Transcript
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Next Stop Future.
Speaker: Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt und hier mit uns im digitalen Raum dabei seid.
Speaker: Wir haben heute einen Gast mitgebracht, das ist der Alex Mürschel von Realizing Progress, also dem Beraternetzwerk, wo wir auch dazugehören.
Speaker: Und er ist seit geraumer Zeit ganz intensiv zum Thema KI unterwegs in der Tourismusbranche
Speaker: Und daher haben wir ihn heute auch eingeladen, um mal einen Blick auf diese zu werfen bzw.
Speaker: auf das Thema KI und mal zu schauen, wo stehen wir denn da eigentlich aktuell?
Speaker: Man liest viel, man hört viel, man bekommt durchaus vielleicht, wenn man interessiert ist,
Speaker: auch einiges mit in Bezug auf die Entwicklungen der Modelle und der Möglichkeiten und Tools, die da so im Raum stehen.
Speaker: Und die Frage ist aber, wie viel wird davon wirklich jetzt genutzt?
Speaker: Wie viel wird davon auch in den Unternehmen schon umgesetzt oder letztendlich in Prozesse integriert?
Speaker: Wie sieht es da auf der Führungsebene aus?
Speaker: Was bedeutet das letztendlich auch für die Entwicklung im Tourismus, für
Speaker: die Veranstalter für das touristische Produkt, für die Buchung, für die Kunden letztendlich auch perspektivisch.
Speaker: Und was sind vielleicht derzeit auch so ein paar Hürden, die da immer noch so ein bisschen bei uns vorhanden sind, nicht nur im Kopf, vielleicht auch tatsächlich in der Praxis, warum es mit dem Thema dann doch nicht so vorangeht.
Speaker: Und wir schauen auch ein bisschen in die Zukunft.
Speaker: Also wie wird es denn perspektivisch wo aussehen, wenn wir über Generative AI sprechen?
Speaker: Wo wird es wie genutzt?
Speaker: Was macht das auch mit dem Thema Tourismus, mit dem Thema Reisen?
Speaker: Also all das reißen wir heute hier in diesem Podcast an.
Speaker: Und ich kann so viel sagen, es ist ein sehr tolles Gespräch geworden mit vielen, vielen Aspekten, die das Thema umfasst.
Speaker: Wir konnten nicht auf alle eingehen in der Tiefe, aber wir haben versucht, möglichst viel mitzunehmen und zu besprechen.
Speaker: Und damit wünsche ich viel Spaß beim Zuhören.
Speaker: Ja, hallo in die Runde.
Speaker: Herzlich willkommen hier auch an unseren Gast heute.
Speaker: Der Alex ist bei uns, der wird sich aber gleich vorstellen.
Speaker: Wir kennen ihn nämlich ganz gut, ne Anja?
Speaker: Auch schon ein bisschen näher, so ein bisschen mehr als unsere letzten Gäste, würde ich jetzt mal sagen.
Speaker: Genau, weil wir arbeiten auch schon seit länger Zeit zusammen.
Speaker: Und wir haben heute uns ja das Thema KI mal auf die Agenda gehoben und wollen mal so ein bisschen wieder reinschauen.
Speaker: Status quo machen und gucken, wo stehen wir denn da eigentlich.
Speaker: Speziell natürlich in der Tourismusbranche, das ist so heute auch wieder unser Fokus.
Speaker: Und damit würde ich aber jetzt mal sagen, Alex.
Speaker: Herzlich willkommen.
Speaker: Stell dich mal vor.
Speaker: Sehr gerne.
Speaker: Schön, dass ich dabei sein darf.
Speaker: Hallo zusammen.
Speaker: Ich bin Alex Mierschel, bin Berater im Tourismus-Kontext im erweiterten Sinne.
Speaker: Sehr viel Digitalisierung, Innovationsthemen und damit natürlich auch künstliche Intelligenz.
Speaker: Ich sitze in Frankfurt am Main, begleite sowohl Destinationen als auch Tourismus-Unternehmen der Privatwirtschaft, also Reisebüros, Reisebüroketten, Reiseveranstalter bis hin zu den Verbänden.
Speaker: Und ja, habe mir da so ein bisschen meinen Schwerpunkt entwickelt.
Speaker: Ich durfte vor zwei Jahren auch im Bundestag im Tourismus Ausschuss als Sachverständiger ein bisschen so unseren Damen und Herren Politikern und Politikerinnen einordnen, wo wir so stehen und freue mich auf die Folge.
Speaker: Ja, wir uns auch.
Speaker: Und du hast es ja jetzt gar nicht erwähnt, wir arbeiten ja zusammen, also bei Realizing Progress.
Speaker: Genau, Realizing Progress.
Speaker: Netzwerk, wo wir unterwegs sind und natürlich dieses Thema ganz stark behandeln.
Speaker: Ja, ich würde gerne noch kurz zum Einstehen, weil das ja oft manchmal so ein bisschen übereinander geworfen wird, weil hier auch
Speaker: KI im Titel steht.
Speaker: Also wir reden vor allen Dingen über Gen-AI, also generative KI, die sozusagen in der Lage ist, eigenständig neue Inhalte zu probieren.
Speaker: Also Texte, Video, Bild, Musik, Code, Daten, was man sich so vorstellen kann.
Speaker: Und das ist ein bisschen noch ein Unterschied, ich sag mal, zur klassischen KI, die irgendwie klassifiziert, analysiert,
Speaker: und sozusagen Muster erkennt, all die Dinge, die auch schon ziemlich lange eingesetzt werden in verschiedenen Zusammenhängen.
Speaker: Nur damit es so ein bisschen klar ist, wenn wir immer so KI in den Mund nehmen und da immer so ein bisschen hin und her wechseln,
Speaker: dass wir hier natürlich so ein bisschen sehr stark auf die Gen AI gucken.
Speaker: Beziehungsweise vielleicht ordnen wir es an irgendeiner Stelle dann auch nochmal ein, weil tatsächlich ist Gen AI irgendwie so, dass das, ich will nicht sagen Buzzword, aber der Schwerpunkt, den im Moment viele auch im Tourismusumfeld haben.
Speaker: Aber KI kann und wird sehr bald ja auch sehr viel mehr in der Branche auch verändern.
Speaker: Ja.
Speaker: Absolut.
Speaker: Ja, das sollten wir auf jeden Fall tun.
Speaker: Aber jetzt lassen wir mal raufschauen.
Speaker: Du hast es ja schon in deiner Vorstellung gesagt, du bist ja da durchaus jetzt viel unterwegs, siehst viel, bist auch bei den Unternehmen drin.
Speaker: Und da würde uns jetzt mal interessieren und ich glaube auch unser Publikum, wo stehen wir denn da eigentlich so aktuell an?
Speaker: Es wird viel gepostet, sprichwörtlich mein LinkedIn-Thread ist voll mit Themen zu KI.
Speaker: Die Medien sind auch durchaus reich bestückt.
Speaker: Du hast jetzt kürzlich vorgestern oder gestern ein Interview für NTV gegeben.
Speaker: Genau.
Speaker: Glaube ich.
Speaker: Also es ist ja sehr präsent und dann fragt man sich aber so ein bisschen, was passiert denn wirklich so auf der praktischen Ebene?
Speaker: Das ist natürlich auch ganz spannend, gerade auch in dem Kontext, den du eben schon einführend gesagt hast.
Speaker: Das ist sehr viel Gen AI.
Speaker: Ich würde sagen, Gen AI ist auch ein bisschen das sichtbare Gesicht dieser KI-Entwicklung geworden.
Speaker: Und das ist vor allem natürlich auch das, wo jeder relativ niederspillig aufspringen kann und das auch mit relativ geringen Investments.
Speaker: Also ich sage mal so das Klassische, alles rund um Texterstellung, Content Creation,
Speaker: ist natürlich in der Touristik und generell in der Tourismusbranche nach wie vor ein großes Thema.
Speaker: Bestimmt in vielen Abteilungen auch das Tagesgeschäft, egal ob es da um non-bookable Content geht oder generell auch bestimmte Dinge in der Außenkommunikation.
Speaker: Das ist sicherlich nach wie vor eines der Schwerpunktthemen, aber es passiert schon auch mehr in Richtung Wissensmanagement, was für viele Unternehmen, gerade auch wenn wir uns anschauen, wir haben einerseits immer noch einen recht deutlichen Fachkräftemangel, Personalmangel in vielen Unternehmen und wir haben vor allem auch durch den demografischen Wandel
Speaker: Wissen, das in den nächsten Jahren ganz akut wegbricht.
Speaker: Und da ist natürlich, und das ist ein so starkes Asset für Unternehmen, auch zu überlegen, wie schaffen wir es, diese Kompetenz, dieses Wissen, diese Expertise irgendwie im Unternehmen zu halten und weiterzugeben.
Speaker: Insofern finde ich im Moment fast so diesen spannenderen Trend auch in Richtung Wissenstransfer, Wissensmanagement zu schauen.
Speaker: Und klar, ich würde sagen, der dritte große Punkt ist so alles rund um Kundenservice, Kundendialog, was zunächst vor allem in Textform stattgefunden hat.
Speaker: Und jetzt sehen wir das auch immer stärker in Audio, in Voice-Form, in Sprache, also auch Service-Center.
Speaker: erweiterte Erreichbarkeit von Unternehmen und so weiter, sind sicherlich die großen Themen, die zumindest sichtbar sind.
Speaker: Und im Maschinenraum passiert auch ganz viel, da können wir später noch mal so ein bisschen unter die Haube gucken, metaphorisch, was da so alles abgeht.
Speaker: Genau.
Speaker: Aber sag mal, bei den drei Sachen, die du jetzt genannt hast, die sehr sichtbar sind, wie du auch sagtest, wie sehr greift das tatsächlich schon auch so in diese Prozesse ein?
Speaker: Also in dieses immer werdende Thema, auch gerade beim Thema KI,
Speaker: wir erleichtern damit wirklich den Arbeitsalltag oder wir schaffen mehr Zeit für unsere Mitarbeiter oder wir sparen sogar Geld ein.
Speaker: Ist das tatsächlich schon so oder sind wir da einfach viel zu früh noch dran, um das sagen zu können?
Speaker: Ist das jetzt eher, wir probieren das mal aus und mal gucken, ob es funktioniert und was passiert?
Speaker: Ja.
Speaker: Es gibt auch da solche und solche Unternehmen, muss man ganz klar sagen.
Speaker: Der eine Part ist eher so ein bisschen aktionistisch getrieben, vielleicht auch ein bisschen experimentell unterwegs.
Speaker: Mein Gott, wir haben doch nichts zu verlieren, lasst es uns mal ausprobieren.
Speaker: Und die anderen schauen schon sehr stark auch auf ihre Kennzahlen und gucken, erreichen wir damit wirklich auch effizient Steigerungen, gehen Dinge schneller.
Speaker: Das ist natürlich schwer messbar, weil wir in der Vergangenheit nicht gemessen haben.
Speaker: Also das ist das oft Interessante.
Speaker: Wir haben uns die menschliche Arbeit viel zu selten angeguckt und wollen jetzt plötzlich die maschinelle Unterstützung messen und sagen, wir haben gar keinen Referenzwert.
Speaker: Und das stellt einige Unternehmen vor Herausforderungen.
Speaker: Aber man kann natürlich vor allem dann, wenn eine offene Kultur ist, wenn auch ein gewisses Vertrauenskonstrukt in den Unternehmen da ist, auch die Mitarbeitenden eng einbinden.
Speaker: Mitarbeitende Befragungen, wirklich auch Zufriedenheitsumfragen etc.
Speaker: Wie geht es euch?
Speaker: Fühlt ihr euch entlastet?
Speaker: Und wenn es teilweise auch nur so diese subjektive Entlastungswahrnehmung ist, kann das ja auch sehr gut zum Betriebsklima und der generellen Atmosphäre auch beitragen.
Speaker: Ich würde sagen, tatsächlich gerade so im Gen AI Bereich sehen wir definitiv Fortschritte, sehen wir Entlastungen, sehen wir auch Effizienzsteigerungen, die ganz deutlich werden.
Speaker: Die kommen aber nicht per Plug and Play einfach mal so über Nacht, sondern das ist schon ein Weg dahin.
Speaker: Du sagtest es gerade so, auch bei den Mitarbeitenden einfach mal die Rückfrage zu stellen, wie ist denn sozusagen die Akzeptanz?
Speaker: Gibt es da aus deinem Arbeitsumfeld bereits Ergebnisse, Erfahrungswerte?
Speaker: Wie ist die Bereitschaft, das einzusetzen?
Speaker: Vielleicht auch so zwischen Führungsebene und Mitarbeitendenebene.
Speaker: Gibt es da unterschiedliche Möglichkeiten?
Speaker: ja auch unterschiedliche Begeisterungsfähigkeiten für das Thema KI und Generative AA.
Speaker: Ganz, ganz wichtiger Punkt, Anja.
Speaker: Also vor allem auch die Erkenntnis, auch wenn wir das oft natürlich immer gesagt haben, es ist ein Kulturthema, es ist kein rein technisches Thema.
Speaker: Aber das wird immer deutlicher, dass die Unternehmenskultur, auch die Führungskultur, also wirklich auch die Motivation des Weitertragen durch Entscheidungsträgerinnen, durch das vor allem mittlere Management auch immer entscheidender wird.
Speaker: Und da sehen wir die, die das vorleben, die da auch wirklich so ein bisschen eine gewisse Fehlerkultur mitbringen, auch sagen, das muss nicht alles sofort morgen funktionieren.
Speaker: Wir befinden uns da wirklich in einem Transformationsprozess, die das schaffen,
Speaker: Da sehen wir tatsächlich auch, dass die Zufriedenheit und vor allem auch die Akzeptanz der Mitarbeitenden KI in ihre täglichen Arbeit auch zu integrieren deutlich steigt.
Speaker: Wenn es so irgendwie etwas im Hinterzimmer ist, da hat sich unsere Geschäftsführung mal was ausgedacht gemeinsam mit der IT oder da schwirren irgendwelche Berater rum und die erzählen uns jetzt was, wie wir unsere Arbeit schneller machen können, dann verliert man die Menschen natürlich.
Speaker: Und wir sehen vor allem und das ist, glaube ich, auch wenig überraschend grundsätzlich erst mal im deutschsprachigen mitteleuropäischen Kulturkreis ist nicht diese Digital-Offenheit da, wie es vielleicht in manchen südostasiatischen Ländern der Fall ist.
Speaker: Das heißt, wir erleben erst mal dieses Ablehnungsskepsis, gewisse Skepsis auch völlig okay.
Speaker: Aber das bedeutet natürlich auch, man hat Arbeit auch am Menschen, diese Offenheit zu schaffen und kulturell auch wirklich Veränderung zu schaffen.
Speaker: Insofern ja,
Speaker: Muss nicht alles top down sein, aber es muss natürlich von oben mitgetragen und vor allem mitgelebt werden, ganz glaubwürdig.
Speaker: Ich finde das gerade einen spannenden Aspekt, den du sagst, eine ablehnende Haltung gegenüber Technologien und Digitalisierung, das erleben wir ja eigentlich auch schon länger, gerade in unserem Wirkungskreis und andere Länder, die da durchaus eine höhere Affinität zu haben.
Speaker: Wo siehst du da im Grunde genommen auch eine Gefahr drin oder auch eine verpasste Chance?
Speaker: Oder hat es, wie du auch sagst, vielleicht durchaus auch Vorteile, ein Stück weit einen gewissen kritischen Blick auch darauf zu haben?
Speaker: Das glaube ich ganz sicher.
Speaker: Also ich selbst bin auch ein eher, vor allem Katta wird das bestätigen können, kritischer Geist, der vielleicht auch manchmal Dinge zu sehr hinterfragt.
Speaker: Und das ist glaube ich gerade bei so einem Thema wie KI, wo man vieles nicht greifen kann, wo vieles auch nicht sofort offensichtlich verständlich für jedermann ist, auch wichtig, dass man da eine gewisse Skepsis hat.
Speaker: Aber diese Skepsis sollte trotzdem in einer gewissen progressiven Offenheit münden und nicht in einer Ablehnung.
Speaker: Und insofern
Speaker: ist für mich das große Risiko, die große Gefahr, um das auch deutlich zu sagen, dass wir in Europa und im Speziellen in Deutschland schlichtweg abgehängt werden.
Speaker: Also wir haben so ein großes Potenzial, wir haben auch so eine große letztlich auch wirtschaftliche Historie, aber wir drohen gerade bei diesem Thema KI und dieser ganzen Transformation, die damit einhergeht, in vielen Bereichen wirklich abgehängt zu werden und komplett am Tropf,
Speaker: der letztlich zwei großen Player USA und China zu hängen.
Speaker: Und das birgt durchaus auch gewisse Risiken, denen man sich einfach bewusst sein muss.
Speaker: Also bei der Abgehängtheit nicht nur quasi im Sinne von der Anwendungsebene, sondern tatsächlich auch von der Entwicklungsebene, wenn ich dich jetzt richtig verstehe.
Speaker: Absolut.
Speaker: Da muss man natürlich schauen, woran liegt das?
Speaker: Generell sind wir, glaube ich, nicht so das unbedingt Gründungs-, Forschungs- und Entwicklungspositivste Umfeld in Deutschland.
Speaker: wird es gar nicht zu schlecht reden, aber da gibt es einfach in anderen Regionen nochmal deutlich bessere Chancen und auch deutlich bessere Finanzierungen.
Speaker: Aber wir sehen dieses Thema natürlich auch mit Aleph Alpha, die große deutsche KI-Hoffnung, die dann irgendwann gesagt hat, unser Weg mit den großen Sprachmodellen mitzuhalten, vielleicht auch eine Open-AI-Alternative zu bieten, den können wir nicht weitergehen.
Speaker: Wir schwenken um mehr in Richtung sicheres Betriebssystem für Behörden, für
Speaker: Konzerne, aber wir haben Stand heute kein relevantes großes Sprachmodell, kein LLM aus Deutschland, was wirklich eine Relevanz auf dem Markt hätte.
Speaker: Ich würde gerne nochmal, obwohl das Thema super spannend ist, wir kommen noch mal darauf zu sprechen, auf diese Mitarbeiterebene gehen.
Speaker: Also wenn man jetzt einigen Studienglauben mag, die es ja da jetzt auch natürlich gibt und die Unternehmen befragt haben und Umfragen getätigt haben, da ist es ja so, dass in manchen Unternehmen augenscheinlich schon 50 Prozent der Mitarbeitenden Generative AI nutzen.
Speaker: Aber sozusagen...
Speaker: für sich selbst, weil es eben nicht organisiert ist oder weil es nicht mal so einen Einstieg von oben gegeben hat oder einfach mal so ein Anstupfen.
Speaker: Wir testen das jetzt zum Beispiel mal mit einem
Speaker: Enterprise Account, gibt ja diverse Möglichkeiten, das zu tun.
Speaker: Es muss ja auch nicht nur OpenAI sein.
Speaker: Das heißt ja, augenscheinlich ist da ja schon auch, also jetzt mal im Sinne von, wir sind ja gar nicht so digital affin, doch augenscheinlich eine Affinität da zu diesen Möglichkeiten, die ja so darin stecken, weil, und das muss man ja sagen, das ja auch sehr einfach ist.
Speaker: Also wir haben ja hier keine große Zugangshürde bei diesem ganzen Thema.
Speaker: Und ich sage jetzt mal, selbst wenn man jetzt nicht so nerdig unterwegs ist oder irgendwie Informatik studiert hat, kann man relativ einfach verstehen, wie das alles funktioniert und kann es tatsächlich auch relativ einfach machen.
Speaker: Das heißt, ich weiß gar nicht so sehr, ob wir tatsächlich so in der Belegschaft, sagen wir es jetzt mal so, da so eine große Abwehr haben oder so ein bisschen so ein Hm,
Speaker: Bei augenständlich ist es ja wirklich viele Nutzen.
Speaker: Die Frage ist so ein bisschen dann für mich letztendlich tatsächlich, wie bekommt man es dann auch in den Nutzen für das Unternehmen und dann für die einzelnen Fachabteilungen und für die Mitarbeiter, sodass das nicht so unter Fernalifen läuft und alle basteln mal ein bisschen vor sich hin.
Speaker: Hast du da schon was gesehen, was funktioniert hat?
Speaker: Kannst du da so ein bisschen uns hineinblicken lassen?
Speaker: Ich muss leider noch mal so ein klein bisschen ausholen.
Speaker: Es gibt ja den Begriff der German Angst, ich glaube, im angloamerikanischen Sprachraum sehr geprägt für unsere oft Vorsicht, Besorgnis, Zögerlichkeit, auch gerade wenn es um Digitalisierung, Sicherheitsthemen geht und so.
Speaker: Und das ist dann wahrscheinlich einfach auch mit ein Grund, auch mittlerweile in vielen Führungskreisen.
Speaker: Wer möchte die Verantwortung dafür übernehmen, wenn irgendetwas schiefgeht?
Speaker: Und das ist dann wieder Fehlerkultur.
Speaker: Das ist dann eben dieses Fehlende.
Speaker: Wir können auch mal stolpern und das drückt sich nach unten aus, wie du richtig sagst.
Speaker: KI und insbesondere nennen wir es beim Namen ChatGPT, gerade auch in Deutschland.
Speaker: ist in jedem Unternehmen im Einsatz.
Speaker: Das große Problem ist nur, die Unternehmen wissen es teilweise nicht, schauen weg, wollen es nicht wissen.
Speaker: Es gibt keine klaren Richtlinien dazu.
Speaker: Es findet auf Privatgeräten statt, im privaten Accounts, da werden hochsensible Firmendaten mitunter auch hochgeladen und auch in die Systeme gebracht.
Speaker: Und diese Schatten-KI, dieser Wildwuchs,
Speaker: der ist definitiv ein großes Thema, was das einzufangen gilt.
Speaker: Und da sehe ich, wenn man auch da wieder versucht, von innen heraus mal überhaupt abzufragen, was sind eure Bedürfnisse, wer nutzt schon KI.
Speaker: Ich erlebe ganz oft, dass auch Management Ebene sagt, bei uns ist im Moment kein KI im Einsatz.
Speaker: Und wenn man mit den Mitarbeitenden spricht, sagen sie, ja klar, nutze ich jeden Tag.
Speaker: Wer dürfte es denn nutzen?
Speaker: Das weiß ich gar nicht.
Speaker: Also reden wir nicht drüber.
Speaker: Und das ist ein Problem.
Speaker: Das ist schon natürlich ein großes Thema, wenn wir über die Punkte nicht reden.
Speaker: Ganz spannend in dem Kontext, ich habe ja selbst so einen KI-Readiness-Check entwickelt und habe den bewusst auch über die verschiedenen Ebenen von Unternehmen hinweg auch so ein bisschen mal gestreut, wo sie sich selbst verorten sollen.
Speaker: Das heißt, das sind jetzt nicht 214 Unternehmen bisher, aber 214 Befragte und die verschiedenen Dimensionen.
Speaker: Wo stehen wir strategisch?
Speaker: Wie sieht es um Automatisierbarkeit aus?
Speaker: Kompetenz, Ressourcen, Governance, aber eben auch Kultur.
Speaker: Und da wird schon deutlich, gerade das Kulturthema wird von vielen bemängelt als größte Hürde.
Speaker: Und es fehlt auch oft noch an Kompetenz, muss man halt klar sagen.
Speaker: Ja, es wird da herumgespielt und ausprobiert und jeder hat auch seine Erfolge, weil es eben so niederschwellig ist, wie du sagst.
Speaker: Aber mit Kompetenz.
Speaker: ein bisschen Schulung, ein bisschen Wissensvermittlung ist dann der Hebel noch mal so ungleich größer, die Mitarbeitenden auch noch mal auf ein ganz anderes, produktives Niveau zu bringen.
Speaker: Das finde ich jetzt tatsächlich noch einen richtig spannenden Aspekt, dass du sagst, eigentlich ist die Bereitschaft bei den Arbeitnehmenden relativ hoch.
Speaker: KI einzusetzen, weil sie es bereits täglich machen und das zwar in der Grauzone, wo im Grunde genommen vielleicht die Führungsebene davon überhaupt nicht Bescheid weiß, beziehungsweise das alles nicht strukturiert ist.
Speaker: Das heißt, hier liegt ja eigentlich ein ganz großes Potenzial, nämlich eigentlich eine sehr hohe Bereitschaft gegenüber einer neuen Technologie, diese auch auf einem effizienteren Arbeiten einzusetzen, weil ich gehe mal davon aus, dass es eingesetzt wird, um eben Arbeitsprozesse, alltägliche Arbeitsprozesse tatsächlich effizienter zu gestalten.
Speaker: Das heißt, hier ist ja eigentlich eine große Chance und eher konträr eigentlich zu dieser German Angst vor Technologien.
Speaker: Vielleicht eher, und das finde ich auch nochmal einen zweiten wichtigen Punkt, den du gerade angesprochen hast, die Angst ist gar nicht bezüglich der neuen Technologie, sondern bezüglich das, was damit passieren kann oder was sozusagen damit schief gehen kann.
Speaker: Und hier würde ich tatsächlich ganz gerne nochmal vielleicht auch die Brücke schlagen zu dem, was du am Anfang gesagt hast und nämlich dieses Thema des Wissensmanagement.
Speaker: Also wie können wir eigentlich Know-how-Transfer leisten, gerade in eine Zukunft, wenn wir die Möglichkeit haben, eben dafür diese Technologien auch einzusetzen.
Speaker: Wenn Mitarbeitende das heute bereits nutzen und natürlich tatsächlich auch in Zukunft.
Speaker: Wo wären da die Stellschrauben?
Speaker: Was bräuchte es da nicht nur an einer Organisationskultur, sondern tatsächlich auch vielleicht an technologischen Lösungen?
Speaker: Wie kann das funktionieren?
Speaker: Also da wird im Moment noch viel herum experimentiert.
Speaker: Der naheliegendste Ansatz ist dann oft die sogenannten RECs, also Retrieval Augmented Generation Modelle, wo man wirklich auch neben den allgemeinen Trainingsdaten, die in den Sprachmodellen vorhanden sind, wirklich auch unternehmensspezifisches, internes Wissen nicht nur aufbereitet, sondern eben auch durchsuchbar macht.
Speaker: Also man kann sich das vorstellen wie ein, ich sage jetzt mal ein Intranet 3.0.
Speaker: Ja, da ist alles drin.
Speaker: Man hat aber nicht einfach nur eine Suchfunktion, sondern man
Speaker: In einem Dialogformat kann man mit dem System eben sprechen, Fragen stellen, Informationen rausziehen.
Speaker: Das ist in der Theorie auch wirklich ein sehr schöner Ansatz.
Speaker: Und ich glaube, auch wenn man das mit aller Ernsthaftigkeit betreibt, auch ein sehr erfolgsversprechender.
Speaker: In der Praxis sehe ich allerdings bei einigen Kundinnen und Kunden, dass es vor allem am
Speaker: letztlich ganz händischen Wissensmanagement und der Verwaltung, wer ist eigentlich zuständig dafür, Wissen zu pflegen, oft scheitert.
Speaker: Also da werden Dinge doppelt und dreifach eingepflegt, da werden Abkürzungen in Systeme gebracht, die die KI in der Form gar nicht verstehen kann, weil sie sich teilweise auch wiederholen.
Speaker: Da tauchen Redundanzen auf und so weiter.
Speaker: Also diese Komponente hinter der KI muss ja irgendwo auch eine menschliche Ebene sein, wer dafür verantwortlich ist, bestimmtes Wissen
Speaker: einigermaßen strukturiert in so ein System auch zu bringen und das stellt manche vor völlig neue Herausforderungen, weil wir immer noch sehen und damit auch zurück zur Tourismusbranche, nicht nur beim kleinen Reisebüro, sondern bis hin zu den großen Veranstaltern sind komplett heterogene Systeme im Einsatz.
Speaker: Der eine Mitarbeiter führt alles in der Excel-Liste, der nächste macht vieles noch handschriftlich und das alles überhaupt mal an Datenbasis zu digitalisieren und reinzubringen,
Speaker: ist tatsächlich auch eine wichtige Hausaufgabe, um überhaupt dann den Anschluss oder die Anschlussfähigkeit zur KI herzustellen.
Speaker: Aber ganz klar, Wissensmanagement ist ein ganz großes Thema, was technisch zu lösen ist, wenn man allerdings nicht erwartet, dass das das allwissende System ist, wo wirklich jede Information drin ist, sondern man sich wirklich auch überlegt, naja, die Informationen müssen irgendwie auch erstmal in dieses System reinkommen und dann auch gepflegt werden.
Speaker: Also ich mich dabei immer frage so ein bisschen, weil es gibt ja, also Wissensmanagement ist sozusagen, wir haben ja auch in unserem Rahmen, unseres Kingtanks, haben wir ja auch die Rollen der KI erarbeitet und da ist Wissensmanagement eine.
Speaker: Wir haben von mir auch Sparingspartner und Perspektivwechsel dabei und natürlich auch die Content-Komponente.
Speaker: Aber was ich mich so ein bisschen grundsätzlich frage, wenn ich jetzt auch so zuhöre und wenn man dann, wenn es dann ja wirklich an das Eingemachte geht, also wie kommen diese Daten jetzt eigentlich in die KI oder wie müssen sie auch erst mal überhaupt vorgehalten sein oder da sein, damit man sie nutzen kann.
Speaker: Das sind ja Themen, die wir tatsächlich auch schon lange drüber sprechen, beziehungsweise sind das ja auch Strukturen.
Speaker: in Unternehmen, die schon lange existieren, bis hin zu, dass einiges Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter ist, das überhaupt nicht notiert ist, dass das nur noch Menschen wiedergeben können.
Speaker: Und ich frage mich da so ein bisschen, aber auch mal so ein bisschen an diese anderen Themen reingeguckt, also wo die KI ja einsetzbar ist.
Speaker: Es gibt ja diesen berühmten Satz, wenn du einen Scheißprozess digitalisierst, hast du, Entschuldigung, das Wort, einen digitalisierten Prozess.
Speaker: Ob wir tatsächlich manchmal auch versuchen, jetzt das Analoge wieder in die KI zu pressen, mit allem, wie es da ist, auch mit allen Strukturen,
Speaker: Also im Sinne von der Mitarbeiter macht das, der Mitarbeiter macht das und die Führung macht das.
Speaker: Also wir versuchen sozusagen, sie eigentlich so ein bisschen draufzulegen bzw.
Speaker: unser altes Denken reinzudrücken, in der Hoffnung dann, dass sie uns hilft, das Alte besser zu machen und ein besseres Ergebnis zu erzielen.
Speaker: Müssten wir nicht vielleicht an der anderen Stelle tatsächlich komplett neu denken auch?
Speaker: Also auch ein bisschen von, sei es, wie kann man zum Beispiel jetzt Wissen auch anders generieren oder zur Verfügung stellen oder wie kann man, ich sag mal, Prozess XY vielleicht auch anders machen, weil es die KI jetzt gibt.
Speaker: Ja, weil ich sag mal,
Speaker: Das ist so ein bisschen, vielleicht ist es nicht so, ich frage das so, aber ich habe auch da jetzt so das Gefühl, wir denken immer von unserem jetzigen Status Quo und trauen uns teilweise nicht, auch vielleicht mal komplett anders ranzugehen.
Speaker: Aber klar, das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt.
Speaker: Und auch da wieder, wie gesagt, ich mag gar nicht so negativ sein.
Speaker: Ich verstehe das ja auch kulturell.
Speaker: Wir haben so einen gewissen Erhaltungsdrang.
Speaker: Wir haben einen gewissen Besitzstandswahrungsdrang vielleicht auch.
Speaker: Und der prägt sich natürlich auch in einem Umfeld der Unsicherheit.
Speaker: Und das ist wieder Offenheit, Kommunikation und so weiter.
Speaker: Wenn ich als Mitarbeiter gar nicht weiß, was die da oben vorhaben in Sachen KI oder in Sachen Transformation, dann versuche ich natürlich so viel wie möglich von dem, was ich heute habe, mitzunehmen in diese neue Welt.
Speaker: Und da muss man einfach wirklich auch offen schauen, wo liegen Pain Points, wo liegen Unzufriedenheiten und wirklich auch den Mut haben zu sagen, lasst uns alte Zöpfe doch auch wirklich mal abschneiden.
Speaker: Also wie du richtig sagst, einfach Prozesse zu digitalisieren,
Speaker: Ja, das hatten wir vor 15 Jahren, da fingen wir an, haben gesagt, jetzt kommt das papierlose Büro, ist gerade auch in der öffentlichen Hand so kolossal gescheitert, wie es nur scheitern kann.
Speaker: Aber wir reden ja nicht davon, einfach das, was wir seit zehn Jahren machen, jetzt zu digitalisieren, sondern eigentlich hat KI diese große, riesige, vielleicht einmalige Chance, auch Prozesse mal völlig neu zu denken.
Speaker: Und das muss eigentlich auch, und deswegen rede ich oft davon, keine KI ohne Strategie, weil da muss man wirklich sich genau anschauen,
Speaker: Warum machen wir das überhaupt gerade?
Speaker: Geht es uns einfach nur darum, dass wir eine Checkliste abhaken oder irgendwie mal kurz in der Fachpresse die PR-Trommel rühren?
Speaker: Oder wollen wir wirklich eine Transformation bei unserem Unternehmen voranbringen?
Speaker: Und insofern ein ganz wesentlicher Punkt, auch mal auf die Prozesse kritisch zu blicken und auch wirklich zu sagen, muss das alles morgen auch noch so sein, wie das heute ist?
Speaker: Und was denkst du, um nochmal auf die Führungsebene zu kommen?
Speaker: Die German Angst.
Speaker: Also ich glaube, die spielt tatsächlich auch so da mit rein.
Speaker: Aber ganz offen gesprochen glaube ich tatsächlich, dass auch einige gerade so ein bisschen überfordert sind.
Speaker: Also es ist ja auch sehr jung noch.
Speaker: so generell das Thema, also die generative KI, so wie wir sie jetzt auch nutzen.
Speaker: Es passiert eigentlich wöchentlich was, so ungefähr.
Speaker: Und ich frage mich da tatsächlich auch, ist man teilweise überhaupt in der Lage,
Speaker: jetzt auf so einer Führungsebene da schon so eindeutige Entscheidungen zu treffen, im Sinne von, also so machen wir es.
Speaker: Also ich glaube, wenn du so einen klaren Use Case hast, wie wir das auch klarer, ist ja dieses berühmte Beispiel, was da irgendwie vorgestellt wird, ja,
Speaker: wie viele da dann eingespart wurden.
Speaker: Oder ich sage mal jetzt auch hier im Sinne von Chatbots, Fragen beantworten, Hotellerie, da gibt es auch schon Erfolgscases, die da hergehalten werden.
Speaker: Das sind so klare Use Cases, die glaube ich auch nicht so schwierig sind umzusetzen.
Speaker: Aber wenn wir jetzt wirklich mal über dieses Kulturelle sprechen, über das Strategische, im Sinne auch des Gesamtunternehmens, dann sind das ja schon nochmal, das ist schon nochmal eine andere Hausnummer.
Speaker: Und ich frag mich da immer, also wir hatten das auch schon bei anderen Themen, ja, und nun haben wir es wieder bei dem KI-Thema.
Speaker: Wie schaffen wir es da tatsächlich, dass tatsächlich auch von der Führungsebene da Entscheidungen getroffen werden können oder Initiativen erfolgen, die wirklich bis nach unten strahlen?
Speaker: Ja.
Speaker: Jetzt braucht es dazu, ich sage jetzt mal, wie so eine extra Task Force oder wie so eine Art KI-Lab, wo man sich wirklich mal, wo zwei Leute sich hinsetzen und da buddeln die ganze Zeit.
Speaker: Was ist denn jetzt alles?
Speaker: Weil ich kann mir auch vorstellen, so im Alltag auch im Usual Business und jetzt kommt die KI da drauf, hat man ja durchaus auch gar nicht die Zeit und die Tiefen, das zu realisieren, oder?
Speaker: Witzig, dass du das sagst, weil mir hat vorgestern ein Geschäftsführer gesagt, Alex, ganz ehrlich, ich habe für KI gerade gar keine Zeit.
Speaker: Also auch so eine schöne Aussage.
Speaker: Zeigt natürlich auch irgendwo diese Fehleinschätzung des Ganzen, dass es immer noch Menschen da draußen gibt, die denken, naja, das ist ähnlich wie wir vor drei Jahren über das Metaverse und dann haben wir irgendwann über, weiß ich nicht, andere Geschichten geredet, die so vielleicht dann sich nicht bewahrheitet haben, aber in diesem ganzen Kosmos KI ist so viel...
Speaker: Geld auch gerade, so viel Entwicklung, so viel Forschung, das ist nichts mehr, was verschwinden wird.
Speaker: Also ganz definitiv so.
Speaker: Den anderen Aspekt, den du genannt hast, das ist auch ein ganz großes Thema.
Speaker: Wie stellen wir uns der Herausforderung, das wirklich auf die Führungsebene zu kriegen?
Speaker: Ich meine, wir machen auch mit Realizing Progress viel.
Speaker: Wir haben ein King Tank, wir haben ein KI-Barcamp ausgerichtet.
Speaker: Wir
Speaker: mit großer Resonanz, das muss man ja schon ganz klar sagen.
Speaker: Ich glaube aber auch durch die vielen Krisen in den letzten, sagen wir mal acht Jahren im Gesamtkosmos Tourismus.
Speaker: Wir hatten eine Thomas Cook Pleite, wir hatten eine FDI Pleite kürzlich, wir hatten natürlich die Corona-Pandemie.
Speaker: Das hat schon einige Grundregeln nochmal komplett durchmischt.
Speaker: Wir sehen auch in der Veranstalterlandschaft plötzlich einen solchen Wachstumsdruck,
Speaker: Und Schmerz auch, weil plötzlich familiengeführte Unternehmen, ich mag jetzt gar nicht Namen nennen, aber plötzlich ihren Umsatz verdoppelt haben.
Speaker: Also auch solche Sachen sind passiert, weil sich die Marktanteile neu verteilen.
Speaker: Das heißt, da ist so viel im Umschwung.
Speaker: Manche sind auch entwicklungs- und transformationsmüde, glaube ich sogar.
Speaker: Also auch das ist echt ein spannender Aspekt.
Speaker: Und dann auch der große Faktor, viele Menschen wollen auch die Wahrheit nicht aussprechen.
Speaker: Also wir haben diese Ehrlichkeit gerade nicht.
Speaker: Also ich erlebe selten, dass jemand dem Gegenüber in die Augen blickt und sagt, ganz ehrlich, wenn ihr nicht...
Speaker: quasi alles auf den Kopf stellt, dann gibt es euch in drei Jahren nicht mehr.
Speaker: Euer Geschäftsmodell ist hinfällig, das ist komplett disrumpiert.
Speaker: Also diese Offenheit und Ehrlichkeit sehen wir noch zu selten.
Speaker: Wir versuchen alle mitzunehmen, alles am Personal zu retten, alles am Geschäftsmodell zu retten.
Speaker: Aber es gibt wenige, die sich hinstellen und sagen, liebe Leute, diese ganze
Speaker: Tourismusblase auch ein Stück weit, die ist hochgradig gefährdet und dann schießen wir uns ein auf die offensichtlichen Dinge.
Speaker: Die Reisebüros meckern über Check24, die Hotels meckern über Booking.com und dann gibt es Sammelklagen und sonst was, aber eigentlich selbst ein Check24 und ein Booking.
Speaker: ist akut in seinem Geschäftsmodell gefährdet.
Speaker: Und das sich mal bewusst zu machen, dass die Regeln komplett neu geschrieben werden und wir das auch ehrlich aussprechen und auch den Mut haben, das heißt nicht Panikmodus, schon gar nicht an die Mitarbeitenden, aber wirklich zu sagen, wir müssen Dinge verändern, so kann es eigentlich nicht weitergehen und das strahlt dann in viele andere Bereiche aus, bis hin zu Nachhaltigkeit und so weiter, will ich gar nicht heute darauf eingehen, aber
Speaker: Die Auswirkungen dieses Transformationsprozesses sind kolossal und da werden ganz klar auch viele Unternehmen und auch Jobs auf der Strecke bleiben müssen.
Speaker: Kannst du da nochmal kurz... Viele hören das ja sicherlich und denken sich, warum ist jetzt Booking gefährdet?
Speaker: Vielleicht kannst du das nochmal kurz erklären, weil das ist ja durchaus auch ein relevanter Player im Markt.
Speaker: Ich will Sie jetzt gar nicht damit totschreiben oder sprechen, aber die grundsätzliche Ausgangslage ist natürlich so, dass sich der klassische Vertriebsfunnel, wie man immer so schön sagt, oder die klassische Customer Journey komplett verändert.
Speaker: Also diese KI-Systeme, die im Alltag angekommen sind, die in die Hosentasche wandern.
Speaker: Und ich sehe das bis hin zu meiner eigenen Mutter, die wirklich alles ist, aber nicht digital affin.
Speaker: und die plötzlich über den Chatbot irgendwie Reiseanfragen macht.
Speaker: Und es ist auch ein Bequemlichkeitsthema, so wie wir die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür haben, dass so ein Agent oder ein Assistent auch eine Buchung durchführt, direkt die Anfrage stellt, werden das Menschen wahrnehmen.
Speaker: wenn es angenehmer ist, wenn es sie entlastet, wenn sie einfach mal während der Arbeit ihren Chatbot Hotels recherchieren lassen.
Speaker: Und dann ist die große Preisfrage, wer wird in diesem neuen Funnel oder in dieser neuen Ablaufkette davon profitieren?
Speaker: Wo wird faktisch gebucht?
Speaker: Ich glaube jetzt nicht, dass ein ChatGPT und Co.
Speaker: eigene Buchungsressourcen aufbaut, aber sie werden
Speaker: Sie werden die Konditionen bestimmen und nicht die Player, die heute die Konditionen bestimmen.
Speaker: Und dieser Wandel wird auch einige Geschäftsmodelle, die heute von Provisionen abhängig sind und das ist in der Touristik ganz stark ausgeprägt, definitiv angreifen und auch Dinge verändern.
Speaker: Anja, du hattest.
Speaker: Also zum einen sind es verschiedene Aspekte.
Speaker: Zum einen finde ich es nochmal wichtig heraus zu kristallisieren, dass du tatsächlich auch festgestellt hast und auch sagst, und ich denke, Katharina und ich stimme hier dazu, dass dieser ganze Prozess, ein Transformationsprozess ist, der eben nicht nur an der Technologie und an KI abhängig ist, von abhängig ist,
Speaker: sondern tatsächlich, dass es auch dieser ganze Prozess einer neuen Arbeitskultur mit rein spielt, wo wir wirklich auch eine Komplexität an Themen haben, die Organisationen betreffen.
Speaker: Das heißt, es gilt ja nicht nur eine weitere Technologie zu integrieren, sondern es gilt ganz klar auch die Strukturen, wie wir zusammenarbeiten, wie wir uns als Organisationskultur verstehen, zu verändern.
Speaker: Das finde ich das eine.
Speaker: Der andere Aspekt ist das Rauschen,
Speaker: vom Signal zu unterscheiden, tatsächlich noch mal zu schauen, was ist wirklich wichtig in diesem Prozess, was sind vielleicht aber tatsächlich was bleibt.
Speaker: Das hattest du auch gerade noch mal gesagt, dass das gar nicht allen so klar ist, KI jetzt gleichzusetzen mit dem Metaverse.
Speaker: Oder ist es wirklich tatsächlich etwas, was bleibt?
Speaker: Und das finde ich tatsächlich auch nochmal dann in dem Kontext, wo du sagst, selbst deine Mutter benutzt jetzt sozusagen den Chatbot, um ihren Alltag zu unterstützen.
Speaker: Das ist ja auch wieder etwas, wo man tatsächlich sehen kann, es ist bereits so in unserem Alltag angekommen, dass es darum eigentlich gar keine Frage mehr geht, wie wird es bleiben, sondern eher sozusagen, wie gehen wir damit und wie integrieren wir das?
Speaker: Da wäre für mich noch mal die Frage, und da hatte Katharina vorhin das kurz angesprochen,
Speaker: kann sozusagen eine Führungsebene entscheiden, auf welche Technologie innerhalb von KI oder Gen AI sie setzt.
Speaker: Also was kann ich sozusagen mit diesem großen Thema von Agents zum Beispiel, also setze ich da drauf, setze ich nicht darauf?
Speaker: Also auch da, wenn ich mit KollegInnen diskutiere, die auch aus der Entwicklung von AI kommen, sie sind da ganz unterschiedlicher, haben ganz unterschiedliche Positionen.
Speaker: Wie kann ich da ein Problem finden?
Speaker: Ja, ich würde jetzt nur auf den letzten Punkt eingehen oder soll ich vorher noch kurz was auch zu den Aspekten?
Speaker: Ist das Hype, bleibt das?
Speaker: Vielleicht hole ich da ganz kurz nochmal aus.
Speaker: Also, weil du hast das eben schon richtig gesagt.
Speaker: Es ist eben nicht vergleichbar wie das Metaverse.
Speaker: Ich habe das vorher auch schon angedeutet.
Speaker: Ich glaube, KI ist weder ein Hype, noch ist das irgendeine Parallelwelt, die gerade aufgebaut wird.
Speaker: Das ist auch nochmal wichtig.
Speaker: Wir reden nicht davon, dass das irgendein Thema ist, was parallel neben unserer Gesellschaft, neben unserer Arbeitswelt, neben der
Speaker: der Politik und was auch immer stattfindet, sondern über etwas, was voll integriert eingebettet wird in unsere reale Welt in allen Bereichen und damit definitiv sichtbar wird und allumfassend ist und auch ganz spannend.
Speaker: Und ja, das widerspricht vielleicht so ein bisschen auch meiner German Angst These.
Speaker: Wenn man den aktuellen Publikationen da glauben darf, sind die Deutschen zum Beispiel das nicht englischsprachige Land mit den meisten AI Abos, also Abo-Modellen, Premium Accounts, insbesondere bei ChatGPT.
Speaker: Also die Nutzungsquote ist durchaus beachtlich und das vor allem im privaten Bereich.
Speaker: Und jetzt halt die große Frage, wie kriegen wir das ins Corporate Umfeld und dass sie gesagt, ja, wie soll ich als Führungskraft eigentlich entscheiden, auf welche Technologie wir zurückgreifen, wo setzen wir an?
Speaker: Ich glaube, ganz entscheidend ist, dass wir vielleicht nicht mit der Technologie starten, sondern erst mal mit dem
Speaker: grundsätzlichen Problemverständnis, also das wirklich auch schauen.
Speaker: Es geht nicht darum zu sagen, welches Tool können wir jetzt hier einsetzen, sondern wirklich erst mal zu schauen, wo liegen in unserer Organisation Reibungen, Wiederholungen, Zeitverluste, Unzufriedenheiten, egal ob bei Mitarbeitenden, bei Kunden, bei anderen Stakeholdern, um dann wirklich zu gucken, also
Speaker: Ich sage jetzt mal blöd, wir haben dieses Thema Form follows Function oder Use Case First, Tech Second.
Speaker: Ja, klingt alles wie so Floskeln, aber die kommen ja nicht von ungefähr.
Speaker: Wir schauen uns wirklich erst mal an, wo liegen die Herausforderungen heute, aber auch perspektivisch mit dem Wandel, der jetzt eben auf uns zukommt.
Speaker: Wo liegen auch Risikofaktoren für unsere Grundmanifeste und Grundgerüste unseres Unternehmens, um dann wirklich zu schauen, wo ist da die Lösungsebene.
Speaker: Und das kann für die einen im Bereich Agents liegen.
Speaker: Agents im Sinne von KI-gestützten Assistenten wäre so die schwache Form, bis hin zu letztlich vollautomatisierten Workflows und KI-Systemen, die letztlich Prozesse auch eigenständig ausführen, wahrscheinlich sehr bald auch eigenständig strategisch managen können.
Speaker: Auch das ist ja nochmal so ein Aspekt, der dazu kommt.
Speaker: Und da gibt es nicht die eine klare Aussage, man muss sich natürlich die Wertschöpfung angucken, Komplexitätsgrad der verschiedenen Herausforderungen auch und dann auch letztlich, wenn man sagt, wir können jetzt nicht alles auf links drehen, wie integrationsfähig ist dann eine mögliche Lösung in die bestehende Systemlandschaft oder müssen wir eigentlich wirklich nochmal auf dem weißen Blatt Papier anfangen und unser ganzes Unternehmen, unsere ganze Infrastruktur neu denken.
Speaker: Das ist dann wirklich der ganz große Wurf.
Speaker: Davor scheuen natürlich die meisten, weil das tut richtig weh, das kostet richtig Geld.
Speaker: Also muss man sagen, okay, was ist so dieser Bodensatz, den wir auf jeden Fall haben und behalten wollen?
Speaker: Und was können wir darauf aufbauen, auch skalierbar, belastbar und dabei dann auch noch Datensicherheitsthemen etc.
Speaker: berücksichtigen, Regulatorik berücksichtigen?
Speaker: Also es ist hochkomplex.
Speaker: Der Einstieg muss aber irgendwo erst mal sein, auch gerade Führungskräften, Katha hat das vorhin schon gesagt, überhaupt mal zu vermitteln, was tut sich da gerade, was sind die Chancen?
Speaker: Und
Speaker: Was passiert im schlimmsten Fall auch, wenn man das Thema komplett aussitzt oder glaubt, da macht man jetzt mal zwei Jahre die Augen zu und dann wird das schon wieder.
Speaker: Ich glaube, diese Komplexität habe ich zumindest versucht anzudeuten.
Speaker: Da können wir aber gerne noch mal tiefer reingehen.
Speaker: Was da so ein bisschen auf reingreift, wo du gerade das so erzählst, da gehe ich noch mal auf die Mitarbeiter-Ebene, also generell auf die Personalfrage.
Speaker: Also ich sage mal,
Speaker: Das ist auch so ein Gedanke, der mitspringt bei dem, was ich vorhin gesagt habe, mit dem, wir haben doch bewährte Strukturen, sagen wir es mal so, und wir haben jetzt viele Mitarbeiter, die anscheinend privat, also nicht nur anscheinend, sie tun es privat oder auch semi-
Speaker: professionell, betrieblich, ChatGPT und Co.
Speaker: nutzen, um letztendlich die Mehrwerte auch abzugreifen, die das nochmal bietet.
Speaker: Aber letztendlich haben wir, was wir perspektivisch auch bräuchten, die KI-Expertinnen und Experten, die gibt es ja so per se noch nicht, beziehungsweise nicht in rauen Mengen.
Speaker: Und die sind ja momentan auch nicht in den Unternehmen.
Speaker: Deswegen rufen die Leute ja uns, das ist ja auch sehr schön für uns.
Speaker: Aber worauf ich hinaus will, ist ja so ein bisschen, wenn man wirklich aus dieser Transformation dann perspektivisch schaffen will oder auch muss, braucht es diese Menschen ja.
Speaker: Absolut.
Speaker: Da ist ja die Frage jetzt, wie geht man da auch ran?
Speaker: Also ist das eher ein Umschulen, ein Weiterentwickeln von Menschen aus der IT oder aus der Digital Unit, die es ja auch in einigen Unternehmen gibt.
Speaker: Ist das tatsächlich auch, ich sage es mal ein bisschen übertrieben, wir brauchen perspektivisch auch ein CEO, KI reloaded, weil es sozusagen so etwas Elementares ist, dass eigentlich fast kaum ein Geschäftsführer, außer er hat eine Schreinerei vielleicht.
Speaker: oder was auch immer, daran vorbeikommt.
Speaker: Also das ist ja jetzt letztlich auch so eine elementare Frage, die man ja eigentlich schon mitdenken müsste, weil es wird immer mehr Leute geben, die da professionalisiert sind in dem Thema über die nächsten Jahre.
Speaker: Es gibt wahrscheinlich auch immer mehr Ausbildung, es wird vielleicht auch immer mehr in Studiengänge hinein, also
Speaker: integriert so rum.
Speaker: Aber das ist tatsächlich auch noch mal so ein essentieller Hebel dann, um so ein bisschen das eigene Unternehmen hin zu KI 2.0, 3.0, 4.0 zu bekommen.
Speaker: Was sind da so deine Perspektive drauf?
Speaker: Wie sollte man sich da vielleicht auch jetzt schon Gedanken machen und vielleicht auch schon suchen bzw.
Speaker: weiterbilden?
Speaker: Definitiv, da sind jetzt viele Ebenen der Frage oder der möglichen Antwort Ebene.
Speaker: Einerseits und da finde ich ist TUI zum Beispiel ein gutes Beispiel, die gehen ja diesen KI-Weg jetzt sehr konsequent versuchen, die Mitarbeitenden mitzunehmen.
Speaker: Das heißt, sie haben das nach unten auch geöffnet, sie
Speaker: Küren, ich glaube monatlich ihre AI Champions im Konzern, also Menschen, die sich wirklich auch auf der Mitarbeitenden Ebene durch besondere Erfolge hervortun, werden Assistenten gebaut und geteilt.
Speaker: Aber was sie auch an Einblicken geben und auch ich aus Gesprächen auch mitbekomme, ist vor allem, sie haben tatsächlich auch AI Success Manager aufgebaut und eingestellt.
Speaker: Also Menschen, die nicht nur rein aus dieser technischen Komponente kommen.
Speaker: Es gibt auch andere Veranstalter, auch ein Schauensland Reisen sorgt zum Beispiel dafür,
Speaker: dass sie nicht rein technisch dieses Thema angehen, sondern auch Menschen in der Art Projektmanagement haben, die wirklich auch in der gesamten Konzern, im gesamten Unternehmen gut vernetzt sind und auch da Dinge streuen, auch diese Kommunikation voranbringen.
Speaker: Das allein wird wahrscheinlich auch nicht reichen, aber vor allem, bis wir uns bewusst machen, Recruiting allein reicht definitiv nicht und gerade im Tourismus.
Speaker: Wir müssen sagen, unsere
Speaker: Gehälter und Gehaltsstrukturen in der Branche sind leider nicht konkurrenzfähig, gerade wenn wir im Tech-Umfeld schauen, wenn wir sagen, wir wollen wirklich Spezialistinnen und Spezialisten, die KI-Kompetenz mitbringen und vielleicht noch einiges an Erfahrung, dann wird das mit den bestehenden Gehaltsstrukturen im Tourismus wirklich sehr, sehr schwierig.
Speaker: Das heißt, die einzige Chance, weil eben auch KI-Experten nicht vom Himmel fallen, ist letztlich, dass wir interne Talente selbst identifizieren, ausbilden, fördern.
Speaker: Also gerade jetzt auch in dem Bereich Human Resources so viel wie möglich zu investieren.
Speaker: um auch da die Kompetenz aufzubauen, weil das werden die Zukunftsgüter sein.
Speaker: Also mag sein, dass an manchen Stellen 15, 20 Prozent der Jobs perspektivisch wegfallen, aber die Menschen, die wir zukünftig brauchen werden, die müssen diese Kompetenz mitbringen, die müssen verstehen, was da passiert und die müssen auch letztlich diese ganze Entwicklung mit begleiten können und auch streuen können.
Speaker: Insofern
Speaker: Für uns eine schöne Situation, dass im Moment die Kompetenz fehlt.
Speaker: Viele sind da auch dran, das auszubauen und zu verändern.
Speaker: Aber ich glaube, es ist nicht immer die naheliegende Lösung zu sagen, wir haben doch heute schon eine IT, wir haben doch heute schon DatenmanagerInnen, dann entwickeln wir die jetzt einfach, nennen wir die jetzt einfach KI-Innen.
Speaker: Also Stabsstelle KI oder KI Taskforce oder was auch immer.
Speaker: Das mag im Einzelfall funktionieren, aber es ist eben nicht dieser Kausalzusammenhang, zwangsläufig sind das die richtigen Personen, weil die Kompetenzen, die gebraucht werden, gehen nochmal deutlich darüber hinaus in meinen Augen.
Speaker: Du hast jetzt nochmal einen ganz spannenden Aspekt genannt, wo ich jetzt auch schon viel darüber gelesen habe, dass es einige Unternehmen oder auch Beratungen gibt, die sozusagen als Grundvoraussetzung insofern auf Personenprofile für neue Stellen
Speaker: Leute müssen sich mit dem Thema zumindest schon mal auseinandergesetzt haben und ungefähr wissen, worum es geht.
Speaker: Und da finde ich es ja so ein bisschen spannend mit Blick auch auf unsere demografische Entwicklung und auf die, die ja dann irgendwann auch, wie du ja sagtest, hoffentlich immer auch am Tourismus arbeiten.
Speaker: Also da ist ja schon so ein bisschen auch so eine, wie soll man sagen, so eine Generationsfrage drin, beziehungsweise auch eine grundsätzliche Frage drin, inwieweit grenzt man da vielleicht auch welche aus, die das nicht wollen oder nicht haben oder auch vielleicht gar keinen Zugang haben.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Also ich meine, wenn man das tatsächlich so hart auslegt und sagt eigentlich, das ist so eine Key-Komponente für das zukünftige Arbeiten in unterschiedlicher Ausbringung, natürlich, dann frage ich mich, was heißt das eigentlich für die, die da einfach vielleicht auch nicht so den Bezug haben, beziehungsweise die auch vielleicht schon ein bisschen älter sind, die wir ja auch per se jetzt nicht wissen,
Speaker: wollen.
Speaker: Also da sind ja viele Fragen drin, die sich so in den Generationen widerspiegeln bzw.
Speaker: dann auch in der Möglichkeit überhaupt in bestimmten Bereichen einzusteigen.
Speaker: Also nehmen wir mal zum Beispiel jetzt Marketing.
Speaker: Also wie viel passiert da gerade in Richtung Gen AI?
Speaker: Also mal ganz offen gesprochen, jemand, der weiß ich nicht, ich sage jetzt mal 20, 25, 30 Jahre Marketing macht und sich da jetzt aber gerade mal nicht so auseinandergesetzt hat mit dem Thema.
Speaker: Der ist ja erstmal so ein bisschen abgehängt.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Also und da auch wieder in aller Ehrlichkeit, auch wenn das weh tut, man muss eigentlich klar sagen, dass in bestimmten Konstellationen auch Management Positionen ausgetauscht werden müssen, weil es einfach Personen gibt, die diesem Transformationsbedürfnis, dieser Veränderung, die da stattfindet, schlichtweg nicht gewachsen sind.
Speaker: Und ich weiß nicht, ob man das dann als persönliche Niederlage betrachten muss oder wie viel menschliche Komponente da auch rein spielen muss.
Speaker: Ganz klar, das ist natürlich auch irgendwo ein Empathie Thema und so weiter.
Speaker: Aber es hilft ja nichts, immer nur zusätzliche Einheiten, zusätzliche Abteilungen aufzubauen, sondern auch zu gucken, sind denn die Menschen, die heute unser Unternehmen steuern, nach wie vor die Richtigen an der richtigen Stelle?
Speaker: Und das tut weh, diese Fragestellung, ganz klar.
Speaker: Aber da wird mit aller Ehrlichkeit doch die Erkenntnis wachsen bei einigen,
Speaker: Das passt vielleicht nicht so.
Speaker: Du hast es angesprochen, Marketing, Social Media, auch so ein Bereich, der ist ja bei vielen einfach so mit nebenher gewachsen und da ändert sich auch so vieles, auch fast die Fragestellung, brauchen wir das in der Form zukünftig überhaupt noch so, wie wir das heute haben?
Speaker: Und ich glaube tatsächlich, da muss man wirklich nochmal schauen, wie man auch am Kopf eines Unternehmens bestimmte Dinge neu justiert und verändert, ganz klar.
Speaker: Das zeigt für mich dann auch nochmal zwei Dinge.
Speaker: Zum einen haben wir jetzt hier wieder die Wichtigkeit, tatsächlich in der Organisationskultur, in der Organisation, im Unternehmen wirklich strukturell etwas zu verändern in allen Bereichen, gerade auch nochmal im Thema neue Arbeitskulturen und dass dieses Thema, das wir immer wieder haben, dieses Narrativ,
Speaker: KI, AI macht uns überflüssig in unseren Arbeitsplätzen, stimmt teilweise, aber sie schafft ganz klar auch neue Aufgaben und erfordert eben auch Menschen mit neuen Kompetenzen.
Speaker: Und das finde ich tatsächlich dann auch wieder so diesen spannenden Entwicklungsfeld, der vielleicht nicht für das Individuum
Speaker: im Allgemeinen immer so eine gute Nachricht ist, aber gleichzeitig zeigt es einfach, dass wir uns in unseren Fähigkeiten, in unseren Skills an diese neuen Technologien eben auch anpassen müssen, um sie dann eben auch effektiv einsetzen zu können.
Speaker: Und da sehe ich auch tatsächlich so diese Zukunftsaufgaben und auch diese Zukunftschancen tatsächlich für den Tourismus, aber natürlich auch für ganz viele andere Bereiche und ganz viele andere Branchen und Industrien und Unternehmensausrichtungen.
Speaker: Ganz, ganz richtiger Punkt auch Anja und vor allem, was du gesagt hast.
Speaker: Ja, wir machen uns vielleicht gar nicht so entbehrlich oder überflüssig.
Speaker: Ich glaube, wenn wir uns nicht mit KI beschäftigen, machen wir uns überflüssig früher oder später.
Speaker: Also auch das nochmal.
Speaker: Und wir können gerne dann hinten raus sehr positiv abschließen.
Speaker: Es gibt ja viele positive Beispiele, aber ich habe neulich den neuen Digitalmonitor von BTE mir angeschaut.
Speaker: Ich glaube, Katha, wir hatten es auch intern geteilt.
Speaker: Ja.
Speaker: Wer, also da wurden glaube ich knapp 300 Tourismusorganisationen befragt, wie es um ihre Investitionsplanung steht.
Speaker: Also wer plant oder hat bereits Investitionen in KI-Tools oder KI-unterstützte Anwendungen getätigt?
Speaker: Und da haben allen Ernstes 43 Prozent geantwortet, dass sie keinerlei Investitionen in KI-Tools oder KI-gestützte Anwendungen planen.
Speaker: Und 70 Prozent haben bisher keinen Cent in diesem Bereich investiert.
Speaker: Und jetzt wird das auch ganz unterschiedliche Gründe haben.
Speaker: Es wird auch an Budgets liegen.
Speaker: Tourismus als freiwillige Leistung ist schnell mal auf der Kürz- und Streichliste der Politik, ganz klar.
Speaker: Aber wir brauchen diese Investitionen.
Speaker: Wir brauchen sie in die Technologie.
Speaker: Wir brauchen sie aber auch ganz klar in Kompetenz, in Schulungen, in Wissensaufbau, in Wissensausbau.
Speaker: Auch die KI-Verordnung sieht seit Februar vor, dass Unternehmen ihre Mitarbeitenden schulen müssen, Governance aufbauen müssen, Konzepte erzeugen.
Speaker: erarbeiten müssen, wie Kompetenzvermittlung bei ihnen aussieht.
Speaker: Und das ist jetzt ein halbes Jahr in Kraft.
Speaker: Und wenn wir ganz ehrlich auf die Organisationen schauen, haben die wenigsten tatsächlich sich damit auseinandergesetzt.
Speaker: Ja, es gibt viele positive Beispiele, auch viele, die wir in dem Bereich begleiten dürfen.
Speaker: Aber die Mehrheit verschließt die Augen noch davor und sagt, ja, da können wir uns im Moment einfach nicht mit beschäftigen oder wollen es vielleicht auch nicht.
Speaker: Und das halte ich für fatal tatsächlich.
Speaker: Ja, ich würde gerne noch mal kurz auf dieses, wir machen uns überflüssig oder das ist ja immer die reisigere Headline, so und so viele Menschen haben dann keine Arbeit mehr und kennen wir alles.
Speaker: Gerne noch mal, nehme ich noch mit einem anderen Aspekt rein.
Speaker: Ich glaube tatsächlich, dass wir nicht überall, aber dass wir uns an einigen Stellen mehr nützlich machen, nämlich gerade auf der sozialen Komponente, kulturellen Komponente,
Speaker: im Unternehmen.
Speaker: Einfach weil bestimmte Dinge einfach automatisiert laufen und man nicht irgendwie die 50.
Speaker: E-Mail nochmal mit Ja, mache ich, Punkt.
Speaker: Schöne Grüße und was es da so alles gibt und einfach mal ein schönes Beispiel, was ich neulich auch gehört habe.
Speaker: Unternehmen sage ich natürlich nicht, aber sozusagen ein Manager in einem Unternehmen hat von sich die
Speaker: einen Appartar erstellt.
Speaker: Und der bekommt natürlich auch diverse Fragen.
Speaker: Also es ist ein Mittelständer, ist jetzt kein großer Konzern und ein Mittelständer, da gibt es jetzt nicht nur 50 Ebenen oft dazwischen.
Speaker: Da geht teilweise auch vieles noch direkt.
Speaker: Und der bekommt halt ganz viele Nachfragen, Anrufe und so weiter.
Speaker: Und er hat es jetzt so gemacht, dass diese Dinge dann gebündelt werden
Speaker: Und er stellt dann sozusagen mit seinem Avatar relativ regelmäßig so kleine Videos.
Speaker: Und die sind dann allen zugänglich und da geht er auf jede Fragen ein.
Speaker: Und er beschäftigt sich tatsächlich nur face to face mit den richtig schweren Fällen.
Speaker: Also mit den Dingen, wo es richtig hakt, wo Leute vielleicht auf einer persönlichen Ebene ein richtiges Problem haben und hat dadurch eine riesen Entlastung geschaffen für sich.
Speaker: Weil er nicht auf diese ganzen einzelnen Anfragen noch jedes Mal eingeht und nochmal den Hörer abnimmt und so weiter und so fort.
Speaker: Und das ist vielleicht nochmal auch ein ganz spannender Aspekt, dass wir ja durchaus, ja, ist ein bisschen schwülstig vielleicht, aber vielleicht auch die Chance haben, durch KI an bestimmten Stellen mehr Mensch wieder zu sein.
Speaker: In Organisationen, in unseren überlasteten Strukturen und mit allem, was wir da immer so haben.
Speaker: Und das ist, finde ich, auch nochmal einen nennenswerten Aspekt im Sinne auch, das mit einem positiven Komponent zu betrachten, was da auch an möglichen Hebeln in der Organisation sind.
Speaker: Ja, da bin ich ganz bei dir.
Speaker: Anja, sorry.
Speaker: Da ist halt auch dieses alte Thema wieder drin, dass Technologien, egal ob wir sind,
Speaker: KI haben oder auch früher andere Technologien tatsächlich dazu beitragen können, dass wir wieder mehr Zeit fürs menschliche Miteinander haben können, wenn wir sozusagen etwas wirklich effizient auslagern und zwar nicht auf Kosten der Menschen, sondern tatsächlich zum Nutzen der Menschen.
Speaker: Also hier wirklich auch nochmal diesen Human-Centered-Ansatz nochmal zu verankern und zu sagen, wir machen das nicht, um sozusagen primär etwas den Menschen zu schaden,
Speaker: sondern tatsächlich, um etwas Soziales zu generieren.
Speaker: Und das finde ich so als Grundhaltung für Unternehmensprinzipien, die sich auch diesem Thema der KI öffnen und damit arbeiten, ein ganz zentrales Prinzip.
Speaker: Genau und das finde ich nochmal einen guten Punkt zu sagen, so geht man vielleicht auch in so einen Prozess rein.
Speaker: Weil das ist das, was mich auch so manchmal ein bisschen stört, ehrlich gesagt.
Speaker: Also auch so in der Kommunikation, da geht man dann so rein und dann ist immer so, also dieses Dach darüber, naja, die KI kommt jetzt und dann würden wir da einsparen und hier einsparen und das ist nicht mehr und du machst das nicht mehr.
Speaker: Also jetzt übertrieben gesagt, aber das ist ja meistens das Narrativ.
Speaker: oft, sagen wir es mal so.
Speaker: Das Narrativ ist ja nicht, hey, schaut mal, ich sage es jetzt mal so ein bisschen vielleicht auch illusorisch, aber wie schaffen wir denn für euch mehr, ich sage mal, Quality Time hier im Unternehmen im Sinne von mehr sozialer Interaktion, whatever das Resultat ist.
Speaker: Also es wäre ja auch ein Denke, in so einen Prozess zu starten.
Speaker: Total wichtig und ich glaube, das kann man durchaus auch, das muss ich gar nicht widersprechen.
Speaker: Also auch die Dinge, die wir jetzt bisher gesagt haben, ich glaube, wir sehen ja auch ein Stück weit eine Verschiebung der Rolle des Menschen.
Speaker: Also wir haben sehr viel vom klassischen Ausführenden, also sehr viel operativ.
Speaker: Wir machen alles.
Speaker: Und jetzt müssen wir auch neu lernen zu sagen, manche Dinge werden wir zukünftig auch mehr bewerten.
Speaker: Da geht ja auch viel Verantwortung mit einher.
Speaker: Aber wir werden vielleicht nicht mehr alles selbst ausführen, manches vielleicht auch erst in der Rückschau bewerten.
Speaker: Und da sind wir dann auch, wenn das ja auch oft so nach Phrase klingt, die KI als virtuelle Kollegin, als neue Mitarbeitende ist schon auch etwas, was faktisch eintreten muss und eintreten wird.
Speaker: Genauso wie es der neue Sparingspartner in allen Lebenslagen im Privatbereich ist, wird es eben auch ein Sparingspartner im beruflichen Kontext sein.
Speaker: Und insofern verschieben sich da einfach einige Dinge und das ist wieder der kulturelle und organisatorische Wandel und nicht nur die reine Technik.
Speaker: Und auch was Anja gesagt hat, da bin ich ganz dabei.
Speaker: Also da müssen wir einfach vielleicht auch ein Stück weit uns die Zeit geben, das zu akzeptieren, dass sich da Dinge verschieben.
Speaker: und dass wir das auch in die Organisation tragen und die Mitarbeitenden mitnehmen.
Speaker: Aber am Ende ist das auch eine ganz große Chance, wie du gesagt hast, Katha, sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren.
Speaker: Und die muss jedes Unternehmen für sich auch bewerten.
Speaker: Ist das besserer Kundenservice?
Speaker: Ist das, sich den wirklichen Problemfällen anzunehmen?
Speaker: Ist das mehr Wertschöpfung zu erreichen, egal welcher Dimension es sei?
Speaker: Ist es mehr Nachhaltigkeit?
Speaker: Was auch immer es sein mag.
Speaker: Aber was sind eigentlich unsere wichtigsten Ziele?
Speaker: Und wenn wir uns darauf konzentrieren, dann
Speaker: verschwenden wir auch deutlich weniger Zeit für unnötige Dinge und Begleiterscheinungen.
Speaker: Sehr schön, du bist jetzt schon so in der Zukunft, in der Zukunftsperspektive.
Speaker: Das ist sehr wunderbar.
Speaker: Das wollten wir hier zum Abschluss mal so ein bisschen auch skizzieren, wohin geht die Reise?
Speaker: Und ich sage mal auch, das darf man ja verraten, in unserem King Tank haben wir darüber auch schon gesprochen, so ein bisschen in die Richtung, wo landen wir denn eigentlich irgendwann mit all den Entwicklungen, die wir da sehen.
Speaker: Wir hatten vorhin auch schon ein bisschen kurz dieses Thema Buchung angesprochen, also wie und wo
Speaker: sucht man erst mal und wie und wo bucht man dann eigentlich in der Zukunft.
Speaker: Also wenn man das ja mal so, das haben wir ja besprochen, Alex überspitzt sieht, hat man ja irgendwann sein Telefon, sein Smartphone so rum, spricht zu dem und der sagt einem dem was und schickt einem höchstwahrscheinlich die ganzen
Speaker: Informationen mit Buchungslink an die E-Mail, wenn man das so eingestellt hat oder in WhatsApp oder whatever.
Speaker: Und somit jetzt mal einen drastischen Szenario suche ich gar nicht mehr.
Speaker: Ich komme gar nicht mehr auf die Plattform, weil es ja auch, wie du auch vorhin sagtest, sehr bequem.
Speaker: Ich muss mir diesen Aufwand gar nicht mehr machen.
Speaker: Ist das so, wo wir landen werden?
Speaker: Wie siehst du das?
Speaker: Ist das gut?
Speaker: Was macht das?
Speaker: Wie ist dein Blick drauf?
Speaker: Wirft viele neue Herausforderungen auf, wenn das wirklich so kommt.
Speaker: Niemand hat die Glaskugel, um zu sagen, ob das so kommt.
Speaker: Aber wir sehen ja heute schon die Auswirkungen.
Speaker: Wir sehen im Vergleich von Chatbots versus klassischen Suchmaschinen,
Speaker: wie sich da Traffic zahlen.
Speaker: Ja, das ist ein Riesenmarktanteil, den die klassischen Suchmaschinen immer noch haben und vor allem hatten.
Speaker: Die Verschiebung dauert ein bisschen, aber wir sehen sie.
Speaker: Sie findet statt.
Speaker: Aus Bequemlichkeit ist ja ganz logisch, statt irgendwie 10 oder 20 blaue Links zu erhalten und nach dem Motto, such dir mal selbst raus, was passt, erhalten wir eine individuell zugeschnittene Antwort und dass das in der Breite der Gesellschaft auf Akzeptanz stößt, wenn es nicht Blödsinn ist oder komplett falsche Antworten, sondern auch qualitativ hochwertig ist,
Speaker: Ist ja logisch, dass da sich auch Veränderungen breit machen wird und das gilt dann letztlich für alle Bereiche.
Speaker: Wir müssen auch vor allem verstehen, wenn wir oder wenn Unternehmen es schaffen, wirklich zu einer Art Super App zu werden.
Speaker: Ja, in China haben wir das in Teilen schon.
Speaker: Ich weiß nicht, wie sehr wir das auch in Europa wollen, aber es wird bestimmt kommen.
Speaker: dass es Apps geben wird, die einfach quasi alles über uns wissen.
Speaker: Die kennen unsere Sorgen, unsere Ängste, unsere finanzielle Situation, die wissen, was wir arbeiten, wann wir Urlaub haben, wie wir Urlaub machen wollen und so weiter.
Speaker: Und wenn diese Daten individuell mit dieser globalen Intelligenz eigentlich verschnitten werden, dann ist definitiv auch zu erwarten, jetzt mal Datenschutz, Datensicherheit ein Stück außen vor, das muss natürlich geklärt sein, aber dann ist zu erwarten, dass wir einfach Empfehlungen kriegen, dass
Speaker: wir Lebensalltags Erleichterungen bekommen, die individuell auf uns zugeschnitten sind.
Speaker: Ob das der individuelle Gesundheitsmanager in der Hosentasche ist, ob das dein Urlaubsplaner in der Hosentasche ist, aber das wird auf Akzeptanz stoßen.
Speaker: Es wird sicherlich den Gegentrend bei einigen geben, die sagen, der Faktor Mensch ist für mich deutlich wichtiger geworden.
Speaker: Aber seien wir doch mal ganz ehrlich, wollen wir vier oder fünf Mal Ping-Pong spielen, um einen Termin zu finden oder ist das fein für uns, wenn die KI den Termin einfach
Speaker: weil die Kalender miteinander sprechen, von sich aus vereinbart und wir wissen, das passt.
Speaker: Diese Erleichterungen, die werden wir kurzfristig sehen und alles, was dann hinten rauskommt, glaube ich, kann schon durchaus dafür sorgen, dass sich Logiken verändern.
Speaker: Und da wird es sicherlich, also nach wie vor auch der Faktor Mensch wird definitiv seine Bedeutung, seine Relevanz in ganz vielen Bereichen haben.
Speaker: Auch dieser Vertrauensfaktor Mensch wird wahrscheinlich sogar umso wichtiger.
Speaker: Also auch diese Vertrauensfaktor
Speaker: Vielleicht sogar dann im analogen Raum, weil was können wir digital noch glauben?
Speaker: Wie können wir Echtheit verifizieren?
Speaker: Wie können wir Identitäten verifizieren?
Speaker: Auch das wären neue Herausforderungen.
Speaker: Insofern das Gespräch, Auge in Auge jetzt mal salopp gesagt, wird, glaube ich, auch noch mal eine ganz andere Wertigkeit bekommen.
Speaker: Aber im Großen und Ganzen in der Breite werden wir sehen, dass sehr viel mehr noch digital stattfinden wird und sehr viel mehr auch mit KI-Unterstützung in allen Bereichen unseres Lebens stattfinden wird.
Speaker: Wunderbar, das ist doch ein schönes Schlusswort.
Speaker: Vielen Dank, dass du da warst.
Speaker: War mir ein Fest.
Speaker: Vielen Dank euch beiden und weiterhin so viel Erfolg mit eurem Podcast.
Speaker: Ja, danke dir, danke dir.
Speaker: Wir haben ja noch kein Thema für die nächste Folge, also lasst euch überraschen.
Speaker: Manchmal machen wir das spontan, manchmal haben wir auch schon ein klares Bild.
Speaker: Wir sind ja auch ein bisschen in der Urlaubszeit, das müssen wir auch sagen.
Speaker: Insofern haben wir uns da diesmal noch ein bisschen was offen gelassen.
Speaker: Vielen Dank für diese schöne Runde.
Speaker: Wie immer kommentiert, liked, teilt, wenn euch die Folge gefallen hat.
Speaker: Und ja, der Alex, den findet ihr online.
Speaker: Wir verlinken hier aber auch nochmal seine Seite unten in den Shownotes.
Speaker: Und auch die einzelnen Studien, die wir erwähnt haben, die verlinken wir auch, damit ihr so ein bisschen einen Überblick habt über diese Daten, die wir hier so ein bisschen reingeworfen haben.
Speaker: Genau, und damit würde ich sagen, einen schönen Tag euch noch und eine gute Zeit und bis zum nächsten Mal.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Danke schön.
Speaker: Ciao.




