Become a Creator today!Start creating today - Share your story with the world!
Start for free
00:00:00
00:00:01
Avatar
37 Plays26 days ago

Michael Leibrecht ist seit 30 Jahren selbstständig. Handwerkersohn, Groß- und Außenhandelskaufmann, Agenturinhaber, Netzwerker – und einer, der früh wusste, dass er sein eigenes Ding machen will. In dieser Folge spricht Karin mit Michael über sieben Fehler, die er öffentlich benennt und einordnet. Keine Selbstgeißelung, sondern eine ehrliche Reflexion aus drei Jahrzehnten Unternehmertum – mit allem, was dazugehört: Mut, Planung, Kontakte, Ziele, Verträge, Führung und Konsequenz. Und am Ende die klare Haltung: Es lohnt sich. Einfach machen.


Themen dieser Folge 

→ Michaels Weg: Vom Handwerkersohn zur Agentur machen.de – wie aus einer kaufmännischen Ausbildung, frühen Apothekenlogos und einer englischen Auftraggeberin eine 30-jährige Selbstständigkeit wurde
→ Fail 1 – Mut: Warum Michael zu lange gezögert hat, alles auf eine Karte zu setzen – und was die deutsche Angst vor dem Scheitern mit unserem Gründerklima macht
→ Fail 2 – Planung: Wie ein 300-Quadratmeter-Büro ohne Architekten geplant wurde – und warum Kreative sich Planer ins Boot holen müssen
→ Fail 3 – Kontaktpflege: Viele Kontakte, wenig System – warum Networking ohne CRM-Denken auf Dauer nicht skaliert, und was authentisches Netzwerken von strategischem Networking unterscheidet
→ Fail 4 – Ziele: Wie Michaels Agenturmotto „zielführend" lautet – er selbst aber lange keine konkreten Umsatzziele gesetzt hat. Und warum das nicht nur ein Fehler war, sondern auch eine bewusste Entscheidung für die Familie
→ Fail 5 – Verträge: Warum „Handschlag gilt" manchmal teuer wird – und was Verträge in guten Zeiten für schwierige Zeiten leisten
→ Fail 6 – Mitarbeiterführung: Von tollen Talenten, die gegangen sind – und was es bedeutet, wenn man selbst nie Chef sein wollte
→ Fail 7 – Konsequenz: Viele Ideen, viele Projekte, viele Starts – und was es braucht, um wirklich dranzubleiben
→ Unternehmertum als Aufruf: Warum Michael und Karin dafür werben, dass mehr Menschen gründen – und was Deutschland dafür anders denken müsste


Takeaways 

→ Angst vor dem Scheitern kostet mehr als das Scheitern selbst. Wer den Worst Case durchspielt, merkt oft: Die Welt geht nicht unter.
→ Kreativität und Planung sind kein Widerspruch – sie brauchen einander. Wer weiß, dass Planung nicht seine Stärke ist, muss sich jemanden holen, der das kann.
→ Kontaktpflege ist keine Frage des Netzwerktyps, sondern der Haltung. Nicht pushy, nicht strategisch-kalt – sondern ehrlich präsent. Was heute gesät wird, kann in vier Jahren aufgehen.
→ Ziele müssen nicht starr sein, um zu wirken. Aber ohne irgendeinen Kompass dreht man sich im Kreis.
→ Verträge entstehen am besten in guten Zeiten – weil sie dann das regeln, was in schlechten Zeiten niemand mehr klar sehen kann.
→ Wer nicht Chef sein will, braucht jemanden, der es ist. Das ist keine Schwäche, sondern unternehmerische Klarheit über die eigene Rolle.
→ Unternehmertum in Deutschland ist sicherer als sein Ruf. Wer scheitert, landet nicht im Nichts. Also: machen.

Zusatzinfos Michael Leibrecht – Unternehmer, Netzwerker, Macher
→ LinkedIn: linkedin.com/in/leibrecht
→ Website: leibrecht.com
→ Agentur: machen.de
→ Handeln.de: handeln.de

Transcript

Einführung in den Atemfrequenz Podcast

00:00:06
Speaker
Aloha und herzlich willkommen bei Atemfrequenz, dein Podcast, wenn es um Human Intelligence geht.
00:00:13
Speaker
Ich bin Karin von Atem und gemeinsam mit euch begrüße ich jede Woche einen Gast zu dem Thema Human Intelligence.
00:00:21
Speaker
Der Podcast soll euch Inspiration und Motivation geben, vor allem in Zeiten von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung.
00:00:28
Speaker
Wir gehen gemeinsam mit der Frage auf den Grund, wo wir Menschen in der Welt noch Platz haben und welche Kompetenzen wir dafür brauchen.
00:00:35
Speaker
Es geht

Michaels berufliche Reise

00:00:36
Speaker
los.
00:00:36
Speaker
Viel Spaß mit der heutigen Folge.
00:00:41
Speaker
Hätte, wollte, sollte, könnte, nein, machen.
00:00:49
Speaker
Und damit begrüße ich dich, lieber Michael.
00:00:51
Speaker
Herzlich willkommen.
00:00:53
Speaker
Hast du es erkannt?
00:00:53
Speaker
Ich danke dir.
00:00:55
Speaker
Ich habe es erkannt, ja.
00:00:56
Speaker
Es wird mir immer wieder geschickt auch.
00:00:57
Speaker
Also wenn Menschen das lesen, kriege ich entweder das einfach als WhatsApp oder jetzt aktuell gibt es auch ein Buch, einfach machen.
00:01:04
Speaker
Und es ist immer wieder schön, dass Menschen dann an mich denken.
00:01:07
Speaker
Das macht mich sehr dankbar dafür.
00:01:10
Speaker
Ich habe gedacht, das passt sehr gut, um dich zu beschreiben.
00:01:13
Speaker
Aber erzähl doch mal allen, die dich noch nicht kennen, warum auch immer, wer du bist und was du machst.
00:01:23
Speaker
Die Historie ist ja, ich bin einfach Handwerkersohn.
00:01:26
Speaker
Ich hätte eigentlich einen Handwerksbetrieb von meinem Vater, von meinem Großvater übernehmen sollen, aber das ging dann aus verschiedenen Gründen nicht weiter.
00:01:32
Speaker
Vielleicht war das auch einfach mit meinem Dad.
00:01:37
Speaker
Das hat einfach nicht gematcht.
00:01:38
Speaker
Und dann kaufmännische Lehre gemacht.
00:01:41
Speaker
Bin eigentlich Groß- und Außenhandelskaufmann.
00:01:44
Speaker
Also ich habe quasi eine klassische Lehre, solide, pharmazeutischer großen Außenhandelskaufmann.
00:01:49
Speaker
Und in dieser, und jetzt kommt es, deswegen heißt es ja Ausbildung, in dieser Ausbildung hat sich dann mein Fable für Design, für Kommunikation ausgebildet.
00:01:58
Speaker
Ich habe auch so Psychologiebücher früh gelesen, ich wollte Menschen verstehen, ich wollte auch mit Design und so, das hat mich interessiert.
00:02:05
Speaker
Und dann habe ich mit 17 Apothekenlogos durfte ich dann machen, also war dann so Designer, ohne das gelernt zu haben.
00:02:12
Speaker
Und so, dann kamen damals die ersten Rechner und so fing das an und dann dachte ich mir, ich mache mich selbstständig, ich habe mit 19,
00:02:17
Speaker
Gründungsseminar gemacht bei der IHK und dann hauptberuflich, bis ich dann hauptberuflich starten konnte, hat es ein bisschen gedauert, hat der
00:02:27
Speaker
Das muss ich vielleicht nur sagen, weil ich bin unglaublich dankbar.

Philosophie der Selbstständigkeit

00:02:30
Speaker
Ich hatte einen Auftraggeber, da war ich dann, ich glaube, 26 und dann hat eine englische Firma zu mir gesagt, du machst jetzt Sales in Germany.
00:02:38
Speaker
Das beschreibt das auch ganz gut, was ich mache, nämlich nicht nur jetzt irgendwie Design oder Werbung oder Marketing, sondern es geht immer darum, halt eine Brücke zu bauen zu Menschen, die was brauchen.
00:02:52
Speaker
Und das war eine Firma, die macht Ads-Technik.
00:02:56
Speaker
Die wollten halt nach Deutschland in diesen Markt und ich habe halt dann für die Sales in Germany gemacht.
00:03:00
Speaker
Handschlag, jeden Monat meine Pauschale bekommen und das war der Startschuss für die Gründung der hauptberuflichen Selbstständigkeit einer Agentur.
00:03:07
Speaker
So, und das war in den 90ern.
00:03:09
Speaker
Und so lange mache ich das jetzt und habe den aufgehört und finde es immer noch geil.
00:03:14
Speaker
Und da ist schon machen.de entstanden oder ist es später entstanden?
00:03:20
Speaker
Ja, das ist ja ein Geschenk, diese Domain, also dieser Name, der ist tatsächlich auch in den 90er Jahren, da war Hotel.de war schon weg.
00:03:27
Speaker
Computer.de hat ja einen Kumpel.
00:03:29
Speaker
Edson.de habe ich dann reserviert für diese englische Firma.
00:03:33
Speaker
Gibt es immer noch, Edson.de.
00:03:35
Speaker
Und dann habe ich mir gedacht, was gibt es hier noch?
00:03:37
Speaker
Und dann, ja, du musst irgendwie was machen.
00:03:40
Speaker
Und dann war das, ich glaube, 1995 war das so mit machen.de, einfach reserviert die Domain.
00:03:44
Speaker
Handeln.de, das ist halt auch ein Unternehmen übrigens.
00:03:46
Speaker
Ja genau, Handeln.de ist jetzt auch eine Firma, eine GmbH, die macht ganz was anderes, die macht ERP-Prozessoptimierung, da sind wir quasi, da gehen wir in das Betriebssystem des Unternehmens rein und wir optimieren Prozesse und bauen ERP-Systeme da rein.
00:04:05
Speaker
Das machen aber, macht mein Geschäftspartner und die Jungs bei
00:04:08
Speaker
Jungs und Mädels, aber hauptsächlich Jungs bei handeln.de, genau, in Nürnberg.
00:04:12
Speaker
Ja, also machen ist dann... Aber machen.de, die Domain war da und dann war das erst alles Mögliche und dann habe ich mir irgendwann 2007 in Fürth dann gesagt, da machen wir jetzt, so nennen wir jetzt die Agentur, weil die hieß ja früher einfach so wie ich halt.
00:04:27
Speaker
Ja, genau, das habe ich gesehen, das war 2007, aber eigentlich ist es schon, wie man heute sagen würde, schon 1995 aufs Vision Board gekommen.
00:04:38
Speaker
Ja.
00:04:38
Speaker
Stimmt, genau, auf Zwischenbord.
00:04:42
Speaker
Selbstständigkeit war mir klar, das war für mich die Erfüllung.
00:04:46
Speaker
Ich wollte machen, was ich will.
00:04:48
Speaker
Wann ich will, wie ich

Lernen aus Fehlern: Deutsch-amerikanische Perspektiven

00:04:49
Speaker
will, wo ich will.
00:04:49
Speaker
Das war schon immer der Traum.
00:04:50
Speaker
Wenn du aus einer Unternehmerfamilie kommst, vielleicht auch.
00:04:53
Speaker
Ist das in der DNA?
00:04:54
Speaker
Ich weiß es nicht.
00:04:56
Speaker
Ja, vielleicht.
00:04:56
Speaker
Machen.
00:04:57
Speaker
Einfach das eigene Ding machen.
00:04:59
Speaker
Und das eigene Ding machen.
00:05:01
Speaker
Und wir haben uns heute was Besonderes überlegt.
00:05:04
Speaker
Also wir haben gestern tatsächlich Just in Time, das verbindet uns vielleicht, haben wir uns überlegt, über was sprechen wir heute und sind dann darauf gekommen, dass du seit 30 Jahren selbstständig bist.
00:05:17
Speaker
Und ich seit drei.
00:05:18
Speaker
Und du seit drei, das ist die 33.
00:05:20
Speaker
Das ist quasi die 33.
00:05:23
Speaker
Manche würden jetzt denken, das ist genau mein Alter, das stimmt aber auch nicht.
00:05:28
Speaker
Aber wir haben dann gedacht, wir sprechen mal darüber, was du für Fails hattest.
00:05:32
Speaker
Ich kann beim Paar-Fails tatsächlich mitreden.
00:05:35
Speaker
die ich nach drei Jahren schon gemacht habe, aber bei ein paar Fails vielleicht auch noch nicht und wir hören uns die jetzt mal an oder wir diskutieren die mal durch und das ist einfach nochmal eine andere Form von Menschlichkeit in Zeiten von KI.
00:05:52
Speaker
Was ist passiert in deiner Selbstständigkeit?
00:05:54
Speaker
Was war Fail number one?
00:05:57
Speaker
Genau, lass uns über Gründergeist sprechen, über Gründergeist und über die Dinge, die, wenn man den Gründergeist rauslässt, ungezähmt, was dann alles passieren kann.
00:06:06
Speaker
Ich teile gerne jetzt meine ganzen Fehler mit dir, mit euch.
00:06:09
Speaker
Ich meine, das Lustige ist, ich habe ja auch mal ein Buch geschrieben, 2016, quatschen.de ist auch eine Domain, die...
00:06:16
Speaker
Was mache ich mit der?
00:06:17
Speaker
Hast du noch welche davon?
00:06:18
Speaker
Ich habe noch ein paar.
00:06:20
Speaker
Ich hatte mal Facebook.de, habe ich schon mal woanders erzählt, habe ich dann weitergegeben.
00:06:25
Speaker
Nee, aber quatschen und jetzt wir beide, wir kennen uns ja nicht, wir lernen uns jetzt öffentlich kennen.
00:06:31
Speaker
Wir führen jetzt ein öffentliches und da bin ich ja so ein bisschen, ich glaube, ich hoffe, dass wir die Lockerheit hinkriegen, dass wir es so tun, als würde uns niemand zuhören.
00:06:37
Speaker
Das müssen wir schaffen.
00:06:38
Speaker
Das hört uns keiner zu.
00:07:11
Speaker
so bunter Hund mäßig, aber trotzdem bin ich kein mutiger Mensch.
00:07:15
Speaker
Also ich brauche immer andere, die mich mitreißen.
00:07:17
Speaker
Ich suche mir immer Menschen.
00:07:18
Speaker
Du bist, glaube ich, auch jemand, der andere mitreißt.
00:07:21
Speaker
Glaube ich auch, ja.
00:07:22
Speaker
Und ich hätte mir gewünscht, früher schon mehr Mut zu haben.
00:07:25
Speaker
Einfach mir mehr zuzutrauen.
00:07:29
Speaker
Ich habe schon immer oft so, da ist er, soll ich das wirklich machen?
00:07:33
Speaker
Ich habe oft gezögert.
00:07:33
Speaker
Aber warum hast du es dann trotzdem?
00:07:35
Speaker
Weil du hast es ja anscheinend trotzdem gemacht.
00:07:37
Speaker
Ja, aber schau mal, Google wurde auch in den 90ern gegründet.
00:07:42
Speaker
Wo sind die heute, wo bin ich heute?
00:07:43
Speaker
Die hatten mehr Mut und vielleicht die bessere Idee und auch mehr Glück und Zufall.
00:07:46
Speaker
Das spielte alles rein.
00:07:47
Speaker
Aber ich war tatsächlich, auch wenn es so klingt, einfach, dass man sich mehr zutraut.
00:07:54
Speaker
Also ich habe in manchen Fällen dann einfach gesagt, nee, mache ich lieber nicht.
00:07:58
Speaker
Also ich weiß es nicht.
00:07:58
Speaker
Ich hatte Angst vorm Scheitern.
00:07:59
Speaker
Ich hatte immer Angst vorm Versagen, vorm Scheitern.
00:08:01
Speaker
Ich hatte immer Angst davor, was denken andere?
00:08:03
Speaker
Ja.
00:08:04
Speaker
wenn das jetzt scheitert.
00:08:05
Speaker
Was denkt der Nachbar?
00:08:06
Speaker
Das heißt eigentlich, würdest du sagen, um eine gewisse Risikobereitschaft.
00:08:11
Speaker
Scheiß drauf, würde ich heute sagen.
00:08:13
Speaker
Also einfach nicht mehr so, habt keine Angst vor was denn?
00:08:15
Speaker
Also gerade im geschäftlichen Kontext.
00:08:17
Speaker
Wir haben es mal in einer Vollversammlung der IHK hat mal Joe Kayser gesagt, wir bräuchten wirklich mehr diese Mentalität.
00:08:25
Speaker
Wie in Amerika, dass du halt scheiterst und dann meldest du oben Insolvenz an und unten gehst rein, holst dir das nächste

Unternehmerischer Weitblick und Planung

00:08:31
Speaker
Gewerbe.
00:08:31
Speaker
Ja, das ist schon crazy.
00:08:33
Speaker
Ja, aber das bräuchte man bei uns mehr, weil wir haben jetzt Try and Error Zeiten.
00:08:36
Speaker
Wir haben jetzt verändernde Zeiten und da gehört es dazu.
00:08:40
Speaker
Es ist aber, wie du beschreibst auch, da wo du dich selbstständig gemacht hast in der Zeit, da waren die Leute ja noch viel, viel sicherheitsliebender wahrscheinlich.
00:08:49
Speaker
Jetzt kommt wieder so eine Bewegung, wo man merkt, dass die Leute sicherheitsliebender sind.
00:08:52
Speaker
Mhm.
00:08:54
Speaker
Aber dieser Mut und das, was jetzt in den USA vielleicht extremer ist, liegt wahrscheinlich auch an den Strukturen rundherum.
00:09:01
Speaker
Das ist ja auch nicht in anderen Fällen so sicherheitsabgesichert wie wir.
00:09:05
Speaker
Aber das ist schon auch ein großer Punkt, dass wir oft Angst haben, es nicht zu machen, weil wir könnten ja scheitern und dann müssten wir Insolvenz anmelden.
00:09:13
Speaker
Und ich habe das auch mal in einem Podcast gehört, der dann gesagt hat, ja und dann?
00:09:16
Speaker
Ja, was ist dann?
00:09:17
Speaker
Die Welt geht ja nicht unter.
00:09:19
Speaker
Das ist eine gute Frage, immer dieses und dann hin dransetzen.
00:09:21
Speaker
Das ist ein gutes System.
00:09:22
Speaker
Die Welt geht ja nicht unter.
00:09:23
Speaker
Du lernst ja trotzdem was.
00:09:25
Speaker
Also aus jedem Fehler wirst du ja hoher Wahrscheinlichkeit besser.
00:09:29
Speaker
Außer du machst den Fehler vielleicht nochmal, das wäre schlecht.
00:09:32
Speaker
Macht man trotzdem, aber wenn du was drüber lernst, dann kann es ja im Endeffekt danach auch nur besser werden.
00:09:38
Speaker
Und wenn du einmal vielleicht gescheitert bist mit einem Unternehmen, kannst du ja trotzdem ein neues machen und sagen, dann mache ich die Fehler nicht nochmal.
00:09:45
Speaker
Genau.
00:09:45
Speaker
Und ich wollte nie scheitern.
00:09:46
Speaker
Ich hatte immer Angst vor dem Scheitern.
00:09:47
Speaker
Und deswegen habe ich auch dieser erste Kunde da, der Hugh McCallion aus St.
00:09:53
Speaker
Nears in der Nähe von Cambridge.
00:09:55
Speaker
Der hat mir einfach vertraut, war ein mittelständischer Unternehmer, 70 Mitarbeiter.
00:09:59
Speaker
Und er hat gesagt, ey, mach einfach, ich zahle dir jeden Monat.
00:10:02
Speaker
Und dann hatte ich die Sicherheit.
00:10:04
Speaker
Ich hatte dann die Sicherheit, weil ich wusste, es kommt jeden Monat 4.000 Mark, waren das damals.
00:10:08
Speaker
Und damit war ja schon mal das Grundrauschen da.
00:10:12
Speaker
Aber vorher, die Jahre vorher, war das nicht da und da hatte ich immer viel zu viel Angst, dann zu sagen, ich setze jetzt alles auf eine Karte.
00:10:18
Speaker
Ich bewundere jeden, der heute gründet und sage, ich setze alles auf eine Karte.
00:10:21
Speaker
Und das ist auch der Aufruf, machen, was soll schief gehen.
00:10:24
Speaker
Also probiere es aus.
00:10:26
Speaker
Ich sage das aber als jemand, der eigentlich das nicht gemacht hat.
00:10:31
Speaker
Wir haben es gemacht und bis jetzt hat es sich gelohnt.
00:10:34
Speaker
Ihr habt es gemacht, ne, mit Atem.
00:10:36
Speaker
Geil.
00:10:36
Speaker
Ich muss endlich mal hin, Mensch.
00:10:37
Speaker
Ich war noch nicht da.
00:10:38
Speaker
Es macht nichts.
00:10:39
Speaker
Ich komme.
00:10:40
Speaker
Es sind ja erst drei Jahre.
00:10:41
Speaker
Drei

Netzwerke und schriftliche Vereinbarungen

00:10:42
Speaker
Jahre.
00:10:42
Speaker
Also, aller Dinge sind drei.
00:10:44
Speaker
Oder wie heißt das?
00:10:46
Speaker
Alle guten Dinge sind drei, glaube ich.
00:10:49
Speaker
Okay, was war der zweite?
00:10:50
Speaker
Was ist der zweite Punkt?
00:10:52
Speaker
Was ist der zweite Fail?
00:10:53
Speaker
Planung.
00:10:54
Speaker
Ich hätte mehr Planen und Planen sollen.
00:10:55
Speaker
Ich hatte dann auch mal, das war 2012 glaube ich, zum Beispiel hatte ich ein 300 Quadratmeter großes Büro selber geplant und habe gedacht, ich mache das so und so und so und so.
00:11:10
Speaker
Ja.
00:11:27
Speaker
Und haben ja eine Wirkung und da habe ich so viele Fehler gemacht.
00:11:31
Speaker
Ich würde immer heute sagen, bei der Planung hol dir Leute dazu, die einfach Ahnung haben, die wissen, wie man Dinge plant.
00:11:36
Speaker
Also Architektur in Architekten.
00:11:40
Speaker
Also du brauchst Leute, die planen können und ich brauche auch Leute, die mit mir einen Plan machen.
00:11:45
Speaker
Also ich habe bestimmt viele Sachen, sind auch gescheitert, mangels einem guten Plan.
00:11:50
Speaker
Genau.
00:11:51
Speaker
Also Planung.
00:11:51
Speaker
Lass dir helfen beim Planen.
00:11:53
Speaker
Ja.
00:11:54
Speaker
Wenn du selber vielleicht eher so ein kreativer Typ bist, so wie ich.
00:11:57
Speaker
Ich bin halt von der Grundstruktur her kein großer Planer, dann brauchst du ja bald einen Planer.
00:12:01
Speaker
Ich glaube, was zu dem Punkt dazugehört, ist die Thematik, kenn deine Stärken auch und kenn deine Schwächen.
00:12:07
Speaker
Genau.
00:12:08
Speaker
Weil wenn du weißt, okay, das liegt mir nicht so oder vielleicht bin ich dazu, hab zu viele kreative Ideen, dass ich dann technisch gesehen eine Schwachstelle hätte, dann such dir jetzt Pendant dazu und kenn deine Themen.
00:12:22
Speaker
Seit fünf Jahren habe ich einen tollen Geschäftspartner und deswegen, der ist auch deutlich jünger als ich und da läuft es, da habe ich jetzt, ich habe jetzt einen Plan da.
00:12:31
Speaker
Ja.
00:12:31
Speaker
Genau.
00:12:32
Speaker
Viel geiler jetzt.
00:12:33
Speaker
Aber hat lang gedauert halt, auch sehr lang.
00:12:35
Speaker
Schau, ich bin jetzt 55.
00:12:36
Speaker
Aber andere, keine Ahnung, also man darf auch, glaube ich, mit dem Alter, da muss man ein bisschen drüber wegschauen.
00:12:41
Speaker
Ich höre in manchen Podcasts so, ja, der über 50-Jährige.
00:12:44
Speaker
Ich glaube, egal ob du jetzt, keine Ahnung, 35 oder 55 oder 75 bist, du kannst trotzdem nochmal diese ganzen neuen Dinge, es hat was mit dem Kopf zu tun.
00:12:56
Speaker
Absolut hat es mit dem Kopf zu tun.
00:12:58
Speaker
Ich glaube, das Alte, wir werden ja alle immer älter und dann hat das ja gar nichts mehr damit zu tun, wie alt bin ich, sondern wie fit bin ich.
00:13:06
Speaker
Agilität und einfach Bock auf was Neues.
00:13:08
Speaker
Ja, wie Bock habe ich.
00:13:09
Speaker
Auf machen.
00:13:11
Speaker
Und auf planen.
00:13:12
Speaker
Und auf planen.
00:13:15
Speaker
Ich weiß nicht genau, aber jetzt kommt wahrscheinlich... Ich spieg schon den dritten Fail.
00:13:18
Speaker
Ja, was ist er?
00:13:20
Speaker
Kontakte steht da.
00:13:21
Speaker
Ich habe diese sieben Fails mal beim

Mitarbeiterführung und Teamarbeit

00:13:23
Speaker
Fail-Festival der Shift School rausgehauen damals.
00:13:26
Speaker
Auf jeden Fall Kontakte, was heißt das?
00:13:29
Speaker
Ich habe, viele sagen, ja, du kennst ja Gott und die Welt und bist gut vernetzt und so.
00:13:33
Speaker
Ja, stimmt, aber ich bin ein schlechter Kontaktpfleger.
00:13:36
Speaker
Also ich bin niemand, der regelmäßig zum Geburtstag eine handgeschriebene Karte schickt oder der zum Geburtstag anruft oder der überhaupt so eine Datei pflegt.
00:13:46
Speaker
Ich habe die ganzen Kontakte im Handy, da sind, weiß ich, wie viele tausend Menschen, mit denen ich Begegnungen hatte, aber ich pflege das nicht so richtig.
00:13:53
Speaker
Das ist eher immer zufällig alles.
00:13:55
Speaker
Und ich glaube, wenn du strategisch, wenn du skalieren, wenn du ein Unternehmen aufbauen, skalieren, wachsen willst, dann brauchst du das, dann musst du da besser mit deinen CRM Kundenpflege, das muss dann laufen.
00:14:06
Speaker
Das ist so die Basis.
00:14:08
Speaker
Und das habe ich eher so immer...
00:14:11
Speaker
Nonchalant, also immer hemmsärmlich, so easygoing, nebenher gemacht.
00:14:15
Speaker
Aber nie sehr systemisch.
00:14:16
Speaker
Ich war nie ein systemischer Kontaktverwerter.
00:14:19
Speaker
Liegt vielleicht auch an deinem kreativen Kopf.
00:14:22
Speaker
Genau.
00:14:23
Speaker
Aber ich glaube, das ist sehr, sehr wichtig und es wird immer wichtiger, dass du Kontakte pflegst, dass du auch auf Networking-Events gehst, dass du dann auch...
00:14:31
Speaker
Das habe ich alles gemacht.
00:14:33
Speaker
LinkedIn ist ja eigentlich schon perfekt dafür, weil man kennt viele Leute jetzt von LinkedIn und dann kannst du mit den Leuten einfacher in Kontakt bleiben, weil du kommentierst dann vielleicht einfach mal so ein bisschen was bei dem oder bei dem und dann bist du wieder und schreibst vielleicht auch mal eine Nachricht oder leitest mal irgendwie einen Artikel weiter, der dich an irgendwie eine gewisse Person erinnert hat und schon bist du im Kontakt.
00:14:54
Speaker
Das ist vielleicht aber auch
00:14:56
Speaker
eher noch so ein, ich würde sagen, ein kleinerer Teil.
00:14:59
Speaker
Ich glaube, der größere Teil ist das, was du beschreibst, wirklich über deine Kundenkartei im Kopf zu bleiben.
00:15:05
Speaker
Genau.
00:15:06
Speaker
Aber jetzt fällt mir gerade ein, ich glaube, alles, was ich unternehmerisch gemacht habe, ist für mich wie so eine Art Sandbox.
00:15:11
Speaker
Ich sehe das immer alles sehr spielerisch.
00:15:13
Speaker
Ich habe es immer so betrachtet.
00:15:14
Speaker
Weil ich war ja auch mal Xing-Ambassador, als Xing noch wirklich den Networking-Ansatz hatte.
00:15:20
Speaker
Also die wollten ja auch soziales Netzwerk sein, wollen sie jetzt ja nicht mehr oder seit einigen Jahren.
00:15:25
Speaker
Oder ich lokale Xing-Events auch organisiert.
00:15:27
Speaker
Ich war mit Xing, ich hatte eine Vereinbarung mit Xing, dass ich hier der lokale, das Gesicht von Xing bin.
00:15:33
Speaker
Jetzt macht LinkedIn Local ja die Resi und der Pixel Schmidt.
00:15:38
Speaker
Ganz geil, unbedingt hingehen.
00:15:39
Speaker
Der Aufruf geht zu LinkedIn Local.
00:15:41
Speaker
Können wir Werbung machen, oder?
00:15:42
Speaker
Ist es in Atem auch bei euch?
00:15:44
Speaker
Es war schon mal, aber ich weiß nicht, für dieses Jahr haben wir noch gar nicht gesprochen, aber sie sind auf jeden Fall jederzeit wieder willkommen.
00:15:52
Speaker
Aber ich verstehe natürlich, dass sie auch ein bisschen Abwechslung reinbringen wollen.
00:15:55
Speaker
Aber es ist eine schöne Community und die ist bei uns natürlich immer jederzeit willkommen.
00:15:59
Speaker
Community, Kontakte sind ja genau, Community Arbeit heißt Kontaktpflege eigentlich so, ja.
00:16:04
Speaker
Ja, und da gibt es ja auch unterschiedlichste Möglichkeiten.
00:16:10
Speaker
Ich finde, auch zu Weihnachten kriegt man immer ganz, ganz viele tolle Sachen.
00:16:14
Speaker
Und eine Trainerin, die bei uns mal in der Location war mit Kunden, mit der sind wir noch weiterhin im Kontakt und die schickt immer zu Weihnachten, dieses Mal hat sie so ein Kartenspiel geschickt, das sie selber entwickelt hat.
00:16:25
Speaker
Und da denke ich mir so, wow.
00:16:27
Speaker
Das ist schon auch Next Level Kundenpflege.
00:16:30
Speaker
Und ich finde es total beeindruckend und ich sage immer auch zu meinem Team, das ist cool, das müssen wir auch machen, aber du brauchst natürlich auch am Ende Zeit, weil du schaust es dann an und hast die Leute immer wieder auch im Gedächtnis und pflegst die Kontakte.
00:16:43
Speaker
Aber ich bin da, glaube ich, auch eher so wie du, zu sagen, ja,
00:16:47
Speaker
Ich habe viele Kontakte und unterhalte mich dann auf Veranstaltungen gut und bleibe dann irgendwie im Kopf.
00:16:55
Speaker
Und es gibt ja jetzt auch viele, die dieses Thema so strategisches Networking machen, wo ich dann auch immer sage, aber trotzdem nicht zu verbissen.
00:17:04
Speaker
Also nicht mit Leuten in Kontakt gehen, weil du dir davon was erhoffst, weil das merkt ja alles.
00:17:09
Speaker
Ganz wichtig, ganz genau.
00:17:11
Speaker
Nicht pushy sein.
00:17:12
Speaker
Es muss ehrlich sein und authentisch sein und du musst dich trotzdem nicht unterhalten und ich finde, das ist manchmal wirklich so unangenehm.
00:17:19
Speaker
Das wird dir auch passieren, wenn Leute sich mit dir unterhalten auf so Veranstaltungen und dann sagen, ah ja, das und das, bist du der und der und was machst du?
00:17:27
Speaker
Und wenn sie merken, dass du nicht für sie interessant bist, sie sich einfach umdrehen und gehen und du denkst dir so und du meinst, dass du damit erfolgreich sein wirst, perspektivisch?
00:17:37
Speaker
Ich glaube es nicht.

Prioritäten zwischen Familie und Geschäft

00:17:40
Speaker
Und viele sagen auch zu mir immer, ja, wie machst du das?
00:17:42
Speaker
Und so, ich sage, ich bin einfach offen allen Leuten gegenüber, unterhalte mich einfach mit allen Leuten und wenn das Gespräch mir nichts bringt, in Anführungszeichen, oder ich merke, okay, das vibet nicht, ja gut, dann kann ich das ja trotzdem respektvoll abschließen und dann ist es auch gut.
00:17:56
Speaker
Genau, es vibet nicht, das ist eigentlich der Punkt, es muss immer ein Vib da sein, das ist die Basis und dann kann was Geschäftliches entstehen, muss aber halt nicht.
00:18:05
Speaker
Und man kann es auch nicht immer gleich messen, finde ich.
00:18:07
Speaker
Also es kann auch dann mal in vier Jahren zum Beispiel erst kommen.
00:18:11
Speaker
Das ist so ein Seeding-Effekt.
00:18:12
Speaker
Das ist wie, du hast überall mal was ausgestreut sozusagen, einen Impuls, einen Gedanken und der geht vielleicht erst noch vielen Jahren auf.
00:18:21
Speaker
Da hast du recht.
00:18:22
Speaker
Und es war ja auch, als wir die Wirtschaftsjunioren Fürth gegründet haben, auch so ein Netzwerk, Junior Chamber International, ist ja eine große internationale Organisation auch.
00:18:31
Speaker
Und da steht an der Wand, das Leitbild ist, Privates zählt, Geschäftliches ergibt sich.
00:18:38
Speaker
Also einfach der Mensch.
00:18:39
Speaker
Wir schauen uns an, wie fühlt sich das an mit uns?
00:18:43
Speaker
Das finden wir jetzt gerade raus, öffentlich.
00:18:44
Speaker
Das finden wir gerade raus.
00:18:48
Speaker
Wie fühlt es sich an für dich bisher?
00:18:50
Speaker
Ja gut, ich finde, es vibet.
00:18:56
Speaker
So, was war der nächste Fail?
00:18:57
Speaker
Der nächste Fail?
00:18:59
Speaker
Das ist cool, wenn man roten Faden hat.
00:19:01
Speaker
Das ist gut geplant eigentlich.
00:19:03
Speaker
Siehst du mal, man verbessert sich ja.
00:19:05
Speaker
Ja, voll.
00:19:05
Speaker
Ziele, da steht Ziele.
00:19:06
Speaker
Den habe ich schon gewartet.
00:19:08
Speaker
Ich dachte, der kam davor, weil ich dachte, der passt gut zur Planung.
00:19:10
Speaker
Ziele, Ziele.
00:19:11
Speaker
Und vor allem auch wieder da das Groteske ist eigentlich das Motto.
00:19:14
Speaker
Mein Agenturmotto oder unser Agenturmotto.
00:19:17
Speaker
Ich muss jetzt sagen, ich habe ja mit so tollen Kollegen und Kolleginnen die letzten Jahrzehnte gearbeitet, die entweder jetzt woanders sind oder selbstständig sind oder noch da sind.
00:19:27
Speaker
Da bin ich ja ultra dankbar, aber das Thema, unser Motto ist zielführend tatsächlich.
00:19:32
Speaker
Also, weil wir natürlich immer fragen, Kunde, was willst du, wo willst du hin, was ist dein Ziel?
00:19:36
Speaker
Aber selber, ich als Person, und darüber sprechen wir ja heute, ich bin eigentlich, ich habe nicht viele Ziele.
00:19:42
Speaker
Ich denke mal, ich wünsche mir was, ich habe so, ich mache mir so, im Kopf baue ich mir das, wie es ungefähr sein könnte und da landet man dann auch, glaube ich, irgendwie automatisch, wenn man dann gut ist, wenn man sich das so ein bisschen visualisiert.
00:19:53
Speaker
Ja,
00:19:55
Speaker
Aber ich war nicht sehr verbissen auf Ziele.
00:19:57
Speaker
Also ich habe nie so mit Umsatzzielen oder da habe ich nie groß gearbeitet.
00:20:02
Speaker
Auch das ist ein Fail, finde ich.
00:20:04
Speaker
Weil das sollte man haben, man sollte Ziele setzen.
00:20:06
Speaker
Ich würde sagen, setz dir Ziele, setz dir Umsatzziele, setz dir Wachstumsziele.
00:20:10
Speaker
Also wenn du unternehmerisch schneller...
00:20:15
Speaker
vorankommen willst, dann finde ich Ziele enorm wichtig.
00:20:18
Speaker
Mein Motto ist dann halt, setz dir die Ziele und denk vielleicht gar nicht mehr drüber nach.
00:20:23
Speaker
Also Ziele verfolgen

Unternehmerische Denkweise und Anpassung

00:20:24
Speaker
heißt ja auch, dass du die kontrollierst, dass du dran bist, dass du jemanden hast, der dich dann da ein bisschen so reinpeitscht, dass du wirklich dran bleibst und dir ein Programm baust.
00:20:31
Speaker
Selbstständiger musst du es wahrscheinlich auch selber machen, dich reinpeitschen, weil du hast jetzt auch ein Geschäftspartner, der steht vielleicht dahinter und peitscht dich ein bisschen rein, aber ansonsten musst du dich natürlich da auch selber reinpeitschen in die Ziele.
00:20:44
Speaker
Man muss sich in die Ziele gemeinsam einstimmen.
00:20:47
Speaker
Das ist eigentlich so wie jetzt Olympische Spiele.
00:20:49
Speaker
Da brauchst du ein Team und Leute, die halt performen wollen.
00:20:55
Speaker
Die sagen, ich habe Bock.
00:20:56
Speaker
Lust auf Leistung war mal das Motto bei einer Ausstellung in Nürnberg im Designforum.
00:21:03
Speaker
Lust auf Leistung fand ich gut.
00:21:04
Speaker
Man muss da Bock haben.
00:21:05
Speaker
Ja, also würdest du sagen, wenn du hättest dir bessere oder du hättest dir überhaupt Ziele stecken müssen viel früher, damit du dann vielleicht auch schneller an die, oder hättest dich anders entwickelt, weil so wie es klingt, haben sich die Ziele oder deine Visionen, die du dir so ausgemalt hast, ja trotzdem in einer gewissen Art und Weise erfüllt.
00:21:24
Speaker
Genau.
00:21:25
Speaker
Ich habe Ziele, wir haben sie erfüllt, aber ich habe nie so auf Performance dann für mich persönlich Wert gelegt, weil, und das ist ja dann eigentlich, die ganzen Fails haben natürlich auch was Positives, weil ich war die letzten 20 Jahre vor allem auch Familienvater.
00:21:42
Speaker
Also mir war es halt wichtig, daheim, ich wollte halt mit meinen Kindern, als die noch kleiner waren, ich wollte halt beim Frühstück da sein, ich wollte die ins Bett bringen, ich wollte eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, ich wollte mit denen am Wochenende Zeit haben,
00:21:53
Speaker
Und ich wollte halt einfach immer, ich bin ein Familienmensch.
00:21:56
Speaker
Ich habe zwei Kinder, ich liebe die und ich habe heute einen guten Draht.
00:22:00
Speaker
Ich habe jetzt einen erwachsenen Sohn, der jetzt in Wien studiert.
00:22:02
Speaker
Ich habe eine Tochter, die jetzt gerade Abi macht.
00:22:05
Speaker
Und ich meine, dass wir da sehr gut auskommen miteinander und ein gutes Verhältnis haben.
00:22:09
Speaker
Und dieses Bonding, wie man vielleicht sagt, das war mir halt immer wichtig.
00:22:12
Speaker
Da habe ich dann halt auf geschäftliche Ziele ganz einfach verzichtet.
00:22:15
Speaker
Ich habe halt sicher auf Karriere ein Stück weit verzichtet.
00:22:20
Speaker
Ganz bewusst, weil ich es gesagt habe, nee,
00:22:22
Speaker
Ich will daheim sein.
00:22:24
Speaker
Aber das ist im Endeffekt ja auch ein Ziel.
00:22:26
Speaker
Und es ist ja auch, mit sich selber zu beschäftigen und zu sagen, ich werde klare... Aber man hadert mit sich.
00:22:32
Speaker
Immer.
00:22:32
Speaker
Aber man hadert auch mit sich, wenn man es andersrum gemacht hätte.
00:22:36
Speaker
Genau, genau, genau.
00:22:38
Speaker
Deswegen finde ich, vielleicht ist es trotzdem nicht ganz klar, in Zahlen formuliert zu sagen, das und das sind die Ziele.
00:22:44
Speaker
Herzziele werden es dann vielleicht.
00:22:46
Speaker
Ja, und wahrscheinlich hättest du deine anderen Herzziele auch ein bisschen blockiert, wenn du zu starre Umsatzziele setzt.
00:22:53
Speaker
Ist vielleicht auch nicht schlecht, wenn man sich dann gar nicht so starre Ziele setzt, weil was ist dann, wenn man sie nicht erreicht?
00:22:59
Speaker
Verzichtet man dann eher auf seine Herzziele, weil diese Zahl am Ende des Jahres noch nicht erreicht ist?
00:23:04
Speaker
So ist es.
00:23:04
Speaker
Hätte, könnte, wissen wir wieder hier, hätte, könnte, sollte, sollte, wollte.
00:23:08
Speaker
Du hast einfach gemacht.
00:23:09
Speaker
Ich sehe das auch.
00:23:12
Speaker
Ich glaube, es ist super wichtig, die Ziele zu setzen.
00:23:14
Speaker
Du brauchst Ziele, du brauchst auch Visionen, du musst wissen, wo du hin willst.
00:23:19
Speaker
Wir haben das auch in den drei Jahren Selbstständigkeit uns schon mehrmals hingesetzt und das formuliert und alleine für irgendwelche Steuerberater und Businesspläne musst du ja zumindest fiktive Zahlen da reinschreiben.
00:23:33
Speaker
Ich sage immer, warum mache ich diese Aufgabe eigentlich, lieber Steuerberater, weil die Zahlen stimmen doch eh nicht.
00:23:39
Speaker
Das musst du machen, okay, dann mache ich das.
00:23:43
Speaker
Aber es hilft dir, glaube ich, schon dabei, nochmal zu sagen, in welche Richtung gehen wir.
00:23:47
Speaker
Und ich habe eigentlich da auch ein ganz gutes Beispiel von unserem Alltag.
00:23:50
Speaker
Wir sind ja eigentlich eine Akademie.
00:23:52
Speaker
Also wir wollen auch Menschen begleiten im Bereich der Führung und Kommunikation und bieten da offene Trainings an.
00:24:00
Speaker
Also jeder aus unterschiedlichen Unternehmen kann zu diesen offenen Trainings kommen.
00:24:04
Speaker
Und das ist aber super schwierig, wenn du noch keinen Namen hast, weil keiner sagt, ja dann geh halt einfach mal zu Atem und probier das aus.
00:24:12
Speaker
Oder vielleicht komme ich auch gar nicht auf Atem und weiß, dass die das anbieten.
00:24:16
Speaker
Und ich war aber total verbissen am Anfang, dass wir das unbedingt machen, weil ich von der Idee einfach so begeistert war.
00:24:22
Speaker
Und in dem Ziele-Workshop mit den Mitarbeitenden haben wir dann festgestellt, oh, es hat einen extremen Aufwand, die zu promoten, die voll zu bekommen.
00:24:30
Speaker
Und
00:24:31
Speaker
Der Nutzen ist am Ende gar nicht so groß und haben es dann wieder so ein bisschen aus dem Fokus geschoben und gesagt, wir arbeiten erst mal daran, die Akademie bekannt zu machen, dass uns Unternehmen kennen und arbeiten eher mit Unternehmen zusammen, die uns schon kennen, die uns vertrauen und bieten dort in-house die Trainings an.
00:24:48
Speaker
Und irgendwann switchen wir darauf, wieder in die offenen Trainings zu gehen.
00:24:52
Speaker
Jetzt aktuell muss man sagen, ist die Bekanntheit größer geworden und die offenen Trainings werden jetzt auch tatsächlich gebraucht.
00:24:58
Speaker
Es kam quasi so ein bisschen von selber, aber jetzt ist der Moment, wo wir da auch wieder einsteigen können und da hat es uns tatsächlich schon geholfen, mal über diese Ziele zu sprechen und trotzdem bin ich aber auch jemand, der sagt, zu verbissene Ziele helfen dir am Ende auch nicht weiter oder hätten mir in dem Fall auch nicht weitergeholfen, weil...
00:25:17
Speaker
dann wäre ich immer noch mit meinen offenen Trainings beschäftigt und hätte versucht, die irgendwie voll zu bekommen.
00:25:22
Speaker
Und das hilft dir dann wahrscheinlich am Ende auch nicht.
00:25:24
Speaker
Ist so.
00:25:25
Speaker
Genau, einfach anpassen dann an die Umstände.
00:25:30
Speaker
Genau.
00:25:30
Speaker
Ja, als ich gegründet habe, war auch so mein Thema, weil du jetzt Steuerberater gesagt hast.
00:25:34
Speaker
Ich habe mir gedacht, ich brauche unbedingt einen Kumpel, der Rechtsanwalt ist, einen Kumpel, der Steuerberater ist.
00:25:39
Speaker
Und die dritte Sache, die ich mir überlegt habe, wenn ich 10.000 Mark im Minus bin mit meinem Girokunde, dann höre ich auf, dann gebe ich die Selbstständigkeit auf.
00:25:47
Speaker
Das ist auch zum Thema Mut.
00:25:48
Speaker
Ich habe mir da nicht viel getraut.
00:25:50
Speaker
Ich habe tatsächlich, heute habe ich Kunden und Freunde, die Rechtsanwälte und Steuerberater sind und
00:25:56
Speaker
Aber das war da auch wieder Angst, weil ich hatte Angst rechtlich, ich hatte Angst vor Steuer.
00:26:01
Speaker
Und was die Angst vor dem Thema Finanzamt betrifft, habe ich eine mega Erfahrung, das war auch nur in den 90ern, da kam ein Brief vom Finanzamt, ja, am so und so viel wird sie die Frau vom Finanzamt in Fürth aufsuchen.
00:26:14
Speaker
Und da habe ich mir gedacht, scheiße, jetzt hast du bestimmt einen Fehler gemacht und jetzt räumen die die Bude leer oder so.
00:26:20
Speaker
Und dann kam da eine sehr, sehr nette Frau und die hat gesagt, haben Sie mal einen Stift und haben Sie mal einen Bleistift, einen Zettel.
00:26:27
Speaker
Und dann hat die quasi meine Steuer gemacht.
00:26:29
Speaker
Die hat quasi, die hat mir geholfen.
00:26:31
Speaker
Also das Finanzamt hat mir geholfen, meine allererste nebenberufliche Steuer.
00:26:35
Speaker
Also genau, die Angst war unbegründet.
00:26:38
Speaker
Die meisten Ängste, glaube ich, sind hinterher unbegründet.
00:26:40
Speaker
Sind unbegründet, ja.
00:26:41
Speaker
Aber was hilft, ist vielleicht ein Tipp, ein Lifehack, was ich dann die Leute habe.
00:26:46
Speaker
Hau raus jetzt.
00:26:48
Speaker
Ich spiele Situationen, die einem irgendwie Angst machen, wo man so denkt, boah, wie wird das?
00:26:53
Speaker
Und vor allem, wenn du einen Dialog vielleicht mit jemandem hast, eine schwierige Situation.
00:26:57
Speaker
Ich spiele den Worst Case durch.
00:26:58
Speaker
Okay.
00:26:59
Speaker
Und dann bin ich so gut vorbereitet, weil keiner verhält sich so wie in deinem Worst Case.
00:27:03
Speaker
Okay, okay.
00:27:03
Speaker
Dann ist es immer easy.
00:27:05
Speaker
Es ist immer easy.
00:27:06
Speaker
Guter Lifehack.
00:27:08
Speaker
Also wenn man vor was Schiss hat, einfach den Worst Case durchspielen im Kopf.
00:27:12
Speaker
Teufel an die Wand malen sozusagen.
00:27:14
Speaker
Aber außer man kann damit nicht umgehen, dann sollte man es vielleicht lassen, aber mir hilft es.
00:27:20
Speaker
Ja, das ist ein guter Lifehack.
00:27:22
Speaker
Ich hoffe quasi auf das Beste und rechne aber mit dem Schlimmsten.
00:27:26
Speaker
Ja, ist ähnlich.
00:27:29
Speaker
Okay.
00:27:30
Speaker
So, nächster.
00:27:30
Speaker
Lifehack Nummer, sind wir noch in der Zeit?
00:27:32
Speaker
Lifehack Nummer 5?
00:27:35
Speaker
Verträge steht da.
00:27:37
Speaker
Was wollte ich da erzählen?
00:27:39
Speaker
Verträge kommen ja von Vertragen.
00:27:42
Speaker
Und es gibt da den Spruch, wer schreibt, der bleibt.
00:27:44
Speaker
Also, dass man wirklich Dinge schriftlich festhält.
00:27:46
Speaker
Ich glaube, wenn wir beide jetzt was vereinbaren, wie wir umgehen mit irgendwelchen Dingen, dann ist es gut, wenn man es sagt.
00:27:54
Speaker
Und in der Kaufmannsehre ist ja auch der Handschlag, gilt was und so, dass man der ehrbare Kaufmann, der hält sich an sein Wort, aber manchmal weißt du Dinge vielleicht auch nicht mehr.
00:28:04
Speaker
Deswegen mindestens aufschreiben hier, du hast so ein schönes Buch.
00:28:08
Speaker
Und am besten dann vielleicht macht jeder da seinen Servus drunter und dann...
00:28:13
Speaker
Sehr wichtig.
00:28:13
Speaker
Also da habe ich tatsächlich, ich habe ja schon während dem Studium selbstständig in Anführungszeichen gearbeitet und war da eben im Eventmanagement und als Restest und auch Veranstaltungen.
00:28:23
Speaker
Und das war damals, als ich das gemacht habe, konnte man das selbstständig als Kleinunternehmerin quasi machen.
00:28:30
Speaker
Und da gab es eigentlich immer Vereinbarungen und da habe ich aber auch mal Vereinbarungen gemacht,
00:28:37
Speaker
ausgemacht, wo ich ja bitter bezahlt habe, weil ich einfach unfassbar viele Stunden reingesteckt habe und dann hieß es ja, ja, wenn ihr irgendein Umsatzziel erreicht, kriegt ihr so und so viel und dann haben die das auf einmal vergessen, als wir das Umsatzziel erreicht haben.

Abschlussgedanken zur Authentizität und Ausdauer

00:28:55
Speaker
Das ist für mich so eine Lehre, die ich jetzt auch mit in die neue Selbstständigkeit genommen habe, weil da war auch mit Leuten dann so, ja, da braucht man ja keinen Vertrag und dann habe ich gesagt, doch, ich hätte eigentlich ganz gern schon einen Vertrag, weil
00:29:06
Speaker
Ich möchte schon die Bedingungen einfach abstecken.
00:29:08
Speaker
Und wenn es nur eine Mail ist, ja.
00:29:10
Speaker
Also je nach Thema.
00:29:12
Speaker
Heute ist ja mit Doku-Sein und wie das alles heißt, kannst ja schnell auch dann richtige schriftliche Verträge auch digital machen.
00:29:19
Speaker
Aber nee, einfach, es muss irgendwo stehen.
00:29:21
Speaker
Das ist, glaube ich, wie auch in Beziehungen oder in Ehen, glaube ich, sehe ich das auch mit Freunden.
00:29:28
Speaker
Ich denke mal, du kennst auch Leute, die sich scheiden haben lassen und wenn es dann da in der guten Zeit, man sagt, ah ja, wir gehen zusammen und alles super und alles toll und alle sind motiviert und wollen was gemeinsam machen.
00:29:38
Speaker
Und dann kommt es aber zu dem Moment, wo man sich irgendwie nicht mehr versteht oder wo man eine unterschiedliche Sicht der Dinge hat.
00:29:45
Speaker
Und dann hilft einem der Vertrag, weil man sagt, wir haben in guten Zeiten, wo wir uns gut verstanden haben, einfach was festgelegt, wie wir es dann machen.
00:29:52
Speaker
Man kann es dann immer noch anpassen gemeinsam.
00:29:55
Speaker
Und so sehe ich das im Geschäftlichen auch.
00:29:57
Speaker
Wenn man sagt, wir sind jetzt total motiviert und alle begeistert von der Situation und von der Aktion, die wir starten wollen.
00:30:04
Speaker
Und dann auf einmal im Verlauf des Prozesses verändert sich was.
00:30:07
Speaker
Verändern sich die Rahmenbedingungen, verändert sich was weiß ich was.
00:30:11
Speaker
Und dann hat man sich in der Zeit, wo es irgendwie gut war, auf etwas berufen.
00:30:15
Speaker
Deswegen ist es nichts, ich finde nichts Schlechtes, sondern kann dir nur helfen danach, vielleicht keinen Konflikt zu haben.
00:30:22
Speaker
Oder einen kleineren.
00:30:23
Speaker
Oder einen kleineren, genau.
00:30:24
Speaker
Ja, ja.
00:30:26
Speaker
So, nächster.
00:30:27
Speaker
Wie viele haben wir denn eigentlich schon?
00:30:29
Speaker
Verträge machen.
00:30:30
Speaker
Das war Fail Nummer 5, weil der eine oder andere... Genau, jetzt sind wir auf 6.
00:30:37
Speaker
Da steht Mitarbeiterförderung.
00:30:39
Speaker
Mein sechster Fail war mit Sicherheit, dass ich mit vielen wahnsinnigen Talenten zusammenarbeiten durfte in meiner Laufbahn jetzt die letzten 30 Jahre.
00:30:50
Speaker
Irre gute Leute.
00:30:52
Speaker
Und ich habe...
00:30:55
Speaker
Einige wenige davon, mit denen habe ich heute noch zu tun.
00:30:58
Speaker
Arbeite entweder als Mitarbeiter, tolles Team, oder als Freelancer.
00:31:03
Speaker
Aber ich habe viel auch verloren.
00:31:06
Speaker
Und die wären noch in der Firma auch.
00:31:08
Speaker
Die wären heute auch kein Freelancer, sondern wären eben noch Teil meiner Agentur.
00:31:14
Speaker
Ich bin sicher, wenn man die einfach mehr eingebunden hätte, mehr Mitarbeiterbeteiligung, mehr Förderung, da spielen alle Punkte vorher auch zusammen,
00:31:22
Speaker
ordentliche, klare Vereinbarungen, dann auch das Thema Delegieren, dass du einfach sagst, das ist jetzt dein Bereich, das ist meiner.
00:31:31
Speaker
Wir hatten auch mit Führungskreis mal gearbeitet, wo wir gesagt haben, wir hatten so mit einigen Mitarbeitenden, die dann eben richtig in ihrem Bereich Spitze waren, gab es den Führungskreis, aber
00:31:42
Speaker
Wenn das an mich dann herangetragen, ich war halt nie Chef, jetzt kommt eigentlich der hauptsächliche Fail, ist nicht nur Mitarbeiterförderung, sondern du musst auch Chef sein wollen.
00:31:52
Speaker
Wollte ich nie.
00:31:53
Speaker
Ich konnte mit dem Wort nicht umgehen.
00:31:54
Speaker
Mit dem Wort Chef, keine Ahnung, ich wollte immer Augenhöhe, ich wollte immer mitmachen, ich wollte immer Teil sein, will ich ja heute noch.
00:32:00
Speaker
Darum auch da wieder jetzt mit Geschäftspartner.
00:32:02
Speaker
Super, du hast jemanden, der gerne Chef ist und der die Rolle auch gerne übernimmt.
00:32:06
Speaker
Und ich bin halt gerne die Rolle des Kreativen, des Netzwerkers, des Verbindenden, der irgendwie immer versucht, Spannungen zu glätten und so.
00:32:13
Speaker
Das ist so mein Ding.
00:32:14
Speaker
Und deswegen Mitarbeiterförderung.
00:32:16
Speaker
Wenn man es selber nicht kann, braucht man jemanden, der das macht.
00:32:18
Speaker
Ja.
00:32:19
Speaker
Oder HR.
00:32:20
Speaker
Ja.
00:32:22
Speaker
Das ist definitiv so und ich glaube, das ist ein großes Problem in vielen Unternehmen.
00:32:26
Speaker
Warum?
00:32:27
Speaker
Klar, wenn du ein Unternehmen verlässt, dann ist es in der Regel wegen der Führung und der Kultur, die dort vorherrscht.
00:32:35
Speaker
Wo du sagst, da passe ich vielleicht nicht mehr dazu.
00:32:38
Speaker
In ganz wenigen Fällen gibt es vielleicht auch mal andere Gründe, aber die allermeisten haben halt mit Führung und Kultur zu tun.
00:32:45
Speaker
Ja.
00:32:45
Speaker
Und da gibt es tolle Partner, die sich darum kümmern, dich zu unterstützen, in die Rolle reinzufinden.
00:32:51
Speaker
Kann man bei dir mal buchen.
00:32:52
Speaker
Kann man bei mir tatsächlich buchen.
00:32:56
Speaker
Aber was du gesagt hast, finde ich schon spannend.
00:32:58
Speaker
Ich finde es trotzdem wichtig, auch wenn man Chef ist, dass dieses Thema Augenhöhe ist, schon finde ich ein essentielles Thema.
00:33:05
Speaker
Du kannst Chef sein, aber trotzdem mit den Leuten auf Augenhöhe kommunizieren.
00:33:10
Speaker
Genau.
00:33:10
Speaker
Und viele junge Führungskräfte, die ich jetzt begleite, sagen mir immer, ich tue mir so schwer, ich bin irgendwie total gut mit denen und irgendwann muss ich dann so auf diese Chefrolle wechseln und das fällt mir total schwer, weil irgendwie will ich ja trotzdem noch Teil des Ganzen sein.
00:33:26
Speaker
Was rätst du dann?
00:33:29
Speaker
Ich habe zwei Sachen, sage ich immer.
00:33:31
Speaker
Das erste ist, wenn du dich für eine Führungsposition entscheidest, dann entscheidest du dich auch in gewisser Hinsicht so ein bisschen aus dem Team rauszutreten und du musst es schon aushalten, dass die dir nicht mehr alles sagen und du musst es auch aushalten können, dass sie dich vielleicht mal nicht fragen, ob du mit zum Mittagessen gehst, weil sie jetzt einfach Themen besprechen wollen.
00:33:48
Speaker
Es ist doch schade.
00:33:49
Speaker
Es ist schade, aber du kannst es auch schaffen, ein gutes Team trotzdem hinzubekommen.
00:33:53
Speaker
Aber du musst es schon auch akzeptieren und das darfst du nicht persönlich nehmen, wenn die halt mal sagen, okay, das sage ich dem jetzt halt nicht.
00:34:01
Speaker
Und der zweite Tipp, den ich vielen gebe, mit denen viele dann auch was anfangen können, ist zu sagen,
00:34:07
Speaker
Ihr könnt ja alle rumblödeln den ganzen Tag und du kannst da auch mitmachen als Chef oder als Führungskraft.
00:34:13
Speaker
Aber wenn du merkst, du musst die Chefkarte ziehen, dann formulier das auch und sag, okay, jetzt muss ich gerade mal kurz die Führungskraftkarte ziehen und euch sagen, hey, wir machen jetzt weiter.
00:34:23
Speaker
Wir haben noch einiges zu tun oder wir müssen jetzt wieder zurückfinden.
00:34:26
Speaker
Das ist gut, dass man klar eine Rolle vergibt.
00:34:28
Speaker
Genau, ich gehe jetzt in die Rolle.
00:34:30
Speaker
Ich muss jetzt in die Rolle Chef oder Führungskraft gehen.
00:34:34
Speaker
Es hilft auch, wenn du schwierige Gespräche hast.
00:34:36
Speaker
Viele Unternehmen sind in wirtschaftlicher Schieflage auch gerade und haben halt Probleme, müssen auch mal vielleicht Mitarbeitenden entlassen, die sie total gern haben oder denen sagen, boah, ich muss dir jetzt eine Nachricht überbringen, die nicht so toll ist und dann auch ganz klar zu sagen, ich muss in eine Rolle gehen und wenn ich jetzt zurückgehe in meine private Rolle als dein Kollege, deine Freundin und sage ich dir, ich finde es genauso scheiße, aber in der Rolle zu bleiben, das hilft denen so ein bisschen zu switchen und
00:35:04
Speaker
Aber es ist immer nicht leicht, weil Führung soll ja mittlerweile auf Augenhöhe sein und alle irgendwie so gemeinsam.
00:35:10
Speaker
Und dann ist es super schwer, wenn man dann in die Führungsrolle leider wechseln muss.
00:35:16
Speaker
Super, was du da beschreibst.
00:35:18
Speaker
Vielleicht hätte ich da jetzt früher Coaching mal mir holen sollen.
00:35:25
Speaker
Da kann man vielleicht als Tipp mitgeben, lasst euch früh helfen, beraten.
00:35:30
Speaker
Holt euch Leute für die Dinge, die ihr selber nicht könnt, holt euch jemanden dazu.
00:35:33
Speaker
oder jemanden, der einem dann einfach sagt, ist meine Lösung richtig?
00:35:37
Speaker
Genau.
00:35:37
Speaker
Wir machen trotzdem noch den letzten Fail, die Konsequenz.
00:35:40
Speaker
Das ist einfach Dinge konsequent durchziehen und nicht wie so ein kreatives Springingadl hier, dies und das und jenes.
00:35:48
Speaker
Und man muss halt einfach mal volle Energie auf ein Thema setzen.
00:35:51
Speaker
Aber ich sage auch, natürlich kann man, dadurch, dass ich viele Dinge angefangen habe und viele Projekte und Ideen im Sand verlaufen sind, habe ich unglaublich viel gelernt.
00:35:59
Speaker
Da sind wir wieder in der Sandbox, ne?
00:36:00
Speaker
Und auch hier mit dem Nando, wir haben Sachen ausprobiert und einfach, wir haben rumgespielt.
00:36:07
Speaker
Und Konsequenz natürlich, wenn ich jetzt meinen Duolingo-Streak anschaue, ich bin da mit über 1000 Tagen, ich bin schon ein konsequenter Mensch, aber konsequent Projekte dranbleiben, weiterverfolgen, auch da, wenn man da selber nicht so der Typ ist, weil man schon wieder Augen und Ohren woanders hat, dann hol dir jemand ins Team rein.
00:36:27
Speaker
der dich da unterstützt.
00:36:29
Speaker
Das ist vielleicht so, das Ding.
00:36:30
Speaker
Und lass dich vor allem auch drauf ein.
00:36:34
Speaker
Und das Positive an dem Ganzen ist ja die Freiheit.
00:36:37
Speaker
Ich liebe die Freiheit.
00:36:39
Speaker
Es gibt einfach nichts Geileres wie Unternehmertum.
00:36:41
Speaker
Das ist einfach...
00:36:43
Speaker
wie geil ist es, dein eigenes Ding zu machen.
00:36:45
Speaker
Wir dürfen gerade für die Stadt Fürth die Citymacher-Kampagne begleiten.
00:36:48
Speaker
In Fürth sucht man Menschen, die einen Laden aufmachen, aber nicht irgendwie den nächsten.
00:36:52
Speaker
Die können einen Klamottenladen aufmachen, logisch, aber vielleicht auch irgendwas Kreatives, Innovatives aus allen Bereichen.
00:36:57
Speaker
Und das zu begleiten und damit Gründern zu tun zu haben, ist unglaublich toll.
00:37:03
Speaker
Also ich liebe die Freiheit, unternehmerische Freiheit,
00:37:06
Speaker
Dann dem Zufall, der Zufall, ich sage immer, Zufall ist, wenn es fällig ist, dann fällt es dir zu.
00:37:13
Speaker
Ich glaube so ein bisschen an die positive Wirkung des Zufalls.
00:37:17
Speaker
Neugier ist natürlich was Schöneres, dass man neugierig bleibt und ist, egal wie alt man ist, dass man Staunen nie verlernt, dass man staunt über die Kleinigkeiten im Leben, im Alltag.
00:37:28
Speaker
Und dass man es einfach genießt, mit tollen Menschen vernetzt zu sein, zu arbeiten, zu leben und dass wir es lernen.
00:37:34
Speaker
Und das ist vielleicht so mein Appell, dass wir das Ego, da hatten wir es vorhin uns unterhalten, bauen wir unser Ego ein bisschen ab, schaffen wir ein Miteinander, wo wir sagen, und es ist ja gerade gesellschaftlich die Herausforderung, dass wir tolerant sind.
00:37:47
Speaker
Tolerant heißt ja, tolerare aushalten können.
00:37:50
Speaker
Wir müssen diese Vielfalt anbieten.
00:37:52
Speaker
die wir jetzt leben und haben, einfach aushalten und einfach zuhören, darauf einlassen, neugierig sein, staunen und dann haben wir, glaube ich, auch nicht nur wirtschaftlich ein tolles Miteinander, sondern auch gesellschaftlich und das hängt ja zusammen.
00:38:06
Speaker
Schlusswort.
00:38:08
Speaker
Du hast das Schlusswort gesprochen, ohne dass ich danach gefragt habe, was dein Appell an die Leute ist oder was du mitgeben möchtest.
00:38:15
Speaker
Das finde ich, rundet es sehr, sehr gut ab zu sagen.
00:38:20
Speaker
Ich bin gespannt, wie ich dann in 27 Jahren.
00:38:23
Speaker
In 27 Jahren verabreden wir uns.
00:38:25
Speaker
Ich trage das jetzt in meinem Kalender ein.
00:38:27
Speaker
Scheiße, wie alt bin ich da.
00:38:29
Speaker
Ich kann es jetzt gerade nicht ausrechnen.
00:38:31
Speaker
Ist egal, über 70.
00:38:32
Speaker
Macht aber nichts.
00:38:33
Speaker
Aber dann, wie ich dann auf meine Fails vielleicht spreche und was ich mitgebe.
00:38:39
Speaker
Im Moment muss ich sagen, ich würde das unterschreiben, was du sagst und mitgeben.
00:38:44
Speaker
Unternehmertum.
00:38:45
Speaker
Ich würde da auch Werbung dafür machen, so wie du das ja auch machst.
00:38:50
Speaker
Weil viele junge Leute sich da gar nichts so darunter vorstellen können und auch in den Schulen nicht erfahren, was das bedeutet.
00:38:55
Speaker
Ja, da müssen wir mehr tun auch, ja.
00:38:57
Speaker
Und zu begeistern dafür zu sagen, hey, probiert es doch mal aus, macht es doch einfach mal.
00:39:03
Speaker
In Deutschland kann ja eigentlich gar nicht so viel passieren, weil du scheiterst und dann gibt es irgendein System, irgendeine Versicherung, irgendwas, was dich auffängt.
00:39:10
Speaker
Und deswegen ermutigen wir vielleicht auch zum Unternehmertum.
00:39:14
Speaker
So machen.
00:39:15
Speaker
Und zum Machen.
00:39:16
Speaker
Das eigene Ding machen.
00:39:17
Speaker
Das eigene Ding machen.
00:39:19
Speaker
Ich freue mich, dass wir uns heute das erste Mal hier so richtig kennengelernt haben.
00:39:23
Speaker
Und eine coole Folge aufgenommen haben.
00:39:26
Speaker
Ja.
00:39:27
Speaker
Und vielen Dank.
00:39:28
Speaker
Ich danke dir.
00:39:32
Speaker
Wie stehst du zu diesem Thema?
00:39:34
Speaker
Schreib es uns gerne in die Kommentare.
00:39:36
Speaker
Ich hoffe, du konntest was für dich mitnehmen.
00:39:38
Speaker
Und vielleicht sehen wir uns ja mal bei einem unserer Workshops.
00:39:41
Speaker
Bis zum nächsten Mal.
00:39:42
Speaker
Deine Karin.