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#75 - Dieser Blindspot ist die Lösung für dein emotionales Essverhalten

Chainless Woman
Chainless Woman

594 plays · May 30, 2026

Du glaubst, dein emotionales Essen liegt an fehlender Disziplin? Vielleicht liegt die wahre Ursache viel tiefer: in alten Beziehungserfahrungen, sicherem Kontakt und deinem Nervensystem. In dieser Folge sprechen Natascha und Lena über den blinden Fleck, der emotionales Essen oft unbewusst aufrechterhält. Du erfährst, warum Wissen, Ernährungstipps und reine Nervensystem-Tools manchmal nicht ausreichen und was es wirklich braucht, um emotionales Essen an der Wurzel zu lösen. Es gibt einen blinden Fleck beim Thema emotionales Essen, der oft übersehen wird und er hat nicht direkt mit Essen zu tun. In dieser Folge sprechen Natascha und Lena darüber, warum emotionales Essen kein Wissensproblem und kein Disziplinproblem ist. Viele Frauen wissen längst, dass sie Emotionen mit Essen kompensieren. Sie wissen auch, wie sie sich ernähren „sollten“. Und trotzdem greifen sie in Momenten von Stress, Scham, Wut, Einsamkeit oder Überforderung wieder zu Essen. Der tiefere Schlüssel liegt häufig in alten Beziehungserfahrungen, Kontaktvermeidung und einem Nervensystem, das gelernt hat: „Ich darf mich nicht ganz zeigen.“ Genau hier entsteht oft der Kreislauf aus Stress-Essen, Heißhunger, Rückzug und Selbstvorwürfen. Du erfährst, warum sicherer Kontakt so wichtig ist, um emotionales Essen lösen zu können. Warum Nervensystem regulieren allein manchmal nicht reicht. Und weshalb echte Veränderung oft dort beginnt, wo du dich mit deinen Gefühlen zeigen darfst — ohne beschämt, verlassen oder überfordert zu werden. Diese Folge ist für dich, wenn du emotionales Essen stoppen möchtest, intuitives Essverhalten lernen willst und spürst: Gesund Abnehmen beginnt nicht mit noch mehr Kontrolle, sondern mit echter innerer Sicherheit. 🕊️ Du möchtest wissen, wie du es endlich schaffst für immer den Teufelskreis mit emotionalem Essen und Abnehmversuchen zu verlassen? Auf unserer Webseite findest du alle Infos zum Chainless Woman Coaching und die Möglichkeit für ein kostenloses Analyse-Gespräch: www.natascha-wilms.com [https://natascha-wilms.com/] 💌 Teile gerne deine Gedanken zu dieser Folge und deine Themenwünsche mit uns: Instagram: Chainless Woman [https://www.instagram.com/chainless.woman?igsh=MXFzZnc2bGp4YTNzdg==] Wenn du spürst, dass du nicht einfach nur oberflächlich Symptome coachen, sondern wirklich zu nachhaltigen Durchbrüchen begleiten willst: Trag dich jetzt auf die Warteliste für die Psychosoma Nutrition Coach Ausbildung ein. Für ein Coaching, das Tiefe hat. Und dich wirklich trägt: 👉🏻 Zur Warteliste & Webseite [https://psychosoma-nutrition-institute.com/] Folge uns auf Instagram @‌psychosoma-nutrition-institute [https://www.instagram.com/psychosoma.nutrition.institute/], für Impulse, die dein Nervensystem nähren und deinen Weg als Coach begleiten.

Transcript

Speaker: Es gibt einen blinden Fleck beim Thema emotionales Essen, der rein gar nichts mit Essen zu tun hat und den ich selbst auch ganz lange überhaupt nicht auf dem Schirm hatte und der ein absoluter Game Changer war, sowohl für mich in meiner eigenen Entwicklung und Lösung meiner emotionalen Essensthemen und Gewichtsthemen, als auch für meine Klienten, für unsere Chinese Women Frauen und das möchten wir heute mit dir teilen.

Speaker: Musik

Speaker: Herzlich Willkommen zum Chainless Woman Podcast.

Speaker: Ich freue mich riesig, dass du da bist.

Speaker: Mein Name ist Natascha Wilms und schon über 550, fast 600 Menschen durfte ich in den letzten Jahren dabei begleiten, ihre Beziehung zu ihrem Körper zu befreien und sich von emotionalem Essen zu lösen.

Speaker: Und in diesem Podcast führen wir dich richtig tief an die Ursachen, um dir zu helfen, das endlich hinter dir zu lassen.

Speaker: Mein Name ist Lena, ich bin jetzt inzwischen seit, ich glaube, fast zwei Jahren auch bei Channels Woman dabei und habe auch schon davor Vollzeit als Coach gearbeitet und vor allen Dingen interessieren mich die Zusammenhänge von Körper und Psyche, wie sich also emotionale Prozesse körperlich sichtbar machen und auch andersrum.

Speaker: Und deswegen freue ich mich sehr, dass wir heute über dieses Thema sprechen, was ja noch ein bisschen...

Speaker: geheimnisvoll klingt.

Speaker: Das, was du bis jetzt weißt, ist ja nur, dass es nicht ums Essen geht, sondern einen sehr, sehr großen Blindspot, wenn es um das Thema emotionales Essen geht.

Speaker: Und ja, wie Natascha schon gesagt hat, ganz egal, mit welchem Thema man zu tun hat, ist das auf jeden Fall die wichtigste Komponente, wenn es darum geht, wirklich in Veränderungsprozesse gehen zu wollen.

Speaker: Bevor wir genau über diesen Blindspot sprechen, dürfen wir uns nochmal bewusst machen, was emotionales Essen überhaupt ist.

Speaker: Emotionales Essen ist nämlich kein Wissensproblem.

Speaker: Das sehen wir immer wieder.

Speaker: Bei den meisten Frauen, die zu uns kommen, hören wir den Satz, ich weiß eigentlich, dass ich Emotionen mit Essen kompensiere.

Speaker: Ich weiß eigentlich, wie ich mich ernähren müsste.

Speaker: Ich weiß eigentlich, wie ich mich verhalten müsste, aber ich kriege es trotzdem nicht umgesetzt.

Speaker: Das heißt, auf der Wissensebene findet dieses Muster nicht statt.

Speaker: Es liegt tiefer im Unbewussten in unserem Perspektiven.

Speaker: unwillkürlichen Nervensystem, also dem Bereich, auf dem wir über Willenskraft und Disziplin keinen Zugriff haben.

Speaker: Und deswegen ist es im zweiten Schritt auch kein Disziplinproblem und trotzdem etwas, wo wir sehen, dass Frauen das immer wieder versuchen, über Disziplin zu lösen, weil wir natürlich auch so konditioniert werden, immer wieder gesagt bekommen, dann musst du doch einfach nur keine Schokolade mehr kaufen, dann musst du doch einfach nur dich anders halten, was du weißt.

Speaker: Dann

Speaker: entwickelt man neue Bewältigungsstrategien, indem man dann halt eben sagt, dann kaufe ich keine Schokolade mehr, dann trinke ich halt einen Liter Wasser und mache einen Spaziergang.

Speaker: Und so viel Wasser trinken und spazieren gehen kann man eigentlich gar nicht, um das wirklich zu lösen.

Speaker: Also halten wir schon mal fest, ich habe es eben schon durchblicken lassen, es ist eine Bewältigungsstrategie.

Speaker: Und die Frage ist ja, was versuchen wir denn eigentlich zu bewältigen?

Speaker: Und vielleicht hast du schon eine Ahnung, weil wenn wir sagen, wir essen emotional, dann scheint das ja etwas mit Emotionen zu tun zu haben.

Speaker: Und das ist tatsächlich auch nur die halbe Wahrheit, denn ja, wir bewältigen emotionale Spannung, wenn wir eben Schwierigkeiten haben, Wut auszudrücken, Trauer zu fühlen, wenn wir Scham, Schuldgefühle haben, Ängste haben.

Speaker: dann erzeugt das viel Spannung in unserem Nervensystem.

Speaker: Wir können uns also nicht mehr entspannen und wir entwickeln Bewältigungsstrategien, um diesen Entspannungszustand wiederherzustellen.

Speaker: Man könnte dann auf die Idee kommen, okay, wenn ich das weiß, diesen Mechanismus kenne, dann kann ich ja einfach Nervensystem-Tools nutzen.

Speaker: Ich kann mein Nervensystem regulieren, ich kann anfangen zu üben, zu fühlen, Wutgefühle, Trauer, Schamgefühle auszudrücken und so weiter.

Speaker: Und ja, das sind wertvolle Tools, aber auch da kann man sagen, du wirst dich mit Nervensystemregulationstools, Atemübungen, Schütteln, Summen, Embodiment, Meditation und was es da alles gibt, auch tot regulieren können, wenn du

Speaker: den Blindspot nicht kennst, der immer wieder dazu führt, dass dein Nervensystem hochknallt.

Speaker: So viele Emotionen kannst du gar nicht fühlen und ausdrücken und regulieren, wenn du den Kern nicht berührst und die Ursachen in der Tiefe dafür löst, warum Emotionen im Alltag immer wieder heftigst getriggert werden.

Speaker: Und damit, Trommelwirbel, kommen wir zu dem Blindspot, den viele nicht auf dem Schirm haben.

Speaker: Lena, möchtest du?

Speaker: Nee, mach du, mach du.

Speaker: Soll ich?

Speaker: Okay, also passt auf.

Speaker: Es sind die Beziehungsdynamiken, in denen wir leben.

Speaker: Beziehungsweise alte Beziehungserfahrungen, die wir heute in unserem Erwachsenenleben immer wieder ausräumen.

Speaker: Und die Vermeidung von echtem Kontakt.

Speaker: Jetzt denkst du dir vielleicht, ja okay, ich habe schon so ein bisschen so ein People Pleaser in mir und manchmal fällt es mir nicht so leicht, bin überfordert von den Emotionen von anderen, bin lieber introvertiert und auch ziehe mich sozial öfter mal zurück, gerade wenn ich auch irgendwie mich für meinen Körper schäme oder mein Essverhalten.

Speaker: Aber es ist am Ende des Tages auch tatsächlich bei Menschen häufig so, die eigentlich erstmal denken, ich kann doch eigentlich ganz gut in Kontakt gehen, ich habe Freunde, ich bin viel unterwegs und so.

Speaker: Auch diese Menschen haben häufig Facetten an sich, die sie zurückhalten und haben gar kein Problem damit, mit dem sogenannten falschen Selbst oder der Maske in Kontakt mit anderen zu treten.

Speaker: Und trotzdem ist konstant und unterbewusst immer ein bisschen eine Angst da, manchmal gar nicht spürbar, doch irgendwie entdeckt zu werden mit den Schattenseiten.

Speaker: die man erstmal so nicht zeigen möchte.

Speaker: Und deswegen darfst du in beiden Fällen, ob du weißt, dass du introvertiert bist und dich eher zurückziehst und von Menschen schnell überfordert, oder ob du denkst, ich bin eigentlich ganz gut im Kontakt und habe eigentlich auch ein emotionales Essensthema, darfst du jetzt trotzdem bei beiden Fällen gut zuhören, denn das ist wirklich ein Game Changer, den ich ganz lange auch nicht so richtig auf dem Schirm hatte.

Speaker: Ja, ich glaube auch, also wenn jemand wirklich echt gut in Kontakt gehen könnte, dann wäre das Thema auch nicht da.

Speaker: Also damit definitiv.

Speaker: Es gibt natürlich auch ganz andere Symptome, die genau auf das Gleiche hinausspielen, nur selbst wenn jetzt jemand sagt, ich habe eigentlich sehr gute und wertvolle Beziehungen und es kann auch stimmen, es geht gar nicht darum, dass das nicht sein kann, aber dann scheint es definitiv in den Beziehungsdynamiken etwas zu geben, was

Speaker: trotzdem, trotz dass es vielleicht eine wertvolle Beziehungsdynamik an sich schon ist, etwas auslöst, wahrscheinlich nicht selbst so verdaut werden kann, dass es nicht mit emotionalem Essen übertönt oder kompensiert werden muss.

Speaker: Ganz gleich, ob es dann im Job ist oder in der Partnerschaft oder wo auch immer.

Speaker: Und natürlich auch in Bezug auf die Beziehung zum eigenen Körper und auch zu sich selbst.

Speaker: Und die Antwort beziehungsweise

Speaker: Weshalb Beziehung die einzige Antwort sein kann auf die Frage, womit es eigentlich zusammenhängt ist.

Speaker: Wenn wir mal das Ganze ein bisschen langsamer angehen, haben wir ja im Prinzip Emotion und Essen in zumindest der Symptombeschreibung.

Speaker: Da hängt ja noch sehr viel anderes drin.

Speaker: Und wenn wir uns jetzt aber mal die Frage stellen, okay...

Speaker: bei wem bin ich denn mit diesen Themen zuallererst in Kontakt gekommen, dann finden wir auf der emotionalen Ebene, genauso wie auf der Nahrungs-, also Essensebene, immer erstmal die Mutter oder eben auch die nicht vorhandene Mutter, was aber genau das Gleiche ist, nur eben

Speaker: Also es ist das gleiche Thema, nur in einer anderen Ausprägung.

Speaker: Das bedeutet, ich lerne im allerersten Lebenskontakt, wie gehe ich mit meinen Emotionen um?

Speaker: Wie werde ich reguliert?

Speaker: Wann werde ich reguliert?

Speaker: Auf welche Weise?

Speaker: Welche Emotionen werden vielleicht eher bestraft oder belohnt?

Speaker: Und was passiert, wenn ich mich auf eine Art verhalte oder Dinge fühle, die der andere nicht nachvollziehen kann, die Mama nicht nachvollziehen kann?

Speaker: Das ist die Prägungsseite, die mit Beziehungen zusammenhängt, wenn es um das Thema Emotionen geht.

Speaker: Und dann geht es aber eben auch darum, wer ist die erste Nahrungsquelle?

Speaker: Also bei wem werden wir als allererstes versorgt?

Speaker: In welcher Dynamik kriegen wir, was wir an Nährstoffen und an Versorgung brauchen?

Speaker: Und auch da ist es das Thema Beziehung.

Speaker: Auch hier ist es wieder die Mutter, aber das, was der...

Speaker: generell entscheidendste Faktor ist, bei jeder einzelnen Entwicklungsstufe, bei jedem Entwicklungsthema, bei jeder Emotion, die wir durchleben, ist das eine überschneidende Komponente immer die ist, dass es in Beziehung passiert.

Speaker: Und zwar entweder in einer Beziehung, die vorhanden ist, lernen wir Dinge über uns oder auch in der Abwesenheit lernen wir ebenfalls Dinge über uns.

Speaker: Das heißt, es ist im Prinzip unabhängig davon, dass

Speaker: ob die Mutter jetzt ganz liebevoll, wertschätzend, nährend für das Kind da ist oder ob die Mutter vielleicht depressiv, krank, ständig arbeiten ist, also kaum da ist oder ein Vater, der halt einfach irgendwann abgehauen ist und...

Speaker: dann im Prinzip weg war.

Speaker: Auch die Beziehungslosigkeit oder der Kontaktabbruch oder die Kontaktlosigkeit ist eine Beziehungsdynamik und übermittelt wichtige Informationen über uns, über die Welt, darüber, wie wir sind, wie wir so zu sein haben, welche Emotionen und Eigenschaften wir ausdrücken dürfen und welche nicht.

Speaker: Und vor allen Dingen, wie wir uns am besten anpassen können.

Speaker: Und das ist das, was du eben, Natascha, mit falschem Selbst gemeint hast.

Speaker: welche Anpassungsleistung brauche ich innerlich, um die Beziehung zumindest aufrecht zu erhalten, selbst wenn sie nicht so nährend ist, wie ich es eigentlich bräuchte.

Speaker: Und da ist emotionales Essen, also Emotionen und Beziehungsverletzungen sind es eigentlich, über Nahrung, über Essen zu kompensieren, eine sehr

Speaker: häufige, inzwischen sehr häufige Kompensation oder Anpassungsstrategie, die uns eben hilft, bestimmte Emotionen nicht mehr im Kontakt auszudrücken, sodass wir da nicht Gefahr laufen, jemanden zu verlieren, zu enttäuschen, ignoriert zu werden oder was auch immer.

Speaker: Nur Emotionen lösen sich nicht einfach auf, also braucht es halt eine andere Strategie, wenn ich mich nicht an die Regulationsperson wenden kann und das ist dann eben häufig

Speaker: Das Essen, es kann auch anderes Konsumverhalten sein oder Süchte oder auch Beziehungsmissbrauch in Anführungsstrichen, das heißt entweder Menschen in seinem Umfeld zu horten, sag ich mal, aber nie wirklich in Beziehungen zu gehen, nie wirklich in Kontakt zu gehen.

Speaker: Oder auch zu sagen, nö, dann brauche ich jetzt einfach niemanden mehr, ich gehe in die Isolation.

Speaker: Was natürlich Quatsch ist, weil wir sind immer in Beziehungsdynamiken, aber man kann sich das natürlich ganz gut einreden, wenn man einfach nicht mit so vielen Menschen in Kontakt stehe oder wenig Freundschaften oder Partnerschaften führt und so weiter.

Speaker: Das bedeutet, es braucht im Prinzip diese beiden Komponenten.

Speaker: Wir haben auf der einen Seite Emotionen, die nicht reguliert wurden.

Speaker: in Beziehung und auf der anderen Seite eben Essen als Dämpfungsmittel, um diese Beziehungsverletzungen nicht mehr spüren zu müssen.

Speaker: Und dementsprechend verfehlen wir das Thema einfach maximal, wenn wir nur auf das Essen und auf die Nährstoffe und auf die Kalorien schauen.

Speaker: Also klar ist es wichtig, einen Überblick zu haben, wie ist der Körper gerade aufgestellt, wie gut können Nährstoffe aufgenommen und vor allen Dingen auch verdaut werden und nicht einfach wieder ausgeschieden werden, ohne dass sie verarbeitet wurden vom Körper.

Speaker: Wie ist die Organfunktionalität?

Speaker: Wie gut sind die Entgiftungsorgane?

Speaker: Wie sind die Schilddrüsen?

Speaker: Wie ist das Hormonsystem?

Speaker: Und so weiter.

Speaker: Diese Ebene ist natürlich sehr, sehr wichtig, aber sie kann nicht das gesamte Thema abdecken, weil eben auch das alleine schon, also diese starken inneren, auch körperlichen, ähm,

Speaker: nicht Unsicherheiten, sondern Ungleichgewichte, ja auch häufig schon die Folge daraus sind, dass wir eben emotional gestresst sind, dass wir uns vielleicht ernähren oder Bewegung so vermeiden, dass es eben nicht dem Körper dient, vielleicht eher symptombehandelnd gearbeitet haben und auch viele Giftstoffe im Körper haben, die eben nicht ausgeschieden werden konnten, emotional wie körperlich.

Speaker: Und das sind alles Themen, die da eben zusammenspielen.

Speaker: Und ohne Beziehung,

Speaker: mit in den Veränderungsprozess einzubeziehen und die Erfahrung zu machen in wirklich echtem Kontakt, wo wir nicht übers Wetter, über den nächsten Umzug, über...

Speaker: die Politik über die Arbeitskollegen, über den Partner oder was auch immer sprechen, sondern wirklich in Kontakt mit uns, mit den Emotionen, mit den Verletzungen sind und somit auch ein gewisses Kontaktrisiko eingehen, weil wir den anderen wirklich erlauben, uns zu sehen, können wir dieses Thema nicht lösen, weil es eben in Kontakt entstanden ist oder in Kontaktlosigkeit ist.

Speaker: Und deswegen braucht es die andere Person als Spiegel, aber auch als Beziehungsperson, die jetzt eine ergänzende beziehungsweise korrigierende Erfahrung zulässt, mit der ich erlebe, diesmal kann ich diese Emotionen und alles, was da ist, wirklich ausdrücken und der Kontakt bleibt.

Speaker: Und ich brauche meine Anpassungsleistung, die damals mal sinnvoll und hilfreich war, heute nicht mehr, weil jetzt bin ich erwachsen und da sitzt eine Person mir gegenüber,

Speaker: Und mit der erlebe ich gerade das, was ich als Kind eigentlich schon hätte erleben wollen.

Speaker: Und deswegen ist das mit der größte Blindspot, weil viele eben einfach gar nicht mit diesem Thema arbeiten, beziehungsweise dem sich gar nicht bewusst sind.

Speaker: Und es zu wissen und damit zu arbeiten, ist eben auch eine riesengroße Chance, es dann wirklich auf tieferer Ebene auch lösen zu können.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Also da auch nochmal eine große Empfehlung an unsere Podcast-Folgen zur Mutter- und Vaterwunde, weil da gehen wir natürlich auch nochmal stärker auf die Dynamiken ein, die wir als Kind erleben, die zu dieser, ich sag mal, Urwunde führen, für die wir uns dann Bewältigungsstrategien bauen und diese Urwunde, die wird dann später im Kontakt mit unserem Umfeld immer wieder aufgerissen, weil wir aus

Speaker: aufgrund dieser Grundbeziehungserfahrung uns heute auch ein gewisses Umfeld als Erwachsene ranziehen, sage ich mal.

Speaker: Und da auch immer wieder reinszenieren und immer wieder erleben, was wir vielleicht als Kind da schon erlebt haben.

Speaker: Das heißt, wir haben vielleicht die eine instabile Freundin, die

Speaker: uns dann immer wieder unser Mutterthema spiegelt, dieses Ich muss halten, von mir wird erwartet, so und so zu sein.

Speaker: Oder wir suchen uns vielleicht sogar einen Partner, der oberflächlich gesehen ganz anders ist wie unser Papa, aber doch gewisse Facetten mitbringt, eine Unerreichbarkeit, einen schlechten Kontakt von seiner Seite aus mit den eigenen Emotionen, eine Ablehnung von Emotionalität und Weichheit oder

Speaker: Vielleicht genau das Gegenteil, eher extrem weich, extrem emotional.

Speaker: wenig raumhaltend ist, also je nachdem, was wir da auch für gewisse Erfahrungen haben, können wir wie mit dem Schlüssellochprinzip später einfach Menschen anziehen, mit denen wir das wieder reinszenieren.

Speaker: Und das ist in der Tat auch der Grund, warum es dann ganz, ganz schwer ist, im normalen Lebensalltag und innerhalb der Beziehungen, die wir in diesem führen, diese Thematik zu lösen.

Speaker: Weil wir brauchen,

Speaker: neue Beziehungserfahrungen, die anders ablaufen, wie Lena, wie du das eben schon erklärt hast.

Speaker: Und gleichzeitig ist das häufig sehr schwer im direkten Umfeld zu finden.

Speaker: Und mal abgesehen davon sind eben auch die Menschen...

Speaker: in unserem Umfeld nicht dafür verantwortlich, uns co-zuregulieren, damit es uns besser geht.

Speaker: Es sind auch Menschen mit eigenen Empfindungen, Bedürfnissen, Verletzungen, Überforderungen.

Speaker: Es sind keine Psychologen, es sind keine Coaches vom Partner oder von der Freundin oder so zu erwarten,

Speaker: dass sie jetzt ein Stellvertreter ist für die Mutter, die wir nie hatten oder einen Therapeut oder Coach, der uns durch gewisse Verletzungen verhält.

Speaker: Das ist einfach nicht fair und auch überfordernd dem Gegenüber,

Speaker: Und es sind halt auch keine Profis für diese Dynamiken, haben selbst häufig die Blindspots, selbst nicht die Nervensystemkapazität und sind vielleicht auch desreguliert, selbst auch sozial verstrickt und verständlich.

Speaker: Das ist halt eben so ein spannender Punkt, weil wir sehen das halt immer wieder.

Speaker: Und das ist auch so das Dilemma, was viele Frauen haben, die das emotionale Essen mit sich rumtragen, dass sie sich entweder immer wieder für Kontakt oder sogar auch Angebote entscheiden, in denen Emotionen maximal vermieden wird und in denen sie wieder reinszenieren, was sie vielleicht als Kind erlebt haben.

Speaker: Also zum Beispiel, ganz konkret, ich mache einen Videokurs zum Thema emotionales Essen, in dem ich weder Kontakt zu anderen Teilnehmern habe, noch Kontakt zum Coach, zum Ersteller, Erschaffer.

Speaker: Das heißt, ich mogel und schreibe,

Speaker: mauschel da so mit mir selbst rum, schau mir einfach nur ein paar Videos an und es findet wieder kein echter Kontakt statt, weil das erstmal vermeintlich sicherer ist.

Speaker: Oder ich gehe in ein Coaching, da habe ich zwar in dem Sinne persönlichen Kontakt, aber da sitzen halt noch 100 andere mit drin und da findet halt einmal die Woche ein Q&A statt, aber

Speaker: wo ich dann vielleicht auch mal eine Frage stellen kann, wenn ich Glück habe, dran zu kommen oder ich mich überhaupt erst traue, mich vor so einer großen Gruppe zu melden.

Speaker: Ansonsten verschwinde ich einfach in der Masse und im Hintergrund.

Speaker: Im Übrigen ist es einfach auch so, dass Menschen, die solche Angebote schaffen, diese Angebote häufig auch nicht bewusst, aber unbewusst aufgrund ihres eigenen Mangels kontaktfähig zu sein, erschaffen.

Speaker: Weil wenn ich so ein Angebot erschaffe, dann muss ich ja auch als Coach oder auch Therapeut nicht so sehr in Kontakt mit anderen Menschen gehen.

Speaker: Ich möchte noch eine Sache ganz kurz ergänzen, weil zu dem, was du gerade gesagt hast, könnte man ja jetzt sagen, okay, dann gehe ich halt in ein 1 zu 1 Coaching, da habe ich ja auch...

Speaker: Kontakt mit dem Coach und auch in Beziehung.

Speaker: Da wäre ich jetzt, ja.

Speaker: Achso, ja, dann mach du gerne.

Speaker: Dann geh du gerne drauf ein, das war mir nur wichtig, weil das wäre jetzt meine Reaktion innerlich von, ja gut, dann gehe ich halt nicht in eine Gruppe, sondern dann gehe ich halt in eins zu eins.

Speaker: Und das ist der nächste Punkt, dann gehe ich halt, okay, jetzt haben die zwei hier gesagt, ich muss in Kontakt, dann gehe ich halt in eins zu eins.

Speaker: Und jetzt kommt der Knackpunkt, weil wir haben ja schon immer mal auch Frauen am Telefon, die sagen, ach,

Speaker: Ich weiß nicht, ob so der Kleingruppenkontext, den ihr anbietet, ob das sowas für uns ist, für mich ist und irgendwie merke ich da einen Widerstand und ich hätte es lieber eins zu eins.

Speaker: Also eins zu eins ist super, aber kann auch ein absoluter Kontaktvermeidungsraum sein.

Speaker: Wieso?

Speaker: Weil wenn ich jetzt mit dir im eins zu eins im Raum sitze, dann bin ich der Coach und

Speaker: Das heißt, optimalerweise habe ich ein reguliertes Nervensystem, halte meine Bedürfnisse raus, halte dir den Raum und klar werden bei dir auch schon ein paar soziale Ängste aktiviert, aber es ist nicht sehr lebensnah.

Speaker: Weil wann haben wir denn schon mal in unserem Leben wirklich jemanden, der uns so den Raum hält oder halten kann?

Speaker: Normalerweise sind wir in Beziehungen viel verstrickter.

Speaker: Das heißt...

Speaker: Man kann das dann natürlich mit fremden Menschen sich vorstellen und durchspielen, aber ehrlicherweise fehlt da so ein Stück weit der Aktivator, noch mit anderen Menschen im Raum zu sein, die eben auch Bedürfnisse haben, die auch dysreguliert sind, die auch Emotionen spüren, mit denen sie gerade überfordert sind.

Speaker: Und das ist halt viel, viel realitäts- und lebensnahe,

Speaker: Und ich stelle natürlich auch immer die Frage, also weshalb taucht da gerade der Widerstand auf?

Speaker: Und dann kommen natürlich häufig so Sachen wie, ja, die Emotionen von anderen, die überfordern mich ganz schnell oder ich weiß nicht, ob ich mich dann da so öffnen kann.

Speaker: Oder,

Speaker: Wenn dann noch andere mit im Raum sind, dann verliere ich mich dabei selbst.

Speaker: Dann bin ich immer die ganze Zeit bei den anderen und deren Bedürfnissen und irgendwie komme ich ja dann nicht zum Zug und es soll ja jetzt auch dann um mich und meine Probleme gehen.

Speaker: Und das zeigt auch einfach schon diese Abwehrreaktion der Psyche und den riesen Blindspot, der da da ist.

Speaker: Nämlich, ja, das mag ja alles sein, aber die Frage ist ja, wo ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du lernst, bei dir zu bleiben und dich zu regulieren, auch wenn andere Leute im Raum sind, die

Speaker: emotional verstrickt sind, desreguliert sind und auch Bedürfnisse haben.

Speaker: Wo ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du lernst, in die Sichtbarkeit mit deinen Themen zu kommen, auch wenn andere da sind, die sich melden und die auch ein Thema haben.

Speaker: Wo ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du dich lernst zu öffnen und dich dabei sicher zu fühlen, als in einem Raum,

Speaker: in dem es ein gesichertes Setting gibt, also ein geführter Raum von einer Person, die dafür die Führung übernimmt, dich in diesen Schutzreaktionen zu erkennen und dir zu helfen, im Kontakt nicht nur zum Coach, sondern auch zu anderen Menschen bei dir zu bleiben, dich auszudrücken, deine Emotionen zu zeigen, dich zu regulieren,

Speaker: Es gibt keine höhere Wahrscheinlichkeit als in so einem Setting, weil es weder im Alltag noch im 1 zu 1 Bereich wirklich der ist,

Speaker: natürliche Kontakt ist, den du normalerweise in deinem Leben hast.

Speaker: Und auch eine Entscheidung für ein 1 zu 1 Coaching ist unbewusst häufig eine Entscheidung für Kontaktvermeidung und Rückzug und für Isolation.

Speaker: Und die Frage ist, möchtest du in deinem Leben

Speaker: in Kontakt mit Menschen sein, möchtest du dich frei bewegen können, ohne dich selbst zu verlieren, möchtest du dich gut regulieren können, auch wenn dein Gegenüber eine Grenze hat, die du nicht magst, die du persönlich nimmst oder du eine Grenze setzt und dein Gegenüber hat vielleicht einfach, kommt mit deiner Grenze nicht klar, hat konträre Bedürfnisse zu dir,

Speaker: Möchtest du dich in deinem Leben frei bewegen können, wirst du in Kontakt mit all diesen sozialen Verstrickungen kommen und darauf sollte dich ein Angebot vorbereiten.

Speaker: Sonst löst es nicht den Kern, der nun mal unter emotionalem Essen liegt.

Speaker: Ich höre dich gerade nicht mehr, sorry.

Speaker: Ja, und es ist ja auch eine Illusion zu glauben, dass es

Speaker: möglich wäre, kontaktlos durchs Leben zu gehen.

Speaker: Also klar kann ich innerlich Kontakt abwehren und nur äußerlich in Kontakt sein, aber das ist ja häufig schon der Fall, gerade wenn dann emotionale Symptome die Folge sind.

Speaker: Und das andere ist, was bei der Gruppe natürlich auch, finde ich, sehr, sehr entscheidend ist, ganz häufig...

Speaker: gehen die Frauen, die mit diesen Themen zu kämpfen haben, im Vergleich mit anderen Frauen.

Speaker: Und zwar meistens mit Frauen, die dieses Thema scheinbar zumindest nicht haben.

Speaker: Wenn ich im Coaching bin, im 1 zu 1, habe ich wieder eine Person gegenüber sitzen, von der ich glaube, dass sie diese Themen nicht hat, von der ich glaube, dass sie schon erreicht hat, was ich erreichen möchte.

Speaker: Das heißt, in gewisser Weise bin ich immer die Person, die...

Speaker: im Vergleich schlechter abschneidet und sich auf eine Art auch alleine damit fühlt, was da innerlich gerade passiert.

Speaker: Ich arbeite ja sehr viel im 1 zu 1, deswegen würde ich das nicht grundsätzlich unterschreiben, aber ich habe ja jetzt auch den Vergleich mit der Chainless Woman Gruppe und am Anfang weiß ich noch,

Speaker: dachte ich auch so, okay, ich weiß nicht, ob das mit dem Gruppensetting so geeignet ist, auch für die Art, wie ich arbeiten möchte, für die Tiefe, wie ich arbeiten möchte.

Speaker: Und da muss ich echt sagen, das musste ich dann innerlich oder durfte ich dann innerlich echt korrigieren, weil mir vorher einfach gar nicht klar war, was für wichtige Aspekte in so einer Gruppe sind.

Speaker: Also erstens, wie du schon sagst, ist es halt sehr realitätsnah, weil du wirst auf jeden Fall getriggert, auch von den anderen.

Speaker: Es ist für viele eine Herausforderung, sich zu zeigen und in einem Umfeld, wo jetzt nicht nur eine Person ist, sondern mehrere wirklich auch präsent zu bleiben, das haben ja ganz viele auch mit sozialen Ängsten oder wenn sie auf die Arbeit gehen oder bei Familienfesten oder so, dass wenn eine Gruppe an Menschen da ist, die Regulationsfähigkeit

Speaker: wie automatisiert runterfährt und das in diesem Kontext wieder zu lernen, ist halt ein riesengroßes Geschenk, weil es eben ein wertschätzender Raum ist.

Speaker: Und da kommen wir jetzt auch zum Unterschied zu so riesengroßen Gruppenprogrammen, wo man ja sagen könnte, okay, also besser geht es ja nicht, weil da sind so viele Menschen und da werde ich auf jeden Fall getriggert und da bin ich auf jeden Fall in Kontakt.

Speaker: Und da würde ich sagen, nein.

Speaker: Weil sowohl das Eins-zu-Eins, also oder eben das Isolierte, mit sich selber sein oder dann halt mit diesem Thema ins Eins-zu-Eins zu gehen,

Speaker: als auch riesengroße Gruppen schaffen Kontaktlosigkeit.

Speaker: Das sind dann halt ganz, ganz viele Menschen, aber im Prinzip zählt der Einzelne darin überhaupt nicht mehr, sondern es ist halt einer von 300 Leuten, die dann in so einem Kurs drin hängen.

Speaker: Und dadurch ist sowohl der Teil, der weiter Kontakt vermeidet, da, als auch der Teil, der wirklich nicht gesehen werden kann, weil es einfach nicht realistisch ist.

Speaker: Das ist nicht möglich.

Speaker: Und es ist auch nicht sichergestellt.

Speaker: Und ganz kurz, weil das super wichtig ist und es übersteigt in so großen Gruppen auch das Toleranzfenster.

Speaker: Also das heißt, selbst wenn ich mich dort öffnen wollen würde, blockiere ich da häufig, weil natürlich 100 Menschen ein höheres Gefahrenpotenzial haben als zum Beispiel bei uns im Raum 8 oder 3.

Speaker: 3 bis 8 sind es ja meistens so.

Speaker: Und der Coach sieht dich auch nicht mehr.

Speaker: Genau, das meine ich mit Kontaktlosigkeit, ja.

Speaker: Genau, also ich kann als Raumhalter gar nicht mehr auffangen, dass da jetzt jemand sich zurückzieht und blockiert.

Speaker: Ich sehe den faktisch nicht mehr.

Speaker: Das heißt, ich kann ihm auch gar nicht helfen, sich aus dieser Erfahrung rauszuentwickeln.

Speaker: Ja, das sehe ich ganz genauso und es ist ja auch so, dass wenn, wie du schon gesagt hast, jemand dann sagen würde, okay, ich traue mich jetzt, was mitzuteilen, ist bei so einer großen Menschengruppe ja auch nicht nur das Nervensystem schon in der Habachtstellung,

Speaker: ob das gefährlich sein könnte, sondern es ist ja wirklich dann nicht mehr ausgeschlossen, dass bei so vielen Menschen wirklich wieder die Erfahrung gemacht wird, die schon dazu geführt hat, dass jemand sich nicht mehr öffnen möchte.

Speaker: Also es ist auch viel schwieriger sicherzustellen, dass wirklich ein wertschätzender und auch verbindungsschaffender

Speaker: Raum da ist, weil das ist das, was mich mit am meisten rührt, auch jetzt bei dem Offline-Event, bei dem wir waren, wie sehr das eben einfach verbindet, diese Reise auch gemeinsam zu machen und auch zu erfahren, nicht wie bei einer Selbsthilfegruppe, dass man sich so mit dem Leid und mit dem gemeinsamen Symptom so beschäftigt.

Speaker: verbindet und sich darüber Verbindung schafft, sondern dass man sich verstanden fühlt, weil jemand da ist, der das nachvollziehen kann, dass jemand da ist, der mir diese korrigierende Erfahrung schenkt, sage ich mal, und auch

Speaker: diese Fortschritte, die innerlich und äußerlich passieren, auch miteinander geteilt werden können.

Speaker: Weil ganz viele machen ja die Erfahrung, dass das nähere Umfeld das eben nicht nachvollziehen kann oder vielleicht auch eben nicht so wertschätzend darauf reagiert oder wertschätzend darauf reagiert und trotzdem innerlich dieses Gefühl ist von, ich freue mich, dass du wertschätzend bist, aber verstehen kannst du mich einfach nicht.

Speaker: Weil die Person es vielleicht auch wirklich einfach nicht verstehen kann und es auch nicht

Speaker: dann der Job des Partners oder der Eltern oder was auch immer ist und die natürlich auch einen gewissen Leidensdruck damit haben, wenn sie ständig sehen, wie schlecht es der anderen Person geht.

Speaker: Also das ist einfach etwas, was so eine Gruppe einfach als riesengroßes Geschenk bereithält und es gibt eben Erfahrungen, die Personen gemacht haben, die es wirklich erstmal unmöglich machen, in eine Gruppe zu gehen und darin auch diese Vorzüge anzunehmen.

Speaker: auszukosten, weil vielleicht Mobbing-Erfahrungen oder auch in familiären Gruppierungen einfach Erfahrungen gemacht wurden, dass das Nervensystem felsenfest entschieden hat, sich vor einer Gruppe nie wieder angreifbar zu machen, sich niemals wieder fremden Menschen zu zeigen oder sich in der Tiefe mitzuteilen und für die das wirklich schon allein ein übertriebener Wachstumsschritt ist, zu sagen, okay, ich vertraue es überhaupt meiner Person an.

Speaker: Und auch hier ist wichtig, wir zwingen niemanden, in eine Gruppe reinzugehen,

Speaker: Wir machen am Anfang eine ausführliche Anamnese, schauen uns an, wo steht eine Person gerade, mit welchen Themen kommst du, sodass wir auch mit einschätzen können, macht es gerade wirklich Sinn, direkt in ein Gruppensetting zu gehen oder macht es vielleicht am Anfang doch Sinn, erstmal im 1 zu 1 zu sein, um halt diese Verletzungen zu lösen, die es dann wieder möglich machen,

Speaker: auch in das Gruppen-Setting zu gehen.

Speaker: Aber bei ganz vielen ist eben die Erfahrung, dass es erstmal eine Abwehrstrategie ist, eine Vermeidung, die sagt, nee, das ist nichts für mich und ich glaube, ich würde das dann doch lieber eins zu eins machen.

Speaker: Also wo es eher eine Vermeidung ist, als wirklich eine...

Speaker: ein ernstzunehmendes Trauma, sage ich mal.

Speaker: Und damit möchte ich nicht sagen, dass das nicht ernstzunehmend ist, aber es gibt so eine feine Grenze zwischen, man spürt, das ist gerade ein Widerstand, bei dem es wirklich ein großer Wachstumsschritt ist, den zu übergehen und zu lösen.

Speaker: Und zwischen, okay, das Nervensystem hat wirklich einfach keinerlei Ressourcen, keinerlei Kapazitäten, um diesen großen Schritt jetzt wirklich zu gehen und dann braucht es eben erstmal Stabilisierung.

Speaker: Ja, dann muss man eben ein bisschen vorarbeiten und das ist uns auch ganz, ganz wichtig.

Speaker: Das muss auch klar sein, bei dieser Thematik muss immer individuell drauf geschaut werden.

Speaker: Deswegen führen wir ja auch immer diese Vorgespräche und dass man einfach erstmal guckt, wo stehst du gerade, aber was wir hier mit dieser Podcast-Folge vermitteln wollen, so oder so, muss das Ziel langfristig sein, dass du

Speaker: die Ressourcen und die Nervensystemkapazität aufbaust, in einen sicheren Kontakt zu anderen Menschen hineinzuwachsen.

Speaker: Und deswegen kann man dann da auch vorarbeiten mit 1 zu 1 Sessions, bis das Nervensystem die Kapazität hat, den nächsten Schritt zu gehen.

Speaker: Da muss man immer drauf schauen, aber das muss einfach klar sein, dass das der Weg ist, den du gehen musst.

Speaker: Weil wenn du in

Speaker: der Isolation bleibst, vor allem innerlich,

Speaker: dich dauerhaft weiter zurückhältst, dann wird dein Nervensystem nicht in die Entspannung kommen.

Speaker: Du wirst Emotionen tendenziell unterdrücken, statt sie gesund auszudrücken.

Speaker: Du wirst dich selbst unterdrücken, statt dich auszudrücken.

Speaker: Und das ist die Grundursache für emotionales Essen.

Speaker: Das heißt, das wird sich nicht lösen lassen.

Speaker: Und das ist halt dann eben der Preis.

Speaker: Der Preis, den wir zahlen, wenn wir uns weiterhin verschließen, ist halt, dass wir das emotionale Essen brauchen.

Speaker: Und der Preis, den wir zahlen, um emotionelles Essen zu lösen, ist, zu lernen, da hineinzuwachsen.

Speaker: Und das kann man sehr gut begleitet und in einem sicheren Rahmen.

Speaker: Aber es ist natürlich auch wichtig, das passende Angebot zu wählen.

Speaker: Dafür muss man natürlich auch erstmal ein Bewusstsein dafür entwickeln, was ist eigentlich das Problem unter diesem Problem.

Speaker: Und das wollen wir hier ein Stück weit einfach möglich machen mit der Podcast-Folge.

Speaker: Und dann, wie Lena das eben auch schon angedeutet hat, ist halt einfach ganz, ganz wichtig, Gruppe ist nicht gleich Gruppe.

Speaker: Und man hat häufig auch gar keine Vorstellung davon, wie so einen Raum wirklich dienlich und gesund ist.

Speaker: gehalten wird, weil normalerweise hat man so Gruppentherapien oder Selbsthilfegruppen im Kopf, wo man sich so denkt, okay, dann sitzen wir alle da im Kreis und jeder zeigt mal gerade, was ihn gerade triggert oder was ihn gerade stört und

Speaker: Das ist eine Form, die kann durchaus für den Moment Entlastung bringen, aber die wird keine Lösung bringen, weil die Lösung liegt dann nicht mehr darin, dass wir einfach nur darüber sprechen, das Sprechen, das Austauschen, das Erkennen, dass es beim Gegenüber auch so ist und vielleicht auch, das ist eine Erfahrung, die unsere Frauen in unseren Räumen machen, zu sehen, okay, da ist jetzt jemand schon,

Speaker: Ein paar Schritte weiter wie ich und der hat aber auch da gestartet wie ich und okay, krass, die hat vielleicht sogar ein paar ermutigende Worte für mich und sagt, das war bei mir ganz genauso am Anfang, vertraue dem Prozess.

Speaker: Und bei mir ist es schon viel besser.

Speaker: Das ist eine Entlastung, aber die Lösung findet nicht statt, indem wir in einem Gruppenraum sitzen, wo dann vielleicht ein Q&A stattfindet und jeder kann sein Leid klagen und kann dann mal eine Frage stellen, die dann beantwortet wird, sondern das, was wir zum Beispiel in den Gruppenräumen machen, deswegen nennen wir es auch eher Hybrid-Coaching statt Gruppen-Coaching, ist die,

Speaker: Im Prinzip arbeiten wir immer mit den individuellen Themen.

Speaker: Es gibt kein festes Thema, wo wir sagen, okay, jetzt heute sprechen wir über Kalorien, heute sprechen wir über Emotionen, heute sprechen wir über das Thema Wut oder Beziehung, sondern wir gehen immer in die Sessions rein und

Speaker: Und haben so eine kleine Gruppe, dass jede Frau auch ihren Raum bekommt und wir sprechen zwar kurz über den Kontext, vielleicht über bestimmte Situationen, in denen sich was aktiviert hat, getriggert hat, Essenssituationen oder auch Situationen mit dem Partner.

Speaker: Und dann ist es eigentlich egal, ob die eine jetzt erzählt, ja mein Kind hat sich heute Morgen die Schuhe nicht angezogen, hatte einen riesen Wutanfall und ich war danach so gestresst, weil ich so spät auf die Arbeit kam, dass ich nicht frühstücken konnte und dann habe ich bis mittags nichts gegessen und dann habe ich mir einfach in der Mittagspause irgendeinen Scheiß reingeschoben, weil ich so einen Heißhunger hatte und seitdem bin ich die ganze Zeit am emotionalen Essen.

Speaker: Oder da ist halt eine Frau, die sagt, ja und ich habe mich gestern mit meinem Partner in die Haare gekriegt und er war wütend, ich war wütend, das hat mich so aufgeregt, ich war so gestresst und dann saßen wir abends einfach nur still nebeneinander auf dem Sofa und haben halt wieder unsere Tüte Chips reingefahren.

Speaker: Oberflächlich gesehen sind es völlig unterschiedliche Situationen, aber die emotionalen Zustände, die Reaktion vom Nervensystem ist ähnlich.

Speaker: Wut ist Wut, Angst ist Angst, Scham ist Scham, Schuld ist Schuld und wir unterschätzen, wie sehr sich Nervensysteme miteinander synchronisieren können.

Speaker: Und wir arbeiten sowohl mit der Frau und der Situation und den Gefühlszuständen, die sie da hat.

Speaker: Wir gehen dann sehr, sehr schnell in den Körper, arbeiten emotionsbasiert, damit diejenige lernen kann,

Speaker: Wie fühlt sich das an?

Speaker: Wo spüre ich das im Körper?

Speaker: Was mache ich jetzt mit dieser Emotion?

Speaker: So lernt das Nervensystem, sich wieder dienlich zu regulieren, statt mit Essen zu kompensieren.

Speaker: Und wir unterschätzen aber, was passiert, wenn wir so einen Prozess beobachten.

Speaker: Erstens wird immer auch etwas in uns aktiviert, weil wir gehen in Resonanz.

Speaker: Das bedeutet, wir erkennen uns in der anderen Person und der Situation wieder.

Speaker: Wir wissen, wie es sich anfühlt, Schuldgefühle zu haben nach zum Beispiel dem Essen und dann kann ich die Übung durchführen.

Speaker: die ich dann mit der Frau zum Beispiel in dem Moment mache, um die Emotionen von Scham zu regulieren, mitmachen.

Speaker: Ich beobachte aber auch, wie jemand durch ein schweres Gefühl geht, das zum Ausdruck bringt, sich damit reguliert und danach ein Lächeln auf den Lippen hat,

Speaker: und Leichtigkeit spürt und sich denkt, oder es sogar sagt, das war gar nicht so schlimm, wie ich dachte.

Speaker: Das nimmt unser Nervensystem auch in der Beobachterrolle auf und macht die Erfahrung mit.

Speaker: Ja, weil es ist ja nicht umsonst so, dass wir zum Beispiel auch traumatisiert werden können, wenn wir einfach in Anführungszeichen nur eine Vergewaltigung mitbekommen, beobachten, statt tatsächlich das Selbst angetan zu bekommen.

Speaker: Das ist

Speaker: Das ist in dem Moment genauso ein Trauma, weil wir damit in Resonanz gehen.

Speaker: Wir fühlen mit.

Speaker: Und andersrum geht das genauso.

Speaker: Wenn ich beobachte, dass jemand, in dem ich mich selbst auch wiedererkenne, der ein ähnliches Thema hat wie ich, der da genauso feststeckt wie ich, wie der da durchgeht und etwas zum Ausdruck bringt, von dem ich vorher nie Ahnung hatte, wie ich das machen soll,

Speaker: und der das dann noch löst und dem das danach auch gut geht und ich Leichtigkeit, echte Leichtigkeit bei dem spüren kann, dann nimmt das mein Nervensystem auf und es macht es zu einer Ressource und es stärkt das Gefühl in mir, dass ich da auch durchgehen kann und dass das auch für mich möglich ist.

Speaker: Und sowas wirst du niemals in einem 1 zu 1 Raum erleben.

Speaker: Und ich habe ja auch ganz, ganz lange 1 zu 1 gearbeitet,

Speaker: Und klar kann ich einen Menschen in einem 1 zu 1 Raum auch dahin begleiten, diese Gefühlszustände zu erleben.

Speaker: Es fehlt aber immer ein Stück weit die Ressource, das von außen zu beobachten.

Speaker: Und ich habe manchmal das Gefühl, das beschleunigt den Prozess auch so ein bisschen, weil das Nervensystem ein Beispiel dafür bekommt, wie das funktionieren kann, ohne dass es darum geht, das nachzuahmen, sondern vielmehr zu sehen,

Speaker: eine Idee zu entwickeln, so kann das sein, so kann sich das anfühlen.

Speaker: Und was ich immer an Erfahrung gemacht habe in den 1 zu 1 Räumen, war, dass meine Klienten ständig die Frage gestellt haben, ist das normal, was ich gerade empfinde?

Speaker: Wie ist das denn bei den anderen Frauen, die du begleitest?

Speaker: Sind die genauso in Anführungszeichen langsam wie ich?

Speaker: Oder fühlt sich das bei denen genauso an oder stehe ich mich nur so doof an?

Speaker: Und da habe ich einfach gemerkt, okay, da fehlt etwas, das kann man bestimmt irgendwie kompensieren, aber warum soll ich es kompensieren, wenn ich auch einen Raum schaffen kann, in dem diese Erfahrung wirklich möglich wird?

Speaker: Und gleich auch an dem Kernthema ansetzt, der Kernwunde ansetzt, die eigentlich ursächlich für diese Bewältigungsstrategie mit dem emotionalen Essen ist.

Speaker: Ein Punkt, den ich dazu noch sagen will kurz, ist,

Speaker: Es fällt den betroffenen Frauen dann viel, viel leichter, weil sie diese Erfahrung schon in einem geschützten Raum machen, das dann auch in den Alltag zu transferieren, weil sie schon Erfahrungen mit mehreren Menschen als nur mit ihrem Coach gemacht haben und das Nervensystem, das dadurch...

Speaker: im eigenen sozialen Umfeld einfach leichter adaptieren kann.

Speaker: Weil wenn ich bei einer Person erlebt habe, oh, die lehnt mich ja gar nicht ab, wenn ich mich ausdrücke und wenn ich Emotionen zeige.

Speaker: Und bei einer anderen und bei noch einer anderen und mein Nervensystem immer wieder mitbekommt, hey, ich bin ja völlig sicher damit und ich werde auch würdevoll damit behandelt und nicht beschämt, dann kann ich das gar nicht erzählen und verstehen,

Speaker: wie das Nervensystem das schluckt und einfach zu einer starken Ressource macht, die sich dann in den Alltag transferiert.

Speaker: Ja, und das ist auch der andere Punkt neben dem, dass man selber so gesehen Beobachter oder Zeuge wird von dem, was da eben passiert, sondern auch die Erfahrung selbst,

Speaker: durch diese Prozesse zu gehen.

Speaker: Und dabei sind Menschen dabei, die das bezeugen und die das mitbekommen und die eben danach nicht irgendwie mit vertretenen Augen oder mit großen Augen da sitzen, so nach dem Motto, oh Gott, was war das denn jetzt?

Speaker: Sondern auch gerührt sind, auch sich Themen mitlösen, die dann in den Chat schreiben, hey, das hat mich gerade auch voll bewegt oder mir geht es da echt ganz genauso und ich bin so froh, dass du es ansprichst, weil ich wollte es auch ansprechen und so.

Speaker: Also es gibt eben auch

Speaker: die, also nicht nur, ich sehe das jetzt bei einer anderen Person, weil da kommt ja dann eben häufig auch nochmal das Gefühl von, wow, so gut möchte ich das auch gerne können oder krass ist, wie sich das traut und so weiter, sondern eben ja auch die andere Erfahrung von, das habe ich jetzt

Speaker: Das bin ich und es passiert gar nichts Schlimmes.

Speaker: Und es gibt hier einen Raum, wo es scheinbar ganz normal ist, dass Emotionen da sein dürfen, weil das haben viele ja gar nicht erlebt.

Speaker: So paradox sich das manchmal anhört für Menschen, die das halt eben nicht erfahren haben.

Speaker: Aber es gibt einfach sehr, sehr viele Personen, die haben das nicht erlebt, dass so ein Raum da ist, wo man das wirklich ausdrücken kann, ohne dass was Schlimmes passiert und dass sich Menschen mitfreuen und nicht komplett geschockt

Speaker: sind, wenn jemand meine Emotionen irgendwie gerade spürt oder eine Körperreaktion aufkommt.

Speaker: Das heißt, ich kann mich auch unter liebenden oder liebevollen, wertschätzenden Augen, die ja auch ein Spiegel sind, eben nochmal anders erfahren als vorher und

Speaker: Das ist ja auch eigentlich ein urkindliches Bedürfnis, in den Augen, in dem Spiegel erstmal der Eltern, erstmal der Mutter, dann der Eltern, eben eine positive und wertschätzende Rückmeldung zu bekommen.

Speaker: Und das ist natürlich toll, wenn das auch im 1 zu 1 Coaching passiert, gerade weil da, das ist der Vorteil, den ich dann bei 1 zu 1 wiederum sehe, einfach nochmal eine direktere Kontaktverbindung ist, ohne andere Einflussfaktoren.

Speaker: Und gleichzeitig sind es eben bei einer Gruppe sehr, sehr viele Augenpaare, die unabhängig von einer einzelnen spezifischen Coaching-Person, die dann auch schnell zur Projektionsfläche der eigenen Sehnsüchte wird, ich die Erfahrung mache, wow, das scheint wirklich möglich zu sein, auch für mich.

Speaker: Und das ist natürlich...

Speaker: Ja, also es ist wirklich fürs Nervensystem ein sehr großes Geschenk und eine wertvolle Erfahrung, die viele auch am Anfang gar nicht so beschreiben könnten oder einordnen könnten oder gar nicht mitbekommen, was das eigentlich innerlich alles macht.

Speaker: Nur dann irgendwann, wenn sie die ersten Erfolge teilen und

Speaker: da hat sich scheinbar echt was verändert, ohne dass ich dafür jetzt ganz viel getan habe oder gejournalt habe oder was weiß ich nicht was, sondern einfach durch die Erfahrung, da sind andere Menschen, die spiegeln mir zurück, dass so wie ich bin mit den Emotionen, die da sind, ich absolut ausreiche, ich okay bin, ich nicht falsch bin und dass ich dazugehöre, dass ich meinen Platz hier habe, auch wenn viele andere da sind.

Speaker: Ich meine, vieles jetzt relativ, aber

Speaker: wie du schon gesagt hast, so drei bis acht Leute, trotzdem auch in einer Kleingruppe, sage ich mal, zu wissen, das hier ist mein Platz und es ist nicht egal, ob ich da bin oder nicht.

Speaker: Sondern ich gehöre halt dazu, genauso wie jemand anderes aus dem Raum auch dazu gehört und irgendwie schreibt mir sogar mal jemand, wenn ich mal eine Zeit lang nicht dabei war, weil das jemand mitbekommen hat.

Speaker: Das sind einfach Erfahrungen, die sehr, sehr korrigierend und auch heilsam sein können.

Speaker: Deswegen, ja.

Speaker: Und was du auch schon gesagt hast, dieses statt halt mir häufig die Erfahrung ist, beschämt zu werden für das, was man da zum Ausdruck bringt, die Emotionalität, das Weinen oder vielleicht auch das wütend sein, dann plötzlich zu sehen,

Speaker: oh mein Gott, also wir hatten es letztens, kam so ein Kommentar, da hat eine Frau einen Prozess durchlebt und die anderen haben es miterlebt und eine schrieb dann so, oh mein Gott, ich bin dir gerade so dankbar.

Speaker: Ich bin dir gerade so dankbar dafür, danke.

Speaker: Ich habe mich da gerade so wiedererkannt und konnte das im Hintergrund so gut mitfühlen und mitmachen und ich fühle mich gerade so richtig, richtig erlöst.

Speaker: Gestern oder vorgestern in der Session war eine Frau, die hat einen ganz, ganz tollen Prozess gehabt.

Speaker: Die hat mir hinterher dann nochmal geschrieben, mein Gott, ich bin so erleichtert und so dankbar, dass ich gerade diese Erfahrung machen konnte.

Speaker: Eine andere hat dann geschrieben, noch im Raum selbst, die wollte ich dann eigentlich dran nehmen, weil wir am Anfang dann immer so ein bisschen Reihenfolge vorlegen.

Speaker: Und die habe ich dann drangenommen und dann hat sie zu mir gesagt, weißt du was, das hat mir gerade schon so viel gebracht.

Speaker: Ich lasse jetzt mal die Nächste ran.

Speaker: Ich nehme das jetzt mal mit für mich, aber das hat mir gerade so, so geholfen.

Speaker: Und da sieht man halt, du wirst gesehen und kannst,

Speaker: Du bekommst deinen Raum und gleichzeitig machst du aber auch die Erfahrung, dass du deine Themen auch selbst ermächtigt oder wie nennt man das, ja, umgekehrt.

Speaker: Das ist leider nicht, was du meinst.

Speaker: deinen Prozess damit zu haben.

Speaker: Also beide Aspekte sind ja super wichtig, dass wir uns trauen, wirklich mal gesehen zu werden, dass wir auch wirklich mal gesehen werden und dass wir unseren Raum haben, in dem wir gehalten werden und diese Erfahrung machen, aber auch, in dem wir sehen,

Speaker: Wenn die Menschen um mich herum ihre Prozesse haben, dann kann ich bei mir auch ganz, ganz viel selbstwirksam, das war das Wort, was mir gefehlt hat, in Bewegung bringen und kann sich lösen.

Speaker: Und ich bin eben nicht immer in der Abhängigkeit dazu, dass da ein Therapeut ist, ein Coach ist, ein anderer Mensch ist, weil auch das ist ja super wichtig.

Speaker: Wir zum Beispiel haben das große Ziel, keine Abhängigkeit zu erzeugen.

Speaker: Dann bist du vielleicht frei von emotionalem Essen, aber dafür abhängig von einem Coach.

Speaker: Das ist nur eine Suchtverlagerung.

Speaker: Sondern wir wollen dich in die Selbstwirksamkeit bringen.

Speaker: Dahin, dass du dich selbst führen kannst, selbst regulieren kannst, selbst halten kannst, selbst eine Entscheidungsgewalt darüber hast.

Speaker: ob du jetzt emotional isst oder ob du dich erstmal dienlich regulierst.

Speaker: Und das bedeutet auch, ein Angebot muss auch hergeben, dass du dich auch in deiner Selbstwirksamkeit erlebst und nicht nur in der Abhängigkeit von einem zum Beispiel Co-Regulator.

Speaker: An den richtigen Stellen eingesetzt, wichtig, und dann aber auch an den richtigen, wichtigen Stellen die Erfahrung zu machen, ich kann das auch selbstwirksam.

Speaker: Mhm.

Speaker: Und ja, deswegen ist der Kontakt so wichtig und ich hoffe, dass wir da einfach auch einen guten Einblick geben konnten, was eigentlich wirklich an Urthema unter dem emotionalen Essen liegt.

Speaker: Dass es nicht nur der Umgang mit Emotionen ist und das Regulieren vom Nervensystem, sondern da liegt noch eine Schicht tiefer und das ist eben der sichere Kontakt.

Speaker: Das ist keine bewusste Entscheidung, einfach zu sagen, lass ich jetzt das People-Pleasing mal und dann gehe ich jetzt halt einfach mal in Kontakt und dann sage ich halt jetzt auch mal Nein, wenn ich Nein meine und nicht immer Ja und bin für alle anderen da.

Speaker: Das ist keine bewusste Entscheidung, das kann ich mir vornehmen.

Speaker: Aber du wirst immer wieder die Erfahrung machen, dass du in dem Moment selbst

Speaker: hat vorhin auch eine Frau geteilt, mit der ich gesprochen habe, aus dem Raum, geht das millisekündig so schnell, da hast du schon Ja gesagt, bevor du überhaupt drüber nachdenken konntest, oder du würdest gern Nein sagen, aber sagst dann einfach nichts, weil du einfach kein Wort rausbekommst, ja, und

Speaker: Das muss im Nervensystem passieren, das in der Tiefe, im Unterbewusstsein, und da braucht es eine gewisse Arbeit für, die den Körper, das Nervensystem mit einbezieht und vor allen Dingen emotionale Erfahrungen ermöglicht, die eben eine korrigierende Eigenschaft haben.

Speaker: Und damit haben wir hoffentlich heute mit der Podcast-Folge ein bisschen mehr den Weg klargemacht,

Speaker: wo du hinschauen darfst, wo du langgehen darfst, worauf du achten darfst, wenn du dich wirklich für ein Angebot oder eine Lösung entscheidest, was vielleicht auch ihr Wege sind, welche Angebote eher nicht so den Raum schaffen, in dem man damit gut arbeiten kann und das gut in Lösung bringen kann.

Speaker: Und wir möchten dich natürlich herzlich einladen, dir einfach mal ein Vorgespräch mit uns zu sichern.

Speaker: Das ist kostenlos.

Speaker: Wir führen immer zwei kostenlose Vorgespräche, in denen wir erstmal gemeinsam schauen, wo stehst du gerade?

Speaker: Bist du schon bereit dafür, in diesen Kleingruppen-Hybrid-Coaching-Kontext zu gehen oder weiter?

Speaker: braucht es vielleicht erstmal, dass du eins zu eins aufgefangen wirst und dann einen Übergang zu diesem Coaching-Kontext.

Speaker: Das hängt von deiner Vorgeschichte ab, von deiner aktuellen Situation und deswegen müssen wir einfach da vorher miteinander sprechen, um einfach gemeinsam zu schauen, was die perfekte Lösung für dich in deiner Situation und mit deiner Geschichte ist.

Speaker: Wir freuen uns da, mit dir persönlich zu sprechen.

Speaker: Klickst du einfach mal unten auf den Link in den Shownotes,

Speaker: kommst du dann zu unserem Kalender und dann hoffentlich ganz bald freuen wir uns persönlich, mit dir zu sprechen.

Speaker: Ist im Übrigen der erste Musterbruch, mal wirklich in Kontakt zu gehen und mit deinen Themen auch gesehen zu werden.

Speaker: Also

Speaker: Let's go.

Speaker: Ein Schritt.

Speaker: Ein Klick.

Speaker: Wir freuen uns sehr.

Speaker: Dankeschön.

Speaker: Lena, hast du noch was zum Abschluss?

Speaker: Nein, es wurde alles gesagt.

Speaker: Schön.

Speaker: Dann freuen wir uns auf die nächste Podcast-Folge mit dir.

Speaker: Schön, dass du wieder mit dabei warst und bis zum nächsten Mal.

Speaker: Tschüss.

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