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Folge 14 - Gedanken zur Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin

Next Stop Future: Trends – Wandel – Zukunft.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1966 hat sich die Internationale Tourismus-Börse (ITB) Berlin als die Leitmesse der weltweiten Tourismusbranche etabliert. Sie ist ein Spiegelbild der Dynamik, Innovationen und der aktuellen Herausforderungen dieser Branche. Mit dem Motto des Jahres, "DEFINE THE WORLD OF TRAVEL. TOGETHER.", wird der Fokus auf die gemeinsame Gestaltung der Zukunft des Reisens gelegt. Dieses Motto ist besonders relevant in einer Zeit, in der die Tourismusbranche vor zahlreichen Herausforderungen steht – von der Notwendigkeit der Nachhaltigkeit bis hin zur Digitalisierung und dem Umgang mit den Folgen globaler Krisen wie der COVID-19-Pandemie. In unserem Podcast beleuchten wir den aktuellen Status Quo der Branche im Licht dieser Herausforderungen. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob die Branche in der Lage ist, die Transformation gemeinsam zu gestalten. Das Konzept des Miteinanders ist hierbei entscheidend, denn die zentralen Herausforderungen der Branche – sei es der Klimawandel, die soziale Verantwortung oder die ökonomische Nachhaltigkeit – können nur gemeinsam angegangen werden. Darüber hinaus fragen wir uns, wie die ITB zur Bewältigung der Herausforderungen tatsächlich beitragen kann. Die Messe hat das Potenzial, als Katalysator für Veränderungen zu wirken, indem sie innovative Ansätze und Best Practices vorstellt. Zentral ist jedoch, wie und ob diese in der Praxis umgesetzt werden können. Wie werden die dort gewonnenen Erkenntnisse und Ideen von den Teilnehmenden weitergetragen und in konkrete Projekte und Geschäftsmodelle integriert? 

Transcript

Speaker: Ja, einen wunderschönen guten Morgen. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Zukunfts -Podcasts. Und heute schauen wir mal ganz konkret auf die ITB, die internationale Tourismusbörse in Berlin, die findet ja gerade statt. Und natürlich haben wir uns so ein paar Gedanken gemacht, wohin denn so die Tourismusbranche sich entwickelt und was wir da so ein bisschen beobachten und ob sie tatsächlich ja gemeinsam den Tourismus neu

Speaker: definiert neu gestaltet. Da schauen wir mal ein bisschen drauf und damit geht's auch los. Hallo Katharina. Geht's dir gut? Hallo Anja. Ja, soweit so gut. Immer noch ein bisschen gegrüfft, aber

Speaker: Es wird es wird. Du hast es gerade schon im Intro gesagt. Wir machen heute quasi so eine kleine Sonderfolge zum Thema internationaler Tourismus Börse gerade aktuell in Berlin.

Speaker: Und im Gegensatz zu mir warst du ja in den letzten Jahren häufiger immer mal dort und kannst quasi auch noch mal aus einer ganz anderen Perspektive vielleicht da drauf schauen. Ich finde es so ganz spannend, dass dieses Jahr ist so, dass der Leitsatz der EGB ist, define the world of travel.

Speaker: Together. Und im zweiten Bereich haben sie noch so ein anderes Motto beim Kongress. Pioneer the transition in travel and tourism together. Also es geht im Grunde genommen so, was ich so raushöre ist, es geht darum, also die Welt des Reisens gemeinsam zu definieren oder beziehungsweise auch einfach ja so ein Pionier zu sein im Wandel von

Speaker: ein Wandel des Reise - und Tourismussektors. Das klingt erst mal so ganz spannend und was ich mich frage, aber ist die ITW wirklich, also hat sie dieses Potenzial dazu? Ist sie mehr als eine reine, ich sage jetzt mal ein bisschen böse Nabelschau der Tourismusbranche oder hat sie wirklich auch das Potenzial, da irgendwie Veränderungen anzustoßen oder auch tatsächlich gemeinsam mitzugestalten? Also genau, das würde mich auch mal aus deiner Perspektive interessieren.

Speaker: die du ja wirklich irgendwie da vielleicht auch noch einen anderen Einblick hast. Aus meiner Metaflug eben. Ja, also ich glaube, die ETB ist zuallererst und das ist sie ja schon seit geraumer Zeit tatsächlich der Ort, der Raum, wo die Welt des Tourismus zusammenkommt.

Speaker: Und das ist erstmal wichtig und richtig, denn Tourismus ist eine internationale Branche. Wir hängen von einer guten Zusammenarbeit oder ich sag mal einem guten Austausch auch ab, damit die Dinge laufen, damit man sich versteht, damit man auch vielleicht durchaus zu neuen Geschäftsideen kommt. Alles das, denke ich, findet statt und dafür ist die ETB

Speaker: ein wichtiger Platz, ein wichtiger Ort. Und zudem sieht man sich mal wieder, ja, ganz, ganz platt gesagt. Aber das sei nicht zu unterschätzen. Für viele Leute ist das natürlich auch eine der Hauptgründe, nach Berlin zu kommen, einen Chefspartner zu sehen, Menschen zu sehen, die sie seit Jahren kennen. Und gerade jetzt immer noch so ein bisschen in der Nach -Corona -Phase, solange ist es ja nicht her, wo die Bronze sich

Speaker: wieder oder weiter im stellstetigen Entwicklung befindet. Also das ist definitiv gegeben. Ich mag aus der Rückschau der letzten Jahre tatsächlich so ein bisschen, ja nicht bezweifeln, aber ich glaube nicht direkt, dass die ETB eine Plattform ist, wo

Speaker: neue Dinge ins Laufen kommen direkt. Vieles natürlich besprochen, auch viele aktuelle wichtige Themen wie die Klimathematik, die ganze Thematik der Nachhaltigkeit kommen mehr auf die Bühne und sind auch auf der Bühne jetzt tatsächlich in Berlin und werden dort besprochen, auch wichtige Themen

Speaker: in Richtung KI, Digitalisierung. Also das ist schon gegeben, nur muss man immer berücksichtigen im Kontext so einer Messe, im Kontext so eines Programms, was dort abgebildet wird über mehrere Tage, gibt es nur kleine begrenzte Zeitschlott, diese Dinge wirklich zu diskutieren und man kommt dann durchaus nicht unbedingt in die Tiefe der Thematik.

Speaker: Das ist dann teilweise schon auch eher an der Oberfläche.

Speaker: Und dennoch, klar, ist es überhaupt erst mal gut, dass das zur Sprache kommt. Nur frage ich mich da auch, wenn man mal diese Themen, speziell auch das Nachhaltigkeitsthema, das Klima -Thema jetzt mal so ein bisschen herausgreift, wenn man da einfach mal so ein bisschen schaut, wie lange haben wir das eigentlich schon präsent? Und wie oft hätten wir schon darüber sprechen können,

Speaker: Ja, und wo stehen wir da letztendlich auch tatsächlich dann in der Umsetzung in den Strukturen entlang der Wertschöpfungskette? Da muss man vielleicht so im direkten Vergleich sagen zu dem, was

Speaker: augenscheinlich thematisch oder an Präsenz stattfindet auf der ETB und was dann an Umsetzung auch tatsächlich realisiert wird, da ist schon noch ein bisschen eine Lücke. Ich will nicht sagen, dass nichts passiert ist, um Gottes Willen. Aber wenn man das so betrachtet, dann muss man sagen, dann ist die ETB einfach und ich will das wie gesagt nicht abwerten.

Speaker: letztendlich ein Platz zum Austausch, aber nicht so zum eine Plattform, wo bahnbrechende neue Dinge gebracht werden.

Speaker: Also genau, ja. Danke erstmal so für diese Einschätzung, die sich so ein bisschen auch mit dem deckt, was ich so beobachte. Also zum einen habe ich schon noch das Gefühl, dass so gerade bei diesem Kongress sehr viele wichtige Themen angesprochen werden oder auch eine Bühne, einen Platz finden. Und gleichzeitig fehlt mir aber auch so ein roter Faden, der sich da durchzieht. Also wir haben einfach viele große Herausforderungen, nicht nur in der Gesellschaft und weltweit, sondern eben auch gerade die

Speaker: in dem Bereich der Tourismus - und Reisebranche ganz, ganz stark auftaucht. Du hast es gerade angesprochen, das Thema des Klimawandels, aber das Thema eben auch von KI. Aber natürlich haben wir auch Themen wie Wertewandel oder auch das Thema der Menschenrechte, aber auch das Thema von Globalisierung versus einer diversen, vielfältigen Kultur.

Speaker: Das heißt, also hier sind große eigentlich auch so gesellschaftliche Diskurse, die irgendwie im Bereich des Tourismus sich ganz klar auch wiederfinden und widerspiegeln. Und aus meiner Perspektive fehlt mir da auch so ein bisschen so dieses Walk the Talk. Also es ist schön, eine Bühne dafür zu haben und darüber zu sprechen. Und es gibt, natürlich gibt es einzelne Akteure und auch einzelne

Speaker: Initiativen, die wirklich auch viel daran arbeiten. Aber sozusagen, ich finde, die Chance quasi vielleicht auch bei der ITB wäre ja im Grunde genommen wirklich, sich auch ein Thema vorzunehmen und nicht quasi wirklich mal so den gesamten Wandel sich vorzunehmen. Also da ist mir so ein bisschen so, da fehlt mir so dieses, wirklich so dieser rote Faden, der konkrete Anspruch eben auch, den die ITB vielleicht auch haben, an sich selbst haben könnte, ja, ohne sozusagen wirklich dann auch ein bisschen ins

Speaker: Greenwashing oder ja ins Washing allgemein zu geraten. Das ist ein guter Punkt und interessant, dass du das so aus dem Programm auch abliest oder ablesen kannst oder dieses Gefühl bei dir erzeugt, denn es ist tatsächlich

Speaker: ein immerwährender Zustand, sage ich mal. Und ich mag gar nicht sagen, dass es vielleicht in anderen Branchen anders ist, aber ich kann natürlich hauptsächlich für die Tourismusbranche sprechen, dass wir bei diesen Themen, bei diesen großen Herausforderungen, die ja tatsächlich dann auch eine Transformation unterstützen oder

Speaker: die ja der Transformation so eine inne sind. Da ist es immer wieder festzustellen, dass auch aus meiner Perspektive die Branche sehr zerstückelt ist. In dem Sinne, dass es unterschiedliche Initiativen gibt. Es gibt ja unterschiedliche Verbände auch, große Verbände in der Branche. Und demzufolge gibt es viele auch unterschiedliche Initiativen. Man versucht das natürlich

Speaker: in so einem Kompetenzturm für den Tourismus, in der nationalen Plattform für Tourismus zu bündeln. Aber dennoch ist immer wieder zu sehen, dass wir auch an diesen unterschiedlichen Bereichen des Tourismus und damit Akteuren im Tourismus so ein bisschen, ich will nicht sagen scheitern, aber wir bleiben an bestimmten Grenzen stehen. Bereichsgrenzen stehen.

Speaker: Und das hilft nicht unbedingt gerade, um für die großen Themen eine Transformation zu erreichen. Und da wären wir bei einem ganz wichtigen Punkt, den du ja auch in deinem Artikel zum Beispiel erwähnt hast, den du jetzt rausgebracht hast, sechs Transformationen für den Tourismus.

Speaker: dieses tatsächliche über Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Wir leben also wir leben in einer vernetzten Welt, wir leben in einer in einer Welt, wo mal ganz platt gesagt ja fast jedes Produkt

Speaker: an jedem Produkt verschiedene Hände gearbeitet haben. Durch teilweise unterschiedliche Länder bzw. aus unterschiedlichen Bereichen. Und wenn man das mal so ein bisschen überträgt, auf den Tourismus ist es ja ähnlich. Ein Tourismusprodukt besteht aus einer Vielfalt von Akteuren mitunter.

Speaker: die letztendlich dann auch, wenn jemand vor Ort ist, die touristische Leistung erbringen und es zu etwas Besonderem machen und zu etwas Erinnerungswerten. Und wenn man das einfach mal so überträgt, aber in der, sozusagen im Zurückspielen,

Speaker: wie die Branche dann aber untereinander oder miteinander teilweise agiert oder wie man auch versucht, Lösungen zu schaffen, dann sind wir, wie gesagt, sehr leider in der Bereichsdenke. Ja, im sehr kleinteiligen Bereich. Also das ist dann wieder, das ist so ein bisschen widersprüchlich dann zu dem, zu dem Vernetzten. Also Touristik oder für die Destination oder für, ich sag mal,

Speaker: für spezifische Akteure in der Hotellerie, Gastronomie. Und da braucht es aus meiner Sicht wirklich noch mehr ein Zusammendenken, ein Loslassen der eigenen Strukturen. Ja. Und das ist ja eigentlich auch das, was die ETHB für sich programmiert, also dieses Together, dieser gemeinschaftliche Ansatz.

Speaker: der ja wirklich notwendig ist. Und ich finde, du hast es gerade schön gesagt, dass es halt eigentlich nicht nur um eine spezifische

Speaker: eine spezifische Sparte in der Branche geht oder sogar noch nicht mal nur um die Branche, sondern über ein darüber hinausdenken. Ich glaube, das ist ja auch immer so ein bisschen unser Thema, dass wir ja sozusagen nicht nur in Anführungsstrichen uns mit Tourismus beschäftigen, sondern eben auch zum Beispiel mit diesem Thema von Destinationen, von Lebensqualität in Orten, von Raumgestaltung. Also ganz viele Aspekte, die heute damit eigentlich reinfallen.

Speaker: Wenn wir uns eben gerade auch diese Herausforderungen angucken, wie das Vernetztsein, die Globalisierung oder das Thema der Individualisierung, das sind so einfach so oder auch das Thema ganz klar des Klimawandels, das ist ja nichts, was nur sozusagen lokal da ist.

Speaker: Und ich glaube, hier gibt es eben so diese zwei Aspekte. Es ist ganz, ganz wichtig, dass es natürlich diese einzelnen Akteure, Akteurinnen gibt, die da handeln und auch eben ganz tolle Projekte zum Teil auch machen und umsetzen. Und ich glaube, das ist ganz wichtig. Aber dass es das eben eingebettet wird, wirklich in einen systemischen Ansatz oder in einen gemeinsamen Ansatz. Und ich finde, wir haben einfach auch gewisse Strukturen, an denen wir uns ja mittlerweile orientieren können.

Speaker: zum Beispiel der Gemeinwohlansatz oder eben auch die Nachhaltigkeitsziele. Also das sind ja im Grunde genommen auch schon heute Möglichkeiten, wo es sozusagen schon gewisse Strukturen gibt, um auch dieses vernetzte, gemeinschaftliche, nicht sozusagen völlig losgelöst von allem zu sehen, sondern eben auch in gewisse Bahnen zu lenken und auch an gewissen Kriterien festzumachen.

Speaker: Und das ist auch wieder so das, wo ich sage, bei der ETB, um jetzt nochmal darauf zurückzukommen, wird so viel angesprochen, aber auch das

Speaker: fehlten wir dort, diese Struktur, nicht nur die Struktur innerhalb des roten Farbens der ITB, sondern überhaupt auch dann zu sagen, diese und jene Ziele verfolgen wir vielleicht dort und wollen wir eine Transformation mitgestalten. Und das, finde ich, gibt vielleicht auch die ITB wirklich eine Chance, dann tatsächlich Pionier zu sein. Ja, absolut. Was aus meiner Sicht auch oft fehlt, ist die Übersetzung für das eigene Ton.

Speaker: Wir erleben das sehr oft auch in unseren Projekten oder Veranstaltungen anderer Art, dass wir all diese wichtigen Themen ansprechen.

Speaker: Und wir haben viele Experten dann sitzend vor Ort, die da aus ihrem Bereich, aus ihrer Perspektive super toll raufklicken. Und am Ende des Tages geht man oder gehen teilweise doch einige nach Hause und fragen sich, was bedeutet das jetzt eigentlich genau für mich? Wo ist da der Hebel für meinen Betrieb, für meine Organisation, für mein Produkt?

Speaker: Und das ist genau so ein bisschen, das ist natürlich wirklich eine Herausforderung. Ich will das auch gar nicht negativ, das soll jetzt auch nicht negativ oder abwertend in irgendeiner Art, das ist tatsächlich eine große Herausforderung. Aber ich hatte es auch schon mal erwähnt, diesen berühmten goldenen Standard der Nachhaltigkeit für Reisen, der tatsächlich über die Branche hinweg angewandt wird, mit dem ich eine eindeutige Indikation habe,

Speaker: Wie nachhaltig ist diese Reise? Also warum, wieso, weshalb? Aber das ist natürlich ein heeres Ziel, weil einfach entlang der Wertschöpfungskette, wie gesagt, unterschiedlich je nach Produkt auch Akteure partizipieren, weil wir unterschiedliche Bedingungen in den Ländern haben. Das ist Thema Menschenrechte angesprochen. Alleine zu diesem Thema her gibt es ja eklatante Unterschiede, in der

Speaker: in der Art und Weise, wie man mit Menschen umgeht, in der Arbeit, generell. Da fängt es ja schon an. Und das ist wirklich nicht einfach, weil das Produkt Tourismus ist, wie gesagt, kein Pullover und ist keine Jacke. Und selbst da ist es ja schwer. Selbst da ist es schon schwierig, genau. Genau, das ist ja auch gar nicht einfach. Wo es tatsächlich, das sehe ich mal, dann einige zentrale Spots gibt auf der Welt, also in Form von

Speaker: Lieferanten, die bestimmte Teilbereiche in der Kette bedienen und dann das Produkt dort mit erstellen oder bestimmte Teilleistungen mit liefern. Das ist ja in der Tourismusbranche viel, ja, vielfältiger. Das ist jetzt nochmal ein Beispiel und ich glaube, das ist tatsächlich eine große Herausforderung,

Speaker: innerhalb der Planche generell, dass Tourismus so facettenreich ist. Und da fängst du bei einer Pauschalreise an oder könntest bei einer Pauschalreise anfangen, klassisch gesehen, hörst dann aber, ich sag mal, bei einem individuellen Städtetrip oder Bergtrip oder was auch immer auf. Ja, also du hast ja eine Religion von Leuten.

Speaker: Und da ist es wirklich eine zentrale Herausforderung, diese Themen herunterzubrechen und auch gerade für die einzelnen Akteure, die da partizipieren, deutlich zu machen und klar zu machen, wie kann ich denn als einzelner Akteur entlang dieser Kette, entlang des Services Dienstleistung Tourismus

Speaker: meinen Beitrag leisten oder wie muss ich ihn leisten? Ja, das ist sicherlich etwas total, total Wichtiges. Also überhaupt erst mal so diese Übersetzung dann in die Operative. Und ich würde aber noch einen Schritt vorher ansetzen und mich fragen, sozusagen, natürlich wird das Ganze alles thematisiert und irgendwie wissen wir davon, aber ist wirklich sozusagen der Schuss schon gehört worden? Ja, also das frage ich mich tatsächlich manchmal, also dass das Ganze noch so ein bisschen in einer, in einem

Speaker: in einer Aufwachphase sich befindet. Also dass es irgendwie noch nicht so ganz angekommen ist, dass wir uns wirklich mit diesen großen Veränderungen und Wandeln uns eben tatsächlich auch wirklich, dass wir uns damit nicht nur darüber sprechen müssen und uns irgendwie damit beschäftigen müssen, sondern zum einen darauf

Speaker: teilweise wie den Klimawandel reagieren müssen, aufgrund eben auch wirklich tatsächlich eines Überlebens des Betriebs, des Ortes, der Menschheit vielleicht sogar und gleichzeitig aber natürlich sozusagen auch

Speaker: und selbst die Frage stellen können, und hier kommen wir wieder ins Handeln, wie kann ich selbst an diesen Transformationen mitgestalten? Also und ich glaube, da ist ja natürlich dann auch wieder dieses Potenzial, das eigentlich die Branche hat, dass sie sozusagen die Möglichkeit hat, wenn wir jetzt nochmal zum Thema Menschenrechte gehen oder eben auch zu gucken, inwieweit sollen sich vielleicht auch ein nachhaltiger Tourismus entwickeln, dort wirklich aktiv auch Stellschrauben

Speaker: zu stellen und weichen zu stellen und diese Transformation eben mitzugestalten. Und das muss ich sagen, da fehlt mir dann wirklich ein gemeinsames Denken, ein gemeinsamer Ansatz und tatsächlich dann eben auch im Grunde genommen eine Übersetzungsebene für dann wirklich auch eine Handlung des einzelnen Akteurs. Was ich mich jetzt aber frage ist,

Speaker: Zum einen, und ich weiß gar nicht, ob wir diese Frage jetzt hier auch beantworten können oder diese Fragen oder ob du sie beantworten kannst, wie könnte eigentlich eine ITB, was sollte eigentlich die Rolle der ITB dabei sein? Also wie kann sie, könnte sie eigentlich vielleicht 2025, 2026 wirklich dazu beitragen, dann wirklich Transformationen mit anzustoßen? Also wie kann sie wirklich diesen proklamierten gemeinschaftlichen Ansatz tatsächlich auch in die Realität

Speaker: übertragen und zum anderen natürlich auch, wie kann es gelingen sozusagen das, was eigentlich offensichtlich ist, wo wir diesen Wandel beobachten, wie lässt sich das wirklich auch dann übertragen auf eine operative Ebene oder noch nicht mal auf die operative Ebene, sondern vielleicht auch erst mal auf die strategische Ebene. Das wäre für mich so wirklich nochmal diese Frage, an der wir natürlich auch ganz gerne irgendwie arbeiten und uns Gedanken drüber machen.

Speaker: Vielleicht hast du da auch schon so die ersten Ideen aus deiner Perspektive. Vielleicht fangen wir mal mit der ETB an. Fangen wir mal mit der ETB an. Also ich würde da gerne in deinen Gedanken von vorhin aufgreifen.

Speaker: glaube auch, dass es nützlich wäre, sich ein bestimmtes Thema herauszugreifen. Ja, und daran oder darauf basieren, das Programm zu gestalten und entsprechend natürlich Leute einzuladen und tatsächlich auch so zu gestalten, dass es weniger in den Bereichen bleibt. Ja, also sprich Touristik, Destination oder ich sage jetzt mal Hotellerie, sondern

Speaker: mehr übergreifend funktioniert. Und um da einfach mal ein Beispiel zu geben, Thema Nachhaltigkeit. Ist ja, wie gesagt, nicht neu. Haben wir seit Jahrzehnten eigentlich auf der Agenda. Ist ja in den Köpfen definitiv angekommen, das muss man sagen. Und vorhin auch schon erwähnt,

Speaker: findet auf der Bühne statt, findet in Panels statt. Die Erkenntnis gerade im Kontext CO2 -Messung, Ausweisung, da sind wir schon relativ weit. Da passiert auch viel und die ist, glaube ich, bei jedem oder fast allem angekommen. Mir fehlte aber, wie gesagt, wieder die gesamtheitliche Brille.

Speaker: Ja, und wenn ich mir jetzt mal angucke, was auf europäischer Ebene im Kontext zum Beispiel der Berichtspflichten passiert.

Speaker: Also der CSRD, die Verordnung der Europäischen Union zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Und dann gibt es einen Standard dazu. Und dieser Standard gilt ja für doch einige Unternehmen und somit auch einige Unternehmen in der Tourismusbranche. Und das geht ja jetzt los, richtig.

Speaker: Das wird sich ja in den nächsten Jahren immer weiter ausweiten, dahingehend, dass immer mehr berichtspflichtig werden. Und das ist ja etwas sehr Handfestes. Damit kommt das Thema Nachhaltigkeit, also um es nochmal ganz kurz zu erläutern, das Thema Nachhaltigkeit wird auf eine Stufe mit der Finanzberichterstattung gehoben.

Speaker: Es gibt keine zwei Reports mehr, sondern es gibt einen Report, wo man zum Thema Nachhaltigkeit, also ESG übersetzt, also Environment and Social Government, diese Dimensionen stehen ja dahinter, berichten muss.

Speaker: Es gibt da natürlich in diesen Standards eine Wesentlichkeitsanalyse, wo man schaut, was ist denn für das Unternehmen tatsächlich auch wesentlich, weil es gibt diverse Datenpunkte, die man sich da anschauen darf und muss, aber natürlich gelten alle gleichermaßen für jeden.

Speaker: So, aber Fakt ist, das Thema Nachhaltigkeit ist nicht mehr nice to have. Ja, und ich mache mal einen schönen Nachhaltigkeitsbericht und ich stelle dich auf die Seite und dann habe ich, bitte nicht falsch verstehen, mich mal mit den SDGs beschäftigt und dann habe ich mir für mich vielleicht mal drei, vier SDGs rausgezogen und zudem nehme ich Stellung.

Speaker: Ja, nein, ich muss tatsächlich mir diese ganzen etlichen Datenpunkte, also diese sozusagen Anforderungen anschauen bis ins Kleinste und ich muss vor allen Dingen Daten liefern. Ich muss Messungen liefern. Und damit hat das ein ganz anderer Hebel, dieses Thema. Und jetzt könnte man ja zum Beispiel sagen, was bedeutet das denn für die Tourismusbranche?

Speaker: Was bedeutet das für die Tourismusfonde, für einige Unternehmen, welche ich sage mal weiterführenden

Speaker: Bedingungen resultieren daraus für die Wertschöpfungskette. Auch wenn ich nicht berichtspflichtig bin als Unternehmen, bin ich ja vielleicht aber Teil der Wertschöpfungskette eines berichtspflichtigen Unternehmens. Genau. Davon hängt ja dann auch wieder im Grunde genommen das eigene Business ab. Und das ist genau so etwas, was ich finde, wir brauchen diese Konkretisierung.

Speaker: Wir brauchen, bitte nicht falsch verständigen, nicht mehr die Thematisierung, dass Nachhaltigkeit wichtig ist und dass wir messen können und sollten und dass wir, ich sag mal, eine Strategie brauchen und so weiter und so fort. Und was da alles drin hängt, also bitte nicht falsch verständigen. Wir könnten eine Stufe oder drei Stufen sogar weitergehen.

Speaker: weil es gibt bestimmte übergreifende Regularien, die auch für die Tourismusbranche dann gelten. Und anhand solcher Dinge, glaube ich, wird vielen auch viel klarer, was es für den eigenen Betrieb oder den eigenen Bereich bedeuten könnte. Und das wäre einfach mal so rausgegriffen, könnte ich mir vorstellen, wäre zum Beispiel das prominenste Thema oder eine der prominentsten Themen,

Speaker: im Kontext von Nachhaltigkeit auf so einer ETB. Da gehe ich danach nach Hause und habe halt eine Vorstellung. Okay, mein Gott, was kommt denn da? Und was bedeutet das auch für meine Zusammenarbeit mit X, Y und Z? Und was bedeutet das vor allen Dingen auch für mich?

Speaker: Ja, und ich finde hier nochmal ganz kurz einen Wurf ganz wichtig, weil sich hier im Grunde genommen auch die Erzählung ändert. Also die Erzählung in den letzten Jahren oder auch die Fragestellung war ja immer sozusagen, ja Nachhaltigkeit zahlt der Kunde das denn, ja. Und genau an dem Punkt, wenn ich sozusagen als Unternehmen oder auch als Lieferant, als Zulieferer da in irgendeiner Weise in einer Reportpflicht oder in einer Nachweispflicht bin, woran ich auch gemessen werden kann, geht es gar nicht mehr darum,

Speaker: ob der Kunde das zahlt, sondern da wird wirklich diese Bedeutung eigentlich auch klar, dass es ein Thema ist, was wirklich ganz essentiell in der DNA der Unternehmen drin sein muss. Und ich finde, das ist für mich vielleicht auch nochmal das Entscheidende daran, dass das wirklich dann diesen Ebenenwechsel wirklich übernimmt.

Speaker: Ja. Und ganz kurz, jetzt könnte man natürlich sagen, die ETB ist eine internationale Messe. Ja, richtig. Und wir reden ja jetzt hier von der EU. Ja. Aber genau das ist ja eine ganz wichtige Fragestellung. Also wenn ich als Unternehmen in der EU dazu verpflichtet bin, was bedeutet das dann letztendlich aber auch über die Grenzen hinaus? Genau. Ja.

Speaker: Also wo wird denn dann ein Schuh drauf, sage ich mal, in Richtung meiner, ich sage jetzt mal Zulieferer oder wie auch immer, die es denn da gibt, außerhalb der EU?

Speaker: Und genau das sind ja so diese verschiedenen Fragestellungen oder eine ganz andere Ebene, die man ja sicherlich vielleicht nur auch bedingt bei so einer großen Messe abbilden kann, aber ich glaube dennoch teilweise wahrgenommen aus meiner eigenen Perspektive nicht unbedingt auch

Speaker: so abbilden möchte, weil es natürlich auch schwierige Fragestellungen sind oder herausfordernde Fragestellungen.

Speaker: Das, ja, glaube ich, ist tatsächlich auch in den drei, vier Tagen vielleicht nicht unbedingt gewollt so vordergründig. Wann aber dann? Also, wann sind ungewollte oder unbequeme Fragen denn sozusagen gewollt? Und das ist vielleicht auch so etwas, was ich manchmal vermisse. Wann ist wirklich Platz für diese unbequemen Diskussionen und für diese unbequemen Fragen, die ja auch einfach gestellt werden müssen und sollten?

Speaker: Und dafür ist einfach, finde ich, so ein großes internationales Panel eigentlich hervorragend, dann auch wirklich mal reinzustechen eigentlich in die Wunden. Weil die schönen Prospekte, die schönen Fotos, die haben wir alle das ganze Jahr über und das ist wirklich doch eigentlich wäre für mich auch eigentlich eine Einladung, dann auch mal ein bisschen selbst reflektiert

Speaker: zu betreiben und auch mal ein bisschen Selbstkritik auch zu haben und sich darüber dann eben auch weiterzuentwickeln. Weil man muss es ja einfach sagen, es ist natürlich auch eine wichtige Branche. Es ist einfach auch eine Branche, die sich eben, die auch das Potenzial hat, sich weiterzuentwickeln. Und daher denke ich, ist es auch, sehe ich das auch eben als eigentlich einen guten Ansatz oder einen guten Motto, was sich die ITB da auf die Fahne schreibt. Aber es braucht halt dann wirklich auch einfach die Umsetzung und in allen Perspektiven.

Speaker: Ja, absolut. Also ich kann dir da nur zustimmen. Und ganz kurz noch zum Schluss. Ja, wann ist sozusagen Platz, Raum für die schwierigen Fragen? Das ist eine gute Frage, um es so ein bisschen zurückzuspielen. Aber wenn ich mal so weiter gesamt gesehen gerade auf die aktuelle Lage schaue, wie dann teilweise auch mit diesen schwierigen Fragen umgegangen wird.

Speaker: Da frage ich mich wiederum, wie kann man es gut machen? Wie kann dann ein Austausch auch reflektiert, vernünftig stattfinden mit einer wirklichen Perspektive auch im Anschluss? Auf Augenhöhe und mit Wertschätzung natürlich auch immer. Es soll ja sozusagen kein Blaming und kein Beschuldigen werden, sondern einfach wirklich auch

Speaker: gemeinsam eben auch etwas zu verändern und sich aber eben auch erlauben, diese unbequemen Fragen stellen zu dürfen. Ja, absolut. Ja, so ist es. Schön. Ja, wir schauen mal, die ETB neigt sich dem Ende zu. Heute wird ja gestreikt.

Speaker: Ich glaube, ein Prozent sind gestern schon abgereist, was natürlich auch schade ist für so eine Messe. Da wurden dann doch einige Termine, glaube ich, verschoben oder ja, viele haben dann oder können heute nicht mehr an einigen Veranstaltungen teilnehmen. Aber insgesamt glaube ich somit oder so, sofern ich das jetzt mitbekommen habe,

Speaker: Was auch wieder sehr erfolgreich, grundsätzlich, für viele, die teilgenommen haben. Und wie eingangs gesagt, eine Plattform des Wiedersehens. Schön. Wann sehen wir uns wieder, Katharina? Wann sehen wir uns wieder? Ich denke mal, vielleicht nächste Woche, übernächste Woche. Prima. Ich freue mich auf euren nächsten Tag. Auf jeden Fall sehr bald. Genau. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag. Ja.

Speaker: Danke, dir auch. Bleib du gesund. Ich bin immer noch dabei. Ja. Das ist ja so ein Running Gag, aber mal gucken, es wird schon werden. Und dann hören wir uns bald. Toi, toi, toi. Genau. Freue mich auf ein nächstes Gespräch. Bis dann. Tschüss.

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