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28 | Generationenwechsel mit Kristina Becker image

28 | Generationenwechsel mit Kristina Becker

S1 E28 · Akustik Impulse
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53 Plays5 months ago

In dieser Folge begrüßen wir die engagierte Hörakustikerin Kristina Becker. Ihr Vater Jürgen Becker war vor Kurzem ebenfalls Gast bei uns. Kristina berichtet über den laufenden Generationenwechsel in der Geschäftsführung und teilt offen, wie sie gemeinsam mit ihrem Vater einen Fünfjahresplan zur Übergabe entwickelt hat.

Themen der Folge:

  • Wie ein geplanter Generationenwechsel im Hörakustikfachgeschäft aussehen kann
  • Kristinas Sicht auf Verantwortung, Führungsstil und Teamkultur
  • Das innovative Abo-Modell als Alleinstellungsmerkmal
  • Welche Rolle Social Media und Sichtbarkeit heute spielen
  • Warum Wertschätzung und Dankbarkeit im Alltag so wichtig sind
  • Strategien, um den Stress im Alltag zu reduzieren – für Inhaber und Mitarbeitende

„Einfach jemanden wertschätzen – das ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung.“

Wichtige Links:

agentur-tielesch.de
akustik-pioniere.de

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Transcript

Einführung und Gästevorstellung

00:00:02
Speaker
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Akustikimpulse, dem Podcast mit dem Rundumblick in die Branche, damit du am Zahn der Zeit bist, wenn es darum geht, dein Geschäft erfolgreich und sorgenfrei zu führen.
00:00:16
Speaker
Und hier mindestens einer deiner Hosts, Gabor Kartei und Klaus Thielisch.
00:00:22
Speaker
So, wieder mal ein herzliches Hallo in die Runde, in die Dreierrunde einerseits und natürlich an diejenigen, die hier wieder zuhören.
00:00:31
Speaker
So, zuerst einmal ein Hallo an Klaus und die Christina.
00:00:35
Speaker
Grüß euch.
00:00:35
Speaker
Hallo.
00:00:35
Speaker
Hallo.
00:00:37
Speaker
So, die Christina ist ebenfalls eine Bäcker.
00:00:42
Speaker
Wir hatten den Jürgen Bäcker vor einigen Folgen hier einmal zu Gast.
00:00:46
Speaker
Und ich bin mir nicht sicher, ob wir das in der Folge noch besprochen hatten oder darüber philosophiert hatten.
00:00:53
Speaker
Ich glaube aber am Ende, ob wir denn nicht auch mal die Christina hier quasi mit einladen sollten.
00:00:59
Speaker
Sie ist entsprechend die Tochter von Jürgen und
00:01:04
Speaker
Ja, die sind gerade so in der Übergabe, was die Geschäftsleitung angeht und alles drum und dran.
00:01:11
Speaker
Und darüber möchten wir quasi heute gemeinsam sprechen.
00:01:14
Speaker
Unter anderem nicht nur darüber, auf gar keinen Fall.

Christinas Übergang zur Geschäftsführung

00:01:18
Speaker
Ja, und davon abgesehen, wir haben uns jetzt einmal auf der Euha getroffen, dann hatten wir nochmal einen Zoom-Call.
00:01:25
Speaker
Aber das geht ja nicht allen so, vor allem nicht allen, die hier zuhören.
00:01:28
Speaker
Deswegen stell dich doch mal ganz kurz vor, abseits von dem vielleicht, was ich schon mal gesagt habe, mal ganz grob, wer du bist, was du machst.
00:01:37
Speaker
Ja, also ich bin Christina Becker, die Tochter, wie wir eben schon gehört haben.
00:01:43
Speaker
Ich arbeite seit 2012 in der Akustik, habe da meine Lehre angefangen.
00:01:50
Speaker
Und ja, bis jetzt und vor ungefähr zwei Jahren haben wir angefangen, quasi die Geschäfte gleitend zu übergeben.
00:01:58
Speaker
Also machen quasi ein Onboarding und haben uns einen Fünfjahresplan gestellt.
00:02:04
Speaker
Also haben noch drei Jahre vor uns, denke ich mal.
00:02:08
Speaker
und gucken jetzt, dass wir quasi, ich sag mal, diesen Generationstausch hinbekommen.
00:02:15
Speaker
Ja, da gehört ja einiges sicherlich mit hinzu.
00:02:19
Speaker
Ich möchte das überhaupt nicht darauf reduzieren.
00:02:24
Speaker
Toch davon, also Sie das auf gar keinen Fall so bitte, nur um die Brücke quasi zu schlagen.
00:02:30
Speaker
Nein, alles gut, das ist ein Joke bei uns.
00:02:33
Speaker
Ja, aber es gibt es ja tatsächlich sogar.
00:02:36
Speaker
Nein, das ist bei uns nicht so.
00:02:38
Speaker
Okay, alles klar, genau.
00:02:39
Speaker
Wolltest du noch mal hervorheben?
00:02:41
Speaker
Ja, dann geht ihr ja wirklich stark mit Plan an die Sache.
00:02:44
Speaker
Ja, relativ.
00:02:47
Speaker
Ja, relativ.
00:02:49
Speaker
Es entwickelt sich ja nicht auch sehr, sehr viel daraus.
00:02:52
Speaker
Und nur weil man einen Plan jetzt aufgestellt hat, heißt das ja nicht, dass man das genauso durchziehen sollte, durchführen sollte.
00:02:59
Speaker
Aber es gibt zumindest mal eine Richtung und irgendwo ein gewisses Ziel.
00:03:05
Speaker
Vielleicht fangen wir ein bisschen da an.
00:03:07
Speaker
Also was ist
00:03:11
Speaker
letztendlich das Ziel dieses Generationswechsel, weil da gehört ja schon mehr mit dazu, wie ich da interpretiere.
00:03:22
Speaker
Ja, also das Ziel im Endeffekt ist es, dass mein Vater sich einfach immer mehr zurücknehmen kann.
00:03:29
Speaker
Ja, und ich einfach die Hauptverantwortung trage.
00:03:34
Speaker
Aber natürlich mit ihm immer im Backup.
00:03:35
Speaker
Ich habe ihn gerne in meinem Backup.
00:03:38
Speaker
Ist halt doch schon sehr erfahren.
00:03:40
Speaker
Und ja, das ist eigentlich das Hauptziel, dass irgendwann...
00:03:44
Speaker
die Firma quasi sicher und sanft übergeben wurde, ohne dass er sich Gedanken machen muss.
00:03:49
Speaker
Und das in dem Sinne, in dem er sich das halt vorstellt, wie die Firma laufen soll oder halt auch mit meinen Einflüssen, klar.
00:03:58
Speaker
Aber das ist so das Hauptziel eigentlich.
00:04:02
Speaker
Ich kann mir vorstellen, es ist ja immer so ein bisschen ein schmaler Grad oder vielleicht auch gewissermaßen ein Kompromiss.
00:04:09
Speaker
Du hast es gesagt, wie er sich das vorstellt.
00:04:13
Speaker
Es gibt ja aber auch Dinge, so wie du sie dir vorstellst oder ihr sie euch vorstellt als neuere Generation, als jüngere Generation.
00:04:23
Speaker
Wie häufig hakt es da zwischen euch?
00:04:26
Speaker
Ja.
00:04:27
Speaker
Ich sage mal früher mehr, heute weniger.
00:04:31
Speaker
Also das war wirklich ein Zusammenfinden, weil ich glaube, klar, er hat sich das aufgebaut.
00:04:38
Speaker
Ich meine, die Firma gibt es, solange ich lebe, sagen wir es mal so.
00:04:43
Speaker
Und natürlich fällt es ihm dann auch manchmal oder ist es ihm manchmal schwergefallen, einfach mal ein bisschen loszulassen.
00:04:49
Speaker
Und da hatten wir schon einige Reibungspunkte.
00:04:52
Speaker
Gerade wenn man irgendwie andere Methoden angewendet hat, wenn man zum Beispiel sagt, das wäre jetzt vielleicht...
00:04:59
Speaker
vielleicht angenehmer, das so umzusetzen oder keine Ahnung was.
00:05:02
Speaker
Da hat er dann immer, sage ich mal, so einen Tag gebraucht, immer drüber nachzudenken, um dann zu sagen, ja, okay, es war doch eine gute Idee.
00:05:09
Speaker
Also dieses Loslassen, das ist eigentlich immer so am Anfang dieser schwerste Punkt gewesen, zu sagen, okay, ich gebe jetzt wirklich mal ein Stück weit meine Verantwortung ab und vertraue darauf, dass jemand anders das vielleicht auch auf eine andere Art und Weise gut machen kann.
00:05:25
Speaker
Mhm.
00:05:25
Speaker
Ja, aber das haben wir uns jetzt in den zwei Jahren eigentlich gut

Einfluss und Einstieg in das Familienunternehmen

00:05:30
Speaker
zurechtgelegt.
00:05:30
Speaker
Klar haben wir manchmal noch so Diskussionspunkte und wir motzen uns auch mal gegenseitig an, aber nie im Negativen.
00:05:38
Speaker
Also eigentlich immer nur, um einen gemeinsamen Weg zu finden.
00:05:41
Speaker
Und arbeiten eigentlich auch mittlerweile sehr gut Hand in Hand und ich bin auch immer froh, ihn als Backup zu haben, wenn ich mal nicht weiter weiß.
00:05:47
Speaker
Ich kann ihn immer anrufen und habe dann halt nochmal eine erfahrene Ansicht, ne?
00:05:53
Speaker
Ja, ich denke, das ist wichtig, wie du gesagt hast, den Kompromiss auch einzugehen.
00:05:56
Speaker
Oder was ist Kompromiss?
00:05:59
Speaker
Ich finde dieses Thema oder den Begriff Kompromiss, das heißt immer, ich muss etwas Negatives eingehen, damit ich etwas Positives bekomme.
00:06:07
Speaker
Und häufig ist es ja so, dass man einfach miteinander spricht, dann auch diskutiert über etwas und eine Lösung findet, die dann doch wirklich passt und nicht sagt, okay, dann schneide ich das ab, um da irgendwas anderes wachsen zu können.
00:06:20
Speaker
Ja.
00:06:20
Speaker
Ja, absolut.
00:06:25
Speaker
Was mich, was mich jetzt noch interessieren würde, ist quasi 2012, hast du gesagt, seitdem bist du quasi mit in der Akustik bewandert.
00:06:37
Speaker
Wie ist es denn dazu gekommen?
00:06:38
Speaker
Man hat natürlich innerhalb der Familie die Berührungspunkte, aber das ist ja nicht selbstverständlich, dass man dann ebenfalls den Beruf wählt.
00:06:45
Speaker
Für mich war das tatsächlich, seit ich sechs Jahre alt bin, selbstverständlich.
00:06:50
Speaker
Also ich bin immer gerne mit dem Papa auf die Arbeit gegangen.
00:06:54
Speaker
Ich durfte dann immer, also ich wurde immer an den Reparaturplatz gesetzt und durfte dann noch die alten Hörgeräte auseinanderschrauben, wieder zusammenschrauben.
00:07:01
Speaker
Er hat dann geguckt, ob die dann noch funktionieren.
00:07:05
Speaker
Ich durfte an Gummiohren Abdrücke nehmen.
00:07:07
Speaker
Ich durfte Flummis bauen aus der Masse.
00:07:10
Speaker
Das ist natürlich auch ein Highlight.
00:07:12
Speaker
Also ich war immer gerne mit auf der Arbeit.
00:07:14
Speaker
Ich habe immer gerne den,
00:07:16
Speaker
Kontakt gesehen zu dem Zeitpunkt noch.
00:07:20
Speaker
Und als ich sechs Jahre alt geworden bin, dann habe ich gesagt, ich werde mal Hörgeräte-Akustikerin.
00:07:26
Speaker
Und das hat dann eigentlich bis in die Jugend hin gehalten.
00:07:29
Speaker
Zwischenzeitlich habe ich mal kurz überlegt, was anderes zu machen, aber irgendwie hat es mich immer wieder zurückgezogen, weil ich den Beruf einfach an sich schön finde.
00:07:37
Speaker
Also den Menschenkontakt, das andere, das drumrum.
00:07:43
Speaker
Und 2012 habe ich dann entschieden, okay,
00:07:45
Speaker
Das ist jetzt mein Beruf und ich mache die Ausbildung.
00:07:49
Speaker
Und dann habe ich die Ausbildung gemacht und seitdem bin ich dann auch wirklich Akustikerin.
00:07:54
Speaker
Hast du die Ausbildung im Familienbetrieb gemacht oder bist du da in eine andere Betriebsstätte gegangen?
00:08:01
Speaker
Nein, ich habe sie tatsächlich im Familienbetrieb gemacht.

Herausforderungen im Familienbetrieb

00:08:04
Speaker
Ja.
00:08:05
Speaker
Okay, auch spannend.
00:08:06
Speaker
Ich denke, viele gehen dann doch irgendwo anders erstmal hin oder werden sogar von der Familie aus woanders hin, ich sag mal, geschickt.
00:08:16
Speaker
Wie war das dann letztendlich?
00:08:18
Speaker
Also ich würde immer empfehlen, in einen anderen Betrieb zu gehen.
00:08:22
Speaker
Also ich bereue niemals, dass ich das hier gemacht habe, weil wir haben halt auch super viele tolle Mitarbeiter, die da unterstützend mitgewirkt haben.
00:08:30
Speaker
Der Papa hat versucht, wir sagen versucht, sich rauszuhalten, das funktioniert aber nicht.
00:08:35
Speaker
Also ich sage immer, im eigenen Betrieb zu lernen ist oft so ein Stempel, den man kriegt, automatisch schon.
00:08:43
Speaker
So in Hinsicht, man ist verwöhnt oder das ist ja eh viel leichter und alles drum und dran.
00:08:49
Speaker
Aber es ist im Gegenteil.
00:08:50
Speaker
Also es ist meiner Meinung nach oder meines Empfinden nach, es ist deutlich schwerer gewesen, weil natürlich der Papa immer nochmal ein ganz anderes Auge drauf gehabt hat.
00:08:59
Speaker
Ja, und immer, ich weiß nicht, ob er das so bestätigen würde, aber immer das Gefühl hatte, es muss besser laufen, weil ich bin halt aus der Familie.
00:09:08
Speaker
Ja, und der Druck ist ganz anders, ganz, ganz anders.
00:09:11
Speaker
Und ja, also ich würde nie wieder im eigenen Betrieb lernen, sagen wir es so.
00:09:19
Speaker
Ja, ich kann es mir vorstellen.
00:09:21
Speaker
Das hat Vorteile, hat Nachteile, aber der Druck natürlich ist irgendwie dann wahrscheinlich doch ein bisschen größer und es ist ja schon generell schwierig.
00:09:35
Speaker
in vielen Berufen das Arbeitstechnische vom Privaten dann auch komplett zu trennen.
00:09:42
Speaker
Absolut.
00:09:43
Speaker
Wenn man dann in einer Partnerschaft miteinander arbeitet, ist das auch schon das eine.
00:09:49
Speaker
Und wenn es dann aber innerhalb der Familie, also in dieser...
00:09:53
Speaker
Eltern, Kind, Konstellation ebenfalls stattfindet.
00:09:59
Speaker
Ja, das wird dann auch nicht unbedingt einfach.
00:10:01
Speaker
Kann mir auch vorstellen.
00:10:02
Speaker
Absolut.
00:10:02
Speaker
Bei uns gab es am Essenstisch immer zwei Themen.
00:10:04
Speaker
Das war einmal die Arbeit und einmal Fußball.
00:10:08
Speaker
Das waren die zwei Standardthemen bei uns.
00:10:11
Speaker
War Fußball wenigstens auch dein Thema mit?
00:10:14
Speaker
Ja, natürlich.
00:10:15
Speaker
Sehr gut.
00:10:15
Speaker
Dann nehmen wir uns total mal kurz mit auf die Reise.
00:10:20
Speaker
Was ist denn der Herzensverein?
00:10:23
Speaker
Mainz 05 natürlich.
00:10:24
Speaker
Als Mainzer ist man Mainz 05-Fan, auch wenn man sich vielleicht jetzt gerade nicht den Tabellenplatz anschauen sollte.
00:10:31
Speaker
Ach du, ich komme aus der Nähe von Karlsruhe.
00:10:34
Speaker
Ja, aber man steht zu seinem Verein, egal wie schlecht er spielt.
00:10:38
Speaker
Absolut.
00:10:39
Speaker
Ich bin ja Borussia Mönchengladbach-Fan und vor vier bis sechs Wochen sah es da genauso düster aus.
00:10:44
Speaker
Das kann sich immer relativ schnell ändern.
00:10:46
Speaker
Und wir spielen ja tatsächlich am nächsten Wochenende gegeneinander.
00:10:50
Speaker
Das wird ja dann spannend.
00:10:51
Speaker
Dann ist gut, dass wir es jetzt machen.
00:10:53
Speaker
Naja, ich sage mal so schlecht, wie wir im Moment sind, weiß ich nicht, ob das so spannend wird.
00:10:59
Speaker
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
00:11:00
Speaker
Genau.
00:11:01
Speaker
Aber für mich auch total spannend ist die Parallelen jetzt mal weg vom Fußball, weil ich habe ja auch in dem Betrieb meines Bruders gearbeitet und kann da auch ähnliche Dinge bestätigen wie bei dir.
00:11:09
Speaker
Also das ist wirklich nicht einfacher, weil es ist auch immer, wie sehen einen die anderen Mitarbeiter,
00:11:14
Speaker
Man macht sich eben selber Druck.
00:11:16
Speaker
Man hat immer irgendwo auch das Gefühl, vielleicht nochmal eine extra Meile gehen zu müssen oder zu wollen, um der ganzen Sache gerecht zu werden.
00:11:22
Speaker
Also es war auch nicht einfach.
00:11:24
Speaker
Und trotz allem, wie gesagt, ich bin da auch beide auf der einen Seite.
00:11:27
Speaker
Wenn man sich externe Impulse holen kann, indem man woanders eine Ausbildung macht, ist super.
00:11:32
Speaker
Aber es hat natürlich auch Vorteile, wenn man eben jetzt schon in dem eigenen Betrieb mit aufgewachsen ist.
00:11:36
Speaker
Und die nächste Parallele ist auch spannend.
00:11:38
Speaker
Mein Bruder ist auch so ein bisschen in der Übergabe gerade an seinen Sohn.
00:11:41
Speaker
Und von daher bin ich sehr gespannt, was ich hier aus dem Gespräch heute noch alles mitnehmen kann.
00:11:46
Speaker
Sehr gut.
00:11:48
Speaker
Dann braucht man einen Acht-Punkte-Plan oder so.
00:11:50
Speaker
Oder den Fünf-Jahres-Plan.
00:11:52
Speaker
Packt mal aus, was ihr da habt.
00:11:55
Speaker
Ja.
00:11:55
Speaker
Also wir müssen definitiv nicht ins Detail gehen.
00:11:58
Speaker
Ich denke mal, das eine oder andere ist dann...
00:12:00
Speaker
Ja, einerseits natürlich auch gerade für euren Betrieb relevant und nicht unbedingt auf andere abkoppelbar und das eine oder andere vielleicht sogar auch, ich sag mal, gewissermaßen Betriebsgeheimnis, was auch vollkommen in Ordnung ist.
00:12:14
Speaker
Ja, man muss ja nicht alles immer ausplaudern, ne?
00:12:17
Speaker
Ja, das stimmt.
00:12:18
Speaker
Mal gucken, was wir da rauskitzeln können, was auch in Ordnung ist.
00:12:22
Speaker
Also will ich gerade so ein bisschen die Reihenfolge.
00:12:24
Speaker
Also wir hatten jetzt quasi, dass es im Endeffekt seit der Kindheit quasi schon klar war.
00:12:30
Speaker
Und das hat sich dann auch nicht wirklich geändert.
00:12:32
Speaker
Zwischendurch vielleicht mal einen anderen Gedanken gehegt.
00:12:35
Speaker
Aber im Endeffekt dann 2012 dazu entschieden, das zu machen.
00:12:40
Speaker
Ja, jetzt eine...
00:12:43
Speaker
Die Übergabe, war auch das schon mit sechs Jahren schon klar, dass du ihn übernehmen wirst oder wann kamen da die ersten Ideen auf?
00:12:50
Speaker
Also ich bin jetzt ganz ehrlich, mit sechs Jahren habe ich mir jetzt noch nicht so die Gedanken über mein Berufsleben gemacht.
00:12:54
Speaker
Ich wusste, was ich werden will, aber das war, ja.
00:12:58
Speaker
Noch sehr weit weg.
00:12:59
Speaker
Das weiß ich jetzt gar nicht.
00:13:01
Speaker
Also da haben wir eigentlich nie drüber geredet.
00:13:02
Speaker
Aber ich denke, das war von ihm schon immer ein Wunsch.
00:13:05
Speaker
Also unsere Eltern haben uns nie gezwungen, den Beruf auch zu machen.
00:13:08
Speaker
Niemals.
00:13:09
Speaker
Also wir hätten machen können, was wir wollen.
00:13:11
Speaker
Das war uns immer freigestellt.
00:13:13
Speaker
Aber ich glaube, so ein Fünkchenstolz,
00:13:15
Speaker
Hat er schon mitgespielt.
00:13:16
Speaker
Und als ich dann noch am 23.01. meinen Gesellenbrief in der Hand hatte und es sein Geburtstag ist, ich glaube, das war ganz toll.
00:13:23
Speaker
Ein tolles Geschenk.
00:13:26
Speaker
Das war das beste Geschenk, was ich ihm hätte machen können, glaube ich, zu dem Zeitpunkt.
00:13:30
Speaker
Und dann war das irgendwann natürlich klar.
00:13:32
Speaker
Ich wurde natürlich auch gefragt, ob ich das irgendwann mal machen möchte.
00:13:35
Speaker
Aber ich sage mal, wenn man mit so einer Firma aufwächst, die ja eh sehr familiär ist, übernimmt man gerne das Stück Familie mit.
00:13:43
Speaker
Das hat für mich nie in Frage gestanden.
00:13:46
Speaker
Ja, ich kann mir das schon vorstellen.
00:13:48
Speaker
Also es kam ja dann wahrscheinlich auch nicht aus dem heiteren Himmel für dich.
00:13:54
Speaker
Nein, absolut nicht.
00:13:59
Speaker
Auch hier nehme ich mal an, wirst du mehr in verschiedene Prozesse auch schon eingebunden worden sein in dem Moment als manch anderer Mitarbeiter.
00:14:08
Speaker
Also gar nicht unbedingt...
00:14:13
Speaker
Ja, oder vor allem nicht, um dich irgendwie zu bevorzugen oder sonst irgendwie, sondern ich glaube, das kommt einfach selbstverständlich damit einher, wenn man auch wieder gemeinsam nach Hause geht und dann eben am Küchentisch nach der Fußballrunde wieder darüber erzählt, okay, was können wir denn noch machen und hier und da.
00:14:30
Speaker
Man verbringt einfach mehr Zeit noch miteinander.
00:14:33
Speaker
Oder habt ihr da irgendwie eine ganz klare Abgrenzung, was das angeht?

Verantwortungsübernahme und Akzeptanz

00:14:37
Speaker
Also...
00:14:39
Speaker
Am Anfang war das erstmal so ein Reinfinden.
00:14:42
Speaker
Ich finde, nach so einer Lehre lernt man ja überhaupt erst den Beruf.
00:14:45
Speaker
Also ich weiß nicht, ob ich das allein so sehe, aber es ist wie mit dem Führerschein, mit dem Auto.
00:14:50
Speaker
Nachdem man den Führerschein bestanden hat, lernt man Autofahren.
00:14:53
Speaker
Ja, mit dem Papa nebenan, der ganz anders meckert als der Fahrer.
00:14:58
Speaker
Nein, also mein Papa war der beste Beifahrer überhaupt.
00:15:02
Speaker
Wirklich.
00:15:02
Speaker
Also der hat sich nie beschwert.
00:15:05
Speaker
Meine Mama war schlimmer.
00:15:09
Speaker
Nee, aber lernt man das erst und da war das auch wirklich erstmal so dieses in den Beruf reinfinden, so seinen eigenen Weg finden, wie man vielleicht arbeitet, weil jeder arbeitet ja doch ein bisschen anders, auch wenn es gleich ist, ne?
00:15:24
Speaker
dieses Reihenfinden, dann dieser Übergang von nicht mehr Azubi zu Geselle ist natürlich in einem Familienbetrieb, wenn die Mitarbeiter dich teilweise ein Leben lang kennen, total schwer.
00:15:34
Speaker
Das ist diese Akzeptanz.
00:15:35
Speaker
Das muss man auch erst mal irgendwie so klarstellen oder
00:15:40
Speaker
hinbekommen, ja, aufarbeiten, arbeiten, erarbeiten, so.
00:15:45
Speaker
Ich glaube, das war erstmal so der Hauptfokus, so, dass das alles irgendwie läuft und dann Stück für Stück kamen dann Aufgaben irgendwie dazu und bis dann halt zu dem Zeitpunkt, wo wir gesagt haben, gut, die kleine Chrissy ist jetzt nicht mehr am Kunden, sondern die ist jetzt wirklich nur noch
00:16:04
Speaker
für alles andere zuständig.
00:16:06
Speaker
Aber das war ja, wenn man überlegt, von 2015, 16 an bis jetzt.
00:16:12
Speaker
Also das ist schon auch ein langer Zeitraum gewesen, bis es überhaupt dazu kam.
00:16:16
Speaker
Ja, sicher.
00:16:16
Speaker
Ist halt nicht so, okay, hast jetzt einen Gesellenbrief, ab sofort schmeißt du den Laden und alle Mitarbeiter halten sich an dich.
00:16:23
Speaker
Das wäre sicherlich nicht der richtige Weg gewesen.
00:16:26
Speaker
Nein, absolut nicht.
00:16:29
Speaker
Da ist man ja noch ganz grün hinter den Ohren.
00:16:31
Speaker
Ja, mindestens.
00:16:35
Speaker
Dann das heißt, 2012 begonnen, 2015 dann den Gesellenbrief, sprich das sind dann, stimmt das, wenn ich sage, acht Jahre gewesen, dass ihr das quasi dann gesagt hattet, okay, wir beginnen so jetzt mit dem Fünfjahresplan.
00:16:52
Speaker
Genau, sieben, acht Jahre so in dem Schnitt, ja.
00:16:55
Speaker
Genau, also ich habe die Zeit wirklich Erfahrungen im Beruf selber sammeln dürfen und mache ja teilweise auch noch.
00:17:02
Speaker
Also ich bin immer da, wenn Hilfe gebraucht wird oder sonstiges.
00:17:05
Speaker
Ja, das sollte man auch immer beibehalten, damit man am Ball bleibt.
00:17:10
Speaker
Gut.
00:17:12
Speaker
Nicht immer aus der Presse mitbekommt, was es Neues gibt sozusagen.
00:17:16
Speaker
Gut.
00:17:17
Speaker
Das stimmt, ja.
00:17:18
Speaker
Obwohl das trotzdem auch nach zwei Jahren nicht mehr wirklich am Kunden sein, man merkt das.
00:17:22
Speaker
Auch wenn man sich immer ein bisschen informiert, aber man merkt das.
00:17:26
Speaker
Man muss sich immer wieder neu reinfinden, dann sieht die Software ein bisschen anders aus, dann sind die Geräte ein bisschen anders, dann sitzt man erstmal und denkt sich, hups, jetzt muss ich doch nochmal gucken.
00:17:36
Speaker
Ja, das ist halt diese wandelbare Branche, in der wir sind.
00:17:38
Speaker
Also da hat sich so viel getan in den letzten Jahren und es geht auch immer rasanter.
00:17:42
Speaker
Vorwärts geht mir genauso.
00:17:44
Speaker
Also ich habe zwar den Meister, aber wenn mich jemand fragt, dann sage ich, ja, ich habe den auf dem Papier, aber ich wäre jetzt nicht als Meister eins stellbar.
00:17:50
Speaker
Ja, ich müsste mich in alles wieder reindenken, reinlernen, was ja auch keine Raketentechnik ist, weil im Prinzip der Grundaufbau hat sich nicht verändert, aber man muss trotzdem mit der Software wieder sicher werden, mit dem Umgang mit den ganzen rechtslichen Gerätschaften.
00:18:03
Speaker
Also da steckt schon einiges dahinter.
00:18:05
Speaker
Ich finde es aber persönlich total toll, dass ihr wirklich einen Fünfjahresplan gemacht habt, weil ich so diesen fließenden Übergang, so die gleitende Übergabe, wie du es genannt hast, finde ich großartig, weil es einfach auch beiden Seiten ermöglicht, einfach das ineinander gesteckte Vertrauen dann auch zu rechtfertigen und eben, dass dieser Generationswechsel, der ja wirklich da ist, ein paar moderne Ideen, aber trotzdem eben vielleicht noch das Traditionelle im Hintergrund haben, wobei ich ja den Jürgen auch so kennengelernt habe,
00:18:29
Speaker
dass er ja auch sehr begeisterungsfähig ist und auch immer wieder auf der Suche nach neuen Dingen, die einfach auch dann die ganze Arbeit für die Mitarbeitenden, aber auch für die Kunden dann einfach verbessert.
00:18:38
Speaker
Da hält er ja auch viel Ausschau und hat ja auch kreative Konzepte.
00:18:41
Speaker
Aber trotz allem, weil so ein Hardcut zu sagen, so, wir machen jetzt zum 01.01.2026 die Übergabe und dann viel Spaß dabei, da glaube ich, dass es wirklich zu größeren Schwierigkeiten führen könnte.
00:18:54
Speaker
Wie ist denn der Fünf-Jahres-Plan so grob abgesteckt?

Planung und Einbindung der Mitarbeiter

00:18:59
Speaker
Sagen wir so, wir haben den eigentlich fast über den Haufen geworfen gefühlt.
00:19:07
Speaker
Nein, also ich finde immer so schwer, so einen Plan festzustecken, weil das ist irgendwie ein ganz komischer Prozess, weil man fängt dann so an.
00:19:16
Speaker
Also wir haben immer angefangen mit einmal die Woche Onboarding.
00:19:18
Speaker
Also ich bin dann wirklich mittwochs, vormittags oder nachmittags, je nachdem,
00:19:23
Speaker
Zu ihm hingefahren und dann haben wir uns hingesetzt und dann hat er mir erstmal die grundlegenden Dinge gezeigt, die man können muss.
00:19:29
Speaker
Wie mit dem Steuerbüro Sachen bearbeiten, Rechnungen bearbeiten, wie lege ich die ab, wo sende ich die hin, wie mache ich das, also wirklich diese Grundaufgaben.
00:19:39
Speaker
Ja.
00:19:41
Speaker
Und dann ging das einfach so peu à peu weiter.
00:19:43
Speaker
Dann habe ich immer mehr gemacht und mittlerweile sind wir eigentlich auf diesem Stand, ich mache soweit, wie ich kann und wenn ich nicht weiter weiß, rufe ich ihn an.
00:19:54
Speaker
Passiert häufiger mal.
00:19:55
Speaker
Also manchmal, da habe ich dann einfach eine Verständnisfrage, rufe ich ihn an und dann
00:20:00
Speaker
geht da ran und der hat dann auch kein Problem, mir das eine halbe Stunde lang zu erklären.
00:20:04
Speaker
Und das ist eigentlich unser Fünf-Jahres-Plan, dass wir das einfach so machen, dass ich immer so viel mache, wie ich es selber bewältigen kann oder wie ich es selber verstehe und hinbekomme.
00:20:12
Speaker
Und alles, wo es bei mir hakt,
00:20:15
Speaker
ist er mein Backup und dann frage ich nach und dann erklärt er es mir.
00:20:19
Speaker
Oder wenn er was hat, wo er zum Beispiel sagt, hey, das könntest du vielleicht so und so nochmal ein bisschen effektiver gestalten oder da musst du mehr drauf achten, ruft er mich auch an und erklärt mir das.
00:20:30
Speaker
Einfach damit ich so meinen Weg finde, aber mit seinem Weg, weil er ist einfach super erfahren und von dieser Erfahrung möchte ich natürlich auch viel mitnehmen, weil wäre blöd, wenn nicht.
00:20:42
Speaker
Absolut, ja, weil da steckt ja auch ein Netzwerk dahinter und da steckt eben so viel Know-how und vor allen Dingen halt auch so viel, wie ich finde, Ethik dahinter, wie man den Beruf lebt, dass man da wirklich nur profitieren kann.
00:20:54
Speaker
Und trotz allem muss man immer seinen eigenen Weg finden.
00:20:56
Speaker
So wie du es gesagt hast, jeder Mitarbeitende macht ja auch seinen eigenen Weg.
00:21:01
Speaker
wir unsere Persönlichkeit in den Beruf ja einbringen müssen.
00:21:04
Speaker
Aber jetzt geht es ja um Strukturen, weil du ja weniger am Kunden arbeitest, sondern eben das Firmenkonstrukt quasi am Laufen halten solltest und tust.
00:21:12
Speaker
Und das finde ich halt das Schöne, dass man sich zwar einen Plan macht, der aber nicht in Stein gemeißelt ist.
00:21:17
Speaker
Es ist super gut, dass man mit den Basics anfängt und dann einfach guckt, wie es sich entwickelt.
00:21:21
Speaker
Und wenn man jetzt schon diesen Stand hat, dass man sagt,
00:21:24
Speaker
Ach Mensch, eigentlich mache ich, keine Ahnung, um es einen Prozent zu nennen, 70, 80 Prozent eh schon alleine und dann hole ich mir die Expertise und die Erfahrung noch mit dazu.
00:21:33
Speaker
Das ist eigentlich eine Top-Konstellation, wie ich finde.
00:21:36
Speaker
Super.
00:21:37
Speaker
Also da haben wir auch unseren Weg zusammengefunden.
00:21:39
Speaker
Also das hat wirklich ein bisschen gedauert, wie ich schon mal gesagt habe, glaube ich.
00:21:43
Speaker
Aber ich meine, wir sind beides auch sture Menschen.
00:21:45
Speaker
Das ist so unglaublich schön.
00:21:47
Speaker
Dann versteht ihr euch ja super.
00:21:50
Speaker
Wir verstehen uns blendend.
00:21:52
Speaker
Ich bin halt doch die Tochter meines Vaters, wie man so schön sagt.
00:21:55
Speaker
Aber das ist immer wirklich sehr interessant, dass man dann da so aneinander und dann aber trotzdem irgendwie seinen Weg findet.
00:22:04
Speaker
Mein Lieblingsbeispiel ist, wir waren auf einer Mitarbeiterversammlung oder nicht Versammlung, sondern mit unseren Filialleitern unterwegs und er meinte, ich soll das leiten und er saß nebendran.
00:22:15
Speaker
Und da geht es also bei diesen, wir reisen immer einmal im Jahr zu einem Ort, also ich glaube, da war es Würzburg und dann ist das unsere Projektplanung.
00:22:27
Speaker
Also wir setzen uns dann wirklich abgeschottet hin und planen alles, was wir uns vornehmen, so grob durch.
00:22:33
Speaker
Und ich habe dann halt ganz schlau, wie ich bin, gedacht, ach komm, wir fangen einfach mal mit einem Mindmapping an.
00:22:40
Speaker
Also einen Grundpunkt und dann Ideen sammeln.
00:22:42
Speaker
Und dann schlüsseln wir die Ideen auf.
00:22:44
Speaker
Und das fand er ganz komisch.
00:22:46
Speaker
Da sind wir wirklich aneinander geraten.
00:22:47
Speaker
Da wollte er mir, nein, schreib es doch direkt auf.
00:22:49
Speaker
Du musst doch jetzt hier nicht so blöd Mindmapping machen und keine Ahnung was.
00:22:54
Speaker
Also wir haben uns dann wirklich ein bisschen angezickt.
00:22:57
Speaker
Und bis dann die Mitarbeiter gesagt haben, die Chrissy soll machen, jetzt hör mal auf.
00:23:02
Speaker
Ja.
00:23:03
Speaker
Und dann kam er kurz später, das ist ja super mit dem Mindmapping.
00:23:07
Speaker
Also das ist ja total toll, da sieht man alles richtig schön.
00:23:11
Speaker
Also das, finde ich, trifft diesen Punkt genau.
00:23:14
Speaker
Also ziemlich gut, dass dieses Generationsunterschied, aber sich dann doch irgendwie zusammenfinden, obwohl man was von dem anderen vielleicht erst mal doof findet.
00:23:22
Speaker
Ja.
00:23:23
Speaker
Also das war echt witzig, spannend.
00:23:26
Speaker
Ja.
00:23:26
Speaker
Ja, das ist ja immer der Punkt, wenn man eben so aus der Komfortzone rausgeht, wenn man neue Dinge lernt und sowas, ist ja oft so, dass man da erstmal eine gewisse Abwehrhaltung hat.
00:23:34
Speaker
Und jetzt ist halt Mindmapping etwas, was sich ja erst in den letzten Jahren so richtig entwickelt hat.
00:23:39
Speaker
Das Schöne finde ich daran aber, dass man halt wirklich, zumindest aus meiner Erfahrung raus, dann eben auch wirklich alle Beteiligten so richtig mit ins Boot reinnimmt.
00:23:46
Speaker
Also man hat es wirklich visuell vor Augen und kann daraus dann eben tolle Dinge ableiten,
00:23:51
Speaker
Und letzten Endes, was ich ja auch sehr schätze, ist einfach, ich kenne leider nicht viele Firmen, die so einen Projektplanungstag einmal im Jahr machen mit ihren Filialleitern und Filialleiterinnen oder eben auch, wenn man von mir aus nur einen Job hat, kann man das auch mal mit allen machen, weil letzten Endes ist ja wirklich wichtig, wenn ich die Mitarbeiter im Boot habe und die Ideen geteilt werden,
00:24:14
Speaker
Dann wird es getragen von allen und das soll ja auch das Ziel sein, weil ihr ja ein sehr familiärer Betrieb seid mit vielen langjährigen Mitarbeitenden und sowas.
00:24:22
Speaker
Das ist schon ganz cool und ihr ganz sicher nicht diejenigen seid, die sagt so und jetzt machen wir das so und es gibt kein Wenn und kein Aber, sondern das soll schon getragen werden und auch sinnstiftend sein.
00:24:32
Speaker
Ja, absolut.
00:24:35
Speaker
Ja, man passt sich ja dann auch entsprechend an und ihr wollt ja, also so wie ich, ich war jetzt noch nicht bei euch im Betrieb und habe auch Mitarbeiter nicht kennengelernt, aber das, was ich von euch beiden jetzt schon mal so mitbekommen habe, seid ihr ja erpicht darauf, irgendwie auch andere Meinungen, ich sage mal, zuzulassen, auch davon zu profitieren, zu lernen und gemeinsam dann auch Entscheidungen zu treffen.
00:25:00
Speaker
Und, naja, sonst würde so ein Ausflug, in Anführungszeichen, ein Ausflug, eine Reise, gerade auch mit Filialeitern, ja überhaupt gar keinen Sinn machen.
00:25:12
Speaker
Wenn man sagt, okay, dann wäre es im Endeffekt einfach nur, ich sage mal, in Anführungszeichen Urlaub gezwungen mit dem Kollegium.
00:25:20
Speaker
Richtig.
00:25:21
Speaker
Richtig.
00:25:22
Speaker
Und ja, dann können wir wieder nach Hause gehen und jetzt bedankt euch gefälligst.
00:25:30
Speaker
Das ist auch ein interessanter Ansatz.
00:25:33
Speaker
Ich glaube aber nicht, dass das so ganz so gut funktioniert.
00:25:37
Speaker
Was habt ihr denn so in den letzten Jahren, du hast ja dann sicherlich schon sehr viele dieser Tage dann quasi auch schon mitgemacht.
00:25:47
Speaker
Was sind denn so die, die,
00:25:50
Speaker
Oder mit die größten Ergebnisse daraus, wo ihr sagt, da profitiert die gesamte Firma, jeder Mitarbeiter und natürlich auch die Kunden im Endeffekt von?
00:25:58
Speaker
Also tatsächlich machen wir das seit zwei Jahren so regelmäßig.
00:26:02
Speaker
Also sonst, wir haben immer normale Filialleitertreffen gehabt, also einmal alle drei, vier Monate, würde ich sagen.
00:26:12
Speaker
Mal mehr, mal weniger, es kam immer drauf an.
00:26:15
Speaker
Da wurde dann einfach so grob besprochen, was denn so ansteht, wie es läuft, dies, das.
00:26:20
Speaker
So halt wichtig, dass die das wissen.
00:26:22
Speaker
Und irgendwann haben wir beschlossen, gut, das ist halt nicht so effektiv, wenn man vor Ort ist.
00:26:26
Speaker
Weil wenn man jetzt vor Ort ist, dann ist doch irgendwie der Laden im Hintergrund.
00:26:30
Speaker
Dann kommt jemand rein, dann ist man da abgelenkt.
00:26:33
Speaker
Dann, keine Ahnung.
00:26:34
Speaker
Und dann haben wir uns halt entschlossen, wirklich für Projekte wegzufahren und nicht erreichbar zu sein.
00:26:42
Speaker
Und da finden dann so Sachen statt.
00:26:45
Speaker
Zum Beispiel, wir haben eine Firmenkleidung eingeführt.
00:26:48
Speaker
Da wurde dann das alles besprochen.
00:26:49
Speaker
Wie wird das umgesetzt?
00:26:52
Speaker
Was wollen wir?
00:26:53
Speaker
Wie wollen wir es haben?
00:26:54
Speaker
Wie soll das Logo da drauf?
00:26:55
Speaker
Also da wird dann wirklich alles von oben bis unten durchgeplant.
00:26:59
Speaker
Und das wird dann quasi in eine Liste gesetzt und dann Stück für Stück abgearbeitet.
00:27:04
Speaker
Also mit einem Ziel, wann es ungefähr fertig sein sollte.
00:27:09
Speaker
Und das sind ganz verschiedene Sachen.
00:27:10
Speaker
Wie gesagt, einmal Firmenkleidung, dann hatten wir unsere Logindaten bei Hersteller auf Vordermann bringen und dies.
00:27:18
Speaker
Also so auch Kleinigkeiten teilweise.
00:27:20
Speaker
Alles, was so im Alltagsgeschäft manchmal verloren geht.
00:27:23
Speaker
Weil man dann doch irgendwie was anderes zu tun hat und dann nicht eben mal schnell das machen kann.
00:27:29
Speaker
Und sowas wird da geplant, also eigentlich alles.
00:27:33
Speaker
Es ist schwer zu sagen, was da jetzt besonders ist, sondern eigentlich alles, was wichtig ist.
00:27:37
Speaker
Und das Wichtige daran ist halt, dass die Mitarbeiter dabei sind, weil die müssen das ja im Endeffekt umsetzen.
00:27:43
Speaker
Wenn wir die Idee haben, ist ja alles schön und gut, aber wir setzen es ja auch im Endeffekt nicht am Kunden um, sondern der Mitarbeiter muss es umsetzen.
00:27:49
Speaker
Deswegen finde ich das immer ganz wichtig, dass die Mitarbeiter,
00:27:52
Speaker
entscheiden dürfen teilweise und auch mit Ideen einbringen dürfen, weil die arbeiten für uns.
00:27:59
Speaker
Und da sollen die sich auch möglichst wohlfühlen und so arbeiten, wie sie sich wohlfühlen.
00:28:02
Speaker
Ja, so haben Sie auch Chance, Mitarbeiter zu sein und zu bleiben.
00:28:06
Speaker
Ich nehme manchmal ganz gerne die zwei Wörter auseinander.
00:28:12
Speaker
Das eine Wort ist das Mitarbeiter.
00:28:15
Speaker
Die arbeiten eben schön mit und dann gibt es noch die Angestellten.
00:28:18
Speaker
Die stellen sich gerne mal an.
00:28:20
Speaker
Und wenn man eben möchte, dass sie gerne mitarbeiten, dann darf man sie auch, sollte man sie auch mit einbeziehen in die
00:28:28
Speaker
Es kommt immer so ein bisschen drauf an, natürlich, sie tragen nicht die Verantwortung der Firma in dem Sinne.
00:28:36
Speaker
Das sind immer noch die Personen, die letztendlich Inhaber sind.
00:28:44
Speaker
Und dennoch kann ihnen ja Verantwortung übertragen werden.
00:28:47
Speaker
Und sie übernehmen sie dann aber nur, wenn sie merken, sie dürfen auch entscheiden.
00:28:53
Speaker
Weil ohne Entscheidungsverfahren
00:28:56
Speaker
macht sozusagen, ja, haben sie ja keine Verantwortung, sonst kommen sie ja trotzdem noch zu dir, wegen jeder Kleinigkeit.
00:29:04
Speaker
Wie handhabt ihr das so, wenn es da mal irgendwie, ja, Sonderfälle gibt mit irgendwelchen Kunden sozusagen, die jetzt da immer nicht standardmäßig sind?
00:29:14
Speaker
Dürfen die Mitarbeiter dann auch komplett frei entscheiden und ihr besprecht dann danach, ob das vielleicht noch was Besseres gab oder wie handhabt ihr das bei euch?
00:29:25
Speaker
Teils, teils.
00:29:25
Speaker
Also eigentlich ist bei uns immer eine relativ offene Kommunikation in der Hinsicht.
00:29:29
Speaker
Also wenn irgendwas vorfällt in der Filiale, jeder Mitarbeiter aus der Filiale weiß im Endeffekt Bescheid und auch wir wissen im Normalfall Bescheid.
00:29:38
Speaker
Und eigentlich wird das so gehandhabt, dass die Kommunikation immer untereinander abkommt.
00:29:45
Speaker
oder abgestimmt wird, nicht abgestimmt wird, untereinander stattfindet, so.
00:29:50
Speaker
Und alles eigentlich, wenn Sonderfälle da sind, alles eigentlich irgendwie besprochen wird.
00:29:56
Speaker
Also ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, dass das nicht an mich weitergetragen wird, weil einfach die Kommunikation immer offen ist.
00:30:02
Speaker
Auch wenn ich jetzt, ich sitze in Mainz in einer Filiale von uns, wenn jetzt im Geschäft irgendwas ist, regelmäßig klopft es an der Tür, hey, ich habe jetzt das und das.
00:30:11
Speaker
Kannst du mit mir mal drüber gucken?
00:30:13
Speaker
Na klar, gucke ich mir drüber.
00:30:14
Speaker
Also da gibt es gar nicht irgendwie das Problem.
00:30:18
Speaker
Es wird eigentlich immer zusammen entschieden im Normalfall.
00:30:22
Speaker
Ja, okay.
00:30:23
Speaker
Schwer zu sagen, aber würde ich sagen.
00:30:26
Speaker
Ja, ihr habt halt einfach eine offene Kommunikationslinie, Hotline.
00:30:32
Speaker
Absolut, absolut.
00:30:33
Speaker
Ich finde es auch ganz wichtig, dass da über so Fälle offen kommuniziert werden kann, ohne dass jetzt jemand Angst haben muss, ich sage mal, zu mir oder zu meinem Papa zu kommen.
00:30:42
Speaker
Weil selbst wenn jetzt mal ein Fehler passiert, Fehler passieren.
00:30:45
Speaker
Wir sind auch nur Menschen.
00:30:47
Speaker
Na klar.
00:30:48
Speaker
Absolut.
00:30:49
Speaker
Und da geht es wieder auch um das Thema Vertrauen.
00:30:51
Speaker
Also da muss man eben auch gucken, dass man eben sowohl den Mitarbeitenden vertraut, Vertrauen in sich selber und in das restliche Kollegium hat.
00:30:57
Speaker
Weil letzten Endes, wie gesagt, das hatten wir auch schon mal in der Folge thematisiert, wenn irgendwelche Dinge mal falsch laufen, da hat man die größte Lernkurve auch dabei.
00:31:06
Speaker
Und trotzdem muss man so ein bisschen wissen, in welchem Rahmen kann ich mich bewegen.
00:31:09
Speaker
Und das ist, finde ich, eine sehr angenehme Art und Weise zu arbeiten, weil man dann sich einfach auch viel mehr mit seinem Job und diesem ganzen Drumherum identifizieren kann.
00:31:20
Speaker
Ja, das kann ich so eins zu eins auf jeden Fall teilen.

Moderne Geschäftsmodelle und Anpassungsfähigkeit

00:31:25
Speaker
Mit den Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe, mit Arbeitskollegen und auch Mitarbeitern.
00:31:31
Speaker
Ja, aber das ist schon mal ein ganz guter Wrap-up sozusagen, was mal dieses Thema angeht.
00:31:39
Speaker
Inwieweit ist Jürgen jetzt momentan noch vor Ort?
00:31:43
Speaker
Vor Ort?
00:31:44
Speaker
Ja.
00:31:44
Speaker
Das beantwortet schon die Frage.
00:31:47
Speaker
Diese Nachfrage.
00:31:50
Speaker
Okay.
00:31:51
Speaker
Also ich meine, vor Ort hier jetzt in der Filiale sowieso nicht.
00:31:54
Speaker
Der sitzt ja eh Ben zu Hause, aber der ist ja viel jetzt mit seinem anderen Baby, sage ich mal, beschäftigt.
00:32:01
Speaker
Und da habe ich halt jetzt den Hauptmerk tatsächlich auf unsere Akustikgeschäfte und er auf das andere.
00:32:08
Speaker
Und ja, unsere Kommunikation, wie gesagt, findet über Telefon statt.
00:32:14
Speaker
Wenn irgendwas ist, wird kurz angerufen.
00:32:16
Speaker
Ich meine, das ist ja in der heutigen Zeit zum Glück sehr einfach.
00:32:19
Speaker
Schreibt man schnell eine Nachricht oder ruft kurz an.
00:32:23
Speaker
Und ja, manchmal hören wir uns eine Woche gar nicht und manchmal hören wir uns eine Woche jeden Tag.
00:32:30
Speaker
Also das kommt immer drauf an, wie was anliegt.
00:32:33
Speaker
Okay, ja, aber das ist doch schon einfach eine ganz, ganz tolle Sache.
00:32:38
Speaker
Wie ist das jetzt aus deiner Erfahrung, wenn du jetzt dir vorstellen müsstest, Jürgen hat auf gar keinen Fall noch irgendwie Bock auf irgendwas, was mit Akustik zu tun hat, was so sicherlich nicht vorkommen wird.
00:32:51
Speaker
Aber selbst wenn du dir das vorstellen würdest und er sagt, ich bin ab sofort nicht mehr erreichbar für dich, wäre das ein großes Problem noch nach den zwei Jahren?
00:33:01
Speaker
Ich denke, das wäre kein Problem.
00:33:04
Speaker
Aber ich bin ehrlich, also ich hätte da Angst vor.
00:33:08
Speaker
Also wenn ich so jetzt wirklich drüber nachdenke, ich hätte da Angst vor, weil es ist einfach schön zu wissen, ihn so als mein Backup zu haben.
00:33:14
Speaker
Ich habe ihn sehr gerne als mein Backup.
00:33:17
Speaker
Ja, das ist auch eine schöne Sache für ihn.
00:33:21
Speaker
Ja, absolut, absolut.
00:33:22
Speaker
Nee, aber ich denke, das würde funktionieren.
00:33:26
Speaker
Klar, vielleicht wird es ab und an mal haken.
00:33:29
Speaker
Das ist ganz normal, denke ich aber.
00:33:32
Speaker
Aber ich denke, es würde irgendwie funktionieren.
00:33:34
Speaker
Ja.
00:33:35
Speaker
Es gibt quasi nichts Essentielles mehr, was du dann quasi nicht lösen kannst.
00:33:40
Speaker
Und wenn es bedeutet, dass du musst ja nicht alles alleine lösen, aber du hast jetzt mittlerweile auch den Draht zur Steuerberatung und so weiter und so fort.
00:33:48
Speaker
Ich meine, ganz häufig hilft es ja schon zu wissen, wer ist das?
00:33:51
Speaker
Wie erreicht die Person?
00:33:54
Speaker
Das wird recht schnell feststehen und eingespeichert sein im Handy und Co.
00:34:01
Speaker
Aber dann gibt es natürlich auch andere Dinge, na ja,
00:34:03
Speaker
Und ja, auch die ganze Abrechnung mit Krankenkassen und so weiter, das musst du ja im Grunde dann auch vielleicht gar nicht alles alleine machen.
00:34:10
Speaker
Da hast du auch die Mitarbeiter, die Filialeitung mit dazu.
00:34:13
Speaker
Das mache ich seit Jahren schon alleine.
00:34:15
Speaker
Okay, also dann das ist alles bei dir.
00:34:17
Speaker
Das ist kein Punkt.
00:34:20
Speaker
Und so sind die alltäglichen Sachen sowieso wahrscheinlich schon geklärt.
00:34:24
Speaker
Und es sind dann halt Dinge, die vielleicht einmal im Jahr vorkommen.
00:34:29
Speaker
Oder alle x Jahre, wo du denkst, das hatten wir noch nie in der Zeit.
00:34:36
Speaker
Ja, aber dann müsste er trotzdem noch mal was mit der Akustik zu tun haben.
00:34:40
Speaker
Also dann hätte er einfach Pech gehabt.
00:34:42
Speaker
Er dürfte sich gar nicht ganz rausziehen.
00:34:44
Speaker
Ja, man darf ja auch nicht vergessen, zwei Jahre ist jetzt auch noch keine lange Zeit.
00:34:48
Speaker
Also das steckt ja wirklich in so einem Traditionsunternehmen, was es eben so viele Jahre gibt, steckt ja schon so viel dahinter.
00:34:54
Speaker
Und wenn du jetzt eben schon über beide Strecken das Ding alleine leitest, ist es ja schon mal aller Ehren wert.
00:34:59
Speaker
Und dass man da vielleicht auch noch nicht das Standing hat, weil da steckt ja doch auch finanziell eine große Verantwortung dahinter.
00:35:06
Speaker
Bei so einem Familienunternehmen will man nicht gegen die Wand fahren und ihr habt jede Menge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eben auch weiterhin einen stabilen Arbeitsplatz haben wollen und deswegen...
00:35:15
Speaker
Ist ja auch sinnvoll, wenn man eben diese Modernisierung angeht.
00:35:18
Speaker
Jetzt haben wir ja auf jeden Fall schon mal, dass ja auch das Pro Abo bei euch ja natürlich auch eingeführt wurde, weil das war ja erstmal so eine Art Testballon und ursprünglich ja auch dahingehend entwickelt, dass es nur für Hörgeräte, Fachberatung, Bäcker gedacht war.
00:35:30
Speaker
Gibt es denn noch irgendwas anderes, wo du sagst, oh, das hast jetzt du auch in den letzten zwei Jahren mit angestoßen, irgendeine Modernisierung, eine Neuerung, vielleicht auch eine Anschaffung, irgendwas, was dir gerade einfällt, wo du sagst, da kam der Hauptimpuls von dir?
00:35:43
Speaker
Es ist viel in zwei Jahren passiert, aber auch viel gemeinsam.
00:35:48
Speaker
Also das ist ja das, was ich meinte, dass viel gemeinsam bestimmt wird.
00:35:51
Speaker
Klar hat man mal so Ideen, die man mit einbringt, aber die werden trotzdem zusammen besprochen dann.
00:35:56
Speaker
Dann auch ein bisschen abgewandelt.
00:35:57
Speaker
Also ich finde es ganz, ganz schwer, das so zu sagen.
00:36:00
Speaker
Also da gibt es bestimmt irgendwas.
00:36:02
Speaker
Dann vielleicht nicht unbedingt speziell jetzt von dir, wo du ganz genau sagst, das war ich, das war mein Verdienst, sondern aber einfach so, ich sag mal so, in der Zusammenarbeit.
00:36:14
Speaker
Was gibt es denn noch für Neuerungen, die entstanden sind, wo du dann natürlich auch mit entschieden hast, aber ihr beide oder ihr alle zusammen dann auch als Team entschieden habt, okay, das wollen wir jetzt machen, was vielleicht nicht ganz so standardmäßig ist.
00:36:30
Speaker
Oder guckst du gar nicht, was die anderen machen und sagst, ja, für uns ist das Standard.
00:36:33
Speaker
Kann sein, dass es für andere komisch ist.
00:36:35
Speaker
Ja, ich finde das toll.
00:36:36
Speaker
Also was wir halt immer irgendwie alle zusammen machen, ist immer unseren Anpassprozess an sich zu optimieren.
00:36:44
Speaker
Ich finde es wirklich schwer zu fragen.
00:36:46
Speaker
Das sind fiese Fragen.
00:36:49
Speaker
Wir wollen dich auch nicht aufs Platteis machen.
00:36:50
Speaker
Aber das Schöne ist ja, und das sehe ich jetzt eher als positiv, wenn da jetzt gar nicht so Außergewöhnliches kommt, dann ist es auf der einen Seite dem geschuldet, dass man halt einfach in seinem Tagesprozess ja eh schon immer drinsteckt und ja eh schon immer gut und modern aufgestellt war.
00:37:04
Speaker
Was ich aber jetzt einfach toll finde, das sind so Kleinigkeiten, die man eben manchmal aus Betriebsblindheit nicht sieht.
00:37:10
Speaker
Ihr stellt immer wieder euren Beratungs- und Anpassprozess auf den Prüfstand und das passiert halt aus meiner Sicht leider in vielen anderen Betrieben zu selten.
00:37:19
Speaker
Da wird einfach, ich mache das schon so lange, ich weiß schon, was der Kunde haben will.
00:37:23
Speaker
Und die Kunden ändern sich ja auch.
00:37:25
Speaker
Also wenn ich jetzt mit Jürgen spreche, der ja da irgendwann in den 80er Jahren den Einstieg gefunden hat,
00:37:31
Speaker
Der kann natürlich noch viel mehr erzählen, wie sich die Kunden verändert haben.
00:37:34
Speaker
Ich habe jetzt auch 32 Jahre oder 33 Jahre Berührungspunkte mit der Branche.
00:37:39
Speaker
Da hatten wir eine ganz andere Generation von Menschen, als sie heute im Laden aufschlagen.
00:37:44
Speaker
Das heißt, die Themen haben sich geändert, die Ansprüche haben sich geändert und es ändern sich natürlich auch solche Dinge wie finanzstark stellt sich Deutschland gerade auf.
00:37:53
Speaker
Ja, hat man eher wieder Ängste und das sind alles Dinge und deswegen da eben seinen Beratungs- und Anpassprozess immer wieder mal zu überprüfen, finde ich großartig, weil das passiert wirklich nicht so oft und dann wundert man sich vielleicht, oh, jetzt haben wir irgendwie den Anschluss verpasst und das sehe ich bei euch nicht, weil ihr allein schon über dieses Abo-Modell und andere Dinge natürlich sehr gut für die Zukunft gerüstet seid.
00:38:12
Speaker
Von daher ist das gar nicht schlimm, Christina.
00:38:14
Speaker
Also ich denke, das ist vollkommen normal, dass man manche Dinge nicht sieht.
00:38:18
Speaker
Es ist aber auch so, dass ich eben, wenn ich mit Akustikern spreche, und das tue ich ja seit vielen Jahren regelmäßig, dass die halt auch manchmal gar nicht mehr so sehen, was sind denn eigentlich wirklich die Alleinstellungsmerkmale, die man so hat.
00:38:28
Speaker
Denn ganz oft hat man viele Dinge und glaubt, das machen die anderen auch.
00:38:32
Speaker
Nein, tun sie eben nicht.
00:38:33
Speaker
Das heißt, erzähl doch mal so ein bisschen, was ihr so an Ausstattung habt, wie so euer Prozess so läuft.
00:38:38
Speaker
Wenn du da vielleicht ein bisschen was an Input geben könntest, könnte sehr spannend sein.
00:38:43
Speaker
In welcher Hinsicht meinst du das?
00:38:44
Speaker
Also auf was bezogen?
00:38:46
Speaker
Auf den Anpassprozess selber?
00:38:47
Speaker
Genau, auf den Anpassprozess und Beratungsprozess, weil wir das ja gerade so ein bisschen angeschnitten hatten.
00:38:52
Speaker
Ja, also wichtig ist, dass wir im Endeffekt den Kunden versuchen, immer irgendwie abzuholen.
00:38:58
Speaker
Aber ich glaube, das macht jeder in der Akustik oder sollte jeder machen.
00:39:03
Speaker
Dann wird natürlich geguckt, wie schaut das Ohr aus.
00:39:07
Speaker
Dann werden erstmal die Ohren analysiert, wird erstmal geschaut.
00:39:13
Speaker
was überhaupt sinnvoll ist, was braucht man.
00:39:16
Speaker
Dann wird meistens ein Abdruck gemacht, weil bei uns ist Orthoplastikpflicht im Normalfall.
00:39:24
Speaker
Ja, und dann wird eine Anpassung entweder per Zentil oder Aurelia gestartet.
00:39:30
Speaker
Ja, und dann geht das so weiter, bis es halt hoffentlich dann irgendwann zum Ende kommt.
00:39:36
Speaker
Ja, und dann haben wir ja, wie gesagt, eben als du das gesagt hast mit dem Abo-Modell, stimmt, das war eine krasse Wandlung bei uns in der Firma und auch in der Beratungsstruktur, weil man berät natürlich auch ganz anders, ne?
00:39:50
Speaker
Ja.
00:39:50
Speaker
So, ja.
00:39:52
Speaker
Ja, das ist vielleicht auch ein interessantes Thema, weil von Jürgen bekommen wir ja immer noch mit, das ist ein Abo-Modell, das ist super einfach und das ist ganz toll und das sollte jeder machen.
00:40:02
Speaker
Da hat er auch recht, da muss ich ihm auch recht geben.
00:40:07
Speaker
Und jetzt kommt aber, also nicht aber, jetzt kommt das quasi in die Praxis und du hast es ja quasi auch live miterlebt.
00:40:16
Speaker
Oh ja.
00:40:18
Speaker
Wie das dann war und so weiter und so fort.
00:40:20
Speaker
Und vielleicht magst du über diesen Umstellungsprozess ein bisschen sprechen, was das ausmacht, wie schnell sowas dann auch sein kann und ja, vielleicht die Änderung in der Kommunikation mit den Kunden, was du auch schon angesprochen hast.
00:40:32
Speaker
Ja, also im Endeffekt bei uns ging der Übergang tatsächlich, also
00:40:37
Speaker
es war ein, mein Vater hat auf einmal angerufen, ich habe eine Idee.
00:40:42
Speaker
Das ist schon immer sehr spannend, wenn der Papa eine Idee hat und hat dann die Idee erstmal vorgestellt, also
00:40:49
Speaker
Ich weiß gar nicht, ob ich die erste war.
00:40:50
Speaker
Ich glaube, ich war sogar die erste, die das gehört hat.
00:40:53
Speaker
Und ich fand das von Anfang an total gut, weil im Endeffekt, wir leben ja in einer Gesellschaft, wo wir alles über irgendwie Ratenkauf oder Sonstiges finanzieren.
00:41:02
Speaker
Ein Handy zum Vertrag dazu zum Beispiel.
00:41:07
Speaker
Warum sollte das mit einem Hörgerät nicht funktionieren?
00:41:10
Speaker
Weil man, das hat man noch nie so gemacht, hat man alles schon anders gemacht.
00:41:13
Speaker
Richtig, genau.
00:41:13
Speaker
Da sind wir wieder Akustiker, hat man noch nie so gemacht.
00:41:16
Speaker
So wie es läuft, läuft es gut.
00:41:18
Speaker
Nee, aber und dann hat er das ja wirklich, also über Tage lang hat er das ausgearbeitet.
00:41:25
Speaker
wirklich mit Tabellen und ich habe Tabellen gesehen, das ist der Wahnsinn und hat das dann auch erklärt und also ich war direkt Feuer und Flamme dafür, ich fand es total toll und dann wurde das eigentlich schon den Filialeitern, glaube ich, präsentiert
00:41:42
Speaker
Und die fanden das auch direkt toll, weil, wie gesagt, warum nicht?
00:41:46
Speaker
In der heutigen Zeit macht man das mit sämtlichen Sachen.
00:41:51
Speaker
Warum nicht mit Hörgeräten?
00:41:53
Speaker
Und dann fing es an, dann wurde das ausgearbeitet und langsam in die Wege geleitet.
00:41:59
Speaker
Und dann sind die ersten Testberatungen, nenne ich es jetzt einfach mal, gelaufen oder haben stattgefunden.
00:42:07
Speaker
Und wir hatten den Vorteil, dass alle unsere Mitarbeiter, also die Filialeiter haben tatsächlich damit angefangen mit den Testen.
00:42:16
Speaker
Uns alle unsere Mitarbeiter waren Feuer und Flamme dafür.
00:42:18
Speaker
Deswegen war dieser Einstieg in dieses Abo, das umzustellen in der Beratung und alles gar nicht so schwer.
00:42:25
Speaker
Also wir hatten relativ schnell schon kleine Erfolge mit Kunden, die das direkt akzeptiert haben und wollten.
00:42:32
Speaker
Ja, und wir sind jetzt im dritten Jahr, glaube ich schon.
00:42:38
Speaker
Und die Kunden finden das gut.
00:42:40
Speaker
Also die nehmen das einfach an.
00:42:42
Speaker
Ja.
00:42:43
Speaker
Und zwischenzeitlich gab es dann immer nochmal kleine Änderungen in dem, was halt unser Abo-Paket so beinhaltet und so.
00:42:51
Speaker
Aber also wir hatten irgendwie selten, dass das mal gehakt hat.
00:42:54
Speaker
Das größte Problem war dann, wie verbucht man sowas natürlich, weil das ist natürlich eine Rechnung, die über mehrere Jahre offen bleibt, ne?
00:43:03
Speaker
Mhm.
00:43:04
Speaker
Wie verbucht man das?
00:43:06
Speaker
Wie guckt man, dass das funktioniert?
00:43:07
Speaker
Und alles drum und dran.
00:43:08
Speaker
Aber alles in allem ist dieser Prozess, ich würde mal sagen, fast reibungslos abgelaufen.
00:43:15
Speaker
Und das war super.
00:43:16
Speaker
Also es ist einfach auch toll.
00:43:21
Speaker
Absolut, weil ein Abo-System grundsätzlich ist halt für mich mehr als nur eine zusätzliche Option zu haben, sondern es ist wirklich eine Vorbereitung auf die Zukunft, die uns einfach unabhängig von den Entwicklungen im Gesundheitssystem machen können.
00:43:35
Speaker
Und das Schöne ist eben, das hatten wir vorhin auch schon, da muss halt auch das Team mit so einem Onboarding-Prozess dann auch mitnehmen, weil das ist nicht damit getan, einfach zu sagen, oh, ab morgen haben wir ein Abo-Modell, bietet es mal an.
00:43:46
Speaker
Das ist ja auch die Frage, wann wird es angeboten, wie wird es angeboten?
00:43:50
Speaker
Welche Dinge packt man da mit rein?
00:43:52
Speaker
Da ist man ja auch sehr, sehr flexibel.
00:43:54
Speaker
Von daher, ja, es ist auch da ein Prozess, nur wenn man es einmal integriert hat und dann eben auch das Team im Rücken sagt, wow, das bietet uns einfach mehr Möglichkeiten, dann hat man so viele Chancen, die einem wirklich auch nochmal in unserer wandelbaren Zeit einfach mehr Sicherheit geben, unser Fundament untermauern.
00:44:13
Speaker
Weil einzusichert, wie es arm in der Kirche, unser Gesundheitssystem ist am Wackeln und es wird auch die nächsten Jahre, was Hörgeräte angeht, was immerhin die Nummer eins im Bereich Hilfsmittel ist, das wird an den Hörgeräten nicht dran vorbeigehen.
00:44:26
Speaker
Das wird schon wirklich kommuniziert von der Biha und so weiter.
00:44:29
Speaker
Man weiß nicht wann, man weiß nicht was, man weiß nicht wie, aber auch das wird passieren.
00:44:33
Speaker
Und wir haben ja zumindest mal in einer uns Verwandtenbranche der Optik das ja vor vielen Jahren schon mal durchlebt und von daher
00:44:41
Speaker
das absolut sinnvoll ist.
00:44:42
Speaker
Das war eine große Veränderung, die auch gut angenommen wurde.
00:44:44
Speaker
Hast du da so ein Gefühl dafür, wie lange das so gebraucht hat, bis dann auch die Mitarbeitenden das so in ihrem Tagesablauf so wirklich integriert hat?
00:44:55
Speaker
Also es wurde auch geschult, unseren Mitarbeitern.
00:45:00
Speaker
Aber ich glaube, das hat gar nicht so lange gedauert.
00:45:02
Speaker
Also war es so komplett in ein Jahr, anderthalb Jahren.
00:45:09
Speaker
Ja.
00:45:10
Speaker
Würde ich jetzt mal so grob schätzen.
00:45:11
Speaker
Aber ich kann es wirklich nicht genau sagen, weil halt die Akzeptanz wirklich von Anfang an recht hoch war.
00:45:15
Speaker
Und das hat man, finde ich, bei Projekten generell selten.
00:45:18
Speaker
Wenn irgendwas Neues kommt, was ganz anderes, was so gar nicht so passt oder noch nie da war, ist natürlich immer erstmal ein bisschen Skepsis dahinter, würde ich sagen.
00:45:27
Speaker
Absolut.
00:45:28
Speaker
Aber da hatte ich das Gefühl, keiner war irgendwie skeptisch.
00:45:31
Speaker
Alle haben das irgendwie direkt so positiv angenommen.
00:45:34
Speaker
Also keine Ahnung.
00:45:35
Speaker
Wir haben natürlich auch dann immer den Vorteil, unser einer Mitarbeiter, der macht uns dann immer...
00:45:40
Speaker
so Zettel, also wir haben für alles Zettel in unserer Cloud drin, wo dann ein Ablauf steht und das haben wir natürlich dann auch für das Abo direkt eingerichtet, wo alles nochmal drin steht.
00:45:50
Speaker
So, das war einfach so sehr unproblematisch gefühlt.
00:45:56
Speaker
Aber das zeugt auch oder das zeigt mir, dass auch im Voraus durchaus die Mitarbeiter auch darauf gepolt waren, Prozessen auch zu folgen.
00:46:09
Speaker
Weil wenn das nicht gegeben ist und jetzt kommt man, alles klar, Leute, ab sofort sieht es so aus und guckt in der Cloud nach, da haben wir was abgespeichert, sozusagen.
00:46:22
Speaker
Dann wissen, 70 Prozent der Mitarbeiter wissen ihr Passwort nicht, waren da noch nie drin und so weiter.
00:46:27
Speaker
So sieht es ja in anderen Betrieben aus.
00:46:29
Speaker
Also vielleicht überspitze ich ein bisschen und ich möchte natürlich auch keine Branche über den Kamm scheren, auf gar keinen Fall.
00:46:38
Speaker
Ich kenne mich auch in der Akustik selbst so wenig aus, wie es dann in den Betrieben ist.
00:46:42
Speaker
Ich kenne es halt so, auch aus ganz anderen Branchen, sogar in IT-Branchen, dass die Leute sich nicht mal einloggen in ihr Onboarding sozusagen.
00:46:51
Speaker
Und...
00:46:53
Speaker
Wie habt ihr das denn geschafft letztendlich, die Mitarbeiter letztendlich so abzuholen, dass sie generell wissen, okay, ja, ich kann natürlich meine Kollegen fragen und so weiter und so fort, aber einiges ist einfach prozessbehaftet und da darf ich mich auch mal selbst mit beschäftigen.
00:47:14
Speaker
Ich glaube tatsächlich, das liegt auch viel an unserer offenen Kommunikation.
00:47:18
Speaker
Also wir haben eine sehr flache Hierarchie, würde ich sagen.
00:47:23
Speaker
Also das ist auch bei den Filialleiter-Treffen, die Filialleiter haben ja quasi auch eine Führungsposition über ihre Filiale.
00:47:33
Speaker
Und wenn die schon mal, ich sage immer, wenn die mit im Boot sind, läuft der Rest quasi wie auf.
00:47:41
Speaker
Von selbst wird gesagt, nee, die geben das natürlich dann auch so weiter und wenn die überzeugt sind, also wenn wir die überzeugt haben und die sind dann überzeugt davon, überzeugen die natürlich auch die anderen und natürlich ist es auch ein Stück weit mal nachschauen, ob die Mitarbeiter das auch so umsetzen.
00:47:58
Speaker
oder wo es hakt.
00:47:59
Speaker
Und wenn man jetzt sieht, zum Beispiel, da hakt es da und da, dann setzt man sich mit der Person nochmal hin und guckt das gemeinsam durch und sagt, guck mal hier, so könntest du das für dich vielleicht vereinfachen.
00:48:09
Speaker
Also einfach diese offene Kommunikation, keine Angst davor haben, auch mal was anzusprechen, wenn jetzt mal was nicht hundertprozentig läuft.
00:48:15
Speaker
Weil, wie ich schon mal gesagt habe, wir sind Menschen, wir sind fehlerbehaftet.
00:48:19
Speaker
Es passieren Fehler.
00:48:20
Speaker
Und das ist voll in Ordnung.
00:48:22
Speaker
Das ist nichts Schlimmes.
00:48:23
Speaker
Nur mit Fehlern können wir überhaupt...
00:48:26
Speaker
Lernen und uns entwickeln, ja.
00:48:28
Speaker
Und da sollte man niemals Angst haben, das anzusprechen und sollte einfach auf eine Ebene gehen und das gemeinsam vielleicht ausarbeiten, dass es funktioniert.
00:48:38
Speaker
Ja, und ich glaube, das ist einfach der Vorteil, dass Mitarbeiter dann natürlich auch, wenn sie jetzt, ich sag mal, keine Angst davor haben, dass irgendwas nicht gelaufen ist oder Sonstiges,
00:48:48
Speaker
dass die dann natürlich auch, volksamer hört sich so böse an, aber nicht volksamer, aber so mitwirkender sind.
00:48:57
Speaker
Mitarbeitend sich nicht anstellen.
00:48:58
Speaker
Mitarbeitend, wir hatten ja schon mal das Wort, stimmt.
00:49:02
Speaker
Aber ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine.
00:49:04
Speaker
Absolut, das ist halt eure Firmenkultur, die halt da auch schon verankert ist.
00:49:08
Speaker
Also das kann man auch nicht von heute auf morgen ändern.
00:49:10
Speaker
Also wenn man jetzt einen Betrieb hätte, wo bisher diktatorisch einfach vorgegeben wurde, so funktioniert es,
00:49:16
Speaker
dann würde das natürlich auch viel, viel länger dauern, wenn man plötzlich sagen würde, hey, wir stellen um.
00:49:21
Speaker
Aber diese Kultur hat ja Jürgen wahrscheinlich mehr oder weniger von Beginn an schon mit der DNA der Firma gegründet und hat gesagt, also es geht eben nur zusammen und wenn da eben die Menschlichkeit auch mit drin ist und letzten Endes, wenn ich mir vorstelle, wenn ich jetzt wieder als Akustiker arbeiten würde,
00:49:37
Speaker
wenn ich das verstehe und dem Ding dann eben auch folgen kann, weil ich sage, jawohl, das ist etwas, was zukunftsorientiert ist, was vielleicht auch wirklich Spaß macht, weil ich dann vielleicht auch mal über andere Dinge spreche, weil das ist ja auch so etwas, man kann natürlich auch seinen Job, und das hat mir in dem Gespräch mit Jürgen herausgearbeitet, gibt es natürlich viele Dinge, die schon seit 40 Jahren und länger ähnlich funktionieren, wie eine Hörmessung und ähnliche Dinge, aber in anderen Bereichen verändert sich halt viel und wenn ich halt
00:50:04
Speaker
Wenn ich dauerhaft Spaß an diesem Job haben will, dann ist es doch cool, wenn neue Dinge mit reinkommen.
00:50:09
Speaker
Aber ich brauche halt eine Kultur, wo ich halt auch selber mich weiterbilden will, wo ich vielleicht auch mal selber neue Wege gehen will.
00:50:15
Speaker
Und es geht eben nur so, wie ihr es macht.
00:50:17
Speaker
Und deswegen ist es für mich so vorbildlich, dass es da eben Firmen gibt, die einfach sagen, hey, wir nehmen das Team mit an Bord.
00:50:23
Speaker
Und wenn die dabei sind, dann hören wir aber auch auf deren Optimierungsvorschläge, weil diese an der Praxis umsetzen und dann vielleicht merken, Mensch, hier hakt es oder da hakt es.
00:50:32
Speaker
Und das Ganze kann ja auch individuell sein.
00:50:34
Speaker
Für den einen ist der Standardprozess genau der richtige und der andere muss vielleicht noch eine kleine Schleife drumherum machen, dass er da ankommt.
00:50:40
Speaker
und sich eben wohlfühlt, weil ein Abo kann ich nur anbieten, wenn ich selber ein Funkeln in den Augen habe, eine Überzeugung habe und das für eine tolle Sache halte, weil sonst merkt jeder Kunde, dass es einfach nur, ach, ich muss es ansprechen, weil es auf der Checkliste auf Nummer 8 steht.
00:50:54
Speaker
Und das Gefühl habe ich, dass ihr da eben auch die Leute dann wirklich mitnehmt und sagt, ja komm, dann probierst du mal auf dem Weg oder auf dem Weg, weil eure Zahlen ja dann schon beeindruckend sind, wie viele Leute sich tatsächlich mittlerweile auch für ein Abo entscheiden.
00:51:05
Speaker
Ja, absolut.
00:51:09
Speaker
Kann ich nur bestätigen.
00:51:10
Speaker
Es geht dann eben nicht im Gespräch so, ja, ein Abo-Modell haben wir auch noch, aber das wollen sie eh nicht, richtig?
00:51:16
Speaker
So kann man das auch ansprechen.
00:51:18
Speaker
Ja, man muss immer von dem überzeugt sein, was man auch an einen Mann bringen will, weil wenn man nicht überzeugt ist, dann funktioniert es nicht.
00:51:25
Speaker
Ja, dieses Bauchgefühl hat halt jeder und das spüren wir sofort, ob das inhaltlich übereinstimmt mit dem, was ein Mensch auch denkt.
00:51:32
Speaker
Also das ist die Lebenserfahrung und das habe ich auch schon mehrfach in den Podcasts gesagt.
00:51:36
Speaker
Also wenn unsere Kunden etwas haben, dann Lebenserfahrung.
00:51:40
Speaker
Und deswegen muss man da auch mal ganz vorsichtig sein, wenn man da irgendwie flunkert, weil die spüren das.
00:51:46
Speaker
Super cool.
00:51:47
Speaker
Was mich jetzt gerade in dem Zusammenhang interessiert, weil wir haben jetzt gesagt, es gibt diese Filialleiter-Treffen, die dann auch mal
00:51:55
Speaker
die unterjährig stattfinden, aber eben seit zwei Jahren auch dieses Ausgelagerte, was ich auch für sehr sinnvoll halte, weil dann ist man wirklich in einer neutraleren Umgebung.
00:52:05
Speaker
Man hat da auch noch ein bisschen mehr Möglichkeiten, sich in so einer Schulung auszubreiten.
00:52:11
Speaker
Und es ist natürlich auch noch eine teambildende Maßnahme viel mehr nebenher.
00:52:14
Speaker
Was macht ihr denn zum Beispiel zu Weihnachten mit euren Mitarbeitenden?
00:52:18
Speaker
Oder gibt es für euch, wenn ihr so ein Firmenjubiläum habt, habt ihr da schon mal irgendwas Tolles veranstaltet?
00:52:23
Speaker
Ja, also bei uns gibt es immer besondere Reisen.
00:52:26
Speaker
Also die, ich glaube, die abgefahrenste Reise, also ich nenne sie wirklich abgefahren, war zu, ich weiß nicht, zu irgendeinem Jubiläum war das.
00:52:36
Speaker
Da sind wir nach Schweden geflogen im Winter.
00:52:41
Speaker
Und haben dann da eine Erlebnisreise gehabt mit Hundeschlitten fahren, Eisangeln und Motorschlitten fahren.
00:52:50
Speaker
Und das bei minus 30 Grad.
00:52:52
Speaker
Wow.
00:52:52
Speaker
Da waren wir mit der gesamten Firma unterwegs.
00:52:56
Speaker
Das war sehr besonders.
00:52:58
Speaker
Also es war ein bisschen actionlastig, aber es war unglaublich toll.
00:53:02
Speaker
Vor letztes Jahr, glaube ich, waren wir mit unserer Firma in Teneriffa.
00:53:07
Speaker
Ten Riffer?
00:53:08
Speaker
War es Ten Riffer?
00:53:09
Speaker
Ich glaube.
00:53:10
Speaker
Dann waren wir schon auf Madeira.
00:53:12
Speaker
Dieses Jahr fahren wir nach Würzburg auf den Weihnachtsmarkt.
00:53:14
Speaker
Das ist jetzt dieses Wochenende auch.
00:53:17
Speaker
Also wir versuchen immer, besondere Momente zu schaffen.
00:53:20
Speaker
Mein Vater sagt immer so gern, dass Schöne im Leben sind die Lebenspokale, die Erfahrungen und Erinnerungen, die man sammelt.
00:53:26
Speaker
Und das versuchen wir natürlich auch mit unseren Mitarbeitern, dass die einfach möglichst viele schöne Erinnerungen auch vielleicht im Zusammenhang mit uns als Firma haben.
00:53:34
Speaker
Und deswegen denken wir uns immer irgendwas Besonderes aus.
00:53:38
Speaker
Ah, da geht mir das Herz auf.
00:53:39
Speaker
Ich muss mir gerade mal überlegen, ob ich vor der nächsten Reise gleich ein Praktikum bei euch mache.
00:53:43
Speaker
Die Anten fehlen mich.
00:53:47
Speaker
Nein, aber es ist wirklich toll.
00:53:48
Speaker
Von wie vielen Personen sprechen wir da so ungefähr, damit ich da meine Vorstellung habe oder unsere Zuhörer?
00:53:52
Speaker
Dieses Mal sind wir, ich glaube, gut, dann kommen, also es ist halt Familie von uns mit, die Mitarbeiter.
00:53:59
Speaker
Also dieses Mal nach Würzburg fahren wir mit 18 Personen, glaube ich.
00:54:04
Speaker
Also da kommt aber dann auch natürlich mein Neffe noch mit.
00:54:07
Speaker
Ja, alles gut.
00:54:09
Speaker
Aber 18 Personen sind wir.
00:54:11
Speaker
Also wir sind immer so um die, ich würde mal sagen, im Schnitt 15 Personen, die dann die Reise quasi antreten.
00:54:18
Speaker
Ja, also diese Magic Moments, da bin ich auch ein ganz großer Fan davon, weil das wirklich

Mitarbeiterbindung und Teamkultur

00:54:23
Speaker
etwas ist.
00:54:23
Speaker
Also was bleibt uns dann am Ende des Lebens?
00:54:25
Speaker
Viele, viele positive Erinnerungen und die werden wahrscheinlich eher weniger ans Bankkonto geknüpft sein, als an solche Momente, wo man dann vielleicht mal wirklich bei minus 30 Grad in Schweden mit einem Hundeschlitten fährt.
00:54:37
Speaker
Wahnsinn.
00:54:37
Speaker
Also das finde ich toll, weil das auch wieder für eure Kultur spricht und natürlich Sicherheit auch eine tolle Resonanz bei eurem Team dann auslöst.
00:54:46
Speaker
Absolut.
00:54:46
Speaker
Und dieses Mal kriegen sie sogar ein Nikolausgeschenkchen, weil es ist ja Nikolaus, wenn wir weg sind.
00:54:53
Speaker
Da habe ich mir dann, habe ich kleine Geschenkchen dann für den 6.
00:54:56
Speaker
Dezember organisiert.
00:54:59
Speaker
Das ist schön.
00:54:59
Speaker
Da ist ein kleiner Insider vom Podcast letztes Mal.
00:55:02
Speaker
Ja.
00:55:04
Speaker
Klaus, weiß schon, was auf ihn zukommt.
00:55:07
Speaker
Ich bin gespannt.
00:55:09
Speaker
Ja, der Klaus war eine Zeit lang im Außendienst dann auch mal als Nikolaus unterwegs.
00:55:17
Speaker
Vielleicht kommt er ja bei euch vorbei.
00:55:18
Speaker
Ich wollte gerade sagen, ich bräuchte Nikolaus, um die Geschenke zu verteilen.
00:55:23
Speaker
Also ich habe ein unfassbar hochwertiges Nikolauskostüm im Keller.
00:55:27
Speaker
Ich kann einen Hund als Rentier sponsoren.
00:55:30
Speaker
Und Würzburg ist gar nicht so weit weg von dir.
00:55:33
Speaker
Nein, super schön.
00:55:35
Speaker
Aber auch das ist etwas, wo ich wirklich dann auch nur wirklich auch als Empfehlung rausgeben kann jetzt an andere.
00:55:41
Speaker
Ja, nehmt das Team doch wirklich auch mal in irgendwelche magischen Momente.
00:55:45
Speaker
Und es muss ja nicht Schweden sein, aber man kann ja trotzdem tolle Dinge gemeinsam erleben,
00:55:48
Speaker
auch vielleicht im näheren Umfeld, wo einfach das Team zusammenwächst, wo eine Wertschätzung auch zurückkommt.
00:55:54
Speaker
Weil das ist eben genau der Punkt.
00:55:56
Speaker
Also das ganze Firmenkonstrukt und egal, da kann man jetzt branchenübergreifend gehen, funktioniert ja nur, wenn die Leute, die Teil dessen sind, und das sind eben nun mal die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, das Ganze halt auch mit Spaß und Freude tragen.
00:56:09
Speaker
Ja, und das ist halt nun mal, ich habe so oft auch für mich schon gedacht, ja, wir sind halt bei der Arbeit, ja, so viele Stunden pro Tag, das hat man mit der Familie im Regelfall nicht, diese Zeit.
00:56:22
Speaker
Und deswegen ist es auch umso schöner, wenn man sich dann auch vielleicht mit Kollegen und Kolleginnen gut versteht, wenn man vielleicht auch in der Freizeit mal noch irgendwas macht oder eben auch mal so eine geleitete Geschichte, großartig.
00:56:32
Speaker
Super, gefällt mir sehr gut und wird mit Sicherheit auch so eine echte, teambildende Maßnahme sein, weil darüber redet man doch noch nach Jahren.
00:56:41
Speaker
Absolut.
00:56:41
Speaker
Also ich sage mal, gerade als wir in Schweden waren, dass Hundeschlitten fahren, man muss auch lernen, Vertrauen den Kollegen gegenüber zu haben, weil einer sitzt vorne im Schlitten, der andere fährt den Schlitten.
00:56:53
Speaker
Und wenn du das noch nie gemacht hast, du kriegst zwar eine Einweisung, aber natürlich muss man dann auch Vertrauen haben, dass der hinten drauf steht, der den Schlitten lenkt, das richtig macht, weil sonst landet man im Graben.
00:57:04
Speaker
Also nee, es ist immer wichtig, also...
00:57:07
Speaker
Das bindet natürlich.
00:57:08
Speaker
Wir reden heute noch über unsere ganzen schönen Sachen, die wir schon erlebt haben.
00:57:12
Speaker
Und wir haben schon sehr viel Schönes mit unseren Mitarbeitern erlebt, würde ich behaupten.
00:57:16
Speaker
Das glaube ich sofort.
00:57:18
Speaker
Jetzt möchte ich aber schon wieder auf einen ähnlichen Punkt noch mal aufmerksam machen wie vorher, dass Veränderungen bei euch dann tatsächlich auch angenommen werden.
00:57:31
Speaker
Ja.
00:57:33
Speaker
Weil die Basis von einem Teamzusammenhalt ist nicht, dass man als Firma Erlebnisse organisiert und dann wieder sagt, ja, wir haben doch jetzt was Tolles gemacht, jetzt wertschätzt das mal.
00:57:49
Speaker
Die Basis ist ja eine ganz andere und die besteht halt vorher, sodass die Möglichkeit dieser Wertschätzung überhaupt besteht.
00:57:57
Speaker
Und ja, Klaus hat das immer wieder gesagt jetzt auch, dass die Firmenkultur an sich erstmal stimmen muss und dann so etwas auch wirklich...
00:58:08
Speaker
ich sage mal, angenommen werden kann von den Mitarbeitern, aber natürlich auch von all jenen, die das dann auch organisieren und so weiter und so fort, dass es dann auch eine gute Zeit wird.
00:58:17
Speaker
Und es, ja, im Endeffekt kann so etwas in einer, ich sage mal, jetzt falschen Firmenkultur, kann sowas auch als Bestechung angesehen werden.
00:58:29
Speaker
Und das habt ihr halt geschafft.
00:58:30
Speaker
Und das finde ich sehr, sehr schön.
00:58:33
Speaker
Und das ist schön zu hören, sodass eben solche Momente auch genossen werden können.
00:58:37
Speaker
Absolut.
00:58:38
Speaker
Er war da auch, also mein Vater war in der Hinsicht wirklich auch schon immer mein Vorbild, muss ich sagen, so.
00:58:44
Speaker
Wie man eine Firma führt, wie man das alles unter einen Hut bekommt.
00:58:48
Speaker
Also damals in der Schule schon, ich habe einen Betriebswirtschaftsabschluss gemacht und dann ging es auch um Führungsebenen und da habe ich immer gesagt, mein Vater ist mein Vorbild, so möchte ich mal eine Firma leiten, wie er.
00:59:00
Speaker
Weil ich habe da einfach einen guten Grad zwischen Chef und Chef.
00:59:05
Speaker
allem anderen hat.
00:59:08
Speaker
Ich glaube, es ist halt sehr modern.
00:59:09
Speaker
Also da hat sich ja vieles gewandelt.
00:59:11
Speaker
Und wenn man sich heute mit Leuten unterhält, wie man heute eine Firma zu führen hat und wird sich vielleicht unterhalten, wie es vor 40 Jahren war.
00:59:16
Speaker
Aber da war, glaube ich, der Jürgen schon immer ein bisschen Vorreiter, weil er einfach weiß, das Wichtigste in so einem Betrieb sind die Mitarbeitenden.
00:59:23
Speaker
Wir haben in unserer Branche ja auch so wirklich Themen mit Personalfindung, Personalhalten, neue Auszubildenden bekommen und so weiter.
00:59:30
Speaker
Das ist ja eh ein Riesending und ich glaube, da kann man halt viele Sachen einfach machen.
00:59:34
Speaker
Man muss aber auch da sagen, sie müssen halt von Herzen kommen, so wie es Gabo auch gesagt hat.
00:59:37
Speaker
Wenn das Ganze nur übergestülpt wäre und sagt, so jetzt hier haben wir ein Jahr Druck ausgeübt und am Ende des Jahres machen wir dann einen Ausflug nach Würzburg oder sonst wohin, das würde das ganze Ding nicht ins richtige Licht rücken.
00:59:49
Speaker
Fakt ist, wenn das Ganze dann wirklich wahrgenommen wird, angenommen wird und das sieht man allein schon an der Anzeiter Teilnehmer, dass da eben dann Leute nicht sagen, ach, da habe ich gar keine Lust drauf, weil jetzt nochmal die Kollegen und auch den Chef, den Bruder gar nicht sehen oder die Chefin.
01:00:01
Speaker
Ja, das passt.
01:00:03
Speaker
Superschön.
01:00:04
Speaker
Ich glaube, das passt auch wunderbar in diese Vorweihnachtszeit rein, dass wir uns da alle vielleicht auch mal hinterfragen können, wie schaffen wir für uns, aber auch für unsere Nächsten oder auch unsere Kollegen und Kolleginnen weitere magische Momente 2026,
01:00:17
Speaker
Weil ich glaube, da kann man nie genug davon haben und auch so die kleinen Überraschungen im Alltag können da mal richtig Spaß machen.
01:00:23
Speaker
Und ja, das würde ich jetzt mal so von meiner Seite als Tipp mitgeben.
01:00:27
Speaker
Hinterfragt euch mal alle, wann habt ihr das letzte Mal einen magischen Moment auch im Rahmen eures Arbeitsbereichs erlebt?
01:00:35
Speaker
Und was könnte man vielleicht für kleine magische Momente schaffen?
01:00:38
Speaker
Es geht manchmal auch nur darum, vielleicht mal ein Kompliment auszusprechen oder sonstige Dinge.
01:00:42
Speaker
Und das macht schon sehr viel im Alltag aus, finde ich.
01:00:45
Speaker
Auf jeden Fall, auf jeden Fall.
01:00:48
Speaker
Dann gebe ich auch nochmal einen Tipp ab, weil jeder, der sich jetzt fragt, ja, wie soll ich das denn überhaupt hier noch reinzwängen in den Arbeitsalltag?
01:00:57
Speaker
Und dann möchte ich ja doch irgendwie auch mal irgendwo einen Abstand haben von der Firma, jeder Mitarbeiter auch.
01:01:04
Speaker
Wenn ihr merken solltet, so bei der Fragestellung, ja, ja,
01:01:08
Speaker
Wie könnte ich das machen?
01:01:09
Speaker
Ich würde ja schon gern, aber ich habe keine Ahnung, wie ich sowas umsetzen soll.
01:01:14
Speaker
Ich würde da empfehlen, einfach mal einen Klaus anzurufen und einfach mal mit ihm zu sprechen, weil es gibt Dinge, die ihr machen könnt, um nach und nach einfach ein bisschen Druck rauszunehmen aus dem gesamten Arbeitsalltag, von den Mitarbeitern, in der Kommunikation mit den Mitarbeitern.
01:01:33
Speaker
Mit den Kunden und so weiter und so fort, weil dauerhaft auf einem so hohen Stresslevel, wie leider, leider viele es sind, wird das nicht funktionieren, zumindest nicht ohne aufkommende Baustellen, nennen wir es mal so.
01:01:48
Speaker
Und es ist auf jeden Fall möglich.
01:01:50
Speaker
Wir hatten auch schon einige hier im Podcast, die eine tolle Firmenkultur aufgebaut haben und sich trotz des doch sehr anspruchsvollen und vielseitigen Berufs immer wieder Auszeiten auch nehmen können, ohne Sorge tragen zu müssen, dass der ganze Laden auseinanderfällt, wenn sie nicht da sind.
01:02:10
Speaker
Und das ist sicherlich auch für euch möglich.
01:02:13
Speaker
Und das Wie, das kann man ja gucken, wenn man motiviert ist,
01:02:18
Speaker
da eine Lösung zu finden.
01:02:20
Speaker
So, ja, Christina, hast du auch noch was zum Abschluss?
01:02:24
Speaker
Oder willst du noch was dazu sagen?
01:02:25
Speaker
Nee, ich kann euch da nun zustimmen.
01:02:28
Speaker
Also ich sage immer nur, das sind die kleinen Dinge im Leben, die glücklich machen.
01:02:32
Speaker
Und einfach jemanden wertschätzen ist schon ein ganz großer Schritt in die richtige Richtung.
01:02:38
Speaker
Und die Wertschätzung auch zeigen.
01:02:40
Speaker
Nicht alles immer als selbstverständlich hinnehmen, weil es ist nicht selbstverständlich.
01:02:45
Speaker
Das ist eigentlich so das, was ich denke, was vielen helfen könnte.
01:02:51
Speaker
Auf jeden Fall.
01:02:52
Speaker
Es gibt pro Bundesland mindestens ein Sprichwort dann zu dem Thema.
01:02:58
Speaker
Im Schwabenländler heißt es, wie war das?
01:03:03
Speaker
Nett quotzt ist gut globt.
01:03:06
Speaker
Das gibt es quasi in jedem Dialekt.
01:03:10
Speaker
Und es geht auch anders.
01:03:13
Speaker
Ja, schau.
01:03:13
Speaker
Also für mich ist auch wirklich, was Christina gesagt hat, so jetzt eigentlich so wirklich ein super toller Abschluss, dass eben alles nicht selbstverständlich ist.
01:03:21
Speaker
Und dass man eben auch mal eine Dankbarkeit an den Tag legen kann, wenn man wirklich in einem guten Beruf arbeiten kann, der wirklich sinnstiftend ist, wenn man ein tolles Umfeld hat.
01:03:31
Speaker
Und letzten Endes ist ja wirklich so, woran man es dann oft merkt, was man für selbstverständlich hält, ist immer das Thema Gesundheit.
01:03:37
Speaker
Und was einem da dann fehlt, wenn es eben mal dann nicht da sein sollte, das löst enorm viel aus.
01:03:42
Speaker
Und ich glaube, da können wir alle ein bisschen achtsamer sein.
01:03:44
Speaker
Und deswegen passt es toll in die Vorweihnachtszeit.
01:03:47
Speaker
Achtet auf die schönen Momente.
01:03:49
Speaker
Und ich freue mich auf jeden Fall, dass du heute zu Gast warst, liebe Christina.
01:03:53
Speaker
Weil es war ein total spannendes, angenehmes Gespräch.
01:03:56
Speaker
Und ich drücke euch die Daumen, dass ihr das weiterhin die nächsten 50 Jahre auch so halten könnt.
01:04:01
Speaker
Danke.
01:04:02
Speaker
Danke, gerne.
01:04:04
Speaker
Ja, da schließe ich mich an.
01:04:06
Speaker
Ich wünsche euch auf jeden Fall auch eine gute Zeit.
01:04:09
Speaker
Wir werden weiterhin auch noch viel Kontakt haben.
01:04:13
Speaker
Und ja, in dem Sinne würde ich mich dann auch von all jenen verabschieden, die hier zuhören.
01:04:21
Speaker
Bis zum nächsten Mal und danke für eure Zeit.
01:04:24
Speaker
Alle zusammen.
01:04:25
Speaker
Tschüss, Klaus.
01:04:25
Speaker
Tschüss, Christina.
01:04:27
Speaker
Ciao, ciao.
01:04:29
Speaker
Wir hoffen, du konntest aus dieser Folge etwas für dich mitnehmen.
01:04:33
Speaker
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