Transcript
Speaker: Aloha und herzlich willkommen bei Atemfrequenz, dein Podcast, wenn es um Human Intelligence geht.
Speaker: Ich bin Karin von ATHEM und gemeinsam mit euch begrüße ich jede Woche einen Gast zu dem Thema Human Intelligence.
Speaker: Der Podcast soll euch Inspiration und Motivation geben, vor allem in Zeiten von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung.
Speaker: Wir gehen gemeinsam mit der Frage auf den Grund, wo wir Menschen in der Welt noch Platz haben und welche Kompetenzen wir dafür brauchen.
Speaker: Es geht los.
Speaker: Viel Spaß mit der heutigen Folge.
Speaker: Turning Complex Structures into Product Clarity.
Speaker: Und damit begrüße ich dich, liebe Alide, heute bei uns im Podcast.
Speaker: Ja, danke für die Einladung.
Speaker: Ich freue mich drauf.
Speaker: Ja, schön, dass du da bist.
Speaker: Wir kennen uns ja jetzt schon so ein bisschen.
Speaker: Mir ist aber am Anfang immer sehr wichtig, wenn wir in einem Podcast starten, dass wir uns kurz vorstellen, also insbesondere in dem Fall du, dass du uns einfach mal so erzählst, wer bist du, was machst du, was zeichnet dich vielleicht aus und was ist vielleicht auch spannend für uns im Gespräch zu hören.
Speaker: Und dann stelle ich dir bestimmt ein paar Fragen dazu.
Speaker: Das wird gut.
Speaker: Ja, gut.
Speaker: Also fangen wir mit dem Zitat an.
Speaker: Beruflich bin ich UX-Researcher, ich bin selbstständig.
Speaker: Das heißt, ich arbeite im B2B-Bereich.
Speaker: Meine Kundschaft ist deutschlandweit, also meistens international sogar.
Speaker: Und die haben oft ein digitales Produkt und müssen Entscheidungen treffen und denen fehlen die Daten für diese Entscheidung.
Speaker: Also die haben davor oft auch Bauchgefühlentscheidungen getroffen.
Speaker: Und wollen jetzt auch aufgrund der Marktlage dann gucken, welche Entscheidung können wir denn jetzt treffen, von der wir dann wissen, dass die auch gewollt ist von den Leuten, die die Software am Ende benutzen.
Speaker: Und dafür sorge ich dann, dass ich mit verschiedenen Research-Methoden die Daten generiere und eben auch aufbereite.
Speaker: Ich mache auch Product-Strategy und auch Produkt-Methodik und helfe da auch eben entsprechend Produkt-Teams, dass sie methodenbasiert sozusagen auch die Produkte entwickeln können.
Speaker: Das ist das, was ich so beruflich mache.
Speaker: Spoiler, ich habe mehrere Hüte auf.
Speaker: Ich habe auch noch ein Kollektiv, in dem ich arbeite, eine Initiative, die heißt Inkluton.
Speaker: Da gehen wir in Unternehmen rein mit dem Thema Barrierefreiheit, mit unseren ExpertInnen, die eine Behinderung haben und aus ihrer Perspektive den Unternehmen zeigen, wie sie die Software benutzen.
Speaker: Das heißt, die Unternehmen erfahren aus erster Hand,
Speaker: wo Barrieren sind, wie sich die auch wirklich anfühlen, wie die sich äußern und merken oft dann auch, ah, das ist nicht so ein bisschen so ein Drumherum-Arbeiten, sondern dass das wirklich auch Zeit, Lebenszeit ist, die die Leute dann brauchen, um eben mit der Software umzugehen, weil die eben nicht optimiert ist auf Barrierefreiheit.
Speaker: Unser Ziel ist es, dass langfristig damit dann Expertinnen eben auch als Teil des Produktteams anerkannt werden und mit ihrer Expertise auch entsprechend Produkte mitentwickeln können.
Speaker: Also dass man nicht über Menschen mit Behinderung entwickelt und redet, sondern dass man sie direkt mit einbezieht.
Speaker: Das ist so der berufliche Teil.
Speaker: Ich bin auch noch Speakerin und kläre über diese beiden Themen auf.
Speaker: Und ich mache ehrenamtlich einige Sachen.
Speaker: Ich organisiere in Nürnberg den Product Tank.
Speaker: Ich organisiere die Digital Women Community zusammen aktuell mit Melanie Rudolph.
Speaker: Es kommen gerade ein paar Leute dazu.
Speaker: Das heißt, das Team erweitert sich.
Speaker: Und ich setze mich politisch für den Mutterschutz für Selbstständige ein und bin da auch Gründungsmitglied von dem Verein Mutterschutz für Alle.
Speaker: Wow, jetzt habe ich viele Fragen.
Speaker: Wir starten, glaube ich, genauso wie du es beschrieben hast, so ein bisschen mit der beruflichen Komponente.
Speaker: Du bist selbstständig und ich habe auch gesehen, eigentlich schon seit dem Studium.
Speaker: Also du machst eigentlich den Job schon immer selbstständig.
Speaker: Und es geht natürlich sehr viel um das Thema Produkt, Produktdesign und da aber auch primär um digitale Produkte.
Speaker: Also du hast immer diese Softwarekomponente als Produkt quasi, das du bearbeitest, optimierst und so weiter.
Speaker: Genau.
Speaker: Wo würdest du sagen, wie hat sich da auch vielleicht der Arbeitsplatz verändert?
Speaker: Ich meine, die KI kommt mit rein.
Speaker: Könnte ich mir natürlich vorstellen, das hat auch Auswirkungen auf deinen Job gehabt.
Speaker: So Research, wie du gesagt hast, kann das die KI auch?
Speaker: Oder wo siehst du da die Veränderungen gerade auch für dich in der Branche?
Speaker: Danke für die Frage.
Speaker: Tatsächlich geht das auch so ein bisschen natürlich mit meiner eigenen Expertise einher.
Speaker: Am Anfang war es so, dass ich natürlich sämtliche Jobs erstmal angenommen habe und als
Speaker: neben dem Studium auch sehr viel mehr Flexibilität hatte, was Honorare zum Beispiel angeht.
Speaker: Wenn man voll beruflich selbstständig ist, da ist dann der Verhandlungsspielraum ein ganz anderer.
Speaker: Und auch die Softskills werden natürlich immer reicher und dadurch kann man natürlich auch ganz andere Projekte irgendwann bedienen als am Anfang, wenn man als juniorige Person erst mal anfängt mit Optimierungen.
Speaker: Bei KI ist es so, dass
Speaker: Gerade so Sachen wie Feldtest-Recherche, also Sachen mal einfach Daten recherchieren, Marktwerte gucken, was die Konkurrenz macht.
Speaker: Da kann man einen relativ schnellen Einstieg mit KI finden und hat erst da Anhaltspunkte.
Speaker: Und das ist schon sehr viel einfacher, als wenn man erst mal...
Speaker: Ohne KI die Nadel im Heuhaufen suchen muss und gar nicht weiß, wo man anfangen soll.
Speaker: Gerade als seniorigere Person weiß man da auch die Keywords, die man suchen muss, natürlich entsprechend schnell.
Speaker: Und das geht dann schon sehr viel schneller, weil man dann oft auch eine ganze Liste hat, die man dann abarbeiten kann, wenn man die einmal bei dem Agenten eingegeben hat.
Speaker: Wenn man aber qualitativere Recherche macht, beispielsweise, was ich oft mache, ist auch, ich gehe zu den Endusern und gucke, wie die das Produkt benutzen, schaue, an welchen Stellen die hängen bleiben, schaue, an welchen Stellen...
Speaker: die ein anderes Tool heranziehen müssen, weil sie dem einen Tool, das ich eigentlich untersuche, nicht weiterkommen zum Beispiel.
Speaker: Oder gucke, wie sie generell ihre Prozesse arbeiten, um zu gucken, ob wir vielleicht noch Prozesse aus dem Arbeitsleben noch in das Tool integrieren können als Serviceleistung.
Speaker: Das sind Dinge, das kann eine KI natürlich noch gar nicht beobachten.
Speaker: Was aber da hilft ist, manchmal sind diese Interviews eine Stunde lang und das Transkrippieren ist natürlich super aufwendig.
Speaker: Also wenn ich das wirklich ordentlich transkrippiere und auch so aufbereite, dass ich das in der Zukunft bei Themenblöcken, die vielleicht noch gar nicht so wichtig sind, aber vielleicht in der Zukunft wichtig sind, entsprechend kategorisiere, das ist so viel Arbeit, das dauert einen Tag.
Speaker: Also das dauert wirklich ein gutes Interview aufzubereiten, dauert bei mir einen Tag.
Speaker: Davon können wir dann auch ein Dreivierteljahr mitarbeiten.
Speaker: Aber das kann man mit einer KI natürlich jetzt wesentlich schneller transkriptieren.
Speaker: Man kann viel schneller springen.
Speaker: Was ich wichtig finde, ist, dass man sich nicht ganz darauf verlassen sollte.
Speaker: Also ich merke das oft, dass dann Sachen, die zwischen den Zeilen passieren, die bemerke ich.
Speaker: Und manchmal sind es oft einfach nur so.
Speaker: Also Momente, wo die befragten Personen nur nachdenken und ich merke, okay, da kommt nichts direkt aus der Pistole geschossen.
Speaker: Das heißt, sie müssen erst mal gucken, was sie dazu sagen.
Speaker: Das heißt, da ist vielleicht noch irgendwas, was noch nicht ausgesprochen ist.
Speaker: Solche zwischen den Zeilen Themen, da ist die KI natürlich noch nicht.
Speaker: ausbesserungsfähig.
Speaker: Und da ist es wichtig, dass ich das kontrolliere und das nicht komplett der KI übergebe.
Speaker: Sehr, sehr spannend.
Speaker: Also eigentlich kann man sagen, die KI ist für dich wie so ein Assistent-Mitarbeitender, der für dich die Themen vereinfacht und auch schneller macht.
Speaker: Weil ich kenne das aus der Befragung, wenn wir Mitarbeitenden-Befragungen machen, wie du sagst, ich habe die dann auch immer face-to-face und du schreibst alles mit der Hand mit.
Speaker: Also oft bei den Mitarbeitenden und Befragenden ist es tatsächlich so, dass du es nicht aufzeichnest, weil es ja sehr, sehr persönliche Themen sind.
Speaker: Du musst tatsächlich alles mitschreiben.
Speaker: Und auch da, du brauchst natürlich ewig diese ganzen Themen zusammenzufassen und dann wirklich die Quintessenz rauszuziehen.
Speaker: Und dafür ist es natürlich wahnsinnig Gold wert zu sagen, es verschnellert oder vereinfacht ja deine Arbeit.
Speaker: Ich komme mal zu dem Thema, wo du gesagt hast, du arbeitest in einem Kollektiv mit Menschen mit Behinderung und mit Menschen, die Profis sind, so wie du in dem Bereich Produktdesign, sage ich jetzt mal.
Speaker: Wie kam es dazu und wie sind da so deine Erfahrungen von den Unternehmen?
Speaker: Sind die da offen dafür, das zu machen?
Speaker: Oder ist es auch super schwierig, Unternehmen zu bekommen, die eine Software nutzen?
Speaker: Ich gehe primär auch da um das Thema Software.
Speaker: Und Einfachheit oder Barrierefreiheit vielleicht auch von Homepages, wäre jetzt das, was ich verstehe?
Speaker: Oder geht es primär um das Softwarethema?
Speaker: Geht beides.
Speaker: Es kommt immer so ein bisschen darauf an.
Speaker: Und wie kommt ihr da an Unternehmen?
Speaker: Weil es ist ja schon so, ist ein laienhaftes Wissen meinerseits, aber auch es ist ja jetzt verpflichtend, dass man seine Homepages zumindest und auch wahrscheinlich Software barrierefrei gestalten soll.
Speaker: Aber so richtig kontrolliert wird es ja wahrscheinlich nicht.
Speaker: Also das heißt jetzt auch nicht, ich muss es zwingend machen als Unternehmen.
Speaker: Kommen die auf euch zu oder müsst ihr da auch irgendwie hart akquirieren, dass die Leute sich damit beschäftigen?
Speaker: Also, wir...
Speaker: Primär klären wir die Unternehmen auf, weil oft wissen sie gar nicht die Wichtigkeit.
Speaker: Und oft ist das für die Unternehmen, bevor sie aufgeklärt sind, eine Budgetfrage.
Speaker: Und das ist natürlich schade, weil hier geht es wirklich um das Wohlbefinden und das Einbeziehen von menschlichen Perspektiven.
Speaker: Und wenn wir da mal Zahlen ranziehen und sagen, guck mal, so und so viele Leute betrifft das eigentlich, dann wird den Leuten erst so langsam klar, ach so, das sind gar nicht... Also weil den Köpfen ist oft, das sind doch nur drei, vier Leute.
Speaker: Ich kenne ja nur eine Person im Rollstuhl und deswegen, das können ja gar nicht so viele sein.
Speaker: Und Spoiler, es sind 80 bis 90 Prozent der Behinderungen unsichtbar.
Speaker: Das heißt, die Leute können das gar nicht den Leuten so auf der Straße ansehen, ob die jetzt was haben oder nicht.
Speaker: Die Person muss sich auch öffnen und das auch mitteilen.
Speaker: Oder es zeigt sich vielleicht in der Situation, aber da sind die Übergänge einfach sehr fließend.
Speaker: Deswegen klären wir auf und erklären erst mal, wie viele Leute sind davon betroffen.
Speaker: Wir erklären den Unternehmen, was bedeutet das.
Speaker: Wir haben auch Rechnungen, wo wir zeigen können, so und so viel Revenue geht euch verloren an Potenzial, wenn ihr die Leute einfach ausschließt.
Speaker: Das Schöne, was ich an Barrierefreiheit so mag, ist,
Speaker: Das betrifft gar nicht nur Leute mit Behinderungen, sondern das geht eigentlich durch diverse Dimensionen der Gesellschaft.
Speaker: Also beispielsweise, ob jemand Analphabetin ist oder ob jemand einfach eine andere Sprache spricht.
Speaker: Am Ende vom Tag, wenn eine gute Bildsprache mit dabei ist, kann eine Person das trotzdem verstehen, weil letztendlich dann das trotzdem erklärbar ist.
Speaker: Und umgekehrt, wenn eine Person nicht sehen kann, ist es egal, ob da was steht oder ob da was gezeigt werden muss, dann ist die Person darauf angewiesen, dass die Struktur der Webseite sauber aufgesetzt ist, damit man mit assistiven Technologien eben das Ganze per Screenreader sich vorlesen lassen kann.
Speaker: Oder jetzt machen wir gerade einen Podcast.
Speaker: Auch das ist natürlich auch ein Medium, was dann Personen, die eben nicht sehen können, entsprechend verstehen können, wenn sie denn die Sprache sprechen.
Speaker: Und so geht das durch ganz viele verschiedene Dimensionen.
Speaker: Und das Schöne ist eigentlich, dass wir hoffentlich alle alt werden, die das jetzt hier gerade hören,
Speaker: Älter als viele jetzt wahrscheinlich.
Speaker: nicht mehr ganz in dem Thema drin sind oder wenn wir das Thema zum ersten Mal überhaupt bearbeiten, dass wir da überhaupt mitgenommen werden können, dass wir das verstehen können.
Speaker: Oder dass, wenn wir motorisch eingeschränkt sind, Arthrose in den Fingern, ist ja auch oft ein Thema, dass wir dann zum Beispiel auch einen Button klicken können, der eben nicht so ganz winzig klein ist, sondern entsprechend auch groß angelegt ist.
Speaker: Das sind so Kleinigkeiten, die aber dafür sorgen, dass eben auch sehr unterschiedliche Menschen da einen Bezug zu bekommen.
Speaker: Und dafür klären wir auf.
Speaker: Und was aber jetzt gerade mit dem KI-Thema, was wir davor hatten, sehr schön ist, wenn eine Webseite von der Struktur her sauber angelegt ist, die richtigen Labels ist, der Code clean aufgesetzt ist, dann ist das auch für die Maschinenlesbarkeit hilfreich.
Speaker: Und letztendlich ist die künstliche Intelligenz auch nichts anderes als eine Maschine.
Speaker: Das heißt, je lesbarer unsere Dokumente, Webseiten, Software aufgesetzt ist, desto besser kann es eine KI verarbeiten.
Speaker: Und desto besser können wir dann mit einer KI dann weiterarbeiten.
Speaker: Also auch das ist natürlich dann wieder eine Wichtigkeit, was dann eigentlich wieder zusammenspielt.
Speaker: Jetzt gerade wird sehr viel Budget in KI reingesetzt.
Speaker: Das ist eben auch entsprechend ein Win-Win für beide Seiten, so wie für die Accessibility, also für die moderne KI-Technologie.
Speaker: Und das hilft eigentlich auch sehr,
Speaker: Was die Quise angeht, machen wir sehr viele Vorträge, wir machen sehr viele Workshops.
Speaker: Das hilft zum Einstieg eigentlich immer ganz gut und dann kommen danach eigentlich immer die Anfragen, wir haben jetzt angefangen Richtung Change Management auch zu arbeiten, dass wirklich auch ganze Organisationen sich Richtung Inklusion betrachten.
Speaker: Weil auch das ist oft so, dass dann das Produktteam sagt, wir wollen das gerne machen, aber unser Management priorisiert die ganze Zeit andere Dinge hoch und deswegen können wir das nicht machen.
Speaker: Dann helfen wir wirklich, das in die Firmenstrategie mit einzuarbeiten, dass das wirklich eine Strategie ist, die in verschiedenen Abteilungen zusammengreift und gemeinsam daran gearbeitet wird.
Speaker: Wir helfen entsprechend auch mit Pools, auch da, dass die Leute auch wirklich dann weiter testen können mit betroffenen Menschen, die auch dann ihre Expertise und ihr Feedback mit einbringen können.
Speaker: Und wir helfen eben auch selber, indem wir auch Teams schulen.
Speaker: Und das ist so eine Treppe, das baut so aufeinander auf.
Speaker: Wenn wir das eine machen, kommt dann irgendwann das andere zustande.
Speaker: Und dadurch ist die Akquise dann oft so ein Funnel, der immer weitergeht, je tiefer die Person sich reinarbeitet.
Speaker: Auch weil Barrierefreiheit selten eine Sache einmal abhaken ist, sondern eigentlich immer eine Entwicklung.
Speaker: Man öffnet eine Tür, es öffnen sich weitere, man lernt eigentlich immer dazu, was übrigens auch der Grund ist, warum ich das Thema so gerne mag.
Speaker: Man lernt nie aus, es ist immer interessant, es gibt immer was Neues zu lernen.
Speaker: Ja, das bringt mich auch zu meiner eigentlich weiteren Frage.
Speaker: Und du hast jetzt gerade schon angedeutet, warum du das Thema so spannend findest.
Speaker: Du bist ja jetzt in dem einen Bereich, sage ich mal, selbstständig und kannst natürlich deine Expertise sicherlich sehr, sehr gut nutzen.
Speaker: Aber wie kam es dazu, dass du gesagt hast, ich möchte mich in dem Thema engagieren?
Speaker: Wir haben ja auch vorher gehört,
Speaker: dass du ganz, ganz viele Dinge ehrenamtlich machst.
Speaker: Und das finde ich sehr bewundernswert, weil da kriegt man ja nicht unbedingt Geld dafür, sondern man kriegt mal vielleicht einen Schulterklopfen.
Speaker: Aber eigentlich ist es sehr, sehr, sehr, sehr viel Arbeit.
Speaker: Wie kommt es dazu, dass du sagst, ich engagiere mich in so vielen Bereichen ehrenamtlich und möchte da... Was ist die Intention?
Speaker: Ich kann ja selbst sagen, ich will die Welt besser machen.
Speaker: Tatsächlich.
Speaker: Ist sicherlich auch ein Argument.
Speaker: Ich glaube daran, dass wenn wir alle einen Teil gesellschaftlich beitragen, die Gesellschaft zu etwas Besserem wird.
Speaker: Und ich glaube schon, dass es wichtig ist zu gucken,
Speaker: Was man beitragen kann.
Speaker: Und das ist oft gar nicht, also man muss gar nicht so viel jetzt machen, wie ich das tue.
Speaker: Oft reicht es schon, wenn man nett zueinander ist, sich grüße, die Tür aufhält.
Speaker: Oft sind es auch schon solche Kleinigkeiten oder jetzt bei den Wahlen die Briefe mit auszählt, das ist ein Tag Investitionen.
Speaker: Also oft sind solche kleinen Dinge.
Speaker: Bei mir war es eigentlich schon so, dass ich immer Ehrenamt auch genutzt habe.
Speaker: Ich war früher bei den Pfadfindern und ich habe dann irgendwann, als ich studiert habe, habe ich angefangen bei Meetups mitzumachen und so.
Speaker: Ich habe das immer gesehen als so ein Win-Win.
Speaker: Einerseits, weil ich selber die grüne Wiese habe, um Dinge neu auszuprobieren, ohne dass ich dann ein wirtschaftliches Risiko habe.
Speaker: Andererseits aber auch, um was weiterzugeben.
Speaker: Ich finde es immer sehr wichtig, auch, dass man sich gegenseitig an die Hand nimmt.
Speaker: Ich habe selber fünf Geschwister.
Speaker: Ich bin die Älteste.
Speaker: Wow.
Speaker: Wow.
Speaker: Ich habe was Neues erfahren wieder.
Speaker: Ja, ich habe sehr früh eigentlich in meiner Erziehung gelernt, dass ich die Geschwister mitnehmen darf, dass ich denen auch was beibringen kann.
Speaker: Und das hat sich eigentlich dann so weitergeführt, dass ich gesagt habe, okay, wenn ich was kann, wenn ich etwas weiß, wenn ich eine Möglichkeit habe, Leuten zu helfen, dann mache ich das eigentlich ganz gerne.
Speaker: Und es hilft aber auch beruflich.
Speaker: Deswegen ist es nicht ganz so selbstlos.
Speaker: Weil oft ist es so, dass man eine Person auf der einen Ebene kennenlernt.
Speaker: Und das ist ein sehr lockeres Kennenlernen.
Speaker: Das ist ein sehr angenehmes Kennenlernen.
Speaker: Man hat nicht diesen Druck, dass man performen muss.
Speaker: Sondern man kann wirklich sehr natürlich Dinge ausprobieren.
Speaker: Und von da aus entwickeln sich manchmal auch Dinge.
Speaker: Stimmt, ja.
Speaker: Das kenne ich auch.
Speaker: Du machst halt Dinge und du lernst irgendwo...
Speaker: Personen kennen, sei es im Ehrenamt oder sei es im Sport oder irgendwie so und du begegnest dir danach vielleicht auch wieder beruflich oder jemand kennt dich und weiß, wer du bist, weiß, was du machst, kann dich dann auch irgendwie weiterempfehlen.
Speaker: Es hat auch immer, glaube ich, wie du auch sagst, nicht immer nur eine selbstlose Komponente, aber ich glaube, das steht schon im Vordergrund, weil sonst würde man es auch nicht machen, weil es einfach unfassbar viel Arbeit ist.
Speaker: Das bringt mich auch gleich mal zu dem Thema
Speaker: Digital Woman Night.
Speaker: Mhm.
Speaker: Hast du es alleine ins Leben gerufen oder wart ihr da auch schon zu zweit?
Speaker: Die Geschichte ist ein bisschen verschachtelt.
Speaker: Der Digital Women Day wurde von Nora Schöner und vom Coworking zusammen 2023 ins Leben gerufen.
Speaker: Nora Schöner hatte She's in IT gegründet.
Speaker: Das war eine Meetup-Community, die sich eben über Technologie und Women in Tech organisiert hat.
Speaker: Also nicht über die Organisation Women in Tech, sondern über die Thematik.
Speaker: Und dann haben damals Fu und ich überlegt, wir wollen gerne auch irgendwas in Richtung Inklusion und Event beim Nürnberg Digital Festival machen.
Speaker: Sind dann aufs Coworking zugegangen, weil wir dachten, das wäre vielleicht eine coole Location.
Speaker: Und dann hat mir die Claudia vom Coworking erzählt, ach lustig, dass du anrufst.
Speaker: Wir haben gerade den Tag abgesagt, weil wir nicht genug Leute haben, die mit anpacken.
Speaker: Und dann haben Fu und ich gesagt, okay, hold my beer und haben das halt dann alles noch schnell organisiert innerhalb von vier, fünf Tagen.
Speaker: War aber auch ein großer Erfolg.
Speaker: War ein großer Erfolg.
Speaker: Ja, kamen ungefähr 250 Leute über den Tag verteilt.
Speaker: Also das war echt und teilweise Leute auch wieder.
Speaker: Also die sind dann morgens da gewesen, waren dann auf der Arbeit und sind dann wiedergekommen.
Speaker: Also enorm.
Speaker: Wir waren auch super dankbar und selber überrascht, wie gut das gelaufen ist und was für eine schöne Stimmung da war.
Speaker: Und sowohl wir als Orga-Team als auch dann die Teilnehmenden haben halt dann gedacht, das ist eigentlich schade jetzt ein Jahr zu warten, wir haben das Feedback bekommen, mach das doch häufiger und dann wurde daraus dem Day sozusagen die Night und die war dann, das ist unser monatliches Meetup.
Speaker: Ja.
Speaker: Und immer noch in den Coworking-Räumen, immer noch mit dem Coworking zusammen und Fuß dann irgendwann ausgestiegen und dann ist Melanie dazu gekommen.
Speaker: Die ist jetzt seit so ganz knapp einem Jahr dabei.
Speaker: Und jetzt sind wir dabei.
Speaker: Wir haben jetzt auch Specials organisiert.
Speaker: Das sind Halbtages-Workshops.
Speaker: Wir hatten einen zum Bewerben als Thema, einen für SpeakerInnen.
Speaker: Wir haben jetzt bald einen zum Thema KI am Weltfrauentag.
Speaker: Ich weiß nicht, wann das ausgestrahlt wird.
Speaker: Je nachdem vielleicht noch interessant.
Speaker: Vielleicht danach.
Speaker: Aber es macht nichts.
Speaker: Das macht nichts.
Speaker: Dann blicken wir zurück darauf.
Speaker: Dann blicken wir, es wird ein wunderbarer Tag.
Speaker: So toll gewesen.
Speaker: Ja.
Speaker: Und das macht ihr ja auch alles ehrenamtlich.
Speaker: Und wir haben jetzt vieles schon gehört.
Speaker: Wir haben zum einen ja gehört, wie gut du in deinem Job, auch KI, mit dem Thema beruflichen Erfolg verbinden kannst oder Effizienz verbinden kannst.
Speaker: Wir haben auch das Thema Inklusion gehört.
Speaker: Und für dich, also so wie ich es raushöre, in deinem Arbeitsalltag funktioniert die Thematik KI und der Mensch.
Speaker: Du hast da auf jeden Fall für dich einen Weg gefunden, das sehr, sehr gut zu nutzen und kannst die KI nutzen, um deine Arbeit zu vereinfachen, zu ergänzen.
Speaker: Und wenn wir dann nochmal so drauf blicken, wo würdest du sagen, wenn wir auf dieses Zeitalter KI, Digitalisierung und alles, was da so kommt, blicken, wo hat deiner Meinung nach der Mensch noch Platz?
Speaker: Und welche Skills brauchen wir vielleicht?
Speaker: Also du kannst dich auch für eine Frage entscheiden.
Speaker: Also ich sehe mich ein bisschen...
Speaker: Sorge auf die Tatsache, dass gerade Unternehmen dazu tendieren, jüngere ExpertInnen auszugrenzen.
Speaker: Also ich habe die Sorge, dass immer juniorigere Menschen immer mehr die Schwierigkeit haben, reinzukommen.
Speaker: Also es werden Leute mit Erfahrung gesucht, aber Leute, die Erfahrung aufbauen müssen, werden dabei einfach ausgeklammert.
Speaker: Aber irgendwo muss die Erfahrung ja herkommen.
Speaker: Die kommt ja nicht einfach so von, ich komme aus dem Studium oder aus der Ausbildung und kann das jetzt, sondern das muss ja auch erst mal sich entwickeln.
Speaker: Da sehe ich so ein bisschen die Problematik.
Speaker: Ich denke,
Speaker: Also es fühlt sich so ein bisschen gerade an, so ähnlich wie beim Internetzeitalter, dass gerade so viel passiert und ich glaube, die...
Speaker: Menschen sind gerade ein bisschen gestresst, wie viel gerade auf einmal passiert und wie viel Neues kommt und wie schnell das Ganze ist.
Speaker: Ich hoffe, dass da viele mitgenommen werden.
Speaker: Also dass das einfach, dass da nicht dieses Ellenbogenkultur kommt und die Leute dann abgehängt werden.
Speaker: Sondern ich hoffe, dass wirklich das Unternehmen die Verantwortung übernehmen, ihre Mitarbeitenden zu schulen.
Speaker: auch den Raum geben, dass sie überhaupt sich selber da reinarbeiten können, wenn man die ganze Zeit im Tagesgeschäft gestresst ist und abends irgendwann nach Hause kommt.
Speaker: Da bleibt dann wenig Zeit, sich darum zu kümmern, sich ein KI weiterzubilden.
Speaker: Ich hoffe, dass da einfach die Möglichkeiten strukturell weiter geschaffen werden.
Speaker: Zum Thema, wo bleibt der Mensch?
Speaker: Eine große Sorge, die ich außerdem habe, ist die Energieverbrauche, die immer steigend sind.
Speaker: Und ich hoffe einfach,
Speaker: dass wir da auch gesellschaftlich ein Auge drauf behalten.
Speaker: Also ich merke, dass KI dazu verleiht, auch an mir selber im Übrigen, immer mehr abzugeben und immer mehr auch zu gucken, ach, was sagt denn die KI dazu?
Speaker: Und ich glaube, da müssen wir halt ein bisschen die Füße auf den Boden halten und gucken,
Speaker: ja, macht das überhaupt jetzt Sinn?
Speaker: Muss ich das jetzt überhaupt mit einer KI machen?
Speaker: Oder kann ich das nicht einfach bei Ecosia zum Beispiel einfach in die Suche eingeben?
Speaker: Oder Beispiel, wie wird das Wetter heute?
Speaker: Kann ich einfach aus dem Fenster gucken oder muss ich jetzt extra die KI dafür fragen?
Speaker: Absolut.
Speaker: Das ist ein sehr gutes Beispiel.
Speaker: Viele fragen auch oft so, ja und das Wetter?
Speaker: Und ich denke mir immer so, ich beschäftige mich nie mit dem Wetter.
Speaker: Ich bin auch ganz oft falsch angezogen.
Speaker: Ganz oft, weil ich mich nicht damit beschäftige.
Speaker: Und viele, unsere Tochter, finde ich sehr spannend, die fängt jetzt auch schon an, morgens manchmal zu sagen, wie wird denn das Wetter?
Speaker: Und guck dann irgendwie auf die Smartwatch, wo du es ja schon hast.
Speaker: Oder irgendwie, schau mal auf dem Handy.
Speaker: Und ich sage ihr dann immer, guck doch einfach aus dem Fenster.
Speaker: Dann siehst du doch, du brauchst doch jetzt keine Uhr.
Speaker: Außerdem, die weiß es nicht so gut, wie du, wenn du rausguckst und es fühlst.
Speaker: Oder manchmal sagt sie dann auch, weil wir am Rathenauplatz wohnen,
Speaker: Und da ist ein Gebäude, ich weiß gar nicht wem, das war glaube ich mal Nürnberger Versicherung, aber da steht die Gradzahl.
Speaker: Also da steht, wie warm es gerade ist.
Speaker: Wie cool.
Speaker: Und wenn wir nach Hause kommen, schaut sie dann und sagt, Mama, wie viel Grad hat es?
Speaker: Und ich finde es dann immer so witzig, weil ich dann auch sage, verlass dich doch nicht auf die Zahl.
Speaker: Gebe doch einfach auf unseren Balkon und teste aus, ob du es anziehen kannst.
Speaker: Aber es ist, wie du sagst, wir werden da so richtig faul und benutzen ganz oft irgendwie die KI oder irgendetwas, ohne vorher mal darüber nachzudenken.
Speaker: Es ist so, wenn wir an einem Tisch saßen mit Freunden und gegessen haben und dann kam eine Frage irgendwie auf.
Speaker: Und da kann ich mich noch erinnern, da war ich...
Speaker: im Teenageralter würde ich sagen, und mein Opa hat irgendwas erzählt, ich glaube, es ging um einen Blitzeinschlag ins Auto, und dann habe ich gesagt, das geht nicht, das ist ein Faraday-Scheck-Häfig.
Speaker: Und dann hat er gesagt, nein, nein, nein, dann hat meine Tante das in einem Buch irgendwann danach recherchiert und hat ihm gesagt, doch, hier ist der Zettel, sie hat recht, aber heute wäre das eine ganz andere Situation.
Speaker: Du würdest sofort dein Handy nehmen und es...
Speaker: oder von mir aus auch ChatGBT oder irgendeine andere Suchmaschine benutzen, um die Information sofort zu haben.
Speaker: Also das macht ja alles sowieso schon so schnell.
Speaker: Die ganze Welt ist schnell.
Speaker: Du kannst jede Information eigentlich sofort haben.
Speaker: Ich finde es auch witzig, wenn man manchmal in einem Podcast ist oder Podcast hört, dass Leute auch währenddessen dann sagen, na warte mal, bevor ich da jetzt Blödsinn erzähle, ich schaue mal schnell nach.
Speaker: Also...
Speaker: Und das ist, glaube ich, schon sehr bezeichnet für unser Zeitalter.
Speaker: Und ich teile auf jeden Fall auch deine Sorgen, wobei ich mich noch gar nicht so intensiv mit der Sache beschäftigt habe, dass junge Menschen oder die mit wenig Berufserfahrung gerade eben eintreten, dass sie da keinen Platz haben.
Speaker: Und wenn das so ein bisschen trennt, teile ich das total mit dir.
Speaker: Das mich auch schockiert, weil ich immer sage,
Speaker: Das ist ja auch unsere Verantwortung heutzutage.
Speaker: Also es ist auch unsere Verantwortung als Unternehmen oder als großes Unternehmen, eine gewisse Bildung zu leisten.
Speaker: Aber man merkt den Trend schon sehr, sehr lange, weil auch ganz viele Studierende beziehungsweise auch SchülerInnen ein Problem haben, Praktikumsplätze zu finden, weil die Unternehmen nicht bereit sind, das zu machen.
Speaker: Weil, sind wir mal ehrlich, von den Praktikanten hattest du als Unternehmen selten was, außer dass du sagst, ich habe vielleicht ein Talent, den möchte ich vielleicht übernehmen in die Ausbildung oder sonst irgendwas.
Speaker: Aber sich für Praktikumsplätze zu entscheiden als Unternehmen bedeutet ja immer, ich investiere in die Bildung und das ist in gewisser Hinsicht als Unternehmen auch ein Ehrenamt von dir als Unternehmen oder den Mitarbeitenden, die es dann machen müssen, weil ich meine,
Speaker: Meistens muss es ja irgendeine Abteilung auffangen.
Speaker: Und ich persönlich finde oder möchte eigentlich alle animieren zu sagen, engagiert euch da wieder mehr.
Speaker: Da komme ich vielleicht auch noch mal zu, wir kommen relativ zum Ende schon.
Speaker: Aber hast du auch einen Appell an die Leute?
Speaker: Also du engagierst dich sehr, sehr viel im Ehrenamt.
Speaker: Wir haben das schon gehört und das hat ja, wie wir auch gehört haben, mehrere Seiten.
Speaker: Aber was, was glaubst du, brauchen wir als Gesellschaft heute?
Speaker: Auch mit den Sorgen, die du gerade mit uns geteilt hast.
Speaker: Ich nutze das Ehrenamt auch so ein bisschen als, ich nenne es jetzt mal leitpolitisches Engagement auf der regionalen Ebene.
Speaker: Ich glaube, wenn wir, ich sage es jetzt abstrakt, Räume schaffen, in denen wir ins Gespräch kommen und in denen erstmal Menschen willkommen sind und sich willkommen fühlen.
Speaker: Ich glaube, also dieses sich willkommen fühlen ist, glaube ich, etwas, was...
Speaker: etwas sehr Besonderes seit Corona geworden ist.
Speaker: Also seit der Pandemie, nicht seit Corona, seit der Pandemie.
Speaker: Und ich glaube, das ist eigentlich etwas, wovon wir generell mehr gebrauchen könnten.
Speaker: Wir haben durch das Internet, durch deutsche Media so viele Vergleiche, dass es, glaube ich, schon oft so ist, dass man
Speaker: Dinge, sich selber Dinge, Fähigkeiten, Situationen in Frage stellt und ich glaube einfach mal Räume aufzubauen, zu sagen, ist es okay, so wie du bist, komm einfach mal her und wir sprechen mal und auch Kontroversen dann mal auszuhalten.
Speaker: Ich rede jetzt hier nicht von faschistischen Kontroversen, die hält man bitte nicht aus, sondern ich rede jetzt wirklich von Meinungen, die rein sachlich einfach unterschiedliche Geschmäcker sind.
Speaker: Dass man die aushält und dass man da ins Gespräch kommt, auch mal Perspektiven wechselt.
Speaker: Und das ist auch ein Beweggrund, warum ich Ehrenämter so gut finde, weil ich der Meinung bin, dass das wieder dafür sorgt, dass wir gesellschaftlich zusammenkommen, ohne dass wir jetzt einen Politiker, eine Politikerin super finden müssen, ohne dass wir jetzt sagen, meine Ideologie ist auf den Punkt gebracht, das.
Speaker: Sondern wo wir erstmal Perspektiven kennenlernen.
Speaker: Und oft ist es ja so, dass eine Perspektivenvielfalt auch dafür sorgt, dass wieder dann eine Perspektive
Speaker: sozialere Ebene passiert, dass eben auch eine Inklusion überhaupt erst zustande kommen kann durch diese Perspektivwechsel.
Speaker: Und ich glaube, das ist das, was jetzt gerade sehr wichtig ist.
Speaker: Ja, sehe ich absolut genauso.
Speaker: Und ich finde auch dieses Thema Ehrenamt, das habe ich auch schon mal in anderen Folgen auch gesagt,
Speaker: Ich finde auch einfach, wir sollten uns alle ehrenamtlich engagieren und es ist eigentlich unsere Pflicht, als Teil einer Gesellschaft uns zu engagieren und irgendetwas zu tun, wofür wir jetzt nicht unbedingt immer gleich Geld bekommen oder einen Vorteil haben, sondern
Speaker: was einfach die Gesellschaft weiterbringt und uns wieder näher zusammenbringt.
Speaker: Das, was du sagst, sehe ich zu 100 Prozent genauso.
Speaker: Das freut mich.
Speaker: Weil wenn wir mehr zusammenrücken wieder und mehr gucken, okay, du hast vielleicht eine andere Meinung, bist aber deswegen auch nicht doof, sondern jeder hat irgendwie seine Intentionen und
Speaker: wenn wir uns wieder mehr an einen Tisch bewegen, dann können wir zum einen vielleicht die Perspektive wechseln und zum anderen können wir uns aber wieder aufeinander zu bewegen, weil ja die Kommunikation und das Gespräch uns ja erst dahin bringt, dass wir vielleicht sagen, okay, gut, so habe ich es noch nicht gesehen, kann ich vielleicht auch mitgehen, also kann ich mich anteilen sogar an deine Meinung oder an deinen Sachverhalt irgendwie angleichen und drücke vielleicht ein Stück von mir wieder ab, solange wir uns immer mehr in diesen
Speaker: Lagern, Lägern befinden, kommen wir ja nicht mehr zusammen.
Speaker: Richtig.
Speaker: Deswegen unsere Einladung ist dann, wieder mehr an einen Tisch zu kommen.
Speaker: Wieder mehr an einen Tisch zu kommen, ja.
Speaker: Und auch die tollen Events, die es gibt, auch zu besuchen.
Speaker: Ich habe noch eine Frage zu Digital Woman Night.
Speaker: Es ist nicht nur für Frauen.
Speaker: Jeder darf kommen.
Speaker: Vielen lieben Dank für die Frage.
Speaker: Ja, das ist immer das große Missverständnis.
Speaker: Also, wir haben es zwar in unseren Event-Texten drin, aber das Gerücht hält sich hart wegen dem Namen.
Speaker: Bei uns ist es so, die Bühne gehört den Flinter, aber im Publikum sind alle Menschen, alle Geschlechter willkommen.
Speaker: Und wir sind auch immer sehr glücklich, wenn auch wirklich cis-hetero-Männer kommen, weil der Austausch so wichtig ist und auch wichtig ist, die verschiedenen Perspektiven auch hier wieder zu verstehen.
Speaker: Ja, absolut, ja.
Speaker: Wir haben jetzt nächste Woche, das wird wahrscheinlich zu spät sein für die Zuhörenden, aber wir haben nächste Woche zum Beispiel jetzt einen Neid nur über das Thema Periode und Arbeitskontext.
Speaker: Das ist so ein...
Speaker: Freut mich.
Speaker: Das ist so ein wichtiges Thema und das betrifft letztendlich am Ende vom Tag trotzdem alle Geschlechter.
Speaker: Absolut alle.
Speaker: Ja, natürlich, wir arbeiten ja auch alle zusammen.
Speaker: Richtig, genau.
Speaker: Und sowohl die Betroffenen, die eine Periode haben, als auch die Menschen, die dann mit Menschen mit Periode arbeiten, die dann entsprechend Rücksicht nehmen können, überhaupt Situationen einordnen können, überhaupt Verständnis zeigen können, Unterstützung zeigen können.
Speaker: Wenn man nicht weiß, was los ist, kann man ja überhaupt nicht helfen.
Speaker: Das ist so wichtig und deswegen, ich plädiere das immer, kommt bitte alle her und auch guckt, was für ExpertInnen wir auf der Bühne regional präsentieren können.
Speaker: Auch da ganz wichtig, Technologie war oft lange ein männerdominiertes Thema und deswegen haben wir diese Initiative überhaupt erst auf die Beine gestellt, weil wir dafür sorgen wollen, dass eben auch da eine Geschlechtervielfalt auf der Bühne stattfindet letztendlich.
Speaker: Aber im Publikum freuen wir uns auf alle und
Speaker: jetzt hier Stimmen kommen.
Speaker: Es gibt ja auch sehr, sehr viele Events, wo wirklich überwiegend Männer sprechen.
Speaker: Deswegen ist, ich glaube, das hält sich am Ende vom Tag dann trotzdem in der Waage.
Speaker: Ich glaube, das ist völlig egal.
Speaker: Ich glaube, Männer haben immer schon und über die letzten Jahre viele Bühnen gehabt und werden da auch oft sehr berücksichtigt.
Speaker: Deswegen finde ich sehr, sehr gut, dass ihr da einfach auch eine Bühne geschaffen habt für Menschen, die dann vielleicht in anderen Formaten
Speaker: schwerer einen Platz bekommen.
Speaker: Und ja, ich finde nochmal wichtig, auch das, was du sagst, zu betonen, es geht auch nur gemeinsam.
Speaker: Also wenn wir was verändern wollen, dann können wir nicht sagen, wir gegen die oder die gegen den, sondern nur zu sagen, wir machen das gemeinsam.
Speaker: Deswegen auch von uns beiden jetzt eine herzliche Einladung an alle, die Events zu besuchen, sich weiterzuentwickeln, was zu lernen.
Speaker: Auch eure Events, ne?
Speaker: Ja, auch.
Speaker: Und ja, einfach da eine schöne Zeit zu haben und da vielleicht was mitzunehmen.
Speaker: Ich danke dir für das Gespräch.
Speaker: Ich danke für die Gastfreundschaft.
Speaker: Vielen lieben Dank.
Speaker: Danke auch für das Gespräch.
Speaker: Wie stehst du zu diesem Thema?
Speaker: Schreib es uns gerne in die Kommentare.
Speaker: Ich hoffe, du konntest was für dich mitnehmen und vielleicht sehen wir uns ja mal bei einem unserer Workshops.
Speaker: Bis zum nächsten Mal.
Speaker: Deine Karin.






