Transcript
Speaker: Willkommen zu einer neuen Ausgabe Muss man gesehen haben.
Speaker: Hier sind eure Gastlieber Emilia und Bastian.
Speaker: Und da sind wir wieder.
Speaker: Hallo, hallo, hallo lieber Basti.
Speaker: Hallo, liebe Emilia.
Speaker: Grüß dich.
Speaker: Schön, dich zu sehen.
Speaker: Grüß dich, du rück.
Speaker: Du schaust richtig sommerlich aus heute, darf ich das mal sagen?
Speaker: So richtig, du hast das Sommerkleid an, gell?
Speaker: Nee?
Speaker: Nee, aber so ein blumiges Top tatsächlich.
Speaker: Für alle, die es interessiert.
Speaker: Nein, ich finde, man kann jetzt durchaus auch schon an dem, was wir tragen, bei dir mehr als bei mir, aber dass man sieht, dass der Winter jetzt ein Ende gefunden hat eigentlich und es ist jetzt langsam Sommer und es passt ja eigentlich auch so ein bisschen zu dem Film, den wir heute besprechen.
Speaker: Das ist ja auch eigentlich relativ...
Speaker: warm, immer, fortwährend, durchgängig.
Speaker: Gleich mit der Tür ins Haus.
Speaker: Das machen wir auch, das können wir sagen.
Speaker: Wir können auch schon vorher mal verraten.
Speaker: Ich habe gesehen, ich konnte dem winken, als ich auf dem Kreuzfahrtschiff war.
Speaker: Wem konntest du winken?
Speaker: Der Insel, über die wir gleich sprechen werden.
Speaker: Ja, da sind wir vorbeigeschippert.
Speaker: Wow, an der Insel Floriana.
Speaker: Haben die das auch so?
Speaker: Wow, okay, cool.
Speaker: Voll cool, wow.
Speaker: Hätte ich das vorher gewusst, habe ich leider nicht, habe ich auch vorher alles nicht gehört.
Speaker: Okay.
Speaker: Ja, dann willst du gleich mit dem Intro anfangen oder ich hätte sonst noch mal die Frage gehabt, weil den Film, den wir gleich besprechen, der basiert ja auf wahren Begebenheiten, ob du davor schon etwas gehört hast von dem Herrn Doktor Ritter, hast du tatsächlich?
Speaker: Habe ich tatsächlich nicht, nein, ich kannte die Geschichte nicht, ich habe die jetzt erst durch den Film kennengelernt, wie schaut es denn bei dir aus?
Speaker: Ja, das Gleiche.
Speaker: Du kanntest sie auch nicht, die Geschichte, oder?
Speaker: Nee.
Speaker: Also von den Galapagos-Inseln hatte ich durchaus schon mal gehört.
Speaker: Das war aber dann auch das.
Speaker: Aber ich wusste auch nicht, dass da tatsächlich die bewohnt war, Florian.
Speaker: Ich wusste, da gibt es einen, ich weiß nicht, auf dieser Hauptinsel kann ich es nicht genau sagen, da gab es irgendwie eine Niederlassung oder da gab es menschliche, zivilisatorische Spuren zumindest, die
Speaker: Aber nee, das wusste ich nicht.
Speaker: War spannend daher.
Speaker: Und, das muss ich auch noch gleich sagen, der Film, den wir heute besprechen, also Eden, ist ja von Ron Howard, den du ja ganz besonders ins Herz geschlossen hast, weil er hat ja auch Rush gemacht.
Speaker: Genau, den haben wir nämlich auch besprochen.
Speaker: Und das ist ja wirklich absolut einer meiner Lieblingsfilme.
Speaker: Das, Spoiler vorweg, ja, ich liebe Rush und ich finde das absolut ein Film, den man gesehen haben muss.
Speaker: Die Gründe dafür, kann man nochmal zurückspulen und eine Episode von
Speaker: früher anhören.
Speaker: Genau, es ist ein Film von Ron Howard und erzähl doch mal, worum es denkt.
Speaker: Also, Eden oder Eden, je nachdem.
Speaker: Der deutsche Titel hat sich übrigens nicht geändert, dieses eine Mal.
Speaker: Man spricht ihn einfach nur anders aus.
Speaker: Es ist bei dem einen Wort geblieben, was durchaus manchmal überraschend ist bei den deutschen Kinofilmen dann.
Speaker: Also, Eden handelt von Friedrich Ritter, einem deutschen Arzt, der mit seiner an Multiple Sklerose leidender F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F-F
Speaker: Freundin, Frau Deutschland verlässt, während der Faschismus eigentlich in Europa wuchert und abzusehen ist fast schon, dass sich dort ein Unheil ergeben wird und wandert mit ihr aus, um dort in der Abgeschiedenheit einer Galapagos-Insel, nämlich mit dem Namen Floriana, eine neue Philosophie für die Menschheit zu entwickeln, die sich diesem Faschismus entgegenstellt.
Speaker: Und nachdem diese Nachricht von seiner Aussiedlung zusammen mit seiner Frau eben Doris Strauch sich die Runde machte, findet dann den Weg auch in die deutschen Medien.
Speaker: Und dann findet sich Heinz Wittmer und seine Frau Margret oder Margret, nehme ich mal ganz stark an, im Deutschen dann, finden das eine sehr, sehr gute Idee und wollen eben auch auswählen, nachdem Heinz im Ersten Weltkrieg tatsächlich auch gekämpft hat in den Gräben von Vardar, dadurch auch etwas traumatisiert ist.
Speaker: Sie haben einen kranken Sohn.
Speaker: Der leidet an Tuberkulose im Deutschen und der braucht frische Luft, Sanatorium können sie sich nicht leisten und dann denken sie, sie brechen einfach gleich auf in eine neue Welt und tun es den beiden gleich.
Speaker: Und das ist erstmal nicht so harmonisch, wie es klingt natürlich, denn für Dore Strauch und Friedrich Ritter ist das erstmal tatsächlich ein ziemliches Eindringen in ihre Privatsphäre, in diese Abgeschiedenheit, wo er eben auch sein Buch schreiben möchte.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Und die findet sich dort ein und möchte dort ein Exklusivhotel für die Superreichen und Wohlhaben, die dieser Welt machen, was natürlich, kann man sich jetzt vorstellen, nach dem, was ich gerade schon erzählt habe, nicht unbedingt auf die größte Sympathie bei den bereits dort Anwesenden trifft.
Speaker: Und daraus entstehen dann natürlich massive Konflikte, die in dem Film immer weiter ausbrechen und dann in ziemlich tragischen Umständen enden.
Speaker: Und das war jetzt erstmal so ein grober Abriss dessen, was passiert.
Speaker: Ich habe gleich nochmal eine Frage an dich.
Speaker: Wenn du über die Natur des Menschen nachdenkst, meinst du, die ist grundsätzlich eher gut oder meinst du, die ist grundsätzlich eher schlecht?
Speaker: Das ist eine sehr gute Frage.
Speaker: Ich beantworte sie gleich in Verbindung zu diesem Film, weil ich wahnsinnig schockiere, dass dieser Film eben sehr auf die Natürlichkeit des Bösen im Menschen hinaus möchte.
Speaker: und wenig Spielraum und Freiraum für Offenheit lässt oder für gute Nachbarschaft, sondern direkt damit einsteigt und mit Abgrenzung, mit diesem gegenseitigen Ausspielen, dieses Gegeneinander nach Macht auch greifen wollen.
Speaker: Und das...
Speaker: war nicht ganz einfach zuzuschauen, wie ich das empfunden habe.
Speaker: Also ich hätte jetzt die einfache Frage nochmal, also bevor wir richtig reingehen, könnten wir ja nochmal sagen, Reingrätschen.
Speaker: Reingrätschen, in welchem, wo, wie, was, wann hast du denn diesen Film gesehen?
Speaker: Und wie bist du auf diesen Film überhaupt gekommen?
Speaker: Ja.
Speaker: Wie bin ich auf den Film überhaupt gekommen?
Speaker: Das ist eine gute Frage.
Speaker: Ich glaube, da hat die Werbung einfach mal wirklich voll abgeliefert.
Speaker: Also ich habe den, glaube ich, einfach bei meinen Kinogängen auch als Poster gesehen und ich habe, glaube ich, eine Vorschau im Kino gesehen.
Speaker: Das kann ja auch funktionieren, gell?
Speaker: Die Trailer im Kino, die können einen ja auch
Speaker: Die laufen ja da nicht umsonst.
Speaker: Also ich glaube, da habe ich den gesehen.
Speaker: Dann habe ich gesehen Ron Howard und ich mag ja Ron Howard auch sehr gerne tatsächlich.
Speaker: Beautiful Mind, Apollo 13, Rush, haben wir ja auch schon gesagt, als du Formel 1 Fahrerin werden wolltest.
Speaker: Dieser Film.
Speaker: Also der hat ja schon einiges auch gemacht und deswegen mag ich Ron Howard gerne.
Speaker: Auch wenn ihm immer so ein bisschen das Stigma hinterherläuft, dass er auch relativ Hollywood-Filme macht.
Speaker: Aber er macht halt solide Filme.
Speaker: Ich glaube, das kann man sagen und das muss man ja niemandem vorhalten.
Speaker: Deswegen wollte ich den sehen und so bin ich da draufgekommen.
Speaker: Und ja,
Speaker: Und wie, bist du, hattest du von dem auch davor schon gehört tatsächlich von dem Film?
Speaker: Ja, also tatsächlich, es war mit unter deiner Idee, sich dafür zu entscheiden.
Speaker: Also ich glaube, ich habe den Trailer gesehen und war mir nicht so ganz sicher, ob das ein emilianschichtiger Film ist, den sie so sehen wollen würde für sich.
Speaker: Und dann war ich ja im Berliner Kulturpreis eingeladen und da sah Daniel Brühl und den finde ich natürlich, ach, ich liebe Daniel Brühl sehr, sehr, sehr
Speaker: Und dann kam mir dieser Trailer eben auch nochmal, also ich habe dann im Kino irgendwie geguckt, was läuft denn da gerade?
Speaker: Und dann kam der runter und dann habe ich auf diesem Plakat gesehen, ah, Daniel Brüner, da habe ich den Trailer mir angeguckt und dann hast du ihm gesagt, ja, lass uns den doch besprechen und dann bin ich ins Kino gegangen.
Speaker: Ich war tatsächlich im Kant-Kino, also eines der York-Cine-Kinos in Berlin, in Wilmersdorf.
Speaker: Nice.
Speaker: Alleine auch.
Speaker: Ja.
Speaker: Du machst das auch immer häufiger, dass du alleine ins Kino gehst.
Speaker: Ich will ja alleine ins Kino gehen.
Speaker: Ja, aber es ist ja irgendwie, also ich will einen Film gucken und wenn man sich danach führt, an dem heutigen Tag eben diesen Film zu gucken, möchte ich mich nicht irgendwie verabreden mit jemandem, der dann sagt, ja heute geht nicht, aber vielleicht irgendwann, wo ich denke, ich möchte es jetzt.
Speaker: Also du guckst den irgendwann, vielleicht gucke ich ihn nochmal, aber ich will dann auch ins Kino und die Entscheidung treffen und mich irgendwie darauf freuen.
Speaker: Jedenfalls saß ich dann in diesem Kino eben alleine, wunderschönes Kino, ein ganz toller Saal.
Speaker: Und man kann ja schon mal sagen, dieser Film ist ein Thriller.
Speaker: Ist jetzt kein Feelgood.
Speaker: Kein klassischer.
Speaker: Kein klassischer, das stimmt.
Speaker: Aber es ist auf jeden Fall kein, oh, wir sehen irgendwie tolle Strände, wunderbare Landschaften.
Speaker: Ich finde, das haben sie cinemografisch sehr gut festgehalten, weil man zeigt, es gibt immer wieder Snippets von der Tierwelt auch, aber die ist sehr aggressiv.
Speaker: Es gibt immer ein Tier, was ein anderes Tier attackiert.
Speaker: Es wird viel mit dem Wetter gespielt und wie eben dieses Wetter über diese Insel,
Speaker: zieht und was es eben mit sich bringt.
Speaker: Also auch, dass Sonne bringt halt Hitze mit, was sehr gegen die Natur spielt, im Sinne davon, dass es dann eben kein natürliches Trinkwasser gibt zum Beispiel.
Speaker: Und dass Menschen, wie wir wissen, biologisch eben natürliches Trinkwasser brauchen, die können sich dann nicht einfach in
Speaker: Am Meer bereichern.
Speaker: Schlecht, ja.
Speaker: Es gibt so Maschinen, ja, aber die sind tatsächlich sehr aufwendig.
Speaker: Und die muss man mitnehmen und die gab es, glaube ich, 1927 jetzt auch noch nicht auf jedem Dampfer.
Speaker: Glaube ich auch nicht.
Speaker: Also es treffen sich fünf deutschsprachige Menschen im Original, fünf, also die Baronin kommt ja ursprünglich aus Österreich, eben auf dieser Insel.
Speaker: Und jeder hat ein anderes Ziel.
Speaker: Wobei man sagen kann, also so habe ich es am Anfang auf jeden Fall verstanden, zu sagen, dass Heinz so inspiriert war von den Briefen, die der Herr Dr. Ritter geschrieben hat, die publiziert worden ist, dass er gesagt hat, okay, wir,
Speaker: entziehen uns eben dem Ganzen hier in Deutschland, wir entziehen uns allem, was wir so gelernt haben und bauen das genauso auf.
Speaker: Also ich hatte jedenfalls am Anfang die Empfindung, dass Heinz da schon war, um zu sagen, großer Doktor Ritter, lass uns doch Nachbarn werden und auf Nachbarschaft zusammen in und auf dieser Insel miteinander leben.
Speaker: Ich glaube für ihn, für Heinz Wittmer war das ja auch ein Gegenentwurf zu seiner Lebenserfahrung, weil er wie gesagt, er hat ja im ersten Weltkrieg in Verdun in den Gräben gekämpft und das muss ja, wenn man alle historischen Berichte dazu liest, muss ja unglaublich furchtbar gewesen sein.
Speaker: Und er sagt ja auch an einer Stelle, das ist das schrecklichste Gesicht, das man von der Menschheit überhaupt jemals erblicken kann.
Speaker: In diesen Gräben.
Speaker: Und für ihn ist es deswegen auch so ein Gegenentwurf und so eine Utopie.
Speaker: Und deswegen ist er da und hofft deswegen eben auch auf diese gute Nachbarschaft, wie du gerade gesagt hast.
Speaker: Genau.
Speaker: Also er ist aus anderen Gründen eigentlich, hat er das Land verlassen als Friedrich Ritter.
Speaker: Das ist schon der erste Konfliktpunkt so ein bisschen.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also wie du gesagt hast, Friedrich Ritter eben auch als jemand und er hat sich zum Beispiel alle Zähne ziehen lassen und da begegnet man dann eben auch der Familie, die eben an diesem Gartentalk anklopft und dann sagt Heinz nochmal seiner Familie, ihr dürft ihn nicht anstarren, er hat nämlich keine Zähne.
Speaker: Und dann kommen die beiden raus.
Speaker: Aber auch sehr konsequent, nur ganz kurz, wegen den Zähnen, nur weil er keine Infektionen haben wollte.
Speaker: Weil er wollte vermeiden, dass er Infektionen auf der Insel hat und dem hat er vorgeborgen und hat sich die entgezogen oder ziehen lassen, wie auch immer.
Speaker: Sehr konsequent.
Speaker: Also der hat dem alles untergeordnet, nur so am Rande.
Speaker: Und weißt du, was ich spannend fand?
Speaker: Ich habe mich jetzt so ein bisschen versucht, mit der Geschichte zu befassen und tatsächlich, also im
Speaker: Heißt es, dass er beiden die Zähne gezogen hat, bevor sie auf die Insel gegangen sind?
Speaker: Und irgendwie frage ich mich, warum der Film sich entschieden hat, dass nur Jude Law als Zahndoser auf der Insel lebt und die Dora aber nicht.
Speaker: Jetzt sind wir eigentlich schon fast beim Hintergrundwissen, so ein bisschen bei den Fun Facts, weil da muss man auch dazu, das ist absolut richtig, genau.
Speaker: Und die haben sich vor allem dasselbe Gebiss geteilt.
Speaker: Die hatten so ein, ich glaube, mit metallenes Gebiss hatten die, das haben die sich dann zum Essen eingesetzt, um natürlich das Essen dementsprechend auch zermalmen zu können.
Speaker: Und die haben sich das geteilt, die hatten ein Gebiss für beide, auch...
Speaker: Ja, das können wir ja weiter ausführen.
Speaker: Ja, auch etwas anderes.
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Entschuldige.
Speaker: Genau, das können wir ja weiter ausführen dann nochmal mit den Fun Facts.
Speaker: Aber genau, also die begegnen sich, der Dr. Ritter und die Dore, die wollen davon nichts wissen.
Speaker: Die wollen auch am Anfang erstmal, wollen sie denen einen Platz zeigen, wo es ganz schwer ist, anzufangen, um
Speaker: zu Gärtnern.
Speaker: Ja, also anzubauen, also Nahrungsmittel anzubauen.
Speaker: Und irgendwie, also du hast am Anfang dieses Gefühl von Böswilligkeit.
Speaker: Feindselig, ja, absolut.
Speaker: Bösartig, böswillig, feindselig, wie auch immer.
Speaker: Und dann schaffen die aber, das trotzdem miteinander so weit auszukommen, dass sie eben nichts voneinander wissen wollen.
Speaker: Und die einen kümmern sich um ihr Leben und die anderen schreiben eben Roman und Gärtnern und lieben diesen Esel.
Speaker: Es fehlt ein Esel mit.
Speaker: Ja, Budo heißt er.
Speaker: Das ist der Esel, der tatsächlich Dore sehr nahe ist und ihr wirklich sehr, sehr wichtig ist.
Speaker: In einer Szene des Films sagt dann die Baronin ja auch, die hat einen sehr langen Namen, deswegen wiederhole ich den jetzt hier erst gar nicht.
Speaker: Allerdings ist es immer sehr schön, wenn sie sich dann vorstellt, einem so die Hand entgegen streckt und wartet, dass man ihr entgegentritt, um sie zu küssen.
Speaker: Sie stellt sich immer vor und das ist immer ein ganzer, es sind fast zwei Sätze voll, nur mit Titeln und
Speaker: Namen.
Speaker: Und genau, und auf jeden Fall in einer Szene wird auch klar, dass Kinder zwischen den beiden durchaus ein Thema war, aber dass das ein Wunsch von Dore war, der ein großer, aber ein unerfüllter Wunsch war.
Speaker: Und für sie ist dieser Esel so eine Art Kinderersatz.
Speaker: Hört man dann daraus.
Speaker: Was dann auch wichtig ist im Verlauf des Films, der eine wirklich wichtige Rolle spielt dann auch.
Speaker: Ja, sowohl der Kinderwunsch als auch der Esel.
Speaker: Genau.
Speaker: Beides, absolut.
Speaker: Und dann kommt, genau, die Baroness kommt plötzlich und ich fand das wahnsinnig schillernd.
Speaker: Also diese erste Begegnung von dieser sehr jungen Frau.
Speaker: Ja, großartig Spiel von Anna D'Armes.
Speaker: Ja.
Speaker: die dann irgendwie sagt, ja, wir bleiben jetzt am Strand.
Speaker: Und diese wahnsinnig romantische Idee hat von, wir bauen jetzt hier erstmal.
Speaker: Und dann ist natürlich, also am Strand ist es sowohl tagsüber sehr, sehr heiß, als auch nachts wird es ja dann kälter als im Inland.
Speaker: Also es bleibt da nicht geradlinig auf einer Temperatur.
Speaker: Aber es ist da, glaube ich, schon angenehmer, auch ist nur im Inland die Süßwasserquellen.
Speaker: Und die entscheiden sich dann eben mit nur dem Gepäck, was sie da haben, direkte Nachbarn von Heinz und Margret zu werden.
Speaker: Und ich glaube, die Margret, die wird im Film als eine, ja, also sie ist 14 Jahre jünger als Heinz.
Speaker: Die merken dann eben auch gleich am Anfang, dass die Schwanger auf die Insel gekommen ist und sie ist eine sehr,
Speaker: zurückhaltende Frau.
Speaker: Und wie ich finde, also filmisch, also von den Rollen her, erlebt sie die größte Entwicklung.
Speaker: Also ich finde, alle Figuren, die wir so kennenlernen, sind wahnsinnig statisch, außer die Margret und dann einer der Lover der Lorenz, der gespielt wird von Felix Kammerer, also tatsächlich der zweite deutsche Schauspieler in diesem Film.
Speaker: Und alle anderen bleiben, aber sie werden irgendwie so erzählt und sie bleiben auch da, wo sie sind.
Speaker: Also es gibt von der Handlung ein paar überraschende Wendungen, wie ich finde.
Speaker: Aber so wirklich so eine Charakterentwicklung durchlebt vor allem die Margret und das vor allem eben dann durch die Schwangerschaft und auch eben durch diese Szene mit dieser Schwangerschaft, die wahnsinnig brutal war.
Speaker: Also ich würde sagen, dieser ganze Film, sagen wir es, schon ein Thriller, aber mehr psychisch als physisch, was ich sehr gut finde, weil ich kann ja brutal physische Szenen nicht gucken und vor allem auch nicht alleine.
Speaker: Das macht mir ganz wenig Spaß.
Speaker: Und das fand ich irgendwie sehr schön, wie er eben doch auch manchmal mit sehr brutalen physischen Szenen gespielt hat, das aber irgendwie nicht, also es war nicht zu drüber.
Speaker: Ja, finde ich auch.
Speaker: Also ich muss auch dazu sagen, ich finde ja, Margaret nimmt eine sehr krasse Entwicklung, legt eine sehr, sehr starke Entwicklung hin.
Speaker: Und das finde ich natürlich auch sehr konsequent im Sinne von, ich meine die Galapagos-Inseln sind ja auch die, das ist ja auch der Ort, wo Charles Darwin seine Origin of the Species verfolgt.
Speaker: Die Finken, die er vom Festland dort mit anderer Schnabelformung wieder erkannt hat und dann daraus abgeleitet hat, dass sich eben Lebewesen entwickeln.
Speaker: Also das Konzept der Evolution, so wie wir es kennen, ist ja eigentlich auf den Galapagos-Inseln entstanden durch seine Beobachtung eben dieser Finken der Inseln.
Speaker: Und deswegen ist es sehr konsequent, weil diese Evolution, finde ich, die findest du schon in allen Figuren wieder.
Speaker: Also ob das jetzt ein Friedrich Ritter ist, der gespielt wird von Jude Law übrigens, haben wir noch gar nicht gesagt.
Speaker: Großartig, ich liebe Jude Law.
Speaker: Ich schaue mir eigentlich fast immer jeden Film mit Jude Law an, weil ich ihn wirklich sehr, sehr gerne sehe.
Speaker: der ja eigentlich auf diese Insel geht, um sich dem Faschismus zu entziehen und einen Gegenentwurf zum Faschismus zu machen, eine Philosophie zu entwickeln, wie er zu Anfang gesagt hat, der ein neues Kapitel in der Menschheitsgeschichte aufschlägt.
Speaker: Also eigentlich ein sehr ambitioniertes Unterfangen.
Speaker: Und du merkst aber dann im Laufe des Films auch,
Speaker: dass durch diese ganzen schwelenden Konflikte, die immer stärker werden und zunehmen, er tatsächlich, und das wird dann über die Funktion seines Schreibens auch getan, er sitzt oft an der Schreibmaschine und dann hört man so im Off, was er gerade so schreibt und das, was am Anfang noch irgendwie mehr so menschlich und so eine Form von Humanismus getragen hat, schlägt auf einmal um und ähnelt immer mehr einem Faschismus tatsächlich.
Speaker: Er spricht immer mehr von Gewalt und so.
Speaker: Er ist am Anfang noch ein Vegetarier, dann kauft er auf einmal ein Gewehr und geht schießen, isst wieder Fleisch und so und so.
Speaker: Also da finde ich, ist eine ganz extrem große Evolution auch vorhanden.
Speaker: Und auch bei Dore, die davor eigentlich eher unterwürfig war, sehr, sehr viel eben gegenüber, wird auf einmal immer mehr auch die Gegenspielerin von ihrem eigenen Mann, von Friedrich Ritter,
Speaker: Und das gleiche dann auch bei, das einzige muss ich sagen, auch die Liebhaber von NAD Amis, weil die kommt ja mit zwei Liebhabern, das ist ja an sich auch schon mal großes Konfliktpotenzial auf die Insel und zwei Bediensteten, die ist aber relativ konstant.
Speaker: Also die bleibt sich in dem Film am meisten treu, finde ich.
Speaker: Deswegen ist die für mich so ein bisschen metaphorisch, ist sie für mich so diese äußere Welt, die auf den Idealismus der anderen ProtagonistInnen einwirkt und dieses Widerspiel, dieser Kontrast zwischen dem Ideal der einen und dem anderen.
Speaker: Und dann auf der anderen Seite Natur und Umwelt.
Speaker: Was setzt sich durch?
Speaker: Was ist stärker?
Speaker: Das ist ja auch eine der großen Fragen, finde ich, die der Film irgendwie stellt.
Speaker: Das verkörpert sie so ein bisschen.
Speaker: Also ich finde, dieses ganze Konzept der Evolution ist in dem Film tatsächlich ein sehr wichtiges.
Speaker: Und ist in dem Sinne dann auch konsequent.
Speaker: Aber das ist dann wieder die Frage eben, was ist der Mensch?
Speaker: Ist er gut, ist er böse?
Speaker: Die Frage hast du mir übrigens gar nicht beantwortet vorher.
Speaker: Was meinst du denn?
Speaker: Jetzt mal unabhängig von dem Film.
Speaker: Ich höre immer echt darüber, das ist eine sehr philosophische Frage und wir haben hier keinen Philosophie-Podcast.
Speaker: Ich habe die, glaube ich, so weit beantwortet, wie das was mit dem Film zu tun hat.
Speaker: Und ich weiß gar nicht, ich würde es, glaube ich, gar nicht, also du kannst natürlich da jetzt deine Evolutionstheorie an dem Film sehen und so.
Speaker: Ich finde tatsächlich, also ich finde einfach, dass die Dore am Anfang nicht unterwürfig, sondern einfach sehr liebend mit ihrem Mann gewirkt hat und eben ihr kleines Paradies erschaffen hat in dem, was sie haben und haben wollten.
Speaker: Und einfach nur plötzlich wurde das gestört und das Einzige, was sie ja die ganze Zeit haben wollte, ist dieses, nein, warum nehmen wir die überhaupt wahr?
Speaker: Warum können wir nicht wieder zurückkommen zu dem, was wir hier haben?
Speaker: Lass die doch machen, was sie wollen.
Speaker: Und
Speaker: Und der Einzige, der ja dann wirklich mehr oder minder die ganze Zeit darauf eingeht, ist ja eben dann Drew Glor als Dr. Ritter, der ja dann auch, und das finde ich irgendwie ganz interessant, weil ich glaube, das kann man interpretieren und nicht interpretieren, zu sagen, verfällt ja nicht auch so ein bisschen der Baroness in dem Schaum, weil darum geht es ja, oder dadurch wird ja ihre Rolle vor allem viel erzählt und zu sagen, sie ist,
Speaker: die Macht und jeder, also alle, die mit ihr zu tun haben, sind gehörig und sollen direkt das machen und es ist, wird, also ich finde auch ihr Charakter wird irgendwie viel einfach nochmal über diesen ganzen Sex, den sie ja dann hat erzählt und das war dann ab und zu so ein bisschen, ja, okay, mir war es ein bisschen zu viel, ähm,
Speaker: Und was ich dann dazu irgendwie auch noch irritierend fand, waren eben diese zwei Mitarbeiter, mit denen sie dann noch kommen, die dann irgendwie anfangen sollen zu schaufeln und eben am Strand noch eine Süßgewasserquelle finden sollen und die waren dann plötzlich weg.
Speaker: Also den einen schickt sie dann weg und der war dann weg.
Speaker: muss man nicht erzählen, der war dann einfach, ja, entweder von Schweinen, genau, also es finden auch sehr viele Tiere da irgendwie, also Schweine sind da und Kühe und die machen, also wollen sie dann, also der Heinz und die Margaret machen das ja irgendwie auch zu eigen und haben dann plötzlich eine Kuh und ich fand das, und da können wir ja nochmal sagen, also das ganze Szenenbild, das fand ich sehr, sehr beeindruckend.
Speaker: Ja, war sehr gut.
Speaker: Das Einzige, was mich einmal gewundert hat, ist, dass sie dann ein Haus gebaut haben, die Widmers, und die hatten dann tatsächlich so richtig schöne Fenster mit Glas.
Speaker: Und da habe ich mir dann gedacht, wie sie das wohl selber gezimmert haben oder haben sie mitgebracht.
Speaker: Aber okay, da will ich jetzt auch gar nicht so kleinlich sein.
Speaker: Das ist schon okay.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, auch wenn du sagst, wir sind kein Philosophie-Podcast, ich finde halt, der Film wirft aber schon sehr, sehr grundsätzliche, philosophische Fragen schon auch auf.
Speaker: Also für mich hat sich zum Beispiel auch die Frage aufgedrängt, nach Zivilisation generell, die stellt der Film für mich ja auch, inwiefern die Zivilisation uns auch vor der Natur schützt.
Speaker: Weil ganz ehrlich, wenn du den Film anschaust, denkst du dir, wow, wenn ich auf so eine Insel gehen würde, wie lange würde ich wohl überleben?
Speaker: Ich gehe, wenn ich die Milch brauche, gehe ich in den Supermarkt.
Speaker: Ja und der muss dafür erst eine Kuh irgendwie verfolgen, dann irgendwie über Umstände und mit ganz viel Aufwand dann da irgendwo einsperren.
Speaker: Also der Aufwand, der betrieben wird, es wird zumindest bewusst, wenn du den Film siehst, mit wie viel Komfort wir unser Leben eigentlich betreiben.
Speaker: Wir gehen in den Supermarkt und da werden eigentlich die meisten unserer Bedürfnisse befriedigt, wenn es ist.
Speaker: Wenn du in der Natur lebst, in der Umwelt oder in der Natur lebst, so wie die das tun, ist es eine komplett andere Sache.
Speaker: Und deswegen ist es so ein bisschen die Frage, wie viel uns die Zivilisation vor der Natur schützt.
Speaker: Und dann stellt der Film auf der anderen Seite auch die Frage, so wie der Film das darstellt, inwiefern schützt sie uns auch vor uns selbst tatsächlich.
Speaker: Weil wir sind ja auch Teil der Natur.
Speaker: Und dann für mich auch die Frage, inwiefern das vielleicht auch ein Grund dafür sein könnte, dass wir uns von der Natur so entfremdet haben.
Speaker: Und das ist, finde ich, eine sehr grundsätzliche Frage.
Speaker: Ja.
Speaker: Also ich meine, beide kommen irgendwie aus dem Krieg in die Parteien.
Speaker: Die dritte kommt aus vielfälscherischen Verhältnissen und lebt ihr Leben irgendwie so, wie es ihr gerade gefällt, um dann zu sagen, ja, also von den Verhältnissen, wo die herkommen, Krieg, waren auch Menschen gegen Menschen und dann flüchten sie und dann gehen sie auf eine einsame Insel und da passiert ja im Prinzip das Gleiche, nur in einem ganz viel kleineren Kosmos.
Speaker: Ja, Mikrokosmotisch, so da hast du vollkommen recht.
Speaker: Ich sage ja auch nicht, dass die Zivilisation, deswegen wissen wir auch, Zivilisationen sind zum einen schon auseinandergebrochen, sind untergegangen und Zivilisation heißt nicht, dass es deswegen keine Gewalt gibt oder sonstiges.
Speaker: Aber die Frage ist halt doch, wenn so viele Menschen zusammenleben, da sind es nur fünf Menschen.
Speaker: Ja, oder fünf, zwei, vier, fünf, ja, dann sind sie irgendwann zehn ungefähr.
Speaker: Und da bricht es aus.
Speaker: Wenn wir die Zivilisation nicht hätten, dann würde das ja nochmal wahrscheinlich in einem ganz anderen Maße ausbrechen.
Speaker: Ich will auch gar nicht sagen, dass die Frage beantwortet wird von dem Film.
Speaker: Ich kann sie auch gar nicht beantworten.
Speaker: Ja, aber dann guckt man so Filme wie The Purge.
Speaker: Oder heißt der The Purge?
Speaker: Den habe ich, doch ich glaube der heißt Sony, den habe ich aber nicht gesehen, muss ich ehrlich zugestehen.
Speaker: Aber es geht ja auch gar nicht darum, die Frage zu beantworten, es geht ja nur darum, dass der Film die Fragen stellt und deswegen finde ich den Film in der Beziehung auch sehr sehr gut, weil er sehr viele Fragen aufwirft, die nicht einfach zu beantworten sind und über die man wirklich nachdenken muss und das ist eine der Fragen, die mir dann durchaus auch so ein bisschen nachgehangen sind, nachdem ich ihn mir angeschaut habe.
Speaker: Ich fand halt, also ich fand den Film wahnsinnig schwer auf jeden Fall, weil ich irgendwie so schockiert darüber war, das so zu erzählen.
Speaker: Und das, also ich meine, wir haben uns ja jetzt anscheinend beide nochmal damit befasst, mit der realen Geschichte und das war ja dann auch so.
Speaker: Aber es ist irgendwie so enttäuschend zu sagen, dass man da gar keinen Weg gefunden hat, irgendwie miteinander auszukommen und irgendwie zu sagen, hey...
Speaker: das, was mir gehört, gehört ja irgendwie auch dir.
Speaker: Und wenn wir das teilen oder miteinander sind, kommen wir beide irgendwie weiter, sondern es ist von Anfang an so, nein, das ist meins und am besten mache ich dir noch irgendwas kaputt, damit du gar nicht erst da hinkommst, wo ich hinkomme.
Speaker: Und das fand ich sehr bedrückend nach diesem Film.
Speaker: Aber natürlich ist das irgendwie eine krasse emotionale Wirkung und das ist ja auch toll, wenn ein Film sowas auslösen kann.
Speaker: Also wenn es einem einfach so nicht kalt lässt, ja.
Speaker: Was ich halt spannend fand auch, ist, dass aber, du siehst aber auch, dass dieses Gleichgewicht dann von einer einzigen Kraft auch tatsächlich ausgelöst werden oder dieses Gleichgewicht ins Wanken gebracht werden kann.
Speaker: Von einer einzigen Kraft, weil am Ende des Tages… Von einer Frau.
Speaker: So, und jetzt kommen wir zur anderen.
Speaker: In diesem Fall, aber das würde ich jetzt daran überhaupt nicht festmachen wollen.
Speaker: Aber vielleicht, ja, ich meine, das ist eine sehr gute Frage.
Speaker: Ich sage jetzt nur, ich überlege, ob in dem Film die Darstellung deswegen vielleicht die gute ist, weiß ich jetzt gerade nicht.
Speaker: Aber es ist halt so, die Widmers sind ja eigentlich sehr friedliebend und nach den Erfahrungen im Ersten Weltkrieg, glaube ich, hat es ja Heinz Widmer, auch eben Daniel Brühl,
Speaker: ja darauf angelegt, tatsächlich in Frieden zu leben und dem allen irgendwie zu entkommen.
Speaker: Und der ist ja auch den ganzen Film über immer sehr nachgiebig.
Speaker: Umso mehr, die werden ja ausgeraubt von der Baronin, die hat dann keine Lebensmittel mehr, die klaut ihn die Lebensmittel.
Speaker: Und er lässt es aber nicht zu, dass es wirklich zu einem ganz großen Konflikt kommt.
Speaker: Der ist ja wirklich durchaus auch geduldig, sag ich mal, auch wenn er ihr dann gegenüber nicht mehr besonders aufgeschlossen und freundlich ist.
Speaker: Aber was ist für mich so ein bisschen, was der Film für mich so ein bisschen in sich trägt, ist, wenn du nur eine Kraft hast,
Speaker: die so einem Gleichgewicht entgegenwirkt, dann kann das so ein Kartenhaus komplett ins Wanken bringen und zum Einsturz bringen.
Speaker: Das müssen auch nicht mal alle Parteien gleichmäßig sein, sondern es reicht wirklich eine Kraft, die das macht und das hat der Film eben auch für mich so ein bisschen gezeigt zumindest.
Speaker: Oder so nehme ich das wahr, lass es mich so sagen.
Speaker: Ja.
Speaker: Und ich glaube, also vor allem, also das finde ich eben auch, es gibt, also leider ist, finde ich den irgendwie, er hat so einen großen Moment und dann bleibt er aber weiter so eine Seitenfigur und das ist der Jonathan, also Jonathan Tiddle, der den Harry Wittmann spielt, das kann aber den deutschen Namen bleiben.
Speaker: Und der eben schwer krank dann auf diese Insel kommt.
Speaker: Und das finde ich auch eine gute Einstiegsszene, weil er ist krank.
Speaker: Sie sind auf dem Schiff.
Speaker: Ich glaube, das muss eine wahnsinnig furchtbare Reise bis dahin gewesen sein von Deutschland um die Zeit.
Speaker: Das war bestimmt, oh Gott, furchtbar, furchtbar.
Speaker: Also wenn man sich das nochmal vorstellen möchte.
Speaker: Und dann hat er, und dann plötzlich, das ist ja so der einzige Blickblick so ein bisschen, dass dieser Junge da aufblüht und der kann körperliche Arbeit verrichten und plötzlich wird er von der Baronin angespornt und kann dann rennen und plötzlich sind die oben auf diesem Berg und er sagt, ich kann atmen.
Speaker: Und, ähm.
Speaker: Das wird dann nicht weiter erzählt.
Speaker: Er bleibt dann eben der Sohn und freut sich dann eben, dass er dann eine Tochter bekommt, eine Schwester, aber die wird man es dann, die Tochter bekommen.
Speaker: Aber das fand ich... Ist doch Rolf, oder?
Speaker: Stimmt, Rolf.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, ja, Entschuldigung.
Speaker: Egal.
Speaker: Kommt in dem Film noch nicht weiter großartig vor, also ist ja eigentlich vollkommen egal.
Speaker: Nee, es ist ja plötzlich ein Baby, ja.
Speaker: Und ja, das fand ich irgendwie eine ganz schöne Side-Story noch, die irgendwie wenig mit dem eigentlichen Platt zu tun hat, aber irgendwie nett erzählt wurde.
Speaker: Mhm.
Speaker: Und was vielleicht auch einfach dann nochmal erzählt, warum die so ein bisschen auch mehr im Frieden leben können, weil im Prinzip wollen sie ja auch für ihn ein besseres Leben führen und wir sehen an ihm, dass es auf jeden Fall ein besseres Leben für ihn ist.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Aber Harry oder Harry oder wie auch immer, genau, das ist ein bisschen das.
Speaker: Das ist auch ein bisschen, siehst du auch, das ist der Ansporn für seine Eltern, überhaupt dort hingegangen zu sein.
Speaker: Aber ja, also ich finde, was halt Filme gut macht, finde ich, ist, auch wenn sie in die Vergangenheit schauen, so wie dieser jetzt, aber halt dennoch so wahnsinnig,
Speaker: aktuell und relevant sind für die Gegenwart.
Speaker: Und ich glaube, das ist der Film tatsächlich.
Speaker: Das gelingt dem Film wirklich gut.
Speaker: Also, dass ich gerade gesagt habe, sodass eine Kraft alleine so dieses Kartenhaus zum Einstürzen bringen kann, das sehen wir ja gerade auch in unserer Zeit.
Speaker: Also die ganzen Kräfte, die wirken, die ganzen...
Speaker: Die faschistischen Kräfte, die es in der Welt wieder gibt, die ganzen rechtsextremen Kräfte, die gerade wachsen, die sind dazu in der Lage, aus dieser einen Stoßrichtung, aus der sie kommen, ganze Gesellschaften tatsächlich gerade zum Einsturz zu bringen.
Speaker: Das sehen wir in den USA.
Speaker: Und deswegen ist dieser Film eben aktuell und relevant.
Speaker: Und das macht ihn schon zu einem ziemlich guten Film, muss ich sagen.
Speaker: Und dann drängt sich halt auch, und das muss ich jetzt tatsächlich sagen, auch wenn du gesagt hast, das sind keine Philosophie-Podcasts, aber wenn du den Film siehst,
Speaker: Wenn du das Buch gelesen hast, musst du an William Goldings Herr der Fliegen denken.
Speaker: Das ist so ein Klassiker.
Speaker: Den habe ich damals noch in der Schule gelesen.
Speaker: Hast du den gelesen?
Speaker: Nein.
Speaker: Nein?
Speaker: Es ist wirklich eine der meist zitierten Geschichten und hat einen Literatur-Nobelpreis bekommen.
Speaker: Da geht es um einen Haufen Jungs, die auf einer einsamen Insel sind.
Speaker: Dort angespült werden und dort alleine auf sich gestellt sind.
Speaker: Junge Kinder.
Speaker: Ja, wo man einfach erstmal meint, vielleicht sind die, die sind ja unschuldig und so weiter und so fort.
Speaker: Und auch dort bricht dann Gewalt aus, morden sich gegenseitig.
Speaker: Und das wurde lange Zeit immer, ja, es ist eine düstere Geschichte, aber es ist trotzdem ein sehr gutes Buch.
Speaker: Ich kann es jedem empfehlen, es ist ein fantastisches Buch.
Speaker: Aber endet eben auch im Drama und in der Tragödie.
Speaker: Und das wurde immer so als Blaupause dafür gesehen, dass wir Menschen alle schlecht sind.
Speaker: Und dann gibt es aber auf der anderen Seite, ich finde, das ist ein wichtiges Thema, gerade in der jetzigen Zeit, finde ich, ist es ein sehr wichtiges Thema.
Speaker: Ich finde, das ist nicht in Stein gemeint, wir sind nicht von Haus aus schlecht, wir sind nicht von Haus aus gut, aber wir sollten uns auch nicht immer die Geschichten nur erzählen, wo wir alle schlecht sind.
Speaker: Und es gibt zu allem auch eine Gegengeschichte und das wollte ich sagen.
Speaker: Es gibt auch Geschichten und das ist in dem sehr guten Buch von Rutger Bregman, Humankind, da gibt es auch Geschichten, wo sich tatsächlich, wo Kinder zusammen auf einer Insel gespült werden und in Kooperation das Ganze überleben und sich gegenseitig helfen und unterstützen.
Speaker: Und ich finde, dass diese Geschichten genauso wichtig sind, dass wir kulturell aber sehr häufig uns die Geschichten erzählen, die eben davon ausgehen, dass immer das Schlechteste passiert und dass wir Menschen uns immer die bösesten Sachen antun.
Speaker: Und ich finde, das ist auch eine Sache, die wir uns vielleicht zu viel erzählen.
Speaker: Also du meinst, das ist ein gutes Mahnschild, wenn man in einen Film wie Eden geht und den dann sieht und dann zu sagen, okay, was kann ich an mir besser machen oder was kann ich irgendwie sehen, um zu sagen, damit das nicht so ausbricht?
Speaker: Nö, ich wollte eigentlich nur…
Speaker: Ich wollte nur einfach sagen, dass das wieder mal ein Film ist, der einfach zeigt oder die Prämisse übernimmt, dass alles, was, wenn wir uns auf uns alleine gestellt sind, wenn wir uns naturell zurückgeworfen werden, auf unsere Natur und unser Leben kämpfen müssen, dass dann immer das Schlechteste in uns ausbricht.
Speaker: Und das glaube ich nicht.
Speaker: Und ich glaube, dass dieses Narrativ viel zu häufig bedient wird.
Speaker: Jetzt beruht es natürlich auf einer wahren Begebenheit, aber auch da gibt es natürlich sehr, sehr viele blinde Flecken.
Speaker: Man weiß nicht genau, was vorgefallen ist.
Speaker: Es war eine einsame Insel.
Speaker: Und vielleicht war das dort auch so, aber auch dazu gibt es eben andere Geschichten, die auch genau das Gegenteil aussagen.
Speaker: Das ist alles, was ich sagen möchte.
Speaker: Und ja, damit würde ich es dann auch belassen.
Speaker: Das wäre dann schön, wenn die dann auch verfilmt werden, damit man dann irgendwie so einen Vergleich zusammen hat und sagt, ich würde gerne einen Film gucken mit den Kindern, die auf eine einsame Insel gehen und wo das alles gut ausgeht.
Speaker: Denn das, leider Gottes, tut es bei diesem Film eben nicht.
Speaker: Für keinen so richtig.
Speaker: Nee.
Speaker: Nee.
Speaker: Nicht so.
Speaker: Ja, weiß ich nicht.
Speaker: Ich finde, also...
Speaker: Ich finde für Margaret die Evolution, die Margaret in dem Film hinlegt, die du ja schon gesagt hast, ist eine bemerkenswerte und ich finde sie wird in dem Film von einem Mädchen, wenn du so möchtest, oder wird sie zu einer Frau, die ihre Familie zusammenhält und die das Rückgrat der Familie wird, wenn du so möchtest, auch ein bisschen.
Speaker: Und das finde ich eine sehr starke Evolution.
Speaker: Und ihre Werte irgendwie findet und an deren Festheit.
Speaker: Und das kann man irgendwie auch, ja.
Speaker: Also es gibt irgendwie, also nur die Frauen tatsächlich bleiben irgendwie ihren Werten treu, ob die jetzt gut oder schlecht sind.
Speaker: Aber ich finde also vor allem die...
Speaker: Dora, die ja im Prinzip eigentlich nur alleine sein will und alles nichts miteinander zu tun haben und die auch gar nicht so großes Interesse daran hat, wirklich alle miteinander so auszuspielen, weil sie will ja eigentlich nur ihren Friedrich und ihren Esel und alleingelassen zu werden und es gibt ja eben dann diese Dinner-Szene, die krass psychisch ist.
Speaker: habe ich so empfunden, wo sie ja dann einfach relativ cool versucht zu sagen, ich muss darauf überhaupt nicht antworten und du kannst daraus ziehen und mich hier vorführen, aber ich gehe jetzt.
Speaker: Und dann irgendwie alle und dann eben nochmal bedroht wird und so und also die Szene zieht sich auch und
Speaker: Andere Sachen kommen dann nochmal ans Licht und die sind wahnsinnig unangenehm.
Speaker: Gott, das ist ja unangenehm.
Speaker: Es ist kein angenehmer Film zu gucken.
Speaker: Nee, angenehm ist er mit Sicherheit nicht.
Speaker: Wenn man dann irgendwann denkt, jetzt kann ich mich mal kurz zurücklehnen und vielleicht noch mal irgendwie bei Popcorn greifen.
Speaker: Ist kein Popcornfilm, finde ich übrigens auch nicht.
Speaker: Nee, ist es auch nicht.
Speaker: Nein, es ist auf jeden Fall kein Film zum sich wohl, zum Gutfühlen.
Speaker: Es ist kein Feel-Good-Movie.
Speaker: So ist er auch gar nicht angelegt.
Speaker: Er bringt vieles aber auch an die Oberfläche.
Speaker: Er schwemmt vieles an die Oberfläche und ich finde eben auch, es ist ein Film, der einem abnötigt in...
Speaker: in den Spiegel zu schauen.
Speaker: Also in den menschlichen Spiegel zu schauen schon.
Speaker: Das macht er auf jeden Fall und da eben sehr, sehr viele Fragen eben auch aufwirft.
Speaker: Genau, die man sehr unterschiedlich beantworten kann.
Speaker: Auf jeden Fall.
Speaker: Und ja, ich glaube, was meinst du, wenn wir dann vielleicht schon mal in die Fun Facts einsteigen sollen?
Speaker: Sollen wir dann in die Fun Facts einsteigen?
Speaker: Sehr gerne.
Speaker: Ja.
Speaker: Fun Facts.
Speaker: Also schieß mal los.
Speaker: Fun Facts bei dem Film ist jetzt natürlich schon nach dem, was wir alles gerade gesagt haben.
Speaker: Schauen wir mal, was wir gefunden haben.
Speaker: Was hast du denn gefunden?
Speaker: Also, ich weiß gar nicht, also, okay, nochmal.
Speaker: Wie wir gesagt haben, beide kommen, also Dore und Friedrich Ritter kommen auf die Insel.
Speaker: Laut den Aufzeichnungen, weil er Doktor ist und eben Infektionen vorbeugen möchte, kommen sie dann eben beide zahnlos.
Speaker: Und auch laut den Aufzeichnungen, die ich gefunden habe, kriegt eben der Friedrich das Gewehr von einem amerikanischen Millionär, der eben auch davon gehört hat, dass diese Insel plötzlich bewohnt ist und der eben, ja, wie, glaube ich, so ein bisschen Zoo-mäßig das sich angucken wollte und dann konnten die irgendwie sich also verhandeln.
Speaker: Und es gibt also eben ein paar Sachen, die im Film ganz anders erzählt werden und im Film bekommt er
Speaker: eben dieses Gewehr von von, sag doch schnell, Heinz.
Speaker: Genau.
Speaker: Ja, Heinz Wittmar.
Speaker: Aber es dauert eben auch.
Speaker: Wittmar, genau.
Speaker: Ja, und das ist aber wichtig auch, weil, genau, das ist halt auch so die Evolution, die er nimmt.
Speaker: Jemand, der davor keinerlei Gewalt ausüben wollte gegenüber Tieren, noch nicht, man hat auf einmal ein Gewehr.
Speaker: Das ist tatsächlich eine wichtige Szene.
Speaker: Und auch ein wichtiger Teil der Geschichte, um die so zu überliefern.
Speaker: Ja.
Speaker: Das mit den Zähnen haben wir ja schon gesagt, genau hast du gerade auch nochmal gesagt, was ich halt lustig finde, ist an der Geschichte, habe ich auch schon gesagt, dass sie sich halt ein Gebiss geteilt haben.
Speaker: So ein Candlelight Dinner stelle ich mir dann ein bisschen problematisch vor.
Speaker: Oder sie manchen handeln wir alles so zusammen.
Speaker: Oder so.
Speaker: Aber es verliert ein bisschen was von der Romantik, wenn du erst deine Szene in den Mund deiner Partnerin oder andersrum setzen musst, bevor ich das gemeinsam mit Essen mache.
Speaker: Also das war wohl...
Speaker: Etwas anders zwischen den beiden, genau.
Speaker: Jünter, wo ist denn unser Publikum eigentlich?
Speaker: Ja, der Chef-Animateur.
Speaker: Jümi, sehr schöne Flasche, die du hast.
Speaker: Danke, die ist neu.
Speaker: Ja, die habe ich auch noch nie gesehen bei dir, von daher, aber die steht hier ausgezeichnet.
Speaker: Ganz tolle, schöne Flasche.
Speaker: So sommerlich.
Speaker: Ja, wird so sommerlich.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Hast du noch was?
Speaker: Was hast du denn noch?
Speaker: Was ich sonst noch gefunden habe, sind eben, wie die Charaktere beschrieben werden und wie da eben die künstlerische Freiheit gespielt hat.
Speaker: Denn laut den Aufzeichnungen war die Margaret total begeistert von diesem Aussteigerprojekt und total dahinter.
Speaker: Und sie wird halt irgendwie mehr oder minder erzählt, um eben auch diesen Konflikt zwischen Margaret und Dore irgendwie besser zu erzählen, dass Dore eben sagt, die hasst die typische...
Speaker: deutsche Hausfrau.
Speaker: Also die, die irgendwie nur da ist, um dem Mann irgendwie zu gefallen und das, was ich eben gefunden habe, war eben Mare gar nicht so und tatsächlich die Dore mehr, also nicht Hausfrau, Hausfrau, aber die war eben hin und weg von ihrem
Speaker: Also auch, das habe ich gefunden, dass die beiden, sowohl die Dore als auch der Friedrich Ritter, verheiratet waren und dann eben Hals über Kopf auf diese Insel gehen wollten, einfach weil Friedrich das gesagt hat.
Speaker: Und dann hat aber Friedrich eben sie nur mitgenommen, damit sie ihm eben Kinder gebärt und also Nutzen zum Zweck.
Speaker: Und für Dore war es eben die aller, aller große Liebe.
Speaker: Und das fand ich im Film eben anders erzählt, weil ich schon das Gefühl hatte, dass die beiden,
Speaker: die wenigstens am Anfang so in ihrer Beziehung irgendwie auf Augenhöhe sind.
Speaker: Ja, das stimmt.
Speaker: Also man muss auch sagen, wenn wir schon mal Fun Facts sind, ich würde vielleicht eher auch zu Hintergrundwissen heute übergehen, weil man ja immer noch, also erstmal, weil der Film jetzt nicht so fun ist und zweitens, weil es ja auch noch eine wahre Begebenheit gibt, die dem Ganzen,
Speaker: die den Nährboden liefert für diesen Film auch.
Speaker: Und die Geschichte an sich ist eigentlich relativ, also ich habe mir ein bisschen Mühe gegeben, die auch noch so ein bisschen über verschiedene Kanäle zu recherchieren.
Speaker: Und die ist eigentlich relativ
Speaker: nah an dem, was man weiß.
Speaker: Aber es gibt natürlich, und das ist ja genau die Problematik, es gibt ja eigentlich zwei verschiedene Berichte darüber, was vorgefallen ist.
Speaker: Einer ist eben von Dore, die ist ja dann 1934 wieder zurück, hat die Insel verlassen, ist zurück, hat dann eben ihre Memoiren geschrieben oder wie auch immer, das Buch, ihr Erfahrungsbericht von der Insel.
Speaker: Und schreibt dort eben eher so ein wenig auf sich bezogen ihre Sicht, aber die differenziert dann wieder ganz, ganz stark von der von Margaret Widmer, die auf der Insel bleibt, so viel kann man sagen.
Speaker: Und das sehr konterkariert mit dem.
Speaker: Also es gibt zwei sehr unterschiedliche Berichte darüber, wie dann die Dinge abgelaufen sind.
Speaker: Aber an den Fakten, das was man weiß, von dem hat der Film eigentlich alles sehr, sehr gut abgebildet.
Speaker: Und ein Funfact, das ist dann tatsächlich fast ein Funfact, muss ich sagen, ist, dass Margaret Whitmer tatsächlich ihr Leben lang auf der Insel geblieben ist.
Speaker: Gestorben 2000.
Speaker: 2000 gestorben mit 90 Jahren und dass ihre Nachfahren auf der Insel mittlerweile ein Hotel betreiben.
Speaker: Für alle, also nicht nur für Multimillionäre.
Speaker: Ja, eher ein kleines, feines Hotel, glaube ich.
Speaker: Aber das, was sie so bekämpft haben damals, nämlich mit der Baronin, dass sie das jetzt quasi selber machen.
Speaker: Ironie des Schicksals, der Geschichte.
Speaker: Hast du noch was?
Speaker: Ja, also ich weiß gar nicht, ich würde das als, ich glaube, ich packe das lieber in meine Kreditdaten am Ende.
Speaker: Okay.
Speaker: Hast du noch was?
Speaker: Ich würde vielleicht sagen...
Speaker: Ja, das ist eigentlich was, also ich könnte noch sagen, weil wir ja schon gesagt haben, dass Rush einer deiner Lieblingsfilme ist und du, wie gesagt, da wirklich kurz oder länger mit dem Gedanken der Formel-1-Karriere gespielt hast.
Speaker: Immer noch.
Speaker: Auf jeden Fall mehr als auszuwandern auf eine einsame Industrie.
Speaker: Ah, okay.
Speaker: Na gut.
Speaker: Also, wir werden das weiterhin mit Spannung verfolgen, ob es dann doch noch in die Formel 1 geht.
Speaker: Auf jeden Fall, ich hoffe, wir finden dann immer noch Zeit für den Podcast, aber wir werden sehen.
Speaker: Auf jeden Fall ist es die erste Zusammenarbeit zwischen Daniel Brühl und Ron Howard seit eben Rush.
Speaker: Gab es seitdem nicht mehr und seitdem sind sie zum ersten Mal wieder zusammen am Set gewesen.
Speaker: Das ist vielleicht ganz interessant dann auch in dem Zusammenhang.
Speaker: Einen habe ich noch, wenn du keinen mehr hast, aber das ist auch ganz kurz.
Speaker: Es wurde nicht auf den Galapagos-Inseln gedreht.
Speaker: Wer hätte das gedacht?
Speaker: Sondern es wurde an der Goldküste von Australien gefilmt.
Speaker: Das noch dazu.
Speaker: Oh!
Speaker: Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass ein paar von den Tieraufnahmen, weil du hast es ja vorhin schon auch so Anfang gesagt und auch richtig, richtig gut zusammengefasst, dass diese Landschaftsaufnahmen, dass die tatsächlich aber auf den Galapagos-Inseln geschossen wurden.
Speaker: Zumindest eine, weil diese Echsen, die sie dort auch oft haben und diese Schwimm-Echsen.
Speaker: Komodowarane.
Speaker: Komodowarane und so.
Speaker: Ich glaube, die sind, also...
Speaker: Ja, könnt ihr mir vorstellen, dass die dort eben auf den Galapagos-Inseln gefilmt wurden.
Speaker: Aber diese Düsterheit, diese Zwischenschnitte immer, ich glaube, die könnten, dass sie dort gefilmt sind.
Speaker: Aber alles mit den Schauspielern und so, das war tatsächlich in Australien.
Speaker: Ja.
Speaker: So, dann.
Speaker: Oh.
Speaker: Lassen wir das damit hinter uns.
Speaker: Oh, gleich ein Double Whelmy.
Speaker: Oh, hallo.
Speaker: Okay, danke.
Speaker: Reicht jetzt auch.
Speaker: Danke, okay.
Speaker: Sonst werde ich noch arrogant.
Speaker: Also, sonst werde ich noch arrogant.
Speaker: Nee, das möchte ich jetzt vermeiden.
Speaker: Dann hätten wir die Zitate, oder?
Speaker: Ne, die Lieblingsszene.
Speaker: Das Filmzitat.
Speaker: Okay.
Speaker: Achso, ja, ich dachte, wir machen zuerst die Zitate.
Speaker: Aber ist vollkommen egal.
Speaker: Kommt alles dran.
Speaker: Ich glaube, also ich habe zwei und eins davon wäre in dem Fall... Ich habe nur eins.
Speaker: Ah, hier.
Speaker: Du hast nur eins?
Speaker: Ja, ich habe nur eins.
Speaker: Okay, ich hab halt dieses, also er kommt dann eben auf diese große Erkenntnis, als er eben auch merkt, also er ist Friedrich Ritter, dass er sich irgendwie verändert und ganz weit wegkommt von dem eigentlichen Ziel, was er gehabt hat und dann kommt er eben zu Dore und er hat eben die große Erkenntnis, um zu sagen, es geht um die Menschen und er sagt, we hunt, we fight, we fuck, we kill.
Speaker: Und, ähm,
Speaker: Ja, mir hat die gefallen.
Speaker: Ja, super, okay.
Speaker: Ja, halten wir so fest.
Speaker: Wunderbar.
Speaker: Schön.
Speaker: Und ich habe tatsächlich, was ich schön fand, war immer die Sequenzen, wo er eben schreibt und du hörst so dieses Tippen, dieses Klicken von der Schreibmaschine.
Speaker: Ich weiß nicht, warum dieses Geräusch, so dieses Geräusch einer Schreibmaschine, das löst was in mir aus.
Speaker: Ich weiß nicht, warum.
Speaker: Ja, man hat einfach Bock selber zu schreiben.
Speaker: Man möchte einfach sich an die Tastatur setzen, man möchte in die Tasten hauen und irgendwas aus sich rausfließen lassen.
Speaker: Und er sagt einmal, das ist auch ein schönes Zitat, das habe ich aber hier nicht aufgeschrieben, aber das bringe ich jetzt auch noch an, da hat er gesagt, ich fragte ihn, how's the writing going?
Speaker: Und dann sagt er, it's flowing out of me like rivers.
Speaker: Das fand ich auch total schön, fällt mir gerade ein.
Speaker: Ich wünschte, das wäre bei mir auch so.
Speaker: Das kann ich sehr selten von mir behaupten.
Speaker: Auf jeden Fall in einer von der Sequenz sagt er dann, ich weiß nicht, ob das jetzt Werberteam genauso gesagt wurde, weil ich habe mir ein bisschen schwer getan, aber er sagt mehr oder weniger, Life's all about pain.
Speaker: You have to accept life's pain, because pain becomes truth, and truth is salvation.
Speaker: Das wäre jetzt auch mein nächstes gewesen.
Speaker: Ach wirklich?
Speaker: Ach Mensch, du, sieh eine an.
Speaker: Sorry.
Speaker: Aber finde ich schön, weil ich denke, Schmerz gehört wirklich zum Leben dazu.
Speaker: Und ich glaube auch, dass wir die größten Einsichten im Leben dann bekommen, wenn sie auch mit Schmerz verbunden sind.
Speaker: Oder nicht nur mit Heiterkeit und allem.
Speaker: So schön das auch ist, aber Schmerz ist auf jeden Fall eine wichtige Emotion.
Speaker: Ja.
Speaker: Ähm, gut.
Speaker: Dann haben wir noch die Szene des Films, oder?
Speaker: Ja.
Speaker: Liebe Emilia.
Speaker: Die Lieblingsszene.
Speaker: Und die ist bei mir tatsächlich diejenige, wenn sie die Dinnerparty ausführt und das einfach wahnsinnig unangenehm ist und dann hat sie ihre kleine Show und fängt dann eben an zu singen.
Speaker: Und dann muss aber das Grammophon läuft aus und einer der Liebhaber muss dann aber nochmal kurbeln.
Speaker: Und dieses Ganze, weil ich finde, also jegliche Emotionen spielen da eben mit.
Speaker: Also alle Main-Charaktere sind eben an diesem Tisch versammelt aus unterschiedlichen Gründen und sie spielt dann aber damit.
Speaker: Und ihr ist das so scheißegal.
Speaker: Und dann irgendwie einmal kurz die große Show, weil man merkt eben auch, ja, sie hat Langeweile und ja, auch sie ist einsam.
Speaker: Absolut, ja.
Speaker: Tatsächlich auch am Anfang des Films ist sie ja sehr menschlich, da sieht man sie am Spiegel.
Speaker: Also man sieht auch, sie ist menschlich, obwohl sie dann eigentlich so manipulativ und so den Konflikt sucht.
Speaker: Aber man sieht, und das ist gut auch gemacht, finde ich, man sieht, sie ist trotzdem ein Mensch mit Schwächen.
Speaker: Und deswegen macht sie dann eben auch nahbar in dieser Rolle.
Speaker: Ja, und vor allem, darf ich da ganz kurz sagen, also auch, das ist jetzt ein Mix zwischen Szene und Zitat, aber eben auch dieses, also sie hat eben dieses Mantra, dieses I'm the embodiment of perfection.
Speaker: Ja, stimmt.
Speaker: Und das haben wir in ganz vielen verschiedenen Facetten auch.
Speaker: Also es gibt dann eben auch diese eine Szene, wo sie durch den Wald rennt und das sich immer, immer und immer wieder vorsagt.
Speaker: Ja.
Speaker: Aber eben auch, das ist ihr, genau, dieses Wichtigste, also danach lebt sie und dafür lebt sie eben auch.
Speaker: Ja, das ist auch wichtig, genau, absolut.
Speaker: Weil auch da sieht man eben auch, und das ist eben genau immer dieser feine Grad, da auch sieht man, ist sie verletzlich.
Speaker: Also diese Autosuggestion, die sie dort betreibt, zeigt Ihnen auch, sie hat sehr, sehr viele dunkle Wolken auch über sich, denen sie dann versucht eben damit entgegenzuwirken.
Speaker: Aber das macht sie eben auch nahbar auf der anderen Seite.
Speaker: Trotz allem, was so verwerflich ist, dann hier auch in der Rolle.
Speaker: Also, wolltest du noch was dazu sagen?
Speaker: Nee, das war es dann.
Speaker: Das war es dann.
Speaker: Also bei mir war es, ich bin schuldig geblieben, dass ich tatsächlich nicht alleine im Kino war diesmal, sondern ich war mit meiner Mama im Kino.
Speaker: Und nur schöner ins Kino, also ins Kino geht es mit meiner Mama, mit meiner Mama gehe ich sehr gerne ins Kino.
Speaker: Und das war ein schöner Ausflug.
Speaker: Und auf jeden Fall aber die Szene, die mich am meisten berührt und mitgenommen hat, war tatsächlich die Szene, wo Margaret das Kind gebärt hat.
Speaker: Und das war auch nicht nur bei mir so, sondern das war auch die Szene, da habe ich gemerkt, wie meine Mutter neben mir, Mutter von vier Kindern, muss man dazu sagen, tatsächlich mit sich kämpfen musste, weil es wirklich am Rande der Belastung ist, das mitzuerleben.
Speaker: Sie gebärt ihm das Kind und es sind lauter auf der Insel verteilte Hunde, die sie dort eben ankläffen und sehen, dass dort gerade was passiert, das ist verletzlich und man hat
Speaker: Man fürchtet sich wirklich vor dem Schlimmsten.
Speaker: Und das nimmt einen sehr, sehr mit.
Speaker: Und das ist auch mit der Kameratechnik wirklich wahnsinnig gut aufgenommen.
Speaker: Ich glaube, Sidney Sweeney, die Margaret spielt, glaube ich, haben wir auch noch nicht gesagt, die musste tatsächlich selber die Kamera dabei führen, weil die ist sehr, sehr nah dran.
Speaker: Das ist so eine weitwinklige Kamera, die so wirklich so...
Speaker: direkt am Gesicht dran ist, um auch wirklich diesen Schmerz und das alles einzufangen und den sich auch sehr, sehr gut spielt.
Speaker: Eine wirklich sehr belastende Szene, aber dennoch auch eine wirklich sehr gute Szene.
Speaker: Das ist meine Szene des Films.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, Mensch, du, so schnell vergibt die Zeit.
Speaker: Dann sind wir ja schon angekommen, oder?
Speaker: Sollen wir, ja.
Speaker: Sollen wir.
Speaker: Na gut, dann...
Speaker: Jünter, das ist wieder soweit, wa?
Speaker: Nein.
Speaker: Muss man nicht gesehen haben.
Speaker: Nein, ja, nein, ja.
Speaker: Tatsächlich, okay, folgt noch was.
Speaker: Ich sag ja.
Speaker: Aber... Okay.
Speaker: Nein, nein, nein.
Speaker: Also, ja, für alle Leute.
Speaker: Und ich glaube wirklich, also, es ist kein... Oh, du machst es jetzt laut, ne?
Speaker: Ja.
Speaker: Nö.
Speaker: Sehr gut.
Speaker: Ich würde auch sagen, es ist definitiv kein Film, kein Filmfilm, wie der einem so muss man gesehen haben.
Speaker: Du stirbst, du kannst kein gutes Leben haben, wenn man ihn nicht gesehen hat.
Speaker: So nicht.
Speaker: Aber ich glaube, es ist ein Nischenfilm.
Speaker: Und ich finde, dieser Nischenfilm ist ja ein sehr guter Film.
Speaker: Und ich finde einfach emotional, ich meine, habt ihr ja wahrscheinlich alle gemerkt, wo ich hatte irgendwie meine Gedanken, Basti ist eben da nochmal intensiver in seine Themen Evolution und eben diese Menschlichkeit und Gut und Böse reingegangen.
Speaker: Also es wirft schon viel auf.
Speaker: Und ich finde, für alle Leute, die so Thriller gerne haben, also so Psychothriller, das ist dann für euch definitiv ein Film, den man gesehen haben muss.
Speaker: Jetzt für die große...
Speaker: Es bleibt ein Hollywood-Film, ja.
Speaker: Es gibt einfach so kleine Störfaktoren, die mich so ein bisschen nerven, wo ich denke, es sind fünf Deutsche auf einer einsamen Insel in Mittelamerika und wir sehen schon wieder die Tete-la-Tete aller Hollywood-Schauspieler.
Speaker: Also wo ich denke, Sweeney hat das toll gespielt und so, aber ich kann einfach, warum müssen wir in Deutsch gefakten...
Speaker: Akzent hören, wo du denkst, gib einfach einen deutschen, irgendwie einen englischen Text.
Speaker: Das ist der krasseste englische.
Speaker: Und es war 1927.
Speaker: So, erzähl mir das nicht.
Speaker: Also versuch einfach nicht, mir das zu erzählen.
Speaker: Und ich sehe das natürlich irgendwie als Schauspielerin.
Speaker: Aber es nervt mich.
Speaker: Es nervt mich.
Speaker: Es hat mich die ganze Zeit genervt.
Speaker: Und man muss sagen, ich fand, sie hat das toll gespielt.
Speaker: Also alle haben das toll gespielt.
Speaker: Aber...
Speaker: Why?
Speaker: Also man kann, dann habt ihr Daniel Brühl und dann Last Shoot Law irgendwie dabei, als diese Leute, also diese Magneten, diese Kinomagneten.
Speaker: Aber jeden dann dazu so... Verstehe ich halt nicht.
Speaker: Verstehe ich.
Speaker: Dann kann mir gerne jemand erklären und das hat bestimmt irgendwas mit Geld zu tun, aber warum es nicht einmal probieren?
Speaker: Weil, wie gesagt, es ist ein...
Speaker: Ja, aber es ist ein Nischenfilm.
Speaker: Und warum dann nicht einmal kurz zulassen und zu sagen, hey, vielleicht würde einfach die Echtheit der Erzählungen da nochmal Leute reinbringen, die dann merken so, wow, krass, das waren ja wirklich deutsche Schauspieler oder ich brauche keinen gefaked deutsch-amerikanischen Akzept, brauche ich nicht, Entschuldigung.
Speaker: Verstehe ich vollkommen, was du sagst.
Speaker: Aber trotzdem, also ich weiß nicht, er hat halt was Emotionales mit mir gemacht und das zieht sich durch die ganze Woche durch und das finde ich schon sehr beeindruckend, wenn Filme das eben noch so schaffen und deshalb würde ich, also, ich bleibe mal, es ist ein Jein tatsächlich.
Speaker: Es ist ein klares, eindeutiges Jein heute von Emilio.
Speaker: Weil es einfach auch kein Film ist, den ich mir sonst angucken würde.
Speaker: Also das ist ja eben dein Thema und das liebst du ja total.
Speaker: Es wäre ja kein Film gewesen, wo ich gedacht habe, ja, auf jeden Fall gucke ich mir im Kino an.
Speaker: Das weiß ich, das muss ich gesehen haben.
Speaker: Hätte ich nicht gemacht.
Speaker: Das ist mein Thema und ich bin derjenige, der sagt, nein.
Speaker: Ich übergebe das Mikrofon.
Speaker: Nein, ich fand es gerade sehr gut und sehr wichtig.
Speaker: Das ist aber super lustig.
Speaker: Ja, ich verstehe das, was du sagst.
Speaker: Natürlich, ich glaube, es ist schon irgendwie ein Nischenfilm, aber irgendwie auch nicht, weil es ist Ron Howard.
Speaker: Ron Howard macht keine Nischenfilme wirklich.
Speaker: Der ist halt einer der großen Hollywoods irgendwie, der macht immer wirklich sehr solide Sachen.
Speaker: Ich glaube, so ist es nicht angelegt und ich glaube, genau deswegen haben sie dann eben Jude Law besetzt aus Marketinggründen, dass der nochmal ein extra Zugpferd ist dahinter.
Speaker: Daniel Brühl, muss man allerdings mittlerweile auch sagen, ist halt auch ein Zugpferd, auch in Hollywood mittlerweile schon.
Speaker: Es gibt ja ein paar deutsche Schauspieler auch.
Speaker: Wie immer sei, ist auch Mutmaßung meinerseits.
Speaker: Ja, aber er ist ein deutscher Schauspieler und er kann sehr gut deutschen Akzent.
Speaker: Absolut, ja, kommt ganz natürlich.
Speaker: Genau.
Speaker: Also von daher, ich glaube, das könnte damit dem zugrunde liegen.
Speaker: Bei mir ist es wirklich so, ich finde, der Film hat sehr, sehr viele gute Sachen.
Speaker: Er hat auch viele in mir ausgelöst.
Speaker: Ich habe auch viele Fragen, er hat auch viele Fragen aufgeworfen, sagt man ja auch gemerkt.
Speaker: Sehr philosophische Fragen auch, denen ich versuche, sonst kategorisch aus dem Weg zu gehen im Leben.
Speaker: Aber ich bin nicht umhin gekommen.
Speaker: Aber tatsächlich ist es mir...
Speaker: Es ist mir am Ende des Tages dann einfach zu wenig, die Antworten, die er liefert.
Speaker: Wie gesagt, er stellt viele Fragen, die er auch nicht beantwortet.
Speaker: Aber ich sehe den Film tatsächlich auch gerade in der Zeit, in der er entsteht.
Speaker: Ich sehe ihn gerade in der jetzigen weltpolitischen Lage so ein bisschen.
Speaker: Und ein Film, der uns einfach zeigt, wir Menschen sind eigentlich an und für sich schlecht, wenn wir auf uns und auf die Natur treffen.
Speaker: Der reicht mir im Moment einfach nicht.
Speaker: Deswegen fällt mein Urteil da jetzt einfach so aus, ich möchte andere Geschichten im Moment.
Speaker: Vielleicht fällt mein Urteil deshalb, wenn wir dann alle wieder uns an den Händen fassen und Ringelpiez tanzen irgendwann, any day now übrigens, dann fällt mein Urteil vielleicht anders aus, aber im Moment ist es nicht der Film.
Speaker: den ich finde, den wir brauchen.
Speaker: Und es ist ein sehr subjektives Urteil natürlich, aber Film ist ja immer ein sehr subjektives Urteil, von daher glaube ich, steht mir das auch zu.
Speaker: Deswegen ist mein Urteil heute, nein, muss man nicht gesehen haben.
Speaker: Ron wird es dir hoffentlich verzeihen.
Speaker: Wir werden sehen.
Speaker: Ich werde mit ihm telefonieren.
Speaker: Dann schauen wir mal, wie er dazu steht, wenn er die Folge gehört hat.
Speaker: Super.
Speaker: Du, dann bleibt uns ja eigentlich nur noch deine absolute, einzige, wirkliche Lieblingsrubrik.
Speaker: Und da hast du dich bestimmt wieder massiv drauf vorbereitet, nehme ich an.
Speaker: Oder?
Speaker: Wir kommen nämlich jetzt zur Szene der Woche.
Speaker: Ja, und ich habe das, genau.
Speaker: Die Szene der Woche.
Speaker: Oh Mann, okay.
Speaker: Darf ich mal kurz sagen, wir haben jetzt wirklich mittlerweile den Run.
Speaker: Das ist jetzt glaube ich schon die vierte Folge in Folge.
Speaker: Also bitte, schieß los.
Speaker: Es wäre jetzt eine Folge der Woche.
Speaker: Okay.
Speaker: Zählt auch.
Speaker: Die neue Black Mirror Staffel ist draußen.
Speaker: Und jeder, der ja was damit zu tun hat, weiß, dass es schon, also es ist eben Science Fiction, dass viel spielt in der Zukunft und es hat eben viel auch mit künstlicher Intelligenz zu tun.
Speaker: Manche Folgen sind wahnsinnig brutal, manche sind auch echt kacke, aber die, die richtig gut sind, die sind richtig gut.
Speaker: Und die beste Folge ist die Eulogy-Folge in der neuen Staffel.
Speaker: Und die finde ich,
Speaker: Sehr berührend und wahnsinnig clever erzähl, weil es geht einerseits eben um diese KI, die dann denjenigen besuchen kommt und der ist durch die KI dann, dem ist es möglich in alte Bilder zu gehen und Erinnerungen wachzurufen und plötzlich wechseln aber die Perspektiven.
Speaker: Und ich finde diese Erzählweise ganz schön zu sagen, okay, nur weil man irgendwie das Gefühl hatte, also manchmal verliert man ja Menschen und man weiß immer nicht so richtig, warum oder man denkt, man weiß, warum und dann hat man aber nie die andere Seite irgendwie gehört oder anhören lassen und
Speaker: Eben manchmal reagiert man hier sofort und fühlt sich ungerecht behandelt oder denkt immer, Leute wollen einem was Böses und ich finde, das war eine ganz schön toll erzählte Folge.
Speaker: Cool, okay, werden wir verlinken.
Speaker: Das findet ihr in den Shownotes.
Speaker: Dankeschön, das ist eine schöne Empfehlung.
Speaker: Ich habe tatsächlich zwei, die eine ist sehr kurz und eine, darf ich?
Speaker: Darf ich zwei?
Speaker: Ja, hau rauf.
Speaker: Weil ich habe ja immer meistens zwei, weil ich ja nicht sicher bin, ob du eine hast, aber mittlerweile kann ich es glaube ich lassen, weil du bist immer bestens vorbereitet.
Speaker: Nein, nein, nein, nein, weiß man nicht, weiß ich nicht.
Speaker: Ich mache einmal deine zwei.
Speaker: Du bleibst dir doch irgendwie treu.
Speaker: Okay, wunderbar.
Speaker: Also die erste Szene ist, muss ich sagen, aus der Serie Dying for Sex läuft auf Disney.
Speaker: Eine großartige Serie, die ich jedem wärmstens ans Herz legen möchte.
Speaker: Ein schweres Thema tatsächlich.
Speaker: Es geht um eine Frau mit metastasierendem Brustkrebs.
Speaker: Also sie wird sterben, hat ein paar Monate noch zu leben.
Speaker: Aber nachdem sie ein sehr schwieriges...
Speaker: Eine sehr schwierige sexuelle Vergangenheit hat, möchte sie diese Zeit nutzen, um ihre sexuelle Befreiung zu zelebrieren in diesen Monaten, die ihr verbleiben.
Speaker: Und dieser Kontrast zwischen dem Tod und dieser Traging und auf der anderen Seite dieser Virilität des Lebens, was ja Sexualität ist natürlich, wie die zusammengebracht werden in der Serie ist einfach großartig.
Speaker: ist wirklich einfach großartig, zwei Dinge, die sich eigentlich auf den ersten Blick komplett widersprechen, so zusammenzubringen, dass sie eine Einheit formen.
Speaker: Das ist ganz großartig gespielt von Michelle Williams, auch ganz toll gespielt.
Speaker: Und da gibt es eine Szene, da ist sie, es geht eben natürlich um weibliche Sexualität, was ja nicht unbedingt so häufig der Fall ist, es geht ja sehr häufig um männliche Sexualität und den männlichen Blick in den Film haben wir auch schon häufig genug besprochen bei unserem Podcast.
Speaker: Es gibt diese eine Szene, wo sie im Aufzug sitzt,
Speaker: Und quasi genau dieselbe Kameratechnik angewendet wird, die sonst immer andersrum angewendet wird bei Frauen, wo man den Körper der Frauen so abfährt und dann den Körper so zum Objekt macht.
Speaker: Und sie steht eben in diesem Aufzug und es ist einer neben ihr, kommt gerade vom Laufen und die Kamera fährt so den männlichen Körper ab.
Speaker: Und die Schweißperlen, die ihm so vom Nacken rinnen und man sieht ihren Blick.
Speaker: Und das fand ich einfach großartig, dass das einfach mal so gespiegelt wurde, weil ich das so noch nie gesehen habe.
Speaker: Also das war für mich eine sehr, sehr coole Szene.
Speaker: Und die andere Szene war tatsächlich, weil die einfach so unglaublich so aberwitzig ist.
Speaker: Ich glaube gestern oder vorgestern, als diese sechs Frauen in einem penisähnlichen Dildo-Gefährt fünf Minuten in den Himmel gefahren sind.
Speaker: Blue Origin, Jeff Bezos Company.
Speaker: Als sechs unheimlich wohlhabende, reiche Frauen
Speaker: die sich von einem Mann, der nicht besonders dadurch aufgefallen ist in der Vergangenheit, sich für Frauenrechte einzusetzen, in die Luft geschossen wurden und dabei so viel Emissionen verbraucht haben, wie eine durchschnittliche Erdenbürgerin in ihrem ganzen Leben.
Speaker: Und das wurde uns dann als Feminismus verkauft.
Speaker: Und ich finde, das war kein Feminismus, das war ein Missbrauch von Privilegien.
Speaker: Aber ich fand es einfach nur tatsächlich lustig, sechs Frauen, die in einem wirklich... Hast du schon mal dieses Blue Origin Gefährt gesehen?
Speaker: Ja, jetzt durch die Geschichte mit denen, ja.
Speaker: Also vorher nicht.
Speaker: Aber sag mal ganz ehrlich, das schaut doch einfach nur aus wie ein Penis, oder?
Speaker: Sag mal ehrlich jetzt.
Speaker: Du möchtest dich dazu nicht äußern.
Speaker: Okay, das ist gut.
Speaker: Ist auch in Ordnung.
Speaker: Manchmal sagen ja Worte mehr.
Speaker: Oder keine Worte mehr.
Speaker: Genau.
Speaker: Das waren meine zwei Szenen der Woche.
Speaker: Tja, was bleibt uns jetzt noch, liebe Emilia?
Speaker: Wir bedanken uns fürs Zuhören.
Speaker: Wir bedanken uns bei uns gegenseitig.
Speaker: Schön war's.
Speaker: Danke, dass du diesen Film ausgesucht hast, weil es ist mir tatsächlich nicht gleich gefallen.
Speaker: War keine einfache Kost, ja, ich weiß.
Speaker: Aber ja, ich fand es auch schön, den mit dir zu besprechen, auf jeden Fall.
Speaker: Und ich danke dir sehr.
Speaker: Ja, an alle Zuhörerinnen und Zuhörer, wir sind überall, wo es alles gibt.
Speaker: Außer TikTok, dafür sind wir zu alt.
Speaker: Man kann uns folgen auf Instagram, wir sind auf YouTube, wir können uns Gehör schenken auf allen anderen Plattformen.
Speaker: Und ja, wir sehen und hören uns dann in zwei Wochen.
Speaker: Genau, dritter, fünfter kommt die nächste Folge raus und in der Zwischenzeit wünschen wir euch ein ganz wunderschönes Osterfest.
Speaker: Schönes Oster!
Speaker: Möge dir ganz, ganz viele Ostereier finden und was sonst noch dazu gehört, was ihr sonst euch noch so versteckt an Ostern.
Speaker: Genau.
Speaker: Wir wünschen euch alles Liebe, alles Gute.
Speaker: Danke dir, liebe Emilia.
Speaker: Bis in zwei Wochen.
Speaker: Bis in zwei Wochen.
Speaker: Ciao.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Das war Muss man gesehen haben mit Emilia Bernsdorf und Bastian Fischer.
Speaker: Basti?
Speaker: Was denn, liebe Emilia?
Speaker: Ratte mal, von wem dieses Zitat kommt.
Speaker: Es kommt im Leben nicht darauf an, wie viel du austeilst, sondern darauf, wie viel du einstecken kannst.
Speaker: Das kommt natürlich vom einzig wahren Rocky Balboa.
Speaker: Ja, es kommt vom einzig wahren Rocky.
Speaker: Und das?
Speaker: Adrian!
Speaker: Entschuldigung.
Speaker: Wenn du gut in etwas bist, mach es nie umsonst.
Speaker: Das war Heath Ledger in The Batman.
Speaker: Boom!
Speaker: Als The Joker.
Speaker: Nein, Heath Ledger in Batman als The Joker.
Speaker: So rum.
Speaker: Ich glaube, jetzt müsste es stimmen, oder?
Speaker: Ja, total korrekt.
Speaker: Du bist richtig gut heute.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Danke fürs Kompliment.
Speaker: Meinst du, wir sollten... Ja, vielleicht also gleich, aber ich habe noch eins.
Speaker: Eins habe ich noch.
Speaker: Dann hau mal raus.
Speaker: Okay, also ready?
Speaker: Ready.
Speaker: Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.
Speaker: Das ist natürlich aus Fight Club.
Speaker: Natürlich ist es aus Fight Club.
Speaker: Ja, very good.
Speaker: Und deswegen, liebe Leute, wollen wir von dem Geld, das wir noch nicht haben, Dinge kaufen, die wir für diesen Podcast brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir definitiv mögen.
Speaker: Nämlich euch Filmbegeisterte.
Speaker: Also, wenn euch dieser Podcast gefällt, supportet, liked und donatet, was das Zeug hält.
Speaker: Die Links dazu findet ihr wo, liebe Emilia?
Speaker: Unten in den Show Notes.
Speaker: Und damit verabschieden wir uns.
Speaker: Bis zum nächsten Mal.
Speaker: Tschüss.






