Transcript
Speaker: Herzlich willkommen beim Higher Health Podcast.
Speaker: Wir verraten Mr. Brokkoli und spannende Gäste Informationen jenseits des Mainstreams.
Speaker: Verabschiede dich von schlechter Laune und chronischen Beschwerden und komm in deine beste Figur und dein Bestes selbst.
Speaker: Stärke deinen Geist und optimiere deine Gesundheit mit Mr. Brokkoli.
Speaker: Viel Spaß bei der Folge.
Speaker: Grundsätzlich würde ich davon ausgehen, dass eine Lebenserwartung von 120 mindestens erreichbar ist und dass es durchaus auch Gründe geben kann, wenn wir auch mal überlegen, was an Gentechnik inzwischen möglich geworden ist und in Zukunft möglich sein wird, dass es durchaus realistisch ist, dass wir auch vielleicht mal irgendwann 200 Jahre alt haben.
Speaker: Wir haben spezielle Stuhlungsprogramme für Patienten, Leistungssportler, leistungsorientierte Menschen im Jugendsport, aber auch eben viele, viele Profisportler arbeiten mit uns in speziellen Programmen.
Speaker: Das ist so unsere Kernklientel.
Speaker: Wenn wir über langes Leben sprechen, über 120 Jahre oder 200 Jahre, dann müssen wir das P53-Gen gesund halten.
Speaker: Es muss ablesbar sein und wir haben leider nur...
Speaker: Kein biologisches Gesetz sagt, dass wir altern müssen.
Speaker: Altern ist die häufigste Krankheit der Welt und kann behandelt werden.
Speaker: Kein geringerer als Prof. Dr. David Sinclair steckt hinter diesen Aussagen.
Speaker: Und heute beleuchten wir mal das Thema Longevity wirklich.
Speaker: Und zwar mit einem der renommiertesten deutschen Zellexperten,
Speaker: der auch wirklich mit uns lebt und nicht in irgendeinem Silicon Valley nur imaginär da ist.
Speaker: Wir checken, welche Routinen tatsächlich funktionieren und welche vielleicht sogar schädlich sind oder gar Krebs auslösen können, weil wir noch gar keine Langzeitstudien haben und gehen mal in das Thema Ernährung, Supplements und natürlich eben auch eine schöne Longevity-Routine rein.
Speaker: Erstmal lieber Dr. Kai Bredoros, schön, dass du da bist.
Speaker: Grüße nach Mallorca, wie gut geht es dir heute?
Speaker: Mir geht es wunderbar, vielen, vielen Dank.
Speaker: Es ist ein bisschen kalt bei uns, aber die Sonne scheint wie immer.
Speaker: Vielen Dank für einen der renommiertesten Zellexperten, das muss ich leider zurückweisen.
Speaker: Ich bin sicherlich eine Expertise im Bereich der Zelltherapie, aber renommiert heißt auch besonders bekannt, das sind wir noch nicht.
Speaker: Also lassen wir die Kirche im Dorf.
Speaker: Mr. Broccoli ist bekannt, dass er die Kirche gerne mal außerhalb des Dorfes trägt.
Speaker: Aber es ist sehr, sehr gut, dass du es nochmal erwähnst.
Speaker: Es gibt ja einige wie dem Dr. Sinclair oder auch Brian Johnson, der sehr bekannt ist und die die Kirche bei weitem nicht im Dorf lassen.
Speaker: Der Wahlspruch von David Sinclair ist ja eben, wir können altern zurückdrehen sogar.
Speaker: Und Brian Johnson geht sogar so weit mit Don't Die, dass wir überhaupt nicht mehr sterben müssen.
Speaker: Das ist die Frage, ob das jemand will.
Speaker: Die beantworten wir heute nicht.
Speaker: Das kann nur jeder für sich selber beantworten.
Speaker: Allerdings scheint es ja so zu sein, dass die Forschung schon sehr weit voraus ist.
Speaker: Sinclair hat ja eben auch unter anderem bei Mäusen die Sehkraft wiederherstellen können.
Speaker: und erste Erfolge verweisen können, dass er Zellen tatsächlich, ich nenne es jetzt mal eben Labor, verjüngt hat.
Speaker: Also all das sind extreme oder interessante Fakten.
Speaker: Wie siehst du denn das Thema Longevity, lieber Kai?
Speaker: Du trainierst ja sehr viele Profisportler auch und bekannte Persönlichkeiten.
Speaker: Wie gehst du da vor und was ist so dein Ziel für dich, dein Altersziel?
Speaker: Ja, ich komme ganz kurz, nochmal kurz erwähnt, aus der Biochemie, von der Expertise her und beschäftigen uns seit vielen, vielen Jahren mit der Zellfunktion und arbeiten vor allem inzwischen mit vielen, vielen Ärzten, die wir in Schulen unterrichten, im Rahmen der Zelltherapie, aber auch Apothekern.
Speaker: Und natürlich versuchen wir so tief wie möglich in dieses Thema einzusteigen und uns auch von der Studienbasis, auch von der praktischen Erfahrung ein möglichst differenziertes Bild darüber zu machen.
Speaker: Es wird heute, denke ich, vieles zu stark bejubelt und auch zu stark ausprobiert und nicht wirklich differenziert betrachtet.
Speaker: Grundsätzlich gehe ich mit, dass wir heute schon Ansätze haben, die auch gerade in der Grundlagenforschung,
Speaker: von David Sinclair, die in den renommiertesten Medizinbüchern sich wiederfindet, dass wir viel Anhalt inzwischen dafür haben, dass wir tatsächlich unsere Zellen wieder verjüngen können.
Speaker: Das sehen wir auch, nicht nur in Mäuseversuchen, sondern das sehen wir tatsächlich auch in der aktiven Therapie.
Speaker: Nicht nur durch Produkte, die David Sinclair empfiehlt, wie zum Beispiel das NMN, was viele sicherlich kennen als Nahrungsergänzungsmittel,
Speaker: oder Nikotinribose, sondern auch durch Verhaltensweisen.
Speaker: Also Stichwort Fasten zum Beispiel.
Speaker: Von daher, wenn deine Frage zu beantworten, ich gehe davon aus, dass wir unser Leben deutlich gesünder gestalten können, also dass Krankheiten viel später auftreten, dass wir also gesund sterben, wenn man es mal überspitzt formuliert, und dass wir auch den Zeitpunkt, wann wir sterben, deutlich weiter nach hinten verlegen können.
Speaker: Gehst du da so weit, dass, wie zum Beispiel Sinclair sagt, mindestens 120 gesund und glücklich und Brian Johnson hat so eine Marschroute auf 200 ausgelegt, gehst du auch in so ein Alter und ich schätze mal, das hängt natürlich auch davon ab, wann wir solche Methoden in unser Leben integrieren.
Speaker: Also wenn ich erst mit 80 anfange, dann habe ich wahrscheinlich weniger Chancen wie mit 20, oder?
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Also es hängt auch davon ab, wie früh wir damit anfangen.
Speaker: Keine Frage, denn viele Dinge sind dann irgendwann auch irreversibel.
Speaker: Aber grundsätzlich würde ich davon ausgehen, dass eine Lebenserwartung von 120 mindestens erreichbar ist und dass es durchaus auch Gründe geben kann, wenn wir auch mal überlegen, was an Gentechnik inzwischen möglich geworden ist und in Zukunft möglich sein wird, dass es durchaus realistisch ist, dass wir auch vielleicht mal irgendwann 200 Jahre alt werden.
Speaker: Kurze Unterbrechung, um dir ein kleines Geschenk zu machen.
Speaker: Wir alle wissen, wie wichtig nicht nur die körperliche, sondern eben auch die geistig-seelische Gesundheit ist und wie wichtig in Bezug dessen die guten Kontakte, die engen Freunde und der Kontakt zu Gleichgesinnten ist.
Speaker: Deshalb haben wir die School Vegan Masterclass Community gegründet, in der du ganz einfach Kontakt zu Gleichgesinnten finden kannst.
Speaker: Melde dich jetzt an und bevor du sagst, eine Minute Aufwand ist mir zu viel und nicht noch ein weiteres Netzwerk, machen wir dir ein Geschenk und zwar bekommst du eine Flasche hochwertigstes Bio-Leinöl kostenfrei mit jeder Anmeldung zu dir nach Hause.
Speaker: Wie es geht, erfährst du hier unten.
Speaker: Und jetzt zurück zur Show.
Speaker: Wir gehen jetzt gleich mal so auf diese Basic-Dinge ein, die jeder, glaube ich, auch zu Hause für teilweise 0 Euro auch umsetzen kann.
Speaker: Du hast Fasten angesprochen, du hast natürlich die Epigenetik generell angesprochen.
Speaker: Vorher vielleicht noch ganz kurz, was hältst du von solchen kontroversen Methoden wie Brian Johnson, der sich jetzt da irgendwie 300 Millionen Stammzellen hat reinjagen lassen von seinem jüngeren Sohn.
Speaker: Gibt es da eben auch ein medizinisch oder langzeituntersuchtes Studien-Set oder sagst du, das sind ganz klare Experimente und die können genauso nach hinten losgehen?
Speaker: Also es sind, sagen wir mal, Experimente, mit denen ich gar nichts zu tun habe und auch keine Expertise von meiner Seite sehe.
Speaker: Also ich würde mir da auch kein Urteil erlauben.
Speaker: Wir sind vielmehr zu Hause nicht in der typischen Stammzelltransplantation, sondern wir sind zu Hause in der Funktion der Zelle, also in der Epigenetik, in der Entwicklung einer besonders gesunden Mitochondrienfunktion, in der Zellregeneration und wir nennen das immer in der Zellenlogistik.
Speaker: Da ist auch Sinclair zu Hause.
Speaker: der, finde ich, da wirklich ein Basiswissen entwickelt hat, was für uns viele Jahre unvorstellbar war, dass solche Kenntnisse sich entwickeln, dass wir darüber auch so ein Potenzial der Verjüngung haben.
Speaker: Und da können wir sicherlich einige Fragen beantworten.
Speaker: Gehen wir da auf jeden Fall mal rein.
Speaker: Ich mache ja auch die Ausbildung zum Zelltherapeuten bei dir.
Speaker: Ich bin mega krass begeistert, was ich da schon alles gelernt habe.
Speaker: Und eines der Dinge, die mich am meisten fasziniert haben, sind so diese Signalwege.
Speaker: Also es wird ja häufig von Sirt-Genen gesprochen.
Speaker: In den Lebensmitteln dann die Sirtuine.
Speaker: Da gibt es eben auch diese Sirt-Diät, die
Speaker: die die Sängerin Adele fast 40 Kilo runtergebracht hat, mehr oder weniger.
Speaker: Und dann gibt es eben dieses M-Tor.
Speaker: Also das heißt, wann wird Wachstumgen angeschaltet und wann wird Entspannungsgen angeschaltet.
Speaker: Vielleicht magst du uns da mal so ein bisschen auf eine kleine Reise mitnehmen.
Speaker: Was kann da jeder, was sollte man basicmäßig wissen und was kann jeder zu Hause umsetzen?
Speaker: Ja, ich versuche das mal so simpel wie möglich zu erklären, wenn es mir möglich ist.
Speaker: Das heißt, wir wollen verstehen, was ein ganz einfaches Prinzip eigentlich dahinter ist in der Organisation der Zelle, in der Funktion der Zelle.
Speaker: Und da kann man sich ganz simpel vorstellen, es gibt wie in jeder Fabrik,
Speaker: Einmal die Zeit, in der wir was produzieren möchten.
Speaker: Immer wenn wir was produzieren, dann nutzt sich auch was ab.
Speaker: Dann entstehen auch Endprodukte, die manchmal toxisch sind.
Speaker: Kennen wir von jeder Fabrik.
Speaker: Und von daher ist es zum einen eine Zeit, wo etwas entsteht, was wir brauchen, was sinnvoll ist, was aber auf der anderen Seite auch zu Abnutzung führt und was auch dazu führt, dass toxische Produkte entstehen können.
Speaker: So ist das mit unserer Zelle auch.
Speaker: Wenn unsere Zelle nur in Betrieb wäre, dann würde sie nicht lange leben, sondern sie würde relativ schnell versterben, weil sie einfach zu sehr abgenutzt wird.
Speaker: Es entstehen irgendwann Defizite in zum Beispiel den Produktionsstätten selbst.
Speaker: Maschinen in der Fabrik gehen irgendwann kaputt.
Speaker: Die Maschinen können wir vergleichen mit zum Beispiel den Zellorganellen, den Bestandteilen in der Zelle, die etwas produzieren.
Speaker: Auch die Energiebereitstellung durch Mitochondrien, das kennen die meisten Menschen auch, Mitochondrien, unsere Kraftwerke in den Zellen, sind irgendwann nicht mehr voll funktionsfähig, wenn sie dauernd nur im Betrieb sind.
Speaker: Und deswegen brauchen wir Phasen der Regeneration.
Speaker: Wir brauchen also Phasen, in denen Reparatur stattfindet.
Speaker: Und diese Reparatur, die wird insbesondere dann durch die sogenannten SIRT-Gene geleistet, während das MTOR-Gen die Produktionsphasen steuern.
Speaker: Wenn wir also zu kurze SIRT-Regenerationsphasen haben und zu lange MTOR-Produktionsphasen, dann haben wir irgendwann zunehmend defekte Maschinen.
Speaker: Und dann nützt es uns auch nichts, wenn wir sie lange betreiben, weil sie irgendwann nichts mehr richtig produzieren.
Speaker: Sie gehen zunehmend kaputt.
Speaker: Wenn wir jetzt nicht diese Zeit einbauen für Reparatur, dann werden wir das irgendwann gesundheitlich und von der Leistungsbereitschaft her spüren.
Speaker: Fasten zum Beispiel ist so eine ganz tolle Funktion oder ein ganz tolles Prinzip, mit dem wir diese Regeneration wieder einleiten können.
Speaker: Wenn wir fasten, dann werden die SIRT-Gene aktiviert.
Speaker: Und sie fangen an, unsere Zellen wieder zu regenerieren.
Speaker: Man kann sich das so ein bisschen vorstellen.
Speaker: Nehmen wir mal eine Autobahn.
Speaker: Wenn die zu viel befahren wird, dann ist sie irgendwann defekt und dann muss sie repariert werden.
Speaker: Und in dieser Zeit wird natürlich der Straßenverkehr erstmal lahmgelegt und da muss eine Baustelle aufgebaut werden und dann muss diese Straße repariert werden.
Speaker: Wir müssen dafür diesen Autobaufirmen genügend Zeit geben, dass sie dann auch diese Reparatur leisten können.
Speaker: Wenn wir zu früh wieder die Straße öffnen, dann sind sie oft gar nicht fertig und dann können wir diese Straßenabschnitte auch nicht befahren.
Speaker: Das heißt, diese Zeit muss ausreichen.
Speaker: Wir können aber heute, und das ist das, was Zinkler eben auch gezeigt hat, nicht nur dafür sorgen, dass wir diese Kenntnis haben, dass wir diese Zeit brauchen, sondern wir können sogar die Baustellenzeiten verkürzen.
Speaker: Wir können die Bausteinmitarbeiter effizienter und schneller machen.
Speaker: Das sind nämlich die Sirt-Proteine, die aus diesen Sirt-Gen entstehen.
Speaker: Und die können wir effektiver und schneller arbeiten lassen.
Speaker: Und dann brauchen die nicht mehr so viel Zeit.
Speaker: Das heißt, wenn ich früher vielleicht gesagt habe, ich muss jetzt die Baustelle von abends um acht bis am nächsten Tag um zehn schließen, also die Straße, auf der die Baustelle sich befindet.
Speaker: kann man dann mit der entsprechenden Methodik vielleicht in acht Stunden diese Arbeit erledigen und viel früher wieder diese Straße öffnen.
Speaker: Das ist das Prinzip, was auch letztendlich mit Sinclair hier thematisiert wurde, auch in seiner Forschung thematisiert wurde, viel effizienter diese Regeneration zu fördern.
Speaker: Ich meine, da kennen sich ja auch, oder dieses Wissen ist ja jetzt nicht unbedingt so neu.
Speaker: Es gab ja früher oder vor Jahrhunderten, teilweise Jahrtausende, eben auch schon sehr interessante, ich nenne es jetzt mal Technologien oder Vorgehensweisen.
Speaker: Also nehmen wir jetzt zum Beispiel die Badekultur, die ja sehr, sehr lange da geherrscht hat.
Speaker: Da wurden dann Basenbäder schon gemacht, um die Säuren aus dem Körper zu ziehen und das als ewiger Jungbrunnen bezeichnet.
Speaker: Das heißt,
Speaker: So ein Basenbad, wenn man das mal mehrere Stunden betreibt, kann dann zum Beispiel Detox-Effekte von mehreren Wochen erzielen.
Speaker: Und Sinclair geht jetzt zum Beispiel her und hebt solche ganz besonderen Moleküle wie NMN zum Beispiel sehr nach oben, auch sehr umstrittene Moleküle wie Repamycin.
Speaker: Ist das quasi so eine Art Verkürzung der Baustelle, die du ansprichst?
Speaker: Oder wie könnten wir das jetzt praktisch mal umsetzen?
Speaker: NMN hat jetzt erstmal mit dem Säure-Basen-Haushalt gar nichts zu tun.
Speaker: Das ist auch eine ganz andere Thematik, was uns daran jünger hält.
Speaker: Das würde ich jetzt mal ausklammern.
Speaker: NMN, Nikotinmononukleotid oder Nikotinribose, die hier in Europa erlaubt ist.
Speaker: Nikotinmononukleotid ist ein sogenanntes Novel Food.
Speaker: Das ist in Europa eigentlich gar nicht erlaubt, sondern in den USA zum Beispiel verkäuflich.
Speaker: Wir nutzen hier Nikotinribose.
Speaker: Das sind Vitamin B3 zugehörige Produkte, ähnlich wie Niacin.
Speaker: Die hängen zusammen, weil sie für den sogenannten NAD-Stoffwechsel wichtig sind.
Speaker: Und NAD ist ein Produkt, was das sogenannte SIRT-Protein beschleunigt.
Speaker: Es arbeitet dadurch schneller, das SIRT-Protein.
Speaker: Und das Protein hat unterschiedliche Aufgaben.
Speaker: Es gibt ja viele SIRT-Gene.
Speaker: SIRT-1 bis 7 sind die bekannten SIRT-Gene, mit denen wir heute arbeiten und forschen.
Speaker: Und diese SIRT-Gene haben unterschiedliche Aufgaben, aber eine ganz wesentliche, sie müssen die Zellgenreparatur steuern.
Speaker: Das heißt, sie führen dazu, dass Gene, die geschädigt worden sind, wieder repariert werden können.
Speaker: durch komplexe Mechanismen, die ich jetzt hier nicht erläutern will, sind zu kompliziert.
Speaker: Aber eine zum Beispiel, dass sie überhaupt wieder eine Öffnung bekommen, dass die DNA überhaupt zugänglich ist für Reparatur.
Speaker: Und dass dann in diesem Moment auch die Gene blockiert werden für die Ablesung.
Speaker: In dem Moment, wo wir reparieren, können wir sie nicht ablesen.
Speaker: Wenn wir eine Baustelle reparieren, steht da ein Stoppschild.
Speaker: Da können wir da nicht drüber fahren.
Speaker: In der Zeit können wir die Straße nicht nutzen.
Speaker: So ist das hier auch.
Speaker: Und wenn jetzt diese Reparatur schneller läuft und dann auch diese Stoppschilder schneller wieder abgebaut werden können, dann können wir schneller wieder diese Straße oder diese Information nutzen.
Speaker: Stellen wir uns also vor, wir hätten sowas nicht.
Speaker: Dann hätten wir defekte Gene, die nicht repariert werden und somit fehlerhaft produzieren.
Speaker: fehlerhafte Produktionen stattfinden.
Speaker: Das kann nur zu schlechten Proteinen führen, die die Zellfunktionen nicht mehr richtig leisten.
Speaker: Und dann werden wir irgendwann krank.
Speaker: Oder wir haben sogar die Situation, wir haben die Reparatur geleistet, aber es kommt schon die nächste Reparatur, die geleistet werden muss.
Speaker: Und es kommen viele, viele Reparaturen, die gleichzeitig geleistet werden müssen.
Speaker: Und dann werden die Betriebssysteme gar nicht mehr angeschaltet.
Speaker: Diese Genabschnitte werden gar nicht mehr freigelegt.
Speaker: So ähnlich wie damals bei der Wuppertaler Schwebebahn.
Speaker: die dann letztendlich da irgendeine Klammer vergessen haben nach der Reparatur.
Speaker: Und dann ist die Bahn darüber gefahren und abgestürzt.
Speaker: Diese Klammern, die müssen auch noch weg.
Speaker: Und wenn das nicht geschafft wird, dann kann die Genetik nicht abgelesen werden.
Speaker: Und darüber altern wir, darüber werden wir krank, dass wir immer mehr sogenannte Methylgruppen dort auf der DNA sitzen haben, die jetzt diese DNA-Abläsung blockieren und dadurch nicht mehr die Information bereitgestellt wird für zum Beispiel Muskelproteine, für Hormone, für das Immunsystem, für alle Funktionsbereiche, die wir brauchen, um einen gesunden Körper zu haben.
Speaker: Das kann NMN, kann Nikotinribose, auch Niacin fördern durch eine NAD-Bereitstellung.
Speaker: Und NAD kann dann diese Beschleunigung herbeiführen, dass diese Reparatur und die Freilegung wieder der Gene schneller funktioniert.
Speaker: Und das ist einer der Effekte, die er dann auch bei den Mäusen gesehen hat.
Speaker: dass er, wenn er NMN gegeben hat, die Mäuse wieder ganz offensichtlich sich verjüngt haben, leistungsfähiger wurden, weil die Gene wieder freigelegt worden sind.
Speaker: Okay, einfaches Prinzip.
Speaker: Vielen Dank für die Erklärung.
Speaker: Wir haben jetzt schon mal gelernt, dass eben über diese Funktion die Zelle besser repariert werden kann und somit dann eben auch besser funktioniert und auch schneller repariert werden kann und somit natürlich auch nicht ständig auf Volllast läuft.
Speaker: Also das heißt, NMN sollten wir hier nicht nutzen, habe ich jetzt mal so rausgehört, weil es ein Novel Food ist, ist also hier eigentlich noch gar nicht zugelassen,
Speaker: Du tendierst dann eher zu Niacin oder eben Nikotin.
Speaker: Effektiver ist Nikotinribose.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Gut, also das mal die eine Sache.
Speaker: Die andere Sache ist, die ich ja unter anderem durch dich auch nochmal intensiver gelernt habe, ist eben dieser Proteinstoffwechsel, was die ganze Scheinfasten-Community rund um den anderen Professor da aus Italien, wie heißt der noch?
Speaker: Na egal, der hat herausgefunden, dass Proteine vor allem MTOR aktivieren und somit, wenn ich ständig Proteine zu mir nehme, quasi gar nicht in diese Regenerationsphase komme.
Speaker: Das heißt, du bist ja auch ein Vertreter davon, dass man maximal am Tag 8 Stunden lang Proteine zu sich nehmen soll und die restlichen 16 Stunden Protein fasten, denn dann wird quasi, obwohl ich zum Beispiel Fette esse,
Speaker: Kohlenhydrate und Zucker jetzt mal außen vor gelassen, aber Fette und Ballaststoffe in Form von Gemüse, dann kann trotzdem diese Reparatur sehr effektiv stattfinden, obwohl ich zum Beispiel jetzt nicht 16 Stunden faste, sondern eben durch diese enthaltenen Stoffe zum Beispiel, Pflanzenstoffe, die eben auch in den Gemüsen drin sind, wird quasi diese Reparaturfähigkeit dann erhöht, richtig?
Speaker: Ja, also es ist so, es gibt ja dieses sogenannte MTOR-Gen, das ist das Betriebsgen.
Speaker: Ich nenne das immer den Power-Knopf der Zelle.
Speaker: Wenn ich das MTOR-Gen anschalte, dann habe ich sozusagen die Produktion angeschaltet.
Speaker: Und es gibt eben Auslöser, die das MTOR-Gen anschalten und dazu gehört zum Beispiel Zucker und Protein, Eiweiße.
Speaker: Und das ist inzwischen, also in jedem Biochemiebuch, was einigermaßen gute Qualität hat, finden wir das grafisch auch dargestellt, den Zusammenhang, wie bestimmte Eiweiße beziehungsweise Aminosäuren direkt das Emthorgen anschalten.
Speaker: Und wenn das Emthorgen angeschaltet wird, werden die SIRT-Gene ausgeschaltet.
Speaker: Das heißt, wir haben letztendlich darüber eine reduzierte Regenerationsphase,
Speaker: Und wenn wir das natürlich zu oft machen, indem wir halt zu lange Eiweiße essen, das muss nicht immer 16 Stunden sein, man kann auch 14 Stunden einhalten, aber man sollte irgendwas um die 14 Stunden anstreben, keinen Zucker und keine Proteine zu sich zu nehmen und wirklich davon zu fasten.
Speaker: Bei Zucker hat es noch andere Ursachen, warum wir sogar sagen, fast jetzt 20 Stunden von Zucker und 14 Stunden von Protein.
Speaker: Das hat aber einen ganz anderen Zusammenhang.
Speaker: Das hat was mit Energiemanagement zu tun.
Speaker: Das hat was mit Ketonkörperbildung zu tun, was gerade im Leistungssport dann oft sehr wichtig ist.
Speaker: Aber für die MTOR-Gen-Phase, da möchten wir einen Zuckerverzicht und einen Eiweißverzicht von 14 Stunden, weil sonst das MTOR-Gen anspringt und die SIRT-Gene, die Regenerations-Gene stoppt.
Speaker: Wir reden jetzt nur von SIRT.
Speaker: SIRT hat da im Zusammenhang noch viele andere Gene, die für uns wichtig sind.
Speaker: Das NF2-Gen für die intrazelluläre Antioxidantienbildung.
Speaker: das P53-Gen als einer der wichtigsten Faktoren, dass wir keinen Krebs bekommen.
Speaker: Wenn wir über langes Leben sprechen, über 120 Jahre oder 200 Jahre, dann müssen wir das P53-Gen gesund halten.
Speaker: Es muss ablesbar sein.
Speaker: Und wir haben leider nur eine Kopie davon.
Speaker: Elefanten haben davon 40, 50.
Speaker: Deswegen kriegen sie auch in den 80, 90 Jahren, die sie leben, niemals Krebs.
Speaker: weil sie dieses Wächtergen in so vielfacher Kopie haben.
Speaker: Das müssen wir, wenn wir lange leben wollen, schützen können, und zwar fehlerlos, um darüber keine Krebszellentwicklung zu bekommen.
Speaker: Oder wenn kranke Zellen entstanden sind, dass sie in den Zelltod gehen.
Speaker: Also es gibt da viele, viele Gene, die für uns eine Funktion spielen.
Speaker: AMPK-Gen hat man vielleicht auch schon mal gehört.
Speaker: Das ist das Gen, was unsere Mitochondrien-Biogenese steuert, unseren Energiehaushalt steuert.
Speaker: Ganz entscheidend, damit wir viele Mitochondrien entwickeln.
Speaker: Auch das ist ein Faktor, der unsere Langlebigkeit bestimmt.
Speaker: Wie stark haben wir die Fähigkeit, über viele, viele Jahre den Mitochondrien-Spiegel weit nach oben zu bringen?
Speaker: Also hoch,
Speaker: hoch auszubilden bis ins hohe Alter, um eine entsprechende Energieleistung in der Zelle sicherzustellen.
Speaker: Sehr gute Inspirationen.
Speaker: Da können wir jetzt auch gleich nochmal auf das Thema natürlich eben auch so ein bisschen Bewegung eingehen.
Speaker: VO2 Max ist ja ein sehr guter Marker, um herauszufinden, wie so meine metabolische Flexibilität aussieht.
Speaker: Klotogen hast du beispielsweise jetzt auch nicht angesprochen, was ja auch ein sehr wichtiges Gen ist.
Speaker: Generell scheint es so zu sein, und da ist ja auch Sinclair, glaube ich, ein Fan, der ist ja mehr oder weniger Vegetarier, fast Veganer.
Speaker: Brian Johnson ist bei Wahl Veganer.
Speaker: Generell scheint es so zu sein, dass viele dieser...
Speaker: guten Pflanzenstoffe, die hier eben auch diese Gene an- und ausschalten, ja sehr oft in zum Beispiel grünem Blattgemüse vorkommen, in Hülsenfrüchte vorkommen, in Nüssen und Samen vorkommen, teilweise auch in Vollkornprodukte vorkommen.
Speaker: Heißt natürlich nicht nur, dass sie dort vorkommen.
Speaker: Wir sprechen ja auch, haben gar nicht über Spamidine gesprochen, die hauptsächlich in, ich glaube, Weizenkleie, Soja, Häse, Harzerkäse, Parmesan, ne?
Speaker: Also das scheinen solche Basis-Lebensmittel zu sein, die generell gut dafür geeignet sind, um ein langes, gesundes Leben zu führen.
Speaker: Ja, also die Nährstoffe spielen natürlich eine ganz entscheidende Rolle.
Speaker: Die sekundären Pflanzenstoffe spielen eine ganz entscheidende Rolle in der epigenetischen Steuerung.
Speaker: Ein Protein hat jetzt zwar eine Aktivierung des Emtorgens, hat also auch einen epigenetischen Einfluss.
Speaker: Aber wenn wir zum Beispiel über die Regenerationsgene sprechen, dann sind das vor allem die sekundären Pflanzenstoffe, wie Resveratrol.
Speaker: Das sind ja bekannte, also ich gucke jetzt gerade nach oben zum Harrison, das ist die Bibel der inneren Medizin.
Speaker: Wenn man da Altersmedizin aufschlägt,
Speaker: dann haben wir Respiratrol als einen wesentlichen Faktor, der SIRT-Gene hier aktiviert und im Zusammenspiel mit NAD für eine bessere SIRT-Protein-Funktion sorgt.
Speaker: Viele andere aber mehr, Epigalactocatechengalat oder Epigalocatechengalat aus dem grünen T, Pyrolchinolyen-Chinon aus dem Kakao, Curcuminoide und so weiter, sind alles bekannte Aktivatoren der SIRT-Gene.
Speaker: Andere sind zum Beispiel spezielle Aktivatoren der P53-Gene, deswegen nennen wir sie auch die sogenannten Senolytica, Physitin, Quercitin.
Speaker: Ob sie aber isoliert, als isolierte Gabe gesund sind, daran dürfen wir Zweifel haben.
Speaker: Können wir gleich auch nochmal darauf zu sprechen kommen.
Speaker: Die Anwendung auch von Spermidin sind immer spezifische Produkte für die Epigenetik beziehungsweise epigenetischen Einflüsse der Genaktivität, der Gengesundheit.
Speaker: Spermidin zum Beispiel der ATG-Gene für die Zellregeneration.
Speaker: aber sie sind in ihrer Steuerbarkeit noch längst nicht voll verstanden.
Speaker: Warum sind Isoflavone zum Beispiel eher Brustkrebs fördernd, während Soja und das Isoflavon im Soja als komplette Pflanze Brustkrebs scheinbar hemmt?
Speaker: Das sind so Dinge, die wir noch nicht voll verstanden haben.
Speaker: Wenn wir mal allein über dein Lieblingsprodukt Brokkoli sprechen,
Speaker: Glucorafan als ein sekundärer Pflanzenstoff, wenn wir, Hadithien kommt auch viel Glucorafan vor, wenn wir da reinbeißen oder ein Vogel da reinbeißt, dann haben wir die Aktivierung in Sulforafan.
Speaker: Sulforafan ist sehr scharf.
Speaker: Wir finden das leider kaum noch, zum Beispiel in Radiesien ist alles weggezüchtet worden.
Speaker: Das hat den Zweck gehabt, den Vogel abzuschrecken, dass er nochmal reinweist.
Speaker: Aber auf der anderen Seite ist das aktive Sulforafan ein Zellregenerator.
Speaker: Es repariert den Schaden.
Speaker: Das kann es aber nicht ohne die ganzen Kursubstanzen, zum Beispiel Quercetin.
Speaker: Wenn wir jetzt das Nährstoffkonzert zerstören und isolierte Substanzen anwenden, dann ist diese Steuerung gestört.
Speaker: Es kommen auch noch andere Faktoren, die damit eine Rolle spielen.
Speaker: Die sogenannte Mikro-RNA, die in diesen Zellen sitzen, steuern ganz wesentlich die Reparatur mit.
Speaker: Und deswegen haben wir da ein sehr komplexes Feld, wo wir heute sagen müssen, die isolierte Anwendung dieser Nährstoffe
Speaker: in ihrer Nützlichkeit ist noch nicht voll verstanden.
Speaker: Denn sie haben ganz offensichtlich auch oft eine schädliche Wirkung, wenn wir sie geben.
Speaker: Denken wir mal nur an Kokominoide.
Speaker: Ist vielleicht vielen inzwischen bekannt.
Speaker: Inzwischen häufiger Leberversagen durch Kokominoid-Anwendungen.
Speaker: Gibt es noch keine Studien darüber, sind Reporter von pharmazeutischen Betrieben, die zunehmend aufgetreten sind.
Speaker: Aloein, Darmkrebsentwicklung, NAC, vermehrte Metastasierungsrate, Glutamin, Futter für Krebszellen und so weiter und so fort.
Speaker: Isolierte Ballaststoffe, zunehmend Auffälligkeiten bei Studien in Leberkarzinomentwicklung.
Speaker: Also wir haben viel erkannt, wie diese isolierten Nährstoffe arbeiten und dass sie einen großen Nutzen haben können.
Speaker: Wir haben aber noch nicht voll verstanden, wie stark abhängig dieser Nutzen vom Nährstoffkonzert ist, was sie umgibt, bis hin zu der Mikro-RNA.
Speaker: Deswegen ist, du hast mich ja speziell auf diese isolierten sekundären Pflanzenstoffe angesprochen, ist noch nicht ganz klar,
Speaker: was die optimale Zusammensetzung ist für die Anwendung dieser sekundären Pflanzenstoffe.
Speaker: Und wir vermuten, bionisch gedacht, dass natürlich es gesünder ist und auch die Dosierung gar nicht so hoch sein muss, wenn wir die natürliche Form nehmen.
Speaker: Also zum Beispiel die Weintraube mit dem Respiratrolanteil braucht gar nicht so hoch Respiratrol dosieren, als wenn ich es isoliere.
Speaker: Vitamin C, Studie 2000 Nature, isoliertes Vitamin C versus Vitamin C im Apfel, war der Apfel effektiver in der Steuerung der intrazellulären Antioxidantienwirksamkeit als 1000 Milligramm Vitamin C. Das muss uns zu denken geben.
Speaker: Ich finde das Thema sehr spannend und lass uns lieber Dr. Kai Bredoros dazu nochmal eine extra Episode machen, auch zu solchen kontroversen Nahrungsergänzungsmitteln wie Mythylenblau, die dann ja überhaupt gar nicht natürlich auch nicht in der Natur vorkommen.
Speaker: Auch sehr spannend.
Speaker: Lass uns das gerne auslagern, weil das glaube ich da ja...
Speaker: sehr viel Content produziert wird und auch sehr viel Geld verdient wird, gehe ich mal davon aus.
Speaker: Und ich denke, da ist jeder mal auch an einer kontroverseren anderen Meinung interessiert, die ich ja auch erst über dich kennengelernt habe, weil sonst da draußen fast jeder sagt, hey geil, ist doch der neue Shit sozusagen.
Speaker: Ich würde gerne mal in diesem Bezug jetzt nochmal auf dieses Thema Zellregeneration nach Modell Sinclair bleiben und so das Thema der Optimierung durch Bewegung angehen.
Speaker: Da ist Sinclair ja nicht unbedingt das Vorbild, weil er selber sagt, er ist viel zu faul, um Sport zu machen.
Speaker: Es scheint ja so zu sein, das habe ich auch von dir gelernt in deiner Ausbildung, dass zum Beispiel denen die SIRT-Gene auch aktiviert oder dass ein moderates Ausdauertraining während der Fastenzeit auch die Beschleunigung dieser Reparaturprozesse ermöglicht.
Speaker: Kannst du uns da so ein bisschen abholen, weil ich habe früher nur mal als Beispiel um 7 Uhr Hardcore Muskeltraining gemacht, frühs.
Speaker: Dachte, wenn ich da nicht immer ans Limit gehe, ist es schädlich, aber da habe ich ja eigentlich kontraproduktiv gearbeitet im Sinne meiner Zellreparatur, weil so ein hartes Training wahrscheinlich eben auch die Regeneration unterbricht.
Speaker: Das würde ich jetzt nicht unbedingt sagen.
Speaker: Wenn du es als nüchtern Training gemacht hast, in keinem Fall.
Speaker: Dann hast du das sogar gefordert, weil du darüber eine sogenannte AMPK-Genaktivierung geleistet hast.
Speaker: Was ist das AMPK-Gen?
Speaker: Das AMPK-Gen ist ein Gen, was dafür verantwortlich ist, zu steuern, ob genügend Energie in der Zelle vorliegt.
Speaker: Und wenn du zum Beispiel fastest, dann hast du natürlich keine Energiezufuhr.
Speaker: Und wenn du dann noch Sport machst, kommst du ganz schnell in einen Energiemangel.
Speaker: Der Energiemangel aktiviert das AMPK-Gen und das stellt jetzt sicher, dass Produktionsgene gestoppt werden, weil sie zu viel Energie verbrauchen und dass SIRT-Gene aktiviert werden, um Regeneration vor allem der Mitochondrien zu erreichen.
Speaker: Und zwar wird dann über SIRT-Gene, werden andere Gene, wie das sogenannte P53-Gen aktiviert und darüber CD38 und so weiter.
Speaker: Und da kommt es zu einer echten Mitochondrien-Reparatur und Biogenese, also Neubildung.
Speaker: Und das ist natürlich sehr gesund, weil wir sehr viele Mitochondrien dann entwickeln und viel leistungsfähiger werden in der Zelle, im energetischen Gesamthaushalt.
Speaker: Das ist ein Effekt, der das nüchtern Training ausmacht.
Speaker: Wir haben allerdings damit auch eine Kehrseite.
Speaker: Wenn wir viel zu lange solche nüchtern Trainings machen,
Speaker: Also wenn die Radprofis mal zwei, drei Wochen, vier Wochen, vier, fünf Stunden nüchtern Training machen, dann machen sie das für die Mitochondrien-Biogenese.
Speaker: Aber wenn sie das immer machen würden, dann würden sie die Produktions-
Speaker: Struktur der Zelle abschalten.
Speaker: Und dann würden sie Proteine nicht mehr richtig bilden.
Speaker: Dann würden sie Hormone nicht mehr richtig bilden.
Speaker: Das heißt, es würde sich irgendwann in die falsche Richtung umkehren, weil Produktion gestoppt worden ist.
Speaker: Also man muss das immer mit zwei Seiten betrachten.
Speaker: Der zweite Punkt, den du angesprochen hast, Dehnung.
Speaker: Dehnung schüttet tatsächlich für den gesamten Körper das sogenannte Early-Growth-Protein aus.
Speaker: Und das aktiviert direkt die SIRT-Gene, die SIRT-Regeneration.
Speaker: Das heißt, wenn wir zum Beispiel abends uns dehnen,
Speaker: dann aktivieren wir unsere Sirt-Gene genau in der Zeit, wo wir sie auch aktiviert haben wollen, in der Fastenzeit.
Speaker: Und deswegen empfehlen wir die Dehnung am Abend, um diese Early-Growth-Proteins entsprechend auszuschütten.
Speaker: Ja, finde ich spannend, dass so etwas wie Dehnung, also viele dehnen sich ja frühs automatisch, indem man sich streckt, so beim Aufstehen.
Speaker: Scheint irgendwie so ein natürlicher Reflex zu sein, um vielleicht gewisse Prozesse dann beim Start in den Tag anzuregen.
Speaker: Auch Gehnen.
Speaker: Gehnen ist auch eine Art von Dehnung.
Speaker: Also all diese, klar, das Dehnen an sich ist ein natürlicher Reflex, den man häufig verspürt, um sich zu regenerieren und leistungsfähiger zu werden.
Speaker: Aber generell der Sport, zum Beispiel gibt es bestimmte Brain Growth Factors,
Speaker: die durch Sport ausgelöst werden, wo wirklich das neuromuskuläre Wachstum angeregt wird im gesamten Körper.
Speaker: Also Bewegung führt bei uns natürlich zu einer ganz starken Verbesserung der Regenerationsgene, aber auch der Produktionsgene.
Speaker: Also zum Beispiel Bewegung und Aminosäuren fördert eine besonders gute Funktion des Entorgens.
Speaker: Und das Entorgen ist nicht böse, sondern es ist wichtig.
Speaker: Aber es soll bitte dann arbeiten,
Speaker: wenn unsere Gene richtig repariert sind und ablesbar sind.
Speaker: Und dann wollen wir natürlich eine möglichst effektive M-Tor-Gen-Aktivität.
Speaker: Also laut dem, was ich jetzt so von dir verstehe und wie ich es auch zum Beispiel folgere aus Brian Johnson oder David Sinclair, scheint es entgegen der, wie soll ich sagen, Jahrtausenden alten Traditionen nicht unbedingt notwendig zu sein, wenn ich eben ein paar andere dieser Verstände
Speaker: die wir gerade besprochen haben, beachte, dass ich Langzeitfasten betreibe, also über mehrere Tage, vielleicht sogar mehrere Wochen.
Speaker: Und ich weiß, dass das auch keiner dieser Longevity-Experten macht.
Speaker: Also du scheinst darauf hinaus zu gehen, dass eine tägliche Fastenzeit, abhängig natürlich von jemandem, seinem Gesundheitszustand und ob es eine Frau oder ein Mann ist, ich sage es jetzt mal roughly zwischen 14 und 20 Stunden am Tag,
Speaker: ausreichend ist, um ständig eben diese Reparaturen zu leisten.
Speaker: Und wenn jetzt jemand nicht sehr krank ist oder sehr stark eingeschränkt ist, lange Fastenzeiten überhaupt nicht möglich oder notwendig sind oder sogar vielleicht kontraproduktiv sind.
Speaker: Also jein.
Speaker: Man muss Folgendes sagen.
Speaker: Natürlich ähnlich, wenn die Baustelle ziemlich groß ist und der Patient sozusagen schon ein doch schwer geschädigtes Schiff hat, dann brauchen wir auch mal eine längere Regenerationsphase.
Speaker: Und deswegen ist eine Fastenphase mal über ein paar Tage aus verschiedenen Gründen ganz interessant.
Speaker: Nicht nur für die Regeneration der Genetik, sondern eben auch für bestimmte Stoffwechselumstellungen.
Speaker: Aber zu lange würden wir es nicht empfehlen, auch nicht zu häufig, weil letztendlich braucht die Zelle ja eine bestimmte Versorgung.
Speaker: Sie braucht einfach eine bestimmte energetische Bereitstellung, sie braucht bestimmte
Speaker: Produkte von Spurenelementen, von den sekundären Pflanzstoffen, von den Energieträgern, die sie regelmäßig bekommt, um gut funktionieren zu können.
Speaker: Und das ist ja unser Ziel.
Speaker: Wir wollen ja unsere Zelle in die Produktion bringen.
Speaker: Wenn wir jetzt regelmäßig die Produktion abschalten, dann haben wir keine Muskeln, keine Hormone.
Speaker: Wir haben kein gut funktionierendes Immunsystem.
Speaker: Das kann nicht sinnvoll sein.
Speaker: Auf der anderen Seite schalten wir aber auch bestimmte Gene mal längerfristig ab, die uns durchaus schaden können, die auch regelmäßig für Schaden sorgen, wie das NF-KPB-Gen.
Speaker: Wenn das zum Beispiel durch eine viel zu häufige MTOR-Gen-Aktivierung immer wieder aktiviert wird, dann leiden wir häufig unter chronischen Entzündungen.
Speaker: Wir haben vielleicht sogar schon sogenannte seneszente Zellen entwickelt.
Speaker: und brauchen jetzt eine starke P53-Genaktivierung, um den Zell in den Zelltod zu schicken.
Speaker: Und dann kann auch mal eine längere Fastenphase absolut sinnvoll sein, um diese Prozesse zu steuern.
Speaker: Und wir sollten da auch nicht panisch werden, wenn es sich um ein paar Tage handelt.
Speaker: Früher hat der Mensch tageweise nichts gegessen und ist dabei noch gelaufen und gewandert und hat eine ständige Mitochondrien-Biogenese produziert durch AMPK-Gen-Anschaltung.
Speaker: Also das ist noch im gesunden Bereich, teilweise auch im notwendigen Bereich.
Speaker: Aber dieses wochenlang Fasten, davon halte ich nichts.
Speaker: Und ich würde es auch vielleicht einmal im Jahr durchführen, mal mehrere Tage zu fasten und dann eher aufs Intermittieren der Fasten zurückzugehen.
Speaker: Okay, spannend.
Speaker: Und jetzt kommen wir schon zum Ende für diese Episode.
Speaker: Was sind denn solche Themen, die natürlich auch in deinem Coaching oder in deiner Ausbildung immer wieder nachgefragt werden?
Speaker: Die könntest du jetzt vielleicht mal anschneiden, sodass wir unser Publikum fragen, hey, was können wir denn als nächstes thematisieren?
Speaker: Was interessiert euch am meisten?
Speaker: Dann schreibt es hier auf jeden Fall in die Kommentare.
Speaker: Kai, leg du mal los, was aus deiner Sicht extrem interessante und relevante
Speaker: Informationen bietet, wenn es um Zellverjüngung und natürlich auch lange gesundes Leben angeht.
Speaker: Also wenn es um Self-Verjüngung geht, da sehe ich jetzt gar nicht so häufig die Fragen, die auf uns direkt zugestellt werden, sondern es geht vielleicht eher so um spezifische Themen, die die Leute täglich beschäftigen.
Speaker: Also zum Beispiel das häufigste Nahrungsergänzungsmittel ist Magnesium.
Speaker: Dazu kriegen wir dauernd Fragen zur Anwendung von Vitamin C, Omega-3-Fettsäuren.
Speaker: Klar wird häufig auch gefragt, soll ich eine NAD-Infusion nehmen?
Speaker: Macht das Sinn?
Speaker: Soll ich Alphaliponsäure nehmen?
Speaker: Soll ich Blutathioninfusionen machen?
Speaker: Gibt es Empfehlungen für Vitamin D Anwendungen, für Omega 3 Fettsäuren Anwendungen?
Speaker: Also da gibt es natürlich sehr, sehr viele Fragen zu.
Speaker: Im Rahmen der, wie gesagt, Zellverjährung Sinclair, das kommt eigentlich erst langsam so das Thema, dass mal so Fragen zu NMN kommen, wie das Prinzip Sinclair zu verstehen ist.
Speaker: Aber die häufigsten Fragen kommen eigentlich zu den typischen Nahrungsergänzungsmitteln, die die Leute nehmen.
Speaker: Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Magnesium und Vitamine, insbesondere Vitamin C.
Speaker: Auch mal dann eben zunehmen mit dem Thema Infusion, hatte ich schon angesprochen, aber auch Vitamin C Infusion, da kommen viele, viele Fragen zu.
Speaker: Also okay, das heißt, die Geschichte rund um Supplements ist natürlich höchst interessant.
Speaker: Fassen wir auf und in einem nächsten Episode gehen wir dann eben auch auf solche kontroversen Supplements ein.
Speaker: Ich finde zum Beispiel Lithium-Explosion.
Speaker: Extrem spannend, wird häufig als Jungbrunnen bezeichnet.
Speaker: Dr. Nils machte ja sehr krasse Pioniersarbeit, aber vielleicht gibt es da auch von deiner Seite aus Bedenken, weil es ja derzeit auch sehr hoch bejubelt wird.
Speaker: Dann hatten wir eben gesprochen über Methylenblau, wir hatten gesprochen über Hochdurchschnitt.
Speaker: Kai, hast du noch irgendwelche letzten Worte oder an wen wendet sich überhaupt deine Ausbildung?
Speaker: Du hast gesagt, du arbeitest viel mit Apothekern, Therapeuten, Ärzten.
Speaker: Was genau machst du da?
Speaker: Ja, also wir bilden nahezu ausschließlich Apotheker, Ärzte, Physiotherapeuten aus, also medizinische Berufe.
Speaker: Aber wir haben spezielle Schulungsprogramme für Patienten, also Patienten, Leistungssportler, leistungsorientierte Menschen im Jugendsport, aber auch eben viele, viele Profisportler arbeiten mit uns in speziellen Programmen.
Speaker: Das ist so unsere Kernklientel.
Speaker: Kurzes Wort zum Abschluss, was du gerade erwähnt hast.
Speaker: Vielleicht noch kurz dazu, ganz kurzer Überblick.
Speaker: Lithium, super spannend, weil es das NF-KPB-Gen scheinbar hemmt.
Speaker: Das ist super interessant für uns in vielen entzündlichen Prozessen.
Speaker: So Dinge wie Eiferliponsäure, Glutathione sind in verschiedener Hinsicht zu betrachten, was Dosierung angeht.
Speaker: Und da muss man eben verstehen, wie die Zelle darauf reagiert und was man damit eventuell schädigt.
Speaker: Alphaliponsäure ist ein super interessantes Produkt.
Speaker: Glutathion ist ein schwieriges Produkt.
Speaker: Das können wir gerne mal auseinandernehmen.
Speaker: Und bei Methylenblau wird mir schlecht.
Speaker: Darüber können wir sehr gerne sprechen.
Speaker: Ich kann nur jetzt schon sagen, bitte nicht anwenden.
Speaker: Okay.
Speaker: Das sind andere Ärzte anders und deshalb ist es genau so spannend, denn du hast da Insights, die hat vielleicht nicht jeder oder verrät auch nicht jeder.
Speaker: Kai, vielen lieben Dank, liebe Grüße, jetzt bestimmt sonnige, aber dennoch kalte Mallorca.
Speaker: Ich freue mich schon auf unsere nächste Episode und wenn du, liebe Zuhörer, Bock hast,
Speaker: Kai eben auch mal kennenzulernen oder sein Team oder vielleicht sogar eines seiner Programme zu buchen, dann siehst du hier in dem angepinnten Kommentar seine Webseite mit Kontaktformular, über das du dich sehr gerne melden kannst.
Speaker: Ich habe einige Namen gehört, die er unter seinen Fittischen hat.
Speaker: Das ist schon sehr, sehr beeindruckend.
Speaker: Also in diesem Sinne, tu es dir mal an.
Speaker: Ich sage auch heute, stay healthy, stay vegan, eat your broccoli.
Speaker: Sulforafan hast du gerade gehört.
Speaker: Scheint ganz gut zu sein, aber nur in Verbindung mit dem Brokkoli, nicht isoliert.
Speaker: Bis ganz bald.
Speaker: Tschüss.






