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3xIch im Streit

Konflikte in kleinen Dosen
Konflikte in kleinen Dosen

32 plays · Dec 24, 2025

Was? Jetzt wird es verrückt. In dieser Folge erklären wir, wie unterschiedliche Ich-Zustände in die Kommunikation gehen. Gerade in Konfliktfällen kann dieses Wissen eine enorme Erkenntnis schenken und den eignen Mustern auf die Schliche kommen. Weitere Leseempfehlungen: Buch: Ich bin o.k. - Du bist o.k.: Wie wir uns selbst besser verstehen und unsere Einstellung zu anderen verändern können. Eine Einführung in die Transaktionsanalyse (Thomas Harris, 1975) Artikel: https://www.projektmagazin.de/artikel/kommunikation-verstehen-und-bewusst-gestalten-mit-dem-ich-zustands-modell_1119734 Bild: Nils Gilleßen Musik: Jan Lagowski

Transcript

Speaker: Hallo und herzlich willkommen bei Konflikten in kleinen Dosen mit den Kleiderkindern.

Speaker: Alina Jensen.

Speaker: Und Lisa Zenker.

Speaker: Willkommen.

Speaker: In einer der hervorangegangenen Folgen haben wir euch ja schon mal einen Aspekt der Transaktionsanalyse von Eric Byrne erzählt, nämlich mit den Antreibern.

Speaker: Hört da gerne nochmal rein.

Speaker: Heute haben wir Lust, noch einen weiteren Aspekt der Transaktionsanalyse mit euch zu teilen, nämlich die drei Ich-Zustände, auf die wir gleich nochmal eingehen werden.

Speaker: Und warum machen wir das?

Speaker: Weil wir das ein schönes...

Speaker: eine schöne Erkenntnis oder ein schönes Werkzeug oder ein schönes Modell finden, wie ihr eure Konflikte im Nachgang nochmal anschauen könnt.

Speaker: Und vielleicht auch mit der Person oder mit den Personen, wenn man darüber nochmal spricht, das mitnehmen kann, um da nochmal wieder eine Art Metaperspektive draufzulegen, um A, vielleicht eine Erkenntnis zu erlangen, warum ich mich so verhalten habe, wie ich mich verhalten habe.

Speaker: warum ich Dinge gesagt habe, die ich gesagt habe.

Speaker: um dann vielleicht auch eine Idee zu bekommen, ich kann die auch anders sagen oder wir kommen auch inhaltlich zu anderen Aspekten, wenn wir alle drei in unserem Erwachsenen-Ich sprechen.

Speaker: Und da sind wir schon bei den Ich-Zuständen.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Das ist der erste der drei Ich-Zustände, die Eric Byrne benannt hat, um unser Verhalten, was wir eben in Kommunikation an den Tag bringen, nochmal aufzudröseln und klarzumachen.

Speaker: Und das ist zum einen das Erwachsenen-Ich, das ist eher objektiv, rational, lösungsorientiert.

Speaker: Dann gibt es das Kind.

Speaker: Also genau, die Ergänzung, das ist genau das, wie ihr euch im Hier und Jetzt verhaltet.

Speaker: Wenn ihr in einem Ruhezustand seid oder in einem Entspannungsmodus, wie ihr euch verhalten würdet, wie ihr in eine Kommunikation gehen würdet, genau, das ist größtenteils euer Erwachsene nicht.

Speaker: So erwachsene Strategien im Umgang mit der Kommunikation.

Speaker: Genau, und dann gibt es noch das Kind-Ich und die Theorie hatten wir dazu ja auch schon genannt in der vorigen Folge.

Speaker: Das Kind-Ich, also die Zustände, können sein frei, angepasst oder rebellisch.

Speaker: Also das sind Sachen, die wir als Kind gelernt haben oder wie wir uns als Kind an das Verhalten unserer Bezugsperson angepasst haben.

Speaker: Klären und vielleicht mit Beispielen zu unterfüttern ist, dass egal wie sich die Bezugspersonen verhalten,

Speaker: Die Kinder in dem Fall haben eben die Möglichkeit, sich auf diese drei Weisen zu verhalten.

Speaker: Also gehen wir einfach mal von einer Mutter aus, die ihr Kind erzieht, zum Angepasstsein.

Speaker: Entweder es funktioniert und das Kind verhält sich wirklich angepasst.

Speaker: Das sind dann die Kinder, über die wir uns wundern, dass die immer artig irgendwo rumsitzen, nichts sagen und in Ruhe essen und eben...

Speaker: sich verhalten neben den Eltern, die man gar nicht so richtig merkt.

Speaker: Es kann aber auch sein, dass eine Mutter versucht, das Kind angepasst zu erziehen und aber genau das Gegenteil passiert.

Speaker: Das Kind wird rebellisch und lehnt sich dagegen auf, weil diese Energie eben aus ihm rausfließt und es merkt, da stimmt irgendwas nicht.

Speaker: Es kann aber auch sein, gleiche Situation, wieder eine neue Erkenntnis und wieder ein neues Verhalten.

Speaker: Das Kind verhält sich frei.

Speaker: Also es hat die Strategie, ich lasse mich darauf auch nicht ein.

Speaker: Ich mache, was ich will.

Speaker: Ich mache zwar nicht extra...

Speaker: Was dagegen, also rebellisch, aber ich bin frei von dem, was die sagen und ich bin sehr autonom.

Speaker: Also ich brauche nicht viel Kuscheln von meinen Eltern, ich fahre Fahrrad und fahre den einfach weg, ich unterhalte mich viel mit Fremden, ich setze also keine Grenzen oder ich nehme die Grenzen nicht ernst, die mir meine Bezugsperson, in dem Fall im Beispiel meine Mutter, gesetzt hat.

Speaker: Und dann gibt es natürlich auch die Variante, in einem Eltern-Ich zu sprechen.

Speaker: Und das, werdet ihr euch jetzt wahrscheinlich schon denken, ist genau so ein Introjekt, was ihr euch übernommen habt von euren Eltern.

Speaker: Und da gibt es genau zwei Strategien, die hier in der Transaktionsanalyse aufgenommen werden, nämlich das kritische Eltern-Ich und das fürsorgliche Eltern-Ich.

Speaker: Und das ist das.

Speaker: Das Kritische, das könnt ihr euch so vorstellen, das ist wie die ganze Zeit in so einer Bewertung drin zu sein.

Speaker: Alles und alles irgendwie in den Topf packen zu wollen, immer irgendwie noch einen Kommentar hinten anstellen zu wollen, immer das letzte Wort zu haben, aber eben auf so eine Art und Weise von oben herab.

Speaker: Und die fürsorgliche Art und Weise kann eben auch eine Form annehmen, die so überfürsorglich ist.

Speaker: Also schon irgendwie mit zitternden Händen das Kind das Treppengeländer runterlaufen lassen oder gar nicht erst alleine machen lassen, sondern sofort zupacken, um es zu beschützen.

Speaker: Auch da merkt ihr schon, dass es sozusagen ist, sich zu verhalten.

Speaker: Genau, und es sei vielleicht da nochmal gesagt, dass wir alle natürlich im Effekt heraus in stressigen Situationen einen dieser Ich-Zustände wählen.

Speaker: Also das ist jetzt nicht die freie Wahl und es passiert auch nicht den ganzen Tag, dass wir aus dem, weiß ich nicht, Eltern-Ich sprechen, sondern es ist schon, wenn wir unter Druck stehen, unter Stress und eben im

Speaker: Affekt und was nicht so gut funktioniert ist, wenn man in verschiedenen Zuständen ist und dann versucht miteinander zu kommunizieren oder sogar Stress zu klären.

Speaker: Also am Beispiel, wenn eine Person sich gestresst fühlt durch eine Aussage von ihrem Gegenüber, kann es passieren, dass sie eben in diesen Ich-Zustand rutscht, weil sie vielleicht Schuld

Speaker: Und die andere Person wird dann so sehr kritisch aus so einem Eltern-Ich.

Speaker: Und da passieren oft eben diese Konflikte, wenn nicht die gleichen Zustände auf Augenhöhe miteinander in Kontakt treten.

Speaker: Und...

Speaker: Es ist natürlich immer lohnenswert, aus diesem Drama herauszukommen.

Speaker: Ihr merkt gerade schon, wenn ich mit einem kritischen Eltern-Ich spreche, werde ich wahrscheinlich ein Kind-Ich adressieren.

Speaker: Und ich möchte meistens dann wahrscheinlich so ein angepasstes Kind-Ich adressieren, die dann das auch machen, was ich gerne hätte.

Speaker: Also da sind einige Bedingungen dabei und es lohnt sich immer, da rauszukommen aus diesem Modus und sich wieder in einem Erwachsenen-Ich zu treffen.

Speaker: um gerade in Konfliktsituationen die Sachen tun zu können, die wir euch auch in den anderen Folgen schon erzählt haben und da auch wieder für sich in eine Beruhigung zu kommen.

Speaker: Weil gerade im Erwachsenen bin ich in einem guten Modus mit mir und dann auch mit dem Gegenüber.

Speaker: Und aus dem Erwachsenen-Ich zu sprechen, finde ich, bedeutet in dem Fall einfach nur, wenn wir von Rationalität und Lösungsorientiertheit sprechen, dass wir aus einem aktuellen Ich heraus sprechen können oder dass wir merken,

Speaker: Ich tauche gerade in alte Glaubenssätze ein oder sehe mich gerade als Kind in einer Verteidigung.

Speaker: Wenn du diese Sachen wahrnimmst und da wieder zurückgehen kannst in so eine Offenheit, in so eine Verletzlichkeit, dann kann in diesem Erwachsenen-Ich gesprochen werden und das ist auch unser Ziel.

Speaker: Tipp an euch, dass wenn ihr Konflikte nochmal für euch reflektiert, dass ihr dann nochmal überlegt, wo war ich da eigentlich gerade und was habe ich denn überhaupt gesagt zu meiner Konfliktperson?

Speaker: Ein weiterer Tipp ist auf jeden Fall auch in so einem Streitgespräch,

Speaker: Nicht der anderen Person diese Ich-Zustände überzuhelfen, also zu sagen, da kann ich jetzt aber deine Mutter aus dir hören oder zu sagen, das ist aber total kindisch, wie du dich gerade verhältst, würde bei mir auf jeden Fall nicht dazu führen, dass ich irgendwie offen bleiben möchte und wirklich noch in Kontakt treten möchte.

Speaker: Und tatsächlich, so ein Pro-Tipp, fangt an, wenn ihr in einem Entspannungszustand seid im Nachgang und versucht nicht schon während des Konfliktes euch selber zu analysieren und das Gegenüber zu analysieren und dann vielleicht auch noch wieder ins Erwachsenen.

Speaker: Also macht es euch leicht, guckt im Nachgang nochmal drauf, nehmt es vielleicht auch mit einem Schmunzeln und seht es als eine weitere Variante, euren Konflikten zu begegnen.

Speaker: Genau, und wenn ihr Erfahrung damit gesammelt habt, könnt ihr uns gerne schreiben.

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