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Von Indien nach Deutschland: Fabians Projekt gegen den Fachkräftemangel in der Pflege.  image

Von Indien nach Deutschland: Fabians Projekt gegen den Fachkräftemangel in der Pflege.

E63 · Workwise Recruiting Talk
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75 Plays1 month ago

Zum Zeitpunkt der Podcast-Aufnahme mit Fabian läuft für die ersten Absolvent:innen seiner Sprachschule in Indien der Countdown:

Im April ist ihre Ausbildung abgeschlossen und sie sind bereit für ihr neues Leben als Pflegekräfte in Deutschland.

Und sie werden dringend gebraucht: Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass in Deutschland bis 2049 mindestens 280.000 zusätzliche Pflegefachkräfte benötigt werden.

Innerhalb von 10 Monaten oder 1.000 Lektionen haben die 100 Kandidat:innen die deutsche Sprache und Kultur kennengelernt. Die Berufserfahrung in der Pflege haben die Meisten schon mitgebracht, doch Teil ihrer Ausbildung ist auch das Üben an deutschen Krankenbetten für die optimale Vorbereitung.

Im Recruiting Talk mit Host Simon erzählt Fabian vom Aufbau des Schulprojekts in Indien, dem Schulalltag der Kandidat:innen und den Zukunftsplänen, die er mit WTE verfolgt:

  • 00:00–02:00 Fabian ist zurück! Und er hat spannende Insights zum internationalen Recruiting dabei!
  • 02:01–05:02 Fabians Erfolgsgeheimnis: starke Partner vor Ort.
  • 05:03–14:34 Die Sprache, die Kultur und die Fachkenntnisse: So werden aus Kandidat:innen Pflegefachkräfte.
  • 14:35–16:52 In 1.000 Lektionen zum Deutsch auf B2-Niveau, in 2 bis 3 Monaten in Deutschland, in bis zu 18 Monaten anerkannt.
  • 16:53–18:45 Vom Klassenzimmer ans Patientenbett: Der Schulalltag in Fabians Sprachschule in Indien.
  • 18:46–24:30 Blick in die Zukunft: Die ersten WTE-Absolvent:innen stehen in den Startlöchern, wie geht’s weiter?
  • 24:31–26:05 Ein Gütesiegel fürs Pflege-Recruiting.
  • 26:06–27:42 Und jetzt: Schau dir die WTE-Sprachschule auf YouTube an!

Die Extra-Dosis Recruiting-Wissen

Besuche die LinkedIn-Seite von Fabians Unternehmen WTE: www.linkedin.com/company/welcome-to-europe

Oder verschaffe dir auf YouTube einen Eindruck von WTE: www.youtube.com/@WTEGroup

Schau dir Fabians Sprachschule auf Instagram an: www.instagram.com/charkos.europe

Workwise ist der Recruiting-Partner für kleine und mittlere Unternehmen. Wir unterstützen dich bei der Optimierung und Vermarktung deiner Jobangebote auf 350+ Kanälen. Derzeit hilft Workwise über 2.000 Unternehmen dabei, passende Fachkräfte zu finden. Sei 2.001 und werde zu unserer nächsten Erfolgsgeschichte 🌟 !

Überzeuge dich selbst und erfahre mehr: hire.workwise.io

Recommended
Transcript

Einführung und Vorstellung des Talks

00:00:02
Speaker
Herzlich willkommen zum Webwise Recruiting Talk. Alles eine Frage der Einstellung. Echtes Recruitingwissen, echte Erfahrungen, echte Erfolgsrezepte aus der Personalabteilung direkt in deinem Ohr.
00:00:17
Speaker
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Workwise Recruiting Talks. Wir haben heute wieder Fabian da, der schon mal in einer Folge unser Gast war. Vielen Dank, dass du noch mal da bist.

Fabians Hintergrund im Recruiting

00:00:28
Speaker
Am besten starten wir damit, dass du dich noch mal kurz vorstellst und dann werden wir heute einen ganz coolen Deep Dive in euer Projekt in Indien machen von der WTE Group. Erzähl ruhig noch mal kurz wer du bist und dann gerne auch, was die WTE Group ist und was ihr dort dann eigentlich macht.
00:00:44
Speaker
Super, sehr gerne. Vielen Dank für die erneute Einladung. Ich freue mich, dass ich wieder dabei sein darf und wir heute tatsächlich über ein superspannendes Thema sprechen können.

Herausforderungen im internationalen Recruiting

00:00:53
Speaker
Ganz kurz zu mir, bin seit einiger Zeit im Recruiting Cosmos insgesamt unterwegs, habe ursprünglich mal vor einigen Jahren eine IT Headhunting Agentur gegründet, die wir relativ groß gemacht haben und am Ende erfolgreich verkaufen konnten.
00:01:08
Speaker
Ich bin dann mal auf die andere Seite gewechselt, habe mit meinem Bruder knapp vier Jahre lang ein Fintech-Unternehmen gegründet. Da haben wir selber dann Leute aus der ganzen Welt eingestellt in unterschiedlichsten Funktionen bei uns. Da braucht man dann ja die gesamte Bandbreite eines Unternehmens. Das hat leider am Ende deshalb nicht funktioniert, weil wir das Produkt kostenfrei angeboten haben und irgendwann die Frage nach Umsetzen natürlich mal kommt.

Projekt der WTE Group in Indien

00:01:30
Speaker
aber auch ein Teil der Lernkurve gewesen. Und genau, jetzt sind wir wieder zurück ins Retroating-Thema gegangen, fokussiert darauf, international zu rekrutieren, das auch mit unterschiedlichen Anknüpfungspunkten, aber das Spannendste sicherlich, und darüber sprechen wir eben auch hier heute,
00:01:45
Speaker
Das Thema Fachkräftemangel ist ja allgegenwärtig. Wie können wir für die Berufe wie zum Beispiel die Pflege in großer Menge und hoher Qualität Kandidaten so vorbereiten, dass das für alle Beteiligten nicht nur Spaß bringt, sondern auch erfolgreich ist? Und darüber sprechen wir glaube ich heute. Genau, da macht ihr ja was ganz Spannendes in Indien. Erzähl ruhig mal, was ihr denn da eigentlich macht.
00:02:08
Speaker
Super gerne. Wir haben sehr lange den Weltmarkt eigentlich analysiert, also sowohl Herkunftsländer als auch potenzielle Partner in diesen Ländern. Unser allererstes Learning oder unsere erste Erkenntnis quasi noch, bevor wir losgelegt haben, war, wir können das nicht selber in irgendwie anderen Ländern aufbauen. Man braucht da Leute vor Ort, die das Land, die Kultur kennen, die Sprache sprechen, die da vernetzt sind, damit man eine sinnvolle Infrastruktur aufbauen kann, wenn man denn mehr als mal zwei, drei Zufallstreffer landen möchte.
00:02:37
Speaker
Und wir sind nach langer, langer Recherche auf Indien und in Indien auf unseren jetzigen Partner gekommen, mit dem wir inzwischen einen Joint Venture gegründet haben. Das ist ein indisches Ärzte Ehepaar. Die sind zur Ausbildung nach England irgendwann mal gegangen, haben da auch selber praktiziert und sich irgendwann überlegt, naja, also das, was wir hier im Westen haben, wäre doch schön, wenn es das bei uns zu Hause auch gäbe. Und deswegen dann in Indien eben wieder den Staat gewagt und selber was

Sprache und kulturelle Integration

00:03:03
Speaker
aufgebaut.
00:03:03
Speaker
haben inzwischen eine eigene Krankenhauskette mit knapp 15 Krankenhäusern, betreiben eigene Nursing Colleges, also die Pflege ist eine akademische Ausbildung in Indien, das macht man da im College und da betreiben sie eben einige Häuser für, haben auch verschiedene andere Services im Gesundheitswesen rund um ihre Krankenhäuser herumgebaut, sind wahnsinnig gut vernetzt natürlich dementsprechend da im Land.
00:03:25
Speaker
und haben für den englischsprachigen Raum auch schon seit knapp zehn Jahren Recruiting gemacht. Und so konnten wir eben auch was aufsetzen, was eine wahnsinnig starke Grundlage ist, haben uns in den letzten zwei Jahren sehr, sehr intensiv kennen und schätzen gelernt. Inzwischen, glaube ich, kann man auch sagen, sind wir nicht nur Geschäftspartner, sondern auch Freunde geworden, was natürlich nochmal ein netter Nebeneffekt ist und haben mit denen gemeinsam ein Sprachschulkonzept entwickelt, das aus unserer Sicht für Deutschland den Erfolg verspricht, den sich alle Beteiligten am Ende auch erhoffen.
00:03:53
Speaker
Das heißt also, wir haben eine Sprachschule, aktuell eine. Ende Januar ist dann schon die zweite eröffnet. Das bedeutet, in der ersten Sprachschule, aktuell im Süden Indiens, Mysore, das ist so knapp drei Stunden von Bangalore entfernt, also relativ zentral im Süden von Indien gelegen, nehmen wir aktuell um die 100 Kandidaten pro Monat auf. Also so knapp 1200 im Jahr ist das aktuelle Volumen, die von muttersprachlichen Deutschlehrern
00:04:19
Speaker
im Internatsbetrieb Vollzeit in deutscher Sprache geschult werden. Also wirklich die Kandidaten kommen vor Ort da an, leben und wohnen quasi mit uns. Wir kümmern uns um den kompletten Tagesablauf, die Verpflegung, die Logistik, die Unterbringung, alles was dazugehört. Und wir haben muttersprachliche Deutschlehrer, die eben dann nichts anderes machen als den ganzen Tag mit denen in irgendeiner Form die deutsche Sprache näher zu bringen, sodass sie am Ende das dann tatsächlich auch sprechen können. Und nebenbei gucken wir uns dann natürlich auch an, wie sie beruflich vorbereitet werden können.

Ethische Rekrutierungspraktiken

00:04:50
Speaker
Okay, ja, super spannend da schon mal irgendwie einzusteigen. Also wichtig, irgendwie einen Kontakt vor Ort zu haben. Und in der Tiefe sogar mit Erfahrungen aus England ist ja dann nochmal sehr viel näher an uns. Weil sonst würde man sich wahrscheinlich fragen, hat Indien nicht irgendwie sehr viele große Unterschiede zu unserem Land? Ja, genau, vielleicht kannst du da auch aufbauen. Also Sprache ist ja das eine.
00:05:14
Speaker
Einfach mal um das besser zu verstehen, was müssen die indischen Personen, die dort eben unterrichtet werden, denn überhaupt alles lernen? Also ist es mit der Sprache getan oder über was reden wir denn da alles?
00:05:27
Speaker
Ja, eine wahnsinnig gute Frage, die uns natürlich auch lange beschäftigt hat und auch die Arbeitgeber hier in Deutschland immer wieder beschäftigt, weil der Markt, das kann man ja der Presse entnehmen, sehr dynamischer und hochspannender ist. Ich glaube, jeder hat mitbekommen, dass da ein Mangel ist. Und wenn das erst mal viele Leute mitbekommen, dann starten natürlich einige durch und versuchen, da was zu machen. Das Traurige ist halt, dass es dann häufig, gerade weil es ja eine große Divergenz zwischen den Ländern und den Möglichkeiten gibt,
00:05:57
Speaker
starten dann eben auch einige Halunken in die Nummer rein und da hört man dann gruselige Geschichten. Das wollten wir eben vermeiden und gucken, dass wir es von Anfang an sauber aufbauen, also A, zu schauen, dass die Kandidaten wissen, auf was sie sich einlassen, B, dass sie die Qualifikationen mitbringen, um eben auch den administrativen und vor allem den Visa-Prozess erfolgreich durchlaufen zu können und C, aber auch so vorbereitet hier anzukommen, dass die Integration dann tatsächlich gelingen kann und sowohl sie happy sind als auch die
00:06:24
Speaker
Patienten in dem Falle oder eben die Kolleginnen und Kollegen auf der Station, mit denen man zusammenarbeitet, das Gefühl haben, da kommt jemand, der kann auch helfen und ist jetzt nicht irgendwie eine Belastung, weil spricht meine Sprache nicht und weiß gar nicht, was hier passiert und alle sind verwirrt. Insofern ja, es gibt kulturelle Unterschiede.
00:06:41
Speaker
Aber das viel Wesentlichere ist eigentlich tatsächlich das Element Sprache. Das haben wir nach relativ kurzer Zeit verstanden. Viele der großen Krankenhäuser hier bei uns im Land, auch die großen Pflegeheimbetreiber zum Beispiel, haben schon seit einiger Zeit international rekrutiert. Indien ist jetzt noch ein etwas neueres Land. Es gibt da nämlich so eine Liste von der WHO. Das ist die sogenannte Red List. Da wird gelistet, aus welchen Ländern rekrutiert werden darf.

Anpassung der Qualifikationen für Gesundheitsberufe

00:07:05
Speaker
Manchmal haben die Länder selber auch einen Bedarf an Pflegekräften und da wäre es dann unethisch.
00:07:09
Speaker
die Leute noch zusätzlich abzugrasen. Und da ist Indien aber eben seit einiger Zeit jetzt auch zugelassen. Die indische Regierung unterstützt das sogar selber auch, weil natürlich das Gesundheitswesen da sich wahnsinnig schnell weiterentwickelt. Das wird immer professioneller.
00:07:25
Speaker
Die Prozesse werden besser, die Geräte werden moderner, wodurch einfache Arbeitsschritte auch mal wegfallen können und nicht mehr die gleiche Personaldecke gebraucht wird wie vorher. Zugleich ist es ein Land mit wahnsinnig großem Bevölkerungswachstum und daraus ergibt sich dann relativ logisch in der Konsequenz, dass man einfach zu viele Bewerberinnen und Bewerber auf immer weniger werdende Positionen in Indien hat. Also quasi das gegenteilige Problem von dem, was wir hier in Deutschland haben.
00:07:51
Speaker
Okay, ja, super für den Einblick auf jeden Fall. Und auch gut zu wissen. Ich glaube, das, was man sich auch einfach aus menschlicher Sicht fragt, ist es eigentlich okay, die Leute abzuwerben, hast du jetzt auch schon beantwortet. Okay, wir haben die Sprache, wir haben kulturelles Ankommen, hast du auch gerade schon erwähnt.
00:08:11
Speaker
Qualifikation generell, kannst du da noch mal ein bisschen näher drauf eingehen? Also sprechen wir darüber, dass dann eine examinierte Altenpflegekraft zum Beispiel kommt oder werden da noch weitere Fähigkeiten vor Ort aufgebaut?
00:08:26
Speaker
Genau, also das kommt so ein bisschen darauf an, über welche Berufsgruppe wir sprechen und was dann hier in Deutschland tatsächlich gefordert wird. In der Regel ist es aber eine allgemeine Vorqualifikation, die die mitbringen. Und dann ist es leider Stand heute so, dass sie in Deutschland aber nochmal nachqualifizieren müssen.
00:08:44
Speaker
Da gibt es einfach so ein paar Regeln und quasi so eine Checkliste in Anführungszeichen, die dann die entsprechenden Behörden hier in Deutschland prüfen, wenn man die berufliche Anerkennung aus dem Ausland das erste Mal anstrebt. So ist übrigens auch die Reihenfolge. Also man muss zuerst Dokumente einreichen bei den Behörden hier in Deutschland, um die berufliche Gleichwertigkeit zu überprüfen, möglicherweise
00:09:03
Speaker
Mit dem Ziel der Anerkennung, das kann man in der Pflege direkt sein lassen, weil das wird eh nicht anerkannt. Und wenn man das bekommen hat, dann kann man quasi das Visum beantragen. Und in der Qualifikation kommt immer ein sogenannter Defizitbescheid. Das heißt, anstatt zu sagen, hey super, dass ihr kommen und helfen wollt und ihr seid ja auch toll ausgebildet, bitte kommt und packt mit an.
00:09:23
Speaker
kommt so ein Behördenzettel, auf dem drauf steht, Großdefizit Bescheid. Und dann kommt erst mal eine Liste, was Sie alles nicht können. Und das ist dann halt so was wie, weiß ich nicht, das deutsche Handbuch zur Hygiene nicht auswendig gelernt oder so. Ist ja logisch, weil haben vorher nicht auf Deutsch und nicht in Deutschland gearbeitet. Hygiene verstehen die aber trotzdem. Also ist jetzt ja nicht so, dass die Menschen in Indien andere Menschen sind als die Menschen in Deutschland. Da hat man so ein paar Fragezeichen. Und das ist, glaube ich, auch inzwischen relativ
00:09:51
Speaker
angeregt, sage ich mal, diskutiert im Markt. Und es wird eben darüber nachgedacht, ob man das nicht ein bisschen auflockern könnte, weil die wirklich top ausgebildet sind. Also die kommen bei uns mit Berufserfahrung. Manchmal wünschen sich die Arbeitgeber auch eher junge Kandidaten, die frisch aus der Uni kommen. Das gibt es dann natürlich auch mal. Aber in der Regel mit zumindest so ein, zwei Jahren Berufserfahrung, gerne auch mehr.
00:10:12
Speaker
die lernen die deutsche Sprache, die lernen auch die Fachbegriffe. Und was wir tatsächlich anbieten, das haben wir eben aufgrund unserer Infrastruktur mit unseren Partnern, ist, dass wir nochmal eine konkrete Zuschneidung in der Weiterbildung machen können. Also gerade sprechen wir zum Beispiel mit einem Haus über eine Vorbereitung für die Intensivstation. Die eröffnen neue Intensivstationen und brauchen dafür eben neue Kolleginnen und Kollegen und die möchten aber, dass wenn die ankommen, die schon mal so ein bisschen ihre Prozesse kennen, schon mal die Geräte gesehen haben,
00:10:40
Speaker
und einfach wissen, was da auf sie zukommt, anstatt nur quasi Deutsch gelernt zu haben und aufs Beste zu hoffen, in Anführungszeichen, so wie es üblicherweise läuft. Und das ist eben das Coole dadurch, dass wir mit unseren Partnern auch Krankenhäuser haben und die, selbst wenn sie selber ein Krankenhaus nicht machen können, alle anderen im Markt kennen und ein anderes Krankenhaus finden können.
00:10:56
Speaker
Dann kann man ein Programm aufstellen, und das finde ich super charmant, wo man ein Training aus Deutschland heraus aufsetzt und auch Leute rüberschickt, die dann trainieren. Das Krankenhaus vor Ort in Indien enables, dieses Skillset auch selber mit aufzunehmen. Also das heißt, die kaufen dann im Zweifel die Geräte, die in Deutschland genutzt werden. Die schicken einen Teil ihrer eigenen Pflegekräfte in dieses Training. Die schicken unsere Kandidaten in das Training. So bleibt dann auch Know-how im Land und man macht quasi ein Upskilling auf westliche Standards in der indischen Klinik, was ich total schön finde.
00:11:26
Speaker
Und gleichzeitig aber eben die Gelegenheit, dass die Kandidaten, die dann hier ankommen, quasi schon im Live-Betrieb das Ganze mal geschult bekommen haben. Und das können wir letztendlich für quasi jeden Fachbereich, jede Berufsgruppe vorbereiten. Unsere Partner haben das für den englischsprachigen Raum sogar schon noch weitergetrieben. Da haben wir einmal ein Double-Degree mit Australien, also wirklich zwei Jahre Ausbildung in Indien, zwei Jahre in Australien oder zum Beispiel ein bis zu neunmonatiges Weiterbildungsprogramm in einer pediatrischen Station.
00:11:55
Speaker
Also wirklich verrückte Sachen, die man da dann machen kann. Und das macht natürlich nochmal einen erheblichen Unterschied. Also die Sprache ist dann die Grundlage und die vorherige Berufserfahrung ist supergut. Und was wir standardmäßig immer mitschulen, sind dann so ein bisschen die Basics. Also zum Beispiel nochmal darauf hinweisen, wie in Deutschland Hygiene funktioniert oder sowas. Aber dann wirklich dieses fachliche Upskilling zu machen mit einem zugeschnittenen Programm für jeden Arbeitgeber und den konkreten
00:12:20
Speaker
Systemen und und

Sprach- und kulturelles Training

00:12:21
Speaker
Instrumenten. Das ist natürlich dann noch mal eine richtig schöne Sache. Und wie gesagt, mit dem Nebeneffekt, dass auch Wissen ins Land transportiert wird. Ja cool, hört sich auf jeden Fall nach einer Win-win-Situation an an der Stelle. Immer schön. Absolut. Und das heißt, ich verstehe es jetzt richtig, dass man noch mal eine gewisse Zeit einplant, wenn die Leute da sind, um eben dann die, ja,
00:12:43
Speaker
diesen Defizitbescheid zu erfüllen, sage ich mal, wie lange dauert sowas dann in der Regel, bis man dann die Person wirklich auch nutzen kann im Arbeitsbetrieb.
00:12:54
Speaker
Genau, also da gibt es tatsächlich, also das kriegt man nicht zu 100 Prozent Stand jetzt zumindest noch nicht in Indien abgebildet, da arbeiten wir auch aktuell dran. Das Wegarbeiten sozusagen, dieses Defizitbescheid findet aber in der Regel in Deutschland statt, weil das dann nochmal zertifizierte Lehrgänge sind. Da gibt es zwei Varianten, wie man das machen kann.
00:13:14
Speaker
Das eine ist eine Kenntnisprüfung, also dass man nochmal hier so einen kleinen Vorbereitungskurs macht. Das ist der Teil, den wir jetzt aktuell versuchen, in Indien vorzubereiten und auch zertifizieren zu lassen, damit wir da dann die Leute tatsächlich schon vorbereitet für die Kenntnisprüfung einreisen lassen können. Stand jetzt findet das bei den Arbeitgebern hier in Deutschland statt. Das heißt, sie stellen sie dann für einen Teil der Zeit frei. Da müssen sie nicht arbeiten, sondern lernen für diese Kenntnisprüfung. Das ist eine theoretische und praktische Prüfung, die für alle immer gleich ist. Das heißt, da ist dann auch egal, wie der Defizitbescheid ausgefallen ist,
00:13:43
Speaker
Und wenn man die bestanden hat, dann ist man als voll registrierte Pflegefachkraft hier in Deutschland zugelassen und kann damit dann eben auch helfen, sowas wie Quoten, die notwendig sind, um Betten zu eröffnen und so weiter zu erfüllen. Also das ist das Ziel der Arbeitgeber da. Die zweite Variante wäre ein Anpassungslehrgang. Das heißt, man guckt sich wirklich konkret den Defizitbescheid an und in welchen Bereichen Stunden aufzuarbeiten sind.
00:14:05
Speaker
Und dann macht man daraus ein individuelles Curriculum für jeden, der da kommt. Das ist natürlich ein bisschen aufwendiger, weil man dann immer alles maßgeschneidert machen muss. Und deswegen ist unsere Erfahrung, dass immer mehr in Richtung der Kenntnisprüfung optieren, weil man da eben standardisierte Prozesse machen kann. Und das an sich ja auch nicht verkehrt ist, wenn man da eh jemanden in irgendeiner Form prüfen muss, dann einfach die Prüfe funktionieren, wie noch mal alles abprüft. Dann hat man für sich selber auch noch mal so ein bisschen so diese diese Checkmark. Ja, okay.
00:14:30
Speaker
die wissen, was sie da tun und haben hier die Kenntnisprüfung abgelegt. Grundsätzlich verbringen die Kandidaten bei uns so um die zehn Monate in der Sprachschule. Wir bringen die auf ein B2-Niveau. Also die Erfahrung, die wir aus verschiedensten Schulen und mit ganz, ganz vielen Lehrkräften, die wir da gesprochen haben, mitgenommen haben, ist, dass man so um die tausend Unterrichtseinheiten braucht, um ein vernünftiges B2-Niveau zu erreichen.
00:14:57
Speaker
Das ist eine ganze Menge und ein Mensch kann ja am Tag nun auch nur so und so viel lernen und irgendwann ist der Kopf halt voll. Da muss man mal abschalten. Deswegen haben wir uns eben für diesen Betrieb im Internatsbetrieb entschieden, in Persona, in Klassen, mit muttersprachlichen Deutschlehrern, das alles vor Ort abzubilden und so weiter.
00:15:14
Speaker
Und erst wenn das B2-Niveau erreicht ist, schalten wir um, dass wir dann so ein bisschen diesen Crashkurspflege, den wir standardisiert machen, mit einbinden, dass wir den Leuten dann nochmal Fachsprache beibringen, also so Fachbegriffe, die sie für den Arbeitsalltag brauchen, aber die bleiben wirklich bis zum Zeitpunkt der Ausreise bei uns dann auch in der Sprachschule, damit sie halt nicht zwischendurch zwei, drei Monate nach Hause gehen und kein Wort Deutsch mehr sprechen, dann kommen die anderen, haben die Hälfte wieder vergessen.
00:15:38
Speaker
Das passiert bei vielen anderen leider immer und das ist da ganz positiv. Und dann hier in Deutschland, die Anerkennung kommt sehr darauf an, eben welches Programm der Arbeitgeber wählt, wie schnell er da irgendwie einen Platz kriegt und so weiter. Das kann bis zu 18 Monate dauern, bis so jemand anerkannt ist als Pflegefachkraft.
00:15:54
Speaker
was komplett wild ist natürlich. Das kann auch deutlich schneller gehen. Und da könnten wir natürlich jetzt eine erhebliche Beschleunigung erreichen, wenn wir einfach diese Kenntnisprüfung schon vorschulen in Indien, was ja auch deutlich günstiger ist, als es dann in Deutschland hier zu machen, während die schon hier leben und volles Gehalt bekommen. Also auch für die Arbeitgeber eigentlich ganz attraktiv. Aber das sind so grob die Zeithorizonte, mit denen man planen muss. Bei uns der Vorteil, die Kandidaten werden erst vorgestellt, wenn sie fertig ausgebildet sind. Also wir geben jetzt nicht
00:16:23
Speaker
nimm Arbeitgeber eine Liste, hier sind irgendwie 100 Leute, such dir mal drei aus, sondern wir sagen eben, wenn die ausgebildet sind, hier sind die fertigen Kandidaten, du kannst sie auf Deutsch interviewen, das sind die Skillsets, mit denen sie kommen und dann sind die auch zwei bis drei Monate später spätestens in Deutschland.

Praktische Trainingsszenarien

00:16:41
Speaker
Und das ist natürlich dann eine super Geschwindigkeit im Vergleich zu dem, was die Leute sich sonst so anschauen, vor allem, wenn man sich überlegt, man müsste das selber organisieren als Arbeitgeber oder so.
00:16:51
Speaker
Ja, total cool. Ich habe mich auch gefragt, ist es so, dass man dann wirklich so einen klassischen Schulunterricht hat? Wahrscheinlich schon zum Großteil, aber übt man auch sowas wie, ja, wie gehe ich eigentlich mit einem Patienten um und simuliert dann eben auch solche Situationen, also ganz praktisch?
00:17:08
Speaker
Ja, genau. Also wir machen wirklich ganz klassischen Schulunterricht erstmal in den Basics am Anfang, um die Sprache zu lernen. Das macht man, egal auf was das am Ende hinauslaufen soll, mehr oder weniger auf der ganzen Welt gleich. Also da ist jetzt egal, erstmal was das Herkunftsland ist oder auf welche Profession das hinauslaufen soll, weil Grammatik ist immer erstmal Grammatik und die Grundlagen müssen geschaffen werden. Aber dann können wir natürlich anfangen, spielerisch uns ein bisschen dem Thema zu nähern. Also was zum Beispiel relativ früh dann schon unsere Kandidaten machen, ist halt zu recherchieren,
00:17:36
Speaker
Wie sieht so eine deutsche Stadt aus? Wie ist das alltägliche Leben in Deutschland? Eine deutsche Hochzeit versus eine indische Hochzeit. Was sind die Unterschiede? Dann können Sie auch mal so ein paar Videos dazu aufnehmen. Da habe ich ein paar ganz süße Sachen gesehen. Also ich bereite mich vor auf eine Party und dann macht man so ein paar Rollenspiele. Und später natürlich dann auch nochmal berufsspezifischer das Ganze zugeschnitten. Dann kann man Patientengespräche simulieren.
00:17:59
Speaker
Gespräche unter Kollegen simulieren, mit den Ärzten die Gespräche simulieren. Und wir haben in der Schule selber Krankenbetten nachgebaut, sodass man dann auch einfach nur ein paar Räume weitergeht und auch tatsächlich dann damit ganz praktischen Handgriffen sogar arbeiten kann. Das ist auch was, was dann natürlich ganz konkret auch losgelöst vom Sprachunterricht am Ende der Ausbildung nochmal mit diesem Crashkurs gemacht wird. Das ist quasi so dieses Basic Standardverfahren, das wir wirklich für alle Kandidaten machen.
00:18:24
Speaker
Also nochmal so ein bisschen den Arbeitsalltag in Deutschland simulieren, alles auf Deutsch, auch da weiterhin. Dann kann man die gelernte Fachsprache nochmal einsetzen und dann können wir so ein bisschen die Krankenhaus-Informationssysteme simulieren, mal so eine Patientenakte auch wirklich schriftlich dokumentieren im System und so. Und so kommt das dann sukzessive alles zusammen. Ja, mega.
00:18:45
Speaker
Wenn ich das richtig verstanden habe, läuft ja der aktuelle Kurs noch bis April. Dann habt ihr, wenn ich mich nicht irre, da die ersten Absolventen oder Absolventinnen. Wie geht es denn dann mit dem Projekt weiter?

Erweiterung des Modells auf neue Sektoren

00:18:57
Speaker
Also was passiert dann ganz konkret?
00:18:59
Speaker
Ja, also das ist natürlich jetzt der spannende Moment. Wir sehen aktuell super krasse Fortschritte jeden Tag, weil wir natürlich zum ersten Mal wirklich im großen Klassenverbund, vorher haben wir immer nur so kleine Pilotprojekte gemacht, in der eigenen Sprachschule mit der eigenen Infrastruktur sehen, wie sich das weiterentwickelt und gerade ja am Hochskalieren sind. Das heißt, es kommen jeden Monat eben auch um die 100 neue Kandidaten hinzu, die dann von vorne beginnen mit dem Curriculum. Also jetzt haben wir schon viele, viele Monate Versatz mit dann eben unterschiedlichen Fortschrittsvolumina.
00:19:28
Speaker
in unseren Kohorten, was total schön zu sehen ist. Aber ja, im April sind das erste Mal dann um die 100 Kandidaten tatsächlich final fertig. Alles abgeschlossen und bereit, in Deutschland ins neue Leben zu starten. Und das geht dann natürlich jeden Monat so weiter. Also das ist mal die Basisausstattung. Das ist unsere Sprachschule in Maisor. Ich habe es schon erwähnt, jetzt Ende Januar eröffnen wir die zweite Sprachschule in der Nähe von Dedi. Da dann mit einem ähnlichen Programm und
00:19:57
Speaker
Also es ist noch nicht hundertprozentig festgezurrt, wie viele Kandidaten wir dann da natürlich aufnehmen. Aber in der Region an sich sind auch genug Menschen mit großem Interesse. Deswegen kann ich mir vorstellen, dass das ähnlich groß wird. Und unser Plan ist auch in den nächsten Monaten noch zwei bis drei weitere Sprachschulen in Indien zu eröffnen, also an verschiedenen Standorten, sodass wir wirklich
00:20:18
Speaker
So ein bisschen die verschiedenen Regionen ist ja am Ende ein echter Subkontinent sehr, sehr groß. Mit 1,5 glaube ich bald oder inzwischen Milliarden Menschen und weiter wachsend. Aber so, dass wir zumindest so grob die wesentlichen Regionen mal abdecken und die Leute nicht quer durchs Land reisen müssen, um unsere Sprachschule zu besuchen. Das ist also rein von der Sprachkursstrategie her die Idee,
00:20:43
Speaker
Und natürlich erweitern wir auch die Themenfelder. Wir haben jetzt angefangen, uns insbesondere das Kita-Erzieher-Thema vorzunehmen. Ein super spannender zweiter Markt. Auch mit Riesenbedarf kann man auch der Presse entnehmen. Da passiert auch eine ganze Menge und die freuen sich natürlich auch, wenn sie neue Kolleginnen und Kollegen finden.
00:21:04
Speaker
die gut geschult, gut vorbereitet mit vernünftigen Deutschsprachkenntnissen hier ankommen. Da starten jetzt tatsächlich auch die ersten Kandidaten demnächst bei uns. Das heißt also, gegen Ende des Jahres haben wir dann auch das erste Mal Kitaerzieherinnen und Erzieher, die wir anbieten können. Und sind ganz gespannt, wie das laufen wird. Ja, sehr cool. Also als Vater, der heute morgen weinendes Kind abgegeben hat, weil die zwei Kernerzieher nicht da waren und entsprechend auf Kolleginnen ausgewichen werden musste,
00:21:32
Speaker
Die sind auch super, aber fürs Kind ist es halt immer eine Umstellung, kann ich nur sagen, Gold wert. Dann siehst du noch andere Bereiche, wo du sagst, hey, da würde es auch Sinn machen, langfristig weiter solche Konzepte anzubieten.
00:21:47
Speaker
Also ich glaube, Sinn ergeben kann das in fast jedem Themenbereich, wenn ich mir unsere Deutschlandkarte so anschaue. Für uns noch so ein bisschen schwieriger einzuschätzen, sind die gewerblichen Berufe, also sowas wie im Handwerk zum Beispiel, Elektroniker, Straßenbauer, keine Ahnung, da gibt es ja auch Gleisbauer bei der Deutschen Bahn und so was. Da gibt es ja ganz, ganz viele Berufsgruppen, die erst mal ähnlich strukturiert sind und auch eine sehr, sehr hohe Nachfrage haben, so wie es eben auch bei Kita-Erziehern oder zum Beispiel in der Pflege der Fall ist.
00:22:18
Speaker
Da haben wir aber noch nicht so hundertprozentig die breite Bereitschaft gesehen, dass man da auch im großen Stil international rekrutieren möchte. Ich glaube, so ein abstraktes Interesse besteht, aber irgendwie machen viele dann doch noch da so ein bisschen näher an zu Hause. Ich glaube, da passiert viel aus Osteuropa heraus immer noch, wenn ich den Markt so richtig verstanden habe.
00:22:41
Speaker
Und da ist auch die Bereitschaft, eine Vermittlungsprovision zu zahlen zum Beispiel teilweise gar nicht vorhanden oder halt sehr, sehr überschaubar nur vorhanden, was ja völlig okay ist. Aber für das, was wir machen, muss man natürlich zumindest ein paar Euro in die Hand nehmen, wenn man da irgendwie zehn Monate plus im Vollzeitbetrieb mit Muttersprachladen, Internat und allem, was dazugehört, eine wirklich hoch anspruchsvolle Ausbildung anbietet.
00:23:05
Speaker
Und das ist ja auch völlig in Ordnung, aber ist ein Thema, das wir uns weiterhin anschauen, wenn wir da potenzielle Partner identifizieren, die irgendwie konkret mal aufzeigen, dass es auch für sie interessant wäre, da im größeren Stil was zu machen, dann sind wir da total offen für. Ich glaube aber alleine diese zwei Märkte, Pflege und Kita sind natürlich rein aus einer Bevölkerungsperspektive in der subjektiven Wahrnehmung her.
00:23:29
Speaker
sicherlich fast mit die drängendsten Probleme, weil sie ja unmittelbar die persönliche a. Gesundheit oder b. mindestens mal Alltagszufriedenheit betreffen.

Ethische Überlegungen und Fair Recruitment Seal

00:23:39
Speaker
Und in beiden diesen Feldern fehlen ja nun nach allem, was man weiß, Hunderttausende, wenn man es kombiniert, demnächst wahrscheinlich irgendwie Millionen von Fachkräfte.
00:23:49
Speaker
Insofern kann ich auch nur jeden ermutigen, sich im Zweifel auch dieses Thema zu schnappen und zu überlegen, was man da tun kann, weil wir werden es wahrscheinlich nicht alleine abdecken können. Ich würde nur immer dazu ermutigen, es halt mit diesem ethischen Anspruch zu verbinden, dass man die Leute wirklich vernünftig informiert und vorbereitet auf das, was da passiert und dass man wirklich auch einen Fokus darauf legt, eine sehr, sehr gute Sprachausbildung zu machen, weil das am Ende das A und O ist für die Integration.
00:24:15
Speaker
Lernen, Defizite ausgleichen, das kann man immer. Das wissen wir alle auch aus der eigenen Berufserfahrung. Man soll ja auch immer noch was dazulernen. Das ist immer einfacher, aber auch das ist einfacher, wenn man die Sprache spricht der Kolleginnen und Kollegen, der Patientinnen und Patienten.
00:24:30
Speaker
Ja, weil du es gerade gesagt hast, ihr arbeitet glaube ich auch noch diesem Gütesiegel zur fairen Anwerbung, oder? Genau, also in der Pflege gibt es da einen Standard vom Gesundheitsministerium vorgegeben, das ist das faire Anwerbung in der Pflege Gütesiegel tatsächlich, so heißt es. Das heißt also, dass das Recruiting für die Kandidaten zum Beispiel vollständig kostenfrei sein muss, die Arbeitgeber müssen die Kosten, die anfallen,
00:24:54
Speaker
die Kandidaten müssen freiwillig die Entscheidung, also es sind so Sachen, da denkt man, das ist offensichtlich und es ist schade, dass man das definieren musste, aber daran siehst du mal, was für Halunken da scheinbar auch im Markt unterwegs waren und ich weiß, es auch immer noch sind. Also, dass die Kandidaten frei entscheiden dürfen, dass man sie nicht irgendwie zwingen darf, das, was man denen vorgibt, dann später zu machen, dass sie auch Nein sagen dürfen, wenn Arbeitgeber vorgestellt wird, dass man halt irgendwie informiert über den Prozess, wie er stattfindet und so.
00:25:21
Speaker
dass man Ansprechpartner definiert und so weiter und so fort, dass die Verträge irgendwie transparent und auch in Sprachen sind, die sie sprechen. Also all diese Sachen, von denen man eigentlich sagen würde, das müsste so ein normaler Mensch mit klassischem Menschenverstand einigermaßen zügig erkennen, dass das fair und richtig wäre, ist dadurch einfach geregelt. Da wird man auditiert. Also da kommt dann ab und zu auch mal ein Prüfer und schaut sich das an, spricht auch mit den Kandidaten.
00:25:44
Speaker
Und so weiß man dann, okay, wenn man dieses Siegel hat, dann kann man davon ausgehen, die Leute wurden tatsächlich vernünftig behandelt und verpflichtet auch die Arbeitgeber übrigens dazu. Also es ist ganz schön, dass wir eben nicht nur uns und im Umgang mit den Kandidatenpflichten auferlegen, sondern auch die Arbeitgeber in der Integrationsbemühung hinterher gewisse Standards einhalten müssen.

Abschlussbemerkungen und Kontaktmöglichkeiten

00:26:04
Speaker
Ja, voll. Also, vielen Dank auf jeden Fall, Fabian, für den ganzen Einblick und die ganzen Informationen. Super gerne. Da passiert ja echt viel. Und ich glaube, es ist wichtig, deswegen wollten wir auch den Raum ja in dem Podcast aufmachen, dass man die Berührungspunkte dazu aufbauen kann. Und ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg damit. Sehr wichtiges Thema, was ihr da auch für das gesamte Land angeht.
00:26:31
Speaker
Wir schauen auf jeden Fall gespannt auf dich und euch, was sich da tut und beobachten, wie sich das Ganze entwickelt. Und ja, ich möchte auch nochmal dazu einladen, dass wenn Pflegefachbetriebe beispielsweise zuhören oder Krankenhäuser oder ähnliches, dass sie sich gerne an dich wenden sollen über LinkedIn oder auch über eure Webseite. Da sind ja auch deine Kontaktdaten, denke ich.
00:26:50
Speaker
Wir haben übrigens auch, wenn ich das kurz reinwerfen darf, wir haben zum Beispiel auch einen YouTube-Kanal, wo man nochmal Videos von der Sprachschule sehen kann, also dass man auch sieht, das hat Hand und Fuß, da ist ein echtes Gebäude, moderner Standard und so. Da zeigen wir dann auch ein bisschen mal beispielhaft unsere Kandidaten, unsere Lehrkräfte und so. Das ist eigentlich ganz schön zu sehen. Also selbst wenn man sich einfach nur mal einen Eindruck davon machen möchte, wie sieht denn sowas aus, ist ja eine relativ große, komplexe und wilde Operation, dann gibt es da tolles Material.
00:27:16
Speaker
Super, dann verlinken wir das am besten noch. Und dann vielen Dank für deine Zeit, für die Einblicke und weiterhin viel Erfolg. Danke dir. Das war der WorkRise Recruiting Talk. Wenn dir diese Folge gefallen hat, teile sie gerne mit deinen Kollegen oder Kolleginnen und deinem Netzwerk und lass uns eine Bewertung da. Wenn du keine Folge verpassen möchtest, abonniere jetzt unseren Podcast. Bis zum nächsten Mal.