Become a Creator today!Start creating today - Share your story with the world!
Start for free
00:00:00
00:00:01
 Folge 4 - Wie werden wir in Zukunft arbeiten? image

Folge 4 - Wie werden wir in Zukunft arbeiten?

Next Stop Future: Trends – Wandel – Zukunft.
Avatar
94 Plays2 years ago

Der Strukturwandel der Arbeit hat bereits begonnen und wird auch in Zukunft einen signifikanten Einfluss darauf haben, wie wir arbeiten und leben.

Statt dass die Arbeitswelten die Lebenswelten dominieren, werden die Lebensumstände die Arbeitswelten beeinflussen. Die Work-Life-Balance wird nicht länger als Luxus, sondern als notwendige Voraussetzung für das Wohlbefinden und die Produktivität der Mitarbeiter*innen betrachtet. Die Grenze zwischen Arbeit- und Freizeit wird weiter verschwimmen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Frage nach dem Sinn der Arbeit im Vergleich zum reinen Gewinnstreben oder das der Ruhestand als "Ende" eines Arbeitslebens zunehmend in Frage gestellt wird. Über diese und weitere Punkte sprechen Anja Kirig und Catharina Fischer in dieser Folge.

Recommended
Transcript

Einführung in die vierte Episode

00:00:14
Speaker
Ein wunderschönes Hallo zu dieser vierten Folge schon von Next Stop Future, der Zukunftspodcast mit Anja Kierig und meiner Wenigkeit Katharina Fische. Und heute geht es um das spannende Thema Strukturwandel der Arbeit. Da haben wir wieder viele, viele Punkte mitgebracht. Mal gucken, ob wir die Arbeit alle unterkriegen. Und ich würde sagen, wir steigen gleich ein.
00:00:46
Speaker
Anja, hallo! Schön, dich zu sehen. Wir sehen uns ja hier, hier drinnen in unserem Tool.

Anjas Projekte und Resonanzräume

00:00:52
Speaker
Wie geht's dir? Was machst du gerade?
00:00:54
Speaker
Hallo Katharina, ja wunderbar. Mir geht es eigentlich relativ gut und ich habe relativ viele Projekte auch, an denen ich gerade denke und arbeite und eben ja vor allem eben auch erstmal so weiterdenken und das finde ich immer ganz spannend, wenn man auch Themen, die man irgendwie vor ein paar Jahren schon bearbeitet, einfach auch weiterentwickelt und eine Sache, die gerade so auf mich zukommt wieder oder bzw. mit der ich eigentlich auch schon die ganze Zeit weitergearbeitet habe, ist so dieses Thema Resonanz eben auch. Wir haben
00:01:20
Speaker
im Zukunftsinstitut 2019 diese Studie Resonanz-Tourismus herausgebracht, bei der ich eben auch stark mit beteiligt war, geschrieben habe, konzipiert habe.
00:01:31
Speaker
Und mit dem Thema arbeite ich ja auch sehr viel und jetzt nochmal das so aus ganz anderen Perspektiven zu betrachten. Also auch schon immer so diesen Fokus natürlich auf Resonanzräume und es hat ja nicht nur im Tourismus irgendwie eine Dimension, sondern eben auch in ganz vielen anderen Bereichen. Und was ich jetzt so ganz interessant finde, ist, dass ich so aus verschiedenen Kontexten auch nochmal so diese Frage gestellt bekomme,
00:01:54
Speaker
Wie ist das eigentlich, was bedeutet das quasi auch nicht nur für das Thema Fachkräfte, also wie müssen Resonanzräume eigentlich auch sein, dass man gerade in der Tourismusbranche Fachkräfte gewinnt, sondern eben auch sozusagen, welche Aufgabe haben wir eigentlich, auch dann zum Beispiel Arbeitgeber, Unternehmen, Organisationen,
00:02:13
Speaker
in diesem Kontext eben auch Arbeit und nicht Arbeitszeit. Und das finde ich so ganz spannend, da eben auch weiter zu denken. Wie hat sich eigentlich das Thema auch in den letzten Jahren vielleicht nochmal weiterentwickelt? Was gibt es da eigentlich immer für neue Dimensionen? Ja, das ist ja eine perfekte Überleitung auch zu unserem Thema. Reift ja damit rein, ganz zufällig natürlich.
00:02:36
Speaker
Nein, aber das ist ja das Schöne auch, um das nochmal kurz hier an der Stelle zu erwähnen. Also viele Dinge, die wir auch in unserer Arbeit tun dürfen, in unseren Projekten mit verschiedenen Kunden, die ja reichen ja auch in diese Themen, in diese großen
00:02:52
Speaker
Fragestellungen auch, die wir hier besprechen mit Rhein und das macht es ja auch umso interessanter, glaube ich. Dadurch können wir auch immer aus der Praxis berichten. Insofern ist es nicht immer nur was Theoretisches, was wir hier so angreifen und uns herausgreifen als Thema, sondern wir haben da durchaus natürlich auch sehr viele praktische Einblicke.
00:03:10
Speaker
In jedem Fall, ja. Und ich denke, das ist eben so, das sind diese Metathemen, aber das ist ja natürlich dann sozusagen immer auch individuell, wie bricht man das runter auf den einzelnen Sektor, auf den einzelnen Organisationen vielleicht oder auch auf das einzelne spezifische Thema. Und ich glaube, das ist ja eben auch so, dass der, ja der Charme eigentlich an diesen Metathemen, dass die wirklich eben auch auf ganz viele Bereiche aus unterschiedlicher Perspektive eben auch anwendbar sind oder übertragbar sind.
00:03:36
Speaker
Ja, absolut.

New Work und Work-Life-Balance

00:03:38
Speaker
Genau, und heute soll es um den Strukturwandel der Arbeit gehen. Ja, wieder ein großes Thema, ich glaube auch ein sehr facettenreiches Thema. Und ich erwähne jetzt mal so ein paar Gedanken, die wir uns schon vorher gemacht haben.
00:03:53
Speaker
Also wir steigen da natürlich nicht immer ganz kalt ein. Wir sprechen auch viel unter der Woche oder mal so ganz spontan am Tage über verschiedene Dinge und der Strukturwandel der Arbeit. Ja, da kommen uns natürlich so Begriffe wie New Work in den Sinn. Also auch so dieses Thema
00:04:17
Speaker
von Arbeitszeit und Nicht-Arbeitszeit, das hattest du glaube ich schon kurz erwähnt auch. Wir haben so back to the office oder bleibt man dann doch lieber zu Hause, work life planning, work life balancing. Also das sind ja alles so sehr viele Begrifflichkeiten, die da so ein bisschen im Raum stehen. Aber wir wollen da durchaus heute auch noch mal ein bisschen tiefer einsteigen, weil letztendlich mal abgesehen von diesen reinen
00:04:46
Speaker
ja, lokalen oder, ne, Blick in dem Sinne, wo arbeitet man denn, also jetzt mal, ne, von zu Hause oder im Office, geht's ja hier wirklich auch um Lebenswelten, Veränderungen von Lebenswelten, Lebensumständen durchaus, durch eine Veränderung auch der Arbeitswelt, ne, wir haben ja auch viel, glaub ich, durchaus Themen der Generationen mit drin, ne, also sprich,
00:05:15
Speaker
Ja, wir schauen auf die Jungen und es wird immer viel diskutiert, was die Jungen denn jetzt so fordern und wünschen sich auch im Hinblick auf ihre zukünftige Position, auf ihren zukünftigen Arbeitgeber, aber natürlich gibt es ja auch viele
00:05:31
Speaker
andere noch, die in der Arbeitswelt mit teilhaben und da auch noch mitarbeiten. Also man merkt schon, das Thema ist ja wie so oft vielschichtiger, als dass es vielleicht so ein bisschen gerade auch besprochen wird, gerade im Kontext gesagt von New Work. Und da wollen wir mal so ein bisschen einsteigen. Ich würde mal so gerne so diese erste
00:05:58
Speaker
Ich sag mal, ja, Fragestellung oder diesen ersten Gedanken hier aufgreifen, die wir uns auch so ein bisschen auch rausgesucht haben.

Wertewandel durch New Work

00:06:05
Speaker
Arbeitswelten bestimmen nicht länger Lebenswelten, sondern Lebensumstände, die Arbeitswelten. Lass uns da mal so ein bisschen einsteigen. Was meinen wir denn damit? Oder was sind da gerade auch so, sag ich mal, Entwicklungen, Veränderungen, die du siehst?
00:06:22
Speaker
Ja, ich denke, das ist so ein ganz wichtiger, eigentlich so ein ganz wichtiger Gedanke, den wir, wenn wir uns dem Thema New Work oder neue Arbeitswelten quasi annähern, verstehen müssen, dass gerade jetzt, wenn wir auch noch mal von Generationen sprechen oder von neuen Werten in der Gesellschaft, auch neuen Bedürfnissen, dass wirklich dieser Strukturwandel der Arbeit ganz jenseits von diesen,
00:06:48
Speaker
dem, was sozusagen an einem Arbeitsplatz vor Ort ist, quasi an Infrastruktur gesehen werden und verstanden werden muss, sondern wirklich irgendwie mit welchen Werten und welchen Ideen möchten Menschen eigentlich künftig Arbeit gestalten. Und ich glaube, da sehen wir schon sozusagen diesen Unterschied, dass quasi es nicht mehr darum geht, dass man sich dem Arbeitsleben anpasst in irgendeiner Weise.
00:07:11
Speaker
sondern dass eigentlich die Idee oder die Ansprüche die sind, dass sich eigentlich die Arbeitswelt quasi an die eigenen Lebensumstände anpasst und das eben je nachdem auf welchen Lebensstil ich in welcher Phase meines Lebens eben auch gerade habe.
00:07:27
Speaker
Und das unterscheidet sich sicherlich ganz, ganz stark von dem, was vielleicht noch vor 20 Jahren so der Fall war, wo man wirklich irgendwie so die eigenen Lebensmodelle eher versucht hat, in Arbeitswelten unterzuordnen und heute das so ein bisschen so diesen eben auch
00:07:42
Speaker
eigentlich das, wo man diesen Clash in der Gesellschaft merkt, dass wir eine Struktur haben, wo die Arbeitswelt versucht, uns als Menschen zu integrieren und die Ansprüche aber ganz andere sind.
00:08:02
Speaker
Das erklärt eben auch so ein bisschen, warum gerade so viel, ja, Missverständnisse, sag ich jetzt mal so, oder Verste-, also ein, ein, ein fehlender, ein Frage-, also eine-, wo viele sozusagen sich fragen, wie soll ich eigentlich sozusagen meinen Arbeitsplatz gestalten, so eine Ratlosigkeit existiert, weil einfach da wirklich zwei ganz unterschiedliche Prinzipien und unterschiedliche Herangehensweise an dieses Thema existieren.
00:08:33
Speaker
Und das heißt, das ist wirklich so, ich würde mal sagen, so ein Prozess, den wir gerade durchleben. Wir haben einerseits eben, ja, vielleicht auch gerade nochmal wirklich durch eine jüngere Generation, die den Arbeitsmarkt betritt, die wirklich die Arbeitsumstände, ihren Lebensumständen anpasst und nicht umgekehrt. Und das ist wirklich so, glaube ich, so das Zentrale, was man unter diesem Strukturwandel von Arbeit auch mit verstehen kann.
00:08:57
Speaker
Ja, super spannend. Dazu auch kurz erwähnt sei eine kleinere Studie, sage ich mal, zum Wandel der Erwerbsformenstruktur. Die heißt dann Alte und neue Trends vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.
00:09:16
Speaker
Weil das passt jetzt ganz schön zu dem, was du sagtest, je mal kurz zitiert, zugleich könnten individuelle Erwerbsbiografien künftig stärker als bisher durch Wechsel zwischen Erwerbsformen geprägt sein. Für bestimmte Phasen des Erwerbslebens könnten sich mehr als bisher verschiedene
00:09:34
Speaker
Beschäftigungs- und Erwerbsformen herauskristallisieren, auch da immer mehr Menschen mit gefragten Qualifikationen ein hohes Maß an Marktmacht erlangen und hier durch ihre Wünsche und Bedarfe leichter realisieren können.
00:09:49
Speaker
Also das ist ja auch nochmal ein spannender Aspekt im Kontext von nicht nur Lebensumstände bestimmen sozusagen auch durchaus perspektivisch die Erwerbsform oder beeinflussen sie mehr, welche man wählt.
00:10:05
Speaker
sondern auch mal mit dieses Thema, finde ich hier ganz spannend, diese Marktmacht, von der gesprochen wird, ja, im Hinblick auf Menschen, die ja so hohe und gute Qualifikationen auch haben, dass sie so ein bisschen auch, sage ich jetzt mal, so ein bisschen diese, ja, die, ich sag mal, Auswahl verschieben hin zum Arbeitgebermarkt, Arbeitnehmermarkt so rum, ne? Also,
00:10:34
Speaker
Ich kann mir aussuchen, nicht natürlich wie immer alle, aber durchaus bestimmte Personen und gut ausgebildete, qualifizierte Menschen können sich mehr oder weniger perspektivisch aussuchen, wie und wo sie arbeiten wollen, was natürlich auch einen anderen Druck auf Unternehmen ausübt.
00:10:56
Speaker
also dem auch gerecht zu werden. Also das auch nochmal so ein bisschen zu berücksichtigen, dass wir, ich glaube nicht nur im Kontext wie gesagt von diesen Lebensumständen, diese Veränderungen, denen wir alle unterworfen sind, das zu betrachten könnten,
00:11:13
Speaker
sondern auch ganz stark aus diesen neuen Anforderungen und Wünschen und insofern auch ein bisschen gewisse Macht auf der Seite der, die Arbeit suchen und dadurch auch sehr hohe Anforderungen stellen dürfen und können. Auch vor dem Hintergrund des Arbeitskräftemangel, den wir ja alle auch kennen und in den nächsten Jahren erwarten dürfen.

Demografische Veränderungen und Arbeitsflexibilität

00:11:43
Speaker
Definitiv, und das hängt natürlich auch nochmal mit demografischem Wandel zu, hat das natürlich auch noch eine Verbindung, wo natürlich irgendwie auch weniger Menschen in den nächsten Jahren den Arbeitsmarkt zumindest perspektivisch betreten werden. Und wenn dann quasi auch nochmal ganz andere Ideen auch an diese Verteilung zwischen eben auch, was wir vorhin als, oder was du angesprochen hast, als Work-Life-Blending beziehungsweise Work-Life-Balancing
00:12:10
Speaker
da andere Ansprüche haben, dann verändert das natürlich auch nochmal. Und ich denke, das hängt schon auch miteinander zusammen, dass eben sozusagen diese Strukturen, die momentan vorgegeben sind, eigentlich noch an Modellen konzipiert sind, die irgendwie gar nicht mehr dem Lebensmodellen entsprechen und den Lebensrealitäten, die eigentlich heute existent sind, wo einfach hier viel mehr
00:12:35
Speaker
viel mehr Flexibilität irgendwie erwarten und wünschen und manchmal auch brauchen einfach und gleichzeitig aber eben auch so darüber hinausdenken, wie quasi auch eine Erwerbsbiografie eigentlich stattfindet. Also, dass man eben nicht mehr sozusagen nach der Schule oder nach der Grundausbildung eben in eine Ausbildung oder in ein Studium reingeht und dann in den ersten Job und dann vielleicht irgendwie länger für sich dort beschäftigt ist.
00:13:00
Speaker
und dann irgendwann quasi mit Mitte 60 oder Ende 60, wann auch immer sozusagen das Rentenalter eben ist, in die Rente geht, sondern auch das ist ja natürlich aufgebrochen und das ist ja schon ganz in frühen Phasen eben von ganz vielen Umbrüchen auch gestaltet.
00:13:18
Speaker
Also, ich finde das immer so wunderbare Beispiele, wenn Menschen wirklich auch schon in ganz jungen Jahren irgendwelche Start-ups gründen und es geht vielleicht auch schief, also es kann ja dafür auch schief gehen, ist ja gar kein Problem mehr. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Wo sozusagen so ganz viele verschiedene Versuche und manchmal natürlich auch ein Stück weit Überforderung sicherlich da ist, weil wir eben auch durch dieses, durch diese Marktmacht, ist natürlich auch ein Stück weit eine, ich sage jetzt mal, die Optionalitäten sind natürlich auch
00:13:42
Speaker
größer. Man wird nicht mehr so, auch das betrifft natürlich nicht alle. Wir dürfen hier nicht davon ausgehen, dass das natürlich jeden betrifft. Aber auch da haben wir natürlich irgendwie eine große Auswahl an Möglichkeiten. Wir haben viel mehr Berufsmöglichkeiten heutzutage einerseits. Und das ist natürlich auch für ein Stück weit, in welche Richtung möchte ich mich eigentlich entwickeln? Und das unterscheidet sich sicherlich stark von dem, was
00:14:08
Speaker
Das andere ist ja jetzt nur andere Generationen, als sie vielleicht mit ihrer Schule fertig waren. Welche Situation sie dort angetroffen haben. Definitiv. Da finde ich zwei Gedanken nochmal ganz spannend zu beleuchten. Der eine ist,
00:14:24
Speaker
wenn du, wie du eben geschildert hast auch, dass sozusagen diese verschiedenen Optionalitäten gibt. Ich sag mal, wir Stück für Stück perspektivisch, wie gesagt, ich denke auch nicht überall und in jeder Branche gleichwertig, aber ich denke schon, in vielen Stück für Stück dahin kommen, dass, ich sag ja manchmal so, weißt du, dieses klassische, ja,
00:14:53
Speaker
Erwerbsmodell oder dieses klassische Karrieremodell, Schule, Abi, Studium, Job, dass es sich ja immer weiter aufbricht. Was bedeutet das oder was kann, sollte, muss das bedeuten für Unternehmen? Weil wenn ich mir mal vorstelle, ich sitze dann im Recuting von einem Unternehmen,
00:15:14
Speaker
Und muss und will ja auch bestimmte Stellen besetzen, sozusagen aus der Organisation heraus, aus der Struktur heraus. Und nun einfach mal so ein Gedankenspiel.
00:15:31
Speaker
gerade bei den sehr gut Qualifizierten. Also du sprachst auch gerade, dann gründen Leute mal eben in Start-up und versuchen sich. Das sind ja jetzt auch nicht unbedingt die, die schlecht qualifiziert sind. Also das sind ja durchaus auch die, die man vielleicht sogar gerne hätte in seinem Unternehmen, gerade im Hinblick auf Digitalisierung, Innovationsthemen, all diese, sozusagen auch so ein bisschen diese
00:15:59
Speaker
großen Themen, die getrieben werden müssten sollten. Und nun sind das die, die, wie gerade angesprochen, so ein bisschen diese, die vielleicht Marktmacht haben, sich da durchaus auf unterschiedlichen Wegen zu begeben.
00:16:14
Speaker
Wie kann man da als Unternehmen eigentlich oder sollte damit umgehen? Was gibt es da für Optionen, wo man dann sagt, naja, wie kriegen wir die trotzdem? Sind wir da schon tief in der Diskussion oder in dem Austausch um noch flexiblere Erwerbsmodelle, also noch flexiblere Anstellungsmodelle?
00:16:42
Speaker
im Hinblick auf Benefits, im Hinblick auf Sinn, Werte. Ist es diese Diskussion oder sind das dann diese Bereiche, diese Punkte, die dann diese hochqualifizierten oder gut und motivierten Qualifizierten anspricht oder siehst du da andere Themen?
00:17:03
Speaker
Ich denke, dafür gibt es wirklich keine Blaupause. Und ich glaube, da gibt es auch nicht sozusagen die eine Lösung und die eine Strategie. Das hängt sicherlich zum einen von der, von den Organisationen, von dem Unternehmen, von dem Feld, in dem man fetig ist, ab. Aber ich glaube, das Wichtigste ist natürlich erstmal sozusagen zu verstehen, dass es sozusagen nicht darum geht, den, die Leute quasi in das Unternehmen zu adaptieren, sondern umgekehrt einfach sozusagen dieses zu schauen, was brauchen eigentlich die Menschen?
00:17:32
Speaker
Das können eben ganz unterschiedliche Dinge sein und das können eben auch unterschiedliche Aspekte in verschiedenen Lebensbereichen und Lebensphasen sein. Vielleicht brauche ich in dem einen Moment ein sehr flexibles Arbeitsmodell und das muss eben auch sozusagen in allen Bereichen adaptierbar sein, die eigentlich erst mal so aus der ersten Perspektive gar nicht so flexible Flexibilität haben. Also nicht jeder kann immer Homeoffice machen, manche Menschen müssen einfach
00:17:56
Speaker
vor Ort sein, jemand in der Pflege hat keine Möglichkeit, Homeoffice zu machen. Aber trotzdem gibt es da einfach die, und das ist glaube ich etwas, was man natürlich auch mit den Menschen, die ich anstellen möchte zum Beispiel oder die ich beschäftigen möchte, zusammen entwickeln muss. Also wie wirklich auch dieses auf Augenhöhe begegnen und Wertschätzung zeigen. Ich glaube, das sind so ganz essentielle Themen, mit denen man das auch nur entwickeln kann. Also ich glaube so,
00:18:25
Speaker
von oben nach unten, das funktioniert eben nicht, sondern es ist wirklich zu schauen, was für Modelle gibt es und dann so ein bisschen auch try and error, weil wir einfach eben auch diese Phase haben, wo wir wirklich diesen Strukturwandel haben und es einfach in dem Moment auch nicht
00:18:40
Speaker
absehbar ist, so und so ist das Rezept und so wird das auch in den nächsten Jahren eben aussehen. Also ich glaube, da sind schon auch viele Faktoren dabei. Wichtig ist, glaube ich, erstmal zu verstehen, dass man versuchen muss, sich zu adaptieren an diese Umstände und es eben nicht um die Diskussion geht, wie kriege ich möglichst viele Menschen zurück in mein Büro oder wie halte ich Menschen möglichst lange oder so. Also ich glaube, da einfach so ein bisschen eben auch diese geistige Flexibilität erstmal als
00:19:09
Speaker
als Organisation, als Unternehmung mitzubringen, das ist glaube ich erstmal schon der erste Schritt dafür und dann zu gucken, was kann ich wirklich auch individuell vielleicht einen kleinen Schritt nach dem anderen. Ich denke, da gibt es schon so die ersten Ideen und ersten guten Konzepte, wo wirklich versucht wird, auch in
00:19:29
Speaker
oder auch erfolgreich umgesetzt wird, wie flexiblere Arbeitsmodelle, das hattest du gerade angesprochen, eben auch realisiert werden können. Und dann bleibt so natürlich auch sozusagen immer so die Strukturen, also ich meine, jede Nation, jedes Land hat so seine eigenen Arbeitsrecht und seine eigenen Absicherungsstrukturen.
00:19:48
Speaker
Und wenn ich aber nun mal sozusagen sehr flexibel arbeite, was bedeutet das dann eben aber eigentlich auch so für meine Rente oder sowas? Und das sind natürlich auch immer Themen, wo die Politik im Grunde genommen dann auch Strukturen schaffen muss, dass das auch mitgedacht werden muss. Also das spielt natürlich alles mit zusammen. Es geht doch nicht nur um das Unternehmen und Organisation oder wenn, müssen sie halt gucken, wie kann ich trotzdem vielleicht eine gute Absicherung dieser Person geben.
00:20:10
Speaker
Und dann im zweiten Kontext zu verstehen, auch dass wir durch diese Ausdifferenzierung der Gesellschaft natürlich auch ganz andere Ansprüche an Arbeit haben und das über die Generation hinweg, dass es natürlich auch in Zukunft Menschen gibt, die gerne irgendwie eine feste Arbeitszeit haben und die in Zukunft auch gerne vielleicht im Büro arbeiten und die in Zukunft gerne auch wirklich einfach
00:20:30
Speaker
vielleicht eine Arbeit machen, um danach wirklich auch das klassische Freizeitmodell

Generationenübergreifende Arbeitserwartungen

00:20:36
Speaker
leben zu können. Das widerspricht sich nicht mit den vielen Menschen, die vielleicht andere Ansprüche an Arbeit haben und auch andere Ansprüche, also wo einfach dieser Gedanke von Arbeit auch nochmal dekonstruiert wird.
00:20:47
Speaker
Und das ist sicherlich auch so dieses sowohl als auch Denken mit reinzubringen. Das ist natürlich noch eine zusätzliche Dimension, noch eine zusätzliche Herausforderung. Aber ich glaube, das muss natürlich auch nicht von jetzt auf gleich umgesetzt werden, sondern wie gesagt, ich glaube, das ist sicherlich so eine Frage von, wie kann ich kleine Schritte machen und wie kann ich kleine Stellschrauben auch ausprobieren, wie funktioniert das? Und ich erinnere mich jetzt nur so an ein Beispiel, das ist irgendein, ich glaube,
00:21:14
Speaker
ein Krankenhaus in Mittelhessen, die eben auch sehr flexible Arbeitszeitmodelle eben anbieten und ich glaube, dass in der Pflege ist das sicherlich sehr neu und wird aber sehr gut angenommen und dadurch kriegen sie auch viele neue Arbeitskräfte, weil sie damit eben auch eine neue Gruppe ansprechen oder eine Gruppe, die vielleicht vorher sozusagen eben aufgrund von gewissen Belastungen und Arbeitsverhältnissen abgesprungen war.
00:21:41
Speaker
Hab ich schon mal, ja. Nur kurz an dieser Stelle erwähnt, spannend ist, dass so ein bisschen das in unser Thema des letzten Podcasts hineinreicht, Transformation. Und da haben wir viel auch über agil bleiben, adaptiv bleiben gesprochen, weil Transformation
00:22:01
Speaker
insofern nichts eigentlich Abschließendes ist, sondern eher immer Wärendes. Und das lässt sich ja letztendlich jetzt auch so ein bisschen auf dieses Thema projizieren, dass es auch hier zuallererst keine Blaupause gibt, aber im gleichen Atemzug auch gesagt, dass es sicherlich auch ein Wandlungsprozess ist, der braucht und der sich
00:22:26
Speaker
über die nächsten Jahrzehnte vollziehen wird, weil nämlich, und da komme ich jetzt auf den zweiten Punkt, den ich vorher auch schon anbringen wollte und du hattest es auch kurz erwähnt, wir ja auch über unterschiedliche Generationen sprechen. Auch das sei an der Stelle mal erwähnt, oft
00:22:45
Speaker
Gerade jetzt steht die Gen Z, also die Jüngeren, immer sehr im Fokus, zumindest in meiner Wahrnehmung, auch wenn wir über dieses Thema New Work reden. Aber wir haben ja auch, wie gesagt, noch andere Generationen, die noch
00:23:01
Speaker
im, ja, Arbeitsleben sind, beziehungsweise, ja, die auch vielleicht schon ausgestiegen sind, aber dennoch Teil der Arbeitswelt sein wollen, über Minijobs oder auch durchaus über unbezahlte karikative Engagement, ja, also da gibt es ja verschiedene, auch verschiedene Modelle.
00:23:22
Speaker
Und das finde ich auch nochmal ganz spannend, hier kurz mit zu beleuchten. Auch im Hinblick auf, wie gesagt, dieses große Thema Arbeitskräftemangel. Und wie schaffen wir das auch in den nächsten Jahren? Und ja, wir reden dann immer sehr stark über die großen Branchen. Und wir reden sehr stark, ich sag mal, über die dominierenden Industrien für Deutschland. Das ist natürlich auch richtig.
00:23:49
Speaker
Aber im Gesamtkontext auch für die Gesellschaft das mal zu betrachten und da durchaus auch nicht außer Acht zu lassen, dass es ja viele ältere Menschen auch gibt, die noch Teil des Arbeitsmarkteslebens sein wollen und welche Modelle für die vielleicht auch funktionieren oder motivieren sind, auch beizutragen.
00:24:14
Speaker
Gerade in Richtung auch, du hattest jetzt Pflege erwähnt, ja, gerade in Richtung auch so ein bisschen dieser sozialeren Bereiche. Also da steckt ja schon auch Potenzial drin, da auch Dinge anzupassen oder Möglichkeiten zu bieten, auch der älteren Generation mit ihren Ansprüchen gerecht zu werden. Und die sind durchaus anders als jetzt voneinander Gen Z.
00:24:42
Speaker
Ja, sicherlich. Also ich finde diese, ich bin immer so ein bisschen, also ich sehe auf diese Generationen-Debatte so mit zwei Blickwinkeln eigentlich. So einerseits ist es natürlich so, dass man in einer bestimmten Phase sozialisiert wurde und vielleicht auch sozusagen jetzt gerade, wenn man jetzt zum Beispiel im Kontext, was passiert vielleicht nach der Schulausbildung. Ich denke, bis dahin funktionieren ja die meisten Biografien noch sehr linear. Wir haben irgendwie die Kindheit, Jugend, Ausbildung, wie lange es immer geht.
00:25:07
Speaker
Und dann passiert ja quasi im Grunde genommen das, was früher anders war, also wo wir einfach da diese große, diese großen Umbrüche eben verzeichnen können. Und das passiert so ein bisschen parallel eben oder nicht parallel, sondern das passiert in, ich glaube, in einer identischen Weise, dann nochmal so ist das zu beobachten, so ab dem Alter von 55, 60. Diese Umbrüche dann oder dieser Umbruch dann, wir nennen vom Zukunftsinstitut wohl dieser Begriff des
00:25:37
Speaker
Unruhestandsgepräch ist schon etwas anders als dann vielleicht so in dem 20er Jahr, also im 20er, wenn man 20 plus ist. Weil dort natürlich irgendwie so die Werte schon so ein bisschen
00:25:51
Speaker
fester sind, die Ideen schon so ein bisschen fester sind, man vielleicht eher sozusagen weiß, was möchte ich eigentlich. Aber gleichzeitig hat man auch dort wieder diese Möglichkeit, viel auszuprobieren. Das heißt, man hat sozusagen, auch da hat man wieder diese Ansprüche, dass die Arbeitswelt eigentlich der Lebensrealität oder der Lebenswelt entsprechen muss und nicht mehr umgekehrt. Und innerhalb dieses zweiten Aufbruch, und ich denke, wir haben ja heutzutage einfach, wenn wir von
00:26:18
Speaker
von einer älteren Generation sprechen, einfach eine hohe, in vielen Fällen auch da natürlich nicht immer, sehr aktive Menschen, die zwar älter werden und gleichzeitig aber auch viel jünger älter werden, sagen wir es mal so. Leistungsfähig sind. Genau, und auch noch einfach noch teilhaben wollen am Leben. Also irgendwie auch noch wirklich sich noch lange nicht auf der Rentenbank sehen, sondern die wirklich noch ganz aktive Menschen sind.
00:26:44
Speaker
und dort sich quasi stückweise auch nochmal ganz neu erfinden und das zum Teil, indem sie wirklich auch sich nochmal im Arbeitsleben anders finden wollen und teilweise aber eben natürlich auch nochmal sich irgendwie einbringen möchten, ob es als Mentoren sind oder wie du es auch sagst, im Grunde genommen im, ja, in der Kultur, also im kulturellen und sozialen Miteinander kann ich da etwas tun,
00:27:12
Speaker
Und das aber natürlich auch mit sehr flexiblen Ansprüchen. Auch das darf man nicht vergessen. Auch das ist ja mal so ein großes Thema, wie man zum Beispiel über ehrenamtliche Arbeit, auch das nennen wir ja irgendwie Arbeit, obwohl es meistens ja irgendwie wirklich ehrenamtliche, freiwillige Arbeit ist.
00:27:28
Speaker
dass das ja früher auch so sehr fest an gewisse Strukturen eben gebunden war. Und auch da diese flexibleren Gedanken mit einzubringen. Auch das betrifft eigentlich auch, ich sag jetzt mal, die älteren Semester. Und da ist immer so diese Frage, um nochmal auf diese Generationen zurückzukommen. Ja, man ist beprägt von dem, wie man sozialisiert ist.
00:27:51
Speaker
Und gleichzeitig haben wir aber natürlich auch einen Wertewandel und der, die alle Generationen eigentlich mit betrifft. Und da ist immer die Frage, wie natürlich auch eine Generation sich an bestimmte Werte auch wieder neu, sozusagen, adaptiert. Und das finde ich in diesem Kontext schon auch nochmal spannend zu berücksichtigen. Ja, es gibt Unterschiede und gleichzeitig gibt es aber auch Parallelen. Z.B. die Aktivität an Arbeitszeiten.
00:28:17
Speaker
Und das ist ja nicht nur vor allem auch, das ist ja nicht nur ein Punkt, der jetzt irgendwie in Deutschland aktuell ist, sondern es ist ja wirklich auch ein globales Phänomen, was sich da beobachten lässt.

Globale New Work Trends

00:28:25
Speaker
Also gerade New York ist ja wirklich irgendwie auch ein globales Thema. Und ich finde da einfach so ganz wunderschön. Es gibt so vom The Guardian, von der Zeitung gibt es eine Kolumne New Start After Sixty, also wo ganz viele Menschen konzentriert werden, die nach ihrem 16. Lebensalter nochmal ganz, ganz unterschiedlich sich auch positionieren.
00:28:47
Speaker
Dinge tun, die sie vielleicht ihr ganzes Leben verfolgt haben oder etwas völlig Neues machen, ob es eine Arbeit ist, ob es ein Sport ist, ob es irgendwie, also wirklich in den unterschiedlichsten Bereichen und ich finde, das zeigt eigentlich auch so ein bisschen diesen Sinneswandel und auch diesen Wertewandel.
00:29:05
Speaker
Menschen in ihrer dritten Lebenszeit. Also ich finde das ein super wichtiges Thema, weil, wie du es jetzt schon erwähnt hast, um das aber noch mal so ein bisschen auch einfach uns bewusst zu machen,
00:29:21
Speaker
wie noch vor, ich sag mal, nicht allzu langer Zeit auch dieses Thema betrachtet wurde, du bist jetzt sozusagen kurz vor der Rente und damit bist du raus. Ja, einfach auch so von der Gesellschaft. Also auch so diese, wie man da so draufgeblickt hat auf die verschiedenen Generationen und speziell auch so ein bisschen auf die ältere Generation. Und wie dadurch durchaus auch persönliche
00:29:51
Speaker
Lebensumstände, Wege sich verändert haben. Also wie oft habe ich mit älteren Herrschaften sprechen dürfen, die dann erstmal so ein bisschen in ein Loch gefallen sind, weil sie sich so auch ein bisschen abgeschoben gefühlt haben.
00:30:05
Speaker
Jahre lang Teil gehabt, Jahre lang vielleicht auch gemanagt, Team gehabt, was auch immer. Und dann kommt sozusagen dieser Cut. Und nun bist du Rentner oder Rentnerin. Und nun darfst du dir selber überlegen, was du mit deiner Zeit noch anfängst, übertrieben gesagt.
00:30:23
Speaker
Und das finde ich schon eine ganz wichtige und auch wertvolle Perspektive und schön, dass ich glaube, dass sich da einiges verändert hat auch im Blick darauf. Es kann sich aus meiner Perspektive noch mehr ändern, ich weiß nicht, wie du das siehst, aber dass wir
00:30:40
Speaker
diese Generation, auch dieses Potenzial, was in dieser Generation liegt, durchaus auch nicht außer Acht lassen sollten und in Betracht ziehen sollten, wenn wir über die Arbeitswelten der Zukunft sprechen und den Arbeitsmarkt der Zukunft sprechen.
00:31:00
Speaker
Und ich finde, da ist noch mal ein ganz wichtiger Gedanke auch drin, den du ansprichst, nämlich das, was du gerade gesagt hast, dass plötzlich so dieser Cut kommt. Das bedeutet im Grunde genommen auch, wie quasi die Arbeit, welche Wertschätzung quasi die Arbeit in unserer Gesellschaft hat. Also man leistet, leistet, leistet, bis man 65, 67 oder 69 ist, wie auch immer das Rentenalter eben ist. Und dann quasi geht man in die Rente und natürlich ist dann ist es so auf einmal so,
00:31:24
Speaker
Es ist ein Gefühl von, natürlich gibt es viele Leute, die mich auch darauf freuen, weil sie denken, okay, ich habe irgendwie gearbeitet. Ich kann es total verstehen, ja. Und gleichzeitig aber es ist auch so, was macht man dann mit dieser Zeit, gerade wenn wirklich noch ganz viele Jahre qualitativ hochwertige Lebensjahre eigentlich vor einem liegen?
00:31:41
Speaker
Und ich finde, das verändert eben auch so einen Blick eben, wie Arbeit eigentlich definiert wird, weil das ist, finde ich, schon auch nochmal so ein Thema, der in diesem New-Work-Aspekt mit drin ist. Was bedeutet eigentlich sozusagen das eben auch für die Nicht-Arbeitszeit, weil eben gerade Arbeit immer bis jetzt zumindest als sehr essentiell gewertet wurde, also wirklich immer so aus dieser Wertigkeit, wenn du arbeitest, in Anführungsstrichen, bist du was wert. Bist du gut.
00:32:09
Speaker
Gut, genau. Und gleichzeitig sozusagen das andere, die Nicht-Arbeitszeit wurde etwas ja damit ja auch entwertet eigentlich. Und ich finde, das ist eben auch ganz wichtig, weil auch gerade wenn wir zum Beispiel über Themen wie generelles Grundeinkommen diskutieren, was ja mittlerweile auch eigentlich salonfähig geworden ist als Diskussionsthema, was ja vor einigen Jahren auch noch nicht der Fall war.
00:32:31
Speaker
Was bedeutet das eigentlich sozusagen auch für den Begriff von Arbeit oder nicht Arbeit? Also ist jemand, der quasi im Grunde genommen sich für die Diversität im Naturschutz einsetzt und einen kleinen Garten betreibt und da ja im Grunde genommen auch ein Stück weit arbeitet, ob es nun irgendwie an welchen Themen auch immer ist.
00:32:49
Speaker
Ist das Arbeitszeit, ist das Nicht-Arbeitszeit? Wie wird das sozusagen aufgefasst? Und ich finde das schon auch einen spannenden Aspekt, gerade auch wenn die jüngere Generation eben wirklich mit diesen Ansprüchen sagt, okay, das, was ich tue in meinem Alltag, muss eigentlich meinem Leben entsprechen. Ob es nun meinen Werten entspricht, ob es dem Sinn entspricht, den ich an
00:33:12
Speaker
an mein Leben oder eben auch an die Tätigkeit habe, die ich verfolgen möchte. Und Sinn und auch Werte können ja in ganz unterschiedlichen Kontexten auch definiert sein. Aber ich denke, das ist wirklich auch nochmal so, womit wir gerade so brechen. Also zwischen dieses, was ursprünglich mal Arbeit war und was ursprünglich mal nicht Arbeitszeit war. Und damit eben auch, was war Arbeitsleben und was war sozusagen Rente oder... Also das ist sicherlich auch nochmal eine große Herausforderung, sag ich jetzt mal, für die Gesellschaft, auch im Umgang damit.
00:33:42
Speaker
Natürlich, ja, absolut, weil wie wir das auch so ein bisschen schon in den vorherigen Folgen besprochen haben bei den anderen Themen, sei es bei der KI, bei der Nachhaltigkeit, bei der Transformation, ich glaube, wir befinden uns da in einer Zeit,
00:34:00
Speaker
wo viele Dinge sich gerade wandeln und andere Perspektiven auch zugelassen werden und ein Gehör finden. Und das macht natürlich etwas unweigerlich auch mit den Menschen und ich glaube dadurch entwickeln sich
00:34:19
Speaker
einerseits andere Verständnisse oder Wahrnehmungen auch, die aber auch dazu führen, dass man natürlich auch diese Optionen noch stärker diskutiert und noch stärker zulässt, dass sie zur Sprache kommen, sage ich mal.
00:34:41
Speaker
Und das ist, glaube ich, auch was ganz Spannendes, was jetzt gerade, wie gesagt, auch beim Thema Arbeitswelten passiert.

Abschluss und Vorschau

00:34:48
Speaker
Ja, Mensch, wir sind hier schon an unserer Zeit. Wie immer ist sie verflogen. Das ist doch schön. Stunden weiter mit dir sprechen können. Stunden, genau. Sehr schön. Du, wir haben ja nächste Folge ein spannendes Thema. Willst du mal kurz was erzählen, was wir nächstes Mal besprechen?
00:35:06
Speaker
Richtig. Ich hatte gerade angesprochen, dass das Thema Grundeinkommen salonfähig geworden ist. Ein anderes Thema, das salonfähig geworden ist, ist nämlich das Thema der Postwachstumsgesellschaft. Wie gehen wir eigentlich in Zukunft mit Wachstum um? Was bedeutet Wachstum in Zukunft?
00:35:24
Speaker
Ja, ich bin auch schon sehr gespannt, in welche Richtung uns unser Gespräch dann führen wird. Ja, es wird auf jeden Fall nicht langweilig. Das können wir schon mal versprechen, wie immer. An dieser Stelle noch mal erwähnt, es gibt schon drei Folgen, die ihr euch gerne anhören dürft, könnt, wenn ihr mögt, bei einem frischen
00:35:44
Speaker
Glas Wasser, Limonade, Bier, schön auf der Terrasse am Abend, kann man sich doch mal gönnen. Also schaut da mal oder hört besser gesagt gerne mal rein. Und ja, wenn ihr mögt, auch kommentiert. Natürlich folgt uns, likt uns. Wir werden natürlich wie immer das hier auch veröffentlichen auf den sozialen Medien.
00:36:07
Speaker
und kommt auch gerne in Kontakt mit uns. Also wenn ihr Fragen, Anregungen habt und sagt irgendwie, das Thema wollen wir jetzt unbedingt auch mal hören und besprechen, dann lasst uns das wissen und dann sind wir natürlich da immer bereit, auch in Aktion zu treten. Robert-Anja? Das machen wir. Wir hören uns, Katharina. Wir hören uns. Einen wunderschönen Tag und bis zum nächsten Mal.