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20blue hour, Staffel 2, Folge 6: Was kommt nach Social Media? Anja Mutschler im Gespräch mit Dominik Ruisinger

20blue hour
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197 plays · Feb 20, 2025

Social Media ist vieles, aber nicht sozial. Die Anbieter der verschiedenen Plattformen geben uns zwar tolle Möglichkeiten, uns zu vernetzen. Unser Feed ist allerdings vollgestopft mit Unsinn. Was die Bekannte aus dem Studium in Paris heute treibt - taucht im Feed nicht auf. Und wo sind jetzt die Urlaubsbilder meines Bruders hin?  Mit Dominik Ruisinger hat Podcast-Host Anja Mutschler in der aktuellen 20blue hour-Folge einen Durch-und-Durch-Experten der Digitalen Kommunikation zu Gast. Es ist nicht das erste Gespräch der beiden über die Frage, was gute Kommunikation "in Zeiten von Social Media" (noch) sein kann - aber das erste, bei dem der Recorder mitlief. Beide haben mal Politikwissenschaften studiert und journalistisch und in PR gearbeitet. Aufhänger war Facebooks Turnaround in Sachen Contentcheck und natürlich auch die politische Desinformation vor der Bundestagswahl. Aufgenommen wurde der Podcast am 12. Februar 2025.  Über den Gast: Dominik Ruisinger ist Fachautor, Dozent und Berater für Digitale Kommunikation. Mit seinem jüngsten Buch "Das Ende von Social Media - warum wir soziale Netzwerke neu denken müssen" (2024 im Schäffer-Poeschel Verlag erschienen) hat der profilierte PR-Experte nicht nur eine einigermaßen provokante These in den Raum gestellt, sondern  eine neue Vision von wirklich "sozialen" Netzwerken jenseits der "Algo Media" entwickelt. Anja und er sprechen auch über Resilienz und Coping-Mechanismen, wie man seinen Feed richtig erzieht und warum Freundschaften ein gutes Vorbild für den Gebrauch der digitalen Medien sein können.  Für alle, die sich beruflich mit Kommunikation beschäftigen - und für alle Social Media User mit Fragen. Fachbuch "Das Ende von Social Media" » dominikruisinger.com [https://dominikruisinger.com/das-ende-von-social-media/]

Transcript

Speaker: 20 Blue Hour, der Debattenpodcast vom Research-Institut 20 Blue.

Speaker: Dominik Rusinger ist heute zu Gast in der 20 Blue Hour, der sechsten Ausgabe der zweiten Staffel.

Speaker: Hallo lieber Dominik.

Speaker: Einen wunderschönen guten Morgen, liebe Anja.

Speaker: Wir sehen uns digital, das ist sehr schön und ich freue mich wie wahnsinnig, dass ich dich endlich mal in meinem Podcast habe, weil wir immer gute Gespräche haben, lieber Dominik.

Speaker: Und heute haben wir einen schönen Anlass, auch ein Podcast-Gespräch zu führen, denn wir sprechen über...

Speaker: Das Ende von Social Media, was neu passieren muss bei Social Media und Anlass dafür für mich war, dass vor einigen Wochen Mark Zuckerberg doch recht robust Prüfungen, die verhindern sollen, dass

Speaker: der letzte Schrott auf sozialen Medien bei ihm landet, abstellen möchte.

Speaker: Das hat er jetzt glaube ich bislang nur in den USA gemacht.

Speaker: Aber diese Ankündigung hat viele aufgeschreckt, weil man dann irgendwann das Gefühl hatte, ist Social Media jetzt wirklich nur noch Schlamm catchen?

Speaker: Was soll ich denn da noch?

Speaker: Und wir befinden uns in einer heißen Wahlkampfphase.

Speaker: Es ist heute der 12.

Speaker: Februar.

Speaker: Wir haben im Vorgespräch beide festgestellt, wir freuen uns sehr, wenn das endlich vorbei ist.

Speaker: Wir sind beide kommunikativ unterwegs.

Speaker: Du bist ja als Fachautor, als Dozent, als Berater für digitale Kommunikation im höchsten Maße damit befasst, zu beurteilen, wie kommuniziert wird derzeit.

Speaker: Und mich beschäftigt das auch.

Speaker: Und ich glaube, das ist eine sehr aufregende Zeit.

Speaker: Deswegen, lieber Dominik,

Speaker: Hallo, wir reden heute über Social Media.

Speaker: Du hast ein Buch veröffentlicht im letzten Mai.

Speaker: Das ist jetzt aktueller denn je.

Speaker: Es heißt nämlich Das Ende von Social Media.

Speaker: Warum wir digitale Netzwerke neu denken müssen, bei Schäfer-Pöschel erschienen.

Speaker: Lieber Dominik, wieso hast du so ein Buch geschrieben?

Speaker: Das ist aktuelles denn je.

Speaker: Da gebe ich dir natürlich recht.

Speaker: Aber das habe ich, glaube ich, nicht prognostizieren können.

Speaker: Und

Speaker: Das ist schon eine harte These, Ende von Social Media.

Speaker: Ja, und ich stehe weiterhin auch voll hinter dieser These.

Speaker: Und zwar, man muss ein bisschen so vielleicht sich Gedanken machen, wenn man das beurteilt erstmal, ist, ich bin ein Freund, ich bin ja Diplom-Politologe und beschäftige mich sehr viel einfach auch mit zu diesen Entwicklungen, wie etwas irgendwo hinkam.

Speaker: Und wenn ich mir...

Speaker: Das Thema von Social Media angucke und die Anfänge.

Speaker: Und das soll jetzt nicht klingen, der alte Mann erzählt.

Speaker: Aber ich finde, um Veränderungen zu verstehen, muss man auch so ein bisschen die Grundlagen immer ein bisschen reingehen.

Speaker: Und der Grundgedanke von Social Media ist ein wunderschöner und ich hänge voll dahinter immer noch.

Speaker: Und der Grundgedanke hieß einfach, Menschen unabhängig von Zeit und Raum an einem digitalen Raum zusammenzubringen, damit sie sich aussauschen können.

Speaker: Das ist ja der Grundgedanke erstmal von Social Media.

Speaker: Und das Schräge ist, weil du hast gerade auch Mark Zuckerberg erwähnt, wenn man sich heute die Positionierungen anguckt von Meta, aber auch von LinkedIn, dann steht es so ziemlich genau immer noch drin, trotz diesen ganzen Veränderungen.

Speaker: Darum ist erstmal der Grundgedanke ein sehr, sehr positiver.

Speaker: So, jetzt kann man sich überlegen, was ist denn davon heute übrig geblieben?

Speaker: Und jetzt kommt man auf jeden Fall sehr schnell zu diesem Ende.

Speaker: Also das ist ja so ein schrittweiser Prozess, der einfach stattgefunden hat.

Speaker: Ich meine, am Anfang haben wir uns ausgetauscht.

Speaker: Wir haben uns, wenn wir uns, keine Ahnung, in Südamerika zwischen zwei Wellen getroffen hätten, am Strand hätten wir vielleicht danach gesagt, komm, lass uns mal austauschen, lass uns connected bleiben, dann hätten wir unsere Handles, egal, egal.

Speaker: ob es jetzt Facebook, Instagram, TikTok, LinkedIn oder was auch immer ist, ausgetauscht und dann hättest du weiter meine Beiträge gesehen und ich weiter deine Beiträge.

Speaker: Das ist heute vorbei.

Speaker: Das ist heute vorbei.

Speaker: Spätestens mit TikTok ist es komplett vorbei gewesen.

Speaker: Warum?

Speaker: Das war diese erste riesengroße Veränderung, die einfach stattgefunden hat, zu sagen, wir sind heute nicht mehr ein Social Graph.

Speaker: Also das heißt, wir sehen die Beiträge unserer vernetzten Partnerinnen und Partner oder Unternehmen, sondern wir sind immer stärker ein Content Graph.

Speaker: Das heißt, die Plattformen spielen uns das ein, was sich bezieht auf das, was Sie zuvor gesehen haben.

Speaker: Gucke ich mir jetzt Beiträge von einer AfD an, in irgendeinem von diesen Kanälen, dann wird mein Account von weiteren Beiträgen rund um das Thema oder von diesem Absender, von dem ich das gelesen habe, gefüllt.

Speaker: Jetzt hast du zumindest schon meine Frage beantwortet, warum ich manche mit mir verbundene Menschen einfach nie angezeigt bekomme.

Speaker: Also ich gehe dann aktiv auf deren Profil, um zu wissen, was die machen.

Speaker: Totaler Unsinn.

Speaker: Genau.

Speaker: Und wenn du jetzt das normale Verhalten der Menschen anguckst, was machen die mit ihren Smartphones?

Speaker: Die gehen jetzt wirklich, scrollen einmal durch.

Speaker: Das heißt, diesen Weg auf die Accounts geht mir gar nicht.

Speaker: Darum gebe ich immer wieder einen ganz einfachen Tipp, um das zu verstehen.

Speaker: Und zwar, ende mal bei LinkedIn einfach mal deine Sichtweise von, wirklich vom Algorithmus vorgeschlagen, was die Grundeinstellung ist, in chronologisch.

Speaker: Dann wirst du ganz viele Leute entdecken, von denen du

Speaker: seit Wochen und Monaten nichts mehr gehört hast.

Speaker: Oder guck dir mal an, mit wem du auf Instagram oder Facebook oder TikTok oder irgendwas vernetzt bist.

Speaker: Und dann guckst du drauf und sagst, ach, von denen habe ich seit Wochen und Monaten und Jahren nichts mehr gehört.

Speaker: Und das liegt nicht an dir, indirekt schon natürlich, aber es liegt an deinem bisherigen Verhalten.

Speaker: Das heißt, wenn du dich, wenn der Algorithmus dir merkt, und das ist diese Macht, wo ich gesagt habe, auch von dem Ende spreche,

Speaker: dass die Algorithmen einfach sehr stark bestimmen, was dir heute eingespielt wird und nicht mehr deine Freundinnen und Freunde.

Speaker: Ja, und was hat das dann für eine Auswirkung, wenn jetzt, ich weiß, du musst mir gleich nochmal sagen, ob das jetzt in Europa überhaupt schon gilt, dass diese Content-Checker abgeschafft werden, aber was bedeutet das denn dann für meinen Feed?

Speaker: Habe ich dann nur noch dramatischen Müll dort?

Speaker: Wie kann ich mir das vorstellen?

Speaker: Es hängt noch stärker ab, wie du deinen Feed erziehst.

Speaker: Und ich nenne das ganz bewusst Erziehen.

Speaker: Du kannst heute, egal auf welcher Plattform du bist, du kannst heute Beiträge, wenn ich länger auf dem Beitrag bleibe, wird mir mehr von diesem Thema eingespielt.

Speaker: Wenn ich einen Beitrag kommentiere, häufig kommentiere, wird mir mehr von diesem Thema eingespielt.

Speaker: Wenn ich einen Beitrag ausblende oder den Autoren ausblende oder ihn auf, keine Ahnung, eine bestimmte Zeit lang auf ruhig stelle, was ich ja auch in verschiedenen Plattformen kann, indem man jetzt sagt, der Algorithmus, oh, das ist nicht mehr für seine Themen da.

Speaker: Das heißt, ich muss noch viel radikaler vorgehen.

Speaker: Das heißt, ich bekomme einen Beitrag von irgendjemand, wo ich sage, boah, das geht jetzt tief unter die Gürtellinie, das geht gar nicht.

Speaker: Dann bringt es nicht nur zu sagen, ich reg mich jetzt drüber auf und schreibe vielleicht noch was drunter, was mache ich, dann bekomme ich noch mehr von diesem Müll zu sehen.

Speaker: Aber man muss es doch kommentieren, wenn der Quatsch redet.

Speaker: Genau, das ist ein super schwieriges Thema.

Speaker: Jetzt gehe ich mal ganz kurz auf Unternehmensseite.

Speaker: Jetzt bekommst du so einen negativen Beitrag.

Speaker: Es wird eigentlich erwartet, dass du auf den negativen Kommentar zum Beispiel reagierst.

Speaker: Aber auf der anderen Seite, einerseits mache ich ein verlässliches Community-Management dadurch.

Speaker: Auf der anderen Seite gebe ich einem Beitrag Sichtbarkeit

Speaker: aber eine Sichtbarkeit, die ich gar nicht haben will.

Speaker: Darum kann es manchmal sein, dass man genau sagt, eigentlich müsste man eins machen, ich sehe da einen schrecklichen Beitrag und ganz schnell drüber.

Speaker: Dann sage ich dem Algorithmus, der interessiert sich nicht.

Speaker: Nun, jetzt kommen wir beide, auch beide politisiert und politisch interessiert auf jeden Fall auch und sagen, boah, da muss ich mich dazu äußern.

Speaker: Und jetzt wunderst du dich, dass du noch mehr von dieser Art von Beiträgen bei dir bekommst.

Speaker: Das heißt, du bist, böse gesagt, selbst schuld.

Speaker: Ja, ja und vor allem das, was ja noch dazu kommt, ist, diese Feeds gestalten ja mein Wirklichkeitsempfinden.

Speaker: Also ich denke dann ja auch, das sei plötzlich eine Mehrheit.

Speaker: Also mein Gefühl von innerer Einsamkeit hat jetzt stark zugenommen die letzten Jahre, weil ich das Gefühl habe, ich bin nur umgeben von, was ja nicht stimmt, wenn ich rausgehe auf die Straße, ist es ein anderes Gefühl, als wenn ich auf Social Media mich rumtreibe und

Speaker: Vielleicht hängt das dann im Sinne von schlechter Erziehung meines Feeds auch ein bisschen ab.

Speaker: Ja, aber man könnte auch sagen, guck mal, du bist auch eine sehr engagierte Person.

Speaker: Das heißt, manchmal kann man sich auch einfach nicht zurückhalten und muss sich dazu äußern.

Speaker: Und du kannst es ja drehen.

Speaker: Du kannst ja sagen, ich werde stärker bei Themen, die ich gut finde, kommentieren.

Speaker: Und damit drehst du dein Feed.

Speaker: Also wenn ich jetzt sage, zum Beispiel, ich würde jetzt sehr viele Organisationen oder Personen einfach kommentieren oder länger, denen ihre Videos angucken, einfach eine Verweildauer zu erzeugen, weil Verweildauer, es muss einem immer wichtig sein, Verweildauer ist die Währung der Plattformen.

Speaker: Umso relativ einfach zu merken, umso länger ich auf einer Plattform bin, umso mehr Werbung kann mir eingespielt werden.

Speaker: Ja, sprechen wir gleich nochmal drüber, weil das natürlich, also ich denke ja, ich nutze ein Tool, aber auf der anderen Seite, dieses Tool nutzen sitzt ja einfach ein Unternehmen, das gewinnorientiert arbeitet.

Speaker: Also was ich von dem Tool will, interessiert das Tool als solches ja gar nicht.

Speaker: Das finde ich macht es auch nochmal ein bisschen schwieriger, weil ich

Speaker: Ich bekomme suggeriert, ich hätte sozusagen eine freie Wahl, welche Informationen mir wie angezeigt werden, aber alles, was ich dort tue, wird getrackt und ganz anders verarbeitet, als ich es vielleicht meine.

Speaker: Das macht es auch noch schwierig.

Speaker: Ja, also okay, ich fasse jetzt mal zusammen.

Speaker: Wenn ich, weil ich eben in diesem Dilemma als Person stecke und mir aber auch vorstelle, du bist ja als digitaler Kommunikationsberater, viele Unternehmen werden dich auch fragen, Dominik, was machen wir jetzt?

Speaker: Ist so Schmied ja tot für uns, gehen wir jetzt wieder auf die Straße und drücken Leuten was in die Hand, damit wir irgendwie wissen, sind die Richtigen, was ist so der Weg?

Speaker: Ja.

Speaker: Jetzt hast du gesagt, man kann sein Feed erziehen.

Speaker: Das hört sich ein bisschen anstrengend an, aber gut, ich werde es versuchen.

Speaker: Was kann man denn noch tun, jetzt erst mal als Individuum, um zu sagen, ich kann Social Media in der Art nutzen, die ich ja auch so sehr sympathisch finde, die du eingangs erwähnt hast, als Raum- und zeitunabhängiger Ort des sich Treffens mit Menschen und Menschen,

Speaker: Dingen und Themen, auf die man Bock hat.

Speaker: Was kann man noch tun?

Speaker: Ich glaube, das ist, weil du gerade auch die Unterscheidung gemacht hast, ist es, glaube ich, egal, ob du jetzt erst mal ein Unternehmen bist oder eine Person bist.

Speaker: Weil erst mal, es ist ja erst mal die Frage, welche weiteren Räumlichkeiten gibt es, in denen ich mich so unterhalten kann, dass es meinem

Speaker: meiner Art oder meiner Vorstellungskraft oder meiner Ethik entspricht.

Speaker: Das ist ja wie in der Wirklichkeit, wenn ich irgendwie in den Raum gehe und ich merke, das sind nur komische Leute, dann ziehe ich mich ja wieder zurück.

Speaker: Das ist ja im Sozialen nicht viel anders.

Speaker: Darum hat man dir ja öfters auch diese

Speaker: Das Internet hat sich im größten Stammtisch der Welt bezeichnet.

Speaker: Man könnte auch sagen, dass die sozialen Medien alle so kleinere Stammtische sind.

Speaker: Und an manchen Stammtischen sitzt man halt gerne, an manchen sitzt man sehr ungerne.

Speaker: Und dann geht man tatsächlich.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Das ist dann, wenn man sagt, okay, auf dieser Plattform möchte ich nicht mehr sein oder in diesen Gruppen möchte ich nicht mehr sein.

Speaker: Also zu deiner Frage zurück, wie muss ich reagieren?

Speaker: Jetzt müssen wir vielleicht mal eine Unterscheidung machen.

Speaker: Auf der einen Seite, was mache ich in der Plattform selbst?

Speaker: Ich habe vorhin gesagt, von dem Feed-Erziehen ist es sehr mühsam.

Speaker: Ich muss es sehr regelmäßig machen und so weiter.

Speaker: Klar.

Speaker: Der zweite Weg ist natürlich, dass diese Plattformen uns auch geschlossene Bereiche anbieten.

Speaker: Also wenn ich so denke, dass ich viele Bekannte von mir kenne, die einen Facebook nur noch nutzen, weil sie in irgendwie zwei, drei Gruppen drin sind.

Speaker: Diese Gruppen sind geschlossene Gruppen, da kommen auch keine Idioten rein, um es mal ganz einfach auszudrücken.

Speaker: Das ist die eine Möglichkeit.

Speaker: Kennen wir vielleicht auch von WhatsApp-Gruppen und ähnliches.

Speaker: Der andere Weg ist zu sagen, ich kann auch in diesen Gruppendenken natürlich auch Richtung LinkedIn denken.

Speaker: Auch da kann ich ja Gruppen aufbauen.

Speaker: Das heißt, ich kann natürlich auch innerhalb der großen Plattformen kleinere Communities entweder finden, entweder, wenn man engagiert, es selbst aufbauen oder aber auch in andere reinzugehen und sich da in einem geschlossenen Umfeld bewegen.

Speaker: Das ist so der eine Weg.

Speaker: Das heißt, jetzt bleiben wir mal innerhalb der Netzwerke.

Speaker: Auf der anderen Seite ist, und das ist so eine ganz klare Entwicklung, gerade die ich beobachten kann, es gibt gerade so eine sehr große Bewegung, die heißt, immer stärker zurück ins Private.

Speaker: Das ist das, was ich in meinem Buch auch beschreibe, auch als Ansatz beschreibe, dass es immer mehr Menschen gibt und übrigens auch quer durch die Generationen, die sich aus den klassischen Social-Media-Kanälen zurückzuhalten,

Speaker: ziehen, weil sie sich psychisch entweder belastet fühlen

Speaker: diese ganze, ich sage es jetzt mal, Diskussions- und Kultur nicht mehr ertragen können oder auch einfach sagen, ich werde eigentlich dann noch Verwerbung erschlagen.

Speaker: Und das heißt, das sagen auch fast alle Studien auch, dass der Höhepunkt der Social-Media-Nutzung garantiert erreicht ist, schon überschritten ist.

Speaker: Das heißt, wir haben das bei vielen Plattformen ist es so heute, man kann sagen, vielleicht die einzige Ausnahme ist aktuell noch TikTok, wo es wirklich noch sehr stark ist, aber alles andere fällt doch sehr stark ab.

Speaker: Und ob man TikTok in sozialen Medien reinpackt, ich habe da meine Zweifel, weil auch die Vorbild von TikTok... Du sagst es in Fernseher.

Speaker: Und das Vorbild von TikTok ist nicht übrigens Instagram, sondern das Vorbild von TikTok heißt Netflix.

Speaker: Und dann merkt man so ein bisschen auch, warum die immer längere Videos erlauben und so weiter.

Speaker: Und auch da geht es um Verweildauer.

Speaker: Aber unabhängig davon mal, das heißt...

Speaker: Menschen ziehen sich immer stärker gerade zurück aus diesen Bereichen.

Speaker: Jetzt kann man sich überlegen, was bedeutet es für mich?

Speaker: Es gibt sicher einen Trend gerade und das ist für mich ein ganz, ganz großer Trend.

Speaker: Der heißt einfach Stärkung der eigenen Plattformen.

Speaker: Wir sind in einem Zeitalter, glaube ich, wieder zurück und das ist lustig, weil

Speaker: Das ist so ein bisschen so wie vor 20 Jahren.

Speaker: Denk mal dran an was ganz Einfaches.

Speaker: Etwa vor 20 Jahren kamen die ersten großen Blogs und Podcasts hoch, war total angesagt.

Speaker: Dann ging es total durch ein tiefes Loch durch.

Speaker: Das war die Zeit der sozialen Medien.

Speaker: Niemand hat mehr Blogs und Podcasts genutzt und so weiter.

Speaker: Das heißt, auf der einen Seite haben wir sicherlich gerade ein Zeitalter, wo die eigenen Plattformen wieder gestärkt werden.

Speaker: Dann kommt die nächste... Also was meinst du mit eigenen?

Speaker: Also ich persönlich habe ja kein eigenes.

Speaker: Als Unternehmen habe ich aber eigenes, also meine eigene Website zum Beispiel.

Speaker: Ja, aber es gibt ja auch Unternehmen, Personen auch, die ihren eigenes Blog aufgebaut haben.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: zum Reisen, zum Essen, zum Thema Politik, zu ihrem persönlichen Engagement, die einfach einen Ort gesucht haben, um sich selbst auszudrücken.

Speaker: Denk mal dran, wie viele auch privat geführte Podcasts es in den letzten Jahren gegeben hat, sodass man sich langsam überlegt, wie soll ich das alles noch hören?

Speaker: Ich meine, das bräuchte ich nicht sagen.

Speaker: Da hast du diese andere Wege.

Speaker: Das heißt, diese Stärkung der eigenen Plattform geht gerade hoch und eine andere Plattform, das ist nochmal so eins, was durch ein tiefes Loch gegangen ist.

Speaker: Wir sprechen gerade von total trendigen Kanälen, wie zum Beispiel so mein privater E-Mail-Newsletter.

Speaker: Jeder Kommunikationsberater, jede Kommunikationsberaterin hat jetzt plötzlich ihren eigenen Newsletter.

Speaker: Das fing an mit diesen ganzen Morning Briefings der Medienhäuser, die das ersetzt haben.

Speaker: Und der Newsletter ist auch so ein Ding, gab es irgendwie mal, boah.

Speaker: Späten 90er Jahren des letzten Jahrtausends begann das, also total nach 30 Jahren plötzlich wieder trendy.

Speaker: Das ist also richtig Retro-Kultur, kann man hier wirklich sagen.

Speaker: Und das ging genauso auch durch dieses Loch und ging hoch und wird jetzt heute einfach ergänzt über diese ganzen Themen wie WhatsApp-Channels und ähnliche Sachen.

Speaker: Das sind alles erstmal online.

Speaker: Und vielleicht noch ein letzter Punkt ist, das heißt, wir haben einerseits den Weg der Suche nach geschlossenen Plattformen innerhalb der großen Plattformen.

Speaker: Wir haben auf dem Weg der Stärkung der eigenen Plattformen und dann gibt es das gesamte Thema offline wieder.

Speaker: Und das ist gerade eigentlich auch wieder ein sehr großer Trend.

Speaker: Und das finde ich einen sehr schönen Trend, so das zu sagen, wie ist denn das mit...

Speaker: sich selbst zu treffen, in privaten Kreisen, wenn ich diese ganzen derzeit total angesagten Lesekreise sehe.

Speaker: Kunstsalons.

Speaker: Genau, Salons, wie zum Beispiel auch solche, diese Salons.

Speaker: Ich habe jetzt wieder von so einer Bewegung gehört, die sich ganz regelmäßig einmal die Woche groß treffen, in einem riesengroßen Sälen und da gemeinsam lesen.

Speaker: Jeder liest sein Buch.

Speaker: Ja, und solche Entwicklungen siehst du da jetzt gerade plötzlich wieder.

Speaker: Und das heißt, ich glaube auch, dieses Thema, ich nenne es jetzt einfach mal Offline-Communities, ich glaube, das ist auch nochmal so ein Weg.

Speaker: Und darum, es ist nicht mehr so wie früher, auch jetzt aus Unternehmenssicht, hast du ein Problem, dann öffnest du einen Social-Media-Kanal, was leider jahrzehntelang wirklich genauso gedacht war, ist es heute viel

Speaker: diversifizierter und viel anspruchsvoller.

Speaker: Und das finde ich für mich aus Kommunikationssicht ein super spannendes Zeitalter.

Speaker: Also wenn ich dir zuhöre, lieber Dominik, kommt mir doch noch mal ein

Speaker: Ganz wichtiger Unterschied vor Augen.

Speaker: Du hast jetzt beschrieben, wie wir soziale Netzwerke, wir reden auch gleich nochmal, was Social Media alles ist.

Speaker: Wir reden jetzt gerade ja vor allem über die sozialen Netzwerke, also die Netzwerke, die uns miteinander verknüpfen.

Speaker: Das sind ja nicht automatische Medien.

Speaker: Du hast also beschrieben, wie wir die so nutzen können, dass sie gut für uns sind.

Speaker: Und jetzt fällt mir gerade das Wort, also erstens fällt mir das Wort Gesellschaft ein, zweitens fällt mir das Wort Konversation ein und dann gibt es diesen Moment von

Speaker: Wohlbefinden.

Speaker: Also Bürgerlichkeit war ja zum Beispiel immer verbunden auch mit einer sozialen Nach-Außen-Gerichtetheit.

Speaker: Du bist bewusst, wohin gegangen, hast Menschen getroffen, das gehört halt zum Leben dazu, auch wenn du nicht immer Bock dazu hast, aber es ist sozusagen ein Moment, in dem der Mensch Mensch wird.

Speaker: Und wir haben

Speaker: Und interessanterweise finde ich, durch die sozialen Netzwerke, als die sozusagen so nach oben boomten und eine Art von, ja jeder, der irgendwie mitreden wollte, musste halt auf die sozialen Netzwerke, so eine Dringlichkeit erzeugt hat, haben wir, glaube ich, gedacht, wir müssten die Art von Konversation und sozialer Verbundenheit verändern.

Speaker: Also wir müssten diese ewige Diskussion, ja du bist ja nur in deiner Bubble unterwegs und du kriegst gar nicht mit, was die

Speaker: anderen denken, aber wenn man mal ehrlich ist, natürlich tun wir Menschen das ständig.

Speaker: Wir setzen uns zwar gezielt manchmal anderen Sachen aus, aber es ist ja jetzt nicht so, dass wir permanent durch die Gegend laufen mit einem Sensor.

Speaker: Wie viel hunderttausend Meinungen gibt es und ich muss die alle aufnehmen und das sei irgendwie die Form von Toleranz, die wir als Menschen bräuchten.

Speaker: Du hast gesagt, psychische Schäden produziert das und das glaube ich auch.

Speaker: Und deswegen habe ich jetzt, als ich dir zugehört habe, gedacht,

Speaker: Eigentlich erzählst du uns eine Geschichte, dass wir eine bestimmte Art von Nutzung der sozialen Medien, die oder sozialen Netzwerken, bei dem englischen Begriff, die aber vor allem eigentlich die Art und Weise, wie die Algorithmen wollen, dass wir sie nutzen, bedient hat, dass wir die abschaffen und nicht das, wofür wir eigentlich unterwegs sind.

Speaker: Und dass wir es aber auch...

Speaker: Einfach mal gut finden dürfen.

Speaker: Also ich habe ja verschiedene, ich bin ja quasi die Person, die immer gut auf mich aufpasst, was so Resilienzstrategien angeht.

Speaker: Und es ist, glaube ich, kein Zufall, dass ich drei oder vier hybride oder analoge Gruppen für mich ausgebildet habe, in denen ich Räume geschaffen habe und einfach ich bin.

Speaker: Also

Speaker: Also man ist ja nie 100% ich, sondern man ist auch nur eine Teilidentität jeweils.

Speaker: Aber das fand ich jetzt gerade total schön, als du es erzählt hast, dass wir uns vielleicht trauen sollten zu sagen, warum gehen wir eigentlich woanders hin?

Speaker: Warum unterhalten wir uns mit wem?

Speaker: Natürlich, damit es uns gut geht, damit wir einen Resonanzraum haben, der schön ist.

Speaker: Und das verändert ja den Blick auf das Thema, wem setze ich mich, was setze ich mich aus?

Speaker: Total.

Speaker: Du hast nur gerade einen Begriff genutzt, der heißt unterhalten.

Speaker: Wenn ich die gesamte Social-Media-Nutzung heute mir angucke, dann ist das Thema Interaktion zusammengebrochen.

Speaker: Das heißt, dieser Ansatz

Speaker: wir nutzen die sozialen Medien, um uns mit anderen zu unterhalten.

Speaker: Also der Grundgedanke ist nicht nur von den Plattformen irgendwie, hat sich da etwas Negatives entwickelt, sondern auch von uns selbst.

Speaker: Und zwar, da muss ich eins bewusst machen, als vor ein paar Jahren TikTok groß wurde, hat man gemerkt, oh,

Speaker: Die Menschen verbringen ja viel mehr Zeit auf TikTok, um sich irgendwelche Videos anzugucken, als damals noch bei Meta, als sich bei Facebook und Instagram mit ihren Freundinnen und Freunden zu unterhalten.

Speaker: Also hat Meta gesagt, das war dieser Schrei von Mark Zuckerberg, wir müssen jünger werden, wir müssen wie TikTok werden.

Speaker: Das war damals dieser Gedanke.

Speaker: Darum haben sie gesagt, okay, dann machen wir es genauso.

Speaker: Das heißt, wir Menschen haben uns in den sogenannten sozialen Medien immer stärker zurückgezogen und haben unsere Aktivitäten runtergeschraubt.

Speaker: Haben aber auch, abgesehen von irgendwelchen radikalen Gruppierungen, das ist das, was wir heute haben, haben wir zurückgezogen und nutzen heute die meisten sozialen Medien als pures Entertainment.

Speaker: Entertainment first.

Speaker: Wenn du dein eigenes Verhalten auf Instagram, auch in deinen ganzen Kreisen, auf TikTok, auf YouTube und ähnliches anguckst,

Speaker: Dann machst du die ganze Zeit den da und guckst und guckst.

Speaker: Jetzt überlegst du mal, wie viel habe ich geguckt und wie viel habe ich kommentiert, wie viel habe ich mal mit Leuten mich ausgetauscht.

Speaker: Das sind vielleicht zwei, drei Leute, wie wir beide, weil wir uns gut kennen und weil wir immer mal wieder jemand anders vielleicht was schreiben.

Speaker: Aber die Zahl der Interaktionen sind total niedergebrochen.

Speaker: Das heißt, ich glaube, wir nutzen soziale Medien nicht mehr zum Austausch, ehrlich gesagt.

Speaker: sondern zu einer Art Ersatzfernsehen, wie man es ja auch mal wieder definiert, quer durch alle Plattformen.

Speaker: Weil das auch das Interesse natürlich der Plattformen ist, um da länger zu bleiben, was ich ja vorhin schon gesagt habe.

Speaker: Und diese Suche nach Interaktionsräumen,

Speaker: ist mein Eindruck, findet vielleicht noch ganz begrenzt im Business-Bereich auf LinkedIn statt, aber ansonsten, diese Räume, die suchen wir immer stärker in Offline-Welten, wie beispielsweise auch in sowas wie deinem Salon jetzt oder in anderen, auch Freundeskreisen.

Speaker: Und diese heterogene Kraft, und ich meine, Freundeskreise sind ja auch eine Art von, nennen wir es mal Bubbles, ne?

Speaker: Ich meine, ich habe auch Freunde, die vielleicht politisch so ganz anders stehen als ich.

Speaker: Trotzdem treffe ich mich mit denen oder die ganz anders.

Speaker: Genau, du redest dann halt über bestimmte Sachen.

Speaker: Bei anderen sagst du, ist es mir das jetzt wert, dich mit dir ständig zu streiten?

Speaker: Volltreffer, genau.

Speaker: Und dann hast du halt vielleicht dann, ich habe dann meine Kreise, wo ich mich dann vielleicht mit Leuten über...

Speaker: Kunst- und Kulturaustausch mit den anderen eher Richtung Politik und Wirtschaft und so weiter.

Speaker: Und das ist eigentlich so.

Speaker: Und das ist unsere Suche nach unseren eigenen Bubbles, die wir gerne bedienen, die für uns interessant sind.

Speaker: Weißt du, ich glaube, das ist eine sehr entlastende Art.

Speaker: Ich sitze für viele auch mal drüber nachzudenken, weil ich ja auch erwähnt habe, naja, du berätst ja auch Unternehmen.

Speaker: Das heißt, einige, die jetzt zuhören, gucken da ja auch mit einer Brille drauf von, wie kann ich Social Media weiterhin unternehmerisch nutzen.

Speaker: Du hast jetzt den schönen Begriff Entertainment genutzt.

Speaker: Das macht ja dann irgendwie auch einverstanden.

Speaker: einfacher.

Speaker: Also es ist ja legitim zu sagen, hey, also ich bin auch gerne mal auf Instagram lachen, ich bin so Comedian, also ich lache einfach gerne über Comedy, gucke ich, das finde ich schön, also gehe ich da durch, durch die Reels und habe was zu lachen.

Speaker: Was ist das denn für eine Schlussfolgerung?

Speaker: Also ich empfinde jetzt gerade eine Entlastung und sage, okay, ich will sagen, manche Sachen muss ich es vielleicht gar nicht mehr verstehen und einsetzen, baue ich mir meine anderen Sachen, ich baue mir ja auch viel Signalgruppen oder WhatsApp oder was weiß ich,

Speaker: Dark Social.

Speaker: Aber was würdest du zum Unternehmen oder vielleicht auch einer politischen Organisation raten, wie kann man den Social Media so wie es gerade ist, die sozialen Netzwerke jetzt mal wieder Fokus, gut nutzen?

Speaker: Das ist glaube ich wieder branchenabhängig.

Speaker: Ich meine, wenn ich sehe zum Beispiel, ich nutze beispielsweise so Kanäle wie Facebook fast gar nicht mehr.

Speaker: Ich muss ihn noch nutzen, weil ja natürlich viel auch bei mir in irgendwelchen Uni oder sonstigen Kursen, die ich gebe, einfach drin ist.

Speaker: Aber Facebook weiß zum Beispiel genau, ich gucke eigentlich nur Stan Lowell und Oliver Hardy Sachen an und das heißt, mein Account ist voll Comedy, wie du es gerade gesagt hast und ich liebe das und noch ein bisschen vielleicht Tim und Struppi und so weiter, aber sowas ist mein Account voll.

Speaker: Für Unternehmen, jetzt muss man echt die Unterscheidung machen, die gar nicht einfach ist.

Speaker: Also es gibt natürlich, wenn du ein Unternehmen bist, sagen wir mal, wie auch ein sehr starkes Konsumgut, dann kannst du vielleicht sehr entertaining arbeiten.

Speaker: Dann kannst du auch Inhalte schaffen, die vielleicht selbst auf Entertainment-Plattformen zumindest eine gewisse Sichtbarkeit bekommen.

Speaker: und eine gewisse Resonanz vielleicht bekommen.

Speaker: Es ist brutal schwierig für Unternehmen, und ich arbeite ja sehr stark so in der Finanz- und Versicherungsbranche oder Stiftungsbranche auch, es ist wahnsinnig schwierig für die Themen zu entwickeln, die auf diese Kanäle passen.

Speaker: Wenn du sie nicht hast auf die Dauer, dann bleibt dir nur eins übrig, zu sagen, okay, ich fahre mein organisches Engagement runter,

Speaker: auf diesen Plattformen und setze sehr stark auf ein Paid-Engagement.

Speaker: Das heißt, ich versuche mit bezahlten Beiträgen meine Zielgruppen von meinen Inhalten zu überzeugen, die ich ausspiele.

Speaker: das ist die einzige Chance, wenn ich einfach keine großen Interaktionen habe, dann ist das die einzige Chance, eine Sichtbarkeit zu bekommen.

Speaker: Das heißt, ich muss gerade, wenn ich Ressourcen nehme und jetzt einfach mal personelle und finanzielle Ressourcen zusammenpacke, dann muss ich vielleicht hier meine personelle ein bisschen runterfahren und meine finanziellen, werblichen hochfahren, um überhaupt noch Zielgruppen zu erreichen.

Speaker: So kann ich vielleicht soziale Medien noch nutzen.

Speaker: Das heißt,

Speaker: Für Unternehmen, die nicht große Entertaining-Inhalte haben, sind diese Sozial-Medien-Plattformen vor allem eins, Werbeplattformen.

Speaker: Darum nenne ich sie ja auch oft gar nicht mehr Social Media, sondern Digital Media, weil ehrlich gesagt, es ist das, was du früher vielleicht gemacht hast, jetzt gehen wir mal 40 Jahre zurück, mit irgendwelchen Anzeigen irgendwo in irgendwelchen Blättern oder irgendwelchen Plakaten, was man ja bis heute macht,

Speaker: Oder Flyer, die man irgendwo verteilt und so weiter.

Speaker: Was man da gemacht hat, das ist nichts anderes, was ich jetzt in den sozialen Medien mache, außer, dass ich sie viel genauer ausspielen kann.

Speaker: Und da wird uns auch das Thema KI extrem helfen, weil da wird es sicherlich noch genauer möglich sein, noch stärker sie wirklich auf unsere Zielgruppen auszuspielen.

Speaker: Das heißt, man muss erstmal nachvollziehen und erstmal sagen, diese Plattformen sind für jemanden, wenn ich nicht großes Entertaining habe, erstmal Werbung.

Speaker: Und der zweite Weg ist, und das ist das, was ich einfach gerade sehr stark mit Unternehmen diskutiere, ist, wie stärke ich meine eigenen Plattformen, um über meine eigenen Plattformen eine Community aufzubauen.

Speaker: Und das kann zum Beispiel sein, dass man sagt, okay, ich habe hier eine Webseite, kann ich dem noch einen Blog geben, kann ich dem noch einen Podcast geben, kann ich irgendein anderes Content Hub geben, also irgendeine Zentrale, wo ich Inhalte bündle.

Speaker: Was hat denn der für Newsletter, aber bitte nicht der große, sondern vielleicht Zielgruppen, genaue, viel Newsletter.

Speaker: Also kommt es dann in so ein ganz gezieltes E-Mail-Marketing je Zielgruppe rein.

Speaker: Was können wir noch machen für...

Speaker: für Events darauf vielleicht, vielleicht auch, vielleicht gibt es plötzlich eine eigene App für das Thema, einfach um spezielle einzelne Zielgruppen sehr stark zu bedienen, sowohl mit eigenen Inhalten, sowohl online über die verschiedenen Plattformen, als auch offline über beispielsweise Veranstaltungen.

Speaker: Und dann nutze eigentlich nur noch die digitalen, sogenannten Digital Media, also die früheren sozialen Medien, eigentlich nur noch als eine Art von

Speaker: Werbeplattform, um noch mehr Leute auf deine besonderen eigenen Inhalte, eigene Kanäle hinzuweisen und sich dafür zu begeistern.

Speaker: Das heißt, dann ist es wirklich nur noch eine Werbeplattform für deine eigenen Inhalte.

Speaker: Und in diese Richtung entwickelt sich gerade ganz, ganz viel.

Speaker: Und also ich hänge auch wirklich in Beratung schon drin heute.

Speaker: Und dann heißt es, wir kriegen gar keine Sichtbarkeit mehr, uns lohnt sich eigentlich gar nicht mehr unser ganzes Engagement, wir haben doch so tolle Inhalte.

Speaker: Und mir bricht es oft so ein bisschen das Herzen, weil ich sehe dann, die machen sich so Mühe für ihre Inhalte.

Speaker: Und dann siehst du Abrufe von 100 Mal abgerufen und denkst dir so, okay,

Speaker: Mit Abstimmung, drei Stunden hat er gebraucht.

Speaker: Jetzt hat er 300 Leute abgerufen.

Speaker: Das heißt, pro Stunde 100.

Speaker: Hat sich das gerechnet?

Speaker: Niemals.

Speaker: Was kommst du zum Ergebnis?

Speaker: Tut mir leid.

Speaker: Also, wenn du auch keine Werbetar hast,

Speaker: und keine Entertaining-Inhalte, dann ist es vielleicht mal Zeit, dich schrittweise auf sozialen Medien vielleicht nicht ganz zurückzuziehen, aber auf jeden Fall deine Präsenz deutlich zu reduzieren.

Speaker: Das ist ganz klar eine Empfehlung heute.

Speaker: Ich habe wirklich auch schon unter dem geraten, ihre sozialen Medien mehr oder weniger einzustellen.

Speaker: Aber es ist immer die Frage, kann ich diesem Weg des Entertainings, kann ich dem folgen?

Speaker: Dann kann ich vielleicht auch sogar richtig starker Marktführer sein oder kann ich es nicht.

Speaker: Und das dritte Thema ist hier nochmal, wenn man sagt, einerseits sehr stark mit Unternehmen mit Inhalten, Unternehmen mit Inhalten, genau so rum,

Speaker: Oder wenn du es einfach hast, Unternehmen, die das nicht haben.

Speaker: Der dritte Bereich, du hast den politischen Bereich angesprochen oder auch diesen institutionellen Bereich angesprochen.

Speaker: Das ist natürlich noch schwieriger, weil kann ich es mir gerade erlauben, jetzt sind wir ein paar Tage vor dieser Bundestagswahl, kann ich es mir erlauben, mich da zurückzuziehen komplett?

Speaker: Boah.

Speaker: Ja, aber ich bin doch, ich weiß, es versuchen viele Politiker, das auch ganz lustig zu machen, sind dann plötzlich auf diesen ganzen TikToks und Konsorten und sind da so die Entertainer, ehrlich gesagt.

Speaker: Das ist wirklich schwierig, also in dem Sinne schwierig, dass wir ja dann plötzlich so tun, als ob Politik Entertainment sei, was es nicht ist.

Speaker: Exakt.

Speaker: Und bei TikTok jemand als Entertainer zu sehen und in Wirklichkeit als jemand, der vielleicht irgendwelche Gesetze jetzt gerade verschärft, zu sehen, es ist so ein Widerspruch in sich.

Speaker: Und das führt eher dazu, dass die Glaubwürdigkeit von Menschen noch tiefer sinkt.

Speaker: Und das stärkt nur das Radikale.

Speaker: Genau, dass nur eine bestimmte Gruppe von Politikern das wirklich kann.

Speaker: Also es gibt immer wieder sozusagen Personen, wo das keine Dissonanz hat und dann funktioniert es auch.

Speaker: Aber das sind eher die Ausnahmen.

Speaker: 100% bei dir.

Speaker: Ja.

Speaker: Also ich möchte, es war schon eine halbe Stunde vorbei, aber einmal, weil du das jetzt mehrfach angesprochen hast und weil ich finde, das kann ein Podcast durchaus auch leisten, nochmal kurz sortieren.

Speaker: Also Social Media, so wie ich es gelernt habe, sind die sozialen Netzwerke, Teilgruppe, aber auch alles andere, was in irgendeiner Art und Weise direkt ohne Umwege zu irgendjemand anderem kann.

Speaker: Blog, Newsletter, Podcast, Dark Social habe ich ja gesagt, also wenn du über WhatsApp eine Gruppe baust oder Signal, das habe ich jetzt als Social Media verstanden.

Speaker: Du hast es jetzt so ein bisschen aufgetrennt in...

Speaker: das Social ist sozusagen der falsche Begriff, also weil der suggeriert was, was es nicht gibt und hast von Digital Media gesprochen, was jetzt eigentlich die alten sozialen Netzwerke sind, wenn ich dich richtig verstanden habe und Own Media, was alles ist, was uns gehört, richtig?

Speaker: Ja, es gibt diese klassische Aufteilung zu sagen, also früher war das so eine Art Content-Dreieck, was wir immer gesprochen haben, es gibt die eigenen Kanäle, das ist Own Media,

Speaker: Es gibt diese sogenannten Social Media, die ganz Social.

Speaker: Und es gibt dann natürlich die ganzen Paid-Bereiche.

Speaker: Also so kann man das ganz gut.

Speaker: Earned gibt es noch.

Speaker: Und dann bist du bei dem Earned-Media.

Speaker: Das ist, was du verdient hast, wie anders sich über dich berichtet haben.

Speaker: Manche haben dann Social und Earned auch zusammengeworfen.

Speaker: Der Grund, warum ich gerade von einem 3 gesprochen habe, du kannst es genauso mit den 4 sehen.

Speaker: Es ist genauso richtig.

Speaker: Es gibt beide Modelle.

Speaker: Also ich finde beide sauber.

Speaker: Ja.

Speaker: Und wenn man sich so diese vier Bereiche sieht, und das ist so ein bisschen das, was ich auch in Workshops oft zeige, ist, dann kann man sagen, in den letzten Jahrzehnten, wenn man diese vier Bereiche auf einer Ebene sieht, dann hat man sehr stark earned und vor allem social gepusht.

Speaker: Und jetzt gibt es genau so einen Dreh, dass man diese anderen beiden Bereiche eigentlich Paid und Owned pusht.

Speaker: Das heißt übersetzt, habe ich keine Ressourcen für keine eigenen Medien, habe ich keine Ressourcen für Paid, dann habe ich definitiv ein Problem.

Speaker: Das ist eine sehr gute, wichtige Information, lieber Dominik, glaube ich, gerade für Unternehmen, denn Kommunikation hat ja sowieso immer mal wieder ein Budgetproblem.

Speaker: Gerade jetzt merken wir es ja auch in allen Ecken und Enden, Geld fehlt.

Speaker: Also lassen wir das mit dem Kommunizieren doch am besten, machen wir irgendwie noch nebenbei.

Speaker: War schon immer falsch.

Speaker: Und ich musste ja ein bisschen schmunzeln, ich habe ja an deinem Buch ein bisschen mitlesen dürfen,

Speaker: Und weiß noch, dass ich dich am Ende gefragt habe, wie du schlägst doch jetzt hier was vor mit der integrierten Kommunikation, also einfach die Verzahnung der verschiedenen Kommunikationskanäle.

Speaker: Das ist doch uralt als Idee.

Speaker: Und deine trockene Antwort war, ja, aber umgesetzt wird es bis heute nicht.

Speaker: Und das finde ich zum Beispiel auch interessant, dass wir, wir reden ja jetzt auch seit einer halben Stunde und manchmal denke ich, sind wir jetzt Dinosaurier.

Speaker: Aber eigentlich gehen wir auf Grundprinzipien menschlicher Kommunikation zurück.

Speaker: Vollkommen richtig.

Speaker: Also ich glaube,

Speaker: Es gibt ja diesen alten Satz, nicht alles, was alt ist, ist schlecht.

Speaker: Und ich glaube, wir müssen uns bei vielen Sachen erstmal wieder ein bisschen zetteln.

Speaker: Und du hast gerade gesprochen über die Grundprinzipien der menschlichen Kommunikation.

Speaker: Das heißt übrigens auch Dialogfähigkeit, anders denken, übrigens auch mal aussprechen zu lassen, auch wenn es einem vielleicht nicht passt.

Speaker: Was man schrecklicherweise immer bei diesen blöden Talkshows immer

Speaker: nicht erlebt.

Speaker: Wir sind beide überzeugt, die Talkshow-Rasser sind da wirklich so Protokoll.

Speaker: Das kann man aber sowas unterschreiben, also ertrage ich leider überhaupt nicht.

Speaker: Aber diese Dialogfähigkeit, diese Offenheit, das sind eigentlich alles

Speaker: Instrumente oder vielleicht Verhaltensweisen, die man bei seiner Erziehung oder seiner eigenen Entwicklung mitbekommen hat.

Speaker: Und da wieder mal ein bisschen zurückzugeben, zu sagen, was macht eine Kommunikation eigentlich aus?

Speaker: wo finde ich die Wege, die Personen, die Weg, mit denen ich sprechen will, wo kann ich meine Interessen durchsetzen, wo kann ich sie kommunizieren, wo kann ich mich mit anderen besser austauschen.

Speaker: Diese ganzen Geschichten muss ich extrem stark zurückgehen.

Speaker: Und ja, auch wenn man in dieser Form sicher Dinosaurier sind, und ich meine, wir sind beide seit 30 Jahren in dieser Branche drin, darum kann man uns, glaube ich, schon als Dinosaurier bezeichnen,

Speaker: Da war ich 16.

Speaker: Da war ich 16 vor 30 Jahren.

Speaker: Da habe ich angefangen mit Schülerzeitungen.

Speaker: Da siehst du.

Speaker: Ich habe ja nicht gesagt soziale Medien, sondern ich habe ja gesprochen erst mal vom Thema kommunikative Medien.

Speaker: Da bist du reingegangen.

Speaker: Und darum ist dieses Grundkonzept von einer integrierten Kommunikation mit unterschiedlichen Gewichtungen, finde ich, ein Konzept, was mal, ja, was auch so aus den 80er, 90er Jahren, des letzten Jahrtausends stammt, was die letzten 20 Jahre, sag ich mal, ganz offen vergessen wurde, auf jeden Fall von einer großen Mehrheit.

Speaker: Und jetzt kommt das große Aufwachen.

Speaker: Und darum kann man auch indirekt jetzt mal, und das meine ich auch so, wie ich es jetzt sage, einem Elon Musk und einem Mark Zuckerberg mit seinen Aussagen und wir brauchen keine Factchecker mehr und das können die Community alle selbst machen, wir wollen ja Redefreiheit und so weiter in gewisser Hinsicht dankbar sein.

Speaker: dass sie uns aufgeweckt haben, zu sagen, hey, wenn du dich nicht jetzt um deine eigenen Kanäle, um deine eigenen Plattformen und deine Sachen kümmerst, dann gibst du dich völlig in Abhängigkeit von diesen Menschen.

Speaker: Und wer jetzt diesen Schuss jetzt nicht hört, dem kann ich auch als Berater irgendwann nicht mehr helfen.

Speaker: Also dem kann niemand mehr helfen, weil dann ist es wirklich, dann gehst du sehenden Augen in deinen Untergang rein.

Speaker: Das ist total gut, weil ich auch jetzt nach dieser knappen Dreiviertelstunde den Eindruck habe, was wir tun können, ist uns etwas wiederzuholen.

Speaker: Wir haben ja in unserem Vorgespräch auch beide festgestellt, dass wir beide gerade versuchen, es uns schön zu machen, weil alles so ein bisschen anstrengend ist, wenn man die Zeitung aufschlägt oder eben sein Feed, denkt man erst mal, Moment, Moment.

Speaker: Also gehe ich jetzt erstmal einen Kaffee trinken.

Speaker: Oder ich telefoniere gerade total viel.

Speaker: Also ich habe einfach auch stundenlange telefoniert, wie ich es früher hatte, weil das Gefühl, sich austauschen zu wollen und irgendwie eine Form von Bett zu haben, in das ich meine Seele legen kann, das nimmt halt zu.

Speaker: Durch diese harte Ansage, wir kümmern uns hier überhaupt nicht um eure Psychohygiene, das müsst ihr schon selber machen.

Speaker: Also ich glaube, das Thema psychische Belastung durch sowas ist sowas von angestiegen.

Speaker: Und die einen suchen sich was Schönes, um sich davon abzulenken, um wieder runterzukommen von dem, was sie erlebt haben gerade.

Speaker: Und die anderen ziehen sich komplett raus.

Speaker: Und wir beide wissen ja auch, auch durch unsere journalistischen Bezüge, die wir beide haben, dass es auch immer mehr Menschen gibt, die sich komplett aus dieser Medienwelt zurückziehen.

Speaker: und sagen, ich ertrage diese ganzen Medien nicht mehr, ich ertrage diese ganzen Informationen mehr.

Speaker: Und das ist ganz sicher auch bedingt durch diese psychische Druck, Belastung, wie auch immer, über die wir gerade gesprochen haben.

Speaker: Und ich glaube, wenn man nicht, du hast vorhin von einer großen Resilienz gesprochen, bei dir gesprochen.

Speaker: Ich glaube, wenn man das nicht hat,

Speaker: dann ist gerade bei diesen Zahlen dieser Einfluss, die man heute bekommt, über die verschiedenen medienalen Einflüsse, die man bekommt, durch die viel stärkere Radikalisierung der Plattformen, dann es kann passieren,

Speaker: kann es extrem gefährlich sein für viele Menschen, die da nicht gefestigt sind.

Speaker: Und das ist, glaube ich, das, was wir heute auch sehen, egal in welcher Form der psychischen Belastung es dann sich zeigt.

Speaker: Aber ich glaube, das ist eine Entwicklung, die man hier sieht und die mir zutiefst Angst macht.

Speaker: Weil die Folge ist eigentlich die, dass nur die härtesten durchkommen.

Speaker: Und damit überlässt man wirklich auch viele Inhalte, viele Plattformen, den Radikalen, kann man auch hier sagen.

Speaker: Und das ist genau dann der Weg, um sich endgültig von diesen Plattformen zu verabschieden.

Speaker: Ja, also ich denke, wir haben ja heute ein paar Coping-Mechanismen auch vorgestellt.

Speaker: Also ich denke, ich gehe raus mit dem Thema rein persönlich.

Speaker: Sollte das jeder für sich entscheiden, erziehe ich mein Feed?

Speaker: Ist mir das zu anstrengend?

Speaker: Ist es, finde ich, opportun zu sagen, ich lasse das?

Speaker: Also...

Speaker: Genau, da muss man, glaube ich, diese Verwirrung auch mal auflösen, zu sagen, wenn du nicht drin bist, dann bist du draußen aus allem.

Speaker: Das stimmt auch nicht, weil an sich findet dort nicht die gesamte Welt statt, sondern auch wieder ein Zerrbild und es ist uns Menschen zu eigen, zu sagen, ich

Speaker: meine Wirklichkeit besteht aus bestimmten Elementen, die ich mir zusammenbaue, such sie dir und eigentlich ist die Frage, mache ich das über die digitalen Medien, ich nehme jetzt den neuen Begriff an oder nicht, ist eine Entscheidung wie, welchen Fernsehsender schaue ich an, welche Zeitung lese ich, also das kann man auch mal so betrachten.

Speaker: Wichtiger ist, glaube ich, dass man sehr stark darauf achtet, das Thema Resilienz ernst zu nehmen und

Speaker: Ich nehme als Coping-Mechanismus, das kann ich auch nur allen empfehlen, diesen Moment von einer Störung beseitigen.

Speaker: Also wenn du merkst, mir fehlt was, dann egal, was du tust.

Speaker: Und jeder Mensch hat Freunde.

Speaker: Sich aktiv mit denen zu verabreden ist ein erster Schritt.

Speaker: Oder mit denen ein Thema zu finden und sich regelmäßig zu verabreden.

Speaker: Also diese Coping-Mechanismen,

Speaker: Wir passen, zu jedem passt was anderes.

Speaker: Aber das anzunehmen und zu akzeptieren und mal diese Phase, die wir hatten, nicht als die neue Normalität zu sehen, sondern vielleicht als eine Zwischenphase, die wir jetzt möglicherweise auch gern wieder hinter uns lassen können und es nüchterner sehen, das nehme ich jetzt vor allem mit raus.

Speaker: Also das, was du gerade sagst, ich kann das nur unterstreichen, eins zu eins, das ist wirklich genau, ich muss meine eigenen Wege finden, um mich von diesem Druck immer wieder ein bisschen zu entlasten oder den Weg rausfinden.

Speaker: Und das sind viele Sachen, die mir dann wieder Hoffnung machen in dem Bereich.

Speaker: Also wenn ich sehe zum Beispiel, dass es auch immer mehr auch nicht nur in meiner Generation, sondern auch in dieser Generation der 20-, 25-Jährigen, wenn ich mich mit denen spreche, wenn ich an Hochschulen mit denen unterrichte,

Speaker: die sich immer stärker sagen, ja, ich ziehe mich da immer stärker gerade zurück.

Speaker: Ich suche wieder meine Freundeskreise.

Speaker: Wir treffen uns einmal die Woche, treffen wir uns für das und das Thema oder wir sind viel am Reisen.

Speaker: Ich will die wieder live sehen, wenn es irgendwie möglich ist und so weiter.

Speaker: Das ist natürlich auch nochmal eine späte Reaktion auf die ganze Corona-Tabrikation.

Speaker: Zeit natürlich ganz klar, aber dieses, ich will wieder raus und ich brauche das zum Ausgleich.

Speaker: Ich glaube, das ist das, was du auch gerade beschrieben hast.

Speaker: Da ist es die Aufgabe, jedes einzelnen Menschen da seinen Weg zu finden.

Speaker: Und dieser Weg wird noch eine Weile andauern.

Speaker: Aber da haben uns vielleicht die sogenannten sozialen Medien

Speaker: haben uns vielleicht einen Gefallen getan, ihre Radikalisierung, um uns den endgültigen, auf gut gesagt, Tritt in den Arsch zu geben, mach was endlich.

Speaker: Tolles Schlusswort, Dominike.

Speaker: Und das war wie immer ein zauberhaftes Gespräch, auch wenn es nur digital war.

Speaker: Mein persönliches Ziel nächstes Jahr ist, dass ich das, was hinter mir mein Kabuff ist, ich wirklich in ein Podcaststudio verwandle.

Speaker: Und dann lade ich dich vielleicht nochmal ein und wir gucken mal, was draus geworden ist.

Speaker: Ich komme gerne vorbei, sage ich jetzt schon.

Speaker: Genau.

Speaker: Danke dir jetzt erstmal.

Speaker: Grüße nach Berlin und

Speaker: sage allen, die zugehört haben, vielen Dank, immer gerne Kommentare.

Speaker: Ihr seht, ich habe, oder hört es hoffentlich, ich habe mir eine neue Audio-Infrastruktur gegönnt.

Speaker: Ich bin schon ganz gespannt, wie es klingt, nachdem letztes Mal mein Alterssystem mich verlassen hat.

Speaker: Also, ja, das Ende von Social Media ist auf jeden Fall nicht das Ende der Welt.

Speaker: Es ist auch nicht das Ende des Glücks.

Speaker: Es ist wahrscheinlich der Anfang von einer besseren Konversation, die wir miteinander führen können, im Sinne des gemeinsamen Zuhörens.

Speaker: Und darauf freue ich mich.

Speaker: Und schon ist sie vorbei und schlägt in 30 Tagen wieder.

Speaker: Die blaue Stunde.

Speaker: Schreibt uns, teilt und abonniert unsere Podcasts.

Speaker: 20 Blue Hour findet ihr überall dort, wo es gute Podcasts gibt.

Speaker: Und natürlich bei uns auf 20.blue.

Speaker: Bis bald.

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