Transcript
Per-Olof Waßen: Achso, mit Pierre und Pelle.
Per-Olof Waßen: Voll Profis.
Per-Olof Waßen: Grüße dich.
Per-Olof Waßen: Wie geht's dir?
Pierre : Das fängt ja gut an.
Pierre : Absolut.
Pierre : Ja, sehr gut gerade.
Pierre : Sehr, sehr gut.
Pierre : Wenn ich dich sehe, ist es immer.
Pierre : Und ich freue mich schon wieder, nach langer Zeit wieder dabei zu sein bei einem Podcast.
Pierre : Und zwar mit der Nummer...
Per-Olof Waßen: 131, das muss man sich mal reinziehen.
Per-Olof Waßen: 131.
Per-Olof Waßen: Hast du ein Thema mitgebracht?
Pierre : Ja, wir haben ein Thema und zwar, kann das Barfußlaufen Schmerzen lindern?
Per-Olof Waßen: Was für Schmerzen?
Pierre : Ja stimmt, welche denn?
Pierre : Einigen eigentlich, aber heute werden wir mehr über den Rückenschmerzen reden.
Per-Olof Waßen: Mhm, zurück zum Rücken.
Per-Olof Waßen: Dann wollen wir das Ganze mal ein bisschen zurecht rücken.
Per-Olof Waßen: Wieso haben wir dieses Thema Rücken?
Per-Olof Waßen: Wir haben nämlich, um das Ganze mal ins Licht zu rücken, einen Workshop, der am 30.
Per-Olof Waßen: Mai stattfindet.
Per-Olof Waßen: So wie unser Knie-Workshop gibt es jetzt den Rücken-Workshop und zwar...
Per-Olof Waßen: laufen gegen Rückenschmerzen.
Per-Olof Waßen: Dann macht es natürlich Sinn, sich den ganzen Monat jetzt mal um dieses Thema zu kümmern.
Per-Olof Waßen: Und lieber Pierre, hast du schon mal in deinem Leben überhaupt Rückenschmerzen gehabt?
Per-Olof Waßen: Ja.
Pierre : Einmal.
Pierre : Hey, du kannst mir ruhig glauben, Leute.
Pierre : Glaub mir ruhig.
Pierre : Tatsächlich einmal und zwar vor kurz.
Per-Olof Waßen: Okay.
Pierre : Und wie sind bei dir aufs Bälle?
Per-Olof Waßen: Also wenn wir jetzt wirklich, wir reden von Rückenschmerzen, nicht mal ganz kurz irgendwie irgendwas, was zwei Minuten auftaucht und wieder weg ist oder mal, ich hatte schon mal einen steifen Nacken öfter, irgendwas zu lange rumgedreht oder die ganze Zeit in eine Richtung geguckt oder einen Zug gekriegt oder sowas, kenne ich alles.
Per-Olof Waßen: Dreimal hatte ich aber schon Hexenschuss, so genannt.
Pierre : Ah ja.
Pierre : Hmm.
Per-Olof Waßen: Dreimal.
Per-Olof Waßen: immer gleiche Bewegung, immer dann, wenn ich nicht mehr so richtig auf meinen Rücken achte oder mich salopp bewege, mit kleinstem Kraftaufwand, einmal was großer Kraftaufwand und dann habe ich, der erste Hexenschuss war schlimm, die anderen nicht mehr so, weil beim ersten Hexenschuss habe ich echt gedacht, was ist denn hier los?
Per-Olof Waßen: War wirklich die Hölle, wirklich, also ich konnte mich gar nicht bewegen.
Per-Olof Waßen: Also Rückenschmerzen können schon richtig krass sein.
Per-Olof Waßen: Was war bei dir jetzt?
Pierre : Das ist seit kurz vor zwei Monaten ein Arbeitsunfall.
Pierre : Das ist gerade ein bisschen der Drama, wo ich gerade eben durchgehe und ich bin tatsächlich noch in der Behandlung dazu.
Per-Olof Waßen: Ja, da hast du auch zu schwer gehoben, ne?
Pierre : Zu schwer gehoben um sechs Uhr morgen, einfach ein schwerer Korb voll mit Teilen und dann habe ich hochgehoben und eine Drehung dabei gemacht und naja, wahrscheinlich körperkalt und
Per-Olof Waßen: Ja.
Pierre : Oder ich bin älter geworden.
Pierre : Ist das normal, wenn man älter wird, dass man Rückenschmerzen haben könnte, Pelle?
Per-Olof Waßen: Also normal würde ja bedeuten, dass es alle haben oder viele haben mehr als die Norm oder mehr als der Durchschnitt und zwar eben die Norm.
Per-Olof Waßen: Da würde ich sagen, nein, ist nicht normal, aber dass es sich häuft, wenn man älter ist, im Gegensatz zum Kindsein oder zum jungen Erwachsenen sein, ganz bestimmt.
Per-Olof Waßen: Ich würde schon sagen, dass Rückenschmerzen oder ist immer noch eine der häufigsten Beschwerden der westlichen Welt, war früher in Afrika fast unbekannt und ist mit der immer weiter fortschreitenden Entwicklung in Afrika tatsächlich in Verbindung gebracht, auch mit
Per-Olof Waßen: auch zunehmend jetzt geworden ist, auch unter den Top 5 oder sowas, der Beschwerden, warum man zum Arzt geht.
Pierre : Vielen Dank.
Per-Olof Waßen: In Deutschland ist es eins der, ich weiß nicht, ob es an Nummer 2 oder 3 ist, ist Rückenschmerzen tatsächlich.
Per-Olof Waßen: Du hast gerade schon tatsächlich den Unfallhergang, den üblichen Unfallhergang, den Leute beschreiben, beschrieben und zwar, man bückt sich,
Per-Olof Waßen: Und man dreht sich zur Seite.
Per-Olof Waßen: Und dann bewegt man sich und möchte irgendwas hochheben.
Per-Olof Waßen: Was dann passiert beim Hexenschuss, beim sogenannten, ist ein Reflex des zentralen Nervensystems, welches alle
Per-Olof Waßen: tiefen Rückenmuskeln, aber auch die großen Rückenstrecker, der Erectospine, also dieser Muskel, der um die Wirbelsäule herum sitzt und den Rücken aufrichtet, steif oder verkrampfen lässt.
Per-Olof Waßen: Die Bänder, die Sehnen, alles wird unter Verkrampfung gesetzt, um letztendlich den
Per-Olof Waßen: die Bewegung auch einzustellen, auch zu sagen, du kannst dich jetzt gar nicht mehr bewegen, damit dieser Wirbelsäule nichts mehr passiert, der Körper kann das nicht einschätzen, ist die Wirbelsäule gerade in Gefahr und dann ist es wie ein Alarmkorsett, wo man sagt, okay, packe ich dich da rein und dann ist es vorbei.
Pierre : Mhm.
Per-Olof Waßen: Und es gibt eigentlich fast nichts, was du tun kannst, außer,
Per-Olof Waßen: letztendlich die Ruhe dann einzunehmen und irgendwie abzuwarten.
Per-Olof Waßen: Gleichzeitig, Ruhe heißt nicht liegen, das wird nur für einen Moment gehen und dann wird auch das Aufstehen die Hölle sein.
Per-Olof Waßen: Aber ruhige Bewegungen, langsam auf den Beinen bleiben, spazieren gehen, wie es irgendwie geht, unter meistens Medikamenteneinfluss, ne?
Per-Olof Waßen: Ja, das ist schon krass, Rückenschmerzen.
Per-Olof Waßen: Aber es gibt auch noch andere Rückenschmerzen.
Per-Olof Waßen: Es gibt die Menschen, die sagen, ich habe eigentlich dauernd chronische, vielleicht nicht ganz so stark wie ein Hexenschuss Rückenschmerzen.
Per-Olof Waßen: Weiß ich nicht, kennst du jemanden, der sowas hat?
Pierre : Ja, es gibt so viele verschiedene Sorte.
Pierre : Ich würde, wenn ich so die bekannteste Person, die ich kenne, das ist beide meine Eltern, die dauerhaft Rückenschmerzen, das ist sogar ein Thema, das mich stark geprägt hat und motiviert hat, Sport zu machen, weil die haben beide Stahl im Rücken, also die sind komplett, der Rücken komplett gelähmt, sage ich mal so.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pierre : Früher war es auch üblich, nach Beinscheibenvorfall oder mehreren Beinscheibenvorfällen, die man rausgenommen hatte, dass man komplett den Rücken versteift.
Pierre : Und heute hat sich Gott sei Dank sehr viel entwickelt.
Pierre : Und weil sehr viele Menschen haben Beinscheibenvorfall, aber die haben keine Schmerzen.
Pierre : Andere haben keinen Beinscheibenvorfall, aber haben Schmerzen.
Pierre : Um ein bisschen zurückzukommen zu deiner Frage.
Pierre : Und deswegen, das ist so unterschiedlich und das ist ein bisschen schwierig da zu sagen.
Pierre : Und zu sagen, was bedeutet, dafür müssen wir erstmal definieren, was Schmerzen bedeutet.
Pierre : Und das ist so stark unterschiedlich und so individuell, ein Riesenthema auch.
Per-Olof Waßen: Also mich schmerzt es zum Beispiel, also wenn man überhaupt über Schmerzen spricht, mich schmerzt zum Beispiel, dass diese Schokolade hier, Côte d'Or aus Belgien, ich habe jetzt hier eine Côte d'Or-Schokolade aus Belgien in der Hand, ich habe hier 10 Pakete davon bringen lassen, es knistert jetzt, alle diese AMS, wie heißt das, diese Sounds, man kann sich so Knister-Sounds, kann man sich so runterladen,
Pierre : Ja, ja.
Pierre : Mittlerweile, das hat sich...
Per-Olof Waßen: um sich zu beruhigen.
Per-Olof Waßen: Ich mache das jetzt extra für euch.
Per-Olof Waßen: Diese leckere Schokolade esse ich jetzt, denn wir sind Team Belgien, was Schokolade angeht und nicht Team Schweiz.
Per-Olof Waßen: Und ich hatte den Ben jetzt da und habe den auch einfach zum Team Belgien, was die Schokolade angeht, gezählt.
Per-Olof Waßen: Aber der ist wahrscheinlich jetzt Team Schweiz eigentlich.
Per-Olof Waßen: Der ist ja eigentlich Schweizer fast schon, der Ben.
Pierre : doch dort in der Richtung und das Team spalt sich ein bisschen.
Pierre : Hat er die probiert?
Pierre : War es das schon?
Pierre : Echt jetzt?
Pierre : Gut, dass er nicht da ist.
Per-Olof Waßen: Genau, ich habe das Gefühl, der Ben, der geht fremd.
Per-Olof Waßen: Ich habe mein Gefühl, dass der langsam Schweizer wird.
Per-Olof Waßen: Aber die hier hat er probiert.
Per-Olof Waßen: Er hat gesagt, oh lecker.
Per-Olof Waßen: Ich dachte, das finde ich ein bisschen wenig.
Per-Olof Waßen: Einfach nur, oh lecker.
Per-Olof Waßen: Aber, mhm.
Per-Olof Waßen: Ich muss sagen, es ist einfach die Wucht.
Per-Olof Waßen: Es ist wirklich super.
Per-Olof Waßen: Einen habe ich verschenkt, aber die anderen habe ich alle gegessen.
Per-Olof Waßen: Langsam.
Per-Olof Waßen: Immer nur einen am Tag.
Per-Olof Waßen: Nee, gut.
Per-Olof Waßen: Also Schokolade ist einfach was Grandioses.
Per-Olof Waßen: Also stell dir vor, eine Welt ohne Schokolade.
Per-Olof Waßen: Das wäre nicht die gleiche Erde, oder?
Pierre : Also es gibt die Theorie, dass Schokolade Rückenschmerzen lindern kann.
Per-Olof Waßen: Deshalb habe ich die jetzt gerade mitgemacht.
Pierre : Passt perfekt zum Thema heute, finde ich.
Per-Olof Waßen: Genau, also Rückenschmerzen, ich glaube, das würden viele Leute als etwas bezeichnen, was sie begleitet und was so zu ihnen gehört, dass man sagt, okay, Rückenschmerzen, das habe ich chronisch, das gehört irgendwie zu mir, der wird nicht mehr gut oder so.
Per-Olof Waßen: Und wir wollen eigentlich schon direkt zum Thema kommen, denn genau das ist ein Thema, wo Barfuß gehen und joggen
Pierre : Mhm.
Per-Olof Waßen: wirklich punktet.
Per-Olof Waßen: Ich habe selten mehr Rückmeldungen, also ich habe, ich habe sehr oft Rückmeldungen bekommen, dass Menschen gesagt haben, ich habe mit dem Barfuß Schuhen angefangen und meine Rückenschmerzen waren weg.
Per-Olof Waßen: Ganz oft.
Per-Olof Waßen: Ich habe aber auch Leute erlebt, die mit dem Barfuß Joggen angefangen haben und die Rückenschmerzen waren weg.
Per-Olof Waßen: Hast du was ähnliches gehört?
Pierre : Bei mir ist es ein bisschen mehr Richtung Knie.
Pierre : Ich kenne mehr die tatsächliche Knieschmerz hatte und dann mit Barfußschuhen durch die Gegend voll schön gelatschen sind und die dadurch Verbesserung hat.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Okay.
Pierre : Beim Rücken etwas weniger Bauch.
Pierre : Aber das passt ja sowieso gut miteinander.
Pierre : Das ist ja...
Per-Olof Waßen: Knie und Rücken, ja.
Per-Olof Waßen: Weil natürlich der Fuß, ihr müsst euch das, ihr da draußen, ihr müsst euch das so vorstellen, ihr habt so ein Fotostativ und das steht auf so einem Dreibein, diese Fotostative und
Per-Olof Waßen: Wenn das dieses Dreibein da unten, wenn das gut breit ist und gut aufgefächert ist, hat die Kamera oben auf dem Stativ einen guten Halt.
Per-Olof Waßen: Das ist der Fuß unten, dieses Dreibein.
Per-Olof Waßen: Der Fuß steht auch auf drei Punkten, Großzeh, Ballenbereich, Ferse und steht dann drauf stabil, also äußerer Ballenbereich, ein bisschen Großzeh und Großzeh, Grundgelenk und Ferse.
Per-Olof Waßen: Und dann kommt im Prinzip das Stativ, sind Bein, Knie und so weiter und
Per-Olof Waßen: Und wenn das Knie im Prinzip sich auch als Scharnier so ein bisschen hin und her bewegen kann, steht oben auch noch alles stabil.
Per-Olof Waßen: Wenn es beim Fuß aber schon anfängt, dass da irgendwas schief knickt, kippt oder sowas, das Knie kann das nicht abfangen in dem Moment, wenn das nach innen kippt.
Per-Olof Waßen: Das muss dann das Becken machen.
Per-Olof Waßen: Wenn das Becken sich schief stellt, was passiert dann da drüber?
Per-Olof Waßen: Pierre, wirklich was passiert?
Per-Olof Waßen: Wenn ich mein Becken schief stelle, was passiert mit dem Rücken?
Pierre : Die fängt an dann rumzueiern, zu kompensieren und und und.
Per-Olof Waßen: Genau, sowohl nach vorne und nach hinten als auch zur Seite.
Per-Olof Waßen: Also Skoliosen, die sind meistens angeboren, also das ist dann wirklich eine Disbalance, die schon da ist.
Per-Olof Waßen: Aber es kann natürlich auch so eine reaktive, also so eine erworbene Skoliose werden durch einen Beckenschiefstand, der oft mit den Füßen einhergeht.
Per-Olof Waßen: Natürlich kann es auch genau andersrum sein.
Per-Olof Waßen: Ich habe irgendwie oben einen Schiefstand und dadurch...
Per-Olof Waßen: knickt der Fuß nach innen, aber starke Füße kompensieren sowas eigentlich weg.
Per-Olof Waßen: Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass vielen Menschen dieses beim Barfuß Joggen, beim Barfuß Schuh Joggen, dieses Kleinschrittige, mit kleineren Schritten zu laufen, aufrechter zu laufen, wie ein Wohlgefühl vorkommt, wenn der Rücken wieder so mittitscht und dämpft.
Per-Olof Waßen: Also es würden die Bandscheiben wirklich ihren Job machen dürfen, dass sie eben federn und nicht nur
Per-Olof Waßen: in Biegebewegungen sind oder in Rotationsbewegungen, sondern auch mal eine puffernde Bewegung.
Per-Olof Waßen: Denn viel wird immer über Rotation gesprochen, ist auch wichtig beim Gehen und so weiter.
Per-Olof Waßen: Total wichtiges Thema, können wir auch mal gern darüber sprechen, aber über diese Stoßbelastungen im Rücken redet man kaum, weil man sie für gefährlich hält.
Per-Olof Waßen: Wir sagen, wunderbar, sowohl beim Gehen als auch beim Laufen.
Per-Olof Waßen: Wenn die Intensität stimmt, würdest du das so unterschreiben?
Pierre : Ja, voll.
Pierre : Ich sage mal so, je älter man wird, gerade für Frauen Thema Osteoporose und solche Sachen, man weiß, dass die Knochen durch Druck und Belastung, Krafttraining und Stoßen, Bewegung, baut sich auch wieder die Knochen richtig ordentlich auf.
Pierre : Und das brauchen wir.
Pierre : Der Körper ist dafür auch gut ausgestattet, ne?
Per-Olof Waßen: Viele Menschen haben ja in der Lendenwirbelsäule Rückenschmerzen.
Per-Olof Waßen: Also wenn wir jetzt mal so lokalisieren im Rücken, wo das sitzt, dann haben viele es in der Lendenwirbelsäule, also etwas oberhalb des Gesäßes, oberhalb des Kreuzbein, Steißbeines im Lendenwirbelbereich.
Per-Olof Waßen: Und das ist natürlich häufig wegen Bewegungsmangel.
Per-Olof Waßen: Allgemein erstmal.
Per-Olof Waßen: Also barfuß laufen kann gegen Rückenschmerzen helfen, vor allen Dingen aber, weil es erstmal eine Bewegung ist.
Per-Olof Waßen: Also wenn man sehr immobil ist, also sehr bewegliche und sehr bewegte Menschen haben nicht so viele Rückenschmerzen.
Per-Olof Waßen: Wir reden also, wenn wir jetzt hier jemanden ansprechen, schon mit Menschen, die vielleicht eher mal sagen, ja, ich könnte mich mal wieder ein bisschen mehr bewegen.
Per-Olof Waßen: Bewegungsmangel.
Per-Olof Waßen: Eine schlechte Lastverteilung, also wenn auch die Hüfte steif ist, sorgt dafür, dass in der Lendenwirbelsäule eben Schmerzen entstehen können.
Per-Olof Waßen: Und eben schon die fehlende Fußarbeit, haben wir ja oben beschrieben, kann dafür sorgen.
Per-Olof Waßen: Und dann kommt es eben zu so einer lokalen Überlastung, zu einer Schutzspannung, wie beim Hexenschuss, dass immer wieder so ein leichter Druck im Lendenwirbelbereich ist und die Leute merken so, es geht gar nicht weg.
Per-Olof Waßen: Und da ist natürlich die Quintessenz daraus, mehr bewegen und sinnvollere Bewegungen machen und keine plötzlichen ruckartigen und ich muss mehr Sport machen und jetzt direkt Hyper-Extensions machen, sondern dann kann Gehen reichen für den Lendenwirbelbereich.
Pierre : Ich finde, Pelle, du triffst genau den wichtigsten Punkt hier, weil man kann sich auch durch Training kaputt machen.
Pierre : Also das ist auch noch ein Faktor, weil konventionelle Fitnesstraining, wo man wirklich bilaterales Training macht, Bankdrücken...
Pierre : Kniebeugen machen und so weiter, was nicht ganz passt zur Funktionalität.
Pierre : Und die Basis wie Gehen und Laufen sind sanfte Bewegungen, weil man das auch seine Grenze respektiert und die Geschwindigkeit auf seinen Körper hören.
Per-Olof Waßen: Hm.
Pierre : Diese Tortion des Gehen, die auch passt in die Leinwebsäule, das ist so Bewegungsvitamin, wird mittlerweile schon sehr oft gesagt, aber passt ja auch sehr gut.
Pierre : Plus beim Laufen mehr als beim Gehen.
Pierre : Gerade immer mehr Schmerzen, wird auch noch viel produziert, Cannabioid, Opio, Opiat, Stoffen mäßig, die auch immer wieder Schmerz lindern.
Pierre : Und daher passt ja sanft sehr gut.
Pierre : Aber wie gesagt, sehr viel, sehr oft durch dieses kooperationelle Krafttraining kann man sich den entsprechend auch mehr schaden als was anderes.
Per-Olof Waßen: Wo war dein Rückenschmerz, als du ihn hattest?
Pierre : Lernwebazala.
Per-Olof Waßen: Lendenwirbelsäule.
Per-Olof Waßen: Wie viel ist davon noch übrig, wenn du ganz ehrlich bist?
Pierre : Ländwerbelsäule ist wieder tatsächlich intakt.
Pierre : Das ist gewandert in ISG-Gelenke, das ist wieder blockiert.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pierre : Und ja, ich kann jetzt auch ein bisschen mehr darüber sprechen, was mir auch zum Glück auch geschehen, weil ich habe es kontrollieren lassen.
Pierre : Und bin ich zum Radiologe.
Pierre : Ich dachte, okay, jetzt habe ich einen Beinscheinvorfall.
Pierre : Oder Prolaps, also das ist ein bisschen rausgedrückt und das ist tatsächlich intakt, das ist ein Skolios festgestellt worden, aber dann gleichzeitig eine Hüftarthros, also bilateral, ein Coxarthros heißt das, in beider Hüftgelenke ziemlich einen Schaden bekommen.
Pierre : passt ja auch wiederum gut.
Pierre : Je nachdem, vielleicht unbewusst, mein Körper, die Schaden deinen Gelenken dazu haben beeinflusst.
Pierre : Der Körper ist so schlau, unbewusst in mein Gangbild habe ich vielleicht Schonhaltung genommen, die mein ISG-Gelenk vielleicht blockiert und dann Schaden zufügt.
Pierre : Das ist doch ein Thema, ein bisschen tiefer, muss ich sagen.
Per-Olof Waßen: Ja, wir gucken mal, wie tief wir da reingehen.
Per-Olof Waßen: Ich will da ganz kurz anhalten, weil ich hätte dich nicht dazu gefragt.
Per-Olof Waßen: Ich habe es natürlich gewusst schon.
Per-Olof Waßen: Du hast jetzt hier wirklich im Podcast gesagt, dass du, hast es jetzt gerade hier aufgemacht, du hast eine Coxarthrose, eine Hüftarthrose.
Per-Olof Waßen: Für Leute, die jetzt nicht wissen, wovon wir reden, der Oberschenkelknochen endet ja in einem Oberschenkelkopf, der in einer Hüftpfanne im Becken als Kugelgelenk, als Nussgelenk, glaube ich, sitzt und sich dort bewegt.
Per-Olof Waßen: Und der Hüftkopf und auch die Pfanne sind mit Knorpel überzogen.
Per-Olof Waßen: Und wenn der Knorpel abgenutzt ist, dann reiben irgendwann Knochen auf Knochen, das wird schmerzhaft und das führt zu deutlicher Bewegungseinschränkung irgendwann und wird in der Regel mit einer Operation beantwortet von der Medizin.
Per-Olof Waßen: Das ist ja erstmal für jemanden, der für eine Bewegungsaffinität geliebter Mensch ist das natürlich erstmal ein Schock gewesen, das weiß ich ja auch.
Per-Olof Waßen: Aber du redest ja jetzt gerade ganz offen darüber, was ich total gut finde.
Per-Olof Waßen: Und wie kamst du darauf, das jetzt gerade hier zu öffnen?
Pierre : Ich bin so eher ein offener Mensch, die ich mag gern so wie ein Buch beschreiben.
Pierre : Ich bin wie ein offener Buch.
Pierre : Also bei mir, ich habe kein Geheimnis und da schäme ich mich nicht mal dafür.
Pierre : Oder ich finde, warum nicht alle davon profitieren, von dieser wieder wunderbaren Erfahrung, die ich durchmache, aktuell.
Per-Olof Waßen: Hmm.
Per-Olof Waßen: Hmm.
Per-Olof Waßen: Hmm.
Pierre : Ich kann jetzt auch gut darüber sprechen, weil es ja auch zwei Monate her etwa.
Pierre : Und da kann man manchmal sehen, durch eine Rückenproblematik ist etwas anderes entstanden.
Pierre : Und das ist ja wiederum mein Glück, mein Unglück.
Pierre : Es kann nicht so wissen, also Achtung Leute, ab 25 hat jeder irgendwie eine Form von Arthrose.
Pierre : Und ja.
Pierre : Das gehört ja zum Älterungsprozess auch.
Pierre : Und das ist die Frage, wie weit das ist, wie fortgeschritten das ist.
Pierre : Und deshalb passt ja, das Thema kann man sicherlich auch ein gutes Podcast darüber auch machen, wird einige sicherlich auch interessieren.
Pierre : Ich will jetzt eher keine Werbung machen, juhu, jetzt machen wir extra einen Podcast dafür.
Pierre : Aber
Pierre : passt ja sowieso auch vom Prinzip vom Rücken- und Beinscheiben.
Pierre : Unsere Beinscheiben, die brauchen Bewegung wegen Nährstoff wieder aufzufüllen.
Pierre : Also Druck wie ein Schwarm, also ausgedrückt, richtig gepresst und wieder Lockerung.
Pierre : Dadurch kommt wieder Nährstoff rein.
Pierre : Und das ist auch beim Achterus derselbe Prinzip.
Pierre : Man muss den Knorpel auch viel Bewegung bekommen, auch sanfte Bewegung.
Pierre : Und daher passen die beiden sehr gut von den entsprechenden Maßnahmen, die man
Pierre : tun soll, ne?
Per-Olof Waßen: Nochmal zurück zu dem Thema, weil ich mich jetzt auch überrascht, dass du es hier erzählt hast und ich das aber gut finde, würde ich das gerne aufgreifen und zwar
Per-Olof Waßen: Erstmal ganz großes Lob damit, wie du damit umgehst, mit dieser Sache, weil ich weiß, wie schwer das ist, wenn das im Prinzip, das ist so, als würde einem Operateur plötzlich gesagt werden, wir müssen die Hände versteifen oder wenn man einem Pianisten das sagt oder wenn man einem Läufer sagt, Hüftarthrose, dann ist das der Endgegner.
Per-Olof Waßen: Und man könnte sagen, auch wäre das das Arbeitsaus oder so.
Per-Olof Waßen: Nur ist es halt so, du bist ja viel mehr als nur einfach ein Läufer und der Pierre, sondern du bist auch ein Achtsamkeitstrainer für mich.
Per-Olof Waßen: Und du bist ein Allrounder im Sport mit unglaublich viel Fachwissen über die Praxis und über Übungen, wie man sie korrekt ausführt.
Per-Olof Waßen: Ich habe dir das auch schon in meiner Sprachnachricht geschickt.
Per-Olof Waßen: Und vielleicht noch dieser Aspekt dazu.
Per-Olof Waßen: Ich finde das so großartig, dass du einfach weitermachst und auch dein Wissen weiter teilst mit diesem Wissen um dieses eigene Leiden, um diese Hüftarthrose.
Per-Olof Waßen: Und ich muss mal kurz hier die Kamera stillschalten.
Per-Olof Waßen: Und erst wenn wir etwas wirklich nachvollziehen können,
Per-Olof Waßen: Wenn wir selber Leid erfahren, wie das bei Buddhisten, bei buddhistischen Menschen ist, die sagen, je mehr Leid du erfährst, umso besser, umso mehr Mensch wirst du, umso mehr kannst du anderen Menschen, die leiden, Empathie entgegenbringen, weil du weißt, oh, ja, oh, vorher ist das nur im Kopf, das hat gar keine Bedeutung fast.
Per-Olof Waßen: Also da muss man schon eine sehr gute Mentalisierungsfähigkeit dazu haben, um das Leid anderer Menschen nachvollziehen zu können.
Per-Olof Waßen: Da muss man schon sehr viel Empathie haben, um zu sagen, oh, das muss bestimmt schlimm sein, was der gerade hat.
Per-Olof Waßen: Ja, aber erst wenn ich den Drops selber gelutscht habe, dann war ich, oh scheiße, so fühlt sich das an.
Per-Olof Waßen: Ich habe früher mit den Patienten, als ich jung in der Krankenpflege war, hatte ich auch, ich hatte Mitgefühl, aber ich habe nicht jetzt so richtig verstanden, wie es denn geht.
Pierre : Mhm.
Per-Olof Waßen: Und erst als ich selber Dinge erfahren habe, habe ich gedacht, oh scheiße, das tut ja richtig weh oder das ist ja richtig schlimm und die Angst, die man hat und das und dies und so.
Per-Olof Waßen: Und dann konnte ich anders auf die Leute eingehen.
Per-Olof Waßen: Ich hatte viel, viel mehr Verständnis, fast schon so viel, dass ich nicht mehr da hätte arbeiten können im Krankenhaus, weil ich dachte so, oh, der, ne, so, weil die Empathie immer weiter wächst mit jedem, mit jedem Ding.
Per-Olof Waßen: Und ich glaube,
Per-Olof Waßen: ist meine Vorhersage, das würde ich nur zu einem noch viel besseren Trainer machen, als du schon bist.
Pierre : Danke für deine Worte.
Pierre : Das ist tatsächlich, ich fände mir immer noch schwer, das ein bisschen anzunehmen.
Pierre : Da kam natürlich am Anfang der Selbstzweifler sehr hoch, mache ich alles richtig.
Pierre : Aber ich bin kein Mensch, der so schnell aufgibt.
Pierre : Und...
Per-Olof Waßen: Ich erschreck, mal ganz kurz, Elsa, ganz kurz Pause.
Per-Olof Waßen: Weiter geht's.
Per-Olof Waßen: Meine kleine Sochter hat gestört.
Pierre : Die erste Maßnahme, die ich gemacht habe, ich habe die Schuhe komplett ausgezogen und ich habe so eine kleine Gehlaufbahn zu Hause, maximal 6 kmh.
Pierre : Und bin ich beim 3 kmh, 4 kmh gejoggt, ganz gemütlich, komplett barfuß.
Pierre : Ich habe gedacht, wenn eine Sache mich da auch noch ein bisschen, mein Körper helfen kann, diese Bodenreaktionkraft, diese Feedback zu bekommen von meinen Füßen entlang und so weiter,
Pierre : ich habe echt gedacht, Pierre, hast du wirklich richtig auf deine Grenze gehört?
Pierre : Hast du wirklich richtig, nee, habe ich immer noch, nach wie vor Sandale, nach wie vor Barfußschuh auch und so weiter.
Pierre : Da habe ich gedacht, Pierre, komm, zurück zu Back to the Rules oder wie das so heißt, ich sprich Wort, zurück zu der Basis oder sowas, paff, ab auf den Laufband und dann
Pierre : lernt ihr ordentlich wirklich auf deine Füße noch mehr zu hören.
Pierre : Und das war für mich der Gedanke, ich habe ja nicht aufgegeben und noch mehr drauf hören.
Pierre : Und es klappt, ich kann tatsächlich...
Pierre : Also laufen klappt, klappt auch sehr gut, die Grenzen, okay, ab wann und so weiter.
Pierre : Und deshalb sind auch wiederum unsere Füße der perfekten Indikator.
Pierre : Die Wahrnehmung unserer Füße, okay, jetzt ist Grenzen erreichen, ist da, Stopp, Aufhören, wunderbar.
Pierre : Da kriege ich sehr schnell hin, diese Feedback zu bekommen und das ist fantastisch dafür.
Per-Olof Waßen: Super.
Per-Olof Waßen: Das heißt, du hast gesagt, der Rücken...
Per-Olof Waßen: war der Aufhänger, der dich zu deinem Hauptproblem, momentan ein Hauptproblem gebracht hat, zu dieser Hüftarthrose.
Per-Olof Waßen: Und wie es mit dem Rücken weitergeht, weil wir sind jetzt bis zum LWS gekommen, also bis zum Lendenwirbelbereich.
Per-Olof Waßen: Du hast aber schon das Iliosakralgelenk angesprochen.
Per-Olof Waßen: Das möchten wir im nächsten Teil dieser einmonatigen Podcast-Serie weiterführen.
Per-Olof Waßen: Wie geht es mit dem ISG weiter?
Per-Olof Waßen: Erfährt ihr nächste Woche.
Per-Olof Waßen: Erstmal vielen Dank, dass du das hier geöffnet hast in dieser ersten kurzen Folge zu diesem Thema, zu diesem Rückenmonat in der Barfußschule und halte doch mal die Community auf dem Laufenden, wie es bei dir so weitergeht.
Per-Olof Waßen: Also der Rücken,
Per-Olof Waßen: hat viel mehr zu bieten als einfach nur Schmerzen, sondern er erzählt dir vielleicht auch etwas, was du noch nicht hören willst, was du nicht sehen willst, wo du nicht hingucken willst.
Per-Olof Waßen: Und irgendwann sagt er, jetzt reicht es, jetzt zeige ich es dir ganz deutlich.
Per-Olof Waßen: Ja, liebe Zuhörer da draußen, wir haben uns heute für eine sehr kurze Folge, für eine Sneak Preview im Prinzip für diesen Rückenmonat entschieden und danken fürs Reinschalten, fürs Reinhören.
Per-Olof Waßen: Pia, es war super, dass du jetzt wieder mal im Podcast warst.
Per-Olof Waßen: Wir hatten jetzt sehr viele Gäste da.
Per-Olof Waßen: Es wird uns aber jetzt auch wieder vom Team ein bisschen mehr zu sehen geben und dann wünschen wir einen schönen Restmittwoch euch und kommt gut nach Hause, passt auf euch auf, bis ganz bald.
Per-Olof Waßen: Tschüss, Pierre.
Pierre : Tschüss, Pelle.
Pierre : Tschüss, alle zusammen.






