Transcript
Speaker: Hallo, Anna.
Speaker: Schön, dich wieder hier zu sehen.
Speaker: Auf jeden Fall, ja.
Speaker: Live und in Farbe, wie man so schön sagt, zum Abschluss des Jahres.
Speaker: Haben wir gedacht, machen wir mal wieder ein Video, damit man uns auch nicht vergisst.
Speaker: Sonst hört man ja unsere Stimmen und unsere Gesichter.
Speaker: Vielleicht kann man sich gar nicht mehr erinnern.
Speaker: Nein, Spaß beiseite.
Speaker: Wir dachten, es ist ganz gut zum Abschluss des Jahres, machen wir hier mal ein kleines Video von uns wieder und gehen mal so durch unser Podcast-Jahr hindurch.
Speaker: Wir haben ja einiges besprochen.
Speaker: Tatsächlich in Vorbereitung hier auf die Folge habe ich schon noch mal gestaunt, was wir so alles besprochen haben tatsächlich.
Speaker: Also da waren viele Themen dabei und wir haben uns gedacht, das ist doch ganz schön, hier noch mal so ein bisschen zurückzublicken.
Speaker: auf dieses Jahr und auf diese vielen Themen, die uns ja tatsächlich auch in unserer Arbeit ständig begleiten.
Speaker: Also wir machen das ja nicht nur aus so einer Vogelperspektive, sondern wir haben die ja auch bei uns in den Projekten.
Speaker: Auf jeden Fall, genau.
Speaker: Also das sind einfach Themen, die uns tatsächlich in der Arbeit immer wieder beschäftigen, die ja manchmal die Themen beeinflussen die Arbeit, die Arbeit beeinflussen unsere Themen.
Speaker: Insofern ist es auch etwas, was wir jetzt tatsächlich auch mit ins nächste Jahr mitnehmen werden oder...
Speaker: tatsächlich auch so ein paar Impulse und Thesen, an denen wir weiterarbeiten und denken werden.
Speaker: Und deswegen glaube ich, ist es auch nochmal ganz spannend, nochmal diese Reflexion zu machen.
Speaker: Was wird sich vielleicht auch 2026 noch irgendwie weiter verstärken als Entwicklung und wo gibt es vielleicht auch leichte Veränderungen oder worauf muss man einfach achten?
Speaker: Insofern denke ich, Zukunft passiert ja sozusagen nie von heute auf morgen mit ganz neuen Dingen, sondern es ist immer Entwicklung.
Speaker: Ja, wer hätte es gedacht?
Speaker: Genau, da steigen wir doch einfach mal ein.
Speaker: Also ihr habt es vielleicht schon so ein bisschen rausgehört.
Speaker: Wir haben uns tatsächlich zehn Impulse, Statements, Themen von uns aus den letzten Podcast-Folgen hergenommen.
Speaker: Und ja, die gehen wir jetzt einfach mal durch.
Speaker: Das sind zehn an der Zahl,
Speaker: Insofern, die uns auch, ich glaube, sehr, sehr wichtig erschienen, auch sehr relevant und tatsächlich uns auch, wie gesagt, in der eigenen Arbeit, in den Projekten stark begleiten.
Speaker: Der erste Impuls ist gar nicht so lange her, das nämlich betrifft die letzte Folge.
Speaker: Kleiner Spoiler hier an der Stelle, Folge 47.
Speaker: Da ging es um Residence-only.
Speaker: Da haben wir über die Nutzung von Raum, von Lebensraum gesprochen und haben uns mal die Entwicklung angeschaut weltweit, wie da tatsächlich, und das Wort Residence-only lässt es vielleicht schon vermuten, EinwohnerInnen quasi ihren Raum teilweise zurückfördern, teilweise auch sagen,
Speaker: Den nutzt ihr so nicht mehr, also die Touristinnen zum Beispiel und da sozusagen ein bisschen reglementierend eingreifen.
Speaker: Und da haben wir jetzt gesagt, diese Frage wird uns nächstes Jahr und die Jahre danach höchstwahrscheinlich noch sehr, sehr stark.
Speaker: Also diese Fragestellung oder diese Bewegung, die Entwicklung, die da drin steckt, die wird uns noch sehr beschäftigen 2026 und darüber hinaus.
Speaker: Und das war, glaube ich, für dich auch ein großes Thema.
Speaker: Absolut, ja.
Speaker: Also ich finde diese Frage, dass wem gehört der Raum, um da vielleicht auch noch mal ganz kurz ein Zitat aus der letzten Folge zu nennen.
Speaker: Wir haben da irgendwie ein Zitat war und die Frage ist ja am Ende des Tages, wem gehört der Raum eigentlich?
Speaker: Also wer kann dann und wann und wie entscheiden, wie dieser Raum auch wann genutzt wird?
Speaker: Und das, finde ich, ist tatsächlich so diese Frage auch, die sich ja auch schon in den letzten Jahren angekündigt hat durch einfach Proteste, durch eben auch Unzufriedenheit.
Speaker: Auch dieser Begriff der Tourismusakzeptanz hat ja in den letzten Jahren so angefangen,
Speaker: Kontur, sage ich mir, und an Konjunktur auch gewonnen.
Speaker: Und diese Frage wird uns in den nächsten Jahren noch stärker beschäftigen, beziehungsweise wir brauchen einfach Lösungen dafür und eine Kommunikationsstrategie und eine überhaupt eine Destinationsstrategie, eine Raumstrategie, die ineinander greift und eben auch da tatsächlich dafür sorgt, dass alle Beteiligten eben auch in irgendeiner Weise Gehör finden.
Speaker: Weil ich denke, es ist immer so ein Sowohl-als-auch.
Speaker: Die Räume, die Destinationen, sie profitieren ganz klar vom Tourismus.
Speaker: Das darf man überhaupt nicht negieren.
Speaker: Und gleichzeitig aber ist ja die Frage, wer reglementiert manchmal auch etwas?
Speaker: Wie findet die Besucherlenkung statt?
Speaker: Also ich meine, da gibt es ja irgendwie verschiedene Stellschrauben, die man drehen kann.
Speaker: Das Wichtigste ist tatsächlich, dass wir momentan eben, und das haben wir in der Folge 47 auch nochmal so analysiert, dass es jetzt gerade so ein Tipping Point ist, also wo man tatsächlich sagen kann, okay, es kippt hier gerade so stark, dass man eben gar nicht mehr da nun diese Proteste hat, sondern dass es wirklich darum geht, wir brauchen jetzt hier, also aus der Perspektive der Locals, wir brauchen hier Räume, die tatsächlich touristisch frei sind, die nur noch uns gehören.
Speaker: Und das ist ja wirklich so eine Entwicklung, die man vielleicht vorher aus
Speaker: aus Naturschutzgründen hatte, dass etwas reglementiert wurde, aber nicht auf Basis der Lebensqualität.
Speaker: Und die ist ja tatsächlich auch eben essentiell, wenn es darum geht, eben auch touristische Destinationen in Zukunft weiterzuentwickeln zu wollen.
Speaker: Also wie ist die Lebensqualität fort?
Speaker: Insofern ist das, glaube ich, eine ganz, ganz wesentliche Frage, die aber natürlich auch nicht nur den Tourismus beschäftigt, sondern generell auch
Speaker: Destinationsmanagement, Raummanagement, also Raumplanung tatsächlich auch oder auch Naturschutz.
Speaker: Also da sind ganz, ganz viele PartnerInnen dabei, die tatsächlich sich dieser Frage irgendwie annehmen müssen.
Speaker: Und ich glaube, das ist tatsächlich noch nicht so.
Speaker: Es sickert so langsam durch, aber in der Umsetzung wird das wahrscheinlich auch noch dauern.
Speaker: Das ist nicht so schnell und einfach in vielen Bereichen auch zu machen, weil halt so viele Personen, Ämter, Institutionen und, und, und eben daran auch beteiligt sind.
Speaker: Was ich spannend finde, auch in der Thematik, ist ja, dass Tourismus, natürlich nicht überall, das müssen wir mal sagen, wir haben da auch einige Hotspots genannt, wie man das so formuliert, aber dass schon, man merkt, Tourismus ist
Speaker: auch zunehmend zum Aushandlungsprozess wird.
Speaker: Also es ist eine, da steckt ganz viel Kooperation drin, da steckt ganz viel Kommunikation drin in die Destination hinein und dass wir uns schon
Speaker: schon verabschiedet haben, aber glaube ich zunehmend noch weiter verabschieden werden von dieser reinen Angebotsperspektive.
Speaker: Diese reine Angebotsentwicklung, die ja doch jahrelang, also diese Perspektive ja doch jahrelang eingenommen wurde im Hinblick auf was können wir verbessern, wie können wir das Produkt verbessern, was braucht es dafür, was braucht der Tourist, um von A nach B zu kommen.
Speaker: Also all diese Fragestellungen und das finde ich schon nochmal spannend, weil das schon sehr, glaube ich, auch elementar ist für die Organisation, also die Tourismusorganisation in den jeweiligen Regionen, Städte, Länder.
Speaker: Und natürlich aber auch für die Akteure selbst.
Speaker: Und das muss man, glaube ich, schon auch nochmal so ein bisschen in die Berücksichtigung ziehen, dass sicherlich diese Perspektive, und das sagtest du gerade, gerade auf der Angebotsseite, also ich meine gerade Leistungsträger, die meine ich in dem Fall, die in den Destinationen die Leistung erbringen, sei es die Hotelleistung, die Tourleistung oder einen anderen Service,
Speaker: dass natürlich dort auch eine starke wirtschaftliche Komponente immer mitspielt und dass natürlich gerade diese holistische Perspektive, wie wirken wir alle am besten zusammen für die Destination und dann auch für die, die dort leben,
Speaker: Im Sinne auch einer Zukunftsfähigkeit, die möglichst alles mitdenkt, sage ich mal so platt.
Speaker: Da ist natürlich schon noch sehr viel Reibung da und tatsächlich auch bis hin zu einer anderen Einstellung.
Speaker: Und deswegen haben wir auch gesagt, diese Frage wird uns weiter sehr stark beschäftigen, weil wir halt sehen, dass das, glaube ich, von den Einwohnerinnen, aber auch teilweise von Organisationen, also Tourismusorganisationen und natürlich stark auch aus einer Nachhaltigkeitskomponente zum Beispiel getrieben, dass schon diese andere Perspektive immer mehr Einzug hält.
Speaker: Aber wir teilweise natürlich auf einen immer noch sehr angebotsseitigen Blick auf leistungsträger Ebene schauen.
Speaker: Und das wird spannend, das zusammenzubringen.
Speaker: Ja, und ich finde, das ist jetzt eigentlich ein schöner Übergang zu unserem zweiten Punkt, weil es geht eigentlich so ein bisschen ineinander über.
Speaker: Also wenn wir uns bei dieser Frage 1, wo tatsächlich eher die Frage, also wem gehört eigentlich der Raum und wie ist da sozusagen diese Aushandlungsbasis da?
Speaker: Unser zweiter Punkt ist halt einfach der Fokus auf den Lebensraum statt der Destination.
Speaker: Das heißt hier, wie verändert sich die Perspektive tatsächlich auch von den DMOs, vom Destinationsmanagement
Speaker: auch vom Marketing aus, also was ist denn sozusagen tatsächlich eigentlich der Fokus und welche Leistung sollten und müssen sie in Zukunft bringen.
Speaker: Und während es eben bei der ersten Perspektive tatsächlich darum geht, das auszuhandeln und einfach erstmal diese Partizipation zuzulassen und zu sagen, was brauchen wir hier eigentlich an
Speaker: an Strukturen und natürlich auch, wie du sagst, die Leistungsträger müssen da irgendwie mit eingebunden werden, ist es bei dem zweiten Punkt, bei der zweiten Folge, diese Lebensräume statt Destinationen eher so die Frage, wie kann man denn tatsächlich auch dazu beitragen, diesen Lebensraum zu verbessern?
Speaker: Also natürlich auch ganz klar bei Destinationen, die von Overtourism geprägt sind und an Lebensqualität verloren haben, ist natürlich auch dieses Ziel, wie können wir hier als Tourismusbranche tatsächlich dazu beitragen, einen Lebensraum zu verbessern,
Speaker: und Lebensqualität zu verbessern, es wieder lebenswerter zu machen.
Speaker: Und das finde ich tatsächlich irgendwie auch einen ganz relevanten Punkt.
Speaker: Also das heißt, dass es nicht nur Angebote für diese Gäste sind, für Menschen, die kurzfristig da sind oder vielleicht auch mal irgendwie zwei Wochen, drei Wochen oder irgendwie auch temporär dort als digitale Normand nehmen, sondern tatsächlich für alle das gedacht wird.
Speaker: Und das ist ja auch, glaube ich, schon auch so immer wieder so ganz stark auch dein Schwerpunkt in den letzten Jahren gewesen in der beratenden Tätigkeit, tatsächlich auch dann wirklich die Destination auch längerfristig bei solchen Prozessen zu begleiten.
Speaker: Absolut.
Speaker: Da steckt auch ganz stark das Thema Qualität statt Quantität drin.
Speaker: Das durchzieht sich letztendlich bei ganz vielen Themen, die wir gerade besprechen.
Speaker: Auch beim Nachhaltigkeitsthema haben wir das eigentlich auch als sehr elementaren Punkt.
Speaker: Und auch bei dem Thema der Regenerativität, das werden wir gleich noch ansprechen, später.
Speaker: Aber genau das Thema,
Speaker: geht eigentlich einher mit diesem ersten Punkt oder ist letztendlich könnte, sage ich mal, eine Lösung sein für den ersten Punkt, wenn man diese Perspektive, wie schon angesprochen, tatsächlich auch einnimmt des Lebensraums und da auch tatsächlich eine Strategie, eine Struktur, Kooperationen entwickelt, um das abzubilden.
Speaker: Und das muss, das hatten wir auch angesprochen, speziell in der letzten Folge.
Speaker: Das ist natürlich auch so ein Punkt,
Speaker: der gegeben sein muss.
Speaker: Und da muss man ganz ehrlich sein, dass das viele, also in vielen Lebensräumen, die Strukturen, also wir haben auch die kommunale Ebene angesprochen, die Tourismusorganisation angesprochen, Vertreter von verschiedenen Ämtern, auch der Mobilitätssektor, da kommt ja ganz vieles zusammen.
Speaker: Und wir sehen natürlich, dass diese Strukturen
Speaker: bedingt auch auf diese neuen Ansprüche oder Anforderungen geeignet sind.
Speaker: Und da liegt natürlich auch viel Arbeit noch drin, dahingehend auch teilweise auch neue Strukturen zu schaffen, neue Räume in diesen Räumen zu schaffen, wo tatsächlich auch diese Perspektive stattfindet.
Speaker: Und da spielt natürlich, wie gesagt, dieses Thema Qualität eine ganz große Rolle, weil ich glaube, und das wurde jetzt auch kürzlich erst sehr deutlich, als man ja auch die sozusagen neues Kennzahlen-Set veröffentlicht hat für die Messung von Erfolg in Destinationen.
Speaker: Und da sind wir ja weit über den Punkt jetzt dann doch hinaus zu sagen, es zählt nur, wie viele kommen.
Speaker: Und das ist unsere Erfolgsmessung.
Speaker: Und da sehen wir schon, da ist eine Entwicklung drin.
Speaker: Aber diese neuen Kennzahlen und diese Qualität braucht auch eine Art Wertung.
Speaker: Und da sind wir, glaube ich, noch nicht so ganz so weit.
Speaker: Und wir müssen schon, glaube ich, auch aufpassen, das ist mir zumindest in der Arbeit doch an der einen oder anderen Stelle begegnet, dass dieses Lebensraum oder dieser Lebensraumbegriff auch kein Buzzword wird.
Speaker: Ja.
Speaker: Normalerweise sowieso schon in einer Tradition steht, die man durchaus auch immer wieder relativieren muss, dass man sagt, okay, man versteht diesen Begriff durchaus in dieser Branche ganz anders als wenn man das wäre.
Speaker: Das finde ich auch sehr wichtig.
Speaker: Total wichtig.
Speaker: Aber man versteht ihn auch wirklich, weil wir haben auch wieder, wie das manchmal leider immer so ist, mit solchen Begriffen, Begrifflichkeiten, Entwicklung, haben wir es dann überall drüber stehen oder sehr viel.
Speaker: Und wenn man sich dann die Konzepte, Strategien, die Ausführungen dazu anschaut, dann merkt man doch, ja, da sind Ansätze drin, Potenzial.
Speaker: Aber wir sind tatsächlich noch in den alten Entscheidungslogiken.
Speaker: Und das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt, weil sobald man andere Möglichkeiten eröffnet, Entscheidungen zu treffen und auch die anders, also sowohl wer entscheidet, dann wie schnell wird entschieden, wann wird entschieden, also es sind ganz viele Punkte,
Speaker: kann sich ganz viel drehen in so einem Raum.
Speaker: Und das betrifft ganz viele verschiedene Punkte oder Thematiken, die in so einem Raum stattfinden und diskussionswürdig, aushandlungswürdig sind.
Speaker: Und das ist, glaube ich, ein Punkt, da dürfen wir noch ein bisschen weiterdenken.
Speaker: Und vor allem dann auch mit den AkteurInnen zusammenarbeiten und überhaupt erstmal Wege finden.
Speaker: Selbst wenn dieses Bewusstsein da ist, bedeutet es ja noch nicht, dass es dann tatsächlich auch so leicht sich umsetzt.
Speaker: Wenn eine Strategie gut durchdacht ist, braucht es ja oftmals dann eben auch die PartnerInnen vor Ort, die dann eben auch da mitziehen und diese Erlaubnis auch teilweise dann eben den DMOs geben, da eben auch aktiv zu werden oder diese Kooperationspartnerin.
Speaker: PartnerInnen zu finden.
Speaker: Das ist ja auch sicherlich noch ein Thema, was uns im nächsten Jahr und auch im übernächsten Jahr noch beschäftigen wird.
Speaker: Definitiv.
Speaker: Auch ein Thema, was uns eigentlich immer während beschäftigt, sind Krisen.
Speaker: Das hatten wir auch in einer Podcast-Folge.
Speaker: Ich muss mal kurz lunschen.
Speaker: Es war die 40.
Speaker: Ich habe es nämlich aufgeschrieben.
Speaker: Es war die Nummer 40 und
Speaker: Ja, da haben wir darüber gesprochen, wie Krisen sozusagen Reisetrends verändern oder per se das Reisen natürlich verändern.
Speaker: Und letztendlich, glaube ich, so ein bisschen natürlich auch unsere Perspektive auf den Tourismus selbst.
Speaker: Und da ging es um Kulkation zum Beispiel.
Speaker: Kannst du ja gleich mal erläutern, was wir darunter zu verstehen haben.
Speaker: Aber natürlich auch um politische Krisen, die wir nun...
Speaker: augenscheinlich auf der Welt doch immer wieder haben und genau was das letztendlich mit dem Reisen macht.
Speaker: Ich mag auch hier nochmal wieder gerne ein Zitat aus der Folge bringen.
Speaker: Ich denke, dass wir festhalten können, dass die drei Krisen, die wir angesprochen haben, also die Klimakrise, eine wirtschaftliche Krise, eine politische Krise, dass sie einfach die touristische Landkarte verändern.
Speaker: Ich glaube, das ist es tatsächlich, was man so als Quintessenz daraus ziehen kann.
Speaker: Es wird einfach, die Krisen haben einfach einen direkten Einfluss auf den Tourismus.
Speaker: Und manche merkt man sehr schnell, also wir erinnern uns noch mal vor,
Speaker: sechs Jahren begann ungefähr gerade so die Pandemie, die hat irgendwie schlagartig die touristische Landkarte verändert, aber ganz klar eben auch das, was du eben angesprochen hast.
Speaker: Politische Krisen, also geopolitische Konflikte sind einfach tatsächlich, sind entscheidend für die Destinationen, wo Menschen eben hinfahren, wie sie dorthin fahren, warum sie dorthin fahren, also
Speaker: Es verändert ganz klar die Ziele und aber eben tatsächlich auch nochmal die wirtschaftliche Krise.
Speaker: Kann ich es mir überhaupt noch leisten zu verreisen?
Speaker: Wohin kann ich es mir leisten zu verreisen?
Speaker: Und aber tatsächlich auch, und das finde ich sicherlich auch nochmal das, was, also ich sage jetzt mal, wirtschaftliche Krisen und auch politische Krisen sind eher etwas, was sich schneller, sage ich mal, einfangen lässt.
Speaker: Aber die Klimakrise ist natürlich etwas, was uns gerade auch nochmal durch diese Unüberhersehbarkeit, wir wissen darum, aber nicht so richtig darauf reagieren, weil es einfach unglaublich viele Eventualitäten gibt.
Speaker: Was, wie, wo und überhaupt.
Speaker: Und man kann so ein bisschen eben auch Modelle erstellen und die gibt es ja auch von der Wissenschaft.
Speaker: Und mit diesen Modellen kann man dann natürlich auch erst mal arbeiten.
Speaker: Und das bedeutet aber natürlich in erster Linie, dass wir einfach viele Orte haben, die schon jetzt, und das merken wir einfach,
Speaker: von der Klimaerwärmung betroffen sind, dass die Reiseziele, die früher im Sommer vielleicht sehr attraktiv waren, jetzt ein Stück weit nicht mehr von der Attraktivität aufgrund von Waldbränden, aufgrund von Hitze.
Speaker: Demografischer Wandel ist natürlich nochmal ein Extrafaktor, der dazu führt, dass die Menschen vielleicht nicht mehr in so unglaublich warme Gebiete reisen wollen.
Speaker: Es folgt daraus, und das hattest du gerade gesagt, dass sich tatsächlich dann natürlich auch Reiseziele verändern und diese Destinationen sich auf der einen Seite daran anpassen müssen.
Speaker: Also es ist die Frage, wie kann ich tatsächlich mich auf die Zukunft vorbereiten, wenn ich davon ausgehen kann, dass vielleicht mehr Menschen in Zukunft mich besuchen werden.
Speaker: Das ist ganz wichtig.
Speaker: Auch nochmal hier an diesen Gedanken der Tourismusakzeptanz und der Aushandlungsbasis das mit reingebracht.
Speaker: Aber vor allem eben auch, und das ist so, dass einfach so diese direkten Trends, sage ich jetzt mal, wie Coolcation.
Speaker: Also Coolcation, ganz klar, ist ein Kofferwort von cool wie kühl und Vacation, Cation, also Coolcation, ich mache Urlaub an einem Ort, der einfach nicht mehr funktioniert.
Speaker: der kühler ist als das, was ich vielleicht im Hochsommer am Mittelmeer oder an anderen üblichen Sommerdestinationen habe.
Speaker: Und das sind natürlich dann gerade die nördlichen Länder.
Speaker: Oder natürlich auch, was man sagen kann, ist, dass einfach die Saison sich verändert, dass Menschen halt zu anderen Zeiten irgendwo hinfahren.
Speaker: Also wir merken einfach, dass die Reiseziele sich verändern, dass sie sich anhand von Jahreszeiten verändern, anhand auch von Destinationen.
Speaker: Und es bedeutet einfach, dass sich die Räume, die Destinationen und auch die Angebote entsprechend ändern müssen und aber darauf eben auch vorbereiten müssen.
Speaker: Und da hatte ich letztens einfach einen ganz spannenden, kurzen Dialog mit jemandem eben von Nordseetourismus, der eben auch meinte, ja, was passiert eigentlich mit zum Beispiel der Nordsee, wenn das eine Location-Docation wird?
Speaker: Wie sind wir überhaupt darauf vorbereitet?
Speaker: Wollen wir das überhaupt?
Speaker: Also das sind auch große Fragen, die sich die Tourismusbranche derzeit stellt und wo ich aber auch merke, da ist häufig noch nicht so ein richtiges
Speaker: Zum einen fehlen natürlich die Daten, also auch dieses ganze Phänomen, die kann man immer nur so anhand von Signalen sehen, aber man kann schon relativ, also wenn sich nicht die Destinationen im Süden großartig anpassen, auch da gibt es ja Stellschrauben mit Mikroklima, was auch immer und auch gewisse Präventionsmaßnahmen zu treffen, ist das natürlich, ist das, denke ich, eine.
Speaker: Wir haben zumindest eine lineare Schlussfolgerung, die wir daraus ziehen können, dass Orte, die eher nicht so von dieser Hitze betroffen sind, an Attraktivität gewinnen werden.
Speaker: Und diese müssen sich entsprechend dann eben auch zumindest in einem Szenario darauf einstellen.
Speaker: Was ich hier auch noch einen spannenden Gedanken finde, der mir so gekommen ist, dass Tourismus in dem Kontext, ich weiß nicht, wie du das siehst, aber wird ja zunehmend auch so ein bisschen ein Spiegel dieser gesellschaftlichen Unsicherheiten.
Speaker: Also ich sage mal, wir haben ja lange Jahre, Jahrzehnte auch den Tourismus so als eigentlich als Gegenpol betrachtet.
Speaker: Also man reist in die Sonne, man ist entspannt, hat eine tolle Zeit.
Speaker: Es fehlt einem an nichts und man kann einfach mal loslassen und alles ist toll und die schöne heile Welt, sage ich mal.
Speaker: Und ich glaube tatsächlich, und das ist, glaube ich, auch etwas, was generell jetzt zu beobachten ist, auch auf die Branche zunehmend stark wirkt und das auch in diesen ganzen Themen, die wir heute schon angesprochen haben, noch weiter besprechen würden.
Speaker: Also die sind ja alles so, also glaube ich, auch Auswirkungen von diesen Unsicherheiten, von diesen Krisen, die da stattfinden.
Speaker: Und ich glaube, das ist etwas, was den Tourismus,
Speaker: schon verändert hat und noch weiter verändern wird, genereller Art.
Speaker: Also ich glaube, ich weiß nicht, wie es dir geht, ja, natürlich wird man im Urlaub und deshalb macht man ja auch Urlaub und deshalb ist die Sehnsucht ja auch so groß und deshalb bezahlen die Leute, zumindest in Deutschland auf jeden Fall, immer noch sehr viel Geld für diese eine, sagen wir mal, eine große Reise.
Speaker: Da hat man immer noch dieses Empfinden der
Speaker: Sorglosigkeit mehr oder weniger.
Speaker: Und das möchte man ja auch haben.
Speaker: Vielleicht erkauft man sich das auch so ein bisschen damit.
Speaker: Aber ich glaube tatsächlich, dass diese angesprochenen Krisen und Veränderungen, die immer stärker generell auf uns wirken und natürlich dann auch auf die Branche, dass die immer mehr dazu führen, dass der Tourismus dahingehend mehr Antworten geben muss.
Speaker: Ja, im Sinne auch, wie trägt er zu Lösungen bei und wie er also eine Verantwortung auch dann äußert.
Speaker: Und dass man da einen größeren Gegenpol hat, also in diesen beiden Positionen.
Speaker: Und ich glaube, das wird noch spannend zu beobachten sein, wie sich die Jahre entwickelt.
Speaker: Ich denke, wir kommen...
Speaker: nicht mehr daran zurück, wo Tourismus generell als toll, Kulturverständigung, super, gute Zeit, Sonne, Sand, so Klusigkeit.
Speaker: Ich glaube, das ist tatsächlich vorbei.
Speaker: Und das bedingt, wie gesagt, und das merkt die Branche ja auch zunehmend, dass man mehr und mehr auf einer beantwortenden Seite ins Handeln kommen muss.
Speaker: Ja.
Speaker: Fragestellungen, die da eigentlich drin stecken.
Speaker: Ja, da steckt natürlich auch ein ganz großes Bedürfnis nach Sicherheit dahinter.
Speaker: Also dieses, was du auch sagtest, der Auslöser ist eigentlich eine zunehmende Unsicherheit.
Speaker: Wir haben diese Krisen, die nicht nur sozusagen das verändern, wie Menschen wohin reisen, weil einfach die Bedingungen sich vor Ort verändern, sondern tatsächlich auch so ein generelles Bedürfnis nach Sicherheit da ist.
Speaker: Und das ist tatsächlich dann eben auch eine Aufgabe oder nicht die Aufgabe, es sollte eine Aufgabe sein von denjenigen, die halt tatsächlich auch
Speaker: Raum dann wieder gestalten.
Speaker: Also endlich dreht sich dann auch das wieder ein Stück weit über Raum und über Verantwortung des Raums.
Speaker: Und da ist man tatsächlich auch so diese geteilte Verantwortung einfach etwas, was übernommen werden muss.
Speaker: Es ist nicht auf Seiten der KonsumentInnen und auch nicht auf Seiten nur der Politik und nicht nur auf Seiten nur der Unternehmen, sondern es braucht tatsächlich diese geteilte Verantwortung da auf einen Bereich.
Speaker: Gerade auch eben in Gedanken von einer ganzheitlichen Nachhaltigkeit.
Speaker: wenn wir tatsächlich mit allen drei Säulen eben auch arbeiten.
Speaker: Da sind wir schon beim nächsten Punkt, würde ich sagen.
Speaker: Sehr schön, die Überleitung.
Speaker: Nachhaltigkeit ist Standard.
Speaker: Regeneratives Denken entscheidet, ob wir wirklich dann eben auch zukunftsfähig werden.
Speaker: Und beim regenerativen Denken hast du ja auch in diesem Jahr, glaube ich, auch relativ viel zu geforscht.
Speaker: Genau, ich durfte tatsächlich jetzt auch das Kapitelfinal abgeben für ein Buch, was nächstes Jahr rauskommt.
Speaker: Da bin ich schon ganz gespannt.
Speaker: Da durfte ich mit einer Studentin und Co-Mitautorin das Thema so ein bisschen einleiten und auch so ein bisschen eruieren, woran es noch krankt, also warum tatsächlich
Speaker: die ja noch nicht, ich sage mal so, im Sinne dieser vollständigen Perspektive zu regenerativen Systemen sind.
Speaker: Und was auch so der Übergang ist von Nachhaltigkeit zu regenerativen Denken,
Speaker: und wie das gut funktionieren kann und was es letztendlich auch in der Praxis heißt.
Speaker: Das haben wir da so beleuchtet.
Speaker: Und ja, ich bin da, das hatten wir auch in der Folge angesprochen, das war, by the way, Folge 38.
Speaker: Ich habe es mir hier notiert auf meinem Spickzettel, dass das natürlich auch,
Speaker: Also, dass man vorsichtig sein sollte.
Speaker: Ja, und das bin ich halt immer.
Speaker: Also, so wie wir, wir haben ja so ein bisschen drüber gesprochen, auch das Thema Nachhaltigkeit hatten wir mehrmals in unseren Folgen.
Speaker: Und da haben wir schon auch so ein bisschen beleuchtet, warum sind wir da tatsächlich auch
Speaker: mehrheitlich noch nicht so weit, wie wir vielleicht sein könnten.
Speaker: Oder warum haben wir tatsächlich auch so ein bisschen eine Abkehr von dem Begriff oder auch so ein bisschen eine Abkehr von dem Thema oder so eine Müdigkeit bei dem Thema.
Speaker: Und daher bin ich jetzt auch ein bisschen immer vorsichtig, auch mit diesem regenerativen Begriff so um mich zu schmeißen und jetzt zu sagen, okay, die Nachhaltigkeit war gestern und jetzt ist alles regenerativ.
Speaker: Also da sollten wir mal vorsichtig sein, das schon mal vorne weg.
Speaker: Aber dennoch, denke ich, liegt da sehr viel Wertvolles drin in dem Ansatz, in der Denkweise.
Speaker: Und ganz viele Dinge, die in der Nachhaltigkeit jetzt schon aufgebaut wurden, also das sehe ich, weiß ich aus Projekten, aus dem Austausch in der Branche, aus Austausch mit Unternehmen, sind ein wunderbares Fundament, ja,
Speaker: um in eine regenerative Zukunft zu denken und diese Dinge weiter auszubauen, weiter zu entwickeln und für sich, für seine jeweilige Organisation, für sein jeweiliges Unternehmen auch sinnvoll zu implementieren.
Speaker: Also auch das ist so ein wichtiger Aspekt, glaube ich, grundsätzlich bei dem Thema Nachhaltigkeit und auch bei dem Thema regenerativ, tiefes Systemdenken.
Speaker: Das ist keine Blaupause, das war es nie.
Speaker: Auch wenn man das vielleicht einmal gerne so verstanden hat, gerade beim Nachhaltigkeitsthema, mit den drei Säulen oder dann auch vier Säulen, je nachdem, wie breit man da denken wollte, kam es mir dann manchmal so vor, gerade auch mit den SDGs, so gut sie sind, dass es dann immer so, weißt du, wie so eine Blaupause war, die man sich so ein bisschen aufgesetzt hat und dann hat man die so durchgecheckt, ein bisschen überspitzt formuliert.
Speaker: Und das ist es ja nie.
Speaker: Also Nachhaltigkeit und auch regeneratives Denken und ein Ansatz ist etwas, was sich in das bestehende System integrieren muss.
Speaker: Also das bestehende System einer Organisation, das bestehende System einer Destination oder das bestehende System einer Organisation.
Speaker: eines Unternehmens und dann kann es Früchte tragen.
Speaker: Und bei dem Regenerativen ist der Grundtenor nicht nur nicht Schaden, sondern auch Neues schaffen, also im positiven Sinne.
Speaker: Das ist ja so, dass das jetzt mal ganz einfach dahinter steht.
Speaker: Ja.
Speaker: was immer natürlich nicht einfach ist, wie das immer so ist, und bewusst auch tatsächlich Dinge nicht mehr tun.
Speaker: Das ist auch so ein, glaube ich, ein wichtiger Punkt in dem Kontext.
Speaker: Und dennoch, nochmal an der Stelle gesagt, ist es, glaube ich, eine gute Erweiterung der Nachhaltigkeit, ein gutes Weiterdenken, wenn man denn auch
Speaker: nicht da schon auch, ich sag mal, in die tatsächliche nachhaltige Denke begeben hat, im Sinne von, das ist tatsächlich auch die Grundlage unseres Geschäftsmodells, unseres Tun, dann ist das ein Ansatz, der noch mehr Raum schafft und noch mehr Möglichkeiten schafft, tatsächlich auch zusätzlich Positives Neues zu schaffen und zu hinterlassen.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Ja, ich finde immer ganz schön, wenn man da so ein bisschen eben dann auch mit diesem Handabdruck arbeitet.
Speaker: Nicht nur was verhindere ich an Schäden, sondern was verbessere ich eben auch.
Speaker: Und ich finde noch ein Zitat eben auch aus der Folge.
Speaker: Es geht vom Add-on zum systemischen Denken über.
Speaker: Und was braucht es dafür?
Speaker: Tatsächlich einfach den Mut eben auch zu handeln.
Speaker: Und ich glaube, das ist es tatsächlich.
Speaker: Und da finde ich es fast ein wenig nicht egal.
Speaker: Aber ich glaube, ich brauche einfach ein System.
Speaker: ein Modell oder ich brauche eine Vorlage wie SDGs, wie das Viersäulen, Drei Säulen der Nachhaltigkeit oder eben auch den Ansatz des regenerativen Denkens, um tatsächlich eben auch ins Handeln zu kommen und das dann eben auch adaptiv umzusetzen oder beziehungsweise flexibel umzusetzen auf das, was es eben gerade auch innerhalb dieses Systems braucht.
Speaker: Also das hattest du ja eben auch nochmal gesagt, es ist tatsächlich nichts, was irgendwie nur übergestülpt wird, sondern es muss aus diesen bestehenden
Speaker: aus dem bestehenden System, aus dem bestehenden Denken und vielleicht auch aus einer bestehenden Strategie heraus weiterentwickelt werden und eben ergänzt werden, sinnvoll ergänzt werden mit eben dieser Logik.
Speaker: Und daher denke ich auch, das ist eine, man sollte es nicht, wie du auch sagtest, ein Was-Wort draus machen oder es, ja,
Speaker: zu häufig sozusagen eben verwenden, um eben auch damit zu verhindern, dass es tatsächlich eben diese Wirkung verliert, die vielleicht tatsächlich auch, das ist zumindest meine Wahrnehmung, ein Stück weit dieser Begriff der Nachhaltigkeit verloren hat.
Speaker: Also etwas sehr inflationär Verwendetes für alles und da
Speaker: Arbeiten wir ja auch schon seit Jahren mit diesem Begriff von Greenwashing.
Speaker: Also das ist ja heutzutage immer noch gang und gäbe, beziehungsweise es wird nicht richtig kommuniziert, was tatsächlich in irgendeiner Weise wirklich eine Auswirkung hat und was nicht.
Speaker: Also dass man sehr transparent ist mit positiven wie negativen Aspekten.
Speaker: Absolut.
Speaker: Und ich glaube, das ist wieder, was wir vorhin schon so ein bisschen hatten, auch mitgebracht.
Speaker: wirklich eine andere Perspektive einzunehmen.
Speaker: Also von dieser Ebene von, was ist so Projektdenken, wirklich in eine Art Veränderungslogiken zu kommen.
Speaker: Also was sind tatsächlich Dinge, die Veränderungen anstoßen, Veränderungen bewirken?
Speaker: Und da liegt, glaube ich, wirklich ein großer Unterschied drin.
Speaker: Also man kann auch Nachhaltigkeit auf einer Projektebene denken oder auf einer bestehenden Ebene denken und
Speaker: Da ist erstmal gar nichts Falsches dabei, um Gottes Willen.
Speaker: Gut und richtig und ein super Anfang.
Speaker: Oder man kann es tatsächlich in der Veränderungslogik denken.
Speaker: Und ich glaube, das ist gleich nochmal ein guter Aspekt hier.
Speaker: Wenn man diese Veränderungslogik einnimmt und diese Veränderungsperspektive, da kommt man eher in ein regeneratives Ding.
Speaker: Das ist jetzt wieder eigentlich so ein schöner Übergang zu unserem fünften Punkt.
Speaker: Wir haben auch darüber gesprochen, wie unsere Zukunfts-Narrative tatsächlich unsere Zukunft eben auch prägen und wie tatsächlich diese vielleicht eher negativen Geschichten uns in allen
Speaker: Verweigerungshaltung, in eine Lähmung, in eine Angst versetzen.
Speaker: Und da eben auch dann eben die Frage der Perspektive, wie kann ich das eigentlich tatsächlich hinterfragen und überhaupt irgendwie erstmal zu überlegen, was erzählen wir uns eigentlich gegenseitig, tagtäglich über
Speaker: die Zukunft.
Speaker: Und das erste ist dabei dann eben auch zu sagen, okay, wir haben nicht die eine Zukunft, wir haben verschiedene Zukunfte, jetzt habe ich das schon gespoilert, genau, wir haben einfach unterschiedliche Zukunfte, die sich ergeben können und wir haben gewisse Dinge, die können wir besser prognostizieren als andere und tatsächlich ist aber Zukunft immer etwas, was hier und jetzt entsteht und da geht es dann tatsächlich auch immer um die Frage der Perspektive und auch um die Wertung.
Speaker: Also
Speaker: dass Sachen wie die Zukunft ist nachhaltig, kann unglaublich verschieden ausgelegt werden, kann verschieden gewertet werden, kann verschieden betrachtet werden, ebenso aber auch Dinge wie die Zukunft ist digital oder die Demokratie ist in Gefahr und ich kann das alles auswählen.
Speaker: auch diese sehr schweren Themen, sage ich jetzt mal, die vielen Leuten Angst machen und wo ich auch immer wieder in täglichen Gesprächen erlebe, dass sie das tatsächlich beängstigt, manchmal lehnt, manchmal auch zu mehr Aktivismus führt.
Speaker: Aber das erst mal so ein Stück weit, sich selbst zu fragen, ja, wie...
Speaker: Was ist es überhaupt für eine Reaktion, die ich darauf gerade habe?
Speaker: Habe ich Angst?
Speaker: Lehmt es mich?
Speaker: Ist es vielleicht auch eine Wertekollision?
Speaker: Fühle ich mich davon einfach nicht angesprochen, weil ich sage, in dieser Zukunft finde ich irgendwie nicht statt.
Speaker: Und dann aber tatsächlich auch nochmal meine eigenen Überzeugungen zu hinterfragen und zu schauen, wie komme ich eigentlich auf diese Annahme, wie sicher bin ich mir auch dessen.
Speaker: Und das führt so ein bisschen eben weg auch von diesem linearen Denken und auch dann tatsächlich in diesen beiden Extremen, entweder die Zukunft ist totaler Optimismus, ja.
Speaker: Mit KI wird sich alles zum Besten und Besseren entwickeln und umgekehrt.
Speaker: KI ist die große Katastrophe und wir Menschen werden dadurch aussterben.
Speaker: Wir haben ja in allen Geschichten immer diese beiden Extreme und meistens findet die Zukunft irgendwo dazwischen statt.
Speaker: Das Wichtige ist aber tatsächlich, sich heute anzuschauen, was weiß ich darüber, wieso reagiere ich auf etwas und was sind tatsächlich vielleicht auch meine ganz kleinen Handlungsoptionen da drin.
Speaker: Und manchmal ist es tatsächlich der Vorteil, sich ein erster Schritt, sich überhaupt erst mal damit auseinanderzusetzen.
Speaker: Wie komme ich überhaupt zu dem Wissen?
Speaker: Gibt es vielleicht auch noch andere Ergebnisse dazu?
Speaker: Und ja, es gibt immer andere Ergebnisse dazu.
Speaker: Aber das tatsächlich mal irgendwie ein Crosscheck zu machen und auch faktenbasiert manche Dinge sich zu erarbeiten, kann durchaus da eben auch hilfreich sein.
Speaker: Und das, finde ich, tatsächlich ist etwas, was ich zumindest speziell in diesem Jahr auch erlebt habe.
Speaker: Immer wieder diese Fragen, auch gerade für Vortragsanfragen.
Speaker: Wir möchten den Menschen Zukunftsmut geben.
Speaker: Wir möchten den Menschen wieder irgendwie etwas Perspektive für die Zukunft geben, weil das etwas ist, was wohl sehr viele Menschen auch schon beschäftigt.
Speaker: Und da finde ich so diesen Ansatz eben sozusagen gut interessiert,
Speaker: nehme ich erst mal zurück und gucke mir das erst mal an, warum ich so reagiere, wie ich reagiere und was ist eigentlich meine eigene Geschichte dazu.
Speaker: Ja, total.
Speaker: Was ich noch ergänzen kann, also du hast jetzt vieles schon angesprochen, was ich mich erinnere, wir glaube ich auch schon mit diskutiert haben in der Folge, ist so grundsätzlich die Art und Weise, wie Zukunft mehrheitlich besprochen wird, kommuniziert wird und auch dargestellt wird.
Speaker: Und dass wir uns, glaube ich, wünschen würden, dass man dort auch sensibler, konstruktiver und weniger auch, ich sage mal so mit den bekannten Keulen und Buzzwords da um sich schmeißt, weil man muss ja immer bedenken, also
Speaker: Wer oder wenn oder wer über Zukunft kommuniziert, der prägt ja auch, wer sich davon überhaupt angesprochen fühlt.
Speaker: Und das ist so etwas, was mich immer sehr umtreibt, wenn ich einfach so die diversen, ja,
Speaker: Kanäle scanne und mir mal so anschaue, was da so tagtäglich auch im Kontext von Zukunft besprochen, diskutiert wird, wie Themen auch dargestellt werden.
Speaker: Und wir wissen alle um die Thematik der Algorithmen und wir wissen alle, was sozusagen leider Gottes am besten auch online funktioniert, in der Medienlandschaft am besten funktioniert, aber
Speaker: Aber das ist, glaube ich, ein großer, großer Klotz, den wir da am Bein haben, wenn wir über Zukunftsnarrative sprechen, wenn wir über Zukunft überhaupt sprechen.
Speaker: Und ich sehe das tagtäglich, wie man keine guten Möglichkeitsräume schafft in diesen Narrativen, die da dargestellt werden.
Speaker: sondern eigentlich eher vielleicht Unmacht oder Handlungsunfähigkeit.
Speaker: Aber genau das ist ja unser Anliegen, diese Möglichkeitsräume zu eröffnen.
Speaker: Da geht es auch gar nicht um Lösungen.
Speaker: Auch das ist immer so ein Anspruch, der da drin steckt.
Speaker: Ja, jetzt kommt mal schnell eine Lösung her, bitte um die Ecke, weil es muss ja auch taktisch werden.
Speaker: Ja.
Speaker: Und das ist etwas, was mich schon darum treibt und weil es ja auch um unsere Arbeit betrifft und auch diesen Podcast betrifft.
Speaker: Wir versuchen hier immer über diese Räume zu sprechen oder in diesen Räumen zu sprechen.
Speaker: Ja, weil es gibt heutzutage einfach keine einfachen Lösungen.
Speaker: Punkt.
Speaker: Die hat es eigentlich nie gegeben.
Speaker: Und das müssen wir einfach versuchen wieder zu etablieren, dass wir Möglichkeitsräume haben, in denen wir tatsächlich auch unterschiedlicher Meinung sein dürfen.
Speaker: Aber dennoch sind es Möglichkeiten, die uns unterschiedlich Perspektiven, Potenziale bieten und die sollten wir nutzen.
Speaker: Genau, und diese Möglichkeiten sind eben diese verschiedenen Zukunftsräume, die Zukunft.
Speaker: Und wie du sagst, ich finde es ganz wichtig, eben auch da mit unterschiedlichen Perspektiven reinzugehen und manchmal auch festzustellen, wir haben eigentlich vielleicht eine ganz unterschiedliche Perspektive auf die Zukunft, was wir gerne als lebenswerte Zukunft eben auch hätten.
Speaker: Und das eben dann auch zu erlauben, zu diskutieren und sich selbst eben auch ein Stück weit manchmal nochmal zu hinterfragen.
Speaker: Und das ist tatsächlich etwas, was uns fehlt.
Speaker: Also diesen Raum für die Möglichkeitsräume auch erstmal zu geben oder zu nehmen, zu erlauben.
Speaker: Definitiv.
Speaker: Das ist eine super Überleitung auch zum nächsten Punkt.
Speaker: Das ist nämlich auch ein Thema, was sehr unterschiedlich durchaus betrachtet wird.
Speaker: Es geht nämlich um KI.
Speaker: Und wir haben es mal so hier als Impuls mitgenommen.
Speaker: KI ist nicht das Problem.
Speaker: Unser Umgang damit ist es, haben wir es genannt.
Speaker: Und wir hatten tatsächlich diverse Folgen zum Thema KI, auch schon im letzten Jahr.
Speaker: Und unsere letzte Folge, ich schaue mal hier auf meinem schlauen Zettel,
Speaker: war die mit dem Alex Mürschel und das war die Folge 41.
Speaker: Und da haben wir explizit auf das Thema KI im Tourismus geblickt und haben so gefragt mal, wo stehen wir denn da jetzt eigentlich?
Speaker: Und ich fand das eine sehr spannende Folge, weil ich glaube, wir sind auch sehr gut ins Detail gekommen.
Speaker: Tatsächlich kann man ja KI grundsätzlich
Speaker: sehr breit auch diskutieren, aber die Frage ist ja am Ende des Tages, wie wird es tatsächlich genutzt, was sind die Folgen davon, was vielleicht auch nicht, die man sich erhofft hat, wie gehen die Unternehmen damit um, wie nutzen die Leute KI schon in ihrem Alltag, all diese Dinge haben wir da besprochen und ja, ich glaube, wir sind schon auch zu diesem Thema, vor allen Dingen das Change Management auch mitgekommen.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Das heißt, gerade KI ist halt irgendwie, wie du sagst, ist die Frage, wie wir es nutzen.
Speaker: Und KI beschäftigt uns ja vor allem auch nicht nur im privaten Bereich oder im politischen Bereich, sondern eben auch im politisch-ethischen Bereich, sondern eben auch im Bereich der Arbeitswelt.
Speaker: Und es ist da tatsächlich eine große Frage, wie KI die Arbeitswelt verändert.
Speaker: Dass sie sie verändert, ist keine Frage.
Speaker: Aber wie und dann tatsächlich auch,
Speaker: wie das in Unternehmen und Organisationen auch geleitet wird oder mit auch anhand einer Strategie vorbereitet wird.
Speaker: Und ich glaube, das ist so das, was ganz zentral ist, dass aus meiner Perspektive, es ist ein ganz elementarer Bestandteil von dem Gedanken von New Work im größeren Sinne.
Speaker: Und wir brauchen hier einfach tatsächlich in den Unternehmen, in den Organisationen eine ganz klare KI-Strategie, wo man eben sagt, okay,
Speaker: Wir können auch noch nicht genau wissen, was Ende 2026 für neue Tools, für neue Entwicklungen auf dem Markt sind, aber wir wissen, dass das weiter sich entwickeln wird und wir müssen darauf vorbereitet sein.
Speaker: Wir müssen in irgendeiner Weise eine eigene Ethik dafür finden, gerade wie wir mit Daten umgehen.
Speaker: Das Thema Datenmanagement ist ein ganz, ganz wesentliches geworden und eben nicht nur die Frage, wie wir mit Daten umgehen, sondern tatsächlich auch, wie wir sie kuratieren und wie wir sie nutzen.
Speaker: Das verändert auch die Zusammenarbeit innerhalb von Unternehmen und Organisationen.
Speaker: Und insofern, das ist ja auch schon mittlerweile fast ein bisschen inflationär verwendet, das ist keine Frage des Ob, sondern eine Frage des Wie.
Speaker: Und dafür braucht es einfach ganz klar mehr denn je eine Kompetenz.
Speaker: Technologiekompetenz, es braucht mehr denn je digitale Ethikverständnis und AI-Essex in allen Bereichen.
Speaker: Und auch diese Bereitschaft, da sich reinzusetzen und reinzusetzen und auch mal reinzugucken.
Speaker: Das auch, auf jeden Fall.
Speaker: Ich habe mir nochmal so ein bisschen aufgeschrieben und mitgenommen, dass gerade auch so im Herangehen an das Thema, da kommt man ja schnell eher auch
Speaker: über Tools und Möglichkeiten und dass wir doch feststellen dürfen, auch in der Praxis, dass es am Ende des Tages, wie du jetzt auch schon angedeutet hast, natürlich nicht die elementaren Fragen beantwortet.
Speaker: Also die Modelle sind letztlich die Ausführenden am Ende oder die Unterstützer.
Speaker: Und daher habe ich mir auch so mitgenommen, auch aus diesem Podcast, dass nicht jede Organisation braucht irgendwie jedes Tool, aber es braucht eine Haltung zu dem Thema.
Speaker: Und das ist ja das, was du auch angesprochen hast mit Ethics oder Ethik, KI-Ethik und letztendlich auch mit einer generellen Integrierung dieses Themas in das eigene Geschäftsmodell und letztendlich aber auch generell eine Haltung zu dem Thema,
Speaker: weil es ist etwas, was viele Ebenen, glaube ich, dann auch außerhalb des Unternehmens durchdringt.
Speaker: Also tatsächlich ist ja jetzt schon fast so und wenn wir das jetzt mal weiterdenken von der Entwicklung, haben wir irgendwann überall KI.
Speaker: Teilweise werden wir es gar nicht merken.
Speaker: Und insofern ist das auch so, glaube ich, ein generelles Haltungsthema bei dem Thema, wenn man sich da auch
Speaker: als Unternehmen sowohl nach innen als auch nach außen im Hinblick auf das Thema positionieren will und auch vielleicht sollte.
Speaker: Und ich glaube, dass auch diese Schlagzeilen, die man dann immer wieder hört, KI verdrängt, vor allen Dingen Jobs und
Speaker: Arbeitsplätze und diese ganze Thematik, das hatten wir auch mit angesprochen, ist glaube ich etwas, das sollten wir so ein bisschen auch von der Perspektive versuchen anders zu betrachten in den nächsten Jahren.
Speaker: Weil ich glaube, diese Verdrängung entsteht nicht durch KI, sondern durch KI entsteht eine, also die entsteht durch eine Nicht-Auseinandersetzung-Suchen.
Speaker: Ja, ein Prozess, der nicht begleitet wird.
Speaker: Also dass KI manche Jobs obsolet machen wird, ich glaube darüber, das müssen wir uns keine Illusion machen, aber es wird sozusagen nicht weniger Arbeit deswegen werden, es wird andere Arbeit werden.
Speaker: Und da gilt es natürlich, irgendwie diesen Prozess zu begleiten.
Speaker: Und das haben wir ja in den letzten digitalen Revolutionen, Evolutionen auch schon erwähnt.
Speaker: mitbekommen, dass es nicht immer sozusagen rechtzeitig geschafft wurde.
Speaker: Also tatsächlich gilt es hier dann wirklich eben auch jetzt tatsächlich da diese Stellschrauben zu drehen und das nicht nur auf einer unternehmerischen Perspektive, sondern auch auf Basis von einer politischen und Gesamtkategorie.
Speaker: wirtschaftlichen Debatte dieses Thema irgendwie anzugehen.
Speaker: Dass man einfach andere Skills für braucht und auch tatsächlich andere Jobs sich entstehen werden.
Speaker: Umweist, glaube ich, noch, das war aber im KI-Praxistag, den wir ja erst jüngst hatten, im November.
Speaker: Und das gilt auch für KI.
Speaker: Und dann gehen wir auch in das nächste Thema hier bei uns.
Speaker: Das war ja auch nochmal ganz, eigentlich ganz, ja, wie soll ich mal sagen, schon auch prägnant, dass KI verstärkt bestehende Strukturen, sowohl gute als auch schlechte Strukturen.
Speaker: Das ist ja mit der Digitalisierung eigentlich die letzten Jahre immer der Fall gewesen.
Speaker: Und da gibt es ja diesen bekannten Satz da von dem Telekom-CEO.
Speaker: Also wenn man einen schlechten, drücke ich es mal aus, Prozess digitalisiert, hat man immer noch einen schlechten Prozess.
Speaker: Und genauso ist es bei KI.
Speaker: Also wenn man sozusagen schlechte Strukturen versucht, durch die KI zu verbessern oder schneller zu machen oder was auch immer,
Speaker: bleibt es immer noch eine schlechte Struktur und ein schlechter Prozess oder was auch immer.
Speaker: Und das ist, glaube ich, etwas, was wir uns im Hinterkopf behalten sollten.
Speaker: Du darfst den nächsten Punkt...
Speaker: am Teaseln.
Speaker: Tatsächlich haben wir den schon kurz auch fast eben, oder ich habe ein bisschen gespoilert, Punkt sieben wäre, die Future Rejection ist real, also das heißt eben auch nochmal diese Zukunftsverweigerung.
Speaker: Ich habe da so ein Konzept, die zeitlose Neugier, so nenne ich es, das ist ein Konzept, was mir, habe ich so ein bisschen während der Pandemie drüber nachgedacht und entwickelt.
Speaker: Und das heißt, da geht es dann nochmal um, wie begegne ich eigentlich der
Speaker: wenn ich Zukunft verweigere, welche Haltung kann ich einnehmen?
Speaker: Und genau dann eben zu sagen, okay, wenn ich die Zukunft verweigere und mich eben ihr verschließe und jetzt, um beim Beispiel KI zu bleiben, zu sagen, ich
Speaker: Ich beschäftige mich damit einfach nicht, weil ich, keine Ahnung, denke, das geht wie Meterverse vorbei oder einfach, es betrifft mich nicht.
Speaker: Ich verstehe es nicht, es macht mir Angst.
Speaker: Warum auch immer ist es etwas, dass ich dann eben nicht nur die Zukunft verweigere, sondern immer auch das Hier und Jetzt verweigere.
Speaker: Weil wenn wir davon ausgehen, dass Zukunft etwas ist, was im Heute entsteht,
Speaker: Und ich die Zukunft verweigere, verweigere ich eigentlich auch die Auseinandersetzung mit dem aktuellen, mit dem Jetzt.
Speaker: Und da ist es tatsächlich eben so, dieses Verschließen nicht nur gegen Weiterentwicklung, sondern auch das Verschließen der Handlungsfähigkeit, die man jetzt hat.
Speaker: Mein Ansatz wäre da eben tatsächlich eben diesen Schritt zurückzutreten, zu gucken,
Speaker: Wo kann ich tatsächlich eben mit einer gewissen Wertfreiheit mich dem begegnen und auch eben diesen Eventualitäten zuzulassen, zu sagen, ich habe mögliche Zukunft, in die ich mich rein entwickeln kann.
Speaker: Ich kann mir das alles mal, ich kann zurücktreten, mein Ego so ein bisschen zurücknehmen und schauen, erst mal mir die ganzen unterschiedlichen Entwicklungen anschauen und das andere dann eben auch fragen, wie kann ich wieder ein Stück weit in Resonanz mit der Zukunft kommen oder mit den Zukunftsgeschichten kommen.
Speaker: Da eben dann auch in diese Handlung wieder reinzukommen und zu sagen, okay, mit welchen Aspekten fühle ich mich dann doch verbunden und fühle ein Stück weit Lebendigkeit.
Speaker: Man kann darüber dann eben auch diese Zukunft mitzugestalten.
Speaker: Ich würde zu sagen, wir hatten ja da, wie du angesprochen hast, über Neugier gesprochen.
Speaker: Würdest du sagen, Neugier ist trainierbar?
Speaker: Also es gibt ja per se sehr neugierige Menschen, auch nicht so neugierige Menschen.
Speaker: Wie entlockt man sozusagen Neugier?
Speaker: Weil das ist ja eine ganz essentielle Zutat deines Rezeptes, um es mal so auszudrücken.
Speaker: Also ich bin kein Pädagogin und auch kein Entwicklungspädagogin, aber ich bewege mich jetzt einfach mal auf das Terrain und sage, wir hatten alle mal als Kinder diese Neugier.
Speaker: Das heißt, wir waren in irgendeiner Phase unseres Lebens, hatten wir mal diesen Entdeckergeist, diesen Neugiergeist und haben irgendwie den schwarzen Käfer uns angeschaut, als wäre er das achte Weltwunder oder das erste.
Speaker: Das heißt,
Speaker: Diese Qualität in uns vielleicht ein Stück weit zu entdecken, ist für mich essentiell.
Speaker: Da kann man aus dem Zen diesen Anfängergeist nehmen und einfach sich zu gucken, okay, ich schaue mir das jetzt tatsächlich an, als würde ich das das erste Mal sehen.
Speaker: Und das ein Stück weit zu trainieren,
Speaker: mit alltäglichen Dingen.
Speaker: Und ich denke, dann kann man das auch leicht eben für andere Bereiche übertragen und dann eben auch sich Dinge anhören, wo man vielleicht sofort erstmal zumachen würde normalerweise, weil es etwas ist, was einem komplett vielleicht gegen die eigenen Werte geht, komplett gegen das Verständnis von Zukunft oder auch vom Hier und Jetzt geht.
Speaker: Und man merkt so richtig, wie man so, oh nee, damit habe ich jetzt wirklich keinen Lust mehr.
Speaker: Und wenn man dann aber so schaut, okay, ich gucke es mir jetzt erstmal an, ich atme mal durch und gucke mir das an, wie so ein teilnehmender Beobachter oder wie jemand, der jetzt nicht sofort mit einer Emotion darauf reagieren muss, sondern erstmal das so stehen lassen kann.
Speaker: Und das ist für mich vielleicht so der Zugang dazu.
Speaker: Und ja, es gibt immer noch diese Menschen, die...
Speaker: auch glaube ich heute, oder nicht heute, also die einfach als erwachsene Menschen noch ganz, ganz viel Neugier mitbringen und auch ganz, ganz viel Offenheit, sofort Begeisterungsfähigkeit auch mitbringen.
Speaker: Und dann eher Menschen, die zurückhaltend sind und die sind genauso relevant, glaube ich, für diese Prozesse.
Speaker: Und es braucht auch diese Menschen, die sagen, oh stopp, nee.
Speaker: Aber ich glaube, was die Haltung dieser Verschlossenheit ist und die Haltung der Öffnung im Gegensatz, das ist für mich so der Unterschied, der es macht.
Speaker: Kann ich auch selbst, wenn ich das
Speaker: Wenn das gegen alle Werte, die ich intern habe, wenn das kollidiert, kann ich trotzdem erstmal da sein und es anhören und dabei bleiben mit einem Stück weit einer Offenheit.
Speaker: Also um da auch nochmal so Hartmut Rosa und die Resonanztheorie heranzuziehen, inwieweit kann ich auch mit Dingen, die eher...
Speaker: nicht normalerweise meiner Bubble entsprechen, ein Stück weit in Resonanz gehen.
Speaker: Und ich glaube, es ist möglich.
Speaker: Also wenn wir von lebendigen Verbindungen sprechen, muss man nicht immer sozusagen einer Meinung sein.
Speaker: Man kann auch unglaublich gut
Speaker: über Themen diskutieren mit jemandem, der vielleicht eine ganz andere Perspektive hat.
Speaker: Das Wichtige ist, da in dieser Verbindung zu bleiben und eben sich nicht zu verhärten und zu verschließen.
Speaker: Und das ist vielleicht einfach so ein Stück weit so eine tägliche kleine Übung und manchmal auch eine Erinnerung, wenn wir merken, wir gehen hier wieder zu, wenn wir etwas hören oder lesen.
Speaker: Wir sitzen hier unseren eigenen Vorurteilen mal wieder auf oder auch unseren eigenen Narrativen.
Speaker: Und ich denke,
Speaker: Ich denke, da ist keiner und keine von uns ausgenommen von diesen Tendenzen, bei manchen Sachen einfach zuzugehen und sich nicht zu öffnen.
Speaker: Also ich kann es zumindest von mir sagen, ich würde mich da nicht ausnehmen.
Speaker: Ja, definitiv nicht.
Speaker: Also ich glaube, das haben wir alle.
Speaker: Vielleicht manche ein bisschen mehr, andere ein bisschen weniger, aber das ist, glaube ich, auch menschlich.
Speaker: Genau, ich glaube, das ist ja auch immer so ein Stück weit unsere Arbeit, also zumindest was meine Arbeit betrifft.
Speaker: Ich finde auch nicht jede Trendentwicklung irgendwie, finde ich jetzt irgendwie dufte.
Speaker: Also da merke ich auch, manche Sachen sprechen mich da echt überhaupt nicht an.
Speaker: Ich kann sie nicht nachvollziehen.
Speaker: Trotzdem ist es etwas, was man ja erst mal ein Stück weit beobachten muss.
Speaker: Und damit geht dann für mich auch wieder so die Frage einher, wenn wir diesen Zustand und diese Haltung erst mal eingenommen haben, können wir auch darüber diskutieren, wie wir Zukunft gemeinsam gestalten wollen, wenn wir unterschiedliche Werte und unterschiedliche Perspektiven an lebenswerte Zukunft haben.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Zukunft gestalten, unterschiedliche Werte, Perspektiven, führt uns doch in unserem achten Punkt über einen sehr spannenden, wie ich finde, und das war die Folge 45, also noch gar nicht so lange her.
Speaker: Und da haben wir über die Drei-Phasen-Biografie gesprochen, beziehungsweise, dass die eigentlich vorbei ist oder sie ist mehr oder weniger vorbei und Zukunft wird in
Speaker: Übergängen gelebt.
Speaker: Also was heißt das?
Speaker: Es ging da um das Thema Ausbildung, Arbeit, Rente, also so dieses klassische Lebensmodell.
Speaker: Ja, einige haben das auch nie gehabt, aber viele haben das dennoch.
Speaker: Und da haben wir gesagt, hm,
Speaker: Das bröckelt und das bricht immer mehr auf.
Speaker: Also wir haben Übergänge, die häufiger werden.
Speaker: Also wir unterbrechen, wir haben eine Neuorientierung drin, wir setzen vielleicht auch mal eine Zeit lang komplett aus oder wir lernen dann nochmal was Neues.
Speaker: Also ganz unterschiedliche Lebenswege.
Speaker: Und wir haben so ein bisschen beleuchtet und mussten feststellen, dass unsere Systeme, also wenn man doch von oben drauf schaut, Sozialarbeitssysteme, Bildungssysteme,
Speaker: Aber auch, ich sage mal, so ein bisschen das System Unternehmen, also wie, wann steigt man wo ein, wie schnell kann man wo, wie hochklettern, was ist man dann und so weiter, dass die doch noch der Realität so ein bisschen hinterherlinken, hinken so rum, weil sie einfach diesen, diesen,
Speaker: klassischen Modell vielleicht noch entsprechen wollen, oder weil es noch auch sehr stark gelebt wird, aber das eigentlich gar nicht mehr so abbildbar ist in der Realität.
Speaker: Und was ich da auch noch einen schönen Gedanken fand, den wir angesprochen haben, also, dass natürlich einerseits auch so ein bisschen eine Sicherheit eigentlich in diesem Modell steckt.
Speaker: Also, ich habe eine Ausbildung und dann kriege ich auf jeden Fall einen Job.
Speaker: Und dann arbeite ich da lange und dann habe ich meine Rente.
Speaker: Das Thema Rente werden wir heute nicht schaffen zu besprechen.
Speaker: Das ist klar.
Speaker: Ist so nicht mehr gegeben in den nächsten Jahrzehnten.
Speaker: Aber das sei mal an dieser Stelle ein bisschen nach hinten gestellt.
Speaker: Aber das ist natürlich, da ist auch eine Sicherheit verbunden mit.
Speaker: Also man hat ja auch so eine Sicherheit damit suggeriert in den letzten Jahrzehnten und versprochen auch an die Menschen.
Speaker: Das heißt, wenn du möglichst lange gut stetig arbeitest und dich weiter hocharbeitest, dann hast du auch ein gutes Gehalt und du hast eine gute Rente oder eine gute Abfindung, was auch immer.
Speaker: Und wir sehen aber, dass diese Sicherheit heute weniger eigentlich durch diesen Status entsteht, der damit impliziert ist, sondern sie entsteht eigentlich eher durch eine Anpassungsfähigkeit.
Speaker: Also dass man auf verschiedene Lebenssituationen reagieren kann, dass man fähig ist, sich zu verändern und tatsächlich auch sagt, okay,
Speaker: Nee, also das passt jetzt, dieser Beruf passt nicht mehr zu meiner Lebenssituation.
Speaker: Ich muss mich vielleicht nochmal umschulen oder ich darf tatsächlich mal was Neues lernen, damit es auch besser für meine Zukunft mit Kind zum Beispiel passt, was auch immer dann der Grund ist.
Speaker: Und das fand ich schon ganz spannend.
Speaker: Und da haben wir darüber diskutiert, dass wir das aber noch nicht so abgebildet sehen.
Speaker: Genau.
Speaker: In der Realität.
Speaker: Auf der einen Seite haben wir eben, was du auch sagst, diese Multi-Stage-Karrieren oder diese Multigrafien, wo wir eben dieses klassische Modell eigentlich nicht mehr wirklich leben.
Speaker: Und andererseits sind die Strukturen aber eben da.
Speaker: Und da sehe ich tatsächlich eben so nicht nur bei den Gedanken oder bei den Werten, die man selber mitbringt, ans Thema Sicherheit oder was war normal, als, keine Ahnung, unsere Großeltern das irgendwie so geliebt haben,
Speaker: Sondern tatsächlich auch, und das hattest du ja auch ganz schön gesagt, wie werden die Strukturen, wie sind die Bedingungen, die uns das sozusagen erschweren, beziehungsweise vielleicht auch erleichtern könnten, eben an die Lebenssituation angepasst, ein Lebensmodell zu haben.
Speaker: Und man sieht es ja im Grunde genommen auch, wie du gerade gesagt hast, natürlich irgendwie viel ist dann so das Thema Ausbildung war dann früher oder Studium und dann irgendwie Berufstätigkeit.
Speaker: Dann geht man irgendwann in Rente und dann ist die Rente da und man wird irgendwie versorgt oder so.
Speaker: Und das war ja im Grunde genommen auch schon irgendwie so an traditionellen Modellen ausgerichtet, wie Kernfamilie.
Speaker: Und also auch mit traditionellen Rollenmodellen in irgendeiner Weise dann auch verbunden.
Speaker: Denn das sehen wir ja heute irgendwie auch.
Speaker: Die Konsequenzen davon ist, dass irgendwie, wenn Frauen dann eben doch irgendwie in der Elternzeit waren,
Speaker: die Kinder betreut haben, dass sie ja beim Thema Rente dann, jetzt sind wir doch beim Thema Rente, also oder auch beim Thema Wiedereinstieg in den Beruf, ja, einfach nicht in dem Sinne dann das machen konnten, wie sie vielleicht gerne gewollt hätten.
Speaker: Richtig.
Speaker: Das widerspricht tatsächlich der Individualisierung, die wir heute haben, den Möglichkeiten, die wir heute eigentlich auch hätten und aber eben vor allem auch den Strukturen, wie sie sie uns vorgeben.
Speaker: Und damit natürlich dann aber auch sozusagen, was natürlich auch Unternehmen, wie das Gedankengut und die Werte in Unternehmen auch sind, die tatsächlich dann vielleicht auch Quereinsteiger einstellen oder auch Menschen lieben.
Speaker: über der, keine Ahnung, nicht mehr 30 oder bitte 20 sind, sondern vielleicht irgendwie über 50 und über 60 sind und weiter arbeiten möchten.
Speaker: Einfach dieses weniger in diesen demografischen Daten zu denken und weniger in Ausbildung zu denken, sondern tatsächlich in dem, was bringt eine Person tatsächlich auch an einer tatsächlichen Biografie mit.
Speaker: Und das ist vielleicht etwas, dass wir wirklich Leben und Arbeiten neu denken, lernen müssen.
Speaker: Viele machen das vielleicht auch schon oder haben dieses innere Bedürfnis danach auch.
Speaker: Und gleichzeitig eben auch diese Strukturen erzeugen.
Speaker: in Unternehmen, aber eben auch in der Politik anpassen sollten.
Speaker: Und das geht eben auch einher mit einem gewissen Wertesetting.
Speaker: Und auch das ist etwas, wo ich denke, dass uns das noch stärker beschäftigen wird.
Speaker: Zum einen, weil wir, glaube ich, in einigen Bereichen hier gerade so ein Stück weit so Rückschritte machen, Backlash, gerade was das Wertesetting angeht.
Speaker: Und auf der anderen Seite haben wir aber einfach einen demografischen Wandel.
Speaker: Die Menschen werden älter und wollen ja nicht irgendwie dann auch nur auf der Gartenbank sitzen oder so.
Speaker: Also ja, manche Menschen müssen arbeiten.
Speaker: Das ist vielleicht einfach aufgrund einer finanziellen Situation.
Speaker: Aber viele Menschen wollen sich in irgendeiner Weise auch beteiligen an der Gesellschaft und auch weiter tätig sein.
Speaker: Und das ist etwas, was noch nicht wirklich angekommen ist in den Strukturen.
Speaker: Total.
Speaker: Und das ist eine super Überleitung eigentlich in unseren nächsten Impuls oder Punkt.
Speaker: Man muss dazu sagen, wir skripten nicht gar so.
Speaker: Nein, wir skripten gar nicht.
Speaker: Das sind natürlich elegante Übergänge.
Speaker: Also gut, dass du es mal erwähnst.
Speaker: Weil die Leute ja immer fragen mich.
Speaker: Wir skripten nicht.
Speaker: Also wir haben immer ein Thema, also wenn wir nur ein Thema haben, heute haben wir viele, und dann haben wir vielleicht so ein paar Leitfragen und Leitgedanken und dann reden wir los.
Speaker: Heute haben wir tatsächlich diese zehn Punkte und reden los.
Speaker: Und daher ist es aber...
Speaker: Aber es ist ja auch schön, weil es zeigt ja, wie die Themen ineinander greifen.
Speaker: Und das finde ich ja tatsächlich auch, es ist ja auch so ein bisschen Sinn der Sache.
Speaker: Also wir reden ja über ganz viele Dinge, die sich gegenseitig bedingen.
Speaker: Und das kommt wieder, oben haben wir es gerade so gesagt, zu der Aussage, es gibt nämlich dann insofern keine einfachen Lösungen oder keine einfachen Antworten.
Speaker: Und diese Komplexität einfach immer mit stecken.
Speaker: Aushaltend.
Speaker: Genau, die Ambiguität aushalten können.
Speaker: Aushalten können, genau.
Speaker: Da wären wir nämlich beim neunten Punkt.
Speaker: Und da haben wir Longevity und Prävention.
Speaker: Da haben wir auch eine schöne Podcast-Folge gemacht.
Speaker: Ich lunge hier mal wieder.
Speaker: Also da habe ich mir sogar drei aufgeschrieben.
Speaker: Also da gab es nämlich im letzten Jahr schon eine, das ist die 27.
Speaker: Und dann hatten wir die 32 dazu.
Speaker: Und auch in der 42 spielt das mit eine Rolle.
Speaker: Genau und ja, worüber haben wir gesprochen?
Speaker: Also wir haben uns hier so ein bisschen notiert, wir wollen nicht nur länger leben, sondern länger gut leben.
Speaker: Das heißt, der Fokus verschiebt sich von Lebensverlängerung zu Lebensqualität.
Speaker: Das ist so ein sehr starker, treibender Faktor innerhalb dieses Themas.
Speaker: Und Prävention wird zur zentralen Zukunftsinvestition oder könnte es werden, gesellschaftlich und wirtschaftlich.
Speaker: Und wir haben auch viel über Gesundheit grundsätzlich gesprochen, dass das ja natürlich ein individuelles Thema ist, aber letztendlich ist es auch ein Systemthema für die Gesellschaft insgesamt.
Speaker: Und wie könnten wir damit auch anders umgehen und was könnten wir da eigentlich auch für Potenziale positiv herausfinden?
Speaker: Wenn wir dieses Thema auch nicht nur, ich sage es jetzt mal ein bisschen auch überspitzt immer, in so ein bisschen hier, da ist deine Krankenkasse und wenn es dir nicht gut geht, dann gehst du zum Arzt und das war es dann.
Speaker: Und ja, in dem Zusammenhang haben wir natürlich auch gesprochen bei Longevity und Prävention, gerade Longevity mit diesem Anspruch, länger zuzuhören.
Speaker: Gut leben, ja wirklich gut leben, also im Sinne noch, ich kann teilhaben an der Gesellschaft, am Leben, das fordert natürlich und das hattest du gerade schon ein bisschen angekündigt, neue Modelle von Arbeit, Freizeit und auch Ruhestand.
Speaker: Und da steckt wirklich, glaube ich, super viel Musik drin.
Speaker: Deshalb haben wir es heute auch als Punkt hier, weil das natürlich ein Thema ist, was die ganze Gesellschaft betrifft, in so unterschiedlichen Ebenen und natürlich auch den Tourismus.
Speaker: Also ich glaube, wir werden heute auch nicht alles verschlagen können, was hier reinfällt.
Speaker: Aber das ist tatsächlich etwas, wo wir auch denken, könnte man noch viel, viel mehr Augenmerk drauflegen.
Speaker: in Unternehmen, in Arbeitsmodellen,
Speaker: in, ich sage mal, gesellschaftlichen Modellen von Teilhabe und natürlich auch im Tourismus im Sinne von Angebot, neue Angebote, Veränderungen in Destinationen.
Speaker: Also, ihr seid schon.
Speaker: Es macht viel Musik drin und ich finde auch das Thema, also ich darf das Thema auch im nächsten Jahr weiter bearbeiten.
Speaker: Da freue ich mich auch beim Thema Prävention gerade.
Speaker: Also wie du auch sagst, für mich ist es gerade so dieses,
Speaker: als wären wir da an der Geburt einer neuen Branche oder Infrastruktur, also diese Präventionsbranche, die wirklich aus sich ganz vielen verschiedenen Teilen speist, aus Technologie, aus natürlich Medizin, aber aus Lifestyle, Wellness, aus Tourismus, aus wirklich Fitness, Sport.
Speaker: Also da sind so viele Sachen ineinander verschränkt und alles geht darum tatsächlich, um dieses...
Speaker: Und das, was uns Menschen ja tatsächlich unser Leben lang so ein bisschen begleitet, das Wissen über unsere Vergänglichkeit und gleichzeitig eben auch so dieses Kämpfen gegen Vergänglichkeit, gerade in den späteren Altern.
Speaker: Aber, und das finde ich jetzt das Spannende, dass gerade die jüngeren Generationen unglaublich aktiv sind und auch sich damit auseinandersetzen und bereit sind, für Prävention viel Geld auszugeben.
Speaker: Und ja, da gibt es irgendwie einen Markt an Pülferchen, da gibt es einen Markt an
Speaker: völlig nicht evidenzbasierten Produkten, die nur da verkauft werden, um Geld zu generieren.
Speaker: Und das muss man natürlich auch alles, wenn man diese Branche und wenn man dieses Denken von Prävention ernst nimmt, alles natürlich in einer gewissen Zeit auch hier dann diese Qualitätsansprüche und Evidenzanspruch mit reinnehmen.
Speaker: Deswegen finde ich es tatsächlich auch so wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, damit eben sozusagen das Thema der Prävention nicht abgeleitet in esoterische, halbseidende, unprofessionelle Bereiche, sondern tatsächlich ein Stück weit eben auch eine Qualitätsbasis bekommt.
Speaker: Und gerade auch nochmal, weil du es angesprochen hast, im Tourismus ist es natürlich nicht nur das aus diesem Gedanken von Longevity, wie gestalte ich auch Arbeitsatmosphäre, spielt ja auch damit rein, dann eben auch wieder dieses Thema der Multigraphie, aber natürlich auch, was mache ich für Angebote und da zeigt sich einfach, dass du dieses, was früher so Gesundheitstourismus war, heute nochmal gebildet.
Speaker: mit anderen Labels, aber auf viel Interesse stößt.
Speaker: Also Menschen wollen einfach etwas tun, das ihrer Gesundheit gut tut, wo sie sich tatsächlich nicht nur kurzfristig erholen oder besser fühlen und dann irgendwie wieder in ihren Arbeitsalltag irgendwie reingehen und alles wie vorher ist, sondern dass sie etwas mitnehmen können nach Hause, was sie verändert.
Speaker: Und gerade auf diesem Gedanken von mehr Gesundheit.
Speaker: Und das ist einfach ein Phänomen auch, was jetzt nicht nur lokal zu beobachten ist, sondern wirklich auch global.
Speaker: Und also ich finde, das ist unglaublich spannend, da auch dann irgendwie mit weiterzudenken und auch dieses Thema weiter zu besetzen und weiter daran zu arbeiten.
Speaker: Total.
Speaker: Und noch kurz dazu, was ich wirklich bezeichnend finde, und das hattest du angesprochen,
Speaker: welche Relevanz das bei den jüngeren Zielgruppen hat.
Speaker: Also wenn ich das einfach mal, ich meine, das sollte man eigentlich nicht machen, aber wenn ich das mal mit meiner Jugend vergleiche, ja, also das ist ein himmelweiter Unterschied, ja, also in welchen Sphären da jetzt gedacht wird, ne, im Sinne von,
Speaker: Kann man ja halten, davon was man will, aber einfach, dass auf welcher Ebene tatsächlich das schon verankert ist in den Köpfen, inwieweit ich mich gesund ernähren soll, was ich essen soll, wie ich essen soll, was ich für ein Püfferschen nehme, was ich für Pillen, was ich...
Speaker: hier in mir ins Gesicht mache und Massen.
Speaker: Also es ist ein Riesenmarkt, ja, und ich bin völlig bei dir, die Hälfte könnte man höchstwahrscheinlich in die Tonne drücken, ja, von der Wirksamkeit.
Speaker: Aber einfach das mal wahrnehmen, ja, was das für eine Relevanz hat, ja, was es tatsächlich dann auch für ein Potenzial hat für den Tourismus.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Letztendlich aber auch in einem positiven Sinne.
Speaker: Also nicht nur in Richtung Schönheit und dieses vielleicht doch etwas oberflächliche Wellness, sondern im Sinne von auch einem höheren Anspruch an Selbstfindung, Selbstverwirklichung.
Speaker: die aber tatsächlich auch auf wirklich guten Produkten basiert.
Speaker: Das muss man vielleicht schon nochmal so sagen.
Speaker: Wir reden jetzt nicht unbedingt, was es auch gibt, in diversen Ausführungen von, ich sag mal so drei Tage und dann ist man ein neuer Mensch, weil man dann irgendwie ganz viel Kosmetik und Massage oder was auch immer, hat alles seine Berechtigung, um Gottes Willen.
Speaker: Wir tatsächlich meinen auch so, da gibt es ja schon diverse Angebote, die
Speaker: dass man wirklich auch dann zum Beispiel im Sinne von Resonanz mit einem Ort auch tatsächlich in Verbindung tritt, da vielleicht ein bisschen auch länger ist und sich auffällt und da auch eintaucht und ja, auch sportlich aktiv ist, auch im Sinne von einer vielleicht anderen Ernährung, all diesen Dingen.
Speaker: Aber das ist schon nochmal eine andere Ebene auch im Sinne von einem qualitativ hochwertigen Produkt, was, und da wären wir wieder bei unserem vorigen Thema, was tatsächlich auch eine Inklusion ermöglicht.
Speaker: von Menschen vor Ort, von Strukturen vor Ort, von Angeboten vor Ort.
Speaker: Ich sage das nur, weil ich das auch sehe, auch in anderen Ländern, gerade bei dem Wellness-Thema, was sich über die Jahre auch in einem sehr starken Luxusbereich entwickelt hat, wo es dann wirklich so
Speaker: Hotel-Tempel gibt, die sind ihr eigenes Produkt.
Speaker: Die sind abgeschlossen von dem drumherum.
Speaker: Und da hast du alles, was du dir vorstellen kannst.
Speaker: Und du hältst dich dann da drinnen auf.
Speaker: und kriegst alles Mögliche, was du dir so vorstellen kannst.
Speaker: Wie gesagt, es hat eine Berechtigung, hat auch einen Markt.
Speaker: Aber ich glaube, das auch nochmal weiterzudenken in Verbindung mit den Orten und mit dem, was im Ort geboten wird, auch an Natur und Infrastruktur, was auch immer.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also gerade so dieses strategische Denken aus Perspektive des Ortes ist wichtig und auch eben immer mitzudenken, was kann,
Speaker: die Person, die kommt und dieses Angebot in Anspruch nehmen möchte, eben auch aktiv selber machen und aktiv dann auch wieder mit nach Hause nehmen.
Speaker: Also diesen Prozess tatsächlich nicht enden lassen, wenn der Gast wieder fährt oder die Gäste wieder fahren, sondern tatsächlich eben auch etwas zu bewirken.
Speaker: Und das ist dann so ein Stück weit der erste Schlüssel da rein.
Speaker: Total.
Speaker: Ja, und damit haben wir unseren zehnten Punkt erreicht.
Speaker: Wir sind halt ein bisschen länger unterwegs, aber das sei uns gestattet, so ein ganzes Jahr zusammenzufassen.
Speaker: Das ist auch durchaus herausfordernd.
Speaker: Und magst du dir mal vorstellen?
Speaker: Genau, also wir haben als zehnten Punkt, dass Zukunft eben nicht aus Tools entsteht, sondern eben aus einer Haltung heraus, aus eben auch Design-Denken heraus und dem Willen eben auch eine Legacy zu hinterlassen.
Speaker: Und das ist ja tatsächlich auch etwas, womit wir ganz stark arbeiten, eben diese Frage, wie kann ich eigentlich oder wie können die KundInnen und die AuftraggeberInnen von uns auch tatsächlich es schaffen, Legacy zu hinterlassen.
Speaker: Und dafür braucht es tatsächlich eben nicht nur Dinge, die ich mal kurz irgendwie drüber setze, sondern tatsächlich eine grundlegende Strategie und erstmal auch diese Haltung und das Bewusstsein dafür,
Speaker: dass ich gerade auch nochmal vielleicht auch mit Kommunikationsdesign, mit Strategien, die eben auch systematisch, systemisch in vielen Bereichen mitgedacht werden, dann eben dahin gehen kann und gucken kann, wo möchte ich überhaupt hin, um dann eben rückwärts auch ein Stück weit zu überlegen, wie komme ich dahin.
Speaker: Genau.
Speaker: Und es braucht vielleicht auch den Raum für die Frage, was ich nicht hinterlassen möchte.
Speaker: Also wir denken ja,
Speaker: also ich nehme mich da nicht aus, in unseren Workshops versuchen wir ja natürlich immer nach vorne zu denken, was könnte sein, was sollte sein, was darf vielleicht auch sein.
Speaker: Aber tatsächlich auch finde ich wichtig zu sagen, was sollte nicht mehr sein und was wollen wir nicht hinterlassen.
Speaker: Und das auch eher als positiven Aspekt zu betrachten,
Speaker: Weil wie so oft im Leben, ich weiß nicht, persönlich geht es einem doch vielleicht auch so, es ist ja ganz gut, auch bestimmte Dinge hinter sich zu lassen und nicht mehr zu tun.
Speaker: Und genauso trifft das auch durchaus auf Organisationen zu, wenn man die Zukunft betrachtet.
Speaker: Und ja, auch wenn man die Lebensräume betrachtet, über die wir heute ganz oft gesprochen haben.
Speaker: Also bestimmte Dinge nicht mehr zu tun.
Speaker: ist tatsächlich ein wichtiger Teil auch von Zukunft.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und ich finde, Legacy kann man da eben aus diesen zwei verschiedenen Perspektiven betrachten.
Speaker: Zum einen, was möchte ich für eine Legacy anstoßen, also Zukunftsdenken tatsächlich, und was habe ich aber tatsächlich auch schon für eine Legacy, mit der ich weiterarbeiten kann oder eben auch nicht mehr weiterarbeiten will und wie kann sich etwas eben auch dann transformieren.
Speaker: Und eben das auch, was ich sozusagen, das ist vielleicht ein abgeschlossenes Thema, mit dem möchte ich, also wie kann ich das aber dann tatsächlich vielleicht doch auch als Ressource nutzen, umwandeln und dann tatsächlich in eine zukunftsorientierte Strategie übersetzen und damit eine neue Form der Legacy hinterlassen.
Speaker: Und vielleicht für alle, die jetzt auch bei den ganzen zehn Punkten waren ja viele der Begriffe auch dabei, die sich vielleicht nicht immer, wenn man nicht aus der Branche kommt oder sich viel damit beschäftigt hat, nicht immer selbsterklärend sind,
Speaker: Da kann ich tatsächlich dann auch nur mal empfehlen, da noch mal rein zu sein.
Speaker: Aber Legacy in dem Fall meint einfach sozusagen, diese Zukunftswerte nicht nur anzustoßen, sondern eben tatsächlich Zukunftswerte zu hinterlassen.
Speaker: Und das als strategisches Ziel, sich das so eben auch auf die Fahne zu schreiben.
Speaker: Das alles bedingt auch wieder eine bestimmte Haltung.
Speaker: Das haben wir heute auch schon ganz oft gesprochen, aber ich glaube, das ist am Ende auch nochmal wichtig zu sagen, weil das ist auch etwas, was ich glaube ich, du und ich immer wieder erleben dürfen, auch bei allen tollen Tools, Methoden, Strategien, Dingen, die uns da zur Verfügung stehen, bis hin zu KI, das haben wir ja auch angesprochen heute, ist es am Ende des Tages auch die Haltung, die man gegenüber diesen Möglichkeiten einnimmt.
Speaker: Und die bestimmt sehr, sehr stark, ob Dinge gelingen oder nicht, ob Projekte tatsächlich zu Ende geführt werden oder nicht, ob Strategien tatsächlich implementiert werden oder nicht.
Speaker: Alles das ist sehr, sehr stark haltungsgetrieben und da kann man nur dafür appellieren,
Speaker: eine mögliche positive oder zukunftsoffene Haltung einzunehmen, dann ist man schon gut beraten und kommt tatsächlich auch mit diesen Dingen besser voran, glaube ich.
Speaker: Den kritischen Zukunftsoptimismus pflegen.
Speaker: Genau, sehr schön.
Speaker: Damit sind wir durch mit unseren zehn Punkten.
Speaker: Mensch, Wahnsinn.
Speaker: Wart ein Jahr.
Speaker: Machen wir mal einen kleinen Abschluss hier, oder?
Speaker: Du fliegst am Montag, glaube ich, nach Israel.
Speaker: Ich fliege am Montag nach Israel, mache dort Urlaub.
Speaker: Also ganz klassisch.
Speaker: Ich werde den Rechner mitnehmen, weil wir haben auch noch ein Meeting.
Speaker: Ja.
Speaker: So ist das eben bei FreiberuflerInnen, aber es ist eben auch dieser Vorteil, dass man natürlich dann auch mal zwischendurch sich freinigen kann.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Ich bin die nächsten zehn, zwölf Tage dann erstmal unterwegs, bin dann aber auch wieder in Frankfurt.
Speaker: Wie sieht es bei dir aus?
Speaker: Ja, also ich bin die nächste Woche noch hier.
Speaker: Ich mache sozusagen bis kurz vor Weihnachten, bin ich noch am Rechner und sortiere so ein bisschen...
Speaker: die Dinge, die da so anstehen.
Speaker: Und wir haben ja auch unser gemeinschaftliches Projekt noch, die Gastro Zukunft in Brandenburg.
Speaker: Da müssen wir noch ein bisschen was vorbereiten fürs nächste Jahr.
Speaker: Und dann verziehe ich mich in die Berge bis zum scheuen Jahr.
Speaker: Mein Plan ist auf jeden Fall, irgendwie dann auch in Israel ein bisschen mal nach Trends und Zukunft dort Ausschau zu halten und habe zumindest auch vor, mich mit ein oder auch vielleicht zwei ExpertInnen vor Ort zu treffen und vielleicht können wir dann ja auch im nächsten Podcast uns darüber austauschen.
Speaker: Das machen wir auf jeden Fall, genau.
Speaker: Also der Podcast geht natürlich weiter in
Speaker: 26 hinein.
Speaker: Wir haben einiges geplant, definitiv auch mehr Gäste im nächsten Jahr als dieses Jahr, aber wir waren schon gar nicht schlecht, fand ich.
Speaker: Wir hatten schon einige Gäste und darauf freuen wir uns natürlich und damit wünschen wir euch eine gute Weihnachtszeit, guten Rutsch.
Speaker: Bleibt positiv.
Speaker: Freut euch auf das nächste Jahr.
Speaker: Das wäre so meine Message.
Speaker: Wir freuen uns natürlich immer auch über Kommentare, über ein Teilen des
Speaker: auch gerne über Themenvorschläge, wenn euch irgendwas interessiert.
Speaker: Schreibt uns.
Speaker: Wir sind immer dankbar auch für jeden Form des Austauschs mit euch.
Speaker: Und dann auch wieder freuen wir uns natürlich, wenn ihr im nächsten Jahr dann wieder reinhört.
Speaker: Super.
Speaker: Dann in diesem Sinne, frohe Weihnachten!




