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Folge 30 - KI & SDGs – Wie Künstliche Intelligenz die Nachhaltigkeitsziele beeinflusst

Next Stop Future: Trends – Wandel – Zukunft.
Künstliche Intelligenz kann ein mächtiges Werkzeug für Nachhaltigkeit sein – oder ein Risiko. In dieser Folge von NEXT STOP: FUTURE nehmen Anja und Catharina die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) unter die Lupe und diskutieren eine spannende neue Studie auf Nature.com. Sie beleuchtet, welchen Einfluss KI auf die einzelnen SDG-Unterziele hat – positiv wie negativ. Wie kann KI soziale Ungleichheiten verstärken oder abbauen? Warum überwiegen in vielen Bereichen die positiven Effekte? Und wo brauchen wir ein neues Narrativ, um KI nicht nur als technologische, sondern auch als gesellschaftliche Herausforderung zu betrachten? Freut euch auf eine inspirierende Diskussion über Chancen, Risiken und die Zukunft nachhaltiger Technologie. Zur Studie: https://www.nature.com/articles/s41467-019-14108-y Blogartikel zum Thema: https://anjakirig.de/blog/die-zukunft-der-sust-ai-nability/ Anja Kirig: https://www.linkedin.com/in/anjakirig/  Catharina Fischer: https://www.linkedin.com/in/catharinafischer/ Website NEXT STOP FUTURE: https://www.nextstopfuture.de/ 

Transcript

Catharina Fischer: Ein herzliches Hallo und willkommen zurück zu einer neuen Folge von Next Stop Future.

Catharina Fischer: Anja und ich widmen uns heute dem Thema KI und Sustainable Development Goals.

Catharina Fischer: Denn da gibt es eine total spannende Studie, die ist jüngst veröffentlicht worden auf nature.com, also von Nature Communications,

Catharina Fischer: Und die befasst sich ganz konkret mit den 17 SDGs, aber im Speziellen auch mit den Unterzielen zu den 17 SDGs.

Catharina Fischer: Da gibt es ja 169 an der Zahl.

Catharina Fischer: Ja, ist ganz schön gewaltig, was man sich da alles angucken kann und was man letztendlich auch messen kann.

Catharina Fischer: Und das haben diese, ja, Studiendurchführer getan, die schlauen Menschen von Nature und von verschiedenen Universitäten.

Catharina Fischer: und sind letztendlich zu einem Schluss gekommen und zu einem Ergebnis, zu einer Status-Quo-Betrachtung, so muss man das ja sagen, weil letztendlich die KI-Welt sich ja auch ständig weiterentwickelt und so unsere Welt generell.

Catharina Fischer: Und auf diesen Status-Quo wollen wir heute mal schauen und wollen uns mal anschauen, inwieweit KI,

Catharina Fischer: uns bei mehr Sustainability Nachhaltigkeit hilft in den drei Säulen Economy, Society und Environment.

Catharina Fischer: Und da legen wir doch jetzt gleich mal los.

Catharina Fischer: Viel Spaß.

Anja: Hallo Katarina, schön dich wieder zu sehen und zu hören.

Catharina Fischer: Hallo.

Catharina Fischer: Ja, ebenso.

Anja: Wie geht's?

Catharina Fischer: Geht's dir gut?

Anja: Ja, wie geht's?

Anja: Prima, bei dir?

Catharina Fischer: Joa, kann ich klagen.

Catharina Fischer: Also ich bin durch die Grippewelle gekommen.

Catharina Fischer: Toi, toi, toi.

Catharina Fischer: Ich hoffe es mal.

Catharina Fischer: Insofern bin ich völlig fein, weil ich mache auch viel Sport.

Catharina Fischer: Du ja auch.

Anja: Absolut, ja.

Catharina Fischer: Ja, ist das eine Voraussetzung, dass man gesund ist?

Anja: Für mich auch so.

Anja: Einerseits ist der Sport natürlich gut, um gesund zu bleiben.

Anja: Und gleichzeitig ist es aber natürlich auch immer so, wenn man so einen gewissen Bewegungsdronik hat und dann erkältet oder krank ist, das schlägt mir tatsächlich auch immer sehr aufs Gemüt.

Catharina Fischer: Ja, bin ich völlig bei dir.

Anja: Gerade weil ich schwimme und gerne im Wasser bin, ist das dann zusätzlich.

Anja: Nicht zu.

Anja: I feel you.

Catharina Fischer: Ich kann das total nachempfinden.

Catharina Fischer: Ich wäre dann auch ein bisschen unleidlich nach ein paar Tagen.

Catharina Fischer: Aber...

Anja: Ja.

Catharina Fischer: Wir wollen auf das spannende Thema KI schauen, SDGs.

Catharina Fischer: Ich war ja tatsächlich wirklich richtig glücklich, als mir diese Studie ins Auge sprang.

Catharina Fischer: Ich glaube, ich habe sie auf LinkedIn gesehen, weil ich tatsächlich schon seit geraumer Zeit auch so ein bisschen drauf rumgedacht habe.

Catharina Fischer: Und ich dachte mir so, Mensch, das wäre doch einfach...

Catharina Fischer: ja, total logisch und sinnvoll, das mal aus der Perspektive auch zu betrachten, wo wir doch sehr häufig auch darüber sprechen, naja, was kann denn die KI jetzt für die Nachhaltigkeit?

Catharina Fischer: Und da sind wir ja schnell, berechtigterweise, bei dem Energiethema.

Catharina Fischer: Wir sind schnell auch bei einigen sozialen Themen.

Catharina Fischer: Aber die haben das tatsächlich jetzt mal schön aufbereitet, sind die ganzen SDGs durchgegangen mit den Unterzielen,

Catharina Fischer: Da gibt es auch ein tolles Spinnennetz, kann man sich alles online angucken.

Catharina Fischer: Wir verlinken das dann auch hier und haben das mal wirklich durchforstet und beleuchtet und gesagt, okay, wo ist denn hier KI wie auch positiv unterwegs?

Catharina Fischer: Also wie unterstützt KI bestimmte Ziele, aber wie auch nicht?

Catharina Fischer: Genau.

Catharina Fischer: Und da sind doch einige spannende Punkte dabei, oder?

Catharina Fischer: Findest du auch?

Anja: Absolut.

Anja: Also erstmal muss ich sagen, dass ich die SDGs immer wieder eigentlich eine gute Möglichkeit finde, sich nochmal anzuschauen, wohin wir eigentlich in unserer Zukunft uns entwickeln wollen.

Anja: Also was quasi eigentlich wirklich eine gute Basis ist, um eine lebenswerte Zukunft für die Menschheit zu gestalten.

Anja: Also da muss ich immer wieder sagen, das ist einfach eine tolle, eine Top-Ausgabe.

Anja: eine Top-Methodik oder eine Top-Karte erstmal, die wir haben und dann natürlich auch nochmal, du hattest es im Intro angekündigt, die 169 Umsetzungsschritte, die darunter eben auch nochmal aufgezählt sind, die eigentlich so ganz konkrete Anweisungen geben.

Anja: Und sich die immer mal wieder zu nehmen und zu schauen, wie können wir da eigentlich sozusagen dran arbeiten und das finde ich nochmal ganz spannend und jetzt auch gerade nochmal in der Kombination mit neuen Technologien wie eben KI-

Anja: wo ja wirklich auch viel auch gesagt wird, dass das eigentlich KI tatsächlich auch eher kritisch zu sehen ist im Kontext von den Nachhaltigkeitszielen.

Anja: Zu schauen, wo da eben Stärken und Schwächen sind, finde ich auch nochmal wirklich eine gute Studie, die tatsächlich auch nochmal so ein bisschen einen Anblick darauf gibt.

Anja: Ja.

Catharina Fischer: Ja, hat dich was überrascht?

Anja: Bedingt.

Anja: Also ich glaube, es sind viele Dinge dabei, wo man sagen kann, ja, wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt hat, dann hat man das durchaus eben auch so einschätzen können.

Anja: Aber es ist natürlich immer ganz gut, das nochmal verifiziert zu bekommen.

Anja: Es ist ja so eine Art fast eine Metastudie, es wurden ja Experten befragt, es wurden Datensätze zugrunde genommen.

Anja: Ich würde sagen, hier braucht es sicherlich noch von der Studie noch weitere Folgestudien, ja.

Anja: das Ganze zu verfolgen, weil es ist natürlich wirklich nur ein Ist-Zustand, aber letztendlich ist es tatsächlich etwas, wo ich sagen kann, wenn man sich damit beschäftigt hat, konnte man sich das auch schon so denken.

Anja: Zumindest, wenn man nicht ganz mit unglaublich viel Vorurteilen an die KI rangegangen ist.

Catharina Fischer: Das stimmt, da kann ich dir nur zustimmen.

Catharina Fischer: Ich würde mal ganz kurz hier den ZuhörerInnen mal ein paar Fakten rübergeben, damit sie so vielleicht ein bisschen mehr Gefühl dafür bekommen, was da so drin steht.

Catharina Fischer: Also man hat analog auch das Nachhaltigkeitsmodell, was ja sehr gängig ist, dem Drei-Säulen-Modell, hat man die SDGs beleuchtet und auch eingeteilt und hat dann geschaut,

Catharina Fischer: wo die KI, wie gesagt, in diesen Unterzielen, in diesen konkreten Schritten dann wie wirkt.

Catharina Fischer: Und bei der Society, also sozusagen bei der sozialen Säule, ist man overall, also insgesamt im Draufblick, bei 67 Zielen positiv.

Catharina Fischer: Also 82% und bei 31% negativ.

Catharina Fischer: Das sind dann 38% auf die soziale Ebene bezogen.

Catharina Fischer: Bei der Economy, also bei der wirtschaftlichen Perspektive sind es 42% positiv und 20% negativ.

Catharina Fischer: Und bei der Umwelt, Environment, da sind wir bei 25 positiv und unter 10 negativ.

Catharina Fischer: Also man sieht hier schon einen, ja, doch einen relativ großen Unterschied, sage ich mal.

Catharina Fischer: Der aber, du hattest jetzt bei dir das auch schon so ein bisschen anklingen lassen, mich auch nicht komplett überrascht, da man ja, glaube ich, gerade...

Catharina Fischer: in der Umwelt oder in der sozusagen Umweltbetrachtung der Nachhaltigkeit mit KI ja schon teilweise sehr weit ist und das auch schon seit geraumer Zeit.

Anja: Ich denke auch, wenn wir uns dann nochmal anschauen, wo tatsächlich eben so die Herausforderungen sind oder wo tatsächlich auch vielleicht die problematischen Herausforderungen

Anja: Schnittstellen sind zwischen den einzelnen Säulen vielleicht auch.

Anja: Da ist ja tatsächlich auch nochmal die Frage, wie kann man die Risiken, die man dort eben auch sieht, tatsächlich vielleicht auch aus einer Zukunftsperspektive versuchen heute in Chancen oder in Nutzen zu transformieren.

Anja: Und da glaube ich, dass wenn wir uns den ökologischen Aspekt jetzt mal anschauen, dass natürlich dort ganz, ganz viel auch davon abhängig ist, wie unsere Welt sich weiterentwickelt.

Anja: Also wenn wir jetzt den ökologischen oder wenn wir diese ökologische Säule uns betrachten, ja,

Anja: Da ist natürlich, das beeinflusst natürlich dann auch wieder die anderen beiden Säulen, ganz enorm und ganz stark.

Anja: Und ich denke, da ist es natürlich durchaus eben auch die Frage, wo setzt man vielleicht so ein Stück weit auch den Fokus drauf?

Anja: Ja.

Catharina Fischer: Ja, absolut.

Catharina Fischer: Aber was ich generell schon positiv bewerten würde wollen, ist, dass es überwiegend positive Möglichkeiten und Chancen gibt.

Catharina Fischer: Und das finde ich schon mal gut.

Catharina Fischer: Und ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich nehme gerade so ein bisschen, gerade im Kontext von der Nachhaltigkeit eher eine negativere Sicht wahr oder auch Diskussion, weil es doch auch sehr fokussiert ist, berechtigterweise.

Catharina Fischer: Das haben wir auch schon mehrfach besprochen, dass

Catharina Fischer: Das Energiethema, was hinter all diesen neuen Technologien und dieser starken Nachfrage hängt,

Catharina Fischer: Es spielt ja natürlich mit rein, aber natürlich auch diese sozialen Aspekte, die hatten wir auch schon mal in einer Folge von uns angesprochen, dass hier schon auch KI-Potenzial hat, Ungleichheiten weiter zu befördern, auch im Sinne von zum Beispiel der Gender Inequality und all diesen Dingen.

Catharina Fischer: Dennoch kommen sie hier, wie gesagt, übergreifend zu einem positiven Bild, wenn, und ich glaube, das ist dieser springende Punkt,

Catharina Fischer: man letztendlich aber auch die KI dahingehend, ich sage jetzt mal, auch nochmal so ein bisschen unter die Lupe nimmt, also sprich auch im Sinne der SDGs.

Catharina Fischer: Und da frage ich mich gerade, ob das tatsächlich so passiert, weil wie immer bei diesen Entwicklungen und im Speziellen jetzt bei der Entwicklung von KI ist,

Catharina Fischer: ist die Technologie schneller gefühlt, als wir alle irgendwie mal kurz zurückgetreten sind und mal in Ruhe draufschauen können.

Catharina Fischer: Und man sieht ja, was so weit, weit passiert und wie man auch regulatorisch versucht, jetzt so wieder anzupassen und so ein bisschen hinterherläuft.

Catharina Fischer: Man sieht, was so auf dem Markt passiert, was so an Ideen formuliert werden, beziehungsweise dann auch in Geschäftsmodelle gegossen wird.

Catharina Fischer: Und das sagen Sie ja hier schon explizit, sehr deutlich bei der Studie am Ende oder bei der Zusammenfassung, die man da auch lesen kann auf der Webseite, dass es natürlich bedingt, dass tatsächlich auch KI dieses positivere Bild weiter mitzeichnet im Sinne der SDGs, dass man letztendlich KI und Geschäftsmodelle aber auch sozusagen in diesem Rahmen beleuchtet oder mit diesem Rahmen beleuchtet

Catharina Fischer: und denkt.

Catharina Fischer: Und das ist schon ein Punkt, wo ich mir tatsächlich derzeit nicht so sicher bin, ob das passiert.

Anja: Ja, ich denke, da sind so zwei ganz spannende Aspekte drin.

Anja: Zum einen, wie du auch am Anfang sagtest, welches Bild oder welches Narrativ erzählen wir uns eigentlich von KI?

Anja: Und ich glaube, das ist sicherlich auch hat kulturell und in verschiedenen regionalen Kontexten einen unterschiedlichen Inhalt, einen unterschiedlichen Kontext.

Anja: Also ich habe, das ist zumindest jetzt mal mein Eindruck, dass natürlich wird KI in vielen Fällen schon auch eingesetzt heutzutage und viele nutzen es in irgendeiner Weise auch.

Anja: Aber es gibt viel Unklarheiten, es gibt auch sozusagen viel Berührungsängste damit.

Anja: Es gibt eine Frage natürlich auch, die du hattest gerade angesprochen, der Sache, was erzählen wir uns eigentlich für eine Geschichte über den Energieverbrauch.

Anja: Der ist ganz, ganz wichtig zu diskutieren, gar keine Frage.

Anja: Aber auch hier ist sozusagen auch nochmal die von dem Ist-Zustand ein wenig wegzudenken und zu gucken, wie entwickelt sich das eigentlich und in welche Richtung.

Anja: Und da finde ich tatsächlich auch nochmal aus dieser Perspektive sich anzuschauen,

Anja: Wie kann KI eigentlich genutzt werden im Kontext der SDGs?

Anja: Vielleicht auch, wie du sagtest, um zum Beispiel Geschäftsmodelle, um vielleicht auch eigene Sachen zu beleuchten und nochmal zu verändern.

Anja: Also hier haben wir natürlich auch Entwicklungen.

Anja: Ja, momentan wird viel Energie dafür verbraucht, gar keine Frage.

Anja: Und gleichzeitig muss man das natürlich auch wieder in Relation setzen, wie sich auch Technologien innerhalb der KI verändern.

Anja: Also wir gehen momentan immer in größere Modelle rein und gleichzeitig aber liegt natürlich, wenn wir so von der Sustainable AI ausgehen, die Zukunft doch eher dann auch in diesen Small Language Models.

Anja: Und die können natürlich durchaus eben auch gut sein für diese Fragen nach der Umsetzung und nach dem Erreichen und vielleicht auch einer eigenen Überprüfung.

Anja: von SDGs und Nachhaltigkeitszielen.

Anja: Also das, glaube ich, ist erstmal für mich so eine Grundfrage.

Anja: Wie steht eigentlich Gesellschaft gegenüber KI da?

Anja: Und dann im zweiten Schritt, wie kann es eigentlich eingesetzt werden oder wie wird es eingesetzt, vor diesem Hintergrund eben auch diesen SDGs zu begegnen?

Anja: Und da sehe ich tatsächlich dann auch nochmal so diesen zweiten, diesen Bias, den wir vielleicht innerhalb unseres Narrativs in der Gesellschaft haben und natürlich dann nochmal diesen zweiten Bias innerhalb der KI, innerhalb der eigenen Models, die natürlich mit gewissen Dingen gefüttert werden von dem, was wir tagtäglich eben reproduzieren.

Anja: Also hier tatsächlich auch nochmal diese

Anja: diese Transformation oder diese Übersetzung zu schaffen von dem Hier und Jetzt in eine Zukunftsvision.

Anja: Ich glaube, da ist natürlich sozusagen diese Arbeit zwischen Mensch und Maschine ganz, ganz wichtig.

Anja: Und das ist für mich tatsächlich auch nochmal so die Stellschraube und auch der Schritt, den wir als Gesellschaft auch gerade machen müssen, um das zu nutzen, um tatsächlich auch die SDGs anzugehen und vielleicht ihnen ein Stück weit näher zu kommen.

Catharina Fischer: Mhm.

Anja: Ich werde nicht von erreichen, sondern sie ein wenig mehr sozusagen.

Anja: Ja.

Catharina Fischer: Ja, aber das ist nochmal ein ganz wichtiger Punkt, den du ansprichst, den Bias, den erwähnen sie auch.

Catharina Fischer: Und den gibt es im Hinblick der Daten.

Catharina Fischer: Das ist ja das, was du jetzt auch gerade meintest.

Catharina Fischer: Also, dass wir natürlich die KI füttern mit Daten, die uns vorliegen, beziehungsweise die durchaus auch aus der Vergangenheit stammen.

Catharina Fischer: Und damit füttern wir quasi so ein bisschen unsere eigene schon bestehende Meinung.

Catharina Fischer: Zum Teil, beziehungsweise den mehr oder weniger etwas den Status Quo und eine andere Perspektive darauf noch oder ein anderer Aspekt, sage ich mal, der hier auch sehr stark hervorgehoben wird, den ich auch nochmal ganz wichtig finde zu erwähnen, ist, dass das auch mehrheitlich gerade da stattfindet, wo man sich letztendlich auch leisten kann.

Anja: Mhm.

Catharina Fischer: mit KI entsprechend, ich sage mal, Dinge zu verwirklichen oder ich sage jetzt mal auch Forschung zu betreiben, beziehungsweise wo man eine Infrastruktur hat, um das auf die Straße zu bringen, also sprich, ja, in den eh schon führenden Wirtschaftsnationen.

Catharina Fischer: beziehungsweise in den sehr aufstrebenden.

Catharina Fischer: Und ich sage mal, gerade im Kontext zum Beispiel von Landwirtschaft, also da wären wir in der Environment, also in der ökologischen Säule, wo KI natürlich auch schon viel eingesetzt wird, finde das dann auch sozusagen wieder mit dem Blick auf die Anforderung, der eh schon

Catharina Fischer: sozusagen wirtschaftlich starken Nationen statt, weil da natürlich auch Geld und Potenzial und so weiter gesehen wird, weiter zu optimieren oder Dinge auch entsprechend Klimawandel zum Beispiel anpassungsfähiger machen.

Catharina Fischer: Und genau diese Sachen, die ja dann wieder eine soziale Ebene haben, genau dieses Potenzial, das KI hat, sollte oder müsste ja eigentlich allen, gerade bei so einem globalen Thema wie Food, wie Essen, wie Landwirtschaft, wie Verwandel, müsste ja eigentlich allen zur Verfügung stehen, beziehungsweise allen nutzbar gemacht werden.

Anja: Vielen Dank.

Catharina Fischer: Und da hat man natürlich noch so ein paar Fragezeichen im Kopf.

Catharina Fischer: Weil, wie gesagt, diese Anwendungs-

Catharina Fischer: Use Cases, die da gerade geschaffen werden, die sind halt sehr, sehr stark ausgerichtet auf, wie gesagt, eh schon starke Nationen, wirtschaftlich führende Länder und genau das ist ja so ein bisschen eigentlich nicht das, was in den SDGs drinsteckt.

Anja: Genau.

Anja: Und ich denke, das zeigt es einfach nochmal ganz gut, dass es wichtig ist, KI und neue Technologien eben sozusagen, dass nicht die das quasi das Problem sind oder die Herausforderung, sondern wie wir sie nutzen und mit welchem Anspruch wir sie nutzen.

Anja: Also das ist quasi eine Herausforderung.

Anja: soziotechnische Herausforderung ist und eine soziotechnische, eine gesellschaftliche Aufgabe.

Anja: Also und unser Blick momentan, um nochmal ganz kurz zurückzukommen auf dieses Narrativ, was wir uns erzählen, zielt sehr, sehr stark auf die Technik ab und weniger darauf, wie wir es eigentlich

Anja: nutzen und anpassen.

Anja: Weil die Lösungen dafür, und ich denke, da können wir vielleicht auch so ein bisschen den Vergleich mit den Anfängen des Internets machen, auch wenn es natürlich eine andere Dimension hat, aber trotzdem auch da war viel Hoffnung da.

Anja: Auch das ist quasi nicht eine technologische Aufgabe gewesen, sondern eine gesellschaftliche, eine sozio-technologische, die, wie wir heute sehen, ein Stück weit nicht das

Anja: gebracht hat, was man sich noch vor 25 Jahren vielleicht erhofft hat.

Catharina Fischer: Vielen Dank.

Anja: Also ich glaube, da kann man sicherlich daraus lernen und schauen, wie können wir es heute nutzen, weil die Möglichkeiten von Open Source Communities, die Möglichkeiten sozusagen auch

Anja: Dinge bereitzustellen und auch anders anzugehen.

Anja: Ich glaube, das ist sicherlich, wie es funktionieren könnte, ist uns allen klar.

Anja: Ich glaube, da ist es einfach nur die Frage, wie setzen wir es tatsächlich um und wie sehr fördern wir vielleicht auch diese Wege und diese Gedanken.

Anja: Und da sehe ich tatsächlich dann auch wieder wirklich diesen gesellschaftlichen Aspekt und nicht primär den technologischen.

Catharina Fischer: Ja, und den merken wir tatsächlich auch in allen Projekten, die wir derzeit von unserem Netzwerk aus begleiten dürfen, dass eigentlich nicht überraschend, aber dennoch immer wieder erhellend, sage ich mal, auch in der Ausprägung, dass die Technologie ist das eine und die Kultur, also die soziale Ebene,

Anja: Mhm.

Catharina Fischer: ist halt das andere.

Catharina Fischer: Und das beides spielt sehr, sehr stark zusammen, muss natürlich auch sehr, sehr stark zusammenspielen, damit letztendlich auch eine konkrete Lösung einen Erfolg hat.

Catharina Fischer: Aber ich habe dennoch das Gefühl, so ein bisschen, und da glaube ich, da sind wir ja, wie gesagt, einfach in dieser Entwicklung, wir sind jetzt sozusagen schon mitten auf dem Weg, und wir müssen jetzt schauen, wie wir das, denke ich mal, auch

Catharina Fischer: soziokulturell sehr gut, besser in die Wege leiten, da müssen wir tatsächlich auch besser werden.

Catharina Fischer: Also vielleicht auch in dem Narrativ, was wir erzählen, vielleicht auch in dem Vorbereiten oder in dem Abholen der Menschen.

Anja: Okay.

Catharina Fischer: Denn man merkt ja schon, dass es da auch Ängste gibt, dass es so eine Angst gibt auch des vielleicht Abgehängtwerdens, beziehungsweise vielleicht auch mal so eine Art, naja, also ich meine letztendlich, warum kann die Technologie das jetzt besser, beziehungsweise warum sollte sie es besser können, ich bin ja eigentlich noch hier, so.

Catharina Fischer: Sind da verschiedene Dinge, ja, oder wenn man das jetzt auch mal so ein bisschen auch perspektivisch betrachtet, passiert ja jetzt auch schon bei einigen Unternehmen, ne, also ich sag mal so KI-Skills, die ja auch vom AI-Act gefordert sind, dass jedes Unternehmen, ne, auch seine Mitarbeiterin entsprechend schult.

Catharina Fischer: Die fließen ja jetzt auch ein in die Anforderungsprofile.

Catharina Fischer: Das heißt, es wird ausgeschrieben, dass man über entsprechende Basisskills verfügen sollte.

Catharina Fischer: Und damit sind wir ja ganz schnell schon auch wieder in so einem Gap drin.

Catharina Fischer: Insofern, dass ja natürlich auch noch gar nicht alle haben.

Anja: Ja, also meine Perspektive darauf ist tatsächlich, dass wir aktuell nur mit verschiedenen Szenarien arbeiten können und gucken, in welche Richtung möchte ich tatsächlich, je nachdem, welche Fragestellung ich am Anfang habe, wenn ich eine Organisation bin, in welche Richtung möchte ich das entwickeln, zum Beispiel im

Anja: im Kontext der SDGs, aber natürlich auch dann aus Perspektive eines Unternehmens, eines Verbands oder einer Organisation, einer unternehmerischen Organisation, wo möchte ich das tatsächlich irgendwie integrieren?

Anja: Und ich glaube, diese SDGs, die haben natürlich einen globalen Aspekt, ganz, ganz klar, aber natürlich haben sie auch wiederum einen, ich sage jetzt mal, einen eher dezentralen Aspekt oder einen, dass man sagt, man könnte es, es hat natürlich auch etwas mit dem eigenen Unternehmen zu tun,

Anja: wie ich quasi da etwas auch steuere oder wie ich mich ökologisch, sozial, ökonomisch auf diesen drei Säulen eben auch ausrichte.

Anja: Und ich denke, da kann ich einfach nur schauen, was möchte ich tatsächlich auch an Zukunft mitgestalten.

Anja: Und da habe ich, glaube ich, momentan, oder nicht ich, sondern wir haben alle da,

Anja: sehr viel Optionen, das zu nutzen und mitzuentwickeln und weiterzuentwickeln und uns eben nicht in diese Abhängigkeit vielleicht auch von großen Unternehmen und von großen Narrativen auch eben mitnehmen zu lassen, nicht in diese Ängste, die du gerade angesprochen hast.

Anja: Weil natürlich ist es so, dass wir das KI-Gesetz

Anja: soziale Ungleichheiten auch noch mehr verstärken könnte.

Anja: Also wir stehen hier tatsächlich ein Stück weit an einer Wegegabelung, wo wir die Möglichkeit haben, eben auch zu reagieren.

Anja: Und ich glaube, da müssen wir schneller denn je reagieren, falls es nicht schon fast zu spät ist.

Anja: Natürlich geht es auch um Arbeitsplatzverlust und deswegen ist es natürlich auch interessant für Unternehmen und für Organisationen.

Anja: Und da aber kann man genauso gut auch sagen, okay, wir haben natürlich, es kann aber genauso gut auch neue Arbeitsplätze schaffen.

Anja: Also das heißt, es ist wirklich so diese Frage, wo entwickeln wir uns gerade hin?

Anja: Und da empfehle ich tatsächlich, mit unterschiedlichen Szenarien zu arbeiten und zu schauen, was können wir eigentlich wie mitgestalten.

Anja: Nicht zuletzt aber natürlich auch nochmal die Frage, die sicherlich weniger vielleicht von einzelnen Unternehmen oder erst recht nicht von Individualpersonen zu regeln oder zu beeinflussen ist, ist natürlich sozusagen die geopolitische und globale Perspektive, ja.

Anja: Also wenn die EU vielleicht andere Regulierungen hat, also das ist natürlich nochmal eine andere Situation, wenn wir uns jetzt in den USA- oder China-Entwicklungen angucken, die natürlich weitaus weniger sich von diesen Aspekten irgendwie beeinflussen lassen.

Anja: Also hier ist für mich tatsächlich diese Frage, wie wir uns jetzt positionieren, um dann eben auch im zweiten Schritt, um jetzt nochmal auf die SDGs zurückzukommen, da wirklich tatsächlich auch was bewegen zu können, weil die

Anja: Das sehe ich tatsächlich, ich wiederhole es nochmal vom Anfang, die SDGs haben einfach ein wunderbares Tool, um zu schauen, was bedeutet eigentlich eine lebenswerte Zukunft, die wir global eben auch erreichen wollen.

Catharina Fischer: Ja, ja, absolut.

Catharina Fischer: Also das sehe ich genauso und ich hätte mich jetzt gerade so einen Gedanken gehabt.

Catharina Fischer: Ich fände es total spannend und vielleicht fühlt sich ja der ein oder andere auch jetzt durch diesen Podcast motiviert, tatsächlich die eigene KI-Strategie auch unter diesen SDG-Systemen.

Catharina Fischer: SDGs, Aspekten zu beleuchten und das gleich mitzudenken und sich da auch zu trauen, die durchaus vielleicht auch kritischen Aspekte oder etwas kritische Fragen, die da aufkommen, mit aufzunehmen, weil mein Anliegen so ein bisschen auch in meiner Arbeit ist, die Dinge so gut es geht zu verzahnen.

Anja: Ja.

Catharina Fischer: Und diese Aspekte von vornherein auf diesen verschiedenen Ebenen, in der ja, das haben wir auch schon in etlichen Mal besprochen, Nachhaltigkeit ja stattfindet und so auch im Kontext von einer Technologiebetrachtung oder einer Technologieperspektive,

Catharina Fischer: das halt wirklich auch gleich mitzudenken.

Catharina Fischer: Und ich glaube, da ist viel Potenzial drin, zum Beispiel, um dann, ich sag mal, so ein bisschen kultureller Gegenwehr, frühestmöglich entgegenzuwirken.

Catharina Fischer: Und wir hatten das auch bei unserem Praxistag, das kommt mir gerade im Sinn, da war dann auch die Frage, naja, was mache ich denn jetzt?

Catharina Fischer: Also wir hatten ja viel gesprochen und am Ende stand diese Frage im Raum, wie gehe ich denn jetzt ran?

Catharina Fischer: Und wie, wie, wie, wie?

Catharina Fischer: bringe ich das Thema in die Organisation, in mein Unternehmen und da war einer der großen Punkte Bildung.

Catharina Fischer: Und das klingt erstmal wie immer ein bisschen vielleicht banal, ja Bildung brauchen wir alle auf verschiedenen Ebenen, aber explizit natürlich auch bei diesem Thema und da werden wir ja ganz stark auch in der sozialen Betrachtung, das ist ja eines der großen Themen auch bei den SDGs,

Anja: Vielen Dank.

Catharina Fischer: Und somit sollte es auch eines der großen Themen im Unternehmen sein, wenn es um das Thema KI geht.

Catharina Fischer: Also da wirklich eine Transparenz zu schaffen und das heißt nicht nur im Sinne vielleicht das AI-Acts, mal schnell ein paar Webinare abhandeln, das kann vielleicht ein Anfang sein, aber

Catharina Fischer: Tatsächlich, wenn es denn geht und wenn man das auch gestemmt bekommt, man muss halt mal die Größe und Kapazitäten betrachten, so in unserer Branche, aber dennoch lohnt sich das, glaube ich, sehr, sehr stark, hier auch durchaus in Bildung zu investieren und das bereitzustellen.

Catharina Fischer: Weil es etwas, glaube ich, ist, was in die verschiedenen Ebenen des Unternehmens reinreicht.

Catharina Fischer: Und wenn man es dann zum Beispiel auch aus einer strategischen Perspektive betrachten möchte und was man ja letztendlich muss, glaube ich, kommt man da auch, gerade was diese kulturelle Ebene anbelangt, vielleicht ein bisschen schneller oder auch, ich sage mal, gemeinschaftlicher zum Ziel.

Catharina Fischer: Ja.

Anja: Ja, ich musste gerade so ein bisschen schmunzeln, weil du sagst, dass man überlegt, wie man die SDGs in die eigene KI-Strategie integriert und ich denke, viele haben ja sicherlich noch gar keine KI-Strategie in dem Stil.

Catharina Fischer: Das stimmt.

Anja: Also ich kann im Endeffekt vielleicht erstmal auch dann, wenn ich beginne, mir darüber Gedanken zu machen, wie ich KI tatsächlich nutze, wie die Strategie überhaupt sein soll,

Anja: leicht am Anfang natürlich auch die SDGs und die eigene Vision, die eigene Idee und das überstrapazierte Wort Purpose zu integrieren und zu schauen, wo möchte ich eigentlich hin und wo habe ich tatsächlich vielleicht auch einen Einfluss drauf.

Anja: Und das nicht mehr quasi nur unter dem Aspekt eines sozialen, ökologischen Teils, sondern auch, wie kann ich tatsächlich damit natürlich auch meine ökonomische Zukunft sichern.

Anja: Und da finde ich das, was du gerade gesagt hast, das Thema Bildung, ganz, ganz relevant.

Anja: Und hier geht es ja um das große Thema der Digital Literacy.

Anja: Also hier brauchen wir natürlich nicht nur Bildung, die durch KI gefördert werden kann,

Anja: Im besten Falle, auch hier reden wir natürlich häufig davon, dass KI eher Bildung quasi reduziert, aber ich denke auch, je nach Einsatzgebiet ist genau das Gegenteil möglich, aber natürlich tatsächlich auch diese Bildung im Umgang damit und die Ausbildung und das ist natürlich gerade auch für Menschen.

Anja: für die nachfolgenden Generationen ganz relevant.

Anja: Also das ist natürlich wirklich die Frage nicht mehr sozusagen, ob wir sie irgendwie einsetzen, sondern wofür und wie wir sie einsetzen und was wir damit tatsächlich auch mittelfristig erzielen wollen und mittelfristig auch natürlich erzielen.

Anja: am Thema Zukunft mitarbeiten wollen.

Anja: Und das finde ich, um auf diese Studie nochmal zurückzukommen, auch nochmal sehr schön dokumentiert, was es tatsächlich bereits heute für positive Einflüsse gibt.

Anja: Und natürlich aber auch daraus zu lesen, wo gibt es tatsächlich auch noch Nachholbedarf und das Ganze eben auch nochmal in die Zukunft zu extrapolieren und zu überlegen, ja, was passiert denn eigentlich,

Anja: wenn vielleicht der KI-Energieverbrauch geringer wird, wenn wir vielleicht mit mehr, mit kleinen Modellen arbeiten, ja, was passiert, wenn wir tatsächlich irgendwie zu schauen, wie können wir nachhaltige KI-Infrastrukturen durchaus eben auch integrieren und Open-Source-Technologien integrieren.

Anja: Ich glaube, eigentlich haben wir heute gerade aufgrund dieser starken geopolitischen, ähm,

Anja: Umstände und Krisen, die wir haben, die Möglichkeit hier vor Ort, auch in der EU, durchaus auch nochmal die Technologien und Digitalisierungsstrukturen, die wir nutzen, zu überdenken, gerade vielleicht auch nochmal im Kontext Open Source.

Anja: Und das finde ich schon auch nochmal ganz spannend.

Catharina Fischer: Total, total.

Catharina Fischer: Also ich glaube, das hatten wir auch in einer, also wir haben ja schon, glaube ich, zweimal über KI und Nachhaltigkeit gesprochen in der Vergangenheit und wir hatten das in einer Folge, den Aspekt, der kommt jetzt hier natürlich jetzt explizit in der Studie jetzt vielleicht nicht so zur Sprache, aber den sehe ich ganz stark auch, ist nochmal dieser kreative Aspekt von KI.

Anja: Mhm, mhm.

Catharina Fischer: Ich glaube, das ist etwas,

Catharina Fischer: was nach meiner Perspektive tatsächlich derzeit ein bisschen zu wenig mitgedacht wird, hat sicherlich auch Gründe, weil, wie gesagt, das Thema ist in der Entwicklung.

Catharina Fischer: Wir schauen gerade auch sehr auf die Technologie, müssen wir auch, wie entwickeln sich die Modelle, die entwickeln sich ja rasant.

Catharina Fischer: Die können ja fast monatlich irgendwas Neues, was anderes, was Besseres, so gefühlt.

Catharina Fischer: Insofern ist man da auch so ein bisschen getrieben und ja,

Catharina Fischer: auf der anderen Seite versucht man gerade irgendwie für sich so ein bisschen einzuordnen, also mit was beginne ich denn jetzt, wo nützt es mir tatsächlich, mit was füttere ich vielleicht dann auch die KI, all diese Dinge, aber tatsächlich nochmal diesen, ja so ein bisschen diese Ebene darüber hinaus und da erinnere ich mich wieder an den Satz, den hatten wir mit dem Michael Buller bei Impulse for Travel, der sagte, wir versuchen mal irgendwie sozusagen

Catharina Fischer: unsere analogen Welten in die Digitale zu übertragen, eins zu eins.

Anja: Ja.

Anja: Ja.

Catharina Fischer: Und teilweise machen wir genau das jetzt gerade.

Catharina Fischer: Aber ich denke, KI, gerade sozusagen eine Zukunftsperspektive oder eine Zukunftssicht, kann da noch viel mehr oder könnte noch viel mehr.

Catharina Fischer: Und das ist, glaube ich, ein Aspekt, der auch gerade im Kontext von Nachhaltigkeit, den Sustainable Development Goals in all ihrer Vielfalt,

Catharina Fischer: durchaus noch zu wenig oder eigentlich fast gar nicht, also mir ist nichts bekannt bisher, wirklich angegangen wird.

Catharina Fischer: Also im Sinne von weißes Blatt Papier mal ganz neu denken.

Anja: Genau, ja.

Anja: Das ist tatsächlich vielleicht auch diese Chance, die wir jetzt haben, wie du gerade sagtest, schön mit diesem weißen Blatt Papier wirklich zu schauen, wie können wir ohne das, was wir vorher eigentlich schon gemacht haben, nochmal neu damit anfangen und gucken, was gibt es da für Potenzial, ohne das eine in das andere zu versuchen, zu übertragen und es dadurch unter Umständen zu verkomplizieren.

Anja: Ja.

Catharina Fischer: Ja, total.

Catharina Fischer: Also ich glaube, ich sehe da durchaus noch, ja, wie immer Luft nach oben, aber das ist die Zukunft.

Anja: Definitiv, ja.

Anja: Definitiv.

Anja: Also ich finde das Thema auch durchaus spannend und ich finde es auch spannend, wie viel tatsächlich zu diesem Sustainable AI und Green AI schon auch geforscht wird.

Anja: Also ich hatte vor ein paar Wochen, hatte ich auch noch auf meinem Weblog dazu einen kurzen Text geschrieben und mich so ein bisschen auch an dieses Thema, gerade des Energieverbrauchs noch mal eingearbeitet.

Anja: Und war tatsächlich bei der Recherche durchaus auch positiv überrascht, wie viel es dazu gibt, wie viel auch Gedanken dazu sich gemacht werden, ganz klar.

Anja: Aber das zeigt für mich tatsächlich, wie stark ein negatives Narrativ hier über KI meistens in den Medien und in dem gesellschaftlichen Dialog doch den Vorrang hat, statt tatsächlich auch nochmal diesen Fokus darauf zu legen, was können wir damit machen, was gibt es eigentlich für Fortschritte.

Catharina Fischer: Vielen Dank.

Anja: Und wie können wir im Grunde genommen auch dieses, was wir vielleicht möchten und im Gegensatz zu dem, was wir fürchten, also das, was wir möchten, beschleunigen oder fördern und vorantreiben.

Anja: Und das ist für mich tatsächlich dann auch nochmal so die Grundvoraussetzung, um dann im zweiten Schritt tatsächlich auch den SDGs näher zu kommen.

Catharina Fischer: Ja, da wären wir wieder beim Bias, was man so in der KI in den Medien findet, was natürlich dann auch wieder in der KI landet.

Catharina Fischer: Also insofern schließt sich da der Kreis.

Catharina Fischer: Und daher, das ist vielleicht nochmal so ein persönlicher Blick drauf.

Catharina Fischer: Ich glaube, die Qualität dessen, was wir damit produzieren, wird immer wichtiger und auch sozusagen diese, so ein bisschen so eine Art Kontrollfunktion oder so eine Checkfunktion oder Aspekt, ich glaube, der ist essentiell.

Catharina Fischer: Und ich bin mal gespannt auch, wie man das perspektivisch innerhalb von Unternehmen lösen wird, im Sinne vielleicht auch von konkreten neuen Rollen, die da MitarbeiterInnen einnehmen können.

Anja: Ja.

Catharina Fischer: Ja, genau.

Catharina Fischer: Ja, spannend.

Catharina Fischer: Nein.

Anja: Ich glaube, das bleibt auch nicht unser letzter Podcast zu dem Thema.

Anja: Ich denke, das ist wirklich ein Bereich, der aus zukunftsforscherischer Perspektive unglaublich relevant ist, aber auch tatsächlich für die Personen und Personengruppen und Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, ein ganz wichtiges Entwicklungsfeld ist und

Anja: Insofern bin ich auch tatsächlich gespannt.

Anja: Und ja, du sagtest das vorhin, es ist teilweise monatlich, manchmal wöchentlich kommt, gefühlt etwas Neues.

Anja: Ich finde es durchaus auch mit den ganzen kritischen Punkten eine durchaus spannende technologische Entwicklung, wo ich das Gefühl habe, dass wir tatsächlich auch etwas in der Hand haben, das tatsächlich mitzugestalten, wenn wir diese Chance nutzen.

Catharina Fischer: Absolut.

Catharina Fischer: Du weißt ja, ich bin ja grundsätzlich sehr positiv veranragt.

Anja: Ja.

Catharina Fischer: Bei mir ist das Glas immer halb voll und nicht halb leer.

Catharina Fischer: Also ich glaube, wir haben da wirklich viel, viel Potenzial und Chancen,

Catharina Fischer: Aber ich denke, es gilt aber dran zu bleiben.

Catharina Fischer: Und ich kann nur nochmal auch dieses Thema Bildung immer wieder erwähnen.

Catharina Fischer: Ich glaube, umso mehr man sich damit auseinandersetzt, selbst umso besser, weil Differenzierung ist heutzutage notwendig, bei allem, was man liest.

Catharina Fischer: Eine gewisse Reflexion ist absolut notwendig.

Catharina Fischer: Dennis...

Catharina Fischer: passiert schnell, dass das Thema, wie gesagt, auch vom Narrativ in eine Richtung diskutiert, besprochen wird, wie wir das leider auch schon mit anderen Themen gesehen haben.

Anja: Ja, ja.

Catharina Fischer: Und umso mehr ist Bildung eigentlich die Basis, obwohl man ja, wie gesagt, in dem Kontext auch andere Stimmen hört und denkt, KI macht es jetzt alles.

Catharina Fischer: Nee, genau anderswo.

Catharina Fischer: Ja, also...

Catharina Fischer: Das bleibt uns nicht sozusagen erspart.

Catharina Fischer: Ja, super.

Anja: Ja.

Catharina Fischer: Also, sehr spannend.

Catharina Fischer: Ich werde mich da vielleicht noch mal tiefer reinwühlen in diese Studie und vielleicht auch mal beim Workshop mitnehmen.

Catharina Fischer: Schauen wir mal.

Anja: Ich würde gerne auch nochmal den Text verlinken, den ich dazu geschrieben habe.

Anja: Der ist in einem Blog zu finden.

Anja: Integriert auch so ein bisschen die Transformationen, mit denen das Future Project arbeitet.

Catharina Fischer: Vielen Dank.

Anja: Also tatsächlich auch nochmal hier diesen Blick so ein bisschen weitert.

Anja: Und ja, ich würde dafür auch einfach nochmal einladen, sich tatsächlich, dass jeder von unseren HörerInnen sich

Anja: einerseits fragt, was für ein eigenes Narrativ habe ich eigentlich, oder was erzähle ich mir tatsächlich über KI selbst und das auch nochmal tatsächlich zu hinterfragen in dem eigenen Bias, den man da ja mitbringt.

Anja: Genau, ja, das ist wichtig.

Catharina Fischer: Ja, schauen wir mal.

Catharina Fischer: Also gerne auch könnt ihr kommentieren oder uns mitleihen, was ihr über KI denkt.

Catharina Fischer: Lass da einfach unten rein.

Catharina Fischer: Und ja, wie gesagt, es wird nicht die letzte Folge zu dem Thema sein.

Catharina Fischer: Wir werden ja sicherlich das weiter im Auge behalten und nochmal dazu zusammenkommen.

Catharina Fischer: Und ja, damit wünschen wir erstmal einen schönen Tag, würde ich sagen, oder?

Anja: Wunderbar.

Anja: Und wir hören uns dann sicherlich bald wieder.

Anja: Tschüss.

Catharina Fischer: Genau, so machen wir das.

Catharina Fischer: Ciao, ciao.

Catharina Fischer

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Anja

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