Transcript
Speaker: Ein herzliches Hallo zu einer neuen Folge von Next Stop Future mit der Anja und mir, der Katharina.
Speaker: Ja, heute seht ihr uns auch live und in Farbe.
Speaker: Hallo Anja, ich winke schon mal rüber.
Speaker: Ja, wir zeichnen heute mal für euch auf, dann kriegt ihr auch so ein bisschen, ja, noch ein besseres Gefühl für uns und wie das hier so bei uns aussieht.
Speaker: Und wir haben euch wieder ein spannendes Thema mitgebracht.
Speaker: Es geht um Nachhaltigkeit und
Speaker: In dem Kontext, dass wir mal da so ein bisschen reinschauen wollen, zahlt sich denn Nachhaltigkeit wirklich aus?
Speaker: Also wir haben hier auch schon in Next Top Future ganz viel über Nachhaltigkeit gesprochen und haben das aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.
Speaker: Und heute wollen wir mal so ein bisschen reingehen in das Business-Modell oder Business-Cases von Nachhaltigkeit.
Speaker: Denn da ist ja immer eine große Debatte.
Speaker: Kann man denn mit Nachhaltigkeit Geld verdienen?
Speaker: Also verdienen Unternehmen mit nachhaltig Geld?
Speaker: beziehungsweise wie stehen sie im Vergleich vielleicht auch zu anderen Unternehmen da, die nicht so nachhaltig unterwegs sind.
Speaker: Und da gibt es spannende Studien, Analysen, die sich damit schon längerfristig beschäftigen und das verglichen haben, so auch über die letzten Jahre.
Speaker: Und da schauen wir eben mal rein und beleuchten das mal.
Speaker: Ich kann schon mal so viel verraten.
Speaker: So ganz einfach ist es nicht, wie immer im Leben.
Speaker: Also es gibt nicht schwarz-weiß.
Speaker: Wir können nicht sagen, die, die nachhaltig sind oder nachhaltiger unterwegs sind,
Speaker: stehen grundsätzlich besser da und ja, vice versa.
Speaker: Aber ihr werdet sehen und es wird wie immer spannend.
Speaker: Viel Spaß wünschen wir euch.
Speaker: Hallo Anja.
Speaker: Hallo Katharina.
Speaker: Heute mein neues Format, wie du gesagt hast.
Speaker: Das ist schön.
Speaker: Wir gehen einen Schiff weiter und zeigen uns mal.
Speaker: Wir haben gedacht, es ist an der Zeit, nachdem wir jetzt schon anderthalb Jahre unterwegs sind, dass wir hier auch mal ein bisschen in die Kamera schauen.
Speaker: Und gerade bei diesem wichtigen Thema ist es doch schön,
Speaker: dass wir das tun heute.
Speaker: Und ja, ich würde sagen, wir steigen mal gleich ein.
Speaker: Ich habe schon gesagt, die große Frage ist ja so ein bisschen, zahlt sich Nachhaltigkeit wirklich aus?
Speaker: Also das ist ja so ein, gerade dieses Thema des Geschäftsmodells am Ende des Tages,
Speaker: Ganz offen gesprochen, Unternehmen wollen Geld verdienen, sowohl die Akteure im Tourismus als auch darüber hinaus.
Speaker: Und da ist diese Frage erlaubt, verdiene ich denn letztendlich mit einem nachhaltigen Businessmodell Geld?
Speaker: Zahlt sich das aus, auch für mich als Unternehmen langfristig?
Speaker: honorieren das Kunden, stehe ich damit im Vergleich zu anderen Unternehmen durchaus besser da.
Speaker: All diese Dinge spielen ja da mit rein und ja, da gibt es spannende Studienanalysen, das habe ich gerade schon gesagt und ich würde da kurz auch mal so ein bisschen zum Intro reingehen, dass wir da einfach mal reinschauen.
Speaker: Ich sage mal, welche Analysen es da gibt und welche Aussagen es da gibt und dann ja, dann steigen wir mal ein und
Speaker: Wir graben mal ein bisschen tiefer, wie man das denn letztendlich auch sehen darf und kann.
Speaker: Also das erste ist die Studie von CDP und CDP ist die weltgrößte Plattform für die Offenlegung von Nachhaltigkeitsdaten von Unternehmen, Kommunen und anderen Organisationen.
Speaker: Und die haben sich grundsätzlich der Frage gewidmet, also ist Wachstum überhaupt möglich im Kontext von sinkenden Emissionen, also Emotionsausstoßen von Unternehmen.
Speaker: Und da gibt es ja auch immer diese Debatte, nee, das geht nicht.
Speaker: Es gibt ja die einen, die sagen, also Wachstum und Klimaschutz, das geht nicht einher.
Speaker: Beides ist irgendwie schwierig.
Speaker: Und daher geht es eigentlich eher um Degrowth.
Speaker: Also das ist sozusagen der Leitgedanke.
Speaker: Und die beschäftigen sich halt schon länger damit und betrachten schon länger Unternehmen in dem Kontext und haben das auch getan.
Speaker: Also haben halt beleuchtet, wer ist da so gerade führend Vorreiter, also in welcher Industrie sind die Unternehmen Vorreiter, wenn es darum geht, Klimaziele zu erreichen und auch weiter zu verfolgen und trotzdem zu wachsen.
Speaker: Also das ist so die Betrachtung hier.
Speaker: Und dann gibt es die berühmte Top 100 Liste der nachhaltigsten Unternehmen der Welt.
Speaker: Das ist von einem kanadischen Beratungs- und Medienhaus, wird die jährlich veröffentlicht, ich glaube jetzt schon im 21.
Speaker: Jahr.
Speaker: Und ja, wie die Liste schon sagt, da stehen die 100 nachhaltigsten Unternehmen drin und die werden beleuchtet, ja, auch in Bezug auf ihre Emissionen, aber darüber hinaus auch auf ein paar andere Dinge.
Speaker: Also wie zum Beispiel investieren die und wo?
Speaker: Also wie nachhaltig sind ihre Investitionen?
Speaker: wie nachhaltig sind ihre Umsätze, also wo kommen die meisten Umsätze her, aus welchen Sparten.
Speaker: Die gucken auch nach innen, zum Beispiel, wie werden die Mitarbeiter bezahlt, wie ist das Ratio auch zu dem oberen Top-Management.
Speaker: Die schauen auch auf Gender Equality.
Speaker: Die schauen auch darauf, wer sitzt wie mit im Board oder in bestimmten Entscheidungsgremien in diesen Unternehmen.
Speaker: Also man sieht schon, da sind ein bisschen ein paar mehr Aspekte dabei als nur die Emissionen, die Klimaziele.
Speaker: Und ja, und da haben wir natürlich eine spannende Liste, also in den Top Ten.
Speaker: Schon mal so viel zu verraten an dieser Stelle.
Speaker: Wir können dann nochmal auch direkt reinschauen in den Top Ten.
Speaker: ist einer aus Deutschland, ein Unternehmen aus Deutschland.
Speaker: Dann haben wir ein paar aus Australien, überraschenderweise.
Speaker: Würde man vielleicht nicht vermuten.
Speaker: Natürlich USA ist dabei, aber ganz vorne führend ist Schneider Electric aus Frankreich zum Beispiel.
Speaker: Genau.
Speaker: Und da schauen wir glaube ich vielleicht nochmal rauf, weil das sind vielleicht auch Unternehmen, wo man erstmal gar nicht so sagen würde, so von außen, ach so, die sind jetzt da in den Top Ten.
Speaker: Wenn man aber vielleicht mal so ein bisschen tiefer schaut ins Business-Modell oder so, was tun die eigentlich?
Speaker: Dann wird es vielleicht auch ein bisschen klarer.
Speaker: Also ich finde, da sind so spannende Aspekte drin, wenn man diese Top-100-Liste anschaut.
Speaker: Genau.
Speaker: Und ja, da steigen wir doch mal ein.
Speaker: Also wenn du das, du hast es ja auch gelesen, wir haben uns ja ein bisschen vorbereitet.
Speaker: Und wenn jetzt so die Frage im Raum steht für dich, ja, zahlt sich denn jetzt Nachhaltigkeit aus für Unternehmen?
Speaker: Wie würdest du da jetzt drauf blicken, wenn du diese beiden Perspektiven einnimmst?
Speaker: Ja.
Speaker: Also erstmal finde ich die Perspektive gerade heute in der jetzigen Zeit wieder einzunehmen total wichtig, weil wir einfach so ein Stück weit so ein Backlash bei den ganzen Nachhaltigkeitsaspekten erleben, und zwar in allen drei Säulen der Nachhaltigkeit, also vor allem die ökologische und die soziale.
Speaker: Und wir rechnen jetzt eigentlich auch vor allem über diese ökonomische Perspektive und da eben tatsächlich können wir verschiedene Perspektiven darauf einnehmen oder dran anlegen.
Speaker: Und was jetzt vielleicht so der erste Gedanke wäre, gerade so, wenn man sich dieses erste Vierteljahr 2025 anschaut, dass man denkt, okay, es gibt viele Rückschritte, sollte man vielleicht wieder in Kohle investieren, so ungefähr.
Speaker: Sollte man als...
Speaker: Und da finde ich das gerade jetzt tatsächlich nochmal ganz hilfreich, eben auch diese Reports und beide Reports, die du genannt hast, die CDP, diesen Health Report quasi der ökologischen Gesundheit der Unternehmen oder der Geschäftsmodelle und natürlich auch diese Global 100 von Corporate Knights sich anzusehen.
Speaker: Und wo man tatsächlich sieht, dass Ökologie gleich Ökonomie sein kann.
Speaker: Also das finde ich erstmal so eine ganz wichtige Botschaft auch.
Speaker: Das sind Unternehmen, die tatsächlich sich durch eine gewisse Zukunftsorientiertheit auch ausrichten und wo man dann tatsächlich auch diesen Blick eher nicht auf vielleicht ein kurzes Quartal oder ein Jahr richten sollte, sondern tatsächlich über einen längeren Zeitraum.
Speaker: Und das ist ja auch wichtig, wenn man schaut,
Speaker: in welche Richtung entwickelt sich auch Gesellschaft, in welche Richtung muss sich Gesellschaft und auch Ökonomie, also Wirtschaften entwickeln und dann eben nicht diese Kurzfristigkeit sich vor Augen führen, sondern tatsächlich schauen, was habe ich für eine langfristige Strategie und da zahlt sich dann tatsächlich sozusagen dieser ökologische oder
Speaker: der soziale, der Nachhaltigkeitsaspekt.
Speaker: Wir können jetzt hier wirklich dann auch wieder die SDGs rannehmen.
Speaker: Welche SDGs werden da vielleicht auch erfüllt von den Nachhaltigkeitszielen?
Speaker: Was wird da adressiert in den Unternehmen?
Speaker: Dass das sich dann tatsächlich irgendwie positiv auswirkt und das finde ich tatsächlich ganz spannend.
Speaker: Das ist ja auch mehr so auf diese Frage geht, welchen ökonomischen Benefit haben die Unternehmen davon.
Speaker: Also das ist ja vielleicht auch eher dann sowas für Anlagen und Investoren auch interessant und da ist ja tatsächlich irgendwie auch das Ergebnis, dass das durchaus sich auszahlt.
Speaker: Und das finde ich wirklich so diese ganz wichtige Botschaft.
Speaker: Und dann natürlich kann man sich auch anschauen, was das für Unternehmen sind.
Speaker: Manche sind vielleicht gar nicht so präsent und andere vielleicht auch eher so ein bisschen überraschend.
Speaker: Und da aber dann auch zu sehen, dass es eben nicht nur diese klassischen Businesses sind, die wir vielleicht mit nicht nachhaltigen Strategien im Kopf haben, die sozusagen damit Gewinne machen und die damit sich eine gewisse Resilienz erarbeiten, sondern tatsächlich auch eher so Player, die
Speaker: die ganz wichtig sind in unserem Alltag, aber gar nicht so in unserem Endverbraucherbewusstsein vorhanden sind.
Speaker: Das ist erstmal so meine Perspektive auf, so grob auf diesen beiden Reports und auch auf die Ergebnisse.
Speaker: Und ich denke, das ist wirklich für mich ist so diese zentrale Botschaft, jetzt bevor wir dann vielleicht auch noch mal tiefer einsteigen, wie werden die Daten überhaupt erhoben und
Speaker: Wie kann man diese Daten überhaupt messen?
Speaker: Finde ich diese Botschaft wirklich dann, diese Langfristigkeit sich anzuschauen und zu sehen, okay, diese Unternehmen haben tatsächlich einen Mehrwert, wenn sie auf Nachhaltigkeit im Sinne der unterschiedlichen Ziele eben auch reagieren und das vielleicht nicht sozusagen in einem Ad-Hoc-Maßnahme, sondern mit einer langfristigen Unternehmensstrategie.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Wobei man ja sagen muss, bei CDB haben wir ja diese starke Fokussierung auf die Klimaziele.
Speaker: Daran wird ja dieser Vergleich sozusagen runtergebrochen.
Speaker: Was letztendlich gut ist, was ich gut finde dort, dass sie auch sozusagen in der Industrie vergleichen.
Speaker: Wir haben das ja auch oft, da werden Unternehmen aus verschiedenen Industrien verglichen und da hinkt es dann oft sehr stark.
Speaker: Das ist dann oft eigentlich nicht so eine gute Darstellung.
Speaker: Hier hat man das sozusagen in der Industrie gemacht und wir haben die verschiedenen großen Industrien dabei.
Speaker: Und zum Beispiel schneidet ja die Modeindustrie laut dieser Studie, Analyse, die Begleitungsindustrie sehr gut ab.
Speaker: Also im Kontext von auch der Erreichung der Klimaziele.
Speaker: Und das finde ich halt, wie gesagt,
Speaker: Das ist schon immer spannend und das begegnet mir auch in meiner Praxis bei den verschiedenen Nachhaltigkeitsprojekten, die ich betreuen darf.
Speaker: Das sieht jetzt erstmal von außen hin gut aus.
Speaker: Man kriegt das glaube ich auch selber mit, so im persönlichen Umfeld, dass da schon auch einiges passiert ist bei den Modellabels.
Speaker: Zumindest wird das auch stark vermarktet.
Speaker: Man sagt da auch die Dinge, die man tut an der einen oder anderen Stelle.
Speaker: Nichtsdestotrotz wissen wir dennoch, dass andere Aspekte ja auch eine Rolle spielen.
Speaker: Also mal abgesehen davon, dass jetzt Emissionen reduziert werden auf verschiedene Art und Weise, was ja durchaus auch grundsätzlich zum Beispiel
Speaker: ausschließlich auch mit entsprechender Kompensation immer noch zulässig ist.
Speaker: Ja, also das heißt jetzt sozusagen auch nicht, dass es direkt im Business-Modell stattfinden muss.
Speaker: Aber das mal ein bisschen hinten angestellt.
Speaker: Worauf ich hinaus will, ist, dass wir trotzdem wissen, wie dennoch größtenteils Kleidung hergestellt wird und wo sie hergestellt wird, was dafür bezahlt wird, was nicht bezahlt wird.
Speaker: Und wo die Kleidung dann so landet, die wir dann meinen nach einem halben Jahr nicht mehr tragen zu wollen.
Speaker: Also das sind ja alles so Sachen, die werden dann hier in dem expliziten Beispiel eben nicht berücksichtigt.
Speaker: Genau, das glaube ich ist ein ganz wichtiger Punkt und da ist sicherlich auch so der kritische Ansatz an diesen
Speaker: beiden Reports auch.
Speaker: Zum einen, also das ist natürlich, wir hatten in einer vorherigen Folge auch schon mal uns über Postwachstumsgesellschaft über neue Wirtschaften unterhalten und sind ja auch so ein bisschen zum Schluss gekommen.
Speaker: Es ist vielleicht nicht sozusagen das Gelbe vom Ei, um das mal so auszudrücken, also es ist nicht die Lösung auf Postwachstumswirtschaft, aber natürlich sozusagen eine größere Produktion nur nachhaltiger zu gestalten oder eine immer größer werdende Produktion nur nachhaltiger zu gestalten, ist es vielleicht auch nicht.
Speaker: Also
Speaker: Zumindest so lange nicht, wie wir nicht so eine zirkuläre Ökonomie oder Wirtschaft haben oder eine Produktkette, die tatsächlich irgendwie auch einer Nachhaltigkeit wirklich entspricht.
Speaker: Und dass ich nur quasi ein Stück weit gerade in der Modeindustrie mich verstände.
Speaker: oder im Fashion-Business mich nachhaltig orientiere, ist schön, ist gut, ist richtig, aber ist sicherlich nicht ausreichend auf eine Langfristigkeit betrachtet.
Speaker: Und das sind dann tatsächlich auch so, wo ich denke, die kritischen Punkte, also
Speaker: Beide Reports, sowohl die Global 100, auch der CDP, nehmen natürlich schon auch unterschiedliche Daten zur Hand.
Speaker: Aber sie berufen sich natürlich auch auf die internen Daten, die von den Unternehmen mitgeliefert werden.
Speaker: Und da muss man natürlich auch kritisch schauen.
Speaker: Also was wird da auch anselektiert an Daten, die tatsächlich das Unternehmen natürlich gern herausgibt?
Speaker: Es ist ja auch gut, wenn man etwas Gutes tut, sollte man ja auch darüber reden, so ist ja der schöne Spruch.
Speaker: Blut.
Speaker: aber tatsächlich ist natürlich die Frage, was wird nicht gesagt, was wird nicht reingeflossen, also wir haben jetzt natürlich die Frage von Lieferkettengesetzen und da gibt es natürlich noch ganz viel, gerade in einem globalen ökonomischen Alltag haben wir so viele Player, die da mit reinspielen, die vielleicht auch gar nicht da reinfließen, also das sind sicherlich einfach Sachen, wo man das auch mit einem bestimmten Skepsis durchaus lesen kann, weil natürlich das Thema Greenwashing auch weiterhin präsent ist,
Speaker: Gleichzeitig möchte ich jetzt einhaken, in dem Greenwashing ist natürlich auch nur dann präsent, wenn Sustainability einen gewissen Wert in unserer Gesellschaft hat, sonst würde sich ja auch das ganze Greenwashing nicht lohnen, sage ich jetzt mal.
Speaker: Das heißt, da kann man natürlich auch wieder sehen, dass das Thema durchaus noch eine Relevanz hat, also dass Endverbraucher durchaus eben auch damit sich auseinandersetzen und das von Unternehmen auch erwarten oder natürlich vielleicht auch Investoren, die sagen,
Speaker: Okay, nur wenn tatsächlich auch der Nachhaltigkeitsstrategien, auch wenn sie nur partiell sind, mitgedacht, mitgemacht werden, ist es tatsächlich auch relevant, da rein zu investieren.
Speaker: Das finde ich tatsächlich irgendwie schon auch nochmal so negativ, vielleicht das Greenwashing ist, dann trotzdem so als positives Outcome dann auch wieder ganz relevant doch nochmal auch.
Speaker: Ja, das sind zwei super wichtige Punkte, du sagst.
Speaker: Und die werden vor allen Dingen bei Corporate Night mit in die Betrachtung eingezogen, nämlich einmalseits, wie umsatzstark oder erfolgreich sind diese Unternehmen letztendlich auch, die da in diesen Top-Parented sind.
Speaker: Und sie sind halt sehr stark.
Speaker: Also es gibt unten auch eine schöne Grafik mit dem Vergleich zum MSCI World.
Speaker: Zum Index und wie zu sagen, der Index von diesen 100 Sustainable Companies ist und der war bis, man muss sagen, bis in die letzten zwei Jahre haben sie den MSCI outperformed, also übertrumpft.
Speaker: Ja, und dann kam AI, aber das ist eine andere Story.
Speaker: Ja, da haben natürlich jetzt dann entsprechend die Unternehmen, die da auch drin sind, ordentlich gewonnen.
Speaker: Aber grundsätzlich zeigt das ja, dass diese nachhaltigen Geschäftsmodelle eine Wirkung haben, dass sie funktionieren, dass sie Umsatz generieren und dass es auch eine Nachfrage gibt.
Speaker: Und das finde ich, ist auch nochmal ganz wichtig zu sagen.
Speaker: Und gerade, wie du eingangs auch gesagt hast, in der heutigen Zeit, wo man denkt irgendwie,
Speaker: Es dreht sich alles wieder gefühlt 20, 50 Jahre zurück bei manchen Politikern, wenn man da so zuhört.
Speaker: Da kann man schon ein bisschen Angst kriegen.
Speaker: Finde ich, ist es eine wichtige Aussage und deshalb finde ich auch grundsätzlich gut, dass es diese Liste gibt und dass man sich da auch, wie gesagt, wirklich verschiedene Aspekte in den Unternehmen anschaut, auch wenn ja, natürlich die Informationen von den Unternehmen auch kommen.
Speaker: Aber dennoch, glaube ich, ist zumindest diese Aussage auch im Hinblick auf die Börsen und letztendlich auch die Rendite, die dahinter steht, die ist schon signifikant und wichtig.
Speaker: Jetzt haben wir die ganze Zeit schon mal so ein bisschen angedeutet, dass das große Unternehmen oder auch überraschende Unternehmen dabei sind.
Speaker: Nenn doch einfach mal ein paar, wo du sagst, die würden dich tatsächlich oder die haben dich überrascht oder das sind Sachen, Unternehmen und Strategien, die dich beeindruckt haben.
Speaker: Was ist dir da so...
Speaker: Also tatsächlich hat mich die Nummer 1 überrascht, weil Schneider Electric ist sozusagen das Pendant von Siemens.
Speaker: By the way, Siemens ist nicht drin in den Top 100.
Speaker: Und ich sage es jetzt mal ganz frei, das hätte ich nicht gedacht.
Speaker: Also ich hatte tatsächlich die Annahme, zumindest habe ich es so wahrgenommen, dass so ein globaler Player wie Siemens weiter ist, was das betrifft.
Speaker: Das hat mich schon ein bisschen überrascht, was mich dann nicht überrascht hat, aber ich entspannend finde, sowohl bei Schneider Electric oder so einem Windbauer aus Dänemark, der auch in den Top 5 mit ist, oder auch bei dem Unternehmen aus Deutschland, dem Solarunternehmen, was den Wechselrichter anbietet für Solaranlagen.
Speaker: Das sind alles oder eine Müllverbrennung, eine Müllkompensationsanlage ist dabei, ein großer Unternehmen aus Australien.
Speaker: Das sind alles Business Cases, die doch sehr nah an dem nachhaltigen Bemühen sind.
Speaker: Verstehst du, was ich meine?
Speaker: Also das sind alles Unternehmen,
Speaker: die sehr stark Einzelkomponenten oder eine Gesamtlösung für nachhaltigeres Wirtschaften oder für nachhaltigere Produkte, für eine nachhaltigere Wertschöpfungskette anbieten.
Speaker: Und da habe ich mich so ein bisschen gefragt,
Speaker: ist das sozusagen ein Vorteil?
Speaker: Also sind die eher in der Lage, ESG oder noch weiter gefasst SDGs in ihrem Unternehmen umzusetzen, da sie sozusagen auch aus ihrer Intention im Businessmodell, aus dem, wie sie Geld verdienen, gezwungenermaßen
Speaker: durchaus mehr nachhaltig denken und operieren, als ich sage jetzt mal das klassische andere Handelsindustrieunternehmen, das einfach eine andere Historie hat.
Speaker: Das ist eine interessante Frage, weil tatsächlich nicht das Endprodukt gemessen wird, sondern tatsächlich eher das Unternehmen als solches auf Herz und Hinn in der Nachhaltigkeitsprüfung bestehen muss.
Speaker: Und ich denke, dass sicherlich da schon aus Gründungsideen gewisse Perspektiven oder gewisse Werte mit reinfließen, zumindest im besten Fall.
Speaker: Da ist sicherlich eine Nähe da, dass natürlich auch Menschen, die vielleicht für solche Unternehmen arbeiten, auch diese Gedanken eher mit reinbringen als Unternehmen, die von vornherein vielleicht weniger mit Nachhaltigkeit assoziiert werden.
Speaker: Aber tatsächlich finde ich Schneider's Electronics auch ein interessantes Beispiel, weil es ja tatsächlich glaube ich auch schon das zweite Mal an die Spitze gewählt wurde.
Speaker: Also da kann man sich tatsächlich ein Beispiel dran nehmen.
Speaker: Und dafür finde ich diese Liste eigentlich oder diese Ergebnisse eben auch ganz spannend zu sagen, okay, das sind eigentlich best cases und best practices für andere Unternehmen, die sich da schauen können, was kann ich davon lernen.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Und was ich auch stark finde, eigentlich auch in der Aussage, das sind ja auch keine kleinen Herzen.
Speaker: Also das sind wirklich auch global agierende Unternehmen, die, denke ich mal, ohne das jetzt irgendwie herunterreden zu wollen, aber die natürlich durchaus sehr starke andere globale Herausforderungen haben, als wenn sie jetzt, sage ich mal, nur in einem Markt operieren oder in einem Markt.
Speaker: sehr stark zum Beispiel im Dachraum unterwegs werden.
Speaker: Also das sind ja alles Unternehmen, die durchaus auch in mehreren Ländern unterwegs sind und dadurch natürlich mit anderen Ansprüchen jeweils auch konfrontiert sind, mit anderer Regulatorik durchaus konfrontiert sind, was es ja nicht unbedingt einfacher macht.
Speaker: Und dennoch schaffen sie es, diese verschiedenen Aspekte, die das Thema mit sich bringt,
Speaker: im Unternehmen zu leben und sich auch stetig zu verbessern.
Speaker: Also das ist ja auch eine Aussage bei dieser Liste und durchaus haben da auch Plätze gewechselt von Unternehmen.
Speaker: Einige sind auch nach oben gerückt, andere aus verschiedenen Gründen teilweise auch nach unten alle.
Speaker: Wir sind gar nicht mehr dabei.
Speaker: Aber dennoch zeigt es ja, dass das durchaus auch eine stetige Verbesserung möglich ist, trotz aller Herausforderungen, trotz aller globalen Veränderungen, trotz, ich sage jetzt mal auch so ein bisschen gerade diesem Tenor.
Speaker: Ja, machen wir mal ein bisschen langsamer, was das Thema betrifft.
Speaker: Und das finde ich schon auch nochmal schön in der Aussage, die
Speaker: zu zeigen, dass es sich, wie gesagt, dennoch, und das wird ja ganz stark beleuchtet im Hinblick auf Umsatz und auf dann auch Rendite, lohnt.
Speaker: Genau, richtig.
Speaker: Ich glaube, die Zahl ist irgendwie, die ich gelesen habe, dass in den vergangenen fünf Jahren sind, die Unternehmen, die börsennotierten Unternehmen mit einem Nachhaltigkeitsfokus haben doppelt so schnell gewachsen wie andere Geschäfte.
Speaker: Also tatsächlich, das ist schon, finde ich, auch eine
Speaker: eine Größe, die man durchaus respektieren muss und sich als Unternehmen, die sich vielleicht gerade mit einer Nachhaltigkeitsstrategie stärker auseinandersetzen, durchaus eben zu Gemüte führen können und sagen, was machen die bereits, was kann ich davon adaptieren und sich dafür tatsächlich auch Zeit nehmen.
Speaker: Und ich denke, das steckt eben auch in diesen Unternehmen drin, weil du hattest gerade auch diese globalen Herausforderungen angesprochen mit unterschiedlichen Regulatorien in unterschiedlichen Ländern.
Speaker: dass das natürlich auch keine Sache ist, die man von jetzt auf gleich macht, sondern wirklich eine durchdachte Strategie ist.
Speaker: Und dafür muss man sich Zeit nehmen.
Speaker: Wenn man sagt, man möchte sein Unternehmen weiterentwickeln, man möchte sein Unternehmen auch nicht nur aus ethischen Perspektiven anwenden,
Speaker: die Nachhaltigkeitsziele oder die ESGs anpassen, sondern tatsächlich auch aus einem ökonomischen Wachstums oder nicht mal nicht mal einem Wachstumsgedanke, sondern das Unternehmen soll unser Leben in den nächsten Jahren, dann glaube ich, ist es ganz wertvoll, sich daran mal ein Stück weit zu orientieren.
Speaker: Absolut.
Speaker: Und was da glaube ich auch noch mit schön reinspielt, sage ich jetzt mal, ist,
Speaker: dass es natürlich auch Unternehmen sind, wie ich schon gerade sagte, die durchaus so Einzelkomponenten anbieten, die wiederum in ein anderes Produkt fließen, in ein anderes Angebot fließen.
Speaker: Und das ist ja das, was wir auch schon auch besprochen haben und das, was wir auch so ein bisschen als, ich sage mal, Entwicklung und ich glaube, als positive Entwicklung sehen, die
Speaker: letztendlich auch nicht mehr aufzuhalten ist, dass ja dadurch letztendlich auch Unternehmen betroffen sind, die vielleicht erst mal jetzt nicht sehr nachhaltig denken.
Speaker: Aber wenn natürlich so eine Komponente irgendwo anders einfließt, dann ist man ja Teil einer Wertschöpfungskette.
Speaker: Und diese Wertschöpfungskette, das ist ja auch der Anspruch dahinter,
Speaker: sollte so möglichst nachhaltig, wie es nur geht, gestaltet werden oder wird, wie es nur geht, nachhaltig gestaltet.
Speaker: Und somit schließt sich so ein bisschen auch dieser Kreis von diesen Diskussionen, die wir durchaus auch hatten in Bezug auf die Regulatorik in der EU.
Speaker: Selbst wenn ich da jetzt sozusagen nicht in die genannten Größenklassen falle von Unternehmen, die berichtspflichtig sind, auch jetzt bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen,
Speaker: bin ich durchaus dennoch irgendwann oder vielleicht auch ziemlich bald betroffen, je nachdem, welchen Teil in der Wertschöpfungskette ich von jemand anders einnehme.
Speaker: Und das finde ich schon auch mal eine wichtige Aussage bei dieser Frage, die wir eingangs hatten.
Speaker: Zahlt sich Nachhaltigkeit aus bzw.
Speaker: lohnt sich Nachhaltigkeit?
Speaker: Also das ist sozusagen eine berechtigte Frage, aber ich glaube, eine Antwort ist letztendlich auch, hast du eigentlich noch eine Wahl?
Speaker: Vielleicht hat die ein oder andere, aber wenn wir das jetzt mal auch global denken und wie gesagt, wir haben viele globale Unternehmen hier in diesem Portfolio, dann glaube ich, ist das auch langfristig im Sinne auch eines funktionierenden Geschäftsmodells, eines wachsenden und wir dürfen das Wort gerne in den Mund nehmen, wachsenden, florierenden Geschäftsmodells,
Speaker: Durchaus auch gar nicht mehr, wie gesagt, diese Frage, sondern die Entscheidung dahin, zumindest einen Teil dazu beizutragen und einen Teil einer nachhaltigen Wertschöpfungskette zu werden.
Speaker: Ja, das und nicht nur Teil der Wertschöpfungskette zu werden, sondern tatsächlich auch, und das denke ich, kann man auch von diesen Unternehmen, die dort gelistet sind, lernen oder das ist ja auch etwas, was häufig auch schon versucht wurde umzusetzen, dass ökologische Maßnahmen durchaus eben ökonomische Vorteile mit sich bringen oder auch soziale Maßnahmen ökonomische Vorteile mit sich bringen.
Speaker: Also dass das, was man vielleicht erst mal denkt, ich muss viel rein investieren oder was kostet mich das eigentlich, dass das sich so eine Langfristigkeit auszahlt.
Speaker: Und hier finde ich tatsächlich auch nochmal wirklich diese Zukunftsperspektive einzunehmen.
Speaker: Wir haben einfach einen Klimawandel, an dem es eine Adaption braucht.
Speaker: Man muss darauf reagieren.
Speaker: Man muss auch teilweise flexibel reagieren können.
Speaker: Man muss ein resilientes Unternehmen werden.
Speaker: Auch in dieser Begriff der Resilienz strafaziert ist ja Brinklinder.
Speaker: passt er einfach an diese Situation rein.
Speaker: Und da ist es einfach wichtig, das Future Project nennt diese Transformation Eco-Transition, also wirklich zu schauen, wie kann ich mich so adaptieren, um an diese zukünftigen Herausforderungen anzupassen, die teilweise auch nicht so unbedingt direkt messbar sind.
Speaker: Ich weiß manchmal eben nicht, was mich als Unternehmen betreffen wird.
Speaker: Also brauche ich eine gewisse Flexibilität und Resilienz für diese Punkte.
Speaker: Und das, denke ich, sich einfach nochmal bewusst zu machen, und das finde ich, ist wirklich auch eine rationale und sehr logische Rechnung, statt vielleicht einer, ich sage jetzt mal, in Anführungsstrichen wertebasierten Strategie, ist das einfach wirklich, sollten das Argumente sein, die ziehen und die dann eben auch für die
Speaker: für eine Erstinvestition ein Argument sind.
Speaker: Absolut.
Speaker: Was ich gerne nochmal mit aufnehmen würde hier in unserer Diskussion, und da komme ich nochmal auf diese CDP-Studie zurück, wo man, wie gesagt, grundsätzlich nur in Anführungsstrichen die Klimaziele betrachtet hat.
Speaker: Also eine sehr, wie wir immer sagen, ein bisschen komplexe.
Speaker: Grüne Brille der ganzen Thematik, aber es sei erlaubt.
Speaker: Und wir hatten vorhin schon gesagt, dass die Bekleidungsindustrie sehr gut abschneidet im Hinblick auf die Zielerreichung.
Speaker: Und durchaus auch Verkehr, also Transport schneidet hier sehr gut ab.
Speaker: Geschuldet vor allem auch dort dargelegt natürlich dem ganzen Elektrikboom.
Speaker: Da würde ich gerne noch mal so ein bisschen reingehen, weil das ist ja unser immer werdendes Thema im Tourismus.
Speaker: Das ganze Thema Mobilität, Transport ist ja ein Riesenteil der Reise.
Speaker: Da ist es nun mal so, brauchen wir, um zu reisen, sonst kommt man ja nicht von A nach B. Und sagen wir mal, lassen wir mal jetzt den Flug außen vor.
Speaker: Wir wissen, der Status quo, was das betrifft, da sind wir leider noch nicht so weit.
Speaker: Also man
Speaker: versucht, da neue Wege zu beschreiten.
Speaker: Aber da haben wir natürlich noch viel Luft nach oben, beziehungsweise ist das auch eine Kostenfrage.
Speaker: Das muss sich auch natürlich letztendlich für die Unternehmen rechnen, beziehungsweise ist dann die Frage, was kostet dann so ein Flug und so weiter und so fort.
Speaker: Aber schauen wir mal vielleicht auf den erdgebundenen Transport, also alles, was es da so derzeit gibt.
Speaker: Da würde ich ja jetzt mal ganz pauschal sagen, Mensch, da ist doch jetzt richtig was drin für den Tourismus, oder?
Speaker: Also wenn der Transport anscheinend doch die Möglichkeit hat, jetzt im Hinblick auf Klimaziele da deutlich besser dazustehen, dann kann es ja eigentlich gar nicht mehr so schwer sein, oder?
Speaker: Ja, sicherlich bedingt.
Speaker: Also man muss natürlich auch schauen, Transport ist natürlich so das Thema Mobilität auch eher so eine Infrastruktur als nur eine einzelne Branche.
Speaker: Also das sind natürlich auch sehr spezifische Unternehmen oder sehr spezifische Zahlen dann immer.
Speaker: Ich denke so gerade hier in
Speaker: oder nicht nur hier in Deutschland, sondern generell sind wir natürlich noch stark auch vom Auto abhängig.
Speaker: Und auch wenn natürlich E-Mobility eine Alternative ist, ist es vielleicht trotzdem nicht unbedingt die Lösung am Ende des Tages, die für uns für einen nachhaltigen Transport zur Verfügung stellt.
Speaker: Und gleichzeitig kann man natürlich auch sehen,
Speaker: dass wir stark weltweit auch stark wieder einen Fokus auf China haben, in den großen westlichen Ländern und das zum Teil eben auch ganz klar aus ökonomischen Gründen.
Speaker: Also ich habe letztens in der New York Times einen Artikel gelesen über ein Unternehmen,
Speaker: in New York, die sich bewusst einen Standort gesucht haben, wo sie eben Schienenbehandlungen haben, um dann direkt vom Hafen ihre Produkte dort anliefern zu lassen.
Speaker: Also tatsächlich, wo in Unternehmen schon auch der Standort so gewählt wird, dass man eben aus praktischen, logistischen, wirtschaftlichen Gründen
Speaker: eine nachhaltigere Lösung sucht und das fließt da sicherlich mit ein.
Speaker: Aber zurück auf den Tourismus.
Speaker: Ich denke, da gibt es auch natürlich viele gute Strategien und viele Ansätze, die dann sicherlich mit auch reinspielen, ob es nun ein Zug ist von Großbritannien, der direkt in die Skigebiete nach Frankreich fährt oder so und Skier mit transportiert.
Speaker: Das ist so das eine sicherlich oder vor Ort dann eben, dass es in Südtirol zum Beispiel ein
Speaker: eine Möglichkeit gibt, überall mit dem Bus zu fahren.
Speaker: Das sind tolle Aktionen und die sicherlich auch für einen nachhaltigeren Urlaub, sag ich jetzt mal, für nachhaltige Transportmöglichkeiten da sind.
Speaker: Also ich glaube, wir sind da schon auf einem Weg, aber es ist noch viel Luft nach oben.
Speaker: Wie ist deine Einschätzung dazu?
Speaker: Also ich glaube, dass sozusagen die Antriebsform, sage ich es mal so, ist das eine bei diesem großen Thema Mobilität.
Speaker: Und ich glaube, da haben wir jetzt schon mit der Elektromobilität einen Riesensprung gemacht.
Speaker: Auch wenn es da, ich weiß, durchaus auch kürzeste Stimmen gibt, in dem Blick auf
Speaker: Ich sag mal, dass das eigentliche Modell und wie so ein Auto dann elektrisch betrieben wird und das ganze Batteriethema etc.
Speaker: Dennoch glaube ich, dass wir da einen großen Sprung gemacht haben und dass es nun aber die Aufgabe sein wird,
Speaker: In dem Sinne, dass man jetzt mal so ein bisschen zum Teil dieses Antriebsmodell geändert hat, im Sinne von, dass es schon sauberer ist, ist nun die Aufgabe, entsprechende Mobilitätslösungen oder Angebote zu entwickeln, Modelle zu entwickeln,
Speaker: die diesen anderen Aspekt von Mobilität, Verkehr reduzieren.
Speaker: Also im Sinne von, dass es sich nicht mehr staut, dass man in bestimmten Städten, Regionen sich frei bewegen kann, ohne dass man sprichwörtlich immer auf die Straße gucken muss, kommt jetzt ein Auto von links und rechts.
Speaker: Ich habe gerade auch ein Projekt zum Thema Nutsching in Nationalparken, dass ich nicht mehr bis an die Waldgrenze fahre, was für ein Auto auch immer, sondern mein Auto weiter weg stehen lasse und mir dann aber ein Angebot gemacht wird, wie komme ich denn jetzt zu dem entsprechenden Weg oder wie gut ist das Angebot oder wie komme ich zum entsprechenden Eingang und so.
Speaker: Also diese ganzen Überlegungen, ich glaube, die müssen jetzt kommen und die können kommen und die kommen auch schon.
Speaker: Also die werden auch schon gemacht.
Speaker: Aber die sind tatsächlich jetzt für mich noch mit einer entscheidendsten oder entscheidendsten Frage, die beantwortet werden müsste.
Speaker: um tatsächlich auch dieses Thema grundsätzlich zu beleuchten.
Speaker: Ich glaube, die Annahme und das ist ja auch so ein Aspekt zu sagen, jetzt haben wir das vielleicht sauberer gemacht und damit Haken dran.
Speaker: Das ist nicht.
Speaker: Das reicht nicht.
Speaker: Da kommen wir wieder so ein bisschen zum Eingang.
Speaker: Was ich sagte, es ist gut, wenn man diese ökologische Perspektive beleuchtet und die ist richtig und wichtig bei der Nachhaltigkeit.
Speaker: Aber wir haben auch noch ganz viele andere Aspekte, die bei dieser Betrachtung sehr, sehr wichtig sind.
Speaker: Bei einem guten Tourismus, bei einem akzeptablen Tourismus, bei einem Tourismus, den man auch genießen kann, sowohl die, die kommen, als auch die, die in den Orten leben.
Speaker: Und da brauchst du definitiv noch weitere Modelle, andere Lösungen.
Speaker: Genau, ich denke auch, dass, was du gesagt hast, diese Infrastruktur als solche eben dementsprechend anzupassen, ist sicherlich der nächste ganz kritische Punkt.
Speaker: Und gleichzeitig eben auch, würde ich sagen, und auch wenn das vielleicht ein bisschen
Speaker: harsch klingt, natürlich die Nutzer entsprechend auch ein wenig noch stärker zu sensibilisieren.
Speaker: Also ich weiß, dass du ja zum Beispiel auch ohne Auto, ich sage jetzt mal aus meiner Frankfurter städtischen Großstadtperspektive auf dem Dorf wohnst.
Speaker: Und was ja sicherlich irgendwie...
Speaker: Was natürlich jetzt nicht so sicherlich auch Herausforderungen da ist, aber das sind, denke ich, Modellbeispiele, die einfach Schule machen sollten.
Speaker: Und je mehr Menschen eben auch entsprechend nach Angeboten fragen, dann entwickeln sich auch entsprechende Angebote, die eben solche Produkte zur Verfügung stellen.
Speaker: Und da dann tatsächlich auch auf Zugang und auf niedrigschwelligen Zugang zu achten, ist auch nochmal ein ganz großer Vorteil.
Speaker: Ganz gleich, ob es nun eine Großstadt ist oder im nicht-urbanen Raum.
Speaker: Die Vernetzung, dieses Teamless Mobility, sei es einen Zugang, sei es erstmal die Infrastruktur zu schaffen oder natürlich dann sozusagen auch, wie buche ich etwas?
Speaker: Brauche ich irgendwie 120 verschiedene Anbieter und Apps oder so?
Speaker: geht das wirklich nahe los.
Speaker: Und darüber sprechen wir ja eigentlich auch schon seit mehreren Jahren.
Speaker: Aber ich glaube, dass wir jetzt tatsächlich an einem Punkt sind, wo sich, das braucht ja manchmal eben auch hier längerfristige Geduld, man muss es auch hier wieder nicht nur über zwei Jahre sehen, sondern über eine gewisse Perspektive
Speaker: Und da, finde ich, hat sich schon auch ein Umdenken getan, auch wenn natürlich jetzt gerade durch einen Politikwechsel vielleicht Band jetzt nicht unbedingt erleichtert wird.
Speaker: Aber wenn man sich nochmal den ökonomischen Mehrwert anschaut und damit auch wieder dann zurück zu den Corporate Night Studie und auch zu der CDP Studie, zeigt es sich, dass sich das einfach eben auch rentiert.
Speaker: Absolut.
Speaker: Also es war auch noch mal ein wichtiger Punkt, den du gerade angesprochen hast, da wirklich auch die Reisenden, die Verbraucher, die Bürger und Bürgerinnen auch so ein bisschen in Anspruch zu nehmen, sage ich mal.
Speaker: In die Verantwortung.
Speaker: Angebote zu machen, die sozusagen, wie du sagst, auch gut funktionieren.
Speaker: in Anspruch genommen werden können.
Speaker: Aber andererseits glaube ich, braucht es durchaus auch gerade bei unserem doch sehr autoverliebten Land noch auch ein bisschen Bewusstseinsbildung hin zu einem vielleicht anderen Mobilitätsverhalten.
Speaker: Und da ist ganz spannend, dass noch kurz vielleicht zum Ende aus diesem Nudging-Projekt, wenn man da wirklich mal tiefer geht, warum bestimmte Menschen etwas tun und warum sie sich so verhalten,
Speaker: Dann steckt der Teufel wie immer im Detail.
Speaker: Und das ist, was du auch sagst, das ist, glaube ich, wichtig.
Speaker: Und da sollten wir uns so ein bisschen bewahren.
Speaker: Da gibt es auch nicht diese Pauschalaussagen und Lösungen.
Speaker: Also wir sind da, finde ich, teilweise auch manchmal sehr schnell.
Speaker: Da wird dann immer so beurteilt und...
Speaker: Wenn der zwei Autos hat, dann fährt der niemals Rad.
Speaker: Oder wenn du Kinder hast, dann brauchst du unbedingt ein Auto.
Speaker: Oder wenn du älter bist und all diese Dinge.
Speaker: Und ich will sagen, da sind auch viele menschliche Ebenen drin und persönliche Ebenen drin.
Speaker: Auch wie hat man es gelernt, wie ist man aufgewachsen.
Speaker: Und das dauert wirklich.
Speaker: Aber ich glaube tatsächlich, wenn man bereit ist, und ich glaube, das ist tatsächlich auch eine große Aufgabe im Tourismus, mal so ein bisschen wirklich reinzugehen in die verschiedenen Milieus, in die Zielgruppen und sich wirklich Gedanken zu machen, weil nicht jeder nimmt nur mal ein E-Bike.
Speaker: Es ist einfach so.
Speaker: Manche wollen auch gar kein E-Bike.
Speaker: Ganz einfache Aussage.
Speaker: Weil ja so, ich sag mal, dieses E-Bike boomt ja jetzt und das ist für viele sicherlich super relevant.
Speaker: Aber heißt auch jetzt nicht, dass wir an jeder Ecke eine eBay-Verleihstation brauchen?
Speaker: Ja, da ist es immer eine Frage, wer kommt, wer nimmt das in Anspruch, wer pflegt das und so weiter und so fort.
Speaker: Also ich will das gar nicht ausweiten.
Speaker: Ich will nur sagen, dass wir uns erlauben sollten, da wirklich auch tiefer reinzugehen und durchaus auch gemeinschaftlich mit den Nutzern so Dinge zu entwickeln.
Speaker: Weil das ist tatsächlich, glaube ich, auch viel, viel mehr wert für eine langfristige Inanspruchnahme.
Speaker: Ja.
Speaker: Und damit dann eben auch vielleicht nochmal weg von dem rein unternehmerischen Gedanken, mit dem Thema Nachhaltigkeit integriert, hin zu einer Strategie, die tatsächlich dann auch wieder Destinationen brauchen oder nicht nur Destinationen, sondern auch einfach jedes Management, jedes Stadt, jede Kommune braucht einfach eine Mobilitätsstrategie, die wirklich verzahnt ist.
Speaker: Und da merke ich teilweise,
Speaker: dass ich das nicht erlebe, dass da tatsächlich eine übergeordnete Mobilitätsstrategie ist, die verschiedene Anbieter, verschiedene Zielgruppen in den Fokus nimmt und schaut, wie kann sozusagen nicht etwas gegeneinander ausgespielt wird oder gegeneinander ausgetauscht werden, sondern wirklich, wie kann ein Miteinander entstehen.
Speaker: Und ich glaube, das macht dann auch die Lebensqualität aus.
Speaker: Das macht es auch die Option, gibt die Option, Alternativen eben auch auszuprobieren,
Speaker: und zu nutzen.
Speaker: Und ich denke, dann ist es auch ein in sich organisches Wachstum möglich für eine andere Mobilität.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Da sind wir schon fast wieder am Ende.
Speaker: Ich bin ja hier auch wieder wie immer die Frau mit der Uhr.
Speaker: Schließen wir doch mal diese schöne Runde, unsere erste hier mit live und in Farbe quasi.
Speaker: Nachhaltigkeit.
Speaker: Zahlt sich Nachhaltigkeit aus?
Speaker: Was sagst du?
Speaker: Was würdest du jetzt sagen?
Speaker: So ganz kurz zusammengefasst.
Speaker: Ich glaube, aus der Perspektive der Zukunftsforschung gibt es da gar keine Diskussion.
Speaker: Nachhaltigkeit ist einfach ein Riesenthema.
Speaker: Nachhaltigkeit muss mitgedacht werden.
Speaker: Das ist kein Nice-to-have mehr, schon lange nicht mehr, sondern das muss in allen drei Säulen einfach fokussiert werden.
Speaker: Punkt.
Speaker: Sehr gut.
Speaker: Da kann ich mich nur anschließen und ich glaube, ich würde auch das so ein bisschen hier hernehmen, was der CEO von Schneider Electric gesagt hat.
Speaker: Sie verstehen das Thema nicht als Add-on, sondern es ist sozusagen eine fundamentaler Antriebskraft.
Speaker: Ich übersetze das jetzt mal so, er hat es nicht so wörtlich gesagt, aber es ist eine fundamentale Antriebskraft.
Speaker: für ihre Strategie und für ihr Unternehmensdasein und auch so ein bisschen für ihre, ja, ich sag mal, für ihr Überleben.
Speaker: Und ich glaube, wenn man es wirklich so versteht und weniger im Sinne, das muss ich jetzt machen und jetzt muss ich einen Bericht erstellen und all diese Dinge, was natürlich am Anfang absolut berechtigt ist, wenn man einsteigt, dann ist das auch erstmal eine Riesenaufgabe.
Speaker: Aber wenn man so weit gekommen ist, dass das wirklich so, ne,
Speaker: integriert im Denken ist, ich glaube, dann ist man auf dem richtigen Weg und dann muss man es vielleicht auch gar nicht mehr Nachhaltigkeit nennen, sondern dann ist es einfach die Strategie des Unternehmens.
Speaker: Wunderbar.
Speaker: Damit schließen wir bitte die Runde.
Speaker: Wir können schon verraten, was wir dann in der nächsten Folge haben für alle, die es interessiert.
Speaker: Da kommt nämlich nochmal eine Impulse for Travel Episode.
Speaker: Unsere letzte.
Speaker: Also ihr erinnert euch, Impulse for Travel, das ist ja unsere Initiative.
Speaker: Zusammen mit dem VIR haben wir die ins Leben gerufen.
Speaker: Also uns heißt Realizing Progress, unser Netzwerk, unser Beratungsnetzwerk.
Speaker: Und 2020 ist das passiert, mitten in der Corona-Krise.
Speaker: Und wir haben...
Speaker: mit ganz vielen Akteuren für den Tourismus eine Vision geschrieben, ein Manifest veröffentlicht, in welche Richtung es gehen sollte, könnte.
Speaker: Und das schauen wir uns jetzt hier 2025 nochmal an und schauen nochmal rauf, wo stehen wir da und wo müssen wir vielleicht durchaus besser werden, anpassen.
Speaker: Und dann wird am Ende des Jahres ein neues Manifest entstehen.
Speaker: Und dazu haben wir gesprochen mit Florian Bauhuber und Michael Faber von Realizing Progress.
Speaker: Und ja, das wird die nächste Folge sein.
Speaker: Und damit würde ich sagen, wünsche mir einen schönen Tag.
Speaker: Bis ganz bald, schaltet wieder ein und ja, alles Gute.




