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Bugonia

Muss Man Gesehen Haben!?
Muss Man Gesehen Haben!?

124 plays · Nov 8, 2025

Bugonia ist der neueste Film vom griechischen Regisseur Yorgos Lanthimos. Emilia und Bastian hatten ja bereits bei seinem letzten Werk Poor Things ziemlich diametrale Ansichten. Wie wird das heute wohl sein?   In Bugonia entführen die zwei Verschwörungsmystiker Teddy (Jesse Plemons) und Don (Aidan Delbis) die mächtige Vorsitzende eines Pharmakonzerns (Emma Stone), überzeugt davon, dass sie eine Außerirdische ist, die die Erde vernichten will. Yorgos Lanthimos macht das surreale Kammerstück zu einer beklemmenden Gesellschaftssatire über Macht, Paranoia und die Klimakatastrophe.  Aber muss man ihn gesehen haben? Hört rein und findet es heraus. Hinterlasst uns eine Sprachnachricht und werdet Teil der nächsten Episode: www.mussmangesehenhaben.de ___ REGIE Yorgos Lanthimos DREHBUCH Will Tracy & Jang Joon-hwan   DARSTELLER*INNEN Michelle Fuller - Emma Stone Teddy Gatz - Jesse Plemons Don Gatz - Aidan Delbis Sandy Gatz - Alicia Silverstone   KAMERA Robbie Ryan   MUSIK Jerskin Fendrix   --- SHOW NOTES The Zone Of Interest [https://www.mussmangesehenhaben.de/the-zone-of-interest/] The Lobster [https://www.imdb.com/de/title/tt3464902/] Tinfoil Tales Podcast [https://www.youtube.com/@tinfoiltales] Paul Thomas Anderson [https://www.imdb.com/de/name/nm0000759/?ref_=fn_t_1] --- Jetzt auch die ganze Folge auf YouTube sehen: https://youtu.be/QKCXjFMihIs   Abonniert den Newsletter: https://mussmangesehenhaben.substack.com   Und hinterlasst uns gerne eine positive Bewertung auf der Podcast-Plattform Eurer Wahl, um uns zu unterstützen. Danke Euch!

Transcript

Speaker: Willkommen zu einer neuen Ausgabe Muss man gesehen haben.

Speaker: Ihr sind eure Gastgeber Emilia und Bastian.

Speaker: Ich glaube, so lange hatten wir das Intro noch nie.

Speaker: Hallo Basti, hi.

Speaker: Hallo, liebe Emilia.

Speaker: Ja, der Einspieler war jetzt ein bisschen lang.

Speaker: Aber trotzdem sehr schön, dass du da bist, lange Einspieler oder auch nicht.

Speaker: Wie geht es dir?

Speaker: Ich war gerade so hibbelig und habe gedacht, wann hört denn jetzt diese Musik auf?

Speaker: Weil ich wollte dich irgendwie nicht begrüßen.

Speaker: Hallo Basti, hallo liebe Zuhörerinnen.

Speaker: Wir sind wieder da mit einer neuen Folge.

Speaker: Muss man gesehen haben aus dem Kino.

Speaker: Genau, wir waren wieder im Kino.

Speaker: Ja, das war es.

Speaker: Und die Frage ist natürlich, in welchem Kino warst du denn?

Speaker: Warst du allein?

Speaker: Ich war tatsächlich nicht allein.

Speaker: Ich bin mit meiner Mutter diesmal ins Kino gegangen.

Speaker: Ich war im City-Kino, da gehe ich dann meistens hin, Münchner Zentrum.

Speaker: Sehr schön, weil da laufen die Filme im Original.

Speaker: Und ich habe tatsächlich noch, du wirst dich freuen, Popcorn aus dem Kino mitgebracht.

Speaker: Und bevor wir hier gerade angefangen haben aufzunehmen, habe ich schon ein bisschen davon gegessen.

Speaker: Ich glaube, das hat Emilia dann so ein bisschen in die Weißglut getrieben.

Speaker: Ich mach jetzt trotzdem noch mal ganz kurz.

Speaker: Lecker.

Speaker: Also Basti bringt euch sozusagen das Kinoerlebnis noch mal mit.

Speaker: Schön in die Ohren.

Speaker: Fantastisch.

Speaker: Danke.

Speaker: Nur um mich noch mal auf Betriebstemperatur zu bringen, liebe Emilia.

Speaker: Genau.

Speaker: Dabei hat es großen Spaß gemacht.

Speaker: Es war ein sehr voller Kinosaal.

Speaker: Und ich finde, das hat immer was ganz besonders Schönes, wenn so viele Leute da sind.

Speaker: Und in so einem Kinosaal, in dem so viele Leute sitzen,

Speaker: dann eine solche Stille ist.

Speaker: Und den Film, den wir uns angeschaut haben, der hat auch tatsächlich viele stille Momente.

Speaker: Da kam das dann auch noch viel mehr zur Geltung, als wenn man sich jetzt irgendeinen Actionstreifen angeschaut hätte.

Speaker: Fand ich sehr, sehr schön.

Speaker: Und du?

Speaker: Wo hast du es dir denn angeschaut?

Speaker: Ich war im Filmtheater am Friedrichshain.

Speaker: Und das ist auch ein sehr schönes Theater.

Speaker: Da waren wir ja auch schon öfter mal.

Speaker: Und...

Speaker: Auch groß, großer Raum, viele, viele Leute.

Speaker: Da war ich sehr froh, dass ich schon den Tag sofort die guten Plätze reservieren konnte, weil ich glaube, am Ende wäre es an der Kinokasse sehr knapp geworden und dann hätte man wahrscheinlich vor dem großen, großen, beziehungsweise bei dem Film ist es ja das Lustige, dass zwar der große, große Screen da war, aber gar nicht voll benutzt wurde.

Speaker: Da bist du ja gerade schon beim Seitenverhältnis des Films.

Speaker: Da würden wir gleich noch drüber reden, würde ich sagen.

Speaker: Da wollte ich jetzt einmal den Vorhang aufmachen und Basti sagt euch, um welchen Film es sich denn handelt.

Speaker: Wunderbar, so machen wir das.

Speaker: Also, wir haben uns angeschaut.

Speaker: Bugonia von Jorgos Lanthimos.

Speaker: Ein ganz besonders toller Regisseur, wie ich finde.

Speaker: Den ich immer sehr, sehr gerne sehe.

Speaker: Ich finde ja, Jorgos Lanthimos ist ein moderner Märchenerzähler.

Speaker: Ein dunkler, moderner Märchenerzähler.

Speaker: Und Bugonia ist ein Film, der wieder mit...

Speaker: mit Emma Stone in der Hauptrolle ist.

Speaker: Das ist, glaube ich, jetzt die fünfte Kooperation der beiden, tatsächlich.

Speaker: George Lantimos und Emma Stone.

Speaker: Das hat er doch noch gar nicht gemacht.

Speaker: Warte mal.

Speaker: Kind of Kindness, The Favorite.

Speaker: The Favorite, Kind of Kindness, Poor Things, Bagonia.

Speaker: Und dann war es noch The Favourite.

Speaker: Ich glaube, es war noch ein Kurzfilm.

Speaker: Den habe ich vergessen.

Speaker: Also keine Langspiel-Filmlänge.

Speaker: Deswegen fünf.

Speaker: Aber es waren fünf.

Speaker: Doch schon so viel.

Speaker: Die scheinen sich irgendwie zu mögen.

Speaker: Und dann war natürlich auch noch mal dabei Jesse Plemons, der auch jetzt schon in mehreren Filmen aufgetaucht ist oder mitgespielt hat von Joris Lantimos.

Speaker: Da sind wohl einige Freundschaften entstanden in den vorherigen Filmen.

Speaker: Eingeschworene Filmgang.

Speaker: Sozusagen, genau.

Speaker: Also ich mag Georgios Lanzimos sehr gerne, deswegen habe ich mich schon sehr auf den Film gefreut.

Speaker: Und in dem Film geht es tatsächlich, ich fange tatsächlich ganz am Anfang an, ganz am Anfang.

Speaker: Der Film fängt nämlich an mit einer Blume und einer Biene, die auf ihr landet.

Speaker: Also ein sehr idyllisches Bild, das dort, mit dem man anfängt und dann ist eben eine Stimme, die über Bienen erzählt, wie sie zusammenleben, warum er sie so bewundert und so weiter und so fort.

Speaker: Und diese Stimme ist die Stimme von Teddy, einem der Hauptdarsteller oder dem Hauptdarsteller Jesse Plemons gespielt und

Speaker: Teddy hat Bienen und züchtet die und erzählt aber gleich zu Anfang schon, dass eben dieses CCD oder dieses Bienenvolk sterben, dass das ein Riesenproblem ist.

Speaker: Und aus diesem ganzen Zusammenhang hat Teddy einen Verschwörungsmythos entwickelt, der dahin geht, dass die Andromedaner, die Erde, also Außerirdische, die Erde...

Speaker: Aliens, sich die Erde zu Untertan gemacht hätten und ihre Auslöschung bestreben würden.

Speaker: Und um das zu verhindern, sind er und sein Cousin Don, der geistig behindert ist und der einzige Verbliebene aus seiner Familie ist tatsächlich, sind sie ganz am Anfang in einem Training, in dem sie sich darauf vorbereiten, eben das aufzuhalten.

Speaker: Und es ist noch nicht so ganz klar, was es ist.

Speaker: Und dann stellt sich aber sehr schnell raus, sie entführen die CEO, also die Chief Executive Officer einer großen pharmazeutischen Firma, gespielt von Emma Stone.

Speaker: Also nicht die Firma, sondern der CEO.

Speaker: Ja, sie entführen nicht die Firma.

Speaker: Das wäre etwas komisch, glaube ich.

Speaker: Ja, schwierig.

Speaker: Da lauern sie auf, entführen sie und möchten dann sie dazu zwingen, Kontakt aufzunehmen mit ihrem Volk, mit ihrem Mothership, mit ihrem Mutterschiff.

Speaker: um dann dort eben vorzusprechen und mit ihnen zu verhandeln, um die Vernichtung der Erde abzuwenden.

Speaker: Und das ist quasi die Prämisse des Films, die gleich in den ersten zehn Minuten schon so positioniert wird.

Speaker: Und alles andere, das sich dann daraus entwickelt, ist sehr, sehr interessant und sehr, sehr spannend.

Speaker: Und da würde ich jetzt mit dir zusammen näher drauf eingehen.

Speaker: Sonst darfst du schon...

Speaker: Lass uns das tun.

Speaker: Also zuerst mal, ich würde ganz kurz eine Triggerwarnung noch kurz loswerden, weil der Film an manchen Stellen durchaus sehr blutig ist und auch eine gewisse, auch wenn es so eine Art Slapstick-Brutalität ist, wie in manchen Quentin Tarantino-Filmen, aber wenn man damit Probleme hat, ist der Film tatsächlich nichts.

Speaker: Und da können wir ja gleich einsteigen, weil ich glaube, das wird, glaube ich, eine sehr spannende Unterhaltung, die wir jetzt führen, weil ich finde das nämlich gar nicht.

Speaker: Ich finde das einfach nur...

Speaker: Brutal.

Speaker: Ohne jegliches Labstick.

Speaker: Ich fand das, was ich tatsächlich sehr liebe an, nennen wir die Größen, Scorsese und Tarantino, finde ich...

Speaker: Es hat gar nichts damit zu tun.

Speaker: Gar nichts.

Speaker: Also ich war einfach schockiert und ich finde das sehr schade, einen Film zu deklinieren als Comedy und Sci-Fi, wenn es letztendlich irgendwie fast schon in Richtung Horror geht.

Speaker: Also meine Interpretation wegen.

Speaker: Und ich finde definitiv nicht, dass es irgendwas mit Slapstick-Brutalität zu tun hat.

Speaker: Also ich finde, das ist, ja, das ist, ich würde sagen, okay, alle, die jetzt zuhören, ihr habt jetzt, ich finde, hat durchaus so ein bisschen was Tarantino-haftes.

Speaker: Ich habe das nicht so ganz ernst genommen, du dahingegen schon.

Speaker: Dann müsst ihr euch jetzt die Wahrheit für euch selber irgendwo raussuchen.

Speaker: Also jeder, der vielleicht Probleme hat mit solchen Szenen, sei dann einfach gewarnt.

Speaker: Ja, aber da kann man ja kurz erklären, wie wir da mitgehen.

Speaker: Also ich glaube, wir beide sind große Tarantino-Fans.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Und also da geht eben, ja, der King-Geschmäcker sozusagen auseinander, wie man das schön sagen kann.

Speaker: Ja, aber ich glaube trotzdem, so eine Trigger-Warnung ist nicht schlecht.

Speaker: Also jeder, der damit ein bisschen Berührungsängste hat mit sowas, der sollte in den Film nicht gehen.

Speaker: Ich

Speaker: Ich glaube, das kann man auf jeden Fall festhalten.

Speaker: Das ist wichtig.

Speaker: Ich hatte meine Mutter zum Beispiel, ich wusste nicht, was auf mich zukommt.

Speaker: Meine Mutter ist wirklich niemand, der sich sowas anschaut.

Speaker: Deswegen habe ich dann sehr schnell gemerkt, das war nicht so unbedingt was für sie.

Speaker: Wobei der Film dann doch ganz gut gefallen hat.

Speaker: Aber das lasse ich jetzt einfach mal so stehen.

Speaker: Aber man sollte das wissen.

Speaker: Also wenn es in den Film geht, dass man das dann zu erwarten hat.

Speaker: Genau.

Speaker: Und ich finde aber auch, das könnte man...

Speaker: als Triggerwarnung vorhersetzen und nicht sagen, es ist irgendwie die große Sci-Fi-Comedy, weil ich glaube, viele Leute stellen sich darunter dann eben was anderes vor und werden dann irgendwie sehr schnell überrascht.

Speaker: Ich glaube, der Fehler liegt aber alleine schon darin, dass man versucht, irgendeinen Lanthimos-Film in irgendein Genre zu verschieben, weil das macht Lanthimos eigentlich nie.

Speaker: Ich finde ja, er spielt auch so ein bisschen mit diesen Genre-Erwartungen in seinen Filmen.

Speaker: Ich finde, es gibt durchaus sehr humoristische

Speaker: in dem Film.

Speaker: Sehr dunkle Komödie auch.

Speaker: Es gibt auch, er hat auch diese Aspekte eines Dramas, er hat auch die Aspekte eines Thrillers, er hat alle das, all das.

Speaker: Und er vereint das auch so ein bisschen.

Speaker: Und das ist gerade, macht für mich die Spannung von Lanthimos Werken aus.

Speaker: Er ist sehr unkonventionell in seiner Art des Filmemachens und entzieht sich wirklich auch ganz bewusst, denke ich, irgendeiner Genre zuordnen.

Speaker: Und das ist ihm auch diesmal wieder gelungen.

Speaker: Und deswegen alles, was du gesagt hast, finde ich, trifft zu, aber auch noch viel mehr und ist auch nicht darauf begrenzt.

Speaker: Würde ich sagen.

Speaker: Und das macht diesen Film spannend.

Speaker: Das macht die Arbeit von Jorges Lanthimos auch.

Speaker: Finde ich sehr, sehr spannend.

Speaker: Immer wieder.

Speaker: Genau.

Speaker: Und wenn wir über den mal sprechen, können wir ja auch sagen, hast du alle gesehen?

Speaker: Ja.

Speaker: Ich habe tatsächlich Kindness of Kindness noch nicht gesehen.

Speaker: Den muss ich noch anschauen.

Speaker: Der steht jetzt natürlich seit gestern wieder ganz oben auf meiner Liste.

Speaker: Aber du hast die Reihenfolge begangen mit angefangen bei The Lobster, dann geht's weiter auf Killing of a Sacred Deer, dann kommt The Favorite, dann kommt The Poor Things, dann Kind auf Kindness und jetzt eben.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja und Poor Things fand ich einfach einen ganz großartigen Film.

Speaker: Da können wir auch nochmal sagen, das hast du erwähnt bei unserer Rückschau über die Filme 2024.

Speaker: Da waren wir uns definitiv nicht einig.

Speaker: Ja.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Das ist ja auch vollkommen in Ordnung.

Speaker: Aber ich fand den großartig.

Speaker: Aber wie gesagt, ich fand heute, ich hab mich deswegen auf den Film sehr gefreut.

Speaker: Ich tatsächlich auch.

Speaker: Also da kann man ja dazu kommen.

Speaker: Also ich war begeistert von seinen ersten beiden Filmen.

Speaker: Ich habe gedacht, oh wow, ein neuer Filmemacher kommt rein und kann sich wahrscheinlich schon irgendwie in einigen Jahren auf das Podest von Tarantino und Scorsese stellen.

Speaker: Dann habe ich The Favorite geguckt und habe gedacht, das ist auch okay.

Speaker: Es hat halt diesen historischen Hintergrund, der spannend ist, mit dem man sich danach eben beschäftigen kann.

Speaker: Und dann habe ich Poor Things geguckt und war damit sehr unzufrieden und habe dann gedacht, okay.

Speaker: Dann habe ich mir die Kritiken von vertrauenswidrigen Leuten angehört über Keine auf Keine und gesagt, okay, den skippe ich und dann mit voller Vorfreude tatsächlich den Trailer gesehen habe.

Speaker: Für Bougonja.

Speaker: Und gedacht, oh, vielleicht kommt er ja wieder zurück zu seinen Wurzeln.

Speaker: Vielleicht kommt er wieder zu seinem, wie du das ausgedrückt hast, eben nicht genre-spezifischen...

Speaker: Ja, mehr oder minder auch Hollywood-Filme, um dann zu sagen, es gibt ja eben auch viele Leute, die sich dann darauf verlassen, den Cast zu haben, den er ja auch hat, wenn die immer wieder auftauchen.

Speaker: Und natürlich ist Emma Stone eine Schauspiel-Legende und eine sehr starke Person, Persönlichkeit und eben auch Schauspielerin.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Also dann lass uns doch mal schauen, ob dich der Film jetzt vielleicht mehr abgeholt hat als der letzte.

Speaker: Ich würde mal sagen, also der Film, was den Film sehr spannend macht, ist er ist irgendwie auch gesellschaftskritisch.

Speaker: Es geht ja zum einen um diesen Verschwörungsmythos, aber es hat auch diesen Antagonismus zwischen den normal arbeitenden Menschen,

Speaker: die Sinn und Erfüllung in ihrem Leben finden müssen, in einer Welt, die vom großen Kapital und von den großen Firmen dominiert wird.

Speaker: Das ist so ein bisschen die Prämisse, die der Film so trägt.

Speaker: Das wird toll dargestellt, finde ich, am Anfang vor allem, wenn man in dieser modernen... Sie lebt in einem wahnsinnig modernen Haus, hat da eher ihre Routine mit...

Speaker: Blutdruck messen und Vitamintabletten und allem möglichen.

Speaker: Kampfsport.

Speaker: Kampfsport und Yoga und geht dann eben in dieses wahnsinnig schöne Gebäude.

Speaker: Alles ist aus Glas, alles hat dann irgendwie auch diesen Riesen, ist das ein SUV?

Speaker: Ich glaube, es ist ein SUV, also großes Auto.

Speaker: Und dann eben wird er immer zwischengeschnitten zwischen diesen zwei Jungs, die sehr Teenager-mäßig in ihrem Häuschen leben.

Speaker: Alles ist irgendwie zugemüllt, alles ist so ein bisschen unordentlich.

Speaker: Und ganz weit draußen, ganz einsam gelegen, dieses Haus, fernab von jeder Zivilisation, meint man, wenn man sieht.

Speaker: Kein Auto, sie fahren noch mit Fahrrad.

Speaker: Er arbeitet auch für ihre Firma als Packstationist, also Beleidung.

Speaker: Ja, packt die Pakete und versendet sie.

Speaker: Kommt dann später erst raus, aber... Genau, aber am Anfang sieht man ja trotzdem auch, wie er eben in diesem Ding arbeitet.

Speaker: Und das Gefälle wird da auf jeden Fall sehr schön dargestellt.

Speaker: Ja, also was ich gerade am Anfang des Films wahnsinnig gut finde, weil ich habe ja gerade schon gesagt, die ersten zehn Minuten, da wird ja so die Prämisse des Films schon eigentlich vollkommen so präsentiert.

Speaker: Ja.

Speaker: Was ich wahnsinnig gut finde, erstmal, einmal muss ich sagen, die Musik ist wahnsinnig gut.

Speaker: Der Sound ist groß, ja.

Speaker: Johnny Burns, der auch von The Zone of Interest, diesen Grandiosen, kann ich auch zu verlinken zu der Folge, die wir aufgenommen haben, zu diesem imposanten Klangteppich damals, der Auschwitz ausgedrückt hat ohne Bilder, der hat dort auch die Soundmischung gemacht, die Tonmischung.

Speaker: Und die Musik hat Jerskin Fendrix geschrieben.

Speaker: Der hat jetzt eigentlich die letzten Filme, glaube ich, alle von Joris Lanthimos vertont oder die Musik geschrieben.

Speaker: Und diese Soundtracks sind wirklich immer was ganz Außergewöhnliches, weil du die überhaupt gar nicht zuordnen kannst.

Speaker: Die haben auch immer so was wahnsinnig Kolossales irgendwie so und Symphonisches und dann aber auch wieder so Arbeiten mit Dissonanz und gleich am Anfang, wo du diese Idylle mit den Bienen hast, hast du auch erstmal so diese Musik, die so sehr auch

Speaker: sehr harmonisch ist und die gleitet ganz langsam immer weiter.

Speaker: Genau.

Speaker: Und die gleitet ganz langsam in so eine Disharmonie ab.

Speaker: In so Dissonanzen.

Speaker: Und wie das gemacht wird, ist großartig und das ist in dem ganzen Film auch wieder, setzt die Musik da wirklich sehr, sehr, sehr starke Punkte und trägt unglaublich viel zu dem Film bei.

Speaker: Also das muss man sagen und das wird gleich am Anfang schon recht deutlich.

Speaker: Ja, leider kann der Sound allein den Film nicht tragen, findest du?

Speaker: Ja, auch.

Speaker: Nee, sonst wäre es ja eine CD.

Speaker: Oder halt heutzutage ein Album einfach zum Streamen.

Speaker: Natürlich braucht es die Bilder, aber ich finde, die ergänzen sich schon ganz gut.

Speaker: Und ich fand das auch in den vorigen Filmen schon sehr...

Speaker: Ja, außergewöhnlich eigentlich, wie die Musik mit den Bildern agiert und wirklich den Bildern dadurch auch noch eine ganz neue Ebene gibt.

Speaker: Also es gibt auch Szenen, die eigentlich relativ durchschnittlich wären, wie so ein Gang von den Bienenwaben oben, von Teddy, von hinten gefilmt.

Speaker: Ist jetzt eigentlich nichts besonders Aufregendes, aber mit der Musik, die da unterlegt ist, wird es auf einmal zu einer so unglaublich dramatischen Szene.

Speaker: Und das ist in dem Film durchaus auch häufig der Fall.

Speaker: Also da siehst du einfach mal, wie viel Musik...

Speaker: einen Film tragen kann und ich glaube, durchaus auch tragen kann.

Speaker: Auch wenn es natürlich zu wenig ist, sich nur der Musik hinzugeben, das wird nicht reichen, um die Leute tatsächlich zu begeistern.

Speaker: Ja, auch kein Musical.

Speaker: Das Einzige, was da funktioniert, ist dann bei einem Musical.

Speaker: Ja, aber das, also das, um dann auch beim Technischen zu bleiben, was mich da auch abgeholt hat, war dann eben auch dieses Spiel mit diesen Farben.

Speaker: Also das vor allem bei ihr auf diesem Grundstück war alles irgendwie so wahnsinnig

Speaker: schon sehr perfektionistisch von den Farben.

Speaker: Und das spiegelt sich dann eben nicht wieder in dem Haus von den beiden Jungs.

Speaker: Beziehungsweise dann auch in dem Keller.

Speaker: Ja, das ist aber auch sehr gut.

Speaker: Ich glaube, jetzt kommen wir vielleicht mal zu dem Seitenverhältnis, von dem du ja vorhin schon geschrieben hast.

Speaker: Der Film ist in einem Seitenverhältnis von 1,5 zu 1 gedreht.

Speaker: Das ist sehr eher quadratisch als jetzt widescreen.

Speaker: Also sehr eng.

Speaker: Und es gibt diesem Film tatsächlich in sehr vielen Bereichen ein sehr klaustrophobisches Ansehen, was durchaus natürlich gewollt ist, weil man muss sich vorstellen, ein Großteil dieses Films spielt, du hast, ich habe gesagt vorhin, es fängt an mit den Bienen, die Bienen kommen auch immer wieder in dem Film vor, es ist ein gängiges Thema, an dem zum Beispiel der Zerfall auch der menschlichen Gesellschaft metaphorisch festgemacht wird und die Bienen

Speaker: bilden sozusagen eine Utopie für eine menschliche Gesellschaft, so abwegig das irgendwie auch ist, weil das ist ja eine sehr funktionable Gesellschaft, wo entgegen wir eigentlich beim Menschlichen eher so von Selbstverwirklichung und sowas träumen, was jetzt bei Bienen eher weniger der Fall ist, aber dennoch aufgrund dessen, dass es auch die ganze Zeit in einen Kontext gesetzt wird mit unserer Klimakatastrophe und der Zerstörung unseres Planeten, werden diese Bienen doch zu so einer Art Utopie.

Speaker: Und die werden auch immer wieder eingefügt

Speaker: fließen immer wieder ein in die Geschichte.

Speaker: Und du siehst dann diese Idylle.

Speaker: Und auf der anderen Seite hast du dann unten, wo Michelle gefangen gehalten wird, also Emma Stone, diese sehr engen Räume, wo sie festgekettet ist, auf diesem Bett liegt.

Speaker: Da ist es sehr, sehr klaustrophobisch.

Speaker: Und genau durch dieses Format

Speaker: finde ich, funktioniert das wahnsinnig gut.

Speaker: Weil du eben nicht diese Breite hast, diese Tiefe am Bild, sondern es ist alles sehr eng und auch sehr, sehr eng quadriert.

Speaker: Und es sind auch sehr, sehr viele Close-Ups deswegen in dem Film.

Speaker: Sehr viel ist auch von unten gefilmt tatsächlich, sehr untersichtig gefilmt, wenn man sich den Film anschaut.

Speaker: Und das hat alles damit eben zu tun, so dieses nach oben blickende, so ein bisschen was unterwürfige.

Speaker: Also von der Kameraführung, vom Format, die Entscheidungen, die auch getroffen sind, sind dem Film unglaublich zuträglich, würde ich sagen.

Speaker: Oh, ich finde unglaublich, so ein bisschen doll unglaublich.

Speaker: Also, sie sind meinetwegen, naja, es ist so, wissen wir, wenn wir es jetzt vergleichen würden, ob es ganz normal gedreht wurde oder nicht, es ist auf jeden Fall ein Stilmittel, das gewählt worden ist.

Speaker: Es ist natürlich irgendwie, es ist was Speziales, finde ich, vor allem, wenn man in einem großen Kinosaal sitzt und da irgendwie...

Speaker: fast die Hälfte der großen Leinwand eben nicht mal bestrahlt wird.

Speaker: Also irgendwie links sind 15 Prozent weg und rechts sind 15 Prozent weg.

Speaker: Natürlich macht das was.

Speaker: Also vom Look her, ja.

Speaker: Tatsächlich hat mich... Ich hatte es so wahnsinnig gestört mit diesen Nahaufnahmen.

Speaker: Also ich fand auch, dass...

Speaker: Also von der Geschichte her fand ich, also die Geschichte an sich ist halt super spannend zu sehen, okay, hier sind zwei abwegige, fast noch Teenager, die sich da sehr verloren haben in eine Welt der Verschwörung, im Internet, in Podcasts, die er ja auf seinem...

Speaker: Fahrrad hört, wenn er zur Arbeit fährt und in den Videos, die er seinem Cousin zeigt und das spiegelt natürlich irgendwie diese Gesellschaft wider.

Speaker: Es gibt einfach leider die verlorenen Seelen in Telegram und die dann irgendwie in ihre Verschwörungstheorien Bestätigung suchen und das alles irgendwie finden im Internet und das finde ich hat auch einen gewissen Witz

Speaker: das irgendwie so darzustellen.

Speaker: Ich finde es aber auch wahnsinnig klischeehaft dann tatsächlich.

Speaker: Und dann eben auf der anderen Seite die perfekte Frau mit ihrem CEO und dem tollen Job und dem tollen Haus und alles.

Speaker: Und dann dieses, ich fand es halt viel zu drauf.

Speaker: Also es war jetzt auch nicht groß überraschend.

Speaker: So habe ich das empfunden.

Speaker: Okay, also du meinst, dass die Charaktere wären zu stereotypisch angelegt oder habe ich das jetzt richtig verstanden?

Speaker: Unter anderem und ich finde eben auch, also natürlich ist es toll zu sehen, dass Emma Stone sich verwirklichen kann mit ganz vielen starken Szenen und die dann auch irgendwie so toll gedreht werden.

Speaker: Aber ich finde, es trägt halt nicht viel was zur Geschichte dabei, um dann...

Speaker: zu sagen, oh, sie hat sich irgendwie vor laufender Kamera auch die Haare abrasieren lassen.

Speaker: Und dann ist es aber auch alles irgendwie wahnsinnig perfekt.

Speaker: Es ist so perfekt.

Speaker: Weiß gar nicht.

Speaker: Also ich finde, das habe ich gar nicht so wahrgenommen.

Speaker: Ich finde tatsächlich, was ich zu Anfang gut fand und vielleicht habe ich deswegen auch gar nicht so sehr an Stereotype gedacht, ist, was dem Film am Anfang gelingt, ist, dass er...

Speaker: dich deine Sympathien immer wieder neu verteilen lässt.

Speaker: Also gerade zu Anfang, und es geht durch den ganzen Film durch, es ist nicht nur der Anfang, aber gerade zu Anfang wird mit den Bienen angefangen, mit Teddy wird darüber erzählt und die Natur, das ist natürlich etwas, womit man gleich sympathisiert.

Speaker: Und du hast so sie, die knallharte Businessfrau, die auch schon so ins Office reinläuft, die sieht es gleich zu Anfang, wie sie in diesen gläsernen Palast sitzt und ein Interview gibt, aber irgendwie so ein mürrisches Interview, sie ist so zack, zack als CEO und wenig...

Speaker: wenig Empathie, einfach nur machen, machen.

Speaker: Und dann zitiert dann eben, also sie muss ein Diversitätsinterview halten und findet dann aber, dass es zu viel, das Wort Diversität vorkommt und kommt dann irgendwie ständig raus und muss es immer und immer und immer wieder aufnehmen und ist dann, anstatt sich selber eben

Speaker: die Schuld zu geben und zu sagen, oh man hätte es wahrscheinlich anders vorbereiten können, sind dann eben alle anderen Schulden.

Speaker: Und das macht sie aber in diesem, und das fand ich irgendwie auch lustig mit diesem ganzen, also es wirkt so, ich glaube es wird auch dieses Buch erwähnt, dieses Marketingbuch, also Tod eines Marketingchefs oder irgendwie.

Speaker: Oh, Death of a Salesman.

Speaker: Tod eines Handlungsreisenden.

Speaker: Handlungsreisenden.

Speaker: Und hat dann schon dieses Gefühl, dass sie eben das alles gelernt hat, also auch diese ganz spezielle Sprache eines CEOs verwendet.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Also das macht sie und deswegen hast du eigentlich am Anfang gleich so diese, weil es ist noch nicht ganz klar gleich zu Anfang, dass es irgendwie verschwörungsmythiker wären, die beiden.

Speaker: Deswegen, da hast du noch ganz klar die Verteilung deiner Sympathien, sie ist das, er ist das.

Speaker: Landlima spielt in dem Moment auch sehr stark mit unseren eigenen Voreingenommenheiten und mit unseren eigenen Stereotypen.

Speaker: Deshalb glaube ich, hat er sicherlich auch stereotypische Elemente angewandt, um uns selber mit diesen Stereotypen zu konfrontieren und sie dann aber im selben

Speaker: und innerhalb von wenigen Minuten auch wieder so umzuschichten, dass wir uns tatsächlich durchaus bewusst werden, ja, vielleicht stimmt das alles nicht so, weil als sie dann endlich entführt wird und auch klar wird, warum sie sie entführt haben und sogar nach allem auf ihn einreden, als sie schon unten liegt auf dem Bett im Keller seines Hauses und sagt, ja, aber ich bin doch keine Außerirdische, da sympathiert man natürlich mit Michelle, mit der CEO, sie ist entführt worden, der wurde Gewalt angetan, zwei Männer stehen dort über ihr und

Speaker: und bedrohen sie.

Speaker: Sie ist festgekettet an einem Bett und natürlich denkst du dir, er ist total verrückt, der Typ.

Speaker: Wie kann er denn sowas von ihr verlangen?

Speaker: Sie soll dann irgendwo in ein Tonbandgerät reinsprechen und ihre Andromedaner dort dazu auffordern, in vier Tagen bei der Mondfinsternis, wo ihr Mutterschiff dann nämlich in der

Speaker: in der Deckung der Nacht, weil es ja keinen Mond gibt, quasi verschwindet und nicht geortet werden kann, dann die Leute eben evakuiert.

Speaker: Und die soll sie kontaktieren, dass sie sie mit an Bord holt, um mit ihnen zu verhandeln.

Speaker: Da denkst du natürlich dann, der ist ja total bescheuert.

Speaker: Und so sind deine Sympathien wieder ganz neu vergeben.

Speaker: Und dann gibt es aber immer wieder Momente in dem Film, wo die beiden sich dann so konfrontativ gegenüber sitzen, wo du dann nicht mehr ganz sicher bist.

Speaker: Es gibt dann auch eine Szene, wo sie sich dann tatsächlich als Alien...

Speaker: darstellt und outet, weil du natürlich weißt, vielleicht erhofft sie sich Besserung für ihre Situation, wenn sie zu gibt, sie wäre ein Alien.

Speaker: Und dieses Spiel die ganze Zeit fließt durch den ganzen Film hindurch und deswegen, ja, weiß ich nicht, für mich, ich hab's anders wahrgenommen.

Speaker: Für mich waren die Stereotypen Teil des Ganzen.

Speaker: Du sagst Sympathie, ich glaube, ich bin da sehr unvoreingenommen in den Film gegangen und letztendlich

Speaker: verteilt sich halt das Mitleid irgendwie mehr oder minder auf andere Haufen.

Speaker: Aber ich würde jetzt nicht sagen, dass jetzt irgendeiner in diesem Film ein großer Sympathieträger ist.

Speaker: Außer die Behen.

Speaker: Die sind natürlich... Wir können ja nichts dafür.

Speaker: Die Bienen sind ganz große SympathieträgerInnen, das stimmt, ja, absolut.

Speaker: Und das ist, tatsächlich ist ja auch, finde ich, der Film, auch wenn es um Aliens geht in dem Film, dann und aus Teddys Sicht.

Speaker: ist dennoch das, was er sagt über die Welt und die Zerstörung, der ganze Subtext des Ganzen ist durchaus unsere akute und aktuelle eigene Klimakatastrophe.

Speaker: Also es spielt immer so mit und ist eigentlich auch ein bisschen eine Metapher dafür, wie wir damit umgehen.

Speaker: Und es gibt dann auch durchaus Szenen, in denen das immer wieder zur Sprache kommt, wo auch dann Michelle anspricht,

Speaker: in einem Anflug eben ihres Alien-Daseins, wo sie eben so tut oder ihm vorspielt, sie wäre ein Alien, eben auch sagt, wie...

Speaker: Unglaublich ist es, dass die Menschen ihre Welt so zerstören, wie sie es tun, obwohl sie eigentlich wissen, dass sie damit ihre eigene Existenz zugrunde richten.

Speaker: Und diese Unterhaltungen gehen wieder durch den ganzen Film und das immer auch wieder vor dem Hintergrund des Bienensterbens, das wirklich als so eine Metapher gilt für eine utopische, andere menschliche Geschichte.

Speaker: So, und dann haben wir das dazu schwebt, aber finde ich, oder ich fand es da auch, weiß ich jetzt nicht, Triggerwarnung, ja, nein, aber ich finde, über all diesem schwebt dann eben noch die Kindheit von Teddy als großes Trauma über diese Beziehung zwischen diesen beiden Cousins.

Speaker: was dann eben immer wieder auch thematisiert wird durch einen Polizisten, durch diesen Dorfpolizisten, der ja auch klischeehaft dann irgendwie der Dicke ist mit dem Schnauzbart.

Speaker: Also eben so, der dann permanent etwas erwähnen muss, was aber irgendwie bis lange im Raum stehen bleibt.

Speaker: Und dazu gibt es, also das ist dann eben auch nochmal was und dazu gibt es dann aber eben auch noch die Kindheitsgeschichte, Hintergrundgeschichte zwischen, also warum eben genau nicht irgendeine CEO ausgewählt wurde, sondern Michelle.

Speaker: Ja, weil es gibt auch noch den Bezug zu seiner Mutter, die scheinbar stark opioidabhängig war und die Firma von Michelle Fuller, also Emma Stone, ich bleibe jetzt mal bei Michelle, das ist ja ihr Charakter, die ihr eine

Speaker: Behandlung angeboten hat, eine Therapie, um eben ein neues Mittel zu erforschen, an dem sie dann sehr, sehr stark erkrankt ist und im Koma lag.

Speaker: Das heißt, das hat das Ganze auch nochmal persönlicher gemacht für Teddy und war ein Grund dafür, warum sie dann sie ausgewählt haben.

Speaker: Absolut.

Speaker: Ich finde auch spannend...

Speaker: In dem ganzen Film, ich habe das gerade schon gesagt, ich wollte das nur noch mal kurz anfügen dazu.

Speaker: Es geht ja tatsächlich um diese Bedrohung von außen.

Speaker: Diese Bedrohung von Aliens, Außerirdischen, die den Planet zerstören wollen, gegen das Teddy aufbegehren möchte.

Speaker: Aber umso länger der Film andauert, umso mehr hatte ich zumindest den Eindruck, die Bedrohung von außen, von Außerirdischen, was unseren Planeten betrifft,

Speaker: ist komplett austauschbar mit der Bedrohung, die wir selber auf diesem Planeten uns selber gegenüber sind und wie wir selber uns den Planeten kaputt machen.

Speaker: Wir brauchen gar keine Bedrohung von außen.

Speaker: Ich finde, das war auch ein Punkt in dem Film, der mir aufgefallen ist, der ganz spannend war, weil man das oft sehr, sehr gut austauschen konnte, die Außerirdischen und dann tatsächlich die, ja, die

Speaker: die Gier von den großen Unternehmen und Gesellschaften in dieser Welt, die durchaus großen Raubbau betreiben.

Speaker: Und das kannst du eigentlich austauschen.

Speaker: Also das ist eine sehr, gar nicht mal so subtile Metapher, die der Film da auch die ganze Zeit fährt.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Also es ist keine subtile Metapher, es ist halt irgendwie sehr auch eindeutig.

Speaker: Und

Speaker: Ja, aber ich finde, er öffnet sehr interessante und immer zum Ende hin dann sehr, sehr interessante Blickwinkel und Perspektiven auf das Ganze.

Speaker: Das will ich dann eher vielleicht am Ende, ohne den Film jetzt zu verraten, natürlich, weil nur so viel, es gibt dann einen Twist am Ende.

Speaker: Aber ich finde, er öffnet einfach dadurch sehr viele Perspektiven und Blickwinkel.

Speaker: Ich finde, das gelingt Lanthimos schon, genau dadurch.

Speaker: Und

Speaker: Ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich finde, es ist grandios gespielt.

Speaker: Also das ist jetzt mal etwas, was ich jetzt, weil du klingst mir jetzt ein bisschen so etwas reserviert dem Film gegenüber, aber kannst du zumindest...

Speaker: Das ist wenig subtil.

Speaker: Aber kannst du denn dem Schauspiel was abgewinnen?

Speaker: Weil ich finde ja, dass Jesse Plemons und Emma Stone wirklich schon wahnsinnig gut spielen in dem Film.

Speaker: Ich finde Jesse fantastisch.

Speaker: Ich fand es toll.

Speaker: Mir hat es Spaß gemacht, ihn in dieser Rolle zu sehen.

Speaker: Ich fand Emma Stone einfach... Mich hat es wahnsinnig genervt.

Speaker: Mich hat es einfach nur genervt.

Speaker: Ich habe es nicht verstanden.

Speaker: Also der ganze Film?

Speaker: Also genervt ist da untertrieben.

Speaker: Ja, also ich meine, wir können ihn vorwegsehen.

Speaker: Okay, wir können jetzt schon zum Countdown voranschreiten.

Speaker: Ich glaube, dein Urteil auf Emilias Seite ist offensichtlich gefallen.

Speaker: Okay.

Speaker: Okay, die Frage, die ich mich hatte, okay, womit arbeiten wir jetzt weiter?

Speaker: Okay.

Speaker: Dann mit offenen Karten spielen.

Speaker: Okay, dann lass es uns tun.

Speaker: Lass es uns tun.

Speaker: Also, ja, also ich finde, es gibt, ich sehe den wirklich etwas anders.

Speaker: Also ich glaube, es ist ja auch schon klar geworden, dass ich den Film etwas anders sehe.

Speaker: Ich finde, also ich sage jetzt, was ich von dem Film nämlich tatsächlich mitnehme.

Speaker: Das, was ich gerade gesagt habe und auch was ich

Speaker: Also der Film hat mir auch zum Beispiel gezeigt, ich meine, das ist jetzt auch nichts Neues.

Speaker: Es geht ja auch gerade zu Anfang des Films geht es ja auch darum, Jesse erklärt dann auch Don, inwiefern sie eben diese gesellschaftliche Spaltung heraufbeschworen wird oder auch instrumentalisiert wird, um den

Speaker: Leuten, die die Macht haben, sie zu erhalten.

Speaker: Also inwiefern das ein politisches Mittel ist.

Speaker: Und da denkst du ja am Anfang immer noch, er würde das eben nicht auf Aliens projizieren oder auf Außerirdische, sondern es wäre ein tatsächlich echtweltliches Problem.

Speaker: Aber das ist alles tatsächlich...

Speaker: finde ich, sind es alles Gedankengänge, die durchaus in sich schlüssig sind und die auch durchaus da eben diese Perspektiven aufmachen.

Speaker: Inwiefern wird es auch jetzt in unserer Gesellschaft gerade sehen, wie viel Spaltung passiert und inwiefern diese Spaltung eigentlich genau diesen Sinn hat, meiner Meinung nach.

Speaker: Nämlich, dass einige wenige die Fründe abschöpfen, während dann eben der Großteil sich in kleinen Kämpfen immer wieder zur Erschöpfung kommt.

Speaker: ergeht.

Speaker: Und das zeigt der Film eben, aber er projiziert das eben auf eine andere Ebene.

Speaker: Und was das für mich spannend macht, ist, dass es eben diese Bedrohung von außen ist, die das so abstrakt macht.

Speaker: Und durch diese Abstraktion, wenn man abstrahiert, kann man ja auch... Die ja auch hätte witzig sein können.

Speaker: Du weißt, die hätte auch was sein können?

Speaker: Witzig sein können.

Speaker: Als Mitte.

Speaker: Ich fand den Film ja tatsächlich witzig.

Speaker: Ich fand, der hatte unglaublich komödiantische Elemente.

Speaker: Also gerade zu Anfang.

Speaker: Und auch zum Ende.

Speaker: Auch mit der Musik oft.

Speaker: Die Musik, finde ich, hat auch oft komödiantische Elemente.

Speaker: Gleich am Anfang, als sie noch in ihrem Büro sitzt und sie hat ihre...

Speaker: Die Assistentin kommt rein und sagt, ah ja, übrigens, was so dieses um 17.30 Uhr nach Hause gehen betrifft.

Speaker: Ja, ich möchte, dass du allen Angestellten unbedingt nochmal sagst, sie sollen wirklich um 17.30 Uhr nach Hause gehen.

Speaker: Also sie haben noch irgendwas zu tun.

Speaker: Wenn sie noch irgendwas zu tun haben.

Speaker: Ja, also lass dich von deinem Gewissen leiten.

Speaker: Also 1730 alle nach Hause, also es sei denn.

Speaker: Und so geht sie dann auch nach draußen und dann sieht sie ihren Valet, der ihr Auto bringt und sagt sich, oh, and Ryan, it's 1732, you gotta go home now.

Speaker: I mean, unless you got something to do, you know better.

Speaker: Ich finde, es ist wahnsinnig lustig.

Speaker: Wahnsinnig witzig, weil es zeigt, inwiefern...

Speaker: man wirklich sich bemüht, so den Eindruck zu erwecken, man wäre ja für die Leute durchaus da und man würde die Anliegen verstehen und auf der anderen Seite eigentlich dann auch zu verstehen, aber eigentlich ist es mir vollkommen scheißegal.

Speaker: Und davon gibt es mehrere.

Speaker: Es gibt wirklich, finde ich, viele komödiantische Elemente in dem Film.

Speaker: Es trifft vielleicht dann eher so meinen Humor, aber ich finde, dass es durchaus in dem Film auch mit drin.

Speaker: Finde ich gut, du findest ihn witzig.

Speaker: Ich finde ihn nicht nur witzig.

Speaker: Er hat humoristische Elemente.

Speaker: Lass es mich so sagen.

Speaker: Es ist keine Komödie.

Speaker: Aber es sagt, es ist eine Komödie.

Speaker: Wer sagt es?

Speaker: Der Film sagt es.

Speaker: Sci-Fi Comedy.

Speaker: Ich glaube, dass tatsächlich der Fehler liegt eher dann bei denen, die versuchen, das so klar zuzuordnen.

Speaker: Weil ich glaube wirklich, Lanthimos macht das wirklich, wie gesagt, ganz absichtlich, dass er mit diesem Genre spielt und der will sich da nicht festlegen lassen.

Speaker: Also deswegen, der hat da mehrere Elemente immer drin.

Speaker: Also was ich noch sagen möchte, ganz zu Ende, ähm,

Speaker: Was mir der Film am Ende gezeigt hat, und das jetzt ohne das Ende vorwegzunehmen, aber war wirklich so dieser Gedanke, ich bin aus dem Film rausgegangen, ich hab mir gedacht, weißt du, wir brauchen überhaupt keine Aliens, um zerstört zu werden.

Speaker: So diese Urangst, so vor, da kommen dann irgendwie von anderen Planeten Leute und die unterwerfen uns dann oder schlachten uns ab, da gibt's ja genügend Filme zu dem Thema.

Speaker: Aber das tun wir ja selbst.

Speaker: Und es gibt so diesen, am Ende des Films diesen Moment, da wünscht man sich beinahe, dass es Aliens gäbe, die das machen würden, weil es durchaus würdevoller passieren würde, als wir es uns selber anziehen.

Speaker: Das wäre wahrscheinlich auch im Real Life leichter, um dann zu sagen, wir haben es irgendwie doch verkackt und jetzt kommen aber dann doch noch die Mütterschiffe.

Speaker: Naja, ist jetzt so.

Speaker: Ob jetzt Alien oder Zombies oder so.

Speaker: Es gibt da auch viele...

Speaker: Tatsächlich auch gute Filme, wie ich finde.

Speaker: So, wir wollten Funfact machen.

Speaker: Wow.

Speaker: Ich glaube, ich habe dich selten, ich muss sagen, ich habe dich noch nie so erlebt bei einer Filmesprechung, dass du von vornherein so sagst, hey, das war so eine Scheiße.

Speaker: Ich fand's

Speaker: Scheiße, okay, ja, it's true.

Speaker: Ich fand's so scheiße.

Speaker: Ich bin so durch mit ihm.

Speaker: Ich mach's jetzt trotzdem.

Speaker: Ich war, ich mein, ich fand schon, äh, poor things.

Speaker: Ja, großer Hype und ganz toll.

Speaker: Ich hab's nicht verstanden.

Speaker: Ich finde, er hat sich irgendwie einen Namen gemacht und er ruht sich auf einen Namen irgendwie wahnsinnig aus.

Speaker: Ich finde, es gibt auch andere Regisseure, die das gemacht haben.

Speaker: Aber selbst auch andere Regisseure kamen dann immer mal wieder mit Überraschungen.

Speaker: Ich find,

Speaker: Ich bin...

Speaker: Nee, nee, auch gar nicht.

Speaker: Also ich finde auch dieses Verlassen darauf, dass alle finden ihn mit der Zusammenarbeit und Emma Stone so toll.

Speaker: Und Emma Stone hat sich, mein Gott, sie hat sich auch die Haare abbranzen lassen.

Speaker: Das hat ja noch nie jemand gemacht.

Speaker: Das ist ja nicht Teil des Films.

Speaker: Das ist ja ein Hype, der kommt ja davon außen gebracht.

Speaker: Ja, klar, aber ich meine, der Hype ist da und den kann man ja auch mal erwähnen.

Speaker: So, und dann...

Speaker: Nimmte aber auch dieses, ich finde, also geschenkt, also dieses Thema, um dann zu sagen, ich bin, ich habe die Mittel, ich habe irgendwie, ich bin ein Filmemacher, wo ich wahrscheinlich irgendwie nur meinen Namen hinschmeißen muss und alle sagen, oh toll, lass uns das machen.

Speaker: Wenig überraschend, ich fand es wenig überraschend, ich fand es halt vor allem,

Speaker: Und das stört mich.

Speaker: Und das ist Geschmackssache.

Speaker: Und das würde ich auch wirklich davon... Also zu sagen, ich bin durch mit dieser Haut-drauf-Brutalität und dass man immer alles sehen muss.

Speaker: Ich kann das nicht mehr.

Speaker: Ich möchte das nicht mehr.

Speaker: Und ich finde das... Ich fand das so genial in seinen ersten Filmen, dass da Brutalität in so einem Psychothrillermäßigen Ton erzählt wird, ohne es zu zeigen.

Speaker: Und ich bin...

Speaker: Ich habe die Hälfte des Films nicht sehen können, weil es mir zu viel war.

Speaker: Und ich möchte nicht ins Kino gehen, ohne dass da irgendwie diese Warnung vorher ist.

Speaker: Klar kann man sagen, ja, aber der Trailer weiß ich nicht.

Speaker: Ja, aber ich konnte die Hälfte des Films einfach nicht hinschauen.

Speaker: Ich habe gemerkt, dass es nicht nur mir so ging.

Speaker: Und da würde ich dann schon sagen, dann mach da ein Genre raus, um zu sagen, mh...

Speaker: Ich sehe jetzt wahrscheinlich für Nicht-Leute, die jetzt eine Comedy- und Sci-Fi-Sache erwarten.

Speaker: Ich verstehe auch dieses Mittel nicht.

Speaker: Und ich finde, klar, du hast gesagt, Tarantino macht das auch.

Speaker: Ich finde, Tarantino macht das anders.

Speaker: Ich finde, Tarantino übertreibt.

Speaker: Und ich finde, Tarantino...

Speaker: Sachen legitim und die geben der Geschichte was und die sind nicht irgendwie Part der Geschichte, um nochmal das extremer zu machen und nochmal das irgendwie krasser zu machen und das irgendwie zu zeigen und dann Emma Stone nochmal die Möglichkeit zu geben, zu zeigen, ganz nah, was für eine tolle Schauspielerin sie ist.

Speaker: Okay.

Speaker: Ich hab's in meinem Newsletter, glaube ich, nochmal ausführlicher geschrieben.

Speaker: Ich...

Speaker: Noch ausführlicher.

Speaker: Noch ausführlicher, ja.

Speaker: Das war ein richtiger Rant dann.

Speaker: Ja.

Speaker: Okay.

Speaker: Es tut mir so leid, weil tatsächlich ich nach diesem ganzen Prozedere, nach Poolthings und Kind of Kindness, den ich ja nicht mal gesehen habe, wo ich schon am Anfang gesagt habe, nö, mach ich nicht.

Speaker: Das mach ich nicht.

Speaker: Ich glaube, Basti wollte den tatsächlich gucken.

Speaker: Dann habe ich gesagt, ich geh da nicht ins Kino.

Speaker: Nö, mach ich nicht.

Speaker: Kommt ab und zu mal vor, ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Und das ist auch okay.

Speaker: Und so sind die Geschmäcker verschieden.

Speaker: Und ich weiß, dass es Leute gibt, die jetzt sagen, die Kammer nur und der Regisseur und der Genie ist das.

Speaker: Und der Moderne.

Speaker: Und toll, dass es sowas gibt.

Speaker: Ich geh das mit.

Speaker: Ich find das auch

Speaker: habe ich auch gedacht, als ich den Lobster gesehen habe, war ich hin und weg.

Speaker: Ich habe den dreimal sehen müssen, um mir ein Bild zu malen, wie eine Geschichte erzählt werden kann und was der Hintergrund und der Unterton von einem solchen Film ist.

Speaker: The Lobster muss man gesehen haben übrigens.

Speaker: Ähm, finde ich...

Speaker: Und ich finde auch Killing of the Sacred Deer großartig.

Speaker: Toll.

Speaker: Gute Schauspieler, tolle Geschichte.

Speaker: Irre, was das macht und wie weit man da noch rumdenken kann und das interpretiert und so.

Speaker: Wir wollten Funfacts machen.

Speaker: Also nur wenn du fertig bist.

Speaker: Ich weiß nicht, vielleicht kommt ja noch was.

Speaker: Stimmt, kommt auch noch was.

Speaker: Okay.

Speaker: Also, ja, wie gesagt, es zeigt, man kann Filme sehr unterschiedlich wahrnehmen, heute zumindest.

Speaker: Und ich fand, der Film, da war sehr viel Schönes dabei, lass es mich zumindest mal so sagen.

Speaker: Und...

Speaker: Jetzt das alles zu entpacken, was du gerade gesagt hast, das wird mir eh nicht gelingen.

Speaker: Von daher, ja, lass uns doch mal auf die Fun Facts dann gehen.

Speaker: Fun Facts.

Speaker: Die dürfen wir anfangen.

Speaker: Ich darf anfangen?

Speaker: Ja.

Speaker: Also, ich fange jetzt mal an, was Bugonia eigentlich heißt.

Speaker: Das ist ja vielleicht mal für alle ganz interessant zu wissen.

Speaker: Genau, Bugonia kommt aus dem Altgriechischen und es war ein Glaube daran, dass Bienen spontan aus den toten Kadavern von Ochsen oder Stieren entspringen können.

Speaker: Ja, und das war wohl ein altertümliches Ritual und das nannte sich so, Bugonia.

Speaker: Und darauf basiert der Filmtitel.

Speaker: Und die ganze Verschwörungstheorie-Podcast-Reihe gibt es auch im Original.

Speaker: Und zwar an alle, die sich dafür interessieren, beziehungsweise...

Speaker: vielleicht aus humoristischer Sicht das einfach mal auch probieren wollen, kann sich den Podcast anhören namens Tinfall Tales.

Speaker: Für alle, die sich von Emilia noch nicht so komplett haben...

Speaker: abschrecken lassen, die meinen, vielleicht doch noch irgendwas an Mehrwert entdecken zu können, die könnten das dann sich mal anschauen.

Speaker: Ich kann ja auch sagen, dass irgendjemand das wirklich ernst meint und uns noch zeigen wird, wie recht sie alle haben.

Speaker: Vielleicht gibt es da auch neue, neu entdeckte Informationen.

Speaker: Ja, vielleicht, vielleicht.

Speaker: Bitte, dann teilt sie mit uns.

Speaker: Gerne, ich würde mich dann wahrscheinlich um die Bearbeitung kümmern.

Speaker: Der Film basiert ja auf einem, eigentlich einem koreanischen, südkoreanischen Film.

Speaker: Save the Green Planet, glaube ich, hieß er.

Speaker: Und das ist ein koreanischer Film von 2003.

Speaker: Und

Speaker: Und der sollte eigentlich ins Englische verfilmt werden von Jang Joon-Hwan, der eben auch diesen Originalfilm gemacht hat.

Speaker: Aber aus gesundheitlichen Gründen wurde der dann eben an George Oslantimus weitergegeben, um ihn zu Ende zu machen, beziehungsweise eigentlich nochmal komplett neu aufzusetzen.

Speaker: Und so ist dann dieser Film entstanden.

Speaker: Also eigentlich ist das Original ein koreanischer Film.

Speaker: Und aber derselbe, also der Regisseur war als Drehbuchautor mitbeteiligt.

Speaker: Mit auch zusammen Will Tracy.

Speaker: Und da habe ich auch geguckt, denn Will Tracy hat unter anderem diese fantastische Serie Succession mitgeschrieben.

Speaker: Und tatsächlich auch The Menu.

Speaker: The Menu, großartiger Film.

Speaker: Hätte das gedacht.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Dann habe ich noch...

Speaker: Tatsächlich war eine Geschichte ist, dass für die Screenings in Los Angeles durften Leute, die sich den Kopf rasiert hatten, umsonst in die Vorführungen gehen.

Speaker: Und das war offensichtlich eine Idee von Emma Stone.

Speaker: Und das hat wohl zu ganz vielen abrasierten Köpfen geführt.

Speaker: Übrigens auch lustig, er rasiert die die Haare ab, weil er sagt in dem Film, dass die Haare die Antennen wären, mit der sie Kontakt aufnehmen würde, mit ihren Andromedanern und Andromedanerinnen.

Speaker: Wobei ich weiß nicht genau, wie das geschlechtsspezifisch bei Andromedanerinnen ist.

Speaker: Keine Ahnung, wie das mit dem Gendern ist.

Speaker: Aber irgendwann werden sie vielleicht zur Erde kommen und es uns erklären.

Speaker: Von daher, genau, das ist...

Speaker: Ja, und dazu auch, ja, also das weiter.

Speaker: Und das finde ich eigentlich ganz, also ich finde das eine schöne Frage, denn während der Dreharbeiten, ja, haben wir jetzt, glaube ich, zum hunderttausendsten Mal erwähnt, ich vor allem, hat sie sich das abrasieren lassen, das ist auch bei anderen Filmen schon passiert und musste dann aber eben, um das Geheim zu halten, eine Perücke tragen.

Speaker: Und davon war sie sehr betroffen und hat in einem Interview erzählt, zu dem können wir verlinken, kann ich das schicken, eben auch erzählt, dass ihre Mutter Haarausfall hatte wegen einer Chemotherapie.

Speaker: Und dass dann da so ein Prozess stattgefunden hat und sie dann gesagt hat, ich glaube Haare sind ja auch eben etwas, was da steckt.

Speaker: Vor allem, wie ich finde, es wird jetzt so viel Wert auf Haare gelegt und irgendwie, es gibt Extension, es gibt 10 Millionen Produkte und das ist so wichtig und dass sie dann eben gesagt hat, sie würde sich wünschen, sie könne so offen damit leben und eben sich auch so lieben, einfach mit Glatze als Superstar, als Schauspielerin.

Speaker: Und offensichtlich fand sie es dann richtig gut und hat sich so daran gewöhnt, dass sie es durchaus genossen hat.

Speaker: Habe ich dann auch noch irgendwo gelesen.

Speaker: Also ich fand es richtig gut, war so pflegeleicht und so.

Speaker: Verstehst du?

Speaker: Ja, frei.

Speaker: Kannst du sogar Shampoo sparen, sind wir ganz ehrlich.

Speaker: Und Conditioner fällt sowieso weg.

Speaker: Ist das der Fall?

Speaker: Da ist dann gleich ein bisschen mehr Geld in der Haushaltskasse.

Speaker: Und ich bin mir sicher, auch Emma Stone muss schauen, dass ein bisschen was am Ende des Monats übrig bleibt.

Speaker: Das ist wichtig.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Ja, ich hätte noch ein paar.

Speaker: Sollen wir noch?

Speaker: Oder willst du einfach diesen Film heute irgendwie so schnell wie möglich hinter dir lassen?

Speaker: Also ich habe noch einen, aber wenn du noch ein bisschen was erzählen möchtest... Ja bitte, bitte schieß los, nein, komm.

Speaker: Und das war etwas, das mich tatsächlich gefreut hat, was auch persönlich kommt, aber wie gesagt, ich glaube, ich habe es schon mal erwähnt, dass ich durch dich eine wahrhaft fantastische Serie gefunden habe, und zwar The Morning Show.

Speaker: Und mein neuer absoluter Lieblingsregisseur scheint großer Fan von Friends zu sein.

Speaker: Und was Morning Show und Friends verbindet, ist Jennifer Aniston.

Speaker: Und in einem Secondhand-Laden kaufen sie sich dann eben Masken von Jennifer Aniston, um Michelle zu entführen.

Speaker: Ja, und die Idee kam anscheinend sehr gut an.

Speaker: Sie überfallen sie und entführen sie mit Masken von Jennifer Aniston vor dem Gesicht.

Speaker: Jennifer Aniston fand die Idee übrigens sehr, sehr gut und sie ist nämlich auch halb Griechin, habe ich gelernt.

Speaker: Und von daher war sie der Idee gegenüber noch aufgeschlossen, weil Joros Lantimos ist ja ein voller Grieche sogar.

Speaker: Also ich meine, naja, krasser Scheiß.

Speaker: Wunderbar.

Speaker: Ja gut, dann würde ich jetzt einfach mal sagen, ja, was ich noch sagen könnte, ist, weil wir gleich zu Anfang vom Seitenverhältnis auch gesprochen haben, dann können wir auch noch ein bisschen in die Aufnahmetechnik gehen.

Speaker: Der Film wurde mit VistaVision aufgenommen, was eigentlich ein Filmformat ist, das eigentlich schon ein bisschen außer Mode ist, das George Lantimos jetzt aber wieder so für sich entdeckt hat, seit Poor Things, wo er ja auch mit sehr vielen verschiedenen Kameratechniken experimentiert hat, auch dieses Mal auch wieder.

Speaker: Und ich finde, das sieht man dem Film auch tatsächlich an.

Speaker: Die Bildqualität ist eine fantastische.

Speaker: wenn du wirklich im Kino sitzt und dir das anschaust.

Speaker: Das ist 35 Millimeter geprintet.

Speaker: Und das ist schon wirklich wahnsinnig schön anzuschauen.

Speaker: Auch wenn, egal wie man den Film findet, die Bilder sind schön.

Speaker: Ja, cool.

Speaker: Vor allem auch ein Erlebnis im Kino.

Speaker: Also ich glaube, das auf dem Fernseher nervt.

Speaker: Wenn man Beamer zu Hause hat, muss man trotzdem alles dunkel machen.

Speaker: Aber im Kino das zu haben, ist...

Speaker: Und der Film ist der dritte... Ah, okay.

Speaker: Der Film ist auch der dritte im 21.

Speaker: Jahrhundert.

Speaker: Erst, also diesem, jetzt, 2000 und so.

Speaker: Der in VistaVision geschossen wurde nach dem Brutalisten und One Battle After Another mit Leonardo DiCaprio.

Speaker: Das ist auch noch so als Funfact.

Speaker: Paul Thomas Anderson.

Speaker: Ja.

Speaker: Paul Thomas Anderson.

Speaker: Ja.

Speaker: Auch den mag ich sehr gerne.

Speaker: Sehr, sehr gut, der Regisseur.

Speaker: Na gut, dann würde ich sagen, bewegen wir uns noch auf vielleicht die Szene des Films zu.

Speaker: Wie war das?

Speaker: Wollen wir nicht Zitate erst machen?

Speaker: Zitate erst, können wir auch machen.

Speaker: Machen wir mal Zitate, gell?

Speaker: Der Jünter hat das wieder.

Speaker: Jünter.

Speaker: Das Filmzitat.

Speaker: Mein Zitat ist, man sitzt am Abendessen-Tisch und es gibt Spaghetti mit Fleischklößchen.

Speaker: Und Teddy und Michelle haben eine hitzige Diskussion über... überschleben.

Speaker: Ja.

Speaker: Über ihre außerirdischen Herkunft, würde ich jetzt einfach mal so zusammenfassen.

Speaker: Und Teddy fühlt sich ein bisschen auf den Chips getreten und möchte, dass sie das Thema wechseln und dass sie dann endlich leise ist und dann sagt er irgendwann Likes.

Speaker: Und dann sagt Michelle, Likes, Truth, What's the difference?

Speaker: Ja, finde auch für den Film recht bezeichnend.

Speaker: Entschuldigung, du wolltest noch was sagen.

Speaker: Ja, das hätte ich jetzt auch gesagt.

Speaker: Genauso hätte ich das jetzt auch gesagt.

Speaker: Ich war noch gar nicht fertig.

Speaker: Mach mal nochmal fertig hier.

Speaker: Das war mein Filmstitel.

Speaker: Ah, okay, das wolltest du noch sagen.

Speaker: Gut, das war mir davor auch schon klar.

Speaker: Aber ja, ich fand es tatsächlich ganz gut, weil der ganze Film ja auch ein bisschen darauf hinausläuft, wie ich ja schon gesagt habe, dass du deine Sympathien immer wieder neu vergibst, dass du auch nie genau weißt, wo eigentlich jetzt die

Speaker: Lügen und die Wahrheit sich befindet, auch wenn es an manchen Punkten so ganz offensichtlich erscheint, dass Teddy total durchgeknallt ist, aber es gibt auch immer wieder so Momente, in denen er noch durchschimmert, dass es aber doch durchaus komplexer liegt als das, dieses Schwarz-Weiß.

Speaker: Und deswegen ist dieses Zitat, finde ich, auch sehr, sehr gut, weil es dem Film ja so ein bisschen ja nochmal so eine, dass das ein bisschen zusammenfasst, was der Film an sich eben auch ständig bietet.

Speaker: Was von mir aus würde ich noch sagen, das war eigentlich auch mein Zitat, deswegen tue ich mir gerade ein bisschen schwer, was war da noch so.

Speaker: Ich fand, sie hat auch einmal gesagt, you're a credit to your species, Teddy, truly.

Speaker: Das war auch ein ganz schönes Zitat, aber ich weiß jetzt gar nicht mehr genau, wo das war.

Speaker: Aber nachdem sie sich auch geoutet hat als...

Speaker: Nachdem sie sich geoutet hat als Außerirdische, ja, also vermeintlich geoutet hat, um eben für sich selber die Situation etwas zu erleichtern.

Speaker: Das ist ja diese Frage für sie ständig und das ist ja auch eine gewisse Dynamik in dem Film.

Speaker: Wie verhalte ich mich eigentlich in so einer Situation?

Speaker: Was mache ich denn, wenn ich mit so einem Durchgeknallten konfrontiert bin?

Speaker: Sage ich ihm das, was er hören möchte oder bleibe ich bei meiner Wahrheit?

Speaker: Gibt es ja Varianten.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und die probiert es ja noch alle aus.

Speaker: Genau.

Speaker: Na gut.

Speaker: Dann kommen wir noch zu der Szene des Films.

Speaker: Die Lieblingsszene.

Speaker: Okay.

Speaker: Ja, ich tue mich ein bisschen schwer.

Speaker: Ich würde jetzt einfach ganz spontan sagen, dass mir die Szene tatsächlich mit der Entführung gefallen hat.

Speaker: Da sind zwei Imker mit Jennifer Aniston Maske, die warten, bis der SUV einfährt und dann ist da dieses große Pol-Auto und plötzlich kriegen aber beide von der noch in High Heel steckenden

Speaker: Scheffeln ganz gut eine auf die Latze, bevor sie es dann irgendwie mit viel Mühe schaffen, sie bewusstlos zu bekommen, um dann ins Auto zu hieven, zurück.

Speaker: Ja, da ist aber auch ein paar sehr humoristische Elemente da drin.

Speaker: Ja, du, ist witzig.

Speaker: Ja, ist total witzig.

Speaker: Ja, total witzig.

Speaker: Du, kann man sich nicht...

Speaker: Weiß man ja auch noch nicht.

Speaker: Ist ja auch gleich am Anfang.

Speaker: Da hat man ja noch Erwartungen, die dann halt einfach wirklich komplett unerfüllt bleiben.

Speaker: Und dann, also ich fand die Szene...

Speaker: Ich fand eine Szene richtig, es gab einige, die ich gut fand, oder sehr gut fand.

Speaker: Die eine ist am Essenstisch, gleich nachdem sie sich zu erkennen gibt.

Speaker: Nein, sie hat sich erst als Alien zu erkennen gegeben und dann macht Teddy einen Test mit Michelle, um ihr Genom zu testen, um genau zu wissen, um sicherzustellen, dass sie dann auch eine Außerirdische ist, wo man sich dann so ein bisschen in Frage ist, hätte man vielleicht auch früher machen können.

Speaker: Aber das ist tatsächlich eine sehr, das ist eine sehr unter die Haut gehende Szene, weil er sie mit Elektroschocks

Speaker: versetzt und wirklich bis an die Belastungsgrenze geht.

Speaker: Das ist aber tatsächlich nicht so grafisch dargestellt, da hört man vor allem ihre Schreie.

Speaker: Das ist von daher eigentlich, finde ich, auch ganz gut filmisch gelöst.

Speaker: Sozusagen die erste Frage, die ich finde, die sich im Raum stellt, ob man nicht einfach auch sagen könnte, gehen wir jetzt?

Speaker: Ich werde einfach fortfahren mit meiner Beschreibung.

Speaker: Und also kurz danach, und dann macht er diesen Test und er stellt dann fest, dass sie offensichtlich königliches Blut, königliches Andromedaner-Blut in ihren Adern fließen hat.

Speaker: Denn der Test, den er macht, ist off the charts, sagt er.

Speaker: Also hat er noch nie gesehen, noch nie da gewesen.

Speaker: Und deswegen behandelt er sie dementsprechend dann auch danach.

Speaker: Sie sitzen dann gemeinsam am Tisch.

Speaker: Und sie unterhalten sich und es ist zum ersten Mal so eine etwas kollaborative oder auch friedliche Atmosphäre.

Speaker: Sie essen Spaghetti mit Fleischbällchen und Tomatensauce, wie man das natürlich macht in einem Moment der Friedfertigkeit.

Speaker: Und dann unterhalten sie sich und es geht eben wieder über die Bienenvölker und ums Bienensterben.

Speaker: Und inwiefern das für Teddy eben ein Grund dafür ist, daran festzumachen, dass die Andromedaner,

Speaker: den Planeten unterjochen und das Leben vernichten.

Speaker: Und dann hält aber Michelle dagegen und sagt, dass man das nicht alleine an den Nikotinoiden und an den Fungiziden festmachen kann, also Pestiziden, weil Bienensterben ist ja was echtes, was wirkliches.

Speaker: Das ist ja nicht nur in dem Film.

Speaker: Das ist ja ein Riesenproblem, das wir auch in China haben, auch in den USA.

Speaker: In China werden ja mittlerweile viele Pflanzen schon manuell von Menschen bestäubt, weil es keine Bienen mehr gibt, die das machen.

Speaker: Also das ist ein tatsächlich reales Problem.

Speaker: Das ist nicht nur in dem Film.

Speaker: und Pestizide sind tatsächlich ein Riesenproblem dabei, nicht das einzige, aber eines der umfassendsten Probleme, die damit zu tun haben und dann stellt sich ihm entgegen, es ist nicht ganz genau klar, warum sie das macht und argumentiert dann eben gegen Teddy und holt dann aber einige wirklich sehr

Speaker: eigenartige Argumente so aus der Tasche, so Evolution und dass manche Spezies halt vielleicht einfach für sich entscheiden würden, so ja, vielleicht ist das ja doch alles nicht so gut, das ist alles so relativ hanebüchig und das ist wieder so ein Moment, so ein Kippmoment in dem Punkt, wo du dir denkst, ah, okay, du hast die ganze Zeit so sympathien für Michel, weil du denkst, der ist total durchgeknallt, der Typ und dann hat Michel auch wieder als, ja, als

Speaker: oder als Sinnbild für die Gier der großen Unternehmen strickt sich dann eine Geschichte zurecht, die eigentlich mit der Realität nicht mehr viel zu tun hat.

Speaker: Und erst mal gibt es diesen Einblick, fasst das, finde ich, gut metaphorisch zusammen.

Speaker: Und es ist wieder so ein Punkt, an dem du eben nicht mehr genau weißt, wie du deine Sympathien zu vergeben hast.

Speaker: Und dann nach dieser Szene passiert noch mal jede Menge.

Speaker: Also das ist, fand ich, eine sehr, sehr gute Szene.

Speaker: Und deshalb meine Szene des Films.

Speaker: So, sollen wir dann zum Countdown kommen, in dem sich wahrscheinlich von der Medienseite viel Überraschungen ergeben werden?

Speaker: Ja, aha.

Speaker: Okay, dann fange ich doch mal.

Speaker: Danke, Jörg.

Speaker: 6, 5, 4, 3, 2, 1.

Speaker: Ja.

Speaker: Es war tatsächlich keine Überraschung, aber ich möchte zu meinem Nein absolut nochmal klarstellen, dass...

Speaker: es einfach kein Film ist, den ich mir persönlich angucken möchte oder wollte, einfach aufgrund dessen, dass ich tatsächlich mit Gewalt nichts anfangen kann und nicht möchte.

Speaker: Und ich finde das eben szenarisch dargestellt und nicht dargestellt.

Speaker: Das ist hier komplette Geschmackssache.

Speaker: Und ich sage nein, weil mich das getriggert hat und ich das scheiße fand.

Speaker: Aber ich verstehe da total, dass man sagt, dass man ein großer Fan von ihm ist als Regisseur.

Speaker: Das kann man sein.

Speaker: Dann kann er auch andere Filme gut finden.

Speaker: Schön.

Speaker: Das war ein sehr gut getimtes Räusper nochmal.

Speaker: Dramaturgisch gut angebracht.

Speaker: Du Schauspielerin, ich sag's ja.

Speaker: Ja, total.

Speaker: Man merkt's.

Speaker: Also man kann nicht buchen.

Speaker: Nicht wahr?

Speaker: Ja.

Speaker: Das klingt ein bisschen falsch.

Speaker: Achso, klingt das falsch.

Speaker: Entschuldigung.

Speaker: Man kann Anfragen bei meiner Agentin hinterlegen.

Speaker: Danke.

Speaker: Es wird heute nicht mehr besser.

Speaker: Erst der Film und dann auch noch so ein Podcast.

Speaker: Gut, dass es bald Wochenende ist.

Speaker: Lass mich das kurz fertig machen.

Speaker: Mir ist es wirklich wichtig zu sagen, es ist absolute Geschmackssache.

Speaker: Ich fand es scheiße.

Speaker: Und das ist, ich fand es scheiße.

Speaker: Ich sage nicht, er war scheiße.

Speaker: Das möchte ich wirklich darstellen, weil ich möchte das hier niemandem absprechen, dass das toll ist, dass Leute das toll finden.

Speaker: Ich finde, ich habe jetzt meine Meinung und ich vertrete meine Meinung da auch.

Speaker: Ich finde es wahnsinnig nervig, dass man ein ausrenges Schild Emma Stone hat und dann irgendwie denkt, man kann machen und tun und das dann alles irgendwie als Schauspiel verkaufen, was für mich eben einfach, ich fand es langweilig und ich fand es brutal und

Speaker: Auch sehr schade für den Mittwoch, den ich geplant hatte, weil ich mich echt auf diesen Film gefreut habe.

Speaker: Ich habe mich wirklich gefreut.

Speaker: Und ich musste lange spazieren gehen, damit das irgendwie meine Rage sich nicht ins Häusliche... Ja, du hast das total gut rausspaziert, muss ich sagen.

Speaker: Es ist überhaupt gar nicht wirklich zum Ausdruck gekommen heute.

Speaker: Und dann möchte ich jetzt mal das von sich vorstellen, wie es dann eigentlich gewesen ist, als ich dann diesen Film verlassen habe.

Speaker: Ja, das, wow.

Speaker: Ich glaube, dann wäre ich dir ungern in einer dunklen Gasse begegnet.

Speaker: Ich habe das Licht gewählt.

Speaker: Sehr gut, sehr gut, okay.

Speaker: Ja, also ich muss jetzt eins auch eingestehen.

Speaker: Ich bin mir nicht sicher, ob ich gesagt hätte, den muss man gesehen haben, wenn dein Urteil nicht so vernichtend gewesen wäre.

Speaker: Aber ich wollte jetzt auch noch mal... Ich wollte jetzt schon noch mal einen Kontrapunkt setzen.

Speaker: Ich dachte mir, wenn ich dich schon mal provoziere, dann heute.

Speaker: Heute scheint mir genau der richtige Moment dafür zu sein.

Speaker: Wo du so tiefenentspannt bist, muss ich mir diesen Moment heute gut wählen.

Speaker: Also ich fand...

Speaker: Poor Things großartig, da sind wir auch schon nicht derselben Meinung.

Speaker: Ich finde, er ist nicht so gut wie Poor Things.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Ja, geht's?

Speaker: Brauchst du was zum Nachdenken?

Speaker: Ja, du ich so.

Speaker: Aber ich finde den Film trotzdem...

Speaker: Ich finde ihn in seiner Komplexität gut, ich finde ihn in seiner Unkonventionalität einfach wirklich gut.

Speaker: Ich finde, mir gefällt das sehr gut, dass man Lanthimos nicht zuordnen kann.

Speaker: Das ist Sci-Fi-Thriller, wenn du das über den Film von Lanthimos sagst, dann hast du nicht verstanden, was Lanthimos macht.

Speaker: Entschuldigung, muss ich ganz ehrlich sagen.

Speaker: Ja, aber das Wort Thriller finde ich schon irgendwie ein bisschen beschreibender als Comedy.

Speaker: Ja, das mag durchaus sein.

Speaker: Also ich denke auch, aber selbst wenn man, man dürfte, man sollte das nicht zu ernst nehmen, diese Genrebeschreibung.

Speaker: Ich glaube, das macht Lanthimos selber auch nicht.

Speaker: Wahrscheinlich wird ihm vom Filmverleih und von den Filmproduktionen aufgezwungen, dass er ihn irgendwo in irgendein Genre verfrachtet.

Speaker: Aber ich glaube, er ist der Erste, der sagen würde, da habe ich überhaupt gar keinen Bock drauf und deswegen macht er seinen Film auch so.

Speaker: Das ist das.

Speaker: Und das gefällt mir wahnsinnig gut, diese Unkonventionalität, wie er Film denkt und einfach wirklich mit diesen Konventionen bricht, finde ich ganz toll.

Speaker: Auch wie er Musik in die Filme mit einbringt und dadurch noch mal eine ganz neue Bezugsebene schafft, finde ich großartig.

Speaker: Und dazu lebt er auch in dir persönlich noch ein innerer Grieche, weshalb ihr ja auch zusammenhalten müsst.

Speaker: Das könnte durchaus auch noch eine Rolle spielen, genau.

Speaker: Also deswegen, ich finde den Film gut.

Speaker: Und ich sage jetzt noch, man muss mal gesehen haben, ich habe es jetzt aber ein bisschen eingeordnet, weil ich ja auch nicht so inflationär damit umgehen möchte, aber ich fand mich gut unterhalten.

Speaker: Und jetzt wird es spannend.

Speaker: Und jetzt einmal ans Publikum, liebes Publikum.

Speaker: Dadurch, dass...

Speaker: Schaut euch ihn an, falls ihr euch das interessant findet oder fandet.

Speaker: Nein, schreibt uns da.

Speaker: Ich bin da sehr gespannt darauf, um zu sagen, was ist denn die Meinung?

Speaker: Wie weit gehen sie auseinander?

Speaker: Das wäre ja auch lustig zu sagen, es ist dann wirklich so wie bei uns beiden oder dass Leute sagen, ja, das war schon okay, also so ganz furchtbar nicht.

Speaker: Gerne, schreibt uns doch.

Speaker: Als Kommentar auf Spotify, auf Instagram.

Speaker: Wir haben eine Website und Basia hat schon lange vergessen zu erwähnen, dass man

Speaker: auch Sprachnachrichten hinterlassen kann.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Sehr gerne.

Speaker: Schreibt uns dazu.

Speaker: Wir merken heute ganz besonders, wie sehr sich eben Meinungen auch durchaus, wie unterschiedlich sie sein können.

Speaker: Gerade auch in Bezug auf Film.

Speaker: Deshalb, ich weiß Blanthiebos sehr zu schätzen und wie gesagt, ich freue mich auf den nächsten Film und

Speaker: Ja, dann haben wir ja noch für heute deine absolute Lieblingsrubrik, liebe Emilia.

Speaker: Die ich natürlich wahnsinnig gut wieder mal wahnsinnig vorbereitet hast, oder?

Speaker: Wie immer.

Speaker: Was habe ich denn vorbereitet?

Speaker: Wobei ich darf es gar nicht mehr sagen, weil die letzten Male hast du dich ganz fantastisch vorbereitet.

Speaker: Ich weiß gar nicht, ob ich... Ich klingt immer so nervig, aber ich hatte irgendwie...

Speaker: Ich habe die Woche nichts konsumieren können, leider.

Speaker: Dann teile ich einfach meine Szene, die mir tatsächlich erst am Mittwoch... Doch, ich habe eine Szene in der Woche.

Speaker: Ja, okay, bitte, hau raus.

Speaker: Ich habe die Szene, die Ansprache von dem neuen Bürgermeister in New York.

Speaker: Nein, die habe ich auch.

Speaker: Nein, aber das ist doch fantastisch, dann können wir das teilen.

Speaker: Ja, teilen wir das.

Speaker: Als ich das gesehen habe, doch, das war toll.

Speaker: Das ist eine richtig tolle Szene der Woche.

Speaker: Soll ich mal den Kontext geben?

Speaker: Ja, mach doch.

Speaker: Es wurde ja der neue Bürgermeister von New York gewählt und es stand zur Auswahl, stand erst einmal Curtis Sleever, ein Republikaner, der hatte eh keine Chance und es stand noch Andrew Cuomo, der ja durchaus wegen sexuellen Übergriffen durch das Starken der Kritik war, trotzdem angetreten und es gab Soran Mamdani, der erste islamische

Speaker: Bürgermeisterkandidat der Stadt New York überhaupt, auch der Jüngste mit 34 und der stand dem gegenüber, der aufgefallen ist, den viele Leute als Kommunisten bezeichnet hatten, als Sozialisten, das schlimmste Schimpfwort, das die USA überhaupt für Menschen kennen und wurden viele Schlammschlachten gegen ihn geführt, tatsächlich gegen ihn, der eigentlich nichts anderes gemacht hat, also aus meiner Perspektive, als eine Politik,

Speaker: zu beschreiben, die sich um die Menschen kümmert, um die Anliegen der vielen Menschen anstatt um die Anliegen der wenigen.

Speaker: Und da ging es um Mietpreisdeckel und so weiter und so fort.

Speaker: Von dem haben sich Leute wohl offensichtlich angesprochen gefühlt.

Speaker: Und er hat die Wahl gewonnen mit 50, mehr als 50 Prozent, gleich im ersten Durchgang.

Speaker: Und was er gesagt hat, ist eben, und das kann man ja auch einfach, New York bleibt eine Stadt, die von...

Speaker: ich würde es jetzt sehr gerne zitieren, was hat er gesagt, von Einwanderern aufgebaut wird und von Einwanderern eben, ach beherrscht klingt so doof, geführt werden soll und Einwanderer willkommen heißt und Donald Trump, ich weiß, dass du zuhören wirst, ich werde dafür kämpfen und ich werde mich dafür einsetzen.

Speaker: Und das ist, finde ich, mutig.

Speaker: Ich finde das mutig.

Speaker: Und ich finde das...

Speaker: In Zeiten wie, und vor allem, was gerade alles in Amerika abgeht.

Speaker: Und dazu auch noch in meiner eigentlich zweiten Heimatstadt, kann man das ja auch sagen.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Finde ich das eine tolle...

Speaker: Nachricht für diese Woche.

Speaker: Ich fand es vor allem auch schön, weil das eben auch gerade zu einer Zeit, ich glaube, das hat man da nicht die Rede auch so gehalten, die sehr bewegend war, finde ich auch, wo Donald Trump gesagt hat, im Jahr haben sie einen Deckel von 7500 Migranten in dieses Land können.

Speaker: Man muss sich vorstellen, USA mit 320 Millionen EinwohnerInnen, 7500 Leute, das ist nichts anderes.

Speaker: Also das ist eigentlich wie eine Komplettversiegelung des Landes.

Speaker: Und deswegen war das so schön.

Speaker: Und nicht nur in den USA, weil wir sehen auch bei uns in Deutschland, wie immer wieder Migrantinnen als Feindbild eingesetzt werden, gegen sie gewettet wird.

Speaker: Ob das eine Stadtbilddebatte ist oder was weiß ich, wird immer wieder Profit rausgeschlagen, politisch oder versucht.

Speaker: Und dass es jemanden gibt,

Speaker: der Politik macht, indem er diese Leute einbindet und ganz vorne hinstellt und sagt, das sind wir und das ist was Gutes, was Positives und damit Mehrheiten gewinnt und eine Wahl gewinnt, das finde ich ist was wahnsinnig Schönes und deswegen habe ich mich darüber unglaublich gefreut, weil es zeigt, es geht auch anders.

Speaker: Man muss nicht immer das Lied der Rattenfänger spielen.

Speaker: Das war ein sehr versöhnlicher Abschluss nach einer durchaus eher, sag ich mal, ja, jetzt.

Speaker: Wir haben uns ja nicht gestritten.

Speaker: Nein, nein, nein.

Speaker: Wir haben gesagt, dass das ein scheiß Film ist.

Speaker: Das haben nicht wir gesagt, das hast du gesagt, liebe Emilia.

Speaker: Ich hab gesagt, dass er das gesagt hat.

Speaker: Das war mir trotzdem ein inneres Blumenpflücken mit dir, wie immer.

Speaker: Schön, dass du da warst.

Speaker: Hier.

Speaker: Hier bei mir.

Speaker: Ich muss eines noch kurz sagen.

Speaker: Also Entschuldigung, wir haben ja dieses Filmquiz angefangen und ich wäre jetzt dran gewesen.

Speaker: Wir haben sehr groß angeteast.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und ich bin der, an dem es gescheitert ist, weil bei uns sind gerade Umbauten im Haus.

Speaker: Und man sieht es vielleicht jeder, der den Videopodcast schaut.

Speaker: Ich sitze heute vor einer Bücherwand, um einmal ganz offensichtlich zu zeigen, wie krass drauf ich bin.

Speaker: Endlich mal.

Speaker: Hat er alle gelesen.

Speaker: Alle, zweimal, mindestens dreimal.

Speaker: Und deswegen, ich bin gerade nicht in meinem normalen Setting und das Buch ist tatsächlich da gelandet, wo ich im Moment keinen Zugriff habe.

Speaker: Und deswegen müssen wir es nochmal aufs nächste Mal verschieben.

Speaker: Ich entschuldige mich in aller Form.

Speaker: Also, ab nächstes Mal wird wieder groß gequizzt.

Speaker: Ab nächstes Mal gehen wir wieder hoffentlich besser Gelaun aus dem Kino.

Speaker: Dir, Basti, jetzt noch frohes Popcorn schnabulieren.

Speaker: Oh ja, danke.

Speaker: Euch.

Speaker: Okay, ich verabschiede welches.

Speaker: Tschüss an euch alle.

Speaker: Danke.

Speaker: Schreibt uns, wie ihr uns erwischt.

Speaker: Und wir freuen uns auf euch in zwei Wochen.

Speaker: Nächster Podcast, 22.11. mit einem neuen Film.

Speaker: Sicherlich nicht von Jörg Hoss Landimus.

Speaker: Das kann man schon mal mit Sicherheit festhalten.

Speaker: Also ihr Lieben, bis dahin.

Speaker: Schönes Wochenende.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Das war Muss man gesehen haben mit Emilia Bernsdorf und Bastian Fischer.

Speaker: Hey Basti.

Speaker: Was denn, liebe Emilia?

Speaker: Rate mal, von wem dieses Zitat kommt.

Speaker: Es kommt im Leben nicht darauf an, wie viel du austeilst, sondern darauf, wie viel du einstecken kannst.

Speaker: Das kommt natürlich vom einzig wahren Rocky Balboa.

Speaker: Ja, es kommt vom einzigen wahren Rocky.

Speaker: Und das...

Speaker: Wenn du gut in etwas bist, mach es nie umsonst.

Speaker: Das war Heath Ledger in The Batman.

Speaker: Boom!

Speaker: Als The Joker.

Speaker: Nein, Heath Ledger in Batman als The Joker.

Speaker: So rum.

Speaker: Ich glaube, jetzt müsste es stimmen, oder?

Speaker: Ja, total korrekt.

Speaker: Du bist richtig gut heute.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Danke fürs Kompliment.

Speaker: Meinst du, wir sollten... Ja, vielleicht also gleich, aber ich habe noch eins.

Speaker: Eins habe ich noch.

Speaker: Dann hau mal raus.

Speaker: Okay, also ready?

Speaker: Ready.

Speaker: Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.

Speaker: Das ist natürlich...

Speaker: Aus Fight Club.

Speaker: Natürlich ist es aus Fight Club.

Speaker: Ja, very good.

Speaker: Und deswegen, liebe Leute, wollen wir von dem Geld, das wir noch nicht haben, Dinge kaufen, die wir für diesen Podcast brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir definitiv mögen, nämlich euch Filmbegeisterte.

Speaker: Also, wenn euch dieser Podcast gefällt, supportet, liked und donatet, was das Zeug hält.

Speaker: Die Links dazu findet ihr wo, liebe Emilia?

Speaker: Unten in den Show Notes.

Speaker: Und damit verabschieden wir uns.

Speaker: Bis zum nächsten Mal.

Speaker: Tschau.

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