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Folge 55- Zwischen Fahrrad und Auto: Wie sieht Mobilität von morgen aus?

Next Stop Future: Trends – Wandel – Zukunft.
Wie bewegen wir uns in Zukunft fort - gerade in Städten, aber auch darüber hinaus? Und was hilft uns, gewohnte Mobilitätsmuster wirklich zu verändern? In dieser Folge sprechen wir mit Torben Müller-Hansen, [https://www.linkedin.com/in/mueller-hansen/] Mitgründer von Hopper Mobility [https://hopper-mobility.com/], über ein Fahrzeugkonzept, das bewusst zwischen Fahrrad und Auto ansetzt. Der Hopper will Schutz, Komfort und Alltagstauglichkeit mit einem geringeren Ressourcenverbrauch verbinden und wirft damit ganz grundsätzliche Fragen auf: Was brauchen Menschen eigentlich, um auf andere Mobilitätsformen umzusteigen? Welche Rolle spielen Sicherheit, Emotionen und Gewohnheit? Und wie kann Mobilität so gestaltet werden, dass sie besser zu einer lebenswerten Stadt, Land und zu unterschiedlichen Lebensrealitäten passt? Es geht um mehr als ein neues Produkt. Es geht um Infrastruktur, Zielgruppen, Besitz und Sharing, den ländlichen Raum, urbane Engpässe und um die Frage, wie Mobilität von morgen aussehen kann, wenn wir sie nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich neu denken. Zum Hopper: hopper-mobility.com [https://hopper-mobility.com/] Next Stop: Future: www.nextstopfuture.de [https://www.nextstopfuture.de/] Catharina Fischer  [https://www.linkedin.com/in/catharinafischer/] Anja Kirig [https://www.linkedin.com/in/anjakirig/]

Transcript

Speaker: Hallo und herzlich willkommen zurück zu einer neuen Folge von Next Top Future.

Speaker: Mobilität ist weit mehr als die Frage, wie wir von A nach B kommen.

Speaker: Sie hat mit Freiheit zu tun, mit Gewohnheiten, mit Infrastruktur, mit Sicherheit und nicht zuletzt auch mit der Frage, wie wir in Zukunft leben wollen.

Speaker: In dieser Folge sprechen wir mit Torben Müller-Hansen von Hopper Mobility über ein Konzept, das sich bewusst zwischen Fahrrad und Auto bewegt und damit auch eine größere Debatte berührt.

Speaker: Wie kann Mobilität komfortabler, ressourcenschonender und lebenswerter werden?

Speaker: Und was braucht es eigentlich, damit Menschen ihr Verhalten wirklich verändern?

Speaker: Wir wünschen euch viel Spaß bei dieser Folge.

Speaker: So, ein herzliches Hallo und willkommen zurück zu einer neuen Folge hier von Next Stop Future.

Speaker: Ich freue mich sehr.

Speaker: Wir sind nämlich heute nicht zu zweit, sondern wieder einmal zu dritt und haben einen Gast heute bei uns, den Torben.

Speaker: Und der wird sich jetzt, glaube ich, gleich mal selbst vorstellen.

Speaker: Und grundsätzlich geht es heute um das Thema Mobilität.

Speaker: Mobilität auch so ein bisschen von morgen.

Speaker: Und wir werden mal so ein bisschen reingehen anhand nämlich dessen, was Torben und sein Team tun oder herstellen, so muss man es sagen.

Speaker: Und ja, dabei wünsche ich uns natürlich wie immer viel Spaß.

Speaker: Und sag jetzt mal herzlich willkommen, Torben.

Speaker: Schön, dass du bei uns morgen, genau.

Speaker: Moin, so sagen wir das.

Speaker: Ja, ich bin hier in Bayern, weißt du, ich kann das schon gar nicht so richtig.

Speaker: Ihr seid hohem Norden, in Hamburg sitzt ihr mit Hopper-Mobilität.

Speaker: Okay, sag mal so ein bisschen was zu dir.

Speaker: Wer bist du?

Speaker: Was machst du?

Speaker: Und mal ganz kurz, was ist Hopper Mobility?

Speaker: Danke für die Einladung.

Speaker: Mein Name ist Torben Müller-Hansen und ich darf heute hier sein, weil ich Mitgründer von Hopper Mobility bin.

Speaker: Kommen wir gleich nochmal zu.

Speaker: Aber ja, kurz zu mir.

Speaker: Vom Hintergrund eigentlich klassisch Betriebswirtschaftler und vor allem, ich glaube, das war der Grund, warum wir Hopper gegründet haben, warum ich da zugekommen bin, großer Fahrrad-Fan.

Speaker: immer sehr viel aktiv gewesen.

Speaker: Damals in Augsburg studiert, da auch meine Mitgründer kennengelernt, inzwischen nach Hamburg gezogen mit der ganzen Firma.

Speaker: Wir haben Hopper gegründet und haben gesehen, dass da eine Lücke ist zwischen dem, was es aktuell an Fahrzeugmöglichkeiten gibt auf dem Markt und dem, was es vielleicht braucht, Städte lebenswerter zu machen.

Speaker: Und deswegen haben wir vor inzwischen sechs Jahren Hopper gegründet und sind heute in der Serienfertigung angekommen.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Jetzt ist das Geheimnis noch nicht ganz gelüftet.

Speaker: Na, Hopper, was ist denn jetzt eigentlich ein Hopper?

Speaker: Willst du uns ein bisschen näher eintauchen lassen?

Speaker: Ja, die große Frage.

Speaker: Und tatsächlich haben wir relativ so, wir haben gemerkt, wir fahren gerne Fahrrad, aber irgendwie machen es dann doch nicht so viele.

Speaker: Also wenn man sich die Zahlen anschaut in Deutschland, Fahrradfahren ist jetzt nicht so die Mobilitätsform Nummer eins.

Speaker: Gerade im Winter als Hauptmobilitätsform Leute laufen, die Leute nehmen ÖPNV, die Leute nehmen vor allem auch ihr Auto.

Speaker: Aber das Fahrrad irgendwie nicht.

Speaker: Und wir haben uns ganz praktisch die Frage gestellt, warum nehmen die Leute, unsere Freunde im Winter nicht das Fahrrad, auch im Sommer im Zweifel nicht.

Speaker: Und haben festgestellt, dass es einfach mehr Komfort braucht, um wirklich bei jedem Wetter, bei Regen, bei Kälte immer zu sagen, ich fahr Fahrrad.

Speaker: Und diese Frage haben wir mit Hopper beantwortet, indem wir gesagt haben, wir brauchen vor allem Wetterschutz.

Speaker: Wetterschutz heißt ein Dach über dem Kopf, auch Seitentüren.

Speaker: Und das ganze Konzept ist so gewachsen, dass wir gemerkt haben, eigentlich müssen wir das, was ein Auto bietet, kleiner machen.

Speaker: Kleiner machen, dass es nachhaltiger ist, dass es irgendwie fairer ist, auch für eine Ressourcenverteilung, zum Beispiel in der Stadt.

Speaker: Und deswegen ist der Hopper, kann man grob sagen, überdachtes Fahrrad.

Speaker: mit dem Anspruch, ganz viel vom Auto auch abzudecken.

Speaker: Wetterschutz, wir haben eine Windschutzscheibe, man sitzt sogar wie in einem Auto drin.

Speaker: Wir haben uns angeguckt, wie sitzt man in einem Smart und haben eins zu eins die Position übernommen.

Speaker: Wir haben gar kein Lenkrad mehr, sondern Lenkrad.

Speaker: Also ganz, ganz viel aus dem Auto, inklusive Mitnahme von einem Passagier ist möglich, inklusive in einem kleinen Kofferraum.

Speaker: Und das Besondere dabei eben ganz offiziell immer noch ein Fahrrad.

Speaker: Das ist ein E-Bike, 25 kmh ist dann die Maximalgeschwindigkeit.

Speaker: Der Motor ist relativ stark, damit kommt man echt jeden Berg hoch.

Speaker: Und kann eben im Winter, wenn es kalt wird, Fahrrad fahren.

Speaker: Man kann fahren, wenn man gar keinen Sport machen möchte, weil der Motor einem richtig Power gibt.

Speaker: Und das haben wir gemerkt.

Speaker: Einfach haben wir angefangen 2020 so als Projekt, als Idee 2021, dann die Firma gegründet.

Speaker: Und immer, wenn wir darüber geredet haben, haben wir total viel Nachfrage gemerkt.

Speaker: Die Leute waren total interessiert.

Speaker: Bis heute ist es so, dass der Hopper, wenn man ihn sieht, wird angeschaut.

Speaker: Und deswegen haben wir gesagt, das machen wir Vollzeit.

Speaker: Hier wollen wir wirklich reingehen.

Speaker: Spannend.

Speaker: Also ich finde jetzt vor allem, ich meine, ich bin auch leidenschaftliche Fahrradfahrerin und natürlich irgendwie regnet und regnet.

Speaker: Es ist für mich auch nicht besonders toll.

Speaker: Ich kenne es.

Speaker: Und vor allem, was ich irgendwie spannend an dem Konzept finde, von dem du gesagt hast, dass man eben drin sitzt und dass es trotzdem noch ein Fahrrad ist, dass es ein Lenkrad gibt.

Speaker: Also wirklich so.

Speaker: so eine Kombination ist aus einem Auto.

Speaker: Und jetzt frage ich mich natürlich, Fahrrad, man tritt viel, beim E-Bike tritt man auch.

Speaker: Also wie funktioniert der Antrieb?

Speaker: So als erste Frage tatsächlich auch nochmal aus dem Hintergrund, wie barrierefrei ist das zum Beispiel?

Speaker: Weil beim Fahrrad ja auch nicht jeder sozusagen und jede Person damit zurechtkommt.

Speaker: Tatsächlich ist das ein großer Vorteil.

Speaker: Vom Aufbau her, wir haben drei Räder.

Speaker: Besonderheit bei uns, wir lenken hinten, ist gewachsen über die Zeit, dass wir gemerkt haben, wir wollen sehr wendig sein, wenn ein Fahrradweg irgendwie plötzlich zu Ende ist oder irgendwas, wenn man halt irgendwo einparken muss.

Speaker: Das heißt, wir haben eine sehr, sehr wendige Lenkung, drei Räder.

Speaker: Und drei Räder bedeutet erstmal, das kann man immer fahren.

Speaker: Das merken wir zum Beispiel, wenn alles vereist ist, kommt man immer noch von A nach B.

Speaker: Das ist mit dem Fahrrad dann natürlich kein Ding mehr.

Speaker: Und jetzt konkret der Antrieb.

Speaker: Wir haben uns natürlich auch angeschaut, was gibt es für Technik.

Speaker: Und andersrum, die Technik ist auch der Grund, warum es heute der richtige Zeitpunkt dafür ist.

Speaker: Es gibt inzwischen sehr leistungsstarke Motoren, leistungsstarke Batterien.

Speaker: Alles in einem Modell immer noch zugelassen als Fahrrad.

Speaker: Und unser Antrieb konkret hat gar keine Kette mehr, sondern ist chainless.

Speaker: Das heißt, man tritt vorne in den Generator, der erzeugt Strom, der erzeugt ein Signal.

Speaker: Und das Ganze geht dann zum Motor und fährt dann erst los.

Speaker: Das heißt, wir haben auch diese klassische Frage beim Fahrrad-Service, irgendwie ist hier die Schaltung kaputt.

Speaker: Also ganz viel, was man, glaube ich, nervig verbindet mit dem Fahrrad, auch irgendwie, das war Teil des Anspruchs zu sagen, Komfort heißt auch zuverlässige Mobilität, Mobilität ohne zu viele Themen, wo man sich mit beschäftigen muss.

Speaker: Ja, danke.

Speaker: Ich habe nur noch mal nachgefragt, weil es natürlich auch für die HörerInnen erstmal schwer ist, sich diesen Hopper vorzustellen.

Speaker: Also wir haben beide natürlich etwas vorher angeschaut und es füllt ja wirklich eine Lücke.

Speaker: Also auch von der Optik her ist es ja durchaus auch noch mal etwas anderes, als man das vielleicht gewohnt ist am Startbild.

Speaker: Und wir werden es natürlich auch verlinken.

Speaker: Aber letztendlich kann man wirklich so dieses Hybride, was du gerade auch beschrieben hast, in dem Design und in der Gestaltung wiederfinden.

Speaker: Also nur, dass man sich so ein bisschen eben auch...

Speaker: während wir hier darüber reden, auch vorstellen kann.

Speaker: Es ist nicht ein Fahrrad, es ist auch kein Auto, sondern es ist tatsächlich ein anderes Design, was man bis jetzt so nicht kennt.

Speaker: Genau, ich merke das auch, wenn ich Leute kennenlerne irgendwie und dann ist meine Freundin dabei oder so und ich erzähle, was ich mache, meine Freundin holt sofort Bilder raus, um es zu zeigen.

Speaker: Weil ich glaube, vielleicht auch, wer gerade die Möglichkeit hat, kurz mal nach Hopper zu suchen, H-O-P-P-E-R,

Speaker: Das ist ein Fahrzeug, das auch dadurch geprägt ist, dass wir gesagt haben, warum fährt man vielleicht nicht Fahrrad?

Speaker: Weil man keinen Bock hat auf Fahrrad.

Speaker: Deswegen ist der Hopper wirklich gedacht als eigenständige Fahrzeugklasse.

Speaker: Designmäßig deutlich näher, würde ich sagen, an einem Auto als an irgendwas, was man vom Fahrrad kennt.

Speaker: Vielleicht einfach kurz mal googeln, dann sieht man, wie es wirklich aussieht.

Speaker: Die Leute, die Auto fahren wollen, die holen wir ab über Design, über Emotionalität, über genau diese Themen, wo man sagt, das Traum ist ein cooles Auto zu fahren.

Speaker: Ja, wir haben inzwischen Kunden, viele Kunden, vielleicht sogar kann man sagen Fans, die sagen, ich will einen Hopper fahren, weil er cool ist, weil er genau meine Bedürfnisse erfüllt.

Speaker: Das heißt, das Design ist ein ganz, ganz wesentlicher Anspruch, wenn man Mobilitätsverhalten ändern möchte.

Speaker: Da bist du schon bei einer meiner Lieblingsfragen bei dem Thema.

Speaker: Weil ich höre das schon auch oft, gerade in der Diskussion um das Auto, da ist eine hohe Emotionalität drin.

Speaker: Und die wurde ja über Jahre aufgebaut und wird ja auch weiterhin kräftig gepflegt.

Speaker: Abgesehen von den ganzen Werbebudgets, die da sozusagen reinfließen, um jetzt das neue Modell oder die Marke dann entsprechend auch

Speaker: mit Emotionen aufzuladen, ist das ja auch letztendlich schon auch etwas, was ich zumindest wahrnehmen darf, weißt du, so in Gesprächen, dass tatsächlich da auch eine Emotion vorhanden ist bei vielen Menschen zu ihrem Auto, was sie dann vielleicht auch Jahre haben und mit dem haben sie dann viele Sachen erlebt und so weiter und so fort.

Speaker: Und daher finde ich es toll, dass du das ansprichst.

Speaker: Das heißt, du siehst das schon auch als sehr elementar, dass du

Speaker: Ja, dass sozusagen man da schon auch eine Art vielleicht, ich weiß ja gar nicht, ob ich sagen will, Beziehungen, aber dass man zumindest so eine Art Identifikation auch hat im Sinne von, das ist sozusagen ein Teil oder ein Mobilitätsprodukt, mit dem möchte ich mich auch bewegen, mit dem fühle ich mich zum Beispiel auch sicher.

Speaker: Also ich finde, das ist auch ein ganz wichtiger Aspekt bei euch, weil letztendlich gerade bei der Fahrradthematik ist ja gerade oft auch diese Sicherheit, wird ja immer vorgelegt,

Speaker: tragen.

Speaker: Ich fühle mich nicht sicher im Straßenverkehr, gerade auch bei jüngeren Menschen, aber dann auch bei älteren Menschen.

Speaker: Und der Hopper hat ja sozusagen ein bisschen mehr, was ist es, darf ich sagen, Blech oder?

Speaker: Man schirmt sich ein bisschen von der Umwelt ab, das ist richtig.

Speaker: Das hat einen großen Faktor.

Speaker: Also wenn wir von Familien reden, ist einer der wichtigsten Gründe gegen den Kauf eines Lastenrads ist einfach das Sicherheitsthema.

Speaker: Kann ich auch voll verstehen, wenn die Kinder vor einem im Korb fahren, sind die, die als erstes irgendwo im Unfall landen.

Speaker: Das ist natürlich, wenn man gute Infrastruktur hat, vielleicht nicht so ein Riesenproblem, aber in der Realität ist das einfach noch ein langer Weg.

Speaker: Deswegen ist das definitiv Sicherheit, was auch im Auto als Sicherheit empfunden wird.

Speaker: großen SUV zu fahren, das gibt es auf jeden Fall auch bei Fahrradmobilität, dass man Leuten Sicherheit geben muss, damit man gerne damit fährt.

Speaker: Genau, das heißt aber, ihr habt euch über diese, gerade die Emotionalisierung und das geht ja dann auch her in so ein bisschen Zielgruppenthema, da habt ihr euch schon tatsächlich dann auch Gedanken gemacht und seht das auch als wichtiges Thema, weil ich finde, das ist schon nochmal wichtig zu erwähnen, auch weil wir versuchen ja die Leute sehr immer über Fakten auch abzuholen und das haben wir ja gesehen, das klappt

Speaker: Mal mehr, mal weniger.

Speaker: Und daher finde ich das total spannend, inwieweit das dann hier bei euch tatsächlich auch eine Rolle gespielt hat.

Speaker: Ja, also ich glaube, Emotionalität ist auch vielleicht einer der wirklich entscheidenden Gründe am Ende.

Speaker: Also über die Logik kommt man vielleicht auf das Interesse.

Speaker: Also viele unserer Kunden kommen an und sagen, ich habe einfach nach

Speaker: Fahrrad, Wetterschutz, Fahrrad, Regenschutz, Fahrrad mit Dach, irgendwie sowas gegoogelt.

Speaker: Und dann, ich sag mal, ein Fahrrad mit Dach ist erstmal vielleicht gar nicht so komplex.

Speaker: Ich sag mal, ein Motor macht immer Sinn, weil man hat natürlich viel mehr Widerstand, wenn man anfängt, noch ein Dach zu haben und eine Windschutzscheibe.

Speaker: Aber...

Speaker: Am Ende ist es dann wirklich nur ein funktionales Fahrzeug und ich glaube, das ist wirklich ganz entscheidend, dass man am Ende sagt, ich möchte einen Hopper haben, ich möchte ein anderes Fahrzeug haben.

Speaker: Unsere Kunden haben eigentlich auch fast alle irgendeine Art von Name, Kursenname oder so für ihr Fahrzeug.

Speaker: Das ist einfach der Alltagsbegleiter.

Speaker: Ich glaube, dafür ist es ganz, ganz wichtig zu sagen, man hat da auch, man fährt gerne damit und es ist nicht nur so ein funktionales Stück im Fahrzeug.

Speaker: Ich erzähle nochmal ein bisschen was, bevor wir nochmal weiter auch in dieses Thema von Mobilität im Raum gehen.

Speaker: Mich würde nochmal interessieren, also was bringt der Hopper quasi mit?

Speaker: Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist es ja auch eher ein städtisches Mobilitätsverfahren.

Speaker: oder also für kürzere Strecken gedacht?

Speaker: Also wie, du hattest gesagt, 25 Stundenkilometer ist die Geschwindigkeitsbegrenzung, zählt als Fahrrad.

Speaker: Man fährt also auf dem Fahrradweg oder wie funktioniert er in welchem Raum, mit welcher Distanz, wie wird er geladen?

Speaker: Also einfach, dass ich und natürlich auch die HörerInnen so ein bisschen nochmal ein paar Hintergrundinformationen haben.

Speaker: Das komplette Paket, genau.

Speaker: Also der Hopper ist ganz offiziell ein Fahrrad.

Speaker: Da 25 kmh unterstützt fahren mit dem Motor, das heißt dadurch ergibt sich so eine gewisse Zuschneidung auf kürzere Strecken.

Speaker: Das kann tatsächlich auch ländlich sein, gerade weil der Hopper ganz besonders eben als Fahrrad ohne Führerschein zu fahren ist.

Speaker: Das heißt, wir bieten Menschen auch Mobilität, die auf dem Land leben, kein ÖPNV fährt, die vielleicht keinen Führerschein machen wollen oder können.

Speaker: Und das heißt, solange man bereit ist, die Strecke zu fahren, es gibt Leute, die pendeln jeden Tag 30 Kilometer pro Richtung.

Speaker: Einfach weil wir Mobilität bieten mit Schutz.

Speaker: Wenn man kein Auto fahren darf, dann ist das ganz vorne.

Speaker: Und der Hopper ist wirklich ausgestattet mit ganz vielen Sachen, die man...

Speaker: eher vom Auto kennt.

Speaker: Wir haben zwei recht gute Fahrradlichter vorne, eins sogar mit Fernlicht.

Speaker: Das heißt, man kann komplett durch die Dunkelheit pendeln.

Speaker: Wir haben innen drin Seitentüren erst.

Speaker: Die kann man hoch und runter machen.

Speaker: Das ist eine

Speaker: Plane letztendlich, die kann man hoch und runter rollen.

Speaker: Wenn die Türen zu sind, haben wir eine Heizung.

Speaker: Wenn die an ist, dann sind das über 20 Grad bei Minusgraden draußen.

Speaker: Das heißt auch, also das ist einem zu warm, weil man tritt ja noch ein bisschen, hat im Zweifel noch seine Jacke irgendwie offen an.

Speaker: Aber das ist auch wichtig.

Speaker: Es ist warm da drin.

Speaker: Man kann eine zweite Person auf der Rückbank mitnehmen oder eben für Kinder ist da genug Platz, dass da zwei Kinder nebeneinander passen.

Speaker: Und zusätzlich, es gibt hinten noch einen Kofferraum.

Speaker: Und der Kofferraum natürlich ausgelegt, ich hatte ja erwähnt, in Augsburg gegründet, zwei Bierkästen passen quasi in den Kofferraum.

Speaker: Natürlich.

Speaker: Die Kofferraum kann man auch allgemeiner sagen.

Speaker: Genauso als großen Vorstellungen.

Speaker: Also da ist noch genug Platz, dass man noch einkaufen gehen kann, seine Tasche mitnehmen kann.

Speaker: Es ist quasi kein reines städtisches Mobilitätsgerät, sondern wirklich auch etwas, was im ländlichen Raum wird.

Speaker: Und ich glaube, das ist ja auch nochmal ein Unterschied zu Mobilitätslösungen, die sonst auch häufig entwickelt werden, weil ja die oft im ländlichen Raum, wenn ich jetzt zum Beispiel an E-Roller denke oder auch beim Fahrrad, gibt es ja auch so eine psychologische Grenze.

Speaker: Wenn ich in einem Ort bin, fahre ich selten vielleicht nochmal irgendwie zwei Orte weiter oder sowas.

Speaker: Aber das ist ja im Grunde genommen auch etwas, wo diese Distanzen mit

Speaker: auch überbrückt werden können durch den Komfort und auch einfach durch die niedrigschwellige Bedienung.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Also am Ende ist es die Frage, welche Probleme lösen wir für den Hopper-Nutzer.

Speaker: Und da gibt es eben Leute, die haben einfach so eine große Lücke an Mobilitätsangebot, dass sie sagen, ich fahre auch eineinhalb Stunden pro Richtung.

Speaker: Die Stärken des Hoppers sind sicherlich da, wo man sagt, in der Innenstadt,

Speaker: darf man auf dem Fahrradweg fahren.

Speaker: Das heißt, man fährt potenziell auch am Berufsverkehr, an Staub vorbei.

Speaker: Man darf mit dem Hopper parken, wo Platz ist.

Speaker: Das ist genauso wie ein Fahrrad.

Speaker: Wir sind nicht größer als so ein Babu-Lastenrad.

Speaker: Also wir sind auch extrem platzkomprimiert, zweimal einen Meter von den Grundmaßen.

Speaker: Das heißt, die Stärken kommen in der Stadt sicherlich raus.

Speaker: Das ist definitiv so.

Speaker: Aber ich glaube, am Ende merken wir einfach, dass die Nachfrage relativ breit verteilt wird, weil wir dieses Problem lösen, ganz Jahresmobilität,

Speaker: anzubieten für Menschen, die sonst halt sagen, Auto ist keine Option, seid ihr die erste Option.

Speaker: Klar, man muss sagen, der Preis auch einfach mal offen gesagt, wir liegen bei 11.900 Startpreis für ein voll funktionsfähiges Fahrzeug.

Speaker: Das ist, wenn man es mit manchen Lastenradmarken vergleicht, gar nicht mal so viel.

Speaker: Aber klar, das ist eine Hürde am Anfang, wo wir natürlich wieder drüber kommen, dass wir günstiger sind als jedes Auto im Betrieb.

Speaker: Keine

Speaker: Führerscheinkosten, keine Versicherung, keine laufenden Kosten bis auf Strom und irgendwie Service.

Speaker: Da beim Service die Kette dann auch wieder wegfällt, sind das eigentlich nur die Bremsklötze, die relevant sind und beim Strom ist es ungefähr 1 Cent pro Kilometer.

Speaker: Das heißt, es gibt auch einfach noch dieses dritte Ding, das Leute uns kaufen, weil sie sagen, sie wollen kostengünstig eine Komfortmobilität erleben.

Speaker: Sind die Strukturen, ich mache eine kurze Frage, sorry, sind die Strukturen ja irgendwie in den Städten häufig auf Autos doch noch ausgelegt?

Speaker: Es gibt zwar irgendwie so ein bisschen was in Richtung mehr Fahrradmobilität, da hat sich schon noch was getan, aber jetzt gerade zum Beispiel in Frankfurt waren vor ein paar, letztes Wochenende waren Kommunalwahlen und da wurde unter anderem auch wieder damit sozusagen geworben, dass man den Fahrradverkehr wieder so ein bisschen zurückschraubt.

Speaker: Also das, was eigentlich an Ausbau gemacht worden ist.

Speaker: Jetzt frage ich mich, was braucht es eigentlich aus der Perspektive von städtischen und urbanen wie auch im ländlichen Raum, dass sozusagen so ein Produkt wie der Hopper jetzt auch wirklich tatsächlich Fuß fassen kann?

Speaker: Ja, das ist die große Frage nach Mobilitäts- und vor allem der Infrastruktur.

Speaker: Also unser großer Pluspunkt ist, wir funktionieren auf der bestehenden Infrastruktur und gleichzeitig pushen wir Infrastruktur dahin durch einfach die Anwendung mit unserem Fahrzeug, mit anderen ähnlichen Fahrzeugen, dass sich da was ändert.

Speaker: Also konkret gesprochen.

Speaker: Man merkt Wandel in Mobilität, Infrastruktur durch E-Bikes.

Speaker: Es gibt inzwischen mehr E-Bikes volumenmäßig und vom Umsatz erst recht.

Speaker: Es fahren extrem viele mehr Leute Fahrrad, weil mit Motor das einfacher ist, auch im höheren Alter mit mehr Unsicherheit längere Strecken zu fahren.

Speaker: Das hat dazu geführt, dass Städte, das überregional, auch ländlich, dass sich die Infrastruktur schon mal anfängt anzupassen.

Speaker: Das Gleiche erleben wir so ein bisschen auch mit Lastenrädern.

Speaker: Die sind jetzt auch vom Volumen extrem gewachsen über die letzten zehn Jahre und sind komplett aus der Nische in Mainstream gekommen, auch wieder hier eher städtisch.

Speaker: Aber man merkt halt, okay, da gibt es konkret eine Nachfrage und entsprechend entsteht aus dieser Nachfrage auch das Bedürfnis der Politik gegenüber zu sagen, wir brauchen mehr Platz.

Speaker: Und jetzt ist es natürlich so, dass alles, wie es ist, bleibt erstmal so in Deutschland gefühlt.

Speaker: Deswegen ist glaube ich auch die Gegenreaktion von Autofahrern verständlich zu sagen, ich brauche mehr Platz, ich will nicht, dass die Fahrradfahrer mir Platz wegnehmen.

Speaker: Ich glaube, man darf dann nicht dabei vergessen, dass am Ende alles, was Fahrrad oder auch Hopper ist, viel effektiver den Platz nutzen kann als ein Auto.

Speaker: Und trotzdem verstehe ich vollkommen jeden, der sagt, ich fahre gerne Auto und entsprechend die Flächen nutzt als Autofahrer, sich ärgert, wenn er im Stau steht, sich ärgert, wenn er keinen Parkplatz findet.

Speaker: Das heißt, ich verstehe, dass man dann politisch auch sagt, ich möchte, dass das Auto in den Vordergrund kommt.

Speaker: Das Problem ist aber einfach, die Ressourcen sind halt am Ende nicht vorhanden in der Stadt, überall so viel Platz zur Verfügung zu stellen, dass jeder seinen Platz hat, den er sich persönlich wünscht.

Speaker: Und ich glaube, das ist halt unsere Antwort darauf zu sagen, wir müssen Lösungen schaffen, wo wir, wir sind größer als ein Fahrrad, also wir sind nicht die Lösung, wenn man sagt, Fahrräder, alle fahren schon Fahrrad.

Speaker: Aber wir glauben, dass es halt möglich ist, mit unserem Angebot, mit ähnlichen Angeboten, mit weniger Platz eine fairere Verteilung hinzubekommen.

Speaker: Und deswegen hoffe ich sehr darauf, dass ich einfach durch die Nachfrage und durch diese Marktentwicklung,

Speaker: dass langfristig sich dahin verschieben wird, dass Autos nicht mehr ganz so viel Platz brauchen und dadurch, dass es dann auch weniger Autos gibt, sich die Probleme ein bisschen reduzieren können und entsprechend die Fahrräder so viel Platz bekommen, dass es in der Zukunft klare Infrastruktur für Fahrräder gibt.

Speaker: Du hast jetzt gerade schon das Auto angesprochen.

Speaker: Daher würde ich da gerne nochmal so ein bisschen eine Frage anschließen.

Speaker: Wie nimmst du das grundsätzlich wahr?

Speaker: Also wir sind ja nun mal das Autoland schlechthin.

Speaker: Und so aus meiner Erfahrung auch, ganz offen gesprochen, in Projekten gibt es sozusagen immer diese Logik Outdoor First.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Daran orientiert man sich dann auch in den Diskussionen, in den Möglichkeiten, in der Denke.

Speaker: Und da kann ich mir so vorstellen, ich meine, du hattest gesagt, die Idee ist so ein bisschen aus einer Selbstmotivation entsprungen, mehr Fahrrad und ihr fahrt gerne Fahrrad.

Speaker: Oder würde mich einfach mal so ein bisschen interessieren, wie nimmt man euch da wahr?

Speaker: Wie bekommt ihr Zugänge?

Speaker: Und ich sage mal auch als junges Startup und Unternehmen brauchst du ja auch Geld.

Speaker: Es braucht Leute, die einen unterstützen.

Speaker: Man braucht Kooperationen, braucht Netzwerke.

Speaker: Kannst du da uns so ein bisschen mal einblicken lassen, wie stellt sich das da im Autoland Deutschland, wenn man sozusagen mit einem doch etwas an einem anderen Mobilitätsmodellprodukt an den Markt möchte?

Speaker: Man merkt auf jeden Fall von Rückmeldungen, dass totale Freude und Vorfreude auf neue Ideen da ist, dass es viele Leute gibt, die vielleicht unzufrieden sind, viele Leute, die auch merken, es braucht weitere Entwicklungen darüber hinaus, dass Autos jetzt elektrisch fahren.

Speaker: Das kommt sehr langsam.

Speaker: Das heißt, wir merken einfach, die Nachfrage ist sehr groß insgesamt.

Speaker: was gleichzeitig eine Herausforderung ist, Hardware zu skalieren, ist langwieriger, kostet mehr als vielleicht so ein klassisches Startup, was im Softwarebereich seine Entwicklung nimmt.

Speaker: Das heißt, es ist ein bisschen mehr,

Speaker: Finanzierung ist durchaus eine der Hürden.

Speaker: Wenn ich jetzt mit einem hochskalierten Produkt verkaufen, produzieren und alles könnte, dann würde ich eine ganz andere Preispolitik fahren können, ganz andere Themen angehen können, noch breiter irgendwie das Produkt diversifizieren, verschiedene Kundengruppen anpassen.

Speaker: Das heißt, es ist, glaube ich, extrem wichtig, dass sich Firmen wie wir etablieren können, daraus wieder weiterzuwachsen, dass sich neue Ideen ergeben.

Speaker: Man kann das, glaube ich, gut ableiten, wenn man sich ein Babu-Lastenrad anschaut.

Speaker: Das war so eine der ersten.

Speaker: Das ist eine ganz andere Technik, als was heute so im Volumengeschäft wirklich verkauft für den Lastenradbereich.

Speaker: Das heißt, die Idee war die gleiche, aber das endgültige Modell braucht einfach Jahre, braucht Feedback, braucht auch Weiterentwicklungen von außen, um

Speaker: Verhaltensänderungen.

Speaker: Deswegen, ich sehe das schon, dass Deutschland der Markt für den Hopper ist, einfach weil der deutsche Markt extrem fahrradaffin ist, auch hohe Zahnungsbereitschaft hat im Fahrradmarkt.

Speaker: Und ich glaube, deswegen ist Deutschland auch ein sehr, sehr gutes Land.

Speaker: Also das Auto wurde hier erfunden, die Fahrräder kommen quasi auch aus dem deutschen Raum.

Speaker: Entsprechend ist das für uns der logische nächste Schritt, zu sagen, okay, der Hopper kommt eben auch aus Deutschland, aus dem Land, wo Mobilität herkommt.

Speaker: Und doch, wir sind schon sehr zufrieden mit dem.

Speaker: Es ist einfach...

Speaker: Immer so mehr Geld würde viele Sachen einfacher und schneller machen.

Speaker: Klar.

Speaker: Und wie siehst du das im Hinblick nochmal auf dieses Zielgruppenthema?

Speaker: Denn das finde ich ganz spannend, weil ich habe natürlich so ein bisschen gelesen über euch vorher und erst mal so gefragt, wo oder wer ist eure primäre Zielgruppe?

Speaker: Also ist es tatsächlich so eine Range von Familie, Alleinstehende oder dann ältere Paare, wo man vielleicht dann auch irgendwann sagt, es sind dann vielleicht auch eher kürzere Schrecken.

Speaker: Wo es dann vielleicht tatsächlich auch, zumindest kenne ich diese Thematik, wo man dann sagt, naja, Autofahren ist jetzt vielleicht auch nicht mehr so.

Speaker: An der Tagesordnung bewegen wir uns dann viel lieber und sind dann vielleicht auch ein bisschen sicherer unterwegs, gefühlt auch.

Speaker: Also wo habt ihr da so eure Kernzielgruppe?

Speaker: Ja, ich glaube, es gibt eine Unterscheidung zwischen der aktuellen Zielgruppe, wo man einfach merkt, das sind die Kunden, die wirklich sehr früh reinkommen und sagen, ich kaufe jetzt schon.

Speaker: Und dem, wo man merkt, da ist die Nachfrage auch wirklich groß, aber da muss man vielleicht noch ein, zwei Schritte gehen im Volumen.

Speaker: Also aktuell ist der Kunde eher so Stadtmensch, eher Stadtrand vielleicht, der pendelt in die Stadt rein, im Schnitt recht männlich und im Schnitt so um die 50.

Speaker: Das heißt, es geht eigentlich so von 30 los, bis der älteste Kunde ist über 80.

Speaker: Das heißt relativ divers, was wir merken, auch gegeben durch unseren Produktstatus ist häufig Kinder aus dem Haus, Mobilitätsmuster stellen sich nochmal aktiv um.

Speaker: Also beispielsweise brauche ich wirklich das Zweitauto oder wir merken häufig in Umfragen, das Zweitauto wird ersetzt, also insgesamt zwei Drittel unserer Kunden ersetzen Auto, ob es das erste oder zweite Auto ist.

Speaker: Das heißt, dieser Kunde ist ja relativ klares Mobilitätsmuster, auch vielleicht mit Planbarkeit, er pendelt immer ähnliche Strecken, ist schon seit langer Zeit beim gleichen Arbeitgeber.

Speaker: Das liegt aber auch so ein bisschen daran, zum Beispiel, hier hatte ich erwähnt, produktseitig, wir haben noch keinen Kindersitz.

Speaker: Das heißt, es gibt Kunden, die sich dann vielleicht selber was reingebastelt haben oder es ohne Anschlaggurt nutzen für ältere Kinder.

Speaker: Aber konkret gesprochen, die jüngere Zielgruppe drängt da rein, da kriegen wir viel Nachfragen.

Speaker: Es ist einfach de facto gerade so, dass wir vom Volumen her nicht hinterherkommen in der Produktion.

Speaker: Also das der Engpass ist, wir...

Speaker: eigentlich fast das ganze Jahr ausverkauft sind im Vorhinein.

Speaker: Das ist ein sehr schönes Signal für uns, aber das heißt, wir versuchen hier zu skalieren und parallel das Produkt weiterzuentwickeln.

Speaker: Und deswegen sehen wir das schon so, dass wir uns immer mehr auch dieser Lastenrad-Kundengruppe annähern können, aber aktuell sind wir eher so ein bisschen daneben, wo wir sagen, eigentlich der Zweitautokunde, der im Stadtrand wohnt.

Speaker: Der Stadtrand wohnt.

Speaker: Finde ich jetzt auch nochmal ganz interessant, weil ich tatsächlich auch immer so, wenn ich so an diese Mobilitätslösungen denke, die jenseits von Fahrrad und Auto sind, geht es ja wirklich auch gerade jetzt zum Beispiel beim E-Rollern, das ist ja eher so eine jüngere Zielgruppe gewesen und ja eigentlich fast nicht nutzbar für Menschen mit irgendeiner Weise einem Handicap oder mit Kinderwagen oder mit irgendwie viel Gepäck.

Speaker: Und da sehe ich ja tatsächlich irgendwie bei euch beim Hopper wirklich auch ein Stück weit ein Potenzial.

Speaker: Das ist nicht nur zu sagen, ja klar, eine jüngere Zielgruppe, wenn zum Beispiel Kinder dabei sind und wenn du sagst, ob das mit integriert wird, dass es eben auch Kindersitze gibt oder so.

Speaker: Aber natürlich auch die Frage der älteren Gesellschaft.

Speaker: Also wir haben einen demografischen Wandel.

Speaker: Wir haben es auch gerade beim Fahrrad, beim E-Bike, nutzen dann vermehrt Menschen vielleicht auch älteren Alters.

Speaker: Aber ganz klar eben auch so diese Mobilitätslösung jenseits vom Auto für eine ältere Gesellschaft finde ich ja auch einen unglaublich wichtigen Markt, gerade um eben auch sozusagen diese Mobilität zu erhalten.

Speaker: Wie seht ihr das?

Speaker: Wie bereitet ihr euch auch darauf vor?

Speaker: Also jetzt mal jenseits von den männlichen Kunden mit 50, wenn man wirklich auch gedacht über 70-Jährige, die das irgendwie nutzen können.

Speaker: Ja, ich glaube, das hat Potenzial oder das hat Potenzial auch jetzt ganz konkret bei unseren Kunden.

Speaker: Gerade wenn die Strecken kürzer sind, gerade wenn man dann eben ohne Rucksack oder Satteltasche oder irgendwie sowas im Kofferraum einfach den Einkauf verstauen kann, kurze Strecken fahren kann.

Speaker: Klar, gleichzeitig sagen wir, man soll natürlich schon Hopper fahren mit einer gewissen Verantwortung.

Speaker: Das heißt, irgendwo ist auch wieder die Grenze, wenn man kein Auto mehr fahren kann.

Speaker: Im Alter ist vielleicht auch irgendwann der Zeitpunkt, wo man kein Hopper mehr fahren kann.

Speaker: Es ist jetzt nicht unsere Kerngruppe.

Speaker: Wir sehen es aber definitiv so, dass wir Menschen Mobilität ermöglichen, die aktuell so ein bisschen außen vor gelassen werden.

Speaker: Das ist vielleicht ökonomisch zu sehr am Rand, dass man sagt, man entwickelt nur für diese Gruppe eine Mobilitätslösung, aber sie funktioniert.

Speaker: Die Gleichgewichtsthematik fällt weg.

Speaker: Man kann relativ gut ein- und aussteigen, man muss nicht auf dem Sattel sitzen, man kann es einfach letztendlich stehen lassen und man muss jetzt nicht noch mit dem Schloss rumfuchteln.

Speaker: Relativ entspannt.

Speaker: Gleichzeitig würde ich sagen, das ist glaube ich ein Randeffekt.

Speaker: Wir ermöglichen auch Mobilität für Menschen, die vielleicht mit Einschränkungen

Speaker: kein Fahrrad fahren können, wo auch immer die herkommen, das ist sehr, sehr schön zu sehen.

Speaker: Aber das Volumengeschäft definitiv muss schon auch woanders herkommen.

Speaker: Einfach damit man, wenn man Spezialradbau gehen würde, würden die Preise ganz anders hinwandern.

Speaker: Das heißt, wir wollen im Volumen auch woanders wachsen, das muss man klar sagen.

Speaker: Nochmal zum Thema so ein bisschen auch generelle Mobilität mit allem, was du jetzt auch gesagt hast, auch in Bezug auf die verschiedenen Zielgruppen.

Speaker: Ich sage mal so, in der generellen Debatte, zumindest von einem Teil der Bevölkerung, natürlich wie immer nicht von allen, ist ja schon auch der Ruf laut, gerade für die Städte, Auto raus und mehr Freiräume, mehr bessere Luft, mehr Grün, mehr Gäste.

Speaker: Nicht so Gefahrenzonen, auch gerade für Kinder.

Speaker: Da gibt es ja diesen berühmten Satz auch, ein Kind muss irgendwie alleine zur Eisdiele gehen können und sicher sein können und so weiter.

Speaker: Wie siehst du das gerade aus eurer Perspektive, wo ihr jetzt so ein Produkt auch an den Markt gebracht habt?

Speaker: Also einerseits so ein bisschen auch in der Zukunftsperspektive für euch und andererseits vielleicht auch nochmal so ein bisschen aus dem Blickwinkel, wo stehen wir denn da eigentlich?

Speaker: Ich kann mir vorstellen, ihr habt schon auch vielleicht Einblicke so in die einen oder anderen Entwicklungen.

Speaker: Ich weiß es nicht, vielleicht habt ihr auch Kontakt natürlich zu einer oder anderen Kommune oder wie auch immer.

Speaker: Was ist da einfach so dein Blick drauf?

Speaker: Jemand, der sich jetzt mit Mobilität augenscheinlich intensiver beschäftigt.

Speaker: Ja, ich glaube, wenn man wirklich mal reingeht, ist das einer der Haupt- oder der Hauptgrund, warum wir als Gründerteam gesagt haben, wir wollen Hopper machen.

Speaker: Wir investieren hier alles rein, weil wir dazu beitragen wollen, dass der Weg zu Eisziele das möglich ist für Kinder, dass es lebenswert ist, in der Stadt zu leben.

Speaker: Und ich glaube, das fällt einem

Speaker: mal komplett auf, wenn man nachts durch die Straßen läuft und merkt, die sind komplett leer, wie viel Platz das ist.

Speaker: Mir angucke in Hamburg, 4-spurige, 6-spurige Straßen, riesen Platzverbrauch.

Speaker: Das könnte alles jetzt mal, natürlich auch weit weg von der Realität, das könnte alles ein Park sein, das könnte alles grüner Ort sein.

Speaker: Da kann man natürlich irgendwie sein Leben genießen.

Speaker: Gleichzeitig, die Realität sieht auch so aus, dass man von A nach B kommen will, dass man Mobilität braucht, dass es extrem viel wert ist, dass es ein Auto gibt, dass Distanzen kürzer werden, dass es ein großer Fortschritt ist.

Speaker: Deswegen, glaube ich, braucht es einen gesunden Menschenverstand.

Speaker: Ich finde, die jetzige Verteilung mit einer sehr klaren Gewichtung aufs Auto ist teilweise unfair.

Speaker: Das ist historisch so gewachsen.

Speaker: Da werden Kosten auf die Allgemeinen umgelegt, die sind unfair.

Speaker: Also wenn ich morgens mit dem Hopper oder mit dem Fahrrad in die Arbeit fahre,

Speaker: Dann fahre ich einen Großteil entlang einer großen Autostraße, es stinkt jeden Tag nach Benzin.

Speaker: Das ist nicht fair, würde ich sagen.

Speaker: Im Zweifel hat das Auto noch eine Filternlage drin und ich draußen nicht.

Speaker: Ich sage, da ist was zu tun.

Speaker: Gleichzeitig merkt man, Hamburg ist eine sehr progressive Stadt in diesem Bereich, guckt sich so ein bisschen was von Kopenhagen zum Beispiel ab, Kopenhagen als großer Vorreiter.

Speaker: in dem Thema Mobilität.

Speaker: Man merkt, man muss einen feinen Spagat machen zwischen Realität, Wählerwillen, auch berechtigter Mehrheitswille und vielleicht einem Ansatz Stück für Stück was zu verändern.

Speaker: Also konkret gesprochen in Hamburg, grüner Senator für Verkehr,

Speaker: Also quasi der Minister für Verkehr in Hamburg seit der zweiten Wahlperiode im Amt, mein Wissen nach, auf jeden Fall schon länger, hat aktiv dazu beigetragen, dass meine Alltagsmodalität beispielsweise hier in der Stadt zwischen Altona und der Innenstadt, Fahrradstraßen, ganz, ganz viel passiert ist.

Speaker: Und gleichzeitig klare Vereinbarungen des Koalitionsausschlusses zu sagen, es gibt jetzt erstmal das nächste Jahr oder so keine weiteren Veränderungen.

Speaker: Umbauten, wo Parkplätze wegfallen für Autos.

Speaker: Einfach weil gemerkt wurde, die CDU holt im Zweifel auf oder andere Parteien, die hier sich stärker fürs Auto aussprechen.

Speaker: Das könnte daran liegen.

Speaker: Das ist die Realität und am Ende verstehe ich jeden, der parken will, aber es ist halt irgendwo auch absurd, dass man für 40 Euro, wenn überhaupt, einen Anwohnerparkausweis in Hamburg kauft,

Speaker: Dafür kann man nicht mal einen Monat sich einen Quadratmeter irgendwo mieten.

Speaker: Das heißt, dieses Verhältnis zwischen ich darf mein Auto überhin stellen und ich habe das Bedürfnis, in einer gesunden und lebenswerden Stadt zu wohnen, ist schwierig.

Speaker: Und ich glaube, da sind wir auf einem ganz, ganz schwierigen, komplexen Weg, den wir zusammen beschreiten wollen.

Speaker: Wir wollen eine Lösung anbieten, die zeigt, müssen wir jetzt wirklich nur darüber diskutieren, was die Infrastruktur macht oder können wir vielleicht auch einfach Verhalten ändern und über diese Verhaltensänderung

Speaker: auch eine Meinung ändern, kollektiv, Stück für Stück.

Speaker: Das ist unser Ansatz, wo wir glauben, das funktioniert auch langfristig.

Speaker: Aber ob das der Weg nach vorne ist, ich sage mal, da haben wir auch nur einen kleinen Einblick.

Speaker: Wir sehen unsere Blase, wir merken, dass es funktioniert.

Speaker: Wir merken auch, dass wir im Gespräch Leute überzeugen können, die eher autoaffin sind, dass sie einen Hopper zu mögen und auch diese Idee dahinter zu verstehen.

Speaker: Aber eine breite Masse oder für eine Politik zu sprechen, ist gleichzeitig wahrscheinlich auch zu groß für uns.

Speaker: Also viel, ich muss nochmal, Entschuldigung, dass ich nochmal auf diese E-Roller zurückkomme, aber die haben ja im Grunde genommen doch auch ein großes Verhaltensveränderung in der Mobilität mit sich gebracht und zwar auch dadurch, dass sie einfach überall zugänglich sind.

Speaker: Und das wäre jetzt so meine Anschlussfrage.

Speaker: Wir haben eben auch gerade nochmal über das Auto gesprochen, über diesen Emotionalitätswert eines Autos und das kann man beim Fahrrad ja genauso sagen.

Speaker: Also ich leih mir auch ungern ein armes Fahrrad, ich mag meinen Fahrrad, es passt zu mir.

Speaker: Es geht den Menschen mit ihrem Auto genauso.

Speaker: Da gibt es eine gewisse Identifikation und auch Personalisierung.

Speaker: Und gleichzeitig aber brauchen wir im Grunde, wenn wir auch gerade nochmal über das Thema Stadt und Platz sprechen, es sind ja die meisten Fahrzeuge stehen ja wirklich dient.

Speaker: die meiste Zeit rum.

Speaker: Und da ist ja wirklich für mich dann auch so die Frage, inwieweit ihr den Hauptware auch als ein Produkt vielleicht gedacht habt, das mehr so im Sharing-Bereich angesiedelt ist.

Speaker: Also wo das im Grunde genau auch überall zugänglich ist, wie irgendwelche Autos oder E-Roller, die gerade über irgendwelche Plattformen erhältlich sind.

Speaker: Vielleicht mal eine Gegenfrage.

Speaker: Ich weiß gar nicht.

Speaker: Haben E-Roller die Mobilität so verändert?

Speaker: Also in der Breite auch?

Speaker: Ich würde schon sagen, dass Sie viele Menschen auf den E-Roller gebracht haben, ob sie sie nun aus den öffentlichen Verkehrsmitteln oder aus dem Auto weggebracht haben.

Speaker: Das mag ich jetzt nicht analysieren, aber erst mal so von der Präsenz im Straßenverkehr sieht man sie schon häufig, dass sie sozusagen für diese letzte Meile häufig genutzt werden.

Speaker: Und das ist, glaube ich, schon etwas, was zumindest in größeren Städten sehr auffällig ist.

Speaker: Ja, also ich habe das Gefühl, dass diese Sharing-Systeme in dem Bereich schon sehr stark auf eine begrenzte Zielgruppe zugreifen und dort eine Änderung hervorgerufen haben und sie einen sehr großen Platz einnehmen in der öffentlichen Debatte, weil sie so sichtbar sind durch Abstellen im öffentlichen Raum, Ärgernisse und vielleicht sich vieles darauf runterbricht, was vielleicht eine verstellte Debatte ist.

Speaker: Und gleichzeitig sind E-Roller ein wichtiger Teil der Mobilität und ich glaube, auch ein wesentlicher Bestandteil sind Roller, die tatsächlich privat besessen werden und mitgenommen werden.

Speaker: Und wenn man wirklich über den Alltag redet, wo man sagt, man verändert sein Mobilitätsmuster langfristig, glaube ich auch eher, dass diese privat besessenen Roller einen größeren Impact haben als die Masse an Sharing-Rollern, die man sieht, aber die vielleicht eher sporadisch als Tourist oder für eben kurze Strecken mal genutzt werden.

Speaker: Aber das ist so ein bisschen als Einleitung gemeint, auch als Frage, Sharing oder nicht bei uns.

Speaker: Wir sehen es als ganz, ganz großen Vorteil, dass aktuell der Besitz beim Einzelnen ist.

Speaker: Das heißt erstens, diese Person,

Speaker: steht völlig dahinter.

Speaker: Die Person fährt auch verantwortungsvoll mit diesem Fahrzeug, nimmt Rücksicht, ist selber quasi sehr eng damit verbunden.

Speaker: Was wir halt sehen im Sharing-Bereich, dass man ganz, ganz viele Probleme auch mit Vandalismus, mit dem ganzen Thema erstmal überhaupt Leute da ranzuführen hat, das ist eine neue Mobilitätsform, sich damit wirklich zu beschäftigen und zu nutzen, ist etwas, was wir auf so einer grünen Wiese als kritisch sehen.

Speaker: Wenn wir jetzt einfach Kunden an den Hopper setzen würden,

Speaker: Das macht aus Verhaltensperspektive für uns nicht so viel Sinn.

Speaker: Zuletzt ist es dann auch noch ein Thema von Materialkosten von Fahrzeug.

Speaker: Also so ein Roller kostet ein paar hundert Euro irgendwie.

Speaker: Das ist bei uns nicht darstellbar im Vergleich.

Speaker: Das heißt, einen Partner zu finden, der dieses Sharing mit uns aufbauen würde, das wäre zu kapitalintensiv zur jetzigen Phase, muss man auch klar sagen.

Speaker: Was wir allerdings sehen, was spannend ist, ist das Thema Sharing innerhalb von Siedlungen oder letztendlich Wohnprojekten oder auch im Mobilitätsbereich von Firmen, also beispielsweise Handwerker, Lieferdienste.

Speaker: Das ist relativ breit, wo wir hier reingehen und merken, wir können Mobilität

Speaker: wenn es so einen Kontext hat, auch wieder eine gewisse Routine.

Speaker: Man hat eine gewisse Zugänglichkeit dazu, aber auch gleichzeitig eine Bindung.

Speaker: Also es gibt einen begrenzten Personenkreis.

Speaker: Und da merken wir wirklich, dass wir Leute erreichen können, die eigentlich gar nichts damit zu tun haben, die auch von sich aus nicht draufgekommen wären, aber durch den Arbeitskontext oder diesen Wohnkontext eben da reinkommen.

Speaker: Also das ist unser Weg Richtung Sharing.

Speaker: Massen-Sharing langfristig tatsächlich erstmal nicht auf unserem Plan.

Speaker: Ja, also ich kann da nur so auszusagen, ich bin ja...

Speaker: Ich oute mich jetzt vielleicht hier, vielleicht gibt es da noch irgendwie einen bösen Kommentar.

Speaker: Aber ich finde ja diese E-Roller völlig absurd.

Speaker: Aber gut, tatsächlich.

Speaker: Aber das ist ja nochmal spannend, gerade bei diesem, weil du es oft auch gesagt hast, Verhaltensänderung.

Speaker: Das ist ja der Knackpunkt eigentlich.

Speaker: Also wann tatsächlich nehme ich ein anderes Mobilitätsangebot wirklich wahr, wie nutze ich es dann wirklich auch regelmäßig und wie ändere ich dadurch dann tatsächlich auch mein Verhalten.

Speaker: Und ich glaube, bei diesen E-Rollern ist es

Speaker: war es mir immer noch nicht ganz klar, was jetzt wirklich auch der absolute Mehrwert sein soll, im Gegensatz zu einer anderen Form der Fortbewegung.

Speaker: Aber okay, mal abgesehen von diesen ganzen anderen Dingen, mit denen die Kommunen dann zu tun haben und wo diese Roller dann überall landen in der Stadt.

Speaker: Und deswegen ist, glaube ich, der Privatbesitz eines Rollers eben, was man vielleicht auch viel mehr pushen müsste oder beziehungsweise auch gepusht ist, weil das funktioniert sehr gut.

Speaker: Die Leute nehmen auch Rücksicht.

Speaker: Die haben sogar so Einschränkungen, dass sie im ÖPNV häufig die Akkus nicht mitnehmen dürfen, weil schlechte Importe, weil da historisch.

Speaker: Aber grundsätzlich ist das Mobilitätsform für jeden, der sagt, ich will nicht aktiv Fahrrad fahren.

Speaker: Das ist ein kleines Fahrzeug, das ist ein sehr ressourceneffizientes Fahrzeug von A nach B, kann gut ergänzen.

Speaker: beispielsweise irgendwie zum Bus oder zur Bahn und wieder das letzte Stück.

Speaker: Das ist eine total sinnvolle Ergänzung.

Speaker: Also ich glaube, es ist einfach diese Debatte um Sharing hat da vielleicht auch nicht nur Gutes getan.

Speaker: Ich finde diese Diskussion jetzt hier gerade sehr spannend, weil wir wirklich jahrelang über dieses Sharing als Lösung für Mobilität diskutiert haben.

Speaker: Da war ja genau das sozusagen, egal ob man E-Roller Freund, Freundin ist oder nicht, ich gehöre auch nicht dazu, ich muss mich da auch outen, ich kann die Dinge einfach nicht fahren, das kommt noch dazu.

Speaker: Aber genau das ist ja im Grunde genommen so als das Lösungsmodell für städtische, urbane Mobilität gedacht.

Speaker: Und wir jetzt ja tatsächlich auch aus dem, was du beschreibst und auch aus den Erfahrungen, die wir gemacht haben mit Sharing, tatsächlich wieder so auf eine private Mobilitätsbewegung

Speaker: Form zurückgehen, also auf den Besitz eher, beziehungsweise auf Sharing-Modelle, die in einem geschlossenen System stattfinden.

Speaker: Und das finde ich wirklich auch nochmal ganz interessant in dieser Entwicklung zu beobachten.

Speaker: Du schüttest gerade so ein bisschen den Kopf.

Speaker: Ja, es ist der private Besitz ganz allgemein so zu unterstützen, auch gleichzeitig schwierig.

Speaker: Also weil, wenn man jetzt konkret sagt, jeder hat ein Auto und besitzt das Privaten in Rücksicht,

Speaker: Gut, da hat man genau die Probleme, von denen wir eigentlich reden, dass es nicht für jedes Auto in jeder Stadt Platz ist oder die Stadt sehr autoaffin geprägt ist und Mobilität zum Beispiel zu Fuß ist, weil die Wege so weit geworden sind.

Speaker: Das heißt, dieser reine Besitz ist dann doch irgendwie auch etwas, was ich nicht komplett unterstützen kann.

Speaker: Gleichzeitig merkt man aber halt, ein offenes Sharing-System hat so viele Probleme, die halt beispielsweise eben durch schlechte Nutzung passieren, durch keine Verantwortungsübernahme für das Foto.

Speaker: das Fahrzeug, was man sich ausleitet oder was man im Zweifel einfach nur im öffentlichen Raum sieht, dass es nicht wieder funktioniert.

Speaker: Also Fahrradsharing ist absolut unterstützenswert aus meiner Sicht.

Speaker: Auch etwas, was wieder nur gut funktioniert, wenn auch eine Infrastruktur so eng bestückt ist mit Fahrrädern, dass man eigentlich mit einem kurzen Fußweg auch schnell sich ein Fahrrad leihen kann, auch schnell wieder abgeben kann.

Speaker: Und ich glaube auch im Autobereich, das ist weit weg und vielleicht auch ein bisschen aus verschiedenen Sichten dann zu analysieren, aber ich finde, dass autonomes Fahren oder dann halt irgendwo eine Fahrzeugsharing extrem viel Sinn macht, wenn man es hinbekommt, die gleiche Mobilität vom Volumen her hinzubekommen, aber alleine schon mal an den Parkplätzen anfangen kann zu sparen, weil Autos eben nicht mehr komplett alleine besessen werden.

Speaker: Und auch das Ganze, man merkt halt immer wieder, man diskutiert über die Stadt.

Speaker: Wir reden gerade komplett über die Stadt.

Speaker: Das ist auf dem Land wieder auch eine andere Perspektive.

Speaker: Ja, aber wenn man das mal so bedartet, zumindest könnte man es jetzt mal so ganz knapp ableiten, ist es ja dann tatsächlich auch immer eine Frage,

Speaker: der entsprechenden Ressourcen, also dieses Mobilitätsangebots.

Speaker: Also wie viele Ressourcen sind da eigentlich reingeflossen?

Speaker: Was kostet das in der Unterhaltung?

Speaker: Was kostet es an Platz?

Speaker: Was kostet es an Antrieb?

Speaker: Das ist ja auch eine Frage für die Zukunft.

Speaker: Das sehen wir ja gerade in der jetzigen Lage wiege, was die Ölpreise da so machen.

Speaker: Also das finde ich ja schon ganz spannend, weil, wie Anja schon sagte, zumindest aus unseren Projekten auch gesprochen, da wird das immer ganz schnell reingeworfen.

Speaker: Und dann machen wir auch, sei es jetzt Fahrradsharing, sei es jetzt auch diese E-Roller-Geschichte, bezog das vor allen Dingen auf diese Sharing-Thematik.

Speaker: Aber das ist ja genau der springende Punkt so ein bisschen.

Speaker: Wie gestalten wir tatsächlich Mobilität von morgen?

Speaker: Also wir haben verschiedene Möglichkeiten, verschiedene Modelle, verschiedene Angebotsvarianten.

Speaker: Und per se ist schon mal zu sagen, klar, gilt auch nicht für jeden.

Speaker: Jeder hat da auch andere Ansprüche, ist anders alt, wohnt woanders und so weiter und so fort.

Speaker: Das macht es ja gerade so komplex, aber da finde ich es schon nochmal auch ganz gut von dir zu hören, wie eure Sicht da drauf ist.

Speaker: Man könnte ja sagen, der Hopper ist sozusagen als zum Beispiel Zweitfahrzeug vorrangig jetzt zu sehen, auch gerade eben erstmal nicht nur im städtischen Kontext, sondern in so einem Randkontext.

Speaker: Ist vorrangig auch für eine bestimmte Zielgruppe, haben wir ja auch besprochen.

Speaker: Und genau das sind ja die Thematiken, denen wir uns eigentlich so ein bisschen stellen müssen und die so ein bisschen tiefer gehen müssen fernab dieser generellen Diskussion.

Speaker: Kein Auto mehr.

Speaker: Und ich glaube,

Speaker: Da ist, glaube ich, noch ein bisschen Potenzial für uns alle, diese Dinge mal wirklich auch so ein bisschen in konkreten Modellen, Lebensmodellen auch runter zu skalieren.

Speaker: Und mal zu schauen, also was gibt es da eigentlich dann für Optionen?

Speaker: Am Ende ist es, finde ich, ein total legitimer Wunsch zu sagen, man möchte in den geschlossenen Innenraum warm, man hat vielleicht noch seinen persönlichen Schutzraum um sich herum von A nach B fahren.

Speaker: Wie auch immer der aussieht, ob das ist ein Hopper, vielleicht auch für manche Leute ein Fahrrad von diesem Gefühl her oder für viele Leute auch ein Auto, ist das total fair und rational zu sagen.

Speaker: wenn man das vielleicht nicht kennt und das bei anderen Menschen sieht, auch nachvollziehbar, dass man dahin strebt, sich ein eigenes Auto anzuschaffen.

Speaker: Man muss aber halt die faire Frage dazu stellen, geht das, dieser individuelle Wunsch mit den Ressourcen, die man kollektiv zur Verfügung hat?

Speaker: Und ich glaube, da muss man halt gucken, dass man Wege findet, ein bisschen da mehr Balance reinzubekommen, weil wenn jeder Auto fahren will, dann steht auch jeder im Stau.

Speaker: Und wenn jeder einen Parkplatz braucht, dann hat auch jeder keinen Parkplatz mehr.

Speaker: Und deswegen brauchen wir da Lösungen.

Speaker: Volles Verständnis auf der individuellen Basis, aber kollektiv funktioniert es nicht.

Speaker: Und ich glaube, das ist die Herausforderung, dass man dann doch irgendwo individuell den Vorteil sieht.

Speaker: Wenn ich ein Auto zur Verfügung habe und es regnet draußen und ich keinen Hopper dabei habe, dann nutze ich das Auto.

Speaker: Ist halt einfach so.

Speaker: Und gleichzeitig muss man verstehen, dass es...

Speaker: kollektiv so nicht funktioniert.

Speaker: Das heißt, dass am Ende die Stadt komplett autoaffin ist.

Speaker: Hamburg kommt aus dem 20.

Speaker: Jahrhundert mit Autofokus und wir haben hier viel daran gemacht, dass es besser geworden ist.

Speaker: Man spürt es überall immer noch, gerade in Randgebieten, dass da zu wenig gemacht wurde, dass das Auto immer noch alles voll pflastert, die Straßen alles voll pflastern.

Speaker: Und deswegen ist da viel zu tun.

Speaker: Und ich glaube, deswegen machen wir den Hopper, weil wir dann

Speaker: irgendwie einen Beitrag leisten wollen, dass man nicht mehr unbedingt ein Auto braucht, um seine individuellen Bedürfnisse zu erfüllen.

Speaker: Wie sieht deine Welt dann aus?

Speaker: Hast du ein Auto?

Speaker: Ich habe kein Auto.

Speaker: Aber fairerweise, ich wohne auch so urban, dass es halt quasi nicht notwendig ist.

Speaker: Und es gibt bei uns Sharing-Angebote, um Transporter zu leihen oder auf längere Strecken ein Auto zu leihen.

Speaker: Also ich profitiere von der ganzen Palette an Angebot.

Speaker: Ich brauche kein Auto, aber ich habe, seitdem ich 18 bin, einen Führerschein und fahre auch gerne Auto eigentlich.

Speaker: Aber wie sehe denn also Zukunftsperspektive, wenn du es, mal angenommen, du hättest jetzt den Stift und das Papier und du dürfst es für Hamburg oder welche Stadt oder vielleicht auch kleiner, mal so die Mobilität zumindest so ein bisschen skizzieren.

Speaker: Was wäre so deine Vision?

Speaker: Große Fragen, große Fragen.

Speaker: Also ich kann da gerne eine Meinung zu geben, ob das die Basis ist, um weiterzumachen.

Speaker: Ich glaube, da gibt es Leute, die sich mehr beschäftigen mit dem ganzen Kontext.

Speaker: Was natürlich extrem attraktiv ist, daran zu arbeiten, dass die Wege kurz sind.

Speaker: Das kann in der kleineren, in der größeren Stadt funktionieren.

Speaker: Ein klassisches Modell der 15-Minuten-Stadt, wie man das irgendwie immer mal wieder hört, heißt kurz gefasst,

Speaker: Die Wege sind so kurz zu allen Alltagserledigungen, Arbeit, Einkaufen, Kita, Schule, alles, was man so hat an Sport, dass man das mit kurzen Strecken erreichen kann.

Speaker: Und dann kann man auch wirklich darüber reden, wenig Autos, Tempo 30, Fahrradinfrastruktur fördern, ÖPNV natürlich auch ganz klar fördern mit einer Frequenz, dass man das auch gerne nutzt.

Speaker: Ich glaube, dann ist die Antwort relativ einfach zu sagen, okay, mit kurzen Wegen ist auch die Mobilität einfacher zu gestalten.

Speaker: Und wenn man es schafft, mehr kollektiv zu lösen, dann ist auch alles drumherum so attraktiv, dass man zum Beispiel gerne Bahn und Bus fährt und es auch günstig ist.

Speaker: Ich glaube, das ist so ein bisschen das Wunschdenken, was dann halt einfach schwierig ist.

Speaker: Die Realität heißt, lange Wege von A nach B in Hamburg, je nachdem, wo man hin will, Fallschirm um die Außenalster so ungefähr.

Speaker: ist die Verbindung nicht mehr gut und schon dauert das eine Stunde, wo ich mit dem Auto eine halbe brauche.

Speaker: Und schon haben wir die Realitätsprobleme.

Speaker: Das heißt, ich würde mir sehr wünschen, dass man den Mut hat, hier große Projekte anzugehen und auch heute schon mal sich unbeliebte Entscheidungen zu treffen, die dann auch gut zu kommunizieren.

Speaker: die diesen Schritt nach vorne schaffen.

Speaker: Weil ich glaube, nicht jeder kann in der guten Lage wohnen, wo alles um die Ecke ist.

Speaker: Und gerade für Menschen im Stadtrand müssen wir Alternativen anbieten, die nicht nur Auto bedeuten, sondern eben eine Alternative.

Speaker: Ja, und deswegen, also ein bisschen weniger Auto wäre schon okay für mich, wenn man so ganz offen darüber reden kann.

Speaker: Ja, sehe ich auch so.

Speaker: Wie ist Hopper in, sagen wir mal, fünf bis zehn Jahren?

Speaker: Wird sich das Produkt noch weiter verändern?

Speaker: Du hattest ja gerade zum Beispiel die Kindersitze angesprochen.

Speaker: Was sind so eure Visionen, dieses Produkt noch weiterzuentwickeln, was jetzt noch nicht in der Praxis ist?

Speaker: Also ich glaube unser Hauptversprechen ist Komfort zu bieten mit wenig Ressourcenverbrauch.

Speaker: Das kann man entweder aus einer Kosten- oder Umweltperspektive sehen, dass es einfach effizient und trotzdem komfortabel von A nach B geht.

Speaker: Das heißt, unser jetziges Fahrzeug legt da glaube ich einen sehr guten Grundstein, gutes Design, gute Mobilität im Alltag, macht auch Spaß zu fahren.

Speaker: Woran wir arbeiten ist natürlich eben konkret Kundengruppen zu erreichen, die spezielle Produkte brauchen.

Speaker: Beispielsweise haben wir ganz neuen

Speaker: Hundehopper kann man sagen, also ein Hopper, wo ein großer Hund ganz entspannte im Koffer ist.

Speaker: Wir haben einen Hopper mit einem großen Kofferraum statt einem Zweisitzer.

Speaker: Kindersitze sind gerade in der Entwicklung, aber darüber hinaus kann man natürlich über andere Modellvarianten reden.

Speaker: Last-Mile-Zustellung mit der Hopper-Brand quasi, mit einem sehr großen Kofferraum, um in der Innenstadt nicht mehr mit dem Transporter reinfahren zu müssen.

Speaker: Oder 45 kmh-Varianten.

Speaker: Wir merken viel Nachfrage von Modellen aus Asien, wo dann aber eher gefragt wird, können wir irgendwie euer Design, das funktioniert gut, mit dem Gaspedal kombinieren.

Speaker: Das heißt, wir wollen arbeiten konkret daran, dieses Versprechen von

Speaker: effizienten Komfort zu verbreiten und die Modellvariante ist so geboren, weil wir sehr viel Feedback immer wieder reingearbeitet haben von Kunden, aber das wird sich weiterentwickeln.

Speaker: Das große Ziel ist halt zu sagen, Hopper ist ein Synonym für diese Art von Mobilität.

Speaker: Man kennt Hopper, man weiß, ich will mir etwas Neues anschaffen, ich will mein Mobilitätsmuster vielleicht ändern, dass man konkret einfach das als Option mit in Erwägung zieht.

Speaker: Das wäre so das große Ziel für die nächsten fünf bis zehn Jahre.

Speaker: Gibt es dann so auch den selbst zu konfigurierten Hopper mit Farbe und Ausstattung?

Speaker: Klar, das gibt es glaube ich schon tatsächlich.

Speaker: Das ist ganz wichtig.

Speaker: Also der Kunde kann sich die Farbe aussuchen, der kann sich aussuchen, ob er noch eine Radabdeckung haben möchte, eine zweite Batterie, ein Onboard-Charging, ein Solardach.

Speaker: Also ganz viele Themen, wo man individuell sich das, sagen wir mal, schick machen kann.

Speaker: Das ist glaube ich auch heute schon so.

Speaker: Die Kunden wollen ihre eigene Farbe, die Kunden kleben sich da noch ein paar Aufkleber drauf, machen sich das im eigenen Fahrzeug.

Speaker: Das ist wichtig, das gibt es auf jeden Fall.

Speaker: Ja, das ist sehr cool.

Speaker: Mal gucken, vielleicht habe ich auch mal irgendwann einen Hopper.

Speaker: Ich will nämlich keine Autofahrer und ich kann gar keine Autofahrer.

Speaker: Ja, also es gibt deutschlandweit Teststandorte, unter anderem natürlich auch in Berlin.

Speaker: Gerne mal auf der Webseite gucken, unkompliziert mal vorbeigucken, Probefahrt machen.

Speaker: Ich glaube, wir punkten am Ende über Design, über diese ganz praktischen Themen, aber es macht auch einfach Spaß zu fahren durch diese Hinterradlenkung.

Speaker: 95 Grad Lenkung heißt, du kannst auf der Stelle einen Donau drehen, bist überall wendig.

Speaker: Also wir merken eine Probefahrt, das hilft vielen Leuten, um wirklich zu verstehen, was wir da eigentlich machen.

Speaker: was ihr da eigentlich gebaut habt oder erfunden habt sozusagen.

Speaker: Sehr cool.

Speaker: Danke, dass du bei uns warst.

Speaker: Die Zeit ist schon wieder vorbei.

Speaker: Aber wir haben ja hoffentlich mal so ein bisschen einen Einblick gegeben und ich fand das, wie gesagt, super spannend.

Speaker: Ja, wie wir jetzt auch, glaube ich, ausgiebig beschrieben haben.

Speaker: Nicht nur ein Fahrrad, sondern tatsächlich ein, man kann schon sagen, so ein bisschen Lebensgefühl ist und eine neue Art von Fortbegründung.

Speaker: Und daher wollten wir das hier auf jeden Fall mal

Speaker: unseren ZuhörerInnen präsentieren und wir sind mal gespannt, wie ihr euch so weiterentwickelt und was daraus noch wird.

Speaker: Sagt uns gerne Bescheid, wenn ihr den ersten Hopper auf der Straße entdeckt.

Speaker: Das ist immer schön zu hören, wenn ein Freund ein Foto schicken wird.

Speaker: Schick ich dir, auf jeden Fall.

Speaker: Dann erstmal liebe Grüße nach Hamburg.

Speaker: Dankeschön.

Speaker: Schön, dass du bei uns warst.

Speaker: Bis bald.

Speaker: Bis bald.

Speaker: Ciao, ciao.

Speaker: Tschüss.

Speaker

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