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KI ist mein fleißiger Werkstudent image

KI ist mein fleißiger Werkstudent

S3 E13 · ATHEMfrequenz
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39 Plays13 days ago

Inga Kollmar ist Copywriterin und Texterin – spezialisiert auf Texte, die nicht nach KI klingen. Mit einem Hintergrund in Marketing, BWL und einem Praktikum bei einer indischen Tageszeitung hat sie sich vor eineinhalb Jahren selbstständig gemacht – nicht trotz, sondern wegen des Arbeitsmarkts. In dieser Folge spricht sie über ihre Arbeit, über das Verhältnis zwischen KI und echtem Schreiben und darüber, was Texte wirklich wirken lässt.

Themen dieser Folge
→ Von Indien bis zur Selbstständigkeit – ein stringenter Marketingweg, der sich im Rückblick ergibt
→ Warum „überqualifiziert für Teilzeit" der beste Anstoß zur Gründung war
→ Copywriting, Storytelling und Zielgruppenanalyse – was den Unterschied macht zwischen Text und Text, der verkauft
→ KI als Werkstudent: Was sie gut kann, was sie nicht kann – und warum Inga ihre Texte trotzdem selbst schreibt
→ Was eine Homepage braucht, damit die KI sie findet: Struktur, Emotionen, Kontext
→ Verkaufen ohne laut zu sein – und warum Authentizität keine leere Worthülse ist

Takeaways
→ KI produziert schnell, aber generisch. Wer seine Zielgruppe kennt, schreibt besser.
→ Angst vor Veränderung ist die größte Bremse. Der richtige Umgang damit ist Neugier.
→ Man muss nicht allen gefallen – weder als Mensch noch als Text.
→ Wer weiß, was er nicht kann und nicht mag, ist authentischer – und damit glaubwürdiger.

Mehr zu Inga Kollmar
https://www.kollmarketing.de/

Transcript

Einführung in den Atemfrequenz-Podcast

00:00:06
Speaker
Aloha und herzlich willkommen bei Atemfrequenz, dein Podcast, wenn es um Human Intelligence geht.
00:00:13
Speaker
Ich bin Karin von Atem und gemeinsam mit euch begrüße ich jede Woche einen Gast zu dem Thema Human Intelligence.
00:00:21
Speaker
Der Podcast soll euch Inspiration und Motivation geben, vor allem in Zeiten von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung.
00:00:28
Speaker
Wir gehen gemeinsam mit der Frage auf den Grund, wo wir Menschen in der Welt noch Platz haben und welche Kompetenzen wir dafür brauchen.
00:00:35
Speaker
Es geht los.
00:00:36
Speaker
Viel Spaß mit der heutigen Folge.
00:00:40
Speaker
Starke Texte für starke Marken, weil Worte mit Persönlichkeit mehr sagen als leere Worthülsen.
00:00:49
Speaker
Und damit herzlich willkommen, Inga.
00:00:51
Speaker
Dankeschön.
00:00:53
Speaker
Ja, wie geht's?
00:00:54
Speaker
Ja, super, super.
00:00:55
Speaker
Ich muss gerade lachen, weil ich den Text kenne, den du da gerade vorgegeben hast.
00:00:59
Speaker
Ja.
00:00:59
Speaker
Den habe ich gefunden.
00:01:00
Speaker
Ja, wo hast du den gefunden?
00:01:01
Speaker
Ja, auf deiner Homepage mit ganz klaren und starken Worten.
00:01:07
Speaker
Also fand deine Homepage auch super, weil ich habe da einen Tipp gesehen, aber da kommen wir gleich nochmal drauf, den ich auf letzte Woche mitgenommen habe.
00:01:16
Speaker
Und den hast du direkt umgesetzt.
00:01:19
Speaker
Aber ich glaube, wir kommen dann später noch mal dazu.
00:01:22
Speaker
Stell dich doch einfach mal

Ingas Marketing-Hintergrund und internationale Erfahrungen

00:01:23
Speaker
ganz kurz vor.
00:01:23
Speaker
Wer bist du?
00:01:24
Speaker
Was machst du?
00:01:26
Speaker
Und ich stelle dann ganz bestimmt ein paar Fragen dazu.
00:01:29
Speaker
Alles klar.
00:01:30
Speaker
Ja, also ich bin Inga Kollmer.
00:01:33
Speaker
Und die Seite, von der die Karin gerade gesprochen hat, da geht es um Call-Marketing.
00:01:37
Speaker
Ich habe mich vor eineinhalb Jahren selbstständig gemacht, aber ich fange jetzt mal von vorne an, weil eigentlich habe ich einen ganz langweiligen, stringenten Lebenslauf tatsächlich, außer meinem BWL-Studium, das war nicht geplant.
00:01:49
Speaker
Hat mich aber immer dahin geführt, wo ich wollte.
00:01:51
Speaker
Also es war durch Zufall gut, sage ich jetzt mal.
00:01:54
Speaker
Und genau, also ich habe BWL studiert und war dann eigentlich immer, immer im Marketing.
00:01:59
Speaker
Ich habe auch meine Diplomarbeit im Marketing gemacht, war dann fünf Jahre in der Schweiz.
00:02:02
Speaker
Habe dort eben das durchgesetzt oder umgesetzt, meine Diplomarbeit, weil der Chef meinte, du hast da angefangen, jetzt bleibst du auch hier.
00:02:09
Speaker
Das fand ich ganz schön.
00:02:10
Speaker
Ja, gibt ja...
00:02:11
Speaker
ein schlimmere Schicksal als in der Schweiz zu leben.
00:02:14
Speaker
Ja, ich habe es auch gesehen, als ich mal so durch dein Profil geguckt habe und habe mir so gedacht, aha, spannend, da bin ich gespannt, was du erzählst.
00:02:22
Speaker
Ja, das war schon spannend.
00:02:23
Speaker
Obwohl spannender war tatsächlich, da muss ich aber nochmal ins Studium gehen.
00:02:27
Speaker
Das war ja an der FH, das war bewusst gewählt, weil ich diese Praktika so gerne mochte.
00:02:31
Speaker
Und da habe ich ein halbes Jahr auch in Indien im Marketing gearbeitet.
00:02:34
Speaker
Das habe ich mir auch aufgeschrieben.
00:02:35
Speaker
Ja, genau.
00:02:36
Speaker
Sollen wir da direkt drauf eingehen oder wollen wir da später drauf eingehen?
00:02:39
Speaker
Ja, erzähl mal.
00:02:39
Speaker
Ich finde es total spannend, dass du deine Marketingkarriere eigentlich in Indien gestartet hast.
00:02:47
Speaker
Was war das für ein Unternehmen?
00:02:48
Speaker
Ist es ein deutsches, europäisches?
00:02:50
Speaker
Nee, das war total indisch alles.
00:02:52
Speaker
Also das war in Rajasthan, also in Jaipur.
00:02:55
Speaker
Und das war die Rajasthan Patrika, so hieß es.
00:02:59
Speaker
Das war eine sehr große Zeitung, ein Zeitungsunternehmen.
00:03:01
Speaker
Ah, cool.
00:03:02
Speaker
Und das war super spannend, weil da war alles auf Hindu, außer es gab eine einzige kleine Abteilung, Turning Point hieß die, da haben die auch auf Englisch geschrieben.
00:03:11
Speaker
Und dann habe ich dort angefangen sozusagen, um mich mal so ein bisschen reinzugrooven und da musste ich über Schloss Neuschwanstein schreiben, über den ICE und es gab den Weltfrauentag zu dem Zeitpunkt, als ich drüben war und dann sollte ich einen Artikel darüber schreiben, also da fing ich schon an mit Artikel schreiben, hatte ich noch gar nichts mit Berührung bis dahin, aber das hat sich gleich irgendwie so eingegroovt.
00:03:30
Speaker
Also es
00:03:31
Speaker
Zieht sich stringent durch mein Leben.
00:03:32
Speaker
Ja, stimmt.
00:03:33
Speaker
Marketing ist wirklich etwas, was bei dir im Lebenslauf nie aufgehört hat.
00:03:38
Speaker
In unterschiedlichsten Facetten.
00:03:40
Speaker
Und das finde ich schon sehr spannend, weil ich glaube, du bist gut vorbereitet auf die Selbstständigkeit, wenn man so in unterschiedlichsten Unternehmen alle möglichen Facetten einfach gemacht hat.
00:03:51
Speaker
Ja, ja.
00:03:52
Speaker
Man hat schon, also das fühlt sich einfach auch sicher und gut an.
00:03:56
Speaker
Man kann ein Gefühl zu allem was sagen, weil ich schon alles durchgemacht habe sozusagen.
00:04:01
Speaker
Und ja, Indien war spannend.
00:04:02
Speaker
Also was man da auch erlebt hat, irgendwie wie die Geschäftsprozesse dort in Indien ablaufen.
00:04:07
Speaker
Also wirklich komplett anders.
00:04:09
Speaker
Und eins der prägendsten Dinge war, dass ich am Ende meines Praktikums natürlich gefragt worden bin, ja, was hat dir am meisten gefallen oder was hat dir gar nicht gefallen oder was ist der größte Unterschied?
00:04:19
Speaker
Und das muss ich kurz erzählen, das war so ein kleiner Schwank.
00:04:24
Speaker
Ich habe dort mich mit einem Kollegen getroffen, weil wir ein Zeitungsfeature verkaufen wollten an Versicherungen.
00:04:31
Speaker
Und dann sollten wir uns um 9 Uhr treffen.
00:04:33
Speaker
Das war damals schon ziemlich früh.
00:04:34
Speaker
Also wir haben eigentlich immer später angefangen in Indien.
00:04:36
Speaker
Wir sind entspannter.
00:04:38
Speaker
Und dann war ich die einzige um 9, die da war und keiner kam.
00:04:41
Speaker
Und irgendwann kam dann mein Kollege nach
00:04:43
Speaker
dass eben alle anderen schon da waren.
00:04:44
Speaker
Und dann dachte ich, der war vielleicht schon alleine da.
00:04:46
Speaker
Nö, war er nicht.
00:04:47
Speaker
Und dann ist der irgendwie entspannt quasi mit mir und mit dem Roller dahin gefahren.
00:04:52
Speaker
Und dann haben wir uns da mit dem Kunden getroffen, haben über seine Frau gesprochen, Tee, Tcheik natürlich getrunken, über Gott und die Welt geredet und sind dann einfach wieder gefahren.
00:05:03
Speaker
Und dann habe ich den Kollegen gefragt, wollten wir nicht eigentlich das Feature verkaufen?
00:05:07
Speaker
Ja, da war jetzt gerade nicht der richtige Vibe da und das passte nicht.
00:05:12
Speaker
Also da hat er irgendwie so das gespürt, er braucht das Thema jetzt nicht ansprechen, weil er würde es jetzt eh nicht verkaufen.
00:05:19
Speaker
Und das würde in Deutschland ja niemals passieren.
00:05:21
Speaker
Also bei uns geht es wirklich nur immer um Leistung und Vorrang und Verkaufen.
00:05:25
Speaker
Und ich war, seit ich selbstständig bin, jetzt auch ein paar so Sales-Fortbildungen, weil Sales mir nicht so liegt, sage ich jetzt mal.
00:05:33
Speaker
Ist ja immer so...
00:05:36
Speaker
Ja, und da geht es auch immer darum, wie verkaufe ich am allerbesten.
00:05:38
Speaker
Und ich merke immer so, das ist einfach nicht meins.
00:05:41
Speaker
Und ich fand diesen Vibe eigentlich ganz schön, weil wenn ich merke, ich kann dem jetzt gar nichts verkaufen und es würde verkäuferisch rüberkommen, dann lasse ich es.
00:05:49
Speaker
Finde ich eigentlich ganz schön.
00:05:50
Speaker
Das finde ich eigentlich auch ganz schön.
00:05:52
Speaker
Da kann man sich sicherlich ein bisschen was...
00:05:54
Speaker
abschneiden davon.
00:05:56
Speaker
Ich glaube, dass ich das schon so ein bisschen ähnlich mache, weil ich, wenn Leute fragen, ja, was machst du, was macht ihr bei Atem, so in dem Sinne, dann bringe ich das auf jeden Fall schon an, aber ich mache das auch nicht so zwanghaft dann, weil ich mir so denke, oder auch wenn jemand fragt, was machst du, dann baut man so ein Gespräch ja auch auf und guckt, wie weit hat jemand Interesse oder ist es was für jemanden und wenn man schon merkt, okay, jemand hat an dem Produkt, an der Dienstleistung
00:06:25
Speaker
dann kann man ja auch tiefer einsteigen.
00:06:26
Speaker
Ja, auf jeden Fall.
00:06:27
Speaker
Ich glaube, da kann man schon viel davon lernen, glaube ich.
00:06:31
Speaker
Ich habe mal einen ganz schönen Spruch gehört, den finde ich so treffend, das ist Verkaufen ohne laut zu sein.
00:06:36
Speaker
Ja, steht auch auf deiner Homepage.
00:06:38
Speaker
Ach, ehrlich?
00:06:39
Speaker
Ja.
00:06:39
Speaker
Oh.
00:06:42
Speaker
Finde ich gut.
00:06:44
Speaker
Aber jetzt nochmal zu deiner Selbstständigkeit, dass wir es abrunden.
00:06:48
Speaker
Wie kam es dann dazu, dass du gesagt hast, so, das mache ich jetzt einfach alleine und

Übergang zur Selbstständigkeit und Vereinbarkeit mit Familie

00:06:53
Speaker
selber?
00:06:53
Speaker
Also es kam tatsächlich dazu, ich war immer im Marketing, also wenn man das auch anschaut, das war glaube ich immer, hieß sogar immer Marketing Manager.
00:07:00
Speaker
Weil ich ganz häufig auch in KMUs tätig war, wo ich alleine oder vielleicht zwei, drei maximal Marketingmenschen war.
00:07:07
Speaker
Also ich war auch immer so ein bisschen der Allrounder.
00:07:09
Speaker
Und daher hatte ich auch wirklich so diesen Rundumblick und habe alles mal gesehen.
00:07:13
Speaker
Ich habe mal Agenturseitig, B2B-seitig, B2C-seitig, Industrie-seitig, E-Commerce auf der Shop-Seite, auf der Hersteller-Seite.
00:07:20
Speaker
Also wirklich, das war aber Zufall.
00:07:22
Speaker
Also total gut, dass ich aber das alles ansehen konnte.
00:07:26
Speaker
Ja, und dann hatte ich tatsächlich das Thema, dass ich quasi mit meinen Kindern, ich habe mich dann getrennt und war alleinerziehend und hatte wirklich das Thema, keinen Teilzeitjob mehr, meinen Qualifikationen entsprechend zu finden.
00:07:40
Speaker
Also ich musste ganz oft mir den Satz anhören, du bist leider überqualifiziert für Teilzeit.
00:07:46
Speaker
Oh, spannend.
00:07:48
Speaker
Ja, es war wirklich, wo ich...
00:07:50
Speaker
Oder auch gerne andersrum.
00:07:52
Speaker
Also bei deinen Qualifikationen müssten wir dich aber leider als Teamleitung einstellen und das geht nur Vollzeit.
00:07:58
Speaker
Habe ich auch gehört.
00:07:58
Speaker
Also es war immer der gleiche Konsens.
00:08:00
Speaker
Ich kenne auch diese Begriffigkeit immer Führung geht nur in Vollzeit.
00:08:06
Speaker
Da muss ich sagen, also wenn ich das höre von Unternehmen, denke ich mir so, ihr habt, glaube ich, gar nichts verstanden.
00:08:12
Speaker
Ja, ist schwierig.
00:08:13
Speaker
Weil natürlich eine gewisse Stundenanzahl braucht man auch in der Führung, klar, natürlich.
00:08:19
Speaker
Es ist nicht, wenn du irgendwie 15 Stunden die Woche machst, dann wird es wahrscheinlich schwierig, wenn du ein Team leitest.
00:08:24
Speaker
Wobei ich auch sage, wenn du nur zwei oder drei Leute, das hast du ja auch jetzt gerade beschrieben, im kleineren oder mittelständischen Unternehmen, ist das Team im Marketing ja auch nicht mit 20 Leuten besetzt, sondern hast du vielleicht zwei, vielleicht drei und dann kannst du auch mit ein paar Stunden ein Team führen und auch die strategische Weiterentwicklung machen.
00:08:42
Speaker
Absolut.
00:08:43
Speaker
Und da muss ich wirklich sagen, da müssen viele Unternehmen noch ganz, ganz viel lernen.
00:08:49
Speaker
Und das sind auch die Unternehmen, die oft wegen Fachkräftemangel schreien.
00:08:53
Speaker
Wirklich?
00:08:54
Speaker
Also es gab Stellen, die habe ich über ein Dreivierteljahr beobachtet, die sind nicht besetzt gewesen.
00:08:59
Speaker
Und dann bin ich mal mit der Personalerin wieder in Kontakt gekommen, die so, ja, ich würde dich super gerne einstellen, aber mir sind die Hände gebunden, ich muss die Stelle in Vollzeit besetzen.
00:09:09
Speaker
Und sie hätte mich sehr gerne genommen, auch in Teilzeit.
00:09:12
Speaker
Natürlich, moderne Personaler und ich glaube in der Personalabteilung, da haben das fast alle eigentlich schon verstanden, aber...
00:09:18
Speaker
Das ist immer das Problem.
00:09:20
Speaker
Du kannst den Führungskräften in den Abteilungen ja nichts aufdrücken.
00:09:24
Speaker
Die machen das ja trotzdem.
00:09:25
Speaker
Die sagen ja dann trotzdem nein.
00:09:26
Speaker
Ja, richtig.
00:09:27
Speaker
Wir wollen das nicht so, weil das war schon immer gut und das lassen wir so.
00:09:31
Speaker
Aber ich muss sagen, diese eigentlich nicht schöne Entwicklung, die mir natürlich auch viel Zeit nerven und auch ein bisschen Frustration mitgegeben hat, hat daraus gemacht, dass ich mich selbstständig mache.
00:09:40
Speaker
Das war für mich die einzig logische Konsequenz, weil ich mir gesagt habe,
00:09:43
Speaker
Eigentlich kriege ich hier nur super positives Feedback auf meinen Lebenslauf, auf mein Know-how, auf mein Wissen, auf meine Kompetenzen.
00:09:49
Speaker
Ja, dann mache ich es halt alleine.
00:09:51
Speaker
Und es war die beste Entscheidung.
00:09:52
Speaker
Ich lieb es.
00:09:53
Speaker
Ich wollte dich gerade fragen, wie geht es dir damit?
00:09:56
Speaker
Du hast jetzt gesagt, du bist alleinerziehend, oder?
00:09:58
Speaker
Ja.
00:09:59
Speaker
Und es ist ja, glaube ich, trotzdem nochmal Selbstständigkeit und alleinerziehend ja nicht so einfach.
00:10:07
Speaker
Und deine Kinder sind ja jetzt auch noch nicht so groß, dass man sagt, die können alles alleine machen.
00:10:10
Speaker
Ja, ja.
00:10:11
Speaker
Ja.
00:10:12
Speaker
Ja, das ist aber alles managebar.
00:10:14
Speaker
Also man sagt immer so schön, man wächst an seinen Herausforderungen und das ist einfach so.
00:10:18
Speaker
Das war mein ganzes Leben schon so.
00:10:20
Speaker
Und man kriegt das alles unter einen Hut und das ist ja auch dadurch, dass ich jetzt quasi mir selber auch einfach mal, wenn mein Sohn sich hier, hat er sich die Backbleche auf den dicken Zeh geworfen.
00:10:31
Speaker
Dann kann ich mir selber mal spontan freigeben, irgendwie drei Stunden mit ihm auf die Notaufnahme fahren und gucken, ob der zählgebrochen ist.
00:10:38
Speaker
Also es ist wirklich flexibler, es ist entspannter und ich habe trotzdem meine Kundenprojekte im Blick.
00:10:43
Speaker
Und ich habe auch gemerkt für mich selber, wenn man angestellt ist und so bedingt gefordert wird oder wenn es dann heißt, ja nee, das musst du gar nicht machen, das macht ja der Kollege,
00:10:56
Speaker
Ich würde es aber vielleicht gerne machen.
00:10:57
Speaker
Es ist ja so ein bisschen so, dass man dann auch, unterdrückt hört sich jetzt total falsch an, das ist jetzt der falsche Begriff, aber in der Kompetenz, in dem Kompetenzwunsch, diese Kompetenz zu erweitern, auch eingeschränkt wird.
00:11:10
Speaker
Obwohl es ja eigentlich gegen das ist, was jeder Arbeitgeber wollen sollte.
00:11:15
Speaker
Es wäre ja eigentlich schön, wenn sich die Mitarbeiter weiterentwickeln und weiterbilden und dann wird das so eingeschränkt.
00:11:21
Speaker
Also ich habe dann richtig gemerkt, dass man dann auch irgendwie so...
00:11:25
Speaker
fast passiv wird.
00:11:26
Speaker
Und ich bin kein passiver Mensch, das mag ich gar nicht.
00:11:28
Speaker
Und ja, manche gehen dann da drin kaputt oder lassen sich halt da drin darauf ein, auf diese Passivität als Arbeitnehmer.
00:11:37
Speaker
Und mein Ding war das einfach nie.
00:11:39
Speaker
Und deshalb ist das eigentlich wirklich die beste Entscheidung, die ich je treffen konnte.
00:11:43
Speaker
Ja, das ist schön.
00:11:45
Speaker
Ich glaube, das ist auch so, ich bin ja eben auch selbstständig und ich merke das schon auch, du bist zwar immer irgendwie, also du bist immer am Ball, du kannst gar nicht so richtig abschalten, aber du bist natürlich auch flexibel, wenn abends die Kinder im Bett sein, kannst du auch noch eine Stunde was machen.
00:12:01
Speaker
Vielleicht nicht mehr das, was du super, super, super konzentriert sein musst.
00:12:05
Speaker
Aber Rechnungen, Buchhaltung oder Mails kann man auch abends um neun nochmal schnell machen.
00:12:13
Speaker
Oder dann eben morgens oder auch am Wochenende.
00:12:17
Speaker
Also ich glaube, da hat man auch viel Flexibilität, aber es verschwimmt natürlich noch viel, viel mehr dieses Leben, Arbeiten, Familie.
00:12:26
Speaker
Da ist oft nicht so ein richtiger Punkt eben drinnen.
00:12:29
Speaker
Aber das finde ich gar nicht so schnell.
00:12:30
Speaker
Ja doch.
00:12:31
Speaker
Also den Punkt, finde ich, muss man sich einfach nehmen.
00:12:33
Speaker
Ja.
00:12:34
Speaker
Und doch, das finde ich, das kann man schon irgendwie auch auseinanderhalten.
00:12:39
Speaker
Und klar, wenn jetzt meine Kinder nachmittags keine Schulaufgaben oder irgendwas groß lernen müssen, also ich freue mich ja dann mit meinen Kindern, ach, die haben keine Hausaufgaben, auch super, dann kann ich ja jetzt noch arbeiten.
00:12:51
Speaker
Und das mache ich, also ich mache halt meinen Job einfach gerne.
00:12:54
Speaker
Also ich habe zum Beispiel auch schon mal mit Kollegen darüber gesprochen oder mit Gleichgesinnten, sage ich mal.
00:13:00
Speaker
dass man sein Business skalieren kann und viel automatisieren und dann sollte man sich auf eine Branche konzentrieren.
00:13:07
Speaker
Das ist aber auch gar nicht, also gerade bin ich nicht an dem Punkt.
00:13:10
Speaker
Ich möchte das gar nicht.
00:13:11
Speaker
Also erstens arbeite ich, ich mache meinen Job viel zu gerne, als dass ich alles automatisieren möchte.
00:13:16
Speaker
Zweitens habe ich da auch noch so ein bisschen so einen Anspruch, dass ich sage, also wenn ich jetzt fünf Leute in der Scheuerbranche habe, dann kriegen die ja von mir alle das Gleiche.
00:13:24
Speaker
Das fühlt sich für mich auch nicht korrekt an.
00:13:26
Speaker
Also deshalb, ich mache das noch gerne.
00:13:29
Speaker
Ja, und man ist vielleicht auch, wenn man jetzt eineinhalb Jahre selbstständig ist, auch noch nicht an dem Punkt, dass man sagt, ja, ich suche mir das aus.
00:13:36
Speaker
Ich glaube, man ist ja auch froh über jeden Auftrag, den man dann am Ende bekommt.
00:13:40
Speaker
Und egal, wie groß der ist, oder was heißt froh, das klingt so in der Haltung, dass man am Limit krebst.
00:13:46
Speaker
Aber ich glaube, man ist ja einfach froh, erst mal unterschiedlichste Erfahrungen auch einfach zu machen.
00:13:52
Speaker
Weil jedes Unternehmen ja anders ist.
00:13:54
Speaker
Und das heißt auch, wenn jetzt die einen Steuerberatung theoretisch machen und die anderen,
00:13:58
Speaker
Auch da wird es wieder komplett unterschiedlich sein.
00:14:01
Speaker
Und wenn man anfängt, muss man ja auch erstmal irgendwie gewisse Felder aufbauen und schauen, was liegt einem auch am allermeisten.
00:14:09
Speaker
Und da kommen wir jetzt auch schon mal so ein bisschen zu unserem Teil, du hast es vorhin schon gesagt, okay, Sales, wo du sagst, ach, es ist irgendwie nicht so mein Ding.
00:14:18
Speaker
Ich vermute mal, du meinst das Thema Kaltakquise.
00:14:20
Speaker
Das hasse ich auch.
00:14:22
Speaker
Das ist sowas Unangenehmes.
00:14:24
Speaker
Aber wie kommst du so klassisch an deine Kunden?
00:14:26
Speaker
Und, zweite Frage vielleicht auch gleich, was sind so Themen?
00:14:29
Speaker
Was begleitest du so?
00:14:30
Speaker
Weil wenn wir uns ja jetzt auch die KI anschauen, dann ist ja auch die Frage, ja,
00:14:37
Speaker
Wie unterscheidet sich das?
00:14:38
Speaker
Was tut sich da bei euch im Marketingbereich?
00:14:41
Speaker
Weil ich glaube, das ist schon auch ein Feld, wo alle sehr aufgeregt sind gerade.
00:14:45
Speaker
Absolut.
00:14:46
Speaker
Jetzt sind da drei

Kundengewinnung und Bedeutung der Authentizität im Marketing

00:14:47
Speaker
Fragen im Raum.
00:14:47
Speaker
Genau, wir starten mal mit, wie kommst du an deine Kunden?
00:14:50
Speaker
Also wie ergibt sich das?
00:14:51
Speaker
Also ich habe mich tatsächlich auf zwei Akquisewege einfach beschränkt, weil irgendwann muss ich ja auch mal wieder meine Jobs machen.
00:14:58
Speaker
Und das eine ist tatsächlich Kaltakquise, also entweder per E-Mail oder
00:15:02
Speaker
Da habe ich wirklich auch schon einige Kunden bekommen oder ganz viel Empfehlung oder Networking ist wirklich ganz viel, weil es ist auch ganz lustig, ein ehemaliger Chef von mir ist schon ein paar Jahre her, der ist inzwischen ein Hardcore-Vertriebler, den habe ich dann mal angerufen und gesagt, du gib mir mal einen Tipp.
00:15:20
Speaker
Und dann hat er sich schlappgelacht und hat gesagt, dich sehe ich nicht in der telefonischen Kaltakquise.
00:15:23
Speaker
Du bist einfach als Person eine Erscheinung.
00:15:26
Speaker
Die Leute müssen dich kennenlernen und wissen, was du für ein Typus bist und was du für eine Energie hast.
00:15:31
Speaker
Das kann man am Telefon gar nicht so richtig rüberbringen.
00:15:34
Speaker
Und das fand ich eigentlich ganz beruhigend, dass er mir das quasi gesagt hat, dass ich das gar nicht tun muss.
00:15:40
Speaker
Es muss ja auch an der Stelle authentisch sein.
00:15:43
Speaker
Wenn du Leute anrufst und dich total unwohl fühlst und dich dazu zwingen musst, die anzurufen, um denen irgendwie was zu verkaufen, dann wird es wahrscheinlich auch nichts werden.
00:15:54
Speaker
Ich glaube, das spürt man auf der anderen Seite.
00:15:56
Speaker
Aber jetzt habe ich gerade selber ein wichtiges Stichwort gesagt, weil er gesagt hat, die Leute spüren deine Energie, wenn du halt präsent bist.
00:16:02
Speaker
Das geht telefonisch schon auch.
00:16:03
Speaker
Also alles hat was mit Energie zu tun.
00:16:06
Speaker
Und wenn ich irgendwie am Telefon hänge, so wie du es jetzt gerade gesagt hast, dann wird das natürlich nichts.
00:16:12
Speaker
Aber wenn man dann mal jemanden anruft, muss man halt auch...
00:16:16
Speaker
Und ich habe das mal gemerkt.
00:16:19
Speaker
Ich habe mal jemanden angerufen und habe sofort gemerkt, der macht eigentlich dicht.
00:16:25
Speaker
Und dann habe ich umgeswitcht und habe ihn gefragt, sie wollen mich jetzt eigentlich am liebsten abwimmeln, oder?
00:16:29
Speaker
Und dann musste er schon lachen und wupp war die Energie getauscht.
00:16:32
Speaker
Und dann haben wir ein gutes Gespräch geführt.
00:16:35
Speaker
Also es ist leider kein Kunde geworden.
00:16:37
Speaker
Das wollte ich jetzt sagen.
00:16:40
Speaker
Aber trotzdem, ich glaube, dann gehst du aber auch raus.
00:16:42
Speaker
Beide Seiten gehen raus und fühlen sich gut.
00:16:45
Speaker
Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wir jetzt bei Atem kriegen unfassbar viele Werbeanrufe, Kaltakquise-Anrufe.
00:16:53
Speaker
Ich kriege die auf LinkedIn.
00:16:55
Speaker
Und ich habe jetzt erst letztens wieder jemandem geschrieben, weil irgendwie habe ich dann trotzdem ein schlechtes Gewissen, weil ich mir so denke, ja, nicht antworten, ghosten, auch unprofessionell und schreibt dann oft nur so einen Satz, nee, gerade nicht interessant oder mh.
00:17:08
Speaker
Und dann kam da wieder was zurück auf dieses Thema, ja, ist gerade nicht interessant und so, gerade nicht oder das Thema nicht oder blöd, ne.
00:17:17
Speaker
Und irgendwann habe ich dann echt gesagt so, sorry, aber ich glaube, du hast gar keine Ahnung von meiner Branche.
00:17:23
Speaker
gar keine Ahnung, wie wir Kunden gewinnen in dieser Branche.
00:17:27
Speaker
Und dann war Ruhe.
00:17:29
Speaker
Und dann denke ich, irgendwie ist es dann auch so, ich fühle mich dann manchmal schlechter, aber andererseits denke ich mir auch so, die Leute sind so krass selbst überzeugt, aber mit so wenig Input auch.
00:17:41
Speaker
Die sagen so, ich war auf deiner Homepage, kann ich denen ein Video schicken, was ich da optimieren kann.
00:17:45
Speaker
Das macht mich so aggressiv.
00:17:46
Speaker
Das wird mir auch immer empfohlen, das würde ich nie tun.
00:17:49
Speaker
Das ist für mich, das würde ich mir never ever angucken.
00:17:51
Speaker
Das ist Übergriffe, ja, richtig.
00:17:52
Speaker
Ich würde es mir nicht angucken.
00:17:53
Speaker
Also ich gucke mir doch kein Video von irgendjemandem an, den ich noch nie gesehen habe, der über meine Homepage spricht.
00:17:59
Speaker
Und dann kriege ich aus dem ersten Satz schon heraus, dass du gar keine Ahnung hast, wie man in der...
00:18:04
Speaker
Dienstleistungsbranche in der Personalentwicklung Kunden gewinnt.
00:18:09
Speaker
Nämlich nur über Beziehungen.
00:18:11
Speaker
Keiner, niemand in dieser Branche beschäftigt jemanden, der Führungskräftetraining macht, ohne die Person vorher gesehen zu haben.
00:18:19
Speaker
Die helfen keine Google-Rankings.
00:18:22
Speaker
Das funktioniert nicht, weil
00:18:25
Speaker
Die Leute brauchen eine Beziehung zu dir.
00:18:26
Speaker
Die müssen wissen, okay, was macht die, wie ist die, was hat die für ein Mindset, lasse ich die mit meinen Mitarbeitenden und Führungskräften arbeiten.
00:18:34
Speaker
Das hat ja Einfluss auf unsere Kultur, das hat Einfluss auf den Führungsstil.
00:18:38
Speaker
Das funktioniert nicht über Google.
00:18:40
Speaker
Also das funktioniert nur über Empfehlungen.
00:18:43
Speaker
Eine Kugel kann bestärken, wenn ja als positive Empfehlungen drin sind, natürlich.
00:18:48
Speaker
Es kann natürlich sein, dass jemand sagt, hey, ja, schau mal zu Artem, die machen das.
00:18:52
Speaker
Und dann geht er auf unsere Homepage und dann sieht er, okay, die ist professionell aufbereitet.
00:18:55
Speaker
Du gehst vielleicht nur auf LinkedIn, dann siehst du, okay, da gibt es noch einen Podcast.
00:18:59
Speaker
Also das wirkt dann natürlich professionell so.
00:19:01
Speaker
Das kann natürlich helfen.
00:19:03
Speaker
Aber dass man über das...
00:19:05
Speaker
Da brauchst du schon, glaube ich, eine sehr, sehr große Reichweite, dass man über einen Podcast oder über LinkedIn oder über die Homepage einen wildfremden Kalt sagt, okay, jetzt verkaufe ich den Führungskräftetraining.
00:19:17
Speaker
Aber wir sind abgekommen eigentlich vom Thema.
00:19:21
Speaker
Was sagst du, wie verändert sich eure Branche?
00:19:23
Speaker
Also was passiert da gerade mit der KI und welchen Einfluss hat es vielleicht auch auf deine Arbeit?

AI im Marketing: Hype versus Realität

00:19:30
Speaker
Also als allererstes vorweg, ganz viele haben ja wirklich Angst oder diese Lieblingsfrage von mir, ja dein Job braucht es ja bald gar nicht mehr, weil das macht ja alles die KI, da kann ich dann immer nur lachen oder lächeln, ich lache niemanden aus deshalb, weil das ist genau der Punkt.
00:19:45
Speaker
Jemand, der sowas sagt, der weiß A, nicht so genau wie
00:19:49
Speaker
wie man KI richtig nutzt oder einsetzt, sondern man klatscht prompt irgendwo rein und dann kommt was raus und das hört sich beim ersten Mal lesen auch so wow, ganz toll an und fachmännisch und viele nehmen das dann, aber es kommen wirklich dann auch wieder viele zurück, weil sie halt lang, wir sind ja gerade so mitten in dieser Hype-Phase von der KI und jetzt fällt es langsam wieder runter, weil man merkt, ach KI kann doch nicht alles und dann bildet sich ja so ein Plateau, wo man dann eigentlich wirklich arbeiten kann mit der KI und wir sind ja noch lange nicht
00:20:19
Speaker
auf diesem Plateau.
00:20:20
Speaker
Und da sind natürlich noch viele Frustrationen oder Hype-Phasen mit drin.
00:20:24
Speaker
Und jeder stellt für sich individuell fest, so wenn ich einen Prompt reinwerfe, zum Beispiel irgendwie erstelle ich mal ein Bild von einer alten Frau.
00:20:32
Speaker
Ja, definiere alte Frau.
00:20:33
Speaker
Hat die jetzt Falten?
00:20:34
Speaker
Hat die weiße Haare?
00:20:35
Speaker
Was ist denn alt?
00:20:36
Speaker
40 oder 90?
00:20:36
Speaker
Also mein Kind würde schon sagen, du bist alt.
00:20:39
Speaker
Ja, siehst du.
00:20:40
Speaker
Genau.
00:20:40
Speaker
Aber du hast ja auch nicht mal weiße Haare.
00:20:43
Speaker
Die KI würde irgendwas mit weißen Haaren rausschmeißen.
00:20:46
Speaker
Also und das ist eben der Punkt.
00:20:48
Speaker
KI ist, ich sage immer KI ist mein fleißiger Werkstudent.
00:20:52
Speaker
Ein Werkstudent, weil er mir natürlich viel abnimmt.
00:20:55
Speaker
Also ich kann keine Texte so schnell produzieren wie die KI.
00:20:59
Speaker
Aber ich...
00:21:01
Speaker
Das ist auch so ein Credo von mir.
00:21:02
Speaker
Ich werde nie einen Blankotext von KI erstellen lassen, sondern ich erstelle immer erstmal meine Texte und die Texte sind bei mir auch schon der zweite Schritt, weil der erste Schritt ist immer, und das vergessen tatsächlich richtig viele leider immer noch, die genaue Zielgruppenanalyse.
00:21:19
Speaker
Weil ich muss ja erstmal wissen, für wen schreibe ich denn diese Texte überhaupt?
00:21:22
Speaker
Und da gibt es super viele Ansatzpunkte, wie ich mir das anschaue, für wen ich einen Text schreibe.
00:21:27
Speaker
Da gibt es zum Beispiel dieses Farbschema, es ist jetzt ein roter Typ, ein grüner Typ, ein gelber Typ, ein blauer Typ.
00:21:34
Speaker
Und es hört sich manchmal so ein bisschen lächerlich an, so esoterisch.
00:21:38
Speaker
Das hat damit aber überhaupt nichts zu tun.
00:21:40
Speaker
Wenn jetzt du ein grüner Typ bist und familiär, esoterisch, gemeint, wenn dir das alles wichtig ist,
00:21:46
Speaker
Und ich schreibe den Text aber für einen blauen Typ, der eigentlich total gerne Zahlen, Daten, Fakten liest.
00:21:52
Speaker
Ja, und dann liest du diesen Text und da stehen ganz viele Zahlen, Daten, Fakten.
00:21:55
Speaker
Dann bist du schon weg.
00:21:56
Speaker
Dann habe ich dich verloren.
00:21:57
Speaker
Und wenn ich weiß, wer meine Zielgruppe ist und wie die Zielgruppe funktioniert, kann ich die Texte einfach aufgrund von anderer Worte, anderer Adjektive, anderer Stimmungen, Emotionen besser dort abholen, wo der Schmerz der Zielgruppe auch ist.
00:22:13
Speaker
Und das ist quasi absolut die Grundlage für alle meine Texte.
00:22:16
Speaker
Ob es jetzt wirklich nur ein Aufsteller an einem Kaffeeladen ist oder ob es ein Social-Media-Post ist oder ob es eine komplette Webseite, ein Blogpost oder sogar manchmal Pressemitteilungen.
00:22:26
Speaker
Wobei, die muss man natürlich immer ein bisschen unemotional halten.
00:22:29
Speaker
Ja, die sind auch immer ein bisschen spezieller.
00:22:30
Speaker
Die sind auch ein bisschen nüchtern oft.
00:22:32
Speaker
Aber das ist halt super wichtig.
00:22:34
Speaker
Und dann weiß ich, wer ist meine Zielgruppe.
00:22:35
Speaker
Und dann erstelle ich einen Text.
00:22:37
Speaker
Ich erstelle den Text.
00:22:39
Speaker
Das heißt, du schreibst alle Texte, alles, was du machst selber.
00:22:41
Speaker
Ja.
00:22:42
Speaker
Ich habe das mal probiert, natürlich.
00:22:44
Speaker
Klar, man muss sich ja mal ausprobieren.
00:22:46
Speaker
Und habe meine Prompts schon gut gefüttert.
00:22:50
Speaker
Und alles, was da rauskommt, ist so unfassbar generisch.
00:22:53
Speaker
Und das ist nicht nur dahingesagt.
00:22:55
Speaker
Das liest und hört man ja überall.
00:22:57
Speaker
Aber es ist wirklich so.
00:22:58
Speaker
Ich glaube, es ist auch, oder was ich denke, es fehlt dann oft so...
00:23:04
Speaker
Der rote Faden habe ich das Gefühl bei dem Text.
00:23:07
Speaker
Also wenn ich das manchmal so meine Idee habe und dann gebe ich das rein oder ich schreibe ja einfach so, wie ich es mir denke, schreibe ich ja einen Blogpost oder Newsletter, die schreibe ich ja einfach.
00:23:16
Speaker
Und dann, wenn ich das dann in die KI reingebe und sage, ja, okay, jetzt mach das nochmal irgendwie ein bisschen schöner oder verbessere das oder schau, dass die Sätze irgendwie passen, also so, dass man das da reinhaut, dann kürzt der Sachen raus, dass der Kontext überhaupt nicht mehr passt.
00:23:30
Speaker
Also der Kontext ist dann komplett anders, es fehlen Dinge, es baut nicht aufeinander auf.
00:23:36
Speaker
Vielleicht ist es mittlerweile schon besser, ich habe es einfach aufgehört auch nach einer Zeit, weil ich gedacht habe, das macht mir eigentlich mehr Arbeit.
00:23:43
Speaker
Da sage ich lieber irgendwie zur Da, da liest du drüber.
00:23:47
Speaker
Und dann sagt sie, an der Stelle würde ich noch was ändern und da versteht man es vielleicht nicht und verbessert meine Rechtschreibfehler.
00:23:53
Speaker
Und
00:23:54
Speaker
dann kommt was viel Besseres raus, als wenn wir es da irgendwie durch die KI jagen.
00:23:59
Speaker
Aber wo man es natürlich gut nutzen kann, ich finde das auch so, wenn ich Themen habe oder auch mal einen Workshop, dann frage ich den so, ja, wie würdest du das machen?
00:24:06
Speaker
Und dann gibt er mir irgendwie Punkte vor und ich nutze das halt dann als Punkte, als Brainstorming, als so Sparingspartner.
00:24:14
Speaker
Und das finde ich es eigentlich echt super, weil es mich so anstößt, nochmal...
00:24:20
Speaker
neue Ideen auszuarbeiten.
00:24:21
Speaker
Genau.
00:24:22
Speaker
Und da finde ich es echt super.
00:24:25
Speaker
Das heißt, wenn du jetzt deine Branche anguckst, sagst du trotzdem, ja, du nimmst ihn so als Werkstudent oder als Helferlein, aber das Brain dahinter bleibst immer noch du.
00:24:35
Speaker
Ja.
00:24:35
Speaker
Ja.
00:24:36
Speaker
Das ist auch so.
00:24:37
Speaker
Und das würde ich auch weiterhin jedem tatsächlich empfehlen.
00:24:40
Speaker
Ich glaube, die Leute merken es auch selber.
00:24:42
Speaker
Auch wenn KI wirklich inzwischen in eine Richtung geht, die eigentlich richtig cool ist, dass man seine eigene Tonalität, seine eigene Stimme da mit reinbringen kann.
00:24:52
Speaker
Man kann ja auch so einer KI oder so einem Agenten inzwischen sagen, also solche Wörter verwende ich zum Beispiel nie, mach bitte nie diesen blöden Dreisatz und lass den Bindestrich weg.
00:25:01
Speaker
So diese Klassiker, ja.
00:25:03
Speaker
Das geht ja alles inzwischen und da kommt tatsächlich schon auch ganz guter Content raus.
00:25:08
Speaker
Aber um das zu tun, muss man auch wirklich richtig Ahnung haben, so einen Agenten zu programmieren und man muss ihn immer nachjustieren, weil ja die Parameter von so Large Language Models sich auch tatsächlich irgendwie immer weiter so ein bisschen entwickeln.
00:25:22
Speaker
Also es ist ja auch so, wenn man irgendwie sagt, um eine gute Website zu erstellen, die von der KI empfohlen wird, gibt es die drei Parameter, dann ist das jetzt so, aber vielleicht ist das in einem Jahr auch wieder anders, weil die Parameter, äh, Entschuldigung, die KI entwickelt sich weiter, die lernt weiter und stellt fest, ach ne, das eine ist ja doch gar nicht so wichtig.
00:25:39
Speaker
Dann kommen wir zu dem Punkt, was ich vorher gesagt habe.
00:25:41
Speaker
Das passt jetzt perfekt.
00:25:42
Speaker
Ich habe nämlich letzte Woche gelernt sozusagen, wie muss eine Homepage auch aufgebaut sein, dass die KI sie auch findet.
00:25:51
Speaker
Und das fand ich an deiner Homepage sehr spannend.
00:25:54
Speaker
Du hast ganz lange so FAQs.
00:25:56
Speaker
Also du beantwortest so alle möglichen Fragen, die man dir stellen könnte von kann ich einfach unverbindlichen Angebot anfragen?
00:26:07
Speaker
Und das ist ja etwas, was die KI im Moment auch sehr, sehr gut findet.
00:26:14
Speaker
Die Leute, glaube ich, googeln trotzdem noch oder andere Suchmaschine, geben trotzdem noch etwas ein.
00:26:19
Speaker
Und wenn man dann so Punkte hat, die so ganz klar in kurzen Sätzen deine Fragen beantworten, dann ist das auch etwas, was die KI zum Beispiel gerade eben sehr, sehr gerne mag, weil die Informationen so klar und so einfach sind.
00:26:32
Speaker
Da habe ich mich so ein bisschen durch deine... Absolut.
00:26:34
Speaker
FAQs durchgeklickt und genauso machst du es auch, weil du hast genau, das ist jetzt auch keine lange Antwort, das sind kurze Fragen, kurze Antworten und ich finde eigentlich alles, was ich so wissen möchte zu deiner Arbeit, auch zu organisatorischen Dingen, wie funktioniert sowas und das fand ich eigentlich sehr, sehr spannend, das hast du auf jeden Fall schon direkt umgesetzt, das habe ich letzte Woche erst gelernt und dachte, ich muss ja cool, das finde ich hier und das ist einfach super jetzt im Moment für die KI.
00:27:04
Speaker
Was du auch machst, was wir noch gar nicht so richtig besprochen haben, ist Copywriting, Storytelling.
00:27:09
Speaker
Und du hast mir in unserem Vorgespräch erzählt, dass die Leute gar nicht wissen, was Copywriting

Die Kunst des Copywritings und Geschichtenerzählens

00:27:13
Speaker
ist.
00:27:13
Speaker
Ja, also viele wissen es nicht.
00:27:16
Speaker
Dann habe ich mich ertappt gefühlt.
00:27:18
Speaker
Ich habe das gegoogelt natürlich, was es ist.
00:27:21
Speaker
Warte mal ganz kurz.
00:27:22
Speaker
Wo habe ich es aufgeschrieben?
00:27:24
Speaker
Das ist jetzt eine gute Frage.
00:27:25
Speaker
Die Kunst, Texte zu schreiben,
00:27:28
Speaker
Die verkaufen, also die dann die Produkte verkaufen.
00:27:31
Speaker
So hat sie es übersetzt.
00:27:32
Speaker
Würdest du sagen, das stimmt?
00:27:34
Speaker
Wer hat es so übersetzt?
00:27:35
Speaker
Google.
00:27:35
Speaker
Ah, Google.
00:27:36
Speaker
Vielleicht auch die KI von Google.
00:27:37
Speaker
Die KI von Google.
00:27:40
Speaker
Platt oder generisch ausgedrückt, ja.
00:27:43
Speaker
Ist das schon richtig?
00:27:45
Speaker
Aber bei mir ploppen da natürlich gleich ganz andere Dinge auf als bei dir vielleicht oder bei jemand anders, weil Texte, die verkaufen, ist jetzt total weit gefasst.
00:27:55
Speaker
Also ein Text, der verkauft, sagt auch, kaufe mein Produkt für 7000 Euro.
00:27:59
Speaker
Ja.
00:27:59
Speaker
Das ist auch ein Text, der versucht zu verkaufen, aber wahrscheinlich schlechter als ein Text, der zum Beispiel ins Thema Storytelling eingebettet ist.
00:28:08
Speaker
Da geht es nämlich genau darum, dass dieser Text, der verkaufen soll, so hat es die KI wahrscheinlich auch gemeint, eben einen Text oder eine Kommunikationsweise wählt, die nicht zu verkäuferisch klingt, sondern eben das Ganze in eine Story packt, dass der Leser sich identifizieren kann.
00:28:28
Speaker
mit dem Antagonisten der Story und denkt, oh ja, so geht es mir eigentlich auch.
00:28:33
Speaker
Ach, der hat eine Lösung dafür gefunden.
00:28:35
Speaker
Ach, der hat es so und so gemacht.
00:28:37
Speaker
Ah ja, das probiere ich auch mal aus.
00:28:39
Speaker
Also das hat viel mit Marketingpsychologie zu tun tatsächlich.
00:28:42
Speaker
Das ist auch der eigentliche Kernpunkt, der den Copywriting von einem normalen Werbetexter unterscheidet.
00:28:49
Speaker
Also Werbetexter sind...
00:28:52
Speaker
Menschen, die Texte für Werbung schreiben und Copywriting macht das natürlich auch.
00:28:58
Speaker
Copywriting ist so ein Dreiklang aus Texten, Marketingpsychologie und Zielgruppenanalyse.
00:29:04
Speaker
Weil ich habe früher auch schon als Marketingmanager immer Werbetexte geschrieben, habe mir natürlich auch Marketing- oder Salespersonas angeguckt
00:29:14
Speaker
Aber Marketing-psychologisch hatte ich keine Ahnung, muss ich ganz ehrlich sagen.
00:29:17
Speaker
Und deshalb war so diese Weiterbildung zum Copywriter, bevor ich mich selbstständig gemacht habe, so eigentlich so das Sahnehäubchen auf meiner persönlichen Karriere, weil es mich schon immer super interessiert hat, ähm,
00:29:30
Speaker
wie man jetzt Texte oder wie man jetzt kommuniziert, ohne zu verkäuferisch zu wirken.
00:29:36
Speaker
Und wenn man jetzt eine Sales-Story in eine Geschichte verpackt, dann gibt es da gleich so, so, so viele Vorteile.
00:29:45
Speaker
Klar, viele sagen, oh Gott, ich will aber jetzt ja gar nicht so eine lange Story lesen, wenn ich ein paar Sneaker kaufen will.
00:29:50
Speaker
Ja, gut.
00:29:51
Speaker
Es gibt natürlich Produkte, die muss man auch gar nicht in so Storys packen.
00:29:55
Speaker
Wenn es aber in eine Story gepackt ist, fühlt es sich auch schon mal cooler an.
00:29:58
Speaker
Ja, und ich,
00:30:00
Speaker
Das ist ja jetzt okay, auf der Homepage sage ich, verstehe ich, dass man da nicht so eine Story vielleicht erzählen will, aber es eignet sich ja dann sehr, sehr gut für Social Media oder für Content.
00:30:11
Speaker
Newsletter.
00:30:12
Speaker
Newsletter.
00:30:13
Speaker
Und gibt es ja auch ein berühmtes Beispiel gerade, oder was jetzt gerade auch so vielleicht modern ist, ist ja auf Social Media so kurze Memes oder auch so kurze...
00:30:28
Speaker
Ja, Romane in Anführungszeichen oder so richtige Geschichten, wie jetzt zum Beispiel ganz berühmt die Deutsche Bahn das ja gemacht hat mit Anke Engelke, wo man sagt, okay, das ist eigentlich sehr smart verpackt.
00:30:41
Speaker
Natürlich auch da negatives Feedback kam natürlich wie immer, aber trotzdem ist es ja sehr smart, weil jeder spricht auch darüber.
00:30:49
Speaker
Also es hat schon auch eine gewisse Funktion dahinter und die Leute haben das auch verstanden und konnten sich mit den Geschichten aus dem Zug
00:30:57
Speaker
auch sehr, sehr gut verbinden.
00:30:59
Speaker
Jeder hat so gedacht, oh ja, das habe ich auch schon mal erlebt und konnte vielleicht auch drüber lachen.
00:31:03
Speaker
Und da, glaube ich, Social Media ist dieses Thema Storytelling und eine Geschichte, um das Produkt zu erzählen, ja schon sehr, sehr groß.
00:31:10
Speaker
Und das ist, glaube ich, auch das, was Influencer
00:31:12
Speaker
versuchen immer zu machen.
00:31:14
Speaker
Eine Story, um dieses Produkt zu erzählen, wie verwende ich das Ding im Alltag.
00:31:18
Speaker
Also bestes Beispiel, ich darf jetzt keinen Namen nennen, aber ich bin Fan von einem Outdoor-Artikelhersteller, sag ich mal.
00:31:25
Speaker
Und der vergeigt jedes Mal seine Newsletter.
00:31:27
Speaker
Und ich denke mir jedes Mal, oh,
00:31:28
Speaker
Bitte, das kann man so viel schöner machen.
00:31:31
Speaker
Zum Beispiel ging es irgendwie um das Thema so ein Zelt, was man oben aufs Auto packen kann.
00:31:36
Speaker
Und dann war da ein Bild mit Sonnenuntergang, so ein Canyon und eben dieses Zelt.
00:31:39
Speaker
Und ich habe nur das Bild gesehen und war gefühlt schon im Abenteuer drin.
00:31:43
Speaker
Und dann kam da so ein super trockener Text, ja hier können Sie kaufen auf ProduktX oder Link so.
00:31:48
Speaker
Also total aus den Emotionen wieder rausgeholt, also so richtig falsch gemacht.
00:31:53
Speaker
Und wenn man dann in so ein Newsletter eine Story reinbaut und sagt, stell dir vor, du bist gerade eben an diesem Grand Canyon und dann wirst du nicht von Fliegen zerfressen oder musst nicht zurück ins Hotel fahren, sondern kannst einfach da bleiben.
00:32:05
Speaker
Da, wo andere Leute hinfahren, um ihre Aussichtsfotos zu machen, da übernachtest du einfach.
00:32:10
Speaker
Und das ist ja der Kern einer Story.
00:32:13
Speaker
Er eröffnet Bilder im Kopf,
00:32:17
Speaker
wo man in Emotionen gerät und sich positiv dort hineinversetzt.
00:32:21
Speaker
Und das ist das Ganze an Storytelling.
00:32:23
Speaker
Das verpackt etwas in Emotionen und Geschichten und dann kann sich dein Gehirn auch gar nicht mehr wehren.
00:32:31
Speaker
Das ist ja wie, wenn man einen Film schaut.
00:32:34
Speaker
Ich weiß jetzt genau, dass der Vater des kleinen Jungs da gerade nicht in echt stirbt, weil es ist einfach nur ein Schauspieler, trotzdem weine ich.
00:32:40
Speaker
Ja.
00:32:40
Speaker
Ja.
00:32:41
Speaker
Und weil das Gehirn möchte unterhalten werden.
00:32:43
Speaker
Das Gehirn will dann gar nicht mehr die Rationalität hinterfragen.
00:32:46
Speaker
Also ich würde es jetzt kaufen, das Zelt.
00:32:48
Speaker
Siehst du?
00:32:49
Speaker
Ich habe es schon.
00:32:50
Speaker
Also ich sehe mich schon in diesem Dachzelt.
00:32:52
Speaker
Genau.
00:32:53
Speaker
Also manchmal ist es so simpel.
00:32:55
Speaker
Ja.
00:32:55
Speaker
Die haben so ein schönes Foto und müssen eigentlich nur noch beschreiben und dann kommt so ein blöder Sachtext.
00:33:00
Speaker
Und ich denke, oh nein, kaputt gemacht.
00:33:02
Speaker
Ja.
00:33:02
Speaker
Ja, das heißt, wenn wir uns mal noch zurückdenken, das, was du jetzt alles beschreibst, das sehe ich die KI noch lange nicht.

Ratschläge für junge Vermarkter

00:33:12
Speaker
Und viele, glaube ich, finden ja diese Marketing- und Social-Media-Welt, auch viele junge Leute, sehr, sehr spannend.
00:33:19
Speaker
Es hat ja auch einen super...
00:33:21
Speaker
Reiz auch, weil Social Media, wenn du das siehst und diesen Job siehst, denkst du dir so, ja, das will ich auf jeden Fall oder könnte ich mir vorstellen, das zu machen.
00:33:29
Speaker
Jetzt kommt da die KI und auch so ein bisschen so, ja, euch braucht es eigentlich nicht mehr.
00:33:33
Speaker
Wir brauchen die Leute nicht mehr und wir brauchen auch gar keine Models mehr.
00:33:36
Speaker
Wir erstellen jetzt von allen digitale Zwillinge.
00:33:39
Speaker
Was würdest du jungen Leuten raten, die trotzdem sagen, ich finde diese Branche spannend?
00:33:45
Speaker
Also es wird diese Branche weitergeben, natürlich anders.
00:33:48
Speaker
Sie entwickelt sich weiter und deshalb ist es ganz, ganz wichtig, das würde ich auch den jungen Leuten raten, dass man sich immer weiterentwickelt, dass man sich, wenn es jetzt was Neues gibt, sich daran auch weiterentwickelt, sich damit selber enabelt und ausprobiert, immer Neues ausprobieren.
00:34:05
Speaker
Also gerade jetzt diese Weiterentwicklung von KI, LLMs hin zu den Agenten, das ist ja jetzt auch schon wieder ein neuer Schritt, wo wir jetzt gerade mittendrin stecken.
00:34:14
Speaker
Und viele sind aber noch vor der KI überhaupt und sagen immer nur, ja, KI und haben dann ein bisschen Angst.
00:34:21
Speaker
Also Angst vor Entwicklung ist immer die größte Bremse.
00:34:24
Speaker
Das ist so, würde ich sagen, mein Hauptrat an junge Leute.
00:34:27
Speaker
Aber ich sehe das bei, obwohl weiß ich jetzt gar nicht, ich glaube es gibt auch junge Leute, die richtig Angst davor haben.
00:34:32
Speaker
Ich glaube schon auch.
00:34:33
Speaker
Ich glaube schon, dass man schon irgendwie Sorge hat.
00:34:37
Speaker
Es gibt jetzt auch immer mal wieder, höre ich von Leuten, dass vor allem Leute, die eben gerade ihr Studium abgeschlossen haben, dass diese Juniorstellen alle nicht mehr besetzt werden, weil das kann man einfach easy mit der KI irgendwie machen.
00:34:49
Speaker
Und dann hört es ja auf, dass du lernen kannst.
00:34:54
Speaker
Also du musst ja irgendwann im Berufsleben eine Juniorstelle besetzen oder irgendwann mal einsteigen oder ein Praktikum machen können.
00:35:01
Speaker
Und wenn das alles aufhört, weil wir sagen, das bringt uns ja irgendwie nichts mehr, dann haben schon viele Angst, überhaupt den Einstieg irgendwie zu schaffen.
00:35:11
Speaker
Ja, das verstehe ich.
00:35:12
Speaker
Aber das ist eben der Punkt, wo man sagen muss, man muss sich weiter, also mit der KI, da sind wir wieder bei dem Punkt, mit den Herausforderungen wachsen.
00:35:20
Speaker
Und wenn sich die KI jetzt weiterentwickelt, dann muss ich mich eben mitentwickeln.
00:35:24
Speaker
Und immer gucken, was passiert da gerade, was kann ich jetzt rausziehen.
00:35:28
Speaker
Zum Beispiel, weil das hattest du vorhin auch schon mal angesprochen, was braucht denn eine Webseite, um überhaupt noch in KI irgendwie sichtbar zu sein.
00:35:34
Speaker
Jetzt sag mal, das sind drei Haupthebel.
00:35:36
Speaker
Das ist einmal die Struktur, so die technische Seite, da bin ich jetzt auch nicht der beste Ansprechpartner.
00:35:41
Speaker
Aber die anderen beiden Punkte, das sind Emotionen und Content.
00:35:44
Speaker
Oder Kontext eigentlich.
00:35:47
Speaker
Und das kommt immer wieder zurück auf, also Emotionen ist tatsächlich die Texte selber.
00:35:52
Speaker
Wie schreibe ich die Texte?
00:35:53
Speaker
Positiv, positive Adjektive.
00:35:55
Speaker
Das ist total spannend.
00:35:57
Speaker
Und wenn ich das weiß, also wenn ich mich mit der KI mitentwickele und weiß, was passiert da gerade, dann kann ich mich auch weiterhin als Experte positionieren.
00:36:10
Speaker
Oder vielleicht bin ich ja sogar so kreativ, dass ich daraus etwas weiteres entwickeln kann.
00:36:16
Speaker
Ich denke, das ist das Wichtigste für junge Leute, keine Angst davor zu haben, sondern immer am Zahn der Zeit zu bleiben, sich mitzuentwickeln.
00:36:25
Speaker
Was ist also das Future Skill?
00:36:28
Speaker
Für junge Leute, oder eigentlich für alle.
00:36:29
Speaker
Neugier.
00:36:31
Speaker
Ja.
00:36:33
Speaker
Das passt gut zu dem, was du auch vorher gerade jetzt uns da erzählt hast, dieses Thema Neugier, immer am Ball bleiben und nicht aufzugeben.
00:36:42
Speaker
Ja.
00:36:44
Speaker
Ich hatte schon immer auch gesagt, ich hatte irgendwie nie Angst, dass ich keinen Job finde.
00:36:51
Speaker
Weil ich immer gesagt habe, naja, wer motiviert ist, engagiert ist und sich irgendwie einbringen will, der findet immer was.
00:36:57
Speaker
Und man darf nicht zu hohe Ansprüche haben.
00:37:00
Speaker
Ich glaube, das ist auch so ein Thema, was einem ja auch heutzutage viel suggeriert wird, wenn man studiert hat und dann warten die Leute auf einen Anspruch.
00:37:07
Speaker
Aber wenn man nicht zu hohe Ansprüche hat, neugierig ist und Bock hat, irgendwie was mitzugestalten, dann wird es wahrscheinlich auch was werden.
00:37:14
Speaker
Ja, das denke ich auch.
00:37:16
Speaker
Was ist so dein Abschlusstipp?
00:37:19
Speaker
War der schon dabei?
00:37:21
Speaker
Da haben wir eigentlich gerade drüber schon geredet, richtig.
00:37:24
Speaker
Das ist immer neugierig bleiben, sich weiterentwickeln.
00:37:29
Speaker
Der war eigentlich jetzt schon dabei.
00:37:30
Speaker
Ja.
00:37:31
Speaker
Da war mein Abschluss quasi schon dabei.
00:37:35
Speaker
Wenn du so an dich und deine Selbstständigkeit denkst und so in die Zukunft blickst, wo siehst du dich da?
00:37:43
Speaker
Hast du da schon drüber nachgedacht?
00:37:47
Speaker
Ja, eigentlich so da, wo ich jetzt bin.
00:37:50
Speaker
Weil ich habe das Gefühl, ich habe jetzt das, was ich möchte.
00:37:54
Speaker
Ich bin selbstständig, ich kann mir meine eigenen Projekte aussuchen, meine Kunden aussuchen.
00:37:58
Speaker
Das ist auch wirklich nochmal was ganz Tolles für mich persönlich auch gewesen, dass ich auch sagen kann, nee, personell passt das mit dem nicht zusammen, mit dem arbeite ich auch nicht zusammen, weil ich finde das ganz wichtig,
00:38:09
Speaker
dass man sich nicht verkleidet, verstellt, verbiegt, bloß weil er einem vielleicht nochmal ein bisschen Geld bezahlt, weil es dann auch wieder nicht authentisch ist.
00:38:18
Speaker
Und diese Authentizität, es ist gar nicht gefallen heute, das Wort.
00:38:22
Speaker
Hey, das stimmt.
00:38:24
Speaker
Vielleicht ist das noch mein Abschluss.
00:38:27
Speaker
Zu wissen, wer man ist.
00:38:28
Speaker
Ja, und auch dazu zu stehen und auch einfach stolz darauf zu sein.
00:38:33
Speaker
Und zu wissen, was man nicht kann und das auch einfach ganz offen zu sagen.
00:38:37
Speaker
Ja, und was man nicht mag.
00:38:38
Speaker
Ja, auch was man nicht mag, darf man auch sagen.
00:38:41
Speaker
Weil man damit sich selber verbiegt und nicht mehr authentisch ist.
00:38:44
Speaker
Und dann würde es auch einfach nicht funktionieren.
00:38:45
Speaker
Dann kommt auch nichts Gutes raus.
00:38:46
Speaker
Also da hätte ich auch kein gutes Gefühl für jemanden was zu schreiben, wo ich merke, ich bin überhaupt gar nicht auf einer Wellenlänge.
00:38:52
Speaker
Weil ich soll ja auch für den Kunden schreiben und ich schreibe, also das würde einfach nicht funktionieren.
00:38:57
Speaker
Ja, das funktioniert.
00:38:58
Speaker
Funktioniert auch nicht.
00:38:58
Speaker
Das ist bei mir genauso.
00:38:59
Speaker
Ich sage auch immer ganz offen und ehrlich, was ich jetzt für Schritte gehen würde mit dem Kunden oder mit den Mitarbeitenden.
00:39:06
Speaker
Und wenn dann jemand sagt, nee, das ist nicht meins, dann ist das auch völlig okay.
00:39:09
Speaker
Weil dann kann man denen auch nichts mehr beibringen oder nicht irgendwie das beibringen, was jetzt meine Expertise ist.
00:39:16
Speaker
Es gibt für jedes Unternehmen, es gibt für alles immer die richtige Person.
00:39:21
Speaker
Man muss sie halt nur finden.
00:39:23
Speaker
Ja, so ist es.
00:39:24
Speaker
Ja, vielen Dank für deine Zeit.
00:39:26
Speaker
Danke dir.
00:39:27
Speaker
Und ja, das war's schon.
00:39:32
Speaker
Wie stehst du zu diesem Thema?
00:39:34
Speaker
Schreib es uns gerne in die Kommentare.
00:39:36
Speaker
Ich hoffe, du konntest was für dich mitnehmen und vielleicht sehen wir uns ja mal bei einem unserer Workshops.
00:39:41
Speaker
Bis zum nächsten Mal, deine Karin.