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Milk

Muss Man Gesehen Haben!?
Muss Man Gesehen Haben!?

111 plays · Jul 19, 2025

Auf dem Reichstag darf die Regenbogenfahne dieses Jahr zum Christopher Street Day nicht wehen, wir aber finden: gerade jetzt muss sie deutlicher sichtbar sein denn je. Aus diesem Grund verzichten wir diese Woche auf den Kinogang und besprechen an diesem Berliner Pride-Wochenende den Film Milk. Gus Van Sant erzählt in einem bunten Biopic aus dem Jahr 2008 vom Wirken und Schaffen des charismatischen Harvey Milks, großartig gespielt von Sean Penn, dem ersten offen schwul lebenden Politiker der USA. Im San Francisco der Siebziger Jahre kämpft er mit einem wachsenden Kreis Verbündeter gegen willkürliche Polizeigewalt und Diskriminierung an und verleiht der LGBTQIA+-Community im Stadtrat eine politische Stimme. Viele der Kämpfe von damals sind leider auch heute wieder hochaktuell. Aber muss man ihn gesehen haben? Hört rein und findet es heraus. Hinterlasst uns eine Sprachnachricht und werdet Teil der nächsten Episode: www.mussmangesehenhaben.de ___ REGIE Gus Van Sant DREHBUCH Dustin Lance Black DARSTELLER*INNEN Harvey Milk - Sean Penn Cleve Jones - Emile Hirsch Scottie - James Franco Jack Lira - Diego Luna Dan White - Josh Brolin Anne Kronenberg - Alison Pill KAMERA Harris Savides MUSIK Danny Elfmann --- Jetzt auch die ganze Folge auf YouTube sehen: https://youtu.be/oLEIXOdtkUs Abonniert den Newsletter: https://mussmangesehenhaben.substack.com [https://mussmangesehenhaben.substack.com/] Und hinterlasst uns gerne eine positive Bewertung auf der Podcast-Plattform Eurer Wahl, um uns zu unterstützen. Danke Euch!

Transcript

Speaker: Willkommen zu einer neuen Ausgabe Muss man gesehen haben.

Speaker: Hier sind eure Gastlieber Emilia und Bastian.

Speaker: Einen Wunderschönen.

Speaker: Guten Tag.

Speaker: Hallo, hallo, hallo.

Speaker: Wie viel Uhr immer es ist bei euch.

Speaker: Hallo, liebe Emilia.

Speaker: Schön, dich zu sehen.

Speaker: Schön, dich zu sehen.

Speaker: Hi.

Speaker: Na, wie geht's?

Speaker: Pretty good.

Speaker: Wie geht's dir?

Speaker: Mir geht's auch gut.

Speaker: Wir haben schon festgestellt, bei mir scheint die Sonne, bei dir ist es grau.

Speaker: Es schaut so aus, als ob ich heute das Wetterquartett gewinne.

Speaker: Boom!

Speaker: Gewonnen!

Speaker: Es wird auch wieder andere Zeiten geben.

Speaker: Ich glaube, das interessiert die Zuhörerinnen gar nicht so, weil die hören das ja hoffentlich am Samstag oder und da wird, ab Samstag habe ich einfach beschlossen, scheint nur noch die Sonne.

Speaker: Ach so, okay, das ist toll.

Speaker: Schön, hast du die Entscheidung für uns alle getroffen oder ausschließlich für dich?

Speaker: Also heißt das, es ist immer nur diese ganz kleine Öffnung in der Wolkendecke, wo die Sonne auf dich strahlt oder ist es dann doch für die Allgemeinheit?

Speaker: Nee, ist schon für alle, ich teile ja gern.

Speaker: Das ist total nett von dir, vielen Dank.

Speaker: Das spricht für deine soziale Seite einfach.

Speaker: Also was haben wir heute im Gepäck?

Speaker: Wir haben heute etwas ganz Besonderes beschlossen, denn es ist Pride Month, also schwenken wir für alle die Fahne, wir sagen Happy Pride.

Speaker: Absolut.

Speaker: Und an alle Berliner ist Aja am Sonntag.

Speaker: Jetzt morgen, also wenn die Folge erscheint, Samstag, genau, Tag darauf.

Speaker: Genau.

Speaker: Was ja ein fantastischer Tag ist, mit viel Glitzer und viel Zusammensein und Zusammenkunft, wie ich finde.

Speaker: Und dann haben wir gedacht, dadurch, dass ja das im Kino gerade nicht so sehr vertreten ist, gehen wir einfach mal nicht ins Kino, sondern... Soppera lot, ja.

Speaker: Sondern wir schauen uns einen Film tatsächlich zu Hause von der Couch an.

Speaker: Ausnahmsweise, weil, wie gesagt, aus gegebenem Anlass...

Speaker: Wir uns nämlich gedacht haben, wenn die auf dem Reichstag die Fahne, die Regenbogenfahne einholen, dann rollen wir die aber erstmal aus hier, weil das ist wichtig, jetzt Fahne zu zeigen im wahrsten Sinne des Wortes und auch für mich, du redest natürlich von Berlin logischerweise, ich kenne das natürlich aus Berlin, aber ich kenne es auch aus München und ich muss auch sagen auch in München.

Speaker: ist der Christopher-Street-Day immer ein ganz fantastisches Ereignis.

Speaker: Also es ist wirklich das schönste Wochenende des Jahres in der Stadt, finde ich.

Speaker: Ich habe in München tatsächlich auch einen Christopher-Street-Day verbracht.

Speaker: Ja, das fand ich dann, das habe ich auch gut in Erinnerung tatsächlich.

Speaker: Er ist wirklich sehr, sehr schön und ich bin da immer wahnsinnig.

Speaker: Er ist wirklich eines der schönsten Wochenende in der Stadt.

Speaker: Die Stimmung ist ausgelassen.

Speaker: Die Leute sind einfach so freundlich.

Speaker: Es ist wirklich so viel Nähe und Liebe da, muss man wirklich sagen.

Speaker: Und auch wenn es pathetisch klingt, das ist wirklich so.

Speaker: Und ich bin einfach wahnsinnig gern unterwegs.

Speaker: Wenn ich da am Wochenende Zeit habe, bin ich immer in der Stadt und schaue mir das an, fotografiere auch ein bisschen.

Speaker: Deswegen dachten wir uns...

Speaker: Fahne zeigen.

Speaker: Jetzt ist der Zeitpunkt und deswegen sind wir nicht ins Kino gegangen, sondern schauen uns Milk an.

Speaker: Oh, jetzt habe ich den Film schon gesagt, aber jeder, der lesen kann, wusste das ja eh schon.

Speaker: Okay.

Speaker: Genau.

Speaker: Warum haben wir den denn ausgesucht?

Speaker: Dann, genau, also Milk haben wir ausgesucht.

Speaker: Ich lese jetzt kurz mal einfach mein Intro vor, okay?

Speaker: Okay, lies doch mal vor, wie es eigentlich geht in dem Film.

Speaker: Unter der Regie von Garst von Sand und mit der Kameraarbeit von Harris Davidis wirkt der Film nicht nur wie ein klassisches Biopic, sondern auch wie ein fast dokumentarischer Blick in die Zeit der 70er Jahre.

Speaker: Heute sprechen wir also über Mick, ein politisches, historisches Drama, basierend auf der wahren Geschichte eines der ersten homosexuellen Politikers, Harvey Mick, in den Hauptrollen Sean Penn, der für seine Darstellung tatsächlich einen Oscar bekommen hat.

Speaker: Und an seiner Seite stehen unter anderem James Franco, Emil Hirsch, Josh Brolin, Diago Luna und Alison Pill.

Speaker: Neben dem Biopic über den Politiker erzählt dieser Film auch noch, und das finde ich ganz schön, eine sehr tief berührende und zwar ganz normale Liebesgeschichte.

Speaker: Ja.

Speaker: Oder?

Speaker: Also eine Liebesgeschichte in einem Film macht sich immer ganz gut so.

Speaker: Ja.

Speaker: Hält die ZuschauerInnen so bei der Stange.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Von daher auch.

Speaker: Wann hast du denn das erste Mal von mir gehört?

Speaker: Ich glaube ziemlich, der rauskam glaube ich.

Speaker: 2008.

Speaker: Ja, da war der ja schon, also der wurde schon gut beworben auch und das war auch ein wichtiges Thema und eben Sean Penn als Milk war ja auch so, ja er spielt eben den schwulen Politiker, das ist ja auch immer so, das ist ein Punkt, den muss ich schon gleich zu Anfang mal machen.

Speaker: Es ist bemerkenswert in dem Film, dass eigentlich die gesamte Queer Community dort von heterosexuellen Schauspielern gespielt wird.

Speaker: Außer einer.

Speaker: Außer einer?

Speaker: Ja, warte.

Speaker: Das reich ich nach.

Speaker: Ich weiß auf jeden Fall, dass einer...

Speaker: Das reichen mir nach, genau.

Speaker: Ich wüsste es nämlich auch nicht, aber ansonsten James Franco, Diego Luna, Josh Brolin, okay, der spielt auch einen heterosexuellen und John Penn.

Speaker: Also ich würde jetzt mal sagen, ganz zu Anfang eben, ich will das jetzt gar nicht weiter vertiefen, darüber könnte man eine ganze Sendung machen natürlich, aber das ist schon bemerkenswert, dass quasi wirklich die ganze Queery-Community von Heteroschauspielern in den Dargestellten, das kann man durchaus auch kritisieren, finde ich.

Speaker: Das soll aber heute nicht unser Thema sein.

Speaker: Das war ja alles noch ganz andere Zeit.

Speaker: Aber es soll heute nicht unser Thema sein.

Speaker: Ich wollte es nur mal sagen, weil ich finde, da gibt es auch zu Recht sehr, sehr viele Vorbehalte gegenüber der Queer & Community, was das betrifft.

Speaker: Aber ich wollte es mal gesagt haben, ansonsten sollten wir uns auf den Inhalt konzentrieren heute und der ist nämlich schon sehr spannend.

Speaker: Genau, da geht es nämlich um Harvey Milk.

Speaker: den ersten offen schwul lebenden Supervisor, heißt es in dem Film, also Abgeordneten im Bürgermeisteramt oder im Mayoral Office, heißt es im Englischen.

Speaker: Und wobei das nicht stimmt, da sind wir schon beim ersten Faktencheck, es gab auch zwei lesbische Frauen, die tatsächlich vor ihm ins politische Amt gewählt wurden.

Speaker: Die kennt man aber generell nicht, weil alle über Harvey Milk sprechen.

Speaker: Genau.

Speaker: Und von daher, und wir haben uns den Film eigentlich ausgesucht, weil es ist ein politischer Film.

Speaker: Und es ist ja doch durchaus in den letzten Wochen durchaus sehr, sehr politisch geworden.

Speaker: Ist ja auch immer schon politisch, so die Pride-Paraden.

Speaker: Aber es ist noch politischer geworden, eben dadurch, dass sich die

Speaker: Die Bundesregierung oder der Bundestag dazu entschieden hat, die Flagge dieses Mal, nachdem sie jetzt glaube ich sieben oder acht Jahre immer auf dem Reichstag hing, nicht mehr aufzuhängen aufgrund von Neutralitätsgebot und ich finde, dass das absolut falsch ist.

Speaker: Das kann man natürlich anders sehen, aber ich finde es absolut falsch.

Speaker: Nö, ich finde auch nicht stimmt, der da...

Speaker: 100% nicht so.

Speaker: Ja, oder?

Speaker: Ja, aber Neutralität heißt doch irgendwie dann, also ich verstehe das nicht, weil nur die Deutschlandflagge so haben, ich finde dieses Neutralität heißt ja eben dann auch zu sagen, wir sind ja alle neutral und wir können das ja dann auch...

Speaker: Einmal kurz zeigen, ich verstehe das nicht.

Speaker: Ich verstehe es wirklich nicht.

Speaker: Ich verstehe es deshalb nicht, weil erstmal ging es die letzten Jahre.

Speaker: Außerdem sind die Forderungen, die der Pride stellt, sind ja universell menschlich.

Speaker: Es geht ja darum, universelle Menschenwürde, es geht um Vielfalt, es geht um demokratische Werte tatsächlich und auf die sollte man sich auch in der Neutralität einigen können eigentlich.

Speaker: Und noch dazu sehe ich auch, dass zum Beispiel in Bayern, ich bin ja vor Ort, Kuzifixe in den Schulen hängen und da geht ein Urteil eines Gerichtshofes, der sagt, das darf man nicht im Sinne des Neutralitätsgebotes, da wird dann aber gesagt, wir wollen die aber aufhängen, dann machen wir das auch.

Speaker: Also das ist eine gewisse Doppelmoral und ich finde gerade, wo weltweit im Moment wir sehen, dass Angriffe und Gewalt gegenüber LGBTQI plus wieder zunimmt, gegenüber queeren Menschen, dass es ein Feindbild wird, das kultiviert ist oder wird, ganz bewusst, ist jetzt der Zeitpunkt wirklich die Fahnen rauszuholen, nicht sie einzurollen.

Speaker: Deswegen ist das, finde ich, ein ganz, ganz falsches Zeichen.

Speaker: Deswegen haben wir uns heute für den Film entschieden.

Speaker: Ich muss aber gleich zu Anfang zu sagen, ich habe mich nämlich getäuscht.

Speaker: Ich dachte nämlich auch, dass die Stonewall-Aufstände Teil von Milk sind.

Speaker: Ich hatte es ganz falsch im Kopf, aber erst einmal falsche Stadt und falsche Zeit.

Speaker: Deswegen diesen historischen Bezug zu den Breitparaden gibt es nicht.

Speaker: Aber es gibt immer noch genügend relevante Referenzen und historische Rückblicke, die zeigen, wie wichtig das eigentlich war, dass es diese Breitparaden überhaupt gibt.

Speaker: Genau, dazu hat Basti nämlich eine Dokumentation gesehen und gedacht, es gibt einen Feature-Film dazu auch.

Speaker: Jetzt haben wir aber herausgefunden, der einzige Feature-Film, den es zur Stormball gibt, ist von Roland Emmerich.

Speaker: Und wahrscheinlich jetzt nicht ganz so politisch.

Speaker: Können wir beide noch nicht viel dazu sagen, haben wir noch nicht gesehen.

Speaker: Genau, kein Urteil, aber ja, genau.

Speaker: Roland Emmerich, wer ihn kennt, ist wahrscheinlich doch eher etwas...

Speaker: Was soll ich sagen?

Speaker: Wenig historisch und wenig dramatisch.

Speaker: Ne, viel dramatisch, aber politisch wollte ich sagen.

Speaker: Egal, kommen wir zurück zu Mick.

Speaker: Absolut.

Speaker: Wir begleiten Harvey, Mick, wie er nach San Francisco kommt mit seinem Freund und dann eben das erste Mal kandidiert und ein zweites Mal kandidiert und dann beim...

Speaker: dritten Mal tatsächlich ins Bürgermeisterhaus gewählt wird.

Speaker: Und ich finde, was man dem Film auf jeden Fall schon mal lassen kann, ist, dass der Look fantastisch ist.

Speaker: Also du bist die ganze Zeit in San Francisco in den 70er Jahren.

Speaker: Es fängt 1970 an.

Speaker: Genau, an seinem Geburtstag treffen wir ihn das allererste Mal.

Speaker: Er wird 40 Jahre alt und sagt dann, dass er in seinem ganzen Leben noch nichts gemacht hat, worauf er wirklich stolz sein kann, weil er arbeitet vorher in einer Lebensversicherung.

Speaker: Ja, The Big American Insurer Company, glaube ich, irgendwie sowas, ja.

Speaker: Also bei einer Versicherungsfirma, ja.

Speaker: um dann aber eben für die Community einzustehen und in der Nachbarschaft dann eine richtige Community auch aufzubauen.

Speaker: Ja, da muss man dazu sagen, es ist aber auch, es geschieht, nachdem er eben Scotty kennenlernt an seinem Geburtstag.

Speaker: Ich finde es eine ganz, wirklich eine total süße Szene auch, wie die sich kennenlernen in der U-Bahn von New York.

Speaker: Und er ist Scotty, gespielt von James Franco, ist viel jünger als er.

Speaker: Und dann sagt er eben, gehe ich nachher noch ein bisschen näher drauf ein, aber sie lernen sich halt kennen und Scotty sagt ihnen halt zum ersten Mal,

Speaker: Du brauchst ein neues Leben, du brauchst eine neue Szene, nachdem er herausfindet, dass eigentlich Harvey Milk bis dorthin seine Identität und sein schwules Leben vollkommen vor der Öffentlichkeit verheimlicht.

Speaker: Nachvollziehbar bei allem, was zu der Zeit galt.

Speaker: Man muss sagen, damals stand sogar noch Oralverkehr, sogar zwischen...

Speaker: sogar zwischen Heteropärchen noch Unterstrafe in den USA.

Speaker: Habe ich gelesen.

Speaker: Also das war einfach noch eine ganz andere Zeit.

Speaker: Wobei ganz anders, wie gesagt, es kommt auch vieles von dem jetzt wieder zurück.

Speaker: Ich möchte gar nicht sagen, dass das so abgeschlossen ist.

Speaker: Aber auf jeden Fall lernen die sich dann kennen und der sagt, das kannst du doch nicht machen.

Speaker: So im verborgenen Leben, du brauchst einen Neuanfang quasi.

Speaker: Und dann gehen sie zusammen nach San Francisco, um eben diesen Neuanfang zu machen.

Speaker: Neue Freunde und auch ein offenes, schwules Leben dort zu suchen.

Speaker: Genau, das ist wichtig.

Speaker: Und dann machen die da einen Kameraladen im Castro-Viertel auf in San Francisco.

Speaker: Warst du da schon mal?

Speaker: Nee, leider.

Speaker: Ich war noch gar nicht an der Westküste.

Speaker: Immer nur Ostküste bis zur Mitte.

Speaker: Das ist alles, was ich von den USA kenne.

Speaker: Westküste war ich noch nicht.

Speaker: Du schon, ja?

Speaker: Ja, ich fand Los Angeles.

Speaker: Ich kann über San Francisco nicht viel sagen, aber sehr viel über Los Angeles.

Speaker: Aber das hat ja heute nicht so viel mit dem Film zu tun.

Speaker: Nee, nicht wirklich, nein.

Speaker: In den Walddistrikten kommt es dann irgendwie, manchmal ist dann L.A.

Speaker: County noch mit dabei, aber nee, kommt da gar nicht vor.

Speaker: Auf jeden Fall zeigt halt dann der Film, wie sie sich dort ein Leben einrichten und aufgrund welchen äußeren Drucks er sich dann auch dazu entscheidet, eben in die Politik zu gehen.

Speaker: Das ist ja auch ganz wichtig.

Speaker: Genau.

Speaker: Da wird ja dann zum Beispiel auch einmal nochmal, also der Film bedient sich tatsächlich an historischem Filmmaterial aus Film und Fernsehen und Film.

Speaker: Zeitungen und es gibt da zum Beispiel auch die Erwähnung von der Anita Bryant, die sich ja dann sehr öffentlich nochmal dazu äußert und den Homosexuellen die Rechte absprechen möchte, was dann den neuen Schwung nochmal reinbringt, um zu sagen, warum Milk doch bitte nochmal kandidieren soll und warum auch die Anhängerschaft größer und größer dann wird.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Absolut, das ist ein Druck, der zunimmt, Anita Bryant, die eine schwulen Hasserin ist, muss man wirklich sagen, also man kann das wirklich nicht beschönigen, also was sie damals alles gesagt haben, was es da für Aussagen gab, ist das tatsächlich das einzige Wort, finde ich, das passend ist.

Speaker: Aktivistin wäre ein Understatement sondergleichen, die wirklich sehr, sehr menschenfeindlich gegen die ganze Queerie-Community vorgeht, die wirklich ihr Sodomie unterstellt, Sex mit T. Also es sind wirklich ganz furchtbare Parallelen, die sie zieht und daneben auch ihr verlängerter politischer Arm.

Speaker: Der John Briggs, der dann eben auch diese sogenannte Proposition 6 einbringt, wo es dann darum geht, dass schwule Lehrer aus dem Schuldienst entfernt werden sollen und sogar Leute, die Schwule kennen oder sie unterstützen, auch die im Schulunterricht nichts mehr verloren haben.

Speaker: Das ist eigentlich um diese Proposition.

Speaker: Six geht dann die ganze Zeit der Film, also auch um andere Sachen, aber das ist so dieser Druck, der dann eben aufgebaut wird und diese Dialektik, die entsteht, warum dann immer mehr auch sich auf Harvey Milk's Seite schlagen und er diese Bewegung auslöst.

Speaker: Und er sagt ja immer, das ist so dieser eine Satz, den er immer hat, wenn er vor den Leuten spricht, sagt er immer...

Speaker: I'm Harvey Milk and I'm here to recruit you.

Speaker: Und das ist eben vor allem aufgrund des Widerstands, der gegen diese Proposition 6 dann aufkommt.

Speaker: Aber es ist zu Anfang noch viel einfacher.

Speaker: Er will seinen Laden aufmachen.

Speaker: Er möchte dort in diese...

Speaker: wie heißt das, diese Geschäfts- oder Ladengemeinschaft eintreten und ihm wird eigentlich sehr schnell gesagt, du hast hier nichts zu suchen, du musst hier weg, du bist schwul, wir wollen euch nicht, ihr kriegt hier keine Lizenz von uns.

Speaker: Und da fängt es eigentlich wirklich an, wo er sagt, das lasse ich mir nicht gefallen und wird dann richtig, richtig aktiv und so fängt seine politische Karriere an.

Speaker: Genau und ich finde, im Film wird das alles irgendwie ganz niedlich auch dargestellt, weil wir haben Sean Penn, der im Prinzip durch den ganzen Film mit einem ziemlich amüsierten Lächeln spaziert und da wenig...

Speaker: sich sozusagen abhalten lässt von Leuten und der dann eigentlich immer nur mit seinen großen Augen sich umschaut und sagt, ja, aber warum denn?

Speaker: Wir tun ja eigentlich gar nichts.

Speaker: Und dann den Leuten auch Mut zuspricht, die dann eben in die Community kommen.

Speaker: Das Einzige, was ich in diesem Film, also ich habe ihn jetzt zum zweiten Mal gesehen.

Speaker: Hast du den jetzt?

Speaker: Ich glaube, ich habe ihn auch zum zweiten Mal gesehen.

Speaker: Sonst hätte ich wahrscheinlich nicht gedacht, dass die Story in dem Film auch irgendwie eine Rolle spielt.

Speaker: Also ich habe den wohl 2008 gesehen.

Speaker: Seitdem auch nicht mehr.

Speaker: Also jetzt wieder zum zweiten Mal auch.

Speaker: Ich habe ihn später gesehen.

Speaker: Ich habe ihn definitiv nicht 2008 gesehen.

Speaker: Und habe dann damals, das darf ich gar nicht so als...

Speaker: also mit diesem politischen Hintergrund mehr angeschaut, weswegen, also deshalb haben wir ihn ja heute ausgesucht, das haben wir ja schon gesagt, aber was ich irgendwie denke, es wird immer viel von dieser queeren Community gesprochen, aber das Einzige, was man die ganze Zeit übersieht,

Speaker: sind Homosexuelle.

Speaker: Und dann kommt die erste Frau so im letzten Drittel des Films noch dazu, die ja Journalistin ist.

Speaker: Und auch lesbisch, die Alison Pill, die spielt die Anne Kronberg.

Speaker: Und das war es dann als einziges, dass man da nochmal jemanden sieht,

Speaker: Also doch, na gut, im Hintergrund sieht man ab und zu auch noch Drag Divas.

Speaker: Aber es sind sehr, vor allem viele...

Speaker: Männer.

Speaker: Ja, es ist sehr männerlastig, das stimmt.

Speaker: Ich kann jetzt auch tatsächlich nicht sagen, dass ich jetzt nicht so viel gefunden habe, ob das jetzt wirklich einfach war, weil es gibt immer mehr Frauen.

Speaker: Also es ist natürlich immer dann auch eine Entscheidung, so wenig Frauen in den Filmen auch mit einzubauen, sage ich jetzt mal.

Speaker: Mit einzubauen klingt auch blöd.

Speaker: Das klingt so, als ob man, aber du weißt, was ich meine, also dass die dann dort, dass man eben keine Rollen für Frauen dort ins Drehbuch schreibt.

Speaker: Vielleicht gab es auch einen großen Männerüberhang dort, das mag schon sein, aber auch dann

Speaker: Es wird doch viel auch noch kommuniziert über die Hippies und also es geht ja also um sozusagen alle brandständigen Gesellschaften, die sich da eben zusammentreffen, die er ja rekrutieren möchte, um eben auch gewählt zu werden.

Speaker: Und dann gibt es ja, also in den 70ern, man hat ja dann auch so Filme wie zum Beispiel auch Forrest Gump oder so, die ja auch da in San Francisco dann sind und

Speaker: Es ist mir schon einfach aufgefallen, dass ich gedacht habe, okay, also wieso wird denn hier nicht auch ein... Ich fand es ein bisschen unrealistisch, dieser Schnitt durch die Gesellschaft, die ja dann auch auf der Straße dann gezeigt wird, weil es war ja permanent...

Speaker: wurde eben gefühlt nur die homosexuelle Bubble angesprochen und gezeigt.

Speaker: Und dann eben versucht, diese Witze zu machen über, oh, es ist jetzt eine Lesbe auch mit im Team.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ja, es ist ein bisschen wenig abgewählt.

Speaker: Und das ist dann so ein bisschen auch wieder, schlägt ein bisschen in die Kerbe, so von wegen alle, vor allem Homosexuelle in dem Film werden von heterosexuellen Männern gespielt.

Speaker: Vor allem schlägt ein bisschen so in die ähnliche Kerbe, dass das ein bisschen...

Speaker: Ja.

Speaker: Und hat gesagt, wie verdient sie sich gemacht hat.

Speaker: Journalistin, die hat gute Beziehungen.

Speaker: Und alle schauen sich halt total skeptisch an.

Speaker: Alle schwulen Männer, die dort stehen.

Speaker: Und stellen das erstmal alles in Frage.

Speaker: Und was soll die denn schon leisten?

Speaker: Und bist du nicht sicher, dass das nicht vielleicht eine Spionin für deinen Konkurrenten ist und so?

Speaker: Und dann fragt sie halt irgendwann mal ganz ketzerisch in die Runde, habt ihr denn alle Angst vor Frauen?

Speaker: Und dann, das ist ganz nett, aber ich gebe dir sonst recht, das ist der Querschnitt der

Speaker: gelingt vielleicht nicht so ganz.

Speaker: Vielleicht wollte man einfach wirklich genau diesen Fokus auch setzen natürlich, aber ich finde, das könnte man vielleicht auch etwas anders machen.

Speaker: Ich ziehe das ganz kurz zurück.

Speaker: Ich habe das jetzt in meiner Notiz nochmal gefunden.

Speaker: Verzeihen Sie mir bitte, aber der einzige Schauspieler, der homosexuell ist, hat leider nur eine Nebenrolle im Film.

Speaker: Das ist der Bürgermeister George Moscone, den ich glaube ich aber nochmal erwähnen wollte, war der Drehbuchautor.

Speaker: Ah, mhm.

Speaker: Genau, Dustin Lens Blanc.

Speaker: Der ist homosexuell?

Speaker: Der ist homosexuell.

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Hat es, ja.

Speaker: Okay.

Speaker: Also, dann haben wir das jetzt auch geklärt.

Speaker: Sehr gut, vielen Dank.

Speaker: Habe ich nachgeruchert, habe ich gesagt.

Speaker: Hast du versprochen, okay.

Speaker: Also dann sind wir nochmal bei dem Punkt, genau, dann ist er nochmal ein wenig schwerer geworden.

Speaker: Was der Film halt macht, und das ist auch, finde ich, das finde ich schon,

Speaker: gelungen und vielleicht auch eher der Zeit geschuldet ist, dass der Film immer noch Themen aufwirft, die nach wie vor aktuell sind tatsächlich.

Speaker: Was sehr schade ist.

Speaker: Was sehr schade ist, aber zum Beispiel, was ja in dem Film sehr wichtig ist, bei dieser Proposition 6, wo es eben darum geht, eben LehrerInnen aus dem Verkehr oder aus dem Schulverkehr zu ziehen, sag ich mal, so sehen die das, die das eben durchsetzen wollen, dass

Speaker: Das ist ja immer noch passiert, dass die Kirchen in dem Sinne auch noch ein bisschen Einfluss nehmen.

Speaker: Jetzt nicht mehr unbedingt gegen queere Rechte, aber jetzt zum Beispiel hatten wir am Freitag hier auch eine Wahl im Bundestag.

Speaker: Da haben kirchliche Gruppen massivst auch Einfluss genommen, um dort irgendwo ein bisschen gegen eine Verfassungsrichterin Stimmung zu machen.

Speaker: Das waren kirchliche Gruppen.

Speaker: Also du siehst, sowas wiederholt sich auch.

Speaker: Das gibt es immer noch.

Speaker: Also das ist, was damals war, hat sich jetzt noch nicht erübrigt.

Speaker: Und was ich auch bezeichnet fand in dem Film, weil das hören wir auch so oft, dass es auch diese Parallele zum Jetzt ist, die PolitikerInnen zu der Zeit und vor allem dieser John Briggs und auch Anita Bryant, die verstecken sich immer hinter mit ihren menschenfeindlichen Ansichten und sagen, aber die Mehrheit der Leute will das so.

Speaker: Also wir sprechen nur für die Mehrheit.

Speaker: Und das siehst du ja heute auch in der Politik ganz häufig wieder und ich finde häufiger wieder als schon früher.

Speaker: Das war schon mal besser, finde ich, die auch zum Beispiel jetzt Migrationspolitik sich dahinter verstecken, menschenfeindlich und sagen, ja die Migrationspolitik will das aber auch.

Speaker: Und so war das eben auch, dass Menschen im Namen der Mehrheit ganz unvorstellbar und menschenfeindliche Dinge äußern und sich dann dahinter verstecken.

Speaker: Das hat sich leider auch gar nicht geändert, ist mir in dem Film aufgefallen.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Ja, aber der Film zeigt eben, warum es so wichtig war oder so wichtig ist, sich eben dort in die Politik zu begeben und gegen diese ganzen Widerstände anzukämpfen und was dann dadurch eben auch entstehen kann.

Speaker: Denn es hat sich natürlich vieles, vieles, vieles verbessert und das hat Harvey Milk damals angestoßen.

Speaker: Und diese Proposition 6, das kann man glaube ich schon sagen, die wird ja dann am Ende auch nicht gewählt von 65% aufgrund seines Einsatzes und wie er sich dann darum verdient macht.

Speaker: Ja, das, genau.

Speaker: Und ich glaube, er hat ja dann auch seinen Kollegen, den Dan White, der dann eben gespielt wird von Josh Brolin, richtig?

Speaker: Und ich glaube, was da dann irgendwie auch noch ein bisschen so aufstoßen lässt, ist ja, dass sein Argument unter dem Familien-Ding fällt.

Speaker: Um zu sagen, ja, es ist ja, also im Prinzip, sie sind ja sozusagen...

Speaker: niedriger anzusehen, aufgrund dessen, dass sie eben keine Familie gründen können.

Speaker: Ja.

Speaker: Gibt's ein super Zitat, finde ich, zu dem, weil genau das sagt er ihm ja irgendwann mal in so einer Szene, wo er dann zu ihm sagt, but you know, the family values is what holds this country together and you cannot have families, sagt er zum Harvey Milk.

Speaker: Dann sagt der Harvey Milk zu ihm, yeah, but it's not that we don't keep on trying.

Speaker: Ja.

Speaker: God knows, we keep on trying.

Speaker: God knows, we keep on trying.

Speaker: Das ist ganz witzig.

Speaker: Ja genau, das ist halt so ein bisschen, und das ist auch in dem Film wichtig, die zwei Charaktere.

Speaker: Das sind nämlich quasi die zwei Seiten Amerikas.

Speaker: So Dan White, der wirklich so dieser Familienmensch ist, der die alten traditionellen Werte vertreten soll, dort eben im Stadtrat.

Speaker: Und dann eben Harvey Milk, der eigentlich genau das Gegenteil davon ist.

Speaker: Für den Familie natürlich was anderes ist.

Speaker: Die sich aber doch durchaus ähnlicher sind, als man dann vielleicht auch meinen möchte in dem Film.

Speaker: Aber da treffen einfach zwei Welten aufeinander.

Speaker: Und ich glaube, das sind die zwei Amerikas, die der Film eben auch zeigen möchte.

Speaker: Und genau das sehen wir auch wieder.

Speaker: Diese alten, diese Werte, diese tradierten Rollenbilder, die Dan White vertritt, die gibt es auch nach wie vor und die haben auch immer noch ganz, ganz großen Einfluss.

Speaker: Sehen wir auch gerade wieder bei uns, ich mache nur die Parallele, auch zum letzten Freitag, da wurde eine Bundesverfassungsrichterin nicht gewählt, weil sie sich dafür ausspricht, den Paragraf 218 zur Abtreibung abzuschaffen.

Speaker: Und das ist Grund dafür, dass gegen sie massiv Hetzkampagnen und Lügenkampagnen ins Leben gerufen werden.

Speaker: Das heißt, es ist am Ende des Tages ist es jetzt eine Verfassungsrichterin.

Speaker: Damals war es eben Harvey Milk, der sich für Schwulenrechte eingesetzt hat.

Speaker: Aber es sind dieselben Kräfte, die wirken.

Speaker: Und die gibt es eben nach wie vor.

Speaker: Das muss man, wenn man sich den Film anschaut, auch so wirklich ganz klar benennen, finde ich.

Speaker: Ja.

Speaker: Und dementsprechend finde ich auch, genau, also der Film wurde 2008 veröffentlicht, spielt in den 70er Jahren und hat weiterhin trotzdem leider heute noch Bedeutung.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Weil man eben sieht, dass, wie gesagt, ähnliche Kräfte auch nach wie vor walten und dass gerade die Kräfte, die sich für so dieses tradierte Rollenbild von allem einsetzen und Familie und sonst wenig Verständnis für alles, was darüber hinausgeht,

Speaker: dass tatsächlich auch patriarchale Strukturen sind natürlich und die Interesse daran haben, eben auch erhalten zu bleiben.

Speaker: Und es kann auch sehr, sehr schnell als Autoritäre gehen.

Speaker: Also wenn du dir Amerika anschaust, reproduktive Rechte der Frauen, wenn du dir Russland, China anschaust, überall dort, wo es autoritär ist, ist das sehr, sehr schnell ein Thema.

Speaker: Und deshalb, ja, dieselben Kräfte existieren nach wie vor.

Speaker: Und ich finde deswegen, das nur gesagt, weil diese Kräfte eben mit Harvey Milk und mit Dan White personifiziert werden in dem Film.

Speaker: Und das ja dann auch eben dazu führt, zu der großen Konfrontation der beiden am Ende führt.

Speaker: Wir haben heute entschieden, dass wir sie nicht Fun Facts nennen, sondern History Facts.

Speaker: Sollen wir da mal...

Speaker: Ein Auge drauf werfen.

Speaker: Absolut, ja, weil es geht, Jünter?

Speaker: Funfacts.

Speaker: Weil, genau, weil es geht eigentlich vor allem um die historischen Punkte in dem Film und so ein bisschen das Einordnen und auch zu Dan White gibt es da ein bisschen was zu sagen.

Speaker: Genau, der Film fängt auch noch damit an, dass eben

Speaker: Wie er eigentlich Harvey Mek dabei begleitet, wie er seine Geschichte aufnimmt für den Fall, dass ihm etwas passiert, was tatsächlich gar nicht so abwägig ist, weil auch viel...

Speaker: Polizeigewalt auf der Straße passiert ist gegen Homosexuelle, die nicht nachvollziehbar war, dass ganz viele Leute einfach abgeführt worden sind, auf der Straße verprügelt worden sind, dass da viel...

Speaker: eben viel öffentliche Gewalt gegen erkennbar Homosexuelle passiert ist und da auch gut und gerne einfach weggeschaut wurde und dann sitzt er da am Küchentisch und nimmt eben seine Geschichte auf für den Fall,

Speaker: Der Fälle, der ja dann leider auch eingetreten ist.

Speaker: Und was mich tatsächlich beeindruckt hat, dass der Marsch zum Andenken zum Rathaus zu HWMEC waren 30.000 Menschen anwesend.

Speaker: Also genau, muss man nochmal sagen, ich glaube, wir können jetzt, ohne zu spoilern, der Film ist jetzt schon ein bisschen älter.

Speaker: Also jeder, der Harvey Milk kugelt, wird als allererstes wahrscheinlich sehen, dass Harvey Milk erschossen wurde.

Speaker: Ja, Harvey Milk wurde erschossen, genau.

Speaker: Und deswegen gibt es dann diesen Trauermarsch.

Speaker: 30.000 Leute, die für ihn auf die Straße gehen, beziehungsweise nicht für ihn, weil er hat ja auch gesagt, es geht gar nicht um ihn.

Speaker: Das ist auch eine sehr gute Szene, finde ich, wo er bei einem der großen...

Speaker: Der große, wie soll ich sagen, schwulen Netzwerker, wenn du so möchtest, ist, der hat eine Zeitschrift, jetzt habe ich gerade den Namen tatsächlich vergessen, also die größte schwulen Zeitschrift dort in Kalifornien, ich glaube sogar in ganz Amerika, mit dem er zusammensitzt und ihn eben um seine Unterstützung bittet und der dann aber sagt, er hält sich eigentlich so aus der Öffentlichkeit raus, er macht es eher so im Stillen, will die Fäden im Hintergrund ziehen und er ihm dann irgendwann sagt, sie kommen nicht zusammen und dann sagt ihm eben,

Speaker: dieser Millionär, dieser Verleger eben, du bist zu alt für dich, das kann überhaupt gar nicht sein.

Speaker: Er hat dann ein eklatantes Missverständnis, was er denn eigentlich darstellt.

Speaker: Es geht gar nicht um ihn, sondern es geht um die Bewegung.

Speaker: Er ist nur das Gesicht der Bewegung.

Speaker: Und so macht das Harvey tatsächlich auch durch den ganzen Film hinweg, durch sein Charisma,

Speaker: Da hat man immer den Eindruck, er ist wirklich jemand, der sich einfach für die Bewegung einsetzt und es geht ihm tatsächlich nicht um sich selbst.

Speaker: Und das ist auch ganz wichtig, weil deshalb bringt er so viele Leute dann auch auf die Straße, als er dann erschossen wird, weil die Leute das verstanden haben, nehme ich jetzt mal an.

Speaker: Ja.

Speaker: Und das ist eben diese, ja, auch ein ganz besonderer Moment.

Speaker: Muss auch ein ganz besonderer Moment gewesen sein.

Speaker: Es gibt ja dann auch Bilder, ich glaube am Ende, das sind dann auch Archivbilder, oder?

Speaker: Die hast du auch so gesehen.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ja.

Speaker: Es ist bemerkenswert, wie die dann nachts mit den ganzen Kerzen, ich hab da auch kurz denken müssen, es gab ja keine Handys zu dem Zeitpunkt.

Speaker: Jetzt würde man mit Handys da so, weißt du, durch die Gegend gehen, die mussten noch Kerzen nehmen.

Speaker: Ja, ich glaube, man nimmt schon noch Kerzen.

Speaker: Für so bewegende Momente.

Speaker: Meinst du nicht?

Speaker: Du hast wahrscheinlich recht.

Speaker: Ich dachte mir nur, die Vielzahl würden jetzt, um das zum Leuchten zu bringen, wahrscheinlich ihre Handys auf Weiß schalten oder so.

Speaker: Aber wahrscheinlich gibt es auch noch immer Kerzen.

Speaker: Auf jeden Fall sind es sehr, sehr schöne Bilder, beeindruckende Bilder, wie die Leute dort eben im Castro-Viertel auch durch die Straßen anlaufen.

Speaker: Und das hört eigentlich kaum auf.

Speaker: Ja, sehr schön.

Speaker: Sehr schönes Fun-Fact.

Speaker: History.

Speaker: History.

Speaker: Also 30.000 Leute ist doch jede Menge.

Speaker: Also dann geht es natürlich noch um, also Dan White ist ja die Figur, wie gesagt, der dieses alte, dieses tradierte Amerika darstellt, dieses weiße Amerika vor allem, muss man ja auch sagen.

Speaker: Dieses weiße, koloniale und auch durchaus etwas rassistische Amerika.

Speaker: Etwas rassistischer?

Speaker: Mir hast du dich gerade dafür entschuldigt, dass Amerika etwas rassistisch ist?

Speaker: Nein, ich habe mich nicht entschuldigt.

Speaker: Ich habe das lediglich versucht einzuordnen, aber es ist ja durchaus unbestritten, ja.

Speaker: Etwas?

Speaker: Ich meine, wer ist da gerade in das Oberhaupt?

Speaker: Warum hat man sowas gewählt?

Speaker: Ich bitte dich.

Speaker: Ich würde das davon schon sagen.

Speaker: Ja, du hast vollkommen recht.

Speaker: Ich wollte es auch jetzt... Ich wollte halt nur damit zum Ausdruck bringen, liebe Emilia, dass es eben durchaus auch Leute gibt, für die das jetzt nicht unbedingt zu gilt.

Speaker: Ich wollte sozusagen die Breite meines... Toleranz.

Speaker: Meines Pinsels etwas verkleinern.

Speaker: Weil ich habe jetzt mit einem ganz dicken Pinsel hier das aufgetragen.

Speaker: Das wollte ich ein klein wenig verringern dadurch, aber du hast recht.

Speaker: Also im Moment tatsächlich mehr, mehr denn danke.

Speaker: Tatsächlich im Moment wieder mehr denn je auch.

Speaker: Also um Dan White geht es eben und da ist es eben ganz wichtig, auch seine historische Figur so ein bisschen einzuordnen, weil da stimmt einiges nicht.

Speaker: Da wurde sehr, sehr vieles auch, sag ich mal, im Narrativen, so dramaturgischen, abgeändert.

Speaker: damit es eben so ein bisschen besser passt.

Speaker: Tatsächlich war Dan White nicht so wie im Film gegen die ganzen Vorschläge und Einreichungen von Harvey Milkson, er hat sie durchaus eigentlich alle unterstützt.

Speaker: Also es gibt ja so diesen einen Moment, wo er irgendwie, ich glaube, eine Jugendhaftanstalt oder so aus seinem Bezirk heraushaben möchte, weil er eben...

Speaker: gegen Randgruppen und alles ist dort eben, wie gesagt, dieses ganze alte Weltbild, dort weiße Weltbild bedient, mit vielen Feindbildkultivierungen und möchte es weghaben und Harvey Milk unterstützt ihn halt dann nicht und dann kommt es zu diesem Bruch, weil er ihn dort nicht unterstützt und er hat ihn bei einem anderen seiner Einbringung eben unterstützt und dann wird im Film so dargestellt, als ob er immer gegen ihn stimmt und immer gegen seine Gesetzesvorhaben ist und so, das stimmt aber gar nicht.

Speaker: Also dieser Kontrast war gar nicht so groß und er hat ihn tatsächlich größtenteils auch unterstützt.

Speaker: Und was auch nicht rüberkommt ist, dass er tatsächlich mit John Sloan einen Vertrauten hatte, der selber schwul war, über 30 Jahre fast.

Speaker: Und in dem Film wird das Bild von Dan White so gezeigt, als ob er eigentlich ein verkappter Schwuler selber wäre, der einfach sich hinter seiner Fassade versteckt, hinter dieser Hetero-Fassade mit Familie und ich setze mich für die alten weißen Werte ein, was aber in Wirklichkeit auch nicht wirklich so sein gewesen sein soll.

Speaker: Also er hat durchaus mehr Berührungspunkte auch zur schwulen Szene gehabt, als in dem Film zum Ausdruck kommt.

Speaker: Das wäre es jetzt erstmal.

Speaker: Ich dachte, wir machen den Sound einfach gar nicht.

Speaker: Ach so, den Sound, stimmt, Jünter.

Speaker: Ja, der Jünter, der hat gerade nochmal sich einen Kaffee rausgelassen.

Speaker: Das stimmt natürlich, du hast vollkommen recht.

Speaker: Wir müssen immer auf den warten, das geht.

Speaker: Das ist schon manchmal... Danke, das ist nett.

Speaker: Dankeschön.

Speaker: Aus der Kombination von filmischer, dramaturgischer Freiheit und was mit Amerika gar nicht so stimmt, da habe ich herausgefunden, dass Dan White übt dann halt diesen Anschlag aus.

Speaker: Wir könnten so auf...

Speaker: Und dann, um ihn mehr oder minder auch freisprechen zu wollen, haben dann die Anwärte, und das geht auch nur in Amerika, haben die Anwärte erklärt, dass einfach der Konsum von Süßigkeiten ein chemisches Ungleichgewicht hervorgerufen hat, welches dann letztendlich der Auslöser war.

Speaker: Und man hat das dann anscheinend in der Presse auch Cremetörtchen-Verteidigung genannt.

Speaker: Ja.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Aber es scheint wohl ganz gut funktioniert zu haben.

Speaker: Er hat ja nur sieben Jahre wegen Totschlag bekommen und war nach fünf Jahren schon wieder auf freiem Fuß.

Speaker: Tatsächlich ist auch, weil es wird ja so in dem Film auch ein bisschen dieser Konflikt aufgetan,

Speaker: Es gibt auch eine großartige Szene, wo die sich mal gegenüberstehen, Harvey Milk und Dan White, da feiern sie gerade.

Speaker: Ich glaube, das war nach der Abstimmung zu seinem Hundescheiße-Gesetz, weil das erste Gesetz, das er eingebracht hat, war eben, Hundescheiße aus der Stadt zu entfernen oder man muss sonst eine Strafe zahlen.

Speaker: Das hat er eingebracht und das war eigentlich so der Geniestreich von Harvey Milk, das zu machen, weil das war tatsächlich ein Thema, hinter dem konnten sich alle vereinen.

Speaker: Also egal ob Minderheiten, Mehrheiten, alle waren dafür.

Speaker: Natürlich zu viel Hundescheiß in San Francisco, die muss weg.

Speaker: Das hat er eingebracht und da hat er sich zum ersten Mal auch so richtig im Stadtrat so niedergelassen auch.

Speaker: Und da kommt dann, sie feiern alle und dann kommt eben Dan White und sie stehen sich so gegenüber.

Speaker: Und da wird so zum ersten Mal auch wieder dieses Bild gezeichnet von wegen, er wäre so ein bisschen verkappter Schwule.

Speaker: Die kommen sich ein bisschen nah und Harvey Milk ist auch in dem ganzen Film davon überzeugt, dass er das wäre.

Speaker: Und hat ihm deswegen eine ganz bestimmte Sensibilität.

Speaker: Und da kommt es so ein bisschen auch zum Ausdruck, man hat so das Gefühl, da wäre irgendetwas, was sie auch über ihre politische Stellung hinaus verbindet.

Speaker: Aber tatsächlich war das wohl auch nicht so.

Speaker: Also das war vor allem der Grund, warum er dann...

Speaker: den Bürgermeister Moskohen und Harvey Milk erschießt, ist eigentlich das, dass er sein Amt aufgibt, es sich dann aber nochmal überlegt und dann den Bürgermeister bittet, das Amt nochmal an ihn zurückzugeben, der sich aber weigert und sagt, dass das rechtlich gar nicht möglich ist und auch darauf verweist, dass Harvey Milk auch darauf hingewiesen hätte, dass es nicht geht.

Speaker: Und dieser Hass hat dann dazu geführt, dass er die beiden erschießt.

Speaker: Also tatsächlich, dass dieses Amt, das er doch wieder zurückhaben wollte, ihm nicht mehr gegeben wurde.

Speaker: Und nicht das verkappte Schwulsein, wie der Film so durchaus unterstellt.

Speaker: Der Drehort für das Geschäft, das HWMG aufmacht, wenn er nach San Francisco kommt, die Castro Camera, war tatsächlich das reale Ladenlokal.

Speaker: Das aber leider 2008 oder beziehungsweise davor 2007, als es dann gedreht wurde, in ein Geschenkeladen umgekriegt.

Speaker: Umgeladen, umgebaut.

Speaker: Umgeladen, umgeladen.

Speaker: Umgeladen ist ein gutes.

Speaker: Okay, machen wir.

Speaker: Der Laden wurde umgeladen.

Speaker: Der Laden wurde umgeladen, genau.

Speaker: Wie macht man aus dem Substantiv ein Verb?

Speaker: Hier, ganz große rhetorische Sprünge, die wir heute hier machen.

Speaker: Rhetorik für Dummies.

Speaker: Vielleicht ein kleiner Spin-Off von diesem Podcast.

Speaker: Ah, genau.

Speaker: Dann auch nochmal ganz kurz zu Dan White.

Speaker: Der wurde ja in dieser Szene, die ich auch gerade beschrieben habe, wo sie sich so gegenüberstehen, ist eher sturzbesoffen.

Speaker: Und tatsächlich war Dan White da beim wahren Leben ein absoluter Nicht-Alkoholiker.

Speaker: Also er hat alles verweigert.

Speaker: Alkohol, Drogen.

Speaker: Also diese Szene war deshalb auch, kann man sich das denken, erstunken und erlogen.

Speaker: Was?

Speaker: Ja.

Speaker: Auch zu Dan White.

Speaker: Eigentlich sollte Matt Damon Dan White spielen.

Speaker: Oh, das habe ich gar nicht gelesen.

Speaker: Okay, Matt Damon?

Speaker: Ja.

Speaker: Also statt Josh Brolin war Dan Matt Damon vorgesehen, der aber leider verhindert wurde wegen seines Drehs zu Green Zone.

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Noch ein hetero Mann, der einen homosexuellen Mann spielt.

Speaker: Nein, eben nicht.

Speaker: Nein, eben nicht, genau.

Speaker: Wäre dann wieder so gewesen.

Speaker: Ich weiß gar nicht, ob sie sich überlegt haben, hey, gibt es vielleicht auch schwule Schauspieler oder so?

Speaker: Könnte man da mal irgendwas machen?

Speaker: Naja, wie auch immer, okay.

Speaker: Ich habe ein Side-Fun-Fact dazu noch.

Speaker: Und zwar, damit habe ich, hast du noch viele?

Speaker: Nö.

Speaker: Ich würde jetzt dann so einfach das Mikrofon an dich übergeben.

Speaker: Und zwar finde ich das ganz schön zu wissen, dass nach diesem Film dich Sean Penn und Emil Hirsch dann nochmal wieder begegnet sind.

Speaker: Und zwar in Into the Wild, wo der eine die Hauptrolle spielt und der andere die Regie übernommen hat.

Speaker: Und der andere nicht.

Speaker: Der andere nicht.

Speaker: Der eine war der Junge und der andere war der Bus.

Speaker: So nämlich.

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Ja, sehr schöner Film auch.

Speaker: Also das ist ein sehr schöner Film, finde ich.

Speaker: Okay, Jünter?

Speaker: Also ich wollte nochmal sagen, dass, was ich interessant finde, ist, Harvey Milk hat ja diese, und die kommt ja im Film auch vor, diese Sprachaufnahme gemacht, falls ihm etwas zustoßen sollte, falls er ermordet wird, soll man diese Nachricht abspielen, weil, und das ist ja das wirklich eigentlich Bedrückende daran ist, dass er in seiner Position immer damit rechnen musste, dass ihm eben was passiert.

Speaker: Und das ist

Speaker: Die Gewalt gegen Schwule damals war wirklich so massiv verbreitet und es war auch eine solche Willkür auch von Seiten der Polizei damals.

Speaker: Also es muss man sich wirklich nochmal…

Speaker: Nein, nein, natürlich kommt das leider eben heute auch noch vor oder wieder verstärkt.

Speaker: Das ist ja genau der Punkt, warum wir auch den Film heute besprechen.

Speaker: Leider wächst es wieder exorbitant tatsächlich.

Speaker: Ich glaube 279 Prozent mehr Gewalt und Straftaten gegenüber LGBTQI plus in den letzten zehn Jahren, glaube ich.

Speaker: Und 279 Prozent mehr Gewalt und Straftaten.

Speaker: muss man sich mal überlegen, das ist eine sehr bedrückende Lage, finde ich, umso mehr Grund eben darauf hinzuweisen, dass es da noch viel, viel zu tun gibt.

Speaker: Deswegen sind die Breitparaden auch eben so wahnsinnig wichtig, weil es ist nicht so, dass da überhaupt kein Bedarf mehr wäre.

Speaker: Im Gegenteil, es ist wieder wesentlich mehr Bedarf sogar wieder jetzt da.

Speaker: Also von daher, was ich sagen wollte, er sagt eben auch in dieser Nachricht, sagt er dann, I fully realize that a person who stands for what I stand for, an activist, gay activist, becomes a target or the potential target for somebody who is insecure, terrified, afraid or very disturbed themselves.

Speaker: Und das hat er eben aufgenommen, das ist eine seiner Botschaften und ich finde die ist wahnsinnig gut, weil er die Leute damit nicht zu schuldigen macht, er sieht selber ihre eigenen Traumata, ihre eigene Lage als Anlass dafür eben etwas aufzulösen.

Speaker: ihn zu projizieren, auf Schwule zu projizieren, auf die queere Gemeinschaft zu projizieren und dass das dem zugrunde liegt und dass Hass eigentlich etwas ist, was dann auch gegen sie selber gerichtet ist.

Speaker: Und ich glaube, das ist einfach universell so.

Speaker: Und das hat er erkannt und das hat er in diesem Satz gut zum Ausdruck gebracht und deswegen wollte ich den einfach nochmal teilen.

Speaker: Genau.

Speaker: Das ist dann auch schon dein Zitat des Films.

Speaker: Nee, weil ich bin gar nicht sicher, ob das tatsächlich da im Film auch so vorkommt.

Speaker: Ich habe das dann nur noch mal kurz reingehört, was er da gesagt hat und auch gelesen und das ist eben das, was mir einfach geblieben ist, weil ja, ich glaube, dass die Leute, die am meisten hassen, auch die sind, die am meisten eigentlich innere Schwäche besitzen und das hat er in dem, also und auch ja, Verwirrung haben in ihrem Leben und deswegen glaube ich, ist der Satz so gut, ja.

Speaker: Sollen wir dann zur Szene des Films oder was ist Szene des Films?

Speaker: Zitat.

Speaker: Zitat erst.

Speaker: Erst Zitat, oder?

Speaker: Erst Zitat, so wie sonst auch.

Speaker: Bleiben wir mal in der richtigen Reihenfolge.

Speaker: Moment, Jünter.

Speaker: Das Film Zitat.

Speaker: Was hast du denn?

Speaker: Ich glaube, das Film Zitat und ich hoffe, du gestimmst wieder dazu, ist natürlich My name is Harvey Milk and I'm here to recruit you.

Speaker: Ja, in gewisser Anweis hast du vollkommen recht, natürlich.

Speaker: Das ist der Satz eigentlich, mit dem er auch in Erinnerung geblieben ist.

Speaker: Also nicht nur ausschließlich, aber der immer wieder reingehämmert.

Speaker: Ja, super Satz.

Speaker: Vollkommen.

Speaker: Ich habe einen anderen Satz dennoch ausgewählt, weil er dann tatsächlich dieser John Briggs, der dieses Gesetzesvorhaben eben einbringt, sagt in den verschiedenen US-Staaten, und das gelingt dem Film auch ganz gut, er zeigt nämlich, wie die an Mehrheiten arbeiten, wie sie versuchen, die Menschen zu mobilisieren und wie viel Arbeit dahinter steckt, wie viel Strategie und auch Taktik und Strategie.

Speaker: Irgendwann im Verlauf dessen, in der Arbeit, um dieses Gesetz zu verhindern, bringt er dann diesen John Briggs, diesen Politiker, der das amerikaweit ausrollen möchte, dieses Gesetz, zwängt er ihm mehr oder weniger eine öffentliche Debatte auf.

Speaker: Mehrere dann sogar.

Speaker: Das wollte er eigentlich zuerst nicht, aber es passiert dann, er kriegt es hin.

Speaker: Und was es da eben zu hören gibt, ist einfach wirklich so erschütternd, wie dort über Menschen gesprochen wird, wie verachtend dort über Menschen gesprochen wird.

Speaker: Und es heißt eben auch, dass er sagt dann eben in diesem...

Speaker: In dieser Diskussionsrunde der John Briggs, sie möchten die Leute, die Schwulen aus dem Lehrdienst heraushalten, weil sie sonst die Kinder auch schwul machen würden.

Speaker: Und er sagt, wenn es keine schwulen Lehrer mehr gibt, wird es irgendwann auch gar keine Schwulen mehr geben, mehr oder weniger.

Speaker: Weil sie die Leute, die Kinder in den Schulen als Schwule rekrutieren.

Speaker: Solche Dinge sagt er tatsächlich damals im nationalen Fernsehen.

Speaker: Und dann sagt eben Harvey Milk darauf auf diesen Satz eben nur, if it were true that children emulate their teachers, we'd have a lot more nuns running around.

Speaker: Also im Sinne von, bei den vielen katholischen Schulen, die es gibt, müssen eigentlich alle Kinder als Nonnen rumlaufen, um eben diese Argumentation von John Briggs als absoluten Nonsens und Unsinn und menschenfeindlich zu entlarven.

Speaker: Deswegen war das ein...

Speaker: Sehr guter Sprung.

Speaker: Und es zeigt eines, nämlich, Harvey Milk hat es verstanden, ernste Themen auch immer mit Humor zu präsentieren.

Speaker: Und ich glaube, das war auch einer seiner wahnsinnig großen Stärken.

Speaker: Dieser Humor, der in dem Ganzen trotzdem nicht untergegangen ist bei diesen ernsten Themen.

Speaker: Das ist mein Zitat des Tages.

Speaker: Und deine Szene?

Speaker: Meine Szene?

Speaker: Ja, nee, jetzt bist du wieder dran.

Speaker: Okay.

Speaker: Moment.

Speaker: Die Lieblingsszene.

Speaker: Die als der CSD, der Christopher Street Day in San Francisco ist und er soll eine Rede halten nach der Pride und bekommt

Speaker: erstmal einen Zettel in die Hand gedrückt, wo drauf steht, dass wenn er auf die Bühne geht, die allererste Personkugel für ihn bestimmt ist.

Speaker: Er geht trotzdem.

Speaker: Und dann hat er dieses fantastische Zitat, finde ich.

Speaker: Und ich finde das eine sehr berührende Szene.

Speaker: Und tatsächlich gibt es die...

Speaker: Auch in Dokumentationsform.

Speaker: Also wer Jean-Penny nicht sehen möchte, sondern in echtem, findet das im Internet.

Speaker: Und zwar geht er nochmal darauf hinaus, was auf der Stage of Liberty, also der Freiheitsstatue in New York steht, auf dieser Bronzetafel.

Speaker: Und das würde ich ganz kurz vorlesen.

Speaker: Und zwar...

Speaker: Das war jetzt ganz kurz für die Leute, die...

Speaker: des Englischen nicht so mächtig sind.

Speaker: Und zwar, gebt mir eure müden, eure armen, eure zusammengepferchten Massen, die frei atmen wollen, den elenden Abfall eurer überfüllten Küsten.

Speaker: Schickt sie mir, die Heimatlosen vom Sturm verwehten.

Speaker: Ich hebe meine Lampe neben der goldenen Tür.

Speaker: Und ich finde, wenn man nach der...

Speaker: Nachdem handeln würde und sich das annimmt, fände ich das irgendwie ganz schön.

Speaker: Und ich fand das einen sehr cleveren Ansatz, eine Rede so anzufangen.

Speaker: Ja, vor allem weil er damit an die Grundwerte der USA appelliert auch.

Speaker: Und er sagt ja auch in dieser Ansprache, dieser Rede eben, sagt er dann auch, das zitiert ja auch die Verfassung und sagt,

Speaker: Egal was du machst, du kannst diese Wörter nicht mehr von der Verfassung streichen.

Speaker: Sie sind für die Ewigkeit entweder liebst es oder du lässt es bleiben.

Speaker: Aber das bringt sie zusammen und das gibt ihm eben auch so diese Sicherheit, dass das, was er macht und leistet, kurz oder lang, früher oder später, auch Berücksichtigung finden wird und die Menschenrechte tatsächlich für alle dann gleich sein werden, was sie zu dem Zeitpunkt eben überhaupt nicht sind.

Speaker: Ja, sehr schön.

Speaker: Meine Szene, ach ja, dann kommen wir zu meiner Szene.

Speaker: Ja, die ist tatsächlich, das ist interessant, weil deine ist jetzt wesentlich mehr so politischer so ein bisschen und das ist total schön und meine ist tatsächlich eine sehr private, persönliche, weil ich fand tatsächlich die Szene zu Anfang, wo er Scotty in der U-Bahn-Station von New York trifft, die finde ich wahnsinnig

Speaker: Ich finde die wahnsinnig schön, wie er ihn anspricht.

Speaker: Es ist zwar irgendwie total unrealistisch, dass es so passiert ist, muss ich auch mal sagen, dass man jemanden so anspricht, aber eigentlich ist es vollkommen egal, weil es ist einfach total schön.

Speaker: Also dieser Dialog zwischen den beiden, der sich da entspinnt, ist total cool.

Speaker: Ich finde den großartig.

Speaker: Also er sieht ihn halt an der U-Bahn an sich vorbeilaufen, Harvey Milk, er dreht sich um und er spricht ihn halt gleich an und sagt, er hat...

Speaker: Und er hat gerade noch mit ein paar ArbeitskollegInnen gefeiert, aber wäre sonst allein.

Speaker: Aber dieses Lachen von ihm und auch von James Franco, die beiden spielen das einfach total schön.

Speaker: Und dann sagt eben, das finde ich auch so lustig, dann sagt James Franco eben so, well, I mean, you are a very nice guy, but I have a rule going for myself, that's I don't date guys beyond 40.

Speaker: Und dann sagt er eben so,

Speaker: Oh, and it's got to be a lucky day.

Speaker: Because I'm 39 and it's only quarter past 11.

Speaker: Und dann nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Speaker: Und das fand ich eine sehr schöne Szene.

Speaker: Ich finde die gleich zu Anfang einfach sehr herzerwerbend.

Speaker: Das ist eine sehr schöne Szene.

Speaker: Die hat mir wahnsinnig gut gefallen.

Speaker: Dann kommen wir zur Conclusion.

Speaker: Kommen wir zur Conclusion.

Speaker: Junta...

Speaker: Nein.

Speaker: Ja.

Speaker: Ah.

Speaker: Und zwar, ich habe auch überlegt, ich habe ihn jetzt zweimal gesehen.

Speaker: Nummer eins, ich finde ihn schon doch auch sehr berührend.

Speaker: Ich finde es irgendwie, es ist ein sehr gut gelungener Film im Sinne von, wie Filme funktionieren.

Speaker: Es ist irgendwie die Kamera, es ist toll, man befindet sich in den 70er Jahren.

Speaker: Es ist kein typisch amerikanisches Biopic, wie sie gerade irgendwie...

Speaker: zuhauf in die Kinos kommen und leider Gottes wirklich oft einfach niemanden gut darstellen und man immer nur das Gefühl hat, dass das irgendwie an der Oberfläche kratzt.

Speaker: Ich finde, Sean Penn hat das sehr großartig gespielt.

Speaker: Das geht einem sehr nah, es ist sehr nah an der echten Figur, und ich finde, dieser Film tut wirklich noch was für...

Speaker: für die Community und erinnert nochmal daran, woran man irgendwie arbeiten sollte, falls man da irgendwelche Probleme mit hat, um eben, ja, dagegen zu arbeiten und hoffentlich dann doch irgendwann in naher Zukunft sagen kann, eigentlich ist es doch alles egal, was soll die Menschen einfach machen?

Speaker: Also was Sexualität und alles angeht.

Speaker: Generell alles.

Speaker: Ja, also ich meine, solange es nicht in die Freiheiten anderer eingreift, genau, es sollte alles möglich sein und es sollte auch kein Feindbild darum geschaffen werden.

Speaker: Und das ist leider das, was der Film eben zeigt.

Speaker: wie diese Feindbilder geschaffen werden und wir sind leider auch wieder in einer Zeit, in der diese Feindbilder wieder massivst in die Gesellschaft reingetragen werden und das sind auch nicht ausschließlich jetzt, es ist nicht ausschließlich die Queer-Gemeinschaft, es ist generell marginalisierte Gruppen, marginalisierte Menschen und die Schwächsten in unserer Gesellschaft sind die, die wieder zu Feindbildern aufgebaut werden, gesellschaftlich.

Speaker: Gab es auch schon immer irgendwie, aber es nimmt im Moment wieder zu und das ist

Speaker: leider eine schlechte Entwicklung.

Speaker: Und das zeigt der Film durchaus.

Speaker: Und deswegen ist es, ja, es gibt diese Parallelen immer noch und die Relevanz zu heute ist deshalb immer noch erschreckend gegeben.

Speaker: Der Grund, ja, ich finde den Film schon gut.

Speaker: Ich finde, er ist vielleicht ein bisschen, und ich finde, Sean Penn spielt natürlich Harvey Milk großartig mit dem Charisma, diesem Lachen und allem.

Speaker: Ich finde, es ist vielleicht einfach...

Speaker: Hätte man andere Figuren auch noch ein bisschen besser positionieren können, so ist es halt wirklich nur Harvey Milk.

Speaker: Ich weiß, es ist ein Biopic, aber es geht ja auch um eine Bewegung, wie er in dem Film auch immer sagt.

Speaker: Und ich finde, die Bewegung, die geht so ein bisschen unter vielleicht in dem Film, weil sich eben alles so vor allem um Harvey dreht, kann man wahrscheinlich auch anders sehen.

Speaker: Also für mich ein bisschen.

Speaker: Aber was mich halt einfach wirklich stört und damit möchte ich das jetzt dann doch nochmal zum Thema machen, ist wirklich, dass halt

Speaker: die ganze schwule Community halt wirklich von Hetero-Männern gespielt wird.

Speaker: Ich finde das mittlerweile halt einfach irgendwie problematisch und dann kriegen die auch noch einen Oscar dafür, verdientermaßen oder nicht.

Speaker: Das soll jetzt keine Kritik an Sean Penn sein, der ist ein guter Schauspieler, ein großartiger Schauspieler, ich sehe ihn gerne, aber dennoch denke ich mir immer, kann man da nicht vielleicht einfach dann auch

Speaker: Ja, Leute mit einbauen, für die eh schon oft weniger Rollen da sind als für andere.

Speaker: Das ist ja auch so eins, was man da häufig sagt.

Speaker: Würde ich aber gerne auch eigentlich dich fragen, wie du das siehst.

Speaker: Du bist ja Schauspielerin, ich bin kein Schauspieler.

Speaker: Wie siehst du das denn?

Speaker: Ich verstehe beides, aber ich finde trotzdem, nur weil ich...

Speaker: Jetzt, wenn ich homosexuell bin, warum darf ich denn als Schauspieler keinen Homosexuellen spielen?

Speaker: Also deshalb heißt es ja, Schauspiel, also ich verstehe beides und ich unterstütze das auch total, um zu sagen, ja, lass doch die Rollen für diejenigen, die es sowieso schon sind.

Speaker: Aber es ist ja, nee, weiß ich nicht.

Speaker: Ich finde das irgendwie wahnsinnig schwierig, weil ich weiß, ich trete da irgendwie Leuten auf die Füßen.

Speaker: Aber honestly, ich denke schon, dass auch...

Speaker: Leute, die eben nicht die Sexualität haben, das ja trotzdem spielen dürfen, wenn sie das dann eben auch so verkörpern, wie eben schon Penn in diesem Film, dem ich das von Anfang bis Ende 100 Prozent glaube.

Speaker: Und solange das so ist, finde ich auch, ich möchte doch den Schauspieler oder den Film genießen, um dann nicht nochmal zu googeln oder wirklich wissen zu müssen, welcher...

Speaker: Sexualität er nachgeht.

Speaker: Und das finde ich dann eben, also warum, ich würde gerne mal einen queeren Charakter spielen, um einfach

Speaker: Ich würde es auch gerne sehen tatsächlich.

Speaker: Ja, und ich fände dann eben zu sagen, oh, ich sollte das nicht dürfen.

Speaker: Einfach deswegen, dass es auch, weil genau andersrum würde mich das doch am wenigsten stören, wenn ein Homosexueller einen Heterosexuellen in einem Film spielt.

Speaker: Weil es geht ja um die Rolle und es geht ja um den Film.

Speaker: Und ich finde, dass die Sexualität da wenig was mit zu tun hat und es eher irgendwie auch nicht das Thema sein sollte.

Speaker: Das ist meine Meinung dazu.

Speaker: Okay, also erstmal, um das kurz einzuhören, ich bin ja auch nicht dafür, dass man jetzt sagt, heterosexuelle Schauspieler dürfen partout keine homosexuellen Rollen übernehmen.

Speaker: Das ist ja nicht das, es geht mir gar nicht um Verbot.

Speaker: Also es geht mir nur darum, dass es halt doch, finde ich, in dem Film, wo es doch relativ...

Speaker: also überdurchschnittlich viele schwule Rollen zu vergeben gibt, dass die ausschließlich, ausschließlich von homosexuellen Männern gespielt werden.

Speaker: Darum geht es mir.

Speaker: Also irgendwo ist so dieser, dieser, das, und es gibt ja durchaus dann,

Speaker: Ja, durchaus auch, finde ich, Gründe zu sagen, gerade in Rollen, die sowieso, also soweit ich den Diskurs eben verfolgt habe, dass eben sich sowieso queere Menschen als Schauspieler wesentlich schwerer tun als heteronormative Menschen und dass dann gerade Rollen, die eigentlich so auch in ihrer Lebensrealität oder da zumindest angrenzend damit zu tun haben, dass gerade dann da vielleicht auch eine andere Sensibilität herrschen sollte, finde ich schon.

Speaker: Aber es geht mir nicht um ein prinzipielles Verbot jetzt zu sagen, du bist hetero, Entschuldige, nee, das darfst du nicht.

Speaker: Darum geht es mir natürlich nicht.

Speaker: Ich finde es nur bezeichnend eben, dass der Film ausschließlich hetero Männer ist, die schwule Rollen übernehmen.

Speaker: Das ist es eigentlich.

Speaker: Das könnte vielleicht ausgewogener sein und darum geht es mir.

Speaker: Und ich weiß, dass es durchaus diese Sicht und diese Perspektive gerade aus der queeren Community sehr, sehr häufig gibt.

Speaker: Die habe ich schon das Öftere gehört und deswegen kann ich sie auch ganz gut verstehen.

Speaker: Und die wollte ich hier auch deswegen einfach mal einbringen, weil ich finde, das ist eine wichtige Sichtweise und gerade die Leute, die es betrifft, sollten ja dann da auch vielleicht am besten zumindest gehört werden, wenn sie da irgendwas zu beanstanden haben.

Speaker: Aber deswegen, das stört mich so ein bisschen dennoch auch und ja, ich finde, es ist ein guter Film, ich habe ihn mir sehr gerne angeschaut, aber ich glaube, es gibt auch noch Filme, die vielleicht also noch ein bisschen mehr in der

Speaker: Sensibilität aufweisen auch.

Speaker: Ich weiß nicht, also zum Beispiel, was ich halt, Moonlight finde ich, ist ein wahnsinnig toller Film.

Speaker: Blau ist seine warme Farbe, also wenn wir gerade noch so ein bisschen dabei bleiben.

Speaker: 20.000 Arten von Bienen ist ein ganz fantastischer Film.

Speaker: Den habe ich auch schon öfter mal erwähnt.

Speaker: Also ich finde, für die Thematik gibt es durchaus auch noch ein paar bessere Filme.

Speaker: Und auch wenn ich Harvey Milk einen interessanten historischen Menschen finde, der dadurch aus sehr gut auch abgebildet wird durch Sean Penn.

Speaker: Okay, dann brechen wir jetzt mit seiner Lieblingsrubrik nochmal.

Speaker: Ah ja, Moment.

Speaker: Ja, was hast du denn?

Speaker: Die Szene der Woche.

Speaker: Achso, ja.

Speaker: Stimmt.

Speaker: Entschuldige.

Speaker: Jünter, Mensch.

Speaker: Die Szene der Woche.

Speaker: So, ich beschäftige mich gefühlt mit nichts anderem als der Formel 1, geschuldet wahrscheinlich dem das letzte Mal besprochenen Film F1 mit Brent Pink, den wir ja beide...

Speaker: Ja, hört doch noch mal rein, warum nicht?

Speaker: Jedenfalls schaue ich gerade Formula One Drive to Survive, eine Netflix-Dokumentation mit sieben Staffeln.

Speaker: Und das sind jetzt alles meine Szenen der Woche.

Speaker: Jeden Tag schaue ich mir sehr viele sehr schnelle Autos an.

Speaker: Und bitte mir jetzt ein...

Speaker: Ja, ein großes Knowledge für die Formel 1 von 2018.

Speaker: Jetzt befinden wir uns im Jahr 2020, was ja auch wiederum ganz spannend wird, wie denn die Formel 1 mit Covid umgegangen ist.

Speaker: Und an alle Leute, ich kann es wirklich wahnsinnig empfehlen.

Speaker: Selbst wenn man keinen Bock auf Formel 1 hat und nicht weiß, was man dann gucken will, gibt der ersten Staffel eine Chance und schaut euch das gerne an.

Speaker: Wie heißt die dann?

Speaker: F1 The Series oder...

Speaker: Ich habe doch gesagt, Formula One, Drive to Survive.

Speaker: Drive to Survive.

Speaker: Ja, ich dachte mir gerade, weil es hieß ja F1 The Movie.

Speaker: Ich dachte, dann müsste sie ja eigentlich fast genauso heißen wie F1.

Speaker: Okay, sehr gut.

Speaker: Die haben beide nichts miteinander zu tun.

Speaker: Nee, nee, aber ich glaube, sie wollten da irgendwie sich von abheben.

Speaker: Ich weiß, weil F1 The Movie klingt irgendwie total blöd.

Speaker: Aber okay, auf jeden Fall, wir werden zu der Serie verlinken und du schaust nichts anderes mehr.

Speaker: Ich schaue gerade wirklich nichts anderes mehr.

Speaker: Okay, also wenn du demnächst irgendwie hier an Genickstarre leiden solltest, ist es, weil du immer den schnellen Autos hinterher schaust auf dem Bildschirm, oder?

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Bei mir diese Woche tatsächlich, ja, ich wiederhole mich tatsächlich, aber ich habe ja schon mal gesagt, ich habe...

Speaker: Ich hatte Andor mal kurz ausgesetzt, weil ich Angst hatte, dass sich Briggs was antut.

Speaker: Ich sage nicht, wie das ausgegangen ist, aber ich habe dann gesagt, nee, jetzt geht's weiter.

Speaker: Du musst stark sein.

Speaker: Du musst jetzt stark sein.

Speaker: Und dann habe ich es mir angeschaut und jetzt habe ich die Serie auch zu Ende gesehen.

Speaker: Und ich finde einfach diese... Ich finde den Übergang, das Ende, und damit ist jetzt gar kein Spoiler, aber wenn dann alles hinterlegt, diese Szene, wo dann Cassian Andor mit seinem Raumschiff, dass die Militärbasis der...

Speaker: der, sag schon, der Revolutionäre verlässt, der Rebellen, so heißt es genau, der Rebellen verlässt und dann in die Ferne hinter den Horizont fliegt und man weiß, jetzt ist er auf dem Weg, jetzt geht dann gleich Rogue One los.

Speaker: Der Film, einer meiner liebsten Star-Wars-Filme aller Zeiten, wenn ich es noch nicht gesagt habe.

Speaker: Und diese Szene ist einfach super, weil dieser nahtlose Übergang von der Serie dann dahin, der ist total gut gelungen.

Speaker: Also ich finde, das war meine Szene.

Speaker: Fantastisch.

Speaker: So schaut es aus.

Speaker: Gut, dann bleibt uns nichts anderes als allen Leuten, die zum Pride gehen.

Speaker: Wahnsinnig viel Spaß zu wünschen.

Speaker: Haltet die Fahne hoch.

Speaker: Total.

Speaker: Oder beklebt einfach den Bundestag mit ganz viel Stickern.

Speaker: Ja, unbedingt.

Speaker: Das geht bestimmt easy.

Speaker: Die Polizisten haben da bestimmt nichts dagegen.

Speaker: Oder beklebt die Polizisten mit ganz viel Stickern.

Speaker: Oder so, genau.

Speaker: Ich bin leider nicht in Berlin.

Speaker: Ich schaffe es leider nicht, das Wochenende.

Speaker: Aber du feierst einfach für mich mit, oder?

Speaker: Ich feiere für alle, die nicht in Berlin sind, mit.

Speaker: Oder lade einfach alle ein, kommt am Sonntag, kommt zum Umzug, genießt das.

Speaker: Ich habe ja, wie gesagt, entschieden, dass ab heute, ab Samstag, dann jetzt nur noch die Sonne scheint.

Speaker: Das wird ein wahnsinniges Fest.

Speaker: Es ist ganz wichtig, gerne, gar kein Problem, da Haltung zu zeigen.

Speaker: Wir gehen wieder ins Kino.

Speaker: Ja, den nächsten dann wieder ins Kino, genau.

Speaker: Wir hören uns in zwei Wochen.

Speaker: Basti.

Speaker: Liebe Emilia, es war wie immer ein Fest.

Speaker: Ich danke dir vielmals.

Speaker: Viel Spaß auf der Pride.

Speaker: Schade, dass ich es nicht schaffe.

Speaker: Und ich freue mich schon auf zwei Wochen.

Speaker: Und dann kannst du mir berichten.

Speaker: Ich werde.

Speaker: Genau.

Speaker: Mit viel Kopfschmerz.

Speaker: Also, einen ganz lieben Gruß und ich wünsche dir ein schönes Wochenende.

Speaker: Viel Spaß auf der Pride.

Speaker: Alles Liebe, alles Gute.

Speaker: Ciao.

Speaker: Ciao.

Speaker: Das war Muss man gesehen haben mit Emilia Bernsdorf und Bastian Fischer.

Speaker: Basti?

Speaker: Äh, was denn, liebe Emilia?

Speaker: Ratte mal, von wem dieses Zitat kommt.

Speaker: Es kommt im Leben nicht darauf an, wie viel du austeilst, sondern darauf, wie viel du einstecken kannst.

Speaker: Das kommt natürlich vom einzig wahren Rocky Balboa.

Speaker: Ja, es kommt vom einzig wahren Rocky.

Speaker: Und das...

Speaker: Adrian!

Speaker: Wenn du gut in etwas bist, mach es nie umsonst.

Speaker: Das war Heath Ledger in The Batman.

Speaker: Boom!

Speaker: Als The Joker.

Speaker: Nein, Heath Ledger in Batman als The Joker.

Speaker: So rum.

Speaker: Ich glaube, jetzt müsste es stimmen, oder?

Speaker: Ja, total korrekt.

Speaker: Du bist richtig gut heute.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Danke fürs Kompliment.

Speaker: Meinst du, wir sollten... Ja, vielleicht also gleich, aber ich habe noch eins.

Speaker: Eins habe ich noch.

Speaker: Dann hau mal raus.

Speaker: Okay, also ready?

Speaker: Ready.

Speaker: Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.

Speaker: Das ist natürlich aus Fight Club.

Speaker: Natürlich ist es aus Fight Club.

Speaker: Ja, very good.

Speaker: Und deswegen, liebe Leute, wollen wir von dem Geld, das wir noch nicht haben, Dinge kaufen, die wir für diesen Podcast brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir definitiv mögen.

Speaker: Nämlich euch Filmbegeisterte.

Speaker: Also, wenn euch dieser Podcast gefällt, supportet, liked und donatet, was das Zeug hält.

Speaker: Die Links dazu findet ihr wo, liebe Emilia?

Speaker: Unten in den Show Notes.

Speaker: Und damit verabschieden wir uns.

Speaker: Bis zum nächsten Mal.

Speaker: Tschüss.

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