Transcript
Speaker: Willkommen zu einer neuen Ausgabe Muss man gesehen haben.
Speaker: Hier sind eure Gastlieber Emilia und Bastian.
Speaker: Hallo lieber Basti.
Speaker: Hallo liebe Emilia.
Speaker: Guten Tag.
Speaker: Wie geht es dir?
Speaker: Hallo liebe Zuhörenden.
Speaker: Wunderschön.
Speaker: Na?
Speaker: Schön dich zu sehen.
Speaker: Schön dich zu sehen.
Speaker: Nach so langer Zeit.
Speaker: Das ist ja gar nicht so lange eigentlich.
Speaker: Wir haben uns ja tatsächlich erst gesehen.
Speaker: Ist das nicht fantastisch?
Speaker: Würdest du davon mal kurz erzählen?
Speaker: Ja, wir haben uns auf halber Strecke zwischen Berlin und München getroffen.
Speaker: Und alle, die die Karte jetzt vor Augen haben.
Speaker: Absolut.
Speaker: Genau.
Speaker: Es ist Jena.
Speaker: Jeder, der das wusste, da ziehe ich jetzt schon mal meinen Hut.
Speaker: Ich wusste das nicht so ganz genau, aber jetzt weiß ich das auch.
Speaker: Und es war sehr schön, wir waren auf dem Campingplatz und wir haben einfach nur gegessen, gejogert, geschwommen.
Speaker: Ist das ein Wort?
Speaker: Gejoghurt?
Speaker: Keine Ahnung.
Speaker: Seit ich meinen User da habe, ist das ein Wort.
Speaker: Ah, wunderbar.
Speaker: Schau, ich habe es jetzt einfach zu einem Verb gemacht und es war sehr schön.
Speaker: Ich habe mich wahnsinnig gefreut, dich zu sehen und deswegen ist es gar nicht so lange her.
Speaker: Erst ein paar Tage tatsächlich und jetzt ist es schön, dich hier auch wieder virtuell zu sehen.
Speaker: Ja, natürlich wäre es schöner gewesen, auf diesem Campingplatz diese Folge aufzunehmen, aber man kann nicht alles haben.
Speaker: Was wir auf jeden Fall gemacht haben, ist, das sieht man auf unserem Instagram-Kanal, ein Foto hochgeladen, das unser nächstes Projekt ist.
Speaker: beschreibt.
Speaker: Denn Basti und ich haben aufgrund des Todes von Robert Redford entschieden, einen neuen Pferdeflüsterer-Projekt ins Leben zu rufen.
Speaker: Alle, die es interessiert, besucht doch einfach unseren Instagram-Kanal.
Speaker: Dazu, lieber Baste, liebe Community, es gab was Fantastisches passiert.
Speaker: Und zwar vor zwei Jahren ist eine fantastische Serie gekommen.
Speaker: Und ich nehme jetzt das vorweg, das ist sozusagen meine Szene der Woche.
Speaker: Und ich habe, glaube ich, seit Jahrhunderten nicht mehr eine so gute Serie gesehen.
Speaker: Die Serie heißt The Morning Show.
Speaker: Und am gestrigen Abend ist die erste Folge rausgekommen, beziehungsweise habe ich sie gesehen, die ist wahrscheinlich am Wochenende rausgekommen, der vierten Staffel.
Speaker: Und ich habe mich so gefreut, lieber Baste.
Speaker: Sie dürfen weitermachen.
Speaker: Ist das nicht fantastisch, die neue?
Speaker: Ich freue mich sehr.
Speaker: Ich fand die auch sehr, sehr gut.
Speaker: Ich fand die erste Staffel am allerbesten und die zweite fand ich auch noch sehr gut.
Speaker: Jetzt bin ich gespannt, was die Tendenz sein wird.
Speaker: Aber ich bin sehr, sehr, sehr gespannt.
Speaker: Ich schaue es mir sehr, sehr gerne an.
Speaker: Und damit würde ich jetzt überleiten.
Speaker: Willkommen zur 15.
Speaker: Folge.
Speaker: An alle, die uns verfolgen, wissen ganz genau, dass heute ist eine spezielle Folge.
Speaker: Basti und ich waren eben auf dem Campingplatz und nicht im Kino.
Speaker: Dafür öffnen wir jetzt kurz virtuell die Türen für eine fantastische Gästin.
Speaker: Und diese Gäste und ich zelebrieren heute tatsächlich unser einjähriges Kennenlernen damals auf dem Filmfest Hamburg, welches ja jetzt auch gestartet ist, wenn diese Folge rauskommt.
Speaker: Annika Lamade ist ursprünglich aus Flensburg, also schön aus dem Norden und lebt in Hamburg.
Speaker: Sie ist Sprecherin, Schauspielerin, debütierende Regisseurin, debütierende Autorin, denn sie hat ihren Debüt-Kurzfilm selber geschrieben,
Speaker: Nebenbei, und da die Frage an dich, Taktorfahrerin?
Speaker: Und was hat es eigentlich nochmal mit diesen Acting Walks auf sich?
Speaker: Adika, sag doch einmal, wie du dich am liebsten vorstellen wollen würdest.
Speaker: Hallo, schön, dass ich da sein kann.
Speaker: Wir freuen uns sehr.
Speaker: Ja, ich freue mich erst.
Speaker: Und vielen Dank für die schöne Vorstellung und Einleitung hier.
Speaker: Ja, wie würde ich mich am besten vorstellen?
Speaker: Ich fand das super.
Speaker: Also toll.
Speaker: Es hat eigentlich alles sehr, sehr rund gepasst.
Speaker: Aber du bist Traktorfahrerin?
Speaker: Nee.
Speaker: Woher kommt das?
Speaker: Ich habe auf einem Profil von dir gesehen, dass du irgendwie Führerschein L und T hast.
Speaker: Ja, habe ich auch beide.
Speaker: Über ADAC heißt das, dass es Traktor ist?
Speaker: Ja, doch ist es.
Speaker: Aber das hat man ja meistens automatisch, wenn man einen Führerschein macht.
Speaker: Also ich kann es auch, aber es ist jetzt nicht so, dass ich es aktiv tue.
Speaker: Die Frage ist, bist du schon mal einen Traktor gefahren?
Speaker: Ja, bin ich.
Speaker: Ja, mit welchem Hintergrund?
Speaker: Ich habe eine Freundin in Flensburg, die hat so einen Bauernhof.
Speaker: Und dann sind wir halt immer zwischendurch mal in den Wald, den die hatten, gefahren.
Speaker: Sind mit dem Trager hingefahren und mussten dann halt Holz hacken, weil die Holz brauchten, um zu heizen.
Speaker: Und also weiter mit dem Trager hin.
Speaker: Cool.
Speaker: Und dann habt ihr dann so viel Holz gehackt, dass ihr auch den ganzen Traktor voll hattet?
Speaker: Ja.
Speaker: Also so ein Anhänger, also ein Trecker mit Anhänger hinten dran und der wurde voll gewämst und dann ging es wieder zurück.
Speaker: Okay, aber du bist auch selber gefahren?
Speaker: Ja, ja, doch, ich bin auch selber gefahren.
Speaker: Natürlich, das habe ich mir nicht nehmen lassen, weil man hat schon die Möglichkeit, Träger zu fahren, außer auf dem Land, ne?
Speaker: Absolut.
Speaker: Wobei ich glaube, in Hamburg wäre das auch der Hammer, einfach mal irgendwie zu sagen, ich mehne mir heute keinen Meils, ich fahre heute auch nicht Moa, ich komme mit dem Träger.
Speaker: Das wäre ein Aufschritt.
Speaker: Ja, in der Innenstadt.
Speaker: Genau, jetzt zum Filmfest Hamburg, einfach mal mit dem Träger vorfahren.
Speaker: Oh, das wäre ein ziemlich guter Stunt.
Speaker: Ich meine, der Film würde dazu passen müssen irgendwie.
Speaker: Aber wenn es irgendwo der richtige Film ist, so als PR-Coup an den roten Teppich mit dem Traktor hinzufahren, irgendwas muss doch da eigentlich gehen.
Speaker: Ja, vielleicht kannst du deinen Film ja jetzt noch ein bisschen umschreiben.
Speaker: Annika, du bist gerade in den Dreharbeiten zu deinem ersten Film.
Speaker: Ja, das stimmt.
Speaker: Ich verfolge das ja jetzt auf Instagram selber.
Speaker: Du hast das Crowdfunding selber gemacht.
Speaker: Du machst die Produktion selber.
Speaker: Du machst die Regie selber.
Speaker: Du spielst selber mit.
Speaker: Also Chapeau da an jemanden, der das jetzt auch das erste Mal probiert hat, um zu sagen, das ist schon Arbeit.
Speaker: Ja.
Speaker: Willst du uns noch ein bisschen was erzählen?
Speaker: Möchtest du der Community ein bisschen was davon erzählen?
Speaker: Wie laufen da die Arbeiten?
Speaker: Wie geht es dir damit?
Speaker: Du siehst definitiv nicht gestresst aus.
Speaker: Oh Gott, ich bin extrem gestresst.
Speaker: Also durchgehend, seit zwei Monaten gefühlt.
Speaker: Ja, das Ding ist, wo fange ich an?
Speaker: Also ich habe dieses Drehbuch geschrieben während einer Masterclass vom Drehbuchpreis Schleswig-Holstein vor zwei Jahren.
Speaker: Und das basiert auf einer wahren Begebenheit, auf meiner wahren Begebenheit.
Speaker: Also ich bin gelernte Restaurantfrau, habe seitdem ich 16 bin in der Gastro gearbeitet und habe da sehr, sehr viel Scheiße mitbekommen.
Speaker: Und der Film heißt aktuell, also der Arbeitstitel ist First Dish.
Speaker: Ich kann noch nicht sagen, ob der auch dabei bleibt oder nicht.
Speaker: Im ersten Moment hat es sich richtig angefühlt.
Speaker: Und es geht um Machtmissbrauch in der Gastronomie.
Speaker: Und erzählt quasi meine Erlebnisse, meine Geschichte, aber halt nicht alles, das wird den Rahmen sprengen, sondern halt explizit auf so ein, zwei Personen fokussierend, also letzten Endes auf den größten Betrieb, wo ich gearbeitet habe, da, wo halt am meisten passiert ist.
Speaker: Genau, also es geht um Übergriffe, um, wie gesagt, Machtmissbrauch und um junge Mädels, die neu in der Gastro anfangen.
Speaker: Und mir ist es ein Herzensprojekt, ich finde es immer blöd zu sagen, ein Herzensprojekt, aber es ist ein Herzensprojekt, weil...
Speaker: Ich einfach nicht möchte, dass das so unter den Teppich gekehrt wird.
Speaker: Und dass gerade für junge Mädels, die mit 16 halt einfach mit der Schule fertig sind und halt in die Gastro einsteigen, dass halt nicht dieses, ja, so ist es halt in der Gastro.
Speaker: Weil so ist es in der Gastro, aber so muss es nicht sein.
Speaker: Und so sollte es nicht sein.
Speaker: Und genau das möchte ich mit dem Film halt einfach beobachten.
Speaker: zu den Menschen bringen und in die Köpfen der Menschen bringen, um zu zeigen und zu sagen, hey, es ist nicht normal, wie da mit jungen Mädels umgegangen wird und es ist nicht normal, was da alles passiert.
Speaker: Ich habe es früher mal so ein bisschen belächelt, als ich selber noch in der Gastro gearbeitet habe, extrem viel, und habe immer gesagt, ja, es hat ein Rudelgebumse.
Speaker: Und wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ja, ist es, aber es ist nicht geil.
Speaker: Es ist absolut nicht geil.
Speaker: Und
Speaker: Würdest du da Parallelen zu deinem aktuellen Job ziehen oder würdest du sagen, das liegt einfach in der Gaste?
Speaker: Das war die Frage, die ich mir auch gerade gestellt habe.
Speaker: Danke.
Speaker: Ist so.
Speaker: Also klar, ja.
Speaker: Und das Ding ist halt, es gibt so viele, die darüber sprechen, wie es aktuell im Filmbereich ist und dass es im Filmbereich auch einen extremen Machtmissbrauch gibt.
Speaker: Also Film und Theater.
Speaker: Theater würde ich da gar nicht rausnehmen.
Speaker: Ähm.
Speaker: Aber ich kenne halt nicht nur diese Seite und für mich ist es tatsächlich so, dass ich teilweise das, was ich erlebe und erlebt habe, ist in der Gastro einfach schlimmer als das, was im Film an mich herangetreten ist.
Speaker: Also ich habe zum Glück nicht solche Erfahrungen im Film- und Fernsehbereich gemacht, wie es erzählt wird, was andere Leute gemacht haben, wofür ich sehr dankbar bin und ich auch hoffe, dass das nicht noch passiert.
Speaker: Aber dafür habe ich halt diese Erfahrungen in der Gastro gemacht.
Speaker: Und du hast da aber auch viel Unterstützung jetzt bekommen durch Leute, die irgendwie anscheinend entweder, hast du das Drehbuch an Leute direkt hier herangetragen oder hast du, wie bist du da,
Speaker: Wie hast du da die Aufmerksamkeit für generiert, um zu sagen, ey, das ist jetzt wichtig und das ist jetzt wichtig und wir müssen es jetzt machen?
Speaker: Ja, ich habe, also wie gesagt, das Drehbuch liegt halt quasi schon zwei Jahre.
Speaker: Und ich habe es damals direkt nach dem ersten Entwurf, habe ich es an einen befreundeten Regisseur geschickt.
Speaker: Und der hat direkt gesagt, geil, mach das.
Speaker: Die Moin Filmförderung hat damals gesagt, cool, aber es ist eher so ein langer Film als ein Kurzfilm.
Speaker: Und ich dachte so, wow, ich kann keinen langen Film machen als ersten Film, ich weiß nicht.
Speaker: Und der Regisseur meinte dann zu mir, mach doch einen Kurzfilm daraus und nehm es, um es für Festivals einzureichen.
Speaker: Weil dafür ist ein Kurzfilm einfach richtig geil.
Speaker: Ja, dann lag das Projekt erst mal.
Speaker: Und letztes Jahr auf dem Filmfest habe ich den Regisseur wieder getroffen und der hat mir einen Arschtritt gegeben.
Speaker: Es ist so, wie es ist.
Speaker: Er meinte zu mir, Annika, warum ist der Film noch nicht gemacht worden?
Speaker: Ich so, ja, ja.
Speaker: So ein Typ.
Speaker: Das sind Ausreden, das sind einfach alles Ausreden.
Speaker: Du machst den auf jeden Fall dieses Jahr, also das kommende Jahr.
Speaker: Ich war so, okay, mach ich.
Speaker: Und dementsprechend hab ich dann irgendwann jetzt vor vier Monaten, hab ich dann gesagt, oh Gott, ich muss diesen Film ja noch machen.
Speaker: Hab mich immer wieder damit beschäftigt, hab das Drehbuch halt nochmal komplett auseinandergenommen und nochmal ist es ein ganz anderes Buch mittlerweile geworden, was ja total normal ist, weil es macht ja auch einen
Speaker: eine Reise mit und habe dann nach einer Location gesucht und hatte eine Location, die ich mir angeguckt habe über Kontakte und das ist die perfekte Location und ich habe direkt eine Zusage bekommen und dementsprechend hatte ich Datum, also hatte ich feste Drehtage, wann es stattfindet und habe dann um die Drehtage herum alles zusammengebastelt.
Speaker: Wow.
Speaker: Also erstmal ganz großes, zieh meinen Hut, so viele Sachen, die du dort mit in den Film einbringst, ist eine Wahnsinnsleistung.
Speaker: Ich würde gerne auch noch anmerken, ich finde Herzensprojekt ist vollkommen legitim.
Speaker: Ist ein ganz schönes Wort und ich finde ohne Herzensprojekte wird es auch den ganzen anderen Kladra Datsch nicht geben.
Speaker: Irgendwo sind wir dann doch auch ÜberzeugungstäterInnen, was Film betrifft.
Speaker: Also von daher wirklich, da ziehe ich meinen Hut.
Speaker: Ich würde jetzt sogar anbieten,
Speaker: Meine Idee, weil wir von Location gesprochen haben, wäre das ja eigentlich ein fantastischer Übergang für den Film, den du uns mitgebracht hast, oder Annika?
Speaker: Oder bin ich jetzt zu früh?
Speaker: Was meinst du?
Speaker: Ich finde das gar fantastisch.
Speaker: Sollen wir dann einmal einsteigen?
Speaker: Wir sind dabei geblieben, dass der Gast oder die Gästin einen Lieblingsfilm mitbringt.
Speaker: Genau.
Speaker: Entschuldigung, ja, bitte.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich bin so euphorisiert.
Speaker: Ich wollte nur sagen, es ist schön, dass du auch einen deutschen Film mitgebracht hast, weil ich ja finde, dass wir auch hier...
Speaker: Was den deutschen Film angeht, da können wir ja auch drüber sprechen.
Speaker: Aus verschiedenen Gründen.
Speaker: Also ich finde, ab und zu sollten wir halt auch mal deutsche Filme besprechen.
Speaker: Genau, deswegen finde ich das sehr, sehr schön.
Speaker: Es ist eine riesen Überraschung gewesen.
Speaker: Und ich kann ja vorher sagen, ich habe von diesem Film noch nie etwas gehört.
Speaker: Ich kannte ihn auch nicht.
Speaker: Ich oute mich auch.
Speaker: Aber ich kannte natürlich viele, die daran beteiligt waren.
Speaker: Deswegen war es dann sehr, sehr spannend.
Speaker: Ja, fantastisch.
Speaker: Um welchen Film handelt es sich denn?
Speaker: Jetzt dein Oma.
Speaker: Der Film mit dem Titel Das Haus.
Speaker: Handelt um Deutschland im Jahr 2029.
Speaker: Der Journalist Johann hat Berufsverbot und zieht sich mit seiner Frau in ein luxuriöses Smart Home zurück.
Speaker: Doch das Haus ist mehr als nur Technik.
Speaker: Es beobachtet, manipuliert und beginnt, die beiden gegeneinander auszuspähen.
Speaker: Aus dem Hightech-Paradies wird ein Gefängnis und aus dem Urlaub ein Psychothriller über Kontrolle, Vertrauen und den Verlust von Freiheit.
Speaker: Die Regie für Derrick Ostermann und Mitspielen tun unter anderem Tobias Moretti, Lisa Beccari, Max von der Gröben und die fantastische Valerie Ceplanova.
Speaker: Und diesen Film findet man auf der ARD-Plus-Seite.
Speaker: Man findet ihn leider nirgendwo anders.
Speaker: Habt ihr den woanders gesehen?
Speaker: Nee.
Speaker: Ja, doch.
Speaker: Ah, okay.
Speaker: Ich hab extra ein Abo abgeschlossen.
Speaker: Amazon.
Speaker: Auf Amazon Prime.
Speaker: Wirklich?
Speaker: Ich hab ihn gefunden.
Speaker: Ah, nee.
Speaker: Aber ich hab da auch gar nicht geschaut.
Speaker: Ich hab erst mal so meine... Wie auch immer.
Speaker: Ich bin auf ARD-Plus gelandet und dann hab ich... Aber ich glaube, das ist miteinander verknüpft tatsächlich.
Speaker: ARD-Plus.
Speaker: Weil ich hab nämlich, als ich geguckt hab, ich hab ihn nämlich auch nochmal angeguckt.
Speaker: Ja.
Speaker: Weil es ist schon so ein bisschen her, dass ich ihn gesehen habe.
Speaker: Dazu ganz kurz, der Filmpremiere, auch Filmfest Hamburg, heute laufen einfach alle Stühre zusammen, 2021 und wenn man sich an dieses Jahr erinnert, war das ein gar nicht so einfaches Jahr, denn wir haben uns immer noch in der Pandemie, ja, aber es stimmt doch, wenn man sich jetzt mit der Recherche und den Fun Facts auch mal mit Fun Facts oder überhaupt Facts beschäftigt und plötzlich kommen so Erinnerungen wieder hoch an diese Zeit, wo man gedacht hat, hä, Film?
Speaker: Und da war ein
Speaker: Filmfest?
Speaker: Ja, tatsächlich.
Speaker: Das war ja dann, und danach direkt kam ja nochmal irgendwie so eine Welle, so Oktober, da war ja, war ich ja auf weiter Reise und dann hat er alles nochmal zugemacht.
Speaker: Aber ja, also besondere Zeit für einen sehr besonderen deutschen Film, würde ich sagen.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Hast du ihn auf dem Filmfest gesehen?
Speaker: Genau, ja.
Speaker: Ich habe ihn auf dem Filmfest, die Premiere gesehen und bin da rausgegangen aus dem Film und war einfach so gefesselt davon.
Speaker: Und ich fand ihn so toll, dass ich da so viel drüber gesprochen habe.
Speaker: Und als es dann darum ging, welchen Film ich gerne mitnehmen, bringen möchte heute, hatte ich mich kurz mit einer Freundin zusammengeschlossen und die meinte direkt, nimm doch das Haus.
Speaker: Das war so toll.
Speaker: Und ich so, oh mein Gott, ja.
Speaker: Genau.
Speaker: Finde ich sehr cool.
Speaker: Und vor allen Dingen dachte ich halt auch, weil ihr es ja auch schon angerissen habt,
Speaker: Deutsche Filme.
Speaker: Ich bin nämlich ein deutsches Filmkind.
Speaker: Ich gucke super gerne sehr viel deutsche Filme.
Speaker: Guckst du jeden Sonntag Tardot?
Speaker: Bist du ein Tardot-Kind auch?
Speaker: Früher habe ich das jeden Sonntag gemacht.
Speaker: Mittlerweile habe ich sonntags nicht mehr so viel Zeit dafür.
Speaker: Aber ich gucke sehr gerne Tardot.
Speaker: Darf ich dir mal eine Frage stellen?
Speaker: Alles.
Speaker: Alles?
Speaker: Okay, jetzt muss ich nochmal nachdenken.
Speaker: Du bist ja dann doch tatsächlich ein großer Tatort-Fan, oder?
Speaker: Ja, doch.
Speaker: Wie ist es denn dann, weil du hast ja auch schon im Tatort mitgespielt, wenn du den Anruf kriegst und das heißt, übrigens, du hast eine Rolle im Tatort, wie war denn das für dich?
Speaker: Ich freue mich über jede Rolle, die ich spielen darf.
Speaker: Also davon mal abgesehen.
Speaker: Sehr gute Antwort an alle Casting-Agenturen da draußen.
Speaker: Aber Tatort ist natürlich nochmal extra geil.
Speaker: Ich hoffe ganz doll, dass irgendwann der Anruf kommt mit, wir würden dich gerne als Kommissarin haben.
Speaker: Annika, du und ich, komm, wir gehen jetzt einfach nach Hamburg und leben.
Speaker: Wir können Kiel machen.
Speaker: Ich finde, wir sind auch ein tolles Frauenduo.
Speaker: Ja, total.
Speaker: Sofort, sofort.
Speaker: Solltet ihr machen.
Speaker: Nicht, dass ich irgendwo da jetzt großartig Einfluss hätte, aber also meine Unterstützung hätte die erforderlich.
Speaker: Ja, finde ich super schön.
Speaker: Also vor allem ist ja aber auch, ja, Tatort ist ja auch, und das ist ja auch wieder so ein kleiner Übergang zu dem Punkt, zu dem Film heute.
Speaker: Rick Ostermann ist ja auch jemand, der sehr, sehr viele Tatorte schon gemacht hat.
Speaker: Und ich finde auch tatsächlich, dass man das der Ästhetik des Films, ohne zu sagen, dass alle Tatorte gleich ausschauen, überhaupt gar nicht.
Speaker: Aber man...
Speaker: Ich finde, man kann das schon auch, man findet schon gewisse Parallelen, weil diese Spannungsbögen, die er baut und so, das hat schon so handwerklich ein bisschen was, finde ich, auch von einem Tatort.
Speaker: Oder wie seht ihr das?
Speaker: Ja, wobei ich finde, also qualitativ finde ich den Film Das Haus einfach enorm crazy gut.
Speaker: Also im Vergleich zu einem Tatort.
Speaker: Ich finde, manchmal sind Tatorte, also ich mag Tatorte, es gibt aber auch echt welche, die ich nicht mag.
Speaker: Bei so vielen, die es gibt.
Speaker: Wir wissen keine Namen.
Speaker: Aber es gibt halt dann immer welche, die so besonders sind und herausstechen.
Speaker: Und ich finde, das Haus kommt dem sehr nah.
Speaker: Also ich würde nicht generell so die Tatorte so sagen, sondern immer die herausstechenden, also die, die so besonders sind.
Speaker: Das Haus übertrefft jeglichen Tatort.
Speaker: Weil ich finde, Tatort geht auch, selbst wenn sie herausragend und herausstechend sind, immer nach dem Schema Tatort.
Speaker: Und dieser Film hat für mich, und das fand, also am Schluss, da habe ich kurz drüber nachgedacht, und ich finde, das wirkt wie eine deutsche Black Mirror-Folge.
Speaker: Oh ja, das ist toll.
Speaker: Das ist ein sehr guter Vergleich.
Speaker: Viel besser als meiner.
Speaker: Wenn man Black Mirror irgendwo einstuft, dann hat das da doch schon eine Kluft zwischen Black Mirror und Tardor.
Speaker: Ja, doch, finde ich gut.
Speaker: So, dann dazu.
Speaker: Also, dieser Film basiert ja auf einer Kurzgeschichte.
Speaker: Von Dirk Corbio-Weid.
Speaker: Genau.
Speaker: Und ich finde vor allem das Besondere, und es ist jetzt auch nicht so, dass der deutsche Film wahnsinnig berühmt für Kammerspiele ist.
Speaker: Und Kammerspiele ist ja nun auch eine Art Kunstform, vor allem für einen Langspielfilm,
Speaker: die saumäßig schwer ist.
Speaker: An alle, die nicht ganz wissen, was Kammerspiel ist.
Speaker: Man muss sich vorstellen, ein Kammerspiel ist eben, meistens kommt aus dem Theater und alles spielt eben in einer Kammer, in einem Raum.
Speaker: Und es sind halt wenig Außenaufnahmen.
Speaker: Natürlich ist es in Filmen, es gibt Außenaufnahmen gespielt.
Speaker: Ich weiß gar nicht, da muss Annika mir vielleicht helfen.
Speaker: Es wird gesagt, dass es Schweden ist oder wird die Insel...
Speaker: Außen vor gelassen.
Speaker: Wird die nochmal lokalisiert?
Speaker: Nee, das wird außen vor gelassen.
Speaker: Also es wird nicht gesagt, wo es stattfindet wirklich.
Speaker: Weil es ja so eine geheim, also es soll ja alles geheim sein, deshalb wird es auch gar nicht los.
Speaker: Also ich habe es nicht mehr in Erinnerung, dass es irgendwie gesagt wird.
Speaker: Aber ich glaube, jeder, der sich das anguckt, auch im Trailer, würde irgendwie viel Geld darauf wenden zu sagen.
Speaker: Genau, ich bin auch der Meinung, dass sie bei der Premiere gesagt haben, dass sie es da in Schweden gedreht haben.
Speaker: Und der Name Johann Hellström klingt ja auch so ein bisschen schwedisch.
Speaker: Wie kann er in Dänemark, Schweden.
Speaker: Skandinavisch, einige unserer Skandinavischen.
Speaker: Vielleicht finde ich den Film auch deshalb so gut, weil ich ja mit Dänisch sehr connected bin, da ich in Flensburg auch gebreitet bin.
Speaker: Du sprichst ja auch Dänisch fließend, glaube ich.
Speaker: Meine zweite Muttersprache.
Speaker: Von daher hast du da natürlich auch sicherlich einige zusätzliche Sympathien.
Speaker: Ja.
Speaker: Also ich finde, ich fand, zunächst mal würde ich gerne mal auf dieses Haus eingehen, weil das ist ja auch, wenn wir von Kammerspiel reden, vollkommen richtig, aber es ist ja doch eine Kammer, die sehr viel Blick nach außen auch hat.
Speaker: Und deswegen war ja die Wahl dieses Hauses, den Film ja auch das Haus nennt, ja durchaus sehr wichtig.
Speaker: Und ich finde, um das schon mal vorab zu sagen, ich finde dieses Haus, das in dem Film gezeigt wird, ist...
Speaker: Fantastisch.
Speaker: Also das Haus ist ja eigentlich ein Protagonist, wenn du so möchtest, in dem Film.
Speaker: Ja, es ist der Protagonist.
Speaker: Eine Entität.
Speaker: Der Titel sagt es doch schon.
Speaker: Du meinst, der Titel gibt es schon, du nimmst es vorweg.
Speaker: Ich gehe auch so, um zu sagen, überraschend, Tavaluga ist der grüne Drachen, der in Tavaluga irgendwie der Hauptrolle spielt.
Speaker: Nein, was?
Speaker: Vielen Dank für diesen Hinweis.
Speaker: Sehr gerne.
Speaker: Ich bin für dich da.
Speaker: Aber von daher, also das Haus ist an und für sich, finde ich, wahnsinnig gut gewählt.
Speaker: Ich glaube, aber das behalte ich mir jetzt mal für die Fun Facts dann später, aber es ist eben ein Protagonist in diesem Film und die Herausforderung, ein Objekt zu einem Protagonisten zu machen, ist natürlich eine gewisse Herausforderung.
Speaker: Und die wurde, finde ich, sehr, sehr gut umgesetzt und ich würde jetzt einfach mal so ein bisschen am Anfang ansetzen, es fängt nämlich gleich zum Anfang an, wo sie diese Insel betreten.
Speaker: Wir haben den Film, der fängt an mit diesen ganz langsamen Kamerafahrten in diesem Haus, diesem leeren Haus, mit dem Lichtsmann, ich muss auch ganz ehrlich sagen, ganz tolle Kameraarbeit auch.
Speaker: Von Stefan Tschupack und Matthias Bollinger.
Speaker: Die haben beide gemacht, habe ich beide in den Credits gesehen.
Speaker: Fun Fact, Matthias Bollinger ist auch einfach ein Dozent von mir gewesen.
Speaker: Echt jetzt?
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, dann an dieser Stelle nochmal ein ganz besonderes Shoutout.
Speaker: Wirklich sehr schöne Bilder, kann ich jetzt schon mal sagen, fand ich.
Speaker: Sehr schöne Bilder, auch ein sehr schönes Szenenbild von Klaus-Dieter Gruber, muss man auch schon mal, kann man hervorheben.
Speaker: Und man steigt eben genauso ein und du hast eben diese langen Kamera, langsamen Kamerafahrten, die dieses bewegte, aber irgendwie auch fast so ein Mischung aus bewegte und statischen haben und so dieses Haus zum ersten Mal offenbaren.
Speaker: Und da wird wahnsinnig viel mit Musik gearbeitet, die auch tatsächlich sehr wichtig ist in dem Film und die kommt von Stefan Will.
Speaker: Und da hat man schon so ein bisschen dieses, so eine Vorahnungsvolle Musik, relativ schwer.
Speaker: Entschuldigung, da nochmal, es hat sich einfach so geklärt.
Speaker: Ich habe mit Matthias Pollinger meinen ersten Tato gedreht.
Speaker: Ah, Flex.
Speaker: Da schließt sich der Kreis wieder.
Speaker: Nein, aber wirklich, ich war gerade so, warte mal, der Name sagt mir doch was.
Speaker: Hat er auch Kamera gemacht?
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, was sonst?
Speaker: Ich meine, obwohl, wenn man sich Annika anhört, die macht ja auch vieles Verschiedenes.
Speaker: Hätte ja vielleicht auch was anderes sein können.
Speaker: Okay, Entschuldigung der Unterbringung.
Speaker: Nee, gar nicht.
Speaker: Also ich wollte nur sagen, das ist halt so wichtig.
Speaker: Also man sieht in dem Film, weil die Herausforderung natürlich die ist, dass du ein Objekt zu einem Protagonisten machst, arbeitet man halt sehr, sehr viel mit den Kamerabewegungen zu Anfang.
Speaker: Man arbeitet auch sehr viel mit Ton und Musik.
Speaker: Und ich finde, was der Film zu Anfang schon gleich gut macht, ist, du siehst eben dieses Haus wird so dargestellt mit diesen langsamen Kamerafahrten, dann kommen die beiden auf die Insel, man hat so ein bisschen was erfahren, es gab einen Skandal, es gab einen Artikel, Quellen wurden irgendwie falsch zitiert und deswegen wird dem Johann Hellström, der ein Journalist ist mit Berufsverbot belegt, also quasi zensiert.
Speaker: Und das zeigt schon so ein bisschen, in welchen Zeiten man lebt.
Speaker: Und dann kommen die beiden, er und seine Frau, auf die Insel.
Speaker: Und du hast diese Kamerafahrt durchs Haus.
Speaker: Siehst, wie sie dann lang an dieser Gläserfront vorbeilaufen.
Speaker: Und dann endet es auf der Tür.
Speaker: Und mit einem Mal geht die Tür auf.
Speaker: Diese eerie Musik, sage ich jetzt mal, hört auf.
Speaker: Und es fängt klassische Musik an.
Speaker: Und dann hast du schon mal diesen Gegensatz, diesen Antagonismus zwischen dem Haus, dieser Entität innen und denen, die von außen das Ganze betreten.
Speaker: Und das setzt schon mal so ein bisschen die Stimmung um.
Speaker: und auch so ein bisschen die Geschichte dort an.
Speaker: Und das fand ich es schon gleich zu Anfang gelingt das sehr, sehr gut.
Speaker: Tatsächlich.
Speaker: Gehen wir mit.
Speaker: Geh dir mit, ja super.
Speaker: Hast du schön gemacht, also wirklich.
Speaker: Das war vor allem das Tolle, dass er an alle, die sich noch gegen Videopodcasts sträuben, Basti hat sehr gut mit seinen Händen erklärt, wo welche Kamera wie stand.
Speaker: War sehr gestisch.
Speaker: Sehr gestenreich.
Speaker: Ja, nur um das zu pushen halt, den Videopodcast.
Speaker: Ja, und ich finde das Tolle daran ist ja auch, dass...
Speaker: so dieser Art Genre-Mix.
Speaker: Also es passiert erst mal irgendwas Großes und man weiß gar nicht so richtig, was da passiert ist und findet das aber irgendwie gut als Anfang.
Speaker: Zwei Menschen befinden sich dann plötzlich auf einer einsamen Insel mit einem Haus, das plötzlich als, wie du richtig gesagt hast, Protagonist mit ihnen zusammen dort lebt und interagiert und Dinge für sie macht, was sie als Vorstellung ja auch gar nicht
Speaker: so steig ist, um zu sagen, oh, ich gehe jetzt in die Sauna und plötzlich geht man die Treppe runter, die Sauna ist schon an.
Speaker: Man denkt so, oh, ich muss ja kaum noch was machen.
Speaker: Also ein tolles Smartphone.
Speaker: Ich glaube, dass jeder, der mit einer Alexa zusammenlebt oder jegliche anderen, was gibt es noch?
Speaker: Siri gibt es noch.
Speaker: Siri gibt es noch.
Speaker: Und dann gibt es noch, wie heißt die von Google?
Speaker: Ich weiß gar nicht, oder der von Google?
Speaker: Ich weiß auch nicht genau.
Speaker: Bin mir nicht sicher.
Speaker: Aber es gibt natürlich fast für jede unterschiedlichste.
Speaker: Es gibt ja auch Leute, die das toll irgendwie schon gestaltet haben, um zu sagen, bitte macht das Licht in der Küche an und Licht in der Küche geht an.
Speaker: Das macht ja irgendwie bestimmt auch alles Spaß.
Speaker: Ich glaube, es macht vor allem auch richtig Spaß, mit sowas zu arbeiten und das im Drehbuch mit einzuflechten und zu sagen, okay, wir brauchen hier irgendwie die und die Effekte.
Speaker: Ich glaube, es ist auch richtig cool, das mit diesem Effekt zu drehen.
Speaker: Du drehst ja im Prinzip oder du tust so, als ob, wie ein Roboter, wie ein Protagonist.
Speaker: Zieht sich das aber eben hin und eröffnet ja diese Zwiespälte zwischen der Beziehung und dann eben auch nochmal diese Frage, wem kann man vertrauen in Zeiten wie diesen, wo anscheinend alles durch die Decke und zusammenfliegt, außer auf dieser Insel möchte man zurück, wohin geht man als nächstes.
Speaker: Alles ein Riesendrama um eben diese gebaute Beziehung zwischen diesem Ehepaar.
Speaker: Das ja dann auch viele Sachen eröffnet und wo ja dann auch dieses Haus Zwiespalt sät.
Speaker: Ja, also wie siehst du das, wann war denn der Punkt in dem Film, wo du dich so richtig reingezogen gefühlt hast?
Speaker: Also so, wo du gesagt hast, wow, das fesselt mich jetzt so richtig.
Speaker: Oh, ich glaube tatsächlich schon ab Minute fünf oder sechs.
Speaker: Also so grob geschätzt.
Speaker: Das fängt ja, du hast ja so schön beschrieben, wie der ganze Film anfängt.
Speaker: Stop it.
Speaker: Und dann irgendwann gibt es noch diesen Moment, wo man dieses Auge vom Haus zeigt.
Speaker: Könnt ihr euch daran erinnern?
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Ja, ja, klar.
Speaker: Und das war der Moment, wo ich gedacht habe, uh,
Speaker: creepy, da passiert irgendwas mehr mit dem Haus.
Speaker: Also da war es schon so angeteasert.
Speaker: Und da dachte ich schon, oh, das könnte richtig interessant werden.
Speaker: Vor allen Dingen, weil ich finde auch zu der Zeit, 2021, als der Film da auf dem Filmfestiv, war KI ja auch schon so ein bisschen im Kommen, wenn ich schon da...
Speaker: Und ich fand das so interessant, weil es macht einen ja einfach auch ein bisschen Angst, wenn man keine Kontrolle mehr darüber hat.
Speaker: Aber man will auch irgendwie Kontrolle abgeben und findet es dann auch irgendwie cool, wenn so das Haus alles für einen erledigt.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Das war wirklich der Punkt, wo ich so dachte, ich will mehr wissen.
Speaker: Ich will wissen, wie es weitergeht.
Speaker: Ich will wissen, was dieses Haus, was es will, was es macht.
Speaker: Habt ihr, weil du gesagt hast, wie das Haus, wenn es so zum ersten Mal erscheint, habt ihr da auch einen, okay, das ist jetzt ein bisschen eine Fragenfrage, ich entschuldige mich, aber anders weiß ich, wie es hinbekommt.
Speaker: Hat euch das an irgendwas erinnert, an einen anderen Film?
Speaker: Dieses, ähm,
Speaker: Ich weiß gar nicht, was du meinst, Herr Basti.
Speaker: Annika, wie ist das bei dir?
Speaker: Hast du das schon mal irgendwo wahrgenommen?
Speaker: Ich löse es mal auf.
Speaker: Ja, bitte, löse es mal auf, weil ich komme gerade echt nicht drauf.
Speaker: Das ist eigentlich ziemlich ähnlich zu, oder möchtest du?
Speaker: Also, du meinst eventuell die Parallele aus Odyssee im Weltraum.
Speaker: Meinst du das?
Speaker: Ja, Hell von Stanley Kubrick.
Speaker: Also das ist ja eigentlich fast genau das Gleiche.
Speaker: Dieses rote Licht, das dann auch so im Close-Up erscheint und auch so ein bisschen immer vibriert.
Speaker: Das ist eigentlich fast eins zu eins das und das ist relativ... Also man munkelt, man munkelt, aber eventuell haben sie sich daraus etwas bedient.
Speaker: Ja, ein bisschen.
Speaker: Aber das ist auch vollkommen legitim, finde ich, weil dadurch kannst du auch gleich so diesen Zusammenhang herstellen.
Speaker: An Who Break Viner.
Speaker: Total.
Speaker: Ja, und du weißt ja auch, genauso wie du zu Anfang von eben Space Odyssey oder Odyssey im Weltraum weißt, oder wenn du den Film gesehen hast, dass sich daraus viel Übles entwickelt, ist das schon mal so eine Vorahnung, die du dort hast, dass da vielleicht doch etwas so ein bisschen ins Arge geraten könnte.
Speaker: Ja, und da kommt die deutsche Annika, die nur deutsche Filme guckt, raus.
Speaker: Ich habe keine Ahnung von diesen anderen Filmen.
Speaker: Da ist okay, wir können mal eine extra Folge über Co-Break machen.
Speaker: Da habe ich natürlich auch eine sehr spezielle Meinung dazu.
Speaker: Und die geht nicht mit dir damit.
Speaker: Egal.
Speaker: So, wir haben jetzt ganz viele tolle Sachen gesagt.
Speaker: Eine Frage, die ich dann an euch habe.
Speaker: Und zwar, was mir jetzt aufgefallen ist, und das ist mir ein bisschen im Argen auch aufgefallen, da es sind ja wirklich wahnsinnig wenig Schauspieler.
Speaker: Man könnte meinen, dass es fünf Hauptdarsteller gibt.
Speaker: Insgesamt sind es auch nur zehn Schauspieler,
Speaker: im Cast.
Speaker: Hast du nachgezählt?
Speaker: Ich habe nachgezählt.
Speaker: Und vorbereitet.
Speaker: Wirklich, besser als ich.
Speaker: Die Frau, also die Lucia Hellström, wird halt in meinen Augen und natürlich kann man sagen, ähm,
Speaker: Vielleicht spoilere ich jetzt und bitte vergebt mir, aber es gibt auf jeden Fall diese Frau, also es gibt eine Intim-Szene, mit der gehe ich auch mit, um zu sagen, das fand ich gut und schön und eben erklärt das Zusammensein eines Ehepaares, das so ein bisschen den Zusammenhalt sucht.
Speaker: Aber auf jeden Fall gibt es dann eben diese Ande und dann fängt eben die Frau an, über das Unbehagen zu sprechen, das sie mit dem Haus empfindet.
Speaker: Und dann plötzlich schwimmt sie irgendwie nackt im Pool.
Speaker: Habe ich auch nackt, genau.
Speaker: Aber es gibt einfach so ein paar Momente, wo ich gedacht habe, warum ist das jetzt eigentlich, also Nummer eins, warum ist die Szene jetzt wichtig und ich verstehe, also warum nicht, man hat einen Pool, man kann den nutzen, aber zu sagen, hey, ich fühle mich irgendwie hier beobachtet und ich fühle mich gerade nicht so wohl und ich fühle das auch, dass es irgendwas gegen mich benutzt, um dann zu sagen, nee, aber es ist jetzt nochmal ganz wichtig, die Frau zu erzählen, die irgendwie und dazu, äh,
Speaker: wird es ja auch im Herbst erzählt.
Speaker: Es wird auch viel erzählt, dass es sehr kalt da ist, wo auch immer sie ist.
Speaker: Wahrscheinlich Schweden, nehme ich mich jetzt aus dem Fenster.
Speaker: Und die ganzen, also sie können eine Nacht außerhalb ertragen und alles andere.
Speaker: Und dann ist es aber wichtig, dass diese Frau nackt im Pool schwimmt.
Speaker: Ja.
Speaker: Und vor allem darf ich da auch noch anmerken an dieser Stelle, ich meine, Tobias Moretti, man könnte jetzt natürlich sagen, okay, man zeigt die Nacktheit, um zu zeigen, dass sie sich da wohlfühlt, dass sie sich unbeschwert fühlt und unbeobachtet auch, selbst an diesem Punkt noch.
Speaker: Trotzdem bleibt halt auch so ein bisschen, das könnte man mit einem Mann ja genauso darstellen.
Speaker: Ich meine, Tobias Moretti könnte auch nackt im Pool schwimmen.
Speaker: Deswegen ist das die Frage, die sich mir dann immer so ein bisschen aufdrängt.
Speaker: Warum sieht man ihn denn gar nicht nackt und nur die Frau?
Speaker: Genau, das ist eine berechtigte Frage.
Speaker: Aber auch interessant, an welchem Spiel
Speaker: Punkt des Filmes, die das ausgewählt haben, sie quasi nackt im Pool zu zeigen.
Speaker: Ich habe ihn ja, wie gesagt, nochmal geguckt.
Speaker: Und da habe ich auch ganz anders drauf geguckt, weil ich ja auch kurz vorher noch den Film Brainwash geguckt habe.
Speaker: Das ist ja auch sehr viel, wie man Frauen halt in Filmen zeigt.
Speaker: Geht's ja auch darum.
Speaker: Wir beide sind ein großer Fan davon.
Speaker: Genau.
Speaker: An dieser Stelle werde ich verlinken.
Speaker: Super Film.
Speaker: Und da habe ich natürlich dann auch die Szene ganz anders geschachtet.
Speaker: Und das Ding ist ja auch, dass sie da nackt im Pool steht.
Speaker: Er kommt mit einer Waffe raus.
Speaker: Und steht vor ihr mit einer Waffe und sie ist nackt im Pool.
Speaker: Es ist schon eine Vogelperspektive von ihr nach unten, weil sie viel weiter unten ist.
Speaker: Und dann muss sie sich da nackt im Pool rechtfertigen vor ihm, der mit einer Waffe komplett bekleidet vor ihr steht.
Speaker: Sorry.
Speaker: Und dazu können wir auch sagen, ich weiß, also, selbst wenn ich mit...
Speaker: einem hypothetischen Partner in einem hypothetischen Haus irgendwo im Nirgendwo leben würde.
Speaker: Ich würde mir trotzdem Bikini anziehen.
Speaker: Also ich weiß nicht, wieso, aber vielleicht bin ich einfach auch zu deutsch.
Speaker: Also ich würde schon nackt schwimmen.
Speaker: Also in dem Haus würde ich auf jeden Fall nackt schwimmen.
Speaker: Ja, okay, vielleicht auch.
Speaker: Aber darum geht es ja auch gar nicht so wirklich.
Speaker: Es ist ja auch eine Charakterfrau oder eine Typfrau oder eine Präferenzfrage.
Speaker: Aber die Frage ist halt immer in dem Film, warum zeigt man die Frau, um so etwas Essentielles zu kommunizieren, nackt, aber den Mann gar nicht.
Speaker: Das meine ich.
Speaker: Die Verhältnismäßigkeit, die erschließt sich mir dann immer nicht.
Speaker: Und sie wurde ja auch explizit nochmal von vorne nackt gezeigt.
Speaker: Also es gab nicht nur diesen Shot von hinten, wie sie schwimmt, also finde ich voll okay so, aber sie wurde halt hingestellt und die Kameraperspektive wurde nochmal so eingerichtet, dass man wirklich Full Body sieht.
Speaker: Ja, und da schließe ich dann auch ein bisschen gerade so der Kreis zu dem, was du am Anfang über deinen Film, an dem du jetzt gerade arbeitest und diesem Film auch wieder ein bisschen, dass man sieht, dass sich diese Thematiken nicht auf einzelne Felder begrenzen, sondern dass sie allumfänglich überall vorhanden sind, solche Strukturen.
Speaker: Würde ich aber trotzdem auch in Frage stellen, ob du, wenn du merkst, das Haus attackiert dich immer mal wieder ein bisschen und versucht dich fortzuführen und alles andere.
Speaker: Und da müssen wir nicht spoilern, was passiert, weil ich finde das toll.
Speaker: Das ist wirklich eine Überraschung in dem Film, darüber müssen wir uns nicht unterhalten.
Speaker: Weiß ich nicht, wie freizügig du dich in diesem Haus noch mitfühst.
Speaker: vorbewegen würde.
Speaker: Das nur am Rande.
Speaker: Ich würde jetzt einfach mal sagen, dadurch, dass ich den Film sehen würde, gleich in Minute sechs oder sieben, oder ich glaube sogar schon früher, also diesen Hell-Effekt haben, dieses rote Licht, das so pulsiert am Anfang, wo du schon so ein schlechtes Vorgefühl hast, eine Vorahnung hast, dass du deshalb das Ganze nicht so ganz objektiv betrachten kannst als Zuschauerin.
Speaker: Ich glaube, wenn dir das Haus gehören würde,
Speaker: Und du hast jetzt einmal nur, weil durchaus in dem Film immer mal wieder so einzelne Momente kommen, wo sie irgendwo die Temperatur des Wassers regeln möchte und es will nicht so ganz, so kleinere Sachen, wo schon so ein bisschen diese Saat ausgesät wird, von wegen hier geht nicht alles mit rechten Dingen zu, das Haus könnte sich auch zu einem richtigen Problem entwickeln, trotz all des Luxus, das es bietet.
Speaker: dass wir das als ZuschauerInnen anders betrachten, als wenn ich tatsächlich jetzt mir vorstelle, ich wäre wirklich dieses Haus, ich kenne das schon seit Jahren, fahre da schon öfter hin und habe da einfach ein Vertrauensverhältnis, das ich mir als ZuschauerInnen nicht erschließen kann.
Speaker: Das meine ich.
Speaker: Das ist alles sehr hypothetisch, das weiß ich, aber es ist deswegen für mich noch nicht unrealistisch.
Speaker: Das würde ich damit sagen.
Speaker: Aber dazu zieht sie sich ja aber trotzdem in ihren Blackroom oft zurück und erinnert sich immer noch an die Zeiten, als das Haus noch überhaupt...
Speaker: das und das noch nicht hatte und ich war Strom oder sonst was.
Speaker: Also ich würde, also wenn man so wirklich dran gewöhnt, hat sie sich auf gar keinen Fall daran, dass es irgendwie Hightech ist, weil dazu haben sie eben einen Mitarbeiter, einen Zuarbeiter, einen Hausherrin, der sich sozusagen um dieses Haus kümmert, wenn die nicht da sind.
Speaker: Und der kümmert sich halt.
Speaker: Und der sie mit Nahrung versorgt so, oder?
Speaker: Nahrung versorgt, naja, alles Mögliche.
Speaker: Der macht ja irgendwie...
Speaker: Wie sagt man denn?
Speaker: Hausmeister?
Speaker: Ist das ein gutes Wort?
Speaker: Vielleicht ist das ein gutes Wort.
Speaker: Der Hausmeister.
Speaker: Der Hausmeister des Hauses, der ja dann aber auch eben Schritt für Schritt das Meer technologisiert hat.
Speaker: Das ist ein gutes Wort.
Speaker: Ja, das ist interessant auch, weil das ist Farouz, so heißt der, den trifft man in dem Film immer dann, wenn irgendwo vor allem Essen angeliefert wird.
Speaker: Deswegen habe ich gemeint, er kümmert sich ums Essen.
Speaker: Und gleich zu Anfang gibt es ein Gespräch zwischen ihnen, wo er dann eben sagt, wenn die jetzt an die Regierung kommen, dann würden ja alle Ausländer abgeschoben.
Speaker: Das heißt, da wird so auch eine fremdenfeindliche Komponente der jetzigen Regierung aufgezeigt.
Speaker: Und das macht das tatsächlich...
Speaker: Kann man drüber streiten, aber ich finde es tatsächlich ganz gut, weil wir ja auch im Moment gesellschaftlich durchaus, ist es ja etwas, das auch sehr relevant ist und dadurch wird ja auch der Film in der Beziehung etwas relevant.
Speaker: Ich würde gerne noch schnell diese Szene mit der MP oder diesem Gewehr am Swimmingpool noch ein bisschen auflösen, weil das ist ja auch durchaus eine relativ wichtige Szene, weil eines Nachts oder...
Speaker: Es ist nachts nicht mehr gar nicht mehr.
Speaker: Ich glaube, das ist schon eher so in der Morgendämmerung, wacht nämlich Johann Hellström auf und auf einmal geht so ein Licht im Haus an und es macht so dieses, so ein unterschwelliges Piepen und er kann das nicht abstellen und er folgt dem.
Speaker: Er wird so rausgelockt quasi und dann steigt er in den Aufzug, nämlich die Tür geht auf einmal automatisch, aber er steigt ein und fährt nach unten und dieses Geräusch nimmt zu.
Speaker: Also es ist wirklich wie so ein Sonar, wie so bei einem U-Boot-Sonar, das dann immer sich verstärkt und auch frequenter piept.
Speaker: Und dann endet er irgendwann in einem Raum, da ist schon rotes Licht an und das piept schon wie so ein Geigerzähler, immer immer heftiger.
Speaker: Und er merkt dann auf einmal, irgendwas will dieses Haus von mir, dann geht die Tür hinter ihn zu und er denkt sich, what the fuck?
Speaker: Und sagt dann Tür auf, Tür auf, aber es geht nicht.
Speaker: Und dann ergibt er sich seinem Schicksal und dann geht eine Schublade auf und da findet er diese MP.
Speaker: Warum das wichtig ist, weil das ist der erste Moment in dem Film, wo du so wirklich das Gefühl hast,
Speaker: Dieses Haus ist wirklich sehr konspirativ tätig und es hat wirklich eine eigene Agenda.
Speaker: Und dann geht er mit diesem Gewehr eben und konfrontiert Lucia, seine Frau, draußen im Pool.
Speaker: Dazu hattet ihr das Gefühl, dass das Haus männlich oder weiblich ist?
Speaker: Uh, love it.
Speaker: Das ist eine sehr gute Frage.
Speaker: Ich würde weiblich sagen, also jetzt von dem Gefühl von gestern Abend, ja.
Speaker: Schwierig.
Speaker: Ich glaube, ich, also ich tue mir wirklich schwer, tatsächlich.
Speaker: Ich glaube, für mich gibt es wenig Anhaltspunkte.
Speaker: Ich würde nur, ich hätte jetzt nur gesagt männlich, weil... Das so stark ist.
Speaker: Das kann die Türen alle ohne Hilfe auf und zu machen.
Speaker: Also nicht, dass ich das Frauen absprechen könnte.
Speaker: Okay, jetzt habe ich mich ganz schön aufs Hals fuchsiert.
Speaker: Aber, also, ich...
Speaker: Es gibt ja eine Szene nachher, wo es ja darum geht, es kommt ja dann auch mal der Techniker an einen Punkt in dem Film.
Speaker: Super gespielt.
Speaker: Also da ganz kurz eine so kurze Rolle und so on point.
Speaker: Und Basti, such doch mal ganz kurz raus, wer das gespielt hat, weil es war wirklich fantastisch.
Speaker: Ja, aber es war nicht einfach eine Nebenrolle oder kommt der Techniker.
Speaker: Es war wirklich ein Techniker in jedem...
Speaker: Also eine so auch im Kopf bleibende Rolle.
Speaker: Daniel Klaus.
Speaker: Daniel Klaus.
Speaker: Hast du schon.
Speaker: Danke, ich wollte gerade.
Speaker: Fantastisch.
Speaker: Im Sinne davon, dass es eben auch oft die Gefahr ist.
Speaker: Ich glaube, jeder Schauspieler kennt das.
Speaker: Oh, man kommt irgendwie an ein Kinoset oder an ein Set von großen Filmen, wo irgendwie über 40 Drehtage und man hat nur einen...
Speaker: eine Tagesrolle.
Speaker: Und man kommt schon ans Set und irgendwie wird man als Kompasse verwechselt oder wie auch immer.
Speaker: Und man muss dann irgendwie an die Base kommen und sagen, ich hab eigentlich Maske um 14 Uhr.
Speaker: Nee, du hast keine, dann setz dich da zu den anderen.
Speaker: Da ist alles schon vorgekommen und wir wissen, liebe Aufnahmeleiter, ihr habt einen so harten Job und vor allem, wenn so viele Leute am Set sind.
Speaker: Und dann eben wirklich im Film kann es die wichtigste Rolle sein.
Speaker: Also, aber keiner gibt dir so wirklich das Gefühl.
Speaker: Alle sind wahnsinnig beschäftigt.
Speaker: Und schlimmstenfalls hast du auch nur einen Satz.
Speaker: Du bist deinen ganzen Tag da und kommst irgendwie ans Set, bist eine Stunde am Set und gibt irgendwie nur eine Nahaufnahme und dann heißt es auch schon, ja, wir sind fertig.
Speaker: Und sowas und dann so da zu sein und das wirklich so zu halten und so, das ist nicht einfach.
Speaker: Ja, aber die Szene war auch so essentiell wichtig für diesen ganzen Film, finde ich.
Speaker: Rückblickend, wenn man so auf den letzten, gerade auch die letzten Minuten des Films hinguckt, wo er ja sagt, das Haus ohne, ihr habt ja eh schon so viel gespoilert, das spoiler ich mal weiter, ohne...
Speaker: Wo er halt sagt, das Haus macht das, das Haus bin ich.
Speaker: Also das Haus macht das, was ich eigentlich will, unterbewusst.
Speaker: Es kennt mich besser als ich mich selbst.
Speaker: Genau, ja.
Speaker: Und das ist halt auch das, was der Techniker ja quasi sagt, dadurch, dass er halt seine Frau nicht die Zurechte zuspricht.
Speaker: Wie ihm selber.
Speaker: Und ich glaube nämlich deshalb, um nochmal auf das Frau-Männer-Thema zurückzukommen, dass es eine Frau ist, das Haus, weil man könnte auch denken, dass das Haus eifersüchtig ist.
Speaker: Ja, sowieso eine zweite Ehefrau, genau.
Speaker: Aber Bastian hat noch gar nicht richtig beendet, warum er denkt, dass es männlich ist.
Speaker: Eine zweite Ehefrau und ich meine, wir wissen alle, ich habe auch mindestens zwei, ich muss mal nachzählen.
Speaker: Also es gibt eine Szene, wo das Haus Bilder zeigt, die weder ihm noch ihr gefallen.
Speaker: Und diverse andere Dinge auch noch.
Speaker: Und dann wird eben dann doch der Techniker gerufen, nachdem es relativ klar ist, dass es noch Probleme mit dem Haus gibt.
Speaker: Und dann kommt eben der Techniker und dann offenbart er ihnen das alles so, dass die Frau gar nicht irgendwie administrativ dort registriert wäre in dem Haus.
Speaker: Und weil sie die Entscheidung nicht mit ihm trifft,
Speaker: dass es dann dort einfach, ja, es gibt so, ich habe es mir sogar aufgeschrieben, das Haus passt sich ihnen an, sagt er, also ihren Daten und denen ihrer Frau und wo diese Daten konkurrieren, muss es den kleinsten gemeinsamen Männer finden.
Speaker: Und da zieht ihre Frau gerade den Kürzeren.
Speaker: Also zum Beispiel bei Licht, bei den Temperatureinstellungen, bei Musik, bei Film und sagt dann, also daran sind sogar schon Ehen zerbrochen.
Speaker: Und das ist tatsächlich, finde ich, eine wahnsinnig spannende und wichtige Szene auch in dem Zusammenhang, weil es halt einfach zeigt, wie viel Einfluss so künstliche Intelligenz auch nicht nur auf uns persönlich hat, sondern dann eben auch auf Beziehungen, die wir führen und inwiefern sie die miteinander verknüpft.
Speaker: Und deswegen ist halt meine Schlussfolgerung so ein bisschen gewesen, wenn es sein Unterbewusstsein ist, dass das Haus so gut kennt, dann ist das Haus vielleicht auch ein Mann.
Speaker: Aber wie gesagt, das kann man jetzt herleiten, wie man möchte.
Speaker: Genau, oder eben halt eine Frau, die extrem eifersüchtig ist und deshalb die andere Frau quasi rausschmeißen will und deshalb ihre Berechtigung auch noch mehr eingrenzt.
Speaker: So, dann können wir ja jetzt einfach die Handlung abhaken, damit jetzt nicht noch mehr Spoiler passieren.
Speaker: Da gibt es kein richtig oder falsch.
Speaker: Und dann nochmal auf den Film anders zu schauen.
Speaker: Was mir halt sehr gut gefallen hat, ist einerseits die Entwicklung der Charaktere beiderseits, um zu sehen, wodurch sie gehen und in welcher auch Machtposition sie sich ständig irgendwie abwechseln, bis zu dann der Schlussszene, wo die ja dann doch
Speaker: Ja, also ich finde, der Film gibt beiden Charaktieren die Möglichkeit, sich eben zu entwickeln.
Speaker: Was ich dann aber eben, Entschuldigung, aber was mir dann doch mindestens dreimal aufgestoßen ist, sind die wahnsinnig hülzernen Dialoge, wenn es um Emotionen geht.
Speaker: Und also ich finde, das Gute ist eben, es gibt wenig, also nicht viel Dialog, der irgendwie wichtig ist.
Speaker: Es gibt irgendwie viele Sachen, die eben passieren und man redet so ein bisschen.
Speaker: Es gibt Telefonate und es gibt irgendwie die Nachrichten, die geschaut werden und nachgestellt werden und so.
Speaker: Aber es gibt dann eben eine Szene an einem Lagerfeuer.
Speaker: Und dieser Dialog, der da passiert, da war ich ganz kurz sehr...
Speaker: Ich habe es halt einfach nicht verstanden, warum.
Speaker: Und da kann man, kann man oder kann ich jetzt einmal sagen, dass da schon wieder irgendwie dieses...
Speaker: dann lasst den Dialog, dann schreibt ihn nicht.
Speaker: Dann sagt irgendwie, hier, das sind eure Emotionen, versucht mal selber, euch da reinzufinden.
Speaker: Aber ich fand, das klang so geschrieben und so unecht.
Speaker: Und vor allem so, das sagt doch keiner.
Speaker: In dem Moment sagt es niemand.
Speaker: Niemand.
Speaker: Warum?
Speaker: Und ich finde, es ist zwei, drei Mal passiert, ja, denn in Frage an euch bin ich da vielleicht ein bisschen zu...
Speaker: amerikanisiert, wer weiß.
Speaker: Aber ist euch das auch aufgefallen, dass es einfach Momente gab, die dann so ein bisschen doch zu sehr geschrieben wirkten?
Speaker: Ich bin auch eigentlich ein Fan von wenigen Worten und viel Spiel anstatt viel erklären, aber ich muss sagen, mir ist das nicht aufgefallen.
Speaker: Also, aber... Entschuldige.
Speaker: Nee, alles gut.
Speaker: Ich wollte nur sagen, aber wie gesagt, ich mag auch deutsche Filme.
Speaker: Vielleicht ist es auch mein Blick darauf, dass ich halt so... Ich gucke halt auch... Ich gucke halt auch... Ich muss ja sagen, ich gucke halt auch so Notruf Hafenkante, Rote Rosen und so.
Speaker: Und ich sage mal so, die Dialoge sind da jetzt auch nicht prickelnd.
Speaker: Aber ich gucke es halt trotzdem gerne.
Speaker: Kann ich auch nicht beurteilen.
Speaker: Habe ich noch nicht gesehen, Rote Rosen.
Speaker: Wobei, oh, letztens war ich in der Bavaria Filmstadt mit meiner Nichte und meinem Neffen.
Speaker: Da wird das ja gedreht.
Speaker: Da haben wir eine Stuntszene nachgedreht in einer der Locations von Rote Rosen.
Speaker: Also ganz unbeschrieben, das bleibt mir auch nicht.
Speaker: Aber das gehört jetzt nicht hin, das sprengt den Rahmen.
Speaker: Aber ich glaube aber gar nicht, dass das was damit zu tun hat.
Speaker: Ich finde, manches fand ich
Speaker: Manche Dialoge fand ich auch so ein bisschen hölzern.
Speaker: Es gab so Momente, wo ich das Gefühl hatte, dass man sich das auch hätte sparen können.
Speaker: Das hätte man jetzt nicht noch sagen müssen.
Speaker: Die Szene, wo das Haus sie ausschließt, das ist nämlich das, bevor sie dann an diesem Lagerfeuer enden.
Speaker: Wir müssen nicht alle Szenen besprechen.
Speaker: Wir können auch einmal das einfach so überflächlich lassen.
Speaker: Okay.
Speaker: Möchtest du nicht?
Speaker: Ich würde das nur gerne schnell zu Ende führen.
Speaker: Er hat zum Beispiel diesen Stein, mit dem er versucht, das Fenster einzuschlagen.
Speaker: Und dann gelingt ihm das aber nicht, weil das ist halt Panzerglas.
Speaker: Es ist aber relativ offensichtlich, nachdem er es schon zehnmal gemacht hat.
Speaker: Und dann kommt seine Frau und dann sagt er, scheiße, funktioniert nicht, Panzerglas.
Speaker: Da habe ich mir dann halt so zum Beispiel gedacht, ja, okay, das war uns jetzt, glaube ich, schon beim vierten Versuch relativ bewusst, dass es Panzerglas ist und dass es nichts wird.
Speaker: Solche Momente gab es so ein paar.
Speaker: Aber das ist so typisch deutsch.
Speaker: Ja, ein bisschen.
Speaker: Es ist so typisch deutsch.
Speaker: Lieber einmal zu viel erklären, damit die Leute auch wirklich verstehen, worum es geht.
Speaker: Weil es könnte ja sein, dass man das sonst nicht versteht, als einmal zu wenig.
Speaker: Und das ist so typisch deutsch.
Speaker: Das müssen wir Deutschen noch lernen.
Speaker: Also für deutsche Filme, egal.
Speaker: Dass wir das nicht brauchen.
Speaker: Weil da sind wir dann wieder bei dem, dann spielt es doch einfach.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und er hat es ja auch schon gespielt.
Speaker: Er hat es super gespielt.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und dann kann ich mir den Satz eigentlich am Ende auch einfach sparen.
Speaker: Also deswegen, ich hatte so ein paar Momente, gab es bei mir auch.
Speaker: Und genau, aber auch das.
Speaker: Ich wollte nur sagen, aber das sind so, ja, gibt es wahrscheinlich auch super viele Momente und so, aber mir ist es tatsächlich beim Schauen nicht aufgefallen, weil ich so...
Speaker: eingesogen wurde von dem allgemeinen.
Speaker: Bei mir ist es immer, wenn ich Filme schaue, die mir sehr gut gefallen, dann fällt mir alles drumherum nicht auf, sondern ich bin dann voll im Film drin.
Speaker: Ja, das heißt dann auch, dass der Film bei dir das erfüllt, was er sich vorgenommen hat.
Speaker: Absolut, ja, genau.
Speaker: Also es sind ja die besten Zeichen, die besten Anzeichen.
Speaker: Im Prinzip schon.
Speaker: Auf jeden Fall.
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Irgendwann kommen ja dann auch, oder möchtest du vielleicht sagen, wo der Film dann weitergeht, liebe Emilia?
Speaker: Ja.
Speaker: Ich finde nochmal, man könnte nochmal irgendwie zusammenführen, was mich halt irgendwie beeindruckt hat und das auch nochmal zum Thema deutschen Film ist halt einmal zu sagen, okay, wir trauen uns eine Zukunftsgeschichte vor, die ja gefühlt nach Metropolis lange nicht mehr Teil des deutschen Films war.
Speaker: um zu sagen, okay, wir nehmen jetzt irgendwie ein fiktives Schauspiel 2029, wie könnte das da aussehen in Deutschland?
Speaker: Und ich bin vor allem nach der Woche, die wir jetzt irgendwie durchgelebt haben mit Journalisten, die dann irgendwie rausgekickt werden und irgendwie, denen dann irgendwie das auch mehr oder minder verboten wird, sehr positiv überrascht, wie sie das aufgenommen haben.
Speaker: Nein.
Speaker: Dann sage ich dann, whatever.
Speaker: Da finde ich, es ist eine schlechte Parallele, muss ich jetzt tatsächlich auch sagen.
Speaker: Aber das ist auch vollkommen in Ordnung.
Speaker: Es geht ja natürlich um die Ausbreitung des Totalitarismus und darum geht der Film mehr oder weniger.
Speaker: Genau, darauf können wir uns auf jeden Fall einigen.
Speaker: Das ist doch fantastisch.
Speaker: Also das meine ich doch damit.
Speaker: Das wollte ich damit sagen, um zu sagen, dass das ein Thema ist, was jetzt...
Speaker: relativ gewagt ist und dann eben das in der Neuzeit von künstlicher Intelligenz mit künstlicher Intelligenz zu verbinden und dann eben daraus auch ein Kammerspiel zu machen und da eben viele sehr überraschende Elemente zusammenzubringen.
Speaker: Was ist denn für dich, wenn du den Film jetzt so, du hast ihn ja nochmal angeschaut Annika, was ist denn für dich das, was am meisten bleibt?
Speaker: Was ist so der...
Speaker: Wie soll ich sagen, der Subtext oder welche Ängste auch vielleicht berührt er in dir?
Speaker: Oder was bleibt von dem Film?
Speaker: Hat er dir gewisse Einsichten auch vermittelt, gewisse Gefahren aufgezeichnet, die es gibt?
Speaker: Was ist da hängen geblieben?
Speaker: Oh, schwierig.
Speaker: Er wirft ja doch relativ, also ich will jetzt nicht sagen dystopisch, aber er wirft einen Blick in die Zukunft, der doch durchaus auch zum Inhalt hat, was die Gefahren sind von dieser ganzen uns abhängig machen von digitalen Strukturen.
Speaker: Ja, total.
Speaker: Also ich dachte auch, als ich den das erste Mal gesehen habe und aus dem Filmfest da rausgehe, dachte ich auch so, oh, brauche ich meine Alexa jetzt wirklich noch?
Speaker: Ist das so schlau?
Speaker: Aber mittlerweile bin ich halt so, ja, vielleicht muss man einfach selbst
Speaker: gucken, was für einen passt und was nicht.
Speaker: Ich glaube auch nicht, dass wir alles digitalisieren müssen und alles von Maschinen machen lassen müssen.
Speaker: Aber ja, es nimmt uns auch unendlich viel Arbeit ab.
Speaker: Also ich auch, ich arbeite auch selber mit KI zwischendurch.
Speaker: Also ChatGPG ist, glaube ich, das weit verbreiteste und nutze ich halt auch.
Speaker: Und ich nutze es halt gerne.
Speaker: Es erleichtert mir meine Arbeit.
Speaker: Und ich finde, solange ich einen Benefit davon habe,
Speaker: finde ich es voll fein.
Speaker: Man sollte aber auch einfach im Hinterkopf behalten, was es letztendlich ist und was es halt auch mit sich bringen kann.
Speaker: Und ich finde, das ist halt auch ein bisschen das, was der Film halt zeigt.
Speaker: Ja, es gibt dir viele Benefits, so, du kannst ein geiles Leben haben, aber letzten Endes gibst du halt auch alles einfach in die Hände von einer Technologie.
Speaker: Das ist wie dieses, das ist ein bisschen daran, wie es soll ja auch bald irgendwann in Zukunft Autos geben, die selbst fahren.
Speaker: Es gibt ja schon so ein bisschen die Autos, die halt, ich weiß nicht, wie man das, den Fachbegriff dazu nennt, aber die halt dieses autonome Fahren machen.
Speaker: Ja, so.
Speaker: So heißt das.
Speaker: So kenne ich das auch.
Speaker: Und das finde ich zum Beispiel auch creepy.
Speaker: Also wirklich, kann ich nicht anders sagen.
Speaker: Ja, der Mensch ist fehlerfrei.
Speaker: Doch, warte mal.
Speaker: Der Mensch ist nicht fehlerfrei, so rum.
Speaker: Aber die Technologie halt einfach auch.
Speaker: Und wenn die ausfällt,
Speaker: Ja, dann stehst du vor verschlossenen Türen in dem Fall.
Speaker: Genau.
Speaker: Geil.
Speaker: Und dann musst du draußen schlafen.
Speaker: Du musst einen Stein nehmen auf, um zu merken, oh, Panzerglas.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also deshalb, ich finde halt einfach, es zeigt halt einfach sehr, sehr viel für, also dass man halt einfach ein bisschen mehr drüber nachdenkt über Themen, über Dinge.
Speaker: Aber, ähm,
Speaker: Ja, es hat mir jetzt auch nicht einen negativen Vibe gegeben.
Speaker: Also ich bin nicht rausgegangen und habe gesagt, um Himmels Willen, ich habe Angst davor, jetzt Technologie zu nehmen.
Speaker: Ich habe wieder ein Nokia 360.
Speaker: Genau, nee, das halt auch nicht.
Speaker: Und eine Schreibmaschine.
Speaker: Nee, aber ich fand es halt auch teilweise auch cool, weil ich so dachte, ja, unter der, wenn ich jetzt keine Ahnung...
Speaker: nach Hause kommen und ich kann vorher schon irgendwie mir die Sauna anmachen, so what, habe ich nichts dagegen, ne?
Speaker: Also, ist zwar, können wir dann nochmal über Energieeffizienz und sowas sprechen und Klimawandel, aber ansonsten, ja.
Speaker: Ich glaube, wenn ihr das so genau mit Smart Meter und vorher getimt und Energieeffizienz gemacht habt, dann ist das überhaupt gar kein Problem, glaube ich.
Speaker: Also vollkommen in Ordnung.
Speaker: Vielleicht wahrscheinlich effizienter, als wenn du dir die Sauna selber einheizt.
Speaker: Könnte ich mir zumindest vorstellen.
Speaker: Du meinst, dann musst du die laufenden Server auch noch natürlich in die ganze Gleichung mit aufnehmen.
Speaker: Ja, das hängt halt immer viel dran.
Speaker: Ja.
Speaker: Und bei dir so, Emilia?
Speaker: Ich würde mich da anschließen, glaube ich.
Speaker: Hast du da was zu ergänzen noch?
Speaker: Ja, also ich finde, natürlich, klar.
Speaker: Also ich meine, es ist jetzt nicht so, dass wir an der KI-Revolution, die ja auch viel als die fünfte industrielle Revolution beschreiben, dass da wirklich ein Weg dran vorbeiführen wird.
Speaker: Sollte es ja auch gar nicht.
Speaker: Also ich nutze es ja auch.
Speaker: Aber wie du schon gesagt hast, ist es extrem wichtig, sich zu überlegen, was das dann für uns bedeutet, für unser Zusammenleben.
Speaker: Und die Frage ist natürlich auch, wie reguliere ich das?
Speaker: Und ich glaube, die Frage wirft der Film schon auf.
Speaker: Und ich glaube, im Moment sind wir in einer Phase, wo KI wilder Westen ist.
Speaker: Es gibt eigentlich kaum noch Regulierung und das, was mir der Film dadurch doch schon zeigt, ist, wenn wir das weiter einfach so laufen lassen, dann wird sich daraus sicherlich nicht nur ein großer Luxus für uns entwickeln, sondern durchaus auch sehr, sehr große Problematiken.
Speaker: Wie für verschlossene Türen.
Speaker: Wie in verschlossenen Türen, genau.
Speaker: Oder noch Schlimmeres.
Speaker: Und die Frage, die sich halt auch stellt, also ich finde wirklich die Szene in dem Film, ich bin das Haus, das Haus kennt mich besser als ich mich selbst, das ist ja auch nur eine Symbolik, nicht nur für ein Haus, sondern für alles.
Speaker: Und was bedeutet es, wenn KI ein eigenes Bewusstsein entwickelt und meint, es wüsste besser, was ich möchte als ich selbst?
Speaker: Ja.
Speaker: Und das ist ja durchaus auch ein Punkt, den der Film macht und es ist durchaus auch ein relevanter Punkt für unsere Zukunft.
Speaker: Und diese Frage müssen Leute, die wesentlich intelligenter sind als ich und sich mit der Materie wesentlich besser auskennen, auch beantworten.
Speaker: Aber wir sollten kritisch bleiben.
Speaker: Ich glaube, das ist wichtig.
Speaker: Ich glaube, wir sollten kritisch bleiben und ich glaube, das leistet der Film, dass man sich dem Ganzen kritisch näher oder den hier einfach nur...
Speaker: Hurra schreit und sagt, alles wird super und alles ist toll.
Speaker: Es hat, wie immer, es kommt, wie Peter Parker sagte, with great power comes great responsibility und so ist es bei der KI auch.
Speaker: Genau.
Speaker: Vielleicht müsste der Film jetzt nochmal auf dem Filmfest laufen.
Speaker: Jetzt ist noch viel mehr Thema.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Also er hat jetzt tatsächlich, 2021 hast du gemeint, war auch ein Filmfest, jetzt haben wir 2025 und es haben einige der Entwicklungen, die er schon andeutet, haben sich schon tatsächlich eher verschlechtert, würde ich sogar sagen, als unbedingt verbessert.
Speaker: Gerade auch was die politische Lage in dem Film betrifft.
Speaker: Von daher, ja, wäre es sicherlich spannend, den jetzt auch nochmal zu zeigen.
Speaker: Sollen wir dann zu den Funfacts einmal kommen?
Speaker: Ja, sehr gerne.
Speaker: Fang noch du gleich an.
Speaker: Moment, mach es mal.
Speaker: Jünter von Facts.
Speaker: Danke, Jünter.
Speaker: Und das finde ich dann nochmal einen Hoch auf diesen Film, weil das siehst du ihm nicht an, denn der Dreh begann Mitte März und musste aber sofort, also nach drei Tagen beendet werden wegen Covid.
Speaker: Nach nur drei Tagen ist halt schon auch hart.
Speaker: Kommst du gerade rein und dann so, alles nach Hause, passt schon.
Speaker: Scheiße, hey, wirklich scheiße.
Speaker: Ja, und ich finde, das sieht man anderen Produktionen an.
Speaker: Ich finde den Film nicht.
Speaker: Und das Erstaunliche daran ist, dass sie, also, Entschuldigung, aber ich finde das erstaunlich, dass der ganze Film nur 25 Drehtage hatte.
Speaker: Das ist nicht mal ein halber Tate.
Speaker: Ja.
Speaker: Ein bisschen mehr als ein halber Tate.
Speaker: Ja, 25 Drehtage ist... Knackig.
Speaker: Ambitioniert.
Speaker: Aber sie haben die Zeit gut genutzt.
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Ich weiß gar nicht, hast du auch Funfacts oder sollen wir einfach mal so ein paar vom Start lassen?
Speaker: Weißt du, hast du einen Hintergrund zu dem Film?
Speaker: Nehmen wir mal ruhig.
Speaker: Liebe Annika... Haben wir schon erwähnt, dass Tobias Morelli mitspielt.
Speaker: Ich glaube, hast du gleich zu Anfang, aber ja, ich mag Tobias Moretti sehr gerne.
Speaker: Alles, was du nicht hier hast, ist ja quasi ein Mangel unseres Briefings.
Speaker: Also von daher ist es ja vollkommen in Ordnung.
Speaker: Also ich habe zum Beispiel noch stehen, das hast du aber auch schon gesagt, also ich würde gerne zu dem Haus was sagen noch.
Speaker: Ja.
Speaker: doch durchaus relativ wichtig.
Speaker: Also es wurde gedreht in Hamburg und in Schweden.
Speaker: Also Hellström war dann wohl doch irgendwie so Teil des Pakets.
Speaker: Und das titelgebende Haus ist eine echte Villa.
Speaker: Wow, okay, das hätte man sich was denken können.
Speaker: Und die liegt, das ist die sogenannte Villa, ich hoffe, ich spreche es richtig aus, alle SchwedInnen da draußen, bitte verzeiht mir.
Speaker: Villa Aborkrocken.
Speaker: und Villa Överby.
Speaker: Irgendwie sind die wohl zusammen so und das hat der John Robert Nilsson.
Speaker: Das ist der gleiche Name, glaube ich.
Speaker: Also du kannst den entweder so nennen oder so nennen.
Speaker: Ich glaube tatsächlich, du hast es falsch ausgesprochen, aber ich glaube... Ja, du hast ja... Ich muss es lesen, um es richtig aussprechen zu können, weil es ja schwedisch ist.
Speaker: Warte, warte, warte.
Speaker: Ganz einfach, ganz einfach.
Speaker: Warte, Moment.
Speaker: So viel Zeit muss sein.
Speaker: Ich habe das jetzt gerade echt hier
Speaker: geschlachtet, die Namen.
Speaker: Hier, schau mal, wenn du den Chat siehst, siehst du den auf der Seite da?
Speaker: Also jetzt sag mal bitte.
Speaker: Also das untere ist Villa Överbü.
Speaker: Also Överbü.
Speaker: Ah, Överbü, okay.
Speaker: Und Abburgrocken.
Speaker: Abburgrocken.
Speaker: Villa Abburgrocken.
Speaker: Ach, ist so schön, dass auch du dir schwer tust.
Speaker: Nee, das also wirklich nicht.
Speaker: Ja, das Ding ist halt, die Schweden haben auch nochmal eine andere Aussprache als die den.
Speaker: Und
Speaker: Also du hast zum Beispiel als ganz schnelles Beispiel sagen die Dänen Tag als Danke und die Dänen sagen Tags Mücke.
Speaker: Und damit willkommen zu Annikas.
Speaker: Damit zum Telekologen-Kinne-Kolleg Skandinavien.
Speaker: Tele-Stunde.
Speaker: Nee, aber das untere auf jeden Fall Überblick.
Speaker: Ah, okay, gut.
Speaker: Also diese Villa auf jeden Fall mit dem Namen Oewe Bue und dem anderen Namen, mit dem wir uns sehr schwer tun, wurde erbaut von John Robert Nilsson, also nicht eigenhändig, ich denke mal, er hat es entworfen.
Speaker: Und das liegt auf der Insel Windö, V-I-N-D-Ö, sage ich das richtig?
Speaker: Ja, ich glaube schon.
Speaker: Windü.
Speaker: Windü.
Speaker: Bei Stockholm.
Speaker: Klingt ein bisschen wie Meister Windu aus Krieg der Sterne, aber es ist eine andere Sache.
Speaker: Auf der Insel Windü bei Stockholm.
Speaker: Da liegt die.
Speaker: Und das ist ein wirklich sehr, sehr schönes Haus.
Speaker: Also ich würde das schon mal noch am Ende verbringen.
Speaker: Also wenn es mich hier vielleicht freundlich geneigt wird.
Speaker: Ja, ich wollte gerade sagen, wenn es mich nicht aussperrt, bin ich auch da.
Speaker: Absolut.
Speaker: Genau.
Speaker: Also da liegt dieses Haus.
Speaker: Oh.
Speaker: Was hast du denn noch, liebe Emilia?
Speaker: Sonst habe ich mir gesagt, das ist von Fink, Film für Hamburg 2021, alles in Covid.
Speaker: Das wäre es von meiner Seite.
Speaker: Das wäre es von deiner Seite?
Speaker: Ich hatte noch einen Funfact, der mit meinem Film zusammenhängt.
Speaker: Ja gerne, unbedingt.
Speaker: Ich drehe auch ein Kammerspiel mit fünf Schauspielenden.
Speaker: Wow.
Speaker: Ja klar, natürlich.
Speaker: Also Restaurant und so, oder?
Speaker: Wie viele Effekte, KI-Effekte hast du eingebaut?
Speaker: Zero.
Speaker: Zero.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Und auf welcher Insel liegt das Restaurant, auf dem du drehst?
Speaker: Hamburg.
Speaker: Ah, Hamburg, ja.
Speaker: Also für manche ist das auch eine Insel.
Speaker: Zumindest sehr nah am Meer.
Speaker: Und viel Wasser, okay.
Speaker: Ja, sehr schön.
Speaker: Und dann habe ich noch, das war eigentlich so das Wichtigste für mich.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Dann würde ich doch sagen, gehen wir einfach mal zu den Zitaten über, oder?
Speaker: Ja.
Speaker: Das Filmzitat.
Speaker: Ich habe keine Filmzitat.
Speaker: Du hast keins, ich hab so viele.
Speaker: Ich hab mir gedacht, vielleicht hast du ja dann zumindest eins, das meine auch mit abdeckt.
Speaker: Aber eins hab ich ja schon vorgelesen, gerade so.
Speaker: Das war das mit dem, hab ich so reingeschmuggelt.
Speaker: Das war das mit den Daten und seiner Frau.
Speaker: Also ich hab, ich fand's wirklich ein bisschen schwer.
Speaker: Darf ich zwei?
Speaker: Du sagst, ich gebe dir meins.
Speaker: Nein, nein, nein, das kannst du auch, das eine ist nur so kurz, aber ich fand es so lustig, weil von dieser Lagerfeuer-Szene, von der du gesprochen hast vorher, das fand ich irgendwie schon ganz witzig, weil es hat mich, er fragt sie einfach, sie sitzt am Lagerfeuer und er fragt seine Frau, liebst du mich noch?
Speaker: Und sie sagt, ja.
Speaker: Und er antwortet darauf,
Speaker: Das ist so wie Danke.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und das hat mich so dann auch an Krieg der Sterne erinnert, nämlich wo Leia ihm irgendwann, ich glaube, im zweiten Teil sagt, I love you, Han.
Speaker: Und er schaut sich wieder an und sagt so, I know.
Speaker: Also es hatte für mich auch so eine sehr humoristische Note zu dem Zeitpunkt.
Speaker: Das war aber bestimmt nicht deins, oder, Emilia?
Speaker: Ich habe gesagt, ich habe keins.
Speaker: Du weißt keins, okay.
Speaker: Dann würde ich noch das von Faru dazunehmen.
Speaker: Das ist in einer Szene, in der eben gerade eine unangenehme Wahrheit ans Tageslicht gekommen ist zwischen den beiden, zwischen Lucia und zwischen Johann.
Speaker: Und deswegen, Farouk ist da, der Kühlschrank scheinbar hat viel zu viel zu essen bestellt und sie verwehren sich dagegen, dass sie das gewesen wären.
Speaker: Und daraus entspinnt sich dann auch eine Unterhaltung, die auch ganz eigenartig ist, weil er sagt, ich habe das nicht bestellt und er sagt dann immer, ja, aber dein Kühlschrank hat es bestellt.
Speaker: Und das ist so in der Wertung, wer jetzt wirklich mehr Recht hat, setzt sich dann der Kühlschrank durch, sagt ja auch so einiges aus.
Speaker: Und dann fragt er aber Faru, weil er da eben gerade eh schon da ist, wie er denn das sieht mit Vergebung und ob man sich denn alles sagen muss in einer Beziehung.
Speaker: Und dann sagt Faru darauf, das Wichtigste ist Vertrauen, dass man weiß, dass alles, was der andere tut, es für die Familie tut.
Speaker: Ich denke, dann kann man alles verzeihen.
Speaker: Das war ein Zitat.
Speaker: Ein schönes Zitat, genau.
Speaker: Und wenn ihr sonst keine mehr habt, dann würdest bei denen... Ja, okay.
Speaker: Ja, super, total gerne.
Speaker: Und zwar fand ich nämlich sehr prägnant auch, weil es halt öfter so gesagt wird, sagt sie, ich glaube, das Haus mag mich nicht.
Speaker: Und dann sagt er, das Haus hat keine Gefühle oder keine Emotionen.
Speaker: Ja.
Speaker: Und das fand ich auch so, weil das sagt sie sehr, sehr früh am Anfang, ich glaube, das Haus mag mich nicht.
Speaker: Genau, und dann sagt er, das Haus muss sich ja nicht gewöhnen.
Speaker: Und dann sagt sie auch noch darauf, das klingt irgendwie total, was sagt sie, das klingt sehr bedenklich.
Speaker: Irgendwie sowas.
Speaker: Also sie sagt da auch schon, das ist irgendwie gar nicht wirklich gut.
Speaker: Der Techniker muss kommen.
Speaker: Der Techniker muss kommen, genau.
Speaker: Also das war, ja, das ist mir auch aufgefallen und das, ja, fand ich auch spannend.
Speaker: Genau.
Speaker: Dann, sollen wir dann noch zur Szene des Films kommen?
Speaker: Seid ihr soweit?
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Jünter?
Speaker: Die Lieblingsszene.
Speaker: Also, schieß mal los.
Speaker: Meine ist die Technikerszene.
Speaker: Ich weiß nicht, wie überraschend das war, aber mich hat das, das fand ich sehr erfrischend, ich fand das einen guten Break im Drehbuch, in dieser aufgebauten Spannung, dass da plötzlich ein Techniker vor der Tür steht, der überall Techniker schreit und dann in seinem Techniker sein ihm sein eigenes Haus erklärt und dann zu sagen, ja, war's dann und jetzt fliegt er wieder mit dem Helikopter weit weg.
Speaker: Ja, was ich ganz lustig fand in der Szene, muss ich auch sagen, in dem Moment, alles, er schaut sich das so an auf seinem iPad oder so oder was auf seinem Tablet und dann alles, was er ihm dann anbietet, ist ein Systemupdate.
Speaker: Wo ich mir denke, so ein Systemupdate, das kann einfach jedes Problem lösen.
Speaker: Genau.
Speaker: Hattest du auch eine Lieblingsszene, Annika?
Speaker: Ich habe lange drüber nachgedacht.
Speaker: Hm.
Speaker: Aber tatsächlich ist man nicht so prägnant.
Speaker: Also ich finde auch, die Technikerszene bricht das Ganze, weil es halt aus dem Kontext, also es ist halt was anderes, was Neues, Frisches.
Speaker: Aber letztendlich, glaube ich, die Kühlschrankszene tatsächlich, weil damit enorm viele Sachen kommt.
Speaker: Also so viel Stuff.
Speaker: Und das fand ich ja irgendwie auch ganz witzig.
Speaker: Dass man irgendwie so ein bisschen das Gefühl hat, ah, das ist jetzt irgendwie das Einzige, womit Covid so ein bisschen erwähnt wird.
Speaker: Jetzt kommen die Prepper.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und dann wird ja auch gesagt, so von wegen, ja, ich dachte ja, dass ihr vorsorgen sollt, weil es kommt ein Sturm.
Speaker: Ja, genau, hat er gesagt.
Speaker: Und wie gesagt, der Kühlschrank ist dann der, dem am meisten Glaubwürdigkeit zugeschrieben wird.
Speaker: Und ist euch aufgefallen, dass sie zwei Kühlschränke haben?
Speaker: Moment.
Speaker: So ein Twin-Kühlschrank?
Speaker: Nee, zwei unterschiedliche Seiten.
Speaker: Also einmal hat er da aufgemacht und was reingepackt und dann hat sie irgendwann später da aufgemacht und reingepackt.
Speaker: Sie sind halt einfach immer aufs Schlimmste vorbereitet.
Speaker: Mit dem weiten Kühlschrank?
Speaker: Ja, das ist gut.
Speaker: Das Wichtige für den Sturm und den mit Salatblättern und Eiern.
Speaker: Ja.
Speaker: Jetzt müssen wir ihn nochmal gucken.
Speaker: Gegenchecken.
Speaker: Müssen wir gegenchecken.
Speaker: Also bei mir ist es tatsächlich, ich tue mir echt schwer, weil es gab ein paar sehr gute Szenen, finde ich.
Speaker: Und also am wirklich spannendsten finde ich tatsächlich das, wo sie am Tisch sitzen und es kommen ja dann auch noch zwei Menschen in das Haus dazu, die...
Speaker: Widerständler sind gegen das, was sich gerade politisch entwickelt.
Speaker: Und dann kommt eben diese ganze Gewehr zur Sprache, wofür sie denn das eigentlich brauchen.
Speaker: Und er fragt sie, wofür braucht ihr denn dieses, wollt ihr denn mit auf Spatzen schießen?
Speaker: Und dann sagen sie so, ja, aber nicht auf Unschuldige.
Speaker: Und dann entspringt daraus eine Unterhaltung darüber eben.
Speaker: Er sagt dann zu ihr, ich habe es hier, Entschuldigung, einen Moment,
Speaker: Also er stellt halt die Schuldfrage, wer ist denn dazu in der Lage zu entscheiden, wer die Richtigen sind?
Speaker: Weil sie sagt dann irgendwann, ich werde nur auf die Richtigen schießen und er stellt dann eben die Frage, wer sind denn eigentlich die Richtigen?
Speaker: Und dann fragt sie ihn, hättest du denn damals nicht Hitler erschossen?
Speaker: Und das stellt dann wirklich so die implizite Frage danach, ist denn Gewalt jemals gerechtfertigt?
Speaker: Auch wenn man meint, man wäre im Recht und man wäre auf der Seite der Guten.
Speaker: Und die Szene verläuft aber so, dass es darauf keine Antwort gibt.
Speaker: Und deswegen finde ich diese Szene sehr, sehr gut, weil sie eben diesen Zwiespalt auch zwischen Gut und Böse und was ist das, wie kann man das bewerten, obwohl man das ja auch nur aus seiner eigenen subjektiven Perspektive wahrnimmt und da eben auch die Gefahr lauert, finde ich sehr, sehr gut.
Speaker: Also das war eine sehr, sehr gute Szene, finde ich.
Speaker: Und eine ganz kleine noch ist... Auf der Haar war sie eine Söhne.
Speaker: Die habe ich ja gleich fertig, weil die haben sich gestritten und dann sitzt sie in der Küche so Gedankenversorgung und dann kommen die Saugroboter vorbeigefahren.
Speaker: Und dann hat sie tatsächlich, sie hat so ein Brot in der Hand und dann wirft sie wie so Brotkrumen, so eine Frau am See, den Saugrobotern die Brotkrumen hin und füttert die mehr oder weniger.
Speaker: Und das war für mich ein solches absurdes Bild, aber so gut, weil es echt wirklich so ist, auf einmal
Speaker: wechseln sich so ein bisschen die Plätze der beiden, nämlich nicht die KI oder die Technik sorgt für uns, sondern wir meinen auf einmal, wir müssen die Technik versorgen.
Speaker: Und dieser Switch ist in dieser Szene wahnsinnig gut.
Speaker: Also die finde ich auch richtig gut.
Speaker: War aber kein Dialog.
Speaker: Ja wunderbar.
Speaker: Kommen wir zum Konkluz an.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Okay, dann hier.
Speaker: 6, 5, 4, 3, 2, 1,
Speaker: Ja.
Speaker: Nein.
Speaker: Ich war nicht drauf vorbereitet.
Speaker: Bei dir ist ja eh klar, wie dein Urteil ausfällt.
Speaker: Du hast ihn ja mitgebracht.
Speaker: Ja, vielleicht habe ich ihn auch mitgebracht, um dann zu sagen, dass ich ihn richtig blöd finde.
Speaker: Nein, Spaß.
Speaker: Um kontrovers zu sein.
Speaker: Kann er auch passieren, ja.
Speaker: Um einmal zu sagen, ich fand ihn schein, jetzt habe ich ihn auch mal gesehen, um zu sagen, weiß ich jetzt auch nicht.
Speaker: Aber dann fang doch du trotzdem mal an, Annika.
Speaker: Also wie ist dein Urteil und warum?
Speaker: Wie ist mein Urteil?
Speaker: Ich finde ihn einfach nach dem zweiten Mal schauen, auch jetzt, grandios.
Speaker: Ich finde, er ist gut gemacht, es sind geile Themen drin, es sind mehrere Themen werden behandelt.
Speaker: Er ist, obwohl er jetzt schon so alt ist, ist er jetzt wieder aktuell, finde ich.
Speaker: Und ich finde ihn für einen deutschen Film einfach bildtechnisch mega.
Speaker: Also wirklich.
Speaker: Stimme ich dir vollkommen zu.
Speaker: Und er ist, also wirklich für deutsche Filme ist er echt schon High-Level.
Speaker: Ja.
Speaker: Bin ich auch bei dir.
Speaker: Kameraarbeit wirklich ganz toll.
Speaker: Haben wir auch schon einen großen Shoutout gehabt.
Speaker: Ich finde auch das Colorgrading tatsächlich sehr schön.
Speaker: Ist auch sehr gut gelungen.
Speaker: Also technisch ganz großartig.
Speaker: Aber ich presche voraus.
Speaker: Liebe Emilia, dein Urteil.
Speaker: Jetzt ist doch das Mikrofon auf bei dir.
Speaker: Das Mikrofon ist ja immer hier bei mir.
Speaker: Ja.
Speaker: Na gut, also ich finde, wie du gesagt hast, ich stimme dir mit vielem, vielem zu.
Speaker: Ich finde, er stellt sehr, sehr gute Fragen nach unserer Zukunft, auch eben nach der Thematik, wer dient eigentlich wem, die Technik uns oder wie der Technik, deswegen auch diese Szene mit den Saugrobotern fand ich tatsächlich sehr exemplarisch dafür.
Speaker: Und deswegen finde ich ihn auch gut und ich finde, den kann man sich auch unbedingt anschauen.
Speaker: Ich versuche nur nicht zu inflationär mit meinen Urteilen umzugehen.
Speaker: Deswegen gibt es halt so ein paar Sachen, die, wie wir schon gesagt haben, ich fand manche Dialoge tatsächlich ein bisschen hölzern auch.
Speaker: Hatte ich das Gefühl, ich habe den Eindruck, dass es auch ein bisschen daran liegt, dass sie sich halt gegen einen Protagonisten behaupten müssen, schauspielerisch, das könnt ihr besser beurteilen, das würde ich auch gerne von euch wissen, gegen einen Protagonisten durch oder mit einem Protagonisten umzugehen, der eigentlich gar nicht effektiv existiert.
Speaker: Also ein Objekt und kein...
Speaker: Kein echter Schauspieler, auch wenn das natürlich eher nur der Rahmen ist für das Ganze.
Speaker: Das ist meine Erklärung dafür zumindest.
Speaker: Und manchmal finde ich, so manche Dinge sind ein bisschen konstruiert, finde ich.
Speaker: Mir fehlt es dann manchmal vielleicht so, es ist mir zu einfach strukturiert von wegen die fremdenfeindliche Regierung und ich habe jetzt Berufsverbot und so.
Speaker: Das liegt aber vor allem an mir.
Speaker: Also deswegen für mich manchmal ein bisschen zu konstruiert.
Speaker: Die Dialoge sind mir manchmal, wie gesagt, ein bisschen zu hölzern.
Speaker: Und deswegen habe ich ihm jetzt ein Nein und kein Ja gegeben.
Speaker: Jetzt du, liebe Emilia.
Speaker: So, ich muss einmal unterschreiben, ja, aber.
Speaker: Ja, aber, weil deutscher Film.
Speaker: Für einen deutschen Film, muss ich sagen.
Speaker: Und das liegt an mir.
Speaker: Ich habe seit...
Speaker: sehr langer Zeit keine deutschen Filme mehr gesehen, aus genau dem Ding, dass ich immer denke, es könnte so gut sein und dann nervt mich das und dann ist das immer irgendwie zu lang gezogen oder zu Arthouse oder zu, ich weiß nicht, ich war sehr beeindruckt, wie modern dieser Film ist, wie er sich
Speaker: daran traut zu sagen, wir erstellen ein künstlich intelligentes Haus.
Speaker: Der Look davon, finde ich, kann absolut mit allem mithalten, was man im Black Mirror sieht und wie das agiert und alles Mögliche.
Speaker: Ich fand die beiden Schauspieler und das ist nicht einfach, einen Film zu tragen, wenn es für zwei Schauspieler sind.
Speaker: Und ich finde, beide haben einen wahnsinnig guten Job gemacht.
Speaker: Ich finde, beide fantastische Schauspieler.
Speaker: Ich finde...
Speaker: Von der Story her, ist das was Gewagtes?
Speaker: Ist das was Futuristisches?
Speaker: Wo jetzt der deutsche Film nicht wahnsinnig berühmt für ist, weil die hatten dann gerne irgendwie sehr drei Stunden Aufnahmen von irgendwie einem Feld und einem Grashüpfer, um wahrscheinlich irgendwie die Tiefe des Menschen zu erzählen.
Speaker: Weiß ich nicht, ist vielleicht jetzt auch ein bisschen zu übergriffig.
Speaker: Ich fand ihn...
Speaker: Und ich fand das eben toll und wie Annika gesagt hat, 2020, Covid, dann künstliche Intelligenz in dem ganzen Forge der GBT-Gehabe, womit jetzt plötzlich jeder irgendwie, bevor er Google fragt, nimmt er irgendwie die App in die Hand.
Speaker: Und ich finde ihn nach, was sind das jetzt, 5, 21, 4 Jahren fast, ähm,
Speaker: sehr aktuell und gibt ja einen, also schon der Tatort vom letzten Jahr, bringt im Prinzip Themen, wo man denkt, ja, das kann man jetzt, so kann man das ja eigentlich nicht mehr machen.
Speaker: Und ich bin beeindruckt, ich hatte eine sehr gute Zeit, diesen Film zu gucken und Annika, danke, das wäre mir so nicht untergekommen, glaube ich, überhaupt und ich habe wieder Hoffnung, dass
Speaker: Also auch von meiner Seite vielen Dank.
Speaker: Ja, gerne.
Speaker: Ich komme gerne mit noch einem deutschen Film irgendwann um die Ecke.
Speaker: Oh, gerne.
Speaker: Ich möchte jetzt auch nicht den Eindruck vermitteln, dass wir hier den deutschen Film bashen.
Speaker: Es gibt ganz fantastische deutsche Filme, ganz extremst wichtige Filme.
Speaker: Davon halt einfach nicht zu viele, weil deshalb müssten sie rausstechen.
Speaker: Entschuldigung.
Speaker: Ja, aber die sind dann schon auch richtig gut.
Speaker: Also ich meine, das Weiße Band oder so werden mir jetzt ganz spontane, fantastische und so, aber ganz andere Formen von Film natürlich auch.
Speaker: Also es gibt schon fantastische deutsche Filme, will ich an dieser Stelle nur nochmal betonen.
Speaker: Nicht, dass es jetzt so rüberkommt, als ob wir generell deutscher Film sind.
Speaker: Mir sowieso nicht.
Speaker: Nein, okay.
Speaker: Annika, danke dafür.
Speaker: Dazu...
Speaker: Dann verabschieden wir dich hier für diesen Teil und dann fangen wir gleich mit diesem fantastischen Interview an, das wir vorbereitet haben.
Speaker: Wir beide sehen uns, wenn heute Samstag ist, in zwei Tagen auf dem Filmfest in Hamburg.
Speaker: Und können ja wahrscheinlich zusammen, vielleicht statt dem Haus gibt es, das Boot gibt es ja schon auf Deutsch.
Speaker: Oh, aber es kommt ein neuer Teil von der Polizistin, kurz angerissen.
Speaker: Fand ich ja letztes Jahr ziemlich schlecht.
Speaker: Habe ich gar nicht gesehen, um ehrlich zu sein.
Speaker: So, wir machen Filmfest-Talk auf Weederns und für den Instagram-Kanal.
Speaker: Ich freue mich, dich zu sehen.
Speaker: Ich freue mich, dich hier einzuhaben.
Speaker: Vielen Dank für deine Zeit und wir gehen rüber ins Interview-Portal.
Speaker: Auch von mir, bevor wir das machen, ganz vielen, vielen lieben Dank, liebe Annika.
Speaker: Danke, dass du da warst.
Speaker: Hat großen, großen Spaß gemacht und danke, dass du den Film mitgebracht hast.
Speaker: Sehr, sehr gerne.
Speaker: Danke euch auch.
Speaker: Und an alle, die sich jetzt nicht weiter zuschalten werden, auch euch, danke fürs Zuhören.
Speaker: Und wir hören uns dann wieder in zwei Wochen, dann wieder ganz regulär.
Speaker: Im Kino, aus dem Kino.
Speaker: Genau, und schön, dass ihr dabei wart, wie immer.
Speaker: Ohne euch würde das alles nur halb so viel Spaß machen.
Speaker: Also, bis dahin.
Speaker: Ciao.
Speaker: Das war Muss man gesehen haben mit Emilia Bernsdorf und Bastian Fischer.
Speaker: Hey, Basti.
Speaker: Was denn, liebe Emilia?
Speaker: Rate mal, von wem dieses Zitat kommt.
Speaker: Es kommt nicht darauf an, wie viel du austeilst, sondern darauf, wie viel du einstecken kannst.
Speaker: Das kommt natürlich vom einzig wahren Rocky Balboa.
Speaker: Ja, es kommt vom einzig wahren Rocky.
Speaker: Und das... Yes!
Speaker: Wenn du gut in etwas bist, mach es nie umsonst.
Speaker: Das war Heath Ledger in The Batman.
Speaker: Boom!
Speaker: Als The Joker.
Speaker: Nein, Heath Ledger in Batman als The Joker.
Speaker: So rum.
Speaker: Ich glaube, jetzt müsste es stimmen, oder?
Speaker: Ja, total korrekt.
Speaker: Du bist richtig gut heute.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Danke fürs Kompliment.
Speaker: Meinst du, wir sollten... Ja, vielleicht also gleich.
Speaker: Aber ich habe noch eins.
Speaker: Eins habe ich noch.
Speaker: Dann hau mal raus.
Speaker: Okay, also ready?
Speaker: Ready.
Speaker: Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.
Speaker: Das ist natürlich aus Fight Club.
Speaker: Natürlich ist es aus Fight Club.
Speaker: Ja, very good.
Speaker: Und deswegen, liebe Leute, wollen wir von dem Geld, das wir noch nicht haben, Dinge kaufen, die wir für diesen Podcast brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir definitiv mögen, nämlich euch Filmbegeisterte.
Speaker: Also, wenn euch dieser Podcast gefällt, supportet, liked und donatet, was das Zeug hält.
Speaker: Die Links dazu findet ihr wo, liebe Emilia?
Speaker: Unten in den Show Notes.
Speaker: Und damit verabschieden wir uns.
Speaker: Bis zum nächsten Mal.
Speaker: Ciao.






