Transcript
Speaker: Aloha und herzlich willkommen bei Atemfrequenz, dein Podcast, wenn es um Human Intelligence geht.
Speaker: Ich bin Karin von Atem und gemeinsam mit euch begrüße ich jede Woche einen Gast zu dem Thema Human Intelligence.
Speaker: Der Podcast soll euch Inspiration und Motivation geben, vor allem in Zeiten von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung.
Speaker: Wir gehen gemeinsam mit der Frage auf den Grund, wo wir Menschen in der Welt noch Platz haben und welche Kompetenzen wir dafür brauchen.
Speaker: Es geht los.
Speaker: Viel Spaß mit der heutigen Folge.
Speaker: Zukunftskompetenz ist keine Superkraft, sie ist eine Zumutung.
Speaker: Herzlich willkommen, liebe Anja.
Speaker: Schön, dass du da bist.
Speaker: Ich hoffe, dir geht es gut.
Speaker: Ja, ich bin ein bisschen aufgeregt.
Speaker: Schön, dass ihr mich eingeladen habt.
Speaker: Bin ganz aufgeregt, ganz nervös, aber das gehört zum Menschsein.
Speaker: Ich bin noch kein Profi, die 32 folgen.
Speaker: Ja, aber ich verstehe das irgendwie, weil ich war vorher auch mal so irgendwie so aufgeregt, kriegt man es hin oder eben nicht.
Speaker: Und wenn man dann aber irgendwie drinnen ist, finde ich, dann läuft es auch.
Speaker: Ja, ihr habt ja hier sehr professionelles Umfeld.
Speaker: Also unser Podcast mit meiner Freundin Miriam und mir, der ist ja in meinem Zuhause mit einem ganz einfachen Mikrofon, nicht Video aufgenommen, kein Skript, nicht vorher abgestimmt, Knopf gedrückt, los.
Speaker: Ja.
Speaker: Auf Knopf gedrückt, Ende, nicht geschnitten, raus.
Speaker: Ja.
Speaker: Es ist ähnlich, nur mit mehr Kameras.
Speaker: Genau das macht mich nervös.
Speaker: Wir haben uns auch jetzt quasi ja professionalisiert in dem Podcast.
Speaker: Wir haben es davor auch bei uns in der Location aufgenommen bei Atem.
Speaker: selber und mit unserem eigenen Screen.
Speaker: Aber jetzt auch gemerkt, jemanden sich da auch an die Seite zu holen, ist gar nicht so schlecht.
Speaker: Und da, wo wir jetzt sind, das wissen mittlerweile wahrscheinlich viele, dass wir beim Nando im Studio sind, kriegen wir auch einen Service.
Speaker: Es wird geschnitten und kriegen da halt einfach auch so ein Setup, wo wir halt dann einfach auch sagen, wow, der Output ist auch soundtechnisch und videotechnisch top.
Speaker: Ich glaube, Nando und ich müssen nachher nochmal reden.
Speaker: Ja?
Speaker: Vielleicht, ja.
Speaker: Vielleicht professionalisiert ihr euch auch.
Speaker: Ja, mal gucken.
Speaker: Aber jetzt sind wir schon fast wieder tief drin.
Speaker: Stell dich doch mal kurz vor.
Speaker: Wer bist du?
Speaker: Was machst du?
Speaker: Und dann stelle ich dir bestimmt einige Fragen.
Speaker: Ich gehe davon fast aus, ja.
Speaker: Ja, wer bin ich?
Speaker: Ich bin die Anja Michel.
Speaker: Ich bin 47 Jahre alt, gebürtige Hamburgerin.
Speaker: Liebe den Norden.
Speaker: Meine Sprache ist auch norddeutsch, aber mittlerweile spreche ich so ein Kauderwelsch hier in Franken, weil ich schon wieder seit einigen Jahren hier in Franken bin.
Speaker: Arbeite in der Oberpfalz beim großen Automobilzulieferer im Qualitätsmanagement und in der Strategie war ich auch jahrelang.
Speaker: Ja, und nebenbei habe ich noch ein eigenes Business als Mentorin und Coach.
Speaker: Mein Unternehmen heißt sowas vom Punkt jetzt.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Und ja, es ist dafür, wofür ich brenne, also warum ich antrete jeden Morgen.
Speaker: Ja, super spannend.
Speaker: Ich freue mich auch schon darauf, dir die Fragen zu stellen, die mich interessieren.
Speaker: Und ich habe hier vorbereitend mir auch ein paar Dinge rausgeschrieben, die ich super spannend finde.
Speaker: Und du bist jetzt ja auch schon lange nicht in der Funktion, in der du gerade bist, aber halt in einem Unternehmen.
Speaker: Und was ich da auch gefunden habe, was ich spannend finde, du bist auch intern Mentorin und Leadership Ambassador, hast du es auch genannt.
Speaker: Ich weiß nicht, ob du das intern auch so nennst.
Speaker: Das ist der intern Begriff.
Speaker: Aber das finde ich super spannend.
Speaker: Erzähl mal was darüber.
Speaker: Ja, Leadership Ambassador, das wurde gegründet vor einigen Jahren schon von ganz, ganz tollen Frauen bei uns in der Division.
Speaker: Und ja, da gab es jetzt aus jedem Fachbereich und aus jeder Produktlinie wurden halt Menschen gesucht, die bereit sind, halt auch Führungskräfte und andere Mitarbeiter einfach in das Thema Führung mit reinzunehmen.
Speaker: Also auch wirklich, wir wurden ihnen an die Seite gestellt, um zu unterstützen.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, und was du auch aufgeschrieben hast, ich habe das aus deinem LinkedIn tatsächlich und da schreibst du was von neue Führung und ehrliche Verbindung und echte Kulturentwicklung.
Speaker: Wie geht das?
Speaker: Ja, wie geht das?
Speaker: Da könnten wir, glaube ich, jetzt 100 Folgen drüber aufnehmen.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich meine, es gibt ja so viele Buzzwords eigentlich in dieser ganzen Branche schon.
Speaker: New Work und was weiß ich, was es da nicht alles gibt.
Speaker: Und ich finde es ein bisschen ausgelutscht, weil es auch, glaube ich, oft falsch interpretiert wird und vielleicht auch nicht richtig angewendet wird, weil einfach der Hintergrund nicht verankert ist.
Speaker: Also dieses, wir führen so oft in großen Unternehmen neue Tools ein, so Agile Coach, so OKR, Objective and Key Result Method.
Speaker: Es gibt so, so viele Tools, aber sie scheitern.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Und sie scheitern, weil wir den Hintergrund nicht verstanden haben und nicht vorher angefangen, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen.
Speaker: Und deswegen scheitert so oft.
Speaker: Ja, ja, ja.
Speaker: Und wenn du da so, ist ja auch egal, ob du jetzt an diese Rolle Leadership Ambassador denkst oder auch deine Rolle im Unternehmen, was würdest du sagen, wie führst du oder was ist so das Entscheidende in dem, wie du mit den Menschen dann umgehst?
Speaker: Also Leadership ist für mich keine Position.
Speaker: Also Leadership ist für mich keine Rolle und keine Position, die ich irgendwo in irgendeinem Organigramm finden kann.
Speaker: Sondern Leadership bedeutet, egal in welcher Position ich bin, ich bin mein innerer CEO.
Speaker: Also ich habe innere Selbstreflexion, ich bin bei mir, ich weiß, wer ich bin, wo ich stehe, was meine Stärken sind, was meine Schwächen sind.
Speaker: Ich mag das Wort eigentlich nicht, Stärken, Schwächen.
Speaker: Ich sage immer Superpower und Sleepypower dazu.
Speaker: Das ist auch gut.
Speaker: Ich sage schon Stärken, aber ich sage dann immer Entwicklungspotenzial.
Speaker: Ich finde Superpower und Sleepypower ganz gut, weil wir haben alle so total viele Kräfte und Power in uns und meistens ist es einfach nur überdeckelt und es macht halt Spaß, da so die Schichten mal runter zu poolen, zu gucken, was haben wir denn noch so für Power da drin.
Speaker: Ja, und Leadership bedeutet für mich dann wirklich in der Klarheit und in der Präsenz zu sein und das auch zu leben und auch menschlich sein zu dürfen, auch Emotionen zeigen zu dürfen.
Speaker: Gefühle gehören ins Business.
Speaker: Ja, ich glaube, das ist nicht für alle so.
Speaker: Das ist ein Generationsthema.
Speaker: Wir kommen aus dem Taylorismus.
Speaker: Wir sind alle darauf trainiert, dass wir Effizienz an den Tag legen, KPIs verfolgen.
Speaker: Wir werden dran genau gemessen.
Speaker: Und was aber dabei ja total auf der Strecke geblieben ist, sage ich mal, gerade die letzten 20, 30 Jahre, würde ich so sagen, ist wirklich, dass wir und das Gefühl einfach, dass wir Menschen sind und miteinander arbeiten.
Speaker: Und das jeden Tag.
Speaker: Und da wird draußen so viel drüber gesprochen, es werden so viele Workshops angeboten und es ist alles nicht nachhaltig.
Speaker: Also alles, was ich erfahren habe, so auch in meinen Ausbildungen, wo ich dann ausgebildet wurde, mir fehlt die Nachhaltigkeit.
Speaker: Ja, und die Anwendbarkeit am Ende auch.
Speaker: Weil es ist ja schon so, das sagst du ja jetzt auch so, wir beschäftigen uns dann mit dem, was können wir, was können wir nicht.
Speaker: Und dann...
Speaker: Weiß ich, okay, keine Ahnung, ich kann sehr gut zuhören oder ich bin also empathisch und ja, meine Stärke ist, dass ich zielstrebig bin.
Speaker: Okay, super.
Speaker: Was mache ich jetzt damit?
Speaker: Und jetzt?
Speaker: Und jetzt?
Speaker: Was heißt das jetzt für mich als Führungskraft?
Speaker: Oder wenn ich auch weiß, was ich jetzt für eine Sleepy-Power habe, also dass ich zum Beispiel ungeduldig bin, was mache ich denn jetzt damit?
Speaker: Ja, vor allem als auch, also ich stelle jemanden ein und der sagt, ich bin ungeduldig.
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Wie gehe ich denn damit um?
Speaker: Weil es kann ja trotzdem eine super kompetente Kraft sein, die ein totales Expertenbau hat und dann lehne ich den ab, weil er ungeduldig ist?
Speaker: Nee, geht ja nicht.
Speaker: Also muss ich doch als Führungskraft oder als Leader...
Speaker: doch für mich einfach wissen, wie gehe ich denn mit solchen Menschen um?
Speaker: Wie integriere ich denn solche Menschen?
Speaker: Also es gibt ja dieses Field of Stars, das ist ja so dieses, wo man sagt, man hat ein Team und man hat da ganz viele Sterne drin, die funkeln.
Speaker: Und wenn ich so ein Team führe, dann muss ich auf jeder einzelne Funkeln eingehen können.
Speaker: Aber das kann ich halt nur, wenn ich weiß, wo sind denn meine Superpower und Sleepy Powers?
Speaker: Wo darf ich denn noch dran arbeiten?
Speaker: Und vor allem, wie empathisch bin ich?
Speaker: Ja, und Empathie ist eigentlich auch so, es ist einfach so ein spannender Begriff, weil ich finde es eigentlich immer sehr interessant, wenn man irgendwie Menschen fragt oder wenn man, ich mache ja auch Workshops und Trainings und dann ist dieses Thema Empathie immer so ein Thema und dann
Speaker: Alle Menschen sagen, sie sind empathisch.
Speaker: Und dann denke ich mir immer so, kann doch gar nicht sein.
Speaker: Wie geht das?
Speaker: Kann nicht sein.
Speaker: Ich glaube, viele schreiben sich auch so Themen auf die Fahne, die sie gerne hätten.
Speaker: Also ich wäre gerne, also ja, naja, wenn mich jetzt jemand von außen gut finden müsste, dann muss ich empathisch sein.
Speaker: Also sage ich, ja, ich bin empathisch.
Speaker: Aber ich bin es eigentlich gar nicht.
Speaker: Und ich habe jetzt vor zwei Tagen, glaube ich, hatte ich einen Workshop.
Speaker: Und mit angehen, also die sind schon Führungskräfte.
Speaker: Und dann hat eine gesagt, naja, also ich bin Hardcore-Performance-getrieben.
Speaker: Und ehrlich gesagt, ich stehe darauf, Performance, Performance, Performance.
Speaker: Und ehrlich gesagt, ich bin nicht empathisch.
Speaker: Und dann dachte ich mir so, ja, super, weil deine Mitarbeiter, die wissen genau, du bist einfach performancegetrieben, du stehst darauf, dass Ergebnisse geliefert werden und du sagst denen Clip und klar, ehrlich gesagt, dieses ganze Schischi und dies und das geht mir auf den Zeiger.
Speaker: Ich bin ehrlich gesagt nicht so empathisch.
Speaker: Als Führungskraft glaube ich trotzdem schwierig, weil du musst schon eine gewisse Kompetenz haben.
Speaker: Aber ich finde eigentlich schön, dass jemand sagt, das kann ich und das kann ich nicht.
Speaker: Und darauf kannst du dich bei mir verlassen und darauf ehrlich gesagt nicht, weil ich habe nicht so viel Verständnis dafür, wenn wir alle irgendwie rumeiern und kein Output kriegen.
Speaker: Wir können rumeiern, wenn wir performen, aber davor irgendwie nicht.
Speaker: Und da dachte ich mir dann irgendwie jetzt so, ja, wenigstens sagt sie, dass sie das nicht hat.
Speaker: Während alle anderen sagen, ich hab's und du erwartest es dann.
Speaker: Das ist schon eine Art Reflexion, das ist schon mal eine gute Reflexion.
Speaker: Ich frage mich nur, was passiert mit solchen Menschen, wenn die mal scheitern?
Speaker: Ich glaube, jetzt mal abgesehen von der Person und das, was ich da schon beobachte oder auch im Coaching oder im Training dann sehe, ist, die können schon schwer damit umgehen.
Speaker: Und das ist ganz oft auch, man setzt sich extrem hohe Ziele auch und man will immer mehr und immer mehr.
Speaker: Und auch das Umfeld ist,
Speaker: Das ist auch einfach nicht da und du hast ja dann auch noch ein Privatleben und eine Situation, die außenrum ist.
Speaker: Aber ich glaube, da muss man schon vorsichtig sein, weil du läufst da schon schnell Gefahr, dich selber auch auszubrennen.
Speaker: Weil du kannst nicht immer performen, performen, performen.
Speaker: Deswegen sind wir meines Erachtens auch die Burnout-Zahlen so hoch.
Speaker: Weil wir, ich gebe es zu, ich bin auch maximal perfektionistisch.
Speaker: Ich bin nicht im Optimierungswahn, aber ich bin eine Perfektionistin.
Speaker: Und da ist es auch manchmal schwer, mich zu befriedigen, dass andere das genauso machen, wie ich das gerne hätte.
Speaker: Das kenne ich schon auch.
Speaker: Aber ich durfte halt in meinem Leben auch schon die Erfahrung machen, wie es ist, in einem Burnout zu landen, unter Depressionen zu leiden und wirklich unter dieser
Speaker: Gedankenspirale zu leben, ich bin nicht gut genug, ich trauge zu nichts, ich darf nicht sein.
Speaker: Das wird ja zu einem richtigen Lebensmantra.
Speaker: Und dann geht die Spirale ja einfach immer tiefer, immer tiefer.
Speaker: Und da wieder rauszukommen, es kostet einfach so unglaublich viel Kraft.
Speaker: Und wie würdest du sagen, setzt man davor an?
Speaker: Also, wenn wir das ja immer alle wüssten, dann würden wir ja da nicht reinrennen in diese Thematik.
Speaker: Aber ganz viele Leute rennen ja in diese Spirale Burnout.
Speaker: Was ist so ein Zeichen, würdest du sagen, dass ich merke, oh, da stimmt was nicht?
Speaker: Das ist schwierig, glaube ich, zu beantworten, weil es einfach so individuell ist.
Speaker: Also da kann ich nicht sagen, jetzt an dem Punkt genau muss ich als Führungskraft jetzt darauf achten, dass.
Speaker: Es gibt die klassischen Anzeichen wie ständig unanwesend, also da sein, aber nicht anwesend sein, vielleicht auch Alkoholprobleme, unkonzentriert sein, aber das sind für mich einfach so Stempel.
Speaker: Ich finde das ist...
Speaker: Schublade.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Schublade aufschubt.
Speaker: Aber so lernst du es.
Speaker: Ich kenne viele Führungskräfte, Trainings, da wird dir genau das gelernt.
Speaker: Aber ich glaube, da gibt es andere Anzeichen.
Speaker: Aber wenn du empathisch bist und ich glaube, deine Frage, du wolltest deine Frage noch woanders sein, wo müssten wir in der Gesellschaft dann vielleicht auch ansetzen, dass das uns nicht mehr passiert.
Speaker: Und da fallen mir halt eben Länder, ich glaube, Skandinavien und Großbritannien, die haben halt Schulfächer wie Empathie und Achtsamkeit.
Speaker: Und das gibt es in Deutschland nicht.
Speaker: Ja.
Speaker: Das ist auf jeden Fall, also es ist auch etwas, was wir ja, wenn wir jetzt als Führungskräfte in Unternehmen sind, an der Stelle schon auch ansetzen können, viel mehr noch darauf zu achten.
Speaker: Ich glaube, viele können im Unternehmenskontext irgendwie nichts damit anfangen, aber ich halte es für schon besonders wichtig, auch zu gucken, wie geht es den Leuten und
Speaker: Da merke ich für mich, dass ich mir schwer tue mit diesem ganz vielen Homeoffice und virtuell arbeiten, weil ich einfach in meinem Führungsalltag ein unglaubliches Gefühl für die Menschen entwickelt habe und gemerkt habe, dass es denen nicht gut ging.
Speaker: Und ich habe ganz viel mit jungen Menschen, mit Auszubildenden und Studierenden gearbeitet.
Speaker: Und kann mich an eine Auszubildende erinnern, die war dann keine Auszubildende mehr, die war dann schon in der Abteilung und ich bin da irgendwie durchs Unternehmen, ich habe sie zwei-, dreimal beobachtet.
Speaker: Und habe sie angerufen und habe gesagt, ich würde gerne mit ihr reden.
Speaker: Sie muss nicht.
Speaker: Es gibt kein Thema, aber ich würde gerne mit ihr reden.
Speaker: Und dann war ich eine in ihrem privaten und beruflichen Umfeld die Einzige, die was gesagt hat.
Speaker: Und sie sich dann Hilfe geholt hat.
Speaker: Und ich glaube, es ist super schwierig, wenn wir das beobachten.
Speaker: Mhm.
Speaker: Und ich glaube, ich sehe es nicht.
Speaker: Wenn ich meine Mitarbeitenden oder Kolleginnen einfach nie sehe, dann kann ich als empathischer Moment gar nicht mehr so wirken, wie ich eigentlich wirken könnte, wenn ich ein Gefühl für die Menschen bekomme.
Speaker: Und ich glaube, das macht die Situation auch noch komplexer.
Speaker: Weil wenn ich schon so Anzeichen habe, glaube ich, von Bernhard oder mir geht es nicht gut, dann ziehe ich mich ja automatisch zurück und ich gehe automatisch vielleicht mehr ins Homeoffice.
Speaker: Also ich glaube, dass wir da...
Speaker: auch mit diesem ganzen modernen Arbeiten für diese psychologischen Aspekte eine schlechte Entwicklung machen.
Speaker: Ja, das ist halt wieder das eigene Vorleben.
Speaker: Also ich treffe ja, ich meine, bei uns läuft ja auch alles über Teams.
Speaker: Wir haben ja auch über Teams telefoniert.
Speaker: Und ich habe immer meine Kamera an.
Speaker: Und das ist für ganz viele Menschen total strange, weil ich sitze da auch einfach mal mit fettigen Haaren und den Zopf oben als Discopalme und habe vielleicht irgendeinen Schlapperpulli an.
Speaker: Gut, das mache ich jetzt nicht im Kundenbesuch, aber ich zeige mich halt so, wie ich bin.
Speaker: Und bin dadurch eine Einladung und auch für andere Führungskräfte.
Speaker: Und ich sage halt, in jedem Meeting, wo ich bin, ich lade jeden einen Mensch, ich würde mich freuen, wenn du mir dein Zahnpasta-Lächeln schenkst.
Speaker: Und dann kommt immer so, okay, erstmal, ich muss mal die Kamera machen.
Speaker: Ich bin eigentlich auch kamerascheu.
Speaker: Guckt dir das nicht als Regel?
Speaker: Nein.
Speaker: Ehrlich?
Speaker: Nee, du kannst es nicht vorschreiben.
Speaker: Ach wirklich, das wusste ich nicht.
Speaker: Ich dachte eigentlich immer, dass es mittlerweile schon so ist, dass du eigentlich als, keine Ahnung, informelle zumindest Regel in einem Unternehmen sagst, dass die Leute die Kamera einschalten.
Speaker: Du kannst die Einladung aussprechen, du kannst Vorbild sein und du kannst motivieren, das zu tun.
Speaker: Du kannst aber niemanden zwingen.
Speaker: Ach witzig, ja.
Speaker: Naja, gut.
Speaker: Aber das ist aber auch trotzdem, du kannst auch im Homeoffice, wenn du die Kamera an hast, du siehst ja die Menschen.
Speaker: Ja.
Speaker: Man guckt sich ja in die Augen, man sieht ja irgendwie, man kann auch fühlen, das ist ja auch empathisch sein.
Speaker: Aber viel schlimmer finde ich, dass man im Unternehmen live vor Ort ist und man sieht die Menschen und man sieht sie doch nicht.
Speaker: Ja, das hast du auch recht.
Speaker: Das finde ich eigentlich fast noch viel schlimmer.
Speaker: Ja, das kann ja, ist ja im Grunde genommen passiert es ja auch.
Speaker: Ständig.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Was denkst du?
Speaker: Also ich meine, wir waren jetzt noch gar nicht bei dem Punkt.
Speaker: Also ich meine, klar, du hast einmal die Rolle im Unternehmen, aber du begleitest auch Menschen.
Speaker: Ja.
Speaker: Und bist in deiner zweiten Rolle quasi selbstständig als Coachin.
Speaker: Mentor und Coachin.
Speaker: Mentorin und Coachin.
Speaker: Mit welchen Menschen arbeitest du da?
Speaker: Oder was können wir uns da vorstellen, was so dein Fokus ist?
Speaker: Das ist völlig unterschiedlich.
Speaker: Also ich habe Menschen, die wirklich mit privaten Problemen zu mir kommen.
Speaker: Ich habe jetzt gerade aktuell eine Coaching-Klientin, die zum Beispiel nach einem Krebsleiden zu mir kommt.
Speaker: Ich habe aber auch Menschen, die aus dem Business kommen, also die ja wirklich im Businessalltag nicht mehr klarkommen, die sich nicht gesehen fühlen, keine Wertschätzung bekommen, halt kurz vorm Burnout eigentlich stehen.
Speaker: Das ist eigentlich so, was ich im Privaten am meisten tun und in Firmentechnisch halt wirklich die Themen Teamführung, Teamworkshops.
Speaker: Ich liebe Emotional Intelligence.
Speaker: Ich liebe meinen Workshop, den ich da mache.
Speaker: Ja.
Speaker: Sag mal, was machst du da?
Speaker: Emotional Intelligence, das ist ein Acht-Stunden-Workshop.
Speaker: Danach gehen die meisten bei Menschen sehr müde nach Hause.
Speaker: Ja, das glaube ich.
Speaker: Das ist aber bei meinen Workshops auch so, weil bei meinen muss man immer so viel arbeiten.
Speaker: Was mache ich in so einem Workshop?
Speaker: Ich spreche mich immer vor den Führungskräften ab.
Speaker: Ich sage ihnen nie ganz klar, was ich in dem Workshop mache, weil auch sie sollen Teilnehmer sein und dürfen sich überraschen lassen und dürfen sich nicht nach außen stellen.
Speaker: Deswegen ist es mir ganz wichtig, das immer nicht so alles zu verraten und auch nicht meinen ganzen Werkzeugkoffer aufzumachen und zu sagen, hier sind alle meine Werkzeuge.
Speaker: Ich finde, man muss auch manchmal spontan sein.
Speaker: Also ich bin manchmal spontan und dann merke ich so, ah nee, das mache ich jetzt so.
Speaker: Ja, und da sind solche Themen drin wie auch, ich mag GFK nicht, aber ich mag Radical Candor.
Speaker: Kennst du das?
Speaker: Sagt dir das was?
Speaker: Radical Candle?
Speaker: Nein.
Speaker: Nach Kim Scott?
Speaker: Nein.
Speaker: Das ist nach Quadranten, musst du ja aufschreiben.
Speaker: Du musst es kurz aufschreiben, aber red ruhig weiter.
Speaker: Sie hat das aufgeteilt in vier Quadranten, die Kommunikation und zwar an diese schädliche Empathie, in aggressive Offenheit, manipulative Unaufrichtigkeit und radikale Ehrlichkeit.
Speaker: Nein, radikale Ehrlichkeit ist kein Mensch.
Speaker: im Herz verbunden, wohlwollend miteinander zu sein und halt aber halt ein Feedback zu geben und Kritik zu geben und das können die meisten nicht und ich habe sehr sehr viele Menschen kennengelernt, die einfach maximal in schädlicher Empathie leben.
Speaker: Also das sind die zu allem Ja und Arm sagen und Ja, aber eigentlich Nein haben, also die keine Grenzen kennen, also die ihre Grenzen ständig und dauerhaft überschreiten.
Speaker: Und es ist spannend, wenn man dann so eine Relical Candle-Übung mit mal so einem ganzen Team macht und sich die Leute auch so einordnen müssen.
Speaker: Dann packe ich so in die Ecken, jetzt verrate ich so ein bisschen was hier, packe ich in die Ecken so die vier Quadranten und dann sollen die Leute sich selber so einschätzen.
Speaker: Und dann teilen sich die Leute so auf und dann siehst du auf einmal im Raum,
Speaker: wer sich so wo sieht.
Speaker: Und das ist total spannend.
Speaker: Und stellen sich die auch so, wie sie wirklich sind?
Speaker: Meistens, ja.
Speaker: Oder wie sie tatsächlich wahrgenommen wollen werden?
Speaker: Ja, ich weiß, was du meinst.
Speaker: Wollen werden würden.
Speaker: Also wie sie gerne wahrgenommen werden wollen.
Speaker: Ja, so rum.
Speaker: Ich glaube, ich mache die Übung meistens erst mal im späteren Teil, weil dann kann ich vor, so relativ gut aus den anderen Übungen, die dann so laufen, ganz gut einschätzen, wer sich da jetzt mal so ein bisschen
Speaker: Und ich gebe auch vorher keine große Einführung.
Speaker: Aber es ist für das Team total spannend zu entscheiden.
Speaker: Auf einmal merken sie, hey, wir haben hier 60 Prozent des Teams stehen in der schädlichen Empathie.
Speaker: Einer steht in der aggressiven Offenheit.
Speaker: Das ist der, der immer so.
Speaker: Der Chef.
Speaker: Genau.
Speaker: Dann findest du vielleicht ein, zwei, das ist mal ein bisschen unangehend, in der manipulativen Unaufrichtigkeit.
Speaker: Echt, da stellen sich auch Leute hin.
Speaker: Ja, es ist selten, aber es gibt so Menschen, die können das.
Speaker: Wow.
Speaker: Ja, finde ich auch mal ganz spannend.
Speaker: Und dann stehen die da in diesem Raum und nehmen das zum ersten Mal eine wirkliche Teamstruktur wahr.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich meine, das DISS-Modell kennt ja jeder, diese Einstufungen.
Speaker: Ja, es gibt ja auch.
Speaker: Ja, oder auch irgendwie Teamrollen nach Belbin oder wie auch immer.
Speaker: Es gibt ja hundert Dinge.
Speaker: Im Grunde genommen geht es ja nur darum, sich mal irgendwie radikal vor das Gesicht zu halten.
Speaker: Wer sind wir eigentlich gerade?
Speaker: Genau, aber dann ist es immer noch nicht nachhaltig, weil jetzt stecken sie in der Schublade und jetzt?
Speaker: Und wenn du dann mit Ready Care Candle übst und auf einmal du im Raum wahrnimmst, wie viele schädliche Empathen da drin sind, das ist bei allem immer so, oh, jetzt wird uns einiges klar.
Speaker: Das ist so ein Teil davon.
Speaker: Das ist super spannend.
Speaker: Ich finde auch über dieses Thema Kommunikation oder wie gehen wir miteinander um, da kann man ganz viel lernen und
Speaker: Im Grunde genommen geht es auch darum zu sagen, ich muss mich mit mir selber beschäftigen und jeder Einzelne muss so ein bisschen was über sich selber herausfinden, damit wir am Ende sagen können, okay, wie können wir miteinander umgehen.
Speaker: Also das ist ja im Grunde genommen auch das Konzept von einer ehrlichen Verbindung zueinander.
Speaker: Aber was ist denn ehrliche Verbindung?
Speaker: Ich meine, es gibt ja immer dieses schöne Wort Selbstreflektion.
Speaker: Wenn jemand sehr gut selbstreflektiert ist...
Speaker: Ja, natürlich musst du reflektieren können, aber ich glaube, was ich unter diesem Thema ehrliche Verbindung schon sehe, ist wirklich jemand anderen mal kennenlernen zu wollen und verstehen zu wollen.
Speaker: Also wirklich darüber hinaus nochmal fragen zu wollen, warum machst du das jetzt so und
Speaker: aha, okay, vielleicht auch, wie bist du aufgewachsen?
Speaker: Und das vielleicht auch mal zu verstehen, warum jemand Entscheidungen trifft, wie er sie trifft sozusagen.
Speaker: Und nicht nur auch mal, wenn jemand sagt, mir geht es nicht gut, dann auch mal da sein zu können.
Speaker: Ich glaube, das ist so ein, auch aushalten können, ist, glaube ich, ein großer Punkt davon.
Speaker: Und das haben wir in der Führung nicht aushalten können, dass einem wieder jemand mal sagt, nee, ich finde es blöd oder ausreichend.
Speaker: Ich habe jetzt jemanden gehabt im Coaching, der gesagt hat, ich habe dann irgendwie weinen müssen und dann hat die Führungskraft super negativ natürlich reagiert, weil macht man nicht und man muss stark sein.
Speaker: So wie man halt sein muss als Führung.
Speaker: Wir haben nichts zu suchen hier am Arbeitsplatz.
Speaker: Und
Speaker: Dann aber auch mal, also ehrliche Verbindung bedeutet, ich halte das aus.
Speaker: Das ist okay für mich.
Speaker: Ich halte das einfach mal aus, dass du jetzt weinst und dir es nicht gut geht.
Speaker: Können sie aber nicht.
Speaker: Können die meisten nicht.
Speaker: Oder ich weine mal mit.
Speaker: Also das ist mein Problem.
Speaker: Ich würde immer mitweinen, aber es ist eigentlich gar nicht schlimm.
Speaker: Und ehrliche Verbindung ist, glaube ich, mehr als sich selber zu reflektieren, sondern wirklich zu sagen, ich will mich auch mal auf den anderen einlassen.
Speaker: Ich bin interessiert an dem anderen.
Speaker: Also was ich zum Beispiel gerne mache, ich meine, ich bin ein sehr gefühlvoller Mensch und habe auch Emotionen, weil ich habe auch ein Ego.
Speaker: Das heißt übrigens Wednesday.
Speaker: Auch in so einem Meeting, wenn ich mal überfordert bin, wenn bei mir zum Beispiel tausend Tabs offen sind, ich bin völlig gaga in der Birne, es ging alles schnell und es war zu viel und mich nervt irgendjemand.
Speaker: Und wenn ich wütend werde, ich werde nicht so ein Mensch, der unbedingt laut wird, aber bei mir rollen dann mal gerne auch die Tränchen.
Speaker: Und dann mitten im Meeting, weißt du, so...
Speaker: Und alle so, hm, am liebsten übergehen.
Speaker: Und ich sage dann, nee, stopp, ich erkläre euch jetzt ganz genau, warum ich weine.
Speaker: Ich bin eigentlich gerade stinkwütend, ich bin genervt, ich bin überreizt.
Speaker: Und bevor ich euch jetzt anbrülle oder mit der Tür schlage, kullern jetzt einfach mal energetisch ein paar Tränchen.
Speaker: Könnt ihr damit leben?
Speaker: Am Anfang passiert natürlich erstmal maximale Überforderung.
Speaker: Aber ich finde, je öfters ich das jetzt in meinem Leben schon im Business, also wirklich im Business-Alltag gemacht habe, die Leute verstehen das viel mehr und öffnen sich auf einmal.
Speaker: Ja, voll.
Speaker: Und ich glaube, das ist auch das Entscheidende, dass die Leute sind vorsichtig im Business-Kontext noch mehr.
Speaker: Und je mehr du es schaffst, dich zu öffnen, desto mehr öffnen sich die auch dir gegenüber, weil sie einfach vorsichtig sind, weil sie Erfahrungen gemacht haben.
Speaker: Oder gelernt haben, hey, du musst perfekt sein.
Speaker: Also im Business-Kontext, sei hart.
Speaker: Du musst es schaffen.
Speaker: Keine Schwäche zeigen.
Speaker: Zieh das durch.
Speaker: Und wenn dann du aber eine Führungskraft hast, die dann halt mal sagt, heute geht es mir echt schlecht, das und das ist passiert, dann denkst du dir so, ah, okay.
Speaker: Das könnte ich ja dann auch mal machen.
Speaker: Das Problem ist nur, dass dann diese Führungskraft meistens der Goldfisch im Haifischbecken ist.
Speaker: Ja, das ist das Problem.
Speaker: Ja, das ist halt das große Problem.
Speaker: Und auch, ich glaube, es ist auch immer so eine Erwartungshaltung dann an Führungskräfte von anderen Führungskräften oder von diesem Management-Team, wie man zu sein hat auch.
Speaker: Ich frage Menschen gerne, was erwartest du denn von mir?
Speaker: Ja, auch gut.
Speaker: Wie hättest du mich denn gerne?
Speaker: Ja, auch gut.
Speaker: Und ich merke das, also der Toni hat ja mal, bevor wir uns selbstständig gemacht haben, hat er einen Job gesucht.
Speaker: Er war ja damals auch Führungskraft und bei allen Gesprächen immer wieder hat er halt beschrieben, wie er führt und was er da so macht und dass er halt, ja, wie er anfängt.
Speaker: Er lässt sich erstmal auf die Leute ein und will mit denen in Kontakt treten und dann guckt er einfach mal und er will eine Verbindung aufbauen und er führt eigentlich eher über...
Speaker: Und Emotionen, weiß ich jetzt nicht, ob das der richtige Begriff ist, aber halt empathisch und wohlwollend und will sie halt entwickeln und hat auch so einen Leitsatz, wer ersetzt mich zukünftig in meinem Job?
Speaker: Also dass er sagt, ja, ich entwickle die halt, weil irgendwann macht halt dann halt irgendjemand meinen Job und ich mache irgendwas anderes oder habe eine andere Rolle.
Speaker: Ja.
Speaker: Und da ist der wirklich, also es gab kein Unternehmen, wo das gepasst hat.
Speaker: Und die alle dann gesagt haben, ja, wir brauchen mal einen Hardliner.
Speaker: Und hat gesagt, ich treffe schon Entscheidungen.
Speaker: Es ist nicht so, dass ich nicht Entscheidungen treffe.
Speaker: Aber ich treffe sie anders.
Speaker: Aber ich überlege mir das gut und überlege mir, welche Optionen haben wir.
Speaker: Und meine erste Wahl ist nicht, dass Menschen davon halt einen Schaden nehmen.
Speaker: Aber Hardliner heißt ja jetzt anscheinend, wir mähen über die Menschen drüber, um ein Ziel zu kommen.
Speaker: Ja, und das finde ich schon spannend eigentlich, dass wir aber dann trotzdem, wenn wir auf die Seiten der Unternehmen gucken, schreiben alle, ja, wir sind wertschätzend, wir sind auf Augenhöhe und wir mögen uns alle.
Speaker: Und abgesehen davon haben wir ganz tolle Führungsgräfte.
Speaker: Ja, gut.
Speaker: Wir schweifen schon wieder ab, ne?
Speaker: Macht nix.
Speaker: Aber ich glaube, du wolltest darauf hinaus, weil ich finde, das, was du jetzt gerade erzählt hast, von Toni, glaube ich, das hat für mich was mit Human Intelligence zu tun.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich glaube, darin wolltest du abbiegen, oder?
Speaker: Ich wollte darin abbiegen, ja.
Speaker: Und zwar, was du denkst, also du hast ja jetzt zwei Rollen eigentlich gerade.
Speaker: Einmal so diese Unternehmensrolle und das ist sicherlich nochmal was anderes als jetzt zum Beispiel diese Coaching-Rolle oder diese Selbstständigkeit.
Speaker: Was glaubst du, was brauchen wir für...
Speaker: Zukunftsfähigkeiten.
Speaker: Also wie komme ich jetzt da zurecht?
Speaker: Weil ich glaube, zum einen sagen wir ja, okay, die Leute müssen jetzt empathischer werden, müssen sich aufeinander einlassen und die Führung muss sich verändern.
Speaker: Und dann bin ich so ein Mensch und dann komme ich in so ein Unternehmen rein und dann auf einmal kriege ich so eine Klatsche wieder.
Speaker: Der sagt dann, na,
Speaker: Nee, nee, nee, nee, so machst du es nicht.
Speaker: Weil ich glaube, der Alltag ist ja auch, also der Alltag in Unternehmen oder in den Strukturen, in denen wir uns bewegen, der ist ja noch nicht so, wie wir es uns vorstellen.
Speaker: Was brauche ich jetzt?
Speaker: Also was soll ich jetzt machen als Mensch?
Speaker: Ich glaube, ich könnte jetzt so typischen klassischen Sachen wie Selbstreflexion, buch dir ein Coaching, geh zum Therapeuten, mach ein bisschen Yoga, koch dir einen Matcha-Tee.
Speaker: Ich mag Matcha nicht.
Speaker: Ich auch nicht.
Speaker: Meditiere fünfmal am Tag, zünde dir eine Problemkerze an und trinke ein bisschen Gurkenwasser dazu.
Speaker: Also das ist so, sag ich mal, das, was ja auf dieser Welt da draußen so einem immer irgendwie mitgeteilt wird, dass wenn man ein bisschen Yoga macht, ein bisschen Meditation, ein bisschen Selbstreflexion, so ein Glückstagebuch führt, dann geht's einem gut.
Speaker: Ist es aber nicht.
Speaker: Es ist ein harter, langer Weg, weil wir haben ja, sag ich mal, ich bin jetzt 46, 47, wollte mich schon jünger machen, siehste?
Speaker: Ich auch.
Speaker: Wir sind ja konditioniert.
Speaker: Wir haben es ja nie gelernt.
Speaker: Wir hatten kein Schulfach, das Empathie heißt oder Selbstreflexion oder Achtsamkeit oder sonst irgendwas.
Speaker: Sondern wir sind ja trainiert von unseren Eltern, von unserem sozialen Umfeld, von Schule, von Studium, von Ausbildung, Freundschaften etc.
Speaker: Blablabla.
Speaker: So und da hast du das alles schon gerade beschrieben.
Speaker: Wir sind konditioniert auf Effizienz, Effektivität, Optimierungswahnsinn.
Speaker: Wir müssen besser werden, wir müssen schneller werden, wir müssen weiterkommen, wir müssen mehr Geld verdienen.
Speaker: Immer mehr, mehr, mehr, mehr.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Und klar, wenn wir Menschen nicht dafür gedacht wären, mehr zu machen, dann wären wir nie aus der Höhle raus, wenn wir es vorher nicht gefunden hätten.
Speaker: Ja, das ist schon mal richtig.
Speaker: Also wir sind dafür da.
Speaker: Eine gewisse Performance brauchen wir schon.
Speaker: Eine gewisse Performance, aber die kann sich ja auch nur bilden, also ich sag mal, richtige gute Kompetenz und Performance kann sich nur bilden, wenn ich weiß, wer ich bin.
Speaker: Und was ich kann, wenn man mir den Raum lässt, mich zu entwickeln.
Speaker: Und das kann man nicht, indem man einmal kurz ein halbes Jahr lang Yoga gemacht hat oder einmal ein Wochenendseminar gemacht hat bei VHS für Achtsamkeit.
Speaker: Das sind gute Ansätze.
Speaker: Um Gottes Willen, ich will das nicht verteufeln, aber es ist ein Weg.
Speaker: Und auf diesem Weg begegnen uns ganz viele Menschen und ganz viele Möglichkeiten.
Speaker: Und wir dürfen den Mut nicht verlieren, uns immer weiterzubilden, immer weiterzuentwickeln,
Speaker: Und nicht da rauszufallen und immer wieder zurückzufallen.
Speaker: Jetzt habe ich schon wieder so einen Kurs geboot, es hat schon wieder nichts gebracht.
Speaker: Nein, weitermachen.
Speaker: Und natürlich sage ich, Selbstreflexion ist eines der wichtigsten Themen.
Speaker: Und ich kenne Menschen, die sagen, Anja, wie geht denn Selbstreflexion?
Speaker: Wie geht denn für dich Selbstreflexion?
Speaker: Ich glaube, radikale Ehrlichkeit.
Speaker: Wie machst du Selbstreflexion?
Speaker: Was machst du selber persönlich für dich?
Speaker: Ich gehe, glaube ich, ganz viel in die Verbindung mit anderen.
Speaker: Also
Speaker: Ich spreche sehr viel im Umfeld und klar meistens mit Freundinnen über Themen und bin da im Austausch.
Speaker: Also ich reflektiere da viel mehr im Austausch und habe tatsächlich sehr gute Verbindungen, weil ich da auch ehrliches Feedback bekomme.
Speaker: Dann bist du einer der glücklichen Menschen, der das bekommt.
Speaker: Ja, ich glaube aber, und das ist so eine Sache, wo andere Leute, mir auch schon Freundinnen, die ich schon lange habe, mal gesagt haben, warum sprechen dich die Leute immer an?
Speaker: Und wenn man mit dir irgendwo hingeht, interessiert sich immer jeder gefühlt nur für dich, so in Anführungszeichen.
Speaker: Und dann habe ich gesagt, naja, das ist glaube ich nicht, also es ist natürlich, ich freue mich auch darüber, solche Verbindungen zu haben, aber es ist glaube ich auch etwas, was eine Einstellungssache ist, weil ich interessiere mich auch, also ich frage auch einfach und interessiere mich da, wie war das und wie ist das?
Speaker: Und wenn du intensiver reinfragst und dich wirklich für Menschen interessiert, dann interessieren sie sich auch für dich und dann ziehst du die auch eher mal an.
Speaker: Es ist jetzt gar nicht mehr so eine Herausforderung, wenn ich irgendwo neu bin, egal was ich jetzt Neues anfange, ob das ein neuer Job war oder Studium oder Coaching-Ausbildung, ich habe
Speaker: immer jemanden gefunden, mit dem ich dann eine super enge Verbindung hatte und intensive, ehrliche Gespräche geführt habe, weil ich halt das mache, weil ich halt frage und weil ich mich darauf einlasse und weil ich aber auch mit den Geschichten und mit den Antworten auch umgehen kann, wenn der jemand solche Dinge erzählt.
Speaker: Und dich wahrscheinlich auch spiegelst, ne?
Speaker: Also dich für dich selbst auch hinterfragst.
Speaker: Mensch, wenn du eine Antwort bekommst, könnte ich, oder jemand anderes erzählt dir und du denkst dir, das kenne ich auch irgendwie, ne?
Speaker: Ja.
Speaker: Also ich kann so in gewissen Situationen und so, dann mache ich so eine Sprachnachricht, erzähle die Geschichte und sage so, liege ich jetzt falsch?
Speaker: Und dann kriege ich halt auch die Antwort, ja, du übertreibst völlig.
Speaker: Mini-Podcast kriegst du dann zurück.
Speaker: Du übertreibst völlig.
Speaker: Du steigerst dich krass rein.
Speaker: Kann es sein, dass du in deinem Zyklus an einem kritischen Punkt bist?
Speaker: Am Moment, ich muss nachgucken.
Speaker: Ah ja, kann sein.
Speaker: Hab mich reingesteigert.
Speaker: Und ich glaube, das ist einfach die Basis.
Speaker: Also ich meine, klar, nicht alle können mit anderen Menschen vielleicht so viel anfangen, aber das ist eine einfache Form.
Speaker: Wenn du wirklich bereit bist, mit anderen in eine Verbindung zu gehen, dann kriegst du auch ein ehrliches Feedback und dann kannst du das...
Speaker: musst es halt auch aushalten können.
Speaker: Das ist das eine.
Speaker: Absolut.
Speaker: Mir geht es genauso.
Speaker: Manche Menschen sagen zu mir, ich habe so eine Präsenz.
Speaker: Ich sage mal, du hast für mich auch so eine natürliche Präsenz.
Speaker: Ich habe auch so vor das Gefühl, als wir telefoniert haben, so, hey Schwester, wir kennen uns schon seit 20 Jahren.
Speaker: Was machst du heute Abend?
Speaker: Gehen wir einen Cocktail schlaufen.
Speaker: Reden wir über unsere Probleme.
Speaker: Ich nenne das so ein bisschen natürliche
Speaker: Intuition, natürliche Präsenz.
Speaker: Aber was machen wir, wenn wir solche Menschen nicht haben?
Speaker: Aber ich habe schon das Gefühl, die kann man auch, wenn man das hat, aus der Reserve locken.
Speaker: Manche ja, manche nein.
Speaker: Manchmal muss man lange suchen, glaube ich.
Speaker: Also ich persönlich, ich bin ganz demütig und dankbar für ganz tolle Menschen in meinem Leben, mit denen ich mich auf den unterschiedlichsten Ebenen austauschen kann darüber und die mir auch ehrlich Feedback geben.
Speaker: Aber wenn ich mal zum Beispiel niemanden zu greifen bekomme oder ich auch gerade mal keine Lust habe, mich mit irgendjemandem auszutauschen, ich frage mich halt zum Beispiel, welche Rollen bediene ich denn gerade eigentlich schon wieder in meinem Leben?
Speaker: Ja.
Speaker: Also wer bin ich?
Speaker: Also für mich, meine Lieblingsfragen in meinem Leben sind wirklich, wer bin ich?
Speaker: Welche Rollen lebe ich?
Speaker: Und wer bin ich eigentlich ohne diese Rollen?
Speaker: Und wer möchte ich eigentlich sein?
Speaker: Und da gibt es ja ganz, ganz viele Ansätze, in die man noch viel, viel tiefer eintauchen kann.
Speaker: Zum Beispiel halt auch im Coaching.
Speaker: Ja, ich finde auch wichtig und das ist vielleicht auch nochmal so ein Punkt, ich umgebe mich auch nur mit Menschen, mit denen ich mich gerne umgeben möchte.
Speaker: Und ich glaube, das ist für viele Menschen, die tun sich schwer.
Speaker: Das ist ja eben dieses, ich weiß nicht, wie dieses Feld jetzt hieß.
Speaker: Field of Stars oder was meinst du?
Speaker: Ja, was du vorher mit dem von Kim Scott... Radical Candle, ja.
Speaker: Also schädliche Empathie, aggressive Offenheit, manipulative Unaufrichtigkeit.
Speaker: Ich glaube, es ist diese schädliche Empathie im Endeffekt nicht zu sagen, hey, ich hab da jetzt heute keinen Bock drauf.
Speaker: Also auch zu sagen, erstens mal, ich möchte heute Abend irgendwie vielleicht nichts machen.
Speaker: Oder auch zu merken, wenn ein Menschen...
Speaker: gar nicht mehr so richtig gut tun und man trotzdem in dieser Verbindung bleibt, aber halt nur Negatives aus dieser Verbindung zieht.
Speaker: Das bin ich zum Beispiel nicht.
Speaker: Also ich würde jetzt nie, ich habe noch nie jemandem gesagt, mit dir bin ich jetzt nicht mehr befreundet.
Speaker: Aber ich lasse es halt zum Beispiel auslaufen, weil ich sage, ja, ich gebe mich doch nur mit Menschen, wo ich merke, okay, das passt und man will irgendwie das Gleiche.
Speaker: Man will sich gemeinsam weiterentwickeln.
Speaker: Das geht vielleicht im privaten Umfeld ganz gut, aber im Job geht es halt meistens nicht so gut.
Speaker: Und wie gehe ich dann damit um?
Speaker: Ich finde, solche Felder ja gerade reizend.
Speaker: Wenn ich mit dem Mensch nicht so auf einer Schwingung bin, dann gucke ich da genauer hin, weil dann hinterfrage ich lieber mich selbst.
Speaker: Warum triggert mich das denn eigentlich so?
Speaker: Was triggert mich an dem Kerl oder an der Frau so, dass ich jedes Mal im Meeting denke, Alter.
Speaker: Oder bei der E-Mail schon denkst du, oh Gott.
Speaker: Wenn du den Namen schon liest, denkst du, oh Gott.
Speaker: Aber ich habe aufgehört, ständig immer im Außen zu suchen.
Speaker: Und das hat für mich auch ganz viel mit Humild Intelligence zu tun.
Speaker: Immer nur im Außen zu suchen, warum etwas nicht funktioniert, warum der andere doof ist.
Speaker: Warum etwas...
Speaker: Sondern ich gucke immer gerne erstmal auch wirklich in meine Richtung und frage mich, warum triggert mich das?
Speaker: Welche Rolle bedient das?
Speaker: Warum tanzt mein Ego jetzt gerade wieder ein Stepptanz da oben in der Birne?
Speaker: Oder trifft es die alte Nabel von, ich will gesehen werden?
Speaker: Und das nimmt sofort meistens jegliches Feuer raus.
Speaker: Das ist auch, glaube ich, das Entscheidende bei einer Situation.
Speaker: Das habe ich dann auch irgendwann angefangen zu machen, wenn ich gemerkt habe, es gibt so Reaktionen auf gewisse Menschen, wie du es auch beschreibst.
Speaker: Und dann frage ich mich immer so, Moment, liegt es an der Person oder liegt es an der Sache?
Speaker: Dann stelle ich mir vor, wie eine ganz tolle, nette Person mich genau das Gleiche fragt und was ich antworten würde.
Speaker: Und dann weiß ich, oh, es liegt also an der Person.
Speaker: Und dann würde ich das nochmal revidieren, was ich jetzt gerade schon eingetippt habe in die E-Mail.
Speaker: Aber das ist einfach viel Arbeit.
Speaker: Und man muss, glaube ich, Erfahrungen machen und auch auf die Schnauze fallen mit seinen Erfahrungen.
Speaker: Und verstehen, dass es nie aufhört.
Speaker: Ja.
Speaker: Jetzt gehe ich nochmal zurück zu unserem Anfangssatz.
Speaker: Zukunftskompetenz ist eine Superkraft.
Speaker: Und was bedeutet das jetzt?
Speaker: Was muss ich für einen Mut haben?
Speaker: Ja.
Speaker: Also für mich ist immer die erste Frage, was ist denn überhaupt Zukunft?
Speaker: Weil Zukunft ist vorbei.
Speaker: Also definiere Zukunft.
Speaker: Also Zukunft ist für mich kein Moment oder in fünf Jahren an dem Tag zu der Stunde, sondern Zukunft ist für mich ein Raum.
Speaker: Das ist auch für mich, ich komme aus der Strategiearbeit, Menschen beizubringen, zu sagen, hey, Zukunft ist nicht nur das, was in fünf Jahren an der achten Kommastelle steht.
Speaker: Sondern Zukunft ist ein Raum, in dem man sich bewegen kann.
Speaker: Und wenn man verstanden hat, dass das einfach ein Raum ist, der zeitunabhängig ist, also Zeit ist ja auch nur eine Illusion, und sich einfach sagt, hey, ich kann mutig sein.
Speaker: Also mein Lieblingssatz ist, reine Selbstüberschätzung bei absoluter Ahnungslosigkeit.
Speaker: Also wenn ich gar keine Ahnung habe, gehe ich erst recht rein.
Speaker: Was habe ich denn zu verlieren?
Speaker: Wenn mich der Gegenüber nicht mag, hey, sorry, ist ein Problem.
Speaker: Aber da musste ich mich auch erst mal hinentwickeln.
Speaker: Jeder Mensch, da bin ich fest von überzeugt, trägt in sich eine Urwunde.
Speaker: Und die Urwunde ist, ich möchte gesehen werden, ich möchte geliebt werden, ich möchte anerkannt werden, ich möchte ein Daseinsrecht haben.
Speaker: Und wenn das getriggert wird, egal durch was, beruflich, Beziehung, Narzissten, was weiß ich, keine Ahnung was,
Speaker: dann reagieren wir halt.
Speaker: Und den Mut, jeden Tag sich jeder Situation einfach völlig neugierig zu stellen.
Speaker: Das ist für mich der Mut, den ich brauche jeden Tag.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Wir sind schon am Ende gekommen.
Speaker: Oh, what?
Speaker: Ja.
Speaker: Ich muss mal gucken, ich spicke.
Speaker: Wir sind tatsächlich schon über unserer Zeit.
Speaker: Das sind doch erst fünf Minuten.
Speaker: Ja, fühlt sich so an.
Speaker: Nein.
Speaker: Aber ich glaube, wir brauchen auf jeden Fall noch eine Fortsetzung und steigen da sicherlich noch mal tiefer in das Thema ein.
Speaker: Aber ich fand es echt spannend.
Speaker: Vor allem, ich finde, man hat nicht gemerkt, dass wir uns eigentlich noch gar nicht so richtig kannten, nur aus einer Stunde...
Speaker: Call.
Speaker: Und das ist eigentlich das Schöne daran und ich glaube, das ist das, was Leute auch mitnehmen können, wenn man wirklich sich darauf einlässt, zu sagen, ich gehe in eine Verbindung und ich will mal rausfinden, was steckt so hinter dir, dann braucht es auch nicht viel Zeit.
Speaker: So ist es.
Speaker: Wie in der Zukunft.
Speaker: Mhm.
Speaker: Was ist irrelevant?
Speaker: Zukunft ist immer jetzt und der mutig mich zu.
Speaker: Das ist dieses Zitat.
Speaker: Das ist das Zitat.
Speaker: Und deswegen sind wir wieder da angekommen.
Speaker: Mich schön.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Ich danke dir.
Speaker: Danke für die Einladung.
Speaker: Ja, gerne.
Speaker: You know.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich melde mich wieder.
Speaker: Bitte.
Speaker: Ja, auf jeden Fall.
Speaker: Sehr, sehr gerne.
Speaker: Danke.
Speaker: Vielen Dank für die Einladung.
Speaker: Wie stehst du zu diesem Thema?
Speaker: Schreib es uns gerne in die Kommentare.
Speaker: Ich hoffe, du konntest was für dich mitnehmen und vielleicht sehen wir uns ja mal bei einem unserer Workshops.
Speaker: Bis zum nächsten Mal, deine Karin.






