Transcript
Speaker: Willkommen zu einer neuen Ausgabe Muss man gesehen haben.
Speaker: Ihr sind eure Gastlieber Emilia und Bastian.
Speaker: Hallihallo.
Speaker: Hallo Halli.
Speaker: Hi Basti.
Speaker: Liebe Emilia, liebe Zuhörenden, alle da draußen.
Speaker: Schön, dass ihr euch wieder eingeschaltet habt heute.
Speaker: Schön, dass ihr dabei seid.
Speaker: Schön, dass ich dich hier sehe, live und in Farbe, auf meinem Monitor.
Speaker: Wir waren gerade schon ganz tief in Unterhaltung.
Speaker: Wir haben gerade eine Wette abgeschlossen.
Speaker: Möchtest du noch mal kurz sagen, wir hatten gerade ein bisschen Vorgeplänke, um ein bisschen warm zu werden.
Speaker: Und wir als die großen Film-Nerds haben dann eine Wette abgeschlossen, da Basti tatsächlich gedacht hat, er hat es nicht besser gewusst, deshalb strahle ich wie ein kleines Honigkuchenpferd.
Speaker: Denn
Speaker: Worum ging es denn eigentlich nochmal?
Speaker: Es ging, ich wollte dich fragen, ob du bereit bist, in die Aufzeichnung der Episode einzuschauen.
Speaker: Ich habe gesagt, ja klar, I was born ready.
Speaker: Und dann habe ich dich gefragt, in welchem Film denn dieses Zitat eigentlich vorkommt.
Speaker: Und dann bin ich hübschend auf meinem Stuhl rumgesprungen und war so, ich weiß es, ich weiß es.
Speaker: Und dann habe ich natürlich, also natürlich ist es Ocean's 13.
Speaker: Das weiß ja jeder.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, jeder.
Speaker: Ich war auf der anderen Seite, ich dachte, das wäre so ein Running Gag, der immer wieder kommt, der wäre schon in Ocean's Eleven gefallen.
Speaker: Aber Emilie hatte recht.
Speaker: Emilie hatte recht, der kam erst bei Ocean's Thirteen.
Speaker: Alle, die da jetzt mitgeratet haben, ihr könnt euch dann jetzt selber einordnen.
Speaker: Von daher Glückwunsch.
Speaker: Ich muss jetzt einmal Frühstück machen, wenn ich das nächste Mal wieder bei euch in Berlin übernachte.
Speaker: Da freuen wir uns natürlich ganz toll.
Speaker: Ich mich auch.
Speaker: Wir müssen dann noch besprechen, was du dir genau vorstellst.
Speaker: Ein Frühstück, bei dem es nichts machen soll.
Speaker: Wir machen einfach ein Podcast-Frühstück.
Speaker: Du machst das Frühstück und nebenbei nehmen wir auf.
Speaker: Okay.
Speaker: Das klingt doch fantastisch.
Speaker: Das klingt nach einer sehr guten Idee.
Speaker: Tatsächlich.
Speaker: Okay.
Speaker: Wir können ja Ex-Benedict machen, weil es Benedikt gesagt hat.
Speaker: Ah, stimmt.
Speaker: Der Charakter Benedikt.
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Das wäre konsequent.
Speaker: Und ich würde alles daran setzen, dass ich sie nicht verkacke.
Speaker: die guten Eggs Benedict.
Speaker: Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch keine wirklich guten Eggs Benedict gemacht.
Speaker: 13 Eggs Benedict, einfach weil es um Ocean's 13 ging.
Speaker: Da müssen wir noch ein paar Leute einladen, glaube ich.
Speaker: Ich glaube, sonst haben wir beide einen Eiweißschock, wenn wir das alles selber putzen.
Speaker: Wir müssen ja nicht alle dabei essen.
Speaker: Wir werden euch auf dem Laufenden halten, wie das deine Arzt ausgegangen ist.
Speaker: Jetzt können wir uns dem Film zuwenden, der heute tatsächlich auf unserer Agenda steht und das ist, liebe Emilia,
Speaker: Oh, du machst das Intro.
Speaker: Ich dachte, wir sagen die ganze Zeit vorher nochmal wie immer, wir waren beide wieder im Kino.
Speaker: Wir waren auch beide wieder im Kino.
Speaker: Genau, wieder nicht zusammen, aber doch zusammen.
Speaker: Ich war im Rollbergkino in Berlin.
Speaker: Wieder, das wissen wir schon.
Speaker: Ja, eines meiner Lieblingskinos.
Speaker: Beziehungsweise zeigen die einfach die Filme, die ich sehen wollte, immer um die Uhrzeiten, wo ich gerne ins Kino gehe.
Speaker: Das trifft sich dann wahnsinnig gut.
Speaker: Und da war ich mit einer Freundin zusammen.
Speaker: Schön.
Speaker: Und das war ein gutes Kinoerlebnis.
Speaker: Wie war es denn bei dir?
Speaker: Bei mir auch.
Speaker: Und ich war im City-Kino in München wieder.
Speaker: Das ist da, für alle, die es genau wissen wollen, so Richtung Stachus raus.
Speaker: Und das ist auch ein sehr schönes Kino.
Speaker: Das hat so einen schönen Hinterhof.
Speaker: Da gibt es so einen Café.
Speaker: Das hat so ein bisschen was künstlerisch...
Speaker: Kleinteiliges irgendwie dieses Kino, das ist total schön.
Speaker: Ich mag das auch total gerne.
Speaker: Darf ich da kurz eine private Geschichte zu teilen?
Speaker: Aber selbstverständlich, sehr gerne.
Speaker: In diesem Kino habe ich einmal The Worst Person in the World gesehen wollen.
Speaker: Hieß der Film so oder meinst du jetzt jemanden spezifisch, der bei dir verleidert, wenn es limmerte?
Speaker: Und das ist, also ich werde wahnsinnig, wenn das anderen Menschen passiert, aber ich bin eingeschlafen im Kino und ich wurde dann von zwei Menschen geweckt, als das Kino wirklich komplett leer war und dann haben die mich so angestupst und dann meint die so, wir schließen jetzt.
Speaker: Und ich war total weg.
Speaker: Ich hatte keine Ahnung, wo ich irgendwie so richtig war.
Speaker: Weil München jetzt auch natürlich nicht ganz so, also ich habe schon viel Zeit in München verbracht schon, aber dann bin ich auf die Straße rausgetreten und es hat geregnet und ich habe das irgendwie, ich habe wirklich ein bisschen gebraucht, um wieder zusammenzukriegen, wo ich gerade bin und was.
Speaker: Die haben dir auch kein Frühstück angeboten, die Leute im Kino.
Speaker: Die waren aber sehr nett.
Speaker: Die waren wirklich sehr liebevoll.
Speaker: Ich hatte nicht geschlafen und bin einfach völlig weg.
Speaker: Was auch nicht an dem Film liegt, weil den Film, den fand ich dann tatsächlich, hab ich dann nochmal nachgeguckt.
Speaker: Aber da hat es mich erwischt.
Speaker: Das ist ja spannend, dass du diese Erinnerung an das Kino hast.
Speaker: Ist ja auch irgendwie trotzdem eine sehr filmische Erinnerung eigentlich, würde ich sagen.
Speaker: Also ich finde es immer sehr schön dort.
Speaker: Auch wie du gesagt hast, die Filme laufen immer zu so einer guten Zeit.
Speaker: Und gestern war auch einfach schön.
Speaker: Ich war im Kino, es war wirklich richtig gut besucht.
Speaker: Also es war jetzt nicht ganz voll, aber es war richtig gut besucht.
Speaker: Und das ist einfach schön, wenn du ins Kino gehst und es gut besucht.
Speaker: Du sitzt da mit vielen Leuten drin.
Speaker: Das war schön.
Speaker: Hat großen Spaß gemacht gestern.
Speaker: Dann sag doch, in welchem Film wir gegangen sind.
Speaker: Also wir sind in Wes Andersons neuen Film The Phoenician Scheme gegangen.
Speaker: Und wenn man sich mit Wes Anderson schon mal befasst hat, dann hat man ja so eine ungefähre Vorstellung, was einem bevorsteht.
Speaker: Und dieser Film war sehr, wie immer, im Stile Wes Andersons.
Speaker: Und soll ich gleich mal sagen, worum es so ein bisschen so grob geht?
Speaker: Bitte, ja.
Speaker: Erzähl uns doch mal, ja.
Speaker: Also im Film Finition Scheme geht es um den internationalen Finanztransakteur, würde ich sagen, Gia Gia Gabor, gespielt von Benicio del Toro, großartig gespielt von Benicio del Toro, muss ich an dieser Stelle gleich mal sagen, ist natürlich auch sonst wie alle anderen Westerners.
Speaker: das ist ein Film immer, Star besetzt mit Tom Hanks, mit Brian Cranston, mit Jeffrey Wright, Michael Cera, Scarlett Johansson, Benedict Cumberbatch, also es nimmt kein Ende, man könnte diese Liste ewig weiterführen, ich habe jetzt bestimmt auch ganz viele vergessen.
Speaker: Ist auf jeden Fall starbesetzt, wie sonst auch.
Speaker: Und es geht eben um Jar Jar Corder, diesen internationalen Finanztransakteur, der eigentlich überall auf der Welt so seine Finger ein bisschen im Spiel hat und deshalb auch die gesamten Staaten der Welt so gegen sich hat, weil er ihre, da gibt es eine Szene, da heißt es, die sind sich in nichts einig, aber nur in ihrer Feindschaft gegenüber Jar Jar Corder.
Speaker: Und deswegen ist er auch einer der meist gehassten Menschen der Welt, der
Speaker: würde ich jetzt sagen, von politischer, staatlicher Seite.
Speaker: Und ständig sieht er sich wieder Attentatsversuchen ausgesetzt.
Speaker: Und auch genauso fängt der Film tatsächlich an mit ihm an Bord.
Speaker: Und er entgeht diesem Flugzeugabsturz, diesem Attentat nur ganz knapp mit dem Leben.
Speaker: Das ist schon der Anfang des Ganzen.
Speaker: Und dann ist dieser ganze Film tatsächlich eine Auseinandersetzung damit, dass er den größten Plan seines Lebens, den größten Scheme umsetzen möchte,
Speaker: der in Phönizien spielt, das ist ein fiktives Land im Nahen Osten.
Speaker: Und eigentlich ist in dem ganzen Film auch gar nicht so genau klar, wie dieser Plan so richtig ausschaut.
Speaker: Das ist so ein bisschen undeutlich, aber es ist auf jeden Fall mit Finanztraxationen, Finanzgebaren und hier Ressourcen dort und da.
Speaker: Und der ist wunderschön in Schuhkartons verpackt.
Speaker: Genau.
Speaker: In schönen angeordneten Schuhkartons.
Speaker: Absolut, genau.
Speaker: Und das hat auch wieder sowas von Wes Anderson natürlich, diese ganze Mise en Sence, für die er natürlich immer auch total bekannt ist, die niemand eigentlich, finde ich, so gut macht wie Wes Anderson, wird das da schön in Szene gesetzt.
Speaker: Und nach dem ganzen Attentatsversuchen will er seine gesamte
Speaker: Er hat auch neun Söhne, die möchte er gar nicht irgendwie, dass sie seinen Ärmern treten, sondern er erinnert sich an seine einzige Tochter und die ist eine Nonne, weil er sich da sicherer und besser aufgehoben fühlt.
Speaker: Und die holt er dann zu sich und da entsteht dann auch eine Vater-Tochter-Geschichte daraus, wie die sich dann wieder aneinander orientieren und ihre Geschichte aufarbeiten.
Speaker: Und es ist in dem Sinne eine Mischung aus einem Spionagefilm, so ein bisschen einem...
Speaker: politischen Parodie und einem Abenteuerfilm.
Speaker: Würde ich jetzt mal so ganz grob verlautbaren lassen.
Speaker: Wie findest du, dass da das Wort Komödie da noch mit reinwerfen?
Speaker: Wie ein gestagete Komödie?
Speaker: Ja, ich meine, so einen ganz bestimmten Humor haben ja auch alle Wes Anderson Filme.
Speaker: Also ohne Humor funktionieren die ja sowieso nicht.
Speaker: Aber da hast du vollkommen recht.
Speaker: Humor gehört auf jeden Fall auch dazu.
Speaker: Hätte ja sein können.
Speaker: Du musst ja auch die Zuschauer und Zuschauer abholen, dass wir jetzt ganz überraschend sagen, Wes Anderson ist seinem Stil untreu geworden und hat das allererste Mal einen heartbreaking Thriller gemacht.
Speaker: Ja.
Speaker: Auf die Leinwand gebracht.
Speaker: Ich glaube, das können wir heute kategorisch schon mal ausschließen.
Speaker: Wes Anderson ist sich definitiv treu geblieben.
Speaker: Er ist sich definitiv treu geblieben und ich habe ein Interview mit ihm auch gesehen, heute in Vorbereitung auf die Aufzeichnung und er hat gemeint, selbst bevor er sich an jeden Film macht, er möchte, er denkt nie gleich und er geht immer neu an jeden Film ran und er sieht immer ganz neues Potenzial in allen Filmen, die er macht und deswegen hört er
Speaker: Ich verwundere ihn jetzt manchmal, wenn er ihn trotzdem immer gleich hört, wenn Leute sich 10 Sekunden seiner Filme ansehen und sagen, das ist definitiv einer von deinen.
Speaker: Und er hat halt dann gemeint, es ist ein bisschen so wie mit einer Handschrift.
Speaker: Er kann halt auch einfach, sobald er seine Hand über das Papier bewegt mit einem Stift, ist eben seine Handschrift dort verewigt und so ähnlich geht es ihm beim Filmemachen auch.
Speaker: Ich glaube, ja, so ist das.
Speaker: Aber ich glaube, das ist auch genau...
Speaker: Ganz ehrlich, das bringt mich dann tatsächlich schon so ein bisschen tiefer in den Film.
Speaker: Das ist nämlich auch genau das, was die Gefahr ist, dass man sich dann dadurch vielleicht auch ein bisschen verliert im eigenen Manierismus.
Speaker: Aber da können wir gleich noch tiefer einsteigen.
Speaker: Wie geht es dir denn, wie hast du denn den Film überlegt und wie ich ihn gerade beschrieben habe?
Speaker: Du meinst, wie du den Inhalt beschrieben hast?
Speaker: Ja, würdest du dem was zufügen wollen oder...
Speaker: Ich würde dem nochmal zufügen wollen, dass er zwar sagt, er hat neun Söhne, aber es sind nicht alle seine eigenen Söhne.
Speaker: Er hat eben auch Kinder adoptiert, um dann eben, wie du sagst, das Vertrauen mit der einzigen Tochter aufzubauen, die erstens die älteste ist, zweitens eben die Nonne.
Speaker: Und ich glaube, das dritte war eben, dass sie als einzige sich abgewandt hat, um dann wiederzukommen und dieses Geheimnis umzusetzen.
Speaker: um die Familie lüften möchte, was dann eigentlich mit ihrer Mutter passiert ist.
Speaker: Und sie wirft ihm vor, dass er die Mutter umgebracht hat und er schwört dann auf Gott.
Speaker: Ich glaube, die Ebene hast du nicht ganz erwähnt, dass er dann eben durch die Attentate und die sich immer wiederholenden Flugzeug abstürzte.
Speaker: Und wie so Wahnvorstellungen bekommt, die dann viel was mit dem himmlischen Reich zu tun hat, die dann eben auch sehr diese Fragen zum Glauben und zum Katholizismus, schönes Wort.
Speaker: Wer sich das wieder ausgedacht hat, das können ja nur die Katholiken sein.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Um eben dann auch noch andere Familiengeheimnisse aufzudecken.
Speaker: Das würde ich vielleicht noch mit...
Speaker: Also als Ebene noch dazu.
Speaker: Ich glaube auch, dass diese, das sind ja Nahtoderfahrungen eigentlich, wenn du so möchtest, die sind ja auch die, die ihm dann über den Filmen weg so ein bisschen noch eine spirituelle Dimension quasi noch zusätzlich verleihen.
Speaker: Dieses Auseinandersetzen mit seinem eigenen Leben, was er dann auch wieder ein bisschen in seine Beziehung zu Liesel, so heißt seine Tochter, spielt.
Speaker: gespielt von Mia Thrappleton, die übrigens die Tochter von Kate Winslet ist.
Speaker: Das wusste ich nicht.
Speaker: Nee, wusste ich auch nicht.
Speaker: Hat mir dieser Film beigebracht.
Speaker: Fand ich auch gut.
Speaker: Liesl, auf jeden Fall
Speaker: Genau, diese Nahtoderfahrung und diese spirituellen Erfahrungen in Schwarz-Weiß gehalten, dann immer auch ein ganz klarer Bruch mit dem Rest des Films.
Speaker: Und da kommen sehr, sehr viele von diesen Stars auch vor.
Speaker: Ich habe tatsächlich Bill Murray eben als Gott in einer ganz kleinen Cameo-Rolle.
Speaker: Und da tauchen sie alle, manche ohne Text sogar, laufen einfach mal nur so durchs Bild, nur einfach in so einem Wes-Anderson-Film wieder mal mitgewirkt zu haben, hat man den Eindruck.
Speaker: Ganz spannend.
Speaker: Ja.
Speaker: Man hat den Eindruck, wenn Wes Anderson bei denen an der Tür klingelt, dann sagen die meistens so, ja, bin ich dabei, klar.
Speaker: Tatsächlich ist es andersrum.
Speaker: Wes Anderson sagt aufgrund dessen, dass das Filmbudget halt verpasst.
Speaker: viel auf das Studio geht und so, hat er wenig Budget für Schauspieler und möchte das auch gar nicht so ausgeben und die sind dann bei ihm und klopfen bei ihm und sagen, ich möchte wieder in einem Wes Anderson-Film mitspielen und dann ist er ja auch so ein bisschen, also das kann man ja sagen, dass er jetzt seit den letzten drei Filmen zum Beispiel mit Scarlett Johansson immer gearbeitet hat, oder?
Speaker: Seit Moonrise Kingdom.
Speaker: Und dass er da schon so seine Lieblinge auch hat.
Speaker: Und ich glaube, das ist dann wahrscheinlich auch so ein bisschen auf Freundschaftsbasis.
Speaker: Aber auf jeden Fall reißen die sich drum und verzichten dann auf sehr viel Geld, um eben wieder die Signatur von Wes Anderson auf Sicht zu machen.
Speaker: zu haben.
Speaker: Das sagt ja auch, er ist jemand, der tatsächlich so wie so eine Votville-Truppe, also so ein festes Ensemble an Schauspielern.
Speaker: Da hat er so eine Vorstellung auch von Theater, immer mit einem festen Ensemble zu arbeiten.
Speaker: Das hat ihn von früh an gereizt und deswegen so sieht er auch das Film.
Speaker: Und er sucht sich auch immer nur die Besten der Westen aus.
Speaker: Ja, auch er hat er auch, sag ich mal, genau, nicht so ganz unbeschriebene Blätter dann auch, die dann da mitwirken.
Speaker: Genau.
Speaker: Genau, also auch was man sagen muss, es wurde in Babelsberg gefilmt.
Speaker: Der ganze Film, soweit ich das weiß.
Speaker: Deswegen im Abspann sieht man da auch ganz, ganz viele deutsche Namen, was erstmal ein bisschen verwunderlich ist.
Speaker: Aber ich glaube, das wurde alles, die ganzen Studios wurden alle oder alle Szenen und so wurden tatsächlich in Babelsberg gefilmt.
Speaker: Ein Großteil davon.
Speaker: Und das muss ich sagen, da bringt mich das schon wieder, und das ist halt immer das bei Wes Anderson Film, was ich schon...
Speaker: großartig finde, das sind seine Mise-Sense.
Speaker: Also es ist wirklich alles das, was mit Set-Design zu tun hat und wie das alles geframed wird, wie alles seinen Platz hat.
Speaker: Das ist immer ganz fein angeordnet, die Muster, die Farbgebung.
Speaker: Du hast wahnsinnig viel zu entdecken.
Speaker: Das sind schöne Bilder.
Speaker: Genau, ja.
Speaker: Und dass man da eben auch, dass er die auch stehen lässt und dann eben, sag ich, filme eine Szene von oben.
Speaker: Die mit der Badewanne, oder?
Speaker: Die ist superschön.
Speaker: Dann öffnen sich links und rechts einfach Türen und dann geht wieder jemand raus und wieder rein und es passiert immer was und der lässt es dann so stehen.
Speaker: Er erzählt eben seine Filme in diesen Bildern.
Speaker: Ich glaube, deshalb ist das eben auch so wichtig für ihn.
Speaker: Die schauspielerischen Ansprüche, würde ich sagen, stehen definitiv hinter der Bilderzählung.
Speaker: Ich würde sagen, die ergänzen sich.
Speaker: Also ich finde, Benicio del Toro spielt super.
Speaker: Ich finde, die spielen alle gut.
Speaker: Wobei ich jetzt auch sagen muss, es werden aber auch nicht jetzt so die ganz großen schauspielerischen Individualleistungen jetzt so in dem Film unbedingt abgerufen.
Speaker: Es werden dann Akzente verlangt.
Speaker: Genau, aber das gibt die Geschichte auch gar nicht her.
Speaker: Also die Geschichte ist ja auch nicht... Und das ist das, was ich vielleicht dem Film auch ein bisschen vorwerfe, dass ich den Plot... Ich fand ihn zu...
Speaker: großflächig oder zu kleinteilig.
Speaker: Es waren zu viele Sachen da.
Speaker: Ich finde, zum ersten Drittel des Films funktioniert das alles noch mit den Schuhboxen und so weiter.
Speaker: Das ist alles total schön.
Speaker: Aber irgendwann, finde ich, war es mir dann tatsächlich auch zu viel.
Speaker: Ich konnte dann dem Plot irgendwie nicht mehr folgen.
Speaker: Das verselbstständigt sich dann alles irgendwie so ein bisschen.
Speaker: Und so schön die Bilder auch sind, man merkt, man braucht halt doch auch eine Geschichte, die das zusammenhält.
Speaker: Und das war mir dann an manchen Schweren zu dünn.
Speaker: Daran, dass er eben die Prozente, die Gelder eintreiben möchte, indem er dann eben… The Gap, genau.
Speaker: Das ist bei seinem Projekt die Finanzierung, dann werden nämlich die feindlichen Staaten, die ihn alle loshaben wollen, manipulieren die Märkte und auf einmal werden…
Speaker: Tatsächlich, was Sinn ist, irgendwie so Schrauben werden so viel teurer, dass es irgendwie die Produktionskosten für seinen Plan so in die Höhe treiben, dass eine Gap entsteht und die muss er dann eben finanzieren lassen von diversen Partnern auf dem Globus, wo er überall hinfliegt und sie dann versucht für sein Geschäft zu gewinnen und dieses Geld aufzutreiben.
Speaker: Und ich glaube, was da eben sonst funktioniert, ist, dass er eben in diesen Kapiteln arbeitet und für mich war eben diese Kapitel, okay, wir haben gesehen, das erste gibt eben die und die Prozente, das zweite und dann bricht es aber, als er dann sagt, er muss jetzt aber nach Hause und dann, gebe ich dir recht, hat es mich dann, glaube ich, auch ein bisschen...
Speaker: Ja, verloren mit eben einem Familiendrama, das es für mich jetzt nicht gebraucht hatte.
Speaker: Was aber vielleicht ganz schön ist, dann zu erwähnen, dass ein wirklich fantastisch maskierter Kammerbatch plötzlich auf einer Couch setzt und man sich tatsächlich sehr über seinen ersten Auftritt amüsieren kann und irgendwie denkt, ja, ja.
Speaker: Das brauche ich.
Speaker: Schön.
Speaker: Kammerwitz.
Speaker: Schön.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Die Gedächtnis-Augenbrauen, Theo Weigel, die Gedächtnis-Augenbrauen sind bemerkenswert.
Speaker: Und das kann man ihm ja sagen oder lassen auch.
Speaker: Also ich finde von allem, was eben jetzt nicht Geschichte oder schauspielerische Leistung ist, da scheint unsere Meinungen ja ein bisschen auseinander zu gehen, ist, also das Kostüm ist 1A,
Speaker: Immer.
Speaker: Szenenbild ist 1A.
Speaker: Immer.
Speaker: Es ist wahnsinnig, das haben wir jetzt schon gesagt, wahnsinnig herrlich, einfach wirklich diese Bilder zu sehen mit diesen Farben, wie er da irgendwie spielt, wie er wirklich irgendwie immer versucht, diese akkurate Bildmitte zu halten.
Speaker: Symmetrie, absolut Symmetrie.
Speaker: Symmetrie ist eines, was man bei Wes Anderson immer einfällt bei seinen Filmen.
Speaker: Genau.
Speaker: Und ich glaube, das Schöne ist auch noch, er arbeitet ja noch mit Schienen, mit den Kameraschienen, dass es dann immer irgendwie hin und her geschoben wird.
Speaker: Und da hatte ich jetzt ein sehr nettes Gespräch mit einem befreundeten Kameramann, der gerade in Projekten ist, die ihn nicht so ganz glücklich machen.
Speaker: Und er meinte, ich möchte wieder anspruchsvolle Sachen haben.
Speaker: Ich möchte die ganze Zeit alles auf Handkamera und irgendwie werden hier keine Leute mehr gebraucht, sondern ich will wieder Kräne, ich will wieder Schienen.
Speaker: Und das sieht man dann wieder, dass es einfach auch technisch anspruchsvoll ist und dass es eben sehr schön funktioniert, weil dann eben nicht geschnitten werden muss.
Speaker: weil sich dann Bilder eben so auch erzählen.
Speaker: Absolut.
Speaker: Ich finde...
Speaker: Jedoch, und da könnte ich mich jetzt mit deinem befreundeten Kameramann natürlich auch unterhalten.
Speaker: Sehr gerne.
Speaker: Also generell gebe ich ihm vollkommen recht.
Speaker: Ich finde nur bei, in dem Film jetzt auch, ich finde es manchmal tatsächlich sogar ein bisschen mechanisch.
Speaker: Es verliert manchmal so ein bisschen so die Menschedimension.
Speaker: Nicht alle, aber es gibt manchmal so diese Schwenks, die sind so ganz, da weißt du, dass es nicht, dass es programmiert und es ist ganz schnell.
Speaker: Ich verstehe, wie man das
Speaker: im Sinne des Storytellings einsetzt, aber ich finde, dadurch wird der Film an manchen Stellen etwas mechanisch, verliert so ein bisschen das organisch-menschliche und das ist deshalb für mich ein Problem, wäre nicht bei allen Filmen so, aber bei dem, weil ich das ja vorhin auch schon mal kurz angesprochen habe, weil dieses Manieristische, diese Handschrift, die Wes Anderson hat, die kann man ja gar nicht von der Hand weisen, deswegen man erkennt seine Filme auch gleich immer.
Speaker: Aber
Speaker: Das Problem davon ist, dass sowas, wenn man das immer wieder macht, auch zu einer gewissen Belastung werden kann, weil dann so viel Oberfläche ist, aber der Inhalt hinter die Oberfläche zurücktritt.
Speaker: Und ich habe das Gefühl, wir sind jetzt mit The Phoenician Scheme an einem Punkt, wo das wirklich ein bisschen der Fall ist.
Speaker: Es muss jetzt auch nicht heißen, dass es in allen zukünftigen Filmen von ihm so ist, aber das ist mir bei diesem Film doch aufgefallen, dass ich das Gefühl hatte, dass es da passiert.
Speaker: Und es hängt auch ein bisschen daran, dass
Speaker: Ich glaube, es gab so keine menschlichen, wirklichen Punkte in dem Film, die mich mal so richtig emotionalisiert hätten.
Speaker: Also das hat ja in anderen Filmen schon, dass man irgendwo vielleicht eine Träne rollt, die dann vielleicht auch ein bisschen pathetisch eingefangen wird oder so.
Speaker: Das gab es alles nicht.
Speaker: Und dann ist irgendwann der Film so vor sich her geflossen und...
Speaker: Und auch mit so humoristischen Elementen immer natürlich, aber er hat mich nicht emotionalisiert, weil auch die kleinen menschlichen Gesten gefehlt haben.
Speaker: Und das ist das, wo ich jetzt die Gefahr bei dem Film zum ersten Mal gesehen habe, bei dem, was Wes Anderson macht, dass das eben die Gefahr ist, dass diese Oberfläche, dieses Manieristische den Inhalt tatsächlich, sag ich mal, schmälern kann.
Speaker: Jetzt hast du vieles angesprochen.
Speaker: Ich glaube, die Frage, die ich jetzt nochmal hätte, wäre zu sagen, glaubst du, für dich wirkte es einfach sehr mechanisch, weil Nummer eins, wie du sagst, man schon eben einfach die Handschrift kennt und man einfach weiß, was auf einem zukommt und man eben gerade so viele andere Sachen sieht, die damit eben wenig zu tun haben und das eben alles irgendwie nochmal krasser und nochmal moderner wird in vielen anderen Produktionen und dann sowas,
Speaker: Du hast mechanisch gesagt, ich glaube, ich bleibe bei dem Wort, dass man dann einfach gewohnt ist und wenn man es irgendwie zum dritten, vierten Mal sagt und irgendwie denkt, ist West Ender so ein Film?
Speaker: Nee.
Speaker: Oder wie, oder
Speaker: Also könnte es auch in die Richtung gehen.
Speaker: Ja, das kann auch in die Richtung.
Speaker: Ich kann es dir gar nicht genau sagen, tatsächlich.
Speaker: Weil sich das, finde ich, wie so vieles im Leben, Überraschung, tatsächlich auch, glaube ich, unterbewusst abspielt.
Speaker: Aber das ist tatsächlich, also ich kann es dir nicht genau sagen, aber ich denke, es gibt auf jeden Fall diesen Zusammenhang zwischen eben dieser Oberfläche, zwischen diesen sehr manieristischen Bildern, diesen Mise-O-Sens, die ich auch sehr liebe, verstehe mich nicht falsch.
Speaker: Ich finde ja Wes Anderson, habe ich ja jetzt schon so häufig gesagt heute,
Speaker: die Miso Sans von ihm finde ich fantastisch, auch wie er Objekte in seinen Filmen nutzt, um die Geschichte zu erzählen.
Speaker: Ich meine, die Bücher, die Jar Jar in dem Film liest, die sagen ja so viel über seinen Charakter aus immer.
Speaker: Also The Fleas of America, Great Patrons of the Renaissance.
Speaker: Das sind alles so Bücher, wo du auch den Charakter dann immer weiter verstehst.
Speaker: Was liest er, was macht er?
Speaker: Ja, aber er liest ja nicht dann irgendwie auf der anderen Seite irgendwie dann auch noch diese ganzen erotischen...
Speaker: griechischen Physiologien-Sachen.
Speaker: Das waren, waren es seine?
Speaker: Ich bin jetzt gerade gar nicht mal so ganz sicher.
Speaker: Ja doch, die waren auch von ihm, genau.
Speaker: Alles.
Speaker: Alles außer eins.
Speaker: Genau.
Speaker: Das waren die Guache-Zeichnungen, glaube ich, zu, jetzt habe ich es nicht mehr ganz im Kopf.
Speaker: Das kann man nachrecherchieren.
Speaker: Kann man nachrecherchieren, muss man sich den Film dafür anschauen.
Speaker: Muss man aber nicht.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Aber finde ich schön.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, was mir halt am meisten gefällt, ist eben, wenn ein Regisseur irgendwie so eine Art von Handschrift hat.
Speaker: Also das ist schon echt bemerkenswert, oder nicht?
Speaker: Wenn man wirklich von Sekunde eins weiß, Wes Anderson ist ein Film und er bleibt zu seinem Stil treu und man weiß... Ich meine, da gibt es ja dann eben auch diese Gewohnheit, um zu sagen, oh...
Speaker: Also es gibt Wes Anderson, es gibt aber auch Woody Allen auf eine Art und Weise, wo man einfach einen Film sieht und du kannst irgendwie in der Mitte einschalten, du kannst das Ende sehen, du kannst den Anfang sehen und du weißt, ah, Woody Allen, ah, Wes Anderson, ah, Tarantino.
Speaker: Also es gibt ja einfach die Großen, die dann irgendwie sehr erkennbare Handschriften haben.
Speaker: So, das haben wir ja jetzt geklärt, das sieht man bei Wes Anderson.
Speaker: Es gibt da aber auch absolut recht.
Speaker: Ich habe das Gefühl, ich bin da in diesen Film reingegangen und ich weiß, dass ich beim letzten, bei The Asteroid City, war ich so gelangweilt.
Speaker: Was für ein furchtbarer Film.
Speaker: Und da hat es mich wahnsinnig aufgeregt, weil ich die ganze Zeit gedacht habe, ja, bis Ende ist ein toller Film.
Speaker: Und das war
Speaker: Er hat ja irgendwie die Tradition, seine Filme in Cannes zu prämieren und das war bei Estorheil City auch.
Speaker: Und alle waren so gehypt.
Speaker: Und dann sind wir da ins Kino.
Speaker: Und der Film hörte nicht auf.
Speaker: Also Entschuldigung, jetzt also große Überraschung.
Speaker: Ich finde Estorheil definitiv
Speaker: die man nicht sehen muss.
Speaker: Gar nicht.
Speaker: Gut, dass du es nochmal sagst in Erdeutlichkeit.
Speaker: Es wäre jetzt gar nicht wirklich rausgedrungen aus dem, was du gerade sagst.
Speaker: Ja, ich wollte einfach das nochmal klarstellen.
Speaker: Jedenfalls hatte ich dann aufgrund dieses Films so ein bisschen, also so ein Geschmäckerer.
Speaker: Dann habe ich es nicht.
Speaker: Die große Überraschung, wie ich fand, auch bei dem Asteroid City, da war so viel Wirbel drum.
Speaker: Und es war so, oh, jetzt kommt ein neuer West Endison in die Kinos.
Speaker: Und jetzt war ich so ein bisschen, ich weiß, dass ich im Kino saß und einen Trailer gesehen habe für den neuen und war total überraschend.
Speaker: War so, hä?
Speaker: Ah, schon wieder ein neuer West Endison.
Speaker: Cool, okay, hoffen wir mal.
Speaker: So, jetzt haben wir ihn gesehen.
Speaker: Wollen wir dann schon mal uns in die Funfacts, wenn ihr...
Speaker: Ja, ich möchte noch eines festhalten.
Speaker: Ich möchte noch mal ganz kurz Michael Cera hochheben.
Speaker: Oder tatsächlich betone, der zum ersten Mal in einem Wes Anderson-Film mitspielt.
Speaker: Als ein Tutor für seine ganzen Söhne.
Speaker: Als Biologe.
Speaker: Ein Scientist.
Speaker: Ein Scientist, der sich dann aber als jemand anderes herausstellt, als er eigentlich ist.
Speaker: Aber ich muss sagen...
Speaker: Der macht das auf eine Art und Weise, als ob der immer schon in allen Wes Anderson Filmen mitgespielt hätte.
Speaker: Also der passt da einfach so gut rein.
Speaker: Der spielt diesen Björn Lund, spielt der so großartig.
Speaker: Das wollte ich einfach noch loswerden.
Speaker: Also Michael Cera, den man ja auch aus unterschiedlichen Filmen kennt, auch als Barbie zum Beispiel, den anderen kennt, wie heißt der denn, wie auch immer, der schon so viele Rollen gespielt hat.
Speaker: Warte, lass ich kurz...
Speaker: Hi Barbie, hi Barbie, hi Barbie, hi.
Speaker: Wie hieß er denn?
Speaker: Also nicht Ken, es gab nur Ken, dann gab es ja diese eine Barbie-Figur.
Speaker: Die eine andere männliche Barbie-Figur außer Ken.
Speaker: Ja, aber so fängt auch die Szene an.
Speaker: Hi Barbie, hi Barbie, hi Barbie.
Speaker: Hi Even?
Speaker: No.
Speaker: Ich weiß es jetzt nicht mehr.
Speaker: Okay, muss ich verlinken?
Speaker: Ich gebe den Clip auf YouTube.
Speaker: Finde ich ihn auf YouTube.
Speaker: Wir verlinken den.
Speaker: Wir verlinken den auf jeden Fall.
Speaker: Und auch in vielen anderen Filmen.
Speaker: Derek, nee.
Speaker: Und auf jeden Fall, den fand ich einfach fantastisch.
Speaker: Wollte ich einfach nur kurz loswerden, weil der hat mir richtig Freude gemacht in dem Film.
Speaker: Den habe ich sehr, sehr gerne gesehen.
Speaker: Genau.
Speaker: Also dann können wir auch sehr gerne in die Fun Facts einstarten.
Speaker: Ja, großartig.
Speaker: Fun Facts.
Speaker: Also Fun Fact Nummer 1.
Speaker: Ja, du fängst an, würde ich jetzt mal sagen.
Speaker: Es ist der 12.
Speaker: Wes Anderson Feature Film.
Speaker: Prämiert in Cannes.
Speaker: Wie fast alle.
Speaker: Wie fast alle, oder?
Speaker: Ich wollte gerade sagen, da ist jetzt nicht wirklich was Neues dabei.
Speaker: Okay.
Speaker: Danke, Jünter.
Speaker: Eins habe ich ja schon losgeworden, ich sage es jetzt trotzdem noch.
Speaker: Mia Thrappleton, die Schauspielerin, die Liesl spielt, seine Tochter, die Nonne, ist die Tochter von Kate Winslet im echten Leben.
Speaker: Ja, Mensch, habe ich auch nicht gewusst.
Speaker: Jetzt wissen es alle, die uns heute zuhören.
Speaker: Dazu aber, also wenn man es dann weiß, finde ich, sieht man es auch.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, es gab auch einige sehr schöne Close-Ups, da sieht man es tatsächlich, wenn man es weiß, sieht man es, ja.
Speaker: Und es ist jetzt nicht wirklich ein Fun-Fact, mir gefällt aber einfach die Ausdrucksweise sehr und zwar wurde die visuelle Ästhetik des Films als detailverliebtes Schmuckkästchen-Kino bezeichnet.
Speaker: Das ist ein sehr schöner Begriff.
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Übernehme ich so für deinen, den nächsten Wes Anderson Film.
Speaker: Der Name Shaja
Speaker: ist zusammengefügt aus verschiedenen Filmcharakteren, der größten Filmcharakteren Ungarns.
Speaker: Und zwar Zsa Zsa Gabor, die man ja durchaus kennt, Filmstar, die dann auch in den USA relativ groß wurde.
Speaker: Und dann gab es noch Alexander Korda und Vincent Korda und Sultan Korda.
Speaker: Das waren Filmschaffende, die Wes Anderson wohl auch sehr zu schätzen war.
Speaker: Und aus diesen...
Speaker: diesen vier Namen quasi hat sich dann der Name Shaja Kordler für Wes Anderson gegeben.
Speaker: Es erledigt noch zwei.
Speaker: Ja, sag mal.
Speaker: Es ist die neunte Zusammenarbeit mit Wes Anderson und Bill Murray.
Speaker: Das bedeutet, Bill Murray war nur in dreien.
Speaker: Nicht dabei.
Speaker: Nur in dreien waren nicht dabei.
Speaker: Er hat jetzt auch nicht so die ganz große Rolle.
Speaker: Er spielt Gott.
Speaker: Was sicherlich schön ist.
Speaker: Ich finde das aber, also das muss ich sagen, als er dann da aufgetaucht ist in dieser Szene, ich habe mich so gefreut.
Speaker: Ich fand das, ich weiß nicht, ich habe mich einfach nur richtig gefreut.
Speaker: Ich fand ihn mit diesem Rauschebar, der so ein bisschen auch an, man denkt irgendwie so, oh, Bill Murray hat auch Dumbledore spielen können.
Speaker: In der anderen Welt.
Speaker: Aber irgendwie, ja.
Speaker: Hat er gut, er hat gut ausgeschaut, finde ich auch.
Speaker: Nach Gott.
Speaker: Und außerdem hat der Willem Dafoe auch noch mitgespielt.
Speaker: Der hat aber keinen einzigen Satz gesagt.
Speaker: Der kommt immer nur in dieser Zwischensequenz, in diesem Fegefeuer, dieser Vorstadt zum Himmel oder wie auch immer man das nennen möchte.
Speaker: Da kommt er vor, aber der läuft nur ein paar Mal durchs Bild.
Speaker: Fand ich auch spannend.
Speaker: Der hat, glaube ich, keinen einzigen Satz gesagt.
Speaker: Tatsächlich.
Speaker: Ja, so ist das, wenn man mit Wes Anderson zusammenarbeiten möchte.
Speaker: Da nimmt man, was man kriegen kann.
Speaker: Ähm...
Speaker: Dann habe ich noch, dass Benicio del Toro hat gesagt, dass er die Rolle angenommen hat, nachdem er die ersten 20 Seiten von dem Drehbuch bekommen hat von Wes Anderson.
Speaker: Und das war die Szene, wo er Liesl zum ersten Mal wieder sieht, nachdem er sie bestellt, zu sich nach Hause, um mit ihr dann das Erbe zu besprechen und sie eben als seine Erbin einzusetzen.
Speaker: Und er fand das so gut und so lustig und so vielschichtig, hat er gemeint, dass er gar nicht mehr brauchte und dann unruhig
Speaker: oder sofort dem Ganzen zugesagt hat.
Speaker: So einfach kann es auch immer sein.
Speaker: Mehr als 20 Seiten braucht es gar nicht unbedingt.
Speaker: Und du hast auch noch einen?
Speaker: Wes Anderson setzte bei der Produktion auf eine ganz innovative Methode, von der ich auch so noch nie was gehört habe.
Speaker: Denn er erstellte eine vollständig animierte Version des Films als detailliertes Storyboard mit eingesprochenen Dialogen.
Speaker: Meistens, und das kann man ja sagen, die Storyboards sind ein bisschen so wie Comics gemalt für Filme.
Speaker: Deshalb finde ich das schon als animierte Version...
Speaker: finde ich das richtig cool, mir das vorzustellen.
Speaker: Und dann hieß es, diese Technik hilft dann den Schauspielern, sich eben besser in ihre Rollen einzufinden.
Speaker: Und ich glaube, das ist wirklich wahnsinnig... Also so habe ich das auch noch nie gehört, dass das...
Speaker: Also ich kenne das als Animatics tatsächlich.
Speaker: Ich habe das für einige Projekte auch schon mal gemacht.
Speaker: Cool.
Speaker: Ja, aber es ist was anderes, das jetzt für ein kommerzielles Projekt zu machen oder für den ganzen Spielfilm, muss man auch sagen.
Speaker: Also von daher, das kenne ich so auch nicht, aber Storyboarding an sich ist sowieso super wichtig und auch spannend und auch eine ganz eigene Kunstform, wenn du so willst.
Speaker: Aber das jetzt für den ganzen Film machen ist bemerkenswert auch.
Speaker: Ja, sehr schön.
Speaker: Ich hab nichts mehr.
Speaker: Und du so?
Speaker: Ich auch nicht.
Speaker: Du auch nicht?
Speaker: Nein.
Speaker: Dann ist es, glaube ich, Zeit für unsere Lieblingszitate aus dem Film, oder?
Speaker: Ja.
Speaker: Ja.
Speaker: Okay.
Speaker: Das Filmzitat.
Speaker: Was hast du denn?
Speaker: Ich habe zwei und die sind beide sehr kurz.
Speaker: Oh, vielleicht sind sie gleich, wie ich habe, weil ich habe auch sehr kurze, sehr kurze Zitate.
Speaker: Okay, leg mal los.
Speaker: Also ich mag die immer wiederkehrenden Zitate von Zsa Zsa.
Speaker: Und zwar sagt er, in jedem Flugzeug, in dem sie sitzen, liest er sein Buch und es passiert immer was.
Speaker: Es geht entweder eine Lampe an oder es kommt ein Geräusch.
Speaker: Dann gibt es immer noch einen Dialog dazwischen, was das jetzt so sein wird.
Speaker: Und dann sagt er immer...
Speaker: Myself, I feel very safe.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Ich glaube, das ist der Satz des Films.
Speaker: Den sagt er so häufig, aber den sagt er mit so viel Überzeugung.
Speaker: Und man freut sich aber immer, weil man beim dritten Mal denkt, jetzt kann ich mitsprechen.
Speaker: Cool.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Das ist total schön.
Speaker: Man fühlt sich tatsächlich dadurch in den Film noch mehr hineingezogen.
Speaker: Das stimmt.
Speaker: Das macht dieser Satz.
Speaker: Und den habe ich auch auf meiner Zitatenliste stehen tatsächlich.
Speaker: Ich habe noch einen anderen, den fand ich auch sehr schön.
Speaker: Und zwar, ich weiß jetzt gar nicht mehr ganz genau, ich kann das jetzt nicht mehr alles so kontextuell wiedergeben, aber es geht um, ich glaube, es ging auch um Bücher und es ging, glaube ich, um diese Guache-Zeichnung, von denen wir gerade eben auch schon gesprochen haben.
Speaker: Und da ging es, glaube ich, um Guache-Zeichnung, irgendwas mit Blasphemie oder so.
Speaker: Mit einem sexuellen, mit sexueller Konnotation auch.
Speaker: Und er sagt dann zu Liesl, Religion is a sigh of the oppressed.
Speaker: Also Religion ist der Schluchz der Unterdrückten.
Speaker: Und das finde ich auch ein sehr schöner Satz tatsächlich, würde ich sagen.
Speaker: Ja.
Speaker: Den hab ich noch, aber du hast auch zwei kurze.
Speaker: Der war es nicht, oder?
Speaker: Deswegen hast du noch einen übrig, nehm ich an.
Speaker: Ja, aber zwei, jetzt nochmal zwei.
Speaker: Also jetzt ist einfach einer nochmal aus dem Himmel gefallen und nochmal dazugekommen.
Speaker: Weil auch ein wiederkehrendes Zitat ist wieder von Jaja und zwar, Hab yourself to a hand grenade.
Speaker: Ja.
Speaker: Fand ich auch sehr gut.
Speaker: Und die Antwort fällt auch immer gleich aus.
Speaker: Oh, you're very kind.
Speaker: Stimmt gar nicht.
Speaker: Es gibt auch ein paar, die sagen, ich hab meine eigenen.
Speaker: Brauch ich nicht.
Speaker: Ah, wirklich?
Speaker: Das waren diese Rebellen im Urwald.
Speaker: Aber generell sagen die schon alle immer, you're very kind.
Speaker: Aber der Käpt'n sagt auch, dass er seine eigenen hat.
Speaker: Okay, dann einigen wir uns auf, die meisten sagen, that's very kind of you, zumindest.
Speaker: Fühlen sich da sehr wertgeschätzt, dadurch, dass er ihnen eine Handgranate anbietet und das sagt dann natürlich auch sehr viel über die Gesellschaft aus, in der er verkehrt.
Speaker: In unseren Kreisen, ich weiß nicht, wie würdest du reagieren, wenn jemand auf deine Party kommt und sagt, hier, help yourself to hand grenade?
Speaker: Jetzt?
Speaker: Ja, so heute Abend, so gibt es heute noch ein Essen für Freunde und dann kommt jemand an und sagt, Hi, nice to be here.
Speaker: Here, help yourself to a hand grenade.
Speaker: Dann würde ich ihm gleich erklären, dass er ein bisschen zu Dolores Anderson Film ist und das sich nochmal überlegen sollte.
Speaker: Okay, finde ich gut.
Speaker: Genau, also dann, ich habe sonst auch tatsächlich kein anderes Zitat mehr.
Speaker: Ich hätte dann noch eins und das finde ich sehr schön.
Speaker: Und zwar in jedem, bei jedem Dialog, wo es nochmal um die Gap geht, sagen im Prinzip alle erstmal nein und dann sagt der immer was sehr diplomatisches und sagt, let's communicate.
Speaker: Und es gibt immer verschiedene Wege, wie sie kommunizieren.
Speaker: Aber ich finde, also diese Szenen sind auf jeden Fall immer überraschend und das ist auch immer in einem anderen Kontext.
Speaker: Aber dieses Let's Communicate ist sehr clever.
Speaker: Das kann man auch so schön auf die Gesellschaft nochmal übergehen und sagen, lasst uns alle kommunizieren.
Speaker: However.
Speaker: Das stimmt.
Speaker: Ein schöner Aufruf an die Allgemeinheit in diesen Tagen.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Lasst uns einfach alle kommunizieren.
Speaker: Miteinander reden.
Speaker: Ohne Handgranaten.
Speaker: Ohne Handgranaten am besten, genau.
Speaker: Ohne Handgranaten, aber mit, genau.
Speaker: Lasst uns zu allen Gesprächen ohne Handgranaten gehen.
Speaker: Das finde ich, ist ein schöner Aufruf.
Speaker: Emilia, das finde ich fantastisch.
Speaker: Ach, danke.
Speaker: Dann würde ich sagen, dann kommen wir zur Szene des Films, oder?
Speaker: Ja.
Speaker: Ja.
Speaker: Willst du anfangen?
Speaker: Ja, Moment.
Speaker: Die Lieblingsszene.
Speaker: Ach, schon wieder falsch.
Speaker: Ach Mensch, Jünter.
Speaker: Na gut.
Speaker: Also.
Speaker: Ich habe tatsächlich, ja, es ist gar nicht so einfach, aber ich habe eine, weil ich finde, dass die sich auch, weil sich so viel darauf bezieht im Film und es ist der Anfang und ich glaube, den kann ich schon ein bisschen vorwegnehmen zumindest, ohne dass es jetzt so der große Spoiler ist, weil es ist gleich zu Anfang.
Speaker: Und ansonsten, wenn jemand das denken sollte, jetzt kurz die Ohren zuhalten, weil es da doch ein überraschendes Element gibt.
Speaker: Aber ich finde den Anfang...
Speaker: Wahnsinnig gut, weil du siehst halt, es fängt halt an mit einer Einstellung einfach so, ziemlich symmetrischer Schuss, wie man es von Weiß Anderson kennt, das Flugzeug runter, links sitzt Zsa Zsa Corda, also Benicio del Toro und hinten, ganz hinten am Gang sitzt einer seiner Mitarbeiter, Angestellten, wie auch immer, in der Nähe des Ausgangs und irgendwann kommt dann eben so eine Durchsage, er schreckt auf, man merkt irgendwas stimmt nicht, aber es ist alles noch ganz ruhig und auf Abstand,
Speaker: Einmal explodiert diese Tür, aber auf eine Art und Weise, dass der Angestellte von ihm gerade noch saß, sitzt nur noch der angeschnallte Unterleib auf dem Tisch und sonst ist nur noch Blut an der Wand und den hat es halt komplett zerfetzt.
Speaker: Was für Wes Anderson tatsächlich, sag ich mal, eher untypisch ist, Gewalt in dieser Form zu zeigen.
Speaker: Hatte er was von Tarantino als von Wes Anderson, genau.
Speaker: Deswegen das hat überrascht, deswegen die Szene mag ich aufgrund dessen, dass sie mich wahnsinnig überrascht hat, sowas mag ich und das auch gleich zu Anfang, den Mut zu haben, sowas auch gleich zu Anfang zu platzieren und vor allem, weil dieser ganze Satz, den du gerade gesagt hast, myself, I feel very safe, sich nur deshalb durch den ganzen Film irgendwie durchwursteln kann, weil du diese Szene zu Anfang hast.
Speaker: Sonst könntest du die gar nicht unterbringen und niemand wüsste genau, was er meint.
Speaker: Aber dadurch, dass diese Szene dort eben gleich zu Anfang so platziert ist, weißt du dann immer genau, worauf er sich bezieht.
Speaker: Deswegen ist es auch eine wichtige Szene tatsächlich.
Speaker: Und deshalb ist das meine Szene des Films.
Speaker: Oh, wie schön.
Speaker: Du fängst mit dem Anfang an und meine Lieblingsszene des Films ist tatsächlich Gen Ende.
Speaker: Und zwar ist es ganz einfach.
Speaker: Da sitzen Tochter und Papa an einem Tisch, nachgetanem Tageswerk, trinken einen Whisky, rauchen.
Speaker: Er raucht Zigarre, sie raucht ihre kleine Pfeife und sie spielen Karten.
Speaker: Sentimental.
Speaker: Aber auch das darf filmen.
Speaker: Sentimental auch das darf filmen.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Okay.
Speaker: Mensch.
Speaker: Let's do it.
Speaker: Komm.
Speaker: Dann sind wir schon an dem Punkt angekommen tatsächlich, oder?
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, dann starten wir mal den Countdown.
Speaker: Jünter!
Speaker: Nein, muss man nicht gesehen haben.
Speaker: Ich bin sehr stolz darauf, dass wir es trotzdem immer noch so ein bisschen durchgezogen haben, um nicht in der Mitte zu kollapsen und zu sagen, Digga, ach, ja.
Speaker: Also es war nicht so schlimm wie Asteroid City, finde ich nicht.
Speaker: Nein, finde ich auch nicht.
Speaker: Ich fand Asteroid City auch tatsächlich ein bisschen anstrengend.
Speaker: Ein bisschen anstrengend.
Speaker: Er war nur langweilig.
Speaker: Er hat angefangen, er hatte keine Geschichte.
Speaker: Ich weiß, wir reden gerade über einen anderen Film, aber ich weiß, dass ich so enttäuscht war.
Speaker: Und da half auch gar nichts.
Speaker: Also mein Gefühl ist, ich finde...
Speaker: Wes Anderson hat ein bisschen seinen Biss verloren und verlässt sich sehr darauf, Wes Anderson zu sein.
Speaker: Das ist das, was ich meinte.
Speaker: Genau.
Speaker: Ich weiß, aber jetzt darf ich dir ja auch wirklich lautstark zustimmen, weil das wollte ich in der Mitte nicht machen, weil sonst hätte sich das alles irgendwie... Verständigt.
Speaker: Ja, und dass ich irgendwie denke, okay, aber nur weil Tom Hanks und...
Speaker: wer auch immer da noch mit draufsteht, finde ich das kein Grund mehr ins Kino zu gehen und eben Wes Anderson hat und da wollte ich jetzt sagen, ich habe tatsächlich etwas Kleines vorbereitet für dich.
Speaker: Oh ja.
Speaker: Ein kleines Spielchen, wenn wir das kurz noch machen wollen, bevor wir dann zu deinem Lieblings... Sehr gern.
Speaker: Dann würde ich einmal sagen, also wir haben jetzt The Phenotian Scheme geguckt und wissen, was das ist.
Speaker: Und dann würde ich jetzt sagen, der Neue oder Asteroid City.
Speaker: Dann der Neue.
Speaker: Also du meinst, wenn ich mich zwischen den beiden entscheiden müsste, eine binäre Entscheidung zu treffen zwischen den beiden Filmen.
Speaker: Dann definitiv der Neue.
Speaker: Der Neue oder French Dispatch.
Speaker: Dann würde ich sagen French Dispatch.
Speaker: Großartig.
Speaker: The French Dispatch oder The Grand Budapest Hotel?
Speaker: Oh, The Grand Budapest Hotel.
Speaker: Ohne jeden Zweifel.
Speaker: The Grand Budapest Hotel oder Moonrise Kingdom?
Speaker: Grand Budapest Hotel.
Speaker: The Grand Budapest Hotel oder Fantastic Mr. Fox?
Speaker: Grand Budapest Hotel.
Speaker: Du kannst mich jetzt weiterfragen, wie du möchtest, aber ich finde, Grand Budapest Hotel ist einfach sein bester Film.
Speaker: Gut, dann haben wir uns darauf geeinigt.
Speaker: Das ging schnell.
Speaker: Wobei ich sagen muss, ich liebe The Grand Budapest Hotel.
Speaker: Ich habe erst letztes, der hat den Fantastic Mr. Fox gesehen und möchte hier mit öffentlich noch mal meinen Eltern einen großen Vorwurf machen, dass ich mit diesem Film nicht aufgewachsen bin, weil es ist ein gar fantastischer Film und der macht ganz großen Spaß und der ist wirklich zuckersüß.
Speaker: Aber der ist doch noch gar nicht so alt, oder?
Speaker: Ich weiß, er ist doch nicht so alt, aber ich hätte ihn trotzdem gerne gesehen, als er rausgekommen ist.
Speaker: 2009, doch, ist schon länger, als ich dachte.
Speaker: Ja gut, aber da war ich glaube ich schon ein bisschen zu alt als Stop-Motion-Animation.
Speaker: Ich glaube, da war ich genau in so einem Alter, wo man dann irgendwie sagen muss, das finde ich nicht so cool.
Speaker: Aber, also natürlich Grand Budapest oder ganz weit oben, aber mir hat auch The French Dispatch sehr, sehr, sehr gut gefallen.
Speaker: Den fand ich wirklich ganz toll.
Speaker: Ja, French Dispatch, ich finde auch Darjeeling Unlimited, finde ich auch einen sehr guten Film, tatsächlich diese ganze Brüder-Dynamik in dem Film finde ich sehr schön und ich mag...
Speaker: Ich mag einfach die Luke Wilson, Owen Wilson.
Speaker: Ich mag die einfach total gerne auch.
Speaker: Die mag ich einfach.
Speaker: Und deswegen habe ich den auch gerne gesehen.
Speaker: Aber The Grand Budapest Hotel hat eben alles das, was eigentlich einen guten Wes Anderson Film auszeichnet.
Speaker: Und ich glaube, weißt du, woran das liegt?
Speaker: Ralph Fiennes.
Speaker: Ja, aber ich glaube, ich meine jetzt mal weg vom Film.
Speaker: Weißt du, dass The Grand Budapest Hotel ein Stefan Zweigbruch ist?
Speaker: Tatsächlich habe ich das mal ganz tief abgespeichert, aber jetzt wo du es sagst, kommt es gerade erst wieder so hoch.
Speaker: Also auf jeden Fall hat sich Wes Anderson etwas bedient, was von Anfang an einfach genial und wahnsinnig schön war.
Speaker: Also vor allem alle Menschen, die auch gerne lesen, liest es.
Speaker: Ja, Stefan Zweig sowieso.
Speaker: Ja, aber genau, wir bleiben ja bei West Endersen-Thema.
Speaker: So, und jetzt springen wir davon, wir hatten trotzdem ein schönes Kino-Erlebnis.
Speaker: Ja, also es ist ja weiterhin immer schön, ins Kino zu gehen.
Speaker: Ja, also ich war jetzt auch nicht im Kino.
Speaker: Ich hab's jetzt auch natürlich nicht bereut.
Speaker: Also deswegen, es war auch nicht Asteroid City.
Speaker: Hab ich auch nicht bereut, aber... Ich ja.
Speaker: Oh Gott.
Speaker: Ich war so sauer.
Speaker: Also bereut hab ich's bisher selten, irgendwie im Kino zu sitzen.
Speaker: Vor allem den hab ich auch gar nicht im Kino gesehen.
Speaker: Aber ich fand halt einfach, ja, wenn du dir überlegst, was er schon gemacht hat, eben Grand Budapest Hotel.
Speaker: Ich meine, ich find's auch schwierig, jemanden immer an einem Film zu messen.
Speaker: Auch nicht richtig.
Speaker: Aber...
Speaker: Wie gesagt, mir hat es einfach an vielen Ecken so ein bisschen gefehlt und die Gefahr, auf die ich ja schon hingewiesen habe, sich selber in diesem Manieristischen so ein bisschen zu verlieren und diese Handschrift dann vielleicht darüber den Inhalt aus den Augen zu verlieren.
Speaker: Ich glaube, die Gefahr ist groß und ich glaube, das hat dieser Film so ein bisschen gezeigt für mich.
Speaker: Und deshalb sind viele Dinge so, die man für mich ins Leere gelaufen.
Speaker: Und dazu gehört einfach auch der Plot des Films.
Speaker: Und ja, deswegen muss man ihn nicht gesehen haben, da würde ich einen anderen Wes Anderson-Film, zum Beispiel The Grand Budapest Hotel, unbedingt empfehlen.
Speaker: Okay.
Speaker: Okay.
Speaker: Dann kommen wir zu deiner absoluten Lieblingsrubrik.
Speaker: Liebe Emilia, heute wieder live hier bei uns.
Speaker: Die Szene der Woche.
Speaker: Du darfst anfangen.
Speaker: Ich würde tatsächlich gerne, dass du anfängst.
Speaker: Nö.
Speaker: Dann kann ich noch ein bisschen nachdenken.
Speaker: Ich bitte dich, wirklich?
Speaker: Ja, ich bin ja diese Woche tatsächlich gar nicht so viel zum Schauen gekommen.
Speaker: Aber was hast du denn?
Speaker: Sag mal.
Speaker: Und okay, ich habe tatsächlich was.
Speaker: Und zwar hat es was mit eventuell zukünftiger Arbeit zu tun.
Speaker: Und ich habe jemanden kennengelernt, einen Regisseur, der seit einigen Jahren eine Ein-Mann-Filmproduktion ist.
Speaker: Und der hat mir einen Trailer geschickt.
Speaker: Äh, äh, äh, äh.
Speaker: Ach dammit, und das müsste ich jetzt nochmal rausfinden, wie denn das hieß.
Speaker: Und zwar ein Trailer von einem Film, den er selber gemacht hat, also selber Kamera geführt hat.
Speaker: Er arbeitet nur er selber mit den Schauspielern und einem Tonmenschen.
Speaker: Und das war, genau, jetzt habe ich es gefunden.
Speaker: Okay, The Art of Telling Lies.
Speaker: Und ich finde den Titel toll und dann gibt es danach nochmal ein Interview.
Speaker: Und ich finde das ein wahnsinnig spannendes, also vom Look her ist es wirklich toll.
Speaker: cool und was für mich gar ganz Besonderes, weil so ist mir das noch nicht untergekommen, dass es dann eben auch so wahnsinnig professionell aussieht.
Speaker: Ich habe den Film noch nicht gesehen, aber den Trailer und muss sagen, dass ich mir das schwer so vorstellen kann, um zu sagen, oh wow, das sind einfach zwei Menschen und der eine macht nur Ton und der andere macht eben alles anderes plus eben die Schauspieler, die man in diesem Trailer sieht.
Speaker: Und ich glaube, das war jetzt meine Szene der Woche.
Speaker: Okay, können wir dazu verlinken?
Speaker: Geht das?
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, okay, dann stellen wir das wie so immer in die Shownotes der Episode.
Speaker: Oder check einfach aus.
Speaker: Pascal Payant heißt er, ein kanadischer Regisseur.
Speaker: Wir werden das trotzdem verlinken.
Speaker: Wir verlinken das auch für alle, die nicht... Ja, ist okay.
Speaker: Denen die phonetische Übersetzung vom Französischen hätte schwerer fällt vielleicht.
Speaker: Also bei mir, ich bin...
Speaker: Ich würde das mal so machen.
Speaker: Vielleicht wiederhole ich mich so ein bisschen.
Speaker: Ich habe ja letztens schon erzählt, dass ich mir gerade Ando anschaue.
Speaker: Was war das denn nochmal?
Speaker: Du kannst ja nochmal Menschen mitnehmen, die vielleicht die letzte Folge nicht angehört haben.
Speaker: Was?
Speaker: Solche Menschen gibt's?
Speaker: Gib mir eine Chance.
Speaker: Vielleicht waren die im Urlaub oder so.
Speaker: Oder sie interessieren sich nicht für Tom Cruise.
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Das ist fair.
Speaker: Das ist sehr fair.
Speaker: Also Andor ist tatsächlich die Geschichte, das Prequel, wenn du so möchtest, zu Rogue One, zu dem Star Wars Film.
Speaker: Also alle, die jetzt mit Star Wars gar nichts anfangen können, für die ist es natürlich jetzt nicht so spannend, aber alle, die, sag ich mal, sich mit Star Wars da so ein bisschen abgeholt fühlen, ist die Serie ein absolutes
Speaker: Ich muss es immer so, aber ich finde die ist richtig, richtig gut.
Speaker: Also es ist vor allem, weil es nicht so, das hat es nicht so auf die Fantasy-Sci-Fi-Schiene, wie die anderen oft setzen jetzt und auch nicht dieses Disney-lastige, wie jetzt auch viele von den Star-Wars-Serien haben, sondern das ist eine, die ist wirklich wie ein politischer Thriller aufgebaut und das ist auch genau das.
Speaker: Es spielt zwar in der Zukunft, in einer anderen Galaxie, weit, weit von hier in der fernen Vergangenheit, wie die anderen auch alle, aber es ist einfach, äh,
Speaker: wirklich ein politischer Thriller so ein bisschen und der auch viele Parallelen zur Jetzt-Zeit besitzt und das finde ich wahnsinnig spannend und es ist wirklich sehr, sehr gut gelungen, sehr gutes Storytelling, sehr gutes Szenenbild, alles wirklich richtig, richtig gut.
Speaker: Also die macht einfach richtig Spaß, die Serie.
Speaker: Und meine Szene der Woche, muss man dann eigentlich so sagen, es gibt eine Szene,
Speaker: in dem, und da bin ich ein bisschen hängen geblieben, deswegen ist das meine Szene der Woche, in der eine der Hauptcharaktere Biggs, ich habe die Vermutung, sie könnte Selbstmord begehen.
Speaker: Und ich habe mich noch nicht getraut, weiter zu schauen, weil ich das nicht möchte.
Speaker: Ich möchte sie nicht verlieren.
Speaker: Das ist meine Szene der Woche, weil ich, ja, das hat mich total ausgebremst.
Speaker: Ich habe jetzt seit einer Woche nicht geschaut und ich finde immer wieder Entschuldigung, warum ich es mir nicht anschaue.
Speaker: Es ist zu spät oder so, aber ich muss es mir demnächst mal anschauen.
Speaker: Also meine Szene der Woche ist die, weil sie mich tatsächlich aktiv am Schauen behindert, aufgrund meiner Empathie für diesen fantastischen Charakter.
Speaker: Ja.
Speaker: Okay, dann hoffen wir, dass Basti uns dann auf dem laufenden Held und in der nächsten Episode dann kurz nochmal sagen, wie es weitergegangen ist.
Speaker: Das müsst ihr euch selber anschauen, ich kann die Serie empfehlen.
Speaker: Ja, guckt euch das selber an, alle, die richtig Bock auf Star Wars Prequel-Sachen haben.
Speaker: Ich hab schon den Eindruck, du gehörst da nicht unbedingt dazu.
Speaker: Doch, absolut, ey.
Speaker: Ich muss, darf ich nochmal von vorne anfangen?
Speaker: Aber irgendwann habt ihr mich versprochen.
Speaker: Das ist überhaupt gar kein Muss, also gar nicht.
Speaker: Ich bin jetzt auch niemand, der sagt, wie, du hast noch nicht Star Wars gesehen?
Speaker: Ich hab schon auch mal einen Star Wars gesehen.
Speaker: Hast du ja?
Speaker: Ich find aber auch einfach so Science-Fiction, Weltraumgeschichten...
Speaker: Generell halt nicht so spannend.
Speaker: Aber vielleicht kommen wir irgendwann mal noch dazu.
Speaker: So, auf jeden Fall, wir können noch mal kurz was ankündigen, bevor wir das jetzt abratten.
Speaker: Ja, mach mal.
Speaker: Das war die neunte Folge unserer zweiten Staffel, muss man gesehen haben, nur im Kino.
Speaker: Und wie die Menschen, die eventuell schon in der ersten Staffel mit dabei waren,
Speaker: wissen, kommt in der nächsten Folge ein Gast, der wahrscheinlich was mit Filmen zu tun hat.
Speaker: Wir freuen uns ganz doll und dementsprechend werden wir nächste Woche über, nächste Woche nicht ins Kino gehen, denn unser Gast wird einen Film mitbringen, der absolute Lieblingslieblingsfilm und dann diskutieren wir den zu dritt zusammen und darauf freuen wir uns ganz doll.
Speaker: Ich mich auf jeden Fall.
Speaker: Basti darf dann auch wieder einmal jemanden kennen und
Speaker: Aus der Berliner Film-Bubble.
Speaker: Ja, Mensch, und neue Begegnungen sind ja so gar nicht meins.
Speaker: Also, da muss ich mich wieder arg zusammenreißen.
Speaker: Ich bin ja menschenscheu, wie du er weißt.
Speaker: Wir machen ein paar Warm-up-Sachen, bevor wir dann in die Folge starten.
Speaker: Und...
Speaker: wollen uns damit jetzt verabschieden.
Speaker: Ja, ich freue mich auf die nächste Folge, auf jeden Fall.
Speaker: Und es war mir ein Fest, wie immer.
Speaker: Liebe Emilia, vielen Dank.
Speaker: Und vielen Dank an euch alle da draußen fürs Zuhören, dass ihr wieder eingeschaltet habt.
Speaker: Und wenn ihr wollt, könnt ihr unsere Folgen auch liken und uns dadurch unterstützen auf den Plattformen
Speaker: eurer Wahl.
Speaker: Wäre super.
Speaker: Freuen wir uns.
Speaker: Danke schon mal.
Speaker: Und damit wünschen wir euch ein wunderschönes Wochenende.
Speaker: Oder, liebe Emilia?
Speaker: Au revoir.
Speaker: Au revoir.
Speaker: Bis später.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Das war Muss man gesehen haben.
Speaker: Mit Emilia Bernsdorf und Bastian Fischer.
Speaker: Hey Basti.
Speaker: Was denn, liebe Emilia?
Speaker: Rate mal, von wem dieses Zitat kommt.
Speaker: Es kommt im Leben nicht darauf an, wie viel du austeilst, sondern darauf, wie viel du einstecken kannst.
Speaker: Das kommt natürlich vom einzig wahren Rocky Balboa.
Speaker: Ja, es kommt vom einzig wahren Rocky.
Speaker: Und das?
Speaker: Adrian!
Speaker: Entschuldigung.
Speaker: Wenn du gut in etwas bist, mach es nie umsonst.
Speaker: Das war Heath Ledger in The Batman.
Speaker: Boom!
Speaker: Als The Joker.
Speaker: Nein, Heath Ledger in Batman als The Joker.
Speaker: So rum.
Speaker: Ich glaube, jetzt müsste es stimmen, oder?
Speaker: Ja, total korrekt.
Speaker: Du bist richtig gut heute.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Danke fürs Kompliment.
Speaker: Meinst du, wir sollten... Ja, vielleicht also gleich, aber ich habe noch eins.
Speaker: Eins habe ich noch.
Speaker: Dann hau mal raus.
Speaker: Okay, also ready?
Speaker: Ready.
Speaker: Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.
Speaker: Das ist natürlich aus Fight Club.
Speaker: Natürlich ist es aus Fight Club.
Speaker: Ja, very good.
Speaker: Und deswegen, liebe Leute, wollen wir von dem Geld, das wir noch nicht haben, Dinge kaufen, die wir für diesen Podcast brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir definitiv mögen.
Speaker: Nämlich euch Filmbegeisterte.
Speaker: Also, wenn euch dieser Podcast gefällt, supportet, liked und donatet, was das Zeug hält.
Speaker: Die Links dazu findet ihr wo, liebe Emilia?
Speaker: Unten in den Show Notes.
Speaker: Und damit verabschieden wir uns.
Speaker: Bis zum nächsten Mal.
Speaker: Tschüss.






