Transcript
wpillich: Wer noch?
Per-Olof Waßen: Pelle und ja, da ist schon wieder ein Werner da und zwar ein anderer Werner, auch wenn dieser Werner auch bei uns bei Barfuß am Berg bei dem Event dabei war und schon lange uns folgt und ihr den aber noch nicht kennt vermutlich, aber vielleicht auch doch.
Per-Olof Waßen: Der Werner ist heute hier unser Gast in unserer Folge 142 des Barfußschule-Podcasts und mit dem Thema, ja das Thema weiß ich noch gar nicht, das wird sich erst nach der Folge so richtig herauskristallisieren, ich würde einfach mal sagen, wir nennen es mal Barfußschule-Community-Talk mit Werner.
wpillich: Vielen Dank.
Per-Olof Waßen: Aber da ich Community auch nicht so mag, sagen wir einfach,
Per-Olof Waßen: Gemeinschaftsgespräch oder sowas, weil Community ist auch so englisch.
Per-Olof Waßen: Wir versuchen ja in der Barfußschule relativ deutsch zu sein.
Per-Olof Waßen: Aber erstmal herzlich willkommen, Werner Pillig.
wpillich: Vielen Dank, Pelle.
Per-Olof Waßen: Ja, es freut mich total, dass du hier bist, lieber Werner.
Per-Olof Waßen: Du folgst unseren Aktivitäten schon recht lang.
Per-Olof Waßen: Vielleicht darf ich dich als, du hast, glaube ich, gesagt Sozialpädagoge, genau, du bist gelernter Sozialpädagoge, auch praktizierender Sozialpädagoge und
Per-Olof Waßen: Wir haben uns bei Barfuß am Berg gesehen, aber auch schon mal als Proband bei uns in der Ausbildung und wie gesagt, du folgst uns schon lange.
wpillich: Ja, das ist interessant.
Per-Olof Waßen: Wer ist denn Werner Pillig?
Per-Olof Waßen: Wie bist du zu uns gekommen?
wpillich: Ja, ich habe vor drei, dreieinhalb Jahren mich irgendwie auf den Weg gemacht in die Barfuss-Community.
wpillich: Ich kann gar nicht sagen, was der Auslöser war.
wpillich: Also ja, meine Mutter hatte sehr zu leiden unter Halux, Walgus und
wpillich: Irgendwie dachte ich, nee, so will ich nicht enden.
wpillich: Irgendwie will ich was anders machen.
wpillich: Und auf der anderen Seite haben mich immer die Leute fasziniert, die barfuß gelaufen sind, auch draußen.
wpillich: Und so habe ich ein bisschen recherchieren angefangen übers Internet und bin dann natürlich an diversen Videos hängengeblieben.
wpillich: Von dir, von Emanuel, von Ben.
wpillich: Also alles, was so irgendwie da über den Äther flitterte, habe ich mir angeguckt.
wpillich: Und dann dachte ich mir, okay, vielleicht doch erst mal
wpillich: Muskeltraining machen, bevor ich so die ersten Barfußerfahrungen mache.
wpillich: Ich laufe schon daheim barfuß, im Urlaub auch immer wieder mal barfuß auf der anderen Nordsee oder so.
wpillich: So richtig Gedanken hatte ich mir nicht gemacht.
wpillich: So bin ich da irgendwie draufgekommen.
wpillich: Und dann kommt man ja über YouTube doch ganz schnell in so bestimmte Bubbles rein.
wpillich: Und so ging das bei mir los.
wpillich: Und das hat mich nicht mehr losgelassen.
Per-Olof Waßen: Welcher Aspekt, wenn ich fragen darf, interessiert dich am meisten am Barfußlaufen?
Per-Olof Waßen: Ist es so dieser Achtsamkeitsgedanke?
Per-Olof Waßen: Ist es der sportliche Gedanke?
Per-Olof Waßen: Ist es diese Schmerzprävention?
Per-Olof Waßen: Kein Halux Valgus kriegen, wie du sagtest?
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: Oder gibt es andere Dinge, die, oder ist es einfach so eine Faszination von der Erkenntnis, wir waren ja gar nicht immer alle nur in dicken Schuhen unterwegs.
Per-Olof Waßen: Also was ist so der Hauptkern, der dich interessiert?
wpillich: Also der Beginn war tatsächlich der gesundheitliche Aspekt.
wpillich: Also ich möchte auch im Alter noch laufen können und nicht so verknorpelte Füße haben.
Per-Olof Waßen: Ja.
wpillich: Das war der Grundaspekt.
wpillich: Und dann kommt relativ schnell, glaube ich, die Achtsamkeit dazu, weil sobald du dich barfuß bewegst oder in Minimalschuhen oder in Barfußschuhen, dann hast du ein anderes Gespür für den Boden, für die Natur, für den Körper.
wpillich: Also ich glaube,
wpillich: Was ich manchmal so ein bisschen gespiegelt kriege, ist auch, dass die Haltung sich ändert, man wird aufrechter.
wpillich: Und ich bin eh ein naturliebender Mensch und das ist nochmal für mich ein ganz anderes Erspüren, ein ganz anderes Dabeisein.
wpillich: Also das fand ich sehr fasziniert.
Per-Olof Waßen: Kann ich gut mitgehen.
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: Du hast mir jetzt eben gefragt, ob du mir die Frage stellen darfst, ob du über die Freilaufmethode da rangekommen bist.
Per-Olof Waßen: Selbstverständlich.
Per-Olof Waßen: Also du hast das Ganze noch zur Freilaufmethode-Zeiten uns kennengelernt und hast dann einfach gesagt, ach cool, jetzt folge ich einfach der Freilaufmethode und der Barfußschule, als wir uns dann letztendlich da abgespalten haben.
wpillich: Ja, genau.
wpillich: Genau.
wpillich: Ja, ich habe das am Anfang gar nicht so mitgekriegt, weil ja in Videos waren ja beide irgendwie alle noch drin.
Per-Olof Waßen: Und ja,
Per-Olof Waßen: Hmm.
wpillich: Und dann, als ich angefangen habe, auch auf Social Media zu gehen, war ich relativ schnell, wo ich dachte, boah, das ist was Eigenes.
Per-Olof Waßen: Hmm.
wpillich: Und dann tauchte ja auch erst mal die Freilaufmethode mehr oder weniger unter.
wpillich: Also von daher war ich bei der BAFOS-Schule schnell dabei und fand einfach den Content ansprechend.
wpillich: Ich fand es einfach authentisch, ich fand es echt und ich fand es vor allem machbar.
wpillich: Das war nicht so, oh Gott, du musst das alles können und dann darfst du, sondern es begleitet dich so in den Alltag rein.
Per-Olof Waßen: Ja.
wpillich: Und das fand ich total spannend, weil mir, als ich die ersten Barfußschuhe gekauft habe, waren total billige, weil ich habe tatsächlich, jeder hat der Familie eine nichte Saguaro-Schuhe getragen.
wpillich: Ich dachte, oh, die kenne ich aus dem Internet irgendwoher.
wpillich: Und dann habe ich sie gefragt und da sagt sie, ah, das ist total toll und die sind billig, kauf dir die doch einfach, dann machst du kein Risiko.
wpillich: Und so habe ich angefangen mit 30 Euro Schuhen und die natürlich total weird aussahen.
wpillich: Also von den
Per-Olof Waßen: Die sehen ja ein bisschen aus wie die Five Fingers manchmal, haben ja auch so eine angedeutete Zehen.
wpillich: Ja, aber halt... Genau, ja.
wpillich: Aber es sind schon... Man hat so das Gefühl, alle Leute gucken einen an, aber es ist völlig ein Blödsinn.
wpillich: Keiner guckt auf die Schuhe oder auf die...
Per-Olof Waßen: Einer guckt sich das an oder misst ihm keine Bedeutung bei.
Per-Olof Waßen: Ich habe bei Sagguaro immer, das wird schnell so verteufelt.
Per-Olof Waßen: im Sinne von China-Ware.
Per-Olof Waßen: Ich habe da ja generell eine ganz andere Meinung.
Per-Olof Waßen: Ich glaube nicht, dass man sich dauernd sein gutes grünes Gewissen kaufen kann.
Per-Olof Waßen: Da sollte man lieber einfach mal weniger in den Flieger steigen.
wpillich: yep
Per-Olof Waßen: Ich habe das Gefühl, es ist notwendig, auch
Per-Olof Waßen: Preisführer zu sein.
Per-Olof Waßen: Also dass es Firmen gibt, die Qualitätsführer sind, es gibt Firmen, die irgendwo dazwischen sind und es gibt eben auch Preisführer.
Per-Olof Waßen: Es gibt einen Grund, warum es auch Deichmann bei Schuhen gibt.
Per-Olof Waßen: Es gibt Menschen, die wollen auch einsteigen oder sagen, aber ich will aber nicht so viel Geld dafür jetzt am Anfang ausgeben und es ist wichtig, dass Firmen sowas bedienen, weil sie dadurch eine Eintrittspforte machen und auch anderen, automatisch auch auf die anderen Barfußschuhe, auf
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: hinlenken.
Per-Olof Waßen: Von daher bin ich da bei Sagguaro eigentlich ganz fein mit.
Per-Olof Waßen: Ich habe mir die noch nie angezogen, aber angeguckt und sie sind eher positiv zu bewerten, was die Passform und so, die Größe, Breite angeht und so.
Per-Olof Waßen: Finde ich eher positiv.
Per-Olof Waßen: Inwiefern da jetzt die Firmenpolitik mit Arbeit und so, das kann ich jetzt nicht beurteilen.
Per-Olof Waßen: Mit den jüngsten Ereignissen um die Firma Armed Angels und so weiter bin ich allerdings auch bestätigt in meinem Verdacht, dass die Firmen, die sehr nachhaltig sich auf die Fahne schreiben, auch oft trotzdem Dreck am Stecken haben können.
wpillich: Ja.
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: Es sind immer Menschen dahinter und es gibt immer Bedürfnisse und so weiter, ohne jetzt Armed Angels zu verteufeln oder so, weil ich nicht weiß, was da jetzt bei rauskommt, aber ich weiß nicht, wie du das verfolgt hast.
Per-Olof Waßen: Es war einfach eine
Per-Olof Waßen: ein Aufschrei, dass es da nicht gut vonstatten geht und deshalb man sollte generell nicht zu viel Liebe in eine Firma stecken, auch nicht in die Barfußschule.
wpillich: Vielen Dank.
Per-Olof Waßen: Also es sind Firmen, es sind Konzerne, es sind, damit sollte man sich meiner Meinung nach nicht zu sehr identifizieren und da Sinn suchen in einem Schuhhersteller zum Beispiel.
wpillich: Ja, ich meine, ich bin da schon ein bisschen, ich bin ja auch im Welchladen aktiv als freiwilliger Mitarbeiter.
wpillich: Ich habe da schon ein bisschen Einblick in die Geschichten, aber letztendlich musst du einen Kompromiss finden und ich fand, für mich war das damals optimal, weil ich bin für wenig Geld da reingekommen und ich habe die Schuhe angezogen und dachte, wow, okay.
Per-Olof Waßen: Ja.
wpillich: Und
wpillich: Und die sind robust, also ich habe die immer noch und ich ziehe die auch immer noch so zum Einkaufen und so an und für Wanderungen zum Beispiel, weil die haben eine unheimlich gute Sohle, die sind unheimlich griffig und ja, also ich kann da nichts Negatives dazu sagen.
wpillich: Es war für mich der Einstieg und die Pforte ist aufgegangen in die Welt der Barfußschuhe und des Barfußlaufens.
Per-Olof Waßen: Ich hatte mir ja überlegt im Vorfeld und auch dich gefragt, ob das für dich so passen würde vom Thema her, wenn wir so vielleicht darüber sprechen, was kann man sich denn im Internet oder über Bücher oder über Podcasts, was kann man sich denn da eigentlich an Wissen aneignen?
wpillich: Ja.
wpillich: Ja.
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: Entstehen dann noch mehr Fragezeichen im Kopf oft?
Per-Olof Waßen: Und wann braucht es vielleicht doch mal einen Draufblick durch ein Coaching?
Per-Olof Waßen: Und ich weiß, dass du, soweit ich weiß, auch beim Ben schon mal im Coaching warst.
Per-Olof Waßen: Vielleicht kannst du mir diese Frage erstmal so ganz frei beantworten.
Per-Olof Waßen: Was hast du dir selber beibringen können?
Per-Olof Waßen: Wo hattest du richtige Aha-Erlebnisse?
Per-Olof Waßen: Und wo brauchtest du die Aha-Erlebnisse durch ein Coaching?
wpillich: Ja, also ich habe am Anfang schon viele Videos geschaut und ich habe vor allem, bevor ich die ersten Schuhe gekauft habe, total viele Übungen für die Muskulatur gemacht, weil ja jeder gesagt hat, ah, man kann nicht sofort und wenn, dann nur fünf Minuten.
wpillich: Dann dachte ich, ich gehe nicht für fünf Minuten raus mit irgendwelchen Schuhen, sondern dann habe ich tatsächlich wirklich so viele Wadenübungen und Toga und so Sachen gemacht und irgendwann kommst du an den Punkt und dann probierst du es aus und
wpillich: Ja, ich habe auch zwei Online-Kurse gemacht damals noch bei der Freilauf-Methode, weil mir das gepasst hat, dass das so Follow-Along sind.
wpillich: Also ich mag Videos, wenn sie durchgehen.
wpillich: Also wenn ich die einfach laufen lassen kann und mache mit.
wpillich: Was ich nicht mag, ist, wenn dann einer sagt, so und jetzt nochmal fünfmal das Gleiche und dann kommt schon wieder die nächste Übung.
wpillich: Das mag ich nicht.
wpillich: Ich mag nicht, wenn ich ständig auf den Knopf drücken muss, damit ich das Ding anhalten muss, sondern ich mag so,
wpillich: Follow-along Sachen und ich habe auch bei TFC, das ist eine australische Company, The Food Collective, so einen Zwölf-Wochen-Kurs machen dürfen, da kam ich in so ein Beta, nee, ist australisch, die machen zwar auch in Kanada Sachen, aber es ist australisch und da bin ich in so ein Beta-Programm reingerutscht und habe einen Zwölf-Wochen-Kurs für lau gekriegt, musste halt immer Feedback geben und das war total interessant, also weil das halt total in die Basics reingeht und dann aber eben auch Follow-along-Videos sind.
Per-Olof Waßen: Hm.
Per-Olof Waßen: Hm.
Per-Olof Waßen: Ist es australisch oder kanadisch?
Per-Olof Waßen: Ah ja.
wpillich: Aber irgendwann kommst du an den Punkt, wie du sagst, da kommst du nicht mehr weiter.
wpillich: Und ich war ja letztes Jahr auf der Barfoot Expo, auf der Platte gestanden bei Ben.
wpillich: Und dann hat er ganz locker gesagt, ja, das ist jetzt eine Momentaufnahme.
wpillich: Und dann hat er aber auch bei, ich habe da einen neuen Workshop bei ihm gemacht, und hat mich tatsächlich nochmal genauer angeguckt, ohne dass ich es gemerkt habe.
wpillich: Und hat gesagt, da müssen wir dran arbeiten, da kommen wir mit normalen Sachen nicht weiter.
wpillich: Und das fand ich total spannend.
wpillich: Und dann habe ich gesagt, ja, wie?
wpillich: Und er sagt, ja, mach doch Personal Coaching.
wpillich: Er will mir nichts verkaufen.
wpillich: Ich fand das total super.
wpillich: Also hier kommt es nicht weiter und jetzt musst du aber unbedingt bei mir einen Kurs machen, sondern er hat gesagt, das ist ein reines Angebot.
wpillich: Und ich sagte, natürlich, ich mache schon auch immer mal Gesundheitssachen, die Geld kosten, wenn ich einen Sinn dahinter sehe.
wpillich: Und dann habe ich gesagt, ja natürlich, finde ich total spannend.
wpillich: Und Köln ist jetzt nicht gerade weit weg von Frankfurt, da kommt man ganz gut hin.
wpillich: Und das hat er mir im Termin ausgemacht.
wpillich: Und das hat mir dann auch nochmal gezeigt, ja, der guckt einfach nochmal anders drauf.
wpillich: Und ich finde es ja spannend.
wpillich: Ich denke, du müsstest es genauso machen.
wpillich: Verwickel dich erstmal in ein ganz normales Gespräch, lässt sich dabei laufen, film dich und dann sagt er so, und jetzt guck mal hier, du kommst mit den Zehen gar nicht runter.
wpillich: Oder zum Beispiel bei mir ein Problem.
wpillich: Dann macht er Übungen und er hat mir Videos gemacht und die Videos habe ich bekommen.
wpillich: Und ich mache eine von den Übungen jeden Tag.
Per-Olof Waßen: Hm.
wpillich: Weil das ist eine Übung ganz speziell für mich.
wpillich: Die kriege ich in keinem Übungsvideo oder Video-Tube.
wpillich: Weil das ganz spezielle Übungen sind für mich.
wpillich: Und die kann ich einfach machen.
wpillich: Und das bringt einem was.
wpillich: Ich fand auch das Probandentraining beim Coach total klasse.
wpillich: Auch, wenn man denkt, naja, die lernen ja nur.
wpillich: Ich habe ja Miriam und Otto letztens getroffen bei der Barfußwanderung.
wpillich: Und dann hat die Miriam gesagt, naja, ich weiß noch ganz genau, Miriam, was du mir gesagt hast.
Per-Olof Waßen: Also Miriam und Otto, die waren zwei Teilnehmer der Barfuß-Coach-Ausbildung und du warst als Versuchskaninchen, ich sage es mal gerade einfach so, damit die Zuhörer das verstehen, Versuchskaninchen in dieser Ausbildung für eine Stunde, wurde es von denen gecoacht und dann hast du sie woanders wieder getroffen, ne?
wpillich: Ja.
wpillich: Ja.
wpillich: Ja, genau.
wpillich: Und dann habe ich gesagt, ich weiß noch heute, was du mir gesagt hast damals und ich setzte es um.
wpillich: Und dann war sie total erstaunt.
wpillich: Ja, natürlich, das ist für mich Gold wert.
wpillich: Allein schon, ich habe immer so das Gefühl gehabt, ich laufe falsch.
wpillich: Und dann haben die aber alle drei, wenn die da um mich herum sind, haben gesagt, nee, laufen ist nicht das Problem.
wpillich: Du musst am Atem arbeiten.
wpillich: Und habe konkrete Tipps gekriegt und die ich einfach umsetzen kann.
wpillich: Und das ist was anderes, das kann kein YouTube-Video.
wpillich: Also irgendwann kommst du an einen Punkt, wo du sagst, jetzt will ich mehr.
wpillich: Ich bin auch ganz offen am überlegen, ob ich tatsächlich im Oktober die Coach 1 mache.
wpillich: Ich habe so das Gefühl, dieses Momentum ist einfach dran.
wpillich: Letztes Jahr wäre es noch nicht dran gewesen.
Per-Olof Waßen: Also wer möchte, dass er die Ausbildung macht, der schreibt es bitte in die Kommentare auf Spotify.
wpillich: Und jetzt habe ich so das Gefühl, ich muss jetzt abklären, ob ich das schaffe, weil
Per-Olof Waßen: Ja.
wpillich: Ich will mehr.
wpillich: Und das ganze Thema, was ja da außen rum hängt mit Achtsamkeit, mit Entschleunigung, das kannst du nicht über YouTube-Videos dir holen.
wpillich: Vielleicht gibt es Leute, die das...
Per-Olof Waßen: Wir können es immer gebrauchen, wir können jede Geburt, aber auch hier nur ein Angebot natürlich.
Per-Olof Waßen: Ja, ganz schön, was du beschreibst, wie der Ben arbeitet natürlich, also auch von mir eine Empfehlung an alle, die mit Ben mal arbeiten wollen.
Per-Olof Waßen: Ben hat einen wunderbar geschulten Blick aus einer ganzheitlichen, körperlichen Perspektive, vor allen Dingen ganzheitlich, also den ganzen Körper mit einbezogen, aber mittlerweile auch Achtsamkeit und Stress mit integrierend, Stressprävention.
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: Und dann aber auch das Probandencoaching.
Per-Olof Waßen: Die haben dir natürlich aufgezeigt, sowohl der Ben als auch die Miriam und Otto, die dich da gecoacht haben, die zeigen einem ja nur einfach Perspektiven auf einen selbst, die man vielleicht sonst nicht hat.
Per-Olof Waßen: Dass man sich selbst mal in einem anderen Licht sieht.
wpillich: Ich bin der Fall.
Per-Olof Waßen: Und das alleine kann ja helfen,
Per-Olof Waßen: so einen blinden Fleck, sagt man mal zu, wo man eigentlich, man weiß es eigentlich schon und denkt aber, wenn ich das einfach nicht, wenn ich das so ein bisschen ausblende, dann muss ich da gar nicht so genau hingucken.
Per-Olof Waßen: Aber wenn das alle plötzlich sind, dann merkt man so, das liegt ja doch ganz schön offen auf.
Per-Olof Waßen: Dann geht man da auch eher mal dran, wenn man weiß, okay, das ist schon von außen sichtbar oder so.
Per-Olof Waßen: Das ist halt häufig das, was einem fehlt, weil wenn man nur online oder über Bücher oder über Dinge schaut,
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: das macht, was alle machen, dann fehlt einem eigentlich dieses Gesehenwerden und diese Übung, die nur für dich ist, wie du gesagt hast.
Per-Olof Waßen: Das ist ja das Besondere, dass man eigentlich sagt, das Besondere an mir wird gesehen.
Per-Olof Waßen: Ob das jetzt gut oder schlecht ist, spielt gar keine Rolle, aber es ist besonders.
Per-Olof Waßen: Es ist das, was einen absondert von den anderen und wo man eigentlich eine spezielle Übung braucht, die einem selber nur dient.
Per-Olof Waßen: Und das geht tatsächlich fast nur über einen
Per-Olof Waßen: Fast nur über ein Coaching.
Per-Olof Waßen: Ich glaube noch nicht mal, wenn man sich selber filmt und anguckt, dass man sich selber so leicht auf die Schliche kommt.
Per-Olof Waßen: Das ist unwahrscheinlich.
wpillich: Nee, also in den Online-Kursen filmst du dich ja auch, aber du bist doch derjenige, der dich analysiert und das ist, glaube ich, da hast du den blinden Fleck einfach drauf.
Per-Olof Waßen: Ja.
Per-Olof Waßen: Hm.
wpillich: Also ich konnte damit nicht viel anfangen.
wpillich: Also ich fand tatsächlich auch beruhigend, als ich beim Probandentraining war und der Laufstil war,
wpillich: okay war.
wpillich: Also, weil ich habe immer gedacht, ich laufe falsch, ich laufe einfach falsch.
wpillich: Weil sobald du an dir runterguckst, läufst du schon wieder anders.
wpillich: Also das ist einfach so.
Per-Olof Waßen: Hmm.
Per-Olof Waßen: Hmm.
Per-Olof Waßen: Hmm.
wpillich: Und wenn du den Horizont fixierst, dann läufst du anders.
wpillich: Ich laufe auch anders, wenn ich barfuß laufe.
wpillich: Beim Joggen oft dann auf dem letzten eineinhalb Kilometer, das ist eine schöne Strecke, wo kein Kies ist und so Sachen, ziehe ich oft die Schuhe auf und merke sofort, ich laufe anders, obwohl ich ganz dünne Sandalen trage.
wpillich: Das ist einfach so.
wpillich: Und wenn dann jemand anders drauf guckt, dann kannst du einfach laufen wie immer und der guckt.
wpillich: Klar, die ersten zwei, drei Minuten denkst du, alles richtig machen, aber irgendwann bist du im Reden und dann bist du abgelenkt.
wpillich: Und dann läufst du, wie du immer läufst.
wpillich: Und dann guckt der drauf und sagt, ja, ist doch okay, ich weiß gar nicht, was du hast, aber guck dir mal deine Atmung an.
Per-Olof Waßen: da die Stellschraube anzusetzen.
wpillich: Da habe ich nie drauf geachtet.
wpillich: Also ich wäre nie auf die Idee gekommen, das an der Atmung anzusetzen.
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: Das kann immer das sein.
Per-Olof Waßen: Die Atmung ist immer auch der Eingang zur Entspannung.
Per-Olof Waßen: Dass man dann über die Atmung entspannt und dann Entspannung in den Körper bringt, um eben
Per-Olof Waßen: auch dadurch wieder die Bewegungen flüssiger und ruhiger zu machen.
Per-Olof Waßen: Apropos ruhig, manchmal werde ich ruhig, wenn ich mir dein Instagram-Profil anschaue und schaue, was du da postest.
Per-Olof Waßen: Denn der Werner, der postet vor allen Dingen nicht sich, auch nicht beim Laufen, sondern der Werner postet Brot.
Per-Olof Waßen: Und wenn man da so durchklickt, dann bemerke ich einfach die Schönheit,
Per-Olof Waßen: der Wiederholung, aber auch von Brotbildern, denn du backst liebend gerne.
wpillich: Ja, ich backe selber Brot.
wpillich: Geil.
Per-Olof Waßen: Und das ist jetzt, sagen viele vielleicht, die backen Brot, aber ich glaube nicht, alle backen das so wie Werner, denn das sieht schon alles sehr professionell aus.
Per-Olof Waßen: Also das hat schon so eine, da braucht man, glaube ich, einen speziellen Ofen für.
Per-Olof Waßen: Ne, das machst du mit einem normalen Ofen.
wpillich: Nein, gar nicht.
wpillich: Ich mache einen ganz normalen Ofen.
wpillich: Ich habe klar ein paar kleine Tricks, aber nichts Besonderes.
wpillich: Ich weiß, viele sagen immer, nein, so habe ich mir einfach abgeguckt und ein bisschen verfeinert und selber eine billige Lösung gefunden, weil ich eben keinen Dampfbackofen habe.
Per-Olof Waßen: Ja.
Per-Olof Waßen: Krass.
Per-Olof Waßen: Ja.
Per-Olof Waßen: Stark.
wpillich: sondern ich habe einfach unten eine Metallschale drin mit ein paar Labersteinen aus dem Grill und da schütte ich heißes Wasser drauf und das gibt mir meinen Dampf.
wpillich: Und deswegen gehen die Brote so schnell auf.
wpillich: Und ich habe einen Pizzabackstein, ja, aber das ist auch einfach ein Pizzabackstein.
wpillich: Ich habe das in Corona angefangen, da hatte ich einfach Langeweile, weil man nicht viel machen durfte, da habe ich Brotbacken angefangen.
Per-Olof Waßen: Ich weiß nicht, ob man es sehen kann, aber es sieht halt einfach wirklich aus wie vom guten Bäcker.
Per-Olof Waßen: Und ich würde sagen, ich würde vermuten, dass die wichtigste Zutat bei Brot Zeit ist.
wpillich: Ja, genau.
Per-Olof Waßen: weil ich das Gefühl habe, dass sie immer die richtige Zutat für alles ist.
Per-Olof Waßen: Für Pizza, Teig, für was auch immer.
Per-Olof Waßen: Für Lauftechnik das Entscheidende ist, die wichtigste Zutat ist Zeit, Geduld, Ruhe,
Per-Olof Waßen: Ich glaube, es hat Khalil Gibran gesagt, denn wenn du nicht arbeiten möchtest und keine Zeit dafür auch hast, dann wirst du saures Brot backen und dann setze ich lieber an die Straße und bettle um Almosen, als deine Arbeit mit Unlust oder sowas zu machen.
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: Und ich glaube einfach, alle Arbeit, das habe ich jetzt sehr frei übersetzt, aber alle Arbeit genießt
Per-Olof Waßen: Oder wird besser durch Ruhe und nicht durch Hektik und Schnelligkeit.
Per-Olof Waßen: Was ist noch eine wichtige Zutat für Brot, die keiner kennt?
wpillich: Also Zeit ist tatsächlich eine wichtige Zutat für Brot und Ruhe.
Per-Olof Waßen: Mhm.
wpillich: Mit Hektik kommst du nicht weiter.
Per-Olof Waßen: Verstehe ich gut.
wpillich: Klar, man kann alle Prozesse beschleunigen, aber dann schmeckt es auch nicht mehr.
Per-Olof Waßen: Hm.
Per-Olof Waßen: Hm.
Per-Olof Waßen: Ja.
Per-Olof Waßen: Hm.
wpillich: Ein guter Sauerteig liegt 10 bis 12 Stunden, bevor er weiterverarbeitet wird.
Per-Olof Waßen: Hm.
wpillich: Und wenn er noch nicht genug blubbert, dann brauchst du auch ein bisschen ein Auge.
wpillich: Aber das entwickelt man einfach dafür.
wpillich: Und dann sieht man, okay, der ist noch nicht so geblubbert.
wpillich: Dann bleibt er noch zwei Stunden liegen.
wpillich: Also dann geht es halt noch nicht weiter.
wpillich: Also das Brot aus der Bäckerei ist so optimiert, die müssen von einer Stunde fertig sein, sage ich jetzt mal, grob übertrieben.
wpillich: Es gibt auch gute Bäckereien.
wpillich: Aber die sind immer optimiert.
wpillich: Und klar, mein Brot schmeckt nie gleich.
wpillich: Schmeckt meistens gut.
wpillich: Also ich habe bisher wenig Broadfailers gehabt, Gott sei Dank.
wpillich: Die poste ich meistens auch, der Ehrlichkeit halber.
wpillich: Aber es braucht einfach Zeit und Ruhe und keine Hektik.
wpillich: Broadverträgt keine Hektik.
Per-Olof Waßen: Und wie ist das, zeigt sich das bei anderen Sachen bei dir auch?
Per-Olof Waßen: Also du bist ja Sozialpädagoge, hast du gesagt.
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: Und wo arbeitest du als Sozialpädagoge?
Per-Olof Waßen: Was machst du da?
wpillich: Ich arbeite im Sozialamt und bin für Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche zuständig.
wpillich: Also ich genehmige quasi E-Plätze, Schulassistenzen, sie Sachen.
Per-Olof Waßen: Das, hm.
wpillich: Das ist mein täglich Brot.
wpillich: Sie mögen beim Brot, ja.
Per-Olof Waßen: Ah.
Per-Olof Waßen: Okay, ja, im wahrsten Sinne.
Per-Olof Waßen: Und da hast du dann wahrscheinlich gar nicht so viel Kontakt, oder?
wpillich: Ich habe relativ wenig Kontakte, was ich sehr bedauere, aber die wenigen Kontakte, die ich habe, sind meistens sehr positiv.
Per-Olof Waßen: Zu... Hm.
wpillich: Also da ich lange Zeit mit behinderten Menschen, mit Erwachsenen gearbeitet habe, habe ich unheimlich viel Praxiserfahrung und ich weiß, was Förderung im Kindesalter einfach ausmacht und was mangelnde Förderung bewirkt.
wpillich: Von daher bin ich da immer sehr offen und zugewandt.
Per-Olof Waßen: Also im Zweifel immer eher dafür.
Per-Olof Waßen: Hm.
wpillich: Im Zweifel immer erstmal für das Kind, weil alles, was wir in die Kinder stecken, brauchen wir später nicht mehr.
wpillich: Und es ist einfach eine dankbare Arbeit, weil ich sehe halt auch die Erfolge mittlerweile.
wpillich: Ich bin jetzt seit acht Jahren dabei und habe dann eben auch Kinder, die einfach aus der Schule draußen sind oder in der Schule sich so weit entwickelt haben, dass sie ohne Hilfen laufen können.
wpillich: Und dann weiß ich immer, ich habe alles richtig gemacht.
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: Ich habe ja auch mehrere Kinder und auch da habe ich festgestellt, es ist häufig, geht es ums Zeit.
Per-Olof Waßen: Die Kinder können bestimmte Dinge nicht, die andere können und so weiter, aber sie brauchen...
Per-Olof Waßen: Nicht nur Förderung, sondern auch, aber sie brauchen vor allen Dingen manchmal einfach die Gewissheit, ich habe auch noch Zeit oder die Eltern haben die Gewissheit, das Kind hat noch Zeit, das noch zu lernen.
wpillich: Ja.
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: Und wenn bestimmte Dinge ausbleiben, dass man sagt, okay, jetzt reicht Zeit allein nicht aus, sondern jetzt muss man vielleicht doch noch was unternehmen.
Per-Olof Waßen: Aber dass man auch einfach weiß, Kinder sind in der Entwicklung, also es ist da und es entwickelt sich langsam oder entfaltet sich, wie auch immer.
Per-Olof Waßen: Und das kann sich nur entfalten, wenn man es nicht zuhält.
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: Und ja, da ist das Thema Zeit wieder da.
Per-Olof Waßen: Was ist dein...
Per-Olof Waßen: aufs Barfußlaufen zurück, was ist da dein Ziel mit deiner Zeit, die du dir da gesetzt hast?
Per-Olof Waßen: Hast du ein Ziel, was deine Füße angeht, dein Laufen angeht?
Per-Olof Waßen: Möchtest du nochmal richtig joggen und da auch ein Ziel verfolgen?
Per-Olof Waßen: Gibt es da auch irgendwas?
Per-Olof Waßen: Ich habe irgendwie so ein Gefühl, so einen Eindruck, da ist irgendwas, was nochmal angegangen werden möchte.
wpillich: Ja, also ich glaube, was das Barfußlaufen angeht, bin ich noch nicht am Endpunkt.
wpillich: Aber ich mache mir da keinen Druck, weil ich gemerkt habe, es entwickelt sich einfach vieles.
Per-Olof Waßen: Hm?
Per-Olof Waßen: Hm?
wpillich: Ich kann viele Sachen, die ich früher nicht konnte oder nicht mehr konnte, die ich durchs Barfußlaufen einfach wieder bewusster erlebe oder allein Balance und so Sachen.
wpillich: Ich gehe jeden Tag raus.
wpillich: Egal bei welchem Wetter, wir haben hinten einen kleinen Gemeinschaftsgarten und wenn ich von der Arbeit komme, ist das erste Schuhe oder Sandalen raus und dann erstmal eine Runde durch den Garten laufen.
wpillich: Das sind verschiedene Untergründe und man kann zu dem Thema Erdung stehen, wie man will.
wpillich: Ich weiß jetzt nicht, ob ich mich elektrisch entlade oder nicht, aber ich
Per-Olof Waßen: Ja.
wpillich: Ich fühle mich geerdet.
wpillich: Ich nehme das anders wahr und ich nehme auch wahr, wie ich bin.
wpillich: Das ist ein kleines Schotterstück und ich erinnere mich immer an dein Video, was du mal gemacht hast, wenn es Leben dir Schotter gibt, dann nimm Schotter.
wpillich: und dann laufe ich da drüber und da merke ich sofort, wie ich drauf bin, weil wenn ich den Shot dann nicht so arg spüre, dann merke ich, okay, ich bin relaxed und wenn es total unangenehm ist, dann merke ich, okay, dann bleibe ich auch erstmal stehen und atme einfach erstmal in und versuche mich zu entspannen und versuche mich einfach weich zu machen und eben nicht anzuspannen, das sind
Per-Olof Waßen: Hmm.
wpillich: Klar, gibt mir sicher Leute, die sagen, oh Gott, der Spinner oder so, aber das muss ja für mich passen.
wpillich: Es muss für mich passen und für mich passt es in dem Moment und ich merke sofort, ich kriege sofort eine Rückmeldung, wie ich drauf bin.
wpillich: Und dann kann ich auch handeln.
wpillich: Dann kann ich mich einfach nochmal hinstellen und kann nochmal mich beruhigt, bewusst auch die Füße aufsetzen und merke sofort eine Veränderung.
wpillich: Also ich glaube,
wpillich: Da hilft mir barfußlaufen tatsächlich auch für mich, für meinen Körper eine Rückmeldung zu kriegen, wie bin ich denn gerade drauf oder wo bin ich denn gerade.
wpillich: Und das ist mir wichtig, das mache ich auch wirklich jeden Tag.
wpillich: Und das ist eine feste Runde, egal, manchmal erst spätabends, wenn ich dazukomme.
wpillich: Aber das hilft mir nochmal, bei mir anzukommen.
wpillich: Und das ist für mich auch Erdung.
Per-Olof Waßen: stehe ich gut.
Per-Olof Waßen: Kann ich dir total folgen.
Per-Olof Waßen: Ich habe auch gestern gedacht,
wpillich: Das ist Erdung in dem Sinn, dass ich einfach mich verbunden fühle mit mir und da, wo ich gerade bin.
wpillich: Das ist, glaube ich, schon, das kann man mit Sicherheit auch anders machen.
wpillich: Aber ich finde, da hat Barfußlaufen einfach einen Vorteil, weil du sofort ein Feedback kriegst über deine Füße.
Per-Olof Waßen: ob ich nochmal überhaupt zurückdenken könnte, ohne dieses Barfußsein, ohne Barfußschuhe, wie ich mich da gefühlt habe.
Per-Olof Waßen: Und dann habe ich gedacht, ich habe mich gar nicht richtig gefühlt, gänzlich.
Per-Olof Waßen: Es war immer ein, also...
Per-Olof Waßen: Ich bin nicht gerne dogmatisch und auch nicht gerne missionarisch unterwegs.
wpillich: hm hm hm
Per-Olof Waßen: Aber wenn ich sagen müsste, was es mir bringt mit dem Barfußlaufen, dann würde ich schon sagen, es hat mir eine Einsicht für mich selbst zumindest gebracht, eine Einsicht, von der ich annehmen kann, dass sie manchen Menschen fehlt.
Per-Olof Waßen: Und ein Komplettsein oder ein sich ganz fühlen,
Per-Olof Waßen: erst durch die Barfüßigkeit möglich war.
Per-Olof Waßen: Jetzt kenne ich aber auch Menschen, die haben das ausprobiert mit Barfußlaufen und Barfußschuhen, die sagen, aber die und die Schuhe an denen ist das gar nicht so wichtig, denen ist das auch egal, die fühlen das auch gar nicht so.
Per-Olof Waßen: Vielleicht ist man da auch ein bisschen, muss man auch sehr spürig sein für Disbalancen und irgendwas, dass da was nicht stimmt.
wpillich: Ich bin ein.
Per-Olof Waßen: Aber bei mir ist das so.
Per-Olof Waßen: Und da merke ich schon, das war, das ist auch der Grund, warum es nicht zurückgeht, warum ich nicht zurück in normale Schuhe kann.
Per-Olof Waßen: Ich würde mich wirklich ganz sicher nicht mehr ganz fühlen.
wpillich: Ja, da bin ich total bei dir.
wpillich: Ich musste auch irgendwann komplett umstellen.
wpillich: Ich konnte nicht mehr in normalen Schuhen laufen, obwohl ich jetzt nicht enge Schuhe hatte oder ich habe noch nie diese modischen, die vorne Spitzchen oder was weiß ich, großen Absatz hatten.
wpillich: Aber selbst die kleinste Sprengung habe ich gespürt und habe immer das Gefühl, ich falle nach vorne.
wpillich: Also ich habe dann auch meine Joggingschuhe, die relativ flach waren, konnte ich nicht mehr tragen, weil ich immer so das Gefühl habe,
wpillich: Ich falle nach vorne.
wpillich: Da muss ich mir noch gar nichts einbilden.
wpillich: Das war einfach so.
wpillich: Nee, nee, ja.
Per-Olof Waßen: Das meine ich.
Per-Olof Waßen: Manche sagen einfach, ist mir egal.
Per-Olof Waßen: Und andere sagen, nee, das kann mir nicht egal sein.
wpillich: Deswegen fand ich das Barfuß am Berg so spannend, weil das war tatsächlich, ist noch so die letzte Geschichte gewesen, wo ich nicht wusste, ich weiß tatsächlich zwei Jahre, auch nicht in den Bergen, wo ich dachte, puh, ich habe gar keine Bergschuhe mehr.
wpillich: Also ich habe noch ein paar Bergschuhe, klar, aber kann ich mit denen überhaupt noch laufen?
wpillich: Und das fand ich total spannend, das einfach ausprobieren zu können.
Per-Olof Waßen: Hm.
Per-Olof Waßen: Hm.
wpillich: An diesem Wochenende mit den Testschuhen und
wpillich: auch mal barfuß laufen.
wpillich: Ich glaube, wir wären nicht auf die Idee gekommen, Schuhe auszuziehen an den Bergen.
wpillich: Und ich fand diese Strecke, die wir da gegangen sind, oder sind ja ein paar mitgegangen, total spannend.
wpillich: Und weil man eben nicht alleine war, hat man es sich einfach zugetraut.
wpillich: Und ich habe gesagt, okay, wir kommen noch ein Stück, noch ein Stück, es geht noch ein Stück.
wpillich: Und ich fand es total irre.
Per-Olof Waßen: War schon an manchen Stellen auch ein bisschen anspruchsvoll, muss ich sagen.
wpillich: Ja, ja, war schon, aber...
Per-Olof Waßen: Es war jetzt nicht so eine Wald- und Wiesen-Blümchenzählen-Runde nur.
wpillich: Nee, gar nicht.
wpillich: Genau.
wpillich: Ja.
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: Es ging schon auch ziemlich von Anfang an direkt einfach nur nach oben.
Per-Olof Waßen: Also es war jetzt kein Bergsteigen, also das dürfen sich fast alle zutrauen für nächstes Jahr, da ist es ja wieder angesetzt.
Per-Olof Waßen: Für dieses Jahr wird es nichts mehr, ich wollte es dieses Jahr nochmal wiederholen, dieses Barfus am Berg, aber da ist die Hütte nicht frei, die ist einfach sehr weit im Voraus ausgebucht, aber...
Per-Olof Waßen: Schaut euch das gerne an.
Per-Olof Waßen: Es ist ein ganz tolles Event.
Per-Olof Waßen: Ich war auch da, habe den Werner auch da getroffen.
Per-Olof Waßen: Ich war mit der ganzen Familie da, mit viel Ach und Krach und Reifenpannen und so weiter.
wpillich: Ja.
Per-Olof Waßen: Und habe das aber komplett, ich habe mich da fast komplett als Teilnehmer gesehen und habe einfach mit der Familie da die Zeit verbracht und habe das sehr, sehr genossen, wie ein Kurzurlaub.
Per-Olof Waßen: Also das hat sich für mich sogar gelohnt mit 10 Stunden an und 10 Stunden Rückfahrt.
Per-Olof Waßen: Hat sich es trotzdem gelohnt.
Per-Olof Waßen: Ich bin mit einem schönen Moment in Erinnerung nach Hause gegangen, wie ich nicht missen möchte.
Per-Olof Waßen: Und mit einer ganz wuseligen vielen Menschen und alle aber in einem Geiste oder gerade da ankommend.
Per-Olof Waßen: Also ganz tolle Sache.
Per-Olof Waßen: Lieber Werner, es überrascht mich, dass du mir jetzt hier gesagt hast, dass du an die Ausbildung denkst und so, weil das überrascht mich positiv, weil wir einfach gerne noch jemanden haben wollen würden, der das macht.
Per-Olof Waßen: Also sie wird auf jeden Fall stattfinden, für alle, die das auch interessiert, vom 21. bis 24.
Per-Olof Waßen: In Alfter bei Bonn, noch Alfter bei Bonn, denn die Alanas Hochschule, wo wir das machen, zieht um.
Per-Olof Waßen: Das mal am Rande, irgendwann in zwei Jahren.
Per-Olof Waßen: Aber noch in Alfter, im Johannishof, in den schönen Fachwerkhäusern und so weiter.
Per-Olof Waßen: In der Natur und da lernt man halt stehen, gehen, laufen, mit Videoanalyse, mit Hintergrundwissen, mit Skript und Workbook und so weiter.
Per-Olof Waßen: Wie man sich das so vorstellt, wir sind ein Live-Veranstalter.
Per-Olof Waßen: Wir lieben das und wir würden uns natürlich freuen, den Werner da zu sehen.
Per-Olof Waßen: Und wenn du auch Lust hast, den Werner kennenzulernen, dann würdest du natürlich, wenn du da zur Ausbildung kommst und der sich dafür entscheidet, den da auch sehen, was jetzt keine Garantie sein soll.
Per-Olof Waßen: Ja, es hat mich total gefreut, aber...
wpillich: Aber wer es sich noch nicht traut, der kann sich auch gerne als Proband melden.
wpillich: Ich finde das einfach eine super Gelegenheit.
Per-Olof Waßen: Ganz wichtig, genau.
Per-Olof Waßen: Also wir suchen jetzt schon Probanden für den Oktober 21., also sagen wir 22. oder 23.
Per-Olof Waßen: Oktober suchen wir Probanden, die sich gerne coachen lassen wollen.
Per-Olof Waßen: Ihr habt jetzt heute gehört, Coaching ist wichtig, wenn man an bestimmten Stellen nicht weiterkommt.
Per-Olof Waßen: Dann kann ein Coaching großen Sinn machen.
Per-Olof Waßen: Es macht auch Sinn, um bestätigt zu werden.
Per-Olof Waßen: Es ist alles okay, falls man zweifelt oder so.
wpillich: Alles gut.
Per-Olof Waßen: Kann das auch einfach sehr wichtig sein, dass man mal jemanden drüber gucken lässt.
Per-Olof Waßen: Lieber Werner, ich bin dir ganz dankbar, dass du heute diesem etwas chaotischen Vorbereitungs-Mails und so weiter folgen konntest, um hier heute bei uns zu sein.
wpillich: Ich sag danke.
Per-Olof Waßen: Es ist immer total schön, jemanden aus der Community da zu haben.
Per-Olof Waßen: Und ja, vielen Dank für deine Einsichten ins Brotbacken, in den kleinen Ausflug, in die sozialpädagogische Arbeit im Sozialamt, hast du gesagt, ne?
wpillich: Okay.
Per-Olof Waßen: Sozialamt und euch da draußen, bleibt gesund, bleibt munter, der Hochsommer ist vermutlich, wenn die Folge kommt, hoffentlich ein bisschen abgeflaut und wieder etwas kühler, die Nächte wieder etwas länger und ihr kommt hoffentlich gut in euren Abend rein, ich wünsche euch alles Gute, dir, Werner, auch alles Gute und bleibt uns treu, bis ganz bald.
Per-Olof Waßen: Au revoir, auf Wiedersehen.
wpillich: Au revoir.






