Geld, Ressourcen schon erstmal notwendig ist.

Speaker: Wie ist da deine Einschätzung zur, wenn ich...

Speaker: das Thema jetzt angehen möchte, was ist so grob ein Mindestmaß, was ich mal einplanen sollte, um das ordentlich auf die Beine zu stellen?

Speaker: Ja, da tut man sich immer so schwer mit, weil natürlich kannst du eine Lösung für einen ganz schmalen Taler bauen, aber dann sieht das halt auch so aus und nach oben hin ist ja eh immer alles offen.

Speaker: Ich glaube, es ist immer wichtig, bevor man sich über das Budget unterhält, zu schauen, wie sieht eigentlich so ein ganzheitlicher Ansatz aus?

Speaker: Also

Speaker: Es heißt halt eben nicht nur, im Silo über Gamification nachzudenken.

Speaker: Übrigens, Gamification heißt ja auch nicht immer nur, man macht ein Spiel.

Speaker: Das ist ja die höchste Form der Gamification.

Speaker: Ist ja, wie gesagt, mehr eine...

Speaker: Ja, wie drücke ich das aus am besten?

Speaker: Es geht darum, spielerische Elemente in einen Prozess einzubringen, der sonst nicht ganz so...

Speaker: und vielleicht auch nicht so ganz so kompetitiv und vielleicht auch nicht diese Elemente hat, die diese Motivation auch ein Stück weit fördern, durch diesen Prozess durchzugehen.

Speaker: Das kann viele Farben und Formen annehmen.

Speaker: Es kann auch eine Webseite sein, das kann ein Formular sein, das kann eine App sein.

Speaker: Insofern, glaube ich, würde ich mich im ersten Moment auch gar nicht versteifen auf eine 3D-gerenderte Gaming-Welt, die man so grundsätzlich unter Gaming-Welt

Speaker: Aber wie gesagt, auch das ist alles nichts, wenn es nicht eingebettet ist in eine klare Zielsetzung.

Speaker: Was wollen wir erreichen?

Speaker: Wen wollen wir erreichen?

Speaker: Wie sieht eigentlich ein Erfolg aus für uns?

Speaker: Was soll denn hinten rauskommen?

Speaker: Irgendes mehr BewerberInnen sein, mag es höhere Retention in gewissen Bereichen sein, mag es mehr Datenpunkte sein in so einem Prozess, zwecks Vergleichbarkeit, zwecks KPIs, die man da vielleicht auch ein Stück weit besser verstehen möchte.

Speaker: Das alles mal ein bisschen auf Papier zu bringen und besser zu verstehen und dann gibt es nicht einen Weg zum Erfolg und der muss immer so sein, sondern

Speaker: Dann geht es wirklich darum, die verschiedenen Tools, die wir haben, die es einfach gibt, richtig zu konfektionieren und was Sinnvolles zu bauen.

Speaker: Und wenn das am Ende an Game ist oder in Richtung Gamification geht, super, dann macht das aber auch sinnlos eingebettet und wie gesagt, preislich,

Speaker: Das kann von einer Einzelmaßnahme anfangen, die dann mal mit 10.000 Euro wirklich nur ein ganz kleines Tröpfchen darstellen soll, um vielleicht einen ersten Punkt zu machen.

Speaker: Und nach oben hin, wie gesagt, wir wissen alle, was in größeren Unternehmen für Recruiting ausgegeben wird.

Speaker: Da ist alles offen.

Speaker: Okay, ich glaube, damit ist schon fast beantwortet, was so quasi der erste Schritt wäre, wenn ich jetzt hier zuhöre und mir denke, das Thema sollte ich mir nochmal genauer anschauen.

Speaker: Also erstmal eine Strategie ausarbeiten, eine genaue Zielgruppen analysieren etc.

Speaker: Also das Übliche im Endeffekt, wie es eigentlich bei jeder Recruiting-Maßnahme ist.

Speaker: Aber hast du noch so einen, ja,

Speaker: Ansatzpunkt, den unsere Hörer und Hörerinnen vielleicht direkt heute sich vornehmen können, um das Thema Gamification, Gaming im Recruiting anzugehen.

Speaker: Ich glaube, was ich auch feststelle in Gesprächen, wenn ich auf entsprechenden Messen oder Events unterwegs bin, ich stelle eine größere Diskrepanz fest zwischen der Lebenswelt, in der viele Recruiter, Recruiterinnen unterwegs sind, und der Lebenswelt,

Speaker: der Zielgruppe, um die es vielleicht gehen kann, gehen soll.

Speaker: Und deshalb ist es manchmal schwer, das so für sich zu übersetzen.

Speaker: Gaming, ich stelle das immer wieder fest, trotz 25 Jahren Aufbauarbeit und PR-Arbeit und auch Verständnisarbeit auf einer sozialen Ebene, ist immer noch so eine Welt, entweder du kennst sie oder kennst sie nicht.

Speaker: Es ist selten so, dass man mal ein bisschen Gaming oder ich habe mal davon gehört oder sowas,

Speaker: Auch wenn das häufiger inzwischen der Fall ist, weil dann doch Fortnite vielleicht mal riesengroß geworden ist oder Twitch, irgendwelche Creator dann nochmal in den Mainstream reintröpfeln.

Speaker: Nichtsdestotrotz, glaube ich, ist es ganz wichtig, mal einen ganz offenen Kopf zu haben und einfach anzunehmen und akzeptieren, dass für 90% der Gen Z Gaming-

Speaker: zum Alltag gehört, sich diese jungen Menschen als Gamer identifizieren und das nicht nur ein Entertainment-Charakter hat,

Speaker: das ist ganz wichtig, sondern einen ganz hohen sozialen Charakter.

Speaker: Also meine soziale Welt findet auch im Gaming statt.

Speaker: Dort treffe ich meine Freunde nach der Schule.

Speaker: Dort findet ganz viel von meinem Leben statt.

Speaker: Das ist, glaube ich, erstmal wichtig anzuerkennen und anzunehmen.

Speaker: Und ich glaube, dann lässt sich auch besser verstehen, warum es so wichtig ist, auch diese Sprache mitzusprechen, auch dieses Angebot mitzugestalten und eine Idee zu haben, wie ich als Brand in dieser Welt agieren kann.

Speaker: Das ist für mich wichtig.

Speaker: kein Ding des Optionales.

Speaker: Wir haben anfangs drüber geredet.

Speaker: Ich glaube,

Speaker: dass wir, egal in welchen Berufszweig wir gehen, mehr und mehr Kompetenzen benötigen, die in dieser dann sehr, sehr gut ausgebildeten Generation, und Gamer sind da nochmal überdurchschnittlich gut unterwegs, vorhanden sind.

Speaker: Und deshalb, glaube ich, braucht jede Firma früher oder später eine Antwort hierauf.

Speaker: Und dafür braucht es aber erstmal einen vorurteilsfreien Kopf auf den Schultern derjenigen, die über Recruiting-Maßnahmen sprechen,

Speaker: Das wäre mein erster Punkt.

Speaker: Und wenn man sich dann mal selber auf die Suche macht, sich mal anschaut, was konsumieren die Menschen da eigentlich, was wird da gespielt, wie sieht das eigentlich aus, bekommt man schon ein besseres Bild selber.

Speaker: wie das aussehen könnte, was funktioniert.

Speaker: Und wenn man dann wirklich noch einen Experten benötigt und vielleicht nochmal einen roten Faden und eine Strategie, wie das Ganze auch wirklich in den Funnel reingeht und wie man das Ganze auch messbar machen kann, dann gibt es zum Glück auch noch Experten im Markt und die kann man, glaube ich, auch jederzeit erreichen.

Speaker: Wer uns gerne mit kontaktieren möchte, kann das gerne machen.

Speaker: Aber ich wollte das jetzt ja gar nicht zu einer Werbeshow für uns machen, sondern mir ist das Thema einfach sehr, sehr wichtig, weil ich auf den besagten Veranstaltungen dann doch immer wieder damit konfrontiert werde.

Speaker: Ja, was mache ich denn jetzt?

Speaker: Warum ist das denn so?

Speaker: Und einfach auch so ein gewisses, vielleicht auch Unverständnis,

Speaker: Auf der einen Seite, auf der anderen Seite auch eine gewisse Hilflosigkeit.

Speaker: Das ist ja erstmal nicht schlimm.

Speaker: Man muss dann einfach nur auch bereit sein, den Kopf da zu öffnen und sich dann Hilfe zu holen, sich einmal aufschlauen zu lassen und dann das für sich selbst passend zu machen.

Speaker: Oder vielleicht selber einfach mal das ein oder andere Videospiel anschmeißen oder in den nächsten Twitch-Stream reinspringen, zu Recherchezwecken vielleicht.

Speaker: Das ist sowieso immer eine sehr gute Idee, auch zum Entspannen kann ich auch empfehlen, ja.

Speaker: Sehr gut.

Speaker: Ja, Alex, vielen Dank für deine ganzen Insights rund um Gaming und Recruiting.

Speaker: Ich fand es super spannend, das Thema einmal explizit hier im Podcast zu besprechen.

Speaker: Schon Anfang des Jahres, glaube ich, hatten wir es in unserer Recruiting-Trends fürs neue Jahrübersicht auch mit drin, dass es einfach ein immer größeres Ding wird, an dem wir nicht mehr länger drum herum kommen.

Speaker: Also ja, vielen Dank für deine ganzen Tipps und

Speaker: und Einblicke in die Gaming-Welt.

Speaker: Gerne geschehen.

Speaker: Vielen Dank für die Anladung.

Speaker: Ja, wo können unsere Hörer und Hörerinnen dich finden?

Speaker: Was möchtest du noch teilen an Ressourcen, an Infos zu euch, zu Build a Rocket?

Speaker: gerne auf die Webseite, gerne per LinkedIn.

Speaker: Wie gesagt, ich bin auch immer gerne für Telefonate zu haben.

Speaker: Also wenn mir jemand schreibt, das kommt schon mal vor, hey, können wir kurz zu dem Thema telefonieren, bin ich immer sehr, sehr offen.

Speaker: Daher werden das so die Anlaufstellen, die ich da empfehlen würde.

Speaker: Ja, super.

Speaker: Dann, ja, vielen Dank und mach's gut.

Speaker: Dankeschön.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Das war der WorkRise Recruiting Talk.

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Speaker: Bis zum nächsten Mal.

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