Transcript
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zurück zu einer neuen Folge von Next Stop Future.
Speaker: Manchmal kippen Entwicklungen leise, bis plötzlich etwas sichtbar wird, das eine ganze Branche aufhorchen lässt.
Speaker: In diesem Fall sind es Orte, die sich zurückziehen.
Speaker: Wasserfälle, Inseln, Strände, ganze Wohnviertel.
Speaker: Und überall dieselbe Botschaft.
Speaker: Dieser Raum gehört wieder uns.
Speaker: Residence-Only-Zonen, Locals-Only-Days, Protestierende, Communities, das alles sind Symptome eines Konflikts, der schon lange schwelt.
Speaker: Es geht um Übernutzung, um den Verlust alltäglicher Lebensqualität und um die Frage, wer welchen Raum in einer Destination nutzt und nutzen darf.
Speaker: In dieser Folge schauen wir genauer hin.
Speaker: Was bedeutet es, wenn einheimische Zeitfenster oder ganze Räume touristisch schließen?
Speaker: Warum entstehen diese Maßnahmen ausgerechnet jetzt?
Speaker: Und könnte das tatsächlich ein Modell für die Zukunft sein?
Speaker: Oder ist das nicht erst der Anfang eines neuen großen Konfliktes?
Speaker: Ich und Anja schauen da mal ein bisschen tiefer rein, haben euch viele Beispiele auch mitgebracht.
Speaker: Ja, und wir reden über die gesellschaftlichen Dynamiken, die auch dahinter stehen.
Speaker: Und wir versuchen, die zentrale Frage zu klären.
Speaker: Wem gehört der Lebensraum und wer darf wann eigentlich wo sein?
Speaker: Viel Spaß bei dieser Folge und beim Zuhören.
Speaker: Hallo Anja, ich grüße dich.
Speaker: Hallo Katarina, schön dich mal wiederzusehen.
Speaker: Ja, wir waren ja jetzt eine Weile nicht hier in sozusagen unserer virtuellen oder auf unserer virtuellen Bühne, sondern das letzte Mal waren wir tatsächlich auf einer analogen Bühne.
Speaker: Ja, tatsächlich mal was anderes und sehr schön, war eine schöne Erfahrung, fand ich.
Speaker: Ja, fand ich auch.
Speaker: Also beim Data Summit waren wir, falls das jetzt nicht alle mitbekommen haben oder gehört haben, ist die letzte Folge, die wurde beim Data Summit in Mainz aufgezeichnet im November.
Speaker: Und da ging es um das doch sehr immer noch herausfordernde Thema der Daten in touristischen Destinationen.
Speaker: Und letztendlich auch, dass man die überhaupt erstmal hat, wie man sie braucht, damit man dann auch entsprechend das Angebot bieten kann, also digital natürlich, das durchaus vielleicht auch der Kunde möchte.
Speaker: Und es war eigentlich ganz schön, dass wir uns analog getroffen haben, um über das Thema Daten zu sprechen.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Vor allem auch die Einladung von Rheinland-Pfalz war einfach eine schöne Idee, diesen Summit, der ja den ganzen Tag lief, dann nochmal mit einem Live-Podcast abzuschließen, das Ganze abzurunden, nochmal so ein bisschen einzuordnen aus unserer Perspektive.
Speaker: Also klare Empfehlung an alle HörerInnen, hier da nochmal in den letzten Podcast reinzuhören.
Speaker: Genau und das vielleicht auch für eine andere Veranstaltung vielleicht mitzudenken.
Speaker: Unbedingt, ja.
Speaker: Es war mal was anderes.
Speaker: Da fahren wir dann gerne hin und wiederholen das gerne in anderen Settings.
Speaker: Das war ja sowieso eine Woche, in der wir uns relativ häufig gesehen haben.
Speaker: Normalerweise sind wir ja immer virtuell und in der Woche haben wir uns unter anderem auch in Brandenburg gesehen.
Speaker: Dann eben dann wieder vor Ort in Mainz.
Speaker: Also das war mal aus dem digitalen Treffen, aus dem digitalen Raum in einen analogen Raum rein.
Speaker: Genau, also da sind wir in Brandenburg bei der Gastro Zukunft unterwegs oder für die Gastro Zukunft sozusagen.
Speaker: Letztendlich hat das ja alles so ein bisschen auch mit dem Thema, was wir heute besprechen, zu tun.
Speaker: Beziehungsweise geht es ja heute auch um Destinationen, um den Lebensraum, sagen wir es mal so.
Speaker: Und wir wollen uns heute mal so ein bisschen einem speziellen Thema widmen, das durchaus sehr spannend ist, durchaus auch sehr, ja, ich sag mal, mehr an die Oberfläche sozusagen kommt in verschiedenen Destinationen.
Speaker: Es geht nämlich heute um das Thema Residence Only.
Speaker: Was passiert, wenn Touristinnen draußen bleiben sollen?
Speaker: Das ist mal unsere Überschrift und unser Thema heute.
Speaker: Und ihr könnt es vielleicht schon ahnen, wo es so ein bisschen drum geht.
Speaker: Aber Anja, vielleicht magst du da mal einleiten und mal so ein bisschen in den Kontext geben.
Speaker: Ja, gerne.
Speaker: Also vielleicht erst mal so ein bisschen zu der Arbeit.
Speaker: Es ist ja, also wir haben ja, wenn wir von Trends oder wenn ich Trends recherchiere oder überlege oder nicht überlege, sondern analysiere, wie tatsächlich irgendwie gerade so Wandel sich bemerkbar macht, hat man ja immer so teilweise
Speaker: ich sage mal, Signale und Rauschen.
Speaker: Also das Rauschen ist eher so etwas, was vielleicht unglaublich präsent ist, aber was eigentlich gar nicht so wirklich eine Trendentwicklung ist.
Speaker: Und dann gibt es einfach Signale, die tatsächlich sich auf einmal häufen.
Speaker: Und dieses Thema Residence-Only ist eine...
Speaker: Ein Phänomen, über das ich in den letzten Monaten tatsächlich immer häufiger gestoßen bin.
Speaker: Also es ist jetzt auch nichts Überraschendes, weil wir beschäftigen uns ja auch medial, kriegen wir das mit, beschäftigen uns ja schon länger auch mit der Frage, wie touristische Destinationen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Einwohnenden und eben auch Besuchenden herstellen können.
Speaker: Und das eben gerade an Orten, die vielleicht klassischerweise unter das Thema Overtourism fallen würden.
Speaker: Es gab irgendwie immer wieder in den letzten Jahren ja auch schon Demonstrationen, ob es nun Barcelona war oder eben auch in Mallorca oder auch auf den Kanaren, wo die Einwohnenden, also die tatsächlich dauerhaft dort meistens residieren, sich stark gemeldet haben, dass die Situation nicht mehr tragbar ist.
Speaker: Und ein Phänomen neben diesen Demonstrationen viel geht ja auch gerade gegen zum Beispiel steigende Mieten und da wird Airbnb ja immer gerne sozusagen die Schuld zugeschoben.
Speaker: Das müsste man vielleicht mal in einem anderen Kontext nochmal analysieren, was da so das Phänomen eigentlich ist.
Speaker: Auf jeden Fall ein Signal, was ich jetzt in den letzten Wochen, Monaten beobachtet habe, ist dieses Residence-Only oder Local-Only-Phänomen.
Speaker: Das heißt, wo tatsächlich...
Speaker: die Forderung im Raum steht und teilweise auch schon die Umsetzung da ist, dass an manchen Tagen oder auch manche Orte wirklich nur für die Einwohnenden vorbehalten sind.
Speaker: Das heißt, Touristinnen und Besuchende, die zum Beispiel keinen Ausweis haben der Region oder als Einwohnende Anwohner eben getragen,
Speaker: kennzeichnet in irgendeiner Weise sind, dann dort keinen Zutritt haben.
Speaker: Und das ist tatsächlich ein Phänomen, was immer häufiger und in den unterschiedlichsten Orten auch weltweit diskutiert wird.
Speaker: Genau, und da hattest du ja auch, oder ich meine, es gibt Beispiele, es ist jetzt nicht so etwas, was wir jetzt so vom Hören sagen und man liest es oft, also es gibt ja tatsächlich konkrete Beispiele und weil du das gerade erwähnt hast, mit dem Ausweis, zum Beispiel im East Maui, gibt es einen Wasserfall, wo genau das gemacht wird, also da gibt es dann einen Tag nur für die Residents vor Ort und die müssen sich dann entsprechend auch ausweisen, damit sie dann zu diesem Wasserfall können, ne?
Speaker: Genau, richtig.
Speaker: Also dort ist es dann tatsächlich so, dass man benötigt eben einen hawaiianischen Führerschein, um sozusagen dann zu diesem Trail, der zu diesem Wasserfall führt, zugelassen zu werden.
Speaker: Es gibt dann diese Residence Days, die auch auf der Webseite so angekündigt werden, dass also auch die TouristInnen Bescheid wissen, wann sie dort eben keinen Zutritt haben.
Speaker: Und es ist also klassischerweise könnte man das Ganze auch unter Besucherlenkung umsetzen.
Speaker: Also das heißt, es geht darum zu gucken, wie kann man wirklich Orte eben auch vor diesem Overtourism schützen, gerade vielleicht auch Naturorte, die ja auch für die lokale Bevölkerung in irgendeiner Weise vorbehalten sein sollten.
Speaker: Ich finde, das ist ein durchaus sehr kontrovers zu diskutierendes Thema, weil es ja im Grunde genommen auch einen Ausschluss, ein Exklusivrecht bedeutet.
Speaker: Aber natürlich irgendwie ist dort immer abzuwägen,
Speaker: Was bedeutet es eigentlich eben auch für die lokale Bevölkerung, wenn sie an einer solchen touristischen Destination eben auch wohnen und
Speaker: Was ich sehr schön finde, ist eben auch ein anderes Beispiel aus Venedig.
Speaker: Dort ist eine Insel, ich hoffe, ich spreche sie richtig aus, Poveglia.
Speaker: Dort gab es seit über zehn Jahren eine Bürgerinitiative, die eben gefordert hat, diese Insel oder diesen Teil der Insel für die lokale Bevölkerung oder eben auch für die, ja, also frei zugänglich für alle zu machen, aber primär also wirklich aus dieser Idee heraus,
Speaker: dass diese Insel ein Ort sein sollte, der vor allem für die BewohnerInnen Venedigs zugänglich sein soll.
Speaker: Ursprünglich war dort geplant, eben ein Luxusressort mit Ferienwohnungen oder mit touristischen Angeboten zu eröffnen.
Speaker: Und es gab wirklich also eine langjährige Auseinandersetzung und nun hat diese Bürgerinitiative den Zuspruch erhalten.
Speaker: Und es soll tatsächlich dann so geregelt werden, dass es eine teilweise eben Local Only Island sein soll, aber eben auch doch teilweise zugänglich für touristische Zwecke.
Speaker: Ja.
Speaker: Aber wir reden ja nicht nur, also ich meine, ich glaube gerade im Kontext von sensiblen Räumen, auch aus ökologischer Perspektive und sozusagen im sensiblen Naturraum befindlich, da ist das sicherlich vielleicht, würde ich jetzt einfach mal so die These in den Raum stellen, tatsächlich vielleicht auch noch etwas, was man sehr gut kommunizieren kann, im Hinblick auch auf die Touristinnen und so in dem Kontext, das ist ja ein auch sehr schützenswerter Raum,
Speaker: Und der soll möglichst auch erhalten bleiben.
Speaker: Und ich glaube gerade so im Kontext auch von Nachhaltigkeit.
Speaker: Wir haben da schon, glaube ich, auch eine hohe Sensibilisierung, dass da vielleicht durchaus der ein oder andere oder die ein oder andere Reisende tatsächlich da auch...
Speaker: positiver auf reagiert oder vielleicht verständnisvoller.
Speaker: Aber tatsächlich haben wir ja diese Residence-Only-Approach, sage ich mal, den haben wir ja nicht nur in solchen Räumen, sondern es gibt ja, und da haben wir auch Beispiele mitgebracht, auch Räume, sozusagen urbane Räume, wo das stattfindet.
Speaker: Und du hattest da ein Beispiel auch von Menorca genannt oder haben wir schon besprochen.
Speaker: Das heißt, glaube ich, Binibeka Welle.
Speaker: Wenn ich das ausspreche, das ist ein Dorf.
Speaker: Und da gibt es dann tatsächlich eine bestimmte Uhrzeit.
Speaker: Also zwischen 11 und 20 Uhr wird da sozusagen abgeriegelt und auch ausgeschildert in dem Sinne an diesen Zugängen zu diesem Dorf.
Speaker: dass doch bitte die Touristen draußen bleiben sollen, also Keep-out-Symbole sind dann dort zu sehen, damit letztendlich dann irgendwann auch die AnwohnerInnen ihre Ruhe haben.
Speaker: Und das ist ja schon auch nochmal so ein bisschen, also einerseits sind sie ja, wenn ich das richtig verstanden habe, schon auch ein Dorf, was sehenswert ist und was besucht werden soll, ja, in einem gewissen Rahmen.
Speaker: Andererseits will man das aber auch beschränken und nur zu bestimmten Zeiten.
Speaker: Und da wären wir ja schon so ein bisschen in durchaus einer anderen Perspektive oder wie siehst du das?
Speaker: Genau, und da ist vielleicht so dieses Spannungsfeld am besten auch zu sehen.
Speaker: Es sind viele Orte ja wirklich, die auch von diesem Tourismus leben und auch tatsächlich als touristische Destinationen durchaus eben sich auch präsentieren.
Speaker: Und auf der anderen Seite ist es aber so, dass es durch, ich glaube, wir haben hier auch nochmal dieses Phänomen von Instagram oder überhaupt von einer großen Medien, sozialen Medien,
Speaker: eines sozialen Medienphänomens, gerade über Bildgenerierung, dass das eben die Lebensqualität der Personen, die dort wohnen, stark irgendwie einschränken.
Speaker: Und man hat eben sozusagen behördlich dort in Menorca geschätzt,
Speaker: entschieden, dass diese Straßenzüge eben wirklich dann tatsächlich nur noch in einer bestimmten Zeit zu betreten sind.
Speaker: Das bedeutet, dieses Dorf ist also tatsächlich jetzt anders als, wie du auch sagtest, jetzt Poveglia oder eben auch in Hawaii.
Speaker: Ist das jetzt in dem Sinne kein Naturschutz oder kein Naturraum, der vielleicht auch noch zusätzlich, wo man denkt, okay, der sollte erhalten werden als
Speaker: als ökologisches Areal.
Speaker: Es ist dann tatsächlich, hier geht es wirklich mehr um diese Lebensqualität.
Speaker: Und ich glaube, natürlich, wenn wir Nachhaltigkeit aus verschiedenen Kontexten auf allen drei Säulen denken, ist hier natürlich einfach auch der Teil der sozialen Säule ganz stark im Vordergrund.
Speaker: Aber es ist natürlich etwas, was erst mal anders ist.
Speaker: Also das sind schon auch Phänomene, die
Speaker: die wir so in den letzten Jahrzehnten ja einfach nicht hatten, wo es darum ging, auch aus dieser touristischen Perspektive möglichst überall in die lokalen Teile reinzukommen und wirklich auch das mitzubekommen.
Speaker: Das ist ja so dieser Urwunsch vieler TouristInnen, tatsächlich das lokale Leben mitzubekommen.
Speaker: Und hier ist dann wirklich so dieses Nein, wir haben hier unsere Privatsphäre.
Speaker: Es ist so ein Stück weit, wie als würde man den Vorgarten quasi schützen und dann eben wirklich auch die Zugänge sperrt.
Speaker: Und ein ähnliches Phänomen ist in Mallorca zu beobachten.
Speaker: Dort ist das noch nicht umgesetzt.
Speaker: Also da gibt es einfach den Wunsch und auch die Bestrebungen der BewohnerInnen, der Einheimischen.
Speaker: Das heißt Strände tatsächlich oder auch Zonen wirklich nur für die lokale Bevölkerung, also Residence Only zu machen.
Speaker: wo es dann wirklich eben keine TouristInnen gibt.
Speaker: Aus persönlicher Perspektive kann ich durchaus diesen Wunsch in einer gewissen Weise nachvollziehen und andererseits sehe ich trotzdem auch so diese Problematik, wenn wir immer wieder darüber sprechen, dass ja eigentlich die Sphären sich zunehmend vermischen zwischen Freizeit und Arbeit, zwischen Urlaub und Nichturlaub, zwischen Einwohnenden und Besuchenden.
Speaker: Also wir haben ja in den letzten Jahren, beobachten wir ja zunehmend, dass es nicht mehr so klassisch sich zum
Speaker: abzutrennen ist.
Speaker: Und hier ist dann so ein Stück weit wie so ein Gegentrend.
Speaker: Also das heißt, wir haben hier eine Entwicklung, die tatsächlich wieder wie ein Anker reinwirft oder wie ein Stück weit ein Stoppsignal.
Speaker: Nein, wir haben hier sozusagen eine Kapazität erreicht, die unsere Lebensqualität so stark einschränkt, dass wir das zurückfahren müssen.
Speaker: Ich würde sagen, es ist ein Phänomen, was sich in den nächsten Jahren, zumindest wenn sich nicht von Destinationsseite etwas verändert, durchaus noch zuspitzen wird und
Speaker: sicherlich nicht die einzigen Beispiele und die einzigen Orte bleiben werden, die exklusiv oder nur zu bestimmten Zeiten als Ort für die BesucherInnen, die Gäste zur Verfügung stehen werden.
Speaker: Was in dem Zusammenhang ja total spannend ist, finde ich.
Speaker: Ja, wir reden darüber ja schon auch seit geraumer Zeit und es sind...
Speaker: Also grundsätzlich das Thema Overtourism und ich sage jetzt mal, wie du jetzt auch sagst, diese punktuellen Bewegungen, die da zutage treten, gibt es schon tatsächlich jetzt auch nicht erst seit gestern.
Speaker: Was ich ja spannend finde, in dem Kontext kommen wir ja dann immer wieder auf diese Lebensraumthematik beziehungsweise auch das Management in einer Destination und dann auch die erweiterte oder weiterentwickelte Rolle von Destinationsmanagementorganisationen.
Speaker: und welche Aufgaben da auch perspektivisch zu übernehmen sind, beziehungsweise bedingt diese Entwicklung, diese Überlegungen und auch diese, ich sag mal so ein bisschen die Anforderungen an diese Organisation, ins Handeln zu kommen, in einem gewissen Rahmen.
Speaker: Natürlich müssen da auch noch andere Stakeholder-Akteure mit agieren.
Speaker: Aber da steht ja für mich eine Frage im Raum, die ja nicht so einfach zu beantworten ist, nämlich wem gehört der Raum eigentlich?
Speaker: Also ich sage mal, das ist ja teilweise öffentlicher Raum, teilweise auch nicht.
Speaker: Also wenn es natürlich auch bestimmte Zonen sind oder gerade jetzt in Naturreservaten und so, da gibt es ja eh schon sozusagen Restriktionen in der Nutzung des Raumes,
Speaker: Aber wir haben ja da so verschiedene Anspruchsgruppen an den Raum.
Speaker: Und die Frage ist ja am Ende des Tages, wem gehört der Raum eigentlich?
Speaker: Also wer kann denn dann wie entscheiden, wie dieser Raum auch wann genutzt wird?
Speaker: Also wenn man das jetzt mal so ein bisschen überspitzt sieht, da ist ja dann von Seiten der Einwohnerinnen eine Anwendung,
Speaker: sozusagen in Anspruchnahme oder eine Anforderung im Raum, sprich wirklich.
Speaker: Und die sagen jetzt, nee, also wir wollen das jetzt hier nicht mehr.
Speaker: Und wir schieben dem Ganzen einen Riegel vor und es gibt entweder bestimmte Zeiten oder man einigt sich dann mit anderen Akteuren in diesem Raum, dass es zum Beispiel dann bestimmte Tage gibt und so weiter und so fort.
Speaker: Aber da sind ja schon auch elementale Fragen drin im Sinne von einer Raumnutzung.
Speaker: Und wie kann denn das überhaupt auch in Zukunft auf einer Basis oder einem Rahmen stattfinden, dass da tatsächlich auch diese verschiedenen Anspruchsgruppen
Speaker: die sozusagen ihren Raum oder ihr Bedürfnis auch befriedigt bekommen.
Speaker: Weil ich stelle mir das schon auch schwierig vor.
Speaker: Also weil ich sage mal, wie wir das eingangs gesagt haben, viele von diesen besprochenen Destinationen hängen ja auch zum Teil sehr stark am Tourismus.
Speaker: Und den will man ja grundsätzlich auch weiter haben.
Speaker: Aber man kann natürlich verstehen,
Speaker: dass das, wie gesagt, zu diesen Dingen führt, die wir gerade beschrieben haben.
Speaker: Und dann hast du ja immer sozusagen Reimungspunkte oder hast verschiedene Anforderungen an den Raum.
Speaker: Und die Frage ist, wer soll das lösen?
Speaker: Genau, ich glaube, das, was sich da als zentrales Problem sichtbar macht oder was als zentrales Problem sichtbar wird, ist sicherlich, dass wir in den letzten Jahren einfach die touristischen Räume und die Räume für Bewohnende oder für Infrastruktur einfach zu stark verhindern.
Speaker: Also dass Stadt- und Raumplanung oder auch Naturschutz oder eben gerade auch so die touristische Entwicklung nicht oder zu wenig miteinander kommuniziert haben, um gemeinsam diese Destination oder diesen Raum zu entwickeln.
Speaker: Und die Frage, die du stellst, wem gehört der Raum?
Speaker: Also das ist sicherlich wird aus den unterschiedlichsten Perspektiven ganz anders beantwortet.
Speaker: Und was ich denke, ist, dass es eine Diskussionsgrundlage ist für uns als Gesellschaft, die
Speaker: wie möchten wir eigentlich mit Raum umgehen und hier den Raum so gestalten, dass tatsächlich alle Beteiligten in irgendeiner Weise zumindest ein Mitspracherecht haben können an dieser Entscheidung, für was und wie Raum genutzt wird.
Speaker: Und da sind natürlich ganz viele partikuläre Interessen dabei.
Speaker: Also das heißt, touristische Akteure haben ganz andere Interessen als vielleicht jemand, der zum Beispiel in diesem
Speaker: in diesem Fischerdorf in Menorca wohnt und vielleicht dort schon einfach auch Ruhe möchte.
Speaker: Die grundlegende Frage ist natürlich auch, wen bezieht man mit ein?
Speaker: Also Menschen, wir haben ja auch Einwohnende und Zweitwohnende quasi, die zu bestimmten Jahreszeiten tatsächlich vor Ort sind, die eine Ferienwohnung haben oder einen Zweitwohnsitz irgendwo haben.
Speaker: Menschen, die digitale Nomaden sind und vielleicht nur ein paar Monate dort wohnen.
Speaker: Also die Frage ist durchaus berechtigt, wer bestimmt, was an diesem Raum stattfindet.
Speaker: Und natürlich haben wir Infrastrukturen und auch Institutionen, die da diese Rolle übernehmen müssen auch, die ja meistens auch demokratisch sind.
Speaker: zumindest in den besten Fällen demokratisch auch legitimiert sind.
Speaker: Aber da braucht es tatsächlich einfach so dieses Umdenken und zu gucken, wie können wir die Personen an einen Tisch holen und auch gegenseitig dafür ein Verständnis für die Vor- und auch für die Nachteile gewisser Entscheidungen aufmachen und auch zur Diskussionsgrundlage stellen.
Speaker: Weil eben wirklich natürlich, also
Speaker: Die Lösung kann nicht sein, sich vor dem Tourismus zu verschließen, speziell wenn eben auch Destinationen davon leben, sage ich jetzt mal, weil Tourismus ist einfach ein großer Wirtschaftsfaktor.
Speaker: Er bringt Infrastruktur, er bringt eben auch ein Stück weit Lebensqualität, aber es gibt natürlich irgendwo ein Limit, wo dann eben tatsächlich die Lebensqualität so sinkt und damit natürlich dann auch wieder die Apmosphäre vor Ort sinkt.
Speaker: Also das hängt ja auch immer wieder miteinander zusammen, da haben wir auch schon häufiger mal drüber gesprochen, aber
Speaker: Aus meiner Perspektive muss Raum tatsächlich irgendwie so miteinander gestaltet werden, das heißt, dass verschiedene Interessengruppen und VertreterInnen eben auch tatsächlich miteinander das zusammengestalten können und auch müssen.
Speaker: Und ich glaube, das ist die einzige Möglichkeit, einen Raum so zu gestalten, dass er wirklich...
Speaker: für die Zukunft an Lebensqualität steigt oder zumindest die Lebensqualität hält.
Speaker: Und was ich da wirklich auch für eine gute Option halte, ist mittels, wir hatten den letzten Podcast dazu über Daten, natürlich das Ganze auch nochmal sichtbarer zu machen.
Speaker: Also wir haben hier viele Möglichkeiten eben auch über sogenannte Smart City Initiativen,
Speaker: die gerade auch im touristischen Kontext eben ausgerichtet sind, das auch nochmal zu ermöglichen, Partizipation zu ermöglichen, aber eben auch transparent zu machen, wo findet eigentlich gerade was statt und wo ist was wie.
Speaker: Also da haben wir wirklich eine große Chance über gute Datenpflege, auch das im letzten Podcast, gutes qualitätvolles Datenmanagement, eben diese Schritte auch oder diese Konsequenzen auch sichtbar zu machen und auch
Speaker: transparent zu machen.
Speaker: Und da sehe ich tatsächlich die großen Chancen drin.
Speaker: Aber dafür braucht es dieses Umdenken, dafür braucht es das Umdenken seitens der Institutionen, die Raum normalerweise gestalten, aus einer Raumplanungsgedanke heraus, aber eben auch ein Umdenken seitens der von Destinationsmanagement, von touristischem Marketing, die ja wirklich in den letzten Jahrzehnten einfach ganz andere Vorstellungen, auch ganz andere Interessen hatten als vielleicht sozusagen Lebensraumgestaltung.
Speaker: Ja,
Speaker: Und da würde ich gerne nochmal darauf eingehen.
Speaker: Wenn wir über dieses Lebensraummanagement erzählen, und das weiß ich einfach nochmal für die, die zuhören, also das ist sozusagen eine Entwicklung, die wir über die letzten Jahrzehnte, muss man eigentlich sagen,
Speaker: Und die sich schon auch noch stärker manifestiert hat, gerade durch Corona.
Speaker: Das heißt, dass Destinationsmanagement-Organisationen sich tatsächlich zu einer Management-Organisation hin entwickeln, die auch mehr Aufgaben im Lebensraum übernimmt, also in die Destination hinein.
Speaker: die dann auch eher zum Beispiel Infrastrukturfragen betreffen, die tatsächlich auch den Aufenthalt, die Aufenthaltsqualität betreffen, als, ich sage jetzt mal ganz krass gesprochen, nur Marketing zu machen und zu schauen, dass möglichst viele kommen.
Speaker: Und in dem Zusammenhang haben wir dieses Thema natürlich sehr stark.
Speaker: Also inwieweit wird schon gemanagt, inwieweit hat man auch diese Perspektive für den Lebensraum und tatsächlich auch für diese anderen Aspekte, außer dass es, ich sage es ja auch mal ein bisschen überspitzt, dass es dem Touristen gefällt und dass er viel erleben kann und gut essen geht.
Speaker: Und da frage ich mich aber tatsächlich und ich finde, das ist schon eine berechtigte Frage, weil dieses Thema, wie gesagt, immer stärker auch jetzt diskutiert wird und immer stärker auch im Fokus steht im Kontext überhaupt auch von Tourismus, wie gesund ist Tourismus, was tut Tourismus und so weiter.
Speaker: Wie glaubst du tatsächlich, sind diese Organisationen in der Lage, das auch wirklich mit zu steuern, in dem Maße, dass es tatsächlich auch sichtbare Veränderungen gibt?
Speaker: Und dass da auch wirklich, sagen wir mal, naiv gedacht, ein schöner, guter Tourismus mit glücklichen Einwohnerinnen.
Speaker: Also sozusagen gerade diese beiden Zielgruppen tatsächlich auch zufrieden sind und beides auch gut gelebt werden kann.
Speaker: Weil ich sage jetzt mal ganz ehrlich,
Speaker: Aus meiner Perspektive bedingt das, dass man diese Organisation tatsächlich nochmal auch deutlich einen Schritt weiter anders denken müsste, ihnen auch diese Rolle tatsächlich auch zuspricht.
Speaker: Und das bedeutet auch, dass da entsprechend Zugang zu Daten ist, den sie ja teilweise so gar nicht haben, beziehungsweise dass es dafür auch Geld gibt, dass sie so ja gar nicht haben.
Speaker: Und das ist natürlich auch bedingt, dass dann dort Menschen sitzen, die
Speaker: die diese Entscheidungen zumindest auch mit beurteilen können, mit steuern können, vor dem Hintergrund immer zu wissen, dass es natürlich noch andere auch mit in diesem Lebensraum braucht.
Speaker: Also teilweise wird es auch so ein bisschen dargestellt, da müssen die jetzt mal die Lösung zaubern und sie haben es einfach nicht gut gemanagt, also haben wir jetzt diese Probleme.
Speaker: Das ist ja schon ein bisschen zu kurz gedacht.
Speaker: Ja, das ist zu kurz gedacht und die Frage, wie sind wir da oder wie funktioniert dieser Weg, dieser Prozess, ich denke, das ist sicherlich zunächst einmal dieses Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wirklich das aus mehreren Dimensionen gedacht werden muss, dass man hier...
Speaker: Ich glaube, dass es nicht mehr zu trennen ist und dass Menschen aus den unterschiedlichen Departements und Unternehmen und Organisationen an einen Tisch gebracht werden müssen.
Speaker: Ich habe schon das Gefühl und ich denke, das würde mich interessieren, wie deine Wahrnehmung ist, dass dieses Umdenken schon langsam stattfindet, dass man schon auch eher darauf Rücksicht nimmt, okay, wenn ich hier was...
Speaker: was für den Naturschutz mache, dann sollte es vielleicht auch tatsächlich nicht nur eine Naturschutzmaßnahme sein, sondern wie kann ich vielleicht auch touristische Konzepte mitdenken, es vielleicht attraktiv gestalten für auch die Einwohner wie die Gäste und auch aus Seiten gerade des Destinationsmanagements der DMOs ist auch dieses Denken zunehmend da,
Speaker: Es ist aber noch einfach an den institutionellen und an den Strukturen scheitert, würde ich sagen, dass es natürlich einfach Prozesse sind, die sehr eingefahren sind, wenn es jetzt zum Beispiel um Raumplanung oder auch um Raumgestaltung geht.
Speaker: Und Städten und Kommunen sind ja unglaublich viele Ämter häufig daran beteiligt.
Speaker: wo die Ämter untereinander schon nicht mehr ganz klar wissen, wer eigentlich jetzt für eine Platzgestaltung oder zuständig ist.
Speaker: Ist es das Grünflächenamt oder ist es das Straßenverkehrsamt oder wer ist eigentlich dafür zuständig?
Speaker: Da fängt es ja im Grunde genommen schon an, dass dort einfach ein zunehmend neues Denken, ein übergeordnetes Denken und auch die Anordnung quasi oder die Handlungsoptionen auch da sein sollten an
Speaker: Und ich denke, das ist ein Weg, der momentan schon auch in einigen Bereichen eingeleuchtet worden ist, aber der braucht natürlich einfach auch Umsetzungspotenzial.
Speaker: Und natürlich auch, dass wenn das Bewusstsein auf der einen Seite da ist und natürlich, du sagtest es auch, es braucht einfach dafür auch finanzielle Mittel häufig,
Speaker: dass zum Beispiel gerade wenn eine DMO ihre Kapazitäten ausweitet und Lebensraummanagement mehr mitdenkt, braucht es natürlich auch finanzielle Mittel.
Speaker: Und da reicht es eben nicht, nur einen minimalen Betrag zur Verfügung zu stellen,
Speaker: sondern es braucht einfach diese Strukturen und natürlich auch noch andere finanzielle Mittel.
Speaker: Also ich glaube, das ist ein Prozess, der sich aber dann spätestens automatisch ergibt, wenn sozusagen Destinationen an ihre Kapazitätsgrenzen kommen.
Speaker: Also das sind...
Speaker: Das ist dann sozusagen einfach die Not, die teilweise dann eben auch diese Prozesse beschleunigt.
Speaker: Also das haben wir häufig, dass einfach Krisen dann auch wie ein Katalysator wirken und auf einmal gehen Dinge dann ganz schnell.
Speaker: Aber natürlich ist es für andere Destinationen oder für andere Räume, für andere Bereiche, in denen sowohl Gäste, Reisende, TouristInnen mit Einwohnern aufeinandertreffen und wo vielleicht auch noch ein großer Teil Natur und auch
Speaker: Lebensqualitätsraum mit auf dem Spiel steht, sage ich jetzt mal.
Speaker: Es ist natürlich ein, sollten diese Anzeichen jetzt sozusagen auch umgesetzt werden und aufgenommen werden und in die Wege geleitet werden und nicht erst, wenn es zu spät ist und sozusagen schon diese Unzufriedenheit da ist und vielleicht auch schon einfach sich
Speaker: Sachen etabliert haben, wie Wohnungsmangel oder eben auch eine hohe Reduktion der Lebensqualität, dass das dann sozusagen erst viel zu spät initiiert wird.
Speaker: Also ich denke, das ist einfach ein Schritt, der sich vollziehen wird.
Speaker: Die Frage ist natürlich, wie schnell springt man auf diesen Zug auf, wie schnell hat man eben auch diese Möglichkeiten, das zu integrieren.
Speaker: Aber dafür braucht es einfach eben auch dieses ganzheitliche Denken und das ist immer leichter gesagt als getan.
Speaker: Also ich bin ganz froh manchmal, dass ich das nur beobachten kann und nicht umsetzen muss.
Speaker: Also ich glaube, das ist schon auch ein Prozess, der längerfristig dauert und der nicht von jetzt auf gleich zu machen ist.
Speaker: Ja, und zumal ist das schon auch, man muss halt bedenken, du hattest es jetzt so kurz mit erwähnt, wir sprechen ja gerade über, auch die Beispiele haben es so ein bisschen gezeigt, über bestimmte Orte, die auch eine hohe Frequenz haben und wo sich das natürlich auch sehr stark akkumuliert in diesen Orten aus verschiedenen Gründen.
Speaker: Und das haben wir ja nicht überall.
Speaker: Und das ist, glaube ich, nochmal so ein bisschen eine Herausforderung grundsätzlicher Art bei dem Thema.
Speaker: Das heißt, diese Anforderung an ein Management des Lebensraums, die besteht aus unterschiedlichen Gründen.
Speaker: Bei diesen Orten, die wir jetzt auch genannt haben, und Mallorca steht da jetzt mal so ein bisschen symbolisch, ich muss das jetzt mal sagen.
Speaker: Da manifestiert sich ganz viel im Bezug auf dieses Thema.
Speaker: Und diese Entwicklung, die hat sich ja auch schon lange abgezeichnet.
Speaker: Aber natürlich ist das nicht in jeder Destination so.
Speaker: Und natürlich gibt es tatsächlich Destinationen,
Speaker: die ganz anders aussehen, also im Hinblick auf eine Vielzahl von Touristen, nein.
Speaker: Und die hätten zum Beispiel gerne ein bisschen mehr.
Speaker: Und das macht es, glaube ich, insgesamt sehr herausfordernd, weil wir, glaube ich, wie du sagst, wo es dann sehr stark zu diesen Konflikten kommt, dann kommt man vielleicht auch ins Handeln.
Speaker: Dann gibt es auch so einen Anstoß, dann ist es auch sichtbar, ist auch für die Politik sichtbar.
Speaker: die ja durchaus auch großer Finanzierer und sozusagen Geldgeber ist für viele von diesen Organisationen und letztendlich natürlich abhängig auch vom Land für den Tourismus selbst.
Speaker: Und dann wird, versucht man gegenzusteuern und dann sind die Rufe laut nach mehr Management und in anderen Destinationen hast du das vielleicht dann nicht so.
Speaker: Da sind die Rufe ja vielleicht gar nicht so laut nach Management, sondern sind die Rufe eher lauter noch nach Marketing und
Speaker: Es wäre doch schön, wenn mehrere kommen, beziehungsweise ist es ja eigentlich gut und fein, wie es ist.
Speaker: Und man hat tatsächlich andere Themen, die letztendlich auch in diesem Management-Aspekt drinstecken, die man adressieren müsste, aber nicht unbedingt das Thema.
Speaker: Und ich glaube, das ist ein grundsätzliches Dilemma, in dem wir uns befinden, wenn wir über dieses Thema im Speziellen reden, dass wir da so verschiedene Ausgangspositionen oder Situationen oder Statuskurs haben,
Speaker: in denen sich die einzelnen Destinationen befinden und damit auch die Organisationen und dies schwerer machen, insgesamt, also mal grundsätzlich zu diesem Thema Management voranzukommen, weil einfach unterschiedliche Notwendigkeiten in den einzelnen Orten bestehen, die aber grundsätzlich eigentlich aber dennoch für alle gelten, weil mit Perspektive auf die allgemeinen Entwicklungen
Speaker: auf die Entwicklung im Kontext auch von Klima, auf die Entwicklung im Kontext auch von, sage ich jetzt mal, geopolitischen Aspekten.
Speaker: Also alles, was der Tourismus beeinflusst, brauchen wir grundsätzlich ein Management.
Speaker: Also wir brauchen grundsätzlich ein Lebensraummanagement, das diese, auch dieses Thema mit adressiert, aber natürlich auch andere Themen adressiert, je nach Destination und natürlich auch Ausgangslage und Frequenz.
Speaker: Und da ist, glaube ich, so ein generelles, wie schon gesagt, Dilemma drin, dass es dann dazu führt, dass natürlich, wo es dann nicht so ist, wie jetzt bei diesen beschriebenen Beispielen,
Speaker: dass man gar nicht erst mal auf die Idee kommt.
Speaker: Man steuert gar nicht gegen, man gibt dafür kein Geld her, man macht sich da gar nicht so Gedanken, man kommt gar nicht in diese Perspektive und ich sage mal überspitzt, die gucken dann immer auf andere und sagen, ach wie schade, aber dann sollen sie mal, hat gesagt, ein paar zu uns schicken.
Speaker: Und dann bist du wieder auf der Idee, okay.
Speaker: Ich denke, was da sozusagen die gemeinsame Klammer ist, ist einfach dieser Wunsch nach Handlungskompetenz von allen Parteien, die dort beteiligt sind.
Speaker: Also das heißt, dass Entscheidungen miteinander getroffen werden und Entscheidungen nicht über Köpfe hinweg getroffen werden.
Speaker: Und das betrifft eben sowohl die Orte, die von klassischem Overtourism oder wo einfach Tourismus an die Grenzen stößt, der Kapazitäten betroffen sind,
Speaker: Aber genauso natürlich irgendwie an Orte, die sagen, okay, wir könnten eigentlich vielleicht die eine oder andere Person mehr gebrauchen und haben vielleicht einfach einen Raum, der schön ist, aber der vielleicht noch nicht genug sozusagen vermarktet ist oder genug ausgebaut ist, was auch immer.
Speaker: Und zum einen gilt es darum, dass alle, gerade die Bewohner, sich eben als handelnde Subjekte erfahren können, als Entscheider in eben dieses Prozesses, die aber eben auch dann tatsächlich die Miteinander auf verschiedenen Perspektiven ebenen die
Speaker: die Vor- und Nachteile miteinander diskutieren können und überlegen können, was möchten wir eigentlich für diesen Raum, was bringt es vielleicht auch und was ist sozusagen ein Vorteil und ein Nachteil von gewissen Maßnahmen.
Speaker: Denn beides ist natürlich sozusagen ein verständlicher Wunsch, auch der Einwohnenden, aber die Frage ist natürlich, das muss diskutiert werden.
Speaker: Also ich sehe, dass dieses Locals Only oder Residents Only schon wirklich als eine klare
Speaker: als wie eine Handbremse anziehen einer Situation, die eben ihre Kapazitäten oder die einfach einen Raum, eine Zumutbarkeitsgrenze von einigen Menschen überschritten hat, die Lebensqualität verringert hat und gleichzeitig aber eben sozusagen auch dieser Wunsch, diese Sagejahrstelle, komm, dann schickt sie doch zu uns, ist natürlich genau das Gegenteil davon.
Speaker: Also das heißt, es braucht einfach wirklich ein Wunsch,
Speaker: Diskussionseinladung und das klingt jetzt auch wieder so ein bisschen, okay, wie setzt man das um, aber es braucht diese Einladung wirklich, dass
Speaker: Einheimische, dass Organisationen, Unternehmen, Institutionen sich wirklich auch als und auch Reisende in ihrer Gestalt, in ihrem Gestaltungsspielraum sich auch wiederfinden und auch erleben können.
Speaker: Und das ist für mich tatsächlich so ein Stück weit der Zugang dazu, wie auch da eine Ebene geschaffen werden kann, eine Konsolidierungsebene, wie man Raum eben auch dann mittelfristig und langfristig gestalten kann.
Speaker: Ja, das heißt, aber da nochmal eine Frage anschließend, wo wir jetzt hier beim Thema sind, Residence-only, Tage, Zonen, Bereiche, ist das sozusagen die Lösung dann für solche Herausforderungen, um es mal so zu beschreiben?
Speaker: Denn ich sage mal so,
Speaker: wieder aus dem Blick auch aus der touristischen Brille geblickt, gerade für so Destinationen wie Mallorca.
Speaker: Also ich glaube nicht tatsächlich, dass man dort jetzt eine Kampagne fahren wird im Sinne, bleibt zu Hause.
Speaker: Oder besucht uns nur einmal im Jahr oder was auch immer man sich da überlegen könnte.
Speaker: Sondern es ist ja tatsächlich, steht ja jetzt zur Debatte einfach auch für diese Dinge Lösungen anzubieten.
Speaker: Und da frage ich mich tatsächlich, also
Speaker: Ganz offen gesprochen, sind das Lösungen, dass man Bereiche beschränkt oder nur für einen bestimmten Zeitpunkt zugänglich macht oder wie wir das ja jetzt auch schon aus anderen Destinationen gehört haben und auch gelesen, dass sozusagen Zugang auch bezahlt wird, dass man sozusagen das auch monetarisiert.
Speaker: Was hältst du davon?
Speaker: Also gefälligend?
Speaker: Gefühlt, sage ich jetzt mal, sind das alles so doch relativ kurzfristig gedachte Lösungen, die natürlich, wie auch schon gesagt und beschrieben, zum Beispiel jetzt ja dann auch nicht von der Administration kommen, sondern eher von unten, also von der Bevölkerung.
Speaker: Ja, also das ist, na klar, mit dem Bezahlen, das kommt dann schon auch von den Entscheidern.
Speaker: Aber die
Speaker: Ist das tatsächlich die Zukunft im Kontext von sozusagen geteilten Raum für Touristen und Einheimische?
Speaker: Da ist die Frage, von welcher Zukunft sprechen wir?
Speaker: Sprechen wir von der Zukunft, die wünschenswert ist?
Speaker: Oder sprechen wir von einer Zukunft, die momentan tatsächlich irgendwie erst mal am naheliegendsten ist?
Speaker: Und ich denke, diese kurzfristigen Lösungsschritte, tatsächlich Räume teurer zu machen, wir haben jetzt auch diese Diskussion mit den Nationalparks in den USA, wo das eben ja auch für ausländische TouristInnen ein höherer Betrag ist als für Menschen, die in den USA eine Staatsangehörigkeit oder eine Aufenthaltsgenehmigung haben,
Speaker: Das ist ja auch so ein Beispiel, was eben ein Stück weit Exklusivität und auch Distinktion verursacht.
Speaker: Ich halte es aus der Perspektive einer wünschenswerten, einer lebenswerten Zukunft nicht zwingend für den richtigen Weg, weil ich denke, dass es widerspricht dem, was wir eigentlich an sonstigen Entwicklungen erleben, nämlich oder auch das, was eigentlich an sich in Signalen eben auch andersweitig
Speaker: manifestiert, sage ich jetzt mal, mehr Kollaborationsgedanke, mehr Kooperationsgedanke.
Speaker: Also das ist ja schon, da haben wir natürlich immer wieder auch diese Gegentrends und dann mag vielleicht der eine oder die andere jetzt auch sagen, ja, nee, das ist ja alles gar nicht, das kann ich gar nicht nachvollziehen.
Speaker: Aber wir haben diese Entwicklung, dass dieses mehr in Netzwerken denken, mehr in interdisziplinären, ganzheitlichen Perspektiven denken, ja zunehmend schon auch eine gefordert ist in ganz unterschiedlichen Kontexten, in unternehmerischen Kontexten von New Work und
Speaker: aber eben auch in solchen Situationen.
Speaker: Und was für mich da wirklich eine Zukunftsperspektive ist, ist tatsächlich nicht auf Exklusivität und auf Ausschluss und auf Abgrenzung, sondern eben schon auch
Speaker: diesen offenen Gedanken, der ja mit Tourismus auch einhergeht, der ja auch vielleicht mit einem kosmopolitischen Gedanken einhergeht, beizubehalten und zu schauen, aber wie kann ich trotzdem zum Beispiel mithilfe von Datenmanagement Besucherströme so lenken, dass tatsächlich weder die TouristInnen sich zu sehr sozusagen an einem Fleck befinden, weil das ist ja letztendlich auch nichts Angenehmes, wenn man irgendwie...
Speaker: Also das ist ja auch dann nicht das, was unbedingt gesucht wird, sondern tatsächlich Räume irgendwie so zu gestalten und auch so zu bespielen, dass sie von allen als lebenswerten Ort und als besuchbaren Ort wahrgenommen werden.
Speaker: Und ja, wir haben dann ja auch tatsächlich diese Situation, wir hatten es gerade angesprochen, dass es Orte gibt, die durchaus eben auch mehr BesucherInnen vertragen könnten.
Speaker: Und die Frage ist wirklich, wie kann man dort auch mit gewissen Stellschrauben das auch nochmal ein Stück weit verteilen?
Speaker: Das ist ein großes Thema natürlich im Tourismus, das ja auch schon seit Jahrzehnten diskutiert wird.
Speaker: Aber ich glaube, wir haben durch Datenmanagement, aber natürlich auch durch gezielte Kampagnen, durch gezielte Ansprachen nochmal eine andere Möglichkeit angekommen.
Speaker: wie das eben auch in die Wege geleitet werden kann.
Speaker: Aus meiner Perspektive ist es keine Lösung, Ausschluss auszuschließen oder Menschen sozusagen zu, also einen sehr exklusiven Bereich nur zu schaffen,
Speaker: Und andererseits muss man natürlich auch sagen, dass es gewisse Räume braucht, die vielleicht auch wirklich sozusagen aufgrund von ökologischen Naturschutzgedanken ein Stück weit nur eine begrenzte Kapazität an Menschen vertragen können, sage ich jetzt mal.
Speaker: historische Städten oder eben auch, wie gesagt, Naturbereiche.
Speaker: Also das ist nochmal eine ganz andere Diskussion.
Speaker: Die Frage ist dann, die man sich aber stellen muss, wer darf dann dorthin?
Speaker: Sind es die Einwohnenden?
Speaker: Ist es ein Losverfahren?
Speaker: Ist es die Person mit dem dicksten Portemonnaie oder mit dem größten Bankkonto?
Speaker: Also das ist natürlich eine Frage, die wir in der Gesellschaft auch ausdiskutieren möchten.
Speaker: Aus meiner Wunschperspektive sollte das natürlich nicht unbedingt am Budget oder an der Herkunft erscheinen,
Speaker: sich entscheiden, sondern tatsächlich eine andere Ebene gefunden werden, wo wir miteinander in Diskurs gehen und wo auch dann tatsächlich dieser offene Gedanke oder der von meiner Seite aus favorisierte Gedanke einer offenen, miteinander in Kommunikation seienden Welt sich wiederfindet, was ja auch so ein Stück weit immer dieses Narrativ des Tourismus ist.
Speaker: Man begegnet sich und man kommt ins Gespräch, ist vielleicht in vielen Fällen eine Illusion, aber vielleicht muss es keine Illusion bleiben.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Also ich stimme dir da zum Teil zu.
Speaker: Ich glaube tatsächlich auch, dass man über kluge Besucherlenkung und eine kluge Nutzung von Räumen tatsächlich dann einiges lenken kann.
Speaker: Und dass es auch über...
Speaker: ja auch, ich sage mal, ein fortschrittliches und ein reflektierendes Marketing, ja auch eine gewisse Steuerung möglich ist.
Speaker: Also im Sinne von auch, wie werden bestimmte Orte beworben, ja, welchen Hype kreiert man, ja, auch durch bestimmte Orte, wie lässt man das auch zu, ja, also da haben wir auch schon einige Beispiele aus Destinationen, die da aktiv auch gegensteuern über Social Media,
Speaker: Und da auch ganz klar adressieren, dass es ein sensibler Ort ist und was das bedeutet und so weiter.
Speaker: Also ich glaube, da ist schon auch Spielraum da.
Speaker: Dennoch, ich habe dafür keine finale Antwort.
Speaker: Ich glaube, dass wir natürlich eine bleibende hohe Nachfrage haben werden nach Reisen.
Speaker: Und gerade, wenn wir jetzt auch gucken, welche Länder perspektivisch reisen werden und wie viele da auf uns zukommen, stelle ich mich schon die Frage, wie man das gut managen soll, kann, darf.
Speaker: Und da sehe ich tatsächlich auch die Gesamtbranche in der Verantwortung, also nicht nur die Destinationen, weil sowas wird ja auch durch Angebot aus der...
Speaker: Von der Seite der Veranstalter zum Beispiel kann sowas auch gesteuert werden.
Speaker: Also Nachfrage und Angebot sind ja unsere immerwährenden Komponenten in unserer Welt.
Speaker: Und insofern ist da natürlich schon auch Verantwortung dahingehend zu sehen, inwieweit man, ich sag mal,
Speaker: überschaubar vom Preis her überschaubares Reisen möglich macht, inwieweit man sich weiterhin in Preisspiralen begibt für auch gerade so Destinationen in Spanien oder inwieweit man das vielleicht auch lässt, auch mit der, weißt du, mit dem,
Speaker: Wissen, dass natürlich dann auch nicht alle reisen werden und können, kann man sowieso nicht, wird sowieso nie der Fall sein.
Speaker: Aber ich glaube, gerade da ist eine große Verantwortung auf Seiten von den Veranstaltern, von Unternehmen.
Speaker: Allen, die in dieser Wertschöpfungskette eine Rolle spielen, um Reisen zu ermöglichen, dort auch in gewisser Weise gegenzusteuern und Produkte zu schaffen, die durchaus schon einen gewissen Preis haben und die durchaus auch nicht dazu verleiten, fünfmal in der Destination oder mal kurz übers Wochenende, also all diese Themen, die wir auch schon ganz oft besprochen haben,
Speaker: Also ich glaube, da braucht es tatsächlich viele, viele Hebel, um da auch von dieser Seite einigermaßen zu steuern.
Speaker: Also auch wenn das natürlich im Endeffekt dann die finale Entscheidung immer beim Kunden liegt.
Speaker: Aber die ist schon beeinflussbar.
Speaker: Und ich glaube tatsächlich, so böse das vielleicht jetzt klingt, dass uns da definitiv auch die Klimakrise,
Speaker: teils einen Strich durch die Rechnung machen wird.
Speaker: Und ja, es klingt jetzt vielleicht auch ein bisschen böse, durchaus manche Probleme in der Hinsicht, also zu dem Thema, was wir heute besprochen haben, dann selber löst.
Speaker: Genau, ich denke, das verlagert natürlich die Problematik nur auf andere Destinationen, die tatsächlich heute dann sozusagen vielleicht so als sogenannte Cool-Cations bezeichnet werden.
Speaker: Es ist natürlich auch keine zwingende Logik, dass sich das in diese Richtung entwickelt.
Speaker: Wir wissen nicht genau, wie sich auch heute Destinationen für die Zukunft vorbereiten.
Speaker: Andererseits ist genau das dann, wenn es so in diese Richtung sich entwickelt,
Speaker: müssen diese Orte, die heute vielleicht noch nicht so überlaufen sind, aber zukünftig oder jetzt schon erste Tendenzen haben, von einem Besucheransturm sozusagen oder einem vielen Besuchenden anstehen,
Speaker: dass diese natürlich sich auf diese Entwicklung einstellen müssen.
Speaker: Und das sind ja auch Nachrichten, die man immer wieder liest.
Speaker: Ich habe es jetzt in letzter Zeit zum Beispiel von den Lofoten gelesen, wo die Anzahl der Reisenden sich in den letzten zehn Jahren unglaublich vermehrt hat.
Speaker: Und so schön diese Inseln sind, die Bewohnenden haben natürlich auch zu Recht, sagen sie, wir haben die Kapaziten gerade nicht.
Speaker: Also wir sind logistisch darauf nicht ganz vorbereitet.
Speaker: Also da braucht es einfach sozusagen lokale, teilweise lokalen.
Speaker: angepasste Maßnahmen, aber zuerst braucht es tatsächlich dieses Denken und auch teilweise dieses vorausschauende Denken, was ist im Kontext von zukünftigen Krisen auch tatsächlich dann für andere Orte relevant mitzudenken im Vorfeld.
Speaker: Das bringt uns ein bisschen eigentlich nochmal so, jetzt ist es vielleicht ein bisschen philosophisch, aber wir hatten ja mal eine Folge zum Recht auf Urlaub.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Ja.
Speaker: Das war auch mein Gedanke tatsächlich, die Exklusivität.
Speaker: Also wer kann sich in Zukunft Urlaub noch leisten?
Speaker: Wer hat sozusagen dann tatsächlich auch noch, also wir hatten damals ja auch besprochen, ist das sozusagen etwas, haben wir ein Recht auf Urlaub, haben wir ein Recht auf Ferien, also ein Recht auf Auszeit haben wir mit sich, ja.
Speaker: Haben wir mit Sicherheit, wir haben ja in Deutschland zumindest irgendwie auch Urlaubstage, aber haben wir ein Recht sozusagen auf Fernreisen oder wie ist das und das ist sicherlich auch nicht so einfach zu beantworten.
Speaker: Auch hier gilt es aus meiner Perspektive, das immer gesellschaftlich aus allen Perspektiven auch zu diskutieren.
Speaker: Was letztendlich aber nicht ausschlaggebend sein sollte, ist ein kurzfristiges ökonomisches Denken, was über die nächsten fünf Jahre vielleicht nicht hinausgeht, weil, wie gesagt, ja auch die gerade nochmal aus der Destination herausgedacht,
Speaker: touristische Destinationen ja wirklich von dem Tourismus auch leben und ihre Destinationen aber auch so und den ganzen Ort eben in dieser Lebensqualität erhalten sollten.
Speaker: Also das bringt mich dann wieder zu dem Punkt, wo ich sage, es braucht vor Ort eben diese Diskussion mit den Menschen vor Ort, mit den einzelnen Akteuren vor Ort, mit den Naturschützern, mit den
Speaker: Aber auch mit den wirtschaftlichen Interessensvertretern, mit den Akteuren vor Ort.
Speaker: Und das ist für mich sozusagen der Beginn vielleicht.
Speaker: Ja.
Speaker: Und einfach noch so ein letzter Gedanke.
Speaker: Ich gucke hier auf die Uhr.
Speaker: Wir sind schon wieder am Ende.
Speaker: Man darf ja auch nie vergessen, man ist ja nicht immer nur Einheimischer, man ist auch Tourist.
Speaker: Und das finde ich immer ganz spannend, auch wenn man sozusagen verständlicherweise für seinen Ort, für seinen Lebensraum so ein bisschen dann auch kämpft und sich da auch vielleicht auch so ein Stück bedroht fühlt von dem Tourismus und da auch eine Angst verspürt.
Speaker: Aber im Umkehrschluss mag ich jetzt einfach mal einen Raum stellen,
Speaker: sind auch viele, die das durchaus auch, wie gesagt, berechtigterweise tun, auch dann an der einen oder anderen Stelle auch Tourist in bestimmten Destinationen und treffen sozusagen auf das Gegenstück dann in diesen Destinationen.
Speaker: Also ich will einfach sagen, es hilft auch manchmal in dem Zusammenhang, klar ist das keine Lösung, aber in der Sensibilisierung auch nochmal auf diese Frage Recht auf Urlaub, so glaube ich gesellschaftlich, das schon auch nochmal immer wieder so ein bisschen zumindest in der Diskussion am Leben zu erhalten, dass es so eine gewisse Sensibilisierung dahingehend auch gibt.
Speaker: Also wie oft muss man reisen, wie oft
Speaker: Also bezogen auch auf die Ferienzeiten, die wir haben, würdest du ja sagen, fünfmal im Jahr.
Speaker: Fragezeichen, weil genau in diesem Kontext, gerade jetzt zumindest, was die, die reisen können,
Speaker: spielt sich dann ja auf beiden Seiten durchaus, nicht in allen Destinationen, aber spielt sich auf beiden Seiten sozusagen diese Zusammenspiele oder dieser Reibungspunkt ab.
Speaker: Genau.
Speaker: Und was man vielleicht noch zusammenfassend sagen kann, ist, dass alle an diesem Prozess beteiligten Personen oder Organisationen
Speaker: dieses Gefühl der Handlungsfähigkeit behalten wollen.
Speaker: Also es gilt nicht oder es darf nicht passieren, über die Köpfe oder über Menschen hinweg sozusagen Entscheidungen zu treffen.
Speaker: Und das, glaube ich, ist in diesem Zeitalter auch einer erhöhten Individualisierung und eines erhöhten Bewusstseins sozusagen für Gestaltung oder auch für den Wunsch nach Gestaltung für mich ein ganz,
Speaker: Ein ganz zentrales Prinzip, das immer eben auch mitgedacht werden muss, diesen Wunsch nach Handlungsfähigkeit, gerade auch der Touristinnen.
Speaker: Ob sie es immer wahrnehmen, ist eine zweite Frage, aber diese Möglichkeit zu geben, das finde ich zentral.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Wunderbar.
Speaker: Dann, also, wenn ihr noch mehr zu solchen Themen, machen wir mal einen kleinen Werbeblock heute, zu diesen Themen hören wollt, dann schaut doch einfach mal in die anderen Folgen rein, beziehungsweise hört in die anderen Folgen rein.
Speaker: Da haben wir schon ganz oft über Teilaspekte diesen Aspektes oder dieses Themas heute gesprochen, beziehungsweise auch generell über das Thema Lebensraummanagement.
Speaker: Da sind viele spannende
Speaker: Ja, doch Diskussionen entstanden und damit würde ich sagen, verabschieden wir uns für heute, gell?
Speaker: Ja.
Speaker: Machen wir uns noch einen schönen Tag.
Speaker: Auf jeden Fall, bis zuhören.
Speaker: Genau.
Speaker: Teilt, liked, so oft ihr wollt, kommentiert und genau, wir hören uns dann bald wieder und wünschen euch damit alles Liebe.
Speaker: Bis dann.
Speaker: Tschüss.




