
Was bedeutet es, digitale Produkte wirklich für Menschen zu bauen – nicht nur für die, die gerade im Blickfeld sind? Alide von Bornhaupt macht genau das zu ihrem Beruf. Als selbstständige UX-Researcherin hilft sie Unternehmen, Entscheidungen nicht mehr aus dem Bauch heraus zu treffen, sondern auf Basis echter Nutzerdaten. Gleichzeitig engagiert sie sich mit ihrem Kollektiv Inkluton dafür, dass Barrierefreiheit aufhört, ein Randthema zu sein – und zum selbstverständlichen Teil von Produktentwicklung wird. Ein Gespräch über KI als Werkzeug, Inklusion als Haltung und die Frage, wer eigentlich das Recht hat, einfach mitzumachen.
Themen dieser Folge
→ Wie Alide als UX-Researcherin arbeitet – und warum Bauchgefühl als Entscheidungsgrundlage keine Strategie ist
→ KI im Research-Alltag: Was sie wirklich abnimmt, wo sie versagt – und warum das "Zwischen den Zeilen" noch immer Menschensache bleibt
→ Inkluton: Warum Alide mit ihrem Kollektiv Unternehmen zeigt, was Barrierefreiheit in der Praxis bedeutet – und zwar aus erster Hand
→ 80–90 % aller Behinderungen sind unsichtbar – was das für Produktentwicklung bedeutet
→ Der Zusammenhang zwischen sauberem Code, Barrierefreiheit und KI-Lesbarkeit
→ Warum Alide sich auch politisch engagiert: Mutterschutz für Selbstständige, Digital Women Community, Product Tank Nürnberg
→ Die Sorge, die sie wirklich umtreibt: Junge Menschen kommen gerade nicht mehr rein – und keiner redet darüber laut genug
→ Ehrenamt als gesellschaftliches Fundament – und warum Alide glaubt, dass es uns wieder zusammenbringt
Takeaways
→ KI kann Daten aufbereiten, transkribieren, strukturieren. Was sie nicht kann: spüren, wenn jemand zögert – und genau da steckt oft die wichtigste Information.
→ Barrierefreiheit ist kein Spezialthema. Sie betrifft uns alle – heute als Nutzer, morgen als ältere Menschen mit anderen Bedürfnissen.
→ Saubere Strukturen helfen Menschen und Maschinen gleichermaßen. Was für einen Screenreader lesbar ist, ist es auch für eine KI.
→ Unternehmen, die keine Junioren mehr einstellen, lösen ein kurzfristiges Problem – und schaffen ein langfristiges.
→ Räume schaffen, in denen Menschen willkommen sind und Perspektiven treffen – das ist kein Nice-to-have. Das ist gesellschaftliche Arbeit.
Zusatzinfos
Alide von Bornhaupt – UX-Researcherin, Speakerin, Mitgründerin von Inkluton → LinkedIn: linkedin.com/in/alide-von-bornhaupt → Website: alidevonbornhaupt.com
Inkluton: Barrierefreiheit aus erster Hand – mit Expertinnen und Experten, die selbst eine Behinderung haben
Digital Women Community Nürnberg – monatliches Meetup, offen für alle Geschlechter → Die Bühne gehört Flinta*-Personen. Das Publikum ist für alle.
Verein Mutterschutz für Alle – politisches Engagement für Selbstständige
Product Tank Nürnberg – Community-Event rund um Produktentwicklung