Transcript
Speaker: Herzlich willkommen zum WorkWise Recruiting Talk.
Speaker: Alles eine Frage der Einstellung.
Speaker: Echtes Recruiting-Wissen, echte Erfahrungen, echte Erfolgsrezepte.
Speaker: Aus der Personalabteilung, direkt in dein Ohr.
Speaker: Hi und herzlich willkommen zum Recruiting Talk.
Speaker: Ich bin Lisa und heute habe ich Marc dabei, einen der Gründer von Dino, hier in unserem virtuellen Aufnahmeraum.
Speaker: Magst du dich zum Start einmal kurz vorstellen, Marc, und auch vielleicht ein paar Worte zu Dino sagen?
Speaker: Sehr gerne.
Speaker: Cool, dass ich da sein darf.
Speaker: Grundsätzlich kümmern wir uns um das Thema Altersvorsorge und machen das auf eine Art und Weise, wie es seit Jahren ehrlicherweise noch nie angegangen wurde.
Speaker: Wir digitalisieren das ganze Thema.
Speaker: Auf der einen Seite, auf der anderen Seite schauen wir, dass es für Unternehmen extrem einfach ist, die BAV zuverlässig.
Speaker: innerhalb der Firma zu organisieren und, und das ist aber unser absoluter Fokus, wir schauen, dass die Investition über die BAV rentabel und flexibel ist und ja, sind da jetzt seit 2022 unterwegs, seit 2023 so richtig und sitzen in Offenburg und in Berlin und mit zwölf Leuten sind wir da tätig.
Speaker: Ja, sehr, sehr cool, dass du heute dabei bist und uns das ganze Thema betriebliche Altersvorsorge mal ein bisschen näher bringst.
Speaker: Ich glaube, ich spreche da einmal für mich, aber auch vielleicht für den einen oder anderen, der uns heute zuhört.
Speaker: Ja, wenn ich sage Altersvorsorge eher ein bisschen anstrengend als Thema.
Speaker: Wie kam das, dass du dich da so für begeistern kannst und sogar ein Unternehmen mitgegründet hast, was sich da jeden Tag mit beschäftigt?
Speaker: Ja, also ich kann deine Einschätzung teilen.
Speaker: Das ist nicht ein Thema, wo alle sagen, oh, mega sexy, lass mal drüber quatschen.
Speaker: Aber bei mir ist es vom Hintergrund einfach so, dass ich familiären Bezug hatte zur Versicherungsindustrie.
Speaker: Mein Vater hat vor jetzt knapp 40 Jahren eine Versicherungsagentur gegründet, also eine klassische Versicherungsagentur vom Ort, wie man es kennt.
Speaker: Und da bin ich dann auch Ende 2016 eingestiegen.
Speaker: War dann dort tätig, dann eben auch in der Versicherungsindustrie viel unterwegs, viel gesehen, waren dann auch sehr erfolgreich, insbesondere mit dem Thema Betriebsrenten, eben ist betrieblicher Altersvorsorge.
Speaker: Und da bin ich klassisch rausgefahren, habe Unternehmen beraten, habe auch die Mitarbeiter in Gesprächen beraten, face-to-face.
Speaker: Und im Rahmen von Covid haben wir dann festgestellt, dass wir dann gar nicht mehr rausfahren können.
Speaker: Klar, waren alle im Homeoffice und du durftest dich auch nicht mehr so wirklich sehen.
Speaker: Und haben dann gemeinsam mit meinem Schulfreund, also ein sehr guter Kumpel von mir, Louis, dann angefangen eine WordPress-Page zu bauen und die einem größeren Kunden von uns damals vertestet.
Speaker: Und dann waren wir einfach überrascht, wie viel interagiert wurde mit dieser WordPress-Page, weil wir gedacht haben, okay, das ist ja eher ein trockenes Thema.
Speaker: Und ja, ich persönlich offen gesprochen, weil mir der Versicherungsindustrie noch nie so richtig war, weil einfach auch viel, ich sage es, offen Schmuh getrieben wird.
Speaker: Und dann war da der Moment da, dass wir uns überlegt haben, wie können wir dann die Versicherungsindustrie umkrempeln, neues Geschäftsmodell draufpacken.
Speaker: und haben dann angefangen, richtige Software zu bauen, und wir leben eben von keinen Provisionen, das heißt, bei uns spielt es keine Rolle, ob wir ein Produkt, ein Versicherungsprodukt, eine BRV vermitteln, sondern das Unternehmen bezahlt uns eine monatliche Gebühr für die Nutzung von Dino, und da kann man eben sicherstellen, dass die Kosten innerhalb des Investitionsprodukts extrem niedrig sind, und dann macht es eben auch allen Spaß, und die Firma hat nichts mehr mit zu tun.
Speaker: Und das haben wir dann vertestet, und sind jetzt seit 2023 so richtig am Start, auch mit
Speaker: VC-Investoren unterstützt, weil das natürlich eine große Industrie ist, wo du auch ordentlich Power brauchst.
Speaker: Okay, cool.
Speaker: Dann ja, lass uns mal vorne anfangen.
Speaker: Was genau ist betriebliche Altersvorsorge eigentlich und ja, wie funktioniert das Prinzip dahinter?
Speaker: Vielleicht auch gerade im Vergleich zur privaten Altersvorsorge.
Speaker: Also wenn man ganz vorn anfängt, dann muss man wissen, dass man innerhalb von Deutschland über drei verschiedene Säulen Altersvorsorge betreiben kann.
Speaker: Und das eine ist die gesetzliche Rente und da ist man, wenn man sozialversicherungspflichtig angestellt ist, immer dabei, da zahlt der Arbeitgeber was dazu ein und auch ich als Arbeitnehmer.
Speaker: Dann gibt es innerhalb der ersten Säule noch was für Selbstständige, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung sind, was auch staatlich gefördert ist.
Speaker: Dann eben die zweite Säule, da gehört insbesondere auch die betriebliche Altersvorsorge dazu, das wird auch noch staatlich gefördert.
Speaker: Und die dritte Säule ist alles, was privat eben läuft.
Speaker: Private ETF-Sparpläne, Immobilien etc., alles, was man da dazuzählen möchte.
Speaker: Und wenn man sich jetzt die betriebliche Altersversorge anschaut, dann wurde es ganz früher dafür eingerichtet, dass man den Arbeitnehmern eine zusätzliche Betriebsrente ermöglicht.
Speaker: Das heißt, der Arbeitgeber sichert mir zum Beispiel jetzt eine zusätzliche Rente von 400 Euro im Monat zu und er sorgt selbst dafür, wie er das Kapital aufbaut, um es mir in meinem Rentenalter zu finanzieren.
Speaker: Dann gab es irgendwann die Situation, dass es ein Betriebsrentengesetz gab.
Speaker: Das heißt, das Ganze wurde gestärkt und da kamen auch die Versicherungsgesellschaften ins Spiel, dass man als Unternehmen das Geld nicht selbst irgendwo anlegen muss, sondern die Versicherer übernehmen das für das Unternehmen und treten somit die Ansprüche an den Arbeitnehmer ab.
Speaker: Und das war die Ursprungsidee und dann kam dazu, dass man als Arbeitnehmer auch etwas einsparen kann von sich aus, hat dann auch das Recht bekommen, 2005,
Speaker: bei jedem Arbeitgeber, egal wo man arbeitet, zusätzlich vom Bruttogehalt etwas einsparen zu können.
Speaker: Das heißt, ich investiere es nicht aus meinem versteuerten Netto, sondern direkt von meinem Bruttogehalt einen gewissen Betrag, das ist auch gekoppelt an der Grenze, kann ich direkt in die BAV einsparen.
Speaker: Und ja, der Arbeitgeber muss da jetzt auch seit 2019 15% mindestens obendrauf packen.
Speaker: Okay.
Speaker: Ja, es gibt ja jetzt auch verschiedene Durchführungswege, um eine BAV umzusetzen als Arbeitgeber.
Speaker: Da gibt es Direktzusagen, Direktversicherung etc.
Speaker: Kannst du uns da vielleicht einen kurzen Überblick geben, was gibt es da für Möglichkeiten und vielleicht auch für welches Unternehmen ist welche Form der BAV sinnvoll?
Speaker: Also am meistverbreiteten ist die Direktversicherung.
Speaker: Das ist einfach auch in der Handhabe am einfachsten für alle Beteiligten.
Speaker: Und dann gibt es aber auch für größere Firmen oder Firmen, die was Spezielles wollen, verschiedene Wege noch was zusätzlich zu tun, außerhalb der Direktversicherung.
Speaker: Und ja, das ist aber wahrscheinlich jetzt ein bisschen zu komplex, hier das alles darzulegen.
Speaker: Zum Beispiel gibt es jetzt bei größeren Konzernen, jetzt auch DAX-Unternehmen zum Beispiel,
Speaker: gibt es Wege, wie man höhere Summen aufgrund der höheren Gehälter auch über die BAV anlegen kann.
Speaker: Und da wird vieles auch in-house gemanagt.
Speaker: Das heißt, es gibt eigene Vermögensverwalter, die für den Konzern die Gelder anlegen und vielleicht direkt am Kapitalmarkt oder in Immobilien anlegen, um dann die Versprechen gegenüber den Arbeitnehmenden zu refinanzieren.
Speaker: Aber die Direktversicherung ist die meistverbreitete und jeder zweite BAV-Vertrag ist auch die Direktversicherung.
Speaker: Okay.
Speaker: Ja, ich glaube, ich erzähle nichts Neues, wenn ich sage, Altersvorsorge ist super wichtig und jeder sollte auf jeden Fall mal schauen, was man da tun kann.
Speaker: Und ja, dementsprechend beliebt ist die BAV auch als Benefit bei BewerberInnen und MitarbeiterInnen.
Speaker: Ich habe eine...
Speaker: Studie gesehen von YouGov.
Speaker: Ich glaube, da hat die BAV Platz 4 bei den beliebtesten Benefits eingenommen.
Speaker: Also es spricht ja eigentlich gar nichts dagegen, das seinen eigenen Mitarbeitenden zu ermöglichen.
Speaker: Aber gibt es vielleicht auch Nachteile bzw.
Speaker: Risiken, die ich kennen sollte, wenn ich jetzt an dem Punkt stehe, ich möchte eine betriebliche Altersvorsorge anbieten?
Speaker: Ja, auf jeden Fall.
Speaker: Ich bin bei dem Thema Beliebtheit auch immer ein bisschen vorsichtig.
Speaker: Ich glaube jetzt nicht, dass...
Speaker: dass die BAV richtig beliebt ist.
Speaker: Es wird halt gemacht und es ist extrem wichtig und das Verständnis dafür, zusätzlich Altersvorsorge zu betreiben, das wächst, das ist klar.
Speaker: Deswegen hat die BAV auch ihre Relevanz.
Speaker: Aber wenn ich jetzt hier draußen auf die Straße gehen würde und würde zehn Leute ansprechen hinsichtlich der BAV, dann würde ich eher wahrscheinlich die Rückmeldung bekommen, ach komm, lass mich in Ruhe.
Speaker: aktuell ist nicht unbedingt Interesse daran, mit ihr darüber zu sprechen.
Speaker: Also ich glaube nicht richtig beliebt, aber es wird einfach häufig genutzt und wird auch gefordert, dass die Unternehmen sich damit auseinandersetzen.
Speaker: Warum ist es vielleicht auch nicht so beliebt?
Speaker: Ich glaube, dass viel Transparenz auf der Strecke bleibt.
Speaker: Das heißt, viele wissen gar nicht, was mit ihrer BAV los ist, wie viel Kohle da investiert wurde, was da aktuell auch in meinem sogenannten Guthaben ist und was das für meine Rente bedeutet.
Speaker: Das ist genau das mal grundsätzlich zum Thema Beliebtheit.
Speaker: Es gibt ja die gesetzliche Vorgabe, dass man als Unternehmen betriebliche Altersvorsorge ermöglichen muss.
Speaker: Und deswegen, wie du sagst, ja, es ist eigentlich klar, dass es da was geben muss.
Speaker: Du musst nur schauen, was gibt es da und ist es überhaupt sinnvoll, über das, was mir von meinem Arbeitgeber angeboten wird, Geld von mir zu investieren.
Speaker: Wo kann ich denn anfangen, wenn ich jetzt meinen Mitarbeitern tatsächlich auch eine, ja, BAV ermöglichen möchte, die auch tatsächlich was bringt?
Speaker: Also wie kann ich da vorgehen, so Schritt für Schritt?
Speaker: Also er ist nicht ganz einfach.
Speaker: Grundsätzlich muss man schauen, wie man selbst als Unternehmen auch aufgestellt ist.
Speaker: Ganz offen, wenn ich jetzt ein größeres Unternehmen bin, das eine eigene Abteilung hat, die sich mit der betrieblichen Altersversorgung auseinandersetzt oder zumindest eine Personalkraft, die vielleicht halbtags das Thema BAV abwickelt,
Speaker: dann kann ich da mehr Zeit investieren.
Speaker: Dann macht es auch Sinn, wirklich den Markt zu analysieren und zu schauen, was gibt es da für Anbieter, wie kann ich mir dann auch ein bisschen Kapazität einsparen und mich auf die wesentlichen Dinge fokussieren.
Speaker: Und da ist es wichtig zu wissen, dass es innerhalb eines BAV-Vertrages verschiedene Punkte gibt, die einfach wichtig sind.
Speaker: Und da ist es so, dass es jetzt, also mein eigenes Beispiel jetzt am Wochenende, ich war ja eben dann auch in der Versicherungsindustrie tätig, dann gab es für mich auch eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge, da wurden dann monatlich 500 Euro angelegt, seit 2020 im Juli.
Speaker: Und jetzt am Wochenende habe ich das erste Mal da in die Standmitteilung reingeschaut, die einmal im Jahr per Post kommt und gesehen, dass ich da, oder der Arbeitgeber, mein ehemaliger, mich, für mich,
Speaker: 29.000 Euro eingezahlt hat und mein aktuelles Guthaben ist halt bei 23.000 Euro.
Speaker: Und da stellt man sich dann schon die Frage, okay, wieso wurde das über meinen Arbeitgeber so eingerichtet?
Speaker: Wie kam das dazu?
Speaker: Und ich glaube, da muss man einfach wissen, dass wenn man sich als Arbeitgeber damit auseinandersetzt, dass man auch darauf achtet, dass das auf den Arbeitgeber zurückfallen kann, wenn man einfach irgendetwas anbietet, was vielleicht über einen Versicherungsmakler reinkommt, nur damit man es erledigt hat.
Speaker: Das heißt, da
Speaker: in die Produkte reinzuschauen, aber wie gesagt, es ist nicht so einfach zu verstehen, wie die Produkte auch aufgebaut sind.
Speaker: Da gibt es aber, wenn man einfach im Internet ein bisschen was googelt, gibt es da schon Hinweise und am besten ist es natürlich, wenn es Netto-Produkte sind, das heißt ohne Provision, da kann man sicher sein, dass es keinen Vermittler gibt, der einfach irgendetwas verkauft, nur damit er am meisten Geld macht und der Arbeitnehmer leidet am Ende darunter und seine erhoffte Altersvorsorge landet dann in Kosten.
Speaker: Ja, jetzt hast du gerade schon gesagt, es sollten Netto-Produkte sein.
Speaker: Gibt es noch andere Red Flags, auf die ich achten sollte, wenn ich mir verschiedene Produkte oder Anbieter anschaue in dem Bereich?
Speaker: Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass es nicht in der Personalabteilung hängen bleibt, also der ganze Aufwand, den man sich reinholt.
Speaker: Das ist meistens nicht das Fachgebiet von der Personalabteilung, um deswegen da einen Partner zu haben, die sich einfach damit auskennen und
Speaker: die schlussendlich die operative Tätigkeit übernehmen.
Speaker: Das kann ehrlicherweise analog sein, wenn ich da einfach jemanden habe, der die ganzen Prozesse überwacht oder ich nutze halt ein Tool, mit welchem ich dann die Personal- und Lohnsysteme von mir connecte und dann weiß, okay, das Ding läuft auf Autopilot und nur dann, wenn ich wirklich proaktiv was machen muss, bekomme ich einen Ping oder eine Info.
Speaker: Das sind so Themen, wo man darauf achten kann, wenn man sich mit dem Thema BAV als Unternehmen oder Personalabteilung auseinandersetzt.
Speaker: Mhm.
Speaker: Ja, ich kann mir schon auch vorstellen, dass der administrative Aufwand dann ganz schön hoch ist schnell, wenn man das Ganze aufsetzt und einführt.
Speaker: Was kommt da so auf mich zu?
Speaker: Ich habe nur grob gelesen, es gibt auch Dokumentationspflichten etc.
Speaker: Also was sind da die konkreten Steps, die ich auf jeden Fall mitdenken muss, wenn ich eine BAV einführe?
Speaker: Ja, also es gibt Dokumentations, auch teilweise Beratungspflichten, denen ich als Unternehmen nachkommen muss.
Speaker: Da bin ich auch ganz ehrlich, viele spielen mit der Angst.
Speaker: Auch Berater daraus und sagen, hey, Geschäftsführer XY, wenn du da nicht richtig dokumentierst oder sauber berätst, dann hast du Riesenrisiken.
Speaker: Kann man so sehen.
Speaker: Im Endeffekt ist es aber so, dass man gegenüber den Arbeitnehmenden klar etwas offerieren muss und dann auch sicherstellen muss, dass wenn jemand kein Interesse daran hat, dass es auch ordentlich dokumentiert ist,
Speaker: Aber meines Erachtens ist es am wichtigsten, einfach darauf zu achten, dass man die wesentlichen Merkmale kennt.
Speaker: Und insbesondere bei der, das ist jetzt technisch, aber es gibt eine Nachhaftungspflicht.
Speaker: Das heißt, wenn ein Arbeitnehmer über seine Einzahlungen weniger Guthaben aufbaut, wie er tatsächlich in Summe mit mir als Arbeitgeber eingespart hat,
Speaker: dann kann es unter Umständen dazu kommen, dass der Arbeitnehmer den Arbeitgeber dazu auffordert, nachzuschießen.
Speaker: Das heißt zum Beispiel, ich bezahle 5000 Euro ein über drei Jahre, mein Guthaben ist aber bei 2800 Euro aufgrund der Kosten.
Speaker: ich verlasse das Unternehmen, dann kann ich auf meinen Arbeitgeber zugehen und ihn auffordern, das nachzuschießen und auf 5.000 Euro aufzufüllen.
Speaker: Ist aber auch nicht immer der Fall, aber dieses Risiko besteht.
Speaker: Und ich glaube, das ist zumindest finanziell betrachtet das Wichtigste, dass man es auf dem Schirm hat.
Speaker: Okay.
Speaker: Jetzt kann es ja auch sein, dass neue MitarbeiterInnen, die ins Unternehmen kommen, bereits BAV-Verträge haben, von ihrem vorigen Arbeitgeber was mitbringen.
Speaker: Ja, wie gehe ich damit am besten um?
Speaker: Sollte man Bestandsverträge übernehmen oder was ist da der beste Umgang von Fall zu Fall entscheiden?
Speaker: Kommt darauf an, wie man als Unternehmen auftreten möchte.
Speaker: Ich würde schon empfehlen, die Einzelfälle anzuschauen, weil es kann auch sein, dass man Altverträge hat, die zum Beispiel vor 2005 eingerichtet wurden und die sind dann noch in der Auszahlung steuerfrei und dann macht es einfach Sinn, den FOT zu bedienen.
Speaker: Deswegen, ja, da am besten auch jemanden haben, wo man weiß, die prüfen das kurz für das Unternehmen und geben dann ein Signal, ob es sinnvoll ist, die Übernahme durchzuführen oder auch nicht.
Speaker: Es gibt das gesetzliche Recht, dass der Arbeitnehmer innerhalb von 15 Monaten
Speaker: nachdem er den alten Arbeitgeber verlassen hat, das Guthaben gebührenfrei auf einen neuen Vertrag übertragen kann.
Speaker: Und das ist was, was in der Praxis nicht gelebt wird, weil der Versicherungsberater in der neuen Firma häufig dann damit nichts verdient.
Speaker: Deswegen bietet er das gar nicht an, richtet was Neues ein, macht den alten Vertrag blatt.
Speaker: Und deswegen ist es, glaube ich, wichtig als Unternehmen zu wissen, dieses Recht besteht für die Arbeitnehmenden und neuen Arbeitnehmer.
Speaker: Kann man da auch schon mal unterstützen, dass er das Guthaben fortgeführt bekommt.
Speaker: Okay.
Speaker: Jetzt hast du am Anfang schon gesagt, ihr bei Dino wollt die klassische betriebliche Altersvorsorge modernisieren, digitalisieren.
Speaker: Vielleicht kannst du da nochmal ein bisschen drauf eingehen, was genau macht ihr anders bei Dino?
Speaker: Also man kann es vergleichen mit Neobrokern.
Speaker: Endeffekt, vor 10 Jahren bin ich auch noch mit dem Fahrrad auf die Bank gefahren und habe damit meinen Bankberater ein vierseitiges DIN A4 Dokument ausgefüllt und schlussendlich war mein, ich weiß es nicht, ob es jetzt, ich glaube es war die LBS oder irgendeine Bausparkasse, wo dann schlussendlich ein Sparplan rausgesprungen ist oder auch schon ein Fondsparplan über irgendeinen Vermögensverwalter.
Speaker: Das machst du heute auch nicht mehr.
Speaker: Da nutzt du Neobroker wie
Speaker: Trade Republic, Scalable und kannst einfach deutlich kostengünstiger direkt am Kapitalmarkt partizipieren.
Speaker: Das funktioniert nur, wenn die Technologie dahinter oder davor da ist und ich selbst befähigt werde, das eigenständig zu tun und eben diesen Gang zur Bank und das Gespräch nicht mehr benötige.
Speaker: Und wir machen den gleichen Weg im Endeffekt in der Altersvorsorge und jetzt anfänglich mit der betrieblichen Altersvorsorge.
Speaker: Das heißt, wir befähigen Menschen, die Themen selbst in die Hand zu nehmen und dafür werden sie auch belohnt.
Speaker: Da die Kostenstruktur innerhalb der Investmentprodukte extrem niedrig sind und sie dann einfach viel, viel mehr Rente aufbauen und das ist das, was wir unterschiedlich machen, gibt natürlich trotzdem noch Menschen und Unternehmen, die diese persönliche Beratung vor Ort unbedingt benötigen.
Speaker: Das ist noch da und das wird auch noch weiterhin seine Berechtigung haben, aber das ist eben nicht die Masse und wir kümmern uns um die Menschen, die es wirklich notwendig haben, alles für Sorge zu betreiben und die sollen am meisten von ihren Geldern auch haben.
Speaker: All right.
Speaker: Dann vielleicht zum Abschluss zum ganzen Altersvorsorge-Thema.
Speaker: Ich glaube, viele Unterthemen haben wir jetzt so ein bisschen angerissen, aber wo oder auf welche Art würdest du empfehlen, kann ich mich da weiter einlesen, weiter schlau machen, wenn ich jetzt in der Lage bin, ich bin Personaler, Personalerin und möchte mehr über das Thema erfahren.
Speaker: Was kannst du da empfehlen?
Speaker: Ich würde immer schauen, wo die
Speaker: eben also die Quelle schlussendlich entstanden ist.
Speaker: Also wenn ich jetzt im Internet was suche oder in der Fachzeitschrift ein bisschen darauf achte, ob da vielleicht was gesponsert wurde von einem Versicherer oder von einem Versicherungsmakler oder einer größeren Versicherungsgruppe, gibt es ja alles.
Speaker: Da einfach drauf achten.
Speaker: Es gibt viele unabhängige Institute, die das auch bewerten und ich glaube jetzt zum Beispiel, ich weiß nicht, ob ich es einfach nennen kann, aber jetzt sowas wie
Speaker: wie die Haufe Group, also Haufe ist mit Sicherheit was, wo unabhängig ist und Themen gut bewertet.
Speaker: Und ansonsten gibt es auch schon einige YouTube-Videos.
Speaker: Wir haben auch ein bisschen Content erstellt, wo man sich als Arbeitnehmer oder als Unternehmen damit auseinandersetzen kann und ein bisschen mehr eben Grip in das Thema bekommt, um zu verstehen, was ist da möglich, was da nicht möglich, was soll ich vielleicht auch beachten.
Speaker: Okay, dann habe ich noch eine letzte Frage für dich.
Speaker: Bisschen weiter weg vom Altersvorsorge-Thema.
Speaker: Deswegen gehen wir einmal zurück zu unserem namenstragenden Recruiting.
Speaker: Und zwar, was ist dein Recruiting-Hot-Take?
Speaker: Kannst du jetzt auf das ganze Thema Benefits, Altersvorsorge beziehen oder auch auf Recruiting allgemein?
Speaker: Ich glaube, als Unternehmensgründer hast du ja bestimmt auch mit der Personalsuche ab und zu zu tun.
Speaker: Ja, also das Thema Recruiting ist so facettenreich.
Speaker: Ich glaube, dass es, also zumindest geht es mir so, dass selbst wenn ich jetzt mit anderen Unternehmerinnen und Unternehmern spreche, jeder hat seinen eigenen Blick darauf.
Speaker: Natürlich gibt es da ein paar Best Practices, wo man sagt, okay, das hat gut funktioniert, das hat vielleicht nicht gut funktioniert, aber jedes Unternehmen ist irgendwie besonders und jedes potenzielle Talent ist auch besonders.
Speaker: Wir handhaben es ehrlicherweise so, dass wir uns vorab gar nicht groß mit dem Kandidaten auseinandersetzen oder der Kandidatin, sondern in einem persönlichen Gespräch kurz organisieren, okay, macht es Sinn, dass wir da Zeit investieren, beidseitig.
Speaker: Und das war für uns jetzt ein guter Weg.
Speaker: Wir hatten davor auch einen dreistufigen Prozess.
Speaker: Das heißt, unser Founders Associate hat das erste Gespräch geführt.
Speaker: Dann der jeweilige Verantwortliche aus dem Department hat das Gespräch geführt.
Speaker: Und dann schlussendlich war das Gespräch auch mit uns Gründern,
Speaker: Das haben wir jetzt wieder umgestellt, viel zu zeitaufwendig und sprechen direkt als Gründer mit den potenziellen Kandidaten und Kandidaten und haben den Prozess umgekehrt.
Speaker: Das, was für uns jetzt einfach zeitlich wertvoll ist.
Speaker: Okidoki.
Speaker: Ja, vielen Dank für deine Einblicke, deine Insights, deine ganzen Tipps rund zum Thema betriebliche Altersvorsorge.
Speaker: Wo können unsere Hörerinnen und Hörer dich finden, Dino finden, mit euch am besten in Kontakt kommen?
Speaker: Am besten wahrscheinlich über unsere Website heydino.de.
Speaker: Man kann auch, wenn man jetzt eine bestehende BAV hat, ganz unverbindlich, da mal einen Check durchführen und schauen, okay, wie sind die Kosten?
Speaker: Lohnt es sich da weiter einzuzahlen?
Speaker: Das macht wahrscheinlich Sinn als Tool.
Speaker: Und ansonsten sind wir relativ stark auch auf LinkedIn unterwegs und da findet man uns auch.
Speaker: Perfekt, wird alles verlinkt.
Speaker: Also der Weg ist für alle Zuhörenden auf jeden Fall kurz zu euch.
Speaker: Dann, ja, vielen Dank und bis bald.
Speaker: Danke dir, Lisa.
Speaker: Ciao, ciao.
Speaker: Das war der WorkRise Recruiting Talk.
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Speaker: Wenn du keine Folge verpassen möchtest, abonniere jetzt unseren Podcast.
Speaker: Bis zum nächsten Mal.






