Transcript
Speaker: Aloha und herzlich willkommen bei Atemfrequenz, dein Podcast, wenn es um Human Intelligence geht.
Speaker: Ich bin Karin von Atem und gemeinsam mit euch begrüße ich jede Woche einen Gast zu dem Thema Human Intelligence.
Speaker: Der Podcast soll euch Inspiration und Motivation geben, vor allem in Zeiten von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung.
Speaker: Wir gehen gemeinsam mit der Frage auf den Grund, wo wir Menschen in der Welt noch Platz haben und welche Kompetenzen wir dafür brauchen.
Speaker: Es geht los.
Speaker: Viel Spaß mit der heutigen Folge.
Speaker: Die Wahrscheinlichkeit, dass wir es schaffen, unseren Zukunftsgeist zu aktivieren,
Speaker: steigt, wenn wir Sexfähigkeiten und Eigenschaften, Kurzdimensionen, die in uns schlummern, gezielt stärken.
Speaker: Genau das habe ich bei dir gefunden, liebe Daniela.
Speaker: Und damit herzlich willkommen im Podcast.
Speaker: Herzlich willkommen.
Speaker: Wie geht's dir?
Speaker: Mir geht's gut.
Speaker: Mit dir geht's mir immer gut.
Speaker: Das freut mich.
Speaker: Ja, ich freue mich auf unsere Aufnahme.
Speaker: Mhm.
Speaker: Ich auch.
Speaker: Und ich finde, mit diesem Zitat oder, ja, es ist schon ein Zitat, einzusteigen ist perfekt, weil ich glaube, genau da wollen wir am Ende auch wieder landen.
Speaker: Mhm.
Speaker: Aber wir haben ja nicht alles geplant, deswegen schauen wir mal, wie die Folge laufen wird.
Speaker: Aber, weil wir beide ja noch nicht so berühmt sind, ist jetzt die erste Frage natürlich, stell dich vielleicht mal kurz vor, dass alle wissen, wer bist du, was machst du?
Speaker: Und ja, dann habe ich ganz bestimmt viele Fragen.
Speaker: Mega, das mache ich sehr gerne.
Speaker: Vielen Dank fürs Intro, liebe Karin.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Dann lege ich mal los, wo ich geboren bin.
Speaker: Ich bin geboren in einem kleinen Dorf und da auch aufgewachsen.
Speaker: Habe dann eben auch Realschule gemacht und mittlere Reife und als Beamtin gearbeitet im mittleren Dienst.
Speaker: Ich habe dann festgestellt, dass ich mir das nicht vorstellen kann bis zu meinem Lebensende tatsächlich.
Speaker: Und nochmal entschieden, was anderes zu machen zum Leidwesen.
Speaker: Damals meiner Mama tatsächlich, weil die sich nicht vorstellen konnte, dass man das Beamtentum quasi an den Nagel hängt.
Speaker: Das hatte ich total mitfühlen, weil meine Mutter ist auch Beamtin, tatsächlich Finanzbeamtin.
Speaker: Und die hat auch nicht verstanden, warum mich das gar nicht angezogen hat.
Speaker: Aber ich habe es auch nie gemacht.
Speaker: Ja.
Speaker: Dann habe ich Abitur gemacht tatsächlich und nach dem Abitur mein Studium angefangen.
Speaker: Da trifft sich jetzt wieder auch privat mit beruflich oder eben Studium vorbereiten für den Beruf.
Speaker: Denn mein Studium ist eingerahmt von meinen beiden Töchtern Sina und Marlin.
Speaker: Genau, Sina ist geboren im ersten Semester und Marlin im letzten Semester quasi, mit der durfte ich dann auch meine Diplomarbeit schreiben.
Speaker: Genau.
Speaker: Also sehr spannend und ungewöhnlich auch zu der damaligen Zeit.
Speaker: Aber im Nachgang betrachtet finde ich es immer noch total spannend und auch gut tatsächlich, weil es irgendwie nie den richtigen Zeitpunkt gibt.
Speaker: Absolut.
Speaker: Und die Vereinbarkeit auch sehr gut war mit dem Studium tatsächlich.
Speaker: Ja, das glaube ich.
Speaker: Anstrengend aber, weil ich meine, du musst ja trotzdem mit so...
Speaker: Bei den allermeisten Kindern wenig Schlaf, musst du ja trotzdem irgendwie lernen und da am Ball bleiben.
Speaker: Also hat Vor- und Nachteile.
Speaker: Ja, absolut, absolut.
Speaker: Tatsächlich habe ich während des Studiums auch meine Leidenschaft für Steuern entdeckt, was ich nicht gedacht hätte.
Speaker: Finde ich auch überraschend, ehrlich gesagt.
Speaker: Einiger Professoren haben die mich davon überzeugt, dass Steuern super spannend ist.
Speaker: Vor allem eben auch die Internationalität fand ich mega und Gestaltungsmöglichkeiten, die man hatte im steuerlichen Bereich.
Speaker: Und insofern habe ich mich dann damals entschieden, auch Steuern und Prüfungen mit Schwerpunkt zu studieren und habe dann auch nach dem Studium sozusagen den Einstieg gefunden bei den Beratungsgesellschaften, habe meinen Steuerberater gemacht und dann in die Industrie gewechselt.
Speaker: Ich habe also jetzt fast schon 25 Jahre Erfahrung eben im Steuerbereich und sowohl in Beratungsgesellschaften als auch in Industrieunternehmen.
Speaker: Steuerberater sagte ich schon, hatte ich gemacht.
Speaker: Und zuletzt hatte ich mich jetzt eben auch entschlossen, quasi aus dem System einer festen Gesellschaft oder eben auch eines Konzerns auszusteigen und zu gründen.
Speaker: Genau, also ich bin jetzt stolze Gründerin von TexCulture und wir bieten da auch unterschiedliche Beratungsleistungen an.
Speaker: Ja, das ist ein unglaublicher Weg, wie ich finde.
Speaker: Ich habe nämlich was ganz Witziges aufgeschrieben, von Beamten zur Selbstständigkeit.
Speaker: Das ist ungefähr so das Konträrste, was man sich, glaube ich, vorstellen kann.
Speaker: Und finde ich eigentlich sehr, sehr witzig.
Speaker: Und ist ein bisschen auch entgegen diesem Trend, dass jetzt ja auch viele wieder in so sicherheitsliebende Jobs wollen.
Speaker: Oh ja, das stimmt.
Speaker: Und was ich auch eigentlich spannend finde, ist dieser, in diesem ganzen Steuerkontext, ist ja auch so eine Selbstständigkeit, weil du bist jetzt ja nicht klassische Steuerberaterin, was man jetzt vermuten würde, dass du dich selbstständig machst als Steuerberaterin.
Speaker: Steuerberaterin, sondern du hast ja eigentlich eine ganz andere Vision.
Speaker: Komme ich aber gleich nochmal drauf.
Speaker: Du hast erzählt, du warst viel in Unternehmen, auch in diesem klassischen Corporate und vielleicht hast du da für uns mal so einen Einblick, wie sieht es aus?
Speaker: Also wie können wir uns vorstellen, was hast du da gemacht?
Speaker: Ich habe ja schon vieles auch gelesen dazu, aber ich glaube, es ist super spannend, mal für andere zu erfahren, wie ist es so als Steuerberaterin oder Fachfrau in dem Bereich?
Speaker: In dem Unternehmen dann tatsächlich, ne?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also super spannend tatsächlich.
Speaker: Und ich bin schon auch ein Industriekind mit Herz und Leidenschaft, würde ich sagen.
Speaker: Warum?
Speaker: Weil ich das mega spannend fand, neben dem Steuerlichen sozusagen wahnsinnig viele Schnittstellen auch zu anderen Fachabteilungen zu haben.
Speaker: Und da auch die Menschen kennenzulernen mit ihren Persönlichkeiten und mitunter eben auch die Steuerthemen dann zu übersetzen in die jeweils andere Sprache, auch wenn wir alle Deutsch oder Fränkisch sprechen.
Speaker: Ja.
Speaker: Damit das eben auch verstanden wird.
Speaker: Tatsächlich, das fand ich total spannend, weil man eben mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, unterschiedlichen Charakteren viel zu tun hatte.
Speaker: Und das schon auch eine Herausforderung war, dann tatsächlich die steuerlichen Regularien eben dann auch in die Praxis umzusetzen.
Speaker: Oftmals auch unter zeitlich ganz knappen Bedingungen, sodass dann hoher Druck dahinter war und man auch immer angewiesen war auf das Commitment quasi von den anderen Mitarbeitenden aus den anderen Abteilungen.
Speaker: Also mega spannend.
Speaker: Natürlich haben wir auch Deklarationen gemacht, eben Steuererklärung.
Speaker: Für das Unternehmen quasi.
Speaker: Für das Unternehmen selbst, genau.
Speaker: Auch die Geschäftsführung beraten, auch Konzepte erarbeitet und Strategien entwickelt.
Speaker: Super spannend tatsächlich und auch international gearbeitet in den Unternehmen.
Speaker: Auch das fand ich mega interessant, weil ich da noch super spannend fand, wie die unterschiedlichen Finanzbehörden in den unterschiedlichen Ländern agieren.
Speaker: Und aber auch die Mitarbeitenden da oder eben die Berater in den unterschiedlichen Ländern, weil es doch einfach interkulturelle Unterschiede gibt, die man gar nicht unterschätzen darf.
Speaker: Ja, das habe ich mir auch aufgeschrieben.
Speaker: Das steht bei mir hier auch als einer.
Speaker: Ein Punkt, den ich auch super spannend finde.
Speaker: Du hast ja zum einen diese internationalen Regulatoriken, wo du dich so ein bisschen anpassen musst.
Speaker: Das ist sicherlich aber auch was, wo du sagst, okay, da arbeite ich mich ein und da komme ich zurecht.
Speaker: Aber ich glaube, eine andere Herausforderung ist ja dieses komplette Kulturelle, was da dahinter steckt, mit den Menschen erst mal zurecht zu kommen.
Speaker: Und ich glaube, den Klassiker kennt ja jeder.
Speaker: Wir Deutschen, ja, 12 Uhr ist 12 Uhr und dann gehst du mal irgendwie in südliche Regionen, da ist es dann okay.
Speaker: Ja gut, dass da jemand um Viertel nachkommt oder vielleicht nicht ganz so dramatisch ist, ja völlig normal.
Speaker: Also ich glaube,
Speaker: Das stellt dich in dem ganz normalen Berufsalltag auch schon vor Herausforderungen, sage ich jetzt mal.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Und ein Beispiel hatte ich eben auch aus Mexiko, dass da es üblich ist, dass auch sich die Finanzbehörden mit dem Mandanten oder Steuerpflichtigen eben umarmen.
Speaker: Also das kennt man jetzt.
Speaker: Bei uns ja gar nicht.
Speaker: Ich würde mal sagen eher konservativen, traditionellen und ich denke auch in dieser Steuerbehörde ja auch ganz viel Seeds-Kultur.
Speaker: Egal, ob du jetzt in einem Unternehmen, glaube ich, Duts-Kultur oder so hättest.
Speaker: Ich glaube, das ist nochmal so bei uns in Deutschland so, das ist ja schon so...
Speaker: Weiß ich nicht, das ist so eine Ehrfurcht vor so einer Behörde.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: In mehr Distanz auch.
Speaker: Wobei das heutzutage, finde ich, auch ein ganz wichtiger Punkt ist tatsächlich in der Zusammenarbeit, dass man auf Augenhöhe auch arbeitet mit den Finanzbehörden und da ein gutes Verhältnis hat.
Speaker: Also das auch zu pflegen und vielleicht auch mal Besprechungen zu machen,
Speaker: die jetzt nicht zwingend vorgegeben sind, einfach auch um die Finanzbehörden auf dem Laufenden zu halten und eben auch das Verhältnis zu pflegen zu den Behörden.
Speaker: Das merke ich aber auch.
Speaker: Ich hatte jetzt mal eine Frage und habe dann schon so gedacht, boah, schauen wir mal, was da passiert.
Speaker: Da war super freundlich und hilfsbereit und auch bei der Vereinsgründung, die wir jetzt ja gemacht haben.
Speaker: Da haben die auch vorher sich da abgestimmt.
Speaker: Und da war ich auch ein bisschen überrascht eigentlich, wie viel, ja, also weiß ich nicht, vielleicht war es schon immer so, jetzt wo man in den Genuss kommt, das mal machen zu müssen oder dürfen, ist es vielleicht was anderes.
Speaker: Aber was ich auch noch aufgeschrieben habe, was ja für mich in meinem Alltag besonders interessant ist, ist ja dieses Thema Führung.
Speaker: Also zum einen hast du geschrieben, virtuelle Teams, die du geführt hast.
Speaker: Das ist ja schon mal auch eine ganz besondere Sache.
Speaker: Aber ja auch diese Thematik, ja, internationales Führen, beziehungsweise, was auf deiner Homepage auch als Punkt steht, den habe ich nämlich gefunden, Female Leadership.
Speaker: Und ich glaube, das ist auch so ein Thema von dir, wo du aktiv bist, auch dieses, ja, also zum einen das Thema Führung zu stärken oder da, ähm,
Speaker: Auch vielleicht in dieses Thema Steuernbranche, ich kann mir auch vorstellen, da ist natürlich auch noch nicht so alles New Work und dann eben auch noch dieser Female Partner.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also in der Steuerbranche noch nicht so das New Work angekommen tatsächlich.
Speaker: Teilweise schon, muss man auch sagen, aber teilweise eben auch nicht.
Speaker: Und in den Unternehmen natürlich auch abhängig, in welchem Unternehmen man arbeitet und arbeitet.
Speaker: Welche Unternehmenskultur da einfach vorherrscht, auch ganz klar.
Speaker: Tatsächlich, das virtuelle Zusammenarbeiten ist absolut verstärkt gekommen mit Corona.
Speaker: Und da waren wir ja vor der Herausforderung, wie alle gestanden, dass man dann noch heute auf morgen sich überlegen musste, wie wir denn zusammenarbeiten können.
Speaker: Glücklicherweise zu dem Zeitpunkt war das Unternehmen so, dass wir ratzfatz eben auch umgestellt hatten auf eine entsprechende Technik, dass es auch möglich war.
Speaker: Nichtsdestotrotz ist es zweigeteilt.
Speaker: Zum einen hatten wir Corona, zum anderen hatten wir eben auch eine krassen Nachfrage, würde ich jetzt mal sagen, nach Mitarbeitenden in dem Steuerteam.
Speaker: Und aufgrund der Tatsache, dass es in Deutschland gar nicht so einfach war, eben auch Mitarbeitende zu bekommen,
Speaker: hatten wir dann gesagt, okay, dann lass uns doch mal in Tschechien gucken, weil da eben auch eine Niederlassung war von dem Unternehmen.
Speaker: Und so kam das, dass das quasi in festes Steuerteam eben verteilt war, im Frankenland sozusagen, aber eben auch in Tschechien.
Speaker: Und zum guten Schluss hatten wir dann auch noch eine Mitarbeitende in Mexiko, sodass es eben ganz bunt gemischt war tatsächlich das Team.
Speaker: Und
Speaker: Und auch da festgestellt habe, auch im Verhältnis zu Tschechien, dass auch mit Tschechien selbst immer noch kulturelle Unterschiede da sind, wo man meint, das ist doch so eng und wir sind schon so zusammengewachsen eben auch mit Tschechien.
Speaker: Aber was doch immer wieder gezeigt hat, dass es auch gut ist, wenn man das berücksichtigt und auch in seiner Führungsarbeit entsprechend einbaut.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Auf jeden Fall.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, virtuell, genau, grenzüberschreitend.
Speaker: Wir hatten eben also dann nicht nur in diesen Ländern, das war das Kernteam, aber eben auch in anderen Ländern, China, USA und europaweit eben ganz viele Mitarbeitende, mit denen wir dann auch zusammengearbeitet haben.
Speaker: Und ich fand es eben auch immer super wichtig, dass man auch ein Teamgefühl hat, auch wenn man sich vielleicht nicht sieht.
Speaker: Und dann die Zusammenarbeit auch besser funktioniert und man sich eben auch verlassen kann auf die anderen.
Speaker: Wie habt ihr das gemacht?
Speaker: Also hast du regelmäßig, ich meine das eine ist, du siehst dich da, aber ich denke mal Corona wissen wir alle.
Speaker: Wenn das dann noch reinkommt, dann ist das mit dem Reisen auch schwierig.
Speaker: Ja, tatsächlich.
Speaker: Also was sind so deine Tipps?
Speaker: Ja, wir hatten dann auch virtuelle Workshops gemacht tatsächlich.
Speaker: Teilweise ging das ganz gut mit Profilerstellung, jetzt fällt mir das richtige Wort nicht dafür ein,
Speaker: Also wo ich quasi eine Analyse mache, welcher Typ ich bin von Persönlichkeit.
Speaker: Ah ja, ja, ja, so Persönlichkeitstests.
Speaker: Persönlichkeitstests, wo natürlich auch im Vorfeld abgestimmt war, dass das für jeden Mitarbeitenden in Ordnung ist.
Speaker: Und dann eben die unterschiedlichen Charaktere kamen.
Speaker: Das war super, weil man das online in unterschiedlichen Sprachen machen konnte und das dann eben besprechen.
Speaker: Oder wir hatten ein Meeting gehabt, wo eben immer einer vor der Kamera saß und
Speaker: Und dann durfte man eine Minute gucken, wie der aussieht.
Speaker: Und dann hat er die Kamera ausgemacht und er hat dann was verändert.
Speaker: Oder die Person hat dann was verändert und dann die Kamera wieder angemacht und alle mussten gucken, was er jetzt verändert hat.
Speaker: So Kleinigkeiten, das klingt jetzt nicht hochtrabend tatsächlich, aber stellt doch nochmal eine andere Verbindung her an sich, als wenn man sich eben ausschließlich über die fachlichen Themen austauscht und zahlt sich definitiv aus dann im weiteren Verlauf der Zusammenarbeit.
Speaker: Und auch ein bisschen Zeit in die Richtung zu investieren.
Speaker: Jetzt hast du dich selbstständig gemacht.
Speaker: Jetzt kommen wir zu dem Teil, der vielleicht für viele irgendwie spannend ist, weil die logische Konsequenz, die jetzt wahrscheinlich alle denken, ist, naja gut, sie ist jetzt Steuerberaterin.
Speaker: Nee, erzähl mal.
Speaker: So ein bisschen Steuerberaterin, würde ich sagen, genau.
Speaker: Was ich nicht mache, ist tatsächlich die klassische Steuererklärungen und Buchhaltungen, das mache ich nicht und das...
Speaker: können andere besser.
Speaker: Genau, ich habe mich auf meine Kernkompetenzen fokussiert.
Speaker: Das ist das internationale Steuerrecht und Umsatzsteuer und Projektbegleitung eben auch im Rahmen von Betriebsprüfungen oder internationalen Verfahren und M&A-Verfahren.
Speaker: So, das ist eine Säule meiner Arbeit.
Speaker: Die zweite Säule ist tatsächlich
Speaker: Die steuerliche Organisationsentwicklung, so habe ich das genannt, weil das ein Herzensthema für mich ist, Steuerabteilungen eben zu unterstützen, sich zukunftsfähig aufzustellen und zwar nicht nur im Hinblick auf die fachlichen Anforderungen, denn das haben ja die Steuerabteilungen selbst auf dem Schirm und
Speaker: können das auch selbst ganz gut abbilden und auch strategisch entwickeln.
Speaker: Aber mir geht es eben auch darum, wie arbeite ich in dem Team zusammen, wie arbeite ich mit anderen Abteilungen zusammen und wie stellt sich da bestmöglichst auf.
Speaker: Und jetzt kann man sich vorstellen, im steuerlichen Bereich trifft uns natürlich auch die künstliche Intelligenz und Digitalisierung schon seit einiger Zeit natürlich, aber vor allem eben auch die künstliche Intelligenz.
Speaker: und Budgetkürzungen.
Speaker: Und insofern ist es mir dann nochmal ein Herzensthema zu sagen, wie kann ich denn auch eine Steuerabteilung aufstellen, um all diese Anforderungen, die drumherum sind, eben auch gut im Unternehmen abbilden zu können, zum einen.
Speaker: Und zum anderen aber auch die Mitarbeitenden und Führungskräfte so entsprechend aufzustellen, dass sie mit den ganzen Anforderungen und Herausforderungen und vor allem eben auch Unsicherheiten eben gut aufstellen.
Speaker: umgehen können und sich selbst entwickeln, aber auch die Mitarbeitenden.
Speaker: Und oftmals habe ich da auch schon gehört, wenn ich mich nicht entwickeln will, ja.
Speaker: Das ist aber eine spannende Frage.
Speaker: Ich mag mich gar nicht entwickeln.
Speaker: Das passt ganz gut zu dem, was ich in der ersten Folge quasi auch gesagt habe.
Speaker: Da haben wir auch mal so ein Snippet gepostet, wo ich gesagt habe, naja gut, grundsätzlich ist es ja deine Aufgabe, dich da am Arbeitsmarkt fähig zu halten.
Speaker: Ja, gut.
Speaker: als Mitarbeitender und wenn du das nicht machst, bist du halt irgendwann raus.
Speaker: Deswegen spannende Frage, was ist, wenn ich mich nicht entwickeln will?
Speaker: Vermutlich bist du einfach irgendwann raus, würde ich sagen.
Speaker: Ja, für mich ist die spannende Frage, woran liegt es denn, dass die Person sich nicht entwickeln möchte?
Speaker: Das ist die erste Frage, ja.
Speaker: Also vielleicht machen die Aufgaben jetzt auch Spaß oder vielleicht möchte man auch an dem Bewerten festhalten tatsächlich, um da nochmal zu hinterfragen, woran liegt es denn und
Speaker: Es muss ja auch keine Entwicklung jetzt in Hierarchien gedacht sein, sondern es kann ja auch eine Aufgabenerweiterung sein oder einfach mal was anderes zu tun.
Speaker: Was ist dein Gefühl in diesem Kontext oder diesem Steuerberatungskontext oder in dem Umfeld?
Speaker: Woran scheitert da die Entwicklung?
Speaker: Ja.
Speaker: Ich bin jetzt kein Profi, aber ich habe natürlich auch in Unternehmen gearbeitet und jetzt arbeite ich jetzt auch mit unserem Steuerberater oder mit denen zusammen.
Speaker: Und für mich ist es ganz oft von außen irgendwie schon schwer, so festzustellen, boah, manche arbeiten da wirklich auch wie...
Speaker: In der Steinzeit.
Speaker: Also eine Freundin von mir muss tatsächlich alle Rechnungen, die sie bekommt, auch online, ausdrucken, jeden Monat, abheften und dort abgeben bei der Steuerberaterin.
Speaker: Gut, ich denke mal, da sind wir schon nochmal ganz weit hinten unterwegs.
Speaker: Mhm.
Speaker: Aber bei vielen Dingen merke ich so, da ist irgendwie diese Bereitschaft, sich da irgendwie anzupassen, nicht da.
Speaker: Und gleichzeitig wäre jetzt meine Erklärung ist irgendwie so ein bisschen, weil der Druck oder dieser noch nicht da ist, sich verändern zu müssen.
Speaker: Weil, ja, sie sind ja immer noch ausgebucht, sage ich jetzt mal.
Speaker: Ja.
Speaker: Und vielleicht ist es aber auch was anderes in Steuerabteilungen, sage ich jetzt mal, die jetzt in einem Unternehmen sind.
Speaker: Ist ja vielleicht auch nochmal ein ganz anderes Umfeld.
Speaker: Ja, ich glaube, im Unternehmen hängt es stark davon ab, auch da wieder, wie die Unternehmenskultur ist.
Speaker: Und wie man arbeitet, ob man da eben auch noch Ordner vorfindet im ganz klassischen Sinne mit Papier oder eher digital aufgestellt ist oder nicht.
Speaker: Aber ich denke schon, dass es bei vielen der Grund ist, dass man eben an bewährten oder den bisherigen und den Gewohnheiten ganz gerne festhält und es eben eher schwierig ist, da auch sich zu verändern oder auch mal was auszuprobieren.
Speaker: Ich finde auch, dass...
Speaker: Es ist manchmal die Fehlerkultur auch nicht erlaubt, die es gibt, was Neues auszuprobieren, um eben zu sehen, ob es funktioniert oder nicht, eben mit dem Bedenken, dass es nicht funktionieren könnte und dann ein Fehler entsteht und so.
Speaker: das ja nicht akzeptiert wird.
Speaker: Ja gut, Fehlerkultur bist du ja auch wieder bei dem Kulturthema im Endeffekt.
Speaker: Und wenn wir jetzt auch diese Branche, Steuerbranche etc.
Speaker: angucken, ich meine, da tut sich ja bestimmt auch sehr, sehr viel, was die KI angeht und ich meine, da ist sie auch wunderbar geeignet.
Speaker: Also ich meine, Regulatorien, Gesetze, das ist ja auch, wenn ich jetzt HR angucke zum Beispiel, ist ja genauso, ich musste zum Glück nie Lohnabrechnung machen, weil das wäre für mich der Horror gewesen, aber
Speaker: Da weiß ich, dass die jedes Jahr eine Schulung besuchen mussten, was es im Sozialrecht für Neuerungen gab.
Speaker: Also so richtig dicke Bücher dann durchmachen mussten und so.
Speaker: Und ich glaube, dafür ist die KI ja wunderbar geeignet, wenn ich dann einfach meine Frage da reinschicke, was sind die Neuerungen und das spuckt es mir einfach irgendwie aus.
Speaker: Das spart mir ja so unfassbar viel Zeit.
Speaker: Und ich denke halt auch,
Speaker: Und kann mich wunderbar auch unterstützen, dass ich nicht alle Dinge dann lernen muss und wissen muss.
Speaker: Weil ich meine, ich muss ja auch nicht alle gesetzlichen, steuerrechtlichen Neuerungen im Kopf haben und wissen, sondern ich frage halt einfach schnell die KI und die sagt halt dann, das ist so und so.
Speaker: Klar, die muss jetzt natürlich das auch noch lernen.
Speaker: Also wie sie dort hinkommen, ist so genau.
Speaker: Ja, das war ganz so weit, aber...
Speaker: Ja, wir wissen alle, wir vertrauen der KI natürlich nicht zu 100 Prozent, aber irgendwann, glaube ich, ist das ja so ein entscheidender Faktor für die Branche zu sagen, ja, Wissen muss nicht mehr bei jedem Einzelnen so groß sein, sondern wir können uns viel mehr vielleicht auf andere Themen konzentrieren.
Speaker: Was ist deine Meinung dazu?
Speaker: Also was verändert sich oder wenn ich jetzt wirklich sage, ich finde Steuern auch total sexy?
Speaker: Ich mache das.
Speaker: Was muss ich können?
Speaker: Oder was glaubst du, es sind so Kompetenzen?
Speaker: Ja, da muss ich hin.
Speaker: Also das müsste ich drauf haben.
Speaker: Ja, auf jeden Fall braucht man noch ein Grundverständnis von den steuerlichen Kenntnissen tatsächlich.
Speaker: Also sich da komplett auf die KI zu verlassen, wäre schwierig, glaube ich.
Speaker: Ja, das glaube ich auch.
Speaker: Tatsächlich können die Fragen noch so gut sein, wie sie wollen, aber...
Speaker: Das ist noch schwierig.
Speaker: Da wird sich aber, meine ich, schon sehr viel verändern.
Speaker: Und kürzlich, und da komme ich jetzt eben auch wieder darauf, hat jemand bei einer Keynote gesagt, dass wir zukünftig eben einen CQI haben werden.
Speaker: Also einen Chief Questioner Officer.
Speaker: Kein I, sondern ein O dann.
Speaker: Das heißt, man wird jemanden haben, der dafür verantwortlich ist, die richtigen Fragen zu stellen.
Speaker: Und ich glaube, sowas ändert sich definitiv.
Speaker: Und ich glaube aber auch, dass ich im steuerlichen Bereich auf jeden Fall, und das sehen wir jetzt schon durch die Digitalisierung, viele einfachen, repetitiven Aufgaben, die werden wegfallen, die verändern sich definitiv.
Speaker: Und das ist eben auch die Chance, die ich sehe mit der KI und der Digitalisierung, dass wir eben einfachere Tätigkeiten, die uns bislang einfach wahnsinnig viel Zeit kosten, dass die wegfallen und wir uns dann wirklich um
Speaker: Ich habe es genannt wertschätzende und wertschöpfende Tätigkeiten kümmern können, die dann auch einen Benefit hat, eben sowohl für den Mitarbeitenden als auch für das Unternehmen an sich.
Speaker: Du hast ja auch vorhin gesagt und deswegen, wenn du sagst, okay, diese einfachen Tätigkeiten, die viel Zeit kosten und vielleicht vielen auch nicht so richtig Spaß machen,
Speaker: wenn die wegfallen, dann ist ja vielleicht auch ein Thema gelöst, dass man schwierig auch Leute findet in dem steuerlichen Bereich, weil du ja vorher auch gesagt hast, ihr seid dann nach Tschechien gegangen und ich vermute mal, da geht es jetzt nicht unbedingt um den Steuerberater, der schon x Jahre Erfahrung hat, sondern eher ja auch um Leute, die eher wahrscheinlich die einfacheren Dinge übernehmen.
Speaker: Das heißt, man würde ja vielleicht sogar zwei Themen erschlagen.
Speaker: Also wir hatten tatsächlich beide, aber hauptsächlich ging es
Speaker: Es geht um die erfahrenen Steuermitarbeitenden, die schon längere Berufserfahrung hatten und jetzt gar nicht die einfacheren Tätigkeiten hatten.
Speaker: Und da hat sich eben gerade auch der internationale Bereich angeboten, weil es ist schon schwierig tatsächlich dann im Ausland deutsches Steuerrecht zu administrieren.
Speaker: Ich vermute mal, dass wir in Deutschland auch viel mehr Regeln haben.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Oftmals ja.
Speaker: Aber in dem internationalen Bereich ging es super.
Speaker: Und eben auch mit Englisch einfach sehr, sehr gut heranzuhaben.
Speaker: Definitiv.
Speaker: Genau.
Speaker: Ja.
Speaker: Wir sind ja schon ein bisschen mittendrin, was braucht man?
Speaker: Aber ich komme nochmal zurück auf mein Anfangszitat.
Speaker: Das Thema Zukunftsgeist ist ja ein Herzensthema auch von dir.
Speaker: Habe ich so mit rausgelesen, beziehungsweise hast du mir natürlich auch vorab verraten, was verstehst du darunter?
Speaker: Muss man vielleicht jetzt auch nicht unbedingt auf diese Steuerbranche beziehen, aber was verstehst du darunter?
Speaker: Und es ist was, wo du sagst,
Speaker: Danach arbeite ich auch.
Speaker: Oder wenn jemand jetzt mit mir zusammenarbeiten würde, dann ist es so ein Thema, was ich gerne fördern würde.
Speaker: Ja, Zukunftsgeist ist schon so ein bisschen wie ein glitzerndes Einhorn, würde ich mal sagen.
Speaker: Vor allem auch in der Steuerbranche.
Speaker: Hängt aber ganz stark zusammen tatsächlich mit den sogenannten Future Skills, die man heutzutage eben auch braucht, um eben zukunftsfähig zu sein und auch zukünftig eben auch mit den neuen Anforderungen umgehen zu können tatsächlich.
Speaker: Der Zukunftsgeist, der hat eben sechs Dimensionen.
Speaker: Was ist die Wichtigste?
Speaker: Sag mal alle sechs.
Speaker: Dann kannst du sagen, ob ich sie habe.
Speaker: Und dann würde mich interessieren, wo du sagst, was ist das Wichtigste davon?
Speaker: Also, wichtigste, ich finde alle sechs wichtig tatsächlich, aber mega toll finde ich, die zehnte Dimension ist das genannt, das ist die Superpower-Dimension.
Speaker: Und die eigene Superpower zu finden tatsächlich, das zu finden, was einem Spaß macht, was einen vorantreibt, wo man tatsächlich auch in seinem Bereich eine Leidenschaft entwickeln kann, das bringt einen selbst weiter, aber auch das Team und auch die Unternehmen.
Speaker: Egal, ob das ein Industrieunternehmen ist oder eine Beratungsgesellschaft.
Speaker: Und das klingt jetzt tatsächlich so, wieso brauche ich als Steuerberaterin oder als SteuermitarbeiterInnen
Speaker: Denn eine Superpower und was ist das eigentlich?
Speaker: Und da geht es eigentlich wirklich darum zu sagen, nach einem Kompass kann man zum Beispiel das auch entwickeln, zu sagen, was ist denn tatsächlich der höhere oder tiefere Sinn von dem, was ich eigentlich tue?
Speaker: Und bei der Steuerberatung wieder schwierig.
Speaker: Naja, vielleicht nicht.
Speaker: Also wenn ich, ich meine, im Grunde genommen mache ich das ja sicherlich auch, um irgendwie Leuten zu helfen und das Leben zu erleichtern und ist ja schon so ein Punkt, ich muss vielleicht schon jemand Mensch sein, der gerne regeln mag.
Speaker: Aber ich glaube, trotzdem habe ich ja auch einen Antrieb, warum ich es mache.
Speaker: Weil ich glaube, man muss schon auch ein Durchhaltevermögen haben.
Speaker: Also es ist ja nicht so, ich lerne jetzt den Job und dann bin ich fertig.
Speaker: Ich muss ja da auch dranbleiben.
Speaker: Aber was würdest du sagen, wie kriege ich denn oder wie finde ich meine Superpower raus?
Speaker: Indem ich mich tatsächlich frage, warum ich das mache und was mich eben auch antreibt, das zu tun und womit ich eben auch Freude habe.
Speaker: Das ist dann auch nichts, was ich vielleicht sofort feststellen kann, sondern ein Prozess, der sich entwickelt.
Speaker: Ja, dauert ja Jahre manchmal, ne?
Speaker: Ja, wäre gut, wenn es nicht so lange dauert, aber manchmal muss man ja trotzdem wieder anpassen.
Speaker: Also ich glaube, eine Superpower schon herauszufinden, du musst schon irgendwie gewisse Erfahrungen machen.
Speaker: Also ich glaube, wenn jetzt jeder irgendwie gerade so ins Berufsleben einsteigt und sich damit beschäftigt, warum mache ich was und was ist der Sinn in meinem Leben?
Speaker: Ich glaube, da müssen wir schon noch ein bisschen irgendwie Erfahrung sammeln und ich glaube auch,
Speaker: Um zu so einer Superpower zu kommen, muss ich glaube ich schon ein bisschen so einen steinigen Weg auch mal gehen.
Speaker: Weil ich glaube durch Erfahrung und auch mal vielleicht harte oder negative Erfahrungen, weiß ich auch, das ist jetzt glaube ich nicht so meins und das ist meins und
Speaker: Weil das Leben ja keine Blumenwiese am Ende ist.
Speaker: Und das passt dann aber wieder super zu dem Zukunftsgeist, denn da sind noch andere Dimensionen mit der unbedingten Neugier, einer grenzenlosen Offenheit oder eben auch ein permanentes Experimentieren.
Speaker: Und das ist genau das, was du sagst.
Speaker: Und damit kann ich dann eben auch meine Superpower finden.
Speaker: Und dann habe ich ein Win-Win.
Speaker: Also ich arbeite mit Freude, arbeite mit Mitarbeitenden und Kollegen und bin sozusagen im Flow.
Speaker: Ja, sehr schön.
Speaker: Wir sind schon fast am Ende angekommen.
Speaker: Aber ich habe eines, ja, es geht schnell, ne?
Speaker: So eine halbe Stunde, die wir uns irgendwie vornehmen, geht echt super schnell.
Speaker: Aber wir haben, glaube ich, schon vieles auch gesagt, was jemand auch mitnehmen kann, zu sagen, hey, okay, ja, das ergibt für mich Sinn und das sind so...
Speaker: Zukunftsfähigkeit oder dieser Zukunftsgeist, aber auch zu sagen, Offenheit ist so ein Thema oder dieses Thema Superpower, was wir jetzt gerade eben hatten.
Speaker: Was würdest du sagen, ist so die Kompetenz, die man in der Zukunft braucht?
Speaker: Also wenn ich jetzt jung bin und gerade eben so sage, ja, jetzt habe ich irgendwie meinen Abschluss gemacht oder mein Studium gemacht und jetzt steige ich so in dieses Berufsleben ein, wo würdest du sagen, ich glaube, das, wenn du könntest, dann kommst du wahrscheinlich gut zurecht?
Speaker: Tatsächlich das Offensein auch für Neues und auch ein aktives Zuhören, finde ich jetzt bei den Soft Skills quasi schon auch sehr wichtig und das eben auch generationenübergreifend, also auch zu gucken,
Speaker: Wenn Personen was anderes sehen quasi oder andere Erfahrungen haben als man selbst, dass man da aktiv zuhört, ob man da vielleicht auch was mitnehmen kann und lernen kann von den Erfahrungen anderer, um dann eben auch zu sehen, passt das für mich und wie könnte mein Weg aussehen.
Speaker: Und für junge Menschen finde ich es auch mega gut, ins Mentoring zu gehen tatsächlich.
Speaker: Also das muss gar nicht kostenpflichtig sein.
Speaker: Das ist aber vielleicht bestmöglichst dann auch jemand, den man noch nicht kennt, der eher eine neutrale Person ist.
Speaker: Und das finde ich auch sehr hilfreich für die jungen Menschen heute.
Speaker: Und ich finde schon auch, weil du sagst, aktives Zuhören beziehungsweise Offenheit, für mich auch nochmal ganz wichtig, jungen Leuten auch, die jetzt vielleicht zuhören, zu sagen, das eine ist, dass ihr aktiv zuhört, aber vielleicht auch den anderen, den älteren Generationen,
Speaker: wo wir ja schon fast dazugehören, auch mal sagt, wie ihr das gerne haben wollt.
Speaker: Ich glaube, das ist schon wichtig, weil wir viele, ich halte davon ja gar nichts, aber viele belächeln ja auch so diese Gen Z oder Gen Alpha oder was auch immer jetzt so nachkommt, so für ihre Arbeitsmoral oder was auch immer.
Speaker: Ich meine, das sind alles Schubladen, in denen wir da gerade denken.
Speaker: Aber ich glaube, es ist auch super wichtig, dass sie laut sind und diese Bedürfnisse trotzdem auch äußern.
Speaker: Weil ich glaube, schon...
Speaker: dass wir ganz viel verändern müssen in dieser Arbeitswelt.
Speaker: Und ich glaube, dass so diese Generationen uns schon auch mal zeigen können, dass man auch auf sich achten kann und dass Work-Life-Balance auch schön ist und cool ist und man trotzdem erfolgreich sein kann und nicht jemand ist, der irgendwie sich nur darauf ausruht.
Speaker: Deswegen glaube ich, es gehört zu diesem aktiven Zuhören auch im gleichen Zuge noch dazu, trotzdem seine Meinung zu sagen und die zu vertreten.
Speaker: Ja.
Speaker: Und offen zu sein, aber auch in die andere Richtung zu sehen.
Speaker: Und bei dem Mentoring finde ich auch eigentlich ganz cool, dass dieses Thema Reverse Mentoring, also weil ich glaube auch, wenn man, ich glaube, du bist auch Mentorin, ne?
Speaker: Ja.
Speaker: Du machst es auch.
Speaker: Ich glaube auch, dass man als Mentorin wahnsinnig viel lernt von dem Mentee sozusagen und dass es ja auch eine beidseitige Beziehung ist und beide eigentlich weiterentwickelt.
Speaker: Ja, weil wir unterschiedliche Perspektiven immer weiterbringen, ja.
Speaker: Weil ich betreue auch so ein Cross-Mentoring-Programm und da ist es aber auch immer so, dass die Mentoren machen das ja auch alle ehrenamtlich, aber trotzdem sagen die, ich habe selber so viel gelernt.
Speaker: Deswegen mache ich das so gerne, weil ich so viel lerne von den manchmal jungen Leuten.
Speaker: Manchmal sind sie vielleicht auch gleich alt, weil es einfach um eine Aufgabe geht, wo man voneinander lernen soll.
Speaker: Und deswegen, glaube ich, ist das mega, mega wichtig.
Speaker: Und da sind wir schon am Ende angekommen.
Speaker: Ach, wie schade.
Speaker: Ja, bist du noch irgendwas?
Speaker: Haben wir irgendwas Wichtiges vergessen?
Speaker: Nein.
Speaker: Doch, ich habe noch was.
Speaker: Doch, hast du noch was?
Speaker: Gut.
Speaker: Was ist so dein Tipp neben dem Offensein und aktiv zuhören?
Speaker: Was ist so dein Tipp oder vielleicht auch deine Motivation an die Leute, die jetzt heute hier zugehört haben?
Speaker: Also tatsächlich, mein Tipp und meine Motivation ist, an sich selbst zu glauben.
Speaker: Ja.
Speaker: Auch das eigene Bauchgefühl nicht zu unterdrücken, weil es meistens doch etwas aussagt.
Speaker: Es muss nichts Negatives sein.
Speaker: Es kann auch positiv sein, also manchmal den Kopf dann da auch wegzulassen, sondern auf den Bauch zu hören.
Speaker: Und einfach mal machen.
Speaker: Also einfach machen und ins Handeln kommen, weil Zukunft nichts ist, was zukünftig ist, sondern was passiert auch durchs Handeln und durchs Machen.
Speaker: Ja.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Ich danke dir.
Speaker: Ich danke dir.
Speaker: Für deine Zeit.
Speaker: Und alle, die jetzt sagen, Steuern finde ich auch sexy, die dürfen sich gerne mit dir vernetzen.
Speaker: Auf jeden Fall, würde ich mich freuen.
Speaker: Und dir gerne auch folgen, weil ich meine, du startest jetzt gerade deine Selbstständigkeit und ich glaube, da kommt noch viel, viel Spannendes, weil so wie ich das auch erlebe, was du gerade alles machst und anfängst und wo du aktiv bist,
Speaker: Da können wir noch sehr viel von dir hören und vielleicht machen wir die deutsche Steuerbranche auch einfacher.
Speaker: Ja, oder sexier.
Speaker: Sexier.
Speaker: Ist auch nicht das Erste, was uns zu Steuern einfallen würde.
Speaker: Nein.
Speaker: Also, dann vielen, vielen Dank.
Speaker: Ja, danke dir.
Speaker: Wie stehst du zu diesem Thema?
Speaker: Schreib es uns gerne in die Kommentare.
Speaker: Ich hoffe, du konntest was für dich mitnehmen und vielleicht sehen wir uns ja mal bei einem unserer Workshops.
Speaker: Bis zum nächsten Mal, deine Karin.






