Transcript
Catharina Fischer: Ja, ein herzliches Hallo zu einer neuen Folge von Next Stop Future.
Catharina Fischer: Es ist wieder eine besondere Folge, denn sie steht unter dem Hashtag-Titel Impulse for Travel, wenn man so sagen möchte.
Catharina Fischer: Und Impulse for Travel ist und war sozusagen eine Initiative 2020 ins Leben gerufen, mitten in der Corona-Krise.
Catharina Fischer: Die Welt stand still und so auch der Tourismus, muss man sagen.
Catharina Fischer: Und da haben wir damals zusammen auch mit dem Verband Internetreisevertrieb ganz viele Akteure, Akteuren aus der Branche zusammengerufen, aus der Tourismusbranche, haben gesagt, wir müssen was tun.
Catharina Fischer: Wir müssen oder sollten den Tourismus vielleicht ein bisschen neu denken.
Catharina Fischer: Da sind viele Dinge, die durchaus vielleicht anders laufen könnten und die vielleicht auch anders laufen müssen in der Zukunft.
Catharina Fischer: Und das haben wir getan.
Catharina Fischer: Wir haben uns zusammengefunden mit diesen Akteuren.
Catharina Fischer: Wir haben viele Gespräche geführt.
Catharina Fischer: Wir haben dann auch einen Think Tank durchgeführt mit ungefähr 30 Expertinnen und Expertinnen aus der Branche.
Catharina Fischer: Der hat leider Gottes wie damals so vieles digital stattgefunden.
Catharina Fischer: Wir wollten eigentlich nach Leipzig.
Catharina Fischer: Das hat aber nicht funktioniert aufgrund von Corona.
Catharina Fischer: Und einer, der dabei war bei dieser digitalen Runde, war der Ralf Wiemann.
Catharina Fischer: Und der ist heute auch hier.
Catharina Fischer: Ihr werdet ihn gleich kennenlernen.
Catharina Fischer: Und wir wollen mit Ralf und der Anja natürlich zusammen mal auf das Manifest schauen.
Catharina Fischer: Wo steht der Tourismus?
Catharina Fischer: Wo steht die Tourismusbranche?
Catharina Fischer: Was haben wir denn so geschafft in den letzten fünf Jahren?
Catharina Fischer: Und was haben wir vielleicht noch so als Aufgabe auf unseren Zetteln stehen?
Catharina Fischer: Und damit steigen wir jetzt gleich ein.
Catharina Fischer: Viel Spaß!
Anja: Hallo, hallo Katharina und hallo Ralf.
Anja: Wir haben heute wieder einen Gast.
Anja: Katharina hat es gerade angekündigt.
Anja: Ralf, herzlich willkommen bei unserem Podcast.
Anja: Schön, dass du da bist.
Anja: Schön, dass du dir die Zeit nimmst, heute mit uns über das Thema zu sprechen.
Anja: Und ich würde dich ganz gerne am Anfang kurz bitten, dich vielleicht unseren Hörer und Hörerinnen vorzustellen.
Ralf Wiemann: Ja, hallo erstmals auch von meiner Seite.
Ralf Wiemann: Katharina und Anja, herzlichen Dank dafür, dass ihr mich eingeladen habt und wir über dieses spannende Thema dann gleich diskutieren.
Ralf Wiemann: Mein Name ist Ralf Wiemann.
Ralf Wiemann: Ich werde dieses Jahr zum Glück Ende des Jahres schon 60 Jahre alt.
Ralf Wiemann: Bin Geschäftsführer von Erlebe Fernreisen GmbH, sagen wir nicht mal, weil wir nennen uns seit Corona, seit 2020 auch nur noch Erlebe.
Ralf Wiemann: weil wir auch ganz viele Europaprodukte neben den fairen Reisen auch haben, deswegen passte der Name nicht mehr ganz so.
Ralf Wiemann: Ich bin auch noch Geschäftsführer bei dem Reiseveranstalter Fairway Travel GmbH, die wirklich auch faires Fairreisen auch garantieren, genau wie ich erlebe, genauso.
Ralf Wiemann: Und nebenbei bin ich auch im Vorstand des AR, der AR-Kooperation, das ist Arbeitsgemeinschaft Europäischer Reisunternehmen, auch im Aufsichtsrat des AR und auch aktiv im DRV, im Auslandsausschuss und im Krisenausschuss.
Ralf Wiemann: Und ja, das sind so meine Tätigkeiten, aber vorrangig bin ich eben
Ralf Wiemann: aktiv für Erlebe Fernreise.
Ralf Wiemann: Das ist wirklich der individuelle Reiseveranstalt für individuelle Reisen weltweit.
Ralf Wiemann: Ich sehe uns da auch als Marktführer.
Catharina Fischer: Sehr schön.
Catharina Fischer: Das heißt, wie man schon so ein bisschen erahnen kann, wir haben hier einen Fachmann mit an Bord heute, um mal da in das Manifest, in die Branche reinzuschauen und speziell natürlich auch in die Touristik reinzuschauen.
Catharina Fischer: Ralf, nochmal ganz kurz, erinnerst du dich noch gut, was heißt gut, vielleicht auch nicht so gut an 2020?
Catharina Fischer: Wie soll man es sagen?
Catharina Fischer: Ich weiß es gar nicht.
Ralf Wiemann: Ich erinnere mich sehr gut an 2020, weil ich habe sehr viel Positives da auch gesehen, auch gerade aus der Branche.
Ralf Wiemann: Da können wir gleich auch nochmal drauf zu sprechen kommen, weil es war plötzlich eine, ja nicht Aktivismus ist für mich vielleicht der falsche Ausdruck, aber alle kamen ins Handeln und alle lernten sich auch näher kennen und machten mehr gemeinsam.
Ralf Wiemann: Und das war so eine Aufbruchstimmung.
Ralf Wiemann: In der dunklen Zeit war es eine Aufbruchstimmung und das fand ich klasse und da erinnere ich mich sehr, sehr gerne dran zurück.
Catharina Fischer: Ja, das kann ich nur bestätigen.
Catharina Fischer: Also bei den ganzen Runden, die wir da auch gedreht haben, sprichwörtlich und hatten digital und dann auch bei unseren Think Tank Tagen, ich fand das durchaus sehr bereichernd und es war positiv, tatsächlich, aus allem, also trotz Verlager.
Ralf Wiemann: Absolut.
Ralf Wiemann: Und ja, wir waren nicht in Leipzig, aber ich weiß noch, wir haben eine virtuelle Stadtführung gemacht und wir waren auch virtuell gemeinsam essen.
Ralf Wiemann: Das fand ich auch witzig.
Catharina Fischer: Das stimmt.
Catharina Fischer: Alles virtuell.
Catharina Fischer: Schau, was alles geht, wenn es denn dann irgendwie sein muss.
Anja: Vielen Dank.
Catharina Fischer: Du, sag mal, also ich würde da ganz kurz nochmal so ein bisschen in das Manifest eintauchen, weil sicherlich nicht alle Zuhörerinnen das jetzt vor Augen haben und was haben die da überhaupt geschrieben.
Catharina Fischer: Also grundsätzlich haben gesagt, wir wollen eine neue oder eine andere Vision für den Tourismus beschreiben.
Catharina Fischer: Und wir wollen uns das sozusagen auch so ein bisschen als Ziel setzen für 2025.
Catharina Fischer: Das Jahr haben wir nun.
Catharina Fischer: Also der Tourismus als Zukunft- und Lebensraumgestalter ist so der große Titel.
Catharina Fischer: Und da stecken natürlich ganz viele Dinge drin, die wir da auch besprochen haben.
Catharina Fischer: Also wir haben ganz viel auch über Technologie gesprochen natürlich.
Catharina Fischer: Wir haben über Nachhaltigkeit gesprochen.
Catharina Fischer: Wir haben über die Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen gesprochen.
Catharina Fischer: Die sind ja auch ein zentraler Aspekt, also Mitarbeiterinnen als tragende Säule des Wandels.
Catharina Fischer: Wir haben aber auch über die Politik gesprochen und weigerlich.
Catharina Fischer: Das lässt sich nicht aus, sage ich mal, wenn man die Branche auch betrachtet.
Catharina Fischer: Und wir haben vor allem auch, ich sage mal, über eine vielleicht etwas andere Wertorientierung gesprochen.
Catharina Fischer: Und ich würde gerne mal das so ein bisschen vorlesen und vielleicht so als Auftakt für unseren Austausch hier nehmen.
Catharina Fischer: Das ist nämlich der dritte Aspekt im Manifest.
Catharina Fischer: Da steht eine konsequente Wertorientierung als Basis
Catharina Fischer: für die Marktausrichtung.
Catharina Fischer: Und da haben wir geschrieben, im Jahre 2025 ist die bisherige preisgetriebene Marktorientierung des Tourismus einer wertorientierten Marktausrichtung gewichen.
Catharina Fischer: In touristischen Strategien steht die Werthaltung touristischer Akteure gleichberechtigt den Bedürfnissen und Wünschen der angesprochenen Marktsegmente gegenüber.
Catharina Fischer: Im touristischen Massenmarkt wurden Kundinnen bisher oft über das vermeintlich leichteste Argument, das Preisargument, angesprochen, während weitere Differenzierungsmöglichkeiten ausgeblendet oder nur zweitrangig bearbeitet wurden.
Catharina Fischer: Diesen fatalen Weg gilt es durch wert- und zielgruppenorientierte Strategien mit entsprechenden Geschäftsmodellen zu überwinden.
Catharina Fischer: Wir erwarten, dass das Preisargument auch weiterhin eine angemessene Rolle in der Vertriebsstrategie spielen wird, allerdings im Einklang mit einer Wertorientierung und Untereinhaltung von Standards in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit.
Ralf Wiemann: Um,
Catharina Fischer: Wenn du das so hörst, was kommt dir da in den Kopf?
Catharina Fischer: Haben wir da was geschafft?
Catharina Fischer: Sind wir da schon groß anders unterwegs?
Catharina Fischer: Außer die, die das immer machen, sage ich mal.
Ralf Wiemann: Jein.
Ralf Wiemann: Ich glaube schon, dass sich in den Köpfen auch vor allen Dingen der Großveranstalter, die bisher eine reine preisgetriebene Politik auf jeden Fall bis 2020 gemacht haben, schon Änderungen ergeben haben.
Ralf Wiemann: Man sieht es auch an der Preisentwicklung der Reisen.
Ralf Wiemann: Die Preise sind ungefähr 30 bis 40 Prozent teurer geworden, verglichen mit den Preisen, die wir noch 2019 hatten.
Ralf Wiemann: Was natürlich nicht alles den Werten entspricht, sondern einfach oftmals nur den Flugzeugen.
Ralf Wiemann: Verteuerung der Flugpreise, Verteuerung der Preise der Hotels vor Ort.
Ralf Wiemann: Aber auch die Menschen vor Ort werden besser bezahlt.
Ralf Wiemann: Und das ist das Positive.
Anja: Vielen Dank.
Ralf Wiemann: Ich glaube, dass ein gerechterer Tourismus auch vor Ort stattfindet.
Ralf Wiemann: Dass auch die Großen ein wenig mehr das Thema Werte vor Ort definiert haben für sich, was die viele kleine Mittelständler schon lange gemacht haben auch.
Ralf Wiemann: Man sieht es auch vielleicht, vielleicht bin ich auch im falschen Dampf, FDI ist nicht mehr da.
Ralf Wiemann: Das waren die, die die meisten Preise mit am meisten Preise getrieben haben nach unten.
Ralf Wiemann: Es kann auch ein Grund sein, dass da der Markt sich auch bereinigt hat.
Ralf Wiemann: Aber wir sind nicht da, wo wir sein wollten.
Ralf Wiemann: Da hätten wir noch mehr tun müssen.
Ralf Wiemann: Da muss noch mehr Werte hinterher.
Ralf Wiemann: Wir sind auf dem Weg, aber vielleicht haben wir den Weg zum Drittel erreicht, noch nicht ganz.
Anja: Vielen Dank.
Catharina Fischer: Und wo würdest du ganz konkret sagen, ist noch eine große Lücke, mal so ein Themenbereich oder einen strategischen Bereich rausgegriffen oder
Ralf Wiemann: Ja, man sieht so ein bisschen auch an der Verbandspolitik.
Ralf Wiemann: Wir haben verschiedene Verbände und die sind zerstritten.
Ralf Wiemann: Anstatt an Werten gemeinsam zu arbeiten, streitet man sich über Inhalte.
Ralf Wiemann: Und das finde ich sehr schade über Streit und es geht alles nicht und ihr seid alle böse.
Ralf Wiemann: Wie es in der Streitkultur sehr gerne kommt, kommen wir nicht weiter.
Ralf Wiemann: Da müssen wir wirklich proaktiv miteinander gemeinsam daran arbeiten.
Ralf Wiemann: Da sehe ich vor allen Dingen die Verbände in der Verantwortung.
Ralf Wiemann: Nur die haben im Moment andere Mittel, andere Fokus und der behagt bin ich ganz so.
Anja: Ich würde mich so ein bisschen auch nochmal zu dem, was du am Anfang gesagt hast, da würde ich gerne nochmal anschließen, auch gerade jetzt im Kontext der noch, dass noch zwei Drittel, die noch erreicht werden müssen.
Catharina Fischer: Okay.
Anja: Was ist von dieser Aufbruchstimmung, von der du gesprochen hast, überschrieben?
Anja: Also was spürst du da noch?
Anja: Okay.
Ralf Wiemann: Ich spüre einen engeren Zusammenhalt in der Branche, dass man einfach mehr miteinander spricht und auch mehr miteinander versucht, eine Lösung zwischen den Vereinsschaltern zu finden, dass da offenere Gespräche geführt werden.
Ralf Wiemann: Dass man auch gerade im Thema, unser Tourismus ist unsere Lebensgrundhaltung und wir müssen auch die Werte vor Ort langfristiger schaffen, also langlebiger schaffen,
Ralf Wiemann: Da sehe ich schon eine große Veränderung, eine große positive Veränderung, dass da mehr geredet wird.
Ralf Wiemann: Aber der negative Punkt ist, man feiert sich wieder viel zu schnell selber.
Ralf Wiemann: Also dieses Back-to-Normal-Business, das ist viel zu schnell passiert und viele Werte wurden dann einfach nur veröffentlicht.
Ralf Wiemann: ich sag mal, nicht von der Geschäftsführung, nicht von den wichtigsten Personen gelebt, sondern eher von der Ebene darunter und das ist eigentlich sehr schade.
Ralf Wiemann: Also auch wenn ich jetzt sehe, wie jetzt auch dieses ganze Thema Femtrips wieder gemacht wird.
Ralf Wiemann: Also jeder hat nur
Ralf Wiemann: Fun und so dieses Thema Nachhaltigkeit, Treffen mit örtlichen Institutionen, das ist ja fast gar nicht gegeben.
Ralf Wiemann: Das hat mir ja eigentlich alles vorher gesagt, dass das wichtig ist.
Ralf Wiemann: Das ist einfach back to normality und das ist, ja, wir sind zu schnell wieder in unsere Wohlfühl-Komfort-Oase gekommen.
Ralf Wiemann: Das finde ich schade.
Catharina Fischer: Und würde mich nochmal so ein bisschen interessieren, also was sind da so, also ich verstehe schon, wir hatten das auch in anderen Gesprächen, dass das natürlich, weißt du, gerade so auch so ein Werteschift und damit auch letztendlich vielleicht ein
Catharina Fischer: Das geht ja ins Geschäftsmodell rein, also es müsste ja auch ins Geschäftsmodell rein.
Catharina Fischer: Das ist natürlich schwierig oder herausfordernd, sage ich jetzt mal.
Catharina Fischer: Und ich sage mal, wenn ich mir ja auch die Situation so angucke, Corona, nach Corona, das ist natürlich verlockend, auch aus der wirtschaftlichen Perspektive oder Not, die ja schon da auch bestand.
Catharina Fischer: Da kann man natürlich wieder zurückgehen, warum bestand die denn so?
Catharina Fischer: Das hat natürlich auch Gründe.
Catharina Fischer: Aber ich sage mal, da war natürlich auch eine große Nachfrage zu decken und es ging ja wieder los.
Catharina Fischer: Und dann hat man die natürlich auch bedient oder versucht zu bedienen.
Catharina Fischer: Und ich sehe all diese Punkte, ich bin da völlig bei dir.
Catharina Fischer: Aber jetzt mal so aus, du bist ja mit an der Basis, du hast ja tagtäglich damit letztendlich auch von deinem Geschäft her zu tun.
Catharina Fischer: Wie schafft man denn tatsächlich dann auch dieses Umdenken?
Catharina Fischer: Und dass sich dieses Umdenken auch wirklich niederschlägt in Handlungen, weil ich sage es jetzt mal so ein bisschen salopp und ich greife mir da an die eigene Nase, Anja und ich reden da immer oft drüber.
Catharina Fischer: Wir können, wir erzählen darüber und wir haben tolle Modelle und wir haben tolle Strategien.
Catharina Fischer: Aber am Ende des Tages geht es ja genauso, was du jetzt zum Beispiel erwähnt hast, geht es darum, dass man zum Beispiel
Catharina Fischer: die entsprechenden Produktionisten vor Ort mit einbezieht und das tatsächlich auch durchführt.
Catharina Fischer: Also was ist so aus deiner Sicht da einfach die Hürde, warum das nicht passiert?
Ralf Wiemann: Gute Frage.
Ralf Wiemann: Ich glaube einfach, dass man sich zu wenig Zeit dafür genommen hat, genau als die Zeit noch da war.
Ralf Wiemann: Also wir hatten eigentlich nie viel Zeit, weil wir mussten ja in der Corona-Zeit die ganzen Rückabwicklungen vornehmen mit wenig Personal, weil sonst hätten es viele nicht überlebt.
Ralf Wiemann: Das heißt, wir hatten eigentlich zu wenig Zeit uns nehmen können und auch teilweise genommen, um wirklich an diesem, an unserem Purpose noch weiterzuarbeiten und das in die Strategien dann umzusetzen, weil das ist wahnsinnig wichtig.
Ralf Wiemann: Das haben viele kleine Mittelständler gemacht.
Ralf Wiemann: Das habe ich, das sehe ich auch, bin ja auch im Forum an das Reisen mit Fairway, wo da sehr viel gemacht wurde.
Ralf Wiemann: Oder auch im AER genauso, im Verband hier, VIR ist es genauso.
Ralf Wiemann: Das sind kleine Mittelständler.
Ralf Wiemann: Die haben sich die Zeit genommen, die haben was geändert.
Ralf Wiemann: Die haben, also bei uns zum Beispiel, auch wenn man es mir nicht glaubt, wir haben zehn, wir sind 80 Mitarbeitende.
Ralf Wiemann: Wir haben zehn Führungskräfte.
Ralf Wiemann: Ich bin der einzige Mann bei den Führungskräften auch.
Ralf Wiemann: Das ist auch für uns ein anderer Wert, weil wir sind 80 Prozent Frauen im Tourismus, in der Industrie.
Ralf Wiemann: Nur die Führungskräfte sind zu 90 Prozent Männer.
Ralf Wiemann: Und das ist auch schon...
Ralf Wiemann: Ein Zeichen.
Ralf Wiemann: Die Führungskräfte, ich vertritt eigentlich, und das ist jetzt blöd, dass ihr mit mir das Interview führt, ich bin aber, ich glaube nicht an mich selber.
Catharina Fischer: Ja.
Ralf Wiemann: Also sprich, ich bin ein alter weißer Mann, der fast 60 ist, aber ich glaube, die Industrie braucht eben junge Nachwuchskräfte.
Ralf Wiemann: Die denken anders.
Ralf Wiemann: Also auch wenn wir gleich auf das Thema Fachkräfte zurückkommen.
Ralf Wiemann: Ich sehe eine wahnsinnige Änderung bei den Fachkräften.
Ralf Wiemann: Die haben ein anderes Selbstverständnis.
Ralf Wiemann: Und das brauchen wir auch bei den Führungskräften.
Ralf Wiemann: Nur da ist der Wechsel viel zu langsam.
Catharina Fischer: Ja, und was jetzt nochmal so konkret, auch diese, also du sagtest irgendwie Werte und wir haben uns das sozusagen nicht vorgenommen oder viele haben es sich vielleicht nicht so richtig vorgenommen, als sie hätten noch können.
Anja: Vielen Dank.
Catharina Fischer: Also das haben wir damals ja auch, ich erinnere mich, in unseren Gesprächen oft gehabt und wir haben da
Catharina Fischer: Auch in unseren Veranstaltungen, Zukunftsimpulsen, die wir da durchgeführt haben, war das immer wieder ein Thema zu sagen, jetzt schaut doch mal nach innen auch, wo sozusagen nach außen oder im Außen ein bisschen Ruhe ist.
Catharina Fischer: Was hat denn, also ich sag mal, was war denn für dich so aus deiner Position heraus, weil du sagtest auch ganz zu Anfang, du hast viel Positives mitgenommen, was hast du denn tatsächlich geändert in der Zeit oder was seid ihr angegangen?
Ralf Wiemann: Wie ich unter anderem schon sagte, wir haben uns Zeit genommen in der Firma als solches, uns Zeit genommen unsere Purpose zu überdenken.
Ralf Wiemann: Wir haben einen neuen Purpose entwickelt, gemeinsam mit allen Mitarbeitenden.
Ralf Wiemann: Wir haben dadurch neue Strategien entwickelt.
Ralf Wiemann: Wir haben unser komplettes Brand geändert, einfach weggegeben.
Ralf Wiemann: von dem Alten.
Ralf Wiemann: Wir sind, ich sag mal, auch grün geworden.
Ralf Wiemann: Vorher waren wir rot mit dem Puzzleteil.
Ralf Wiemann: Wir haben eben das Thema Nachhaltigkeit noch mehr bei uns in unseren Fokus gerückt.
Ralf Wiemann: Das ist eins unserer drei wirklich großen Ziele, eben glückliche Mitarbeiter, Nachhaltigkeit und natürlich ein wirtschaftliches Unternehmen zu sein.
Catharina Fischer: Vielen Dank.
Ralf Wiemann: Das sind unsere drei Hauptziele.
Ralf Wiemann: Und da haben wir einfach in der gemeinsamen Arbeit auch die Ziele nochmal nach oben gerückt.
Ralf Wiemann: Und
Ralf Wiemann: Da haben wir uns Zeit für genommen mit allen Mitarbeitenden, daran zu arbeiten, von extern uns beraten zu lassen.
Ralf Wiemann: Das Gleiche haben wir auch im Verband gemacht.
Ralf Wiemann: Wenn ich jetzt einen AR sehe, schaue, da haben wir uns sehr viel Zeit genommen, um genau über diese Themen zu sprechen und uns diesen Fokus zu nehmen.
Ralf Wiemann: Aber wir können nicht alle mitnehmen.
Ralf Wiemann: Also wenn ich jetzt als AR-Vorstand rede, habe ich sehr viel Diskussionen mit Reisebüros, vor allen Dingen, die dann sagen, das Thema Nachhaltigkeit interessiert uns nicht, wir brauchen mehr Provisionen.
Ralf Wiemann: Dann denke ich, dann seid ihr leider noch gestrig, also dann seid ihr leider noch vor Corona geblieben.
Ralf Wiemann: Weil du kannst nur mit einem geänderten Geschäftsmodell, mit deinem eigenen guten Purpose, mit dem Thema Nachhaltigkeit auch, mit dem Thema Wertschätzung auf allen Ebenen, in allen Bereichen, vor Ort, im Unternehmen, kannst du weiterkommen.
Ralf Wiemann: Und da geht es nicht um Geld, sondern da geht es wirklich um Werte.
Ralf Wiemann: Und wer es nicht verstanden hat, meines Erachtens, der wird irgendwann die nächsten fünf Jahre auch nicht überleben.
Anja: Das ist erstmal auch einen interessanten Gedanken, wo ich denke, ich teile ihn auch, dass du sagst, es braucht da diesen Wechsel im Denken.
Catharina Fischer: Mhm.
Anja: Mich würde jetzt auch nochmal interessieren, du hattest es eben auch nochmal angesprochen, dass die nächste Generation, die jüngere Generation natürlich auch nochmal ganz andere Ideale, ganz andere Werte, ganz andere Ansprüche mit in die Branche bringt.
Anja: Was ist so deine Vorstellung, wie dadurch sich Werte dann eben nicht nur in den einzelnen Playern, Stakeholdern, sondern eben auch in den Verbänden ändern können, wenn die tatsächlich auch nochmal wirklich ein hemmender Faktor sind an einer Transformation der Branche?
Ralf Wiemann: Vielen Dank.
Ralf Wiemann: Das sieht man am Beispiel, wenn ich das nochmal wiederholen darf, ist, wir haben damals eine Young Talents Unit gebildet mit allen Nachwuchskräften.
Ralf Wiemann: Und die hat mittlerweile mit uns fast am meisten zu sagen.
Ralf Wiemann: Die haben bei uns im Prinzip Entscheidungsbefugnisse in dem Verband, weil wir einfach davon lernen können.
Ralf Wiemann: Die geben ganz andere Ansätze im Denken an, wo ich dann, glaube ich, vor fünf Jahren noch gesagt hätte,
Ralf Wiemann: Lern du erst mal dazu und das ist noch nicht alles, was du denken kannst, aber nein, wir haben im Prinzip uns dem geöffnet, weil die Denkweise komplett anders ist.
Ralf Wiemann: Also die ist wirklich von einem Selbstverständnis geprägt, von einem Selbstbewusstsein geprägt.
Ralf Wiemann: Ich habe Vorstellungsgespräche im Unternehmen mit jungen, neuen Kollegen, die heißen, was könnt ihr denn für mich tun?
Ralf Wiemann: Das habe ich noch nie erlebt, sowas, und das finde ich klasse.
Ralf Wiemann: Und die wollen wir mehr fördern, die müssen wir mehr fördern, weil die können dann auch, glaube ich, als Initialkraft, als treibende Kräfte vorangehen.
Ralf Wiemann: Die müssen wir wirklich dahin bringen, dass sie uns auch vorantreiben, weil ich glaube, dass wir eine Generation im Moment in den Führungskräften haben, die sich treiben lassen, aber nicht treiben.
Catharina Fischer: Ich will gerne nochmal, weil letztendlich greift das ja auf verschiedenen Ebenen ein, nochmal kurz dieses Thema Nachhaltigkeit auch gerne beleuchten, weil wir es ja auch explizit als Aspekt im Manifest hatten und nach meiner Meinung auch da wirklich viel drüber gesprochen haben und gefühlt gab es so ein bisschen auch einen Aufbruch.
Catharina Fischer: Natürlich hatten wir das Thema vorher schon, vor Corona, aber ich weiß nicht, wie es dir ging.
Catharina Fischer: Also ich hatte das Gefühl, so danach,
Catharina Fischer: Und in den Folgejahren, dann jetzt zu Corona, nach Corona, war es schon noch so ein Aufbruch, was dieses Thema anbelangte.
Catharina Fischer: Also es wurde nach meinem MSN viel mehr besprochen, viel mehr diskutiert darüber.
Catharina Fischer: Wir haben auch gemerkt, in unseren Projekten taucht es viel, viel mehr auf.
Catharina Fischer: Man wollte sich tatsächlich, hat sich auch damit beschäftigt.
Catharina Fischer: Jetzt, wenn man jetzt mal so auf den Status quo schaut,
Catharina Fischer: könnte man meinen, irgendwie, das haben wir jetzt gemacht und ist jetzt gar nicht mehr so wichtig.
Catharina Fischer: Also einfach von der Präsenz des Themas her hat es doch schon durchaus sehr stark nachgelassen.
Ralf Wiemann: Vielen Dank.
Catharina Fischer: Und wir haben ja immer wieder auch diese, ich sag mal, Perspektive so ein bisschen auch,
Catharina Fischer: ist das dem Kunden wirklich so wichtig?
Catharina Fischer: Es gibt da ganz viele Umfragen und viele sagen, ja, das ist schon was, was mich umtreibt, aber du kennst es selber, wenn es dann ans Buchen geht und tatsächlich sich dafür entscheiden oder vielleicht ein bisschen mehr ausgeben, was auch immer, da sieht es schon ein bisschen anders aus.
Catharina Fischer: Also ich würde von dir gerne mal erfahren, weil du ja an der Basis bist, wie deine Sicht darauf ist, zu diesem Thema.
Catharina Fischer: Also man könnte ja sagen, okay, wir machen das jetzt einfach als Branche und wir übernehmen Verantwortung.
Ralf Wiemann: Vielen Dank.
Catharina Fischer: Und das ist sozusagen einfach ein Bestandteil unseres Produkts.
Catharina Fischer: Punkt.
Catharina Fischer: Und die Menschen da draußen haben schon eine unterschiedliche Perspektive drauf.
Catharina Fischer: Ja, und es sind nicht alles Klimaschützer und nicht jeder will die Umwelt retten und nicht jeder will kompensieren.
Catharina Fischer: Dennoch ist es jetzt tatsächlich nicht so, dass deswegen nicht mehr gebucht wird, also bei einem bestimmten Anbieter oder dass man letztendlich...
Catharina Fischer: vielleicht sozusagen sagt, nee, also mache ich nicht.
Catharina Fischer: Also mich interessiert mich einfach, wie ist denn tatsächlich so, wie ist es denn tatsächlich am Markt?
Catharina Fischer: Also wie ist dieses Thema Nachhaltigkeit angekommen?
Catharina Fischer: Wie nehmen das die Kunden auf?
Catharina Fischer: Wie haben wir es denn geschafft, das auch in den Produkten umzusetzen?
Ralf Wiemann: Ja, das muss man auch wieder auf dem Gesamtmarkt betrachten, sehr unterschiedlich sehen.
Ralf Wiemann: Also wenn ich jetzt leider sehe, dass die Kreuzfahrtbranche extrem Zuwächse hat seit Corona und immer weiter, also jetzt mittlerweile Rekordwerte hat, die es noch nie gehabt hat und immer noch nicht die Schiffe umgerüstet hat, finde ich sehr schade.
Ralf Wiemann: Also das ist einfach...
Ralf Wiemann: schon, dass der Kunde einfach noch nicht das Thema Nachhaltigkeit als wichtig ansieht.
Ralf Wiemann: Das ist das Problem.
Ralf Wiemann: Es ist unsere Verantwortung, weil es ist unsere Lebensgrundlage, eben Nachhaltigkeit zu schaffen und das auch in die Köpfe der Kunden zu bringen, dass wir wirklich vor Ort alles schaffen, dass vor Ort eine Gleichberechtigung ist, dass wirklich alle wirklich gleichermaßen partizipieren vom Tourismus.
Ralf Wiemann: Wenn du bestimmte
Ralf Wiemann: Klientel davon profitiert, dann haben wir langfristig nichts von unserem Tourismus.
Ralf Wiemann: Und das Wort Nachhaltigkeit, das habe ich damals schon in unserer Gruppe gesagt, das ist für mich noch nicht
Ralf Wiemann: ganz treffend, ich nenne es bei uns immer, positiven Impact schaffen.
Ralf Wiemann: Weil es geht mehr als um unsere Welt.
Ralf Wiemann: Da geht es auch ganz wichtig drum.
Ralf Wiemann: Wir sehen auch, die Artenvielfalt nimmt rapide ab.
Ralf Wiemann: Das Klima ändert sich rapide.
Ralf Wiemann: Und es wird immer noch nicht gesehen, dass das vielleicht auch daran liegt, wie wir uns verhalten.
Ralf Wiemann: Wie oft wir fliegen, was wir vor Ort machen.
Ralf Wiemann: Deswegen müssen alle sich eigentlich diesem Grundsatz widmen.
Ralf Wiemann: Also wir haben uns als erstes Unternehmensziel auf die Fahne geschrieben, das Pariser Klimaschutzabkommen 2030 zu erreichen.
Ralf Wiemann: Das heißt, dass wenn wir Ziele über 6000 Kilometer haben, auch mindestens sechs, zwei Wochen dann auch verreisen müssen und nicht kürzere Reisen anbieten.
Ralf Wiemann: Das werden wir einfach nicht mehr anbieten.
Ralf Wiemann: Und auch mehr Europa-Anteil haben oder unter 6.000-Kilometer-Anteil-Reiseziele haben im Verhältnis und eben gleichberechtigt mit den Partnern vor Ort da die ganzen Reisen ausarbeiten und kreieren, weil
Ralf Wiemann: Das ist einfach wichtig und die Zukunft.
Ralf Wiemann: Ansonsten verbauen wir unsere eigene Lebensgrundlage.
Ralf Wiemann: Und das machen wir gerade ganz rapide mit den Kreuzfahrten, wo jetzt zum Glück immer mehr Städte sagen, so nicht, wir möchten das anders haben.
Ralf Wiemann: Und ich hoffe, dass das noch mehr Städte machen als jetzt schon, dass wir da wirklich eine gesündere, ja, ein
Ralf Wiemann: Ich habe nichts gegen Kreuzfahrten als solches, aber die Menge macht es auch ein wenig.
Ralf Wiemann: Da müssen wir einen gesünderen Ausgleich schaffen.
Catharina Fischer: Mhm.
Ralf Wiemann: Und ich bin auch nicht gegen Leute, Touristen, die einfach in Touristengettos gehen.
Ralf Wiemann: Manchmal ist es auch besser für die Einheimischen.
Ralf Wiemann: Das ist absolut gut und wichtig.
Ralf Wiemann: Aber für mich ist einfach wichtig, Tourismus schafft Frieden.
Ralf Wiemann: Und was im Moment passiert auf der Welt, ist nicht unbedingt Frieden schaffen, sondern wir müssen...
Ralf Wiemann: die Leute in interkulturellen Austausch bringen und dafür sorgen, dass wir wirklich wieder in eine bessere, verständnisvollere Welt kommen.
Ralf Wiemann: Und das sehe ich im Moment auch noch nicht so.
Ralf Wiemann: Und das machen viele, vor allen Dingen Mittelstandsveranstalter, aber nicht die Großen.
Ralf Wiemann: Und auf die Großen kommt es aber leider an, weil die haben viel mehr Macht dahinter.
Catharina Fischer: Ja.
Anja: Wie könnte man aber tatsächlich die Großen auch mit in diesen Prozess reinbekommen und einbinden?
Anja: Und gerade, ich frage jetzt auch noch mal gerade vor der aktuellen Situation, die vielleicht eine doch auch andere ist als vor fünf Jahren, aber trotzdem haben wir natürlich gerade geopolitische Themen, die durchaus natürlich auch die Reisebranche stark mit beeinflussen werden.
Anja: Ob es nun in Richtung Ressourcen ist, wieder mehr ein Hinwenden zu Komponenten,
Anja: zu fossilen Ressourcen, aber natürlich auch, was vielleicht Reiseziele angeht.
Anja: Wie kann man in dieser Zeit oder was wäre da, was bräuchte es, um eine neue Aufbruchstimmung vielleicht auch zu schaffen?
Ralf Wiemann: Ich wollte jetzt sagen, nochmal Corona.
Ralf Wiemann: Nein, das hoffe ich niemals.
Ralf Wiemann: Aber wir müssen noch mehr in die Dialoge gehen.
Ralf Wiemann: Wir müssen noch mehr wirklich miteinander, auch mit dem großen Dialog gehen.
Ralf Wiemann: Wenn ich jetzt sehe, dass die TUI zum Beispiel leider aus dem DRV ausgetreten ist, war es nicht hilfreich.
Ralf Wiemann: Jetzt machen sie ihr eigenes Ding.
Ralf Wiemann: Wir müssen eigentlich zusehen, dass wir wieder an einen Tisch kommen und das gemeinsam machen.
Ralf Wiemann: Die TUI und auch der TUI und andere, die sind jetzt in anderen, im Futuris-Verband und Ähnliches tätig, was das Thema Umweltschutz auch anbelangt.
Ralf Wiemann: Und da müssen wir einfach noch mehr in die Austauschrunde kommen und noch wirklich dringender sagen, was anliegt.
Ralf Wiemann: Ich finde schon klasse, dass eben ein Herrn Ebel von der TUI auch mal sich ganz klar politisch aufgestellt und sagte,
Ralf Wiemann: Wenn ihr die AfD wählt, dann wählt ihr gegen den Tourismus, gegen den internationalen Tourismus.
Ralf Wiemann: Das finde ich stark.
Ralf Wiemann: Und das brauchen wir noch mehr, auch für das Thema Umwelt.
Ralf Wiemann: Ja.
Anja: Mhm.
Catharina Fischer: Aber da kommen wir ja wieder zurück zu unserem Manifest.
Catharina Fischer: Also sowas haben wir zumindest versucht damals.
Catharina Fischer: Wir haben ja versucht, möglichst viele zusammen zu rufen und auf diese gemeinsame Vision, auf dieses gemeinsame Zielbild zu blicken.
Catharina Fischer: Und das führte mich ja zu dem Gedanken auch der nationalen Tourismusstrategie oder dieses Themas einer nationalen Strategie.
Ralf Wiemann: Vielen Dank.
Catharina Fischer: Da sind wir ja auch noch nicht so ganz so, wo wir sein könnten, oder?
Ralf Wiemann: Überhaupt nicht.
Ralf Wiemann: Also da ist es am meisten im Prinzip rückläufig gegangen.
Ralf Wiemann: Wenn ich sehe, wer als Tourismusbeauftragte war, das waren eher Personen.
Ralf Wiemann: Der letzte war, glaube ich, für, wie heißt das, Meere verantwortlich.
Catharina Fischer: Ja, richtig.
Catharina Fischer: Ja.
Catharina Fischer: Ja.
Ralf Wiemann: Ja, genau, Maritim, danke.
Ralf Wiemann: Davor, der war regional im Schwabenländle verantwortlich und in seinem Wahlkreis immer sehr verbunden.
Ralf Wiemann: Also das Thema wird in der Politik immer noch nicht wichtig genommen.
Ralf Wiemann: Und wir müssen noch deutlicher machen, dass wir wirklich eine der entscheidenden Faktoren in der Wirtschaft sind.
Ralf Wiemann: Eigentlich mindestens genauso wichtig wie die Automobilindustrie.
Ralf Wiemann: Und das ist noch nicht angekommen.
Ralf Wiemann: Da arbeiten wir dran, da kämpfen wir für.
Ralf Wiemann: Aber auch die Politik sieht, dass wir zerstritten sind und nutzt das natürlich gnadenlos aus, weil eine Einigkeit ist.
Ralf Wiemann: In den Verbänden kann man sehr schlecht da im Prinzip die Lücken entdecken als in dieser Unheiligkeit, die gerade da ist.
Ralf Wiemann: Da sagt auch die Politik, warum sollen wir auf euch hören, wenn ihr euch selber erst mal streitet und nicht wisst, was ihr wollt?
Catharina Fischer: Mhm.
Ralf Wiemann: Also wir sind da sehr politisch zurückgekommen, weil wenn ich alleine schon unser Verkehrskonzept sehe in Deutschland, keine Bahn fährt mehr pünktlich.
Ralf Wiemann: Wir können eigentlich kaum Touristen in unser Land ohne schlechtes Gewissen lassen, weil die Bahnen überall anders fahren wesentlich pünktlicher.
Ralf Wiemann: Die Verkehrsinfrastruktur ist eine Katastrophe.
Ralf Wiemann: Da hat man jahrzehntelang was verschlafen.
Ralf Wiemann: Das Gleiche geht auch nach draußen hin.
Ralf Wiemann: Wir haben...
Ralf Wiemann: die höchsten Fluggebühren an allen Flughäfen in ganz Europa.
Ralf Wiemann: Das ist einfach so.
Ralf Wiemann: Und da haben wir eigentlich viel verpasst im internationalen Vergleich, aber eben auch die Verbände.
Ralf Wiemann: Nicht nur die Politiker, auch die Verbände.
Ralf Wiemann: Wenn man da noch enger in Austausch kommt und noch mehr, also da ist ein Vorbild, wir haben da schon eine fast Einheitlichkeit geschafft, bis das in die TUI rausgegangen ist.
Ralf Wiemann: Der VOSR, der grätscht da auch immer rein und sagt, die anderen sind alle böse.
Ralf Wiemann: Wenn wir das schaffen, dass wir die beiden auch noch wieder mit reinbekommen und wirklich eine Einheitlichkeit reinbringen, dann glaube ich, dann geht es auch voran in unserer Tourismusstrategie, die wir damals gemacht haben.
Ralf Wiemann: Aber ich glaube, die Zerstrittenheit hat uns zurückgeworfen.
Catharina Fischer: Das ist ja insofern so ein bisschen, ich muss jetzt ein bisschen schmunzeln, auch wenn es natürlich kein schönes Thema ist, aber mit Blick auch auf die ganzen Dinge und Projekte, die wir begleiten dürfen, ist ja...
Catharina Fischer: ist ja das oft eigentlich so der Kern der Geschichte.
Catharina Fischer: Also wir können ja viel über Transformation sprechen und wir sprechen viel über diese großen Themen und die man ja alle angehen sollte, müsste, darf.
Catharina Fischer: Und ich glaube, was das Wissen angeht und ich glaube tatsächlich auch, weißt du, zumindest hatte ich das Gefühl damals auch, was das Billiarden angeht dieser Themen,
Catharina Fischer: Da sind wir uns eigentlich viele sehr einig, also im Verständnis einfach.
Ralf Wiemann: Ja, ja.
Catharina Fischer: Und wir haben viele Tools, tolle Tools, das auch zu tun.
Catharina Fischer: Aber am Ende des Tages hast du natürlich oft gerade bei dem Thema, und wir sehen es jetzt zum Beispiel auch beim Thema KI, hast du immer diesen Kulturaspekt.
Catharina Fischer: Und der ist sozusagen in der Organisation oder der ist natürlich auch mit Blick auf so eine Branche gegeben.
Catharina Fischer: Dass es da durchaus unterschiedliche Befindlichkeiten gibt, Ängste gibt, Vorstellungen gibt, all diese Dinge.
Catharina Fischer: Und ich frage mich mal jetzt so einfach so mal ein bisschen jetzt größer gedacht, was braucht es denn, um da tatsächlich mehr zusammenwirken zu können?
Ralf Wiemann: Vielleicht auch die Offenheit von anderen Kulturen zu lernen und nicht nur den deutschen Blickwinkel immer reinzunehmen, weil wir Deutschen neigen immer dazu, das sind wir von der Art schon, erstmal alles negativ zu sehen und alles 120 Prozent umzusetzen.
Ralf Wiemann: Das bremst wir uns immer alle selber aus.
Ralf Wiemann: Wir selber sind, also jetzt erlebe, ist in einem Netzwerk mit Rickshaw Travel in Holland, mit Rickshaw Travel in UK, in Brighton.
Ralf Wiemann: Ich lerne von den anderen Kulturen und ich lerne extrem viel.
Ralf Wiemann: Nur ein Beispiel bei dem Thema KI.
Ralf Wiemann: Wir hatten ein internationales Netzwerktreffen in Holland im September und da war ein KI-Experte, Aragon, toller Name, der sah genauso auch aus wie der König hier von, das war klasse.
Catharina Fischer: Mhm.
Ralf Wiemann: Ich dachte auch schon, der wäre künstlich, aber der war echt.
Ralf Wiemann: Aber der hat das vorgestellt mit allen Chancen und Risiken.
Ralf Wiemann: Die Deutschen sagten alle, um Gottes Willen, was kommt da auf uns zu?
Ralf Wiemann: Das ist ja alles Risiko.
Ralf Wiemann: Die Holländer haben es umarmt und gefeiert und die Engländer sind direkt ins Umsetzen gekommen.
Ralf Wiemann: Die haben direkt Ideen gehabt und haben es direkt umgesetzt.
Ralf Wiemann: Und davon können die Deutschen einfach lernen.
Ralf Wiemann: Wir sind international, der Tourismus ist international.
Ralf Wiemann: Wir handeln aber oftmals als Deutsche und bremsen uns da aus.
Anja: Also mehr Mut eigentlich auch zu Experimenten, trial and error.
Anja: Mhm.
Anja: Mhm.
Ralf Wiemann: Ja, absolut.
Ralf Wiemann: Also ich habe von den Holländern gelernt, 80-20 ist das Wichtigste.
Ralf Wiemann: Warum für die letzten 20%, 100% der ganzen Energie aufwenden?
Ralf Wiemann: Das ist notwendig.
Ralf Wiemann: Eher es nicht richtig machen, dafür schneller, also nicht 100% richtig machen, dafür schneller, aber mal was ausprobieren und dann, okay, es funktioniert nicht, was Neues ausprobieren.
Ralf Wiemann: Das können wir Deutschen noch zu schlecht und da können wir schneller werden und da sollten wir einfach von anderen Kulturen lernen, weil die können es besser.
Catharina Fischer: Mhm.
Anja: Wo bremst sich vielleicht auch gerade die Branche in Deutschland nochmal zusätzlich aus?
Anja: Weil ein Punkt ja zum Beispiel auch an dem Manifest geht ja auch um die Einbindung, eine ethische Einbindung von neuen Technologien, gerade auch jetzt zum Beispiel Digitalisierung, KI.
Anja: Also was ist das vielleicht auch nochmal so ein Thema?
Anja: Wie siehst du das?
Anja: Wie ist das umgesetzt worden?
Anja: Wie ist das vielleicht auch integriert worden oder vielleicht wie bremst das auch aus?
Ralf Wiemann: Ja, ist eigentlich die gleiche Sache.
Ralf Wiemann: Ich bin da sehr, sehr offen für das Thema KI.
Ralf Wiemann: Wir haben schon Schulungen auch gemacht und wir setzen es in der Firma schon sehr stark ein.
Ralf Wiemann: Noch nicht so, wie ich es mir vorstelle.
Ralf Wiemann: Aber wenn ich andere Unternehmen, wir haben jetzt Freitag wieder eine Austauschrunde mit 30 Reiseveranstaltern vom ARR,
Ralf Wiemann: Da war für die 20 von 30 das Thema KI ganz neu.
Ralf Wiemann: Und sehen es erst mal, Moment, da gibt es doch die Vorschrift, wo ich dann was beachten muss.
Ralf Wiemann: Dann gibt es die UB-Richtlinie, wo ich das nicht machen darf.
Ralf Wiemann: Nee, da mache ich es lieber gar nicht, weil die Richtlinien bremsen mich aus.
Ralf Wiemann: Für mich die völlig falsche Herangehensweise, sondern wirklich...
Ralf Wiemann: Ich glaube, ich mache nicht alles rechtlich korrekt, wenn ich das mal so sagen darf, aber mich hat noch keiner ausgebremst und dann einfach mal wirklich da Try and Error zu machen und offen sein für die neuen Themen.
Ralf Wiemann: Also AI ist für mich das Thema, was extrem wichtig ist.
Ralf Wiemann: Ganz schnell nach vorne kommt.
Ralf Wiemann: Man sieht es ja jetzt schon an dem ganzen Thema Google Advertisement.
Ralf Wiemann: Also wenn ich jetzt Geld ausgebe, um unsere Themen nach vorne zu bringen, gebe ich das Zehnfache von dem aus, was ich noch vor fünf Jahren ausgegeben habe.
Ralf Wiemann: Ich kann es aber viel besser auch über andere Mittel ausgeben mittlerweile.
Ralf Wiemann: AI unterstützt da sehr viel.
Ralf Wiemann: Und das muss einfach verstanden werden, was da möglich ist.
Ralf Wiemann: Wir haben da wahnsinnige Möglichkeiten, auch jobmäßig.
Ralf Wiemann: Das heißt dann nicht, Mitarbeiter einzusparen, sondern die Mitarbeiter anders einzusetzen.
Ralf Wiemann: Wir haben da Riesenpotenzial.
Ralf Wiemann: Es ist nur noch nicht in Deutschland erkannt.
Catharina Fischer: Mhm.
Ralf Wiemann: Bei vielen Unternehmen.
Ralf Wiemann: Also ich sehe, dass es immer noch ganz, ganz in den Startlöchern ist.
Ralf Wiemann: Und viele Unternehmen machen viel Geld damit.
Ralf Wiemann: Für mich aber wiederum der falsche Ansatz, also für die Unternehmen, die viel Geld damit machen, nicht, aber sich an die zu hängen, weil ich glaube, dass man selber im Unternehmen viel mehr erreichen kann.
Catharina Fischer: Ja, absolut.
Catharina Fischer: Also ich glaube, das Thema muss auch in die Unternehmen.
Catharina Fischer: Also das ist ja so etwas, was immer mehr in die verschiedenen, ich sage mal, Prozesse reingeht und in verschiedene Arbeitsbereiche.
Catharina Fischer: Und das ist etwas, was, glaube ich, jetzt in den nächsten fünf Jahren, ob man will oder nicht will, wird einem das im Alltag ständig begegnen.
Catharina Fischer: Ja.
Ralf Wiemann: Ich glaube, das geht sogar noch schneller.
Ralf Wiemann: In den nächsten zwei Jahren ist das für alle schon unabdingbar.
Catharina Fischer: Durchaus, ja absolut.
Catharina Fischer: Aber mit so einem Blick geht es sehr super, dass wir das Thema nochmal auch mit reingenommen haben, weil es ist ja nun eines der Zukunftsthemen und wir haben ja in die Zukunft geschaut oder wollten in die Zukunft schauen.
Catharina Fischer: Und was würdest du denn, oder würdest du die, also nochmal so ein bisschen wiederholt, da steht ja drin, der Tourismus ist Zukunfts- und Lebensraumgestalter, er gestaltet mit, er übernimmt Verantwortung, was wir ganz zu Anfang hatten, in den Lebensräumen, in den Destinationen,
Catharina Fischer: Er ist sozusagen als Akteur unter vielen mit unterwegs, er integriert, er versucht da auch den Blick aber nach innen auch zweiten zu lassen, also in den Organisationen Richtung Werte, in Richtung Mitarbeiterinnen und sich zu öffnen für neue Technologien.
Catharina Fischer: Würdest du so sagen, können wir eigentlich beibehalten und schauen wir mal, hoffen wir mal, dass wir sozusagen in fünf Jahren noch weiter sind und ein paar Häkchen mehr machen an die Themen?
Catharina Fischer: Oder ist da aus deiner Perspektive, oder würdest du explizit noch was ergänzen, sagen wir es mal so, was wir für die nächsten Jahre vielleicht uns noch mehr auf die Farbe schreiben sollten?
Ralf Wiemann: Ich glaube, in diesem Bereich sind wir schon sehr gut auf dem Weg.
Ralf Wiemann: Also das ist eins der Ziele, die wir vor fünf Jahren mal definiert haben, wo wir schon relativ weit waren.
Ralf Wiemann: Abgesehen davon, dass, glaube ich, vor fünf Jahren sich niemand vorstellen konnte, wie schnell die KI unterwegs ist.
Ralf Wiemann: Ich glaube, das ist das, was uns alle überrascht hat.
Ralf Wiemann: Und wir müssen da einfach noch offener werden, schneller offen werden für diese Neuerung, weil die Geschwindigkeit von technischen Neuerungen, von Infrastrukturen wird immer schneller, wird immer mehr zunehmend.
Ralf Wiemann: Und da dürfen wir uns nicht von abhängen lassen.
Ralf Wiemann: Das ist so ein bisschen die Mahnung.
Ralf Wiemann: Ich glaube aber, dass wir damals schon in diesem Bereich sehr fortschrittlich gedacht haben.
Ralf Wiemann: Wie gesagt, es geht dann noch schneller, als wir gedacht haben.
Ralf Wiemann: Und wir müssen die Geschwindigkeit einfach anpassen, schneller werden auch.
Catharina Fischer: Ja, aber das ist nochmal, das würde mich jetzt nochmal wieder ein persönlicher Blick drauf ist, weil das ist ja so eines der immerwährenden Themen, also man sieht dann diese schönen Grafiken oder die Hype-Cycle und wie schnell die Technologien und was da als Neues kommt und Gefühl, sage ich jetzt mal,
Catharina Fischer: bin ja auch manchmal noch auf Veranstaltungen, nicht mehr so viel wie früher oder stehe vorne, schauen, du siehst dann die Leute und ich frage mich dann immer selber, ja, man sieht das dann und man weiß irgendwie, ja, man müsste was tun und
Catharina Fischer: Und gefühlt kommt das ja immer schneller.
Catharina Fischer: Also wir sind ja, das ist ja etwas, was wir schon seit Jahren sagen und jetzt ist es tatsächlich da.
Catharina Fischer: Und du sagst irgendwie, also wenn ich das richtig verstanden habe, eigentlich so der Diskredo oder ich sag mal der Impuls sollte sein, ausprobieren und machen.
Catharina Fischer: Und mutig sein.
Catharina Fischer: Oder was wäre jetzt mal so deine Message am Ende?
Ralf Wiemann: Ja.
Catharina Fischer: Weil ich denke, das umtreibt ja viele.
Catharina Fischer: Ob es nun Reiseveranstalter ist oder ob es vielleicht letztendlich auch eine Destination ist oder ein Hotelier ist.
Catharina Fischer: Man sitzt davor und denkt, okay.
Ralf Wiemann: Genau, also mein Credo ist mutig nach vorne denken.
Catharina Fischer: Und nun?
Ralf Wiemann: Was kann uns denn schon passieren?
Ralf Wiemann: Wir sind oftmals sehr zurückhaltend.
Ralf Wiemann: Wir müssen einfach wirklich Try and Error machen, mutig nach vorne denken und das Thema mutig nach vorne denken immer schneller auch umsetzen, weil die Zukunft wird immer schneller Vergangenheit werden.
Catharina Fischer: Oh ja, das ist ein schönes Schlusswort.
Catharina Fischer: Oder sie ist es teilweise ja schon.
Ralf Wiemann: Ja, genau.
Catharina Fischer: Anja, was denkst du?
Catharina Fischer: Du guckst so.
Anja: Nein, ich denke einfach, ich denke gerade nochmal an das Manifest, was ihr vor fünf Jahren geschrieben habt und dass da tatsächlich ja wirklich viel auch drinsteckt, was ich heute noch tatsächlich aktuell finde.
Anja: Also wo man ja im Grunde genommen sagen kann, ja, okay, die Zukunft kommt einem sehr schnell entgegen und gleichzeitig gibt es aber gewisse Prinzipien und auch Werte, die tatsächlich länger dauern als vielleicht gewünscht und
Anja: da tatsächlich so diese Frage oder auch immer auch wieder zu schauen, welche Sachen brauchen vielleicht eine schnelle Bearbeitung und welche Sachen brauchen aber auch einfach ein bisschen mehr Ausdauer und immer wieder auch diese Erinnerung daran.
Anja: Und das sind tatsächlich, glaube ich, so das Wertethema, das Thema der Nachhaltigkeit, aber eben auch das Thema, wie gehe ich tatsächlich auch mit diesen schnellen Beschleunigungen, mit den schnellen Prozessen um?
Ralf Wiemann: Ja.
Anja: Also auch das ist ja wieder eine Frage von eigenen Reflexionen und Werten.
Anja: Und tatsächlich auch schön finde ich nochmal das, was du vorhin gesagt hast, Ralf, diese Sache, sich eben aber auch mutig und neugierig den Sachen zu stellen, ja, also zu schauen, wie schnell machen andere was, was kann ich davon lernen, wie kann ich schnell auch etwas mal ausprobieren und neugierig sein.
Anja: Und das ist, glaube ich, etwas, was ich denke, für die Zukunft einfach das Wichtigste ist.
Anja: Ja, genau.
Ralf Wiemann: Und darüber zu reden, miteinander, das habe ich auch gelernt, auch gerade in den Corona-Zeiten, auch gerade durch die 30, die da miteinander da waren.
Ralf Wiemann: Ich bin immer noch im regelmäßigen Austausch, wirklich mindestens zwei, dreimal im Jahr.
Ralf Wiemann: Wie läuft es bei euch?
Ralf Wiemann: Aber auch, was habt ihr für Mitarbeiterthemen?
Ralf Wiemann: Was habt ihr für KI-Themen?
Ralf Wiemann: Was habt ihr für...
Ralf Wiemann: andere Themen noch mitgebracht und wir müssen einfach noch offener miteinander umgehen und das ist einer der positiven Dinge, die wir auch aus dieser Corona-Zeit mitgenommen haben.
Ralf Wiemann: Wir gehen viel offener miteinander um und das ist für mich das Bereicherndste auch gewesen in der Zeit und immer noch.
Ralf Wiemann: Wie gesagt, morgen wird die Austauschrunde mit über 30 Reiseveranstaltern sein.
Ralf Wiemann: Das hätte es früher nicht gegeben.
Anja: Ja, genau.
Catharina Fischer: Also ich fühle mich, bin jetzt ein bisschen stolz, dass wir das so ein bisschen mit angeschoben haben.
Ralf Wiemann: Absolut, ja.
Ralf Wiemann: Und neue Ideen.
Catharina Fischer: Das freut mich natürlich sehr und ja, das ist doch eigentlich auch ein schöner Ausklang von unserem Gespräch beziehungsweise eines eigentlich der wichtigsten Dinge immer.
Catharina Fischer: Also wir kommen ja auch immer auf die gleichen Sachen zurück, dieses Austauschen miteinander und nicht gegeneinander.
Catharina Fischer: Also man kann es nur immer wieder erwähnen.
Catharina Fischer: Da entsteht ja Zauber bei vielen Dingen, um es mal so auszudrücken.
Catharina Fischer: Und neu.
Anja: Der Mehrwert auch.
Anja: Und ich glaube, das ist es ja tatsächlich auch, was daraus, also was ich finde, ich hier auch nochmal so als Resümee gezogen werden kann, der Mehrwert des Austauschs ist tatsächlich etwas, der für alle etwas bringt.
Anja: Und das ist, finde ich, wirklich ganz relevant, eben sich für die Zukunft einfach aufs Programm zu schreiben.
Anja: Vielen Dank.
Catharina Fischer: Also das können wir vielleicht noch mal ein bisschen mehr betonen.
Catharina Fischer: Bei der nächsten Runde.
Catharina Fischer: Ralf, vielen Dank für deine Zeit.
Catharina Fischer: Schön, dass du bei uns warst.
Ralf Wiemann: Ich bedanke mich auch bei euch.
Anja: Danke.
Ralf Wiemann: War ein toller Austausch.
Catharina Fischer: Und ich hoffe, es braucht nicht mehr fünf Jahre, bis wir uns wiedersehen.
Catharina Fischer: Nein, das wollen wir nicht.
Ralf Wiemann: Genau, und es braucht keine schlimme Corona-Zeit oder ähnliches.
Catharina Fischer: Wir wollen in die Zukunft und machen.
Ralf Wiemann: Richtig, genau.
Catharina Fischer: Danke dir.
Catharina Fischer: Ich wünsche dir das sehen.
Ralf Wiemann: Vielen Dank auch.
Catharina Fischer: Ciao.
Ralf Wiemann: Ebenso.
Ralf Wiemann: Tschüss.




