Transcript
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Next Stop Future.
Speaker: Heute sind Anja und ich mal wieder zu zweit und wir nehmen euch mit zu drei Veranstaltungen, auf denen wir in den letzten Wochen unterwegs waren.
Speaker: Ich war bei den VIR-Innovationstagen in Berlin.
Speaker: Dort habe ich zusammen mit Florian Bauruber eine Keynote zum Impulse for Travel Manifest gehalten.
Speaker: Anja war auf dem Alpen-Klimagipfel auf der Zugspitze.
Speaker: Und in Wien beim österreichischen Tourismustag.
Speaker: Dort ging es um die Frage, wie kann Ganzjahrestourismus eigentlich gelingen?
Speaker: Drei Bühnen, drei Themen und doch überall dasselbe Muster.
Speaker: Am Wissen scheitert es nicht.
Speaker: Mehr wissen können wir eigentlich kaum noch.
Speaker: Die spannende Frage ist, wer nimmt die Gestaltung tatsächlich in die Hand?
Speaker: Und warum ist das durchaus so schwer?
Speaker: Denn das zieht sich durch alle Gespräche.
Speaker: Gestaltung ist natürlich keine Solodisziplin.
Speaker: Sie braucht Kooperation.
Speaker: Sie braucht das Denken in größeren Räumen und manchmal auch den Mut, aus alten Mustern auszubrechen.
Speaker: Genau darüber sprechen wir heute, wie immer ehrlich, mit wachsamem Optimismus und mit ein paar Geschichten aus der Praxis.
Speaker: Viel Freude beim Zuhören.
Speaker: Hallo Anja, ich grüße dich.
Speaker: Hallo Katharina.
Speaker: Heute mal wieder zu zweit.
Speaker: Heute mal wieder zu zweit, genau.
Speaker: Wir hatten die letzten beiden Folgen, haben ja wunderbare Gäste bei uns.
Speaker: Ja.
Speaker: Die Katja und dann die Anne.
Speaker: Genau.
Speaker: Und heute machen wir mal wieder eine Zweierrunde.
Speaker: Genau.
Speaker: Wir waren bei einigen Orten unterwegs.
Speaker: Wir hatten einige Veranstaltungen.
Speaker: Da würden wir heute gerne ein bisschen von erzählen, was wir da gemacht haben.
Speaker: Vielleicht auch Erfahrungen mitgebracht haben.
Speaker: Ich finde, aus meiner Perspektive, wenn ich zu Veranstaltungen eingeladen werde, dann ist es ja immer, ich habe meistens einen Beitrag, aber gleich kommt ja auch irgendwie so ganz viel immer, was man mitnimmt.
Speaker: Das ist ja, finde ich, immer so ein Austausch und ich
Speaker: Ich komme ja dann auch mit guten Gesprächen oder Ideen und neuen Impulsen zurück.
Speaker: Also insofern, das hat ja auch immer noch diesen Erfahrungsraum, der dann quasi weiterwirkt.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Also es ist ja das eine, wenn man sprechen darf und das andere ist, wenn man zuhören darf.
Speaker: Das ist durchaus auch sehr wertvoll.
Speaker: Und gerade wenn man, wie ich jetzt sage ich mal, auch in letzter Zeit gar nicht so viel unterwegs war,
Speaker: ist das immer ganz spannend und auch öffnet einen so ein bisschen die, doch an der einen oder anderen Stelle die Augen für gewisse Themen, wie die denn gerade auch besprochen werden und wie da so die verschiedenen Akteure, Akteurinnen
Speaker: Genau, also das wollen wir heute mal so ein bisschen erzählen und mal von unseren Veranstaltungen berichten und letztendlich natürlich aber, ja, glaube ich, auch so ein bisschen den roten Faden ziehen zu Themen, die uns natürlich hier bei Next Top Future immer umtreiben, logischerweise.
Speaker: Und zu denen wir tatsächlich ja auch schon in der einen oder anderen Art und Weise mit Gästen, ohne Gästen gesprochen haben, ne?
Speaker: Erzähl mal, du warst in Berlin.
Speaker: Ich war in Berlin, genau.
Speaker: Ich war bei den VIR-Innovationstagen und das ist ein Treffen der Online-Branche im Tourismus.
Speaker: Also das sind die ganzen Onliner.
Speaker: Wird immer so salopp gesagt in Tourismus.
Speaker: Plus kommen da natürlich auch andere Akteure, die Interesse haben, einfach an den Innovationstagen.
Speaker: sind teilweise auch Startups vertreten, die sich sozusagen Gedanken gemacht haben, neue Ideen auf den Markt bringen wollen.
Speaker: Im Kontext aber Online-Business, also Online-Marketing, Online-Business im Tourismusbereich.
Speaker: Und die sind jedes Jahr zwei Tage unterwegs.
Speaker: waren in den Design Offices in Berlin und trotz Hitze ließ es sich gut aushalten.
Speaker: Also es war eine nette, sehr nette Location oder ist es immer noch.
Speaker: Man kann da ja natürlich auch so hingehen und sich das mal anschauen.
Speaker: Es ist direkt gegenüber dem Hauptbahnhof.
Speaker: Und genau, die Tage waren so ein bisschen ausgerichtet oder angelehnt an die Vision 2030, so war auch der Titel, den Tourismus weiterdenken.
Speaker: Und das hat so ein bisschen mit dem Impulse-Funifest zu tun, welches unter anderem wir auch mit begleiten durften, mit
Speaker: daran schreiben durften und wo der VIR natürlich einer der Mitinitiationen ist.
Speaker: Und das ist eine Brancheninitiative,
Speaker: die 2020 ins Leben gerufen wurde, beziehungsweise gab es tatsächlich davor auch schon so ein paar einzelne Initiativen in die Richtung.
Speaker: Aber ich würde jetzt mal sagen, 2020 hat sie so ihren großen Aufsatz oder ihren großen Start gefunden während der Corona-Krise.
Speaker: Und da hieß es, ja, oder da war die Frage, stand im Raum, wo geht der Tourismus hin?
Speaker: Wo geht die Reise hin?
Speaker: Was dürfen wir so in Zukunft erwarten?
Speaker: Und da hatte man sich den Zeithorizont gesetzt von 2025.
Speaker: Und der ist ja letztes Jahr sozusagen gewesen.
Speaker: Und da wurde die Initiative neu aufgelegt und mit ganz vielen Akteuren aus der Branche gesprochen und eine neue, oder nicht eine neue, aber die Vision nochmal,
Speaker: Ich würde mal sagen, ein bisschen noch mal mehr ausdifferenziert.
Speaker: Insofern schon auch noch mal neu platziert im Markt und gesagt, die Vision des Zukunfts- und Lebensraumgestalter für den Tourismus, die ist weiter sehr aktuell.
Speaker: Gerade jetzt, nicht nur in Corona, können wir ja gleich noch mal drüber sprechen.
Speaker: Und das war so ein bisschen der Gesamtaufhänger, denn die Innovationstage, wie der Name ja schon verheißen lässt, die setzen sich immer schon so ein bisschen auf das Ziel, in die Zukunft zu blicken.
Speaker: Und mal wirklich auch, soweit es geht und das auch, ich sage mal, so ein bisschen auch die ganze, die Akteurswelt und die Speaker auch erlauben,
Speaker: auch die Dinge mal beim Namen zu nennen, ja, so ein bisschen auch durchaus vielleicht in die herausfordernden Themen reinzugehen, ja, die vielleicht an der einen oder anderen Stelle immer so ein bisschen gern gemieden werden.
Speaker: Und so ist das immer ein sehr, sehr schöner Rahmen, ja, der da geschaffen wird.
Speaker: Und ich durfte mit dem Florian Bauüber von Realizing Brokers arbeiten,
Speaker: eröffnen mit dieser Keynote zum Impulse-Manifest.
Speaker: Wir haben da nochmal über die Vision gesprochen, warum die gerade jetzt so wichtig ist.
Speaker: Wir haben verschiedene Aspekte angesprochen, die in dem Manifest stecken und stehen, die relevant sind für die Branche, die man angehen darf.
Speaker: Also Aspekte meinen Themenfelder, aktuelle Entwicklungen, die sicherlich einen großen Anteil daran haben,
Speaker: wie der weitere Weg für die Branche aussehen wird.
Speaker: Und genau, das war so ein bisschen die Eröffnung.
Speaker: Und dann folgten wirklich sehr, sehr viele Vorträge und Workshops zu verschiedenen Themen.
Speaker: Eins war natürlich präsent, nicht überraschend, das Thema KI.
Speaker: Das hatte schon auch einen großen Raum bekommen und berechtigterweise.
Speaker: War auch spannend zuzuhören.
Speaker: Es gab aber auch Vorträge zum Thema Krisen, Krisenmanagement.
Speaker: Auch, was ich schön finde, so das Thema Resilienz in der Führung, in den Führungskontagen war auch ein Thema.
Speaker: Und dann gab es auch am zweiten Tag eine Session mit Startups und mal so ein Blick in den Maschinenraum, sage ich jetzt mal.
Speaker: Also wie geht es den Startups innerhalb der Branche?
Speaker: Wo sind die Verbesserungsbedarf?
Speaker: Wie fühlen die sich aufgehoben?
Speaker: Gibt es tatsächlich Innovationsgeist in der Branche?
Speaker: Sieht man da was?
Speaker: Bewegt sich da was?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und Longevity zum Beispiel war auch ein Thema.
Speaker: Da macht man sich tatsächlich auch Gedanken, inwiefern das auch ein direktes Reiseangebot-Produkt ist in der Zukunft.
Speaker: Also du siehst, da war viel dabei.
Speaker: Also erstmal fangen wir mal ganz kurz auf für unsere HörerInnen, Digitalreisebranche, was kann man sich darunter alles vorstellen?
Speaker: Also es sind dann wahrscheinlich digitale Plattformen, über die Buchungen stattfinden.
Speaker: Genau, also die großen, die man so kennt, Booking, Expedia, kleinere OTEs, also Online-Travel-Agencies,
Speaker: Es sind aber auch Versicherungen dabei, die natürlich da auch eine Rolle spielen.
Speaker: Zahlungsdienstleister, die so im Hintergrund fungieren.
Speaker: Aber natürlich auch die Global Distribution System, also Amadeus und Co.
Speaker: Also alles, was du sozusagen an Infrastruktur brauchst, dass ich als Katharina Fischer online gehen kann, auf eine Plattform komme, meine Reise buche und das wird alles abgewickelt.
Speaker: von A bis Z und sicher und so weiter.
Speaker: Und dann kann ich da quasi verreisen, mal so grob gesagt.
Speaker: Und was mich jetzt interessieren würde, ist natürlich auch, das sind ja oftmals auch, also es ist meine Erfahrung, dass in diesen Bereichen sehr oft eher dann auch
Speaker: strategisch-operativ schnell gearbeitet wird.
Speaker: Also die haben ja einfach ihren täglichen, gerade durch KI, es wird ja ihr Daily Business gerade wirklich nochmal herausgefordert, beziehungsweise bei den Startups vielleicht auch neue Ideen kreiert.
Speaker: Aber wie ist jetzt das Impulse-Funnyfest bei Ihnen angekommen?
Speaker: Also vielleicht nochmal ganz kurz auch nochmal zur Erläuterung.
Speaker: Wir beide haben ja auch daran mitgewirkt, an diesem Impulse-Funnyfest ist ja schon eher so ein Moneyfest.
Speaker: was eigentlich eine Zukunft des Tourismus empfiehlt, würde ich mal sagen, die aus unserer Perspektive eine hohe Zukunft nicht nur Wahrscheinlichkeit hätte, sondern eben auch eine notwendige Zukunft wäre für die Reisebranche.
Speaker: Und wie war so die Rezeption?
Speaker: Ist das eher so nach dem Motto, ja interessant, konnte man sozusagen von der Theorie da irgendwas für die Praxis oder auch für die Strategien schon ableiten?
Speaker: Also ich glaube, höchstwahrscheinlich, schätze ich mal, zumindest wie ich es auch so ein bisschen mitbekommen habe, war das eher so auch so ein durchmüschtes Gefühl, weil die zugehört haben.
Speaker: Da muss man aber berücksichtigen, dass und das...
Speaker: liegt schon ein bisschen Ende in der Begrifflichkeit.
Speaker: Also wenn wir sagen Vision, Zukunfts- und Lebensraumgestalter, dann hat das erstmal eine sehr starke destinationsorientierte Perspektive.
Speaker: Also der Lebensraum, der gestaltet werden kann, darf durch und mit dem Tourismus,
Speaker: Da kann ich auch verstehen, da fühlt sich durchaus vielleicht der Einige oder der Andere, der jetzt mal in der Wertschöpfungskette weiter vorne ist, der sozusagen die Buchung abwickelt und dann fährt der Reisende, wohin er auch immer fährt, fühlt sich da vielleicht auch gar nicht so erst mal so direkt angesprochen.
Speaker: Und das war für mich zum Beispiel einer der wichtigsten Punkte gleich vornherein klarzumachen.
Speaker: Moment mal, nee, das betrifft uns alle.
Speaker: Und dass in dieser Lebensraum-Gestaltungsperspektive letztendlich auch alle Akteure adressiert sind.
Speaker: Und wenn man sich das Manifest durchliest, dann kann man das auch herauslesen.
Speaker: Und wenn man das einfach mal überträgt, auch in die Praxis, hat es ja schon einen entscheidenden Faktor,
Speaker: wie und wo ich Reisen buchen kann, zu welchem Preis ich sie buche, was mir wie überhaupt ausgespielt wird oder was mir vielleicht auch weniger ausgespielt wird, wie ich kommuniziere zu diesem Produkt, welche Transparenz ich habe, welche Informationen ich habe, welche, ich sage mal auch vielleicht Destinationorte,
Speaker: aus welchen Gründen auch immer, das würde jetzt so weit führen, das zu erörtern, hauptsächlich mir angezeigt werden und welche nicht.
Speaker: Also da sind ja ganz, ganz viele Elemente und Aspekte drin, die jemand, der letztendlich in Anführungsstrichen nur vermittelnd tätig ist, durchaus sehr beeinflusst.
Speaker: die dann eine Wirkung auch darauf haben, wie Menschen reisen, wohin sie reisen und was sie denn da vor Ort tun.
Speaker: Also im Sinne auch, welches Produkt sie konsumieren.
Speaker: Und das, glaube ich, war schon nochmal auch ein Punkt, den wir versucht haben, hier im Speziellen tatsächlich, das am vorne auch gleich zu adressieren.
Speaker: Weil das war auch so ein Feedback aus den letzten Jahren.
Speaker: Ja gut, Zukunfts- und Lebensraumgestalter,
Speaker: Das betrifft auch hauptsächlich Destinationen.
Speaker: Und natürlich haben die einen sehr, sehr großen Hebel.
Speaker: Logisch, weil die Destinationorganisationen, die Akteure in der Destination, die können natürlich viel, viel beeinflussen.
Speaker: Aber eben nicht nur.
Speaker: Ich glaube, wenn wir nochmal über digitale Plattformen nachdenken,
Speaker: Ich finde das immer so, man kann irgendwie über Airbnb natürlich denken, was man möchte und man kann sicherlich Positives und Negatives daran feststellen, darüber möchte ich jetzt gar nicht diskutieren.
Speaker: Aber ich finde, was irgendwie diese digitale Plattform so schön gezeigt hat, ist, dass sie wirklich auch Orte auslöst.
Speaker: aufgezeigt hat, die man sonst vielleicht nicht, wo man nicht hingereist wäre.
Speaker: Ob es nun in einigen Städten ist, in Stadtteilen, die vielleicht vorher nicht sozusagen touristisch frequentiert waren oder natürlich auch darüber hinaus.
Speaker: Und ich glaube, da wird für mich immer so ein Stück weit eben auch sichtbar daran, was für eigentlich auch eine Macht eine solche digitale Plattform haben kann.
Speaker: Absolut, absolut.
Speaker: Also das ist sicherlich etwas, was glaube ich schon den meisten bewusst ist.
Speaker: Die Frage ist nur, wie nimmt man sich sozusagen in diesem ganzen Gefühl gewahr?
Speaker: Und das ist glaube ich auch nochmal ein wichtiger Punkt, den wir versuchen zu erinnern.
Speaker: schon seit geraumer Zeit mit dem Manifest, mit dieser Vision immer wieder zu adressieren, dass man sozusagen in diese Gestalterrolle kommt.
Speaker: Und das ist wirklich, wie man schon so schön neudeutsch sagt, ein Mindshift.
Speaker: Also man muss wirklich tatsächlich so ein bisschen umdenken.
Speaker: Denn aus unserer Konsumlogik oder auch unserer Konsumerwartung heraus ist das tatsächlich, glaube ich, für viele in der Branche wichtig,
Speaker: in gewisser Weise noch so ein bisschen ein Kraftakt, sich da wirklich auch in einer gestaltenden Rolle zu sehen.
Speaker: Und das hat auch wieder verschiedene Gründe, aber die ist letztendlich wichtig, tatsächlich einzunehmen.
Speaker: Und die Frage ist, und das ist eine Art, glaube ich, auch Transformation, die da so ein bisschen auch in den Köpfen stattfinden müsste oder sollte.
Speaker: Denn, weißt du, wenn du aus dieser Haltung auch
Speaker: Ich bin jetzt einfach, ich sage es jetzt mal, ich bin hier Anbieter und ich habe Produkte und ich habe, ne, und natürlich hat man seine Business Erwartungen und Herausforderungen, alles logisch, alles klar.
Speaker: Und das, was wir da fordern, ist jetzt auch nicht irgendwas, was man übermorgen mal schnell irgendwie macht.
Speaker: Das braucht Zeit.
Speaker: Aber ich glaube gerade diese veränderte Rollenwahrnehmung ist eine sehr zentrale, auch in der Erwartungshaltung für die Branche selbst.
Speaker: Denn im Gegensatz zur Corona-Zeit gab es ja dann auch viele Hilfen, es gab viele finanzielle Unterstützung, die dazu geführt haben, dass tatsächlich die Branche auch relativ stark wieder da war, kurz nach Corona.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Und die Zahlen zeigen es jetzt über die Jahre auch, über die letzten Jahre.
Speaker: Aber das wird ja jetzt nicht mehr passieren.
Speaker: Und jetzt braucht es tatsächlich so eine Transformation im Denken, aber dann auch im Tun aus dem Inneren heraus.
Speaker: Weil es wird keine neuen Finanzhilfen geben, also das Geld...
Speaker: Fließt auch derzeit woanders hin, sicherlich leider Gottes nicht in den Tourismus.
Speaker: Insofern kommen wir ja nicht umhin, uns tatsächlich weiter damit zu beschäftigen, welche Antworten wir auf diese elementaren Fragen finden, die den Tourismus nicht erst seit vorgestern, auch nicht erst seit letztem Jahr, sondern seit einigen Jahren beschäftigen.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Du hattest am Anfang kurz gesagt, es waren auch Startups dabei und die Frage wurde diskutiert, gibt es Innovationen in der Branche?
Speaker: Wie war da so deine Erfahrung?
Speaker: Wie wurde das vielleicht auch, was wir im Empire 20 Fest auch so herausgearbeitet haben, teilweise schon aufgegriffen?
Speaker: Also die haben das, glaube ich, teilweise gar nicht mitbekommen, weil es waren zwei Tage und das war der zweite Tag.
Speaker: Also so war meine Wahrnehmung jetzt.
Speaker: Was ich aber sehr spannend fand, ist auch mal so eine generelle Betrachtung wurde da geliefert.
Speaker: Also inwiefern überhaupt die Branche investiert, wie viel sie investiert.
Speaker: Was passiert da eigentlich?
Speaker: Also ist da sozusagen ein Drive drin?
Speaker: Gibt es da auch Netzwerke?
Speaker: Gibt es da Förderung und so weiter?
Speaker: Und da muss man sagen, schwierig.
Speaker: Da ist viel, viel Luft nach oben.
Speaker: Das hat sich deutlich gezeigt, auch im Vergleich zu anderen Branchen in Deutschland.
Speaker: Und was auch gezeichnet war, und da gibt es sicherlich schon eine Referenz zum Manifest, insofern, was auf der Bühne auch ganz klar gesagt wurde,
Speaker: ist, dass es herausfordernd ist, mit diesen ganzen Silos zu arbeiten.
Speaker: Also gerade, wenn es um das Thema Daten geht.
Speaker: Weil natürlich alle, die dort saßen, fast alle, haben natürlich auch mit dem Thema KI jetzt zu tun, beziehungsweise nutzen das, um letztendlich auch vielleicht eine Art Innovation in den Markt zu bringen.
Speaker: Und KI braucht Daten.
Speaker: Also die meisten Geschäftsmodelle um dieses Thema KI brauchen Daten, sagen wir es mal so.
Speaker: Und da kam halt dann schon sehr deutlich die Rückmeldung, dass das herausfordernd ist.
Speaker: Dass man die Daten bekommt, dass man sie selber bekommt, strukturiert bekommt, Zugänge bekommt.
Speaker: Und wenn du das tatsächlich auch in einem ganzheitlichen Angebot denkst, dann brauchst du halt verschiedene Akteure, die da zuarbeiten oder steuern, zusteuern.
Speaker: Und da auch ihre Daten sozusagen öffnen.
Speaker: Und das ist ja ein Thema, was wir schon lange haben.
Speaker: Das ist ja auch nicht jetzt erst seit KI ein Thema.
Speaker: Aber dennoch, und das war mal insofern erfrischend zu hören, dass da junge Menschen, die jetzt dann erst doch so ein paar Jahre in der Branche sind, das so deutlich sagen.
Speaker: Und das haben wir ja auch im Manifest ganz stark adressiert, dieses Aufbrechen, Kooperationen, offene Daten, weg mit den Silos und so weiter.
Speaker: Und da schien mir so, da ist auch noch Luft nach oben.
Speaker: Ja, also daher war das schon sehr, also insgesamt sehr, sehr spannend, auch für mich sehr spannend, weil ich höre dann gerne, wie gesagt, auch zu, weil ja alles das, was dort gesagt wird, sei es auch noch so praktisch, einem immer etwas sagt auch über die, ja, wie blicken die Menschen eigentlich generell gerade so auf die Branche, auf das, was passiert und
Speaker: Und einfach auch so die Stimmung.
Speaker: Also wie ist so die Stimmung?
Speaker: Die ist grundsätzlich schlecht, das muss man sagen, aber da muss man auch so ein bisschen, das ist ein bisschen zynisch jetzt, die ist im Tourismus nie schlecht.
Speaker: Also hat auch was Gutes.
Speaker: Aber ich denke mal tatsächlich, was jetzt das Impulse for Johnny Fest angeht und die Dinge, die da drin stehen und die wir ja hier auch, wie gesagt, der Next Top Future schon immer mal mit besprechen, da bin ich mir tatsächlich nicht sicher, inwiefern die wirklich verfangen haben.
Speaker: Ja, und da finde ich, glaube ich, dann auch solche Veranstaltungen immer auch ganz hilfreich.
Speaker: Es ist wie so ein Stück weit eine Spiegelung natürlich auch, dass zum einen, wie kann die Transferleistung gelingen?
Speaker: Also von vielleicht dieser Metaebene hin dann eben auch in die einzelnen Bereiche und was braucht es dann eigentlich vielleicht auch an Transferleistung, um das eben auch ja nicht nur kommunikativ, sondern vielleicht auch in eine Handlung zu übersetzen.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich muss auch zugeben, das ist für mich auch oftmals eine Herausforderung.
Speaker: Aber dafür ist sowas immer ganz hilfreich, eben dann auch nochmal zu schauen, wie kann man das tatsächlich vielleicht auch nochmal anders aufbereiten oder anders erklären oder sowas.
Speaker: Ja, total, total.
Speaker: Also das hilft ungemein und
Speaker: Genau, also es ist, wir wollen ja die Menschen auch erreichen.
Speaker: Also wir sollen den Elfenbeinturm da sitzen und tolle Dinge irgendwie formulieren.
Speaker: Damit ist es nicht getan.
Speaker: Dennoch glaube ich tatsächlich, also ich habe es ja schon gesagt auch, dass das KI-Thema sehr dominant war, nicht überraschend.
Speaker: Und das ist halt schon so auch so was, weißt du, was ich schon ganz oft gesehen habe in der Vergangenheit mit verschiedenen Themen.
Speaker: Und das ist so ein bisschen, da ist bei mir so ein bisschen schon dieses Bauchgefühl, da wiederholt sich dann vieles.
Speaker: Weißt du, von der
Speaker: von dem, wie es dann auch sozusagen immer durch die nächste Reihe getragen wird und wie es dann so dem einen wichtigen Thema auserkoren wird.
Speaker: Und dann dreht sich alles.
Speaker: Weil in der Komplexität und in der Korrelation nichts gesehen wird.
Speaker: Ja.
Speaker: Dann manchmal eben so schade, dass dann halt wirklich, wenn wir jetzt KI mit Digitalisierung als Megatrend nehmen, hat er ja einfach
Speaker: eine ganz klare Korrelation mit ganz vielen anderen Themen oder anderen Megatrends.
Speaker: Und das ist dann sicherlich so, vielleicht auch sehr typisch natürlich, wenn wir von der Digitalbranche reden.
Speaker: Die haben momentan einfach dieses Thema, was die Praktik trifft.
Speaker: Aber gleichzeitig braucht es dann eben auch immer mal wieder so diesen Blick darüber hinaus zu weiten.
Speaker: Und ich finde, das ist so auch das, was du am Anfang gesagt hattest.
Speaker: So 2020 gab es einfach die Pandemie.
Speaker: Das war dann die,
Speaker: die vorherrschende Krise.
Speaker: Momentan haben wir eine andere Situation und es ist ja auch das, worüber wir immer wieder sprechen, dass gleichzeitig versucht wird, die neue Situation in einem alten System zu halten.
Speaker: Und ich glaube, das ist ja auch so unser Ansatz mit dem Impuls zu sagen, hey, wir brauchen hier wirklich eine transformative Leistung, wenn Tourismus und Zukunft eben auch gut stattfinden will, sodass es eben auch die Lebensräume, wo die Touristen und die Reisenden hinkommen, dann eben auch wirklich wertvolle Orte bleiben.
Speaker: Und
Speaker: Das ist ja im Grunde genommen auch unser Ziel zu sagen, wir brauchen einfach wirklich diesen Gedanken von Lebensraum, von Destinationen als gestaltbaren Ort, wo alle mitarbeiten, weil das sind ja die Orte, wo die Menschen hinfahren.
Speaker: Ja, und das ist das Produkt.
Speaker: Also bei allem Optimieren vorne in den Funnel und jetzt mit dem Aufstieg der Agenten am Ende buchst du ein tatsächliches Produkt.
Speaker: Und das Produkt,
Speaker: ist tatsächlich das Ausschlaggebendste dann beim Modreisen.
Speaker: Und wenn es da knirscht oder Dinge nicht mehr möglich sind oder...
Speaker: das wegbrechen oder was auch immer es ist, dann hilft dir die beste Technologie nichts.
Speaker: Und daher nochmal auch der Appell, oder war das glaube ich wichtig zu sagen, ihr habt alle darauf Einfluss.
Speaker: Ihr habt alle Einfluss, wie dieses Produkt am Ende aussieht, weiter aussieht, wie es auch in zehn Jahren noch funktionieren kann.
Speaker: Genau, und vielleicht ist es auch ein ganz schöner Übergang zum Produkt, zum österreichischen Tourismustag.
Speaker: Das war eine Woche vorher, also bevor du in Berlin warst.
Speaker: Und das hat ein paar Parallelen, unter anderem, dass du warst in Berlin mit dem Florian Bauhuber, ich war in Wien mit dem Florian Bauhuber unterwegs.
Speaker: Und wir haben dort auf dem österreichischen Tourismustag zusammen ein Inspiration Lab gesetzt.
Speaker: gestalten können.
Speaker: Hatten glaube ich ungefähr anderthalb Stunden und da ging es tatsächlich eben Produkte neu erzählen und ganz klar der Fokus war eben zu schauen, Gänztjahres Tourismus in Österreich
Speaker: Und das ist natürlich auch nochmal so, wirklich, das zeigte sich dann tatsächlich auch nochmal so in der Übersetzung dann auch, was braucht es eigentlich, um dann wirklich auch aus einem Produkt ein Ganzjahresangebot zu machen.
Speaker: Ja, das ist sicherlich, spiegeln sich darin so verschiedene Dinge wieder.
Speaker: Zum einen, dass wir halt wirklich sehen, dass dieser klassische Sommer- oder Winterurlaub einfach nicht mehr so vermarktet und auch gekauft werden kann, wie das früher war.
Speaker: Aber nicht nur, weil sich die Lebensstile verändern, weil die Menschen vielleicht antizyklisch fahren oder so.
Speaker: weil der Sommerurlaub eben nicht mehr klassisch am Mittelmeer aufgrund der Hitze stattfindet, sondern vielleicht eher in der Nebensaison und im Wintertourismus haben wir Probleme vielleicht mit dem Thema Schnee.
Speaker: Also das heißt, wir haben diese äußeren Bedingungen, wir haben aber auch diese inneren Bedingungen, dass wir das Menschen anders reisen und darüber kommt dann sozusagen die Frage, wie kann man das aber machen, wenn vorher sozusagen vielleicht klassisch ein Produkt von etwas abhängig war wie Sommerurlaub oder wie Winterurlaub und
Speaker: Das war so ein bisschen auch so die Frage und auch die, womit wir uns beschäftigt haben, wie kann eigentlich Relevanz geschaffen werden?
Speaker: Also was, wie kann sozusagen ein Tourismus ganzjährig funktionieren, indem er einfach sozusagen sich relevant macht über zum Beispiel ein Thema, das ein gewisses Bedürfnis bei den Menschen anspricht?
Speaker: Da haben wir natürlich unterschiedliche Themen.
Speaker: Zum Beispiel das Thema auch vielleicht Gesundheit sein.
Speaker: Da wurde das gerade auch vorhin Longevity genannt als Beispiel.
Speaker: Es kann aber natürlich auch das Thema sein, wie ganz schlicht Erholung und Entschleunigung.
Speaker: Das aber sozusagen zu schauen, wo habe ich hier eigentlich eine Trendbeobachtung zu machen, um dann zu schauen, was sind eigentlich so die Resonanzebenen, auch die Resonanzfaktoren drin.
Speaker: Was brauchen die Menschen in dem Moment?
Speaker: Womit resonieren sie?
Speaker: Und was sind eigentlich dann auch die Themen, die dahinter stecken?
Speaker: Es ist vielleicht eher eine größere Geschichte, die erzählt wird.
Speaker: Es ist aber vielleicht auch eher sozusagen tatsächlich willig Begegnung, willig Natur und darüber Relevanz generieren.
Speaker: Und das klingt jetzt vielleicht auch erstmal so einfach.
Speaker: Wir hatten dann auch zwei Gäste.
Speaker: Wir hatten ein Panel dann auch.
Speaker: Da war der Sepp Schweiger von der EDA-Collection, Maria Almdab.
Speaker: und Thomas Michö von Weißensee.
Speaker: Und die beiden haben dann so ein bisschen auch eben erzählt, wie weit sie sind, was sie tatsächlich irgendwie auch machen momentan, ob man es überhaupt als Ganzjahrestourismus verstehen kann.
Speaker: Und das waren ganz schöne Beispiele, weil sie halt auch gezeigt haben, wie sehr sie eben auch mehr über Emotionen eigentlich arbeiten.
Speaker: Aber eben auch und
Speaker: Das ist auch was, was du eben schon mal genannt hattest, wo es auch wieder eine Parallele gibt.
Speaker: Es braucht einfach dieses kooperative Denken und das Denken eben in größeren Räumen.
Speaker: Also ich kann mich alleine entscheiden, ganz Jahrestourismus zu machen, wenn alle anderen Akteure nicht mitmachen.
Speaker: Also
Speaker: wenn die Bergbahn nicht fährt oder wenn die Restaurants geschlossen haben.
Speaker: Also das sind natürlich ganz klassische Dinge, wo man sagen kann, okay, dann ist es halt sehr schwierig, einen Ganzjahrestourismus anzubieten, wenn die Infrastruktur vor Ort einfach nicht existent ist.
Speaker: Das heißt, das sind vielleicht so Grundvoraussetzungen, da sind gemeinsame Visionen eben auch, dann auch hier wieder Tourismus neu zu denken.
Speaker: aus der Destination auch wieder heraus und dann eben auch zu sagen, okay, was spreche ich eigentlich an?
Speaker: Mit welchem Gefühl oder mit welchem Resonanzraum arbeite ich auch?
Speaker: Und das war tatsächlich so ganz spannend, eben auch mit den beiden zu besprechen.
Speaker: Thomas Michio mit dem Weißen, sie haben eine richtige Ressource natürlich, weil sie einfach seit Jahrzehnten mit Nachhaltigkeit arbeiten.
Speaker: Das ist also sozusagen
Speaker: ihr Kernthema.
Speaker: Gleichzeitig aber auch irgendwie versuchen, sehr modern dann auch wieder zu agieren.
Speaker: Und Sepp Schweiger mit der EDA-Collection halt auch tatsächlich immer wieder Lücken füllt und mutig ist mit Dingen, die er besetzt.
Speaker: Was er einfach auch wirklich sehr frühzeitig auf Trends oder auf Bedürfnisse reagiert und dann eine neue Marke innerhalb des Orts schafft.
Speaker: Und damit natürlich auch den Ort wieder prägt.
Speaker: Und
Speaker: Und wir haben dann hinterher auch noch, wir haben ein bisschen eben auch interaktiv mit Abfragen, mit dem Mentimeter gearbeitet und ganz klar war dann eben auch so, dass häufig schon auch ein Gefühl tatsächlich für gewisse Trends da ist, aber oftmals sozusagen diese Übersetzung dann tatsächlich auch fehlt.
Speaker: da einfach auch sozusagen dann in den einzelnen Destinationen vielleicht noch diese Arbeit geleistet werden muss, um dann ganz Jahrestourismus möglich zu machen.
Speaker: Aber das Schöne war halt gerade auch wirklich, dass es oftmals eine Investition braucht am Anfang, um dann tatsächlich das Produkt eben auch am Ende rauszubekommen.
Speaker: Und das hat eben auch der Herr Sepp Schweiger nochmal ganz klar gesagt, natürlich würden wir es nicht machen, wenn es sich am Ende nicht lohnen würde, so ungefähr.
Speaker: Aber habt ihr da auch so ein bisschen auf die Volumina geschaut?
Speaker: Ich glaube, das ist ja schon eine ordentliche Herausforderung für eine Destination, sage ich jetzt mal, die so wirklich ein absolutes Winterziel ist.
Speaker: Oder schon auch ein sehr gutes Sommerziel, wobei in Österreich sind das viele, ehrlicherweise.
Speaker: Aber dennoch ist es ja Fakt, dass jetzt mal die
Speaker: das Gro, gerade bezogen auf Familien, die werden ja weiter abhängig sein von Ferienzeiten.
Speaker: Und diese Ganzjahressicht, die bezieht sich ja dann höchstwahrscheinlich auch auf andere C-Gruppen, auf eine andere Altersklasse vielleicht durchaus auch.
Speaker: Und da frage ich mich immer, wie man da tatsächlich dann auch einen guten Shift hinkriegt.
Speaker: Du hast gerade das Thema auch Infrastruktur angesprochen und ich weiß auch, dass das Thema tatsächlich nicht gerade so leicht ist, auch zum Beispiel im Hinblick auf ein Hotel, also wenn du so ein Hotel bist.
Speaker: Familienhotel nun mal bist, dann bist du im Familienhotel.
Speaker: Und wenn du das natürlich anders gestaltest oder offener gestaltest oder ich sage mal breiter von deinem Portfolio her, dann kannst du vielleicht mehr ansprechen, aber dann musst du durchaus ja auch mehr tun.
Speaker: Du musst dann mehr Zielgruppen ansprechen und du hast mehr zu tun über das ganze Jahr, je nachdem, was du natürlich auch für eine Auslastung haben möchtest oder letztendlich eigentlich auch benötigst.
Speaker: Also da gibt es ja verschiedene...
Speaker: Denkweisen, sage ich mal, oder Ansätze und das finde ich immer ganz spannend, weil gerade diese zum Beispiel, ganz viele haben in den letzten Jahren auch im Thema Wellness investiert und da sind ja teilweise wie so kleine Destinationen in sich entstanden.
Speaker: Also das Hotel ist quasi die Destination, ja, mit allem Möglichen, was du dann da machen kannst und dann noch ein Fitnesspark und hier noch ein Becken und
Speaker: und so weiter und so fort.
Speaker: Aber das musst du halt auch verkaufen.
Speaker: Also das musst du halt auch auslasten über das ganze Jahr.
Speaker: Und das ist natürlich auch mal die Frage, wenn ich sozusagen eine Insel innerhalb eines Ortes aufstelle, ist das dann sozusagen noch ein ganzheitliches, kooperatives Denken.
Speaker: Also das ist immer die Frage, inwieweit spreche ich mich dann wirklich auch ab und inwieweit.
Speaker: Und ich glaube, das ist es sicherlich auch da, dann wirklich diesen Schritt erstmal zu wagen und zu schauen, okay, ich bin vielleicht ein Familienhotel, ich bin eigentlich an Ferien gebunden.
Speaker: Aber was bedeutet es eigentlich, wenn ich sozusagen im Ort selber, wenn der Gedanke des Ganzjahrestourismus existiert, kann ich mich als Hotel vielleicht für ein paar Wochen rausziehen, ändere ich in den Monaten oder in den Wochen sozusagen meine Marketingstrategie?
Speaker: Also ich glaube, hier braucht es dann wirklich auch einfach dieses kooperative Denken, um das gemeinsam eben auch zu besprechen.
Speaker: Und ich glaube, da gibt es auch keine One-Fits-All-Lösung.
Speaker: Wichtig ist es aber tatsächlich eben genau dieses Feld, also dieses Spannungsfeld nicht in entweder oder, entweder ich spreche alle an oder ich spreche einfach nur die gezielte Gruppe dessen an, also dass ich da meinen eigenen
Speaker: meinen eigenen Prinzipchen in einer gewissen Weise natürlich treu bleibe und dennoch vielleicht auch offen bin für Wandel, den man beobachtet.
Speaker: Wenn wir uns anschauen, Familie kann ja auch mehr Generationen-Familien sein, was auch immer.
Speaker: Also ich denke, das ist, wenn wir über
Speaker: Wir haben darüber gesprochen, die Rückmeldungen waren unterschiedlich.
Speaker: Also Sepp Schweiger hat gesagt, natürlich, wie gesagt, er würde es nicht anders machen.
Speaker: Aber sie haben natürlich auch verschiedene Marken, die verschiedene Zielgruppen ansprechen.
Speaker: Also das ist natürlich auch ein Kern dessen.
Speaker: Und dann, glaube ich, ist es immer so, vielleicht auch der Schritt in diese Investition oder den Mut zu haben, erstmal diesen Weg zu gehen und sich davon zu verabschieden, dass ich irgendwie
Speaker: dass ich diese klassischen Saisondenken habe.
Speaker: Okay, wir versuchen erst und haben vielleicht
Speaker: 20 Tage im Jahr zu und also dass es da wirklich dann eine Entscheidung ist und zu schauen, was bedeutet es eigentlich und dann auch wieder diese Zukunftsperspektive zu haben.
Speaker: Ja, hier wird vielleicht über Sommer und Winter ist bespielt worden und Sommer hat natürlich und vielleicht kommen wir gleich nochmal dazu auf die Alpen, hat natürlich in den Alpen durchaus ein, ein, ist es,
Speaker: wenn ich überlege, ich möchte an Orte, die nicht übersitzt sind und ich brauche einen See und ich habe viele Seen und also Berge, frische Luft, whatever, das ist natürlich irgendwie ein tolles Thema für den Sommer, aber wenn ich im Winter tatsächlich dann eben sozusagen nicht mehr das
Speaker: klassische Produkt Skifahren anbieten kann, muss ich mich natürlich irgendwie anders entscheiden.
Speaker: Zumal es sozusagen auch einfach das Bedürfnis da ist, bei eben Nichtfamilien in Nebensaison zu verreisen.
Speaker: Und das finde ich ist schon erstmal so die gute Nachricht darin, dass es tatsächlich möglich ist und vielleicht sogar auch nötig sein muss,
Speaker: wenn ich den Tourismus nachhaltig, also auch ökonomisch nachhaltig, dann eben auch für die Zukunft aufstellen möchte.
Speaker: Ja, das ist ein total spannendes Thema.
Speaker: Und bevor du jetzt gleich nochmal von den Alpen und dem Klima berichtst, gleich noch ein interessanter Einschub auch gezeigt bei den Innovationstagen.
Speaker: Da wurden Daten aus der Reiseanalyse vorgestellt.
Speaker: Das ist sozusagen die Publikation auch so für die Deutschsprache,
Speaker: Reisebranche und da gab es auch das Thema Coolcation und da wurden letztendlich die Menschen auch explizit befragt und jetzt wird man sicherlich vielleicht überrascht sein, vielleicht auch nicht.
Speaker: Tatsächlich ist dort sozusagen aus dieser Umfrage heraus die Meinung so, dass die Menschen trotz der hohen Temperaturen weiter ans Mittelmeer fahren.
Speaker: Also es ist für sie nichts Abschreckendes.
Speaker: Und sie sagen so, ja, also wenn das dann ein bisschen wärmer ist, dann ist das halt so.
Speaker: Und das ist, glaube ich, nochmal ein ganz spannender Punkt.
Speaker: Wir hatten den auch besprochen in unserer Folge, weil da wird ja dann immer schnell gesagt, naja, dann reist du halt in eine kühlere Destination.
Speaker: Und das ist genau nämlich diese Produktfrage.
Speaker: Weil nun mal dieses klassische Pauschalanbot, diese Pauschalreise und die war unter anderem auch ein Thema, dass der Wert der Pauschalreise soll, Marketingseitig wieder ein bisschen mehr in die Schaufenster gestellt werden.
Speaker: Das war auch ein Workshop.
Speaker: Weil dieses Produkt natürlich so in vielen nordischen Destinationen gar nicht existiert.
Speaker: Infrastruktur existiert einfach nicht, die Infrastruktur ist nicht da.
Speaker: Infrastruktur, genau, existiert nicht.
Speaker: Und damit existiert es natürlich auch nicht, die Möglichkeit ist, so zu buchen, offensichtlich zu dem Preis.
Speaker: Und das ist, glaube ich, nochmal etwas, was wir uns immer wieder...
Speaker: wirklich so ein bisschen immer wieder aufs Blatt schreiben dürfen, dass das tatsächlich, und das gilt nicht für alle Zielgruppen, aber das ist schon immer noch eine sehr, sehr große, breite Masse in der Mitte, würde ich jetzt mal sagen,
Speaker: auch aus Gesichtspunkten der Leistbarkeit, ja, und ich möchte jetzt einmal richtig im Jahr groß verreisen, durchaus dann auch so augenblicklich auch solche Dinge in Kauf nimmt, also wie sehr, sehr extreme Temperaturen und das nicht als abschreckend empfindet.
Speaker: Genau, also ich würde da auch unterscheiden zwischen dem, was ist, also genau, wie ist die Infrastruktur, was ist einfach auch einfach buchbar, also wirklich günstig natürlich erreichbar, also von niedrigschwellig buchbar und natürlich auch vom Preis.
Speaker: Und auch natürlich, wie sich die Sommerdestinationen anpassen.
Speaker: Also es ist sozusagen kein Freifahrtsheim, dass irgendwie kühlere Regionen entstehen.
Speaker: da automatisch profitieren.
Speaker: Also das, da hatten wir auch in dem Podcast irgendwie auch drüber gesprochen.
Speaker: Und dennoch glaube ich, dass man sagen kann, dass der Alpenraum als Sommerdestination trotzdem natürlich damit punkten kann.
Speaker: Also es ist natürlich am Coolcation weniger jetzt von der klassischen Trendentwicklung, es ist aber trotzdem ein Marketingbegriff, würde ich sagen, der ganz vielen Leuten mittlerweile ein Begriff ist.
Speaker: Und
Speaker: Viele auch sagen, ja, es klingt eigentlich ganz attraktiv.
Speaker: Aber natürlich ist sozusagen Mittelmeer oder auch die anderen haben natürlich auch noch einfach Emotionen dabei.
Speaker: Also wenn wir uns vorstellen, was wir damit verbinden.
Speaker: Das ist sicherlich eine andere Geschichte, als die wir uns erzählen, wenn wir in die Alpen fahren.
Speaker: Nichtsdestotrotz, und ich glaube, da braucht es dann wieder sozusagen auch diese Zukunftsperspektive und dann auch eben diese Zukunftsperspektive, um diese Entscheidung zu treffen für Jahreszutourismus, ist, wir haben einfach eine alternde Gesellschaft, die reist, die viel für Reis, die aber gleichzeitig eben auch im Sommer von Hitze stärker betroffen ist als jüngere Generation.
Speaker: Also ich glaube, da haben wir sicherlich noch viele Argumente, die dafür eigentlich sprechen, für das Thema von ganz Jahreszutourismus.
Speaker: Ja.
Speaker: Auch aus einer Nachhaltigkeitsperspektive für den Ort hinaus.
Speaker: Also dass ich natürlich irgendwie, wenn die Angebote, die massentourismustauglich sind, haben ja im Grunde genommen auch immer eine doch hohe Belastung auch für den Ort als solches.
Speaker: Wenn ich da ein Stück weit mehr diversifizieren kann, also das heißt im Sinne von natürlich irgendwie mehr die Menschen streuen, ist das natürlich ein Vorteil.
Speaker: Klingt jetzt auch vielleicht viel einfacher, als es dann in der Umsetzung ist, aber ich glaube, das ist eben sozusagen die Entscheidung und diese Entscheidung braucht einfach diese Kooperation und den Blick eben, diese Vision auch zu haben.
Speaker: Absolut, ja und es braucht dann aber auch, wie gesagt, die Infrastruktur und das Denken wirklich über die jeweiligen Zielgruppen.
Speaker: Also bei uns extrem Familie ist natürlich ganz was anderes als ein Ehepaar in den 70ern oder 80ern.
Speaker: Aber das ist dann immer so schnell gesagt und es ist tatsächlich wirklich eine strategische Überlegung und es ist dann aber auch wirklich eine Infrastruktur, Produktseitenüberlegung und natürlich, ja, dann kommt alles andere, Marketing etc.
Speaker: Aber jetzt erzähl doch mal über den Klimagipfel, da warst du doch auch.
Speaker: Genau und da, deswegen war ich auch nicht mit in Berlin, das war so schade.
Speaker: Und der Klimagipfel hat dieses Jahr zum dritten Mal stattgefunden.
Speaker: Er war auf der Zugspitze und es ist ein Treffen für WissenschaftlerInnen.
Speaker: Also das heißt, WissenschaftlerInnen treffen sich aus den unterschiedlichsten Bereichen, um aber auch ins Gespräch zu kommen mit anderen ExpertInnen aus dem Tourismus, aus der Destinationsentwicklung, aus Unternehmen, aus den Alpen generell, also auch von Initiativen.
Speaker: Und es ist
Speaker: ist auch letztendlich ein Stück weit die Frage, wie entwickle ich Destination oder Ort weiter.
Speaker: Und das heißt, es ist ein Wissenschafts- und Praxispanel und die in diesem Jahr stand im Fokus, wie man ins Tun kommt und ins Handeln kommt.
Speaker: Es war zwei Tage und ich durfte auf dem Panel, auf dem Auftaktpanel sitzen.
Speaker: Das war sehr spannend, weil dort wirklich auch aus verschiedenen Perspektiven eben auf die Zukunft geschaut wurde.
Speaker: Es ging um die Frage, wie man aktiv eben die Zukunft des Alpenraums gestalten kann.
Speaker: Also wie Klimasysteme am Kipppunkt sind, ist sozusagen Fakt.
Speaker: Aber wie kann man sozusagen darauf dann eben auch reagieren?
Speaker: Und mit mir auf dem Panel saßen Klimawissenschaftler, die tatsächlich dann auch nochmal sozusagen ihren Research beigetragen haben, also wie sie tatsächlich auch Szenarien für zum Beispiel Pädagogik.
Speaker: Schneesituationen oder Risikomanagement, also wie ist eine Region vielleicht oder ein Ort dann auch tatsächlich, mit welchen Risiken gibt es da, die durch den Klimawandel eben in Zukunft auftreten können.
Speaker: Das waren der Marc Zebisch, der ist Head of Center for Climate Change and Transformation from Eurac Research.
Speaker: Dann Marc Oleps ist ein Leiter der Abteilung Klimaforschung, der
Speaker: Geos 4 Austria, der viel auch eben in Südtirol macht.
Speaker: Dann noch ein Person, Michael Lenig, der für Schnee- und Lawinenforschung tätig ist, also wie Schneeprozesse eben sind.
Speaker: Und Katharina Zwettler, die hat den Vorsitz momentan vom Klimabeirat der Alpenkonvention.
Speaker: Und sie hat dann eben auch sehr diesen politischen Bereich beleuchtet.
Speaker: Das heißt, wir haben wirklich aus unterschiedlichen Perspektiven darauf schauen können, wie kann sozusagen die Zukunft des Alpenraum aktiv gestaltet werden.
Speaker: Ich glaube, was man so sagen kann, ist das Resümee, wir wissen eigentlich, wir haben unglaublich viel Daten, wir wissen eigentlich ganz viel.
Speaker: Und die Frage ist tatsächlich, wie man jetzt ins Handeln kommt.
Speaker: Und ich kann da natürlich nur sozusagen aus meiner Perspektive von der Zukunftsforschung drauf schauen.
Speaker: Und ich sehe da tatsächlich eben auch verschiedene Entwicklungen.
Speaker: Also gerade wenn wir uns überlegen, wie wird das in der Gesellschaft rezipiert?
Speaker: Also wie kann man sozusagen mit momentan Nachhaltigkeit, hat man ja das Gefühl, ist einerseits irgendwie Thema, aber andererseits wirklich irgendwie auch ein Stück weit, ja,
Speaker: nicht mehr in der Politik so präsent.
Speaker: Und da sieht man tatsächlich so verschiedene Geschwindigkeiten.
Speaker: Also dass einerseits viele Initiativen existieren.
Speaker: Wir haben viel Wissen.
Speaker: Wir haben viele Institute, auch viele Initiativen vor Ort und auch Akteure, die durchaus ja auch das in ihre DNA quasi integriert haben.
Speaker: Das ist ja auch das, was wir immer wieder erleben in Gesprächen.
Speaker: Und gleichzeitig aber eben sozusagen auch dann auf so einer politischen Ebene, wo man eben sieht, okay, da fallen dann vielleicht auch Fördermittel weg.
Speaker: Da ist dann nicht mehr die Unterstützung da, obwohl es eigentlich so notwendig ist.
Speaker: Und das ist erstmal so dieser Status Quo.
Speaker: Und das ist für mich aber auch so gleichzeitig ein Zeichen, dass wir in diesem transformativen Prozess drin sind, weil eben aus dieser Reibung heraus auch ein Stück weit der Islamik entstehen kann.
Speaker: Aber gab es denn da jetzt eine Art Konklusio oder weil du sagst, wo auch ins Handeln kommen, ins Tun kommen?
Speaker: Also hat da jemand zu was gesagt?
Speaker: Es wurde also dieses vom Handeln ins Tun kommen, wurde so aus ganz vielen verschiedenen Perspektiven dann auch nach dem Talk noch beleuchtet.
Speaker: Also es gab dann eben auch ein Panel zum Thema Energie, Energiewirtschaft.
Speaker: Und da wurde dann auch nochmal so ganz klar, eben so wie man mit diesem Thema beschäftigt,
Speaker: bereits im Handeln ist, auch teilweise durchaus auch konträr diskutiert.
Speaker: Ich fand es für mich so sehr spannend, es gab auch noch mal ein Interview mit einem Impact-Investor, der halt einfach auch noch mal gesagt hat, okay, ich kann hier halt wirklich in die Sachen investieren, die tatsächlich einen nachhaltigen Effekt haben für den Aumann.
Speaker: Und es gab dann tatsächlich auch nochmal ein Stück weit am nächsten Tag Best Practices.
Speaker: Da war ich dann tatsächlich nicht mehr da.
Speaker: Aber da wurde so ein bisschen auch nochmal das präsentiert, was bereits existent ist.
Speaker: Zusätzlich dazu gab es am Abend des ersten Tages ein Alp Futures Award, der eben auch an Initiativen und an Produkte auch ausgegeben wurde, die wirklich dann auch schon eine Vorreiterrolle einnehmen und zeigen, wie man ins Handeln kommen sein kann.
Speaker: Und da war ganz spannend, weil wir hatten ja gestartet heute mit dem Impulse-Fernifest und das haben wir ja auch nicht alleine gemacht, sondern da waren ja auch Akteure aus dem Tourismus dabei, unter anderem eben auch der Stefan Egenter vom Allgäu Tourismus und den habe ich tatsächlich dann an dem Award-Abend wieder getroffen.
Speaker: Da schließen sich dann die Kreise, weil nämlich auch Allgäu Tourismus für eines der Produkte nominiert war.
Speaker: Sie haben es am Ende nicht erster Platz geworden, sondern ein Hotel in Südtirol, aber es gab sozusagen einfach auch da schon eine Idee, wie sozusagen diese klassische Gästekarte weiterentwickelt wurde.
Speaker: Also Allgäu Tourismus hat da gezeigt, dass man das Ganze eben auch nochmal weiterdenken kann, nochmal digitaler denken kann, nochmal mehr vernetzt denken kann.
Speaker: Also das sind dann tatsächlich auch so diese Handlungspraxisbeispiele gewesen, wo Nachhaltigkeit im Alpenraum schon gelebt wird.
Speaker: Das heißt, es wurde versucht, tatsächlich diese Ebenen zu verbinden, aber es gab jetzt in dem Sinne kein wirkliches Manifest, wo man sagt, okay, wir müssen das und das hier machen, sondern es war tatsächlich erstmal ein Expertaustausch mit dem Bedürfnis, okay, wir vernetzen uns, um dann ins Handeln zu kommen.
Speaker: gab es sicherlich einige gute und interessante Netzwerke und oder Austausch auch, wo man eben dann auch sehen konnte, da gibt es Gemeinsamkeiten, da kann man vielleicht auch dran arbeiten.
Speaker: Und ich denke, dafür sind solche Foren auch immer ganz wichtig.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Also ich mich da so ein bisschen beifrage, auch bei den, also bei anderen großen Themen, inwieweit letztendlich tatsächlich dann auch so ein bisschen die Transformation oder vielleicht teilweise auch die Disruption,
Speaker: von unten kommt oder eigentlich kommen muss.
Speaker: Weil, wenn ich so auf diese, ob wir jetzt auf die Politik auch gerade schaue, auf die großen Entscheidungen, die gerade getroffen werden oder beziehungsweise was jetzt das Thema Klima angeht, nicht getroffen werden, so muss man es ja sagen,
Speaker: dann ist ja ein elementarer Baustein.
Speaker: Und das ist ja oft auch so ein bisschen dieser Reibungspunkt in den ganzen Diskussionen, wo dann
Speaker: wo wir sehen, auf der praktischen, operativen Ebene passiert viel.
Speaker: Es ist auch viel passiert, auch jetzt bei dem Thema Nachhaltigkeit.
Speaker: Also ich war jetzt auch vor ein paar Tagen wieder in einem Austausch zum regenerativen Tourismus.
Speaker: Und gefühlt, sage ich mal, so was ich von den Menschen höre, die da in diesem Austausch mit waren, ist da auch so ein bisschen eine Resignation.
Speaker: Das ist so im Sinne von,
Speaker: Ja, also die wollen das alle da, ja, aber die sind auch gefordert oder herausgefordert, ja, das Thema weiter zu treiben und tatsächlich in die Umsetzung zu bringen und fühlen natürlich, wie du jetzt auch schon so sagtest, wie man jetzt auch weiß, ja, dass so auf der breiten, in der breiten Wahrnehmung, auch in der Politik, ja, dieses Thema gerade irgendwo, weiß ich nicht, wo wieder gelandet ist, auf welchem Agenda-Punkt.
Speaker: Und da ist ja, ne, da ist ja,
Speaker: Da ist ja so dann diese Reibung im System, wo ich dann auch verstehe, dass, ich sage jetzt mal gerade bei so einem alten Klimagipfel, weißt du, wenn du dann da sitzt mit den Wissenschaftlern und jetzt mal ganz ehrlich gesprochen, wo du dann irgendwann auch sagst, ja gut, also wir wissen das ja jetzt alles.
Speaker: Wir wissen das jetzt alles.
Speaker: So, aber...
Speaker: Was denn jetzt?
Speaker: Wo du dann, und das ist ja genau, weißt du, diese Schwelle, die uns so schwerfällt zu überschreiten, ja, bei ganz vielen.
Speaker: Und, ja klar, ganz, ganz kurz, weißt du, wo du dann merkst so, dass es dann immer wieder in die gleichen Richtungen so ein bisschen abschwenkt, ja, und, und, und
Speaker: Und nichts dagegen.
Speaker: Und das ist das, was wir im Manifest auch sagen.
Speaker: Und dann gibt es diese Initiative und noch eine Initiative.
Speaker: Dann gibt es ein Pilotprojekt.
Speaker: Ich will ja gar nicht sagen, da kann man ja was daraus lernen.
Speaker: Aber mir fehlt da so, wenn es die Politik nicht macht, mir fehlt sozusagen aus der unteren Basis der gemeinschaftliche, kooperative,
Speaker: Wille und auch Vereinigung, wenn ich das mal so naiv sagen darf, um tatsächlich, glaube ich, dann diese Wirkung von unten deutlicher zu machen oder auch diese Anforderungen deutlicher zu machen, wie es ja bei anderen Themen auch teilweise läuft.
Speaker: Ja.
Speaker: Das Spannende hier ist tatsächlich, ich glaube, da treffen so verschiedene Punkte rein, die wir auch schon häufiger diskutiert hatten.
Speaker: Also zum einen, was ich erstmal interessant finde, ist, dass die Bereitschaft, sich für Klimaschutz oder wir nennen es heute ja viel mehr auch dann Klimaanpassungsmaßnahmen, aktiv zu werden, sich einzubringen, ist bei einer großen Mehrheit der Menschen existent.
Speaker: Das heißt aber, die handelnde Mehrheit, die tatsächlich ein Stück weit dieses Nachhaltigkeitsdenken und vielleicht auch handeln, schon unanhält sich für die Minderheit.
Speaker: Das heißt, weil sie leise ist, weil sie vielleicht, und sie fühlt sich sozusagen dadurch auch ein Stück weit, ja, diese Handlungsohnmacht, wo wir jetzt auch auf das Thema Agency kommen, worüber wir auch nochmal, glaube ich,
Speaker: in einem der nächsten Podcasts sprechen werden.
Speaker: Also welche Handlungsoptionen habe ich eigentlich nicht nur als Individuum, sondern eben auch vielleicht als Region, als Institution?
Speaker: Das ist, glaube ich, so ein ganz großer Punkt.
Speaker: Und inwieweit sehe ich dann auch, dass ich sozusagen nicht alleine bin mit meinem Handeln, sondern eben auch ein Resultat habe.
Speaker: Ich brauche also ein Stück weit eine erlebte Wirksamkeit.
Speaker: Diese Selbstwirksamkeit ist ganz wichtig.
Speaker: Und auf der anderen Seite ist es so, dass natürlich dann auch wieder die Frage der Transformation kommt.
Speaker: Und da habe ich mich dann auch mit einem der Klimawissenschaftler unterhalten, der meinte so, ja, wie mache ich das denn eigentlich?
Speaker: Und er hat auch eine Kollegin, die eben auch im Bereich Transformation forscht und sowas.
Speaker: Aber trotzdem ist es halt diese Schwierigkeit, wie überzeugt man dann irgendwelche
Speaker: Landwirtschaft im landwirtschaftlichen Bereich, die Menschen sozusagen, dass es notwendig ist, dass vielleicht sozusagen der Fluss wieder umstrukturiert wird, damit ein Stück weit Überflutungsbereiche geschaffen werden, weil das wichtig ist.
Speaker: Aber natürlich möchte die Landwirtschaft vielleicht im Moment ganz andere Interessen.
Speaker: Und ich glaube, hier ist dann auch wieder sozusagen nicht das
Speaker: Die Unwissenheit ist es nicht, die uns blockiert.
Speaker: Wir haben das Wissen, sondern es sind tatsächlich diese strukturellen Muster.
Speaker: Und da ist es dann, glaube ich, wieder wichtig zu sehen, okay, wir haben hier unterschiedliche Geschwindigkeiten, in die wir uns in die Zukunft bewegen und wir haben eben auch immer wieder diese Gegentrends, ja.
Speaker: Und innerhalb einer Transformation befindend ist eben sozusagen nicht immer nur ein lineares Denken oder ein lineares Handeln nach vorne.
Speaker: Und ich glaube, das ist so schwierig auch eben zu akzeptieren.
Speaker: Ich glaube also, dass es nicht nur bottom-up oder top-down geht, sondern wir brauchen wirklich beides.
Speaker: Und wenn wir uns anschauen, wie schnell die Politik in die eine oder in die andere Richtung schwanken kann, kann das ja auch wieder schnell in die eine Richtung, Richtung Nachhaltigkeit und Investitionen in nachhaltige Projekte schwanken.
Speaker: Das ist vielleicht so das eine, aber natürlich, und da gebe ich dir völlig recht, es braucht diese Vernetzung.
Speaker: Und deswegen, glaube ich, ist auch dieser Alpenklimagipfel so wichtig, weil er aufzeigt.
Speaker: Also allein, wie viele Projekte bei diesen All-Future-Awards eingereicht wurden, zeigt, wie viele Initiativen oder wie viele Sachen schon umgesetzt sind und die es beworben haben.
Speaker: Das aufzuzeigen, gibt dann, glaube ich, auch dem Individuum wieder ein Stück weit die Sachen.
Speaker: Okay,
Speaker: Es ist ja doch nicht so.
Speaker: Ich bin ja doch nicht alleine in dieser ganzen Sache.
Speaker: Das wäre für mich wirklich auch nochmal so ein Angel oder der Kernpunkt, dass es da eigentlich wie so eine Kompetenzinitiative, Plattform braucht, wo jeder eben auch seine Kompetenzen mit reinbringen kann und sichtbar gemacht wird.
Speaker: Ich glaube, wir brauchen, wir haben ja im letzten Podcast über Narrative gesprochen und ich glaube, wir brauchen eben auch dieses
Speaker: diese Sichtbarkeit, dass wir sehen können, wo ist hier schon Transformation, wo findet vielleicht schon Transformation statt?
Speaker: Ja, also ich sehe das ähnlich, wobei ich da wieder sagen muss, es gibt diese Plattform und da ist immer die Frage, was ist daraus dann tatsächlich auch erwachsen?
Speaker: Also ich will das gar nicht kleinreden, aber es ist genau, also ich glaube,
Speaker: Es ist so eine Mischung aus vielen Dingen und das macht es nicht umso einfacher.
Speaker: Und wie du halt sagtest auch, es ist glaube ich wirklich ein sehr wichtiger Punkt, ist die Kurzfristigkeit der Politik, was das angeht.
Speaker: Also im Sinne von auch der Wahlperioden und
Speaker: Also das ist ja auch, glaube ich, denke ich mal, zu Genüge auch gesprochen, wie heute augenscheinlich.
Speaker: Und letztendlich wissen wir es zum Teil auch, wo Politik funktioniert oder Politik gemacht wird.
Speaker: Und das hatten wir ja auch schon mal gesagt.
Speaker: Und da kommen wir wieder zu diesem Systemblick, dass wir tatsächlich...
Speaker: politisches System haben und Wirtschaftssystem wurde eh schon im Kontext von Nachhaltigkeit und regenerativen Ansatz ganz viel besprochen, aber auch Bildungssystem, also das könntest du ja auch, diese verschiedenen Systeme, die sich in unserer Gesellschaft sozusagen etabliert haben, hineingefressen haben, muss man ja manchmal so sagen, die sind sozusagen in ihrem Bau, in ihrem Aufbau für das, was wir
Speaker: draußen erleben dürfen, was auf uns zukommt.
Speaker: Auch die, ich sage mal, eine gewisse Schnelligkeit, gerade jetzt auch bei diesem KI-Thema, das können wir nochmal eine andere Folge darüber machen, sind die insofern eigentlich nicht mehr so ganz brauchbar.
Speaker: Und ich glaube, das ist das, was uns immer wieder auf die Füße fällt, so ein bisschen, weißt du, oder wo du dann merkst einfach, dass
Speaker: die guten Ideen, die ja dennoch aus diesen Systemen kommen oder die da rauskommen, weil einige so ein bisschen ausbrechen und tatsächlich kooperativ denken oder es sich erlauben, mal ganz quer zu denken.
Speaker: Obwohl quer darf man ja gar nicht mehr nehmen, das Wort.
Speaker: Innovativ.
Speaker: Also, weißt du, was ich meine?
Speaker: Out of the box, genau, out of the box.
Speaker: Die schaffen es dann aber nur zu einem gewissen Grad, weil natürlich sie dann an die anderen Grenzen von diesen bereits bestehenden Systemen stoßen.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Und da mag ich tatsächlich dann auf den langfristigen Blick wieder verweisen.
Speaker: Und das ist natürlich total unbefriedigend, wenn man sich in dem Moment anschaut und denkt, ich möchte oder wir müssen vielleicht ja sogar etwas machen, um sozusagen auf den Alpenraum, der ja wirklich sehr, sehr sensibel ist, was das Klima, was den Klimawandel anbelangt.
Speaker: zu schützen oder anzupassen oder darauf zu reagieren.
Speaker: Und gleichzeitig ist es aber so, dass wir dann irgendwie über, wenn wir die Entwicklung über einen längeren Zeitraum uns anschauen, dann eben doch diesen Fortschritt sehen und dass dann diese Initiativen dann doch irgendwann vielleicht in einer anderen Form entstehen.
Speaker: aber dann doch irgendwie auch das, ihre Ideen irgendwie ins Umsetzen kommen.
Speaker: Aber es braucht halt einfach Zeit.
Speaker: Und da, glaube ich, kommen wir wieder so an diese Systemlogik heran, wo wir sagen können, okay, das System versucht sich halt so lange wie möglich selbst zu erhalten.
Speaker: Und ja, die politische Situation ist da gerade nicht besonders förderlich für.
Speaker: Aber vielleicht ist auch das einfach nur ein...
Speaker: eine Reaktion des Systems auf die vielen Transformationen und die vielen Krisen, die wir momentan haben.
Speaker: Und ich glaube, das ist sicherlich schon nochmal eine Ausnahmesituation, die es momentan einfach auch so schwierig macht, weil wir halt wirklich viele Krisen haben, die das Thema Klimawandel alle in irgendeiner Weise mit integriert haben und trotzdem sozusagen den Megatrend ein Stück weit aus dem öffentlichen Diskurs
Speaker: kicken, sage ich jetzt mal.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Spannend.
Speaker: Sehr spannend.
Speaker: Mensch, dann haben wir mal ein bisschen von uns berichtet heute, von unseren Aktivitäten und Events.
Speaker: Genau, ja, wir hoffen, das hat den einen oder der anderen vielleicht gefallen oder ihr habt vielleicht auch Fragen, dann schreibt uns, kommentiert gerne.
Speaker: Es sind, glaube ich, Themen dabei heute gewesen, die sehr, sehr viele umtreiben.
Speaker: Eigentlich nicht nur in der Tourismusbranche, aber natürlich, insofern war das heute mal so ein bisschen der Fokus.
Speaker: Genau.
Speaker: Und ja, den werden wir beim nächsten Mal, glaube ich, so ein bisschen weiterführen.
Speaker: Du hattest vorhin schon gesagt, diesmal verraten wir es mal wieder, was wir beim nächsten Mal eigentlich machen.
Speaker: Erzähl doch mal.
Speaker: Nächsten Mal über das Thema Agency oder beziehungsweise Agency auch gerade im Tourismus sprechen.
Speaker: Was bedeutet das eigentlich?
Speaker: Was verstehen wir unter Agency?
Speaker: Was verstehen wir unter Handlungsmacht und Optionen?
Speaker: Oder gerade die Optionen eben zu handeln und
Speaker: an wen oder wer da eigentlich sozusagen alles beteiligt ist.
Speaker: Sehr gut.
Speaker: Also seid gespannt, was sich dahinter verbirgt.
Speaker: Ich glaube, wir werden da auch perspektivisch auch mal was zum Lesen rausgeben.
Speaker: Da kann man sich das dann auch noch mal ein bisschen genauer anschauen.
Speaker: Aber erst mal beim nächsten Mal einfach zuhören und beim Kaffeetrinken oder wo auch immer.
Speaker: Supi.
Speaker: Was machst du heute noch, Anja?
Speaker: Hast du noch was vor?
Speaker: Weiter, hoch die Hände oder wie auch immer.
Speaker: Natürlich noch schwimmen, ja.
Speaker: Schwimmen, natürlich schwimmen.
Speaker: Sehr gut.
Speaker: Das ist ja fröhlich und ja.
Speaker: Schwimmwetter, oder?
Speaker: Ja, geht eigentlich.
Speaker: Das ist nie mehr zu warmem Wasser, muss ich sagen.
Speaker: Am liebsten ganz, ganz früh momentan, weil das Wasser doch, das ist dann sehr anstrengend.
Speaker: Also es macht dann für mich...
Speaker: Es macht nicht mehr so Spaß.
Speaker: Ja gut, du bist im Schwimmbad, im Kleibad irgendwie.
Speaker: Kleibad, genau.
Speaker: Es wird nur durch Sonne aufgeheizt, aber das ist momentan tatsächlich, also die letzten Tage waren es einfach 27 Grad.
Speaker: Und wenn dann noch die Sonne von oben scheint, ist es wirklich mehr Badewanne.
Speaker: Badewanne, ja.
Speaker: Ja, bei uns ist der See wieder abgekühlt.
Speaker: Wir hatten ja ganz viel Regen hier und die Temperaturen sind ein bisschen gesunken und jetzt geht es gerade wieder hoch und daher ist es doch schon noch erfrischend.
Speaker: Also ich bin da tatsächlich sehr empfindlich aus dem Thema.
Speaker: Mal gucken, ob ich heute reingehe.
Speaker: Weiß ich noch nicht.
Speaker: Ich schaue es mir mal an.
Speaker: Die Tochter auf jeden Fall.
Speaker: Wunderbar.
Speaker: Erstmal ein schönes Wochenende.
Speaker: Danke fürs Zuhören.
Speaker: Wir sehen und hören uns.
Speaker: Tschüss.




