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Abenteuer Lappland - Reisetipps & Auswanderergeschichten (Part 2) | #047

Hej Schweden
Hej Schweden

3,543 plays · Apr 16, 2025

🎙 ÜBER DIESE FOLGE: Svea und Wiebke waren für den Podcast in Lappland unterwegs. In Wiebkes Nachbarschaft gibt es auch einige andere deutsche Auswanderer, die hoch im Norden ihren Traum verwirklicht haben. Einige dieser inspirierenden Menschen, Geschichten und Projekte möchten Svea und Wiebke hier vorstellen und zum einen Reisetipps teilen, zum anderen Mut dafür machen seinen Traum zu leben. 🔗 ALLE  UNSERE LINKS (Instagram, YouTube, "Kaffeespende" und mehr): https://bio.site/hejschweden 🔗 LINKS ZUR FOLGE: Falls ihr euch die Projekte einmal selbst anschauen möchtet, dann schaut gern bei den Websites / Instagramprofilen unserer Interviewpartner vorbei: Solveig und Svea: https://www.klimpfjallexplorer.com https://www.instagram.com/lappland_explorer?igsh=MWQxdzEwb3NkZW5qcw== Christopher bei Granö Beckasin: https://granobeckasin.com/de/ https://www.instagram.com/granobeckasin?igsh=MTBrbWppNDJvYTg2Zg== Unsere YouTube Videos zum Klimpfjäll: Svea: https://youtu.be/EmaH6UvsTOU?si=r9h8oO2DK31M2kmH Wiebke: https://youtu.be/u6Wcyn954U4?si=m9qmd5E-4BCTy7KJ

Transcript

Speaker: Hey Schweden, von Bulaibü bis Abisko, ein Podcast von Svea und Wiebke.

Speaker: Mikro ist richtig rum?

Speaker: Ja, ich habe nichts mehr verändert.

Speaker: Sehr gut.

Speaker: Und damit herzlich willkommen zum zweiten Teil unserer Lapland-Folge.

Speaker: Wir haben in der letzten Folge ja zwei geteilt, weil sie so lang war, weil wir eben so viele coole Leute interviewt haben.

Speaker: Und genau, wo fangen wir an, Wiebke?

Speaker: Machen wir direkt weiter, machen wir nochmal ein Intro.

Speaker: Was ist unser Plan?

Speaker: Ja.

Speaker: Ich glaube, wir machen nochmal ein kurzes Intro für den Fall, dass die Leute die erste Folge nicht gehört haben.

Speaker: Also wenn ihr es nicht gehört habt, bitte einmal zurückgehen.

Speaker: Wir verlinken euch den ersten Teil in der Beschreibung, weil ihr müsst euch erstmal anhören, damit ihr auch das volle Erlebnis habt.

Speaker: Damit ihr auch wisst, worum es geht.

Speaker: Denn Svea und ich, wir waren hier in Lapland unterwegs, bei mir quasi in der Nachbarschaft und vor der Haustür.

Speaker: Und wir haben Freunde und Bekannte von mir besucht, neue Freunde gefunden.

Speaker: Und

Speaker: Wollten euch mal ein paar Auswanderer-Geschichten vorstellen, die echt spannend sind.

Speaker: Also, falls ihr die erste Folge noch nicht gehört habt, hört sie euch gerne erstmal an, damit ihr ein bisschen Eindruck bekommt, was unser Konzept ist.

Speaker: Und vor allen Dingen, damit ihr nicht Mario und Nancy und Anna und Jeldrik verpasst, um die es da geht.

Speaker: Dann jetzt soll es um Solveig und Svea gehen.

Speaker: Nicht eine andere Svea.

Speaker: Und um Christopher.

Speaker: die auch echt spannende, spannende Wege gegangen sind, hier ganz im Norden von Schweden.

Speaker: Genau.

Speaker: Also nochmal, um anzuknüpfen, wo wir zuletzt waren.

Speaker: Wir haben aufgehört bei Nancy und Mario.

Speaker: Da haben wir die Nacht verbracht und sind dann auch relativ früh wieder am nächsten Morgen nach unserem Interview weitergefahren.

Speaker: Wir hatten ja viel zu tun auf unserem Trip und sind dann Richtung Klimfjell gefahren.

Speaker: Das ist so die Ecke Wilhelmina.

Speaker: Ich glaube, Wilhelmina ist so die nächstgrößere Stadt da.

Speaker: so eine Ecke, damit ihr das so einordnen könnt, geografisch.

Speaker: Und witzigerweise kommt ja die Hälfte der Familie von David aus der Ecke.

Speaker: Das heißt, da war ich auch schon ein paar Mal.

Speaker: Genau, für diejenigen, die das nicht so ganz einordnen können, das ist da, wo der Wildmarks wegen lang geht, den ihr vielleicht der eine oder die andere auch schon kennt.

Speaker: Und wir mussten ganz schön weit fahren, vielleicht erst mal dazu, denn wir haben so ein richtiges Roadtrip-Feeling bekommen.

Speaker: Wir waren nochmal so fünf Stunden unterwegs und wir sind auf echt, echt einsamen Straßen gefahren und waren so richtig in der Wildnis.

Speaker: Es kam dann nochmal Lüchsele als kleine Stadt, wo wir durchgefahren sind.

Speaker: Und dann kam eigentlich nur noch Wilhelmina.

Speaker: Und von Wilhelmina aus ging es dann ja trotzdem noch mal anderthalb Stunden weiter.

Speaker: Und im Endeffekt muss man sich das wirklich so vorstellen, dass man zwischen diesen beiden kleinen Orten, aus nordschwedischer Sicht sind es kleine Städte, aus deutscher Sicht sind es kleine Dörfer.

Speaker: Genau.

Speaker: Ja, dass man da einfach nichts hat außer Wald und Wildnis.

Speaker: Und auch keine Tankstellen, Leute.

Speaker: Also wenn ihr unterwegs seid, tankt bitte vorher, folgen möchten, kann ich es damit.

Speaker: Also wie sowieso immer im Fehlenden-Wordschwehen.

Speaker: Ist keine schlechte Idee auf jeden Fall.

Speaker: Ja, wir haben dann auch noch mal in... Wir hatten zwar noch... Der Tank war noch halb voll, als wir in Wilhelmina ankamen.

Speaker: Aber wir haben dann gesagt, okay, wir tanken jetzt auf jeden Fall noch mal.

Speaker: Weil die nächste Tankstelle war dann in Saxnäs, glaube ich.

Speaker: Also schon im Fjell.

Speaker: Und...

Speaker: Das sind wirklich Entfernungen, aber es ist absolut, absolut traumhaft.

Speaker: Ich finde, es ist genau das, was ich hier oben wirklich liebe, dass man kilometerweit keinen anderen Menschen trifft, auf der Straße vollkommen alleine ist.

Speaker: Ja, auf der Straße alleine, das ist so cool.

Speaker: Diese Landschaft, diese Berge, die immer weiter ansteigen Richtung norwegische Grenze, also absolut, absolut traumhaft.

Speaker: Ein richtiges Erlebnis.

Speaker: Also allein die Fahrt ist schon ein Erlebnis, finde ich.

Speaker: Ja, total.

Speaker: Ich hatte auch so ein bisschen Flashbacks.

Speaker: Ich glaube, das letzte Mal, dass ich da war, also bei, also Davids Mutter kommt aus Wilhelmina und ein Großteil seiner Familie wohnt eben auch noch da im Blyglied in so einem ganz kleinen Dorf.

Speaker: Also wirklich, da ist nix.

Speaker: Da wohnen, keine Ahnung, 20 Leute oder so.

Speaker: Wahrscheinlich alles seine Familie.

Speaker: Aber ich war echt lange nicht mehr da.

Speaker: Das letzte Mal.

Speaker: Ja, ich glaube tatsächlich, das letzte Mal war, als wir zu den Lofoten gefahren sind im Sommer.

Speaker: Und ich hatte so ein bisschen Flashback.

Speaker: 2022?

Speaker: Sommer?

Speaker: 23, 24, 25?

Speaker: Ja, irgendwie so 22 oder 23.

Speaker: Ich weiß gerade nicht mehr ganz genau.

Speaker: Aber nee, und da sind wir auch die gleiche Strecke gefahren.

Speaker: Ich war auch schon im Winter da und im Sommer.

Speaker: Und ich finde, es ist zu beiden Jahreszeiten einfach so eine wunderschöne Gegend.

Speaker: Da ist komplett anders natürlich.

Speaker: Aber

Speaker: Ach, das ist eine ganz, ganz tolle Ecke da oben.

Speaker: Wir waren ja auch noch kurz an diesem Trapsticks-Foschen, da gibt es halt auch so viele Wasserfälle und Stromschnellen und so.

Speaker: Und ja gut, das war jetzt bei uns ein bisschen der Reinfall, weil das ist halt so ein Wasserfall, der ist total cool, der heißt halt so ein Treppenwasserfall, weil er halt wirklich so ist wie Treppen.

Speaker: Wie Treppenstufen, ja.

Speaker: Genau.

Speaker: Und da war ich halt im Sommer und da war natürlich alles cool.

Speaker: Da konnte man dann hinkommen.

Speaker: Und jetzt im Winter wusste ich, dass da zugefroren ist.

Speaker: Aber ich dachte, okay, jetzt war es relativ warm.

Speaker: Der ist wahrscheinlich auf und der war auch auf an einigen Stellen.

Speaker: Allerdings wurde der Parkplatz überhaupt nicht gewartet.

Speaker: Das heißt, wenn ihr mal im März da seid, spart es euch, weil der Parkplatz ist vollkommen voll mit Schnee.

Speaker: Wir haben versucht, da hinzukommen.

Speaker: Wir sind die ganze Zeit eingesackt.

Speaker: Also das war nichts.

Speaker: Aber wir kommen nicht von der Straße aus.

Speaker: Ein bisschen Knie eingesackt.

Speaker: Ja.

Speaker: Ein bisschen bewundern, genau.

Speaker: Vielleicht für diejenigen, die auch bei YouTube unterwegs sind und sich gerne Videos aus Nordschweden angucken.

Speaker: Das war jetzt genau die Region, in der Jonna Jinton auch eine Hütte hat.

Speaker: Und wenn man so Jonna Jinton Videos aus den Bergen sieht, dann ist das genau die Gegend, in der wir jetzt waren.

Speaker: Genau.

Speaker: Ich habe auch noch, ich glaube, mein viralstes YouTube-Video tatsächlich war das, wo wir im Bleiglin waren, in dieser Stüger.

Speaker: Da verlinke ich euch auch noch mal.

Speaker: Da könnt ihr so einen Eindruck haben von, wie das so aussieht im Winter.

Speaker: Ich glaube, das Substicks-Forschung ist eventuell auch da.

Speaker: Mir ist ganz sicher.

Speaker: Das ist auf jeden Fall ein ganz schönes Video.

Speaker: So ein bisschen weihnachtsmäßig.

Speaker: Passt jetzt nicht mehr so ganz in die Zeit, aber vielleicht gefällt es euch trotzdem.

Speaker: Ja, und ansonsten habe ich über unsere Reise auch ein YouTube-Video gemacht.

Speaker: Da seht ihr es dann auch mal, wie es jetzt auch sah.

Speaker: Und da ist auch der Trapsticks-Forschung kurz zu sehen.

Speaker: Aber schaut auch gerne mal unsere YouTube-Kanäle auf jeden Fall an.

Speaker: Und dein Video ist auch mega schön.

Speaker: Das habe ich auch gerne geguckt.

Speaker: Ja, magst du kurz erzählen, warum du da nicht so oft bist?

Speaker: Also wo wohnt Davids Mama jetzt?

Speaker: Weil die wohnt da ja nicht mehr, ne?

Speaker: Nee, genau.

Speaker: Nee, die wohnt in Schlefte.

Speaker: Also da, wo du wohnst.

Speaker: Die ist damals, ich glaube, als junge Frau ist die dann von Wilhelmina Richtung Schlefte gezogen.

Speaker: Ich glaube, es ist relativ oft so, dass die Leute da aus der Ecke nach Schlefte ziehen, weil da einfach leider...

Speaker: sehr wenig ist, was man machen kann und was man arbeiten kann.

Speaker: Aber es ist doch noch ein großer Teil seiner Familie ist noch da.

Speaker: Ich glaube, viele Tanten und Onkels und so wohnen da noch.

Speaker: Und ja, ich finde das so beeindruckend.

Speaker: Ich frage mich immer so in solchen Regionen, also so schön ich das finde, versteht mich jetzt nicht falsch, ich finde das ganz, ganz toll, aber ich frage mich immer, boah,

Speaker: was machen diese Leute, also was machen die beruflich, wie ist das so zu leben, ich meine, wir wohnen ja auch beide auf dem Land, aber wir wohnen ja auch beide ziemlich nah an einer großen Stadt, wo man halt alles hat, so und ich kann mir, glaube ich, nicht vorstellen, für eine Zeit, ja, für eine Zeit könnte ich mir vorstellen, mal ein Jahr oder so richtig aussteigermäßig zu machen, aber so immer, immer so zu leben, ich glaube, das wäre mir doch zu einsam.

Speaker: Also ich kann es mir tatsächlich schon vorstellen, ich würde richtig gerne im Fjell leben.

Speaker: Was mich ein bisschen beängstigen würde, ist einfach die medizinische Versorgung, denn das nächste Krankenhaus ist halt in Lüchsele und da kann nicht alles gemacht werden.

Speaker: Lüchsele sind halt so vier Stunden entfernt, würde ich sagen, dreieinhalb, vier Stunden.

Speaker: Und das nächste große Krankenhaus ist in Umeå und das sind halt aus dem Fjell manchmal locker sechs Stunden.

Speaker: Und das ist auch mit dem Hubschrauber mal nicht ganz schnell erledigt.

Speaker: Naja, klar.

Speaker: Das war Davids Onkel tatsächlich, der hat Öndersmark, also das kleine Dorf, wo seine Familie herkommt, also in der Nähe von Schleff, das ist jetzt nicht Wilhelmina, aber da hat er eine Fotoausstellung gemacht, das war auch total cool zu sehen, wie das da war.

Speaker: Und jetzt wurden noch elf Leute, ich glaube zehn, wohnen noch da in dem Dorf.

Speaker: Damals war das halt, ja, haben da ganz viel Familien gewohnt, Business gehabt und so weiter, aber stirbt halt alles aus, ne?

Speaker: Ja, und es hat leider ganz viel, also hier gibt es auch einige Museen in Schleftio und da fand ich mal so interessant, da habe ich auch mal eine Ausstellung besucht und das hat ganz viel mit der Globalisierung tatsächlich zu tun, denn hier wurde ganz viel Landwirtschaft betrieben in Nordschweben und ja, durch die günstigere Importstruktur, dass man quasi einfach Essen importiert, konnten diese Dörfer einfach nicht überleben.

Speaker: Das ist echt schade.

Speaker: Deswegen sieht man hier auch sehr, sehr viele, das haben wir auch bei unserem Roadtrip gesehen, sehr, sehr viele leerstehende, verfallene Häuser in der schönsten Region, in den schönsten Gebieten, die leider einfach verfallen.

Speaker: Und das finde ich immer so ein bisschen traurig an der ganzen Geschichte, weil es war halt bis vor relativ kurzer Zeit, also 50, 60 Jahre, da war es halt noch so, dass da wirklich die Dörfer belebt waren, dass es da Schulen gab, dass es auch noch Krankenstationen gab und so weiter und so fort.

Speaker: Also wer weiß, vielleicht gibt es da ja auch mal wieder einen Wandel zurück.

Speaker: Wer weiß.

Speaker: Wo du gerade Schule sagst, dazu haben wir ja auch noch was in unserem nächsten Interview.

Speaker: Da ging es nämlich ja um so ein Thema, dass eine Schule geschlossen werden sollte.

Speaker: Aber dazu später mehr.

Speaker: Fokussieren wir uns jetzt erst mal auf Svea und Solvei.

Speaker: Oder Solli haben wir ja gelernt.

Speaker: Ich fühle mich immer so unsicher.

Speaker: Solvei sagen, Solvei.

Speaker: Wir sagen Solli.

Speaker: Weil ihr euch auch mal Solli vorgestellt.

Speaker: Grüße an euch.

Speaker: Aber zuallererst sind wir in so eine abenteuerliche Straße gefahren in, wie hieß dieses Dorf?

Speaker: Fakumacke?

Speaker: Fakumacke.

Speaker: Fak-Momakke?

Speaker: Fak-Fat-Momakke.

Speaker: Fak-Momakke.

Speaker: Genau, das war unser erster Punkt, wo wir sie getroffen haben.

Speaker: Ich muss auch sagen, die ganze Zeit, Wiebke hat die Strecke geplant und ich bin halt so jemand, der immer selber plant und alles so visuell braucht und ich bin einfach so jetzt mal mitgegangen mit Wiebke und mitgefahren.

Speaker: Und deswegen konnte ich mir nicht merken, wie dieser Ort hieß, weil ich ihn nicht visualisiert habe.

Speaker: Bist du, was ich meine?

Speaker: Ich hatte den nur so immer gehört.

Speaker: Wie heißt dieser Ort?

Speaker: Und da sind wir auf jeden Fall hingefahren.

Speaker: Dann haben wir erstmal Svea getroffen und Jimmy.

Speaker: Da arbeitet auch mit denen mit dabei.

Speaker: Und noch eine Dame, die Carina hieß oder immer noch heißt, hoffe ich.

Speaker: Und das ist eine...

Speaker: Und Samen, sagt man das so?

Speaker: Ich bin da immer so unsicher auf Deutsch.

Speaker: Und die hat uns in diesem kleinen Dorf eine kleine Führung gegeben, die total spannend war.

Speaker: Ich hatte auch gerade, als ich in Finnland war, vor zwei Wochen oder so, gerade in meiner Story über genau das Thema gesprochen, dass ich früher, ehrlich gesagt, nie irgendwie solche Stadtführungen oder irgendwie sowas gebucht hätte oder sowas gemacht hätte.

Speaker: hatte.

Speaker: Ich fand es immer ein bisschen langweilig und so, aber ich hatte bis jetzt irgendwie immer nur wirklich Leute, die wirklich interessant waren und ich finde, man sieht halt immer so Orte mit ganz anderen Augen und man sieht halt viel mehr, was man sonst gar nicht wüsste.

Speaker: Also so kleine Details und so und ich hätte auch ehrlich gesagt nicht gedacht, dass in diesem kleinen Ort, da war ja fast nichts, dass man da so viel erzählen könnte, dass da so viel Geschichte ist, so viel Sami-Geschichte ist.

Speaker: Also das war total spannend.

Speaker: Sie ist da mit uns rumgelaufen.

Speaker: Teilweise muss man Schneeschuhe anziehen, weil da ist noch sehr viel Schnee da rumgelaufen.

Speaker: Das lieben wir ja so, Schneeschuhwandern ist ja genau unser Ding, Wiebke.

Speaker: Aber was ganz witzig war, es war halt so ein Kirchengelände und da hat es ja nur passiert, wie damals die Samen dazu halt gezwungen worden sind, zum christlichen Glauben überzugehen und so weiter.

Speaker: Das ist ja eine sehr lange Geschichte, über die wir dann auch nochmal mit Johann, unserem...

Speaker: freundsprechend in voller Länge.

Speaker: Aber darum ging es halt so in der Nutshell.

Speaker: Und da haben eben auch ganz viele Sami-Familien ihre Cote, also diese traditionellen Grillhütten, aber eben nicht so, wie man sie heute kennt, sondern diese jetzt so alten, einfachen gebauten Holzhütten.

Speaker: Also eigentlich wie so ein, man muss sich so ein bisschen vorstellen, wie so ein Tippi.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Diese Tippis gibt es ja auch und die aber jetzt aus Holz gebaut, als feste Bauwerke.

Speaker: Genau.

Speaker: So ungefähr sehen die aus, ein bisschen speziell.

Speaker: Da sind über 80 von denen.

Speaker: Ja, und also auch noch so im Wald und so versteckt und so, weil wir konnten halt nur so eine Hand vorsehen.

Speaker: Da dachte ich, ach krass, es sind auch so viele.

Speaker: Und das Witzige war nämlich da, weil sie sagte, ja, und da haben hier ganz viele Sami-Familien aus der Umgebung, haben ihre Hütten.

Speaker: Und dann meinte ich so, kennst du vielleicht Cardin und Einar?

Speaker: Weil wie gesagt, Davids Familie wohnt dann doch in Bleiglien und Davids Tante hat einen Samen geheiratet.

Speaker: Genau, Einar heißt er.

Speaker: Also Einar und Cardin sind super, super lieb.

Speaker: Die hören nicht zu und so würde ich sie grüßen.

Speaker: Ich verstehe, was wir hier reden, aber auch so super, super herzliche Leute.

Speaker: Ich habe mich mit denen immer so wohl gefühlt.

Speaker: Und da hatte ich halt gefragt, kennst du die zufällig?

Speaker: Und dann sie so, ah ja, ja, einer ist mein Cousin.

Speaker: Also so ein bisschen so klischee-mäßig, so irgendwie kennen sich alle Samen.

Speaker: Aber gefühlt ist es auch so.

Speaker: Also gefühlt kennt jeder Birdie, egal wo du bist.

Speaker: Und bis jetzt war das auch Johann.

Speaker: Ja, Johann, stimmt.

Speaker: Jeder kennt Johann.

Speaker: Sie kannte ja auch Johann.

Speaker: Na klar.

Speaker: Alle kennen sich, ja.

Speaker: Ja, das war irgendwie so witzig.

Speaker: Die kennen sich nicht nur, es ist Verwandtschaft.

Speaker: Aber dann hatten wir diese Tour gemacht.

Speaker: Genau, ich glaube, die Sachen, die wir in der Tour gelernt haben, da haben wir ganz viel mitgenommen.

Speaker: Das ist auch so ein bisschen Recherche für uns gewesen, für diesen Podcast über die Sami.

Speaker: Für die, die es jetzt nicht wissen, die Samen oder die Sami, wie sie sich selber nennen, sind das letzte indigene Volk Europas.

Speaker: Die ganze Geschichte von denen fand ich auch da wieder mega spannend, was Carina erzählt hat, aber auch wiederum ziemlich traurig.

Speaker: Also ich glaube auch der Podcast mit Johan, da haben wir dann Johan als Experten, der selber Same ist, eingeladen.

Speaker: Der wird auf jeden Fall harter Tobak, wo man Schweden vielleicht aus einem anderen Licht sieht.

Speaker: Aber das würde jetzt so ein bisschen den Rahmen sprengen.

Speaker: Deswegen haben wir uns gedacht, wir hüpfen da jetzt wieder drüber.

Speaker: Genau wie bei der letzten Folge, als es um Börje ging.

Speaker: Da haben wir mit ihm ja auch darüber gesprochen.

Speaker: Also ihr merkt, wir haben so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Speaker: Und zwei beziehungsweise drei Folgen recherchiert.

Speaker: Damit wir hier auch keinen Quatsch erzählen.

Speaker: Wir wollen uns ja wirklich informieren und mit den Leuten vor Ort sprechen.

Speaker: Aber wir wollen ja jetzt euch die Auswanderergeschichte von Solli und Svea so ein bisschen erzählen.

Speaker: Deswegen hüpfen wir jetzt ein bisschen weiter in der Zeitlinie.

Speaker: Was haben wir denn dann gemacht mit denen, nachdem wir in Fatmumacke waren?

Speaker: Genau, in Fatmumacke, ja.

Speaker: Dann sind wir weitergefahren ins Klimfjell.

Speaker: Und haben erst mal direkt so eine Schneemobiltour gemacht.

Speaker: Weil das wurde langsam dunkel.

Speaker: Und ich glaube, die wollten uns halt noch so einen richtig tollen Ausblick zeigen.

Speaker: Da geht es mir so ein Punkt im Klimpfjell, so einer der höchsten Berge, wo man die ganze Stadt, also Stadt und Stadt, also den Ort sehen kann.

Speaker: Und da sind wir erst mal hochgefahren und haben eine kleine Fika gehabt mit Tee.

Speaker: Und du hast gesagt, es waren die besten Zimtschnecken, die du hattest in Schweden.

Speaker: Ja, die waren so gut.

Speaker: Ohne Kadamom.

Speaker: Wohlgemeint.

Speaker: Ohne Kadamom.

Speaker: Ja, selbstgebackene Zimtschnecken, nicht zu süß.

Speaker: Man hat ein bisschen gemerkt, wahrscheinlich das Deutsche, die gemacht hat.

Speaker: Die waren super lecker.

Speaker: Die waren super lecker.

Speaker: Und da hatten wir, wir sind ja nicht selber mit dem Schneemobil gefahren, sondern wir sind mit so einem coolen Schlitten gefahren.

Speaker: Die hatten so einen Anhänger dran gespannt.

Speaker: Und da sind wir dann hochgesaust und wir hatten echt viel Spaß.

Speaker: Aber es war auch ein bisschen Nervenkitzel, muss man sagen.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, ich hatte auch noch später gesagt, zu Svea, glaube ich, am nächsten Tag, kennst du diesen Nervenkitzel, wo man so Todesangst hat, aber das auch irgendwie geil ist?

Speaker: Und Svea so, nee, kenn ich nicht.

Speaker: Ich denke immer, Todesangst ist irgendwie scheiße, weil...

Speaker: Wir sind ja dann, also wir sind wieder zurückgefahren und wurden dann, ja kurz darauf, dann nochmal mit dem Schneemobil über einen gefrorenen See zu unserem Camp für die Nacht gefahren, weil es wir und Solvay haben eben ein ganz, ganz tolles Camp aufgebaut, auch das wieder so in relativ kurzer Zeit.

Speaker: aus wie nichts, was ganz Tolles geschaffen.

Speaker: Und das Coole ist da eben, dass dieses Camp so wirklich in der Wildnis ist.

Speaker: Du bist an so einem See, aber du kommst zu diesem Camp halt im Sommer nur mit dem Boot und im Winter nur mit dem Schneemobil.

Speaker: Und hinter dem Camp, wir haben geschaut auf Google Maps, sind so 30 Kilometer mindestens, ist da einfach nichts.

Speaker: Keine Zivilisation, keine Straße.

Speaker: Das ist wirklich nur Wildnis.

Speaker: Dafür mussten wir aber, wie gesagt, eben über diesen See rüberfahren mit dem Schneemobil.

Speaker: 15 Minuten.

Speaker: Ja, das war echt lang.

Speaker: Und

Speaker: Also ich meine, die Schweden, die Nordschweden, die kennen sich aus, die können das einschätzen, aber es ist trotzdem ein bisschen gruselig, wenn du so im Dunkeln über diesen See fährst, alle sagen, das ist ein ganz schön warmer Winter, taut ja schon alles und dann überall so Löcher in diesem Eis sind und Wasser auf diesem See steht.

Speaker: Also wir hatten wirklich diese Todesangst, weil das wiegt ja auch.

Speaker: Schneemobil wiegt ja je nachdem, 3, 4, 5, 600 Kilo, je nach Ausführung.

Speaker: Und dann uns drei, plus diesen riesen Anhänger, also waren ja bestimmt bei einer Tonne oder so insgesamt oder sogar noch mehr.

Speaker: Und ich hatte echt Schiss, dass wir einbrechen.

Speaker: Und wir haben so ein bisschen geschrien da hinten.

Speaker: Und ich dachte mal, hoffentlich hört Isaac, Isaac ist der vierte Herr, der da mitarbeitet, es sind vier Leute, die das machen.

Speaker: Er hört das nicht, dass wir da irgendwie gerade um sein Leben schreien.

Speaker: Aber das war halt der gute Nervkitzel, das meine ich.

Speaker: Das war halt der, wo du denkst, oh ja, ich bin am Leben.

Speaker: Ja, ich hatte auch so ein bisschen so ein Flashback, weil ich bin ja tatsächlich mit so einem Schlitten und Anhänger schon mal eingebrochen im Eis.

Speaker: Oh Gott.

Speaker: War an sich auch alles gar nicht so schlimm, weil es war nicht das richtige Eis.

Speaker: Also es war auf dem Fluss und da ist eben ähnlich wie jetzt bei uns, war auf dem Eis, das Eis war so schwer, ist runtergesackt und dann ist quasi wieder Wasser übergespült worden, ein bisschen gefroren und dann sind wir da eingebrochen quasi.

Speaker: Aber da drunter war immer noch genug Eis.

Speaker: Aber ich stand halt mitten auf dem Fluss

Speaker: bis zum Knie im Wasser und hatte einfach komplette Todesangst, weil wir diesen Schlitten nicht mehr rausbekommen haben und das Schneemobil quasi richtig eingesunken ist schon.

Speaker: Ich hatte richtig Schiss, auch als wir jetzt da gefahren sind, wahrscheinlich auch wegen dieser Erfahrung.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: klar.

Speaker: Also ich weiß nicht, ich finde so Wasser, Eis, ich finde das alles cool, aber ich bin da auch noch zu deutsch.

Speaker: Ich habe da so ein bisschen immer noch Panik einfach.

Speaker: Ja, die verstehe ich.

Speaker: Aber es ist alles gut gegangen.

Speaker: Wir sind heil angekommen auf der Insel und dann hatte ich mit Lisa gerade noch mal gesprochen.

Speaker: Ja, auf der anderen Seite des Sees.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Das war keine Insel.

Speaker: Das war keine See.

Speaker: In Sekunden später.

Speaker: Aber naja, der Schnee schmilzt halt.

Speaker: Ja gut, ich vertraue Isaac und Jimmy, die beiden, die da die Scooter-Tour machen.

Speaker: Die fahren wahrscheinlich schon seit über 20 Jahren Scooter, die kennen sich aus.

Speaker: Aber ja, war auf jeden Fall cool.

Speaker: Dann sind wir angekommen.

Speaker: Cool und aufregend.

Speaker: Ja, am Camp.

Speaker: Und da haben dann auch schon Svea und Solli wieder auf uns gewartet.

Speaker: Und die haben es so schön gemacht.

Speaker: Ja, Wahnsinn.

Speaker: Wahnsinn.

Speaker: Okay, das müssen wir jetzt mal kurz bildlich beschreiben.

Speaker: Also erstmal kamen wir an mit dem Schneemobil und auf dem Eis, so ein paar Meter vor dem Ufer, da hatten die so ein Loch ins Eis gemacht für Eisbaden, was wir natürlich nicht gemacht haben, weil wir zwei Schisser sind.

Speaker: Zwei Luschen sind.

Speaker: Weil wir dann meinen, oh komm schon, das ist so guter Content, das müssen wir jetzt mal machen, weil das war so schön.

Speaker: Die hatten auch überall diese Flacken.

Speaker: Facken, diese Marschall-Lichter und so weiter.

Speaker: Es war super, super gemütlich.

Speaker: Und dann direkt unten am Wasser war dann eine Sauna.

Speaker: Und dann hatten wir das Tentipi, wo wir drin geschlafen haben.

Speaker: Mit Ofen dieses Mal.

Speaker: Ihr erinnert euch vielleicht an die Leute, die die Folge gehört haben.

Speaker: Vor ungefähr genau einem Jahr.

Speaker: Da sind wir fast erfroren in so einem Tentipi, weil wir keinen Ofen hatten.

Speaker: Und es waren minus 17 Grad.

Speaker: Diesmal

Speaker: Dazu später mehr.

Speaker: Wir haben sehr gut geschlafen.

Speaker: Es war warm, aber so viel können wir schon mal sagen.

Speaker: Und dann gab es natürlich auch eine Cota, eine Grillhütte, ein kleines Plumpsklo.

Speaker: Um alles herum, es war wie so ein kleines, ja, weiß ich auch nicht.

Speaker: Paradies.

Speaker: Ja, es war super schön.

Speaker: Und überall die Lichter, das hat mir so gut gefallen.

Speaker: Genau.

Speaker: Alles gedacht.

Speaker: Also es gab eine Bluetooth-Box zum Musikhören.

Speaker: Man konnte noch sein Handy laden, weil da nämlich, also ansonsten ist der Platz total autark, aber es gibt halt Solarpanele auf dem Dach.

Speaker: Das heißt, man hat ein bisschen Strom, man hat ein gutes Netz, auch sehr wichtig.

Speaker: Also man kann um Hilfe rufen, wenn irgendwas ist.

Speaker: Und es war wirklich einfach alles da in dieser Grillhütte, die war wie eine eigene Küche, da war alles da, was man brauchte.

Speaker: Also ich sag mal so, da merkst du, dass das Frauen gemacht haben, also wirklich, das war so durchdacht, das war wirklich alles da und es war super gemütlich, also wirklich toll, also Hut ab Mädels, habt ihr wirklich toll gemacht.

Speaker: Mhm, ja.

Speaker: Und tja, dann haben wir da wunderbar geschlafen.

Speaker: Wir haben auch wirklich geschlafen wie die Steine.

Speaker: Also ich hab so tief auf das geschlafen.

Speaker: Ich war echt überrascht, weil erst mal, wir kamen da so rein.

Speaker: Ich dachte, okay, es war jetzt auch nicht so super kalt draußen.

Speaker: Nachts waren das vielleicht 0 Grad, 1, 2 Grad so.

Speaker: Also es war jetzt ja nicht so kalt wie letztes Mal, als wir so ein Zelt geschlafen haben.

Speaker: Aber ich dachte, da war so ein Dieselofen drin.

Speaker: Kannte ich auch noch nicht.

Speaker: Also ich hab noch nie mit so einem Ding hantiert.

Speaker: Ähm,

Speaker: Mach keine Geräusche.

Speaker: Ich dachte, das macht vielleicht Geräusche.

Speaker: Überhaupt nicht.

Speaker: Hast halt die ganze Zeit so eine kleine Flamme im Zelt drin.

Speaker: Und ich dachte, dass es vielleicht acht bis zehn Grad da drin warm ist.

Speaker: Dann hast du halt einen Schlafsack.

Speaker: Aber das war ja einfach.

Speaker: Also gefühlt war das 20 Grad da drin.

Speaker: Ich fand, das war vollendig warm.

Speaker: Ja, das war 20 Grad, ja.

Speaker: richtig gemütlich.

Speaker: Wir haben auch den Ofen die ganze Nacht laufen lassen.

Speaker: Und das ist richtig schon eingemummelt auf so unseren Rentierfellen und Schlafsäcken und so.

Speaker: Also wir waren richtig kuschelig warm.

Speaker: Ich fand das so gemütlich.

Speaker: Und dieser Dieselofen, da waren so kleine Löcher drin.

Speaker: Zur Belüftung, schätze ich mal.

Speaker: Und da hast du so die ganze Flamme gesehen, dass das aussehen, dass du so glitzert hättest.

Speaker: Ich fand das so total beruhigend und so ein ganz leichtes Sausen die ganze Nacht von diesem Ofen.

Speaker: Also ich hab so gut geschlafen.

Speaker: Ich hab auch so gut geschlafen.

Speaker: Das war absolut der Wahnsinn, ja.

Speaker: Ja, und am nächsten Morgen wurden wir dann wieder abgeholt.

Speaker: Nee, warte, wir müssen noch mal eine Sauna erzählen, weil da war noch ein Ding, was ich noch mal hier... Ach so, stimmt, Entschuldigung, wir waren noch in der Sauna.

Speaker: Ja, weil, noch mal zum Thema, alles gut durchdacht, von der Sauna aus konnten wir dann auch die Nordlichter sehen und ich hatte dann... Das war toll.

Speaker: Ja, ich hatte die beiden noch mal gefragt am nächsten Tag und die meinten so, ja, das war auch ein Akt, die richtige Richtung rauszufinden, in welche Richtung dieses Fenster jetzt soll, aber sie haben alles richtig gemacht, weil wir haben die Nordlichter von der Sauna aus gesehen, das war auch für uns mal das erste Mal, ne?

Speaker: Also Sauna und Nordlichter

Speaker: Die Kombination hatte ich noch nicht.

Speaker: Das war echt cool.

Speaker: Das war toll.

Speaker: Also war ein absolut tolles Erlebnis.

Speaker: Ich habe jetzt gleich das schon ein bisschen für Midsommar klar gemacht.

Speaker: Ich möchte nämlich gerne Midsommar feiern, dass wir uns da nochmal sehen.

Speaker: Ich glaube, das wird richtig cool, auch im Sommer das mal zu erleben, wie das dann ist, mit dem Boot dahin zu

Speaker: Also ich war vollkommen begeistert.

Speaker: Es ist ja auch so ein Traum von mir und Tobi, mal so eine Hütte im Fjäll zu haben oder vielleicht eine Hütte in so einem wäglös Land, heißt das ja auch in Nordschweden, also wo man ein Grundstück hat in einem Bereich, wo es keine Straßen hingibt.

Speaker: Also wo man wirklich mit dem Hubschrauber hinkommt, mit dem Schneemobil oder mit dem Boot.

Speaker: Und es gibt hier einige Leute, die solche Hütten haben in der absoluten Wildnis.

Speaker: Und das ist so von Tobi und mir so ein kleiner Traum, dass wir das auch gerne mal hätten, dass man so richtig, richtig weg von allem ist, was man ja hier oben in Nordschweden auf jeden Fall auch schaffen kann.

Speaker: Und das ging so in die Richtung.

Speaker: Also für mich war das ein richtig tolles Erlebnis.

Speaker: Und ja, die Sauna, wir sind ja nach der Sauna, wollten wir dann noch Eisbaden gehen, aber dann hat es auch angefangen zu schneien.

Speaker: Es schneite dann ganz doll.

Speaker: Und dann haben wir gesagt, nee, das ist jetzt so warm, es ist jetzt auch nicht.

Speaker: Ja, ich habe ja zu unserer Ehrenrettung.

Speaker: Wir sind ja beide noch nicht wirklich Eisbahnen gewesen.

Speaker: Das Einzige, was so drankommt, ist halt, dass ich im November in Tallinn, das waren so, ja, das waren auch so zwei, drei Grad Lufttemperatur.

Speaker: Da bin ich nach der Sauna in dieses Wasser rein und ehrlich gesagt hat mir das schon gereicht.

Speaker: Wenn ich mir jetzt noch vorstelle, dass das See noch gefroren ist.

Speaker: Naja, irgendwann mal, Leute, irgendwann mal machen wir das, aber

Speaker: Naja, vielleicht seid ihr eher mutiger als wir, wenn ihr da mal bei Svea und Soli vorbeischaut und Eisbaden macht.

Speaker: Könnt ihr mal berichten.

Speaker: Genau, und dann sind wir abgeholt worden am nächsten Tag und dann durften wir ja selber nochmal Schneemobil fahren.

Speaker: Das macht super Spaß und wir hatten einen elektrischen sogar.

Speaker: Das kenne ich auch noch nicht.

Speaker: Das war cool.

Speaker: Ich glaube, wir sind beide bis jetzt nur normale Benziner, ne?

Speaker: Oder das Diesel, weiß ich gar nicht.

Speaker: Normalerweise ist es, glaube ich, Benzin.

Speaker: Benzin, da sind es eigentlich.

Speaker: Genau, das war aber auch für uns das erste Mal, zum Elektroscooter zu fahren.

Speaker: Und es hat mega Spaß gemacht.

Speaker: Wir hatten auch wieder so Glück mit dem Wetter, ne?

Speaker: Das hab ich noch gar nicht gesagt.

Speaker: Das ist ja erstaunlich, hab ich in der letzten Folge noch gar nicht gesagt.

Speaker: Weil im Auto hab ich die ganze Zeit die Biblia auch wieder genervt.

Speaker: Und meine so, wir haben Glück mit dem Wetter, ne?

Speaker: Das ist so dein Ding, so dein Ding ist das Mikrofon, mein Ding ist beim Glück und weiter.

Speaker: Nee, aber es war wirklich schön, also so richtig tollen blauen Himmel, strahlenden Sonnenschein und dann ins Fjell rauszufahren mit so einem schönen Tempo auf so einem Ding, das war schon, das war richtig, richtig herrlich.

Speaker: Und dann durften wir beide mal fahren, haben uns abgewechselt und sind noch ein ganzes Stück gefahren.

Speaker: Und um das so ein bisschen zu beschreiben, wie das aussieht, also wenn ihr euch so den Nordpol vorstellt, so sieht es halt im Fjell oben aus, oberhalb der Baumgrenze.

Speaker: Also es ist halt nur noch weiß.

Speaker: Also man hat nur noch weiß um sich und dann den blauen Himmel.

Speaker: Und diese ganz klare Luft, also es war einfach ein herrliches Gefühl.

Speaker: Das hat so viel Spaß gemacht.

Speaker: Ich würde am liebsten gleich wieder meine Sachen packen und dahin fahren.

Speaker: Das ist wirklich schön.

Speaker: Aber es war ein ganz tolles Erlebnis.

Speaker: Und vor allen Dingen fand ich es auch cool, mal mit so einem E-Scooter zu fahren, also mit einem Elektroschneemobil.

Speaker: Die sind relativ neu auf dem Markt und die Reichweite war jetzt noch nicht super lang, war irgendwie 30 Kilometer oder so.

Speaker: Aber es war super.

Speaker: Wir sind damit super ausgekommen.

Speaker: Ja, weil wir hatten, ich weiß nicht, wir hatten auf der Uhr 19, glaube ich, am Anfang.

Speaker: Und dann sind wir aber lange gefahren.

Speaker: Also wir sind ziemlich weit gefahren und hatten wir am Ende noch 13, glaube ich, oder so übrig.

Speaker: Also das...

Speaker: Ja, das war ganz schräg irgendwie.

Speaker: Die Reichweite war besser als erwartet.

Speaker: Ist auch besser so rum als andersrum.

Speaker: Aber Wiedke, wollen wir mal das Interview von Solly und Svea einblenden?

Speaker: Weil die haben ja auch eine spannende Geschichte und vor allem auch so eine lange Verbindung schon zu der Region, schon seit sie ganz, ganz klein sind.

Speaker: Ich würde sagen, wir spielen euch mal das Interview ein, dann könnt ihr noch ein bisschen mehr über die beiden erfahren.

Speaker: Wir sind gerade in einem ganz besonderen Ort, für mich zumindest, weil ich mich in solchen Orten nicht so oft aufhalte, weil ich nicht Ski fahren kann.

Speaker: Und ich sehe gerade um mich herum ganz viele Skihelme und Snowboards und Skier und so weiter.

Speaker: Und wir haben hier zwei Damen dabei.

Speaker: Wollt ihr euch mal kurz vorstellen, wer ihr seid und wo wir hier eigentlich gerade sind?

Speaker: Ja, hallo.

Speaker: Ich bin Sulwe.

Speaker: Und das ist Svea.

Speaker: Svea, meine Schwester.

Speaker: Wer hat uns verbindet heute?

Speaker: Wir sind Schwestern und wir sind die Gründer von Klimfjell Explorer.

Speaker: Und wir sind jetzt gerade im Ski-Center in Klimfjell.

Speaker: Und ja.

Speaker: Genau, Klimfiel Explorer.

Speaker: Wir durften heute Nacht bei euch im Camp schlafen.

Speaker: Ihr habt ein ganz tolles Glamping-Camp in der Wildnis aufgebaut und zwar richtig in der Wildnis.

Speaker: Dieses Camp ist nur zu erreichen im Winter mit dem Schneemobil über den See, wenn man über den See fährt und im Sommer nur mit dem Boot.

Speaker: Es gibt keine Straßen dahin.

Speaker: Und wir haben mal geschaut, so hinterm Camp, da ist erstmal so kilometerweit nichts.

Speaker: Keine Straße, keine Zivilisation.

Speaker: Nur Wildnis, ja richtig krass.

Speaker: Die absolute Wildnis, wie man sich das eigentlich eher so aus Kanada vorstellt oder so, das findet ihr hier.

Speaker: Und jetzt waren wir natürlich total überrascht, als wir vorher schon Kontakt hatten und so, dass ihr zwei Mädels aus Berlin seid.

Speaker: So wie ich, richtig cool.

Speaker: Berlin City Crew hier.

Speaker: Und wir finden das natürlich total spannend.

Speaker: Also was macht ihr hier genau?

Speaker: Was bietet ihr hier an mit eurer Firma, die ihr gegründet habt?

Speaker: Und ja, vielleicht wollt ihr mal ein bisschen dazu erzählen,

Speaker: wie ihr aus Berlin City hergekommen seid.

Speaker: Ja, vielleicht erst mal, wie seid ihr überhaupt hier gelandet?

Speaker: Ja, das ist tatsächlich auch die Frage, die wir am meisten hören von allen, weil das so aus dem Nichts so wirkt.

Speaker: Ja, wie gesagt, wir kommen aus Berlin-Kreuzberg, sind da geboren und aufgewachsen.

Speaker: Und ich glaube, man muss eigentlich unsere Geschichte so ein bisschen erzählen, damit man das verstehen kann, wieso wir hier gelandet sind oder wie.

Speaker: Es fängt eigentlich an mit unserem Vater, der hier

Speaker: angekommen ist oder das erste Mal in Skandinavien war mit 17 Jahren und dann unsere Mutter dafür auch begeistert hat und dann uns natürlich auch.

Speaker: Meine Schwester Svea, die war hier das erste Mal mit zehn Wochen am Nordkap und ich war schon im Bauch meiner Mutter.

Speaker: Also wir waren quasi... Ja, es wurde uns quasi in die Wiege gelegt, kann man so sagen.

Speaker: Und dann waren wir jeden Sommer waren wir in Skandinavien unterwegs

Speaker: Und das war immer für uns so eine Oase, vielleicht so kann man sagen.

Speaker: Der perfekte Ausgleich zum Berliner hektischen Alltag.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Weil wir natürlich mitten in der Stadt aufgewachsen sind.

Speaker: Und dann war das immer so die vier bis sechs Wochen im Sommer, wo wir uns schon immer darauf gefreut haben und dann den Familien Isuzu Jeep gepackt haben und dann hier hochgefahren sind.

Speaker: Und dann waren wir Wildcampen im Sommer hier an ganz verschiedenen Orten.

Speaker: Aber eben auch fast immer waren wir im Klimmpferd irgendwann.

Speaker: Und vor allem halt auch wegen Stegnyok, wegen der Hochebene und waren da für ein paar Tage und haben es hier so genossen.

Speaker: Und deswegen kannten wir das jetzt auch schon so.

Speaker: Da habe ich mich gefragt, so gestern Abend, als ich bei euch im Zelt lag und so schön eingekuschelt war, da habe ich mich so ein bisschen gefragt, wie ist es eigentlich für euch?

Speaker: Was ist so Heimat?

Speaker: Weil ich meine, irgendwie ist es ja auch total der Teil eures Lebens hier oben.

Speaker: Und natürlich Berlin.

Speaker: Aber wie würdet ihr das beschreiben?

Speaker: Weil das war ja nicht so ein richtiges Auswandern.

Speaker: Das war irgendwie nicht so ein richtiger Sprung ins vollkommen Unbekannte.

Speaker: Wie würdet ihr das beschreiben?

Speaker: Es ist total... Also, wie soll man das beschreiben?

Speaker: Es ist total verrückt, so aufzuwachsen, weil es halt wirklich für uns diese Monate im Sommer waren dann immer so eine tolle Zeit.

Speaker: Und wir haben das immer so viel genossen.

Speaker: Und ich glaube, wenn wir an unsere Kindheit zurückdenken, dann ist das wirklich so eine...

Speaker: ja, die eine der besten Erinnerungen unserer Kindheit, hier oben zu sein.

Speaker: Und ich glaube, auch in der Vorbereitung, als wir so ein bisschen hier gesprochen haben über den Podcast, haben wir auch gesagt, das ist ein Heimatsgefühl, obwohl das natürlich nicht, wir kommen nicht von hier so, aber wir kennen das hier schon so lange.

Speaker: Also es gibt Bilder von uns, da haben wir an der

Speaker: Hotelhütte gespielt als kleine Kinder 1998 glaube ich.

Speaker: Und da ja, das ist halt so, wie als würden wir von ihr kommen, aber wir kommen nicht von hier.

Speaker: So fühlt sich das teilweise an.

Speaker: Aber so wurden wir auch aufgenommen hier im Dorf, weil das glaube ich schon so sehr, weil wir durch unsere ganzen Erfahrungen, die wir hier hatten, auch einfach

Speaker: direkt aufgenommen wurden in die ganze Gemeinschaft.

Speaker: Super, aber das ist auch nicht selbstverständlich finde ich, gerade wenn man so sehr sehr weit in den Norden zieht.

Speaker: Ja und es ist ja hier auch schon eine abgelegene Gegend.

Speaker: Also Klimpfjell, was hat ihr gestern gesagt?

Speaker: 96 Einwohner?

Speaker: Ja ungefähr so 90 Einwohner, die immer hier leben und dann gibt es so Ferienhütten.

Speaker: Von 4 Millionen in Berlin.

Speaker: Ja, das ist ein großer Unterschied.

Speaker: Wir kennen wirklich jeder jeden.

Speaker: Aber ich glaube das war auch nur deswegen so möglich für uns, dass es so ein großer Unterschied ist, weil wir

Speaker: Wir gehen ja auch immer wieder zurück nach Berlin für Urlaub oder halt für Projekte.

Speaker: Aber dann ist das eben so ein riesen, riesen Unterschied und das macht das was so schönes.

Speaker: Diese Natur und diese Ruhe und du hast die Hektik so gar nicht.

Speaker: Ein ganz anderes Zeitgefühl.

Speaker: Es ist ein ganz anderes Leben und das macht es so schön, dass man so beide Welten irgendwo

Speaker: hat und kennt.

Speaker: Ja, verstehen wir.

Speaker: Ja, verstehe ich total.

Speaker: Und auch wertschätzen kann.

Speaker: Also habt ihr irgendwann entschieden, wir wollen jetzt nicht mehr auf den Urlaub warten, bis wir hier sind, sondern wir wollen wirklich hier leben.

Speaker: Wie kamt ihr denn auf die Idee, eure Firma hier zu gründen?

Speaker: Ja, ich glaube, das ist auch schon so ein bisschen erklärt von dem, was wir vorher gesagt haben.

Speaker: Also einfach die Passion, die wir haben für diese und die Wertschätzung für die Natur und dass wir haben

Speaker: ein riesiges Gefühl, dass wir ein riesiges Privileg haben, dass wir alles so erleben konnten, weil wir die Menschen getroffen haben, die uns mitgenommen haben und die uns auch so wertschätzen, dass sie uns Sachen zeigen, die man so normalerweise nicht sehen kann.

Speaker: Und unterstützen auch in der ganzen Situation.

Speaker: Es funktioniert in so einer Gemeinschaft natürlich auch nur, wenn alle alles supporten.

Speaker: Ich glaube, es ist auch schön, dass wir sozusagen, wir wollen einfach auch gerne Menschen, die aus der Stadt kommen, auch dieses Gefühl geben, zu reconnecten mit Natur und auch den Respekt vor der Natur auch zu wieder sozusagen aufleben zu lassen, weil man das, glaube ich, in so großen Städten auch schnell verliert, weil man natürlich viel weniger draußen ist und

Speaker: viel mehr mit Menschen und mit vielen Menschen und ganz anderen Situationen konfrontiert und jetzt hier ist es einfach auch dieser Umgang mit der Natur zu leben.

Speaker: Und das einfach auch Menschen, die das nicht im Alltag haben, auch sozusagen auch zu schenken.

Speaker: Klingt so ein bisschen, als wenn ihr eure Oase so mit anderen Leuten teilen möchtet.

Speaker: Wollt ihr mal ein bisschen darüber erzählen, was ihr hier so anbietet?

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, wir haben das Naturcamp, da habt ihr ja auch gestern drin geschlafen.

Speaker: Da haben wir eine Sauna, eine Holzsauna.

Speaker: und im Winter Eisbaden.

Speaker: Und dann haben wir die schwedische, also traditionell schwedische Grillhütte, in der man dann selber auch Essen zubereiten kann oder wir dann auch teilweise Essen zubereiten für unsere Gäste.

Speaker: Und dann haben wir das Tipi, das ist so ein bisschen, das ist auch ein Highlight vom Camp, würde ich sagen.

Speaker: Mit Rentiefällen und traditionell gewebten Teppichen und einem

Speaker: speziellen Kaminen aus Norwegen, die NATO benutzt für ihre Soldaten.

Speaker: Da haben wir ganz lange dran gefeilt, dass wir das Richtige finden für unsere Gäste, damit es auch schön warm ist.

Speaker: Und ich muss auch sagen, oder wir beide müssen sagen, es war auch wirklich super warm da drin.

Speaker: Es war gefühlt 20 Grad.

Speaker: Es war total geil.

Speaker: Ich hab gar nicht gemerkt, dass ich in einem Zelt war.

Speaker: Richtig gut geschlafen.

Speaker: Wir sind wirklich für die Hörerinnen und Hörer, die die letzte Folge kennen, in der wir im Zelt gestorben sind.

Speaker: Fast erfroren.

Speaker: Es geht definitiv anders und es geht auf jeden Fall auch sehr, sehr bequem und luxuriös.

Speaker: Es war super.

Speaker: Sehr gut.

Speaker: Da freuen wir uns.

Speaker: Ja, also das ist quasi das Camp und da haben wir auch wirklich unsere Idee dahinter war, dass wir so ein bisschen Luxus in die Einfachheit bringen, würde ich sagen.

Speaker: Also wir wollten wirklich, dass es sehr

Speaker: Es ist ja fast kein Strom da.

Speaker: Wir haben ein Solarpanel auf der Sauna drauf.

Speaker: Ein bisschen Strom ist da, aber nicht wirklich.

Speaker: Es ist halt, wie ihr gesagt habt, so weit entfernt von allem.

Speaker: Es sollte wirklich so ein richtiger Naturort sein und wo Menschen auch runterkommen können, das Handy vielleicht mal ausschalten und einfach die Zeit genießen.

Speaker: Weg von der Zivilisation und der Hektik.

Speaker: Das war unser Ziel.

Speaker: Ja und darüber hinaus bieten wir ganz viele verschiedene Touren an, Snowmobiltouren im Winter und Eisfischen.

Speaker: Und im Sommer haben wir ganz tolle Wanderwege hier, die wir dann begleiten und verschiedene Badestationen.

Speaker: Und wir haben ganz ganz tolle Wasserfälle hier.

Speaker: Also wirklich richtig schöne, manche die man einfacher erreichen kann und manche die gar nicht so bekannt sind, wo man jemanden braucht, der einen da hinbringt, einen der wirklich wunderschön ist.

Speaker: Und dann haben wir ja auch Seek-Niok und da kann man immer viel gut drüber erzählen und Fatma-Mak ist auch etwas, wo wir gerne dann hingehen auch im Sommer und halt auch im Winter.

Speaker: Und Schnee, Schuh-Touren machen wir auch.

Speaker: Und jetzt, nächstes Jahr, da sind wir sehr glücklich drüber, können wir auch Cushion mit Rentieren anbieten.

Speaker: Wir versuchen so ein bisschen so ein Gesamtpaket mit allem, was so, ja, mit fast allem, was man so erleben kann, dass wir das auch anbieten können.

Speaker: Verkauft ihr so Pakete?

Speaker: Ja.

Speaker: Okay.

Speaker: Und wahrscheinlich auf der Website findet man die alle, ne?

Speaker: Ja, auf unserer Website findet man die einzelnen Sachen, aber wir haben Partner, wo wir ganze Pakete anbieten und wir werden auch unsere Website ein bisschen noch verändern dafür, dass wir dann so Gesamtpakete... Ja, und im Zweifel wir euch wahrscheinlich einfach anschreiben, eine E-Mail, Instagram, wir verlinken euch alles in der Infobox.

Speaker: Würdet ihr es empfehlen, weil ich kenne ja viele Leute in Deutschland, die noch nie Schneemobil gefahren sind und ich wurde schon oft gefragt, wie man das machen kann, weil sich natürlich viele es nicht trauen, wenn man es noch nie gemacht hat.

Speaker: Würdet ihr es dann Leuten empfehlen, die jetzt zum Beispiel aus Deutschland kommen und noch nie auf dem Schneemobil saßen, dass sie dann direkt hier im Viel bei euch anfangen?

Speaker: Absolut.

Speaker: Das ist total anfängerfreundlich, weil es gibt ganz viele verschiedene Arten Schneemobil zu fahren.

Speaker: Wir bieten halt für Menschen an, die das noch gar nicht gemacht haben.

Speaker: Und dann fahren wir ganz gemütlich raus in die Berge und machen viel da draußen und gucken halt, da geht es mehr um die Aussichten.

Speaker: Da guckt man sich mehr die schönen Berge an.

Speaker: Ja und ich glaube, das ist auch für die erste Erfahrung zu fahren super toll.

Speaker: Einfach die dafür gemachten Wege zu fahren und das ist ja für die erste Experience total genial.

Speaker: Ja und dann haben wir auch schon Leute gehabt, die hergekommen sind und dann so ein bisschen angezockt wurden davon und vom Adrenalin und jetzt dann wiederkommen und ein bisschen mehr sportlich fahren wollen und das machen wir dann eben auch.

Speaker: Also wir begleiten das alles und wir haben das Glück, dass wir mit zwei Menschen zusammenarbeiten von hier, die seit über 20 Jahren fahren selber.

Speaker: Also die sind so erfahren und so gut darin, dass man da auch gar keine Sorge haben muss, weil die das so toll begleiten und wir sind dann auch immer mit dabei.

Speaker: Und dann machen wir auch, das hatte ich noch vergessen, Nordlichtertouren mit unserem Anhänger.

Speaker: Da wart ihr auch gestern mit dabei.

Speaker: Und im Dunkeln ist es dann auch sehr schön, weil man dann teilweise unter den Nordlichtern lang fährt.

Speaker: Das hast du erzählt, dass du auf dem Berg da hochfährst und die Lichter anstatt.

Speaker: Das muss so cool sein.

Speaker: Und jetzt wart ihr ja als Kinder immer hier im Sommer.

Speaker: Und wann habt ihr dann eigentlich mal den Winter hier erlebt?

Speaker: Und was gefällt euch besser, Winter oder Sommer?

Speaker: Das ist schwierig zu sagen.

Speaker: Ich muss sagen, mittlerweile der Winter, glaube ich.

Speaker: Also der Sommer ist toll, aber der Winter hat so viel Magisches durch die nochmal mehr Ruhe und die Lichter, die Nordlichter und...

Speaker: Die Kälte, die ganz anders ist als in Deutschland.

Speaker: Diese trockene Kälte, die einfach angenehm ist.

Speaker: Ich würde sagen Winter.

Speaker: Oder?

Speaker: Ich würde auch.

Speaker: Also ja, ich meine, es ist schwierig zu sagen, weil alles Tolle ist.

Speaker: Ich sage immer zu Freunden aus Deutschland, die Frage ist, man findet einfach immer irgendwas.

Speaker: Also auch im Herbst.

Speaker: Mit Pfifferlinge kann man hier oben super gut, weil hier so viele Pfifferlinge wachsen.

Speaker: Ja, generell gibt es so viele tolle Sachen.

Speaker: Fast in jeder Jahreszeit oder in jedem Monat kann man herkommen.

Speaker: Was Tolles erleben, würde ich sagen.

Speaker: Genau, aber ihr hattet ja noch gefragt, wie wir den Winter, wie das zustande gekommen ist.

Speaker: Wir sind 2022 das erste Mal im Winter dann hergekommen, weil wir eigentlich nur ein halbes Jahr

Speaker: hier sein wollten und das einfach mal erleben wollten.

Speaker: Wir hatten gar nicht den Plan auszuwandern.

Speaker: Das war nicht die Idee vom Anfang.

Speaker: Wir hatten wirklich gedacht, ein halbes Jahr und dann gehen wir zurück.

Speaker: Und dann haben wir so gemerkt, nach ein paar Wochen so, das ist so toll.

Speaker: Jetzt ist es nur noch, sind es nur noch zwei Monate.

Speaker: Und dann war das schon so,

Speaker: irgendwie können wir uns das noch nicht vorstellen, wir brauchen noch ein bisschen Zeit, dann gehen wir zurück.

Speaker: Das haben ja auch allen unseren Verwandten gesagt und unseren Freunden, dann kommen wir zurück.

Speaker: Und dann hat sich das aber, dann haben wir noch ein halbes Jahr dran gehangen, weil wir so und dann dachten wir, nee, wir können nicht, wir hatten immer wieder das Gefühl, wir können uns das nicht vorstellen, wieder zurück, so zurückzugehen, wie es am Anfang war oder wo wir herkommen.

Speaker: Das verstehe ich total.

Speaker: Das geht so nicht.

Speaker: Ja, dann war das die Entscheidung irgendwann.

Speaker: Also ich würde sagen, 2022 war das Jahr der Entscheidung.

Speaker: Hin und her und hin und her und dann haben wir uns entschieden.

Speaker: Ja, cool.

Speaker: Ja, also dann würde ich sagen, vielen Dank, dass wir bei euch sein durften.

Speaker: Das hat uns echt super gut gefallen.

Speaker: Und dann bis zum nächsten Mal hoffentlich.

Speaker: Ja, bis zum nächsten Mal.

Speaker: Danach ging es dann für uns, also ich hoffe, das Interview hat euch gefallen.

Speaker: Wir mussten uns danach leider von den beiden verabschieden.

Speaker: Aber ich bin mir sehr sicher, dass wir uns wiedersehen werden.

Speaker: Wir haben auf jeden Fall gemeinsame Pläne.

Speaker: Vielleicht auch zusammenarbeitet, Svea und ich.

Speaker: Und ich glaube, das wird sehr, sehr cool.

Speaker: Und für uns ging es dann wieder weiter Richtung Küste.

Speaker: Da sind wir nochmal ein gutes Stück gefahren, denn ich wollte Svea unbedingt mal was zeigen.

Speaker: Es gibt hier nämlich ein Projekt, was hier oben relativ bekannt ist, von dem ich schon sehr viel gehört habe.

Speaker: Und als ich dann gehört habe, dass der Hotelmanager dieses Projekts Deutscher ist, dachte ich mir, das würde auch perfekt hier in den Podcast passen.

Speaker: Und wir sind dann nämlich Richtung Ümeo gefahren.

Speaker: Und eine Stunde vor Ümeo gibt es das Hotel Granul Beccasin,

Speaker: beziehungsweise Hotel, es ist ein Hotel einerseits, dann ist es ein Campingplatz, dann ist es aber auch gleichzeitig, gibt es da kleine Süßeferienhäuschen.

Speaker: Und es ist eine Insel auf dem Üme-Elfen, also auf dem Fluss, der nach Ümeo dann führt von den Bergen.

Speaker: Und da haben wir dann in einem Baumhaus geschlafen.

Speaker: Aber es ist eben nicht einfach nur ein profanes Hotel, sondern es ist auch wirklich ein richtig spannendes Projekt.

Speaker: Und es hat was mit dem Eingang der Folge zu tun, nämlich mit der Abwanderung der Landflucht in Nordschweden und wie sich ein Dorf zusammengeschlossen hat, um das Dorf zu retten, die Schule zu retten und dies auch geschafft haben.

Speaker: Also es gibt hier tolle Initiativen.

Speaker: So eine coole Geschichte.

Speaker: Und ich würde sagen, lass uns mal direkt ins Interview hüpfen.

Speaker: mit Christopher, weil da erzählt er das einmal ganz gut, was da die Geschichte ist, wie das entstanden ist und ja, was man dann auch tatsächlich, wenn man da mal sein sollte, Gutes tun kann, wenn man da ist.

Speaker: Wir sitzen gerade wieder an so einem ganz besonderen Ort.

Speaker: Ich erinnere mich, gestern habe ich ja auch schon so angefangen, da saß man in dieser Skihütte.

Speaker: Heute sitzen wir in einem ganz besonderen Glasgebäude, also wirklich so ein Würfel aus Glas, müsst ihr euch vorstellen, auf so einer Insel, Landzunge und um uns da rum ist so ein gefrorener See, also ein sehr cooles Setting für unser Interview heute.

Speaker: Wir haben nämlich jetzt Christopher hier, der ist nämlich halbdeutscher, halb Schwede, ist in Deutschland aufgewachsen, aber lebt schon sehr, sehr lange in Schweden mittlerweile.

Speaker: Danke, dass wir hier sein dürfen.

Speaker: Du bist der Produktmanager vom Agrano Beccasin, das ist hier eine ganz tolle

Speaker: wie sagt man, Hotelanlage, ist das übertrieben?

Speaker: Wie würdest du das nennen, das hier?

Speaker: Wir beschreiben uns gerne als eine Lodge.

Speaker: Und mit Kern eigentlich in Natur- und Kulturerlebnissen.

Speaker: Ja, und ich würde sagen, fang doch gerne mal an, kurz mal dich vorzustellen, erst mal bevor wir über das hier sprechen, wo wir gerade sind.

Speaker: Vielleicht auch mehr zu dem Würfel hier, wo wir sind, aus Glas, weil wir haben gehört, da gibt es eine interessante Geschichte zu.

Speaker: Wer bist du, wie ist deine Geschichte, wie bist du eigentlich in Schweden gelandet?

Speaker: In Schweden bin ich gelandet, als ich mein Zivillienst machen sollte.

Speaker: Da habe ich erfahren, dass man den auch im Ausland machen kann.

Speaker: Und dann dachte ich erst irgendwie Südafrika oder so.

Speaker: Aber da ich ja Halbschwede bin, war dann im Katalog, kam auch Schweden vor.

Speaker: Da habe ich gedacht, sollst du nicht mal gucken, wie es ist in Schweden mal zu sein ein ganzes Jahr.

Speaker: Und da bin ich halt nach Schweden gekommen und habe gemerkt, es gefällt mir besser als Deutschland.

Speaker: Konntest du schon ein bisschen Schwedisch, als du hier kamst?

Speaker: Ein bisschen, brüchig.

Speaker: Vor allen Dingen ist meine Mutter, kommt aus Südschweden, also Schone.

Speaker: Hatte also einen Schone-Dialekt und ich war dann in Stockholm und dann wäre erst mal alles falsch, was ich gesagt habe.

Speaker: Das kann ich mir vorstellen.

Speaker: Und dann bist du gar nicht mehr zurück nach Deutschland, bist du hier geblieben die ganze Zeit?

Speaker: Ja, ich habe dann viele Jahre außerhalb von Stockholm gewohnt.

Speaker: Irgendwann waren wir das dann 2006, 2007 herum, bin ich nach Kiruna gegangen.

Speaker: Oh, okay.

Speaker: Ich habe lange mit Outdoor-Pädagogik gearbeitet und wollte einen Break machen und neues Wissen aneignen.

Speaker: Und dann hatte die Universität in Uemio eine Ausbildung als Naturguide, sprich mehr Ekologie und Naturgeografie.

Speaker: Den protogogischen Kram konnte ich, sofern man das jetzt sagen kann, dass man irgendwas kann.

Speaker: Und ja, so bin ich in China gelandet.

Speaker: Das war mir dann doch eine Ecke zu kalt.

Speaker: Als ich meine Examsarbeit machen sollte, bin ich dann in Granum gelandet.

Speaker: Da gab es die Firma Granum-Berker-Sin, die haben eine Gruppe Eltern, die ihr Dorf retten wollten.

Speaker: Wir haben ein bisschen Zeit, ich kann das ganze Dorf erzählen.

Speaker: Aber es ging darum, das Dorf zu retten.

Speaker: Die Schule sollte geschlossen werden.

Speaker: Und mit meinem pädagogischen Hintergrund fand ich das auch cool.

Speaker: Und die suchten nach jemandem oder hatte die Universität, an der Universität angefragt, dass jemand da helfen könnte, herauszukriegen, was dann naturtouristische Möglichkeiten hat.

Speaker: Und so habe ich dann meine Examsarbeit für Grano Beckercine gemacht.

Speaker: Grano Beckercine ist ein ganz komischer Name.

Speaker: Grano steht natürlich für Nord, wo wir jetzt gerade sind.

Speaker: Und Beckercine ist eine kleine Schnäpfenart.

Speaker: Okay.

Speaker: Und gibt es die Einfachbeckercine, also jetzt übersetze ich das frei ins Deutsche, und die Doppelbeckercine.

Speaker: Ich weiß nicht, ob das auf Deutsch so heißt.

Speaker: Und wird auch das fliegende Schaf genannt.

Speaker: Und in unserem Nachbardorf Texans gab es einen Herrn, der heißt Jan-Erik Schörblüm, der hatte Vögel und Tiere sein ganzes Leben lang ausgestopft und hatte dann aber, er war alleinstehend und keiner wollte seine 1500 Vögel und Tiere an seinem

Speaker: Wohnzimmer haben.

Speaker: Das war ihm auch klar.

Speaker: Dann hat er sich gesagt, okay, ich deliere das der Kommune.

Speaker: Und das hatten halt diese Eltern einen Spritz gekriegt, die gerade damit kämpften, die Schule zu retten.

Speaker: Haben dann natürlich sehr politisch versucht, die Politiker zu überzeugen.

Speaker: Denen war auch irgendwo klar, dass zu wenig Kinder sind zu wenig Kinder.

Speaker: Wir müssen hier mehr Kinder ins Dorf kriegen.

Speaker: Vielleicht muss man dazu ganz kurz sagen, dass wir natürlich hier in Nordschweden ein ganz großes Problem haben.

Speaker: Es gibt natürlich ganz viele weit verstreute Siedlungen und viele Menschen ziehen eher in die Stadt, viele junge Menschen mit Kindern.

Speaker: Und dadurch ist es ein weit verbreitetes Problem, dass hier Schulen geschlossen werden.

Speaker: Aber ich finde, vielerorts versuchen die Eltern dafür zu kämpfen.

Speaker: Und deswegen wollten wir euch dieses Projekt auch vorstellen, weil es hier total spannend ist, was eben sich hier ergeben hat in der Nähe von.

Speaker: Also wir sind jetzt gut eine Stunde von Ümio entfernt im Inland, so eins oder wo wir gerade sind.

Speaker: Ja, und wie habt ihr das, es hat ja geklappt, oder?

Speaker: Die Schule gibt es doch noch.

Speaker: Ja, die Schule gibt es immer noch.

Speaker: Ich meine, die wollten die noch mal ein paar Mal so schließen.

Speaker: Aber mittlerweile ist das eigentlich jetzt das Thema gegessen, würde ich sagen.

Speaker: Es hat einfach geklappt.

Speaker: Also du musst halt...

Speaker: Oder die Schlussfolgerung war, wir müssen Arbeit schaffen.

Speaker: Und wo Arbeit ist, da ziehen auch Leute hin.

Speaker: Und wenn Leute hinziehen, dann sind auch Kinder.

Speaker: Und wenn da Kinder sind, dann haben wir auch eine Schule.

Speaker: Und das ist im Grunde und Ganzen immer noch unsere Mission als Firma.

Speaker: Das finde ich eigentlich das Coole.

Speaker: Das ist der große Unterschied, da wir die Eigentümer der Firma immer noch die Eltern sind, die irgendwann mal für diese Schule gekämpft haben.

Speaker: Jetzt sind unsere Firma jetzt nicht primär darum, dass wir jetzt...

Speaker: denen die Taschen mit gutem Geld füllen, sondern es geht darum, die Schule zu retten oder das Dorf zu retten im Ganzen.

Speaker: Und immer darum, wie können wir mehr Arbeitsplätze schaffen.

Speaker: Nichtsdestotrotz müssen wir als Firma natürlich funktionieren.

Speaker: Also Haltbarkeit heißt ja nicht nur, dass du jetzt ökologisch und so und kulturell haltbar bist, sondern das heißt auch, dass du ökonomisch haltbar bist.

Speaker: Du musst als Firma funktionieren.

Speaker: Wir sind so gesehen immer noch in einer Aufbauphase.

Speaker: Aber in unserem Aufgabenbereich ist es immer zuzusehen, okay, wie können wir kollabieren mit anderen Filmen vor Ort, um die zu unterstützen.

Speaker: Deswegen hat Granow zum Beispiel zwei Bäckereien, was total irre ist eigentlich für so einen kleinen Ort.

Speaker: Wie kann man zwei Bäckereien haben bei 350 Seelen?

Speaker: Das geht gar nicht.

Speaker: Und so eigentlich in allen Bereichen.

Speaker: Also viele Firmen haben jetzt angefangen, sich hier zu etablieren, weil wir hier sind.

Speaker: Tourismus macht auch einen Ort interessant.

Speaker: Du bist in der Regel ja am Anfang immer ein Besucher.

Speaker: Und wenn es dir als Besucher gefällt, dann willst du vielleicht auch bleiben.

Speaker: Und kriegst dann vielleicht das Interesse.

Speaker: Das ist nicht immer so natürlich, aber...

Speaker: Wenn ein Ort nicht einem willkommen heißt, dann will man da wahrscheinlich auch gar nicht hin.

Speaker: Oder kommt auch nicht mal auf die Idee, dass man da vielleicht auch bleiben will.

Speaker: Habt ihr direkt mit Unterkünften angefangen oder was war das erste, was hier eröffnet wurde?

Speaker: Und wann habt ihr angefangen?

Speaker: Das ist vielleicht auch interessant zu sehen.

Speaker: Genau, also es ist natürlich ein langer Prozess.

Speaker: Aber 2006 ging eigentlich dieser Kampf los für die Eltern.

Speaker: Und irgendwann dann in dem Verlauf wurde die Firma auch gegründet, mit der Idee, dass jetzt, also das war eigentlich die Uridee, dass der Jan-Erik Schöpung, der diese Vögel und Tiere trainiert hatte, dass man vielleicht ein Museum in der Schule oder eine Vogelgalerie in der Schule aufmachen kann.

Speaker: Dadurch bräuchte man dann ja ein

Speaker: Museumswerter und so weiter.

Speaker: Dann können Tourists da hinkommen und sich die Sammlung anschauen oder Schulen könnten da hin.

Speaker: Und man könnte die Schule besser finanzieren, weil zu wenig Kinder auch zu große Schulgebäude, sprich zu viel Raum, der dann...

Speaker: gepflegt und geheizt werden muss usw.

Speaker: Das war so dieser ursprüngliche Punkt.

Speaker: Aber dann war man ja ganz schnell okay, wer besucht das?

Speaker: Ja, die Touris, wo kommt die her?

Speaker: Und da wusste keiner, nur Dorf hatte irgendeine Ahnung von Tourismus.

Speaker: Und so kann der Stein eigentlich erstmals rollen.

Speaker: Angefangen haben wir dann eigentlich 2010, Februar 2010, da war einer meiner Vorschläge, Floßfahrten auf dem Ü-Mehr hinzumachen.

Speaker: Und die Idee war eigentlich, den Platz attraktiver zu machen.

Speaker: Kein Mensch reist irgendwo hin, nur um dort zu wohnen.

Speaker: Das tut keiner.

Speaker: Du reist ja eigentlich, um Kultur und Natur kennenzulernen.

Speaker: Und das Erlebnis steht eigentlich im Vordergrund.

Speaker: Dass du dann aus Not gedrungen irgendwo wohnen musst, das ist natürlich selbstredend.

Speaker: Du musst auch essen.

Speaker: Mir ging es los mit Flussfahrten und es gab hier einen kleinen Campingplatz und dann wollten wir dem Campingplatz auf die Art und Weise helfen.

Speaker: Dann hat aber der Campingpächter das Handtuch reingeschmissen und gesagt, ich habe das jetzt fünf Jahre gemacht, ich mag nicht mehr.

Speaker: Und dann haben wir auch eingesehen, das sind Campinge, das reicht nicht, also davon können wir jetzt nicht...

Speaker: keine Arbeitsplätze schaffen.

Speaker: Vor allem im Winter auch.

Speaker: Eben, wie soll das funktionieren?

Speaker: Und da haben wir angefangen, wir müssen Camping mehr zu einer Lodge oder Hotel konvertieren.

Speaker: Wir haben zwar immer noch Zeltplätze, werden wir immer haben.

Speaker: Ich finde das cool, dass Leute hier für 200 Kronen auf dem Campingplatz wohnen können, aber auch luxuös in den Bäumen für

Speaker: Ja, was auch immer das dann kostet.

Speaker: Und das ist eigentlich für jeden zugänglich.

Speaker: Und so ging es halt los, eigentlich mit Flusswarten auf dem Üme-Elben.

Speaker: Und dann sukzessiv immer mehr Aktivitäten.

Speaker: Wir haben Elch-Safari, wir haben Kanutouren, wir haben Hundeschlitten im Winter, Schneemobile, Nordlicht-Safari, alles mögliche.

Speaker: Das ist das volle Programm.

Speaker: Und ihr habt ja auch Ümeo als ehemalige Kulturhauptstadt Europas in der Nähe.

Speaker: Also ich meine, Ümeo ist ungefähr eine Stunde entfernt.

Speaker: Das ist ja sehr interessant, da kann man ja auch wirklich ein

Speaker: Ja, das ist eine tolle Universität, eine Stadt.

Speaker: Ja, das ist wirklich eine tolle Stadt, meine liebe Stadt hier oben.

Speaker: Und da kann man ja natürlich auch dann wiederum Besucher bekommen, wahrscheinlich auch, weil ihr diese Nähe irgendwie habt.

Speaker: Du sagtest gerade, dass wir hier in den Bäumen, dass man auch in den Bäumen etwas luxuriöser wohnen kann.

Speaker: Vielleicht kurz zur Erklärung.

Speaker: Wir beide haben hier heute in einem Baumhaus geschlafen, mit Blick über den Fluss.

Speaker: Wunderschön.

Speaker: Und das ist natürlich auch ein ganz besonderes Erlebnis.

Speaker: Seit wann habt ihr diese Baumhäuser?

Speaker: Das erste haben wir 2012 glaube ich.

Speaker: Haben wir die ersten beiden gebaut, die ersten zwei.

Speaker: Wie habt ihr jetzt?

Speaker: Jetzt haben wir sechs Stück.

Speaker: Wollt ihr noch mehr bauen?

Speaker: Habt ihr noch Platz?

Speaker: Wir wollen noch mehr bauen, ja.

Speaker: Wir brauchen noch ein paar mehr Zimmer.

Speaker: Aber was das jetzt genau ist, Bauenhose oder was anderes oder neue Art Bauenhose, weiß ich jetzt nicht.

Speaker: Ich habe noch mal eine Frage, weil wir gerade über Ümyo sprachen und ich hatte ja angefangen mit dem Interview hier, dass wir in diesem Glaskasten sitzen.

Speaker: Wir hatten gestern so ein bisschen die Geschichte gehört.

Speaker: Magst du nochmal sagen, worin wir uns gerade hier befinden und was hier denn so besonders ist?

Speaker: Ja, das ist schon ein cooles Gebäude.

Speaker: Das finde ich auch so richtig cool, das ist auch schon Ümyo erwähnt.

Speaker: Das hier nennen wir das Glashaus.

Speaker: Und das Glashaus, wie du schon gesagt hast, ist sehr viereckig, wie ein Würfel.

Speaker: Und das Gebäude stand in der City in Umeå, mitten vorm Rathausplatz oder auf dem Rathausplatz.

Speaker: Und wurde benutzt, um Umeå als Kulturabstatt 2014 zu promoten.

Speaker: Und es stand aber auf unlautem Grund.

Speaker: Also es durfte da nicht für ewig stehen.

Speaker: Temporär ja, aber nicht für ewig.

Speaker: Und dann hatte die Kommune dann gesagt, also in der Stadt gesagt, okay, dann auctionieren wir das aus.

Speaker: Und in dem Moment hatten wir gerade unsere letzten vier Baumhäuser dazu gebaut und haben halt diesen wunderschönen Platz hier oben mit toller Aussicht über den Fluss.

Speaker: Und...

Speaker: Und irgendwas braucht es hier.

Speaker: Und dann taucht da diese Annonce auf hier.

Speaker: Das Glashaus wird versteigert.

Speaker: Und dann habe ich gedacht, ja, holen wir es her.

Speaker: Also nur mal so aus Interesse, wurde das ganze Ding nochmal abgebaut oder wurde das als Ganzes?

Speaker: Das wurde abgebaut und dann wieder aufgebaut.

Speaker: Und das finden wir auch sehr cool, weil das ist auch ein Ding für uns, dass...

Speaker: Wir wollen ja nachhaltig sein, wir sind eine ökotouristische Anlage.

Speaker: Also alte Gebäude wieder benutzen, finden wir cool.

Speaker: Also es muss natürlich funktionieren, aus Haltbarkeitsperspektive, jetzt nicht immer davon.

Speaker: Aber in diesem Fall, ja, das wurde abgebaut und dann wieder hier aufgebaut, ein bisschen modifiziert.

Speaker: Im Groben und Ganzen ist das so.

Speaker: Und das Coole finde ich einfach, dass so ein Haus, das irgendwann nur in so einer Art City-Pools war, auf einmal dann mehr oder minder im Wald steht.

Speaker: Das ist schon sehr, sehr gut.

Speaker: Ja, das ist was Besonderes.

Speaker: Und das kann man glaube ich mieten, ne?

Speaker: Ich habe einen Blogger-Stunden drin gehabt, dass wir so eine Konferenz haben.

Speaker: Ja, wir nutzen das für alles Mögliche.

Speaker: Also man kann halt eine Konferenz haben, man kann

Speaker: Wir haben Yoga-Sessions hier drin, Meditation.

Speaker: Manchmal haben wir das tradizientische schwedische Weihnachtsessen, dann haben wir das hier oben benutzt.

Speaker: Machen wir jetzt die letzten Jahre nicht mehr seit Covid.

Speaker: Aber da haben wir hier immer die Nachspeise gehabt.

Speaker: Cool.

Speaker: Apropos Essen, du hattest ja jetzt gerade schon angesprochen, dass es hier zwei Bäckereien im Dorf gibt, was ja sehr selten ist.

Speaker: Ich finde, es gibt wirklich wenige Bäckereien, leider nur noch vor allen Dingen in Nordschweden.

Speaker: Und du sprichst ja auch davon, dass ihr eine ökotouristische Anlage seid.

Speaker: Magst du mal was zum Thema Essen sagen, was ihr hier für Essen serviert, was sehr lecker ist?

Speaker: Wir haben gestern sehr gut gegessen, auch das Frühstück war super.

Speaker: Besonders beim Frühstück fand ich cool, dass es eben nicht so die...

Speaker: megamäßig riesige Auswahl gibt, aber sehr, sehr gute, sehr, sehr gutes Essen, sehr gute Qualität und vieles Lokales, was wir gesehen haben, steht immer dabei.

Speaker: Also was ist da euer Konzept?

Speaker: Ja, du hast es eigentlich schon rundherum gesagt, kann man sagen.

Speaker: Es soll lokales sein.

Speaker: Nein, also wir versuchen immer Sachen zu benutzen, die so nah sind wie möglich.

Speaker: Lokales sind relativer Begriffe.

Speaker: Manchmal machen wir einen Joke darüber und sagen, wir haben nahes Essen.

Speaker: Wir haben Essen, was wirklich aus unserer Nähe, unmittelbarer Nähe kommt.

Speaker: Und wir haben tolle Speisen hier.

Speaker: Und ja, wie du auch schon sagst, lieber weniger als zu viel.

Speaker: Also diese Mega-Auswahl zu haben an allem Möglichen und da musst du trotzdem wieder die Hälfte wegschmeißen, wenn nicht alle das gegessen haben.

Speaker: Das ist doch Quatsch.

Speaker: Das ist das Beste, man bekommt dann das, was wirklich von mir ist und man bekommt die Geschmäcker und die Tradition, die wir vor Ort haben, mit.

Speaker: und erlebt sie beim Essen als jetzt Sachen von irgendwo her zu holen.

Speaker: Nur weil man der Meinung ist, das soll so sein.

Speaker: Und dann versuchen wir es auch wirklich sehr schwedisch zu halten.

Speaker: Also zum Beispiel bieten wir Göttern, also Haferschleim, was halt sehr traditionell schwedisch ist.

Speaker: Also man kann wirklich auch ein bisschen einen Feeling davon kriegen, wie es ist in Schweden zu essen und zu wohnen.

Speaker: Und Bäckereien, auch zwei Bäckereien, das sind zwei Bäckereien, das ist eine Gutspargerie, das ist eine normale Sauerteigbäckerei.

Speaker: Also für mich als Deutschland aufgewachsen, das war mir ums Herz, ich kann eigentlich mein Frühstücksbrötchen dort kaufen.

Speaker: Das ist schon sehr cool.

Speaker: Natürlich kann er jetzt nicht nur vom Dorf leben, sondern wir kaufen das Brot von ihm auch und backen das dann eben nicht selber und unterstützen ihn auf die Art und Weise.

Speaker: Es gibt so ein schwedisches Rekoring, wo man dann halt zu Städten hinfährt und die Leute kann man über das Netz halt dann das Brot bei dir bestellen.

Speaker: So funktioniert das dann halt für ihn, dass er hier auf dem Ort sein kann.

Speaker: Aber sehr viele kommen dann natürlich auch zu und wollen ihn besuchen und er macht Backkurse und alles mögliche.

Speaker: Und dann haben wir noch Saris Glutenfria, das ist also glutenfreies Brot, die ist selber glutenintolerant.

Speaker: Und sie hat mehrmals gesagt, so wären Kran oder Kassin nicht gewesen, dann hätte sie nicht den Mut gehabt, zu sagen, hier, ich bin zwar mitten in der Walachei, aber jetzt...

Speaker: mache ich meine Glutenbäckerei und sie verkauft ja Brot in ganz Schweden.

Speaker: Was mich am Ende noch interessieren würde ist, woher kommen eure Gäste?

Speaker: Weil uns ist aufgefallen, dass es sehr international war, was wir überraschend fanden für diesen kleinen Ort, wie du selber sagst, mitten in der Lachai.

Speaker: Und wir haben alle möglichen Sprachen gehört.

Speaker: Wie finden die Leute euch und von wo kommen die überall her?

Speaker: Das frage ich mich manchmal auch.

Speaker: Nein, also die von Anfang an haben eigentlich gesagt, dass wir, also wir wollen ja unser Dorf retten.

Speaker: Und Schweden hat enorme Ressourcen und alles von Wald und Herz und was nicht alles.

Speaker: Aber das Geld geht in der Regel immer raus.

Speaker: Es kommt eigentlich nicht dem Ort zugute.

Speaker: Das heißt, wenn man wirklich will, dass es dem Ort zugutekommt, dann brauchen wir eigentlich Geld, dass wieder reinkommt.

Speaker: Wenn wir jetzt schon alles weggeben, dann müssen wir zusagen, dass das Geld wieder zurückkommt.

Speaker: Und das ist auch wieder so ein bisschen ein Ökotourismus-Gedanke dahinter.

Speaker: Und deswegen haben wir von Anfang an gesagt, okay, wir wollen eine Anlage sein für die gesamte Welt.

Speaker: Wir wollen, dass die Leute uns kennenlernen, die Kultur kennenlernen, die Natur kennenlernen.

Speaker: Deswegen war eigentlich von Anfang an unser Fokus nicht jetzt irgendwie schwedische Touristen zu attrahieren, sondern eigentlich internationale Gäste zu attrahieren.

Speaker: Und damit haben wir einfach sehr konsequent gearbeitet.

Speaker: Und ja, das ist Teil meiner Aufgabe, dass wir dann halt Produkte oder wir arbeiten halt sehr viel mit Reiseveranstaltern zusammen.

Speaker: Es gibt verschiedene, Contiki in der Schweiz oder Nordic Holiday, Hai Husky in Deutschland gibt es viele, viele.

Speaker: Und so arbeiten wir sehr viel mit verschiedenen Partnern zusammen.

Speaker: Und deswegen kommen die Leute von überall her.

Speaker: Ja, also uns hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen hier.

Speaker: Vor allem das erste gestern Abend.

Speaker: Das ist immer unser Lieblingsding.

Speaker: Sehr, sehr lecker.

Speaker: Und ja, natürlich war es super schön, heute Morgen hier aufzuwachen mit dem Blick auf den See und mitten in den Bäumen.

Speaker: Das ist schon echt was ganz Besonderes.

Speaker: Vielen Dank, dass wir hier sein durften.

Speaker: Vielen Dank für deine Zeit, deine Geschichte.

Speaker: Ich glaube, das finden viele ganz, ganz spannend.

Speaker: Und wie immer, wir packen euch alles in die Beschreibung, wenn ihr mal gucken wollt, was das hier so ist und vielleicht mal selber vorbeikommen möchtet und die Schule retten wollt.

Speaker: Ja, gut.

Speaker: Ja, gerne.

Speaker: Ja, also auf jeden Fall eine richtig coole Geschichte, finde ich.

Speaker: Und so ein, ja, wie du auch vorhin sagtest, ein gutes Beispiel, was man eigentlich bewegen kann, wenn sich ein paar Leute zusammenschließen.

Speaker: Also ich finde es beeindruckend, dass ein Dorf, das waren ja auch nur, wie viele Leute wohnen, 350 Leute, hat er, glaube ich, gesagt.

Speaker: Auf jeden Fall nicht viele Leute.

Speaker: Und wenn die alle in einem Strang ziehen, können die echt ordentlich was schaffen.

Speaker: Also sehr, sehr cool.

Speaker: Und sehr inspirierend einfach.

Speaker: Und ich finde es irgendwie cool, dass man wirklich irgendwie was Gutes tun kann in seinem Urlaub und auch eine Menge lernen kann.

Speaker: Denn wir haben ja da auch echt selber eine Menge gelernt.

Speaker: Über Flechten.

Speaker: Ich hätte nicht gerne so viel Flechten lernen.

Speaker: Ja, ich auch nicht.

Speaker: Es war ja so, dass wir am Anfang, als wir eingecheckt haben, war da eine Dame, mit der hatten wir ja Schwedisch gesprochen, Deutschlands.

Speaker: Ich weiß gar nicht wieso, aber sie hat gefragt, seid ihr deutsch?

Speaker: Ja, und dann können wir ja deutsch sprechen.

Speaker: Und dann hat sich herausgestellt, dass Anne auch eine Deutsche ist.

Speaker: Und Anne ist eigentlich Biologin und hatte eine große Vorliebe für Flecht und Mose, wie wir dann festgestellt haben.

Speaker: Das war total süß.

Speaker: Sie hat uns dann so ein bisschen das Gelände gezeigt und die verschiedenen Ecken, was man da so machen kann und so.

Speaker: Und dann hat sie so verschiedene Flechten und so weiter entdeckt auf dem Weg immer und war total fasziniert.

Speaker: Und ich fand das so niedlich, wie man so eine Faszination für sowas Kleines haben kann.

Speaker: gezeigt und erklärt und so.

Speaker: Und das ist cool, weil das macht sie eben auch da mit Touristen oder mit Besuchern, dass sie so, ja, so Nature Walks macht.

Speaker: Naturkundliche Führungen macht, ja genau.

Speaker: Sie ist halt Naturguide, hat eine Ausbildung dazu gemacht und sie zeigt halt den Leuten dann da vor Ort, was es da zu sehen gibt, welche Pflanzen es gibt, welche Tiere es gibt.

Speaker: Sie kann sich auch mit Vögel, weil es total aussieht, auch ganz viele

Speaker: Sie hat uns dann auch verschiedene Vogelstimmen gezeigt.

Speaker: Das war total spannend.

Speaker: Das heißt, wenn man so ein bisschen auch was lernen möchte über eine Region, dann kann man das halt super machen.

Speaker: Das ist auch nicht das Einzige, was sie anbieten.

Speaker: Da gibt es auch so kulturelle Workshops, dass man was über die Kultur Nordschwedens lernt.

Speaker: Also alles Mögliche.

Speaker: Auch Schnee.

Speaker: Snow Scooter, glaube ich, auch.

Speaker: Einmal auch, das ist das volle Programm.

Speaker: Polarlicht-Eck-Safari kann man auch machen.

Speaker: Also...

Speaker: Es gibt alle möglichen Dinge, die man da machen kann.

Speaker: Und es ist halt irgendwie cool, dass man da so ein ganzes Paket drumherum noch hat.

Speaker: Nicht nur die Übernachtung und dann fährt man am nächsten Tag wieder, sondern man kann echt eine Menge machen.

Speaker: Und vor allen Dingen, was uns beiden auch gut gefallen hat, war das Essen.

Speaker: Das ist für uns ja sowieso mal richtig das Essen.

Speaker: Nee, das hat er im Interview ja auch schon kurz angesprochen, dass es alles eben lokales Essen ist und alles eben, nee, sagt man nicht auf Deutsch, ich will mal ökologisch sagen, Bio-Qualität.

Speaker: Das heißt ja auf schwedisch, ökologisch, biologisch.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Ich hab das voll vergessen.

Speaker: Ja, ich sag auch immer ökologisch, aber das ist auf Deutsch Bio-Qualität.

Speaker: Aber Quatsch, ja, es ist Bio, ja.

Speaker: Alles Bio, ja, nee.

Speaker: Aber auf jeden Fall.

Speaker: Ich hab's komplett vergessen.

Speaker: Jetzt, wo du sagst, fällt mir das wieder ein.

Speaker: Das ist voll krass.

Speaker: Ich hab früher ja auch immer Bio gegessen in Deutschland.

Speaker: Ja, witzig.

Speaker: Ich hab das Wort komplett verdrängt.

Speaker: Nee, das ist vor allem auch cool, dass sie so zusammenarbeiten.

Speaker: Und das hat er ja gerade auch im Interview erzählt.

Speaker: Aber das Essen ist nicht nur quasi ökologisch und biologisch und fair produziert, sondern es kommt auch aus der Region.

Speaker: Und es schmeckt auch sehr, sehr gut.

Speaker: Also wir haben sehr gut gegessen.

Speaker: Ich weiß, was es schon erzählt hat im Interview.

Speaker: Ich bin mir gar nicht ganz sicher.

Speaker: Weil jetzt ist es ja so, wir nehmen das jetzt ja eine Woche später auf.

Speaker: Aber ich hatte an dem Abend, wir hatten nämlich so ein Abendessen beide und wir haben beide einmal das andere gegessen.

Speaker: Ich glaube, es gab niemals zwei Optionen.

Speaker: Einmal die Karte für euch getestet quasi, könnte man sagen.

Speaker: Ich hatte eine ganz, ganz tolle so eine Pilzcremesuppe.

Speaker: Oh mein Gott.

Speaker: Mit so einem Bacon.

Speaker: Ich durfte kosten.

Speaker: Ich durfte kosten.

Speaker: Ich liebe ja Pilzsuppen, ne?

Speaker: Also ich glaube, es war die beste Pilzsuppe meines Lebens, ohne Scheiß, die war so lecker.

Speaker: War schade, dass es nur die Vorspeise war.

Speaker: Ich hätte die auch eigentlich, ich könnte gut noch zwei, drei Portionen.

Speaker: Und danach hatte ich noch so eine Regenbogenforelle, heißt das, glaube ich, Regenbogenforelle.

Speaker: Und das war auch richtig, richtig lecker.

Speaker: Und was hattest du?

Speaker: Ich hatte einen Tartar, aber so koreanisch inspiriert.

Speaker: Ich muss sagen, das ist voll das Guilty-Fleasure.

Speaker: Ich esse ja Fleisch und wenn ich in Deutschland bin, dann vermisse ich halt immer so ein Mettbrötchen.

Speaker: Das geht jetzt in die Richtung.

Speaker: Mettbrötchen mache ich auch.

Speaker: Ich habe auch nicht Zwiebeln.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Das ist so typisch Deutschland.

Speaker: Wenn ich in Deutschland bin, esse ich das immer, weil es das ja woanders nicht gibt.

Speaker: Ja, und ganz ehrlich, das schockiert auch immer Leute, die nicht aus Deutschland kommen.

Speaker: David ist ja alles, wirklich alles.

Speaker: Und die merkwürdigsten Kombinationen, aber wenn ich ihm erzählt habe, was Mettbrötchen ist, was wir so rohes Fleisch essen, das war selbst für ihn zu krass.

Speaker: Ja, das ist wirklich so German Sushi.

Speaker: Das finden alle ganz, ganz krass.

Speaker: Aber diesen Tartar habe ich gegessen und das war so koreanisch.

Speaker: Das war richtig geil.

Speaker: Das war überhaupt nicht, das war so koreanisch inspiriert von den Gewürzen, so mit Korea und so.

Speaker: Das war richtig gut.

Speaker: Und dann hatte ich Rentier aus der Region von Jon Christa, den kennt ihr auch wieder.

Speaker: Ähm,

Speaker: den Rentierhürten und es war auch mit so einer ganz tollen Soße und es war also absolut stimmiges, extrem leckeres Essen.

Speaker: Genau und das Frühstück war auch super, das hatten wir auch eben im Interview kurz angesprochen, dass halt die Auswahl nicht so riesig ist, aber dafür wirklich tolle Produkte und es gab ja auch, ich hatte so eine leckere Eich, ich weiß nicht, wie man das nennt, so eine Eichwurst dazu sagen, gab es da.

Speaker: Es gab aber auch so Jotron-Marmelade, also selbstgemachte, wie heißt es nochmal auf Deutsch?

Speaker: Cloudberry Jotron-Marmelade.

Speaker: Vergesse ich immer.

Speaker: Genau, Moltebeere, die es ja auch nur wirklich in arktischen Regionen gibt.

Speaker: Ach, die hatten so viele tolle Sachen, die auch so für die Region eben ganz spezifisch ist.

Speaker: Also da kann man sich echt ein schönes Frühstück zusammenstellen.

Speaker: Also Essen würde ich sagen 10 von 10 von mir aus.

Speaker: Hat mir echt gut gefallen.

Speaker: Ja, von mir auch.

Speaker: Ja, also wir hatten da auf jeden Fall eine gute Zeit auch an diesem Baumhaus.

Speaker: Es war cool, mir an so einem Baumhaus zu schlafen.

Speaker: War total schön.

Speaker: Auch abends konnte man ganz toll rausgucken in die Bäume, weil man die so...

Speaker: Ich habe meinen Kopf über das Haus gefallen.

Speaker: Warte mal.

Speaker: Oh nein.

Speaker: Professionell wie immer.

Speaker: Ich fand es cool, dass die Fenster nach oben gingen.

Speaker: Man konnte richtig nach oben rausschauen.

Speaker: Auch super, weil man Polarlichter beobachten will.

Speaker: Leider hatten wir Wolken, als wir da waren.

Speaker: Das heißt, wir haben keine Polarlichter gesehen.

Speaker: Aber es war trotzdem ein megaschönes Erlebnis, ganz beruhigend, in den Bäumen zu sein.

Speaker: Aber man kann eben da auch so eine Stüger, also so eine normale Stüger auf dem Boden buchen oder eben, wie gesagt, die haben auch einen Campingplatz im Sommer.

Speaker: Also da geht es so für jede Preisklasse was, so dass man das einfach alle da sein können und davon profitieren von diesem Ort.

Speaker: Ich habe auch die Woche noch mit meiner Kollegin gesprochen, die hat auch zwei kleine Kinder.

Speaker: Also so klein sind die gar nicht mehr, aber so in dem Alter meiner Kinder, irgendwie zwölf und zehn oder so.

Speaker: Und es ist so witzig, weil das mag ich eben auch an diesem Projekt so.

Speaker: Also einerseits haben wir ja da Gäste aus der ganzen Welt gehört.

Speaker: Also wir haben ja alle möglichen Sprachen gehört, da war ich so überrascht.

Speaker: wie die Leute da hingekommen sind, hat mich total überrascht.

Speaker: Und andererseits war es so, dass es in der Region hier bei uns auch total beliebt ist, da hinzufahren.

Speaker: Und meine Kollegin hatte mir nämlich erzählt, ah, du warst in Granebecker 7, wie schön.

Speaker: Da fahren sie im Sommer immerhin mit ihren Kindern und sind dann mit ihrem Wohnwagen auf dem Zeltplatz, weil ihre Kids das da total lieben.

Speaker: Da kann man nämlich im Sommer ganz toll, die haben da immer so eine Floß, darüber hat er glaube ich auch im Interview kurz erzählt, diese Floßaktion, wo man so selber einen Floß baut und dann auf dem Fluss fährt.

Speaker: Die haben aber auch Kajaks und Kanus und das ist so ganz toll und man kann auch trotzdem, wenn man auf dem Zeltplatz ist, kann man trotzdem natürlich das Frühstück dazu machen.

Speaker: Also es ist irgendwie für alle was dabei und es ist wirklich auch für die Region hier wird es sehr angekommen.

Speaker: Und es ist einfach so schön, dass es ein Austauschpunkt ist, wo man Leute treffen kann von hier oben, aber eben auch zur ganzen Welt auch.

Speaker: Und eine Sache noch, die wir, glaube ich, noch nicht gesagt hatten, war, da gibt es auch eine Sauna, also falls eine Sauna wichtig ist.

Speaker: Und ich glaube, da gab es auch einen Hot Tub, mindestens einen, vielleicht sogar zwei Hot Tubs.

Speaker: Also kann man eben auch dazu beholen, wenn man da Bock drauf hat.

Speaker: Und das ist halt auch direkt draußen so am Fluss.

Speaker: Also ist schon auch super schön.

Speaker: Ja.

Speaker: Wirklich total schön.

Speaker: Das war so unsere kleine, große Lapplandreise, wo wir so viele spannende Leute kennengelernt haben.

Speaker: Das war für uns total inspirierend, mit den Leuten so ins Gespräch zu kommen.

Speaker: Das ist immer das Schönste von mir.

Speaker: Ich fand auch, das hat sich angefühlt wie eine Woche.

Speaker: Wir waren eigentlich nur so effektiv wirklich dreimal.

Speaker: Drei volle Tage unterwegs so.

Speaker: Aber Wahnsinn, wir haben ja so viel erlebt in den paar Tagen.

Speaker: An dieser Stelle auch noch mal ein herzliches Dankeschön von uns beiden an alle Leute, die mitgemacht haben, die uns mit offenen Armen empfangen haben und ja, einfach so eine schöne Zeit uns bereitet haben.

Speaker: Es war super schön, euch kennenzulernen.

Speaker: Liebe Grüße an euch.

Speaker: Und genau, wie gesagt, alle Infos zu allen Leuten, mit denen wir gesprochen haben, findet ihr in der Beschreibung.

Speaker: Dann hüpft gerne mal zu denen rüber, die freuen sich über vielleicht ein paar neue Follower, vielleicht ein paar Herzen oder vielleicht sogar eine Buchung, wenn ihr da was findet, was euch gefällt, ne?

Speaker: Weil es sind ja alles, oder die meisten sind ja wirklich noch ganz neue Businesses, die ihr das wirklich gebrauchen könnt.

Speaker: Also können wir sie alle unterstützen ein bisschen.

Speaker: Ja, und wir würden uns auch freuen über Kommentare von euch, beziehungsweise über Bewertungen.

Speaker: Wie immer, ja.

Speaker: Lasst uns gerne eine Bewertung da, aber mich würde wirklich interessieren, ob euch dieses Format gefallen hat, ob ihr sowas spannend findet, ob ihr in Zukunft mehr Lust auch auf solche inspirierenden Geschichten habt von Leuten, die vielleicht den Weg nach Skandinavien gefunden haben,

Speaker: dass wir da auch weiter in die Arbeit gehen können.

Speaker: Denn ich habe das ja alles organisiert und das hat super viel Spaß gemacht.

Speaker: Aber es ist natürlich auch immer eine Menge dahinter.

Speaker: Und wenn ihr da eigentlich gar keinen Bock drauf habt, dann lasst es uns auf jeden Fall wissen.

Speaker: Aber wenn es euch gefallen hat, lasst es uns auch wissen.

Speaker: Dann würde ich sagen, ich habe noch eine Kaffeespende bekommen, wo wir uns einmal bedanken können.

Speaker: Andje hat uns einen Kaffee ausgegeben und sie schreibt Hallo ihr zwei, ich habe euren Podcast entdeckt.

Speaker: Er ist wunderbar.

Speaker: Durch die Folge mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Stockholm schwelge ich in Erinnerung an einen tollen Urlaub in Stockholm.

Speaker: Mit meiner Freundin war ich da.

Speaker: Mit unserer Tageskarte sind wir ganz spontan mit einem Boot gefahren.

Speaker: Wir wussten nicht, wie weit die nächste Station entfernt ist und sind somit eine gute Stunde auf der Ostsee unterwegs gewesen.

Speaker: Können wir sein.

Speaker: Ja, ja, auf jeden Fall.

Speaker: Danke für diese schöne Erinnerung.

Speaker: Macht weiter so.

Speaker: Liebe Grüße von Antje.

Speaker: Vielen Dank, liebe Antje.

Speaker: Vielen lieben Dank.

Speaker: Falls ihr uns auch mal einen Kaffee ausgeben möchtet, wie immer findet ihr unseren Linktree mit der Buy-Me-Coffee-Page auch hier in der Beschreibung.

Speaker: Da freuen wir uns immer sehr drüber.

Speaker: Achso, noch was.

Speaker: Nämlich hatte Maria vor ein paar Wochen geschrieben, dass sie uns so gerne zuhört und sich am liebsten eine Folge pro Woche wünschen würde.

Speaker: Wir arbeiten dran.

Speaker: Könnte passieren.

Speaker: Aber sie hat auch geschrieben, sie würde sich eine Folge zu Skone oder Gottland wünschen.

Speaker: Und jetzt haben wir tatsächlich echt krasse News für euch.

Speaker: Denn wir haben es organisiert,

Speaker: Ja, dass es bald eine Folge zu Skone geben wird, denn wir sind wieder auf Reisen und es wird auch eine Folge zu Gottland wahrscheinlich geben.

Speaker: Wir müssen mal gucken, wie wir das in unseren Redaktionsplan reinkriegen.

Speaker: Ja, wir werden ein paar Tage in Skone unterwegs sein und auf Gottland sind wir eingeladen zu einem Event.

Speaker: Da werden wir auch zwei, drei Tage da sein und dann gucken wir mal, was man da so machen kann auf Gottland.

Speaker: Genau, wir hoffen, wir freut euch.

Speaker: Ich freue mich total.

Speaker: Ich war auch nie auf Gotland.

Speaker: Ich hatte so Bock drauf.

Speaker: Ich auch.

Speaker: Vor allem, es wird ja Ende Mai.

Speaker: Das heißt, das Wetter ist dann hoffentlich auch schon ganz geil.

Speaker: Das wird schön.

Speaker: Ja, ich glaube auch.

Speaker: Das wird richtig schön.

Speaker: Also ich glaube, Maria hat es so ein bisschen manifestiert.

Speaker: Hat sie gut gemacht.

Speaker: Dankeschön, Maria.

Speaker: Dankeschön.

Speaker: Alles klar, ihr Lieben.

Speaker: Dann wünsche ich euch noch einen schönen Tag.

Speaker: Bis zum nächsten Mal.

Speaker: Und macht's gut.

Speaker: Heido.

Speaker: Bis bald.

Speaker: Heido.

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