Einführung in die Branche
00:00:02
Speaker
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Akustikimpulse, dem Podcast mit dem Rundumblick in die Branche, damit du am Zahn der Zeit bist, wenn es darum geht, dein Geschäft erfolgreich und sorgenfrei zu führen.
00:00:16
Speaker
Und hier mindestens einer deiner Hosts, Gabor Kartei und Klaus Thielisch.
00:00:21
Speaker
Wieder einmal ein neues herzliches Willkommen an all jene, die zuhören.
00:00:27
Speaker
Ja, wir sagen auch immer am Anfang des Podcasts, sodass die Stimme sagt, mindestens einer deiner beiden Hosts, auch Klaus ist wieder mit dabei.
00:00:34
Speaker
Wir haben es wieder geschafft zu zweit.
00:00:36
Speaker
Ja, hallo in die Runde.
Vorstellung von Simon Müller
00:00:38
Speaker
So, und wir haben auch wieder einen Gast mit dabei, den Simon Müller.
00:00:45
Speaker
So und sehr häufig ist es so, dass ich selbst die Gäste gar nicht so sehr kenne.
00:00:51
Speaker
Vielleicht mal einen Behöfungspunkt gehabt in der technischen Vorbereitung und Klaus hat mir vielleicht schon von ihm oder ihr erzählt.
00:01:00
Speaker
Ja, dieses Mal ist es ein bisschen anders.
00:01:03
Speaker
Nicht, dass ich Simon schon seit meiner Kindheit kenne, aber wir hatten schon das eine oder andere Mal Kontakt gehabt und wir werden auch im kommenden Jahr zusammen arbeiten, was mich sehr freut, einfach was Marketingaktivitäten angeht.
00:01:19
Speaker
Und ja, bevor ich jetzt allerdings zu viel verrate, Simon, an dich, wer bist du, was machst du und was treibt dich heute hier in den Podcast?
Übergang von Kettenarbeit zu eigenem Geschäft
00:01:30
Speaker
Ja, erstmal vielen Dank für die Einladung.
00:01:33
Speaker
Ja, ich bin Simon Müller, ich bin jetzt 43 Jahre alt, ich komme aus St.
00:01:38
Speaker
Wer es nicht kennt, das ist zwischen Bonn und Siegburg, nächster Ort ist dann wieder Köln.
00:01:44
Speaker
den man eher kennt und ich bin jetzt hier seit 2016 mit der Hörakustik selbstständig und habe vorher bei einer größeren Kette gearbeitet, als Betriebsleiter auch, hatte so meine Erfahrungen gesammelt und habe mir aber gedacht, ich möchte das gerne auch selbst machen und bin dadurch jetzt eben, wie gesagt, zehn Jahre schon in der Selbstständigkeit, in der Hörakustik, aber eben seit fünf Jahren zusätzlich auch in der Augenoptik tätig.
00:02:10
Speaker
Wobei ich eher nicht so tätig bin in der Augenoptik, weil ich aus der Hörkabine nicht rauskomme.
00:02:14
Speaker
Aber meine Lebensgefährtin, die ich von der Meisterschule vom Studium der Augenoptik kenne, die ist da quasi mit eingestiegen.
00:02:23
Speaker
Und wir haben jetzt seit fünf Jahren eben dieses Hybridgeschäft, dass wir eben beides haben, Optik und Akustik.
00:02:29
Speaker
Und ja, das ist so mein Alltag.
00:02:33
Speaker
Hörakustik und nebenher ein bisschen Augenoptik.
00:02:36
Speaker
Nebenher ein bisschen Optik.
00:02:40
Speaker
Man hat ja so viel Zeit neben der Akustik, um ein bisschen Optik mitzumachen.
00:02:44
Speaker
Wir kennen es aus der Branche, jeder schreit aus Langeweile.
00:02:50
Speaker
Also da gibt es schon ganz viel, worauf ich Fragen werfen möchte.
00:02:57
Speaker
Vielleicht das Erste, bevor ich auch Klaus mal kurz zu Wort kommen lasse.
00:03:02
Speaker
Wie kommt es zu der Idee, die Optik mal eben noch mit reinzunehmen?
00:03:08
Speaker
Weil, wie gesagt, also der normale Tenor, so wie ich den kennengelernt habe...
00:03:12
Speaker
Und wenn du seit 2016 selbstständig bist in dem Bereich, heißt das ja, dass du sechs Jahre lang, fünf Jahre lang ungefähr schon die Akustik gemacht hast und ich nehme an, da hattest du schon ganz gut zu tun.
00:03:29
Speaker
Also wieso zum Henker hast du gesagt, ich mache die Optik jetzt noch?
Entwicklung eines Hybridgeschäfts mit Partner
00:03:33
Speaker
Ja, es kommt eins zum anderen.
00:03:35
Speaker
Also grundsätzlich, ich habe zuerst Augenoptik gelernt, dann habe ich den Augenoptiker Meister gemacht.
00:03:40
Speaker
Dann habe ich aufgrund einer Empfehlung eines meiner besten Freunde noch die Hörakustik von der Pike aufgelernt, dann da die Meisterprüfung.
00:03:48
Speaker
Aber dann habe ich gesagt, Mensch, irgendwie bin ich in der Hörakustik, fühle ich mich so ein Ticken wohler als in der Optik, was ja auch gerade diese technische Sache angeht.
00:03:56
Speaker
Und dann habe ich gesagt, Mensch, gut, dann werde ich eben hier die Hörakustik eröffnen.
00:04:01
Speaker
Es war so, dass dann meine Lebensgefährtin hier im Ort auch bei einem Optiker ansässig war, sage ich mal, beziehungsweise Angestellte war.
00:04:10
Speaker
Und nachher haben wir dann gesagt, Mensch, wir haben hier die Möglichkeit, ein Ladenlokal zu kaufen, fünf Häuser weiter, was ganz neu gebaut wurde, in der Größenordnung, die die Augenoptik auch zulässt.
00:04:22
Speaker
Sagen wir mal so, meine Lebensgefährtin, übrigens nächstes Jahr auch Frau, hat dann irgendwann gesagt,
00:04:29
Speaker
Also ganz wohl fühlt sie sich auch nicht aktuell bei der Arbeit.
00:04:31
Speaker
Und da habe ich gesagt, Mensch, wir waren im Urlaub in Bayern 2019.
00:04:33
Speaker
Das böse Bayern ist schuld.
00:04:36
Speaker
Das böse Bayern ist schuld.
00:04:37
Speaker
Und dann habe ich da mein Tablet rausgekramt, wo sie sagte, nächste Woche muss ich wieder da hin.
00:04:42
Speaker
Und dann habe ich gesagt, Mensch, du pass auf, wir gucken uns das Ganze doch einfach mal auf dem Tablet an.
00:04:46
Speaker
Ich habe dort den ganzen Schnittplan vom Architekten hier und wir sehen doch hier ganz klar, wir haben auch Platz für Augenoptik.
00:04:51
Speaker
Also es war schon sehr großzügig geplant für die Akustik.
00:04:54
Speaker
Und ich sage, Mensch, komm, das machen wir.
00:04:56
Speaker
Ich meine, es ist auch so, dass sie hat auch bei mir gearbeitet, weil meine Mutter in die Schweiz abgewandert ist, die vorher bei mir im Geschäft mitgeholfen hat.
00:05:05
Speaker
Mädchen für alles so ein bisschen.
00:05:07
Speaker
Und dann hat Judith nachher auch gesagt, es war eh geplant, dass sie zu mir ins Geschäft kommt, um sie zu ersetzen.
00:05:15
Speaker
Aber ich wusste immer, dass ihr Steckenpferd die Augenoptik ist.
00:05:17
Speaker
Und dann habe ich dann gesagt, das kann ich eigentlich auch nicht bringen, dass ich dann...
00:05:21
Speaker
meine Lebensgefährtin, die leidenschaftliche Optikermeisterin ist, da in einer Theke Sitz und Termine für die Hörakustik ausmacht.
00:05:26
Speaker
Da haben wir dann gesagt, komm, das kann auch nicht sein und wir sind auch beide Optikmeister und da haben wir gesagt, Mensch, wir machen das.
Kombination von Audiologie und Optik
00:05:33
Speaker
Und das haben wir nie bereut.
00:05:35
Speaker
Also gerade diese Hybridgeschichte zwischen Optik und Akustik, der zufriedene Akustik-Kunde kauft sich die Brillen bei uns und der zufriedene Optik-Kunde sagt auch, hier ist so toll, wenn ich hier meine Hörgerätchen brauche, dann bleibe ich auch hier.
00:05:48
Speaker
Also das funktioniert gut.
00:05:50
Speaker
Ja, also über die Sinnhaftigkeit eines Hybridgeschäfts brauchen wir vom Grundsatz wahrscheinlich überhaupt nicht diskutieren.
00:05:56
Speaker
Das erschließt sich absolut aufgrund natürlich überschneidender Zielgruppe unter anderem.
00:06:02
Speaker
Und ja, generell natürlich in die Sichtbarkeit zu kommen, ja, in zweierlei Sache.
00:06:07
Speaker
Oder wenn man das jetzt natürlich nochmal als Wortspiel nimmt, was die...
00:06:11
Speaker
Brille angeht und Sichtbarkeit, kommt ja auch noch mit dazu.
00:06:15
Speaker
Aber okay, dann, jetzt erklärt sich mir, dass das doch durchaus mehr funktioniert.
00:06:22
Speaker
Es ist nicht so, dass, also jetzt weiß ich auch, dass du den Optiker quasi vorher gemacht hast.
00:06:28
Speaker
Jetzt wäre natürlich die Frage andersherum, wieso hast du den Akustiker dann noch gemacht, wenn du doch schon den Optiker gemacht hast?
00:06:35
Speaker
Und ja, also was hat dich dazu bewogen?
00:06:38
Speaker
Weil ein guter Freund hat mir gesagt, ich soll das mal machen.
00:06:42
Speaker
Wie stark muss man mit dir befreundet sein, damit du machst, was
Berufswahl beeinflusst durch Freunde?
00:06:45
Speaker
ich von dir möchte?
00:06:47
Speaker
Ah, mein Freund Patrick hat ja schon einen recht großen Einfluss, weil es einfach ein prima Kerl ist.
00:06:53
Speaker
Und ich habe das ja miterlebt.
00:06:55
Speaker
Wir haben uns in der Berufsschule Augenoptik 1998 kennengelernt und er ist viel älter als ich.
00:07:03
Speaker
Und ich hatte auch den Zivildienst damals vor mir und es war mir ein bisschen bang zu sagen, ich mache jetzt direkt noch eine Akustikerlehrerin, er ziehe mich da raus und dann muss ich das abbrechen.
00:07:11
Speaker
Dann hat er, nachdem wir 2001 fertig waren mit der Augenoptik-Gesellenprüfung, ist er direkt in die Hörakustik rein.
00:07:19
Speaker
Als er damit fertig war, war ich auch mit dem Zivildienst fertig und habe dann auch natürlich ein bisschen als Geselle gearbeitet.
00:07:23
Speaker
Und dann sind wir auf die Meisterschule zusammen.
00:07:25
Speaker
Da hat er mir jeden Tag erzählt, wie toll das ist, mir Dinge erklärt.
00:07:28
Speaker
Und ich habe gesagt, das ist total faszinierend und macht auch echt beim Zuhören schon wahnsinnig Spaß.
00:07:33
Speaker
Und da habe ich gesagt, Mensch, das musst du auch machen.
00:07:35
Speaker
Und er hat mir damals gesagt, das musst du von der Pike auflernen.
00:07:38
Speaker
Also am besten direkt drei Jahre Ausbildung auch.
00:07:42
Speaker
Habe ich dann auch gemacht.
00:07:44
Speaker
Ich habe da jemanden gesucht, der mich als Augenoptikermeister einstellt, aber auch als Hörakustik-Azubi.
00:07:49
Speaker
Das geht so aber eigentlich kaum.
00:07:50
Speaker
Du musst ja die Zeit in der Hörakustik haben.
00:07:53
Speaker
Und dann habe ich dann gesagt, komm, aber ich habe dann mal eine Herausforderung gesucht.
00:07:57
Speaker
Habe gesagt, geh mal woanders nochmal hin.
00:07:59
Speaker
Habe dann eine Stellenanzeige in Baden-Württemberg gefunden.
00:08:02
Speaker
Ich bin ja hier im Rheinland.
00:08:04
Speaker
Dann habe ich in Baden-Württemberg, in Künzelsau, wenn es einem was sagt, noch die Hörakustiklehre.
00:08:11
Speaker
Und da habe ich die Hörakustikausbildung gemacht und
Entscheidung zur eigenen Praxis in Deutschland
00:08:15
Speaker
habe in den drei Jahren gemerkt, es war super schön, also ein tolles Team etc.
00:08:18
Speaker
Habe aber in den drei Jahren auch gemerkt, dass ich Rheinländer bin und bin dann nach den drei Jahren auch wieder zurückgekommen.
00:08:23
Speaker
Und habe auch gesagt, okay, habe es dann auch wirklich gemerkt, ich gehöre hier in die Nähe von Köln.
00:08:30
Speaker
Okay, und dann bist du zurück, aber hattest ja noch keinen Laden.
00:08:34
Speaker
War das dann direkt schon 2016?
00:08:36
Speaker
Weil mit den Jahreszeiten habe ich das noch nicht so ganz.
00:08:39
Speaker
Ja, genau, ich bin 2006 bis 2009, das war die Hörakustikausbildung.
00:08:45
Speaker
Bin dann 2009 zurückgezogen erstmal hier nach St.
00:08:49
Speaker
und habe dann bei einem großen Mitbewerber angefangen.
00:08:56
Speaker
Erstmal als Springer zwei Jahre.
00:08:57
Speaker
Ich war so zwei Jahre in ganz Deutschland unterwegs, habe Neuöffnungen betreut,
00:09:02
Speaker
Habe mal Udochs Vertretung gemacht, eine Menge tolle Leute kennengelernt.
00:09:06
Speaker
Ja, auch Leute kennengelernt, die man nicht mehr wiedersehen möchte unbedingt.
00:09:11
Speaker
Also du siehst alles.
00:09:12
Speaker
Wie im richtigen Leben.
00:09:14
Speaker
Wie im richtigen Leben.
00:09:15
Speaker
Und ja, da habe ich eine Menge mitnehmen können von auf jeden Fall.
00:09:18
Speaker
Also das muss man schon sagen.
00:09:19
Speaker
Und ja, da habe ich nachher auch gesagt, okay, das hat sich aber auch da betrieben, ich nachher so verändert, als ich gesagt habe, das trage ich so jetzt erstmal für mich nicht mehr mit.
00:09:28
Speaker
Und dann war eben der Schritt in die Selbstständigkeit nicht mehr weit.
00:09:32
Speaker
Und habe mich dann in meinem Heimatort, in meinem Wohnort selbstständig gemacht.
00:09:35
Speaker
Und das gefällt mir allein schon ganz gut, dass ich nicht mehr auf der Autobahn rumjuckeln muss und im Stau stehe, was hier im Rheinland schon mal ein bisschen länger dauern kann.
00:09:43
Speaker
Ja, das kennt man.
00:09:44
Speaker
Als ich dann damals vor sieben, acht Jahren in den Norden gezogen bin und wir haben dann so gefragt, ja, wie viel Zeit muss man hier ungefähr einplanen?
00:09:54
Speaker
haben die uns alle komisch angeguckt, weil sowas gibt es hier nicht.
00:09:57
Speaker
Es sei denn, du wohnst zwischen Bremen und Hamburg.
00:09:59
Speaker
Ja gut, das sind so Achsen.
00:10:02
Speaker
Aber ich komme ja auch aus dem Stuttgarter Raum und da war es halt normal.
00:10:06
Speaker
Also du planst halt einfach eine halbe Stunde, Stunde mehr ein.
00:10:13
Speaker
Und deswegen kann ich diesen Punkt auch ganz gut verstehen.
00:10:17
Speaker
Jetzt die letzte Brücke, die ich noch schließen möchte, weil auch wenn es quasi in einem bisherigen Job dann vielleicht nicht so ist, wie man es sich wünscht,
00:10:28
Speaker
Wenn das der einzige Faktor wäre, hätten wir wahrscheinlich keine Angestellten mehr in diesem Land und es hätte sich jeder versucht, selbstständig zu machen.
00:10:35
Speaker
Da gehört ja doch nochmal einiges mit hinzu, sozusagen, okay, ich möchte jetzt meinen eigenen Laden aufmachen.
Motivation für Eigenständigkeit
00:10:43
Speaker
Du machst ja auch einige Dinge dann...
00:10:45
Speaker
Ja, einfach auf deine eigene Art und Weise, da kommen wir ja später sicherlich auch noch dazu, aber was hat denn initial dann noch dafür gesorgt, dass du gesagt hast, okay, ich möchte nicht wieder in einen anderen Job bei einem anderen, sondern ich mache jetzt mein eigenes Ding und dadurch, dass du Judith ja auch vorher, also so wie ich das jetzt mitbekommen habe, in der Meisterschule der Optik, habt ihr euch damals kennengelernt.
00:11:11
Speaker
Und schon eine Weile.
00:11:14
Speaker
Und dann ging es darum, du möchtest dich selbstständig machen.
00:11:19
Speaker
Wie kam es dann wirklich dazu und vielleicht auch, was hat sie dazu gesagt?
00:11:25
Speaker
Also ich habe mich ja 2016 selbstständig gemacht, kam mit Judith aber erst 2017 zusammen, auch wenn wir uns schon lange kennen.
00:11:32
Speaker
Sie habe ich also damals noch nicht gefragt.
00:11:37
Speaker
Und ja, aber die andere Frage natürlich, wie kam es dazu, dass ich sage, Mensch, gibt es keine andere Möglichkeit außer der Selbstständigkeit?
00:11:43
Speaker
Na klar hätte es die bestimmt gegeben.
00:11:45
Speaker
Aber da kann ich jetzt zurückgreifen auf die Meisterschule 2010, 2011, Hörakustik.
00:11:52
Speaker
Da war ich mit einem auch sehr guten Freund zusammen auf der Schule, wie gesagt.
00:11:56
Speaker
Und er hat sich kurz nach der Meisterprüfung auch selbstständig gemacht.
00:11:59
Speaker
Ich glaube, ein, zwei Jahre danach.
00:12:02
Speaker
Und ich habe gesehen, der ist in einem Dorf, wo es keinen HNO-Arzt gibt.
00:12:07
Speaker
Und ich habe gedacht, Mensch, ich wusste nicht so recht, ob das das Richtige ist, aber ich weiß, dass wir beide sehr ähnlich arbeiten, auch von unserer Art als Akustiker.
00:12:17
Speaker
Und er hat das in einem Dorf geschafft, sag ich mal, wo deutlich weniger los ist als bei uns, noch nicht mal ein HNO-Arzt vorhanden ist.
00:12:24
Speaker
Und er ist da sehr erfolgreich und hat gesagt, Mensch, mach das doch mal und das ist doch interessant, guck mal, wie ich das mache.
00:12:30
Speaker
Und ja, er hat gesagt,
00:12:32
Speaker
es auch ganz schnell bei ihm los, dass er sich ein Häuschen gekauft hat und dies und das.
00:12:35
Speaker
Und ich habe gedacht, Mensch, das kann doch eigentlich nicht sein.
00:12:39
Speaker
Das macht dir doch genauso Spaß.
00:12:40
Speaker
Also du kannst doch eigentlich alles, was du können musst, um so einen Betrieb zu führen, weil ich auch dementsprechend vorher diese Betriebsleitung auch hatte, bei meinem vorherigen Arbeitgeber.
00:12:52
Speaker
Und ja, da stand nichts mehr im Weg.
00:12:53
Speaker
Dann habe ich gesagt, komm, dann hat sich das hier auch ergeben, dass hier ein Ladenlokal frei wurde, direkt neben dem Geschäft von meinem Bruder.
00:12:59
Speaker
Er hat so ein kleines Stehcafé gehabt.
00:13:01
Speaker
Das war auch noch ganz nett.
00:13:02
Speaker
Komm, jetzt können wir mal rübergehen, sich mal schnell ein Getränk schnappen.
00:13:06
Speaker
Aber nee, das kam dann so zustande, dass ich auch sagte, also über die Jahre hinweg, weil er war so zwei, drei Jahre vor mir selbstständig, mein guter Freund in der Hörakustik.
00:13:15
Speaker
Und das hat dann so in meinem Kopf einfach gewachsen, die Idee, weil ich einfach seinen Erfolg gesehen habe,
00:13:21
Speaker
sagt der Mensch, das kannst du auch.
Einflüsse bei Firmengründung
00:13:25
Speaker
Ja, macht absolut Sinn von vorne bis hinten und so wie es mir scheint, auch sehr erfolgreich und das irgendwie in allen Belangen, wenn man so auch so ein bisschen die Zufriedenheit von den Kunden, aber auch von den Mitarbeitern irgendwie mit ranzieht.
00:13:44
Speaker
Und ja, ich möchte jetzt einmal den Klaus gerne zu Wort kommen lassen.
00:13:50
Speaker
der hier brav zuhört.
00:13:53
Speaker
Ja, meine Fragen wurden zuerst einmal sehr befriedigend beantwortet.
00:14:00
Speaker
Ja, also ich habe mit Spannung euer Gespräch bisher hin verfolgt und habe dann einfach auch für mich jetzt gedacht, oh krass, du warst ja erst Anfang 30, so 32, 33, als du dich selbstständig gemacht hast, Simon.
00:14:14
Speaker
Habe ich da einen Rechenfehler oder ist es richtig?
00:14:16
Speaker
Jetzt muss ich selbst überlegen, 82er Jahrgang, 2016, 34.
00:14:18
Speaker
Also mit der Überlegung, sich selbstständig zu machen, war ich halt so, ja, 32, 33 fing das so an mit dem Fühler ausstrecken, sage ich mal.
00:14:29
Speaker
Ja, wow, also das finde ich natürlich auch schon grundsätzlich immer so ein Alter, wo ich denke, cool, da in dem Alter hatte ich noch ganz andere Flausen im Kopf, als mich selbstständig zu machen.
00:14:39
Speaker
Wir haben uns ja kennengelernt auf einer Veranstaltung von einer Einkaufsgemeinschaft.
00:14:42
Speaker
Da hatte ich einen Vortrag und haben dann danach in der Pause uns gleich mal die Köpfe zusammengesteckt und haben gemerkt, Mensch, das ist eigentlich eine ziemliche
Fokus auf Atmosphäre und Technologie
00:14:49
Speaker
Das macht Spaß auch, sich auszutauschen und sind jetzt ja auch über die Akustikpioniere ein bisschen enger zusammengerutscht.
00:14:55
Speaker
Was mich so ein bisschen interessieren würde, was mich auch begeistert hat, als ich dich vor gar nicht allzu langer Zeit dann auch mal im Fachgeschäft besucht habe, war so, ja, was da für eine Atmosphäre ist, was du alles an technischer Ausstattung hast, wie du mit deinen Mitarbeitern umgehst.
00:15:09
Speaker
Vielleicht kannst du mal so ein bisschen erzählen, warum du so Wert darauf legst, auch besondere Dinge in deinem Laden zu haben, was so auch Anpassmethoden und technische Ausstattung angeht und was dich dazu bewegt hat, eben auch so einen aus meiner Sicht herausragenden Umgang mit den Mitarbeitern zu pflegen.
00:15:25
Speaker
Ja, mal zur ersten Frage.
00:15:27
Speaker
Genau, diese technische Ausstattung, die aber auch genutzt wird.
00:15:33
Speaker
Ja, gut, ich sage mal so, wenn du dich selbstständig machst, dann hast du irgendwo den Anspruch, dass du sagst, okay, die Arbeit, die ich mache, die möchte ich bestmöglich machen.
00:15:43
Speaker
Zumindest ist es in meiner Situation so, dass ich sage, wenn ich das mache, dann möchte ich nicht mal eben nur hier ein bisschen klicken und da mal ein First-Fit, sondern dass ich wirklich sage, ich möchte den Menschen einfach helfen.
00:15:52
Speaker
Ich möchte das bestmögliche Ergebnis erreichen.
00:15:55
Speaker
weil du auch ein Wahnsinns-Feedback bekommst.
00:15:56
Speaker
Also ich finde sowieso, unser Beruf selbst ist ja ein Beruf, wo du deine Arbeit sofort gewertschätzt bekommst.
00:16:03
Speaker
Es gibt ja auch andere Berufe.
00:16:05
Speaker
Das ist das Befriedigungsste an einem Beruf selbst, wenn du sofort die Rückmeldung bekommst.
00:16:10
Speaker
Und das ist auch da der Grund, wo ich sage, okay, ich muss also hier bestmöglich arbeiten, somit brauche ich auch die bestmögliche Ausstattung.
00:16:16
Speaker
Also wir gehen beispielsweise hin,
00:16:18
Speaker
Und es wird jedes Hörgerät, also ausnahmslos, mit der Perzentilanalyse angepasst bzw.
00:16:24
Speaker
auch gemessen, damit wir wissen, wo stehen wir denn gerade.
00:16:28
Speaker
Das höre ich auch in den Podcasts vorher auch raus.
00:16:31
Speaker
Es geht auch bei den Kollegen glücklicherweise auch mittlerweile so zu, dass auch möglichst kein Hörgerät ohne Orthoplastik rausgeht und einfach um eine Qualität zu schaffen.
00:16:42
Speaker
Dann haben wir aber auch Tympanometer da, weil ich einfach sehen möchte, okay, du hast hier mal einen dubiosen Schallleitungsanteil, wo du nicht genau weißt, Mensch, woher kommt denn der jetzt?
00:16:50
Speaker
Der Kunde ist nicht operiert worden, am Trommelfeld siehst du nichts, erkältet fühlt er sich auch nicht, machst du mal die Messung, siehst da wieder mehr.
00:16:58
Speaker
Also je mehr du im Prinzip siehst, was du da, oder misst, was du sehen kannst, umso besser kannst du die Hörgeräte anpassen nachher, ne?
00:17:08
Speaker
Und das ist es eben, dass du bist viel schneller am Ergebnis.
00:17:11
Speaker
Das machen wir auch bei den Kassengeräten so.
00:17:13
Speaker
Selbst bei den Kassengeräten machen wir das so.
00:17:19
Speaker
Also ich hatte damals, bevor ich mich selbstständig gemacht habe, einen Außendienstler da gehabt.
00:17:23
Speaker
Und dem habe ich gesagt, Mensch, wir machen alles mit der Perzentin-Analyse.
00:17:25
Speaker
Meinte er aber doch nicht bei Kassengeräten.
00:17:27
Speaker
Da habe ich gesagt, ja, aber wieso denn nicht?
00:17:28
Speaker
Hat es denn derjenige nicht verdient, auch gut behandelt zu werden und von bestmöglich sein Hörgerät eingestellt zu bekommen?
00:17:35
Speaker
Natürlich hat er das verdient und deswegen machen wir das so.
00:17:38
Speaker
Und ja, jetzt sind wir auch dann am nächsten Sprung, dass wir Revolout installieren, diese Woche noch tatsächlich, vom Oldenburger Hörzentrum.
Begeisterung für neue Technologien
00:17:50
Speaker
Da bin ich auch sehr gespannt drauf.
00:17:52
Speaker
Tatsächlich kam mir die Idee über einen Podcast.
00:17:58
Speaker
Ja, Entschuldigung, angenommen.
00:18:01
Speaker
Das war ja nicht das Einzige, dass das...
00:18:05
Speaker
Gehörtraining, das KOL-Gehörtraining habe ich mir auch beim Podcast angehört tatsächlich und ja, auch das startet.
00:18:11
Speaker
Ich glaube, morgen habe ich tatsächlich dann auch wieder das Online-Meeting, um das Ganze zu starten.
00:18:18
Speaker
Also unsere Probephase.
00:18:20
Speaker
Danke, Klaus, dafür.
00:18:22
Speaker
Sehr spannend, also muss ich wirklich sagen.
00:18:24
Speaker
Ja, und auch das ist es eben wieder.
00:18:25
Speaker
Auch, dass man einfach eine hohe Bandbreite anbieten kann, eben an technischen Möglichkeiten ein Hörgerät gut einzustellen, die Kunden gut zu beraten.
00:18:34
Speaker
Und sich natürlich aber auch abzuheben vom Wettbewerb.
00:18:36
Speaker
Also wir haben ja um uns herum auch hier und da mal eine Kette und ich weiß, dass die das so nicht machen.
00:18:43
Speaker
Jeder hat seine Philosophie, aber meine Philosophie ist eben, das Bestmögliche rauszuholen.
00:18:47
Speaker
Die Mitarbeiter freuen sich ja auch wahnsinnig drüber, weil sie auch einfach nicht nur stupide irgendwas machen, sondern immer neue Dinge dazukommen.
00:18:53
Speaker
Das hält das Ganze auch attraktiv und interessant.
00:18:56
Speaker
Und ja, von daher ist das so unser Ding.
00:19:00
Speaker
Wobei ich mir ganz, ganz stark vorstellen kann, also der eine oder andere würde sich wünschen, er hätte deine Mitarbeiter in dem Sinne, dass die sich freuen, wenn etwas Neues kommt.
00:19:16
Speaker
Ja, verstehst du, was ich meine?
00:19:17
Speaker
Ich glaube, das ist nicht üblich.
00:19:19
Speaker
Was hast du denn mit denen gemacht, dass sie sich freuen darauf?
00:19:24
Speaker
Ja, also ich sage mal so, ich habe meinen ersten Angestellter, den ich hatte, also Hörakustiker, den habe ich ja schon vorher kennengelernt in meiner Phase bei einer der großen Ketten sozusagen.
00:19:38
Speaker
Ich habe auch schon gemerkt, wie er damals für die Hörakustik gebrannt hat.
00:19:42
Speaker
Und habe auch gesagt, Mensch, du, wenn ich mich selbstständig mache und ich brauche mal jemanden, wäre ich froh, wenn ich dich dazu holen könnte.
00:19:47
Speaker
Genau ein Jahr später war es dann soweit.
00:19:49
Speaker
Dann ist er eben hier auch hingezogen tatsächlich und ist immer noch da und hat jetzt auch den PET-Akustiker gemacht und bildet sich in alle Himmelsrichtungen auch weiter und hat auch...
00:20:01
Speaker
also wirklich auf alles Lust, was mit Hörakustik zu tun hat.
00:20:03
Speaker
Und das war schon mal der erste Schritt, zu sagen, okay, ich stelle jemanden ein, der auch Bock auf Hörakustik hat.
00:20:08
Speaker
Der nicht sagt, ich habe hier einen Job, in dem ich irgendwie Geld verdienen muss, damit am Ende des Montags noch was im Kühlschrank ist, sondern der wirklich sagt, okay, ich habe Spaß daran.
00:20:17
Speaker
Der Nächste ist dann eben ein Auszubildender gewesen, hat so mit Mitte 20 angefangen, war vorher schon sehr fleißig in seinem Leben, aber hatte noch keine Ausbildung und hat dann gesagt, Mensch, ich würde doch gern was lernen, was Vernünftiges.
00:20:29
Speaker
dann war er zum Glück bei uns an der richtigen Stelle.
00:20:33
Speaker
Der ist heute immer noch da, den haben wir dann übernommen.
00:20:36
Speaker
Plus den nächsten Kollegen aus seiner Berufsschulklasse damals, der hier in der Nähe auch wohnt und auch was gesucht hat.
00:20:41
Speaker
Und jetzt sind wir tatsächlich mit drei Gesellen und mich eben noch dazu.
00:20:44
Speaker
Und ja, das ist alles top.
00:20:47
Speaker
Also die sind alle so von der Pike auf mit der Hörakustik bei uns aufgewachsen.
00:20:53
Speaker
Und deswegen haben die da auch einfach Spaß dran.
00:20:57
Speaker
Wenn jemand keinen Spaß daran hat, dann ist er in der Sache auch nicht gut.
00:21:00
Speaker
Oder andersrum auch, kann passieren, aber andersrum eher, wenn jemand Spaß an der Sache hat, ist er in der Regel auch gut.
00:21:05
Speaker
Und man sieht, die haben Spaß, die wollen weiterkommen.
00:21:09
Speaker
Und ja, da ist noch nichts im Weg.
00:21:10
Speaker
Ich sage auch den Mitarbeitern, wenn ihr hier irgendwelche Ideen habt, wenn ihr irgendein Werkzeug braucht, irgendein Messgerät,
00:21:17
Speaker
wenn es uns nicht gerade aus den Schienen finanziell laut hat.
00:21:19
Speaker
Aber das kann sonst was sein.
00:21:22
Speaker
Ja, das Tympanometer war zum Beispiel von meinem Mitarbeiter, von David, eine Idee.
00:21:25
Speaker
Er sagte, ich hätte gerne einen Tympanometer.
00:21:27
Speaker
Jetzt haben wir mittlerweile drei hier liegen.
00:21:30
Speaker
Drei Hörkabinen, drei Tympanometer, dass man nicht hin und her rennen muss, weil sonst nutzt es wieder nicht.
00:21:36
Speaker
Ist auch ein Auto, was da steht, im Prinzip ein schönes.
00:21:38
Speaker
Aber es hilft nachher bei der Hörgeräteanpassung.
00:21:44
Speaker
Die Kunden danken es nachher und das spiegelt sich ja auch wieder in dem Terminkalender, der da gefüllt ist.
00:21:49
Speaker
Aber darauf wollte ich gerade auch noch mal ein bisschen hinaus.
00:21:52
Speaker
Also du hattest eben auch schon mal ganz kurz so, Mitbewerber angesprochen, wie auch wenn man das nennen möchte, Konkurrent oder sonst irgendwie.
00:22:00
Speaker
Die Endkunden, die bekommen ja, also ich sage mal so, die machen jetzt nicht den Test und sie gehen zu drei verschiedenen Akustikern und lassen sich da nochmal zusätzlich testen und beraten, nehme ich zumindest mal an.
00:22:16
Speaker
Zumindest nicht im ersten Durchlauf.
00:22:18
Speaker
Also das ist ja mal das eine.
00:22:20
Speaker
Es ist nicht so einfach, ich sage mal, so Marketing zu betreiben, dass der Endkunde versteht, warum er wirklich lieber zu mir soll, als zu jemand anderem.
00:22:32
Speaker
Ja, weil auch ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt, den ihr ja habt bei euch im Ort, der darf ja aber auch keine Empfehlungen aussprechen so.
Philosophie der Kundenzufriedenheit
00:22:40
Speaker
Und deswegen ist jetzt einfach mal nur aus marketingtechnischer Sicht erst einmal mehr oder weniger irrelevant, was ihr da im Laden macht, sondern ich muss den ja erstmal da mit reinbekommen.
00:22:54
Speaker
Aber was bekommt denn der Kunde dann vielleicht doch mit, dass er sehr schnell merkt, hier bin ich an der richtigen Stelle.
00:22:59
Speaker
Ich glaube, darum geht es dann auch vermehrt.
00:23:01
Speaker
Und dann natürlich im Nachgang, dass ihr wirklich eine gute Leistung anbietet und wenn jemand schon mal woanders gewesen ist, mit seinem ersten Hörgerät zum Beispiel, wird der niemals mehr woanders hinwollen.
00:23:13
Speaker
Also das Ganze ist natürlich gewachsen.
00:23:14
Speaker
Also ich hatte ja nicht eröffnet und hatte direkt 20 Kunden da stehen.
00:23:18
Speaker
Genau, es ist mit der Zeit gewachsen und sind ja mittlerweile, wie gesagt, zehntes Jahr.
00:23:24
Speaker
Das heißt, wir haben schon natürlich auch viele Kunden, die nachversorgt werden.
00:23:27
Speaker
Aber du hast natürlich auch recht.
00:23:28
Speaker
Also wir haben Kunden, die haben im Höherakustiker noch nie Berührungspunkte gehabt.
00:23:32
Speaker
Wir bekommen die ins Geschäft.
00:23:33
Speaker
Naja, gut, die übliche Werbung, die man macht, das Käseblättchen, was verteilt wird und hier und da.
00:23:39
Speaker
ein bisschen Werbung im Hitradio hier bei uns, das heißt im Supermarkt, naja, überall so ein bisschen.
00:23:44
Speaker
Und naja, es ist aber auch so, dass ich hier im Ort schon seit, das muss ich überlegen, über 20 Jahre, oh mein Gott, ich bin schon 27 Jahre hier im Ort und kenne auch eine Menge Leute und es hat sich umgesprochen, dass hier eine Hangelacher Jung, also Ortsheil Hangelar, sich selbstständig gemacht hat.
00:24:00
Speaker
Und das hat mir auch nochmal geholfen, tatsächlich,
00:24:04
Speaker
Das hören wir immer wieder.
00:24:05
Speaker
Ja, genau, dass man einfach heimatbezogen ist und auch die Leute hier so ein bisschen lokalpatriotisch auch schon mal vorgehen.
00:24:13
Speaker
Naja, aber die Sache selbst, okay, wie begeisterst du den Kunden oder wie erkennt der Kunde, dass du irgendwie mehr machst als andere, weiß ich gar nicht.
00:24:20
Speaker
Also es ist erst mal die Zeit, die wir uns nehmen für den Kunden.
00:24:23
Speaker
Also dass man, ein Kunde hat ja in der Regel eine Verordnung und dann sagt der, okay, der Hörtest war jetzt beim Hörtest,
00:24:31
Speaker
Ohrenarzt nicht so ausführlich wie bei Ihnen.
00:24:32
Speaker
Dann sage ich auch immer, ist okay, muss er auch nicht, er muss ja nur den Bedarf feststellen, wir arbeiten damit.
00:24:37
Speaker
Das ist okay, aber dann geht es auch weiter mit der Beratung, allem, was ja
00:24:40
Speaker
alle anderen auch machen irgendwo.
00:24:42
Speaker
Aber ich finde einfach die Zeit, die dahinter steht auch, dass der Kunde wirklich merkt, er wird von A bis Z durchgemessen, bekommt eine klare Empfehlung, eine Bedarfsanalyse, die sehr ausführlich ist.
00:24:52
Speaker
Also er merkt schon, dass da eine Menge Qualität hinter steckt, weil er weiß, okay, ich kann ja nicht für 20 Euro oder für 30 Euro oder sonst irgendwie für ein paar Euro mich da zwei Stunden hinsetzen.
00:25:01
Speaker
Also er weiß schon, dass da wirklich Qualität hinter steckt und auch ein Interesse hinter steckt.
00:25:06
Speaker
Und da fühlt man sich einfach gut aufgehoben beim Lecker Kaffee noch dabei.
00:25:11
Speaker
Ich denke, dass der Kunde darüber schon merkt, hier bin ich erst mal richtig.
00:25:17
Speaker
Hier bin ich jemand und nicht einfach irgendeine Nummer.
00:25:20
Speaker
Du kannst ja auch eine Bedarfsanalyse machen, dass du sagst, hier ist ein Fragebogen, kräuten sie an, gehen wir danach mal durch und dann gucken wir mal, was zu ihnen passt.
00:25:31
Speaker
Wir stellen den Kunden einfach sehr offene Fragen und
00:25:35
Speaker
Da geht es manchmal ins Private mit rein, auch von uns auch beim Kunden immer ins Private irgendwo, aber die öffnen sich ja dann auch sehr.
00:25:42
Speaker
Und wenn man dann das Ganze so locker mitträgt und von sich selbst auch was erzählt, ja, dann ist man nachher auf einer Ebene mit den Kunden, wo der Kunde wirklich sagt, hier, ich habe gar keinen Bock mehr, woanders hinzugehen.
00:25:50
Speaker
Da entstehen ja schon sehr, sehr persönliche Verhältnisse miteinander und das ist dann immer sehr freundschaftlich auch, ne, und dann in den meisten Fällen und dann hast du die Kunden auch gewonnen, ne.
00:26:00
Speaker
Ja, es geht immer so ein bisschen um die Extrameile und die geht dir halt sowohl von der technischen Ausstattung her, als auch von der Art, wie ihr arbeitet.
00:26:06
Speaker
Das beantwortet ja auch jetzt schon die zweite Frage, die ich ja vorher noch angeschlossen hatte, was eben so das Besondere im Umgang mit den Mitarbeitern ist.
00:26:13
Speaker
Weil letzten Endes habe ich jetzt erst mal mitgenommen, du setzt sehr stark auf das Thema Differenzierung.
00:26:18
Speaker
Du bist aber auch ganz klar gebrandet von daher, dass du so Herzblutakustiker selber bist, aber auch genau die richtigen Leute angezogen hast.
00:26:26
Speaker
Und das Gesetz der Anziehung funktioniert halt nun mal.
00:26:29
Speaker
Und ich habe das Gefühl, dass dein Team sowohl auch deine Kunden einfach dann, ja,
00:26:33
Speaker
in dem Laden letztendlich reingelenkt werden und dann nicht mehr weg wollen, weil die Zufriedenheit auf allen Seiten spürbar ist.
00:26:40
Speaker
Also wenn ich einen zufriedenen Mitarbeiter habe, der da Spaß an seinem Job hat, der da auch mal wirklich eben jetzt nicht unter Zeitdruck arbeiten muss oder gewisse Dinge gar nicht tun darf, weil es einfach vom Unternehmen nicht gewünscht ist, sondern die können da wirklich wie auf einer Klaviertastatur verschiedene Knöpfe drücken und die Tools nutzen, die da sind.
00:26:59
Speaker
Ich habe mir, als ich einen Besuch bei dir gemacht habe, gedacht, ja, also ich will zwar nicht zwingend wieder ins Fachgeschäft zurück, aber wenn, dann würde ich mir einen suchen, was eben ähnlich strukturiert und auch zukunftsorientiert denkt, so wie es dein Fachgeschäft ist.
00:27:12
Speaker
Deswegen ein kleines Kompliment mal an der Stelle.
00:27:17
Speaker
Ja, gerade mit den Mitarbeitern, es ist ja auch nochmal diese Sache, dass man sagt, okay, klar, im Gesetz der Anziehung, dass man Mitarbeiter hat, die Spaß an der Arbeit haben,
00:27:25
Speaker
aber die natürlich auch, sie könnten auch woanders Spaß an der Arbeit haben, auch möglich.
00:27:29
Speaker
Ich bin ja nicht der Einzige, der irgendwie vielleicht technisch gute Ausstattung hat, aber es geht ja auch noch darum, wie man mit den Menschen auch umgeht.
00:27:36
Speaker
Also ich hatte in den ganzen Jahren, die ich selbst Angestellter war, positive wie negative Beispiele und wir haben ja auch manchmal gedacht, boah, so geht es ja mit deinen Mitarbeitern niemals um.
00:27:46
Speaker
Das machst du auf keinen Fall.
00:27:48
Speaker
Andere Beispiele, wo ich sagte, boah, toll, also so möchte ich, wo ich hier gerade behandelt werde, möchte ich meine Mitarbeiter auch behandeln.
00:27:55
Speaker
auch mal fünf gerade sein lassen.
00:27:57
Speaker
Wenn mal nichts zu tun ist, dann dürfen die auch mal ein Handy.
00:28:00
Speaker
Und ich sage da auch überhaupt gar nichts.
00:28:02
Speaker
Die dürfen sich auch den natürlich wie alle anderen auch, klar Getränke, Kaffee, sowas ist eh klar.
00:28:08
Speaker
Das sind diese kleine Standards, sag ich mal, die man auch erfüllt.
00:28:12
Speaker
Aber ich gebe gerne auch eine extra Meile, wenn es oder einen extra Bonus, wenn mal was ist.
00:28:16
Speaker
Ich hatte einen Kollegen, ich sage eher sogar Kollegen als Mitarbeiter, Kollegen, der sagte, Mensch,
00:28:21
Speaker
Da sagt er, ich komme auf keinen grünen Zweig.
00:28:23
Speaker
Da sagt er, die Kupplung ist im Eimer und der Kühlschrank zu Hause ist jetzt kaputt.
00:28:27
Speaker
Da sagt er, ich warte, was ich machen soll.
00:28:28
Speaker
Ja, dann habe ich das Portemonnaie aufgemacht und sage, hier ist schon mal dein Kühlschrank.
00:28:32
Speaker
Ich sage, solange ich das kann und das geht, mache ich das einfach.
00:28:35
Speaker
Da verlange ich auch nichts für zurück.
00:28:36
Speaker
So, und das wissen die.
00:28:38
Speaker
Und wenn ich aber mal was habe, dann stehen die auch
Wertschätzung von Mitarbeiterwohlbefinden
00:28:41
Speaker
Wenn wir sagen, Mensch, wir haben hier eine Engstelle, einen Engpass, dann sind die auch da.
00:28:47
Speaker
Das ist dann eben so, ne?
00:28:49
Speaker
Ja, so ist es einfach.
00:28:51
Speaker
Also Leben und Leben lassen, das ist einfach der Fall.
00:28:54
Speaker
Ich finde es gerade sehr schön, wie du gesagt hast, ja im Endeffekt, ohne dass du erwartest, dass etwas zurückkommt.
00:29:04
Speaker
Wenn mit der Bedingung an viele Sachen gegangen wird, natürlich, man kann so kein Geschäft führen, wenn man jeden Kunden versorgt, ohne zu erwarten, dass er auch zahlt oder es übernommen wird.
00:29:18
Speaker
In Situationen, die es halt irgendwie notwendig machen oder wo man einfach schaut, da kann ich wirklich einen Unterschied machen, kann ich helfen.
00:29:25
Speaker
Ich kenne auch einige Akustiker, die ebenfalls die extra Meile geben und gehen und häufig dann vielleicht doch nur ein Kassengerät abrechnen, weil sie wissen, okay, das andere ist,
00:29:42
Speaker
Also das Kassengerät würde der Leistung, die der Kunde braucht, nicht gerecht werden.
00:29:49
Speaker
Aber es ist finanziell nicht finanzierbar für diese Person.
00:29:52
Speaker
Also wie geht es irgendwie, um denen zu helfen?
00:29:55
Speaker
So, wenn man das dann auch nicht an die große Glocke hängt oder so, sodass dann jeder sagt, mir geht es so schlecht, ich brauche auch kostenlos.
00:30:04
Speaker
Aber in den entscheidenden Situationen einfach mal Mensch ist, wenn man es kann, das hast du ja auch mit erwähnt.
00:30:12
Speaker
Ich glaube auch an Karma und Co., an solche Dinge.
00:30:17
Speaker
Und selbst wenn nicht, also auch schon, wenn ich jetzt wieder erwarte, dass es irgendwann wieder zurückkommt, erwarte ich ja auch schon wieder eine Gegenleistung.
00:30:24
Speaker
Dennoch glaube ich daran, wenn man insgesamt einfach positiv nach außen gibt, kommt das auch wieder zurück.
00:30:30
Speaker
Und es ist ja häufig schon...
00:30:36
Speaker
der Akt des Gebens ist schon ein Geschenk für einen selbst.
00:30:40
Speaker
Das ist so Geburtstage und so weiter.
00:30:42
Speaker
Es ist schön, wenn man selbst Geburtstag hat und etwas bekommt, aber man erwischt sich ja häufig dabei, dass man eher in Verlegenheit gerät sogar.
00:30:51
Speaker
Wenn man etwas geschenkt bekommt, wo man sagt, okay, das war jetzt aber teuer oder sonst irgendwas.
00:30:55
Speaker
Und wohingegen, wenn man es gibt, ist es vollkommen in Ordnung.
00:30:59
Speaker
Und das finde ich schön, wie du es ausgedrückt hast.
00:31:03
Speaker
Also das gefällt mir auch sehr.
00:31:05
Speaker
Ja, es gibt ja auch den Spruch, geben ist seliger als nehmen.
00:31:09
Speaker
Von daher ist das wirklich schön, muss man wirklich sagen.
00:31:11
Speaker
Also wenn ich das mal ein bisschen aufzählen darf, es gibt ja diese Anzugspunkte, wie du Mitarbeiter gewinnst.
00:31:19
Speaker
Das ist ja erstmal der eine Punkt, Mitarbeiter gewinnen.
00:31:21
Speaker
Das kannst du machen mit 13 Gehältern, mit mehr Urlaubstagen und kostenloser Parkplatz.
00:31:26
Speaker
Am Ende des Tages sollte man sich erst mal, wenn man Mitarbeiter hat, die Frage stellen, wie halte ich die denn da sind.
00:31:34
Speaker
Wir haben jetzt leider, leider, leider letzte Woche einen traurigen Fall gehabt, dass wir eine Mitarbeiterin nach Hause schicken mussten, weil plötzlich ihr Vater verstorben ist.
00:31:43
Speaker
Und naja, da habe ich auch mit ihr telefoniert, habe gesagt, du nimm dir doch bitte alle Zeit der Welt, die du brauchst.
00:31:48
Speaker
Und es gibt ja diese zwei gesetzlichen Urlaubstage, die man dazu bekommt.
00:31:51
Speaker
Und hab mir gesagt, du, nimm dir mehr, nimm dir, was du brauchst und ich ziehe es dir nicht von einem regulären Urlaub ab, weil du kannst mit den Leuten eh nichts anfangen im Geschäft, wenn die zerstört sind gerade.
00:32:02
Speaker
Und der Urlaub ist zur Erholung da und das ist sicherlich keine Erholungszeit erstmal.
00:32:06
Speaker
Also komm, wir sind genug Leute gerade da, also fünf gerade sein lassen und Tschüss.
00:32:11
Speaker
Das sind Sachen, die kommen zum Glück selten vor.
00:32:15
Speaker
Aber in so einem Fall, ich sag mal, in der Not erkennst du, wer dein Freund und dein Feind ist.
00:32:21
Speaker
Da möchte ich mich dann auch nicht schlumpen lassen und dann möchte ich doch lieber der Freund als der Feind sein,
Nachhaltiges Wachstum als Ziel
00:32:27
Speaker
Ja, also mit dieser Einstellung glaube ich, dass man generell im Leben einfach glücklicher durch die Welt geht.
00:32:35
Speaker
Also auch hier wieder.
00:32:38
Speaker
Ja, man tut seinen Mitmenschen zwar einiges Gutes, aber im Endeffekt, du könntest jetzt auch irgendwie, hättest du schlecht geplant und so weiter und so fort.
00:32:47
Speaker
Das wäre Not am Mann, in dem Fall Not an der Frau.
00:32:52
Speaker
dass du dann sagst, ja, es geht nicht, es funktioniert nicht, aber du hast die Rahmenbedingungen geschaffen, die so etwas möglich machen.
00:33:00
Speaker
Und ich glaube, auch das kommt nicht von ungefähr.
00:33:03
Speaker
Auch in der Planung, die wir jetzt hatten für das kommende Jahr, so in den
00:33:07
Speaker
in den Marketingaktivitäten habe ich auch schon mitbekommen, dass du sagst, wenn wir etwas tun, dann muss es kontinuierlich sein und stetig wachsen.
00:33:18
Speaker
Es bringt dir nichts, wenn du von jetzt auf nachher um x Prozent auf einmal Terminanfragen hast, weil du das so nicht abarbeiten könnt.
00:33:25
Speaker
Also du denkst da einfach nachhaltig in den
00:33:28
Speaker
In vielerlei Hinsicht und bist da sehr feinfühlig, was auch so etwas angeht, dass du ganz genau weißt, Mitarbeiter können krank werden.
00:33:36
Speaker
Das scheinen manche zu vergessen, die an der Obergrenze arbeiten und zwar dauerhaft.
00:33:42
Speaker
Sobald einer krank ist, haben die anderen Mitarbeiter 130 Prozent zu tun und der nächste fällt aus.
00:33:48
Speaker
Ja, genau, also dass das System dann fast schon zusammenbricht.
00:33:50
Speaker
Nee, nee, das darf natürlich nicht passieren.
00:33:52
Speaker
Es kann immer was passieren.
00:33:53
Speaker
Dann hat einer Urlaub, einer wird krank und dann hat er seinen freien Tag, den du da irgendwie auch nicht rausholen willst und dann stehst du dann da.
00:34:01
Speaker
Aber okay, muss man dann durch, da kann man entsprechend auch mal kurzfristig reagieren, aber langfristig sollte so ein Betrieb natürlich so aufgestellt sein, dass man auch mal hier und da einen Ausfall gut verkraften kann.
00:34:12
Speaker
Und dann eben dieses Wachstum, genau, das war jetzt nicht direkt da, genau, von 100 auf 130 Prozent, das möchte ich den Mitarbeitern auch gar nicht zumuten.
00:34:20
Speaker
Also die haben so ihr Pensum, was sie erledigen, man hat auch so einen Workflow, aus dem man auch ungern rausgerissen wird plötzlich.
00:34:29
Speaker
Und das macht dann irgendwo auch vielleicht ein bisschen unzufrieden.
00:34:31
Speaker
Also wenn wir da wachsen, ist es gut, wenn man hier und da mal ein Stückchen wächst und das Ganze gesund läuft.
00:34:37
Speaker
Und wir wollen ja auch keinen Kunden verärgern.
00:34:39
Speaker
Es kann ja auch sein, dass du dann so viel zu tun hast, dass du sagst, okay, mein Terminkalender ist aber jetzt die nächsten drei Wochen voll.
00:34:44
Speaker
Dann springen dir Kunden ab, vielleicht sogar treue Kunden, die sagen, ja, wenn das mittlerweile jetzt hier so geworden ist wie in mancher Kette, dann kann ich auch woanders hingehen.
00:34:51
Speaker
Also da muss man natürlich auch wieder vorsichtig sein mit dem Wachstum.
00:34:58
Speaker
Es ist ja auch tatsächlich so, ich meine, die Kunden schätzen ja eines extrem, das ist, wenn da ein konstantes Team vor Ort ist und die nicht jede Woche oder jeden Monat ein neues Gesicht vorfinden.
00:35:07
Speaker
Deswegen kann ich das auch nur nochmal bestätigen und unterstreichen, dass es total wichtig ist, dann den Mitarbeiter, den man hat, zu halten und zu fördern.
00:35:13
Speaker
damit es einfach auch so bleibt.
00:35:15
Speaker
Und letzten Endes, klar, wir sind alles Gewohnheitstiere und wir mögen Veränderung nicht.
00:35:20
Speaker
Und deswegen, wenn dann mal kurzfristig mal so ein Engpass ist, das werden einem die Kunden verzeihen, das werden auch die Mitarbeiter mal mittragen.
00:35:28
Speaker
Aber dauerhaft muss man halt sich schon eben auch zukunftsrelevant aufstellen.
00:35:32
Speaker
Und auch das schätze ich sehr an dir, Simon, dass du halt auch immer so ein bisschen Blick über den Tellerrand hinaus wagst.
00:35:37
Speaker
Und auch sagst, okay, die Festbeträge sind nicht in Stein gemeißelt und wir müssen uns auch ein bisschen aufstellen für die Zukunft und trotzdem eben wettbewerbsfähig bleiben.
00:35:46
Speaker
Und ich glaube, da bist du wirklich einer derjenigen, wo ich sagen kann, okay, da lohnt sich immer ein Gespräch mit dir, weil man da einfach wirklich auch immer wieder neue Impulse bekommt.
00:35:57
Speaker
Ja, das habe ja auch ich schon mitbekommen.
00:36:01
Speaker
Auch wie gesagt, so lange kennen wir uns nicht, aber ein bisschen besser, als ich die meisten anderen kenne, die hier mit in den Podcast kommen.
00:36:09
Speaker
Ja, du bist begeisterungsfähig, aber du begeisterst auch gerne.
00:36:13
Speaker
Also in beide Richtungen und nichtsdestotrotz zudem auch letztendlich von der persönlichen Art einfach, dass du sagst, ja,
Bedeutung von Netzwerken und Teamentscheidungen
00:36:24
Speaker
du kannst mal grundsätzlich mit jedem reden, du kannst grundsätzlich mit jedem über Dinge auch reden und bist auch gerne dazu bereit, mal irgendwo zu reden,
00:36:34
Speaker
ja, einen Tipp zu geben oder mal eine Überlegung mit einzugehen, ja.
00:36:38
Speaker
Und du bringst dich ja jetzt auch bei den Pionieren das eine oder andere mal, ja, ein bisschen mehr ein.
00:36:46
Speaker
Das hat jetzt leider nicht geklappt, dass du mit beim Netzwerktreffen dabei gewesen bist, ne.
00:36:52
Speaker
Aber das nächste Mal dann vielleicht.
00:36:55
Speaker
Da freue ich mich drauf.
00:37:00
Speaker
Netzwerktreffen, das hat leider nicht ganz hingehauen, aufgrund der Sache, dass wir noch hier eben ein bisschen später losgekommen sind, das war ja das Euha-Treffen, aber beim nächsten Mal klaren wir das richtig ein, freue ich mich auf jeden Fall drauf.
00:37:13
Speaker
Ja, wir uns auch auf jeden Fall.
00:37:17
Speaker
Jetzt, ich möchte mal auf das Thema zurückkommen, bezogen auf die Mitarbeiter und ja, von wegen, dass ich es eher nicht so kenne, ganz egal aus welchem Beruf, dass sich Mitarbeiter freuen, wenn sie neue Tools an die Hand bekommen, weil sie denken so, ja, jetzt muss ich da noch was, also wirklich mit dem Mord laut, jetzt muss ich mich mit dem auch noch auseinandersetzen.
00:37:40
Speaker
Wahrscheinlich kamen das einige von den Mitarbeitern selbst, hast du ja auch erzählt.
00:37:46
Speaker
Aber wie entscheidet ihr da?
00:37:49
Speaker
Also entscheidet ihr gemeinsam oder sagst du, das Tool wird jetzt angeschafft und kommt damit klar oder wie funktioniert das bei euch?
00:37:57
Speaker
Na genau, also das ist schon so, dass wir uns zusammensetzen und miteinander sprechen, was wir tun.
00:38:02
Speaker
Also das ist immer ganz wichtig, dass man die Leute mit ins Boot holt.
00:38:05
Speaker
Also dieses da was vor die Nase setzen, fühlt sich nicht sehr wertschätzend auch an.
00:38:10
Speaker
Also ich bin ja jetzt nicht unbedingt besser als meine Kollegen in meinem Job.
00:38:14
Speaker
Also von daher, ich habe die ja auch zum Teil mit ausgebildet.
00:38:16
Speaker
Das heißt, die können mindestens das, was ich kann, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr, weil sie unter mehreren Kollegen bei uns hier im Geschäft gelernt haben.
00:38:25
Speaker
Wir besprechen Dinge.
00:38:27
Speaker
Wir hatten jetzt zum Beispiel ein Gehörtraining, wo wir dann sagten, die Kunden tragen das nicht so gerne mit, weil sie zu viel Zeit investieren müssen in diesem Gehörtraining.
00:38:37
Speaker
Dann ist es ja auch eingeschlafen, wo wir sagten, Mensch, es kann eigentlich nicht sein, dass wir so ein Hörtraining, das ist ja wichtig, wir erkennen ja die Wichtigkeit eines Hörtrainings bei dem einen oder anderen Kunden doch.
00:38:47
Speaker
Aber es kann ja nicht sein, dass das dann einschläft, weil wir ja vielleicht nicht das Hörtraining haben, was die Kunden mögen.
00:38:53
Speaker
Also überlegen wir, was kann man machen, was gibt es als nächstes.
00:38:55
Speaker
Da kam ja eben auch mit dem Podcast jetzt die Sache mit dem Keugehörtraining, wo habe ich die Kollegen mal ins Boot geholt gesagt, Mensch, könnt ihr euch das vorstellen, guckt mal so und so läuft das Ganze ab und der Kunde ist deutlich kürzer damit beschäftigt, es ist interaktiv, es macht Spaß.
00:39:11
Speaker
Habt ihr da vielleicht Bock drauf?
00:39:12
Speaker
Dann haben natürlich alle gesagt, ja klar, warum nicht, mal wieder was Neues, weil die wollen ja auch im Endeffekt mit ihren Kunden an ein gewisses Ziel kommen.
00:39:18
Speaker
Jetzt habe ich einen Kunden, der hat seinen Hörverlust verschleppt.
00:39:21
Speaker
Beispiel hat maximales Sprachverstehen von 45 Prozent im Freifeld, was erreichbar ist überhaupt.
00:39:28
Speaker
Und dass man sagt, Mensch, lieber Kunde, dein zentrales Hörvermögen ist nicht so ganz ausgeprägt, da müssen wir was machen.
00:39:35
Speaker
Und weil der Kunde sich ja am Ende des Tages
00:39:37
Speaker
doch darauf verlässt, dass der Akustiker einem das Gehör wiedergibt.
00:39:40
Speaker
Also der Kunde ist ja erst mal unbedarft.
00:39:41
Speaker
Der kommt ja rein und sagt, naja gut, ich habe da eine Verordnung, ich höre schlecht und gehe zum Hörakustiker, dann wird das schon wieder gehen.
00:39:47
Speaker
Dann wird das schon wieder gut sein.
00:39:48
Speaker
Na ja, ganz so ist es eben nicht immer.
00:39:50
Speaker
Vor allem, wenn man das Ganze so verschleppt hat.
00:39:52
Speaker
Und dann ist natürlich aber auch, ich hole gerade ein bisschen weiter aus, dass der Mitarbeiter irgendwann auch sagt, Mensch, ich kriege den Kunden da irgendwie nicht an das Ziel, an das er gerne möchte.
00:40:01
Speaker
Und das kratzt ja auch so ein bisschen an der eigenen Ehre, vielleicht ein bisschen,
00:40:06
Speaker
Man weiß ja, dass es nicht besser geht, aber man hätte doch gern bessere Ergebnisse.
00:40:10
Speaker
Es ist ja schön, wenn du einen Kunden vor dir hast, den du so bestmöglich zufriedenstellen kannst.
00:40:16
Speaker
Und 45% ist eben nicht bestmöglich.
00:40:19
Speaker
Vielleicht ist es bei manchen nur noch bestmöglich, aber wenn du merkst, da kannst du eigentlich mehr rausholen über ein Hörtraining, dann haben auch die Mitarbeiter Lust, sowas mitzutragen, also auch ein Hörtraining anzubieten.
00:40:31
Speaker
Weil sie selber wissen oder selbst merken, ja, damit komme ich mit meiner eigenen persönlichen Arbeit auch weiter,
00:40:36
Speaker
ich bekomme bessere Ergebnisse, ich komme eher ans Ziel.
00:40:39
Speaker
Also ist ja auch dann wieder meine Befriedigung in dieser Arbeit nochmal gesteigert worden.
00:40:45
Speaker
Also ich habe das Bestmögliche rausgeholt.
00:40:47
Speaker
Das macht mir ja persönlich auch viel Spaß.
00:40:48
Speaker
Also das, was wir eben hatten mit diesem Geben und Nehmen ist, dieses Geben ist ja, macht breiter der Freude.
00:40:53
Speaker
Und dieses Zurückgeben, ein bestmögliches Hören-Zurückgeben, ist ja fast dasselbe.
00:41:00
Speaker
Die Kunde gibt ja auch dieses Feedback mit diesem Dankeschön am Ende.
00:41:04
Speaker
Du möchtest ja dieses Dankeschön auch erreichen.
00:41:06
Speaker
Und wenn du merkst, es ist mehr nötig, als nur ein Hörgerät einzustellen, dann sind die Kollegen eben, also die Mitarbeiter auch offen für neue Technologien, um an dieses Ziel zu kommen.
00:41:16
Speaker
Und das tragen die alle sofort mit.
00:41:21
Speaker
Also ja, die Erklärung finde ich sehr plausibel und es ist natürlich wichtig, die Mitarbeiter dann nicht nur mitzunehmen, sondern zu sagen, wie finden wir gemeinsam eine Lösung.
00:41:38
Speaker
Und zu schauen, dass man eben den Weg dann auch gemeinsam geht, weil gerade zum Beispiel der Mitarbeiter, der dann die entscheidende Idee hat, der wird natürlich das Tool dann auch entsprechend am liebsten verwenden.
00:41:49
Speaker
Natürlich, ja klar.
00:41:52
Speaker
Übrigens, als du vorhin gesagt hast, so von wegen, also manche Kollegen oder Mitarbeiter, je nachdem, wie man sie gerade bezeichnet,
00:42:02
Speaker
Können die ein oder andere Arbeit auch besser
Mitarbeiterempowerment und -stärke
00:42:04
Speaker
Ich hoffe es, weil als Unternehmer sollte man immer Mitarbeiter einstellen, die in diversen Dingen besser sind als man selbst.
00:42:14
Speaker
Sonst bleibt nämlich alles an einem selbst kleben.
00:42:16
Speaker
Ja, ja, gut, genau.
00:42:17
Speaker
Das ist auch das, was ich sage.
00:42:18
Speaker
Also wir haben, wenn wir im Urlaub sind, im Sommer nehmen wir uns wirklich drei, dreieinhalb Wochen manchmal raus.
00:42:23
Speaker
Und es ist in den letzten drei Jahren so gewesen, dass ich in diesen
00:42:27
Speaker
dreieinhalb Wochen Urlaub nicht einmal ins Geschäft gegangen bin, obwohl ich da jeden Tag teilweise dran vorbeigehe, weil ich zum EDEKA gehe, was einkaufen.
00:42:33
Speaker
Ich gehe manchmal an meinem Geschäft vorbei und vergesse, dass es mein Geschäft ist.
00:42:37
Speaker
Ich gucke manchmal gar nicht erst rein.
00:42:38
Speaker
Ich gehe dann mit meinen Gedanken zum Einkaufen und dann ach ja, da war ja gerade dein Geschäft, ach ja, wunderbar, aber ich mache mir keinen Gedanken.
00:42:46
Speaker
Mit dem Urlaub brauche ich das in dem Moment einfach nicht, weil ich einfach 100% Vertrauen habe und auch dieses Vertrauen, das ist ja auch wertschätzend und das wissen die Mitarbeiter genauso.
00:42:56
Speaker
wenn sie wissen, sie haben da Rückendeckung und die geben mir dann auch die Rückendeckung, dass wenn ich wiederkomme oder wir wiederkommen aus dem Urlaub, dass das Geschäft natürlich noch steht, aber natürlich auch.
00:43:08
Speaker
Aber dass natürlich alles sauber gelaufen ist.
00:43:11
Speaker
Wir sagen auch immer, ganz klar, wenn irgendeine Entscheidung zu treffen ist, entscheidet doch erstmal pro Kunde.
00:43:17
Speaker
Also diese Entscheidung, die ihr trefft, wenn wir nicht da sind, ist erstmal grundsätzlich richtig.
00:43:22
Speaker
Ob wir das danach immer nochmal so machen,
00:43:24
Speaker
Das entscheiden wir sehr mal dann, aber erst mal war das dann richtig.
00:43:27
Speaker
Wenn ihr mit eurem Gewissen und auch für den Kunden gut entschieden habt, dann ist das erst mal für uns, für den Kunden langfristig immer gut.
00:43:35
Speaker
Also man muss auch schon mal in Kundenzufriedenheit nachinvestieren.
00:43:41
Speaker
Das ist dann in solchen Fällen eben auch mal, also das ist völlig okay, dass dann die einfach die Freiheiten auch haben, die Mitarbeiter da auf Entscheidungen zu treffen.
00:43:48
Speaker
Finde ich aber auch super wichtig und
00:43:51
Speaker
Ja, sehr, sehr wertschätzend, was dann wiederum zur Folge hat, dass die Mitarbeiter gerne Entscheidungen treffen und nicht Angst davor haben, wieder einen auf den Deckel zu bekommen, weil ich wieder eine vermeintlich falsche Entscheidung getroffen habe.
00:44:08
Speaker
Ja, genau, das ist ja Quark.
00:44:09
Speaker
Also im Endeffekt ist es ja irgendwo dann auch meine Schuld, wenn ich den Leuten das falsch vermittle, was sie dürfen, was sie nicht dürfen.
00:44:16
Speaker
Und von daher, nee, immer alles richtig, ne?
00:44:19
Speaker
Ich sage mal, lieber Kundenzufriedenheit als vielleicht 200 Euro mehr am Konto, dann lieber die Kundenzufriedenheit, langfristig mehr Erfolg, macht dem Mitarbeiter einen Riesenspaß.
00:44:29
Speaker
Ich sage mal, wenn irgendwas kaputt ist und der Kunde beschwert sich und mein Gott, dann schickt das Hörgerät ein und wenn wir es berechnet bekommen und der Kunde ist damit gar nicht glücklich oder irgendwas, dann komm.
00:44:41
Speaker
Gib es mit und gut ist.
00:44:43
Speaker
Da gucke ich vorher aufs Konto, können wir uns das leisten?
00:44:45
Speaker
Ja, komm, kriegen wir hin, so nach dem Motto.
00:44:48
Speaker
Und dann ist es doch auch wieder gut.
00:44:49
Speaker
Macht den Mitarbeitern genauso Spaß und fertig.
00:44:51
Speaker
Also dieses ständig rechtfertigen müssen vor allem, nein, das geht nicht.
00:44:54
Speaker
Da hat da keiner Lust drauf.
00:44:56
Speaker
Weder von mir noch vom Kunden, das ist Quark.
00:44:58
Speaker
Das sind halt zwei Dinge, die da halt ganz klar bespielt werden.
00:45:02
Speaker
Also einmal ist eine riesen Wertschätzung den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gegenüber, wenn die auch während so einer Urlaubszeit schalten und walten können, nicht wie sie wollen, aber so wie es halt das Unternehmen eben dann bedarf.
00:45:14
Speaker
Und das Zweite, und das ist für mich eigentlich die wichtigste Karte, ist immer das Thema Vertrauen.
00:45:18
Speaker
Also wenn ich jemandem Vertrauen schenke, dann bekomme ich es auch zurück.
00:45:22
Speaker
Das ist genau der Punkt, wenn man da arbeitet und dann eben weiß, Mensch, ich habe hier eine Chef und eine Chefin, die da einfach auch menschlich in die Welt passen und die eben auch zum Lachen nicht in den Keller gehen müssen und wir einfach eine gute Atmosphäre schaffen.
00:45:37
Speaker
Ja, das ist doch wichtig.
00:45:38
Speaker
Also wir verbringen so viel Zeit bei der Arbeit, das sage ich immer.
00:45:41
Speaker
Ich bin zwar jetzt mittlerweile jetzt auch über sechs Jahre selbstständig, aber davor natürlich im Angestelltenbehältnis bei meinem Bruder oder auch bei Starkey.
00:45:47
Speaker
Das ist einfach Dinge, wenn es da nicht passt, wenn man morgens mit einer schlechten Laune zur Arbeit geht, das war für mich immer ein No-Go.
00:45:53
Speaker
Deswegen hatte ich das auch immer so gehandhabt, love it or leave it.
00:45:57
Speaker
Und ich hatte bisher immer tolle Arbeitgeber und von daher kenne ich das meistens nur von Geschichten von anderen.
00:46:03
Speaker
Aber das hat eben damit zu tun, dass wenn man eben selber auch Leistung bringen möchte, fortbildungsgewillt ist und das Ganze auch dann eben darf, das macht was mit einem.
00:46:12
Speaker
Dann fühlt man sich wohl.
00:46:14
Speaker
Und letzten Endes, du hast ja vorhin selber gesagt, das ist einer der Berufe, in denen man halt einfach solche Dinge ausleben kann, weil wir das Leben der Menschen einfach verbessern können.
00:46:23
Speaker
Und wenn das das Ziel ist und wir Herzblutakustiker sind, dann kann man sich eigentlich fast nichts Schöneres vorstellen.
00:46:29
Speaker
Ja, das ist definitiv wahr.
00:46:30
Speaker
Kann man Punkt drunter machen.
00:46:35
Speaker
Ich finde es aber so faszinierend.
00:46:40
Speaker
Und ich frage mich in vielerlei Hinsicht immer wieder in ganz vielen Fragestellern.
00:46:44
Speaker
Ich war heute auch bei einem Kunden unterwegs und da habe ich das auch angesprochen, so dieses Henne-Ei-Prinzip.
00:46:52
Speaker
Man weiß ja nicht, was war zuerst.
00:46:54
Speaker
Und jetzt einfach mal in Bezug auf den Zustand, den du jetzt bei dir quasi im Laden hast, dass du unbesorgt in den Urlaub fahren kannst, dass du
00:47:08
Speaker
nicht im Inkognito-Modus mit Sonnenbrille und Hut an deinem Laden vorbeilaufen musst, dass du keine Angst haben musst, in den Laden beordert zu werden von deinen Mitarbeitern, das hat ja irgendwo eine Ursache.
00:47:28
Speaker
Es wäre schön, wenn wir es irgendwie so auf den Punkt bringen können, wo das Ganze beginnt.
00:47:34
Speaker
Also quasi, wenn das hier jemand hört, ich stelle mir jetzt gerade vor.
00:47:39
Speaker
dass der eine oder andere sagt, okay, den Zustand hätte ich auch gerne.
00:47:44
Speaker
Und sofort kommt aber, aber mit meinen Mitarbeitern ist das nicht möglich.
00:47:47
Speaker
Oder was weiß ich, meine Situation ist so besonders und so weiter.
00:47:52
Speaker
Was würdest du da als Tipp geben?
00:47:54
Speaker
Ja, ja, das natürlich.
00:47:56
Speaker
Genau, ja, also ich, boah, gute Frage.
00:47:59
Speaker
Das hat sich so mit der Zeit natürlich auch ein bisschen eingespielt.
00:48:01
Speaker
Aber ich glaube, eine Sache ist da auch entscheidend.
00:48:04
Speaker
Wichtig ist, dass das Team, was vor Ort ist,
00:48:08
Speaker
mindestens alles, das hat man eben schon gehabt, alles das kann und weiß, möglichst was ich auch kann und weiß.
00:48:14
Speaker
Das heißt, es gibt ja eben so auch, ich sag mal, Selbstständige oder Chefs, das gar nicht unbedingt in unserer Branche, vielleicht auch, weiß ich nicht, die dann sagen, okay,
00:48:23
Speaker
Das mache aber nur ich, weil das traue ich keinem zu.
00:48:26
Speaker
Und dann sage ich immer, okay, jeder Mitarbeiter oder jeder Kollege, ich sage mal lieber Kollegen, ich sage jetzt gerade wirklich anstrengend Mitarbeiter, weil ich im Podcast bin, damit man weiß, was ich meine, von meinen Kollegen, dass ich wirklich sage, okay, mal gucken, wer hat denn so seine Stärken und seine Schwächen?
00:48:41
Speaker
Und dann bekommt jeder so seine Aufgaben.
00:48:44
Speaker
Der eine ist dafür da, ich sage mal, die Kommissionsgeräte im Blick zu halten.
00:48:48
Speaker
Und dann ist der andere dafür da,
00:48:51
Speaker
für Schulungen, interne Schulungen, Termine zu legen, Schulungspläne zu machen.
00:48:57
Speaker
Der andere ist dafür da, Bestellungen durchzuführen und das nachzuhalten.
00:49:00
Speaker
Also ich sage mal, dieser ganze Ablauf, der dafür sorgt, dass das Geschäft läuft, der ist auf die einzelnen Köpfe verteilt.
00:49:09
Speaker
Und das heißt, wenn dieser ganze Ablauf ungestört laufen kann, wenn ich nicht da bin, dann ist es ja schon eigentlich erledigt.
00:49:18
Speaker
Es ist immer gut, wenn Mitarbeiter gewisse Befugnisse, aber auch Aufgaben haben.
00:49:24
Speaker
Also man nicht sagt, pass auf, du kommst hier morgens rein, ich muss ja nicht sagen, was du zu tun hast, sondern du musst ja Hörgeräte anpassen.
00:49:29
Speaker
Darüber hinaus Verantwortung ist das Wort.
00:49:31
Speaker
Gebe jedem ein bisschen Verantwortung.
00:49:34
Speaker
Das ist ja auch ein schönes Gefühl, wenn man weiß, Mensch, ich habe eine Verantwortung, das heißt, ich habe auch Vertrauen.
00:49:39
Speaker
Und diese Verantwortung in einzelnen Positionen, also sei es, wie ich eben gesagt habe, guck du nach den Bestellungen, ob die alle gelaufen sind.
00:49:46
Speaker
Der andere guckt, dass die Telefonliste abgearbeitet ist.
00:49:48
Speaker
Der andere guckt dies und das.
00:49:49
Speaker
Es gibt ja verschiedene Dinge, die zu beachten sind im Geschäft, viele.
00:49:53
Speaker
Wenn die alle verteilt sind, von mir aus noch einem Stellvertreter dafür, dann kannst du das Geschäft im Prinzip ja fast allein lassen.
00:50:02
Speaker
Dann ist es eben so.
00:50:03
Speaker
Die Mitarbeiter haben da Verantwortung, freuen sich ja irgendwo darüber.
00:50:07
Speaker
Und jeder Mensch möchte gern irgendwo ein bisschen Verantwortung haben, sich da irgendwo auch gebraucht fühlen.
00:50:13
Speaker
Sollte jedenfalls so sein.
00:50:15
Speaker
Ansonsten stimmt vielleicht auch was nicht, weiß ich nicht.
00:50:17
Speaker
Aber so ist es eben.
00:50:19
Speaker
Also gib doch den Leuten einfach ein bisschen Verantwortung ab.
00:50:24
Speaker
Und das dann läuft.
00:50:26
Speaker
Also zumindest ist es meine Erfahrung.
00:50:28
Speaker
Vielleicht gibt es auch wirklich Menschen, die keine Verantwortung wollen, aber das sind dann eben nicht meine Leute unbedingt.
00:50:34
Speaker
Ja, aber das bricht ja auch schon mal ganz gut runter.
00:50:36
Speaker
Also du hast es jetzt vielleicht nicht bewusst danach ausgesucht, aber du hast gemerkt, der eine, den ziehst du mehr an oder da fühlst du dich wohler als beim anderen und das können natürlich solche Eigenschaften sein, die dann direkt in der Ausstrahlung haben, so okay, hast du Bock auf den Beruf?
00:50:52
Speaker
Willst du wirklich...
00:50:54
Speaker
in Anführungszeichen, das, was man hört, warum bist du Akustiker?
00:50:56
Speaker
Ja, ich will was mit Menschen machen.
00:50:58
Speaker
Aber das ist ja auch der Tanzlehrer, bei mir war das genauso.
00:51:01
Speaker
Also alle wollen was mit Menschen machen, aber das beschreibt ja noch keinen Beruf.
00:51:09
Speaker
Ich fand das super interessant.
00:51:10
Speaker
Ich möchte es mal ganz kurz mit einem flapsigen Beispiel mal kurz aufgreifen.
00:51:17
Speaker
Du hast eben gesagt, dass die Mitarbeiter mindestens das können, was du auch
00:51:22
Speaker
kannst oder Kollegen.
00:51:25
Speaker
Wenn du in deinem Laden der Einzige bist, der auf- und abschließen kann, weil er die Kombination kennt oder den Schlüssel hat, dann musst du jeden einzelnen Tag dastehen, sonst läuft der Laden nicht.
00:51:35
Speaker
Und so kannst du das letztendlich ja mit jeder einzelnen Aktion, die laufen muss, durchführen.
00:51:45
Speaker
Es gibt Geschäfte, also jetzt mal überhaupt nicht akustikbezogen, aber es gibt Geschäfte, da dürfen manche Mitarbeiter nicht an die Kasse.
00:51:52
Speaker
Und wenn, ich kenne das aus manchen Tanzschulen, ja, da wurde dann manchen Mitarbeitern misstraut, die Kasse zu bedienen.
00:52:02
Speaker
Was dann zur Folge hatte, naja, dass auch das dann immer wieder natürlich lange gedauert hat.
00:52:08
Speaker
Dann musste der wieder jemanden holen, der abrechnen musste, der war aber gerade im Tanzkurs und das hält ja alles auf.
00:52:15
Speaker
Also ich kann dir sagen, ich hatte, das ist ja schon ein bisschen her, ein Mitarbeiter, der sagte, Mensch, wir haben in der Kasse keine Scheine mehr, wir können kein Geld mehr wechseln.
00:52:22
Speaker
Ich war in der Anpassung, da habe ich meine EC-Karte ihm gegeben und habe gesagt, hier, das ist der PIN, hol doch gerade ein bisschen Geld ab, kannst du die Scheine aufwählen.
00:52:28
Speaker
Ja, ist dann eben so.
00:52:32
Speaker
Ja, das ist ja auch so ein Vertrauen.
00:52:33
Speaker
Die gehen in die Augen, oh, die EC-Karte von der Firma, oh, oh, oh, so, nee, komm, ist doch gut.
00:52:39
Speaker
Also so Kleinigkeiten manchmal auch einfach.
00:52:42
Speaker
Und ich sage auch immer, so ein kleines bisschen
00:52:45
Speaker
Dürfen sich gar nicht anhören im Podcast, die Kollegen.
00:52:49
Speaker
Aber ich sage mal, wo man versucht, die Erwartungen der Kunden zu übertreffen, kann man das mit den Mitarbeitern oder eben Kollegen genauso versuchen.
00:52:56
Speaker
Ja, weißt du Simon, Vertrauen ist ja keine Einbahnstraße.
00:52:59
Speaker
Also das geht ja immer in beide Richtungen.
00:53:01
Speaker
Und du hast vorhin mal gesagt, gibt es denn Menschen, die vielleicht keine Verantwortung wollen?
00:53:05
Speaker
Also ich glaube, jeder will Verantwortung haben und Verantwortung tragen.
00:53:09
Speaker
Allerdings nur, wenn es aus dem Typ entsprechend ist, weil es ist eine Sache, die ich vor vielen, vielen Jahren gelernt habe.
00:53:15
Speaker
Es geht darum, wenn man Stärken hat, diese auch weiter zu stärken und zu fördern und das eben von beiden Seiten, aus dem eigenen Antrieb heraus, aber vielleicht auch von Seiten des Arbeitgebers.
00:53:24
Speaker
Weil Schwächen, wenn man denen hart arbeitet, um da vielleicht irgendwie gut zu werden, das wird nicht funktionieren.
00:53:29
Speaker
Schwächen sind da, die muss man in den Griff bekommen und sollten einen nicht limitieren.
00:53:33
Speaker
Und wenn du dann, und das fand ich jetzt auch eine großartige Aussage von dir vorhin, einfach guckst, wer im Team hat welche Stärken und kann dann vielleicht diese Verantwortung für die Kommissionsgeräte, die Telefonliste oder die Schulungen oder was auch immer tragen, dann
00:53:45
Speaker
dann fühlt sich jeder eben auch in seinem Fachbereich bestätigt und dann nimmt man auch gerne Verantwortung an.
00:53:50
Speaker
Also bei mich wäre es natürlich eine völlige Katastrophe, wenn du mir die Aufgabe geben würdest, hab mal das komplette Lager im Blick und die Kommissionsgeräte oder Demogeräte oder was auch immer, weil das nicht meinem Naturellen entspricht.
00:54:01
Speaker
Ich kann das, mach es aber nicht gerne.
00:54:04
Speaker
Und deswegen Stärken stärken und Schwächen sollten nicht limitieren, sondern an denen einfach so weit arbeiten, dass man zumindest mal dann eben als Team weiterhin gut funktionieren kann.
00:54:13
Speaker
Ich glaube, das sollten sich viele so ein bisschen auf die Fahnen schreiben, auch mal zu gucken, was passiert denn da?
00:54:18
Speaker
Weil ich war am letzten Wochenende auf einer Veranstaltung von einer Höheakustik-Einkaufsgemeinschaft, da ging es auch viel um das Thema Ausbildung.
00:54:25
Speaker
Und da habe ich auch gesagt, warum schaffen sie ja nicht, diesen Beruf noch attraktiver darzustellen und vielleicht auch schon jungen Auszubildenden mitzugeben, dass die vielleicht zuständig sind für die Handy-Kopplung oder für AuraCast, was jetzt kommt, wie auch immer, weil die ja das von der Ptike ausgelernt haben.
00:54:39
Speaker
Und auch die kann man doch gleich mit Verantwortung ins Team einbinden.
00:54:44
Speaker
Weil um Gottes Willen, Alter ist doch erstmal nur eine Zahl.
00:54:48
Speaker
Deswegen ein spannendes Thema.
00:54:53
Speaker
Ich wollte dann noch einen Punkt nur nochmal hervorheben, einfach um das auch mal mit reinzugeben.
00:54:59
Speaker
Also generell Verantwortung mal abzugeben, das Vertrauen zu schenken den Kollegen und den Mitarbeitern, dass das schon alles gut wird.
00:55:10
Speaker
Wenn Menschen Angst haben, Entscheidungen zu treffen,
00:55:14
Speaker
weil sie vielleicht dafür, ich sage mal, bestraft werden, dass es dann quasi einen Einlauf gibt vom Chef.
00:55:23
Speaker
Das verhindert neue Ideen, das verhindert Innovation und auch mal Entscheidungen abseits der Norm, die du vielleicht mal so nicht treffen würdest.
00:55:34
Speaker
Und sicherlich hat trotzdem schon mal die ein oder andere Entscheidung von einem Kollegen dann dazu geführt, dass ihr einen kompletten Prozess umgemünzt habt, weil du alleine nicht drauf gekommen wärst.
00:55:44
Speaker
Und wenn du eben diese Verantwortung oder dieses Vertrauen den Menschen nicht schenkst, dann wird so etwas nicht stattfinden und es bleibt alles an dir kleben.
00:55:55
Speaker
So geht es dann nicht voran.
00:55:58
Speaker
Ich habe gerade einen Blick auf die Uhr, überlege mir, ob ich die eine Story noch erzähle oder dir erstmal noch eine Frage stelle.
00:56:06
Speaker
Ich probiere mich kurz zu fassen.
00:56:07
Speaker
Ich weiß, es fällt mir nicht immer ganz so einfach.
00:56:12
Speaker
Ich habe einen guten Freund, Unternehmerkollegen, der hat eine große Metallbaufirma.
00:56:17
Speaker
Wie gesagt, hat nichts mit Akustik zu tun, zumindest nicht direkt.
00:56:20
Speaker
Die haben auch Gehörschutz.
00:56:22
Speaker
Da haben wir die Kombination.
00:56:26
Speaker
Der hat 100 Mitarbeiter und der erzählt auch immer gerne eine Story, bezogen eben auch auf dieses Thema Verantwortung und so weiter und Entscheidungen etc.
Fehler als Lernchancen
00:56:36
Speaker
Und zwar ging einmal ordentlich etwas schief.
00:56:41
Speaker
Die haben eine Anlage bei einem Kunden aufgebaut, richtig frisch in einer neuen Halle und alles drum und dran.
00:56:50
Speaker
Und ja, am Ende sollte das dann noch gereinigt werden von innen, also dieses Gerät.
00:56:57
Speaker
Und der Mitarbeiter macht das und hier und da.
00:57:00
Speaker
begeht aber einen Fehler, indem er wohl eine Lüftungsluke irgendwie entweder nicht geschlossen hat oder geschlossen hat, obwohl es nicht sein sollte.
00:57:08
Speaker
Jedenfalls war die gesamte neue Halle am nächsten Tag komplett eingestaubt, komplett verrust und so weiter aufgrund des Drecks von innen.
00:57:17
Speaker
Und ja, der Kunde war natürlich erbost, hat den Chef angerufen, hat gesagt, was soll das hier?
00:57:21
Speaker
Das ist ein Schaden in x-tausenden Höhen und
00:57:27
Speaker
Ja, er hat ihm dann geantwortet, kein Problem, wir kümmern uns darum, morgen ist es erledigt.
00:57:32
Speaker
Er hat sich also dann selbst darum gekümmert, eine Reinigungsfirma beauftragt zusätzlich.
00:57:37
Speaker
Die ganze Firma war dann vor Ort, hat sich darum gekümmert, dass das soweit gepasst hat.
00:57:41
Speaker
Ja, und der verantwortliche Mitarbeiter,
00:57:43
Speaker
Hat sich natürlich, ich sag mal nicht in Grund und Boden geschämt, aber naja, wenn du dafür wirklich offensichtlich verantwortlich bist für, weil niemand hat mir ja gesagt, du sollst die Luke auflassen, hat sich echt mies gefühlt und ist dann am nächsten Tag ins Büro gekommen mit gesenktem Blick und allem drum und dran und hat halt letztendlich gefragt, ja, wie geht es jetzt weiter?
00:58:08
Speaker
Irgendwann wurde geantwortet und hat gesagt, wie meinst du das?
00:58:11
Speaker
Ja, ich habe so scheiße gebaut, das kostet mich doch sicherlich den Job.
00:58:17
Speaker
Ich habe gestern 25.000 Euro in deine Ausbildung bezahlt.
00:58:22
Speaker
Diesen Fehler wirst du niemals mehr begehen.
00:58:23
Speaker
Ich wäre doch richtig dämlich, dich jetzt zu feuern.
00:58:27
Speaker
Ja, auch nicht schlecht, so kann man es auch sehen, war zwar teuer, aber okay.
00:58:31
Speaker
Ja, aber das wird als Beispiel genommen jetzt.
00:58:34
Speaker
Ja, einfach, natürlich, macht das bitte nicht nach, ist teuer, aber ihr dürft Fehler machen, es ist alles in Ordnung.
00:58:41
Speaker
Bitte macht sie nicht zweimal, lernt daraus, erzählt es weiter und die Botschaft ist eben, ja, du darfst Fehler machen.
00:58:50
Speaker
Und es ist vollkommen in Ordnung, wenn mal etwas schief geht.
00:58:54
Speaker
Und dadurch haben die Menschen eben keine Angst davor, Entscheidungen zu treffen.
00:58:58
Speaker
Und dadurch bekommst du halt den Fortschritt nochmal hin.
00:59:00
Speaker
Das war jetzt drei Minuten.
00:59:02
Speaker
Ich hatte, wenn ich das kurz erzählen darf, nämlich, ich komme mir gerade auch in den Sinn, anfangs, wo wir die Augenoptik mit eröffnet hatten, hat unsere frisch eingestellte Geselle, war ein paar Tage da, einen Bohrer abgebrochen.
00:59:11
Speaker
Dann kam sie auch so nach vorne, Schultern hochgezogen, Kopf ein bisschen runter und sagte, ich habe ja einen Bohrer kaputt gemacht.
00:59:17
Speaker
Und dann saß dann Judith da und sagte, ja, und nun?
00:59:20
Speaker
kriege ich jetzt keinen Ärger?
00:59:22
Speaker
Ich meine, nein, natürlich nicht.
00:59:25
Speaker
Kann passieren, bestell doch einfach einen neuen Bohrer.
00:59:27
Speaker
Ein bisschen gelacht.
00:59:29
Speaker
Wo ich dann aber auch wieder sehe, schade, weil ich glaube einfach, dass dann so eine Person vorher für solche Kleinigkeiten schon Ärger bekommen hat.
00:59:35
Speaker
Wo man dann denkt so, boah, also
00:59:38
Speaker
was ist manchmal eigentlich los?
00:59:40
Speaker
Wir sagen ja, komm, bestell da einen neuen, das war gut.
00:59:42
Speaker
Du musst ja auch überlegen, was dann zusätzlich, ja, du musst überlegen, was da zusätzlich noch in den Köpfen abgeht.
00:59:49
Speaker
Also erstmal ist, okay, ich kriege jetzt Ärger, ich traue mich jetzt nicht zu sagen, der eine oder andere versucht so etwas dann zu verschleiern.
00:59:57
Speaker
Oder im Zweifel sogar jemanden anderen unterzuschieben oder sonst irgendwas.
01:00:00
Speaker
Also das sind ja menschliche Prozesse, die dann im Hirn losgetreten werden, auch psychologisch.
01:00:09
Speaker
Ich sage immer, grundsätzlich hat jeder Mensch eine gute Seele und gute, positive Gedanken.
01:00:15
Speaker
Aber wenn er quasi so reingedrückt wird, immer einen auf den Deckel bekommt, irgendwann versucht er das zwanghaft zu vermeiden und verstellt sich so, wie er eigentlich auch gar nicht sein möchte.
01:00:25
Speaker
Und das dürfen Unternehmer gerne andersrum unterstützen.
01:00:32
Speaker
Ja, ich glaube auch, ich wäre tatsächlich wahrscheinlich sogar ein bisschen beleidigt, wenn jemandem was passiert und mir nicht sagt, versuch zu vertuschen, weil er ja eigentlich weiß, dass ich nicht so reagiere, dass jemand dann Ärger bekommt, dass ich dann irgendwie laut werde oder sonst irgendwas, Konsequenzen drohen.
01:00:47
Speaker
Das weiß jeder von meinen Kollegen, aber es ist doch bis jetzt nicht passiert.
01:00:52
Speaker
Aber das ist die Fehlerkultur.
01:00:54
Speaker
Das ist wieder die Karte Vertrauen.
01:00:57
Speaker
Also wenn man einfach wirklich da mit offenen Karten spielt und jeder macht Fehler und dazu steht man einfach und dann muss man eben daraus lernen, wie es Gabo erzählt hat.
01:01:04
Speaker
Deswegen ist auch die Geschichte von Unternehmer eine richtig schöne...
01:01:09
Speaker
Sache, die man sich auch einprägen kann.
01:01:10
Speaker
Von daher, ja, das ist eine Kultur, die man einfach auch leben muss und dann findet ein offener Austausch statt, weil dann ist doch vollkommen in Ordnung.
01:01:17
Speaker
Also wenn ich überlege, wenn ich jeden Fehler in meinem Leben irgendwie versucht hätte zu vertuschen, um Gottes Willen, ja, sondern dann muss man das als Lernphase nehmen und sagen, okay, was daraus gelernt.
01:01:27
Speaker
Und man macht ja auch Fehler im Regelfall nicht absichtlich.
01:01:29
Speaker
Also wenn man das irgendjemand unterstellt, dann passt er eh nicht in die Welt und ins Team.
01:01:33
Speaker
Mich würde noch so ein bisschen interessieren, weil wir jetzt echt schon die Stundenmarke überschritten haben, wie denn so ein bisschen dein Ausblick ist für die Zukunft.
01:01:40
Speaker
Wie siehst du denn das Thema Ausbildung und Marketing vielleicht für die Zukunft?
01:01:44
Speaker
Was hast du da vielleicht noch an Tipps mitzugeben?
01:01:49
Speaker
Ja, gut, wir streuden, sag ich mal, was Marketing angeht, in verschiedene Richtungen.
01:01:54
Speaker
Ja, unser Käseblätschen, was wir verteilen hier oder was verteilt wird im Ort, da habe ich so ein bisschen, dass ich hier und da mal eine Anzeige reinschalte.
01:02:02
Speaker
Das kann manchmal eine neutrale Anzeige sein, aber es ist auch schon mal eine Anzeige, wo ich einen Hersteller mit reinnehme und ja, einfach, dass man gesehen wird.
01:02:13
Speaker
Ich finde gerade Marketing ist nicht unbedingt eine Sache, wo man sagt, okay, ich habe jetzt hier diese eine Sache und bekomme dadurch jetzt explizit mehr Kunden, sondern meine Strategie ist langfristig gesehen zu werden.
Marketing und Nachwuchsförderung
01:02:23
Speaker
Ich habe, wie gesagt, im Supermarkt Radiowerbung laufen, sage ich mal, laut genug, damit man es auch hört.
01:02:32
Speaker
Es gibt da verschiedene.
01:02:33
Speaker
Am Fußballplatz habe ich Bandenwerbung und Trikotwerbung.
01:02:36
Speaker
Dann wird hier die Freiwillige Feuerwehr unterstützt.
01:02:39
Speaker
Dann Spende an den Kinderschutzbund.
01:02:42
Speaker
So was wird dann aber auch publik gemacht, sage ich mal.
01:02:44
Speaker
Also man lässt sich überall blicken.
01:02:45
Speaker
Dann bin ich hier im Werbekreis im Ort, im Vorstand und organisiere Straßenfeste mit.
01:02:51
Speaker
Dort bist du auch mal in der Zeitung im Gespräch.
01:02:53
Speaker
Also das ist so dieses ständige Präsentsein.
01:02:55
Speaker
Gar nicht unbedingt zu sagen, ich habe jetzt hier genau das Hörgerät oder dieses Brillenglas im Angebot, kommt deswegen rein.
01:03:00
Speaker
Also meine Strategie ist einfach, in den Köpfen zu bleiben.
01:03:04
Speaker
Genau, was jetzt das Marketing angeht.
01:03:06
Speaker
Ausbildung, ja, schwierig einfach.
01:03:08
Speaker
Ausbildung, also was wir eben schon sagten,
01:03:11
Speaker
Leute zu bekommen, die Bock drauf haben.
01:03:13
Speaker
Ich weiß auch, als ich in der Ausbildung mich beworben habe, 98 als Optiker, da war ich einer von vielen und da konnte sich der Optiker noch aussuchen, welche Haarfarbe der Azubi haben sollte, welche Schuhgröße.
01:03:25
Speaker
Und heute bist du vor, dass überhaupt einer reinkommt.
01:03:27
Speaker
Also das ist ein Thema, was doch recht schwierig ist.
01:03:29
Speaker
Ich glaube, was wir machen sollten, ich kriege das mit bei uns in der Stadt, ich glaube, die bezahlen schon ziemlich gut in der Ausbildung, aber auch andere Berufszweige zahlen schon ziemlich gut in der Ausbildung.
01:03:38
Speaker
Und viele junge Leute, oder viele weiß ich gar nicht, weil doch genug, gucken auf, was sie in der Ausbildung verdienen schon, dass sie ein bisschen Kohle haben wollen.
01:03:45
Speaker
Und da muss ich einfach sagen, also wenn wir das können, sollten wir mit den 650 Euro mal sein lassen im ersten Lehrjahr und dürfen auch mal vierstellig rangehen.
01:03:53
Speaker
Dann, glaube ich, kriegen wir auch wieder unsere Azubis.
01:03:55
Speaker
Vielen Dank dafür, weil da sprichst du mir aus dem Herzen, weil das war wirklich eine lange Diskussion auch am vergangenen Wochenende, über solche Dinge einfach zu sprechen.
01:04:02
Speaker
Weil ich sage, ja, wenn ich mir darüber nachdenke, ja, erstmal klingt ja unser Job nicht so sexy, Hörakustiker.
01:04:09
Speaker
Wenn man dann mal weiß, was da dahinter steckt, dann kann man da schon den einen oder anderen jungen Menschen für begeistern.
01:04:13
Speaker
Nur ganz ehrlich, als vielleicht 16-, 17-, 18-Jähriger ist mit Sicherheit auch das erste Geld aus dem Verdienst schon auch entscheidend.
01:04:22
Speaker
Wenn ich dann einfach die Vergleiche mit rechts und links, mit Freunden und Freundinnen mache, dann schneiden wir einfach zu schlecht ab.
01:04:28
Speaker
Und letzten Endes die Investition in den Mitarbeiter, der vielleicht auch später bei mir bleibt, da sollte es dann aus meiner Sicht nicht daran scheitern, dass wir hier wirklich uns dann an diese grundsätzlichen Rahmenbedingungen halten.
01:04:41
Speaker
Also erstmal dafür vielen Dank.
01:04:43
Speaker
Da sind wir doch auch mal ehrlich, also wie wir immer ehrlich sind.
01:04:46
Speaker
Aber das ist doch so ein Spruch.
01:04:47
Speaker
Aber wir sagen, wir wollen ja ausbilden, weil wir...
01:04:51
Speaker
Personal brauchen für die Zukunft.
01:04:53
Speaker
Das liegt ja irgendwo daran, dass wir auch an die Zukunft glauben.
01:04:56
Speaker
Das heißt, wir und auch jetzt sehen, dass es auch funktioniert.
01:04:59
Speaker
Also, wenn der Terminkalender voll ist, dann kann es am Konto auch nicht ganz so schlimm aussehen.
01:05:04
Speaker
Dann können wir auch mal im Monat 300, 400 Euro mehr ausgeben für den Auszubildenden.
01:05:07
Speaker
Das ist dann eben so.
01:05:09
Speaker
Oder dann sage ich immer, wenn sie nicht können, wenn das Elternhaus vielleicht auch nicht genug Kohle hat, weiß man manchmal auch nicht, zahlt Lübeck.
01:05:19
Speaker
Also das, klar, gibt auch Eltern, die sagen, nee komm, das zahlen wir selbst, wir wollen da nicht irgendwo mehr als wir wollen, gibt es auch, auch schon gehabt, aber generell sage ich dann, klar, bezahle ich dann und ja, also
01:05:33
Speaker
Einfach da ein bisschen langfristiger denken und das Geld, was man jetzt investiert, kriegst du hinten dreimal wieder rein.
01:05:40
Speaker
Wenn er bleibt natürlich.
01:05:42
Speaker
Auch das ist die Sache.
01:05:43
Speaker
Man hat Auszubildende, die verlassen das Unternehmen vielleicht auch, weil es gerade auch nicht nötig ist, noch mehr zu halten.
01:05:48
Speaker
Aber du hast Leute in den Markt geworfen, auf die du vielleicht in drei, vier, fünf Jahren wieder zurückgreifen kannst, weil sie auch Spaß bei dir hatten, auch in der Ausbildung.
01:05:56
Speaker
Also ich denke mal zusammenfassend kann man, du setzt auf Sichtbarkeit, auf Differenzierung und auf einen super menschlichen Umgang und verlässt auch mal den normalen Rahmen und sagst, okay, fünf gerade sein lassen oder dass einfach auch mal Leistung honoriert wird, in welchen Richtungen auch immer.
01:06:10
Speaker
Ja, finde ich sehr, sehr fortschrittlich und ich glaube, wir sind in einer fortschrittlichen Branche, die da sich technologisch nicht verstecken muss, die auch den Außenauftritt nicht verstecken muss und trotzdem haben wir manchmal so ein paar verkrustete Dinge noch mit drin, die man langsam aufbrechen sollte.
01:06:24
Speaker
Das stimmt allerdings.
01:06:26
Speaker
Ja, also habe auch hier sehr viel mitnehmen können, einfach auch nochmal das Bewusstsein, wie wichtig es ist, das Gute in den Menschen zu sehen, das Vertrauen zu geben und dann auch entsprechend das irgendwie, ja, warum nicht auch versuchen, nach außen zu tragen.
01:06:42
Speaker
Was ich noch sagen wollte, bezogen auf das Ladengeschäft.
01:06:45
Speaker
Ich war ja auch schon einmal vor Ort und habe da auch ein bisschen was gefilmt für die Akustikpioniere.
01:06:49
Speaker
Da hatten wir uns leider noch nicht antreffen können.
01:06:52
Speaker
Warst du außer Haus?
01:06:55
Speaker
Aber ich bekomme ja auch sehr viele Ladengeschäfte zu sehen.
01:06:59
Speaker
Und ja, deins sticht natürlich dann auch hervor, indem es eine recht große Fensterfront hat.
01:07:05
Speaker
Es sieht sehr einladend aus.
01:07:08
Speaker
Tageslicht kommt mit rein.
01:07:10
Speaker
Natürlich hast du dann auch deine Kabinen, wo es eher gut ist, weniger Fenster zu haben und so weiter.
01:07:17
Speaker
Aber Licht, ja, genau.
01:07:21
Speaker
Ja, das ist einfach auch sehr schön und sehr offen gestaltet und da hast du natürlich auch einiges von deinem ersten Ladengeschäft gelernt, positives wie negatives.
01:07:31
Speaker
Dann kam natürlich noch die Optik mit hinzu und ist vielleicht ein Thema für ein andermal, was sich da noch so ein bisschen mit verändert hat, dadurch, dass du dann, ja,
01:07:43
Speaker
So wie ich das ja verstanden habe, warst du ja zuerst rein als Akustiker unterwegs und hast dann quasi mit dem Eröffnen des neuen Ladens die Optik mit hinzugenommen.
01:07:55
Speaker
Ganz genau so sieht es aus, ja.
01:07:57
Speaker
Und da hat sich ja dann sicherlich auch einiges nochmal verändert und vielleicht können wir den Punkt irgendwann auch nochmal aufmachen und aufnehmen in einem anderen Podcast, so deine Erfahrungen,
01:08:08
Speaker
Ja, zu einem Einzelfachgeschäft mit der Hörakustik hin zu einem Hybridgeschäft mit der Optik.
01:08:14
Speaker
Das würde mich auch mal interessieren.
01:08:15
Speaker
Aber ich glaube, heute ist es knapp.
01:08:17
Speaker
Nein, also ich sage jetzt auf jeden Fall schon mal vielen Dank in die Runde und ich freue mich wirklich schon auf den weiteren Austausch.
01:08:24
Speaker
Vor allen Dingen, weil ich im nächsten Jahr geplant habe, auch mal so eine Art Zukunftsworkshop zu machen innerhalb der Akustikpioniere, wo wir einfach mal sagen, Mensch, wohin geht denn die Reise?
01:08:34
Speaker
Was kann man denn verändern?
01:08:35
Speaker
Und da können wir eben gerade durch unseren Gebietsschutz uns auch austauschen und sagen, okay, ich habe hier mal eine Idee, ich bin hier vielleicht mal einen neuen Weg gegangen.
01:08:43
Speaker
Also von daher sehr inspirierend, hat mir Spaß gemacht.
01:08:46
Speaker
Vielen Dank in die Runde und ich verabschiede mich schon mal.
01:08:53
Speaker
Simon, ich meine mich erinnern zu können, als wir letztes oder vorletztes Mal gesprochen haben, dass du dich so weit vorbereitet hast, dass du einen Podcast-Gast vorschlagen möchtest.
01:09:05
Speaker
Irre ich mich hier?
01:09:07
Speaker
Hast du da noch was im Kopf?
01:09:09
Speaker
Ich würde gerne den Maurice Horn vorschlagen von Avodio.
01:09:15
Speaker
Den Kontakt würde ich dir noch zukommen lassen.
01:09:16
Speaker
Der hat auch spannende Dinge zu erzählen in unserer Branche.
01:09:21
Speaker
Ich dachte mir doch, also mich trickst mein Hirn selbst doch immer wieder mal aus, aber manchmal liegt es auch richtig.
01:09:30
Speaker
Ja, dann danke ich dir für diese Empfehlung.
01:09:34
Speaker
Werden uns da melden.
01:09:36
Speaker
Verabschiede ich mich auch bei allen Zuhörern und überlasse dir dann quasi das allerletzte Wort.
01:09:44
Speaker
Ja, hat mir sehr viel Spaß gemacht und ja, ich habe hier aus der Folge in dem Sinne wieder erkannt, dass auch ich von dem Podcast davor auch immer eine Menge mitgenommen habe und ich freue mich auch, die weiteren anzuhören.
01:09:57
Speaker
Also in dem Sinne, alles Gute.
01:10:02
Speaker
Wir hoffen, du konntest aus dieser Folge etwas für dich mitnehmen.
01:10:06
Speaker
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