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Was ist eigentlich Empathie? image

Was ist eigentlich Empathie?

S2 E5 · ATHEMfrequenz
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46 Plays1 year ago

In dieser Folge geht es um Kommunikation, die gut gemeint ist – aber völlig nach hinten losgeht. Was passiert, wenn Führungskräfte versuchen, empathisch zu sein, aber dabei grandios scheitern? Warum kann ein harmloses Team-Meeting schnell zum verbalen Boxkampf werden? Und wie führt falsche Wertschätzung ins absolute Chaos?

Themen dieser Episode:

  • Eine skurrile Geschichte über eine völlig eskalierte „offene Feedbackrunde“ – mit maximaler Passiv-Aggressivität und einem Chef, der glaubt, dass sich das Team schon „selbst organisiert“.
  • Die größten Missverständnisse rund um Empathie und Wertschätzung – und warum sich viele dabei selbst in die Falle locken.
  • Warum Lob nicht gleich Wertschätzung ist – und wie gut gemeinte Worte schnell zur Manipulation werden.
  • Welche Rolle Führungskräfte wirklich haben und warum „Ich höre euch alle“ oft die schlechteste Strategie ist.

Stromberg sagt dazu:

"Als Chef bist du eigentlich eine Art Büro-Animateur. Ein Entertainer mit Schreibtisch."

Passt perfekt zur heutigen Folge.

Passend dazu: Wertschätzende Kommunikation lernen

Wertschätzung ist keine Floskel, sondern eine echte Fähigkeit – und die kann man trainieren. Am 25.03. zeigen wir in unserem Workshop, wie man Konflikte löst und Kommunikation gezielt verbessert.

Workshop „Wertschätzende Kommunikation“
📅 25. März | Mehr Infos & Anmeldung

Wann habt ihr das letzte Mal falsche Empathie oder missverstandene Wertschätzung erlebt? Schreibt uns eure absurdesten Kommunikations-Fails.

Besonderer Hinweis:

Ihr wollt weiter über die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt diskutieren? Dann seid dabei beim PainLab am 20.02., dem After-Work-Event, bei dem wir offen über die echten Pain Points in der Transformation sprechen.

📅 20. Februar | PainLab 🌐 Infos & Anmeldung

Wir hoffen, euch hat die Episode gefallen! Abonniert unseren Podcast, um keine Folge zu verpassen, und hinterlasst uns gerne eine Bewertung – das hilft uns sehr.

Ihr habt Ideen für einen Namen für unser Maskottchen - den Astronauten? Schreibt uns!  Mehr zu Karin und Toni findet ihr unter den Links in den Namen. Hier gibt's mehr zu unserem Unternehmen ATHEM!

Transcript

Intro

Begrüßung und Wochenendaktivitäten

00:00:43
Toni
Hello, hello, hello, hello and welcome to the podcast. Yeah, it's Monday, afternoon. Ist es schon afternoon? Ja, stimmt. Ja, natürlich. Das kann man schon als afternoon bezeichnen. Noon ist noon. Und afternoon ist afternoon. Noon ist noon, ja? Ja, mir doch. Okay, schön, dass du da wieder uns aufgeklärt hast. Was war los? Ja, wir haben, unsere Tochter habe ich geholt am Wochenende.
00:01:12
Toni
Da hatten wir gestern dann keine Energiemuse. Also 50 Prozent von uns hatten keine Muse aufzunehmen. Und dann haben wir das Ganze auf heute verlegt. Und das machen wir jetzt. Genau. Ich nehm mal ein paar Sachen hier auf die Seite. Was gibt es Neues? Es gibt Neues, dass wir
00:01:39
Toni
Keine Ahnung. Was gibt es Neues? Es läuft ja. Es geht richtig, richtig gut

Veränderungen im Alltag durch Zoe's Abwesenheit

00:01:43
Toni
los hier. Also wir hatten ja eine Woche Ferienlager sozusagen für Zoe gebucht. Genau. Ich glaube sie hat es sehr genossen, hat aber am Ende glaube ich schon ein bisschen Heimweh gehabt auch und ist jetzt froh wieder zu Hause zu sein. Wir haben sehr, sehr viel gearbeitet in der Woche. Ja. Aber auch viel unternommen. Ja. Genau. Es war ein Essen, es war sogar ein Kino. Genau. Haben Sport gemacht.
00:02:08
Toni
Mich wundert zwar immer, wie Kinos noch überleben in der heutigen Zeit. Vor allem, wer das große Kino bei uns hier kennt. Es ist viel Raum, der da ungenutzt bleibt. Ja, wird sich auch ändern, dass man das noch so groß braucht wahrscheinlich. Na ja, egal. Auf jeden Fall haben wir die Zeit versucht zu nutzen. Und passend zu unserem

Einführung in Empathie und Wertschätzung

00:02:33
Toni
Thema. Was geht's heute?
00:02:36
Toni
Warum habe ich das entschieden? Weil Valentinstag war. Ja, das klingt so, als wären wir voll die Fans. Ja, wir hatten eine Valentinswoche, weil wir natürlich auf einmal viel Zeit hatten zusammen. Das passiert, also es ist echt krass. Den Unterschied merkt man erst, wenn man es relativ sieht. Ja, wie schnell man morgens ist beim Anziehen und sich fertig machen und loskommen und
00:03:04
Toni
Abends das Wohnzimmer nicht aufräumen muss. Gestern hätten wir schon wieder, wir haben es einfach liegen lassen. Aber gestern war es gar nicht so schlimm. Es ist ein Unterschied, aber trotzdem ist es umso schöner, dass wir jetzt wieder zu dritt sind. Und wir nehmen heute auf, Karin haut auch dann gleich ab danach und holt unsere Tochter ab. Das sind jetzt wieder unsere Aufgaben. Und die Woche haben wir auch tatsächlich ein bisschen mehr Luft, wie ich festgestellt habe.
00:03:34
Toni
Weil letztes Jahr war es schon sehr vollgepackt. Ja, wir können uns ein bisschen über strategische Themen unterhalten. Mitarbeiterführung spielt eine Rolle.

Empathie in Führung und Beziehungen

00:03:44
Toni
Und ein Afterwork haben wir. Genau, und warum haben wir das jetzt alles erzählt? Weil wir eigentlich schon wieder abgelenkt haben zum eigenen Thema. Es war Valentinstag und das bedeutet, es geht um Empathie. Es geht um Liebe. Und Liebe bringt uns ja eigentlich immer auch zu der nächsten Liebe.
00:04:02
Toni
Und bringt uns auch immer wieder zu dem Thema Empathie und Wertschätzung. Und ist ja ein essentieller Baustein für gute Führung, meiner Meinung nach, wenn man es schafft, empathisch zu sein und wertschätzend zu sein. Und da haben wir uns gedacht, das ist doch, oder ich hab's mir gedacht, das ist doch ein tolles Thema für den Podcast, weil viele Menschen, glaube ich, gar nicht wissen, was Empathie und Wertschätzung überhaupt ist. Genau, genau.
00:04:33
Toni
Und zwar ist das Thema Folgendes, vor allem in der Führung. Heute sind da viele schon ein bisschen aufgeklärter und weiter. Aber worum geht es denn? Es geht ja darum, dass Menschen kooperieren, in welcher Form auch immer. In dem beruflichen Kontext meinst du. Auch daheim. Auch daheim wird ja geführt, man nennt es nur nicht so, aber im
00:04:58
Toni
Grunde ist ja, dass alles auch Erziehung und Führung und so weiter. Und worum geht es? Es geht natürlich um Kooperation. Es geht darum, gemeinsam Dinge zu gestalten. Ansonsten, wenn jeder für sich sein Ding macht, geht auch, aber dann wird es mit der Gesellschaft irgendwann schwierig. Und in Unternehmen bedeutet das, das geht auch, aber dann wird es halt mit Unternehmenserfolg schwierig. Ja, genau. Und als Familie bedeutet das, dann wird es halt mit Familie schwierig, wenn jeder sein Ding macht. Aber
00:05:27
Toni
Was ist Empathie? Und ich glaube, dass oder es ist immer ein bisschen umstritten, weil manche Menschen ja auch sagen, Empathie kann man nicht lernen. Ja. Hat man oder man hat es nicht? Wie siehst du das? Ich glaube, das ist anders. Ich glaube, man kann es lernen. Das ist anders. Das ist anders. Nein, nein, als das, was du gesagt hast, die meisten glauben.
00:05:57
Toni
Ich glaube nämlich tatsächlich, dass man es lernen kann. Es geht ja immer

Empathie erlernen: Bewusstsein und Reflexion

00:06:03
Toni
nur um Bewusstsein und Reflektion. Alles, was wir hier ansprechen, es war keine Raketenwissenschaft oder generell, es geht ja nie darum, die Welt groß zu verändern, sondern es geht einfach nur darum, seine Perspektive vielleicht auch mal zu verändern. Und dafür muss man in der Lage sein, zu reflektieren. Und das muss man lernen. Reflektieren. Genau, um zu verstehen, was Empathie ist.
00:06:26
Toni
Weil was bedeutet es? Im Kern geht es darum, wirklich nachzuvollziehen, was treibt andere Menschen an. Was sind ihre Bedürfnisse? Und dann erklärt sich oft auch, warum jemand tut, was er tut. Oder warum jemand etwas tut, wie er es tut. Und damit übergebe ich weiter wieder an dich. Du wolltest das ja immer sagen. Nee, ich finde gut, was du beschreibst.
00:06:56
Toni
Grundsätzlich glaube ich, dass es schon, wenn man nicht grundsätzlich empathisch ist, gibt es ja Menschen, die grundsätzlich null empathisch sind und sich eben nicht hineinversetzen können, was andere Menschen gerade empfinden. Zum einen, weil sie es vielleicht gar nicht nachempfinden können, weil sie so eine Situation vielleicht noch nie erlebt haben.
00:07:19
Toni
Und dann ist es halt immer schwierig, vielleicht dann auch an der Stelle empathisch zu sein. Aber auch, weil Empathie eine wesentliche Kompetenz erfordert, und zwar ist es der Perspektivenwechsel, wie du sagst. Mal auch wirklich zu sagen, okay, ich stehe auf und gehe mal auf die andere Seite des Tisches und setze mich mal in die Rolle oder stelle mich mal in die Rolle des anderen und versuche gerade mal nachzuvollziehen, warum derjenige oder diejenige so handelt, wie sie handelt. Genau. Und ich glaube,
00:07:49
Toni
Deswegen finde ich Empathie so ein wichtiges Thema, insbesondere auch in der Führung, weil es eine entscheidende Fähigkeit ist, die jede Führungskraft haben muss. Um nach zu sagen, ich kann mich in die Rolle des Mitarbeitenden oder des Kollegen oder der Unternehmensführung etc. hineinversetzen. Ich kann diese Rollen einnehmen, diese Perspektiven einnehmen und kann dann Entscheidungen treffen. Genau, unabhängig davon, ob das auch
00:08:18
Toni
was gesagt wird oder die eigene Meinung teilt oder nicht teilt, weil man muss nicht einer Meinung sein und trotzdem gut, produktiv miteinander zu sein im Beruflichen ist immer schöner. Zwei Mal sehr theoretisch. Zwei Mal sehr theoretisch, jetzt gebe ich euch nochmal ein Beispiel. Stellt euch vor, es ist Freitagnachmittag, ein schöner Freitagnachmittag, alle freuen sich, haben schon ungefähr fünf WhatsApp-Stati gesehen, Status,
00:08:47
Toni
Status, Statussen. Das ist falsch. Das ist falsch, okay. In dem da steht, thank god, thank god it's Friday oder endlich Freitag oder... Wie so ihr sagt, hoch die Hände, Wochenende. Wenn sie das natürlich im Montagmorgen sagt, das wäre ein wenig verwirrt, aber war lustig heute Morgen. Genau, also das Team ist ausgelaugt, waren wir mal wieder eine anstrengende Woche, müde.
00:09:14
Toni
und hat den Geduldswaden eines feuchten Papiertaschentus. Ihr könnt es euch vorstellen. Wo hast du das jetzt her? Also, ich erzähle eine Geschichte. In dieser Geschichte ist es so, warum Freitagnachmittag? Klar, weil die ganze Woche ja keine Zeit war, weil man so viel zu tun hatte. Da ist auch der beste Zeitpunkt, ein Team-Meeting einzuberufen. Falls ihr euch das als Beispiel nehmen wollt, macht es einfach Freitagnachmittag. Da hat jeder Bock.
00:09:41
Toni
Genau. Und jetzt kommt der Chef Bernd. Der hatte nämlich diese super Idee. Übrigens der Name. Die Namen sind frei erfunden. Auch dieser Name steht in keinem Zusammenhang zu irgendwas. Bernd ist selbsternannter

Teamdynamik: Humor und Fehlverhalten

00:09:53
Toni
Leadership Guru und LinkedIn weiß als Jäger. Und er hat da sowas gesehen auf LinkedIn und hat sich gedacht, na ja, ich habe jetzt gelesen, dass echte Teams nur wachsen, wenn sie ehrlich miteinander sind. Das heißt, ehrliche, offene Kommunikation. Lasst uns eine Runde machen in
00:10:11
Toni
der jeder offen sagen kann, was ihn so intim stört, aber wertschätzend. Und wertschätzend bedeutet in diesem Fall, ja, jeder legt mal los. Und da ist dann auch die fleißige Lisa. Lisa ist immer stets fleißig und strebsam. Sie sagt, ja, also, ich habe das Gefühl, dass ich oft Aufgaben übernehme, die andere vermeiden. Vielleicht könnte sich jeder ein bisschen mehr einbringen.
00:10:41
Toni
mag, eher so der geheimlich, äh, der heimlich genervte, ja. Super, wie die Namen dazu geordnet sind in deinem Beispiel. Ja, das ist halt so, das ist, ihr kennt diesen Typ mag, der einfach immer wieder
00:10:59
Toni
Ja, so ein bisschen flapsig vielleicht agiert. Also du meinst jetzt nicht den richtigen Mark, sondern einfach nur den Typ Mark. Das hat nichts mit dem Namen zu tun. Nein, nein. Das kam jetzt so rüber. Jeder von euch kennt doch einen Mark. Das meinte ich dafür überhaupt nicht. Der sagt, interessant Lisa, vielleicht solltest du auch mal anderen in den Raum lassen, bevor du dich auf alles stürzt.
00:11:27
Toni
Dann gibt es noch Sabine. Sabine ist super passiv-aggressiv. Also sie ist nicht nur heimlich genervt, sondern sie äußert das dann auch immer. Sie sagt, ja genau, Lisa macht ja immer alles perfekt. Aber wehe, jemand anderes arbeitet mal nicht nach ihren Vorstellungen. Also Lisa natürlich entsprechend erbewusst.
00:11:56
Toni
Entschuldigung, ich versuche hier nur Struktur reinzubringen. Also es wird langsam immer, immer wilder und immer heißer im Gefecht. Und dann kommt Chef Bernd, der nickt begeistert, als würde er einen TED-Talk lauschen. Und er sagt, genau das ist die Offenheit, die ich mir wünsche. Ich liebe es, wie wir hier über alles reden können. Kommunikation macht doch frei in dem Zusammenhang.
00:12:19
Toni
Ich glaube, er hat irgendwas falsch verstanden. Dann sagt Lisa, Bernd, willst du vielleicht mal was moderieren statt nur zu nicken? Bernd immer noch total tiefenentspannt. Ach, ich vertraue darauf, dass ihr das selbst regelt. Ihr seid ja Erwachsen. Selbstorganisation ist das A und O. Also, mit dem Resultat, Lisa meldet sich am Montag krank. Marc arbeitet sofort mit maximaler Passiv-Aggressivität. Sabine gründet eine WhatsApp-Gruppe mit dem Titel Bernd, unser spiritueller Führer.
00:12:49
Toni
Und Bernd freut sich darüber, dass er eine neue Offenheit in seinem Team geschaffen hat. Diese rein schiktive Geschichte bringt was witzig aus deiner Sicht. Alles, was wir davon besprochen haben. Es fängt schon problematisch an. Grundsätzlich ist es ja so, dass Teams und Teammitglieder ein bestimmtes Verhältnis zueinander haben und das
00:13:16
Toni
auch Team und der Alltag von Dingen geprägt sind, die ihnen zum einen vorgelebt werden und zum anderen halt vielleicht auch der Kultur im Unternehmen oder dem Team entsprechen. Also das heißt, es ist eine ganz, ganz gefährliche Sache, wenn ich sozusagen Feedback in so einer Teamrunde einfordere, wenn das noch nie gemacht wurde davor. Also heißt,
00:13:41
Toni
Ich kann nicht einfach sagen, das ist auch das, was ich sehr, sehr viel früher mit Führungskräften diskutiert habe. Na ja, wenn ich bei der Mitarbeitergespräch frage zu Feedback zu mir und da kommt nichts Negatives, dann wird es schon nichts Negatives geben. Das ist halt nicht ganz richtig, weil für viele Menschen ist es super schwer, ehrliches Feedback zu geben, insbesondere wenn man halt in einem Abhängigkeitsverhältnis tueinander ist, weil man ist immer von seiner Führungskraft, von seinem Unternehmen, von seinem Team abhängig.
00:14:12
Toni
Und man sagt dich einfach so, na ja, also ehrlich gesagt finde ich es total kacke, dass du jeden Morgen erst um 9 Uhr in die Arbeit kommst. Ihr habt ja auch sicher viele dieser Marks und Sabines. Der Mark, der quasi heimlich aggressiv ist. Oder heimlich genervt. Da spricht nicht so viel darüber. Man hört es immer nur ab und zu mal raus. Und dann gibt es eben die, die offensichtlich immer alles quasi
00:14:40
Toni
negativ kommentiert. Negativ kommentiert, beziehungsweise auch nicht ernst nimmt oder so was. Oder sagt, das geht nicht und dies das. Ironisch oder krastisch abschiebt. Also es fängt schon damit an, dass Empathie, Wertschätzung, Feedback nicht einfach so in den Raum geworfen werden kann. Genau. Und ich würde immer allen empfehlen, wenn sie das erste Mal so Feedback aus einem Team haben wollen,
00:15:05
Toni
als Führungskraft oder in dem Fall wirkt es ja auch nicht wie ein sehr harmonisches Team, wenn die Rollen eh

Feedback in Teams: Vorbereitung ist entscheidend

00:15:13
Toni
schon so beschrieben sind.
00:15:15
Toni
dann ist es natürlich sehr, sehr gefährlich und kann einfach wahnsinnig nach hinten losgehen. Deswegen würde ich immer empfehlen, dass man sowas, zum einen vielleicht in einem Vier-Augen-Gespräch, die Führungskraft mit den Mitarbeitenden sagt, hey, was läuft denn gut im Team, was läuft nicht so gut, und mir erstmal da die Beispiele hole, in der Hoffnung, dass die Leute offen sind. Und immer auch bei so einer Sache, weil man sagt, ich möchte das Klima irgendwie verbessern und so weiter,
00:15:42
Toni
dann den Leuten auch eine Aufgabe zu geben, zu sagen, hey, am Freitagnachmittag, wenn man uns unbedingt Freitagnachmittag wachen möchte, möchte ich mal mit euch eine Feedbackrunde machen, ich möchte mir anhören, was läuft bei uns im Team gut, was schätzt ihr aneinander, was könnte besser sein, dass die Leute sich vorbereiten können. Weil dann bin ich nicht überfahren und dann kann ich mich immer noch vorbereiten, was ich da sage und weiß selber, was ich
00:16:06
Toni
sagen möchte, ohne dass es am Ende dann vielleicht so krass eskaliert, wobei er ja noch nicht mal gemerkt hat, dass es eskaliert ist anscheinend. Ja, das ist natürlich diese falsche Empathie. Also er versucht hier, weil das hat er natürlich auf LinkedIn gelesen, alle zu verstehen und dadurch sagt er, naja, ich verstehe euch alle.
00:16:25
Toni
Ihr macht es alles super und so weiter. Und er hat auch keine Ahnung davon, was eine Moderation ist oder was seine Rolle als Führungskraft da auch ist. Natürlich eine gewissen Leitplanken zu setzen und diese Leitplanken, in denen darf man sich natürlich selbst organisieren und wie er sagt, das ist das A und O. Aber es muss Leitplanken geben. Es darf nicht so sein, dass jeder quasi einfach aus der, sehr extrem aus der Richtung kommt oder sich dann auch immer noch extremer verhält, weil Sabine kann mir vorstellen,
00:16:54
Toni
Je länger da sich nichts verändert oder ihr auch keiner sagt, wo die Grenze ist, sie wird immer schlimmer in dem Zusammenhang. Oder wir haben es ja dann auch gesehen, Mark, der dann mit maximaler Passiv-Aggressivität agiert. Ja, absolut. Grundsätzlich ist ja auch hier schon mal die Frage, was bedeutet wertschätzend überhaupt? Also er fordert ja Feedback ein, das wertschätzend ist. Genau. Also Wertschätzung ist kein Lob.
00:17:24
Toni
Lob ist Manipulation, hört sich jetzt hart an, aber am Ende ist es relativ einfach. Wenn ich jemanden belohne dafür, dass er etwas tut, wie es Lob ja macht, dann
00:17:41
Toni
kriege ich eine gewisse Abhängigkeit. Also ich bekomme etwas, weil ich etwas gut gemacht habe. Lob ist nicht gänzlich falsch. Ist auch manchmal notwendig und sinnvoll, das einzusetzen, genauso wie es sinnvoll ist, ab und zu mal eine Belohnung für etwas auszugeben.
00:18:00
Toni
Aber auf der anderen Seite ist es nichts, was uns dauerhaft motiviert, etwas zu tun, uns weiterzuentwickeln, das Richtige zu tun. Sondern ich habe gelernt, ich tue etwas und dann werde ich belohnen. Ob das jetzt richtig oder falsch ist, was ich tue, das hinterfrage ich in dem Zusammenhang. Anders ist es bei Wertschätzung. Wertschätzung hat viel mehr, wie wir es vorhin gesagt haben, mit dem Thema Bedürfnis zu tun. Wenn ich wirklich verstehe, warum der Gegenüber oder die Gegenüber etwas tut oder nicht tut und ich
00:18:30
Toni
Es schaffe, entsprechende Worte zu finden, die das entsprechend hervorheben, dann nennt man das Wertschätzung aus meiner Sicht. Und das ist der Unterschied, nämlich zu verstehen.
00:18:45
Toni
Ja, und bei Wertschätzung geht es im Grunde genommen ja nicht darum, dass ich eigennützig Dinge verstärke, was mir hilft. Also wenn jetzt mein Kollege mir eine Aufgabe abgenommen hat, weil ich sie gerade nicht geschafft habe oder sonst irgendwie, dann ist ein Lob, ja danke, dass du es gemacht hast, du kannst es richtig gut so.
00:19:05
Toni
Dann will ich es verstärken, dass er das vielleicht wieder tut. Das ist einfach nur Lob und Bedanken, aber es drückt keine Wertschätzung aus. Weil Wertschätzung ist ja in dem Sinne, wenn ich sage, wow, danke, dass du mir die Aufgabe abgenommen hast und gesehen hast, dass du so, dass ich gerade es nicht schaffe, also dass du so sensibel warst, meine Bedürfnisse zu sehen.
00:19:30
Toni
Wertschätzung, weil ich ausdrücke, dass der andere etwas Besonderes getan hat, weil er was Besonderes kann. Zum Beispiel sensibel zu sein oder sonst irgendwas. Oder, dass ich über meine eigenen Bedürfnisse spreche. Wäre ja noch besser, ja. Das ist auch eine Wertschätzung dem anderen gegenüber, weil ich mich natürlich öffne in dem Zusammenhang. Also das ist auch wichtig in dem Zusammenhang. Genau. Genau. Sehr gut. Sehr gut. Haben wir das schon aufgearbeitet, in dem Fall? Noch nicht ganz. Noch nicht ganz, okay.
00:19:59
Toni
Viele verbinden ja auch das Thema Wertschätzung, wie du sagst, mit Lob, beziehungsweise Belohnung oder auch Gehalt. Also immer, wenn ich mich mit Menschen unterhalte und sie sagen, ja, okay, ich fühle mich nicht wertgeschätzt. Und wenn ich dann hineinfrage, dann kommt spätestens im zweiten, dritten Satz, na ja, ich habe schon seit einem Jahr nicht mehr mehr Geld bekommen, zum Beispiel. Oder irgendwie so. Hast du auch so eine Erfahrung gemacht?
00:20:29
Toni
Ja, natürlich. Ich finde das halt super schwierig, auch immer zu sagen, ja, Geld ist ja nicht alles und Geld macht ja nicht auf Dauer glücklich und wenn du es dann hast, also jeder weiß ja, oder ich hoffe viele wissen, dass wenn ich einem Mitarbeitenden mehr Geld gebe, dass das natürlich einen Effekt hat auf den Mitarbeitenden, aber immer nur den relativ kurzen. Ja, und vor allem, wenn es rausgelöst, es geht immer um den Kontext ja auch,
00:20:59
Toni
rausgelöst von einem übergeordneten sinnvollen System, weil das hängt ja alles immer in der Abteilung mit anderen Menschen auch zusammen und so weiter, dann ist es umso schwieriger auch noch. Ich frage dann aber auch immer noch, versuche immerhin danach noch zu fragen, ja okay, und wenn du jetzt mehr Geld bekommen würdest, würdest du dann sagen, du wirst mehr wertgeschätzt?
00:21:24
Toni
Dann kommen viele schon mal ins Grübeln und sagen, na ja, okay, das reicht eigentlich auch nicht aus. Weil in der Regel ist es ja dann auch oft so, Beispiele dafür sind ja, wenn ich einen persönlichen Termin habe, einen privaten Termin habe und früher gehen muss, dann ist es oft nicht möglich. Wenn aber jemand krank ist und ich leiste mehr

Individuelle Bedürfnisse im Team erkennen

00:21:43
Toni
Arbeit als ursprünglich in meinem Vertrag vereinbart, dann bekomme ich dafür kein Danke, kein Lob.
00:21:51
Toni
Oder meine Führungskraft gratuliert mir nicht zum Geburtstag, oder wie auch immer. Wenn die Führungskraft einen kennt, dann weiß sie auch, was treibt einen an, was sind die Hoffnungen, was sind die Wünsche. Dann ist das natürlich genau der Punkt. Dann weiß ich auch, was ist dem wirklich wichtig, dem Mitarbeitenden. Und dann ist das Wertschützung. Als mal anders umgedreht.
00:22:19
Toni
Und da sind wir genau bei dem Punkt, wenn du jemanden belohnst, weil es ist ja dann keine Wertschätzung des Gelds, sondern ich belohne jemanden oder
00:22:29
Toni
Es heißt ihm einfach, dass er seine Schnauze hält, weil es sich langsam nervt. Manchmal ist es ja schon so, dass auch, also ich will jetzt nicht sagen, es soll jetzt nicht für alle Führungskräfte ein Freifahrtschein sein, zu sagen, ich brauche nicht mehr Geld geben, weil das ist ja keine Wertschätzung. Damit ist es nicht gemein. Gehalt und so weiter muss sich schon anhand der Aufgabe und der Verantwortung und dem Ganzen entsprechend entwickeln. Und wenn jemand sich weiterentwickelt hat und bei mir gearbeitet hat und eine besondere Leistung gebracht hat und
00:22:56
Toni
mehr Verantwortung übernimmt und vielleicht auch schon andere Leute im Team anlernt und eigene Projekte leitet, dann muss ich natürlich schon entsprechend das Gehalt auf das Niveau anpassen. Und damit ist es schon auch ein Teil einer Wertschätzung und hat nicht immer nur einen Belohnungseffekt, sondern jemand muss natürlich auch, sag mal, für die Leistung, die er bringt, das entsprechende Geld bekommen. Okay, jetzt noch nochmal, ich mach nochmal einen Anfang.
00:23:23
Toni
Und wenn man sich das Ganze anschaut, dann muss es natürlich auch eine Möglichkeit geben. Deswegen habe ich gesagt, das muss im Kontext im Gesamten auch passen, dass es nicht nur ein Lob ist. Und zwar muss es dann die Möglichkeit auch geben, sich mehr oder anders einzubringen, dass man eben das auch rechtfertigt. Weil am Ende ist es immer so, dass ein Unternehmen Geld verdient oder einnimmt und ausgibt. Und das muss in der Balance sein. Jetzt ist das
00:23:50
Toni
Trotzdem falsch. Also wenn ich jetzt 40 Stunden arbeite und dann ist immer noch die Frage, was ist mehr in dem Zusammenhang? Und ich arbeite weiterhin 40 Stunden und werde belohnt dafür, dass ich einfach nur das, was ich tue, 40 Jahre lang tue, dann, und das ist meine felsenfeste Überzeugung, sollte man am Ende weniger verdienen. Was automatisch die Inflation ja macht, wenn man das Gehalt nicht anpasst.
00:24:11
Toni
Das heißt, es muss immer, aus meiner Sicht, gekoppelt sein an eine Entwicklung. Sei es von dem Job, sei es, dass man am Unternehmen arbeitet, sei es, man arbeitet an sich selbst. Dann ist das auch in Ordnung und dann ist es auch, weil dann kann man wirklich, und das ist auch wieder das Thema, wertschätzend an dem arbeiten, was einem wirklich wichtig ist. In dem Zusammenhang. Und das Unternehmen wird automatisch am Ende davon profitieren. Also davon bin ich überzeugt. Nur die wenigsten machen es leider so.
00:24:40
Toni
Ja, es ist halt auch ein schwieriges Modell, das du beschreibst, natürlich. Naja, generell zahlt es ja darauf, würde es darauf einzahlen, dass man nicht nur damit arbeitet, wie man heute Geld verdient, sondern auch mit sich Gedanken darüber machen, wie verdienen wir in Zukunft auch noch Geld oder weil am Ende ist es ein wirtschaftliches Thema. Absolut, aber das ist ja noch mal eine ganz neue
00:25:04
Toni
Das ist so ein Gehaltsthema, wo man viel mehr darüber diskutieren muss, weil ich persönlich muss sagen, ich habe noch kein ideales Gehaltsmodell gesehen, wo ich gesagt habe, das ist super funktioniert, immer und für alle und für alles und für jedes Unternehmen, das gibt es sowieso nicht. Aber jedes Gehaltsmodell hat natürlich auch entsprechende Lücken und Defizite. Deswegen ist es, glaube ich, ein ganz, ganz schwieriges Thema.
00:25:33
Toni
Es heißt ja immer, selber Unternehmer zu sein, ist wahrscheinlich das Fairste. Aber bei uns in Deutschland zu gründen, das hatte ich am Wochenende wieder, weil wir hatten hier so ein Start-up-Workshop oder so was. Und da habe ich mich mit der Trainerin unterhalten oder mit der Leiterin dieses Workshops. Und sie war auch klar, sie hat gesagt, naja, in Deutschland gründen ist tatsächlich ein hartes Stück Brot. Wenn das
00:26:01
Toni
Deswegen ist es vielleicht doch nicht das faireste.
00:26:10
Toni
Wenn du zum Beispiel eine Dienstleistung anbietest oder so, dann bekommst du halt das für deine Dienstleistung, was deine Arbeit am Ende wert ist. Aber natürlich muss man in Deutschland natürlich, wenn man selbstständig ist, wahnsinnig viele Abgaben und so weiter leisten und es ist jetzt keine große Unterstützung, Förderung da. Übrigens hat es mir gesagt, in Österreich ist es anders, dass du zwei Jahre lang irgendwie so eine Art Weltbeschutz hast. Da muss ich mir mal ja noch genauer anschauen.
00:26:37
Toni
verlegen wir unser Unternehmen nach Österreich? Nein, aber generell hat sich das auf den ersten Blick charmant eingehört, weil ich mir gedacht habe, am Anfang hast du auf jeden Fall andere Themen. Ja, voll, voll. Weil du bist ja oft nur alleine oder zu zweit. Deswegen wählt Weise am 23. falls ihr gründet. Also, wir streichen das. Jeder macht, was er will.
00:27:02
Toni
Wir werden nicht politisch hier. Es ist ja nicht politisch. Ich sage nur, man muss weise wählen, wenn man etwas vorhat. Genau, geht auf jeden Fall wählen und fertig. Ja, genau. Also, was ich euch noch schuldig bin in dem Zusammenhang, weil wir es haben ja vorhin gehabt, Stromberg würde nämlich sagen, also Bernd Stromberg, nicht zu verwechseln mit dem Bernd aus unserer Geschichte, weil Bernd Stromberg glaube ich nie LinkedIn benutzt hätte.
00:27:28
Toni
Der hat ja mal gesagt, als Chef bist du eigentlich eine Art Büroanimateur, ein Entertainer mit Schreibtisch. Ist das tatsächlich der Anspruch, den man haben sollte als Führungskraft aus deiner Sicht? Na ja, also in gewisser Hinsicht.
00:27:47
Toni
Das ist ja auch ein Thema, was wir am Donnerstag wahrscheinlich so ein bisschen diskutieren. Im Pain Lab oder zumindest haben wir das als ein Thema vorbereitet, dass man so ein bisschen auch derjenige als Führungskraft heutzutage sein muss, in Anführungszeichen der Animateur ist.
00:28:05
Toni
Und ich glaube schon, dass wenn wir mehr hinkommen zu selbst organisierten Teams und jeder bekommt mehr Verantwortung und wir erwarten, dass Mitarbeitende mehr von sich aus denken, Projekte angehen, Unternehmer in Unternehmen sind und so weiter.
00:28:27
Toni
dann verändert sich die Rolle der Führung schon sehr, sehr stark. Also Führung war früher, ich bin sozusagen der Offizier, ich gebe die Richtung an und ihr lauft einfach strikt weiter und wenn ich sage, soll die Richtung ändern, dann ändert ihr die Richtung. Und heutzutage ist es aber nicht mehr so, sondern du bist als Führungskraft derjenige,
00:28:46
Toni
der schauen muss, was haben meine Mitarbeitenden für Bedürfnisse? Was haben wir für Probleme? Welche Konflikte haben wir? Wie können wir schauen, dass wir einen Arbeitsort und Arbeitsbedingungen schaffen, dass alle mit ihren Bedürfnissen besonders gut arbeiten können? Und dann bist du schon in gewisser Hinsicht eine Art Animateur oder Motivator. Also ich glaube, die Rolle der Führung wandelt sich tatsächlich dorthin. Als es Bert Stromberg rausgehauen hat, war es sicherlich
00:29:16
Toni
Führung noch nicht so. Deswegen, er ist Visionär, ne? Visionär, ja. Also derzeit hätte man noch gesagt, mal ist man ein Hund, mal ist man ein Baum in dem Zusammenhang. Ja, also heutzutage funktioniert es halt nicht mehr. Du musst dir schon gut überlegen, in welcher Situation sind deine Mitarbeitenden? Wie vereinst du das? Wie schaffst du da ein gutes Team zu bekommen? Wie kriegst du eine gute Balance, dass diejenigen, die sich immer alle Aufgaben sozusagen nehmen und krass motiviert sind,
00:29:43
Toni
dass die auch noch weiterhin motiviert sind, wie jetzt unser Releaser in dem Beispiel, dass sie nicht irgendwann frustriert sind und andere im Team sich darauf ausruhen, dass es jemanden gibt, der alles immer gut macht und ordentlich macht und man sich zurücklehnen kann, weil der andere oder die andere macht es einfach. Ja, der geheimnisvolle Mark würde sich ja wünschen, dass sie ein bisschen berauben lässt und so weiter. Ja, vielleicht ist es aber auch hier nur ein vorgeschobenes Akkord. Genau, auch das muss man... Und am Ende, Sabine wird einfach nie was machen und immer nur sarkastisch sein.
00:30:14
Toni
oder dagegen reden, damit sie bloß nichts machen muss. Weil es ist ja eigentlich für jemanden oder in dem Charakter eine wunderbare Sache, wenn du einfach immer so tust, als wäre alles blöd oder würde nicht funktionieren, dann kriegst du ja nie eine Aufgabe zugewiesen. Genau. Weil jemand sagt ja, okay, dann macht es halt Lisa, die Bock drauf hat.
00:30:33
Toni
Oder der passiv-aggressive Marc, dem man es einfach geben muss, damit er mal was macht. Okay, jetzt sind wir schon relativ weit, aber sehr gut. Tatsächlich hätte ich nicht gedacht,

Die Rolle der Führungskraft als Entertainer

00:30:43
Toni
dass tatsächlich unser Bernd Stromberg hier mal was sagt, was tatsächlich in die Zukunft gerichtet ist. Ja, in dem Fall ja. Ja, wahrscheinlich ist das öfter so. Wir haben es nun bisher nicht verstanden.
00:30:55
Toni
Nein, ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, ob das so ist. Aber da war natürlich die Welt auch noch ganz anders mit allen Menschen im Büro und so weiter. Ich glaube schon, dass es früher vielleicht auch einfacher war, weil entweder waren die Leute, also die allermeisten Leute waren Vollzeit da und dann gab es halt ein paar Frauen, die Teilzeit da waren und alle waren aber immer an Besen. Und heutzutage sind alle irgendwie irgendwo verstreut und teilweise sieht man sich
00:31:22
Toni
virtuell nicht mal einmal die Woche als Team. Also es ist einfach ein anderes Verhältnis. Aber auch hier wieder, die Aufgabe liegt bei der Führungskraft, das vernünftig zu moderieren und auch dort muss man sich ja dann weiterentwickeln. Wenn die Welt nun mal so ist, dann bleibt ja kein nichts anderes übrig. Also wir halten fest, die Welt war früher einfacher und Lisa macht es.
00:31:50
Toni
Kennst du eigentlich, für was Team steht? Toll, ein anderer macht es. Das hat mir schon mein damaliger Kollege, ich darf jetzt keinen Namen sagen, als ich meinen ersten Job hatte nach dem Studium, hat mir das relativ früh beigebracht. Und das ist mein Tipp der Woche an euch. Nehmt euch das zu Herzen, wenn ihr Lisa seid.
00:32:15
Toni
Und falls es mal wieder eine Aufgabe im Team Meeting zu verteilen gibt, haltet euch ruhig. Und denkt euch, toll, ein anderer macht es, und meldet euch mal nicht. Vielleicht das auch, ja. Okay, wo wollen wir denn hinführen? Was haben wir denn im Angebot für alle, die jetzt vielleicht ein bisschen hungrig drauf geworden sind, ein bisschen kommunikativer, vielleicht stärker,
00:32:40
Toni
stabiler in ihrer Kommunikation zu werden. Also grundsätzlich, was jetzt vielleicht noch nicht ganz so richtig rausgekommen ist. Konflikte im Team oder mit anderen Menschen entstehen immer, wenn die Bedürfnisse nicht geachtet sind. Also ich habe Bedürfnisse und in dem Fall nehmen wir jetzt mal dich. Du hast Bedürfnisse und wenn bei uns beiden ein Konflikt entsteht, dann ist es so, dass in der Regel mein Bedürfnis nicht mit deinem übereinstimmt und dann entsteht ein Konflikt.
00:33:09
Toni
oder deine Handlungen meine Bedürfnisse stören oder sonst irgendwas. Dann entsteht ein Konflikt. Und wie kann man sowas lösen? Indem man erstmal weiß, was sind überhaupt meine Bedürfnisse und im nächsten Schritt natürlich herausfindet, was sind die Bedürfnisse des anderen. Hier hilft uns die grundsätzliche Einstellung. Jeder Mensch ist gut und keiner tut grundsätzlich etwas, um irgendjemandem etwas Böses zu tun, außer ich bin
00:33:39
Toni
Diktator oder... Diktator. Ja, keine Ahnung. Also die aller aller aller meisten Menschen... Du machst ja fünfmal Sport, dass du kein Diktator bist. Witzig, ja. Also die aller aller meisten Menschen haben immer eine gute Intention, warum und wie sie Dinge tun. Du musst nur verstehen, was derjenige für eine Intention hat. Und... Ja.
00:34:03
Toni
Ich glaube auch, dass viele Menschen selber gar nicht wissen, was gerade immer das Bedürfnis ist oder warum sie eine Aufgabe perfektionistisch lösen wollen. Das ist ja manchmal so, dass man dann nicht fünfe gerade sein lassen kann und dann nochmal korrigiert und nochmal korrigiert und für viele Dinge sehr, sehr lange braucht, weil man dahinter ein Bedürfnis hat. Zum Beispiel, ich liebe Ordnung oder ich brauche eine klare Linie.
00:34:29
Toni
Ich möchte das einfach so perfekt haben, weil ich weiß, dass der andere dann besser damit weiterarbeiten kann. So zum Beispiel. Und da gibt es eine Methode, eine Kommunikationsmethode,

Workshop über Gewaltfreie Kommunikation

00:34:44
Toni
die uns dabei unterstützen kann. Das ist ein relativ einfaches Modell. Das ist die wertschätzende Kommunikation, auch gewaltfreie Kommunikation genannt. Also GFK ist eigentlich immer die Abkürzung dafür.
00:34:57
Toni
Und diese Methode trainieren wir am 25.3. bei uns bei Arte. Genau. Es ist ein ganz, ganz toller Workshop, wie ich finde, weil man, man bringt ein Thema mit, einen Konflikt mit, der auch in der Regel schon abgeschlossen sein kann. Und anhand dieses Konflikts arbeitet man einfach mal diese Methode durch und lernt, wie hätte man so etwas anders formulieren können. Und ja, um nochmal kurz darauf einzugehen, es ist auch so,
00:35:25
Toni
Der erste Fehler, das ist vielleicht schon ein Tipp, den ich mitgeben kann, der erste Fehler entsteht eigentlich schon, dass wir Situationen nicht wahrnehmen und nur das bewerten, was man beobachten kann, sondern wir interpretieren Situationen einfach. Indem wir zum Beispiel sagen, wenn jemand zu einem Termin fünf Minuten zu spät kommt, wir einfach sagen, ja toll, der ist schon wieder zu spät, der kommt immer zu spät.
00:35:54
Toni
Statt einfach mal zu hinterfragen, was ist eigentlich da los bei dem? Was ist dem sein Bedürfnis? Ja, wir wissen ja nicht, was gerade bei dem schon passiert ist. Ob gerade die U-Bahn zu spät war oder ob er vielleicht noch einem Kollegen geholfen hat, weil es ein großes Problem gab und er deswegen zu spät kam und und und. Also wenn wir uns die Mühe machen würden, die Dinge mal zu hinterfragen, dann würden viele Konflikte gar nicht entstehen. Genau. Jetzt habe ich ein bisschen aufgeholt. Genau.
00:36:20
Toni
Aber ich will ja auch allen diese Methode näher bringen. Ich fasse es kurz zusammen. Alle Menschen handeln sinnvoll für sich selbst. Habe ich auch mal gelernt. Ja. Und am 25.3. seid ihr alle hier. Alle. Alle, wenn ihr euch anmeldet. Und habt die Freude mit Karin und gegen jeden Fall Sina wird auch unterstützen. Denke schon, ja.
00:36:48
Toni
Zu unserem Workshop-artigen Seminar. Wertschätzliche Kommunikation. Du hast das ja auch schon mal gemacht. Ja. Das Seminar. Nicht bei mir, aber damals mit mir bei einem Trainer. Das ist sehr molz, ja. Sehr molz. Und hast du da für dich was mitgenommen? Also hat dich die Methode nachhaltig beeinflusst?
00:37:13
Toni
Gib mal einen kurzen Einblick. Ja, ich habe es ja auch danach noch geschult. Aber erzähl mal, also warum hat dich diese Methodik so nachhaltig? Also wir denken uns ja oft quasi, warum versteht der Anderen mich nicht? Warum macht der Andere das und das nicht? Warum? Und das immer wieder. Also in Projektmeetings oder so ist das ja auch immer. Und so, das öffnet tatsächlich ein Stück weit das Bewusstsein dafür,
00:37:42
Toni
dass, wie gesagt, jeder sinnvoll handelt und jeder für sich selbst natürlich auch da irgendwie eine Agenda verfolgt, in Anführungszeichen, eine Strategie. Und mit diesem Blick entfällt natürlich schon sehr viel Verschwendung, weil Verschwendung ist zum Beispiel, sich darüber aufzuregen, weil man sagt, auch verschwendete Zeit und verschwendete Energie, weil im Kern
00:38:06
Toni
nie der andere oder die andere das Problem ist, sondern du selbst, wenn du dich über etwas aufregst. Und dahingehend hat es mir sicher geholfen. Super. Also das heißt, wenn ihr auch schon als Führungskraft so weit kommen wollt wie der Toni, dann müsst ihr das Seminar besuchen. Auf jeden Fall. Das ist aber nicht nur für Führungskräfte. Nein, das ist kein Führungseminar. Das ist ein Kommunikationstraining. Also da ist ganz egal, ob man führt oder führen möchte oder
00:38:34
Toni
ob man Mitarbeitender ist, weil jeder hat Konflikte, sowohl privat als auch beruflich. Und das Schöne an dem Seminar tatsächlich ist, dass es einem sowohl privat und beruflich hilft. Genau, und man nimmt immer sofort was mit. Das finde ich immer schön, vor allem in unseren Seminaren, dass man immer sofort was mitnimmt, was man am nächsten Tag umsetzen kann. Und das sind wir schon am Ende? Das sind wir schon am Ende. Es hat mir sehr viel Freude bereitet.
00:39:03
Toni
Ihr könnt es ja nicht sehen, aber wir haben jetzt immer einen Spacko-Move. Das darf man immer sagen. Das ist eine Krankheit. Spastikken sind Krankheit. Ach so, das ist aber anders gemeint. Also einen lustigen Move mit der Hand, den wir machen, wenn wir uns
00:39:29
Toni
Ihr könnt euch auf YouTube anschauen, weil ich hab letztens geschaut, wer überhaupt YouTube bei uns den Podcast anschaut. Das ist oft eine Person. Na ja, gut. Schaut einfach rein. Ihr könnt auch vorspulen bis zur Minute 38. Bis der Move kommt. Das ist wahrscheinlich später, weil du machst ja noch ein Intro. Ja, stimmt. Und ein Outro. So, diese Woche steht Pain Lab an. Genau. Also meldet euch an. Nächstes, nächsten Monat.
00:39:53
Toni
haben wir auch wieder ein Afterwork, linked in local, ist fully booked. Also leider kriegt ihr da keine Tickets mehr. Ihr könnt euch auf die Warteliste setzen lassen, oder? Genau, also 30 Tickets sind direkt in 4 Minuten weggegangen. Weitere 20 werden verlost unter allen, die auf die Warteliste. Ich glaube, man muss sich bis Ende der Woche oder so auf die Warteliste setzen. Ja genau, haut euch auf die Warteliste.
00:40:17
Toni
Und dann wird es irgendwie so. Also es ist kein langer Zeitraum. Und entweder dieser oder Ende nächster Woche muss man auf der Warteliste stehen. Und dann gibt es noch mal 20 Zufallstickets. Find ich eine tolle Idee. Haben sie das erste Mal gemacht. Haben sie gut gemacht, ja. Und dann haben wir hier Full House. Und ansonsten mehr erzähle ich noch nicht. Genau. Sehen uns ja wieder am Ende der Woche. Genau.
00:40:40
Toni
Dann werden wir hoffentlich mal wieder am Wochenende aufnehmen. Also, in diesem Sinne... Passive Aggressivität. Ja, ist es. Also... Macht's gut. Nicht wertschätzend. Aber ich verabschiede mich wertschätzend von euch. Und ich auch. Sehr wertschätzend. Ihr seid die Besten. Ciao, ciao. Ciao, ciao.

Outro