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57 Plays9 days ago

Wir sind wieder zurück! Endlich! Nach langer Pause starten wir in die dritte Staffel und wir freuen uns schon wahnsinnig darauf, für Euch wieder aktuelle Kinofilme zu besprechen.

In der ersten Folge geht es gleich einmal um dunkle Geheimnisse. In dem selbstironisch betitelten Film The Drama vom norwegischen Regisseur Kristoffer Borgli  spielen Zendaya und Robert Pattinson ein junges Paar eine Woche vor ihrer Hochzeit. Als Freunde bei einem Abendessen Emma, die Braut, dazu drängen, ihnen ihr dunkelstes Geheimnis anzuvertrauen, führt die Offenbarung zur Eskalation. Der Bräutigam Charlie muss sich ab da entscheiden, ob er seinen Gefühlen für Emma vertraut oder die gerade noch strahlende, gemeinsame Zukunft ihrer Vergangenheit unterordnet.

Aber muss man ihn gesehen haben? Hört rein und findet es heraus.
Hinterlasst uns eine Sprachnachricht und werdet Teil der nächsten Episode:
www.mussmangesehenhaben.de

___
REGIE
Kristoffer Borgli 

DREHBUCH
Kristoffer Borgli

DARSTELLER*INNEN
Emma - Zendaya
Charlie - Robert Pattinson
Rachel - Alana Haim
Mike - Mamoudou Athie

KAMERA
Arseni Khachaturan

MUSIK
Daniel Pemberton

---
SHOW NOTES
Dream Scenario
Bride Wars - Beste Feindinnen
Haim
Shitty Flute
Bob & Carol & Ted & Alice
Melancholia
The Passion of Anna
Shortcut L(i)eben
Lacombe Lucien
Legends Of The Fall
Tron: Ares
Landman
Ted Lasso

Jetzt auch die ganze Folge auf YouTube sehen:
https://youtu.be/dR6Vg0SRxn0

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Transcript

Neustart und Updates

00:00:07
Speaker
Willkommen zu einer neuen Ausgabe Muss man gesehen haben.
00:00:10
Speaker
Ihr sind eure Gastgeber Emilia und Bastian.
00:00:13
Speaker
Und wir sind zurück!
00:00:15
Speaker
Wir sind tatsächlich zurück.
00:00:17
Speaker
Wunderbar, dich zu sehen, liebe Emilia.
00:00:19
Speaker
Hallo, lieber Masti.
00:00:21
Speaker
Wie toll.
00:00:21
Speaker
Was für eine lange Pause.
00:00:23
Speaker
Aber wir haben jetzt viel nochmal den Frühjahrespunst drüber gehen lassen.
00:00:30
Speaker
Wir haben ein neues Logo.
00:00:33
Speaker
Wir haben uns neue Sachen überlegt.
00:00:35
Speaker
Wir waren natürlich trotzdem auch im Kino.
00:00:38
Speaker
Und haben uns dann natürlich eher privat ausgetauscht.
00:00:40
Speaker
Aber jetzt, liebe Zuhörende, wir sind zurück.
00:00:43
Speaker
Wir waren wieder im Kino.
00:00:45
Speaker
Wir sitzen wieder vor unserem Mikrofon.
00:00:47
Speaker
Und ich freue mich absolut und ganz doll darauf, diese neue Episode unserer Staffel 3 mit dir anzufangen.
00:00:56
Speaker
Da freue ich mich auch total drauf und ich muss schon mal kurz sagen, also als ich dich jetzt gerade hier zum ersten Mal auf diesem Bildschirm begrüßen durfte, weil wir zeichnen das ja remote auf, es war einfach schön, diese Vorfreude, dieser Enthusiasmus, den du gleich an den Tag gelegt hast, jetzt geht's wieder los, jetzt drücken wir auf den Aufnahmeknopf, das war wunderschön und mir geht's genauso, auch wenn ich natürlich dein Gesicht da nicht auch nur im Entferntesten dem nahe kommen kann, diesem Enthusiasmus, aber ich freue mich wahnsinnig.

Spoiler-Warnung und Filmbesprechung

00:01:24
Speaker
Also, sollen wir denn dann gleich mal einsteigen?
00:01:26
Speaker
Was haben wir uns
00:01:27
Speaker
Okay.
00:01:29
Speaker
Um es trotzdem vorher nochmal gesagt zu haben, unsere Review des Filmes The Drama wird nicht ohne Spoiler stattfinden.
00:01:39
Speaker
Also wir werden definitiv spoilern.
00:01:41
Speaker
Wer das Marketing mitbekommen hat, was ja ein unglaubliches Marketing war,
00:01:48
Speaker
und sich jetzt fest vorgenommen hat, diesen Film zu gucken, sollte das tun, bevor er die Folge hört oder er geht eben mit unseren Spoilern in den Film und macht sich dann sein ganz eigenes Bild.
00:02:01
Speaker
Aber ja, sollen wir wieder mit der ersten Frage anfangen, bevor wir richtig nochmal sagen, worum es geht.
00:02:08
Speaker
Lieber Basti, in welchem Kino und wo hast du denn diesen Film eigentlich gesehen?
00:02:14
Speaker
Das war ganz witzig, weil ich hatte tatsächlich eine ziemlich volle Woche diese Woche und ich hab mir gedacht, ich muss mir den anschauen, nach München reinfahren und dann hab ich aber mal zur Sicherheit geschaut, aber auch bei mir um die Ecke läuft und dann war die eine englische Führung
00:02:29
Speaker
In den nächsten, ich glaube, da gibt es gar keine mehr, die nächsten zwei Wochen keine einzige, war dann genau an dem Abend, wo ich ins Kino gehen wollte und dann war ich tatsächlich langweilig, zwar bei mir um die Ecke im Cineplex, aber es war zeitlich einfach total schön, weil ich hatte keine weite Anreise und habe mich dann da mit Popcorn und mit einigen anderen Süßigkeiten eingedeckt.
00:02:51
Speaker
Etwas zu viel, wenn du nicht sagst, aber ich habe es trotzdem sehr genossen.
00:02:54
Speaker
Wie toll, dass der Film auch eine gewisse angenehme Länge hat.
00:02:59
Speaker
Dass man denkt, mit einer Pappung Popcorn kommt man da gut durch, oder?
00:03:04
Speaker
Du meinst, die Tendenz geht ja eher so zu den drei Stündern als zu den eineinhalb Stündern.
00:03:09
Speaker
Da hast du recht.
00:03:09
Speaker
Das ist so eine überschaubare Länge.
00:03:11
Speaker
Dafür kann man sich dann auch mal den Abend frei halten.
00:03:13
Speaker
Bei manchen anderen Filmen muss man sich ja gleich überlegen, ob man sich dafür Urlaub nimmt.
00:03:17
Speaker
In diesem Fall hat das ganz gut funktioniert tatsächlich.
00:03:20
Speaker
Ja.
00:03:20
Speaker
Und du, wo warst du?
00:03:21
Speaker
Ich war mal wieder im neuen Off in der Kette der York-Kinos an der Hermannstraße.
00:03:28
Speaker
Und da war ich das letzte Mal, als wir den Conclave-Film besprochen haben.
00:03:33
Speaker
Und habe da sehr gute Erinnerungen dran.
00:03:35
Speaker
Und da habe ich sehr gefreut, da eine Vorstellung zu finden, die wiederum bei mir auch in eine sehr gute Abendplanung gepasst hat.
00:03:43
Speaker
Das ist doch der Saal mit den blauen Plüschsesseln, oder?
00:03:45
Speaker
Genau.
00:03:46
Speaker
Ja, sie haben einen Saal.
00:03:47
Speaker
Ja, da war ich auch schon.
00:03:48
Speaker
So schön.
00:03:49
Speaker
Also, liebe Leute, unterstützt das York Kino.
00:03:52
Speaker
Es gibt diese wunderbare York Unlimited Karte, wo man 20 Euro im Monat zahlt und dann in jeden Film einfach so gehen kann.
00:04:00
Speaker
Ein wunderbares Kino-Konzept.
00:04:03
Speaker
Ja.
00:04:04
Speaker
Und das ist wahre Liebe, weil da gibt es keine Sponsoring-Gelder dafür.
00:04:07
Speaker
Noch nicht.
00:04:09
Speaker
Liebes Jörg Kino, wir nehmen das Sponsoring gerne an.
00:04:12
Speaker
Ich zahle trotzdem auch gerne die 20 Euro, aber ich halte das für ein ganz, ganz tolles Kinokonzept.
00:04:19
Speaker
Das darf man gerne tun.
00:04:21
Speaker
Finde ich auch, da bin ich ganz bei dir.
00:04:22
Speaker
Also, worum geht es im Film The Drama?

Handlungseinführung: Emma und Charlie

00:04:27
Speaker
Wir als Zuschauer lernen ein Paar kennen, Emma und Charlie, die eine Woche vor ihrer geplanten Hochzeit stehen.
00:04:34
Speaker
Bei einem Treffen mit ihren Trauzeugen, ich glaube, das ist relativ normal, dass man da nochmal über das Essen geht, Weine entscheidet.
00:04:43
Speaker
Zum Probeessen.
00:04:45
Speaker
Zum Probeessen, genau.
00:04:46
Speaker
Kommt es dann etwas sehr betrunken zu einem Spiel, das dann verhängnisvoll für die beiden sein wird.
00:04:53
Speaker
Also, Basti, was ist das Schlimmste, was du je getan hast?
00:05:00
Speaker
Ich hatte diese Frage befürchtet.
00:05:02
Speaker
Oh mein Gott, nee, hab ich wahrscheinlich nicht, sonst hätte ich mich besser drauf vorbereitet.
00:05:05
Speaker
Oh, das ist, oh.
00:05:07
Speaker
Oh, die ganz kurze Antwort.
00:05:09
Speaker
Ich glaube, das wird tatsächlich einige erschüttern.
00:05:11
Speaker
Ich habe mal aus Versehen eine Schildkröte umgebracht.
00:05:15
Speaker
Ja, ich weiß.
00:05:18
Speaker
Das ist auch gar nicht lustig, überhaupt gar nicht lustig, aber du wolltest es wissen.
00:05:22
Speaker
Aber die Geschichte müsst ihr natürlich erzählen, weil das war natürlich sehr unglücklich.
00:05:28
Speaker
Ich war im Park spazieren und ein Hund hat eine Schildkröte angegriffen.
00:05:33
Speaker
Ich glaube, das musst du erklären, ich wollte gerade sagen, weil in Deutschland kommt das gar nicht so oft vor, dass man Schildkröten trifft.
00:05:39
Speaker
Nein, nein.
00:05:41
Speaker
Ich habe noch in Griechenland gelebt und war beim Park spazieren bei uns um die Ecke und ich habe einen Hund gesehen, der eine Schildkröte attackiert hat und habe dann die Schildkröte, dachte ich, vor diesem Hund gerettet.
00:05:56
Speaker
Und wollte sie in Sicherheit bringen, aber mir ist eine wirklich verhängnisvolle Verwechslung passiert.
00:06:03
Speaker
Das war nämlich eine Landschildkröte und keine Wasserschildkröte.
00:06:07
Speaker
Und habe diese Schildkröte dann in den See, der dort war, getan.
00:06:12
Speaker
Mit so einer guten Intention.
00:06:15
Speaker
Ja, natürlich bringe ich keine Schildkröten um und vor allem hänge ich auch an denen sehr.
00:06:20
Speaker
Ich habe ja schon einige Filme zu ihnen gemacht, das war allerdings vor den ganzen Filmen schon eine Zeit lang her, da hatte ich dieses biologische Grundwissen noch nicht, um da klar unterscheiden zu können.
00:06:28
Speaker
Dann habe ich sie ins Wasser gelegt.
00:06:30
Speaker
Und dann erst, ich weiß nicht woher, habe ich gesehen, ist eine Schildkröte auf mich zugeschwommen und es war eindeutig, dass das, die ich hatte, war keine.
00:06:39
Speaker
Aber das war ein See, der hatte kein Ufer, sondern da ist es ganz steil reingegangen und das Wasser war trüb und ich habe die Schildkröte nicht mehr gefunden.
00:06:47
Speaker
Also das ist das Schlimmste, was ich vielleicht je gemacht habe.
00:06:51
Speaker
Ich bin froh, dass du das gut vorbereitet hast.
00:06:52
Speaker
Und das bedauere ich noch.
00:06:54
Speaker
In Gedanken an die Schönkröte.
00:06:56
Speaker
Oh Gott.
00:06:56
Speaker
Immer fast eigentlich jeden Tag, aber dass das mir damals passiert.
00:07:00
Speaker
Wie schaut es denn bei dir aus?
00:07:01
Speaker
Ich werde das nicht preisgeben.
00:07:05
Speaker
Ich weiß, ich habe eigentlich damit gerechnet, dass du sagst, liebe Emilia, das geht zu weit.
00:07:09
Speaker
Danke für die Frage, denn das ist natürlich die große Frage, die dann eben...

Besetzung und künstlerische Ansätze

00:07:17
Speaker
mehr oder minder das Verhängnis des Paares bedeutet.
00:07:21
Speaker
Und dazu können wir auch sagen, das sind die allerersten 15 Minuten.
00:07:25
Speaker
Also bisher haben wir noch nicht groß was gespoilert.
00:07:28
Speaker
Wir würden da jetzt aber einsteigen.
00:07:31
Speaker
Denn Emma
00:07:35
Speaker
Hat.
00:07:35
Speaker
Übrigens bester Name für eine Protagonistin in einem Film.
00:07:38
Speaker
Mit Abstand.
00:07:40
Speaker
Also im realen Leben wie auch im Film finde ich Emma ein ganz, ganz toll.
00:07:45
Speaker
Einem wunderschönen Film.
00:07:47
Speaker
Namen meine ich, genau.
00:07:48
Speaker
Wir können ja kurz sagen, also Charlie wird gespielt von Richard Pattinson, Richard Robert Pattinson und Emma wird gespielt von der wunderbaren, gerade überall sehr
00:08:03
Speaker
sehr im Mittelpunkt präsenten Sender.
00:08:05
Speaker
Ich bin ein großer Fan dieser wunderbaren, tollen Schauspielerin, die aus dem Disney kommt und Imperium kommt und es wirklich in großartige Filme geschafft hat.
00:08:18
Speaker
Sie spielt die Hauptrolle bei Euphoria Staffel 3, jetzt zu sehen bei HBO.
00:08:22
Speaker
Auch da, liebe Leute, gibt es noch keine Zusammenarbeit.
00:08:28
Speaker
Wer noch mitspielt, ist Eleanor Haim als Rachel, die beste Freundin von Emma.
00:08:34
Speaker
Und Mahmoud Athif spielt den Mike, der beste Freund von Charlie.
00:08:40
Speaker
Und es gibt eine ganz tolle Jung-Schauspielerin, die die junge Emma in den Flashbacks übernimmt.
00:08:48
Speaker
Und das ist Jordine Couré.
00:08:51
Speaker
Courage.
00:08:52
Speaker
Geschrieben und Regie geführt hat Christopher Borkley, den man eventuell aus Dream-Szenario kennt.
00:09:00
Speaker
Da die Frage an dich, hast du den gesehen?
00:09:02
Speaker
Nein, habe ich nicht gesehen.
00:09:04
Speaker
Ich habe ihn gesehen und muss sagen, dass auch da das Marketing sehr, sehr gut funktioniert hat.
00:09:10
Speaker
Da kann ich wirklich sagen, ich bin so begeistert von allem, was man gesehen hat.
00:09:16
Speaker
Die ganzen Poster, die kleinen Snippets über dem Film The Drama und trotzdem einfach so kalt erwischt wurde, weil man nicht wusste, worum es geht.
00:09:25
Speaker
Was sagst du dazu?
00:09:28
Speaker
Ich habe das Marketing gar nicht so verfolgt, tatsächlich muss ich eingestehen, aber was natürlich schon, würde ich sagen mal, so omnipräsent war, war eben, dass sehr stark auf die Charaktere, also auch die Beziehung von, also die beiden SchauspielerInnen wurden stark in den Mittelpunkt gestellt.
00:09:44
Speaker
Also Robert Pattinson und Zendaya eben, es gab ja so diese, ich habe nur die Bilder gesehen, die es dazu gab, die hatten ja so wie so Familienalbenbilder, waren die so ein bisschen so etwas mit noch dem alten Korn von Filmen versehen, so diese alten auch so super acht Farben ein bisschen und das habe ich mitverfolgt, das ist schon deshalb, ich würde mal sagen, das Hauptmarketing waren die beiden Schauspieler.
00:10:07
Speaker
Also Zendaya und Robert Pattinson, auf die hat sich das sehr, sehr stark fokussiert.
00:10:11
Speaker
Ja, um die geht das ja hauptsächlich auch.
00:10:13
Speaker
Also es ist, man isst viel mit ihnen zusammen in der Beziehung.
00:10:19
Speaker
Man sieht, also auch was Schöne, was da passiert ist, ist, man...
00:10:27
Speaker
Der Film steigt ein in der ersten Kennenlern-Szene von Charlie, der wie vom Blitz getroffen ist von Emma, die in einem Café sitzt und ein Buch liest.
00:10:40
Speaker
Und als sie sich einen Refill Cup holt, fotografiert er stillheimlich das Buch.
00:10:45
Speaker
schlägt das im Internet nach, um sozusagen den ersten Anlauf zu nehmen und eine Anlaufstelle zu haben, um mit ihr ins Gespräch zu kommen.
00:10:54
Speaker
Sie sitzt aber mit ihrem Kopfhörer in ihrer eigenen Ecke, liest dieses Buch, denn der braucht nur einen, denn sie ist auf dem anderen Auge, äh Auge, Ohr, taub.
00:11:07
Speaker
Und auch da, das ist mir im Nachhinein nochmal sehr präsent in Erinnerung wiedergekommen, ist diese erste Szene, die diese Nahaufnahme auf ein Ohr zeigt.
00:11:19
Speaker
Und dann habe ich mal überlegt, ob ich jemals ein Ohr so präsent in einem Film gesehen habe.
00:11:26
Speaker
Fällt dir da was ein?
00:11:29
Speaker
Also ja, das ist schon sehr, hat mich auch gleich so, weil ich bin ja immer jemand, der so gerne auf die ersten Bilder schaut und so einfach so ein, ja, aus Makroperspektive aufgenommenes Ohr, mehr oder weniger, ist schon sehr manieristisch, sag ich mal.
00:11:42
Speaker
Das hab ich so noch nie gesehen.
00:11:43
Speaker
Also nicht, dass ich mich erinnern kann, ich überlege gerade.
00:11:45
Speaker
Also irgendwie gab's natürlich schon Ohren, aber jetzt so als erster Schuss eines Films, so als Eröffnung, glaub ich nicht.
00:11:54
Speaker
Nee.
00:11:55
Speaker
Und du?
00:11:56
Speaker
Ich bin auf keinen gekommen.
00:11:58
Speaker
Da wäre natürlich auch die Frage, ob es wirklich ihr Ohr war.
00:12:03
Speaker
Vielleicht war es ein Ohrdubel.
00:12:06
Speaker
Ja, natürlich.
00:12:08
Speaker
Es gibt Fußdubel und Handdubel in Filmen sehr oft.
00:12:13
Speaker
Ich habe gehört, Produbel werden am besten bezahlt.
00:12:15
Speaker
Es gibt auch Produbel.
00:12:17
Speaker
Ja, ja, natürlich, selbstverständlich.
00:12:20
Speaker
Ja, um kurz einen Einblick in das schöne Business Film nochmal zu geben.
00:12:25
Speaker
Ja, absolut.
00:12:26
Speaker
Und von der ersten Szene kommt es dann direkt zu Charlie, der seine Traurerede vorbereitet.
00:12:34
Speaker
Und sie ist sehr emotional, er macht das vor seinem besten Freund, dem Trauerzeugen, der ihm sozusagen hilft und nochmal ein paar Tipps und
00:12:43
Speaker
Tricks gibt, denn sein bester Freund ist auch schon verheiratet und es gibt dann eine sehr rührende und von da kommt man dann auch sofort und beginnt eine Beziehung aufzubauen, sowohl zu ihm als auch eben zu seiner zukünftigen Frau Emma.
00:13:00
Speaker
An der Stelle nur ganz kurz, dieser Übergang allerdings, muss ich sagen, also von dem Kennenlernen und dann zu diesem Ehegelöbnis, das er ja dann dort quasi schreibt, das ist ein Übergang, den muss man aber erstmal so ein bisschen verstehen.
00:13:14
Speaker
Also es ist nicht so, man weiß nicht genau, was passiert und das setzt sich eigentlich durch den Film auch hinweg so durch,
00:13:21
Speaker
weiter fort.
00:13:22
Speaker
Es ist der ganze Schnitt in dem Film, es springt sehr stark hin und her.
00:13:27
Speaker
Es hat so was sehr Disorientierendes manchmal und es ist ganz bewusst gewählt und das merkt man dort schon.
00:13:32
Speaker
Und warum wird dann später auch klar.
00:13:34
Speaker
Genau, aber zum Schnitt kann man sagen, habe ich sehr darüber gefreut, mal wieder
00:13:40
Speaker
einen Film zu sehen, in dem Szenen ausgehalten wurden.
00:13:43
Speaker
Also es ist nicht das typische Hollywood, alles muss hintereinander geschnitten werden und es ist irgendwie stressig.
00:13:49
Speaker
Es gibt sehr lange Szenen.
00:13:51
Speaker
Es gibt Szenen in Räumen, wo der Raum erzählt wird und miteinander eben auch.
00:13:59
Speaker
Es gibt sehr große
00:14:01
Speaker
Große Nahaufnahmen, die aber dann eben auch ausgehalten werden, um dann wieder zurückzuspringen und wieder beim Raum zu sein.
00:14:08
Speaker
Was ich irgendwie jetzt herausbekommen habe, ist, dass es in Boston spielt.
00:14:16
Speaker
Das war jetzt aber in der Recherche.
00:14:18
Speaker
Das habe ich als Funfact tatsächlich bei mir stehen.
00:14:23
Speaker
Jetzt habe ich das schon weggenommen.
00:14:25
Speaker
Nein, gar nicht.
00:14:26
Speaker
Es gibt so viele.
00:14:28
Speaker
Ich habe es so gelesen, ich weiß nicht, ob es dir auch so geht, weil Christopher Borkley hat gemeint, norwegischer Regisseur übrigens, dass er so ein
00:14:39
Speaker
Stimmt tatsächlich, ja finde ich auch.
00:14:40
Speaker
Der hat sowas Trockenes, diese Satire.
00:14:44
Speaker
Es ist tatsächlich, weil er findet, Boston ist eine der europäisch wirkendsten Städte in den USA und er wollte genau dieses Gefühl, also nicht dieses große Wolkenkratzergefühl, das man so kennt, sondern so ein bisschen eher so dieses kleinere, kleinteiligere, etwas intimere und deswegen hat er sich Boston ausgesucht.
00:15:01
Speaker
Aber man merkt es nicht wirklich.
00:15:02
Speaker
Also ich war schon mal in Boston und am Ende habe ich mich tatsächlich gefragt, zu sagen, okay, war es jetzt, das war schon eine amerikanische Stadt, aber welche jetzt genau, wusste ich nicht.
00:15:12
Speaker
Also in der Recherche bin ich dann darauf getroffen und war so, okay, Boston, na gut.
00:15:17
Speaker
Hahaha.
00:15:19
Speaker
Ich war noch nie in Boston, muss ich ehrlich gestehen.
00:15:21
Speaker
Ich habe immer wieder schöne Sachen darüber gehört.
00:15:23
Speaker
Aber ich finde, die Stadt spielt jetzt tatsächlich auch eine wenig große Rolle.
00:15:31
Speaker
Es ist ja eher so eine psychologische Introspektive, die sich dann eben auch um Beziehungen von Menschen dreht und wie schnell solche Beziehungen sich auch ändern können, wechseln können.
00:15:43
Speaker
Genau, darum geht es ja eigentlich.
00:15:44
Speaker
Also springen wir direkt rein.
00:15:46
Speaker
Was heißt direkt?
00:15:48
Speaker
Also ich wäre jetzt als nächstes zum Probeessen gegangen, wo dann tatsächlich ja das große Geheimnis gelüftet wird.
00:15:54
Speaker
Ja, und zwar, wie was ich schon gesagt habe, man merkt ein sehr nahestehendes Paar Menschen, die sich miteinander arrangiert haben.
00:16:03
Speaker
Sie leben in einer so traumhaften Wohnung, wie so Nettwohnung, mit einer sich kringelnden Treppe zum Schlafzimmer.
00:16:12
Speaker
Es ist wirklich...
00:16:13
Speaker
Etwas, wo man, also mit tollen, großen Gemälden ist das eine sehr helle Wohnung.
00:16:18
Speaker
Die Wohnung geht auch, hat ein Gartenstück dazu.
00:16:22
Speaker
Und man geht davon aus, dass dieses Paar sehr nahe steht, sehr aufgeregt ist, diesen großen Schritt miteinander zu gehen, nach diesen zwei Jahren.
00:16:32
Speaker
Eine Woche vor der Hochzeit.
00:16:32
Speaker
Eine Woche vor der Hochzeit.
00:16:34
Speaker
Dazu ja dann auch vielleicht die Frage, die du ja...
00:16:39
Speaker
mehr oder minder schon beantworten kannst, denn ich würde jetzt davon ausgehen, dass vor allem die eine Woche vor der Hochzeit auch sehr intensiv

Spannungen und Enthüllungen während der Hochzeit

00:16:49
Speaker
ist.
00:16:49
Speaker
Man muss die letzten Sachen klären.
00:16:51
Speaker
Es gibt irgendwie Sachen wie Probeessen noch.
00:16:54
Speaker
Man macht die ersten Fotoshootings, lernt den Fotografen kennen.
00:16:58
Speaker
Man geht nochmal in die Venue.
00:17:00
Speaker
Man
00:17:01
Speaker
Klärt noch ab, wer da Musik spielen soll.
00:17:04
Speaker
Es gibt einen sich durchziehenden Side-Gag mit der DJ, die dann ausgetauscht wird mit einem anderen DJ.
00:17:14
Speaker
Und das ist schon auch, da kann man als Paar nochmal sehr aneinander...
00:17:21
Speaker
Dich reiben, würde ich jetzt von ausgehen.
00:17:27
Speaker
Ja, ich meine, man sagt ja aber, man soll einmal gemeinsam in Urlaub fahren, um zu wissen, ob man füreinander gemacht ist.
00:17:35
Speaker
Jetzt ist es natürlich so, bei einer Hochzeit kann man jetzt dann schlecht davon zurücktreten, aber natürlich, wie du gerade schon gesagt hast, kommen dann nochmal ganz andere Widerstände auf einen zu und vielleicht gibt es auch das ein oder andere Paar, das an den Vorbereitungen zur Hochzeit gescheitert ist.
00:17:48
Speaker
Das weiß ich nicht.
00:17:49
Speaker
Ich kenne persönlich keine Fälle, aber ich kann es mir vorstellen.
00:17:52
Speaker
Es gibt einen Film darüber.
00:17:54
Speaker
Ja, The Wedding oder welchen meinst du?
00:17:57
Speaker
Nee, ich meinte nicht The Bride Mates mit Anne Hathaway und wobei beste Freundinnen heiraten wollen und sich dann aber anfangen zu bekriegen, weil nur eine, da wird schlecht vorbereitet, muss ich nachreichen.
00:18:15
Speaker
Muss ich nachreichen.
00:18:17
Speaker
Absolut, den reichen wir nach in den Shownotes.
00:18:19
Speaker
Ja, ganz toll.
00:18:19
Speaker
Meryl Streep spielt auch mit.
00:18:21
Speaker
Und da sieht man das eine Paar, das sehr aneinander wächst und das andere Paar, was sich dann tatsächlich, Spoiler-Warnung, dann trennt.
00:18:27
Speaker
Aber der Film ist ja irgendwie Anfang 2000er, den hat man auch schon mal gesehen.
00:18:31
Speaker
Anyhow, jedenfalls sitzen sie dann mit ihren Trauzeugen zusammen beim Essen und dann fangen sie dieses Spiel an und dieses Spiel ist gefährlich.
00:18:40
Speaker
Ich habe auch überlegt, ob ich das...
00:18:42
Speaker
Möchte ich das überhaupt zum Beispiel von meinen besten Freunden wissen?
00:18:45
Speaker
Ist man wirklich bereit?
00:18:48
Speaker
Also als Spiel kann, aber man muss sich vorher gewahr sein, dass man mit dem, was der andere dann sagt, auch umgehen sollte.
00:18:56
Speaker
Was keiner tut, denn Emma hat ein großes Geheimnis und das Schlimmste, was sie getan hat, ist?
00:19:04
Speaker
Nichts.
00:19:07
Speaker
Nichts?
00:19:08
Speaker
Ja, also, ich meine, wenn du mich so fragst, war das eher eine provokant gestellte Frage.
00:19:12
Speaker
Aber es ist eine gute Antwort gewesen.
00:19:15
Speaker
Ich glaube, das fasst das zumindest schon ein bisschen zusammen, weil sie offenbart, soll ich sagen, willst du es sagen?
00:19:21
Speaker
Ich glaube, du sollst es sagen.
00:19:24
Speaker
Emma offenbart, nachdem alle anderen drei schon ihr Geheimnis preisgegeben haben, die dem meinen von der Schildkröte jetzt auch nichts unbedingt nachstehen, würde ich behaupten.
00:19:37
Speaker
Nö, ich würde sagen, da gibt es Abstufungen, aber die des anderen Paares sind auch Geschichten, die man erst mal schlucken muss, um wirklich zu sagen.
00:19:45
Speaker
Absolut, genau.
00:19:46
Speaker
Oh.
00:19:47
Speaker
Ja, genau.
00:19:48
Speaker
Und die haben das ja auch instigiert, also vor allem Rachel, ihre beste Freundin.
00:19:51
Speaker
Übrigens ganz kurze Exkursion, nämlich Elena Chaim ist ja auch eine fantastische Musikerin.
00:19:58
Speaker
Ich habe das jetzt erst gecheckt, dass die ja auch in Licorice Pizza von Paul Thomas Anderson, einer meiner Lieblingsregisseur, mitspielt.
00:20:04
Speaker
Und mir war das gar nicht bewusst, dass sie die Musikerin ist hinter der Band auch.
00:20:07
Speaker
Also falls ihr die noch nicht gehört habt, hört da mal rein, die machen richtig tolle Musik.
00:20:11
Speaker
Drei Schwestern.
00:20:12
Speaker
Also auf jeden Fall, Rachel fängt dieses Spiel eben an und sagt das über ihren Mann Mike, du hast doch damals und so entwickelt sich das.
00:20:18
Speaker
Auch ein sehr fordernder Charakter.
00:20:21
Speaker
Total.
00:20:21
Speaker
Sie ist Managerin, sie ist ein sehr starker, sehr ichbezogener, sehr fordernder Charakter, der gerne austeilt und nicht so gut einstecken kann.
00:20:39
Speaker
Und sie drängt die drei auch dazu, es zu tun.
00:20:43
Speaker
Niemand will es.
00:20:44
Speaker
Niemand außer ihr will es eigentlich.
00:20:46
Speaker
Sie möchte etwas über Mike sagen und so entwickelt sich das dann.
00:20:49
Speaker
Und dann ist eben Emma als Letzte dran und offenbart ihr Geheimnis.
00:20:53
Speaker
Und warum ich gesagt habe, sie hat nichts getan, weil sie sagt, sie hat als Teenagerin hatte sie sich vorgenommen, einen Amoklauf an ihrer Schule zu machen, durchzuführen.
00:21:04
Speaker
Sie hatte sich bereits ein Gewehr von ihrem Vater besorgt, natürlich unwissenderweise von ihres Vaters Seite aus.
00:21:12
Speaker
Hat sich dann da Videos angeschaut, sagt dann auch mal, sie hat diese Ästhetik gefallen, weil sie wurde an der Schule gebullied, sie wurde gehänselt und es war nicht schön für sie.
00:21:24
Speaker
Und so hat sie sich dann dort in eine Welt gerettet, wo sie selber die Kontrolle übernimmt,
00:21:31
Speaker
Und das, wo sie fand, Gewalt wäre da ein richtiges probates Mittel.
00:21:38
Speaker
Aber sie hat es ja dann eben nicht getan.
00:21:41
Speaker
Sie hat es nicht getan.
00:21:43
Speaker
Das ist ja doch durchaus eine wichtige Unterscheidung an dieser Stelle.
00:21:48
Speaker
Und dennoch eskaliert dieses Essen dann...
00:21:51
Speaker
sofort, vor allem von Rachels Seite, die eine Cousine hat, die im Rollstuhl sitzt, nachdem sie von einem Amokläufer getroffen wurde und querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt.
00:22:03
Speaker
Und das triggert sie halt natürlich, das kann man natürlich auch ein bisschen verstehen, ist ja ganz klar, oder kann man verstehen, aber dennoch eskaliert das sehr, sehr schnell und dann kotzt Emma noch auf den Tisch, weil das zeigt sich halt
00:22:13
Speaker
Extrem viel getrunken, was natürlich auch ganz schlechte Umstände sind, um sowas zu spielen, so ein Spiel zu machen.
00:22:22
Speaker
Und dann verlassen sie auch schon sehr, sehr schnell das Restaurant und dann fängt eigentlich der Film erst so richtig an.
00:22:29
Speaker
Ja.
00:22:30
Speaker
Oder?
00:22:30
Speaker
Ja, also es sind sechs Tage bis zur Hochzeit und plötzlich stehen sehr große Fragen im Raum.
00:22:38
Speaker
Denn Rachel und Mike sind davon überzeugt, dass Emma eine Psychopathin ist, dass man die Polizei rufen sollte, dass auch Mike kommt dann am nächsten Morgen in den Vorgarten, um zu sagen,
00:22:53
Speaker
Okay, pack deine Sachen, du kannst sofort zurück nach England kommen.
00:22:56
Speaker
Ich halte sie auf, ich tue alles, was du kannst.
00:22:59
Speaker
Du wirst diese Hochzeit nicht stattfinden lassen.
00:23:02
Speaker
Und Rachel sagt sofort, auch die Hochzeit ab geht nicht mehr zur Arbeit, denn Emma und Rachel arbeiten auch zusammen.
00:23:08
Speaker
Und plötzlich steht da eine sehr sympathische junge Frau, die denkt, dass der Tag ihres Lebens bald stattfinden wird, sehr verkadert und sehr alleine in ihrer Wohnung und weiß nicht ganz wohin mit sich.
00:23:21
Speaker
Wird dann total unter Druck gesetzt, um das eben, um dann, das, ja, es ist viel Erklärungspotenzial da und, ähm,
00:23:35
Speaker
Sie muss dann anfangen, für sich einzustehen.
00:23:39
Speaker
Dieser Film spielt dann eben auch viel mit diesen Flashbacks aus ihrer Kindheit, um zu erzählen, wie das dazu kam.
00:23:49
Speaker
Und was dann, ich glaube, vor allem für alle nicht-amerikanischen Zuschauer ein Thema wird, ist dieses, ja, aber in Amerika ist das ja ganz normal.
00:24:02
Speaker
Natürlich, also jeder Haushalt hat doch eine Waffe.
00:24:06
Speaker
Jede Woche gibt es irgendwo irgendwelche Beschießereien.
00:24:13
Speaker
Und ich weiß nicht, wie es dir dabei ging, aber für mich war das plötzlich so ein Thema, das eben mir nicht nachsteht.
00:24:25
Speaker
Weil es ist ja da drüben.
00:24:27
Speaker
Weil das ist ja normal.
00:24:28
Speaker
Ja.
00:24:32
Speaker
Also du meinst, das stellt ja eigentlich die Frage nach der kulturellen Behandlung mit dem Ganzen.
00:24:41
Speaker
Oder inwiefern das auch eine kulturelle Frage ist.
00:24:45
Speaker
Die Frage kommt ja auch, die würde ich gerne zurückstellen, weil die Frage kommt ja nachher tatsächlich auch noch in dem Film, wird die ja direkt angesprochen.
00:24:52
Speaker
Und das ist, ohne es jetzt schon zu spoilern, ist eigentlich meine Lieblingsszene des Films.
00:24:55
Speaker
Deswegen,
00:24:57
Speaker
ist das aber eine sehr interessante Fragestellung.
00:24:59
Speaker
Natürlich auch, inwiefern dann die Debatte, die sich daraus entwickelt, eine kulturell geprägte ist.
00:25:03
Speaker
Und das Interessante daran ist ja, dass Charlie kommt ja nicht aus den USA.
00:25:08
Speaker
Und deswegen hat er auch ein bisschen diesen differenzierten, distanzierten Blick auf die Sachen und macht das ja dann später in der Szene, zu der er noch kommt, fragt er ja oder insinuiert er, dass es ja vielleicht auch eine Frage der Kultur wäre.
00:25:21
Speaker
Absolut.
00:25:22
Speaker
Ja.
00:25:23
Speaker
Genau.

Gesellschaftliche Themen und moralische Fragen

00:25:24
Speaker
Auf jeden Fall fühlt sich der Film für mich dann an, ab diesem Zeitpunkt, als ob man Zeuge von einem Unfall wird.
00:25:29
Speaker
Unfreiwillig.
00:25:31
Speaker
Und das hat natürlich ganz viel auch mit, ja das belastet, man stellt sich sehr, sehr viele Fragen dazu, wie geht man eigentlich mit Menschen um, woran bemisst man sie, ähm,
00:25:44
Speaker
Und dieser Fragestellung sieht man sich dann durch den ganzen Film hinweg immer wieder ausgesetzt.
00:25:49
Speaker
Und das ist sehr, sehr unangenehm auch häufig, aber auch sehr gewollt unangenehm.
00:25:54
Speaker
Also Christopher Borgli schafft diese Atmosphäre ganz bewusst, damit wir uns alle hinterfragen, wie funktioniert das eigentlich?
00:26:01
Speaker
Wie lassen wir Menschen unser Leben?
00:26:03
Speaker
Wie formen wir Freundschaften?
00:26:05
Speaker
Und was ist entscheidend dafür, dass wir sie auch am Leben erhalten und pflegen?
00:26:09
Speaker
Und das ist ein sehr spannender Aspekt des ganzen Films.
00:26:12
Speaker
Ja, und ich glaube, es hat auch viel was mit dieser Filmmusik zu tun.
00:26:17
Speaker
Oh ja, total.
00:26:17
Speaker
Die entstanden von Daniel Pemberton, der diese Filmmusik Nummer 1, Funfact vorweg, an einem einzigen Tag in einem Studio aufgenommen hat.
00:26:28
Speaker
Und die ganze Musik ist nur von Flötistinnen.
00:26:34
Speaker
aufgenommen worden.
00:26:35
Speaker
Von dreien.
00:26:36
Speaker
Von dreien habe ich gehört.
00:26:37
Speaker
Und man kann zu diesem Musikinstrument sagen, was man möchte, aber ich glaube, um das nochmal klarer zu sagen, Flöten, vor allem, wenn man sich jetzt Kinder vorstellt, die anfangen, Flöte zu üben, kann ein wirklich auch sehr unangenehmes Instrument sein.
00:26:55
Speaker
Und sie spielt hervorragend, weil es ist ein sehr einfacher Soundtrack, aber er ist also sehr gut eingesetzt.
00:27:05
Speaker
Absolut.
00:27:05
Speaker
Also das, was du gesagt hast, ist total richtig.
00:27:07
Speaker
Ich finde, es ist, man kann mit einem schiefen Blockflötenspiel, kann man den Leuten wirklich richtig physische Schmerzen zufügen.
00:27:15
Speaker
Ja, da läuft einem dann sehr schauer über den Rücken.
00:27:18
Speaker
Es gibt übrigens eine sehr gute Mal auf YouTube, wer Bock hat, einfach mal Shitty Flut eingeben.
00:27:22
Speaker
Da gibt es die größten Hits auf Blockflöte gespielt mit, sagen wir es mal so, mit etwas wenig...
00:27:31
Speaker
Grazie.
00:27:34
Speaker
Von daher, das ist aber auf jeden Fall sehr lustig, kann ich empfehlen an dieser Stelle.
00:27:40
Speaker
Genau, also das setzt sich ja fort auch aus dem Schnitt.
00:27:43
Speaker
Also deswegen Schnitt und Musik funktioniert auch wahnsinnig gut zusammen.
00:27:47
Speaker
Ja.
00:27:47
Speaker
Denn das, was dann passiert, nachdem Charlie eben dieses Geheimnis von Emma mitgeteilt bekommt, beginnt für Charlie erstmal eine Odyssee durch seine eigene schiefe Gefühlswelt.
00:28:00
Speaker
Und diese Desorientierung, die er erfährt, er hat eine Odyssee,
00:28:04
Speaker
Die wird eben auch, oder nicht nur Charlie, aber ich würde sagen in dem Film vor allem Charlie, das ist auch etwas, was ich sagen muss, Charlie ist eigentlich der Protagonist, Zendaya zwar auch oder Emma, aber es geht in erster Linie tatsächlich um Charlie und wie er damit umgeht, dass seine demnächst bald Frau ihm ein solches Geheimnis offenbart hat.
00:28:21
Speaker
Und diese Orientierung, die wird durch die Musik und dann eben auch durch diesen Schmidt, der tatsächlich Elemente von fantastischen oder Einspielungen aus ihrer eigenen Fantasie gibt,
00:28:31
Speaker
aus Rückblicken, Rückblenden und eben aktuellen Ereignissen darstellt, gelingt das sehr, sehr gut.
00:28:36
Speaker
Ja, und den können wir wirklich einmal hervorheben, denn es fällt so auf und es wird ja auch, also der Schnitt ist ein Element des Films.
00:28:50
Speaker
Was ja mehr oder minder, ich habe das mal irgendwo gelesen, es gibt so eine alte Hollywood-Regel, dass man eigentlich diesen Filmschnitt nicht merken sollte.
00:28:58
Speaker
Und hier ist er aber ganz gewollt als Element im Film eingesetzt.
00:29:05
Speaker
Und ich glaube, du als super Schnittprofi hattest da bestimmt viel Spaß daran.
00:29:11
Speaker
Und ich als jemand, der gerade erst damit angefangen hat, habe auf jeden Fall Lust, mich deswegen nochmal mehr damit zu beschäftigen.
00:29:18
Speaker
Weil wenn man das so hinbekommt, sozusagen den Schnitt als Mitprotagonisten mit einzuspielen, ist das schon hohe Filmkunst.
00:29:29
Speaker
Ja, also ich finde es auf jeden Fall wahnsinnig gut gemacht, eben aufgrund dessen, weil es eben auch zeigt, dass es immer gut auch mit Regeln zu brechen ist.
00:29:36
Speaker
Es gab tatsächlich immer so, das ist auch schon ein bisschen her, aber es gab schon mal so diese Idee, dass man Schnitt am besten nicht wahrnimmt.
00:29:45
Speaker
Ja genau, ich glaube, das meint man mit Hollywood-Regeln.
00:29:49
Speaker
Genau, aber das ist in dem Film auf jeden Fall gar nicht der Fall und diese Disorientierung und diese Wechsel, die lassen sich auch nie zur Ruhe kommen.
00:30:00
Speaker
Und genau das ist ja dann auch so das, was mit Charlie gerade passiert.
00:30:04
Speaker
Der ist ja in sich unglaublich aufgewühlt und weiß gar nicht, wie er mit dem Ganzen überhaupt umgehen soll und deswegen setzt es da nahtlos an.
00:30:12
Speaker
Dazu eine kleine Anekdote.
00:30:13
Speaker
Ich hatte zwei ganz tolle Sitznachbarinnen neben mir, die sehr stark auf Szenen reagiert haben und dann auch immer meinten, oh nein, oh nein, oh.
00:30:24
Speaker
Und sozusagen schon vorgedacht haben und sich sicher waren, dass sie wissen, was passiert ist, aufgrund der in die Zukunft gedachten Vorstellungselemente im Kopf von Charlie.
00:30:37
Speaker
Und die beiden waren sehr angespannt und ich fand das eben deshalb auch nochmal geht ins Kino, weil es gibt manche Momente, die man eben zu Hause auf der Couch dann nicht hat, wenn man so etwas mit jemandem teilen kann, den man gar nicht kennt und dann mit jemandem so auch fühlen kann.
00:30:53
Speaker
Und ich war dann ein bisschen gelassener, weil ich gesagt habe, oh, das glaube ich nicht, es wird nochmal eine Wendung geben, weil sonst wäre der Film ja langweilig, wenn die das jetzt schon weggeben würden.
00:31:05
Speaker
Man war dann total gespannt darauf, wie sie von diesen Szenerien, da kann man ja kurz sagen, also Charlie fängt an, die schon passierten Sachen mit seiner verlobten Emma umzudenken und die neu zu interpretieren, aufgrund dessen, also
00:31:28
Speaker
plötzlich da mehr Gewaltbereitschaft zu sehen, als tatsächlich da war.
00:31:32
Speaker
Oder um dann aber eben auch in gewisse Zukunftsängste reinzufallen.
00:31:40
Speaker
Und es gibt zum Beispiel eine Szene, wo er...
00:31:46
Speaker
eine Tasse findet, eine relativ geschmacklose Tasse, aber ich glaube, jeder hat irgendwie mal irgendetwas in die Richtung geschenkt bekommen und das ist dann eben im Schrank, weil irgendjemand anderes das mal witzig fand und da steht drauf Coffee or I shoot you mit einer großen Waffe auf diesem Ohr.
00:32:03
Speaker
Und das sieht er nach diesem Abend und die einzige Reaktion, die ihm dann einfällt, ist diese Tasse wegzuschmeißen.
00:32:12
Speaker
wo sie dann das irgendwie sieht und total albern findet.
00:32:16
Speaker
Und eben dazu sagt, müssen wir nicht irgendwie darüber reden?
00:32:20
Speaker
Gibt es nicht irgendwie andere Möglichkeiten, als jetzt unser Eigentum, also gut funktionierenden Eigentum wegzuschmeißen?
00:32:31
Speaker
Ja, also es ist ja, dass es...
00:32:34
Speaker
Also man sieht einfach, Charlie tut sich damit sehr, sehr schwer.
00:32:37
Speaker
Es gibt auch eine Szene zu Anfang in dem Film oder gleich nachdem es passiert, wo sie Charlie eben auch sagt, hör zu, du bist sowieso jemand, der sich in so Dingen festbeißt.
00:32:45
Speaker
Also du kannst dann sowas auch einfach nicht mehr los.
00:32:47
Speaker
Also es liegt wahrscheinlich auch schon so in seiner charakterlichen Veranlagung, was durchaus gar nicht so unwichtig ist, weil...
00:32:53
Speaker
weil Christopher Borkley will ja nicht sagen, so gehen alle damit um oder so, das ist der richtige Umgang.
00:32:58
Speaker
Er will auch nur Fragen stellen.
00:33:00
Speaker
Und im Fall von Charlie ist es halt so, dass er auch schon so eine Grundveranlagung hat scheinbar, dass er sowieso sich in Dinge festbeißt.
00:33:07
Speaker
Das macht er dann aber auch auf ganz extreme Art und Weise.
00:33:11
Speaker
Also
00:33:13
Speaker
Er kommt davon einfach gar nicht mehr los.
00:33:14
Speaker
Es raubt ihm wirklich fast den Verstand und es wirft halt wahnsinnig viele Fragen eben dazu auf, wie wir interagieren.
00:33:23
Speaker
Und auch die Frage zum Beispiel, wie wir Menschen denn eigentlich, wollen wir Menschen eigentlich verstehen oder wollen sie sie nur entlang unseres eigenen Weltbildes einordnen?
00:33:35
Speaker
Wenn man Rachel betrachtet,
00:33:37
Speaker
Eher das.
00:33:38
Speaker
Charlie gibt sich sogar etwas mehr Mühe.
00:33:41
Speaker
Die hat sich entschieden, genau.
00:33:43
Speaker
Und so wirft es eben alle so viele Fragen auf, was mich in dem Film so ein bisschen, und den wird jeder anders bewerten.
00:33:51
Speaker
Also alles, was ich dazu sage, ist auch meiner Sozialisierung geschuldet.
00:33:55
Speaker
Jeder andere und jeder andere hat dazu sicherlich auch eine andere Haltung.
00:33:59
Speaker
Und das ist ja genau das, was der Film ausmacht.
00:34:01
Speaker
Jeder muss sich selber damit konfrontieren.
00:34:02
Speaker
Es ist ein Spiegelbild, das uns gegenüber projiziert wird.
00:34:07
Speaker
Aber es ist schon interessant zu sehen, dass für Charlie in dem Moment nicht einmal die Summe aller Teile ist, der Gegenwart, sondern wirklich nur noch dieses eine nicht stattgefundene Ereignis, das sie eventuell einmal vorhatte zu tun.
00:34:22
Speaker
Und dann die Frage natürlich, messen wir Leute an ihren Worten, an ihren Gedanken oder an ihren Taten?
00:34:29
Speaker
Und diese Gedanken müssen wir uns alle stellen, wenn wir uns den Film anschauen.
00:34:34
Speaker
Ja, und dazu aber auch, ich finde, es geht dann irgendwie auch noch ein bisschen darum, nochmal zu sagen, okay, sie war ein Teenager, sie war 15 Jahre alt und ein 15-jähriger Mensch in Kleinstädten in Amerika, vor allem in
00:34:58
Speaker
wenn man dazu gemobbt wird, also ihre Vorgeschichte ist dann eben auch, sie sind oft umgezogen, dann wird der Job des Vaters am Ende auch nochmal für mich so ein Aha-Moment.
00:35:11
Speaker
Denn die Waffe war jetzt nicht das Accessoire des normalen Amerikaners, würde ich jetzt kurz so stehen lassen, um dann aber eben...
00:35:21
Speaker
Es ist auch kurz, also plötzlich war das Internet eben da und man konnte sich dann eben mit seinem Thema beschäftigen.
00:35:28
Speaker
Man sieht dann eben auch die Waffenverharmlosung geschieht in ihrer Pubertät eben auch durch die ganzen Rap-Poster.
00:35:40
Speaker
An ihren Zimmerwänden.
00:35:41
Speaker
Und überall ist es eben plötzlich so, es ist dann eben cool.
00:35:48
Speaker
Und für sie fühlt sich das cool und mächtig an und sie nimmt sich dann auch selber auf.
00:35:53
Speaker
War das Skype?
00:35:54
Speaker
Ich weiß gar nicht mehr.
00:35:55
Speaker
Ich habe auf jeden Fall...
00:35:58
Speaker
Es war ein Windows-Programm, weil es andauert abstürzt.
00:36:01
Speaker
Von daher glaube ich, war es Skype.
00:36:04
Speaker
Um dann eben zu sagen, okay, sie war 15.
00:36:06
Speaker
Also, um nicht zu sagen, man kann das nachvollziehen, aber es gibt ein gewisses Okay.
00:36:11
Speaker
Ich glaube, da gibt es Kinder, Jugendliche, die irgendwie in Gewaltfantasien sich...
00:36:21
Speaker
verlieren aufgrund dessen, dass sie alleine sind.
00:36:24
Speaker
Und es war nie ein Erwachsener irgendwie an ihrer Seite.
00:36:27
Speaker
Und dazu war sie 15.
00:36:28
Speaker
Und bei den anderen beiden, die eben auch in einem noch nicht ganz erwachsenen und noch nicht so ganz verantwortungsvollen Alter waren und beide anderen Geschichten fand ich schon auch
00:36:42
Speaker
Und so, das lacht man nicht einfach von kurz weg und sagt, oh, das war ja scheiße, naja, ist gar nicht so schlimm.
00:36:48
Speaker
Und plötzlich werden aber auch so schlimme Sachen miteinander verglichen und es wird eben der eine Täter gefunden, bei dem es so schlimm ist, dass man darüber nicht mehr hinwegkommen kann.
00:36:57
Speaker
Und natürlich hat Rachel Hutt gesagt, sie hat da ihren Triggerpunkt.
00:37:01
Speaker
Und was ich dann eben nochmal interessant fand an der Charakterentwicklung von Charlie ist, dass er sich entschieden hat, dass er der Einzige ist, der sie als Psychopathin abstempeln darf, der die Fragen an sie stellen darf, der Sachen in Frage stellen kann.
00:37:18
Speaker
Aber dann zurück zu Rachel geht, um sie zu überzeugen, doch zur Hochzeit zu kommen, weil sie ja die beste Freundin ist.
00:37:23
Speaker
Und dann aber eine Ausrede zu finden für Emma, um zu sagen, du darfst eigentlich gar nicht.
00:37:30
Speaker
Ich darf, weil ich bin der zukünftige Ehemann, aber dieses Verurteilende, das darf von dir nicht kommen.
00:37:39
Speaker
Ja, ich glaube, er möchte, also ich glaube, er hat da mehrere Motivationsgründe.
00:37:47
Speaker
Also ich hab das nicht unbedingt so wahrgenommen, ich hab aber gesehen, dass er natürlich anders als Rachel halt noch doch auch eine andere Beziehung zu Emma hat.
00:37:56
Speaker
Also es wird ja auch, also dass da durchaus wesentlich mehr Sympathien und Liebe vorhanden ist als bei Rachel.
00:38:01
Speaker
Man sieht ja auch tatsächlich in dem Film durchaus, und das ist die Frage, die sich dann ausschaut, ob Emma eigentlich wirklich richtige Freundinnen hat, weil Rachel benimmt sich nicht wie eine und auch ansonsten kommen eigentlich kaum Freundinnen vor.
00:38:13
Speaker
Also
00:38:13
Speaker
Das ist vielleicht auch so der eine Punkt, den ich den Filmen noch ein bisschen... Ja, genau.
00:38:18
Speaker
Ja, schon.
00:38:20
Speaker
Also beide wollen halt ihr Ehegelübnis oder Traurrede vorbereiten und beide sitzen dann eben mit ihren nahestehenden Menschen.
00:38:28
Speaker
Also Charlie sitzt mit Mike zu Hause und sie, Emma, sitzt im Café mit Rachel und ihrer anderen...
00:38:35
Speaker
Freunde, Mitarbeiterinnen, Arbeitskollegen.
00:38:39
Speaker
Eben im Café.
00:38:39
Speaker
Ja, aber das scheint es mir auch zu sein.
00:38:41
Speaker
Also die kennen sich aus der Arbeit und das ist das, was ich aber in dem Film finde, ist, mir fehlt, also wir sehen bei Charlie ganz viel Entwicklung, ganz viel Action, also auch psychologische Prozesse, die dort auch dann angestoßen werden.
00:38:55
Speaker
Bei
00:38:57
Speaker
Ich hätte mir manchmal ein bisschen mehr gewünscht, dass man Emma auch noch als die Erwachsene zeigt, die sie jetzt ist.
00:39:04
Speaker
Unabhängig von dem Konflikt, den sie mit Charlie austrägt.
00:39:07
Speaker
Das kommt mir manchmal ein bisschen zu kurz.
00:39:08
Speaker
Wir sehen sie dann als Mädchen.
00:39:10
Speaker
Diese Rückblenden gibt es.
00:39:11
Speaker
Übrigens noch ganz kurz.
00:39:13
Speaker
Auch wenn der Film nicht vorgibt und das
00:39:17
Speaker
Tut er auch nicht, irgendwie Antworten zu geben, warum gibt es Amokläufe?
00:39:20
Speaker
Das nicht.
00:39:21
Speaker
Aber ich finde trotzdem ganz bezeichnend ein Punkt in dem Film, wo sie mit dieser Knarre positioniert, mit diesem riesen Sturmgewehr von ihrem Vater, ein kleines Mädchen mit so einem Sturmgewehr in der Hand, das ist ja auch so ein Bild, das möchte man eigentlich nicht sehen, aber sie dann eben über die Ästhetik spricht.
00:39:36
Speaker
Also wie das wirkt, die visuelle Ästhetik von jemandem, der so ein Gewehr hält, von jemandem, der sich Bullying unterzogen, ausgesetzt zieht in der Schule, der von Leuten geachtet wird, sozial gehänselt wird und so weiter und so fort, dass die sich an so einem Bild tatsächlich festhalten können, buchstäblich wie an dieser Waffe.
00:39:57
Speaker
Und das fand ich interessant, das aufzuzeigen, auch als psychologisches Erklärungsmuster, wie gesagt,
00:40:02
Speaker
ohne das in der Breite und Komplexität zu tun, dass es dafür nötig wäre.
00:40:06
Speaker
Aber trotzdem fand ich diesen Gedanken sehr, sehr gut.
00:40:09
Speaker
Ja.
00:40:10
Speaker
Ja, genau.
00:40:12
Speaker
Und auch, also es gibt dann tatsächlich einen relativ dark-humorischen Grund, warum es sich dann am Ende nicht tut.
00:40:22
Speaker
Und dann springt man eben nochmal von Vergangenheits-Emma zu Emma, Emma,
00:40:28
Speaker
mit Charlie, die dieses Streitgespräch führen, damit er versteht, warum das dazu gekommen ist.
00:40:33
Speaker
Und dann kommt dann nochmal kurz dieser Satz, ja, eigentlich machen das ja nur Männer.
00:40:40
Speaker
Und dann kommt sie aber mit der Statistik.
00:40:42
Speaker
Und dann aber, um auch kurz zu sagen, nee, Frauen können auch wütend sein.
00:40:45
Speaker
Frauen und Mädchen können auch wütend sein.
00:40:47
Speaker
Und es gibt auch, was hat sie gesagt, 30% Frauen, die eben solche Amokläufe begehen.
00:40:53
Speaker
Und es gibt schon zwei, drei Fakten auch mit drin,
00:40:56
Speaker
die ähm
00:40:59
Speaker
in Situationen gewählt sind, wo man eben erst mal, wie man sagt, man ist irgendwie unangenehm berührt, findet das aber irgendwie auch unangenehm witzig.
00:41:09
Speaker
Und ich finde auch, es gibt so pointiert Witze in diesem Film, wo man schon auch erst mal laut lacht und dann denkt so, war das witzig?
00:41:21
Speaker
Durfte ich eigentlich hier?
00:41:24
Speaker
Und dann sind sie so ein bisschen so wieder zurück in den Sitz und ich so kurz so, upsie.
00:41:29
Speaker
Weil, also das auch zum Film, er hat ein sehr gutes Tempo.
00:41:36
Speaker
Finde ich.
00:41:37
Speaker
Ja, finde ich auch.
00:41:39
Speaker
Nur ganz kurz, die Zahlen, die in dem Film vorkommen, die haben wir nicht Fakten gecheckt.
00:41:42
Speaker
Also wenn ihr wissen wollt, wie viele tatsächlich bei Amokläufen schaut, müsst ihr selber Recherche machen, wir geben nur das wieder, was im Film ist.
00:41:49
Speaker
Genau.
00:41:50
Speaker
Ja,
00:41:51
Speaker
Und dann kommt es eben mehr und mehr zu dem Tag der Tage und man fiebert schon ein bisschen hin und fragt sich die ganze Zeit, würde es stattfinden, wenn es stattfinden würde, gibt es eine Art von Vergebung?

Höhepunkt der Konflikte

00:42:07
Speaker
Denn am Anfang startet man eben mit diesem wirklich sehr liebevollen
00:42:14
Speaker
geschriebenen Text von Charlie an Emma, wo man das Gefühl schon hat, oh ja, wow, sie sind ein sich liebendes Paar.
00:42:21
Speaker
Und sie planen hier gerade eine große Zukunft zusammen.
00:42:25
Speaker
Natürlich eskaliert es mehr und es eskaliert mehr und es gibt so... Und noch mehr.
00:42:32
Speaker
Und noch mehr.
00:42:34
Speaker
Und man geht dann natürlich am Ende davon aus, denn es kommt zur Hochzeit, das können wir vorwegnehmen, weil ich glaube, das sieht man auch in gewissen Trailern.
00:42:44
Speaker
Und man denkt irgendwie, der große Brennpunkt ist Rachel, die dann überzeugt wurde, aufzutauchen, die jetzt alles platzen lässt.
00:42:52
Speaker
Aber in dem nicht sich in Frieden wiederfindenden Pärchen schaffen die das ganz alleine, sich sozusagen den Tag der Tage zu ruinieren.
00:43:05
Speaker
Ja, mit dem natürlich als Ballast auch.
00:43:08
Speaker
Aber ja, also ich finde die Szene der Hochzeit, da ist, wow, die ist sehr reichhaltig, lass mich mal so sagen.
00:43:16
Speaker
Und auch da habe ich so den Eindruck, ich weiß auch nicht, ob Charlie wirklich echte Freunde hat, weil auch keiner einschreitet.
00:43:23
Speaker
Aber wie auch immer, das möchte ich jetzt gar nicht vorwegnehmen.
00:43:25
Speaker
Aber eine sehr starke Szene auch, also die ganze Hochzeit und was darum alles passiert.
00:43:30
Speaker
Also der Film...
00:43:32
Speaker
sagen wir mal so, ist vollgespickt mit Überraschungen und auch mit unerwartbaren Entwicklungen.
00:43:40
Speaker
Genau.
00:43:40
Speaker
Sollen wir, liebe Emilia, dann einmal zu den Funfacts schreiben?
00:43:44
Speaker
Oh, ich würde mich sehr darüber freuen.
00:43:46
Speaker
Ja, wunderbar.
00:43:47
Speaker
Dann Jünter, der ist übrigens auch wieder aus der Pause gekommen.
00:43:51
Speaker
Jünter, schön, dich aufzusehen.
00:43:52
Speaker
Hallo, schön.
00:43:54
Speaker
Liebe Grüße an dich, soll ich ausrichten.
00:43:55
Speaker
Und an euch alle natürlich selbstverständlich.
00:43:57
Speaker
Also, Hittet, Jünter.
00:43:59
Speaker
Funfacts.
00:44:00
Speaker
Also,
00:44:02
Speaker
Ja, schieß mal los.
00:44:02
Speaker
Willst du anfangen?
00:44:03
Speaker
Soll ich anfangen?
00:44:06
Speaker
Okay, ähm, Moment, äh, also, ähm, was Interessantes, sollte man an dieser Stelle vielleicht sagen, ist, diese Rolle hat Zendaya tatsächlich unbedingt haben wollen.
00:44:21
Speaker
Sie hat dieses Buch gelesen und hat sich wirklich, hat keine Mühen gescheut, um sich wirklich in erste Position zu begeben und die Rolle zu bekommen, weil sie das, sie hat das Drehbuch einen Page-Turner genannt, einen,
00:44:35
Speaker
Ich glaube, es gibt es im Deutschen nicht.
00:44:37
Speaker
Seitendreher.
00:44:39
Speaker
Warte, ein Seitendreher.
00:44:42
Speaker
Gibt es noch, wie auch immer, Page Turner.
00:44:46
Speaker
Auf jeden Fall, sie fand es so gut, sie wollte da unbedingt mitmachen und hat deswegen auch alles dafür getan, um die Rolle zu machen.
00:44:52
Speaker
Also ich habe als nächsten Fun Fact geht es um den Buch, um das Buch The Damage, was ja der Einsteiger des Films ist und das Buch, das Emma eben zu Beginn liest, ist tatsächlich ein fiktives Buch und ein Hint des Regisseurs Christopher Borgli für sein nächstes Projekt.
00:45:18
Speaker
Ja, The Damage heißt das, genau.
00:45:20
Speaker
Und wer war die Autorin nochmal?
00:45:21
Speaker
Harper Allison.
00:45:23
Speaker
Harper Allison, danke, genau.
00:45:25
Speaker
Ich habe es noch nicht gelesen.
00:45:27
Speaker
Kann man ja auch nicht.
00:45:29
Speaker
Wie, aber doch, so ein echtes Buch, oder?
00:45:30
Speaker
Nein, es ist ein fiktives Buch.
00:45:32
Speaker
Jetzt hast du wirklich zugehört.
00:45:33
Speaker
Achso, nein, das habe ich schon gesagt.
00:45:34
Speaker
The Damage von Harper Allison.
00:45:36
Speaker
Das Buch, das Emma zu Beginn liest, ist ein erzählerisches Mittel und ein fiktives Buch, aber ein Hint des Regisseurs auf sein nächstes Projekt.
00:45:47
Speaker
Also ich habe das so verstanden, ein fiktives Buch dachte ich einfach halt, also Belitristik dachte ich halt, ich dachte Literatur, das hast du damit gemeint, achso, das Buch gibt es gar nicht und das A, ich dachte immer, der verfilmt halt einfach ein bereits existierendes fiktives Buch, also ein Fiktion, das dachte ich.
00:46:06
Speaker
Ah, okay.
00:46:07
Speaker
Aber gut, dass du es nochmal klargestellt hast.
00:46:09
Speaker
Ich glaube, nicht jeder hat das unbedingt verstanden.
00:46:12
Speaker
Oder halt ich einfach nicht.
00:46:13
Speaker
Aber das ist spannend.
00:46:17
Speaker
Gut.
00:46:17
Speaker
Also wir können die Augen aufhalten und sagen, vielleicht müssen wir jetzt sein nächstes Projekt.
00:46:25
Speaker
Okay.
00:46:26
Speaker
Ja, sehr gut.
00:46:26
Speaker
Danke für den Hinweis.
00:46:27
Speaker
Sehr gerne.
00:46:31
Speaker
Was auch spannend ist, und da möchte ich gleich noch eine Anschlussfrage an dich stellen, nämlich haben die zwei ganze Wochen nur geprobt.
00:46:42
Speaker
Ach, irre, ist das nicht traurig.
00:46:44
Speaker
Ja, das war ungefähr die Reaktion, die ich jetzt von dir als Schauspielerin haben wollte.
00:46:49
Speaker
Erstmal, das ist sehr viel.
00:46:51
Speaker
So viel hat man eigentlich kaum zur Verfügung.
00:46:54
Speaker
Für amerikanische Verhältnisse ist es gar nicht so viel.
00:46:57
Speaker
Ja.
00:46:58
Speaker
Nee?
00:46:58
Speaker
Nee.
00:46:59
Speaker
Aber wie findest du das, so viel Zeit für die Probe zu haben?
00:47:02
Speaker
Ich finde das total toll.
00:47:03
Speaker
Und ich kann mich eben noch an eines meiner Projekte erinnern, wo wir eine Woche geprobt haben vorher.
00:47:09
Speaker
Und es ist so wahnsinnig hilfreich, weil wir eben auch Beziehungen hatten.
00:47:15
Speaker
Also wir haben die Beziehung zum Vater geprobt und die Beziehung, ich hatte eine kleinere Schwester, um eben Familie zu spielen.
00:47:22
Speaker
Und das hat so viel mehr geholfen, weil plötzlich hat man gemerkt, was geschrieben funktioniert und was noch ausgebaut werden muss.
00:47:29
Speaker
Man hat gemerkt, welche Szenen nicht funktionieren.
00:47:31
Speaker
Man hat aber einfach, man hat sich als Charakter kennengelernt und die Beziehung kennengelernt und wusste dann einfach,
00:47:41
Speaker
das Spiel ging dann sozusagen einfach von der Hand, weil das alles da war.
00:47:45
Speaker
Und ich finde das eine ganz, ganz, ganz tolle Art und Weise, Projekte vorzubereiten.
00:47:51
Speaker
Und ich verspreche jedem, dass Proben so wichtig sind, weil man dann eben anders miteinander arbeitet.
00:48:00
Speaker
Und das wusste ich tatsächlich nicht, aber ich finde das ganz toll.
00:48:04
Speaker
Und ich glaube, man sieht das dem Film an.
00:48:07
Speaker
Ja, also auch schauspielerisch, finde ich, war jetzt nichts auszusetzen von meiner Seite aus.
00:48:15
Speaker
Aber was weiß ich schon.
00:48:17
Speaker
Wie geht es bei dir weiter?
00:48:19
Speaker
Es gab Hausaufgaben vom Regisseur, sowohl ans Team als auch an beide Hauptdarsteller.
00:48:25
Speaker
Und zwar bevor die Dreharbeiten musste die Crew den Film Bob, Carol und Ted und Alice gucken.
00:48:33
Speaker
Und Melancholia, den wir ja auch schon besprochen haben.
00:48:36
Speaker
Hier nochmal ein kleiner Hin, falls man den Film noch nicht gesehen hat, kann man sich gerne eine Episode aus unserer Staffel 1 anhören.
00:48:44
Speaker
Wir haben aber tatsächlich Magnolia besprochen, liebe Emilia.
00:48:47
Speaker
Oh, Melancholia.
00:48:48
Speaker
Oh, da hat er...
00:48:52
Speaker
Bisschen übers Tier hinausgeschaut.
00:48:53
Speaker
Egal, man kann sich auch immer Gnolia anhören und Melancholia steht jetzt auf unserer Liste und dann werden wir jetzt einfach auch besprechen.
00:49:00
Speaker
Okay, das finde ich einen sehr guten Kompromiss.
00:49:02
Speaker
Great.
00:49:03
Speaker
Nee, da kann ich Quatsch erzählen.
00:49:05
Speaker
Upsi.
00:49:07
Speaker
Ich mache das ständig.
00:49:08
Speaker
Von daher fällst du da nur in ein altbekanntes Muster.
00:49:11
Speaker
Gut, dass wir zusammen Podcast waren.
00:49:16
Speaker
Es hat uns schon vor einigen Peinlichkeiten bewahrt, ja.
00:49:19
Speaker
Ja.
00:49:20
Speaker
Danke, dass du bei mir bleibst.
00:49:23
Speaker
Wir haben Melancholia noch gar nicht gesehen.
00:49:25
Speaker
Jedenfalls sollte aber das Team das gucken.
00:49:28
Speaker
Und ich habe jetzt Bob und Carol und Ted und Alice auf meiner Film-Watchliste.
00:49:32
Speaker
Ein Film aus den 1969er Jahren.
00:49:38
Speaker
Und für Robert Pattinson in Zendaya gab es noch die Hausaufgabe The Passion of Allah, auch 1969, sich anzugucken.
00:49:50
Speaker
Leider, ich habe nur einen Trailer gesehen, also ich kann noch nicht groß sagen, worum es da geht.
00:49:54
Speaker
Aber es hängt ein großes Filmposter in deren...
00:49:59
Speaker
Und ich glaube, das eben auch an den Proben zu sagen, wenn man ja einen Filmposter in seiner Wohnung hat, dann sollte das ja schon ein Film sein, den man gut kennt oder gut leiden kann und nicht einfach Dekoration ist.
00:50:12
Speaker
Wäre nicht schlecht.
00:50:13
Speaker
Würde ich mich auch voll dranhängen an das, was du gerade gesagt hast.
00:50:16
Speaker
Ja, dann bitte schon informiert aufhängen.
00:50:19
Speaker
Genau, das habe ich und das ist ein Kuckucksei.
00:50:22
Speaker
Genau, sozusagen.
00:50:23
Speaker
Also hat er da angebracht, um eben darauf hinzuweisen.
00:50:25
Speaker
Das ist immer ganz witzig, wenn man Filme auch unter diesem Gesichtspunkt mal betrachtet.
00:50:29
Speaker
Ja, voll.
00:50:31
Speaker
Und dann, ich habe jetzt noch eins, wenn du willst, wenn du möchtest.
00:50:35
Speaker
Ja.
00:50:36
Speaker
Und zwar hat der Film oder das Drehbuch gar nicht wie ein Drehbuch angefangen, sondern Christopher Borgli hat sich einfach hingesetzt und hat einfach mal Gedanken zu Papier gebracht,
00:50:47
Speaker
generell zu Beziehungen und auch emotionelles Chaos, das damit oft verbunden ist, relativ unverbunden und lose.
00:50:59
Speaker
Aber aus diesem Journal, aus diesem Tagebuch sozusagen, ist dann dieses Drehbuch entstanden.
00:51:05
Speaker
Das klingt so ein bisschen wie mein erster Kurzfilm.
00:51:08
Speaker
Da saß ich nämlich auch zusammen und hatte einfach nur eine Idee, um dann zu sagen, ja, wir brauchen kein Buch, wir machen das jetzt einfach so.
00:51:15
Speaker
Wie heißt sie denn?
00:51:18
Speaker
Zu sehen auf YouTube.
00:51:19
Speaker
Er heißt Shortcut Lieben.
00:51:21
Speaker
Vielen Dank.
00:51:23
Speaker
Ja, den werden wir in die Shownotes packen.
00:51:25
Speaker
Kann man sich angucken.
00:51:26
Speaker
Ist 20 Minuten, kommt aber nicht an den Status der Drama ran.
00:51:30
Speaker
Ist aber auch sehr dramatisch.
00:51:34
Speaker
Aber auch schau, für den Film muss man sich auch keinen Urlaubstag nehmen, um den anzuschauen.
00:51:37
Speaker
Das finde ich wahnsinnig sympathisch.
00:51:40
Speaker
Wobei es eigentlich auch toll, sich Urlaubstage zu nehmen, um ins Kino zu gehen.
00:51:44
Speaker
So du sagst, klingt das eigentlich tatsächlich ganz schön.
00:51:46
Speaker
So, dann hätte ich noch zwei.
00:51:50
Speaker
Der eine ist ein Funfact, etwas, worauf man achten kann.
00:51:54
Speaker
Und wenn es einem auffällt, ist da ein Schmunzeln dabei.
00:51:57
Speaker
Aber es gibt eben eine Szene, wo Charlie und Emma diese Hochzeitfotoproben haben.
00:52:06
Speaker
Und nicht nur, dass die Fotografin auch ein sehr fordernder Charakter ist.
00:52:11
Speaker
Ein sehr lauter, ein sehr...
00:52:14
Speaker
überspitzte Frau, die eben die ganze Zeit nur the happy place and the amazing couple sehen möchte, sondern auch die Form, sie hat eine kleine Pistole als Kettenanhänger.
00:52:31
Speaker
Das ist natürlich, das alles auch nicht viel einfacher macht für Charlie, der da die ganze Zeit drauf gucken muss und dann eben auch
00:52:41
Speaker
Seine Gedankenwelt sich in der arme Charlie.
00:52:45
Speaker
Und der letzte ist, Charlie hat ein Argument in dem Streit, wo es nochmal darum geht, ob sie es getan hat, warum sie es nicht getan hat, was okay ist und was nicht okay ist.
00:53:00
Speaker
Und zwar geht es um den Film La Combe Lucienne.
00:53:09
Speaker
Ja, La Com, vielleicht, das ist ein französischer Film.
00:53:13
Speaker
Ja.
00:53:14
Speaker
Dann würde ich jetzt für La Com optionieren.
00:53:16
Speaker
Okay, La Com und dann Lucien.
00:53:20
Speaker
1974.
00:53:20
Speaker
Ja, das klingt doch gleich viel besser, oder?
00:53:22
Speaker
Das ist super französisch.
00:53:23
Speaker
Also bitte, das klingt doch gleich viel besser.
00:53:25
Speaker
La Com, Lucien, fantastisch.
00:53:28
Speaker
Und dann wird dieser Film erwähnt und auch der Film ist jetzt auf meiner Watchlist und da kann jeder, der diesen schon mal gesehen hat, uns gerne einen Kommentar da lassen, denn es geht um einen Mann, der versucht im Zweiten Weltkrieg sich der französischen Résistance anzuschließen, wird dann aber abgelehnt und aus Trotz, aus Ablehnung, man weiß es nicht, schließt er sich dann den Nazis an.
00:53:55
Speaker
Spannend!
00:53:57
Speaker
Ja, es soll durchaus trotz Reaktionen geben, auch nach wie vor, die zu ganz wunderlichen Charakterwandeln führen.
00:54:05
Speaker
Toll gesagt.
00:54:06
Speaker
Habe ich mir auch schon sagen lassen.
00:54:08
Speaker
Mir fallen da sogar Leute ein.
00:54:10
Speaker
Aber heute sparen wir das aus.
00:54:15
Speaker
Ja, wunderbar.
00:54:16
Speaker
Waren das jetzt deine Funfacts?
00:54:17
Speaker
Das waren ja jede Menge.
00:54:19
Speaker
wow, ich bin ein bisschen ins Schwitzen gekommen jetzt tatsächlich.
00:54:22
Speaker
Aber natürlich im positivsten Sinne.
00:54:24
Speaker
Dann haben wir als nächstes das Filmzitat.
00:54:29
Speaker
Hast du da was?
00:54:30
Speaker
Entschuldigung, da warst du kurz abgehakt.
00:54:32
Speaker
Könntest du das doch mal wiederholen?
00:54:34
Speaker
Aber selbstvertürlich.
00:54:38
Speaker
Als nächstes hätten wir das Filmzitat.
00:54:40
Speaker
Jutta?
00:54:42
Speaker
Das Filmzitat.
00:54:44
Speaker
Ich habe ein Filmzitat, das habe ich jetzt aber in meinem Kopf und ich weiß nicht, ob ich das so richtig nochmal zu Papier bringen kann, aber es passiert zweimal, dass Zendaya ihm anbietet, nochmal von vorne anzufangen.
00:54:58
Speaker
Also, we can start over.
00:55:01
Speaker
Und dann eben sagt, hi, is the seat here taken?
00:55:07
Speaker
No, no, fine, you can definitely, yeah, you can sit here.
00:55:10
Speaker
Do you live around the corner?
00:55:12
Speaker
Ja, I actually, I live two blocks from here.
00:55:17
Speaker
Well, I'm Emma, by the way.
00:55:21
Speaker
Das ist mein Filmzitat.
00:55:22
Speaker
Ich hoffe, es war nah genug dran.
00:55:23
Speaker
Sehr schön.
00:55:25
Speaker
Oh, das war sehr nah dran.
00:55:26
Speaker
Ich finde, also das war, also wenn es in Daya nochmal abspringen sollte für die Fortsetzung, finde ich, sollten sie sich bei dir melden.
00:55:33
Speaker
Ja, also meine Stimme hast du.
00:55:35
Speaker
Du mit Robert Pattinson zu drehen, das klingt jetzt auch wirklich absolut nach.
00:55:40
Speaker
Klingt jetzt nicht nach Höchststrafe, oder?
00:55:41
Speaker
Im Film bis.
00:55:42
Speaker
So, nee.
00:55:43
Speaker
Würdest du schon machen.
00:55:44
Speaker
Übrigens ist interessant ja auch, Robert Pattinson hat ja auch so eigentlich alles getan, um dieser ganzen Twilight-Geschichte wirklich so zu entkommen.
00:55:52
Speaker
Ich finde, das ist ihm auch ganz gut geglückt.
00:55:54
Speaker
Ja.
00:55:54
Speaker
Also, auch in diesem Film ist er überhaupt nicht so, der Schönling, der ja so ein bisschen im Schönling hat immer so etwas abwertendes.
00:56:00
Speaker
Er ist schon Robert Pattinson.
00:56:03
Speaker
Ja, aber er ist schon, also...
00:56:04
Speaker
Aber ich meine, Schönling ist auch ein doofes Wort, aber man nennt das ja oft so.
00:56:08
Speaker
Also du weißt, was ich meine auf jeden Fall.
00:56:10
Speaker
Jeder, der jetzt ein besseres Wort hat, bitte einfüllen, einsetzen.
00:56:14
Speaker
Aber das hat er sehr gut gemacht, finde ich.
00:56:16
Speaker
Also er hat sich auch, ich auch als Batman fand ich ihn tatsächlich sehr gut.
00:56:20
Speaker
Und von daher, ja, ich wollte dich an der Stelle einfach mal sagen, hat sich gut gemacht, der junge Mann.
00:56:27
Speaker
Also der Fluch und Segen, bei Harry Potter mitgespielt zu haben, haben alle...
00:56:34
Speaker
Also ich glaube, ganz gut abgewandt.
00:56:37
Speaker
Also auch Danny Radcliffe, der jetzt The Broadway, die ganzen Stage-Theater an sich reißt und jetzt Stage-Schauspieler ist.
00:56:45
Speaker
Nee, da geh ich mit, das find ich auch.
00:56:47
Speaker
Es gibt viele andere Gesichter als nur den glitzernden Vampir.
00:56:53
Speaker
Genau, so schaut's aus.
00:56:55
Speaker
Also, dann habe ich jetzt auch noch ein Zitat.
00:56:57
Speaker
Mein Problem heute ist, dass mein Zitat auch gleichzeitig mit der Szene der Woche zusammenfällt.
00:57:03
Speaker
Oh, gleich der Szene der Woche oder der Szene des Films?
00:57:07
Speaker
Also Szene des Films, Entschuldigung, natürlich.
00:57:10
Speaker
Wow.
00:57:12
Speaker
Nee, mit der Szene des Films.
00:57:14
Speaker
Und deswegen würde ich jetzt einfach erst mal Zitat nennen, dann würde ich nahtlos, also Günther kannst du mal kurz ein bisschen unterstützen.
00:57:19
Speaker
So ein Segway.
00:57:22
Speaker
Also, mein Zitat des Films ist...
00:57:25
Speaker
Kommt von Rachel und sie sagt, also ich bereite es jetzt gemeinsam auf.
00:57:31
Speaker
Es ist jetzt auch meine Szene der Woche.
00:57:33
Speaker
Ja, des Films.
00:57:35
Speaker
Des Films.
00:57:38
Speaker
Aber ich bin so stolz auf mich, dass ich die Szene der Woche vorbereitet habe.
00:57:42
Speaker
Ich glaube, da bist du heute weiter als ich.
00:57:43
Speaker
Schauen wir mal, vielleicht fällt mir noch was ein.
00:57:46
Speaker
Auf jeden Fall kommt Charlie zu Rachel ins Büro.
00:57:50
Speaker
Nachdem Rachel verlautbaren hat lassen, dass sie nicht zur Hochzeit kommen wird und als Trauzeugin für Emma ausfällt, weil sie sich so in ihre Empörung eingenistet hat, dass sie überhaupt gar nicht mehr mit ihr irgendwie was auch mit Ferdinand zu tun haben möchte.
00:58:04
Speaker
Charlie fährt eben dann ins Büro, sitzt dort mit ihr und ihrem Mann Mike auf der Couch und erklärt dann, versucht sie zu überzeugen eben doch zu kommen, weil er weiß, dass es Emma was bedeutet.
00:58:16
Speaker
Und dann sind wir an dem Punkt, wo du vorhin schon gesagt hast, wo dann zum einen Charlie anfängt aus einer Unterhaltung, die er mit ihr hatte.
00:58:22
Speaker
Emma hat ihn dann mal, nachdem er sie ja andauernd befragt, warum, weshalb, die Hintergründe versucht zu verstehen, um das einzuordnen, hat sie mir irgendwie erzählt, dass die Eltern ihrer Nachbarstochter, ihrer besten Freundin in der Nachbarschaft, ums Leben gekommen sind.
00:58:35
Speaker
Und das war aber, sie sagt, es hat mich überhaupt nicht berührt, wirklich damals war nicht schlimm.
00:58:39
Speaker
Und er nimmt das jetzt aber auf einmal als die traumatische Erfahrung aus ihrer Kindheit, die er dann als Rechtfertigung für diesen versuchten Amoklauf ins Feld führt, um Rachel zu überzeugen.
00:58:51
Speaker
Und Rachel dann so, ah ja, okay.
00:58:54
Speaker
Also es muss immer das nächste Größere, Bessere sein.
00:58:58
Speaker
Die kleinen Verletzungen oder Hintergründe, die spielen für Leute keine Rolle.
00:59:02
Speaker
Es muss dann immer nochmal der nächste große, große Knall sein.
00:59:05
Speaker
um auch nur irgendwie noch mal eins draufsetzen zu können.
00:59:08
Speaker
Das ist schon mal sehr interessant.
00:59:09
Speaker
Aber dann kommt Charlie eben auch drauf zu sprechen von wegen, ja, aber bei euch in Amerika, da hat ja jeder auch irgendwie so eine Waffe rumliegen, wie du vorher schon gesagt hast.
00:59:17
Speaker
Und dann ist die Reaktion von Rachel, und das ist tatsächlich mein Zitat des Films, Oh, so America is to blame.
00:59:28
Speaker
Und ich finde das deshalb so gut, weil es in diesem Kontext auch mit diesen Amokläufen in den USA auch so wenig Selbstreflexion hat.
00:59:37
Speaker
Und da eigentlich schon dieses Problem unglaublich ansässig ist.
00:59:41
Speaker
Nur in diesem einen Satz, weil natürlich ist es auch eine kulturelle Frage.
00:59:45
Speaker
Und jeder, der so tut, als ob es keine kulturelle Frage ist, dass es zu so vielen Amokläufen kommt in den USA und sagt...
00:59:52
Speaker
Thoughts and Prayers sozusagen, aber nichts an den Waffengesetzen zu ändern.
00:59:56
Speaker
Der hat den Schuss nicht gehört.
00:59:58
Speaker
Ja, genau, absolut.
01:00:00
Speaker
Oder eben schon.
01:00:02
Speaker
Und von daher finde ich dieses Zitat gut, weil es das eigentlich in einem Satz und ihre Reaktion darauf sehr, sehr gut zusammenfasst.
01:00:09
Speaker
Genau, das ist meine Szene des Films.
01:00:11
Speaker
Wie schaut's bei dir aus?
01:00:12
Speaker
Okay, die Szene des Films ist, jetzt muss ich den nochmal kurz auf der Geschwindigkeit durchgucken.
01:00:19
Speaker
Und
01:00:22
Speaker
Wow, bemerkenswert.
01:00:23
Speaker
Das sind Talente.
01:00:26
Speaker
Ja, die Szene des Films für mich ist diese unfassbar unangenehme Szene.
01:00:33
Speaker
Auch dazwischengeschobene oder zwischengeschobenes Meeting mit dem Hochzeitsfotografin, der Hochzeitsfotografin.
01:00:42
Speaker
Denn sie sind, also der Tag davor war das Essen.
01:00:47
Speaker
Beide sind relativ verkatert, nicht nur verkatert.
01:00:50
Speaker
Charlie ist auch, hat eben nicht genug Schlaf.
01:00:55
Speaker
Und plötzlich werden sie anstatt, und ich glaube,
01:00:59
Speaker
Einige Menschen werden das kennen, dass wenn man sich in einem Streit befindet und aber nicht gerade zum klärenden Punkt gekommen ist und dann aber irgendwo hin muss, um teile Welt zu spielen, dass das mit uns eines der schlimmsten Sachen ist.
01:01:15
Speaker
Und das nicht weiterhilft.
01:01:17
Speaker
Und man aber eigentlich auch sagen könnte, okay, hey, das soll doch irgendwie was Schönes sein.
01:01:22
Speaker
Können wir das vielleicht einfließen lassen in unseren Streit?
01:01:25
Speaker
Und dann aber dieses...
01:01:29
Speaker
also nicht mehr zusammenkommen und man merkt, okay, das ist ein Termin, der seit Jahrhunderten geplant ist.
01:01:34
Speaker
Und das Schlimmste ist ja wirklich, wenn man etwas hat, worauf man sich so freut und dann steht man mit dem falschen Fuß auf.
01:01:40
Speaker
Und dann fängt man irgendwie an, sich über kleine Sachen zu streiten und plötzlich kann so alles ins Wasser fallen.
01:01:46
Speaker
Und ich finde das eine sehr, also jetzt mal von diesem großen Thema wegkommen, aber eine sehr,
01:01:53
Speaker
realistische Szene aus einem ganz normalen Leben.
01:01:56
Speaker
Es kann jedem passieren und es passiert auch jedem und es ist gar keine große Schuldzuweisung.
01:02:02
Speaker
Und es hört auch einfach nicht auf und man ist so wahnsinnig mit diesen leidenden Protagonisten.
01:02:11
Speaker
Ja, das ist glaube ich meine Szene des Films.
01:02:14
Speaker
Ja, also da, ich glaube, jeder, der schon mal in einer Beziehung war, kann das bezeugen.
01:02:17
Speaker
So etwas gibt es.
01:02:19
Speaker
Und da fühlt man dann sehr stark mit.
01:02:21
Speaker
Ja, absolut.
01:02:22
Speaker
Auch auf der Hochzeit, wie gesagt, auch da hatte ich durchaus sehr viel Empathie, für wie das dann auch im ganzen Film über entgleist ist.
01:02:31
Speaker
Ja, wunderbar.
01:02:33
Speaker
Dann, du hast es an uns, ein Fazit zu ziehen, oder?
01:02:37
Speaker
Okay.
01:02:38
Speaker
Bist du bereit?
01:02:40
Speaker
Ja.
01:02:40
Speaker
Okay, Jünter, auf geht das.
01:02:50
Speaker
Ja!
01:02:50
Speaker
Nein!
01:02:51
Speaker
Was?
01:02:51
Speaker
Was?
01:02:52
Speaker
Oh mein Gott!
01:02:58
Speaker
Oh mein Gott!
01:02:58
Speaker
Oh mein Gott!
01:02:59
Speaker
Verklick?
01:03:08
Speaker
Okay.
01:03:08
Speaker
Erklären Sie sich.
01:03:10
Speaker
Erklär du dich erst.
01:03:11
Speaker
Ich muss mich ja nicht erklären.
01:03:13
Speaker
Achso.
01:03:14
Speaker
Du meinst derjenige, der Nein sagt?
01:03:15
Speaker
Das ist absolut ein Film.
01:03:17
Speaker
Der hat die Beweis lassen.
01:03:18
Speaker
Ja klar.
01:03:19
Speaker
Also.
01:03:23
Speaker
Ich sag's mal so.
01:03:26
Speaker
Ich glaube, und deswegen ist das kein faires Urteil.
01:03:29
Speaker
Von meiner Seite aus, glaube ich.
01:03:32
Speaker
Aber weil...
01:03:34
Speaker
Ich glaube, es hat viel damit zu tun, dass mir die ganzen Verhaltensmuster der Charaktere so überhaupt gar nicht gefallen.
01:03:40
Speaker
Ich mag Rachel einfach überhaupt... Nein, ich mag halt Rachel einfach nicht.
01:03:45
Speaker
Ich mag diese Hybris von ihr nicht.
01:03:49
Speaker
Ich mag...
01:03:51
Speaker
ich mag auch Mike nicht, wie er ihm nicht zur Seite steht.
01:03:54
Speaker
Also weißt du, ich hab so dieses vielleicht so ein romantisches Grundbedürfnis, das nicht erfüllt wird und das weiß ich, aber das ist ja nur für mich.
01:04:01
Speaker
Also deswegen mein Urteil, weil ich weiß, der Film ist ja so angelegt, das hab ich ja zu Anfang auch gesagt, man soll sich ja unwohl fühlen.
01:04:07
Speaker
Man soll sich ja beklemmt fühlen.
01:04:09
Speaker
Du musst dich nicht rechtfertigen, dass du gesagt hast, nein.
01:04:12
Speaker
Du wolltest doch, dass ich es erkläre.
01:04:17
Speaker
Deswegen, ich kann das schon einordnen.
01:04:19
Speaker
Von daher, ich finde, das ist wahnsinnig gut gemacht.
01:04:23
Speaker
Aber weil es so gut gemacht ist, war ich am Ende auch froh, dass ich aus dem Film und aus dem Kino wieder rauskomme.
01:04:29
Speaker
Also deswegen, wie gesagt, der Film ist gut gemacht.
01:04:32
Speaker
Das, was er transportieren möchte, das gelingt ihm wahnsinnig gut.
01:04:35
Speaker
Das Einzige, wirklich die größte Kritik, die ich an dem Film habe, ist eben der Emmas Charakter, dass der ein bisschen außen vor gelassen wird, dass sich der am wenigsten von allen entwickelt und sie so als Projektionsfläche eigentlich für alle anderen dient.
01:04:49
Speaker
Und das war, glaube ich, am Ende der Grund, warum.
01:04:54
Speaker
Und vielleicht kann man auch noch sagen, Mike und Rachel, auch wenn die das super spielen, aber vielleicht hätte ich mir noch so ein kleines bisschen mehr von denen auch gewünscht, aber das sind dann nur Nuancen.
01:05:03
Speaker
Aber das ist der Grund, warum ich jetzt gesagt habe, nein, auch wenn ich vorherschicken muss.
01:05:07
Speaker
Das liegt aber vor allem daran, dass ich auch an meiner eigenen Sozialisierung, und das ist das Gute an dem Film, jeder muss das selber entscheiden, sich diese Fragen stellen und jeder wird sie irgendwie anders beantworten.
01:05:17
Speaker
Oh Gott, mein Herz, wow.
01:05:18
Speaker
Das ist gerade... Gut.
01:05:23
Speaker
Und du?
01:05:23
Speaker
Warum du?
01:05:24
Speaker
Warum sagst du ja?
01:05:25
Speaker
Nummer eins, ich finde diesen Film super originell.
01:05:27
Speaker
Und natürlich kann man sich jetzt über das Wort originell streiten, aber ich habe einen solchen Film so lange nicht mehr gesehen und tatsächlich, und leider muss ich es auch kurz sagen, hat es mich so ein bisschen an meinen Nicht-mehr-Freund Lancey Moss erinnert.
01:05:44
Speaker
Hahaha.
01:05:45
Speaker
Und auch, also ich habe nur den Dream-Szenario-Film gesehen, der auch sehr unangenehm ist und tatsächlich über alles hinaus springt, also über alle Grenzen und für mich keine, also ich erinnere den nicht gut.
01:06:02
Speaker
Dafür freue ich mich umso mehr über The Drama.
01:06:04
Speaker
Ich finde...
01:06:06
Speaker
Genau, ich finde den Humor groß.
01:06:09
Speaker
Also man merkt schon diesen nordischen Humor.
01:06:12
Speaker
Und jetzt habe ich zwei kleine Gedankenspiele für dich.
01:06:18
Speaker
Ja, für mich.
01:06:20
Speaker
Oder für alle, die zuhören.
01:06:21
Speaker
Für wen sonst ist ja sonst keiner hier, mit dem du reden kannst.
01:06:25
Speaker
Sollte nicht so überrascht tun.
01:06:26
Speaker
Jeder, der das mitspielen will, kann ja uns dann auch eine Nachricht noch beschreiben oder es uns wissen lassen.
01:06:31
Speaker
Aber...
01:06:33
Speaker
Weil ich habe jemanden diesen Film erklärt, der ihn nicht gesehen hat.
01:06:40
Speaker
Und derjenige hatte dann eine Reaktion darauf, weil wir eben darüber gesprochen haben, ja Waffen und geht es darum, was sie nicht getan hat oder eben gedacht hat, sie würde tun.
01:06:53
Speaker
Der deutsche Konjunktiv, das ist ein großes Geschenk.
01:06:58
Speaker
Und dann meinte dieser jemand eben, und ich weiß nicht, erinnerst du dich an die Serie Baby Reindeer?
01:07:05
Speaker
Nee.
01:07:06
Speaker
Okay.
01:07:06
Speaker
Ich hab den Namen mal gehört, aber hab nie gesehen, nie wirklich so gelesen.
01:07:09
Speaker
Die Hauptprotagonistin ist eben eine, jetzt nicht vom...
01:07:16
Speaker
Standard ausgehend ästhetisch schöne Frau.
01:07:19
Speaker
Sie ist jemand, der eben speziell ist.
01:07:24
Speaker
Und dieser jemand hat dann eben gesagt, ja, aber was... Also Zendaya kann man eben diese Rolle geben und dieses Spiel mitspielen.
01:07:33
Speaker
Und dann gibt es irgendwie Procons.
01:07:35
Speaker
Man geht mit mir mit und sagt so, ja, aber mein Gott, sie war ja 15.
01:07:38
Speaker
Aber was wäre dann gewesen, hätte man jemanden mit weniger Star-Aura besetzt?
01:07:47
Speaker
Und das fand ich spannend.
01:07:50
Speaker
Weil ich weiß nicht, ob man dann auch sofort gesagt hatte, nee, das verurteile ich jetzt auch.
01:07:54
Speaker
Oh Gott, ja, sie ist ja Psychopath.
01:07:56
Speaker
Natürlich, man sieht es ja.
01:08:00
Speaker
Oh, das ist eine sehr interessante Frage.
01:08:02
Speaker
Ja.
01:08:03
Speaker
Die geht jetzt an mich, oder?
01:08:05
Speaker
Ja, an alle, die mitspielen wollen.
01:08:07
Speaker
Wir können auch kurze Pause lachen und sagen, denkt da kurz drüber nach.
01:08:12
Speaker
Schreibt jetzt die E-Mail, dann beantwortet Basti.
01:08:14
Speaker
Aber dann sitzen wir hier, glaube ich, noch ein bisschen.
01:08:16
Speaker
Ja, ich glaube auch vor allem, es gibt ja auch diese wahnsinnig große technische Errungenschaft, die nennt sich Pauseknopf.
01:08:20
Speaker
Da könnte man auch tatsächlich dann kurz draufdrücken.
01:08:24
Speaker
Aber ich finde das ein wahnsinnig spannender Gedankengang tatsächlich, weil ich glaube, und ich glaube, das ist absolut richtig.
01:08:31
Speaker
Es gibt ja auch die Frage, die durchaus gestellt wurde, warum hat denn Christopher Borgley auch eine, ich meine, Zendaya ist ja auch schwarz, sie ist eine Frau, das sind jetzt nicht unbedingt gerade die Charakter, die auch...
01:08:49
Speaker
Der Typus, der am häufigsten solche Amokläufe begeht, die sind meistens weiß, meistens männlich, überwiegend.
01:08:57
Speaker
Wie gesagt, die Zahlen im Film, die Faktchecke ich dir selber, aber das weiß ich mit Sicherheit, meistens weiß, meistens männlich.
01:09:04
Speaker
Und warum hat er denn die Rolle dann mit Zendaya besetzt?
01:09:07
Speaker
eben auch, weil er ganz genau wusste, dass die Besetzung dieser Rolle mit einer schwarzen Frau andere Reaktionen auslösen wird, als mit einem weißen Mann.
01:09:17
Speaker
Also von daher, wenn das Christopher Borgley bewusst ist, und da stimme ich ihm vollkommen zu, ähm,
01:09:23
Speaker
Ist das wohl so, wie das deine Freundin oder du gerade vorgetragen hast?
01:09:27
Speaker
Also wir projizieren ja bei jedem Film und deswegen verdienen ja SchauspielerInnen auch so viel, weil sie natürlich ein unglaublicher Magnet für den Film sind.
01:09:39
Speaker
Leute projizieren ja tatsächlich, egal wie gut eine Schauspielerin oder eine Schauspielerin eine Rolle spielt, projizieren ja natürlich ganz, ganz viel auf diese SchauspielerInnen.
01:09:49
Speaker
Das ist ja schon das Aussehen.
01:09:50
Speaker
Ich meine, ich kann einen Brad Pitt in Legends of the Falls nur deswegen so anschmachten, weil er halt auch wirklich ein wahnsinnig gut ausschüttender Mann in der untergehenden Sonne ist.
01:10:00
Speaker
Das würde jetzt mit mir weniger gut funktionieren.
01:10:02
Speaker
Also von daher ist das sicherlich ein Punkt und der ist wichtig und ich glaube, dass man sich aber beim Film dessen auch relativ stark oder sehr bewusst ist.
01:10:12
Speaker
Ja, und dann ein zweites und dann haben wir diesen Film auch im Kasten.
01:10:19
Speaker
Kommt von der gleichen Unterhaltung und zwar geht es eben nochmal zurück zu diesem Waffenthema.
01:10:26
Speaker
Und man hat ja, also Waffen sind Amerika erlaubt, es gibt Waffen, aber auch die meisten westlichen Filme sind sehr amerikanisiert.
01:10:35
Speaker
So alle großen wirklich Hollywood-Blockbuster haben Waffen.
01:10:41
Speaker
Pulp Fiction beispielsweise.
01:10:44
Speaker
Und das ist cool.
01:10:45
Speaker
Es hat einen totalen... So alle Scorsese-Filme, was wären Scorsese-Filme ohne Waffen?
01:10:51
Speaker
Es hat ja einfach wirklich einen Coolness-Faktor, der ja davon geht, um dann wiederum von da aus zu gehen, zu sagen, naja, natürlich braucht man irgendwie Waffen.
01:11:00
Speaker
Natürlich hat das irgendwie einen gewissen Flair.
01:11:03
Speaker
Und dann...
01:11:04
Speaker
Das ist nur über der visuellen Ästhetik, von der ja auch im Film gesprochen wird.
01:11:08
Speaker
Genau, ja.
01:11:09
Speaker
Und es ist halt einfach so superpräsent.
01:11:13
Speaker
Und es hat ja auch eine Spannung.
01:11:17
Speaker
Welche andere Waffe ist so superpräsent und so sofort gefährlich wie eine Schusswaffe?
01:11:27
Speaker
Klar gibt es Küchenmesser, so ist es mehr im alltäglichen Gebrauch, aber auch mit dem Küchenmesser.
01:11:31
Speaker
Man muss halt dann immer nah an der anderen Person sein, damit es überhaupt irgendwie gefährlich wirkt.
01:11:36
Speaker
Weil wenn du jetzt irgendwie über die Kamera dein Messer in die Hand hast,
01:11:40
Speaker
fühle ich mich jetzt nicht eingeschüchtert.
01:11:43
Speaker
Also wenn ich aber jetzt bei dir eine Waffe sehen würde, denke ich auch so, oh, crazy.
01:11:48
Speaker
Und dann, und das einfach nur, damit verabschiede ich mich dann eben auch, aber wir haben dann so ein bisschen rumgesponnen und haben gesagt, was wäre denn zum Beispiel, wenn man jetzt unseren lieben neuen Freund, die KI beauftragt, in einem großen Film die Schusswaffe mit einem Stift zu ersetzen?
01:12:06
Speaker
Denk mal drüber nach.
01:12:12
Speaker
Da werde ich mal drüber nachdenken.
01:12:16
Speaker
Auf jeden Fall würde jeder Film dadurch gleich ins Genre der Komödie verpflanzt werden, würde ich jetzt mal sagen, wenn du überlegst, dass Leute mit... Aber ich weiß, das geht ja darüber hinaus.
01:12:27
Speaker
Also ich möchte das jetzt darauf nicht reduzieren.
01:12:30
Speaker
Ich bin ja sowieso... Ich glaube, wenn wir auch über Kultur sprechen...
01:12:34
Speaker
Und über Waffengebrauch, da müssen wir aber auch natürlich über Film reden.
01:12:38
Speaker
Also Film ist popkulturell eines der Medien, das Gesellschaften nachhaltig mitprägt.
01:12:47
Speaker
Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin an einem Punkt mittlerweile, wo ich...
01:12:52
Speaker
Da wirklich auch Probleme mit hab.
01:12:53
Speaker
Also ich weiß nicht, als ich das letzte Mal, und das ist jetzt ein bisschen her, als ich June 2 gesehen hab, noch nicht mal da.
01:12:56
Speaker
Ich hab da noch Tron, Aries hab ich irgendwie letztens gesehen im Kino, den fand ich wirklich ganz schlecht.
01:13:02
Speaker
Sorry, den fand ich wirklich, der hatte keinen Inhalt.
01:13:05
Speaker
Muss man nicht gesehen haben, genau an dieser Stelle.
01:13:08
Speaker
Aber auch deshalb, weil es alles reduziert wird auf diesen Konflikt, der mit Waffen ausgetragen wird.
01:13:14
Speaker
Und es ist in so vielen Filmen der Fall.
01:13:16
Speaker
Es ist so überpräsent.
01:13:18
Speaker
Es ist wirklich so inflationär in Filmen.
01:13:21
Speaker
Und ich habe mittlerweile, ich bin überzeugt davon, dass es unseren Gesellschaften nicht hilft, wenn wir immer wieder diese selben Projektionsflächen anbieten.
01:13:31
Speaker
Ich habe da mittlerweile, bin ich da ein bisschen abgestumpft und finde, es ist einfach zu viel.
01:13:36
Speaker
Ja, genau.
01:13:37
Speaker
Genau, das nur von meiner Seite aus noch dazu, weil ich glaube, es sollte ja irgendwie eine Frage sein, die habe ich jetzt einfach mal so vorweggenommen.
01:13:44
Speaker
Ja, gut.
01:13:45
Speaker
Ja, okay.
01:13:46
Speaker
Gut, dann, liebe Emilia, dann kommen wir zur... Meine Lieblingsrubrik.
01:13:53
Speaker
Zur Szene der Woche.
01:13:55
Speaker
Die Szene der Woche.
01:13:57
Speaker
Also, hiermit spreche ich nochmal eine Empfehlung aus.
01:14:02
Speaker
Und zwar gibt es eine Serie, die da heißt The Landman.
01:14:06
Speaker
Da ist jetzt die Staffel 2 rausgekommen.
01:14:09
Speaker
Und die doch etwas sehr brutale erste Staffel geht aber über und hält plötzlich Familienwerte ganz weit oben.
01:14:18
Speaker
Und es gibt eine, also die Szene der Woche wäre jetzt einfach erstmal meine Serie der Woche, aber es gibt auch
01:14:26
Speaker
Es geht um Vergebung und es geht um Zusammenhalt.
01:14:29
Speaker
Und da gibt es eben eine Szene, wo The Landman von seinem wirklich anstrengenden Job, also The Landman, kann man kurz sagen, was das ist, Landmans kümmern sich ums Ölgeschäft in Amerika.
01:14:41
Speaker
Und ums Land eben, um zu gucken, wo darf man bohren, was muss man dafür bezahlen.
01:14:46
Speaker
Und fahren eben auch vier Autos.
01:14:47
Speaker
Und dann kommt er nach Hause und sieht einmal den aus dem Altersheim geholten Vater lachen zusammen mit seiner Ex-Frau und wieder zu werdenden Frau und der Tochter.
01:15:04
Speaker
Und es gibt einfach eine so schwierige,
01:15:08
Speaker
schön versöhnliche Szene.
01:15:10
Speaker
Und dann nimmt er auch kurz seine Frau zur Seite und sagt nochmal, okay, wir müssen halt, oder er will wieder anfangen, das Leben so zu leben, wie es da ist und die schönen Dinge genießen und eben nicht alles in die Arbeit untergehen zu lassen und immer nur Brandherde zu löschen, sondern eben Ja zum Leben zu sagen und eine positivere Einstellung zu haben.
01:15:31
Speaker
Und das fand ich sehr schön und das fand ich sehr gefreut.
01:15:33
Speaker
Und es kommt eine dritte Staffel, das haben sie damit hochunterhaltig versprochen, aber
01:15:37
Speaker
Kann man sehr gut schauen.
01:15:40
Speaker
Sehr schön.
01:15:41
Speaker
Das war ein sehr schöner Vortrag.
01:15:43
Speaker
Danke.
01:15:44
Speaker
Ich habe auch eine.
01:15:46
Speaker
Und zwar habe ich mir nochmal alle Folgen von Ted Lasso angeschaut.
01:15:51
Speaker
Steht auf meiner Liste.
01:15:54
Speaker
Ich finde Ted Lasso, das war schon das zweite Mal, ich glaube, ich habe mir noch keine Serie ein zweites Mal angeschaut.
01:16:00
Speaker
In diesen Zeiten ist das wie so eine warme Decke, finde ich.
01:16:05
Speaker
So eine warme Kuscheldecke.
01:16:07
Speaker
Ich meine, wir wissen alle, die Welt ist im Moment
01:16:09
Speaker
was sie ist.
01:16:11
Speaker
Aber deswegen ist diese Serie einfach wunderschön.
01:16:14
Speaker
Und es gab eine Szene, und die hat mich tatsächlich sehr, sehr berührt.
01:16:18
Speaker
Die fand ich richtig gut.
01:16:20
Speaker
Da geht es darum, also die Managerin des Fußballclubs, ich hole jetzt nicht zu weit aus, die sind in Amsterdam, die haben dann, also von dem englischen Fußballclub, der Club ist in Amsterdam für ein Freundschaftsspiel.
01:16:31
Speaker
Und nachdem das Spiel zu Ende ist, entscheiden sich alle, durch die Stadt zu ziehen, die Stadt unsicher zu machen.
01:16:36
Speaker
Und sie klingt sich irgendwie aus, will sich die Stadt anschauen, steht auf einer Fahrradbrücke in Amsterdam und wird von einem Fahrrad mitgerissen und fällt über die Brücke ins Wasser.
01:16:46
Speaker
Und auf einem Hausboot eben in einer dieser Grachten ist ein Typ, der sieht das, der holt sie dann an Bord, lässt sie dort duschen und seinen Wäschetrockner benutzen, um wieder frisch zu werden.
01:16:57
Speaker
Und zwischen denen entwickelt sich dann aber etwas und das ist total schön und sie frägt ihn dann aber, bleibt aber relativ harmlos.
01:17:04
Speaker
Es kommt nicht zum Äußersten, wie ich glaube meine Urgroßmutter gesagt hätte.
01:17:10
Speaker
Und dann reden sie aber und dann frägt sie ihn eben auch nach seiner eigenen Geschichte, weil er hat auf einmal, er hat noch Klamotten von Frauen in der Wohnung.
01:17:16
Speaker
Sollte das nicht eine rote Fahne für mich sein?
01:17:19
Speaker
Dann erlangen sie an, dann erklärte er halt, seine ehemalige Beziehung ist zu Ende gegangen.
01:17:23
Speaker
Und mit der Tochter, das hat ihn damals, sie wäre ihm untreu gewesen, das hat ihn damals extremst zugesetzt und sein Leben beinahe zerstört.
01:17:33
Speaker
Und dann sagt er aber, aber nur bis zu dem Punkt,
01:17:36
Speaker
Ich sage es auf Englisch, weil es funktioniert tatsächlich nur auf Englisch.
01:17:39
Speaker
But only up to the point when I realized that things in life don't happen to me, but they happen for me.
01:17:48
Speaker
Und das ist ein wahnsinnig schöner Satz und ich gebe mir Mühe, mein Leben an diesem Satz auszurichten und ich glaube, damit kann man den Ereignissen im eigenen Leben vielleicht ein klein wenig mehr Positivität abgewinnen.
01:18:02
Speaker
Das war meine Szenier-Reform.
01:18:03
Speaker
Das ist doch ein fantastischer Abschluss.
01:18:06
Speaker
Ja, ich finde auch.
01:18:06
Speaker
Wir haben das heute ganz gut hingekriegt, glaube ich.
01:18:08
Speaker
Fürs erste Mal wieder so einen Trockenstart hingelegt, oder?
01:18:12
Speaker
Und ich fühle mich jetzt auch um einiges leichter, weil endlich ist dieses furchtbare Geheimnis meiner Schildkröte über den Äther in die Welt hinaus.
01:18:21
Speaker
Es ist immer noch sehr bedauerlich und furchtbar, aber jetzt weiß es die Welt und...
01:18:27
Speaker
Ja, es lastet nicht mehr so mein Schurteil.
01:18:29
Speaker
Vielleicht hört sie das, vielleicht klingelt sie und sagt, Basti, ich vergebe dir.
01:18:33
Speaker
Ich habe es geschafft.
01:18:33
Speaker
Die anderen Schönkröten haben mich wieder zurück aufs Land aufgepäppelt und aufs Land zurückgestupst.
01:18:40
Speaker
Ja, ich wage das sehr zu bezweifeln, aber bleiben wir jetzt mal bei diesem Narrativ, um auf einer positiven Note zu enden.
01:18:48
Speaker
Liebe Emilia, es war ja ein großes Fest.
01:18:50
Speaker
Ich freue mich jetzt auf die ganze dritte Staffel mit dir.
01:18:53
Speaker
Ich bin ja auch.
01:18:54
Speaker
Wir sehen uns und hören uns in zwei Wochen.
01:18:57
Speaker
Und

Abschluss und Ausblick

01:18:59
Speaker
mit euch.
01:18:59
Speaker
Schön, dass ihr dabei wart.
01:19:01
Speaker
Wir sagen Tschüss.
01:19:03
Speaker
Tschüss.
01:19:04
Speaker
Ganz, ganz liebe Grüße bis in zwei Wochen.
01:19:05
Speaker
Wir freuen uns auf euch.
01:19:07
Speaker
Danke fürs Zuhören.
01:19:08
Speaker
Bis dann.
01:19:08
Speaker
Danke.
01:19:08
Speaker
Ciao.
01:19:10
Speaker
Ciao.
01:19:11
Speaker
Das war Muss man gesehen haben mit Emilia Bernsdorf und Bastian Fischer.
01:19:17
Speaker
So, das Urteil ist gefallen.
01:19:20
Speaker
Wie Forrest Gump sagen würde, das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen.
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Speaker
Man weiß nie, was man kriegt.
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Speaker
Genau wie bei Filmen.
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Speaker
Manchmal ein Treffer und manchmal... Reden wir lieber nicht drüber.
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Speaker
Und jetzt kommt der Teil, wo wir euch brauchen.
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Speaker
Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst uns eine Bewertung da.
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Speaker
Kommentiert, schreibt uns, sagt uns eure Meinung.
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Speaker
Wir lesen wirklich alles.
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Speaker
Auf Instagram findet ihr uns auch.
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Speaker
Hinter den Kulissen, mit Kino-News und gelegentlich auch Fotos von uns.
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Speaker
Wie Schwarzenegger schon sagte, I'll be back.
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Speaker
In unserem Fall, we'll be back.
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Speaker
Bis in zwei Wochen mit dem nächsten Film.
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Speaker
Tschüss.