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Alex Avner: „Kann Technologie die Welt retten?“ | Die vegane Welt neu denken #21

Higher Health Podcast
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124 Plays5 years ago

Mehr Episoden des Formats "Die vegane Welt neu denken"

Alex Avner ist 83 Jahre und jüdisch. Er war bereits in den 70er Jahren in der künstlichen Intelligenz tätig und ist Mathematiker. Er zeigt die globalen Megatrends auf und wie Computer uns "überholen". ist das gut für uns, können wir uns aus Corona & Co. befreien und wie sieht die Zukunft aus!? Erfahre hier exklusiv wie dieser Mann nach 83 Lebensjahren das Leben wahrnimmt und was seine Erfahrungen und Vorhersagen für die Zukunft sind.

 

 

*Disclaimer: Ich wurde von keinem der genannten Unternehmen bezahlt. Trotzdem die Markierung als "Werbung", da ich Marken und Produkte genannt habe.

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Transcript

Leben als Geschenk und Dankbarkeit

00:00:00
Speaker
Und die dritte Antwort, die ich habe, das Leben ist ein Geschenk. Nun muss ich an dieser Stelle sagen, ich bin nicht gläubig. Und da habe ich ein Problem, denn ich kann niemandem danken. Ich weiß nicht, wer mich danken soll für dieses Geschenk. Aber ich fühle, es ist ein Geschenk. Jeden Morgen, wenn ich erwache und aufstehe, denke ich, ach, wie schön, dass ich erwacht bin, dass ich lebe.

Einführung in den Podcast über Veganismus und Experteneinsichten

00:00:30
Speaker
Und du hörst vegane Welt neu denken. Jetzt denken wir unsere Welt neu. Anerkannte Experten geben dir exklusiven Einblick in ihr Leben und ihre Lösungsansätze, wie die Herausforderungen unserer Zeit gemeistert werden können.

Alex Affner über Mega-Trends in der KI

00:00:47
Speaker
Willkommen in deinem neuen Lieblingsformat die vegane Welt neu denken und heute eine Special Episode mit dem 83 jährigen Alex Affner und du hast richtig gehört 83 Jahre zur geballte Weisheit haben wir selten im Podcast und er ist seit den 70er Jahren schon im Bereich Artificial Intelligence unterwegs. Eine Zeit in der die Rechner und Computer noch so groß waren wie Tourenhallen und
00:01:14
Speaker
Deshalb kann er sehr gut die Megatrends der nächsten Jahre vorhersagen und wird es auch in diesem Podcast tun, denn da steigen wir direkt ein und
00:01:27
Speaker
Er wagt einen Blick in die Zukunft, wie diese aussehen kann, denn das kann er etwas interpolieren aus seinen Erfahrungen mit Artificial Intelligence und seinen Lebensweisheiten natürlich. Und er verrät uns Sachen, die die Welt wirklich umwandeln werden. Er sagt vor allem unter anderem, dass im Jahr 2045 die Computer so denken können wie die Menschen und wie wir damit umgehen.
00:01:52
Speaker
Und im letzten Teil, da verrät er dir konkret umsetzbare Tipps, wie er in dieser Zeit richtig gut gewachsen ist und diese Zeit als die interessanteste Zeit seines Lebens bezeichnet und die du auch direkt umsetzen kannst. Denn diese Zeit ist, wie wir alle vielleicht auch denken,
00:02:11
Speaker
eine der spannendsten und interessantesten Zeiten. Und gerade jetzt möchte er natürlich hier mit dabei sein bei diesem Spektakel und möchte noch ganz viel beitragen. Unter anderem tut er das auch mit seinem Best-Age-Congress, wie die zweite Lebenshälfte zur besten Hälfte deines Lebens wird.

Podcast-Episodenstruktur und Zuhörerinteraktion

00:02:31
Speaker
Und auch wenn du dich noch nicht in der zweiten Lebenshälfte siehst, ist hier in diesem Podcast ganz, ganz viel dabei. Wir mussten diese Podcast-Episode sogar
00:02:40
Speaker
unterteilen, denn der liebe Alex hat 35 Minuten gesendet. Das ist etwas zu lang. Wir steigen direkt ein mit den Megatrends. Wenn du aber die gesamte Episode hören möchtest, dann gib uns einfach eine E-Mail an christian.christian-menzel.com oder
00:02:56
Speaker
kommentiere in dem verlinkten instagram bild dass du die gesamte episode hören möchte und bei instagram da gibt es auch heute ein gewinnspiel ja richtig du kannst ganz ganz viel gewinnen die gewinne werden wir dir noch bekannt geben aber wenn du uns dein feedback zu unserem podcast gibst in diesem instagram post dann nimmst du automatisch am gewinnspiel teil sei da auf jeden fall
00:03:19
Speaker
sehr, sehr spannend dabei. Wir wollen nämlich diesen Podcast noch besser für dich machen und sind da auf deine Hilfe angewiesen. Jetzt aber erstmal Bühne frei für Alex Afner, der riesen Pläne hat und der noch nicht alles gemacht hat, was er

Digitalisierung und ihre historischen Parallelen

00:03:36
Speaker
wollte. Deshalb ist er hier und deshalb teilt er seine geballte Lebensweisheit mit dir. Du darfst gespannt sein. Hör da auf jeden Fall rein. Ein Podcast wirklich per Exe los. In diesem Sinne
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Speaker
Stay healthy, stay vegan, eat your broccoli und lasst es dir gut gehen. Alles, alles Liebe. Wir sehen uns in Instagram beim Gewinnspiel und jetzt Bühne frei für den lieben Alex. Das ist also ein großer Trend, den ich in einem, in einer Lebenszeit von Berufslebenszeit von über 50 Jahren miterleben durfte.
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Speaker
Aber ich möchte gleich noch weitere wichtige Trends erwähnen, damit wir zu unseren eigentlichen Fragen kommen können. Der zweite große Trend, den die Menschheit mitmacht, ist die Digitalisierung. Wir wissen das. Alles ist heute digital. Unsere Computer sind digital. Die Musik wird auf digitalen Medien, CDs und anderen digitalen Medien transportiert. Sprache, alles
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Speaker
wird digitalisiert. Auch das ist kein neuer Trend. Begonnen hat dieser Trend. Ich sehe ihn im Jahre 700 v. Chr. ungefähr. Da lebte, glaube ich, auf Naxos ein König namens Croesus. Bekannt wurde er uns durch das Sprichwort, durch den Ausdruck, er
00:05:17
Speaker
Er ist reich wie Krösus. Er war tatsächlich sehr reich. Und er hat etwas gemacht, das uns bis heute begleitet, nämlich er hat die Münze erfunden. Er hat zum ersten Mal Geld als Münzgeld herausgegeben. Vorher war Geld sogenanntes Warengeld. Es wurde zum Beispiel ein Sack Getreide
00:05:42
Speaker
als Ware übergeben. Das war nach bereits kein Tauschhandel mehr. Es war effektiv Geld, aber das Geld war in Form von Waren da, zum Beispiel Getreide oder eine Kuh, ein Rind oder andere Muscheln. Aber das waren immer Mengen, die musste man wägen. Wägen ist sehr umständlich, abgesehen davon, dass es schwierig ist, die Sachen zu transportieren.
00:06:11
Speaker
ist es auch noch, man muss es wägen. Das ist ein langwieriger Prozess und er ist auch nicht sehr exakt. Da kam Kreuzers auf die Idee, wozu wägen wir? Zählen wir doch ganz einfach. Er fand die Münze, das hat sich, weil es so praktisch war, in den wenigen Jahrzehnten durchgesetzt auf der ganzen damaligen Welt und seither haben wir das Münzgeld und das ist
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Speaker
glaube ich, der Anfang der Digitalisierung. Denn was ist denn Digitalisierung anderes als zu sagen, zählen statt messen? Das ist Digitalisierung in Reinkultur. Und warum machen wir das? Aus dem gleichen Grund, wie Krösus das vorgeschlagen hat. Es ist bequem und es ist effizient. Die Frage ist,
00:07:04
Speaker
Wenn man das fortsetzt, nicht nur mit dem Geld, sondern mit anderen Dingen, wie zum Beispiel der Musik oder der Malerei, der Fotografie, geht nicht etwas verloren. Bei der Fotografie sieht man, dass man manchmal etwas verliert. Wenn nämlich die sogenannte Auflösung nicht groß genug ist, das heißt, es hat nicht genug Pixels. Die Häuschen, die man über die ganze Sache gelegt hat, sind sozusagen zu groß, dann
00:07:34
Speaker
ist das Bild nicht scharf, es ist verpixelt. Dann gefällt es uns nicht. Warum? Man hat Information verloren, denn die Welt ist nicht digital. Die Welt ist im Großen Ganzen analog. Kontinuierlich, die Farben eines Regenbogens sind nicht digital. Es hat dort nicht 16.000 Farben und auch nicht 256.000.
00:08:05
Speaker
Es hat dort ein Continuum von Farben, die ineinander übergehen. Kann man das mit Digitalisierung wirklich abbilden? Ganz exakt? Nein, man kann es nicht. Und das ist wahrscheinlich der Grund, warum einige DJs, professionelle DJs noch immer mit Platten, mit Schallplatten aus Vinyl herumlaufen. Die sind nicht digital.
00:08:30
Speaker
Dort wird eine analoge kontinuierliche Tonspur eingraviert und sie glauben das ist besser. Bleiben wir bei dieser Frage ohne sie zu beantworten und gehen wir zum nächsten größeren Trend. Das ist der dritte

Globalisierung und menschliche Neugier

00:08:48
Speaker
Trend. Der dritte Trend ist Globalisierung. Globalisierung ist ebenfalls ein uralter Trend. Er besteht darin, dass der Mensch hat
00:09:00
Speaker
seinen Ursprung im Wandertrieb des Menschen, der die ganze Welt erkunden will und überall sein will. Vielleicht macht er das nicht nur aus Abenteuerlust und aus Neugier. Er macht das auch aus Bedürfnissen. Yuval Harari berichtet in seinem Standardwerk Kurze Geschichte der Menschheit. Das ist heute ein Standardwerk, ein Bestseller ohne Gleichen.
00:09:30
Speaker
berichtet er, dass schon vor 40.000 Jahren der Mensch nach Australien siedelte. Von Europa kommenden und die Kontinente waren damals noch ein bisschen anders verteilt als jetzt, sahen ein bisschen anders aus, aber Australien war auf jeden Fall damals schon weit. Es ist nicht klar, wie sie diese Technologie, mit welcher Technologie sie diesen großen Sprung über das Meer überhaupt machen konnten.
00:09:58
Speaker
Aber sie kamen dort an, die Spuren sind da, man weiß es. Sie haben dort auch ziemlich gewütet. Zu damaliger Zeit sind einige Pflanzenarten und auch Tierarten ausgestorben und es wird diskutiert darüber, ob das tatsächlich durch den Homo sapiens geschah oder durch Klimakatastrophen. Aber der Homo sapiens hat meistens bei solchen Sachen seine Hand im Spiel.
00:10:26
Speaker
Warum der Homo sapiens das tut, da tut das natürlich eben nicht nur aus Neugier, sondern auch aus Bedürfnissen. Möglicherweise wurde damals auch der Lebensraum schon ein bisschen zu eng. Man musste nach neuen Ressourcen suchen und wagte dann eben den Sprung übers Meer. Dies gehört ebenfalls zu den Urinstinkten oder Ureigenschaften dieser unserer Spezies.
00:10:55
Speaker
Juwal Harari nennt es die Fähigkeit, uns in Massen zu, in großen Mengen zu organisieren und dies auch flexibel zu tun. Das ist es nach diesem Historiker, ist das die Eigenschaft, die uns befähigt hat, diesen Planeten zu erobern und ihm unser ökologisches Gesicht zu geben.
00:11:23
Speaker
Wir kommen zu einem weiteren, ganz entscheidenden, großen Trend.

Algorithmisierung als Vereinfachung komplexer Prozesse

00:11:27
Speaker
Das ist die Algorithmisierung. Nun, für Leute, die mit dem Begriff Algorithmus nicht so vertraut sind, will ich Ihnen kurz erklären. Ein Algorithmus ist das Herunterbrechen eines relativ komplizierten Prozesses in einfache Schritte. Wir kennen das alle zum Beispiel vom Strecken. Da gibt es die einfache Strickanleitung reinstechen
00:11:52
Speaker
umschlagen, durchziehen und runterlassen. Ich glaube, jedermann kennt das, Frauen sicher, aber früher haben auch Jungen gestrickt. Ich bekam von meiner Mama diese Strickanleitung und sie hat mich das gelehrt und ich war dann tatsächlich in der Lage einfache Sachen wie ein
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Speaker
Topflappen zu stricken und diesen zum Beispiel meiner Oma zum Geburtstag zu schenken. Ein weiteres Beispiel eines Algorithmus ist zum Beispiel die schriftliche Tradition oder die schriftliche Multiplikation, die wir in der Grundschule natürlich mit ACH und W eingebläut bekamen.
00:12:51
Speaker
Wir haben jetzt vier große Trends besprochen und fragen uns, ist das der ganze Mensch? Ist die Technologie vielleicht die Antwort auf alle unsere Sorgen und Probleme, die wir haben? Und wir werden gleich dazu noch kommen. Es gibt einen Spruch, der sagt, Technologie ist die Evolution,
00:13:20
Speaker
ist die Fortsetzung der Evolution mit anderen Mitteln. Wir kennen vielleicht den Spruch von, ich glaube, das war Klausewitz, der sagte Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Aus dem wurde dann heutzutage der Spruch Technologie ist die Fortsetzung der Evolution mit anderen Mitteln. Das würde heißen, dass wir mit der Zeit ein
00:13:50
Speaker
technologisches Wesen werden.

Evolution der KI und Turing's Einfluss

00:13:52
Speaker
Hier kommen wir zum großen modernen Trend der Artificial Intelligence, der künstlichen Intelligenz, die heute täglich in den Zeitungen besprochen wird. Ich war schon damals, als ich noch bei IBM war und noch etwas später habe ich das erforscht, habe darüber auch geschrieben.
00:14:21
Speaker
Ist ebenfalls eine alte Sache, aber damals glaubte noch niemand daran. Nur einige wenige Leute auf der Erde glaubten, dass das kommt. Und ich empfehle aber jedermann den ersten Artikel, der das erstmals beschrieben hat von Alan Turing etwa im Jahre 1950. Schrieb Alan Turing der berühmte englische Mathematiker einen Artikel namens mit dem Titel Can Machines Think?
00:14:49
Speaker
können Maschinen denken. Das ist der, kann man sagen, das ist der große Anfang, der offizielle Anfang dieses ganzen Gebietes der Artificial Intelligence. Und tatsächlich gibt es nach ihm, nach diesem Thüringer beschreibt in diesem Artikel, wie soll man dann überhaupt das entscheiden?
00:15:17
Speaker
Man muss zuerst mal definieren, was heißt überhaupt denken. Und er hat das definiert. Und was heißt das? Ein Computer denkt so, eine Maschine denkt so, so gut wie ein Mensch. Wie kann man das messen? Er sagt sehr einfach, wir machen ein Spiel. Wir setzen eine Maschine in ein Zimmer und wir setzen einen Menschen in ein anderes Zimmer. Und draußen verbinden wir einen dritten Menschen,
00:15:47
Speaker
oder besser gesagt einen zweiten Menschen mit diesen beiden, mit den Maschinen und den Menschen durch irgendeinen Telekabel. Online gab es damals noch nicht, aber man konnte bereits so einen Telegrafenkabel, sowas gab es schon, Telegrafie, also man konnte, man kann nicht denken, man schließt das dort an und jetzt kann der Mensch draußen, kann die beiden
00:16:16
Speaker
Wesen, die hinter den Türen verborgen sind, Fragen stellen, nur Fragen stellen. Er sieht sie nicht, er hört sie nicht, er hat keine physische, irgendwelche Kontakte mit ihnen. Er kann nur aufgrund der Fragen und Antworten soll er jetzt entscheiden, who is who, wer ist der Mensch, wer ist die Maschine. Wenn ihm das nicht gelingt, und das Experiment muss man natürlich mehrere Male machen, vielleicht hundertmal, vielleicht tausendmal,

KI und das Potenzial, menschliche Intelligenz zu übertreffen

00:16:46
Speaker
Aber wenn es dann ungefähr 50-50 ist, ungefähr 51 mal hat das richtig gemacht und 49 mal nicht, dann kann man sagen, so sagt Turing, ja, man kann die beiden nicht mehr vom Denken her nicht mehr unterscheiden. Die Maschine hat dann den sogenannten, so heißt das heute, den Turing-Test bestanden. Werden wir dazu kommen, den Turing-Test zu, werden wir Maschinen haben, die den Turing-Test
00:17:17
Speaker
bestehen. Laut Ray Kurzweil, den ich schon vorher erwähnt habe, wird das im Jahre 2045 passieren, also nicht mehr weit weg, in 25 Jahren wird das der Fall sein. Nun kann man sagen, ja das ist eine Voraussage, wer kann die garantieren, aber Ray Kurzweil beruft sich genau auf dieses Mursche Gesetz, auf die Steigerung der Rechenleistung, er behauptet, daran liegt des letzten Endes, ob die Maschine so gut wird,
00:17:46
Speaker
Und die kann man eben vorausberechnen. Er hat mit dieser selben Methode vorausberechnet ziemlich genau, wann zum ersten Mal ein Computer den Schachweltmeister besiegen wird. Das war damals Kasparov und es geschah im Jahre 1998. Ray Kurzweil hatte sogar
00:18:11
Speaker
war noch konservativ, er hat 1999 gesagt. Das heißt, es geschah sogar noch etwas früher als seine Voraussage, aber man kann seine Voraussage als ziemlich genau bezeichnen. Wenn er hier auch wieder Recht hat, werden wir um die 2000 Mitte der 40er Jahre dieses Jahrhunderts das erleben und dann werden Diskussionen losgehen. Ja, ist das jetzt, sind diese Computer, die jetzt so denken, wieviel sind das, sind das
00:18:41
Speaker
nicht Menschen, aber sind es Personen, es wird sehr interessant werden. Aber wir sind noch nicht dort, aber wir verwenden diese Technologien heute schon, zum Beispiel im Auto. Ja, dass das selbstständig fahrende Auto ist eine dieser Trends. Und die Fachleute und viele andere Menschen sind sich einig, dass das wahrscheinlich zur
00:19:06
Speaker
Verminderung von Unfällen, vor allem zur Verminderung von schweren Unfällen, sehr viel beitragen wird, wenn diese Technologie sich weiterentwickelt und letzten Endes durchsetzt. Und wieder sind wir hier bei der Frage, ist das unsere Zukunft? Man könnte sich zum Teil, kann man sagen, kürzlich hat zum Beispiel Elon Musk, der Vater des Tesla,
00:19:36
Speaker
der kürzlich auch einen Space, der auch schon in das All greift, hat einen kleinen Chip gezeigt, der dazu dienen könnte, in ein menschliches Gehirn eingeflammt zu werden und dort sozusagen wie Google zu sein, alles zu wissen. Man kann sich fragen, wenn man so etwas einbaut, ist das vielleicht die Lösung für Alzheimer?
00:20:05
Speaker
Weil ein Mensch könnte ja seine ganzen Wissenserfahrungen dort speichern. Gestern war ich beim Zahnarzt. Okay, dort ist gespeichert. Jetzt kann er es nicht mehr vergessen. Es ist ja dort. Ja und nein. Warum nein? Weil unsere Erfahrungen beruhen doch nicht nur auf dem Wissen, wo wir waren und was wir getan haben. Mit unseren Erfahrungen
00:20:34
Speaker
gehen Gefühle ein. Wir haben das, was man ein limbisches System nimmt im Gehirn. Dort sitzen die Gefühle, dort werden die Gefühle gemacht, prozessiert und wahrscheinlich werden dadurch der größte Teil unserer Entscheidungen gemacht. Unsere Entscheidungen machen wir nicht im Frontalgehirn, das eigentlich dafür prädestiniert ist. Das rechnet. Das kann rechnen,
00:21:00
Speaker
Das kann sich dann mit Hilfe der anderen Regionen im Gehirn auch die Daten beschaffen, die dort in den verschiedenen Memories gespeichert sind. Aber das limbische System, die Gefühle, die mit den Tatsachen verbunden sind, mit dem was wir gemacht haben, mit unseren Aktionen und Nicht-Aktionen, mit unseren Entscheidungen, die
00:21:27
Speaker
sind nicht auf diese Weise speicherbar. Die kennt Google nicht. Die können wir auch nicht in diesem Sinne speichern, denn die erleben wir. Also es fehlt hier tatsächlich etwas. Und ich war jetzt während dieser ganzen Serie von Trends, die alle technologisch sind, jedes Mal noch die Frage aufgeworfen.

Pandemie-Erfahrungen und Naturresilienz

00:21:53
Speaker
Ja, was fehlt da? Es fehlt etwas.
00:21:57
Speaker
Das ist das Eigentliche von uns. Kommen wir jetzt auf unsere Pandemie. Genau die kann uns ein bisschen zeigen. Ich habe während des Lockdowns, wir hatten hier in der Schweiz natürlich auch einen Lockdown. Da war im März für beinahe eineinhalb Monate
00:22:25
Speaker
Aber wir durften rausgehen, wir mussten nicht drin bleiben. Ich habe mehrere Sachen während dieser Pandemie gelernt. Erstens, wenn ich rausging, ich ging nicht viel, ich ging ein bisschen spazieren, ein bisschen mich bewegen und mir eine der Gratis-Zeitungen, die da irgendwo in den gewissen Ständern stehen, mehr zu holen jeden Tag, täglich. Und was ich sah war,
00:22:53
Speaker
Die Bäume blühen, als wäre nichts. Die Sonne scheint. Es stört sie nicht, dass wir da unsere Pandemiesorgen haben. Die Natur ist unverändert. Ich gewann dadurch irgendwie ein neues, ein nochmaliges Verhältnis zur Natur. Wir brauchen das. Das ist sehr entscheidend. Und eine zweite Sache fiel mir während der Pandemie auf.
00:23:21
Speaker
Es war, glaube ich, zum ersten Mal, dass die ganze Menschheit ein einziges Ziel hat. Das heißt nicht, dass sie wunderbar zusammenarbeiteten. Keineswegs. Ja, es gab sehr viel Streit. Und wer bekommt die Masken zuerst? Und ich will noch gar nicht daran denken, was passieren wird, welche Streit da ausbrechen wird, wenn dann einmal eine Impfung endlich da ist.
00:23:49
Speaker
Dann wird die Streiterei auf der Erde erst richtig losgehen. Aber trotzdem hat die Menschheit zusammen ein einziges Ziel gleichzeitig. Dieser Virus muss besiegt werden. Das ist allen klar. Aus diesem Zusammenhalt könnte sich etwas, aus dieser Situation könnte sich mit der Zeit etwas entwickeln.

Pandemie als Katalysator für globale Kooperation

00:24:12
Speaker
Ich glaube, dass hier das Internet, wieder unsere Technologie hier, eine große Rolle spielen wird.
00:24:19
Speaker
Menschheit zusammenzubringen. Fast wie ein Organismus. Heute mit den Handys und den Computern und so haben wir ein Netzwerk. Jeder weiß vom anderen irgendwie etwas und man kann immer mehr wissen. So wie meine Rechte haben, das gibt ja einen Spruch, die Rechte weiß nicht, was die Linke tut. Damit meint man ja, die Linke, die Rechte weiß
00:24:48
Speaker
steckt sich in die Hosentasche und die Linke stiehlt unterdessen was. Aber in Wirklichkeit weiß natürlich die rechte Hand dann, dass die Linke was gestohlen hat. Das gibt es eigentlich nicht, diesen Zustand. Und so könnten wir uns entwickeln zu einer Menschheit, die voneinander weiß, wir sind Teil eines Organismus. Die Menschheit als Organismus, das ist nur eine Fantasie von mir. Aber ich habe sie da gesehen,
00:25:17
Speaker
Als ich sah, ja, die Menschheit hat jetzt zum ersten Mal ein gemeinsames Ziel, auch wenn sie es noch nicht richtig wirklich zusammen macht. Man wird das verwenden können, wenn wir die Klima-Aktivisten könnten das verwenden, sollen das verwenden, wenn es wieder darum geht, um das Klima. Die Klimadiskussion hat sich natürlich während dieser Pandemie etwas abgeschwächt.
00:25:46
Speaker
Die Klimaaktivisten konnten auch nicht so viel auf die Straße und ihre Demonstrationen machen. Die Freitagsdemonstrationen gab es nicht, gibt es jetzt seit dieser Zeit nicht mehr. Aber wenn dann die Klimadiskussion wieder angeht, geht es tatsächlich darum, dass die Erfahrungen der Pandemie hier verwendet werden. Dann sollten die Aktivisten sagen, schaut mal, wir haben als Menschheit gemeinsam diesen Virus überstanden.
00:26:16
Speaker
Wir können das auch mit dem Klima schaffen und wir müssen das dort mit dem Klima schaffen, denn das ist noch wichtiger, das ist noch gefährlicher. Wir wussten von Anfang an, diese Pandemie wird uns nicht umbringen. Die Klimaveränderung hat das Potenzial uns umzubringen. Diese Pandemie könnte der Klimabewegung helfen, ihre Botschaft besser zu transportieren.
00:26:46
Speaker
und durchzusetzen. In der Pandemie habe ich noch ein drittes. Ich habe gelernt, ich habe die Ruhe genossen, während viele andere Menschen depressiv wurden, weil sie alleine zu Hause sein mussten, habe ich es genossen, habe ich die Ruhe genossen und habe tatsächlich begonnen zu meditieren. Und ich tue das noch nicht sehr regelmäßig, aber doch immer wieder.
00:27:16
Speaker
Und es tut unglaublich gut. Ich glaube, wir sollten diese Pandemie auch dafür nutzen, zu uns zu uns zu kommen. Ja, ich möchte zur Quintessenz kommen. Vor einigen Wochen oder Monaten habe ich in Quora über ein Ser lesen.

Reflexion über die Schönheit des Lebens im Alter

00:27:38
Speaker
Das ist wer das nicht kennt. Quora ist eine Plattform im Internet für Fragen und Antworten.
00:27:44
Speaker
Man kann dort jede beliebige Frage stellen, nicht Dinge, die man Google fragen könnte, sondern ja, wann hast du zum ersten Mal gemerkt, dass dein Sohn schwul war? Solche Fragen. In diesem Quora kam eine Frage, die hieß, warum sollte jemand 80 Jahre alt werden? Die Frage hat mich ein bisschen gereizt.
00:28:14
Speaker
ich bin 80 und mehr und ich wurde gerne 80 und ich will auch noch mehr werden. Ich hatte drei Antworten für diese Frage. Erstens das Leben ist schön. Ja es ist nicht immer schön und es ist nicht alles schön und ich hatte auch schon Schicksalsschläge. Aber alles in allem ist es schön. Zweitens
00:28:45
Speaker
Das Leben ist interessant, spannend. Ich habe jetzt einige Dinge, sehr viele Dinge hier besprochen, die meines Erachtens unglaublich interessant sind, alle diese Entwicklungen und diese Vorstellung vom 2045, diesem Datum, an dem der Mensch, an dem der Computer oder die Computer den Turing-Test bestehen werden,
00:29:13
Speaker
Das ist eine sehr interessante Sache. Ich würde diese gerne miterleben. Ich möchte wissen, wie das weitergeht. Das Leben ist interessant. Und die dritte Antwort, die ich ihm habe, das Leben ist ein Geschenk. Nun muss ich an dieser Stelle sagen, ich bin nicht gläubig. Da habe ich ein Problem, denn ich kann niemandem danken. Ich weiß nicht, wem ich danken soll für dieses Geschenk.
00:29:42
Speaker
Aber ich fühle, es ist ein Geschenk. Jeden Morgen, wenn ich erwache und aufstehe, denke ich, ach, wie schön, dass ich erwacht bin, dass ich lebe. Und leider, da ich nicht religiös bin und nicht gläubig, habe ich niemanden, da haben die Religiösen es wirklich besser, sie haben jemanden, den sie danken können. Aber ich kann das nicht, aber ich kann trotzdem dankbar sein. Und das bin ich. Und in diesem Sinne
00:30:11
Speaker
möchte ich schließen, nimmt das Leben als Geschenk an, nützt es und dankt dafür. Auf Wiedersehen.
00:30:34
Speaker
Ich hoffe, dir hat die heutige Episode gefallen. Hier noch ein kleiner Reminder. Die Informationen in diesem Podcast sind ausschließlich informativ. Sie sollen nicht als Ersatz für eine ärztliche Behandlung genutzt werden. Die Diagnose und Therapie von Erkrankungen und anderen körperlichen Störungen erfordert die Behandlung durch Ärzte oder Heilpraktiker. Deshalb raten wir beim medizinischen Problemen und Fragen immer ärztlichen Rat einzuholen.
00:31:41
Speaker
SWISS TXT AG, 2020