Transcript
Per-Olof Waßen: Pelle und
Roman: dem Roman.
Werner: und dem Werner.
Per-Olof Waßen: Ja Mensch, Werner Kaminski bei uns heute zu Gast.
Per-Olof Waßen: Und wenn du Werner Kaminski noch nicht kennst, dann bleib mal dran in unserer Folge 140 des Barfußschule-Podcasts nach einer kleinen, kleinen, aber feinen Sommerpause, die wir uns genommen haben.
Per-Olof Waßen: Wir haben einfach gemerkt jetzt gerade, wir laufen tatsächlich dem Podcast hinterher und das muss ja nicht sein.
Per-Olof Waßen: Ja, herzlich willkommen, Werner Kaminski, herzlich willkommen in unserem Podcast, auch Roman.
Per-Olof Waßen: Schön, dass ihr da seid, heute Morgen um 9.30 Uhr, 9.50 Uhr mittlerweile, zwei Wochen bevor das hier ausgestrahlt wird und nur fünf Tage oder vier Tage, nachdem wir alle zusammen in den Bergen gejodelt haben.
Per-Olof Waßen: Schön, dass ihr da seid.
Werner: Ja, danke für die Einladung.
Per-Olof Waßen: Ja, lieber Roman, du bist gut nach Hause gekommen, aus Oberbayern zurück in die Schweiz.
Roman: genau, ja alles gut, gut gelaufen, lang, also lange, so eine lange Fahrt ist es ja doch nicht, aber es zieht sich dann halt und bin gut wieder angekommen, wieder im Leben und aber immer noch ein bisschen, also ich habe gemerkt, die ersten zwei Tage war ich doch schon ein bisschen groggy, so Hütten schlafen, nicht viel geschlafen, viel gelaufen, viel mit dem Kopf präsent, also schlaucht schon sehr.
Per-Olof Waßen: Grogi, ne?
Per-Olof Waßen: Hast du eigentlich gewusst, dass das in Deutschland auch so schön sein kann?
Per-Olof Waßen: In Bayern.
Roman: Ja, Bayern ist ja eigentlich gar nicht Deutschland, oder?
Roman: Ich habe gehört, die sind schon ein bisschen autonomer auch, oder?
Per-Olof Waßen: So ein bisschen.
Per-Olof Waßen: Aber hat es dir gefallen in Deutschland?
Roman: Ne, ja, es war super schön, es war super schön.
Per-Olof Waßen: Schöne Gegend, ne?
Roman: Sehr schöne Gegend, ja, wirklich.
Roman: Der Bergsee hat mir noch gefehlt, so der richtig kalte Bergsee hat mir noch gefehlt.
Per-Olof Waßen: Ja.
Roman: Die Menschen waren super toll.
Roman: Also es war so was Schönes, mit 35 Menschen so eine große Familie hinzukriegen, das ist schon mega.
Per-Olof Waßen: Da kommen wir zum Werner, denn der hat das Ganze eingefangen.
Per-Olof Waßen: Wir reden hier vom Event Barfuß am Berg von vor zwei Wochen, wo wir eben alle gewesen sind.
Per-Olof Waßen: Roman, ich, Ben, meine Frau, Matt und seine Partnerin, also ein ganzer Haufen von uns und ein ganzer Haufen von der Firma Doghammer, die das Ganze...
Per-Olof Waßen: mit uns zusammen organisiert hat und hat stattfinden lassen in den Chiemgauer Alpen mit einer Wanderung zur Priner Hütte und mit Übernachtung dort.
Per-Olof Waßen: Und der liebe Werner Kaminski ist Social Media Experte und ausführende Kraft bei Doghammer.
Per-Olof Waßen: Du bist für die ganze Bildgebung mitverantwortlich oder vielleicht sogar hauptverantwortlich, was die Produktfotos angeht.
Per-Olof Waßen: Also wenn ihr irgendwie Schuhe im Internet seht von Doghammer, dann
Per-Olof Waßen: war vermutlich der Werner Kaminski daran beteiligt, diese Fotos zu erzeugen.
Per-Olof Waßen: Ist das richtig so?
Werner: Ja, ist alles vollkommen richtig, was du gesagt hast.
Werner: Genauso.
Per-Olof Waßen: Wie war das für dich?
Per-Olof Waßen: Du bist jetzt gerade tatsächlich, wir sehen dich jetzt hier gerade, wenn die, die zugucken, in der Werkstatt von Doghammer und jetzt ist das Licht wieder an und jetzt flackert es wieder.
Werner: Ja, jetzt flackert es.
Per-Olof Waßen: Kannst du gerne nochmal ausmachen.
Werner: Jetzt darf ich es ausmachen.
Per-Olof Waßen: Ja klar, wir sind eine Live-Show.
Per-Olof Waßen: Gehört alles dazu.
Per-Olof Waßen: Liebe Leute, denn wenn ihr eine Neonröhre benutzt und gleichzeitig filmt, dann gibt es verschiedene Herzfrequenzen, wie gefilmt wird mit 30 Hertz, aber die Röhre flackert vielleicht in 45 oder so und dann gibt es diese Flatterei im Bild und deshalb ist an solchen Neonröhren Gift für die Kamera häufig.
Werner: Genau.
Per-Olof Waßen: Wie hat es dir gefallen da oben, Werner?
Werner: Mega, mega gut.
Werner: Ich bin eh oft in die Berge unterwegs, also eigentlich fast jedes Wochenende mit meiner Family.
Werner: Im Sommer sind wir wandern und im Winter sind wir mit Rennrodel oder Turnrodel unterwegs.
Werner: Das sind jetzt nicht diese Plastikschalen, Schlitten oder diese kleinen Holzbockerl, die man kennt, sondern das sind schon richtige geile Gefährte, wo man mit Helm dann runterfährt.
Werner: Man geht so zwei Stunden hoch, schleppt den Rucksack und den Schlitten mit sich, hat Umzieklamotten dabei und dann beim Runterfahren Helm, Brille und dann geht es so mit 60, 70 Stundenkilometer runter.
Per-Olof Waßen: Wow, geil.
Per-Olof Waßen: Hm.
Werner: Genau.
Werner: Zum Beispiel auch die Brenner Hütte.
Werner: Da mit einem Teil
Werner: den wir runtergegangen sind, die ganze Forststraße, die geht man mit dem Schlitten hoch und dann geht es runter.
Werner: Ja, und war traumhaft da oben.
Werner: Die Landschaft, die Luft, die Ruhe, keinen Autolärm zu hören.
Per-Olof Waßen: Ich habe während der Wanderung häufiger gehört, dass du und ich verwechselt worden sind.
Werner: Ja, das habe ich auch gehört.
Per-Olof Waßen: Dass man gesagt hat, dass man dich angesprochen hat, als wärst du Pelle und irgendwie umgekehrt.
Per-Olof Waßen: Wohl auch, das habe ich nicht so richtig gerafft dann, glaube ich.
Per-Olof Waßen: Das könnte an Statur, an Bart, an Stimmlage, vielleicht würde ich sogar am ehesten sagen, wir haben beide eine hohe Stimmlage sein.
Werner: Ja.
Per-Olof Waßen: Aber als du mir vorhin erzählt hast, was du beruflich gemacht hast, dann wurde ich echt ein bisschen stutzig, denn ich habe tatsächlich mit dem Gymnasium angefangen, mein Leben und bin dann auf die Realschule gewechselt innerhalb der Gymnasialzeit, weil ich einfach andere Sachen im Kopf hatte.
Per-Olof Waßen: Und habe, nachdem ich die Realschule mit Ach und Krach geschafft habe, an einer Fachoberschule für Grafik, Design, Assistenz angefangen.
Per-Olof Waßen: Und der Werner Kaminski hat mir eine recht ähnliche Geschichte erzählt.
Per-Olof Waßen: Erzähl doch mal, wie es bei dir gewesen ist.
Per-Olof Waßen: Vielleicht deckt sich das.
Werner: Ja, das deckt sich scheinbar recht gut.
Werner: Ich war auch auf dem Gimmi und ja, Latein war jetzt nicht so mein Lieblingsfach und hat irgendwie auf Mathe und Englisch irgendwann eine Mitleidenschaft gezogen und
Werner: Nachdem eigentlich eh schon seit der Kindergartenzeit bekannt war, dass ich eine Begabung zum Zeichnen und Malen habe, war die Überlegung sehr nahegelegen, warum nicht zu wechseln auf die Realschule für Kunst und Gestaltung.
Werner: Genau.
Werner: Und dann bin ich auch während meiner Gymnasialzeit gewechselt auf die Realschule und habe dann von dort aus meinen Weg weitergeführt.
Per-Olof Waßen: Und hast letztendlich in allen möglichen Bereichen der Kunst und der Grafik vor allen Dingen und Kartografie, habe ich gehört, dann Zeit verbracht.
Werner: Ja, ja genau.
Per-Olof Waßen: Studiert hast du, hattest du nach der Fachoberschule, hast du noch ein Studium dran gehangen für, was war das denn mal genau?
Werner: Genau, für Kartografie und Geomedientechnik.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Werner: Zuvor war ich auf der Fachoberschule für Kunst und Gestaltung.
Werner: Und ja, rotlose Kunst, Straßenmaler wollte ich nicht werden.
Werner: Und dann habe ich halt überlegt, was könnte man mit Kunst und Gestaltung machen.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Werner: Und am Tag der offenen Tür von der Fachhochschule bin ich dann auf Kartografie gestoßen.
Werner: Und es hat sich so mit Gestaltung und natürlich ist es ein Ingenieurstudiengang mit sehr viel Mathe, aber auch Fotografie, was mich schon immer begeistert hat, hat sich das in Einklang bringen lassen.
Per-Olof Waßen: Wow, cool.
Per-Olof Waßen: Also ich merke gerade, das ist für mich ein ganz besonderer Podcast heute, weil es gibt nämlich noch jemanden, der hier sitzt.
Roman: Vielleicht, gell, sie ist ja, ich weiß gar nicht, du hast, ja, ich habe extra meine Agenturbrille hier dabei.
Per-Olof Waßen: Roman, kommt dir das Ganze irgendwie bekannt vor, worüber wir hier reden?
Roman: Ja klar.
Roman: Also ja, ich habe ja den Typografen gelernt und bin dann Typografie gelernt, Schriftsetzer quasi war das ganz, ganz früher mal und bin dann eigentlich immer mehr in die Gestaltung reingerutscht, war dann so Hausgrafiker für diverse Fähigkeiten,
Per-Olof Waßen: Wie war es bei dir?
Werner: Mhm.
Roman: Ja, Druckereien, dann Agenturen, dann habe ich meine eigene Agentur gehabt oder auch immer noch, eigentlich die gibt es, irgendwie gibt es sie noch, aber habe eine eigene Werbeagentur gehabt, jahrelang.
Roman: Ja, bin also auch aus dem Grafischen, aber auch viele Drucksachen, Websachen und Dinge gemacht und Konzepte geschrieben und TV-Produktion und allen Scheißen.
Roman: Was natürlich super ist, weil wir alle so total kreativ sind und das natürlich jetzt auch sehr gut in unserer Barfußschule zum Beispiel nutzen können.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Roman: Und bei allem, was wir machen, ist der Hammer, dass wir da nicht noch auf einen Grafiker oder so angewiesen sind.
Roman: Das sind so lästige Leute, die haben nie Zeit und machen den Scheiß.
Roman: Die sind viel zu teuer.
Roman: Und wenn wir das alles extern geben müssten, das wäre ja boah.
Per-Olof Waßen: Das wäre wirklich schlimm.
Roman: Ja.
Per-Olof Waßen: Ich meine, natürlich, wir haben nicht den Anspruch, also ich habe nicht den Anspruch, dass das in irgendeiner Weise bei uns in der Wachfusschule professionell ist.
Per-Olof Waßen: Deshalb haben wir es auch so gestaltet, dass wir gesagt haben, wir machen es punkig, so ein bisschen rockiger, so ein bisschen, dass man sagen kann, es ist immer Bewegung drin und ein Lernprozess drin.
Per-Olof Waßen: Aber wir sind nicht völlig fremd und müssen das nicht alles abgeben.
Per-Olof Waßen: Das ist schon richtig.
Per-Olof Waßen: Wenn man das alles abgeben müsste und man sagt, ich weiß gar nicht, wie ich irgendwie ein Bild erstelle oder so, das wäre echt teuer, muss man einfach sagen.
Roman: Hm.
Roman: Hm.
Werner: Ja, genau.
Per-Olof Waßen: Schön, dass du das so netterweise für Doghammer machst.
Per-Olof Waßen: Und auch wirklich sehr schön.
Per-Olof Waßen: Und ich finde auch tatsächlich, und das ist mir ja von Anfang an aufgefallen, das habe ich auch immer gesagt, Roman, Doghammer und unsere
Per-Olof Waßen: Bildsprache, die haben durchaus Parallelen.
Per-Olof Waßen: Ich weiß nicht, ob dir das schon mal aufgefallen ist, Werner.
Per-Olof Waßen: Es gibt auch ein bisschen Comic-Look und so ein bisschen, ich sag mal so, das Sprechblasen-artige Look.
Per-Olof Waßen: Ist das dein Ding?
Per-Olof Waßen: Oder ist das das Ding von Maximilian und Matthias und du, die Beauftragten?
Werner: Also nein, das war schon, als ich zu Doghammer dazu gestoßen bin.
Werner: Das ist einfach Doghammer-Style und da werden wir auch nicht weggehen.
Werner: Wir wollen nicht clean und in irgendeine Schublade passen, so wie das vielleicht andere Marken draußen machen.
Per-Olof Waßen: Ja.
Werner: Wir wollen ein bisschen unbequem sein.
Werner: Wir wollen auch mal jemanden die Zunge rausstrecken,
Werner: Wir wollen einfach frech unterwegs sein.
Werner: Und ja, das ist auch so, wenn wir was filmen, das kann ganz ad hoc aus dem Moment raus sein, weil uns irgendetwas misslungen ist.
Werner: Und dann haben wir die Intention, das auch unserer Community mitzuteilen und zu zeigen, was hinter den Kulissen so stattfindet.
Roman: Mhm.
Roman: Mhm.
Werner: Und da gehört halt eben auch ein etwas lockererer Style im CI dazu.
Per-Olof Waßen: Ja, da kann ich total mitgehen.
Per-Olof Waßen: Ich habe immer das Gefühl, wenn man die Sachen so epic, also ich kann dem auch was abgewinnen, wenn Sachen so epic sind.
Per-Olof Waßen: Ich habe jetzt gerade von einem Videografen, den ich kennengelernt habe, der hat mir ein Video gezeigt, ich glaube von Nike ist es oder irgendwas, nee, von irgendeiner Firma, da ist so eine Zeitlupenaufnahme von so einem Läufer drin und das ist alles so ästhetisch, das ist so spektakulär, ne?
Per-Olof Waßen: Und das Problem ist nur, wir sind Live-Veranstalter und ihr ja jetzt auch, also durch das Event und so, man trifft sich auf einem Parkplatz und trifft Leute, die gerade aus dem Alltag kommen, deren Auto liegen geblieben ist, was auch für uns beide gilt.
Roman: Mhm.
Werner: Ja.
Werner: Mhm.
Per-Olof Waßen: Und sage ich mal, mit einem gewissen...
Per-Olof Waßen: mit einer gewissen Gelassenheit trotzdem dahin kommen und sagen, findet trotzdem alles statt und so weiter.
Per-Olof Waßen: Wenn ich vorher so ein episches Video mache, dann muss ich das auch liefern.
Per-Olof Waßen: Und wenn ich aber letztendlich sage, eigentlich ist das hier ein Erlebnis, es passiert, während wir es tun und so weiter, so ist unsere grafische Darstellung auch, es entwickelt sich beim Tun und beim
Per-Olof Waßen: Also wenn wir alles veröffentlichen würden, liebe Leute, was wir alles grafisch entwickeln, dann wäre das Internet überlastet, weil wir, Roman und ich, wir sind da auch schon wirklich sehr, sehr sprudelt schon wieder, ey, lass uns das, lass uns das machen.
Werner: Ja.
Werner: Hm.
Per-Olof Waßen: Okay, Moment, runterkommen.
Roman: Wir haben unsere eigene Zensur noch intern.
Per-Olof Waßen: Das ist
Roman: Die auch gut ist.
Per-Olof Waßen: Genau.
Per-Olof Waßen: Vieles darf das Licht der Welt nicht erblicken.
Per-Olof Waßen: Ja, jetzt sitzen wir hier in einem Barfußschule-Podcast und reden über Grafik.
Per-Olof Waßen: Was vielleicht Sinn macht, denn sowohl Roman als auch ich und du ja auch, Werner, wir filmen oft die Events oder begleiten sich auch mit der Kamera und so weiter und
Per-Olof Waßen: Du hast es im Vorfeld gerade eben gesagt, was ist bei dir passiert, als du jetzt gefilmt hast das Event und auch dann Reel dazu gemacht hast und Beiträge, was ist da passiert, als du es dir nochmal angeguckt hast?
Werner: Also ich bin ja sehr oft hinter der Kamera, auch privat.
Werner: Ich bin eigentlich nie in einem Familienurlaub dabei.
Werner: Nur meine Frau, meine Tochter gibt es auf den Bildern mich nie.
Werner: Und so ähnlich war es, glaube ich, auf dem Event auch, dass du leider ganz wenig davon mitbekommst.
Werner: Also so von diesen Impulsen, was die Leute sagen, was gerade gemacht wird, weil...
Werner: Ich war mega aufgeregt am Anfang, weil ich immer Bammel habe, die Technik versagt und ich stehe da und kann das Event oder das Produkt jetzt halt nicht fotografieren, nicht filmen und am schlimmsten ist es halt, wenn du draußen bist, outdoor und nicht in deinem Studio und du hast vielleicht ein bisschen Backup dabei, ein zweites Handy, bisschen Akku, Speicherplatz und so, aber...
Werner: Ja, mir ist es ja wirklich passiert, dass ich in mein Handy nicht mehr reingekommen bin.
Werner: Aber beim Schneiden dann im Büro habe ich dann erst so die Zusammenhänge veröffentlicht.
Werner: verstanden, was gesagt wurde, warum diese Übung gemacht wurde, auch dieses Innehalten von dir, Pelle, oben am Berg, das habe ich mir alles erst dann beim Schneiden angehört, was du eigentlich gesprochen hast und um was es gegangen ist, das habe ich
Werner: ad hoc in dem Moment gar nicht mitbekommen, weil man da irgendwie alles andere ausblendet und es so fokussiert auf das einzufangen, was man vielleicht später als Material gebrauchen könnte.
Werner: Und wenn man ein bisschen Erfahrung im Laufe der Jahre sich zugelegt hat, dann filmt oder fotografiert man vielleicht auch schon so, wie man es dann später braucht.
Werner: Das erleichtert dann die Schnittarbeit
Werner: Also man ist mehr auf das fokussiert, was man macht und drumherum, das ist glaube ich wie in einem Fight, in einem Kampf oder Wettkampf, wenn du so am Start stehst und wartest auf diesen Startschuss, du blendest alles andere aus, du hörst kein Publikum, niemand anderen, du bist nur voll in deinem Ding drin und
Per-Olof Waßen: Ja.
Werner: Das ist zwar schön, aber manchmal auch etwas traurig, weil man dann viele Momente live gar nicht so mitbekommt und erst im Nachgang dann sieht.
Roman: Ja, kann ich von nachvollziehen.
Roman: Also ich weiss noch, vor allem anfangs auch nur schon bei Workshops, wo ich gegeben habe,
Roman: dass ich da manchmal auch sehr, eigentlich sehr in der Vermittlung drin war.
Roman: Und am Anfang fiel es mir echt schwierig dann zum Beispiel auf, also die Teilnehmenden zu lesen auch, oder ob da vielleicht Fragen sind oder so.
Werner: Mhm.
Roman: Weil ich sehr auf meinen Input vermitteln quasi drin war.
Roman: Also ich kann mir das gut vorstellen, also jetzt mal vom
Roman: Von allen Seiten betrachtet, dass wenn man halt in einem Job drin ist und den halt so richtig darin aufgeht und reintaucht, dass man da schon gut aufpassen muss, dass man nicht das drumherum noch mit, ja, für allenfalls mitkriegt oder nicht mehr mitkriegt.
Roman: Genau.
Roman: Es ist ja immer etwas bei Ausbildungen.
Roman: Ich glaube, das ist dann schon schön, wenn man so eine gewisse Souveränität hat, auch bei Ausbildungen.
Roman: Und vor allem auch mit mehreren Menschen ist, ich zum Beispiel mit Matt zusammen, der Pelé mit der Band zum Beispiel, dass man da immer noch einen Backup hat, dass immer einer auch noch dafür zuständig ist, ein bisschen die Gruppe zu lesen, weil man manchmal einfach so drin ist in der Vermittlung des Inhalts.
Werner: Mhm.
Werner: Mhm.
Per-Olof Waßen: Ja, auch um seine eigene Grenze noch wahrnehmen zu können oder fremd angezeigt zu bekommen.
Roman: Genau.
Roman: Ja.
Per-Olof Waßen: So brauchst du mal eine Pause, willst du was trinken?
Per-Olof Waßen: Ah ja, da war ja noch was.
Per-Olof Waßen: Die eigene Existenz geht ja manchmal ein bisschen flöten dabei.
Per-Olof Waßen: Wenn man nur vermittelt, ist man auch tatsächlich Medium.
Per-Olof Waßen: Ob das jetzt, wie in deinem Fall, Werner, du bist jetzt dann im Prinzip das grafische, das visuelle Medium und dann taucht man vollkommen in diese Kamera und in diesen Frame ein.
Per-Olof Waßen: Wie sieht das hier eigentlich aus?
Per-Olof Waßen: Und man hat das ja im Prinzip schon, man hat ja schon diesen 16 zu 9 Rahmen und gar nicht diesen großen Scale auf dem Berg, wenn man gleichzeitig filmt.
Werner: Ja, aber es ist ja noch schlimmer.
Werner: 16 zu 9 wäre ja wirklich schön.
Per-Olof Waßen: Hochkern ist noch schlimmer.
Werner: Ja, aber wir haben ja 9 zu 16 jetzt durch die Social Media.
Roman: Mmh.
Roman: Mmh.
Per-Olof Waßen: Ja.
Per-Olof Waßen: Jaja, also viele wissen das gar nicht, ne?
Per-Olof Waßen: Also vielleicht mal so für die da draußen, 9 zu 16, also Hochkantvideos ist eigentlich für unser Gehirn also wirklich der letzte Müll, weil letztendlich, wir haben zwei Augen, die sind paarig angelegt, eben links und rechts und unser Sichtfeld ist eben mehr als 180,
Per-Olof Waßen: Mehr als ein Halbkreis.
Per-Olof Waßen: Man kann also deutlich zu den Seiten was sehen, aber alles, was so nach oben, ich muss mal kurz hier die Kamera wieder ausschalten, Entschuldigung, alles, was so oben und unten ist, ist doch im Augenwinkel schnell verloren.
Per-Olof Waßen: Und wir sind eigentlich auf Breitbild oder Panavision, hat man früher gesagt, ausgelegt.
Werner: Ja.
Werner: Ja.
Werner: Mhm.
Per-Olof Waßen: Unser Hochkernvideo ist eigentlich für uns Menschen,
Per-Olof Waßen: Naja, es ist eine Herausforderung.
Roman: Ja, was ich früher gewettert habe über die ersten Social Media Dinger, die da gekommen sind mit ihrem Hochkanten, die immer so, halt mal auf mit dem Scheiß, ich mach noch alles querformat.
Per-Olof Waßen: Ja, ja.
Roman: Ja, ja.
Per-Olof Waßen: Ich habe auch langen Querformat gehalten, also wegen YouTube und so, aber man muss sich darauf einstellen, aber es ist wirklich nicht einfach, finde ich, daraus was Schönes zu machen, weil einfach dieser Scope, diese Weite fehlt.
Werner: Ja, total.
Werner: Ja.
Per-Olof Waßen: Und man kann so ein bisschen was, was man machen kann, ist halt irgendwie, finde ich,
Per-Olof Waßen: ist die Leere.
Per-Olof Waßen: Also, dass man, wenn man jetzt Sachen, die weit sind, dass man die klein macht und sehr viel Himmel mit reinnimmt, dann kann man viel mit Schrift später arbeiten und füllen oder eben leer lassen und so sehr, sehr viel dadurch zeigen, wie groß die Welt ist.
Per-Olof Waßen: Das kann man schon machen, aber es ist schon schade für so ein Event, was ja aus einer Menge von Leuten, die sind ja auch nicht hochkant gestapelt, die 35 Leute, die da beim
Roman: Mhm.
Roman: Mhm.
Werner: Ja.
Werner: Absolut.
Per-Olof Waßen: Beim Event, man müsste die im Prinzip in die Giraffe hochstapeln und dann wäre das hochkant.
Per-Olof Waßen: Ja, das ist schon schwierig.
Per-Olof Waßen: Also die Sachen so durch so eine Linse zu sehen, ich habe manchmal das Gefühl, unsere Workshops, wenn wir so Workshops machen, die nicht gut gebucht sind, da bin ich jetzt ganz ehrlich, liebe Leute, dann lassen wir sie trotzdem stattfinden, auch um Bildmaterial zu sammeln.
Per-Olof Waßen: Dann haben wir ein paar Leute, die als Gäste noch da sind oder Probanden und so weiter und wir sagen, wir lassen es trotzdem stattfinden, damit man einen...
Per-Olof Waßen: Eindruck von der Arbeit kriegt.
Per-Olof Waßen: Und dann ist es nicht nur so, dass wir die Sachen filmen, die wir da machen, sondern wir machen manchmal die Sachen so, dass wir sie filmen können.
Per-Olof Waßen: Also, wir werden dann gesagt, geht mal bitte darüber, das ist ein besseres Bild.
Per-Olof Waßen: Und das ist ja so.
Per-Olof Waßen: Es sind ja mehrere Jobs, die da zusammenkommen.
Roman: Ja.
Roman: Ja.
Per-Olof Waßen: Also es kommen die Anleiter dazu, es kommt aber auch der, der es aufnehmen muss und die Produkt...
Per-Olof Waßen: die Produkte darstellen muss, die Dienstleistung darstellen muss.
Werner: Ja.
Per-Olof Waßen: Und dann ist es, es ist ja alles, alles, was ihr später seht, ist ein bisschen fake.
Per-Olof Waßen: Das ist ein Schuh, der dargestellt wird, der steht auch nicht mitten in der Luft oder immer vor einer weißen Wand oder immer vor einer grünen Wand oder so.
Per-Olof Waßen: Denke ich mal.
Per-Olof Waßen: Das ist ja letztendlich eine, man möchte etwas exponieren, man möchte etwas besonders darstellen und dafür braucht man manchmal den Rahmen, den man dann anpasst.
Roman: Mhm.
Roman: Mhm.
Werner: Ja, es kommt natürlich immer darauf an, was du natürlich für ein Produkt haben willst.
Werner: Produktfoto, das wird natürlich im Studio aufgenommen, damit man es auch schön freistellen kann.
Per-Olof Waßen: Hm.
Per-Olof Waßen: Hm.
Per-Olof Waßen: Ah ja, hm.
Werner: Aber ich glaube, zu 80, 90 Prozent leben die Bilder von Doghammer durch Emotion und Hero Bilder, die draußen in der Natur aufgenommen werden.
Werner: Ja, weil das einfach die
Per-Olof Waßen: Aber auch da hast du vermutlich mal einen Moment, wo du sagst, geh nochmal zurück und lauf nochmal.
Werner: Ja, natürlich, ja.
Werner: Ja.
Per-Olof Waßen: Das meine ich.
Per-Olof Waßen: Also dann ist die Situation oft nicht echt und das ist, glaube ich, auch jedem klar da draußen.
Roman: Echt?
Per-Olof Waßen: Aber es ist trotzdem wichtig, dass nochmal, wenn wir ein Video drehen, dann bin ich natürlich nicht gerade zufällig an der Kamera, die ich vergessen habe, vorbeigejoggt, sondern ich habe sie vorher aufgestellt, gehe zurück und laufe nochmal dran vorbeigejoggt.
Roman: Boah.
Per-Olof Waßen: Ja, hast du dir immer so viel Mühe gemacht, hast immer geguckt, wo eine Kamera rumliegt, die zufällig gerade filmt.
Roman: Ich habe mir extra 20 Kameras gekauft und die stehen da überall.
Roman: Ja.
Per-Olof Waßen: Gehst immer eine Runde, stellst sie alle auf und dann läufst du noch eine Runde.
Per-Olof Waßen: Aber es ist schon manchmal schräg, was man da so macht, oder?
Werner: Total, ja.
Werner: Ja.
Werner: Ich hoffe...
Roman: Was denkt ihr denn so, jetzt mal, wenn es darum geht, um eine Schuhmarke zu präsentieren oder auch zum Beispiel wie bei der Barfußschule?
Roman: Nützt das was, dass wir da so kreative Köpfe sind für das Vermitteln von Inhalten oder das Vermitteln von Produkten?
Per-Olof Waßen: ob das was nützt?
Roman: Oder wäre es nicht besser?
Per-Olof Waßen: Ich muss mir den Fachmann fragen.
Roman: Hä?
Per-Olof Waßen: Ich frage den Werner, nützt das was, das ganze Marketing?
Per-Olof Waßen: Beides.
Werner: Das Marketing oder dass man kreativ ist, um ein Produkt darzustellen?
Roman: Beide.
Werner: Beides.
Werner: Also Kreativität ist mit Sicherheit sinnvoll.
Werner: Aber du musst das Produkt, glaube ich, spüren und leben.
Werner: Ich habe bei
Werner: schon bei Firmen gearbeitet, wo mir das Produkt nicht so gelegen hat, weil es ein sehr technisch und erklärungsbedürftiges Produkt war.
Werner: Da kannst du halt keine tollen Emotion-Bilder machen.
Werner: Das ist so eine mehrere Tonnen schwere Maschine, die nimmst du nicht raus in die Natur und hat dort auch überhaupt nicht seinen Platz, weil das irgendwann mal in einer Industriehalle steht und
Werner: von Leuten bedient wird, das ist nicht sexy, das ist nicht schön.
Werner: Und ich glaube, das ist schon, je nachdem, wer das bedient, ja, natürlich.
Per-Olof Waßen: Je nachdem, wer das bedient.
Per-Olof Waßen: Das Gerät.
Per-Olof Waßen: Mit so Latzhose und sonst nichts runter und dann halt irgendwie so eine Cola und Kasten auf dem Rücken und dann Pause an meiner Maschine.
Werner: Ja, ja, ja.
Roman: Ich stelle mir immer, bei so Aussagen stelle ich mir immer gleich, ich komme immer gleich der Pierre in den Sinn.
Per-Olof Waßen: Ja, ja, genau.
Roman: Der Pierre in der kurzen Hose.
Per-Olof Waßen: Der Pierre, der Fräser, der dann irgendwie mit der kurzen Hose die Maschine bedient und sagt, oh Moment, mein Beat-Tipp macht gerade schlapp.
Roman: Ich muss noch ein bisschen anspannen, ein bisschen Öl hier auf die Out.
Per-Olof Waßen: Aber
Werner: Genau.
Werner: Nein, ich glaube schon, also gerade so Outdoor-Branche, Schuh, wenn du selber sportlich affin bist, wenn du viel draußen bist und bei dir mehr Outdoor-Kataloge von namhaften Firmen daheim rumliegen als Comic-Hefte, dann glaube ich,
Werner: Bringst du schon etwas mit, um dieses Produkt auch spüren und später dann zu verkörpern zu können.
Werner: Das ist mit Sicherheit sinnvoll, wenn man da was mitbringt.
Roman: Ich glaube, es ist ein interessanter Punkt, dass selber hinter dem Produkt oder hinter der Sache zu stehen, das wirklich zu verkörpern.
Per-Olof Waßen: Hmm.
Roman: Also das ist ja eigentlich was Schönes, das ist eigentlich das schönste Kompliment, das ich immer höre, wenn ich irgendwie Vorträge oder Workshops mache, dass alle kommen, boah, bei dir merkt man, du bist voll der...
Roman: King of Barefoot, also jetzt nicht gerade so, aber man merkt einfach, dass du hast eine Ahnung und du lebst das, du lebst das.
Roman: Und ich meine, es gibt genug Beispiele, auch hier in der Schweiz von Barfußschuhfirmen oder Läden, wo man...
Roman: sicher sagen kann, wo wir schon vieles gehört haben, auch uns selber erlebt haben, dass die Verkäufer zum Beispiel, die Berater darin, mit ihren Nikes oder On oder was weiß ich was für Schuhen, zur Arbeit gehen, dann kurz die Barfußschuhe anziehen und dann am Abend, die haben gar keine Verbindung dazu und das merkt man einfach und ich denke, das ist eines der größten, der besten Aushängeschilder, die du haben kannst, wenn du wirklich das lebst.
Per-Olof Waßen: die da gar keine Verbindung zu haben, ne?
Werner: Ja.
Werner: Ja.
Per-Olof Waßen: Sie brauchten einfach einen Job.
Per-Olof Waßen: Das wäre so die eigene Erfahrung.
Roman: Ja.
Per-Olof Waßen: Ich finde, die Frage von dir war ja auch, ob die Kreativität und so für das Marketing, ob das irgendwie letztendlich Früchte dann bringt.
Roman: Genau.
Per-Olof Waßen: Ich würde jetzt sagen, wenn es so ist, dass man kreativ ist, dann ist das ein Teil der Identität und dann zieht sich diese Identität auch durch die Marke, durch die Firma durch, in der Hinsicht, dass wir zum Beispiel Roman und
Per-Olof Waßen: und alle bei uns im Team einfach unheimlich schnell kreativ sind, auch wenn es darum geht, dass Probleme auftauchen und ganz schnell Lösungen zu finden, ganz schnell das ganze Ding umzuschreiben, darauf anzupassen, was gerade passiert.
Per-Olof Waßen: Und ich glaube, das kann Werner wahrscheinlich auch so, ich kenne ja Maximilian und Matthias jetzt auch und weiß auch, dass die, auch wenn die vielleicht nicht die Grafiker sind, aber auch sehr kreativ sind und auch sehr viel im Moment Impulse umsetzen und sagen, boah, lassen Sie es mal folgen, lassen Sie es was machen, so, lassen Sie es was machen.
Roman: Mhm.
Werner: Ja, absolut.
Per-Olof Waßen: erzeugen und so.
Per-Olof Waßen: Das ist glaube ich dieses, ich weiß nicht, ob das Direktfrüchte trägt.
Per-Olof Waßen: Ich halte das nur für sehr, sehr, sehr, sehr nachhaltig und langlebig, weil es eben immer wieder angepasst wird.
Per-Olof Waßen: Es ist nicht so, dass man sagt so, ey Moment, wo wandert gerade das Geld hin?
Per-Olof Waßen: Zu den Barfußschuhen.
Per-Olof Waßen: Lass uns eine Barfußschuhe für mal gründen.
Per-Olof Waßen: Was brauchen wir?
Per-Olof Waßen: Wir müssen breite Schuhe machen.
Per-Olof Waßen: Und dann da sitzen im Anzug und Lackschuhen irgendwo im Büro und dann sagen wir, haben wir jetzt eine Barfußschuhe für mal gegründet?
Per-Olof Waßen: Tut mir leid, das wird vielleicht schnell gutes Geld bringen, dann werden die Leute mit diesem Geld woanders hingehen und was anderes machen, aber es wird nicht lang halten und nicht nachhaltig.
Werner: Nein.
Werner: Ja.
Per-Olof Waßen: Das ist meine Meinung und Prophezeiung, dass diese Dinge dann vielleicht, so eine Firma kann schon überleben wie Groundies oder so.
Per-Olof Waßen: die dann aufgekauft wird und wieder von irgendwen mit Geld gefüttert und weitergetragen wird und so vom Weltbild Verlag oder so, wie es jetzt ist.
Roman: Mhm.
Roman: Mhm.
Per-Olof Waßen: Aber ich sehe da gar kein Herz.
Per-Olof Waßen: Tut mir leid, Groundies, aber ich sehe da gar kein Herz drin.
Per-Olof Waßen: Ich weiß gar nicht, wer ist das?
Per-Olof Waßen: Da ist nichts zum Anfassen, da ist keine Geschichte, da ist keine Philosophie, ich kriege da gar nichts mit.
Werner: Ja, das...
Per-Olof Waßen: Die haben ein gutes Video gemacht zuletzt, aber über Füße.
Per-Olof Waßen: Aber wer ist das?
Per-Olof Waßen: Und bei euch weiß man auch, wer ihr seid.
Werner: Ja, und das merken wir auch immer wieder, wenn wir Kunden da haben und unser Verkauf und Kundenservice gerade etwas überlastet ist, dann geht Maximilian genauso runter oder jetzt drüber in den Verkaufsraum und
Werner: betreut die Kunden und die sagen dann auch oft, Mensch, deine Stimme, die kenne ich irgendwo her, ja, du bist doch der von den Videos und dann schließt sich so langsam der Kreis, dass ja der Geschäftsführer vor ihnen steht und wir sind ja neulich umgezogen und wir waren...
Roman: Mhm.
Werner: Vor kurzem noch woanders in Rosenheim und da war unser Hauptlager.
Werner: Und wenn die Leute, die Kunden dann den Geschäftsführer im Lager gesehen haben, dass der mit anpackt, dass der Kartons packt und so, das hat die total geflasht, die Leute.
Werner: Dass es hier so flache Hierarchien gibt und jeder mit anpackt, egal wer er ist hier in der Firma.
Roman: Mhm.
Per-Olof Waßen: Kannst du dir vorstellen, dass das so bleibt, wenn Doghammer zweifelsohne noch wächst?
Per-Olof Waßen: Hm.
Werner: Mit Sicherheit.
Werner: Sonst wären wir nicht Doghammer.
Werner: Es gibt hier keine Hierarchien.
Werner: Genauso wie Maximilian auch mir gegenüber immer.
Werner: Es ist nicht leid mir zu sagen, dass er mein Arbeitskollege ist und nicht mein Chef.
Werner: Das ist ganz wichtig.
Werner: Es gibt hier keinen Chef.
Werner: Wir sind alle auf einer Ebene.
Werner: Jeder hat zwar aufgrund seiner Ausbildung oder seiner Fähigkeiten
Werner: einen Part, den er etwas mehr macht als andere, aber wenn alle Stricke reißen, packen wir alle mit an.
Werner: Und das ist auch dieses Feeling von Doghammer, was die Leute auch immer wieder spüren, wenn sie mit uns in Interaktion treten, uns live sehen, Mensch, ihr seid ja wirklich so.
Werner: Das ist nicht nur in euren Videos so, die ihr so lustig aufnehmt, sondern ihr seid wirklich so ein unkomplizierter, chaotischer Haufen.
Werner: Und
Werner: Das ist das, was DoorCammer ausmacht und das wollen wir beibehalten.
Roman: Wer?
Per-Olof Waßen: Kommt dir das bekannt vor?
Roman: Wem?
Per-Olof Waßen: Dir, Roman.
Roman: Ich wollte gerade sagen, ich glaube, das ist wahrscheinlich der Grund, warum wir uns so wohlfühlen und warum ich dich, Werner, als so liebenswertigen Mensch kennengelernt habe und so schätze, genauso wie ich den Pelle schätze, weil nämlich das, glaube ich, auch so gewisse Gemeinsamkeiten haben.
Roman: Wir sind auch chaotisch und kreativ und familiär und spontan und
Roman: Ich glaube, das war auch der Grund.
Roman: Ich glaube, ich kann da schon schon alles sprechen.
Roman: Wir haben uns so gefreut, dass wir da mit Dogheimer so nahe kommen und so ja, so ein
Roman: einen eigenen Chat haben, einen Austausch haben, jetzt sogar ein Event haben.
Roman: Also es ist sowas Schönes und ich glaube, das hat nichts mit Schmuch und irgendwas zu tun, sondern weil wir uns einfach richtig wohlfühlen.
Werner: Ja.
Per-Olof Waßen: Das ist die Nummer eins, genau.
Roman: Und ich glaube, dann ist es auch egal, dass der Pelle und ich sagen, wir brauchen endlich mal breitere Schuhe von Dockham.
Roman: Das könnte ja ein Argument sein, dass wir sagen, die Schuhe können wir nicht anziehen, weil wir halt so breite Flossen haben.
Roman: Nee, es geht gar nicht darum.
Roman: Es geht darum, um die Menschen und die ganze Idee.
Roman: Und dahinter, das ist einfach so.
Roman: Da.
Per-Olof Waßen: Also nichts gegen die Schuhe, Leute.
Per-Olof Waßen: Kauf Doghemmer Schuhe, gar keine Frage.
Per-Olof Waßen: Das Wichtigste ist die Asymmetrie, sage ich immer wieder und die ist gegeben.
Roman: Genau, und die ist gegeben.
Per-Olof Waßen: Aber bei mir ist die Passlänge, habe ich noch nicht ganz gefunden.
Werner: Okay.
Per-Olof Waßen: Und bei dir hört sie bei 47 auf.
Per-Olof Waßen: Und du bräuchst einen 48er wahrscheinlich, Doghemmer.
Per-Olof Waßen: Aber die, es ist, was du sagst gerade, ne, dieser Vibe von, ich würde jetzt nicht sagen, dass wir keine Hierarchie haben in gewisser Hinsicht, wir haben ja auch noch Leute, die mit uns arbeiten und so weiter, aber wir haben schon auch eine sehr, sehr flache Hierarchie, auch mit der Wafferschule Schweiz-Deutschland und so weiter, das ist schon alles, äh,
Roman: Mhm.
Per-Olof Waßen: Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber bei uns ist es immer so, wir brauchen diese Hierarchie meist nicht so sehr, weil wir sehr darauf achten, was unsere eigenen Worte ausgelöst haben.
Per-Olof Waßen: Es passiert viel häufiger, dass wir sagen,
Per-Olof Waßen: ich habe da jetzt was gesagt, ich weiß aber gar nicht, was das bei dir auslöst und ob du dich da irgendwie zurückgestellt oder schlecht mitfühlst, wie ist das bei dir angekommen und dann kann der andere überlegen, ja schon, aber dass du dich jetzt meldest, finde ich gut, das läuft eher auf dieser Ebene, wir tauschen uns aus, gibt es Kränkungen, gibt es Verletzungen, gibt es Übervorteilungen, gibt es Dinge, wo du sagst, eigentlich hätte ich mich da drin gesehen oder so, eine Eitelkeit und so weiter, die verletzt du, es kann immer zu Verletzungen kommen, aber wir sind da immer im Austausch, ich weiß nicht, wie das bei euch ist, ob ihr da einfach sagt,
Werner: Ja.
Werner: Ja.
Roman: Mhm.
Roman: Mhm.
Per-Olof Waßen: Schluck oder ich mach das jetzt so oder ich nehm mir das oder so oder ob ihr da auch austauscht bei Doghammer.
Werner: Ja, absolut.
Per-Olof Waßen: Hm.
Werner: Das ist auch ganz wichtig.
Werner: Also gerade im Alltagsgeschäft.
Werner: Manchmal ist es, kennt ihr mit Sicherheit auch, stressig und
Werner: Man muss miteinander reden, weil sonst kommt es zu Missverständnissen.
Per-Olof Waßen: Hm.
Werner: Und das wird hier auch ganz groß geschrieben.
Werner: Also wenn Maximilian irgendwie sagt, wir müssen das oder das oder das machen.
Werner: Maximilian ist wahnsinnig treibend.
Werner: Der ist fortschrittbestrebt.
Werner: Also das ist ein unglaublicher Macher, der Maximilian.
Werner: Und manchmal muss ich aber auch sagen, hey Maximilian, stopp.
Werner: Lass uns ja nochmal drüber reden.
Werner: Wir können nicht so viele Sachen gleichzeitig machen.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Per-Olof Waßen: Mhm.
Werner: Wir dürfen nicht an Qualität verlieren.
Werner: Wir müssen uns fokussieren.
Werner: Wir können jetzt zwei Sachen gleichzeitig machen, aber nicht fünf Sachen zusammen machen.
Werner: Und das ist auch gut so.
Werner: Und da...
Werner: also zum ersten Mal in der Firma, dass ich wirklich mit jemandem da offen reden kann, der eigentlich mein Chef ist, aber trotzdem auf einer Ebene, aber ich kann da ganz klar kommunizieren, ohne dass ich mir ein Blatt von den Mund nehmen muss, bis hierher, aber wir brauchen eine andere Lösung.
Roman: Mhm.
Werner: Und das ist gut.
Per-Olof Waßen: Das heißt, deine Grenzen werden auch respektiert.
Per-Olof Waßen: Du zeigst eine Grenze auf.
Werner: Ja, absolut.
Werner: Ja.
Per-Olof Waßen: Das heißt für dich auch wahrscheinlich eine gute Erfahrung, dass du selber deine Grenze vertreten darfst und merkst, die Welt geht nicht unter, wenn ich sage, ich kann nicht mehr gerade oder ich bin gerade überlastet oder es ist zu viel.
Per-Olof Waßen: Für mich, dann ist es nicht so, wir brauchen einen anderen, sondern es ist eine Aussage dessen, dass es generell wahrscheinlich dann zu viel ist und das klingt doch irgendwie gut.
Per-Olof Waßen: Ich versuche gerade mal zu überlegen, Roman, hast du eine Idee, wie wir die Folge resümieren können?
Werner: Ja.
Per-Olof Waßen: Weil wir haben ja immer nur so 30 Minuten Folgen.
Per-Olof Waßen: Aber wie können wir resümieren, über was wir hier eigentlich gesprochen haben heute?
Roman: Tja.
Roman: Mhm.
Roman: Mhm.
Roman: Mhm.
Per-Olof Waßen: Das ist auch für den Zuhörer, durch da draußen, dass du vielleicht eine Idee hast, worum es heute gegangen sein soll.
Per-Olof Waßen: Wir hatten einen Plan und ich glaube, der ist auch aufgegangen.
Per-Olof Waßen: Aber es ist so chaotisch, wie wir sind.
Roman: Genau.
Roman: Ja, ich denke eigentlich einfach, dass es immer schön ist, wenn man eine Berufung hat oder irgendwas gelernt hat oder vielleicht eine Kreativität in sich hat oder auch nicht.
Roman: Das muss ja nicht heißen, dass nur die Kreativen da irgendwie was erreichen können.
Roman: Das also gar nicht.
Roman: Aber halt auch irgendwo seinen Weg zu finden, zu suchen und zu finden und vielleicht auch mal neue Wege zu gehen.
Roman: Das hat der Werner ja auch gemacht.
Roman: Das haben wir, glaube ich, alle irgendwie ein bisschen gemacht.
Roman: Werner hat das ja auch gemacht, über Verletzungen dann irgendwie zu Bauverschuhen gekommen, dann irgendwo drin gewesen und gemerkt, dass es nicht geht, eben genau, dass dort gewisse Sachen fehlen, so wie du es vorhin erzählt hast, dass auch von den Grenzen, die nicht akzeptiert wurden, sich dann...
Roman: weiter zu gucken und dann irgendwann bei Dogheimer zu landen.
Roman: Bei uns war es auch so, bei vielen, bei mir war es auch so.
Roman: Ich habe auch was anderes gelernt, genau im Grafischen.
Roman: Ich musste dann irgendwann feststellen, dass hier meine Grenzen auch nicht respektiert werden, obwohl ich selbstständig war.
Roman: Und dass mir die Gesundheit und die Natur irgendwie wichtiger war.
Roman: Und dann bin ich halt hier bei der Barfussschule gelandet.
Roman: Ja und irgendwie das haben wir auch besprochen, dass wir einfach alle diese Begeisterung in uns tragen.
Roman: Und das ist eigentlich das Schöne, dass wir einfach von einer Sache so begeistert sind und das eigentlich in die Welt tragen wollen und irgendwie mit den Mitteln, die wir halt haben, irgendwie anderen Menschen zu vermitteln.
Roman: Also wir leben, ich glaube wir alle drei leben und das, was wir machen, wir stehen voll dahinter.
Roman: Und haben so wieder den Anspruch, hey, ich muss das jetzt anderen Leuten zeigen.
Roman: Ich muss das irgendwie medial weiterbringen, medial irgendwie in die Welt heraustragen.
Roman: Das müssen einfach alle wissen.
Roman: Und ich denke, das verbindet uns auch so ein bisschen.
Roman: Und ich denke, das ist das Schöne, wenn das jeder in sich erkennt, was er gerne anderen Menschen mit Freude und mit Begeisterung vermitteln kann.
Werner: Ja, das hast du wunderschön gesagt, Roman.
Werner: Gerade das mit der Berufung.
Werner: Ja.
Werner: Ja.
Roman: Weil da gibt es tausend Dinge, die wir weitertragen können.
Roman: Und halt alles mit Liebe, alles mit Liebe, weisst du, das ist ja das Schöne, mit Liebe und nicht mit einer, du musst jetzt das so machen, sondern mit Liebe.
Roman: Das ist das Schöne.
Per-Olof Waßen: Du hast es gerade gesagt, Werner, du wolltest es gerade noch mal wiederholen mit der Berufung, ne?
Werner: Ja, das war, also ich habe bis jetzt immer angesehen, dass Grafik machen, kreativ sein meine Berufung ist.
Werner: Und das ist es auch gewesen und ist es auch immer noch.
Werner: Wenn ich nicht in der Arbeit irgendwie mit Photoshop arbeite oder Videos schneide, dann mache ich das daheim privat mit meinen eigenen Bildern.
Werner: Und nehme auch an Fotokontests teil und so.
Werner: Aber ich habe noch eine neue Berufung gefunden.
Werner: Meine Berufung, grafisch arbeiten zu können und das Ganze bei Doghammer etwas zu machen.
Werner: für die Gesundheit zu tun und das anderen Menschen mit einer Überzeugung vermitteln zu können.
Werner: Und ich finde, es gibt nichts Besseres, wenn du irgendwo ein Produkt kaufen willst und du merkst, Mensch, der benutzt das selber, der macht das selber, der steht dahinter.
Werner: der redet jetzt nicht irgendetwas runter, weil er einen Katalog von Marketing-Vorgaben hat, die er für den Verkauf verwenden muss, sondern diese Person benutzt den Rucksack selber, diese Person benutzt diesen Wanderschuh selber und wenn der davon überzeugt ist, dann kann der das ganz anders nach außen transportieren.
Per-Olof Waßen: Vielen lieben Dank dafür.
Roman: Sehr schön.
Roman: Ja, dann bleibt uns nur noch ein Hinweis, der Podcast, der ist ja heute der 22.
Roman: Und in zwei Tagen, am 24. werde ich 50.
Roman: Ich schreibe, glaube ich, noch meine IBAN irgendwie runter, da könnt ihr auch gerne einfach Geld überweisen.
Roman: Geschenke braucht es nicht unbedingt, sonst einfach teure.
Roman: Uhren wären cool oder so.
Roman: Porsche, Ferrari.
Roman: Ja, und ab dem 24., 25. bis zum Sonntag 26. ist die Barfußschule an der Barefoot in Offenbach die zweite Ausgabe der Barfußschuhmesse.
Roman: Und der Sonntag nur, also der 26. ist öffentlich.
Roman: Also von dem her, ich hoffe, wir treffen da noch einige von euch, die uns besuchen kommen an der Barefoot.
Werner: Ja, Dorkheimer ist dabei.
Roman: Und Dagheimer ist natürlich auch am Start und wir sind mit Workshops dort und allem.
Roman: Also kommt gerne vorbei.
Werner: Genau, schaut vorbei.
Roman: Dann bis bald.
Per-Olof Waßen: Bis bald.
Werner: Bis bald.
Roman: Mach nochmal.
Werner: Servus.






