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Folge 55- Zwischen Fahrrad und Auto: Wie sieht Mobilität von morgen aus?

Next Stop Future: Trends – Wandel – Zukunft.
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18 Plays3 hours ago

Wie bewegen wir uns in Zukunft fort - gerade in Städten, aber auch darüber hinaus? Und was hilft uns, gewohnte Mobilitätsmuster wirklich zu verändern?

In dieser Folge sprechen wir mit Torben Müller-Hansen, Mitgründer von Hopper Mobility, über ein Fahrzeugkonzept, das bewusst zwischen Fahrrad und Auto ansetzt. Der Hopper will Schutz, Komfort und Alltagstauglichkeit mit einem geringeren Ressourcenverbrauch verbinden und wirft damit ganz grundsätzliche Fragen auf: Was brauchen Menschen eigentlich, um auf andere Mobilitätsformen umzusteigen? Welche Rolle spielen Sicherheit, Emotionen und Gewohnheit? Und wie kann Mobilität so gestaltet werden, dass sie besser zu einer lebenswerten Stadt, Land und zu unterschiedlichen Lebensrealitäten passt?

Es geht um mehr als ein neues Produkt. Es geht um Infrastruktur, Zielgruppen, Besitz und Sharing, den ländlichen Raum, urbane Engpässe und um die Frage, wie Mobilität von morgen aussehen kann, wenn wir sie nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich neu denken.

Zum Hopper: hopper-mobility.com

Next Stop: Future: www.nextstopfuture.de

Catharina Fischer 

Anja Kirig

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Transcript

Einführung in Mobilität und ihre Auswirkungen

00:00:15
Speaker
Hallo und herzlich willkommen zurück zu einer neuen Folge von Next Top Future.
00:00:20
Speaker
Mobilität ist weit mehr als die Frage, wie wir von A nach B kommen.
00:00:25
Speaker
Sie hat mit Freiheit zu tun, mit Gewohnheiten, mit Infrastruktur, mit Sicherheit und nicht zuletzt auch mit der Frage, wie wir in Zukunft leben wollen.

Konzept von Hopper Mobility

00:00:34
Speaker
In dieser Folge sprechen wir mit Torben Müller-Hansen von Hopper Mobility über ein Konzept, das sich bewusst zwischen Fahrrad und Auto bewegt und damit auch eine größere Debatte berührt.
00:00:45
Speaker
Wie kann Mobilität komfortabler, ressourcenschonender und lebenswerter werden?
00:00:50
Speaker
Und was braucht es eigentlich, damit Menschen ihr Verhalten wirklich verändern?
00:00:55
Speaker
Wir wünschen euch viel Spaß bei dieser Folge.
00:00:59
Speaker
So, ein herzliches Hallo und willkommen zurück zu einer neuen Folge hier von Next Stop Future.
00:01:04
Speaker
Ich freue mich sehr.
00:01:05
Speaker
Wir sind nämlich heute nicht zu zweit, sondern wieder einmal zu dritt und haben einen Gast heute bei uns, den Torben.
00:01:13
Speaker
Und der wird sich jetzt, glaube ich, gleich mal selbst vorstellen.
00:01:16
Speaker
Und grundsätzlich geht es heute um das Thema Mobilität.
00:01:19
Speaker
Mobilität auch so ein bisschen von morgen.
00:01:21
Speaker
Und wir werden mal so ein bisschen reingehen anhand nämlich dessen, was Torben und sein Team tun oder herstellen, so muss man es sagen.
00:01:29
Speaker
Und ja, dabei wünsche ich uns natürlich wie immer viel Spaß.
00:01:31
Speaker
Und sag jetzt mal herzlich willkommen, Torben.
00:01:34
Speaker
Schön, dass du bei uns morgen, genau.
00:01:36
Speaker
Moin, so sagen wir das.
00:01:38
Speaker
Ja, ich bin hier in Bayern, weißt du, ich kann das schon gar nicht so richtig.
00:01:41
Speaker
Ihr seid hohem Norden, in Hamburg sitzt ihr mit Hopper-Mobilität.
00:01:46
Speaker
Okay, sag mal so ein bisschen was zu dir.
00:01:49
Speaker
Wer bist du?
00:01:50
Speaker
Was machst du?
00:01:50
Speaker
Und mal ganz kurz, was ist Hopper Mobility?
00:01:53
Speaker
Danke für die Einladung.
00:01:55
Speaker
Mein Name ist Torben Müller-Hansen und ich darf heute hier sein, weil ich Mitgründer von Hopper Mobility bin.
00:02:01
Speaker
Kommen wir gleich nochmal zu.
00:02:02
Speaker
Aber ja, kurz zu mir.
00:02:04
Speaker
Vom Hintergrund eigentlich klassisch Betriebswirtschaftler und vor allem, ich glaube, das war der Grund, warum wir Hopper gegründet haben, warum ich da zugekommen bin, großer Fahrrad-Fan.
00:02:15
Speaker
immer sehr viel aktiv gewesen.
00:02:16
Speaker
Damals in Augsburg studiert, da auch meine Mitgründer kennengelernt, inzwischen nach Hamburg gezogen mit der ganzen Firma.
00:02:23
Speaker
Wir haben Hopper gegründet und haben gesehen, dass da eine Lücke ist zwischen dem, was es aktuell an Fahrzeugmöglichkeiten gibt auf dem Markt und dem, was es vielleicht braucht, Städte lebenswerter zu machen.
00:02:33
Speaker
Und deswegen haben wir vor inzwischen sechs Jahren Hopper gegründet und sind heute in der Serienfertigung angekommen.
00:02:39
Speaker
Sehr schön.
00:02:40
Speaker
Jetzt ist das Geheimnis noch nicht ganz gelüftet.
00:02:42
Speaker
Na, Hopper, was ist denn jetzt eigentlich ein Hopper?
00:02:46
Speaker
Willst du uns ein bisschen näher eintauchen lassen?
00:02:49
Speaker
Ja,

Design und Funktionalität des Hopper

00:02:50
Speaker
die große Frage.
00:02:50
Speaker
Und tatsächlich haben wir relativ so, wir haben gemerkt, wir fahren gerne Fahrrad, aber irgendwie machen es dann doch nicht so viele.
00:02:58
Speaker
Also wenn man sich die Zahlen anschaut in Deutschland, Fahrradfahren ist jetzt nicht so die Mobilitätsform Nummer eins.
00:03:04
Speaker
Gerade im Winter als Hauptmobilitätsform Leute laufen, die Leute nehmen ÖPNV, die Leute nehmen vor allem auch ihr Auto.
00:03:11
Speaker
Aber das Fahrrad irgendwie nicht.
00:03:13
Speaker
Und wir haben uns ganz praktisch die Frage gestellt, warum nehmen die Leute, unsere Freunde im Winter nicht das Fahrrad, auch im Sommer im Zweifel nicht.
00:03:20
Speaker
Und haben festgestellt, dass es einfach mehr Komfort braucht, um wirklich bei jedem Wetter, bei Regen, bei Kälte immer zu sagen, ich fahr Fahrrad.
00:03:29
Speaker
Und diese Frage haben wir mit Hopper beantwortet, indem wir gesagt haben, wir brauchen vor allem Wetterschutz.
00:03:34
Speaker
Wetterschutz heißt ein Dach über dem Kopf, auch Seitentüren.
00:03:38
Speaker
Und das ganze Konzept ist so gewachsen, dass wir gemerkt haben, eigentlich müssen wir das, was ein Auto bietet, kleiner machen.
00:03:43
Speaker
Kleiner machen, dass es nachhaltiger ist, dass es irgendwie fairer ist, auch für eine Ressourcenverteilung, zum Beispiel in der Stadt.
00:03:49
Speaker
Und deswegen ist der Hopper, kann man grob sagen, überdachtes Fahrrad.
00:03:54
Speaker
mit dem Anspruch, ganz viel vom Auto auch abzudecken.
00:03:58
Speaker
Wetterschutz, wir haben eine Windschutzscheibe, man sitzt sogar wie in einem Auto drin.
00:04:02
Speaker
Wir haben uns angeguckt, wie sitzt man in einem Smart und haben eins zu eins die Position übernommen.
00:04:05
Speaker
Wir haben gar kein Lenkrad mehr, sondern Lenkrad.
00:04:08
Speaker
Also ganz, ganz viel aus dem Auto, inklusive Mitnahme von einem Passagier ist möglich, inklusive in einem kleinen Kofferraum.
00:04:14
Speaker
Und das Besondere dabei eben ganz offiziell immer noch ein Fahrrad.
00:04:17
Speaker
Das ist ein E-Bike, 25 kmh ist dann die Maximalgeschwindigkeit.
00:04:20
Speaker
Der Motor ist relativ stark, damit kommt man echt jeden Berg hoch.
00:04:24
Speaker
Und kann eben im Winter, wenn es kalt wird, Fahrrad fahren.
00:04:27
Speaker
Man kann fahren, wenn man gar keinen Sport machen möchte, weil der Motor einem richtig Power gibt.
00:04:30
Speaker
Und das haben wir gemerkt.
00:04:31
Speaker
Einfach haben wir angefangen 2020 so als Projekt, als Idee 2021, dann die Firma gegründet.
00:04:37
Speaker
Und immer, wenn wir darüber geredet haben, haben wir total viel Nachfrage gemerkt.
00:04:41
Speaker
Die Leute waren total interessiert.
00:04:42
Speaker
Bis heute ist es so, dass der Hopper, wenn man ihn sieht, wird angeschaut.
00:04:47
Speaker
Und deswegen haben wir gesagt, das machen wir Vollzeit.
00:04:49
Speaker
Hier wollen wir wirklich reingehen.
00:04:50
Speaker
Spannend.
00:04:52
Speaker
Also ich finde jetzt vor allem, ich meine, ich bin auch leidenschaftliche Fahrradfahrerin und natürlich irgendwie regnet und regnet.
00:04:58
Speaker
Es ist für mich auch nicht besonders toll.
00:04:59
Speaker
Ich kenne es.
00:05:00
Speaker
Und vor allem, was ich irgendwie spannend an dem Konzept finde, von dem du gesagt hast, dass man eben drin sitzt und dass es trotzdem noch ein Fahrrad ist, dass es ein Lenkrad gibt.
00:05:07
Speaker
Also wirklich so.
00:05:08
Speaker
so eine Kombination ist aus einem Auto.
00:05:10
Speaker
Und jetzt frage ich mich natürlich, Fahrrad, man tritt viel, beim E-Bike tritt man auch.
00:05:14
Speaker
Also wie funktioniert der Antrieb?
00:05:16
Speaker
So als erste Frage tatsächlich auch nochmal aus dem Hintergrund, wie barrierefrei ist das zum Beispiel?
00:05:21
Speaker
Weil beim Fahrrad ja auch nicht jeder sozusagen und jede Person damit zurechtkommt.
00:05:26
Speaker
Tatsächlich ist das ein großer Vorteil.
00:05:29
Speaker
Vom Aufbau her, wir haben drei Räder.
00:05:32
Speaker
Besonderheit bei uns, wir lenken hinten, ist gewachsen über die Zeit, dass wir gemerkt haben, wir wollen sehr wendig sein, wenn ein Fahrradweg irgendwie plötzlich zu Ende ist oder irgendwas, wenn man halt irgendwo einparken muss.
00:05:42
Speaker
Das heißt, wir haben eine sehr, sehr wendige Lenkung, drei Räder.
00:05:46
Speaker
Und drei Räder bedeutet erstmal, das kann man immer fahren.
00:05:48
Speaker
Das merken wir zum Beispiel, wenn alles vereist ist, kommt man immer noch von A nach B.
00:05:53
Speaker
Das ist mit dem Fahrrad dann natürlich kein Ding mehr.
00:05:55
Speaker
Und jetzt konkret der Antrieb.
00:05:58
Speaker
Wir haben uns natürlich auch angeschaut, was gibt es für Technik.
00:06:01
Speaker
Und andersrum, die Technik ist auch der Grund, warum es heute der richtige Zeitpunkt dafür ist.
00:06:05
Speaker
Es gibt inzwischen sehr leistungsstarke Motoren, leistungsstarke Batterien.
00:06:09
Speaker
Alles in einem Modell immer noch zugelassen als Fahrrad.
00:06:12
Speaker
Und unser Antrieb konkret hat gar keine Kette mehr, sondern ist chainless.
00:06:16
Speaker
Das heißt, man tritt vorne in den Generator, der erzeugt Strom, der erzeugt ein Signal.
00:06:20
Speaker
Und das Ganze geht dann zum Motor und fährt dann erst los.
00:06:23
Speaker
Das heißt, wir haben auch diese klassische Frage beim Fahrrad-Service, irgendwie ist hier die Schaltung kaputt.
00:06:29
Speaker
Also ganz viel, was man, glaube ich, nervig verbindet mit dem Fahrrad, auch irgendwie, das war Teil des Anspruchs zu sagen, Komfort heißt auch zuverlässige Mobilität, Mobilität ohne zu viele Themen, wo man sich mit beschäftigen muss.
00:06:40
Speaker
Ja, danke.
00:06:41
Speaker
Ich habe nur noch mal nachgefragt, weil es natürlich auch für die HörerInnen erstmal schwer ist, sich diesen Hopper

Sicherheitsaspekte und urbane Mobilität

00:06:46
Speaker
vorzustellen.
00:06:46
Speaker
Also wir haben beide natürlich etwas vorher angeschaut und es füllt ja wirklich eine Lücke.
00:06:52
Speaker
Also auch von der Optik her ist es ja durchaus auch noch mal etwas anderes, als man das vielleicht gewohnt ist am Startbild.
00:06:56
Speaker
Und wir werden es natürlich auch verlinken.
00:06:58
Speaker
Aber letztendlich kann man wirklich so dieses Hybride, was du gerade auch beschrieben hast, in dem Design und in der Gestaltung wiederfinden.
00:07:04
Speaker
Also nur, dass man sich so ein bisschen eben auch...
00:07:06
Speaker
während wir hier darüber reden, auch vorstellen kann.
00:07:09
Speaker
Es ist nicht ein Fahrrad, es ist auch kein Auto, sondern es ist tatsächlich ein anderes Design, was man bis jetzt so nicht kennt.
00:07:15
Speaker
Genau, ich merke das auch, wenn ich Leute kennenlerne irgendwie und dann ist meine Freundin dabei oder so und ich erzähle, was ich mache, meine Freundin holt sofort Bilder raus, um es zu zeigen.
00:07:25
Speaker
Weil ich glaube, vielleicht auch, wer gerade die Möglichkeit hat, kurz mal nach Hopper zu suchen, H-O-P-P-E-R,
00:07:31
Speaker
Das ist ein Fahrzeug, das auch dadurch geprägt ist, dass wir gesagt haben, warum fährt man vielleicht nicht Fahrrad?
00:07:37
Speaker
Weil man keinen Bock hat auf Fahrrad.
00:07:38
Speaker
Deswegen ist der Hopper wirklich gedacht als eigenständige Fahrzeugklasse.
00:07:42
Speaker
Designmäßig deutlich näher, würde ich sagen, an einem Auto als an irgendwas, was man vom Fahrrad kennt.
00:07:47
Speaker
Vielleicht einfach kurz mal googeln, dann sieht man, wie es wirklich aussieht.
00:07:51
Speaker
Die Leute, die Auto fahren wollen, die holen wir ab über Design, über Emotionalität, über genau diese Themen, wo man sagt, das Traum ist ein cooles Auto zu fahren.
00:07:57
Speaker
Ja, wir haben inzwischen Kunden, viele Kunden, vielleicht sogar kann man sagen Fans, die sagen, ich will einen Hopper fahren, weil er cool ist, weil er genau meine Bedürfnisse erfüllt.
00:08:04
Speaker
Das heißt, das Design ist ein ganz, ganz wesentlicher Anspruch, wenn man Mobilitätsverhalten ändern möchte.
00:08:10
Speaker
Da bist du schon bei einer meiner Lieblingsfragen bei dem Thema.
00:08:14
Speaker
Weil ich höre das schon auch oft, gerade in der Diskussion um das Auto, da ist eine hohe Emotionalität drin.
00:08:19
Speaker
Und die wurde ja über Jahre aufgebaut und wird ja auch weiterhin kräftig gepflegt.
00:08:24
Speaker
Abgesehen von den ganzen Werbebudgets, die da sozusagen reinfließen, um jetzt das neue Modell oder die Marke dann entsprechend auch
00:08:33
Speaker
mit Emotionen aufzuladen, ist das ja auch letztendlich schon auch etwas, was ich zumindest wahrnehmen darf, weißt du, so in Gesprächen, dass tatsächlich da auch eine Emotion vorhanden ist bei vielen Menschen zu ihrem Auto, was sie dann vielleicht auch Jahre haben und mit dem haben sie dann viele Sachen erlebt und so weiter und so fort.
00:08:52
Speaker
Und daher finde ich es toll, dass du das ansprichst.
00:08:55
Speaker
Das heißt, du siehst das schon auch als sehr elementar, dass du
00:09:00
Speaker
Ja, dass sozusagen man da schon auch eine Art vielleicht, ich weiß ja gar nicht, ob ich sagen will, Beziehungen, aber dass man zumindest so eine Art Identifikation auch hat im Sinne von, das ist sozusagen ein Teil oder ein Mobilitätsprodukt, mit dem möchte ich mich auch bewegen, mit dem fühle ich mich zum Beispiel auch sicher.
00:09:19
Speaker
Also ich finde, das ist auch ein ganz wichtiger Aspekt bei euch, weil letztendlich gerade bei der Fahrradthematik ist ja gerade oft auch diese Sicherheit, wird ja immer vorgelegt,
00:09:27
Speaker
tragen.
00:09:28
Speaker
Ich fühle mich nicht sicher im Straßenverkehr, gerade auch bei jüngeren Menschen, aber dann auch bei älteren Menschen.
00:09:33
Speaker
Und der Hopper hat ja sozusagen ein bisschen mehr, was ist es, darf ich sagen, Blech oder?
00:09:42
Speaker
Man schirmt sich ein bisschen von der Umwelt ab, das ist richtig.
00:09:45
Speaker
Das hat einen großen Faktor.
00:09:47
Speaker
Also wenn wir von Familien reden, ist einer der wichtigsten Gründe gegen den Kauf eines Lastenrads ist einfach das Sicherheitsthema.
00:09:53
Speaker
Kann ich auch voll verstehen, wenn die Kinder vor einem im Korb fahren, sind die, die als erstes irgendwo im Unfall landen.
00:09:59
Speaker
Das ist natürlich, wenn man gute Infrastruktur hat, vielleicht nicht so ein Riesenproblem, aber in der Realität ist das einfach noch ein langer Weg.
00:10:05
Speaker
Deswegen ist das definitiv Sicherheit, was auch im Auto als Sicherheit empfunden wird.
00:10:11
Speaker
großen SUV zu fahren, das gibt es auf jeden Fall auch bei Fahrradmobilität, dass man Leuten Sicherheit geben muss, damit man gerne damit fährt.
00:10:18
Speaker
Genau, das heißt aber, ihr habt euch über diese, gerade die Emotionalisierung und das geht ja dann auch her in so ein bisschen Zielgruppenthema, da habt ihr euch schon tatsächlich dann auch Gedanken gemacht und seht das auch als wichtiges Thema, weil ich finde, das ist schon nochmal wichtig zu erwähnen, auch weil wir versuchen ja die Leute sehr immer über Fakten auch abzuholen und das haben wir ja gesehen, das klappt
00:10:42
Speaker
Mal mehr, mal weniger.
00:10:44
Speaker
Und daher finde ich das total spannend, inwieweit das dann hier bei euch tatsächlich auch eine Rolle gespielt hat.
00:10:48
Speaker
Ja, also ich glaube, Emotionalität ist auch vielleicht einer der wirklich entscheidenden Gründe am Ende.
00:10:54
Speaker
Also über die Logik kommt man vielleicht auf das Interesse.
00:10:57
Speaker
Also viele unserer Kunden kommen an und sagen, ich habe einfach nach
00:11:01
Speaker
Fahrrad, Wetterschutz, Fahrrad, Regenschutz, Fahrrad mit Dach, irgendwie sowas gegoogelt.
00:11:06
Speaker
Und dann, ich sag mal, ein Fahrrad mit Dach ist erstmal vielleicht gar nicht so komplex.
00:11:10
Speaker
Ich sag mal, ein Motor macht immer Sinn, weil man hat natürlich viel mehr Widerstand, wenn man anfängt, noch ein Dach zu haben und eine Windschutzscheibe.
00:11:15
Speaker
Aber...
00:11:16
Speaker
Am Ende ist es dann wirklich nur ein funktionales Fahrzeug und ich glaube, das ist wirklich ganz entscheidend, dass man am Ende sagt, ich möchte einen Hopper haben, ich möchte ein anderes Fahrzeug haben.
00:11:24
Speaker
Unsere Kunden haben eigentlich auch fast alle irgendeine Art von Name, Kursenname oder so für ihr Fahrzeug.
00:11:29
Speaker
Das ist einfach der Alltagsbegleiter.
00:11:32
Speaker
Ich glaube, dafür ist es ganz, ganz wichtig zu sagen, man hat da auch, man fährt gerne damit und es ist nicht nur so ein funktionales Stück im Fahrzeug.
00:11:40
Speaker
Ich erzähle nochmal ein bisschen was, bevor wir nochmal weiter auch in dieses Thema von Mobilität im Raum gehen.
00:11:46
Speaker
Mich würde nochmal interessieren, also was bringt der Hopper quasi mit?
00:11:50
Speaker
Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist es ja auch eher ein städtisches Mobilitätsverfahren.
00:11:55
Speaker
oder also für kürzere Strecken gedacht?
00:11:57
Speaker
Also wie, du hattest gesagt, 25 Stundenkilometer ist die Geschwindigkeitsbegrenzung, zählt als Fahrrad.
00:12:03
Speaker
Man fährt also auf dem Fahrradweg oder wie funktioniert er in welchem Raum, mit welcher Distanz, wie wird

Infrastruktur und Zielgruppe

00:12:10
Speaker
er geladen?
00:12:10
Speaker
Also einfach, dass ich und natürlich auch die HörerInnen so ein bisschen nochmal ein paar Hintergrundinformationen haben.
00:12:16
Speaker
Das komplette Paket, genau.
00:12:18
Speaker
Also der Hopper ist ganz offiziell ein Fahrrad.
00:12:20
Speaker
Da 25 kmh unterstützt fahren mit dem Motor, das heißt dadurch ergibt sich so eine gewisse Zuschneidung auf kürzere Strecken.
00:12:28
Speaker
Das kann tatsächlich auch ländlich sein, gerade weil der Hopper ganz besonders eben als Fahrrad ohne Führerschein zu fahren ist.
00:12:36
Speaker
Das heißt, wir bieten Menschen auch Mobilität, die auf dem Land leben, kein ÖPNV fährt, die vielleicht keinen Führerschein machen wollen oder können.
00:12:43
Speaker
Und das heißt, solange man bereit ist, die Strecke zu fahren, es gibt Leute, die pendeln jeden Tag 30 Kilometer pro Richtung.
00:12:49
Speaker
Einfach weil wir Mobilität bieten mit Schutz.
00:12:52
Speaker
Wenn man kein Auto fahren darf, dann ist das ganz vorne.
00:12:55
Speaker
Und der Hopper ist wirklich ausgestattet mit ganz vielen Sachen, die man...
00:12:58
Speaker
eher vom Auto kennt.
00:12:59
Speaker
Wir haben zwei recht gute Fahrradlichter vorne, eins sogar mit Fernlicht.
00:13:04
Speaker
Das heißt, man kann komplett durch die Dunkelheit pendeln.
00:13:09
Speaker
Wir haben innen drin Seitentüren erst.
00:13:12
Speaker
Die kann man hoch und runter machen.
00:13:13
Speaker
Das ist eine
00:13:14
Speaker
Plane letztendlich, die kann man hoch und runter rollen.
00:13:16
Speaker
Wenn die Türen zu sind, haben wir eine Heizung.
00:13:19
Speaker
Wenn die an ist, dann sind das über 20 Grad bei Minusgraden draußen.
00:13:21
Speaker
Das heißt auch, also das ist einem zu warm, weil man tritt ja noch ein bisschen, hat im Zweifel noch seine Jacke irgendwie offen an.
00:13:27
Speaker
Aber das ist auch wichtig.
00:13:28
Speaker
Es ist warm da drin.
00:13:30
Speaker
Man kann eine zweite Person auf der Rückbank mitnehmen oder eben für Kinder ist da genug Platz, dass da zwei Kinder nebeneinander passen.
00:13:36
Speaker
Und zusätzlich, es gibt hinten noch einen Kofferraum.
00:13:38
Speaker
Und der Kofferraum natürlich ausgelegt, ich hatte ja erwähnt, in Augsburg gegründet, zwei Bierkästen passen quasi in den Kofferraum.
00:13:44
Speaker
Natürlich.
00:13:44
Speaker
Die Kofferraum kann man auch allgemeiner sagen.
00:13:46
Speaker
Genauso als großen Vorstellungen.
00:13:48
Speaker
Also da ist noch genug Platz, dass man noch einkaufen gehen kann, seine Tasche mitnehmen kann.
00:13:51
Speaker
Es ist quasi kein reines städtisches Mobilitätsgerät, sondern wirklich auch etwas, was im ländlichen Raum wird.
00:13:57
Speaker
Und ich glaube, das ist ja auch nochmal ein Unterschied zu Mobilitätslösungen, die sonst auch häufig entwickelt werden, weil ja die oft im ländlichen Raum, wenn ich jetzt zum Beispiel an E-Roller denke oder auch beim Fahrrad, gibt es ja auch so eine psychologische Grenze.
00:14:09
Speaker
Wenn ich in einem Ort bin, fahre ich selten vielleicht nochmal irgendwie zwei Orte weiter oder sowas.
00:14:13
Speaker
Aber das ist ja im Grunde genommen auch etwas, wo diese Distanzen mit
00:14:17
Speaker
auch überbrückt werden können durch den Komfort und auch einfach durch die niedrigschwellige Bedienung.
00:14:23
Speaker
Ja, genau.
00:14:23
Speaker
Also am Ende ist es die Frage, welche Probleme lösen wir für den Hopper-Nutzer.
00:14:28
Speaker
Und da gibt es eben Leute, die haben einfach so eine große Lücke an Mobilitätsangebot, dass sie sagen, ich fahre auch eineinhalb Stunden pro Richtung.
00:14:36
Speaker
Die Stärken des Hoppers sind sicherlich da, wo man sagt, in der Innenstadt,
00:14:41
Speaker
darf man auf dem Fahrradweg fahren.
00:14:42
Speaker
Das heißt, man fährt potenziell auch am Berufsverkehr, an Staub vorbei.
00:14:46
Speaker
Man darf mit dem Hopper parken, wo Platz ist.
00:14:48
Speaker
Das ist genauso wie ein Fahrrad.
00:14:49
Speaker
Wir sind nicht größer als so ein Babu-Lastenrad.
00:14:51
Speaker
Also wir sind auch extrem platzkomprimiert, zweimal einen Meter von den Grundmaßen.
00:14:55
Speaker
Das heißt, die Stärken kommen in der Stadt sicherlich raus.
00:14:57
Speaker
Das ist definitiv so.
00:14:59
Speaker
Aber ich glaube, am Ende merken wir einfach, dass die Nachfrage relativ breit verteilt wird, weil wir dieses Problem lösen, ganz Jahresmobilität,
00:15:08
Speaker
anzubieten für Menschen, die sonst halt sagen, Auto ist keine Option, seid ihr die erste Option.
00:15:13
Speaker
Klar, man muss sagen, der Preis auch einfach mal offen gesagt, wir liegen bei 11.900 Startpreis für ein voll funktionsfähiges Fahrzeug.
00:15:21
Speaker
Das ist, wenn man es mit manchen Lastenradmarken vergleicht, gar nicht mal so viel.
00:15:25
Speaker
Aber klar, das ist eine Hürde am Anfang, wo wir natürlich wieder drüber kommen, dass wir günstiger sind als jedes Auto im Betrieb.
00:15:32
Speaker
Keine
00:15:32
Speaker
Führerscheinkosten, keine Versicherung, keine laufenden Kosten bis auf Strom und irgendwie Service.
00:15:37
Speaker
Da beim Service die Kette dann auch wieder wegfällt, sind das eigentlich nur die Bremsklötze, die relevant sind und beim Strom ist es ungefähr 1 Cent pro Kilometer.
00:15:44
Speaker
Das heißt, es gibt auch einfach noch dieses dritte Ding, das Leute uns kaufen, weil sie sagen, sie wollen kostengünstig eine Komfortmobilität erleben.
00:15:53
Speaker
Sind die Strukturen, ich mache eine kurze Frage, sorry, sind die Strukturen ja irgendwie in den Städten häufig auf Autos doch noch ausgelegt?
00:15:59
Speaker
Es gibt zwar irgendwie so ein bisschen was in Richtung mehr Fahrradmobilität, da hat sich schon noch was getan, aber jetzt gerade zum Beispiel in Frankfurt waren vor ein paar, letztes Wochenende waren Kommunalwahlen und da wurde unter anderem auch wieder damit sozusagen geworben, dass man den Fahrradverkehr wieder so ein bisschen zurückschraubt.
00:16:14
Speaker
Also das, was eigentlich an Ausbau gemacht worden ist.
00:16:17
Speaker
Jetzt frage ich mich, was braucht es eigentlich aus der Perspektive von städtischen und urbanen wie auch im ländlichen Raum, dass sozusagen so ein Produkt wie der Hopper jetzt auch wirklich tatsächlich Fuß fassen kann?
00:16:29
Speaker
Ja, das ist die große Frage nach Mobilitäts- und vor allem der Infrastruktur.
00:16:33
Speaker
Also unser großer Pluspunkt ist, wir funktionieren auf der bestehenden Infrastruktur und gleichzeitig pushen wir Infrastruktur dahin durch einfach die Anwendung mit unserem Fahrzeug, mit anderen ähnlichen Fahrzeugen, dass sich da was ändert.
00:16:46
Speaker
Also konkret gesprochen.
00:16:48
Speaker
Man merkt Wandel in Mobilität, Infrastruktur durch E-Bikes.
00:16:52
Speaker
Es gibt inzwischen mehr E-Bikes volumenmäßig und vom Umsatz erst recht.
00:16:56
Speaker
Es fahren extrem viele mehr Leute Fahrrad, weil mit Motor das einfacher ist, auch im höheren Alter mit mehr Unsicherheit längere Strecken zu fahren.
00:17:04
Speaker
Das hat dazu geführt, dass Städte, das überregional, auch ländlich, dass sich die Infrastruktur schon mal anfängt anzupassen.
00:17:11
Speaker
Das Gleiche erleben wir so ein bisschen auch mit Lastenrädern.
00:17:14
Speaker
Die sind jetzt auch vom Volumen extrem gewachsen über die letzten zehn Jahre und sind komplett aus der Nische in Mainstream gekommen, auch wieder hier eher städtisch.
00:17:22
Speaker
Aber man merkt halt, okay, da gibt es konkret eine Nachfrage und entsprechend entsteht aus dieser Nachfrage auch das Bedürfnis der Politik gegenüber zu sagen, wir brauchen mehr Platz.
00:17:32
Speaker
Und jetzt ist es natürlich so, dass alles, wie es ist, bleibt erstmal so in Deutschland gefühlt.
00:17:38
Speaker
Deswegen ist glaube ich auch die Gegenreaktion von Autofahrern verständlich zu sagen, ich brauche mehr Platz, ich will nicht, dass die Fahrradfahrer mir Platz wegnehmen.
00:17:45
Speaker
Ich glaube, man darf dann nicht dabei vergessen, dass am Ende alles, was Fahrrad oder auch Hopper ist, viel effektiver den Platz nutzen kann als ein Auto.
00:17:54
Speaker
Und trotzdem verstehe ich vollkommen jeden, der sagt, ich fahre gerne Auto und entsprechend die Flächen nutzt als Autofahrer, sich ärgert, wenn er im Stau steht, sich ärgert, wenn er keinen Parkplatz findet.
00:18:04
Speaker
Das heißt, ich verstehe, dass man dann politisch auch sagt, ich möchte, dass das Auto in den Vordergrund kommt.
00:18:08
Speaker
Das Problem ist aber einfach, die Ressourcen sind halt am Ende nicht vorhanden in der Stadt, überall so viel Platz zur Verfügung zu stellen, dass jeder seinen Platz hat, den er sich persönlich wünscht.
00:18:18
Speaker
Und ich glaube, das ist halt unsere Antwort darauf zu sagen, wir müssen Lösungen schaffen, wo wir, wir sind größer als ein Fahrrad, also wir sind nicht die Lösung, wenn man sagt, Fahrräder, alle fahren schon Fahrrad.
00:18:27
Speaker
Aber wir glauben, dass es halt möglich ist, mit unserem Angebot, mit ähnlichen Angeboten, mit weniger Platz eine fairere Verteilung hinzubekommen.
00:18:35
Speaker
Und deswegen hoffe ich sehr darauf, dass ich einfach durch die Nachfrage und durch diese Marktentwicklung,
00:18:41
Speaker
dass langfristig sich dahin verschieben wird, dass Autos nicht mehr ganz so viel Platz brauchen und dadurch, dass es dann auch weniger Autos gibt, sich die Probleme ein bisschen reduzieren können und entsprechend die Fahrräder so viel Platz bekommen, dass es in der Zukunft klare Infrastruktur für Fahrräder gibt.
00:18:55
Speaker
Du hast jetzt gerade schon das Auto angesprochen.
00:18:58
Speaker
Daher würde ich da gerne nochmal so ein bisschen eine Frage anschließen.
00:19:03
Speaker
Wie nimmst du das grundsätzlich wahr?
00:19:05
Speaker
Also wir sind ja nun mal das Autoland schlechthin.
00:19:08
Speaker
Und so aus meiner Erfahrung auch, ganz offen gesprochen, in Projekten gibt es sozusagen immer diese Logik Outdoor First.
00:19:19
Speaker
Ja, genau.
00:19:21
Speaker
Daran orientiert man sich dann auch in den Diskussionen, in den Möglichkeiten, in der Denke.
00:19:28
Speaker
Und da kann ich mir so vorstellen, ich meine, du hattest gesagt, die Idee ist so ein bisschen aus einer Selbstmotivation entsprungen, mehr Fahrrad und ihr fahrt gerne Fahrrad.
00:19:38
Speaker
Oder würde mich einfach mal so ein bisschen interessieren, wie nimmt man euch da wahr?
00:19:43
Speaker
Wie bekommt ihr Zugänge?
00:19:46
Speaker
Und ich sage mal auch als junges Startup und Unternehmen brauchst du ja auch Geld.
00:19:51
Speaker
Es braucht Leute, die einen unterstützen.
00:19:53
Speaker
Man braucht Kooperationen, braucht Netzwerke.
00:19:56
Speaker
Kannst du da uns so ein bisschen mal einblicken lassen, wie stellt sich das da im Autoland Deutschland, wenn man sozusagen mit einem doch etwas an einem anderen Mobilitätsmodellprodukt an den Markt möchte?
00:20:07
Speaker
Man merkt auf jeden Fall von Rückmeldungen, dass totale Freude und Vorfreude auf neue Ideen da ist, dass es viele Leute gibt, die vielleicht unzufrieden sind, viele Leute, die auch merken, es braucht weitere Entwicklungen darüber hinaus, dass Autos jetzt elektrisch fahren.
00:20:21
Speaker
Das kommt sehr langsam.
00:20:22
Speaker
Das heißt, wir merken einfach, die Nachfrage ist sehr groß insgesamt.
00:20:28
Speaker
was gleichzeitig eine Herausforderung ist, Hardware zu skalieren, ist langwieriger, kostet mehr als vielleicht so ein klassisches Startup, was im Softwarebereich seine Entwicklung nimmt.
00:20:41
Speaker
Das heißt, es ist ein bisschen mehr,
00:20:42
Speaker
Finanzierung ist durchaus eine der Hürden.
00:20:44
Speaker
Wenn ich jetzt mit einem hochskalierten Produkt verkaufen, produzieren und alles könnte, dann würde ich eine ganz andere Preispolitik fahren können, ganz andere Themen angehen können, noch breiter irgendwie das Produkt diversifizieren, verschiedene Kundengruppen anpassen.
00:20:59
Speaker
Das heißt, es ist, glaube ich, extrem wichtig, dass sich Firmen wie wir etablieren können, daraus wieder weiterzuwachsen, dass sich neue Ideen ergeben.
00:21:08
Speaker
Man kann das, glaube ich, gut ableiten, wenn man sich ein Babu-Lastenrad anschaut.
00:21:11
Speaker
Das war so eine der ersten.
00:21:12
Speaker
Das ist eine ganz andere Technik, als was heute so im Volumengeschäft wirklich verkauft für den Lastenradbereich.
00:21:19
Speaker
Das heißt, die Idee war die gleiche, aber das endgültige Modell braucht einfach Jahre, braucht Feedback, braucht auch Weiterentwicklungen von außen, um
00:21:28
Speaker
Verhaltensänderungen.
00:21:29
Speaker
Deswegen, ich sehe das schon, dass Deutschland der Markt für den Hopper ist, einfach weil der deutsche Markt extrem fahrradaffin ist, auch hohe Zahnungsbereitschaft hat im Fahrradmarkt.
00:21:39
Speaker
Und ich glaube, deswegen ist Deutschland auch ein sehr, sehr gutes Land.
00:21:41
Speaker
Also das Auto wurde hier erfunden, die Fahrräder kommen quasi auch aus dem deutschen Raum.
00:21:45
Speaker
Entsprechend ist das für uns der logische nächste Schritt, zu sagen, okay, der Hopper kommt eben auch aus Deutschland, aus dem Land, wo Mobilität herkommt.
00:21:53
Speaker
Und doch, wir sind schon sehr zufrieden mit dem.
00:21:55
Speaker
Es ist einfach...
00:21:56
Speaker
Immer so mehr Geld würde viele Sachen einfacher und schneller machen.
00:21:59
Speaker
Klar.
00:21:59
Speaker
Und wie siehst du das im Hinblick nochmal auf dieses Zielgruppenthema?
00:22:03
Speaker
Denn das finde ich ganz spannend, weil ich habe natürlich so ein bisschen gelesen über euch vorher und erst mal so gefragt, wo oder wer ist eure primäre Zielgruppe?
00:22:12
Speaker
Also ist es tatsächlich so eine Range von Familie, Alleinstehende oder dann ältere Paare, wo man vielleicht dann auch irgendwann sagt, es sind dann vielleicht auch eher kürzere Schrecken.
00:22:24
Speaker
Wo es dann vielleicht tatsächlich auch, zumindest kenne ich diese Thematik, wo man dann sagt, naja, Autofahren ist jetzt vielleicht auch nicht mehr so.
00:22:30
Speaker
An der Tagesordnung bewegen wir uns dann viel lieber und sind dann vielleicht auch ein bisschen sicherer unterwegs, gefühlt auch.
00:22:37
Speaker
Also wo habt ihr da so eure Kernzielgruppe?
00:22:40
Speaker
Ja, ich glaube, es gibt eine Unterscheidung zwischen der aktuellen Zielgruppe, wo man einfach merkt, das sind die Kunden, die wirklich sehr früh reinkommen und sagen, ich kaufe jetzt schon.
00:22:48
Speaker
Und dem, wo man merkt, da ist die Nachfrage auch wirklich groß, aber da muss man vielleicht noch ein, zwei Schritte gehen im Volumen.
00:22:54
Speaker
Also aktuell ist der Kunde eher so Stadtmensch, eher Stadtrand vielleicht, der pendelt in die Stadt rein, im Schnitt recht männlich und im Schnitt so um die 50.
00:23:05
Speaker
Das heißt, es geht eigentlich so von 30 los, bis der älteste Kunde ist über 80.
00:23:10
Speaker
Das heißt relativ divers, was wir merken, auch gegeben durch unseren Produktstatus ist häufig Kinder aus dem Haus, Mobilitätsmuster stellen sich nochmal aktiv um.
00:23:19
Speaker
Also beispielsweise brauche ich wirklich das Zweitauto oder wir merken häufig in Umfragen, das Zweitauto wird ersetzt, also insgesamt zwei Drittel unserer Kunden ersetzen Auto, ob es das erste oder zweite Auto ist.
00:23:30
Speaker
Das heißt, dieser Kunde ist ja relativ klares Mobilitätsmuster, auch vielleicht mit Planbarkeit, er pendelt immer ähnliche Strecken, ist schon seit langer Zeit beim gleichen Arbeitgeber.
00:23:38
Speaker
Das liegt aber auch so ein bisschen daran, zum Beispiel, hier hatte ich erwähnt, produktseitig, wir haben noch keinen Kindersitz.
00:23:43
Speaker
Das heißt, es gibt Kunden, die sich dann vielleicht selber was reingebastelt haben oder es ohne Anschlaggurt nutzen für ältere Kinder.
00:23:48
Speaker
Aber konkret gesprochen, die jüngere Zielgruppe drängt da rein, da kriegen wir viel Nachfragen.
00:23:53
Speaker
Es ist einfach de facto gerade so, dass wir vom Volumen her nicht hinterherkommen in der Produktion.
00:23:56
Speaker
Also das der Engpass ist, wir...
00:23:59
Speaker
eigentlich fast das ganze Jahr ausverkauft sind im Vorhinein.
00:24:01
Speaker
Das ist ein sehr schönes Signal für uns, aber das heißt, wir versuchen hier zu skalieren und parallel das Produkt weiterzuentwickeln.
00:24:07
Speaker
Und deswegen sehen wir das schon so, dass wir uns immer mehr auch dieser Lastenrad-Kundengruppe annähern können, aber aktuell sind wir eher so ein bisschen daneben, wo wir sagen, eigentlich der Zweitautokunde, der im Stadtrand wohnt.
00:24:18
Speaker
Der Stadtrand wohnt.
00:24:19
Speaker
Finde ich jetzt auch nochmal ganz interessant, weil ich tatsächlich auch immer so, wenn ich so an diese Mobilitätslösungen denke, die jenseits von Fahrrad und Auto sind, geht es ja wirklich auch gerade jetzt zum Beispiel beim E-Rollern, das ist ja eher so eine jüngere Zielgruppe gewesen und ja eigentlich fast nicht nutzbar für Menschen mit irgendeiner Weise einem Handicap oder mit Kinderwagen oder mit irgendwie viel Gepäck.
00:24:38
Speaker
Und da sehe ich ja tatsächlich irgendwie bei euch beim Hopper wirklich auch ein Stück weit ein Potenzial.
00:24:42
Speaker
Das ist nicht nur zu sagen, ja klar, eine jüngere Zielgruppe, wenn zum Beispiel Kinder dabei sind und wenn du sagst, ob das mit integriert wird, dass es eben auch Kindersitze gibt oder so.
00:24:52
Speaker
Aber natürlich auch die Frage der älteren Gesellschaft.
00:24:54
Speaker
Also wir haben einen demografischen Wandel.
00:24:56
Speaker
Wir haben es auch gerade beim Fahrrad, beim E-Bike, nutzen dann vermehrt Menschen vielleicht auch älteren Alters.
00:25:01
Speaker
Aber ganz klar eben auch so diese Mobilitätslösung jenseits vom Auto für eine ältere Gesellschaft finde ich ja auch einen unglaublich wichtigen Markt, gerade um eben auch sozusagen diese Mobilität zu erhalten.
00:25:13
Speaker
Wie seht ihr das?
00:25:14
Speaker
Wie bereitet ihr euch auch darauf vor?
00:25:16
Speaker
Also jetzt mal jenseits von den männlichen Kunden mit 50, wenn man wirklich auch gedacht über 70-Jährige, die das irgendwie nutzen können.
00:25:24
Speaker
Ja, ich glaube, das hat Potenzial oder das hat Potenzial auch jetzt ganz konkret bei unseren Kunden.
00:25:31
Speaker
Gerade wenn die Strecken kürzer sind, gerade wenn man dann eben ohne Rucksack oder Satteltasche oder irgendwie sowas im Kofferraum einfach den Einkauf verstauen kann, kurze Strecken fahren kann.
00:25:42
Speaker
Klar, gleichzeitig sagen wir, man soll natürlich schon Hopper fahren mit einer gewissen Verantwortung.
00:25:46
Speaker
Das heißt, irgendwo ist auch wieder die Grenze, wenn man kein Auto mehr fahren kann.
00:25:50
Speaker
Im Alter ist vielleicht auch irgendwann der Zeitpunkt, wo man kein Hopper mehr fahren kann.
00:25:53
Speaker
Es ist jetzt nicht unsere Kerngruppe.
00:25:54
Speaker
Wir sehen es aber definitiv so, dass wir Menschen Mobilität ermöglichen, die aktuell so ein bisschen außen vor gelassen werden.
00:26:00
Speaker
Das ist vielleicht ökonomisch zu sehr am Rand, dass man sagt, man entwickelt nur für diese Gruppe eine Mobilitätslösung, aber sie funktioniert.
00:26:09
Speaker
Die Gleichgewichtsthematik fällt weg.
00:26:11
Speaker
Man kann relativ gut ein- und aussteigen, man muss nicht auf dem Sattel sitzen, man kann es einfach letztendlich stehen lassen und man muss jetzt nicht noch mit dem Schloss rumfuchteln.
00:26:19
Speaker
Relativ entspannt.
00:26:21
Speaker
Gleichzeitig würde ich sagen, das ist glaube ich ein Randeffekt.
00:26:24
Speaker
Wir ermöglichen auch Mobilität für Menschen, die vielleicht mit Einschränkungen
00:26:28
Speaker
kein Fahrrad fahren können, wo auch immer die herkommen, das ist sehr, sehr schön zu sehen.
00:26:33
Speaker
Aber das Volumengeschäft definitiv muss schon auch woanders herkommen.
00:26:36
Speaker
Einfach damit man, wenn man Spezialradbau gehen würde, würden die Preise ganz anders hinwandern.
00:26:42
Speaker
Das heißt, wir wollen im Volumen auch woanders wachsen, das muss man klar sagen.
00:26:46
Speaker
Nochmal zum Thema so ein bisschen auch generelle Mobilität mit allem, was du jetzt auch gesagt hast, auch in Bezug auf die verschiedenen Zielgruppen.
00:26:54
Speaker
Ich sage mal so, in der generellen Debatte, zumindest von einem Teil der Bevölkerung, natürlich wie immer nicht von allen, ist ja schon auch der Ruf laut, gerade für die Städte, Auto raus und mehr Freiräume, mehr bessere Luft, mehr Grün, mehr Gäste.
00:27:14
Speaker
Nicht so Gefahrenzonen, auch gerade für Kinder.
00:27:17
Speaker
Da gibt es ja diesen berühmten Satz auch, ein Kind muss irgendwie alleine zur Eisdiele gehen können und sicher sein können und so weiter.
00:27:26
Speaker
Wie siehst du das gerade aus eurer Perspektive, wo ihr jetzt so ein Produkt auch an den Markt gebracht habt?

Zukunftsvision: Städte ohne Autodependenz

00:27:33
Speaker
Also einerseits so ein bisschen auch in der Zukunftsperspektive für euch und andererseits vielleicht auch nochmal so ein bisschen aus dem Blickwinkel, wo stehen wir denn da eigentlich?
00:27:43
Speaker
Ich kann mir vorstellen, ihr habt schon auch vielleicht Einblicke so in die einen oder anderen Entwicklungen.
00:27:49
Speaker
Ich weiß es nicht, vielleicht habt ihr auch Kontakt natürlich zu einer oder anderen Kommune oder wie auch immer.
00:27:56
Speaker
Was ist da einfach so dein Blick drauf?
00:27:58
Speaker
Jemand, der sich jetzt mit Mobilität augenscheinlich intensiver beschäftigt.
00:28:03
Speaker
Ja, ich glaube, wenn man wirklich mal reingeht, ist das einer der Haupt- oder der Hauptgrund, warum wir als Gründerteam gesagt haben, wir wollen Hopper machen.
00:28:12
Speaker
Wir investieren hier alles rein, weil wir dazu beitragen wollen, dass der Weg zu Eisziele das möglich ist für Kinder, dass es lebenswert ist, in der Stadt zu leben.
00:28:23
Speaker
Und ich glaube, das fällt einem
00:28:25
Speaker
mal komplett auf, wenn man nachts durch die Straßen läuft und merkt, die sind komplett leer, wie viel Platz das ist.
00:28:31
Speaker
Mir angucke in Hamburg, 4-spurige, 6-spurige Straßen, riesen Platzverbrauch.
00:28:38
Speaker
Das könnte alles jetzt mal, natürlich auch weit weg von der Realität, das könnte alles ein Park sein, das könnte alles grüner Ort sein.
00:28:44
Speaker
Da kann man natürlich irgendwie sein Leben genießen.
00:28:47
Speaker
Gleichzeitig, die Realität sieht auch so aus, dass man von A nach B kommen will, dass man Mobilität braucht, dass es extrem viel wert ist, dass es ein Auto gibt, dass Distanzen kürzer werden, dass es ein großer Fortschritt ist.
00:28:58
Speaker
Deswegen, glaube ich, braucht es einen gesunden Menschenverstand.
00:29:01
Speaker
Ich finde, die jetzige Verteilung mit einer sehr klaren Gewichtung aufs Auto ist teilweise unfair.
00:29:06
Speaker
Das ist historisch so gewachsen.
00:29:08
Speaker
Da werden Kosten auf die Allgemeinen umgelegt, die sind unfair.
00:29:11
Speaker
Also wenn ich morgens mit dem Hopper oder mit dem Fahrrad in die Arbeit fahre,
00:29:14
Speaker
Dann fahre ich einen Großteil entlang einer großen Autostraße, es stinkt jeden Tag nach Benzin.
00:29:18
Speaker
Das ist nicht fair, würde ich sagen.
00:29:21
Speaker
Im Zweifel hat das Auto noch eine Filternlage drin und ich draußen nicht.
00:29:24
Speaker
Ich sage, da ist was zu tun.
00:29:26
Speaker
Gleichzeitig merkt man, Hamburg ist eine sehr progressive Stadt in diesem Bereich, guckt sich so ein bisschen was von Kopenhagen zum Beispiel ab, Kopenhagen als großer Vorreiter.
00:29:36
Speaker
in dem Thema Mobilität.
00:29:38
Speaker
Man merkt, man muss einen feinen Spagat machen zwischen Realität, Wählerwillen, auch berechtigter Mehrheitswille und vielleicht einem Ansatz Stück für Stück was zu verändern.
00:29:48
Speaker
Also konkret gesprochen in Hamburg, grüner Senator für Verkehr,
00:29:52
Speaker
Also quasi der Minister für Verkehr in Hamburg seit der zweiten Wahlperiode im Amt, mein Wissen nach, auf jeden Fall schon länger, hat aktiv dazu beigetragen, dass meine Alltagsmodalität beispielsweise hier in der Stadt zwischen Altona und der Innenstadt, Fahrradstraßen, ganz, ganz viel passiert ist.
00:30:08
Speaker
Und gleichzeitig klare Vereinbarungen des Koalitionsausschlusses zu sagen, es gibt jetzt erstmal das nächste Jahr oder so keine weiteren Veränderungen.
00:30:16
Speaker
Umbauten, wo Parkplätze wegfallen für Autos.
00:30:19
Speaker
Einfach weil gemerkt wurde, die CDU holt im Zweifel auf oder andere Parteien, die hier sich stärker fürs Auto aussprechen.
00:30:25
Speaker
Das könnte daran liegen.
00:30:27
Speaker
Das ist die Realität und am Ende verstehe ich jeden, der parken will, aber es ist halt irgendwo auch absurd, dass man für 40 Euro, wenn überhaupt, einen Anwohnerparkausweis in Hamburg kauft,
00:30:38
Speaker
Dafür kann man nicht mal einen Monat sich einen Quadratmeter irgendwo mieten.
00:30:41
Speaker
Das heißt, dieses Verhältnis zwischen ich darf mein Auto überhin stellen und ich habe das Bedürfnis, in einer gesunden und lebenswerden Stadt zu wohnen, ist schwierig.
00:30:49
Speaker
Und ich glaube, da sind wir auf einem ganz, ganz schwierigen, komplexen Weg, den wir zusammen beschreiten wollen.
00:30:54
Speaker
Wir wollen eine Lösung anbieten, die zeigt, müssen wir jetzt wirklich nur darüber diskutieren, was die Infrastruktur macht oder können wir vielleicht auch einfach Verhalten ändern und über diese Verhaltensänderung
00:31:02
Speaker
auch eine Meinung ändern, kollektiv, Stück für Stück.
00:31:06
Speaker
Das ist unser Ansatz, wo wir glauben, das funktioniert auch langfristig.
00:31:11
Speaker
Aber ob das der Weg nach vorne ist, ich sage mal, da haben wir auch nur einen kleinen Einblick.
00:31:15
Speaker
Wir sehen unsere Blase, wir merken, dass es funktioniert.
00:31:17
Speaker
Wir merken auch, dass wir im Gespräch Leute überzeugen können, die eher autoaffin sind, dass sie einen Hopper zu mögen und auch diese Idee dahinter zu verstehen.
00:31:24
Speaker
Aber eine breite Masse oder für eine Politik zu sprechen, ist gleichzeitig wahrscheinlich auch zu groß für uns.
00:31:32
Speaker
Also viel, ich muss nochmal, Entschuldigung, dass ich nochmal auf diese E-Roller zurückkomme, aber die haben ja im Grunde genommen doch auch ein großes Verhaltensveränderung in der Mobilität mit sich gebracht und zwar auch dadurch, dass sie einfach überall zugänglich sind.
00:31:44
Speaker
Und das wäre jetzt so meine Anschlussfrage.
00:31:45
Speaker
Wir haben eben auch gerade nochmal über das Auto gesprochen, über diesen Emotionalitätswert eines Autos und das kann man beim Fahrrad ja genauso sagen.
00:31:52
Speaker
Also ich leih mir auch ungern ein armes Fahrrad, ich mag meinen Fahrrad, es passt zu mir.
00:31:57
Speaker
Es geht den Menschen mit ihrem Auto genauso.
00:31:59
Speaker
Da gibt es eine gewisse Identifikation und auch Personalisierung.
00:32:02
Speaker
Und gleichzeitig aber brauchen wir im Grunde, wenn wir auch gerade nochmal über das Thema Stadt und Platz sprechen, es sind ja die meisten Fahrzeuge stehen ja wirklich dient.
00:32:13
Speaker
die meiste Zeit rum.
00:32:14
Speaker
Und da ist ja wirklich für mich dann auch so die Frage, inwieweit ihr den Hauptware auch als ein Produkt vielleicht gedacht habt, das mehr so im Sharing-Bereich angesiedelt ist.
00:32:24
Speaker
Also wo das im Grunde genau auch überall zugänglich ist, wie irgendwelche Autos oder E-Roller, die gerade über irgendwelche Plattformen erhältlich sind.
00:32:32
Speaker
Vielleicht mal eine Gegenfrage.
00:32:34
Speaker
Ich weiß gar nicht.
00:32:35
Speaker
Haben E-Roller die Mobilität so verändert?
00:32:39
Speaker
Also in der Breite auch?
00:32:41
Speaker
Ich würde schon sagen, dass Sie viele Menschen auf den E-Roller gebracht haben, ob sie sie nun aus den öffentlichen Verkehrsmitteln oder aus dem Auto weggebracht haben.
00:32:51
Speaker
Das mag ich jetzt nicht analysieren, aber erst mal so von der Präsenz im Straßenverkehr sieht man sie schon häufig, dass sie sozusagen für diese letzte Meile häufig genutzt werden.
00:33:03
Speaker
Und das ist, glaube ich, schon etwas, was zumindest in größeren Städten sehr auffällig ist.
00:33:07
Speaker
Ja, also ich habe das Gefühl, dass diese Sharing-Systeme in dem Bereich schon sehr stark auf eine begrenzte Zielgruppe zugreifen und dort eine Änderung hervorgerufen haben und sie einen sehr großen Platz einnehmen in der öffentlichen Debatte, weil sie so sichtbar sind durch Abstellen im öffentlichen Raum, Ärgernisse und vielleicht sich vieles darauf runterbricht, was vielleicht eine verstellte Debatte ist.
00:33:28
Speaker
Und gleichzeitig sind E-Roller ein wichtiger Teil der Mobilität und ich glaube, auch ein wesentlicher Bestandteil sind Roller, die tatsächlich privat besessen werden und mitgenommen werden.
00:33:37
Speaker
Und wenn man wirklich über den Alltag redet, wo man sagt, man verändert sein Mobilitätsmuster langfristig, glaube ich auch eher, dass diese privat besessenen Roller einen größeren Impact haben als die Masse an Sharing-Rollern, die man sieht, aber die vielleicht eher sporadisch als Tourist oder für eben kurze Strecken mal genutzt werden.
00:33:53
Speaker
Aber das ist so ein bisschen als Einleitung gemeint, auch als Frage, Sharing oder nicht bei uns.
00:33:57
Speaker
Wir sehen es als ganz, ganz großen Vorteil, dass aktuell der Besitz beim Einzelnen ist.
00:34:01
Speaker
Das heißt erstens, diese Person,
00:34:03
Speaker
steht völlig dahinter.
00:34:04
Speaker
Die Person fährt auch verantwortungsvoll mit diesem Fahrzeug, nimmt Rücksicht, ist selber quasi sehr eng damit verbunden.
00:34:11
Speaker
Was wir halt sehen im Sharing-Bereich, dass man ganz, ganz viele Probleme auch mit Vandalismus, mit dem ganzen Thema erstmal überhaupt Leute da ranzuführen hat, das ist eine neue Mobilitätsform, sich damit wirklich zu beschäftigen und zu nutzen, ist etwas, was wir auf so einer grünen Wiese als kritisch sehen.
00:34:26
Speaker
Wenn wir jetzt einfach Kunden an den Hopper setzen würden,
00:34:30
Speaker
Das macht aus Verhaltensperspektive für uns nicht so viel Sinn.
00:34:33
Speaker
Zuletzt ist es dann auch noch ein Thema von Materialkosten von Fahrzeug.
00:34:38
Speaker
Also so ein Roller kostet ein paar hundert Euro irgendwie.
00:34:41
Speaker
Das ist bei uns nicht darstellbar im Vergleich.
00:34:43
Speaker
Das heißt, einen Partner zu finden, der dieses Sharing mit uns aufbauen würde, das wäre zu kapitalintensiv zur jetzigen Phase, muss man auch klar sagen.
00:34:49
Speaker
Was wir allerdings sehen, was spannend ist, ist das Thema Sharing innerhalb von Siedlungen oder letztendlich Wohnprojekten oder auch im Mobilitätsbereich von Firmen, also beispielsweise Handwerker, Lieferdienste.
00:35:02
Speaker
Das ist relativ breit, wo wir hier reingehen und merken, wir können Mobilität
00:35:06
Speaker
wenn es so einen Kontext hat, auch wieder eine gewisse Routine.
00:35:09
Speaker
Man hat eine gewisse Zugänglichkeit dazu, aber auch gleichzeitig eine Bindung.
00:35:12
Speaker
Also es gibt einen begrenzten Personenkreis.
00:35:14
Speaker
Und da merken wir wirklich, dass wir Leute erreichen können, die eigentlich gar nichts damit zu tun haben, die auch von sich aus nicht draufgekommen wären, aber durch den Arbeitskontext oder diesen Wohnkontext eben da reinkommen.
00:35:22
Speaker
Also das ist unser Weg Richtung Sharing.
00:35:25
Speaker
Massen-Sharing langfristig tatsächlich erstmal nicht auf unserem Plan.
00:35:28
Speaker
Ja, also ich kann da nur so auszusagen, ich bin ja...
00:35:32
Speaker
Ich oute mich jetzt vielleicht hier, vielleicht gibt es da noch irgendwie einen bösen Kommentar.
00:35:35
Speaker
Aber ich finde ja diese E-Roller völlig absurd.
00:35:38
Speaker
Aber gut, tatsächlich.
00:35:39
Speaker
Aber das ist ja nochmal spannend, gerade bei diesem, weil du es oft auch gesagt hast, Verhaltensänderung.
00:35:44
Speaker
Das ist ja der Knackpunkt eigentlich.
00:35:46
Speaker
Also wann tatsächlich nehme ich ein anderes Mobilitätsangebot wirklich wahr, wie nutze ich es dann wirklich auch regelmäßig und wie ändere ich dadurch dann tatsächlich auch mein Verhalten.
00:35:55
Speaker
Und ich glaube, bei diesen E-Rollern ist es
00:35:58
Speaker
war es mir immer noch nicht ganz klar, was jetzt wirklich auch der absolute Mehrwert sein soll, im Gegensatz zu einer anderen Form der Fortbewegung.
00:36:06
Speaker
Aber okay, mal abgesehen von diesen ganzen anderen Dingen, mit denen die Kommunen dann zu tun haben und wo diese Roller dann überall landen in der Stadt.
00:36:14
Speaker
Und deswegen ist, glaube ich, der Privatbesitz eines Rollers eben, was man vielleicht auch viel mehr pushen müsste oder beziehungsweise auch gepusht ist, weil das funktioniert sehr gut.
00:36:22
Speaker
Die Leute nehmen auch Rücksicht.
00:36:24
Speaker
Die haben sogar so Einschränkungen, dass sie im ÖPNV häufig die Akkus nicht mitnehmen dürfen, weil schlechte Importe, weil da historisch.
00:36:30
Speaker
Aber grundsätzlich ist das Mobilitätsform für jeden, der sagt, ich will nicht aktiv Fahrrad fahren.
00:36:35
Speaker
Das ist ein kleines Fahrzeug, das ist ein sehr ressourceneffizientes Fahrzeug von A nach B, kann gut ergänzen.
00:36:40
Speaker
beispielsweise irgendwie zum Bus oder zur Bahn und wieder das letzte Stück.
00:36:44
Speaker
Das ist eine total sinnvolle Ergänzung.
00:36:45
Speaker
Also ich glaube, es ist einfach diese Debatte um Sharing hat da vielleicht auch nicht nur Gutes getan.
00:36:51
Speaker
Ich finde diese Diskussion jetzt hier gerade sehr spannend, weil wir wirklich jahrelang über dieses Sharing als Lösung für Mobilität diskutiert haben.
00:36:59
Speaker
Da war ja genau das sozusagen, egal ob man E-Roller Freund, Freundin ist oder nicht, ich gehöre auch nicht dazu, ich muss mich da auch outen, ich kann die Dinge einfach nicht fahren, das kommt noch dazu.
00:37:10
Speaker
Aber genau das ist ja im Grunde genommen so als das Lösungsmodell für städtische, urbane Mobilität gedacht.
00:37:16
Speaker
Und wir jetzt ja tatsächlich auch aus dem, was du beschreibst und auch aus den Erfahrungen, die wir gemacht haben mit Sharing, tatsächlich wieder so auf eine private Mobilitätsbewegung
00:37:28
Speaker
Form zurückgehen, also auf den Besitz eher, beziehungsweise auf Sharing-Modelle, die in einem geschlossenen System stattfinden.
00:37:34
Speaker
Und das finde ich wirklich auch nochmal ganz interessant in dieser Entwicklung zu beobachten.
00:37:38
Speaker
Du schüttest gerade so ein bisschen den Kopf.
00:37:40
Speaker
Ja, es ist der private Besitz ganz allgemein so zu unterstützen, auch gleichzeitig schwierig.
00:37:47
Speaker
Also weil, wenn man jetzt konkret sagt, jeder hat ein Auto und besitzt das Privaten in Rücksicht,
00:37:52
Speaker
Gut, da hat man genau die Probleme, von denen wir eigentlich reden, dass es nicht für jedes Auto in jeder Stadt Platz ist oder die Stadt sehr autoaffin geprägt ist und Mobilität zum Beispiel zu Fuß ist, weil die Wege so weit geworden sind.
00:38:03
Speaker
Das heißt, dieser reine Besitz ist dann doch irgendwie auch etwas, was ich nicht komplett unterstützen kann.
00:38:08
Speaker
Gleichzeitig merkt man aber halt, ein offenes Sharing-System hat so viele Probleme, die halt beispielsweise eben durch schlechte Nutzung passieren, durch keine Verantwortungsübernahme für das Foto.
00:38:19
Speaker
das Fahrzeug, was man sich ausleitet oder was man im Zweifel einfach nur im öffentlichen Raum sieht, dass es nicht wieder funktioniert.
00:38:24
Speaker
Also Fahrradsharing ist absolut unterstützenswert aus meiner Sicht.
00:38:29
Speaker
Auch etwas, was wieder nur gut funktioniert, wenn auch eine Infrastruktur so eng bestückt ist mit Fahrrädern, dass man eigentlich mit einem kurzen Fußweg auch schnell sich ein Fahrrad leihen kann, auch schnell wieder abgeben kann.
00:38:40
Speaker
Und ich glaube auch im Autobereich, das ist weit weg und vielleicht auch ein bisschen aus verschiedenen Sichten dann zu analysieren, aber ich finde, dass autonomes Fahren oder dann halt irgendwo eine Fahrzeugsharing extrem viel Sinn macht, wenn man es hinbekommt, die gleiche Mobilität vom Volumen her hinzubekommen, aber alleine schon mal an den Parkplätzen anfangen kann zu sparen, weil Autos eben nicht mehr komplett alleine besessen werden.
00:39:02
Speaker
Und auch das Ganze, man merkt halt immer wieder, man diskutiert über die Stadt.
00:39:05
Speaker
Wir reden gerade komplett über die Stadt.
00:39:06
Speaker
Das ist auf dem Land wieder auch eine andere Perspektive.
00:39:11
Speaker
Ja, aber wenn man das mal so bedartet, zumindest könnte man es jetzt mal so ganz knapp ableiten, ist es ja dann tatsächlich auch immer eine Frage,
00:39:19
Speaker
der entsprechenden Ressourcen, also dieses Mobilitätsangebots.
00:39:22
Speaker
Also wie viele Ressourcen sind da eigentlich reingeflossen?
00:39:24
Speaker
Was kostet das in der Unterhaltung?
00:39:27
Speaker
Was kostet es an Platz?
00:39:29
Speaker
Was kostet es an Antrieb?
00:39:32
Speaker
Das ist ja auch eine Frage für die Zukunft.
00:39:35
Speaker
Das sehen wir ja gerade in der jetzigen Lage wiege, was die Ölpreise da so machen.
00:39:41
Speaker
Also das finde ich ja schon ganz spannend, weil, wie Anja schon sagte, zumindest aus unseren Projekten auch gesprochen, da wird das immer ganz schnell reingeworfen.
00:39:51
Speaker
Und dann machen wir auch, sei es jetzt Fahrradsharing, sei es jetzt auch diese E-Roller-Geschichte, bezog das vor allen Dingen auf diese Sharing-Thematik.
00:40:03
Speaker
Aber das ist ja genau der springende Punkt so ein bisschen.
00:40:07
Speaker
Wie gestalten wir tatsächlich Mobilität von morgen?
00:40:09
Speaker
Also wir haben verschiedene Möglichkeiten, verschiedene Modelle, verschiedene Angebotsvarianten.
00:40:15
Speaker
Und per se ist schon mal zu sagen, klar, gilt auch nicht für jeden.
00:40:18
Speaker
Jeder hat da auch andere Ansprüche, ist anders alt, wohnt woanders und so weiter und so fort.
00:40:25
Speaker
Das macht es ja gerade so komplex, aber da finde ich es schon nochmal auch ganz gut von dir zu hören, wie eure Sicht da drauf ist.
00:40:31
Speaker
Man könnte ja sagen, der Hopper ist sozusagen als zum Beispiel Zweitfahrzeug vorrangig jetzt zu sehen, auch gerade eben erstmal nicht nur im städtischen Kontext, sondern in so einem Randkontext.
00:40:45
Speaker
Ist vorrangig auch für eine bestimmte Zielgruppe, haben wir ja auch besprochen.
00:40:49
Speaker
Und genau das sind ja die Thematiken, denen wir uns eigentlich so ein bisschen stellen müssen und die so ein bisschen tiefer gehen müssen fernab dieser generellen Diskussion.
00:40:58
Speaker
Kein Auto mehr.
00:41:00
Speaker
Und ich glaube,
00:41:03
Speaker
Da ist, glaube ich, noch ein bisschen Potenzial für uns alle, diese Dinge mal wirklich auch so ein bisschen in konkreten Modellen, Lebensmodellen auch runter zu skalieren.
00:41:12
Speaker
Und mal zu schauen, also was gibt es da eigentlich dann für Optionen?
00:41:14
Speaker
Am Ende ist es, finde ich, ein total legitimer Wunsch zu sagen, man möchte in den geschlossenen Innenraum warm, man hat vielleicht noch seinen persönlichen Schutzraum um sich herum von A nach B fahren.
00:41:24
Speaker
Wie auch immer der aussieht, ob das ist ein Hopper, vielleicht auch für manche Leute ein Fahrrad von diesem Gefühl her oder für viele Leute auch ein Auto, ist das total fair und rational zu sagen.
00:41:33
Speaker
wenn man das vielleicht nicht kennt und das bei anderen Menschen sieht, auch nachvollziehbar, dass man dahin strebt, sich ein eigenes Auto anzuschaffen.
00:41:39
Speaker
Man muss aber halt die faire Frage dazu stellen, geht das, dieser individuelle Wunsch mit den Ressourcen, die man kollektiv zur Verfügung hat?
00:41:47
Speaker
Und ich glaube, da muss man halt gucken, dass man Wege findet, ein bisschen da mehr Balance reinzubekommen, weil wenn jeder Auto fahren will, dann steht auch jeder im Stau.
00:41:56
Speaker
Und wenn jeder einen Parkplatz braucht, dann hat auch jeder keinen Parkplatz mehr.
00:41:59
Speaker
Und deswegen brauchen wir da Lösungen.
00:42:01
Speaker
Volles Verständnis auf der individuellen Basis, aber kollektiv funktioniert es nicht.
00:42:04
Speaker
Und ich glaube, das ist die Herausforderung, dass man dann doch irgendwo individuell den Vorteil sieht.
00:42:09
Speaker
Wenn ich ein Auto zur Verfügung habe und es regnet draußen und ich keinen Hopper dabei habe, dann nutze ich das Auto.
00:42:13
Speaker
Ist halt einfach so.
00:42:15
Speaker
Und gleichzeitig muss man verstehen, dass es...
00:42:18
Speaker
kollektiv so nicht funktioniert.
00:42:19
Speaker
Das heißt, dass am Ende die Stadt komplett autoaffin ist.
00:42:23
Speaker
Hamburg kommt aus dem 20.
00:42:26
Speaker
Jahrhundert mit Autofokus und wir haben hier viel daran gemacht, dass es besser geworden ist.
00:42:30
Speaker
Man spürt es überall immer noch, gerade in Randgebieten, dass da zu wenig gemacht wurde, dass das Auto immer noch alles voll pflastert, die Straßen alles voll pflastern.
00:42:39
Speaker
Und deswegen ist da viel zu tun.
00:42:40
Speaker
Und ich glaube, deswegen machen wir den Hopper, weil wir dann
00:42:44
Speaker
irgendwie einen Beitrag leisten wollen, dass man nicht mehr unbedingt ein Auto braucht, um seine individuellen Bedürfnisse zu erfüllen.
00:42:49
Speaker
Wie sieht deine Welt dann aus?
00:42:51
Speaker
Hast du ein Auto?
00:42:52
Speaker
Ich habe kein Auto.
00:42:53
Speaker
Aber fairerweise, ich wohne auch so urban, dass es halt quasi nicht notwendig ist.
00:42:57
Speaker
Und es gibt bei uns Sharing-Angebote, um Transporter zu leihen oder auf längere Strecken ein Auto zu leihen.
00:43:01
Speaker
Also ich profitiere von der ganzen Palette an Angebot.
00:43:04
Speaker
Ich brauche kein Auto, aber ich habe, seitdem ich 18 bin, einen Führerschein und fahre auch gerne Auto eigentlich.
00:43:10
Speaker
Aber wie sehe denn also Zukunftsperspektive, wenn du es, mal angenommen, du hättest jetzt den Stift und das Papier und du dürfst es für Hamburg oder welche Stadt oder vielleicht auch kleiner, mal so die Mobilität zumindest so ein bisschen skizzieren.
00:43:26
Speaker
Was wäre so deine Vision?
00:43:28
Speaker
Große Fragen, große Fragen.
00:43:29
Speaker
Also ich kann da gerne eine Meinung zu geben, ob das die Basis ist, um weiterzumachen.
00:43:34
Speaker
Ich glaube, da gibt es Leute, die sich mehr beschäftigen mit dem ganzen Kontext.
00:43:38
Speaker
Was natürlich extrem attraktiv ist, daran zu arbeiten, dass die Wege kurz sind.
00:43:42
Speaker
Das kann in der kleineren, in der größeren Stadt funktionieren.
00:43:45
Speaker
Ein klassisches Modell der 15-Minuten-Stadt, wie man das irgendwie immer mal wieder hört, heißt kurz gefasst,
00:43:50
Speaker
Die Wege sind so kurz zu allen Alltagserledigungen, Arbeit, Einkaufen, Kita, Schule, alles, was man so hat an Sport, dass man das mit kurzen Strecken erreichen kann.
00:43:58
Speaker
Und dann kann man auch wirklich darüber reden, wenig Autos, Tempo 30, Fahrradinfrastruktur fördern, ÖPNV natürlich auch ganz klar fördern mit einer Frequenz, dass man das auch gerne nutzt.
00:44:09
Speaker
Ich glaube, dann ist die Antwort relativ einfach zu sagen, okay, mit kurzen Wegen ist auch die Mobilität einfacher zu gestalten.
00:44:16
Speaker
Und wenn man es schafft, mehr kollektiv zu lösen, dann ist auch alles drumherum so attraktiv, dass man zum Beispiel gerne Bahn und Bus fährt und es auch günstig ist.
00:44:25
Speaker
Ich glaube, das ist so ein bisschen das Wunschdenken, was dann halt einfach schwierig ist.
00:44:29
Speaker
Die Realität heißt, lange Wege von A nach B in Hamburg, je nachdem, wo man hin will, Fallschirm um die Außenalster so ungefähr.
00:44:37
Speaker
ist die Verbindung nicht mehr gut und schon dauert das eine Stunde, wo ich mit dem Auto eine halbe brauche.
00:44:41
Speaker
Und schon haben wir die Realitätsprobleme.
00:44:43
Speaker
Das heißt, ich würde mir sehr wünschen, dass man den Mut hat, hier große Projekte anzugehen und auch heute schon mal sich unbeliebte Entscheidungen zu treffen, die dann auch gut zu kommunizieren.
00:44:54
Speaker
die diesen Schritt nach vorne schaffen.
00:44:56
Speaker
Weil ich glaube, nicht jeder kann in der guten Lage wohnen, wo alles um die Ecke ist.
00:45:01
Speaker
Und gerade für Menschen im Stadtrand müssen wir Alternativen anbieten, die nicht nur Auto bedeuten, sondern eben eine Alternative.
00:45:10
Speaker
Ja, und deswegen, also ein bisschen weniger Auto wäre schon okay für mich, wenn man so ganz offen darüber reden kann.
00:45:16
Speaker
Ja, sehe ich auch so.
00:45:18
Speaker
Wie ist Hopper in, sagen wir mal, fünf bis zehn Jahren?
00:45:20
Speaker
Wird sich das Produkt noch weiter verändern?
00:45:22
Speaker
Du hattest ja gerade zum Beispiel die Kindersitze angesprochen.
00:45:25
Speaker
Was sind so eure Visionen, dieses Produkt noch weiterzuentwickeln, was jetzt noch nicht in der Praxis ist?
00:45:32
Speaker
Also ich glaube unser Hauptversprechen ist Komfort zu bieten mit wenig Ressourcenverbrauch.
00:45:37
Speaker
Das kann man entweder aus einer Kosten- oder Umweltperspektive sehen, dass es einfach effizient und trotzdem komfortabel von A nach B geht.
00:45:43
Speaker
Das heißt, unser jetziges Fahrzeug legt da glaube ich einen sehr guten Grundstein, gutes Design, gute Mobilität im Alltag, macht auch Spaß zu fahren.
00:45:50
Speaker
Woran wir arbeiten ist natürlich eben konkret Kundengruppen zu erreichen, die spezielle Produkte brauchen.
00:45:56
Speaker
Beispielsweise haben wir ganz neuen
00:45:57
Speaker
Hundehopper kann man sagen, also ein Hopper, wo ein großer Hund ganz entspannte im Koffer ist.
00:46:02
Speaker
Wir haben einen Hopper mit einem großen Kofferraum statt einem Zweisitzer.
00:46:06
Speaker
Kindersitze sind gerade in der Entwicklung, aber darüber hinaus kann man natürlich über andere Modellvarianten reden.
00:46:12
Speaker
Last-Mile-Zustellung mit der Hopper-Brand quasi, mit einem sehr großen Kofferraum, um in der Innenstadt nicht mehr mit dem Transporter reinfahren zu müssen.
00:46:21
Speaker
Oder 45 kmh-Varianten.
00:46:23
Speaker
Wir merken viel Nachfrage von Modellen aus Asien, wo dann aber eher gefragt wird, können wir irgendwie euer Design, das funktioniert gut, mit dem Gaspedal kombinieren.
00:46:32
Speaker
Das heißt, wir wollen arbeiten konkret daran, dieses Versprechen von
00:46:36
Speaker
effizienten Komfort zu verbreiten und die Modellvariante ist so geboren, weil wir sehr viel Feedback immer wieder reingearbeitet haben von Kunden, aber das wird sich weiterentwickeln.
00:46:46
Speaker
Das große Ziel ist halt zu sagen, Hopper ist ein Synonym für diese Art von Mobilität.
00:46:50
Speaker
Man kennt Hopper, man weiß, ich will mir etwas Neues anschaffen, ich will mein Mobilitätsmuster vielleicht ändern, dass man konkret einfach das als Option mit in Erwägung zieht.
00:46:58
Speaker
Das wäre so das große Ziel für die nächsten fünf bis zehn Jahre.
00:47:01
Speaker
Gibt es dann so auch den selbst zu konfigurierten Hopper mit Farbe und Ausstattung?
00:47:07
Speaker
Klar, das gibt es glaube ich schon tatsächlich.
00:47:09
Speaker
Das ist ganz wichtig.
00:47:10
Speaker
Also der Kunde kann sich die Farbe aussuchen, der kann sich aussuchen, ob er noch eine Radabdeckung haben möchte, eine zweite Batterie, ein Onboard-Charging, ein Solardach.
00:47:17
Speaker
Also ganz viele Themen, wo man individuell sich das, sagen wir mal, schick machen kann.
00:47:22
Speaker
Das ist glaube ich auch heute schon so.
00:47:24
Speaker
Die Kunden wollen ihre eigene Farbe, die Kunden kleben sich da noch ein paar Aufkleber drauf, machen sich das im eigenen Fahrzeug.
00:47:29
Speaker
Das ist wichtig, das gibt es auf jeden Fall.
00:47:30
Speaker
Ja, das ist sehr cool.
00:47:32
Speaker
Mal gucken, vielleicht habe ich auch mal irgendwann einen Hopper.
00:47:34
Speaker
Ich will nämlich keine Autofahrer und ich kann gar keine Autofahrer.
00:47:38
Speaker
Ja, also es gibt deutschlandweit Teststandorte, unter anderem natürlich auch in Berlin.
00:47:42
Speaker
Gerne mal auf der Webseite gucken, unkompliziert mal vorbeigucken, Probefahrt machen.
00:47:47
Speaker
Ich glaube, wir punkten am Ende über Design, über diese ganz praktischen Themen, aber es macht auch einfach Spaß zu fahren durch diese Hinterradlenkung.
00:47:55
Speaker
95 Grad Lenkung heißt, du kannst auf der Stelle einen Donau drehen, bist überall wendig.
00:47:59
Speaker
Also wir merken eine Probefahrt, das hilft vielen Leuten, um wirklich zu verstehen, was wir da eigentlich machen.
00:48:05
Speaker
was ihr da eigentlich gebaut habt oder erfunden habt sozusagen.
00:48:09
Speaker
Sehr cool.
00:48:10
Speaker
Danke, dass du bei uns warst.
00:48:12
Speaker
Die Zeit ist schon wieder vorbei.
00:48:14
Speaker
Aber wir haben ja hoffentlich mal so ein bisschen einen Einblick gegeben und ich fand das, wie gesagt, super spannend.
00:48:18
Speaker
Ja, wie wir jetzt auch, glaube ich, ausgiebig beschrieben haben.
00:48:21
Speaker
Nicht nur ein Fahrrad, sondern tatsächlich ein, man kann schon sagen, so ein bisschen Lebensgefühl ist und eine neue Art von Fortbegründung.
00:48:29
Speaker
Und daher wollten wir das hier auf jeden Fall mal
00:48:32
Speaker
unseren ZuhörerInnen präsentieren und wir sind mal gespannt, wie ihr euch so weiterentwickelt und was daraus noch wird.
00:48:39
Speaker
Sagt uns gerne Bescheid, wenn ihr den ersten Hopper auf der Straße entdeckt.
00:48:41
Speaker
Das ist immer schön zu hören, wenn ein Freund ein Foto schicken wird.
00:48:46
Speaker
Schick ich dir, auf jeden Fall.
00:48:49
Speaker
Dann erstmal liebe Grüße nach Hamburg.
00:48:51
Speaker
Dankeschön.
00:48:52
Speaker
Schön, dass du bei uns warst.
00:48:53
Speaker
Bis bald.
00:48:56
Speaker
Bis bald.
00:48:57
Speaker
Ciao, ciao.
00:48:57
Speaker
Tschüss.