Transcript
Speaker: Hallo und herzlich willkommen, wie schön, dass ihr euch Zeit genommen habt zu Alles Buchmarkt, der Podcast.
Speaker: Wir haben vor einigen Folgen ja schon einmal über Booktalk geredet und trotz allem habe ich immer das Gefühl, zumindest für mich, dass das alles noch so eine Welt ist, die ich noch nicht ganz verstanden habe.
Speaker: Ich sehe auf Buchmessen, wie scharenweise junge Menschen kommen und sich für eine bestimmte Art von Büchern interessieren.
Speaker: Ich...
Speaker: lebe mit vielen Stereotypen und mit Klischees.
Speaker: Ich weiß, Farbschnitt ist wunderbar wichtig bei einer gewissen Art von Büchern.
Speaker: Und wir reden natürlich immer, dass die Leser immer weniger werden, dass die Menschen nur noch streamen, etc.
Speaker: Diese ganze alte Leier.
Speaker: Und dann kam auf einmal vor einigen Jahren dann so ein vermeintlicher Trend, der jetzt doch schon sehr viel länger anhält.
Speaker: Und
Speaker: Ich nenne es jetzt einfach mal New Adult, New Romance, Young Adult, diese ganze Fantasy-Geschichte.
Speaker: Ich habe immer den Eindruck, die sehen sich alle relativ ähnlich.
Speaker: Und um es jetzt noch gemeiner zu sagen und noch snobbistischer, das ist ein kleiner Anteil von Verlagen und ein riesengroßer Anteil von Self-Publishern.
Speaker: Und das sind sowieso alles dann Autorinnen und Autoren, die...
Speaker: die da irgendwie ihre Rollenspiele jetzt mal zu Papier bringen und selten Tageslicht sehen.
Speaker: So, mit diesen ganzen Klischees, die ich jetzt mal bewusst überspitzt habe, weiß ich, es gibt diese Art der Literatur.
Speaker: Ich weiß aber relativ wenig dazu.
Speaker: Und das war für uns Grund genug, dass wir gesagt haben, wir beschäftigen uns jetzt mal mit dieser Materie.
Speaker: Wir wollen heute ein bisschen schlauer werden und im besten Fall vielleicht auch der ein oder andere Buchhändler, die Buchhändlerin,
Speaker: Und Leser genauso, die vielleicht bisher gesagt haben, in der Buchhandlung mache ich da rum einen Bogen.
Speaker: Aber warum eigentlich?
Speaker: Wir haben überlegt, wen lädt man da jetzt ein?
Speaker: Ist das ein Buchblogger, der sich in dieser Szene bewegt oder holen wir uns jemanden aus einem Verlag, der sich damit auskennt?
Speaker: Aber wir hatten den Eindruck, das Ganze ist dann doch alles immer zu subjektiv gefärbt.
Speaker: Wir wollen heute den Rundumschlag und haben uns deswegen zwei ganz fantastische junge Frauen eingeladen, die wahnsinnig mutig sind in meinen Augen.
Speaker: Aber dazu kommen wir gleich.
Speaker: Ich würde sagen, wir lernen die beiden erst einmal kennen.
Speaker: Der Einfachheit halber, weil es ausgerechnet zwei Rikes sind,
Speaker: haben wir uns mit den zwei Gästinnen darauf geeinigt, sie Rieke 1 und Rieke 2 zu nennen.
Speaker: Jetzt ist das Witzige daran, dass mit Rieke 2 begonnen wird bei unseren neun schnellen Fragen an unsere Gäste.
Speaker: Frage 1 ist also, wo läuft mehr, Insta oder TikTok?
Speaker: Oh, ich glaube TikTok, beziehungsweise Booktalk.
Speaker: Und bei den Buchverkäufen, lieber online oder offline?
Speaker: Offline.
Speaker: Auf jeden Fall offline.
Speaker: Und Alex hat es gerade schon angesprochen.
Speaker: Mit Mitte 20 oder Anfang 20, muss man ja sagen, ein Buchladen eröffnen.
Speaker: Ist das Mut oder Wahnsinn?
Speaker: Wahnsinn.
Speaker: Wer oder was entscheidet, was im Regal steht?
Speaker: Booktalk oder das Bauchgefühl?
Speaker: Eine Mischung aus beiden.
Speaker: Ich würde eher sagen, ein bisschen mehr Booktalk.
Speaker: Aber das Bauchgefühl spielt schon auch eine große Rolle.
Speaker: Was versucht mehr Herzklopfen?
Speaker: Ein Fantasy-Drache oder ein Romans-Badboy?
Speaker: Fantasy-Drache.
Speaker: Fan-Momente.
Speaker: Farbschnittjagd auf der Buchmesse oder eine Nacht durchlesen mit Leselampe und Tee?
Speaker: Ich würde sagen, eine Nacht durchlesen.
Speaker: Das ist mega.
Speaker: Das ist für uns alle mega.
Speaker: Worauf setzt ihr lieber?
Speaker: Self-publisher Herzblut oder Verlags-Megaseller?
Speaker: Wir wollen die Self-Publisher bei uns im Laden haben.
Speaker: Wo eskalieren eure Kunden schneller?
Speaker: Beim Bücherstapel oder beim Fan-Merch?
Speaker: Beim Bücherstapel, absolut.
Speaker: Also der ist riesig, das ist unglaublich.
Speaker: Und die letzte Frage ist, was verursacht mehr Aufregung im Buchhandelsalltag?
Speaker: Event-Wahnsinn oder Social-Media-Hype?
Speaker: Oh, das ist schwer.
Speaker: Ich würde Event-Wahnsinn sagen.
Speaker: Das geht bei uns ziemlich gut.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Dankeschön für eure Antworten.
Speaker: Das ist schon mal ein guter Einblick in euren Buchhandelsalltag.
Speaker: Und damit wir jetzt auch wissen, wie Rieke 1 und wie Rieke 2 ist, hat Andi wie immer ein Kurzporträt angefertigt.
Speaker: Und ich bin gespannt, was er diesmal wieder alles detektivisch herausgefunden hat.
Speaker: Nehmen wir hier bei uns zu Gast.
Speaker: Vielen Dank, Tina.
Speaker: Ihr legt doch nicht immer die Messlatte so hoch.
Speaker: Aber ich freue mich wirklich, dass ich die beiden Gästinnen heute vorstellen darf.
Speaker: Geografisch geht es heute weit in den Norden von Deutschland und zwar nach Jever.
Speaker: Dort haben unsere beiden Gästinnen eine Oase für junge LeserInnen geschaffen.
Speaker: Denn im März dieses Jahres eröffneten Rieke Gerdes und Rieke Steinborn ihren Buchladen Logisch Empire direkt im Zentrum der Stadt.
Speaker: Für Rieke Gerdes stand dabei schon seit ihrer Kindheit fest, dass sie später beruflich etwas mit Büchern machen wollte.
Speaker: Konsequenterweise startete sie dann eine Ausbildung zur Buchhändlerin.
Speaker: Nach einer beruflichen Neuorientierung entschied sie sich dann mit Anfang 20 zusammen mit Rieke Steinborn, eben diesen eigenen Buchladen zu eröffnen.
Speaker: Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fantasy und Romance für junge LeserInnen.
Speaker: Auf den ca.
Speaker: 60 Quadratmetern Verkaufsfläche für über 300 Titel kann man offline erleben, was die Booktalk-Welt so besonders macht.
Speaker: Oder wie Sie selber auch sagen, Booktalk zum Anfassen.
Speaker: Denn es ist vor allem die Community, die im Zentrum von Bookish Empire steht.
Speaker: Authentizität und ein Verständnis für die Zielgruppe sind dabei extrem wichtig.
Speaker: Beides bringt eben auch die zweite im Grunde mit, Rieke Steinborn.
Speaker: Als freiberufliche Texterin bringt sie Leidenschaft für das geschriebene Wort und vor allem für Geschichten mit.
Speaker: Rieke Steinborn sorgt mit ihren kreativen Ideen dafür, dass die Social-Media-Präsenz der Buchhandlung nicht nur informativ, sondern eben auch unterhaltsam und wie gesagt authentisch bleibt.
Speaker: Für beide Gründerinnen ist Bookish Empire vor allem ein Ort der Gemeinschaft,
Speaker: Die beiden organisieren regelmäßige Events wie Lesenächte, Signierstunden oder auch Buchklub-Treffen.
Speaker: Kurz gesagt, Bookish Empire ist ein Buchladen von Fans für Fans.
Speaker: Und wir freuen uns sehr, dass die beiden Gründerinnen heute Zeit für uns haben.
Speaker: Herzlich willkommen im Alles-Buchmarkt-Podcast.
Speaker: Rieke Gerdes, das ist Rieke 2.
Speaker: Und Rieke Steinborn, das ist Rieke 1.
Speaker: Hallo, ihr zwei.
Speaker: Hallo.
Speaker: Das ist ja süß gesagt.
Speaker: Wissen Sie, was mir auffällt?
Speaker: Wenn Andi diese Vorreden immer macht, das klingt wie früher nach Herzblatt.
Speaker: Kandidat 1, Kandidat 2, Kandidat 3.
Speaker: Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber das ist so eine Sendung aus den 90ern.
Speaker: Ich glaube, alle Buchhändlerinnen, die jetzt zuhören, kennen die Sendung.
Speaker: Aber es klingt so ein bisschen wie, wer soll euer Herzblatt sein?
Speaker: Ich habe auch nicht so eine schöne Stimme wie Susi.
Speaker: Doch, du hast eine ganz tolle Stimme, aber wir fangen schon an, dass die alten Leute über Themen reden, von denen sie keine Ahnung haben und dann kommst du mit so einer Herzblatt-Referenz.
Speaker: Ja, tut mir leid, ich muss es dir jetzt raushängen lassen, wie alt ich bin.
Speaker: Jetzt noch schnell die Fragen klären, bevor es in Rente geht.
Speaker: Ähm.
Speaker: Anni?
Speaker: Meine allererste Frage ist Bookish Empire.
Speaker: Ich finde das einen sehr tollen Namen, aber im ersten Moment habe ich das gar nicht mit einem Buchladen verbunden.
Speaker: Vielleicht könnt ihr mal erklären, wie seid ihr auf den Namen gekommen?
Speaker: Was steckt dahinter?
Speaker: Ja, Bookish Empire ist tatsächlich eigentlich entstanden aus einem Begriff von genau unserer Bubble.
Speaker: Also unserer Booktalk-Bubble, weil der sich ableitet von der Floskel Roman Empire.
Speaker: Also this is my Roman Empire.
Speaker: Also mein, ja, wie sagt man das bei uns?
Speaker: Das ist so ein bisschen schwierig, das eigentlich zu beschreiben, aber das ist so ein Buch, wofür man sterben würde eigentlich, was so alles verändert hat.
Speaker: Und da haben wir gedacht, wenn es schon Bücher gibt, für die man sterben könnte, warum machen wir da nicht einfach auch einen Buchladen draus?
Speaker: Und haben eigentlich diesen Begriff genommen und ihn verändert.
Speaker: Das ist aber tatsächlich ganz interessant, dass du sagst, Bookish Empire verbindest du gar nicht mit Büchern, weil für uns das Englischsprachige total normal ist.
Speaker: Aber, und ich hoffe, das kommt jetzt nicht blöd rüber, die ältere Generation.
Speaker: Also alles über 40 wie wir.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Mit dem Begriff bookisch gar nicht so konform geht.
Speaker: Also das ist ganz spannend.
Speaker: Also ich glaube, ich habe schon so ein bisschen mit Büchern auf alle Fälle verbunden, aber ich hatte eher so einen Verlag oder sowas im Hinterkopf und nicht unbedingt einen Buchladen, weil die haben ja dann eher immer deutsche, traditionelle Namen oder so.
Speaker: Aber ich muss sagen, wie gesagt, mir gefällt der Name auch sehr gut, weil der gleich irgendwie auch im Kopf so eine Welt eröffnet, ohne dass man vielleicht konkret die Geschichte dahinter kennt.
Speaker: Und der ist natürlich total einprägsam.
Speaker: Aber das ist jetzt, wir nehmen heute auf, es ist Mitte, Ende Mai.
Speaker: Ihr habt am, ich glaube, 1.
Speaker: März eröffnet, ist das richtig?
Speaker: Ja.
Speaker: Es ist also noch super, super frisch.
Speaker: Was ist
Speaker: Was ist das erste Fazit, was ihr zieht?
Speaker: Vielleicht sowas wie, ja, aller Anfang ist schwer, da müssen wir jetzt durch oder ist es super?
Speaker: Ich kann mir vorstellen, dass ihr abends todmüde ins Bett geht, weil es natürlich wahnsinnig viel ist, was man wahrscheinlich alles gar nicht so auf dem Zettel hat.
Speaker: Also wie ist eure aktuelle Verfassung jetzt?
Speaker: Es ist unfassbar.
Speaker: Wir hatten wirklich gedacht, alle anfangen wird schwer, aber es war gar nicht so.
Speaker: Also der März war eigentlich ein einziger Fiebertraum.
Speaker: Wir haben mit Verlagen reden können, wir waren auf der Buchmesse und jetzt haben Leute uns erkannt.
Speaker: Verlage haben uns erkannt, auch Influencer, die Josie Wismar ist auf uns aufmerksam geworden über Booktalk und es ist unfassbar.
Speaker: Wir haben jetzt schon eine Stammkundschaft uns aufbauen können.
Speaker: Und eine Riesen-Community hinter uns.
Speaker: Es ist ein Traum eigentlich.
Speaker: Gehen wir mal ein paar Monate zurück.
Speaker: Wie muss ich mir das vorstellen?
Speaker: Ihr hattet Zeit und Möglichkeiten und habt gesagt, das machen wir jetzt.
Speaker: Und dann braucht es ja wahrscheinlich eine Art Businessplan.
Speaker: Oder war das eher alles ein Augen zu und durch?
Speaker: Wie lief es bei euch ab?
Speaker: Also es war vor allem aus der
Speaker: aus der Situation heraus, dass wir beide beruflich in einem kompletten Loch stecken, kann man wirklich sagen.
Speaker: Also wir wussten, das, was wir bisher gemacht haben, wollen wir nicht mehr.
Speaker: Wir wollen was anderes.
Speaker: Wir wussten aber beide nicht, wohin geht die Reise.
Speaker: Und diese Idee, diesen Laden zu eröffnen, war fast schon ein...
Speaker: universeller Glücksfall.
Speaker: Also das passte alles auf einmal zusammen.
Speaker: Diese Idee ist geboren auf dem McDonald's Parkplatz.
Speaker: Das ist auch tatsächlich die Geschichte, die wir immer erzählen.
Speaker: Wir saßen im Auto auf dem McDonald's Parkplatz und haben über die Zukunft geredet und wie es weitergeht.
Speaker: Und irgendwann kam die Frage der Fragen,
Speaker: Wagen wir das?
Speaker: Machen wir das zusammen?
Speaker: Eröffnen wir wirklich unseren eigenen Buchladen?
Speaker: Und für uns beide war es ein absolutes und unwiederberufliches Jahr.
Speaker: Und wir haben wirklich gedacht, wir springen da jetzt rein.
Speaker: Aber seid ihr beides E-Menschen, die das immer gemacht haben?
Speaker: Weil ich glaube, jeder von uns kennt das, dass man nachts irgendwann mal bei einem Glas Wein zu viel beschlossen hat.
Speaker: Man macht jetzt eine Bar oder eine Kneipe oder sowas auf und so sieht dann aus.
Speaker: Und am nächsten Morgen denkt man, ach ja, doch nicht.
Speaker: Zu viel Risiko.
Speaker: Zu viel Risiko oder warum auch immer.
Speaker: Seid ihr beide E-Menschen?
Speaker: Also Alex kann sich, glaube ich, einfach nicht vorstellen, die Spontanität dahinter, die da steckt.
Speaker: Also wann habt ihr auf diesem McDonald's-Parkplatz gesessen?
Speaker: Vor fünf Jahren oder vor vier Monaten?
Speaker: Nein, tatsächlich letztes Jahr Oktober.
Speaker: Aber allein die Ladensuche, also das sind ja alles so Punkte, die man erstmal abarbeiten muss.
Speaker: Alex, das sind die jungen Leute.
Speaker: Ja.
Speaker: Tatsächlich waren wir auf einer Suche nach einer Wohnung für mich und haben dann über eBay-Kleinanzeigen diesen Laden gesehen und haben aus dieser Ladenfläche heraus...
Speaker: haben wir uns dann diese Ideen überlegt und dann dachten wir uns, das wäre der perfekte Laden für uns.
Speaker: Und dann zwei Monate später war der immer noch nicht vermietet.
Speaker: Und dann haben wir gesagt, wenn der nicht vermietet ist, das ist ein Zeichen vom Universum.
Speaker: Das machen wir jetzt.
Speaker: Und dann haben wir einfach gesagt, wir gucken, wie weit wir kommen.
Speaker: Und jetzt stehen wir hier.
Speaker: Was ganz toll ist.
Speaker: Ich will das auch gar nicht so malig reden.
Speaker: Versteht mich nicht falsch.
Speaker: Aber...
Speaker: Jetzt ist es ja auch so, ihr seid da oben in, ich habe eben gelernt, dass es Jeva heißt.
Speaker: Für mich ist es immer Jeva, Friesisch Herb.
Speaker: Das ist nicht die allergrößte Stadt, wo ein Buchhandel traditionell wahrscheinlich wie überall in Deutschland es eher schwierig hat.
Speaker: Und dann sagt ihr, wir gehen absolut in diese Nische.
Speaker: Habt ihr bei all den Überlegungen, die ihr euch gemacht habt vorher,
Speaker: gesagt, wir müssen dann gucken, dass wir online irgendwie möglichst den Radius erhöhen oder soll jeder Mensch, erst einmal jeder junge Mensch in Jever uns kennen oder wie war die Herangehensweise?
Speaker: Also, dass wir nicht das in Jever machen, das stand für uns eigentlich gar nicht zur Debatte.
Speaker: Jever war von Anfang an safe, weil wir beide total heimatverbunden sind und wir auch wussten,
Speaker: Eigentlich ist es besser, je kleiner die Stadt ist, weil in Großstädten als unabhängige Buchhandlung sich durchzusetzen, ist einfach super schwer.
Speaker: Und unser Konzept existiert hier so im Norden nicht, also gar nicht.
Speaker: Und wir wussten, wir werden einen Laden, zu dem die Leute kommen werden.
Speaker: Dann haben wir auch tatsächlich ein Gründungsseminar gemacht und der Unternehmensberater, der ein ganz hohes Tier in der Branche ist, der hat gesagt, dieser Laden hat Strahlkraft.
Speaker: Dieses Konzept, wenn ihr das hinkriegt, offline und online, und das ist so genau der Aspekt, worauf du gerade hinaus wolltest, das zu verbinden, wenn ihr das schafft,
Speaker: dann kommen die Leute deutschlandweit.
Speaker: Und für uns war klar, online muss mit drin sein.
Speaker: Also ohne online geht es nicht, definitiv.
Speaker: Du kannst heutzutage kein Business mehr gründen, ohne dich online auch irgendwie zu positionieren.
Speaker: Aber wir wollten eben genau das liefern, was uns Kunden quasi fehlt.
Speaker: Eben, dass es nicht nur online existiert, sondern dass es auch einen Ort gibt zum Anfassen.
Speaker: Und das ist ja das, wofür wir auch stehen, dieses Booktalk zum Anfassen.
Speaker: Und da haben wir dann einfach gesagt, ja, alle haben uns für wahnsinnig gehalten, ganz klar.
Speaker: Jefa, seid ihr verrückt?
Speaker: Macht es doch in einer Großstadt.
Speaker: Nee, wir haben es in Jefa gemacht.
Speaker: Das stand für uns fest.
Speaker: Da gab es auch keine Diskussion.
Speaker: Obwohl da ja nicht unbedingt die Zielgruppe zum Tourismus hinkommt, oder?
Speaker: Ja, Jefa ist tatsächlich gerade so ein bisschen im Wandel.
Speaker: Also Jefa wird jünger.
Speaker: Aber da fährt doch eh mal jeder Segelboot, steht irgendwo barfuß am Strand und trinkt Bier.
Speaker: Jenseits der 50 Jahre.
Speaker: Also die Jefa-Ranne, man unterschätzt sie.
Speaker: Und auch die Urlauber, die nach Jefa kommen.
Speaker: Das sind ganz wilde Leute.
Speaker: Wir haben richtig Pfeffer im Hintern.
Speaker: Ich glaube, ich weiß wirklich alles nur aus diesem kurzen Bierwerbespot.
Speaker: Ja, das ist ja auch noch der Witz, weil der Werbespot ist ja gar nicht in Jefa.
Speaker: Das ist ja gar nicht Jefa.
Speaker: Ihr habt ja gar keinen Strand hier.
Speaker: Das ist ja Rüben.
Speaker: Oh Gott.
Speaker: Wir lernen so wahnsinnig viel heute.
Speaker: Aber stand für euch von Anfang an fest, dass ihr in die Richtung, jetzt muss ich überlegen,
Speaker: New Adult und New Romans geht.
Speaker: Habe ich das jetzt richtig kommuniziert oder ist es Young?
Speaker: Es ist Young Adult.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich sehe in Gesichter.
Speaker: Also stand das von euch für ein Anfang?
Speaker: Wollen wir das gleich mal auflügen?
Speaker: Ja, bitte.
Speaker: Bitte löst es auf und ich möchte gerne von euch wissen, war das von Anfang an euer Ziel dazu, eine Buchhandlung zu machen oder habt ihr gesagt, wir gucken einfach mal, wo Nischen sind und ja, diese Nische, die besetzen wir jetzt oder ist das tatsächlich das Hobby zum Beruf machen?
Speaker: Es ist tatsächlich auch das Hobby zum Beruf zu machen.
Speaker: Wir haben hier eine Thalia-Filiale in Jefa.
Speaker: Und da haben wir uns gedacht, die haben natürlich ein breit gefächertes Sortiment.
Speaker: Die müssen ja alles irgendwie bedienen.
Speaker: Und wir wollen da ansetzen, wo sie aufhören.
Speaker: Und...
Speaker: Wir beschäftigen uns auf Fantasy, klar, und auf New Adult.
Speaker: Es ist New Adult.
Speaker: New Romance gibt es tatsächlich nicht.
Speaker: Es ist New Romance.
Speaker: Und
Speaker: Ja, was sagst du noch dazu, Maus?
Speaker: Naja, es ist auf jeden Fall, also genau, New Romance existiert erstmal gar nicht, das wissen ganz viele Menschen gar nicht.
Speaker: Romance ist das Genre und New Adult und Young Adult ist quasi die Altersgruppe, um die es dabei geht.
Speaker: Und wir haben gesagt, wir verkaufen Bücher ab 14 Jahre.
Speaker: Das heißt, Young Adult bedienen wir kaum.
Speaker: Young Adult, ja, darunter.
Speaker: Ja.
Speaker: Genau, richtig.
Speaker: Und Young Adult, wir haben so ein paar Werke drin.
Speaker: Damit sind die Leser gemeint oder ist das auf die Handlung?
Speaker: Die Leser tatsächlich.
Speaker: Okay.
Speaker: Genau, es sind die Leser.
Speaker: Also New Adult ist, und jetzt korrigiere mich bitte Maus, wenn ich das falsch sage, weil auch ich kriege das manchmal ein bisschen durcheinander.
Speaker: New Adult ist alles bis 25.
Speaker: Ist das richtig?
Speaker: Ja, ne?
Speaker: Ja, New Adult ist quasi so das Dazwischen, wenn man gerade erwachsen wird.
Speaker: Man hört auf, jugendlich zu sein, aber ist noch zu jung, um sich als richtig erwachsen zu bezeichnen.
Speaker: So geht es mir heute noch manchmal, aber...
Speaker: Adoleszenz, glaube ich, nennt man das in der Biologie.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Alex, ich nenne das nicht, dass du unter 25 bist.
Speaker: So, das schneiden wir alles raus.
Speaker: Was käme denn über 25, wenn ihr da Kunden habt?
Speaker: Gibt es dafür auch dann noch einen Namen oder ist das wurscht, weil die lesen das halt einfach?
Speaker: Genau, dafür gibt es dann keinen expliziten Namen.
Speaker: Das haben die Leute oder die Autoren und die Verlage haben das im Prinzip mit diesem New Adult und dem Young Adult ins Leben gerufen, um so ein bisschen die Genres zu kategorisieren, die sich dann doch auch sehr ins Erwachsenenalter ziehen, weil was jetzt einfach sehr neu ist...
Speaker: Und da sind eben auch viele noch gar nicht so hintergestiegen, ist, dass die Literatur explizit erwachsene Menschen anspricht.
Speaker: Und mit explizit kommen wir auch zu so einem ganz speziellen Wort bei uns in der Bubble.
Speaker: Da geht es dann wirklich auch um detailliert beschriebene Szenen der Erwachsenenunterhaltung.
Speaker: Und das ist eben für junge Menschen wichtig.
Speaker: Also Young Adult gar nicht unbedingt so empfehlenswert, weil da dann doch auch viel beschrieben wird, was einfach noch gar nicht so in deren Lebenswelt Thema ist.
Speaker: Und da haben die Verlage und die Autoren und Co., wer auch immer sich da die Gedanken gemacht hat, haben sich dann überlegt, okay, wir kategorisieren das ein in Altersgruppen, damit man auch genau weiß, worum handelt es sich hier und
Speaker: Bei New Adult ist es auch so, dass Themen besprochen werden, die auch sehr ernsthaft sein können.
Speaker: Das heißt, Mental Health ist zum Beispiel ein ganz großes Thema in dieser Altersstufe.
Speaker: Und auch Dinge wie psychische und physische Gewalt spielen da eine Rolle, Traumata, Bewältigung.
Speaker: Und das ist natürlich alles, was erst im Erwachsenenalter auch passiert.
Speaker: Thema sein sollte ohne Begleitung jetzt.
Speaker: Wir sprechen jetzt natürlich einfach von der reinen Unterhaltungskultur.
Speaker: Und ein Genre ist da eben dann auch ganz raus aus dem Romance-Bereich und das ist der Dark-Romance-Bereich.
Speaker: Das ist jetzt der Bereich, der gerade sehr, sehr aktuell ist und der sich eben nicht mehr für die jungen Leute eignet, sondern wirklich für Erwachsene.
Speaker: Und das ist auch ein Riesenthema bei uns in der Zielgruppe.
Speaker: Was versteht man darunter?
Speaker: Also noch mehr explizite Inhalte oder?
Speaker: Genau.
Speaker: Und wir sagen immer ganz liebevoll, Dark Romans ist quasi, der Bösewicht ist am Ende der, in den die Frau sich verliebt.
Speaker: Das habe ich doch vorher auch irgendwo gelesen.
Speaker: Enemy to Lover.
Speaker: Der Feind wird zum Liebesmenschen.
Speaker: Ihr hattet uns eh in der E-Mail vorab zurechtgewiesen, weil wir mit den ganzen Begrifflichkeiten komplett falsch umgegangen sind.
Speaker: Ja.
Speaker: Und da wackelt die Antwort, ja, das sind dann die Tropes.
Speaker: Genau.
Speaker: Also das sind Genres, nein, Genre haben wir auch nicht.
Speaker: Kategorien.
Speaker: Kategorien, ja.
Speaker: Ja, Themenbereiche könnte man fast so ein bisschen sagen, genau.
Speaker: Ja, die Tropes, ja.
Speaker: Und das ist dann...
Speaker: Auch eine Sache, die in unserer Zielgruppe eine sehr große Rolle spielt, weil neben den Büchern dann auch wirklich steht, welche Tropes werden da bedient.
Speaker: Zum Beispiel Enemies to Lovers, also sie sind erst Feinde und verlieben sich dann, aber auch Themen wie Fake Dating.
Speaker: Oder was haben wir noch?
Speaker: Miscommunication ist auch ein großes Thema.
Speaker: One-Bad-Trope ist auch sehr beliebt.
Speaker: Also dass irgendwann in der Geschichte nur ein Bett zur Verfügung steht, was die beiden Hauptprotagonisten sich teilen müssen.
Speaker: Alle wissen, worauf es hinausläuft.
Speaker: Aber jetzt mal ehrlich, ich verstehe ja den...
Speaker: Dass das super ist für mich als Leser, dass ich, ich habe etwas, was ich gerne lese.
Speaker: Und natürlich, so geht mir das ja mit vielen Büchern auch, dass ich denke, so im Prinzip das, was ich jetzt gerade gelesen habe, was mir viel Freude bereitet hat, sowas möchte ich jetzt gerne nochmal lesen.
Speaker: Da verstehe ich schon, dass das eine gewisse Orientierung bietet.
Speaker: Andererseits hätte ich doch aber die Befürchtung, dass das so sehr vorhersehbar ist.
Speaker: Wenn ich jetzt schon weiß, ich kaufe jetzt ein Buch, wo beide am Ende in einem Bett landen.
Speaker: Wo nimmt das Buch dann noch seinen Unterhaltungswert her, wenn doch eine gewisse Vorhersehbarkeit entsteht?
Speaker: Oder ist diese Unvorhersehbarkeit, die ein Buch ja häufig hat, gar nicht das zentrale Element, warum ich es lesen will?
Speaker: Es ist tatsächlich mittlerweile, glaube ich, der Masse geschuldet.
Speaker: Es gibt so viele Bücher, auch in unserer Zielgruppe, gibt es so unendlich viele Bücher, die rauskommen.
Speaker: Und da kommen wir dann auch noch mal so ein bisschen zu dem nächsten Thema.
Speaker: Wir sind ja Sammler.
Speaker: Wir sind ja nicht nur Leser, wir sind ja vor allem Sammler.
Speaker: Dass man, glaube ich, an irgendeinem Punkt dann unterscheiden muss.
Speaker: Ich persönlich zum Beispiel hasse den Trope Fake Dating.
Speaker: Ich würde niemals ein Buch kaufen mit diesem Trope, weil mich das unglaublich nervt.
Speaker: Und wenn ich das kaufe und ich lese das dann, dann bin ich total abgenervt davon.
Speaker: Deswegen weiß ich im Vorfeld schon, dass ich das nicht kaufen muss.
Speaker: Das ist, glaube ich, so ein bisschen dieses im Voraus schon mal auskategorisieren, was gut für einen ist und was nicht, weil sonst verlierst du den Überblick.
Speaker: Das ist einfach Wahnsinn, was an Masse da auf dich zukommt.
Speaker: Aber jetzt ganz provokante Frage.
Speaker: Wenn ich da so eine wunderbare Kategorisierung habe, dann brauche ich ja eigentlich die Buchhändlerin gar nicht, die mir was empfiehlt.
Speaker: Oh.
Speaker: Oh.
Speaker: Falsch.
Speaker: Und so eine Empfehlung geben, die vielleicht nicht alle gerade kennen.
Speaker: So was nicht gerade so aktuell ist, sondern so Geheimtipps.
Speaker: Wir lieben dann ja doch auch alle Geheimtipps oder dann irgendwelche Self-Publisher, die gerade ihr Buch rausgebracht haben und eben nicht bei Thalia stehen oder nicht irgendwie so bei Social Media vertreten sind.
Speaker: Und auch das ist unseren Kunden wichtig.
Speaker: Ganz genau.
Speaker: Das ist auch so ein Riesenthema bei unseren Kunden und das ist, glaube ich, auch das, warum unsere Buchhandlung, und ich sage das jetzt auch mal selber so selbstbewusst, so wunderbar funktioniert.
Speaker: Die Kunden wollen vor allem in Beziehung mit uns gehen.
Speaker: Also es ist wirklich ein sehr vertrautes Miteinander.
Speaker: Dass wir erst seit März da sind, würde man nie merken oder nie vermuten, wenn man unsere Kunden mit uns in Kontakt sieht.
Speaker: Das ist, als würden wir uns schon Jahre kennen.
Speaker: Und da ist dann auch so dieser Verbindungspunkt.
Speaker: dass man sagt, doch, wir Buchhändler, wir werden noch gebraucht, weil am Ende sind wir fast wie so eine Familie, die dann gemeinsam nach dem nächsten Buch sucht und nach der nächsten Empfehlung sucht.
Speaker: Und das ist auch so der entscheidende Faktor, warum das alles so viel Arbeit und so intensiv ist, weil die Beziehungen auch so intensiv sind.
Speaker: Es ist eben nicht nur der Kunde kommt rein, kauft ein Buch und geht wieder raus, sondern unsere Kunden sind teilweise eine Stunde bei uns und quatschen mit uns und gehen dann mit zehn Büchern raus.
Speaker: Okay, ich habe gerade gedacht, das ist doch lästig, wenn ich für 24 Euro Umsatz eine Stunde lang mit dem Mundfuß nicht rede, aber mit der Einschränkung hin und raus verstehe ich alles wieder.
Speaker: Genau, das ist wieder das Ding mit dem Sammeln.
Speaker: Mich würde mal interessieren, nochmal zurück zum Alter.
Speaker: Ich finde das mega spannend.
Speaker: Ich hatte gerade dieses weirde Bild vor Augen, früher die Videothek, wo du dann die ab 18 Abteilung hast.
Speaker: Oder zumindest so gefragt, sagt dir dann zum Beispiel auch mal jüngeren Kundinnen, nee, du bist erst 16, dieses Buch würde ich dir nicht empfehlen und dann eher sagen...
Speaker: Leg das mal bitte lieber zurück.
Speaker: Das ist nichts für dich?
Speaker: Also man muss dazu sagen, dass es eben leider nicht so ist wie in den Videotheken früher.
Speaker: Ich kenne das selber noch.
Speaker: Die Ab-18-Abteilung war auch sehr, sehr verboten und verrucht.
Speaker: Ja, mit Vorhang und so.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Bücher haben nur eine Leseempfehlung, keine FSK-Beschränkung.
Speaker: Dark Romance, insbesondere Dark Romance, sollte aber eigentlich erst zugänglich ab 18 sein.
Speaker: Die Verlage haben sich mittlerweile dazu entschieden,
Speaker: nicht alle, aber einige, so Leseempfehlungssticker draufzukleben.
Speaker: Die Buchhandlungen sind aber natürlich nicht verpflichtet, dieser Empfehlung nachzukommen.
Speaker: Wir haben uns da als Buchhandlung tatsächlich zu entschieden, dieser Leseempfehlung nicht nur nachzukommen, sondern das eben auch ganz strikt durchzusetzen.
Speaker: Also wir hatten schon Kundinnen, die waren um die 13 und wollten Dark-Romance-Bücher kaufen.
Speaker: Und zudem haben wir ganz klar gesagt, das verkaufe ich dir nicht.
Speaker: Es ist natürlich was anderes, wenn die dann wiederkommen mit ihren Mamas und die Mamas sagen, für mich ist das okay.
Speaker: Auch da fragen wir nochmal nach.
Speaker: Wissen sie, worum es da geht?
Speaker: Ist ihnen klar, was für Inhalte dieses Buch enthält?
Speaker: Wenn dann aber die Eltern sagen, für mich ist das okay?
Speaker: dann stehen wir da dem auch nicht mehr entgegen.
Speaker: Das wäre dann nur noch unsere eigene Meinung.
Speaker: Aber wir gehen schon stark in die Verantwortung und sagen, diese Bücher verkaufen wir ab 16 beziehungsweise 18, je nachdem, um welches Buch es sich handelt.
Speaker: Das ist aber noch sehr wenig verbreitet in der Buchhandlungsbranche.
Speaker: Das ist auch schwierig.
Speaker: In der Regel sind die ja frei zugänglich.
Speaker: Und im Gegensatz zu euch ist es ja schon ein Problem,
Speaker: ich sage jetzt mal in der Thalia-Filiale, wenn sie da ausstehen, wird die Buchhändlerin A den Inhalt nicht wirklich detailliert kennen und B auch nicht auf dem Ausweis gucken.
Speaker: Also sie verkauft das Buch, zumal es ja dann auch diese Selbstbedienungskassen gibt, also da kann ich es ja auch einfach drüber ziehen.
Speaker: Theoretisch bräuchte es ein FSK für Bücher in dem Fall, oder?
Speaker: Ja.
Speaker: Das vertreten wir auch ganz stark.
Speaker: Also wir sind da sehr für, wir sind sehr froh, dass die Verlage mittlerweile reagieren mit den Stickern, weil wir dann einfach ein bisschen mehr in der Hand haben.
Speaker: Aber wie gesagt, es ist im Moment ist und bleibt es eine Empfehlung.
Speaker: Es ist wirklich eine Grauzone, es ist schwierig, aber natürlich haben wir das Recht zu sagen, wir verkaufen dir diese Bücher nicht.
Speaker: Also das ist einfach etwas, das muss man nach eigenem Ermessen entscheiden und wir haben uns dafür entschieden, das so zu tun, weil wir uns unserer Verantwortung eben sehr bewusst sind, weil wir aber auch selber wissen, wie diese Inhalte auch aufgebaut sind und das gehört unserer Meinung nach nicht in Kinderhände.
Speaker: Das ist, wenn man ab und zu liest, ein Buch bekommt so und so viel Chilischoten oder dieses Buch ist spicy, das ist im Prinzip das, was ihr damit meint.
Speaker: Also wie hoch geht es im Buch her, dass es dieses explizite dann ist?
Speaker: Genau.
Speaker: Wobei man auch da unterscheiden muss, weil der Romance-Bereich hat auch den Spice, so nennt man das immer.
Speaker: Dark Romance ist aber, muss man wirklich nochmal anders deklarieren, weil es geht da gar nicht unbedingt um den Spice-Anteil, sondern um die Thematik.
Speaker: Also Dark Romance thematisiert ganz offen körperliche Gewalt, Missbrauch.
Speaker: Und auch wirklich moralisch grenzwertige bis moralisch überschreitende Dinge.
Speaker: Also da geht es um Stalking zum Beispiel, dass der Hauptprotagonist der Stalker ist und die Frau sich in diesen Stalker verliebt.
Speaker: Und das eben dann in der Verbindung zum Beispiel mit...
Speaker: körperlicher Gewalt.
Speaker: Und da ist eben für uns dann auch die Grenze, wo wir sagen, das können Teenager, können das noch nicht differenzieren.
Speaker: Eine erwachsene Frau kann das differenzieren und liest das bewusst.
Speaker: Kinder nicht.
Speaker: Und da ist der Moment, wo wir eingreifen.
Speaker: Das haben die klassischen Romans-Bücher eben nicht, diese Thematik.
Speaker: Ich will noch mal einen Schritt zurückgehen.
Speaker: Du hast eben sehr stolz gesagt, bei uns funktioniert es ja.
Speaker: Heißt das, also habt ihr eine Umsatzplanung, von der ihr sagt, ja, das läuft gerade, wir können uns vielleicht sogar was auszahlen oder messt ihr das an Kundenfrequenz oder an Feedback?
Speaker: Gibt es da so feste Faktoren, an denen ihr wirklich sagen könnt für euch, alles klar, wir sind gerade echt gut in der Spur oder vielleicht sogar über unserem Ziel?
Speaker: Ja, also wir haben immer so ein Tagesziel tatsächlich.
Speaker: An den orientieren wir uns immer.
Speaker: Und auch am Monatsende gucken wir, wie hoch unser Umsatz war und sind tatsächlich der Meinung,
Speaker: dass wir uns davon selbst ernähren können.
Speaker: Super, ganz toll.
Speaker: Aber es ist dann doch am Ende schon irgendwie hängt es, setzt ihr den Umsatz als Maßstab für den aktuellen Erfolg.
Speaker: Ja.
Speaker: Also klar, natürlich freuen wir uns darüber, dass die Resonanz gerade auf Social Media unfassbar hoch ist.
Speaker: Damit hätten wir auch nicht gerechnet, dass wir so weit streuen auch schon.
Speaker: Aber am Ende des Tages zählt natürlich auch das, was dann als Umsatz dasteht.
Speaker: Also ob du jetzt auf Social Media erfolgreich bist oder nicht, bringt dir natürlich im ersten Moment nicht so viel, wenn der Umsatz nicht stimmt.
Speaker: Und da haben wir einfach wahnsinnig Glück, dass wir da beides bedienen können.
Speaker: Wie nutzt ihr Social Media?
Speaker: Vielleicht gehen wir in die Richtung mal.
Speaker: Heißt das einfach nur, ist das Werbung für euch?
Speaker: Kommt alle nach Jever und schaut unsere Bücher an oder verkauft ihr wirklich, dass ihr auf euren Shop verlinkt und sagt, wenn ihr dieses Buch wollt, dann könnt ihr es bei uns genauso gut wie bei jedem anderen kaufen?
Speaker: Also es ist eine Mischung aus beidem.
Speaker: Es ist natürlich Werbung, ganz klar, weil dadurch verbreiten wir uns überregional, das könnten wir sonst nicht.
Speaker: Insbesondere TikTok spielt da natürlich auch eine große Rolle.
Speaker: Und Instagram liefert uns quasi die Möglichkeit der eigenen Homepage.
Speaker: Also es ist, was früher so die klassische Website war, das ist heutzutage Instagram.
Speaker: Und darüber funktioniert auch die Kommunikation mit unseren Kunden.
Speaker: Also darüber ist ganz, ganz viel, was nah dran ist und auch tatsächlich der Verkauf.
Speaker: Wir haben einen Online-Shop.
Speaker: Unsere Kunden wissen auch, dass wir einen Online-Shop haben und nutzen den durchaus auch.
Speaker: Aber ich würde mal behaupten, wir haben mindestens genauso viele, wenn nicht sogar doppelt so viele Bestellungen über Instagram.
Speaker: Also die Leute schreiben uns an und fragen, kannst du mir das und das Buch bestellen oder könnt ihr mir die und die Sachen vorbestellen?
Speaker: Das machen sie im Laden, aber das machen sie eben auch ganz viel über Instagram.
Speaker: Und Rika hat das gerade schon gesagt mit unserem Empfehlungstag.
Speaker: Es ist wahnsinnig oft Mittwoch so, dass unser Instagram-Postfach glüht, weil die Leute die Empfehlungen gerne zurückgelegt haben wollen.
Speaker: Also sie sehen das und sagen, oh, das muss ich haben, bitte leg mir das zurück, ich hole das nachher ab.
Speaker: Das passiert ganz, ganz viel.
Speaker: Aber das heißt, das Postfach glüht wahrscheinlich mittlerweile, spätestens jetzt, wenn die Menschen das hören, nicht mehr nur noch von Kunden und Kundinnen, sondern vermutlich kommt jetzt jeder Self-Publisher um die Ecke und die Verlage sowieso und Verlagsvertreter, die alle mit euch sprechen wollen und sagen, macht doch da.
Speaker: Ich glaube, 300 Titel habt ihr vorhin gesagt.
Speaker: Das ist ja eh ein sehr überschaubares, ausgewähltes Sortiment.
Speaker: wahrscheinlich prügeln sich doch jetzt gewisse Menschen, dass sie bei euch irgendwo mal Erwähnung finden.
Speaker: Also wir haben tatsächlich gemerkt, 300 Titel ist auch ein bisschen wenig ausgedrückt, weil wir da selber halt noch gar keine Vorstellung von hatten, was eigentlich in diesen Laden reingeht.
Speaker: Wir haben weitaus mehr Titel.
Speaker: Okay.
Speaker: Aber ja, tatsächlich, in der Anfangszeit haben wir sehr, sehr viel Ansturm von Self-Publishern gehabt und mussten dann auch irgendwann leider schweren Herzens aussortieren, was bei uns gekauft wird und was eher nicht zu uns passt.
Speaker: Das tut uns dann auch immer richtig doll leid, wenn wir den Self-Publishern absagen müssen, weil wir uns dann denken, oh Mann, jetzt könnt ihr nicht in unserem Regal stehen, es ist traurig.
Speaker: Aber auch die Verlage, teilweise Kleinverlage, aber auch so große Publikumsverlage sind auf uns zugekommen und wollten mit uns sprechen.
Speaker: Und das war auch wieder so ein Fiebertraum.
Speaker: So Everlove hat sich dann bei uns gemeldet und wir dachten, oh mein Gott, Pipa.
Speaker: Ja, Pipa war schon anders Welt, ja.
Speaker: Ja.
Speaker: Wobei man natürlich sagen muss, es ist für jeden Autor schön, in einer Buchhandlung zu stehen und jede Buchhandlung, die er besucht und sein Buch ist darin nicht vertreten, ist eine Enttäuschung.
Speaker: Das gilt, glaube ich, einfach für jeden, der geschrieben hat.
Speaker: Aber habt ihr, wenn ihr das so gut empfehlen könnt, habt ihr auch wirklich jedes Buch, was da steht, gelesen?
Speaker: Nein, um Gottes Willen.
Speaker: Das ist tatsächlich eine Frage, die wir ganz oft bekommen und die verneinen wir auch ganz bewusst, weil das wäre ja wild.
Speaker: Also wir haben nicht jedes Buch gelesen.
Speaker: Das ist auch bei uns tatsächlich mittlerweile so ein bisschen so ein Running Gag, weil unsere Kunden wissen, dass ich die klassische Romance total hasse.
Speaker: Ich mag das gar nicht.
Speaker: Für mich gibt es nichts Schlimmeres als ein Buch mit einem Cover und einem Hund drauf.
Speaker: Nein.
Speaker: Das ist für mich der absolute Horror.
Speaker: Rikke ist ein bisschen offener.
Speaker: Es ist schön, dass du das mit offen verbindest.
Speaker: Sie erlauben auch Hunde auf Kammern.
Speaker: Ich bin da eher ein bisschen darker unterwegs, Rieke ein bisschen heller.
Speaker: Aber wir kennen jedes Buch, was in unserem Regal steht.
Speaker: Wir suchen jedes Buch sehr gewählt aus.
Speaker: Wir entscheiden uns auch teilweise bewusst, Bücher nicht mit ins Sortiment zu nehmen, auch wenn sie in anderen Buchhandlungen immer stehen.
Speaker: Da sind wir wirklich auch, glaube ich, sehr speziell und entscheiden sehr nach Bauchgefühl.
Speaker: Wo andere vielleicht sagen würden, aus wirtschaftlicher Sicht sollten wir dieses Buch aber mit reinnehmen, sind wir teilweise auch so, dass wir sagen, nein, dieses Buch nehmen wir nicht mit rein, Punkt, aus Ende.
Speaker: Wenn das jemand bestellen will, darf er das gerne tun, jederzeit.
Speaker: Aber das wollen wir bei uns nicht haben.
Speaker: Aber gelesen haben wir nicht jedes Buch.
Speaker: Das ist aber auch etwas, was unsere Zielgruppe gar nicht verlangt, weil wir ja dann auch so Sachen haben wie die Stapel ungelesener Bücher, also den Sub.
Speaker: wie man so schön in unserem Genre sagt.
Speaker: Und da sind wir als Booktalk-Leute auch für bekannt, dass wir Stapel ungelesener Bücher in Höhe von 200 bis 300 haben.
Speaker: Also da erwartet keiner, dass irgendjemand alle Bücher gelesen hat, die er zu Hause hat.
Speaker: Das wäre frech.
Speaker: Hat keiner von uns.
Speaker: Auch ohne Romans hat keiner von uns alle Bücher seinem Regal gelesen.
Speaker: Ich kenne zumindest keinen Menschen.
Speaker: Das ist ein sehr gutes Thema, weil ich habe so einen Vorwurf gelesen über eben die Szene, dass dann eben gesagt hat,
Speaker: Ja, die kaufen so viele Bücher, die lesen die doch aber gar nicht und stellen die nur ins Regal.
Speaker: Ja, aber das machen ja alle, das machen wir auch.
Speaker: Ich musste an Umberto Eco denken, der dann über seine 50.000 Bücherbibliothek oder so spricht und dann auch sagt, ich kann die gar nicht alle lesen, das geht überhaupt nicht.
Speaker: Aber es ist schön, diese Bücher da zu haben und einfach zu wissen, sie stehen da und ich kann sie halt lesen, wenn ich möchte.
Speaker: Ich glaube, die Besitzer von Goethes gesammelten Werken haben auch nicht jedes Gedicht gelesen.
Speaker: Also sind wir ehrlich.
Speaker: Das ist auch ganz interessant, weil wir Buch-Nerds, so nennen wir uns ja, die Buch-Nerds, wir
Speaker: Das ist ja ein Hobby für uns.
Speaker: Und wir sagen ja auch ganz bewusst, Lesen und Sammeln sind zwei unterschiedliche Hobbys.
Speaker: Und wir verurteilen ja auch keinen Briefmarkensammler dafür, dass er nicht jede Briefmarke, die er hat, irgendwie mal auf den Brief klebt.
Speaker: Genauso ist das für uns Buchensammler eben auch.
Speaker: Und das ist ja auch...
Speaker: Ein wunderschönes Deko-Element mittlerweile, muss man ja sagen.
Speaker: Von daher haben wir da auch gar nicht den Anspruch, dass wir immer alles irgendwie lesen müssen.
Speaker: Es darf auch einfach mal ganz gerne da sein und uns ein gutes Gefühl geben.
Speaker: So wie das bei einem Hobby, was mit Kaufen zu tun hat, ja auch gerne mal der Fall ist.
Speaker: Aber ganz viele Menschen haben da ein ganz großes Unverständnis und fragen sich, warum kauft ihr denn so viel, wenn ihr das gar nicht lest?
Speaker: Weil da für uns im Moment die Funktion des Buches gar nicht so im Vordergrund steht, sondern einfach der Aspekt der Ästhetik und des Besitzens.
Speaker: Da habe ich zum Aussehen und Ästhetik gleich eine Frage.
Speaker: Knickt ihr die Bücher?
Speaker: Nein, um Gottes Willen.
Speaker: Oh, das ist Todsinn.
Speaker: Das habe ich mir schon gedacht, aber ich wollte nochmal auf Nummer zu vergehen.
Speaker: Es ist total faszinierend.
Speaker: Ich erinnere mich vor, weiß ich nicht, fünf, sechs Jahren, sieben Jahren, hat sich mir ein Startup auf der Buchmesse mal vorgestellt, die als Service angeboten hatten, dass sie die passenden, wenn man die ISBN dort eingab, den passenden Buchumschlag vermitteln.
Speaker: aufbereitet haben, der dann in beige war oder passend zur Inneneinrichtung, weil sie damals gesagt haben, das war der Geschäftsansatz, auf Instagram sieht man ja immer, da ist alles wunderschön eingerichtet und dann liegen da so drei, vier Bücher, aber die stören ja quasi, die machen die Ästhetik kaputt und deswegen bieten wir an, dass wir die verhüllen, damit sie möglichst unauffällig sind.
Speaker: Und dann hat sich das offenbar, ich weiß gar nicht, wie diese Firma hieß, ob es die noch gibt, liebe Grüße an der Stelle.
Speaker: Wahrscheinlich nicht.
Speaker: Wahrscheinlich nicht, denn auf einmal reden wir über Farbschnitte, sind bereit dafür mehr auszugeben und präsentieren ja.
Speaker: Im Zuge dieses Sammels geht es ja glaube ich auch so ein bisschen nicht nur ums Besitzen, sondern auch ums Zeigen wahrscheinlich.
Speaker: Ja, ganz doll.
Speaker: Also das würde mich auch mal interessieren, ob diese Firma noch existiert, ob sich das Geschäftsmodell durchgesetzt hat.
Speaker: Wahrscheinlich nicht in unserer Zielgruppe, weil da sind die Farbschnitte, insbesondere die Farbschnitte, aber auch Cover mittlerweile ist wieder Großthema, aber natürlich die Farbschnitte unfassbar wichtig.
Speaker: Also es werden Bücher vorbestellt.
Speaker: damit die Leute die Farbschnitte bekommen, weil oft Verlage das nur in den ersten beiden Auflagen machen und dann sind sie clean.
Speaker: Es ist ein Riesenproblem, wenn du eine Buchreihe beginnst und du hast bei den ersten Büchern den Farbschnitt und bei den nachfolgenden nicht, dann kannst du die Reihe nicht kaufen.
Speaker: Das funktioniert nicht.
Speaker: Das ist ein Riesenthema.
Speaker: Vor allem, wenn man vielleicht zu spät diese Reihe entdeckt und der erste Teil hat keinen Farbschnitt mehr.
Speaker: Das ist eine Katastrophe.
Speaker: Das heißt, ich muss dann irgendwie adiquarisch oder kleiner zeigen, genau, dann irgendwie gucken.
Speaker: Ja, in absolut horrenden Summen.
Speaker: Also es ist unglaublich, da wird dann teilweise 80, 90 Euro für ein Buch ausgegeben.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Es gibt, es ist total naheliegend, also es ist aus Verlagssicht total naheliegend, dass ich das mache.
Speaker: Zum einen, es kostet natürlich auch in der Produktion, das rechne ich ja dann wahrscheinlich schon über mehrere Auflagen, auch dass das je aufwendiger auch das Ganze gemacht ist.
Speaker: Andererseits wecke ich dadurch direkt zum Beginn eine Begierde, also aus Verlagssicht völlig klar.
Speaker: Aus Kundinnensicht genauso klar, wie ihr eben gesagt habt, ich sammle, ich habe hier einen kleinen Schatz, das ist auch alles.
Speaker: Es passt einfach total gut zusammen und
Speaker: Die einzige Frage, die so schlaue Meier wie ich dann immer stellen, ist, ob der Inhalt, der ja eigentlich das Buch ausmacht und der Rest ist nur Medium und bla bla bla.
Speaker: Deswegen machst du auch keine Knicke rein und Eselsonnen, weil das Medium innen drin ja so wichtig ist.
Speaker: Für dich hat doch das Buch auch einen Wert.
Speaker: Wieso bist du heute so zänkisch da?
Speaker: Nein, aber ich kann... Das stimmt natürlich.
Speaker: Du hast voll schon recht.
Speaker: Ich finde unsere Generation und alles, was älter ist und was ich mit Romans und...
Speaker: was sich nicht damit auseinandersetzt, also auch wir haben ja unseren Anspruch an Bücher.
Speaker: Also ich sage mal, was das Highlight für mich zum Beispiel ist bei so, ich sag jetzt mal Reihen oder Werken, ist ein Schubart drumrum.
Speaker: Also ich brauche keinen Farbschnitt, ich brauche den Schubart drumrum.
Speaker: Und genauso, also mir ist das jetzt zum Beispiel nicht so wichtig, ich mache ja auch Eselsohren rein, aber auch da, also auch die Generation hat ja zum Beispiel mit Schutzumschlägen und so weiter, also da mache ich zum Beispiel immer den Schutzumschlag beim Lesen ab, damit der nicht verknüddelt, um den dann wieder drumrum zu machen.
Speaker: Also sprich, diesen Anspruch an dieses...
Speaker: Liebhaber-Produkt-Buch hat jeder seinen eigenen Anspruch und seine eigene Wertigkeit.
Speaker: Und bei dem einen ist es eben der Buchrücken, bei dem anderen, der nicht klicken darf, bei dem anderen ist es der Schuber, der Schutzumschlag.
Speaker: Also ich kann das total nachvollziehen, selbst wenn mir persönlich jetzt, sage ich mal, dieser Farbschnitt nicht bedeutsam ist.
Speaker: Aber mal ganz doof gefragt, wie rum stelle ich denn das Buch dann ins Regal?
Speaker: Also wenn es einen tollen Farbschnitt hat, dann immer mit dem Farbschnitt nach vorne.
Speaker: Ihr wisst, welches gemachtes ist, oder?
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Das weiß jeder.
Speaker: Aber es gibt tatsächlich auch immer noch Leute, und das ist auch, finde ich, ganz spannend, die die cleane Variante bevorzugen.
Speaker: Das heißt, es gibt wirklich immer noch in unserer Bubble auch Menschen, die Farbschnitte hassen.
Speaker: Und dann auch, und das finde ich total wild, wirklich die Bücher mit der cleanen Seite nach vorne stellen.
Speaker: Für die ist dieser Hersteller mit diesem Beigen.
Speaker: Genau.
Speaker: Genau, für die ist das.
Speaker: Und da fragen wir uns auch, da weißt du doch aber jetzt auch nicht mehr, welches Buch das ist.
Speaker: Also das kann mir doch keiner erzählen.
Speaker: Das sieht doch dann wirklich gleich aus.
Speaker: Und das verstehen wir auch nicht.
Speaker: Aber naja, so sind die Leute.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich habe jetzt mal noch eine Frage, weil ich vorhin auch in meiner Einleitung die Self-Publisher so gedisst habe.
Speaker: Aber ich bin Schenkel, schon klar.
Speaker: Nein, ich will ja damit gerade so einen versöhnlichen Teppich ausrollen.
Speaker: Für mich?
Speaker: Nein, ich will nicht.
Speaker: Mit dir ist heute allein.
Speaker: Zurück zu den Self-Publishern.
Speaker: Die haben natürlich, und ich glaube, das ist trotz allem nicht ganz von der Hand zu weisen, nicht immer die Qualität, die man eventuell an einem Buch hat, weil das Lektorat nicht so professionell betrieben wurde.
Speaker: Ähm...
Speaker: Andererseits habt ihr ja gesagt, ihr habt ein großes Faible für.
Speaker: Mögt ihr das mal erklären?
Speaker: Steht es da eher im Vordergrund zu sagen, wir haben hier etwas Besonderes, was es nicht überall gibt?
Speaker: Und dann drücke ich vielleicht auch ein Auge zu, weil die Schreibe vielleicht jetzt dann doch mich nicht ganz überzeugt, aber es ist eben was Besonderes, was ich meinen Kunden und Kundinnen empfehlen kann.
Speaker: Oder ganz doof gesagt, kriegt ihr dort viel bessere Konditionen, weil die sich freuen, dass ihr Buch überhaupt irgendwo steht?
Speaker: Wie ist euer Verhältnis da?
Speaker: Also klar, wir können natürlich nicht alle Bücher einmal Probe lesen, bevor wir sie ins Regal stellen.
Speaker: Wir gucken, wie ist die Aufmachung, weil das ja für unsere Kunden wichtig ist.
Speaker: Und dann gucken wir uns den Klappentext an, dann gucken wir nochmal, haben Self-Publisher noch irgendwie eine Leseprobe mit beigeschickt oder sowas und wir...
Speaker: sieben tatsächlich nach Bauchgefühl aus.
Speaker: Also wir sieben erst mal da aus, wie ist die Aufmachung, weil eben die Kunden kaufen für sie ästhetische Bücher.
Speaker: Aber können Self-Publisher das so leisten, mit Farbschnitten und so, ohne dass es den Wert eines kleinen Wagens bekommt?
Speaker: Ja, das kostet halt Geld.
Speaker: Ja, das ist halt der entscheidende Faktor und da
Speaker: muss man sagen, merkt man eben auch, wer von den Self-Publishern das Geld investieren konnte.
Speaker: Ich möchte jetzt mal bewusst sagen konnte, weil ich glaube nicht, dass das was mit Wollen zu tun hat.
Speaker: Oder wer eben auch nicht.
Speaker: Und so fies das dann auch manchmal ist, aber wir merken es auch selbst in den Verkaufszahlen, die Self-Publisher-Werke, die Farbschnitte haben und wie Rike das eben sagte, die diese ganz spezielle Aufmachung haben, die werden besser verkauft.
Speaker: Wir können das den Self-Publishern nur ans Herz legen, wenn es für euch irgendwie möglich ist, liebe Self-Publisher, dann setzt auf das Design, weil ansonsten verkaufen sich die Bücher deutlich schlechter.
Speaker: Das ist leider so.
Speaker: Das ist das, was die Kunden wollen.
Speaker: Wenn sie das schaffen, also wir haben ein, zwei Self-Publisher, die verkaufen sich bei uns unfassbar gut.
Speaker: Wenn sie das schaffen, dann haben sie teilweise sogar einen besseren Stand als die Verlagsautoren, weil wir dann den Aspekt der Exklusivität bieten können.
Speaker: Weil das bekommen sie dann eben nicht in den Läden, das bekommen sie nicht überall bei Thalia und Co., sondern das bekommen sie dann vielleicht nur bei uns.
Speaker: Und da ist natürlich dann wieder dieser Sammleffekt sehr groß.
Speaker: Also das lohnt sich dann schon, aber...
Speaker: Wir haben auch mal Self-Publisher dazwischen.
Speaker: Da merken wir dann, wenn wir das Buch in den Händen halten, das wird sich nicht verkaufen, da fehlt es an der gewissen Stelle.
Speaker: Also der Hingreif in der Zeit fehlt sozusagen.
Speaker: Also wenn das Buch einfach schön gestaltet ist, fehlt ja auch für jedes Buch und jede Zielgruppe, greift man halt eher hin und sagt, ich guck mal, was das ist.
Speaker: Also das Interesse ist einfach schneller gedeckt.
Speaker: Richtig.
Speaker: Während wahrscheinlich ein Buch ohne Farbschnitt und vielleicht mit einem standardisierten Cover und vielleicht dann noch Taschenbuch, ähm,
Speaker: vielleicht einfach wirklich untergeht in der Sichtfläche des Kunden.
Speaker: Ja, wobei Taschenbuch tatsächlich gar nicht das Thema ist, dadurch, dass Paperback so beliebt geworden ist, brauchen die Self-Publisher kein Hardcover.
Speaker: Also das würde ich tatsächlich gar nicht sagen.
Speaker: Aber eben gerade dieses, das Cover, der Farbschnitt, das Papier, auch die Qualität des Papiers ist unglaublich entscheidend.
Speaker: Wie findet ihr denn die Autoren, diese Self-Publisher?
Speaker: Die klassische Buchhandlung, die nutzt eben VLB-Tix, dieses digitale Vorschau-System oder sie kriegt eine gedruckte Vorschau von Verlagen ins Haus geschickt.
Speaker: Sowas haben Self-Publisher in der Regel ja wahrscheinlich nicht.
Speaker: Wie findet ihr die?
Speaker: Also tatsächlich bewerben sie sich bei uns.
Speaker: Sie schicken tatsächlich über Instagram dann so einen Aufruf, wie so eine kleine Vorabschau mit so einem digitalen Cover und einer Inhaltsangabe und machen dann so auf sich aufmerksam und eben auch so auf ihre Homepage, auf ihr Instagram aufmerksam.
Speaker: Aber das klingt ja schon für mich fast wie, dass ihr ein Verlag seid.
Speaker: Ich wollte es gerade sagen.
Speaker: Das ist ein kleiner Schritt zur Verlagsbuchung.
Speaker: Ich meine, das würde auch total Sinn machen, das zu kombinieren.
Speaker: Ja, voll spannend.
Speaker: Also es ist auch ganz witzig, weil sowohl die Self-Publisher als auch teilweise so kleine Unternehmen
Speaker: Also Rika hat das ja gerade schon gesagt, die bewerben sich richtig bei uns und das war für uns am Anfang auch, oder es ist auch immer noch, muss man sagen, ganz befremdlich, weil wir auch denken, wir sind ja irgendwie auch nur eine kleine Buchhandlung, wir sind ja jetzt nicht irgendwelche super wichtigen Leute, aber für ganz viele Menschen scheinbar ganz, ganz viel Hoffnung.
Speaker: Und das hat dann schon wirklich fast so einen Verlagscharakter.
Speaker: Also die setzen dann ganz, ganz viel Hoffnung in uns.
Speaker: Und das, was ja auch schon gesagt wurde, bricht uns dann auch manchmal das Herz, wenn wir absagen müssen.
Speaker: Aber gut, wer weiß.
Speaker: Vielleicht hören wir uns in einem Jahr wieder, weil ihr dann erzählt, dass ihr am 1.
Speaker: März gerade einen Verlag gegründet habt.
Speaker: Wer weiß.
Speaker: Dann machen wir das auf jeden Fall mit der Nachfolgefolge.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich könnte noch super lange mit euch reden.
Speaker: Es ist wirklich, wirklich spannend.
Speaker: Ich bin mir noch nicht ganz sicher, welcher Trope für mich jetzt der richtige wäre.
Speaker: Aber...
Speaker: Das ist mir egal.
Speaker: Habt ihr vielleicht noch, wenn wir jetzt an die Buchhandlerinnen und Buchhandler denken, die uns gerade zuhören, habt ihr für die ganz kollegial einen Rat, wenn die sagen, sie fremdeln noch so ein bisschen, wissen aber gleichzeitig durch diese ganzen Booktop, Bestsellerlisten etc., dass das irgendwie immer relevanter für ihr Geschäft wird.
Speaker: Habt ihr den
Speaker: Ein Tipp zum Einstieg?
Speaker: Tatsächlich können wir den Tipp geben, hört euren Kunden zu.
Speaker: Also wir entscheiden ganz oft, welche Bücher wir ins Sortiment nehmen aufgrund von Kundenempfehlungen.
Speaker: Das ist etwas, wo man vielleicht denkt, naja, wir sollten ja aber diejenigen sein, die Empfehlungen geben.
Speaker: Die Kunden sind ja am Ende die, die es kaufen.
Speaker: Und eigentlich bilden die Kunden das Sortiment.
Speaker: Und ich glaube, von dieser Angst, dass man dadurch weniger professionell oder weniger versiert wirkt, sollte man sich verabschieden.
Speaker: Weil wir machen damit unglaublich gute Erfahrungen und haben schon ganz oft auch sehr erfolgreiche Titel dann mit ins Sortiment aufgenommen.
Speaker: Man muss einfach ein bisschen die Augen offen halten und hinhören.
Speaker: Und man darf sich nicht vor Social Media verschließen.
Speaker: Es ist nicht immer nur böse.
Speaker: Das können wir wirklich sagen.
Speaker: Das hat auch ganz, ganz viele Vorteile.
Speaker: Jetzt ist mir doch noch eine letzte Frage eingefallen, über die wir noch gar nicht geredet haben.
Speaker: Wir hatten vorhin bei den schnellen Fragen, ging es mal kurz auch um Eventplanung.
Speaker: Wie sieht bei euch so eine klassische Veranstaltung aus?
Speaker: Ist das nur die typische Wasserglaslesung oder kommen da alle in entsprechenden Kostümen und man macht zusammen eine Party?
Speaker: Oder...
Speaker: Gibt es da Unterschiede oder habt ihr einfach womöglich andere Autorinnen und Autoren eingeladen als eine literarische Umhandlung?
Speaker: Wie sehen eure Veranstaltungen aus?
Speaker: Also wir haben durchaus in Anführungszeichen klassische Lesungen.
Speaker: So eine Autorin liest aus ihrem Buch vor, wir unterhalten uns darüber und danach laden wir zum Shopping bei uns im Laden ein.
Speaker: Aber wir haben jetzt auch die nächste, übernächste Lesung wird ein ganz besonderes Event sein.
Speaker: Da laden wir nämlich zur Tea Time ein, zur Bookish Empire Tea Time mit einer Debütautorin.
Speaker: Und dann machen wir das quasi
Speaker: eher so cozy und ganz darauf bedacht, ein Meet & Greet mit der Autorin zu schaffen und eben in den Austausch zu gehen und das nicht so aufzubauen, okay, die Autorin sitzt jetzt da und wir hören brav zu.
Speaker: Wir haben auch eine sehr große Vielfalt an Events.
Speaker: Also das wollten wir von Anfang an.
Speaker: Also wir bieten ja nicht nur Lesungen an, sondern alles im Prinzip, worauf unsere Kunden Lust haben.
Speaker: Wir machen jetzt bald ein Event.
Speaker: Da geht es so ein bisschen um das Thema Spiritualität.
Speaker: Und da haben wir uns auch jemanden zu eingeladen.
Speaker: Und das ist dann so ein bisschen eine Verbindung von Büchern und dem Spirituellen.
Speaker: Aber wir haben eben auch...
Speaker: Ein Bedäselabend geplant.
Speaker: Das ist auch ganz wild.
Speaker: Das musst du bitte erklären.
Speaker: Ja, da kann man mit so Strasssteinchen, so ganz klein, quasi die Cover nachlegen, sodass das Cover im Prinzip noch genauso aussieht wie vorher, nur in Strass.
Speaker: Und das finden die Leute ganz, ganz toll.
Speaker: Bitte dürfen wir das drin lassen.
Speaker: Ich finde das ganz schrecklich.
Speaker: Ich wollte gerade jetzt nur rieflich sein.
Speaker: Ich hätte nichts gesagt.
Speaker: Ich glaube, viele Menschen haben gerade die Krüfte.
Speaker: Gerne.
Speaker: Ist voll okay.
Speaker: Ja.
Speaker: Aber Rieke findet das toll und ganz viele Kundinnen auch.
Speaker: Moment mal.
Speaker: Moment mal.
Speaker: Dann gibt es jetzt noch aus den 90ern Window-Kanne.
Speaker: Da könntet ihr auch Cover in Window-Kanne nachmachen, um sie euch ans Fenster zu hängen.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Auch eine Idee.
Speaker: Und dann wird Phantan wieder cool gemacht.
Speaker: Ich kann mir das aber schon vorstellen, wenn man sein eigenes Cover eben nochmal ein bisschen individuell gestalten kann oder da irgendwie was noch hinzukommt, was visuell ist.
Speaker: Wenn man sich das eh ins Regal stellt.
Speaker: Anni, du hast leider schon Geburtstag gehabt, aber ich merke das für Weihnachten.
Speaker: Ich mache total Sinn.
Speaker: Ja.
Speaker: Meine Tochter macht gerade dieses Diamond-Painting auch.
Speaker: Ja, genau so ist das.
Speaker: Das erwarte ich zu Weihnachten.
Speaker: Mein Lieblingsbuch kann man mit der Stoff sein.
Speaker: Ja.
Speaker: Alles klar.
Speaker: Kann bei mir aber eine Weile dauern.
Speaker: Es ist eh brutal lustig.
Speaker: Ihr habt beide jetzt schon immer mal wieder aufgezeigt, welche Unterschiede ihr so habt.
Speaker: Und wir haben ja immer noch dieses Kamerabild nebenher laufen.
Speaker: Und wenn ich hier gucke, dann hat Rieke 1 einen düsteren Hintergrund.
Speaker: Man könnte fast sagen, sie sitzt in einer kleinen Höhle.
Speaker: Sie hat einen schwarzen Hoodie oder was das ist an und ist sehr dark.
Speaker: Und auf der anderen Seite ist Rieke 3 mit einem sonnendurchfluteten...
Speaker: Zimmer, wie auf einer Wolke mit einem hellen Oberteil.
Speaker: Es ist sehr, sehr lustig, diese Optik, die immer wieder auch in euren Interessen so ein bisschen durchkommt.
Speaker: Aber vielleicht ist es genau das ja, was euch dann irgendwie so besonders und auch so besonders erfolgreich macht.
Speaker: Ja, also das glauben wir auch tatsächlich.
Speaker: Das finden unsere Kunden auch sehr, sehr lustig.
Speaker: Wir haben auch schon daran gedacht, Persönlichkeitstests zu machen für unsere Kunden, wie man so früher in der Bravo auch hatte, wo man dann finde raus, wer dein Schwab ist.
Speaker: Von wem möchtest du beraten werden?
Speaker: Genau.
Speaker: Welcher Typ bist du?
Speaker: Bist du Typ Rikke 1 oder Typ Rikke 2?
Speaker: Und unsere Kundinnen fanden die Idee auch wirklich sehr, sehr gut und wollen das jetzt auch haben.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich wüsste gar nicht, was ich bin.
Speaker: Okay, also wir können noch super lange reden und es macht irrsinnigen Spaß, aber wir kommen, glaube ich, langsam zum Ende.
Speaker: Jetzt habt ihr eben gesagt, hört auf eure Kunden, um rauszufinden, was gute Bücher sind.
Speaker: Wir machen es ähnlich.
Speaker: Hört auf eure Gäste, was gute Bücher sind.
Speaker: Da ihr heute zu zweit seid, es ist ja liebgewordene Sitte, dass der Gast ein Buch mitbringt, das er vorstellt und dann präsentiert Tina ein Buch, was...
Speaker: Also Alex, es kommt immer so rüber, als würden wir zwei vollkommen verschiedene Genre lesen.
Speaker: Am Ende des Tages ist es immer so, dass wir beide auf einer Seite stehen und anliegen, gegenteiliger Meinung ist.
Speaker: Ist mir egal, ich bin jetzt Team Rika 1 oder 2.
Speaker: Ihr habt beide uns ein Buch mitgebracht, deswegen streichen wir Tina ersatzlos aus dem Fahrplan.
Speaker: Und ich würde sagen, ohne es despektierlich zu sagen, Rika, du fängst bitte an.
Speaker: Was hast du uns mitgebracht?
Speaker: Okay, ja, ich habe mitgebracht das Buch »If We Were Gods« von Lara Große, einer noch sehr jungen Autorin.
Speaker: Das ist ihr zweites Buch auch erst, also das ist gar nicht lange her, da hatte sie ihr Debüt.
Speaker: Das ist ein Fantasy-Buch, also jetzt ein bisschen entgegen dem, was man vielleicht erwartet, dass ich jetzt ein Dark-Romance-Buch mitbringen würde, nein.
Speaker: Ich habe mich für dieses Buch entschieden und da geht es um ein sehr ausgefallenes Magiesystem.
Speaker: Nämlich ist es so, dass die Menschen herausgefunden haben, dass die Welt, in der sie sich bewegen, geleitet wird von sogenannten Arkanen-Ebenen.
Speaker: Das heißt, die Realität, in der wir uns befinden, hat Risse.
Speaker: in die man hineintreten kann und immer auf eine andere Ebene tritt.
Speaker: Das können aber nur einige Leute, also es können natürlich nicht alle Menschen, sondern nur die sogenannten Arcana, die auch in der Gesellschaft mehr oder minder akzeptiert werden.
Speaker: Und in dem Buch geht es um die Akademie, die diese Arcana ausbildet.
Speaker: Da hat sich nämlich eine Gruppe von sehr klugen Studierenden zusammengeschlossen, weil sie beschlossen haben, dass sie sich nicht nach den Regeln der Society, also den Oberbossen quasi, richten möchte, sondern auf die verbotenen Ebenen vordringen wollen, die von niemand anderem bisher betreten worden sind.
Speaker: Und das im Geheimen, denn sie haben vor, die unsagbare Macht, die dort inne wohnt, für sich zu beanspruchen, um quasi am Ende so etwas zu werden wie Götter, nämlich unsterblich und unsterblich.
Speaker: Machtvoller als alles, was man sich vorstellen kann.
Speaker: Und um diesen Versuch dieser Gruppe an jungen Menschen geht es und natürlich auch darum, ob das Ganze in einem riesigen und fürchterlichen Chaos für sie selbst und auch für die Welt endet oder ob es wirklich möglich ist, am Ende zu sein.
Speaker: Götter zu werden.
Speaker: Ein sehr, sehr interessantes Buch mit einem doch sehr interessanten wissenschaftlichen Ansatz.
Speaker: Man hat das Gefühl, dieses Magiesystem existiert wirklich.
Speaker: Und die Autorin ist da auch sehr detailreich vorgegangen und hat das in wirklich absolut glaubhaften Details alles beschrieben.
Speaker: Ja, für Fantasy-Liebhaber ist es ein sogenannter Standalone.
Speaker: Das heißt, es ist mal keine Reihe.
Speaker: Und liest sich doch sehr gut und ist mal etwas anderes als so dieser klassische Romantasy-Anteil mit der klassischen Liebesgeschichte, was man so kennt.
Speaker: Also sehr empfehlenswert von meiner Seite aus.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Es hat auch ein tatsächlich spektakuläres Cover, was ich hier gerade sehe.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Natürlich einen sehr besonderen Farbschnitt.
Speaker: Ja.
Speaker: Das verlinken wir euch selbstverständlich.
Speaker: Ich muss gerade sagen, ich finde es, also ich glaube, ich habe ja in jungen Jahren viel Fantasy gelesen, da hätte ich das wahrscheinlich auch gelesen.
Speaker: Bin gerade echt am überlegen.
Speaker: Also ich finde es erstens spannend.
Speaker: Zweitens habe ich gerade überlegt, wir haben die ganze Zeit irgendwie immer, oder ich hatte mal eine Leserin im Kopf, aber das ist natürlich auch was für männliche Leser.
Speaker: Ja, durchaus.
Speaker: Aber wie ist das bei euch in der Buchhandlung?
Speaker: Wir reden hauptsächlich über junge Frauen, oder?
Speaker: 98 Prozent, würden wir sagen.
Speaker: Die Männer sind aber sehr gute Begleiter.
Speaker: Die kriegen lieber euch auch was zu essen.
Speaker: Sehr glücklich.
Speaker: Aber das ist sehr glücklich, ja.
Speaker: Okay.
Speaker: Das nicht, aber wir haben eine ganz, ganz gemütliche Sitzecke und da sitzen die auch immer sehr gerne.
Speaker: Da kann man auch mal so eine Fotoreihe machen.
Speaker: Das gibt es doch auch, wenn Männer ihre Frauen zum Shopping begleiten und dann auf irgendwelchen Sitzgelegenheiten so langweilt rumsitzen.
Speaker: Vielleicht eine Content-Idee.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Wir kommen jetzt zu dem Buchtipp von Rieke 2, den ich heute würdig vertreten darf mit meinem Buchtipp.
Speaker: Vielleicht gefällt das Alex ja dann besser.
Speaker: Man wird sehen.
Speaker: Ja.
Speaker: Und ich freue mich total auf deinen Buchtipp, denn irgendwie versuche ich einen Einstieg zu finden, dass ich auch mal das gelesen habe.
Speaker: Ich habe jetzt wirklich auch, ob das Krimi oder welches Genre auch immer war, wo ich bisher eher so Abstand gehalten habe, die Buchtipps habe ich auf jeden Fall alle gelesen und deswegen bin ich sehr gespannt auf deinen Buchtipp.
Speaker: Okay.
Speaker: Ich bringe Say My Name mit von Frances Eden.
Speaker: Und jetzt musst du mir noch mal kurz helfen, Maus, bei den Namen.
Speaker: Christian und Wida.
Speaker: Wida, genau.
Speaker: Und zwar geht die Junge wieder in einen Club, um dort von ihrem Alltagsstress zu entfliehen.
Speaker: Die wurde von ihrer besten Freundin gezwungen, in einen Club zu gehen und sich mal
Speaker: um mal ein bisschen jemanden kennenzulernen und ein bisschen feiern, ein bisschen rauskommen.
Speaker: Und dort trifft sie auf einen düsteren Mann, Christian, der sehr unnahbar erscheint und weiß noch nicht so recht, was sie jetzt von ihm halten soll.
Speaker: Und er verhält sich auch ihr gegenüber...
Speaker: nicht sehr freundlich und nimmt dann im Laufe des Abends Abstand von ihm.
Speaker: Bis sie dann merkt, dass sie mit zwei anderen so ein bisschen anbandelt und dann aber doch den Club schlussendlich doch verlassen möchte.
Speaker: Und als sie dann gehen möchte, merkt sie, oh je, ich bin doch betrunkener, als ich dachte.
Speaker: Was sich dann herausstellte, es waren K.O.-Tropfen.
Speaker: Und dann wacht sie am nächsten Tag in einem fremden Bett auf und weiß gar nicht, was eigentlich passiert ist und wie sie dahin gekommen ist und findet diesen Mann vor, Christian.
Speaker: Und weiß gar nicht, was jetzt um sie herum passiert und wer er eigentlich ist und was jetzt eigentlich hier los ist.
Speaker: Und mit diesem Mann
Speaker: erfährt sie so seine dunkle Vergangenheit.
Speaker: Denn im Hintergrund lernen wir noch eine zweite Person kennen, nämlich Clarice.
Speaker: Und... Marius, du musst mir ein bisschen helfen.
Speaker: Ich verraspere mich gerade.
Speaker: Rieke mag nicht so gerne Empfehlungen geben.
Speaker: Ich bin so nervös immer.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich weiß gar nicht, muss man mehr erzählen oder rutschen wir sonst eh zu sehr schon in den Inhalt ab?
Speaker: Welchen Trope bedienen wir denn damit?
Speaker: Darüber haben wir heute noch nicht geredet.
Speaker: Das ist das Genre Romance mit einem gewissen Thrill, mit einem Kriminalfall, der im Hintergrund geklärt wird.
Speaker: Ich frage aus reinem beruflichen Interesse, wird dieses Kriminalding, kommt das?
Speaker: Ja.
Speaker: Interessant.
Speaker: Ich hätte da eine Buchhandlung in Jefe, die könnte vielleicht einen hilfreichen Start bieten.
Speaker: Das Spannendste ist nach wie vor für mich, dass es Jefa heißt.
Speaker: Damit hat der Abend heute schon wunderbar angefangen.
Speaker: Ich würde sagen an der Stelle vielen Dank euch beiden für eure Buchtipps.
Speaker: If You Are Gods von Laura Große, glaube ich.
Speaker: Laura Große.
Speaker: 500 Seiten habe ich gerade geguckt.
Speaker: Wer es nicht ganz umfangreich will, der liest Say My Name.
Speaker: Das hat 496 Seiten.
Speaker: Und damit bedanken wir uns ganz, ganz herzlich für den Einblick in euer noch frisches Geschäft, was trotzdem ganz, ganz toll klingt.
Speaker: Ich glaube, ich spreche für alle, wir drücken euch wahnsinnig die Daumen, dass dieser Erfolg anhält, dass ihr das richtige Bauchgefühl behaltet.
Speaker: Wir haben immer wieder gerade Buchhandelsschließungen und ihr seid ein ganz, ganz tolles, inspirierendes Beispiel für so viele Menschen, dass man den Mut haben kann und dass sich das lohnen kann.
Speaker: Und so möge es bitte für euch weitergehen.
Speaker: Wir sprechen uns in einem Jahr wieder, wenn ihr dann noch den Verlag dazu gegründet habt.
Speaker: Und Andi kommt jetzt demnächst zum Bücher, zum Cover-Sticken zu euch.
Speaker: Ja, der Sinn.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Ich wüsste nicht mal, wie man es schreibt.
Speaker: Das war wahnsinnig spannend.
Speaker: Eure Buchtipps verlinken wir in den Shownotes zu Genial Lokal.
Speaker: Wenn ihr heute das hört und findet, Gott, die beiden sind so wahnsinnig sympathisch, ich möchte bitte bei denen kaufen, dann könnt ihr das natürlich auch machen.
Speaker: Wählt dort die Buchhandlung Bookish Empire aus und dann könnt ihr da auch die Bücher bestellen.
Speaker: So wie alles Weitere natürlich auch.
Speaker: Folgt deren Instagram-Account, der heißt, helft mir, Bookish Empire Jefer.
Speaker: Mit V. Ganz simpel.
Speaker: Jefa mit V. Und schaut euch das mal an.
Speaker: Das macht auch große Freude.
Speaker: Und wir sagen vielen Dank fürs Zuhören.
Speaker: Bewertet uns gerne, wie gehabt, auf allen gängigen Plattformen.
Speaker: Bei Spotify geht das mittlerweile auch ganz gut.
Speaker: Da kann man auch kommentieren, wenn ihr Fragen habt, wenn ihr Vorschläge habt für Themen oder einfach Kritik habt.
Speaker: Zum Beispiel, dass ich heute so wahnsinnig provokant immer wieder auf die Leser von Fantasy und Self-Publisher eingeprügelt habe.
Speaker: Nein, das könnt ihr für euch behalten.
Speaker: Alles Weitere schreibt ihr bitte an alles-at-buchmarkt.de.
Speaker: Nein, es war provokant und selbstverständlich nicht so gemeint.
Speaker: Ich entschuldige mich bei allen, die sich heute auf den Schlips getreten gefühlt haben.
Speaker: Habt eine gute Zeit.
Speaker: Wir hören uns bald wieder und bis bald.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Tschüssi.

