Transcript
Speaker: Willkommen zu einer neuen Ausgabe Muss man gesehen haben.
Speaker: Ihr sind eure Gastgeber Emilia und Bastian.
Speaker: Und wir sind zurück!
Speaker: Wir sind tatsächlich zurück.
Speaker: Wunderbar, dich zu sehen, liebe Emilia.
Speaker: Hallo, lieber Masti.
Speaker: Wie toll.
Speaker: Was für eine lange Pause.
Speaker: Aber wir haben jetzt viel nochmal den Frühjahrespunst drüber gehen lassen.
Speaker: Wir haben ein neues Logo.
Speaker: Wir haben uns neue Sachen überlegt.
Speaker: Wir waren natürlich trotzdem auch im Kino.
Speaker: Und haben uns dann natürlich eher privat ausgetauscht.
Speaker: Aber jetzt, liebe Zuhörende, wir sind zurück.
Speaker: Wir waren wieder im Kino.
Speaker: Wir sitzen wieder vor unserem Mikrofon.
Speaker: Und ich freue mich absolut und ganz doll darauf, diese neue Episode unserer Staffel 3 mit dir anzufangen.
Speaker: Da freue ich mich auch total drauf und ich muss schon mal kurz sagen, also als ich dich jetzt gerade hier zum ersten Mal auf diesem Bildschirm begrüßen durfte, weil wir zeichnen das ja remote auf, es war einfach schön, diese Vorfreude, dieser Enthusiasmus, den du gleich an den Tag gelegt hast, jetzt geht's wieder los, jetzt drücken wir auf den Aufnahmeknopf, das war wunderschön und mir geht's genauso, auch wenn ich natürlich dein Gesicht da nicht auch nur im Entferntesten dem nahe kommen kann, diesem Enthusiasmus, aber ich freue mich wahnsinnig.
Speaker: Also, sollen wir denn dann gleich mal einsteigen?
Speaker: Was haben wir uns
Speaker: Okay.
Speaker: Um es trotzdem vorher nochmal gesagt zu haben, unsere Review des Filmes The Drama wird nicht ohne Spoiler stattfinden.
Speaker: Also wir werden definitiv spoilern.
Speaker: Wer das Marketing mitbekommen hat, was ja ein unglaubliches Marketing war,
Speaker: und sich jetzt fest vorgenommen hat, diesen Film zu gucken, sollte das tun, bevor er die Folge hört oder er geht eben mit unseren Spoilern in den Film und macht sich dann sein ganz eigenes Bild.
Speaker: Aber ja, sollen wir wieder mit der ersten Frage anfangen, bevor wir richtig nochmal sagen, worum es geht.
Speaker: Lieber Basti, in welchem Kino und wo hast du denn diesen Film eigentlich gesehen?
Speaker: Das war ganz witzig, weil ich hatte tatsächlich eine ziemlich volle Woche diese Woche und ich hab mir gedacht, ich muss mir den anschauen, nach München reinfahren und dann hab ich aber mal zur Sicherheit geschaut, aber auch bei mir um die Ecke läuft und dann war die eine englische Führung
Speaker: In den nächsten, ich glaube, da gibt es gar keine mehr, die nächsten zwei Wochen keine einzige, war dann genau an dem Abend, wo ich ins Kino gehen wollte und dann war ich tatsächlich langweilig, zwar bei mir um die Ecke im Cineplex, aber es war zeitlich einfach total schön, weil ich hatte keine weite Anreise und habe mich dann da mit Popcorn und mit einigen anderen Süßigkeiten eingedeckt.
Speaker: Etwas zu viel, wenn du nicht sagst, aber ich habe es trotzdem sehr genossen.
Speaker: Wie toll, dass der Film auch eine gewisse angenehme Länge hat.
Speaker: Dass man denkt, mit einer Pappung Popcorn kommt man da gut durch, oder?
Speaker: Du meinst, die Tendenz geht ja eher so zu den drei Stündern als zu den eineinhalb Stündern.
Speaker: Da hast du recht.
Speaker: Das ist so eine überschaubare Länge.
Speaker: Dafür kann man sich dann auch mal den Abend frei halten.
Speaker: Bei manchen anderen Filmen muss man sich ja gleich überlegen, ob man sich dafür Urlaub nimmt.
Speaker: In diesem Fall hat das ganz gut funktioniert tatsächlich.
Speaker: Ja.
Speaker: Und du, wo warst du?
Speaker: Ich war mal wieder im neuen Off in der Kette der York-Kinos an der Hermannstraße.
Speaker: Und da war ich das letzte Mal, als wir den Conclave-Film besprochen haben.
Speaker: Und habe da sehr gute Erinnerungen dran.
Speaker: Und da habe ich sehr gefreut, da eine Vorstellung zu finden, die wiederum bei mir auch in eine sehr gute Abendplanung gepasst hat.
Speaker: Das ist doch der Saal mit den blauen Plüschsesseln, oder?
Speaker: Genau.
Speaker: Ja, sie haben einen Saal.
Speaker: Ja, da war ich auch schon.
Speaker: So schön.
Speaker: Also, liebe Leute, unterstützt das York Kino.
Speaker: Es gibt diese wunderbare York Unlimited Karte, wo man 20 Euro im Monat zahlt und dann in jeden Film einfach so gehen kann.
Speaker: Ein wunderbares Kino-Konzept.
Speaker: Ja.
Speaker: Und das ist wahre Liebe, weil da gibt es keine Sponsoring-Gelder dafür.
Speaker: Noch nicht.
Speaker: Liebes Jörg Kino, wir nehmen das Sponsoring gerne an.
Speaker: Ich zahle trotzdem auch gerne die 20 Euro, aber ich halte das für ein ganz, ganz tolles Kinokonzept.
Speaker: Das darf man gerne tun.
Speaker: Finde ich auch, da bin ich ganz bei dir.
Speaker: Also, worum geht es im Film The Drama?
Speaker: Wir als Zuschauer lernen ein Paar kennen, Emma und Charlie, die eine Woche vor ihrer geplanten Hochzeit stehen.
Speaker: Bei einem Treffen mit ihren Trauzeugen, ich glaube, das ist relativ normal, dass man da nochmal über das Essen geht, Weine entscheidet.
Speaker: Zum Probeessen.
Speaker: Zum Probeessen, genau.
Speaker: Kommt es dann etwas sehr betrunken zu einem Spiel, das dann verhängnisvoll für die beiden sein wird.
Speaker: Also, Basti, was ist das Schlimmste, was du je getan hast?
Speaker: Ich hatte diese Frage befürchtet.
Speaker: Oh mein Gott, nee, hab ich wahrscheinlich nicht, sonst hätte ich mich besser drauf vorbereitet.
Speaker: Oh, das ist, oh.
Speaker: Oh, die ganz kurze Antwort.
Speaker: Ich glaube, das wird tatsächlich einige erschüttern.
Speaker: Ich habe mal aus Versehen eine Schildkröte umgebracht.
Speaker: Ja, ich weiß.
Speaker: Das ist auch gar nicht lustig, überhaupt gar nicht lustig, aber du wolltest es wissen.
Speaker: Aber die Geschichte müsst ihr natürlich erzählen, weil das war natürlich sehr unglücklich.
Speaker: Ich war im Park spazieren und ein Hund hat eine Schildkröte angegriffen.
Speaker: Ich glaube, das musst du erklären, ich wollte gerade sagen, weil in Deutschland kommt das gar nicht so oft vor, dass man Schildkröten trifft.
Speaker: Nein, nein.
Speaker: Ich habe noch in Griechenland gelebt und war beim Park spazieren bei uns um die Ecke und ich habe einen Hund gesehen, der eine Schildkröte attackiert hat und habe dann die Schildkröte, dachte ich, vor diesem Hund gerettet.
Speaker: Und wollte sie in Sicherheit bringen, aber mir ist eine wirklich verhängnisvolle Verwechslung passiert.
Speaker: Das war nämlich eine Landschildkröte und keine Wasserschildkröte.
Speaker: Und habe diese Schildkröte dann in den See, der dort war, getan.
Speaker: Mit so einer guten Intention.
Speaker: Ja, natürlich bringe ich keine Schildkröten um und vor allem hänge ich auch an denen sehr.
Speaker: Ich habe ja schon einige Filme zu ihnen gemacht, das war allerdings vor den ganzen Filmen schon eine Zeit lang her, da hatte ich dieses biologische Grundwissen noch nicht, um da klar unterscheiden zu können.
Speaker: Dann habe ich sie ins Wasser gelegt.
Speaker: Und dann erst, ich weiß nicht woher, habe ich gesehen, ist eine Schildkröte auf mich zugeschwommen und es war eindeutig, dass das, die ich hatte, war keine.
Speaker: Aber das war ein See, der hatte kein Ufer, sondern da ist es ganz steil reingegangen und das Wasser war trüb und ich habe die Schildkröte nicht mehr gefunden.
Speaker: Also das ist das Schlimmste, was ich vielleicht je gemacht habe.
Speaker: Ich bin froh, dass du das gut vorbereitet hast.
Speaker: Und das bedauere ich noch.
Speaker: In Gedanken an die Schönkröte.
Speaker: Oh Gott.
Speaker: Immer fast eigentlich jeden Tag, aber dass das mir damals passiert.
Speaker: Wie schaut es denn bei dir aus?
Speaker: Ich werde das nicht preisgeben.
Speaker: Ich weiß, ich habe eigentlich damit gerechnet, dass du sagst, liebe Emilia, das geht zu weit.
Speaker: Danke für die Frage, denn das ist natürlich die große Frage, die dann eben...
Speaker: mehr oder minder das Verhängnis des Paares bedeutet.
Speaker: Und dazu können wir auch sagen, das sind die allerersten 15 Minuten.
Speaker: Also bisher haben wir noch nicht groß was gespoilert.
Speaker: Wir würden da jetzt aber einsteigen.
Speaker: Denn Emma
Speaker: Hat.
Speaker: Übrigens bester Name für eine Protagonistin in einem Film.
Speaker: Mit Abstand.
Speaker: Also im realen Leben wie auch im Film finde ich Emma ein ganz, ganz toll.
Speaker: Einem wunderschönen Film.
Speaker: Namen meine ich, genau.
Speaker: Wir können ja kurz sagen, also Charlie wird gespielt von Richard Pattinson, Richard Robert Pattinson und Emma wird gespielt von der wunderbaren, gerade überall sehr
Speaker: sehr im Mittelpunkt präsenten Sender.
Speaker: Ich bin ein großer Fan dieser wunderbaren, tollen Schauspielerin, die aus dem Disney kommt und Imperium kommt und es wirklich in großartige Filme geschafft hat.
Speaker: Sie spielt die Hauptrolle bei Euphoria Staffel 3, jetzt zu sehen bei HBO.
Speaker: Auch da, liebe Leute, gibt es noch keine Zusammenarbeit.
Speaker: Wer noch mitspielt, ist Eleanor Haim als Rachel, die beste Freundin von Emma.
Speaker: Und Mahmoud Athif spielt den Mike, der beste Freund von Charlie.
Speaker: Und es gibt eine ganz tolle Jung-Schauspielerin, die die junge Emma in den Flashbacks übernimmt.
Speaker: Und das ist Jordine Couré.
Speaker: Courage.
Speaker: Geschrieben und Regie geführt hat Christopher Borkley, den man eventuell aus Dream-Szenario kennt.
Speaker: Da die Frage an dich, hast du den gesehen?
Speaker: Nein, habe ich nicht gesehen.
Speaker: Ich habe ihn gesehen und muss sagen, dass auch da das Marketing sehr, sehr gut funktioniert hat.
Speaker: Da kann ich wirklich sagen, ich bin so begeistert von allem, was man gesehen hat.
Speaker: Die ganzen Poster, die kleinen Snippets über dem Film The Drama und trotzdem einfach so kalt erwischt wurde, weil man nicht wusste, worum es geht.
Speaker: Was sagst du dazu?
Speaker: Ich habe das Marketing gar nicht so verfolgt, tatsächlich muss ich eingestehen, aber was natürlich schon, würde ich sagen mal, so omnipräsent war, war eben, dass sehr stark auf die Charaktere, also auch die Beziehung von, also die beiden SchauspielerInnen wurden stark in den Mittelpunkt gestellt.
Speaker: Also Robert Pattinson und Zendaya eben, es gab ja so diese, ich habe nur die Bilder gesehen, die es dazu gab, die hatten ja so wie so Familienalbenbilder, waren die so ein bisschen so etwas mit noch dem alten Korn von Filmen versehen, so diese alten auch so super acht Farben ein bisschen und das habe ich mitverfolgt, das ist schon deshalb, ich würde mal sagen, das Hauptmarketing waren die beiden Schauspieler.
Speaker: Also Zendaya und Robert Pattinson, auf die hat sich das sehr, sehr stark fokussiert.
Speaker: Ja, um die geht das ja hauptsächlich auch.
Speaker: Also es ist, man isst viel mit ihnen zusammen in der Beziehung.
Speaker: Man sieht, also auch was Schöne, was da passiert ist, ist, man...
Speaker: Der Film steigt ein in der ersten Kennenlern-Szene von Charlie, der wie vom Blitz getroffen ist von Emma, die in einem Café sitzt und ein Buch liest.
Speaker: Und als sie sich einen Refill Cup holt, fotografiert er stillheimlich das Buch.
Speaker: schlägt das im Internet nach, um sozusagen den ersten Anlauf zu nehmen und eine Anlaufstelle zu haben, um mit ihr ins Gespräch zu kommen.
Speaker: Sie sitzt aber mit ihrem Kopfhörer in ihrer eigenen Ecke, liest dieses Buch, denn der braucht nur einen, denn sie ist auf dem anderen Auge, äh Auge, Ohr, taub.
Speaker: Und auch da, das ist mir im Nachhinein nochmal sehr präsent in Erinnerung wiedergekommen, ist diese erste Szene, die diese Nahaufnahme auf ein Ohr zeigt.
Speaker: Und dann habe ich mal überlegt, ob ich jemals ein Ohr so präsent in einem Film gesehen habe.
Speaker: Fällt dir da was ein?
Speaker: Also ja, das ist schon sehr, hat mich auch gleich so, weil ich bin ja immer jemand, der so gerne auf die ersten Bilder schaut und so einfach so ein, ja, aus Makroperspektive aufgenommenes Ohr, mehr oder weniger, ist schon sehr manieristisch, sag ich mal.
Speaker: Das hab ich so noch nie gesehen.
Speaker: Also nicht, dass ich mich erinnern kann, ich überlege gerade.
Speaker: Also irgendwie gab's natürlich schon Ohren, aber jetzt so als erster Schuss eines Films, so als Eröffnung, glaub ich nicht.
Speaker: Nee.
Speaker: Und du?
Speaker: Ich bin auf keinen gekommen.
Speaker: Da wäre natürlich auch die Frage, ob es wirklich ihr Ohr war.
Speaker: Vielleicht war es ein Ohrdubel.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Es gibt Fußdubel und Handdubel in Filmen sehr oft.
Speaker: Ich habe gehört, Produbel werden am besten bezahlt.
Speaker: Es gibt auch Produbel.
Speaker: Ja, ja, natürlich, selbstverständlich.
Speaker: Ja, um kurz einen Einblick in das schöne Business Film nochmal zu geben.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Und von der ersten Szene kommt es dann direkt zu Charlie, der seine Traurerede vorbereitet.
Speaker: Und sie ist sehr emotional, er macht das vor seinem besten Freund, dem Trauerzeugen, der ihm sozusagen hilft und nochmal ein paar Tipps und
Speaker: Tricks gibt, denn sein bester Freund ist auch schon verheiratet und es gibt dann eine sehr rührende und von da kommt man dann auch sofort und beginnt eine Beziehung aufzubauen, sowohl zu ihm als auch eben zu seiner zukünftigen Frau Emma.
Speaker: An der Stelle nur ganz kurz, dieser Übergang allerdings, muss ich sagen, also von dem Kennenlernen und dann zu diesem Ehegelöbnis, das er ja dann dort quasi schreibt, das ist ein Übergang, den muss man aber erstmal so ein bisschen verstehen.
Speaker: Also es ist nicht so, man weiß nicht genau, was passiert und das setzt sich eigentlich durch den Film auch hinweg so durch,
Speaker: weiter fort.
Speaker: Es ist der ganze Schnitt in dem Film, es springt sehr stark hin und her.
Speaker: Es hat so was sehr Disorientierendes manchmal und es ist ganz bewusst gewählt und das merkt man dort schon.
Speaker: Und warum wird dann später auch klar.
Speaker: Genau, aber zum Schnitt kann man sagen, habe ich sehr darüber gefreut, mal wieder
Speaker: einen Film zu sehen, in dem Szenen ausgehalten wurden.
Speaker: Also es ist nicht das typische Hollywood, alles muss hintereinander geschnitten werden und es ist irgendwie stressig.
Speaker: Es gibt sehr lange Szenen.
Speaker: Es gibt Szenen in Räumen, wo der Raum erzählt wird und miteinander eben auch.
Speaker: Es gibt sehr große
Speaker: Große Nahaufnahmen, die aber dann eben auch ausgehalten werden, um dann wieder zurückzuspringen und wieder beim Raum zu sein.
Speaker: Was ich irgendwie jetzt herausbekommen habe, ist, dass es in Boston spielt.
Speaker: Das war jetzt aber in der Recherche.
Speaker: Das habe ich als Funfact tatsächlich bei mir stehen.
Speaker: Jetzt habe ich das schon weggenommen.
Speaker: Nein, gar nicht.
Speaker: Es gibt so viele.
Speaker: Ich habe es so gelesen, ich weiß nicht, ob es dir auch so geht, weil Christopher Borkley hat gemeint, norwegischer Regisseur übrigens, dass er so ein
Speaker: Stimmt tatsächlich, ja finde ich auch.
Speaker: Der hat sowas Trockenes, diese Satire.
Speaker: Es ist tatsächlich, weil er findet, Boston ist eine der europäisch wirkendsten Städte in den USA und er wollte genau dieses Gefühl, also nicht dieses große Wolkenkratzergefühl, das man so kennt, sondern so ein bisschen eher so dieses kleinere, kleinteiligere, etwas intimere und deswegen hat er sich Boston ausgesucht.
Speaker: Aber man merkt es nicht wirklich.
Speaker: Also ich war schon mal in Boston und am Ende habe ich mich tatsächlich gefragt, zu sagen, okay, war es jetzt, das war schon eine amerikanische Stadt, aber welche jetzt genau, wusste ich nicht.
Speaker: Also in der Recherche bin ich dann darauf getroffen und war so, okay, Boston, na gut.
Speaker: Hahaha.
Speaker: Ich war noch nie in Boston, muss ich ehrlich gestehen.
Speaker: Ich habe immer wieder schöne Sachen darüber gehört.
Speaker: Aber ich finde, die Stadt spielt jetzt tatsächlich auch eine wenig große Rolle.
Speaker: Es ist ja eher so eine psychologische Introspektive, die sich dann eben auch um Beziehungen von Menschen dreht und wie schnell solche Beziehungen sich auch ändern können, wechseln können.
Speaker: Genau, darum geht es ja eigentlich.
Speaker: Also springen wir direkt rein.
Speaker: Was heißt direkt?
Speaker: Also ich wäre jetzt als nächstes zum Probeessen gegangen, wo dann tatsächlich ja das große Geheimnis gelüftet wird.
Speaker: Ja, und zwar, wie was ich schon gesagt habe, man merkt ein sehr nahestehendes Paar Menschen, die sich miteinander arrangiert haben.
Speaker: Sie leben in einer so traumhaften Wohnung, wie so Nettwohnung, mit einer sich kringelnden Treppe zum Schlafzimmer.
Speaker: Es ist wirklich...
Speaker: Etwas, wo man, also mit tollen, großen Gemälden ist das eine sehr helle Wohnung.
Speaker: Die Wohnung geht auch, hat ein Gartenstück dazu.
Speaker: Und man geht davon aus, dass dieses Paar sehr nahe steht, sehr aufgeregt ist, diesen großen Schritt miteinander zu gehen, nach diesen zwei Jahren.
Speaker: Eine Woche vor der Hochzeit.
Speaker: Eine Woche vor der Hochzeit.
Speaker: Dazu ja dann auch vielleicht die Frage, die du ja...
Speaker: mehr oder minder schon beantworten kannst, denn ich würde jetzt davon ausgehen, dass vor allem die eine Woche vor der Hochzeit auch sehr intensiv ist.
Speaker: Man muss die letzten Sachen klären.
Speaker: Es gibt irgendwie Sachen wie Probeessen noch.
Speaker: Man macht die ersten Fotoshootings, lernt den Fotografen kennen.
Speaker: Man geht nochmal in die Venue.
Speaker: Man
Speaker: Klärt noch ab, wer da Musik spielen soll.
Speaker: Es gibt einen sich durchziehenden Side-Gag mit der DJ, die dann ausgetauscht wird mit einem anderen DJ.
Speaker: Und das ist schon auch, da kann man als Paar nochmal sehr aneinander...
Speaker: Dich reiben, würde ich jetzt von ausgehen.
Speaker: Ja, ich meine, man sagt ja aber, man soll einmal gemeinsam in Urlaub fahren, um zu wissen, ob man füreinander gemacht ist.
Speaker: Jetzt ist es natürlich so, bei einer Hochzeit kann man jetzt dann schlecht davon zurücktreten, aber natürlich, wie du gerade schon gesagt hast, kommen dann nochmal ganz andere Widerstände auf einen zu und vielleicht gibt es auch das ein oder andere Paar, das an den Vorbereitungen zur Hochzeit gescheitert ist.
Speaker: Das weiß ich nicht.
Speaker: Ich kenne persönlich keine Fälle, aber ich kann es mir vorstellen.
Speaker: Es gibt einen Film darüber.
Speaker: Ja, The Wedding oder welchen meinst du?
Speaker: Nee, ich meinte nicht The Bride Mates mit Anne Hathaway und wobei beste Freundinnen heiraten wollen und sich dann aber anfangen zu bekriegen, weil nur eine, da wird schlecht vorbereitet, muss ich nachreichen.
Speaker: Muss ich nachreichen.
Speaker: Absolut, den reichen wir nach in den Shownotes.
Speaker: Ja, ganz toll.
Speaker: Meryl Streep spielt auch mit.
Speaker: Und da sieht man das eine Paar, das sehr aneinander wächst und das andere Paar, was sich dann tatsächlich, Spoiler-Warnung, dann trennt.
Speaker: Aber der Film ist ja irgendwie Anfang 2000er, den hat man auch schon mal gesehen.
Speaker: Anyhow, jedenfalls sitzen sie dann mit ihren Trauzeugen zusammen beim Essen und dann fangen sie dieses Spiel an und dieses Spiel ist gefährlich.
Speaker: Ich habe auch überlegt, ob ich das...
Speaker: Möchte ich das überhaupt zum Beispiel von meinen besten Freunden wissen?
Speaker: Ist man wirklich bereit?
Speaker: Also als Spiel kann, aber man muss sich vorher gewahr sein, dass man mit dem, was der andere dann sagt, auch umgehen sollte.
Speaker: Was keiner tut, denn Emma hat ein großes Geheimnis und das Schlimmste, was sie getan hat, ist?
Speaker: Nichts.
Speaker: Nichts?
Speaker: Ja, also, ich meine, wenn du mich so fragst, war das eher eine provokant gestellte Frage.
Speaker: Aber es ist eine gute Antwort gewesen.
Speaker: Ich glaube, das fasst das zumindest schon ein bisschen zusammen, weil sie offenbart, soll ich sagen, willst du es sagen?
Speaker: Ich glaube, du sollst es sagen.
Speaker: Emma offenbart, nachdem alle anderen drei schon ihr Geheimnis preisgegeben haben, die dem meinen von der Schildkröte jetzt auch nichts unbedingt nachstehen, würde ich behaupten.
Speaker: Nö, ich würde sagen, da gibt es Abstufungen, aber die des anderen Paares sind auch Geschichten, die man erst mal schlucken muss, um wirklich zu sagen.
Speaker: Absolut, genau.
Speaker: Oh.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und die haben das ja auch instigiert, also vor allem Rachel, ihre beste Freundin.
Speaker: Übrigens ganz kurze Exkursion, nämlich Elena Chaim ist ja auch eine fantastische Musikerin.
Speaker: Ich habe das jetzt erst gecheckt, dass die ja auch in Licorice Pizza von Paul Thomas Anderson, einer meiner Lieblingsregisseur, mitspielt.
Speaker: Und mir war das gar nicht bewusst, dass sie die Musikerin ist hinter der Band auch.
Speaker: Also falls ihr die noch nicht gehört habt, hört da mal rein, die machen richtig tolle Musik.
Speaker: Drei Schwestern.
Speaker: Also auf jeden Fall, Rachel fängt dieses Spiel eben an und sagt das über ihren Mann Mike, du hast doch damals und so entwickelt sich das.
Speaker: Auch ein sehr fordernder Charakter.
Speaker: Total.
Speaker: Sie ist Managerin, sie ist ein sehr starker, sehr ichbezogener, sehr fordernder Charakter, der gerne austeilt und nicht so gut einstecken kann.
Speaker: Und sie drängt die drei auch dazu, es zu tun.
Speaker: Niemand will es.
Speaker: Niemand außer ihr will es eigentlich.
Speaker: Sie möchte etwas über Mike sagen und so entwickelt sich das dann.
Speaker: Und dann ist eben Emma als Letzte dran und offenbart ihr Geheimnis.
Speaker: Und warum ich gesagt habe, sie hat nichts getan, weil sie sagt, sie hat als Teenagerin hatte sie sich vorgenommen, einen Amoklauf an ihrer Schule zu machen, durchzuführen.
Speaker: Sie hatte sich bereits ein Gewehr von ihrem Vater besorgt, natürlich unwissenderweise von ihres Vaters Seite aus.
Speaker: Hat sich dann da Videos angeschaut, sagt dann auch mal, sie hat diese Ästhetik gefallen, weil sie wurde an der Schule gebullied, sie wurde gehänselt und es war nicht schön für sie.
Speaker: Und so hat sie sich dann dort in eine Welt gerettet, wo sie selber die Kontrolle übernimmt,
Speaker: Und das, wo sie fand, Gewalt wäre da ein richtiges probates Mittel.
Speaker: Aber sie hat es ja dann eben nicht getan.
Speaker: Sie hat es nicht getan.
Speaker: Das ist ja doch durchaus eine wichtige Unterscheidung an dieser Stelle.
Speaker: Und dennoch eskaliert dieses Essen dann...
Speaker: sofort, vor allem von Rachels Seite, die eine Cousine hat, die im Rollstuhl sitzt, nachdem sie von einem Amokläufer getroffen wurde und querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt.
Speaker: Und das triggert sie halt natürlich, das kann man natürlich auch ein bisschen verstehen, ist ja ganz klar, oder kann man verstehen, aber dennoch eskaliert das sehr, sehr schnell und dann kotzt Emma noch auf den Tisch, weil das zeigt sich halt
Speaker: Extrem viel getrunken, was natürlich auch ganz schlechte Umstände sind, um sowas zu spielen, so ein Spiel zu machen.
Speaker: Und dann verlassen sie auch schon sehr, sehr schnell das Restaurant und dann fängt eigentlich der Film erst so richtig an.
Speaker: Ja.
Speaker: Oder?
Speaker: Ja, also es sind sechs Tage bis zur Hochzeit und plötzlich stehen sehr große Fragen im Raum.
Speaker: Denn Rachel und Mike sind davon überzeugt, dass Emma eine Psychopathin ist, dass man die Polizei rufen sollte, dass auch Mike kommt dann am nächsten Morgen in den Vorgarten, um zu sagen,
Speaker: Okay, pack deine Sachen, du kannst sofort zurück nach England kommen.
Speaker: Ich halte sie auf, ich tue alles, was du kannst.
Speaker: Du wirst diese Hochzeit nicht stattfinden lassen.
Speaker: Und Rachel sagt sofort, auch die Hochzeit ab geht nicht mehr zur Arbeit, denn Emma und Rachel arbeiten auch zusammen.
Speaker: Und plötzlich steht da eine sehr sympathische junge Frau, die denkt, dass der Tag ihres Lebens bald stattfinden wird, sehr verkadert und sehr alleine in ihrer Wohnung und weiß nicht ganz wohin mit sich.
Speaker: Wird dann total unter Druck gesetzt, um das eben, um dann, das, ja, es ist viel Erklärungspotenzial da und, ähm,
Speaker: Sie muss dann anfangen, für sich einzustehen.
Speaker: Dieser Film spielt dann eben auch viel mit diesen Flashbacks aus ihrer Kindheit, um zu erzählen, wie das dazu kam.
Speaker: Und was dann, ich glaube, vor allem für alle nicht-amerikanischen Zuschauer ein Thema wird, ist dieses, ja, aber in Amerika ist das ja ganz normal.
Speaker: Natürlich, also jeder Haushalt hat doch eine Waffe.
Speaker: Jede Woche gibt es irgendwo irgendwelche Beschießereien.
Speaker: Und ich weiß nicht, wie es dir dabei ging, aber für mich war das plötzlich so ein Thema, das eben mir nicht nachsteht.
Speaker: Weil es ist ja da drüben.
Speaker: Weil das ist ja normal.
Speaker: Ja.
Speaker: Also du meinst, das stellt ja eigentlich die Frage nach der kulturellen Behandlung mit dem Ganzen.
Speaker: Oder inwiefern das auch eine kulturelle Frage ist.
Speaker: Die Frage kommt ja auch, die würde ich gerne zurückstellen, weil die Frage kommt ja nachher tatsächlich auch noch in dem Film, wird die ja direkt angesprochen.
Speaker: Und das ist, ohne es jetzt schon zu spoilern, ist eigentlich meine Lieblingsszene des Films.
Speaker: Deswegen,
Speaker: ist das aber eine sehr interessante Fragestellung.
Speaker: Natürlich auch, inwiefern dann die Debatte, die sich daraus entwickelt, eine kulturell geprägte ist.
Speaker: Und das Interessante daran ist ja, dass Charlie kommt ja nicht aus den USA.
Speaker: Und deswegen hat er auch ein bisschen diesen differenzierten, distanzierten Blick auf die Sachen und macht das ja dann später in der Szene, zu der er noch kommt, fragt er ja oder insinuiert er, dass es ja vielleicht auch eine Frage der Kultur wäre.
Speaker: Absolut.
Speaker: Ja.
Speaker: Genau.
Speaker: Auf jeden Fall fühlt sich der Film für mich dann an, ab diesem Zeitpunkt, als ob man Zeuge von einem Unfall wird.
Speaker: Unfreiwillig.
Speaker: Und das hat natürlich ganz viel auch mit, ja das belastet, man stellt sich sehr, sehr viele Fragen dazu, wie geht man eigentlich mit Menschen um, woran bemisst man sie, ähm,
Speaker: Und dieser Fragestellung sieht man sich dann durch den ganzen Film hinweg immer wieder ausgesetzt.
Speaker: Und das ist sehr, sehr unangenehm auch häufig, aber auch sehr gewollt unangenehm.
Speaker: Also Christopher Borgli schafft diese Atmosphäre ganz bewusst, damit wir uns alle hinterfragen, wie funktioniert das eigentlich?
Speaker: Wie lassen wir Menschen unser Leben?
Speaker: Wie formen wir Freundschaften?
Speaker: Und was ist entscheidend dafür, dass wir sie auch am Leben erhalten und pflegen?
Speaker: Und das ist ein sehr spannender Aspekt des ganzen Films.
Speaker: Ja, und ich glaube, es hat auch viel was mit dieser Filmmusik zu tun.
Speaker: Oh ja, total.
Speaker: Die entstanden von Daniel Pemberton, der diese Filmmusik Nummer 1, Funfact vorweg, an einem einzigen Tag in einem Studio aufgenommen hat.
Speaker: Und die ganze Musik ist nur von Flötistinnen.
Speaker: aufgenommen worden.
Speaker: Von dreien.
Speaker: Von dreien habe ich gehört.
Speaker: Und man kann zu diesem Musikinstrument sagen, was man möchte, aber ich glaube, um das nochmal klarer zu sagen, Flöten, vor allem, wenn man sich jetzt Kinder vorstellt, die anfangen, Flöte zu üben, kann ein wirklich auch sehr unangenehmes Instrument sein.
Speaker: Und sie spielt hervorragend, weil es ist ein sehr einfacher Soundtrack, aber er ist also sehr gut eingesetzt.
Speaker: Absolut.
Speaker: Also das, was du gesagt hast, ist total richtig.
Speaker: Ich finde, es ist, man kann mit einem schiefen Blockflötenspiel, kann man den Leuten wirklich richtig physische Schmerzen zufügen.
Speaker: Ja, da läuft einem dann sehr schauer über den Rücken.
Speaker: Es gibt übrigens eine sehr gute Mal auf YouTube, wer Bock hat, einfach mal Shitty Flut eingeben.
Speaker: Da gibt es die größten Hits auf Blockflöte gespielt mit, sagen wir es mal so, mit etwas wenig...
Speaker: Grazie.
Speaker: Von daher, das ist aber auf jeden Fall sehr lustig, kann ich empfehlen an dieser Stelle.
Speaker: Genau, also das setzt sich ja fort auch aus dem Schnitt.
Speaker: Also deswegen Schnitt und Musik funktioniert auch wahnsinnig gut zusammen.
Speaker: Ja.
Speaker: Denn das, was dann passiert, nachdem Charlie eben dieses Geheimnis von Emma mitgeteilt bekommt, beginnt für Charlie erstmal eine Odyssee durch seine eigene schiefe Gefühlswelt.
Speaker: Und diese Desorientierung, die er erfährt, er hat eine Odyssee,
Speaker: Die wird eben auch, oder nicht nur Charlie, aber ich würde sagen in dem Film vor allem Charlie, das ist auch etwas, was ich sagen muss, Charlie ist eigentlich der Protagonist, Zendaya zwar auch oder Emma, aber es geht in erster Linie tatsächlich um Charlie und wie er damit umgeht, dass seine demnächst bald Frau ihm ein solches Geheimnis offenbart hat.
Speaker: Und diese Orientierung, die wird durch die Musik und dann eben auch durch diesen Schmidt, der tatsächlich Elemente von fantastischen oder Einspielungen aus ihrer eigenen Fantasie gibt,
Speaker: aus Rückblicken, Rückblenden und eben aktuellen Ereignissen darstellt, gelingt das sehr, sehr gut.
Speaker: Ja, und den können wir wirklich einmal hervorheben, denn es fällt so auf und es wird ja auch, also der Schnitt ist ein Element des Films.
Speaker: Was ja mehr oder minder, ich habe das mal irgendwo gelesen, es gibt so eine alte Hollywood-Regel, dass man eigentlich diesen Filmschnitt nicht merken sollte.
Speaker: Und hier ist er aber ganz gewollt als Element im Film eingesetzt.
Speaker: Und ich glaube, du als super Schnittprofi hattest da bestimmt viel Spaß daran.
Speaker: Und ich als jemand, der gerade erst damit angefangen hat, habe auf jeden Fall Lust, mich deswegen nochmal mehr damit zu beschäftigen.
Speaker: Weil wenn man das so hinbekommt, sozusagen den Schnitt als Mitprotagonisten mit einzuspielen, ist das schon hohe Filmkunst.
Speaker: Ja, also ich finde es auf jeden Fall wahnsinnig gut gemacht, eben aufgrund dessen, weil es eben auch zeigt, dass es immer gut auch mit Regeln zu brechen ist.
Speaker: Es gab tatsächlich immer so, das ist auch schon ein bisschen her, aber es gab schon mal so diese Idee, dass man Schnitt am besten nicht wahrnimmt.
Speaker: Ja genau, ich glaube, das meint man mit Hollywood-Regeln.
Speaker: Genau, aber das ist in dem Film auf jeden Fall gar nicht der Fall und diese Disorientierung und diese Wechsel, die lassen sich auch nie zur Ruhe kommen.
Speaker: Und genau das ist ja dann auch so das, was mit Charlie gerade passiert.
Speaker: Der ist ja in sich unglaublich aufgewühlt und weiß gar nicht, wie er mit dem Ganzen überhaupt umgehen soll und deswegen setzt es da nahtlos an.
Speaker: Dazu eine kleine Anekdote.
Speaker: Ich hatte zwei ganz tolle Sitznachbarinnen neben mir, die sehr stark auf Szenen reagiert haben und dann auch immer meinten, oh nein, oh nein, oh.
Speaker: Und sozusagen schon vorgedacht haben und sich sicher waren, dass sie wissen, was passiert ist, aufgrund der in die Zukunft gedachten Vorstellungselemente im Kopf von Charlie.
Speaker: Und die beiden waren sehr angespannt und ich fand das eben deshalb auch nochmal geht ins Kino, weil es gibt manche Momente, die man eben zu Hause auf der Couch dann nicht hat, wenn man so etwas mit jemandem teilen kann, den man gar nicht kennt und dann mit jemandem so auch fühlen kann.
Speaker: Und ich war dann ein bisschen gelassener, weil ich gesagt habe, oh, das glaube ich nicht, es wird nochmal eine Wendung geben, weil sonst wäre der Film ja langweilig, wenn die das jetzt schon weggeben würden.
Speaker: Man war dann total gespannt darauf, wie sie von diesen Szenerien, da kann man ja kurz sagen, also Charlie fängt an, die schon passierten Sachen mit seiner verlobten Emma umzudenken und die neu zu interpretieren, aufgrund dessen, also
Speaker: plötzlich da mehr Gewaltbereitschaft zu sehen, als tatsächlich da war.
Speaker: Oder um dann aber eben auch in gewisse Zukunftsängste reinzufallen.
Speaker: Und es gibt zum Beispiel eine Szene, wo er...
Speaker: eine Tasse findet, eine relativ geschmacklose Tasse, aber ich glaube, jeder hat irgendwie mal irgendetwas in die Richtung geschenkt bekommen und das ist dann eben im Schrank, weil irgendjemand anderes das mal witzig fand und da steht drauf Coffee or I shoot you mit einer großen Waffe auf diesem Ohr.
Speaker: Und das sieht er nach diesem Abend und die einzige Reaktion, die ihm dann einfällt, ist diese Tasse wegzuschmeißen.
Speaker: wo sie dann das irgendwie sieht und total albern findet.
Speaker: Und eben dazu sagt, müssen wir nicht irgendwie darüber reden?
Speaker: Gibt es nicht irgendwie andere Möglichkeiten, als jetzt unser Eigentum, also gut funktionierenden Eigentum wegzuschmeißen?
Speaker: Ja, also es ist ja, dass es...
Speaker: Also man sieht einfach, Charlie tut sich damit sehr, sehr schwer.
Speaker: Es gibt auch eine Szene zu Anfang in dem Film oder gleich nachdem es passiert, wo sie Charlie eben auch sagt, hör zu, du bist sowieso jemand, der sich in so Dingen festbeißt.
Speaker: Also du kannst dann sowas auch einfach nicht mehr los.
Speaker: Also es liegt wahrscheinlich auch schon so in seiner charakterlichen Veranlagung, was durchaus gar nicht so unwichtig ist, weil...
Speaker: weil Christopher Borkley will ja nicht sagen, so gehen alle damit um oder so, das ist der richtige Umgang.
Speaker: Er will auch nur Fragen stellen.
Speaker: Und im Fall von Charlie ist es halt so, dass er auch schon so eine Grundveranlagung hat scheinbar, dass er sowieso sich in Dinge festbeißt.
Speaker: Das macht er dann aber auch auf ganz extreme Art und Weise.
Speaker: Also
Speaker: Er kommt davon einfach gar nicht mehr los.
Speaker: Es raubt ihm wirklich fast den Verstand und es wirft halt wahnsinnig viele Fragen eben dazu auf, wie wir interagieren.
Speaker: Und auch die Frage zum Beispiel, wie wir Menschen denn eigentlich, wollen wir Menschen eigentlich verstehen oder wollen sie sie nur entlang unseres eigenen Weltbildes einordnen?
Speaker: Wenn man Rachel betrachtet,
Speaker: Eher das.
Speaker: Charlie gibt sich sogar etwas mehr Mühe.
Speaker: Die hat sich entschieden, genau.
Speaker: Und so wirft es eben alle so viele Fragen auf, was mich in dem Film so ein bisschen, und den wird jeder anders bewerten.
Speaker: Also alles, was ich dazu sage, ist auch meiner Sozialisierung geschuldet.
Speaker: Jeder andere und jeder andere hat dazu sicherlich auch eine andere Haltung.
Speaker: Und das ist ja genau das, was der Film ausmacht.
Speaker: Jeder muss sich selber damit konfrontieren.
Speaker: Es ist ein Spiegelbild, das uns gegenüber projiziert wird.
Speaker: Aber es ist schon interessant zu sehen, dass für Charlie in dem Moment nicht einmal die Summe aller Teile ist, der Gegenwart, sondern wirklich nur noch dieses eine nicht stattgefundene Ereignis, das sie eventuell einmal vorhatte zu tun.
Speaker: Und dann die Frage natürlich, messen wir Leute an ihren Worten, an ihren Gedanken oder an ihren Taten?
Speaker: Und diese Gedanken müssen wir uns alle stellen, wenn wir uns den Film anschauen.
Speaker: Ja, und dazu aber auch, ich finde, es geht dann irgendwie auch noch ein bisschen darum, nochmal zu sagen, okay, sie war ein Teenager, sie war 15 Jahre alt und ein 15-jähriger Mensch in Kleinstädten in Amerika, vor allem in
Speaker: wenn man dazu gemobbt wird, also ihre Vorgeschichte ist dann eben auch, sie sind oft umgezogen, dann wird der Job des Vaters am Ende auch nochmal für mich so ein Aha-Moment.
Speaker: Denn die Waffe war jetzt nicht das Accessoire des normalen Amerikaners, würde ich jetzt kurz so stehen lassen, um dann aber eben...
Speaker: Es ist auch kurz, also plötzlich war das Internet eben da und man konnte sich dann eben mit seinem Thema beschäftigen.
Speaker: Man sieht dann eben auch die Waffenverharmlosung geschieht in ihrer Pubertät eben auch durch die ganzen Rap-Poster.
Speaker: An ihren Zimmerwänden.
Speaker: Und überall ist es eben plötzlich so, es ist dann eben cool.
Speaker: Und für sie fühlt sich das cool und mächtig an und sie nimmt sich dann auch selber auf.
Speaker: War das Skype?
Speaker: Ich weiß gar nicht mehr.
Speaker: Ich habe auf jeden Fall...
Speaker: Es war ein Windows-Programm, weil es andauert abstürzt.
Speaker: Von daher glaube ich, war es Skype.
Speaker: Um dann eben zu sagen, okay, sie war 15.
Speaker: Also, um nicht zu sagen, man kann das nachvollziehen, aber es gibt ein gewisses Okay.
Speaker: Ich glaube, da gibt es Kinder, Jugendliche, die irgendwie in Gewaltfantasien sich...
Speaker: verlieren aufgrund dessen, dass sie alleine sind.
Speaker: Und es war nie ein Erwachsener irgendwie an ihrer Seite.
Speaker: Und dazu war sie 15.
Speaker: Und bei den anderen beiden, die eben auch in einem noch nicht ganz erwachsenen und noch nicht so ganz verantwortungsvollen Alter waren und beide anderen Geschichten fand ich schon auch
Speaker: Und so, das lacht man nicht einfach von kurz weg und sagt, oh, das war ja scheiße, naja, ist gar nicht so schlimm.
Speaker: Und plötzlich werden aber auch so schlimme Sachen miteinander verglichen und es wird eben der eine Täter gefunden, bei dem es so schlimm ist, dass man darüber nicht mehr hinwegkommen kann.
Speaker: Und natürlich hat Rachel Hutt gesagt, sie hat da ihren Triggerpunkt.
Speaker: Und was ich dann eben nochmal interessant fand an der Charakterentwicklung von Charlie ist, dass er sich entschieden hat, dass er der Einzige ist, der sie als Psychopathin abstempeln darf, der die Fragen an sie stellen darf, der Sachen in Frage stellen kann.
Speaker: Aber dann zurück zu Rachel geht, um sie zu überzeugen, doch zur Hochzeit zu kommen, weil sie ja die beste Freundin ist.
Speaker: Und dann aber eine Ausrede zu finden für Emma, um zu sagen, du darfst eigentlich gar nicht.
Speaker: Ich darf, weil ich bin der zukünftige Ehemann, aber dieses Verurteilende, das darf von dir nicht kommen.
Speaker: Ja, ich glaube, er möchte, also ich glaube, er hat da mehrere Motivationsgründe.
Speaker: Also ich hab das nicht unbedingt so wahrgenommen, ich hab aber gesehen, dass er natürlich anders als Rachel halt noch doch auch eine andere Beziehung zu Emma hat.
Speaker: Also es wird ja auch, also dass da durchaus wesentlich mehr Sympathien und Liebe vorhanden ist als bei Rachel.
Speaker: Man sieht ja auch tatsächlich in dem Film durchaus, und das ist die Frage, die sich dann ausschaut, ob Emma eigentlich wirklich richtige Freundinnen hat, weil Rachel benimmt sich nicht wie eine und auch ansonsten kommen eigentlich kaum Freundinnen vor.
Speaker: Also
Speaker: Das ist vielleicht auch so der eine Punkt, den ich den Filmen noch ein bisschen... Ja, genau.
Speaker: Ja, schon.
Speaker: Also beide wollen halt ihr Ehegelübnis oder Traurrede vorbereiten und beide sitzen dann eben mit ihren nahestehenden Menschen.
Speaker: Also Charlie sitzt mit Mike zu Hause und sie, Emma, sitzt im Café mit Rachel und ihrer anderen...
Speaker: Freunde, Mitarbeiterinnen, Arbeitskollegen.
Speaker: Eben im Café.
Speaker: Ja, aber das scheint es mir auch zu sein.
Speaker: Also die kennen sich aus der Arbeit und das ist das, was ich aber in dem Film finde, ist, mir fehlt, also wir sehen bei Charlie ganz viel Entwicklung, ganz viel Action, also auch psychologische Prozesse, die dort auch dann angestoßen werden.
Speaker: Bei
Speaker: Ich hätte mir manchmal ein bisschen mehr gewünscht, dass man Emma auch noch als die Erwachsene zeigt, die sie jetzt ist.
Speaker: Unabhängig von dem Konflikt, den sie mit Charlie austrägt.
Speaker: Das kommt mir manchmal ein bisschen zu kurz.
Speaker: Wir sehen sie dann als Mädchen.
Speaker: Diese Rückblenden gibt es.
Speaker: Übrigens noch ganz kurz.
Speaker: Auch wenn der Film nicht vorgibt und das
Speaker: Tut er auch nicht, irgendwie Antworten zu geben, warum gibt es Amokläufe?
Speaker: Das nicht.
Speaker: Aber ich finde trotzdem ganz bezeichnend ein Punkt in dem Film, wo sie mit dieser Knarre positioniert, mit diesem riesen Sturmgewehr von ihrem Vater, ein kleines Mädchen mit so einem Sturmgewehr in der Hand, das ist ja auch so ein Bild, das möchte man eigentlich nicht sehen, aber sie dann eben über die Ästhetik spricht.
Speaker: Also wie das wirkt, die visuelle Ästhetik von jemandem, der so ein Gewehr hält, von jemandem, der sich Bullying unterzogen, ausgesetzt zieht in der Schule, der von Leuten geachtet wird, sozial gehänselt wird und so weiter und so fort, dass die sich an so einem Bild tatsächlich festhalten können, buchstäblich wie an dieser Waffe.
Speaker: Und das fand ich interessant, das aufzuzeigen, auch als psychologisches Erklärungsmuster, wie gesagt,
Speaker: ohne das in der Breite und Komplexität zu tun, dass es dafür nötig wäre.
Speaker: Aber trotzdem fand ich diesen Gedanken sehr, sehr gut.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und auch, also es gibt dann tatsächlich einen relativ dark-humorischen Grund, warum es sich dann am Ende nicht tut.
Speaker: Und dann springt man eben nochmal von Vergangenheits-Emma zu Emma, Emma,
Speaker: mit Charlie, die dieses Streitgespräch führen, damit er versteht, warum das dazu gekommen ist.
Speaker: Und dann kommt dann nochmal kurz dieser Satz, ja, eigentlich machen das ja nur Männer.
Speaker: Und dann kommt sie aber mit der Statistik.
Speaker: Und dann aber, um auch kurz zu sagen, nee, Frauen können auch wütend sein.
Speaker: Frauen und Mädchen können auch wütend sein.
Speaker: Und es gibt auch, was hat sie gesagt, 30% Frauen, die eben solche Amokläufe begehen.
Speaker: Und es gibt schon zwei, drei Fakten auch mit drin,
Speaker: die ähm
Speaker: in Situationen gewählt sind, wo man eben erst mal, wie man sagt, man ist irgendwie unangenehm berührt, findet das aber irgendwie auch unangenehm witzig.
Speaker: Und ich finde auch, es gibt so pointiert Witze in diesem Film, wo man schon auch erst mal laut lacht und dann denkt so, war das witzig?
Speaker: Durfte ich eigentlich hier?
Speaker: Und dann sind sie so ein bisschen so wieder zurück in den Sitz und ich so kurz so, upsie.
Speaker: Weil, also das auch zum Film, er hat ein sehr gutes Tempo.
Speaker: Finde ich.
Speaker: Ja, finde ich auch.
Speaker: Nur ganz kurz, die Zahlen, die in dem Film vorkommen, die haben wir nicht Fakten gecheckt.
Speaker: Also wenn ihr wissen wollt, wie viele tatsächlich bei Amokläufen schaut, müsst ihr selber Recherche machen, wir geben nur das wieder, was im Film ist.
Speaker: Genau.
Speaker: Ja,
Speaker: Und dann kommt es eben mehr und mehr zu dem Tag der Tage und man fiebert schon ein bisschen hin und fragt sich die ganze Zeit, würde es stattfinden, wenn es stattfinden würde, gibt es eine Art von Vergebung?
Speaker: Denn am Anfang startet man eben mit diesem wirklich sehr liebevollen
Speaker: geschriebenen Text von Charlie an Emma, wo man das Gefühl schon hat, oh ja, wow, sie sind ein sich liebendes Paar.
Speaker: Und sie planen hier gerade eine große Zukunft zusammen.
Speaker: Natürlich eskaliert es mehr und es eskaliert mehr und es gibt so... Und noch mehr.
Speaker: Und noch mehr.
Speaker: Und man geht dann natürlich am Ende davon aus, denn es kommt zur Hochzeit, das können wir vorwegnehmen, weil ich glaube, das sieht man auch in gewissen Trailern.
Speaker: Und man denkt irgendwie, der große Brennpunkt ist Rachel, die dann überzeugt wurde, aufzutauchen, die jetzt alles platzen lässt.
Speaker: Aber in dem nicht sich in Frieden wiederfindenden Pärchen schaffen die das ganz alleine, sich sozusagen den Tag der Tage zu ruinieren.
Speaker: Ja, mit dem natürlich als Ballast auch.
Speaker: Aber ja, also ich finde die Szene der Hochzeit, da ist, wow, die ist sehr reichhaltig, lass mich mal so sagen.
Speaker: Und auch da habe ich so den Eindruck, ich weiß auch nicht, ob Charlie wirklich echte Freunde hat, weil auch keiner einschreitet.
Speaker: Aber wie auch immer, das möchte ich jetzt gar nicht vorwegnehmen.
Speaker: Aber eine sehr starke Szene auch, also die ganze Hochzeit und was darum alles passiert.
Speaker: Also der Film...
Speaker: sagen wir mal so, ist vollgespickt mit Überraschungen und auch mit unerwartbaren Entwicklungen.
Speaker: Genau.
Speaker: Sollen wir, liebe Emilia, dann einmal zu den Funfacts schreiben?
Speaker: Oh, ich würde mich sehr darüber freuen.
Speaker: Ja, wunderbar.
Speaker: Dann Jünter, der ist übrigens auch wieder aus der Pause gekommen.
Speaker: Jünter, schön, dich aufzusehen.
Speaker: Hallo, schön.
Speaker: Liebe Grüße an dich, soll ich ausrichten.
Speaker: Und an euch alle natürlich selbstverständlich.
Speaker: Also, Hittet, Jünter.
Speaker: Funfacts.
Speaker: Also,
Speaker: Ja, schieß mal los.
Speaker: Willst du anfangen?
Speaker: Soll ich anfangen?
Speaker: Okay, ähm, Moment, äh, also, ähm, was Interessantes, sollte man an dieser Stelle vielleicht sagen, ist, diese Rolle hat Zendaya tatsächlich unbedingt haben wollen.
Speaker: Sie hat dieses Buch gelesen und hat sich wirklich, hat keine Mühen gescheut, um sich wirklich in erste Position zu begeben und die Rolle zu bekommen, weil sie das, sie hat das Drehbuch einen Page-Turner genannt, einen,
Speaker: Ich glaube, es gibt es im Deutschen nicht.
Speaker: Seitendreher.
Speaker: Warte, ein Seitendreher.
Speaker: Gibt es noch, wie auch immer, Page Turner.
Speaker: Auf jeden Fall, sie fand es so gut, sie wollte da unbedingt mitmachen und hat deswegen auch alles dafür getan, um die Rolle zu machen.
Speaker: Also ich habe als nächsten Fun Fact geht es um den Buch, um das Buch The Damage, was ja der Einsteiger des Films ist und das Buch, das Emma eben zu Beginn liest, ist tatsächlich ein fiktives Buch und ein Hint des Regisseurs Christopher Borgli für sein nächstes Projekt.
Speaker: Ja, The Damage heißt das, genau.
Speaker: Und wer war die Autorin nochmal?
Speaker: Harper Allison.
Speaker: Harper Allison, danke, genau.
Speaker: Ich habe es noch nicht gelesen.
Speaker: Kann man ja auch nicht.
Speaker: Wie, aber doch, so ein echtes Buch, oder?
Speaker: Nein, es ist ein fiktives Buch.
Speaker: Jetzt hast du wirklich zugehört.
Speaker: Achso, nein, das habe ich schon gesagt.
Speaker: The Damage von Harper Allison.
Speaker: Das Buch, das Emma zu Beginn liest, ist ein erzählerisches Mittel und ein fiktives Buch, aber ein Hint des Regisseurs auf sein nächstes Projekt.
Speaker: Also ich habe das so verstanden, ein fiktives Buch dachte ich einfach halt, also Belitristik dachte ich halt, ich dachte Literatur, das hast du damit gemeint, achso, das Buch gibt es gar nicht und das A, ich dachte immer, der verfilmt halt einfach ein bereits existierendes fiktives Buch, also ein Fiktion, das dachte ich.
Speaker: Ah, okay.
Speaker: Aber gut, dass du es nochmal klargestellt hast.
Speaker: Ich glaube, nicht jeder hat das unbedingt verstanden.
Speaker: Oder halt ich einfach nicht.
Speaker: Aber das ist spannend.
Speaker: Gut.
Speaker: Also wir können die Augen aufhalten und sagen, vielleicht müssen wir jetzt sein nächstes Projekt.
Speaker: Okay.
Speaker: Ja, sehr gut.
Speaker: Danke für den Hinweis.
Speaker: Sehr gerne.
Speaker: Was auch spannend ist, und da möchte ich gleich noch eine Anschlussfrage an dich stellen, nämlich haben die zwei ganze Wochen nur geprobt.
Speaker: Ach, irre, ist das nicht traurig.
Speaker: Ja, das war ungefähr die Reaktion, die ich jetzt von dir als Schauspielerin haben wollte.
Speaker: Erstmal, das ist sehr viel.
Speaker: So viel hat man eigentlich kaum zur Verfügung.
Speaker: Für amerikanische Verhältnisse ist es gar nicht so viel.
Speaker: Ja.
Speaker: Nee?
Speaker: Nee.
Speaker: Aber wie findest du das, so viel Zeit für die Probe zu haben?
Speaker: Ich finde das total toll.
Speaker: Und ich kann mich eben noch an eines meiner Projekte erinnern, wo wir eine Woche geprobt haben vorher.
Speaker: Und es ist so wahnsinnig hilfreich, weil wir eben auch Beziehungen hatten.
Speaker: Also wir haben die Beziehung zum Vater geprobt und die Beziehung, ich hatte eine kleinere Schwester, um eben Familie zu spielen.
Speaker: Und das hat so viel mehr geholfen, weil plötzlich hat man gemerkt, was geschrieben funktioniert und was noch ausgebaut werden muss.
Speaker: Man hat gemerkt, welche Szenen nicht funktionieren.
Speaker: Man hat aber einfach, man hat sich als Charakter kennengelernt und die Beziehung kennengelernt und wusste dann einfach,
Speaker: das Spiel ging dann sozusagen einfach von der Hand, weil das alles da war.
Speaker: Und ich finde das eine ganz, ganz, ganz tolle Art und Weise, Projekte vorzubereiten.
Speaker: Und ich verspreche jedem, dass Proben so wichtig sind, weil man dann eben anders miteinander arbeitet.
Speaker: Und das wusste ich tatsächlich nicht, aber ich finde das ganz toll.
Speaker: Und ich glaube, man sieht das dem Film an.
Speaker: Ja, also auch schauspielerisch, finde ich, war jetzt nichts auszusetzen von meiner Seite aus.
Speaker: Aber was weiß ich schon.
Speaker: Wie geht es bei dir weiter?
Speaker: Es gab Hausaufgaben vom Regisseur, sowohl ans Team als auch an beide Hauptdarsteller.
Speaker: Und zwar bevor die Dreharbeiten musste die Crew den Film Bob, Carol und Ted und Alice gucken.
Speaker: Und Melancholia, den wir ja auch schon besprochen haben.
Speaker: Hier nochmal ein kleiner Hin, falls man den Film noch nicht gesehen hat, kann man sich gerne eine Episode aus unserer Staffel 1 anhören.
Speaker: Wir haben aber tatsächlich Magnolia besprochen, liebe Emilia.
Speaker: Oh, Melancholia.
Speaker: Oh, da hat er...
Speaker: Bisschen übers Tier hinausgeschaut.
Speaker: Egal, man kann sich auch immer Gnolia anhören und Melancholia steht jetzt auf unserer Liste und dann werden wir jetzt einfach auch besprechen.
Speaker: Okay, das finde ich einen sehr guten Kompromiss.
Speaker: Great.
Speaker: Nee, da kann ich Quatsch erzählen.
Speaker: Upsi.
Speaker: Ich mache das ständig.
Speaker: Von daher fällst du da nur in ein altbekanntes Muster.
Speaker: Gut, dass wir zusammen Podcast waren.
Speaker: Es hat uns schon vor einigen Peinlichkeiten bewahrt, ja.
Speaker: Ja.
Speaker: Danke, dass du bei mir bleibst.
Speaker: Wir haben Melancholia noch gar nicht gesehen.
Speaker: Jedenfalls sollte aber das Team das gucken.
Speaker: Und ich habe jetzt Bob und Carol und Ted und Alice auf meiner Film-Watchliste.
Speaker: Ein Film aus den 1969er Jahren.
Speaker: Und für Robert Pattinson in Zendaya gab es noch die Hausaufgabe The Passion of Allah, auch 1969, sich anzugucken.
Speaker: Leider, ich habe nur einen Trailer gesehen, also ich kann noch nicht groß sagen, worum es da geht.
Speaker: Aber es hängt ein großes Filmposter in deren...
Speaker: Und ich glaube, das eben auch an den Proben zu sagen, wenn man ja einen Filmposter in seiner Wohnung hat, dann sollte das ja schon ein Film sein, den man gut kennt oder gut leiden kann und nicht einfach Dekoration ist.
Speaker: Wäre nicht schlecht.
Speaker: Würde ich mich auch voll dranhängen an das, was du gerade gesagt hast.
Speaker: Ja, dann bitte schon informiert aufhängen.
Speaker: Genau, das habe ich und das ist ein Kuckucksei.
Speaker: Genau, sozusagen.
Speaker: Also hat er da angebracht, um eben darauf hinzuweisen.
Speaker: Das ist immer ganz witzig, wenn man Filme auch unter diesem Gesichtspunkt mal betrachtet.
Speaker: Ja, voll.
Speaker: Und dann, ich habe jetzt noch eins, wenn du willst, wenn du möchtest.
Speaker: Ja.
Speaker: Und zwar hat der Film oder das Drehbuch gar nicht wie ein Drehbuch angefangen, sondern Christopher Borgli hat sich einfach hingesetzt und hat einfach mal Gedanken zu Papier gebracht,
Speaker: generell zu Beziehungen und auch emotionelles Chaos, das damit oft verbunden ist, relativ unverbunden und lose.
Speaker: Aber aus diesem Journal, aus diesem Tagebuch sozusagen, ist dann dieses Drehbuch entstanden.
Speaker: Das klingt so ein bisschen wie mein erster Kurzfilm.
Speaker: Da saß ich nämlich auch zusammen und hatte einfach nur eine Idee, um dann zu sagen, ja, wir brauchen kein Buch, wir machen das jetzt einfach so.
Speaker: Wie heißt sie denn?
Speaker: Zu sehen auf YouTube.
Speaker: Er heißt Shortcut Lieben.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Ja, den werden wir in die Shownotes packen.
Speaker: Kann man sich angucken.
Speaker: Ist 20 Minuten, kommt aber nicht an den Status der Drama ran.
Speaker: Ist aber auch sehr dramatisch.
Speaker: Aber auch schau, für den Film muss man sich auch keinen Urlaubstag nehmen, um den anzuschauen.
Speaker: Das finde ich wahnsinnig sympathisch.
Speaker: Wobei es eigentlich auch toll, sich Urlaubstage zu nehmen, um ins Kino zu gehen.
Speaker: So du sagst, klingt das eigentlich tatsächlich ganz schön.
Speaker: So, dann hätte ich noch zwei.
Speaker: Der eine ist ein Funfact, etwas, worauf man achten kann.
Speaker: Und wenn es einem auffällt, ist da ein Schmunzeln dabei.
Speaker: Aber es gibt eben eine Szene, wo Charlie und Emma diese Hochzeitfotoproben haben.
Speaker: Und nicht nur, dass die Fotografin auch ein sehr fordernder Charakter ist.
Speaker: Ein sehr lauter, ein sehr...
Speaker: überspitzte Frau, die eben die ganze Zeit nur the happy place and the amazing couple sehen möchte, sondern auch die Form, sie hat eine kleine Pistole als Kettenanhänger.
Speaker: Das ist natürlich, das alles auch nicht viel einfacher macht für Charlie, der da die ganze Zeit drauf gucken muss und dann eben auch
Speaker: Seine Gedankenwelt sich in der arme Charlie.
Speaker: Und der letzte ist, Charlie hat ein Argument in dem Streit, wo es nochmal darum geht, ob sie es getan hat, warum sie es nicht getan hat, was okay ist und was nicht okay ist.
Speaker: Und zwar geht es um den Film La Combe Lucienne.
Speaker: Ja, La Com, vielleicht, das ist ein französischer Film.
Speaker: Ja.
Speaker: Dann würde ich jetzt für La Com optionieren.
Speaker: Okay, La Com und dann Lucien.
Speaker: 1974.
Speaker: Ja, das klingt doch gleich viel besser, oder?
Speaker: Das ist super französisch.
Speaker: Also bitte, das klingt doch gleich viel besser.
Speaker: La Com, Lucien, fantastisch.
Speaker: Und dann wird dieser Film erwähnt und auch der Film ist jetzt auf meiner Watchlist und da kann jeder, der diesen schon mal gesehen hat, uns gerne einen Kommentar da lassen, denn es geht um einen Mann, der versucht im Zweiten Weltkrieg sich der französischen Résistance anzuschließen, wird dann aber abgelehnt und aus Trotz, aus Ablehnung, man weiß es nicht, schließt er sich dann den Nazis an.
Speaker: Spannend!
Speaker: Ja, es soll durchaus trotz Reaktionen geben, auch nach wie vor, die zu ganz wunderlichen Charakterwandeln führen.
Speaker: Toll gesagt.
Speaker: Habe ich mir auch schon sagen lassen.
Speaker: Mir fallen da sogar Leute ein.
Speaker: Aber heute sparen wir das aus.
Speaker: Ja, wunderbar.
Speaker: Waren das jetzt deine Funfacts?
Speaker: Das waren ja jede Menge.
Speaker: wow, ich bin ein bisschen ins Schwitzen gekommen jetzt tatsächlich.
Speaker: Aber natürlich im positivsten Sinne.
Speaker: Dann haben wir als nächstes das Filmzitat.
Speaker: Hast du da was?
Speaker: Entschuldigung, da warst du kurz abgehakt.
Speaker: Könntest du das doch mal wiederholen?
Speaker: Aber selbstvertürlich.
Speaker: Als nächstes hätten wir das Filmzitat.
Speaker: Jutta?
Speaker: Das Filmzitat.
Speaker: Ich habe ein Filmzitat, das habe ich jetzt aber in meinem Kopf und ich weiß nicht, ob ich das so richtig nochmal zu Papier bringen kann, aber es passiert zweimal, dass Zendaya ihm anbietet, nochmal von vorne anzufangen.
Speaker: Also, we can start over.
Speaker: Und dann eben sagt, hi, is the seat here taken?
Speaker: No, no, fine, you can definitely, yeah, you can sit here.
Speaker: Do you live around the corner?
Speaker: Ja, I actually, I live two blocks from here.
Speaker: Well, I'm Emma, by the way.
Speaker: Das ist mein Filmzitat.
Speaker: Ich hoffe, es war nah genug dran.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Oh, das war sehr nah dran.
Speaker: Ich finde, also das war, also wenn es in Daya nochmal abspringen sollte für die Fortsetzung, finde ich, sollten sie sich bei dir melden.
Speaker: Ja, also meine Stimme hast du.
Speaker: Du mit Robert Pattinson zu drehen, das klingt jetzt auch wirklich absolut nach.
Speaker: Klingt jetzt nicht nach Höchststrafe, oder?
Speaker: Im Film bis.
Speaker: So, nee.
Speaker: Würdest du schon machen.
Speaker: Übrigens ist interessant ja auch, Robert Pattinson hat ja auch so eigentlich alles getan, um dieser ganzen Twilight-Geschichte wirklich so zu entkommen.
Speaker: Ich finde, das ist ihm auch ganz gut geglückt.
Speaker: Ja.
Speaker: Also, auch in diesem Film ist er überhaupt nicht so, der Schönling, der ja so ein bisschen im Schönling hat immer so etwas abwertendes.
Speaker: Er ist schon Robert Pattinson.
Speaker: Ja, aber er ist schon, also...
Speaker: Aber ich meine, Schönling ist auch ein doofes Wort, aber man nennt das ja oft so.
Speaker: Also du weißt, was ich meine auf jeden Fall.
Speaker: Jeder, der jetzt ein besseres Wort hat, bitte einfüllen, einsetzen.
Speaker: Aber das hat er sehr gut gemacht, finde ich.
Speaker: Also er hat sich auch, ich auch als Batman fand ich ihn tatsächlich sehr gut.
Speaker: Und von daher, ja, ich wollte dich an der Stelle einfach mal sagen, hat sich gut gemacht, der junge Mann.
Speaker: Also der Fluch und Segen, bei Harry Potter mitgespielt zu haben, haben alle...
Speaker: Also ich glaube, ganz gut abgewandt.
Speaker: Also auch Danny Radcliffe, der jetzt The Broadway, die ganzen Stage-Theater an sich reißt und jetzt Stage-Schauspieler ist.
Speaker: Nee, da geh ich mit, das find ich auch.
Speaker: Es gibt viele andere Gesichter als nur den glitzernden Vampir.
Speaker: Genau, so schaut's aus.
Speaker: Also, dann habe ich jetzt auch noch ein Zitat.
Speaker: Mein Problem heute ist, dass mein Zitat auch gleichzeitig mit der Szene der Woche zusammenfällt.
Speaker: Oh, gleich der Szene der Woche oder der Szene des Films?
Speaker: Also Szene des Films, Entschuldigung, natürlich.
Speaker: Wow.
Speaker: Nee, mit der Szene des Films.
Speaker: Und deswegen würde ich jetzt einfach erst mal Zitat nennen, dann würde ich nahtlos, also Günther kannst du mal kurz ein bisschen unterstützen.
Speaker: So ein Segway.
Speaker: Also, mein Zitat des Films ist...
Speaker: Kommt von Rachel und sie sagt, also ich bereite es jetzt gemeinsam auf.
Speaker: Es ist jetzt auch meine Szene der Woche.
Speaker: Ja, des Films.
Speaker: Des Films.
Speaker: Aber ich bin so stolz auf mich, dass ich die Szene der Woche vorbereitet habe.
Speaker: Ich glaube, da bist du heute weiter als ich.
Speaker: Schauen wir mal, vielleicht fällt mir noch was ein.
Speaker: Auf jeden Fall kommt Charlie zu Rachel ins Büro.
Speaker: Nachdem Rachel verlautbaren hat lassen, dass sie nicht zur Hochzeit kommen wird und als Trauzeugin für Emma ausfällt, weil sie sich so in ihre Empörung eingenistet hat, dass sie überhaupt gar nicht mehr mit ihr irgendwie was auch mit Ferdinand zu tun haben möchte.
Speaker: Charlie fährt eben dann ins Büro, sitzt dort mit ihr und ihrem Mann Mike auf der Couch und erklärt dann, versucht sie zu überzeugen eben doch zu kommen, weil er weiß, dass es Emma was bedeutet.
Speaker: Und dann sind wir an dem Punkt, wo du vorhin schon gesagt hast, wo dann zum einen Charlie anfängt aus einer Unterhaltung, die er mit ihr hatte.
Speaker: Emma hat ihn dann mal, nachdem er sie ja andauernd befragt, warum, weshalb, die Hintergründe versucht zu verstehen, um das einzuordnen, hat sie mir irgendwie erzählt, dass die Eltern ihrer Nachbarstochter, ihrer besten Freundin in der Nachbarschaft, ums Leben gekommen sind.
Speaker: Und das war aber, sie sagt, es hat mich überhaupt nicht berührt, wirklich damals war nicht schlimm.
Speaker: Und er nimmt das jetzt aber auf einmal als die traumatische Erfahrung aus ihrer Kindheit, die er dann als Rechtfertigung für diesen versuchten Amoklauf ins Feld führt, um Rachel zu überzeugen.
Speaker: Und Rachel dann so, ah ja, okay.
Speaker: Also es muss immer das nächste Größere, Bessere sein.
Speaker: Die kleinen Verletzungen oder Hintergründe, die spielen für Leute keine Rolle.
Speaker: Es muss dann immer nochmal der nächste große, große Knall sein.
Speaker: um auch nur irgendwie noch mal eins draufsetzen zu können.
Speaker: Das ist schon mal sehr interessant.
Speaker: Aber dann kommt Charlie eben auch drauf zu sprechen von wegen, ja, aber bei euch in Amerika, da hat ja jeder auch irgendwie so eine Waffe rumliegen, wie du vorher schon gesagt hast.
Speaker: Und dann ist die Reaktion von Rachel, und das ist tatsächlich mein Zitat des Films, Oh, so America is to blame.
Speaker: Und ich finde das deshalb so gut, weil es in diesem Kontext auch mit diesen Amokläufen in den USA auch so wenig Selbstreflexion hat.
Speaker: Und da eigentlich schon dieses Problem unglaublich ansässig ist.
Speaker: Nur in diesem einen Satz, weil natürlich ist es auch eine kulturelle Frage.
Speaker: Und jeder, der so tut, als ob es keine kulturelle Frage ist, dass es zu so vielen Amokläufen kommt in den USA und sagt...
Speaker: Thoughts and Prayers sozusagen, aber nichts an den Waffengesetzen zu ändern.
Speaker: Der hat den Schuss nicht gehört.
Speaker: Ja, genau, absolut.
Speaker: Oder eben schon.
Speaker: Und von daher finde ich dieses Zitat gut, weil es das eigentlich in einem Satz und ihre Reaktion darauf sehr, sehr gut zusammenfasst.
Speaker: Genau, das ist meine Szene des Films.
Speaker: Wie schaut's bei dir aus?
Speaker: Okay, die Szene des Films ist, jetzt muss ich den nochmal kurz auf der Geschwindigkeit durchgucken.
Speaker: Und
Speaker: Wow, bemerkenswert.
Speaker: Das sind Talente.
Speaker: Ja, die Szene des Films für mich ist diese unfassbar unangenehme Szene.
Speaker: Auch dazwischengeschobene oder zwischengeschobenes Meeting mit dem Hochzeitsfotografin, der Hochzeitsfotografin.
Speaker: Denn sie sind, also der Tag davor war das Essen.
Speaker: Beide sind relativ verkatert, nicht nur verkatert.
Speaker: Charlie ist auch, hat eben nicht genug Schlaf.
Speaker: Und plötzlich werden sie anstatt, und ich glaube,
Speaker: Einige Menschen werden das kennen, dass wenn man sich in einem Streit befindet und aber nicht gerade zum klärenden Punkt gekommen ist und dann aber irgendwo hin muss, um teile Welt zu spielen, dass das mit uns eines der schlimmsten Sachen ist.
Speaker: Und das nicht weiterhilft.
Speaker: Und man aber eigentlich auch sagen könnte, okay, hey, das soll doch irgendwie was Schönes sein.
Speaker: Können wir das vielleicht einfließen lassen in unseren Streit?
Speaker: Und dann aber dieses...
Speaker: also nicht mehr zusammenkommen und man merkt, okay, das ist ein Termin, der seit Jahrhunderten geplant ist.
Speaker: Und das Schlimmste ist ja wirklich, wenn man etwas hat, worauf man sich so freut und dann steht man mit dem falschen Fuß auf.
Speaker: Und dann fängt man irgendwie an, sich über kleine Sachen zu streiten und plötzlich kann so alles ins Wasser fallen.
Speaker: Und ich finde das eine sehr, also jetzt mal von diesem großen Thema wegkommen, aber eine sehr,
Speaker: realistische Szene aus einem ganz normalen Leben.
Speaker: Es kann jedem passieren und es passiert auch jedem und es ist gar keine große Schuldzuweisung.
Speaker: Und es hört auch einfach nicht auf und man ist so wahnsinnig mit diesen leidenden Protagonisten.
Speaker: Ja, das ist glaube ich meine Szene des Films.
Speaker: Ja, also da, ich glaube, jeder, der schon mal in einer Beziehung war, kann das bezeugen.
Speaker: So etwas gibt es.
Speaker: Und da fühlt man dann sehr stark mit.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Auch auf der Hochzeit, wie gesagt, auch da hatte ich durchaus sehr viel Empathie, für wie das dann auch im ganzen Film über entgleist ist.
Speaker: Ja, wunderbar.
Speaker: Dann, du hast es an uns, ein Fazit zu ziehen, oder?
Speaker: Okay.
Speaker: Bist du bereit?
Speaker: Ja.
Speaker: Okay, Jünter, auf geht das.
Speaker: Ja!
Speaker: Nein!
Speaker: Was?
Speaker: Was?
Speaker: Oh mein Gott!
Speaker: Oh mein Gott!
Speaker: Oh mein Gott!
Speaker: Verklick?
Speaker: Okay.
Speaker: Erklären Sie sich.
Speaker: Erklär du dich erst.
Speaker: Ich muss mich ja nicht erklären.
Speaker: Achso.
Speaker: Du meinst derjenige, der Nein sagt?
Speaker: Das ist absolut ein Film.
Speaker: Der hat die Beweis lassen.
Speaker: Ja klar.
Speaker: Also.
Speaker: Ich sag's mal so.
Speaker: Ich glaube, und deswegen ist das kein faires Urteil.
Speaker: Von meiner Seite aus, glaube ich.
Speaker: Aber weil...
Speaker: Ich glaube, es hat viel damit zu tun, dass mir die ganzen Verhaltensmuster der Charaktere so überhaupt gar nicht gefallen.
Speaker: Ich mag Rachel einfach überhaupt... Nein, ich mag halt Rachel einfach nicht.
Speaker: Ich mag diese Hybris von ihr nicht.
Speaker: Ich mag...
Speaker: ich mag auch Mike nicht, wie er ihm nicht zur Seite steht.
Speaker: Also weißt du, ich hab so dieses vielleicht so ein romantisches Grundbedürfnis, das nicht erfüllt wird und das weiß ich, aber das ist ja nur für mich.
Speaker: Also deswegen mein Urteil, weil ich weiß, der Film ist ja so angelegt, das hab ich ja zu Anfang auch gesagt, man soll sich ja unwohl fühlen.
Speaker: Man soll sich ja beklemmt fühlen.
Speaker: Du musst dich nicht rechtfertigen, dass du gesagt hast, nein.
Speaker: Du wolltest doch, dass ich es erkläre.
Speaker: Deswegen, ich kann das schon einordnen.
Speaker: Von daher, ich finde, das ist wahnsinnig gut gemacht.
Speaker: Aber weil es so gut gemacht ist, war ich am Ende auch froh, dass ich aus dem Film und aus dem Kino wieder rauskomme.
Speaker: Also deswegen, wie gesagt, der Film ist gut gemacht.
Speaker: Das, was er transportieren möchte, das gelingt ihm wahnsinnig gut.
Speaker: Das Einzige, wirklich die größte Kritik, die ich an dem Film habe, ist eben der Emmas Charakter, dass der ein bisschen außen vor gelassen wird, dass sich der am wenigsten von allen entwickelt und sie so als Projektionsfläche eigentlich für alle anderen dient.
Speaker: Und das war, glaube ich, am Ende der Grund, warum.
Speaker: Und vielleicht kann man auch noch sagen, Mike und Rachel, auch wenn die das super spielen, aber vielleicht hätte ich mir noch so ein kleines bisschen mehr von denen auch gewünscht, aber das sind dann nur Nuancen.
Speaker: Aber das ist der Grund, warum ich jetzt gesagt habe, nein, auch wenn ich vorherschicken muss.
Speaker: Das liegt aber vor allem daran, dass ich auch an meiner eigenen Sozialisierung, und das ist das Gute an dem Film, jeder muss das selber entscheiden, sich diese Fragen stellen und jeder wird sie irgendwie anders beantworten.
Speaker: Oh Gott, mein Herz, wow.
Speaker: Das ist gerade... Gut.
Speaker: Und du?
Speaker: Warum du?
Speaker: Warum sagst du ja?
Speaker: Nummer eins, ich finde diesen Film super originell.
Speaker: Und natürlich kann man sich jetzt über das Wort originell streiten, aber ich habe einen solchen Film so lange nicht mehr gesehen und tatsächlich, und leider muss ich es auch kurz sagen, hat es mich so ein bisschen an meinen Nicht-mehr-Freund Lancey Moss erinnert.
Speaker: Hahaha.
Speaker: Und auch, also ich habe nur den Dream-Szenario-Film gesehen, der auch sehr unangenehm ist und tatsächlich über alles hinaus springt, also über alle Grenzen und für mich keine, also ich erinnere den nicht gut.
Speaker: Dafür freue ich mich umso mehr über The Drama.
Speaker: Ich finde...
Speaker: Genau, ich finde den Humor groß.
Speaker: Also man merkt schon diesen nordischen Humor.
Speaker: Und jetzt habe ich zwei kleine Gedankenspiele für dich.
Speaker: Ja, für mich.
Speaker: Oder für alle, die zuhören.
Speaker: Für wen sonst ist ja sonst keiner hier, mit dem du reden kannst.
Speaker: Sollte nicht so überrascht tun.
Speaker: Jeder, der das mitspielen will, kann ja uns dann auch eine Nachricht noch beschreiben oder es uns wissen lassen.
Speaker: Aber...
Speaker: Weil ich habe jemanden diesen Film erklärt, der ihn nicht gesehen hat.
Speaker: Und derjenige hatte dann eine Reaktion darauf, weil wir eben darüber gesprochen haben, ja Waffen und geht es darum, was sie nicht getan hat oder eben gedacht hat, sie würde tun.
Speaker: Der deutsche Konjunktiv, das ist ein großes Geschenk.
Speaker: Und dann meinte dieser jemand eben, und ich weiß nicht, erinnerst du dich an die Serie Baby Reindeer?
Speaker: Nee.
Speaker: Okay.
Speaker: Ich hab den Namen mal gehört, aber hab nie gesehen, nie wirklich so gelesen.
Speaker: Die Hauptprotagonistin ist eben eine, jetzt nicht vom...
Speaker: Standard ausgehend ästhetisch schöne Frau.
Speaker: Sie ist jemand, der eben speziell ist.
Speaker: Und dieser jemand hat dann eben gesagt, ja, aber was... Also Zendaya kann man eben diese Rolle geben und dieses Spiel mitspielen.
Speaker: Und dann gibt es irgendwie Procons.
Speaker: Man geht mit mir mit und sagt so, ja, aber mein Gott, sie war ja 15.
Speaker: Aber was wäre dann gewesen, hätte man jemanden mit weniger Star-Aura besetzt?
Speaker: Und das fand ich spannend.
Speaker: Weil ich weiß nicht, ob man dann auch sofort gesagt hatte, nee, das verurteile ich jetzt auch.
Speaker: Oh Gott, ja, sie ist ja Psychopath.
Speaker: Natürlich, man sieht es ja.
Speaker: Oh, das ist eine sehr interessante Frage.
Speaker: Ja.
Speaker: Die geht jetzt an mich, oder?
Speaker: Ja, an alle, die mitspielen wollen.
Speaker: Wir können auch kurze Pause lachen und sagen, denkt da kurz drüber nach.
Speaker: Schreibt jetzt die E-Mail, dann beantwortet Basti.
Speaker: Aber dann sitzen wir hier, glaube ich, noch ein bisschen.
Speaker: Ja, ich glaube auch vor allem, es gibt ja auch diese wahnsinnig große technische Errungenschaft, die nennt sich Pauseknopf.
Speaker: Da könnte man auch tatsächlich dann kurz draufdrücken.
Speaker: Aber ich finde das ein wahnsinnig spannender Gedankengang tatsächlich, weil ich glaube, und ich glaube, das ist absolut richtig.
Speaker: Es gibt ja auch die Frage, die durchaus gestellt wurde, warum hat denn Christopher Borgley auch eine, ich meine, Zendaya ist ja auch schwarz, sie ist eine Frau, das sind jetzt nicht unbedingt gerade die Charakter, die auch...
Speaker: Der Typus, der am häufigsten solche Amokläufe begeht, die sind meistens weiß, meistens männlich, überwiegend.
Speaker: Wie gesagt, die Zahlen im Film, die Faktchecke ich dir selber, aber das weiß ich mit Sicherheit, meistens weiß, meistens männlich.
Speaker: Und warum hat er denn die Rolle dann mit Zendaya besetzt?
Speaker: eben auch, weil er ganz genau wusste, dass die Besetzung dieser Rolle mit einer schwarzen Frau andere Reaktionen auslösen wird, als mit einem weißen Mann.
Speaker: Also von daher, wenn das Christopher Borgley bewusst ist, und da stimme ich ihm vollkommen zu, ähm,
Speaker: Ist das wohl so, wie das deine Freundin oder du gerade vorgetragen hast?
Speaker: Also wir projizieren ja bei jedem Film und deswegen verdienen ja SchauspielerInnen auch so viel, weil sie natürlich ein unglaublicher Magnet für den Film sind.
Speaker: Leute projizieren ja tatsächlich, egal wie gut eine Schauspielerin oder eine Schauspielerin eine Rolle spielt, projizieren ja natürlich ganz, ganz viel auf diese SchauspielerInnen.
Speaker: Das ist ja schon das Aussehen.
Speaker: Ich meine, ich kann einen Brad Pitt in Legends of the Falls nur deswegen so anschmachten, weil er halt auch wirklich ein wahnsinnig gut ausschüttender Mann in der untergehenden Sonne ist.
Speaker: Das würde jetzt mit mir weniger gut funktionieren.
Speaker: Also von daher ist das sicherlich ein Punkt und der ist wichtig und ich glaube, dass man sich aber beim Film dessen auch relativ stark oder sehr bewusst ist.
Speaker: Ja, und dann ein zweites und dann haben wir diesen Film auch im Kasten.
Speaker: Kommt von der gleichen Unterhaltung und zwar geht es eben nochmal zurück zu diesem Waffenthema.
Speaker: Und man hat ja, also Waffen sind Amerika erlaubt, es gibt Waffen, aber auch die meisten westlichen Filme sind sehr amerikanisiert.
Speaker: So alle großen wirklich Hollywood-Blockbuster haben Waffen.
Speaker: Pulp Fiction beispielsweise.
Speaker: Und das ist cool.
Speaker: Es hat einen totalen... So alle Scorsese-Filme, was wären Scorsese-Filme ohne Waffen?
Speaker: Es hat ja einfach wirklich einen Coolness-Faktor, der ja davon geht, um dann wiederum von da aus zu gehen, zu sagen, naja, natürlich braucht man irgendwie Waffen.
Speaker: Natürlich hat das irgendwie einen gewissen Flair.
Speaker: Und dann...
Speaker: Das ist nur über der visuellen Ästhetik, von der ja auch im Film gesprochen wird.
Speaker: Genau, ja.
Speaker: Und es ist halt einfach so superpräsent.
Speaker: Und es hat ja auch eine Spannung.
Speaker: Welche andere Waffe ist so superpräsent und so sofort gefährlich wie eine Schusswaffe?
Speaker: Klar gibt es Küchenmesser, so ist es mehr im alltäglichen Gebrauch, aber auch mit dem Küchenmesser.
Speaker: Man muss halt dann immer nah an der anderen Person sein, damit es überhaupt irgendwie gefährlich wirkt.
Speaker: Weil wenn du jetzt irgendwie über die Kamera dein Messer in die Hand hast,
Speaker: fühle ich mich jetzt nicht eingeschüchtert.
Speaker: Also wenn ich aber jetzt bei dir eine Waffe sehen würde, denke ich auch so, oh, crazy.
Speaker: Und dann, und das einfach nur, damit verabschiede ich mich dann eben auch, aber wir haben dann so ein bisschen rumgesponnen und haben gesagt, was wäre denn zum Beispiel, wenn man jetzt unseren lieben neuen Freund, die KI beauftragt, in einem großen Film die Schusswaffe mit einem Stift zu ersetzen?
Speaker: Denk mal drüber nach.
Speaker: Da werde ich mal drüber nachdenken.
Speaker: Auf jeden Fall würde jeder Film dadurch gleich ins Genre der Komödie verpflanzt werden, würde ich jetzt mal sagen, wenn du überlegst, dass Leute mit... Aber ich weiß, das geht ja darüber hinaus.
Speaker: Also ich möchte das jetzt darauf nicht reduzieren.
Speaker: Ich bin ja sowieso... Ich glaube, wenn wir auch über Kultur sprechen...
Speaker: Und über Waffengebrauch, da müssen wir aber auch natürlich über Film reden.
Speaker: Also Film ist popkulturell eines der Medien, das Gesellschaften nachhaltig mitprägt.
Speaker: Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin an einem Punkt mittlerweile, wo ich...
Speaker: Da wirklich auch Probleme mit hab.
Speaker: Also ich weiß nicht, als ich das letzte Mal, und das ist jetzt ein bisschen her, als ich June 2 gesehen hab, noch nicht mal da.
Speaker: Ich hab da noch Tron, Aries hab ich irgendwie letztens gesehen im Kino, den fand ich wirklich ganz schlecht.
Speaker: Sorry, den fand ich wirklich, der hatte keinen Inhalt.
Speaker: Muss man nicht gesehen haben, genau an dieser Stelle.
Speaker: Aber auch deshalb, weil es alles reduziert wird auf diesen Konflikt, der mit Waffen ausgetragen wird.
Speaker: Und es ist in so vielen Filmen der Fall.
Speaker: Es ist so überpräsent.
Speaker: Es ist wirklich so inflationär in Filmen.
Speaker: Und ich habe mittlerweile, ich bin überzeugt davon, dass es unseren Gesellschaften nicht hilft, wenn wir immer wieder diese selben Projektionsflächen anbieten.
Speaker: Ich habe da mittlerweile, bin ich da ein bisschen abgestumpft und finde, es ist einfach zu viel.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Genau, das nur von meiner Seite aus noch dazu, weil ich glaube, es sollte ja irgendwie eine Frage sein, die habe ich jetzt einfach mal so vorweggenommen.
Speaker: Ja, gut.
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Gut, dann, liebe Emilia, dann kommen wir zur... Meine Lieblingsrubrik.
Speaker: Zur Szene der Woche.
Speaker: Die Szene der Woche.
Speaker: Also, hiermit spreche ich nochmal eine Empfehlung aus.
Speaker: Und zwar gibt es eine Serie, die da heißt The Landman.
Speaker: Da ist jetzt die Staffel 2 rausgekommen.
Speaker: Und die doch etwas sehr brutale erste Staffel geht aber über und hält plötzlich Familienwerte ganz weit oben.
Speaker: Und es gibt eine, also die Szene der Woche wäre jetzt einfach erstmal meine Serie der Woche, aber es gibt auch
Speaker: Es geht um Vergebung und es geht um Zusammenhalt.
Speaker: Und da gibt es eben eine Szene, wo The Landman von seinem wirklich anstrengenden Job, also The Landman, kann man kurz sagen, was das ist, Landmans kümmern sich ums Ölgeschäft in Amerika.
Speaker: Und ums Land eben, um zu gucken, wo darf man bohren, was muss man dafür bezahlen.
Speaker: Und fahren eben auch vier Autos.
Speaker: Und dann kommt er nach Hause und sieht einmal den aus dem Altersheim geholten Vater lachen zusammen mit seiner Ex-Frau und wieder zu werdenden Frau und der Tochter.
Speaker: Und es gibt einfach eine so schwierige,
Speaker: schön versöhnliche Szene.
Speaker: Und dann nimmt er auch kurz seine Frau zur Seite und sagt nochmal, okay, wir müssen halt, oder er will wieder anfangen, das Leben so zu leben, wie es da ist und die schönen Dinge genießen und eben nicht alles in die Arbeit untergehen zu lassen und immer nur Brandherde zu löschen, sondern eben Ja zum Leben zu sagen und eine positivere Einstellung zu haben.
Speaker: Und das fand ich sehr schön und das fand ich sehr gefreut.
Speaker: Und es kommt eine dritte Staffel, das haben sie damit hochunterhaltig versprochen, aber
Speaker: Kann man sehr gut schauen.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Das war ein sehr schöner Vortrag.
Speaker: Danke.
Speaker: Ich habe auch eine.
Speaker: Und zwar habe ich mir nochmal alle Folgen von Ted Lasso angeschaut.
Speaker: Steht auf meiner Liste.
Speaker: Ich finde Ted Lasso, das war schon das zweite Mal, ich glaube, ich habe mir noch keine Serie ein zweites Mal angeschaut.
Speaker: In diesen Zeiten ist das wie so eine warme Decke, finde ich.
Speaker: So eine warme Kuscheldecke.
Speaker: Ich meine, wir wissen alle, die Welt ist im Moment
Speaker: was sie ist.
Speaker: Aber deswegen ist diese Serie einfach wunderschön.
Speaker: Und es gab eine Szene, und die hat mich tatsächlich sehr, sehr berührt.
Speaker: Die fand ich richtig gut.
Speaker: Da geht es darum, also die Managerin des Fußballclubs, ich hole jetzt nicht zu weit aus, die sind in Amsterdam, die haben dann, also von dem englischen Fußballclub, der Club ist in Amsterdam für ein Freundschaftsspiel.
Speaker: Und nachdem das Spiel zu Ende ist, entscheiden sich alle, durch die Stadt zu ziehen, die Stadt unsicher zu machen.
Speaker: Und sie klingt sich irgendwie aus, will sich die Stadt anschauen, steht auf einer Fahrradbrücke in Amsterdam und wird von einem Fahrrad mitgerissen und fällt über die Brücke ins Wasser.
Speaker: Und auf einem Hausboot eben in einer dieser Grachten ist ein Typ, der sieht das, der holt sie dann an Bord, lässt sie dort duschen und seinen Wäschetrockner benutzen, um wieder frisch zu werden.
Speaker: Und zwischen denen entwickelt sich dann aber etwas und das ist total schön und sie frägt ihn dann aber, bleibt aber relativ harmlos.
Speaker: Es kommt nicht zum Äußersten, wie ich glaube meine Urgroßmutter gesagt hätte.
Speaker: Und dann reden sie aber und dann frägt sie ihn eben auch nach seiner eigenen Geschichte, weil er hat auf einmal, er hat noch Klamotten von Frauen in der Wohnung.
Speaker: Sollte das nicht eine rote Fahne für mich sein?
Speaker: Dann erlangen sie an, dann erklärte er halt, seine ehemalige Beziehung ist zu Ende gegangen.
Speaker: Und mit der Tochter, das hat ihn damals, sie wäre ihm untreu gewesen, das hat ihn damals extremst zugesetzt und sein Leben beinahe zerstört.
Speaker: Und dann sagt er aber, aber nur bis zu dem Punkt,
Speaker: Ich sage es auf Englisch, weil es funktioniert tatsächlich nur auf Englisch.
Speaker: But only up to the point when I realized that things in life don't happen to me, but they happen for me.
Speaker: Und das ist ein wahnsinnig schöner Satz und ich gebe mir Mühe, mein Leben an diesem Satz auszurichten und ich glaube, damit kann man den Ereignissen im eigenen Leben vielleicht ein klein wenig mehr Positivität abgewinnen.
Speaker: Das war meine Szenier-Reform.
Speaker: Das ist doch ein fantastischer Abschluss.
Speaker: Ja, ich finde auch.
Speaker: Wir haben das heute ganz gut hingekriegt, glaube ich.
Speaker: Fürs erste Mal wieder so einen Trockenstart hingelegt, oder?
Speaker: Und ich fühle mich jetzt auch um einiges leichter, weil endlich ist dieses furchtbare Geheimnis meiner Schildkröte über den Äther in die Welt hinaus.
Speaker: Es ist immer noch sehr bedauerlich und furchtbar, aber jetzt weiß es die Welt und...
Speaker: Ja, es lastet nicht mehr so mein Schurteil.
Speaker: Vielleicht hört sie das, vielleicht klingelt sie und sagt, Basti, ich vergebe dir.
Speaker: Ich habe es geschafft.
Speaker: Die anderen Schönkröten haben mich wieder zurück aufs Land aufgepäppelt und aufs Land zurückgestupst.
Speaker: Ja, ich wage das sehr zu bezweifeln, aber bleiben wir jetzt mal bei diesem Narrativ, um auf einer positiven Note zu enden.
Speaker: Liebe Emilia, es war ja ein großes Fest.
Speaker: Ich freue mich jetzt auf die ganze dritte Staffel mit dir.
Speaker: Ich bin ja auch.
Speaker: Wir sehen uns und hören uns in zwei Wochen.
Speaker: Und mit euch.
Speaker: Schön, dass ihr dabei wart.
Speaker: Wir sagen Tschüss.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Ganz, ganz liebe Grüße bis in zwei Wochen.
Speaker: Wir freuen uns auf euch.
Speaker: Danke fürs Zuhören.
Speaker: Bis dann.
Speaker: Danke.
Speaker: Ciao.
Speaker: Ciao.
Speaker: Das war Muss man gesehen haben mit Emilia Bernsdorf und Bastian Fischer.
Speaker: So, das Urteil ist gefallen.
Speaker: Wie Forrest Gump sagen würde, das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen.
Speaker: Man weiß nie, was man kriegt.
Speaker: Genau wie bei Filmen.
Speaker: Manchmal ein Treffer und manchmal... Reden wir lieber nicht drüber.
Speaker: Und jetzt kommt der Teil, wo wir euch brauchen.
Speaker: Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst uns eine Bewertung da.
Speaker: Kommentiert, schreibt uns, sagt uns eure Meinung.
Speaker: Wir lesen wirklich alles.
Speaker: Auf Instagram findet ihr uns auch.
Speaker: Hinter den Kulissen, mit Kino-News und gelegentlich auch Fotos von uns.
Speaker: Wie Schwarzenegger schon sagte, I'll be back.
Speaker: In unserem Fall, we'll be back.
Speaker: Bis in zwei Wochen mit dem nächsten Film.
Speaker: Tschüss.






