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#76 - People & Culture | Wertbeitrag statt Kostenfaktor | Kulturwandel – Interview mit Iris Schmuck-Barkmann image

#76 - People & Culture | Wertbeitrag statt Kostenfaktor | Kulturwandel – Interview mit Iris Schmuck-Barkmann

S5 E77 · Führen mit Herz & Verstand
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5 Plays12 minutes ago

Was verändert mehr – ein neues Wort oder ein neuer Prozess?

In dieser Episode spricht Normen mit Iris Schmuck-Barkmann, Head of People and Culture bei MHC Mobility, über die bewusste Umbenennung von HR zu People & Culture, warum Sprache Wirklichkeit erzeugt – und wie Führung mit Herz und Verstand zusammengeht.

Iris' Weg war alles andere als klassisch: Gestartet mit einem Diplom in Biochemie, über Labor, Wissenschaft und das Gesundheitswesen, verantwortet sie heute Kultur, Führung und Entwicklung bei einer Mitsubishi-Tochter im B2B-Mobilitätsbereich. In ihrer Freizeit läuft sie als Pacerin beim Halbmarathon – gibt Menschen also Orientierung und geht gemeinsam mit ihnen durchs Ziel. Ein Bild, das kaum besser zu ihrer Arbeit passen könnte.

Im Gespräch geht es unter anderem um:

💜 warum die Umbenennung von HR zu People & Culture weit mehr als Kosmetik ist – und Sprache Bilder in unseren Köpfen formt
💜 wie People & Culture vom vermeintlichen Kostenfaktor zum messbaren Wertbeitrag wird – und in der Sprache der Geschäftsführung argumentiert
💜 weshalb echte Veränderung Geduld, Hartnäckigkeit und ein starkes Netzwerk braucht
💜 was der radikale Fall Ryan Breslow (Bolt) über den Mehrwert von HR verrät
💜 und warum Sinn und intrinsische Motivation der eigentliche Schlüssel zu engagierter Arbeit sind

Außerdem: das Bild der Hüte in Meetings, Kommunikationsleitfäden, 25-Minuten-Meetings – und die Frage, wie wir mit einer Welt umgehen, die uns täglich mit rund 40.000 Werbebotschaften flutet.

Eine Folge über Sprache, Kultur und Führung – und darüber, warum der Mensch immer im Mittelpunkt steht.


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🖼️ Das Führungsposter: Dieses Poster bietet Führungskräften und Teams inspirierende Grundsätze, um eine positive und unterstützende Atmosphäre zu schaffen. Es fördert Innovation, Zusammenarbeit und persönliche Entwicklung und stärkt so die Führungskompetenzen im Unternehmen. Das Führungsposter ist in den Größen A3 und A2 erhältlich. Du findest es bei uns im Shop.

Recommended
Transcript

Rolle von Menschen in der Unternehmenskultur

00:00:00
Speaker
wollen wir gemeinsam erfolgreich sein, was brauchen wir dafür und wie können wir als People in Culture auf Augenhöhe unterstützen und nicht nur reagieren.
00:00:09
Speaker
Da war oder ich würde sagen, sind viele Personalabteilungen immer noch in dem Punkt, dass sie noch in der Rechtfertigung sind und nicht in der proaktiven Argumentation, warum dieses und jenes jetzt eine gute Investition in die Zukunft ist, wie die Maschine, die gekauft werden muss oder die neue Software oder wie auch immer.
00:00:29
Speaker
Vielleicht bin ich manchmal zu optimistisch, aber im Großen und Ganzen bin ich jemand, der gerne dann auf den positiven Teil der Geschichte guckt und sagt, okay, was kann ich daraus mitnehmen und lernen für die Zukunft, anstatt mich dann nur auf die negativen Aspekte zu fokussieren.
00:00:48
Speaker
Gute Führung zeigt sich nicht im Organigramm, sondern im Miteinander, Tag für Tag.
00:00:54
Speaker
Studien zeigen, wenn MitarbeiterInnen sich gesehen und wertgeschätzt fühlen, steigt die Produktivität um bis zu 20 Prozent.
00:01:02
Speaker
Doch wie gelingt das inmitten von Druck, Dynamik und Dauerstress?

Einführung von Iris Schmuck-Barkmann

00:01:07
Speaker
In Führen mit Herz und Verstand spreche ich mit Menschen, die Verantwortung anders leben.
00:01:14
Speaker
Du bekommst praxisnahe Werkzeuge für eine menschen- und sinnorientierte Führung.
00:01:20
Speaker
Und echte Geschichten von Führungspersönlichkeiten, bei denen innere Haltung den Unterschied macht.
00:01:26
Speaker
Ich bin Norm Ulbrich, schön, dass du da bist.
00:01:30
Speaker
Heute darf ich euch einen ganz besonderen und wunderbaren Gast ankündigen.
00:01:34
Speaker
Wenn man mit ihr über People and Culture spricht, merkt man ziemlich schnell, da sitzt niemand, der einfach nur einen modernen HR-Begriff benutzt, sondern jemand, der wirklich darüber nachdenkt, wie Menschen arbeiten wollen, wie Kultur entsteht und warum Sprache manchmal mehr verändert als Prozesse.
00:01:51
Speaker
Ihr Weg dorthin war alles andere als klassisch.
00:01:55
Speaker
Gestartet ist sie mit einem Diplom in Biochemie, zunächst im Labor.
00:02:01
Speaker
in der wissenschaftlichen Arbeit, später dann im Hochschulkontext und im Gesundheitswesen.
00:02:06
Speaker
Heute verantwortet sie als Head of People and Culture bei M.H.C.
00:02:10
Speaker
Mobility, einer Mitsubishi-Tochter für Flottenmanagement und Mobilitätslösungen im B2B-Bereich, die Themen Kultur, Führung und Entwicklung.
00:02:20
Speaker
Und vielleicht passt es deshalb auch so gut, dass sie in ihrer Freizeit nicht nur gerne läuft, sondern sogar als Pacerin beim Halbmarathon unterwegs ist.
00:02:28
Speaker
Also Menschen begleitet, Orientierung gibt und gemeinsam mit ihnen durchs Ziel geht.
00:02:34
Speaker
Und damit sage ich herzlich willkommen

Erfahrungen im Marathon und Teamarbeit

00:02:36
Speaker
im Podcast.
00:02:36
Speaker
Ich freue mich riesig, dass du heute hier bist.
00:02:39
Speaker
Iris Schmuck-Barkmann.
00:02:40
Speaker
Dankeschön, Amen.
00:02:43
Speaker
Herzlich willkommen, liebe Iris.
00:02:46
Speaker
Wann bist du denn in deinen letzten Halbmarathon gelaufen?
00:02:48
Speaker
Frag ich jetzt mal aus Eigeninteresse, bevor ich zur eigentlichen Frage komme.
00:02:51
Speaker
Sehr gerne.
00:02:52
Speaker
Das war am 2.
00:02:53
Speaker
April-Wochenende.
00:02:54
Speaker
Da findet traditionell der Marathon bzw.
00:02:58
Speaker
Halbmarathon in Hannover statt.
00:03:00
Speaker
Und du bist denn eine, die so eine Zahl oben drauf hat?
00:03:04
Speaker
Unter zwei Stunden habe ich gelesen.
00:03:05
Speaker
Genau.
00:03:05
Speaker
Oder zwei Stunden Tage.
00:03:07
Speaker
Genau, also wir sind immer mit einem Team unterwegs als Pacer beziehungsweise Pacerin und eine beziehungsweise einer von uns trägt dann auch einen Rucksack.
00:03:15
Speaker
Früher hatte man so einen Heliumballon, heute hat man einen Rucksack mit so einer Fahne, Beach Flag, das kennt man vielleicht.
00:03:21
Speaker
Die hatte ich allerdings nicht getragen, sondern einer meiner Mitläufer.
00:03:25
Speaker
Aber so sind wir immer gut zu erkennen, auch von Weitem, wenn man sich so ein bisschen an uns orientieren möchte.
00:03:31
Speaker
Okay, das heißt, du läufst dann mit und läufst dann sozusagen um die zwei Stunden und gibst dann denen, die das erste Mal laufen, irgendwie ein bisschen Orientierung?
00:03:41
Speaker
Ganz genau so funktioniert das.
00:03:42
Speaker
Also es gibt bei einem Marathon oder einem Halbmarathon immer verschiedene Pacemaker für verschiedene Zeiten.
00:03:49
Speaker
Wer läuft, kennt es vielleicht, gerade am Anfang gibt es so einen Adrenalinkick, man neigt dazu, ein bisschen zu schnell zu starten, was sich dann am Ende manchmal rächen kann.
00:03:59
Speaker
Und da geben wir als PacemakerInnen dann eben Struktur für erfahrene Läuferinnen oder Läufer oder für diejenigen, die zum allerersten Mal dabei sind.
00:04:07
Speaker
Und unsere Vorgabe ist halt einfach immer ganz knapp unter zwei Stunden zu bleiben, sodass man eben auch mit diesem Erfolgsgefühl über die Ziellinie laufen kann.
00:04:17
Speaker
Ich weiß auch, als ich, das war einer meiner ersten Halbmarathons, bin ich in Berlin gelaufen und da bist du, ich weiß gar nicht, ob es heute noch so ist, da bist du damals gestartet und bist nach 500 Metern, 800 Metern durchs Brandenburger Tor abgestiegen.
00:04:35
Speaker
Und da hatte ich genau diesen Moment, dass ich sehr schnell unterwegs war.
00:04:40
Speaker
Und ich hatte dann Andreas, meinen besten Freund dabei, der war mein Pacemaker.
00:04:46
Speaker
Und der sagte dann enorm, wir haben noch über 20, also mach langsam.
00:04:52
Speaker
Und das war dann auch echt gut.
00:04:54
Speaker
Aber genau, da kann ich mich dran erinnern, die hatten glaube ich so Ballons.
00:04:57
Speaker
Ich dachte Schilder, aber das ist ja Quatsch, dass die ein Schild in der Hand tragen.
00:05:01
Speaker
Das waren dann wahrscheinlich Ballons.
00:05:04
Speaker
Cool.
00:05:07
Speaker
Genau, dann lass uns mal einsteigen in unser Führungs- und Kulturthema, weshalb wir uns heute verabredet haben.

Führungs- und Kulturthemen in Organisationen

00:05:14
Speaker
Wir machen ja keinen Sport-Podcast.
00:05:18
Speaker
Obwohl Sport in vielen Firmen ja auch Teil der Kultur ist.
00:05:21
Speaker
Bei uns leider noch nicht so viel, aber so Betriebssport hat ja eine ganz alte Tradition.
00:05:27
Speaker
Also von daher, man kann den Link schon machen, wenn man möchte.
00:05:31
Speaker
Okay, vielleicht kommen wir nachher nochmal drauf zurück.
00:05:34
Speaker
Iris, du hast gesagt, dein Weg in People und Culture sei eher entstanden als geplant gewesen.
00:05:43
Speaker
Was hat dich damals mutig genug gemacht, diesen eher ungewöhnlichen Wechsel aus der Biochemie, aus der Wissenschaft quasi wirklich zuzulassen?
00:05:53
Speaker
Also Naturwissenschaft finde ich weiterhin total faszinierend.
00:05:59
Speaker
Allerdings ist es da halt so, dass man viel im Labor ist, später, wenn man ein bisschen weiter ist in seiner Karriere, sehr viel am Schreibtisch sitzt, liest, schreibt, aber gar nicht so viel mit Menschen arbeitet.
00:06:11
Speaker
Und das ist mir zu der Zeit aber bewusst geworden, dass ich eigentlich ein Mensch bin,
00:06:16
Speaker
der in irgendeiner Form mit anderen Menschen interagieren möchte.
00:06:19
Speaker
Mir war damals noch nicht klar, in welche Richtung das geht.
00:06:23
Speaker
Aber ich hatte die Chance, während meiner Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin Studiengang zu koordinieren.
00:06:29
Speaker
Und das war damals auch der allererste internationale Studiengang der Uni.
00:06:34
Speaker
Das heißt, es gab auch noch nicht so viele Strukturen und ich konnte ganz viel Pionierarbeit leisten,
00:06:40
Speaker
Ich musste mich damit auseinandersetzen, auf einmal einen Studiengang außerhalb von Deutschland zu bewerben, mich mit verschiedenen Kulturen auch auseinanderzusetzen, weil die Bewerbenden aus Indien sind wieder ganz anders als Bewerbende aus den USA oder eben aus Europa, also aus EU-Staaten.
00:07:01
Speaker
Das hat mir wahnsinnig viel Spaß gebracht.
00:07:04
Speaker
Und mir einfach gesagt, okay, in die Richtung möchtest du irgendwie weitergehen.
00:07:07
Speaker
Mir war zu dem Zeitpunkt aber eben noch nicht genau klar, was kann das dann eigentlich für ein Beruf sein.
00:07:13
Speaker
Und so bin ich erstmal noch ein bisschen in dem akademischen Bereich geblieben, habe mich noch mehr in den Bereich Administration weiterentwickelt.
00:07:24
Speaker
Und dann ist bei meinem vorherigen Arbeitgeber, was ein großes Universitätsklinikum ist, eine Stelle frei geworden, die genau beides miteinander kombiniert hat.
00:07:33
Speaker
Nämlich das Laborpersonal zu betreuen und da unter anderem eben auch für alle arbeitsrechtlichen Themen und Recruiting und so weiter verantwortlich zu sein, aber eben mit dem Kontextlabor.
00:07:43
Speaker
Und ja, das war dann irgendwie so der nächste logische Schritt auf meiner Reise.
00:07:50
Speaker
Und in diesem Zusammenhang hatte ich das erste Mal auch tatsächlich ganz viel mit einer Personalabteilung oder da hieß es Dezernatpersonal, war öffentlicher Dienst, zu tun.
00:08:00
Speaker
Und die Kolleginnen und Kollegen waren total unterstützend.
00:08:03
Speaker
Also ich habe da ganz, ganz viel on the job gelernt.
00:08:05
Speaker
Ich habe ja gar keine klassische HR-Ausbildung genossen.
00:08:08
Speaker
und war so ein bisschen, weil heute würde man das neudeutsch HR Business Partner nennen.
00:08:13
Speaker
Also die Personalabteilung oder das Dezernat Personal hat das ganze administrative gemacht, sich um Verträge und Arbeitsrecht und so gekümmert.
00:08:21
Speaker
Wir hatten auch Unterstützung im Recruiting und ich war das Bindeglied, was auch ein bisschen übersetzt hat zwischen den Fachabteilungen und dem Bereich Personal, die sich natürlich auch an ihre Regeln und Vorschriften halten und im öffentlichen Dienst haben wir dann auch noch einen Personalrat.
00:08:37
Speaker
Genau und das war etwas, was für mich völlig neu war und wo ich aber für mich entdeckt habe, das macht mir ganz, ganz viel Spaß und hatte dann aber auch die Chance, mich während dieser Tätigkeit dann auch weiterzubilden.
00:08:49
Speaker
Also habe dann auch Weiterbildung gemacht im Bereich Coaching, im Bereich Personalentwicklung.
00:08:54
Speaker
Bis ich dann auch mutig genug war zu sagen, okay, jetzt nimmst du den Schritt, trittst du heraus und gehst komplett in den Bereich Personalarbeit und habe mich ja bei meinem jetzigen Arbeitgeber dann beworben und bin nach wie vor total happy hier und schätze es auch, dass es hier ein sehr modernes Arbeitsumfeld ist.
00:09:17
Speaker
Das Unternehmen ist halt deutlich kleiner.
00:09:19
Speaker
Wir haben kurze Wege, kurze Entscheidungswege und
00:09:23
Speaker
Das ist so ein bisschen mein Werdegang im Pacer-Tempo vielleicht.

HR als strategische Rolle in Organisationen

00:09:30
Speaker
Cool, ich habe mich, als du das gesagt hast, ein bisschen wiedererkannt.
00:09:34
Speaker
Ich war viele Jahre bei der Bundeswehr.
00:09:38
Speaker
Also vielleicht ein Stück weit vergleichbar, weil es ja auch irgendwie öffentlicher Dienst ist.
00:09:42
Speaker
Also der Job ist natürlich ganz anders.
00:09:46
Speaker
Und da stand ich irgendwann vor der Wahl, ob ich Berufssoldat werden möchte.
00:09:52
Speaker
Und also Soldat würde ich sagen, war ich mit Herz und Seele.
00:09:58
Speaker
Also es war ein sehr, sehr sinnhafter Job, fand ich.
00:10:01
Speaker
Für mich.
00:10:03
Speaker
Aber das, was danach gekommen wäre, wäre genauso gewesen, wie du es beschrieben hast.
00:10:08
Speaker
Nämlich sehr viel mit Texten arbeiten, in meinem kleinen Büro sitzen, irgendwas überprüfen und so.
00:10:17
Speaker
Und für mich war auch irgendwie klar, ich habe mehr Bock, was mit Menschen zu machen, so irgendwie Dinge zu bewegen und so.
00:10:24
Speaker
Und das war dann auch der Grund, warum ich die Armee verlassen habe.
00:10:29
Speaker
Also ganz ähnlich von der Erkenntnis her.
00:10:32
Speaker
Schön, dass du die hattest, würde ich sagen, die Erkenntnis.
00:10:35
Speaker
Auf jeden Fall.
00:10:35
Speaker
Und ich glaube, es ist in vielen Berufen so, dass man in der Ausbildung oder im Studium noch sehr hands-on unterwegs ist und es dann...
00:10:45
Speaker
in eine sehr administrative Richtung gehen kann.
00:10:47
Speaker
Und wenn man dann ein Mensch ist, der aber trotzdem gerne irgendwie noch an Menschen, mit Menschen arbeiten möchte, aber gleichzeitig sagt, okay, der soziale Sektor,
00:10:58
Speaker
ist jetzt nicht konkret was für mich.
00:11:01
Speaker
Dann ist die Personalarbeit etwas, wo man genau das eben umsetzen kann.
00:11:07
Speaker
Es gibt da natürlich auch die verschiedensten Facetten.
00:11:10
Speaker
Wir haben die Zahlen, Daten, Fakten, Menschen.
00:11:12
Speaker
Wir haben die EventmanagerInnen und wir haben die VertrieblerInnen im Recruiting.
00:11:18
Speaker
Aber es ist halt auch das, was ich finde, was an der Arbeit mit Menschen oder jetzt gerade auch im Personalbereich so wahnsinnig viel Spaß macht, dass man eben seine
00:11:28
Speaker
seine Kompetenzen und das, was man irgendwie von Natur aus auch mitbringt, dass man da seine Nische finden kann.
00:11:36
Speaker
Ich glaube, das macht Personalabteilungen auch so ein bisschen besonders in der Organisation, weil du so ein breites Spannungsfeld hast.
00:11:48
Speaker
Also ich will nicht sagen, dass du das in anderen Bereichen nicht hast, aber die sind ja oft operativer, viel fokussierter.
00:11:53
Speaker
Also im Vertrieb brauche ich halt mehr von den einen, im
00:11:56
Speaker
im Kundenservice mehr von den anderen.
00:11:59
Speaker
Und du hast es ja gerade gesagt, das Feld im Personal ist ja ziemlich breit, mittlerweile zumindest.
00:12:06
Speaker
Also wir kommen da sicherlich auch aus, was stand früher dran?
00:12:12
Speaker
Gehaltsbuchhaltung oder?
00:12:13
Speaker
Ja, Lohnbuchhaltung.
00:12:15
Speaker
Lohnbuchhaltung, ja genau.
00:12:17
Speaker
Das gibt es auch, also um Gottes Willen, je nachdem.
00:12:20
Speaker
Es gibt Unternehmen, die sehr traditionell aufgestellt sind,
00:12:26
Speaker
Da weiß ich nicht, ob so viel gelacht wird in der Personalabteilung.
00:12:28
Speaker
Oder es gibt Unternehmen, die sehr klein sind, wo dann, ich denke mal, die Assistenz des Geschäftsführers eben auch noch die Lohnbuchhaltung mitmacht und wenn jemand gesucht wird, auch das Recruiting mitmacht.
00:12:39
Speaker
Es gibt, glaube ich, das Spektrum von bis.
00:12:42
Speaker
Und wenn ich auf meinen alten Arbeitgeber zurückgucke, die hatten, ich glaube, 40 Mitarbeitende, die nur mit Verträgen im weitesten Sinne beschäftigt waren.
00:12:53
Speaker
kommt dann, glaube ich, auch echt ganz stark auf das Unternehmen an.
00:12:57
Speaker
Aber im Großen und Ganzen finde ich, dass man in diesem ganzen Bereich People and Culture ja sehr divers, diverse Charaktere findet und auch sehr divers arbeiten kann.
00:13:07
Speaker
Und dass man auch die Chance hat, man muss sie sich allerdings auch nehmen, beides zu machen.
00:13:12
Speaker
Also strategisch zu arbeiten, aber trotzdem irgendwie so operative Themen zu machen, die Spaß bringen, wo man auch das Gefühl hat, okay, da bringe ich jetzt direkt was auf die Straße.
00:13:23
Speaker
Also ich glaube, wenn du das so sagst, das ist so ein bisschen wie beim Thema Führung.
00:13:29
Speaker
Das ist ja so das, womit ich mich sehr viel beschäftige.
00:13:34
Speaker
Ich kann
00:13:35
Speaker
Also sozusagen ein breites Feld bedienen, aber ich muss das nicht.
00:13:39
Speaker
So ähnlich ist es ja bei euch auch.
00:13:41
Speaker
Ihr könnt euch natürlich stark um Menschen kümmern, aber es gibt sicherlich auch Personalabteilungen, die tun das nicht.
00:13:48
Speaker
Die sind eher verweilend.
00:13:50
Speaker
Und insofern ist das ja immer ein Teil des Ausdrucks, wer will ich als Organisation sein?
00:13:56
Speaker
Und da ist es im Grunde egal, ob
00:13:59
Speaker
ob es der Handwerksbetrieb ist oder ob ihr es seid oder ob es ein Konzern ist.
00:14:07
Speaker
Irgendwer, wenn ich will, dass wir uns mit solchen Themen beschäftigen, muss irgendwer das in der Organisation machen.
00:14:13
Speaker
Und in dem Handwerksunternehmen oder in dem Kleinstunternehmen ist es halt dann oft der Geschäftsführer oder die Geschäftsführerin, die das machen müssen.
00:14:21
Speaker
Aber wenn die da gar keinen Blick für haben, dann findet es halt nicht statt.
00:14:25
Speaker
Und das würde ich sagen, ist dann im Grunde bei allen Organisationen so.
00:14:31
Speaker
Du hast gerade People & Culture erwähnt.
00:14:34
Speaker
Ich habe verstanden, dass du euer HR-Team bewusst so umgebrandet hast.
00:14:42
Speaker
Ja, das stimmt.
00:14:44
Speaker
Sag mal ein paar Worte dazu.
00:14:45
Speaker
Gerne.
00:14:45
Speaker
Also tatsächlich ist es auch relativ frisch zum 1.
00:14:48
Speaker
April diesen Jahres, weil da unser neues Geschäftsjahr ist.
00:14:52
Speaker
gestartet ist und es ist tatsächlich ein Kulturthema.
00:14:54
Speaker
Also auch innerhalb der Organisation zu zeigen, wir sind nicht nur Verwaltung, wir sind nicht nur der Bereich, der Arbeitsverträge macht, eine Gehaltsabrechnung macht oder die Kündigung ausstellt, sondern wir leisten
00:15:10
Speaker
einen Beitrag zu diesem Unternehmen wie jede andere Abteilung auch.
00:15:14
Speaker
Also wir sind Mobilitätsanbieter, hast du ja schon gesagt.
00:15:16
Speaker
Und natürlich ist es wichtig, dass wir einen Einkauf haben und dass wir einen Vertrieb haben und eine Buchhaltung.
00:15:23
Speaker
Aber der Bereich People and Culture ist eben, also ist denen ebenbürtig und ist eben etwas, was mitgestaltet und was auch
00:15:32
Speaker
meiner Meinung nach von Anfang an mit einbezogen werden muss.
00:15:36
Speaker
Und es geht eben halt ganz viel um Menschen, also um People.
00:15:39
Speaker
Und es geht ganz, ganz viel auch um Culture und um Kultur.
00:15:43
Speaker
Wie wollen wir miteinander arbeiten?
00:15:45
Speaker
Wie wollen wir gemeinsam erfolgreich sein?
00:15:47
Speaker
Was brauchen wir dafür?
00:15:49
Speaker
Und wie können wir als People in Culture auf Augenhöhe unterstützen und nicht nur reagieren?
00:15:55
Speaker
Und deswegen war mir das total wichtig.
00:15:58
Speaker
Wir müssen oder wir als People & Culture haben jetzt die Verantwortung, das auch mit Inhalt zu füllen.
00:16:02
Speaker
Also es bringt halt nicht nur was, draußen an die Tür zu schreiben.
00:16:07
Speaker
Aber es ist auf jeden Fall, finde ich, ein wichtiger Schritt gewesen, um diesen Neubeginn oder dieses konsequente Fortführen von dem, was wir sein wollen, eben auch nach außen sichtbar zu machen.
00:16:21
Speaker
Wie ist dein Eindruck, wie ist die Organisation damit umgegangen?
00:16:25
Speaker
Also von Seiten des Management-Teams eine absolute Unterstützung.
00:16:29
Speaker
Also die sehen das genauso und befürworten das auch total.
00:16:36
Speaker
Ich merke aber auch, dass man das bei den Mitarbeitenden teilweise erklären muss, was ist jetzt irgendwie anders.
00:16:43
Speaker
Aber das finde ich jetzt überhaupt nicht schlimm und ich finde das ist auch total normal, weil es ist ein Veränderungsprozess.
00:16:48
Speaker
Wie in jedem Change-Prozess auch, gibt es Leute, die von Anfang an sagen, das war schon längst überfällig, das macht ihr doch schon, finde ich geil.
00:16:56
Speaker
Und es gibt diejenigen, die denken, okay,
00:16:59
Speaker
war jetzt wieder Arbeit und was habe ich davon?
00:17:03
Speaker
Aber das ist, glaube ich, etwas, was ich schon sagte, was in jedem Veränderungsprozess so ist und damit muss man dann auch umgehen können und das schaffen wir auch.
00:17:13
Speaker
Als ich das gelesen habe oder als du mir das erzählt hast im Vorgespräch, das fand ich sehr cool, weil ich ganz oft einen Satz benutze und zwar Sprache erzeugt Wirklichkeit.

Einfluss von Sprache auf Organisationen

00:17:30
Speaker
Und das ist auch der Grund, warum wir gendern bei uns im Unternehmen.
00:17:37
Speaker
Wir haben da schon ein paar Jahre und zu Beginn haben wir darüber diskutiert, wollen wir das, wollen wir das nicht, was heißt das für uns?
00:17:43
Speaker
Also haben wir eine klare Entscheidung für oder gegen etwas getroffen.
00:17:49
Speaker
Im Grunde geht das in so eine ähnliche Richtung.
00:17:53
Speaker
Sprache macht halt was in unserem Kopf, baut Bilder, also konstruiert quasi die Dinge, die ich sehe, als der, der den Satz oder das Wort hört.
00:18:04
Speaker
Und da macht es natürlich oder kann es schon einen großen Unterschied machen, ob ich sage, ich bin HR oder Lohnbuchhaltung oder ob ich dann People and Culture bin.
00:18:15
Speaker
Oder von mir aus Menschen und Kultur, wenn ich das
00:18:19
Speaker
wenn ich das im Deutschen formulieren will.
00:18:23
Speaker
Also finde ich ziemlich cool.
00:18:25
Speaker
Und dass da nicht alle begeistert sind, klar, da hast du recht, Veränderungsprozesse erzeugen ja immer ein gewisses Maß an Widerstand.
00:18:34
Speaker
Ich hatte das bei einer Geschäftsführung, die ich schon länger begleite, da war das auch so, dass der Geschäftsführer sich aus seiner erweiterten Geschäftsführung mehr Flughöhe, so würde ich vielleicht sagen, gewünscht hat.
00:18:52
Speaker
Er wollte, dass die Bereichsleitung quasi mehr auf...
00:18:59
Speaker
also mehr auf Geschäftsleitungsebene gucken.
00:19:03
Speaker
Und dann habe ich ihn gefragt, also ich wusste ja, wie die Antwort ist, aber ich habe ihn gefragt, sag mal, wie heißt denn dieses Meeting, wo ihr euch trefft, wo du dir das vorwünschst?
00:19:14
Speaker
Und dann sagt er, naja, Bereichsleitungsrunde.
00:19:19
Speaker
Und dann sage ich, also könnte sein, dass die Bereichsleitungen vielleicht als Bereichsleiter oder Leiterinnen in die Bereichsleitungsrunde kommen.
00:19:27
Speaker
Na klar, die haben den Hut auf in dem Moment.
00:19:30
Speaker
Und das Bild habe ich ihm nämlich auch angeboten.
00:19:33
Speaker
Lass die doch mal wirklich den Hut absetzen davor und den Hut Geschäftsführung aufsetzen.
00:19:39
Speaker
Und dann kommen die vielleicht auch nicht in die Bereichsleitungsrunde, sondern vielleicht findet ihr einen anderen Namen, der besser passt zu dem, was ihr da macht.
00:19:46
Speaker
Und dann haben die das tatsächlich umbenannt in...
00:19:50
Speaker
erweiterte Geschäftsleitungsrunde.
00:19:54
Speaker
Und spannend war, sie hat auch diese Geschichte mit den Hüten gemacht, und spannend war, dass er und auch das Team wirklich eine Veränderung wahrgenommen hat.
00:20:03
Speaker
Und das finde ich so ein schönes Bild dafür, dass letzten Endes Sprache, wenn wir die bewusster benutzen, auch etwas mit den Bildern in unseren Köpfen machen kann.
00:20:14
Speaker
Und das ist gerade für so Veränderungsprozesse natürlich wichtig.
00:20:19
Speaker
Stimme ich dir total zu, ja.
00:20:20
Speaker
Wie du gerade gesagt hast.
00:20:24
Speaker
Du hast ja kleine Unternehmen kennengelernt, größere Unternehmen kennengelernt, auch aus verschiedenen Branchen.
00:20:31
Speaker
Was würdest du sagen, hast du aus den einzelnen Erfahrungen für deine Führungsarbeit mitgenommen?
00:20:44
Speaker
Zum einen, dass es manchmal Geduld braucht und auch eine gewisse Hartnäckigkeit.
00:20:51
Speaker
Und das ist unabhängig davon, ob man in einem großen Unternehmen arbeitet oder in einem kleinen Unternehmen mit schnellen Prozessen und schnellen Wegen.
00:21:00
Speaker
Die Art der Geduld und die Art der Hartnäckigkeit mag sich da unterscheiden.
00:21:06
Speaker
Dass man die Themen, für die man brennt, dass man die bewerben muss.
00:21:10
Speaker
Also dass den Funken, den man selber so hat und dieses Feuer, was man entzünden möchte, dass man dafür halt eben auch kämpfen muss.
00:21:19
Speaker
Das zahlt wieder so ein bisschen auf die Hartnäckigkeit ein, dass man sich ein Netzwerk aufbauen muss und das ist auch in beiden Fällen.
00:21:26
Speaker
beiden Formen gleich wichtig.
00:21:28
Speaker
Also man braucht Unterstützer und Unterstützerinnen, gerade wenn man Projekte anstoßen möchte, die vielleicht neu sind oder vielleicht auch ein bisschen unbequem ist, nicht alleine ins Rennen gehen, sondern vorher schon mal so antesten, wer wäre dabei, was sind so die Stakeholder, sagt man ja immer so schön.
00:21:46
Speaker
Das ist das, was ich glaube für beide Welten gilt.
00:21:52
Speaker
Bei der etwas größeren konzernähnlicheren Struktur ist es der Punkt, dass man einfach...
00:22:03
Speaker
vielleicht auch größere Projekte machen kann, es dauert aber halt alles ein bisschen länger, während man, wenn man in einem etwas kleineren Umfeld unterwegs ist, die richtig großen strategischen Themen manchmal ein bisschen weniger sind und man so mittelgroße strategische Projekte hat.
00:22:22
Speaker
Hat beides halt seine Vor- und seine Nachteile.
00:22:25
Speaker
Dafür dauern die Projekte in einem Konzern halt meistens länger.
00:22:30
Speaker
während man, wenn man in einem etwas agileren Umfeld unterwegs ist, ja eben auch schneller mal Erfolge feiern kann und dann halt auch wiederum, und da bin ich jetzt wieder beim Thema Akzeptanz, schneller auch Ergebnisse präsentieren kann und erklären kann an die Mitarbeitenden, was in einem großen Unternehmen dann eben manchmal auch dauern kann.
00:22:50
Speaker
Ja, manchmal glaube ich auch so, also den firmenpolitischen Rahmenbedingungen fallen ja da auch Dinge zum Opfer.
00:22:57
Speaker
Absolut.
00:22:57
Speaker
Heute funktionieren sie und morgen dann irgendwie nicht mehr.
00:23:00
Speaker
Genau.
00:23:01
Speaker
Ohne, dass es einen sachlichen Grund irgendwie dafür gäbe.
00:23:05
Speaker
Das stimmt und das muss man dann einfach auch akzeptieren.
00:23:08
Speaker
Also wenn man selber massiv Dinge durchdrücken und gestalten möchte, dann glaube ich, sollte man selber gründen.
00:23:18
Speaker
Da braucht man dann wieder andere Kompetenzen, aber ansonsten ist man in einem ständigen Dialog und auch in der ständigen Diplomatie unterwegs.
00:23:26
Speaker
Also da kommt man, und ich glaube, das ist dann auch unabhängig, ob man jetzt im Bereich People und Culture ist oder im Rechnungswesen oder so, das ist immer so.
00:23:36
Speaker
Ja, du bist halt Teil, im Grunde ja Teil einer Gemeinschaft, in dem Fall dann halt mehrere hundert und bist dann da im Austausch.
00:23:44
Speaker
Und also nicht jeder hat dann deinen Fokus.
00:23:48
Speaker
Der Vertriebler hat halt einen anderen Fokus.
00:23:50
Speaker
Genau, und da ist es dann wichtig aber zu wissen, okay,
00:23:53
Speaker
Wie mache ich dem Vertriebler bewusst, dass das Projekt, was ich jetzt machen möchte, einen Vorteil für ihn oder für sie bringt?
00:23:59
Speaker
Und dann habe ich die Person auch wieder an Bord.
00:24:01
Speaker
Und das ist, glaube ich, aber etwas, was man im Laufe der Jahre, das ist dann so diese Erfahrung oder Berufserfahrung oder wie man es auch immer am Ende des Tages bekommt.
00:24:09
Speaker
nennen will.
00:24:11
Speaker
Und vielleicht auch, wie so dein Selbstbild als HR ist, weil ich habe da gerade so drüber nachgedacht, als du das erzählt hast.
00:24:19
Speaker
HR kostet ja erstmal nur Geld.
00:24:22
Speaker
Also letztens, ich weiß gar nicht, wo war denn das?
00:24:25
Speaker
Das war bei irgendeinem Kunden.
00:24:28
Speaker
Da sagte der Geschäftsführer, keine Abteilung hat so ein großes Budget wie HR.
00:24:36
Speaker
Also
00:24:37
Speaker
IT vielleicht noch.
00:24:38
Speaker
Weil er die Löhne mit reingerechnet hat.
00:24:40
Speaker
Ja, klar, natürlich.
00:24:43
Speaker
Und dann haben sich erst mal alle angeguckt.
00:24:48
Speaker
Aber erst mal entsteht ja kein spürbarer Benefit

Investitionen in Humankapital rechtfertigen

00:24:53
Speaker
in Form von Umsätze, verkaufte Produkte, whatever.
00:25:00
Speaker
Man muss das ja immer irgendwie übersetzen.
00:25:03
Speaker
Auf jeden Fall.
00:25:04
Speaker
Wir sind ein Dienstleister im Unternehmen,
00:25:07
Speaker
Und das, was du gerade sagtest, finde ich total interessant, beziehungsweise es kommt ja nicht von dir, sondern von dem Geschäftsführer, den du da beraten oder unterstützt hast.
00:25:16
Speaker
Das ist, glaube ich, etwas, was HR auch noch mehr lernen muss, sich intern zu verkaufen und in der Sprache der Geschäftsführung zu sprechen.
00:25:24
Speaker
Also mit Zahlen, Daten, Fakten proaktiv zu argumentieren und sagen, okay, die und die Maßnahme, das und das wollen wir machen, sei es Recruiting, sei es Employer Branding.
00:25:32
Speaker
Das bringt uns auf einer Long-Term-Range den und den und den messbaren Vorteil.
00:25:39
Speaker
Also wenn ich jetzt an Succession-Planning denke oder an Nachwuchskräfteentwicklung, na klar kostet das im ersten Moment Geld, aber am Ende des Tages habe ich dann vielleicht in fünf Jahren da eine Top-Nachwuchs-Führungskraft sitzen,
00:25:55
Speaker
Und muss hier nicht für teures Geld einkaufen bzw.
00:25:59
Speaker
rekruten oder habe die Stelle eventuell länger nicht besetzt und die Abteilung entwickelt sich nicht weiter.
00:26:05
Speaker
Und da war oder ich würde sagen, sind viele Personalabteilungen immer noch in dem Punkt, dass sie noch in der Rechtfertigung sind.
00:26:15
Speaker
Und nicht in der proaktiven Argumentation, warum dieses und jenes jetzt eine gute Investition in die Zukunft ist, wie die Maschine, die gekauft werden muss oder die neue Software oder wie auch immer.
00:26:27
Speaker
Aber das ist auch eine Beobachtung, die finde ich auch mega spannend, dass man so einer Maschine, der, wie soll ich sagen, der gesteht man in der Anlaufzeiten zu.
00:26:38
Speaker
Also da geht ja keiner davon aus, dass
00:26:41
Speaker
Also ich kaufe die, dann ist die sofort da und sofort auf 100 Prozent und hat sofort mehr Output.
00:26:46
Speaker
Interessanter Vergleich, ja.
00:26:47
Speaker
Den habe ich so noch gar nicht gezogen, ja.
00:26:49
Speaker
Richtig.
00:26:49
Speaker
Aber wenn wir um Mensch-Themen gehen, dann ist das irgendwie immer so.
00:26:53
Speaker
Die stehen unendlich zur Verfügung, was ja schon mal nicht stimmt.
00:26:57
Speaker
Die performen auch direkt 100 Prozent oder vielleicht sogar mehr als der Vorgänger oder die Vorgängerin.
00:27:04
Speaker
Aber dass auch die Maschine ja eingestellt werden muss und irgendwie Leerlaufzeiten hat, die Leute angelernt werden müssen, also alles, was damit zusammenhängt, das finde ich, das gestehen wir den Menschen oft nicht zu.
00:27:16
Speaker
Und da muss es ja irgendwer machen.
00:27:19
Speaker
Da sind wir dann irgendwie bei People and Culture, ne?
00:27:23
Speaker
Und wenn ich da etwas provokant auch einhaken darf, auch andersrum.
00:27:28
Speaker
Also die Maschine, die dauernd Fehlermeldungen hat, die nicht mehr funktioniert, die fehlerhafte Teile produziert, die würde ich sofort aussortieren, stilllegen, gucken, ob ich sie nachbesetzen kann.
00:27:41
Speaker
Menschen, die lange in einem Unternehmen sind, vielleicht nicht mehr so performen, weil sie nicht gefördert werden oder weil sie aus irgendwelchen anderen Gründen in der Rolle, in der sie sind,
00:27:51
Speaker
nicht mehr so funktionieren, dass sie einen guten Beitrag leisten zum Unternehmen, dass die in Anführungsstrichen aussortiert werden oder dass man sich intensiv damit beschäftigt, das passiert nicht.
00:28:02
Speaker
Sondern ganz, ganz oft, und das habe ich in meiner eigenen Karriere zuhauf erlebt, gibt es Konflikte in Teams oder mit einzelnen Personen, die über 15, 15, manchmal 20 Jahre schwelen und dann soll eine People-and-Culture-Abteilung die innerhalb von zwei Monaten lösen.
00:28:21
Speaker
Kümmert euch mal drum.
00:28:38
Speaker
in der Erwartungshaltung, die geht jetzt wieder.
00:28:43
Speaker
Ich glaube, bei so einem russischen LKW, ich komme ja aus dem Osten, hat mein Papa das immer gesagt, wenn der beim Militär war, bei so einem Ural hieß der, da musst du nur mit dem Vorschlaghammer reinhauen, dann geht der wieder.
00:28:54
Speaker
Aber ich würde sagen, das trifft auf heutige Maschinen.
00:28:56
Speaker
Das trifft auf heutige Maschinen.
00:29:01
Speaker
Aber was Vergleichbares, hast du recht, das beobachte ich schon bei Menschen dann eher öfter.
00:29:10
Speaker
Also dass Lösungen ganz schnell gefunden werden sollen, das meine ich damit.
00:29:14
Speaker
Obwohl die sich über Jahre oder Jahrzehnte aufgestaut haben.
00:29:19
Speaker
Passt vielleicht, du hast im Vorgespräch
00:29:22
Speaker
Du hast ja vielleicht nochmal ein paar Worte zu sagen, von dem Ryan Breslow gesprochen, der seine gesamte HR-Abteilung irgendwie vor ein paar Tagen entlassen hat.
00:29:35
Speaker
Und vielleicht passt das so ein bisschen dazu, weil die scheinen das ja entweder nicht hingekriegt zu haben, sich gut zu verkaufen.
00:29:44
Speaker
Auf jeden Fall hat er ja da irgendwie einen sehr eigenen Blick auf seine Personalabteilung gehabt.
00:29:51
Speaker
Ja, wir hatten ja im Vorgespräch gesagt, ich war im Urlaub und hatte mich deswegen halt aus dieser ganzen Social Media und News Bubble so ein bisschen zurückgezogen, weil das ist für mich halt auch immer so ein Credo, wenn man dann eben im Urlaub ist, ein bisschen Abstand zu gewinnen und bin dann gestern so ein bisschen durch die News Seiten gescrollt und bin darüber gestolpert und habe erst weiter gelesen, dann bin ich wieder zurück und habe das erstmal auf mich wirken lassen.
00:30:15
Speaker
weil, also das ist ein US-Fintech-Konzern.
00:30:20
Speaker
Klar, der amerikanische Arbeitsmarkt funktioniert auch immer ein bisschen anders, aber wir kennen das aus dem Thema Homeoffice, damals mit Microsoft, die haben die Leute alle wieder zurückgeholt ins Büro, also da werden ja manchmal auch so
00:30:32
Speaker
Ich will es jetzt nicht Trends sagen, gesetzt, aber da passieren manchmal Dinge, die dann irgendwie so ein bisschen die Runde machen.
00:30:39
Speaker
Und er hatte ein Unternehmen, was ja groß geworden ist.
00:30:43
Speaker
Er hatte bis zu 800 Mitarbeitende und hat dann in einem radikalen Sparkuss, weil auch die Dotierungen nicht mehr dementsprechend waren, seine Firma in mehreren Entlassungswellen oder Stellenstreichungswellen auf 100 Mitarbeitende reduziert und in dem Zusammenhang
00:31:00
Speaker
seine ganze Personalabteilung entlassen.
00:31:03
Speaker
Und seine Begründung dafür war, dass die letztendlich sich mit Prozessen und Regularien beschäftigt haben und Kostenproduzenten waren, aber eigentlich keinen Mehrwert mehr fürs Unternehmen geboten haben.
00:31:16
Speaker
Und stattdessen gibt es jetzt ein kleines Team an HR Operations Managern, die so die Hauptaufgaben, die halt einfach noch gemacht werden müssen, übernehmen.
00:31:27
Speaker
Aber die klassische Personalabteilung, die gibt es halt bei Bolt, das ist sein Unternehmen, gibt es halt nicht mehr.
00:31:34
Speaker
Und
00:31:36
Speaker
Ja, ich wusste am Anfang nicht so ganz, was ich davon halten sollte.
00:31:40
Speaker
Wie gesagt, US-amerikanischer Arbeitsmarkt, da funktioniert das alles auch nochmal ein bisschen einfacher mit der Hire-and-Fire-Mentalität.
00:31:48
Speaker
Ich finde es aber einen interessanten Gedanken insofern, dass jede Abteilung, und da gehört eben halt auch People and Culture dazu, sich immer wieder hinterfragen sollte,
00:31:59
Speaker
Wofür sind wir eigentlich da?
00:32:01
Speaker
Womit beschäftigen wir uns?
00:32:02
Speaker
Und was ist unser Mehrwert?
00:32:03
Speaker
Das zahlt so ein bisschen auf das ein, worüber wir vorher gesprochen haben.
00:32:07
Speaker
Wir haben in Deutschland jetzt natürlich ein viel breiteres Arbeitsgesetz.
00:32:13
Speaker
Wir haben Arbeitszeitgesetze, die wir einhalten müssen.
00:32:15
Speaker
Wir haben tausend Regularien, irgendwelche Bescheinigungen, was alles ausgefüllt werden muss.
00:32:19
Speaker
Also dafür braucht man halt einfach eine Personalabteilung oder auf jeden Fall irgendeine Abteilung, die das macht.
00:32:26
Speaker
Aber im Großen und Ganzen als People and Culture mehr ins Unternehmen einzutauchen und die Führungskräfte zu unterstützen und eben zu zeigen, wir sind nicht irgendein Verwaltungsapparat, der irgendwo sitzt und Kosten produziert, sondern wir bieten eben diesen Mehrwert.
00:32:46
Speaker
Ich finde seinen Schritt halt sehr radikal.
00:32:50
Speaker
Auf der anderen Seite ist es, glaube ich, für US-Konzerne schon fast an der Tagesordnung, solche radikalen Schritte zu gehen, wie sie denn auch immer sein mögen.
00:32:59
Speaker
Was sind deine Gedanken dazu?
00:33:03
Speaker
Ich hatte gerade einen Gast, Volker Schrank von Mondolese.
00:33:10
Speaker
Milka macht noch andere Sachen.
00:33:15
Speaker
Der leitet dort die
00:33:18
Speaker
HR-IT-Abteilung.
00:33:20
Speaker
Also die entwickeln quasi weltweit HR-Tools.
00:33:25
Speaker
Und das sind ITler und er übersetzt das sozusagen dann in HR-Richtung.
00:33:32
Speaker
Und der hat im Podcast einen schönen Satz gesagt.
00:33:34
Speaker
Er hat gesagt, er sagt seinen Leuten immer, wir machen Kekse.
00:33:39
Speaker
Und
00:33:41
Speaker
Alles, was wir hier machen, muss darauf einzahlen, dass wir entweder mehr Kekse machen können oder bessere Kekse machen können.
00:33:48
Speaker
Und das fand ich ein ganz schönes Bild, weil das passt ja zu dem.
00:33:52
Speaker
Es gibt keine Abteilung in der Organisation, ist ja egal in welcher, die sozusagen einen Selbstzweck hat, sondern es muss irgendeinen Mehrwert für die Organisation geben, dass es euch gibt, dass es dem Vertrieb gibt,
00:34:09
Speaker
dass es die anderen Abteilungen gibt in der Organisation.
00:34:14
Speaker
Und ich glaube, die Frage ist dann spannend, wie erreicht man das?
00:34:20
Speaker
Also, dass Menschen quasi immer wieder drüber nachdenken und diesen, du hast das vorhin gesagt, dass du dich oder ihr euch als Dienstleistung oder Dienstleister
00:34:32
Speaker
in der Organisation.
00:34:36
Speaker
Das kann ich als Haltung, als Selbstverständnis mitbringen.
00:34:39
Speaker
Aber ich glaube, ich muss immer wieder daran arbeiten.
00:34:42
Speaker
Ich habe gleich als Beispiel, mein bester Freund Andreas, der hat ein eigenes Unternehmen und der hat mir vor Jahren mal erzählt, der hat angefangen, also wirklich so als Startup, er und eine Mitarbeiterin, die hat die Verwaltung gemacht und da haben die
00:34:58
Speaker
Ich weiß nicht, was das war auf der Rechnung, haben sie irgendwas händisch nachgetragen auf jeder Rechnung.
00:35:04
Speaker
Und das hatten sie sich dann kurz angeguckt und dann war klar, man könnte das auch mit einer Software lösen, aber das wäre viel zu teuer.
00:35:12
Speaker
Und deshalb haben sie es händisch gemacht.
00:35:14
Speaker
Und dann ist das Unternehmen gewachsen und gewachsen und gewachsen und dann saßen da irgendwann drei oder vier, die Rechnungen geschrieben haben.
00:35:23
Speaker
Und die haben das aber immer noch so gemacht wie zu Beginn.
00:35:28
Speaker
Und er hatte damit, also mit dem Rechnungsschreiben gar nichts zu tun.
00:35:31
Speaker
Es ist ihm dann nach Jahren irgendwann mal aufgefallen und dann...
00:35:34
Speaker
hat er so das kurz überschlagen.

HR und interne Kommunikation

00:35:37
Speaker
Also der ist sehr gut im Überschlagen und hat dann festgestellt, dass er quasi eine Kraft, ich glaube fast den gesamten Monat, dafür beschäftigt, um diesen einen Fehler auszumerzen.
00:35:49
Speaker
Und dann war für ihn relativ schnell klar, dass jetzt ein Punkt da ist, wo eine Software das abbilden muss.
00:35:58
Speaker
Und
00:35:59
Speaker
Das ist ja so ein Moment quasi, den wir irgendwie schaffen müssen.
00:36:03
Speaker
Wie kriegen wir das hin, dass diese Art von Reflexion, ich denke mal über meine Arbeit nach, über den Prozess, den ich da mache, wie kriegen wir den hin in der Organisation?
00:36:17
Speaker
Ich glaube, das ist so die Herausforderung, die da drin steckt.
00:36:20
Speaker
Definitiv.
00:36:21
Speaker
Und wir versuchen das bei uns halt auch ein Stück weit zu tun,
00:36:27
Speaker
damit zu lösen oder wir sind auf dem Weg, dass wir versuchen, agiler zu arbeiten und interdisziplinärer zu arbeiten.
00:36:35
Speaker
Weil in dem Moment, wo ich auch meine Arbeitsprozesse jemandem anders erkläre, der nicht in meinem Team arbeitet,
00:36:42
Speaker
werden auf einmal Fragen gestellt, die ich mir selber nicht mehr stelle.
00:36:45
Speaker
Du hattest das vorhin im Vorgespräch gesagt, das Zähneputzen.
00:36:48
Speaker
Man hinterfragt das nicht mehr.
00:36:49
Speaker
Wo steht meine Zahnbürste?
00:36:51
Speaker
Welche Zahnpasta benutze ich?
00:36:52
Speaker
Und so weiter und so fort.
00:36:55
Speaker
Packe ich die Zahnpasta von vorne nach hinten auf die Bürste oder andersrum?
00:36:59
Speaker
Und wenn ich das aber jemandem erkläre und der sagt, warum machst du das nicht so und so?
00:37:02
Speaker
Das geht doch viel schneller.
00:37:04
Speaker
Dann fällt einem das manchmal so sprichwörtlich wie Schuppen von den Augen.
00:37:07
Speaker
Und deswegen ist, glaube ich, auch der Austausch,
00:37:10
Speaker
zwischen einzelnen Teams so wahnsinnig wichtig.
00:37:12
Speaker
Das ist der Personalabteilung manchmal ein bisschen schwerer, weil wir sind so ein in sich geschlossenes System.
00:37:20
Speaker
Ich glaube, dass andere Abteilungen, wo eine Dienstleistung oder ein Produkt wie bei uns durch verschiedene Abteilungen läuft, ist der Einkauf, dann der Vertrieb, dann vielleicht noch der Kundenservice,
00:37:31
Speaker
Da gibt es dann Schnittstellen, da ist es dann manchmal einfacher miteinander zu sprechen, wir müssen da noch mehr proaktiver ran.
00:37:37
Speaker
Also wir haben halt so vielfältige Kunden im Unternehmen, um in der Dienstleistung zu bleiben.
00:37:42
Speaker
Wir haben zum einen die Führungskräfte, die ja auch sehr unterschiedlich sind.
00:37:47
Speaker
Wir haben die Mitarbeitenden, wir haben natürlich auch die Geschäftsführung.
00:37:50
Speaker
Und da dann eben auch Austauschformate zu finden und sich auch challengen zu lassen.
00:37:55
Speaker
Also ich glaube, das ist auch ein ganz großes Thema, ein Mindset-Thema, zu akzeptieren, okay, nur weil wir jetzt denken, wir sind die Experten, das müsste so und so gehen, heißt es ja noch lange nicht,
00:38:08
Speaker
dass es der beste Weg ist.
00:38:10
Speaker
Und dann muss man sich halt auch, ja, muss man es erlauben, dass mal Fragen gestellt werden.
00:38:16
Speaker
Ich glaube, also habe ich gerade drüber nachgedacht.
00:38:19
Speaker
Ja, du hast total recht, dass die anderen Abteilungen also häufig viel mehr operative Schnittstellen haben, als ihr jetzt vielleicht.
00:38:28
Speaker
Ja.
00:38:30
Speaker
Aber ich arbeite in sehr vielen Organisationen und ich würde sagen, in fast allen gibt es aber eine Menge Konflikte an diesen Schnittstellen.
00:38:40
Speaker
Auf jeden Fall.
00:38:42
Speaker
Was dann ganz schwer ist, das hast du eben zum Ende gesagt, das würde ich unterstreichen, ist...
00:38:48
Speaker
ich muss jetzt das hinkriegen, dass wir so miteinander in Kommunikation sind, dass wenn du mir diese Frage stellst, warum machst du das nicht so oder so oder so, das scheint doch viel einfacher zu gehen, dass ich dann nicht in so einen inneren Widerstand gehe und mich angepisst fühle von dem, sondern dass er, und zwar wahrhaftig, als etwas nehme, was mir...
00:39:11
Speaker
also ein Angebot quasi, was du mir machst.
00:39:13
Speaker
Das kann totaler Quatsch sein, was du sagst, weil dir ja viele Informationen fehlen.
00:39:17
Speaker
Aber zumindest darüber nachzudenken, was du gesagt hast, das wäre ja notwendig.
00:39:21
Speaker
Und das sehe ich in vielen Fällen nicht.
00:39:25
Speaker
Weil dann, ich würde das dann Kommunikationskultur nennen, weil die dann einfach...
00:39:32
Speaker
Also die fehlt ja nicht.
00:39:33
Speaker
Es ist ja auch eine Art von Kultur, da in den Widerstand zu gehen, wenn ich ein Feedback kriege.
00:39:38
Speaker
Aber die hilft dann halt nicht, das zu machen, was du gerade gesagt hast.
00:39:43
Speaker
Ja, und da sehe ich dann auch wieder unsere Aufgabe, eben dann eher mit der Überschrift Culture, gar nicht so sehr People, dann eben auch Formate zu schaffen und die Mitarbeitenden zu fördern, eben auch diese Kommunikation zu erlauben.
00:39:58
Speaker
Also zu gucken, okay,
00:40:01
Speaker
wie spreche ich solche Themen an?
00:40:03
Speaker
Komme ich gleich mit dem Ratschlag um die Ecke oder sage ich, pass mal auf, ich habe verstanden, ihr macht das in eurer Abteilung so und so, schau mal, das verursacht bei mir halt wirklich nochmal einen Zeitaufwand.
00:40:14
Speaker
Kriegen wir da gemeinsam irgendwie einen Weg hin, dass ihr einen Teil des Weges schon mal vorbereitet, dann habe ich das hier einfacher, in diese Richtung dann halt einfach zu gehen.
00:40:25
Speaker
Ich gehe alle paar Wochen mit meinem besten Freund, da habe ich jetzt schon das dritte Mal.
00:40:29
Speaker
Ja, ihr seid offensichtlich sehr gute Freunde.
00:40:33
Speaker
Gehe ich alle zwei Wochen wandern.
00:40:35
Speaker
Und da unterhalten wir uns oft auch über unsere Firmen.
00:40:41
Speaker
Da merke ich genau das, worüber wir gerade reden.
00:40:45
Speaker
Also er hat
00:40:47
Speaker
Also viel, wie soll ich sagen, viel ungefärbtere Gedanken zu Situationen oder vielleicht auch Problemen, die ich bei mir habe.
00:40:56
Speaker
Gerade weil er all dieses operative Fachwissen und dieses Hintergrundwissen nicht hat.
00:41:01
Speaker
Der guckt viel unbekümmert auf ein Thema und gibt mir dann eine Perspektive.
00:41:07
Speaker
Und
00:41:08
Speaker
Aber selbst da merke ich, wie dann Widerstände in mir zuerst so hochkommen.
00:41:12
Speaker
Total, das ist auch menschlich.
00:41:14
Speaker
Das kann mir jetzt nicht so einfach sein.
00:41:16
Speaker
Da kann man nicht recht haben.
00:41:20
Speaker
Ich glaube, das muss man dann lernen auszuhalten und da hinzugucken und dann zu reflektieren, ob er vielleicht doch im Kern irgendwas getroffen hat.
00:41:30
Speaker
Richtig.
00:41:31
Speaker
Und ich glaube, dieser eine Punkt, den hattest du vorhin gesagt, die Person hat eventuell nicht alle...
00:41:38
Speaker
Informationen, die ich habe.
00:41:41
Speaker
Also wir arbeiten zum Beispiel bei uns ganz aktiv seit Mai letzten Jahres an unserer Employer Brand, auch gemeinsam oder unterstützend mit einem externen Partner, um auch nochmal einen externen Blick zwischenzeitlich darauf zu bekommen.
00:41:56
Speaker
Und für viele Mitarbeitende ist das Thema Employer Branding, das ist eine Pauschalisierung, aber wird oft gleichgesetzt mit Benefits.
00:42:06
Speaker
Und
00:42:08
Speaker
Natürlich kommen dann auch Vorschläge von den Kolleginnen und Kollegen, die ich alle nachvollziehen kann, die aber dann dahinter nicht wissen, was kostet es eigentlich am Ende des Tages das Unternehmen und was kostet es nicht nur für einen Mitarbeitenden, sondern eben für unsere 300, die wir haben.
00:42:25
Speaker
Und zum Zweiten, welcher administrative Aufwand steht dahinter.
00:42:29
Speaker
Und das dann auch gut zu kommunizieren und diese Wünsche, die da sind, die ich nachvollziehen kann, aufzunehmen,
00:42:36
Speaker
Und nicht das Gefühl zu geben, ich wiegel das jetzt irgendwie ab, sondern zu sagen, ich prüfe es ernsthaft, aber gib mir bitte auch meine Zeit und wir schauen, passen diese Benefits zu unserer Kultur, zu dem, was wir sein wollen.
00:42:48
Speaker
Am Ende des Tages aber auch, was wir bezahlen wollen oder können.
00:42:53
Speaker
Ja, da sind wir auch wieder bei der Kommunikation und bei Menschen ernst nehmen, Menschen zuhören, aber auch Grenzen zu setzen, was ist Aufgabe eines Unternehmens und was eben vielleicht auch nicht mehr.
00:43:06
Speaker
Ja, das stimmt.
00:43:08
Speaker
Das hat ja dann, glaube ich, oft auch was mit Transparenz zu tun.
00:43:11
Speaker
Absolut.
00:43:14
Speaker
Wie weiß ich das überhaupt, dass, keine Ahnung, hier, weil du das gerade sagst, Mitgliedschaft im Fitnessstudio, dass also neben den 20 Euro, die das Fitnessstudio kostet, da halt nochmal, keine Ahnung, 30, 40 Euro hinten dranhängen, die ich als Arbeitgeber nochmal on top zahle.
00:43:34
Speaker
Das ist das eine, aber dann halt auch noch die ganzen, also ist jetzt für die meisten wahrscheinlich gar nicht so relevant, aber diese ganzen steuerrechtlichen Themen.
00:43:41
Speaker
Also wenn ich das Fitnessstudio bezahle, kann ich andere Sachen nicht mehr machen.
00:43:44
Speaker
Also das weiß ein Mitarbeitender oder eine Mitarbeitende nicht und das ist auch nicht ihre Aufgabe, das wissen zu müssen, aber diese Sachen muss dann natürlich die Fachabteilung erledigen.
00:43:54
Speaker
Ja, mit berücksichtigen, wenn solche Entscheidungen getroffen werden.
00:43:59
Speaker
Macht ihr denn für diese, du hast das vorhin auch so genannt, Formate, also irgendwie Austauschformate oder Kommunikationsformate, habt ihr da, also macht ihr da irgendwas, wo du sagst, das zahlt genau auf diese Veränderung, über die wir gesprochen haben, ein?
00:44:15
Speaker
Also wir sind bei diesem Thema Change noch sehr am Anfang.
00:44:19
Speaker
Also ganz allgemein, wir haben natürlich bei uns Townhalls, die stattfinden.
00:44:24
Speaker
Wir haben Newsletter, über die wir unsere Mitarbeitenden regelmäßig informieren.
00:44:32
Speaker
Wir arbeiten halt auch mit E-Mails.
00:44:35
Speaker
Aber diese klassische Change-Kommunikation, da stehen wir tatsächlich noch sehr am Anfang und entwickeln unsere Formate.
00:44:42
Speaker
Wir wollen uns auch entwickeln zu einem Unternehmen, was noch agiler wird.
00:44:45
Speaker
Es wird auch ein Reshape der Büros geben, um das Zusammenarbeiten mehr zu fördern und
00:44:57
Speaker
Da haben wir auf jeden Fall noch einen Weg vor uns.
00:44:59
Speaker
Was wir aber bei uns im Unternehmen haben, ist ein Werteteam, was sich eben um unsere Unternehmenswerte kümmert und das ist auch wahnsinnig wichtig und die mit kleinen Aktionen immer mal wieder einstreut in den Arbeitsalltag.
00:45:10
Speaker
Und da haben wir zum Beispiel einen Kommunikationsleitfaden entwickelt.
00:45:13
Speaker
Und im Rahmen des Onboardings erklären wir den auch jedem neuen Mitarbeitenden.
00:45:18
Speaker
Es gibt viele, auch mit langer Berufserfahrung in großen Konzernen, die leuchtende Augen kriegen und sagen, wow, wie schön,
00:45:26
Speaker
Weil das gibt mir auch die Chance, darauf zu referieren.
00:45:28
Speaker
Und wenn jemand dann vielleicht nicht kommuniziert in der Art und Weise, wie wir miteinander sprechen wollen oder Outlook benutzen wollen, dann darf man auch darauf zeigen und sagen, hey, ich würde es mir wünschen, wenn du es nächstes Mal anders machst.
00:45:44
Speaker
Und das ist so der erste Schritt gewesen und das werden wir jetzt halt Stück für Stück aufbauen und die Mitarbeitenden mehr mit einbeziehen.
00:45:53
Speaker
Ja.
00:45:54
Speaker
Hast du noch ein paar Beispiele aus diesem Kommunikationsleitfahren, also womit ihr euch da beschäftigt?
00:45:58
Speaker
Ja, also eigentlich sind es Basics.
00:46:01
Speaker
Zum Beispiel Walktalkmail.
00:46:03
Speaker
Dieses typische, geh zu deinen Kolleginnen hin und besprich etwas, weil dann kriegst du die
00:46:09
Speaker
Du kriegst die komplette Art der Kommunikation mit.
00:46:12
Speaker
Du kriegst das Zucken der Wimpern mit, du kriegst die Körperhaltung mit.
00:46:17
Speaker
Du kannst direkt eine Gegenfrage stellen, wenn es um irgendein fachliches Thema geht.
00:46:21
Speaker
Du hast die Chance, vielleicht noch mal ganz kurz die Möglichkeit, dich übers Wochenende auszutauschen.
00:46:25
Speaker
Das schafft soziale Bindung.
00:46:27
Speaker
Das geht natürlich nicht.
00:46:28
Speaker
Wir haben Kollegen und Kolleginnen, die in ganz Deutschland sitzen.
00:46:31
Speaker
Da kann ich natürlich nicht immer hingehen, aber dann kann ich vielleicht anrufen und nicht unbedingt eine E-Mail schreiben.
00:46:36
Speaker
Also das ist so die eine Säule.
00:46:39
Speaker
Und die andere Säule ist halt die Kommunikation, die wir per E-Mail machen, so kurz und so knapp und trotzdem so lang.
00:46:48
Speaker
wertschätzend wie möglich zu machen.
00:46:50
Speaker
Also mit einem Hallo zu starten.
00:46:52
Speaker
Kurz zu erklären, was möchte ich eigentlich von dir?
00:46:55
Speaker
Ist es dringend für mich oder reicht es, wenn ich es irgendwann mal bekomme?
00:46:58
Speaker
Genauso, dass ich halt antworte und sage, hey, klar, mache ich dir fertig oder du, ich habe echt viel zu tun gerade.
00:47:05
Speaker
Kann ich dir vielleicht erstmal nur ein Teil geben?
00:47:07
Speaker
Reicht dir das erstmal, damit du mit deiner Arbeit weiterkommst?
00:47:09
Speaker
Also solche Themen.
00:47:11
Speaker
Es klingt jetzt so banal, aber am Ende des Tages führt das ganz, ganz oft schon zu Reibung.
00:47:18
Speaker
zwischen Menschen oder zwischen Abteilungen, weil dieser Rahmen noch nicht festgesetzt ist.
00:47:25
Speaker
Das sind so, würde ich sagen, die absoluten Basics.
00:47:29
Speaker
Genauso wie, wir haben es jetzt eingeführt, dass wir unsere Meetings automatisch verkürzen.
00:47:35
Speaker
Das ist jetzt nichts Neues, aber trotzdem gibt es Freiräume, wenn ich ein Meeting auf 25 Minuten kürze oder auf 50 Minuten kürze und kann nochmal durchatmen, bevor ich in das nächste Meeting irgendwie gehe.
00:47:49
Speaker
Und genau so bauen wir das halt Stück für Stück aus.
00:47:52
Speaker
Ich habe so ein Arbeitsblatt, das ist bestimmt schon drei Jahre alt, so Meeting-Tipps.
00:48:02
Speaker
Da habe ich genau das auch mit drauf geschoben mit dieser Verkürzung.
00:48:05
Speaker
Also das ist im Grunde natürlich auch kein Hexenwerk, aber ich erlebe kaum jemanden, der das macht.
00:48:12
Speaker
Ich bin ja auch viel in virtuellen Meetings oder habe dann Workshops auch virtuelle und
00:48:19
Speaker
Da ist immer so, dass die, also ganz viele, die kommen auf Anschlag und die gehen auf Anschlag.
00:48:25
Speaker
Und da ist kein Klogang, auch kein Wasser.
00:48:32
Speaker
Also die brauchen dann größere Gläser als die.
00:48:35
Speaker
Ja, also das muss ich tatsächlich sagen.
00:48:36
Speaker
Das ist etwas, was, und das ist manchmal auch wichtig von unserer Geschäftsführung,
00:48:41
Speaker
auch initiiert wurde, zu sagen, hey, wir leben das jetzt vor, wir machen unsere Meetings genauso.
00:48:49
Speaker
Manchmal braucht man diesen Top-Down-Approach und wir haben alle eine Anleitung, wie man das in Office sich einmal automatisch einstellen kann.
00:48:58
Speaker
Das heißt, ich muss auch nicht daran denken, sondern es wird automatisch gemacht.
00:49:02
Speaker
Ich muss es natürlich in den Meetings dann auch noch einhalten, klar.
00:49:07
Speaker
Aber auch das ist etwas, um zum Anfang zurückzukommen, wie mit der Sprache.
00:49:13
Speaker
Wenn ich es nicht von Anfang an schon mal einstelle in den Kalendern,
00:49:17
Speaker
Warum sollten die Leute es umsetzen?
00:49:18
Speaker
Wenn es aber schon mal so im Kalender drin steht, dann ist die Chance groß, dass man Stück für Stück dann dahin kommt.
00:49:24
Speaker
Das finde ich nochmal einen spannenden Hack.
00:49:25
Speaker
Das wusste ich jetzt gar nicht, dass man das, also ihr habt das voreingestellt.
00:49:30
Speaker
Also ihr sagt, wir machen hier ein Teams-Meeting.
00:49:33
Speaker
Ja, das lässt sich in Outlook einstellen tatsächlich.
00:49:36
Speaker
Okay, und dann geht das halt 25 Minuten.
00:49:39
Speaker
Genau, genau.
00:49:40
Speaker
Ich kann es zwar händisch noch verlängern, also wenn ich jetzt Hardcore-Rebell bin,
00:49:46
Speaker
Und ich stelle die 30 Minuten ein, dann verkürzt er, dann kann ich es overrulen, aber automatisch sind die 25 Minuten eingestellt, beziehungsweise die 50.
00:49:54
Speaker
Okay.
00:49:57
Speaker
Genau, das sind ja so kleine Hacks.
00:49:58
Speaker
Ich arbeite sehr intensiv mit Fokus am Handy und auch an den anderen Bereichen.
00:50:06
Speaker
Also ich habe jetzt zum Beispiel im Fokus Videos und Podcast eingestellt.
00:50:09
Speaker
Das heißt, gar keiner kann mich gerade erreichen.
00:50:12
Speaker
Das ist im Grunde wie...
00:50:15
Speaker
Flugmodus.
00:50:17
Speaker
Genau, wie Flugmodus.
00:50:19
Speaker
Und es gibt aber dann andere Modi, da können mich nur bestimmte Leute erreichen.
00:50:24
Speaker
Oder vielleicht auch nur auf bestimmten Kanälen.
00:50:26
Speaker
Und da finde ich, da kann Technik ja durchaus hilfreich sein, da meinen Fokus wieder zu finden.
00:50:35
Speaker
Ich habe am Wochenende gerade gelesen von einer Neurowissenschaftlerin, die gesagt hat, es gibt Studien, dass
00:50:46
Speaker
die Menschen im Mittelalter, ich glaube, es ging um News, also irgendwelche Neuigkeiten, Nachrichten, dass die Menschen im Mittelalter in ihrem ganzen Leben so viele News erhalten haben, wie wir in einer Stunde.
00:51:01
Speaker
Mhm.
00:51:03
Speaker
Und wie unvorstellbar das für unser Hirn quasi ist, diese permanente Beschallung quasi aus allen Ecken und Enden.
00:51:14
Speaker
Insofern war das vorhin, fand ich schön, dass du, so habe ich es verstanden, dass du dich da rausnimmst, quasi wenn du im Urlaub bist zumindest.
00:51:21
Speaker
Ja, ich habe gerade gestern einen Podcast gehört, da ging es um Werbung.
00:51:27
Speaker
Und das sind natürlich jetzt alle Schätzungen, aber in den 70ern war es so, dass ein Mensch pro Tag ungefähr mit 400 bis 500 Werbeanzeigen in irgendeiner Form konfrontiert war.
00:51:40
Speaker
Also sei es jetzt in der Zeitung, sei es im Fernsehen, Litfaßsäule, was auch immer.
00:51:46
Speaker
Heute sind es 40.000 pro Tag, pro Mensch.
00:51:53
Speaker
Also das ist Wahnsinn, was so an Informationsflut auf uns einschreibt und die haben wir ja nicht mal bewusst gewählt, sondern die ist halt einfach da in unserem peripheren Umfeld in irgendeiner Form.
00:52:09
Speaker
Das ist ein Thema, was ich mit Führungskräften ganz oft beleuchte.

Resilienz und Achtsamkeit in der Führung

00:52:16
Speaker
Achtsamkeit oder Resilienz, was ja dahinter steht.
00:52:19
Speaker
Das ist ja eine Fähigkeit.
00:52:25
Speaker
Nehmen wir mal das Beispiel, was du gerade hattest.
00:52:27
Speaker
400, 500 hast du gesagt zu 40.000.
00:52:32
Speaker
Das heißt, viele Sachen,
00:52:35
Speaker
die heute da sind, die hat mir ja niemand beigebracht.
00:52:40
Speaker
Beispiel Umgang mit Social Media hat mir ja niemand beigebracht, weil meine Eltern hatten das nicht.
00:52:46
Speaker
Ich konnte das auch nicht erleben irgendwie bei meinen Geschwistern, bei denen, wo auch immer.
00:52:53
Speaker
Und davon gibt es ja viele Beispiele.
00:52:56
Speaker
Das heißt, wir müssen ja heute als Führungskraft, aber letztlich als jeder Mensch, der hier lebt, ja irgendwie einen Umgang damit finden.
00:53:02
Speaker
Das ist ja so ein bisschen das, wo wir uns ja auch so schwer tun bei unseren Kindern.
00:53:07
Speaker
Ich habe einen Dohn, der ist 14.
00:53:09
Speaker
Und das ist schon, finde ich, herausfordernd.
00:53:12
Speaker
Also ich könnte natürlich sagen, absolutes Verbot.
00:53:15
Speaker
Aber ich glaube immer, dass
00:53:18
Speaker
Also dass das halt nicht hilfreich ist, das zu verbieten, sondern Menschen müssen irgendwie ja lernen, einen Umgang damit hinzukriegen, weil das geht ja nicht wieder weg.
00:53:27
Speaker
Nee, das Internet geht nicht mehr weg.
00:53:31
Speaker
Ich hatte noch eine Teilnehmerin, die hat das gedacht.
00:53:33
Speaker
Ganz zu Beginn meiner Karriere hatte ich echt einen Workshop.
00:53:35
Speaker
Das ist auch nur so eine Modeerscheinung.
00:53:40
Speaker
Und macht ihr denn in die Richtung irgendwas?
00:53:42
Speaker
Das ist ja auch ein Kulturthema, würde ich sagen, wie wir als Unternehmen damit umgehen.
00:53:47
Speaker
Ein Beispiel ist vielleicht diese Pausen, diese erzwungenen oder empfohlenen Pausen.
00:53:53
Speaker
Also wir haben auf jeden Fall Trainings für unsere Führungskräfte.
00:53:59
Speaker
Wir sind da noch nicht ganz so strukturiert, wo ich eigentlich nochmal hin möchte.
00:54:04
Speaker
Aber wir kommen in regelmäßigen Runden zusammen und arbeiten eben halt auch an diesen Themen.
00:54:10
Speaker
Also das letzte Mal.
00:54:11
Speaker
Da ging es zum Beispiel um das DISC-Modell.
00:54:15
Speaker
Ich weiß, das ist an einigen Stellen ein bisschen umstritten, weil es wissenschaftlich nicht ganz so fundiert sein soll.
00:54:22
Speaker
Ich bin ein großer Fan von Persolog.
00:54:26
Speaker
Persolog ist sozusagen die Weiterentwicklung von... Ah, okay.
00:54:31
Speaker
Und solche Impulse geben wir auf jeden Fall unseren Führungskräften mit, weil das einfach...
00:54:37
Speaker
unterstützt, die Welt um uns herum zu verstehen und adressatengerecht irgendwie ein Stück weit zu kommunizieren.
00:54:45
Speaker
Wir arbeiten auch so mit Online-Trainings.
00:54:48
Speaker
Da haben wir zum Beispiel Haufe, die Haufe-Lernwelt, wo dann auch jeder oder jede, nicht nur die Führungskräfte, sondern auch die Mitarbeitende sich mit Themen auseinandersetzen können, die für mich gerade relevant sind.
00:55:00
Speaker
Die Nachwuchsführungskraft guckt sich da was an zu, wie führe ich ein Bewerbungsgespräch,
00:55:05
Speaker
Der Mitarbeiter war es zur PowerPoint-Präsentation und eines der häufigst gebuchten Module gerade am Anfang war Stressbewältigung.
00:55:13
Speaker
Also nicht, weil ich jetzt das Gefühl habe, dass unser Arbeitsalltag besonders stressig ist, aber es ist offensichtlich im Gesamtkontext ein Thema für Menschen.
00:55:24
Speaker
Und ich glaube, da kann ein Arbeitgeber auf jeden Fall unterstützen.
00:55:29
Speaker
Ich bin aber auch davon überzeugt, dass das auch nur zusammen geht.
00:55:35
Speaker
Da ist nicht der Arbeitgeber die gebende Institution und der Mitarbeitende oder die Führungskraft der Konsument, sondern da geht es nicht.
00:55:43
Speaker
Das ist zumindest meine Auffassung, muss auch der Mensch an sich als Mensch und nicht als Arbeitnehmer an sich selbst arbeiten, weil die Resilienz oder wie man es auch immer am Ende des Tages benennen möchte, sich abgrenzen lernen von all dem, was auf uns tagtäglich einprasselt.
00:56:00
Speaker
Das ist ja nicht nur bei der Arbeit der Fall.
00:56:02
Speaker
Klar haben wir eine Verdichtung von Arbeit, das lässt sich ja auch durch Studien beweisen und wir
00:56:06
Speaker
haben immer mehr Veränderungen.
00:56:08
Speaker
Das, was ich ursprünglich mal gelernt habe, die Tools, die Methoden, die gibt es heute nicht mehr.
00:56:13
Speaker
Das ist alles überholt.
00:56:15
Speaker
Klar ist es im Arbeitskontext auch so, aber es ist auch im privaten Kontext so.
00:56:21
Speaker
Dementsprechend, glaube ich, kann ein Arbeitgeber da auf jeden Fall begleiten.
00:56:26
Speaker
Aber es ist für mich etwas anderes wie eine klassische Ausbildung oder so.
00:56:31
Speaker
Falls du weißt, was ich meine.
00:56:33
Speaker
Ja, ja.
00:56:33
Speaker
Also es ist halt...
00:56:35
Speaker
Es ist halt ein zutiefst privates Thema im Grunde.
00:56:38
Speaker
So ein bisschen wie das Thema Gesundheit ja auch.
00:56:41
Speaker
Aber der Impact und der Nutzen für euch als Arbeitgeber, der ist halt da einfach.
00:56:49
Speaker
Auf jeden Fall.
00:56:52
Speaker
Das merkt man immer mehr.
00:56:53
Speaker
Vielleicht ist es aber auch so, dass es uns früher nicht so bewusst war.
00:56:57
Speaker
Also mentale Gesundheit, natürlich fängt die auch im Privaten an.
00:57:04
Speaker
Wenn der Mitarbeitende oder die Mitarbeitende dann ausfällt, dann ist es eben halt auch so, dass es dann doch auch wieder den Arbeitgeber in irgendeiner Art und Weise tangiert.
00:57:14
Speaker
Also wo zieht man da die Grenze?
00:57:15
Speaker
Also ich bin so ein bisschen auch...
00:57:18
Speaker
davon überzeugt, dass das auch eine der größten Challenges mit sein wird für die Zukunft, diese Grenzen zu ziehen.

Generationsunterschiede und Arbeitsplatzkultur

00:57:25
Speaker
Es wird diskutiert mehr über Krankheitstage und ich weiß nicht was alles.
00:57:30
Speaker
Das vermischt sich immer mehr.
00:57:32
Speaker
Auch dieses, wann arbeite ich, wann bin ich privat, wann bin ich irgendwie beides.
00:57:38
Speaker
Welche Erwartungen habe ich auch an meinen Arbeitgeber, mich in meinem Privaten irgendwie ein Stück weit zu unterstützen?
00:57:43
Speaker
Was bin ich aber auch bereit, selber zu geben und zu investieren?
00:57:46
Speaker
Das mag sicherlich auch nochmal von Firma zu Firma und von Job zu Job unterschiedlich sein.
00:57:51
Speaker
Das ist nicht mehr so klar getrennt, wie es früher war.
00:57:54
Speaker
Also deshalb musste ich gerade denken, weil ja vor kurzem gerade auch unser Kanzler dieses Fass aufgemacht hat, wir müssen wieder mehr arbeiten.
00:58:05
Speaker
Und da ist immer so meine Frage, also in Gedanken, die ich mir dann stelle, okay, kann jemand, also ich meine, der ist ja 70, also kann jemand sozusagen, also wie betrachtet der die Welt?
00:58:19
Speaker
Sieht der die Welt wie mein 14-jähriger Sohn?
00:58:22
Speaker
Ja.
00:58:23
Speaker
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht der Fall ist, sondern dass die Erfahrungen, die der hat, aus einer anderen Arbeitswelt kommen und die sind nicht eins zu eins zu übertragen.
00:58:35
Speaker
Ich hatte letztens im Workshop, da habe ich das sehr deutlich gesehen, mit Polieren, also beim Bauunternehmen, fast alle
00:58:47
Speaker
Ende 50.
00:58:47
Speaker
Und das Unternehmen ist in der Nähe von Potsdam, also auch eine andere Sozialisierung.
00:58:58
Speaker
Und die haben über die Generation Z quasi, über die haben wir uns unterhalten.
00:59:05
Speaker
Und das war dann mega spannend, weil ein großer Teil von denen hatte quasi Kinder,
00:59:11
Speaker
also die genau in dieser Generation waren.
00:59:14
Speaker
Und die haben dann auf eine Art und Weise über diese Generation, also über die Auszubildenden und die jungen Menschen, die bei denen im Unternehmen sind, gesprochen, was echt krass ist, weil denen gar nicht bewusst war,
00:59:26
Speaker
Also ich überspitze das so ein bisschen und sage, ihr habt die doch erzogen.
00:59:31
Speaker
Also es war ja nicht irgendwer, nicht die Politik, nicht ihr.
00:59:37
Speaker
Und denen ist dann am Ende so klar geworden, dass sozusagen oft auch die eigenen Erfahrungen, die ich gemacht habe, gar nicht mehr ausreichen, also um das zu bewerten.
00:59:47
Speaker
Weil ich nehme mal das Beispiel meinen Sohn.
00:59:50
Speaker
Also ich habe mir ja gar nicht die Frage gestellt, ob ich heute Fernsehen gucke, spiele, am Rechner oder mit meinen Kumpels rausgehe.
00:59:57
Speaker
Also weil im Fernsehen lief ja nichts.
01:00:01
Speaker
Ich hatte ja nur drei Programme oder was und da musste ich halt warten, bis um 15 Uhr meine Sendung kam.
01:00:08
Speaker
Ich hatte auch irgendwie keinen Rechner, keine Spielekonsole, erst recht nichts, wo ich mit Millionen anderen vernetzt war.
01:00:15
Speaker
Das gab es ja nicht.
01:00:17
Speaker
Also konnte ich quasi zu Hause sitzen, ein Buch lesen, wenn ich da Bock drauf hatte, irgendwie Däumchen drehen oder mit meinen Kumpels rausgehen.
01:00:25
Speaker
Und dann gab es, würde ich sagen, eine sehr große Wahrscheinlichkeit, dass ganz viele gesagt haben, gehe ich halt mit den Kumpels raus.
01:00:31
Speaker
Ja, total.
01:00:34
Speaker
Aber die Welt ist ja heute ganz anders.
01:00:36
Speaker
Absolut.
01:00:37
Speaker
Und daraus entstehen andere Werte.
01:00:40
Speaker
Deshalb fand ich euer Werteteam auch irgendwie ganz spannend, dass der immer wieder hinguckt.
01:00:46
Speaker
Und das ist den Polieren.
01:00:48
Speaker
Das fand ich irgendwie ganz schön, dass der eine sagte sogar, er versteht jetzt seinen Sohn irgendwie ein bisschen besser, weil er so ein bisschen hinter die Welt von ihm so gucken konnte.
01:01:04
Speaker
Ja, und das greift, die Geschichte, die du gerade erzählst, greift so viele Punkte auf von dem, was wir vorhin schon hatten.
01:01:10
Speaker
Wir hatten das Thema vorhin mit den Hüten und der Geschäftsleitung.
01:01:13
Speaker
Also die hatten dann den Hut Arbeitgeber und ich habe einen Azubi, aber nicht den Hut Eltern auf.
01:01:20
Speaker
Und das Zweite, was wir vorhin ja auch schon hatten, war dieses Thema, meine Sicht, meine Erfahrung, meine Prozesse sind die richtigen.
01:01:28
Speaker
Und die Sichtweise, die in diesem Fall nicht die andere Abteilung hat, sondern die andere Generation hat, ist irgendwie falsch.
01:01:36
Speaker
Weil oft werden ja auch einfach Dinge hinterfragt.
01:01:40
Speaker
Und das bringt mich dann in Erklärungsnot.
01:01:44
Speaker
Und ich finde es total richtig, dass dann vielleicht eine jüngere Generation gewisse Dinge einfach in Frage gestellt, die früher halt so gemacht wurden.
01:01:56
Speaker
Ich habe im Krankenhaus gearbeitet, in der Medizin genauso und in vielen, vielen anderen Themen auch.
01:02:03
Speaker
Auch deine Generation, meine Generation, wir nehmen ja auch diese Erleichterung an und trotzdem hauen wir da immer noch unseren Wertestempel oben drauf.
01:02:12
Speaker
Und ich kann nur sagen, wir bilden auch aus und ich bin begeistert.
01:02:16
Speaker
Unsere Auszubildenden sind so engagiert, die haben so Lust, was zu machen.
01:02:20
Speaker
Die sind aber eben mit diesem sinnstiftenden Thema unterwegs.
01:02:23
Speaker
Und das finde ich eigentlich gut, weil die beste Motivation ist doch die intrinsische.
01:02:27
Speaker
Und die habe ich, wenn ich verstanden habe, warum ich das mache.
01:02:30
Speaker
Und dann mache ich vielleicht auch etwas, worauf ich nicht ganz so viel Lust habe.
01:02:34
Speaker
Aber wenn ich den Sinn dahinter sehe...
01:02:36
Speaker
und sehe, wo ist der Mehrwert, nicht vielleicht für mich, sondern fürs Unternehmen oder für eine andere Gruppe, dann sind die sofort mit dabei.
01:02:46
Speaker
Also das ist zumindest die Erfahrung, die ich gemacht habe.
01:02:50
Speaker
Gut, es gibt ja auch unzählige Studien, die das schon seit ganz hinten zeigen, dass das ein Schlüssel für hoch engagierte Mitarbeit ist.
01:03:02
Speaker
Aber klar, wenn du als Babyboomer quasi von Tag 1
01:03:08
Speaker
oder eigentlich ja noch vor dem Schulende schon begonnen hast zu kämpfen, um den Ausbildungsplatz, um die Übernahme, um den Erhalt deines Arbeitsplatzes, dann kommt dir das natürlich ein bisschen komisch vor, wenn der Azubi, der, das ist ja so ein Satz, noch nichts geleistet hat, dann aber schon sagt, ich hätte gern.
01:03:29
Speaker
Ja, ja, klar, natürlich.
01:03:31
Speaker
Und da sind wir dann in so einem Wertethema.
01:03:33
Speaker
Diskutiert ihr sowas bei euch?
01:03:36
Speaker
Also ich sage mal in der Organisation?
01:03:40
Speaker
Ich habe nicht das Gefühl, dass es bei uns so eine große Relevanz hat, ehrlicherweise.
01:03:45
Speaker
Also wie ich schon sagte, wir bilden ja selber auch aus und die Auszubildenden sind bei uns eine Säule von unserem Unternehmen.
01:03:57
Speaker
Die sind wichtig, die sind eingebunden in viele Fälle.
01:04:01
Speaker
die bei uns tagtäglich stattfinden.
01:04:03
Speaker
Und wir haben auch das andere Extrem sozusagen, in Anführungsstrichen.
01:04:07
Speaker
Wir beschäftigen, also wir sind ja eine Autovermietung, wir vermieten im B2B-Bereich und viele unserer Kundinnen und Kunden können die Fahrzeuge bei uns in den Fihialen abholen.
01:04:19
Speaker
Wir machen aber auch die letzte Meile.
01:04:22
Speaker
Das heißt, wir bringen das Auto zum Kunden.
01:04:24
Speaker
Und das machen wir über Aushilfsfahrer.
01:04:27
Speaker
Ich sage bewusst Fahrer, weil wir haben nur, ich meine, eine einzige Frau, die da arbeitet.
01:04:31
Speaker
Aber ansonsten sind das alles Herren.
01:04:34
Speaker
Und ich sage auch bewusst Herren, weil die sind Rentner.
01:04:38
Speaker
Und die arbeiten, weil sie Bock haben zu arbeiten.
01:04:41
Speaker
Die haben sich bei uns beworben und die bringen unsere Fahrzeuge zum Kunden.
01:04:45
Speaker
Und da ist alles dabei.
01:04:46
Speaker
Der Sparkassendirektor, der Polizist.
01:04:48
Speaker
Wir haben jemanden, der hat weltweit in verschiedenen Botschaften gearbeitet.
01:04:55
Speaker
Und die sind genauso ein wahnsinnig wichtiger Teil, weil die repräsentieren unser Unternehmen nach außen bei den Kunden und machen einen total tollen Job.
01:05:04
Speaker
Und dementsprechend kommt zumindest bei uns im Unternehmen keiner auf die Idee, weder die eine noch die andere Generation irgendwie in Frage zu stellen oder diese Themen zu diskutieren.
01:05:15
Speaker
Na klar, im Rahmen der Ausbildung gibt es Themen, die
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Speaker
die im Generationenkonflikt begründet sind und wo man dann eben halt auch mal sprechen muss und auch mal sagen muss, okay, das sind jetzt auch einfach gewisse Regeln.
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Speaker
Aber im Großen und Ganzen sehe ich dieses Thema bei uns im Unternehmen tatsächlich nicht.
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Speaker
Okay.
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Speaker
Gut, wenn ich die poliere da zurück, denke ich, die arbeiten halt jeden Tag mit denen auf der Baustelle zusammen.
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Speaker
Da ist vielleicht das Potenzial für Reibung dann auch größer an der Stelle, wenn ich acht Stunden mit jemandem zusammenarbeite.
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Speaker
Ja, beziehungsweise bei uns rotieren die Auszubildenden auch durch die einzelnen Abteilungen und wir merken natürlich,
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Speaker
Und das ist ja auch etwas total Menschliches.
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Speaker
Es gibt Abteilungen, und das wäre bei mir auch so, die liegen einem mehr und die liegen einem weniger.
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Speaker
Entweder weil man mit den Menschen besser oder nicht so gut klarkommt oder weil einem die Tätigkeiten mehr Spaß bringen oder weil man vielleicht enger betreut wird.
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Speaker
Und da gibt es natürlich Sachen,
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Speaker
wo die Azubis lieber sind und andersrum.
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Speaker
Aber im Großen und Ganzen ist dieses Betreuungsverhältnis ein anderes, als wenn ich jemanden drei Jahre konsequent immer an meiner Seite habe.
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Speaker
Und wenn es dann menschelt, und ich glaube, es ist manchmal auch ein Mensch-Thema oder ein Thema, wie ich jemanden anspreche,
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Speaker
dann baut sich das natürlich auch auf.
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Speaker
Und genau, wenn man dann so an seine eigene Jugend zurückdenkt, also wie soll ich sagen, ich war ja nicht nur ein Unschuldslamm.
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Speaker
Und da gab es ja auch Themen.
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Speaker
Ich mochte auch Leute nicht.
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Speaker
Ich war auch blöd zu Lehrern.
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Speaker
Vielleicht ist das...
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Speaker
ist das heute intensiver und das ist halt verändert, das ist sicherlich so.
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Speaker
Aber dass früher alles besser war, das ist ja auch eher ein Gedanke.
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Speaker
Ich spreche jetzt gerade in Klischees, aber der Kfz-Mechatroniker, der früher freitags dann die Werkstatt fegen musste, die Zeiten sind halt einfach auch
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Speaker
Zum Glück vorbei.
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Speaker
Und das wird das sein, was die Poliere damals vielleicht in ihrer Ausbildung auch noch erlebt haben.
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Speaker
Also sie haben da ja auch schon eine Veränderung.
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Speaker
Und ich finde, ich bin ein Mensch, vielleicht bin ich manchmal zu optimistisch, aber im Großen und Ganzen bin ich jemand, der gerne dann auf den positiven Teil der Geschichte guckt und sagt, okay, was kann ich daraus mitnehmen und lernen für die Zukunft?
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Speaker
anstatt mich dann nur auf die negativen Aspekte zu fokussieren.
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Speaker
Aber ich glaube, du hast einen wichtigen Punkt gesagt.
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Speaker
Also Regeln, hast du in dem Nebensatz gesagt.
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Speaker
Manchmal muss man dann auch Dinge festhalten.
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Speaker
Und das ist auch meine Erkenntnis.
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Speaker
Das war auch ein bisschen die Erkenntnis dieser Poliergruppe.
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Speaker
dass die gesagt haben, okay, wir müssen uns über das, was für uns normal ist, mit den anderen austauschen und quasi ihr normal verstehen.
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Speaker
Ja, so ein Abgleich.
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Speaker
Genau, und dann müssen wir einen Weg finden, der für uns in der Organisation funktioniert.
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Speaker
Also, was weiß ich, um Pünktlichkeit, so und
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Speaker
Da habe ich denen erklärt, warum die Generation viel weniger pünktlich ist.
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Speaker
Und das kannten die alles gar nicht, was die dann benutzen an IT-Werkzeugen quasi, um sich zu verabreden.
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Speaker
Und
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Speaker
Das war für die, glaube ich, ganz spannend.
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Speaker
Aber letztlich geht es um diesen Austausch.
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Speaker
Natürlich kann nicht jeder machen, was er will, aber wir müssten darüber reden und dann vielleicht auch Vereinbarungen miteinander treffen.
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Speaker
Wie wollen wir das machen?
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Speaker
Richtig.
01:09:08
Speaker
Cool.
01:09:08
Speaker
Du, wir haben die Stunde schon deutlich überschritten.
01:09:12
Speaker
Wirklich?
01:09:12
Speaker
Ja, ja, ja.
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Speaker
Du, ich habe eine letzte Frage an dich.
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Speaker
Die würde ich dir gerne noch stellen.
01:09:18
Speaker
Gerne.
01:09:19
Speaker
Und zwar, welche Pressemeldung würdest du gerne von dir, von deinem Unternehmen oder über das Thema People and Culture in den nächsten zwölf Monaten lesen?
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Speaker
Boah.
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Speaker
Ähm...
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Speaker
Ich würde gerne lesen, dass wir als Unternehmen es geschafft haben, das Thema agiles Arbeiten und damit einhergehend das kollaborative Arbeiten zwischen den Teams bei uns einzuführen und wir auch die ersten kleinen Erfolge dieses Konzepts
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Speaker
gemeinsam gefeiert haben.
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Speaker
Cool.
01:10:08
Speaker
Und wo lese ich das danach?
01:10:10
Speaker
Was ist das?
01:10:10
Speaker
Bremer Rundschau?
01:10:13
Speaker
Also du wirst es auf jeden Fall bei uns bei Insta und LinkedIn, also unsere ganzen Firmenkanäle.
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Speaker
Wir sind sehr viel auch natürlich in der Fachpresse unterwegs, die sich auf Mobilitätsthemen beschäftigen.
01:10:27
Speaker
Und wer weiß, vielleicht schaffen wir es ja in die Rotenburger Rundschau.
01:10:31
Speaker
Das ist die nächstgrößere Stadt, die bei uns in der Nähe ist.
01:10:38
Speaker
Du Iris, wir halten die Augen offen und dann gucken wir, was wir in zwölf Monaten spätestens lesen.
01:10:44
Speaker
Sehr gut, bin ich voll damit einverstanden.
01:10:46
Speaker
Ich danke dir für deine Zeit und danke für das tolle Gespräch.
01:10:49
Speaker
Danke für die Einladung.
01:10:53
Speaker
Das war eine neue Folge von Führen mit Herz und Verstand.
01:10:56
Speaker
Toll, dass du dabei warst und dir die Zeit genommen hast.
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Speaker
Wenn es dir gefallen hat, hinterlass mir doch bitte direkt jetzt eine positive Bewertung.
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Speaker
Ich wünsche dir eine tolle Zeit und gutes Gelegen bei dem, was auf dich wartet.