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Einfach machen

ATHEMfrequenz
ATHEMfrequenz

63 plays · May 7, 2026

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Speaker: Aloha und herzlich willkommen bei Atemfrequenz, dein Podcast, wenn es um Human Intelligence geht.

Speaker: Ich bin Karin von Atem und gemeinsam mit euch begrüße ich jede Woche einen Gast zu dem Thema Human Intelligence.

Speaker: Der Podcast soll euch Inspiration und Motivation geben, vor allem in Zeiten von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung.

Speaker: Wir gehen gemeinsam mit der Frage auf den Grund, wo wir Menschen in der Welt noch Platz haben und welche Kompetenzen wir dafür brauchen.

Speaker: Es geht los.

Speaker: Viel Spaß mit der heutigen Folge.

Speaker: Hätte, wollte, sollte, könnte, nein, machen.

Speaker: Und damit begrüße ich dich, lieber Michael.

Speaker: Herzlich willkommen.

Speaker: Hast du es erkannt?

Speaker: Ich danke dir.

Speaker: Ich habe es erkannt, ja.

Speaker: Es wird mir immer wieder geschickt auch.

Speaker: Also wenn Menschen das lesen, kriege ich entweder das einfach als WhatsApp oder jetzt aktuell gibt es auch ein Buch, einfach machen.

Speaker: Und es ist immer wieder schön, dass Menschen dann an mich denken.

Speaker: Das macht mich sehr dankbar dafür.

Speaker: Ich habe gedacht, das passt sehr gut, um dich zu beschreiben.

Speaker: Aber erzähl doch mal allen, die dich noch nicht kennen, warum auch immer, wer du bist und was du machst.

Speaker: Die Historie ist ja, ich bin einfach Handwerkersohn.

Speaker: Ich hätte eigentlich einen Handwerksbetrieb von meinem Vater, von meinem Großvater übernehmen sollen, aber das ging dann aus verschiedenen Gründen nicht weiter.

Speaker: Vielleicht war das auch einfach mit meinem Dad.

Speaker: Das hat einfach nicht gematcht.

Speaker: Und dann kaufmännische Lehre gemacht.

Speaker: Bin eigentlich Groß- und Außenhandelskaufmann.

Speaker: Also ich habe quasi eine klassische Lehre, solide, pharmazeutischer großen Außenhandelskaufmann.

Speaker: Und in dieser, und jetzt kommt es, deswegen heißt es ja Ausbildung, in dieser Ausbildung hat sich dann mein Fable für Design, für Kommunikation ausgebildet.

Speaker: Ich habe auch so Psychologiebücher früh gelesen, ich wollte Menschen verstehen, ich wollte auch mit Design und so, das hat mich interessiert.

Speaker: Und dann habe ich mit 17 Apothekenlogos durfte ich dann machen, also war dann so Designer, ohne das gelernt zu haben.

Speaker: Und so, dann kamen damals die ersten Rechner und so fing das an und dann dachte ich mir, ich mache mich selbstständig, ich habe mit 19,

Speaker: Gründungsseminar gemacht bei der IHK und dann hauptberuflich, bis ich dann hauptberuflich starten konnte, hat es ein bisschen gedauert, hat der

Speaker: Das muss ich vielleicht nur sagen, weil ich bin unglaublich dankbar.

Speaker: Ich hatte einen Auftraggeber, da war ich dann, ich glaube, 26 und dann hat eine englische Firma zu mir gesagt, du machst jetzt Sales in Germany.

Speaker: Das beschreibt das auch ganz gut, was ich mache, nämlich nicht nur jetzt irgendwie Design oder Werbung oder Marketing, sondern es geht immer darum, halt eine Brücke zu bauen zu Menschen, die was brauchen.

Speaker: Und das war eine Firma, die macht Ads-Technik.

Speaker: Die wollten halt nach Deutschland in diesen Markt und ich habe halt dann für die Sales in Germany gemacht.

Speaker: Handschlag, jeden Monat meine Pauschale bekommen und das war der Startschuss für die Gründung der hauptberuflichen Selbstständigkeit einer Agentur.

Speaker: So, und das war in den 90ern.

Speaker: Und so lange mache ich das jetzt und habe den aufgehört und finde es immer noch geil.

Speaker: Und da ist schon machen.de entstanden oder ist es später entstanden?

Speaker: Ja, das ist ja ein Geschenk, diese Domain, also dieser Name, der ist tatsächlich auch in den 90er Jahren, da war Hotel.de war schon weg.

Speaker: Computer.de hat ja einen Kumpel.

Speaker: Edson.de habe ich dann reserviert für diese englische Firma.

Speaker: Gibt es immer noch, Edson.de.

Speaker: Und dann habe ich mir gedacht, was gibt es hier noch?

Speaker: Und dann, ja, du musst irgendwie was machen.

Speaker: Und dann war das, ich glaube, 1995 war das so mit machen.de, einfach reserviert die Domain.

Speaker: Handeln.de, das ist halt auch ein Unternehmen übrigens.

Speaker: Ja genau, Handeln.de ist jetzt auch eine Firma, eine GmbH, die macht ganz was anderes, die macht ERP-Prozessoptimierung, da sind wir quasi, da gehen wir in das Betriebssystem des Unternehmens rein und wir optimieren Prozesse und bauen ERP-Systeme da rein.

Speaker: Das machen aber, macht mein Geschäftspartner und die Jungs bei

Speaker: Jungs und Mädels, aber hauptsächlich Jungs bei handeln.de, genau, in Nürnberg.

Speaker: Ja, also machen ist dann... Aber machen.de, die Domain war da und dann war das erst alles Mögliche und dann habe ich mir irgendwann 2007 in Fürth dann gesagt, da machen wir jetzt, so nennen wir jetzt die Agentur, weil die hieß ja früher einfach so wie ich halt.

Speaker: Ja, genau, das habe ich gesehen, das war 2007, aber eigentlich ist es schon, wie man heute sagen würde, schon 1995 aufs Vision Board gekommen.

Speaker: Ja.

Speaker: Stimmt, genau, auf Zwischenbord.

Speaker: Selbstständigkeit war mir klar, das war für mich die Erfüllung.

Speaker: Ich wollte machen, was ich will.

Speaker: Wann ich will, wie ich will, wo ich will.

Speaker: Das war schon immer der Traum.

Speaker: Wenn du aus einer Unternehmerfamilie kommst, vielleicht auch.

Speaker: Ist das in der DNA?

Speaker: Ich weiß es nicht.

Speaker: Ja, vielleicht.

Speaker: Machen.

Speaker: Einfach das eigene Ding machen.

Speaker: Und das eigene Ding machen.

Speaker: Und wir haben uns heute was Besonderes überlegt.

Speaker: Also wir haben gestern tatsächlich Just in Time, das verbindet uns vielleicht, haben wir uns überlegt, über was sprechen wir heute und sind dann darauf gekommen, dass du seit 30 Jahren selbstständig bist.

Speaker: Und ich seit drei.

Speaker: Und du seit drei, das ist die 33.

Speaker: Das ist quasi die 33.

Speaker: Manche würden jetzt denken, das ist genau mein Alter, das stimmt aber auch nicht.

Speaker: Aber wir haben dann gedacht, wir sprechen mal darüber, was du für Fails hattest.

Speaker: Ich kann beim Paar-Fails tatsächlich mitreden.

Speaker: die ich nach drei Jahren schon gemacht habe, aber bei ein paar Fails vielleicht auch noch nicht und wir hören uns die jetzt mal an oder wir diskutieren die mal durch und das ist einfach nochmal eine andere Form von Menschlichkeit in Zeiten von KI.

Speaker: Was ist passiert in deiner Selbstständigkeit?

Speaker: Was war Fail number one?

Speaker: Genau, lass uns über Gründergeist sprechen, über Gründergeist und über die Dinge, die, wenn man den Gründergeist rauslässt, ungezähmt, was dann alles passieren kann.

Speaker: Ich teile gerne jetzt meine ganzen Fehler mit dir, mit euch.

Speaker: Ich meine, das Lustige ist, ich habe ja auch mal ein Buch geschrieben, 2016, quatschen.de ist auch eine Domain, die...

Speaker: Was mache ich mit der?

Speaker: Hast du noch welche davon?

Speaker: Ich habe noch ein paar.

Speaker: Ich hatte mal Facebook.de, habe ich schon mal woanders erzählt, habe ich dann weitergegeben.

Speaker: Nee, aber quatschen und jetzt wir beide, wir kennen uns ja nicht, wir lernen uns jetzt öffentlich kennen.

Speaker: Wir führen jetzt ein öffentliches und da bin ich ja so ein bisschen, ich glaube, ich hoffe, dass wir die Lockerheit hinkriegen, dass wir es so tun, als würde uns niemand zuhören.

Speaker: Das müssen wir schaffen.

Speaker: Das hört uns keiner zu.

Speaker: so bunter Hund mäßig, aber trotzdem bin ich kein mutiger Mensch.

Speaker: Also ich brauche immer andere, die mich mitreißen.

Speaker: Ich suche mir immer Menschen.

Speaker: Du bist, glaube ich, auch jemand, der andere mitreißt.

Speaker: Glaube ich auch, ja.

Speaker: Und ich hätte mir gewünscht, früher schon mehr Mut zu haben.

Speaker: Einfach mir mehr zuzutrauen.

Speaker: Ich habe schon immer oft so, da ist er, soll ich das wirklich machen?

Speaker: Ich habe oft gezögert.

Speaker: Aber warum hast du es dann trotzdem?

Speaker: Weil du hast es ja anscheinend trotzdem gemacht.

Speaker: Ja, aber schau mal, Google wurde auch in den 90ern gegründet.

Speaker: Wo sind die heute, wo bin ich heute?

Speaker: Die hatten mehr Mut und vielleicht die bessere Idee und auch mehr Glück und Zufall.

Speaker: Das spielte alles rein.

Speaker: Aber ich war tatsächlich, auch wenn es so klingt, einfach, dass man sich mehr zutraut.

Speaker: Also ich habe in manchen Fällen dann einfach gesagt, nee, mache ich lieber nicht.

Speaker: Also ich weiß es nicht.

Speaker: Ich hatte Angst vorm Scheitern.

Speaker: Ich hatte immer Angst vorm Versagen, vorm Scheitern.

Speaker: Ich hatte immer Angst davor, was denken andere?

Speaker: Ja.

Speaker: wenn das jetzt scheitert.

Speaker: Was denkt der Nachbar?

Speaker: Das heißt eigentlich, würdest du sagen, um eine gewisse Risikobereitschaft.

Speaker: Scheiß drauf, würde ich heute sagen.

Speaker: Also einfach nicht mehr so, habt keine Angst vor was denn?

Speaker: Also gerade im geschäftlichen Kontext.

Speaker: Wir haben es mal in einer Vollversammlung der IHK hat mal Joe Kayser gesagt, wir bräuchten wirklich mehr diese Mentalität.

Speaker: Wie in Amerika, dass du halt scheiterst und dann meldest du oben Insolvenz an und unten gehst rein, holst dir das nächste Gewerbe.

Speaker: Ja, das ist schon crazy.

Speaker: Ja, aber das bräuchte man bei uns mehr, weil wir haben jetzt Try and Error Zeiten.

Speaker: Wir haben jetzt verändernde Zeiten und da gehört es dazu.

Speaker: Es ist aber, wie du beschreibst auch, da wo du dich selbstständig gemacht hast in der Zeit, da waren die Leute ja noch viel, viel sicherheitsliebender wahrscheinlich.

Speaker: Jetzt kommt wieder so eine Bewegung, wo man merkt, dass die Leute sicherheitsliebender sind.

Speaker: Mhm.

Speaker: Aber dieser Mut und das, was jetzt in den USA vielleicht extremer ist, liegt wahrscheinlich auch an den Strukturen rundherum.

Speaker: Das ist ja auch nicht in anderen Fällen so sicherheitsabgesichert wie wir.

Speaker: Aber das ist schon auch ein großer Punkt, dass wir oft Angst haben, es nicht zu machen, weil wir könnten ja scheitern und dann müssten wir Insolvenz anmelden.

Speaker: Und ich habe das auch mal in einem Podcast gehört, der dann gesagt hat, ja und dann?

Speaker: Ja, was ist dann?

Speaker: Die Welt geht ja nicht unter.

Speaker: Das ist eine gute Frage, immer dieses und dann hin dransetzen.

Speaker: Das ist ein gutes System.

Speaker: Die Welt geht ja nicht unter.

Speaker: Du lernst ja trotzdem was.

Speaker: Also aus jedem Fehler wirst du ja hoher Wahrscheinlichkeit besser.

Speaker: Außer du machst den Fehler vielleicht nochmal, das wäre schlecht.

Speaker: Macht man trotzdem, aber wenn du was drüber lernst, dann kann es ja im Endeffekt danach auch nur besser werden.

Speaker: Und wenn du einmal vielleicht gescheitert bist mit einem Unternehmen, kannst du ja trotzdem ein neues machen und sagen, dann mache ich die Fehler nicht nochmal.

Speaker: Genau.

Speaker: Und ich wollte nie scheitern.

Speaker: Ich hatte immer Angst vor dem Scheitern.

Speaker: Und deswegen habe ich auch dieser erste Kunde da, der Hugh McCallion aus St.

Speaker: Nears in der Nähe von Cambridge.

Speaker: Der hat mir einfach vertraut, war ein mittelständischer Unternehmer, 70 Mitarbeiter.

Speaker: Und er hat gesagt, ey, mach einfach, ich zahle dir jeden Monat.

Speaker: Und dann hatte ich die Sicherheit.

Speaker: Ich hatte dann die Sicherheit, weil ich wusste, es kommt jeden Monat 4.000 Mark, waren das damals.

Speaker: Und damit war ja schon mal das Grundrauschen da.

Speaker: Aber vorher, die Jahre vorher, war das nicht da und da hatte ich immer viel zu viel Angst, dann zu sagen, ich setze jetzt alles auf eine Karte.

Speaker: Ich bewundere jeden, der heute gründet und sage, ich setze alles auf eine Karte.

Speaker: Und das ist auch der Aufruf, machen, was soll schief gehen.

Speaker: Also probiere es aus.

Speaker: Ich sage das aber als jemand, der eigentlich das nicht gemacht hat.

Speaker: Wir haben es gemacht und bis jetzt hat es sich gelohnt.

Speaker: Ihr habt es gemacht, ne, mit Atem.

Speaker: Geil.

Speaker: Ich muss endlich mal hin, Mensch.

Speaker: Ich war noch nicht da.

Speaker: Es macht nichts.

Speaker: Ich komme.

Speaker: Es sind ja erst drei Jahre.

Speaker: Drei Jahre.

Speaker: Also, aller Dinge sind drei.

Speaker: Oder wie heißt das?

Speaker: Alle guten Dinge sind drei, glaube ich.

Speaker: Okay, was war der zweite?

Speaker: Was ist der zweite Punkt?

Speaker: Was ist der zweite Fail?

Speaker: Planung.

Speaker: Ich hätte mehr Planen und Planen sollen.

Speaker: Ich hatte dann auch mal, das war 2012 glaube ich, zum Beispiel hatte ich ein 300 Quadratmeter großes Büro selber geplant und habe gedacht, ich mache das so und so und so und so.

Speaker: Ja.

Speaker: Und haben ja eine Wirkung und da habe ich so viele Fehler gemacht.

Speaker: Ich würde immer heute sagen, bei der Planung hol dir Leute dazu, die einfach Ahnung haben, die wissen, wie man Dinge plant.

Speaker: Also Architektur in Architekten.

Speaker: Also du brauchst Leute, die planen können und ich brauche auch Leute, die mit mir einen Plan machen.

Speaker: Also ich habe bestimmt viele Sachen, sind auch gescheitert, mangels einem guten Plan.

Speaker: Genau.

Speaker: Also Planung.

Speaker: Lass dir helfen beim Planen.

Speaker: Ja.

Speaker: Wenn du selber vielleicht eher so ein kreativer Typ bist, so wie ich.

Speaker: Ich bin halt von der Grundstruktur her kein großer Planer, dann brauchst du ja bald einen Planer.

Speaker: Ich glaube, was zu dem Punkt dazugehört, ist die Thematik, kenn deine Stärken auch und kenn deine Schwächen.

Speaker: Genau.

Speaker: Weil wenn du weißt, okay, das liegt mir nicht so oder vielleicht bin ich dazu, hab zu viele kreative Ideen, dass ich dann technisch gesehen eine Schwachstelle hätte, dann such dir jetzt Pendant dazu und kenn deine Themen.

Speaker: Seit fünf Jahren habe ich einen tollen Geschäftspartner und deswegen, der ist auch deutlich jünger als ich und da läuft es, da habe ich jetzt, ich habe jetzt einen Plan da.

Speaker: Ja.

Speaker: Genau.

Speaker: Viel geiler jetzt.

Speaker: Aber hat lang gedauert halt, auch sehr lang.

Speaker: Schau, ich bin jetzt 55.

Speaker: Aber andere, keine Ahnung, also man darf auch, glaube ich, mit dem Alter, da muss man ein bisschen drüber wegschauen.

Speaker: Ich höre in manchen Podcasts so, ja, der über 50-Jährige.

Speaker: Ich glaube, egal ob du jetzt, keine Ahnung, 35 oder 55 oder 75 bist, du kannst trotzdem nochmal diese ganzen neuen Dinge, es hat was mit dem Kopf zu tun.

Speaker: Absolut hat es mit dem Kopf zu tun.

Speaker: Ich glaube, das Alte, wir werden ja alle immer älter und dann hat das ja gar nichts mehr damit zu tun, wie alt bin ich, sondern wie fit bin ich.

Speaker: Agilität und einfach Bock auf was Neues.

Speaker: Ja, wie Bock habe ich.

Speaker: Auf machen.

Speaker: Und auf planen.

Speaker: Und auf planen.

Speaker: Ich weiß nicht genau, aber jetzt kommt wahrscheinlich... Ich spieg schon den dritten Fail.

Speaker: Ja, was ist er?

Speaker: Kontakte steht da.

Speaker: Ich habe diese sieben Fails mal beim Fail-Festival der Shift School rausgehauen damals.

Speaker: Auf jeden Fall Kontakte, was heißt das?

Speaker: Ich habe, viele sagen, ja, du kennst ja Gott und die Welt und bist gut vernetzt und so.

Speaker: Ja, stimmt, aber ich bin ein schlechter Kontaktpfleger.

Speaker: Also ich bin niemand, der regelmäßig zum Geburtstag eine handgeschriebene Karte schickt oder der zum Geburtstag anruft oder der überhaupt so eine Datei pflegt.

Speaker: Ich habe die ganzen Kontakte im Handy, da sind, weiß ich, wie viele tausend Menschen, mit denen ich Begegnungen hatte, aber ich pflege das nicht so richtig.

Speaker: Das ist eher immer zufällig alles.

Speaker: Und ich glaube, wenn du strategisch, wenn du skalieren, wenn du ein Unternehmen aufbauen, skalieren, wachsen willst, dann brauchst du das, dann musst du da besser mit deinen CRM Kundenpflege, das muss dann laufen.

Speaker: Das ist so die Basis.

Speaker: Und das habe ich eher so immer...

Speaker: Nonchalant, also immer hemmsärmlich, so easygoing, nebenher gemacht.

Speaker: Aber nie sehr systemisch.

Speaker: Ich war nie ein systemischer Kontaktverwerter.

Speaker: Liegt vielleicht auch an deinem kreativen Kopf.

Speaker: Genau.

Speaker: Aber ich glaube, das ist sehr, sehr wichtig und es wird immer wichtiger, dass du Kontakte pflegst, dass du auch auf Networking-Events gehst, dass du dann auch...

Speaker: Das habe ich alles gemacht.

Speaker: LinkedIn ist ja eigentlich schon perfekt dafür, weil man kennt viele Leute jetzt von LinkedIn und dann kannst du mit den Leuten einfacher in Kontakt bleiben, weil du kommentierst dann vielleicht einfach mal so ein bisschen was bei dem oder bei dem und dann bist du wieder und schreibst vielleicht auch mal eine Nachricht oder leitest mal irgendwie einen Artikel weiter, der dich an irgendwie eine gewisse Person erinnert hat und schon bist du im Kontakt.

Speaker: Das ist vielleicht aber auch

Speaker: eher noch so ein, ich würde sagen, ein kleinerer Teil.

Speaker: Ich glaube, der größere Teil ist das, was du beschreibst, wirklich über deine Kundenkartei im Kopf zu bleiben.

Speaker: Genau.

Speaker: Aber jetzt fällt mir gerade ein, ich glaube, alles, was ich unternehmerisch gemacht habe, ist für mich wie so eine Art Sandbox.

Speaker: Ich sehe das immer alles sehr spielerisch.

Speaker: Ich habe es immer so betrachtet.

Speaker: Weil ich war ja auch mal Xing-Ambassador, als Xing noch wirklich den Networking-Ansatz hatte.

Speaker: Also die wollten ja auch soziales Netzwerk sein, wollen sie jetzt ja nicht mehr oder seit einigen Jahren.

Speaker: Oder ich lokale Xing-Events auch organisiert.

Speaker: Ich war mit Xing, ich hatte eine Vereinbarung mit Xing, dass ich hier der lokale, das Gesicht von Xing bin.

Speaker: Jetzt macht LinkedIn Local ja die Resi und der Pixel Schmidt.

Speaker: Ganz geil, unbedingt hingehen.

Speaker: Der Aufruf geht zu LinkedIn Local.

Speaker: Können wir Werbung machen, oder?

Speaker: Ist es in Atem auch bei euch?

Speaker: Es war schon mal, aber ich weiß nicht, für dieses Jahr haben wir noch gar nicht gesprochen, aber sie sind auf jeden Fall jederzeit wieder willkommen.

Speaker: Aber ich verstehe natürlich, dass sie auch ein bisschen Abwechslung reinbringen wollen.

Speaker: Aber es ist eine schöne Community und die ist bei uns natürlich immer jederzeit willkommen.

Speaker: Community, Kontakte sind ja genau, Community Arbeit heißt Kontaktpflege eigentlich so, ja.

Speaker: Ja, und da gibt es ja auch unterschiedlichste Möglichkeiten.

Speaker: Ich finde, auch zu Weihnachten kriegt man immer ganz, ganz viele tolle Sachen.

Speaker: Und eine Trainerin, die bei uns mal in der Location war mit Kunden, mit der sind wir noch weiterhin im Kontakt und die schickt immer zu Weihnachten, dieses Mal hat sie so ein Kartenspiel geschickt, das sie selber entwickelt hat.

Speaker: Und da denke ich mir so, wow.

Speaker: Das ist schon auch Next Level Kundenpflege.

Speaker: Und ich finde es total beeindruckend und ich sage immer auch zu meinem Team, das ist cool, das müssen wir auch machen, aber du brauchst natürlich auch am Ende Zeit, weil du schaust es dann an und hast die Leute immer wieder auch im Gedächtnis und pflegst die Kontakte.

Speaker: Aber ich bin da, glaube ich, auch eher so wie du, zu sagen, ja,

Speaker: Ich habe viele Kontakte und unterhalte mich dann auf Veranstaltungen gut und bleibe dann irgendwie im Kopf.

Speaker: Und es gibt ja jetzt auch viele, die dieses Thema so strategisches Networking machen, wo ich dann auch immer sage, aber trotzdem nicht zu verbissen.

Speaker: Also nicht mit Leuten in Kontakt gehen, weil du dir davon was erhoffst, weil das merkt ja alles.

Speaker: Ganz wichtig, ganz genau.

Speaker: Nicht pushy sein.

Speaker: Es muss ehrlich sein und authentisch sein und du musst dich trotzdem nicht unterhalten und ich finde, das ist manchmal wirklich so unangenehm.

Speaker: Das wird dir auch passieren, wenn Leute sich mit dir unterhalten auf so Veranstaltungen und dann sagen, ah ja, das und das, bist du der und der und was machst du?

Speaker: Und wenn sie merken, dass du nicht für sie interessant bist, sie sich einfach umdrehen und gehen und du denkst dir so und du meinst, dass du damit erfolgreich sein wirst, perspektivisch?

Speaker: Ich glaube es nicht.

Speaker: Und viele sagen auch zu mir immer, ja, wie machst du das?

Speaker: Und so, ich sage, ich bin einfach offen allen Leuten gegenüber, unterhalte mich einfach mit allen Leuten und wenn das Gespräch mir nichts bringt, in Anführungszeichen, oder ich merke, okay, das vibet nicht, ja gut, dann kann ich das ja trotzdem respektvoll abschließen und dann ist es auch gut.

Speaker: Genau, es vibet nicht, das ist eigentlich der Punkt, es muss immer ein Vib da sein, das ist die Basis und dann kann was Geschäftliches entstehen, muss aber halt nicht.

Speaker: Und man kann es auch nicht immer gleich messen, finde ich.

Speaker: Also es kann auch dann mal in vier Jahren zum Beispiel erst kommen.

Speaker: Das ist so ein Seeding-Effekt.

Speaker: Das ist wie, du hast überall mal was ausgestreut sozusagen, einen Impuls, einen Gedanken und der geht vielleicht erst noch vielen Jahren auf.

Speaker: Da hast du recht.

Speaker: Und es war ja auch, als wir die Wirtschaftsjunioren Fürth gegründet haben, auch so ein Netzwerk, Junior Chamber International, ist ja eine große internationale Organisation auch.

Speaker: Und da steht an der Wand, das Leitbild ist, Privates zählt, Geschäftliches ergibt sich.

Speaker: Also einfach der Mensch.

Speaker: Wir schauen uns an, wie fühlt sich das an mit uns?

Speaker: Das finden wir jetzt gerade raus, öffentlich.

Speaker: Das finden wir gerade raus.

Speaker: Wie fühlt es sich an für dich bisher?

Speaker: Ja gut, ich finde, es vibet.

Speaker: So, was war der nächste Fail?

Speaker: Der nächste Fail?

Speaker: Das ist cool, wenn man roten Faden hat.

Speaker: Das ist gut geplant eigentlich.

Speaker: Siehst du mal, man verbessert sich ja.

Speaker: Ja, voll.

Speaker: Ziele, da steht Ziele.

Speaker: Den habe ich schon gewartet.

Speaker: Ich dachte, der kam davor, weil ich dachte, der passt gut zur Planung.

Speaker: Ziele, Ziele.

Speaker: Und vor allem auch wieder da das Groteske ist eigentlich das Motto.

Speaker: Mein Agenturmotto oder unser Agenturmotto.

Speaker: Ich muss jetzt sagen, ich habe ja mit so tollen Kollegen und Kolleginnen die letzten Jahrzehnte gearbeitet, die entweder jetzt woanders sind oder selbstständig sind oder noch da sind.

Speaker: Da bin ich ja ultra dankbar, aber das Thema, unser Motto ist zielführend tatsächlich.

Speaker: Also, weil wir natürlich immer fragen, Kunde, was willst du, wo willst du hin, was ist dein Ziel?

Speaker: Aber selber, ich als Person, und darüber sprechen wir ja heute, ich bin eigentlich, ich habe nicht viele Ziele.

Speaker: Ich denke mal, ich wünsche mir was, ich habe so, ich mache mir so, im Kopf baue ich mir das, wie es ungefähr sein könnte und da landet man dann auch, glaube ich, irgendwie automatisch, wenn man dann gut ist, wenn man sich das so ein bisschen visualisiert.

Speaker: Ja,

Speaker: Aber ich war nicht sehr verbissen auf Ziele.

Speaker: Also ich habe nie so mit Umsatzzielen oder da habe ich nie groß gearbeitet.

Speaker: Auch das ist ein Fail, finde ich.

Speaker: Weil das sollte man haben, man sollte Ziele setzen.

Speaker: Ich würde sagen, setz dir Ziele, setz dir Umsatzziele, setz dir Wachstumsziele.

Speaker: Also wenn du unternehmerisch schneller...

Speaker: vorankommen willst, dann finde ich Ziele enorm wichtig.

Speaker: Mein Motto ist dann halt, setz dir die Ziele und denk vielleicht gar nicht mehr drüber nach.

Speaker: Also Ziele verfolgen heißt ja auch, dass du die kontrollierst, dass du dran bist, dass du jemanden hast, der dich dann da ein bisschen so reinpeitscht, dass du wirklich dran bleibst und dir ein Programm baust.

Speaker: Selbstständiger musst du es wahrscheinlich auch selber machen, dich reinpeitschen, weil du hast jetzt auch ein Geschäftspartner, der steht vielleicht dahinter und peitscht dich ein bisschen rein, aber ansonsten musst du dich natürlich da auch selber reinpeitschen in die Ziele.

Speaker: Man muss sich in die Ziele gemeinsam einstimmen.

Speaker: Das ist eigentlich so wie jetzt Olympische Spiele.

Speaker: Da brauchst du ein Team und Leute, die halt performen wollen.

Speaker: Die sagen, ich habe Bock.

Speaker: Lust auf Leistung war mal das Motto bei einer Ausstellung in Nürnberg im Designforum.

Speaker: Lust auf Leistung fand ich gut.

Speaker: Man muss da Bock haben.

Speaker: Ja, also würdest du sagen, wenn du hättest dir bessere oder du hättest dir überhaupt Ziele stecken müssen viel früher, damit du dann vielleicht auch schneller an die, oder hättest dich anders entwickelt, weil so wie es klingt, haben sich die Ziele oder deine Visionen, die du dir so ausgemalt hast, ja trotzdem in einer gewissen Art und Weise erfüllt.

Speaker: Genau.

Speaker: Ich habe Ziele, wir haben sie erfüllt, aber ich habe nie so auf Performance dann für mich persönlich Wert gelegt, weil, und das ist ja dann eigentlich, die ganzen Fails haben natürlich auch was Positives, weil ich war die letzten 20 Jahre vor allem auch Familienvater.

Speaker: Also mir war es halt wichtig, daheim, ich wollte halt mit meinen Kindern, als die noch kleiner waren, ich wollte halt beim Frühstück da sein, ich wollte die ins Bett bringen, ich wollte eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, ich wollte mit denen am Wochenende Zeit haben,

Speaker: Und ich wollte halt einfach immer, ich bin ein Familienmensch.

Speaker: Ich habe zwei Kinder, ich liebe die und ich habe heute einen guten Draht.

Speaker: Ich habe jetzt einen erwachsenen Sohn, der jetzt in Wien studiert.

Speaker: Ich habe eine Tochter, die jetzt gerade Abi macht.

Speaker: Und ich meine, dass wir da sehr gut auskommen miteinander und ein gutes Verhältnis haben.

Speaker: Und dieses Bonding, wie man vielleicht sagt, das war mir halt immer wichtig.

Speaker: Da habe ich dann halt auf geschäftliche Ziele ganz einfach verzichtet.

Speaker: Ich habe halt sicher auf Karriere ein Stück weit verzichtet.

Speaker: Ganz bewusst, weil ich es gesagt habe, nee,

Speaker: Ich will daheim sein.

Speaker: Aber das ist im Endeffekt ja auch ein Ziel.

Speaker: Und es ist ja auch, mit sich selber zu beschäftigen und zu sagen, ich werde klare... Aber man hadert mit sich.

Speaker: Immer.

Speaker: Aber man hadert auch mit sich, wenn man es andersrum gemacht hätte.

Speaker: Genau, genau, genau.

Speaker: Deswegen finde ich, vielleicht ist es trotzdem nicht ganz klar, in Zahlen formuliert zu sagen, das und das sind die Ziele.

Speaker: Herzziele werden es dann vielleicht.

Speaker: Ja, und wahrscheinlich hättest du deine anderen Herzziele auch ein bisschen blockiert, wenn du zu starre Umsatzziele setzt.

Speaker: Ist vielleicht auch nicht schlecht, wenn man sich dann gar nicht so starre Ziele setzt, weil was ist dann, wenn man sie nicht erreicht?

Speaker: Verzichtet man dann eher auf seine Herzziele, weil diese Zahl am Ende des Jahres noch nicht erreicht ist?

Speaker: So ist es.

Speaker: Hätte, könnte, wissen wir wieder hier, hätte, könnte, sollte, sollte, wollte.

Speaker: Du hast einfach gemacht.

Speaker: Ich sehe das auch.

Speaker: Ich glaube, es ist super wichtig, die Ziele zu setzen.

Speaker: Du brauchst Ziele, du brauchst auch Visionen, du musst wissen, wo du hin willst.

Speaker: Wir haben das auch in den drei Jahren Selbstständigkeit uns schon mehrmals hingesetzt und das formuliert und alleine für irgendwelche Steuerberater und Businesspläne musst du ja zumindest fiktive Zahlen da reinschreiben.

Speaker: Ich sage immer, warum mache ich diese Aufgabe eigentlich, lieber Steuerberater, weil die Zahlen stimmen doch eh nicht.

Speaker: Das musst du machen, okay, dann mache ich das.

Speaker: Aber es hilft dir, glaube ich, schon dabei, nochmal zu sagen, in welche Richtung gehen wir.

Speaker: Und ich habe eigentlich da auch ein ganz gutes Beispiel von unserem Alltag.

Speaker: Wir sind ja eigentlich eine Akademie.

Speaker: Also wir wollen auch Menschen begleiten im Bereich der Führung und Kommunikation und bieten da offene Trainings an.

Speaker: Also jeder aus unterschiedlichen Unternehmen kann zu diesen offenen Trainings kommen.

Speaker: Und das ist aber super schwierig, wenn du noch keinen Namen hast, weil keiner sagt, ja dann geh halt einfach mal zu Atem und probier das aus.

Speaker: Oder vielleicht komme ich auch gar nicht auf Atem und weiß, dass die das anbieten.

Speaker: Und ich war aber total verbissen am Anfang, dass wir das unbedingt machen, weil ich von der Idee einfach so begeistert war.

Speaker: Und in dem Ziele-Workshop mit den Mitarbeitenden haben wir dann festgestellt, oh, es hat einen extremen Aufwand, die zu promoten, die voll zu bekommen.

Speaker: Und

Speaker: Der Nutzen ist am Ende gar nicht so groß und haben es dann wieder so ein bisschen aus dem Fokus geschoben und gesagt, wir arbeiten erst mal daran, die Akademie bekannt zu machen, dass uns Unternehmen kennen und arbeiten eher mit Unternehmen zusammen, die uns schon kennen, die uns vertrauen und bieten dort in-house die Trainings an.

Speaker: Und irgendwann switchen wir darauf, wieder in die offenen Trainings zu gehen.

Speaker: Jetzt aktuell muss man sagen, ist die Bekanntheit größer geworden und die offenen Trainings werden jetzt auch tatsächlich gebraucht.

Speaker: Es kam quasi so ein bisschen von selber, aber jetzt ist der Moment, wo wir da auch wieder einsteigen können und da hat es uns tatsächlich schon geholfen, mal über diese Ziele zu sprechen und trotzdem bin ich aber auch jemand, der sagt, zu verbissene Ziele helfen dir am Ende auch nicht weiter oder hätten mir in dem Fall auch nicht weitergeholfen, weil...

Speaker: dann wäre ich immer noch mit meinen offenen Trainings beschäftigt und hätte versucht, die irgendwie voll zu bekommen.

Speaker: Und das hilft dir dann wahrscheinlich am Ende auch nicht.

Speaker: Ist so.

Speaker: Genau, einfach anpassen dann an die Umstände.

Speaker: Genau.

Speaker: Ja, als ich gegründet habe, war auch so mein Thema, weil du jetzt Steuerberater gesagt hast.

Speaker: Ich habe mir gedacht, ich brauche unbedingt einen Kumpel, der Rechtsanwalt ist, einen Kumpel, der Steuerberater ist.

Speaker: Und die dritte Sache, die ich mir überlegt habe, wenn ich 10.000 Mark im Minus bin mit meinem Girokunde, dann höre ich auf, dann gebe ich die Selbstständigkeit auf.

Speaker: Das ist auch zum Thema Mut.

Speaker: Ich habe mir da nicht viel getraut.

Speaker: Ich habe tatsächlich, heute habe ich Kunden und Freunde, die Rechtsanwälte und Steuerberater sind und

Speaker: Aber das war da auch wieder Angst, weil ich hatte Angst rechtlich, ich hatte Angst vor Steuer.

Speaker: Und was die Angst vor dem Thema Finanzamt betrifft, habe ich eine mega Erfahrung, das war auch nur in den 90ern, da kam ein Brief vom Finanzamt, ja, am so und so viel wird sie die Frau vom Finanzamt in Fürth aufsuchen.

Speaker: Und da habe ich mir gedacht, scheiße, jetzt hast du bestimmt einen Fehler gemacht und jetzt räumen die die Bude leer oder so.

Speaker: Und dann kam da eine sehr, sehr nette Frau und die hat gesagt, haben Sie mal einen Stift und haben Sie mal einen Bleistift, einen Zettel.

Speaker: Und dann hat die quasi meine Steuer gemacht.

Speaker: Die hat quasi, die hat mir geholfen.

Speaker: Also das Finanzamt hat mir geholfen, meine allererste nebenberufliche Steuer.

Speaker: Also genau, die Angst war unbegründet.

Speaker: Die meisten Ängste, glaube ich, sind hinterher unbegründet.

Speaker: Sind unbegründet, ja.

Speaker: Aber was hilft, ist vielleicht ein Tipp, ein Lifehack, was ich dann die Leute habe.

Speaker: Hau raus jetzt.

Speaker: Ich spiele Situationen, die einem irgendwie Angst machen, wo man so denkt, boah, wie wird das?

Speaker: Und vor allem, wenn du einen Dialog vielleicht mit jemandem hast, eine schwierige Situation.

Speaker: Ich spiele den Worst Case durch.

Speaker: Okay.

Speaker: Und dann bin ich so gut vorbereitet, weil keiner verhält sich so wie in deinem Worst Case.

Speaker: Okay, okay.

Speaker: Dann ist es immer easy.

Speaker: Es ist immer easy.

Speaker: Guter Lifehack.

Speaker: Also wenn man vor was Schiss hat, einfach den Worst Case durchspielen im Kopf.

Speaker: Teufel an die Wand malen sozusagen.

Speaker: Aber außer man kann damit nicht umgehen, dann sollte man es vielleicht lassen, aber mir hilft es.

Speaker: Ja, das ist ein guter Lifehack.

Speaker: Ich hoffe quasi auf das Beste und rechne aber mit dem Schlimmsten.

Speaker: Ja, ist ähnlich.

Speaker: Okay.

Speaker: So, nächster.

Speaker: Lifehack Nummer, sind wir noch in der Zeit?

Speaker: Lifehack Nummer 5?

Speaker: Verträge steht da.

Speaker: Was wollte ich da erzählen?

Speaker: Verträge kommen ja von Vertragen.

Speaker: Und es gibt da den Spruch, wer schreibt, der bleibt.

Speaker: Also, dass man wirklich Dinge schriftlich festhält.

Speaker: Ich glaube, wenn wir beide jetzt was vereinbaren, wie wir umgehen mit irgendwelchen Dingen, dann ist es gut, wenn man es sagt.

Speaker: Und in der Kaufmannsehre ist ja auch der Handschlag, gilt was und so, dass man der ehrbare Kaufmann, der hält sich an sein Wort, aber manchmal weißt du Dinge vielleicht auch nicht mehr.

Speaker: Deswegen mindestens aufschreiben hier, du hast so ein schönes Buch.

Speaker: Und am besten dann vielleicht macht jeder da seinen Servus drunter und dann...

Speaker: Sehr wichtig.

Speaker: Also da habe ich tatsächlich, ich habe ja schon während dem Studium selbstständig in Anführungszeichen gearbeitet und war da eben im Eventmanagement und als Restest und auch Veranstaltungen.

Speaker: Und das war damals, als ich das gemacht habe, konnte man das selbstständig als Kleinunternehmerin quasi machen.

Speaker: Und da gab es eigentlich immer Vereinbarungen und da habe ich aber auch mal Vereinbarungen gemacht,

Speaker: ausgemacht, wo ich ja bitter bezahlt habe, weil ich einfach unfassbar viele Stunden reingesteckt habe und dann hieß es ja, ja, wenn ihr irgendein Umsatzziel erreicht, kriegt ihr so und so viel und dann haben die das auf einmal vergessen, als wir das Umsatzziel erreicht haben.

Speaker: Das ist für mich so eine Lehre, die ich jetzt auch mit in die neue Selbstständigkeit genommen habe, weil da war auch mit Leuten dann so, ja, da braucht man ja keinen Vertrag und dann habe ich gesagt, doch, ich hätte eigentlich ganz gern schon einen Vertrag, weil

Speaker: Ich möchte schon die Bedingungen einfach abstecken.

Speaker: Und wenn es nur eine Mail ist, ja.

Speaker: Also je nach Thema.

Speaker: Heute ist ja mit Doku-Sein und wie das alles heißt, kannst ja schnell auch dann richtige schriftliche Verträge auch digital machen.

Speaker: Aber nee, einfach, es muss irgendwo stehen.

Speaker: Das ist, glaube ich, wie auch in Beziehungen oder in Ehen, glaube ich, sehe ich das auch mit Freunden.

Speaker: Ich denke mal, du kennst auch Leute, die sich scheiden haben lassen und wenn es dann da in der guten Zeit, man sagt, ah ja, wir gehen zusammen und alles super und alles toll und alle sind motiviert und wollen was gemeinsam machen.

Speaker: Und dann kommt es aber zu dem Moment, wo man sich irgendwie nicht mehr versteht oder wo man eine unterschiedliche Sicht der Dinge hat.

Speaker: Und dann hilft einem der Vertrag, weil man sagt, wir haben in guten Zeiten, wo wir uns gut verstanden haben, einfach was festgelegt, wie wir es dann machen.

Speaker: Man kann es dann immer noch anpassen gemeinsam.

Speaker: Und so sehe ich das im Geschäftlichen auch.

Speaker: Wenn man sagt, wir sind jetzt total motiviert und alle begeistert von der Situation und von der Aktion, die wir starten wollen.

Speaker: Und dann auf einmal im Verlauf des Prozesses verändert sich was.

Speaker: Verändern sich die Rahmenbedingungen, verändert sich was weiß ich was.

Speaker: Und dann hat man sich in der Zeit, wo es irgendwie gut war, auf etwas berufen.

Speaker: Deswegen ist es nichts, ich finde nichts Schlechtes, sondern kann dir nur helfen danach, vielleicht keinen Konflikt zu haben.

Speaker: Oder einen kleineren.

Speaker: Oder einen kleineren, genau.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: So, nächster.

Speaker: Wie viele haben wir denn eigentlich schon?

Speaker: Verträge machen.

Speaker: Das war Fail Nummer 5, weil der eine oder andere... Genau, jetzt sind wir auf 6.

Speaker: Da steht Mitarbeiterförderung.

Speaker: Mein sechster Fail war mit Sicherheit, dass ich mit vielen wahnsinnigen Talenten zusammenarbeiten durfte in meiner Laufbahn jetzt die letzten 30 Jahre.

Speaker: Irre gute Leute.

Speaker: Und ich habe...

Speaker: Einige wenige davon, mit denen habe ich heute noch zu tun.

Speaker: Arbeite entweder als Mitarbeiter, tolles Team, oder als Freelancer.

Speaker: Aber ich habe viel auch verloren.

Speaker: Und die wären noch in der Firma auch.

Speaker: Die wären heute auch kein Freelancer, sondern wären eben noch Teil meiner Agentur.

Speaker: Ich bin sicher, wenn man die einfach mehr eingebunden hätte, mehr Mitarbeiterbeteiligung, mehr Förderung, da spielen alle Punkte vorher auch zusammen,

Speaker: ordentliche, klare Vereinbarungen, dann auch das Thema Delegieren, dass du einfach sagst, das ist jetzt dein Bereich, das ist meiner.

Speaker: Wir hatten auch mit Führungskreis mal gearbeitet, wo wir gesagt haben, wir hatten so mit einigen Mitarbeitenden, die dann eben richtig in ihrem Bereich Spitze waren, gab es den Führungskreis, aber

Speaker: Wenn das an mich dann herangetragen, ich war halt nie Chef, jetzt kommt eigentlich der hauptsächliche Fail, ist nicht nur Mitarbeiterförderung, sondern du musst auch Chef sein wollen.

Speaker: Wollte ich nie.

Speaker: Ich konnte mit dem Wort nicht umgehen.

Speaker: Mit dem Wort Chef, keine Ahnung, ich wollte immer Augenhöhe, ich wollte immer mitmachen, ich wollte immer Teil sein, will ich ja heute noch.

Speaker: Darum auch da wieder jetzt mit Geschäftspartner.

Speaker: Super, du hast jemanden, der gerne Chef ist und der die Rolle auch gerne übernimmt.

Speaker: Und ich bin halt gerne die Rolle des Kreativen, des Netzwerkers, des Verbindenden, der irgendwie immer versucht, Spannungen zu glätten und so.

Speaker: Das ist so mein Ding.

Speaker: Und deswegen Mitarbeiterförderung.

Speaker: Wenn man es selber nicht kann, braucht man jemanden, der das macht.

Speaker: Ja.

Speaker: Oder HR.

Speaker: Ja.

Speaker: Das ist definitiv so und ich glaube, das ist ein großes Problem in vielen Unternehmen.

Speaker: Warum?

Speaker: Klar, wenn du ein Unternehmen verlässt, dann ist es in der Regel wegen der Führung und der Kultur, die dort vorherrscht.

Speaker: Wo du sagst, da passe ich vielleicht nicht mehr dazu.

Speaker: In ganz wenigen Fällen gibt es vielleicht auch mal andere Gründe, aber die allermeisten haben halt mit Führung und Kultur zu tun.

Speaker: Ja.

Speaker: Und da gibt es tolle Partner, die sich darum kümmern, dich zu unterstützen, in die Rolle reinzufinden.

Speaker: Kann man bei dir mal buchen.

Speaker: Kann man bei mir tatsächlich buchen.

Speaker: Aber was du gesagt hast, finde ich schon spannend.

Speaker: Ich finde es trotzdem wichtig, auch wenn man Chef ist, dass dieses Thema Augenhöhe ist, schon finde ich ein essentielles Thema.

Speaker: Du kannst Chef sein, aber trotzdem mit den Leuten auf Augenhöhe kommunizieren.

Speaker: Genau.

Speaker: Und viele junge Führungskräfte, die ich jetzt begleite, sagen mir immer, ich tue mir so schwer, ich bin irgendwie total gut mit denen und irgendwann muss ich dann so auf diese Chefrolle wechseln und das fällt mir total schwer, weil irgendwie will ich ja trotzdem noch Teil des Ganzen sein.

Speaker: Was rätst du dann?

Speaker: Ich habe zwei Sachen, sage ich immer.

Speaker: Das erste ist, wenn du dich für eine Führungsposition entscheidest, dann entscheidest du dich auch in gewisser Hinsicht so ein bisschen aus dem Team rauszutreten und du musst es schon aushalten, dass die dir nicht mehr alles sagen und du musst es auch aushalten können, dass sie dich vielleicht mal nicht fragen, ob du mit zum Mittagessen gehst, weil sie jetzt einfach Themen besprechen wollen.

Speaker: Es ist doch schade.

Speaker: Es ist schade, aber du kannst es auch schaffen, ein gutes Team trotzdem hinzubekommen.

Speaker: Aber du musst es schon auch akzeptieren und das darfst du nicht persönlich nehmen, wenn die halt mal sagen, okay, das sage ich dem jetzt halt nicht.

Speaker: Und der zweite Tipp, den ich vielen gebe, mit denen viele dann auch was anfangen können, ist zu sagen,

Speaker: Ihr könnt ja alle rumblödeln den ganzen Tag und du kannst da auch mitmachen als Chef oder als Führungskraft.

Speaker: Aber wenn du merkst, du musst die Chefkarte ziehen, dann formulier das auch und sag, okay, jetzt muss ich gerade mal kurz die Führungskraftkarte ziehen und euch sagen, hey, wir machen jetzt weiter.

Speaker: Wir haben noch einiges zu tun oder wir müssen jetzt wieder zurückfinden.

Speaker: Das ist gut, dass man klar eine Rolle vergibt.

Speaker: Genau, ich gehe jetzt in die Rolle.

Speaker: Ich muss jetzt in die Rolle Chef oder Führungskraft gehen.

Speaker: Es hilft auch, wenn du schwierige Gespräche hast.

Speaker: Viele Unternehmen sind in wirtschaftlicher Schieflage auch gerade und haben halt Probleme, müssen auch mal vielleicht Mitarbeitenden entlassen, die sie total gern haben oder denen sagen, boah, ich muss dir jetzt eine Nachricht überbringen, die nicht so toll ist und dann auch ganz klar zu sagen, ich muss in eine Rolle gehen und wenn ich jetzt zurückgehe in meine private Rolle als dein Kollege, deine Freundin und sage ich dir, ich finde es genauso scheiße, aber in der Rolle zu bleiben, das hilft denen so ein bisschen zu switchen und

Speaker: Aber es ist immer nicht leicht, weil Führung soll ja mittlerweile auf Augenhöhe sein und alle irgendwie so gemeinsam.

Speaker: Und dann ist es super schwer, wenn man dann in die Führungsrolle leider wechseln muss.

Speaker: Super, was du da beschreibst.

Speaker: Vielleicht hätte ich da jetzt früher Coaching mal mir holen sollen.

Speaker: Da kann man vielleicht als Tipp mitgeben, lasst euch früh helfen, beraten.

Speaker: Holt euch Leute für die Dinge, die ihr selber nicht könnt, holt euch jemanden dazu.

Speaker: oder jemanden, der einem dann einfach sagt, ist meine Lösung richtig?

Speaker: Genau.

Speaker: Wir machen trotzdem noch den letzten Fail, die Konsequenz.

Speaker: Das ist einfach Dinge konsequent durchziehen und nicht wie so ein kreatives Springingadl hier, dies und das und jenes.

Speaker: Und man muss halt einfach mal volle Energie auf ein Thema setzen.

Speaker: Aber ich sage auch, natürlich kann man, dadurch, dass ich viele Dinge angefangen habe und viele Projekte und Ideen im Sand verlaufen sind, habe ich unglaublich viel gelernt.

Speaker: Da sind wir wieder in der Sandbox, ne?

Speaker: Und auch hier mit dem Nando, wir haben Sachen ausprobiert und einfach, wir haben rumgespielt.

Speaker: Und Konsequenz natürlich, wenn ich jetzt meinen Duolingo-Streak anschaue, ich bin da mit über 1000 Tagen, ich bin schon ein konsequenter Mensch, aber konsequent Projekte dranbleiben, weiterverfolgen, auch da, wenn man da selber nicht so der Typ ist, weil man schon wieder Augen und Ohren woanders hat, dann hol dir jemand ins Team rein.

Speaker: der dich da unterstützt.

Speaker: Das ist vielleicht so, das Ding.

Speaker: Und lass dich vor allem auch drauf ein.

Speaker: Und das Positive an dem Ganzen ist ja die Freiheit.

Speaker: Ich liebe die Freiheit.

Speaker: Es gibt einfach nichts Geileres wie Unternehmertum.

Speaker: Das ist einfach...

Speaker: wie geil ist es, dein eigenes Ding zu machen.

Speaker: Wir dürfen gerade für die Stadt Fürth die Citymacher-Kampagne begleiten.

Speaker: In Fürth sucht man Menschen, die einen Laden aufmachen, aber nicht irgendwie den nächsten.

Speaker: Die können einen Klamottenladen aufmachen, logisch, aber vielleicht auch irgendwas Kreatives, Innovatives aus allen Bereichen.

Speaker: Und das zu begleiten und damit Gründern zu tun zu haben, ist unglaublich toll.

Speaker: Also ich liebe die Freiheit, unternehmerische Freiheit,

Speaker: Dann dem Zufall, der Zufall, ich sage immer, Zufall ist, wenn es fällig ist, dann fällt es dir zu.

Speaker: Ich glaube so ein bisschen an die positive Wirkung des Zufalls.

Speaker: Neugier ist natürlich was Schöneres, dass man neugierig bleibt und ist, egal wie alt man ist, dass man Staunen nie verlernt, dass man staunt über die Kleinigkeiten im Leben, im Alltag.

Speaker: Und dass man es einfach genießt, mit tollen Menschen vernetzt zu sein, zu arbeiten, zu leben und dass wir es lernen.

Speaker: Und das ist vielleicht so mein Appell, dass wir das Ego, da hatten wir es vorhin uns unterhalten, bauen wir unser Ego ein bisschen ab, schaffen wir ein Miteinander, wo wir sagen, und es ist ja gerade gesellschaftlich die Herausforderung, dass wir tolerant sind.

Speaker: Tolerant heißt ja, tolerare aushalten können.

Speaker: Wir müssen diese Vielfalt anbieten.

Speaker: die wir jetzt leben und haben, einfach aushalten und einfach zuhören, darauf einlassen, neugierig sein, staunen und dann haben wir, glaube ich, auch nicht nur wirtschaftlich ein tolles Miteinander, sondern auch gesellschaftlich und das hängt ja zusammen.

Speaker: Schlusswort.

Speaker: Du hast das Schlusswort gesprochen, ohne dass ich danach gefragt habe, was dein Appell an die Leute ist oder was du mitgeben möchtest.

Speaker: Das finde ich, rundet es sehr, sehr gut ab zu sagen.

Speaker: Ich bin gespannt, wie ich dann in 27 Jahren.

Speaker: In 27 Jahren verabreden wir uns.

Speaker: Ich trage das jetzt in meinem Kalender ein.

Speaker: Scheiße, wie alt bin ich da.

Speaker: Ich kann es jetzt gerade nicht ausrechnen.

Speaker: Ist egal, über 70.

Speaker: Macht aber nichts.

Speaker: Aber dann, wie ich dann auf meine Fails vielleicht spreche und was ich mitgebe.

Speaker: Im Moment muss ich sagen, ich würde das unterschreiben, was du sagst und mitgeben.

Speaker: Unternehmertum.

Speaker: Ich würde da auch Werbung dafür machen, so wie du das ja auch machst.

Speaker: Weil viele junge Leute sich da gar nichts so darunter vorstellen können und auch in den Schulen nicht erfahren, was das bedeutet.

Speaker: Ja, da müssen wir mehr tun auch, ja.

Speaker: Und zu begeistern dafür zu sagen, hey, probiert es doch mal aus, macht es doch einfach mal.

Speaker: In Deutschland kann ja eigentlich gar nicht so viel passieren, weil du scheiterst und dann gibt es irgendein System, irgendeine Versicherung, irgendwas, was dich auffängt.

Speaker: Und deswegen ermutigen wir vielleicht auch zum Unternehmertum.

Speaker: So machen.

Speaker: Und zum Machen.

Speaker: Das eigene Ding machen.

Speaker: Das eigene Ding machen.

Speaker: Ich freue mich, dass wir uns heute das erste Mal hier so richtig kennengelernt haben.

Speaker: Und eine coole Folge aufgenommen haben.

Speaker: Ja.

Speaker: Und vielen Dank.

Speaker: Ich danke dir.

Speaker: Wie stehst du zu diesem Thema?

Speaker: Schreib es uns gerne in die Kommentare.

Speaker: Ich hoffe, du konntest was für dich mitnehmen.

Speaker: Und vielleicht sehen wir uns ja mal bei einem unserer Workshops.

Speaker: Bis zum nächsten Mal.

Speaker: Deine Karin.

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