Transcript
Pelle 2: Pinger, krass.
Per-Olof Waßen: Und Roman.
Per-Olof Waßen: Ja, zu später Stunde bin ich wieder da, mitten in der Nacht, mit dem lieben Pelle.
Per-Olof Waßen: Und heute ist die Barfußschule Podcast Folge Nummer 134.
Per-Olof Waßen: Krass.
Per-Olof Waßen: Hallo lieber Pelle.
Pelle 2: Hallo, lieber Roman.
Pelle 2: Schon fast komisch, dich jetzt erst wieder zu sehen.
Pelle 2: Nach vier, fünf Tagen, nachdem wir uns sechs Tage fast gesehen haben und dann gar nicht mehr.
Per-Olof Waßen: Ja, Fastenfamilie.
Pelle 2: Ist das komisch, ne?
Pelle 2: Absolut.
Per-Olof Waßen: Ja, so hieß meine Sitcom in der Schweiz.
Per-Olof Waßen: Fastenfamilie.
Pelle 2: Fast eine Familie.
Pelle 2: Wir haben heute ein Thema und zwar haben wir beide uns gefragt, es ist eine Nachtfalken-Folge, aber wir haben uns beide gefragt, haben wir eigentlich den Kontakt zur Natur verloren?
Pelle 2: Und damit meinen wir uns beide selbst und vielleicht auch du da draußen, der du zuhörst, vielleicht fühlst du dich ja angesprochen, haben wir den Kontakt zur Natur verloren?
Pelle 2: Ich kann das für meinen Teil schon so ein bisschen direkt erstmal beantworten.
Pelle 2: Ja, in vielen Teilen auf jeden Fall.
Pelle 2: Also ganz klar habe ich den Kontakt zur Natur verloren, in vielen Dingen.
Pelle 2: Das fängt beim Heraustragen einer Spinne an.
Pelle 2: Die kann ich einfach nicht mit der Hand nehmen.
Pelle 2: Auch eine größere oder auch eine ganz kleine schon, ist mir egal.
Pelle 2: Aber alles, was so fennigs groß ist,
Pelle 2: braucht Glas und viel Aufmerksamkeit.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pelle 2: Also ich brauche dann viel Aufmerksamkeit vom Außen, um die rauszutragen.
Pelle 2: Entschuldigung.
Pelle 2: Wie ist bei dir?
Pelle 2: Wie ist dein Kontakt zur Natur?
Per-Olof Waßen: Ja, ich fahre mich das ja öfters auch und der ist wirklich auch, der könnte grösser, intensiver sein, aber ich glaube, ich finde das sogar gut, weil dann das Aha-Erlebnis, das ich habe, wenn ich die Natur bemerke, boah, das ist so schön und so groß und so überraschend,
Pelle 2: Und
Per-Olof Waßen: dass ich dann finde, ich glaube, wenn ich da voll in der Natur, so wie ich es mir vorstelle, da drinnen wäre und das voll eins mit mir wäre, ich glaube, dann hätte ich nicht mehr diesen wunderschönen Aha-Effekt, glaube ich.
Per-Olof Waßen: Keine Ahnung.
Per-Olof Waßen: Aber für mich, ich definiere das mal für mich so.
Per-Olof Waßen: Und das ist immer wieder sowas Großes, wenn ich irgendwo auch heute wieder im Auto im Stau stand, damit ich noch später zu dieser Podcast-Folge komme,
Per-Olof Waßen: Und dann stehe ich da und dann geht echt die Sonne da am Horizont, also die ist ja schon untergegangen und einfach nur noch das Restleuchten.
Per-Olof Waßen: hat mich richtig verzaubert.
Per-Olof Waßen: Das hat mir ein richtig gutes Gefühl gegeben, obwohl ich innerlich schon, mein Bauch schon sagte, ich möchte euch jetzt nicht hier im Stau stehen, ich möchte euch jetzt nach Hause gehen und Podcast machen.
Pelle 2: Jetzt seid ihr in der Schweiz in vielerlei Hinsicht von etwas vielfältigeren Naturen umgeben, auf kleinem Raum.
Per-Olof Waßen: Also ich glaube, das bringt mir was, dass ich vielleicht immer wieder diese Natur wieder von Neuem so richtig in mich aufsaugen kann.
Pelle 2: mit weniger Beilungsräumen, als ich das jetzt hier in Nordrhein-Westfalen sagen kann.
Pelle 2: Also Deutschland hat jetzt alles andere als naturlose Landschaften.
Pelle 2: Also wir haben natürlich gerade im Süden von Deutschland, aber auch im Osten von Deutschland ist sehr, sehr viel Natur, ne?
Pelle 2: Mittelgebirge, Gebirge, Seen, Landschaften und so weiter.
Pelle 2: Aber jetzt in Nordrhein-Westfalen, da gibt es auch Wälder und so, aber es ist halt doch sehr industriell und bei dir ist es doch leichter, mal eben in alle Richtungen ein bisschen rauszufahren und die Natur genießen zu können.
Pelle 2: Und ich habe es ja gerade schon gehört, du hast schon auch das Gefühl, du bewegst dich dann bewusst dahin.
Pelle 2: Jetzt wohnst du ja schon in der Natur fast.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pelle 2: In der Mühle, also du hast Erde bei dir, du hast Wasser bei dir, du hast Luft, also Wind spürbar bei dir vielleicht, ist Feuer jetzt nicht unbedingt das Element, was ich bei dir am ehesten in der Mühle da in Verbindung bringen würde, aber so Erde, Wasser, Luft, das ist ja da.
Pelle 2: Und das spürst du doch bestimmt auch, oder?
Per-Olof Waßen: Ja, das habe ich mir auch gezielt so ausgesucht, als ich vor einigen Jahren den Umzug geplant hatte, weil ich einfach keinen Bock mehr auf Frauenfeld hatte, eigentlich die Hauptstadt des Kantons Thurgaus, was immer noch ein Dorf ist, jetzt verglichen mit Großstädten, richtigen Großstädten, Alfter zum Beispiel.
Pelle 2: mit Alfter
Per-Olof Waßen: Ja.
Per-Olof Waßen: Und trotzdem habe ich mir das wirklich so gesucht, ich wollte was haben, eine Stunde Weg, Maximum von Frauenfeld weg, weil meine Familie noch dort ist, meine Mutter wohnt noch dort, mein Sohn wohnt dort und ja, hat mir gesagt, ich möchte einen Fluss, einen Wald und ein bisschen alleine sein und da bin ich jetzt.
Pelle 2: Gab es mal eine Zeit, wo du ganz anders gelebt hast?
Pelle 2: Viel städtischer oder viel mehr Fernsehen, Zocken, Musik, Clubs, Konzerte, wo mehr so etwas städtisches und kulturelles war und weniger Natur?
Per-Olof Waßen: Hm.
Per-Olof Waßen: Hm.
Pelle 2: Gab es das?
Per-Olof Waßen: Ja, das gab es schon.
Per-Olof Waßen: Also ich natürlich in meiner Jugend oder auch vor, ich sage jetzt mal, die hat aufgehört vor 20 Jahren etwa oder 15, da habe ich schon.
Pelle 2: Mhm.
Pelle 2: Mhm.
Per-Olof Waßen: Ja, ich habe natürlich, ich spiele ja seit ich klein bin Gitarre, also ich habe natürlich viel Musik gemacht, war in Clubs, habe auch zeitweise viele Auftritte gehabt mit einer Coverband, also wirklich jeden, eigentlich praktisch jeden Freitag und Samstag einen Auftrag gehabt.
Per-Olof Waßen: Und da bist du viel unterwegs, da hast du, bist du, ja, Auto schlafen, also schlafen, dann Auto, dann auf, dann irgendwo in einem Lokal, dann bist du in dem Lokal, keine frische Luft meistens.
Per-Olof Waßen: Ja, und abends geht es zurück.
Per-Olof Waßen: Also von dem her kenne ich, ja, und halt auch früher noch, ja, keine Ahnung, wenn ich Sport gemacht habe, dann war das das Fitnesscenter.
Per-Olof Waßen: Also ich habe mich da schon bewusst ein bisschen für mehr Ruhe und für mehr Verbundenheit entschieden, ja.
Pelle 2: Und wenn ich dich fragen darf, was bedeutet Natur für dich?
Pelle 2: Wenn du es mit Romans Worten eine Definition von Natur machen würdest?
Pelle 2: Was ist natürlich?
Per-Olof Waßen: Also, wenn ich es als Coach beantworten würde, oder auch in der Barfußschule, haben wir schon auch immer das Credo, es ist ja alles Natur.
Per-Olof Waßen: Also wir leben ja in einer Natur, die nun mal so natürlich ist, wie es sein kann, 2026.
Per-Olof Waßen: Und
Per-Olof Waßen: Da gehört Asphalt und halt Steinhäuser, was weiß ich was, alles dazu.
Per-Olof Waßen: Aber für mich persönlich ist die Natur schon wirklich einfach das, was draussen ist.
Per-Olof Waßen: Also Waldboden, Wiese, Wasser.
Per-Olof Waßen: Ja.
Pelle 2: Oh.
Per-Olof Waßen: Den Wind spüren, Luft, frische Luft atmen und ja, Tiere hören ist auch sowas.
Per-Olof Waßen: Ein Rascheln, ein Zwitschern, das sind so Sachen, wo ich weiß, das kommt nicht aus dem Computer, das kommt nicht aus dem Auto, das kommt nicht aus irgendeinem Gerät raus, sondern das ist wirklich für mich Natur.
Per-Olof Waßen: Also Gerüche und Hören und Fühlen.
Pelle 2: Ja, das kann ich voll mitgehen.
Pelle 2: Für mich ist Natur...
Pelle 2: Also ich hadere oft damit, wenn Leute so sagen, ja, es muss der Wald sein und so, aber es gibt ja ganz viel unbelebte Natur, wo weniger Leben oder weniger deutlich das Leben ist.
Pelle 2: Also auch Felsen und Steinen und Gebirgen und Eis und Schnee, das ist sehr wenig lebendig und es ist natürlich trotzdem ein Naturspektakel, ein Naturereignis.
Per-Olof Waßen: Nein, das soll nicht.
Pelle 2: Also die Natur muss nicht lebendig sein.
Pelle 2: Also man könnte ja auf den Mars gehen und die Natur des Mars erleben, obwohl da erstmal noch nachweislich kein Leben ist und das finde ich ist halt das, was häufig so, wo man sich so vertun kann, was die Natur gemacht hat.
Pelle 2: Ja, was ist das denn dann?
Pelle 2: Was ist das denn, was das da gemacht hat?
Pelle 2: Das ist natürlich, da kann man sich jetzt eine philosophische Frage stellen, da kann man sich eine spirituelle Frage stellen.
Pelle 2: Ist das Zufall?
Pelle 2: Ist das höhere Eingebung?
Pelle 2: Ist das die Natur?
Pelle 2: Ist das ein Weltwille?
Pelle 2: Ist das ein göttliches Gesetz?
Pelle 2: Wer weiß das schon?
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pelle 2: Aber ich würde dennoch auch für mich sagen, wenn ich das Gefühl habe, ich gehe raus in die Natur,
Pelle 2: dann ist das ein Bereich, wo es eine Lebensgrundlage gibt, in Hülle und Fülle fast.
Pelle 2: Also wo Lebensgrundlagen sind.
Pelle 2: Und da hast du ja schon Wasser, aber auch Erd, Nahrung, wo der Trieb da ist.
Pelle 2: wo etwas treibt, ob das Pflanzen sind, die treiben, die austreiben oder wo es Karnickel treiben, das ist ja egal.
Pelle 2: Aber das ist einfach irgendwie der Lebenswille, der Lebenstrieb da ist, wenn man das spürt.
Pelle 2: Das ist immer so, dass das dann, wo die Jahreszeiten spürbar sind, wenn alles einschläft und dann wieder so nach oben, das ist für mich schon auch die Natur.
Pelle 2: Wenngleich ich wirklich...
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Ja.
Pelle 2: total zu dem Stehe, wenn ich jetzt irgendwie nach Norwegen gehe und dann in den Fjorden und da wächst dann nicht mehr viel, aber es ist auch so, boah, ne?
Pelle 2: Natürlich ist das Naturschauspiel.
Pelle 2: Ja.
Per-Olof Waßen: Du weißt doch, wo du bei laut und kalt warst, dann sind wir doch noch ins Eis gegangen, in den See.
Per-Olof Waßen: Nur schon auch ein Ort wie dieser zum Beispiel oder auch einfach eine verschneite Landschaft, irgendwo in den Bergen, wo wirklich nicht viel Treiben ist in dem Sinn.
Per-Olof Waßen: Aber die Luft ist anders, der Geschmack, also der Geruch ist anders.
Pelle 2: Hmm.
Pelle 2: Hmm.
Per-Olof Waßen: Und Eis knacken zum Beispiel, das ist so schön an dem Eissee, wo wir waren, da hörst du es immer wieder mal knacken irgendwo.
Per-Olof Waßen: Das ist schon toll.
Per-Olof Waßen: Und wohl, das ist nicht von Tieren, das ist einfach nur das Element.
Pelle 2: Genau, das Element, die physikalischen Gesetze, die da herrschen.
Pelle 2: Aber ich hatte auch, wenn du das Beispiel nimmst, natürlich auch da das Gefühl, bei der Natur näher zu kommen.
Pelle 2: Also je lebensfeindlicher es ist, umso mehr spüre ich natürlich das Leben in mir drin, ne?
Pelle 2: wie sich alles wehrt, wie die Durchblutung steigt, wie der Körper sich schützt und reagiert und dieses kleine Naturuniversum Mensch anfängt zu arbeiten und sich zu melden, ne?
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pelle 2: Das wird natürlich leiser, wenn es draußen lauter ist und die Vögel zwitschern und alles.
Pelle 2: Dann bin ich da draußen.
Pelle 2: Dann habe ich meine Natur nicht so drin.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pelle 2: Fällt mir aber gerade erst auf.
Pelle 2: Je mehr Härte und Kälte und
Pelle 2: Und vielleicht kann er auch genauso auf dem Vulkan sein.
Pelle 2: Das kann ich mir da genauso vorstellen, wo es Schwefel und Feuer und irgendwie, dass man auch da mehr so seinen eigenen Körper nochmal mehr wahrnimmt.
Pelle 2: Wie reagiert er darauf und so.
Pelle 2: Und doch, es gibt ganz viele Momente, wo ich einfach den Kontakt zur Natur verloren habe.
Pelle 2: Und das ist auch okay, wie du sagst.
Pelle 2: Das ist halt auch ein Teil von uns.
Pelle 2: Aber ich habe heute...
Pelle 2: Ich habe heute doch echt einfach mir so unnütz.
Pelle 2: Von 15.30 Uhr bin ich in Bonn losgefahren, habe meine Frau für Fotoshootings, die sie morgen in Düsseldorf hat, nach Düsseldorf gefahren, habe zwei Stunden fast gebraucht für eine 70-Kilometer-Fahrt.
Pelle 2: Bin angekommen, habe noch was bei Kleinanzeigen holen müssen, ein Fahrrad, auch in Düsseldorf, aber am anderen Ende der Stadt.
Pelle 2: Dann wieder zurück zum Nachtdienst gefahren.
Pelle 2: Ich war von 15.30 Uhr bis 19.45 Uhr im Auto und habe nichts...
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pelle 2: nichts mit der Natur zu tun gehabt, sondern ein reines, also Autofahren ist schon wirklich so mit das, wo ich mich am abgekoppeltsten fühle.
Pelle 2: Da habe ich dann das, also hier in Deutschland zumindest, da habe ich wirklich das Gefühl gehabt, ich habe nur aufs Navi, auf den Straßenverkehr, auf die Bedienung der Musikwünsche meiner Kinder reagiert und habe so
Pelle 2: So einen ganzen Nachmittag nichts mit der Natur draußen und mit meiner Natur gespürt.
Per-Olof Waßen: Ja, das kenne ich ja.
Pelle 2: Da verliere ich dann den Kontakt in dem Moment.
Per-Olof Waßen: Ich habe vielleicht ein Glück, dass ich doch noch recht gern Auto fahre.
Per-Olof Waßen: Da
Pelle 2: Kennst du das?
Pelle 2: Ist doch anders bei euch.
Per-Olof Waßen: Ja, keine Ahnung.
Per-Olof Waßen: Auch die Fahrt nach Alfter war ganz okay irgendwie.
Per-Olof Waßen: Da war gute Musik rein.
Per-Olof Waßen: Das Lustige ist sogar die erste Hälfte.
Per-Olof Waßen: Ich rede hier von drei Stunden ohne Musik, ohne gar nichts.
Per-Olof Waßen: Irgendwie einfach nur Gedanken, Gucken.
Per-Olof Waßen: Windräder?
Per-Olof Waßen: Ich habe Windräder, wo ich gucken kann.
Per-Olof Waßen: Das ist auch Natur.
Pelle 2: Mhm.
Per-Olof Waßen: Also von dem her.
Per-Olof Waßen: Ja, aber ich weiß, was du meinst.
Per-Olof Waßen: Das war lustig.
Per-Olof Waßen: Jetzt am Sonntag war ich mit Doris noch unterwegs am Thunersee und da habe ich so gesagt, ach komm, ich habe Lust, es war ja recht warm und ich habe gesagt, ach komm, ich habe Lust auf etwas Kühles.
Per-Olof Waßen: Und dann sind wir zum Brienzasee gefahren, der ist ein bisschen kühler, weil halt direkt das Wasser von den Bergen kriegt.
Per-Olof Waßen: Und dann gibt es eine Stelle, da kommt die Lütschinen, glaube ich, jetzt kommen dann die Bösen.
Per-Olof Waßen: Die Lütschinen kommt da rein, ein typischer Gletscherfluss, richtig schön grau, kalt und richtig trüb auch.
Pelle 2: Mhm.
Per-Olof Waßen: Und die kommt da so in den See rein und das war so toll.
Per-Olof Waßen: Wir sind rumgefahren und überall sind diese Touristen.
Per-Olof Waßen: Wir haben keinen Parkplatz gefunden, wir konnten nicht dorthin, wir konnten nicht dorthin.
Per-Olof Waßen: Wir waren echt lange im Auto unterwegs.
Per-Olof Waßen: und haben dann schlussendlich gesagt, jetzt gehen wir da nach Bönigen, da wird es schon was haben.
Per-Olof Waßen: Dann haben wir auch dort den letzten Parkplatz gekriegt.
Per-Olof Waßen: Wow!
Per-Olof Waßen: Da waren wir noch nie.
Per-Olof Waßen: Wir sind da nach vorne zum See gegangen und da ist eben diese Lütschiene gerade in den See reingekommen und die ist etwa 8 bis 10 Grad kalt und der See hat irgendwie 15 wahrscheinlich gehabt oder 14 so.
Per-Olof Waßen: Das war so toll, du bist jetzt im See drin und dann gehst du ein bisschen rüber Richtung Fluss, der da reinkommt und dann wird es so richtig schön kühl.
Pelle 2: Mhm.
Per-Olof Waßen: Und das ist wieder genau das Gleiche, wir waren unterwegs und es war irgendwie nervig und es war so Touristen und irgendwie kein Bock.
Per-Olof Waßen: Und ich habe mich so gefreut, wo wir ausgestiegen sind, das erste war Schuhe aus und auf dem Waldboden über die Wurzeln laufen, dann Steine durchs Wasser durch und dann ins Wasser rein.
Per-Olof Waßen: Und dann haben wir noch ein Naturmandala gemacht mit Steinen.
Per-Olof Waßen: Also voll toll.
Per-Olof Waßen: Also alles gegeben wieder.
Pelle 2: Ja, da hast du auf jeden Fall schon Wege und Rituale gefunden, um dich wieder zu verbinden.
Per-Olof Waßen: Genau.
Pelle 2: Gibt es auch Dinge, wo du Angst hast in der Natur?
Per-Olof Waßen: Ja, also ich habe schon die Kräferlis, auch wenn die Kräferlis sind, also Käfer und so Sachen, bin ich schon auch nicht so der Typ.
Per-Olof Waßen: Also auch so Ameisen, wahrscheinlich eher je kleiner, desto schlimmer.
Per-Olof Waßen: Irgendwie so, die können überall hin.
Per-Olof Waßen: Und da habe ich schon eine leichte Phobie, glaube ich, dass ich das einfach nicht so gern habe.
Pelle 2: Mhm.
Per-Olof Waßen: Aber das Lustige ist auch, wenn ich irgendwie nicht darüber nachdenke oder...
Per-Olof Waßen: draußen körperlich oder so, oder irgendwie durch den Wald rennen oder bewusst in den Wald gehe, baden oder so, also Wald baden oder die Natur genießen, das ist wieder anders, dann geht es irgendwie egal, dann bin ich nicht die ganze Zeit am Ruhmröden, ob jetzt da irgendwo ein Faden, eine Spinne, irgendwas ist, sondern da kann ich das irgendwie doch auch ablegen, also es geht, es ist glaube ich wirklich einfach nur eine Kopfsache irgendwie.
Per-Olof Waßen: aber ich bin schon auch nicht so der.
Pelle 2: Das ist ja auch deren Domizil, ne?
Per-Olof Waßen: Ja, klar.
Per-Olof Waßen: Aber da war eine schöne Geschichte, so ein Reel auf Instagram, so poetisch irgendwie, ich kenne den nicht, das ist mir einfach vorgeschlagen worden, der hat so gesagt so,
Per-Olof Waßen: Ja, die kleine Spinne, die ich soeben zerdrückt habe, hat sie mir doch kurz vorher noch erzählt, dass sie seit vielen Jahren an meiner Seite ist, sich extra versteckt in der Ecke, damit sie nicht stört, damit sie mich nicht erschrickt, mich befreit von Insekten und so mit mir lacht, wenn ich glücklich bin, mich tröstet aus der Ferne, wenn ich traurig bin.
Pelle 2: Mhm.
Pelle 2: Mhm.
Pelle 2: Mhm.
Per-Olof Waßen: Ja, und also ein bisschen weiter, ein bisschen schöner, als ich das jetzt erzähle.
Per-Olof Waßen: Und einfach so ein schöner Text, wo wieder mal so zeigt, wie wir diese Angst haben vor einem kleinen Tier.
Per-Olof Waßen: Und die andere Seite sieht wahrscheinlich ganz anders aus.
Per-Olof Waßen: Nicht, dass jetzt das Tier das wirklich so gedacht hat, aber das ist eigentlich eine schöne Metapher irgendwie, dass wir oft Angst vor gewissen Sachen haben.
Pelle 2: Mhm.
Per-Olof Waßen: Und
Per-Olof Waßen: Die andere Seite sieht dann wahrscheinlich ganz anders aus.
Per-Olof Waßen: Also dass da viel mehr Gefühl vielleicht sogar drin ist, vielleicht Zuneigung drin ist und wir bemerken das nicht mal.
Pelle 2: Ja, zumindest Abhängigkeit oder Bedürfnisbefriedigung in irgendeiner Form.
Pelle 2: Also man weiß ja, dass Spinnen, dass man die gar nicht rausschaffen sollte, weil sie draußen nicht überleben können.
Pelle 2: Viele Spinnen sind komplett an das Leben, sind im Haus geboren, werden im Haus sterben, sind an die Temperaturen angewiesen und so weiter, also Hausspinnen.
Pelle 2: Die werden alle nach draußen gebracht und krepieren draußen teilweise.
Pelle 2: Natürlich gibt es auch die Wald- und Wiesenspinnen, die mal reinlaufen und so.
Pelle 2: Aber es gibt eben auch klassische Hausspinnen.
Pelle 2: Also Angst vor echter Natur kann schon so eine Möglichkeit sein.
Pelle 2: Moment, kannst du mal kurz auf Pause drücken, ist jetzt ein bisschen blöd.
Pelle 2: Ja.
Per-Olof Waßen: Ja, da sind wir wieder zu Erklärungen.
Per-Olof Waßen: Wir haben kurz auf Pause geklickt, weil wir haben eigentlich abgemacht, dass wir genau bei Minute 20 unseren
Per-Olof Waßen: unseren Schokoladen-Running-Cag, running, was auch immer, bringen.
Pelle 2: Running ritual, laufendes Ritual.
Per-Olof Waßen: Running-Ritual.
Per-Olof Waßen: Genau.
Per-Olof Waßen: Und ja, wenn man sie nicht gerade daneben liegen hat, dann muss man kurz auf Pause trinken.
Per-Olof Waßen: Ja, Pele, was hast du für Schokolade dabei heute?
Pelle 2: Also laut Etikett aus Luxemburg.
Pelle 2: Hier Chocolat Praliné von Atelier du Trisantenaire aus Luxemburg.
Pelle 2: Fairtrade-Chokolade.
Pelle 2: Ist bombastisch lecker.
Pelle 2: Kommt hier aus dem Kühlschrank.
Per-Olof Waßen: Genau.
Pelle 2: Und ein kleines Stückchen breche ich mir ab.
Per-Olof Waßen: Ich habe Schweizer Schokolade natürlich.
Pelle 2: Und kommt auch wieder der Natur der Kakaobohne.
Pelle 2: 38,5%ig, aber Vollmilchschokolade.
Pelle 2: Bin ja Typ Vollmilchschokolade.
Pelle 2: Super lecker.
Pelle 2: Was hast du da parat?
Pelle 2: Ne, Quatsch.
Per-Olof Waßen: Hier, Bio und Kakao.
Pelle 2: Ist schon toll.
Pelle 2: Oh.
Pelle 2: Mhm.
Per-Olof Waßen: Bio und Kakao, ne?
Per-Olof Waßen: Das ist wirklich Natur, also ohne Milch, sondern einfach Kakao.
Per-Olof Waßen: Mit Kakaonips noch drin.
Per-Olof Waßen: Crunchy Kakaonips.
Per-Olof Waßen: Und ja, voll lecker.
Pelle 2: Gut, ja.
Pelle 2: Ist aber auch nicht ganz dunkel, oder?
Per-Olof Waßen: Schon recht.
Per-Olof Waßen: Ich weiß gar nicht, steht da irgendwie Prozent drauf?
Per-Olof Waßen: Ist mit Datteln gesüßt, das ist noch das Schöne.
Per-Olof Waßen: Es ist nur mit Datteln gesüßt.
Pelle 2: Und ist trotzdem süß genug, ja.
Per-Olof Waßen: Ja, ist sehr süß.
Per-Olof Waßen: Eine feine Süße halt.
Pelle 2: Aber hör mal, Kakao ist doch wirklich ein Ausflug in die Natur, oder?
Pelle 2: Und Schokolade.
Per-Olof Waßen: Hast du schon mal
Per-Olof Waßen: ne, Kakaobohne, Frucht, frisch aufgemacht und dann diese Kakaosamen drin, ne?
Pelle 2: Nee.
Pelle 2: Noch nicht, nee.
Per-Olof Waßen: Hab ich mal erlebt.
Per-Olof Waßen: Wo war das?
Per-Olof Waßen: Brasilien oder Dominicana?
Per-Olof Waßen: Keine Ahnung.
Per-Olof Waßen: Da sind ja diese Kakaobohnen drin.
Pelle 2: Mhm.
Pelle 2: Mhm.
Pelle 2: Mhm.
Per-Olof Waßen: Und die sind da noch, ja noch nicht getrocknet, gar nichts, und die sind da noch in so einem Fruchtfleisch drin,
Per-Olof Waßen: was wie Lychee ist, diese Lychee.
Per-Olof Waßen: Und die sind ganz so sauerlich, wie so ein saurer Drop ein bisschen.
Per-Olof Waßen: Also hat gar nichts, es hat einen leichten Schokoladen-Kakao-Geschmack, aber es ist eigentlich so wie ein saurer Drop, also voll speziell, voll toll.
Per-Olof Waßen: Dass daraus so etwas Tolles wird,
Pelle 2: Ja, verrückt.
Pelle 2: Es ist einfach verrückt, welche Träume und Visionen und Erfüllungen das einfach mit sich bringt.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pelle 2: Da kommen wir zu einer anderen Sache, warum ich das Gefühl habe, ein bisschen mehr Kontakt zur Natur bekommen zu haben in den letzten Jahren.
Pelle 2: Also ich hatte tatsächlich zeitweise wenig Naturkontakt, zeitweise.
Pelle 2: Aber das Barfußlaufen hat mir auf jeden Fall mehr gegeben.
Pelle 2: Selbst das Laufen in Barfußschuhen.
Pelle 2: Aber ich merke gerade, ich brauche eine Challenge.
Pelle 2: Ich muss mir zumindest mal bis Ende der Woche sagen, ich ziehe keine Schuhe mehr an.
Pelle 2: Ausnahme ist hier im Nachtdienst.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pelle 2: Aber ansonsten ziehe ich mal bis Sonntag keine Schuhe mehr an.
Pelle 2: Den ganzen Tag, egal wo ich hinfahre, egal wo Judith dabei ist, die Kinder dabei sind, Schuhe aus.
Pelle 2: Weil, da kann ich ja berichten drüber, ist ja nichts Besonderes, berichten wir immer wieder drüber, aber man hat es dann auch manchmal nicht mehr auf dem Schirm, ne?
Pelle 2: Ich kriege ja auch Barfußschuhe geschickt oder so schon mal, auch nochmal gesponsert und so.
Pelle 2: Da hat man natürlich immer welche an und die richtigen, aber ich glaube, wir haben so gutes Wetter gerade.
Pelle 2: Bis Sonntag bin ich barfuß.
Per-Olof Waßen: Schön.
Per-Olof Waßen: Ja.
Pelle 2: Das verbindet mich auf jeden Fall wieder ein bisschen mehr.
Pelle 2: Was natürlich auch typisch ist, warum ich mich so entkopple von der Natur.
Pelle 2: Ich bin jemand, ich mag Kälte.
Pelle 2: Und Wärme, im Übermaß nicht besonders.
Pelle 2: Ich mag es sehr temperaturreguliert, immer gleiche Temperatur im Winter, im Sommer.
Pelle 2: Und das ist natürlich auch etwas, wo ich echt den Kontakt zur Natur verloren habe.
Pelle 2: Im Auto, auf der Arbeit, überall stellt man das auf so eine Betriebstemperatur ein.
Pelle 2: Total unnatürlich, oder?
Per-Olof Waßen: Ja, finde ich auch.
Per-Olof Waßen: Also seit ich dank Matt, meinem lieben Freund aus der Schweiz, der mit mir die Ausbildungen hier macht, Matt hat mich ja so richtig inspiriert.
Per-Olof Waßen: Eben, habe ich ja schon mal erzählt, Stufe, ja, wo ich da meine allererste Ausbildung in Düsseldorf gemacht habe bei euch.
Pelle 2: Ja.
Per-Olof Waßen: Und dann war der Matt dabei und der war da schon fleißig barfuß unterwegs.
Pelle 2: Ja, diesbezüglich weiß ich das ja.
Per-Olof Waßen: Ja, genau.
Per-Olof Waßen: Und das war für mich ein Gamechanger.
Per-Olof Waßen: Das weiß ich noch, das war richtig arschkalt damals.
Per-Olof Waßen: Das war im Herbst, also Oktober oder sowas.
Per-Olof Waßen: Da sind wir nach Düsseldorf reingegangen, beide barfuß.
Per-Olof Waßen: Ich weiß noch, wie wir in einem Laden geklopft haben, wo wir noch was zu trinken kriegen.
Per-Olof Waßen: Und der da ganz verdutzig guckt hat, ihr seid extra, ihr seid barfuß in dieser Kälte.
Per-Olof Waßen: Und wir sagten, ja eben, darum müssen wir jetzt noch was trinken.
Per-Olof Waßen: Da müssen wir jetzt noch reinkommen, weil der wollte schon schließen.
Per-Olof Waßen: Und dann hat er gesagt, hey, du musst jetzt rein, wir sind extra barfuß von weit her gekommen.
Per-Olof Waßen: Das macht schon was und diese Temperaturunterschiede sind halt schon einfach einzigartig.
Pelle 2: Wie ist das denn bei dir mit dem Dreck?
Per-Olof Waßen: Die Schweiz ist ja nicht dreckig, da kannst du ja vom Boden essen, überall.
Pelle 2: Ja, aber Erde und Matsche und so im Wald.
Per-Olof Waßen: Ja.
Per-Olof Waßen: Ich weiß, was du meinst.
Per-Olof Waßen: Ja, dieser Dreck macht mir gar nichts.
Per-Olof Waßen: Ich habe vor allem den Naturdreck, wenn ich das so sagen darf.
Per-Olof Waßen: Also wirklich das, was im Wald, auf der Wiese, irgendwo so ist, das macht mir überhaupt nichts.
Per-Olof Waßen: Matsche, Matsche und so.
Per-Olof Waßen: Und finde ich auch, geht ganz gut wieder weg.
Per-Olof Waßen: Also ich finde, da gibt es einen Unterschied zwischen dem Supermarkt Dreck auf dem Boden und
Per-Olof Waßen: Das ist so richtig der, oder wenn du am Bahnhof durchläufst, oder durch die Stadt läufst, das ist so der Dreck, der irgendwie richtig so penetrant haften bleibt, den ich jetzt nicht so toll finde, aber mach mir jetzt auch keinen Kopf irgendwie.
Pelle 2: Mmh.
Pelle 2: Mmh.
Pelle 2: Mmh.
Per-Olof Waßen: Kann mir die Füße waschen.
Per-Olof Waßen: Aber ich hab schon gemerkt, dass irgendwie die Füße, wenn ich so durch den Wald und alles durchlaufe, sind richtig dreckig und dann gehst du ein bisschen in die Wiese rein und so und dann sieht der Fuß schon fast wieder sauber aus.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pelle 2: Ne, dafür habe ich zu viel Hornhaut, merke ich.
Pelle 2: Das frisst sich da immer so in die Rillen rein.
Per-Olof Waßen: Hm.
Pelle 2: Da muss ich schon erst mit einem Bimsstein dran und dann nochmal mit der Bürste dran in der Dusche und so, dann geht es gut ab.
Pelle 2: Aber so ad hoc mal eben im Waschbecken kriege ich das nicht ab.
Pelle 2: Natürlich auch in der Natur ist man verletzungsanfälliger.
Pelle 2: Ich habe heute ein kleines Video gemacht, hier im Barfußfahrt meiner Arbeit im gezeigten Haus.
Pelle 2: Kleines Video gemacht, ich bin über den Barfußfahrt gelaufen, hatte das Handy in der Hand.
Pelle 2: Ich habe mich in den ersten drei Schritten verletzt.
Pelle 2: Also jetzt ernsthaft, da war irgendeine...
Pelle 2: Dorne oder es war von der Distel oder irgendwas lag da drin rum.
Pelle 2: Es hat so gestochen, so tief reingestochen.
Pelle 2: Ich dachte, boah, ich bin fast der Hut weggeflogen.
Pelle 2: Habe ich dann natürlich ganz cool, wie ich wollte einfach weitermachen, habe das rausgezogen.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pelle 2: Dann habe ich immer noch ein Stück drin rausgezogen.
Pelle 2: Und da habe ich dann später zu Hause erst nach Stunden gemerkt, wie es richtig gepocht hat.
Pelle 2: Jetzt ist es besser geworden.
Pelle 2: Am Barfußpfad, der ist ja angelegt.
Per-Olof Waßen: Ja.
Per-Olof Waßen: Ja, das ist echt... Mhm.
Pelle 2: Aber da liegt es natürlich in den Steinen, dazwischen liegt da so eine Pflanze oder so.
Pelle 2: und ist abgesäbelt und nicht mehr in ihrem natürlichen Habitat und dann kracht es halt auch richtig.
Pelle 2: Aber man kann sich schon schnell verletzen in der Natur.
Pelle 2: Kleine Mikroverletzungen, große Verletzungen, letztendlich auch
Per-Olof Waßen: Hm.
Per-Olof Waßen: Hm.
Pelle 2: Entzündungen mit dem Dreck und Wunden.
Pelle 2: Das ist albern, sich das vorzumachen und dass man das alles heilt.
Per-Olof Waßen: Hm.
Pelle 2: Die sind nicht so cool aus dem Dreck.
Pelle 2: Tetanus angefangen.
Per-Olof Waßen: Nee, das stimmt schon.
Pelle 2: Da gibt es keine...
Pelle 2: Da gibt es keine Medizin gegen Tetanus außer Impfungen oder so, die wirklich jetzt wirkhaft wirksam sind.
Per-Olof Waßen: Hm.
Pelle 2: Und das ist einfach, das braucht man echt nicht haben, wenn du einen rostigen Nagel auf einem Brett in einem alten verlassenen Häuschen irgendwo reintrittst und denkst, das geht einmal durch den Fuß.
Per-Olof Waßen: Ja, oder auch Hitze und Kälte, beide sind ja auch, wird oft unterschätzt.
Pelle 2: Ja, ja.
Per-Olof Waßen: Hab ich doch auch gestern gemerkt, auf dem Parkplatz dann bis zum Wald, war schon recht heiß.
Pelle 2: Wie schön das auch wäre, statt immer den Abend die gleichen Rituale zu haben, wie schön wäre das auch, wieder mehr so den Lichtrhythmus, wie du es beschrieben hast, im Auto von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu zelebrieren, zu sagen, wann geht morgen die Sonne auf?
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pelle 2: Ja, um 5.43 Uhr, dann stehe ich um 5.43 Uhr auf und setze mich auf die Terrasse und gucke mir das an.
Pelle 2: merke ich gerade, wie schön das wäre, wenn mein Biorhythmus sich an den großen Biorhythmus anpassen würde, aber nicht an meinen Wecker, an mein Digitales und meine Pläne und meine Wünsche.
Pelle 2: Das ist nicht so unnatürlich.
Pelle 2: Das ist so, dass ich den Kontakt wirklich verloren habe.
Pelle 2: So fremdgesteuert von irgendwelchen Plänen und Begebenheiten.
Per-Olof Waßen: Ja, das ist gerade lustig, ich war kurz bevor ich nach Hause kam, noch mit einem guten Freund eins trinken, Zigarre rauchen.
Pelle 2: Ja.
Per-Olof Waßen: Und er hat genau das erzählt, wo er letztens bei jemandem übernachtet hat und dann war um fünf Uhr schon wach.
Per-Olof Waßen: Und da gab es direkt angrenzend ans Schlafzimmer war so ein schöner Balkon.
Per-Olof Waßen: Und dann hat er gesagt, so habe ich mir einen Kaffee gemacht, bin ich raufgegangen.
Per-Olof Waßen: Das ist ja krass, wie schön das war, wie plötzlich alles anfängt zu leben, wie die Sonne hochkommt.
Per-Olof Waßen: War frisch, aber dann waren die ersten Sonnenstrahlen plötzlich so richtig gemütlich, haben einen gewärmt.
Per-Olof Waßen: Und das ist schon was, das hat was.
Per-Olof Waßen: Und ich finde, zelebrieren wir ja in der Barfußschule auch immer wieder mal den Blick zu fokussieren, wieder mal dieses Gewöhnliche, wenn man dem so sagen will.
Per-Olof Waßen: ist es gewöhnlich, wieder mal zu wertschätzen, sei es ein Blatt oder sei es ein Stein, sei es der Sonnenaufgang, der Himmel oder nicht gleich die Chemtrails darin zu sehen, sondern einfach mal das Farbenspiel zu sehen.
Pelle 2: Ja.
Per-Olof Waßen: Also ich finde schon, das ist schon toll.
Per-Olof Waßen: Also ich war vor ein paar Jahren auf Madeira, zwei Wochen alleine und hatte echt das Glück, dass mein Schlafzimmerfenster, das war direkt auf eine Insel gerichtet und hinter dieser Insel ging jeden Morgen die Sonne auf.
Per-Olof Waßen: Und ich habe echt jeden Morgen Sonne
Per-Olof Waßen: Sonnenaufgang mitgekriegt, also ich bin wirklich früh aufgewacht, habe jeden Morgen den Sonnenaufgang mitgekriegt und war glaube ich auch fast jeden Abend am Meer und habe dem Sonnenuntergang zugeguckt.
Per-Olof Waßen: Ähm.
Pelle 2: Dankeschön.
Pelle 2: Das hast du ja bald wieder die Möglichkeit und zwar, ich bin nicht dabei, aber du bist dabei vom, wann ist das?
Pelle 2: 4. bis 7.
Pelle 2: Juni.
Pelle 2: Die Stufe 3 Ausbildung der Marfusschule in der Schweiz am Thuner See findet nämlich übernächste Woche statt.
Per-Olof Waßen: Genau, vierte bis siebte Juni.
Per-Olof Waßen: Genau.
Pelle 2: Und da geht es genau darum.
Pelle 2: Im Tipi-Zelt übernachten, die Gruppe ist schon groß, also es sind mindestens zehn Teilnehmer plus vier Anleiter, also 14 Leute seid ihr schon, ne?
Pelle 2: Das wird eine richtig schöne Sache, aber es hat auch noch Platz für 20 Leute insgesamt.
Pelle 2: Das können auch gerne Leute buchen.
Pelle 2: Es ist echt nicht so teuer.
Pelle 2: Also das heißt nicht teuer, aber es ist 999 Euro.
Pelle 2: Dafür ist man vier Tage lang komplett rundum versorgt mit einem Bettplatz im Tipi und Essensversorgung.
Pelle 2: muss sich gelegentlich um die Reise kümmern in die Schweiz und da wird es darum gehen, tatsächlich Sonnenaufgang, Sonnenuntergang zu erleben, fließende Gewässer zu erleben, selber Wasserfilter zu bauen, den Naturkreislauf kennenzulernen und in der Natur laufen zu gehen, joggen zu gehen, sich aufzuwärmen, sich selber Essen zu machen, Essen zu besorgen, auch zum Teil zu machen.
Pelle 2: Kräuter kennenzulernen, also kein Survival-Kurs, aber einfach ganz, ganz viel, viel Barfußlaufen natürlich, aber ganz viele Möglichkeiten, wieder in was Einfaches, Natürliches reinzukommen.
Per-Olof Waßen: Genau.
Per-Olof Waßen: Ja.
Pelle 2: Beneide dich dich ein bisschen darum, dass du jetzt da bist, mit dem Matt, Matt, du, Ben Krümer und Thorsten Weber, der das anleitet, ne?
Per-Olof Waßen: Ja, ich freue mich richtig.
Per-Olof Waßen: Also ich bin ja eben, am Anfang habe ich so gedacht, oh nein, Zelt, ich bin gar nicht der Camper.
Per-Olof Waßen: Nee, gar nicht.
Pelle 2: Schön, schön.
Per-Olof Waßen: Und wo ich dann mit Toto dort war und das Ganze mal angeguckt habe und so die Umgebung gecheckt habe, da habe ich richtig Lust gekriegt.
Per-Olof Waßen: Also richtig Lust, ja.
Per-Olof Waßen: Danke.
Pelle 2: Hör mal, dann wünsche ich dir ganz viel Spaß in der Schweiz und alle ihr da draußen, die ihr vielleicht Lust bekommen habt, ein bisschen wieder mehr an eure Natur ranzukommen, bucht das gerne noch oder sucht euch doch einfach auch selber
Pelle 2: Erstmal ein ganz kleines Ritual wieder raus, um euch mehr zu connecten, ob es jetzt barfuß zu laufen ist oder eben einfach nur beim Sonnenuntergang oder beim Sonnenaufgang wieder dabei zu sein, dir kurz Zeit zu nehmen und das Spektakel sich anzugucken.
Pelle 2: Vielen Dank.
Per-Olof Waßen: Hm.
Per-Olof Waßen: Ist ja auch so.
Per-Olof Waßen: Darf ich noch was sagen?
Per-Olof Waßen: Wolltest du schon beenden?
Per-Olof Waßen: Schon, gell?
Per-Olof Waßen: Krass.
Pelle 2: Ja klar.
Pelle 2: Wir sind schon bei 33 Minuten fast.
Per-Olof Waßen: Ne, weil etwas habe ich schon noch, wir haben vorher darüber gesprochen und zwar hast du gesagt, dass ja dieses ganze Entertainment, was wir hier haben, dass auch die Natur schon geentertaint werden muss.
Pelle 2: Mhm.
Pelle 2: Mhm.
Pelle 2: Mhm.
Per-Olof Waßen: Und ja, es fällt mir auch immer auf, es gibt ja diese, bei uns gibt es so Foxtrails draußen, da kann man mit dem Handy irgendwelche Geschichten oder irgendwelche Rätsel lösen.
Per-Olof Waßen: Dann gibt es irgendwie den Murmelweg, wo du irgendwie mit so Kugeln, Murbeln irgendwie da...
Per-Olof Waßen: Die kannst du da so, schön gemacht, alles aus Holz und alles toll und dass die Kinder Spaß haben und dann gibt es den Witzeweg und es gibt den was-ich-was-weg und den Klangweg, das ist ja alles toll eigentlich.
Per-Olof Waßen: Es gibt den Barfußweg, das ist ja alles super, aber eigentlich braucht es das nicht.
Pelle 2: ja man braucht den raum
Per-Olof Waßen: Es ist eigentlich schade, dass wir uns nicht einfach an dem, was da ist, einfach nur erfreuen können, weil es klingt alles.
Per-Olof Waßen: Es hat sicher lustige Sachen dabei.
Per-Olof Waßen: Es riecht toll, man spürt was, man kann was spielen in der Natur, man kann balancieren, man braucht nichts.
Per-Olof Waßen: Wirklich nur einfach die Natur.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Pelle 2: den Moment und die Lust am Spiel, um das wieder spielerisch zu entdecken.
Pelle 2: Ja, vielen lieben Dank, lieber Roman.
Per-Olof Waßen: Danke dir, Pelle.
Per-Olof Waßen: Tja, dann war das der Podcast Folge 134.
Per-Olof Waßen: Und wir gehen schlafen.
Pelle 2: Euch allen eine gute Nacht.
Per-Olof Waßen: Ist richtig laut hier.
Per-Olof Waßen: Gute Nacht.






