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Folge 62: Gestaltung braucht Kooperation: Vom Wissen ins Tun kommen

Next Stop Future: Trends – Wandel – Zukunft.
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1 Playsin 16 hours

Diesmal sind wir wieder zu zweit und nehmen euch mit zu den Orten, an denen wir in den letzten Wochen unterwegs waren. Catharina war bei den VIR Innovationstagen in Berlin und hat dort gemeinsam mit Florian Bauhuber (Realizing Progress) mit einer Keynote zum impulse4travel Manifest eröffnet: Warum die Vision des Zukunfts- und Lebensraumgestalters gerade jetzt so aktuell ist und warum sie nicht nur Destinationen betrifft, sondern alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette, von der Buchungsplattform bis zum Zahlungsdienstleister. Denn am Ende buchen Menschen kein Interface, sondern ein Produkt: den Ort, den Lebensraum.

Anja war auf dem Alpenklimagipfel auf der Zugspitze, wo Wissenschaft und Praxis zusammenkommen — und wo sich eine Erkenntnis durchzieht: Mehr wissen können wir eigentlich kaum noch. Die Daten liegen vor, die Szenarien sind gerechnet. Die entscheidende Frage ist, wie wir vom Wissen ins Handeln kommen. Und beim Österreichischen Tourismustag in Wien ging es im Inspiration Lab um den Ganzjahrestourismus: Wie entsteht Relevanz jenseits der klassischen Saisonlogik?

Über all diesen Themen steht die Frage der Gestaltungshoheit: Wer nimmt sie ein — und wer will sie einnehmen? Und quer durch alle Gespräche zeigt sich, woran das konkret hängt: an Kooperation. Start-ups, die an Datensilos scheitern. Ganzjahrestourismus, den niemand allein entscheiden kann, wenn Bergbahn und Gastronomie nicht mitziehen. Und eine handelnde Mehrheit im Klimaschutz, die sich für eine Minderheit hält, weil das Thema politisch gegenwärtig wenig Aufmerksamkeit bekommt. Gestaltung ist keine Solo-Disziplin — sie braucht das Denken in größeren Räumen, gemeinsame Visionen und den Mut, aus alten Mustern auszubrechen. Zugleich sprechen wir ehrlich über die Reibung, die entsteht, wenn Transformation auf bestehende Systeme trifft: Vieles ist längst in Bewegung, und doch üben alte Strukturen in Politik, Unternehmen und Kommunen noch viel Macht und Druck aus. Große Veränderungen brauchen Zeit. Genau deshalb lohnt es sich, dranzubleiben.

Next Stop: Future

impulse4travel

Catharina Fischer

Anja Kirig

Recommended
Transcript

Einleitung und Eventübersicht

00:00:15
Speaker
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Next Stop Future.
00:00:18
Speaker
Heute sind Anja und ich mal wieder zu zweit und wir nehmen euch mit zu drei Veranstaltungen, auf denen wir in den letzten Wochen unterwegs waren.
00:00:27
Speaker
Ich war bei den VIR-Innovationstagen in Berlin.
00:00:31
Speaker
Dort habe ich zusammen mit Florian Bauruber eine Keynote zum Impulse for Travel Manifest gehalten.
00:00:37
Speaker
Anja war auf dem Alpen-Klimagipfel auf der Zugspitze.
00:00:41
Speaker
Und in Wien beim österreichischen Tourismustag.
00:00:44
Speaker
Dort ging es um die Frage, wie kann Ganzjahrestourismus eigentlich gelingen?
00:00:49
Speaker
Drei Bühnen, drei Themen und doch überall dasselbe Muster.
00:00:54
Speaker
Am Wissen scheitert es nicht.
00:00:57
Speaker
Mehr wissen können wir eigentlich kaum noch.
00:00:59
Speaker
Die spannende Frage ist, wer nimmt die Gestaltung tatsächlich in die Hand?
00:01:04
Speaker
Und warum ist das durchaus so schwer?
00:01:07
Speaker
Denn das zieht sich durch alle Gespräche.

Herausforderungen der Zukunftsgestaltung

00:01:09
Speaker
Gestaltung ist natürlich keine Solodisziplin.
00:01:13
Speaker
Sie braucht Kooperation.
00:01:15
Speaker
Sie braucht das Denken in größeren Räumen und manchmal auch den Mut, aus alten Mustern auszubrechen.
00:01:22
Speaker
Genau darüber sprechen wir heute, wie immer ehrlich, mit wachsamem Optimismus und mit ein paar Geschichten aus der Praxis.
00:01:29
Speaker
Viel Freude beim Zuhören.
00:01:34
Speaker
Hallo Anja, ich grüße dich.
00:01:36
Speaker
Hallo Katharina.
00:01:37
Speaker
Heute mal wieder zu zweit.
00:01:39
Speaker
Heute mal wieder zu zweit, genau.
00:01:40
Speaker
Wir hatten die letzten beiden Folgen, haben ja wunderbare Gäste bei uns.
00:01:44
Speaker
Ja.
00:01:45
Speaker
Die Katja und dann die Anne.
00:01:48
Speaker
Genau.
00:01:49
Speaker
Und heute machen wir mal wieder eine Zweierrunde.
00:01:52
Speaker
Genau.
00:01:53
Speaker
Wir waren bei einigen Orten unterwegs.
00:01:57
Speaker
Wir hatten einige Veranstaltungen.
00:02:01
Speaker
Da würden wir heute gerne ein bisschen von erzählen, was wir da gemacht haben.
00:02:08
Speaker
Vielleicht auch Erfahrungen mitgebracht haben.
00:02:10
Speaker
Ich finde, aus meiner Perspektive, wenn ich zu Veranstaltungen eingeladen werde, dann ist es ja immer, ich habe meistens einen Beitrag, aber gleich kommt ja auch irgendwie so ganz viel immer, was man mitnimmt.
00:02:19
Speaker
Das ist ja, finde ich, immer so ein Austausch und ich
00:02:22
Speaker
Ich komme ja dann auch mit guten Gesprächen oder Ideen und neuen Impulsen zurück.
00:02:27
Speaker
Also insofern, das hat ja auch immer noch diesen Erfahrungsraum, der dann quasi weiterwirkt.
00:02:38
Speaker
Ja, absolut.
00:02:39
Speaker
Also es ist ja das eine, wenn man sprechen darf und das andere ist, wenn man zuhören darf.
00:02:44
Speaker
Das ist durchaus auch sehr wertvoll.
00:02:46
Speaker
Und gerade wenn man, wie ich jetzt sage ich mal, auch in letzter Zeit gar nicht so viel unterwegs war,
00:02:52
Speaker
ist das immer ganz spannend und auch öffnet einen so ein bisschen die, doch an der einen oder anderen Stelle die Augen für gewisse Themen, wie die denn gerade auch besprochen werden und wie da so die verschiedenen Akteure, Akteurinnen
00:03:10
Speaker
Genau, also das wollen wir heute mal so ein bisschen erzählen und mal von unseren Veranstaltungen berichten und letztendlich natürlich aber, ja, glaube ich, auch so ein bisschen den roten Faden ziehen zu Themen, die uns natürlich hier bei Next Top Future immer umtreiben, logischerweise.
00:03:28
Speaker
Und zu denen wir tatsächlich ja auch schon in der einen oder anderen Art und Weise mit Gästen, ohne Gästen gesprochen haben, ne?

VIR Innovation Days: Vision 2030 und Impulse for Travel Manifest

00:03:37
Speaker
Erzähl mal, du warst in Berlin.
00:03:41
Speaker
Ich war in Berlin, genau.
00:03:42
Speaker
Ich war bei den VIR-Innovationstagen und das ist ein Treffen der Online-Branche im Tourismus.
00:03:52
Speaker
Also das sind die ganzen Onliner.
00:03:54
Speaker
Wird immer so salopp gesagt in Tourismus.
00:03:57
Speaker
Plus kommen da natürlich auch andere Akteure, die Interesse haben, einfach an den Innovationstagen.
00:04:05
Speaker
sind teilweise auch Startups vertreten, die sich sozusagen Gedanken gemacht haben, neue Ideen auf den Markt bringen wollen.
00:04:15
Speaker
Im Kontext aber Online-Business, also Online-Marketing, Online-Business im Tourismusbereich.
00:04:21
Speaker
Und die sind jedes Jahr zwei Tage unterwegs.
00:04:25
Speaker
waren in den Design Offices in Berlin und trotz Hitze ließ es sich gut aushalten.
00:04:31
Speaker
Also es war eine nette, sehr nette Location oder ist es immer noch.
00:04:36
Speaker
Man kann da ja natürlich auch so hingehen und sich das mal anschauen.
00:04:40
Speaker
Es ist direkt gegenüber dem Hauptbahnhof.
00:04:42
Speaker
Und genau, die Tage waren so ein bisschen ausgerichtet oder angelehnt an die Vision 2030, so war auch der Titel, den Tourismus weiterdenken.
00:04:55
Speaker
Und das hat so ein bisschen mit dem Impulse-Funifest zu tun, welches unter anderem wir auch mit begleiten durften, mit
00:05:04
Speaker
daran schreiben durften und wo der VIR natürlich einer der Mitinitiationen ist.
00:05:11
Speaker
Und das ist eine Brancheninitiative,
00:05:15
Speaker
die 2020 ins Leben gerufen wurde, beziehungsweise gab es tatsächlich davor auch schon so ein paar einzelne Initiativen in die Richtung.
00:05:25
Speaker
Aber ich würde jetzt mal sagen, 2020 hat sie so ihren großen Aufsatz oder ihren großen Start gefunden während der Corona-Krise.
00:05:34
Speaker
Und da hieß es, ja, oder da war die Frage, stand im Raum, wo geht der Tourismus hin?
00:05:40
Speaker
Wo geht die Reise hin?
00:05:42
Speaker
Was dürfen wir so in Zukunft erwarten?
00:05:45
Speaker
Und da hatte man sich den Zeithorizont gesetzt von 2025.
00:05:49
Speaker
Und der ist ja letztes Jahr sozusagen gewesen.
00:05:53
Speaker
Und da wurde die Initiative neu aufgelegt und mit ganz vielen Akteuren aus der Branche gesprochen und eine neue, oder nicht eine neue, aber die Vision nochmal,
00:06:03
Speaker
Ich würde mal sagen, ein bisschen noch mal mehr ausdifferenziert.
00:06:07
Speaker
Insofern schon auch noch mal neu platziert im Markt und gesagt, die Vision des Zukunfts- und Lebensraumgestalter für den Tourismus, die ist weiter sehr aktuell.
00:06:16
Speaker
Gerade jetzt, nicht nur in Corona, können wir ja gleich noch mal drüber sprechen.
00:06:22
Speaker
Und das war so ein bisschen der Gesamtaufhänger, denn die Innovationstage, wie der Name ja schon verheißen lässt, die setzen sich immer schon so ein bisschen auf das Ziel, in die Zukunft zu blicken.
00:06:32
Speaker
Und mal wirklich auch, soweit es geht und das auch, ich sage mal, so ein bisschen auch die ganze, die Akteurswelt und die Speaker auch erlauben,
00:06:46
Speaker
auch die Dinge mal beim Namen zu nennen, ja, so ein bisschen auch durchaus vielleicht in die herausfordernden Themen reinzugehen, ja, die vielleicht an der einen oder anderen Stelle immer so ein bisschen gern gemieden werden.
00:06:59
Speaker
Und so ist das immer ein sehr, sehr schöner Rahmen, ja, der da geschaffen wird.
00:07:03
Speaker
Und ich durfte mit dem Florian Bauüber von Realizing Brokers arbeiten,
00:07:08
Speaker
eröffnen mit dieser Keynote zum Impulse-Manifest.
00:07:11
Speaker
Wir haben da nochmal über die Vision gesprochen, warum die gerade jetzt so wichtig ist.
00:07:15
Speaker
Wir haben verschiedene Aspekte angesprochen, die in dem Manifest stecken und stehen, die relevant sind für die Branche, die man angehen darf.
00:07:25
Speaker
Also Aspekte meinen Themenfelder, aktuelle Entwicklungen, die sicherlich einen großen Anteil daran haben,
00:07:34
Speaker
wie der weitere Weg für die Branche aussehen wird.
00:07:37
Speaker
Und genau, das war so ein bisschen die Eröffnung.
00:07:40
Speaker
Und dann folgten wirklich sehr, sehr viele Vorträge und Workshops zu verschiedenen Themen.
00:07:46
Speaker
Eins war natürlich präsent, nicht überraschend, das Thema KI.
00:07:52
Speaker
Das hatte schon auch einen großen Raum bekommen und berechtigterweise.
00:07:57
Speaker
War auch spannend zuzuhören.

Digitale Reisebranche und Plattformen

00:07:58
Speaker
Es gab aber auch Vorträge zum Thema Krisen, Krisenmanagement.
00:08:02
Speaker
Auch, was ich schön finde, so das Thema Resilienz in der Führung, in den Führungskontagen war auch ein Thema.
00:08:10
Speaker
Und dann gab es auch am zweiten Tag eine Session mit Startups und mal so ein Blick in den Maschinenraum, sage ich jetzt mal.
00:08:18
Speaker
Also wie geht es den Startups innerhalb der Branche?
00:08:22
Speaker
Wo sind die Verbesserungsbedarf?
00:08:24
Speaker
Wie fühlen die sich aufgehoben?
00:08:26
Speaker
Gibt es tatsächlich Innovationsgeist in der Branche?
00:08:31
Speaker
Sieht man da was?
00:08:32
Speaker
Bewegt sich da was?
00:08:33
Speaker
Ja, genau.
00:08:35
Speaker
Und Longevity zum Beispiel war auch ein Thema.
00:08:39
Speaker
Da macht man sich tatsächlich auch Gedanken, inwiefern das auch ein direktes Reiseangebot-Produkt ist in der Zukunft.
00:08:48
Speaker
Also du siehst, da war viel dabei.
00:08:51
Speaker
Also erstmal fangen wir mal ganz kurz auf für unsere HörerInnen, Digitalreisebranche, was kann man sich darunter alles vorstellen?
00:08:57
Speaker
Also es sind dann wahrscheinlich digitale Plattformen, über die Buchungen stattfinden.
00:09:00
Speaker
Genau, also die großen, die man so kennt, Booking, Expedia, kleinere OTEs, also Online-Travel-Agencies,
00:09:08
Speaker
Es sind aber auch Versicherungen dabei, die natürlich da auch eine Rolle spielen.
00:09:12
Speaker
Zahlungsdienstleister, die so im Hintergrund fungieren.
00:09:16
Speaker
Aber natürlich auch die Global Distribution System, also Amadeus und Co.
00:09:23
Speaker
Also alles, was du sozusagen an Infrastruktur brauchst, dass ich als Katharina Fischer online gehen kann, auf eine Plattform komme, meine Reise buche und das wird alles abgewickelt.
00:09:35
Speaker
von A bis Z und sicher und so weiter.
00:09:38
Speaker
Und dann kann ich da quasi verreisen, mal so grob gesagt.
00:09:43
Speaker
Und was mich jetzt interessieren würde, ist natürlich auch, das sind ja oftmals auch, also es ist meine Erfahrung, dass in diesen Bereichen sehr oft eher dann auch
00:09:52
Speaker
strategisch-operativ schnell gearbeitet wird.
00:09:54
Speaker
Also die haben ja einfach ihren täglichen, gerade durch KI, es wird ja ihr Daily Business gerade wirklich nochmal herausgefordert, beziehungsweise bei den Startups vielleicht auch neue Ideen kreiert.
00:10:03
Speaker
Aber wie ist jetzt das Impulse-Funnyfest bei Ihnen angekommen?
00:10:08
Speaker
Also vielleicht nochmal ganz kurz auch nochmal zur Erläuterung.
00:10:11
Speaker
Wir beide haben ja auch daran mitgewirkt, an diesem Impulse-Funnyfest ist ja schon eher so ein Moneyfest.
00:10:16
Speaker
was eigentlich eine Zukunft des Tourismus empfiehlt, würde ich mal sagen, die aus unserer Perspektive eine hohe Zukunft nicht nur Wahrscheinlichkeit hätte, sondern eben auch eine notwendige Zukunft wäre für die Reisebranche.
00:10:37
Speaker
Und wie war so die Rezeption?
00:10:41
Speaker
Ist das eher so nach dem Motto, ja interessant, konnte man sozusagen von der Theorie da irgendwas für die Praxis oder auch für die Strategien schon ableiten?
00:10:51
Speaker
Also ich glaube, höchstwahrscheinlich, schätze ich mal, zumindest wie ich es auch so ein bisschen mitbekommen habe, war das eher so auch so ein durchmüschtes Gefühl, weil die zugehört haben.
00:11:04
Speaker
Da muss man aber berücksichtigen, dass und das...
00:11:08
Speaker
liegt schon ein bisschen Ende in der Begrifflichkeit.
00:11:11
Speaker
Also wenn wir sagen Vision, Zukunfts- und Lebensraumgestalter, dann hat das erstmal eine sehr starke destinationsorientierte Perspektive.
00:11:19
Speaker
Also der Lebensraum, der gestaltet werden kann, darf durch und mit dem Tourismus,
00:11:25
Speaker
Da kann ich auch verstehen, da fühlt sich durchaus vielleicht der Einige oder der Andere, der jetzt mal in der Wertschöpfungskette weiter vorne ist, der sozusagen die Buchung abwickelt und dann fährt der Reisende, wohin er auch immer fährt, fühlt sich da vielleicht auch gar nicht so erst mal so direkt angesprochen.
00:11:44
Speaker
Und das war für mich zum Beispiel einer der wichtigsten Punkte gleich vornherein klarzumachen.
00:11:48
Speaker
Moment mal, nee, das betrifft uns alle.
00:11:52
Speaker
Und dass in dieser Lebensraum-Gestaltungsperspektive letztendlich auch alle Akteure adressiert sind.
00:12:00
Speaker
Und wenn man sich das Manifest durchliest, dann kann man das auch herauslesen.
00:12:06
Speaker
Und wenn man das einfach mal überträgt, auch in die Praxis, hat es ja schon einen entscheidenden Faktor,
00:12:15
Speaker
wie und wo ich Reisen buchen kann, zu welchem Preis ich sie buche, was mir wie überhaupt ausgespielt wird oder was mir vielleicht auch weniger ausgespielt wird, wie ich kommuniziere zu diesem Produkt, welche Transparenz ich habe, welche Informationen ich habe, welche, ich sage mal auch vielleicht Destinationorte,
00:12:38
Speaker
aus welchen Gründen auch immer, das würde jetzt so weit führen, das zu erörtern, hauptsächlich mir angezeigt werden und welche nicht.
00:12:46
Speaker
Also da sind ja ganz, ganz viele Elemente und Aspekte drin, die jemand, der letztendlich in Anführungsstrichen nur vermittelnd tätig ist, durchaus sehr beeinflusst.
00:13:00
Speaker
die dann eine Wirkung auch darauf haben, wie Menschen reisen, wohin sie reisen und was sie denn da vor Ort tun.
00:13:06
Speaker
Also im Sinne auch, welches Produkt sie konsumieren.
00:13:09
Speaker
Und das, glaube ich, war schon nochmal auch ein Punkt, den wir versucht haben, hier im Speziellen tatsächlich, das am vorne auch gleich zu adressieren.
00:13:20
Speaker
Weil das war auch so ein Feedback aus den letzten Jahren.
00:13:22
Speaker
Ja gut, Zukunfts- und Lebensraumgestalter,
00:13:25
Speaker
Das betrifft auch hauptsächlich Destinationen.
00:13:28
Speaker
Und natürlich haben die einen sehr, sehr großen Hebel.
00:13:30
Speaker
Logisch, weil die Destinationorganisationen, die Akteure in der Destination, die können natürlich viel, viel beeinflussen.
00:13:39
Speaker
Aber eben nicht nur.
00:13:42
Speaker
Ich glaube, wenn wir nochmal über digitale Plattformen nachdenken,
00:13:46
Speaker
Ich finde das immer so, man kann irgendwie über Airbnb natürlich denken, was man möchte und man kann sicherlich Positives und Negatives daran feststellen, darüber möchte ich jetzt gar nicht diskutieren.
00:13:55
Speaker
Aber ich finde, was irgendwie diese digitale Plattform so schön gezeigt hat, ist, dass sie wirklich auch Orte auslöst.
00:14:01
Speaker
aufgezeigt hat, die man sonst vielleicht nicht, wo man nicht hingereist wäre.
00:14:05
Speaker
Ob es nun in einigen Städten ist, in Stadtteilen, die vielleicht vorher nicht sozusagen touristisch frequentiert waren oder natürlich auch darüber hinaus.
00:14:11
Speaker
Und ich glaube, da wird für mich immer so ein Stück weit eben auch sichtbar daran, was für eigentlich auch eine Macht eine solche digitale Plattform haben kann.
00:14:20
Speaker
Absolut, absolut.
00:14:21
Speaker
Also das ist sicherlich etwas, was glaube ich schon den meisten bewusst ist.
00:14:29
Speaker
Die Frage ist nur, wie nimmt man sich sozusagen in diesem ganzen Gefühl gewahr?
00:14:33
Speaker
Und das ist glaube ich auch nochmal ein wichtiger Punkt, den wir versuchen zu erinnern.
00:14:38
Speaker
schon seit geraumer Zeit mit dem Manifest, mit dieser Vision immer wieder zu adressieren, dass man sozusagen in diese Gestalterrolle kommt.
00:14:45
Speaker
Und das ist wirklich, wie man schon so schön neudeutsch sagt, ein Mindshift.
00:14:51
Speaker
Also man muss wirklich tatsächlich so ein bisschen umdenken.
00:14:56
Speaker
Denn aus unserer Konsumlogik oder auch unserer Konsumerwartung heraus ist das tatsächlich, glaube ich, für viele in der Branche wichtig,
00:15:06
Speaker
in gewisser Weise noch so ein bisschen ein Kraftakt, sich da wirklich auch in einer gestaltenden Rolle zu sehen.
00:15:12
Speaker
Und das hat auch wieder verschiedene Gründe, aber die ist letztendlich wichtig, tatsächlich einzunehmen.
00:15:19
Speaker
Und die Frage ist, und das ist eine Art, glaube ich, auch Transformation, die da so ein bisschen auch in den Köpfen stattfinden müsste oder sollte.
00:15:29
Speaker
Denn, weißt du, wenn du aus dieser Haltung auch
00:15:35
Speaker
Ich bin jetzt einfach, ich sage es jetzt mal, ich bin hier Anbieter und ich habe Produkte und ich habe, ne, und natürlich hat man seine Business Erwartungen und Herausforderungen, alles logisch, alles klar.
00:15:51
Speaker
Und das, was wir da fordern, ist jetzt auch nicht irgendwas, was man übermorgen mal schnell irgendwie macht.
00:15:58
Speaker
Das braucht Zeit.
00:16:00
Speaker
Aber ich glaube gerade diese veränderte Rollenwahrnehmung ist eine sehr zentrale, auch in der Erwartungshaltung für die Branche selbst.
00:16:11
Speaker
Denn im Gegensatz zur Corona-Zeit gab es ja dann auch viele Hilfen, es gab viele finanzielle Unterstützung, die dazu geführt haben, dass tatsächlich die Branche auch relativ stark wieder da war, kurz nach Corona.
00:16:26
Speaker
Ja, ja.
00:16:27
Speaker
Und die Zahlen zeigen es jetzt über die Jahre auch, über die letzten Jahre.
00:16:32
Speaker
Aber das wird ja jetzt nicht mehr passieren.
00:16:35
Speaker
Und jetzt braucht es tatsächlich so eine Transformation im Denken, aber dann auch im Tun aus dem Inneren heraus.
00:16:45
Speaker
Weil es wird keine neuen Finanzhilfen geben, also das Geld...
00:16:50
Speaker
Fließt auch derzeit woanders hin, sicherlich leider Gottes nicht in den Tourismus.
00:16:56
Speaker
Insofern kommen wir ja nicht umhin, uns tatsächlich weiter damit zu beschäftigen, welche Antworten wir auf diese elementaren Fragen finden, die den Tourismus nicht erst seit vorgestern, auch nicht erst seit letztem Jahr, sondern seit einigen Jahren beschäftigen.
00:17:13
Speaker
Ja, genau.
00:17:14
Speaker
Du hattest am Anfang kurz gesagt, es waren auch Startups dabei und die Frage wurde diskutiert, gibt es Innovationen in der Branche?
00:17:24
Speaker
Wie war da so deine Erfahrung?

Herausforderungen für Startups in der Tourismusbranche

00:17:28
Speaker
Wie wurde das vielleicht auch, was wir im Empire 20 Fest auch so herausgearbeitet haben, teilweise schon aufgegriffen?
00:17:34
Speaker
Also die haben das, glaube ich, teilweise gar nicht mitbekommen, weil es waren zwei Tage und das war der zweite Tag.
00:17:39
Speaker
Also so war meine Wahrnehmung jetzt.
00:17:41
Speaker
Was ich aber sehr spannend fand, ist auch mal so eine generelle Betrachtung wurde da geliefert.
00:17:47
Speaker
Also inwiefern überhaupt die Branche investiert, wie viel sie investiert.
00:17:53
Speaker
Was passiert da eigentlich?
00:17:54
Speaker
Also ist da sozusagen ein Drive drin?
00:17:57
Speaker
Gibt es da auch Netzwerke?
00:17:59
Speaker
Gibt es da Förderung und so weiter?
00:18:02
Speaker
Und da muss man sagen, schwierig.
00:18:07
Speaker
Da ist viel, viel Luft nach oben.
00:18:10
Speaker
Das hat sich deutlich gezeigt, auch im Vergleich zu anderen Branchen in Deutschland.
00:18:15
Speaker
Und was auch gezeichnet war, und da gibt es sicherlich schon eine Referenz zum Manifest, insofern, was auf der Bühne auch ganz klar gesagt wurde,
00:18:27
Speaker
ist, dass es herausfordernd ist, mit diesen ganzen Silos zu arbeiten.
00:18:32
Speaker
Also gerade, wenn es um das Thema Daten geht.
00:18:35
Speaker
Weil natürlich alle, die dort saßen, fast alle, haben natürlich auch mit dem Thema KI jetzt zu tun, beziehungsweise nutzen das, um letztendlich auch vielleicht eine Art Innovation in den Markt zu bringen.
00:18:48
Speaker
Und KI braucht Daten.
00:18:50
Speaker
Also die meisten Geschäftsmodelle um dieses Thema KI brauchen Daten, sagen wir es mal so.
00:18:57
Speaker
Und da kam halt dann schon sehr deutlich die Rückmeldung, dass das herausfordernd ist.
00:19:09
Speaker
Dass man die Daten bekommt, dass man sie selber bekommt, strukturiert bekommt, Zugänge bekommt.
00:19:16
Speaker
Und wenn du das tatsächlich auch in einem ganzheitlichen Angebot denkst, dann brauchst du halt verschiedene Akteure, die da zuarbeiten oder steuern, zusteuern.
00:19:25
Speaker
Und da auch ihre Daten sozusagen öffnen.
00:19:29
Speaker
Und das ist ja ein Thema, was wir schon lange haben.
00:19:32
Speaker
Das ist ja auch nicht jetzt erst seit KI ein Thema.
00:19:35
Speaker
Aber dennoch, und das war mal insofern erfrischend zu hören, dass da junge Menschen, die jetzt dann erst doch so ein paar Jahre in der Branche sind, das so deutlich sagen.
00:19:47
Speaker
Und das haben wir ja auch im Manifest ganz stark adressiert, dieses Aufbrechen, Kooperationen, offene Daten, weg mit den Silos und so weiter.
00:19:56
Speaker
Und da schien mir so, da ist auch noch Luft nach oben.
00:20:02
Speaker
Ja, also daher war das schon sehr, also insgesamt sehr, sehr spannend, auch für mich sehr spannend, weil ich höre dann gerne, wie gesagt, auch zu, weil ja alles das, was dort gesagt wird, sei es auch noch so praktisch, einem immer etwas sagt auch über die, ja, wie blicken die Menschen eigentlich generell gerade so auf die Branche, auf das, was passiert und
00:20:29
Speaker
Und einfach auch so die Stimmung.
00:20:31
Speaker
Also wie ist so die Stimmung?
00:20:34
Speaker
Die ist grundsätzlich schlecht, das muss man sagen, aber da muss man auch so ein bisschen, das ist ein bisschen zynisch jetzt, die ist im Tourismus nie schlecht.
00:20:43
Speaker
Also hat auch was Gutes.
00:20:48
Speaker
Aber ich denke mal tatsächlich, was jetzt das Impulse for Johnny Fest angeht und die Dinge, die da drin stehen und die wir ja hier auch, wie gesagt, der Next Top Future schon immer mal mit besprechen, da bin ich mir tatsächlich nicht sicher, inwiefern die wirklich verfangen haben.
00:21:07
Speaker
Ja, und da finde ich, glaube ich, dann auch solche Veranstaltungen immer auch ganz hilfreich.
00:21:12
Speaker
Es ist wie so ein Stück weit eine Spiegelung natürlich auch, dass zum einen, wie kann die Transferleistung gelingen?
00:21:20
Speaker
Also von vielleicht dieser Metaebene hin dann eben auch in die einzelnen Bereiche und was braucht es dann eigentlich vielleicht auch an Transferleistung, um das eben auch ja nicht nur kommunikativ, sondern vielleicht auch in eine Handlung zu übersetzen.
00:21:35
Speaker
Ja.
00:21:36
Speaker
Ich muss auch zugeben, das ist für mich auch oftmals eine Herausforderung.
00:21:40
Speaker
Aber dafür ist sowas immer ganz hilfreich, eben dann auch nochmal zu schauen, wie kann man das tatsächlich vielleicht auch nochmal anders aufbereiten oder anders erklären oder sowas.
00:21:50
Speaker
Ja, total, total.
00:21:51
Speaker
Also das hilft ungemein und
00:21:56
Speaker
Genau, also es ist, wir wollen ja die Menschen auch erreichen.
00:22:00
Speaker
Also wir sollen den Elfenbeinturm da sitzen und tolle Dinge irgendwie formulieren.
00:22:07
Speaker
Damit ist es nicht getan.
00:22:10
Speaker
Dennoch glaube ich tatsächlich, also ich habe es ja schon gesagt auch, dass das KI-Thema sehr dominant war, nicht überraschend.
00:22:17
Speaker
Und das ist halt schon so auch so was, weißt du, was ich schon ganz oft gesehen habe in der Vergangenheit mit verschiedenen Themen.
00:22:23
Speaker
Und das ist so ein bisschen, da ist bei mir so ein bisschen schon dieses Bauchgefühl, da wiederholt sich dann vieles.
00:22:29
Speaker
Weißt du, von der
00:22:32
Speaker
von dem, wie es dann auch sozusagen immer durch die nächste Reihe getragen wird und wie es dann so dem einen wichtigen Thema auserkoren wird.
00:22:44
Speaker
Und dann dreht sich alles.
00:22:45
Speaker
Weil in der Komplexität und in der Korrelation nichts gesehen wird.
00:22:49
Speaker
Ja.
00:22:49
Speaker
Dann manchmal eben so schade, dass dann halt wirklich, wenn wir jetzt KI mit Digitalisierung als Megatrend nehmen, hat er ja einfach
00:22:57
Speaker
eine ganz klare Korrelation mit ganz vielen anderen Themen oder anderen Megatrends.
00:23:01
Speaker
Und das ist dann sicherlich so, vielleicht auch sehr typisch natürlich, wenn wir von der Digitalbranche reden.
00:23:07
Speaker
Die haben momentan einfach dieses Thema, was die Praktik trifft.
00:23:11
Speaker
Aber gleichzeitig braucht es dann eben auch immer mal wieder so diesen Blick darüber hinaus zu weiten.
00:23:16
Speaker
Und ich finde, das ist so auch das, was du am Anfang gesagt hattest.
00:23:21
Speaker
So 2020 gab es einfach die Pandemie.
00:23:23
Speaker
Das war dann die,
00:23:25
Speaker
die vorherrschende Krise.
00:23:27
Speaker
Momentan haben wir eine andere Situation und es ist ja auch das, worüber wir immer wieder sprechen, dass gleichzeitig versucht wird, die neue Situation in einem alten System zu halten.
00:23:36
Speaker
Und ich glaube, das ist ja auch so unser Ansatz mit dem Impuls zu sagen, hey, wir brauchen hier wirklich eine transformative Leistung, wenn Tourismus und Zukunft eben auch gut stattfinden will, sodass es eben auch die Lebensräume, wo die Touristen und die Reisenden hinkommen, dann eben auch wirklich wertvolle Orte bleiben.
00:23:54
Speaker
Und
00:23:55
Speaker
Das ist ja im Grunde genommen auch unser Ziel zu sagen, wir brauchen einfach wirklich diesen Gedanken von Lebensraum, von Destinationen als gestaltbaren Ort, wo alle mitarbeiten, weil das sind ja die Orte, wo die Menschen hinfahren.
00:24:08
Speaker
Ja, und das ist das Produkt.
00:24:11
Speaker
Also bei allem Optimieren vorne in den Funnel und jetzt mit dem Aufstieg der Agenten am Ende buchst du ein tatsächliches Produkt.
00:24:22
Speaker
Und das Produkt,
00:24:24
Speaker
ist tatsächlich das Ausschlaggebendste dann beim Modreisen.
00:24:29
Speaker
Und wenn es da knirscht oder Dinge nicht mehr möglich sind oder...
00:24:34
Speaker
das wegbrechen oder was auch immer es ist, dann hilft dir die beste Technologie nichts.
00:24:45
Speaker
Und daher nochmal auch der Appell, oder war das glaube ich wichtig zu sagen, ihr habt alle darauf Einfluss.
00:24:53
Speaker
Ihr habt alle Einfluss, wie dieses Produkt am Ende aussieht, weiter aussieht, wie es auch in zehn Jahren noch funktionieren kann.
00:25:02
Speaker
Genau, und vielleicht ist es auch ein ganz schöner Übergang zum Produkt, zum österreichischen Tourismustag.
00:25:11
Speaker
Das war eine Woche vorher, also bevor du in Berlin

Ganzjahrestourismus in Österreich

00:25:15
Speaker
warst.
00:25:15
Speaker
Und das hat ein paar Parallelen, unter anderem, dass du warst in Berlin mit dem Florian Bauhuber, ich war in Wien mit dem Florian Bauhuber unterwegs.
00:25:24
Speaker
Und wir haben dort auf dem österreichischen Tourismustag zusammen ein Inspiration Lab gesetzt.
00:25:28
Speaker
gestalten können.
00:25:29
Speaker
Hatten glaube ich ungefähr anderthalb Stunden und da ging es tatsächlich eben Produkte neu erzählen und ganz klar der Fokus war eben zu schauen, Gänztjahres Tourismus in Österreich
00:25:41
Speaker
Und das ist natürlich auch nochmal so, wirklich, das zeigte sich dann tatsächlich auch nochmal so in der Übersetzung dann auch, was braucht es eigentlich, um dann wirklich auch aus einem Produkt ein Ganzjahresangebot zu machen.
00:26:01
Speaker
Ja, das ist sicherlich, spiegeln sich darin so verschiedene Dinge wieder.
00:26:07
Speaker
Zum einen, dass wir halt wirklich sehen, dass dieser klassische Sommer- oder Winterurlaub einfach nicht mehr so vermarktet und auch gekauft werden kann, wie das früher war.
00:26:19
Speaker
Aber nicht nur, weil sich die Lebensstile verändern, weil die Menschen vielleicht antizyklisch fahren oder so.
00:26:24
Speaker
weil der Sommerurlaub eben nicht mehr klassisch am Mittelmeer aufgrund der Hitze stattfindet, sondern vielleicht eher in der Nebensaison und im Wintertourismus haben wir Probleme vielleicht mit dem Thema Schnee.
00:26:35
Speaker
Also das heißt, wir haben diese äußeren Bedingungen, wir haben aber auch diese inneren Bedingungen, dass wir das Menschen anders reisen und darüber kommt dann sozusagen die Frage, wie kann man das aber machen, wenn vorher sozusagen vielleicht klassisch ein Produkt von etwas abhängig war wie Sommerurlaub oder wie Winterurlaub und
00:26:53
Speaker
Das war so ein bisschen auch so die Frage und auch die, womit wir uns beschäftigt haben, wie kann eigentlich Relevanz geschaffen werden?
00:27:00
Speaker
Also was, wie kann sozusagen ein Tourismus ganzjährig funktionieren, indem er einfach sozusagen sich relevant macht über zum Beispiel ein Thema, das ein gewisses Bedürfnis bei den Menschen anspricht?
00:27:15
Speaker
Da haben wir natürlich unterschiedliche Themen.
00:27:17
Speaker
Zum Beispiel das Thema auch vielleicht Gesundheit sein.
00:27:19
Speaker
Da wurde das gerade auch vorhin Longevity genannt als Beispiel.
00:27:23
Speaker
Es kann aber natürlich auch das Thema sein, wie ganz schlicht Erholung und Entschleunigung.
00:27:28
Speaker
Das aber sozusagen zu schauen, wo habe ich hier eigentlich eine Trendbeobachtung zu machen, um dann zu schauen, was sind eigentlich so die Resonanzebenen, auch die Resonanzfaktoren drin.
00:27:38
Speaker
Was brauchen die Menschen in dem Moment?
00:27:39
Speaker
Womit resonieren sie?
00:27:42
Speaker
Und was sind eigentlich dann auch die Themen, die dahinter stecken?
00:27:44
Speaker
Es ist vielleicht eher eine größere Geschichte, die erzählt wird.
00:27:47
Speaker
Es ist aber vielleicht auch eher sozusagen tatsächlich willig Begegnung, willig Natur und darüber Relevanz generieren.
00:27:54
Speaker
Und das klingt jetzt vielleicht auch erstmal so einfach.
00:27:56
Speaker
Wir hatten dann auch zwei Gäste.
00:27:58
Speaker
Wir hatten ein Panel dann auch.
00:27:59
Speaker
Da war der Sepp Schweiger von der EDA-Collection, Maria Almdab.
00:28:03
Speaker
und Thomas Michö von Weißensee.
00:28:06
Speaker
Und die beiden haben dann so ein bisschen auch eben erzählt, wie weit sie sind, was sie tatsächlich irgendwie auch machen momentan, ob man es überhaupt als Ganzjahrestourismus verstehen kann.
00:28:20
Speaker
Und das waren ganz schöne Beispiele, weil sie halt auch gezeigt haben, wie sehr sie eben auch mehr über Emotionen eigentlich arbeiten.
00:28:28
Speaker
Aber eben auch und
00:28:30
Speaker
Das ist auch was, was du eben schon mal genannt hattest, wo es auch wieder eine Parallele gibt.
00:28:33
Speaker
Es braucht einfach dieses kooperative Denken und das Denken eben in größeren Räumen.
00:28:37
Speaker
Also ich kann mich alleine entscheiden, ganz Jahrestourismus zu machen, wenn alle anderen Akteure nicht mitmachen.
00:28:44
Speaker
Also
00:28:45
Speaker
wenn die Bergbahn nicht fährt oder wenn die Restaurants geschlossen haben.
00:28:49
Speaker
Also das sind natürlich ganz klassische Dinge, wo man sagen kann, okay, dann ist es halt sehr schwierig, einen Ganzjahrestourismus anzubieten, wenn die Infrastruktur vor Ort einfach nicht existent ist.
00:28:58
Speaker
Das heißt, das sind vielleicht so Grundvoraussetzungen, da sind gemeinsame Visionen eben auch, dann auch hier wieder Tourismus neu zu denken.
00:29:07
Speaker
aus der Destination auch wieder heraus und dann eben auch zu sagen, okay, was spreche ich eigentlich an?
00:29:15
Speaker
Mit welchem Gefühl oder mit welchem Resonanzraum arbeite ich auch?
00:29:20
Speaker
Und das war tatsächlich so ganz spannend, eben auch mit den beiden zu besprechen.
00:29:27
Speaker
Thomas Michio mit dem Weißen, sie haben eine richtige Ressource natürlich, weil sie einfach seit Jahrzehnten mit Nachhaltigkeit arbeiten.
00:29:34
Speaker
Das ist also sozusagen
00:29:35
Speaker
ihr Kernthema.
00:29:38
Speaker
Gleichzeitig aber auch irgendwie versuchen, sehr modern dann auch wieder zu agieren.
00:29:42
Speaker
Und Sepp Schweiger mit der EDA-Collection halt auch tatsächlich immer wieder Lücken füllt und mutig ist mit Dingen, die er besetzt.
00:29:51
Speaker
Was er einfach auch wirklich sehr frühzeitig auf Trends oder auf Bedürfnisse reagiert und dann eine neue Marke innerhalb des Orts schafft.
00:30:00
Speaker
Und damit natürlich auch den Ort wieder prägt.
00:30:03
Speaker
Und
00:30:06
Speaker
Und wir haben dann hinterher auch noch, wir haben ein bisschen eben auch interaktiv mit Abfragen, mit dem Mentimeter gearbeitet und ganz klar war dann eben auch so, dass häufig schon auch ein Gefühl tatsächlich für gewisse Trends da ist, aber oftmals sozusagen diese Übersetzung dann tatsächlich auch fehlt.
00:30:26
Speaker
da einfach auch sozusagen dann in den einzelnen Destinationen vielleicht noch diese Arbeit geleistet werden muss, um dann ganz Jahrestourismus möglich zu machen.
00:30:36
Speaker
Aber das Schöne war halt gerade auch wirklich, dass es oftmals eine Investition braucht am Anfang, um dann tatsächlich das Produkt eben auch am Ende rauszubekommen.
00:30:44
Speaker
Und das hat eben auch der Herr Sepp Schweiger nochmal ganz klar gesagt, natürlich würden wir es nicht machen, wenn es sich am Ende nicht lohnen würde, so ungefähr.
00:30:50
Speaker
Aber habt ihr da auch so ein bisschen auf die Volumina geschaut?
00:30:56
Speaker
Ich glaube, das ist ja schon eine ordentliche Herausforderung für eine Destination, sage ich jetzt mal, die so wirklich ein absolutes Winterziel ist.
00:31:07
Speaker
Oder schon auch ein sehr gutes Sommerziel, wobei in Österreich sind das viele, ehrlicherweise.
00:31:15
Speaker
Aber dennoch ist es ja Fakt, dass jetzt mal die
00:31:20
Speaker
das Gro, gerade bezogen auf Familien, die werden ja weiter abhängig sein von Ferienzeiten.
00:31:27
Speaker
Und diese Ganzjahressicht, die bezieht sich ja dann höchstwahrscheinlich auch auf andere C-Gruppen, auf eine andere Altersklasse vielleicht durchaus auch.
00:31:42
Speaker
Und da frage ich mich immer, wie man da tatsächlich dann auch einen guten Shift hinkriegt.
00:31:49
Speaker
Du hast gerade das Thema auch Infrastruktur angesprochen und ich weiß auch, dass das Thema tatsächlich nicht gerade so leicht ist, auch zum Beispiel im Hinblick auf ein Hotel, also wenn du so ein Hotel bist.
00:32:05
Speaker
Familienhotel nun mal bist, dann bist du im Familienhotel.
00:32:09
Speaker
Und wenn du das natürlich anders gestaltest oder offener gestaltest oder ich sage mal breiter von deinem Portfolio her, dann kannst du vielleicht mehr ansprechen, aber dann musst du durchaus ja auch mehr tun.
00:32:22
Speaker
Du musst dann mehr Zielgruppen ansprechen und du hast mehr zu tun über das ganze Jahr, je nachdem, was du natürlich auch für eine Auslastung haben möchtest oder letztendlich eigentlich auch benötigst.
00:32:32
Speaker
Also da gibt es ja verschiedene...
00:32:34
Speaker
Denkweisen, sage ich mal, oder Ansätze und das finde ich immer ganz spannend, weil gerade diese zum Beispiel, ganz viele haben in den letzten Jahren auch im Thema Wellness investiert und da sind ja teilweise wie so kleine Destinationen in sich entstanden.
00:32:52
Speaker
Also das Hotel ist quasi die Destination, ja, mit allem Möglichen, was du dann da machen kannst und dann noch ein Fitnesspark und hier noch ein Becken und
00:32:59
Speaker
und so weiter und so fort.
00:33:01
Speaker
Aber das musst du halt auch verkaufen.
00:33:03
Speaker
Also das musst du halt auch auslasten über das ganze Jahr.
00:33:07
Speaker
Und das ist natürlich auch mal die Frage, wenn ich sozusagen eine Insel innerhalb eines Ortes aufstelle, ist das dann sozusagen noch ein ganzheitliches, kooperatives Denken.
00:33:14
Speaker
Also das ist immer die Frage, inwieweit spreche ich mich dann wirklich auch ab und inwieweit.
00:33:19
Speaker
Und ich glaube, das ist es sicherlich auch da, dann wirklich diesen Schritt erstmal zu wagen und zu schauen, okay, ich bin vielleicht ein Familienhotel, ich bin eigentlich an Ferien gebunden.
00:33:26
Speaker
Aber was bedeutet es eigentlich, wenn ich sozusagen im Ort selber, wenn der Gedanke des Ganzjahrestourismus existiert, kann ich mich als Hotel vielleicht für ein paar Wochen rausziehen, ändere ich in den Monaten oder in den Wochen sozusagen meine Marketingstrategie?
00:33:41
Speaker
Also ich glaube, hier braucht es dann wirklich auch einfach dieses kooperative Denken, um das gemeinsam eben auch zu besprechen.
00:33:48
Speaker
Und ich glaube, da gibt es auch keine One-Fits-All-Lösung.
00:33:53
Speaker
Wichtig ist es aber tatsächlich eben genau dieses Feld, also dieses Spannungsfeld nicht in entweder oder, entweder ich spreche alle an oder ich spreche einfach nur die gezielte Gruppe dessen an, also dass ich da meinen eigenen
00:34:12
Speaker
meinen eigenen Prinzipchen in einer gewissen Weise natürlich treu bleibe und dennoch vielleicht auch offen bin für Wandel, den man beobachtet.
00:34:19
Speaker
Wenn wir uns anschauen, Familie kann ja auch mehr Generationen-Familien sein, was auch immer.
00:34:23
Speaker
Also ich denke, das ist, wenn wir über
00:34:27
Speaker
Wir haben darüber gesprochen, die Rückmeldungen waren unterschiedlich.
00:34:31
Speaker
Also Sepp Schweiger hat gesagt, natürlich, wie gesagt, er würde es nicht anders machen.
00:34:34
Speaker
Aber sie haben natürlich auch verschiedene Marken, die verschiedene Zielgruppen ansprechen.
00:34:39
Speaker
Also das ist natürlich auch ein Kern dessen.
00:34:42
Speaker
Und dann, glaube ich, ist es immer so, vielleicht auch der Schritt in diese Investition oder den Mut zu haben, erstmal diesen Weg zu gehen und sich davon zu verabschieden, dass ich irgendwie
00:34:56
Speaker
dass ich diese klassischen Saisondenken habe.
00:35:00
Speaker
Okay, wir versuchen erst und haben vielleicht
00:35:05
Speaker
20 Tage im Jahr zu und also dass es da wirklich dann eine Entscheidung ist und zu schauen, was bedeutet es eigentlich und dann auch wieder diese Zukunftsperspektive zu haben.
00:35:14
Speaker
Ja, hier wird vielleicht über Sommer und Winter ist bespielt worden und Sommer hat natürlich und vielleicht kommen wir gleich nochmal dazu auf die Alpen, hat natürlich in den Alpen durchaus ein, ein, ist es,
00:35:26
Speaker
wenn ich überlege, ich möchte an Orte, die nicht übersitzt sind und ich brauche einen See und ich habe viele Seen und also Berge, frische Luft, whatever, das ist natürlich irgendwie ein tolles Thema für den Sommer, aber wenn ich im Winter tatsächlich dann eben sozusagen nicht mehr das
00:35:41
Speaker
klassische Produkt Skifahren anbieten kann, muss ich mich natürlich irgendwie anders entscheiden.
00:35:47
Speaker
Zumal es sozusagen auch einfach das Bedürfnis da ist, bei eben Nichtfamilien in Nebensaison zu verreisen.
00:35:55
Speaker
Und das finde ich ist schon erstmal so die gute Nachricht darin, dass es tatsächlich möglich ist und vielleicht sogar auch nötig sein muss,
00:36:06
Speaker
wenn ich den Tourismus nachhaltig, also auch ökonomisch nachhaltig, dann eben auch für die Zukunft aufstellen möchte.
00:36:12
Speaker
Ja, das ist ein total spannendes Thema.

Anpassung der Tourismusindustrie an den Klimawandel

00:36:15
Speaker
Und bevor du jetzt gleich nochmal von den Alpen und dem Klima berichtst, gleich noch ein interessanter Einschub auch gezeigt bei den Innovationstagen.
00:36:25
Speaker
Da wurden Daten aus der Reiseanalyse vorgestellt.
00:36:29
Speaker
Das ist sozusagen die Publikation auch so für die Deutschsprache,
00:36:35
Speaker
Reisebranche und da gab es auch das Thema Coolcation und da wurden letztendlich die Menschen auch explizit befragt und jetzt wird man sicherlich vielleicht überrascht sein, vielleicht auch nicht.
00:36:50
Speaker
Tatsächlich ist dort sozusagen aus dieser Umfrage heraus die Meinung so, dass die Menschen trotz der hohen Temperaturen weiter ans Mittelmeer fahren.
00:37:00
Speaker
Also es ist für sie nichts Abschreckendes.
00:37:03
Speaker
Und sie sagen so, ja, also wenn das dann ein bisschen wärmer ist, dann ist das halt so.
00:37:07
Speaker
Und das ist, glaube ich, nochmal ein ganz spannender Punkt.
00:37:10
Speaker
Wir hatten den auch besprochen in unserer Folge, weil da wird ja dann immer schnell gesagt, naja, dann reist du halt in eine kühlere Destination.
00:37:17
Speaker
Und das ist genau nämlich diese Produktfrage.
00:37:20
Speaker
Weil nun mal dieses klassische Pauschalanbot, diese Pauschalreise und die war unter anderem auch ein Thema, dass der Wert der Pauschalreise soll, Marketingseitig wieder ein bisschen mehr in die Schaufenster gestellt werden.
00:37:34
Speaker
Das war auch ein Workshop.
00:37:35
Speaker
Weil dieses Produkt natürlich so in vielen nordischen Destinationen gar nicht existiert.
00:37:42
Speaker
Infrastruktur existiert einfach nicht, die Infrastruktur ist nicht da.
00:37:45
Speaker
Infrastruktur, genau, existiert nicht.
00:37:49
Speaker
Und damit existiert es natürlich auch nicht, die Möglichkeit ist, so zu buchen, offensichtlich zu dem Preis.
00:37:54
Speaker
Und das ist, glaube ich, nochmal etwas, was wir uns immer wieder...
00:37:58
Speaker
wirklich so ein bisschen immer wieder aufs Blatt schreiben dürfen, dass das tatsächlich, und das gilt nicht für alle Zielgruppen, aber das ist schon immer noch eine sehr, sehr große, breite Masse in der Mitte, würde ich jetzt mal sagen,
00:38:15
Speaker
auch aus Gesichtspunkten der Leistbarkeit, ja, und ich möchte jetzt einmal richtig im Jahr groß verreisen, durchaus dann auch so augenblicklich auch solche Dinge in Kauf nimmt, also wie sehr, sehr extreme Temperaturen und das nicht als abschreckend empfindet.
00:38:33
Speaker
Genau, also ich würde da auch unterscheiden zwischen dem, was ist, also genau, wie ist die Infrastruktur, was ist einfach auch einfach buchbar, also wirklich günstig natürlich erreichbar, also von niedrigschwellig buchbar und natürlich auch vom Preis.
00:38:47
Speaker
Und auch natürlich, wie sich die Sommerdestinationen anpassen.
00:38:50
Speaker
Also es ist sozusagen kein Freifahrtsheim, dass irgendwie kühlere Regionen entstehen.
00:38:55
Speaker
da automatisch profitieren.
00:38:58
Speaker
Also das, da hatten wir auch in dem Podcast irgendwie auch drüber gesprochen.
00:39:01
Speaker
Und dennoch glaube ich, dass man sagen kann, dass der Alpenraum als Sommerdestination trotzdem natürlich damit punkten kann.
00:39:08
Speaker
Also es ist natürlich am Coolcation weniger jetzt von der klassischen Trendentwicklung, es ist aber trotzdem ein Marketingbegriff, würde ich sagen, der ganz vielen Leuten mittlerweile ein Begriff ist.
00:39:20
Speaker
Und
00:39:22
Speaker
Viele auch sagen, ja, es klingt eigentlich ganz attraktiv.
00:39:25
Speaker
Aber natürlich ist sozusagen Mittelmeer oder auch die anderen haben natürlich auch noch einfach Emotionen dabei.
00:39:31
Speaker
Also wenn wir uns vorstellen, was wir damit verbinden.
00:39:33
Speaker
Das ist sicherlich eine andere Geschichte, als die wir uns erzählen, wenn wir in die Alpen fahren.
00:39:40
Speaker
Nichtsdestotrotz, und ich glaube, da braucht es dann wieder sozusagen auch diese Zukunftsperspektive und dann auch eben diese Zukunftsperspektive, um diese Entscheidung zu treffen für Jahreszutourismus, ist, wir haben einfach eine alternde Gesellschaft, die reist, die viel für Reis, die aber gleichzeitig eben auch im Sommer von Hitze stärker betroffen ist als jüngere Generation.
00:39:59
Speaker
Also ich glaube, da haben wir sicherlich noch viele Argumente, die dafür eigentlich sprechen, für das Thema von ganz Jahreszutourismus.
00:40:07
Speaker
Ja.
00:40:08
Speaker
Auch aus einer Nachhaltigkeitsperspektive für den Ort hinaus.
00:40:11
Speaker
Also dass ich natürlich irgendwie, wenn die Angebote, die massentourismustauglich sind, haben ja im Grunde genommen auch immer eine doch hohe Belastung auch für den Ort als solches.
00:40:23
Speaker
Wenn ich da ein Stück weit mehr diversifizieren kann, also das heißt im Sinne von natürlich irgendwie mehr die Menschen streuen, ist das natürlich ein Vorteil.
00:40:33
Speaker
Klingt jetzt auch vielleicht viel einfacher, als es dann in der Umsetzung ist, aber ich glaube, das ist eben sozusagen die Entscheidung und diese Entscheidung braucht einfach diese Kooperation und den Blick eben, diese Vision auch zu haben.
00:40:42
Speaker
Absolut, ja und es braucht dann aber auch, wie gesagt, die Infrastruktur und das Denken wirklich über die jeweiligen Zielgruppen.
00:40:51
Speaker
Also bei uns extrem Familie ist natürlich ganz was anderes als ein Ehepaar in den 70ern oder 80ern.
00:41:02
Speaker
Aber das ist dann immer so schnell gesagt und es ist tatsächlich wirklich eine strategische Überlegung und es ist dann aber auch wirklich eine Infrastruktur, Produktseitenüberlegung und natürlich, ja, dann kommt alles andere, Marketing etc.
00:41:19
Speaker
Aber jetzt erzähl doch mal über den Klimagipfel, da warst du doch auch.
00:41:22
Speaker
Genau und da, deswegen war ich auch nicht mit in Berlin, das war so schade.
00:41:30
Speaker
Und der Klimagipfel hat dieses Jahr zum dritten Mal stattgefunden.

Alpenklimagipfel: Klimaschutz und Anpassung im Tourismus

00:41:36
Speaker
Er war auf der Zugspitze und es ist ein Treffen für WissenschaftlerInnen.
00:41:42
Speaker
Also das heißt, WissenschaftlerInnen treffen sich aus den unterschiedlichsten Bereichen, um aber auch ins Gespräch zu kommen mit anderen ExpertInnen aus dem Tourismus, aus der Destinationsentwicklung, aus Unternehmen, aus den Alpen generell, also auch von Initiativen.
00:41:57
Speaker
Und es ist
00:41:59
Speaker
ist auch letztendlich ein Stück weit die Frage, wie entwickle ich Destination oder Ort weiter.
00:42:05
Speaker
Und das heißt, es ist ein Wissenschafts- und Praxispanel und die in diesem Jahr stand im Fokus, wie man ins Tun kommt und ins Handeln kommt.
00:42:18
Speaker
Es war zwei Tage und ich durfte auf dem Panel, auf dem Auftaktpanel sitzen.
00:42:23
Speaker
Das war sehr spannend, weil dort wirklich auch aus verschiedenen Perspektiven eben auf die Zukunft geschaut wurde.
00:42:31
Speaker
Es ging um die Frage, wie man aktiv eben die Zukunft des Alpenraums gestalten kann.
00:42:37
Speaker
Also wie Klimasysteme am Kipppunkt sind, ist sozusagen Fakt.
00:42:40
Speaker
Aber wie kann man sozusagen darauf dann eben auch reagieren?
00:42:44
Speaker
Und mit mir auf dem Panel saßen Klimawissenschaftler, die tatsächlich dann auch nochmal sozusagen ihren Research beigetragen haben, also wie sie tatsächlich auch Szenarien für zum Beispiel Pädagogik.
00:43:01
Speaker
Schneesituationen oder Risikomanagement, also wie ist eine Region vielleicht oder ein Ort dann auch tatsächlich, mit welchen Risiken gibt es da, die durch den Klimawandel eben in Zukunft auftreten können.
00:43:14
Speaker
Das waren der Marc Zebisch, der ist Head of Center for Climate Change and Transformation from Eurac Research.
00:43:21
Speaker
Dann Marc Oleps ist ein Leiter der Abteilung Klimaforschung, der
00:43:26
Speaker
Geos 4 Austria, der viel auch eben in Südtirol macht.
00:43:30
Speaker
Dann noch ein Person, Michael Lenig, der für Schnee- und Lawinenforschung tätig ist, also wie Schneeprozesse eben sind.
00:43:37
Speaker
Und Katharina Zwettler, die hat den Vorsitz momentan vom Klimabeirat der Alpenkonvention.
00:43:44
Speaker
Und sie hat dann eben auch sehr diesen politischen Bereich beleuchtet.
00:43:48
Speaker
Das heißt, wir haben wirklich aus unterschiedlichen Perspektiven darauf schauen können, wie kann sozusagen die Zukunft des Alpenraum aktiv gestaltet werden.
00:43:56
Speaker
Ich glaube, was man so sagen kann, ist das Resümee, wir wissen eigentlich, wir haben unglaublich viel Daten, wir wissen eigentlich ganz viel.
00:44:05
Speaker
Und die Frage ist tatsächlich, wie man jetzt ins Handeln kommt.
00:44:09
Speaker
Und ich kann da natürlich nur sozusagen aus meiner Perspektive von der Zukunftsforschung drauf schauen.
00:44:14
Speaker
Und ich sehe da tatsächlich eben auch verschiedene Entwicklungen.
00:44:18
Speaker
Also gerade wenn wir uns überlegen, wie wird das in der Gesellschaft rezipiert?
00:44:22
Speaker
Also wie kann man sozusagen mit momentan Nachhaltigkeit, hat man ja das Gefühl, ist einerseits irgendwie Thema, aber andererseits wirklich irgendwie auch ein Stück weit, ja,
00:44:33
Speaker
nicht mehr in der Politik so präsent.
00:44:36
Speaker
Und da sieht man tatsächlich so verschiedene Geschwindigkeiten.
00:44:39
Speaker
Also dass einerseits viele Initiativen existieren.
00:44:41
Speaker
Wir haben viel Wissen.
00:44:43
Speaker
Wir haben viele Institute, auch viele Initiativen vor Ort und auch Akteure, die durchaus ja auch das in ihre DNA quasi integriert haben.
00:44:52
Speaker
Das ist ja auch das, was wir immer wieder erleben in Gesprächen.
00:44:56
Speaker
Und gleichzeitig aber eben sozusagen auch dann auf so einer politischen Ebene, wo man eben sieht, okay, da fallen dann vielleicht auch Fördermittel weg.
00:45:03
Speaker
Da ist dann nicht mehr die Unterstützung da, obwohl es eigentlich so notwendig ist.
00:45:08
Speaker
Und das ist erstmal so dieser Status Quo.
00:45:11
Speaker
Und das ist für mich aber auch so gleichzeitig ein Zeichen, dass wir in diesem transformativen Prozess drin sind, weil eben aus dieser Reibung heraus auch ein Stück weit der Islamik entstehen kann.
00:45:22
Speaker
Aber gab es denn da jetzt eine Art Konklusio oder weil du sagst, wo auch ins Handeln kommen, ins Tun kommen?
00:45:29
Speaker
Also hat da jemand zu was gesagt?
00:45:37
Speaker
Es wurde also dieses vom Handeln ins Tun kommen, wurde so aus ganz vielen verschiedenen Perspektiven dann auch nach dem Talk noch beleuchtet.
00:45:44
Speaker
Also es gab dann eben auch ein Panel zum Thema Energie, Energiewirtschaft.
00:45:52
Speaker
Und da wurde dann auch nochmal so ganz klar, eben so wie man mit diesem Thema beschäftigt,
00:45:58
Speaker
bereits im Handeln ist, auch teilweise durchaus auch konträr diskutiert.
00:46:04
Speaker
Ich fand es für mich so sehr spannend, es gab auch noch mal ein Interview mit einem Impact-Investor, der halt einfach auch noch mal gesagt hat, okay, ich kann hier halt wirklich in die Sachen investieren, die tatsächlich einen nachhaltigen Effekt haben für den Aumann.
00:46:20
Speaker
Und es gab dann tatsächlich auch nochmal ein Stück weit am nächsten Tag Best Practices.
00:46:24
Speaker
Da war ich dann tatsächlich nicht mehr da.
00:46:27
Speaker
Aber da wurde so ein bisschen auch nochmal das präsentiert, was bereits existent ist.
00:46:32
Speaker
Zusätzlich dazu gab es am Abend des ersten Tages ein Alp Futures Award, der eben auch an Initiativen und an Produkte auch ausgegeben wurde, die wirklich dann auch schon eine Vorreiterrolle einnehmen und zeigen, wie man ins Handeln kommen sein kann.
00:46:53
Speaker
Und da war ganz spannend, weil wir hatten ja gestartet heute mit dem Impulse-Fernifest und das haben wir ja auch nicht alleine gemacht, sondern da waren ja auch Akteure aus dem Tourismus dabei, unter anderem eben auch der Stefan Egenter vom Allgäu Tourismus und den habe ich tatsächlich dann an dem Award-Abend wieder getroffen.
00:47:13
Speaker
Da schließen sich dann die Kreise, weil nämlich auch Allgäu Tourismus für eines der Produkte nominiert war.
00:47:22
Speaker
Sie haben es am Ende nicht erster Platz geworden, sondern ein Hotel in Südtirol, aber es gab sozusagen einfach auch da schon eine Idee, wie sozusagen diese klassische Gästekarte weiterentwickelt wurde.
00:47:34
Speaker
Also Allgäu Tourismus hat da gezeigt, dass man das Ganze eben auch nochmal weiterdenken kann, nochmal digitaler denken kann, nochmal mehr vernetzt denken kann.
00:47:42
Speaker
Also das sind dann tatsächlich auch so diese Handlungspraxisbeispiele gewesen, wo Nachhaltigkeit im Alpenraum schon gelebt wird.
00:47:52
Speaker
Das heißt, es wurde versucht, tatsächlich diese Ebenen zu verbinden, aber es gab jetzt in dem Sinne kein wirkliches Manifest, wo man sagt, okay, wir müssen das und das hier machen, sondern es war tatsächlich erstmal ein Expertaustausch mit dem Bedürfnis, okay, wir vernetzen uns, um dann ins Handeln zu kommen.
00:48:07
Speaker
gab es sicherlich einige gute und interessante Netzwerke und oder Austausch auch, wo man eben dann auch sehen konnte, da gibt es Gemeinsamkeiten, da kann man vielleicht auch dran arbeiten.
00:48:18
Speaker
Und ich denke, dafür sind solche Foren auch immer ganz wichtig.
00:48:22
Speaker
Ja, ja.
00:48:23
Speaker
Also ich mich da so ein bisschen beifrage, auch bei den, also bei anderen großen Themen, inwieweit letztendlich tatsächlich dann auch so ein bisschen die Transformation oder vielleicht teilweise auch die Disruption,
00:48:40
Speaker
von unten kommt oder eigentlich kommen muss.
00:48:44
Speaker
Weil, wenn ich so auf diese, ob wir jetzt auf die Politik auch gerade schaue, auf die großen Entscheidungen, die gerade getroffen werden oder beziehungsweise was jetzt das Thema Klima angeht, nicht getroffen werden, so muss man es ja sagen,
00:48:59
Speaker
dann ist ja ein elementarer Baustein.
00:49:04
Speaker
Und das ist ja oft auch so ein bisschen dieser Reibungspunkt in den ganzen Diskussionen, wo dann
00:49:11
Speaker
wo wir sehen, auf der praktischen, operativen Ebene passiert viel.
00:49:14
Speaker
Es ist auch viel passiert, auch jetzt bei dem Thema Nachhaltigkeit.
00:49:17
Speaker
Also ich war jetzt auch vor ein paar Tagen wieder in einem Austausch zum regenerativen Tourismus.
00:49:24
Speaker
Und gefühlt, sage ich mal, so was ich von den Menschen höre, die da in diesem Austausch mit waren, ist da auch so ein bisschen eine Resignation.
00:49:36
Speaker
Das ist so im Sinne von,
00:49:38
Speaker
Ja, also die wollen das alle da, ja, aber die sind auch gefordert oder herausgefordert, ja, das Thema weiter zu treiben und tatsächlich in die Umsetzung zu bringen und fühlen natürlich, wie du jetzt auch schon so sagtest, wie man jetzt auch weiß, ja, dass so auf der breiten, in der breiten Wahrnehmung, auch in der Politik, ja, dieses Thema gerade irgendwo, weiß ich nicht, wo wieder gelandet ist, auf welchem Agenda-Punkt.
00:50:05
Speaker
Und da ist ja, ne, da ist ja,
00:50:08
Speaker
Da ist ja so dann diese Reibung im System, wo ich dann auch verstehe, dass, ich sage jetzt mal gerade bei so einem alten Klimagipfel, weißt du, wenn du dann da sitzt mit den Wissenschaftlern und jetzt mal ganz ehrlich gesprochen, wo du dann irgendwann auch sagst, ja gut, also wir wissen das ja jetzt alles.
00:50:22
Speaker
Wir wissen das jetzt alles.
00:50:24
Speaker
So, aber...
00:50:26
Speaker
Was denn jetzt?
00:50:28
Speaker
Wo du dann, und das ist ja genau, weißt du, diese Schwelle, die uns so schwerfällt zu überschreiten, ja, bei ganz vielen.
00:50:36
Speaker
Und, ja klar, ganz, ganz kurz, weißt du, wo du dann merkst so, dass es dann immer wieder in die gleichen Richtungen so ein bisschen abschwenkt, ja, und, und, und
00:50:46
Speaker
Und nichts dagegen.
00:50:48
Speaker
Und das ist das, was wir im Manifest auch sagen.
00:50:51
Speaker
Und dann gibt es diese Initiative und noch eine Initiative.
00:50:54
Speaker
Dann gibt es ein Pilotprojekt.
00:50:56
Speaker
Ich will ja gar nicht sagen, da kann man ja was daraus lernen.
00:51:00
Speaker
Aber mir fehlt da so, wenn es die Politik nicht macht, mir fehlt sozusagen aus der unteren Basis der gemeinschaftliche, kooperative,
00:51:14
Speaker
Wille und auch Vereinigung, wenn ich das mal so naiv sagen darf, um tatsächlich, glaube ich, dann diese Wirkung von unten deutlicher zu machen oder auch diese Anforderungen deutlicher zu machen, wie es ja bei anderen Themen auch teilweise läuft.
00:51:30
Speaker
Ja.
00:51:30
Speaker
Das Spannende hier ist tatsächlich, ich glaube, da treffen so verschiedene Punkte rein, die wir auch schon häufiger diskutiert hatten.
00:51:36
Speaker
Also zum einen, was ich erstmal interessant finde, ist, dass die Bereitschaft, sich für Klimaschutz oder wir nennen es heute ja viel mehr auch dann Klimaanpassungsmaßnahmen, aktiv zu werden, sich einzubringen, ist bei einer großen Mehrheit der Menschen existent.
00:51:53
Speaker
Das heißt aber, die handelnde Mehrheit, die tatsächlich ein Stück weit dieses Nachhaltigkeitsdenken und vielleicht auch handeln, schon unanhält sich für die Minderheit.
00:52:01
Speaker
Das heißt, weil sie leise ist, weil sie vielleicht, und sie fühlt sich sozusagen dadurch auch ein Stück weit, ja, diese Handlungsohnmacht, wo wir jetzt auch auf das Thema Agency kommen, worüber wir auch nochmal, glaube ich,
00:52:13
Speaker
in einem der nächsten Podcasts sprechen werden.
00:52:14
Speaker
Also welche Handlungsoptionen habe ich eigentlich nicht nur als Individuum, sondern eben auch vielleicht als Region, als Institution?
00:52:21
Speaker
Das ist, glaube ich, so ein ganz großer Punkt.
00:52:24
Speaker
Und inwieweit sehe ich dann auch, dass ich sozusagen nicht alleine bin mit meinem Handeln, sondern eben auch ein Resultat habe.
00:52:31
Speaker
Ich brauche also ein Stück weit eine erlebte Wirksamkeit.
00:52:33
Speaker
Diese Selbstwirksamkeit ist ganz wichtig.
00:52:35
Speaker
Und auf der anderen Seite ist es so, dass natürlich dann auch wieder die Frage der Transformation kommt.
00:52:42
Speaker
Und da habe ich mich dann auch mit einem der Klimawissenschaftler unterhalten, der meinte so, ja, wie mache ich das denn eigentlich?
00:52:48
Speaker
Und er hat auch eine Kollegin, die eben auch im Bereich Transformation forscht und sowas.
00:52:52
Speaker
Aber trotzdem ist es halt diese Schwierigkeit, wie überzeugt man dann irgendwelche
00:52:58
Speaker
Landwirtschaft im landwirtschaftlichen Bereich, die Menschen sozusagen, dass es notwendig ist, dass vielleicht sozusagen der Fluss wieder umstrukturiert wird, damit ein Stück weit Überflutungsbereiche geschaffen werden, weil das wichtig ist.
00:53:12
Speaker
Aber natürlich möchte die Landwirtschaft vielleicht im Moment ganz andere Interessen.
00:53:15
Speaker
Und ich glaube, hier ist dann auch wieder sozusagen nicht das
00:53:19
Speaker
Die Unwissenheit ist es nicht, die uns blockiert.
00:53:23
Speaker
Wir haben das Wissen, sondern es sind tatsächlich diese strukturellen Muster.
00:53:26
Speaker
Und da ist es dann, glaube ich, wieder wichtig zu sehen, okay, wir haben hier unterschiedliche Geschwindigkeiten, in die wir uns in die Zukunft bewegen und wir haben eben auch immer wieder diese Gegentrends, ja.
00:53:35
Speaker
Und innerhalb einer Transformation befindend ist eben sozusagen nicht immer nur ein lineares Denken oder ein lineares Handeln nach vorne.
00:53:43
Speaker
Und ich glaube, das ist so schwierig auch eben zu akzeptieren.
00:53:46
Speaker
Ich glaube also, dass es nicht nur bottom-up oder top-down geht, sondern wir brauchen wirklich beides.
00:53:54
Speaker
Und wenn wir uns anschauen, wie schnell die Politik in die eine oder in die andere Richtung schwanken kann, kann das ja auch wieder schnell in die eine Richtung, Richtung Nachhaltigkeit und Investitionen in nachhaltige Projekte schwanken.
00:54:05
Speaker
Das ist vielleicht so das eine, aber natürlich, und da gebe ich dir völlig recht, es braucht diese Vernetzung.
00:54:12
Speaker
Und deswegen, glaube ich, ist auch dieser Alpenklimagipfel so wichtig, weil er aufzeigt.
00:54:16
Speaker
Also allein, wie viele Projekte bei diesen All-Future-Awards eingereicht wurden, zeigt, wie viele Initiativen oder wie viele Sachen schon umgesetzt sind und die es beworben haben.
00:54:28
Speaker
Das aufzuzeigen, gibt dann, glaube ich, auch dem Individuum wieder ein Stück weit die Sachen.
00:54:33
Speaker
Okay,
00:54:34
Speaker
Es ist ja doch nicht so.
00:54:35
Speaker
Ich bin ja doch nicht alleine in dieser ganzen Sache.
00:54:39
Speaker
Das wäre für mich wirklich auch nochmal so ein Angel oder der Kernpunkt, dass es da eigentlich wie so eine Kompetenzinitiative, Plattform braucht, wo jeder eben auch seine Kompetenzen mit reinbringen kann und sichtbar gemacht wird.
00:54:55
Speaker
Ich glaube, wir brauchen, wir haben ja im letzten Podcast über Narrative gesprochen und ich glaube, wir brauchen eben auch dieses
00:55:00
Speaker
diese Sichtbarkeit, dass wir sehen können, wo ist hier schon Transformation, wo findet vielleicht schon Transformation statt?

Systemische Veränderungen im Tourismus

00:55:10
Speaker
Ja, also ich sehe das ähnlich, wobei ich da wieder sagen muss, es gibt diese Plattform und da ist immer die Frage, was ist daraus dann tatsächlich auch erwachsen?
00:55:20
Speaker
Also ich will das gar nicht kleinreden, aber es ist genau, also ich glaube,
00:55:27
Speaker
Es ist so eine Mischung aus vielen Dingen und das macht es nicht umso einfacher.
00:55:33
Speaker
Und wie du halt sagtest auch, es ist glaube ich wirklich ein sehr wichtiger Punkt, ist die Kurzfristigkeit der Politik, was das angeht.
00:55:45
Speaker
Also im Sinne von auch der Wahlperioden und
00:55:48
Speaker
Also das ist ja auch, glaube ich, denke ich mal, zu Genüge auch gesprochen, wie heute augenscheinlich.
00:55:54
Speaker
Und letztendlich wissen wir es zum Teil auch, wo Politik funktioniert oder Politik gemacht wird.
00:56:01
Speaker
Und das hatten wir ja auch schon mal gesagt.
00:56:04
Speaker
Und da kommen wir wieder zu diesem Systemblick, dass wir tatsächlich...
00:56:11
Speaker
politisches System haben und Wirtschaftssystem wurde eh schon im Kontext von Nachhaltigkeit und regenerativen Ansatz ganz viel besprochen, aber auch Bildungssystem, also das könntest du ja auch, diese verschiedenen Systeme, die sich in unserer Gesellschaft sozusagen etabliert haben, hineingefressen haben, muss man ja manchmal so sagen, die sind sozusagen in ihrem Bau, in ihrem Aufbau für das, was wir
00:56:36
Speaker
draußen erleben dürfen, was auf uns zukommt.
00:56:41
Speaker
Auch die, ich sage mal, eine gewisse Schnelligkeit, gerade jetzt auch bei diesem KI-Thema, das können wir nochmal eine andere Folge darüber machen, sind die insofern eigentlich nicht mehr so ganz brauchbar.
00:56:54
Speaker
Und ich glaube, das ist das, was uns immer wieder auf die Füße fällt, so ein bisschen, weißt du, oder wo du dann merkst einfach, dass
00:57:03
Speaker
die guten Ideen, die ja dennoch aus diesen Systemen kommen oder die da rauskommen, weil einige so ein bisschen ausbrechen und tatsächlich kooperativ denken oder es sich erlauben, mal ganz quer zu denken.
00:57:17
Speaker
Obwohl quer darf man ja gar nicht mehr nehmen, das Wort.
00:57:19
Speaker
Innovativ.
00:57:22
Speaker
Also, weißt du, was ich meine?
00:57:25
Speaker
Out of the box, genau, out of the box.
00:57:29
Speaker
Die schaffen es dann aber nur zu einem gewissen Grad, weil natürlich sie dann an die anderen Grenzen von diesen bereits bestehenden Systemen stoßen.
00:57:38
Speaker
Ja, ja.
00:57:39
Speaker
Und da mag ich tatsächlich dann auf den langfristigen Blick wieder verweisen.
00:57:42
Speaker
Und das ist natürlich total unbefriedigend, wenn man sich in dem Moment anschaut und denkt, ich möchte oder wir müssen vielleicht ja sogar etwas machen, um sozusagen auf den Alpenraum, der ja wirklich sehr, sehr sensibel ist, was das Klima, was den Klimawandel anbelangt.
00:57:55
Speaker
zu schützen oder anzupassen oder darauf zu reagieren.
00:57:59
Speaker
Und gleichzeitig ist es aber so, dass wir dann irgendwie über, wenn wir die Entwicklung über einen längeren Zeitraum uns anschauen, dann eben doch diesen Fortschritt sehen und dass dann diese Initiativen dann doch irgendwann vielleicht in einer anderen Form entstehen.
00:58:12
Speaker
aber dann doch irgendwie auch das, ihre Ideen irgendwie ins Umsetzen kommen.
00:58:16
Speaker
Aber es braucht halt einfach Zeit.
00:58:18
Speaker
Und da, glaube ich, kommen wir wieder so an diese Systemlogik heran, wo wir sagen können, okay, das System versucht sich halt so lange wie möglich selbst zu erhalten.
00:58:25
Speaker
Und ja, die politische Situation ist da gerade nicht besonders förderlich für.
00:58:30
Speaker
Aber vielleicht ist auch das einfach nur ein...
00:58:33
Speaker
eine Reaktion des Systems auf die vielen Transformationen und die vielen Krisen, die wir momentan haben.
00:58:38
Speaker
Und ich glaube, das ist sicherlich schon nochmal eine Ausnahmesituation, die es momentan einfach auch so schwierig macht, weil wir halt wirklich viele Krisen haben, die das Thema Klimawandel alle in irgendeiner Weise mit integriert haben und trotzdem sozusagen den Megatrend ein Stück weit aus dem öffentlichen Diskurs
00:59:01
Speaker
kicken, sage ich jetzt mal.
00:59:02
Speaker
Ja, ja.
00:59:02
Speaker
Spannend.
00:59:02
Speaker
Sehr spannend.
00:59:08
Speaker
Mensch, dann haben wir mal ein bisschen von uns berichtet heute, von unseren Aktivitäten und Events.

Schlussfolgerungen und Ausblick

00:59:17
Speaker
Genau, ja, wir hoffen, das hat den einen oder der anderen vielleicht gefallen oder ihr habt vielleicht auch Fragen, dann schreibt uns, kommentiert gerne.
00:59:27
Speaker
Es sind, glaube ich, Themen dabei heute gewesen, die sehr, sehr viele umtreiben.
00:59:32
Speaker
Eigentlich nicht nur in der Tourismusbranche, aber natürlich, insofern war das heute mal so ein bisschen der Fokus.
00:59:37
Speaker
Genau.
00:59:39
Speaker
Und ja, den werden wir beim nächsten Mal, glaube ich, so ein bisschen weiterführen.
00:59:43
Speaker
Du hattest vorhin schon gesagt, diesmal verraten wir es mal wieder, was wir beim nächsten Mal eigentlich machen.
00:59:48
Speaker
Erzähl doch mal.
00:59:50
Speaker
Nächsten Mal über das Thema Agency oder beziehungsweise Agency auch gerade im Tourismus sprechen.
00:59:55
Speaker
Was bedeutet das eigentlich?
00:59:59
Speaker
Was verstehen wir unter Agency?
01:00:01
Speaker
Was verstehen wir unter Handlungsmacht und Optionen?
01:00:03
Speaker
Oder gerade die Optionen eben zu handeln und
01:00:07
Speaker
an wen oder wer da eigentlich sozusagen alles beteiligt ist.
01:00:12
Speaker
Sehr gut.
01:00:13
Speaker
Also seid gespannt, was sich dahinter verbirgt.
01:00:18
Speaker
Ich glaube, wir werden da auch perspektivisch auch mal was zum Lesen rausgeben.
01:00:23
Speaker
Da kann man sich das dann auch noch mal ein bisschen genauer anschauen.
01:00:25
Speaker
Aber erst mal beim nächsten Mal einfach zuhören und beim Kaffeetrinken oder wo auch immer.
01:00:31
Speaker
Supi.
01:00:31
Speaker
Was machst du heute noch, Anja?
01:00:33
Speaker
Hast du noch was vor?
01:00:35
Speaker
Weiter, hoch die Hände oder wie auch immer.
01:00:37
Speaker
Natürlich noch schwimmen, ja.
01:00:39
Speaker
Schwimmen, natürlich schwimmen.
01:00:41
Speaker
Sehr gut.
01:00:42
Speaker
Das ist ja fröhlich und ja.
01:00:44
Speaker
Schwimmwetter, oder?
01:00:45
Speaker
Ja, geht eigentlich.
01:00:46
Speaker
Das ist nie mehr zu warmem Wasser, muss ich sagen.
01:00:49
Speaker
Am liebsten ganz, ganz früh momentan, weil das Wasser doch, das ist dann sehr anstrengend.
01:00:53
Speaker
Also es macht dann für mich...
01:00:55
Speaker
Es macht nicht mehr so Spaß.
01:00:56
Speaker
Ja gut, du bist im Schwimmbad, im Kleibad irgendwie.
01:01:00
Speaker
Kleibad, genau.
01:01:01
Speaker
Es wird nur durch Sonne aufgeheizt, aber das ist momentan tatsächlich, also die letzten Tage waren es einfach 27 Grad.
01:01:08
Speaker
Und wenn dann noch die Sonne von oben scheint, ist es wirklich mehr Badewanne.
01:01:13
Speaker
Badewanne, ja.
01:01:16
Speaker
Ja, bei uns ist der See wieder abgekühlt.
01:01:17
Speaker
Wir hatten ja ganz viel Regen hier und die Temperaturen sind ein bisschen gesunken und jetzt geht es gerade wieder hoch und daher ist es doch schon noch erfrischend.
01:01:26
Speaker
Also ich bin da tatsächlich sehr empfindlich aus dem Thema.
01:01:32
Speaker
Mal gucken, ob ich heute reingehe.
01:01:33
Speaker
Weiß ich noch nicht.
01:01:34
Speaker
Ich schaue es mir mal an.
01:01:35
Speaker
Die Tochter auf jeden Fall.
01:01:38
Speaker
Wunderbar.
01:01:39
Speaker
Erstmal ein schönes Wochenende.
01:01:42
Speaker
Danke fürs Zuhören.
01:01:43
Speaker
Wir sehen und hören uns.
01:01:45
Speaker
Tschüss.