Zencastr
00:00:00
00:00:01
Speed1x
Format
Share
Embed
Report

Beziehungen machen glücklicher als Schuhe

Konflikte in kleinen Dosen
Konflikte in kleinen Dosen

33 plays · Dec 31, 2025

Cheap thrills kicken zwar und geben uns einen kurzfristigen Dopaminstoß, jedoch echte Beziehungen machen uns wirklich glücklich und resilient. Was heißt das jetzt für unsere Konflikte bzw. für unser Verhalten in Konflikten? Für noch mehr Futter: Robert Waldinger & Marc Schulz: The Good Life (2023) Brickman, P., & Campbell, D. T. (1971): Hedonic relativism and planning the good society Bild: Nils Gilleßen Musik: Jan Lagowski

Transcript

Speaker: Hallo und herzlich willkommen bei Konflikte in kleinen Dosen mit den Kellerkindern Alina Jensen und Lisa Zenker.

Speaker: Willkommen.

Speaker: Die heutige Folge heißt Beziehungen machen glücklicher als Geld.

Speaker: Und das ist mein neues Mantra geworden, habe ich Lisa gerade erzählt.

Speaker: Weil ich tatsächlich in meinem Alltag schon spüre, dadurch, dass sich viel verändert im Weltgeschehen und die Preise sich erhöhen.

Speaker: Also ich gehe in den Supermarkt und es ist teuer und ich will einen Kurs buchen und der ist teuer.

Speaker: Das ist wirklich viel mit meinen Gedanken, mit meinem Leben macht und ich merke, dass ich manchmal in so einem

Speaker: Mangeldenken komme, dass ich mir diese ganzen Sachen alle irgendwie nicht mehr leisten kann und es stresst mich und es bewegt mich auf jeden Fall.

Speaker: Und deswegen habe ich mir dazu ein neues Mantra überlegt, was auch der Titel der Folge sein soll.

Speaker: Und ich glaube, da bist du gar nicht alleine mit deinen Gedanken, weil uns wird ja von klein auf suggeriert, dass Geschenke toll sind und dass materielle Sachen uns glücklich machen und

Speaker: dass wir, wenn wir nur genug Geld haben, dass dann alles besser wird.

Speaker: Das ist ja das Phänomen des Kapitalismus, in dem wir uns gerade noch befinden.

Speaker: Und von daher kann ich das total gut nachvollziehen.

Speaker: Ja, ich habe zum Beispiel mir gestern Schuhe gekauft, habe auf Kaufen geklickt und war sozusagen schon, während ich auf Kaufen geklickt habe, war ich schon gar nicht mehr befriedigt.

Speaker: Wohingegen, wenn ich jetzt hier sitze und mit dir Podcast mache, dann halte es total nach, dass ich was produziert habe, mich über interessante Themen ausgetauscht habe, gleichzeitig noch Freundinnen.

Speaker: Zeit hatte für den Moment und irgendwie was hinterlassen habe, was Produktives gemacht hat, das hat einen viel längeren Nachhall als auf Kaufen zu klücken im Internet.

Speaker: Und gleichzeitig, also mir geht es ähnlich, und gleichzeitig wollte ich das schon nochmal bemerken, dass die Hürde aber viel größer ist.

Speaker: Also sich hier hinzusetzen, sich vorzubereiten, die Zeit zu nehmen,

Speaker: für unsere Qualitätszeit hier, die Vorbereitung der Inhalte, den Schweinehund hier in den Keller zu gehen, obwohl wir beide wahrscheinlich auch noch andere Sachen zu tun haben.

Speaker: Das ist per se auch erst mal schwieriger als den Laptop aufzumachen und One-Click-Buy zu betätigen.

Speaker: Ja, ich glaube, das liegt wirklich daran, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der das indoktriniert ist, dass es wichtig ist, das Glück zu jagen.

Speaker: Und ich habe mich da auch neulich mit beschäftigt in den Vorbereitungen und mir hilft es schon,

Speaker: also die Wörter anzupassen in meinen Gedanken.

Speaker: Also das Streben nach Glück fühlt sich für mich total groß an.

Speaker: Zu überlegen, wie ich mich zufriedenstellen kann für einen Moment, für eine Stunde, für einen Tag, fühlt sich für mich so an, als könnte ich das auch viel leichter erreichen und es hätte irgendwie eine höhere Nachhaltigkeit.

Speaker: Und für mich klingt das so, als wenn du in dem Moment wie in eine Art Kontakt zu dir gehst oder nach innen ins Spüren gehst und zu gucken, was möchte ich denn jetzt gerade eigentlich?

Speaker: Ist es wirklich cheap thrills und der schnelle Dopaminstoß im Sinne von kaufen oder die Achterbahn?

Speaker: Oder setze ich mich einen Moment hin, schaue nach innen und sortiere, was da wirklich in mir losgeht.

Speaker: Und da gehst du ja wie in eine Art Beziehung zu dir selber.

Speaker: Ja, und da passt wieder das schöne Wort Bedürfnis, finde ich, in dem Zusammenhang.

Speaker: Also das ist eine echte Bedürfniserfüllung und ich schaue dahin, was ich wirklich gerade brauche.

Speaker: Und da gibt es ja ganz tolle Bedürfnisse.

Speaker: wissenschaftliche Erhebungen zu, wie kurz so ein Glück einfach dauert, wenn wir uns das mit Geld kaufen können.

Speaker: Und dabei achten wir, glaube ich, gar nicht wirklich darauf, was wir brauchen, sondern einfach nur auf ein Bild, was wir gesehen haben und klicken auf Kaufen.

Speaker: Und in dem Fall achte ich darauf, welches Bedürfnis ist unerfüllt und welches möchte ich mir erfüllen.

Speaker: Und ich finde das auch sehr, sehr identitätskönig.

Speaker: eben durch diese Nachhaltigkeit, weil die Spuren, die ich hinterlasse mit meinem Handeln, mit meinem Verhalten, die führen ja dazu, dass das alles wieder aufs Charakterkonto geht sozusagen.

Speaker: Naja, und auch aufs eigene Beziehungskonto mit dir selber.

Speaker: Und ich möchte auch mal behaupten, dass viele Dinge, die du dann sozusagen dir mit anderen herstellst,

Speaker: auch was mit eurer Beziehung macht, im Miteinander.

Speaker: Und das ist ja vielleicht auch so dieser kleine Bogen, warum in einem Konflikt-Podcast darüber zu sprechen, ist ja unsere Einladung an euch und auch an uns selber, die Beziehung, die wir pflegen, denen einen Wert zuzuschreiben.

Speaker: Das ist das Fazit sozusagen, die gute Beziehung zu pflegen, erst mal zu sich selbst, wie wir es gerade schon gesagt haben, mit der Bedürfniserfüllung und auch, warum sich das manchmal lohnt, so einen steinigen Weg überhaupt anzufangen zu gehen, sich mit anderen Menschen und anderen Themen und unangenehmen Themen auseinanderzusetzen und Konflikte aktiv anzugehen.

Speaker: weil sie eben oft sich lohnen und tragfähige Beziehungen produzieren.

Speaker: Ja, und das ist so ein bisschen wie mit unserem Schweinehund hier mit dem Podcast.

Speaker: Diese Hürde, erst mal in den Keller zu gehen und sich dazu zu verabreden, scheint manchmal so groß.

Speaker: Und gleichzeitig, wenn wir sie gemacht haben, ist ja währenddessen...

Speaker: Und im Nachgang wie so eine ganz andere Form von Verbindung da und Zufriedenheit, wie du es beschrieben hast.

Speaker: Und so geht es ja auch in Konflikten.

Speaker: Der Weg ist manchmal noch steinig und selbst da können schon Momente der Verbundenheit entstanden sein oder der neuen Gemeinschaft.

Speaker: Oder manchmal heißt es eben auch eine Klarheit über, da trennen sich unsere Wege und die Beziehung tut mir gerade nicht gut.

Speaker: Ja, auf jeden Fall.

Speaker: Und deswegen probiert es doch auch nochmal aus mit dem Mantra Beziehungen machen glücklicher als Geld und gebt uns Bescheid, ob es auch bei euch funktioniert.

Speaker: Unter konflikte.kellerkinder.online

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Recommended