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#68 Customer Zero | KI im Unternehmen einführen | Klarheit, Energie & Ergebnisse – Interview mit Anna-Kristina Kopp image

#68 Customer Zero | KI im Unternehmen einführen | Klarheit, Energie & Ergebnisse – Interview mit Anna-Kristina Kopp

S5 E69 · Führen mit Herz & Verstand
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161 Plays2 months ago

In dieser Folge spricht Normen Ulbrich mit Anna-Kristina Kopp über Führung, Kultur und die Frage, wie Transformation wirklich gelingt, wenn operative Verdichtung, Tempo und Erwartungsdruck immer weiter steigen. Anna-Kristina erzählt von einem Karriereweg, der nicht „geradeaus“ gestartet ist: von Ägyptologie und internationaler Kommunikation über Vertrieb und internationale Rollen bis hin zu Microsoft – und wie sie dort über viele Stationen hinweg gelernt hat, was gute Führung im Kern ausmacht.

Heute verantwortet sie als CEO von Microsoft Deutschland den Standort München und teilt praxisnah, wie Microsoft Führung im Alltag denkt: weg von „Innovation um der Innovation willen“ — hin zu End User Experience, Zuhören und dem Lösen echter Probleme. Es geht um die Realität von Customer Zero, um hybride Arbeit, um digitale Transformation (inklusive Betriebsrat-Realität in Deutschland) und um die größte Engstelle überhaupt: Zeit.

💜 Wie gelingt Führung in der „Zeitverdichtung“, ohne dass Teams ausbrennen?

💜 Warum sind Zuhörer im Team oft die stärksten Denker — und wie holt man sie in die Diskussion?

💜 Was bedeutet gute Leadership konkret bei Microsoft: Klarheit, Energie, Ergebnisse?

💜 Wie bringt man KI im Unternehmen wirklich zum Fliegen — und warum ist „Zeit freischaufeln“ der Gamechanger?

💜 Was heißt „Agenten führen“ (KI-Kolleg:innen) — und warum hilft das Bild vom Werkstudenten?

Anna-Kristina zeigt, warum Führung weniger mit Ansagen und mehr mit Haltung zu tun hat: Druck nicht einfach „durchreichen“, sondern übersetzen. Räume schaffen, in denen psychologische Sicherheit entsteht. Und vor allem: Vorbild sein — denn Teams folgen eher dem Verhalten als den Worten. Besonders stark: ihr konkreter Transformations-Blueprint für KI in Deutschland (Betriebsrat früh einbinden, Sandkasten-Tests, Lernpfade + echte Lernzeit) und die drei Leadership-Prinzipien, die Orientierung geben, wenn alles schneller wird.

Diese Folge inspiriert dazu, digitale Transformation nicht als Hobby für Freitagnachmittag zu behandeln — sondern als Führungsaufgabe mit Klarheit, Investment und Menschlichkeit. Und sie erinnert daran: Wenn wir „Zeit gewinnen“ durch KI, müssen wir auch lernen, sie nicht direkt wieder zu verfeuern.

💡 Wer führen will, muss Räume schaffen: für Zuhören, Lernen — und echte Pausen.

🎧 Jetzt reinhören — überall, wo es Podcasts gibt!

___________

• https://premium-speakers.com/en/speaker-presenter/anna-kopp/

• https://www.premium-leaders.club/experten/top-expertin-anna-kopp/

• https://www.londonspeakerbureau.de/de/speakers/7388-anna-kopp

• https://1st-row.de/speakerinnen/anna-kopp 

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🖼️ Das Führungsposter: Dieses Poster bietet Führungskräften und Teams inspirierende Grundsätze, um eine positive und unterstützende Atmosphäre zu schaffen. Es fördert Innovation, Zusammenarbeit und persönliche Entwicklung und stärkt so die Führungskompetenzen im Unternehmen. Das Führungsposter ist in den Größen A3 und A2 erhältlich. Du findest es bei uns im Shop.

Recommended
Transcript

Einführung und Bedeutung von Kommunikation in Teams

00:00:00
Speaker
Und ein Team, das sowohl Redner, aber auch Zuhörer hat, ist auch viel stärker, weil jemand, der zuhört und analysiert und so diese Fäden zusammenbringt und plötzlich entsteht eine Lücke und so, das haben wir noch nicht bedacht.
00:00:14
Speaker
Der Erfolg eines Unternehmens hängt ganz entscheidend von der Führungskultur im Unternehmen ab.

Unternehmensproduktivität und Mitarbeiterzufriedenheit

00:00:20
Speaker
Denn wenn sich Mitarbeiterinnen zufrieden fühlen, steigt die Produktivität um bis zu 20%.
00:00:27
Speaker
Doch die Frage lautet, wie kann das bei dem hohen Druck der Zeitverdichtung und den vielen operativen Aufgaben gelingen?

Praktische Führungstools und positive Denkweise

00:00:34
Speaker
Lausche den Deep Talks und erhalte erprobte und praxisnahe Führungswerkzeuge für eine sinn- und menschenorientierte Führung.
00:00:41
Speaker
Erlebe gleichzeitig, wie eine positive innere Haltung den Unterschied bei meinen Gästen gemacht hat.

Vorstellung des Podcasts und von Anna-Christina Kopp

00:00:48
Speaker
Ich bin Norm Ulbrich und heiße dich herzlich willkommen zu meinem Podcast Führen mit Herz und Verstand.
00:00:55
Speaker
Heute darf ich euch einen ganz besonderen und wunderbaren Gast ankündigen.
00:01:00
Speaker
Ihr Weg beginnt nicht in der IT und auch nicht mit einem klaren Karriereplan, sondern mit Neugier, mit Umwegen und mit der Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen.
00:01:09
Speaker
Sie studiert zunächst Ägyptologie und internationale Kommunikation, kommt aus Schweden nach Deutschland und bleibt.

Annas Karriereweg bei Microsoft

00:01:17
Speaker
Der Einstieg ins Berufsleben führt sie in den Vertrieb und dann weiter über viele Stationen, bis sie 2004 zu Microsoft kommt.
00:01:24
Speaker
Dort wächst sie in sehr unterschiedlichen Rollen, national wie international.
00:01:28
Speaker
Sie führt Vertriebseinheiten, verantwortet Kundenzufriedenheit, arbeitet mit virtuellen Teams über Ländergrenzen hinweg und sammelt genau dort die Erfahrungen, die heute viele Organisationen umtreiben.

Annas Rollen und Interessen außerhalb der Führung

00:01:39
Speaker
Heute ist sie CIO von Microsoft Deutschland und leitet den Standort München.
00:01:44
Speaker
Was mich an ihrem Weg besonders beeindruckt, neben Führung und Verantwortung lässt sie auch Raum für Ausdruck, Bühne und Musik.

Begrüßung und Gespräch über Schweden

00:01:51
Speaker
Wer ihren Song Flying on Fire hört, bekommt eine Ahnung davon, wie viel Energie, Klarheit und Mut darin stecken.
00:01:58
Speaker
Und damit sage ich herzlich willkommen im Podcast.
00:02:00
Speaker
Ich freue mich riesig, dass du heute hier bist.
00:02:02
Speaker
Anna-Christina Kopp.
00:02:04
Speaker
Hallo Norman.
00:02:06
Speaker
Ja, ich freue mich auch hier zu sein.
00:02:07
Speaker
Danke dir für die Einladung.
00:02:08
Speaker
Sehr gern, schön, dass du sie angenommen hast, Anna.
00:02:12
Speaker
Wir haben eben gerade schon geklärt, du bist in wunderschönen Schweden jetzt zu dieser Aufnahme und schaust auf einen wunderschönen See.
00:02:21
Speaker
Also wenn deine Gedanken manchmal wegleiten, dann wissen wir die ZuhörerInnen, dass sie quasi da im See sind.

Annas Interesse an Geschichte und Sprache

00:02:31
Speaker
Ja, genau.
00:02:32
Speaker
Ja, klingt wunderbar idyllisch.
00:02:33
Speaker
Tatsächlich ist das Wetter nicht besonders smart.
00:02:35
Speaker
Von daher, ich denke, ich bleibe bei dir im Gedanken.
00:02:38
Speaker
Oh ja, stimmt schon.
00:02:40
Speaker
Guck hier ein bisschen auf dem Regen auf dem See.
00:02:41
Speaker
Das ist auch mal was Schönes.
00:02:43
Speaker
Auf jeden Fall.
00:02:45
Speaker
Anna, du hast mit Ägyptologie und internationaler Kommunikation begonnen.
00:02:52
Speaker
Also irgendwie mit Geschichte, Sprache, Kontext.
00:02:56
Speaker
Und was hat dich damals mehr interessiert?
00:02:59
Speaker
Die Strukturen dahinter oder die Menschen darin?
00:03:06
Speaker
Das ist eine interessante Frage, weil ich war immer sehr geschichtinteressiert.
00:03:10
Speaker
Und ich habe eher zurückgeschaut als nach vorne geschaut.
00:03:14
Speaker
Und irgendwann tatsächlich gelernt, dass Menschen, die sehr innovativ sind, so Zukunftsforschung und Zukunftsguckeln, haben weniger Interesse an Geschichte.
00:03:27
Speaker
Und deswegen sagt es über mich aus, dass ich so eher über die Erfahrungen, was wir schon gemacht haben als Menschheit, als Gesellschaft, das war für mich interessanter, als so ganz visionär nach vorne zu schauen.
00:03:40
Speaker
Und ich glaube, so bin ich heute immer noch im Leadership und auch in der Technologie.
00:03:44
Speaker
Ich bin nicht der absolut super Innovativste, die ganz neue Ideen, das könnte man dies oder jenes machen, sondern ich baue immer alles auf Erfahrungen, was man schon probiert hat.

IT-Rolle: Innovation vs. Betrieb

00:03:55
Speaker
Und wenn das ging und das ging und das ging, dann müsste doch das hier auch gehen.
00:03:59
Speaker
Und das ist so, wie ich alles eigentlich in meinem Leben mache, also privat wie auch gerade, ob ich auf der Bühne mit dem Keynote stehe oder in der Arbeit einfach irgendwelche Technologie dann ausrolle.
00:04:11
Speaker
Es baut irgendwie immer auf, auf einer soliden Basis.
00:04:16
Speaker
Aber dafür bin ich vielleicht nicht so super crazy vorwärts Elon Musk Visionär.
00:04:23
Speaker
Und vielleicht ist das auch so eine provokante Frage.
00:04:27
Speaker
Ist IT der Motor von Innovation?
00:04:29
Speaker
Vielleicht nicht immer, weil was man vor allem machen muss, keep the lights on, sagen wir in IT, dafür sorgen, dass alles richtig gut läuft.
00:04:39
Speaker
was man ja nur merkt, wenn es nicht läuft, mein Computer oder das Netzwerk, und dafür sorgen, dass End-User alles haben, was sie brauchen, um gut zu arbeiten.
00:04:54
Speaker
Gut, ich habe letztens mit Führungskräften einen

Fokuswechsel bei Microsoft: Nutzererfahrung im Vordergrund

00:04:59
Speaker
Workshop gemacht.
00:04:59
Speaker
Da ging es um dieses Thema Growth Mindset und Fixed Mindset.
00:05:03
Speaker
Das ist ja so ein bisschen das, was du umschrieben hast, würde ich so jetzt mit meinen Worten sagen.
00:05:12
Speaker
Und das heißt, im Grunde ist das dann, wenn du das so sagst, ist das auch so ein bisschen dieses Dilemma, was ihr in der IT im Grunde habt.
00:05:21
Speaker
So auf der einen Seite...
00:05:23
Speaker
Müsst ihr dafür sorgen, dass es läuft?
00:05:25
Speaker
Und als du das gerade gesagt hast, habe ich gedacht, ja, stimmt.
00:05:28
Speaker
Also ich kenne eine Menge Führungskräfte, die im Grunde die Idee haben, es muss laufen.
00:05:35
Speaker
Und wenn ich was Neues, Innovatives entwickeln will, dann tut es das ja in der Regel nicht.
00:05:41
Speaker
Also da sind Fehler, aus dem Fehler muss ich lernen.
00:05:45
Speaker
Da sind Dinge, die falsch laufen.
00:05:47
Speaker
Da muss ich überprüfen, wie kann ich es besser machen.
00:05:50
Speaker
Also da wird es ja nicht stabil laufen zuerst.
00:05:54
Speaker
Growth Mindset, das ist genau so dieses Lernen.
00:05:56
Speaker
Ich kann entweder irgendwie so, wir haben Pyramide, sind wir schon bei Ägyptologie auch wieder.
00:06:02
Speaker
Ich lerne den Basis und dann geht es nach oben und ich baue auf das, was ich schon weiß.
00:06:06
Speaker
Oder seriell, ich lerne was und dann stecke ich das weg und dann lerne ich das Nächste.
00:06:11
Speaker
Und das, was du gerade sagst, da habe ich viele Gedanken darüber gemacht, wie wir als Firma auch umgedacht haben.
00:06:20
Speaker
Früher, nicht nur bei uns, sondern bei vielen vor 20, 30 Jahren, Engineering, haben Innovation getrieben.
00:06:26
Speaker
Ja, wiggle, wiggle, bauen irgendwas Cooles, Neues, Innovatives.
00:06:30
Speaker
Und dann nutzt es keiner.
00:06:31
Speaker
Und dann fragen die, weil die sind natürlich darauf bemessen, dass die was bauen, was Geld gekostet hat, was alle unbedingt haben wollen.
00:06:39
Speaker
Und haben dann so, ja, wir brauchen 100% Usage.
00:06:41
Speaker
Warum nutzt ihr es nicht?
00:06:43
Speaker
Und die User so, weil ich es nicht brauche.
00:06:46
Speaker
Ja, aber es ist cool und innovativ.
00:06:48
Speaker
Ja, aber es löst kein Problem.
00:06:51
Speaker
Dann find ein Problem.
00:06:53
Speaker
Und wenn du kein Problem findest, er findet eins.
00:06:57
Speaker
Und
00:06:58
Speaker
Ja, so kann man es auch machen, aber wir können uns heute nicht mehr leisten, rausgehen und neue Probleme zu suchen oder sogar erfinden und kreieren.

Wichtigkeit der Teamvertretung und Ressourcenbereitstellung

00:07:07
Speaker
Wir haben Probleme.
00:07:09
Speaker
Sprich, für mich ist so dieses Growth Mindset und auf eine Basis bauen, ist, dass man zuhört.
00:07:16
Speaker
Tatsächlich heißen wir bei Microsoft nicht mehr IT, Information Technology, da ging es um die Technologie, sondern wir nennen uns End User Experience Success.
00:07:28
Speaker
Sprich, wir fokussieren uns auf die Menschen.
00:07:31
Speaker
Genauso wie das Customer Success mittlerweile, weil haben viele Firmen diese Rolle, haben wir Employee Success.
00:07:37
Speaker
Und wir hören auf unsere Kunden, aber wir hören vor allem auf die Mitarbeiter und wir sehen, was sind die Probleme, was sind die größten Probleme.
00:07:44
Speaker
Und die versuchen wir zu lösen.
00:07:46
Speaker
Und nicht Innovation for Innovation's sake.
00:07:48
Speaker
Tun wir auch irgendwo in den USA im Keller, klar.
00:07:52
Speaker
Weil irgendwo muss ja auch Innovation getrieben werden.
00:07:54
Speaker
Aber für das, was man jeden Tag braucht,
00:07:58
Speaker
bei Microsoft immer, wir nutzen unsere eigenen Produkte.
00:08:02
Speaker
Natürlich, es ist ein Teil Innovation, aber auch die Innovation ist da, um die Probleme, die wir erkennen, zu lösen, die wahrscheinlich auch jeder Kunde da draußen hat.
00:08:13
Speaker
Okay, also ihr habt den Fokus verändert.
00:08:16
Speaker
Ich würde sagen, das entspricht ja dem Zeitgeist so ein bisschen, dass sozusagen der Kunde immer stärker irgendwie in den Fokus rückt.
00:08:23
Speaker
Ja, genau.
00:08:25
Speaker
Zumindest offiziell.
00:08:27
Speaker
Die Frage ist dann, wie weit durchdringt das die Organisation, das Fokus?
00:08:34
Speaker
Aber dann stelle ich jetzt dir die Frage, rat mal, wer ist unser erster, bester und kompliziertester Kunde weltweit?
00:08:43
Speaker
Komplizierteste?
00:08:45
Speaker
Ja, und anspruchsvollster Kunde.
00:08:47
Speaker
Also du hast mir vorhin von einem Programm erzählt, was ihr selber habt.
00:08:51
Speaker
Also würde ich vermuten, dass ihr das seid.
00:08:56
Speaker
Ja, genau.
00:08:57
Speaker
Ihr nennt euch wie Customer Zero, oder?
00:09:01
Speaker
Der erste Kunde.
00:09:02
Speaker
Also vor irgendwas überhaupt rausgeht,
00:09:04
Speaker
und zu Produkt wird, zu unseren Kunden.
00:09:08
Speaker
Wird das zuerst von IT und Engineering getestet, also wir haben sogenannte Rings, wo wir sagen, okay, hier ist ein Pilotprojekt oder irgendwie schon so die ersten Phasen, wo vielleicht Produkte noch nicht so ausgereift sind.
00:09:20
Speaker
Das wird dann halt intern genutzt, User-Testing und das dauert schon wirklich recht lange, bis das da halt raus zum Kunden, sprich wir sind unser erster und bester Kunde.
00:09:32
Speaker
Und das ist total spannend.
00:09:33
Speaker
Man denkt, ja, Microsoft, nur Techies.
00:09:36
Speaker
Aber es sind ja nicht nur Techies.
00:09:38
Speaker
Ja, wir haben viele technisch versierte Mitarbeitenden, klar.
00:09:42
Speaker
Aber sogar hier was Lustiges, unser Chefkoch hat auch ein Teams-Account.
00:09:47
Speaker
Weil wir haben nämlich Restaurantausschuss und dann kommt der Chefkoch dazu und dann diskutieren wir, was wir gerade so für Aktivitäten und so weiter machen.
00:09:54
Speaker
Ja, der ist natürlich nicht der Super-Techie.
00:09:57
Speaker
Sprich, ich habe ein Publikum, was sehr breit aufgestellt, von komplett untechnischer Kollegin bis hin zum sehr, sehr technisch versierte.
00:10:08
Speaker
Und ich als IT muss also dafür sorgen, dass alle effizient arbeiten können.

Annas Führungsreise und Teamunterstützung

00:10:13
Speaker
Und dann halt die ganz Techies, dass die nicht zu sehr gelangweilt werden, aber dass man alle mitnimmt.
00:10:18
Speaker
Und das nennen wir Customer Zero.
00:10:21
Speaker
Okay, wie lange habt ihr das schon, dass ihr da so einen Fokus drauf legt?
00:10:25
Speaker
Das ist schon, also solange ich diesen Job tatsächlich mache und das ist jetzt fast zwölf Jahre.
00:10:31
Speaker
Okay.
00:10:31
Speaker
Coming up 12 years, ja, im Februar 2026.
00:10:34
Speaker
Ja.
00:10:37
Speaker
Cool.
00:10:38
Speaker
Du hast eben gerade in einem Nebensatz gesagt, dass man vor allen Dingen zuhören muss, wenn man so agiert.
00:10:48
Speaker
Du bist ja, ich hatte das vorhin gesagt, du bist ja über Vertrieb und diverse operative Rollen immer tiefer in Führung hineingewachsen.
00:10:55
Speaker
Also so wirkte es zumindest in deiner Biografie.
00:10:59
Speaker
Wann hast du für dich das erste Mal so gespürt, dass Führung irgendwie mehr ist als nur irgendwie Leistung und Ergebnis?
00:11:11
Speaker
Tatsächlich ist meine erste Rolle bei Microsoft, war keine direkte People-Führungsrolle, sondern das war so Dotted Line, wie man das nennt.
00:11:21
Speaker
Also ich hatte eine recht große Organisation, eine Person in jedes Land.
00:11:25
Speaker
Ich war für Mittelstandvertrieb für Inside Sales und Telesales für EMEA, Europe, Middle East, Afrika zuständig und hatte also nur Leute, die zu mir reportet haben.
00:11:36
Speaker
Aber in der Rolle, wo ich vor Microsoft war, hatte ich zum ersten Mal so eine Teamlead-Position.
00:11:43
Speaker
Oder sogar die letzten zwei Firmen zuerst Teamlead geworden und dann irgendwann mal so Europa Head of Inside Sales.
00:11:53
Speaker
Und wenn man dann plötzlich Leute hat, die auf einem schauen, dann habe ich eine große Wahl zu treffen.
00:11:58
Speaker
Entweder, man ist ja gesandwiched, ich habe das Senior Leadership,
00:12:02
Speaker
Und ich habe meine Mitarbeitenden.
00:12:03
Speaker
Und was ist meine Rolle als Leader, also als Manager in der Mitte?
00:12:07
Speaker
Und da muss man irgendwann mal schon eine große Entscheidung treffen, auf welche Seite stehe ich.
00:12:13
Speaker
Weil man ist ja sandwiched.
00:12:14
Speaker
Das ist wie das Beste vom Burger in der Mitte.
00:12:16
Speaker
Das ist schön wie das Beste vom Burger.
00:12:23
Speaker
Das Beste vom Burger, entweder stelle ich mich auf das Leadership, also die Geschäftsleitung und sozusagen ich manage, ich führe nach unten.
00:12:31
Speaker
Ja.
00:12:33
Speaker
Oder ich stelle mich auf der Seite von meinem Team und führe nach oben.
00:12:39
Speaker
Vertrete mein Team, sorge dafür, dass die alles bekommen.
00:12:42
Speaker
Die haben ja ein Recht drauf, ihren Job gut machen zu dürfen.
00:12:46
Speaker
Und so denken die wenigsten.
00:12:48
Speaker
Ich habe ein Anrecht, meinen Job gut machen zu dürfen.
00:12:51
Speaker
Was bedeutet das wirklich?
00:12:53
Speaker
Das bedeutet, ich brauche die Trainings.
00:12:57
Speaker
Also ich habe ein Recht, dass jemand mich antrainiert, dass ich einen guten Job mache.
00:13:01
Speaker
Wenn ich da keine Trainings bekomme, dann ist das kalte Wasser geschmissen und dann mache ich vielleicht keinen guten Job und dann kriege ich Vorwürfe.
00:13:08
Speaker
Sondern ich habe ein Anrecht auf antrainiert werden und exzellent zu werden auf Coaching.
00:13:13
Speaker
Ich habe ein Anrecht auf gute Tools.
00:13:17
Speaker
Ich habe ein Anrecht auf machbare Ziele.
00:13:22
Speaker
Weißt du, wie man jemals Gehalt kürzt innerhalb von einer Sekunde?
00:13:25
Speaker
Man verdoppelt das Ziel.

Transparenz und kollektiver Einsatz in der Führung

00:13:28
Speaker
Und plötzlich hat kein jemand statt 100% Ziel erreicht und nur 50% Ziel erreicht.
00:13:31
Speaker
Und alles das ist, wo ich mich selber analysiert habe und gesagt habe, wow, cool, jetzt bin ich Teamlead.
00:13:39
Speaker
Was für Manager oder Leader möchte ich sein?
00:13:42
Speaker
Und du kannst wahrscheinlich raten, ich habe mich auf die Seite vom Team gestellt und ich habe oft Kritik dafür bekommen von meinem Chef.
00:13:50
Speaker
Ja, ja.
00:13:51
Speaker
ja, du musst ja auch mal die Firma vertreten und so weiter.
00:13:54
Speaker
Nein, ich vertreten oder treten, ich trete nicht nach unten.
00:14:00
Speaker
Ich bin die Vertretung von meinem Team.
00:14:04
Speaker
Und so habe ich das dann, also das war schon ein Prozess, nicht ganz so schnell.
00:14:11
Speaker
Aber ja, also als Strategie kann man das sagen, das Beste vom Burger Theory.
00:14:18
Speaker
Also das glaube ich dir auf jeden Fall, das nehme ich mit, weil ich glaube manche Führungskräfte in dieser mittleren Ebene, die empfinden sich eher wie so ein
00:14:32
Speaker
wie so ein Korn zwischen zwei Mahlsteinen, wo man so Mehl macht.
00:14:36
Speaker
Das ist ja ein anderes Bild als das Beste vom Burger.
00:14:39
Speaker
Das ist schöner.
00:14:40
Speaker
Genau, aber es ist dasselbe.
00:14:43
Speaker
Und viele denken so, okay, ich will ja mehr Karriere, ich will Vice President und Geschäftsführung und CEO und so weiter werden.
00:14:49
Speaker
Da muss ich mich ja eigentlich dann halt als gute Leader auf die Seite von Geschäftsführung stellen.
00:14:56
Speaker
Und ich denke aber, wenn du wirklich gut werden willst, musst du es anders machen.
00:15:01
Speaker
Und dann habe ich eine weitere Sache, früher habe ich ein bisschen, ich habe nicht erzählt, ich habe Rollen gehabt, wo ich Direct Reports oder Manager of Managers war, also verschiedene Levels.
00:15:15
Speaker
Und dann war ich schon wieder, da habe ich einen Karriere-Schritt gemacht vor dieser Rolle.
00:15:20
Speaker
Ich leitete Head of Account Services and Operations bei MSN, also wenn du dich erinnern kannst, Hotmail und die MSN-Webseite etc.
00:15:30
Speaker
beim Advertising.
00:15:32
Speaker
Und dann kam mein Traumjob und das war nicht mehr Manager of Managers, sondern eine normale IC-Rolle, aber eine EMEA-Rolle als Customer Satisfaction Program Lead.
00:15:43
Speaker
Und ich wollte das unbedingt machen.
00:15:45
Speaker
Ich wollte aufstehen morgens und genau das machen.
00:15:49
Speaker
Und da wurde ich gefragt, ja, aber dann bist du ja nicht mehr People Manager.
00:15:55
Speaker
Und das bedeutet, dass ich vielleicht nicht mehr Somebody bin.
00:16:00
Speaker
Und das hat mir auch so zu denken gebracht, weil ich musste dann schauen, wie identifiziere ich mich tatsächlich.
00:16:07
Speaker
Ist es nur, dass ich Leute zu mir reporten habe?
00:16:11
Speaker
Und jetzt mittlerweile bin ich,

Rollen von Führungskräften im Teamdynamik

00:16:13
Speaker
ich habe keine Direct Reports, aber ich leite den Komplett-IT bei Microsoft in Deutschland.
00:16:20
Speaker
Und das Spannende bei der Sache ist, wer ist der bessere Manager?
00:16:25
Speaker
Jemand, der zum Beispiel so direkt sagen kann, einfach ansage, ich sage dir, was du zu tun hast.
00:16:32
Speaker
Ich bosse.
00:16:33
Speaker
Und das kannst du tun, wenn die Leute zu dir reporten.
00:16:36
Speaker
Oder du musst influencen.
00:16:41
Speaker
Du musst mit guten Argumentationen Leute überzeugen, das ist das Richtige zu tun.
00:16:47
Speaker
Was ich ja jetzt auch tun muss, weil ich jetzt auch keine Directs habe und andere CIOs haben tausende Leute zu den Reporten.
00:16:56
Speaker
Aber influencen ist einfach viel schwieriger.
00:17:01
Speaker
Da sind jetzt eine Menge Sachen dabei.
00:17:03
Speaker
Ich habe mir ein paar Sachen aufgeschrieben, die ich gerne mal hochholen würde, weil das finde ich mega spannend.
00:17:09
Speaker
Das Erste, was du gesagt hast, ist dieses Beste vom Burger.
00:17:17
Speaker
Gut, könnt ihr ja auch für die vegetarischen oder veganen ZuhörerInnen ist es dann halt ein veganes Patty.
00:17:26
Speaker
Ja, genau.
00:17:30
Speaker
Also diese Überschrift fand ich, die ich da rausgehört habe, war so dieses Servant Leadership, also diese dienende Führung.
00:17:38
Speaker
Ich formuliere das immer so in meinen Trainings, da habe ich im Grunde so einen Führungsgrundsatz, der lautet, Verantwortung ist nicht teilbar.
00:17:47
Speaker
Also ich als Führungskraft trage die Verantwortung für mein Team, für die Menschen da drin und natürlich auch für alle Fehler, Probleme, Dinge, die nicht so gelöst werden, wie sie gelöst werden.
00:17:59
Speaker
Das ist meine Verantwortung.
00:18:01
Speaker
Die kann ich auch nicht abgeben, kann ich auch nicht sagen, ja, war jetzt Anna, also habe ich nichts mit zu tun, hat sie halt falsch gemacht.
00:18:08
Speaker
sondern nach meinem Dafürhalten ist das meine Verantwortung.
00:18:12
Speaker
Dann habe ich dir irgendwie zu viel zugemutet, zu wenig, das Falsche erklärt, zu wenig erklärt, whatever.
00:18:20
Speaker
Das finde ich, das steckt

Energieerzeugung und organisatorische Kultur

00:18:21
Speaker
da mit drin.
00:18:21
Speaker
Also ich habe eine Verantwortung und die kann ich auch nicht abgeben.
00:18:25
Speaker
Und ich habe das selber als Führungskraft in dieser...
00:18:30
Speaker
Ich habe mich nicht als das Tollste vom Burger empfunden, aber als ich in dieser Rolle war, da hatte ich das, dass ich immer überlegt habe, was gebe ich eigentlich von dem Druck, der von oben kommt, was gebe ich eigentlich weiter?
00:18:50
Speaker
Und dann habe ich für mich irgendwie erkannt, das ist ja eine Entscheidung, die ich treffe.
00:18:54
Speaker
Also ich kann mich sozusagen schützend vor oder über mein Team beugen und kann sozusagen an meinem Rücken Dinge abprallen lassen, die mein Chef eigentlich will.
00:19:08
Speaker
Oder ich kann die einfach durchreichen.
00:19:11
Speaker
Und das ist ja eine Entscheidung, die kann ja jede Führungskraft in dieser mittleren Ebene treffen.
00:19:17
Speaker
Die ist dann manchmal einfacher und manchmal schwieriger.
00:19:21
Speaker
Also ich hatte mal eine Führungskraft, der war auch so in dieser mittleren Ebene, der wollte von seinen Chefs
00:19:29
Speaker
dass, oder seine Chefs wollten von ihm, dass er quasi mit harter Hand regiert, also er bossy ist.
00:19:38
Speaker
Und er selber hatte aber irgendwie ein anderes Verständnis von Leadership.
00:19:42
Speaker
Und
00:19:43
Speaker
die sind dann irgendwann auseinandergegangen, weil der konnte quasi diesen Druck dann irgendwann oder hat keinen Bock mehr, diesen Druck standzuhalten.
00:19:52
Speaker
Das ist auch ein zweiter Punkt, den ich mir aufgeschrieben habe, weil ich glaube, das ist ja eine Kulturfrage in dem Unternehmen.
00:19:58
Speaker
Also wie ist die Kultur in dem Unternehmen?
00:20:04
Speaker
Wie ist die Führungskultur?
00:20:05
Speaker
Wie ist die Kommunikationskultur?
00:20:07
Speaker
Also kann jemand, der so führt, wie du das gerade beschrieben hast,
00:20:13
Speaker
Kann der überhaupt Karriere machen?
00:20:14
Speaker
Ist das gewollt oder will ich eher die Ego-Typen, die da sind?
00:20:22
Speaker
Ich erkenne mich sehr wieder in das, was du gerade gesagt hast, dass die so den Druck abprallen lassen und nur das weitergeben, was wirklich auch gehört.
00:20:32
Speaker
Aber zum Beispiel als Technik, was ich immer benutzt habe, war es auch Transparenz.
00:20:40
Speaker
um ein Team hinter sich zu bringen, indem man einfach sagt, nicht ihr müsst, so kann ich das sagen, oder so, wir müssen.
00:20:52
Speaker
Ihr müsst oder wir müssen.
00:20:54
Speaker
Wir müssen, die Firma wünscht sich, die Firma hat dieses Ziel, wir müssen das erreichen.
00:20:59
Speaker
Und dieses Wir-Denke, wenn man als Leader agiert, die Sprache macht ja halt den ganzen Unterschied, ob das ihr müsst oder wir müssen.
00:21:08
Speaker
Ja.
00:21:09
Speaker
Und ich glaube, so kann man mit verschiedenen Techniken das einfach sehr klar und deutlich machen.
00:21:19
Speaker
Aber du hast recht, dass wir müssen oder ihr müsst.
00:21:22
Speaker
Jede Firma hat natürlich eine unterschiedliche Kultur.
00:21:25
Speaker
Und wenn das überhaupt nicht erlaubt ist, dann muss man vielleicht für sich eingestehen, ich bin nicht der richtige Manager, um bei dieser Firma so erfolgreich zu sein.
00:21:33
Speaker
Sondern ich muss dann umdenken.
00:21:35
Speaker
Genau, das ist alles.
00:21:36
Speaker
Und woanders gehen.

Teamdynamik und Führungserfolg

00:21:38
Speaker
Schade ist das.
00:21:39
Speaker
Bei Microsoft haben wir das Glück, wir haben eine gute Kultur, dieses Growth Mindset.
00:21:46
Speaker
Hier ist ein Beispiel.
00:21:48
Speaker
Als Leader hat man zwei Jobs.
00:21:51
Speaker
Einerseits muss ich meine fachliche Kenntnisse haben.
00:21:54
Speaker
Und dann muss ich aber meine Persönlichkeiten im Team verstehen.
00:21:58
Speaker
Zum Beispiel könnte man sagen, Chef ist Chef.
00:22:00
Speaker
Der Vertriebsleiter und der Head of Engineering, beide Chefs, könnten einfach für ein halbes Jahr einen Job tauschen.
00:22:06
Speaker
Würde das erfolgreich sein?
00:22:07
Speaker
Nein, weil ich muss das Fachliche verstehen.
00:22:10
Speaker
Aber gleichzeitig muss ich auch wissen, wenn ich Vertriebsleiter bin, dann habe ich Vertriebler bei mir.
00:22:17
Speaker
Ganz speziell ist er oft Extrovert und wollen viel mit Kunden zu tun haben und so weiter.
00:22:22
Speaker
Und jemand, der in Engineering hat vielleicht eher so Programmierer und Introverte Leute im Team.
00:22:28
Speaker
Und ich muss ja auch verstehen, wie ich sie motiviere und dahin bringe, um die Ziele zu erreichen.
00:22:33
Speaker
Und eine Firma, was versteht, also bei Microsoft haben wir drei Principles, Leadership Principles, die jeder folgen muss.
00:22:43
Speaker
Wir sorgen dafür, dass wir als Leader, wir sind fachlich natürlich in unserem Bereich, check.
00:22:51
Speaker
Und alles Weitere ist up to us, so wie wir unsere Teams managen und was passiert, aber drei Leadership Principles bleiben.
00:23:01
Speaker
Der Job von einem Manager bei Microsoft ist Nummer eins, create clarity, also Klarheit bringen.
00:23:07
Speaker
Was sind die Ziele?
00:23:07
Speaker
Wie kommen wir dahin?
00:23:08
Speaker
Was brauchen wir dafür?
00:23:10
Speaker
Wie können wir erfolgreich sein?
00:23:11
Speaker
In welches Boot steigen wir und in welche Richtung rudern wir zusammen?
00:23:17
Speaker
Also Klarheit bringen.
00:23:19
Speaker
Generate energy, Nummer zwei.
00:23:21
Speaker
Darf gerne Spaß machen.
00:23:22
Speaker
Aber ich finde, Generate Energy ist auch das richtige Team aufzustellen.
00:23:26
Speaker
Zum Beispiel die richtigen Leute heilen.
00:23:29
Speaker
Diversity im Team, dass ich unterschiedliche Leute habe.
00:23:32
Speaker
Weil je mehr unterschiedliche Leute ich in meinem Team habe, desto mehr Facetten habe ich, wenn ich Probleme löse und Lösungsvorschläge.
00:23:42
Speaker
Also wenn alle gleich sind.
00:23:45
Speaker
Aber da gehört auch sowas wie richtige Trainings und die richtigen Tools.
00:23:48
Speaker
Also Generate Energy.
00:23:50
Speaker
Nichts zapft Energie, wie wenn ich grottenschlechte, langsame Tools habe.
00:23:56
Speaker
Nummer drei.
00:23:58
Speaker
Success.
00:24:00
Speaker
Wir haben also Klarheit, wir haben Energie und daraus muss auch Ergebnisse kommen.
00:24:05
Speaker
Und wenn die Ergebnisse nicht da sind, bedeutet das nicht, dass die Leute schlecht sind oder nicht ihren Job machen, aber vielleicht habe ich nicht das richtige Produkt.
00:24:13
Speaker
Wie ich vorher gesagt habe, Customer Zero.
00:24:16
Speaker
Produkte bauen, die auch Leute kaufen wollen.
00:24:18
Speaker
Sonst muss ich umdenken, was ist mein Businessmodell?
00:24:21
Speaker
Erreiche ich das richtige Publikum?
00:24:23
Speaker
Spreche ich sie so an?
00:24:25
Speaker
dass sie Interesse haben und das ist so, ja, Deliver Success.
00:24:32
Speaker
Klarheit, Energie, Ergebnisse.
00:24:36
Speaker
Alles andere ist dann halt so als Leadership, ja, mache ich so, wie ich für richtig halte, aber an diese drei Prinzipien muss ich mich halten.
00:24:43
Speaker
Ja.
00:24:45
Speaker
Und genau, Klarheit hat ja auch was mit Transparenz zu tun.
00:24:48
Speaker
Also wie viel teile ich auch mit meinem Team?
00:24:52
Speaker
Wie teile ich das?
00:24:54
Speaker
Sind wir wieder bei dem, gebe ich das einfach weiter quasi?
00:24:57
Speaker
Also weiche ich das nur runter, was ich von oben höre oder übertrage ich das ins Team?
00:25:03
Speaker
Und dieses Generate Energy, das finde ich auch schön, weil...
00:25:09
Speaker
Also das ist ja schon, also ich habe so einen anderen Führungsgrundsatz, der lautet, die Handlung folgt immer der Haltung.
00:25:17
Speaker
Und deshalb ist, also wenn ich Führungstrainings mache, dann ist das für mich vor allen Dingen Haltungsarbeit, weil das ist so, meine Idee ist, ich habe da einen Werkzeugkoffer, da sind so Führungstools drin, aber die nehme ich natürlich nur, wenn ich den Nutzen dieser Führungstools verstehe.
00:25:34
Speaker
Sonst nehme ich immer das Gleiche, mein Lieblingstool, den Hammer.
00:25:38
Speaker
Genau.
00:25:40
Speaker
Wenn ich aber wechseln will oder soll oder das vielleicht sogar sinnvoll ist, dann muss ich ja erstmal verstehen, warum ist das sinnvoll?
00:25:48
Speaker
Warum braucht vielleicht jemand, der eher introvertiert ist, eine andere Ansprache als jemand, der extrovertiert ist?
00:25:56
Speaker
Warum reicht das nicht, eine Diskussion in so einem Meeting zu führen?
00:26:00
Speaker
Du bist ja nun sehr vertriebsaffin.
00:26:02
Speaker
Du kannst gut reden, du kannst dich gut ausdrücken, du hast kein Problem damit, vor Menschen zu stehen.
00:26:07
Speaker
Du hast vermutlich
00:26:09
Speaker
Also auch vielleicht ganz früher mal, keine Ahnung, aber du hast mit Sales angefangen vermutlich nie, Probleme gehabt quasi in so einer Gruppe auf der Tonspur, also in der Diskussion, dich zu behaupten und Dinge zu formulieren, ne?
00:26:26
Speaker
Aber es gibt ja Menschen, die machen das nicht.
00:26:31
Speaker
Die müssen erst darüber nachdenken.
00:26:33
Speaker
Und jedes Team sollte eine davon haben.
00:26:35
Speaker
Ja, genau.
00:26:37
Speaker
Aber der ist ja in Diskussion, das meine ich.
00:26:39
Speaker
Der ist ja in Diskussion, hörst du den ja nie.
00:26:43
Speaker
Nee, aber was tut diese Person?
00:26:45
Speaker
Es ist total spannend, was du da sagst.
00:26:47
Speaker
Du hast ein Team und Brainstorming und alle sagen ihre Meinung.
00:26:50
Speaker
Und der Introverte sagt nichts, weil er zuhört.
00:26:54
Speaker
Und es ist die Person, die meistens die richtige Frage am Schluss stellt.
00:26:58
Speaker
Und wie kriegen wir das Budget dafür?
00:26:59
Speaker
Okay.
00:27:00
Speaker
Etc.
00:27:01
Speaker
Sprich, wer redet, hört ja nicht zu.
00:27:04
Speaker
Und ein Team, was sowohl Redner, aber auch Zuhörer hat, ist auch viel stärker.
00:27:08
Speaker
Weil jemand, der zuhört und analysiert und so diese Fäden zusammenbringt, oh, und plötzlich entsteht eine Lücke und so, das haben wir noch nicht bedacht.
00:27:17
Speaker
Ja, finde ich gut, ja.
00:27:20
Speaker
Und was du, glaube ich, dafür brauchst, ist jetzt ein anderes Thema, aber das passt dann auch zu diesem Generate Energy, weil ansonsten entsteht die ja nicht, ist denn hier die Amy Edmondson, die kennst du vielleicht, die hat das psychologische Sicherheit genannt, also Unmengen an Vertrauen, wenn man so will, damit der dann am Ende die Frage stellt, die du gerade formuliert hast, also damit der sich sozusagen traut,
00:27:47
Speaker
Also für ihn ist das ja, ich vergleiche das immer so mit so Türschwellen.
00:27:53
Speaker
Ja, genau.
00:27:54
Speaker
Also damit du dich vor einer Gruppe äußerst, ist die Türschwelle, über die du steigen musst, die ist...
00:28:01
Speaker
Nicht existent, das ist so ganz flach, gehst du einfach drüber.
00:28:05
Speaker
Aber für jemanden, der sehr introvertiert ist, der sehr gewissenhaft ist, der eher ruhiger ist, der eher nachdenkt, bevor er was sagt, der hat ja eine viel höhere Stufe quasi.
00:28:17
Speaker
Also der muss sich viel mehr anstrengen, um da drüber zu steigen.
00:28:21
Speaker
Und wenn der jetzt, keine Ahnung, einen Spruch gedrückt kriegt oder es ist viel Sarkasmus im Team oder so, oder vielleicht eine schlechte Energie, dann macht er das ein, zwei Mal und dann macht er das ja nicht mehr.
00:28:36
Speaker
Weil das zu anstrengend ist für den.
00:28:39
Speaker
Das ist Managerjob auch natürlich zu erkennen, wen habe ich im Team.
00:28:44
Speaker
Ich habe ja das Team zusammengestellt und klar kann ich dann sagen, warum sagst du nichts?
00:28:50
Speaker
Oder ich kann sagen, ich so und jetzt am Schluss auch nicht sagen, du hast die ganze Zeit nichts gesagt, hast du was dazu zu fügen, das ist auch schon wieder Kritik, sondern ich sehe, dass du die ganze Zeit zugehört hast mit großem Interesse.
00:29:05
Speaker
was geht gerade in deinem Kopf jetzt?
00:29:07
Speaker
Das würde mich schon sehr interessieren, von dir noch zu hören.
00:29:11
Speaker
Und dann hast du das schon platziert und den Raum geschaffen.
00:29:15
Speaker
Und das sind so Techniken, die gute Manager einfach ausarbeiten, ausprobieren und irgendwann mal umsetzen können.
00:29:21
Speaker
Und das funktioniert.
00:29:22
Speaker
Genau, und was du aber brauchst davor, da bin ich wieder bei die Handlung, folgt immer der Haltung, ist quasi überhaupt die Haltung dahinter, zu glauben, dass der zugehört hat.
00:29:31
Speaker
Also wenn, und das wirst du in deinem Leben ja auch schon oft erlebt haben, also diesen Spruch, den du gerade gesagt hast, den wirst du ja oft gehört haben in Meetings.
00:29:40
Speaker
Also das...
00:29:42
Speaker
der Manager, der vorne das Meeting geleitet hat, dass der solche genau so eine Frage gestellt hat, zu denen, die nur zugehört haben.
00:29:50
Speaker
Und der hat ja nicht verstanden, dass die nur zuhören und Fäden spinnen.
00:29:56
Speaker
Und wenn ein spannender Punkt ist, der noch nicht geäußert wurde, dann bringen sie den.
00:30:02
Speaker
Lernt ihr denn, also lernt ihr sowas bei Microsoft?
00:30:06
Speaker
Also habt ihr da, quasi gibt es da Führungs...
00:30:09
Speaker
Führungskräfte, Entwicklungsprogramme?
00:30:11
Speaker
Sehr bien.
00:30:13
Speaker
Ja, genau.
00:30:14
Speaker
Wir haben da so ein Leadership Excellence Program, was
00:30:20
Speaker
das läuft jetzt seit so lange, wie ich jetzt selber Manager bin, also mehr als 15 Jahre.
00:30:26
Speaker
Und das baut auf mehreren Säulen.
00:30:27
Speaker
Aber im Prinzip kann man sagen, einmal im Quartal, strategisch, was ist so gerade neu, jetzt natürlich KI und in neuster Zeit so Agenten und Führung.
00:30:39
Speaker
Führung von Agenten.
00:30:40
Speaker
Was ist, wenn ich nicht mehr nur Mitarbeiter, die physisch für mich arbeiten, sondern vielleicht sogar Agenten führe, KI,
00:30:47
Speaker
Das sind so große strategische Themen, so als Offsite einmal im Quartal, monatliche Calls.
00:30:54
Speaker
Und da haben wir so ein Secret Source, kann man sagen, also diese Calls, alle People Manager kommen einmal im Monat zusammen für die taktischen Themen.
00:31:02
Speaker
Und die werden immer von jemand aus der Geschäftsleitung geführt.
00:31:07
Speaker
Herding Cats.
00:31:09
Speaker
Ich muss moderieren, end-to-end, zum Beispiel, wenn die Mitarbeiter Zufriedenheitsergebnisse rauskommen, dann ist es unser HR-Lead, der diesen Call für eine Stunde leitet.
00:31:19
Speaker
Wenn es unsere Quartalsergebnisse rauskommen, ist es der CFO.
00:31:23
Speaker
Und die müssen wirklich halt vom Welcome und dann halt moderieren und das Agenda durchführen und präsentieren.
00:31:29
Speaker
Und das bringt natürlich Nähe, dass die Geschäftsleitung nicht irgendwo im
00:31:33
Speaker
irgendwo im Turm sitzen, wie bei vielleicht vielen Firmen noch heute, sondern also näher zu allen People-Manager.
00:31:39
Speaker
Wir sitzen im selben Boot und das ist die Richtung, wo wir hinrudern.
00:31:44
Speaker
Und dann gibt es diese tägliche Zusammenarbeit, das ist natürlich digital, dass wir Teams-Kanäle haben, wo neue Manager begrüßt werden und man jede Zeit, hey, hat jemand dies oder jenes, wie macht ihr das?
00:31:55
Speaker
Und da ist halt dann sehr viel Austausch.
00:31:59
Speaker
So haben wir das strukturiert jetzt schon seit über 15 Jahren.
00:32:02
Speaker
Und ich finde es auch wichtig, die Manager ist ja eigentlich auch so, gerade die People Manager in der digitalen Transformation.
00:32:09
Speaker
Hier ist, was wir gesehen haben, schon seit 2014, digitale Transformation, Homeoffice, virtuelles Arbeiten, hybrides Arbeiten, alle diese Arbeitsplatzthemen, die die Mannschaft sagt oder Frau schafft, wollen wir gucken ihr Manager an, fix it.
00:32:28
Speaker
Die Geschäftsführungen sagen, ja, digitale Transformation, wir gehen diesen Weg, gucken die Manager an, fix it.
00:32:36
Speaker
Der Motor von digitaler Transformation ist ja tatsächlich so die Manager.
00:32:42
Speaker
Und jetzt sind wir schon wieder beim Beste vom Burger.
00:32:44
Speaker
Es ist und bleibt das Beste vom Burger.
00:32:48
Speaker
Viel Arbeit da und jetzt, also in der Zukunft, was wir jetzt sehen, natürlich wird es nicht weniger.
00:32:55
Speaker
Jetzt müssen wir mehr als je mit der KI-Transformation die Menschen an der Hand nehmen und noch mehr mitnehmen.
00:33:04
Speaker
Genau, wir haben uns ja kennengelernt auf dem diesjährigen HFA-Day in Nürnberg.
00:33:10
Speaker
Human-Friendly Automation ist die Überschrift.
00:33:12
Speaker
Ich glaube, da geht es sozusagen als Konzept quasi um dieses, wie nehme ich denn Menschen an die Hand in dieser digitalen Transformation.
00:33:22
Speaker
Jetzt...
00:33:23
Speaker
Ja, nee, ihr müsst das ja auch machen im Grunde bei Microsoft.
00:33:26
Speaker
Also habe ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht.
00:33:28
Speaker
Aber also logischerweise, ihr seid ja nicht alle Erfinder von KI, sondern also da muss ja auch dann irgendwann, sagt ja jemand, wir nutzen jetzt mal den Co-Pilot und dann gibt es da ja vermutlich bei euch auch eine Menge Menschen, die den noch nie benutzt haben und die jetzt das machen, was Menschen halt so machen, nämlich erstmal in den Widerstand gegen Veränderung.
00:33:49
Speaker
Also wird es auch eine digitale Transformation bei euch geben oder gegeben haben, ne?
00:33:54
Speaker
gegeben haben vor zwei Jahren und für Deutschland war ich zuständig.
00:33:57
Speaker
Das war mein Job dann für recht lange Zeit.
00:34:00
Speaker
Gut erkannt, ja, auf jeden Fall.
00:34:03
Speaker
Jetzt sind wir in Deutschland und wir haben eine Besonderheit und das ist, wir haben Betriebsräte.
00:34:08
Speaker
Deswegen war, also unser erster Schritt damals war, das Produkt kam, es war schon in der Pilotphase zum Testen und
00:34:19
Speaker
wir kamen dann langsam so Richtung Deutschland und wir haben dann gesagt, ja, vor, wir überhaupt jetzt die Mitarbeitenden zum Testen bringen, so, wir müssen alle die Betriebsräte erstmals diese doch recht, also amerikanische Technologie testen lassen.
00:34:33
Speaker
Ja.
00:34:34
Speaker
Und gucken, ob das für Leistungs- und Verhaltenskontrolle in Deutschland, können wir das überhaupt nutzen.
00:34:39
Speaker
Und Kollegen und ich, wir haben das tatsächlich so gemacht, wir haben alle europäische Betriebsräte zusammengebracht.
00:34:46
Speaker
Wir haben 13 Länder mit Betriebsrat bei Microsoft.
00:34:49
Speaker
Und bei uns ist nicht Wilder Westen das, ach, ich kann alles einführen und nutzen, wie ich will, sondern muss alles da durch.
00:34:54
Speaker
Sind dann 200 Einreichungen im Jahr.
00:34:56
Speaker
Es ist ordentliche Arbeit.
00:34:59
Speaker
Und wir haben unsere KI, Responsible AI, Engineering, die Produktgruppe, alle zusammengebracht mit den europäischen Betriebswetten, jede zwei Wochen in ein Sandkasten-Call, wo wir dann danach versucht haben, das zu hacken, die KI auf Glatteis zu führen.
00:35:18
Speaker
Und manchmal war es Interpretationssache, aber schon so einige kleine Lücken, was einfach so als Verständnis von jemandem, der in den USA vielleicht sowas entwickelt und nicht weiß, wie das Gesetz in den europäischen Ländern ist.
00:35:32
Speaker
Oh, darf man nicht.
00:35:33
Speaker
Ach so, okay.
00:35:35
Speaker
Und Leistungsverhaltenskontrolle ist, ja, wie für Deutschland, das sind manchmal Sachen, die wir sehr streng nehmen.
00:35:42
Speaker
Das können die amerikanischen Kollegen nicht wissen.
00:35:45
Speaker
Und so haben wir das dann immer innerhalb von ein paar Tagen dann fixen lassen können.
00:35:50
Speaker
Und das Produkt war wirklich mit den Betriebsräten mitgeschaffen.
00:35:55
Speaker
Das war so der erste große Schritt.
00:35:58
Speaker
Sprich, mein Tipp ist immer vor allem so Mittelstand, kleinere Firmen, wenn ihr Betriebsrat habt, sofort mit einbinden.
00:36:06
Speaker
Und dann Schritt zwei, was auch wichtig war und genau gut erkannt.
00:36:10
Speaker
Wir haben ein sehr breites Publikum.
00:36:11
Speaker
Wir sind nicht alle Super-Techies, sondern sogar unser Chefkoch in der Kantine hat ein Teams-Account für unseren Restaurant-Ausschuss.
00:36:22
Speaker
Zeit.
00:36:23
Speaker
The secret sauce.
00:36:25
Speaker
Am Ende ist, Leute Zeit geben.
00:36:28
Speaker
Wirklich freie Zeit.
00:36:29
Speaker
Also sagen, wir machen am Freitag einen halben Tag Learning Day.
00:36:33
Speaker
Das ist sehr teuer.
00:36:33
Speaker
Das ist dieses Investment, dass ich die Leute einfach sage, jetzt habt ihr vier Stunden Zeit, kommt zusammen als Team, beschäftigt euch mit KI und testet zu prompten, testet, wie es funktioniert, schau mal nach im Internet, was kann man damit alles machen.
00:36:48
Speaker
Natürlich dann begleitet von, also wir haben eine Learning-Organisation, also der World Wide Learning.
00:36:53
Speaker
Und jedes Land hat dann einen Lernprogramm-Manager und IT und andere Teams.
00:37:00
Speaker
Wir sind dann zusammengekommen und haben dann so verschiedene, zuerst Inhalte, einfach Trainings.
00:37:05
Speaker
Und vor allem wichtig zu verstehen, wir sind alle, zuerst sind wir Mitarbeiter, dann haben wir also eine Rolle und dann haben wir Positionen.
00:37:17
Speaker
Ich bin auch Mitarbeiter, meine Rolle ist IT und meine Position ist Director IT.
00:37:24
Speaker
Und deswegen zuerst fangen wir an mit den Mitarbeitern, was alle wissen müssen und dann wird das aber mehr und mehr Rollen basiert und irgendwann wird man aber auch positionsfokussiert.
00:37:34
Speaker
Weil als Leader brauche ich vielleicht anderes Training als jemand, der kein Team führt.
00:37:39
Speaker
Und so haben wir das als Pyramide aufgebaut.
00:37:42
Speaker
Und es ist ein Modul, also Module, wir nehmen das Akademie, dass ich einen klaren Lernpfad habe und dafür Zeit bekomme.
00:37:53
Speaker
Und nicht sonntags von zu Hause mal meine Trainings, die die Firma von mir erwartet, da musst du dann erfüllen und da gibt es Deadlines und wird getrackt, sondern ich muss dieses große Investment erzielen.
00:38:06
Speaker
Wenn jemand das heute anhört und vielleicht nur noch einen Tipp mitnimmt, wie bringe ich KI in mein Unternehmen ein?
00:38:13
Speaker
Zeit.
00:38:14
Speaker
Freischaufeln und Hilfe an der Hand nehmen, Spezialisten, aber vor allem Zeit dafür.
00:38:20
Speaker
Und vermutlich, ich würde es gerne noch größer machen, außer du widersprichst, weil vermutlich ist das ja nicht nur bei KI so, sondern überhaupt, wenn ich mich mit Dingen beschäftige, wenn ich etwas lernen soll, dann brauche ich ja Zeit dafür.
00:38:35
Speaker
Wir leben ja heute in einer so verdichteten Zeit, also das hat ja auch mit euren Produkten zu tun, dass wir im Grunde ja Zeit gar nicht mehr haben.
00:38:47
Speaker
Ja.
00:38:48
Speaker
Ich sag mal, vermutlich, wann hast du angefangen mit Vertrieb?
00:38:51
Speaker
Wann war deine erste Vertriebsrolle, weißt du was noch?
00:38:54
Speaker
93.
00:38:54
Speaker
93.
00:38:54
Speaker
Wo alt bin ich?
00:38:54
Speaker
Ja, genau.
00:38:58
Speaker
Viele Jahre.
00:38:58
Speaker
Ich habe selber als Telesales angefangen.
00:39:00
Speaker
Es war wirklich so Cold Calling damals.
00:39:02
Speaker
Genau, aber jetzt, wo ich hinausfalle ist, 93, da bist du im Grunde noch zu jung.
00:39:08
Speaker
Aber wenn du jetzt noch weiter zurückgehst, die, die vor dir Vertrieb gemacht haben, die alten Hasen, die du dann kennengelernt hast, die sind ja, also das ist mal mein Bild, die sind ins Auto gestiegen und die sind ja auch zu Kunden gefahren.
00:39:23
Speaker
Und was haben die während der Autofahrt gemacht?
00:39:27
Speaker
Nichts.
00:39:28
Speaker
Die haben Radio gehört, sich Gedanken gemacht, auf ihren Kunden vorbereitet.
00:39:33
Speaker
Vielleicht hat der eine oder andere nochmal irgendwie in der Akte, die auf dem Beifahrersitz gelegen hat, reingeluschert.
00:39:39
Speaker
Aber was machen wir heute, wenn wir im Auto sitzen und zu einem Kunden fahren?
00:39:44
Speaker
Dann telefonieren wir.
00:39:46
Speaker
Ich mache mittlerweile nur noch ein bisschen Spoilern und Werbung für euch.
00:39:51
Speaker
Ich fahre, wenn ich im Auto telefonieren muss, mache ich das nur noch über Teams, mache das Video dann aus und kann aber den Co-Piloten mitlaufen lassen.
00:40:05
Speaker
Und habe dann nach meiner Stunde Autofahrt und Telefonat halt ein super cooles Transkript, eine super coole Zusammenfassung mit Folgeaufgaben und viel mehr Informationen zur Verfügung, als wenn ich telefonieren würde über die Freisprecherinrichtung.
00:40:23
Speaker
Und das war hervorragend.
00:40:25
Speaker
Ja.
00:40:26
Speaker
Daran habe ich noch nie gedacht, die Beschleunigung, die wir haben, wie damals Staubsauger vertickern, da bin ich zum Kunden, da halt stundenlang, ich bin von einem Haus zum anderen und Türklinke polieren.
00:40:38
Speaker
Genau, aber dazwischen hast du ja im Grunde nichts gemacht.
00:40:40
Speaker
Also du hast dann vielleicht reflektiert, was war jetzt gut, was war nicht gut, was mache ich anders.
00:40:46
Speaker
Aber im Grunde fehlt uns ja diese Zeit heute.
00:40:48
Speaker
Ja, das ist eine Verdichtung von alles und jetzt müssen wir es so machen wie du.
00:40:52
Speaker
Das ist super smart, was du da gerade gesagt hast.
00:40:55
Speaker
Das ist Best Practice, um meine Zeit zu optimieren, weil ich will ja auch irgendwie schauen, dass ich innerhalb meiner Stunden bleibe.
00:41:02
Speaker
Und gerade KI kann da sehr gut helfen.
00:41:04
Speaker
Also das, was wir gehört haben, es kann ganz coole Sachen machen, aber vor allem wünschen die Mitarbeiter zwei Sachen von KI.
00:41:11
Speaker
Hilf mir zu finden.
00:41:13
Speaker
Man weiß, da hat die mir ja mal was geschickt, da gab es ein PowerPoint, also irgendjemand hat was gesagt, hilf mir zu finden, weil wir viel zu viele Informationen haben und es funktioniert, hilf.
00:41:23
Speaker
Da gab es ein PowerPoint von Helmut und das war, glaube ich, grün, kannst du mir helfen, dir das wiederzufinden und es findet es tatsächlich.
00:41:30
Speaker
Ja.
00:41:31
Speaker
Und das Zweite ist repetitive Aufgaben, die man so gerne aufschiebt, wie Notizen machen und gute Action Points und Calls etc.
00:41:40
Speaker
Hilft mir einfach so als meine Co-Pilot im Sinne von Sekretärin, mein Kalender zu managen, meine Mailbox und meine Meetings und was in den Meetings tatsächlich passiert, weil die
00:41:53
Speaker
Ich habe gehört von den Krankenkassen, dass mittlerweile die Zahl, die ich gehört habe, 47 Prozent von Leuten in der Wiedereingliederung nach Langzeitkrankheit ist wegen Burnout.
00:42:04
Speaker
Also Überlastung.
00:42:05
Speaker
Und wenn ich einen Raum voller Leute frage, wer hat nicht genug zu tun?
00:42:10
Speaker
Hand hoch, dann kriege ich null Hände.
00:42:12
Speaker
Und ich glaube, da muss man anfangen.
00:42:16
Speaker
Wo habe ich den größten Return?
00:42:19
Speaker
Wo gewinne ich am meisten Zeit?
00:42:22
Speaker
mit KI, genau da muss ich anfangen.
00:42:24
Speaker
Wenn ich nicht weiß, wo anzufangen, das ist der richtige Platz.
00:42:28
Speaker
Also das glaube ich auch, wenn ich mit Führungskräften über, also ich würde sagen, würde uns schon so als Fast Mover beim Einsatz von KI betrachten.
00:42:39
Speaker
Und also die, ich glaube, wir nutzen den Co-Piloten jetzt auch zwei Jahre und JetGPT halt noch ein bisschen länger.
00:42:47
Speaker
Und
00:42:52
Speaker
Aber genau, diese Punkte, die hätte ich auch.
00:42:55
Speaker
Das Problem, würde ich sagen, ist nur, da komme ich zu meinem Autobeispiel zurück und da sind wir vielleicht auch beim Thema Kultur oder Haltung.
00:43:04
Speaker
Also ich kann jetzt wieder Zeit gewinnen.
00:43:06
Speaker
Beispiel in der Autofahrt.
00:43:09
Speaker
Also das muss ich anders sagen.
00:43:10
Speaker
Ich mache das mit dem Co-Piloten, während der Autofahrt tatsächlich eher um mich zu entlasten.
00:43:18
Speaker
Also weil das Telefonat würde ich ja trotzdem führen, aber ich kann es jetzt viel fokussierter führen, weil ich mir nicht nebenbei irgendwo noch, also ich sag mal halb gar natürlich dann Notiz machen muss, so bei 130.
00:43:32
Speaker
Genau.
00:43:35
Speaker
Sondern ich weiß halt, alles wird aufgeschrieben von dem Assistenten.
00:43:40
Speaker
Die Aufgaben muss ich vielleicht nochmal wiederholen, damit er die auch wirklich hat und mir dann als Folgeaufgabe definiert.
00:43:46
Speaker
Ich kann hinterher dem Gesprächspartner, der Gesprächspartnerin ein Protokoll zuschicken.
00:43:52
Speaker
Also finde ich einfacher für mich.
00:43:56
Speaker
Aber was bleibt ist,
00:43:58
Speaker
Du bist mit deinen Staubsaugern quasi nur zum Kunden gefahren.
00:44:03
Speaker
Mehr hast du nicht gemacht.
00:44:06
Speaker
Und heute telefonieren wir quasi auf der Fahrt.
00:44:08
Speaker
Also wir arbeiten.
00:44:09
Speaker
Und ich glaube, dass das auch einer der Gründe ist, warum diese Burnout-Raten so steigen.
00:44:14
Speaker
Weil wir früher viel mehr Phasen hatten, wo wir auf den See geguckt haben und nichts weiter gemacht haben.
00:44:24
Speaker
Und diese Phasen...
00:44:26
Speaker
die gibt es heute quasi nur noch, wenn ich entscheide, dass es sie gibt.
00:44:32
Speaker
Also du hättest vermutlich genug Arbeit, um vom Hellwerden bis zum Dunkelwerden, du hast mir ja vorhin deinen Ausblick gezeigt, der wunderschön ist, aber du hättest vermutlich von früh bis spät die Möglichkeit, To-Dos abzuarbeiten.
00:44:44
Speaker
Zeit hat man nicht.
00:44:48
Speaker
Zeit nimmt man sich.
00:44:49
Speaker
Du musst ja entscheiden,
00:44:51
Speaker
Ich setze mich jetzt mit der Tasse Tee irgendwie auf die Terrasse und gucke mal eine halbe Stunde nur auf den See.
00:44:58
Speaker
Ich checke nicht meine Mails, ich checke nicht meine Teams-Kanäle, ich checke nicht meinen Social Media, whatever, sondern ich mache nur das.
00:45:07
Speaker
Und ich glaube, das ist wirklich die eigentliche Herausforderung.
00:45:11
Speaker
Ich glaube, das ist auch das...
00:45:18
Speaker
Das Schöne mit Leadership und so weiter, das ist ja auch ein gutes Thema.
00:45:25
Speaker
Wenn ich als Vorbild mein Team einfach zeige, ich nehme mir Pausen, ich gehe laufen in der Mittagspause.
00:45:33
Speaker
Ich finde so Nachdenken zum Beispiel beim Joggen geht wunderbar, einfach so durchpusten.
00:45:39
Speaker
Gehst du in München dann?
00:45:40
Speaker
Gehst du laufen mittags?
00:45:42
Speaker
Ja, also wenn ich eben von Homeoffice arbeite und ich wohne draußen auf dem Land, dann mache ich gerne eine Runde.
00:45:49
Speaker
Muss auch nicht Mittag sein, kann auch sein, wenn es gerade in mein Schedule passt, weil ich habe meinen Job, mein Job muss gewacht werden.
00:45:55
Speaker
Und ich nehme diese Zeit.
00:45:57
Speaker
Oder dass ich freitags zum Beispiel, weiß mein Team auch, ich mache gerne meine Wochenendeinkäufe und zwar nicht, wenn alle im Supermarkt sind.
00:46:05
Speaker
Und da bin ich vielleicht ein Stündchen unterwegs freitags.
00:46:08
Speaker
Und dann bringe ich mir selber viel, also da habe ich viel Ruhe.
00:46:10
Speaker
Und ich blocke mir immer den Freitagnachmittag so zum Abarbeiten, dass wirklich so reguläre Calls, die nicht unbedingt sein müssen, die mache ich da nicht.
00:46:21
Speaker
Sondern nur, wenn jemand sagt, du, wir müssen noch schnell heute vor die Woche zu Ende ist, dass ich immer sagen kann, ja, ich habe Zeit für dich.
00:46:28
Speaker
Also so ist mein Style.
00:46:30
Speaker
Und da bin ich Vorbild.
00:46:33
Speaker
Und vielleicht hier so eine lustige Geschichte zum Schluss und wie ich das mal gelebt habe, als ich ein Team geleitet habe.
00:46:42
Speaker
Daran habe ich schon lange nicht mehr gedacht.
00:46:44
Speaker
Ich habe ein neues Team übernommen und habe das von zwei Leuten auf 22 aufgebaut bei MSN damals.
00:46:51
Speaker
Und
00:46:53
Speaker
Ich hatte ganz viel zu tun als Neum Manager, musste Leute hirn und CVs sichten und Telefone und Systeme und so weiter, so sehr viel machen und hatten die ersten paar Leute schon um Bord, sechs Leute, die waren im Büro und haben immer von 10 bis 15 Uhr Trainings gehabt, was die zu tun haben.
00:47:11
Speaker
Und sonst gar nichts.
00:47:12
Speaker
Und das war Oktober, November, Dezember das Jahr.
00:47:15
Speaker
Und ab Januar sollten wir Kunden live übernehmen.
00:47:18
Speaker
Das war outgesourced, wir haben es wieder ingesourced.
00:47:20
Speaker
Und irgendwann saß ich da so um 18 Uhr und habe so, warum seid ihr noch hier?
00:47:28
Speaker
10 bis 15 Uhr Trainings, warum waren die da?
00:47:30
Speaker
Weil die Chefin noch da war.
00:47:31
Speaker
Klar, das ist so Vorbild.
00:47:34
Speaker
Und ich so, geh heim, was ist passiert?
00:47:36
Speaker
Nix.
00:47:38
Speaker
Und was ich getan habe, war, dass ich sehr demonstrativ, ungefähr so sieben Minuten vor der nächste S-Bahn geht, habe ich meine Tasche und Jacke genommen, bin dann gegangen und habe gesagt, tschüss, wir sehen uns morgen, schönen Feierabend, alle ab nach Hause.
00:47:53
Speaker
Und dann haben die auch so ihre Sachen genommen, bin runter in der Tiefgarage und das war im Oktober, November, Dezember, habe mich da versteckt kurz, bis ich...
00:48:02
Speaker
Die S-Bahn gehört habe, bin ich wieder hoch und habe weitergearbeitet.
00:48:05
Speaker
Das war 2006 und man konnte von zu Hause einfach nicht arbeiten.
00:48:11
Speaker
Und mein einziger Weg, um die Leute aus der Budde zu bekommen, war Vorbild zu sein, indem ich noch rechtzeitig Feierabend gemacht habe, was damals nicht ging.
00:48:18
Speaker
Ja, dann musste ich eine Weile frieren.
00:48:20
Speaker
Aber so habe ich das damals gemacht.
00:48:22
Speaker
Vorbild sein.
00:48:23
Speaker
Wirklich witzig, ja.
00:48:25
Speaker
Genau, das...
00:48:27
Speaker
Wie weit das jetzt Vorbild war, das könnten wir vielleicht nochmal in einem anderen Gespräch vertiefen.
00:48:35
Speaker
Aber zumindest war es fürsorglich.
00:48:38
Speaker
Das kann man auf jeden Fall sagen.
00:48:42
Speaker
Ich habe tatsächlich mal mit dem Westen von Burger, mit der Führungskraft aus der Mitte, habe ich mal genau so ein Gespräch geführt.
00:48:52
Speaker
Die wollte verkürzen, die wollte weniger arbeiten.
00:48:56
Speaker
weil ihr das zu viel wurde.
00:48:57
Speaker
Und dann hatten wir so ein Einzeltraining.
00:49:01
Speaker
Und dann hat sie mir das erzählt, dass ihr Chef noch mehr als sie gearbeitet hat.
00:49:06
Speaker
Und sie hat sich dann gar nicht getraut, dem quasi zu sagen, dass sie überlastet ist und weniger arbeiten möchte.
00:49:14
Speaker
Obwohl die ein geiles Verhältnis hatten.
00:49:15
Speaker
Und das war ein toller Typ und so.
00:49:17
Speaker
Also es war...
00:49:18
Speaker
Also er war nicht bossy oder so, er war echt nett, aber einfach nur, weil sie das gesehen hat, hat sie ein schlechtes Gewissen gehabt, den zu fragen, weil der ja auch so viel arbeitet.
00:49:28
Speaker
Und da dachte ich so, ja, das ist krass, was Vorbild für eine Macht hat.
00:49:34
Speaker
Ich glaube auch, viele Führungskräfte sind sich dessen nicht bewusst.
00:49:38
Speaker
Na, aber das ist wirklich auf den Punkt gebracht, das ist die wichtigste Aufgabe.
00:49:42
Speaker
Ja.
00:49:44
Speaker
Und mit diesem Prinzip sozusagen Klarheit schaffen, Energie und Ergebnisse und dann wirklich so rübergestülpt als Nummer eins Vorbild sein.
00:49:56
Speaker
Die Leute tun ja, was du tust und nicht, was du sagst.
00:49:59
Speaker
Genau.
00:50:00
Speaker
Das ist auch tatsächlich einer meiner Führungsgrundsätze.
00:50:03
Speaker
Ich habe so einen Haltungs-V, nenne ich das.
00:50:06
Speaker
Also Verantwortung.
00:50:09
Speaker
Vertrauen, Vorbild.
00:50:11
Speaker
Also Verantwortung hatte ich ja vorhin schon mal.
00:50:14
Speaker
Ich bin für alles verantwortlich.
00:50:15
Speaker
Verantwortung ist nicht teilbar.
00:50:17
Speaker
Vertrauen hatten wir vorhin auch kurz.
00:50:20
Speaker
Psychologische Sicherheit.
00:50:21
Speaker
Aus meiner Sicht ist das die Währung von uns Führungskräften und Vorbild.
00:50:25
Speaker
Hast du gerade super erklärt.
00:50:27
Speaker
Ich habe noch eine letzte inhaltliche Frage, bevor ich so eine Abschlussfrage dir stelle, die ich all meinen Gästinnen stelle.
00:50:34
Speaker
Und zwar hast du eben gerade kurz angetriggert, Führen von Agenten.
00:50:39
Speaker
dass ihr euch damit beschäftigt.
00:50:40
Speaker
Kannst du da noch ein paar Worte zu sagen?
00:50:42
Speaker
Also ich frage nicht ganz uneigennützig, weil wir mittlerweile, ich glaube, fünf oder sechs digitale Kolleginnen haben.
00:50:51
Speaker
Und womit ich mich tatsächlich noch gar nicht beschäftigt habe, ist, wie ich die führe und motiviere und vielleicht auch denen ein paar Incentives gönne oder was auch immer ihr dann empfiehlt oder du jetzt.
00:51:04
Speaker
Ah ja, also die musst du ja nicht den Feierabend schicken, weil Agenten arbeiten ja 24-7 jeden Tag und das Wochenende auch durch und werden wahrscheinlich nicht meckern.
00:51:15
Speaker
Ich glaube, es ist vor allem das Aufsetzen von Agenten, wenn ich das führe.
00:51:18
Speaker
Das ist ein paar spannende Sachen und da bin ich noch nicht voll tief drin.
00:51:22
Speaker
Vielleicht müssen wir eine Folge 2, dann halt frag mich in ein halbes Jahr.
00:51:27
Speaker
Was ist die Rolle von HR und Recruiting?
00:51:30
Speaker
Also wer...
00:51:32
Speaker
Wer trainiert dann diese Agenten, wenn IT sie aufgesetzt ist?
00:51:35
Speaker
Ist IT das neue HR?
00:51:37
Speaker
Da gibt es viele Gespräche und Workshops und so.
00:51:42
Speaker
Ich habe noch die Klarheit da, aber ich denke mir immer, einen Agenten muss ich zuerst sehen wie ein Werkstudent.
00:51:51
Speaker
Der kommt Montagmorgen, kriegst du drei Werkstudenten und dann musst du überlegen, wie setze ich den Account auf?
00:51:58
Speaker
welche Zugriffe gebe ich und wie, ich will ja, dass die so schnell wie möglich produktiv sind.
00:52:03
Speaker
Sprich einfache Aufgaben, die die sofort, die einfach sind, beizubringen und dann einfach loslegen lassen und dann, wenn irgendwelche Probleme oder Fragen aufkommen, dann, dass die auf mich zukommen.
00:52:16
Speaker
mit so einem kleinen Report, ich habe das gemacht, ist das okay, ja, passt, kannst weitermachen.
00:52:21
Speaker
Und so muss ich denken, über Agenten führen.
00:52:25
Speaker
Also wie kann ich Aufgaben so gut abstecken und sie mit den Zugriffen aufsetzen, dass sie innerhalb einer Umgebung, wo die natürlich auch die Daten haben, was die haben dürfen,
00:52:39
Speaker
Genauso wie jeder andere Mitarbeiter.
00:52:40
Speaker
Und das ist so, wenn ich die dann führe, muss ich eher als einen vollen Mitarbeiter, der vielleicht alles Mögliche machen kann und muss, zuerst denken, was ist diese Bubble, die ich diesen einen Werkstudenten dann gebe.
00:52:54
Speaker
Gerade wenn wir am Anfang sind.
00:52:56
Speaker
Ich glaube, in einem Jahr werden wir viel mehr Verständnis haben über die selbstständigen Agenten, wie die agieren.
00:53:04
Speaker
Aber man muss ja irgendwo anfangen.
00:53:06
Speaker
Genau.
00:53:06
Speaker
Also ich kann das, wenn du magst, nochmal teilen, weil wir, wie gesagt, wir haben vier oder fünf.
00:53:14
Speaker
Und wenn wir, wenn wir,
00:53:18
Speaker
Wenn wir solche digitalen Kollegen quasi einstellen, so könnte man das dann übertragen, dann machen wir das in einem Workshop tatsächlich.
00:53:28
Speaker
Also wir nehmen die Menschen, die mit dem zu tun haben, die da Ahnung von haben, von dem Thema, was der bearbeitet, setzen wir zusammen.
00:53:35
Speaker
Und dann überlegen wir uns, wir haben so sieben Punkte, die
00:53:40
Speaker
Und dann überlegen wir uns zu diesen sieben Punkten, also es geht bei einer Persona los, wer ist das überhaupt, was hat der für eine Ausbildung oder die.
00:53:49
Speaker
Wir haben mittlerweile auch, die sind dann alle irgendwie, haben Kinder oder sind verheiratet oder so, kriegen auch alle Namen tatsächlich.
00:53:58
Speaker
Okay, interessant.
00:54:00
Speaker
Und dann kommen wir zu eigentlich einer Aufgabe.
00:54:03
Speaker
Also was ist die Aufgabe?
00:54:04
Speaker
Wie ist die Interaktion?
00:54:06
Speaker
Wie ist die Ausgabe von etwas?
00:54:08
Speaker
Je nachdem, wofür wir den brauchen.
00:54:11
Speaker
Das ist auch unsere Erfahrung, dass der, ich sag mal, je kleiner...
00:54:16
Speaker
Und klarer, also würde passen, ne, Create Clarity, je klarer der Bereich ist, den der bearbeiten soll, desto besser sind halt auch die Ergebnisse, ne.
00:54:27
Speaker
Also je klarer wir in der Aufgabenbeschreibung sind, desto besser sind die Ergebnisse.
00:54:36
Speaker
Und dann...
00:54:37
Speaker
Stellen wir den im Grunde ein, also dann ist er irgendwann fertig und dann stellt er sich dem Team vor.
00:54:46
Speaker
Das haben wir mittlerweile auch etabliert.
00:54:48
Speaker
Also es gibt halt immer irgendein Bild von der KI, einen Namen ja, wie gesagt, und dann stellt er sich kurz in einem Teams-Kanal quasi vor und sagt kurz, wer er ist.
00:54:57
Speaker
Spannend.
00:54:58
Speaker
Und dann sagen die eigentlich immer, dass die sich auf die Zusammenarbeit mit dem Team freuen und Bock haben zu unterstützen.
00:55:06
Speaker
Und dann arbeiten wir iterativ und gucken, wo funktioniert es nicht gut und dann machen wir nochmal Follow-Ups, wo wir dann die Instructions nochmal verbessern.
00:55:17
Speaker
Aber genau das, was ihr da macht, ist ja, was ich vorher gesagt habe.
00:55:20
Speaker
Ihr nehmt euch Zeit.
00:55:22
Speaker
Ja, das stimmt.
00:55:24
Speaker
Das ist, sich Zeit nehmen und sich das wirklich durchdenken.
00:55:27
Speaker
Das finde ich total spannend jetzt.
00:55:28
Speaker
Und danke für die Geschichte, weil das ist genau, es bestätigt, was ich gesagt habe.
00:55:32
Speaker
Man muss sich einfach hinsetzen und sich damit...
00:55:35
Speaker
Ja, befassen.
00:55:37
Speaker
Genau.
00:55:37
Speaker
Und das braucht Zeit und die Firma muss einem diese Zeit geben.
00:55:41
Speaker
Das ist nicht in fünf Minuten irgendwie kurz vor Feierabend oder als Hobby.
00:55:44
Speaker
Ich sage immer digitale Transformation und vor allem heute.
00:55:48
Speaker
ist kein Hobby, was irgendjemand Freitagnachmittag macht, wenn sie ein bisschen Zeit haben, sondern muss richtig geplant, mit Zeit dafür abgesteckt.
00:55:56
Speaker
Von daher alles richtig gemacht, würde ich sagen, Norman.
00:55:59
Speaker
Genau, und es kann ja für die, die Bock haben, kann es ja Hobby bleiben.
00:56:05
Speaker
Aber wenn ich nur auf die dann baue, dann wird meine Company natürlich nicht digital transformiert.
00:56:11
Speaker
Das wird nicht funktionieren.
00:56:13
Speaker
Ja.
00:56:14
Speaker
Okay, cool, da habe ich ein Bild.
00:56:16
Speaker
Das nehme ich auch mit.
00:56:17
Speaker
Führen von Agenten.
00:56:18
Speaker
Und ich fand diesen, also das betrifft meine Company jetzt nicht, dafür sind wir zu klein, aber für die Mittelständler, die ich begleite, ist das natürlich auch nochmal ein guter Impuls, diese HR- und IT-Teams an der Stelle vielleicht zusammenzubringen und nicht...
00:56:34
Speaker
nicht nur den einen das machen zu lassen.
00:56:36
Speaker
Also das ist tatsächlich auch meine Kernerfahrung, die Menschen mitzunehmen und zu sagen, hey, wenn der für dich arbeiten soll, dann lass uns überlegen, wie er das machen soll.
00:56:44
Speaker
Ja, genau.
00:56:46
Speaker
Und das ist ja auch eine Form von Transparenz am Ende.
00:56:51
Speaker
Genau.
00:56:51
Speaker
Ah, große Gedanken.
00:56:55
Speaker
Letzte Frage.
00:56:57
Speaker
Die stelle ich all meinen Gästinnen, also auch dir.
00:57:01
Speaker
Und die lautet, welche Pressemeldung würdest du gern von dir, von Microsoft oder auch über das Thema Leadership, Management in den nächsten zwölf Monaten lesen?
00:57:15
Speaker
Oh, neben Anna Kopp geht nach Schweden in Rente.
00:57:20
Speaker
Und guckt jeden Tag auf den See und angelt.
00:57:25
Speaker
Ja, Pressemeldung.
00:57:25
Speaker
Also sowas wie Geheimnis gelöst, wie KI voll eingeführt.
00:57:35
Speaker
Weißt du, so irgendein Epidemiologie?
00:57:39
Speaker
Ich komme nicht so direkt so schlankkräftig auf die Worte, aber Nuss ist geknackt.
00:57:45
Speaker
Wir wissen jetzt, wie KI geht.
00:57:46
Speaker
Weil das ist tatsächlich immer noch, immer wenn man denkt, dass man alles weiß, dann kommt was ganz Neues und es geht zu schnell.
00:57:53
Speaker
Und...
00:57:55
Speaker
vielleicht zum Anfang vom Gespräch einfach Growth Mindset.
00:57:59
Speaker
Es gibt immer noch was zu lernen und das bedeutet, es wird ja nicht langweilig.
00:58:02
Speaker
Und das ist, was ich mir wünsche.
00:58:05
Speaker
Ist vielleicht auch ein schönes Abschlusswort von dir, weil wenn die
00:58:11
Speaker
Also wenn du in deiner Rolle, mit deiner Erfahrung bei deinem Arbeitgeber das so formulierst, dann ist das, glaube ich, okay, dass wir anderen alle manchmal den Eindruck haben, da kommt ja so viel Neues auf uns zu und wir wissen so wenig.
00:58:26
Speaker
Also insofern.
00:58:27
Speaker
Anna, du, danke für das großartige Gespräch, fürs Teilhaben lassen am Ausblick und auch an deinen Impulsen und Gedanken.
00:58:36
Speaker
Ich danke dir, dass du da warst.
00:58:38
Speaker
Danke, hat wirklich Spaß gemacht.
00:58:39
Speaker
Also auch danke fürs Gespräch und bis zum nächsten Mal, hoffe ich.
00:58:46
Speaker
Ja, bis zum nächsten Mal.
00:58:47
Speaker
Ciao.
00:58:47
Speaker
Ciao.
00:58:48
Speaker
Das war eine neue Folge von Führen mit Herz und Verstand.
00:58:51
Speaker
Toll, dass du dabei warst und dir die Zeit genommen hast.
00:58:55
Speaker
Wenn es dir gefallen hat, hinterlass mir doch bitte direkt jetzt eine positive Bewertung.
00:59:00
Speaker
Ich wünsche dir eine tolle Zeit und gutes Gelingen bei dem, was auf dich wartet.