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Ich will es anders, weiß aber nicht wie

S2 E7 · Konflikte in kleinen Dosen
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17 Plays1 month ago

Wenn du es nicht weißt, woher soll es denn dann dein Gegenüber wissen. Der Realitätscheck für unsere Erwartungen an andere und wie die Arbeit für unsere Wunschvorstellungen bei uns anfängt.

Bild: Nils Gilleßen

Musik: Jan Lagowski

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Transcript

Einführung in den Podcast

00:00:04
Speaker
Hallo und herzlich willkommen bei Konflikte in kleinen Dosen mit den Kellerkindern.
00:00:08
Speaker
Alina Jensen.
00:00:09
Speaker
Und Lisa Zenker.
00:00:10
Speaker
Willkommen.
00:00:12
Speaker
Ja,

Umgang mit diffusen Gefühlen

00:00:12
Speaker
heute wollen wir mit einem ganz aktuellen Beispiel wieder starten, nämlich mit einem diffusen Gefühl, was ich gestern hatte.
00:00:21
Speaker
Und zwar, vielleicht kennt ihr das ja auch, ihr seid irgendwie in einer schwierigen Situation und habt so den Gedanken, ach,
00:00:31
Speaker
Bitte ändere dich, sodass ich irgendwas anderes bekomme.
00:00:37
Speaker
Oder

Hindernisse bei der Konfliktlösung durch diffuse Gefühle

00:00:37
Speaker
auch ihr merkt, wie ich will irgendwas anderes, aber ich weiß noch nicht was und es ist die Fuß.
00:00:46
Speaker
In beiden Situationen kann es eher nicht zuträglich sein für eine Klärung des Konfliktes.
00:00:55
Speaker
Und daher haben wir heute Lust, da mal hinzugucken, wie kann man dieses diffuse Gefühl oder dieses Nichtwissen ein bisschen in eine Klarheit bringen und dann vielleicht auch anders in Kontakt bringen zum Gegenüber.
00:01:13
Speaker
Genau,

Klarheit durch Zielsetzung mit NLP-Modellen

00:01:13
Speaker
und da ist uns in der Vorbereitung das Wort Ziele auch eingefallen.
00:01:18
Speaker
Also das Gegenteil von dieser Diffusität ist ja Ziele oder Klarheit.
00:01:27
Speaker
Und was kann also helfen in solchen Momenten von Diffusität?
00:01:32
Speaker
Neben dem, das erstmal wahrzunehmen und zu wissen, in welchem Zustand ich mich gerade befinde, ist zu gucken, wie kann ich daraus ein Ziel erstmal für mich denken und herstellen, das so die richtige Größe hat, dass ich auch wirklich aus dieser Diffusität rauskomme und eine Klarheit.
00:01:52
Speaker
Und dafür bedienen wir uns eines NLP Modells.

Die Bedeutung positiv formulierter Ziele

00:01:57
Speaker
Das sind die Wohlgeformtheitskriterien.
00:02:01
Speaker
Das sind sieben Kriterien, anhand derer wir entscheiden können, ob diese diffusen Themen, diese Fragen, die wir uns stellen, die richtige Größe haben und ob wir sie am Ende angehen wollen oder nicht.
00:02:20
Speaker
Das erste wäre, dass das Ziel positiv formuliert ist.
00:02:24
Speaker
Also das Gehirn kann ja nicht das Wort nicht nicht wahrnehmen.
00:02:28
Speaker
Also sagt nicht, was ihr nicht wollt, sondern was ihr wollt.
00:02:32
Speaker
Anstatt

Gehirnaktivierung durch Präsens

00:02:32
Speaker
zu sagen, ich will keinen Stress mehr haben, geht da rein und guckt.
00:02:37
Speaker
Ich gehe gelassen mit Herausforderungen um.
00:02:41
Speaker
Und jetzt hast du das gerade schon wie automatisch gemacht.
00:02:45
Speaker
Das Gehirn funktioniert auch besser oder wird aktiviert, wenn die Sätze im Präsens, also in der Aktivformulierung auch genutzt werden und nicht es wäre wahrscheinlich besser, wenn, also im Konjunktiv oder ich werde dann mich so und so fühlen.
00:03:02
Speaker
Auch die Zukunftsform lässt sich.
00:03:05
Speaker
den Körper anders aktivieren, als wenn ich sage, ich bin, ich habe, ich mache.
00:03:12
Speaker
Genau, ich könnte ja selber mal den Unterschied bei euch erspüren.
00:03:16
Speaker
Punkt

Selbstverantwortliche und konkrete Zielsetzung

00:03:16
Speaker
zwei wäre dann, dass das Ziel selbst erreichbar ist, selbst kontrollierbar ist, dass ihr nicht von anderen Menschen oder äußeren Umständen abhängt, sondern dass ihr in der Lage seid, dieses Ziel eben nur mit eurer eigenen Kraft und eurer eigenen Resilienz umzusetzen.
00:03:40
Speaker
Punkt drei ist, dass es so konkret wie möglich sein soll.
00:03:44
Speaker
Lisa hat ja schon gesagt im Präsens.
00:03:46
Speaker
Und dazu gehört aber auch klar definiert, sodass das Gehirn direkt denkt, es passiert schon.
00:03:52
Speaker
Also wir tricksen uns so ein bisschen aus, indem wir denken, wir stellen uns das vor und dadurch machen wir es eigentlich auch gleichzeitig.

Beispiel aus dem Kindergarten für Zielvisualisierung

00:04:02
Speaker
Ich habe ein schönes Beispiel davon.
00:04:05
Speaker
Im Kindergarten aktuell,
00:04:08
Speaker
Der Laternenlauf steht an zu St.
00:04:11
Speaker
Martin und die Kindergärtnerinnen, die laufen mit den Kindern am Vormittag eine Runde um den Tisch, damit die Kinder sozusagen die Laterne halten können.
00:04:22
Speaker
Und ich habe das gesagt, ihr übt den Laternenlauf mit den Kindern, damit die wissen, was am Freitag auf sie zukommt.
00:04:30
Speaker
Und da sagte die Erzieherin, nee, wir machen einfach.
00:04:37
Speaker
ohne Motivation, ohne Gedanken.
00:04:39
Speaker
Das würde ich auch gerne mal wieder.
00:04:43
Speaker
Das passt ja dann zu konkret und spezifisch in Punkt 3.
00:04:49
Speaker
Und zwar geht es darum, dass das Ziel klar definiert ist.
00:04:54
Speaker
Was genau, wo, wann und mit wem.
00:04:55
Speaker
Also wenn wir uns jetzt vorstellen, wir machen eine Reise, wann mache ich die Reise, bis wann habe ich das geplant, mit wem mache ich das.
00:05:02
Speaker
Also wirklich so konkret wie möglich, damit wir schaffen uns auch wirklich die Gedanken, die ja eh kommen, dass wir uns das auch so konkret wie möglich vorstellen können.
00:05:13
Speaker
Und auch da habe ich ein Beispiel aus dem eigenen Erleben.
00:05:17
Speaker
Und

Visualisierung spezifischer Szenarien

00:05:17
Speaker
zwar haben wir eine Silvesterreise geplant und haben uns aber keine Vorstellung gemacht, wohin die Reise gehen könnte.
00:05:26
Speaker
Also ein bisschen was anderes, was du gerade sagst, aber eine gewisse Situation, nämlich den Silvesterabend.
00:05:32
Speaker
Und der sollte ohne Jacke mit den Füßen im Sand stattfinden und mit dem Blick aufs Meer aussehen.
00:05:40
Speaker
Und durch dieses Bild ist es dann irgendwie prägnanter geworden und wir sind nach Thailand geflogen.
00:05:47
Speaker
Genau.

Erkennen des Zielerreichens mit sensorischen Beweisen

00:05:48
Speaker
Der vierte Punkt wäre dann das Evidenzkriterium oder sinnespezifisch überprüfbar.
00:05:55
Speaker
Also woran merkst du, dass du dein Ziel erreicht hast?
00:06:00
Speaker
Und das baut so ein bisschen auf das Beispiel auf, was du jetzt auch gerade schon erwähnt hast.
00:06:04
Speaker
schon gebracht hast, Lisa.
00:06:06
Speaker
Und daran merkt ihr vielleicht auch, dass nicht alle Kriterien gleich wichtig sind für euch.
00:06:11
Speaker
Also vielleicht hängt ihr an dem einen Kriterium mehr als an dem anderen und die Sachen flutschen.
00:06:17
Speaker
Bei der sinn- spezifischen Konkretheit geht es genau darum, auch wie Lisa gesagt hat, stellt euch so gut wie möglich vor, woran merke ich, dass es wirklich passiert bin.
00:06:28
Speaker
A, ich bin schon da und tauche meine Zähne ins Wasser.
00:06:33
Speaker
Punkt

Eco-Check: Ziele und persönliche Werte

00:06:33
Speaker
5 ist der sogenannte Ökocheck aus dem Coaching.
00:06:38
Speaker
Da geht es darum, ob es gerade in dem Moment, in dem du dich befindest, ob es wirklich zu dir und deinem Leben passt.
00:06:46
Speaker
Und man könnte sogar so weit gehen, zu sagen, passt es zu deinen Werten?
00:06:50
Speaker
Also hat es einen negativen Effekt?
00:06:53
Speaker
Kann ich mir diese Reise jetzt gerade erklären?
00:06:56
Speaker
leisten, obwohl ich arbeitslos bin?
00:06:59
Speaker
Oder ist es wirklich möglich, meine Kinder zu Hause zu lassen und in Ruhe auf Kur zu fahren?
00:07:06
Speaker
Oder hätte ich dann die ganze Zeit irgendwie einen Weltschmerz?
00:07:10
Speaker
Und diesen Prozess könnt ihr mit euch alleine machen, um eine Klarheit zu bekommen, was ihr gerne sagen möchtet oder mit was ihr in Kontakt gehen möchtet.

Persönliche Verantwortung in der Zielklärung

00:07:19
Speaker
Und gleichzeitig könnt ihr diesen Klärungsprozess auch miteinander im Konflikt angehen und zusammenschauen, hey, was ist es denn, was dich jetzt genau stört oder was ist es genau, was ich anders machen kann, damit es dir besser geht.
00:07:34
Speaker
Also um sozusagen die Anfangsbeispiele wie gemeinsam zu erkunden und prägnant werden zu lassen.
00:07:42
Speaker
Genau, geht diese Kriterien gerne miteinander durch oder auch mit euch selbst sozusagen.
00:07:49
Speaker
Was am Ende da also förderlich dafür ist, ist auf jeden Fall, dass ihr merkt, dass ihr Verantwortung für eure eigenen Themen übernehmen könnt, dass ihr das nicht jemandem anders überhelft, wenn ihr selber noch keine Klarheit mit euren Vorstellungen habt.
00:08:05
Speaker
Und das vielleicht auch, wenn ihr inhaltlich schon mal gemeinschaftlich über den Prozess sprecht, dass dieses Thema wie zum Beispiel Geld oder Kinderbetreuung einfach nicht mehr so ein Reizthema für euch und eure Beziehungen darstellt.
00:08:21
Speaker
Also geht unser Appell ist sozusagen, geht selber in der Klarheit und erwartet nicht, dass das Gegenüber euch das von den Augen abliest oder zwischen den Zeilen.
00:08:29
Speaker
Das ist eure Arbeit.