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Folge 40 - Coolcation, Staycation, Boykott? – Wie Krisen unser Reiseverhalten verändern

Next Stop Future: Trends – Wandel – Zukunft.

Transcript

Speaker: Ein herzliches Hallo und willkommen zurück zu einer neuen Folge von Next Stop Future.

Speaker: Wir sprechen heute über Urlaub und Krisen.

Speaker: Das ist natürlich jetzt gerade in der vielen Zeit ein präsentes Thema, beziehungsweise höchstwahrscheinlich auch schon davor, also wenn man den Urlaub plant.

Speaker: Und wir haben uns gedacht, es wäre doch mal schön, da ein bisschen reinzuschauen und zu gucken,

Speaker: was denn den Urlaub so beeinflusst, also die Urlaubsplanung und was das letztendlich dann für die Reisebranche, für den Tourismus in den verschiedenen Ländern bedeutet, aber auch letztendlich für die Anbieterseite bedeutet.

Speaker: Und da beschäftigen wir uns unter anderem mit der Klimakrise und da gibt es ein schönes neues Passwort, nämlich Coolocation.

Speaker: Und damit ist gemeint, dass sozusagen einige Verbraucher, Verbraucherinnen

Speaker: kühlere Destinationen in Augenschein nehmen und heißeren sozusagen bevorzugen.

Speaker: Wir haben geschaut auf die wirtschaftliche Situation und in dem Zusammenhang Staycation, also nicht die Staycation auf dem Balkon, wie das mal so ein bisschen angefangen hat in der Denke, sondern die Staycation

Speaker: in der eigenen Region, im eigenen Ort, im näheren Umkreis.

Speaker: Und wir haben uns die politische Komponente angeschaut.

Speaker: Also wie wirken sich politische Krisen, geografische Auseinandersetzungen aus auf das Reiseverhalten aus?

Speaker: Und wir haben darüber hinaus auch geschaut, was uns das denn nun sagt.

Speaker: Also diese Entwicklung, die wir da sehen.

Speaker: Was bedeutet das für die Reisebranche?

Speaker: Was bedeutet das für Destinationen?

Speaker: Was bedeutet das für die Zukunft des Reisens?

Speaker: Und dabei wünsche ich viel Spaß und wie immer gerne kommentieren oder auch an uns schreiben oder zumindest uns einen Like hinterlassen.

Speaker: Das würde uns sehr freuen und damit viel Spaß bei dieser Folge.

Speaker: Ja, hallo Anja, schön dich wieder zu sehen in unserem kleinen feinen Raum hier für unseren Podcast.

Speaker: Alles gut bei dir?

Speaker: Ja, soweit alles gut, genau.

Speaker: Soweit alles gut.

Speaker: Sommer ist immer wieder.

Speaker: Heute ist natürlich der Sommer hier bei mir, hier scheint jetzt mal die Sonne nach gefühlt drei Wochen Dauerregen.

Speaker: Insofern, so Sommerfeeling war jetzt die letzte Zeit nicht.

Speaker: Wir haben getauscht, also heute regnet es hier mal, aber ich glaube, das ist ja auch etwas, ich finde das immer so ganz interessant, die Menschen irgendwie erst jammern, dass es zu heiß wird, dann jammern sie, dass der Sommer nicht da ist.

Speaker: Man hat immer so einen leichten Wahrnehmungsfilter.

Speaker: Aber genau, ich glaube, du stehst jetzt auch kurz vor einer Auszeit, stimmt das?

Speaker: Genau, ich bin jetzt kurz vorm Urlaub und freue mich auch drauf, mal abzuschalten.

Speaker: Da haben wir ja auch schon drüber gesprochen.

Speaker: Also ich schalte dann wirklich ab.

Speaker: Auch die Geräte.

Speaker: Also ich bin natürlich den Funken nicht erreichbar, aber ich tummle mich da nicht mehr wirklich viel auf Social Media oder irgendwo anders.

Speaker: Und das finde ich auch sehr heilsam für einen selbst und überhaupt.

Speaker: Und das passt ja eigentlich zu unserem Thema.

Speaker: Wir haben uns ja heute ein bisschen mit der Ferienzeit quasi jetzt dann auch zumindest in Bayern und Baden-Württemberg, die anderen Länder sind ja schon gestartet, haben wir uns mal das Thema Urlaub und Krisen vorgenommen.

Speaker: Und wollen da mal so drei Begrifflichkeiten bzw.

Speaker: vielleicht auch Trends?

Speaker: So mal ein bisschen dahinter schauen, was ist denn da dran und was bedeutet das auch für das Reisen in der Zukunft?

Speaker: Und für die großen Sommerferien zum Beispiel, wie sich die Leute dann entscheiden.

Speaker: Und ich finde das total super.

Speaker: Du hast das Thema vorgeschlagen.

Speaker: Es passt nämlich perfekt.

Speaker: Und es passt auch insofern perfekt, weil das eigentlich auch so Themen sind, die wir hier auch schon mal angesprochen haben.

Speaker: In den einzelnen Folgen.

Speaker: Also da schließt sich wie immer der Kreis.

Speaker: Und dann lassen wir uns doch einfach mal rein starten.

Speaker: Nämlich das Erste ist so dieses...

Speaker: Ja, ich weiß gar nicht, wie siehst du das?

Speaker: Buzzword Marketing Aufhänger, Coolcation?

Speaker: Ich würde ganz gerne, glaube ich, erst noch mal ein kurzes Einordnen.

Speaker: Also wir haben ja über Krisen ja auch schon gesprochen, über die Omni oder Multikrisen.

Speaker: Wir haben hier einfach eine Situation, wo so einige Krisen aufeinander kommen.

Speaker: Wir haben dieses Phänomen von auch gewissen Zukunftsängsten oder auch einer Zukunft Resignation, sage ich jetzt.

Speaker: Und gleichzeitig aber ist so in den letzten Jahren ja schon auch das Thema von Urlaub als Wert sehr, sehr wichtig geworden.

Speaker: Ich habe so gewohnt, dass das ein bisschen aufeinander clasht, also dass so dieser Bedürfnis zu verreisen ist weiterhin ja sehr sehr groß und gleichzeitig merken glaube ich Menschen hier und dort einfach Beschränkungen.

Speaker: Und das ist das erste, was du sagst, tatsächlich dieses Coolcation.

Speaker: Man kann es ganz klar an so einem Megatrend wie dem Klimawandel festmachen.

Speaker: Das heißt, der Klimawandel, das ist die große Frage, die ja dahinter steht, ist, wie wirkt sich der Klimawandel eigentlich zukünftig nicht nur auf die Destinationen aus, sondern tatsächlich auf das Reiseverhalten.

Speaker: Also ganz unabhängig davon, wie dann tatsächlich vielleicht auch nicht das Klima, sondern auch das Wetter in diesem einen Sommer wird.

Speaker: Was macht es eigentlich im Vorfeld mit unserer Reiseplanung?

Speaker: Und das ist das erste, was du sagst,

Speaker: Du hast es gerade angesprochen, dieses Buzzword, ich würde es tatsächlich als Buzzword sagen, cool, Cache.

Speaker: Weil natürlich irgendwie, ich denke, man braucht ja immer so Begriffe, um ein neues Phänomen zu beschreiben.

Speaker: Ja.

Speaker: gar nicht schlecht gewählt.

Speaker: Diese Kombination, dieses Kofferwort aus cool und vacation, also coolcation, das heißt, was dahinter steht, ist ja, man sucht sozusagen oder man weicht an Reiseziele aus, die halt nicht jetzt zum Beispiel von besonders großer Hitze und von steigenden Temperaturen betroffen sind.

Speaker: Also das, ich weiß nicht, also

Speaker: Das war früher vielleicht so der Fall oder wenn möglich, man ist sozusagen in einen südlichen Raum gefahren, wenn man konnte.

Speaker: Ist ja auch nicht jedem möglich gewesen.

Speaker: Aber dieses Mittelmeer, diese Mittelmeeridee und Mittelmeeridylle oder noch weiter weg ist tatsächlich so ein bisschen wird vom Klimawandel in Frage gestellt.

Speaker: Nicht zuletzt auch, weil wir uns ja jährlich dann mit Wetterkarten, mit Bränden auseinandersetzen.

Speaker: Das wäre zum Einordnen.

Speaker: Das heißt, der Klimawandel führt zu Veränderungen in dieser Langfristigkeit, auch wie Temperaturen steigen, ganz klar, führt mehr zu Hitzewellen, aber eben auch zu Waldbränden.

Speaker: Das heißt, Reisende werden erst mal verunsichert.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Da haben wir dann so zwei Möglichkeiten.

Speaker: Die eine Möglichkeit ist eben, dass man weiterhin in den Sommerferien, nicht wie jetzt, verreist, aber eben diese kühleren Orte aufsucht.

Speaker: Beispiel dann in den Norden oder dass man antizyklisch fährt, wenn man es sich erlauben kann.

Speaker: Das heißt eher im Herbst oder im Frühling an die klassischen Sommerziele.

Speaker: Und das, da kommen wir vielleicht später noch dazu, das erfordert natürlich auch ein gewisses Budget.

Speaker: Also wenn ich sozusagen nicht nur in den Sommerferien verreise, vielleicht in den Norden, sondern auch nochmal in anderen Ferien.

Speaker: oder in anderen Zeiten ist das natürlich auch eine Frage des Budgets.

Speaker: Also, lange Rede, kurzer Sinn.

Speaker: Cool Cater ist im Grunde genommen, dass die Idee, dass oder die These, dass reisende Stadt eben in die Mittelmeerländer oder in den Süden, also aus dem europäischen Perspektive den Süden fahren, fahren sie eben zum Beispiel nach Skandinavien oder in den Norden.

Speaker: Irland.

Speaker: Irland, genau diese ganzen Orte, die eigentlich eher so, man

Speaker: wo viele Menschen, die nicht da gewesen sind, vor allem mit Regen und kühlem Wetter verbinden.

Speaker: Aber da hat es ja auch durch den Klimawandel so einige Temperaturrekorde eben, konnten damit gebrochen werden.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Also es ist auf jeden Fall sehr spannend und ich würde hier mal so ein paar Zahlen hier noch einfließen lassen, um auch mal so ein bisschen vielleicht noch mehr Kontext zu geben.

Speaker: Also grundsätzlich ist das schon ein Thema.

Speaker: Also das einfach nochmal vorneweg.

Speaker: Wir haben uns das jetzt nicht einfach so rausgegriffen, weil wir das mal irgendwie gelesen haben.

Speaker: Es wird tatsächlich schon durchaus auch diskutiert.

Speaker: Und wie gesagt, was du sagst, das resultiert vor allen Dingen auch aus diesen Hitzeextremen heraus, die wir so in den letzten Jahren gesehen haben.

Speaker: Und das muss man ja auch mal sagen, die tatsächlich zunehmen werden.

Speaker: Also das ist ja auch mal ein Fakt.

Speaker: Der ist auch wissenschaftlich sozusagen belegt.

Speaker: Diese Hitzewellen, Hitzerekorde werden wir leider perspektivisch immer mehr brechen, um es mal so zu sagen.

Speaker: Aber hier mal ein paar Zahlen auch zur Untermauerung des ganzen Themas.

Speaker: woher das vielleicht auch so ein bisschen kommt.

Speaker: Zum Beispiel Schweden und auch Norwegen haben deutliche Zuwächse verzeichnet in der Vergangenheit.

Speaker: Alleine in 2023 gab es da einen Anstieg in Schweden von plus 11 Prozent und in Norwegen von plus 22 Prozent zum Beispiel.

Speaker: Und die European Travel Commission, die geben an, dass 76 Prozent der europäischen Reisenden ihr Reiseverhalten aufgrund der Klimaentwicklung,

Speaker: anpassen würden.

Speaker: Und 33 Prozent meiden sogar extreme Wetterregionen, also explizit.

Speaker: Das auch mal so in zwei Zahlen.

Speaker: Und es gibt auch durchaus, mal ein Blick auf die globalen Buchungsdaten für den Sommer 25, also jetzt,

Speaker: Da haben wir auch einen deutlichen Anstieg der Bochum nach Estland plus 32 Prozent, Island plus 17 Prozent, Norwegen plus 11, das sind die genannten.

Speaker: Aber, und das muss man auch dazu sagen, die Mittelmeerländer wie Spanien und Portugal wachsen ebenfalls weiter.

Speaker: Also Spanien plus drei.

Speaker: und Portugal bloß sieben.

Speaker: Also man kann jetzt nicht sagen, dass sozusagen eine große Abwarnungsbewegung zu verzeichnen ist, der explizit auch deutschen Urlauber von weg von den Mittelmeerdestinationen hin zu den nordischen Destinationen, sage ich mal.

Speaker: Also so ist es nicht.

Speaker: Und ich sage mal so, es ist ja bekanntermaßen auch so, ich sage mal so mit diesen klimatischen Auswirkungen,

Speaker: die entwickeln sich ja über die Zeit.

Speaker: Und es gibt auch Stimmen und letztendlich auch, ich sag mal, wissenschaftliche Befunde, die sagen, so was wirkt sich natürlich jetzt dann auch nicht innerhalb von einem Jahr auf eine Reiseentwicklung oder zwei Jahre aus.

Speaker: Das dauert, bis die Menschen dann tatsächlich umschwenken.

Speaker: Also das muss man alles so ein bisschen beachten bei dem Thema.

Speaker: Ich denke auch, man kann ja auch unterscheiden zwischen diesen Megatrends, diesen unglaublich lang anhaltenden Entwicklungen, dann eben diesen soziokulturellen Auswirkungen, die halt einfach diesen transformativen Charakter haben.

Speaker: Und dann natürlich eben auch so kurzfristige Konsumtrends oder Hypes, die ja tatsächlich dann eher eine kurze Saison haben.

Speaker: Und wenn man sich jetzt aber dieses Reiseverhalten anschaut oder anschauen möchte, muss man das tatsächlich ja über einen längeren Zeitraum ansehen.

Speaker: Menschen müssen ja vielleicht doch erstmal diese Erfahrung machen, wenn sie in Griechenland oder wo auch immer sind und sagen, okay, es ist hier wirklich dieses Mal richtig, richtig heiß und wir sind vielleicht von Waldbränden bedroht und das nächste Mal machen wir vielleicht etwas anders.

Speaker: Und ich würde tatsächlich auch nochmal das Ganze auch nochmal in dem Kontext von einem anderen großen Entwicklung des demografischen Wandels nämlich sehen, dass wir natürlich mit einer älter werdenden Bevölkerung, die vielleicht auch nochmal mehr Budget hat zum Verreisen oder auch Flexibilität hat,

Speaker: dass das natürlich auch nochmal ein Faktor ist gegen heiße Sommer.

Speaker: Also Menschen, ältere Menschen vertragen ja einfach Hitze noch schlechter oder haben einfach gesundheitliche Auswirkungen davon.

Speaker: Das heißt, das spielt natürlich auch damit in diesem Buchungsverhalten nochmal eine Rolle.

Speaker: Also das heißt, ich denke, man kann durchaus sagen, dass dieses Thema im Kommen ist und dass Menschen Alternativen suchen.

Speaker: Aber das bedeutet nicht automatisch, dass sozusagen alle künftig in Skandinavien oder in den baltischen Regionen oder in

Speaker: in die UK irgendwie Urlaub machen werden oder auf Island.

Speaker: Also zum einen bestehen dort gar nicht die Kapazitäten.

Speaker: Es gibt auch gar nicht die Voraussetzungen.

Speaker: Das heißt, der Mittelmeerraum ist ja auch einfach unglaublich gut vorbereitet auf diese auf diese vielen Massen, sage ich jetzt mal an Touristen.

Speaker: Also auch wenn man viel gegen Massentourismus das kritisch hinterfragen kann.

Speaker: Sie haben einfach erstmal die Infrastruktur vor Ort, die in den nordischen Ländern jetzt nicht in dem Sinne so ausgebaut ist.

Speaker: Das heißt, es kann natürlich auch schauen, wie entwickeln sich oder wie passen sich diese Destinationen an?

Speaker: Also bauen sie vielleicht irgendwie, adaptieren sie ihre Orte, adaptieren sie mit Mikroklima?

Speaker: Man kann natürlich da ja auch viel machen und das wissen wir alle auch aus der Forschung der letzten Jahre, wie man sozusagen auch das natürlich anpassen kann.

Speaker: Also wie kann man die

Speaker: die Infrastruktur vor Ort anpassen mit coolen Orten, also mit Coolspots oder die Orte mit mehr grüner Infrastruktur versehen.

Speaker: Also das heißt, da gibt es natürlich auch Stellschrauben und das bleibt natürlich dann abzuwarten, wie sich dann das Reiseverhältnis auch dementsprechend anpasst.

Speaker: Aber ich glaube, was man so generell sagen kann, ist, dass die Auswirkungen des Klimawandels erstmal eine Irritation in dem Buchungsverhalten auslösen.

Speaker: potenziert zu dem Thema der älteren Bevölkerung.

Speaker: Und das ist natürlich etwas, was Destinationen, klassische Destinationen erst mal herausfordern wird oder dass sie sich darauf einstellen müssen, zum einen, wie adaptiere ich vielleicht meine Region anhand oder anhand der Bedrohungen des Klimawandels und gleichzeitig auch, wie kann ich sozusagen entsprechend auswählen.

Speaker: antizyklisch mehr Marketing machen oder sowas.

Speaker: Also das denke ich ist so diese eine Situation.

Speaker: Und die andere Situation ist natürlich auch, wie bereiten sich jetzt zum Beispiel die eben von uns genannten kühleren Regionen auf den Tourismus vor oder was stellen sie dort, was auch vielleicht Besucherbeschränkungen

Speaker: betrifft für Stellschrauben.

Speaker: Also ich habe letztens auch gerade gelesen, wie stark zum Beispiel auf den Lofoten in Norwegen der Tourismus in den letzten Jahrzehnten angestiegen ist und dass eigentlich diese doch eher kleinere Inselgruppe das kaum noch aushält, weil es natürlich eine Vielfalt von Individualtourismus gibt, was wiederum Konsequenzen hat auch für die Regierungsgruppe.

Speaker: Da sieht man also, dass diese klassischen Overtourism-Diskussionen durchaus auch in Orten stattfinden können, die bis jetzt noch gar nicht so extrem auf dem Radar des Overtourism sind, aber durchaus eben davon betroffen sind.

Speaker: Und das ist natürlich auch die Frage, das steht natürlich auch immer noch in der Handlungsmacht der einzelnen Destinationen.

Speaker: Ja, und dieses Zielgruppenthema ist, glaube ich, nochmal ein wichtiges, weil es geht ja nicht nur um die Älteren, auch wenn die sicherlich eine potenzielle kaufkräftige Zielgruppe sind, die ja durchaus dann auch die Möglichkeit haben, außerhalb der Saison zu reisen, also nicht auch in der Hochsaison sich dort aufhalten zu müssen, sage ich jetzt mal.

Speaker: Es geht ja tatsächlich aber auch ganz stark um Familien.

Speaker: Und das ist, glaube ich, nochmal ein ganz spannender Aspekt.

Speaker: Also bei den Mittelmeerdestinationen, die Cash Cows sind ja die Bauschalreisen.

Speaker: Also das sind ja die Bauschalreisen-Packages, die tatsächlich die Familien mit auch mehreren Kindern

Speaker: in die Anlagen bringen.

Speaker: Und das ist ja schon nochmal so ein Fragezeichen dahinter.

Speaker: Also inwieweit können die wie auch auf andere Destinationen einfach mal so ausweichen?

Speaker: Im Sinne von kriege ich ein ähnliches Angebot überhaupt in diesen nordischen Destinationen?

Speaker: Ist das überhaupt buchbar so?

Speaker: Was steht da für ein Preis dahinter?

Speaker: Und das hattest du ja auch gerade schon erwähnt.

Speaker: Also ist da eigentlich letztendlich auch diese Infrastruktur vorhanden.

Speaker: Und das ist ja tatsächlich so.

Speaker: Ich sag mal jetzt, wenn man das mal eins zu eins nehmen würde und sagen würde, dann such dir doch einfach eine andere Destination, wo es ein bisschen angenehmer ist.

Speaker: Das ist eben halt nicht so einfach möglich.

Speaker: Also das bedingt ja auch, dass es entsprechend, wie gesagt, Angebote gibt.

Speaker: dass es entsprechende Auswahl gibt, dass es die Infrastruktur vor Ort gibt.

Speaker: Das heißt einfach mal so Destinationen, Wechsel, Hopping, ja, im Sinne von, ich übertreibe mal jetzt ein bisschen, da brennt es, also fahren wir mal woanders hin.

Speaker: Geht ja auch nicht so einfach.

Speaker: Also da sind ganz viele Aspekte drin, die tatsächlich so ein bisschen, wo man da tatsächlich so ein bisschen vorsichtig sein sollte mit einer zu schnellen Schlussfolgerung auch.

Speaker: Das sage ich jetzt mal,

Speaker: dass Spanien, Griechenland, Italien da gravierend verlieren werden in den nächsten Jahren.

Speaker: Das wird sich so, glaube ich, auch nicht abbilden, solange auch da, wie gesagt, nicht auf der Gegenseite von anderen Destinationen gleichwertige Angebote auch geschaffen sind, die für diese Zielgruppe natürlich super wichtig sind.

Speaker: Genau und auch dann, das spielt natürlich auch ein finanzieller Rahmen, also die Skandinavischen, gerade jetzt mit Skandinavischen oder Großbritannien, Island, das sind jetzt nicht gerade Länder, die irgendwie ein mittleres oder niedrigeres Einkommen sozusagen ansprechen, also da muss man einfach schon irgendwie auch Geld mitbringen.

Speaker: um dort hinfahren zu können, um sich eben auch den Urlaub dort leisten zu können.

Speaker: Natürlich geht es auch, ich kann in Skandinavien, in Norwegen überall mein Zelt aufstellen.

Speaker: Also ich kann sicherlich auch eine günstige Form des Urlaubs machen, aber es erforderlich.

Speaker: Man nennt es Camping, genau.

Speaker: Es erfordert einfach irgendwie eine andere Form des Urlaubs.

Speaker: Wenn ich sonst einfach unkompliziert vielleicht eine Pauschalreise gebucht habe, ist das definitiv erstmal ein Schritt, ein anderer Schritt, der gegangen werden muss.

Speaker: Und ich glaube,

Speaker: Zum Thema Caucasian oder ein verändertes Reiseverhalten durch den Klimawandel, das werden wir beobachten.

Speaker: Aber es hängt sicherlich ganz stark davon ab, wie Destinationen darauf reagieren, welche Angebote sie machen, welche Beschränkungen sie machen.

Speaker: Und dementsprechend, also ich glaube, es ist so ein Miteinander.

Speaker: Das Reiseverhalten verändert sich mit den Angeboten und gleichzeitig die Angebote adaptieren und sich natürlich auch

Speaker: an andere Wünsche und an andere Bedürfnisse.

Speaker: Richtig, absolut.

Speaker: Also deshalb habe ich auch noch mal vielleicht ein bisschen inzwischen geschoben.

Speaker: Das war ja auch eines der Themen während der Corona-Krise im Sinne von alle bleiben zu Hause und machen Urlaub im eigenen Land.

Speaker: Das war insoweit möglich, insoweit man Individualreisender ist und sich auch um vieles selber gekümmert hat oder kümmern wollte.

Speaker: Aber zum Beispiel Deutschland an sich ist ja kein Pauschalreiseland.

Speaker: Also man hat dann quasi erstmal so ein bisschen auf den oder hat das sozusagen auf die Agenda gesetzt, Deutschland letztendlich auch in dem Sinne buchbar zu machen für die, die es nun gerne auch vielleicht anders hätten.

Speaker: Und genau das sind nämlich die Themen.

Speaker: Da sieht man, dass da durchaus, wie schon gesagt, diese Infrastruktur im Sinne von Angebot, Buchungsmöglichkeiten, Preisstrukturen, dass das schon auch eine sehr, sehr wichtige Rolle spielt für eine bestimmte Zürichgruppe.

Speaker: Und da werden wir nämlich gleich beim nächsten eigentlich Punkt oder großen Thema, was wir uns hier mal so ein bisschen reingenommen haben,

Speaker: Staycation, möchtest du da vielleicht mal so in dem Rahmen?

Speaker: Ja, Staycation hat eigentlich ja so ein bisschen so zwei verschiedene Bezeichnungen.

Speaker: Also ich glaube, ursprünglich wurde Staycation tatsächlich mal mit dem Urlaub auf dem Balkon gleichgesetzt.

Speaker: Also in 15 Jahren, man ist tatsächlich an dem Ort geblieben, wo man wohnt.

Speaker: Und das war lange, sage ich jetzt mal, vor der Pandemie, als man noch irgendwie so einen Arbeitsplatz hatte, zu dem man regelmäßig gegangen ist und die Wohnung eigentlich eine Wohnung viel zu selten genutzt.

Speaker: Das heißt also Staycation kann zum einen sozusagen das bedeuten, ich mache Urlaub an dem Ort, an dem ich sozusagen wohne und gleichzeitig aber eben auch innerhalb der Region im eigenen Land oder in einem bestimmten Umkreis.

Speaker: Und ich denke, das ist die heutige Definition, die weitaus verbreiteter ist.

Speaker: Staycation, man bleibt quasi vor Ort in dem eigenen Land, wo man sozusagen auch gemeldet ist oder eben auch arbeitet.

Speaker: Und das als Alternative zu teuren Auslandsreisen.

Speaker: Der Boom kam tatsächlich auch nochmal mit der Pandemie.

Speaker: Du hattest es gerade erwähnt, als Staycation zur Lösung wurde, um überhaupt Urlaub zu machen.

Speaker: Nicht für jeden immer umsetzbar, hattest du auch gerade schon erwähnt.

Speaker: Jetzt würde ich sagen, ist es tatsächlich nicht mehr unbedingt die Frage von,

Speaker: von geografischen Beschränkungen, wobei auch das sicherlich nochmal, kommen wir auch vielleicht gleich nochmal drauf zu sprechen, wie das unser Reiseverhalten beeinflusst, sondern tatsächlich erstmal natürlich von den Gründen, die auch in der Presse viel diskutiert werden, die Inflation, die wir haben.

Speaker: Gestiegene Energiekosten, Flugpreise, Lebenshaltungskosten, also das heißt aber auch eine Angst natürlich irgendwie für weiteren wirtschaftlichen Einschränkungen.

Speaker: Das heißt also hier wird nicht nur auch auf einen Zustand reagiert, sondern auch ein wenig präventiv würde ich sagen, schon das Reiseverhalten angepasst.

Speaker: Und das führt dazu, dass durchaus Urlaub im eigenen Land eine hohe Attraktivität hat und viele tatsächlich auch sagen, dass sie gerne auch im eigenen Land ihren Urlaub verbringen.

Speaker: Ich habe hier noch eine Studie von dem Behavior Change Report 2025 von YouGov gefunden, wo tatsächlich auch 32 Prozent der Deutschen sagen, dass sie gerne im eigenen Land eben auch Urlaub machen.

Speaker: Und das ist tatsächlich ein 34 Prozent.

Speaker: Entschuldigung, ich muss mich, also jeder Dritte ungefähr verbringt die Ferien im eigenen Land.

Speaker: Und das heißt, das ist natürlich irgendwie schon auch ein hoher Anteil von Menschen, die die sehen oder die eben auch diese Perspektive auf den Inlandstourismus haben.

Speaker: Ich denke, das ist eine wichtige Bedeutung eben auch.

Speaker: Ich sage dazu aber immer auch so, dass man so ein bisschen im größeren Rahmen schauen muss.

Speaker: Also wenn ich an der

Speaker: Da wo du auch wohnst, in den südlichen Bayern, da ist natürlich Staycation in Österreich und in den angrenzenden europäischen Ländern durchaus auch ein Fall.

Speaker: Da muss ich einfach auch gucken, wo befindet sich jemand in Deutschland, das dieses Thema der Staycation auch relevant hat.

Speaker: Also gerade wenn wir innerhalb vom Schengen-Abkommen uns frei bewegen können.

Speaker: Ich hätte, glaube ich, auch noch mal ein paar Zahlen vielleicht noch mal so ein bisschen, um das Thema einzurahmen.

Speaker: Also so im großen Kontext geht es ja auch so ein bisschen um die wirtschaftliche Krise, die wirtschaftliche Herausforderungen, die wir haben und die natürlich alle spüren.

Speaker: Aber daher ist es immer ganz gut, mal so ein bisschen auch auf die Zahlen zu schauen.

Speaker: Also für 2025 wird in Deutschland ein Reisevolumen von rund 85 Milliarden Euro erwartet.

Speaker: Das sind etwa 6 Prozent mehr gegenüber 2024.

Speaker: Gleichzeitig plant etwa 32 Prozent der Deutschen gar keinen großen Urlaub mehr.

Speaker: Gegenüber 17 Prozent im Jahr 2022.

Speaker: Also es ist schon gestiegen.

Speaker: Wobei 2022 hatten wir noch Corona.

Speaker: Also das muss man auch so ein bisschen in den Kontext setzen.

Speaker: Reiseziele wie Bulgarien oder Tunesien oder auch andere werden nachgefragt, da sie durchaus auch günstiger sind.

Speaker: Also zunehmend nachgefragt.

Speaker: Und da kommen wir jetzt noch mal zum Inlandstourismus.

Speaker: Dieser bleibt weiterhin stark.

Speaker: Und das hattest du jetzt auch mit dieser anderen Zahl auch schon ausgesagt.

Speaker: Hier sind es 25 Prozent der Deutschen planen Urlaub im eigenen Land.

Speaker: Aber ich kenne die Zahlen.

Speaker: Also die schwanken immer so zu 25.

Speaker: Ein Drittel ist es immer so.

Speaker: Genau.

Speaker: Und ich sage mir so,

Speaker: Und wir sehen ja auch einfach nochmal so auch reingegeben, wurde auch im Rahmen oder vor der ITB auch mit veröffentlicht.

Speaker: Wir sehen ja schon sehr stark auch zumindest einen Rückgang bei der zweiten Urlaubsreise.

Speaker: Also da zeichnet sich schon deutlich ab, dass das für einige nicht mehr im Budget ist.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Wobei, und das muss man auch immer beachten bei diesem Thema, und das finde ich eine spannende Frage jetzt dann auch an dich, weil es schon deutlich auch zu sehen ist anhand der Zahlen, dass es wieder eine, ich sag mal, eine bestimmte Bevölkerungsgruppe betrifft, die da einsparen muss oder sich das nicht mehr so in dem Umfang leisten kann oder tatsächlich dann auch zu Hause bleibt.

Speaker: Mit so ab Nettoeinkommen über 4000 Euro haben wir die Probleme nicht oder beziehungsweise die Einschränkungen nicht.

Speaker: Da wird auch weiter ordentlich gereist.

Speaker: Und da ist immer bei mir so ein bisschen die Frage,

Speaker: Ja, sehen wir da auch, dass bei diesem Thema Urlaub, was ja jahrzehntelang so ein bisschen so eine Grundhaltung war oder so eine Grundanforderung, gerade was zumindest die Deutschen betrifft.

Speaker: Also meinen Urlaub lasse ich mir nicht leben.

Speaker: Wohin geht da die Reise?

Speaker: Sehen wir da auch so ein bisschen so ein Auseinanderbrechen in die, die es sich noch leisten können und die eben halt nicht mehr, die bleiben zu Hause.

Speaker: Wie ist da so dein Blick drauf?

Speaker: Genau, ich denke, das schneidet genau in diese Debatte ein.

Speaker: So ist Urlaub quasi ein Grundrecht von Menschen.

Speaker: Und wenn wir, also jetzt reden wir nicht von einer arbeitsfreien Zeit, sondern die Möglichkeit verreisen zu können.

Speaker: Und ich glaube schon, dass das große Auswirkungen haben wird.

Speaker: Also dass wir sicherlich irgendwie mit einer wirtschaftlichen Destabilisierung oder auch nur dem Gefühl der wirtschaftlichen Destabilisierung, da muss man auch machen, wie ist das Narrativ zu vielleicht auch der Realität,

Speaker: dass das durchaus eben gerade die Menschen trifft, die weniger Budget zur Verfügung haben.

Speaker: Und gerade auch noch mal, wenn dann

Speaker: Vielleicht auch das ist ja ein Phänomen, was eine ethische Konsequenz hat, wenn in vielen Destinationen oder auch an vielen Urlaubsorten, das haben wir auch in den letzten Jahren zu genügend diskutiert, eigentlich sozusagen die Kosten weitaus höher sein müssten, wenn man Nachhaltigkeit und Fairness in der Bezahlung mit einberechnen will.

Speaker: Also wenn Menschen vernünftig bezahlt werden, wenn vielleicht auch sozusagen ein Aspekt oder der Gedanke von einem nachhaltigen Umgang nicht nur im sozialen, sondern auch im ökologischen Bereich,

Speaker: einbezogen wird, würden einfach sozusagen Urlaubskosten generell steigen.

Speaker: Und das ist natürlich etwas, wo man abwägen muss.

Speaker: Und ich denke schon, dass das ist eine schwierige Debatte.

Speaker: Also auf der einen Seite sagen wir, okay, wir brauchen eigentlich eine vernünftige und eine nachhaltige

Speaker: Destinationsmanagement, wo soziale, ökologische und ökonomische Faktoren berücksichtigt werden.

Speaker: Und auf der anderen Seite ist es natürlich auch verständlich und auch sicherlich die Frage von sozialer Gerechtigkeit, wie wir das so hinbekommen können, dass auch Menschen verreisen können.

Speaker: Ich glaube, da gibt es nicht so die einfache Lösung für.

Speaker: Die Lösung ist sicherlich die, dass man schaut, wie kann man das, was man bereits hat, an Strukturen auch nutzen und ausbauen.

Speaker: Wir haben Möglichkeiten auch Menschen Urlaub anzubieten, die weniger Einkommen haben.

Speaker: Wir haben ein wunderbares, ausgebautes Netz an Jugendverbergen, was ich auch glaube für Familien toll ist und auch für eine Zweitreise sich lohnt.

Speaker: Also ich denke, da gibt es schon diese Möglichkeiten.

Speaker: Es ist nur die Frage, ob das dann auch mit dem entspricht, was man an Sehnsucht im Kopf hat und dass da sicherlich auch nochmal dann vielleicht die Wünsche mit den Möglichkeiten so ein bisschen kollidieren und nicht anstimmen.

Speaker: Generell glaube ich aber, dass das tatsächlich auch dieses Phänomen, das

Speaker: der Staycation eine Chance für den Inlandstourismus darstellen, dass das für Destinationen sicherlich auch eine Chance ist, die vielleicht momentan eher so ein bisschen strukturschwach waren oder auch unterm Radar fliegen.

Speaker: Wir hatten dieses Phänomen tatsächlich ja auch schon vor der Pandemie, wo so ein bisschen der Urlaub vor der eigenen Haustür als neues exotisches Etwas betrachtet wurde.

Speaker: Man kannte quasi die ganze Welt, konnte, wie sich es leisten konnten, überall hinfliegen.

Speaker: Und das, was eigentlich sozusagen im Harz stattfindet oder irgendwie in anderen Regionen in Deutschland, war eigentlich kaum klar und nicht bewusst, welche Schätze es vor der eigenen Haustür gibt.

Speaker: Das heißt, das ist natürlich tatsächlich auch die Chance, ohne dass man jetzt so, und während der Hepatitis habe ich das oft erlebt, dass der regionale

Speaker: Tourismus, jetzt dachte, ihm steht sozusagen das goldene Zeitalter bevor.

Speaker: So ist es nicht.

Speaker: Es werden einfach, wir haben eine globale Welt, wo auch eben auch weiterhin gerne global verreist wird.

Speaker: Aber ich glaube, dass es eine Chance ist, sich auf diese Zielgruppen einzustellen.

Speaker: Das hieß es so, wenn ich das jetzt so raushöre, jetzt überspitzt gesagt, die, die es sich leisten können, werden noch fliegen und auch weit.

Speaker: Und für die, die es nicht mehr drin ist, die genießen dann eher die Heimat.

Speaker: Ja, würde ich so sagen, würde ich tatsächlich so sagen.

Speaker: Oder man spart halt länger auf einen Urlaub und macht halt sozusagen vielleicht nicht jedes Jahr diesen Urlaub, sondern eben alle paar Jahre.

Speaker: Aber das hat natürlich auch wieder eine Konsequenz dann für Auslandsdestinationen.

Speaker: Also das wird sich einfach verändern, zumindest wenn wir jetzt...

Speaker: in der momentanigen wirtschaftlichen Entwicklung so weiter uns fortbewegen.

Speaker: Ja, ja, absolut.

Speaker: Und ich glaube, da greift ja auch noch dazu der dritte Punkt stark rein, den wir noch heute auf unserer kleinen Liste hier haben, nämlich das Thema politische Krisen, Reiseboykotte, all diese Dinge.

Speaker: Ja.

Speaker: Und da ist ja schon auch eine starke Sensibilisierung.

Speaker: Ich glaube, alleine dadurch, was man jeden Tag auf Social Media lesen kann, darf.

Speaker: Also alleine, glaube ich, das macht ja unheimlich viel mit.

Speaker: mit den Menschen.

Speaker: Also dahingehend ist ja heute sozusagen die Informationslage manchmal zu gut fast, auch wenn sie vielleicht nicht mal richtig ist, aber sie ist fast zu gut, als das vielleicht in den vergangenen Jahrzehnten der Fall war.

Speaker: Und da gibt es ja auch ganz spannende Zahlen, auch von dieser YouGov-Umfrage, die du schon erwähnt hattest, dass 45 Prozent der deutschen Reisenden

Speaker: lassen politische Entwicklungen in potenzielle Reiseziele und ihre Planung einfließen.

Speaker: Und das kommt sogar direkt hinter dem Preisargument mit 54 Prozent.

Speaker: Und natürlich besonders für Familien, die reagieren natürlich schon auch logischerweise sensibler auf solche politischen Instabilitäten und Sicherheitsfragen.

Speaker: Und zum Beispiel jetzt aktuell auch Umfragen zu US-Reisen.

Speaker: Etwa 39 Prozent der Deutschen sind nach der Wahl von Trump weniger geneigt, in die USA zu reisen.

Speaker: Also ist jetzt auch nicht ganz verwunderlich, aber will sagen, das ist ja schon auch, ich weiß nicht, wie du das empfindest, aber mir kommt es zuvor, im Gegensatz zu früheren Zeiten, ja,

Speaker: ist das schon ein Thema, was viel, viel mehr an der Oberfläche ist beim Thema Reisen.

Speaker: Und was natürlich bedingt auch durch die derzeitigen Entwicklungen und dass sich da, glaube ich, gerade auch geografisch auf der Welt gesehen viele Dinge gerade überlappen, auch was geopolitische Fragestellungen betrifft, natürlich noch mal präsenter.

Speaker: Ja, aber

Speaker: Aber ich so nach meiner Annahme würde ich jetzt mal sagen, das wird die nächsten Jahrzehnte jetzt nicht unbedingt besser.

Speaker: Und dann wäre ja die Frage da, ja, was macht das mit unserem Reiseverhalten?

Speaker: Genau.

Speaker: Du hast es gerade angesprochen, es gibt ja tatsächlich so zwei verschiedene Argumente oder zwei verschiedene Gründe, warum man politisch, sage ich jetzt mal, eine Entscheidung schrift gegen eine Destination.

Speaker: Das kann zum einen das Gefühl der Sicherheit sein, dass ich sozusagen sage, okay, ich

Speaker: fahre da nicht hin, weil ich mich tatsächlich in diesem Land aufgrund der Situationen, aufgrund der politischen Instabilität oder aufgrund, weil ich vielleicht in meinem Sein ausgegrenzt werde, mich nicht gut fühle.

Speaker: Und zum anderen so dieser moralische Aspekt, dass ich vielleicht ein Stück weit Sicherheit haben könnte, aber dass ich vielleicht einfach mit der politischen Situation vor Ort dermaßen

Speaker: nicht einverstanden bin und mit dem Umgang vielleicht mit Menschenrechten oder mit Diversity oder was auch immer es sein kann, dass ich deswegen dieses Land meide.

Speaker: Und es ist tatsächlich so, dass das ja immer stärker auch diskutiert wird, dadurch, dass wir einfach, glaube ich, eine höhere Diskussion darüber eben haben.

Speaker: Das heißt, ich würde hier auch wieder so ein ganz klar so ein Stück weit das Thema der

Speaker: der sozialen Nachhaltigkeit erwähnen, also dass aus der sozialen Nachhaltigkeit eben Reiseländer nicht gewählt werden und natürlich dann eben dieser Punkt der Sicherheit.

Speaker: Und die Sicherheit macht das Ganze sicher, macht das Ganze sicher, macht es ein bisschen schwerer auch einzuschätzen, weil natürlich geopolitische Konflikte schneller entstehen können als vielleicht die soziale, moralische und ethische Konflikte.

Speaker: Entwicklungen verändern.

Speaker: Das ist vielleicht eher so ein mittel- langfristigeres Ziel.

Speaker: Wobei mit Trump ging es ja manchmal auch recht schnell, dass die Dinge zurückgeschnitten wurden, aber es hatte sich ja auch schon in den Jahren vorher angekündigt.

Speaker: Das heißt, hier liegt sicherlich auch, ich würde jetzt mal wieder schauen, was gibt es für Chancen eigentlich für Länder, die eine politische Stabilität haben und vielleicht auch eine, ich

Speaker: eine offene Kultur, die haben hier sicherlich ganz klar eine Chance in ihrem Marketing, in ihrer Sichtbarkeit auch, wenn sie sozusagen eine soziale Stabilität bieten und hier eine Willkommenskultur für alle sind und eine Sicherheit ermöglichen.

Speaker: Und das ist sicherlich ein Vorteil, der auch die Wahl des Reiselandes in Zukunft noch stärker beeinflusst wird.

Speaker: Und gleichzeitig muss man schon auch sehen, dass das natürlich auch nicht alle Reisenden betrifft.

Speaker: Also es gibt auch ganz, ganz viele Menschen, die sagen, okay, wir haben hier eine politische Instabilität in einem Land oder eine moralische Situation, ethisch-moralische Situation, die ich gar nicht tragen kann, aber ich möchte es mir vor Ort angucken.

Speaker: Ich möchte vielleicht mit den Menschen in Kontakt kommen.

Speaker: Ich möchte wissen, nicht wie vielleicht das politische Regime dort tickt, sondern die Leute, die vielleicht in diesem Regime leben und darüber denken.

Speaker: Auch das finde ich durchaus eben auch einen relevanten

Speaker: Grund in dieser Länder zu fahren.

Speaker: Aber es betrifft trotzdem, wie das Reiseverhalten sich in den letzten Jahren ausgewirkt hat oder was überhaupt bei einer Buchung an Hintergrundgedanken erst mal dabei ist, bevor ich mich sozusagen für etwas entscheide.

Speaker: Ja, aber das finde ich, du hattest es schon so ein bisschen angedeutet, das finde ich jetzt nochmal spannend, so ein bisschen reinzuschauen.

Speaker: Also wenn man jetzt mal diese drei Sachen zusammennimmt.

Speaker: Wir haben die klimatischen Einflüsse, die tatsächlich auch sehr, glaube ich, unabhängig von unserem Tun, das muss man ja einfach mal so deutlich sagen,

Speaker: sich vollziehen werden.

Speaker: Also wir können da schwer ganz genau vorhersagen, wie wird sich das jetzt ganz genau entwickeln in den einzelnen Ländern.

Speaker: Wir können, sage ich mal, so ein bisschen pauschaler sagen, ja, temperaturmäßig wird es wohl am Mittelmeer und weiter unten noch immer heißer.

Speaker: Okay, aber

Speaker: Wir haben die wirtschaftlichen Komponente, dahingehend, dass wir sehen, dass ein Teil zumindest der Bevölkerung schon Schwierigkeiten hat, sich eine große Urlaubsreise

Speaker: unter den momentanen Bedingungen auch und wir haben ja einen starken Preisanstieg drin, leisten zu können.

Speaker: Aber wir wissen auch und du hattest es auch so ein bisschen angeklungen, das sind jetzt eigentlich mehr oder weniger die realen Preise, die wir Jahrzehnte vorher nicht hatten.

Speaker: Das heißt, es wird da auch keine Umkehr erfolgen, kann es auch gar nicht von Anbieterseite, weil die Margen per se im Reiseveranstalter-Segment

Speaker: sehr gering sind.

Speaker: Insofern gibt es da jetzt keinen Weg zurück, sondern aufgrund dieser verschiedenen Entwicklungen, aufgrund von Corona und vielen anderen Aspekten sind wir da, wo wir jetzt sind.

Speaker: Das heißt, da wird sich ja per se jetzt auch kein komplett neuer Möglichkeitsraum erschließen im Sinne von wir bieten wieder noch billiger an für ein bestimmtes Segment.

Speaker: Und dann haben wir nochmal diese politische Komponente.

Speaker: Und ich finde es spannend, jetzt mal so raufzuschauen, so im Gesamtbild, was können wir davon eigentlich so ein bisschen für die Zukunft ableiten.

Speaker: Also wir wissen natürlich, klar, das hat für die einzelnen Zielgruppen unterschiedliche Wichtigkeit, logischerweise.

Speaker: Ja, aber

Speaker: Es hat auch eine gesundheitliche Komponente, gerade wenn wir auf die älteren Zielgruppen schauen, gerade auch bei dem Klimathema, die wiederum sind vielleicht auch nicht aber so preisempfindlich.

Speaker: Aber ich sage mal politische Stabilität, Sicherheit wollen die auf jeden Fall auch.

Speaker: Gerade im Alter, glaube ich, ist man weniger geneigt, in unstabilen Regionen zu reisen.

Speaker: Und wir haben aber auch zum Beispiel eine große junge Generation und wir haben hier ein paar Mal die YouGov-Umfrage jetzt hier genannt.

Speaker: Die zielt ja auch auf den jüngeren Bevölkerungsanteil, die natürlich jetzt eigentlich so am Anfang stehen im Sinne von, die werden oder sollen ja perspektivisch noch reisen, aber haben natürlich auch...

Speaker: glaube ich schon dieses Klimathema sehr bewusst vor Augen, haben durchaus teilweise auch ein wirtschaftliches Thema.

Speaker: Und natürlich, ich glaube für die, und daher stammt ja auch diese Zahl mit 45 Prozent, ist diese politische Komponente eine sehr, sehr

Speaker: entscheidender auch.

Speaker: Du hattest es erwähnt, das fand ich auch nochmal spannend und richtig und wichtig.

Speaker: Ich glaube auch, dass tatsächlich teilweise die moralische Komponente bei der jüngeren Zielgruppe noch stärker wiegt.

Speaker: Also wenn man sich das jetzt mal anguckt, wie es so politisch, in welche Richtung es geht, extrem geht, haben die schon auch teilweise eine sehr, sehr klare Haltung zu bestimmten Dingen, wo sie dann von vornherein sagen, also sage ich jetzt mal,

Speaker: Ich fahre auf keinen Fall in die USA, weil der da an der Macht ist.

Speaker: Also da haben wir ja schon so eine Gemengenlage, die total spannend ist für die Reiseindustrie im Sinne von, ja, wohin geht die Reise?

Speaker: Wenn man das mal so ein bisschen zusammenfasst, kann man ja eigentlich sagen, welche Destinationen punkten eigentlich.

Speaker: Welche Destination hat sozusagen ein einigermaßen kühles Wetter oder bietet mir Orte, in denen ich mich zurückziehen kann und etwas Schatten finde oder etwas kühleres zum Abkühlen.

Speaker: Was ist stabil und was ist vielleicht sozusagen auch nah zu erreichen und da denkt man sich so gleich,

Speaker: Okay, da müsste ja eigentlich so der Alpenraum irgendwie sehr, sehr stark in Zukunft profitieren.

Speaker: Also es wäre eigentlich wirklich eine Chance, eine Alternative zum klassischen Wintertourismus auszubauen und zu sagen, okay, wir haben hier wirklich drei Komponenten.

Speaker: Wir haben eine Stabilität.

Speaker: Okay, die Schweiz hat auch hohe Preise, muss man zugeben.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber es ist sozusagen einfach eine offene Willkommenskultur.

Speaker: Man kann es als Inlandsziel sagen und da gilt es natürlich dann zu gucken, wie kann ich dort Saison anders kommunizieren, wie kann ich Kapazitäten ausbauen, Qualitätsmanagement machen.

Speaker: Das betrifft jetzt irgendwie die Alpenregionen, aber es betrifft natürlich auch die anderen Länder, die potenziell in Frage kommen.

Speaker: Das wäre jetzt aber so ein klassisch lineares Denken.

Speaker: Und da gilt es natürlich eben zu gucken, wie reagieren jetzt wirklich Länder darauf, oder wie entwickeln sich auch Länder, die momentan tatsächlich eher entweder nicht, ja,

Speaker: aus diesem Raster rausfallen tatsächlich, wie die Destinationen dort, welche Flexibilität sie auch aufzeigen in dieser Entwicklung.

Speaker: Das finde ich tatsächlich auch nochmal spannend.

Speaker: Von den politisch instabilen Ländern, das wird sich natürlich irgendwie nicht von heute auf morgen ändern.

Speaker: Das ist sicherlich ein Fall und auch die teuren Fernziele werden auch natürlich irgendwie in Zukunft weniger frequentiert werden.

Speaker: Also das muss man einfach, glaube ich, erstmal so für die nächsten Jahre feststellen.

Speaker: halten, dass das schon eine Veränderung absehbar ist.

Speaker: Aber natürlich sozusagen auch immer noch eine gewisse Flexibilität ist, wie sich die Destinationen dann ihrem Marketing einstellen und Saisonverlängerungen, Nebensaisons mehr bespielen und damit vielleicht auch dann tatsächlich das Reiseverhalten auch nochmal verändern.

Speaker: Ja, aber würdest du sagen, dass, wenn man das sich auch nochmal so aus der Zielgruppenperspektive anschaut, dass es vielleicht tatsächlich so ist, auch mit den heranwachsenden Generationen, mit denen, die dann jetzt alle dann auch in die Arbeitswelt eintreten und sich dann auch reisen, noch mehr leisten können.

Speaker: Oder zumindest eine andere Art von Reisen.

Speaker: Ich sage mal, mit dem Rucksack und der Bahn kann man schon auch viel machen.

Speaker: Würdest du sagen, also wenn ich das so höre, eigentlich so im Hinblick auf die Angebotsseite dann auch für diese Zielgruppen, dass es sozusagen schon ein bisschen unplanbarer wird.

Speaker: Das ist eigentlich kein Wort.

Speaker: Also nicht weniger planbar, so rum, auch für die Angebotsseite.

Speaker: Also weil ich sage mal, wir hatten ja jetzt Jahrzehnte, diese sichere...

Speaker: diese sichere große Bank im Sinne von großen Anteil-Parschalreise-Segment.

Speaker: Und da gab es dann auch entsprechend die Vorausbuchungen im letzten Jahr fürs nächste Jahr.

Speaker: Und das war einfach sicher.

Speaker: Und da gibt es ja immer noch großes Angebot und es war einfach sicher, dass das kriegt man mehr oder weniger voll.

Speaker: Ja, so auf Anbieterseite.

Speaker: Und es gibt ja auch eine Zielgruppe dafür.

Speaker: Die wollen das ja auch.

Speaker: Aber wenn ich mir jetzt so vorstelle, dass ja wie gesagt, wenn man jetzt aus Verbrauchersicht drauf schaut, für den einen oder anderen Reisen ja immer weniger planbar wird durch diese besprochenen Dinge.

Speaker: Ja, verändert sich das natürlich auch in diesem ganzen Buchungsverhalten.

Speaker: Und ich will jetzt nicht sagen, dass man die Sommerreise erst eine Woche vorher bucht, das glaube ich jetzt nicht, die große, aber dennoch vielleicht kürzer, in einem kürzeren Zeitraum, als das früher der Fall war.

Speaker: Und beziehungsweise durchaus vielleicht auch mit dem Anspruch, naja, also wenn dann vielleicht sich bestimmte Entwicklungen abzeichnen oder ich sag mal, ich, und das ist ja nun mal so, man kriegt ja heute sekündlich dann mit, was in der Destination passiert, ja, hat man eher die Abadness, halt ich entscheide mich dann nochmal um.

Speaker: Ja, ja, also was so diese, den Berufungs-, also wie

Speaker: wie Menschen buchen, in welchem Zeitraum vorher, das verändert sich ja immer so ein bisschen.

Speaker: Vor der Pandemie war es ja immer kurzfristiger und immer eigentlich auch spontaner.

Speaker: Dann gab es wieder so eine Zeit, jetzt irgendwie 23, 24, wo man fester und länger wieder im Voraus gebucht hat.

Speaker: Also ich würde sagen, da gibt es immer so eine Fluktuation.

Speaker: Aber was ich sicherlich noch mit reingehen würde, was diesen Zeitraum oder den Buchungszeitraum mit beeinflusst, ist sicherlich auch nochmal das Thema der Digitalisierung.

Speaker: Also welchen Zugriff haben heutzutage Menschen, die eine Reise suchen mittels KI, auf Möglichkeiten eben tatsächlich auch nochmal eine spontanere Reise zu buchen.

Speaker: Also das, was man früher vielleicht The Last Minute nannte, ist heute natürlich, wäre die Möglichkeit zumindest, weitaus normal.

Speaker: mit Niedrigschwelliger zu buchen.

Speaker: Und das finde ich schon auch eine Entwicklung, die man da auch nochmal mit rein berechnen muss oder auf dem Schirm haben muss.

Speaker: Gleichzeitig aber würde ich schon auch sagen, dass es eine Frage ist, wie sich Destinationen und auch Anbieter in Zukunft positionieren, weil letztendlich gerade diese jüngere Generation, die du gerade angesprochen hast, kommt ja sozusagen auch an das Alter, wo sie Familie und Kinder hat, wo tatsächlich auch das sozusagen, ein komplizierter Reisebuchungsprozess einfach nicht drin ist.

Speaker: wo man vielleicht auch irgendwo hinfahren möchte, wo das Kind vielleicht ein bisschen bespaßt ist oder zumindest irgendwie, wo jeder ein Stück weit was hat.

Speaker: Und darauf hat uns ja ganz klassisch diese Pauschalreisen, die Sommerpauschalreisen oder auch die Ressorts einfach eingerichtet.

Speaker: Also es ist so ein bisschen teilweise diametral zu dem, was, wenn man so ein bisschen diese Resonanz-Tourismus-Idee hat,

Speaker: ist vielleicht die Paustralreise nicht das, was man sucht, aber sie hat etwas sehr, sehr Niedrigschwelliges.

Speaker: Ich buche und weiß, ich bin da versorgt, die Kinder sind versorgt, ich habe ein paar Kriterien, wo ich sozusagen weiß, die bringen mich vielleicht zum Entspannen.

Speaker: Und das ist sicherlich auch eine Chance, wo ich sage, okay, wenn man das schafft, diese Infrastruktur aufzubauen, von den Regionen, die wir gerade eben auch angesprochen haben, die eine politische Stabilität bieten, die vielleicht auch kühlere Orte bieten,

Speaker: die gleichzeitig aber auch nah erreichbar sind, ist das, würde ich sagen, schon auch ein Möglichkeitsraum.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Diese niedrigschwellige Buchungsprozesse.

Speaker: Wobei, da wären wir wieder eigentlich schon beim nächsten Thema, das werden wir aber heute nicht schaffen.

Speaker: Man könnte ja auch so ein bisschen...

Speaker: Es gibt ja unterschiedliche Perspektiven auf dieses Produktpauschalreise All-Inclusive und damit auch die entsprechenden Massen an Menschen, die dann kommen.

Speaker: Einerseits könnte man sagen, ja, ist ja super, die sind dann alle da in einem Ort, halten sich in einer Anlage auf und konsumieren sozusagen in diesem Raum und bewegen sich weiter.

Speaker: Dankenswerterweise aus einigen Perspektiven gar nicht so viel im Land herum, können sozusagen auch nicht so viel zerstören und einen Anspruch nehmen.

Speaker: Andere wieder, da kommen wieder die sozialen Aspekte rein, die große Frage stellen, wie viel bleibt dann eigentlich wirklich in der Destination bei den Menschen, die arbeiten.

Speaker: vom Tourismus dann doch dort vor Ort abhängen und mit ihrer Arbeit da auch Geld verdienen und auch an, ich sag mal, Produkten, die dann vor Ort auch wirklich produziert werden und verbraucht werden.

Speaker: Also all diese Fragekomplexe stehen hier da drin und da ist ja eine berechtigte vielleicht Frage auch für diese Destinationen, die vielleicht perspektivisch da ja auch ein bisschen böse gesagt, ein bisschen

Speaker: mehr profitieren von der Klimakrise, wäre ja auch die berechtigte Frage, will man das überhaupt?

Speaker: Also will man so einen Tourismus im Lebensraum haben?

Speaker: Es braucht eine gute Strategie dafür und ich denke, was wir so festhalten können, ist, dass

Speaker: die drei Krisen, die wir gerade angesprochen haben, die Klimakrise, eine wirtschaftliche Krise, eine politische Krise, sage ich jetzt mal, dass sie einfach die touristische Landkarte verändern.

Speaker: Punkt.

Speaker: Das heißt eben Anpassung oder eben Rückgang.

Speaker: Und es bedeutet aber auch gleichzeitig diese Chancen für, ich sage jetzt mal, den Inlandstourismus im weiteren Sinne.

Speaker: Das heißt, da muss man schauen, wie macht man Besuchermanagement, wie sichert man Qualität, wie sichert man eben auch den Aspekt von Nachhaltigkeit

Speaker: Und gleichzeitig aber eben auch so einen möglichst komfortablen Buchungsprozess und Aufenthalte.

Speaker: Das ist für mich so ein bisschen diese Quintessenz daraus.

Speaker: Ja, super.

Speaker: Wahnsinn.

Speaker: Aber ich finde das total spannend.

Speaker: Ich glaube, das Thema sollten wir unbedingt noch mal weiter ausführen.

Speaker: Ich könnte mir da auch gerade, habt ihr so irgendwie so visuell was vor Augen?

Speaker: dass man das schön auf Papier oder sozusagen in den Rechner bringen kann.

Speaker: Aber sehr cool, super.

Speaker: Danke dir erstmal, Anja.

Speaker: Unsere Zeit ist ja hier schon wieder um quasi und wir schauen ja mal so, dass wir so ein bisschen im Zeitrahmen bleiben.

Speaker: Was wir schon ankündigen dürfen, wir haben in der nächsten Folge einen Gast wieder bei uns.

Speaker: Das ist der Alex Mirschel.

Speaker: von unserem Netzwerk Realizing Progress und es geht um das Thema KI.

Speaker: Wir dachten, es ist gut und an der Zeit, da nochmal so eine Art Status Quo zu machen.

Speaker: Wo stehen wir denn da gerade eigentlich?

Speaker: Speziell natürlich auch in der Tourismusbranche.

Speaker: Aber darüber hinaus wollen wir auch einen Blick in die Zukunft werfen, insofern man das bei dem Thema kann.

Speaker: Die Entwicklungen sind teilweise ja wöchentlich oder täglich.

Speaker: Da mag man fast manchmal gar nicht so eine Prognose abgeben.

Speaker: Aber wir schauen da wiederum mal so ein bisschen auch größer drauf und darauf freue ich mich schon.

Speaker: Das wird spannend.

Speaker: Und damit würde ich sagen, sagen wir mal Tschüss für heute.

Speaker: Und wenn Sie zuhören und... Genau.

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Speaker: Schreibt uns, wenn ihr Fragen habt oder Dinge anders seht.

Speaker: Wir sind dafür immer offen und damit bis zum nächsten Mal.

Speaker: Bis bei Ihnen.

Speaker: Tschüss.

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