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Scherbenland - No other Choice image

Scherbenland - No other Choice

S3 E3 · Muss Man Gesehen Haben!?
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1 Plays2 seconds ago

Diese Woche ist Emilia ganz allein vor dem Mikrofon und hat diesmal als Überraschung und Basti-Ersatz gleich zwei Filme besprochen:  erst Scherbenland von Lutz Pehnert über Ton Steine Scherben, RAPK und Maike Rosa Vogel. Es geht um Berlin-Kreuzberg und die Frage, ob der Traum vom Paradies wirklich ausgeträumt ist.

Der zweite Film eröffnete die Freiluftkinosaison: No Other Choice von Park Chan-wook. Dieser Film erzählt die Geschichte eines Mannes, der seinen Job verliert und nur schwer mit diesem Schicksalsschlag umgehen kann. Immer tiefer in die Verzweiflung getrieben, fasst er schließlich einen mörderischen Plan. In den Hauptrollen des humorvollen Thrillers spielen Lee Byung-hun als Familienvater Man-su, Son Ye-jin als seine Frau Mi-ri, Park Hee-soon, Seon-chul und Lee Sung-min.

Aber muss man diese Filme gesehen haben? Hört rein und findet es heraus!

Hinterlasst uns eine Sprachnachricht und werdet Teil der nächsten Episode:
www.mussmangesehenhaben.de

Transcript

Einleitung und Bastian in Berlin

00:00:07
Speaker
Willkommen zu einer neuen Ausgabe Muss man gesehen haben.
00:00:10
Speaker
Hier sind eure Gastgeber Emilia und Bastian.
00:00:13
Speaker
Hallo, willkommen zu einer neuen Episode.
00:00:16
Speaker
Diesmal nur mit mir.
00:00:20
Speaker
Der Basti ist irgendwo in Berlin und verdient sich ein bisschen Ruhe und ist dort im Urlaub.
00:00:28
Speaker
Und wir wünschen ihm natürlich die beste Pizza und den besten Aperol.
00:00:33
Speaker
Und ich hoffe, ihr könnt euch mit mir jetzt auch begnügen.

Emilia fühlt sich unwohl und stellt Filmrezensionen vor

00:00:36
Speaker
Ich bin ein bisschen angeflogen, aber bedeutet eigentlich, glaube ich, nur für mich, dass ich den Sommer über kerngesund durchspringen werde.
00:00:45
Speaker
Und das nehme ich jetzt einfach in Kauf.
00:00:47
Speaker
Ich war im Kino für euch und habe diesmal sogar zwei Filme mitgebracht.
00:00:53
Speaker
Einen natürlich als Ersatz für Basti.
00:00:56
Speaker
Keine Sorge, es ist tatsächlich nur eine Solo-Folge.
00:00:59
Speaker
Die nächsten werden wir dann einfach wieder wie gewohnt unsere Filmurteile fällen.

Besprechung von 'Scherbenland' und kulturelle Transformation

00:01:05
Speaker
Also, wie immer fangen wir dann mit der Frage an.
00:01:08
Speaker
In welchem Kino warst du denn eigentlich, Emilia?
00:01:11
Speaker
Danke für die Frage.
00:01:12
Speaker
Ich war, nachmittags, weil ich es sehr gerne mag, am Nachmittag im Kino zu sein, im York-Kino und habe mir dort den Film Schermland angesehen.
00:01:23
Speaker
Scherbenland erzählt von einer Band, deren erstes Album mit der Frage begann, warum geht es mir eigentlich so dreckig?
00:01:29
Speaker
Und von einer Stadt, die durch ihre Lieder verändert wurde.
00:01:32
Speaker
Anfang der 1970er Jahre wird Kreuzberg zum Experimentierfeld einer Gegenkultur.
00:01:38
Speaker
Mit Songs wie Macht kaputt, was euch kaputt macht, alles verändert sich und der Traum ist aus, geben Tonsteine Scherben einer Generation eine Stimme.
00:01:48
Speaker
Ihre Musik begleitet Hausbesetzungen, politische Kämpfe und die Suche nach einem anderen Leben.
00:01:54
Speaker
Der Film folgt den Spuren dieser Zeit und fragt, was ist von diesem Aufbruch geblieben?
00:01:59
Speaker
Und was passiert, wenn die Hymnen der Scherben auf die Songs der Gegenwart treffen?
00:02:04
Speaker
In Berlin von heute begegnet Scherbenland MusikerInnen, deren Lieder vom Leben im Kiez erzählen.
00:02:10
Speaker
Darunter das Rap-Trio Rapcar und die Songweiterin Maike Rosafogel.
00:02:16
Speaker
Ihre Musik entsteht aus dem Alltag eines Bezirks, der sich zwischen Mythos, Gentrifizierung und neuen kulturellen Energien bewegt.
00:02:24
Speaker
Ein Film über Musik und Poesie als Widerstand damals und heute.
00:02:28
Speaker
Und über die Frage, ob beides noch immer die Kraft hat, eine Stadt zu verändern.
00:02:34
Speaker
Ja, das habe ich jetzt vom Flyer abgelesen.
00:02:36
Speaker
Ich würde jetzt tatsächlich noch ein Zitat ablesen über diesen Film aus der Zeitung.
00:02:42
Speaker
Und zwar entlang dreier Generation MusikerInnen erzählt der Dokumentarfilm Scherbenland von der Geschichte Kreuzberg und seinen BewohnerInnen.
00:02:53
Speaker
Noch kurz, Regie führte Lutz Behner, der ist ein geschichtsinteressierter Autor und Regisseur.
00:02:58
Speaker
Und Co-Regie führte Ferdinand Hübner,
00:03:01
Speaker
der auch als freier Journalist arbeitet und vor allem Interessen an Kultur und Musik hat.
00:03:08
Speaker
Premiere hatte der Film auf dem Achtung Berlin Filmfestival in Berlin Babylon.
00:03:14
Speaker
Die Hates, Hates, Hates kommen vor allem von der Band Tonsteine Scherben.
00:03:18
Speaker
Der Autotune Rap kommt von der Jungspundbande Rap Car.
00:03:22
Speaker
Und ich glaube, das Car steht wahrscheinlich für Kreuzberg.
00:03:25
Speaker
Und eben von der Mike Rosa Vogel.
00:03:28
Speaker
Wer jetzt denkt, ja, Berlin, weiß ich nicht, finde ich irgendwie gar nicht so gut, interessiert mich gar nicht, der darf schon mal zum zweiten Film vorspulen.
00:03:38
Speaker
Alle anderen können jetzt bei mir bleiben.
00:03:41
Speaker
Und zwar plaudere ich jetzt mal kurz erst dem Nick, Kerstin.
00:03:44
Speaker
Ich bin tatsächlich mit Rio Reiser aufgewachsen, die anderen beiden KünstlerInnen sagen mir gar nichts.
00:03:52
Speaker
Aber was sozusagen diese Künstlervereine sind, sind gewisse Anarchiehymnen und das Thema Lokalpatriotismus, also sowohl Rio als auch Rapcar als auch
00:04:07
Speaker
Maike, reden eben viel über die Stadt und woher sie kommen.

Reflexion über Berlins Geschichte und Gentrifizierung

00:04:12
Speaker
Und es geht auch um Gentrifizierung und den kleiner werdenden Raum für Künstler, um diese Luxushäuser, die jetzt entlang der Spree zu aufploppen.
00:04:26
Speaker
Wer sich das vorstellen kann, vor allem so in Friedrichshain, da bei der Uber Arena, ist das...
00:04:34
Speaker
Sehenloses Land, so würde ich das benennen.
00:04:36
Speaker
Und als Ur-Berlinerin würde ich gerne auch sagen, dass so Filme mich immer total interessieren, Filme und Dokumentation, die mir etwas über Berlin erzählen, das ich eben nicht kenne.
00:04:46
Speaker
Also sprich West- und Ostberlin und vor allem diese Zeit, als ich das dann alles durch die Mauer wieder vereinigen sollte.
00:04:54
Speaker
Ich persönlich kann mir das überhaupt nicht so richtig vorstellen, was es eigentlich bedeutet, in einer Stadt groß geworden zu sein, die geteilt war.
00:05:03
Speaker
Ich finde das total irre!
00:05:05
Speaker
Ich finde das wirklich ganz verrückt, mir das vorzustellen.
00:05:08
Speaker
Und ich weiß, dass meine Eltern zum Beispiel viel in Ostberlin gelebt haben und immer, wenn die erzählen, gibt es immer noch so, weiß ich nicht, immer irgendwas in meinem Kopf, das sagt so, hä?
00:05:19
Speaker
Aber das mal kurz nur von mir.
00:05:24
Speaker
Und dazu erzählt tatsächlich auch die Sängerin Maike von ihrem Privileg, in Frankfurt geboren und aufgewachsen zu sein und damit ihre Eltern sowohl nach West-Berlin als auch nach Ost-Berlin reisen zu könnten.
00:05:39
Speaker
Und sie beschreibt diese Unterschiede und auch, wie sie die als Kind eben wahrgenommen hat und sagt dann auch zu Friedrichshain, dass sie das irgendwie so konsumbefreit fand und das Gefühl hatte, dass die Leute...
00:05:52
Speaker
viel freier waren, weil sie vergleicht das eben dann mit ihrer Kindheit, wie sie
00:06:00
Speaker
also so von Werbung und Kapitalismus zugebombt wurde.
00:06:03
Speaker
Und dann sagt sie eben auch, obwohl irgendwie gefühlt alles da war, hatte ich trotzdem mir das, was ich wollte.
00:06:08
Speaker
Und dann sagt sie aber auch, dass diese Freiheit der Freunde ihrer Eltern für sie als Kind so da waren und ihre Eltern das auch nicht verschönt haben und versucht haben, das eben zu erklären.
00:06:20
Speaker
Aber es dann eben auch so eine Situation gab, als die...
00:06:25
Speaker
Kinder der Freunde der Eltern, also die Ostberliner, dann meinten, ja, vielleicht können wir uns hinter den Sitzen irgendwie doch verstecken.
00:06:33
Speaker
Die Mutter dann einfach nur meinte so, pssst, nicht so laut.
00:06:36
Speaker
Und das dann eben auch so einen Schatten geworfen hat über die Freiheit in Ostberlin.
00:06:42
Speaker
So eben diese Sängerin.
00:06:44
Speaker
Und ich persönlich finde eben solche Geschichten total spannend.
00:06:46
Speaker
Und im Gegensatz zu ihrer Geschichte stehen da eben diese drei Jungs,
00:06:51
Speaker
Mitte, Ende 20, weiß ich nicht genau, mit ganz verschiedenen geografischen Hintergründen in Kreuzberg aufgewachsen sind, im sogenannten Problembezug.
00:07:01
Speaker
Und die erzählen dann eben einfach von dem Abhängen in den Hinterhöfen, vom Grasrauchen, vom Taggen, beziehungsweise Graffiti-Sprühen.
00:07:12
Speaker
Zwischendurch werden dann auch immer Räumungsvideos aus der Vergangenheit eingespielt, so wie diese ganzen Hundertschaften der Polizei mit den Knüppeln und den Wasserwerfern, diese ganzen Kids und Jugendlichen aus den Häusern schleifen und
00:07:28
Speaker
die einfach gesagt haben, hey, ihr zwingt uns hier so ein System auf und wir haben irgendwie eine andere Idee.
00:07:35
Speaker
Und ich finde, das ist heute so krass undenkbar, wenn man irgendwie daran überlegt, dass früher
00:07:42
Speaker
Leute sich dazu entschieden haben zu sagen, das Haus steht leer, wir gehen da jetzt rein zusammen und heute dieser Kampf um überteuertes WG-Zimmer so groß wird und man sich gar nicht mehr entscheiden kann, in welchem Bezirk oder Kiez man gerne leben würde, sondern einfach eben hofft und dieses Spiel versucht mitzuspielen, um irgendwann dann lucky zu sein.

Kritik an 'Scherbenland' und generationenübergreifende Verbindungen

00:08:04
Speaker
Und da gibt es auch noch ein Zitat, das ich gefunden habe über den Film, das besagt, was zu Rio Reisers Zeiten die Besetzung des Bethanien Krankenhauses war, also das sogenannte Rauchhaus, darüber gab es da auch den ganz berühmten Song, ist im heutigen Kreuzberg die Kündigung wegen Eigenbedarfs.
00:08:20
Speaker
Lassen wir mal sacken.
00:08:23
Speaker
Also es geht in dem Film dann auch noch um die erste Mai-Demo, um für seinen Kiez zu stehen.
00:08:29
Speaker
Es gibt ganz ruhige und schöne Standbilder von zum Beispiel dem Gemüseverkäufer, den Späti-Besitzern, den Dünner-Verkäufern und eine Szene mit einem Müllmann im Kiez, der ein absolutes Sonnenschein ist und gesagt hat, Deutschland hat mich mit offenen Armen empfangen und ich habe eine Wohnung und ich habe einen Job.
00:08:51
Speaker
Ich bin froh, hier angekommen zu sein.
00:08:54
Speaker
Es geht aber auch andersrum um eine Geschichte, um einen Postboten mit Burnout, der als die Mauer gefallen wurde, viel mehr Verantwortung bekommen hatte und sich aber keiner so wirklich, jemand darum gekümmert hat, wie das, was es auch bedeutet, eine Verbindung mit den Menschen einzugehen als Postbote, sondern eben das dann immer hieß, schneller, weiter und mehr.
00:09:16
Speaker
Sozusagen um den Kampf, um die Verwirklichung des Traumes ums Paradies.
00:09:24
Speaker
Kommen wir zu meinem Lieblingszitat.
00:09:27
Speaker
Es gibt eine Szene, wo Maike auf dem Grundstück der neuen Zukunft steht, also auf dem neuen Grundstück der neuen Zukunft, das war ja vorher näher am Ostkreuz, und sagt, solange es die neue Zukunft und das RAW-Gelände gibt, ist mein Berlin immer noch Berlin.
00:09:48
Speaker
Ich würde das sogar noch ergänzen und denken, wenn es solche Sachen wie auch den Holzmarkt und vor allem
00:09:53
Speaker
Leute, vergesst das, der Berufer fällt nicht.
00:09:56
Speaker
Gibt es immer noch so eine Art Freiheit, die andere Großstädte, glaube ich, nicht haben.
00:10:03
Speaker
Also verglichen jetzt zum Beispiel mit London, Paris und New York.
00:10:07
Speaker
Dann kommen wir zu meiner Lieblingsszene.
00:10:10
Speaker
Die Lieblingsszene.
00:10:12
Speaker
Da habe ich euch zwei mitgebracht.
00:10:13
Speaker
Und zwar einmal sind es die Originalaufnahmen aus dem Rauchhaus mit der Räumung.
00:10:20
Speaker
Und dann gibt es eine Szene, wo Rapcar am 1.
00:10:25
Speaker
Mai, also am Abend vom 1.
00:10:27
Speaker
Mai, am jetzigen Reiserplatz ein Konzert geben.
00:10:31
Speaker
Und ich finde das total bemerkenswert, weil es einfach...
00:10:35
Speaker
Somit auch eine Geschichte erzählt von einfach drei Kids, die so einen Traum hatten und dann in der Musikschule gefördert wurden und da irgendwie im Keller Mucke machen durften und jetzt eben sagen, hey, wir kommen aus dem Kiez und wir stehen hier für was und wir sprechen eben auch so die Probleme an.
00:10:54
Speaker
Dieser Film stellt mir natürlich dann nicht nur eine Frage oder die Frage, ob man ihn gesehen haben muss.
00:11:00
Speaker
Sie stellt mir tatsächlich auch noch die Frage, ob man Rapcar und die Maike auch gehört haben muss.
00:11:07
Speaker
Und dementsprechend kommen wir jetzt zum Fazit.
00:11:11
Speaker
Ich finde nicht, dass man den Film gesehen haben muss.
00:11:17
Speaker
Ich finde, es soll, dass es solche Filme gibt.
00:11:20
Speaker
Ich finde das als Nachmittagskino irgendwie spannend.
00:11:24
Speaker
Ich hatte aber auch einfach das Gefühl, dass das so ein bisschen...
00:11:28
Speaker
willkürlich war und man nicht so richtig wusste, was man eigentlich erzählen wollte.
00:11:35
Speaker
Also es fühlte sich irgendwie auch so ein bisschen, so jetzt im Nachhinein, wie Instagram an.
00:11:41
Speaker
Also man hat irgendwie Footage und man packt das irgendwie so zusammen, aber es fehlt irgendwie dann doch sich nochmal hinsetzen und eine Woche an so Feinheitenschrauben.
00:11:50
Speaker
Ich finde das total spannend, diese Einblicke sowohl zur Sängerin als auch zu den Rap-Kids, als auch nochmal die Originalaufnahmen von Rio zu sehen.
00:12:00
Speaker
Aber mir fehlte so ein bisschen die wirkliche Verbindung.
00:12:03
Speaker
Also ich saß so ein bisschen da und war so, hä, you okay?
00:12:10
Speaker
Was ich trotzdem spannend fand, war mir die Zuschauer anzugucken im Kino.
00:12:15
Speaker
Weil es war total... Entweder waren es wirklich ganz ältere Herrschaften, da fragt man sich vielleicht, ja, hatten die viel zu viel Zeit.
00:12:24
Speaker
Und gehen deshalb ins Nachmittagskino.
00:12:27
Speaker
Kann ja sein.
00:12:28
Speaker
Aber es gab dann eben auch so ganz Junge.
00:12:31
Speaker
Und ich glaube, das verbindet dann eben diese Rio Reiser-Fans mit eben Leuten, wie die Rap K gerne hören.
00:12:39
Speaker
Und das verbindet natürlich dann auch wieder Generationen.
00:12:41
Speaker
Das hat mir dann irgendwie sehr gut gefallen.
00:12:43
Speaker
Ich finde, ja, wie gesagt...
00:12:50
Speaker
Muss man nicht gesehen haben.
00:12:52
Speaker
Nee, Freunde, muss man nicht gesehen haben.

Einführung in 'No Other Choice' und Handlung

00:12:55
Speaker
Und würde das trotzdem jetzt noch mit einem sehr positiven Zitat beenden.
00:12:59
Speaker
Und zwar Der Film geht sehr unprätentiös vor.
00:13:04
Speaker
Es gibt keine erklärende Auftexte.
00:13:06
Speaker
Stattdessen stehen Alltagsszenen und Stimmungen im Vordergrund.
00:13:10
Speaker
In einem Mix aus Archivmaterial und Gegenwartsaufnahmen wird ein buntes Viertel mit einer bewegten Vergangenheit porträtiert.
00:13:21
Speaker
Würde ich mitgehen.
00:13:23
Speaker
So.
00:13:23
Speaker
Wer möchte, darf jetzt natürlich Halt dich an meiner Liebe fest hören.
00:13:29
Speaker
So zum Runterkommen.
00:13:30
Speaker
Und dann kommen wir eben auch schon zum zweiten Fan.
00:13:37
Speaker
Liebe Filmfans, ich war mal wieder im Kino.
00:13:40
Speaker
In welchem Kino warst du denn, Emilia?
00:13:43
Speaker
Danke der Nachfrage.
00:13:45
Speaker
Diesmal war ich nicht nur im Kino, sondern habe tatsächlich jetzt auch die Freiluft-Kinosaison eröffnet.
00:13:50
Speaker
Echt?
00:13:51
Speaker
Wo denn?
00:13:52
Speaker
In der von Maike Rosa Vogel als Berlin deklarierten Neuen Zukunft.
00:13:58
Speaker
Da war ich tatsächlich das letzte Mal, um mal ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern, bei Call me by your name.
00:14:05
Speaker
Wie ich finde, ein Film, den man nicht gesehen haben muss.
00:14:09
Speaker
Die neue Zukunft ist ein Ort einer vielfältigen Subkultur, Subkulturoase, mit zum Beispiel einem Programmenkino, Konzerten, Theater, Partys und einem Biergarten.
00:14:22
Speaker
Ich würde ihn jetzt nicht besonders als idyllisch bezeichnen, denn so ungefähr alle zwei bis drei Minuten fährt er die S-Bahn lang.
00:14:28
Speaker
Aber für alle, die sagen, oh, das ist cooles Berlin-Feeling, go for it.
00:14:32
Speaker
Für alle, die sagen, das klingt überhaupt nicht idyllisch, was wäre denn idyllisch?
00:14:36
Speaker
Immerher sag es uns, würde ich tatsächlich das Café am Neuen See empfehlen.
00:14:40
Speaker
Das war's für jetzt.
00:14:42
Speaker
Wer noch mehr haben möchte, schreibt uns doch gerne auf unserer Instagram-Seite.
00:14:46
Speaker
No other choice.
00:14:48
Speaker
Der Film No Other Toys ist ein südkoreanischer, schwarzhumoriger Thriller von Park Chang-wook, der unter anderem für Oldboy und Decisions to Leave bekannt ist.
00:14:59
Speaker
Der Film basiert auf dem Roman The Axe von Donald Westlake, der sowieso auch schon mal verfilmt wurde.
00:15:07
Speaker
Die Handlung dreht sich um Mann zu.
00:15:09
Speaker
Und hier würde ich schon mal gerne erwähnen, dass ich wahrscheinlich nicht alle Namen akkurat aussprechen werde.
00:15:15
Speaker
Wer mir da das nächste Mal behilflich sein will, darf uns gerne eine Sprachnotiz schicken über die Sprachnotizfunktion auf unserer Website oder nur die Benachrichten nochmal über unsere Instagram-Seite.
00:15:27
Speaker
Also, Manso arbeitet schon langjährig als Angestellter in einer Papierfirma und da muss ich sagen, ich komme nicht drum herum, die ganze Zeit an Michael Scott und The Office zu denken und ich verfluche das amerikanische Fernsehen.
00:15:42
Speaker
Aber zurück zum Film.
00:15:43
Speaker
Also, Mansu wird nach 25 Jahren plötzlich wegrationalisiert.
00:15:49
Speaker
Denn die Firma wird von Amerikanern übernommen.
00:15:52
Speaker
Und so verlieren eben mehrere Arbeiter ihren Job.
00:15:55
Speaker
Alle kriegen eine Abfindung und eine Gruppentherapie, bei der die negativen Schicksalsschlag mit Tippen auf die Brust und die Schläfe
00:16:05
Speaker
und generell im Gesicht als neue Chance manifestiert werden soll.
00:16:08
Speaker
Anfangs versucht er verzweifelt wieder Arbeit zu finden, doch der Konkurrenzdruck wie auch der Druck der eigenen Familie, denn es gibt kein Geld mehr die Hunde durchzufittern, das Haus soll verkauft werden, er soll ein kleineres Auto bekommen, die Frau kann kein Tennis mehr spielen und das allerschlimmste Netflix soll gekündigt werden.
00:16:28
Speaker
Und dazu auch die Angst vor dem sozialen Abstieg treiben ihn immer mehr in die Verzweiflung.
00:16:33
Speaker
Schließlich entwickelt er einen Plan.
00:16:35
Speaker
Er beginnt damit, andere Bewerber auszuschalten, um eben selbst bessere Chancen auf einen neuen Job zu bekommen.
00:16:42
Speaker
Also kurz gesagt, normaler Familienvater wird zum Superkiller.
00:16:48
Speaker
Die Hauptrollen, und hier bitte verzeiht mir, spielen Lee Brion Hoon als Man Suu
00:16:55
Speaker
und Son Ye Yin, also seine Ehefrau Miri.
00:16:58
Speaker
Außerdem sind Pak Hee Song, Lee Song Min, Yeom Hiran und Cha Seong Wong, auch mit von der Partie.
00:17:08
Speaker
So, jetzt wäre der Teil, wo ich Basti fragen würde, Basti, was würdest du tun, um in deinem Job bessere Chancen zu bekommen?
00:17:18
Speaker
Aber, das kann er ja vielleicht nächstes Mal beantworten,
00:17:23
Speaker
Ich muss sagen, dass ich mich am meisten darüber gefreut habe, dass der Film nicht so brutal ist, wie er im Trailer aussieht.
00:17:32
Speaker
Das finde ich ein absolutes Plus.
00:17:33
Speaker
Wer sich eventuell an die Diskussion über Borgonia erinnert, weiß warum.
00:17:39
Speaker
Wer nicht, kann sich die Borgonia-Folge gerne nochmal anhören.
00:17:43
Speaker
Aber zurück zum Film.
00:17:44
Speaker
So, wir lernen einen sehr erfolgreichen Mann kennen, der sich im Papierbusiness eben hochgearbeitet hat und ab und zu kommt er dazu, dass Leute irgendwie fragen, hä, Papierbusiness, warum machst du denn das?
00:17:57
Speaker
Und dann erklärt er eben nochmal überall, wo Papierbusiness drinsteckt und es geht eben um Flyer und normales Papier hinaus und das ist irgendwie ein ganz nettes Zitat, das habe ich
00:18:08
Speaker
leider nicht mehr gefunden, aber was weiß ich, es fängt, ich denke jetzt irgendwie leider die ganze Zeit an Zigaretten, aber es steckt unter anderem auch in Zigaretten und ganz vielen anderen Sachen drin.
00:18:21
Speaker
Ich verspreche euch, es ist nicht nur das Ungesunde.
00:18:23
Speaker
Der Mann zu liebt auch ein sehr konservatives Leben, denn seinem Konstrukt ist eben der Mann des Familien überhaupt, der Ernährer.
00:18:32
Speaker
Die Frau soll sich um das Haus, um ihr Aussehen kümmern.
00:18:35
Speaker
Natürlich spielt sie klischee-mäßig auch noch Tennis.
00:18:38
Speaker
Wusste ich nicht, dass das in Korea auch so ein Ding ist.
00:18:41
Speaker
Also natürlich spielen die da Tennis, aber ich glaube, als Klischee und Bild ist das doch meist in Amerika oder amerikanischen Filmen.
00:18:51
Speaker
Dann ist natürlich der Junge voll Pubertär und kifft die ganze Zeit mit seinen Freunden.
00:18:55
Speaker
Nur die Geschichte der Tochter finde ich tatsächlich auch mit unter den tragischen Handlungsstrang.
00:19:02
Speaker
Denn die hat irgendwie eine Inselbegabung, die wird aber erst später im Film entdeckt.
00:19:08
Speaker
Da fehlt irgendwie diese Entwicklung, richtige Beziehungen aufzubauen.
00:19:13
Speaker
Und ich glaube, das kommt vor allem durch die fehlende Aufmerksamkeit der Eltern, die sich dann eben noch verstärkt über die Entwicklung des Films und auch die Entwicklung des Vaters, der eben dann entschließt, nicht mehr das routinierte Leben zu haben und unterstützend als Familienvater da zu sein, sondern
00:19:33
Speaker
ja zum Superkiller wird sozusagen.

Visuelle und thematische Techniken in 'No Other Choice'

00:19:36
Speaker
Der Film bleibt definitiv in guter Erinnerung durch viele Szenen und Szenarien und durch die Kameraeinstellungen.
00:19:44
Speaker
Denn es wird zum Beispiel extrem weit rausgesoomt und extrem weit reingezoomt.
00:19:49
Speaker
Es werden Bilder übereinandergelegt, was manchmal ja auch sehr kitschig sein kann, aber in diesem Film funktioniert es sehr gut, zum Beispiel bei Telefonaten.
00:19:56
Speaker
wird irgendwie gezeigt, links im Bild ist der Vater, rechts im Bild ist Frau, Ehefrau und dann sind die sozusagen so übereinander.
00:20:04
Speaker
Es wird auch viel mit Farbe gearbeitet und auch viel mit dem Licht gespielt, wie beispielsweise bei den Bewerbungsgesprächen, da gibt es so eine extreme Sonneneinstrahlung in das Gebäude gegenüber.
00:20:18
Speaker
das dann reflektiert wird und so auf ihn scheint, dass er so geblendet ist, dass er die Chefs nicht sieht, bei denen er eben dieses Bewerbungsgespräch hat und er wirkt dadurch sehr bleich.
00:20:28
Speaker
Auch damit wird diese Szene so wahnsinnig unangenehmer.
00:20:31
Speaker
Wir empfinden tatsächlich Pflanzen eine sehr große Rolle und die wirkt dann tatsächlich auch so ein bisschen metaphorisch, weil Pflanzen
00:20:38
Speaker
Pflanzen, so der Weg des Lebens.
00:20:41
Speaker
Es geht um Photosynthese und Wurzeln fassen.
00:20:45
Speaker
Und jetzt würde ich hier Basti wahrscheinlich auch nochmal fragen, was für ihn Zusammenhalt bedeutet, was man dafür alles tut und welche Geheimnisse man eben im Garten begraben kann oder eben wie viele Leichen man im Keller versteckt.
00:21:00
Speaker
Wie gesagt, zur nächsten Folge dann.
00:21:04
Speaker
Was ich schwierig finde, ist zum Beispiel das Gefühl, dass sich das Tempo des Films so uneinig ist.
00:21:10
Speaker
Weil manchmal funktioniert das gut und schnell.
00:21:13
Speaker
Der Film ist witzig, hat eben diesen schwarzen Humor mit dabei, geht in die Tiefe.
00:21:20
Speaker
Und dann gibt es aber so Szenen, wo man das Gefühl hat, der Wind wird so aus den Segeln genommen.
00:21:26
Speaker
Es geht dann irgendwie viel mehr darum zu sagen, oh, wie toll man scenarisch Szenen irgendwie zeigen kann.
00:21:33
Speaker
Aber es hat dann irgendwie wenig was mit der Handlung zu tun und es fehlt dann eben so ein bisschen am Tempo, was dann eben auch so Auf- und Abs hat.
00:21:44
Speaker
Also wenn man sich an Filme erinnert, wo einfach das Tempo so großartig funktioniert, ist man ja die ganze Zeit dabei.
00:21:49
Speaker
Aber wenn man irgendwie so ein bisschen auch alleingelassen wird, braucht man so ein bisschen Zeit zu verstaufen, um zu sagen, ach,
00:21:58
Speaker
Okay.
00:21:59
Speaker
Ich glaube, ich habe das jetzt verstanden.
00:22:00
Speaker
Auf wie lange geht die Szene noch?
00:22:02
Speaker
Okay.
00:22:02
Speaker
Nee, sieht toll aus.
00:22:03
Speaker
Nee, sieht wirklich gut aus.
00:22:04
Speaker
Geht's jetzt weiter?
00:22:06
Speaker
Und das hat dann eben auch so ein bisschen das Gefühl, dass es so ein bisschen übererklärt wird.
00:22:13
Speaker
So mein Gefühl.
00:22:14
Speaker
Visuell ist der Film aber ein richtig, richtig tolles Spektakel.

Ton und Musik in 'No Other Choice'

00:22:20
Speaker
Ich würde das Wort Spektakel einfach so stehen lassen.
00:22:22
Speaker
Es sind sehr mutige Szenen dabei und ich finde auch, da kann sich der Deutsche mag, sich gerne mal was angucken.
00:22:29
Speaker
Also definitiv nichts für den Kleinbildschirm, sondern vorne geht ins Kino.
00:22:34
Speaker
Es ist ein sehr witziger Film.
00:22:36
Speaker
Er ist sehr clever.
00:22:38
Speaker
Es gibt so Slapstick, die mal funktioniert und mal nicht funktioniert.
00:22:41
Speaker
Aber ich glaube, das kann man diesem Film verzeihen.
00:22:44
Speaker
Es gibt auch ein paar Stellen, die so ein bisschen albern sind.
00:22:48
Speaker
Ich habe mich jetzt dafür entschlossen, wenig zu spoilern.
00:22:51
Speaker
Einfach...
00:22:53
Speaker
weil das dann doch ermutigt, mehr ins Kino zu gehen.
00:22:57
Speaker
Was ich tatsächlich am allerbesten finde, ist die Zusammenarbeit von Musik und Sound.
00:23:04
Speaker
Sprich, man ist so gewöhnt, emotional von Musik getragen zu werden, glaube ich.
00:23:11
Speaker
Und hier gibt es so viele Szenen, die manchmal nur mit einem einzigen Sound und das auch wirklich minutenlang leben.
00:23:17
Speaker
Also es gibt eine Tanzszene, wo...
00:23:21
Speaker
die Ehefrau hingeht und auf ihren Mann wartet und findet dann eben einen Tanzpartner.
00:23:28
Speaker
Und es gibt dann so eine Spannung durch so Eifersucht.
00:23:33
Speaker
Und die ganze Zeit gibt es aber nur das Klackern und das Schleifen des tanzenden Paares.
00:23:39
Speaker
Und ich finde, das ist eine sehr stark gewählte Art und Weise,
00:23:46
Speaker
auch dieses Spiel mitzumachen.
00:23:47
Speaker
Und davon gibt es einige Szenen.
00:23:50
Speaker
Und andersrum gibt es dann aber eben auch wirklich
00:23:54
Speaker
Szenen mit viel Musik, also mit ganz tollen Stücken, die eben, das sind dann koreanische Songs, aber die eben übersetzt werden mit Untertitel und total zur Szene passen.
00:24:07
Speaker
Also es gibt Autofahrsszenen und es gibt auch die erste Mordszene, wird so wahnsinnig laut mit einem Song überspielt.
00:24:18
Speaker
Und das passt alles gar wunderbar.
00:24:20
Speaker
Also das hebe ich hiermit gerne nochmal sehr hoch.

Produktionseinblicke und gesellschaftliche Kritiken

00:24:26
Speaker
Dann kommen wir einmal zu den Fun Facts.
00:24:29
Speaker
So, das Haupthaus wurde für den Film extra gebaut.
00:24:33
Speaker
Der Produktionsdesigner Ryo Seonghi
00:24:37
Speaker
schuf eine Mischung aus dem französischen Baustil und mixte den dann eben mit den wohlhabenden Koreaner aus den 70er und 80er Jahren.
00:24:47
Speaker
Schönes Haus!
00:24:50
Speaker
Guter Garten.
00:24:51
Speaker
Die Dreharbeiten begannen im August 2024 und endeten im Januar 2025 mit einer Gesamtproduktionsdauer von fünf Monaten.
00:25:00
Speaker
Die Nachbearbeitung des Films war für den April 2025 geplant, um eben, und da kann ich aus Erfahrung sprechen, Festivals sind so wichtig für Filme, da immer gut eine Deadline im Kopf zu haben.
00:25:14
Speaker
Und sie wollten halt unbedingt den Film in Cannes prämieren, haben dann aber zu spät eingereicht, deshalb eben Venice.
00:25:23
Speaker
Dort gab es dann aber eine neunminütige Ovation und der wurde hochgelobt von der Kritik.
00:25:31
Speaker
Park Chang-wook wollte den Film ursprünglich tatsächlich als US-Produktion drehen und hat sich dann später dazu entschieden, das doch als koreanischen Film zu machen.
00:25:42
Speaker
Spannend, denn unter anderem Netflix hatte Interesse bekunden, sowohl wie Christian Bale und Nicole Kidman.
00:25:52
Speaker
Der Regisseur arbeitete fast 20 Jahre lang an diesem Projekt.
00:25:56
Speaker
Der Film wurde dem griechisch-französischen Regisseur Costa Gavras gewidmet, der eben vorher diesen Film The X schon mal gedreht hat.
00:26:05
Speaker
Dann kommen wir zu den Lieblingszitaten.
00:26:08
Speaker
Da habe ich jetzt fünf, aber die sind sehr kurz.
00:26:11
Speaker
Und zwar kann man die als, glaube ich, auch Gesellschaftskritik sehen.
00:26:15
Speaker
Und so ist der Film, glaube ich, auch sehr gedacht worden, weil am Ende tatsächlich auch noch KI eine Rolle spielt.
00:26:21
Speaker
Also ich werde es jetzt nicht auf Koreanisch sagen, sondern auf Deutsch.
00:26:25
Speaker
In dieser Welt gewinnt nicht der Beste, nur der Letzte.
00:26:29
Speaker
Arbeitslosigkeit macht aus Menschen Monster.
00:26:33
Speaker
Es gibt immer jemanden, der deinen Platz will.
00:26:36
Speaker
Moral bezahlt keine Rechnungen.
00:26:38
Speaker
Und ich finde den am stärksten.
00:26:40
Speaker
Die Gesellschaft feuert dich zuerst und verurteilt dich danach.
00:26:45
Speaker
Dann kommen wir zu meiner Lieblingsszene.
00:26:47
Speaker
Die Lieblingsszene.
00:26:48
Speaker
Und zwar gibt es eine unfassbare Performance der Schauspielerin, sozusagen eine Doppelschauspielerin, die die Doppelschauspielerin spielt.
00:26:57
Speaker
Verzeiht mir, dass ich den Namen jetzt gerade nicht weiß.
00:26:59
Speaker
Sie ist eben...
00:27:01
Speaker
sehr theatralisch und sie betrügt ihren Ehemann, dann wird der Ehemann erschossen und am Schluss findet sich sozusagen, kommt irgendwie der Kreisel so ein bisschen zurück und sie sitzt eben nochmal vor der Polizei und spielt sich einen Ast ab,
00:27:22
Speaker
um sozusagen sich selber so ein bisschen zu schützen, um nicht in Verdacht zu kommen und lenkt dadurch auch eben diesen Verdacht zu Mansour ab und wie sie das macht, um irgendwie mit dieser Erklärung und diesem von Tränen zu Rührseligkeit, das hat eine solche Komik und das macht so unfassbar viel Spaß, da zuzugucken.
00:27:47
Speaker
Absolut das Highlight für mich.
00:27:48
Speaker
So.

Empfehlungen und Schlusswort

00:27:51
Speaker
Kommen wir zum Fazit.
00:27:59
Speaker
Ich finde, man soll den Film gesehen haben, ja.
00:28:02
Speaker
Ich finde das ganz gut, sich eben mit anderen Kulturen auseinanderzusetzen und sich damit weiterzubilden.
00:28:11
Speaker
Ich finde den Film nicht weltbewegend.
00:28:14
Speaker
Ich finde, man merkt, dass der Regisseur 20 Jahre daran gearbeitet hat und er wirkt irgendwie so ein bisschen selbstverliebt.
00:28:21
Speaker
Vor allem zum Ende hin fehlt es so an Genialität.
00:28:26
Speaker
Und es fühlt sich dann eben tatsächlich so ein bisschen an wie der ZDF-Erklärbär.
00:28:30
Speaker
Also es wird alles irgendwie nochmal und nochmal und nochmal wiederholt.
00:28:35
Speaker
Es ist ganz toll anzuschauen.
00:28:37
Speaker
Und wie gesagt, diese Spielerei mit Musik und Sound, das hat mich schwerst, schwerst beeindruckt.
00:28:42
Speaker
Ich finde es ihnen auch wahnsinnig gut gespielt.
00:28:45
Speaker
Es ist ein toller, toller Leinwandfilm.
00:28:47
Speaker
Und vor allem, wenn jetzt die Freiluft-Kinosaison eröffnet ist, macht er auch richtig Spaß.
00:28:54
Speaker
Er hat seine Längen.
00:28:56
Speaker
Was ich diesem Film mitgeben würde, ist eben auch nochmal Kill You Darlings, Darling.
00:29:03
Speaker
So, damit sind wir jetzt fast am Ende.
00:29:05
Speaker
Ich hoffe, ihr habt irgendwie durchhalten können mit mir und meiner angekratzten Stimme.
00:29:10
Speaker
Ich verlasse euch dann trotzdem nochmal nicht mit der Szene der Woche, sondern der Film der Woche.
00:29:17
Speaker
Diesmal ist es tatsächlich ein deutschsprachiger Film.
00:29:20
Speaker
Kein deutscher, ein österreichischer Film.
00:29:22
Speaker
Denn No Other Choice hat mich an meinen...
00:29:27
Speaker
Also er gehört definitiv zu meinen Top 10 Lieblingsfilmen.
00:29:30
Speaker
Und zwar ist das ein Josef Hader Film.
00:29:32
Speaker
Und der heißt Wilde Maus.
00:29:33
Speaker
Und da geht es auch um jemanden, der sein und wie er damit umgeht.
00:29:36
Speaker
Und was schwarzen Humor und überhaupt Humor angeht, ist dieser Film.
00:29:42
Speaker
Eine 12 von 10.
00:29:43
Speaker
Ich liebe ihn wirklich sehr.
00:29:44
Speaker
Ich glaube, den kann man gerade auch nochmal in der ZDF Mediatik anschauen.
00:29:49
Speaker
So, das war es von mir.
00:29:51
Speaker
Ich danke euch sehr fürs Zuhören.
00:29:53
Speaker
Ich freue mich natürlich auch auf dich, Basti, falls du zugehört hast und dass wir uns in zwei Wochen wiedersehen.
00:29:59
Speaker
Und ansonsten, ja, frohes ins Freiluftkino gehen, frohes ins Kino gehen.
00:30:05
Speaker
Ich bedanke mich.
00:30:06
Speaker
Macht's gut!
00:30:09
Speaker
Das war Muss man gesehen haben mit Emilia Bernsdorf und Bastian Fischer.
00:30:15
Speaker
So, das Urteil ist gefallen.
00:30:17
Speaker
Wie Forrest Gump sagen würde, das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen.
00:30:21
Speaker
Man weiß nie, was man kriegt.
00:30:23
Speaker
Genau wie bei Filmen.
00:30:24
Speaker
Manchmal ein Treffer und manchmal... Reden wir lieber nicht drüber.
00:30:29
Speaker
Und jetzt kommt der Teil, wo wir euch brauchen.
00:30:32
Speaker
Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst uns eine Bewertung da.
00:30:36
Speaker
Kommentiert, schreibt uns, sagt uns eure Meinung.
00:30:38
Speaker
Wir lesen wirklich alles.
00:30:40
Speaker
Auf Instagram findet ihr uns auch.
00:30:42
Speaker
Hinter den Kulissen, mit Kinonews und gelegentlich auch Fotos von uns.
00:30:46
Speaker
Wie Schwarzenegger schon sagte, I'll be back.
00:30:49
Speaker
In unserem Fall, we'll be back.
00:30:51
Speaker
Bis in zwei Wochen mit dem nächsten Film.
00:30:54
Speaker
Tschüss.