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#16 Was macht ein Buchbotschafter?

Alles BuchMarkt
Alles BuchMarkt

318 plays · Feb 26, 2025

Wie schafft man es heutzutage am besten, Menschen zum Lesen zu motivieren? Auf diese Frage hat unser heutiger Gast eine sehr kreative, aber unserer Meinung nach auch sehr anstrengende Antwort… Unter dem Titel  LITERADTOUR radelt Lennart Schaefer mit einem Lastenrad und vielen Büchern im Gepäck über 7000 km kreuz und quer durch Deutschland. Los geht es bei der Leipziger Buchmesse im März und das Ende der Reise bildet im Oktober die Frankfurter Buchmesse. Wie kommt man auf so eine Idee? Wie lange hat überhaupt die Planung gedauert?  Wie finanziert Lennart das? Wer unterstützt ihn? Diese Fragen und mehr klären wir in dieser Episode. Shownotes: Alle wichtigen Infos findet ihr auf der Homepage: www.literadtour.net [http://www.literadtour.net/] Lennart freut sich auch weiterhin über Unterstützung. Am besten erreicht ihr ihn über diese Mail-Adresse: lennart@literadtour.net Zudem könnt ihr seine Reise auf allen bekannten Social Media Plattformen begleiten. Einfach nach dem Handle @literadtour suchen. Buchvorstellungen: Lennart empfiehlt “Das Leben fing im Sommer an” von Christoph Kramer (KiWi). Das Buch erscheint Mitte März und kann bereits vorbestellt werden [https://genialokal.de/Produkt/Christoph-Kramer/Das-Leben-fing-im-Sommer-an_lid_53917758.html]. Andi empfiehlt “Die Bärtige Frau” von Bettina Wilpert (Verbrecher Verlag). Bestellen könnt ihr den Roman u.a. bei Genialokal [https://genialokal.de/Produkt/Bettina-Wilpert/Die-baertige-Frau_lid_54447434.html].

Transcript

Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu Alles Buchmarkt, der Podcast.

Speaker: Wie schön, dass ihr euch Zeit genommen habt.

Speaker: Heute wird es eine schöne Folge, das kann ich euch jetzt schon versprechen, aber so richtig weiß ich selber noch nicht, was das heute wird.

Speaker: Ob das ein Reisepodcast wird oder ein Podcast übers Couchsurfen oder übers Zelten oder vielleicht doch über Bücher.

Speaker: Normalerweise ist es ja so, dass wir ein Thema haben, was uns vorgeschlagen wird oder was uns vor die Füße fällt und wir dann überlegen, wer wäre ein toller Gast dafür.

Speaker: Oder wir haben eine Berufsgruppe und suchen uns dann jemanden, der stellvertretend für diese Menschen spricht.

Speaker: Für diese Folge heute war das ein bisschen anders, denn uns ist eine Pressemeldung über den Weg gelaufen.

Speaker: die einigen von euch sicher auch begegnet ist, wo wir dachten, was für eine verrückte Aktion, da wollen wir ein bisschen, da haben wir Fragen.

Speaker: Und ich verrate jetzt noch nicht so viel, aber ich sage ein Stichwort, Fahrrad.

Speaker: Das ist ein gutes Stichwort.

Speaker: Und das Beste an dem Podcast ist ja für mich immer, dass ich mich in Themen erstmal einarbeiten muss.

Speaker: Und zwar in übergeordnete Themen.

Speaker: So habe ich gelernt, wo der Krimi herkommt und

Speaker: wo der jetzt mittlerweile steht.

Speaker: Und heute habe ich mich mal mit dem Fahrrad beschäftigt.

Speaker: Das Fahrrad ist tatsächlich das beliebteste Fortbewegungsmittel der Deutschen.

Speaker: Denn laut Statistik und ich kann kaum glauben, dass die wahr ist, besitzt fast jeder Deutsche ein Fahrrad, denn es gibt in Deutschland rund 84 Millionen Fahrräder.

Speaker: Und im Jahr 2023 wurden alleine 189.000 Lastenräder mit elektrischer Unterstützung verkauft, was ungefähr

Speaker: einen Umsatzanteil von 15 Prozent mehr als im Vorjahr betrifft.

Speaker: Das heißt, es sind enorme Steigerungen in den letzten zehn Jahren gewesen, was das Thema Lastenräder betrifft.

Speaker: Und jeder von uns weiß es, Münster, Freiburg, Berlin sind die beliebtesten Fahrradstädte, aber auch Paris, Barcelona, Amsterdam, Kopenhagen, um einige weitere aus Europa zu nennen, sind beliebte Fahrradstädte und das Lastenrad ist da eben nicht mehr wegzudenken.

Speaker: Und ein kleiner Funfact, die Stadt Paris hat sogar

Speaker: sogenannte Emergency Bikes als Notarzträder in ihre Flotte aufgenommen, um im Stadtverkehr besser an Unfallstellen heranzukommen.

Speaker: Jetzt ist unser Gast kein Notarzt.

Speaker: Er fährt auch nicht durch Europas Städte, aber er tourt ab März durch Deutschland.

Speaker: Er hat sich 6000 Kilometer auf seinem Lastenrad vorgenommen.

Speaker: Und was das Ganze mit Büchern zu tun hat und mit Verlagen und warum er heute hier bei uns im Podcast sitzt,

Speaker: Die Fragen stehen alle zur Debatte und heute ist er zwar ohne sein Dreirad oder Zweirad.

Speaker: Das haben wir vorher noch diskutiert, ob dein Fahrrad zwei oder drei Räder hat.

Speaker: Dies darfst du nachher gerne noch beantworten.

Speaker: Bevor wir zu all diesen Fragen kommen, warum, wieso, weshalb unser Gast auf seinem Lastenrad durch Deutschland tourt, stellt Andi uns unseren Gast vor.

Speaker: Vielen Dank, Tina.

Speaker: Und ich weiß ja nicht, wie es euch ging, als ihr noch in der Schule wart, aber ich hatte damals überhaupt keinen Plan, was ich mal beruflich machen wollte.

Speaker: Bei unserem heutigen Gast Lennart Schäfer, da stand dagegen schon sehr früh fest, wohin es beruflich gehen soll.

Speaker: Denn schon zu Schulzeiten hat er diverse Praktika bei Verlagen wie Oettinger oder Carlsen gemacht.

Speaker: und auch beim Hamburger Harbourfront Literaturfestival reingeschnuppert.

Speaker: Da lag dann auch die Ausbildung zum Medienkaufmann für Digital und Print sehr nahe.

Speaker: Die hat er bei Bastei Lübbe gemacht.

Speaker: Dort hat er dann auch gleich noch Marketing-Erfahrungen gesammelt.

Speaker: Danach ging Lennart zurück in seine Heimbar nach Hamburg zum Oettinger Verlag, wo er sich um Veranstaltungen kümmerte bzw.

Speaker: auch immer noch kümmert.

Speaker: Ein paar Jahre hat er das in Vollzeit gemacht, mittlerweile als Minijob.

Speaker: Zudem war er zwei Jahre lang Nachwuchssprecher beim Börsenverein.

Speaker: Er hat dann auch noch als Kultur- bzw.

Speaker: Filmjournalist Interviews geführt und Film- und Serienkritiken für TV-Spielfilme geschrieben.

Speaker: Lennart schreibt aber nicht nur über Schauspieler, sondern ist selber auch noch einer, denn er spielt in zwei Amateur-Theatergruppen mit.

Speaker: Und wer jetzt denkt, ach, das habe ich doch auch alles gemacht, dem sei noch gesagt, dass Lennart auch noch Gitarre und Klavier spielt.

Speaker: Aber die größten Leidenschaften sind natürlich das Lesen und Fahrradfahren.

Speaker: Und darüber wollen wir jetzt auch genauer mit ihm sprechen.

Speaker: Herzlich willkommen, Lennart Schäfer.

Speaker: Ja, vielen Dank, dass ich da sein darf.

Speaker: So, und gleich die Frage zuerst.

Speaker: Zwei Räder oder drei Räder?

Speaker: Es sind zwei Räder.

Speaker: Muss ja Kosten sparen, ne?

Speaker: Und meine Frage zu Beginn wäre, kennst du das Konzept Langeweile?

Speaker: Also ich habe das Gefühl, das kennst du nicht, oder?

Speaker: Du machst so viele verschiedene Sachen, Langeweile kommt bei dir nicht auf.

Speaker: Ne, genau, das ist im Prinzip eine untersuchenswerte Flucht vor der Langeweile, die ich da habe.

Speaker: Ne, aber tatsächlich komme ich mit Langeweile gar nicht so gut klar und irgendwie dreht sich in meinem Kopf immer was um irgendwelche Themen, was irgendwie auch total schön ist.

Speaker: Und ich bin auch ganz froh, dass ich neben der Literatur und dem Buch eben auch andere Themen habe und so gleicht sich das alles ganz gut aus und jetzt eben bei dem, was ich vorhabe, denke ich auch.

Speaker: Ja, aber das ist ein gutes Stichwort.

Speaker: Menschen mit Langeweile können auch einfach anfangen, Kuckucksuhren zu basteln.

Speaker: Du möchtest, so war es in dieser Pressemitteilung zu lesen, 6000 Kilometer mit dem Fahrrad fahren, vom Beginn der Leipziger Messe bis in den Oktober zur Frankfurter Messe, quer durch Deutschland, verschiedene Orte besuchen, alles schön und gut.

Speaker: Erste Frage, warum?

Speaker: Also genau, um das erstmal nochmal einzuordnen, es sind tatsächlich mittlerweile sogar über 7000 Kilometer mit neuen Berechnungen.

Speaker: Dann doppelt warum.

Speaker: Genau, eben jedes Bundesland.

Speaker: Und warum, da gibt es mehrere Gründe.

Speaker: Also ich sage mal ganz grundsätzlich, merke ich das als lesebegeisterter Mensch in meinem Umfeld, dass es da viele gibt, die eben nicht so einen Zugang haben zum Lesen und zu Büchern und keine so große Begeisterung.

Speaker: Und da möchte ich das natürlich weitergeben, weil ich glaube, dass jeder, der

Speaker: meint irgendwie nicht, Lesen nicht als Lieblingshobby haben zu wollen.

Speaker: Er hat einfach noch nicht das richtige Buch in die Hand genommen und ich möchte auch so ein bisschen einen Anreiz schaffen, eben Bücher neu zu entdecken.

Speaker: Ja, aber könntest du machen mit einem lustigen Instagram-Account.

Speaker: Genau.

Speaker: Könntest du mit dem Trockenen sitzen, auf der Couch.

Speaker: Gemütlich, ja.

Speaker: Jetzt fange ich an nachzudenken.

Speaker: Es gibt da sozusagen noch einen persönlichen Grund.

Speaker: Also erst mal dieses Reisethema kam daher, dass ich schon als Jugendlicher einen Buchblog hatte auch und da war ich zum Beispiel, genau, habt ihr ja schon gesagt, ich komme aus Hamburg und war da aber mal eine Woche in Berlin und habe dann Berliner Verlage und Autoren besucht und darüber dann gebloggt und habe damals so gedacht, als Jugendlicher irgendwann, wenn ich mal Zeit und Geld habe, dann

Speaker: fahre ich durch ganz Deutschland und besuche da eben Buchhandlungen, Verlage, Autoren, Literaturorte.

Speaker: Und nun habe ich mir die Zeit genommen, das Geld noch nicht ganz zusammen, aber natürlich Unterstützung bekommen netterweise.

Speaker: Genau, und kann das eben verwirklichen und bei dem...

Speaker: Reisegerät kam die Wahl auch ziemlich schnell aufs Fahrrad, weil ich nach dem Abitur 2017 mal drei Monate mit dem Rad durch Europa gefahren bin.

Speaker: Da habe ich das Geld, das meine Großeltern für mein Studium zurückgelegt hatten, habe ich in ein Rad und eben diese drei Monate investiert und glaube ich wahrscheinlich ähnlich viel gelernt wie in einem Studium.

Speaker: Also eine sehr inspirierende, sehr

Speaker: Für in mir bewegende Zeit.

Speaker: Und irgendwie kam so alles zusammen.

Speaker: Bei Oettinger habe ich dann noch zusätzlich Schulbesuche organisiert.

Speaker: Also da kamen dann Schulklassen zu uns in Hamburg in den Verlag und habe ich mit denen so im Gespräch gearbeitet, wie entsteht eigentlich ein Buch.

Speaker: Und das hat irgendwie so Spaß gemacht, dass ich dachte, ich möchte dich da an mehr schulen und möchte eben auch nicht nur an die in den Großstädten, wo ja an Leseförderung schon viel passiert, sondern auch dazwischen und außerhalb unterwegs sein.

Speaker: Ja, und all diese Dinge, die haben sich eben so vermischt zu der Literatur.

Speaker: Was ich so beängstigend an deinem Plan finde, ist, du musst es ja durchziehen.

Speaker: Also nicht nur, weil du es jetzt angekündigt hast, sondern du hast ja eine Route, du hast Termine, die du dann einhalten musst.

Speaker: Ich erinnere mich daran, dass ich mit meinem Kumpel Robert, Grüße, mal von Mainz nach Koblenz, glaube ich, fahren wollte und es hat wahnsinnig geregnet und

Speaker: Und ich weiß noch, wir haben irgendwo wild gezeltet und da habe ich mich gefürchtet und dann am nächsten Tag hat es wieder geregnet und irgendwann habe ich gesagt, Dankeschön, das war sehr lustig, ich steige jetzt in den Zug, ich fahre nach Hause, auf Wiedersehen.

Speaker: Das ist ja was, was du zum Beispiel nicht kannst.

Speaker: Das sind so viele Unwägbarkeiten.

Speaker: Hast du irgendwelche

Speaker: Gibt es einen Plan B, auch für einzelne Etappen?

Speaker: Du kannst dir mal den Fuß verstauchen, du kannst mal erkältet sein, du kommst einfach nicht voran, das Fahrrad hat mal einen Schaden.

Speaker: Es gibt ja so viele Unwägbarkeiten, die du natürlich trotzdem irgendwie berücksichtigen musst, weil du eben nicht nur einfach losfährst und dir eine gute Zeit machst.

Speaker: Also was ich eben nicht machen kann, ist das Klassenrad dann einfach mit in die Bahn nehmen, weil das einfach zu schwer und zu groß ist.

Speaker: Das heißt, mir bleibt eigentlich gar nichts übrig, als einfach von einem perfekten Lauf auszugehen und ganz optimistisch zu sein.

Speaker: Das ist dein Plan B?

Speaker: Nein, der Plan B ist Alexander Schulz, das sollte eine Überraschung werden.

Speaker: Plan B wird schon.

Speaker: Genau, also tatsächlich während meiner ersten Fahrtreise durch Europa habe ich mich vorher noch nicht mal mit Fahrradreparaturen auseinandergesetzt.

Speaker: Also bin wirklich sehr blauäugig losgefahren.

Speaker: Und da gab es, das Schlimmste, was passiert war, war einmal, dass die Kette rausgefallen ist.

Speaker: Und einmal bin ich in einer Stadt gegen eine Straßenlaterne gefahren, weil ich zu sehr rumgeguckt habe.

Speaker: Auf dem Fahrrad lesen soll man halt auch nicht.

Speaker: Genau, ja, mal gucken, wie das jetzt wird.

Speaker: Aber da ist irgendwie alles gut gegangen, kein Platten.

Speaker: Da habe ich jetzt immerhin von dem Lastenradhersteller, der mir eben das Lastenrad leiht für die Zeit, beziehungsweise eben auch, du hast ja gesagt, in Koblenz warst du, der kommt aus Koblenz Cargo.

Speaker: Und die haben mir eben ihr Händlernetz geschickt.

Speaker: Das heißt, wenn ich irgendwo was habe, kann ich mich an die wenden.

Speaker: Das ist natürlich eine große Hilfe.

Speaker: Und ansonsten, wenn irgendwas passiert, da muss ich in dem Moment drumherum planen und einfach...

Speaker: vorher schon das mit einkalkulieren gedanklich, damit ich mich dann eben nicht so ärgere und denke, oh, jetzt funktioniert irgendwas nicht, weil ich jetzt schon auch in der Planung merke, ich muss mich andauernd ja von Sachen verabschieden.

Speaker: Also in diesen sieben Monaten schaffe ich auch nicht, alle Buchhandlungen und so weiter zu besuchen, die ich gerne besuchen wollen würde.

Speaker: Genau, also einfach spontan und flexibel sein, das ist der Plan B.

Speaker: Wir haben uns gefragt, was du alles mitnimmst auf deinem Weg, weil das eine ist natürlich erstmal die Tour selbst, weil auch ein Punkt zwischen uns war mal abgesehen von zwei oder drei Rädern, was ist denn vorne in dem Lastenrad drin?

Speaker: Ja, also ich glaube, man kann es eigentlich aufteilen in drei Dinge.

Speaker: Das eine sind Klamotten, die braucht es nun mal, zum Wohle aller.

Speaker: Dann Bücher logischerweise, weil es ja eine Literatur ist.

Speaker: Und das andere ist eben Technik.

Speaker: Weil ich vor allen Dingen Inhalte für Social Media machen möchte, für Instagram, TikTok, YouTube und Facebook und auch so ein bisschen mitfilmen für so eine kleine Dokumentation.

Speaker: Das heißt, Technik ist eben auch echt ein großer und ein schwerer und platzraubender Part des Ganzen.

Speaker: Aber sammelst du die Bücher ein oder bringst du die mit?

Speaker: Das wäre noch... Also, weil wenn das Einsammeln ist, dann biete ich mich gerne einfach zwischendurch mal als Entlastung für dich an.

Speaker: Ohne Hintergedanken.

Speaker: Nee, es gibt schon so ein paar Titel, weil es mir auch darum geht, Orientierung zu schaffen für Leute.

Speaker: Das ist ja ein großes Bedürfnis, dass Leute nicht wissen, wo fange ich jetzt an, mit welchem Buch.

Speaker: Es gibt so ein paar Titel, die ich mir raussuche, eben pro...

Speaker: Genre pro Zielgruppe so eins, die ich einfach mitnehme und über die ich dann mit Leuten ins Gespräch kommen möchte, die ich in Buchhandlungen vorstelle, wo ich dann aber eben auch die Autoren, wenn es möglich ist, treffe und da Interviews führe.

Speaker: Also das sind so wahrscheinlich acht bis zehn Bücher, die ich einfach dabei habe und

Speaker: Ja, währenddessen gar nicht so viel sammle, obwohl das, glaube ich, auch ganz schwer wird, wenn ich bei den Verlagen vorbeikomme, dann nichts mitzunehmen.

Speaker: Und ich bin ein sehr haptischer Leser und lese eigentlich kaum E-Books, aber auf der Reise werde ich tatsächlich auch zum E-Book greifen, wenn es darum geht, neue Bücher zu lesen.

Speaker: Aber wie schwer war denn diese Auswahl?

Speaker: Das stelle ich mir brutal schwer vor, weil du kannst natürlich nicht unbegrenzt einfach sagen, ich hau mir hier den Wagen voll.

Speaker: Bist du danach gegangen, wo du persönlich einfach denkst, das ist was Schönes oder was dir Leute empfohlen haben?

Speaker: Man ist ja nun auch nicht in jedem Genre jetzt gleich gut bewandert.

Speaker: Ja, genau, das stimmt total.

Speaker: Nicht in jedem Genre.

Speaker: Ich bin tatsächlich da sehr offen, was Genres angeht und lese da wirklich querbeet.

Speaker: Ich habe so ein bisschen überlegt, was waren so die Bücher, die bei mir irgendwie nach so einer Leseflaute eine neue Begeisterung geweckt haben oder die vielleicht auch als Kind oder als Jugendlicher aussehen.

Speaker: mich begeistert haben und was war vielleicht jetzt auch in letzter Zeit ein neues Buch, bei dem ich gedacht habe, das würde ich doch Menschen gerne an die Hand geben und klar muss man da irgendwie Abstriche machen und kann nicht alles mitnehmen, was man da interessant findet.

Speaker: Das war schon eine Herausforderung.

Speaker: Aber genau, ich bin mit der bisherigen Auswahl, da kommen auch noch ein paar Titel dazu, bin ich aber sehr, sehr glücklich und glaube, das sind Bücher, die eben die ansprechen, die sowieso schon lesen, aber vor allen Dingen auch die, die ja so ein bisschen einen Anstoß brauchen, nochmal neu anzufangen, überhaupt ein Buch zu lesen.

Speaker: Also ist das deine persönliche Auswahl?

Speaker: Das hat nichts mit Marketing, Sponsoring oder sonst was zu tun, sondern du sagst, das sind die Bücher, die ich empfehlen möchte.

Speaker: Genau, es geht bei der gesamten Reise darum, dass es so ein bisschen nach meinem Interesse ist oder dass es auch so ein bisschen durch meine Augen das Ganze entdecken ist, weil es schon eben einfach ein sehr persönliches Projekt ist.

Speaker: Und deswegen war auch ganz früh, weil ich natürlich Kooperationen brauche, um das Ganze finanzieren zu können, die Idee, nicht zu sagen, da kauft sich ein Verlag ein und bestimmt dann irgendetwas,

Speaker: So soll es eben nicht sein, sondern ich suche mir die aus, die ich auch interessant finde oder werde von Leuten angesprochen und gucke dann, ob das inhaltlich passt.

Speaker: Und ja, das ist eine ganz gute Mischung.

Speaker: Da wurde ich jetzt auch schon überrascht von Anfang an und dachte, das passt ja perfekt.

Speaker: Und ja, andersrum gab es eben Leute, die ich angesprochen habe oder Verlage oder Buchhandlungen, die dann andersrum auch begeistert waren.

Speaker: So haben sich da jetzt echt ganz schöne Partnerschaften gefunden.

Speaker: Wie läuft das ab, wenn du sagst, du hast Bücher dabei, um Menschen einen einfachen Einstieg zu ermöglichen?

Speaker: Wie findest du die Menschen?

Speaker: Denn jetzt gemeingesagt ist es natürlich so, wenn ich mich jetzt in eine Buchhandlung stelle, werde ich diese Menschen wahrscheinlich nicht so direkt finden, denn da kommen die automatisch ja schon mal hin.

Speaker: Ja, das stimmt, obwohl ich bin mir manchmal gar nicht sicher, ob alle, die in eine Buchhandlung gehen, auch so wahnsinnig viel lesen zwingt, sondern ich glaube, es ist auch einfach ein schöner Ort.

Speaker: Oder Menschen die Geschenke kaufen.

Speaker: Genau, das stimmt auch, ja.

Speaker: Ist so.

Speaker: Die nur wegen der Non-Books da sind.

Speaker: Gibt es sicher auch, ja.

Speaker: Nee, also ich glaube auch in der Buchhandlung kann man neu fürs Lesen und für Bücher begeistern.

Speaker: Das würde ich gar nicht so rausnehmen.

Speaker: Ansonsten versuche ich eben über diesen Reisekontext nochmal neue Leute zu erreichen und gucke da jetzt auch gerade, dass ich eben, also zum Beispiel dieser Lassenradhersteller, die teilen dann in ihrem Online-Magazin das Ganze auch.

Speaker: Also das ist ja eine ganz andere Zielgruppe.

Speaker: Gucke jetzt eben, dass ich in dem Outdoor-Bereich eben noch weitere Partner finde, dass ich dort eher erzähle von dieser Reise und darüber Literatur mitnehme.

Speaker: Und eine Erfahrung, die ich gemacht habe schon während dieser Fahrradreise durch Europa war, dass man einfach andauernd angesprochen wird von Leuten.

Speaker: Damals hatte ich eben ein ganz normales Fahrrad ohne E-Antrieb, einfach vier Taschen dran, eine Lenkertasche noch und ein bestickertes Rad und bin damit rumgefahren und da wurde ich eigentlich überall

Speaker: wo ich stehen geblieben bin und mal eine Pause gemacht habe, angesprochen von Leuten und habe da eben erzählt von meiner Reise und jetzt, so ist dann der Plan, kann ich mit denen dann direkt über Bücher sprechen, weil nämlich das Lastenrad auch gebrandet ist, da steht dann Literatur drauf, da steht da, ist das Logo, die Social Media Accounts, das heißt, die Leute können auch, wenn es irgendwo steht, direkt reinfolgen und das soll ein bisschen neugierig machen, aber ich erhoffe mir eben viele dieser zufälligen Begegnungen auch zusätzlich, die man jetzt nicht planen kann.

Speaker: Ich habe noch so viele Fragen, also unter anderem zum Beispiel zu den zufälligen Begegnungen.

Speaker: Du hast eine Route, das habe ich gelesen, die du dir vorher irgendwie zurecht überlegst.

Speaker: Fährst du dann in irgendwelche Buchhandlungen oder Verlage klingelst und sagst, Tag, ich bin Lennart?

Speaker: Oder, nee, du sagst Moin wahrscheinlich.

Speaker: Moin, ich bin Lennart.

Speaker: Oder habt ihr Termine dann?

Speaker: Machst du in der Buchhandlung irgendwie?

Speaker: Wird das vorher angekündigt?

Speaker: Ja, ich mache immer Termine.

Speaker: Also so einen Überfall, das traue ich mich da nicht.

Speaker: Und ich glaube auch, da ist niemand glücklich mit, wenn man auch immer auftaucht mit dem Handy und irgendwas filmt oder so.

Speaker: Es wird natürlich auch viele Buchhandlungen geben, die ich einfach so besuche, wo ich einfach als Interessent vorbeigucke, ohne das jetzt großartig auf Social Media zu begleiten.

Speaker: Aber es gibt eben schon viele Buchhandlungen, mit denen ich im Austausch bin, bei denen ich dann eben einen

Speaker: Porträt dieser Buchhandlung, Filme, Interviews führe und wir eben auch Veranstaltungen machen, wo ich dann Bücher vorstelle.

Speaker: Also das ist immer vorher besprochen, auch mit den Verlagen.

Speaker: Aber sag mal, wir haben im Vorfeld ausgerechnet, es sind, Tina, hilf mir, waren es 30 Kilometer pro Tag im Schnitt?

Speaker: Nee, ich glaube sogar, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hast du zwischendrin eine Pause.

Speaker: Also du fährst, glaube ich, nicht durch, oder?

Speaker: Also es sind, glaube ich, fünf Tage Pause, ja.

Speaker: Okay.

Speaker: Über Himmelfahrt.

Speaker: Dann war es weniger, als ich noch in Erinnerung hatte.

Speaker: Aber es sind ja, selbst wenn wir jetzt mal von 100 Tagen ausgehen, sind wir ja trotzdem irgendwo bei 60 Kilometer pro Tag.

Speaker: Naja, es sind ja schon mehr, es sind ja sieben Monate, also das sind ja über 200 Tage.

Speaker: Sieben Monate?

Speaker: Ja.

Speaker: Sieben Monate?

Speaker: Genau, über 200 Tage.

Speaker: Genau, und so sind, also deswegen, ich glaube so im Schnitt werden das wahrscheinlich so irgendwas zwischen 30 und 50 Kilometer sein.

Speaker: Ich glaube, es wird jetzt wahrscheinlich sogar auch einen Ticken mehr, weil eben diese Routen man ja gar nicht so direkt fahren kann, wie ich sie jetzt geplant habe, sondern man dann doch nochmal einen Schlenker macht, um irgendeine Buchhandlung mitnehmen zu können.

Speaker: Und es gibt eben Tage, da fahre ich 20 Kilometer oder bin in einer Stadt, in den großen Städten bleibe ich eben auch ein paar Tage,

Speaker: Und fahr dann da zehn Kilometer am Tag vielleicht und dann gibt es Tage, ich muss zum Beispiel Ende September bin ich in Hamburg für ein Lesefestival und fahr dann zu Anfang Oktober nach Saarbrücken für ein anderes Lesefestival.

Speaker: Das heißt, da muss ich richtig Strecke machen und da sind es eben auch mal 150 Kilometer am Tag oder knapp 200.

Speaker: Krass.

Speaker: Und da sollte es Ende September nicht regnen.

Speaker: Also wir schreiben jetzt Tina erstmal eine 4- in Mathe ins Zeugnis.

Speaker: Nein, ich habe das glaube ich verwechselt, weil ich hatte irgendwo mal gelesen, dass du insgesamt gar nicht die ganze Zeit unterwegs bist, sondern nur einen gewissen Teil dieser Zeit.

Speaker: Nee, nee, nee, ich mache nur über Himmelfahrt Urlaub.

Speaker: Dann war das wahrscheinlich nicht älteres Interview, was ich gelesen habe, wo die Strecke noch nicht so ganz fest stand, weil wie gesagt, wir hatten im Vorfeld kurz gesprochen,

Speaker: Und da waren es ungefähr 60, 70 Kilometer am Tag.

Speaker: Das heißt, wahrscheinlich ist einfach das Überschnitten zwischen den Informationen, die im Internet schon existiert haben.

Speaker: bis hin zu deine Route.

Speaker: Also ich meine, vier Wochen vorher wird deine Route wahrscheinlich sehr gut stehen.

Speaker: Ja, ich weiß genau, wo ich jeden Tag bin.

Speaker: Wir schieben alles auf Fake News.

Speaker: Tina ist rehabilitiert.

Speaker: Das sind die Medien wieder.

Speaker: Das sind die Medien.

Speaker: Aber worauf ich eigentlich hinaus wollte, Lennart, ist egal, ob das jetzt 40 Kilometer oder 150 sind.

Speaker: Das ist natürlich jeweils ein Brett.

Speaker: Das muss man auch erst mal fahren.

Speaker: Von der Anstrengung mal ganz abgesehen.

Speaker: Es kostet Zeit.

Speaker: Dann bist du an diesen Literaturorten.

Speaker: Dann willst du Gespräche führen.

Speaker: wahrscheinlich dann Leute, denen du zufällig begegnest, die auch nicht die ganze Zeit hetzen und sagen, sprich schneller, also das dauert ja alles und dann hast du eben noch so viel drumherum hervor.

Speaker: Es soll diesen Podcast geben, du planst das Ganze auch zumindest als Skizze literarisch irgendwie schon mal festzuhalten, falls irgendwann daraus ein Buch wird.

Speaker: Social Media kostet Zeit.

Speaker: Also ich stelle es mir extrem stressig vor, dass du denkst, oh Gott, es regnet, ich habe jetzt hier noch 30 Kilometer vor mir, dann muss ich hier irgendwo ganz dringend eine Steckdose suchen und da muss ich hier heute noch fünf Storys posten.

Speaker: Wie stellst du es dir vor?

Speaker: Es ist wirklich in meinem Kopf, kriege ich es noch nicht hin.

Speaker: Und du vergisst das Lesen.

Speaker: Das Lesen kommt ja auch noch dazu.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Also ich glaube tatsächlich, dass es eine sehr gute Mischung ist.

Speaker: Also eben dieses Menschen treffen auf der einen Seite, Gespräche führen, dann diese Bewegung.

Speaker: Ich merke das ja auch im alltäglichen Beruf, wenn ich jetzt am Schreibtisch sitze und es ist irgendwie gerade eine stressige Zeit und dann gehe ich eine Runde laufen, dann geht es mir danach super gut.

Speaker: Und das habe ich eingebaut in jeden Tag jetzt, diese Bewegung zwangsweise.

Speaker: Und dann abends eben dieses für sich selbst sein, Videos schneiden, das ist eine riesengroße Leidenschaft von mir, Videos schneiden.

Speaker: Und da bereite ich mich auch so vor, dass ich das alles eben schnell hinkriege.

Speaker: Und ich habe natürlich auch in vielen Bereichen Unterstützung.

Speaker: Also so diese ganzen Grafiken habe ich ausgelagert, Pressearbeit macht jemand anderes.

Speaker: Und wenn ich dann am Ende, genau, möchte ich das eben literarisch verarbeiten in einem Buch,

Speaker: Da werde ich aber währenddessen noch nicht anfangen zu schreiben, sondern das mache ich danach und ich möchte eben auch eine kleine Doku machen und das schneidet auch jemand anderes zum Beispiel.

Speaker: Okay, okay.

Speaker: Das ist doch ein größeres Team, wie so häufig, was dann irgendwann doch zusammen das Ganze macht.

Speaker: Und du bist halt die arme Wurst, die Fahrrad fahren muss.

Speaker: Ja, natürlich so dieses Schneiden währenddessen und so, das mache ich schon und das ist schon ein Fulltime-Job.

Speaker: Also es ist jetzt nicht so, dass mir da wahnsinnig langweilig wird zwischendurch.

Speaker: Ich habe jetzt versucht, mir an den Sonntag eher keine Termine zu legen, dass ich da so ein bisschen Zeit habe, Mails aufzuarbeiten und so weiter.

Speaker: Wenn das jetzt irgendwie gar nicht geht mit einem Gesprächspartner, mache ich auch da mal ein Interview, aber sonst versuche ich mir das freizuhalten.

Speaker: Und zwischendurch ist es natürlich so, wenn ich im Sommer unterwegs bin, sind diese Schulbesuche einfach weniger durch die Urlaubszeit.

Speaker: Das wird aber durch andere Sachen auch wieder gut gefüllt.

Speaker: Ich hole auch gerne die Bücher irgendwo ab.

Speaker: Also falls es dir zu schwer wird, die hole ich gerne ab.

Speaker: Also sammel die ruhig ein.

Speaker: Einer von uns wird kommen.

Speaker: Aber das wäre ja auch so eine Idee, dass man irgendwo dann immer an Poststationen fährt, Bücher wegschickt, die man eingesammelt hat und quasi sich wieder neue für, wenn du dich jetzt doch nicht auf acht bis zehn Bücher festlegen willst, dass du so ein bisschen wechselst währenddessen.

Speaker: Also wenn ich währenddessen Bücher einsammle und die dann verschicke, dann schicke ich die aber zu mir nach Hause.

Speaker: Nein, das ignoriert Tina.

Speaker: Nein, aber im Ernst, du könntest ja, man könnte ja auch sagen, man rotiert so ein bisschen mit der Bücherauswahl, wenn du...

Speaker: die ich nicht entscheiden kann.

Speaker: Also genau, ja, also grundsätzlich gibt es natürlich eine riesen Vielfalt, allein durch die ganzen Buchhandlungen, Verlage und so weiter, die ich da besuche und natürlich auch viele verschiedene Bücher, die dadurch stattfinden, auch durch die verschiedenen Autoren und Illustratoren, genau, darf man auch nicht vergessen, treffe ich ja auch und ÜbersetzerInnen auch.

Speaker: Genau, also dadurch gibt es eine große Vielfalt, aber bei denen, die ich eben mitnehme und zu denen ich so ins Gespräch kommen möchte, da möchte ich eben nicht durchwechseln, weil es eben so ein bisschen diese Orientierung geben soll, dass wenn bei Leuten was hängen bleibt, dass es dann eben diese Bücher sind und die nicht komplett verwirrt sind.

Speaker: Ich kann nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Speaker: Ich würde gerne nochmal ein paar Schritte zurückgehen zum Gepäck.

Speaker: Du hast gesagt Klamotten, alles klar.

Speaker: Ist da jetzt noch so ein Wurfzelt mit dabei oder wie ist die Übernachtungssituation?

Speaker: Als ich durch Europa gefahren bin mit dem Fahrrad, habe ich mir am Anfang vorgenommen zu zelten.

Speaker: Da bin ich Ende Februar gestartet und habe das dann auf dem Weg, irgendwie bin ich bei Freundinnen oder Bekannten oder Familie auch untergekommen, aber habe auch gezeltet und habe dann gemerkt, wenn ich den ganzen Tag unterwegs bin, dann brauche ich einfach ein Bett, um mich zu erholen.

Speaker: Und habe damals, das war eben noch vor Corona, ja 2017, da habe ich mir dann so günstige Hotel- oder Hostelzimmer geholt.

Speaker: Das hat teilweise 40 Euro pro Nacht gekostet.

Speaker: Das gibt es jetzt heute einfach nicht mehr.

Speaker: Deswegen ist es jetzt eine große Mischung an Übernachtungsmöglichkeiten.

Speaker: Das sind eben schon bekannte Familie, Freundinnen.

Speaker: Ich versuche jetzt aber auch, wenn ich eben Buchhandlungen besuche, dort zu fragen, ob die vielleicht eine Übernachtungsmöglichkeit organisieren können.

Speaker: Das heißt, das passiert jetzt auch.

Speaker: Ich hatte jetzt beziehungsweise einen Autor, der gesagt hat, er kann mir eine Übernachtungsmöglichkeit organisieren oder einen Verleger, der gesagt hat, er hat seinen kleinen Verlag in so einem Hof und so und da gäbe es auch ein Zimmer für mich.

Speaker: Also da kommen irgendwie Möglichkeiten zusammen.

Speaker: Das ist ganz schön, aber natürlich gibt es auch ein paar Übernachtungen, da muss ich dann das Geld investieren für ein Hotel oder für ein Hostel und da habe ich auch Budget eingeplant.

Speaker: Es gibt aber ganz oft Pilgerbetten in fast jedem kleinsten Ort, selbst

Speaker: ohne Buchhandlung, sage ich jetzt mal.

Speaker: Und ich kann mir vorstellen, dass die, auch wenn du kein Pilger im wörtlichen Sinne bist, sondern ein Buchpilger, dass die dir das Bett zur Verfügung stellen.

Speaker: Und die kosten meistens nicht mal 15 Euro pro Nacht.

Speaker: Das ist sehr gut, das gucke ich mir nochmal an.

Speaker: Genau, also da braucht man sozusagen nur einen Pilgerausweis und dann kommt man da relativ gut unter.

Speaker: Das sind meistens wirklich kleine Zimmer irgendwo in Kirchennähe,

Speaker: Manchmal auch bei der Feuerwehr, also sind auch ganz lustige Orte teilweise dabei, wo das Bett dann steht, das Pilgerbett.

Speaker: Aber ich kann mir vorstellen, dass sie da sehr großzügig in der Interpretation eines Pilgers bei dir sind.

Speaker: Bücherpilger, aber du schläfst jetzt nicht irgendwie, wenn du bei einem Verlag oder einer Buchhandlung bist und die sagen, Mensch, Tante Ulla hat doch da diese Ausziehcouch,

Speaker: Oder bist du schmerzfreit?

Speaker: Ich versuche die ganze Zeit, wir haben ja hier diese Bilder auch, wir sehen uns ja gegenseitig, ich versuche die ganze Zeit im Gesicht so ein bisschen herauszulesen, wie abenteuerlustig du in dieser Hinsicht bist, weil das ist was, was ich mir ganz schlimm vorstelle.

Speaker: Ja, also ich, also mein Anspruch ist dann doch sozusagen ein Bett und irgendwie ein Gästezimmer idealerweise.

Speaker: Ich habe während der Fahrtreise eben, damals habe ich auch so Mehrbettzimmern geschaffen, die echt auch gruselig waren.

Speaker: Und das möchte ich nicht wieder machen.

Speaker: Aber du brauchst ja auch Strom zum Beispiel.

Speaker: Du brauchst ja Strom für das Lastenrad, für deine ganze Technik, wenn du dokumentierst und so.

Speaker: Das ist ja alles nicht ohne.

Speaker: Beim Lastenrad bekomme ich glücklicherweise drei Akkus direkt mitgeliefert, dass ich so ein bisschen wechseln kann währenddessen.

Speaker: Die man aber auch wieder transportieren muss.

Speaker: Ich glaube, der hat so 60, 70 Kilometer.

Speaker: Ja, aber das kommt doch jetzt schon wieder hinten in diese Lademulde mit rein.

Speaker: Zwei weitere Akkus.

Speaker: Ja, genau, stimmt, wieder weniger Platz natürlich, ja.

Speaker: Aber ich kann fahren, das ist ja die Hauptsache.

Speaker: Ja, also ich habe neben diesem Riesenplatz vorne im Lassenrad, habe ich ja hinten immer noch zwei Satteltaschen, die ich mitnehmen kann.

Speaker: Und ich kann im Notfall, also dieses Lassenfahrrad hat sozusagen vorne einen Deckel über diesem Kasten, der auch abschließbar ist, das ist echt ganz cool.

Speaker: Da kann ich notfalls auch noch was draufpacken und dann eben mit Spanngurten sichern.

Speaker: Wir sind mittlerweile bei 300 Kilo Beladung.

Speaker: Also in diesem Rand können sonst auch Kinder mitfahren, also das kann schon ordentlich was ab, obwohl es selbst natürlich auch schon sehr schwer ist.

Speaker: Deswegen ja zum Glück der Eheantrieb, das würde ich so sonst nicht schaffen.

Speaker: Du wirkst trotzdem total...

Speaker: mit dir irgendwie im Reinen und zufrieden und fast schon irgendwie so ein bisschen euphorisch.

Speaker: Also man sieht dir richtig an, du freust dich drauf, dass es bald losgeht.

Speaker: Was ich mich frage, aber ich weiß nicht, ob ich da so ein Kontrolletti bin, wenn ich denke, okay, klar, Wetter habe ich sowieso nicht im Blick.

Speaker: Diese Route muss irgendwie passen.

Speaker: Ich muss genug Punkte finden.

Speaker: Ich brauche spannende Leute, damit das Ganze irgendwie auch eine erzählenswerte Geschichte ergibt.

Speaker: Dir selbst darf jetzt nichts passieren.

Speaker: Die Finanzierung

Speaker: nimmt mir stellvertretend den Atem und verursacht so eine kleine Panikattacke.

Speaker: Wie nervös bist du jetzt im Vorfeld oder sagst du, ja, es wird alles, läuft alles, eigentlich ist alles geplant?

Speaker: Ja, das ist total interessant, weil ich nämlich eigentlich ein totaler Overthinker bin und früher war das so, wenn ich irgendwie in der Ausbildung damals noch, wenn ich da Mails geschrieben habe, dann habe ich da wie dreimal drüber gelesen, weil ich dachte, oh, wenn mir da jetzt irgendwie ein Fehler passiert oder wie kann dieser Satz ankommen oder kann da irgendwas missverstanden werden und das war irgendwann so, dass ich echt dachte, also so viel dann nachgedacht habe und

Speaker: ja, eben so overthinkt habe, dass es einfach nicht mehr gut war.

Speaker: Und jetzt bin ich eben in der Situation, dass mir gar keine Wahl bleibt.

Speaker: Also ich habe gar nicht mehr die Zeit, irgendwie über all das so viel nachzudenken, sondern mache einfach die ganze Zeit.

Speaker: Und irgendwie seit Anfang des Jahres ist das echt so ein, ich weiß nicht, 80-Stunden-Job oder so, die ganze Zeit an Mail schreiben, Termine machen.

Speaker: Und ja, und so komme ich gar nicht dahin, irgendwie mir so wahnsinnig viele Gedanken zu machen und

Speaker: Was dieses Finanzthema angeht, ist es auch ganz interessant, dass sich das total gewandelt hat, weil ich auf einmal eine ganz andere Beziehung zu Geld habe.

Speaker: Also es ist so ein bisschen fast distanzierter, würde ich sagen, dass ich gar nicht so sehr über diesen großen Geldbetrag

Speaker: sondern so ein bisschen pragmatischer werde.

Speaker: Ich habe mir einfach Ziele gesetzt für verschiedene Bereiche, also eben Sponsorings von Verlagen, Buchhandlungen, andere Buchbranchen, Teilnehmer, staatliche Förderung und Crowdfunding, was ich Anfang März starte.

Speaker: Und genau, haben dann jeweils Ziele gesetzt und guck dann jetzt eben immer mal wieder drauf, passt das ungefähr oder bei den Gesprächen, die ich führe, haut das so ungefähr hin, dass das wahrscheinlich klappt und da bin ich gut im Plan und bin deswegen sehr optimistisch.

Speaker: Und ich würde sagen, natürlich bin ich irgendwie angespannt jetzt so, weil natürlich viel passiert jetzt gerade, aber ich glaube, das ist auch ganz gesund und gut so für das, was ich vorhabe.

Speaker: Vielleicht wird das sogar, wenn du dann unterwegs bist, entspannter als jetzt im Vorfeld, die ganze Planung.

Speaker: Ja, also während der Planung war ich auch so mit dem Kopf jetzt in der Planung, dass ich gar nicht so drüber nachgedacht habe, ich fahre ja wirklich los.

Speaker: Und das fängt jetzt so langsam an, dass eben diese Termine zusammenkommen, dass ich wirklich weiß, an dem Tag bin ich da und ich bin sowieso wahnsinnig gern auf Literaturveranstaltungen und wenn es da irgendwas gibt vom Börsenverein oder

Speaker: von den jungen Verlagsmenschen oder ganz normale Lesungen und so, da freue ich mich da wochenlang drauf und jetzt kann ich mir das so zusammenbauen und jeden Tag irgendwelche spannenden Begegnungen haben.

Speaker: Wie hast du das gefunden?

Speaker: Wie hast du deine Route zusammengesteckt?

Speaker: Vielleicht reden wir da nochmal ein bisschen drüber.

Speaker: Genau, also der Anspruch war, jedes Bundesland wird mindestens einmal besucht, also dass ich eben diese gesamte Bandbreite habe.

Speaker: Und es standen so die Eckpfeiler Leipziger Buchmesse als Start Ende März und die Frankfurter Buchmesse im Oktober als Ende.

Speaker: Und dann habe ich relativ früh so ein paar Lesefestivals angeschrieben in dem Zeitraum und gefragt, ob ich bei denen Veranstaltungen moderieren kann oder sogar selbst was erzählen kann zu der Literatur.

Speaker: Und ja, da gab es ein paar, die sich zurückgemeldet haben, netterweise.

Speaker: Und dann habe ich, das seht ihr jetzt hier hinter mir, das können die Hörer leider nicht sehen, logischerweise, aber habe ich so eine große Deutschlandkarte und habe da...

Speaker: einfach mit so Post-its diese Termine dran geklebt und dann, weil diese Deutschlandkarte abwaschbar ist, mit so einem Schwamm, habe ich einfach so ein bisschen grob gezeichnet, wo kann ich wie lang fahren und passt es ungefähr von den Monaten her und habe das dann immer wieder verfeinert und jetzt eben mit neuen Terminen, die dazukommen oder neuen Besuchsorten, neuen spannenden Buchhandlungen, habe ich das ergänzt und so bin da sozusagen feiner geworden währenddessen, ja.

Speaker: Ich würde gerne nochmal gegen Ende über die Technik reden, die du dabei hast.

Speaker: Also zum einen, weil ich persönlich Orientierungssinn wie so eine Bockwurst habe.

Speaker: Hast du dann irgendwie so dir das Navi oder Google Maps irgendwie auf den Lenker geschnallt oder wie stellst du sicher, dass du nicht irgendwie auf einmal aus Versehen in die Weser fährst?

Speaker: Ja, ich habe genau das gleiche Problem.

Speaker: Ich habe wirklich den allerschlechtesten... Dann hast du dir echt ein gutes Projekt vorgenommen.

Speaker: Ja, aber es ist... Also ich habe wirklich den schlechtesten Orientierungssinn.

Speaker: Das ist ganz grausam.

Speaker: Ich habe als Jugendlicher oder so auch im Erdkundeunterricht, wenn es dann darum ging, irgendwie zu zeigen, wo welcher Fluss oder welches Gebirge ist...

Speaker: Ich habe mich jedes Mal wieder versagt und ich stand dann da vor der Klasse irgendwie mit dieser riesen Weltkarte und dann wurde immer jede Schulstunde einen Schüler, eine Schülerin nach vorne gebeten und musste dann mit so einem Stock da zeigen, wo irgendwas ist, was dann eben die Lehrerin abgefragt hat.

Speaker: Da habe ich immer sehr große Kreise gemalt auf der Weltkarte und habe gesagt, ja hier irgendwo.

Speaker: Also so ist mein Orientierungssinn und damals bei dieser Fahrtreise durch Europa, ich habe das Gefühl, ich gehe jetzt immer nur über diese Fahrtreise durch Europa, könnte man ein Trinkspiel draus machen.

Speaker: Aber die Guti hat mich dann natürlich sehr inspiriert und dadurch natürlich auch viele Erfahrungen und da bin ich gestartet mit Google Maps.

Speaker: Und habe die Erfahrung gemacht, dass Google Maps einen einfach auf keine schönen Strecken führt und manchmal dann auch zum Beispiel eine Fähre empfiehlt, die dann schon längst nicht mehr fährt und dann muss man einen riesen Umweg fahren.

Speaker: Und dann bin ich irgendwann umgestiegen auf Kumod.

Speaker: Das ist ja so eine App für Fahrradfreundinnen, das wird vielen...

Speaker: die eben auch gerne Fahrrad fahren, ein Begriff sein und war damit ganz glücklich.

Speaker: Die hat mich damals in Frankreich mal für 200 Meter auf eine Autobahn geführt.

Speaker: Aber sonst war ich sehr zufrieden mit dieser App.

Speaker: Okay, dann hast du, wir müssen noch ein bisschen Werbung, glaube ich, für all das machen.

Speaker: Also du hast gesagt, es gibt eine Crowdfunding-Kampagne, die startet im März, damit man das Ganze verfolgen kann.

Speaker: Wahrscheinlich Instagram, oder?

Speaker: Vielleicht sagst du mal den Account, gibt es den schon?

Speaker: Genau, ich habe mir sehr, sehr früh den Namen Literatur überall gesichert, also auf Instagram, TikTok, Facebook und YouTube.

Speaker: Das heißt, da findet man mich schon überall.

Speaker: Und Literatour, also wirklich eine Mischung aus Literatur und Radtour, also Literatur ohne das D, das gibt es auch, aber bei mir kommt sozusagen das D dazu.

Speaker: Genau, damit man das finden kann, da starte ich dann eben auch Anfang März, zeitgleich zum Crowdfunding da zu posten.

Speaker: Aber wenn man da ein Fahrrad sieht und auf dem Gepäckträger sind Bücher drauf, dann weiß man, man ist an der richtigen Adresse.

Speaker: Und das Crowdfunding werde ich auf Startnext machen und davon wird man dann aber auch am besten bei Instagram mitbekommen.

Speaker: Aber darf man dich auch anschreiben und sagen, ich habe hier noch ein Zimmer für dich, komm vorbei, wie funktioniert das?

Speaker: Du hast auch eine Homepage, glaube ich, soll man das dann darüber machen, per Mail, wie erreicht man dich am besten?

Speaker: Und vor allem, woher weiß man, wann du bist?

Speaker: Ja, ist schon auch ein guter Punkt.

Speaker: Genau, jetzt muss ich erstmal sortieren.

Speaker: Gedanklich, also das Erste, was ich noch sagen wollte zu diesem Crowdfunding und unterstützen, ich mache das als gemeinnützige UG, das heißt, ich kann auch Spendenbescheinigungen ausstellen, also das heißt, wenn irgendjemand...

Speaker: Millionen im Keller hat und ich weiß wohin, dann kann ich das steuerfreundlich mit Spendenbescheinigung gerne annehmen.

Speaker: Und ansonsten war die Frage nochmal, sorry jetzt.

Speaker: Also es waren zwei Fragen.

Speaker: Wo man die Termine findet.

Speaker: Ah, die Termine, genau.

Speaker: Genau.

Speaker: Genau, wo man sich melden kann, stimmt.

Speaker: Also die E-Mail-Adresse, die ich habe, ist lernard.literat.net.

Speaker: Also lernard mit N-A-R-T.

Speaker: Wir packen alles auch nochmal in die Shownotes rein, falls jemand gerade verwirrt ist.

Speaker: Ja, perfekt.

Speaker: Sehr benutzerInnen-freundlich.

Speaker: Genau, da kann man sich sehr gerne per Mail melden.

Speaker: Und da gab es jetzt interessanterweise auch schon einige, die sich gemeldet haben und gesagt haben, du kannst hier in der Nähe von Göttingen bei mir unterkommen.

Speaker: Das ist echt ganz cool.

Speaker: Also gerne, sehr gerne melden und die Website wird eben auch so heißen, literatur.net und die wird auch Anfang März freigeschaltet und dort wird man dann auch die Route finden.

Speaker: Okay.

Speaker: Ich habe mir noch was überlegt, damit überrasche ich dich jetzt.

Speaker: Ich habe einen Vorschlag für deinen Instagram-Account oder überhaupt für deinen Social-Media-Account.

Speaker: Was hältst du davon, wenn du

Speaker: in verschiedenen Storys oder Posts, denen deinen Followern die Möglichkeit gibst, Einfluss auf deine Reise zu nehmen.

Speaker: Heißt du auch so ein bisschen mit, weil ich ja die ganze Zeit denke, warum macht, ist es so ein schlauer Mensch, warum macht er das?

Speaker: Dass da vielleicht doch so ein bisschen Selbstkasteiung dabei ist, dass du vielleicht dann sagst, Leute, wenn wir über 300 Likes kommen, dann fahre ich jetzt hier einfach nochmal 15 Kilometer unnötig Umweg oder so.

Speaker: Also erst macht ihr euch Sorgen, dass ich nicht genug Zeit habe für alles.

Speaker: Ich würde mitklicken, dass du ein bisschen weiter noch fährst oder so.

Speaker: Oder irgendwelche Orte.

Speaker: Ich spende für die 15 Kilometer extra.

Speaker: Nein, oder dass du sagst, ich bin jetzt hier in dieser Stadt.

Speaker: Soll ich mir das angucken oder soll ich mir das angucken?

Speaker: Habe ich mir heute in der Mittagspause überlegt?

Speaker: Ich finde das eine gute Idee, dass man so ein bisschen mehr dabei ist.

Speaker: Ich muss natürlich gucken, dass ich jetzt dadurch keine Termine absage und sage, die Leute auf Instagram haben gesagt, ich soll in Bäckerei Schulz gehen.

Speaker: Genau.

Speaker: Aber ja, mache ich mir auf jeden Fall Gedanken drüber, ist eine gute Idee und vielleicht kann ich ja beim Crowdfunding das einfach so als Perk, einfach so für 1000 Euro fahre ich unnötig 100 Kilometer nochmal...

Speaker: Einfach so kleine, dass du kleine Strafen verkaufst.

Speaker: Dass du stellvertretend für die Menschen leidest.

Speaker: Ja.

Speaker: Sorry.

Speaker: Ja, hast du gut verkauft.

Speaker: Wir stecken den Alex Kopf fest.

Speaker: Ja.

Speaker: Für Strafen.

Speaker: Darüber würde ich vielleicht noch mal mit jemandem reden.

Speaker: Okay, das können wir bei Gelegenheit.

Speaker: Okay.

Speaker: Okay.

Speaker: Wie finden wir da jetzt wieder?

Speaker: Kleine Bestrafung, das finde ich aber auch einen tollen Namen so für das sozusagen als kleines Format.

Speaker: Jetzt kommen wir wieder zu meiner kleinen Bestrafung.

Speaker: Hierfür hat Alexander Schulz 100 Euro gespendet.

Speaker: Es regnet zwar, aber ich muss die Regenjacke heute abgeben.

Speaker: So was vielleicht.

Speaker: Genau, ich fahre heute 100 Kilometer, aber ohne was zu trinken oder zu essen.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, nee, wie gesagt, kleine Bestrafung.

Speaker: Ich möchte jetzt nicht für irgendeinen tragischen Todesfall verantwortlich sein.

Speaker: Oder doch wieder auf die Autobahn.

Speaker: Bitte nicht.

Speaker: Obwohl ich festgestellt habe, da sind die Hotels meistens sehr günstig, aber bitte nicht.

Speaker: Da muss man erstmal hinkommen.

Speaker: Da habe ich eine ganz kurze, witzige Geschichte dazu, weil ich die ganze Zeit dachte, so ein bisschen nervös war, wie plane ich das Ganze, weil ich eben nichts Vergleichbares gefunden habe.

Speaker: Und dann weiß man gar nicht, wo muss ich anfangen und so.

Speaker: Ich habe da glücklicherweise noch eine Freundin, die bei Oettinger arbeitet, mit der ich mich einmal die Woche treffe und so ein bisschen gucke, bin ich da im Plan und was muss ich priorisieren.

Speaker: Aber ich habe dann über Umwege erfahren von einer Rezitatoren, Anna Magdalena Bössen heißt die, die nämlich mal mit dem Fahrrad durch Deutschland gefahren ist und Gedichte vorgetragen hat.

Speaker: Also deren Idee war eben bei Leuten vorbeikommen und dort dafür, dass die sich um Übernachtung und Essen kümmern, trägt sie da vor deren bekannten Freundinnenkreis.

Speaker: vor.

Speaker: So, Deutschland, ein Wandermärchen, da gab es auch ein Buch dazu, was ich jetzt gelesen habe und ganz viel rausgezogen habe.

Speaker: Die hat erzählt, dass eine große Herausforderung war, eben Presse zu bekommen für das Ganze.

Speaker: Und eigentlich gab es da in den meisten Bundesländern viel Begeisterung.

Speaker: Ich merke das jetzt auch schon, dass es da erstes Interesse gibt.

Speaker: Aber ein Bundesland, was ein bisschen schwer war, war Bayern.

Speaker: Weil die gesagt haben, naja, die kommt nicht aus Bayern.

Speaker: Gut, jetzt ist sie hier, aber ist für uns nicht interessant, kommt nicht aus Bayern.

Speaker: So, das hat irgendwie ein bisschen genervt.

Speaker: Und dann ist sie nämlich auch interessanterweise durch, weiß ich nicht, durch ein aggressives Google Maps oder so, auf eine Autobahn gekommen und war dann kurz im Radio zu hören, als...

Speaker: Eine Radfahrerin, Achtung, eine Radfahrerin auf der A so und so, also hat sie es somit dann doch in die Bayerischen Medien geschafft.

Speaker: Und damit möchte ich sagen, an die Bayerischen Medien, wenn ihr das verhindern wollt, dann würde ich so auch einfach mal ein Interview geben im Radio.

Speaker: Dann muss ich nicht auf die Autobahn fahren.

Speaker: Aber jetzt habe ich immerhin eine Möglichkeit für einen Notfall.

Speaker: Sag Bescheid, am besten deinen Freunden oder so, dass sie das von außen schon mal aufnehmen.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Dass du ein Begleitfahrzeug hast für die Aktion.

Speaker: Ja, und zieh bitte so eine Warnweste an, damit man dich auch erkennt.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber das war jetzt ganz spannend, das war jetzt eben ganz spannend, weil du zum ersten Mal so im Nebensatz gesagt hast, ja, du bist ja irgendwie, du warst jetzt ganz nervös während der Planung.

Speaker: Das war, das beruhigt mich ein bisschen, dass da doch so ein bisschen… Alex will dich immer noch aus der Reserve locken hier.

Speaker: Es geht nicht auf.

Speaker: Also ich will dich nicht so als bringen, dass du sagst, es ist alles doof, ich lasse es doch.

Speaker: Also Alex hat schon aufgegeben, als er gehört hat, was für eine Idee du hast.

Speaker: Aber was ich vielleicht zu deiner Beruhigung sagen kann, das war schon ewig irgendwie so ein Traum, der dann eben konkreter wurde die letzten Jahre.

Speaker: Und dann habe ich eben Ende Oktober meinen Job dafür gekündigt auch.

Speaker: Und einfach um mich in diese Situation zu bringen, dass es jetzt keinen Ausweg mehr gibt und ich das machen muss.

Speaker: Und genau, zu Ende Oktober habe ich gekündigt, Anfang November habe ich angefangen und da hatte ich noch diesen Gedanken im Hinterkopf, oh Gott, irgendwann muss ich dann ja allen auch sagen, dass es nicht funktioniert, weil ich dachte, wie soll das klappen, aber irgendwie will ich auch diesen Traum umsetzen.

Speaker: Und dann war das echt so im Dezember, dass dann irgendwann so ganz schleichend dieser Übergang kam zu, naja, das funktioniert jetzt, ich mache das jetzt wirklich.

Speaker: Und dann eben damit verbunden ja sehr, sehr viele Aufgaben und Themen, die aufgekloppt sind, mit denen ich auch so gar nicht gerechnet habe, eben allein diese Gründung jetzt der GUG.

Speaker: Ja, aber am Anfang war es, es war jetzt nicht so, dass ich die ganze Zeit da komplett selbstbewusst war, dass alles total easy und selbstverständlich war.

Speaker: Welcher Ratgeber hat dir dabei geholfen?

Speaker: Ist das dein Buchtipp für heute?

Speaker: Moment, Moment.

Speaker: Zum einen haben wir jetzt endlich diesen Wortwitz mit Ratgeber noch untergebracht.

Speaker: Oh, sehr gut.

Speaker: Sehr gut.

Speaker: Und der kam sogar von mir, obwohl ich da nicht mehr drüber nachgedacht habe.

Speaker: Bevor wir aber dazu kommen, eine allerletzte Frage, Lerner.

Speaker: Also ich muss sagen, ich...

Speaker: finde es extrem mutig von dir, du hast eben gesagt, du hast deinen Job dafür gekündigt, das ist wirklich ja, das ist ja nichts, was man mal so nebenbei macht, sondern du gibst da extrem viel auf im Vorfeld, währenddessen, das ist eine wirklich, wirklich beeindruckende Aktion, die du da dir vorgenommen hast.

Speaker: Ähm,

Speaker: Aber wie geht es dann weiter?

Speaker: Angenommen, du kommst dann sicher in Frankfurt an, wir bilden alle dann auf der Messe gemeinsam ein Spalier, wir jubeln, du fährst dann da rein, 15 Meter hinter der Ziellinie, fällst du um und bist erst mal erschöpft.

Speaker: So, aber dann kommt ja dann der Tag danach.

Speaker: Wie geht es dann weiter?

Speaker: Ja, erstmal habe ich dann noch fünf Tage Buchmesse vor mir.

Speaker: Also, es ist...

Speaker: Adrenalinpegel.

Speaker: Worst case.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber ich glaube, dann werde ich keine Partys mitmachen.

Speaker: Ich werde einfach ins Hotelzimmer gehen.

Speaker: Aber... Ja, genau.

Speaker: Das sehen wir da alles auf Instagram.

Speaker: Aber nein, jetzt mal im Ernst.

Speaker: Wie willst du dann den Weg wieder zurück ins Leben finden?

Speaker: Und du bist ja trotzdem in dieser Branche, wie man merkt, extrem verhaftet.

Speaker: Das heißt, wahrscheinlich ist ja dann schon dein Ziel, irgendwie irgendwo wieder anzudocken.

Speaker: Genau, also erstmal unmittelbar nach der Reise freue ich mich einfach darauf, zurückzufahren aus Frankfurt nach Hamburg ohne Termine, einfach mit dem Zug, mit dem Lastenrad und einfach so ein bisschen verarbeiten währenddessen, weil ich glaube, das ist etwas, das braucht dann einfach viel Zeit und wenn ich dann

Speaker: alleine diese paar Tage da habe, um einfach nur zu fahren und so ein bisschen nachzudenken.

Speaker: Ich glaube, das ist ganz gut.

Speaker: Und unmittelbar danach verabreiche ich das ja eben auch nochmal in einem Buch und widme mich erstmal dem Schreiben.

Speaker: Und ganz grundsätzlich habe ich eben noch gar keine konkreten Vorstellungen, wo es danach hingeht.

Speaker: Denke, vielleicht wird sich auch während der Reise irgendwas ergeben.

Speaker: Da werden ja viele neue Kontakte entstehen und vielleicht merke ich ja auch, dass ich mich für irgendeinen Bereich da nochmal besonders begeister, wenn es dann um einen Filmschnitt oder so geht vielleicht.

Speaker: Aber so ganz grundsätzlich möchte ich auf jeden Fall in der Buchbranche bleiben, das ist keine Frage.

Speaker: Und da sind eben so meine Lieblingsbereiche, so Vertrieb, Marketing.

Speaker: Also ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass ich da

Speaker: dann irgendwann, wenn ich wieder angekommen bin, im echten Leben da landen werde.

Speaker: Ja, es ist irre spannend.

Speaker: Ich habe einen Heidenrespekt vor dir.

Speaker: Ich halte dich für ein bisschen bekloppt, aber das ist eine andere Geschichte.

Speaker: Aber auch schon vorher, oder?

Speaker: Das schneiden wir raus.

Speaker: Ich könnte mich noch wirklich ewig mit dir darüber unterhalten.

Speaker: Vielleicht schaffen wir es ja auch, dass wir dann nach diesem ganzen Projekt einfach dann nochmal reden und in dieser Gruppe und wir uns nochmal anschauen.

Speaker: und mal Erwartungen und Realität gegenüberstellen.

Speaker: Wir müssen, glaube ich, trotzdem irgendwann den Punkt finden.

Speaker: Tina, du hast eben schon eine super Überleitung gemacht.

Speaker: Möchtest du einfach mal weitermachen?

Speaker: Ich bin jetzt still.

Speaker: Was?

Speaker: Du kannst auch gar nicht still sein.

Speaker: Ja, also normalerweise kommt der Buchtipp ja von mir.

Speaker: Und...

Speaker: Ich darf aber jetzt also sozusagen, dank Herrn Schulz, heute mal Übergangsmoderation machen.

Speaker: Lennart, was hast du uns mitgebracht?

Speaker: Also ich bin wirklich immer neugierig auf neue Bücher und ich habe mittlerweile, glaube ich, 50 Prozent aller Literaturtipps unserer Gäste schon aufgeholt.

Speaker: Und es waren bis jetzt, ich glaube, nicht ein schlechtes Buch dabei.

Speaker: Deswegen bin ich besonders gespannt, was du mitgebracht hast.

Speaker: Bloß kein Druck aufbaut.

Speaker: Genau, ein großer Druck.

Speaker: Ich habe mitgebracht, eines der Bücher, die ich eben auch mitnehme während der Reise, als nämlich, ich nenne es so, und ich glaube, das ist mittlerweile fast ein eigenes Genre geworden, das Sommerbuch.

Speaker: Und der Titel verrät es auch schon, das Leben fing im Sommer an.

Speaker: Das ist das erste Buch, oder der erste Roman eines Fußballers, nämlich von Chris Kramer.

Speaker: Es erscheint bei Kiepenheuer & Witsch Mitte März, also jetzt schon sehr, sehr bald.

Speaker: Und das durfte ich eben als Vorbereitung schon lesen.

Speaker: Und das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Speaker: Und ich muss zugeben, ich bin...

Speaker: Gar kein großer Fußballfan.

Speaker: Das heißt, damit hat man mich nicht locken können.

Speaker: Da musste schon die Geschichte überzeugen.

Speaker: Und das Interessante dahinter ist auch, dass Christoph Kramer überhaupt auf die Idee gekommen ist, weil er gelesen hat von Christian Huber.

Speaker: Man vergisst nicht, wie man schwimmt.

Speaker: Das war ja bei DTV, ich glaube vor zwei Jahren oder so, so das Sommerbuch.

Speaker: Und das erinnert auch so ein bisschen daran.

Speaker: Es geht eben um eine 15-jährige Hauptfigur, die auch Chris Kramer heißt.

Speaker: und die eben einen pubertären Sommer mit allem, was dazugehört, mit Freundinnen, mit einer ersten Liebe erlebt.

Speaker: Und das ist sehr, sehr atmosphärisch geschrieben, hat sehr viel Spaß gemacht und für ein Debüt eines Fußballers war ich echt sehr überrascht und wahrscheinlich auch ohne diese Einschränkung jetzt.

Speaker: Es ist einfach, man merkt ihm einfach nicht an, dass es ein Debüt ist und man merkt ihm auch nicht an, dass da gar nicht

Speaker: vorher jetzt gar nicht hauptberuflich Autor war.

Speaker: Genau, sehr atmosphärisch, ein toller Sommerroman und was ich auch ganz schön fand, es geht ja um Pubertät und in diesem Coming-of-Age-Adoleszenz-Roman wird ja oft sehr viel auch so ein bisschen

Speaker: bisschen schöner dargestellt als Pubertät auch sein kann.

Speaker: Und der Hauptcharakter spricht ganz viel darüber über seine Unsicherheiten, dass er so mit Akne und mit Pickeln zu kämpfen hat.

Speaker: Und das hatte ich als Jugendliche auch extrem und habe mich da so alleine mitgefühlt.

Speaker: Und das finde ich so schön, dass das jetzt in einem Buch, was hoffentlich auch eine große Leserschaft finden wird, so thematisiert wird.

Speaker: Ja, und bin gespannt,

Speaker: Ich hoffe, ich kann Chris Kramer auch dazu interviewen und treffen, ob er da auch so ähnliche Erfahrungen hatte und wie er überhaupt auf dieses Buchprojekt gekommen ist.

Speaker: Aber das ist ein Buchtipp.

Speaker: Und ich möchte hinterher schießen noch zwei kurze Tipps.

Speaker: Ich freue mich wahnsinnig doll, habe es noch nicht gelesen, obwohl ich ja eigentlich eine Verbindung zum Verlag habe, aber ich freue mich auf das neue Dieter Bude von Panem Buch.

Speaker: Das war nämlich eine Reihe, die mich als Jugendlicher neu zum Lesen gebracht hat.

Speaker: Und da bin ich jetzt sehr gespannt,

Speaker: auf die Vorgeschichte eben von Haymitch, die da erzählt wird und ein Buch, was ich während der Reise auch mitnehmen werde und was ich finde immer so ein bisschen belächelt wird oder nicht ernst genommen und was wirklich mittlerweile mein Lieblingsbuch geworden ist, ist Gut gegen Nordwind von Daniel Glatthauer, der Briefroman.

Speaker: Ich finde, es ist das perfekte Buch zum Einstieg, weil es eben leicht zu lesen ist, so ein bisschen kitschig, aber eben nicht zu kitschig und einen ganz tollen

Speaker: Ton trifft sprachlich.

Speaker: Also das möchte ich nochmal Menschen ans Herz legen.

Speaker: Fantastisch.

Speaker: Es gibt nur ein einziges Buch, was sich um Fußball gedreht hat, was ich jemals in meinem Leben gelesen habe.

Speaker: Und das war von Philipp Winkler-Huhl.

Speaker: Ich glaube, es hat nicht Andi damals auch empfohlen.

Speaker: Tina, du lügst.

Speaker: Wieso?

Speaker: Welches Buch noch?

Speaker: Wir haben auch noch einen Glavinec über Fußball.

Speaker: Denk dran.

Speaker: Das stimmt natürlich.

Speaker: Ja, du hast recht, zwei Bücher.

Speaker: Also ich bin gespannt, weil mir ist das auch schon begegnet in der Werbung und da habe ich auch kurz gedacht, so vom Kontext her, was ich gelesen habe, spannendes Buch und dann habe ich gesehen, Fußballer hat es geschrieben.

Speaker: Naja, also wenn du sagst, es ist zu empfehlen, werde ich es auf jeden Fall lesen.

Speaker: Sehr gut.

Speaker: Ich bin gespannt.

Speaker: Das können wir dann ja beim Recap in ein paar Monaten unterbringen.

Speaker: Da kannst du mir sagen, ob das die gefallen hat oder nicht.

Speaker: Das machen wir.

Speaker: Die Abrechnung.

Speaker: Die Abrechnung.

Speaker: Dafür musst du dann allerdings auch den Buchtipp von Andi lesen, weil Andi stellt heute ausnahmsweise ein Buch vor.

Speaker: Der hat mir gestern noch angeschrieben, wenn du nichts hast, ich hätte was.

Speaker: Und es ist tatsächlich so, dass ich im Moment ein bisschen beruflich so eingespannt bin, dass ich gestern kurz mal vor meinem Buchregal stand und mir dachte, was empfehle ich.

Speaker: Und dann kam mir das eigentlich genau recht, dass Andi sich vorgeträngelt hat.

Speaker: Sehr schön, das freut mich.

Speaker: Und ich freue mich auch, dass ich hier endlich mal zu Wort komme, weil Alex heute wirklich hatte so viele Fragen.

Speaker: Es tut mir leid.

Speaker: Es tut mir leid.

Speaker: Er hatte auch so viele Ängste.

Speaker: Fragen und Ängste bei Alex, deswegen kamen wir nicht zu Wort.

Speaker: Aber jetzt darf ich ein Buch vorstellen heute und zwar den neuen Roman von Bettina Wilpert.

Speaker: Der heißt Die Bärtige Frau, ist im Verbrecher Verlag erschienen und ich habe den tatsächlich hauptsächlich gekauft, weil ich ihre vorherigen Romane wirklich sehr lesenswert finde.

Speaker: Vor allen Dingen ihr Debütroman Nichts, was uns passiert, der hat mich wirklich sehr bewegt, als ich den damals gelesen habe.

Speaker: Da geht es um einen sexuellen Übergriff und was alles danach passiert.

Speaker: Also auch das Buch mal lesen.

Speaker: Und bei Wilperts neuen Roman geht es im Prinzip wieder um den weiblichen Körper.

Speaker: Und das ist eigentlich so immer das Thema bei ihr, auch in dem anderen Roman sozusagen.

Speaker: Wer bestimmt eigentlich über den weiblichen Körper?

Speaker: Ist es die Frau selber?

Speaker: Aber in vielen Situationen ist es dann eben auch, kann es das Kind sein, also das Baby?

Speaker: Der Partner, die Mutter, Ärzte und das schwingt sozusagen immer in ihren Romanen mit.

Speaker: Und in Worum geht's in Die bärtige Frau?

Speaker: Also es geht um Alex, ist eine Lehrerin, die vor einem Jahr ein Kind zur Welt gebracht hat, eine Tochter und nun...

Speaker: zum ersten Mal alleine ohne Kind ist.

Speaker: Und sie fährt zu ihrer Mutter, die hat sich das Bein gebrochen, kann nicht mehr laufen, brauche Hilfe.

Speaker: Und da fährt sie dann nach Bayern ohne Kind, das bleibt beim Ehemann.

Speaker: Und ja, eigentlich passiert auch gar nicht viel in dem Roman.

Speaker: Es geht eher sozusagen darum, dass sie plötzlich sozusagen Zeit hat, nachzudenken und auch sozusagen zu reflektieren über ihre, sie sitzt dann sozusagen in ihrem Jugendzimmer und reflektiert über ihre Kindheit, über ihre Jugend.

Speaker: über die Schwangerschaft, übers Muttersein generell.

Speaker: Und das ist aber auch schön geschrieben, weil es nicht so, also es ist weder anklagend noch verklärend, sondern erhält so eine schöne Balance und es hat einen sehr differenzierten Blick auf das Thema.

Speaker: Das hat mir sehr gut gefallen.

Speaker: Insgesamt, also es kommt nicht ganz an ihr Debütroman ran, aber trotzdem mag ich, dass Bettina Wilpert so ein Thema gefunden hat und das aus verschiedenen Blickwinkeln immer in ihren Romanen.

Speaker: sozusagen betrachtet und deswegen wünsche ich mir hier vor allen Dingen auch mal männliche Leser.

Speaker: Ich glaube, da kann man auch als Mann viel lernen, viel rausziehen.

Speaker: Also deswegen mein Tipp heute.

Speaker: Die bärtige Frau von Bettina Wilpert erschien im Verbrecher Verlag.

Speaker: Danke dir, Andi.

Speaker: Ich bin vollkommen verwirrt, dass Alex so still ist.

Speaker: Schlechtes Gewissen.

Speaker: Das schlechte Gewissen brauchst du nicht haben.

Speaker: Nein, alles gut, genau.

Speaker: Genau.

Speaker: Wir danken, Lennart, für die Zeit, die er sich genommen hat in seiner Vorbereitung.

Speaker: Wir haben gehört, du arbeitest teilweise 80 Stunden die Woche in der Vorbereitung.

Speaker: Wir freuen uns, wenn wir dich auf der Messe sehen dürfen.

Speaker: Wir werden deinen Rat suchen und dadurch auch nochmal den Podcast, glaube ich, promoten, indem wir einen netten Schnappschuss mit dir machen werden.

Speaker: Ähm...

Speaker: Wir danken, nein, wir danken nicht.

Speaker: Wenn ihr uns kontaktieren wollt, könnt ihr das über Instagram machen, allesbuchmarkt oder per E-Mail an alles.buchmarkt.de.

Speaker: Lennerts Literatur-Tour findet ihr dann ab März auf seiner Webseite, literatur.de.

Speaker: Punkt net, wenn ich das richtig mich erinnert habe und ihr findet wie immer alle Informationen zu den Büchern und zu den Links in unseren Shownotes.

Speaker: Danke, dass ihr zugehört habt und bis zum nächsten Mal.

Speaker: Danke.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Tschüss.

Speaker

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