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Ort des Wohlbefindens

Konflikte in kleinen Dosen
Konflikte in kleinen Dosen

36 plays · Apr 1, 2026

Gerade in Konflikten ist es wichtig, eine innere Stabilität und Zufriedenheit zu behalten, auch wenn es im Außen laut und strubbelig ist. Dafür ist die Methode "Ort des Wohlbefindens" gut geeignet. Wir führen dich einmal durch. Bild: Nils Gilleßen Musik: Jan Lagowski

Transcript

Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu Konflikte in kleinen Dosen mit den Kellerkindern.

Speaker: Alina Jensen.

Speaker: Und Lisa Zenker.

Speaker: Willkommen.

Speaker: Wir reden ja, der Podcast heißt so, sehr viel über Konflikte und über schwierige Situationen und über Herausforderungen, die in Beziehungen entstehen und in Kommunikation.

Speaker: Und wir dachten, es ist auch mal Zeit,

Speaker: einen Aspekt mit reinzubringen, der euch helfen kann, es euch mal auch in dieser ganzen Arbeit oder in diesem ganzen Ringen, dass es euch mal schön macht und dass ihr wie ein Ort habt, in dem ihr euch fallen lassen könnt, wohlfühlen könnt und das ganz ohne ein Gegenüber, sondern ihr könnt euch euren eigenen Ort des Wohlbefindens schaffen.

Speaker: Und wie das funktioniert, das werde ich heute live erleben, weil Alina wird mich darin begleiten.

Speaker: Und ihr könnt es, wenn ihr das selber machen wollt, könnt ihr zum Beispiel auch jetzt das mit Alina gemeinsam machen.

Speaker: Oder ihr nutzt die Fragen, die sie stellt und notiert euch die vielleicht auf dem Zettel und könnt die dann für euch persönlich auch immer wieder hervorholen.

Speaker: Genau.

Speaker: Und den Ort des Wohlbefindens brauchen wir ja nur, wenn es uns gerade irgendwie nicht so gut geht.

Speaker: Sonst ist es ja leicht, sowas herzustellen, sonst würden wir gar nicht auf die Gedanken kommen.

Speaker: Und deswegen direkt die Frage an dich, Lisa, was wären das gerade?

Speaker: Also wie fühlst du dich und was wäre es, was du gerade brauchen kannst für dich?

Speaker: Welche Ressource oder Fähigkeit?

Speaker: Also ich fühle mich heute im Speziellen sehr zerrissen zwischen unterschiedlichen Projekten, zwischen meinem Privatleben und nachher noch einer Abendveranstaltung, auf die ich gerne möchte.

Speaker: Alle Sachen, auf die ich richtig Bock habe, aber ich merke, dass der Tag irgendwie nur 24 Stunden hat und das...

Speaker: Genau, das lässt mich kurzatmig werden und setzt mich in Stress.

Speaker: Und was bräuchte ich da?

Speaker: Auf jeden Fall einmal tief in den Bauch atmen und die Schultern fallen lassen und ich kriege es aber gerade selber nicht hin.

Speaker: Und welche Ressourcen wäre das?

Speaker: Also wäre es sowas wie Entspannung?

Speaker: Ja, oder Zutrauen oder Gelassenheit.

Speaker: Gelassenheit ist es.

Speaker: Und was du da auch ganz gut mal machen kannst, wenn du dir nicht so sicher bist, wenn du zwei verschiedene Wörter am Kopf hast, kannst du die beide so in die Hände legen.

Speaker: Also Zutrauen und in die eine Hand und Gelassenheit in die andere Hand und einfach mal spüren, wie auf so einer Waagschale, was schwerer wiegt, also was gerade für dich wichtiger ist.

Speaker: War sofort das Zutrauen, was in der rechten Hand lag.

Speaker: Okay.

Speaker: Und dann, bevor ich dich einladen möchte, deine Augen zu schließen, sag mal, hol mal eine Situation hervor, in der du dieses Zutrauen mal total wahrnehmen konntest.

Speaker: Wann hattest du mal zu dir dieses Zutrauen?

Speaker: Mir kommt da ganz spontan, es war eine Wanderung in der Sächsischen Schweiz.

Speaker: Es war nicht zu warm, nicht zu kalt.

Speaker: Es war eine anspruchsvolle Wanderung und trotzdem, wer da schon mal war, einfach mit einem tollen Blick und also da merkt man, man ist so eins mit der Natur und

Speaker: Genau, die Steine, da klettert man auch manchmal.

Speaker: Und das ist schon auch herausfordernd, aber da war ich irgendwie, nee, das schaffe ich.

Speaker: Okay, und ich merke sofort, du bist total drin.

Speaker: Also in dem Fall brauchst du von mir gerade auch gar keine Unterstützung mehr, eine Situation zu finden.

Speaker: Das ist nicht immer so, aber für unseren Podcast und die acht Minuten super praktisch.

Speaker: Also machen wir dringend weiter.

Speaker: Und ich lade dich jetzt ein,

Speaker: Wenn du schon bereit bist, mal deine Augen zu schließen, weil ich dich jetzt an deinen Ort des Wohlbefindens mit Hilfe der Sinne nochmal so richtig führen möchte.

Speaker: Und dann jetzt mit geschlossenen Augen nimm nochmal genau wahr, wo du dich da befindest und schau dich mal so richtig um in dieser Situation in der Sächsischen Schweiz.

Speaker: Da, wo du eben in diesem ganz konkreten Moment, wo du dieses Zutrauen zu dir hattest.

Speaker: Und du kannst dich einfach mal wie so im 360 Grad um deine eigene Achse drehen und schau mal, was du alles sehen kannst.

Speaker: Also ich bin da auf so einem Vorsprung, wie so einem Plateau.

Speaker: Hinter mir sind Bäume und vor mir liegt sozusagen ein Teil der Sächsischen Schweiz zu Füßen.

Speaker: Sehr hoch, der Himmel ist blau, es sind einzelne Schleierwolken da.

Speaker: Und ich habe gerade diese Wanderung da hoch geschafft.

Speaker: Ich bin ein bisschen außer Puste.

Speaker: Und dass es aber, dass die Bäume so im Hintergrund sind, das ist auch wie so ein Schutz.

Speaker: Da fühle ich mich geborgen.

Speaker: Es ist eine Abgrenzung und gleichzeitig nach oben und nach vorne kann es so atmen oder ich kann atmen.

Speaker: Okay.

Speaker: Und dann, du hast dich jetzt überall umgeschaut, die Bäume, die Schleierwolken, die ganze Natur, den Feldvorsprung.

Speaker: Du weißt genau, auf welcher Höhe du bist, kannst atmen.

Speaker: Nimm nochmal wahr, was du hören kannst in dem Moment.

Speaker: Also vielleicht ist es dein eigener Atem, dein eigener Körper,

Speaker: sicherlich irgendwelche Naturgeräusche oder auch einfach ein Geräusch, was für dich total zu dieser Situation gehört.

Speaker: Also auf jeden Fall das Pusten von mir, was aber auch immer weniger wird, je länger ich da stehe.

Speaker: Der Wind, der die Bäume ins Bewegen bringt und so ein Rauschen, so ein Grundrauschen hervorruft, was immer so in Wellen kommt.

Speaker: Und ich höre Vögel in unterschiedlichen Formen, aber nicht aufregendes Zwitschern, sondern mehr...

Speaker: Die kommen immer mal vorbei und dann wird es mal lauter und mal leiser.

Speaker: Okay.

Speaker: Und welche Gefühle hast du in dem Moment in dieser Situation des Zutrauens?

Speaker: Und das können innere Gefühle und Emotionen sein, aber auch so ganz haptisch eben auf der Haut, weil du sagst, das ist windig.

Speaker: Vielleicht spürst du den Wind auf der Haut und vielleicht kommen auch irgendwelche Emotionen dazu hoch.

Speaker: Also ich merke sofort, wenn du das so beschreibst, dadurch, dass ich ein bisschen verschwitzt bin, merke ich sofort, dass ich meine Jacke überziehen möchte, weil der Wind mich dann abkühlt.

Speaker: Ich merke aber auch, dass meine Atmung ruhiger wird und dass mein Kopf, der warm ist, sich auch langsam abkühlt.

Speaker: Und im Bauch habe ich so ein Gefühl von Stolz und von ich schaffe alles.

Speaker: Ich merke meine Oberschenkel, die brennen ein wenig, aber das ist ein gutes Gefühl.

Speaker: Ich stehe auf denen.

Speaker: Das Zutrauen, das ist so richtig da.

Speaker: Und vielleicht, ganz vielleicht, kannst du sogar in dem Moment des Zutrauens in der Sächsischen Schweiz, da oben auf diesem Plateau, sogar noch was riechen oder schmecken.

Speaker: Riech dich mal um und schmeck dich mal um und überprüf mal, ob da sogar ein Geschmack dabei ist und ein Geruch.

Speaker: Ja, dadurch, dass ich den Mund geatmet habe, ist so ein bisschen ein trockener Mund.

Speaker: Das schmeckt, ich weiß gar kein Wort dafür, so ein bisschen pappig.

Speaker: Ich glaube, ich mag gleich was trinken.

Speaker: Und gleichzeitig rieche ich schon auch die Nadelbäume im Hintergrund.

Speaker: Der Geruch kommt mir in der Nase.

Speaker: Okay, und jetzt ist das Schöne, wir packen das alles nochmal zusammen.

Speaker: Wir bündeln das alles, was du gerade gesagt hast, nochmal.

Speaker: Also schau dich nochmal um, hinter dir die Bäume, du auf dem Plateau, der Himmel mit den Schleierwolken.

Speaker: Dann die Geräusche, dieses ruhige Vogelgezwitscher, aber auch dein eigener Atem in der Sächsischen Schweiz, in dem Moment, wo du dieses Zutrauen, das gesagt, ich kann alles schaffen, total wahrgenommen hast.

Speaker: Dann dieser Stolz im Bauch, die Oberschenkel,

Speaker: der Wind auf der Haut, das ein bisschen pappiges Mundgefühl und Lust auf Trinken und sammle das nochmal so ganz tief ein und da kann es helfen, alles nochmal genau wahrzunehmen und so einen ganz tiefen Atemzug zu nehmen dabei, um das so, diesen Moment für dich zu halten.

Speaker: Ah.

Speaker: Und ich möchte dir sagen, an einem Ort, an dem man jemals gewesen ist, kann man immer wieder zurückkehren.

Speaker: Und mit diesen Worten möchte ich dich bitten, wieder zurückzukehren in unseren Keller hier aus der Sächsischen Schweiz in den Berliner Rundfunk.

Speaker: Keller.

Speaker: Mit einem kleinen Abschlusssatz vielleicht noch.

Speaker: Das war der Ort des Wohlbefindens.

Speaker: Den könnt ihr jederzeit anleiten und für euch selber nehmen.

Speaker: Auch ankern, wenn euch das was sagt.

Speaker: Genau.

Speaker

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