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#114 Langsamkeit als Trainingstool

Barfussschule Podcast
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77 Plays10 days ago


In dieser Folge des Barfussschule-Podcasts sprechen Pierre und Pelle über ein Thema, das im Training oft unterschätzt wird – Langsamkeit.

Warum ist es sinnvoll, Bewegungen zuerst langsam auszuführen, bevor sie schneller oder intensiver werden?

Was passiert, wenn wir Tempo herausnehmen – nicht nur körperlich, sondern auch mental?

Pierre und Pelle zeigen, warum Langsamkeit die Grundlage jeder sauberen Bewegung ist:

Sie macht Fehler sichtbar, schärft die Wahrnehmung und erhöht oft sogar die Intensität einer Übung. Gerade im Kontrast zum verbreiteten „höher, schneller, weiter“ wird deutlich, wie viel Qualität entsteht, wenn wir bewusst verlangsamen.

Auch im Kontext von Neujahrsvorsätzen bekommt Langsamkeit eine besondere Bedeutung:

Nicht als Rückschritt, sondern als Trainingstool, das Nachhaltigkeit, Achtsamkeit und echte Entwicklung ermöglicht.

Eine Folge mit Tiefe, ohne Leistungsdruck – und auf Augenhöhe.

Für alle, die Bewegung nicht nur machen, sondern verstehen und fühlen wollen.

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Transcript

Einführung und Neujahrsgrüße

00:00:00
Speaker
Barfußschule Podcast.
00:00:05
Speaker
Gemeinsam barfuß bewegen.
00:00:13
Speaker
Und jetzt viel Spaß mit Pelle und Pierre.
00:00:18
Speaker
Hallo, hier ist die BAFU-Schule mit dem Podcast 114.
00:00:23
Speaker
Und erst mal ein frohes und glückliches neues Jahr wünsche ich euch alle an den Zuhörern und vor allem an dir, liebe Pelle.
00:00:37
Speaker
Ja, frohes neues Jahr, lieber Pierre.
00:00:41
Speaker
Gefühlt habe ich dich geholfen.
00:00:43
Speaker
Seit einem Jahr nicht gesehen.
00:00:46
Speaker
Die letzten Podcasts waren ja mit Roman und dann davor hatten wir, glaube ich, auch nicht direkt einen.
00:00:52
Speaker
Du siehst super aus, siehst erholt aus und schön, dich wiederzusehen im Jahr 2026.
00:00:58
Speaker
Der Wahnsinn, oder?
00:01:01
Speaker
Früher wäre das ein Science-Fiction-Film gewesen, oder?
00:01:04
Speaker
Ja, das ist... In den 80er Jahren, 2026, man hat gedacht, die Leute fliegen alle mit den Autos durch die Luft und so.
00:01:11
Speaker
Ja, ja, ja.
00:01:13
Speaker
Also zum Beginn des Jahres freue ich mich auch, dich jetzt zu sehen, weil es ist auch wirklich sehr lange

Thema Langsamkeit in Leben und Arbeit

00:01:19
Speaker
Zeit her.
00:01:19
Speaker
Und wir haben aber ein besonderes Thema mitgebracht heute.
00:01:24
Speaker
Magst du kurz ein bisschen darüber erzählen?
00:01:28
Speaker
Ja, wir haben heute das Thema Langsamkeit als Thema.
00:01:37
Speaker
Also Langsamkeit in der Bewegung, Langsamkeit, wenn man mit dem Laufen anfängt, Langsamkeit im Beruf, in allen Aspekten.
00:01:50
Speaker
Und wie du gerade merkst, rede ich auch schon langsamer.
00:01:56
Speaker
Warum?
00:01:56
Speaker
Warum haben wir das Thema Langsamkeit?
00:01:58
Speaker
Warum macht es zum Jahresbeginn überhaupt Sinn, über Langsamkeit zu sprechen?
00:02:05
Speaker
Es ist auf jeden Fall widersprüchlich.
00:02:09
Speaker
Zu den meistens bekannten Fällen, wo sicherlich sehr viele von uns werden sich etwas vornehmen und beginnt das Jahr, anfangen, neue Zyklus, okay, bumm, ich will Gas geben.
00:02:22
Speaker
Ob das jetzt naturgemäß und ob das man so unbedingt brauche, ist eine andere Geschichte.
00:02:30
Speaker
Aber bevor wir vielleicht reintauchen in das Thema, wir werden auch sicherlich nicht die ganze Zeit langsam reden.
00:02:39
Speaker
Wieso schläft die alle da zu?
00:02:43
Speaker
Aber wie war es denn die letzten Wochen bei dir?
00:02:46
Speaker
Weihnachten, Silvestern, weil Ferien für viele noch sind.
00:02:51
Speaker
Wie war es denn erst bei dir?
00:02:52
Speaker
Langsam.
00:02:55
Speaker
Also gezwungenermaßen, ich glaube, ich war mit meiner Partnerin, mit der Judith, wir waren völlig ausgenockt, weil sie hatte noch kurz vor den Feiertagen hatte sie zwei Jobs als Schauspielerin und Model für die Werbung bekommen.
00:03:13
Speaker
Und dann mussten wir erst nach Hamburg, dann nach Berlin.
00:03:15
Speaker
Währenddessen durften die Kinder auch zum Teil befreien, aber sie wurden dann alle krank, alle bekamen die Grippe inklusive Judith.
00:03:23
Speaker
Und
00:03:25
Speaker
Ich bin nach Hamburg in einem Stück durch und wieder zurück, nach Berlin in einem Stück durchgefahren und wieder zurück.
00:03:31
Speaker
Und das war wirklich viel Zeit auf der Autobahn und mit vielen Kindern, alle schreien, sind krank, heulen.
00:03:40
Speaker
Ich war ein reiner Bedürfniserfüller.
00:03:42
Speaker
Und dann kam Weihnachten und wir hatten nicht mehr so viel Zeit, das vorzubereiten, also weniger als wir wollten so.
00:03:50
Speaker
Und dann waren wir auch viel zu kaputt und dann haben wir Heiligabend gefeiert und das war ganz so, ich sag mal so, wir waren so auf so einem neutralen, ruhigen Level und nicht so feierlich und nicht so pompös.
00:04:03
Speaker
Und es war aber genau richtig.
00:04:05
Speaker
Erster,

Urlaubserfahrungen und Vorteile der Langsamkeit

00:04:06
Speaker
zweiter Weihnachtstag haben wir dann auch nicht mehr so viel gemacht.
00:04:09
Speaker
An Silvester das Gleiche.
00:04:11
Speaker
Wir haben zusammen reingefeiert, aber auch eben eher so ruhig und langsam.
00:04:17
Speaker
Und langsame Sachen gemacht, eher sowas wie Wachsgießen, also du kennst vielleicht Bleigießen, wo man das ins Wasser, also alles so langsame Sachen und nicht so Bomben und Feuerwerk und so und das war tatsächlich genau richtig.
00:04:34
Speaker
Also das heißt, ihr habt das gerade gebrauchte, das war gut von dem Zeitpunkt her.
00:04:39
Speaker
Der Körper hat sich das genommen, komplett.
00:04:41
Speaker
Also alleine durch die Grippe, die die alle hatten, hat der Körper sich das genommen und bei mir durchs dauernde Versorgen.
00:04:49
Speaker
Wir waren jetzt alle viereinhalb Wochen zusammen dadurch, also verlängerte Ferien durch Krankheit und so.
00:04:56
Speaker
Und selber.
00:04:58
Speaker
Ich war mit Christine, wir sind gemeinsam nach der Weihnachtenzeit gefahren, kurz eine Woche in den Thüringer Wald, die Heimat eigentlich von meiner Frau, und die war ja ewig nicht da, und zwar in
00:05:15
Speaker
Meine Güte, diese Ruhe, das ist schon fast erschreckend.
00:05:21
Speaker
Als Flugzeug hörst du da gar nicht, da wo wir gerade waren.
00:05:25
Speaker
Und klar, wir waren am Waldrand der Campingplatz und zwei Minuten in den Wald.
00:05:31
Speaker
Wir haben unglaublich viele Wanderungen gemacht und richtig, richtig Ruhen und Erholung gemacht.
00:05:38
Speaker
Das war unglaublich.
00:05:40
Speaker
Ähnlich wie bei dir, am Ende des Jahres ziemlich viel Gaspedal gedrückt und das war zum Ende hin so, jetzt reicht es jetzt langsam, reicht jetzt auch langsam.
00:05:50
Speaker
Und deswegen, das war für mich die absolute beste Erholung, die ich haben konnte.
00:05:57
Speaker
Sehr, sehr.
00:05:58
Speaker
Schön.
00:05:59
Speaker
Total, ja.
00:06:03
Speaker
Wenn Menschen schon mal bei uns in der Barfußschule eine Ausbildung mitgemacht haben oder einen Kurs...

Langsame Bewegungen im Training

00:06:09
Speaker
dann wissen die, dass wenn man mit Pierre laufen geht, dass du schon mal ballerst, dass man mal rennt, dass man mal schnell macht.
00:06:19
Speaker
Aber gequält werden sie mit Langsamkeit.
00:06:27
Speaker
Wer das weiß, es geht vor allen Dingen um statische oder Stabilisierungsübungen, langsam bewegen bei Laufdrills,
00:06:39
Speaker
Je langsamer du machst, umso mehr Tiefe gibt das Ganze.
00:06:43
Speaker
Im wahrsten Sinne, also auch tief runtergehen mit dem Körperschwerpunkt und dadurch die Oberschenkel- und Po-Muskulatur richtig belasten.
00:06:52
Speaker
Das heißt, Langsamkeit ist alles andere als weniger anstrengend.
00:07:00
Speaker
Richtig?
00:07:01
Speaker
Absolut.
00:07:02
Speaker
Das ist meine Art und Weise, jede abzuholen.
00:07:06
Speaker
Warum mache ich das gerne?
00:07:10
Speaker
Wir sind ja alle unterschiedlich, gerade in Gruppen und so weiter.
00:07:13
Speaker
Und diese Langsamkeit erhöht die Zeit der Muskelspannung.
00:07:18
Speaker
Und diese Zeit, die das mitbringt, die Spannung auszuhalten, das steigert automatisch die Intensität.
00:07:26
Speaker
Und dadurch erreicht man wirklich auch jeden.
00:07:30
Speaker
Es gibt auch noch viel, viel, viel andere, was wir auch noch gleich sprechen würden, die Vorteile von Langsamkeit.
00:07:35
Speaker
Aber das ist so ein Prinzip, was auch sehr viele Menschen überrascht.
00:07:40
Speaker
Am Anfang war es vielleicht ein bisschen frustriert, wie soll das passieren?
00:07:43
Speaker
Man denkt immer schnell, schnell, schnell.
00:07:45
Speaker
Aber diese Langsamkeit sorgt dafür erstmal auch für ein Verletzungsrisiko.
00:07:50
Speaker
Sehr, sehr niedrig dadurch, gerade wenn man unbekannte Menschen, Menschen, die nicht regelmäßig trainieren, die kommen schneller, jede kommt schneller an seine Grenzen damit.
00:07:59
Speaker
Und das ist das Wunderbare, das Überraschende daran, dass man da mehrere Tage davon auch hast.
00:08:06
Speaker
Ja, das stimmt.
00:08:07
Speaker
Der Körper macht das sogar, der zeigt einem das sogar, der macht das sogar vor.
00:08:11
Speaker
Wenn ihr euch mal vorstellt, ich weiß nicht, ob ihr schon mal Bankdrücken gemacht habt.
00:08:17
Speaker
Ganz klassisch, auf einer Bank liegen und eine Handelstange, Langhandelstange nach oben drücken.
00:08:22
Speaker
Dann macht ihr ein gewisses Gewicht drauf, was zu euch passt.
00:08:26
Speaker
Irgendwo, irgendwas zwischen 30 und 80 Kilo, irgendwo dazwischen und man drückt das nach oben.
00:08:32
Speaker
Macht 10 Wiederholungen.
00:08:34
Speaker
Und jetzt drückt man das nach oben und dann merkt man, die ersten Male geht es schnell, schnell und das allerletzte Mal.
00:08:43
Speaker
Das ist langsam, bis man es nochmal nach oben kriegt.
00:08:46
Speaker
Und das Entscheidende ist, habe ich jetzt übernommen vom MTMT Gym oder so, diese langsame Wiederholung, die muss passieren, damit Muskelwachstum geschieht.
00:08:57
Speaker
Wenn ich gar nicht dahin gehe, wenn ich sage, so 10 kann ich locker machen, 11 und 12 wird schwer und ich mache 10, habe ich nicht genug Reiz, um Muskelwachstum zu fördern.
00:09:07
Speaker
Aber dieses letzte Mal, ich liebe das auch, wo der Muskel kurz vor dem Muskelversagen ist, ist da, wo das Wachstum passiert.
00:09:17
Speaker
Und wir machen das in der Barfußschule durchaus, auch insbesondere mit Pierre, um wirklich auch Reize zu setzen, an die sich der Körper erinnert.
00:09:28
Speaker
Wo der Körper sagt, okay, das merke ich mir, Pierre,
00:09:32
Speaker
Morgen bin ich stärker.
00:09:33
Speaker
Und dann sagt Pierre, ja, aber dafür machst du auch einen mehr oder einen langsamer noch.
00:09:38
Speaker
Damit man immer in dieser Reizschwelle bleibt.
00:09:40
Speaker
Allerdings auch nicht so langsam, dass es keinen Spaß macht.
00:09:46
Speaker
Wenn man immer nur fordert und immer nur...
00:09:48
Speaker
ist das natürlich auch nicht schön.
00:09:50
Speaker
Jetzt sind wir in ein Thema reingegangen, wo ich gar nicht rein wollte, merke ich gerade, aber es ist natürlich hochinteressant.
00:09:55
Speaker
Passt und vor allem, wenn du mich da kurz einschließt, und zwar, das ist so, ist natürlich zielabhängig.
00:10:02
Speaker
Ein Boxer wird nicht unbedingt langsam Bankdrücken machen, weil er muss ja Schnelligkeit trainieren auch.

Rhythmus und Langsamkeit im Laufen

00:10:11
Speaker
Das wird ihn langsamer machen.
00:10:13
Speaker
Natürlich ist es immer ein bisschen zielabhängig, aber trotzdem, jeder fängt was an.
00:10:19
Speaker
Wir beginnen des Jahres.
00:10:21
Speaker
Wir beginnen.
00:10:22
Speaker
Anfangen werde ich immer, immer Langsamkeit bevorzugen.
00:10:28
Speaker
Warum?
00:10:28
Speaker
Warum?
00:10:30
Speaker
Warum?
00:10:30
Speaker
Das ist die Frage.
00:10:31
Speaker
Warum?
00:10:31
Speaker
Warum langsam?
00:10:32
Speaker
Warum nicht sofort ballern?
00:10:33
Speaker
Warum nicht sofort schnell?
00:10:35
Speaker
Weil Lernprozess.
00:10:37
Speaker
Lernen kann man am besten, wenn man es langsam macht.
00:10:40
Speaker
Das heißt, diese neuronale Bindung, der Körper muss sie bauen erstmal, die Wege dahin.
00:10:46
Speaker
Und die, um zu bauen, die beste Möglichkeit ist Langsamkeit.
00:10:51
Speaker
Um das Nerven zu aufbauen, kann man sagen.
00:10:56
Speaker
Genau.
00:10:57
Speaker
schließe ich mich an.
00:10:58
Speaker
Wir bleiben einfach mal beim Beispiel irgendetwas von sich wegzudrücken, ob das jetzt Bankdrücken ist oder man sitzt irgendwo und drückt was nach vorne weg.
00:11:09
Speaker
Wenn ich das langsam mache, dann habe ich nicht nur einmal natürlich einen starken Reiz auf den Muskel, sondern
00:11:14
Speaker
Ich merke natürlich erst dann, wenn der Weg sich langsam darstellt, ob auf meiner linken Seite etwas nicht richtig mitmacht und von rechts kompensiert wird.
00:11:27
Speaker
Ob auf meiner linken Seite der Arm einknickt an einer bestimmten Stelle oder das Handgelenk sich rausdreht.
00:11:34
Speaker
Das merke ich, wenn ich langsam mache.
00:11:36
Speaker
Okay, ich habe hier ein Projekt.
00:11:38
Speaker
Wenn ich diese Bewegung übergehe, indem ich sie schnell mache,
00:11:43
Speaker
cheate, kann ich natürlich sagen, wow, ich kriege das schnell da weggedrückt, ja, aber der Fehler ist noch da.
00:11:50
Speaker
Der ist nur so schnell, dass ich ihn selber nicht wahrnehme und auch nicht sehen kann.
00:11:54
Speaker
Und deshalb alleine macht Langsamkeit Sinn.
00:11:57
Speaker
Wie mache ich das denn beim Laufen, lieber Pierre?
00:12:00
Speaker
Wenn ich jetzt langsam laufe, dann kann ich natürlich meine Gesamtgeschwindigkeit drosseln, also statt 10 kmh, 8 kmh laufen.
00:12:11
Speaker
Wer uns aber schon ein bisschen länger folgt, der weiß, dass wir natürlich trotzdem mit der Frequenz relativ weit oben sind.
00:12:19
Speaker
Also wenn ich jetzt 8 kmh laufe, mache ich vielleicht trotzdem 170 Schritte die Minute.
00:12:25
Speaker
Und wenn ich 10 kmh laufe, mache ich auch 170 Schritte die Minute.
00:12:28
Speaker
Also ich kann ja in dieser rhythmischen Bewegung den Rhythmus nicht komplett verlangsamen.
00:12:34
Speaker
Wie kann ich denn da trotzdem von profitieren, dass ich langsam mache?
00:12:39
Speaker
Das ist ein weiterer, ich mag Komplex nicht.
00:12:44
Speaker
Aber das wäre vielleicht falsch zu denken, das ist der Moment beim Laufen, Langsamkeit zu üben.
00:12:53
Speaker
Der Gedanke für mich gefällt mehr, zu sagen, ja, übst du im Stehen, in der Stille, in der Uhr, Entspannungsverfahren, in deinen Alltagen, übst du die Langsamkeit beim Gehen, beim Atmen, beim anderen Verfahren und integriert das innerlich.
00:13:09
Speaker
Und das kannst du mitnehmen in das Laufen hinein, weil das Laufen spiegelt sich sowieso alles an.
00:13:15
Speaker
Wenn du hektisch bist und du auf Zielschnelligkeit orientiert bist, schnell, schnell, schnell, noch schneller, ich will schnell mal ein Training hinter mir haben, schnell, schnell, schnell, das wird das Laufen dementsprechend spiegeln.
00:13:27
Speaker
Das ist auch ein gutes Mittel, sich zu erkennen natürlich.
00:13:32
Speaker
Aber zurückzukommen zu deiner Frage, wie kann ich das machen?
00:13:36
Speaker
Immer wieder wiederholen, stehen, auf die Stelle, loslaufen.
00:13:42
Speaker
Und das langsamste Laufen, das du kannst.
00:13:45
Speaker
Stehen, immer wieder wechseln damit und wieder loslaufen und laufen ein paar Minuten.
00:13:51
Speaker
Stehen und so weiter.
00:13:53
Speaker
Das alleine, um zu integrieren, die Entspannungszustände mitzunehmen und so weiter, das wäre für mich eine Möglichkeit.
00:14:03
Speaker
Natürlich, wenn du jahrelang das übst, du kennst das, da gibt es viele Möglichkeiten.
00:14:08
Speaker
Aber für mich das Ziel wäre das Alltagthema.
00:14:11
Speaker
Ja.
00:14:13
Speaker
Ich habe das gemerkt, als wir auf dem Röntgenlauf unterwegs waren.
00:14:18
Speaker
Wir waren gestartet, alle zusammen, du, Ben, Timo, Chris, ich, Stefan.
00:14:26
Speaker
Wir waren gestartet und ich habe gemerkt, es ging ja direkt bergauf und so aus meiner Routine habe ich gemerkt, wir sind zu schnell.
00:14:35
Speaker
Wir müssen langsamer.
00:14:36
Speaker
Und Ben sagte, nein, warum denn?
00:14:39
Speaker
Ich will ja schon noch ein bisschen.
00:14:40
Speaker
Ich habe gesagt, nee, langsamer.
00:14:41
Speaker
Weil ich für mich gemerkt habe, also ich wollte nicht für ihn sprechen, aber für mich, wenn ich merke, meine Atmung läuft mir voraus.
00:14:52
Speaker
Dann, wenn ich merke, die Atmung beschleunigt sich und es geht nicht um Nasenatmung oder Mundatmung, sondern Stress in der Atmung, dann noch langsamer.
00:15:04
Speaker
Noch langsamer.
00:15:05
Speaker
Ich würde also sagen, bevor ich den Lauf, die Schritte verlangsame, sollte ich meine Atmung so weit unten halten, dass ich ganz entspannt atmen kann.
00:15:19
Speaker
Ich kann es immer noch nicht noch langsamer.
00:15:21
Speaker
Und wenn ich auf der Stelle laufe, wie du sagst, wenn ich mich kaum noch bewege oder merke, okay, ich muss wohl doch noch länger gehen, aber ich beruhige meine Atmung, damit auch mein Nervensystem in einer gewissen Art und Weise langsamer wird.
00:15:35
Speaker
Zumindest was die Verschaltung angeht.
00:15:38
Speaker
Natürlich braucht mein Nervensystem auch schnelle

Emotionen beim Laufen erkennen

00:15:41
Speaker
Reize für die Reflexe und so weiter.
00:15:44
Speaker
Aber mein Nervensystem, der Alltag läuft mit, hast du gesagt, muss runter.
00:15:48
Speaker
Meine Atmung muss runter.
00:15:49
Speaker
Und wenn ich merke, das ist noch nicht passiert, dann gehe ich wieder oder laufe noch, noch langsamer.
00:15:58
Speaker
Vielleicht so langsam laufen, wie ich langsam gehen würde.
00:16:03
Speaker
Und als wir das gemacht haben,
00:16:05
Speaker
auch beim Röntgenlaufen noch langsamer gemacht haben, irgendwann nach zwei, drei Kilometern war es so, dass meine Atmung ganz normal lief und wir aber viel schneller geworden waren.
00:16:13
Speaker
Aber ich war immer noch ganz entspannt.
00:16:17
Speaker
Und da habe ich dann gemerkt, okay, jetzt läuft alles zusammen und nicht getrennt.
00:16:22
Speaker
Das ist bei mir oft beim Laufen.
00:16:24
Speaker
Das ist einfach, das ist noch nicht integriert.
00:16:26
Speaker
Das liegt noch nicht zusammen wie eine Matrize.
00:16:30
Speaker
Das Atmung, Laufen, Nervensystem und so, das kommt erst während des Laufs.
00:16:35
Speaker
Kennst du das?
00:16:37
Speaker
Ja, absolut.
00:16:37
Speaker
Aber wovon du sprichst, es gibt ja für mich Bekannte nur zwei Sorten.
00:16:43
Speaker
Und zwei Mittel, wobei viele Menschen merken ihre Grenzen.
00:16:48
Speaker
Sei es, wie du sagst, über die Atmung.
00:16:51
Speaker
Die Atmung geht hoch, hoch, hoch und die sprechen, die haben Schwierigkeiten mit der Luft.
00:16:57
Speaker
Aber ich kenne auch bei vielen Menschen nicht die Atmung, das ist die muskuläre Atmung.
00:17:01
Speaker
Die Beine, meine Beine sind schwer.
00:17:04
Speaker
Ich habe das Gefühl, ich habe keine Kraft in die Beine.
00:17:06
Speaker
Das ist entweder das oder der andere.
00:17:09
Speaker
Also so kenne ich das.
00:17:09
Speaker
Vielleicht hast du noch eine andere Möglichkeit.
00:17:12
Speaker
Aber da bin ich gespannt, was du sagst.
00:17:16
Speaker
Aber bei den anderen, wo ist weniger die Atmung, das ist dann...
00:17:22
Speaker
Vielleicht da einen Weg zu suchen, zu finden, wo ein bisschen weniger Spannung in dein Kopf kommt.
00:17:28
Speaker
Aber wenn du merkst, die Spannung steigt in die Muskulatur, das wird heißer, das ist dann anstrengend.
00:17:34
Speaker
Das ist dasselbe Prinzip wie die Atmung.
00:17:35
Speaker
Da musst du auch drosseln, dass das weniger Spannung kommt.
00:17:39
Speaker
Das machst du dann vielleicht auch automatisch oder schneller.
00:17:43
Speaker
Aber was sagst du dazu?
00:17:44
Speaker
Ja.
00:17:46
Speaker
Ja, also ich stimme dir voll zu, über die Atmung oder die Muskulatur.
00:17:51
Speaker
Ich spüre die Muskeln häufig erst später, bei mir persönlich.
00:17:55
Speaker
Aber wenn ich richtig ehrlich bin beim Laufen, richtig ehrlich zu mir selber bin, dann kann ich über das Laufen einen Zugang zu meinen Gefühlen bekommen.
00:18:09
Speaker
Und meine Gefühle sagen mir, was Sache ist.
00:18:12
Speaker
Nur wir vertrauen denen nicht.
00:18:14
Speaker
Aber ich bekomme Angst.
00:18:17
Speaker
Ich bekomme Angst, es nicht zu schaffen.
00:18:19
Speaker
Ich bekomme Angst, dass sich meine Luft nicht reicht.
00:18:22
Speaker
Das Gefühl, was sich bildet.
00:18:24
Speaker
Ich kann auch wütend werden, dass ich merke, boah, wieso machen die so schnell?
00:18:28
Speaker
Wir haben doch was ganz anderes.
00:18:29
Speaker
Wenn die Gefühle so stark werden schon,
00:18:33
Speaker
dann höre ich da drauf.
00:18:34
Speaker
Ich suche vielleicht eine Entsprechung, Atmung, Muskeln, aber eigentlich ist bei mir zuerst das Gefühl da, irgendwas stimmt nicht.
00:18:43
Speaker
Ich fühle mich unwohl, ich habe Angst, bin unsicher, kann auch Freude sein, übertriebene Freude, kann auch Schaden anrichten, wenn ich
00:18:54
Speaker
zu viel habe davon oder man kann auch traurig werden, da habe ich jetzt kein Beispiel für, aber Angst und Wut beim Laufen in der Gruppe, das kenne ich.
00:19:05
Speaker
Das Gefühl zeigt mir, da ist noch was zu regeln.
00:19:10
Speaker
Aber dafür muss ich sehr ehrlich mit mir sein.
00:19:12
Speaker
Absolut und vor allem, du musst einen Zugang zu deinem Gefühl haben und was auch nicht bei jedem Menschen Fall ist, bei mir wäre das Ungeduld und das kenne ich auch, das ist schlimm, oder?
00:19:26
Speaker
Ja, in Gruppe Ungeduld, Unruhe, innere Unruhe und
00:19:31
Speaker
Das kenne ich, aber das, was du sprichst, da habe ich nicht mit gerechnet.
00:19:35
Speaker
Klar war ich ein bisschen sehr, sehr gerade gezielt auf körperlicher Ebene, aber ja, du hast vollkommen recht.
00:19:41
Speaker
Es ist sehr schön, dass du das ansprichst, Pelle, finde ich gerade sehr passend, weil unser Gefühl, sich leiden zu lassen oder mindestens die wahrzunehmen und darauf zu schauen, ist ein tieferes Thema, aber das ist auch ein sehr schönes Thema.
00:19:57
Speaker
Ja.
00:20:16
Speaker
Absolut, am Anfang.
00:20:17
Speaker
Also bei mir auf jeden Fall so, eh am Anfang.
00:20:20
Speaker
Das ist die erste Moment, gerade beim Rückenlauf, das ist auch noch ein anderes Thema, weil das ist die Aufregung, der Stress, schaffe ich das überhaupt, die Angst, schaffe ich das überhaupt oder…
00:20:34
Speaker
Dieser Selbstzweifel ist sicherlich auch da.
00:20:37
Speaker
Und die Nervosität.
00:20:40
Speaker
Was denken die anderen über mich?
00:20:41
Speaker
Und so viele Themen, die mit auch noch eine Rolle spielen.
00:20:44
Speaker
Unheimlich viele.
00:20:46
Speaker
Das ist am Anfang viel, viel mehr präsenter.
00:20:49
Speaker
Durch die Routine, die Wiederholung.
00:20:53
Speaker
Ich würde sagen, das kippt.
00:20:56
Speaker
Das kippt von einer Ebene, sprich an dieser emotionale, mentale Ebene,
00:21:01
Speaker
kippt das in das körperliche Ebene mehr.
00:21:02
Speaker
Warum?
00:21:03
Speaker
Weil die Belastung auf der Körperlich Ebene steigt, steigt, steigt über die Zeit der Belastung körperlich.
00:21:07
Speaker
Der Körper fängt an selbst zu regulieren, dann weit mehr übernimmt das Ganze und dadurch kommt in so eine Flow, in so eine Routine und das beruhigt sich der Mentale.

Langsamkeit, Ego und Gemeinschaft

00:21:18
Speaker
Ja.
00:21:20
Speaker
Bleiben wir beim Röntgenlauf.
00:21:22
Speaker
Wir sind den gelaufen und dann, wir sind den lang gelaufen, zwei Stunden, 50 Minuten oder sowas für den Halbmarathon, mit Höhenmetern und Matsche und so weiter.
00:21:33
Speaker
Aber es war ein langer Lauf und wenn ich das so rekapituliere, am Anfang war bei mir so eine Angst, oh, es ist zu kalt, meine Füße frieren ab, also richtig die Zehen mit den Sandalen und so, richtig kalt gewesen, habe ich auch noch drei Wochen was von gehabt.
00:21:49
Speaker
Ein bisschen Angst da, Gefühle stark und so und irgendwann war das weg und als wir alle langsamer wurden und irgendwann gemeinsam auch wieder ein Tempo gefunden hatten, dann kam bei mir, dass sich durch die Langsamkeit im Gegensatz zur Schnelligkeit hat sich ein Teil meines Egos aufgelöst.
00:22:08
Speaker
Und ich sehe uns noch alle zusammen durch das Ziel laufen, als Gemeinschaft, als Einheit.
00:22:15
Speaker
Und auch wenn wir zwischenzeitlich getrennt waren beim Lauf, immer mal so 100 Meter oder so.
00:22:20
Speaker
Aber wir sind gemeinsam durchgelaufen, das Ego war weg.
00:22:24
Speaker
Also mein Gefühl hat sich zurückgestellt auf das gemeinsame Gefühl, was wir dabei hatten.
00:22:31
Speaker
Und das war erst durch Langsamkeit möglich.
00:22:35
Speaker
Und aus der Schnelligkeit wäre ich nie zurückgekommen.
00:22:39
Speaker
in das Gemeinschaftliche.
00:22:42
Speaker
Aber durch die Langsamkeit konnte sich so ein gemeinsamer Nenner und dann konnte man merken, okay, bis hierhin kann ich hochgehen mit der Geschwindigkeit, sodass alle irgendwie auch viel Abgleich, viel sprechen.
00:22:52
Speaker
Passt es für dich?
00:22:53
Speaker
Ist es okay?
00:22:53
Speaker
Ja, ja, ist es okay.
00:22:54
Speaker
Also viel Kommunikation oder auch mal sagen, Moment, ein bisschen langsamer bitte oder so.
00:22:59
Speaker
Und dann konnte man in ein gemeinschaftliches Erlebnis kommen.
00:23:04
Speaker
War für mich viel wichtiger.
00:23:06
Speaker
Und wenn man das allgemein so darüber schaut, diese Schnelligkeitszeit immer auf der Arbeitswelt und so weiter, das ist nicht anders.
00:23:17
Speaker
Genau so ist es.
00:23:18
Speaker
Das ist genau das Gleiche.
00:23:22
Speaker
Wieso ist aber jetzt, Pelle, am Anfang des Jahres Langsamkeit für dich so das Passende oder eine mögliche Möglichkeit?
00:23:37
Speaker
Das ist das ähnlich wie das, was ich vorhin schon gesagt habe.
00:23:40
Speaker
Mein Geist ist schon mit den Sachen, die für 2026 geplant sind, der galoppiert davon.
00:23:48
Speaker
Der geht in dieses Event, in dieses Event, in diesen, der rennt immer raus.
00:23:52
Speaker
Und wenn ich die Dinge körperlich langsam mache, schaffe ich es besser, den wieder zurückzuholen.
00:24:00
Speaker
Zurückzuholen.
00:24:00
Speaker
Nee, komm mal hier hin.
00:24:02
Speaker
Komm mal hier hin.
00:24:02
Speaker
Du bist noch nicht im Sommer.
00:24:04
Speaker
Du bist noch nicht im...
00:24:05
Speaker
In der Schweiz, du bist noch nicht da und dies und so.
00:24:08
Speaker
Ich kriege das besser hin, über die Langsamkeit den Geist zurückzuholen, als wenn ich zügig Dinge jetzt machen würde, zügig umsetzen würde.

Winterliche Langsamkeit und Planung

00:24:19
Speaker
Ich kenne das, dann würden die Dinge alle durcheinander poltern.
00:24:26
Speaker
Und das passt für mich natürlich besser in den Winter, also in etwas, wo sowieso alles sich nach innen zieht, Pflanzen, Bäume, weniger Bewegung in der Luft und im Wasser, also alles wird starrer und so.
00:24:45
Speaker
Und dann versuche ich nicht so...
00:24:48
Speaker
ausschweifend zu sein, wenn eigentlich man sich zusammenkauert und sich zurückzieht.
00:24:59
Speaker
Sehr schön.
00:25:00
Speaker
Ich habe gerade das Gefühl, dass genau das habe ich nämlich gemacht.
00:25:05
Speaker
Seit drei Wochen fast läuft ich gar nicht.
00:25:08
Speaker
Ich habe tatsächlich wirklich seit dem 19.
00:25:12
Speaker
Dezember, letzter Arbeitstag, war ich nicht mehr laufen.
00:25:16
Speaker
Ich habe eine Pause gemacht, eine Winterpause gemacht.
00:25:19
Speaker
Ich mag diese Jahreszeit, das mache ich seit Jahren meistens ein bisschen.
00:25:24
Speaker
Dieses Jahr ist es besonders länger, also ein bisschen länger.
00:25:27
Speaker
Ich glaube, ich ziehe das noch die ganze Woche weiterhin.
00:25:30
Speaker
Also vielleicht...
00:25:32
Speaker
Andere bei mir in der Familie waren auch kränklich und so weiter.
00:25:34
Speaker
Ich bin nicht krank geworden bisher.
00:25:38
Speaker
Ich habe richtig gemerkt, keine Lust.
00:25:42
Speaker
Ich möchte gerade nicht machen.
00:25:43
Speaker
Jetzt gerade wollte ich tatsächlich jetzt gleich, wenn fertig ist, mal ein kleines Rundchen für mich.
00:25:48
Speaker
Halbe Stunde.
00:25:50
Speaker
Und auch natürlich sehr langsam, weil ich freue mich auf den Schnee und sowas, aber ich weiß noch gar nicht, ob mich das jetzt macht, weil ich fühle mich gerade so wohl, dass ich mir die Zeit gegeben habe, diese Ruhe gegeben habe, um richtig zu leben.
00:26:08
Speaker
runterfahren, richtig runterfahren und das ist wirklich wie Kraft sammeln.
00:26:13
Speaker
Bald muss man mich festhalten und mich rausschicken, dass ich wieder zur Bewegung komme.
00:26:18
Speaker
Aber sich komplett wieder zentrieren, wie ein Reset machen und dass ich wieder zur Kraft komme, um jetzt wieder ein Jahr zu bestätigen, also zu schaffen.

Notwendigkeit von Pausen

00:26:31
Speaker
weil wir sind immer sowieso immer wieder am Machen und Tun und jetzt kommt das nächste Vorbereitung, was ist das nächste Ziel und das muss man noch eh machen.
00:26:39
Speaker
Das brauchen wir auch.
00:26:41
Speaker
Aber diese Langsamkeit Richtung Achtsamkeit, ich denke, das gibt innerliche Ruhe, aber auch führt das zu Freude irgendwo.
00:26:54
Speaker
Und das ist so, was ich so für mich richtig spüre, dass ich nichts mehr brauche, um gut zu gehen.
00:27:03
Speaker
Das entlastet mich gerade total, weil ich auch merke, ich habe keine Lust.
00:27:10
Speaker
Ich habe wirklich keine Lust.
00:27:12
Speaker
Wenn ich draußen war, ich war auch nur zweimal laufen jetzt die letzten zwei Wochen oder so, zwei Kilometer bis zur Hütte und wieder zurück.
00:27:22
Speaker
Und das war schon eigentlich nur, um Videos zu drehen.
00:27:26
Speaker
Aber auch nicht so eine Lust.
00:27:28
Speaker
Und
00:27:30
Speaker
Es entlastet mich, dass es gut ist, das zu tun oder dass es anderen auch so geht und würde das gerne sogar verallgemeinern, in dem Fall mal für alle da draußen.
00:27:44
Speaker
Jeder kennt das, dass er sagt, kein Alkohol, kein Zucker und so weiter.
00:27:49
Speaker
Aber es ist vielleicht auch notwendig, Pause von dem zu machen, was dir eigentlich immer gut tut, Abstand zu gewinnen und ein Detox von Glücksgefühlen, Detox von Dopamin, Detox von Identität.
00:28:06
Speaker
Ich bin der, der immer rausgeht und läuft.
00:28:10
Speaker
Ich bin die, die immer durchzieht.
00:28:12
Speaker
Da zu sagen,
00:28:14
Speaker
Wie ist es denn, wenn ich mal wieder zwei, drei Wochen die bin oder der bin, der das nicht tut?
00:28:20
Speaker
Was bin ich denn noch dahinter?
00:28:22
Speaker
Vielleicht kommt sogar ein Loch oder irgendwas, aber dann ist das auch ein Teil, der sein muss, um nochmal von unten wieder zu

Langsamkeit als Basisarbeit

00:28:31
Speaker
wachsen.
00:28:31
Speaker
Also Langsamkeit.
00:28:34
Speaker
ist Wurzelarbeit.
00:28:38
Speaker
Es ist wieder Fuß fassen, stehen bleiben, verankern, Wurzeln schaffen, wer bin ich, wo komme ich her, wer sind meine Familie, wer will ich jetzt sein im nächsten Jahr, möchte ich der sein, der immer das tut.
00:28:59
Speaker
Das sollte man im besten Fall jeden Morgen machen, dass man sagt, wer bin ich heute,
00:29:07
Speaker
Und wenn man das mit Langsamkeit macht, ist man da, glaube ich, gut mit unterwegs.
00:29:12
Speaker
Bist du, da mal eine Seitenfrage, überlegst du dir, wer du bist, wer du sein möchtest?
00:29:22
Speaker
Gernst du mal
00:29:23
Speaker
Ja, es ist ein krasses Thema.
00:29:25
Speaker
Ich verwechsel ja sehr schnell das Sein und Tun.
00:29:28
Speaker
Das ist ein bekanntes Thema bei mir selbst.
00:29:31
Speaker
Das ist ja ich tue, ich tue, ich tue.
00:29:33
Speaker
Und ich komme immer mehr mit dem Sein.
00:29:34
Speaker
Ich arbeite tatsächlich noch dran.
00:29:37
Speaker
Was möchte ich sein und so weiter.
00:29:41
Speaker
Gerade Thema Ausbildung und solche Sachen.
00:29:44
Speaker
Aber das verwechsel ich schnell mit Tun.
00:29:46
Speaker
Da merke ich immer wieder, dass ich innerlich tatsächlich Schwierigkeiten.
00:29:50
Speaker
Wer möchte ich sein?
00:29:52
Speaker
Es ist mehr fast ein Gefühl des Wohlfühls, innerliche Frieden und so weiter, das ich möchte sein.
00:30:06
Speaker
Ohne die andere schlecht zu machen.
00:30:12
Speaker
Ich habe nichts gegen Feuer und Ballen und so weiter und negative Gefühle.
00:30:20
Speaker
Die sind auch berechtigt.
00:30:22
Speaker
Und deswegen momentan, das ist so mehr, was ich sein möchte und klarkomme mit allem, was ist.
00:30:29
Speaker
Ja, geil.
00:30:31
Speaker
Das ist ein schönes Thema, ne?
00:30:35
Speaker
Also ich merke gerade, dass das bei mir gerade so wächst innen drin.
00:30:40
Speaker
Das hatte ich heute Morgen schon auch im Auto, dass ich mir gedacht hatte, ich möchte wieder mehr Ruhe finden, um mich darauf zu konzentrieren, wer ich heute sein möchte.
00:30:55
Speaker
Weil mein Leben so viel fordert, das von allen Menschen fordert viel, aber mit kleinem Kind und so weiter und alles zu Hause.
00:31:04
Speaker
Das ist immer noch mal eine besondere Herausforderung und ich möchte nicht mehr nur reagieren.
00:31:12
Speaker
Und ich kann nur dann aufhören dauernd zu reagieren, wenn ich schon vorher geklettert habe, wer ich heute bin.
00:31:21
Speaker
Wenn ich der bin, der nicht dauernd reagiert, bin ich der.
00:31:24
Speaker
Also reagieren tun wir immer und wenn wir mit Nichtreaktion reagieren, das ist ja klar, wie bei der Kommunikation, ich kann nicht nicht kommunizieren.
00:31:33
Speaker
Aber wenn meine Reaktion bei mir bleiben ist und sagen, ich bin doch der, der leise bleibt, der langsam bleibt, der ruhig bleibt.
00:31:44
Speaker
Und wenn ich es einen Tag schaffe, schaffe ich es vielleicht auch den nächsten Tag, mir das wieder vorzunehmen.
00:31:53
Speaker
Im besten Fall wird man vielleicht, weil das bin ich für mich gerade nicht, ich möchte wieder der sein, an dem man sich festhalten kann und
00:32:02
Speaker
Das geht nur, wenn man irgendwo steht.
00:32:05
Speaker
Und nicht, wenn man in Bewegung ist.

Schnelle Momente akzeptieren

00:32:07
Speaker
Und dauernd blablabla.
00:32:10
Speaker
Und das geht, glaube ich, über Langsamkeit ganz gut.
00:32:15
Speaker
Ich möchte kurz einen Gedanken mal für die Zuhörer jetzt im Raum schmeißen.
00:32:23
Speaker
Man muss, um Langsamkeit zu können, sich erlauben, schnell zu sein.
00:32:32
Speaker
Was meine ich genau damit, wenn du zu schnell unterwegs bist und zu sagen, ach Gott, sich zu ärgern, ich war zu schnell wieder, ich war nicht langsam.
00:32:41
Speaker
Und weil man nimmt sich gedanklich wieder vor, ja, ich praktisiere Langsamkeit, ich möchte wieder ein bisschen Langsamkeit einbauen und so weiter.
00:32:48
Speaker
Erlaube dir als Erster, zu schnell zu sein.
00:32:52
Speaker
Ich fahre zu schnell.
00:32:54
Speaker
Oh, ich läufe zu schnell.
00:32:56
Speaker
Ja, stimmt, mache ich ja.
00:32:59
Speaker
Dazu Ja zu sagen und sich erlaubt zu schnell, dann wird sich langsam auch wiederum sehr passende einstellen, dass dein Körper in Langsamkeit kommt.
00:33:10
Speaker
So würde ich von der Montal-Leben sich heran wachsen in diesem Langsamkeit-Thema plus dazu einbauen, ein paar Kleinigkeiten in den Alltag, wo du Langsamkeit üben kannst,
00:33:22
Speaker
Und das peu à peu, die Kombination von beidem.
00:33:25
Speaker
Vielleicht hast du auch eine Übung für Langsamkeit und kann ich auch gleich eine Übung dazu geben, vielleicht.
00:33:33
Speaker
Nee, von meiner Seite nicht.
00:33:37
Speaker
Denn ich habe gerade einfach gemerkt, wie ich finde, das darf nacharbeiten.

Atemübung für Achtsamkeit

00:33:45
Speaker
Absolut.
00:33:47
Speaker
Absolut.
00:33:48
Speaker
Das ist auch in Ordnung.
00:33:49
Speaker
Dann ergänze ich noch diese eine Übung für dich, was du dann immer mal wieder zwischendurch, es geht auch nicht da die Dosierung, nicht unbedingt das Wichtigste, paar Mal im Tag, wenn du daran denkst, dass ich ein Gold wert, dass du spürst, ja, ich atme schnell.
00:34:03
Speaker
Nehme meine Atmung als Mittel wieder und zwar beobachte, okay, ich atme flach und sehr, sehr schnell, ohne das zu bewerten, beobachten und danach fängst du, ohne zu vertiefen,
00:34:16
Speaker
nicht das ein wie das ausatmen es langsam wie möglich zu machen
00:34:26
Speaker
Mehr nicht.
00:34:27
Speaker
Mach das eine Minute.
00:34:29
Speaker
Das allein, dass du kommst, vielleicht in zwei Atmungen, komplette Atmung, das ein und aus pro Minuten, wäre schon mega.
00:34:35
Speaker
Vielleicht kommst du für die große Atemwürdigung fast in einen Atem.
00:34:39
Speaker
Das kannst du schon wirklich sehr, sehr lang ziehen.
00:34:42
Speaker
Du kommst in so fast Atemnoten.
00:34:44
Speaker
Es ist tatsächlich nicht so einfach.
00:34:46
Speaker
Aber bau das ohne Druck, ohne dass es anstrengend ist, das langsam aus wie das langsam ein.
00:35:01
Speaker
Ich habe schon gedacht, aber das wäre für euch auch eine passende Momente gewesen, da sofort das einzubauen.
00:35:13
Speaker
Ja, vielen lieben Dank für den Impuls.
00:35:17
Speaker
Ich habe das Gefühl, das ist alles gesagt.

Abschluss und Neujahrsgedanken

00:35:22
Speaker
Für heute.
00:35:24
Speaker
Kann man ewig weitermachen, aber dann
00:35:27
Speaker
Ich glaube, da waren ein paar Impulse dabei, da müssten ich und vielleicht dann auch stellvertretend andere da draußen noch ein bisschen darüber nachdenken, was wir heute besprochen haben.
00:35:40
Speaker
Von daher gebe ich dir die Abmoderation an die Hand für die Folge 114.
00:35:45
Speaker
Vielen lieben Dank.
00:35:48
Speaker
Ich habe auch zu Dank.
00:35:49
Speaker
Da habe ich mich gefreut mit dir und mit dir so einem Thema zu sprechen.
00:35:55
Speaker
Ich merke das Thema, wir ergänzen unser Wunderbare und ich habe mich auch wieder sehr wohl gefühlt.
00:36:00
Speaker
Das kann ich einfach so nennen, dass es ein Bomberstart ist in dieses Jahr.
00:36:06
Speaker
Wird ein super Thema.
00:36:08
Speaker
Ich hoffe, das ist euch auch an allem in Herzen angekommen.
00:36:14
Speaker
Und vielen Dank für das Zuhören.
00:36:17
Speaker
Und bis nächstes Mal.
00:36:20
Speaker
Tschüss.
00:36:23
Speaker
Tschüss.
00:36:24
Speaker
Das war Barfußschule Podcast.
00:36:27
Speaker
Danke fürs Zuhören, Ausprobieren, Weiterempfehlen und Bewerten auf Apple Podcast und Spotify.
00:36:35
Speaker
Bis nächste Woche.
00:36:37
Speaker
Wir freuen uns auf euch.
00:36:38
Speaker
Bis zum nächsten Mal.