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Folge 50: Alles wird schlimmer? – Der große Unterschied zwischen Weltbild und Lebensrealität

Next Stop Future: Trends – Wandel – Zukunft.

Transcript

Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Next Stop Future.

Speaker: Alles wird schlimmer?

Speaker: Der große Unterschied zwischen Weltbild und Lebensrealität.

Speaker: Das ist heute unser Thema.

Speaker: Ja, alles wird schlimmer?

Speaker: Das ist so ein Satz, der sich gerade fast irgendwie logisch anfühlt.

Speaker: Zumindest wenn man einmal durch die News, Feeds oder auch Kommentare auf Social Media scrollt.

Speaker: Und trotzdem, viele Menschen erleben ihr eigenes Leben gar nicht als permanenten Absturz, eher als natürlich kompliziert ab und zu, herausfordernd, aber grundsätzlich machbar und auf jeden Fall viel positiver als das, was gerade da draußen passiert.

Speaker: Und genau darüber wollen wir in Folge 50 sprechen.

Speaker: Warum unser Blick auf die Welt oft viel düsterer ist als unsere persönliche Realität.

Speaker: Und was das mit unserem Denken, unserem Stresslevel und unserem Handeln macht.

Speaker: Ein Anker in unserem Gespräch ist die R&V Langzeitstudie, die Ängste der Deutschen.

Speaker: Das ist eine Befragung, die seit 1992 durchgeführt wird.

Speaker: Und jedes Jahr wird dann aus den befragten Ängsten der Deutschen ein Durchschnittswert generiert, ein sogenannter Angstindex.

Speaker: Und der liegt bei 37 Prozent in 2025.

Speaker: Und das ist ein deutlich niedriger Wert als in den letzten Jahren.

Speaker: Es ist sogar der zweitniedrigste Wert überhaupt.

Speaker: Und genau da wird es interessant.

Speaker: Wenn der Alarm im Außen so laut ist, warum sinkt dann dieser Index?

Speaker: In dem Zusammenhang sprechen wir auch über Medienlogging.

Speaker: Wir sprechen über Dauererregung und das Gefühl, bei den großen Themen vielleicht durchaus keinen Hebel zu haben.

Speaker: Insofern ist die Frage, sprechen wir über Hebel, Handlungsspielräume oder sprechen wir wirklich über Angst?

Speaker: Fragezeichen.

Speaker: Und was hilft uns, damit aus der gefühlten Angst keine Lähmung wird?

Speaker: Welche Narrative machen uns nicht blind, aber beweglich?

Speaker: Und wie bleibt man realistisch, ohne zynisch zu werden?

Speaker: Ich wünsche euch viel Spaß bei dieser Folge.

Speaker: Tanja, ich grüße dich.

Speaker: Schön, dich wieder zu sehen zu unserer zweiten Folge in diesem Jahr.

Speaker: Und ja, wir haben ja die erste, haben wir gestartet gleich mit dem Gast.

Speaker: Also so viel sei schon zu verraten.

Speaker: Wir werden noch ein paar mehr Gäste haben dieses Jahr.

Speaker: Das haben wir uns so ein bisschen als Ziel gesetzt.

Speaker: Und da gibt es ja durchaus sehr, sehr spannende Menschen um uns herum in unserem Netzwerk, die

Speaker: die ganz viele von unseren Themen auch mit begleiten und damit diskutieren.

Speaker: Und die wollen wir auf jeden Fall hier in dem Podcast holen.

Speaker: Also seid gespannt, lasst euch überraschen.

Speaker: Aber heute sind wir wieder zu zweit.

Speaker: Heute werden wir dann auch immer wieder neben Gästen dann auch immer unser Duo, unser Dialog führen.

Speaker: Und das ist ja auch immer ganz wertvoll, wenn man da dann manchmal auch an Themen reinschauen kann und reindenken kann, die wir uns ein bisschen immer selbst erarbeiten.

Speaker: Genau.

Speaker: damit dann auch tatsächlich dann nochmal weiterdenken.

Speaker: Weil das Finnis ist ja auch mal so ein Prozess an unserer Arbeit, dass manche Sachen sind ja nie irgendwie, die sind ja in so einem Prozess.

Speaker: Also das heißt, man spürt Signale, man spürt irgendwelche, man hat eine semantische Analyse von Beobachtungen und ich finde, das fällt dann auch mal da rein.

Speaker: Also ich glaube, das ist vielleicht auch für unsere, oder ich hoffe zumindest, dass unsere ZuhörerInnen auch immer das Spannende ist, dass wir uns dann auch Themen nähern,

Speaker: die dann vielleicht auch erst in den nächsten Monaten oder auch manchmal Jahren so richtig ihre Kraft und ihr volle Potenzial entfalten.

Speaker: Ja, das ist ja letztendlich auch eigentlich ein großer Teil der Zukunft, der Zukunft.

Speaker: Und tatsächlich aber eigentlich so ein bisschen auch der Bereich, der ja so auf einer menschlichen Ebene schwerfällt.

Speaker: Gerade dieser weitere Blick, der wirklich lange Blick, der ist ja oft der herausfordernde.

Speaker: Ja, dieser lange Blick und dann auch so dieses nicht-lineare Denken zu pflegen.

Speaker: Ich meine, das ist ja auch immer so, ich nenne es immer so, den Zukunftsmuskel im Kopf so ein bisschen zu trainieren.

Speaker: Und das ist ja genau das eigentlich, dass wir gerne in diesen linearen Fortschreibungen oder in so Fokuspunkten denken und alles, was darüber hinaus ist oder manchmal auch die Komplexität, dann unser Gehirn so ein bisschen faul wird.

Speaker: sich da immer wieder so ein bisschen dran zu erinnern.

Speaker: Ich glaube, das ist für mich auch immer wieder so eine eigene Arbeit.

Speaker: Das muss ich selbst auch pflegen.

Speaker: Man muss sich immer an die eigene Nase fassen oder sollte es zuerst vielleicht.

Speaker: Aber wir haben heute auch ein spannendes Thema und

Speaker: Das ist tatsächlich auch so ein bisschen, wie soll ich sagen, ein Herzensthema, beziehungsweise hat mich das schon auch sehr begleitet, so über den Jahreswechsel, wenn man ja mal ein bisschen Zeit hat, wenn nicht immer in seinem Hamsterrad ist, kann man ja immer mal reflektieren, zumindest versucht man es.

Speaker: Ein bisschen besser.

Speaker: Und da ist mir dieses Thema tatsächlich immer wieder untergekommen, in meinen Gedanken, aber auch in den Dingen, die ich dann doch ab und zu mal gelesen habe online.

Speaker: Und daher ist heute diese Folge auch daraus entstanden.

Speaker: Und wir haben sie mal genannt, alles wird schlimmer?

Speaker: Das habt ihr ja vielleicht auch jetzt da schon im Intro so raushören können.

Speaker: Der große Unterschied zwischen Weltbild und Lebensrealität.

Speaker: Und was bedeutet das genau?

Speaker: Und wir haben das Thema auch immer mal wieder hier schon so ein bisschen mit andiskutiert, beziehungsweise ist natürlich klar dem Thema innewohnt, also dem Thema Zukunft.

Speaker: dass wir immer so auch gesprochen haben, naja, wie schauen die Menschen so insgesamt auf Deutschland?

Speaker: Wie schauen sie auf die Welt?

Speaker: Wie schauen sie auf Europa?

Speaker: Und da sieht man doch eine nicht so große Zuversicht, als wenn sie natürlich auf ihren eigenen Gestaltungsspielraum schauen, also auf ihr eigenes Leben.

Speaker: Und da haben wir ja mal so ein bisschen so ein Paradox drin.

Speaker: Also persönlich geht es immer besser, als

Speaker: weltpolitisch gesehen oder auch auf Deutschland geblickt.

Speaker: Und man könnte meinen, ja gerade momentan, also zumindest wird es ja auch durchaus so dargestellt, und wenn man einfach mal auch so die sozialen Medien sich anschaut, dass das tatsächlich viel, viel schlimmer geworden ist, ja, über die letzten Jahrzehnte.

Speaker: Und dass da tatsächlich auch so ein

Speaker: ja, fast so eine Zukunftsangst wird es auch manchmal genannt, also gesamt gesehen, und so ein Pessimismus dahinter steckt.

Speaker: Aber, und das sei schon mal vorweggenommen, dieses Muster ist überhaupt nicht neu.

Speaker: Also dieses Muster, ne,

Speaker: dass letztendlich die große Lage, die Lage des eigenen Landes und die Lage der Welt grundsätzlich pessimistischer eingeschätzt wird, das gibt es eigentlich schon seit geraumer Zeit und natürlich aber in unterschiedlicher Ausprägung.

Speaker: Und da kommen wir gleich mal drauf zu sprechen.

Speaker: Da gibt es nämlich ganz spannende Zahlen dazu.

Speaker: Und daher umtreibt uns das aber natürlich sehr, weil wir natürlich schon, finde ich, abhängig sind,

Speaker: dass die Menschen nicht nur, was sie persönlich betrifft, vielleicht eine einigermaßen optimistische Haltung haben, sondern natürlich auch eigentlich gesamtgesellschaftlich.

Speaker: Gerade wenn wir über die großen Themen sprechen, ich sage mal auch so diese gesellschaftliche Transformation, die wir ja immer wieder auch so ein bisschen fordern, durch die verschiedenen Aspekte, die wir da diskutieren, also tatsächlich auch teilhaben, mitwirken, zu einem veränderten vielleicht,

Speaker: Deutschland zu einem veränderten Blick vielleicht auch auf die Klimakrise, auf all diese Themen.

Speaker: Da ist es natürlich schon durchaus schwierig, viele zu begeistern, um es mal ein bisschen platt auszudrücken.

Speaker: Deshalb haben wir das heute ja auch so ein bisschen reingenommen, das Thema, um uns das mal genauer anzuschauen.

Speaker: Und wir schauen auch so ein bisschen rein.

Speaker: Wir wollen so ein bisschen schauen,

Speaker: Medienlogik, Social Media, die Häufung vielleicht auch von bestimmten Krisen, vielleicht auch eine fehlende Vision.

Speaker: Was haben die so einen Einfluss da drauf?

Speaker: Also auf dieses Bild, dass man gesamtgesellschaftlich oder wie gesagt auf Deutschland blickend da doch ein bisschen pessimistischer unterwegs ist.

Speaker: Und das werden wir einfach mal so diskutieren.

Speaker: Und zum Anfang auch habe ich noch ein paar spannende Zahlen und mich würde mal deinen Blick darauf interessieren, die ich durchaus schon wirklich sehr, sehr spannend finde.

Speaker: Und zwar ist das eine Langzeitstudie von der R&V-Versicherung.

Speaker: Und die haben seit 92 Fragen, die die Deutschen nach ihren Ängsten und

Speaker: Fragen da natürlich ab, wie sehr blickt ihr sozusagen auf bestimmte Krisen, auf die Wirtschaft, auf das Land und so weiter und so fort.

Speaker: Und was sind eure, ja, das klingt ein bisschen plakativ, aber was sind eure Top-Ängste?

Speaker: Und leiten dadurch natürlich so ein bisschen auch ein Bild ab der deutschen Gesellschaft.

Speaker: Und da gibt es zum Beispiel den Angstindex, der daraus resultiert.

Speaker: Und der ist sozusagen der Durchschnitt aller abgefragten Sorgen.

Speaker: Also im Blick, und ich nenne mal ein paar Sorgen, steigende Lebenshaltungskosten, bezahlbarer Wohnraum, Wirtschaftslage.

Speaker: Dann natürlich das ganze Thema Klima im Kontext von Naturkatastrophen, Wetterextreme, Klimaschutz.

Speaker: dann auch weltpolitische Lage, geopolitische Lage.

Speaker: All so Dinge werden da abgefragt.

Speaker: Und daraus resultiert ein Durchschnitt.

Speaker: Und was ich erstaunlich fand, ist, dass dieser Durchschnitt derzeit mit der niedrigste überhaupt ist.

Speaker: Nämlich der Angstdurchschnitt der Deutschen ist gerade bei 37.

Speaker: Also in den vergangenen Jahrzehnten war der durchaus höher.

Speaker: Und das fände ich natürlich schon bezeichnend,

Speaker: Weißt du, wenn du dir das Bild so von außen anschaust und wenn du dir gerade so auch anschaust, was in den Medien wie dargestellt wird, wie Dinge auch hochgespielt werden oder beziehungsweise auch diskutiert werden, hättest du dir ja fast erwartet jetzt, Mensch, der muss ja bei, weiß ich nicht,

Speaker: über 50 sein oder 70.

Speaker: Augenscheinlich hat ja jeder vor irgendwas Angst momentan, selbst im Kontext von Winter auf die Straße zu gehen, wenn man jetzt ein bisschen schneit und Glatteis ist.

Speaker: Also ich überspitze jetzt mal ein bisschen.

Speaker: Aber von der Stimmungslage hätte ich tatsächlich jetzt eine andere Zahl erwartet.

Speaker: Ja, gebe ich dir recht, also das überrascht mich auch, diese Zahl, also tatsächlich, weil das ist so ein bisschen dann auch so diese Ambivalenz, also wie wird wirklich so diese persönliche, wie ist die persönliche Zuversicht oder die persönliche Einschätzung gegenüber einer vielleicht auch medial, durch soziale Medien hochgespielten kollektiven Zukunftsangst, die wie so ein Narrativ über uns hängt.

Speaker: Ich meine, man spricht ja auch von der German Angst.

Speaker: Also man hat ja sozusagen auch schon, also Deutschland oder als Person in Deutschland hat man ja schon sozusagen dieses Label aufgedruckt bekommen quasi.

Speaker: Und ich finde das tatsächlich irgendwie auch diese Eigen- und Fremdwahrnehmung oder die Beziehung.

Speaker: eigene individuelle Perspektive gegenüber der Gesamten dann auch interessant.

Speaker: Also gerade aber auch, weil sich in den abgefragten Werten, die du gerade genannt hast von der R&V, dass dort natürlich auch Dinge drin sind, die die momentane Situation vielleicht abdecken, aber tatsächlich ja im Grunde genommen auch ein Stück weit mit Zuversicht gegenüber der Zukunft sind.

Speaker: Also wenn ich zum Beispiel an steigende Lebenshaltungskosten denke oder Wohnraum,

Speaker: scheint ja auch da sozusagen eine gewisse Zuversicht zu sein, dass das nicht schlimmer werden wird, sonst wäre ja diese Sorge und Angst auch höher.

Speaker: Also ich finde das tatsächlich auch ein interessantes Phänomen und für mich spiegelt sich darin tatsächlich auch das wieder, was teilweise durch eben auch wirklich nochmal Medien verstärkt wird, der ganze

Speaker: Ja, ja.

Speaker: das Ganze mit einem Live-Ticker zu begleiten und minütlich quasi Updates zu bekommen, wo gerade irgendwie eine Eisfläche entstanden ist.

Speaker: Also das ist natürlich etwas, was unsere, was unser Nervensystem ein Stück weit immer die ganze Zeit im Ausnahmezustand hält.

Speaker: Und da kann natürlich dann schnell eben auch so diese unterschiedlichen Wahrnehmungen entstehen.

Speaker: Also ich kann es psychologisch nicht erklären, weil ich keine psychologische Grundausbildung habe, aber das ist natürlich etwas, was etwas mit uns macht.

Speaker: Und da ist es dann eben umso erstaunlicher eigentlich und auch umso schöner,

Speaker: wirklich so diese, die individuelle Perspektive ganz, ganz viel Potenzial eigentlich bietet und ganz viel Stabilität.

Speaker: Also 37 Prozent sind natürlich immer noch eine Menge, aber trotzdem ist es letztendlich im Gegensatz zu dem, was man vielleicht auch vorher hatte, wenn du sagst, das ist der niedrigste Wert seit einigen Jahren, ist es eine stabile Basis, um eigentlich sozusagen auch mögliche andere Zukunfte zu denken.

Speaker: Und eben, ich glaube, wir brauchen diese Grundstabilität,

Speaker: in unserer Resilienz oder in unserer Entspanntheit, um sozusagen dann eben auch in andere, in die Zukunft denken zu können.

Speaker: Denn wenn alles unsicher ist im Äußeren, ist es natürlich auch schwieriger.

Speaker: Dann habe ich vielleicht Potenzial, um zivilgesellschaftlich etwas zu bewirken.

Speaker: Dann habe ich vielleicht Wut und kann auf die Straße gehen und kann etwas gegen etwas tun.

Speaker: Das ist vielleicht so die eine Folge.

Speaker: Aber gleichzeitig fehlt es sozusagen die Ruhe und die Zeit für eine strategische Planung und für eben auch diese Träume und die Möglichkeitsräume weiterzudenken.

Speaker: Und ich glaube, das ist gerade so in so einer Phase eben dann durchaus möglich.

Speaker: Wir haben auf der einen Seite eben schon auch durchaus ja, wir haben es ja auch schon in anderen Folgen eben gesprochen, eine Omnikrise, die ja irgendwie nicht weggeredet werden kann oder die ganzen Krisen, die wir haben oder die Bedrohungen oder eben auch möglichen Herausforderungen, mit denen wir umgehen müssen oder auch lernen müssen, umzugehen.

Speaker: Und die müssen natürlich in irgendeiner Weise auch begegnet werden.

Speaker: Und gleichzeitig aber eben, wenn dann sozusagen auf so einer individuellen Ebene, und ich glaube, das kann man teilweise auch auf unternehmerische Ebene übertragen, da ein Stück weit eine Stabilität da ist, lässt sich damit eigentlich ganz gut arbeiten, aus meiner Perspektive heraus.

Speaker: Weil eigentlich genau da sozusagen diese Zeit und die Ruhe da ist, in andere Zukunft, in andere Bereiche reinzudenken.

Speaker: Ich würde gerne noch mal, bevor ich gerade noch mal eine Frage konkret an dich hätte in dem Zusammenhang, einfach auch noch mal so ein paar andere Zahlen nennen, um das wirklich mal so ein bisschen auch im Verhältnis darzustellen.

Speaker: Also wie gesagt, es werden hier verschiedene Thematiken abgefragt und zum Beispiel auch die Angst vor Konflikten durch Zuwanderung.

Speaker: Das ist ja auch ein Riesenthema momentan, was auch politisch natürlich instrumentalisiert wird.

Speaker: Leider Gottes.

Speaker: Und auch da einfach mal eine Zahl genannt.

Speaker: Momentan ist die im Durchschnitt bei 45.

Speaker: Also für 20, 25 ist der Wert, was diese Angst betrifft der Deutschen.

Speaker: Man muss dazu aber sagen, auch das ist im Vergleich zu den letzten Jahren eine der niedrigsten Werte.

Speaker: Wir hatten schon mal niedrigere Werte.

Speaker: Also in, ich schaue mal hier rein, 2022 war es 37.

Speaker: Wir hatten davor aber deutlich höhere Werte.

Speaker: Also wenn wir in die 2017 schauen,

Speaker: Ja, 2016 67 Prozent.

Speaker: Und was ich damit nur sagen will, das ist auch bezeichnend auch, wie sehr eigentlich da auch dann, weißt du, so eine bestimmte, tatsächlich ja auch Faktenlage, ja, am Ende ja gar nicht mehr eine bestimmte Durchdringung erreicht.

Speaker: Und

Speaker: Und wie sehr es sich lohnt, tatsächlich mal sich auf diese Zahlen auch zu begeben, auf diese Zahlenebene zu begeben.

Speaker: Und das kann man oft genug sagen, bei unserer sehr polarisierenden Welt und polemischen Welt.

Speaker: Weil ich sage mal, das ist ja augenscheinlich schon für einige, aber tatsächlich für deutlich weniger ein Problem momentan, als es in Medial eigentlich diskutiert wird und von einigen natürlich auch entsprechend politisch genutzt wird.

Speaker: Ja, ich finde, da lassen sich so zwei Dinge draus schließen.

Speaker: Zum einen, denke ich, ist es wichtig, was du auch angesprochen hast, dass man sich diese Zahlen einfach mal anschaut.

Speaker: Also, dass man sich eben anschaut, wie ist momentan die Lage im Vergleich zum Beispiel zu 2017 oder 2022.

Speaker: Und gleichzeitig eben auch, dass man daraus keine Linearität und kein Ultimatum oder kein...

Speaker: keinen Punkt in dem Moment schließen kann und sagen kann, so und so ist es, sondern dass es tatsächlich eben auch abhängig ist von einer gewissen Momentaufnahme.

Speaker: Also dass es tatsächlich nichts ist, was sich linear fortsetzt und von äußeren Begebenheiten mal höher, mal stärker ist.

Speaker: Das ist natürlich dann auch immer so die Frage und da bin ich dann auch bei Zahlen immer wieder.

Speaker: Wie ist die Studie, wie ist das Studiendesign?

Speaker: Das muss man natürlich auch immer alles nochmal hinterfragen.

Speaker: Aber trotzdem ist

Speaker: ist im Endeffekt immer nur eine Momentaufnahme.

Speaker: Und zumindest dann, wenn sich nicht wirklich ein linearer Trend über mehrere Jahre und vielleicht sogar Jahrzehnte ablesen lässt.

Speaker: Aber ich finde dieses Beispiel wirklich sehr gut, da es wirklich zeigt, wir können oder dürfen da nicht linear denken.

Speaker: sondern es ist tatsächlich etwas, was sehr fluide ist.

Speaker: Ja, aber wie weit, um gleich nochmal eine andere Zahl genannt, aber an der Stelle, wo siehst du da sozusagen die Medienlandschaft, das Internet, die sozialen Medien mit in der Verantwortung?

Speaker: Also wenn man ja augenscheinlich sieht, wenn man sich damit beschäftigen würde,

Speaker: Ja, das sieht man ja auch im Kontext dieser Befragung hier.

Speaker: Also diese Werte gehen immer auf und ab.

Speaker: Da gibt es keine Linie, die steil nach oben geht.

Speaker: Und das ist ja tatsächlich einfach auch die Realität mit so vielen Dingen.

Speaker: Aber inwieweit siehst du da auch so ein bisschen diese, wie gesagt, unser Medienverhalten, Medienkonsum, soziale Medien in der Verantwortung, dass dann doch augenscheinlich gesellschaftlich diese Themen so dominieren, dass andere gar nicht an die Oberfläche kommen, dass tatsächlich da vielleicht auch eine Art Angst entsteht, die völlig unrealistisch ist, eigentlich unbegründet.

Speaker: beziehungsweise die dann erst wirklich dann zur Angst führt, verstehst du?

Speaker: Obwohl sie gar nicht da ist.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Also genau, das sind, würde ich sagen, zwei Aspekte.

Speaker: Zum einen ist es sicherlich so die Algorithmenlogik der sozialen Medien, die ja genau darauf sozusagen auch ausgelegt sind, damit zu arbeiten und damit eben auch ihre Klicks zu erzeugen mit dem, was irgendwie polarisiert und das, was eben sozusagen auch vielleicht für Sprengstoff sorgt, für emotionalen Sprengstoff, davon leben sie ja quasi.

Speaker: Dann sind es aber natürlich auch gewisse Akteure, die besonders das natürlich auch nutzen.

Speaker: Also das ist ja auch irgendjemand speist ja quasi auch den Content in die sozialen Medien ein.

Speaker: Und da wissen wir ja auch, dass das teilweise eben auch ganz klare Steuerungen unterliegt, ohne jetzt in Verschwörungstheorien zu gehen, aber das wird natürlich genutzt.

Speaker: Und dann hat man damit eben auch eine gewisse Möglichkeit, ein Stück weit das die sozialen Medien als Propaganda-Instrument zu nutzen.

Speaker: Und auf der anderen Seite ist es aber natürlich auch die Frage der Medienkompetenz.

Speaker: Und ich glaube, da würde ich, also ich sehe jetzt irgendwie nicht, dass morgen sich die Algorithmen sozusagen ändern werden von den sozialen Medien.

Speaker: Auch wenn natürlich das schön wäre, wenn das transparent wäre und vielleicht auf anderen Werten basieren würde.

Speaker: Das ist aber, glaube ich, eine andere Diskussion.

Speaker: Aber ich glaube, viel wichtiger ist hier tatsächlich eben auch so dieses, das kritische Denken in der Gesellschaft zu fördern und da eben dann sozusagen ein Stück weit eine Reaktion,

Speaker: eine Immunisierung gegenüber diesen Angstszenarien und angstmachenden Dogmen oder angstmachenden Nachrichten zu generieren.

Speaker: Also das alles wirklich und das, was wir am Anfang, was ich am Anfang oder was wir am Anfang auch besprochen hatten, dieses sich selbst an die Nase fassen und sich selbst immer wieder zurückrufen und sagen, ist das, was ich jetzt gerade lese, wirklich auch etwas, was vielleicht in zwei Monaten noch relevant ist oder in zwei Wochen oder in zwei Tagen?

Speaker: Also

Speaker: Manchmal muss man ja vielleicht nur einmal die Woche eine Zeitung lesen.

Speaker: Natürlich ist es auch wichtig, auf dem Laufenden zu bleiben, gar keine Frage.

Speaker: Aber das eben sozusagen auch richtig einzuordnen.

Speaker: Ich glaube, das ist in unserer heutigen Situation weitaus schwieriger, wo ja immer mehr Menschen sich auch

Speaker: Nachrichten über sozialen Medien eben auch holen und dort eben teilweise Quellen oder Informationen nicht eben kritisch hinterfragen können, auch weil sie es nicht gelernt haben oder weil es eben die nötigen Quellen nicht gibt.

Speaker: Also ich glaube, da würde ich tatsächlich noch weiter ansetzen, um diese Immunisierung oder ein Stück weit eine Immunisierung gegen diese Zukunftsängste zu haben oder das Ganze eben ein Stück weit mit erstmal zu beobachten, ohne gleich darauf zu reagieren.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Also ich habe es versprochen, noch eine spannende Zahl in Bezug auf Umweltangste, äh Ängste.

Speaker: Was denkst du, haben wir da für einen Wert?

Speaker: Also so einen Vergleich zu den anderen, ohne den genauen Wert zu kennen, aber würdest du sagen, der ist höher, der ist gleich geblieben, der ist niedriger?

Speaker: Ich vermute mal, es ist niedriger als vielleicht in Ländern, die noch viel stärker von vielleicht Feuerbeschwemmungen momentan oder in den letzten Jahren eben betroffen waren.

Speaker: Ich denke jetzt hier in Griechenland oder Spanien, Wolframien, wo es ja auch gravierende Brände gab.

Speaker: Das ist sicherlich niedriger als dort, ist so meine Vermutung.

Speaker: Und gleichzeitig würde ich schon sagen, dass es angestiegen ist, weil das Thema präsenter geworden ist in den Medien auch.

Speaker: Manche Sachen sind sicherlich auch gar nicht möglich.

Speaker: gar nicht schlecht in der Information.

Speaker: Also ich glaube, da muss man ja immer abwägen.

Speaker: Also dass in manchen Dingen eine gewisse Sensibilisierung für Themen steigt, ist ja nicht schlecht, nur dass sie gleich Angst machen, das ist vielleicht ein anderes Thema.

Speaker: Aber ich glaube, dass die Sensibilisierung für dieses Thema gestiegen ist.

Speaker: Aber auch da natürlich immer sozusagen ist es die Frage, wie genau ist die Fragestellung, wie genau ist das Studium?

Speaker: Ich glaube, wenn Menschen nach dem Thema Nachhaltigkeit gefragt werden, wie wichtig ihnen das ist, ist das eher gesunken.

Speaker: Aber wenn es darum geht, um die Ängste vor Klimawandel und den Auswirkungen des Klimawandels, ich glaube, da ist es tatsächlich, würde ich sagen, in den letzten zwei, drei Jahren gestiegen.

Speaker: Aber ich bin gespannt, was du sagst.

Speaker: Ja, dann wirst du jetzt überrascht sein.

Speaker: Wir haben den niedrigsten Wert überhaupt.

Speaker: Also 2025 erreicht der Wert mit 36 Prozent den bisher niedrigsten Stand.

Speaker: Also dieses Thema an sich ist 2003 sozusagen in diese Umfrage, in diese Abfrage nach den Ängsten konkret auch mit aufgenommen worden.

Speaker: Und da ist es dann auch mit einigen Schwankungen zwischendrin grundsätzlich gestiegen.

Speaker: Und dann kam natürlich 2022 auch die, leider Gottes, die Ahrtalflut.

Speaker: Da hatte das eine natürlich sehr,

Speaker: hohe Präsenz, sehr hohe Angstpotenzial bei einigen Menschen anscheinend.

Speaker: Aber es ist jetzt kontinuierlich sinkt es nach unten.

Speaker: Und das finde ich schon auch tatsächlich erstaunlich.

Speaker: Und da kann man natürlich jetzt so ein bisschen drüber philosophieren, woran das liegt.

Speaker: Ob es tatsächlich auch diese allgemeine

Speaker: Ja, so ein bisschen, ich will nicht sagen Abkehr, aber das allgemeine Zurückrudern, gerade auf politischer Ebene, europäischer Ebene, dass wir so ein bisschen verzeichnen konnten.

Speaker: Oder ist es tatsächlich auch so ein bisschen vielleicht, man hat es.

Speaker: man hat sich so ein bisschen schon daran gewöhnt.

Speaker: Also es sind schon einige Dinge passiert.

Speaker: Das Thema ist grundsätzlich im Bewusstsein und man ist vielleicht gar nicht mehr so schockiert, wenn bestimmte Dinge passieren, weil wie gesagt, ich glaube, fast allen, würde ich jetzt immer sagen, ist grundsätzlich klar, dass sich die Umwelt verändert, dass dadurch schon auch einige Extreme entstehen.

Speaker: Vielleicht ist es aber auch so ein bisschen, wie gesagt, andere Themen überlagern jetzt einfach.

Speaker: Und ich habe jetzt mal so gesprochen, man kann sich ja nicht um alles kümmern oder man kann nicht alles zu einem eigentlichen persönlichen Angstthema machen.

Speaker: Also Leute sitzen, haben dann vielleicht eher, wie gesagt, bestimmte Ausprägungen in bestimmte Richtungen und

Speaker: Man könnte ja auch so ein bisschen mutmaßen, das ist ja ein Thema auch, was eher gesamtgesellschaftlich, eher global auch, der Einflussbereich ist nicht unmittelbar, zumindest empfinden das so viele.

Speaker: Insofern rückt man vielleicht auch mal ein Stück weiter weg von dem Thema, wenn es halt nicht akut in Deutschland ist.

Speaker: Aber ich sage mal so, Lebenshaltungskosten, Inflation, wirtschaftliche Lage, da sind wir ja schon bei Themen, die tatsächlich auch einen starken Einfluss auf die individuelle Ebene haben und hätten.

Speaker: Genau, ich denke auch, das sind so, also ich würde zwei Sachen unterscheiden.

Speaker: Zum einen, wie du auch gerade gesagt hast, geht es darum, um meinen Alltag heute und morgen.

Speaker: Und da kann es ja etwas sehr Prekäres sein, wenn ich eine überteuerte Wohnung habe oder nicht genügend Geld irgendwie für gesundes Essen oder überhaupt für Essen.

Speaker: Das ist ja die eine Situation des Überlebens und das andere ist ja dann tatsächlich irgendwie so dieses mittelfristige, was betrifft mich.

Speaker: Also ich glaube, ein Landwirt, eine Landwirtin hat vielleicht nochmal ganz andere Sorgen vor diesem Thema als vielleicht jemand, der in der Stadt wohnt im vierten Schluck.

Speaker: mit Feuerschutz oder Treppe oder so.

Speaker: Also das heißt, da habe ich eine ganz andere Ausgangssituation.

Speaker: Und das andere ist, was ich unterscheiden würde, ist es sozusagen eine Sorge oder eine Sensibilität.

Speaker: Also das heißt, ich kann ja durchaus eben sensibel für das Thema sein und es aber konstruktiv angehen.

Speaker: Und das ist ja immer so auch die Frage, die wir uns ja auch schon gestellt haben bzw.

Speaker: diskutiert haben, dieses Zukunftsverweigerung.

Speaker: wann ist es so, dass mich eine Angst vor Entwicklung, vor Zukunft so lähmt, dass ich gar nicht mehr handlungsmächtig bin und gar nicht mehr entscheiden kann, in welche Richtung ich Zukunft mitgestalten möchte oder welche anderen Alternativen es vielleicht auch noch zu diesem Narrativ, zu dieser Geschichte gibt.

Speaker: Also Klimawandel,

Speaker: genau ist da.

Speaker: Wir werden ihn irgendwie als Individuum nicht lösen können.

Speaker: Wir können ihm nur Gesamtgesellschaft irgendwie begegnen.

Speaker: Und das ist ja dann auch nochmal so diese Ebene, wo ich auf einer individuellen Ebene mich schnell handlungsohnmächtig fühlen kann.

Speaker: Und ich glaube, das hatten wir ja oft auch, oder nicht oft, aber das hatten wir in der Vergangenheit, als wir noch eine sehr starke Fridays-for-Future-Bewegung hatten oder Extinction, wo da tatsächlich gerade junge Leute sehr stark von diesem

Speaker: von dem Klimawandel ja auch sich bedroht gefühlt haben, wo ja wirklich so etwas in eine Angst und eine Wut umgeschlagen ist und man dadurch aber natürlich auch gefordert hat und vielleicht auch einiges bewirkt hat.

Speaker: Momentan glaube ich, es ist vielleicht eher so, dass es in einigen Teilen zumindest, es ist natürlich politisch auch, wird zurückgerudert.

Speaker: Das könnte aber natürlich ja auch Angst machen.

Speaker: Und ich denke aber, dass wir auf der anderen Seite eben auch hier merken, dass es ja auch schon in einigen Bereichen durchaus ja auch Entwicklungen gibt.

Speaker: Also ich meine, wir arbeiten ja mit dem Thema auch ständig.

Speaker: Und wenn wir, und ich glaube, das kannst du so unterschreiben, wenn wir mit Unternehmen, Organisationen zusammenarbeiten, ist es ja selten, dass die sagen, ach, Nachhaltigkeit interessiert uns nicht, sondern dass das ja tatsächlich ein Teil des Ganzen ist.

Speaker: Also wir haben ja mittlerweile diese, was gerade den Klimawandel angeht, vielleicht auf einer politischen Ebene zurückgerudert, was nicht zu unterstützen ist aus meiner Perspektive.

Speaker: Aber auf der anderen Seite ist es natürlich schon in vielen Bereichen doch auch drin und implementiert oder wird verfolgt und gesehen.

Speaker: Und ich glaube, das ist vielleicht auch so ein Stück weit diese Ambivalenz, die sich da auch wieder auf einer individuellen Ebene versus da ja auch so einer kollektiven Wahrnehmung irgendwie unterscheiden kann.

Speaker: Und ganz klar eben die Frage, ist es die Angst oder ist es einfach eine Sensibilität für das Thema?

Speaker: Und ja, das finde ich, glaube ich, ist ganz relevant, dass ich eben mich da nicht sozusagen aus Ängsten und Sorgen in diese Handlungsohnmacht abwege.

Speaker: Zurückversetzen.

Speaker: Ich habe so ein bisschen auch schon dieses Thema Rente gestriffen und habe so ein bisschen beleuchtet, in welche Richtung man da vielleicht zukünftig auch denken könnte.

Speaker: Und grundsätzlich ist es ja so, das wird ja auch in dieser Befragung auch nochmal wiedergegeben, dass fast jeder fünfte Deutsche im Rentenalter gilt als armutsgefährdet.

Speaker: Das ist ja schon mal per se eine Aussage für ein Land wie Deutschland.

Speaker: Und da spiegelt sich natürlich grundsätzlich auch in dieser Befragung wieder, also dieses Thema Alter und wie geht es mir im Alter und wie gut stehe ich dann noch da, umtreibt die Deutschen.

Speaker: Dennoch muss man sagen, dass 2025 mit einer der niedrigsten Werte zu verzeichnen ist.

Speaker: Also wir liegen hier bei 34.

Speaker: Einen noch niedrigeren gab es 2020.

Speaker: Und ich sage mal, sonst zwischendurch und in den Jahren zwischendurch waren wir immer so ein bisschen, sage ich mal, so bei 38, teilweise auch schon aber mal bei 48 oder 47.

Speaker: Und was ich hier auch so ein bisschen spannend finde, wie gesagt, spiegelt ein Teil der Bevölkerung wieder, wie das so bei Befragungen ist.

Speaker: Aber dennoch ist es eine schöne, sozusagen eine schöne Betrachtung, insofern auch man diese Jahre halt hier sehr gut vergleichen kann und mal so ein bisschen reinschauen kann.

Speaker: Was ich aber sagen wollte, was ich spannend finde, ist, dass ja dieses Thema Rente, ja,

Speaker: Grundsätzlich ja ein riesengroßes ist eigentlich für dieses Land.

Speaker: Und gerade wenn wir über Zukunft sprechen, Zukunft gestalten, wenn wir über so viele Dinge sprechen, kommen wir doch oder zumindest streifen wir dieses Thema immer wieder, weil natürlich tatsächlich auch gesamtgesellschaftlich

Speaker: Sei es für den Arbeitsmarkt, fürs Gesundheitssystem, sei es für auch die Demokratie im Kontext auch von Wählen und wer wählt was und so weiter.

Speaker: Das hat ja wirklich Einfluss darauf, einerseits wie alt die Menschen werden, aber andererseits auch, wie sie dann noch leben und teilhaben an der Gesellschaft und so weiter.

Speaker: oft darüber gesprochen und daher finde ich es auch ein bisschen bezeichnend, dass im Verhältnis, immer gesehen auch zu anderen Themen, die in dieser Umfrage ja mit sozusagen angegeben werden oder anderen Ängsten, dass diese Angst momentan relativ niedrig ist, beziehungsweise auch im Verhältnis, wie gesagt, zu anderen Ängsten niedriger.

Speaker: Und das finde ich schon spannend für eine Gesellschaft, die sich darüber eigentlich doch mal Gedanken machen müsste.

Speaker: Die Frage, die ich mir stelle, ist 37 Prozent.

Speaker: Wir haben einen ziemlich großen Anteil von Boomern, die jetzt in Rente gehen, die natürlich vielleicht weniger Angst haben als die Next Gen, die ja durchaus auch eben weniger Prozente in unserer Gesellschaft ausmachen.

Speaker: Also das heißt, da ist natürlich, kann ich mir zumindest vorstellen, ich weiß nicht, ob das da die Zahlen wiedergeben, der Prozentsatz der Sorgen vielleicht doch nochmal ein anderer.

Speaker: Weil genau das hat man jetzt auch in den letzten Monaten in den politischen Diskussionen bemerkt und gemerkt, dass dort eben durchaus ein hohes Bewusstsein eben für dieses Thema da ist und durchaus ja auch sozusagen immer wieder ein Umdenken gefordert wird.

Speaker: Ich glaube, das ist das, was du gerade angesprochen hast, dass wir uns darüber Gedanken machen sollten, wie wir als Menschen, die älter werden, in einer älter werdenden Gesellschaft, trotzdem irgendwie ein gutes Lebensniveau erhalten wollen und natürlich dafür auch die Situationen und die Bedingungen schaffen.

Speaker: Ich finde das ganz schön, weil ich erinnere mich jetzt an unseren Podcast zur Multigraphie oder zu dem Mehrstunden-Karriere, ich glaube, so hatten wir es um Multikarriere,

Speaker: wo es ja genau auch um diese Themen geht, dass wir eben sozusagen nicht mehr in einer Gesellschaft leben, die an eine klassische Biografie orientiert sind, mit Ausbildung, mit Arbeitsleben.

Speaker: Und die Frau hat vielleicht maximal einen Nebenjob und der Mann ist der Hauptverdiener und man geht in Rente und ist irgendwie versorgt.

Speaker: So ist das ja nicht mehr.

Speaker: Und das heißt, diese Bedingungen haben sich ja aus ganz unterschiedlicher Perspektive verändert, zum einen aufgrund des demografischen Wandels,

Speaker: Aber natürlich auch aufgrund der Individualisierung, aufgrund von Geschlechterdiskussionen und Wandel, also Gender Shift.

Speaker: Also das sind natürlich Themen, die uns heute in eine ganz andere Situation bringen und dann sozusagen clashen.

Speaker: Ja, es wundert mich auf der einen Seite auch, so wie du sagst, dass da nicht eine größere Sorge ist.

Speaker: Und vielleicht ist aber dann tatsächlich auch so ein Stück weit so eine Resilienz gewachsen, dass man sich denkt, ich werde es in irgendeiner Weise irgendwie schon schaffen, weil man sich schon darauf einstellt.

Speaker: Also das heißt, ich glaube,

Speaker: Auch unsere Generation, du und ich, würde ich jetzt mal sagen, sind auch schon mit diesem Gedanken aufgewachsen, okay, Rente können wir uns eigentlich so ein Stück weit abschreiben.

Speaker: Das heißt, dieser Gedanke, dieses Narrativ ist ja eigentlich schon in unserer Gesellschaft auch schon länger da.

Speaker: Ob es nun stimmig ist oder nicht, will ich jetzt hier gar nicht bewerten, aber damit ist natürlich die nächste Generation vielleicht noch stärker konfrontiert.

Speaker: Und gleichzeitig die Entwicklung, dass man eben sagt, okay, ich kann nicht damit rechnen, dass ich irgendwie mit 67 eine Rente bekomme oder in Rente gehe.

Speaker: Und zum anderen habe ich vielleicht auch gar keine Lust und gar keine Motivation in dem Moment, weil ich ja sowieso vielleicht mit 67 eigentlich nicht so fühle im besten Fall und so gesund bin im besten Fall wieder, wie vielleicht früher Menschen mit Anfang 50 oder so.

Speaker: Also das ist natürlich auch nochmal so ein Hintergrund.

Speaker: der damit reinschwingt, zum einen verschiedene andere Lebensbedingungen, andere Lebenssituationen und dann eben auch das, was du gerade nochmal angesprochen hast, dieses große Thema von Longevity.

Speaker: Wie werde ich eigentlich, wie verlängere ich meinen Health-Span?

Speaker: Und das sind natürlich auch Möglichkeiten und Motivatoren, die solche Befragungen dann auch wieder beeinflussen können.

Speaker: Um da einfach noch zu ergänzen, ich glaube auch hier, das, was ja so ein bisschen ein so übergreifendes Thema ist, man könnte vermuten, dass der eigene Handlungsspielraum hier doch als größer eingeschätzt wird und in Anbetracht auch der Entwicklung, dass, ja, wie gesagt, ein Großteil oder ein Teil, sagen wir mal, zumindest der Bevölkerung da auch selber vorsorgt oder entsprechend diese Weichen stellt, wenn sie den

Speaker: gestellt werden können im Hinblick auf die Altersvorsorge.

Speaker: Und ich denke, dass da auch wieder sozusagen das, was wir am Anfang hatten mit dem Thema oder auch zum Beispiel mit dem Thema der Sorge vor Einwanderung oder Migration, was ja sozusagen einen niedrigeren Wert hat als 2017, wo es ja immer so diese Momentaufnahmen sind,

Speaker: Und genau das ist es ja auch wieder.

Speaker: Also inwieweit sozusagen eine Angst vor Altersarmut oder eine Angst vor steigenden Mieten präsent ist, ist ja dann auch wieder von den sozialen Medien abhängig und oftmals eben auch einem Moment.

Speaker: Die Frage, glaube ich, auch die aus einer Zukunftsperspektive interessant ist, wie resilient ist tatsächlich die Gesellschaft?

Speaker: Also inwieweit ist sie naiv sozusagen und hat ein naives Zukunftsbild?

Speaker: Inwieweit gibt es sozusagen nur dystopische Zukunftsbilder?

Speaker: oder inwieweit ist sie dann doch eben auch ein Stück weit sozusagen wirklich selbstbewusst in dem Moment und auch handlungsaktiv und fühlt sich handlungsfähig.

Speaker: Und ich finde diese Zahlen, die jetzt auch und die Vergleich der Zahlen über die Jahre auch zeigt eigentlich doch ein Stück weit, dass diese Gesellschaft resilienter ist, als wir sie wahrnehmen.

Speaker: Und das finde ich auch wieder ein sehr positives Narrativ.

Speaker: Und da sind wir dann wieder bei den Narrativen.

Speaker: Was erzählen wir uns eigentlich selbst über unsere Gesellschaft nicht?

Speaker: Und ich hatte es am Anfang gesagt, diese German Angst, die auch im Ausland ja immer sozusagen auf Deutschland rübergestülpt wird und wo man sich selbst eben auch darstellt, so nach dem Motto, naja, wir zögern erst mal, wir sind nicht wirklich Macher.

Speaker: Und das mag vielleicht auch in manchen Kontexten im Vergleich stimmen,

Speaker: Aber trotzdem ist es ein Stück weit eine gewisse Resilienz da.

Speaker: Und ich finde, das ist auch tatsächlich ein Narrativ, was wir eigentlich stärker pflegen sollten.

Speaker: Was haben wir eigentlich für eine Kraft und was haben wir eigentlich für eine Handlungsmacht, um mögliche Zukunfte zu explorieren und dann auch eben mitzugestalten und diesen großen Themen, die eben uns Angst machen könnten, auch zu begegnen.

Speaker: Genau, das ist ein super Thema, weil da habe ich nämlich augenblicklich eine Frage im Kopf.

Speaker: Vielleicht sollten wir da auch ein bisschen wegkommen und ich will gar nicht vom Narrativ sprechen, sondern von der Begrifflichkeit.

Speaker: Reden wir dann eigentlich wirklich noch über Zukunftsangst oder reden wir nicht eigentlich um Einflussnahme und Handlungsspielraum?

Speaker: Das ist ja die Frage, wie wir das framen.

Speaker: Also wir sagen ja gerne, die Leute haben alle so große Zukunftsangst und weil es alles ganz schlimm wird und so weiter.

Speaker: Oder könnten wir nicht einfach mal ein bisschen reflektierter das auch beleuchten und sagen, naja, die Leute haben da natürlich Unsicherheiten oder schauen darauf ein bisschen...

Speaker: pessimistischer da, wo sie natürlich weniger Handlungsspielraum oder eigenmächtigen Handlungsspielraum spüren, ja, also dass sie tatsächlich eine Art von Kontrolle hätten, ja, und das muss ja nicht unbedingt automatisch Angst bedeuten, ja, also wenn wir jetzt, natürlich haben wir jetzt nicht alle Zahlen hier genannt und es ist

Speaker: sehr lesenswert, ich kann das nur empfehlen, wir verlinken diese Ergebnisse und Umfrage auch in den Shownotes.

Speaker: Aber wenn wir so ein bisschen rauslesen können, was du gerade sagtest, dass die Gesellschaft doch eigentlich ganz revisient ist und gar nicht so ängstlich wie immer dargestellt, sollten wir vielleicht auch weniger von Zukunftsangst sprechen, sondern eher von geringerer Handlungsoption oder Handlungsspielraum.

Speaker: Ja, von Momentaufnahmen der Gegenwartsangst.

Speaker: Also ich finde, also in dem Moment, wenn wir, also ich denke ja auch immer gerne Zukunft aus dem Gegen, aus der Gegenwart heraus.

Speaker: Und das heißt also eigentlich ist es ja gar nicht sozusagen die Angst.

Speaker: Natürlich haben wir vielleicht auch Sorgen vor möglichen Zukunften.

Speaker: Aber letztendlich spiegelt das ja eigentlich nur wieder, wie wir uns im Gegen, in der Gegenwart wahrnehmen und welche Vorstellungen wir in der Gegenwart von Zukunften haben.

Speaker: Und wenn das sich zeigt, dass diese Gegenwartssorgen tatsächlich Momentaufnahmen sind,

Speaker: die in dem nächsten Moment wieder ganz anders aussehen können, zeigt das im Grunde genommen auch, dass wir durchaus eben auch diese Flexibilität im Denken haben und auch diese Flexibilität nutzen können, um sozusagen dann auch in Handlungsoptionen und in Möglichkeiten zu denken.

Speaker: Und da tatsächlich auch und ich glaube, ich habe es schon mal erwähnt in einem Podcast und ich bekomme es immer wieder rückgespiegelt, dass ich oft Menschen begegne, die eben auch Sorgen vor diesen großen Themen haben und Bedenken mitbringen.

Speaker: Und gerade irgendwie, wenn ich mit ihnen arbeite an negativen Zukunftsszenarien und versuche, diese umzuframen, dann kommt es zu sagen, was habe ich eigentlich als Individuum für eine Handlungsoption und Handlungsmacht?

Speaker: Und die Menschen darin zu bestärken und darin tatsächlich auch mehr sozusagen zu befähigen, etwas zu tun und ihre eigene Agency zu spüren, ich glaube, das ist tatsächlich für mich eines der zentralen Zukunftsthemen, die dann auch eben relevant sind.

Speaker: Also wie kann ich nicht nur das kritische Denken schärfen, sondern tatsächlich auch die eigene Agency schärfen oder befördern?

Speaker: Absolut.

Speaker: Und

Speaker: inwieweit oder was sind so seine Gedanken und wir haben es vorhin schon mal kurz angerissen zu diesem Thema auch informiert sein versus Daueraufgeregt.

Speaker: Also tatsächlich, wenn um

Speaker: möglicherweise auch so einen Handlungsspielraum auch wirklich wahrzunehmen und den ja vielleicht auch mit ein paar Optionen zu füllen, ja, und ein paar Ideen, denke ich, ist es ja nützlich, sich zu informieren, ja, in einem gewissen Rahmen.

Speaker: Aber das merke ich halt auch,

Speaker: immer wieder oder es wird mir auch gespiegelt, dass es zunehmend vielen schwerfällt, das so zu tun, dass es zufriedenstellend ist beziehungsweise, dass man eigentlich nicht überfrachtet wird.

Speaker: Und gerade diese Auswahl, wo informiere ich, wie informiere ich, wie habe ich da auch tatsächlich dann das Gefühl, das reicht aus,

Speaker: Die Fear of Missing Out ist ja heute, die wird ja auch sozusagen gepusht, getrieben.

Speaker: Ich sage jetzt mal übertrieben, zu einem Thema gibt es ja heute, ich sage mal, vielleicht nicht nur zehn valide Erkenntnisse, sondern 50 augenscheinlich.

Speaker: Das ist ja schon ein Thema.

Speaker: Da ist ein schmaler Grad zwischen wirklich gut informiert sein und dann eigentlich schon so ein bisschen abdriften in Meinung.

Speaker: Genau.

Speaker: Und das ist die Frage, was kommt zuerst?

Speaker: Oder beziehungsweise wovor muss ich mich eigentlich zuerst wappnen?

Speaker: Und ich glaube, das ist zuerst diese Meinung.

Speaker: Weil das Thema...

Speaker: Also so, wie du es gerade eingeleitet hast, impliziert ja schon ein kritisches Auseinandersetzen mit Informationen.

Speaker: Und aber nicht selten ist es ja auch so, dass eine Nachricht einem eingespielt wird und man denkt, man fühlt sich wohl mit dieser Nachricht, weil sie irgendwie meine Meinung widerspiegelt.

Speaker: Weil es passt.

Speaker: Und dann aber diesen Schritt zu gehen und diese Meinung auch nochmal zu hinterfragen und überhaupt zu fragen,

Speaker: Also einfach so das, was wir auch so gerade gängig eben immer wieder leben wir eigentlich in einer pluralisierten Gesellschaft.

Speaker: Ist das der Fall?

Speaker: Und das kann man dann bejahen oder beneiden, aber dass man sich überhaupt mal auch diese Fragen irgendwie nochmal anders anschaut und guckt,

Speaker: das, was ich gerade so als Mainstream-Narrative übernehme, ist das überhaupt real?

Speaker: Ist das überhaupt Zukunft?

Speaker: Ist das überhaupt sozusagen das, was wirklich auch der Fall ist?

Speaker: Oder ist das ein großes Rauschen?

Speaker: Und ich glaube, das ist dann wieder so der zweite Punkt.

Speaker: Zum einen eben das kritische Denken anzuwenden und zum anderen dann eben zu gucken, was ist hier gerade wirklich Rauschen und was ist vielleicht auch wirklich ein Signal?

Speaker: Und das ist ja auch mal das, was unsere tägliche Arbeit sozusagen ausmacht, ja wirklich so die Signale von dem Rauschen zu unterscheiden.

Speaker: Und ich gebe selber zu, dass das, finde ich, auch durch die Flut an Informationen, wie sie aufbereitet sind, wie sie einem auch zugespielt werden, immer schwieriger wird.

Speaker: Also weil wir wirklich einen gerade auch nochmal so sehr, so gerne ich ja auch mit KI arbeite, so faszinierend ich das finde, ist das natürlich auch nochmal ein Treiber für mehr Content und für mehr Sachen, die zusätzlich verrauschend sorgen und

Speaker: Das ist schon nochmal eine Aufgabe, die tatsächlich ein Stück weit dann auch entweder ein Vertrauen in Medien erfordert und dafür müssen dann aber die Medien eben auch sich anders vielleicht verhalten, als sie es bisher tun, nämlich nicht auf dieses Clickbait setzen, sondern wirklich auch auf Qualitätsjournalismus setzen, das Ganze eben auch selbstkritisch hinterfragen.

Speaker: Und das ist, glaube ich, gerade auch so ein Punkt, wo tatsächlich ein Stück weit Vertrauen in unsere Gesellschaft fehlt,

Speaker: Nämlich in zuverlässige Medien und auch dieses nicht nur das Vertrauen, sondern eben auch dieses Selbsthinterfragen in vielen Teilen, weil es einfach bequem ist.

Speaker: Und ich möchte damit jetzt irgendwie überhaupt gar kein Urteil sprechen, weil ich denke, dafür sind wir alle genauso anfällig.

Speaker: Also das ist eher so eine Wir-Perspektive.

Speaker: Absolut.

Speaker: Das sind einfach Aufgaben für unsere Zukunft.

Speaker: Und wenn die Medien das nicht lösen können, die sozialen Medien das nicht lösen können, dann müssen wir die Menschen befähigen.

Speaker: Und wenn sie eine gewisse Resilienz mitbringen und tatsächlich auch eine gewisse Zukunftsbedingung,

Speaker: Ein Zukunftsoptimismus tatsächlich haben, würde ich jetzt einfach mal auch unterstellen, dass wir ein Stück weit alle einen Zukunftsoptimismus auch haben.

Speaker: Auf das eigene Leben projiziert, definitiv, ja.

Speaker: Richtig.

Speaker: Und das impliziert ja im Grunde auch, wenn ich das auf mein eigenes Leben projiziere, bedeutet es ja auch, mein eigenes Leben ist ja abhängig von äußeren Umständen, ja.

Speaker: Und dann habe ich tatsächlich ja auch diese Möglichkeit, eben da diese Resilienz weiter zu fördern und auch dieses kritische Denken zu fördern.

Speaker: Und das finde ich eigentlich auch eigentlich ein zentrales Thema für die Zukunft.

Speaker: Letzter Punkt und damit auch letzte so ein bisschen Frage hier an uns.

Speaker: Das ist ja etwas, was uns bei verschiedenen Themen umtreibt, auch zur Zukunft des Tourismus.

Speaker: Auch da haben wir schon mehrfach drüber gesprochen.

Speaker: Welche Visionen gibt es für den Tourismus?

Speaker: Gibt es überhaupt eine?

Speaker: Gibt es eine auch speziell für Deutschland?

Speaker: Und genauso hier die Frage, welche Visionen gibt es eigentlich für Deutschland als Land?

Speaker: Und mein Gedanke war so tatsächlich auch im Sinne einer Befähigung der Menschen, im Sinne auch eines Abholens, eines, ja, so ein bisschen auch eines Ziels vorgeben, wäre das doch eigentlich etwas, was wir gerade in solchen Zeiten benötigen würden.

Speaker: Also das wird tatsächlich da in einer Art und Weise formuliert, wo geht es mit diesem Land hin?

Speaker: Wie wollen wir sein?

Speaker: Wie wollen wir in 10, 15 Jahren leben?

Speaker: Welche Rolle sehen wir für uns in Europa?

Speaker: Und das ist tatsächlich, glaube ich, etwas, was bei diesem ganzen Thema auch mit Ängsten unterschiedlichster Art vielleicht doch dem einen oder anderen helfen würde.

Speaker: Tatsächlich auch in diesem Kontext von Übertreibung und Politik.

Speaker: extrem nahe Zielbild geben würde.

Speaker: Ein Zukunftsbild.

Speaker: Also ich glaube, wir brauchen Zukunftsbilder, die wir sozusagen eben auch in der Gesellschaft haben.

Speaker: Wo ist die Strategie?

Speaker: Wo ist das Zukunftsbild, wo steht Deutschland, wo steht aber auch Europa?

Speaker: Und ich möchte hier tatsächlich auch nochmal, ich glaube noch an den europäischen Gedanken irgendwo, dass das auch eher sozusagen, also wo möchte eigentlich Deutschland innerhalb oder mit Europa eigentlich hin?

Speaker: Und ich glaube, dass wir auch gerade tatsächlich, oder gerade aufgrund dieser Krisensituation, der globalen Situation,

Speaker: die Chance hätten, eigentlich eben auch für Europa ein neues Zukunftsbild zu kreieren.

Speaker: Und ich glaube, dass das auch tatsächlich die Menschen abholen würde und dass das auch ein Antidot wäre gegen zunehmende Polarisierung und vielleicht auch Extremismus, wenn wir tatsächlich irgendwie da eine Vision hätten und auch eine Strategie hätten.

Speaker: Und das sind ja ganz banale Dinge, die es sein können.

Speaker: Infrastruktur aufbauen, Versorgung aufbauen, eine gute

Speaker: eine gute Struktur aufräumen, die Lebensqualität erhöhen.

Speaker: Und das bringt uns ja dann auch wieder sozusagen ein Stück weit zu dem Bild vom Tourismus, das es gibt.

Speaker: Und Tourismus wird es weitergehen.

Speaker: Er wird natürlich sich anders zusammensetzen.

Speaker: Aber wir arbeiten ja auch viel im Bereich der Destinationsentwicklung.

Speaker: Und da geht es ja im Grunde genommen auch darum, sozusagen die Lebensqualität vor Ort zu erweitern.

Speaker: zu halten, zu fördern, auszubauen und eben gerade auch nochmal so diese Zukunftswerte eben heute anzustoßen und zu schaffen.

Speaker: Und wenn das sozusagen auch diese Zukunftsbilder auf einer politischen Ebene wären, die transportiert werden, ich glaube, das würde schon viel, viel, viel Zukunftsmut in der Gesellschaft erzeugen und eben auch den Mut zu lassen, in verschiedenen Zukunftsbildern zu denken und diese auch zu diskutieren und miteinander auszuhandeln.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Das ist doch ein schönes Schlusswort.

Speaker: für unsere kleine, feine Runde hier heute.

Speaker: Wir haben versucht, das Thema ein bisschen zu durchforsten und ein paar verschiedene Perspektiven drauf zu wenden.

Speaker: Mein persönlicher Wunsch, nach unserem Podcast, die Zukunftsangst aus dem Vokabular zu streichen.

Speaker: eher die Wahrnehmung von Handlungsräumen oder Handlungsspielräumen mehr zu betonen und dass die natürlich für jeden anders sind, völlig legitim, aber allein, dass man wahrnimmt, dass man einen hätte oder hat, ändert doch schon das eigene vielleicht Narrativ und das Narrativ aufs große Ganze.

Speaker: Insofern können wir uns da vielleicht drauf einigen.

Speaker: Schauen wir mal.

Speaker: Mal so ein Wünsch dir was am Ende.

Speaker: Super.

Speaker: Ich danke dir, Anja.

Speaker: Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und wir hören uns demnächst.

Speaker: Bis dann.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Ciao.

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