Transcript
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Next Stop Future.
Speaker: Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt.
Speaker: In dieser Folge sprechen wir wieder über Zukunftsforschung, aber diesmal über einen Ansatz, der Zukunft nicht nur beobachtet oder beschreibt, sondern stärker als Gestaltungsraum versteht, die transformative Zukunftsforschung.
Speaker: Zu Gast sind Nina Fuderer und Johannes Höhn von The Future Project.
Speaker: Gemeinsam schauen wir darauf, warum klassische Megatrends heute oft nicht mehr ausreichen, um die Dynamik unserer Zeit zu erklären, was das Future System als Orientierungskarte für Transformationen leisten kann und warum Zukunft nie nur eine Frage von Daten, Prognosen oder Trends ist.
Speaker: Es geht daher um Gegentrends, um neue Narrative, um wünschenswerte Zukunfte und die Frage, wie Organisationen aus dem reinen Reagieren herauskommen und wieder stärker ins Gestalten gehen können.
Speaker: Also, was bedeutet es, Zukunft nicht vorherzusagen, sondern möglich zu machen?
Speaker: Genau darüber sprechen wir jetzt in dieser Folge.
Speaker: Viel Spaß!
Speaker: Ja, ein herzliches Hallo und willkommen zurück zu einer neuen Folge hier bei uns bei Next Stop Future.
Speaker: Und wir haben heute zwei Gäste bei uns.
Speaker: Da freuen wir uns ganz doll, denn wir dürfen uns mal wieder über die Zukunftsforschung unterhalten.
Speaker: Diesmal die transformative Zukunftsforschung.
Speaker: Wir hatten ja schon eine Folge, sei an dieser Stelle kurz erwähnt, Folge 51.
Speaker: Da haben wir schon die Zukunftsarchäologie vorgestellt und da mal reingeschaut, was dieser Ansatz so uns verspricht, beziehungsweise was der letztendlich auch im Hinblick auf die Zukunft betrifft.
Speaker: uns letztendlich bietet, um die auch besser kennenzulernen, zu erkunden und gemeinschaftlich auch zu gestalten.
Speaker: Und heute haben wir eben die transformative Zukunftsforschung hier mit bei uns.
Speaker: Und Anja, du hast ja unsere beiden Gäste hier mit in den Podcast geholt.
Speaker: Deshalb würde ich mal an dich übergeben.
Speaker: Und stell sie uns doch mal kurz vor, beziehungsweise sie werden sich das wahrscheinlich auch gleich wie immer selber auch noch mal kurz vorstellen.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Heute dabei sind Nina Fuderer und Jonas Höhn und ich freue mich sehr, weil ich beide auch schon länger kenne.
Speaker: Nina schon auch noch länger als Jonas.
Speaker: Wir haben schon einige Projekte zusammengearbeitet, aber auch mit Jonas hatte ich schon ein tolles Projekt zum Thema Raum gemacht vor einigen Jahren und
Speaker: Genau, ich, Nina und Juzas sind beide bei The Future Project.
Speaker: Das ist ein Think Tank, Transformative Zukunftsforschung aus Frankfurt Main.
Speaker: Und ich glaube, sie werden beide gleich noch mal ein bisschen ausführlicher dazu erzählen, wie es zu der Gründung kam und bzw.
Speaker: was so der andere Ansatz dabei ist.
Speaker: Deswegen sind die beiden heute ja auch da.
Speaker: Und ich freue mich sehr, weil ich durfte die Anfangsphase 2023 so ein bisschen begleiten.
Speaker: Aber natürlich hat sich seitdem auch so einiges eben verändert.
Speaker: Und ich glaube, das ist vielleicht auch so das Spannende dabei, weil
Speaker: The Future Doppelpunkt Project ist ja sozusagen auch schon der Name, impliziert ja eigentlich schon, dass die Zukunft eben so ein Gestaltungsprojekt ist.
Speaker: Und ja, Nina, Jonas, herzlichen Dank, dass ihr heute unsere Gäste seid und ich übergebe gleich mal an euch.
Speaker: Vielleicht mögt ihr euch erstmal kurz persönlich selber vorstellen, eure Hintergründe und dann vielleicht auch noch was zum Future Project sagen.
Speaker: Magst du oder soll ich, Nina?
Speaker: Fange du gerne an.
Speaker: Ja, mein Hintergrund, ich bin Wirtschaftsgeograf,
Speaker: habe in Frankfurt und in Budapest studiert und habe 2019 so meinen ersten Schritt in die Zukunftsforschung gemacht.
Speaker: Damals noch beim Zukunftsinstitut als Praktikant und anschließend noch einige Jahre als Werkstudent.
Speaker: Und ja, konnte dann glücklicherweise 2023 mit Nina und einem ganz tollen Team das Future Project mitgründen.
Speaker: Da können wir dann gleich auf jeden Fall gern noch viel mehr drüber sprechen.
Speaker: Unbedingt.
Speaker: Vielen Dank, Jonas.
Speaker: Genau, bei mir ist es ganz ähnlich.
Speaker: Ich bin auch über ein Praktikum beim Zukunftsinstitut in die Zukunftsforschung reingerutscht.
Speaker: Ich habe im Bachelor in Berlin Europäische Ethnologie und Sprachwissenschaften studiert und war dann weiterhin im Master in Frankfurt-Oder, also im anderen Frankfurt sozusagen.
Speaker: Und dazwischen kam eine
Speaker: Ich sprang von meinen Eltern auf mich zu und hat mir die Praktikumsstellenbeschreibung vom Zukunftsinstitut geschickt und meinte, Nina, das könnte deine Zukunft sein.
Speaker: Und dann habe ich mich da beworben und hatte ganz tolle drei Monate im Praktikum eben beim Zukunftsinstitut und konnte da reinschnuppern und bin dann nach dem Master wieder zurück, dann praktisch von einem Frankfurt ins andere gezogen, um dort weiterhin Zukunftsforschung zu machen und war da in der Redaktion.
Speaker: Und genau, von 2019 bis 2023, dann haben wir uns entschieden, das Future Project zu machen.
Speaker: Dann erzähl doch gleich mal bitte, was ist das Future Project?
Speaker: Und ich hatte ja gesagt, ich habe so ein bisschen die Anfangsphase mitbekommen, gerade auch so zentral ist ja eigentlich so dieses Future System.
Speaker: Ordne das doch mal ein bisschen für uns ein, bitte.
Speaker: Genau, wahrscheinlich macht es Sinn, da nochmal im Zukunftsinstitut anzufangen.
Speaker: Da haben wir, oder war ich Teil der Redaktion, Jonas auch, noch mit vier, fünf anderen Leuten.
Speaker: Und da haben wir sehr viel mit Megatrends gearbeitet und haben da auch die Megatrend-Map entwickelt und ganz viele unterschiedliche Studien erstellt, auch Auftragsprojekte gemacht und so weiter.
Speaker: Dann hat sich aber im Zukunftsinstitut auch so eine Art strategische Neuausrichtung gezeigt, dass eben der Fokus dann mehr auf Beratung gelegt wurde und stärker noch die Megatrendforschung fokussiert wurde und da auch dann eher datenbasiert gearbeitet und KI-basiert.
Speaker: Und das ist natürlich auch ein total interessanter Ansatz, aber dadurch hat das Redaktionelle so ein bisschen an Fokus verloren im Zukunftsinstitut.
Speaker: Wir haben aber dann gedacht, eigentlich finden wir das sehr wichtig, das weiterhin so zu beleuchten, also die redaktionelle Arbeit und auch nicht nur auf Megatrends einzugehen,
Speaker: Weil das eigentlich mit einer ganz spannenden Zeit zusammengefallen ist, dass man gemerkt hat, die Welt wird immer komplexer und diese Megatrend-Dynamiken, die reichen manchmal gar nicht mehr so richtig aus, um den ganzen Wandel in der Gesellschaft sozusagen richtig zu erklären und auch dann zu sehen, wo gibt es eigentlich Anknüpfungspunkte für Menschen und Unternehmen.
Speaker: Und deswegen haben wir uns dann einerseits entschieden, das Future Project zu gründen, also einen Think Tank für ganz klar transformative Zukunftsforschung.
Speaker: Und andererseits, oder im Zuge der Neugründung, war das eben auch eine methodische Neuorientierung für uns, dass wir uns eben nicht mehr auf Megatrends fokussiert haben, sondern auf Transformationen.
Speaker: Und die Transformationen, die haben wir im Future System abgebildet.
Speaker: Das Future System ist unser Zukunftsmodell sozusagen.
Speaker: Genau, weiß ich nicht, ob ihr gut folgen könnt oder ob ich irgendwas vergessen habe.
Speaker: Ich glaube, den Zuhörerinnen auch dann tatsächlich auch einfach nochmal einen Link eben in die Shownotes geben, dass dann das Future System, ich meine, es hängt so ein bisschen hinter Jonas von mir aus auf der linken Seite, aber tatsächlich ist es ja schon auch ein spannendes System, wo man sich so ein bisschen eben auch visuell dann reindenken kann, weil es ja viele verschiedene Aspekte eben auch betrachtet.
Speaker: Was ich jetzt so ganz spannend finde, ist zum Beispiel eben auch so dieser unterschiedliche Ansatz und damit sind wir ja auch schon bei verschiedenen Methoden und Ansätzen der Zukunftsforschung.
Speaker: Deswegen hatte ich auch so ein bisschen gefragt, eure Herkunft im Sinne von, was habt ihr eigentlich, bringt ihr mit?
Speaker: Und Nina, du sagtest es eben auch Ethnologin, ähm,
Speaker: Jonas, du bist Geograf, ich komme ja selbst auch aus den Sozialwissenschaften.
Speaker: Das heißt, wir haben ja eigentlich eher jetzt nicht so den quantitativen Forschungsansatz per se, den wir mitbringen.
Speaker: Das heißt, hier ist ja tatsächlich auch schon mal so ein Unterschied zu sehen zwischen so einer rein, wie du auch sagtest, datenbasierten Forschung, wo man ja ganz viel eben auch auswerten kann, was durchaus ja manchmal vielleicht auch die Gerechtigung hat.
Speaker: quantitativ extrapolieren und eben auch vielleicht Prognosen erstellen und dann eben so dieser qualitative Ansatz, den ihr ja auch mehr fokussiert.
Speaker: Und für mich würde mich da auch interessieren, vielleicht magst du, Jonas, da auch nochmal drauf eingehen, ist eben so dieser qualitative Ansatz, auch gerade sozusagen dann sich darauf zu fokussieren, dass man eher eben mit diesen Transformationen arbeiten will.
Speaker: Was ist so der, vielleicht auch ein wertebasierter Unterschied zu der anderen Methodik?
Speaker: Ja, also ich glaube beides hat sozusagen seinen Standpunkt.
Speaker: Man kann sozusagen beide Wege irgendwie argumentieren.
Speaker: Für uns ist es aber total wichtig, dass man sozusagen auch immer die Zukunft noch als offenen Raum hat, der mit Narrativen gefüllt werden kann.
Speaker: In Zukunftsforschung gibt es ja häufig dann diese Klischees mit Prognostik und Voraussagung.
Speaker: Also das ist jetzt gerade auch im KI-Hype wieder so, dass viele Leute davon ausgehen, dass man die Zukunft einfach berechnen kann.
Speaker: Da sagen wir ganz klar, man kann die Zukunft auch mit der besten KI nicht berechnen.
Speaker: Also eine klare Voraussicht, die ist einfach nicht möglich.
Speaker: Und
Speaker: Ja, wir versuchen halt vielmehr die Leute in der Gegenwart abzuholen und Zukunftsbilder zu zeichnen, also mögliche Zukunfte aufzuzeigen.
Speaker: Das geht halt unserer Meinung nach auch viel besser über Narrative, über Erzählungen, über Bilder.
Speaker: Natürlich immer unterstützt auch quantitativ mit Erhebungen und Zahlen, aber die können halt nicht alleine sozusagen diese Zukunftsbilder zeichnen.
Speaker: Deswegen ist das für uns total wichtig.
Speaker: Nennt doch mal vielleicht ein Beispiel, damit die Zuhörenden auch mal wissen, worüber reden wir.
Speaker: Also Megatrends sind, glaube ich, vielen schon auch irgendwie ein Begriff.
Speaker: Aber das ist ja auch immer so die Sache.
Speaker: Also da wird ja schnell auch was als Megatrend irgendwie definiert, was vielleicht gar nicht so der Megatrend aus der klassischen Megatrend-Forschung ist.
Speaker: Und gleichzeitig vielleicht zum Abgrenzen, was wäre dann sozusagen ein transformativer Trend oder eine Transformation, die ihr beleuchtet?
Speaker: Was willst du?
Speaker: Dein Lieblings-Megatrend ist ja wahrscheinlich die Globalisierung.
Speaker: Und ich glaube, daran lässt sich das ganz gut erklären.
Speaker: dass es dann eine Transformation wäre.
Speaker: Ganz genau.
Speaker: Als Geograf ist mir die Globalisierung natürlich sehr nah und ist auch tatsächlich die letzten Jahrzehnte vielleicht so der bekannteste Megatrend gewesen.
Speaker: Also Megatrends sind nun mal Trendphänomene, die global wirken, also eigentlich auf der ganzen Welt spürbar sein sollten.
Speaker: Und die überhalten einen sehr, sehr langen Zeitraum, also wirklich Jahrzehnte wirken und sich in verschiedenen Branchen ausdrücken.
Speaker: Das war bei der Globalisierung auch viele Jahrzehnte so.
Speaker: Also wir haben zunehmend gemerkt, dass die Welt immer vernetzter ist, natürlich auch durch digitale Technologien, dass die Weltwirtschaft immer weiter vernetzt wird und dass es auch kulturell eine Globalisierung gibt.
Speaker: Also dass auch Kulturen sich immer weiter austauschen und miteinander in Berührung kommen.
Speaker: Diese Erklärung, dass die Zukunft immer globaler wird, das hat sozusagen sehr lange gut funktioniert.
Speaker: Aber was wir jetzt schon seit einigen Jahren feststellen, ist, dass diese Erzählung irgendwie nicht mehr so richtig greift.
Speaker: Also wenn man dann jetzt irgendwie schaut, die neue Weltunordnung, auf einmal gibt es Zollkriege, es gibt generell auch wieder ganz schlimme Neukriege.
Speaker: Es gibt politische Verwerfungen und plötzlich klappt dieses lineare Narrativ, dass die Zukunft einfach immer weiter globalisiert wird, die klappt nicht mehr.
Speaker: Und ich kann mit dem Megatrend Globalisierung auch die aktuellen Geschehnisse nicht mehr so richtig gut einordnen.
Speaker: Es gibt da einfach sehr viele Gegenbewegungen, die mir nicht sagen, dass es immer globalisierter werden wird.
Speaker: Und
Speaker: Was wir als Transformation dort entdecken, also sozusagen dieses Zusammenspiel aus diesem großen Trend der Globalisierung und den vielen Gegentrends, die es da aktuell dazu gibt, ist, was wir nennen, eine Globalization, also sozusagen ein Zusammentreffen von globalen und lokalen Einflüssen, einem Erstarken von lokalen Strukturen,
Speaker: Also es ist sozusagen auch nicht das komplette Gegenteil, keine Deglobalisierung, sondern wir versuchen einfach diese verschiedenen Strömungen, die da zusammenlaufen, die auch sehr dynamisch sind, besser zu beschreiben.
Speaker: Und da sind die Transformationen halt sehr viel dynamischer, weil sie uns viel mehr Spielraum geben als die linearen Megatrends.
Speaker: Jetzt erklär mir aber bitte nochmal, warum tatsächlich dann, also wenn wir sagen, okay, wenn ihr sagt, okay, Globalisierung ist sozusagen mit der Erzählung, mit der Ur-Erzählung so ein bisschen ins Stocken geraten oder ans Ende geraten.
Speaker: Und wir haben eben auch, du sagtest gerade auch immer diesen Begriff der Gegentrends, also Entwicklungen wie
Speaker: einen starken lokalen Fokus, vielleicht auch wieder einen nationalen geopolitischen Fokus.
Speaker: Und es kommt dann zu dieser Transformation, wie er sie beschreibt, der Glokalisierung.
Speaker: Warum ist das sozusagen eine Transformation oder ein transformativer Trend und nicht zum Beispiel ein neuer Megatrend?
Speaker: Was ist da so der qualitative Unterschied?
Speaker: Vielleicht ist es auch irgendwie eine Begriffsfrage, aber für uns sind Transformationen halt sehr viel dynamischer.
Speaker: Also da geht es halt eben nicht darum, so ein lineares von zu zu beschreiben, sondern auch wirklich diese verschiedenen Gegenbewegungen zu beschreiben und Transformationen
Speaker: Vielleicht kann man es auch da schon wieder so ein bisschen auf den Zeitraum beziehen.
Speaker: Definieren wir halt nicht als etwas, was wieder 30, 40 Jahre erst wirken muss wie bei den Megatrends, sondern die sind viel schnelllebiger, viel dynamischer, wie ich schon gesagt habe.
Speaker: Sie beschreiben im Grunde genommen auch keinen abgeschlossenen Prozess.
Speaker: Also gucken wir uns vielleicht nochmal kurz.
Speaker: nur um zum Verständnis einen Megatrend an, wie zum Beispiel Individualisierung oder auch einen demografischen Wandel.
Speaker: Das spüren wir direkt auch im Grunde.
Speaker: Das können wir ja ein Stück weit auch messen.
Speaker: Das kann man ja so quantitativ messen.
Speaker: Das heißt, diese transformativen Trends sind im Grunde genommen etwas Prozessartiges, was vielleicht auch noch nicht so wirklich messbar ist in dem Moment?
Speaker: Ja, das kann man auf jeden Fall so sagen.
Speaker: Und ich würde auch sagen, dass Transformationen immer so eine
Speaker: qualitativen Richtungssinn haben.
Speaker: Also da ist immer auch was Konstruktives drin.
Speaker: Das ist eben nicht nur beschreibend, sondern hat eine Richtung in dem Sinne, dass es auch immer um das Wünschenswertes geht, also was irgendwie was sein kann.
Speaker: Und wir definieren die Transformation auch so, dass sie einerseits
Speaker: großen gesellschaftlichen Herausforderungen zeigen, die wir gerade sehen.
Speaker: Also gerade irgendwie das merken, das globale Zusammenspiel funktioniert irgendwie nicht mehr.
Speaker: Das ist ja einfach eine große gesellschaftliche Herausforderung, die in ganz vielen Richtungen auch Auswirkungen hat.
Speaker: Und gleichzeitig sieht man aber in der Transformation immer schon angelegt, mögliche Pfade oder mögliche Entwicklungen, wie die Transformation oder wie die Veränderung positiv genutzt werden.
Speaker: Und da stecken dann auch ganz viele Anknüpfungspunkte, dass da auch ganz viele Anknüpfungspunkte dann direkt für Unternehmen wieder drinstecken oder verschiedene, weiß ich nicht, mögliche Geschäftsmodelle, wo man sagen kann, okay, hier kann ich ansetzen, hier verstehe ich, wie die Transformation funktioniert und wie ich sie auch mitformen kann, mitgestalten kann.
Speaker: Ich glaube, das sind nochmal zwei wichtige Punkte.
Speaker: Du hattest gerade nochmal diesen Aspekt, dieses eher Normativen gesehen, also auch was Wünschenswertes eigentlich und dann dieses Mit- und ich denke, oder wie ich es richtig verstanden habe, ist ja auch so Future Project genau das sozusagen, so vielleicht so ein Stück weit ein Einzel- oder der USP, dass ihr sagt, okay, wir konzentrieren uns tatsächlich auch auf eine, durch die Transformation, durch die Beschreibung der transformativen Trends auf Dinge, wo wir eigentlich gerne hinwollen, in eine Richtung, in eine Lebenswelt.
Speaker: Kann man das so sagen?
Speaker: Ist das so korrekt?
Speaker: Ja, auf jeden Fall.
Speaker: Und das kommt auch ein bisschen aus dem, dass eben Zukunftsforschung gar nicht objektiv sein kann.
Speaker: Und also manchmal möchte sie ja das irgendwie sagen, so ja, ich möchte zeigen, wie die Zukunft wird und ich benutze Daten und dann ist es objektiv.
Speaker: Das klappt ja nicht so richtig und eigentlich ist ja nichts so wirklich objektiv.
Speaker: Also keine Wissenschaft, das ist ja immer irgendwo, der persönliche Point of View steckt ja überall drin.
Speaker: Und das wollen wir aber bei The Future Project mit.
Speaker: Also wir machen alle schon eine Frage, in dem Moment, in dem wir gewisse Dinge uns anschauen und eben auch manche dann eben auch weglassen.
Speaker: Ich würde gerne nochmal kurz, weil ihr jetzt gerade schon so schön gesprochen habt und wir hatten ja, ich weiß nicht, ob ihr das mitbekommen habt, aber wir hatten ja in der letzten Folge, haben wir über Transformation gesprochen.
Speaker: Wir haben genau darüber gesprochen, was ist eigentlich Transformation.
Speaker: Und ich glaube, das ist ja schon auch ein Kernaspekt bei der transformativen Zukunftsforschung, würde ich jetzt mal so vermuten, dass natürlich erstmal dieser Begriff allein ist ja durchaus wichtig,
Speaker: manchmal ein bisschen unterschiedlich definiert.
Speaker: Was bedeutet jetzt wirklich Transformation?
Speaker: Und deshalb haben wir diese Folge auch gemacht, um mal so ein bisschen zu beleuchten, was ist eigentlich dann letztendlich eher eine Reform?
Speaker: Ja, und was ist dann eine Destruktion?
Speaker: Und wenn ich jetzt einfach jetzt mal so ein bisschen, ich komme ja aus der Praxis, ja, und mal so ein bisschen das, ein bisschen übersetze, was ihr gerade besprochen habt hier, ähm,
Speaker: Dann hieße das ja letztendlich, also ich sage mal, also die Megatrends hat man sich angeschaut und dann hat man sozusagen Entwicklungen gesehen und hat gesagt, ah, okay, also die Globalisierung, die hat einen Einfluss.
Speaker: Und man musste natürlich dann schon aber nochmal die Arbeit auch machen und zu sagen, okay, was hat die vielleicht einen Einfluss für mich jetzt als Unternehmen, Organisation.
Speaker: Und das ist aber eher so eine Draufschau.
Speaker: Also es ist eher so ein bisschen so eine Beobachtung und die hat man wahrgenommen und dann hat man versucht, vielleicht Ableitungen zu treffen.
Speaker: Ich spreche jetzt einfach mal laut, ihr könnt mir widersprechen.
Speaker: Und wenn ich das richtig verstehe, ist ja bei euch dem Ansatz innewohnt, dass ihr sagt, und das ist ja Transformation, die Logik ändert sich, die bleibt nicht immer gleich.
Speaker: Ja, das heißt also die Globalisierung, nochmal das Beispiel herzunehmen, bleibt einfach nicht gleich in dem Anspruch, wie wir sie verstanden haben vielleicht in den letzten Jahren.
Speaker: Das heißt, wenn ich ein Unternehmen bin, ja, dann gucke ich mir die schon an, aber nicht aus der Perspektive, okay, die ist jetzt da und die wird eine Bedeutung haben, sondern
Speaker: in einem Möglichkeitsraum zu interpretieren, was tun diese Wechselwirkungen, die durch eine Globalisierung entstehen.
Speaker: Was passiert da eigentlich in Verhandlungen mit Ländern, in Austausch mit Ländern, in geopolitischen Strukturen, was auch immer das Thema dann ist, sage ich jetzt mal.
Speaker: Das heißt, man versucht wirklich diesen transformativen Charakter viel noch mehr in die
Speaker: in die Interpretation von diesen Trends mit hineinzugeben und für sein Unternehmen zu übertragen.
Speaker: Weil sie sind ja nicht per se hinfällig, sie existieren ja weiterhin, oder?
Speaker: Ja, sie existieren auf jeden Fall weiterhin.
Speaker: Sie sind halt auf einer sehr hohen Abstraktionsebene.
Speaker: Also ich finde, man kann heutzutage nicht mehr so wirklich viel mit den Megatrends erklären.
Speaker: Natürlich werden sie noch viel genutzt.
Speaker: Und vielleicht ist das im deutschsprachigen Raum auch nochmal so ein Extra-Phänomen, weil wenn man sich jetzt nochmal die Zukunftsforschung in anderen Ländern anschaut, da wird auch noch viel mit dem Begriff der Megatrends gearbeitet, aber zum Teil komplett anders verstanden.
Speaker: Auch da ist sozusagen die Frage, wie man den Begriff interpretiert.
Speaker: Wie werden die da verstanden?
Speaker: Darf ich mal kurz zwischenfragen?
Speaker: Wie werden die da verstanden?
Speaker: Also ich habe zum Beispiel letztes Jahr war ich im Austausch mit einem dänischen Futurist, Matthias Björnhoff, der auch ganz viel mit seinen Megatrends arbeitet, die aber eigentlich sehr, sehr nah an unseren Transformationen auch wieder dran sind.
Speaker: Also auch da wieder sehr viel prozesshafter und nicht so abgeschlossen und vor allen Dingen nicht so linear wie die deutschsprachigen Megatrends.
Speaker: Also vielleicht irgendwo zwischen
Speaker: unseren in Anführungszeichen Transformationen und Megatrends.
Speaker: Und ja, also er benutzt den Begriff einfach ein bisschen anders, aber meint mehr oder weniger die gleiche Dynamik, nämlich, dass wir mit den Megatrends, die in den vergangenen Jahrzehnten sehr gut funktioniert haben, weil sich aber auch die Rahmenbedingungen eben nicht so stark verändert haben,
Speaker: dass wir damit aber heute die Gegenwart und die nahe Zukunft nicht mehr wirklich gut erklären können, weil sich da einfach gerade so viel verschiebt, weil da gerade so viel im Umbruch ist.
Speaker: Und jetzt sozusagen davon auszugehen, dass die nächsten 40 Jahre einfach weiter die Globalisierung läuft, die Individualisierung läuft, so wie es in den vergangenen Jahrzehnten war, das ist, glaube ich, ein bisschen...
Speaker: zu kurz gedacht und deswegen war für uns ja auch so ein großer Need da irgendwie über diese Megatrends hinaus zu denken.
Speaker: Da einfach andere Tools zu entwickeln, um die Gegenwart zu erklären, um dann in die Zukunft zu schauen.
Speaker: Jetzt schaut man sich euch aber euer Future System an und da sind ja teilweise eben auch die Megatrends immer noch verortet.
Speaker: Das heißt, sie bilden ja im Grunde schon sowas wie eine Basis der Transformation.
Speaker: Und mich würde zwei Sachen interessieren.
Speaker: Zum einen vielleicht auch nochmal für die HörerInnen, nennt doch einfach mal die Transformationen, mit denen ihr momentan arbeitet.
Speaker: Also wir haben jetzt schon die Glokalisierung oder Glokalisierung.
Speaker: gehört, aber es gibt ja auch noch ein paar mehr.
Speaker: Und zum anderen auch, wie ergibt sich die Logik aus den Megatrends dann für euch jetzt momentan heraus?
Speaker: Ich kann gerne mal die Transformationen nennen.
Speaker: Mal gucken, ob ich sie aus dem Kopf alle zusammenkriege, aber ich denke schon.
Speaker: Also genau, wir haben die Globalization, haben wir schon genannt.
Speaker: Dann gibt es die Human Digitality, also eine menschliche Digitalität sozusagen.
Speaker: Dann die Eco-Transition,
Speaker: dann Mindshift Revolution, die Co-Society,
Speaker: Und die Conscious Economy, also sechs Stück.
Speaker: Da sind ja schon teilweise eben diese Megatrends auch mit Einfluss gebend für.
Speaker: Also man kann ja tatsächlich irgendwie so aus dem Klimawandel die Eco-Transition sehen.
Speaker: Nicht alles lässt sich aber konkret eben auch an einem Megatrend festmachen, also Globalisierung.
Speaker: Aber letztendlich bilden diese großen Entwicklungen, die man teilweise ja doch noch auch beobachten kann, schon so ein bisschen die Basis.
Speaker: Ja, das kann man auf jeden Fall so sagen.
Speaker: Also das Prinzip, was den Transformationen zugrunde liegt, ist immer so eine Trend-gegen-Trend-Dynamik.
Speaker: Also wir haben eben entweder zum Beispiel einen großen Megatrend und dann aber eben auch einen oder mehrere große Gegentrends, die da daneben kommen.
Speaker: Und was sich zeigt, ist eben, dass genau zwischen Trend und Gegentrend eigentlich so eine Reibung entsteht.
Speaker: Und daraus ist dann auch neue Synthese, also eine Transformation ergegen.
Speaker: die dann auf der höheren Ebene diese Entwicklungen und Herausforderungen, die es auf der Megatrend- oder auf der Trend-Ebene sozusagen gibt, anders anschauen und vielleicht dann auch neue Lösungen ergeben.
Speaker: Und jetzt würde ich ganz gerne nochmal das, was Katharina gerade auch gesagt hatte.
Speaker: Sie hatte ja gerade nochmal angesprochen, dass Transformation so ein Stück weit diese neue Logik ist.
Speaker: Und tatsächlich sieht man das ja auch dann, wenn man eure Transformationen anschaut, wie zum Beispiel eben Mindshift Revolution oder eben auch Co-Society.
Speaker: Ego Transition.
Speaker: Da ist ja schon eine neue Logik drin.
Speaker: Und wie definiert er das?
Speaker: Also wenn wir uns jetzt anschauen, sagen, es ist ja im Grunde genommen so eine Transformation, hat ja so ein Stück weit eine Systemveränderung oder impliziert sie, aber wo kann ich feststellen, wo ich da gerade bin?
Speaker: Oder wenn ich das auch aus einem Unternehmen heraus nehme und sage, okay, ich möchte diese Transformation für mich nutzen, wie kann ich feststellen, wo bin ich?
Speaker: Wie arbeitet ihr damit?
Speaker: Wie
Speaker: An welchem Punkt sozusagen weiß ich, wo die Transformation eigentlich bereits vollzogen ist?
Speaker: Oder ist es vielleicht dann auch nur noch eine Vision, die es zu erreichen gilt?
Speaker: Globale Geschichte?
Speaker: Ist es vielleicht auch auf einer Organisationsebene?
Speaker: Also vor allem,
Speaker: so von den Dimensionen so ein bisschen.
Speaker: Wie schätzt oder wie arbeitet ihr damit?
Speaker: Wie schätzt ihr das dann ein?
Speaker: Jonas, willst du?
Speaker: Du hast ganz genickt.
Speaker: Ja, also die Frage ist total spannend.
Speaker: Ich versuche gerade zu überlegen, wie ich sie gut aufschlüsseln kann, weil sie, glaube ich, verschiedene Ebenen aufmacht.
Speaker: Ähm,
Speaker: Wir arbeiten damit, also beziehungsweise wie man sich darauf verortet, ist glaube ich die Frage, wie man drauf schaut.
Speaker: Also natürlich lädt das Future System, hier neben sieht man es ja dann doch zumindest so ein Viertel davon, es lädt dazu ein, sich erstmal zu orientieren.
Speaker: Also es ist so eine Art Trendlandschaft, die man einfach erstmal überblicken kann, indem man sehen kann, welche Zusammenhänge es gibt, welche Verknüpfungen zwischen den einzelnen Trendphänomenen, die dann auf diesen Transformationen verortet sind.
Speaker: dann geht es irgendwie gar nicht darum, wenn ich sage, ich will mich jetzt zum Beispiel der Transformation der Co-Society nähern oder ich will mich dazu informieren oder ich will schauen, wo stehe ich da, dann ist das jetzt irgendwie auch kein abgeschlossener Prozess, dass man sagt, ich gucke mir jetzt die ganzen Trends an und wenn ich mich da überall wiederfinde, dann bin ich jetzt bei der Co-Society ganz vorne mit dabei, sondern es geht wirklich erstmal darum, so diese Phänomene zu verstehen und zu verstehen, wie sie miteinander verknüpft sind.
Speaker: Und wie sich das sozusagen dann im einzelnen Unternehmen, in einzelnen Organisationen sozusagen ausgestaltet, wie man dort steht, das ist sozusagen nochmal auf einer anderen Ebene.
Speaker: Da muss man dann nochmal näher reingehen.
Speaker: Und natürlich sind wir auch, was das Future System angeht, sind wir da auch, was Nia schon vorher gesagt hat, wir sind ja nicht subjektiv, sondern wir haben entschieden, welche Trendphänomene für uns relevant sind, um darauf zu kommen.
Speaker: Einige davon haben sich auch noch weiterentwickelt.
Speaker: Also das Future System ist jetzt zweieinhalb Jahre alt.
Speaker: Das muss natürlich eigentlich konstant aktualisiert und upgedatet werden.
Speaker: Und andere Trendphänomene verschwinden dann vielleicht auch wieder eher.
Speaker: Und deswegen ist es sozusagen erstmal eine Orientierung, um zu schauen, was gibt es denn so, wo sind denn Entwicklungen, die gerade spannend sind und wo kann ich vielleicht auch nochmal neue Ideen finden, um mich zu orientieren.
Speaker: Gleich nochmal eine Frage aus der Praxis angehangen.
Speaker: Also wenn du sagst, es ist eher so erstmal eine Orientierungsmöglichkeit, arbeitet ihr dann, also wir sind ja bei Zukunftsforschungsmethoden, ja, und ich sage mal, wir haben jetzt ganz oft die Megatrends erwähnt, aber es gibt ja noch einige andere Dinge, die es da so gibt.
Speaker: Szenarien, Design Thinking oder ganz viele andere Methoden, dockt ihr die dann da an?
Speaker: Also würde ich jetzt als Unternehmen, ich nehme mir das Future System als Landkarte quasi erstmal her, als Orientierungskarte, aber danach braucht es natürlich auch eine gewisse Iteration und es braucht ja auch ein gewisses Tiefergehen dann im Unternehmen und dann
Speaker: Nehmt ihr euch tatsächlich auch andere Methoden dann in diesem Prozess dazu, um letztendlich zum Beispiel dann ein bestimmtes Zukunftsbild zu entwickeln oder was auch immer?
Speaker: Ist das so zu verstehen?
Speaker: Ja, total.
Speaker: Also das ist eigentlich auch das Schöne.
Speaker: Man kann das Future System oder die Transformationen, die transformative Logik mit ganz vielen anderen Methoden auch verknüpfen.
Speaker: Wir haben aber auch ein Methoden-Workbook zur Arbeit mit dem Future System entwickelt.
Speaker: Und da gibt es zum Beispiel den, wie haben wir den genannt, Transformation Walk, Walk of Transformation, so weiß ich gar nicht genau, wo wir dann eben beschreiben, wie Unternehmen mit den einzelnen Transformationen arbeiten können.
Speaker: Also, dass sie zuerst mal für sich überlegen, gut, erstmal klar, ein bisschen verstehen, was sind da die gesellschaftlichen Zusammenhänge, was da überhaupt beschrieben wird, was hatte ich vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm und dann zu gucken,
Speaker: Welche Transformation macht Sinn jetzt für mich in meinem bestehenden Geschäftsmodell oder auch vielleicht in die Richtung, in die ich mich weiterentwickeln möchte, näher zu betrachten?
Speaker: Was gibt es da für Trends drauf?
Speaker: Und dann immer weiter zu gehen und sozusagen alle Transformationen ein bisschen abzudecken.
Speaker: Und dann auch zu gucken, welche blinden Flecken haben sich da jetzt vielleicht ergeben?
Speaker: Also wo...
Speaker: ist vielleicht eine andere Transformation auch total wichtig für mich, was ich noch nicht so auf dem Schirm habe.
Speaker: Das ist dann eigentlich auch wieder eine ganz gute Basis, um dann weiterzugehen, wie du jetzt gerade sagst, Katharina, irgendwie ein Zukunftsbild zu entwickeln oder dann Szenarien anzudocken.
Speaker: Und das sozusagen nochmal zu ergänzen, das ist auch eigentlich eine Erfahrung, die wir auch schon praktisch gemacht haben in den Seminaren und Workshops, die wir auch mit dem Future System gemacht haben, ist, dass Leute häufig mit einem ganz klaren Thema irgendwie zu uns kommen und zum Beispiel sagen, ich muss mein Unternehmen jetzt irgendwie auf Nachhaltigkeit umstellen, was muss ich da tun?
Speaker: Und dann in der Arbeit mit dem Future-System erst Verknüpfungen feststellen mit anderen Bereichen, die aber sozusagen da mit reinspielen und da sozusagen nochmal ein bigger picture bekommen und da einfach neue Ideen, neue Ansätze finden, ohne jetzt sozusagen den Kernpunkt ihrer Arbeit zu vergessen.
Speaker: Aber gerade so auch das Zusammenspiel von verschiedenen Themen, wie die zusammenlaufen, wie die die Zukunft irgendwie zusammen gemeinsam verfolgen,
Speaker: Das sehen wir in der Arbeit mit dem Future System immer wieder, dass da wirklich diese Zusammenhänge deutlich werden, wie die Zukunft funktionieren kann.
Speaker: Und was mich jetzt nochmal interessieren würde, ist, ihr hattet es gerade gesagt, oder Jonas, du hattest es gerade gesagt, dass eben in den letzten zweieinhalb Jahren hat sich ja auch einiges vielleicht verändert.
Speaker: Wo würdet ihr sagen, sind gerade so die größten, vielleicht auch Veränderungen innerhalb der Transformationen oder vielleicht sind neue Transformationen dazugekommen.
Speaker: Was ist so, womit arbeitet ihr gerade, was vielleicht auch noch, also falls ihr das teilen wolltet,
Speaker: wo ihr am Future System sagt, okay, hier müssen wir tatsächlich vielleicht in den nächsten Jahren noch was ergänzen oder nochmal neu draufschauen.
Speaker: Das hat sich vielleicht auch übrig.
Speaker: Das ist vielleicht eine Transformation, die eingetreten ist, wo wir jetzt sagen, das kann man gar nicht mehr als transformativen Trend beschreiben, weil er so Alltag geworden ist.
Speaker: Kann man da was beobachten?
Speaker: Was mir sofort einfällt, ist, dass wir schon eigentlich bei der Erstellung vom Future System gemerkt haben, dass natürlich
Speaker: manche Transformationen vielleicht schon weiter sind als andere.
Speaker: Also ich glaube zum Beispiel, dass die Human Digitality allein schon durch die Entwicklung der KI mittlerweile viel greifbarer sind oder zumindest der Need nach der Human Digitality, also sozusagen einer
Speaker: nach dem Menschen ausgerichteten, konstruktiven und sinnvollen Digitalisierung, dass das immer mehr Leute sozusagen spüren, dass das notwendig ist und dass sozusagen auch schon daran gearbeitet wird, wie das irgendwie in Zukunft funktionieren kann.
Speaker: Und was wir auch spüren ist, glaube ich, so dieser Wandel rund um das Thema Nachhaltigkeit.
Speaker: Also ich finde, dass da natürlich auch
Speaker: innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre nochmal ein totaler Shift stattgefunden hat, dass sozusagen auch die Nachhaltigkeit als Transformation selbst sich weiterentwickelt hat, weg von so klassischen Verzichtsklischees hin halt zu regenerativen Ansätzen, also wirklich, wo man versucht,
Speaker: etwas Besseres zu gestalten, ohne sozusagen die Natur zu zerstören und die ganzen Kreisläufe.
Speaker: Also auch die Transformationen haben sich meiner Meinung nach in den letzten zweieinhalb Jahren sehr, sehr stark verändert, vielleicht auch in ihrer Ausrichtung und
Speaker: Ich glaube, keine Transformation ist gerade so, dass man sagen kann, sie ist abgeschlossen.
Speaker: Ich finde das auch eigentlich ganz gut, dass das noch nicht so ist, sondern dass da noch Spielraum ist.
Speaker: Wir haben uns in unserer aktuellen Studie auch mit der Next Economy beschäftigt und ich glaube, da haben wir jetzt auch nochmal irgendwie viel hinzuzufügen zur Conscious Economy Transformation, einfach weil wir uns da jetzt so tief irgendwie damit eben beschäftigt haben und neue Themen entwickelt haben und sowas, dass man da jetzt sicherlich irgendwie ein paar
Speaker: Trendphänomene hinzufügen könnte oder die jetzt anders beschreiben würden.
Speaker: Nenn nochmal Beispiele, gerade aus der neuen Studie, wo du sagst, das sind wirklich Themen, die gerade interessant sind, also die vielleicht auch für die Zuhörenden nochmal ein bisschen greifbarer machen.
Speaker: Also auch da sieht man ganz spannend das Thema Regeneration, also aus der Nachhaltigkeitsdebatte sozusagen, dass das viel
Speaker: wirklich viel wichtiger auch für Unternehmen geworden ist und nicht mehr auf so einer Ebene, naja gut, das müssen wir halt machen, weil das gibt ja jetzt irgendwie die Vorgaben, bla bla, sondern dass da immer stärker auch klar wird, als Unternehmen kannst du langfristig nicht erfolgreich sein, wenn du dich nicht nachhaltig im Sinne von zukunftsfähig aufstellst.
Speaker: Das ist auf jeden Fall was, was ich da jetzt mehr betonen würde.
Speaker: Ich weiß nicht, Jonas, fällt dir noch was ein?
Speaker: Ja, also was ich jetzt in den letzten Monaten und besonders auch nochmal jetzt in der Bearbeitung von dieser Studie, die wir gemacht haben, gemerkt habe, ist auch, dass so neue Formen gefunden werden, wie Wirtschaft gedacht wird.
Speaker: Also für uns ist da ein ganz großes Leitprinzip so das Thema Kooperation, also auch so das, nicht dieses Gegeneinanderarbeiten, sondern das Miteinanderarbeiten in einem gesunden Wettbewerb.
Speaker: Und da ist in den letzten Monaten für mich der Begriff der Ecosystems nochmal viel präsenter geworden, auch in sozusagen einem Business-Kontext.
Speaker: Also wie Unternehmen miteinander kooperieren können, um am Ende sozusagen etwas Größeres zu schaffen, wo viele Parteien von profitieren und wo es eben nicht darum geht, dass
Speaker: einer am Ende übrig bleibt und sozusagen den ganzen Topf für sich allein hat, sondern dass da etwas zusammenwächst und diese Ecosystems sind für mich so etwas, wo ich davon ausgehe, dass wir das in Zukunft noch viel mehr sehen werden in verschiedenen Formen und das sozusagen ein prägender Trend für die Zukunft der Wirtschaft sein kann.
Speaker: Ja, jetzt lasst mich mal, vielleicht ist die Frage ein bisschen provokant, aber vielleicht könnt ihr sie mir auch erklären.
Speaker: Also wenn ich davon ausgehe, Transformationen sind ja im Grunde genommen nicht dazu da, dass sie ein System stabilisieren, sondern tatsächlich auch eine Systemveränderung mit einhergehen.
Speaker: Wenn ich jetzt aber gerade so dieses Wirtschaftsthema nehme, auch wenn ich verschiedene andere Ansätze habe, wie kann
Speaker: Also wie ist da sozusagen der Unterschied zwischen dem, dass wenn ein Unternehmen auf euch zukommt und sagt, wir haben hier irgendwie die Frage, eine Frage für die Zukunft, wir können uns aufstellen.
Speaker: Wo ist dann sozusagen der systemstabilisierende Faktor, dass das Unternehmen innerhalb unserer vielleicht bestehenden Wirtschaft einfach weiter existiert und wo es aber tatsächlich dann auch vielleicht sozusagen, wenn wir von lebenswerten Zukunft sprechen und vielleicht auch von einem anderen,
Speaker: anderen Wirtschaftsdenken, das nicht auf Wachstum unbedingt im Sinne des klassischen Wachstums ausgerichtet ist.
Speaker: Wo ist dann da der Unterschied oder wo macht ihr dann vielleicht auch sozusagen nochmal einen Unterschied zwischen dem, das Unternehmen beraten innerhalb oder das Unternehmen begleiten innerhalb von
Speaker: Ja, Maßnahmen bis hin zu dieser Sache.
Speaker: Ich möchte aber eigentlich sozusagen wirklich eine conscious economy erreichen, die vielleicht dann auch von dem, was ihr jetzt in der neuen Studie eben auch erarbeitet habt, nochmal angepasst.
Speaker: Also ich finde, dass, wenn ich die Frage jetzt richtig verstehe, also ansonsten hole mich gerne nochmal ab, dann finde ich, dass sich das
Speaker: zumindest auf den zweiten Blick gar nicht so wirklich ausschließt.
Speaker: Wir arbeiten zum Beispiel auch immer wieder gerne mit Unternehmen, weil die natürlich einen sehr großen Hebel haben, Umkunft zu gestalten.
Speaker: Also das ist natürlich, Unternehmen als Teil der Gesellschaft, da haben einen enormen Hebel, um Zukunft mit zu prägen.
Speaker: Und dann ist es für uns eben so, dass wir versuchen wollen, diesen Hebel auch mitzunutzen, damit Unternehmen diesen Einfluss auch
Speaker: konstruktiv nutzen können.
Speaker: Also für uns, jetzt musst du vielleicht doch nochmal mich abholen.
Speaker: Genau, das beantwortet so ein bisschen meine Frage.
Speaker: Also die Frage ist tatsächlich, inwieweit Unternehmen dann tatsächlich eher, also ich meine, es ist ja ganz wichtig, das sind ja auch eigentlich die KundInnen, die Unternehmen und die Organisationen, aber inwieweit ist es sozusagen tatsächlich dann eher ein Systemerhalt, wenn sie auf etwas reagieren oder inwieweit ist es dann wirklich auch etwas, was eine Transformation mit beschleunigen kann oder eine Transformation mit bedingen kann.
Speaker: Oder dann mach du Nina.
Speaker: jetzt auch ein weiterer Gedanke, vielleicht liegt das auch einfach ein bisschen daran, wo die Unternehmen selbst gerade stehen, also wo sie sich vielleicht auch, also ob sie sowieso schon eher Pioniere sind in ihrem Feld, ich glaube, dann geht es viel leichter, dass wir ihnen ein bisschen transformatives Denken mitgeben können und sie können dadurch dann weitergehen, als jetzt irgendwie ein Unternehmen, was eher
Speaker: auf einer reaktiven Seite gerade ist.
Speaker: Ich glaube, da können wir natürlich auch total viel tun für sie und gemeinsam mit denen arbeiten.
Speaker: Ich denke mal, wenn man sich irgendwie wirklich mit dem Future System beschäftigt und den Transformationen, die da drinstecken, dann geht es fast gar nicht, nur auf der systemerhaltenen Seite zu bleiben.
Speaker: Da sind ja so viele Anknüpfungspunkte.
Speaker: Das ist eigentlich auch egal, wie weit du jetzt nach vorne gehst oder in eine transformative Richtung, ist das immer schon mal ein Schritt
Speaker: der aus dem Erhaltenden rausgeht.
Speaker: Ja, ich glaube, das ist auch so das, was ich so gerade im Hinterkopf hatte, dass halt vielleicht, was du sagtest, Jona, dass eben auch Unternehmen in dem Moment ein Hebel sein können, um Transformationen tatsächlich auch zu realisieren.
Speaker: Und auch, Nina, wie du gesagt hast, das ist eigentlich in dem Moment, was ihr auch vorhin schon erwähnt hattet, dass man vielleicht mit einer Frage kommt, aber dann eben ganz viele andere Anknüpfungspunkte sieht, die genauso relevant sind und wo man dann tatsächlich auch vielleicht eine
Speaker: nicht nur einen Systemerhalt macht, sondern tatsächlich auch etwas verändert, was vielleicht zu einer Transformation irgendwann führen könnte.
Speaker: Also insofern, genau, die schon richtig verstanden und ja auch, glaube ich, für mich jetzt auch nochmal so klar geworden ist.
Speaker: Aber daran anschließend nochmal eine praktische Frage.
Speaker: Also wenn ich als Unternehmen tatsächlich mich damit sozusagen auf Orientierungsreise begebe und in das einsteige, wo seht ihr da auch eine notwendige Verzahnung hin zu Strategie und Innovation?
Speaker: Weil ich sage mir jetzt mal so ganz krass gesprochen, als Unternehmen kann ich ja auch, ich sage jetzt mal ganz platt, einen Strategieworkshop machen.
Speaker: Also ich kann mich ja jetzt mal mit meiner Strategie per se beschäftigen und kann dann so Dinge vielleicht mit auch in Augenschein nehmen, muss aber nicht.
Speaker: Ich kann auch rein über das Thema Innovation reingehen und könnte vielleicht auch sehr stark auf eine Produktebene erst mal denken.
Speaker: Wo findet klugerweise eine Verzahnung statt?
Speaker: Wenn ich das so wahrnehme und auch soweit ich es verstanden habe, sind ja diese Dinge eigentlich per se letztendlich dann auch sehr strategische Positionierungsfragen, die da drin stecken.
Speaker: Und dann wird es ja letztendlich spannend.
Speaker: Dann beginnt ja wirklich eine Transformation.
Speaker: Also nicht falsch verstehen, aber ich habe das selber auch in der Arbeit.
Speaker: Wir haben ganz viele Leitbilder erarbeitet und Zielbilder erarbeitet, die sind schön.
Speaker: Und da steckt ganz viel Input drin.
Speaker: Aber ihr wisst es selbst.
Speaker: Wie kriegen wir es dann auf die Straße?
Speaker: Was ist da so eure Erfahrung oder eure Gedanken?
Speaker: Ich glaube, Verzahnung ist genau das richtige Wort.
Speaker: Dass es eben gut funktioniert, wenn man das Future System
Speaker: direkt verknüpft mit irgendwie handfesteren Dingen.
Speaker: Und andersrum ja genauso.
Speaker: Ich glaube, das Future System, da kannst du gut auch über eine Produktinnovation einsteigen, weil sich die vielleicht dann in einem Subtrend auf dem Future System wiederfindet.
Speaker: Und dann kannst du darüber in Richtung Transformation gehen und dann wieder gucken, okay, aber was bedeutet das eigentlich?
Speaker: Und wenn ich den Fahrrad weitergehe, was ist da eigentlich sonst noch drin?
Speaker: Und andersrum ist es aber, glaube ich, auch total wichtig,
Speaker: wenn es jetzt in Richtung von so einer strategischen Neuausrichtung geht, die Arbeit mit dem Future System schon direkt ein bisschen einzubetten.
Speaker: Also da nicht ganz frei ranzugehen, weil ich glaube, dann besteht die Gefahr, dass du auf so einer abstrakten Ebene bleibst und dann so bist du, okay, habe ich jetzt verstanden, aber was bringt es dir?
Speaker: Sondern, dass du da direkt irgendwie so ein bisschen gerichtet reingehst und das dann total fruchtbar ist.
Speaker: Also die transformative Ebene dann auch immer wieder mit, eben einerseits mit so strategischen Ausrichtungsfragen und aber auch mit Innovationen verknüpfen zu können und da aber so in beide Richtungen offen zu bleiben.
Speaker: Ich glaube, das finde ich tatsächlich auch so das Spannende an dem Ansatz, dass es tatsächlich so ein erstmal, also zum einen eine Spielwiese ist, um erstmal sich so ein bisschen zu verorten, dann andere Methoden tatsächlich dazu genutzt werden können, um dann aber doch wieder immer wieder zu dem System, zum Future System zurück
Speaker: Und dann wieder so ein bisschen sich daran zu orientieren und zu überprüfen, bin ich vielleicht eigentlich noch auf dem richtigen, transformativen Weg?
Speaker: Oder wo gibt es vielleicht noch weitere Punkte, die ich mit eben auch berücksichtigen kann?
Speaker: Also das heißt, dieses immer wieder zurückkommen darauf und sich daran neu verorten, ich glaube, das finde ich eben auch sehr charmant an den Systemen.
Speaker: Und es macht für mich dann eben auch so dieses, was ja auch so ein Stück weit eben euer Grundgedanke ist, sichtbar, dass es wirklich darum geht, eben Zukunft zu gestalten und nicht nur darauf zu reagieren, wie es vielleicht bei einer reinen Gnostik wäre, wo ich sage, ich habe hier diese Trendentwicklung und ich muss jetzt irgendwie darauf reagieren, sondern tatsächlich so diesen...
Speaker: diesen Gestaltungsspielraum da mitzuhaben.
Speaker: Ich glaube, das mag ich, diesen spielerischen Ansatz da dran.
Speaker: Und nochmal zurück.
Speaker: Bei dem Gestaltung, weil du das gerade so schön erwähnst, das wäre, glaube ich, auch nochmal eine spannende Frage, einfach so fürs Verständnis.
Speaker: Ich glaube, der Ansatz impliziert ja auch, dass möglichst auch viele partizipieren, oder?
Speaker: In einem Unternehmen oder einer Organisation.
Speaker: Oder ist es nicht dringend notwendig?
Speaker: Weil das ist nochmal so ein bisschen eine spannende Frage, weil letztendlich das aus unserer Arbeit heraus schon einer der, ich sage mal, man kann schon fast so ein bisschen Leitsätze ist der letzten Jahre, ja, Partizipation auf verschiedenen Ebenen.
Speaker: Und ich sage mal, es hat ja auch
Speaker: im Hinblick auf einer gesellschaftlichen Ebene demokratisch auch Dinge zu entscheiden und zu entwickeln, gerade was Zukunft betrifft, ist ja schon auch elementar.
Speaker: Ist es dem innewohnt oder nicht unbedingt?
Speaker: Was würdet ihr sagen?
Speaker: Doch, also es ist dem schon, würde ich sagen, auf jeden Fall.
Speaker: Also Transformation muss partizipativ sein, ob das jetzt auf einer gesellschaftlichen Ebene ist oder auch in einem Unternehmen.
Speaker: Aber es ist natürlich komplex.
Speaker: Also wenn wir jetzt bei dem Unternehmensbild bleiben, das ist glaube ich noch ein bisschen einfacher sich vorzustellen, als jetzt über eine ganze Gesellschaft zu sprechen.
Speaker: In einem Unternehmen mit 50 Personen ist es trotzdem sehr schwierig, alle Personen sozusagen irgendwie bei so einer Transformation komplett mit im Boot zu haben, dass alle sich gleichwertig einbringen und das alle gleichwertig mitgestalten.
Speaker: Also das ist glaube ich sehr, sehr schwierig.
Speaker: Aber man muss es auf jeden Fall so ansetzen.
Speaker: Jetzt aus der praktischen Arbeit wissen wir, dass es da natürlich immer wieder einzelne Personen gibt, so Schlüsselpersonen, die das irgendwie vorantreiben, die da sozusagen versuchen, alle Leute zusammenzubringen.
Speaker: Aber ja, es muss partizipativ sein, um sozusagen auch langfristig wirken zu können und sich wirklich durchsetzen zu können.
Speaker: Ich frage das so, weil das sind die Dinge, die auch die Leute da draußen umtreiben in den Organisationen.
Speaker: Wie macht man es dann?
Speaker: Und genau das ist ja ein wichtiger Punkt.
Speaker: Wen bindest du wie ein wann?
Speaker: Und genau davon leben ja so eine Prozesse auch und daran scheitern sie durchaus auch.
Speaker: Und daher ist es, finde ich, immer schon einfach aus eurer Perspektive, was ihr so erlebt, immer eine sehr spannende Frage auch für mich, wie ihr das beurteilt.
Speaker: Cool, was Anja vorhin gesagt hat, dass man eben das Future System auch an verschiedenen Punkten einfach wieder hinzuziehen kann.
Speaker: Und ich glaube, genauso kann man das auch machen, in verschiedenen großen Gruppen damit zu arbeiten, wo du das irgendwie...
Speaker: man das auch mal einzeln macht oder dann in kleinere Gruppen und dann da wieder sammelt und dann wieder irgendwie in eine mehr strategische Richtung geht und was dann wieder zurückgibt.
Speaker: Also es ist ja einfach eine kontinuierliche Iterative.
Speaker: Ja, für mich ist es tatsächlich auch so, wenn ich es aus der Logik heraus richtig verstehe, ein
Speaker: Grundbaustein eigentlich der transformativen Zukunftsforschung, wenn wir davon ausgehen, dass es ja eigentlich so einen sehr humanistischen Ansatz hat, eigentlich auch einen zukunftsoptimistischen Ansatz, weil es um lebenswerte Zukunft geht, braucht es ja eigentlich wirklich tatsächlich eben auch diesen partizipativen Prozess oder dieses partizipative Element, um tatsächlich auch Zukunft gemeinsam gestalten zu können.
Speaker: Und da würde mich tatsächlich auch nochmal interessieren, gab es bereits, also weil es natürlich gewisse Werte auch mitbringt, die dort impliziert sind, in welche Richtung Zukunft aus eurer Perspektive, auch wir hatten es am Anfang, man ist nie sozusagen nur neutral, sondern bringt einfach immer wieder Dinge mit.
Speaker: Wo gab es da vielleicht auch von eurer Seite auch schon mal Punkte, wo ihr gesagt habt,
Speaker: Da habt ihr ein Stück weit Widerstand gespürt oder da hat vielleicht innerhalb eines Prozesses sich auch nochmal was anderes entwickelt, was ihr gar nicht sozusagen in dem Moment auf dem Schirm hattet, aber trotzdem letztendlich dann zu einer Zukunftsgestaltung statt nur einer Zukunftsreaktion geführt hat.
Speaker: Oder wo merkt ihr vielleicht auch selber tatsächlich dann in dem partizipativen Prozess, weil ihr auch gesagt hattet, dass in den letzten zweieinhalb Jahren sich vielleicht auch mal das eine oder andere geändert hat, wo da eben gewisse andere Richtungen vielleicht dann doch nochmal irgendwie eingeschlagen werden oder wo man gemeinsam darüber diskutiert, über den transformativen Trend, in welche Richtung er sich entwickeln sollte?
Speaker: Ich weiß nicht, ob ich da so schlagfertig ein passendes Beispiel habe, aber was ich spannend finde, also diesen Widerstand zu bestimmten Ideen oder Vorschlägen oder Zukunftsbildern, den spüren wir eigentlich immer wieder in verschiedener Form, auch in Kundenprojekten, aber er ist auch total notwendig.
Speaker: Also wir haben ja auch sowas entwickelt, das nennen wir Wheel of Transformation, wo es irgendwie darum geht, wie Transformation innerhalb von Organisationen gelingen kann und was es dazu braucht.
Speaker: Und da ist Widerstand eines der zentralen Elemente.
Speaker: um eben Transformation überhaupt durchleben zu können.
Speaker: Also wenn jetzt Sachen sich neu entwickeln oder wenn wir zum Beispiel Kundenvorschläge machen, wie man sozusagen die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens auch anders denken könnte, dann ist der Widerstand eigentlich ein ganz natürliches Phänomen, der aber auch erstmal Zeit gibt, um zu reflektieren, was will ich denn auf jeden Fall in meinem Unternehmen oder in meiner Gesellschaft behalten und was kann ich tatsächlich irgendwie loslassen und loswerden und verändern.
Speaker: Und deswegen ist dieser Widerstand erstmal ein ganz, ganz wichtiger Reflex auch, den wir immer wieder sozusagen feststellen, über den man dann aber natürlich auch hinaus muss.
Speaker: Also dann sozusagen trotzdem irgendwie versuchen, einen Schritt weiter zu gehen.
Speaker: Und auch da haben wir wieder so diese, also man muss Synthesen bilden.
Speaker: Es ist jetzt nicht so, dass wir irgendein Zukunftsbild vorschlagen und dann wird das nachher so, sondern das sind ja alles erstmal nur Ideen, Ansätze, Anreize, aus denen sich was entwickeln muss.
Speaker: Ja, ich glaube, das ist tatsächlich auch nochmal so das, was ich sehr wichtig finde, eben wie du sagst.
Speaker: Es sind Ideen, es sind Anreize und daraus entwickelt sich etwas weiter, um da wieder zurückzukommen zu dem Thema Future Doppelpunkt Project.
Speaker: Es ist sozusagen tatsächlich das offene Projekt mit vielleicht auch teilweise einem ja nicht geschriebenen Ende, sondern mit Anregungen und Ideen, in welche Richtung es gehen kann.
Speaker: Ja, richtig.
Speaker: Und bei den Transformationen, weil du es auch nochmal angesprochen hattest, also wenn wir jetzt die Transformation, ich glaube, wir haben es auf jeden Fall für nächstes Jahr geplant, auch das Future System nochmal ein bisschen abzudaten.
Speaker: Das ist natürlich immer ein Großprojekt dann, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Transformationen dann auch nochmal anders aussehen könnten und dass wir uns da selbst auch nochmal reflektieren und
Speaker: Ja, nochmal nachdenken, was sich da so getan hat.
Speaker: Dieser Prozess ist einfach total wichtig, um sozusagen nicht in alten Bildern verhaftet zu bleiben.
Speaker: Ja, sehr spannend.
Speaker: Da bin ich gespannt, was rauskommt und womit wir in Zukunft arbeiten werden.
Speaker: Ich bin ja hier immer die Frau mit der Uhr.
Speaker: Und wir nähern uns schon dem Ende, so schnell geht das immer, wenn man dann doch mal im Thema ist.
Speaker: Und daher würde mich mal auf so einer ganz persönlichen Ebene interessieren, und ich glaube Anja auch, ich spreche jetzt einfach um.
Speaker: Wie schaut ihr denn so grundsätzlich in die Zukunft?
Speaker: Also ich sage mal, so ein bisschen, zumindest aus der allgemeinen Wahrnehmung, man hört ja verschiedene Dinge, natürlich muss man immer so ein bisschen...
Speaker: reflektieren, wer sagt was und wie wird es auch kommuniziert und was wird auch so in den Medien wie dargestellt.
Speaker: Aber ich sage mal grundsätzlich, die Zukunft hat es ja per se momentan nicht ganz so leicht.
Speaker: Also ich sage mal, sie hatte es vielleicht schon mal leichter, sagen wir es mal so, in der Vergangenheit.
Speaker: Wie schaut ihr denn da drauf?
Speaker: Einfach mal so aus eurer Arbeit, aus eurem persönlichen Umfeld Blick auf dieses Thema, mit dem ihr euch ja auch intensiv beschäftigt.
Speaker: Nina.
Speaker: Ja, ich würde sagen, es wird auf jeden Fall besser, als man vielleicht denkt, wenn man so in die Welt schaut.
Speaker: Und ich glaube, das liegt ganz stark daran, dass eben natürlich kennen wir alle die Medien eher die schlechten, die alarmistischen Dinge nach vorne streichen und vielleicht das, was automatisch oder was einfach schon gut funktioniert, was irgendwie konstruktive, positive Ansätze sind, immer weniger Licht bekommt sozusagen.
Speaker: Und das ist aber auch für uns ganz wichtig, genau darauf ein bisschen den Fokus zu legen und das auch nicht zu zeigen, um eben auch Mut zu machen.
Speaker: Denn genau das ist ja auch ein bisschen so das Transformative, dass unsere Arbeit schon dem Wesen nach transformativ ist.
Speaker: Nicht nur, weil wir uns Wandel anschauen, sondern weil wir ihn damit, wie wir ihn uns anschauen und auch einschlüssen und darüber sprechen und darüber schreiben und Bilder zeichnen, den ja auch schon für einen.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: You're nice.
Speaker: Ja, ich blicke eigentlich auch sehr zuversichtlich auf die Zukunft.
Speaker: Also ich finde, was wir gerade total feststellen, ist, dass wir so eine Krise der Kognition haben.
Speaker: Also sozusagen diese ganzen Krisenphänomene, die sich weltweit überlagern, dass die uns eigentlich so ein bisschen davon abhalten, überhaupt über Zukunft richtig nachzudenken und sich eine gute Zukunft vorstellen zu können.
Speaker: Und ich finde, dass, wenn wir das wieder schaffen, sozusagen konstruktive Zukunftsbilder,
Speaker: zu entwerfen, uns damit zu beschäftigen und zu schauen, wie denn ein Schritt sozusagen in diese Zukunft möglich wäre, dass wir da schon viel weiter wären und ich bin aber, wie gesagt, sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen und dass wir irgendwann auch wieder in dieses Zukunftsdenken reinkommen.
Speaker: Ich glaube, mit dem Future System habt ihr auf jeden Fall eine gute Grundlage geschaffen, sich auch mit Zukunft positiv beschäftigen zu können, um eben auch neue Narrative eben den linearen
Speaker: Narrativen aus Medien und dem Alltag sozusagen zu begegnen.
Speaker: Ja, dann vielen Dank.
Speaker: Vielen Dank, dass ihr da wart.
Speaker: Vielen Dank, dass ihr uns mitgenommen habt.
Speaker: In die transformative Zukunftsforschung ein bisschen Klarheit gegeben habt.
Speaker: Für die Hörenden, wir werden das auf jeden Fall verlinken.
Speaker: Ihr beide steht natürlich auch, beziehungsweise das ganze Team vom Future Project für Fragen auch zur Verfügung.
Speaker: Und ja, ich freue mich da auch, dass wir weiter miteinander zusammenarbeiten.
Speaker: Einen schönen Tag.
Speaker: Sonnigen Tag.
Speaker: Bis bald.
Speaker: Ciao.




